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Zentrum Aktiver Prävention3

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Evaluierung des achtwöchigen Rücken FIT Spezialkurses (ZAP³ Rücken FIT Spezialkurs)

Prof. Dr. Dr. Wolfgang Buskies, Institut für Sportwissenschaft der Universität Bayreuth

D

er achtwöchige Rücken-Fit Spezialkurs wurde im Jahr 2010 evaluiert. Die Untersuchungen hierzu fanden in zwei Fitness-Studios statt.

Der Rücken-Fit Spezialkurs setzt sich aus einer Kursstunde in der Gruppe von 75 Minuten Dauer (im ZAP³ 90 Minuten) und einem Individualtraining zusammen. Das absolvierte Individualtraining besteht aus einem Training für das Herzkreislaufsystem und einem Muskeltraining. Es konnte entweder in einem Fitnessclub, oder auch zu Hause mit Hilfe eines eigens hierfür entworfenen Übungsposters durchgeführt werden.

Das achtwöchige Gruppentraining gliedert sich jeweils in sieben Segmente: 1. Einstieg/ Information/ Gesprächsrunde 2. Extensives Ausdauertraining/ Warm up 3. Information/ Training zu rückengerechtem Alltagsverhalten 4. Krafttraining ohne Geräte 5. Dehn- und Mobilisationstraining 6. Entspannung 7. Reflexion, Stellung der Hausaufgabe An der Untersuchung nahmen dreizehn Frauen und neun Männer im Durchschnittsalter von 48,1 Jahren teil. Folgende Hauptbefunde wurden erhoben:

1. Kraft

Die Kraftwerte nahmen bei allen Testübungen statistisch signifikant zu. Die Steigerungsraten lagen bei der Übung Beinpressen (Muskulatur der Oberschenkelvorderseite und Gesäßmuskulatur) durchschnittlich bei 69%, bei der Übung Reverse Flys (Muskulatur des oberen Rückens) bei 89,1% und beim Bauchmuskelschiebetest (Bauchmuskulatur) bei 54,1%. Bei den statischen Körperspannungsübungen (Halteübungen) Bauchlagenüberhang, Liegestütz bäuchlings und Liegestütz seitlich betrugen die signifikanten Zuwächse bei der Kraftausdauer im Mittel 52,5%, 37,1% bzw. 39,5%. Die großen Kraftzuwächse in kurzer Zeit weisen auf die Effektivität des Programms bezogen auf konditionellen Parameter und die Fitness hin. Aus verschiedenen Studien ist bekannt, dass die Verbesserung der Rumpfkraft eine protektive Wirkung bezogen auf Rückenbeschwerden besitzt und auch zu einer Reduzierung bereits bestehender Rückenbeschwerden führen kann.

2. Beschwerden

Die Mehrzahl der Teilnehmer/innen mit Rückenbeschwerden gab nach dem Kurs an, dass die Schmerzen nicht mehr so häufig auftraten. Drei Probanden mit Schmerzen vor dem Kurs waren nach dem Kurs sogar beschwerdefrei. Bei der Auswertung der Beschwerden muss berücksichtigt werden, dass fünf Probanden vor Kursbeginn beschwerdefrei waren und diesen Kurs als Primärprävention besucht haben. Deshalb können hier auch keine Verbesserungen im Hinblick auf Schmerzhäufigkeit bzw. Schmerzintensität auftreten. Legt man dies bei der Berechnung zu Grunde, dann hat sich die Beschwerdehäufigkeit bei 13 von 14 Teilnehmern/ innen reduziert, was einem Anteil von

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