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Robert Yarham

Landschaften lesen

Haupt

NATUR

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Robert Yarham

Landschaften lesen Die Formen der Erdoberfläche erkennen und verstehen

Fachberatung: David Robinson Übersetzt von Peter Göbel

H a u p t Ve r l a g B e r n • S t u t t g a r t • Wi e n

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Robert Yarham ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher und Artikel in Zeitschriften und Zeitungen, zu seinen Spezialgebieten gehören Natur, Artenschutz, Reisen, Fotografie sowie Landschaft und Geschichte Großbritanniens. Seit 2007 ist er Herausgeber der Zeitschrift «Beautiful Britain».

David Robinson ist Vorstandsmitglied der British Society for Geomorphology und Professor für Physische Geografie an der Universität Sussex (GB). Seine Spezialgebiete umfassen Bodenerosion, Devastierung, Gesteinsverwitterung und Geomorphologie.

Konzept, Gestaltung und Produktion: Ivy Press, 210 High Street Lewes, East Sussex, BN7 2NS, UK Die englische Originalausgabe erschien 2010 bei Herbert Press, einem Imprint von A&C Black Publishers Limited, unter dem Titel How to Read the Landscape Copyright © 2010 Ivy Press Limited

Aus dem Englischen übersetzt von Peter Göbel Redaktion und Satz der deutschsprachigen Ausgabe: bookwise Medienproduktion GmbH Umschlag der deutschsprachigen Ausgabe: pooldesign.ch Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. ISBN 978-3-258-07695-9 Alle Rechte vorbehalten. Copyright © 2012 für die deutschsprachige Ausgabe by Haupt Berne Jede Art der Vervielfältigung ohne Genehmigung des Verlages ist unzulässig. www.haupt.ch

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KREATIVDIREKTOR Peter Bridgewater HERAUSGEBER Jason Hook KÜNSTLERISCHE LEITUNG Michael Whitehead REDAKTIONSLEITUNG Caroline Earle REDAKTION Lorraine Turner REDAKTIONSASSISTENZ Jamie Pumfrey VERLAGSKOORDINATION Anna Stevens GESTALTUNG JC Lanaway ILLUSTRATIONEN Coral Mula BILDREDAKTION Katie Greenwood FARBLITHOGRAFIE Ivy Press Reprographics

Printed in China

Umschlagabbildungen Vorne, von oben nach unten: Vulkan in der Danakilwüste, Äthiopien: Matej Hudovernik/Shutterstock; Fjord: Janis Smits/ Shutterstock; Vulkankrater auf Lanzarote: Virginija Valatkiene/Shutterstock; Felsklippe bei Etretat, Normandie: Jean-Pierre Lescourret/imagebroker/ Okapia Hinten, von oben nach unten: Grüne Landschaft, Luftaufnahme: Ulrich Mueller/ Shutterstock; Flussschlinge: Vladimir Melnikov/ Shutterstock; Goosenecks State Park, Utah: Chris Curtis/Shutterstock

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Inhalt Vorwort

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Einleitung

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TEIL EINS

Die Landschaft verstehen

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TEIL ZWEI

Die Landschaft erkennen

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TEIL DREI

Die Landschaft kartieren

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Glossar

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Quellen

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Register

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Danksagung

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Vorwort Einfach ausgedrückt, versteht man unter dem Begriff «Landschaften» Ausschnitte der Erdoberfläche, also der belebten und unbelebten Umwelt. Manche dieser Ausschnitte sind sehr stark durch die Aktivitäten des Menschen geformt, insbesondere urbane Gebiete, die man deshalb fast «Stadtlandschaften» nennen könnte. In anderen Landschaften hat der Mensch dagegen sehr viel weniger Spuren hinterlassen, sie sind eher Naturlandschaften. Trotzdem gibt es kaum noch Gebiete, die als echte, unberührte Wildnis gelten. Ich kam in einer schmuddeligen Industriestadt im Norden Englands zur Welt und wuchs dort auch auf. Von Kindesbeinen an trieb es mich zu Fuß oder auf dem Fahrrad hinaus in das Umland, um dort die unverfälschte ländliche Natur zu genießen. Durch diese Ausflüge wuchs in mir die Liebe zur Natur und der Wunsch, die Landschaften zu verstehen, die ich entdeckte. Obwohl ich jetzt in einem angenehmen städtischen Umfeld wohne, liebe ich noch immer die kleinen Fluchten aufs Land und an die Küste, um zu wandern, Rad zu fahren und dabei die Vielfalt der Landschaften zu genießen, die mich umgeben. Als studierter Geograf werde ich häufig gebeten, die Entstehung der Landschaft zu erklären. Woher hat ein Tal, ein Kliff oder ein Hang seine besondere Gestalt? Warum bewegen wir uns einmal auf nacktem Fels, ein anderes Mal aber auf trockenen oder feuchten Böden, durchqueren nasse Marschen oder Hochmoore? Warum sind manche Steilküsten durch senkrechte Kliffs geprägt, manche dagegen durch Felsstürze und Erdrutsche? Warum bestehen einige Strände aus grobem Geröll, andere hingegen aus feinem Sand oder Schlick?

