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2018

Zurück zum Everest Peter Habeler und Wolfgang Nairz im Gespräch

Intensives Leben Hansjörg Auer blickt zurück

Frauenpower in Island Aline Bock und Anne-Flore Marxer berichten

Kletterlegenden Bernd Arnold und Beat Kammerlander

Das Magazin zum Filmfest St. Anton 22.-25.8.2018 St. Anton am Arlberg


©SALOMON SA. All Rights Reserved. Photo: Dom Daher, faltboot.de, Christoffer Sjöström

ANY PATH. YOUR WAY. Nimm am exklusiven Salomon Gewinnspiel zum Filmfest St. Anton teil: salomon.win-in-sports.com/filmfest-stanton/


Zum Einstieg

Willkommen in

St. Anton am Arlberg! Das Filmfest St. Anton geht bereits in sein 24. Jahr und ist so erfahren wie nötig und so jung geblieben wie möglich. Heuer werden in der charmanten WM-Halle 24 Filme gezeigt, davon 15 Premieren, was einmal mehr unterstreicht, dass sich unser Filmfest als Premierenfestival etabliert hat. So manche Filmemacher und Protagonisten planen ihre Produktionen so, dass sie gerade vor dem Filmfest St. Anton fertig werden. Und da man Filmpremieren bekanntlich nicht wiederholen kann, sind wir für diese Form der Wertschätzung äußerst dankbar.

Dazwischen sehen wir zahlreiche jüngere Akteure, viele davon auf dem Höhepunkt ihrer Leistungsfähigkeit und an der aktuellen Weltspitze in ihrer Disziplin. Gemeinsam ist ihnen, dass sie vital und neugierig sind und dass sie sich über ihre Sportart hinaus für die Welt interessieren. Sie ziehen hinaus, tauchen in fremde Kulturen ein, bereisen die entlegensten Orte der Welt oder erkunden Neues zu Hause. Ich möchte die Gelegenheit hier nutzen, unseren Partnern für die langjährige Unterstützung zu danken und einige namentlich zu nennen. Dank gebührt der Gemeinde St. Anton am Arlberg, dem Mooserwirt Eugen Scalet, dem Land Tirol, den Arlberger Bergbahnen, Cine Tirol, den Industriesponsoren Salomon und Vaude sowie unserem Medienpartner, dem Magazin „Bergwelten“, das uns die Verbreitung des Filmfest-Magazins über Tirol und Österreich hinaus nach Bayern und Baden-Württemberg ermöglicht. Danken möchte ich auch den MitarbeiterInnen des Tourismusverbandes St. Anton am Arlberg sowie der St. Antoner Hotellerie, die unseren vielen Bühnengästen – AthletInnen und FilmemacherInnen – ihre Zimmer zur Verfügung stellt.

Ein Motto, unter das man das Filmfest St. Anton in diesem Jahr stellen könnte, wäre „Szenetreff der Generationen“. Wir beginnen mit zwei Kletterlegenden, an denen die Zeit scheinbar nicht gekratzt hat, Bernd Arnold und Beat Kammerlander. Am Schlussabend steht die ORF-Produktion „Zurück zum Everest“ auf dem Programm. 40 Jahre nach der legendären Expedition des Österreichischen Alpenvereins 1978 zum höchsten Berg der Erde wird die Mehrzahl der noch lebenden Expeditionsteilnehmer von damals zum Filmfest nach St. Anton und auf unsere Bühne kommen.

Das gesamte Filmfestteam freut sich auf Ihr Kommen.

Herzlichst Martin Ebster, Direktor des Tourismusverbandes St. Anton am Arlberg

Cover: Im Karakorum Foto: Andreas Vigl

Kurz & Bündig:

Mehr Filmfest-Storys im Netz

Abenteuer- & Outdoorfilme mit vielen Bühnengästen und zahlreichen Premieren 22.-25.8.2018 St. Anton am Arlberg

Triff in unseren „Antipasti“-Videoblogs die AthletInnen hautnah - online auf

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www.facebook.com/filmfest.stanton/ und www.filmfest-stanton.at


TOURISMUSVERBAND ST. ANTON AM ARLBERG

FILMFEST-TICKETS: TAGESKARTE: €15,00 ERMÄSSIGT: €12,00 WOCHENKARTE: €45,00

WEITERE INFOS UND ONLINE-TICKETS: WWW.STANTONAMARLBERG.COM

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Foto: TVB St. Anton am Arlberg - Wolfgang Ehn

KOMM ZUM FILMFEST!


