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Jane Brocket

Quiltinspirationen

Haupt

GESTALTEN


Jane Brocket

Quiltinspirationen 16 Projekte

Haupt Verlag Bern • Stuttgart • Wien


Die englische Originalausgabe erschien 2010 unter dem Titel The Gentle Art of Quilt-Making bei Collins & Brown, einem Unternehmen der Anova Books Company Ltd, GB-London Copyright © Collins & Brown 2010 und Jane Brocket 2010 Aus dem Englischen übersetzt von Susanne Bonn, D-Lindenfels Redaktion der deutschen Ausgabe: Ute Orth, D-Freiburg Satz der deutschen Ausgabe: Verlag Die Werkstatt, D-Göttingen Printed in China Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. ISBN: 978-3-258-60033-8

Alle Rechte vorbehalten. Copyright © 2011 für die deutsche Ausgabe by Haupt Berne Jede Art der Vervielfältigung ohne Genehmigung des Verlages ist unzulässig. www.haupt.ch Wünschen Sie regelmäßig Informationen über unsere neuen Titel zum Gestalten? Möchten Sie uns zu einem Buch ein Feedback geben? Haben Sie Anregungen für unser Programm? Dann besuchen Sie uns im Internet auf www.haupt.ch. Dort finden Sie aktuelle Informationen zu unseren Neuerscheinungen und können unseren Newsletter abonnieren.

Widmung Für meine liebsten Quiltnutzer und Berater: Simon, Tom, Alice und Phoebe


Inhalt Einleitung 6 Jeder Quilt erzählt eine Geschichte

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Wichtiger Hinweis zu den Stoffmengen Immer diese Entscheidungen

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Die Quilts  1 Tulpenmeer

22

28

Stoffinspiration: Kaffe Fassett

 2 Strandhütte

30

 3 Anzug und Kravatte

40

 4 Hortensien

48

 5 Russische Impressionen

56

 6 Gartenfreuden

64

 7 Amaryllis

70

 8 Kacheln aus Lissabon

76

 9 Ballkleid

82

10 Blütenträume

88

11 Briefmarken

94

12 Purpurregen

102

13 Hängematte

110

14 Musterbuch

118

15 Swimmingpool

124

16 Edler Chintz

130

Stoffinspiration: Philip Jacobs

136

Der Start: Grundlagen

138

Quiltarbeitsplatz

144

146

Glossar und Quiltgalerie

Bezugsadressen

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Dank

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Einleitung Dieses Buch handelt von den Inspirationsquellen für selbstgemachte Quilts. Es ist ein Buch für alle, die schon immer mit möglichst kleinem Aufwand herrlich fantasievolle Quilts herstellen wollten – ganz gleich, wie gut Sie nähen können oder wie wenig Zeit und Platz Sie haben. Viel wichtiger sind dabei Begeisterung, schöne Stoffe und eine gute Handvoll Ideen – die einfach überall zu finden sind.

Ich möchte Ihr Vertrauen in die Einfachheit von Quiltentwurf und -technik wecken, aber auch in Ihre Fähigkeit, ganz besondere Quilts herzustellen, die Ihre persönliche Note tragen. Die 16 einfachen, aber eindrucksvollen Quilts in diesem Buch zeigen Ihnen, wie Sie mit wenig Aufwand und einer Menge schöner Stoffe eine große Wirkung erzielen können. Ganz gleich, ob Sie ein erfahrener Quilter sind oder das Hobby erst für sich entdecken – ich hoffe, mein Buch wird Sie dazu anregen, einfache, lebendige Quilts zu schaffen und sich nicht länger über Komplexität, Perfektion, starres Design und das Erlernen von besonderen Techniken den Kopf zu zerbrechen. Die Inspiration zum Quilten ereilte mich lange bevor ich tatsächlich ans Werk ging. Ich betrachtete zahlreiche Quilts in Galerien, Ausstellungen, Büchern und Wohnungen von Freunden voller Bewunderung, aber auch Neid, glaubte aber nicht, dass ich selbst einen herstellen könnte, der mir gefallen und meinen Vorstellungen gerecht werden würde. Die Angst, es zu verpatzen, nicht «korrekt» an die Sache heranzugehen, hielt mich jahrelang vom Quilten ab. Doch dann unterhielt ich mich mit meiner Freundin Lucy, und dieses Gespräch veränderte meine Sichtweise. Es war ein kalter Wintertag, und wir tranken in Lucys gemütlichem Wohnzimmer einen Tee am offenen Kamin. Ich erzählte ihr, wie sehr ich Quilts mag und wie gern ich selbst einen anfertigen würde, aber dass es dabei so viele Regeln zu beachten gäbe und das Ganze sicher viel zu schwierig für mich wäre. «Du lieber Himmel, Jane!», sagte sie entsetzt, «du musst doch wirklich nur Stoff zuschneiden und zusammennähen.» Sie wusste es zwar zu diesem Zeitpunkt noch nicht, aber ihre beiläufige Weisheit blieb mir im Gedächtnis und je länger ich darüber nachdachte, umso klarer wurde mir, dass Lucy recht hatte. Sie hatte mich endlich zu der Einsicht gebracht, dass ich mit meinen eingebildeten Schwierigkeiten eine Tätigkeit, die Menschen seit Jahren einfach ausüben, zu einer hoch komplizierten Geheimwissenschaft erhoben hatte, die nur wenigen, begabten Eingeweihten vorbehalten war. Von da an machte ich mir eine optimistische, vereinfachte Herangehensweise an Patchwork und Quilten zu eigen. Sobald ich meine Vorstellungen von Perfektion, von Richtig und Falsch losgelassen hatte, waren Quilts für mich keine fernen Träume mehr, sondern erreichbare Ziele. Mein erster Schritt war ein Wochenendkurs, in dem ich die Quiltgrundlagen erlernte: den Stoff zuschneiden und wieder zusammennähen. Ich lernte, einen Rollschneider, Quiltlineale und eine Schneidematte zu benutzen, wie man mit Stoff umgeht, wie man einen Quilt mit der Maschine zusammensetzt, einfasst und fertigstellt. Und vor al-

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Einleitung


lem entwickelte ich Vertrauen in den Ablauf und die unendlich vielen Möglichkeiten des Quiltens. Meine ersten drei oder vier Quilts waren Experimente mit den neu erlernten Techniken, nach einfachen Vorlagen in leicht verständlichen Anleitungsbüchern. Allerdings merkte ich schnell, dass ich mich ganz bewusst von dem «Puzzle»-Ansatz entfernte (bei dem die Stoffstücke wie Puzzleteile in einen Rahmen eingepasst werden) und eine viel buntere, persönlichere Methode entwickelte. So konnte ich all die Inspirationen umsetzen, die ich überall fand, und erzielte die gewünschte Wirkung eher durch schöne Stoffe als durch komplizierte Designs. Das ist noch immer meine Arbeitsmethode. Die Inspirationen und Ideen sind mir längst nicht ausgegangen. Ich glaube nicht, dass es jemals so weit kommt. Dank dieser Methode sind meine Quilts eindeutig keine Erbstücke, sondern praktische Decken, die ich gerne genäht habe und immer noch mag. Sie sind warm, nützlich, optisch ansprechend und voller Gedanken und Assoziationen. Diese ganz persönliche Art zu quilten ist ein erfüllender, kreativer Zeitvertreib und hat nichts mit den Arbeiten für Ausstellungen und Wettbewerbe gemein. Dieses Buch beschreibt meine Quiltphilosophie, nach Inspirationen zu suchen und sie zu nutzen, um farbenfrohe, ausdrucksvolle Quilts anzufertigen. Es ist für alle gedacht, die jemals an der Tür eines Stoffgeschäfts stehen geblieben sind oder vor Begeisterung über Stoffe schier in Ohnmacht fallen, aber nicht so recht wissen, was sie mit ihnen anfangen sollen; und für alle, die Quilten als einfache, sorgen- und stressfreie Beschäftigung erleben wollen, die Freude macht und zum Spielen anregt. Mein Ziel ist die Vereinfachung. Ich erläutere in den Texten zu jedem Quilt, wie Sie Ihre Inspirationen deuten und ausdrücken können. Ich hoffe, damit kann ich alle, die das möchten, dazu anregen, die Tyrannei der Perfektion abzuschütteln und einfach loszulegen. Ich möchte alle zaghaften Quilter darin bestätigen, dass Quilten nicht schwer ist und unglaublich viel Spaß macht, dass dazu eine ganz normale Wohnung ausreicht, ohne Quiltzimmer, speziellen Tisch oder Entwurfstafel, und dass Sie dazu nicht Hunderte von teuren Stoffen brauchen. Zudem möchte ich Sie davon überzeugen, dass Sie schon mit wenigen Stoffen und einer Handvoll ausgewählter Werkzeuge herrliche Quilts herstellen können, die etwas von Ihrer Persönlichkeit und Individualität ausdrücken  – Quilts, die Ihnen beim Nähen Freude machen und Sie auch als fertiges Produkt noch begeistern. Es würde mich außerdem freuen zu hören, dass ich Sie dazu anregen konnte, mit Farben und Mustern Risiken einzugehen, und dass Sie die Freude erlebt haben, einen einfachen, aber schönen Quilt ganz individuell und ohne eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zu kreieren. Ich lade Sie ein in eine Welt der Farben und Muster, der Erinnerungen und Assoziationen, voll von Wärme und Gemütlichkeit – und vor allem voller Inspirationen. Sie werden feststellen, dass dieses Buch Überraschungen bereithält, dass jeder Quilt eine Geschichte erzählt, dass Sie es auch können, dass einfache Muster äußerst raffiniert wirken (deshalb gibt es sie schon so lange), dass es nicht schwer ist, schöne Quilts zu erschaffen, und dass Sie auf das Ergebnis zu Recht stolz sein können. Ich hoffe, dieses Buch wird Sie zum Quilten anregen: durch viele wunderbare Farben, Stoffe, Orte, Muster, Gärten, Ausstellungen, Quilter und Quilts – durch Inspirationen, die auch mich zum Quilten brachten.