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Viele Menschen teilen meine Neugier. Sie möchten nicht nur mehr über die Landschaften erfahren, denen sie begegnen, sondern auch die Umwelt besser begreifen. Denn wer die Entwicklung der vielfältigen Landschaften und die Entstehung ihrer charakteristischen Formen vor seinen Augen nachvollziehen kann, sieht vor Ort einfach mehr und erlebt seine Umgebung intensiver. Dieses reich illustrierte Buch versucht, die Menschen bei der Deutung der Landschaften zu unterstützen – aller Landschaften, die sie im Alltag umgeben oder die sie in der Freizeit und im Urlaub kennenlernen. Dabei mögen sich manche dunkel an das erinnern, was sie in der Schule gelernt haben, während für andere die Informationen vollkommen neu sein werden. Zweifellos neu und typisch für dieses Buch ist die Art und Weise, in der es die behandelten Fakten möglichst eng einzelnen Landschaftstypen zuordnet und erklärt, wie die Phänomene verständlich und überschaubar den Charakter der jeweiligen Umwelt bestimmen. Dazu dienen auch zahlreiche, sorgfältig ausgewählte Fotos sowie Illustrationen, die kaum weiter erläutert werden müssen. Die Texte hat ein Autor verfasst, der mit diesem Buch seine Naturliebe und sein Wissen über die Landschaften ausdrücken, ihren Charakter beschreiben und die Entstehung und Entwicklung erläutern möchte. Das Ergebnis ist ein nützlicher Begleiter, der dem Spaziergänger, Wanderer oder Reisenden größeren Genuss und tieferes Verständnis verschaffen soll. DAVID ROBINSON

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EINLEI Für viele Menschen gibt es kaum etwas Schöneres als der unermessliche Genuss einer Wanderung durch die freie Natur. Das tosende Spektakel der Brandung an einer Steilküste, die stille Erhabenheit der Berggipfel, die weite Leere offener Ebenen, die trostlose Schönheit der Wüste, die beeindruckend zermalmende Kraft der Gletscher – all dies hat seinen Reiz, und bei jedem Anblick wird irgendetwas in unserem Inneren berührt. Vielleicht ist dies ein Urinstinkt des Menschen und letzter Überrest eines Naturverständnisses, das unsere Ahnen brauchten, um in der Wildnis zu überleben. Und auch heute noch fühlen wir uns mit der Landschaft verbunden.

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TUNG Die Menschheitsgeschichte ist fest mit der Geschichte der Erde verknüpft, dieser kleinen Kugel aus Fels, Luft und Wasser im endlosen Weltall. Etliche Mineralien, die jeder Mensch in seinen Zellen enthält, stammen aus den Tiefen der Erde und wurden dort verschmolzen, als unser Planet nicht mehr als ein winziger Schimmer im Auge des Sonnensystems war. Die gewaltigen Kräfte, die sich in den Formen der heutigen Landschaften widerspiegeln, führten auch zur Entwicklung der Lebewesen, darunter auch unserer Spezies. So ist es kein Wunder, dass nachdenkliche Menschen öfters die Landschaft betrachteten und nachdachten, wie sie wohl entstanden sein mochte.

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Feuer und Eis

Zahlreiche Kräfte formen und verändern die feste Erdoberfläche: von der Gluthitze unterhalb der Erdkruste bis zum ewigen Eis, das die Oberfläche abschleift und ausfurcht.

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Suche nach dem Schlüssel EINLEITUNG Vergangene Welten

Ein versteinerter Ammonit, das in Stein gefasste Fossil eines urtümlichen Meerestieres, erinnert uns an die vielen Änderungen des Klimas und der Ökosysteme, die die Landschaften im Lauf von Jahrmillionen erlebten.

Während Charles Lyell, der führende britische Geologe des 19. Jahrhunderts, in seinem zwischen 1830 und 1833 publizierten Hauptwerk «Principles of Geology» die Theorie des Aktualismus erläuterte, war ihm Herodot schon um 450 v. Chr. zuvorgekommen. Der griechische Geschichtsschreiber hatte in der ägyptischen Wüste marine Fossilien gefunden und daraus richtig geschlossen, dass die Schichten vor vielen Jahren unter Wasser abgelagert worden waren. Der überwältigende Wunsch, die Erdgeschichte zu verstehen, bewegt uns also schon seit langer Zeit. Lyells aktualistisches Weltbild, so vertraut es uns heute erscheinen mag, war damals eine Sensation. Es beinhaltete nämlich die Vorstellung, dass die Kräfte, die heute die Landschaften formen, früher in gleicher Weise wirksam waren. Oder kurz gesagt: Die Gegenwart ist der Schlüssel zum Verständnis der Vergangenheit, auch wenn diese unvorstellbar lange Zeiträume zurückliegt. Der junge britische Naturforscher Charles Darwin las Lyells Werk auf seiner Weltreise mit der HMS Beagle und wandte die Erkenntnisse zum Beispiel auf die geologische Geschichte der Kanaren, der Gebirge Argentiniens und auf seine Fossilfunde an. Viele Jahre später führten Darwins Entdeckungen ihn schließlich zu seinen Theorien über die Evolution des Lebens auf der Erde.

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Das Konzept von einer Erde in stetem Wandel hat sich für uns in jüngster Zeit auf drastische Weise bewahrheitet. Wir begreifen heute allmählich, wie sich zum Beispiel der Klimawandel mit seinen vielfältigen Folgen auf die vom Menschen besiedelten Landschaften auswirkt. Durch die gesamte Erdgeschichte verläuft über Jahrmillionen wie ein roter Faden die Verschiebung der tektonischen Platten: Sie driften aus tropischwarmen Regionen am Äquator hinaus in kältere, rauere Klimazonen. Wegen der Plattentektonik und des Klimawandels war eine heutige Gebirgslandschaft womöglich einst ein wüstenhaftes Tiefland, sanft gewellte Hügelländer sind vielleicht aus dicken Sedimentschichten am Meeresgrund hervorgegangen, und steile Gipfel lagen möglicherweise ehemals im Herzen eines Vulkangebiets und wurden später unter dicken Eismassen begraben. Im geologischen Kreislauf haben alle Vorgänge – vom Magmatismus über die Verwitterung und Erosion bis hin zur Akkumulation – im Gesicht der Landschaft ihre Spuren hinterlassen. So entstanden nicht nur Berge, Hügel und Täler, sondern auch die Vielfalt der Gesteine und Böden. Dieses Buch soll erläutern, wie Landschaften gewachsen sind. Es wird Ihnen überall bei der Suche nach Zeugen der Landschaftsgeschichte und deren Deutung nützlich sein.

