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www.kronicher.de Ausgabe 12 Juni 2012

- Zum Mitnehmen -

Spielplan zur Fußball-EM

zum Herausnehmen

EINZIGARTIG AN DER ZEYERNER WAND BLÜHT DAS LEBEN

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Partner des Kronacher Landkreismagazins


Inhalt Natur und Umwelt Einzigartig: An der Zeyerner Wand blüht das Leben!

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Porträt Sonja Trebes: »Mein Traum ist es, kreativ zu sein.«

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Historisches Nach über 100 Jahren: Wiedendrehen in Wurbach

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Vereine FCN-Fanclub »Fischbachtal«: 25 Jahre »Liebe, Glaube, Leidenschaft«

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Sport

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Jonas Großmann: Große Ziele, großer Ehrgeiz Fußball EM 2012: Spielplan zum Herausnehmen

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KRONICHER. Gemeinden: Tettau Tradition und Geschichte im »Tettauer Winkel« 18 2. »Blick über’n Gartenzaun« am 23. Juni 20 ASV Kleintettau mit größtem Erfolg der Vereinsgeschichte 22

Schule & Bildung P������ |8

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S���� |14 IMPRESSUM

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KRONICHER. Das Magazin für den Landkreis Kronach

Montessori-Schule Mitwitz (II): Motivation durch persönliche Erfolge

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Grillen Reisen

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Ratgeber Rubriken

Editorial Nachgefragt Vorgemerkt Auf den zweiten Blick Daten & Fakten Mein Rezept für den Landkreis Das allerletzte Interview

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Herausgeber: Verlag Carlo Fehn Matthias-Kaiser-Str. 1 96317 Kronach

Telefon: 09261-9100148 Telefax: 09261-9100149 E-Mail: redaktion@kronicher.de Internet: www.kronicher.de Redaktion/Texte: Carlo Fehn (V.i.S.d.P.) Corinna Tübel, Björn Stumpf, Gerd Fleischmann Satz/ Layout: Carlo Fehn Anzeigen: Rainer Renk, Carlo Fehn Fotos: Carlo Fehn, Faust-Festspiele Kronach, Montessori-Schule Mitwitz, Gerd Fleischmann, Björn Stumpf, FCN Fanclub Fischbachtal, Ulrich Ambrassat, Gerhard Reitbauer, Sonja Trebes, anpfiff.info Druck: Schneider Printmedien GmbH, Weidhausen Erscheinungsweise: Monatlich in ausgewählten Vertriebsstellen Druckauflage: 5.000 Stück

KRONICHER. | Ausgabe Juni 2012

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Editorial ANZEIGE

Liebe Leserinnen und Leser, liebe »Kronicher«!

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or genau einem Jahr ging die erste Ausgabe des neuen » K R O N I C H E R . «­ durch Tausende neugierige Hände. Von »noch so ein Käseblatt« über »gibt’s doch schon« und »woss solldn des sei?« bis hin zu »sehr interessant« oder »endlich moll woss annersch!« zeigte sich eine große Spannbreite spontaner Wahrnehmung. Mittlerweile darf ich mit Stolz behaupten, dass Käseblätter, die es schon gibt und von denen keiner weiß, was sie eigentlich sollen, sich anscheinend äußerst hoher Beliebtheit erfreuen. Und so macht es uns natürlich umso mehr Spaß, Ihnen auch im zweiten Jahr eine vielfältige Auswahl an interessanten und kurzweiligen Berichten aus dem Landkreis zu präsentieren.

Raus in die Natur! Wandern steht dabei hoch im Trend und der Frankenwald bietet mit mehr als 4000 Kilometern ausgeschilderter Wege ein Eldorado für Wanderer aus Nah und Fern. Wer die dunklen Wälder und steilen Anstiege satt hat und Abwechslung sucht, findet diese garantiert zwischen Marktrodach und Zeyern - an der »Zeyerner Wand« blüht das Leben. Lesen Sie selbst. Und damit wünsche ich Ihnen wieder gute Unterhaltung mit Ihrem Landkreismagazin. Mit besten Grüßen

Carlo Fehn

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Nachgefragt

Nach dem »Albtraum dahoam« der Münchner Bayern im Champions-League-Finale gilt es nun für die Deutsche Nationalmannschaft, wieder einmal einen internationalen Titel auf dem »Römer« in Frankfurt zu präsentieren. Die Kronicher auf jeden Fall sind sehr optimistisch.

EM-Spielplan zum Hera

usnehmen auf den Seite

Manfred Schwalb, Stockheim: »Wir können meiner Meinung nach vom Leistungsvermögen her um den EM-Titel mitspielen. Es wird allerdings extrem darauf ankommen, dass es der Bundestrainer schafft, alle Spieler mental so zu stärken und zu motivieren, vor allem die BayernSpieler, dass alle dieses Ziel auch für möglich erachten. Ich freue mich auf die EM-Spiele und werde die Spiele mit meiner Familie und Freunden zusammen verfolgen. Ich denke, die Euphorie wird bei guten Spielen unserer Mannschaft auch wieder auf das ganze Land übergreifen. Marco Großmann, Windheim: »Falls unser Bundes-Jogi die Bayernspieler wieder aufrichten kann, werden wir sicherlich ein gewichtiges Wort um den Titel mitreden. Persönlich wünsche ich mir, dass unsere Nationalmannschaft endlich den ersehnten großen Titel nach Deutschland holt.«

risch sein. Man hat bei den Bayern gesehen, dass die Enttäuschung hinterher dann umso größer ist. Allerdings muss man sagen, dass wir eine gewisse Favoritenrolle nicht abstreiten können. Wenn die Spieler sich von Außen nicht zu sehr beeinflussen lassen und gut ins Turnier kommen, ist die Mannschaft bestimmt lange dabei.« Matthias Dötschel, Mitwitz: »Deutschland holt sich diesmal den lange ersehnten Titel und belohnt sich damit für die Leistungen bei den letzten Turnieren. Spanienscheidet spätestens im Viertelfinale aus, dem Gastgeber Polen rechne ich Außenseiterchancen ein.

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 Infos EM 2012 Polen und die Ukraine empfangen Fussball-Europa vom 08. Juni bis zum 01. Juli 2012 zur Fussball EM 2012. Nach der EM 2000 in den Niederlanden und Belgien und der EM 2008 in Österreich und der Schweiz ist es das dritte Mal in der Geschichte der Fussball-Europameisterschaft, dass eine EM in zwei Ländern ausgetragen wird. Für die Europameisterschaft sind acht Spielstätten vorgesehen, davon je vier in Polen und in der Ukraine. In Polen wird in den Städten Warschau, Posen, Danzig und Breslau gespielt, in der Ukraine werden die Spiele in Kiew, Donezk, Dnjepropetrowsk und Lemberg ausgetragen. (Quelle: www. fussball-em-info.de)

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Karola Herrmann, Reitsch: »Ich finde, wir haben keine leichte Gruppe und wie es immer so schön heißt: ›Jeder Gegner muss erst einmal gespielt werden‹. Man sollte da auch vorab immer nicht so ganz euphoKRONICHER. | Ausgabe Juni 2012

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Natur & Umwelt

EINZIGARTIG IM FRANKENWALDAN DER ZEYERNER WAND BLÜHT DAS LEBEN Es ist Juni, die Sonne scheint und für viele heißt es deshalb: Raus in die Natur! Wandern steht dabei hoch im Trend und der Frankenwald bietet mit mehr als 4.000 Kilometern ausgeschilderter Wege ein Eldorado für Wanderer aus Nah und Fern. Wer die dunklen Wälder und steilen Anstiege satt hat und Abwechslung sucht, findet diese garantiert zwischen Marktrodach und Zeyern.

Bleiben Sie auf den Wegen nicht nur die Silberdistel wird es danken! 6

Geolo�ische Besonderheit Tiefe Täler, stille Wälder und Rodungsinseln auf den Höhen sind das typische Bild des Frankenwaldes. Geologisch zählt ein großer Teil des Landkreises zum Thüringer Schiefergebirge. Hier ist der Untergrund sauer und somit sind Arten zu finden, die sich an diese Gegebenheiten angepasst haben. Während also in Teuschnitz oder Tettau Arnika und Bärwurz zu Hause sind, ändert sich die Vegetation entlang der sogenannten Fränkischen Linie schlagartig. Die Fränkische Linie ist eine geologische Störung, an welcher die »alten« Gebirge - also Frankenwald und Fichtelgebirge - auf den Muschelkalk des Obermainischen Hügellandes treffen. Erdgeschichtlich ist dieser viel jünger als der Schiefer oder der Granit der beiden Mittelgebirge. Als markantester Punkt der Fränkischen Linie gilt die weithin sichtbare Zeyerner Wand. Hier hat die UrRodach im Laufe von Jahrmillionen eine Prallwand geschaffen, welche - als bedeutendster Aufschluss von Muschelkalk im nordbayerischen Raum - nicht nur das Interesse der

Geologen weckt. Am steilen Hang war es nicht möglich, Waldbau oder gar Landwirtschaft zu betreiben - die Fläche wurde sich selbst überlassen. Dadurch konnte sich hier ein Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen entwickeln, den man in unseren Breiten kaum vermutet. ANZEIGE

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Natur & Umwelt Lebensraum, die man ansonsten nur aus den Alpen kennt. Mehrere Enzianarten, Orchideen oder die Silberdistel wachsen nur auf kalkhaltigen und extensiv bewirtschafteten Flächen, welche heute in der Landwirtschaft kaum noch gewinnbringend genutzt werden können.