Szenenfoto zu „Der Weiße Rausch“ Archiv Rudi Matt

Filmfest St. Anton vor 20 Jahren und jetzt von Manfred Pascher Ich habe das Programmheft des Filmfest St. Anton aus dem Jahr 1998 vor mir liegen. Die Veranstaltung war damals im vierten Jahr. Wir zeigten historische Bergfilme, viele aus den 1950er und 1960er Jahren, des weiteren Spielfilme mit Bergfilm-Bezug, ebenfalls nicht neu, und dann den einen oder anderen unabhängig produzierten Autorenfilm; Premierenfilm war keiner dabei. Im Jahr 2018 haben wir 15 Filmpremieren beim Filmfest St. Anton. Was dazwischen liegt: eine Weiterentwicklung der Veranstaltung, vor allem aber die digitale Revolution im Filmbereich. Vor zwanzig Jahren war Filmschnitt noch Handwerk im wörtlichen Sinn. Filme wurden manuell an Schneidetischen zusammengestückelt. Zelluloid ist sehr teuer, man konnte professionelles Filme-Machen nur an einigen wenigen Orten lernen. Heute kennen sich viele Heranwachsende gut mit dem Schnitt digitaler Filme aus. Wer will, kann es als Autodidakt auf seinem Computer lernen und – bringt er entsprechendes Talent mit – es darin zum Meister bringen. Die leichten und leistungsfähigen Helmkameras können Eindrücke einfangen, die früher filmisch nicht mitteilbar waren. Wo es wirklich anstrengend oder gefährlich wurde, war Filmen damals keine Option, dazu waren die Kameras zu schwer oder die kleinen eben nicht leistungsfähig genug. Heute umkreisen Drohnen die AthletInnen in senkrechten Wänden oder rasen Freeridern hinterher und liefern wackelfreie Bilder, wie sie früher auch von den kaum bezahlbaren Hubschraubern aus nicht zustande gebracht wurden.

eine Expedition, Länge 15 Minuten? In der Gegenwart erreichen kürzere Filme über das Internet eine zum Teil enorme Verbreitung. Mögen Outdoor-Filme auch Nischenprodukte sein, so ist ihre Nische inzwischen eine globale. Filme über verwegene Kletter-, Freeride- oder Bike-Abenteuer haben Konjunktur. Es sind eben kurze oder mittellange Filme, die in eindrucksvollen Bildern und mit dem Bemühen um Authentizität die sportlichen Leistungen ihrer ProtagonistInnen filmisch einfangen und sie zu ihren Motiven zu Wort kommen lassen. Freilich darf man mindestens in Österreich die mittelbare Rolle des Fernsehens für die Entstehung der Autorenfilme im Alpinbereich nicht unterschätzen. Servus TV-Bergwelten ermöglicht es Filmemachern, im Verhältnis zu anderen Produktionsmöglichkeiten gut dotierte Fernsehbeiträge zu machen, und erlaubt ihnen, mit dem Material kürzere Beiträge für Festivals und für den Eigengebrauch zu produzieren. Ohne diese Konstellation wäre das Niveau des Alpin- und Bergfilms im Autorenbereich in Österreich nicht so, wie es ist. Grundsätzlich ist ja der Autorenfilm im Outdoor-Bereich wenig kommerziell orientiert. Sicher, für die AthletInnen ist es gut und auch notwendig, Filme für ihre Sponsoren zu haben. Umgekehrt brauchen die Sponsoren Filme von ihren AthletInnen. Obwohl die Herstellung der Filme samt Reisen, Schnitt etc. sehr aufwendig ist, ist sie für die AthletInnen zum Teil eine angenehme Abwechslung zum Wettkampfsport, für die Filmemacher eine Abwechslung zu kommerzieller orientierten Arbeiten, Werbefilm oder Werbephotographie.

Im Hinblick auf die Verbreitung der Filme kommt natürlich dem Internet eine zentrale Rolle zu. Früher gab es das Kino und das Fernsehen, und die hatten inhaltlich und formal ihre Formatvorgaben. Wo sollte da ein typischer Film seinen Platz finden, wie wir ihn heutzutage zeigen, z. B. über

Jedenfalls ist das Genre des Berg- und Abenteuerfilms seit der Jahrtausendwende in Bewegung geraten und bewegt sich immer noch rasant weiter. Wohin wird die Reise gehen? Wir dürfen gespannt sein.