Kräfte der Erosion

Unter den gewaltigen Kräften, denen die Gesteine an der Erdoberfläche ausgesetzt sind, ist das fließende Wasser die mächtigste Kraft.

EINLEITUNG

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Die Landschaft verstehen TEIL EINS Unter jeder Landschaft – praktisch unter jedem Punkt der Erdoberfläche lagern Gesteine. Sie sind völlig verschieden in ihrer Art, ihrer Altersgruppe und ihrer Entwicklungsstufe. Wie das bekannte Sprichwort «Hart wie Granit» belegt, sind Gesteine für uns Symbole der Unvergänglichkeit,

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und doch werden diese scheinbar für die Ewigkeit geschaffenen Bausteine der Landschaft seit Jahrmillionen ständig verändert – bis zum heutigen Tag. Im Landschaftsbild spiegelt sich dieser stete Wandel wider, und wir können erkennen, welche Entwicklungsgeschichte dahintersteckt.

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Die Landschaft verstehen TEIL EINS Das Landschaftsbild wird vor allem von den Formen der Erdoberfläche geprägt, dazu von der Vegetation und den Siedlungsflächen, die den Boden und das darunterlagernde Gestein bedecken – manchmal so vollständig, dass sie den Untergrund ganz verhüllen. Schaut man jedoch genauer hin, lassen sich Hinweise auf die Landschaftsentwicklung erkennen. Vielleicht waren es kurzfristige dramatische Ereignisse oder doch Prozesse, die langsam, aber beharrlich die Landschaft im Lauf vieler Jahrtausende formten. Wasserkräfte

Der grandiose Grand Canyon im Südwesten der USA wurde durch die Erosion des Colorado River im Lauf von 20 Millionen Jahren geschaffen. Während dieser Zeit schnitten sich die Wassermassen aus den Rocky Mountains im Norden tief in das Colorado-Plateau ein und legten dabei bis zu 1,7 Milliarden Jahre alte Gesteinsschichten frei. Man erkennt sie an den gestuften Hängen und ihren Farben.

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Alter Riss

Enorme Kräfte

Während viele Täler durch Flüsse und Gletscher geformt wurden, verraten manche eine andere Entstehungsweise – wie das Great Glen in Schottland. Die Talfurche, die das Land durchzieht, ist wohl die Spur einer vor 450–500 Millionen Jahren entstandenen Grenznaht zwischen kontinentalen Platten.

Der weltberühmte Uluru oder Ayers Rock in Australien besteht aus etwa 500 Millionen Jahre alten Sandsteinschichten. Diese wurden vermutlich vor rund 400 Millionen Jahren durch tektonische Kräfte gekippt und anschließend durch Wind und Wasser erodiert.

Feuerberge

Vereiste Pyramide

Vulkane, wie der Vesuv, faszinieren die Geologen, denn sie bieten einen Einblick in die verborgenen Tiefen der Erde. Gewöhnlich reihen sie sich an Bruchlinien innerhalb der Erdkruste auf, durch die Magma zur Erdoberfläche aufsteigen kann.

Ist das Klima kalt und schneereich genug, bauen sich riesige Eismassen auf. Diese furchen als Gletscher tiefe Täler aus und verleihen Berggipfeln den typischen Schliff, zum Beispiel dem Matterhorn, einer gewaltigen Felspyramide in den Schweizer Alpen. DIE LANDSCHAFT VERSTEHEN

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Einleitung DIE ERDE Tagebuch der Erde

In Jahrhunderten haben Forscher den Erdball geologisch kartiert, Gesteine und Fossilien aus aller Welt untersucht und unter anderem mit radiometrischen Verfahren datiert. Als Ergebnis liegt heute eine detaillierte geologische Zeitskala vor, die die Erdgeschichte beschreibt.

Vor etwa 4,56 Milliarden Jahren kondensierte die Erde aus Wolken von Gasen, Eispartikeln und kosmischem Staub. Bei solch langen Zeiträumen versagt die menschliche Vorstellungskraft. Bei der Frage, wann und wie die Landschaften entstanden sind, muss man daher Vergleiche heranziehen. So hat man schon die letzten 4,6 Milliarden Jahre mit 46 Jahren im Leben eines Menschen verglichen: Davon umfasste die Entwicklung des Lebens nur die letzten sechs Jahre. Die Blütenpflanzen erschienen im allerletzten Jahr, die Dinosaurier verschwanden vor umgerechnet acht Monaten, und die Evolution zum Homo sapiens spielte sich in der letzten Stunde ab. Etwa im selben Zeitraum nahmen die heutigen Landschaften Gestalt an.

Erdgeschichtliche Zeittafel Äon

Präkambrium (Kryptozoikum)

Phanerozoikum

PräArchaikum Archaikum

Proterozoikum

Frühes Mittleres Spätes Paläoprote- Mesoprote- NeoproteArchaikum Archaikum Archaikum rozoikum rozoikum rozoikum

Ära

Periode/ System

Paläozoikum Altpaläozoikum

Jungpaläozoikum

Kambrium

Ordovizium Silur

Devon

Erste Meerestiere

Erste Erste Wirbeltiere Landpflanzen

Erste Landtiere

542

488

416

Epoche/ Serie Ereignis

Entstehung Erste der Erde Lebewesen

Beginn 4600 (Mio. Jahre)

3600

Erste Erste Kontinente mehrzellige Organismen

3200

2800

2500

1600

1000

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Meteoriteneinschläge

Steinerne Chronik

Der Meteor Crater in Arizona ist ein junger, vor rund 50000 Jahren entstandener Einschlagskrater und nur eine von vielen über unseren Planeten verstreuten «Sternenwunden». Seit ihrer Geburt ist die Erde einem Meteoritenbombardement ausgesetzt, das nicht nur ihre Geologie, sondern auch das Klima bisweilen beträchtlich veränderte.

