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1800 1960 1940 2020

NJ Stevenson

1870

Die Geschichte der Mode

1980

Haupt

GESTALTEN


NJ Stevenson

1800 1960 1940 2020 1870 Die Geschichte der Mode Stile, Trends und Stars

1980

Haupt Verlag Bern • Stuttgart • Wien


Für meine Eltern Die englische Originalausgabe erschien 2011 unter dem Titel the chronology of fashion bei A&C Black Publishers Limited Copyright © 2011 by The Ivy Press Limited Aus dem Englischen übersetzt von Waltraud Kuhlmann, D-Bad Münstereifel, und Birgit Lamerz-Beckschäfer, D-Datteln Redaktion der deutschen Ausgabe: 360°, D-Berlin Satz der deutschen Ausgabe: Verlag Die Werkstatt, D-Göttingen Printed in China Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. ISBN 978-3-258-60032-1 Alle Rechte vorbehalten Copyright © 2011 für die deutsche Ausgabe by Haupt Berne Jede Art der Vervielfältigung ohne Genehmigung des Verlages ist unzulässig. www.haupt.ch Wünschen Sie regelmäßig Informationen über unsere neuen Titel zum Gestalten? Möchten Sie uns zu einem Buch ein Feedback geben? Haben Sie Anregungen für unser Programm? Dann besuchen Sie uns im Internet auf www.haupt.ch. Dort finden Sie aktuelle Informationen zu unseren Neuerscheinungen und können unseren Newsletter abonnieren. Umschlag vorne, von links nach rechts: © Bridgeman Art Library © V & A Images © Mary Evans Picture Library / Rue des Archives © Rex Features / Crispian Woodgate / Daily Mail © Getty Images / Popperfoto © Getty Images © Rex Features © Getty Images / AFP


Inhalt Einführung

6

1800 1837 Regency und Romantik

10

1837 1858 Frühviktorianischer Stil

28

1858 1870 Haute Couture

1960 1969

Art déco und die 84 wilden 1920er-Jahre

Swinging Sixties

1930 1939

1969 1985

Die eleganten 1930er-Jahre

106

1939 1947 44

1870 1914 Belle Époque

1914 1930

Die Auswirkung des Krieges

New Look

200

1985 2020 126

Retro und Revolution

234

144

Zeitachse Glossar Quellenverzeichnis Register Dank

274 278 282 284 288

1947 1960 62

Glamour bis New Romantic

170


Einführung D

ie Wörter „neu“ und „Mode“ gehören zusammen – Mode ist aufgrund ihrer Wandelbarkeit immer neu. Betrachten wir die Mode im Lauf der Jahrhunderte, stellen wir fest, dass Formen und Farben ständig wiederkehren. Ihre Interpretation durch neue Designer für eine neue Zeit hält sie jedoch stets frisch und lebendig. Die Geschichte der Mode ist Rückblick und Ausblick zugleich. Unsere Wahrnehmung historischer Modestile ist verschwommen. Film und Fernsehen bestimmen unsere Vorstellungen von Kleidung verschiedener Epochen. Häufig bezeichnet eine Stilrichtung nur eine kurze Zeitspanne und wir beschreiben damit ein ganzes Jahrzehnt. Der Minirock wird beispielsweise nie weit jenseits der 1960er-Jahre verortet. Dennoch dauerte es innerhalb dieser Dekade fast fünf Jahre, bis der Rock die Länge erreichte, die wir als „Mini“ bezeichnen. Zunächst avantgardistisch und schockierend erscheinende Ideen werden nach und nach in die Alltagsmode übernommen oder vielleicht abgelehnt und vergessen, um später wie-

Nicht nur das Bedürfnis nach Schutz, Tragekomfort und Schicklichkeit bestimmen die Kleiderwahl. Ob Melone, Humpelrock, Korsett oder Krinoline, Mini oder Bikini – in der Geschichte westlicher Mode markiert das Aufkommen einzelner Kultobjekte stets einen Moment, in dem Kleidung Auskunft über Status, Persönlichkeit und Vorlieben gibt.


e infüh rung

der aufgegriffen zu werden. Die Geschichte der Mode verfolgt die Veränderungen und Verwandlungen des Stils. Sie zeigt die Entwicklungen in einer Industrie, welche die sich ändernden Zeiten widerspiegelt und durch sie beeinflusst wird. Entwicklung der Mode

Die schematische Darstellung der Entwicklung der Modewelt zeigt, wie Mode Teil der Volkskultur wurde. Zu Beginn des 19. Jh. diente Mode der Elite als Statussymbol, ähnlich wie im Mittelalter, als Gesetze regelten, welche Farben und Stoffe man je nach sozialem Stand tragen durfte. Der französische Kaiser Napoleon Bonaparte war einer der größten Feldherren und seine Gattin Joséphine wurde eine der ersten einflussreichen Trendsetterinnen der Modegeschichte. Zu Beginn des 20. Jh. pickte sich die Mode aus Kunst, Musik, Film und Zeitgeschehen das Beste heraus. Kleidung hat nicht nur eine Funktion als Wetterschutz: Was wir tragen, steht für unsere Persönlichkeit (und unseren Geldbeutel), unsere

Vorlieben und Abneigungen, unser Wissen, unsere Werte und Sehnsüchte. Als Charles Worth die Haute Couture in den 1860er-Jahren in einen richtigen Industriezweig verwandelte, zollte er dem Schneiderhandwerk Achtung, indem er die Mode im Bereich der schönen Künste ansiedelte. Wörtlich übersetzt bedeutet Haute Couture „gehobene Schneiderei“ und die in die Fertigung eines Couture-Kleides einfließende Handwerkskunst rechtfertigt den Preis. Mitte des 20. Jh. etablierte sich die Designerkonfektionsware. Die Kunst dabei war es, schicke Schnitte zu kreieren, die in Massenproduktion hergestellt werden konnten. Im 21. Jh. kennt jeder den Begriff Modedesign. Designerkollektionen in gehobenen Preissegmenten und erschwingliche Kopien der Laufstegmode im Internet sind Teil des schnellen Konsums im Jahr 2010. Heute werden die Trends der Saison in Klatschmagazinen und Modeblogs vorgestellt. Sogar Kinderkollektionen aus dem Supermarkt liegen im Trend.


e i nf üh rung

Magazine und Models

Prominente werden mit Mode in Verbindung gebracht, seitdem in Hollywood die erste Klappe fiel. Heutzutage kann man sich die Kleidung der Stars per Mausklick kaufen. Dieser „Fast Fashion“ wurde nachgesagt, dass sie zur Gleichmacherei beigetragen habe. Als Reaktion darauf setzte man verstärkt auf handwerkliche Fertigung, Dekor und Neugestaltung alter Kleidung. Man bot nicht nur einer Rezession die Stirn, die Haute Couture verzeichnete im Jahr 2010 sogar eine Umsatzsteigerung. Doch wie und wann fing Mode an, ins öffentliche Bewusstsein zu dringen? Das Modejournal als bewährtes Kommunikationsmittel ist integraler Bestandteil der Modegeschichte. Von La Belle Assemblée, in der Modebildtafeln für den Adel der Regency-Periode abgebildet waren, bis zu EverManifesto im 21. Jh., einem kostenfreien Magazin, das es nur auf Modenschauen gibt, ist die Modezeitschrift Medium der Auseinandersetzung zwischen Designer und Öffentlichkeit geblieben.

Ein Magazin muss seiner Leserschaft Modeideen vermitteln und diese von Redakteuren, Stylisten, Models und Fotografen in den Kontext des Zeitgeistes setzen lassen. Die Vogue-Leserin, die in der neuesten Ausgabe eine Fotostory über die aktuelle Rockform liest, möchte diesen Rock auch haben. Schaut man sich dieselbe Ausgabe später wieder an – den Stil des Fotografen, die Farbgestaltung, das Make-up, die Figur des Models – trägt das zum Verständnis der Sozialgeschichte bei. Mode wird über Werbung, Musik und Film vermittelt. Die Marktsättigung führte in den 1990er-Jahren dazu, dass einige Modemagazine zum Luxusartikel wurden. Das Mode- und Kunstmagazin Visionaire wird zu einem Preis von 295 $ verkauft. Da die meisten Magazine als Online-Versionen zur Verfügung stehen, stellt die Printausgabe tatsächlich einen Luxus dar. Blättert man in Modezeitschriften zurück, beginnt mit den sich ändernden Inhalten eine Reise durch die Mode. Ausgehend von den aufwendig inszenierten Studioporträts der Fotografen Edward Steichen


e infüh rung

und Baron de Meyer zu Beginn des 20. Jh., entwickelten sich die Aufmacher- und Werbefotos des 21. Jh., welche die künstlerische Leistung der Modeschöpfer zusätzlich betonen. Der beständige Dialog zwischen Kunst und Kommerz prägte die Mode über die Jahre hinweg. Der Modefotograf kann einem Kleidungsstück durch ein einziges Foto Emotion, Aktualität und Kultstatus verleihen. Ab den 1980er-Jahren wurde der Stylist Teil des Prozesses. Er setzte Mode nicht nur auf Papier um, sondern kreierte auch aus unzähligen Quellen einen Look, der zur kulturellen Bedeutung der Mode beiträgt. Sobald sich Mode etabliert hat, verändert sie sich. Ihre „jugendliche Wankelmütigkeit“ ist eine Konstante. Sie lebt vom Neuen, daher muss das Akzeptierte verworfen werden. Das gilt auch für eine weitere Komponente der Mode: das Model. Der Hochmut der Barbara Goalen in den 1950ern, Twiggys überraschter Augenaufschlag, umrahmt von superlangen Wimpern, in den 1960ern, das jugendliche Lächeln,

mit dem Kate Moss in den 1990ern den glamourösen Supermodels den Rang ablief – all das war Ausdruck der Stimmung der jeweiligen Zeit. Bezieht man die Chronologie der Mode in die Sozialgeschichte ein, erkennt man, dass der nächste Schritt für die Modeindustrie darin liegt, gesellschaftliches Bewusstsein zu entwickeln. Ethische Fragen und Nachhaltigkeit sind keine Laune mehr wie in den 1990ern, sondern unerlässlich geworden, da unsere Zukunft ständig Thema ist. Mode hat Kriege und Finanzkrisen überstanden. Sie schwankt zwischen Konzeption und Funktion. Sie ist wie ein Pendel, das vor- und zurückschwingt, um Zukünftiges zu imaginieren und Vergangenes neu zu interpretieren. Im 21. Jh. ist Mode nicht nur mit Technologie verwoben, sondern erlangt eine neue Art von Bedeutung. Große Anziehungskraft üben heutzutage Ausstellungen über Mode aus, da ihre Entwicklung fasziniert und sie gleichzeitig Einblicke in die Geschichte gibt. Das ist auch Aufgabe dieses Buches.