Charakter erhalten

Refu�ium Armdicke Waldreben umschlingen alte Bäume, das Unterholz ist undurchdringlich und nur an Felsen und Geröllhalden ist der helle Muschelkalk zu sehen. Oberhalb der Wöhrleinsschneidmühle erstreckt sich ein Urwald, wie er heute in Mitteleuropa kaum noch anzutreffen ist. Dass hier über viele Jahre eines der letzten Brutvorkommen des Uhus in Bayern war und man das Areal als Naturschutzgebiet ausgewiesen hat, ist daher nicht verwunderlich. Das Naturschutzgebiet »Rabensteiner Höhe mit Zeyerner Wand« stellt nicht nur den Prallhang selbst unter Schutz, sonder auch Teile der Rabensteiner Höhe als den Bereich zwischen Kronach, Marktrodach, Friesen und Zeyern. Dieses Mosaik aus bewirtschafteten Ackerflächen, Hecken, Wald und Brachland bietet Pflanzen einen KRONICHER. | Ausgabe Juni 2012

Diese Bereiche würden sich langfristig von alleine zu Wald umwandeln und die heute vorkommenden Arten verdrängen. Um diese bunten Magerrasen zu erhalten, greift hier der Landschaftspflegeverband ein und mäht oder entbuscht diese Bereiche. Dadurch sollen die anspruchsvollen und lichtliebenden Arten gefördert werden und der Charakter des Naturschutzgebietes erhalten bleiben. Wichtig ist in geschützten Arealen auch die Besucherlenkung. Durch das Ausweisen von Wegen sollen Spaziergänger und Wanderer davon abgehalten werden, die sensiblen Bereiche zu betreten und dadurch die empfindlichen Tiere und Pflanzen nicht zu beeinträchtigen. Einer dieser Wege ist der UnterlandWeg (siehe Info-Box). Hier sollte man beachten, dass die Tiere und Pflanzen nicht gestört oder gar mitgenommen werden dürfen. Man sollte sich auch das Blumenpflücken verkneifen und auf den markierten Wegen bleiben. Text und Fotos: Björn Stumpf

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Der Fransenenzian blüht ab August bis in den November hinein.

 Der Unterland-Weg Durch das Naturschutzgebiet führen mehrere ausgewiesene Wanderwege. Der Unterland-Weg (beschildert mit RWF 60) ist mit einer Länge von etwa 6 km in eineinhalb Stunden auch für den nicht geübten Wanderer leicht zu bewältigen. Da keine besondere Ausrüstung nötig ist, eignet er sich - auch für Familien - bestens für einen Spaziergang. Der Rundweg beginnt in Marktrodach am Flößermuseum und folgt zunächst dem Flößerweg durch das Rodachtal bis nach Zeyern. Hier geht es über das Wehr bei der Wöhrleinsschneidmühle unterhalb der Zeyerner Wand direkt hinein in den Hang des Naturschutzgebietes und schräg aufwärts zur Rabensteiner Höhe. Auf der Hochfläche bieten sich wunderbare Aussichten nach beiden Seiten - in die Täler von Rodach und Kronach. Nachdem der höchste Punkt der Tour, die Hohe Wart (468 m), überschritten wurde, sind keine nennenswerten Steigungen mehr zu erwarten. Hier kann die Heckenlandschaft mit ihren typischen Magerrasenflächen genossen werden. Am Ende der Heckenlandschaft trifft der Weg wieder auf den Flößerweg, welcher entlang von Wiesen und Feldern über die schmale Ortsstraße wieder zum Flößermuseum führt. Das Flößermuseum beherbergt zahlreiche Exponate zu diesem ausgestorbenen Handwerkszweig. Weitere Informationen und Öffnungszeiten sind unter www. floessermuseum.de zu finden. 7


Porträt

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Vielfalt ohne 8-Stunden-Ta� »Das Tolle an meinem Beruf ist, dass er sehr vielfältig ist. Es gibt Unmen8

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»Mein Traum ist es, krea gen zu tun, wird aber auch nie langweilig«, erklärt die 31-Jährige. Am Vormittag werden unter anderem die Bühne vorbereitet, einzelne Szenen besprochen und die Requisiten hergerichtet, bis von 10 bis 14 Uhr die erste Probe stattfindet. Nachmittags geht es mit Besprechungen, or-

ganisatorischen Aufgaben und dem Vorbereiten der zweiten Probe - von 17 bis 22 Uhr - weiter. Dazwischen wird noch der Plan für den nächsten Tag erstellt: »Am Theater erfährt man meist erst einen Tag vorher, was am nächsten Tag zu tun ist.« Am Ende des Tages wird das Geleistete nochmals

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Foto: SV Rothenkirchen

chon mit vier Jahren- damals noch in Teuschnitz - soll sie gesagt haben: »Ich will Opernsängerin und Schriftstellerin werden.« Recht hatte sie: Schon nach der Grundschule sang die damals Zwölfjährige für vier Jahre als Kindersolistin am Landestheater Coburg. Bald erhielt sie auch erste Preise beim Bundeswettbewerb »Jugend musiziert« sowie den Kulturförderpreis des Landkreises Kronach. Im Rahmen ihrer Facharbeit für das Abitur führte sie im Jahr 2000 am Frankenwald-Gymnasium das Drama »Der Besuch der alten Dame« von Friedrich Dürrenmatt auf und war auch für die Regie verantwortlich. Aus dieser Zeit stammt der Wunsch, auch als Regisseurin zu arbeiten. Der Unterstützung ihrer Eltern, denen sie sehr dankbar ist, sicher, absolvierte sie ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. Dort schrieb sie auch ein eigenes Theaterstück - »Dämmerland« -, das 2006 dort uraufgeführt wurde. Nach ihrer Zeit als Gastsolistin am Landestheater Eisenach, nahm sie ein weiteres Studium, das der Regie, an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin auf. Diese führte sie auch für kurze Zeit als Regieassistentin zu den Bayreuther Festspielen. Doch Sonja Trebes »beaufsichtigt« nicht nur: Auch als aktive Schauspielerin wird sie im Magazin »Opernnetz« für ihre Rolle in einer Aufführung des Stücks »Macbeth von Mzensk« gelobt: »...die Spielleiterin Sonja Trebes spielt diesen bizarr-desolaten Charakter mit Hingabe...«. In Kassel wird sie im kommenden Jahr ihre Diplominszenierung darbieten und fortan Regisseurin sein. Derzeit befindet sich das Team mit Sonja Trebes in der Produktionsphase der Oper »A Midsummer Night’s Dream« von Benjamin Britten. Die Stunden, die sie nun bis zur Premiere am 02.06.2012 am Theater verbringt, werden immer mehr.

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Porträt

Musik und Theater soll die Menschen berühren. Dies ist die Leitidee der Sopranistin und Regieassistentin Sonja Trebes aus Teuschnitz. Derzeit arbeitet sie am Staatstheater in Kassel.

ativ zu sein!« erläutert, sowie eventuelle technische Korrekturen festgesetzt. Ist das Stück erst einmal fertig, wird sie die Veranstaltung dann von Beginn an als Abendspielleitung betreuen. Freizeit oder Zeit für Hobbys bleibt da wenig. Früher sei sie eine begeisterte Leserin gewesen, aber nun sei ihr Beruf ihr Hobby und umgekehrt.

Ar�eit und Leidenschaft »Wichtig war für mich, dass ich während des Studiums viele Kontakte knüpfen konnte«, erklärt sie. »Man lernt wahnsinnig tolle und interessante Leute kennen und kann von ihnen lernen.« Nachwuchstalenten rät sie daher, erst einmal in sich hineinzuhören, ob man auch wirklich in das Feld der Musik oder des Theaters einsteigen möchte. Es gebe eine

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immense Konkurrenz, aber wenn man es im Herzen trage, solle man seinen Träumen nachgehen und es versuchen. Für sie persönlich sind ihre Bemühungen »Ausdrucksformen von Gefühlen und Emotionen. Das ist heute besonders wichtig, da ja in unsere Zeit alle gewohnt sind, sie zu unterdrücken und in sich hineinzufressen. Es ist ein wunderbares Ventil, um darzustellen, um zu zeigen und um Menschen anzustoßen.« Leider komme sie nur noch selten in den Landkreis zurück. »Meine fränkischen Wurzeln, genauer gesagt mein rollendes ›R‹ kann ich aber nicht leugnen. Ich werde überall darauf angesprochen, ob ich denn aus Franken komme«, lacht sie. »Ich fühle mich meiner Heimat immer noch sehr verbunden. Ich mag die Landschaft total gerne und habe hier auch noch viele Freunde - nicht nur durch unseren Theaterverein ›Das Kaleidoskop e.V.‹, dessen Vorsitzende ich bin.« Möglicherweise kennen sie einige auch von dessen Aufführungen im Kreiskulturraum Kronach. Die Gruppe um Sonja Trebes hat in den vergangenen zwölf Jahren Stücke von Bertolt Brecht über William Shakespeare bis hin zu Titeln wie »Im Weißen Rössl« inszeniert. Die Idee hierfür entsprang der Zeit nach dem Abitur 2000: »Wir sagten uns, wir wollen das gemeinsame Theaterspielen, das uns während der Schulzeit großen Spaß machte, nicht aufgeben. Mittlerweile zählt unsere Gruppe ca. 30 Leute, die sich immer wieder finden müssen und ihre Zeit

dabei mit Familie und Beruf vereinbaren müssen. Das ist eine ziemlich außerordentliche Leistung.« Ihr Engagement fand und findet breite Anerkennung. Bei einer Aufführung des »Hauptmann von Köpenick« von Carl Zuckmayr hatte sie zudem geschickt den Musikverein Steinwiesen für die klangliche Untermalung der Militärpassagen einbezogen. Das bunte Repertoire soll dem Namen »Das Kaleidoskop« auch weiterhin Ehre bereiten - möglicherweise einer nächsten Inszenierung in 2013. Bei der Frage nach ihrem ersten Opernbesuch schmunzelt die 31Jährige: Mit ihren Eltern hätte sie bei einer Aufführung des »Don Giovanni« am Landestheater Coburg Logenplätze bekommen - sehr nahe an der Bühne. Später sei einem Sänger eine große Blume aus der Hand gerutscht und zu den Plätzen der Teuschnitzer gefallen. Dort bemerkte Sonja Trebes jedoch, dass die Blume größtenteils aus Klebeband und Drähten bestand. »Das war mein erstes Highlight. Das ist einerseits faszinierend und zeigt auf der anderen Seite, wie viel Illusion es in dieser Welt gibt.« von Corinna Tübel

Mein rollendes ›R‹ kann ich nicht leugnen. Ich werde überall darauf angesprochen, ob ich denn aus Franken komme.