Schicht für Schicht erzählen die Gesteine die Geschichte der Erde und der Lebewesen, die in den verschiedenen Perioden auftauchten und wieder verschwanden. Die Datierung der Schichten beruht vor allem auf dem Lagevergleich mit anderen Schichten, wobei sich die Lage jedoch im Lauf der Zeit geändert haben kann.

Mesozoikum

Karbon

Perm

Trias

Känozoikum

Jura

Kreide

Paläogen

Neogen

Quartär

Tertiär Paläozän

Eozän

Oligozän

Miozän

Pliozän

Pleistozän

Holozän

Erste Amphibien und Insekten

Bildung des ersten Superkontinents Pangäa

Zerfall von Ende des Erste Zeitalters Dinosaurier Pangäa, und Säuger erste Vögel der Dinosaurier

Erste Erste Pferde und Mammuts Primaten

Erster Entstehung Entstehung Erste des Hima- der Alpen Hominiden moderner Mensch lajas

Erste Zivilisationen

359

299

251

65

34

10 000 J.

200

145

55

23

5

2,5

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Innerer Aufbau der Erde DIE ERDE Die Erde besitzt einen Umfang von rund 40000 Kilometern und einen Durchmesser von etwa 12 700 Kilometern. Das Zentrum wird vom Inneren Kern eingenommen, im Wesentlichen ein Ball aus festen Metallen, vor allem Eisen und Nickel. Daran schließt sich nach außen hin der Äußere Kern an, der aus geschmolzenen Metallen besteht. Der rund 2200 Kilometer dicke Erdmantel aus dicht gepackten Silikaten bildet die nächste Schale. Auf ihr treibt die dünne, verfestigte, spröde Erdkruste. Die Kruste und der feste, mit ihr verschmolzene Teil des Oberen Mantels formen zusammen die Lithosphäre, das felsige Fundament der Landschaften, die die Erdoberfläche ausmachen. Blaues Juwel

Die kühlen, von blauen Meeren geprägten Farben der Erdoberfläche führen in die Irre, denn darunter verbirgt sich ein feuriges Innenleben. Der Innere Kern ist schätzungsweise 4700 Grad Celsius heiß. Die enorme Hitze steigt durch den Äußeren Kern in den Mantel auf, wo die Temperaturen 3500 Grad Celsius erreichen können. 18 D I E L A N D S C H A F T V E R S T E H E N

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Treibende Kräfte

Untermeerische Gebirge

Die im Erdkern produzierte Wärme wird in den Mantel geleitet und erzeugt dort aufsteigende Strömungen. Dabei kühlt sich die heiße Materie in den oberen Schichten ab und sinkt wieder nach unten. So entstehen die sogenannten Konvektionsströme, die die Drift der tektonischen Platten antreiben.

Die Entdeckung des Mittelatlantischen Rückens, eines rund 40 000 Kilometer langen vulkanischen Gebirges tief unter der Oberfläche des Atlantiks, war der entscheidende Beweis für die Kontinentaldrift. Nach der Theorie der Plattentektonik wird dort ständig neue ozeanische Kruste gebildet.

Ozeanische Kruste

Kontinentale Kruste

Teilweise geschmolzener Erdmantel

Alles im Fluss

Die Lithosphäre ist in starre Platten zerbrochen. Diese driften auf dem teilweise geschmolzenen Erdmantel (der Asthenosphäre) und werden von Konvektionsströmen angetrieben, die im Mantel auf- und absteigen. Geologen unterscheiden konti-

nentale und ozeanische Platten beziehungsweise sprechen von kontinentaler und ozeanischer Kruste. Die kontinentale Kruste ist sehr dick und besteht vor allem aus alten, leichteren Graniten. Die ozeanische Kruste dagegen ist aus dünner, aber sehr dichter basaltischer Materie aufgebaut. DIE LANDSCHAFT VERSTEHEN

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Die mobile Haut DIE ERDE Grabenbruchzone (rechts)

Island erstreckt sich genau im Bereich einer von tiefen tektonischen Gräben durchzogenen Plattengrenze zwischen zwei ozeanischen Platten. Im Gebiet des Thingvellir ist diese Bruchzone gut zu erkennen.

1912 kam der deutsche Meteorologe und Geophysiker Alfred Wegener zu einer bahnbrechenden Erkenntnis: Die Umrisse der heutigen Kontinente, die wie in einem gigantischen Puzzle aneinanderpassen, müssen einst aus einem einzigen «Superkontinent» hervorgegangen sein. Seither wurde diese Theorie durch weitere Untersuchungen bestätigt. Und in der Tat gibt es Platten, die über die Oberfläche des Erdballs driften. Die Drift dieser Platten und die Art und Weise, wie sie sich bilden und miteinander kollidieren, lässt im Lauf enormer Zeiträume Gebirge entstehen und wieder vergehen.

Konstruktive Plattengrenze

Destruktive Plattengrenze

Der Mittelatlantische Rücken markiert eine konstruktive Plattengrenze, an der sich zwei ozeanische Platten allmählich voneinander entfernen. Dabei steigt Magma, geschmolzenes Gestein, aus der Tiefe auf und erstarrt zu neuer ozeanischer Kruste.

Dort, wo kontinentale und ozeanische Platten kollidieren, wird Kruste zerstört. Die dichtere ozeanische Kruste taucht unter der kontinentalen Kruste ab und geht schließlich im Mantel auf. Umgekehrt hebt sich die kontinentale Kruste und bildet Gebirge.

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Konservative Plattengrenze

Konvergenter Plattenrand

Wo sich zwei Platten seitlich aneinanderreiben, entstehen durch die Reibung Spannungen im Untergrund, und Erdbeben sind die Folge. Man nennt diese Zonen «konservative Ränder», weil hier weder neue Kruste aktiv erzeugt noch alte zerstört wird.