1914 1930


Art dĂŠco und die wilden 1920er-Jahre


1914– 1930 A rt déco Und di e w i lde n 19 2 0 e r-Jah re

Einführung D

er Erste Weltkrieg war nicht nur ein Wendepunkt im Hinblick auf die Emanzipation der Frau, sondern auch hinsichtlich der Mode. Die europäischen Haute-Couture-Häuser waren angeschlagen und einige mussten schließen.Von der amerikanischen Kundschaft abgeschnitten, bat man die New Yorker Vogue um Hilfe und tatsächlich präsentierte Vogue Pariser Mode im Ritz Carlton in London zugunsten von Kriegswitwen. Paul Poiret war mit dabei und bei seiner Rückkehr konstatierte er den radikalen Wandel der Damenmode. Am 15. September 1915 erschien die Vogue erstmalig in Großbritannien und in den folgenden fünf Jahren dokumentierte die Zeitschrift den Wandel der Mode. Frauen aller Gesellschaftsschichten verfügten bald über ein eigenes Einkommen. Die Massenproduktion sorgte dafür, dass in den 1920ern Mode für jeden Geldbeutel verfügbar wurde. Auch die gesellschaftlichen Regeln hatten sich verändert: In den 20er-Jahren erhielten Frauen auf beiden Seiten des Atlantiks das Wahlrecht. Starkes Städtewachstum, boomende Wirtschaft und Schnell-

Die schnelle Jazz-Ära veränderte die Pariser Mode. Eleganz und Sittsamkeit wurden von schwungvoller Jugendlichkeit abgelöst. Ob live oder aus der Konserve: Musik beeinflusste die Mode eines neuen Frauentyps. Zum ersten Mal konnten Frauen sich frei bewegen und genossen es, sich zu amüsieren.

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lebigkeit gaben dem Jahrzehnt seinen Namen: die „wilden Zwanziger“. Die Jazz-Ära

Es war das Jahrzehnt der Bohemiens und der intellektuellen Künstlergruppen. Gertrude Stein, F. Scott Fitzgerald und Ernest Hemingway gehörten zur Lost Generation, einer Gruppe von Amerikanern,


E infüh rung

die nach dem Ersten Weltkrieg in Paris lebten und mit Pariser Künstlern verkehrten – Cocteau, Picasso, Dufy, Colette, Delaunay. Die Marchesa Luisa Casati war die Muse des italienischen Futuristen Fortunato Depero, dessen Landsmann Giacomo Balla den bahnbrechenden futuristischen Anzug entwarf. In England begründete die BloomsburyGruppe die Omega-Werkstätten: Kunst und Kunsthandwerk verschmolzen miteinander. Wie die sogenannten Flapper setzten sich bald viele Frauen über die Konventionen hinweg und legten Make-up auf. Auch Rauchen und Trinken war jetzt in der Öffentlichkeit möglich. Kunst und Mode orientierten sich an diesen Verhaltensweisen: Puderdosen, Zigarettenspitzen und Cocktailgläser wurden nun im Art-déco-Design gefertigt. Die Pariser Vogue erschien erstmalig 1920 in dieser Modewelt, die Coco Chanel bald dauerhaft mit ihrem Doppel-C-Logo prägen sollte. 1922 war der Pyjama nicht nur zum Schlafen beliebt. Man trug die Pyjamahose in entspannter Atmosphäre oder am Strand. 1925 zeigte man besonders viel Haut: Die Rocksäume wanderten nach oben und die Strümpfe wurden runtergerollt. Dies führte in Europa und in Amerika zu Protesten seitens der Kirche. 1927 näherte sich die Dekade spürbar dem Ende. Die Tuchfabriken hatten durch die Mode Einbußen hinnehmen müssen, die Röcke wurden wieder länger. 1929 brach die Wall Street zusammen. Coco Chanel war die Königin unter den neuen Couturiers. Sie entwarf Mode für die aktive Frau. Ihre Entwürfe gestaltete sie frei, gemäß ihren V   orstellungen. Nachhaltig beeinflusste sie das Frauenbild der Zeit. Chanel griff die Impulse der Moderne auf. Ihrem lang anhaltenden Einfluss ist es zu verdanken, dass modische Kleidung schlichter und ungezwungener wurde.

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1914– 1930 A rt déco Und di e w i lde n 19 2 0 e r-Jah re

Schneiderkostüme 1914–1918 Die Form folgt der Funktion

Der Kriegsausbruch 1914 machte Frauen in Europa am Arbeitsplatz unentbehrlich.Viele kamen nun mit praktischer Kleidung in Berührung und auch die Mode musste dem gerecht werden. Frauen ersetzten Männer in Fabriken, auf den Feldern und im öffentlichen Transportwesen. Die Industriearbeit machte den Overall erforderlich, junge Frauen auf dem Land trugen Kniehosen und Wickelgamaschen, Busfahrerinnen knöchellange Röcke mit maskulin geschnittenen Jacken. Mit den Röcken wurden auch lange Tuniken kombiniert, die zuweilen ohne Rock getragen wurden.

Krankenschwestern, frühes 20. Jh.

Der Krieg ließ soziale Unterschiede verschwimmen – manche profitierten von zunehmenden Freiheiten, andere von mehr Kaufkraft. Hatten die Frauen sich der Uniform oder der androgynen Fabrikkleidung entledigt, genossen sie die neue feminine Linie. Das Unterhaltungsangebot, das von den Gräueln der Front ablenken sollte, war vielfältig und jede Gelegenheit verlangte nach der passenden Garderobe.

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Jersey-Kostüme, Chanel, 1917

Inspiriert durch Schnitte und funktionale Stoffe aus der Herrenbekleidung, begann Chanel 1916, Jersey für ihre Entwürfe zu verwenden. Zu dieser Zeit baute sie gerade ihr Atelier auf und achtete daher auf die Kosten. Jersey war erschwinglich und eignete sich für die klaren Linien ihrer Entwürfe. Diese Innovation entsprach der durch den Krieg auferlegten Sparsamkeit und Zweckmäßigkeit.

„Extravagante Kleidung in Kriegszeiten ist nicht nur schlechter Stil: Sie ist unpatriotisch.“ Werbeplakat der Kampagne für Kriegsanleihen und Spareinlagen, GROSSBRITANNIEN, 1916


Abendkleid, Fasslinie,

Schneiderentwurf mit militärischen

ca. 1916/17

Details, Lucile, frühes 20. Jh.

Während des Krieges konnten Frauen sich offen mit ihren Freunden zeigen, für die der Fronturlaub etwas Zerstreuung bedeutete. In der Mode kehrte man zur femininen Form zurück, was die romantische „Kriegskrinoline“ mit betonten Hüften, ausgestelltem Rock und kürzerem Saum belegt. Sie kam 1915 auf und setzte sich in der Tages- und Abendmode durch. Da der Stoffbedarf sehr hoch war, entwickelte sich daraus 1917 die Fasslinie, die sich zum Saum hin verjüngte.

Der Patriotismus während des Krieges wirkte sich auch auf die Haute Couture aus. Frauen machten sich während des Krieges nützlich. Auch Frauen, die sich lieber wohltätig engagierten, als einen Krankenwagen zu fahren, trugen Kostüme mit militärischen Elementen. Lucile, bekannt für ihren romantischen Stil, entwarf dieses glamouröse, von einer Offiziersuniform inspirierte Kostüm.

Gabardinekostüm, England, 1919

Die Beschlagnahmung der Bekleidungsindustrie durch die britische Regierung führte zu einer erheblichen Verbesserung der Fertigungsprozesse. Nach dem Krieg wurde versucht, eine nationale Einheitskleidung herzustellen. Sie war als Vielzweck-Bekleidung geplant, die die heimische Produktion auf ein Minimum reduzieren sollte. Gabardine, ein 1888 von Thomas Burberry für Oberbekleidung entwickelter Stoff aus Wollkammgarn, erfüllte die Ansprüche der zweckmäßigen Frauenkleidung der Kriegsjahre.

