Page 1

64

NEWS L E TTE R Januar 2019

Wann ist endlich Schluss mit Lepra ?!


© FFL/ T. Winn

27. JANUAR 2019: 66. WELTLEPRATAG

-2-


Editorial Im Jahr 2019 gibt es die Lepra immer noch. Die Armut, aber auch der Mangel an Hygiene und Nahrung machen ihre Existenz unvermeidbar. Heute noch erkrankt alle 2 Minuten eine Person auf der Welt an Lepra. Zum Vergleich: 2 Jahre, 3 Monate, 4 Tage, 15 Stunden und 21 Minuten würden reichen, um die ganze Bevölkerung Luxemburgs anzustecken. Auch wenn es ruhig um die Krankheit geworden ist, ist Lepra immer noch aktuell. Das Bezwingen jeder Krankheit ist wichtig, aber man sollte diejenigen nicht vergessen die weniger in der Öffentlichkeit präsent sind. Obwohl es noch keine Impfung gegen Lepra gibt, ist eine Behandlung möglich. Jeder an Lepra erkrankte Mensch kann versorgt und behandelt werden und seine Zukunft kann so gesichert werden. Eine Früherkennung ermöglicht es, den schweren Behinderungen, die diese Krankheit verursacht, vorzubeugen. Tatsächlich wurden in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Fortschritte erreicht. Bis heute konnte die Fondation mehr als 600.000 Leprakranke unterstützen. Damit es aber nicht dabei bleibt, führt die Fondation Follereau Luxembourg den Kampf gegen Lepra fort, und erweitert ihr Wirken auf andere vernachlässigte tropische Krankheiten, über die man viel zu wenig spricht, und das im Togo, auf Madagaskar, in der ZAR und in Guinea. Aber auch im Benin, wurden 2017 mehr als 1.500 Patienten untersucht. Dies hat uns ermöglicht die Krankheit früh zu entdecken und

so einer Ausgrenzung aufgrund der Krankheit entgegen zu wirken. Buruli-Ulkus zum Beispiel, ist durch eine einfache Antibiotikabehandlung heilbar, wenn die Erkrankung in einem frühzeitigen Stadium festgestellt wird. Die Schwere der physisch behindernden Folgen hängt vom Moment des Ausbruchs der Krankheit und dem Beginn der Behandlung ab. Aufklärungsund Sensibilisierungskampagnen sind also notwendig, um das Aufkommen neuer Fälle zu reduzieren. Herr Ralaizaty (hier links) zum Beispiel hat dank dieser Versorgung Lepra besiegt. Seitdem unterstützt er unseren lokalen Partner bei der Früherkennung anderer Kranken, und macht so aus seiner Erfahrung einen wahren Vorteil im Kampf gegen die Stille, die diese Krankheit schafft. Raoul Follereau hat gesagt: “Der Leprakranke leidet an 2 Krankheiten: Er hat Lepra und er ist aussätzig.” Alles das ist noch nicht vorbei. Aber es kann es werden. Die Fortschritte der Medizin sind derzeit sehr vielversprechend, aber der Kampf endet nicht hier. Es ist wesentlich, weiterhin gegen dieses Leid zu kämpfen, damit die Kranken und die Geheilten nicht mehr ausgeschlossen werden. Dank Ihnen und Ihrer unermüdlichen Unterstützung, ist es keine Utopie mehr von der endgültigen Ausrottung dieser Krankheiten zu träumen. Jean Hilger Vorstandsvorsitzender

TEAM Conny Reichling, Aurélie Costantini, Nathalie Davila-Levy, Clémentine Gloire, Naristé Grün, Mohamed Mounir, Monique Schmit, David Thommes. VERWALTUNGSRAT Jean Hilger (Präsident), Julio Nerin (Vizepräsident), Brigitte Bontemps-Loschetter, Georges Keipes, Anne Majerus, Boubacar Niang, Jean-Luc Pauly, Dr. Jean Smit, Jos Hilger †. ERWEITERTER VORSTAND Marie-Thérèse Ney.

-3-


VIELEN DANK AN... Ein ganz großes Dankeschön an das ganze Team der Privatschule Fieldgen, ganz besonders an die Schüler_innen für ihre riesige Unterstützung von 22.913€ zugunsten der jungen Begünstigten des Projektes für Berufsausbildung in Ségou, Mali. Dank euch und eurem unermüdlichen Einsatz konnten alle für 2018 vorgesehenen Aktivitäten des Projektes durchgeführt werden.