Jane Brocket

Juni 2009

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Jeder Quilt erzählt eine Geschichte Eine der größten Annehmlichkeiten von Handarbeiten wie stricken, Teig kneten, Zwiebeln schneiden oder Samen ausstreuen besteht darin, dass der gleichmäßige Rhythmus des Tuns den Gedanken freien Lauf lässt. Manche Menschen verspüren dabei eine Art inneren Schwebezustand, eine geistige Leere. Vielleicht nutzen sie die Zeit aber auch, um ihren Einkaufszettel zusammenzustellen, an die Arbeit zu denken oder ihren nächsten Roman zu planen. Ich weiß, dass viele Quilter (ebenso wie Sticker und Stricker) die ruhigen Augenblicke mit ihren Händen, Stoffen, Nadeln, Fäden und Maschinen schätzen und sich in Gedanken mit dem verbinden, was sie herstellen.

So entstehen Quiltgeschichten. Wenn Sie die Grundfertigkeiten des Quiltens erlernt haben, werden Sie feststellen, dass Sie sich dabei entspannen und den Ablauf genießen können, statt sich darüber Sorgen zu machen, ob Sie alle Regeln einhalten und komplizierte Techniken richtig ausführen, oder über andere Feinheiten, die Ihren Geist in Beschlag nehmen. Wenn Sie einfache, zeitlose, oft kindlich anmutende Quiltmuster und -formen verwenden, können Sie mit ihnen spielen und sie mit Farbe, Leben und Ihren Geschichten erfüllen. Das Ergebnis ist ein Quilt, der immer wieder Freude macht: beim Nähen, beim Darüberreden und beim Gebrauch. Nachdem ich ein paar sehr einfache Quilts hergestellt hatte, die Technik des Zuschneidens und Zusammensetzens erlernt und meine Nervosität der ersten, zaghaften Schritte und Stiche überwunden hatte, fing ich an, den Quiltprozess zu genießen. Dann dauerte es nicht mehr lange, bis ich eine zusätzliche Bedeutungsebene in meine Quilts einziehen ließ. Mir wurde klar, dass jede Entscheidung, die ich traf, und sei sie noch so unbedeutend, ihren Grund hatte. Ich fing an, darüber nachzudenken, warum ich bestimmte Stoffe mochte, über die Assoziationen, die sie auslösten, warum ich sie in dieser bestimmten Reihenfolge verwendete und nicht in einer anderen, und an was mich all das erinnerte. Der ‹Hortensien›-Quilt zum Beispiel war am Anfang ein «Tinten»-Quilt, weil die Stoffe, die ich zusammengestellt hatte, mir zunächst wie dunkle Tinte vorkamen. Aber je weiter der Quilt anwuchs, umso mehr dunkle Rosa- und Magentatöne schlichen sich ein. Sie überzeugten mich davon, dass der Quilt eher an die langen Hortensienreihen in der Bretagne und der Normandie erinnert. Ich kann mir aber auch eine Inspirationsquelle suchen, sie auf den Quilt übertragen und so eine Geschichte in ihn hineinweben. Der Quilt ‹Kacheln aus Lissabon› enthält Erinnerungen an Maispaziergänge in Lissabon, auf denen ich die unglaubliche Anzahl und Vielseitigkeit dieser Kacheln entdeckte und bewunderte. Der Quilt ‹Blütenträume› ist das direkte Ergebnis einer Ausstellung, die in mir viele Erinnerungen an Sommerkleider wachrief.

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Die Idee der Quiltgeschichten ist so alt wie das Quilten selbst. Quilter haben sich schon immer getroffen und einander beim Nähen Geschichten erzählt und manche haben diese Geschichten, Erinnerungen, Hoffnungen und Wünsche in ihre Quilts «eingenäht». Denken Sie an Quilttreffen, Gemeinschafts-, Freundschafts- und Hochzeitsquilts, an Quilts für Kinder, die das Haus verlassen, und an Quilts aus alten Familienstoffen. Sie alle erzählen «textile Geschichten» von Menschen und ihrem Leben. Eine Geschichte in den Quilt einfließen zu lassen, ist eine schöne Art, sich mit der Inspirationsquelle und den Quiltern der guten alten Zeit zu verbinden. Die Arbeit wird dadurch bedeutsamer, persönlicher, angenehmer und fantasievoller. Sie entfernt sich von der «Puzzle»-Methode, bei der Stoffstücke nach einem Muster zusammengesetzt werden. Vielleicht wird sie auch riskanter, aber das ist sie meiner Meinung nach jederzeit wert. Jeder Quilt in diesem Buch hat seine eigene Geschichte, und jedes Mal, wenn ich einen betrachte, erinnert er mich an das, was mich dazu inspiriert hat. Das ist ein schönes Gefühl.

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Jeder Quilt erzählt eine Geschichte


Wichtiger Hinweis zu den Stoffmengen Ich kaufe selten alle Stoffe für einen Quilt auf einmal, weil ich gerne Stoffe verschiedener Herkunft über einen längeren Zeitraum sammle. Das führt dazu, dass ich den Stoffverbrauch für einen Quilttop eigentlich nie exakt benennen kann: Ich hole einfach die Stoffe heraus, die ich gesammelt habe, und nehme sie als Ausgangspunkt. Das führt zu einer viel angenehmeren, freieren Gestaltung des Quilts, weil ich passende Stoffe dazunehmen, dafür aber andere weglassen kann, die sich weniger gut einfügen. Zudem muss ich dann nicht befürchten, dass mir ein bestimmter Stoff ausgeht, wenn ich einen Fehler mache.

Es gibt verschiedene Gründe dafür, so zu arbeiten. Sie beruhen auf meiner Philosophie, dass Quilts aus vorhandenen Stoffen genäht werden sollten, mit Anpassungen und Improvisationen nach Bedarf, und nicht als sklavische Nachahmung einer fertigen Vorlage. Vielleicht bekommen Sie jetzt erst einmal das Zittern, wenn Sie so noch nie gearbeitet haben. Ich kann Ihnen aber versichern, dass Sie bald ein Gefühl dafür entwickeln werden, wann Sie weitere Stoffe dazunehmen sollten und wann nicht mehr. Entspannen Sie sich, und lassen Sie Ihre Arbeit organisch wachsen, passend zu den Stoffen und je nachdem, wie der werdende Quilt gerade aussieht. Als ich angefangen habe, Quilts zu nähen, hatte ich schreckliche Angst, beim Zuschneiden Fehler zu machen und dadurch Stoff zu verschwenden. Deshalb kaufte ich immer mehr, als ich vermutlich gebraucht hätte. Wenn bei einer Vorlage eine erschreckend genaue Menge angegeben war, wurde ich garantiert so nervös, dass ich den Stoff falsch zuschnitt und mit einem unbrauchbaren Stück dastand. Beim Kauf die Mengen aufzurunden war die beste Methode, mich sicher zu fühlen, dass ich genug Stoff hatte und an die Arbeit gehen konnte. Deshalb habe ich angefangen, die Stoffmengen flexibel zu kalkulieren. Auch heute kaufe ich immer noch etwas mehr, als ich voraussichtlich

brauche – nicht viel, aber ich runde immer zum nächsten halben Meter auf. (Ich habe gelernt, dass es keine Stoffverschwendung gibt, sondern nur Stoffe, die darauf warten, in einem Quilt verarbeitet zu werden.) Ich plane nach Möglichkeit nicht zu weit voraus und halte mich nicht an die Standardbettmaße. Lieber stelle ich meine Quilts passend zu den Stoffen und der Zeit her, die ich zur Verfügung habe, und lasse sie organisch wachsen. Vielleicht sind die Quilts dann am Ende breiter oder länger, schmaler oder kürzer als handelsübliche Bettdecken, aber das stört mich nicht. Wenn Sie einen Quilt haben wollen, der zu einem bestimmten Bett passt, messen Sie es aus, bevor Sie anfangen, und denken Sie daran, wie weit der Quilt an den Seiten herunterhängen und eventuell das Kopfkissen bedecken soll. Hier nun ein paar Richtgrößen für die Quilts in diesem Buch, aber das soll Sie nicht daran hindern, einfach nach Bedarf Streifen oder Quadrate hinzufügen oder weglassen: -- Quilts für Doppel- oder King-SizeBetten: ‹Tulpenmeer›, ‹Gartenfreuden› (vergrößert), ‹Blütenträume› (vergrößert), ‹Musterbuch›.

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-- Quilts für Einzelbetten: ‹Gartenfreuden›, ‹Kacheln aus Lissabon› (vergrößert), ‹Hortensien›, ‹Blütenträume›, ‹Amaryllis›. -- Kleinere Quilts für Sofas, Sessel, Kinderbetten, den Platz am Kamin, Hängematten, die Terrasse oder das Auto: ‹Russische Impressionen›, ‹Briefmarken›, ‹Anzug und Kravatte›, ‹Kacheln aus Lissabon›, ‹Edler Chintz›. Die Stoffmengen, die bei jedem Projekt angegeben sind, können Sie je nach der Größe, die Ihr Quilt haben soll, erhöhen oder verringern.