MODISCHE ELEMENTE

• Glockenförmige Röcke • Hohe Uniformkragen • Hüte im militärischen Stil • Schleifenkrawatten • Hohe Schnürstiefel


1914– 1930 A rt déco Und di e w i lde n 19 2 0 e r-Jah re

Jeanne Lanvin 1867–1946 Jeanne Lanvin, das älteste von elf Kindern, ging mit 16 Jahren zunächst bei einer Hutmacherin, dann in einem Schneideratelier in Paris in die Lehre. 1889 eröffnete sie ihr eigenes Hutgeschäft in der Rue du Faubourg SaintHonoré. 1895 heiratete Lanvin den italienischen Grafen Emilio di Pietro. Zwei Jahre später wurde die gemeinsame Tochter Marguerite geboren. Die Scheidung vom Grafen 1903 zwang Lanvin, sich auf ihre unternehmerischen Fähigkeiten zu besinnen. Als Freundinnen und Kundinnen den Kleidern, die sie für ihre jüngere Schwester und ihre Tochter schneiderte, verstärkt Beachtung schenkten, begann sie, solche Mädchenkleidung in ihrem Geschäft zu verkaufen. Schließlich entwarf sie auch Kleider für die Mütter. Ensembles für Mutter und Tochter wurden zu ihrem Markenzeichen. Lanvin war derart erfolgreich, dass sie mit ihrem Unternehmen 1909 dem Syndicat de la Couture beitrat. Ihr erster Beitrag zur Haute Couture war das Stilkleid, das sich tailliert und mit weitem Rock an der Linienführung des 18. Jh. orientierte. Es entsprach dem Wunsch nach romantischer Weiblichkeit, den die Frauen durch die kriegsbedingte Abwesenheit von Ehemännern und Liebhabern verspürten. Das Stil90

Geboren

1867 in Paris Anspruch

Die Romantik in der Frauenbekleidung beizubehalten und dabei dennoch ein erfolgreiches Geschäftsmodell aufzubauen

kleid wurde so beliebt, dass es bis in die 1920er-Jahre die Alternative zum Hängerkleid blieb. Nach dem Krieg – Jeanne Lanvin war nun 51 – verspürte sie nicht das Bedürfnis, die modischen Erwartungen der Flapper zu erfüllen. Das Stilkleid entwickelte sich zum „Bilderkleid“, einer romantisierenden Interpretation viktorianischer Vorbilder. Üppige Posamenterie, Stickerei und Perlenstickerei in frischen Farben sollten zu Lanvins Markenzeichen werden. Als die gerade Silhouette stilbildend für die Mode wurde, setzte Lanvin die Taille nach unten, stellte die Röcke ab der Hüfte aus und behielt den romantischen, fließenden Stil ihrer „Bilderkleider“ bei. Während der 20er- und 30erJahre trug sie dem Wunsch nach Nostalgie Rechnung, der auch im chromblitzenden Maschinenzeitalter zu finden war. Frauen, die auffällige, theatralische Kleidung liebten – wie der Bühnenstar Yvonne Printemps –, trugen Lanvins Modelle. Lanvin war sehr innovativ. So kreierte sie vor dem Krieg eine Innovation des Hemdkleides. Das Hemdkleid, das möglicherweise durch den einfachen Schnitt der Entwürfe Poirets angeregt war, wurde zum Vorläufer der eckig geschnittenen Silhouette der 20er-Jahre und beeinflusste Chanel stark. Es war ursprünglich als Mädchenkleid gedacht,


„Wenn ich nichts sage, heißt das, dass ich einverstanden bin!“ Jeanne lanvin

wurde jedoch so beliebt, dass Lanvin auch Erwachsenenmodelle produzierte. Das Kleid markierte eine Wende in der Modewelt. Die knabenhafte Silhouette der 20er-Jahre-Kleider ließ sich leicht zu Hause selbst schneidern und auch wohlhabende junge Frauen verloren das Interesse an den aufwendigen Kreationen der Grands Couturiers. Chanels klarer Stil wurde zum Dernier Cri. Lanvin ließ sich durch den Orienta  orkriegszeit inspirieren: Sie lismus der V entwarf luxuriöse Abendgarderobe, exotische Kreationen aus Samt und Seide, die in den folgenden Jahrzehnten ihren Stil prägen sollten. Als kluge Geschäftsfrau gelang es ihr, das Modehaus Lanvin fest zu etablieren. Sie selbst bezeichnete sich als die Erneuerin des Modedesigns der Nachkriegszeit. 1923 verfügte sie über eine eigene Färberei zur Herstellung der für sie so wichtigen floralen Farbtöne. 1924 expandierte sie ins Parfümgeschäft, eröffnete 1926 ihre erste Abteilung für Herrenkleidung, der Abteilungen für Heimtextilien und Inneneinrichtung, Pelze und Lingerie folgten. Den romantischen Stil Lanvins erkennt man an den ausschwingenden Röcken – in den 1930er-Jahren ein Markenzeichen des Hauses. Nach dem Tode Jeanne Lanvins 1946 führte ihre Tochter Marguerite die Firma fort. Lanvins „New Look“-Entwürfe der Nachkriegszeit blieben der schlanken Taille und dem weiten Rock des originalen Stilkleids treu.


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Das Tenniskleid 1919–1929 Sportbekleidung nach dem Krieg

Sportbekleidung veränderte die Mode im 20. Jh. maßgeblich. Besonders der Erfolg der französischen Tennisspielerin Suzanne Lenglen beeinflusste diese Entwicklung. Nach den entbehrungsreichen Kriegsjahren bestimmten wirtschaftlicher Aufschwung, Konsum und Freizeit das Leben in den 20ern. Geprägt von den gesellschaftlichen Veränderungen jener Zeit, erwarteten junge Frauen mehr Gleichberechtigung. Sie waren aktiver und benötigten für ihre sportlichen Aktivitäten die geeignete Kleidung. Die in diesen Jahren moderne, schlanke GarçonneSilhouette erforderte körperliches Training. Schöne Körper wurden geschätzt und man zeigte davon mehr denn je.

Sportbekleidung, Molyneux, 1924

Nicht nur die Couturiers ließen sich vom Lenglen-Effekt inspirieren, sondern das gesamte Bekleidungsgewerbe. Kurzärmelige, einteilige Kleider, Sweater und Faltenröcke brachten frischen Wind auf den Tennisplatz und verbesserten das Spiel erheblich. Als Trendsetterin verlieh Suzanne Lenglen dem Tennissport einen Hauch von Glamour und ihre Art, sich zu kleiden, wirkte stilbildend für Mode und Sportbekleidung.

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Suzanne Lenglen, 1921

Suzanne Lenglen dominierte in Wimbledon von 1919 bis 1926. In dieser Zeit passte sie die Tenniskleidung ihren Bedürfnissen an. Anstelle von Bluse mit Krawatte, langem Rock und Korsett trug sie speziell für sie von Jean Patou entworfene Kleidung, die zu ihrem Markenzeichen wurde. Auch das Stirnband, das sie statt eines Hutes trug, wurde sofort nachgeahmt.

MODISCHE ELEMENTE

• Le Coin des Sports, Jean Patous Sportbekleidungssalon • „Norweger-Anzug“ für den Wintersport mit knöchellanger Knickerbocker aus Wollstoff • Beim Schwimmen um den Hals getragener Ring, der das Make-up schützte • Oberschenkellange Badeanzüge • Gymnastik-Knickerbockerhose


D as Te nniskle id 1919 –1929

Einteilige Badeanzüge, 1920er-Jahre

Bei der Strandmanie der 20er ging es mehr um Sonnenanbetung und „Gesehen-Werden“ als um Gesundheit. Chanel propagierte gebräunte Haut als modisch. Wassersportarten wurden populär, Badeanzüge wurden körperbetonter und leichter, man zeigte mehr Haut. 1920 produzierte Jantzen in Amerika den ersten elastischen Einteiler aus Trikot und bald wurde das Herstellungsverfahren von der Modeindustrie übernommen.

Tenniskleid, 1926

Im 19. Jh. bereits für Unterwäsche verwendet, wurde Leinen mit Beginn des 20. Jh. zum bevorzugten Material für Sommerkleidung. Der Stoff erlaubte der Haut zu atmen und entsprach den Anforderungen der Freizeitaktivitäten. Das abgebildete Kleid wurde von einer Miss Hepburne-Scott in Schottland gefertigt. Aufgrund von einfachen Linien und kontrastierenden Farben ist es funktional und gleichzeitig modisch. Es ist ärmellos, hat Falten und einen Kastenausschnitt. Die geometrisch geformten Verzierungen lassen den Art-déco-Einfluss erkennen.

Golf als Hobby, Werbeposter, USA, 1923

„Frauen müssen in ein Auto einsteigen können, ohne dass die Nähte aufplatzen! Kleider brauchen eine natürliche Form.“

Während des Ersten Weltkriegs entwickelte sich Golf vom Spiel der Elite zu einer bei der breiten Masse beliebten Sportart und war bei Männern und Frauen geschätzt. Pullover und Strickjacke gelangten über das Golfspiel ab 1920 auch in die Freizeitmode. Es war wohl Edward, der Prince of Wales, der wildlederne Oxford-Golfschuhe, Plusfour-Knickerbocker und Socken mit Rautenmuster in den USA populär machte.

Coco chanel

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CHRONOLOGISCHER LAUFSTEG

Der Mann in den 1920ern Der Stil der Stars

Unter den bewundernden Blicken des Publikums wurden die Stars der Unterhaltungsära zu Stilikonen. In zahlreichen Magazinen wie Photoplay konnte ihr Lebenswandel und ihre Garderobe unter die Lupe genommen werden. Ein weltmännischer Douglas Fairbanks war neben Mary Pickford zu sehen und beim Anblick des schönen Rudolph Valentinos fielen die Frauen reihenweise in Ohnmacht. Was stilsicheren Geschmack und ein elegantes Äußeres anging, so eiferten viele junge Männer Noël Coward und Fred Astaire nach, der mit seiner Schwester Adele am Broadway tanzte.