Wenn zwei kontinentale Platten kollidieren und die eine nicht unter der anderen abtauchen kann, kommt es zu einer starken Hebung. So ist der Himalaja durch die Kollision der Eurasischen und der IndischAustralischen Platte entstanden. DIE LANDSCHAFT VERSTEHEN

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Einleitung PROZESSE Wie bereits erwähnt, befindet sich die heiße Materie tief unter der Erdoberfläche wegen des enormen Drucks, der im Untergrund auf ihr lastet, in halb geschmolzenem Zustand. Häufig öffnen sich durch die Bewegungen der Platten Schwächezonen innerhalb der Erdkruste. Wenn dies geschieht, lässt der Druck nach, und die heiße Materie verwandelt sich in flüssiges Magma. Es steigt durch Spalten aufwärts und tritt oberirdisch als Lava aus. Vulkanismus

Vulkane, wie den majestätischen Fuji-san in Japan, findet man in vielen Teilen der Erde. Sie stehen in Regionen, in denen plattentektonische Bewegungen die Erdkruste geschwächt und zerrüttet haben. Vielerorts bestehen die Landschaften aus den Überresten alter Vulkane und vulkanischen Gesteinen.

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STRATOVULKAN

SCHILDVULKAN Krater

Wechselnde Schichten aus Lava und Asche

CALDERAVULKAN Absenkung des alten Kegels

Lavadecken

Gefährliche Bergkegel

Es gibt zwar mehrere verschiedene Vulkantypen, doch der markanteste und spektakulärste Feuerberg ist der klassische Strato- oder Schichtvulkan. Er hat die unverwechselbare Kegelform. Seinen Namen und inneren Aufbau verdankt er Ausbruchsserien, bei denen im Lauf der

Kessel füllt sich mit Wasser

Rezenter Kegel

Zeit abwechselnd Aschen und Laven aus einem zentralen Schlot zutage gefördert wurden. Mitunter sind die Eruptionen so heftig, dass sie große Krater erzeugen und riesige pyroklastische Ströme aus Lava und Asche über weite Landstriche ausbreiten – oft mit katastrophalen Folgen für die Menschen, die in der Region siedeln. Geysir

Fumarole Schlammtopf

Spalte

Geothermal erhitztes Grundwasser

Feuer unter unseren Füßen

Vulkanausbrüche hinterlassen nicht immer Vulkane. Wo sich in der Kruste durch plattentektonische Bewegungen Zerrspalten öffnen, kann Magma den Weg aufwärts finden und dabei Grundwasser durch die Hitze in Dampf verwandeln. Ist der

Heißes Gestein

Durch Spalten steigen heiße Gase und Dämpfe auf

Heißes Wasser dringt auf und vermischt sich an der Oberfläche mit Schlamm

Druckausgleich behindert, treten Dampf und heißes Wasser explosionsartig in Springquellen (Geysiren) aus. Lässt der Druck allmählich nach, entweicht der Dampf als Fumarole. Häufig findet man auch mit einem Gemisch aus Schlamm und heißem Wasser gefüllte Kessel. DIE LANDSCHAFT VERSTEHEN

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Entstehung der Gesteine PROZESSE Basaltnadeln

Das Gestein, das auf der Insel Skye in den Felsnadeln von Storr zutage tritt, besteht aus Basaltlava. Sie wurde vor fast 60 Millionen Jahren an die Erdoberfläche gefördert und dann von Wind und Wetter zu bizarren Formen erodiert.

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Entscheidend für die Details der Landschaftsformen ist die Widerstandskraft des anstehenden Gesteins gegenüber den vielen Kräften der Erosion, mit denen es in Berührung kommt. Es gibt rund dreißig gesteinsbildende Minerale, die in der oberen Erdkruste häufiger auftreten. Diese Minerale bilden in verschiedenen Mischungsverhältnissen und unter verschiedenen Druck- und Temperaturbedingungen zahlreiche Gesteinsarten mit unterschiedlichen Eigenschaften. Die Gesteine werden nach ihren Entstehungsprozessen in drei Haupttypen gegliedert: in magmatische, sedimentäre und metamorphe Gesteine.

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Lavagestein Gesteine verwittern, die Erosion führt die Verwitterungsprodukte fort

Oberfläche

Die Schmelze kühlt sich ab und kristallisiert

Sedimentgestein

Hebung und Erosion

Flüsse und Seen

Intrusive magmatische Gesteine

Erdkruste

Im Sediment eingelagerter Gesteinsschutt Meer

Magma

Hebung und Erosion

Versenkung und Rekristallisation

Erdmantel Gesteinsschmelze

Metamorphes Gestein

Tiefenversenkung Metamorphes Gestein

«Recycling» der Gesteine

Sobald die Gesteinsschmelze als Lava die Erdoberfläche erreicht, kann sie dort abkühlen, sich im Lauf der Zeit verfestigen und ein sogenanntes extrusives (an der Oberfläche erstarrtes) magmatisches Gestein bilden, die Vulkanite. Magma erstarrt aber auch im Untergrund zu sogenannten intrusiven magmatischen Gesteinen, den Plutoniten. Beide Hauptarten der Magmatite werden in sehr langen Zeiträumen von der Erosion freigelegt und abgetragen. Als Schutt werden sie durch die Schwerkraft sowie durch Wind und Wasser zu einem Fluss, See oder Meer verfrachtet. Während

sich die in den Gewässern abgelagerten Sedimente setzen, nimmt der Druck auf sie durch jüngere Schichten zu. Sie verwandeln sich daher in Sedimentgesteine, zum Beispiel in Sandstein oder Kreide. Alle Gesteine können durch die Vorgänge der Plattentektonik gehoben und so der Verwitterung und Abtragung ausgesetzt werden. Umgekehrt ist mit der Versenkung der Schichten meist eine Zunahme des Drucks und der Temperaturen verbunden. Die Gesteine reagieren darauf mit einer Veränderung ihres Gefüges und Mineralbestands. Sie werden zu metamorphen Gesteinen.

