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Fred Kurt

Haupt Verlag


Von Elefanten und Menschen


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Inhalt Vorwort : Ein Leben für die Elefanten Alex Rübel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 Einleitung Fred Kurt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

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Das kleine Einmaleins der Elefantologie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Vorspiel im Zirkus 21 Physiologus und der Schlaf der Elefanten 24 Erste Begegnungen mit wilden Elefanten 27 Können Elefanten rennnen und wie schnell ? 29 Der leichtfüßige Riese 31 Erkennungsmerkmale 33 Alterskriterien 35 Clan-Parade 40 Musth ist Brunft 44 Damenwahl nach dem Handicap-Prinzip 47 Geburten 49

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Quo vadis Elephas maximus ? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55 Die Fabel von den blinden Weisen und dem Elefanten 56 Wie viele Unterarten des Asiatischen Elefanten gibt es ? 58 Inselzwerge 61 Wie viele wilde Asiatische Elefanten gibt es noch ? 63 Konflikte zwischen Menschen und Elefanten 67 PTSD : Die Unfähigkeit, Stress zu bewältigen 70 Fang und Neuansiedlung von Konfliktelefanten 73 Die Hoffnung stirbt zuletzt 75

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Der weise Riese . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81 Einfühlungsvermögen, Altruismus und «Kultur » 81 Das Landsäugetier mit dem größten Gehirn 85 Ortskenntnis, «sechster Sinn» und Heimfindevermögen Der Clan : Jeder kennt jeden 90 Nahrungswahl und Futtervorbereitung 93 Nahrungsweisheit und Gifte 98 Der Werkzeugmacher 101 Komponieren, «Musizieren» und «Malen» 108 Bunte Bilder von farbenblinden Malern 109

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Was Stammesangehörige schon immer wussten . . . . . . . . . . . . . 113 Die Kurumbas von Mudumalai 113 Schlüsselarten 118 Elefantenstraßen und andere Bauwerke 120 Hati Jokar und Elefantendüfte 122 Abfallwirtschaft 123 Dungdedektive 124 Zauberpilze. Schamanen und die ersten Elefatenreiter 126 Wild wachsende Alkoholika ? 128 Was wissen Mahuts von Elefantennahrung und -medizin ? 129


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Elefantenkulturen – Entstehen und Vergehen . . . . . . . . . . . . . . . 133 Domestikationsexperimente im fruchtbaren Halbmond und am Indus 134 Gezähmte Elefanten in Vorderasien und China 136 Shan und Inder schaffen die beiden Säulen der Elefantenkultur 138 Ahimsa und Jhum-Kultur 141 Gras und Wasser – die wichtigsten Ressourcen für Menschen und Elefanten 142 Reisfelder und Artenvielfalt 146 Von Pferden und Pferdehändlern 149 Kolonialzeit 152

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Der Weg in die Gefangenschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 159 Jäger, Zauberer und falls nötig Elefantenführer 159 Pannikiyas und Fangschlingen 163 Lockelefanten 167 Mela Shikar mit Jagdelefanten 168 Treibjagden in natürliche und gebaute Fallen 173 Kheddas der Shan und der Karen 176 Haben Mongolen und Abessinier die Jagdmethoden mitgeprägt ? Riesen-Kheddas 182 Khedda in Kakanakote 185 Einbrechen 188

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Dschungel, Tempel oder Zirkus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 193 Das Geschäft mit den Tempelelefanten 193 Extensive und intensive Haltungssysteme 199 Gladiatorenleben 206 Zirkuselefanten 208 Wie lernt ein Elefant, sich auf Befehl hinzulegen ? 215 Zirkustricks und Tierquälerei 217 Was tut ein Elefant, wenn er nicht weiß, was er tun soll ? Reformversuche 223

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Die naturnahen Haltungsmethoden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 227 Gibt es selbsterhaltende zahme Elefantenbestände ? 227 Massensterben in den Zoos und Lebensalter 232 Die Fortpflanzungsperiode 237 Die Fortpflanzungsstrategie 238 Erfolgsarme Hochzeitsreisen 240 Kindersegen erhöht die Gesundheit 242 Geburtensynchronisation 245 Inzestscheu und Scheingeschwister 247 Neues Wissen, neue Haltungsansätze 247 Die Fission-Fusion-Gesellschaft und der geschützte Kontakt 248 Fressen, Baden, Massieren – der Alltag im Elefantenpark 254 Wie viel Platz braucht ein Elefant ? 258

Anhang Literatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . Bildnachweis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Stichwortverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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Dieses Buch sei Dr. Jennifer Pastorini und Dr. Prithiviraj Fernando gewidmet.


Ein Leben für die Elefanten

«Der Elephant ist das grösste unter den Thieren, und kömmet den Menschlichen Sinnen sehr nahe : Denn sie verstehen die Rede der Einwohner ihres Vaterlandes, verrichten, was ihnen befohlen und behalten die Künste, so sie einmahl gelernet. Ja, es lässet sich an ihnen gleichsam eine Frömmigkeit, Klugheit und Billigkeit vermuten.» Plinius, Naturalis. Historia, lib. VIII, H.N.c. 1 32

Vorangehende Doppelseiten I Auf der Suche nach Nahrung und paarungsbereiten Weibchen durchschwimmen Bullen gelegentlich breite Flüsse. II Eine Gruppe wilder Elefanten wird in das getarnte Fanggehege getrieben. Das Bild entstand 1906. III Im Fanggehege isolieren zahme Elefanten die Frischfänge, die von Fängern gefesselt werden. IV Zahme Helferelefanten führen an starken Seilen einen Frischfang zum nahen Fluss

Wenn wir im Zoo Zürich unsere Besucher nach ihrem Lieblingstier fragen, werden die Asiatischen Elefanten am häufigsten genannt. Die Elefanten faszinieren durch ihre Mächtigkeit, ihren Rüssel und ihre Fähigkeiten zu lernen. Dies ging schon Plinius und Leonardo da Vinci so. Kaum einer hat aber sein ganzes Leben so den Elefanten verschrieben wie Fred Kurt. Auch er war schon als kleiner Knabe fasziniert von diesen grauen Riesen. Im großen Unterschied zu vielen Liebhabern von Elefanten geht sein Interesse aber weit über eine schlichte Faszination von Größe und Exotik hinaus. Als Jugendlicher wandte er sich an Professor Heini Hediger, den Gründer der Tiergartenbiologie und damalig führenden Wissenschaftler für das Verhalten von Wildtieren. Fred Kurt wollte mehr wissen von diesen Tieren und sich nicht allein durch anthropozentrische, emotionale Beschreibungen, von denen es unzählige gibt, leiten lassen. Natürlich steckt auch in diesen ein Körnchen Wahrheit, so haben beispielsweise viele Tiere, die ein hohes Lebensalter erreichen, auch ein gutes Gedächtnis. Das hilft ihnen, sich gute Nahrungsgründe zu merken und regelmäßig wieder dorthin zurückzukehren. Professor Hediger half Fred Kurt, Legenden von Tatsachen zu unterscheiden und einen Weg in die Wissenschaft zu finden. Sein Zoologiestudium begann Fred Kurt mit der Publikation einer Notiz über den Schlaf der Elefanten und krönte es mit Arbeiten über ostäthiopische Mantelpaviane und das einheimische Reh. Die Elefanten ließen Fred Kurt nicht mehr los. Er musste feststellen, dass man trotz der Popularität dieser Tiere kaum mehr von ihnen wusste als Legenden und Geschichten zu ihrer menschennahen Haltung in Asien. Sein Wissensdurst war unstillbar und er freute sich, auch seine Studenten in die Arbeiten mit den Asiatischen Elefanten, den «Gestaltern des Dschungels», miteinzubeziehen. Fred Kurt ist zu den Elefanten gereist, hat sie an unzähligen Orten und in den meisten asiatischen Ländern, in denen sie vorkommen, tage- und nächtelang aus nächster Nähe beobachtet. Es gibt keinen Wissenschaftler, der sich mit

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Elefanten befasst, den er nicht kennt, mit dem er nicht gearbeitet oder sich ausgetauscht hätte. Seine wissenschaftliche Sammlung von Literatur, Bildern und Objekten über Elefanten ist umfassend. Was wir bis vor Kurzem über Elefanten wussten, bezog sich vorwiegend auf in Menschenhand gehaltene Elefanten. In der Kulturgeschichte, vor allem im subtropischen und tropischen Asien, spielt der Elefant als Zeremonien-, Kriegsund Arbeitstier eine entscheidende Rolle. Er ist seit mehreren Tausend Jahren Begleiter des Menschen. An den Herrscherhöfen Europas galten Elefanten als Zeichen der Macht und wurden bereits bei den Römern als Zirkustiere eingesetzt. Und trotzdem ist der Elefant nie ein eigentliches Haustier geworden – er wurde nie domestiziert. Erst in jüngerer Vergangenheit glückte die Nachzucht in menschlicher Obhut. Die brutale Tradition des Einbrechens und der Zähmung der eingefangenen wilden Elefanten ist eine aus unserem heutigen Tierschutzverständnis nicht mehr nachvollziehbare historische Tatsache. In unserer heutigen Welt gibt es weder in Asien noch in Afrika «menschenfreie» Lebensräume für Elefanten. Die Riesen stehen überall unter massivem Druck. In Asien lebt ein großer Teil von ihnen in menschlicher Obhut. Es gilt, Lösungen zu finden, damit Menschen zusammen mit den wilden und den zahmen Elefanten weiterleben können. Fred Kurt erzählt die Geschichte des Asiatischen Elefanten im Verbreitungsgebiet und in Zoologischen Gärten. Er hat mit seinen Publikationen wesentlich dazu beigetragen, dass dank neueren Erkenntnissen in modernen Haltungsformen den Bedürfnissen des Elefanten vermehrt Rechnung getragen wird. «Von Elefanten und Menschen» ist ein Buch, das umfassend über die Geschichte des Asiatischen Elefanten als Wildtier und als Begleiter des Menschen berichtet. Bei der Planung der Elefantenanlagen in den Zoologischen Gärten von Köln und Zürich sind Fred Kurts Kenntnisse eingeflossen. Es ist kein Zufall, dass das Werk zur Eröffnung des Kaeng Krachan-Elefantenparks im Zoo Zürich erscheint. Ebenso wie diese neue Elefantenanlage wird das Buch maßgeblich dazu beitragen, den Respekt für diese faszinierenden Tiere zu fördern. Fred Kurt würde sich sicherlich freuen, wenn das Buch junge Menschen dazu motivieren würde, sich für Elefanten einzusetzen. Denn wir alle tragen die Verantwortung für die Erhaltung der wilden Elefanten und ihrer Lebensräume, sind verantwortlich für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Riesen in Menschenobhut, und dabei gibt es noch viel zu tun. Dr. Alex Rübel, Direktor Zoo Zürich, März 2014