Brillantine

Hosen mit Aufschlag

Ein sehr kurzer Männerhaarschnitt war in Europa und den USA modern. Das Deckhaar wurde mit Haartonikum, Brillantine oder, wie in Amerika, mit einem Produkt namens „Murray’s Superior Pomade“ glatt nach hinten gekämmt. Der extrem kurze Bubikopf für die Dame entstand nach dem Vorbild dieses Schnitts – Androgynie entsprach dem Zeitgeist.

Die Hosen des konservativen Anzugs waren gerade und schmal geschnitten. Mitte des Jahrzehnts kamen sehr weite Oxfordhosen auf, so genannt nach den Hosen, die die Oxford-Studenten beim Rudern über den Shorts trugen. Die Hosenbeine wurden bald extrem weit geschnitten, sodass sie um das Bein flatterten. Generell wurde die Hose weiter und man trug sie mit Aufschlag.

Anzugjacke

Während der frühen 20erJahre war der konservative Anzug mit hoch taillierter, kurzer Jacke und schmalen Schultern in Mode und für einige Zeit auch der Jazzanzug mit übertrieben schmaler Silhouette. Um 1925 wurden die Schultern kantiger, die Jacke gerader und die Ärmel fließender. Die Revers wurden breiter und zweireihige Jacketts kamen in Mode, als die Herren keine Westen mehr trugen.

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Einstecktuch

Das Einstecktuch ist ein gefaltetes, in der Brusttasche des Jacketts getragenes Taschentuch. Um 1920 hatte es sich zum Modeaccessoire entwickelt. Herren trugen ein zweites, rein funktionales Taschentuch in der Hosentasche. Das Tuch konnte auf verschiedene Arten zusammengelegt werden: von der konservativen Dreiecks- bis hin zur Bauschfaltung. Bei der Astaire-Falttechnik handelt es sich um eine Pufffaltung.


Elegante Silhouette

In den 20ern wurde die Mode besonders vom Tanzen beeinflusst. In Herren- und Damenmode spielte Bewegungsfreiheit eine wichtige Rolle. Auch die zunehmende Popularität des Sports, sich lockernde Umgangsformen und mehr Freizeit trugen zu weiter geschnittenen Hosenbeinen und Jacketts bei. Nachmittagstanztees wurden zu einer entspannten Angelegenheit.

Fred und Adele Astaire in Stop Flirting, 1923

In der Stummfilmzeit waren Theater und Musikrevuen gleichermaßen beliebt. Man war versessen auf Musik und Tanz: Das Geschehen am Broadway und im Londoner Westend wurde zu einem Teil der Volkskultur. Fred Astaire und seine Schwester Adele waren führende Bühnengrößen, sicherlich auch aufgrund der V   erbindung zu den Komponisten George und Ira Gershwin.


1914– 1930 A rt déco Und di e w i lde n 19 2 0 e r-Jah re

Kubistischer Druck 1922–1929 Avantgarde-Kunst und -Design

Hatte Paul Poiret sich ursprünglich vom Orientalismus inspirieren lassen, so prägten nun die Kunstströmungen des frühen 20. Jh. Mode und Textilien. Der expressionistische Fauvismus beeinflusste Poirets Farbpalette und Poiret arbeitete mit dem Künstler Raoul Dufy zusammen, der für ihn Stoffe entwarf. Auch die Künstlerin und Textildesignerin Sonia Delaunay ließ sich durch den Fauvismus und – was Form und Komposition betraf – durch den von Picasso und Braque entwickelten Kubismus inspirieren. 1925 nahm Delaunay an der Exposition Internationale des Arts Décoratifs et Industriels Modernes in Paris teil. Diese Ausstellung ließ die Öffentlichkeit auf ein Design aufmerksam werden, das bald allgegenwärtig sein sollte.

MODISCHE ELEMENTE

• Textilentwicklungen der russischen Konstruktivisten • „Antineutrale“ Kleidung der italienischen Futuristen • Vionnet-Logo von Thayaht • Raoul Dufys Stoffentwürfe für Poiret • Abstrakter Flakon für Chanel N° 5 • Bauhaus-Schmuck

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Kreisförmiger Umhang von Vionnet, kubistische Darstellung, Thayaht, 1922

Werbekunst wie Modezeichnungen sorgten dafür, dass die Kunstströmungen von einer breiteren Öffentlichkeit wahrgenommen wurden. Schon früh hatte sich Madeleine Vionnet für den Kubismus interessiert und geometrische Formen in ihre Entwürfe einfließen lassen. Sie hatte zwar mit zwölf Jahren die Schule verlassen, erzielte aber aufgrund ihres mathematischen Talents große technische Fortschritte im Schnittentwurf.

Bestickte Tasche, Hilde Wagner-Ascher, 1925

Diese Tasche aus besticktem Stoff wurde von der Wiener Designerin Hilde Wagner-Ascher gefertigt, einer Studentin Josef Hoffmanns, des Gründungsmitglieds der Textilwerkstätten innerhalb der Wiener Werkstätte. Der Entwurf mit seinen geometrischen Formen und massiven Farbblöcken ist typisch für den Wiener Stil. Es lassen sich aber auch Parallelen zu Sonia Delaunays Werk ziehen.


Kubistisch e r D ruck 1922 –1929

Die Schriftstellerin Nancy Cunard in einer Kreation von Sonia Delaunay, ca. 1925

Der Entwurfsstil des Ehepaars Sonia und Robert Delaunay wurde von dem Dichter Guillaume Apollinaire als Orphismus bezeichnet. Gemeinsam mit dem Dadaisten Tristan Tzara arbeitete Delaunay an ihrem „Simultankleid“, einer Verbindung von Mode, Kunst und Poesie. Delaunays Mode- und Textilstudio war überaus erfolgreich.Viele Hollywoodstars gehörten zu ihren Kundinnen und ihr Stil wurde häufig nachgeahmt.

„Wer die Beziehungen, die Kontraste und Dissonanzen zwischen Farben und den Einfluss einer Farbe auf die andere kennt, verfügt über eine unendlich vielfältige Bildsprache.“ Sonia DelaunAy Londoner U-Bahn-Plakat, 1924

Die leuchtenden Farbblöcke und stilisierten Linien des Art déco waren charakteristisch für die Zeit. Vor der Pariser Ausstellung 1925 war es der Jazz, der die Kunst und die Welt der Nachtklubs verband. Im Art déco fanden Enthusiasmus, Optimismus und Lebendigkeit des Jahrzehnts ihren Niederschlag.

Kubistischer Kleiderstoff, Chanel, 1928

Modeillustration, 1927

Die für Coco Chanel typischen Seiden- und WollJerseys wurden in der Fabrik Tricot Chanel in Asnières-sur-Seine hergestellt. Die Stoffe wurden häufig als Mantelfutter verwendet, passend zu Kleidern aus dem gleichen Stoff. Chanel, bekannt als Perfektionistin, hatte gern den gesamten Prozess, vom Entwurf bis zur Produktion, unter Kontrolle. 1929 wurde die Fabrik nach einer Produkterweiterung um Webstoffe in Tissus Chanel umbenannt.

Das Interesse an dekorativer Kunst als Medium im frühen 20. Jh. sorgte für einen regen Austausch zwischen Modeschöpfern und Künstlern. Poirets von den Fauvisten inspirierte, lebhafte Farbpalette und die Pochoir-Drucktechnik der Modeillustrationen ließen die Idee aufkommen, Kleiderstoff als Träger für Druckmotive zu verwenden.


1914– 1930 A rt déco Und di e w i lde n 19 2 0 e r-Jah re

Coco Chanel 1883–1971 Coco Chanel, geboren als Gabrielle Bonheur Chanel, verbreitete über ihre Jugend teilweise widersprüchliche Details. 1883 im französischen Saumur in eine verarmte Familie hineingeboren, wuchs sie wahrscheinlich in einem Waisenhaus auf. Vor dem Ersten Weltkrieg richtete Chanels Geliebter, Etienne Balsan, ihr ein Hutatelier ein. Er stellte sie dem englischen Kohlemagnaten Boy Capel vor, in den sie sich verliebte. Capel gab ihr das Geld für ein Hutgeschäft im mondänen Badeort Deauville in der Normandie. Chanel fiel auf. Ihr Geschmack unterschied sich von allem, was Frauen bisher kannten. Burschikos räumte sie mit dem Firlefanz der Belle Époque auf und entwarf sehr schlichte, schicke Hutmode.

In den 60ern galt ein Chanel-Kostüm aus LintonTweed oder Wollbouclé als Zeichen gepflegter Eleganz. Zum klassischen Kostüm gehören Goldknöpfe mit Doppel-C-Logo auf einer kragenlosen Jacke, gefüttert mit kontrastfarbener Seide.