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Register REGISTER A Aa-Lava 69 Ablagerung 34–35 an Küsten 160–161, 174–176 glaziale 116–127 in Wüsten 200–201, 202–203 Abrasion 163, 169 Abrissnischen 78–79 Ackerterrassen 213 Aira Force, Wasserfall 52 Aktualismus, Theorie des 10 Alde, Fluss 152–153 Algen 148, 180 Alpen 26–27 Altarme 140–141 Amazonasbecken 39, 196 Ammoniten 10, 37 Andelgraszone 155 Andesitische Lava 69 Anthropogene Landschaftsgestaltung 40, 210–225 Anthropogene Veränderung von Gewässern 224–225 Antiklinale 26 Appalachen 47, 83 Aristoteles 228 Arizona 17 Arran 55 Asthenosphäre 19 Ästuare 152–153 Ätna 62 Atolle 180–181 Auensedimente 142 Auffaltung 26 Ausgangsgestein 32–33 Ausgleichsküste 179 Ayers Rock 15

B Babylonier, frühe Karten 229 Barriereinseln 179 Basalt 19, 24, 68, 69 Bergbau 220–221 Bergrutsch 31 Bergsporne 112–113 Bernstein 36 Bewässerung 217 Binsen 155 Biologische Verwitterung 29 Bisti Badlands 198 Blackfoot River 140 Blakeney Point 176 Blaslöcher 165 Blockhalden 74 Bodenbildung 32–33 Bodenfließen 71, 207 Bodenkriechen 76–77 Bonneville Saltflats 156 Brandungserosion 160–169 Brandungsplattform (Schorre) 166–167, 170, 183 Brandungstore und -türme 172–173 Bruchschollengebirge 48–49 Bruchstufen 50–51 Buchten 168–169, 170–171, 179 Buhnen 175, 222–223 Buttes 56–57, 60–61 C Caldera 23, 63, 65 Calderavulkan 23 Canyon 203 Castle Crag 115 Chaîne des Puys 64

Chemische Verwitterung 28–29, 70, 160, 167, 185, 198 Chesil-Strand 178 Cockpits 187 Colorado River 14, 97 Coto de Doñana, Nationalpark 149 Creag Choinnich 150 D Dartmoor 70, 82 Darwin, Charles 10, 181 Deckwerk 223 Deflation 200 Deflationswannen 200 Deiche 219, 222 Deltas 35, 73, 100, 129, 137, 146–147 Dendritisches Flusssystem 82 Destruktive Plattengrenze 20 Devils Tower 66 Digitale Kartierung 234–235 Dolinen 185, 186–187, 190–191 Drumlins 120–121 Dünen 35, 174–175, 177, 200–201 E East Anglia 219 Einfallen, geologisches 237 Einnorden 240–241 Eiskeile 205 Endmoränen 117 Entwässerung 217, 219 Erdbeben 20 Erde, Aufbau 18–19

Erdgas 37 Erdgeschichte 16–21 Erdgeschichtliche Zeittafel 16–17 Erdkern 18, 19 Erdkruste 18–19, 20–21 Erdmantel 18, 19 Erdöl 37 Erdrutsche 31, 78–79, 159, 163 Erdsackungen 79 Ergs 35 Erosion 30–31, 52–53, 67, 71, 75, 80–81, 160 siehe auch Chemische Verwitterung; Glaziale Erosion; Flusserosion; Lösungsverwitterung; Physikalische Verwitterung; Wassererosion; Wellenerosion Ertrunkene Täler 152 Etretat 172 F Faltenbildung im Gestein 26, 59, 237 Faltengebirge 46–47 Fastebenen 135, 197 Felsbogen 172–173 Felsbrücken 192–193 Felsburgen 70–71 Felsgipfel 54–55 Felsstufen 93, 94, 95 Felsturm 67 Feuchtgebiete 148–149, 197 Feuersteinabbau 221 Findlinge 118–119 Fjorde 110–111 Flechten 29, 33

Flüsse 34–35, 80–81, 136–137 Altarme 140–141 Ästuare 152–153 Auen 142–143 Deltas 35, 137, 146–147 Mäander 88–89 Quellen 138–139 Terrassen 144–145 Verwilderungen 90, 91, 101, 137 Flusserosion 14, 80–81, 134–135 Flusssysteme 82–83 Formationsgrenzen, auf geologischen Karten 236, 237 Forstwirtschaft 217 Fossile Brennstoffe 37 Fossilien 10, 36–37 Freizeiteinrichtungen, Anlage von 220, 222, 225 Frost, Auswirkungen 52, 77, 206–207 Frosthub 204 Frostmusterboden 204, 206–207 Frostsprengung 29, 42, 74, 105, 118, 199, 207 Fuji-san 22, 63 Fumarolen 23 G Gabionen 223 Garajonay 60 Gebirge Bruchstufen 50–51 Entstehung von 20–21, 26–27, 44–47 Gipfel und Grate 106–107

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Schichtkämme 58–59 Gebirgsbäche 84–85 Gebirgslandschaften 41–127 Geirangerfjord 110 Gelifluktion 77, 207 Geologische Formationen 235–236 Geologische Karten 231, 234–237 Geothermale Phänomene 23, 208–209 Geröllinseln 90–91 Geröllterrassen 117 Gesteine, Entstehung 24–25 Gesteinsformationen auf Karten 234 Findlinge 118–119 Tafelberge 60–61 Zeugenberge 56–57 Geysire 23, 208–209 Gezeiten, Auswirkungen von 154–155, 160–161, 169, 177 Giant’s Causeway 68 Gipfel 106–107 Glamorgan 166 Glaziale Ablagerung 35, 116–127 Glaziale Erosion (Gletschererosion) 15, 29, 31, 53, 55, 103–115 Gletscher 102–127 Gletscherschliffe 114–115 Global Positioning System, GPS 242–243 Grabensenke 152 Grabentektonik 48–49 Grabhügel 212–213