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Einleitung

Das Buch handelt von Asiatischen Elefanten (Elephas maximus) und Menschen, die sich mit den Tierriesen beschäftigen, also mit Wilderern, Elefantenfängern, -führern, -pflegern und -besitzern. Seit Mitte der Fünfzigerjahre des letzten Jahrhunderts beobachte ich Elefanten. Bereits als Schüler fiel mir auf, dass Zoo- und Zirkuselefanten meistens unbeschäftigt an Ketten standen und bestenfalls nachts vom Menschen ungestört lebten. So galt meine Aufmerksamkeit vor allem ihrem Schlafverhalten. Kurz nach Studienbeginn an der Universität Zürich erschien dazu meine erste wissenschaftliche Arbeit. Nach zwei Semestern reiste ich im November 1960 als Assistent mit dem Kollegen Hans Kummer nach Ostäthiopien, wo wir das Verhalten wilder Mantelpaviane studierten. Nach dem einjährigen Aufenthalt in Afrika wurde ich Assistent des Zürcher Zoodirektors Prof. Heini Hediger, den ich seit meinem 15. Altersjahr kannte. Schließlich begann die Doktorarbeit am Zoologischen Museum der Universität Zürich und am Geobotanischen Institut der ETH Zürich bei den Professoren Hans Burla und Heinz Ellenberg. Das Thema hieß «Ökologie und Sozialverhalten des Rehs». Nach Abschluss der Dissertation Ende 1966 erhielt ich von der Smithsonian Institution of Washington, dem weltweit größten Wissenschaftszentrum, die Einladung, als Field Director bei der ersten modernen Studie an wilden Asiatischen Elefanten teilzunehmen. Von diesem Projekt werde ich in diesem Buch noch berichten. Prof. Helmut Buechner, der Chef in Washington, ermöglichte mir einen Besuch in Kenias Tsavo-Nationalpark, wo der Brite Dr. Richard Laws anhand der Körpermaße und Zahnbilder von 300 erlegten Afrikanischen Elefanten Altersklassen definierte. Meine Kollegen und ich erhielten die Möglichkeit, 1968 an der vorletzten Khedda (Kralfang) in Südindien teilzunehmen und indische Schutzgebiete besuchen, wo wir mit längst zu Legenden gewordenen Experten diskutierten, so etwa mit Dr. Salim Ali, dem weltberühmten Ornithologen, Dr. V. Krishnamurthy, dem namhaften Elefantenarzt, «Pat » Stracey, dem letzten Elefantenfänger aus Assam, oder Ted Norris, der erstmals die Wanderrouten der Elefanten auf Sri Lanka kartierte. 1969 entstand an der Universität Zürich unter Leitung von Prof. Hans Kummer die Abteilung für Ethologie und Wildforschung. Ich erhielt die Stelle eines Oberassistenten, leitete Studien an Rehen und Hirschen, davon eine am Barasinghahirsch im indischen Kanha-Nationalpark, die der spätere Generaldirektor des WWF Dr. Claude Martin durchführte. Daneben betreute ich eigene Projekte im Leuser-Nationalpark auf Sumatra. Reisen nach Asien ermöglichten Kontakte mit zahmen und wilden Elefanten. An unseren Forschungen in Zürich

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vermisste ich den Praxisbezug, ich wollte z. B. wissen, ob unsere Arbeit etwas zum Schutz bedrohter Arten und ihren Lebensräumen beitrugen. Ähnliche Fragen stellte sich damals auch die angesehene Elektrowatt Ingenieurunternehmungen AG (EWI) in Zürich. Die Weltbank wollte z. B. von der EWI wissen, inwiefern der Bau von Staumauern im Weißen Nil oberhalb des Viktoriasees Fauna und Flora des Kagera Nationalparks beeinflussen könnte. Zudem verlangten sie Vorschläge zur Umsiedlung von 200 Elefanten vom Kulturland in das Reservat. Als mich die Direktion der EWI fragte, ob ich in ihrer neu entstandenen Abteilung für Ökologie und Umwelt als «Senior Ecologist » mitmachen wollte, sagte ich begeistert zu, arbeitete bis Ende der Siebzigerjahre abwechslungsweise in Kenia, Ruanda, Marokko oder am Niederrhein, später an Pflegeplänen für den Dachigam-Nationalpark in Kaschmir und das Reservat von Marchauen-Marchegg in Niederösterreich. Dann erweiterte die Pädagogische Hochschule von Zürich das Pensum meiner Vorlesungen und die Exkursionen. Damit erhielten die Studenten, wie früher schon an der Universität, die Möglichkeit an drei bis fünf Wochen dauernden Forschungscamps in Indien teilzunehmen wie etwa in den Nationalparks von Dachigam, Kanha oder Mudumalai. Hier lernten sie indische Studenten kennen, die später wichtige Stellen in Forschung und Naturschutz übernahmen wie z. B. Prof. Raman Sukumar und Surendra Varma, die heute am Ökologischen Institut des Indischen Forschungszentrums in Bangalore arbeiten, oder Ajay Desai, der zz. Co-Chairman der Asian Elephant Specialist Group (AsESG) der IUCN ist. Ende der Siebzigerjahre kam der Asiatische Elefant auf die Rote Liste der bedrohten Arten, die AsESG, zu deren Gründungsmitgliedern ich gehöre. Zwölf der Ursprungsländer verboten den Fang von Elefanten, worauf der Export von Jungtieren in Zoos und Zirkusse zusammenbrach. Ich beschloss, meine Erlebnisse niederzuschreiben, und so, wie ich einst in der Universität das Denken lernte und später bei den Ingenieuren das Arbeiten, so wollte ich in neuer Umgebung lernend meinen Schreibstil verbessern. Die passende Stelle fand sich beim Ringier Verlag, der für die 1981 entstandene Zeitschrift «Natur » mit Dr. h. c. Horst Stern als Chefredaktor und andere Blätter einen wissenschaftlichen Lektor suchte. Der Verlag unterstützte mich ebenso in der Fortsetzung meiner Lehrtätigkeit und den Asienreisen. Zwischen 1981 und 1986 erschienen im Parey Verlag bzw. im Rasch und Röhring Verlag die Bücher «Naturschutz – Illusion und Wirklichkeit » sowie «Das Elefantenbuch – Wie Asiens letzte Riesen leben». Ende der Achtzigerjahre entstand an der Veterinärmedizinischen Universität von Wien das «FIWI», das «Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie». Sein Chef, Prof. Kurt Onderscheka, fragte, ob ich als Universitätsdozent Lust hätte, einen Lehrauftrag zum Thema Artenschutz und Populationsdynamik zu übernehmen. Mit großer Begeisterung folgte ich dem Ruf. Denn am Westrand Wiens wuchs ein multidisziplinäres Zentrum heran, das sich ebenso mit der Erhaltung, der Ernährung oder Erkrankungen von Wildtieren befasste wie mit der Entwicklung neuer Forschungsmethoden wie etwa die Telemetrie. Diese Abteilung unterstand Prof. Franz Schober. Sein Team befasst sich mit der Übertragung

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von Messwerten über den Standort, die Körpertemperatur oder die Herzschlagfrequenz bestimmter Tiere, die Minisender tragen, zu einem Empfänger, welcher die Daten sammelt, aufzeichnet oder sofort auswertet.So lassen sich die Wegstrecken eines Rehs ebenso aufzeichnen und berechnen wie die Körpertemperatur eines Murmeltieres im Winterschlaf oder eines in Sri Lanka badenden Elefanten. Seit Beginn verfügte das FIWI über eine leistungsfähige populationsgenetische Abteilung, die mein Freund Dr. Günther B. Hartl aufbaute, bevor er Professor am Zoologischen Institut der Christian-Albrechts-Universität in Kiel wurde. Zusammen mit dem Forstingenieur Prof. Friedrich Reimoser und seinem Team verglichen wir bei Feldhasen und Paarhufern Lebensraum, soziale Organisation und genetische Vielfalt einzelner Bestände miteinander und bemerkten, dass diese Größen sich gegenseitig beeinflussen und mitbestimmen, ob ein Bestand zu Inzucht neigt oder nicht. Diese Frage gewinnt zurzeit an Bedeutung, da Wildbestände rasch schmelzen und sich an und für sich kleine Zoobestände zunehmend fortpflanzen. Dr. Alex Rübel war der erste Zoodirektor, der das durchaus vorstellbare Problem der Inzucht beim Elefanten mit Günther Hartl und mir besprach, dann ein Forschungsprogramm, das die Ruth und Rudolf Schlageter-Stiftung finanzierte, ermöglichte. So reiste ich 1993 wohlversehen mit Empfehlungsschreiben von meinem langjährigen Freund Hans Frädrich, dem damaligen Direktor des Berliner Zoos, und von Lyn de Alwis, dem damaligen Chairman der AsESG nach Sri Lanka, wo Dr. Jayanthi Alahakoon Elefanten aus Pinnawela und dem Dehiwala Zoo die Proben abnahm. In Indien unterstützten mich Prof. Jacob Cheeran und Prof. Panicker Chandrasekharan, in Thailand war es Dr. Visit Arsaitamkui und in Myanmar Dr. Khyne U Mar, in Forstcamps, Tempeln und Zoos den Tierriesen einige Blutstropfen aus den Ohrvenen abzuzapfen oder, was sich als effizienter erwies, ein paar der dünnen Wangenhaare samt Wurzeln auszuzupfen.1996 erschien unsere erste Veröffentlichung zur Populationsgenetik und Systematik des Asiatischen Elefanten. Über das Inzuchtproblem werde ich mehr im vorliegenden Buch berichten. Wie die Reisen zu verschiedenen asiatischen Haltungsorten vertiefte auch die Zusammenarbeit mit Prof. Walter Raunig, dem damaligen Direktor des Staatlichen Museums für Völkerkunde in München, mein Wissen über die Vielfalt von Elefantenkulturen. Ebenso lehrreich waren die Gespräche mit Prof. Dieter Schlingloff vom Indologischen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität und seinen Mitarbeitern. Sie studierten die im ersten bis fünften Jahrhundert entstandenen buddhistischen Felsmalereien in den Höhlen von Ajanta in Maharashstra. Zudem arbeitete Jürgen Sander, ein Student des Professors, an einer beeindruckenden Studie über «Die Bedeutung des Elefanten im Arthasastra des Kautiliya». Zwischen 1997 und 1999 und damit 30 Jahre nach dem Smithsonian Elephant Survey studierte ein Team von 111 jungen Tierärzten und Biologen aus zehn Hochschulinstituten und Zoos in und um Kandy zahme und im UdawalaweNationalpark im Süden Sri Lankas wilde Elefanten. Es war das größte von mir geleitete Praktikum. Das FIWI und sein neuer Chef Prof. Walter Arnold betreuten

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Einleitung


das Projekt, unterstützt von den zoologischen Instituten der Unis von Colombo, Kiel und Peradeniya sowie den auf Sri Lanka für Zoos und Reservate zuständigen Amtsstellen. In diesem während dreier Sommer stattfindenden Praktikum sollten die Teilnehmer/innen Einblick erhalten in verschiedene Aspekte der Elefantenhaltung sowie in das Leben wilder Bestände. Zudem wollten wir Daten sammeln, die Grundlagen liefern können für die bessere Haltung und Erhaltung des Tierriesen. Das Resultat war eine umfangreiche Datensammlung über Körperwachstum, Nahrungsaufnahme, Schlaf und Bewegungsstereotypien sowie die räumliche Organisation der Gruppen, der Verlauf von Paarungen und Geburten. 2001 erschien beim Filander Verlag der Schlussbericht unter dem Titel «Elefant in Menschenhand». Bei der Ausarbeitung der Daten halfen mir Dr. Marion Garaï, Dr. Eva Pieler und Dr. Wolfgang Weihs tatkräftig. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts hatte sich das Bild, das sich Forscher, Tierschützer und die Mitarbeiter von Zoos machten, allmählich geändert. In westlichen, vor allem europäischen Zoos hielt man die Tierriesen immer häufiger nicht mehr an Ketten, sondern in Boxen, direkter Kontakt zwischen Pfleger und Elefant wurde vielerorts ersetzt durch «geschützten» Kontakt, d. h., Pfleger und Elefanten sind nie gleichzeitig im gleichen Gehege. Mütter und in Menschenobhut geborene Töchter werden nicht mehr getrennt, und die Zoos versuchen durch Umbauten wenigstens einen, besser noch zwei fortpflanzungsfähige Bullen zu halten. Von solchen sehr naturnahen Haltungsweisen berichtete seit 2002 Rob Belterman in der «First European Elephant Management School» (FEEMS) in Hagenbecks Tierpark von Hamburg. Rob ist der Zuchtbuchführer für die Asiatischen Elefanten in europäischen Zoos. In der FEEMS, die von den Hagenbecks zusammen mit dem amerikanischen Elefantenexperten Alan Roocroft gegründet worden war, wirkten z. B. Prof. Thomas Hildebrandt und Dr. Frank Göritz mit, die Fortpflanzungsbiologen aus dem Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin ebenso wie die Physiologin Dr. Ann-Kathrin Oerke von der Uni in Göttingen, Prof. Murray E. Fowler vom Tierspital im Zoo von Sacramento oder der Genetiker Prof. Günther B. Hartl aus Kiel. Während neun Jahren wirkte ich in der FEEMS mit, traf hier auch zahlreiche Kollegen aus Asien, die von ihren Erfahrungen berichteten, so z. B. Prof. Devaka Werakoon von der Uni in Colombo, Prof. Jacob Cheeran vom Veterinary College in Trichur, den Elefantenarzt Dr. Anjan Taluktar von den Reservaten in Assam, Surendra Varma aus Bangalore oder Junaidi Payne und Alfred Raymond aus Borneo. Was Dr. Stefan Hering-Hagenbeck, Thorsten Köhrmann, der Chef des Elefantenparks, und sein Team den insgesamt rund 150 Teilnehmern boten, die jeweils im November aus nahezu allen Teilen der Welt nach Hamburg kamen, war einleuchtend und unvergesslich. 2004 erreichte moderne Elefantenhaltung in Europa einen weiteren Höhepunkt : die Eröffnung des Elefantenparks im Kölner Zoo. Der damalige Zoodirektor Prof. Gunther Nogge hatte mich gebeten, als Planungsberater bei der Neugestaltung des rund zwei Hektar großen Geländes mitzuwirken. Darin sah ich eine große Chance, Naturbeobachtungen in die Praxis umzusetzen, also z. B. die traditionell häufig als abstoßende Mauern oder gefährliche Trockengräben konstruierten Gehegegrenzen als einladende Plätze zum Baden, zur Hautpflege