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(Sonja Trebes, aufgewachsen in Teuschnitz)

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Historisches

WIEDENDREHEN NACH ÜBER 100 JAHREN

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er 24 Einwohner zählende Weiler Wurbach, idyllisch zwischen Großvichtach und Seibelsdorf am Bergeshang gelegen, erlebte eine regelrechte Invasion an Flößern aus Wallenfels, Neuses, Unterrodach, Friesen und Uhlstädt/Saale. Der Grund der außergewöhnlichen Flößerkonzentration: Nach gut 100 Jahren wurden auf Grund der Initiative von Vorsitzendem Friedrich Fricke vom Floßverein Unterrodach wieder Wieden gedreht. Und erfreulicherweise gelang das Experiment, denn in vergangenen Zeiten war das Wiedendrehen in den Wintermonaten eine absolute Notwendigkeit für die Flößerei. Schließlich waren die Wieden so etwas wie Holzseile. Vor allem außerordentlich belastbar. Und die Schwarzwald-Flößer haben sich bereits seit einigen Jahren mit diesem Thema erfolgreich befasst. Aus der »Floßordnung für den fränkischen Wald und seine Umgebung« von 1868 können wir zu diesem 10

Thema Näheres erfahren, denn man unterschied damals zwischen zwei verschiedenen Stärken. Dazu die Begriffserläuterung: Härt-Wieden: Seile, gewunden aus Fichten-, Tannen-, Eichen- und Birkenstämmchen zu

ein halb Zoll (etwa 13 Millimeter) im mittleren Durchmesser, welche zum Anhängen der Floßwaren und Fertigen größerer Floßstücke dienen. Bei den Pfähl-Wieden gab es folgende Beschreibung: Schwache Seile von

Zufrieden sind die Flößer mit ihren Wieden. Von links: Friedrich Fricke (Unterrodach), Georg Geiger (Friesen), Peter Schröter (Uhlstädt/ Saale), Edgar Dunst (Neuses) sowie Günther Köhler (Wallenfels). KRONICHER. | Ausgabe Juni 2012


Historisches Fichten-, Tannen- und Birkenästen, sowie von Weiden- und Haselnusslohden gewunden, bis zu ein viertel Zoll stark, womit die Weinbergpfähle und Spaliere zusammengebunden werden. Im dem Buch »Der ganze Main war hölzern« von 1993 werden Spann-Wieden wie folgt beschrieben: Gewundene Seile aus Fichtenoder Tannenstämmchen, mit denen Pfaden befestigt werden, um daraus Böden - fest verbundene Floße - zu bauen.

E�periment funktioniert Allerdings erfordert das Wiedendrehen eine generalstabsmäßige Vorbereitung. Wichtigste Voraussetzung sind dazu ein Backofen sowie das Material, in diesem Fall bis zu drei Meter lange Haselnussruten. Und diese mussten bereits eine Woche vorher gewässert werden. Die Backofengemeinschaft unter der Leitung von Dorothea Jung aus Seibelsdorf stellte bereitwillig den vierzig Flößern den Backofen aus dem Jahre 1878 zur Verfügung. Bereits gegen sechs Uhr erfolgte durch Ofenschürer Hans Faber das Anfeuern. Ab acht Uhr begann man dann mit dem Einschießen von 50 Broten, denn schließlich ist das Wiedendrehen der reinste Kraftakt, und eine solche Arbeit macht bekanntlich hungrig. Gegen 10 Uhr konnte der Backofen nach der Brotentnahme für weitere Aktivitäten freigegeben werden. Im Ofen wurden die Stämmchen etwa 20 Minuten erhitzt, man spricht vom »Bähen«. Auch in diesem Fall sind Spezialisten gefragt, die es verstehen,den Ofen auf richtiger Temperatur zu halten, sodass der Saft der Hölzer zu kochen beginnt und die Rinde aufspringt. Anschließend wurden die heißen Stangen im »Wiedstock«, in diesem Falle ein Baustellenschraubstock, eingespannt. Das anschließende Wiedendrehen erforderte viel Geschicklichkeit. Durch eine gedrehte Schlinge am dünnen Ende wird eine Drehstange geschoben und die Flößer drehen nun die KRONICHER. | Ausgabe Juni 2012

Viel Spaß hatten die Flößer beim kräftezehrenden Wiedendrehen. Wiede um die Stange. Beim Drehen springt die Rinde vollends ab und der brodelnde Saft spritzt heraus. Bevor diese »Holzseile« dann zum Einbinden der Flöße in alter Zeit verarbeitet wurden, mussten sie nochmals ausreichend gewässert werden. Die Flößer hatten an dem Experiment in Wurbach ihre helle Freude. Nach kurzer Zeit waren vierzig Wieden gedreht und die Männer ließen sich nach Abschluss der Arbeiten die Flößerbrotzeit schmecken. Vorsitzender Friedrich Fricke vom Floßverein Unterrodach dankte allen Mitstreitern für ihren Einsatz sowie der Backofengemeinschaft für die Bereitstellung des historischen Backofens. »Nachdem der Versuch gelungen ist, werden wir sicherlich wieder einen Wiedendrehtag in Wurbach einplanen«, so Fricke voller Optimismus.

Marktrodachs Zweiter Bürgermeister, Thomas Hümmrich, sieht ebenfalls in dieser Aktion eine Bereicherung der Flößerei, denn das Wiedendrehen war für die Flößerei einst lebensnotwendig. Auch Peter Schröter, der Vorsitzende des Flößervereins Uhlstädt/ Saale, zollte den Frankenwaldflößern seine Anerkennung für ihr Traditionsbewusstsein. Ebenfalls sieht Kreisheimatpfleger Gerd Fleischmann im Wiedendrehen einen aktiven Beitrag für eine weitere Belebung der Flößereihistorie. Text und Fotos: Gerd Fleischmann ANZEIGE

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25 Jahre FCN-Fanclub »Fischbachtal«

Vereine

Hobby? Leidenschaft? »Club«-Fan zu sein – sprich: Anhänger des 1.FC Nürnberg -, kann mitunter zu einer nervenaufreibenden Angelegenheit werden. Begriffspaare wie »Freud und Leid«, »Hoffen und Bangen« und natürlich »Auf- und Abstieg« gehören dazu. In derzeit über 500 Fan-Clubs organisieren sich über 30.000 FCN-Mitglieder getreu dem Motto: Liebe, Glaube, Leidenschaft: alles für den Club! Auch der Fanclub »Fischbachtal« wird beim 25-jährigen Vereinsjubiläum im Juli auf bewegte und bewegende Momente zurückblicken können.

B

ereits Ende 1986 hatten einige Fans des 1.FCN aus Fischbach die Idee, einen Fanclub im Fischbachtal zu gründen. Sie waren Fans durch und durch, sie unterstützten den Club ob zuhause vorm Fernsehen oder im Stadion und so kam es am 5. Januar 1987 zu einem Treffen im damaligen »Fischbacher Stüberl« in Tauschendorf. Alfred Wunder, der Besitzer und Gastwirt des Hauses war es, der alle zusammen an einen Tisch holte, um den Überlegungen nachzugehen, einen »FCN-Fanclub Fischbachtal« ins Leben zu rufen. 18 Fußballbegeisterte waren sofort Feuer und Flamme für diese Idee. Ziel und Zweck sollte die Zusammenführung verschiedener Club-Fans sein, die bereits seit zig Jahren die Fußballspiele des FCN im damaligen Städtischen Stadion besuchten, um gemeinsam zu möglichst vielen Heim- und Auswärtsspielen zu fahren. Die Euphorie zu dieser Zeit war sehr groß, der 1.FC Nürnberg schloss später die Saison 1987/88 mit einem 12

sensationellen fünften Platz in der 1. Bundesliga ab, was den Einzug in den Europapokal bedeutete. Elmar Endres erklärte sich bereit, den neu gegründeten Fanclub im Fischbachtal zu leiten. Stellvertreter wurde Reinhold Zottmann, Kassier und zugleich

Schriftführer Wolfgang Kastner. In der ersten Sitzung einigte man sich, dass das »Fischbachauer-Stüberl« als Vereinslokal genutzt werden sollte. Es wurde eine Satzung beschlossen und auch schon der erste Termin für eine Busfahrt ins Städtische Stadion