Quilttop Die benötigte Stoffmenge für eine Quiltoberseite hängt sehr vom Muster ab. Sie brauchen für jedes Stück Stoff, das Sie zuschneiden, rundherum 6 mm Nahtzugabe. Wenn Sie also einen Quilt aus Quadraten mit 10 cm Kantenlänge planen, müssen Sie die Quadrate jeweils mit gut 11 cm Kantenlänge zuschneiden. Für einen Quilt aus kleinen Quadraten brauchen Sie also mehr Stoff als für einen aus großen Streifen oder Quadraten, weil mehr Nähte eine Zugabe erfordern. In der Regel werden Sie aber insgesamt 4 bis 5 Meter Stoff für einen Quilt für ein Einzelbett benötigen und etwa 6 Meter für ein Doppel- oder KingSize-Bett.

muss gestehen, wenn das vorkommt, kaufe ich davon gleich 5 bis 6 Meter. Ich weiß, dass ich höchstens 6 Meter für eine Rückseite brauchen werde. Wenn sich herausstellt, dass ich doch nicht den gesamten Stoff verarbeite, kann ich den Rest immer noch für eine Einfassung oder Oberseite verwenden. Ein Beispiel ist der wunderschöne ‹Lilac Rose›-Stoff von Philip Jacobs, den ich als Rückseite für ‹Purpurregen› verwendet habe (siehe Seite 102). Ich liebe diesen Stoff und habe gleich ganze 6 Meter gekauft, ihn aber nicht nur für die Rückseite eingesetzt, sondern auch als Streifen in den Blöcken und für die Einfassung – und es ist immer noch etwas davon übrig.

Den Stoff für die Rückseite berechnen

Stoffe für Rückseite und Einfassung Es ist viel einfacher genau auszurechnen, wie viel Stoff Sie für die Rückseite und die Einfassung brauchen, wenn der Top bereits fertig ist. Das gilt vor allem dann, wenn Sie sich meine Vorgehensweise zu eigen machen und so vorher nicht genau wissen, wie groß der fertige Quilt sein wird. Ich kaufe selten Stoffe für Rückseite oder Einfassung, bevor ich anfange (siehe «Immer diese Entscheidungen», Seite 15), es sei denn, ich verliebe mich in ein Muster, von dem ich ganz sicher weiß, dass es sich wunderbar als Rückseite für den Quilt eignen würde, der mir vorschwebt. Manchmal kaufe ich auch einen reduzierten Stoff, wenn ich mir sicher bin, dass ich genau diesen auch zum vollen Preis gekauft hätte. Und ich

-- Für die Rückseite brauchen Sie rundherum etwa 7,5 bis 10 cm mehr als für den Quilttop, denn es kann recht schwierig sein, den Stoff zu verschieben, wenn er in mehreren Lagen liegt. Die Chance, dass die Ecken und Kanten von Oberseiten- und Rückseitenstoff exakt aufeinanderliegen, ist praktisch gleich null. -- Wenn Sie vorhaben, jemanden mit einer Langarm-Quilt-Maschine auf Ihren Quilt anzusetzen (siehe «Quiltservice», Seite 159), sollte die Rückseite rundherum 10 cm größer als der Top sein. -- Wenn der Stoff einfarbig ist oder ein Muster mit sehr kleinem Rapport hat (zum Beispiel Tupfen), brauchen Sie sich keine Sorgen darüber zu machen, ob das Muster an den Nähten auf der

Denken Sie vor allem daran, dass nicht alle Quiltstoffe gleich breit liegen. Sie variieren zwischen 104 und 114 cm (gewaschen etwas weniger). Aber wie viele andere Quilter gehe ich bei meinen Berechnungen von einer Standardbreite von 106 cm aus. Ich lege den Rückseitenstoff der Länge nach aus (sodass die Nähte vertikal verlaufen), aber ebenso gut könnte er auch in der Breite liegen (wobei die Nähte horizontal verlaufen). Ich mache es mir leicht und nähe einfach die Stoffbahnen zusammen, sodass in der Regel eine Naht in der Mitte der Rückseite verläuft. Andere Quilter mögen es aber nicht, wenn die Naht da verläuft, wo der Quilt gefaltet wird. Sie halbieren eine Stoffbahn der Länge nach und nähen an eine ganze Bahn in der Mitte rechts und links jeweils eine halbe Breite. Mir ist es wichtig, das Muster auf der Rückseite richtig zusammenzusetzen, und je mehr Nähte es gibt, umso mehr verschiebt es sich. Deshalb mag ich es lieber einfach.

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Wichtiger Hinweis zu den Stoffmengen


Rückseite genau übereinstimmt. Bei einem Stoff mit großem Rapport (wie der ‹Lilac Rose›-Stoff auf Seite 103) müssen Sie mehr Stoff einplanen, damit Sie das Muster auf der Rückseite passend ansetzen können.

-- Nehmen Sie als Berechnungsgrundlage die Länge des Quilts plus Zugaben und teilen das Ganze durch 100 cm. Dann wissen Sie, wie lang eine Stoffbahn für die Rückseite sein muss. Multiplizieren Sie diesen Wert je nach Breite des Quilts mit 2 oder 3. Für Quilts bis zu einer Breite von 188 cm brauchen Sie zwei ganze Stoffbreiten. Hier ein Beispiel: Für einen 183 cm langen und 152 cm breiten Quilt benötigen Sie insgesamt 183 cm + 20 cm = 203 cm x 2 Breiten = 406 cm von einem Stoff mit kleinem Rapport. Ich würde auf 450 cm aufrunden. -- Wenn der Rapport größer ist, müssen Sie die seine Länge mit einberechnen. Hier ein Beispiel: Für einen 183 cm langen und 152 cm breiten Quilt brauchen Sie bei einen 25 cm großen Rapport achtmal den Rapport pro Stoffbahn, plus Überschuss, also 203 cm + 20 cm = 223 cm x 2 = 446 cm. Ich würde hier auf 5 m aufrunden. -- Wenn der Quilt breiter als zwei Bahnen des Rückseitenstoffs ist, oder wenn Sie nicht genug Stoff haben, um ihn der Länge nach zu verarbeiten, aber nur wegen ein paar Zentimetern nicht noch eine ganze Bahn kaufen wollen, können Sie einen oder mehrere Stoffstreifen in einer Kontrastfarbe an einer Seite bzw. am oberen oder unteren Rand ansetzen. Ich mache das regelmäßig so. Dadurch wirkt die Rückseite interessanter, und ich kann kleinere Stücke aus meiner Stoffsammlung aufbrauchen (siehe ‹Tulpenmeer› und ‹Gartenfreuden›).

Den Stoff für die Einfassung berechnen -- Der Stoff für die Einfassung ist einfacher zu berechnen. Normalerweise verwende ich nur einen Stoff dafür, aber manchmal nähe ich auch einen langen Streifen aus dem, was vom Quilt übrig bleibt. Ich arbeite mit 6 cm breiten, in der Mitte gefalteten Streifen. Manche Quilter bevorzugen 5,75 cm breite Streifen, aber bei mir deckt diese Breite nicht immer Fehler oder leicht wellige Nähte ab. -- Um die Länge eines Streifens zu berechnen, der den ganzen Quilt einrahmen soll, messen Sie den gesamten Umfang des Quilts (oben, unten und beide Seiten) und geben 15 bis 20 cm hinzu. Hier ein Beispiel: Für einen 152 cm breiten und 183 cm langen Quilt multiplizieren Sie 152 cm mit 2 und zudem 183 mit 2 und addieren dann beides; das ergibt 670 cm. Mit 30 cm Nahtzugaben brauchen Sie insgesamt 7 m.

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-- Teilen Sie den gemessenen Umfang plus Nahtzugaben durch 106 cm – die Standardbreite einer gewaschenen Stoffbahn. Wenn Ihr Stoff allerdings schmaler ist, müssen Sie mit der tatsächlichen Breite rechnen, damit sie wissen, wie viele Streifen Sie brauchen. Also: 700 cm durch 106 cm ergibt 6,6. Sie müssen also 7 Streifen zuschneiden. -- Multiplizieren Sie die Anzahl der Streifen mit ihrer Breite – in diesem Fall sind es 6 cm, um herauszufinden, wie viel Stoff Sie kaufen müssen. Sieben Streifen x 6 cm = 42 cm. Das können Sie auf 50 cm aufrunden, für den Fall, dass der Stoff beim Waschen eingeht.


Immer diese Entscheidungen Es ist leicht, sich Hals über Kopf ins Quilten zu stürzen und in einen wahren Nährausch zu verfallen. Ebenso leicht kann es aber auch passieren, dass Sie wie gelähmt vor der Herausforderung stehen, Ihre Inspiration und einen Berg Stoff in einen fertigen Quilt zu verwandeln. In beiden Fällen hilft es, tief durchzuatmen und die Sache Schritt für Schritt anzugehen. Ich war sehr nervös, als ich mit dem Quilten anfing, bis ich einen Wochenendkurs besuchte und die Grundtechniken erlernte: das Arbeiten mit Rollschneider, Schneidematte und Quiltlineal. Ich fand schnell heraus, dass ich gar nicht mehr brauchte, um die Art von Quilts anzufertigen, die ich haben wollte. Sobald ich mit den Arbeitsabläufen vertraut war, konnte ich meinen Quilt Schritt für Schritt angehen und musste mir nicht immer vor Augen halten, wie das Endergebnis aussehen sollte. Mit jedem weiteren Quilt, den ich nähte, unterteilte ich den Ablauf mehr und mehr in eine Reihe von Entscheidungen, und dadurch wurde das Quilten viel angenehmer und weniger nervenaufreibend. Der folgende Abschnitt erläutert diese Entscheidungen, damit das Quilten für Sie zu einem angenehmen, kreativen, unbesorgten und vor allem freudigen und spielerischen Experiment wird.