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oder Futteraufnahme zu gestalten und damit den für die Bewohner nutzbaren Raum zu vergrößern. Was ich später als Berater der Planungsgruppe erlebte, spricht dafür, dass auch beim Bau des Zürcher Kaeng Krachan-Elefantenparkes alles denkbar Mögliche im Sinne einer modernen Elefantenhaltung getan wird. Was mich im Frühjahr 2013 zutiefst freute, war die Bitte von Dr. Alex Rübel und dem Zoovorstand, das hier vorliegende Buch zeitgleich mit der Eröffnung des Elefantenparks fertigzustellen. Für diese Chance bin ich besonders dankbar, denn Erhaltung und Schutz des heute schwer vom Aussterben bedrohten Asiatischen Elefanten ist für mich nur denkbar in Zusammenarbeit mit modernen Zoos. Danken möchte ich auch meinen zahlreichen Freunden und Kollegen, die mir eine Flut von Informationen, Zeichnungen, Aquarelle und Fotos zur Ver fügung stellten, ganz besonders Dr. Jennifer Pastorini und Dr. Prithiviraj Fernando vom «Centre of Conservation and Research», Rajagiriya (Sri Lanka), Surendra Varma vom «Centre of Elephant Research and Conservation», Bangalore, Suparna Ganguly von «Compassion Unlimited Plus Action» (CUPA), Bangalore sowie Dr. Wolfgang Weihs an der Veterinärmedizinischen Universität in Wien. Dem Haupt Verlag bin ich zu großem Dank verpflichtet, vor allem dem Verleger Matthias Haupt für die souveräne Leitung der Produktion des Buches sowie Frau Katarina Lang in Zürich für die ausgesprochen schöne Gestaltung des Elefantenbuches. Besonderer Dank gilt meiner Frau Renate Collin-Kurt, die mich oft auf den Reisen nach Asien begleitete, für ihre mannigfaltige Unterstützung, die Durchsicht meiner Manuskripte, Bilder und Skizzen. Ohne sie wäre das Buch kaum je fertig geworden.

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Einleitung


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Das kleine Einmaleins der Elefantologie

Ich war knapp fünf Jahre alt, als ich erstmals meine Mutter in die Stadt begleiten durfte. Sie musste zum Arzt und wollte noch zwei Besuche machen. Auf dem Weg zum Bahnhof begann es zu regnen. Plötzlich stand vor uns ein großes Zelt. Zahlreiche sonderbare Holzwagen standen herum. Etwas abseits hatte man kleinere Zelte aufgebaut. Aus dem großen Zelt drang Musik. «Das ist der Knie», sagte meine Mutter, «der Zirkus. Früher, bevor sie ein Spielzelt und Tiere hatten, waren die Knies Seiltänzer. Wenn sie nach Langenthal kamen, hängten sie das Seil, auf dem sie balancierten, an den Haken an, den man heute noch ganz oben an unserem Haus sieht, spannten es über die Marktgasse und befestigten es unter dem Dach des Hotel Löwen auf der anderen Straßenseite. Wenn sie dann wieder einmal bei uns in Langenthal sind, gehen wir in den Zirkus, aber heute müssen wir auf den Zug. – Chumm jetzt Bueb !» Ich war schneller als der Zugriff der mütterlichen Hand, rannte los in die Wunderwelt der farbigen Häuschen auf Rädern, wie Eisenbahnwagen ohne Gleise. Eine breite Leinwand versperrt mir plötzlich den Weg. Kurzerhand tauchte ich unten durch, noch bevor meine Mutter mich am Kragen packen konnte. Dann waren sie plötzlich da : große graue Riesen, die ruhig ihre mächtigen Köpfe hin und her wiegten, mit ihren Rüsseln das Heu am Boden vor sich bündelten, bevor sie es in mächtige Mäuler hievten. Die Größe der Riesen war erschreckend, die Ruhe und die Wärme, die ihre mächtigen Körper ausstrahlten, machten aber das Zelt, das dem kalten Regen trotzte, heimelig warm, und ihre ruhigen souveränen Bewegungen gaben Sicherheit. Wir kamen dann mit einem späteren Zug nach Langenthal.

Vorspiel im Zirkus

1 Heini Hediger (rechts im Bild) und Rolf Knie sen. bei den ersten Beobachtungen über den Elefantenschlaf vor rund 70 Jahren.

Diese erste Begegnung mit den Tierriesen veränderte mein Leben. Meine Mutter las mir jetzt regelmäßig vor dem Einschlafen die Elefantenkapitel aus Brehms Tierleben vor. Einmal im Jahr zog die ganze Familie auf den großen Platz neben der Markthalle, wo der Zirkus seine Pferde und Elefanten während des Gastspieles in Langenthal unterbrachte. Schon während der ersten Schuljahre galt ich als Zirkusexperte, kannte Wochen voraus das Datum des Kniegastspiels und wusste, wann am frühen Morgen die beiden Zirkuszüge in den Güterbahnhof einfuhren, wann und wo die Kutscher (so heißen die Tierpfleger im Zirkus) Pferde und Ele-

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fanten ausluden. Zudem genoss ich ein besonderes Privileg dank eines Onkels, der Förster war und Knies Elefantenstall während des Aufenthalts in unserem Dorf mit frischen Ästen verschiedenster Laubbäume versorgte. Ich durfte ihn immer begleiten, und die Elefantenkutscher und ihr Chef drückten beide Augen zu, wenn ich ohne Eintrittskarte in die Tierschau zu den Elefanten schlich. Prof. Heini Hediger, der damalige Direktor des Basler Zoos und Begründer der modernen Tiergartenbiologie, wollte wissen, ob Elefanten sich zum Schlafen hinlegen und besuchte die beiden Tierriesen nachts in «seinem» Basler Zolli. «Aber so oft ich versuchte, nachts die beiden Tiere im Schlaf zu überraschen, wurde ich enttäuscht – auch wenn ich den Türschlüssel noch so leise drehte und mich auf Zehenspitzen anschlich. Immer hörten mich die Tiere und standen auf, sodass ich sie nicht im Schlaf zu sehen bekam», notierte der Zoodirektor : «Mit dem leichten Schlaf dieser Riesentiere hatte es jedenfalls seine Richtigkeit. Nächtliche Störungen waren die beiden Elefanten nicht gewohnt, denn aus Sparsamkeitsgründen war damals im Basler Zolli (und auch im Zürcher Zoo) kein Nachtwächter beschäftigt» (Hediger 1990, S. 170). Dann verbrachte der Verhaltensforscher zusammen mit Rolf Knie sen. eine Nacht im Elefantenzelt des Circus Knie. Hier legten sich die grauen Riesen zum Schlafe hin. Diese Tiere gehörten nur z. T. den Knies. Fünfzehn stammten aus dem Circus Sarrasani, der seine Herde 1944 während eines Luftangriffes von Belgien in die Eidgenossenschaft rettete, wo ihnen die Knies Asyl gewährten. Erstmals erfuhr ich von Hedigers Studie in seiner «Skizze zu einer Tierpsychologie im Zoo und im Zirkus » (Hediger 1954). Meine Eltern schenkten mir das Buch zum fünfzehnten Geburtstag. Heute noch gehört es zu meinen Lieblingsbüchern und zwar nicht nur wegen des Kapitels über den Elefantenschlaf, sondern auch wegen einer ganze Reihe von Darstellungen zu Themen wie Territorium, Flucht-, Individual- und kritische Distanzen, Aktivitätsmuster und Bewegungsstereotypien. Die Daten stammten sowohl von wild lebenden Tieren als auch von ihren Artgenossen im Zoo und im Zirkus der Gebrüder Knie sowie aus Hagenbecks Tierpark und seiner Dressurschule in Hamburg. Die Schriften und Radiovorträge über seine «exotischen Freunde im Zoo», «Tropenzoologie», den «Schlaf der Tiere» oder «Jagdzoologie auch für Nichtjäger » machten Hediger, der 1954 den Zürcher Zoo übernahm, in den Fünfziger- und Sechzigerjahren zum Idol zahlreicher Tierfreunde und heranwachsender Zoologen, die sich später einen Namen als Naturschützer, Verhaltensforscher und vor allem Zoodirektoren machten. Ich wagte, dem bekannten Mann in einem Brief über meine ersten Zirkusbeobachtungen zu berichten. Er lud mich in den Zürcher Zoo zum Gespräch ein und schlug dann vor, ich solle doch meine Ferien einmal im Circus Knie verbringen. So fand ich mich, kaum hatten die Ferien im Gymnasium begonnen, am Abend des «Abbautages» auf der Rosentalanlage in Basel bei den Knies ein, als sich der Zirkus auf die Weiterreise machte. Und ich begann mich als Kutschergehilfe nützlich zu machen, beispielsweise half ich, Pferde und schließlich Elefanten an den Bahnhof und in ihre Wagen zu führen. Nach einiger Zeit durfte ich gewissermaßen als Nachtkutscher im Elefantenzelt schlafen, hatte dabei den Tierriesen nach Bedarf Stroh und Heu zu brin-

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2 Während der heißen Mittagsstunden ruhen wilde Elefanten im Baumschatten.

3 Das Buch von Heini Hediger, das Fred Kurt zum 15. Geburtstag bekam, gehört heute noch zu seiner Lektüre.


4 Bei der Mittagsruhe legen sich besonders die jüngeren Tiere hin und schlafen.

gen, Kotballen wegzukarren und allgemein für Ordnung zu sorgen. Falls nötig, half mir der Nachtwächter. Doch meist lag ich auf meinem Feldbett vor den aufgereihten Elefanten auf ihren Holzpodesten, die Futter bündelten und in die Mäuler schoben, synchron mit Futter mahlenden Kaubewegungen, die sie kaum je unterbrechen mussten. Alles verlief wie auf dem Fließband, und war ein Bündel schon zu mundgerechter Größe gedreht, bevor die vorausgegangene Portion fertig gekaut war, klemmten die Tierriesen sie zwischen dem inneren Rüsselansatz und der spitzen, dreieckigen Unterlippe fest, bis die fleischige hellrote Zunge mit der einwärts gedrehten Spitze sie in die Mundhöhle zog. Ästebrechen, Futterbündeln und Kauen sind vergleichsweise laute Verhaltensweisen. Das Abliegen merkte ich jedoch kaum, wenn ich nicht im dämmrigen Licht zufällig sah, wie die Riesen flink auf die Knie und dann auf die Ellbogen sanken, kurz warteten und sich anschließend auf die linke oder rechte Flanke fallen ließen, was meist ein kurzes, aber heftiges intestinales Donnergrollen auslöste und bald darauf sonores Schnarchen. Aufstehen verläuft nur bei jungen, vergleichsweise leichten Tieren ebenso rasch. Besonders bei großen und schweren Elefanten erscheint es spektakulärer: Auf einer Seite liegend strecken sie das obere Hinterbein schräg nach außen und oben und beginnen bald mit dem ganzen Körper zu schaukeln, bis sie genügend Schwung haben, um sich auf die Ellbogen zu drehen. Dann werfen sie mit einem heftigen Ruck den Kopf hoch und strecken den Rüssel blitzartig schräg nach oben, was den Schwergewichten offenbar leichter auf die Beine hilft.