Gründungsfoto FCN-Fanclub Fischbachtal KRONICHER. | Ausgabe Juni 2012


Vereine ANZEIGE

nach Nürnberg festgelegt. Zum Auftakt der Rückrunde wurde das Heimspiel gegen SV Werder Bremen am 21.02.1987 gewählt. »Die Nürnberger gewannen damals souverän mit einem klaren 5:1«, erinnert sich Initiator Alfred Wunder noch sehr genau an dieses Spiel. Mittlerweile kann er die Besuche schon gar nicht mehr zählen. Erst vor kurzem wurde er zusammen mit Emil Blüchel aus Seibelsdorf für 25 Jahre Mitgliedschaft beim großen »Club« im Nürnberger Hilton Hotel ausgezeichnet. Seit Jahren sind die Beiden vom Fischbacher Fanclub stolze Dauerkartenbesitzer und fiebern bei Heimspielen oder auch ab und an mal bei Auswärtsfahrten mit ihren Nürnbergern mit. Heute hat der »FCN-Fanclub Fischbachtal« etwas mehr als hundert Mitglieder und ist damit einer der größten im Landkreis Kronach. An die erste Weihnachtsfeier erinnern sich Wunder und Blüchel gerne zurück: »Hierzu konnte der damalige, aus Stadtsteinach stammende, Stammspieler, Jörg Dittwar, als Gast gewonnen werden.« Er beantwortete geduldig die vielen Fragen der etwas nervösen »Club«-Anhänger. Sogar zu dessen Polterabend und Hochzeit wurden die Fischbacher, als Dank für die Einladung, einige Jahre später eingeladen. Im Laufe der Jahre entwickelte sich im Fanclub nicht nur ein reges Vereinsleben, sondern die gemeinsamen Aktivitäten - auch neben Stadionbesuchen - nahmen immer mehr zu. Vor 21 Jahren wurde Julius Ruppert im neuen Vereinslokal Landgasthof Schmidt in Wötzelsdorf als amtierender erster Vorsitzender zusammen mit KRONICHER. | Ausgabe Juni 2012

Karl-Heinz Renner neu gewählt. Diese beiden fungierten bis Anfang 2012 in den Ämtern und bildeten über zwei Jahrzehnte die Führungscrew, bis Jörg Reif-Beck in die Fußstapfen trat. Er fand sofort Freude an der Tätigkeit und bereitet sich nun, zusammen mit Rainer Noack, seinem Stellvertreter und dem gesamten Ausschuss auf das bevorstehende Fest vor. Ein Fest, bei dem nicht nur Gemütlichkeit, gute Stimmung und das leibliche Wohl im Vordergrund stehen werden. Da wird auch wehmütig auf Autogramme auf den älteren Trikots geschaut, da werden noch einmal Aufstiegsfreuden und Abstiegsleiden mit feuchten Augen aufgearbeitet und es werden Erinnerungen ausgetauscht an so manches Highlight, das letzte sicherlich der Triumph im DFBPokal 2007. Der FCN gewann in Berlin das DFBPokalfinale gegen den VfB Stuttgart mit einem am Ende erlösenden 3:2 Siegtor durch Kristiansen. Im gleichen Jahr im Oktober, kämpfte der FCN im UEFA-Cup-Rückspiel bei Rapid Bukarest um den Einzug in die Gruppenphase. Vier Clubfans aus

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Fischbach waren zu diesem Spiel in die Hauptstadt Rumäniens geflogen. Ein Jahr später reisten einige auch nach Lissabon zum Spiel bei Benfica Lissabon. Doch leider stieg nach dem Sieg im Pokal der 1. FCN wieder in die zweite Bundesliga ab. Trotz Wut und Trauer halten Clubfans auch in schlechten Zeiten zum Verein. »Als Clubfan bleibt es immer spannend, ein Auf und Ab in den beiden Bundesligen«, sind sich alle »Club«-Anhänger nach Befragung einig. Getreu dem Motto: »Liebe, Glaube, Leidenschaft. Alles für den Club« soll es bei den Fischbachern auf jeden Fall auch in den nächsten 25 jahren weitergehen. von Carlo Fehn

 25 Jahre FCN-Fanclub »Fischbachtal« am Samstag, 07. Juli 2012 ab 16 Uhr in Fischbach

Alfred Wunder (li.) wird für 25 Jahre beim Club im Hilton Hotel in Nürnberg geehrt.

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Sport

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ein Ziel formuliert Jonas Großmann so: »Im nächsten Jahr darf ich bei den U19 starten, dann sind wenn ich entsprechend die Leistung bringe - auch die Starts bei WeltcupRennen möglich. Das und die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft, das wäre schon etwas Großartiges«, sagt der Kleintettauer Mountainbiker, der in diesen Tagen seinen 16. Geburtstag gefeiert hat. Großmann, großartig - auch seine 1,90 Meter Körpergröße kann man nicht gerade als klein bezei­chnen.

Just for fun wird Ernst

Große Ziele, großer Ehrgeiz! Jonas Großmann aus Kleintettau ist Mitglied des U17 Nationalkaders der Mountainbike-Fahrer. Alles fing mit einem Spaß-Rennen an.

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Klein hat er allerdings angefangen - und damals, so erinnert er sich gemeinsam mit Mutter Antje, sei das ja auch nur so »just for fun« gewesen. Der »fun« ist geblieben, drum herum hat sich allerdings Einiges verändert. Es war das Rennen einer Kinder-Serie, das in Steinbach am Wald ausgetragen wurde und bei dem Jonas 2002 im Alter von sechs Jahren teilnahm. Weder er noch seine Eltern »bereu­ en« heute, dass er das auf Anhieb gewonnen hat und somit auch sein Interesse für die Sportart geweckt wurde. Spätestens als er 2009 in den bayerischen U-15 Landeskader aufgenommen wurde, war das Hobby mehr geworden als nur Spaß. Das lässt sich mittlerweile auch ganz gut an den Trainingsplänen ablesen,­ die der Gymnasiast fast täglich abarbei­tet und die er von seinem Stützpunkttrainer, Heiko Thieme, bekommt. »Elf bis zwölf Stunden pro Woche kommen da schon zusammen. Im Moment mache ich auch noch Fahrschule und die Schule darf man natürlich auch nicht vergessen.« Dazu kommen die Reisen zu den Rennen am Wochenende, die in ganz Deutschland stattfinden und bei denen er - gerade wenn es weiter weg geht - von Vater Thomas begleitet­ wird, der gleichzeitig Betreuer und Mechaniker für den Filius ist. Somit ist also auch die Familie gefragt. Mutter Antje sagt, dass von Anfang an alles unter der Prämisse lief, KRONICHER. | Ausgabe Juni 2012


Sport Spaß zu haben und zu schauen, wie weit Jonas kommen kann. So soll es auch weiterhin sein. Momentan ist ihr Sohn Mitglied des bayerischen A-Kaders und auch des Bundeskaders bei den U17 Fahrern.

Ju�end-EM erster H�hepunkt In diesem Rahmen hat er im vergangenen August auch an der Mountainbike-Jugend-EM in Graz teilgenommen, wo er den 14. Gesamtplatz belegte. Mountainbiken, Cross-Country genauer, das heißt nicht nur, auf halsbrecherischen Abfahrten durch unwegsames Gelände zu brettern oder mühsame Aufstiege über Stock und Stein zu bewältigen. Auch sogenannte Technikparcours müssen bewältigt und somit Geschicklichkeit und Koordination unter Beweis gestellt werden. Dennoch ist Kondition und Kraft natürlich die Grundvoraussetzung, um erfolgreich zu sein. Stürze gehören dazu, sind für den 16-Jährigen zum Glück bisher aber glimpflich verlaufen - bis auf eine Ausnahme und da erinnert er sich mit einem Schmunzeln: »Das war 2009, ausgerechnet auch noch am Geburtstag meiner Mutter. Wir waren privat in Leogang in einem Bike Park und dann ist es passiert: Sturz und Schulterblatt gebrochen.« So etwas gehöre natürlich auch dazu, sagt Jonas Großmann, auch wenn es neben den Schmerzen vor allem Trainingsausfall und -rückstand bedeutet. Im nächsten Jahr darf er dann also in der U19 starten. Dann wird er auch die elfte Klasse des Gymnasiums besuchen und die Abitur-Vorbereitungen werden beginnen. Seine Zukunftsplanungen sind noch nicht konkret. Es gibt eine gewisse Vorstellung und es ist nicht verwunderlich, wenn ein Schüler, der Mathematik und Physik als seine Lieblingsfächer bezeichnet, ein Studium in Maschinenbau oder Elektrotechnik anvisiert. Sollte das so kommen und es sich vereinbaren lassen - zum Beispiel durch einen Stützpunkt am Uniort -, dann ist das Thema »Profi« KRONICHER. | Ausgabe Juni 2012

eine Überlegung wert, allerdings hat die Familie so eine Option auch schon besprochen und unter dem Strich soll es so weitergehen, wie es begonnen hat - ohne Druck und Zwang. Mutter Antje sagt: »Letztendlich haben wir Jonas von Anfang an machen lassen. Wenn er heute sagen würde: ›Ich habe keine Lust mehr!‹, dann ist das alleine seine Entscheidung. Wir sind hier von Anfang an nicht auf irgendwelche Traumtänzereien eingestiegen. Er weiß selbst ganz gut, was er in diesem Sport erreichen kann, aber auch, dass es in diesem Sport nur ganz Wenigen vorenthalten ist, damit den Lebensunterhalt zu bestreiten.« Davon ist auch ihr Sohn trotz des Aufwands und seiner Erfolge (noch) weit entfernt. Es gibt - und darüber sind die Großmanns auch froh - Engagements von Sponsoren, so dass zum Beispiel das kostspielige »Arbeitsgerät«, dass in der Regel alle zwei Jahre erneuert werden muss, nur zu einem gewissen Anteil selbst getragen werden muss. Aber auch die ständigen Reisen wollen natürlich finanziert sein. Der jährliche Aufwand, so Antje Großmann, sei schon immens. Sie sieht allerdings auch, was auf der anderen Seite ihr Sohn an positiven Eindrücken und persönlichen Erfahrungen