GlĂźck am Everest, Wolfgang Nairz Foto: Archiv Nairz


Interview

Nach 40 Jahren Zurück zum Everest 2018, nach vier Jahrzehnten, kehren alle acht noch lebenden Expeditionsteilnehmer der legendären Mount Everest-Expedition des Österreichischen Alpenvereins von 1978 zum höchsten Berg der Erde zurück und lassen gemeinsam die Ereignisse von damals Revue passieren. Eine Yak-Karawane zieht im Frühjahr 1978 durch das Khum- 40 Jahre später bei ihrer Rückkehr zum Everest werden bei bu-Hochtal, der Mount Everest ist das Ziel der Expedition. den Expeditionsteilnehmern die Erinnerungen wieder leVom Eroberungsalpinismus zum Verzichtsalpinismus - so bendig. Für alle waren es eindrückliche, für Reinhold Messlautet das Motto des aus zwölf Individualisten bestehen- ner und Peter Habeler fast schon bestimmende Erfahrunden Teams von Höhenbergsteigern. Der Südtiroler Reinhold gen. Messner und Habeler standen nach der Expedition im Messner und der Tiroler Peter Habeler, eine der stärksten Fokus der medialen Aufmerksamkeit, die Geschichte ging Zweierseilschaften der 1970er Jahre, haben es sich zum Ziel um die Welt. „Das Wichtigste im Rückblick ist“, so sagt Exgesetzt, die Grenzen im Höhenbergsteigen zu verschieben. peditionsleiter Wolfgang Nairz, „dass die Teilnehmer als Die beiden wollen erstmals ohne Flaschensauerstoff auf Freunde in den Himalaya gereist waren und als Freunde dem 8848 Meter hohen Gipfel des Everwieder zurückkehrten.“ est stehen. Am 8. Mai 1978 haben sie es „Ich war schließlich geschafft. Die Mediziner waren sich im Vorfeld uneinig. Die einen hielten Wir haben Wolfgang Nairz und Peter Habeler ziemlich das Unterfangen für unmöglich oder nicht zu einem Gespräch getroffen. verantwortbar und warnten vor bleibenden überzeugt, Hirnschäden, die anderen schätzten den Die von dir geleitete Expedition, Wolfgang, Versuch als medizinisch vertretbar ein. Oszum Everest, unterschied sich ja grundledass es gut wald Oelz, als Arzt bei der Expedition dabei, gend von den Expeditionen einer Generation erinnert sich: „Ich war ziemlich überzeugt, davor. Die Expeditionen z. B. von Herligkofdass es gut gehen könnte und dass die beifer zum Nanga Parbat oder von Ardito Desio gehen den so vernünftig sind, dass sie umkehren, zum K2 waren fast militärisch organisierte wenn es nicht gut geht.“ Unternehmungen. Bei deinen Expeditionen könnte.“ Insgesamt schrieb die Expedition unter der hat man den Eindruck, dass sich eine über Leitung des Tirolers Wolfgang Nairz Alpinein bestimmtes Interesse eng verbundene Oswald Oelz geschichte. Als erste Österreicher überGemeinschaft von Freunden zusammen auf haupt erreichten Nairz, Horst Bergmann den Weg gemacht hat, auf zu großen Abenund Robert Schauer den Gipfel, zusammen mit dem Sher- teuern. Kann man das so sehen? paführer Ang Phu. Dem Tiroler Heeresbergführer Franz Wolfgang: Das ist richtig, wir sind bereits Anfang der 1970er Oppurg gelang als Erstem der Alleingang vom Südsattel Jahre in den Himalaya hinausgezogen, wir waren eine auf den Gipfel. Nicht alles bei der Expedition war freilich Gruppe von wirklich guten Bergsteigern in Österreich, und eitel Wonne und Sonnenschein: Raimund Margreiter, Hans wir haben uns immer gefragt, wieso wir eigentlich nicht zu Schell und Helmut Hagner mussten auf Grund verschie- einer Expedition eingeladen werden. Wenn uns niemand dener Umstände umdrehen, ohne den Gipfel erreicht zu einlädt, so haben wir uns gesagt, organisieren wir uns das haben. Und vor allem: Ein Sherpa verunglückte bei der Ex- eben selbst. Wir haben dann die erste Genehmigung für die pedition tödlich, ein anderer verletzte sich schwer, und ein Manaslu Südwand bekommen, und da hat sich ein kleiner dritter erlitt in großer Höhe einen Schlaganfall, den er zwar Freundeskreis herausgebildet, der dann bis herauf in die überlebte, jedoch bleibende Schäden davontrug. 1980er Jahre bestanden hat.