Danke an unsere Partner: Infogreen und Radio Ara. Danke für die treue Unterstützung über das ganze Jahr. Wir möchten auf diesem Weg Infogreen unseren Dank ausdrücken für die konstante Unterstützung und die großzügige Geste von 4x3. Die Fondation Follereau ist stolz das Partenariat mit Radio Ara auch 2019 weiterzuführen. Wir sehen uns bei den Cafés de la FFL im Bistro Ara.

Ein herzliches Dankeschön an die Amis des Lépreux von Rodange für die großzügige Geste von 20.000€ zugunsten der Aktivitäten der Fondation und besonders für die Projekte auf Madagascar. Vielen Dank für Ihren unermüdlichen Einsatz.

Vielen Dank an LuxConnect für die großzügige Geste von 5.000€ zugunsten der Projekte “let kids be kids”. Ihr Einsatz ermöglicht die Teilfinanzierung der Aktivitäten des Projektes “Enfants des rues de Ségou” im Mali, unter anderem die Nahrung für die Kinder vor Ort. Villmools Merci!

DANKE

Vielen herzlichen Dank an die vielen Organisationen und Firmen, die sich dieses Jahr für unsere Projekte stark gemacht haben. Darunter : Ladies Circle 1 Lëtzebuerg (3.000€), Six financial Information (5.000€), Société Générale (15.000€), Association de conservation de plantes médicinales de Winseler (5.700€), Docler Holdings (2.500€), Ville de Luxembourg (15.000€), Fraen a Mammen Hamm (5.000€), Party.lu (8.000€), sowie allen unseren Spendern. Vielen Dank für diese Flut an gutem Willen gegen Gleichgültigkeit. -4-


UNTERSTÜTZEN SIE UNSERE PROJEKTE MIT HILFE EINER SPENDE Ihre Spende ist steuerlich absetzbar.

IBAN LU38 0019 1100 2081 3000 (BCEELULL)

INHALTSVERZEICHNIS

6 8 9 10 12

Über die Jahre Buruli-Ulkus in Guinea Dr. Goumané Erlebnisberichte von Freiwilligendienstlern Wohin geht meine Spende?

WIE?

WWW.FFL.LU

Fondation Follereau

“Weil jeder Spender das Recht hat, zu wissen, wie sein Geld ausgegeben wird und ob es gut verwaltet wird.”

151, Av. du Dix Septembre L-2551 Luxembourg Tel: 44 66 06 1 | E-mail: info@ffl.lu

www.ffl.lu


FOKUS

ÜBER DIE JAHRE Vom Kampf gegen die Lepra bis zur Verbesserung des Zugangs zu Gesundheitsdienstleistungen und Hilfe von Kindern in Not.

© FFL/ T. Winn

MEHR ALS 50 JAHRE ERFAHRUNG Der Begünstigte im Zentrum des Wirkens.

-6-


Eine Gruppe von Freunden, die Raoul Follereau kannten, verwirklichen die Idee einer luxemburgischen Wohltätigkeitsorganisation, die vollkommen unabhängig ist, um Ideen des bekannten französischen Humanisten aufzugreifen.

Die Fondation erlangt den Status einer Einrichtung der Gemeinnützigkeit.

Die Fondation erhält eine erste Zulassung als NGO vom Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten.

Um die Expertise und Kompetenz ihres Teams ideal zu nutzen, richtet die Fondation ihre Aktivitäten geografisch auf 9 Länder in Westafrika, Zentralafrika und Madagaskar aus. Die Projekte werden von 11 lokalen Partnern ausgeführt.

Die ersten Jahrzehnte setzt sich die Fondation Follereau Luxembourg für die Leprakranken auf verschiedenen Kontinenten ein, insbesondere in Afrika, Lateinamerika und in Asien. Diese Projekte hatten als ersten Auftrag die Krankheit der Armut und die Bekämpfung aller Formen der Ausgrenzung die sie mit sich brachte, sei es die soziale oder wirtschaftliche Ausgrenzung.

Diese Art der Zusammenarbeit mit lokalen Vertrauenspartnern ermöglicht es uns, Projekte ins leben zu rufen die zur Entwicklung und Verselbständigung der lokalen Bevölkerung beitragen. Die Fondation würdigt und ermutigt von Anfang an die Involvierung der Bevölkerungen vor Ort und der nationalen Behörden der Ländern der Intervention um das Weiterbestehen der Projekte auch über den Einsatz der Fondation hinaus zu erhalten.