Jonas Großmann in Action bei der JugendEM im August 2011 in Graz

Foto: Gerhard Reitbauer

dazugewinnt. »Man lernt andere Familien kennen, Jonas andere Fahrer, die auch zu Freunden werden. Es ist immer wieder ein Erlebnis.« Jonas’ Ziel ist formuliert. Sein Ehrgeiz lässt Reisen zu Wettkämpfen in aller Welt als realistisch erscheinen. Und was spricht schon gegen internationale Freundschaften? von Carlo Fehn

»Einmal an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen, das wäre schon etwas Großartiges. (Jonas Großmann, Kleintettau)

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Fußball Europameisterschaft in Polen und GRUPPE A

GRUPPE B

Polen Griechenland Russland Tschechien

Niederlande Dänemark Deutschland Portugal

Polen - Griechenland

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Niederlande - Dänemark _ : _

Russland - Tschechien

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Deutschland - Portugal

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Dänemark - Portugal

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08. Juni, 18.00 Uhr / Warschau 08. Juni, 20.45 Uhr / Breslau

Griechenland - Tschechien _ : _ 12. Juni, 18.00 Uhr / Breslau

13. Juni, 18.00 Uhr / Lemberg

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Niederlande - Deutschland _ : _

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Portugal - Niederlande

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16. Juni, 20.45 Uhr / Breslau 16. Juni, 20.45 Uhr / Warschau

NEU

09. Juni, 20.45 Uhr / Lemberg

Polen - Russland

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17. Juni, 20.45 Uhr / Lemberg

Tabelle A

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Kronach - Obere Stadt

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ehem. altes Druckhaus

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Tel. 09261-9100153 | Inhaberin Christine Kragler

fnet 17.30 Uhr geöf

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Halbfinale

Viertelfinale -

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21. Juni, 20.45 Uhr / Warschau| Sieger Gr. A - Zweiter Gr. B

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23. Juni, 20.45 Uhr / Donezk | Sieger Gr. C - Zweiter Gr. D

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24. Juni, 20.45 Uhr / Kiew | Sieger Gr. D - Zweiter Gr. C

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22. Juni, 20.45 Uhr / Danzig | Sieger Gr. B - Zweiter Gr. A

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Donezk

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28. Juni, 20.45 Uhr

Warschau

Finale -

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01. Juli, 20.45 Uhr / Kiew

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d der Ukraine vom 08. Juni bis 01. Juli 2012 GRUPPE C

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Spanien Italien Irland Kroatien

Ukraine Schweden Frankreich England ANZEIGE

Spanien - Italien

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Irland - Kroatien

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Italien - Kroatien

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Kroatien - Spanien

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Italien - Irland

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10. Juni, 18.00 Uhr / Danzig 10. Juni, 20.45 Uhr / Posen 14. Juni, 18.00 Uhr / Posen 14. Juni, 20.45 Uhr / Danzig 18. Juni, 20.45 Uhr / Danzig

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TETTAU

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TRADITION UND GESCHICHTE IM »TETTAUER WINKEL« Im nördlichen Teil des Naturparkes Frankenwald liegt am Fuße des Rennsteiges der Markt Tettau mit insgesamt ca. 2.300 Einwohnern in seinen Ortsteilen Tettau, Alexanderhütte, Kleintettau, Sattelgrund, Langenau und Schauberg.

D

er Markt Tettau ist von bewaldeten Höhen umgeben, die von 480 bis 740 Meter über NN ansteigen. Durchzogen werden diese Täler immer wieder von verschlungenen Bachläufen, die den Wanderer und Reisenden zum Verweilen einladen. Im Sommer hat der Besucher die Möglichkeit zu langen Spaziergängen und Wanderungen auf gepflegten Wegen, die einen ungehinderten Blick über die

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Höhen des Frankenwaldes und des Thüringer Schiefergebirges erlauben. Besonders reizvoll ist der den Markt Tettau durchquerende Höhenwanderweg »Rennsteig«, einer der bekanntesten Fernwanderwege in Europa. Der Rennsteig, auch »Rennweg« genannt, hat im Zuge der Wiedervereinigung eine gewisse Neugeburt erlebt, da er nun in seiner

ganzen Länge erwandert werden kann. Reich an Abwechslung ist ein Aufenthalt im Markt Tettau gerade auch im Winter. Durch die drei modernen Skilifte mit Flutlichtanlage ist es möglich, auf gepflegten Pisten die für alle Schwie-

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rigkeitsgrade richtige Abfahrt zu finden. Die Langläufer, aber auch die Skiwanderer, kommen in der schneereichen Waldlandschaft besonders auf ihre Kosten. Über 30 Kilometer Loipen werden mittels moderner Loipenspurgeräte einwandfrei präpariert. Sollte der Wettergott einmal kein Einsehen mit den Wanderern und Naturfreunden haben, so besteht immer noch die Möglichkeit, bei den alteingesessenen Betrieben der Glas- und Porzellanindustrie einen Blick in die Arbeitsräume und Musterzimmer zu werfen. Hierbei kann der interessierte Besucher einen Einblick in die Herstellung des bekannten Tettauer Glases und des weltberühmten Tettauer Porzellanes bekommen. Glasgeschichte Die Glasproduktion ist kein Monopol des Menschen. Auf der Erde gibt es auch natürliche Gläser. Sie heißen Obsidian, Moldavit oder Fulgurit und entstehen unter höchsten Temperaturen bei Vulkanausbrüchen, Meteoriten- und Blitzeinschlägen. »Unsere« Glasgeschichte beginnt in Ägypten, wo etwa 3000 v. Chr. KRONICHER. | Ausgabe Juni 2012

TETTAU

die künstliche Erzeugung von Glas entdeckt worden sein soll. Auf Tontafeln überlieferte Rezepturen der Glasherstellung datieren auf ca. 1700 v. Chr. und wurden in Mesopotamien, dem heutigen Gebiet des Irak, niedergeschrieben und dann wiedergefunden. Vermutlich entstand das erste Glas als Zufallsprodukt beim Schmelzen von Metall oder beim Brennen von Keramik: feinkörniger Quarzsand schmilzt in Verbindung mit Asche oder Soda unter hoher Temperatureinwirkung zu Glas. Die erste Anwendung von Glas geschah in Form von Glasuren auf Töpferware bzw. in China auf Porzellan.

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Die Glasherstellung im Frankenwald blickt auf eine lange Tradition zurück: Bereits 1661 kamen Glasmacher aus Thüringen und gründeten die erste Kleintettauer Dorfglashütte - zur Flakonglasfertigung!

Glasherstellung im Frankenwald 19


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Glasbewahrerverein Die Idee, ein Glasmuseum zu errichten, wurde bereits Anfang der 80er-Jahre geboren. Allerdings erwies sich die Realisierung damals noch als relativ schwierig, vor allem was den Standort betraf. Nach der Grenzöffnung ergab sich dann eine neue Situation, die nicht unbedingt positiver aussah: Nachdem es bereits im nahe gelegenen thüringischen Lauscha ein Glasmuseum gab, musste eine völlig andere Konzeption entwickelt werden. Als Schwerpunkt kristallisierte sich das Thema »Flakon« heraus. Die Betreiber, und zwar der Glasbewahrerverein am Rennsteig, haben damit den richtigen Weg gefunden, diesen

TETTAU

tausende Jahre alten Werkstoff im »Europäischen Flakonglasmuseum am Rennsteig« einer breiten Öffentlichkeit mit anderen Gewichtungen zu präsentieren. Der im Jahre 2007 gegründete Glasbewahrer-Verein zählt mittlerweile bereits weit über 250 Anhänger - auch aus dem europäischen Ausland. Der Verein möchte anhand des Flakon-Glasmuseums die Geschichte der fast 350-jährigen Glasmacher-Tradition im Frankenwald auf lebendige Art und Weise darstellen und vermitteln. Somit soll das Interesse für die Glasgeschichte und die aktuelle Glasindustrie mit ihren Berufen bei Einheimischen und Besuchern gleichermaßen gestärkt werden.

Auch ein Markenzeichen aus dem »Tettauer Winkel«: Schottische Hochlandrinder, die seit 1980 gezüchtet werden. 20

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Auf lange Sicht möchte der Glasbewahrer-Verein zusammen mit anderen Vereinen und Industrieverbänden wie z.B. »Handwerk und Kultur erleben« den Bekanntheitsgrad der Rennsteigregion steigern. Wer Mitglied im Glasbewahrerverein werden möchte, kann sich den Mitgliedsantrag auf www.glasbewahrer.de herunterladen. Quellen: www.tettau.de / www.glasbewahrer.de

 Glascafe und Hofladen in Kleintettau Seit Anfang 2010 besteht im Anschluss an einen Besuch des Glasflakonmuseums oder nach einer Wanderung über den traditionsreichen Rennsteig, vorbei an Hochlandrinderweiden, die Möglichkeit, bei einer gemütlichen Tasse Kaffee und einem leckeren Kuchen oder auch einer herzhaften Brotzeit die Eindrücke auf sich wirken zu lassen. Das Glascafe ist inzwischen ein Treffpunkt geworden für Kleintettauer und andere Gäste aus Nah und Fern. Viel zu lange hat man auf ein derartiges Angebot gewartet. Neben dem Glascafe gibt es die Möglichkeit, im Hofladen Bio-Produkte zu kaufen. So gibt es zum Beispiel Wurstspezialitäten vom Schottischen Hochlandrind. Glascafe und Hofladen sind täglich außer Sonntag geöffnet, wie das Glasmuseum. KRONICHER. | Ausgabe Juni 2012