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Geboren

1883 in Saumur Anspruch

Frauenkleidung durch Eleganz zu vereinfachen

Chanel wurde zum Vorbild. Sie nahm Herrenpullover in ihr Sortiment auf, nachdem sie einmal zufällig einen Herrenpullover übergezogen und eine Sensation verursacht hatte. Sie ließ sich von Herren-, Sport- und Arbeitskleidung inspirieren und trug Oberteile mit bretonischem Streifendessin. Als ganz Deauville diesen Trend aufnahm, entwickelte sie die für sie charakteristische Farbkombination Marineblau/ Weiß. Chanel eröffnete ein Modegeschäft in Paris und begann, die Silhouette zu vereinfachen, damit sie ihrem anspruchsvollen Geschmack entsprach: Sie verzichtete auf Verzierungen und verwendete leichtere Stoffe. Wie schon Poiret entwarf sie Kleider ohne Korsett. Sie griff die geraden Linien des LanvinHemdkleides auf und verarbeitete ihre revolutionären, einfarbigen Jerseystoffe in Marineblau oder Creme. Zu Beginn des Krieges schloss sie das Geschäft, kehrte aber 1919 zurück, um ein Couture-Haus zu eröffnen. Als Tageskleidung entwarf sie bequeme und legere Cardigan-Kostüme mit aufgesetzten Taschen und Faltenröcken aus weichen Tweedstoffen, die, so Paul Poiret et-


Coco Chane l 1883 – 1971

was bitter, den Eindruck von „luxuriöser Armut“ vermittelten. Als Abendkleidung entwarf Chanel das „kleine Schwarze“, ein Kleidungsstück, von dem sie sagte, es sei in seiner perfekten Einfachheit so schick, dass nur sie es habe entwerfen können. Chanels Arroganz war legendär. Ihrer Meinung nach verkörperte sie die Mode. Andere Couturiers wurden gönnerhaft geduldet, gehasst (Patou) oder ignoriert (Schiaparelli). Da sie von Natur aus eine Garçonne-Figur hatte, erkor Chanel diese zur einzig gültigen Silhouette für moderne Kleidung. Sie „erfand“ den gebräunten Teint und widmete sich den verschiedensten Themen: U-Boot-Ausschnitt, Slingpumps, Two-Tone-Optik, Pullover und Perlen, Blazer, Kurzmantel, Canotier und Baskenmütze, blütenweiße Blusen unter Matrosenanzügen, Bademoden, Beige, Modeschmuck, Taschen mit Goldketten, die alle Kultstatus erlangten. Typisch für Chanel war die legere, sportliche Kleidung. Der klare Schnitt war jedoch so perfekt, dass ihre Entwürfe zum Inbegriff der Eleganz wurden. Es gab keine aufwendigen Verzierungen: Die Goldknöpfe hatten eine Funktion und die Borte schuf einen zusätzlichen Kontrast. Die polnische Pianistin Misia Sert, eine Freundin Chanels, führte in Paris

einen Künstlersalon und stellte sie Djagilew – für den sie 1924 die Kostüme für das Ballet Le Train Bleu entwarf –, Picasso, Cocteau und Paul Iribe vor, der ihr Geliebter wurde. Einflussreichere Liebhaber folgten: Großfürst Dmitri von Russland und der Herzog von Westminster. 1931 unterschrieb sie einen Kostümvertrag mit Metro-GoldwynMayer. Nach drei Filmen, u. a. Tonight or Never mit Gloria Swanson, beendete sie die Zusammenarbeit aus reiner Langeweile. Chanel N° 5, das 1921 herauskam, wurde zum Inbegriff der „luxuriösen Einfachheit“ und begründete den Erfolg der Marke. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 1939 musste das Modehaus Chanel schließen. Cocos Liaison mit einem deutschen Offizier machte sie bei den Franzosen unbeliebt und führte sie schließlich ins Exil. 1954 eröffnete sie ihr Modehaus in der Rue Cambon wieder und in den 1960er-Jahren war sie als Altmeisterin der Haute Couture wieder etabliert.

Chanel N° 5 war das erste nach einem Designer benannte Parfüm. Es gab minimale Änderungen am Markendesign, aber das Parfüm gilt noch heute, fast ein Jahrhundert später, als Synonym für Luxus.

„Zwei Dinge sollte eine junge Frau haben: Klasse und Fantasie.“ Coco Chanel

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1914– 1930 A rt déco Und di e w i lde n 19 2 0 e r-Jah re

CHRONOLOGISCHER LAUFSTEG

Die Frau in den 1920ern Die selbstsichere Frau

Die meisten Frauen konnten Familie und Arbeitsplatz nicht für ein ausschweifendes Leben an der Côte d’Azur aufgeben. Die Vereinfachung des Kleides hielt jedoch Einzug in die Alltagsmode und der allgemeine Zeitgeist war von einem unbeschwerten Selbstbewusstsein geprägt. Die Frauen erlangten das Wahlrecht und die Nachkriegsgeneration wollte nicht mehr zurückblicken auf die Zeit der einschnürenden Korsetts und der prüden Sittsamkeit.

Kurzhaarfrisur

Der Glockenhut

Bereits 1913 trug die Showtänzerin Irene Castle eine Bobfrisur. Der Garçonne-Look der 20er verstärkte diesen Frisurentrend. Der Bob fand eine Weiterentwicklung in der leicht ondulierten Shingle-Frisur. Mit dem strengen, glatten Bubikopf fand diese Haarmode 1926 ihren Höhepunkt.

Die Cloche passte zu den glatten Frisuren und ließ vermuten, dass sich darunter ein modischer Bob versteckte. Die häufig krempenlosen Hüte der 20er umschlossen den Kopf. Zur Betonung der Augen zog man sie bis zu den Brauen hinunter. Sie behinderten die Sicht, daher wurde der in den Nacken gelegte Kopf  Teil der stilisierten Haltung der Zeit.

Nackte Schultern

Spangenschuhe

Die von Chanel eingeführte ärmellose Tages- und Abendkleidung betonte die knabenhafte Silhouette. Auch andere Modeschöpfer zeigten mehr Haut und entwarfen kurze Ärmel, Zipfelröcke und um die Schultern gebundene Schals. Schwarze Strümpfe wurden bald durch hautfarbene ersetzt, um das Bein nackt erscheinen zu lassen.

Der mädchenhaft anmutende Spangenschuh wurde mit einem oder mehreren Riemen über dem Spann geschlossen. Der niedrige Block- oder französische Absatz ermöglichte einen schnellen und leichten Gang. Wadenlange Röcke lenkten die Aufmerksamkeit auf die Schuhe, sodass man sie als Accessoire passend zum Outfit auswählte. Chanel entwarf zweifarbige Schuhe und nahm Bezug auf das Spiel mit kontrastierenden Farben in ihrer Mode.

Knabenhafte Silhouette

In den 1920ern waren Röcke überwiegend wadenlang. Nur in der Mitte des Jahrzehnts entsprachen sich die normale und die von den Flappern bevorzugte Rocklänge. Die Silhouette war allgemein stilprägend. Elastische Hüfthalter flachten den Körper ab und der Büstenhalter wurde zu einem Alltagskleidungsstück.

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D ie Frau in de n 1920e rn

Die Verspieltheit der Mode, 1924

Der handkolorierte Druck „Der Schwung“ von dem französischen Grafiker Georges Barbier erschien in Falbalas & Fanfreluches, einem in den frühen 20ern in Paris veröffentlichten, illustrierten Kunst- und Modealmanach mit einer Auflage von nur 600 Exemplaren. Barbiers Illustrationen zeigen nachdrücklich den Zeitgeist der Mode einer bestimmten Epoche. Es wird deutlich, dass Illustrationen ein Produkt waren, das auf der Beziehung zwischen Kunst und Mode basierte.

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Das Charlestonkleid 1925–1929 Jazz, Jazz, Jazz

Zwar hatte der Charleston seine Wurzeln in den afroamerikanischen Gemeinden, doch bald hörte man die Musik aus Harlem überall. Ob allein oder zu zweit getanzt – mit den schnellen, frenetischen Bewegungen machte man sich in Nachtclubs wie dem Cotton Club über die strikten Prohibitionsgesetze der Vereinigten Staaten lustig. Eine neue Mode entstand, die von den modebewussten und amüsiersüchtigen Flappern schnell aufgegriffen wurde. Für den Charleston musste man klein, dünn und gelenkig sein – die statuenhafte, würdevolle Silhouette war überholt.

„Raus aus den nassen Sachen, rein in den trockenen Martini.“ Mae west

Die Pariser Sensation

Die Kabarettshow La Revue Nègre tourte vom Broadway nach London und Paris. Hier fand eine der Tänzerinnen, Josephine Baker, eine Anstellung in den Folies Bergère. Baker wirkte in ihrem paillettenbesetzten Bananenröckchen berauschend exotisch und die europäische Modewelt war von ihrer Hautfarbe bezaubert. Ihre witzigen Kostüme – häufig bestanden sie aus kaum mehr als ein paar Federn, Perlen und Glitter – waren für die Bewegung erdacht und erwachten durch ihre wilden Tänze zum Leben. Hier lag der Ursprung des Charlestonkleids.

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D as Charle stonkle id 1925–1929

MODISCHE ELEMENTE

• Die Büste zurückdrängende BHs • Hängende Taille • Pflegeprodukte von Helena Rubinstein und Elizabeth Arden • Lange Ohrringe zu glatten Frisuren • Oberarmreifen und lange Perlenketten

Androgyne Accessoires und Bubikopf, 1927

Marlene Dietrich zeigte den Frauen, wie reizvoll man in einem Herrenanzug aussehen konnte. Doch Bubikopf, Schlips und Schminke vermittelten eine eindeutige sexuelle Botschaft. Das Experiment mit der Androgynität endete für die meisten 1928, als der Roman Quell der Einsamkeit der englischen Schriftstellerin Radclyffe Hall über das Leben einer lesbischen Frau zum Gegenstand eines Verfahrens wegen Obszönität wurde.