Stoff auswählen und kaufen Als Erstes brauchen Sie Ideen und Stoff. Vielleicht ist Ihre Inspiration ein Gedanke, ein Bild, ein Muster oder ein bestimmter Stoff. Sobald Sie den Funken einer Idee haben (die vielleicht von einem Stoff ausgeht), sollten Sie damit anfangen, die Stoffe für Ihren Quilt zu sammeln. Zu entscheiden, welchen Stoff Sie kaufen (siehe dazu «Bezugsadressen» auf Seite 158-159), ist eine sehr persönliche Sache. Im Idealfall haben Sie genug Zeit zum Stöbern und Überlegen, zum Stoffballen-übereinander-Türmen und mögliche Kombinationen-Ausprobieren. Wenn Sie im Internet einkaufen, können Sie einfach den Warenkorb vollpacken, eine Pause machen und später noch einmal alles in Ruhe betrachten. In einem Geschäft voller Kunden ist das nicht immer so einfach. Trotzdem sollten Sie aber nichts überstürzen. Diese Läden sind an Kunden gewöhnt, die sich ihren Einkauf lange und gründlich überlegen. Es lohnt sich, eine zweite Meinung einzuholen, die Ihnen bei der Entscheidung hilft. Die Verkäuferinnen in Quiltläden haben in der Regel selbst reichlich Erfahrung und können Ihnen interessante Vorschläge machen.

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Ich entschließe mich selten dazu, alle Stoffe, die ich für einen Quilt brauche, bei einer Einkaufstour zu erstehen (eine Ausnahme ist der Quilt ‹Ballkleid› auf Seite 82). Ich habe festgestellt, dass ich mich zu leicht von einem Thema und der Zeitersparnis einer einzigen Einkaufstour hinreißen lasse und dann manchmal mit Stoffen nach Hause komme, von denen ich mir hinterher wünschte, ich hätte sie nicht gekauft. Schauen Sie nach, was Sie schon haben, bevor Sie aufbrechen (oder während Sie online auf Stoffsuche gehen), bleiben Sie flexibel, besuchen Sie falls nötig mehrere Läden und lassen Sie sich Zeit. Ihr Quilt kann nur besser werden, wenn Sie etwas länger darüber nachdenken. Die beste Methode, wirklich gute Entscheidungen zu treffen, besteht darin, dann zu stöbern, wenn Sie gar nichts Bestimmtes suchen und nicht unter Druck stehen. Dabei fallen Ihnen die verführerischen Stoffe ins Auge, in die Sie sich verlieben können. Sie wissen auf der Stelle, dass Sie mit diesem Stoff ohnehin einen Quilt anfertigen wollten. Dann sollten Sie sich auf Ihren Instinkt verlassen. Nur selten bereue ich Spontankäufe von wunderbaren Stoffen. Ich habe sie stets aus dem richtigen Grund gekauft und mich hinterher immer gefreut, sie zu verwenden. Und jetzt kommt die schwierige Frage, wie viel Stoff sie kaufen sollten. Ich kaufe alles in halben oder ganzen Metern und wenn ich einen Stoff richtig toll finde, kaufe ich gleich zwei Meter davon. Das klingt vielleicht extravagant, aber da ich keine große Stoffsammlung habe, schadet es nichts, wenn Reste anfallen, die ich später für ein neues Projekt verwende. Was die sogenannten «Fat Quarters» angeht (das sind fertig zugeschnittene, meist 50 cm x 55-56 cm große Stoffstücke), verstehe ich nicht ganz, was an diesen kleinen Stücken so praktisch sein soll. Ich kaufe sie nicht, weil ich in der Regel mehr Stoff brauche.

Immer diese Entscheidungen


Stoffe aufbewahren und sammeln Vor langer Zeit habe ich beschlossen, kein großes Stofflager anzulegen. Das liegt einerseits daran, dass ich nicht den Platz habe, eine große Sammlung aufzubewahren. Andererseits war mir klar, dass ich es mir dadurch zu leicht machen würde, immer mehr Stoff dazuzukaufen, den ich vielleicht eines Tages brauchen könnte. Das wäre eine zu bequeme Einkaufsphilosophie, keine entschlossene. Ich wusste, dass ich viele dieser Käufe später bereuen würde. Außerdem sortiere ich meine Stoffe nicht nach Farben, deshalb habe ich nie das Gefühl, dass ich einen bestimmten Farbton auffüllen muss. Ich kaufe immer dann ein, wenn ich ein Projekt vor Augen habe. Daher ist meine Sammlung eher ein Durchgangslager für Stoffe mit einer Bestimmung als ein Berg von Stoffen, deren Schicksal «vielleicht» «eines Tages» entschieden wird.

Das Quiltmuster auswählen

mit Quadraten arbeiten, können daraus wunderbare Quilts entstehen.

Wenn Sie die Stoffe und eine Idee für einen Quilt haben, müssen Sie sich entscheiden, mit welchem Muster Sie Ihre Inspiration ausdrücken und Ihre Stoffe am besten zur Geltung bringen. Wenn Sie sich also zum Beispiel von den Streifen eines Liegestuhls oder einer Hängematte haben inspirieren lassen, werden Sie vielleicht einen Quilt mit vertikalen Streifen kreieren (siehe ‹Hängematte› auf Seite 110).

Die Entscheidung über das Muster hängt also von Ihren Fertigkeiten ab, von der Zeit, die Sie zur Verfügung haben, und dem Ziel, das Sie erreichen wollen.

Manche Quilter haben allerdings wunderbare, riesige Stoffsammlungen, die sie geschickt verwalten und nutzen. Glauben Sie aber nicht, dass große Stoffansammlungen automatisch zu schönen Quilts führen. Es kommt ganz darauf an, wie Sie Ihr Lager nutzen.

Wenn Sie aber einen Stapel wunderbarer Stoffe haben und sich nicht sicher sind, was Sie damit anfangen sollen, schauen Sie sich so viele Bücher, Fotos und Quilts an, wie Sie können. Gehen Sie in eine Bibliothek (siehe Seite 152-153), besuchen Sie Websites und Blogs (siehe Seite 156 und 158–159) und finden Sie heraus, was Sie anspricht und im Bereich des Möglichen liegt. Sie können aber auch mit Ihren Stoffen spielen und ausprobieren, was Ihnen dabei einfällt. Vielleicht haben Sie eine Sammlung, in der sich die Blumenmuster häufen. Dann könnten Sie diese für Quilts wie ‹Blütenträume›, ‹Hängematte›, ‹Tulpenmeer› oder ‹Russische Impressionen› verwenden. Vielleicht mögen Sie kleine Muster, die gut in einem Quilt wie ‹Edler Chintz›, ‹Purpurregen› oder ‹Briefmarken› wirken.

Was das Aufbewahren angeht, lohnt es sich, die Stoffe zu pflegen. Legen Sie sie flach und sauber gefaltet an einen Ort, an dem sie weder direktes Sonnenlicht, noch Hitze, Gerüche oder gar Flecken abbekommen. Wenn ich einen Quilt plane, lasse ich oft ein paar Stapel Stoff im Arbeitszimmer auf dem Fußboden liegen, damit ich sie ständig sehe und darüber nachdenke. An manchen Tagen breite ich die Stapel aus oder sortiere sie neu, um zu sehen, wie verschiedene Kombinationen wirken. Dabei habe ich festgestellt, dass den Stoffen ein paar Wochen «draußen» nicht schaden, solange sie nicht direkt in der Sonne liegen.

So sehr mir handgenähte Quilts aus winzigen Sechsecken oder WeddingRing-Quilts mit Bögen und geschickten Schnitten auch gefallen – ich weiß, dass ich nie einen zu Ende bringen würde. Selbst nachdem ich eine Menge Quilts genäht habe, sind die Möglichkeiten einfacher Quadrate, Rechtecke und Streifen noch nicht erschöpft. Sie sollten nicht vergessen, dass Patchwork letzten Endes darauf beruht, Stoff zuzuschneiden und wieder zusammenzunähen. Viel zu leicht tappt man in die Falle zu denken, dass komplizierte Muster besser sein müssen, weil sie schwieriger herzustellen sind. Das ist nicht wahr! Selbst wenn Sie nur

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Welche Stoffe sind passend? Ich spiele und sortiere eine ganze Weile, bevor ich den ersten Stoff zuschneide. Ich stapele Stoffe, verteile Stücke auf dem Boden, und vor Kurzem habe ich entdeckt, wie gut sich Stoffe beurteilen lassen, wenn man sie ausbreitet und in einem gut beleuchteten Raum auf den Boden fallen lässt, sodass sie alle zufällig neben- und übereinanderliegen. Um mir die Stoffauswahl zu erleichtern, lege ich mich sehr genau auf ein Farbschema fest. Das könnte ein Thema mit einer oder zwei Farben sein, aber ich habe auch eine klare Vorstellung davon, mit welcher Art von Farben ich arbeiten will, und nehme dann die Farben heraus, die nicht den richtigen Ton haben – alles, was sich beißt oder aus anderen Gründen unpassend wirkt.


einfach perfekt harmonieren. Andere nutzen gern Strip-Piecing als Abkürzung (Stoffstreifen zusammennähen und dann erst zuschneiden) und können genau vorhersagen, was wo hingehört. Ich aber muss das Ganze vor mir sehen, bevor ich die Platzierung der einzelnen Stücke endgültig festlege. Diese Strategie empfehle ich auch allen, die gerade erst mit dem Quilten anfangen. (Die einzige Ausnahme sind Log-Cabin- und halbe Log-Cabin-Blöcke wie bei ‹Purpurregen› und ‹Russische Impressionen›.)