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Das kleine Einmaleins der Elefantologie


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Meinem ersten Zirkusaufenthalt folgten zahlreiche andere. Knies Elefantenbestand wurde bald vergrößert, sogar mit eigenen und aus dem Basler Zoo stammenden Afrikanischen Elefanten. Bald lebten insgesamt zwei asiatische und drei afrikanische Bullen bei Knie. «Siam», der größere Asiat, schwängerte dann «Ceylon» und später «Java». Im Elefantenstall lebten die Tierriesen nachts kaum gestört, bereiteten Futter zu und lernten einander, so gut es trotz Fußketten ging, gegenseitig kennen. Hier fanden die ersten Paarungsversuche statt. Hier notierte ich nachts das Schlafverhalten, die Methoden zu Futtervorbereitung, die Sozialkontakte und die ersten Elemente des Verhaltenskataloges (Kurt 1960 ; Hediger 1969 b).

Physiologus und der Schlaf der Elefanten Offenbar birgt allein schon die Tatsache ein Geheimnis, dass der Schlaf der Rüsseltiere schon im Physiologus erwähnt wird, jener frühchristlichen Naturlehre, die im zweiten bis vierten Jahrhundert n. Chr. in Alexandria entstand, bald weite Verbreitung im christlichen Orient und dem mittelalterlichen Europa fand und in

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5 (a–c) Elefantinnen im Circus Althoff um 1956. Das Raumangebot ist so eng, dass sich nie alle gleichzeitig hinlegen können.


6 Besonders in kühlen Nächten rollen liegend schlafende Elefanten den Rüssel spiralförmig auf.

alle damals gängigen Sprachen übersetzt wurde. Die Attribute, welche die realistische oder fabelhafte antike Literatur den Elefanten zuschrieb, wurden durch das populäre mittelalterliche Lehrbuch der theologischen Zoologie zum Vorbild anderer Bestiarien und dabei zunehmend ins «Christliche uminterpretiert – ohne dabei die heidnisch-antiken Ausdeutungen ganz zu verwerfen», schreibt Stephan Oettermann (1982, S. 24) : «So vermehrte der Physiologus den Schatz der Elefantenlegenden durch zwei neue, indem er die schon von Aristoteles erwähnte zutreffende Beobachtung, Elefanten würden in Gefangenschaft nie trächtig, und den sich hartnäckig haltenden Irrtum, Elefanten hätten keine Kniegelenke, durch allegorische Auslegung auf Sündenfall und Erlösung bezog und damit in Beziehung zum Christentum setzte.» So zum Beispiel : «Ist ein Tier im Gebirge, heißt Elephant. Das hat einen Rüssel an sich, damit es alle Tiere vernichten kann … Aber es hat keine Gelenke und kann sich deshalb nicht bücken und nicht schlafen legen. In diesem Tier ist keine Begierde nach Vereinigung. Wenn es nun Junge zeugen will, geht es fort ins Morgenland, nahe beim Paradies. Dort ist ein Baum, Mandragora genannt, dorthin also geht das weibliche und das männliche Tier ; und die Elephantin nimmt zuerst von dem Baum, und sogleich wird sie hitzig, dann gibt sie auch dem Männchen, und sie reizt ihn mit Neckereien so lange, bis auch er davon nimmt, und dann frisst er davon, und auch er wird hitzig und so vereinigt er sich mit ihr und sie wird trächtig» (Oettermann 1982, S. 24). Seit Menschen Elefanten in ihrer Obhut halten, pflanzen die Tiere sich dort kaum oder überhaupt nicht fort. Vielleicht lag das im Interesse der Besitzer, weil es günstiger war, einen entsprechenden Elefanten zu fangen und abzurichten, als eine Elefantin während des zweiten Schwangerschaftsjahrs ganz von der Arbeit und während der rund zweijährigen Stillzeit von schwerer Arbeit freizustellen. Vielleicht waren auch die Frondienste, die ein Elefant zu leisten hatte, die Ursache. Die harte Arbeit könnte seinen Körper so gestresst haben, dass er physisch nicht imstande war sich fortzupflanzen. Möglicherweise geschah es auch aus Aberglaube : Denn vielerorts waren Paarung und Geburt ein schlechtes Omen. Es hieß, dass Bullen während der Paarung in Musth waren, jener Periode, in der die Schläfendrüsen zur Größe eines halben Fußballes anschwellen und ein auch für Menschen riechbares Sekret produzieren. Es war ein Zeichen des stark erhöhten Testosteronspiegels, der Brunftstimmung aufkommen ließ und den gezähmten Bullen jegliche Scheu vor ihren menschlichen Reitern nahm, sodass sie diese gnadenlos angriffen. Auch heute noch behaupten traditionelle Elefantenärzte in Asien, jene Pflanzen zu kennen, welche die Fortpflanzungsbereitschaft förderten. Sie meinen damit die auch im Nahen Osten und dem südlichen Europa vorkommende, seit dem Altertum als Gift oder Aphrodisiakum verwendete Alraune (Mandragora officinalis). Es könnte somit sein, dass die Verfasser des Physiologus ähnliche Kenntnisse hatten und damit der fortpflanzungsphysiologische Abschnitt auf einem wahren Kern beruht. Doch gilt das auch für die Hinweise zum Abliegen, Schlafen und Aufstehen ? «Wenn der Elephant aber schlafen will : Wie macht er das ? Er geht weg zu schräg geneigten Bäumen und lehnt sich an sie, und so schläft er. Und auf welche Weise fängt ihn der Jäger ? Der Jäger merkt sich die Bäume, wo der Elephant schläft, … und hackt den Baum mit dem

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Das kleine Einmaleins der Elefantologie


Beile kräftig an, bis er beinahe umfällt. Nun kommt der Elephant und merkt nicht die Kerbe im Baum und lehnt sich daran, willens zu schlafen, und gleich bricht der Baum ab und wirft ihn nieder, und da liegt er nun und kann nicht mehr aufstehen» (Oettermann 1982, S. 24). Hat der Teil über die Unfähigkeit des Tierriesen, abzuliegen und aufzustehen, einen biologisch sinnvollen Kern ? Gibt es Elefanten, die selten oder nie abliegen, und solche, denen das Aufstehen zumindest Mühe macht ? Ich habe unter wilden Elefanten regelmäßig einzelne halbwüchsige oder erwachsene Elefantinnen beobachtet, die sich nicht mit ihren Verwandten ins Wasser legten, kurz badeten und dann für etwa eine Stunde liegend schliefen, sondern stehen blieben, die Umgebung beobachteten, mit abgespreizten Ohren lauschten und gelegentlich mit S-förmig nach oben gekrümmtem Rüssel die Luft prüften. Es waren die momentanen «Liberos» der Gruppe, deren Rolle vorübergehend in der Sicherung des Sozialverbandes lag. In Pinnawela war unter damals etwa 70 Elefanten lediglich einer, der sich nie hinlegte, sondern lediglich stehend ruhte und schlief. Es war ein alter Bulle, den Wilderer schrecklich verwundet und schließlich noch geblendet hatten. Wildhüter fingen ihn dann ein und brachten ihn auf die Station nach Pinnawela. Im Zirkus traf ich die meisten Elefanten, die sich nicht hinlegen wollten. Als Student und junger Zoologe, fehlte mir die Antwort auf die Frage, warum sich nicht alle Elefanten zum Schlafen hinlegten. Die Lösung fiel mir später ein, als ich mehr wusste über Zusammenhänge zwischen Körpergröße, Gewicht und Kraft der Tierriesen : Gemessen an seinem enormen Gewicht, ist der Elefant ein relativer Schwächling, da die Muskelkraft nicht im gleichen Maße wächst wie das Körpergewicht. Dass Sohlen, Skelett und Muskulatur bei heranwachsenden Elefanten bald an Grenzen stoßen, lässt der Verhaltenskatalog erahnen. Junge Elefanten sind athletischer als erwachsene. Neugeborene können sich beispielsweise mit einem Hinterfuß am Ohr kratzen, was älteren nicht mehr gelingt. In den ersten Lebensjahren spielen Elefanten häufig und richten sich dabei auf den Hinterbeinen auf oder stützen sich auf ihre Vorderbeine, wenn sie über Spielgefährten rutschen. Auch erwachsene Elefanten richten sich gelegentlich auf ihren Hinterbeinen auf, um mit gestrecktem Rüssel Äste von Bäumen zu reißen. Zur kurzen Kopulation erheben sie sich auf ihre Hinterbeine und stützen sich dabei auf dem Rücken des Weibchens auf. Elefanten können aber weder traben noch galoppieren wie Pferde. Dazu sind sie zu schwer – oder, anders ausgedrückt, zu schwach. Trotzdem zwingt man sie im Zirkus mit spitzen Haken, Stacheln, umgebauten Schweinetreibern und dergleichen im Sägemehlkreis an die Grenzen ihrer physischen Leistungsfähigkeit zu gehen. Macht ein Elefant beispielsweise einen einarmigen Handstand, so bedeutet dies für ihn eine viel größere Leistung als für einen menschlichen Artisten, der 50- bis 60-mal leichter ist. Bedenkt man, dass Elefanten meist gehen (eine Extremität angehoben, drei am Boden) und nur sehr selten wirklich rennen (wenigstens zwei Extremitäten angehoben), so kann man sich vorstellen, dass das Stehen auf einer oder zwei Extremitäten im natürlichen Verhalten nicht oder sehr selten vorkommt, da es mit extremen Anforderungen an Muskeln, Sehnen und Skelett verbunden ist.

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7 Fantastische Darstellung eines angriffsbereiten Kriegselefanten aus dem Barock. Mächtige «Türme» überforderten die Kräfte des Tierriesen.


a

8 (a und b) Die beiden Abbildungen gehören zu den Concordantiae caritatis des Geistlichen Ulrich von Lilienfeld, entstanden um 1355, und die Übersetzungen der beiden lateinischen Texte lauten : «Die Elefanten können niederknien, solange sie jung sind.» (a) bzw. : «Elefant, hier wirst du an dem Baum sterben, wo du Ruhe suchst.» (b)

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Damit verbundenen sind Arthrosen und ähnliche Krankheitsgeschehen, besonders bei älteren Zirkuselefanten, die täglich Extremtricks zeigen müssen. Berichte über chronische Lahmheiten in Ellbogen- und Kniegelenken oder Distorsionen der Schulter- und Ellbogengelenke sind in zahlreichen wissenschaftlichen Berichten von H. Ruthe (1961) über Wolfgang Salzert (1072 & 1976) bis Murray E. Fowler und Susan Mikota (2006) nachzulesen. In deutschen Zirkusunternehmen starben allein im Jahre 2012 fünf Elefanten. Wahrscheinlich waren Arthrosen in allen Fällen wenigstens mitverursachend : So fanden am 2. Mai 2012 die Kutscher im Winterquartier des Circus Krone die Leiche des 48-jährigen, 1973 von Murray E. Fowler kastrierten Asiatischen Elefantenbullen «Colonel Joe» (Fowler 1973, 1999). «Er wurde in der Manege zu unnatürlichen Dressuren gezwungen», so Peter Höffken, Diplomzoologe und Wildtierexperte bei PETA : «Er litt seit Jahren unter einem großen Abszess am linken Vorderbein, einem nahezu vollständig steifen linken Vorderbein und unter schweren Verhaltensstörungen. Nach einem Leben in Ketten lag er häufig stundenlang teilnahmslos auf dem Boden … , was ungewöhnlich für Elefanten ist.» So verhärtet sich die Vermutung, dass Überanstrengungen des Bewegungsapparates bei Elefanten zu schweren Lähmungserscheinungen und auch zu frühem Tod führen können, und es ist anzunehmen, dass gezähmte Elefanten auch im zweiten bis vierten Jahrhundert, als erste Mönche in Alexandrien den Physiologus schrieben, unter physischen Überforderungen zu leiden hatten. Die Sättel und andere turmartigen «Aufbauten», welche Kampfelefanten samt schwer gepanzerten Reitern zu tragen hatten, überforderten ihre Leistungsfähigkeit.