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A

m Samstag, den 23. Juni 2012, findet im Markt Tettau die Veranstaltung »2.Blick über´n Gartenzaun« statt. 11 Teilnehmer aus Langenau, Kleintettau und Tettau öffnen an diesem Tag ihre Gärten und laden alle Interessierten zum Schauen und zum Erfahrungsaustausch ein. In Tettau ergibt sich aufgrund der Lage der Grundstücke ein Rundgang von etwa 3 bis 4 Kilometer, in Kleintettau etwa von 2,6 Kilometer. Das Anwesen Kuhwald 1 liegt etwas außerhalb, Sie können dort jedoch parken. Es kann grundsätzlich aber auch jeder Garten einzeln oder nur bestimmte Gärten besichtigt werden. Informationen über Parkmöglichkeiten sowie die einzelnen Standorte erhalten Sie an den Infoständen am Marktplatz Tettau (dort können Sie auch selbstgezogene Pflanzen erwerben) und im Glascafe Kleintettau. Mit dieser Veranstaltung soll allen Gartenfreunden und Naturliebhabern aus unserer Gemeinde und von außerhalb Gelegenheit gegeben werden, sich über die Möglichkeiten von Gartengestal-

TETTAU

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tung im doch manchmal rauen Klima des »Tettauer Winkels« zu informieren. Der Tag sollte natürlich auch zur Kommunikation von Menschen aus den verschiedenen Ortsteilen und den umliegenden Ortschaften dienen. Außerdem sind an diesem Tag geöffnet und freuen sich über Ihren Besuch: Das Europäische Flakon Glasmuseum in Kleintettau, das Glascafe in Kleintettau, die Porzellanfabrik in Tettau, das Wildbergcafe auf dem Wildberg in Tettau sowie weitere Gastronomiebetriebe und Einzelhandelsgeschäfte (Öffnungszeiten beachten!) in den verschiedenen Ortsteilen. Der Verein ProMarkt Tettau bedankt sich herzlich im Voraus bei allen Mitwirkenden, Helfern und Unterstützern, ohne die diese Veranstaltung nicht zu verwirklichen wäre.

 Eine grafische Übersichtskarte mit allen teilnehmenden Personen des »2. Blick über’n Gartenzaun« im Markt Tettau finden Sie auf der hinteren Umschlaginnenseite.

Auch Kerstin Rentsch aus Kleintettau freut sich auf Besucher am 23. Juni. Sie lädt unter dem Motto »Sehen, schmecken, genießen« ein. KRONICHER. | Ausgabe Juni 2012

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KRONICHER. Gemeinden

Die Bezirksliga darf sich im nächsten Jahr auf einen weiteren Neuling freuen, der

TETTAU

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Herzlichen Glückwunsch, »Gla

in der Kreisliga Kronach bereits am viertletzten Spieltag den Sack zu und die Meisterschaft perfekt gemacht hat. Herzlichen

Glückwunsch,

ASV Kleintettau! Für die Glasmacher stellt der erstmalige Meistertitel und die damit verbundene Fahrkarte für überregionale Fußballreisen den größten Erfolg der Vereinsgeschichte dar.

K

arl-Heinz - genannt »Charly« Fehn - ist, obwohl gebürtiger Windheimer, mittlerweile ein Urgestein des ASV Kleintettau. Einen guten Teil der 42 Jahre, die die »Glasmacher« in der damaligen C-Klasse und nachher auch noch A-Klasse Jahr für Jahr zwar immer ein unangenehmer Gegner für die Topfavoriten und oftmals auch Zünglein an der Waage im Meisterschaftsendspurt waren, hat er als Aktiver miterlebt. Gründe, warum irgendwann der Schalter umgelegt wurde und aus

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Hintere Reihe von links: Christian Russ (Spielleiter), Thomas Tauber, Alper Yürük, Daniel Deuerling, Ferdi Karatas, Dominik Rosenbaum Spindler, Stev Beyer, Philip Kittel Vordere Reihe von links: Ibrahim Iskender, Toni Holland-Moritz, Manuel Fröba, Toni Wozniakowski, Murat Agac, Chris Haupt, Dennis Lip

der vormals grauen Maus ein Verein wurde, dessen Weg nach oben Formen annahm, sieht er hauptsächlich zweierlei. »Ich denke, die Tatsache, dass wir nach der Grenzöffnung sehr gute Möglichkeiten hatten, nun auch auf Thüringer Seite nach Fußballern Ausschau zu halten, war sicherlich ein Vorteil. Dazu kommt aber auch, dass unsere Sponsoren sehr zielgerichtete Maßnahmen zum Wohle des gesamten Vereins ermöglichen. Auch und gerade deswegen steht bei uns ein familiärer Aspekt im Vordergrund und deshalb wollen wir auch weiterhin versuchen, mit Spielern aus der Region unseren Erfolg zu halten. Abheben werden wir hier nicht.« Die Meistersaison des ASV Kleintettau 2011/12 war eine Erfolgsstory, die mit einem Dämpfer begann: Am ersten Spiel-

tag musste die von allen als Top-Favorit gehandelte Mannschaft beim TSV Neukenroth eine 2:3-Niederlage einstecken. Wer gedacht hatte, das könne ja mal passieren, fragte sich spätestens nach den beiden folgenden Punkteteilungen gegen die Aufsteiger aus Gehülz und Fischbach, ob die Erwartungen und Prognosen, die nicht zuletzt mit der Verpflichtung der beiden Yürük-Brüder entfacht worden waren, gehalten werden konnten. Im Nachhinein hat sich dann bewahrheitet, was Spielertrainer Matthias

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TETTAU

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asmacher«!

m, Marco Pfaller, Matthias Deuerling, Altan Yürük, Mathias

pfert, Ali Cekic, Patrik Weber, Benjamin Walter

Deuerling auch schon zur Winterpause gesagt hatte. „Über die fußballerischen Qualitäten der Beiden muss man nicht diskutieren, allerdings gilt auch hier: Ohne die anderen Spieler könnten sie ihre Qualitäten nicht so zeigen.“ Und um das Thema Kader für die neue Saison gleich einmal mit unter die Lupe zu nehmen: Abteilungsleiter Charly Fehn macht deutlich, dass niemand erwarten sollte, dass es nun sozusagen einen zweiten VfL Frohnlach geben würde. „Ich denke - und

da herrscht im Verein auch Einstimmigkeit -, wir wollen jetzt einfach mal sehen, wie wir mit den Spielern, die diesen Erfolg geschafft haben, eine Klasse höher abschneiden werden und wie vor allem die Spieler zurechtkommen.« Dass es Veränderungen geben wird, ist natürlich auch klar. Einer der Väter des Erfolgs und zugleich Teil des Trainer-Tandems, wird zum ATSV Gehülz zurückkehren. Patrick Weber wird aufgrund einer beruflichen Weiterbildung zeitlich nicht mehr so viel investieren können, so dass Matthias Deuerling in Zukunft als Spielertrainer alleine das Kommando übernehmen wird. Marco Pfaller wird nach Aussage des Abteilungsleiters zum SV Buchbach zurückkehren. Allerdings sind auch schon zwei Neuzugänge fix. Tim Ehle, der 2010 vom ASV in die Landesklasse Thüringen gewechselt war, wird sicherlich mehr als eine Alternative im Offensivbereich werden und mit Coskun Kobal kommt einer der stärksten Kreisliga-Abwehrspieler vom TSV Abschlusstabelle Kreisliga Kronach Sp. Tore

Pkt.

1. ASV Kleintettau

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DJK-SV Neufang TSV Neukenroth SV Fischbach SV Rothenkirchen TSV Ludwigsstadt SV Friesen 2 SV Neuses

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83:33 77:54 70:53 58:46 75:45 62:43 45:63

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SCR Steinbach am Wald FC Gehülz SV Gifting FC Wacker Haig SSV O.-/Unterlangenstadt FC Mitwitz 2 FC Stockheim

28 28 28 28 28 28 28

25:41 49:76 40:58 33:80 52:77 37:56 39:65

31 29 27 27 26 25 25

9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. KRONICHER. | Ausgabe Juni 2012

KRONICHER. Gemeinden

Ludwigsstadt in den Sportpark. Nun haben sie es also klargemacht und vor allem haben sie nach der anfänglichen Punkte-Holperei auch gezeigt, warum sie so hoch gehandelt wurden. 12 Siege am Stück folgten danach und bis zur Winterpause wurden nur noch fünf aller möglichen Punkte liegengelassen. Im Jahr 2012 stehen für die »Ewärhittner« neun Siege aus zehn Partien zu Buche. Keine Frage: Am Meistertitel der Kleintettauer gibt es aber auch gar nichts zu deuteln! Die Bezirksliga darf sich auf einen Neuling der besonderen Art freuen und Abteilungsleiter Charly Fehn hofft, dass die Euphorie der treuen ASV-Fans auch möglichst lange in der neuen sportlichen Heimat anhalten wird. Mögen die Gegner aus Kleintettau viele Eindrücke mit nach Hause nehmen Gelegenheiten dazu gibt es sicherlich genug. Die Punkte sollten aber bitte beim ASV bleiben. von Carlo Fehn

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KRONICHER. Ratgeber

Essen & Trinken

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Gut aufgelegt in den Sommer akz-o Während »sie« nach wie vor in der Küche das Sagen hat, übernimmt »er« am Grillrost mehrheitlich die Regie. Emanzipation hin, Gleichberechtigung her: Bei der Zubereitung von Speisen, beim Kochen, Brutzeln, Backen und Grillen gibt es nach wie vor eine klare Rollenverteilung - je nach Jahreszeit.

