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nötig (zweizeitiges Vorgehen). Gewisse Gewebeproben müssen zunächst eingehender im Labor analysiert werden, bevor entschieden werden kann, welche Organe bzw. Organteile operativ entfernt werden sollten und welche belassen werden können.

Medikamentöse Therapien

• Ob und in welchen Fällen eine

medikamentöse Therapie sinnvoll ist, erfahren Sie ab Seite 36.

Chemotherapie (Zytostatika) Das ist eine Behandlung mit zellschädigenden oder wachstumshemmenden Medikamenten, sogenannten Zytostatika (griech. zytos = Zelle, statikós = zum Stillstand bringen). Im Gegensatz zur Strahlentherapie, die gezielt auf den Tumor gerichtet wird und lokal wirkt, gelangen Krebsmedikamente über die Blutgefässe in den ganzen Körper. Wirkungsweise Zytostatika verhindern, dass sich die rasch wachsenden Krebszellen teilen und somit vermehren können. Dadurch lassen sich im Körper verbliebene Tumorreste eliminieren oder verkleinern und das Wachstum von Metastasen einschränken.

Gleichzeitig werden auch rasch wachsende, gesunde Zellen geschädigt, z. B. Zellen des blutbildenden Systems (Knochenmark), Haarfollikelzellen, Schleimhautzellen (Mund, Magen, Darm, Vagina), Samen- und Eizellen. Diese ungewollte Schädigung gesunder Zellen ist die Hauptursache der verschiedenen Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Während die Krebszellen absterben, können sich gesunde Zellen allerdings meist wieder erholen, sodass die unerwünschten Wirkungen nach der Behandlung wieder zurückgehen. Je nach Krebskrankheit werden andere Zytostatika eingesetzt; es gibt über hundert verschiedene. Bei Eierstockkrebs werden in der Regel zwei unterschiedliche miteinander kombiniert (siehe Kasten S. 33). Man spricht dann von einer Kombinationstherapie, im Gegensatz zur Monotherapie, bei welcher nur ein Medikament eingesetzt wird. Verabreichung Die Chemotherapie beginnt ca. zwei bis drei Wochen nach der Operation und wird normalerweise ambulant durchgeführt, d. h. Sie werden nicht hospitalisiert. Zytostatika werden meistens als Infusion verabreicht. In gewissen Eierstockkrebs

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