Immer wieder im Zusammenhang mit deinem Führungsstil wird ja ein Ausspruch von dir zitiert: „If my friends … Wolfgang: „… are happy, I am happy“, habe ich immer gesagt. Aber natürlich war es so, dass es ein System gebraucht hat. Da hat es schon eine straffe Organisation gegeben, aber es war jetzt nicht so wie bei anderen Expeditionen, wo der Expeditionsleiter bestimmt hat, was gemacht wird und wer wann wohin geht, sondern wir sind im Basislager zusammengesessen und haben diskutiert, und dann sind wir in kleinen Teams wie ausgemacht gegangen. Man musste natürlich auch Entscheidungen treffen, die wurden aber ausdiskutiert. Wenn man nicht einig war, dann hat man noch einmal diskutiert, und wenn man dann immer noch nicht einig war, habe ich entschieden. „Es wird schon gut gehen“, ist das Motto von Wolfgangs Buch. Peter, würdest du dieses Motto auch für dich gelten lassen? Peter: Wie man sieht, ist es gut gegangen. Gott sei Dank ist es gut gegangen, es hätte vieles auch anders ausgehen können. Wichtig war, dass wir uns gut gekannt haben, dass wir gewusst haben, was der andere schaffen kann und was nicht. Peter, Wolfgang beschreibt die letzten Meter zum Gipfel fast wie einen Glücksrausch, Oswald Oelz auch. Mir ist in Erinnerung, dass du einmal gesagt hast, Glück hast du am Gipfel nicht empfunden. Wie war das für dich am Gipfel? Peter: Wir sind ja unter einer außergewöhnlichen Belastung gestanden. Wir hatten keine Sauerstoffgeräte. Der

Das letzte Hindernis: der Hillary Step Foto: Archiv Nairz

Aufstieg war schwierig, es war extrem kalt, es hat zwischen dreißig und vierzig Grad minus gehabt an dem Tag, es war ein sehr starker Wind, ein richtiger Sturm. Und dann war da noch die psychische Geschichte, man hat ja nicht gewusst, bewältigen wir das ohne Schaden oder werden wir durch den Sauerstoffmangel deppert. Wir waren da oben, und wir wussten, dass wir noch in der Lage waren abzusteigen. Diese Sauerstoffknappheit, dieses eine Drittel Sauerstoff, das man da oben hat, ist einfach wahnsinnig wenig. Wir waren schon ein bisschen meschugge, ist ganz klar. Wolfgang: Das war natürlich bei uns eine ganz andere Situation als bei Reinhold und Peter. Dadurch, dass sie ohne künstlichen Sauerstoff gegangen sind, war es fast am Limit, würde ich sagen. Peter: Es war total am Limit. Wolfgang: Wir sind wirklich in einem Glücksgefühl, in einem Hochgefühl, in einer Euphorie hinaufgegangen, wir hatten auch das Glück, dass wir wirklich gutes Wetter gehabt haben. Wolkenlos und fast windstill, was ganz selten ist am Everest. Ich glaube, es hat wenige gegeben, die so lange am Gipfel geblieben sind wie wir damals. Wir waren eineinhalb Stunden oben und haben es genießen können. Es war Freude, Glück und Dankbarkeit gegenüber allen, die da irgendwie geholfen haben. Für uns war es am Gipfel einfach großartig, ganz anders als bei euch, Peter, wir haben uns aufraffen müssen, wieder hinunterzugehen. Die Geschichte mit dem künstlichen Sauerstoff hat ja, wie Peter gesagt hat, auch mental einen großen Unterschied gemacht, oder? Wolfgang: Das Problem war, dass damals niemand ge-