Erste Begegnungen mit wilden Elefanten Nach Abschluss meiner Doktorarbeit lud mich Dr. Helmut K. Buechner, Smithsonian Institution of Washington, ein, zwei Jahre als Field Director am Smithsonian Elephant Survey auf Sri Lanka teilzunehmen. Ostern 1967 reiste ich erstmals auf die Insel vor der Südspitze Indiens, um wilde Elefanten zu beobachten.

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Das kleine Einmaleins der Elefantologie


Unser Team sollte Antworten auf zunächst einfach klingende Fragen finden, zum Beispiel : Wie, wie viel und welches Futter nehmen Elefanten täglich auf ? Reicht das natürliche, wild wachsende Nahrungsangebot, oder fressen die Tierriesen bereits mehr, als gleichzeitig nachwächst, sodass sie die Felder der Reisbauern plündern müssen ? Ein anderer Fragenkomplex betraf die Demografie : Wie viele Elefanten leben auf der Insel, wie viele davon sind Bullen, Weibchen oder Jungtiere ? Wie groß sind Nachwuchs- und Sterblichkeitsraten ? Als unser Quartier fast fertig war, besuchte uns der erste Elefantenbulle. Keiner von uns war vorher zu Fuß einem Elefanten aus nächster Nähe begegnet. Doch wir hatten uns rasch an die unerwarteten Besucher zu gewöhnen : Dem ersten folgten bald andere junge, etwa zwei Meter hohe Bullen, die wir bald voneinander unterscheiden konnten und die immer zutraulicher wurden. Bald inspizierten sie unser Camp aus nächster Nähe, fraßen die grünen Holzstämmchen, welche die Fensterklappen offen hielten, und zermalmten Kokosnüsse zwischen ihren riesigen Backenzähnen. Diese Leckerbissen kugelten wir ihnen zu, wenn wir unter dem «sicheren» Dach unter trockenen Kokoswedeln standen. Wagten wir uns dagegen in Anwesenheit eines Elefanten ins Freie, jagten uns die Elefanten zurück.

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9 Wilde Elefanten im Nationalpark von Udawalawe auf Sri Lanka.


10 Zooelefanten (hier auf einer älteren Postkarte) sind wesentlich dicker als wilde Elefanten.

Nicht alle Begegnungen mit den wilden Riesen verliefen so harmlos. Schon damals wurden gelegentlich Siedler von Elefanten getötet. Und die meisten Elefanten, die im Yala-Nationalpark weilten, lebten nicht während des ganzen Jahres im Schutzgebiet. Einige, vor allem erwachsene Bullen, trugen zahlreiche Schussverletzungen, und bei solchen Elefanten war Vorsicht geboten. Sie mochten Menschen kaum noch, griffen gelegentlich an, besonders wenn sie in Musth waren, der bereits erwähnten Brunftphase der Bullen. An die erste solche Begegnung erinnere ich mich heute noch, als wäre sie erst gestern passiert : «Stopp, da vorne steht ein Neuer !» Unser Führer Pydase deutete auf das Ende der Lichtung. «Musth», flüsterte er und strich sich mit beiden Händen ehrfurchtsvoll über Schläfen und Wangen. Damit deutete er an, was wir jetzt alle sahen. Die Schläfendrüsen des Bullen waren aktiv. Ein breites dunkles Sekretband zog sich beidseitig von der Mitte des Jochbogens zu den Mundwinkeln. Ich stoppte den Motor und begann ihn zu fotografieren. Bald sah ich im Sucher, dass er auffallend rasch größer wurde. Immer schneller wurden seine Schritte. Dann hob er den Kopf an, rollte den Rüssel leicht ein und spreizt die Ohren ab. Kurz : Er griff frontal an, ohne uns lange zu warnen.

Können Elefanten rennen und wie schnell ? Pydase hatte bereits die Schuhe von den Füßen gestreift. Denn die Mantras (das sind Zauberformeln) wirkten nur, wenn man direkten Kontakt zum Boden halte, hatte er schon wiederholt doziert. Jetzt glitt er aus dem Wagen, brüllte dem heranstürmenden Giganten das Mantra entgegen und schleuderte zum Schluss eine Handvoll Erde hoch in die Luft. Weder Zauberformel noch laute Stimmen noch die Staubwolke, mit der Pydase das «Sandwerfen», ein auffallendes Verhaltenselement aus dem Drohrepertoire der Tierriesen, imitierte, wirkten. Der Bulle meinte es offenbar bitterernst. Wir flohen mit dem Landrover rückwärts, aber zunächst verfolgte uns der wütende Bulle und schnitt Kurven ab, indem er durch übermannshohen Unterwuchs brach. Endlich ließ er von uns ab. Solche Begegnungen ereignen sich aber äußerst selten. Während der beiden Jahre, die ich in Yala und in Lahugala verbrachte, erfuhren wir ein halbes Dutzend ernst gemeinter Angriffe, vier durch Musthbullen und zwei durch Matriarchinnen, so nenne ich die Leitkühe. Häufiger sind Scheinangriffe von «Liberos», jenen Mitgliedern einer Gruppe, deren Aufgabe darin besteht, Störenfriede von den Familien mit Neugeborenen abzulenken. Ist der wütende Bulle nun gerannt ? Und sind Elefanten Pass- oder Kreuzgänger wie die meisten Menschen ? Sie wissen wahrscheinlich aus Ihren Betrachtungen im Zoo, dass ein Elefant nur einen Fuß vom Boden hebt, ihn nach vorne setzt, dann mit dem hinteren Teil seines Fußpolsters auftritt, abrollt und auf dem vorderen Fußballen stehend den nächsten Schritt einleitet. Die ganze Sequenz verläuft nach folgendem Muster : linker Hinterfuß, linker Vorderfuß, kurze Pause, rechter Hinterfuß, rechter Vorderfuß.

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Elefanten sind demnach verzögernde Passgänger im Zeitlupentempo. Bis vor Kurzem behauptete jeder zweite Experte, dass Elefanten nicht rennen, selbst wenn sie sich schnell fortbewegen. Denn moderne Biomechanik definiert Rennen als eine Schrittfolge, bei der gleichzeitig zwei oder mehr Extremitäten vom Boden abgehoben sind. Aber seit den Studien von John R. Hutchinson von der Stanford University in Kalifornien und seinen Kollegen (Hutchinson et al. 2003) wissen wir : Elefanten rennen tatsächlich mit hoher Geschwindigkeit. Hutchinson und sein Team, die in westlichen Zoos und in einem Thai-Elefantencamp insgesamt 60 Elefanten (14 Afrikaner und 46 Asiaten) mit Zeitlupenkameras und Chronometern studierten, bestimmten bei ehemaligen Jagdelefanten, die von ihren SuéReitern angetrieben wurden, die Höchstgeschwindigkeit auf 24,5 Kilometer pro Stunde. Der schnellste von 18 Zooelefanten, eine 29-jährige, 3265 Kilogramm schwere Afrikanerin, brachte es auf 21,2 Kilometer pro Stunde, ein einmonatiges afrikanisches Bullenkalb auf 6,5, was auch vier Afrikanerinnen zwischen 23 und 43 Jahren nicht überboten. Kurz : Vielen Zooelefanten mangelt es an Training. Zudem sind viele vergleichsweise schwer. Asiatinnen erreichen in Zoos gelegentlich Übergewichte, die bis zu 180 Prozent des Normalgewichts entsprechen (Kurt & Kumarasinghe 1998). 500 bis 2800 Kilogramm schwere Tiere erreichen Höchstgeschwindigkeiten von 20 und mehr Kilometern pro Stunde. Schwerere sind langsamer. Ein Körpergewicht von mehr als vier Tonnen erlaube höchstens noch 13,5 Kilometer pro Stunde, so die Daten von Hutchinson und seinem Team. Übrigens beschleunigen die Tierriesen, indem sie die Schrittfrequenz erhöhen und die Schrittlänge, gewissermaßen die Amplitude, vergrößern. Unter «Schritt » verstehe ich hier nicht die Vorwärtsbewegung eines einzelnen Beins, sondern die einfachen Abfolgen der Vorwärtsbewegung aller vier Extremitäten. Anlässlich unserer Beobachtungen im Udawalawe-Nationalpark maßen einige Teammitglieder die Schrittfrequenzen von verschiedenen Altersklassen, wenn sich die Herden ungestört zwischen Nahrungsgebieten, Wasserlöchern oder Ruheplätzen bewegten (Kurt 2001). Ein- bis Zweijährige hatten Frequenzen zwischen 19 und 32 Schritten pro Minute, Zwei- bis Vierjährige mit 17 bis 25 Schritten pro Minute, Fünf- bis Zehnjährige mit 14 bis 19 Schritten pro Minute und Erwachsene brachten es nur noch auf 11 bis 16 Schritte pro Minute. Hutchinsons hingegen ließ seine Versuchstiere zu höchstmöglicher Geschwindigkeit treiben und verzeichnete Schrittfrequenzen, die wenigstens viermal höher waren als bei ungestörter Ortsveränderung. Der schnellste aller beobachteten Elefanten mit etwa 500 Kilogramm brachte es auf 110 Schritte pro Minute. Bei «Eintönnern» betrug der entsprechende Wert 102, bei «Zweitönnern» 90, bei «Dreitönnern» 78 und bei «Viertönnern» 60 Schritte pro Minute. Mit zunehmendem Gewicht und damit auch zunehmender Körpergröße und Alter verringerte sich die Schrittfrequenz, die Schrittlänge nahm dagegen zu. Beim schnellsten «Halbtönner » maß sie 3,5 Meter, bei den schnellsten «Ein-, Zwei- und Dreitönnern» betrugen die Werte 4,1 Meter, 4,3 Meter und 4,5 Meter. Der schnellste «Viertönner » verkürzte sie auf 3,4 Meter. Mit zunehmender Geschwindigkeit beginnt die Schrittfolge der Elefanten zu stottern. Die Hinterextremitäten machen dabei sehr ähnliche Bewegungen

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11 Die Unterseite der Elefantenfüße haben eine hornige Sohle, die im vorderen Abschnitt an die mehr oder weniger ausgeprägten Zehennägel stößt.


12 Schulterhöhe (in cm) in Abhängigkeit des Alters bei gefangenen Bullen aus Myanmar und Sri Lanka. Auf Sri Lanka sind sie größer. (Quelle : Kurt & Kumarasinghe 1998)

300

250

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150 Bullen Myanmar Rsq = 0.8647 Bullen Sri Lanka Rsq = 0.8498

Alter in Jahren 100 0

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wie die Beine von Menschen beim Sackhüpfen, knicken kurz ein, strecken sich und katapultieren den Körper vorwärts. Das Kniegelenk spielt eine entscheidende Rolle, den Körper vorwärtszuschieben. Eine ähnlich wichtige Rolle kommen den Fußkissen zwischen Fußskelett und -sohle zu. Sie wirken als Schockabsorber, tragen das Körpergewicht, verteilen es gleichmäßig und speichern dank ihrer Elastizität Energie während der Belastungsphase, die beim nächsten Hochheben des Fußes wieder in den Bewegungsapparat zurückfließt.