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Sind es meist die Frauen, die im Alltag für Frühstück, Mittagessen und Abendbrot sorgen, schwingt der Mann bevorzugt die Grillzange, bringt die Kohlen zum Glühen, wendet saftige Steaks oder knackige Würstchen und sorgt für die Getränke. So zumindest besagt es die Marktforschung, wenn nach dem Freizeitverhalten der Deutschen gefragt wird: Zu rund 75 Prozent ist und bleibt das Grillen Männersache. Beim Kochen am heimischen Herd ist es dagegen genau umgekehrt. Doch wie bei jeder Umfrage lässt sich auch hier ein ganz anderer Trend ablesen: Immerhin jede vierte Frau weiß heute mit Anzünder und Grillkohle ebenso geschickt umzugehen und steht dabei am Grillrost ihren »Mann«. Und abseits aller Klischees ist es ja auch egal, wer hier die Hosen anhat: Hauptsache, es schmeckt. So oder so: In immer mehr Haushalten wird, anstelle von Holzkohle, zu Grillbriketts ge­ griffen. Grillbriketts aus hochreinem Kohlenstoffkonzentrat - leicht zu erkennen am blauen TÜV-Siegel - und bieten »Stück für Stück« eine gleichbleibend hohe Qualität. Sie bilden eine perfekte Glut und halten diese über Stunden. Dadurch entfällt häufi­ ges Nachlegen. Und so gelingen - ohne lange Wartezeiten - problemlos die köstlichsten Grillgerichte. In Deutschlands Haushalten wird immer öfter zu Grillbriketts gegriffen. Die heizstarken Grillbriketts haben den Vorteil, dass sich die gleich großen Kohlestücke besonders gleichmäßig erhitzen. Daher sind sie sehr gut für lange Grillfeste geeignet. Dank ihres spezifi­ schen Brennverhaltens sorgen sie vor allem aber dafür, dass das Fleisch außen knusprig wird und innen zart und saftig bleibt - und zwar ganz unabhängig davon, wer gerade am Grill steht. Weitere Informationen im Internet unter www.grillprofi.de.

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rEisEn

KRONICHER. Ratgeber

Nordsee-Urlaub liegt im Trend -txn. Statt sich mit Fernreisen auf andere Kontinente zu bewegen, machen immer mehr Deutsche Urlaub im eigenen Land. Klarer Favorit: Die Nordsee. Beinah endlose Strände und der Nationalpark Wattenmeer mit seiner beeindruckenden Natur, der zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört, locken Jahr für Jahr mehr Urlauber an die ostfriesische Nordseeküste. Eine der führenden Urlaubsregionen im gesunden Nordsee-Klima ist das Wangerland: ein Landstrich nördlich von Wilhelmshaven, zu dem das Nordseeheilbad HorumersielSchillig, die Küstenbadeorte Hooksiel und Minsen-Förrien sowie der Erholungsort Hohenkirchen gehören. Die Orte der Region wurden mehrfach für ihre Familienferien-Angebote KRONICHER. | Ausgabe Juni 2012

ausgezeichnet - und bieten Erholung pur. Neben Wassersport und Naturbegeisterung werden hier Geselligkeit und Unterhaltung großgeschrieben. Der freie Blick aufs Meer, die Faszination des Wattenmeeres, die salzige Luft, die weiten Sandstrände: Das Wangerland bietet viel für nahezu jeden

Geschmack. Zahlreiche komfortable Campingplätze locken Reisende aus ganz Europa, aber auch die vielen familiär geführten Hotels und Pensionen haben ihren Charme. Weitere Informationen und kurzfristige Buchungsmöglichkeiten im Internet unter www.wangerland. de.

-txn. Eine Urlaubsregion mit viel Charme: Das Wangerland an der Nordsee bietet lange Strände, viel Sonne, ein gesundes Klima und viele interessante Angebote für Sportler und Familien. txn-Foto: www.wangerland.de

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Schule & Bildung

Motivation durch persönliche Erfolge (II) Freiarbeit, keine Noten und Jahrgangsmischung: Das Konzept der Montessori-Einrichtungen unter der Lupe. Fortsetzung unseres Berichts aus der Mai-Ausgabe.

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as Kollegium besteht aus Grundschullehrern, Sonderschulpädagogen, Hauptschul-, Realschul- und Gymnasiallehrern, sowie Fachlehrern für die spezifischeren Angebote. Sozialpädagogen und pädagogische Fachkräfte (Erzieher oder Heilerziehungspfleger) vervollständigen das 27-köpfige Lehrteam. In der Küche arbeiten weitere vier Personen, denn auf gesunde Mahlzeiten und Ökologie wird hier großen Wert gelegt. Ein freier Alltag also ohne Zwänge mit ganz viel Hilfe? Zudem noch ohne Noten? »Der Lernfortschritt des einzelnen Schülers wird durch den Pädagogen genau dokumentiert, beurteilt und analysiert. Es wird bei jedem Lernziel genau festgehalten wie der Prozess des Lernens voranschreitet, wie viel Hilfe benötigt wird oder in welchem Tempo eine Aufgabe bearbeitet wird. Der Pädagoge hat einen sehr umfangreichen Kriterienkatalog, in dem er den Fortschritt jedes einzelnen Lernziels dokumentiert. In der Sekundarstufe werden regelmäßig Lernquizze geschrieben, um mit den Schülern Prüfungssituationen zu üben und 26

deren Lernstand abzufragen«, verrät Schulleiterin Simone Beetz. Die weit verbreitete Annahme, dass ohne Notenvergabe auch die Leistungsbereitschaft der Schüler nachlasse, stimmt nicht: »Im Gegenteil. Motivation entsteht durch Erfolge. Eine Note bedeutet nicht automatisch Erfolg.« Das Kind muss selbst erkennen, was es gut gemacht hat, welchen Nutzen es für sich und andere bringt. »Es motiviert, wenn ich mich von 20 Fehlern im Diktat auf 10 verbessere und auch dafür gelobt werde. Es motiviert nicht, wenn zehn Fehler im Diktat noch immer eine 5 bedeuten und ich mich von 6 auf 5 verbessere. Es motiviert, wenn ich zwar erst Erstklässler bin, aber ich schon Lesepate sein darf, weil ich schon so gut lesen kann.« Viele denken nun vielleicht an eigene Erfahrungen aus der Schulzeit zurück, vielleicht aber auch an die Zeit nach der Schule. Wie geht es weiter? »Die Übertrittsquote im letzten Jahr aller teilnehmenden Schüler entsprach 100 Prozent. Unsere Schüler absolvieren einen dreitägigen Probeunterricht, den sie sehr gut meistern«, erklärt

die Schulleiterin. Auch für die spätere Berufswelt sei man gut gerüstet: »Wir haben Kooperationsverträge mit Betrieben für Praktika der Schüler ab der 5. Jahrgangsstufe.« Das Konzept der Maria Montessori beinhaltet ebenso noch den Faktor Zeit und Aufmerksamkeit für soziale Angelegenheiten und die Psyche der Kinder. Unterstützend tätig und aktiv ist man auch in Zukunft in Mitwitz: Aktuell ist man beispielsweise dabei, ein »Coolness-Training«, was einem Sozialtraining für Grundschüler entspricht, ins Leben zu rufen. Weiterhin ist die Schule auf dem Weg zur Zertifizierung als anerkannte KneippSchule (»Gesundheitsschule«). Projekte wie Drogen-Prävention in der Sekundarstufe oder »Schüler kochen für Schüler - jeden Freitag in der Schulküche« seien überdies schon dauerhaft etabliert.

F�r �eden Sch�ler passend? Doch ist eine Montessori-Schule für jedes Kind das Richtige? »Es gibt Kinder, die sich zu leicht ablenken lassen, wenn nicht jeder Schüler dasselbe arbeitet. Hier kann ein guter Frontalunterricht manchmal geeigneter sein, um in einem engeren Rahmen zu arbeiten. Oder aber bei ganz bestimmten Arten von Beeinträchtigungen kann eine Schule, die sich auf bestimmte Bereiche spezialisiert hat, oft auch eine sehr gute Möglichkeit für den einzelnen Schüler sein. Man kann aber nie im Vornherein sagen, dass eine bestimmte Schülergruppe nicht geeignet ist. Jedes Kind ist ein Individuum und so muss man auch jedes Kind genau beobachten und prüfen, ob der Weg für ihn oder sie passt.« Die Zahl moderner und alternativer Lernformen in Deutschland steigt von Jahr zu Jahr. Mögliche Vorurteile bauen sich dabei immer mehr ab. Simone Beetz freut das: »Montessori geht mit der Zeit und stellt sich den Anforderungen der heutigen Gesellschaft.« von Corinna Tübel

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Vorgemerkt

Faust-Festspiele 2012 Auch 2012 bieten die Faust-Festspiele wieder ein besonderes Programm: Zum 150. Todestag von Johann Nestroy gibt es Nestroys fröhliche Zauber-Posse »Lumpazivagabundus«. Ein Stück, das nicht nur lustiges und pralles Volkstheater bietet, sondern auch bezaubernde Feen- und Elfenszenen und viele märchenhafte Momente. In einer Inszenierung von Heidemarie Wellmann präsentieren die FaustFestspiele »Lumpazivagabundus« als großen, bunten Theaterabend mit viel Musik, Witz und guter Laune. Neben der Komödie gibt es bei den Faust-Festspielen auch immer eine große Tragödie - in diesem Jahr »Maria Magdalena« von Friedrich Hebbel. Hebbels Trauerspiel ist eine der berühmtesten Tragödien der

deutschen Literatur und entwickelt eine ungeheure Spannung, eine mächtige Sogwirkung, denn es folgt ein Ereignis auf das andere - ein angeblicher Diebstahl, eine Verhaftung, ein Pistolenduell und ein Mord. Auch »Maria Magdalena« präsentieren die Faust-Festspiele atmosphärisch dicht, ohne Bühnenbild, als reines, pures und packendes Schauspielertheater in einer für den heutigen Zuschauer absolut verständlichen Fassung. Und natürlich gibt es - wie jedes Jahr - Goethes »Faust I«, ebenfalls in einer klaren, verständlichen Fassung, die den heutigen Zuschauer bestens unterhält. Die Faust-Festspiele Kronach sind das Freilichttheater der Stadt Kronach mit einem in Deutschland einmaligen

