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Story

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Eine kurze Reise mit lange währenden Eindrücken 5 Tage durch Äthiopien mit vielen Höhepunkten und einem bleibenden Gefühl Dr. Matthias Zimmermann

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enn Sie – so wie wir am Freitag, den 26. Oktober 2012 spätabends – mit Ethiopian Airlines von Frankfurt nach Addis Abeba fliegen, erwartet Sie an Bord ein hervorragender Service durch herzliche Flugbegleiter(innen). Vielleicht – mit einwenig Glück - fliegen Sie sogar mit einem der neuen Dreamliner, auf die die Äthiopische Fluggesellschaft so stolz ist, wie seit je her auf ihre anerkannt hervorragenden Piloten. Auf dem Flughafen von Addis Abeba ist es dann aber vorbei mit Luxus. Nach der Landung um kurz nach fünf Uhr am Samstagmorgen blicken Sie nach dem Verlassen des schnöden Terminals auf die „heimliche Hauptstadt Afrikas“ und erleben, wie die aufgehende Sonne den Smogkegel über dieser baulich schwer definierbaren Stadt in ein diffuses orange-gräuliches Licht taucht. Äthiopien wird mich nie wieder loslassen. Das ist mein Fazit, das ich meinem Bericht voranstellen möchte. Es bringt die Intensität zum Ausdruck, die ich während unseres Aufenthalts vom 26. Oktober bis 4. November empfunden habe. Gleichzeitig – um nicht die Demut zu verlieren – gilt mein Respekt den Menschen, die nicht nur ein paar Tage, sondern Jahre in diesem Land verbringen und zu ihrem Lebensmittelpunkt machen. Es ist eine andere Welt, in die man eintaucht. Oder eine andere Zeit? Eigentlich beides, und genau deshalb so intensiv. „Gefühlte vier Wochen“ waren das, die fünf Tage, die wir in mitten von Urtümlichkeit, Natur und Herzlichkeit, zwischen Addis Abeba, Awassa und Shashamene, zwischen Geiern,

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Die „Inlandsreisenden“ mit Reiseleiter John

Hyänen und Affen und vor allem zwischen wunderbaren Menschen verbringen durften. „Wir“ – das sind Norbert und Fabian vom Rhein Neckar-Fernsehen, die schon vor zwei Jahren Teil unserer Delegation waren und mit ihrer Reportage den Landesmedienpreis 2010 gewannen. Barbara Reske ist dabei, die seit Jahren immer wieder nach Addis kommt, um Schülern des Gymnasiums Sandhausen, an dem sie Englisch und Deutsch unterrichtet, in den Pfingstferien 14-tägigen „Schülerautausch der besonderen Art“ zu

ermöglichen. Meine Schwester Ruth hat sich zum erstenmal angeschlossen sowie – die „heimlichen Eltern des Kindertennisprojekts“ – Bruno und Susanne Böhler. Beide verbrachten bis 2010 insgesamt 9 Jahre an der Deutschen Botschaftsschule, machten sich die Hauptstadt Äthiopiens zu ihrer Heimat, das Tennisprojekt zu ihrer Herzensangelegenheit und die Brüder Tariku und Desta Tesfaye zu ihren Mentees. Während Susanne gleich nach der Landung mit einem Anschlussflug nach Kenia reist, um dort „gleichgesinnt Afrika

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RC Premium I/2013  

Das offizielle Turniermagazin zum MLP-Cup 2013

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