Den Stoff zuschneiden Schneiden Sie zunächst nur einige Stücke zu und legen das Muster auf dem Fußboden oder der Entwurfstafel aus (siehe Seite 145), um zu sehen, was zusammenpasst. Wenn Sie gleich alles zuschneiden, haben Sie zwar das Gefühl, etwas geschafft zu haben, es kann aber sein, dass Sie am Ende gar nicht den gesamten Stoff verwenden. Die Eigendynamik des Quilts zeigt Ihnen bald, was geht und was nicht. Wenn Sie allerdings nur mit zwei Stoffen arbeiten, können Sie alles auf einmal zuschneiden.

Spielerisch arrangieren Ich kann mir nicht vorstellen, entscheiden zu müssen, was in einem Quilt wohin gehört, ohne das Ganze auf dem Boden oder der Entwurfstafel auszulegen, bevor ich anfange zu nähen. Manche Quilter haben den gesamten Entwurf im Kopf und nähen dann Blöcke (die Einheiten, aus denen der Quilt besteht), die

Ich fange an, indem ich einen kleinen Teil des Quilts auslege. Wenn ich nicht sicher bin, ob Muster und Stoff zusammenpassen, schneide ich nur ein paar Stücke zu und lege einen Teil aus. Wenn ich mit Quadraten arbeite und mich nicht entscheiden kann, wie groß sie werden sollen, schneide ich einige zu (zuerst die größten, die ich eventuell noch verkleinern kann) und entscheide erst danach, wie es weitergehen soll. Wenn ich mit dem Gesamtentwurf zufrieden bin, schneide ich mehr Stücke zu, aber immer nur die, die ich gerade brauche. Dann lege ich das Ganze auf dem Boden aus (auf Seite 144 lesen Sie, wie Sie dabei mit wenig Platz zurechtkommen), bis jedes Stück seinen Platz gefunden hat.

ist sehr hilfreich, einen entstehenden Quilt nach einer längeren Pause noch einmal zu betrachten, bevor man anfängt zu nähen. Bitten Sie auch andere, sich die Sache einmal anzuschauen. Verschieben Sie Teile oder Blöcke, wenn Ihnen etwas nicht gefällt. Und wenn der Entwurf völlig daneben gegangen ist, fangen Sie wieder von vorn an. Es ist besser, das schon jetzt zu tun, als später festzustellen, dass Sie den fertigen Quilt nicht mögen. Seien Sie gnadenlos und entfernen Farben oder Muster, die nicht passen. Es lohnt sich wirklich, das in diesem Stadium zu tun, sonst haben Sie später Quadrate, Streifen oder Blöcke mit Farben oder Mustern, die Sie jedes Mal ärgern, wenn Sie den fertigen Quilt anschauen. Selbst wenn es Ihnen wie Geldverschwendung vorkommt, ein paar Stoffstücke nicht zu verwenden, auf lange Sicht lohnt es sich. Wie bekommen Sie heraus, dass ein Stoff nicht passt? Er beißt sich mit anderen, er sticht aus dem Muster heraus, er fällt irgendwie negativ auf – vielleicht ist es die Farbe, der Farbton, das Muster oder einfach der falsche Stoff an der falschen Stelle. Gehen Sie ein Risiko ein und tauschen das Stoffstück gegen ein anderes aus. Oft werden Sie von der Wirkung positiv überrascht sein.

Risiken eingehen – was harmoniert und was nicht? Jeder Quilttop hat ein oberes und ein unteres Ende. Die Gestaltung sollte zu keinem der beiden hin abfallen. Daher betrachte ich einen Entwurf von allen Seiten, oft von oben (von der Leiter, einer Treppe, einem Stuhl oder anderen Möbeln aus), oder ich verwende eine Verkleinerungslinse. So kann ich gut erkennen, wo die Schwachstellen sind. Ich lasse den Entwurf möglichst über Nacht liegen. Es

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Wissen, wann Sie aufhören sollten

Wenn der Quilt auch kleiner als geplant gut aussieht:

Wenn Sie einen Quilt in einer bestimmten Größe anfertigen wollen, steht der Abschluss Ihrer Arbeit bereits fest. Hier weitere Faktoren, die Ihnen die Entscheidung erleichtern können:

Wenn Ihnen der Stoff ausgeht: Wenn Sie keinen Stoff mehr haben, müssen Sie vielleicht aufhören, obwohl Ihr Quilt dann kleiner wird als geplant. Aber würde das Ergebnis wirklich besser, wenn die Alternative darin besteht, Zeit und Geld für einen weiteren Stoffkauf zu investieren? Mein Quilt ‹Hortensien› sollte 13 Reihen bekommen, aber nach der zwölften gingen mir ein paar wichtige Stoffe aus. Ich wollte den Quilt nicht wochenlang auf dem Fußboden auslegen, bis ein halber Meter eines bestimmten Stoffes aus den USA eintreffen sollte und ich weiterarbeiten konnte. Also entschied ich mich für Dreiecke am oberen und unteren Ende der rechten Seite. Der einzige Mensch, der letztendlich weiß, dass der fertige Quilt nicht wie geplant aussieht, bin ich selbst. Außer mir ist dieser Fehler bisher niemandem aufgefallen. Ich liebe diesen Quilt und freue mich, dass ich kein unnötiges Geld dafür ausgegeben habe.

Die Quilts ‹Kacheln aus Lissabon› und ‹Tulpenmeer› unterscheiden sich sehr in ihrer Größe. Bei beiden habe ich aufgehört, als sie die optimale Größe hatten.

Wenn Sie weder Stoff noch Zeit oder Energie haben, endgültig genug von Zuschneiden und Zusammennähen haben und endlich zum nächsten Schritt übergehen wollen: Es hat sehr lange gedauert, den Quilt ‹Briefmarken› zuzuschneiden und zu nähen. Als ich merkte, dass ich nicht mehr lange durchhalten würde, habe ich aufgegeben. Deshalb ist der Quilt eher klein geraten. Aber denken Sie daran, dass Quilten Spaß machen und nicht zur Quälerei werden sollte.

Rand Meine ersten Quilts hatten keinen Rand. Ich fand ihn nicht notwendig und quiltete einfach bis an die Einfassung. Ich mag diesen Effekt noch immer, weil er dichter und ein wenig altmodisch wirkt. (Viele alte Quilts haben keinen Rand, vermutlich weil keine ausreichend großen Stoffstücke verfügbar waren.) Ob ein Quilt einen Rand bekommen soll oder nicht, ist eine ganz persönliche Angelegenheit. Ein Rand ist sehr praktisch, um den Quilt größer zu machen oder das Muster elegant zu umrahmen. (Ich habe die Blöcke für ‹Purpurregen› auf Seite 102 sehr gern genäht, aber sie waren auch zeitaufwendig; also habe ich den Quilt mit einem doppelten Rand vergrößert, statt weitere Blöcke anzufügen und mich dabei vielleicht zu langweilen.) Der Rand kann sogar sehr wichtig für das Muster sein wie bei dem Quilt ‹Swim-

Quiltinspirationen

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mingpool› auf Seite 124, der einen Rand hat, um die Kacheln rund um einen echten Pool wiederzugeben, oder bei ‹Gartenfreuden› auf Seite 64, bei dem der Rand eine Hecke oder Blumenrabatte rund um den Rasen darstellen soll. Das Muster des Quilts zeigt Ihnen, wie breit der Rand sein sollte. Platzieren Sie unterschiedlich breite Stoffstreifen in seiner Nähe und begutachten die Wirkung. Ein zu breiter Rand sollte nicht den Quilt erschlagen. Er sollte aber nicht so schmal sein, dass man ihn auch weglassen könnte. Ein doppelter Rand kann sehr praktisch sein, um einen Quilt einzufassen – wie der Rahmen, der ein Foto oder Gemälde besser zur Geltung bringt. Vielleicht wollen oder brauchen Sie auch gar keinen Rand. Schauen Sie sich die Quilts ‹Blütenträume›, ‹Anzug und Kravatte› und ‹Briefmarken› an (Seite 88, 40 und 94). Bei ihnen war das Design auch ohne Rand einfach perfekt.

Rückseitenstoff Es erstaunt mich immer wieder, wie selten in Quiltbüchern die Rückseiten abgebildet werden. Besonders gut haben mir auf der Quiltausstellung von Kaffe Fassett in Stockholm 2006 die frei aufgehängten Quilts gefallen. Bei ihnen konnte man beide Quiltseiten betrachten. Wir sehen doch auch beide Seiten eines Quilts, wenn wir ihn benutzen – wenn er gefaltet oder gerollt, aufgedeckt und ausgeschüttelt wird. Ich bin fasziniert von Rückseiten, seit Susie Green (www.duxhurstquilting.co.uk) mich in ihre Philosophie eingeweiht hat: die Rückseite sollte eine Überraschung werden. In der Tat ist die Rückseite eines Quilts eine wunderbare Gelegenheit, etwas Ungewöhnliches und Großartiges einzubringen. Sie kann ganz schlicht sein (mit Tupfen wie bei ‹Gartenfreuden›), den Quilt abrunden (‹Russische


die Einfassung besorgen, wenn ich nicht genug passenden Stoff zu Hause habe. Zwei Tipps: Tupfen sehen auf der Rückseite eines Quilts immer gut aus, ebenso große Muster, die Ihnen gefallen und die Sie in ihrer vollen Schönheit bewundern wollen.