HEALTH IS WEALTH 22 Projekte 80.2% des gesamten Budgets

Die Lepra ist heilbar. Und unsere Aktivitäten entwickeln sich weiter…

mehr als 300 000 BEGÜNSTIGTE

Die Projekte zur Unterstützung der Kinder und der Bevölkerungen, die aus ihrer Gesellschaft ausgeschlossen werden, erweitern sich immer mehr. Die Fondation Follereau Luxembourg kämpft weiter gegen jede Form der Ausgrenzung, mittels Projekten für Kinder in Not aber auch durch Programme zur Verbesserung der Gesundheit in ländlichen Gegenden. Dazu zählt sowohl der Kampf gegen vernachlässigte tropische Krankheiten wie Lepra, als auch die verstärkte Unterstützung des Mutter-KindPaares.

LET KIDS BE KIDS 14 Projekte 19.8% des gesamten Budgets mehr als 23 000 BEGÜNSTIGTE -7-


CENTRE DE DÉPISTAGE ET DE TRAITEMENT DE L’UB

58,9 Jahre

Lebenserwartung

DE N’ZÉRÉKORÉ (GUINEA) Die Fondation Follereau Luxembourg engagiert sich, zusammen mit ihrem Partner APROSCO (Association pour la promotion de la santé communautaire) in Guinea mit ihrem Zentrum für die Früherkennung und Behandlung des Buruli-Ulkus (CDTUB).

HDI* (im Jahr 2012)

178/186 0

Aufnahmedatum des Projekts mit APROSCO

2014

01. OKTOBER 2014

SENEGAL

100 150km

MALI

GUINEABISSAU

GUINEA

Zielgebiet

N’ZÉRÉKORÉ GUÉCKÉDOU MACENTA LOLA BEYLA

50

WALDGUINEA

CONAKRY SIERRA LEONE

(WALDGUINEA)

GUÉCKÉDOU

BEYLA

MACENTA

75%

NORDATLANTIK

LIBERIA

ELFENBEINSKÜSTE

N’ZÉRÉKORÉ

Niedrige Trinkwasserversorgung (65% in ländlichen Gebieten)

DIE HERAUSFORDERUNG? EINE FRÜHERKENNUNG FÜR EINE SCHNELLE BEHANDLUNG

SEIT 2014

6.387

identifizierte Patienten

191

Bewusstsein Sitzungen und Screening

KÄMPFEN SIE AN UNSERER SEITE Gegen die vernachlässigten, tropischen Krankheiten und unterstützen Sie das CDTUB in N’Zerekore mit einer Spende auf das Konto der Fondation Follereau.

BCEE IBAN LU38 0019 1100 2081 3000

45€ ermöglichen die Kostenübernahme der medizinischen Analysen eines am Buruli-Ulkus leidenden Patienten im CDTUB.

* HDI : Human Development Index -8-


3

INTERVIEW Dr. Aboubacar Goumané ist Chirurg im CDTUB von N’Zérékoré (Guinea). Er übernimmt die Untersuchungen sowie die chirurgischen Eingriffe der Patienten im Zentrum zur Erkennung und Behandlung des Burulu-Ulkus. Ausserdem ist er Präsident der APROSCO, unser lokaler Partner.

FRAGEN AN DR. ABOUBACAR GOUMANÉ

Wie viele Patienten werden jedes Jahr in der Einrichtung betreut? Das Team des Zentrums in N’Zérékoré kämpft jedes Jahr gegen diese Krankheit mit der Betreuung von ungefähr 200 Patienten mit Verdacht am BuruliUlkus erkrankt zu sein. Mehr oder weniger 100 von ihnen werden in die Klinik eingeliefert, je nach dem erreichten Stadium der Krankheit. In Waldguinea ist diese vernachlässigte Krankheit immer noch gegenwärtig. Aktuell sind 31 Stichproben unterwegs ins INH in Lomé im Togo um auf den BuruliUlkus geprüft zu werden, da es in Guinea kein spezialisiertes Labor gibt.