Der leichtfüßige Riese Die kuchenblechgroßen Füße sind vorne rund und hinten elliptisch. Die Fläche der Hinterfüße entspricht etwa drei Vierteln der Vorderfußfläche. Die Vorderextremitäten tragen rund 60 Prozent des Körpergewichts, besagt eine Faustregel der Elefantenanatomen. Die Belastung lässt sich aufgrund von Hunderten von Messungen, die meine Mitarbeiter und ich zwischen 1967 und 1998 bei Asiatischen Elefanten in europäischen Zoos und südasiatischen Camps vornahmen, ziemlich gut schätzen. Ein Neugeborener misst an der Schulter zwischen 90 und 100 Zentimetern, sein Gewicht liegt etwa bei 100 Kilogramm. Beim Stehen belastet er jeden Quadratzentimeter seiner Vorderfüße mit etwa 165 Gramm und jeden seiner Hinterfüße mit 148 Gramm. Da im Laufe eines Elefantenlebens die Schulterhöhe etwa um das Zweieinhalbfache, die gesamte Standfläche der Vorder- und Hinterfüße knapp um das Sechsfache, das Gewicht aber um wenigstens das Dreißigfache zunimmt, vergrößert sich die Belastung der Standflächen um das Vier- bis Fünffache. Eine erwachsene Elefantin misst etwa 240 bis 250 Zentimeter an der Schulter. Ihr Gewicht kann zwischen 2390 und 3950 Kilogramm liegen. Eine Elefantin von mittlerem Gewicht von 3170 Kilogramm belastet im Stehen jeden Quadratzentimeter der Vorderfüße mit 790 Gramm und der Hinterfüße mit 707 Gramm.

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13 1967 begannen mein Team und ich zahme Elefanten auf Sri Lanka zu vermessen.

In jedem Tierbuch heißt es, Elefanten seien Zehenspitzengänger. Gerald E. Weissengruber und seine Mitarbeiter (2006 b) von der Veterinärmedizinischen Universität Wien sahen dies ganz anders, nachdem sie die Hinterextremitäten der Tierriesen genau untersucht hatten. Sie fanden, dass sich die Hinterbeine der Elefanten wesentlich unterscheiden von denjenigen der meisten Säugetiere. Ober- und Unterschenkel stehen nicht in einem mehr oder weniger stumpfen Winkel zueinander, sondern mit etwa 180 Grad praktisch senkrecht. Diese Stellung entlastet Bänder, Muskeln und Sehnen beim Stehen oder langsamen Gehen. «Die Hauptbewegung des Knies ist Streckung und Beugung bei einem Spielraum von 142 Grad», schreiben Gerald Weissengruber und seine Mitarbeiter (2006 a, S. 59) : «Eine ähnliche erweiterte Kniestellung kommt nur beim aufrecht gehenden Menschen vor.» Die außergewöhnliche Kniestellung galt immer als Merkmal der Sohlengänger. Vorsichtig sprechen sie jetzt vom Semi-Sohlengänger (Weissengruber et al. 2006 a). Zu diesem Schluss führten ihre Studien am Fußskelett und am Fußkissen der Elefanten, das zwischen Sohle und Fußskelett liegt und in Kammern unterteilt ist, die weißgelbliche Kollagen- und Fetteinschlüsse enthalten. Teilweise werden diese von einem knorpeligen «zweiten» Daumen bzw. einer «zweiten» großen Zehe gestützt. Merke : Die Elefanten haben zwar je nach Art oder Unterart die Zahl der Hufe, aber nicht die Zahl der Zehen reduziert. Die Zehenzahl wurde vielmehr vergrößert. Die Fußkissen wirken als Schockabsorber, tragen das Körpergewicht, verteilen es gleichmäßig und speichern dank ihrer Elastizität Energie während der Belastungsphase, die beim nächsten Hochheben des Fußes wieder in den Bewegungsapparat zurückfließt. Die Kissen der Hinterfüße breiten sich in dieser Entspannungsphase so weit aus, dass sich die Fußsohle nach außen wölbt. Elefantenfüße sind aber auch Sinnesorgane. In der Fußunterhaut sitzen

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dicht gedrängt Tastsinneszellen, zum Beispiel die Meißner-Körperchen, mit denen auch Menschen an Händen und Füßen fühlen, was sie mit den Augen nicht genau erkennen können. Diese Fähigkeit ermöglicht das Ertasten unsicherer Wegstrecken oder die Futtervorbereitung, bei der neben dem Rüssel auch die Vorderfüße mitwirken. In den Kissen und in der Unterhaut der Sohlen drängen sich Gruppen von Pater-Pacini-Körperchen. Das sind äußerst sensible Vibrationssensoren, die selbst geringste Erschütterungen registrieren, zum Beispiel das ferne Donnergrollen oder die von Artgenossen gesendeten Infraschalllaute, die sich im Boden etwas langsamer, aber über weitere Distanzen ausbreiten. Die Behauptung, dass Elefanten auch mit den Füßen hören würden, ist also wahr.

Erkennungsmerkmale Die immer enger werdenden Beziehungen zwischen wilden Elefanten und unserem Team brachten sofort erste Erfolge : Wir lernten bestimmte Tiere individuell kennen und lernten auch, wodurch sich bestimmte Elefanten von anderen Artgenossen unterscheiden lassen : Zum Beispiel unterscheiden sich die Länge der Schwänze oder die Form und Länge ihrer Quasten aus drahtigen Haaren, ihre Ohrläppchen, die lang und schmal oder auch kurz und rund sein können, oder der obere Ohrrand, der entweder glatt verläuft oder als dünnes Band nach vorne oder hinten herunterhängt und mit zunehmendem Alter immer mehr Narben trägt. Mit einem guten Fernrohr lassen sich auch vier verschiedene Augenfarben erkennen. Von 123 Tieren hatten 54,4 Prozent dunkelbraune, 38 Prozent hellbraune, 12,4 Prozent honigfarbene und 9,1 Prozent graue Augen. Pamela Kerschbaumer (2001) unterschied innerhalb dieser groben Einteilung weitere Farbtöne, so etwa Blaugrau, Braungrau, Walnussbraun und Kastanienbraun, Haselnussbraun und Bernstein sowie Gold und Gelb. 3,3 Prozent der Elefanten hatten eine hellbraune bzw. golden gesprenkelte Iris. Übrigens sind das linke und das rechte Auge nicht immer gleich gefärbt. Kombinationen wie grau/dunkelbraun, grau/hellbraun oder hellbraun/honigfarben kamen bei 10,7 Prozent aller Tiere vor. Das Erkennen von Augenfarben einzelner Elefanten braucht Erfahrung, gute optische Hilfsmittel und auch Glück. Hier ein Geheimtipp, von dem nur wenige Insider unter den Elefantenkennern wissen : Elefanten lassen sich unterscheiden in «Linksrüssler » und «Rechtsrüssler ». Das fand die Ethologin Franziska Martin (1999) von der FU Berlin anlässlich unserer Studien zwischen 1997 und 1999 in Pinnawela und Udawalawe heraus : Die Seitenvorliebe sei bei den großen Tieren unterschiedlich ausgeprägt. Beispielsweise seien die Elefanten beim Ausreißen von Grassoden stark seitenfixiert, umwickelten die Pflanzen mit ihrer Rüsselhand entweder links- oder rechtsherum und bewältigten die Steuerung ausschließlich in einer Gehirnhälfte. Elefanten, die sich klar auf eine Seite festlegten, ernteten mehr Gras, als es ein «Seitenwechsler » könnte. Unerfahrene Beobachter haben häufig schon Schwierigkeiten, einen Bullen aufgrund des typischsten Merkmals zu beschreiben, die Größe und Länge der

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Stoßzähne. Oft sind sie sich kurze Zeit nach einer Begegnung unsicher, ob die beiden verlängerten oberen Schneidezähne parallel verlaufen oder auseinander, ob ihre Spitzen nach oben zeigen, sich überkreuzen, und welcher der beiden Zähne oben liegt. Besonders beim Ceylonelefanten haben Unerfahrene auch Mühe, Männchen und Weibchen zu unterscheiden. Denn nur einer von zehn Bullen trägt Stoßzähne, die mächtig verlängerten, zweiten Schneidezähne aus dem Oberkiefer. Und die äußeren weiblichen Geschlechtsteile befinden sich etwa dort, wo auch die männlichen sind, am Hinterbauch. Die Hoden bleiben zeitlebens am Ort ihrer embryonalen Anlage hinter den Nieren im Körperinneren, der Descensus testis findet nicht statt, und so fehlt den Bullen der Hodensack, das Scrotum. Die Klitoris erwachsener Elefantinnen kann ausgeklappt bis zu einer Länge von etwa 40 Zentimetern erigieren und erinnert an einen zu einem Drittel aus seiner Scheide ausgeschachteten Penis. In voller Erektion misst der Penis des erwachsenen Bullen wenigstens einen Meter oder mehr, ist S-förmig geschwungen und trägt an seiner Spitze einen winzigen «Finger », der am Muttermund ein kleines Fenster öffnen kann, durch welches später das unter hohem Druck ausfließende Ejakulat in die Gebärmutter (Uterus) spritzt. Ein sicheres Unterscheidungsmerkmal ist für den Erfahrenen die Kopfform. Männchen haben größere, rundere Schädel, und die Rüsselbasis ist vergleichsweise muskulöser als bei Weibchen. Zwei offensichtlich eindeutige Merkmale, an denen jeder interessierte Laie einzelne Zoo- und Zirkuselefanten von anderen unterscheiden lernt, führen bei Wildelefanten meistens in die Irre : die Körpergröße und das Ausmaß der hellen, depigmentierten Stellen. An diesen Hautstellen fehlt das hautfärbende dunkle Pigment Melanin, und sie heben sich rosarot oder weißlich von der schiefergrauen Haut ab. Wilde Elefanten sieht man aber nur beim Baden nackt, sonst

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14 Ein sichtbarer Alterungsvorgang ist festgelegt in den Proportionen des Gesichts, der Ohrengrößen oder der beiden Stirnwülste der älteren Elefanten. (Quelle : Weihs et al. 2002)


15 Elefantenohren wachsen nicht nur mit dem Alter, sie verändern auch ihre Form. Obere Linie : Mit zunehmendem Alter wird der überhängende obere Ohrrand breiter, dünner und zerreißt an der äußersten Spitze. Untere Linie : Zwei Extreme lassen sich unterscheiden : «Kurzohren» Typ 1) und «Langohren» Typen 2 und 3. (Quelle : Kurt & Kumarasinghe 1998)

ist ihr Körper mit Schlamm bedeckt und mit Staub eingepudert, und die Körpergröße wird vom Betrachter zunächst einmal sehr subjektiv empfunden. Ein Elefant, der vor einem Beobachter, meistens vor einem Fahrzeug flieht, wird »kleiner » empfunden als einer, der stehen bleibt und sich dem Betrachter zügig nähert. Doch als die ersten Studien an wilden Asiatischen Elefanten begannen, galt neben dem Ausmaß der hellen Hautstellen besonders die Schulterhöhe als Altersmerkmal. Und die wollten wir näher kennenlernen, und so begab sich das ganze Team Ende Juli 1967 nach Kandy, der letzten Königsresidenz im Hochland Sri Lankas.