Konzept: Nur in Kronach zeigt man jeden Sommer die größten Klassiker der Weltliteratur - in verständlichen, unterhaltsamen und absolut packenden, volksnahen Fassungen. Und nur in Kronach gibt es jeden Sommer Goethes »Faust I«. Die Faust-Festspiele Kronach konzentrieren sich darauf, Weltliteratur wirklich nachvollziehbar zu erzählen. In Kronach werden die Klassiker zwar gekürzt, dafür aber mit sehr viel Gefühl und mit sehr viel Kraft auf die Bühne gebracht. Tickets für die Faust-Festspiele gibt es im Internet unter www.faust-festspiele.de, an den Vorverkaufsstellen und beim Tourismus und Veranstaltungsbetrieb der Stadt Kronach (Marktplatz 5, 96317 Kronach, Tel. 09261-97236, touristinfo@stadt-kronach.de, www.kronach.de) (Pressemitteilung Tourismus- und Veranstaltungsbetrieb der Stadt Kronach)

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Schicken Sie Ihre Lösung per E-Mail an: redaktion@kronicher.de Betreff: “Bilderrätsel” Freuen Sie sich monatlich auf Ihr persönliches Magazin für den Landkreis Kronach. Der unter den Einsendern der richtigen Lösung ermittelte Gewinner bekommt von uns die nächsten zwölf Ausgaben von KRONICHER. nach Hause geliefert - gratis natürlich! Lösung Mai 2012: Buchbach Gewinner Mai 2012: Wolfgang Mäusbacher aus Kronach

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KRONICHER. | Ausgabe Juni 2012

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Daten & Fakten

DER

IS LANDKRE

IN

ZAHLEN

4.000

Kilometer ausgeschilderte Rad- und Wanderwege im Frankenwald

26,5

Höhe der Thüringer Warte in Lauenstein in Metern Einwohnerzahl der kleinsten Landkreisgemeinde Tschirn (Stand: 30.06.2011)

(Quelle: Wikipedia, Landkreis Kronach)

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Das nächste KRONICHER. Magazin gibt es ab 04./05. Juli in Ihrer Vertriebsstelle

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KRONICHER. | Ausgabe Juni 2012


Mein Rezept für den Landkreis

Lasa�ne mit Bandnudeln �on Kat�a Zwosta ��� R������������

Zutaten und Zu�ereitun� f�r 8 - 10 Personen:

Sie hier? Ganz einfach! Schicken Sie uns Ihren RezeptTipp an: redaktion@kronicher.de Betreff: Mein Rezept Ein aktuelles Foto (Auflösung 300 dpi) sollte ebenfalls dabei sein.

500g Bandnudeln kochen Helle Soße (Sauce Hollandaise): • 2 Zwiebeln • 2 Knoblauchzehen • 500g frische Champignons • Salz, Pfeffer • 3-4 Becher Sahne • 3-4 Pkg. Holländische Soße (Pulver)

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und fein würfeln in Scheiben schneiden

Champignons, Zwiebeln und Knoblauch kurz in Öl andünsten, Sahne dazugeben, aufkochen lassen und Holländische Soße einrühren, kräftig würzen! und fein würfeln

Zwiebeln und Knoblauch in Öl andünsten, Hackfleisch dazugeben und anrösten. Tomatenmark und Ketchup einrühren und kräftig würzen. 20 Minuten bei geringer Hitze schmoren lassen und evtl. mit etwas Fleischbrühe aufgießen. •

500-600g Käse gerieben

Auflaufform(en) einfetten, schichtweiße Nudeln, helle Soße, Käse, Nudeln, rote Soße, Käse usw.. Oberste Schicht Nudeln, helle Soße und Käse. Bei 200°C auf mittlerer Schiene 30-35 Minuten backen.

Ausschneiden und sammeln!

Rote Soße (Hackfleischsoße): • 2 Zwiebeln • 2 Knoblauchzehen • 2 Dosen Tomatenmark groß • 10 EL Ketchup • 750g Hackfleisch gemischt • Oregano, Thymian, Salz, Pfeffer

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Das allerletzte Interview

Mal ehrlich, Herr Förtsch! Wolfgang Förtsch (CSU) ist seit 2008 Bürgermeister der Gemeinde Wilhelmsthal. Der 53-Jährige ist verheiratet und hat zwei Söhne. Vor seiner Amtszeit war er Verwaltungsangestellter der Gemeinde Wilhelmsthal. Auch unser eigenes Denken ist noch zu sehr in den alten Mustern verhaftet. Für meine Gemeinde gilt es, unbeirrt für ein Gemeinschaftsverständnis einzutreten, um schädliches, altmodisches Ortsdenken zu überwinden, das unsere Zukunftschancen blockiert und uns zurückfallen lässt. Was steht auf Ihrem Frühstückstisch? Kaffee, Semmeln, Ei. Am Wochenende auch Brotaufstrich, Saft, Obst, Joghurt, Wurst und Marmelade. Ein Tag beginnt für Sie richtig gut, wenn... Dafür gibt es sicher viele Variationen. Aber eine bevorzugte ist, wenn die Sonne scheint, alle in der Familie fröhlich am Frühstückstisch sitzen und Gründe haben, sich auf den neuen Tag zu freuen. Wann waren Sie das letzte Mal im Kino? Das müsste Jahresanfang 2012 gewesen sein. Welcher Film? StarWars in 3D mit den Söhnen und deren Freunden. Welches politische Projekt möchten Sie umgesetzt wissen? Grundsätzlich sollte die Politik wieder weitsichtiger und mutiger werden. Zu sehr wird auf Wahltermine geschielt und kurzatmig oder gar nicht reagiert. Die Schulden werden immer höher, gleichzeitig werden die Belastungen immer mehr. Es wird meiner Ansicht nach an den falschen Stellen gespart. Auch wird die Gesundheit immer teurer, die Renten reichen oft nicht mehr und es droht eine massive Altersarmut. Für uns im ländlichen Raum ist wichtig, dass wir als Wohn- und Arbeitsraum zukunftsfähig und attraktiv bleiben. Hier muss vor allem im Hinblick auf die inzwischen rasante demografische Entwicklung rasch, vorausschauend und zielorientiert agiert und reagiert werden. 30

Ihre Lieblingsfarbe? Blau. Die beeindruckendste Leistung, die ein Mensch vollbracht hat? Sicherlich gibt es Menschen, die großartige Dinge geleistet haben. Sie sind für mich dann wichtig, wenn diese Leistungen die Menschheit insgesamt voran gebracht haben und nicht nur der Befriedigung eigener Ziele dienten. Aber ich denke es gilt, sich mal bewusst zu machen wie viele unbekannte, selbstlose Menschen sich im Dienste der Menschlichkeit aufopfern, z. B. in Pflegeheimen, Hospizen und vieles andere, das nicht im Scheinwerferlicht steht und wo man nicht genug Hochachtung und Dankbarkeit empfinden kann. Welchen Traum würden Sie sich gerne erfüllen? Es gibt noch einige Länder und Orte auf der Welt, die ich noch gerne aufsuchen möchte. Das könnte durch eine lange Reise sein. Oder in mehreren einzelnen Reisen. Wen würden Sie gerne einmal für einen ausführlichen Meinungsaustausch treffen und warum? Dem Humoristen Vicco von Bühlow (alias Loriot) wäre ich gerne mal begegnet. Er ist leider vor einigen Monaten gestorben. Seine Beobachtungsgabe für die Menschen und seine großartige Begabung, dies in tiefgründigen, feinsinnigen und herrlichen Humor zu verpacken, unsere Macken zu entlarven, finde ich einzigartig!

Wie würden Sie in einer Pilsbar in Hamburg einem Nordlicht die »Kronicher« beschreiben! Ein uriger Menschenschlag, heimatverbunden, lebensfroh, auch kantig – aber immer herzlich: »Passt scho !« Ein Grund, warum die Bürger Ihrer Gemeinde mit ihrem Bürgermeister zufrieden sind? Weil er ihre Gemeinde erhalten und gut fortentwickeln will und sich dafür auch gegen Uneinsicht und Widerstände stellt. Er hat plausible und realistische Vorstellungen, hält auch in schwieriger Zeit verlässlichen Kurs. Eine sorgsame Abwägung der Interessen und größtmögliche Gleichbehandlung der Gemeindeteile und der Menschen ist ihm sehr wichtig. Er ist aufgeschlossen für die Anliegen, Ideen und Vorschläge aus der Bürgerschaft, nimmt diese ernst und ihm ist es auch wichtig, dass die Menschen sich einbringen. Seriöse, nachvollziehbare Politik steht über allem. Augenwischerei und populistische Schaufensterpolitik lehnt er ab, weil man damit zeigt, dass man die Mitmenschen nicht wirklich respektiert. Das letzte Buch, das Sie gelesen haben? Dr. Eckhart Hirschhausen: »Glück kommt selten allein!« Sie dürften einen Werbeprospekt für den Landkreis Kronach mitgestalten. Welcher Slogan würde die Titelseite zieren? Wo sich Herzlichkeit und Natur ideal verbinden – willkommen im Frankenwald! Was wäre Ihre Henkersmahlzeit? Eine deftige Schlachtschüssel und kühles Bier. Vielen Dank für das Gespräch. Interview: Carlo Fehn

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Hollische Tage Hauptkommissar Pytliks dritter Fall

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