Was sind die Aufgaben der APROSCO vor Ort? APROSCO nimmt teil an: • der Sensibilisierung der Gemeinschaft über Buruli-Ulkus • der Ausbildung von Angestellten zur gemeinschaftlichen Gesundheit • der Diagnostizierung der Verdachtsfälle von Buruli-Ulkus • der Überweisung der Erkrankten an das CDTUB in N’Zérékoré • der Kostenübernahme der Erkrankten vor Ort

-9-

Was sind ihre Motivationen im Alltag? Unsere Motivation ist verbunden mit dem Vertrauen der Gemeinschaft gegenüber dem Pflegepersonal der Einrichtung, der Qualität der gegebenen Dienstleistungen an die Patienten und die erhöhte Besuchsrate. Einige Patienten der Nachbarländer, wie die Elfenbeinküste und Liberia, kommen ins CDTUB in N’Zérékoré zur Untersuchung.


EINDRÜCKE

EIN MONAT IM BENIN

“WAS FÜR EIN KONTRAST ZU MEINEM LEBEN IN LUXEMBURG !” 5. NOVEMBER - 3. DEZEMBER 2018

I

ch arbeite seit über 25 Jahren für eine luxemburgische Verwaltung, hauptsächlich in der Begutachtung von Projekten. Auch wenn ich im Benin, schon das „Pensionsalter“ (55 Jahre und mehr) erreicht habe, wollte ich neue Herausforderungen antreten! Und so hat die Fondation Follereau Luxembourg mir die wunderbare Möglichkeit gegeben, für einen Monat einen Freiwilligendienst in ihren Projekten im Benin anzutreten – in den sichersten Gebieten im Zentrum/ Süden. Ich bin noch nie zuvor im Süden der Sahel gewesen und trotz der Einsatzfreude und Vorbereitung fühlte ich auch eine gewisse Beunruhigung. Wie werde ich behilflich sein können, was setzen Entwicklungsprojekte voraus? Diese Erfahrung war voll von Kontrasten mit meinem Leben in Luxemburg. Auch wenn ich mich im Voraus vorbereitet habe, ist der Benin ein armes Land, mit wenigen natürlichen Ressourcen und offensichtlich haben viele Menschen keine Arbeit. Das Klima ist warm und feucht – nicht nur für mich, glaube ich, aber für jeden. Das Straßennetz ist teilweise asphaltiert,

aber der wesentliche Teil besteht aus staubigen Straßen, zugänglich mit dem Motorrad (und als ich da war, waren sie weder wasserdurchtränkt, noch schlammig wegen des starken Regens). Die meisten Menschen laufen, und so können Hin- und Rückreisen oft mehrere Stunden dauern: die Distanzen, die es braucht um Vorräte zu beschaffen oder medizinische Dienste zu erreichen, können erheblich sein. Aber das ist ja „normal“! Im Alltag, als eher Hellhäutige, musste ich mich vor der Sonne und den UV-Strahlen schützen. Ich schien dermaßen „westlich“! Ich wollte mir jedoch das lokale Leben aneignen und mich darin so viel wie möglich einbringen. Mein alltäglicher Spaziergang zwischen meiner Unterkunft und dem Projekt der Fondation betrug 30 Minuten. Der Grund warum ich in der Hitze zu fuß ging und kein Motorradtaxi nahm, war den anderen ein Rätsel, aber ein Bonus für mich: die Einwohner waren sehr glücklich und die Kinder amüsierten sich über mein „Hallo“. Am Ende meines Aufenthalts trug - 10 -

ich stolz meine maßgeschneiderten Kleider im afrikanischen Stil, die mit Sorgfalt angefertigt wurden. Und wie vergleicht sich die Nahrung mit „dort“ (wie einige meiner neuen Freunde Europa nennen)? Die Grundnahrungsmittel sind Maniok, Yamswurzel, Reis und frische Ananas (biologisch!), Kokosnuss, Bananen, Kochbananen, die auf den Verkaufsständen am Straßenrand verkauft werden, so wie Gerichte von der Straße (frittiert im Erdnussöl). Aber im Laufe meines Aufenthalts wurde ich mir vor allem über die Realität der Unterernährung und deren sichtbaren Folgen bewusst, bis hin zu einigen sehr traurigen Fällen. Ich möchte vor allem gerne mitteilen, auf welche Art die Vorgehensweise der Fondation Follereau die Leitung der lokalen und unabhängigen Projekte unterstützt. Auch wenn es, verständlicherweise, noch viel zu tun und zu lernen gibt, mit beschränkten Mitteln. Es ist ein langwieriger und kontinuierlicher Prozess.