Alterskriterien

16 Ein Ausschnitt aus der Kölner Elefantenherde macht individuelle und altersbedingte Unterschiede deutlich.

Vor und während des Vollmondes im Monat August finden in Kandy alljährlich Paraden zu Ehren eines der heiligsten Relikte der Buddhisten, eines Zahns Buddhas, statt. Hauptattraktion für die Hunderttausenden Besucher sind die rund 100 mit bunten Schabracken wunderbar geschmückten zahmen Elefanten, die an den Umzügen teilnehmen. Vor rund 45 Jahren hatte unser dreiwöchiger Besuch dort aber nur ein Ziel: Mein Team und ich wollten die teilnehmenden Elefanten fotografieren und zeichnen, ihre Schulterhöhe, ihren Brustumfang, den Umfang jedes Fußes und die Schwanzlänge messen. Zudem wollten wir so viele wie möglich auf der Eisenbahn-Waage am Güterbahnhof von Kandy wiegen (Kurt & Nettasinghe 1968). Wir alle lernten viel über zahme Elefanten und erkannten Fakten, die unsere Studien erschwerten, beispielsweise dass nicht alle der Rüsseltiere gleich schnell wachsen und dass physische und psychische Störungen ihr Wachstum verlangsamen können. In den kommenden Jahren wiederholten wir das Messpro-

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a

b

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17 (a–c) 1997 wiederholten meine Mitarbeiter und ich die 1967 durchgeführte Sammlung von Messdaten bei zahmen Elefanten (a). Ebenso wogen wir Elefanten auf der gleichen Waage am Bahnhof von Kandy (c) wie schon 30 Jahre früher (b).

gramm, zuletzt 1997. Die Ergebnisse haben meine Mitarbeiter und ich 2001 in einem Buch zusammengefasst (Kurt 2001), und ich stelle sie nachfolgend vor – jeweils bezogen auf fünf soziale Klassen für Bullen und Elefantinnen. Auf die Daten zum Körpergewicht werde ich in Kapitel 7 näher eingehen. Als Neonaten verstehe ich Neugeborene beiden Geschlechts bis ins Alter von zwei Jahren und einer Schulterhöhe von 90 Zentimetern bis 1,3 Metern. In ihren ersten Lebenswochen umgibt ein auffallend roter Ring ihre Augen. Häufig haben sie einen dicken Pelz aus feinen Lanugo-Haaren, depigmentierte Hautstellen fehlen. Sie verfügen über den ersten und zweiten Molar, deren gesamte Kaufläche (Summe von allen vier Kieferästen) 27 bis 29 Quadratzentimeter misst. Ihre mittlere Kaufrequenz beträgt 44 Schläge pro Minute. Neonaten werden von ihren Müttern und gelegentlich zusätzlich von Ammen, das sind nahe verwandte, fortpflanzungsfähige Weibchen, gestillt. Als Infante bezeichne ich Jungtiere im Alter von 2,5 bis 5 Jahren. Infante werden nur selten gestillt. Ihre Mütter sind meist wiede-

Gegenüber 18 Der größte Elefant, dem wir auf Sri Lanka die Schulterhöhe maßen, war 1967 knapp 300 cm hoch.

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Fusszeile


Bildnachweis (Die Zahl verweist auf die Abbildungsnummer)

Abbott, B. 41, 42a Aebersold, T. 5 (a–c) Arco Images/NPL/A. & S. Chandola 72, 128 (a & b) Arco Images/NPL/A. Jain 28, 68 Arco Images/NPL/T. Laman 39 Arco Images/NPL/P. Oxford 62 Arco Images/NPL/T.J. Rich 36, 37 Arco Images/NPL/Studio Times Ltd. 71 Arco Images/NPL/J. Xu 63 Baker, S.W. 126 Barton Sons & Co. Bangalore (Archiv Kurt) II, III, IV, 142 Boner, A. & Sarma, S.R. (1972) 116 Burgerbibliothek Bern, Cod. 7.f.218r 7 Cheeran, J. 123 (a–f) Desai, A. 25, 27, 35 (b & c), 67 Fernando, P. 101 a Frädrich, H. 40, 101 b Franchini, E. 181 Ganguly, S. 146 Garaï, M.E. 35 a, 174, 179 Giles F.H. (1927 & 1929) 135 Hemple, M. I Hering-Hagenbeck, S. 6, 26, 33, 48, 51, 52, 54,55 (a & b), 56 (a & b), 58, 60, 61, 106, 113, 114, 169 (a–d), 173,190 Hodel, M. 69 IrfaView 186 Jaeggi, P. 134 Kerckhoff, J. 16, 192, 195 a Klages, J. 193 (a & b), 194 Kurt, F. 2, 12, 13, 15,17 (a–c), 18, 19, 21 (a–d), 22 (a–c), 23 (a–f), 24, 29, 30, 31, (a–c), 32, 34 a, 43, 44 (a & b), 45, 46 (a–d), 47 (a & b), 49, 50 (a & b), 57, 59, 66 (a–c), 70, 75 (a–g), 76, 77 (a–d), 78 (a–d), 80 (a–c), 85 (a & b), 86, 87 (a & b), 88, 90 (a–f), 91, 92 (a & b), 93, 94, 95 (a & b), 96, 98, 102, 105 (a & b), 107, 108, 109, 110, 111, 112 (a–f), 117, 118,119, 124 (a–c), 125, 131, 136 (a & b), 137, 138 (a–e), 139 (a–d), 140 (a–d), 143, 144 (a–c), 145, 149, 150 (a & b), 153 (a & b), 161, 168, 175, 176, 177, 178 (a & b), 191 (a & b)

Kurt, F., Archiv 100,101, 103, 104, 121 Mar, K.U. 148, 151 Münster, U. 74 (a & b) Nogge, G. 195 (b & c) Okapia/Tao Images 133 Okapia/Hira Punjabi 38 Okapia/K. Wrobel 73 Okapia/O. Krüger 160 Okapia/BAO 157 Okapia/LatitudeStock/J. Richards 147 Pastorini, J. 34 b,53 (a–f), 127, 187 PETA U.S.A. 167 (a–d), 170 Photoshot/TIPS: Luca Invernizzi Tettoni 130, 141 Photoshot/TIPS: Charles Mahaux 99, 132 Reimers, M. 4, 9 Rijksmuseum Amsterdam (Brandes, J. 1785) 120 Ringier Dokumentation 156, 158 (a & b) Rissler, A. 115 Rübel, A. 81, 82, 83 Schlingloff, D. 84, 89 Schulze, W. 162, 163, 164, 165 (a & b), 166 Spiller, W. 159 Stiftsarchiv Lilienfeld, Foto: © H. Schmid 8 (a & b) Thevet, A. (1675), Archiv Kurt 122 Tierpark Hagenbeck 196 (a–d) Varma, S. 11, 42 b, 50 c, 79 (a–c), 97, 152 (a & b),154 (a & b), 155 (a & b), 188 (a.c), 189 (a–d) Weihs, W. 14, 20, 65 (a–d), 171 Zentralbibliothek Zürich (P. Baldaeus 1672) 129 Zingg, R. 182 (a–d), 183 Zoo Zürich 172, 180, 183, 184, 185, 196 (a & b), 197, 198, Umschlag recto (C. Galeffi), Umschlag verso (E. Franchini) Zoo Zürich (Archiv) 1, 10

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Stichwortverzeichnis (Die Zahl verweist auf die Seitenzahl)

Ägypten 124, 136 Ajanta 17, 147 Ajeh 121, 162 Akbar der Große 108, 267 Alexander der Große 142, 143 Altersklassen 15, 30, 63, 104, 247 Alterskriterien 35, 40 Altevogt, R. 87, 101, 108, 200 Altruistisches Verhalten 52, 84, 87 Ammen 36, 94, 97, 239 Andamanen 191, 194, 201 Ankus 168 Anuradhapura 74, 146, 181 Arier 139, 150 Aristoteles 25, 174 Arthashastra 145 Anrachal Pradesh 167 Assam 15, 18, 69, 73, 76, 78, 130, 138, 146, 148, 151–156, 168, 170, 171, 176–178, 189, 190, 194, 199, 200, 202, 206, 209, 216, 228, 274, 276 Äthiopien 179, 182, 211 Baden 18, 34, 41, 66, 104, 105, 113, 181, 200, 207, 216, 224, 254 Baker, S. 164, 166, 267, 274, 280 Baldaeus, P. 182, 280 Bambus 114, 120 Bananen 119, 166, 198 Bandipur-Nationalpark 42, 43, 75, 228 Bangladesch 63, 69, 151, 156,177 Banteng 136 Barash, D.P. 245 Baskaran, N. 222–225, 229, 258 Bazé, W. 148, 172, 173 Beck, B.B. 103 Bengalen 153, 156, 171, 174, 194, 201 Bestände 17, 18, 57, 63, 65, 118, 143, 144, 148, 151, 224, 227, 228, 233, 238 Bewegungsstereotypien 18, 22, 71, 256 Bhutan 63 Bihar 126, 139, 175, 194 Birma 153–156, 178, 227, 233, 237 Bishop, C.W. 138 Bodenschlingen 166, 170 Borneo 18, 55, 59, 60, 70, 268, 270

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Bradshaw, G.A. 70, 240, 248 Brahmaputra 136, 154 Brunft 44, 47, 202 Chandrasekharan, P. 17, 197 Cheeran, J. 17, 18, 75, 98, 194, 195, 197, 272, 280 Chevalier-Solnikoff, S.K. 102 Chittagong 156, 171 Clubb, R. 233 Coorg 252 Corbett-Nationalpark 89, 137 Dakka 151 Dantzer, R. 71 Darlak 172 De Alwis, L. 17 Dehnhardt, G. 55 Deraniyagala, P.E.P. 58 Desai, A. 16, 67, 74, 280 De Silva, K.M. 269 Diamond, J. 136 Digby, S. 149 Dorresteyn, A. 244, 250 Dublin, H.T. 100 Duftmarken 103 Einbrechen 156, 188, 191, 242 Elefantenhandel 155, 184, 198 Elfenbein 60, 139, 153, 162, 180–182 Elvin, M. 138 Entwöhnung 94, 97, 239 Euphrat 136 European Elephant Group 75, 214, 233, 239, 246, 251, 271, 273 Evans, G.H. 138, 139, 155 Fallgrube 160–162, 189 Fang 16, 68, 73, 138, 144, 145, 149, 156, 159, 163–165, 170, 172, 174, 176, 188, 190, 199, 239 Feigenbaum 118 Fernando, P. 12, 19, 60, 64, 89, 231, 242, 280 Flehmen 47 Flucht 22, 93, 128, 165, 166, 172, 228 Fortpflanzung 201, 242, 247, 274


Fowler, M.E. 18, 27, 99 Frädrich, H. 17, 102, 280 Fußumfang 163, 166 Futteraufnahme 19, 46, 167, 248 Futterentzug 188 Futtermenge 224 Futterpflanzen 96–98, 130, 146, 224, 260 Futtervorbereitung 24, 33, 93, 94, 96, 97, 107, 256 Gadgil, M.E. 152, 157 Gajanayake Nilame 199 Gale, U.T. 176, 199 Gal Oya NP 149 Ganges 93, 139, 144, 210 Garaï, M.E. 18, 72, 83, 200, 220–222, 238, 240, 248, 258, 260 Gaur 134, 136 Geburt 25, 49, 50, 87, 106, 123, 229, 230, 235, 236, 239, 242, 243, 245–247, 260, 268, 273, 275 Geschlechtsreife 45 Gewicht 26, 30, 31, 38, 40, 55, 85, 96, 106, 110, 115, 129, 163, 165, 203, 232, 255, 260 Giles, F.H. 172, 175, 176, 280 Goodall, J. 102, 105 Göritz, F. 18, 242–244 Guha, R. 152, 157 Gupta, B.K. 75 Hagenbeck, C. 208–210 Hamilton, W.D. 49 Harappa 134, 150 Hart, B.L. 102 Hartl, G. 17, 18, 59, 278 Hati Jokar 122 Hausschwein 136 Hautpflege 18, 100, 103, 257 Haynes, G. 88 Hediger, H. 21, 22, 90, 220 Herre, W. 136 Higham, C. 146 Hildebrandt, T.B. 18, 242–244 Hoden 34, 46, 62 Holländer 153, 189 Hunde 101, 104, 114 Hutchinson, J.R. 30, 279 Imphal 151, 155 Indra 114, 128 Indus 133, 134, 136, 139, 143, 150, 274 Indussiegel 134 Infraschall 55, 81, 92 Jacobson’sches Organ 47 Jayewardene, J. 202, 276 Juvenilgruppe 91