Grand Canyon 14, 97 Granit 19, 54–55, 67, 70–71 Grate 106–107 Great Barrier Reef 180 Great Glen 15 Great Rift Valley 48 Grenzen tektonischer Platten, Typen 20–21 Grimes Graves 221 Große Seen 158 Grotten 165, 188–189 Grundmoräne 123 Grundwasserspiegel 133, 138–139, 148, 157 Guangxi 186 Gumpe 93 H Haff 153 Haken 153, 176–177, 179 Halden 221 Hangterrassen 76–77 Hängetäler 92, 103, 112–113, 182 Härtling 72–73 Hebung 21, 45, 51, 54, 73 Hebungsküsten 182–183 Heckenlandschaften 216, 217 Heiße Quellen 208–209 Herodot 10 High Force, Wasserfall 92 Himalaja 21, 44 Hochmoore 150–151 Hochwasser, Auswirkungen von

auf Flüsse 80, 85, 87, 90 auf Schluchten 97 Höhenlinien 232–233, 238 Höhlen 96–97, 164–165, 188–189, 191, 193 Hongkong 218 Hoover-Staudamm 224 Hügel 120–121, 130–131, 134–135, 206, 207 Humus 32, 33 Hunstanton 162, 222 I Industrie, Auswirkungen auf die Landschaft 215, 220–221 Inkohlung 37 Inselberge 134–135, 197 Inseln 90–91, 179, 180–181 Island 20–21, 204, 208 K Kaledonisches Gebirge 45 Kalkstein 37, 184–195, 194–195 Kanäle 225 Kaps 168, 169, 170–171, 173 Kare 104–105, 107 Karling 106–107 Karsee 103, 104–105 Karren 194–195 Karstlandschaften 184–195 Kartierung 226–243 Kaspisches Meer 159

Kegelkarst 187 Kerbtäler 86–87 Kettengebirge 44–45 Kiesbänke 90–91 Kissenlava 68 Kliffs 162–167 Klimawandel 11, 145 Klippen 72–73 Kluftkarren 194–195 Kohlensäure 29, 71, 184, 189 Kolke 188–189 Kompass 240–241 Kongo 196 Konservative Plattengrenze 21 Konstruktive Plattengrenze 20 Kontinentale Platten 15, 19, 20–21, 45 Konvergenter Plattenrand 21 Koordinatengitter 238 Kopjes 134–135 Korallen 180–181, 197 Korrasion 31, 200 Korrosion 169, 185, 187, 191, 193 Krater 23, 63, 64–65, 67 Kreislauf der Gesteine 24–25 Kruste siehe Erdkruste Künstliche Landschaften 210–225 Kuppen mit Felskern 114, 115 Küstenlandschaften 160–183 Küstenlängsströmung 179, 233 Küstenschutz 222–223

L Lagunen 178–181 Lake District 52, 74 82–83, 84 Lake Glaslyn 104 Lake Mead 224 Landgewinnung 218–219 Landmarken 239, 240 Landschaften, Entstehung 14–15 Landschaften, künstliche 218–219, 224–225 Landwirtschaft 129, 133, 136, 213, 216–217 Lava 22, 25, 62–63, 65, 68–69 Lavadom 62–63, 64 Lena, Fluss 146 Lithosphäre 18 Loch Avon 126–127 London 214 Lösungsverwitterung 190, 193 Loue, Fluss 188 Luftbilder 231 Lulworth Cove 168 Lyell, Charles 10 Lyme Regis 36 M Mäander 88–89, 137, 140, 144–145 Maare 64 Magma 23, 25, 54–55, 64–67, 69, 71, 72, 208–209 Magmatische Gesteine 24–25, 66–67, 70–71 Mangroven 154, 197 Mappa Mundi 228 Marokko, Wadi 202 REGISTER

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Register REGISTER Marschen, Entwässerung von 217 Salzwasser 154–155, 177, 222 Süßwasser 137, 148–149 Matterhorn 15, 106–107 Meeresspiegelschwankungen 162, 182–183 Mellum 154–155 Mercator, Gerhard 229 Mesas 56–57, 60–61 Metamorphe Gesteine 24–25, 54–55, 67, 70 Meteor Crater 17 Meteoriteneinschlag 17 Minerale 24, 28–29, 32, 163, 199 Missweisung 240–241 Mittelatlantischer Rücken 19, 20 Monokline 26 Monument Valley 56 Moore 125, 128, 149, 150–151, 217 Moos 148, 150, 151 Moränen 103, 111, 116–117, 121, 122–123, 127 Morteratschgletscher 115 Mount Rundle 58 Mount St. Helens 62 Muren 78–79 N Nährstoffe, in Sedimenten 142, 147, 154

Namib (Wüste) 201 Naturkatastrophen 215 Naturschutz 222 Navigation 238–243 NAVSTAR (GPS) 242 Nehrungen 178–179 Niederlande 219 Niedermoore 128, 150–151 Norfolk Broads 221 North Dakota 124 O Oberrheingraben 48 Old Harry Rocks 170 Orogenese 45 Oser 117 Ostfriesische Inseln 179 Ozeanische Platten 19, 20 P Palm Jumeirah 218–219 Pangäa 17, 47 Paralleles Flusssystem 83 Pediment 203 Peilung, bei der Navigation 241 Penrhyn, Steinbruch 220 Periglaziale Landschaften 204–207 Pflanzen 29, 33, 147, 148–149, 151, 154–155, 176–177, 194 Physikalische Verwitterung 28–29 Pilzfelsen 30–31, 200 Pingos 206

Platten siehe Kontinentale Platten, Plattentektonik Plattentektonik 19–21, 26–27 als Ursache des Vulkanismus 22–23, 45 als Ursache geothermaler Phänomene 208–209 als Ursache von Wasserfällen 92 an Küsten 182–183 in Flüssen 145, 152 und die Entstehung der South Downs 131 und die Entstehung von Gebirgen 26–27, 44–51 und die Entstehung von Seen 159 Playas 156–157, 202–203 Politische Karten 230–231 Polygonale Bodenmuster 205 Pompeji 215 Pont d’Arc 192–193 Portland, Insel 178 Portugal, Höhlen 164 Prähistorische Siedlungen 212–213 Ptolemäus 229 Pyroklastische Ströme 23, 65 Q Quellen 138–139, 188–189 Quelltopf 138, 189