In Toffo kommen die Schwestern in CREN den Müttern mangelernährter Kleinkinder zur Hilfe. Ich bin selbst Mutter von zwei jungen und gesunden Männern und wenn ich an meine zwei Kinder denke und an die medizinische Versorgung, die ich hatte, fiel es mir nicht leicht, Kinder zu sehen, die so schwer an Gewichtsmangel, Knochenschwund und Apathie leiden und die auch in Zukunft noch einige Defizite ertragen müssen. Eine der am wenigsten sichtbaren Tragödien ist der Impakt auf die geistige Entwicklung. Der CREN arbeitet mit dem benachbarten Krankenhaus, das für weniger schlimme Fälle der Mangel- und Unterernährung zuständig ist, aber die lokalen Ernährungsberater verbringen auch viel Zeit um die peripheren Städte zu besuchen (nur mit den bekannten Motorrädern zugänglich!). Sie haben eine konkrete Rolle zu spielen: Beratung, Unterstützung und Sensibilisierung, zusammen mit den Gemeinschaften. Ich konnte mich insbesondere bei der Vorbereitung der Nahrungsergänzungsmittel nützlich machen, die ein Dutzend Mütter ihren Kindern über den ganzen Tag verteilt reichen. Es war erfreulich, diese Mütter glücklich in der Gruppe zu sehen, wie sie sich helfen und sich gegenseitig Mut machen um ihre

Kinder zu ernähren. Sie kommen aus weit entfernten Städten, deshalb sind sie oft einige Wochen im Zentrum, bis ihr Kind genügend Gewicht zugenommen hat.

DER EINDRUCK VON KADDI KPANOU

Der zweite Teil meines Aufenthalts im Benin hat sich im CIPSA in Allada abgespielt. Dabei handelt es sich um eine Art Gemeinschaftszentrum, das mehrere Aktivitäten für Kinder mit spezifischen Bedürfnissen gruppiert. Eins dieser Programme besteht aus einer Gruppe Freiwilliger aus der Gemeinschaft, die ausgebildet wurden, um Physiotherapie und Massagen für Babys und Kinder mit motorischen und mentalen Entwicklungsstörungen durchzuführen. Und wieder einmal war ich bezaubert über die Art wie die Mütter zusammenarbeiten und sich gegenseitig helfen. Die Kommentare der Eltern sind positiv und sie schätzen die Resultate.

“Die Freiwilligenarbeit von Madame Kristina, auch wenn nur für kurze Dauer, ist nicht ohne Auswirkung auf unsere Projekte geblieben.

Es war eine fantastische Erfahrung an diesem Projekt der Fondation Follereau Luxembourg für die Verbesserung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung teilzunehmen, wenn auch nur im kleinen Maßstab.

Leiter des Teams der offiziellen Vertretung der Fondation Follereau Luxembourg im Benin

Die erste Woche hat ihr ermöglicht verschiedene Projekte der Fondation im Benin zu erkundigen. Bei der CREN hat ihr Eingreifen die Betreuung der Kinder, die an Unterernährung leiden, verbessern können, insbesondere in Bezug auf das Wiegen und die Ernährung. Im CIPSA-EH ermöglichten ihre Beobachtungen, die Arbeit der Gemeinschaftsvermittler zu verbessern. Die Berichterstattung der ausgeführten Arbeit im Hinblick auf jedes benachteiligte Kind wird jetzt auf einem Datenblatt durchgeführt, um die Wirkung der Betreuung besser messen zu können, und der Proteingehalt in der Ernährung der Kinder wurde erhöht. Wir sind zufrieden mit ihrem Aufenthalt im Benin.”

- 11 -


INFOGRAFIK

WOHIN GEHT MEINE SPENDE? Dank Ihnen und Ihrer Unterstützung ist es uns möglich mit Hilfe unserer lokalen Partner des Vertrauens, mehr als 323.000 Begünstigten, mittels unserer Projekte, tagtäglich zu unterstützen: • Sensibilisierungskampagnen • Bau neuer Gesundheitszentren • die Ausbildung gemeinschaftlicher Vermittler • Entwicklung der Aktivitäten zur Erzeugung des Einkommens • Zugang zu einer Grundausbildung • Zugang zu einer professionellen Ausbildung oder einer professionellen Umschulung…

20

Spender

45

Physiotherapie für einen Patienten der an UB leidet pro Tag

Medizinische Analysen für einen an UB erkrankten Patienten

12

0

Lokale Partner

Motorische Hilfe für ein an UB erkranktes Kind

mehr als 323.000 Begünstigte

- 12 -

Profile for Fondation Follereau Luxembourg

Bulletin 64 - Januar 2019 - DE Version  

Bulletin 64 - Januar 2019 - DE Version  

Advertisement