Kabul 151, 155 Kaeng Krachan-Elefantenpark 14, 19, 259–261 Kakanakote 101, 184–186, 190 Kambodscha 63, 67, 69, 127, 128, 130, 170, 171, 173, 178, 190, 206 Kampf 44, 46, 92, 149, 207 Kampfspiele 40 Kandy 17, 35, 36, 105, 202, 211, 220, 230, 232 Karen 154, 175, 176, 182–184, 227 Karnataka 42, 75, 137, 156, 167, 176, 185, 190, 193, 194, 200, 216, 225, 228, 252, 278 Kaziranga-Nationalpark 78 Kerala 59, 69, 74, 75, 76, 84, 162, 190, 191, 193, 194, 195, 196, 197, 198, 200, 201, 203, 206, 216, 224, 250, 252, 268, 274, 279 Ketten 15, 18, 27, 58, 75–77, 115, 186, 196, 198, 200, 202, 203, 206, 207, 214, 219, 220–223, 231, 239, 246, 250, 256, 258 Kettenhaltung 207, 223 Khedda 15, 151, 156, 157, 167, 174–176, 182–188, 206, 207 Klitoris 34 Knie (Circus) 21, 22, 24, 87, 214, 240 Koch, R. 150 Kommando 200, 215, 216, 253 Konkurrenz 44, 78, 118, 124, 210 Kontaktlaute 90 Kopfkissen 103 Krishnamurthy, V. 15, 45, 74, 91, 113, 123 Krokodil 55, 85 Krone (Circus) 27, 136, 212 Kublai Khan 178 Kummer, H. 15, 105 Kunkis 159, 168, 169, 171, 176, 177, 181, 183, 184, 186, 187 Kurumbas 113–117, 119, 120, 129, 141, 156, 185, 188, 190, 199, 207, 215, 225, 250 Lahugala NP 29, 40, 126, 149 Lair, R.C. 108, 109, 159, 176 Lantana 69 Laos 63, 131, 139, 154, 165, 171, 176, 178, 190, 206 Laws, R. 15 Leimgruber, P. 227, 238 Leuser-Nationalpark 15, 121, 128, 159, 272 Liska, J. 102 Livet, J. 233 Löhlein, W. 256 Mahaweli Ganga 58 Mahut 67, 97, 101, 102, 114, 115, 117, 126, 133, 168, 191, 194, 197, 198–200, 203, 216, 220, 225, 252, 254 Malaysia 60, 63, 70, 100, 184, 216

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Manas-Nationalpark 148 Mantras 29 Marco Polo 178 Mar, K.U. 17, 200, 237, 239, 280 Mason, G. 233 Mekong 227 Mela Shikar 168, 169, 171, 189 Menon, M.S. 99, 119, 146 Milroy, A.J. 156 Mohenjo Daro 134, 150 Montali, R.J. 243, 244 Morris, D. 110, 220 Mudumalai-Nationalpark 16, 90, 113, 114, 225, 236, 246 Musth 25, 29, 41, 44, 45, 47–49, 61, 123, 197, 198, 200, 202, 206, 207, 249, 273, 276 Mutterfamilie 244, 247, 248, 250 Nagarholle-Nationalpark 75, 193 Nahrung 13, 44, 50, 52, 59, 69, 74, 75, 88, 93, 94, 97–100, 104, 105, 114, 117, 120, 124, 125, 130, 144, 160, 200, 202, 206, 219, 222, 224, 237, 239, 248, 250, 255, 256 Nashorn 128, 143, 144, 160 Neimanis, A. 100, 130 Nepal 63, 140, 171, 174, 178, 190, 241, 242, 269, 270, 272, 279 Nettasinghe, A.P.W. 35, 164 Neugeborene 26, 36, 41, 47, 49, 50, 97, 105, 160, 247, 260 Nilakantha 123, 144, 145, 166, 168, 189, 276 Nilgiris 117, 193 Nogge, G. 18, 150, 249, 280 Norris, C.E. 258 Oerke, A.-K. 18, 245 Oettermann, S. 25, 26, 208, 211, 212 Olivier, R. 100, 129, 256 Orissa 155, 175, 179, 190, 191 Paarung 25, 45, 47, 92, 241, 243, 247 Pannikiyas 59, 163, 164, 166, 183, 189 Parakramabahu I 182 Pastorini, J. 12, 19, 64, 125, 231, 280 Patna 151 Pawang 120, 128, 147, 159, 160, 162 Penis 34, 40 Periyar NP 84, 107 Persien 56, 150 Pfälzner, P. 134 Pferd 57, 134, 136, 150, 169, 173 Pieler, E. 18, 104, 257 Pilkhana 156, 207, 228 Plotnik, J.M. 86 Poole, J.H. 66, 70, 85, 90 Portugiesen 184 Porus 142 Punjab 140, 143, 175

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Rajasthan 193, 198 Rasmussen, L.E.L. 45, 91, 94, 122, 123 Regenwald 59, 68, 120, 146, 159, 160, 183 Reis 68, 72, 114, 115, 139, 144, 146, 149, 160, 201, 202, 228 Reitervölker 150 Rentsch, B. 87 Riau 68 Rigveda 139 Rind 150 Röhrs, M. 136 Ruhe, H. 210 Ruhunu, s. Yala-Nationalpark Rüssel 13, 23, 25, 26, 29, 33, 41, 46, 47, 50, 55, 56, 84, 86, 94, 98, 102, 104, 105, 108, 121, 164, 168, 169, 171, 172, 175, 177, 181, 188, 191, 203, 214, 219, 220, 222, 223, 238, 251–253, 255 Ruthe, H. 27 Sabah 60, 70 Salzert, W. 27 Sanderson, G.P. 156, 167, 168 Santiapillai, C. 73, 127 Sarasin, K.F. 180 Sarma, K.K. 202, 227, 280 Säugling 41, 49 Säuglingsgruppe 91 Schaf 57, 136 Schakal 64 Schimpanse 86, 104, 110 Schlaf 13, 18, 22, 24, 70 Schläfendrüse 25, 29, 45, 46, 48, 91, 207 Schlammbad (s. auch Suhle) 257 Schlingen 59, 160, 163–165, 166, 170, 174, 178, 179, 188, 189 Schlingloff, D. 17, 147, 280 Schulterhöhe 31, 35, 36, 38, 49, 58, 106, 125, 166, 198, 203, 232 Schwanzabbeissen 40, 41 Schwimmen 13, 83, 199, 256 Shanvölker 138, 154, 175–178 Siam (s. auch Thailand) 24, 138, 154, 268 Sozialverhalten 15, 222, 224, 247, 250 Speichel 124 Spurkette 114, 115, 126, 203 Sri Lanka 15, 17–19, 27, 28, 31, 32, 36, 38, 47, 58, 59, 63, 66, 67, 70, 73–75, 78, 81, 83, 85, 88, 92, 94, 96, 102, 104, 118, 120, 125, 127, 129, 134, 140–142, 146, 148, 149, 155, 156, 159, 163–165, 169, 170, 174, 175, 178, 180–185, 189–191, 199, 201, 208–210, 216, 223, 228–231, 236, 238, 242, 246, 254, 255, 258, 268–273, 275–277, 279 Stausee 41, 146 Stolba, A. 71 Stracey, P.D. 15, 151, 168, 169, 174–176, 206

Stichwortverzeichnis


Südindien 15, 69, 74, 84, 85, 118–120, 123, 126, 141, 153, 155, 156, 157, 162, 184, 185, 190, 191, 199, 200, 214, 227, 234, 236, 238, 252, 253, 255, 258 Südostasien 69, 98, 110, 127, 129, 138, 140, 141, 148, 151, 153–155, 159, 165, 170, 173, 176, 233, 234, 240, 243, 254, 256 Suhle 120, 218 Sukumar, R. 209, 227, 229, 234, 236, 245, 256, 258, 277, 278 Surin 133, 151, 171 Tamil Nadu 61, 90, 113, 117, 193, 194, 199, 200, 223–225, 239, 246, 250, 278 Tavernier, J.B. 59, 277 Teak 82, 83, 93, 113, 153–157, 186, 202, 207, 227 Tennent, E. 42, 166, 185 Testosteron 25, 46, 197 Thailand 17, 38, 57, 60, 63, 94, 99, 109, 110, 127, 128, 130, 131, 134, 136, 138, 139, 151, 153, 154, 170, 171, 175, 176, 183, 184, 190, 206, 242, 243, 270, 273, 276 Tiedemann, R. 59, 183 Tinbergen, N. 220 Touma, C. 45 Traditionen 140, 141 Trautmann, T.R. 143, 150 Trinken 66, 102, 104, 181, 206, 248 Tsavo-Nationalpark 15, 66, 100, 108

Yakschwanz 207 Yala-Nationalpark 29, 40, 46, 63, 66, 74, 88, 89, 92, 104, 123, 125, 134, 146, 149, 163, 255, 258, 272, 275 Yunnan 176, 178 Zahavi, A. 49 Zähmung 14, 66, 134, 136, 138, 141, 145, 156, 159, 199, 276 Zebu 136 Zentralchina 133, 138 Zeuner, F.F. 55, 134 Ziege 109, 136 Zimmer, N. 144, 166 Zirkus 21, 22, 26, 27, 87, 88, 91, 110, 193, 195, 197, 199, 200, 201, 203, 207, 209, 211, 212, 214, 215, 217, 219, 221, 223, 225, 255, 269, 271, 273, 275, 277 Zoo 13–15, 17, 18, 22, 24, 29, 34, 48, 57, 69, 70–72, 75–77, 86, 91, 99, 108, 109, 211, 212, 214, 215, 219, 220, 222, 229, 232–235, 240–244, 247–250, 253, 256, 258–261, 268, 270–277, 279, 280, 285 Zuckerrohr 58, 68, 110, 144, 184, 206, 215, 228, 253

Udawalawe-Nationalpark 17, 28, 30, 33, 38, 40, 61, 67, 70, 71, 74, 78, 81–85, 93, 107, 142, 149, 185 Umsiedlung 16, 73 Unfälle 44, 118, 200, 201, 214, 215, 250, 251, 252, 269 Vanitha, V. 222–225, 238 Varma, S. 16, 18, 19, 76, 77, 113, 195, 227, 242, 250, 258, 280 Vietnam 63, 69, 88, 178, 190, 278 Wanderungen 41, 146, 258, 259 Wasserbüffel 46, 89, 134, 136, 149, 164 Wasserloch 66, 67 Wechsel 91, 120, 126, 161, 221 Wechsler, B. 71 Weihs, W. 18, 19, 34, 94, 256, 280 Weissengruber, G.E. 32 Weißer Elefant 134 Wemmer, C. 74, 123, 273, 277 Werkzeuge 100, 102–105, 107, 109, 119 Western Ghats 88, 124, 125, 193, 276 Wildschweine 89, 104 Williams, J.H. 155, 164 Wilpattu-Nationalpark 231

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Impressum

Gestaltung und Satz : Katarina Lang, Buchgestaltung + Visuelle Kommunikation, Zürich Lektorat : Alessandra Kreibaum, D-Leinfelden-Echterdingen und Haupt Verlag Litho : FdB Für das Bild, Fred Braune, Bern Druck und Herstellung : Appl Druck GmbH, Wemding Schrift : Theinhardt Papier : Galaxi Bulk 135 g/m2 Umschlagfotos Recto : Zoo Zürich, Cordula Galeffi ; Verso : Zoo Zürich, Enzo Franchini Wir haben uns bemüht, sämtliche Copyright-Inhaber ausfindig zu machen. Leider ist uns das nicht in allen Fällen gelungen. Bei Unstimmigkeiten wenden Sie sich bitte an den Verlag. 1. Auflage 2014

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Kurt, Von Elefanten und Menschen  

"Leseprobe aus folgendem Buch, erschienen beim Haupt Verlag: Fred Kurt «Von Elefanten und Menschen», ISBN 978-3-258-07809-0"