Vlies

Impressionen›), das Thema des Quilts wieder aufnehmen (mit Streifen wie bei ‹Tulpenmeer›, die an die Tulpenreihen in Holland erinnern sollen, oder die kleinen «Zähnchen» bei ‹Briefmarken›), extravagant wirken (wie das riesige Blumenmuster auf ‹Ballkleid›), oder überraschen (die kleinen aufgedruckten Leuchter der IceCream-Version von ‹Strandhütte›). Ich kaufe den Stoff für die Rückseite in der Regel erst, wenn ich die Oberseite fertig habe. Manchmal verlockt mich ein Rückseitenstoff schon vorher, weil er so günstig ist, aber auch dann muss er passen (siehe ‹Blütenträume› auf Seite 88). Ansonsten habe ich einen Stoff, den ich unbedingt verwenden muss, weil er mir so gut gefällt (‹Purpurregen›). Ich kaufe den Stoff für die Rückseite lieber in einem Laden als im Internet: Ich kann den Quilttop zusammenfalten, mitnehmen und dann im Laden mit verschiedenen Kombinationen herumspielen; ich muss nicht wochenlang auf die Lieferung warten oder enttäuscht feststellen, dass der Online-Shop nur noch winzige Mengen des Stoffs auf Lager hat. Außerdem kann ich gleichzeitig das Vlies kaufen, weil ich jetzt weiß, wie groß der Quilt wird, das Quiltgarn auswählen und den Stoff für

Mir fällt die Entscheidung für ein Vlies nicht schwer, ich verwende immer dasselbe aus 100 % Biobaumwolle (Heirloom Organic Cotton von Hobbs). Es ist zart wie ein Babypopo, ist weder zu dick noch zu dünn und hat eine Mullstruktur, sodass die Steppnähte relativ weit auseinanderliegen können (bis zu 20 cm). Manchmal bleiben zwei lange Streifen als Reststücke übrig, die ich zusammenfügen und für einen kleineren Quilt verwenden kann (zum Beispiel für ‹Anzug und Kravatte› oder ‹Kacheln aus Lissabon›). Ich lasse die Streifen leicht überlappen und stecke die Überlappung fest, wenn ich den Quilt zusammensetze – Oberseite, Vlies und Rückseite (nähen ist dabei nicht nötig, obwohl ich aus zuverlässigen Quellen weiß, dass die richtige Methode darin besteht, die beiden Teile mit großen Vorstichen zusammenzuheften).

Natürlich müssen Sie kein Vlies verwenden. Geeignet sind auch Bettlaken, eine alte Decke (mir gefällt die Vorstellung von Decken als Vlies für einen Wollquilt, der geknotet wird) oder ein Stück Anzugstoff, das Sie als Rest billig bekommen (siehe ‹Anzug und Kravatte› auf Seite 40). Sie können auch Woll-, Seidenoder Bambusvlies in Quiltläden oder im Internet kaufen. Sie brauchen das Vlies nicht unbedingt vorzuwaschen (manche Baumwollstoffe gehen etwas ein, wenn der Quilt zum ersten Mal gewaschen wird, aber das stört mich nicht). Beachten Sie jedoch die Angaben des Herstellers auf der Verpackung und überlegen Sie, was Ihnen lieber ist. Manche Leute bügeln das Vlies oder hängen es auf, um Falten loszuwerden. Ich streiche es einfach glatt, während ich die Lagen zusammenstecke, auch wenn ich dabei jedes Mal denke, ich hätte es schon vorher tun sollen, denn es vereinfacht die Vorbereitung der Quiltlagen.

Achten Sie beim Kauf auf die Zusammensetzung des Vliesstoffes. Manche bestehen zu 80 % aus Baumwolle und zu 20 % aus Polyester. Auch der empfohlene Abstand zwischen den Steppnähten ist unterschiedlich. Denken Sie ebenso an den Faltenwurf, den Sie sich für Ihren Quilt wünschen. Ich mag keine steifen, ausgestopft wirkenden Quilts, aber auch keine allzu dünnen. Ich lege beim Vlies Wert auf reine Baumwolle, denn auch der ganze Rest meiner Quilts besteht zu 100 % aus Baumwolle, bis hin zum Nähgarn, und ich möchte beim Vlies keine Kompromisse eingehen.

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Immer diese Entscheidungen


Quilten: Per Hand oder Maschine? Mir persönlich stellt sich diese Frage nicht: Ich quilte immer mit der Hand, weil ich das gerne tue. Ich mag diese vielen kleinen Stiche, die kreuz und quer über meinen Quilt laufen, und ich mag es, sie an Ort und Stelle zu setzen. Wenn Sie noch im Zweifel sind, hier ein paar Tipps, die Ihnen bei der Entscheidung helfen können:

-- Maschinenquilts sehen großartig aus, wenn sie auf einer elektronischen Profi-Nähmaschine mit langem Arm nach einem der unzähligen verfügbaren Quiltmuster angefertigt werden. Vielleicht möchten Sie Ihre Arbeit auch von einem Profi quilten lassen (siehe «Quiltservice» auf Seite 159). -- Sie können natürlich auch von Hand komplexe Muster mit winzigen Stichen nähen; das braucht allerdings einiges an Zeit und Übung, um das Muster zu übertragen und auszuführen.

-- Quilten mit der Maschine geht sehr schnell.

Gar nicht quilten

-- Dicht gesetzte Maschinennähte wirken flach – mit kleinen Höhenzügen dazwischen.

Vielleicht beschließen Sie auch, dass Sie gar nicht quilten, sondern die drei Lagen Ihrer Arbeit auf andere Weise verbinden wollen. Hier ein paar Vorschläge:

-- Quilten mit der Hand drückt die Arbeit nicht flach. Sie wirkt dadurch manchmal noch fluffiger. -- Handnähte in einer Kontrastfarbe und einer ganz nach Geschmack ausgewählten Stichgröße sorgen oft für einen zusätzlichen Hingucker. -- Maschinennähte sehen aus wie eine ununterbrochene Linie, nicht wie eine Reihe einzelner Stiche. -- Quilten mit der Hand braucht Zeit, aber nicht so viel, wie man sich oft vorstellt – vor allem wenn Sie einfache Linien in großen Abständen nähen. -- Mit einer normalen Haushaltsnähmaschine zu quilten, kann schwierig werden; Sie brauchen dazu einen speziellen Nähfuß. -- Beim Quilten mit der Maschine können Sie keinen spannenden Film anschauen, aber sie können Radio hören.

Knoten Eine sehr traditionelle und wirkungsvolle Methode, um die Lagen miteinander zu verbinden, vor allem wenn Ihre Arbeit zu dick ist, um mit der Maschine oder auch per Hand durch alle drei Lagen zu stechen. Knoten Sie in regelmäßigen Abständen, etwa an Kreuzungspunkten oder in der Mitte von Quadraten. Wenn Sie Wolle, Stickgarn oder -band in Kontrastfarben verwenden, kommt diese hübsche Technik besonders gut zur Geltung. Anleitungen dazu finden Sie im Internet.

Knöpfe Wenn Sie viele Knöpfe haben und sie gern annähen, können Sie auch damit die Lagen verbinden. Ich hatte mir überlegt, Knöpfe für ‹Anzug und Kravatte› (siehe Seite 40) zu verwenden, und hatte sie auch schon ausgelegt. Aber die Aussicht, 140 Knöpfe annähen zu müssen, hielt mich dann doch davon ab. Wenn Sie jedoch an einem kleineren Quilt

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arbeiten oder einen Kissenbezug herstellen wollen, sehen ein paar Knöpfe sicher hervorragend aus.

Garne Ich empfehle immer Quiltgarn aus 100 % Baumwolle. (Es ist dicker und stärker als Allzweck-Nähgarn.) Polyestergarn versuche ich nach Möglichkeit zu vermeiden, denn es altert oft schneller als der Stoff, den es zusammenhält. Ich mag Quiltgarn von Mettler; es ist äußerst glatt und fühlt sich gut an, wenn ich es durch die Lagen ziehe. Stattdessen können Sie aber auch dreifädiges Baumwollstickgarn verwenden (siehe ‹Ballkleid› auf Seite 82) oder den Faden passend zum Stoff wählen – Seidengarn für Seidenquilts und Gobelinwolle für Wollquilts. Nehmen Sie eine Farbe, die mit dem Quilttop harmoniert oder kontrastiert – ganz Ihrem Geschmack und dem Quiltentwurf entsprechend.


Quiltmuster (bei Bedarf)

Die Linien markieren

Entscheiden Sie, welche Art von Quiltmuster Sie steppen wollen. Wenn Sie mit der Hand quilten, müssen Sie festlegen, wo die Linien verlaufen sollen. Ich verwende gerne Diagonalen zu Quadraten, um den Quilt interessanter zu machen. Manchmal lasse ich die Nähte entlang vorhandener Linien verlaufen, um das Auge von oben nach unten und quer über die Oberseite zu führen. Bei jedem Quilt versuche ich, mit den Nähten entweder einen zusätzlichen Hingucker oder mehr Harmonie zu erzeugen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Linien und Muster auf dem Stoff zu markieren. Ich habe spezielle Quiltstifte ausprobiert, konnte die Linien aber nicht erkennen. Stifte, deren Markierungen man nach dem Quilten herauswaschen muss, wollte ich nicht verwenden. Also habe ich mit Klebe- und Paketband experimentiert. Beides war wunderbar zum Markieren, aber das Abziehen tat dem Stoff und den Nähten nicht gut. Dann habe ich Abklebeband ausprobiert, das weniger aggressiv ist, und verwende es noch immer. Ich klebe lange Streifen auf, um die Nähte zu markieren, und ziehe sie vorsichtig wieder ab, wenn ich fertig bin.