Flapper-Schick für die französische Gesellschaft, 1928

Flapper-Kleider kamen ohne Stützfunktion aus. Selbst die Strümpfe wurden heruntergerollt oder mit Strumpfbändern gehalten, um einen Hüfthalter zu vermeiden. Die großen Couturiers konnten kaum Schritt halten. Paul Poiret war von den knappen Modellen und den einteiligen „Hemdhöschen“-Dessous der jungen Frauen überrascht. Die Couture-Häuser Doucet, Doeuillet und Drecoll schlossen.

Samtkleid mit Goldperlenstickerei, Voisin, ca. 1925

Das Flapper-Gesicht, 1920er-Jahre

Der Kinofilm führte zu einem lockereren Umgang mit Kosmetika. Max Factor vertrieb in den 20ern eine Kosmetikserie für die Frau und zum ersten Mal verwendete man außerhalb des Theaters den Begriff „Make-up“. Jetzt könne jede Frau aussehen wie ein Filmstar, versprach die Werbung. Die im Amorbogen geschminkten Lippen des „It-Girls“ Clara Bow und Louise Brooks perfekter Bubikopf wurden überall nachgeahmt.

Der Charleston erforderte möglichst große Beinfreiheit. Daher trugen die Flapper wesentlich kürzere Kleider. Um sie länger erscheinen zu lassen, hatten die Röcke Fransen oder Bänder und entsprachen dem modischen Röhrenlook, der jede Bewegung zuließ. Zum Shimmy trug man Kleider, die aus mehreren Lagen Fransen bestanden, welche bei den Schüttelbewegungen der Trägerin mitschwangen.

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Register A Adidas 109, 222, 245, 255 Adrian 112–113, 117, 275 „Aesthetic Movement” 60, 68 Air Max (Sportschuh) 255 Alaïa, Azzedine 225 All Stars (Basketballschuhe) 254 Amies, Hardy 131–133, 149, 274–275 Andrews Sisters 128, 143 Androgynie 88, 94, 103, 180, 194, 196, 207, 212, 230, 232–233, 252 Ant, Adam 231 Antimode 222, 248–249 Antwerp Six 256–257, 277 Anzug 58, 94, 141–142, 166, 188, 195, 226 Armani, Giorgio 203, 226–228, 238–239, 251, 276 Ärmelformen 15–16, 20–23, 34 Ärmelloses Kleid (Yamamoto) 240 Art déco 87, 93, 97, 109, 113, 121, 206–208, 236 Arts-and-Crafts-Bewegung 68–69, 79 Ashley, Laura 211 Astaire, Fred 94–95, 120 Atkinson, Nigel 243 Augen-Make-up 46, 154, 180 Augustabernard 111 Ausgestellter Rock 114 Ayton, Sylvia 178, 189, 197 B Babydollkleid 180 Badeanzüge siehe Bademode Bademode 93, 99, 114, 162–163, 186, 252 siehe auch Bikini „Bags” 215 „Baguette“ (Tasche von Fendi) 262 Baker, Josephine 102 Bakst, Léon 77–78, 83 Balenciaga, Cristóbal 148, 151, 156–159, 182, 187, 275–276 Ballets Russes 77–78, 83, 275, 278 Ballonrock 159–160, 243 Balmain, Pierre 148, 150, 160, 277 Banks, Jeff 220 Barbarella 185 „Bar-Kostüm“ 148 Bartley, Luella 262 Basecaps 244 Baskenmütze 99, 198, 221 Bates, John 174, 178–179, 184, 218

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Bazaar 158, 174–177, 275 Beatgeneration/Beatniks 169, 192 Beckham,Victoria 262, 277 Beene, Geoffrey 206, 219, 241 Belle de Jour – Schöne des Tages 192 Berthe 54 Biba/Big Biba 174, 198–199, 206, 266–267, 277 Bikini 162–163, 253 Bilderkleid 90 Birkin Bag 262 Birkin, Jane 195, 262 Birtwell, Celia 178–179, 208–209 Blahnik, Manolo 204, 207, 260 Blazer 74, 203, 278 Blazer, gestreifter 74 Bleistiftrock 159 Blige, Mary J. 258 Bloomers 36–37, 71, 275 Bob (Frisur) 100, 180 Body 179, 183, 185–186, 188, 224–225, 247 Bon Marché, Paris 55 Bonaparte, Joséphine 7, 12, 16–17, 52, 275 Bondage 230–231, 253 Bonnie und Clyde 198, 207, 221 Börsenkrach 87, 108, 274 Boucheron 56–57 Bourdin, Guy 218 Bowery, Leigh 236 Bowie, David 212, 276–277 Bowler 40, 59 Bowler, Thomas und William 40 Boy George 233 Braune Schuhe 75 Brautkleid 21, 33, 204 Brillantine 94 Brillen 154, 185, 267 „Brothel creepers“ 223 Brown, Sheilagh 224 Brummell, George „Beau“ 13, 24–27, 275 Brutus Jeans 223 Bubikopf (Frisur) 94, 100, 103, 175–176 Buffalo Suit 232–233 Bumster siehe Hüfthose Burberry 89, 259, 277 Bündchen, Gisele 259 Büstenhalter (BH) 100, 151, 154, 253 Byrne, Kiki 175

C Campbell, Naomi 229, 246–247 Canotier 70, 74, 99 Cape 18, 187 Cardigan-Kostüm 98 Cardin, Pierre 147, 185, 187, 252 Carnaby Street 147, 166, 172, 179, 190 Carnegie, Hattie 138–139 Cashin, Bonnie 139 Cassini, Oleg 174 Chalayan, Hussein 264 Chambre Syndicale de la Haute Couture Parisienne 51, 136, 146–147, 157, 219, 253, 274 Chanel, Gabrielle „Coco“ 77, 87–88, 90–91, 97–100, 123, 150, 160, 275 Divenkleid 113 Jersey 88, 97–98, 275 Kleine Schwarze, das 99, 146, 160–161 Logo 87, 98, 258 Parfüm 99 Sonnenbräune 93, 99 Zweireihiges Kostüm 111 Chaplin, Charlie 41 Charlestonkleid 102–103 Chelsea Cobbler 204 Chemise 14, 16, 18 Choo, Jimmy 260 Christensen, Helena 246–247 Clark, Ray „Ossie“ 175, 178–179, 203–204, 206, 208–209, 213, 277 Clubkultur, Clubwear 224–225, 236, 242–243, 252 Cobain, Kurt 249 Cocktailkleid 160, 278 siehe auch kleines Schwarzes Coke, William 40 Collins, Joan 218, 239 Comme des Garçons 230, 240 Conceptual Chic 231 Converse (Sportschuhe) 169, 222, 254 Cool Britannia 236 Cordanzug 188 Cosmos (Unisex-Kollektion) 185 Courrèges, André 178, 182–184, 187, 276 Coward, Noël 94, 120–121 Crawford, Cindy 246–247 Creed, Henry 42–43, 110, 275 Crolla, Scott 243

Culture Club 233 Cutler and Gross 267 D Dalí, Salvador 118, 122–125, 274–275 Dandy 13, 24–27, 38, 42, 166, 190, 243 Day, Corinne 248 Day, Lucienne 146 De Havilland, Terry 213 De Meyer, Adolphe 9, 113 De Villeneuve, Justin 194 Deacon, Giles 264, 266 Dean, James 169 Dekadenz 64, 72 Dekonstruktivismus 256–257, 277 Delaunay, Sonia 96–97 Delphos-Robe 79 Demeulemeester, Ann 256, 277 Denim siehe Jeans Derby (Hut) 41, 59 Deyn, Agyness 263 Diadem 16, 80 Diana, Prinzessin von Wales 250 Dietrich, Marlene 103, 105, 117, 120 Digitale Bildverarbeitung 271 Dior, Christian 132, 146–152, 157–158, 164, 192, 276 Ligne Corolle (New Look), 132, 148, 150, 152, 160, 275 Logo 259 New Look 91, 123, 132, 146–/152 Directoire-Kleid 80–81 Disco 224–225 Divenkleid 112–114 „Dolly-Varden-Kleid” 66 Doppelrock 220 Doucet, Jacques 76–77, 81–83, 103–104 Duncan, Isadora 76, 79, 104, 122 E „Edelweiß-Smocking“ (Smokstickerei) 243 Einreihiger Anzug, Einreiher 141 Einstecktuch 94 Elasthan 163, 182, 222, 224–225 Elbaz, Alber 193, 264 Ellis, Perry 249 Empirekleid, -Stil 14–16, 275, 278 Eno, Brian 212


Re g iste r

Erster Weltkrieg 86–89, 274 Ethische Fragen 9, 270 Etuikleid 160, 174–175 Eugénie, Kaiserin 31, 42, 46–47, 50–53 Evangelista, Linda 246 Exposition Internationale des Arts Décoratifs et Industriels Modernes 96, 274 F „Fabiola“ (Tageskleid) 72 Fächer 61 Falize, Alexis 47, 56 Färbemittel 23, 49, 69, 79, 91 Fassett, Kaffe 211 Fasslinie 89, 156 Fath, Jacques 136, 148, 150, 159 Favell, Heather 223 Federica 163 Fedora 141 Ferngesteuertes Kleid 264 Ferré, Gianfranco 239, 242 Ferretti, Alberta 239, 261 Festival of Britain 146, 154 Field, Patricia 260–261 Film 103, 108, 112–114, 116–117, 125, 133, 139, 141, 146–147, 154, 159, 161–162, 167–169, 172, 185, 192–193, 198, 206, 214, 220–222, 226, 238, 252–253, 261, 268 Fiorucci, Elio 207, 225 Fish, Michael 188, 190 Flanell 75, 175, 249, 278 Flapper 100, 102–103 Fledermausärmeln, Kleid mit 217 Fluss ohne Wiederkehr 168 Foale & Tuffin 175, 178–179, 194, 277 Folklorestil 204, 210–211 Fonda, Jane 185 Ford, Tom 193, 237, 258–259, 277 Fortuny, Mariano 79, 274 Four-in-Hand-Knoten 59 Frack 25, 39, 120, 278 Französischer Absatz 80, 100 Frisuren: Damen 17, 20, 55, 80, 100, 103, 131, 180 Herren 94, 166, 226 Frowick, Roy Halston siehe Halston Frühstück bei Tiffany 146, 161 Fürstenberg, Diane von 203, 218–219