R Radiales Flusssystem 82 Radiometrische Datierung 16 Reliefkarten siehe Topografische Karten Riffe 180–181 Rücken 72–73 Rückschreitende Erosion 84, 93, 86 Rundhöcker 114–115 Rundkarren 195 S Saint-Seine-l’Abbaye 138 Salzsprengung 163, 198 Salztonebenen 128, 202–203 Salztonpfannen 156–157 Salzwassertümpel 155 Salzwiesen 154–155 Sandstein, Entstehung von 37 Säulenbasalt 68–69 Schalen der Erde 18 Schichtkämme 58–59 Schichtstufen 83 Schießender Abfluss 94 Schildvulkane 63 Schilfröhrichte 128, 222 Schlackenkegel 63, 64 Schlammtopf 23 Schlote 63–65 Schluchten 96–97, 184

Schockwellen, bei der Erosion von Kliffs 163 Schorren 166–167 Schottland, Highlands 126 Schuttfächer 100–101 Schutthalden 74–75, 207 Schwall 175 Schwarzes Meer 159 Schwemmfächer 100–101, 203 Sedimente, Ablagerung 34–35 Ästuare und Watten 152–153 Auen 136–137 Deltas 146–147 Dünen 35, 201 Schwemmfächer 100–101, 203 Strände 174–175 Sedimentation durch Wasser 34–35 Sedimentgesteine 24–25, 26, 36–37, 73 Seemarschen 154–155, 176–177 Seen 158–159 Altwasserseen 141 in Hoch- und Niedermooren 151 in Salztonebenen 156–157 in Dolinen 190 künstliche 220, 225 Toteisseen 124–125 Zungenbeckenseen 126–127 Seine, Fluss 138 Senkungsküsten 183 Serengeti 134–135 Severn, Fluss 136, 142–143

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Shropshire 216 Sicheldünen 201 Siedlungen 41, 213–215, 218 prähistorische 212–213 Silbury Hill 212 Skara Brae 215 Snowdonia 118–119 Sog 175 Solifluktion 77, 79 Sommerstrandwall 175 South Downs 130–131 Spalierförmiges Flusssystem 83 Spitzbergen 100 Städte 214–215 Staffa 68 Stalaktiten und Stalagmiten 189 Stapelendmoräne 123 Stauchendmoräne 123 Stauseen 224–225 Steinringe 213 Stonehenge 213 Storr 24 Strände 174–175, 178 Strandflieder 155 Strandversetzung 175 Stratovulkane 23, 63 Strokkur 208 Stromschnellen 94–95 Stromstrich 89 Strudeltöpfe 98–99 Suezkanal 225 Sümpfe 197, 219 Süßwasser-Feuchtgebiete 128, 148–149 Synklinale 26

T Tafelberge 60–61 Talauen 34, 129, 142–145 Täler ertrunkene Täler 152 Hängetäler 92, 103, 112–113, 182 Kerbtäler 86–87 Trockentäler 132–133 Trogtäler 102–103, 108–109 U-Täler 102, 103, 108–109 V-Täler 84, 86–87 Tau, Erosion durch 199 Tektonik 26–27, 159 Temperaturschwankungen, Folgen von 28–29, 75, 199, 204–205 Termiten 29 Terrassenkanten 142 Teton-Kette, Wyoming 50–51 Tiefenerosion 87, 144–145 Tiefländer 141, 128–159 Tieflandflüsse 136–137 Tomalandschaft 79 Tombolos 178–179 Topografische Karten 230–233 Torf 37, 150–151 Toteisseen 124–125 Trockentäler 132–133 Trogtäler 102–103, 108–109 Tropenkarst 186–187, 197

Tropische Landschaften 196–197 Tsarab, Fluss 144 U U-Täler 102–103, 108–109 Überfaltung 26 Übertiefung 111 Uferdämme 143 Uluru 15 Urserental 102 V V-Täler 86–87 Vegetation 33, 75, 77, 148–149, 198 Venedig 218 Vergletscherte Landschaften 102–103 Verkehr 215, 225 Versickerung 191 Verwerfungen 15, 26–27, 45, 46, 49, 50, 237 Verwilderte Flüsse 90, 91, 101, 137 Verwitterung 28–29 siehe auch Biologische Verwitterung; Chemische Verwitterung; Lösungsverwitterung; Physikalische Verwitterung Vesuv 15 Viehgangeln 76–77 Vulkane 15, 22–23, 62–67, 181, 215 Vulkanismus 22–23 Vulkanruinen 66–67 Vulkanseen 159 W Wadis 202–203 Waldland 149

Wassererosion 29, 31, 98–99, 160–173, 188–195, 202–203 Wasserfälle 92–93, 96, 112–113, 182–183 Wasserkraft 224 Wassermühlen 225 Wasserversorgung, von Städten 225 Wasserwirbel 99 Watten 152–153 Weald 131 Wegener, Alfred 20 Wegpunkte 243 Wehranlagen 213 Wellenbrecher 223 Wellenerosion 162–173 Whin Sill 73, 92 Wind, Sedimentverfrachtung 35, 201 Winderosion 15, 30–31, 200–201 Windschliff 200 Winterstrandwall 175 Wüstenlandschaften 198–203 Y Yellowstone 208 Yoho-Nationalpark 94 Yorkshire 194 Yosemite Valley 109 Z Zeugenberge 56–57 Zhangjiajie-Nationalpark 28 Zwiebelfelsen 198 Zylinderprojektion 229

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Yarham, Landschaften lesen  

"Leseprobe aus folgendem Buch, erschienen beim Haupt Verlag: Robert Yarham «Landschaften lesen: Die Formen der Erdoberfläche erkennen und ve...

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