Das Gleiche gilt auch für das Quilten mit der Maschine. Es gibt allerdings raffinierte Maschinen, die Sie für kompliziertere Quiltmuster programmieren können. Wenn Sie Ihre Arbeit von einem Profi quilten lassen (siehe «Quiltservice» auf Seite 159), haben Sie die Auswahl unter einer riesigen Anzahl von Quiltmustern.

Stoffe für die Einfassung Jetzt haben Sie also die drei Lagen Ihres Quilts miteinander verbunden (und die Ränder zurechtgeschnitten). Nun ist der Stoff für die Einfassung an der Reihe. Ich wähle den Einfassungsstoff passend zum Quilt aus. Manchmal entscheide ich mich für einen starken Kontrast, der wie eine Kontur oder ein schmaler Rahmen wirkt (‹Blütenträume›, ‹Briefmarken›). Bei anderen Quilts habe ich einen Stoff verwendet, der zum Design und den Stoffmustern passt (‹Russische Impressionen›), oder mich für eine Lösung entschieden, bei der die Einfassung den Quilt scheinbar bis zur äußersten Kante laufen lässt. (Ich mag Einfassungen mit einem Farbverlauf bei Quilts wie ‹Swim-

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mingpool›, ‹Purpurregen›, ‹Hortensien› und ‹Amaryllis›, bei denen die Farbthematik im Vordergrund steht, die alle strikt innerhalb einer bestimmten Farbpalette gestaltet sind und kaum Kontraste enthalten.) Vielleicht kaufen Sie einen bestimmten Stoff für die Einfassung oder stöbern in Ihren Vorräten. Ich ziehe Letzteres vor, wann immer es möglich ist. Es ist erstaunlich, wie viele der Stoffe, die ich für den Quilttop nicht verwendet habe, als Einfassungen wunderbar geeignet sind. Ein aussortierter Stoff kommt hier mitunter erst richtig zur Geltung. (Denken Sie daran, dass Sie ihn nur 1 cm breit zu sehen bekommen.) Hinweis: Vorsicht bei Stoffen mit großen Tupfen als Einfassung. Wenn der Stoff nicht vollkommen gerade zugeschnitten ist, wirken die Tupfen verzerrt.

Verwendung Gebrauchen und genießen Sie Ihre Quilts. Sie werden es nicht bereuen.

Immer diese Entscheidungen


Tulpenmeer

Quiltinspirationen

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Die Inspiration für diesen Quilt kam mir bei einem unvergesslichen Ausflug zu den blühenden Tulpenfeldern Hollands. Tulpen sind meine Lieblingsblumen, seit ich denken kann. Ich habe schon viele von ihnen gesehen und in meinem Garten angepflanzt. Auf den Anblick von so vielen Tulpen war ich aber nicht vorbereitet. Ich wäre am liebsten in ein Feld hineingesprungen und vor Freude in Ohnmacht gefallen. Es ist sehr beeindruckend, wenn man die flache Landschaft mit ihren langen, schmalen Streifen aus purer Farbe zum ersten Mal sieht und wahrnimmt, wie die Tulpenzüchter den Anblick des Landes für eine kurze Zeit im Jahr völlig verändern. Die herrlichen Streifen und Blöcke dicht gepflanzter Tulpen sind atemberaubend. Sie wirken wie ein riesiger Farbkasten – oder ein Quilt. Es war einfach unmöglich, nach diesem Erlebnis keinen Tulpenquilt anzufertigen.

Design

Tulpen gibt es in allen Farben, von sehr blass und zart bis hin zu kräftig und strahlend. Auf den geradlinigen Feldern in Holland wachsen viele Farben direkt nebeneinander. Trotzdem beschloss ich, die Farbpalette für diesen Quilt auf die Farbtöne meiner Lieblingstulpen zu beschränken, die auch in meinem Garten wachsen und die mich jedes Frühjahr aufs Neue inspirieren: das lebhafte Rosa und Magenta von ‹China Pink›, ‹Burgundy› und ‹Jacqueline›, Tupfer in Kastanienbraun und Violettschwarz von ‹Jan Reus›, ‹Queen of the Night› und ‹Café Noir›, leuchtendes Orange, Mandarine und Apricot von ‹Apricot Impression›, ‹Orange Princess›, ‹Daydream› und ‹Dordogne›, Flieder und Violett von ‹Lilac Wonder›, ‹Blue Parrot›, und ‹Lilac Perfection› sowie das blassere Rosa von ‹Menton› und ‹Douglas Bader›. Das Ergebnis ist ein Quilt, der die Energie und Lebhaftigkeit meiner liebsten anmutigen und eleganten Tulpen in einem vorwiegend warmen Farbspektrum zwischen rosa/orange/ rot/granat einfängt und in mir das ganze Jahr über Vorfreude auf die Tulpenzeit weckt.

Als mein Quilt in meiner Vorstellung mehr und mehr Form annahm, wurde mir klar, dass ich schon eine Blaupause für einen Streifenquilt hatte – meinen ‹Allotment›-Quilt (in The Gentle Art of Domesticity, Stewart Tabori & Chang, 2008 und Kaffe Fassetts Country Garden Quilts, OZ creativ, 2008). Wieder zu Hause musste ich also nur noch die richtigen Stoffe finden und mein textiles Tulpenfeld anlegen. Mein ‹Allotment›-Quilt ist ein Inbegriff der Einfachheit. Das Design ist so angelegt, dass dabei niemals zwei gleiche Quilts entstehen können. Es bietet zahlreiche Variationsmöglichkeiten. Die Streifen laufen über die ganze Stoffbreite und können so breit sein, wie es Ihnen gefällt. Alle Streifen werden auf ganze Zentimeter zugeschnitten, die schmalsten sind 4 cm breit (Endgröße, also auf 5 cm zuschneiden), die breitesten 18 oder 20 cm (Endgröße). Die Streifen werden ganz willkürlich zugeschnitten. Bei groß gemusterten Stoffen lohnt es sich, die Abschnitte so auszuwählen, dass das Muster gut zur Geltung kommt. Kleinere Muster eignen sich am besten für schmale Streifen zum «Auffüllen» und «Mischen», weil sie die Bewegung innerhalb

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Tulpenmeer


des Quilts abbremsen, wenn sie in breiten Streifen verwendet wenden. Der Quilt wirkt durch die Kombination der großen auffälligen Blütenwirbel und Blumen mit kleinen detaillierten Mustern – ein echter Hingucker, der das Auge einlädt, die verschiedenen Muster genau zu betrachten. Ich habe einen Rand hinzugefügt, weil auch die Tulpenfelder in Holland von Straßen, Kanälen und Gebäuden «eingerahmt» werden. Ebenso sollten meine Blumenreihen umschlossen und gerahmt werden wie ein großes botanisches Gemälde.

Stoffe Ich habe daran gedacht, für diesen Quilt ein paar Stoffe mit Tulpen zu verwenden, aber leider gibt es nur sehr wenige Tulpenstoffe, die mir gefallen. (Rowan hat inzwischen ein paar wunderbare Tulpendessins von Philip Jacobs herausgebracht.) Es gibt also nur einen Tulpenstoff auf dem Quilttop, nämlich ‹Big Blooms› von Kaffe Fassett. Er zeigt die seltenen geflammten ‹Rembrandt›-Tulpen. Ich habe davon mehrere Reihen gezielt zugeschnitten, um sie in den Quilt einzubauen. Wie oben beschrieben hat der Quilt eine eher eingeschränkte Farbpalette, vor allem Rosa, Gelb, Orange und Rot, aber ich fand es sehr spannend, sie mit Lindgrün, Himmelblau und Bronze abzusetzen. Vielleicht hätte ich kräftigere Kontraste schaffen können, aber mir gefiel die farbenfrohe Wirkung und die Tatsache, dass ich vorhandene Stoffe aufbrauchen konnte. Außerdem wollte ich damit experimentieren, die Farben ineinanderlaufen zu lassen. In Holland heben sich die Farben zwar klar voneinander ab und die Streifen sind strark konturiert; trotzdem wollte ich sie in meinem Quilt von einer Reihe in die nächste fließen lassen, damit die Linien sich zu herrlichen Farbstreifen und -eindrücken