G Gabardine 89, 105, 278 „Gaiety Girl“ 70 Galanos, James 146, 194 Galliano, John 242, 251, 259, 269, 277 Garbo, Greta 105, 117 Garçonne-Figur/-Look 92, 99–100, 278 Gasmasken-Handtasche 130 Gaultier, Jean-Paul 232, 252–253, 256, 268, 276 Gazelle (Sportschuhe) 255 Geblümtes Tageskleid 152–153 Geheimnis der falschen Braut, das 193 Gehrock 38–39, 58, 279 Gernreich, Rudi 186, 188 Gervase 195 Gibb, Bill 204–205, 211, 219 „Gibson Girl“ 70–71, 82 Gigli, Romeo 242–243 Gisele Bag 262 Givenchy, Hubert de 146, 151, 157–159, 161, 164, 197, 241, 269 Glamour, Glitter 202, 206, 212–213 Glockenhut 100, 207 Goldsmith, Oliver 185 Golfmode 93 „Gotischer Stil” 20, 257 Grant, Oli „Power“ 245 Grease 222 Green, Bill 147, 166, 275 Große Gatsby, der 207 Grunge 236, 249 Gucci 226, 237, 258–259, 269 Gürtel 226 H Halston 217–218, 224 Hammelkeulenärmel 22–23 Hamnett, Katharine 233 Handschuhe 46, 73, 83, 110, 154, 160, 213, 221 Handtaschen 96, 130, 164, 262–263, 271 Harlow, Shalom 264, 268 Harry, Debbie 230, 233 Haube 20, 53, 55, 211 Hawes, Elizabeth 116, 118, 138, 275 Head, Edith 162 Hemdkleid 90, 98, 156, 159 Hepburn, Audrey 146, 159, 161, 167, 185 Hepburn, Katharine 105, 116

Hermès 253, 256, 262 Herrenröcke 252 Herz und eine Krone, ein 167 Hilfiger, Tommy 245 Hindmarch, Anya 271 Hip-Hop 244–245, 255, 258 Hippies 189, 196, 230 Hockney, David 208 Hofkleid 53 Horrockses 152, 153 Horsting,Viktor 250 Hosen mit Aufschlag 94 Hosenanzug 193–195 Hüfthose 269 Hulanicki, Barbara 174, 199, 206, 267 Humpelrock 77, 81–83, 159 Hunt, Zoë 211 Hut, Mütze und Haube: Damen 20, 34, 36, 55, 66, 70, 82, 100, 134, 136–137, 199, 267 Herren 24, 40–41, 59, 74, 120, 141, 190, 244 Hutschachtel 260 I „I’m Not A Plastic Bag“ 271 Industrialisierung 13, 30–31 Ironside, Janey 175, 204, 208 It-Bag 262–263 J Jacobs, Marc 233, 249, 263, 266, 277 Jaeger 69 James, Charles 118, 275 Japanische Modeschöpfer 202, 212, 216, 218, 230, 240–241 Japonismus 47, 60–61 siehe auch Orientalismus Jazz-Age-Revival 206–207 Jazz-Ära 86 Jeans 168–169, 214, 223, 245, 253, 259 Jersey 88, 97, 137, 177, 191, 218–219, 240, 279 John, Elton 213, 277 Johnson, Betsey 179, 184, 189 Johnson, Beverly 220, 277 Jones, Grace 217, 225, 241 Jugendstil 72, 78–79

K Kaftan 196–197, 279 Kane, Christopher 265 Karan, Donna 238–239 Karierte Hosen 38 Karl Kani 245 Kaufhaus 43, 55, 69 Kawakubo, Rei 237, 240–241 Kenzo 216, 240 Keulenärmel 22–23 Khanh, Emmanuelle 217 Kilts siehe Herrenröcke Kimono 60–61 Kinderkleidung 7, 34, 153 King, Muriel 118 Klassizismus 15, 275 Klein, Anne 146 Klein, Calvin 203, 206, 248–249, 276 Kleine Schwarze, das 99, 146, 160–161, 279 Kleine Weiße, das 182 Kniehosen 25, 26, 88, 134 Knight, Nick 269, 271, 276 Korsett 14, 20, 34, 67–68, 76, 78, 80, 98, 100, 104, 242–243, 253, 269–270, 275, 279 Gesundheitskorsett 69, 72 Guêpières 149 S-Linien-Korsett 72–73, 275 Kostüm 64, 88–89, 98, 110–111, 146–149, 155–156, 172, 174, 206 Krawatte/Halsbinde 25–27, 59, 140, 188, 190, 226 Krinolette, Halbkrinoline 51, 66–67 Krinoline 37, 46–47, 50, 53–54, 270, 274, 279 Käfigkrinoline 47–49, 67 „Kriegskrinoline“ 89 Mini-Crini (Kollektion) 229, 242 Kubistische Stoffdrucke 96–97 Künstlerkleid 68–69, 279 Kürasstaille 66 L Lachasse 132, 148 Lackschuhe 120 Lacroix, Christian 242–243 Lagenlook 220–221, 244, 249 Lagerfeld, Karl 202, 217, 242, 247, 251, 258 Lampenschirmkleid 78 Lang, Helmut 249 Lanvin, Jeanne 82, 90–91, 98

285


Register Laroche, Guy 207, 241 Lauren, Ralph 203, 206–207, 220, 239, 245 Le Bon,Yasmin 248 Lee (Jeans) 214 Lelong, Lucien 112, 134, 136, 275 Lenglen, Suzanne 92 „Le Smoking“ 193–194 Letty Lynton 112, 275 Levi’s (Jeans) 168, 214, 223 Liberty 69, 189, 205 Lock & Co., James 40, 260 Logo 258–259, 263 Lucile 73, 81–82, 89, 110 Luna, Donyale 180, 185 Lycra 163, 188, 224–225, 279

M Madame Grès 160–161, 218 Madame Suzy 136–137 Madonna 233, 242, 253, 257, 276 Mainbocher 118–119, 129, 143, 274 Make-up 17, 46, 103, 154, 180 Mannequins, Models 9, 155, 180, 259 Mantelet 53 Mantelkleid 18, 221 Margiela, Martin 256–257 Marie Antoinette 12, 14, 47, 274 Maripol 233 Massenproduktion 7, 75, 199 Maximantel 204 Maxirock 204–205 McCann, Gerald 175, 195 McCardell, Claire 138–139, 188, 238 McLaren, Malcolm 203, 222, 228, 230–232, 276, 280 McNicoll, Claire 212 McQueen, Alexander 236–237, 264–265, 268–271, 277 Melone 6, 40–41, 59, 74 Mieder 33, 53 Mieder mit Stiftelfalten 33 Miller, Nolan 239 Mini-Crini (Kollektion) 229, 242 Minikleid 178–179, 187 Minirock 6, 176, 187 Misfits – Nicht gesellschaftsfähig 168 Miss Mouse 215 Missoni, Rosita und Ottavio 204–205

286

Mit Farbe besprühtes Kleid 264, 268 Mitchell, Joni 210 Miyake, Issey 240–241 Modebildtafel 8, 35, 54, 66 Molyneux, Edward 92, 110, 129, 131, 275 Mönchskutte 199 Mondrian-Kleid 193 Monokini 186 Monroe, Marilyn 154, 165, 168 Morris, William 68–69 Morton, Digby 131–132, 275 Moschino, Franco 242 Moss, Kate 9, 248, 255, 268, 276–277 Mr Freedom 212, 223, 230, 276 MTV 236 Mugler, Thierry 221, 236, 239 Muir, Jean 43, 175, 178, 217 Myles, Trevor 223, 230 N Nachhaltigkeit 9, 270, 277 Neckholder 77, 114, 219, 222 Neoklassizismus 12, 14, 16, 274, 280 Neuer Futurismus 264–265 New Look 91, 123, 132, 146–152, 275 New Romantic 228, 231–233, 242–243 New-Age-Kollektion 248 Newton, Helmut 238 Nike 245, 255 Nina Ricci 137, 257 Norell, Norman 139, 146 Nutter, Tommy 190, 195 Nylon 154, 163, 186, 219 Nylonstrümpfe 128, 130, 134, 152, 154 O Oben-ohne-Badeanzug 186 Ohrringe 16, 103, 154 Op-Art 187, 189, 192 Orientalismus 13, 56, 72, 76, 78, 91, 151 siehe auch Japonismus Overall 185, 187–188, 221 Oxford-Golfschuhe 93 Oxfordhose 94 Oxfordschuhe 38 Ozbek, Rifat 248

