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„Mich fasziniert an uns Menschen die Fähigkeit, den Körper immer wieder reparieren zu können …!“

Matthias Steiner, Olympiasieger, Moderator und Buchautor im persönlichen Gespräch

M

ontagmittag beim Italiener in Heidelberg. Matthias Steiner kommt mit dem Rad, ungeachtet des fürchterlichen Novemberwetters. In dem schönen Restaurant kennt man ihn. Die Begrüßung ist herzlich, das Serviceteam ist erkennbar stolz auf den prominenten Gast. Er selbst geht gelassen damit um. Sein freundlicher Gruß in die Runde gebührt allen Gästen – Matthias Steiner wirkt aufgeräumt. Unser Gespräch braucht keine „Warm-up-Phase“, der Mann hat was zu erzählen und es macht Spaß, ihm zuzuhören in seiner unaufgeregten Art. Ungeachtet seiner sportlichen Erfolge, zahlreichen Fernsehauftritte und interessanten Begegnungen mit großen Persönlichkeiten hat er sich seine natürliche Bodenständigkeit bewahrt. Auf seine Herkunft aus Niederösterreich und sein liebevolles Elternhaus ist er stolz. Es ist nicht selbstverständlich, sich selbst so treu zu bleiben mit einer Biografie, die aufsehenerregende Höhen und schicksalhafte Tiefen kennt. Die Behauptung, er habe sich nicht verändert, stimmt lediglich insoweit nicht, als dass man seine äußerliche Verwandlung als Metamorphose bezeichnen darf. Kurzum: er sieht gut aus, als er sich zu uns setzt …

… ich muss gestehen, ich hätte Sie fast nicht mehr wiedererkannt, seit ich Sie das letzte Mal vor einigen Jahren im Felderbock (Restaurant in Nußloch) gesehen habe! STEINER (lacht): Das war dann bestimmt vor mehr als zwei Jahren – und „vor 45 Kilo“. Seitdem hat sich einiges geändert – nicht nur der Inhalt meines Kleiderschranks. Das war ein anderes Leben damals. Auf 1,83 Meter Körpergröße 150 Kilogramm Gewicht mit sich herumzutragen, ist nicht nur äußerst mühsam, sondern auf Dauer einfach richtig ungesund. Und wenn man bei ausgiebigen Spaziergängen oder gar Wanderungen und Radtouren furchtbar ins Schnaufen kommt, dabei ständig schwitzt und schnell einen roten Kopf hat, sollte man sich mal Gedanken machen. Das habe ich getan – und dann innerhalb von einem Jahr mein Körpergewicht um fast ein Drittel reduziert. Mein Kurzfazit daraus lautet: „Kilos verloren – Lebensqualität gewonnen“. Ich kann nur sagen: es fühlt sich großartig an! Dazu muss man sagen, dass Sie dies unter den Vorzeichen einer DiabetesErkrankung geschafft haben. Das macht so ein Abspeckprogramm wahrscheinlich noch mühsamer.

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