Quiltinspirationen

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verbinden. Der Trick besteht darin, dass jeder Stoff mit seinen Nachbarn gut harmoniert, sodass Einheitlichkeit, Fülle und Tiefe entstehen. Ich habe für die Streifen 14 verschiedene Stoffe verwendet. Dieser Quilt eignet sich wunderbar, um Reste in voller Stoffbreite aufzubrauchen. Das «zufällige» Design macht es möglich, dass auch ein oder zwei einzelne Streifen eingearbeitet werden können, die ansonsten nicht wieder auftauchen. Andererseits ist dieser Quilt auch eine hervorragende Gelegenheit, in den großzügigen breiten Streifen außergewöhnlich schöne Muster besonders zur Geltung zu bringen. In meinem Quilt sind das der unschlagbare ‹Big Blooms›, der wirbelnde, tiefrosa ‹Stencil Carnation› und der üppige ‹Lake Blossoms›, alle von Kaffe Fassett. Weitere Stoffe sind zwei Versionen von ‹Arbour› aus der Lille-Kollektion, ‹Persimmon› (rot), ‹Big Blooms› (rot) sowie aus Arts and Crafts ‹Dancing Leaves› (gold), ‹Stencil Carnation› (rosa), ‹Lake Blossoms› (rot), ‹Bekah› (orange) und ‹Cabbage Patch› (magenta), alle von Kaffe Fassett, dazu ‹Coneflower› und ‹Mum Toss› (orange) von Martha Negley und ‹Lilac Rose› (flieder) und ‹Grandiose› (ocker) von Philip Jacobs. Der Rand und ein Teil der Rückseite bestehen aus ‹Silhouette Rose› (weinrot) von Kaffe Fassett. Dieser Stoff taucht in einigen Streifen wieder auf. Für die Rückseite habe ich ‹Ava Rose› von Tanya Whelan (für Freespirit) verwendet. Das ist eine sehr frische, moderne Version des klassischen Streumusterstreifens in Fuchsia und Weiß, die wieder auf die Tulpenstreifen und -reihen anspielt und gleichzeitig den perfekten Kontrast zur dicht gemusterten Oberseite bildet. Um die Kosten in Grenzen zu halten, habe ich nur zwei Breiten von diesem Stoff gekauft und mit einem Streifen des Randstoffs auf die nötige Größe ergänzt. Die Einfassung ist ein leuchtendes, fröhliches Gelb, das eine der Farben wieder aufgreift. Es stammt aus der Linden-Stoffkollektion von Melissa Saylor (für P&B Textiles).


Material Stoffvorschläge: Dieser Quilt wirkt bestens mit einer genau definierten Farbpalette und ein paar Highlights in Kontrastfarben oder in einer breiteren Palette mit mehr Farbtönen (möglichst in ähnlicher Tonabstufung und Farbintensität).

- - - - - - - - - - - - - - - - - - Quilttop: Dies ist ein großer Quilt, der auf ein King-Size-Bett passt. Für die Oberseite (ohne Rand) brauchen Sie etwa 5 bis 5,5 m Stoff, gemischt aus 25 cm- und 50 cm-Stücken in voller Stoffbreite. Sie können allerdings auch Streifen ab 5 cm Höhe in voller Breite verwenden. Wenn Sie mehr oder weniger Stoff haben, können Sie den Quilt länger oder kürzer machen. Vielleicht entscheiden Sie sich für zwei oder drei Hauptstoffe, von denen Sie jeweils 75 cm brauchen.

Für einen 12,5 cm breiten Rand benötigen Sie 112 cm Stoff. Hinweis: Sie können auch 1 m Stoff kaufen und den Rand nur 10 cm breit anlegen (Endgröße); andererseits ist ein Rand nicht unbedingt nötig – siehe unten.

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Der Quilt besteht aus zwei Reihen mit unterschiedlich breiten Streifen, plus Rand. Rückseite: Für die Rückseite eines Quilts in dieser Größe sollten Sie eine dritte Stoffbreite einplanen, was teuer werden kann. Meine Lösung für dieses Problem bestand darin, zwei volle Breiten zu verwenden und die Rückseite auf einer Seite um einen zusätzlichen Streifen zu erweitern. Dieser Streifen kann aus einem anderen Stoff oder einem Rest bestehen. Auch wenn Sie den Rand weglassen, genügen zwei volle Stoffbreiten.

Für eine Rückseite aus zwei Stoffbreiten brauchen Sie 5 m Stoff plus einen Streifen von 33 x 246 cm zum Ansetzen. Wenn Sie die Rückseite nur aus einem Stoff anfertigen wollen, brauchen Sie 7,3 m.

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Einfassung: Sie benötigen 64 cm Stoff für die Einfassung.

- - - - - - - - - - - - - - - - - - Außerdem brauchen Sie: -- King-Size-Vlies, rundherum 7,5 bis 10 cm größer als die Oberseite. (Ich verwende 100 % Biobaumwolle mit Mullstruktur.) -- Allzweck-Nähgarn, 100 % Baumwolle, in Ecru oder Taupe zum Zusammensetzen mit der Maschine -- Quiltgarn, 100 % Baumwolle

- - - - - - - - - - - - - - - - - - Endmaße: 220 x 226 cm oder so groß wie ein richtiges Tulpenbeet


Anleitung Die Nahtzugabe beträgt 6 mm, wenn nicht anders angegeben. -- Der Quilttop besteht aus Streifen, die über die ganze Stoffbreite zugeschnitten werden. Sie werden in zwei «Reihen» angeordnet, die in der Mitte des Quilts verbunden werden. Es gibt kein bestimmtes Muster für die Streifen. Sie werden auf die gewünschte Länge zugeschnitten und ganz nach Geschmack angeordnet. -- Schneiden Sie die Streifen von Webkante zu Webkante zu. Variieren Sie die Höhe zwischen 5 und 20 cm, am besten in ganzen Zentimetern. Sie können mehrere Streifen gleichzeitig zuschneiden. Ich variiere lieber die Streifenhöhe bei jedem Stoff und schneide die Streifen daher einzeln zu. Ich schneide außerdem schubweise zu, nicht alles auf einmal. -- Es überrascht Sie vielleicht, dass Quiltstoffe unterschiedlich breit sind, selbst wenn sie vom selben Hersteller sind. Dafür gibt es zwei Lösungen: (a) alle Streifen auf die gleiche Breite zuschneiden (mein Vorschlag: 99 cm); (b) die Webkanten abschneiden und die Streifen zusammennähen. Dabei sollte die Mittelkante so gerade wie möglich werden. Zum Schluss wird die ganze «Reihe» rundherum auf eine Länge zugeschnitten. (Wenn Sie die linke Hälfte zusammensetzen, muss die innere, also die rechte Kante so gerade wie möglich werden, wenn Sie an der rechten Seite arbeiten, trifft es wieder die innere, also die linke Kante. Auf jeden Fall sollten Sie aber den Rand auf den kleinsten gemeinsamen Nenner bringen, also nach dem schmalsten Stoff zuschneiden.) Das ist meine Methode.

-- Diesen Quilt auszulegen ist nicht schwer; Sie können ihn schnell verändern und neue Stoffe einarbeiten. Schneiden Sie nach und nach weitere Streifen zu. Betrachten Sie den Quilt regelmäßig von allen Seiten (oder mit einer Verkleinerungslinse). -- Wenn Ihnen die Anordnung gefällt, nähen Sie die Streifen zu den beiden großen Teilen zusammen. Dabei sollte der innere Rand möglichst gerade und gleichmäßig bleiben. Wenn Sie die Streifen zusammennähen, sollten Sie die Richtung bei jeder Naht ändern, also jeweils an der Seite anfangen, an der sie die vorhergehende Naht beendet haben: von rechts nach links, dann von links nach rechts. So bleibt der Quilttop in Form. Wenn Sie nicht mehr wissen, wo Sie die letzte Naht beendet haben, markieren Sie sich die Stelle mit einer Stecknadel, ehe Sie den Faden abschneiden. -- Schneiden Sie die Ränder gerade. Die beiden «Reihen» müssen nicht unbedingt gleich breit sein. -- Bügeln Sie beide Teile: alle Nähte der einen Hälfte in eine Richtung, die der anderen in die entgegengesetzte. -- Nähen Sie nun beide Teile in der Mitte zusammen. Bügeln Sie die Mittelnaht auf eine Seite. -- Schneiden Sie für den Rand 14 cm breite Streifen über die ganze Stoffbreite zu. Nähen Sie diese bei Bedarf zu längeren Stücken zusammen. -- Nähen Sie die Streifen für den Rand zuerst an den Seiten an und schneiden Sie die Kanten gerade. Bügeln Sie die Nahtzugaben nach außen. -- Nähen Sie den Rand jetzt oben und unten an. Schneiden die Kanten gerade und bügeln den Rand. Jetzt ist Ihr Quilttop fertig.

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-- Nähen Sie die Stoffbahnen für die Rückseite mit 1 cm Nahtzugabe zusammen. Die Rückseite sollte rundum 7,5 bis 10 cm größer sein als der Quilttop – in diesem Fall also 241 x 246 cm. Wenn Sie zwei Stoffbahnen verwendet haben, erweitern Sie sie mit einem Stück harmonierenden oder kontrastierenden Stoff von 33 x 246 cm. Bügeln Sie die Nahtzugaben auseinander. -- Setzen Sie die Stofflagen zum Quilt zusammen (siehe Seite 142). Schneiden Sie die Kanten so zu, dass die Rückseite und das Vlies rundherum 5 cm größer sind als die Oberseite. -- Quilten Sie von Hand mit einfachen Vorstichen mit einem farblich harmonierenden oder kontrastierenden Garn (ich habe einen Apricot-Koralle-Ton verwendet). Halten Sie etwa 6 mm Abstand von den Nähten und legen etwa alle 10 cm eine Steppnaht an. Sie können bis zu den Kanten des Tops durchquilten oder nur bis an die Nähte der Streifen und dann einmal rund um den Rand steppen. -- Schneiden Sie den Quilttop mit der Schere oder dem Rollschneider gerade. -- Nähen Sie die Einfassung und bringen sie an (siehe Seite 143). -- Gehen Sie vorsichtig durch Ihr Tulpenbeet.



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