P Pablo und Delia 204 Pantalettes 54 Papierkleid 179, 189, 208 Paquin, Jeanne 72, 82–83, 111 Parfüm 26, 42–43, 77, 91, 99, 123, 183, 193, 253 Pariser Hutmode 136–137 Pariser Kostüm 110–111 Patchwork 139, 204, 210 Patou, Jean 92, 99, 113, 116, 243, 252 „Peacock Revolution“ 190 Pelisse 18–19, 22 Pelze 18, 24, 78, 83, 91, 111, 160, 190, 252 Petri, Ray 232–233 Pilotto, Peter 271 Plateausohlen 202, 212–213, 229 Plato’s Atlantis (Kollektion) 270 Plättchenkleid 184 Pleats Please (Kollektion) 241 Poiret, Paul 76–78, 82, 86, 90, 96–98, 103–104, 111, 122, 275 Polkakleid 32 Pollock, Alice 178, 208 Polonaise 66, 280 Pop-Art 179, 184, 187, 208, 223 Porter, Thea 197, 204 Power Suit 226 Powerdressing 238–239 Prada 237, 254, 263, 266–267, 276 Präraffaeliten 68 Prêt-à-porter, Edelkonfektion 118, 133, 138, 192–194, 202, 207, 216–217, 219–220, 238–239, 243, 252–253, 266, 277, 280 Prinz-Albert-Gehrock 58 Prinzesskleid 67, 280 „Profil“ (Abendmantel) 125 Psychedelische Welle 188, 191 Pucci, Emilio 147, 163, 191, 196, 267 Pugh, Gareth 236, 265 Pullover 93, 98, 122, 124, 151, 169, 240 Punk 203, 228, 230–232, 280 PVC-Kleid mit Reißverschlüssen 187 Pyjama 87, 116–117, 162, 176, 215 Q Qiana 219 Quant, Mary 147, 158, 172, 174–179, 194, 275

Quilts/Steppwaren: Skelettkleid 109, 124 Steppjacke 118, 275 Quorum 178, 208–209, 224, 277 R Rabanne, Paco 184–185 Radfahren, Sportkleidung zum 71 Rapszene/Rapkultur 244, 258–259 Ray, Man 109, 122, 125 Rayne, Edward 165 Rayon 163, 219, 280 Reboux 137 Red Stripe (Sportschuhe) 254, 276 Redingote 13, 18 Reformkleid/-kostüm 36–37, 68–69, 71 Reisen 31, 64, 75, 109, 173, 193, 196 Reißverschluss 118, 123, 187, 230, 258 Retroschick 198–199 Rhodes, Zandra 178, 189, 197, 204, 215, 231 Rive Gauche 193–194, 216, 238 Robe à l’anglaise 12, 15 Roberts, Tommy 212, 223, 230 Rockschlitz 83, 114 Röhrenhose 222–223, 231 Rolling Stones 190–191 Romantik 13, 19, 22, 30, 56 Rosarote Panther, der 192 Rouff , Maggy 113, 117 Rückenfreie Kleider 114–115, 218 S Sabrina 146 Sackkleid 156–159, 280 Safari-Look 193 Saint Laurent,Yves 169, 192–194, 196, 203, 210, 216–217, 220, 238, 276 Saint Martin’s College of Art 264–266, 268 Sant’Angelo, Giorgio 188 Sassoon,Vidal 180 Saunders, Jonathan 264–265, 271 Savile Row, Maßschneiderei 38–39, 108, 121, 132, 166, 190, 195, 274, 280 Schal 18–19, 22, 34, 48, 53, 100, 136, 190, 221 Schärpe 80 Schiaparelli, Elsa 99, 109–110, 122–125, 134, 137, 197, 274, 280


Re g iste r

Schiffer, Claudia 246–247 Schlaghosen 214–215 Schleifenkrawatte 38, 68, 89 Schlupfkleid 138–139 Schmuck 16, 47, 56–57, 69, 73, 96, 99, 151–152, 154, 197, 207, 210–211, 228, 244, 258–259, 265, 268, 280 Schnittmuster 54, 65, 112, 116, 118, 152, 175, 274 Schnürschuhe 75, 120 Schottenkaro 33, 38–39, 229 Schrägschnitt 104–105, 119, 134, 251, 280 Schuhe: Damenschuh 34, 80–83, 100, 164–165, 169, 180, 204, 213, 260, 280 Französischer Absatz 80, 100 Herrenschuh 38, 75, 93, 120, 143, 166, 223 Plateausohle 202, 213, 229 Sportschuh, Turnschuh 245, 254–255 Stiletto 164–165 siehe auch Stiefel Schulterpolster 114, 142, 239 Sex and the City 260–262, 276 Silver-Studio 69 Simpson, Wallis 108, 111, 119, 161, 274 Singer-Nähmaschine 43, 47 Skelettkleid 109, 124 Smith, Patti 230, 256 Smokstickerei 69, 243, 280 Snoeren, Rolf 250–251 Snow, Carmel 148, 156 Sonnenbräune 93, 99, 114–115, 117 Sonnenbrille 117, 160, 162–163, 185, 236, 267 Spangenschuhe 100 „Speedy Bag“ 263 Spencer-Cullen, Rae 215 Sportbekleidung 71, 74–75, 92–93, 98, 108, 116, 122, 183, 217, 224, 244–245 Sportschuhe/Turnschuhe 254–255 Sprouse, Stephen 233, 263 Stadtneurotiker, der 206, 220 Stephen, John 147, 166, 190 Stewart, Kristen 254 Stiebel,Victor 115, 131, 149, 275 Stiefel 25–27, 89, 168, 180, 182, 213, 221, 224, 269

Stiletto 164–165, 280 Stilkleid 90–91 Strandmode 93, 114–117, 162–163 Straßenanzug 58–59 Studio 54 (Nachtclub) 218, 224–225, 276 Stundenglas-Silhouette 54, 71, 149, 239 Suffragetten 73, 83 Supermodels 246–248, 276 siehe auch einzelne Namen Surrealismus 109–110, 124–125, 274, 280 Süßer Fratz, ein 159 Swingstyle 142–143 Swinton, Tilda 250 Syndicat de la Couture Parisenne 90, 109 Syndicat de la Défense de la Grande Couture Française 77 T Taft 53, 152, 160, 280 Takada, Kenzo 216, 240 Tangokleid 83 Tartan siehe Schottenkaro Teekleid 73, 280 Tenniskleidung 92–93, 183 Theron, Charlize 251 Theyskens, Olivier 257 Tiffany 16, 56–57 Timberlands 245 Tonight at 8.30 120–121 Topshop 265, 267 „Tränen“ (Abendkleid) 125 Trenchcoat 141, 199, 281 Trendprognose 270–271 Trigère, Pauline 146 Trikot 183, 188, 224–225 Tuffin, Sally siehe Foale & Tuffin Tunika 15, 36–37, 51, 80, 182, 185 Turban 20, 78, 131, 134, 137, 162 Turlington, Christy 246 Turnüre 50, 64, 66–67, 274, 281 Tüten-BH 151, 253 Tweed 39, 42–43, 64, 70, 98, 110, 141, 206–207, 220, 229, 280–281 Twiggy 9, 180–181, 194, 206–207, 248 U Über den Dächern von Nizza 162 Umhang 18, 96, 220 Ungaro, Emanuel 187

Unisex 185, 190, 194–196, 210, 253 Unterwäsche 14, 48, 54, 65, 72–73, 93, 103, 131, 154, 180, 198, 243–244, 248, 253, 276 siehe auch Büstenhalter, Korsett, Krinoline V Valentina 119, 138 Valentino 251 Van Noten, Dries 257, 277 V-Ausschnitt 80 Venet, Philippe 197 Versace, Gianni 236, 246, 250, 265 Vevers, Stuart 262 „Vier in der Hand“ (Krawattenknoten) 59 Viktor & Rolf 250 Vintage 236–237, 248, 260, 266–267 Vionnet, Madeleine 96, 104–105, 114, 251, 274 Vivier, Roger 164 Viyella 123 Voisin 103 Volant 20–21, 32–33, 160 Vreeland, Diana 193, 205, 215 Vuitton, Louis 233, 258, 263, 277

Y Yamamoto, Kansai 212, 216–217, 241, 276 Yamamoto,Yohji 240, 255 Young, Paul 178–179 Youthquake 172, 179, 181, 217, 281 Yuki 218, 219 Yuppies 238–239 Z Zoot Suit 142–143 Zweckmäßige Kleidung 36–37, 58, 88–89, 130–132, 134, 141, 275 Zweiter Weltkrieg 128–143 „Neu aus Alt“-Propaganda 131 Pariser Hutmode 136–137 Rationierung 128, 130, 134, 137–141, 149 Schlupfkleid 138–139 Stoffe 135 Uniform 128, 130, 135, 140, 143 WPB-Kleider 139 Zylinder 24, 27, 38, 40, 48, 59, 120

W Wagner-Ascher, Hilde 96 „Waldybag“ 130 Warhol, Andy 179, 184, 217, 224–225 Wasserfallausschnitt 105, 114 Wedge, James 210 Weiße Stiefel 182 Weltraum-Outfit/Weltraumlook 184–185, 187 Weste 25–27, 38–39, 58, 120 Westwood,Vivienne 203, 222, 228–232, 259, 276, 280 Korsett 242–243 Mini-Crini (Kollektion) 229, 242 White Tie 120–121 Whitten, Bill 213 Wiener Werkstätte 77, 79, 96 Willats, Stephen 187 Williams, Carl 245 Winslet, Kate 251 Worth, Charles/House of Worth 7, 46–47, 50–53, 55, 67, 76, 82, 110, 274 Worth-Kleid 52–53 WPB-Kleid 139 Wu-Tang Clan 244, 245

287


Stevenson, Mode  

"Leseprobe aus folgendem Buch, erschienen beim Haupt Verlag: NJ Stevenson «Die Geschichte der Mode: Stile, Trends und Stars», ISBN 978-3-258...

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