wusst hat, wie es wirklich ausgeht, unsere beiden Ärzte, der Bulle [Oswald Oelz] und der Manni [Raimund Margreiter], haben euch eher in eurem Gefühl bestärkt, dass es gehen könnte. Andere haben gesagt, ihr kommt als Idioten herunter. Das, glaube ich, war das mental Schwierige: Wem glauben, wem vertrauen? Noch eine Frage zum künstlichen Sauerstoff. Das war ja die Idee von Reinhold Messner. Ist diese Idee damals in der Luft gelegen? Wenn ihr das nicht gemacht hättet, hätte das bald jemand anderer gemacht oder hätte das noch länger gedauert? Wolfgang: Ich glaube schon, dass das in der Luft war, das war noch das große Problem im Himalaya: Geht das oder geht das nicht? Peter, du hast es am Everest später dann noch einmal probiert. Du warst damals sehr schockiert, wie es im Basislager ausgesehen hat. Wenn man den Film von euch jetzt anschaut, hat man das Gefühl, dass sich alle an die neue Situation dort gewöhnt haben. Selbst Reinhold Messner sagt im Film: „Ja, das ist jetzt zwar nicht Alpinismus, sondern Himalaya-Tourismus, aber es ist halt so.“ Peter: Ja natürlich ist heute eine andere Zeit, und diese Entwicklung hat eigentlich in den Alpen angefangen, am Mont Blanc, am Matterhorn, am Großglockner, überall gehen Hunderte hinauf. Und dieser Pistenalpinismus, Klettersteig vom Basislager bis zum Gipfel, ist dann auf den Himalaya übertragen worden. Ihr seid ja später noch oft nach Nepal zurückgekehrt. Peter: Den Rekord vom Wolfgang habe ich nicht erreicht, aber sechzig Mal war ich auch drüben. Bergsteigen ist toll und schön, aber es wird, je öfter du nach Nepal kommst, von der Liebe zu dem Land und von der Freude mit den Menschen, die man dort trifft, überlagert. Natürlich schaust du immer mit großen, weiten Augen auf diese Sechs-, Sieben-, Achttausender, aber immer mehr wächst dir das Land ans Herz, und das ist schön so. Wolfgang: Bei mir war das genau gleich. In den 1970er und 80er Jahren waren es die hohen Berge, wegen denen ich hinwollte, später das Land. In Nepal spürt man eine Harmonie zwischen Land und Leuten, zwischen Bergen, Kultur und Religion. Uns hat die Freundschaft, die Freundlichkeit der Menschen dort fasziniert. Edmund Hillary hatte nach der Everest-Erstbesteigung die Sherpas gefragt: „Was kann ich für euch tun?“ Und sie haben gesagt: „Gebt uns Gesundheit und Bildung!“ Hillary ist es dann gelungen, Schulen, Krankenhäuser und Wasserleitungen zu bauen. Und das habe ich dann auch ein bisschen aufgegriffen, mit der „NepalHilfe Tirol“. Zusammen mit der „Messner-Foundation“ haben wir das „Hillary-Krankenhaus“, das nach dem schweren Erdbeben von 2015 komplett zerstört war, wieder aufgebaut. Und das macht uns schon ein bisschen stolz.

Am Gipfel Foto: Archiv Nairz

Auch dass wir sagen können, wir können etwas tun. Aber in erster Linie sage ich immer: Nepal hat mir persönlich so viel gegeben, an Glück, an Freude, auch an traurigen Erinnerungen, und da möchte ich dem Land auch etwas zurückgeben. Wolfgang und Peter, wir danken euch für das Gespräch.

NepalHilfe Tirol Wolfgang Nairz ist Obmann der „NepalHilfe Tirol“. Der Verein fördert in direkter und unbürokratischer Weise Medizin-, Sozial- und Bildungsprojekte in Nepal. Gespendetes Geld und Mitgliedsbeiträge kommen 1:1 den Projekten zugute, Verwaltungskosten fallen nicht an. Die renommierte Tiroler Künstlerin Maria Peters hat der NepalHilfe Tirol das Bild „Zurück zum Everest - 1978-2018“ in einer limitierten und nummerierten Auflage von 100 Stück zur Verfügung gestellt. Für eine Spende von 220,- Euro für die NepalHilfe Tirol erhalten Sie das Bild, signiert von allen noch lebenden Teilnehmern der Expedition von 1978. Bei Interesse wenden Sie sich bitte per Mail an Wolfgang Nairz, alpinconsult@nairz.at Der vom ORF produzierte Film „Zurück zum Everest“ wird am Samstag, den 25.8. in Anwesenheit der Expeditionsteilnehmer Wolfgang Nairz, Peter Habeler, Oswald Oelz, Raimund Margreiter und Helmut Hagner gezeigt.


Alpenüberquerer unterwegs mit Nizza als Ziel Von Osten nach Westen über den Alpenhauptkamm Gleich zwei Filme in diesem Jahr haben mit spektakulären Alpenüberquerungen zu tun. In „Eis und Palmen“ starten Jochen Mesle und Max Kroneck, zu Hause in Schwaben und Bayern, mit an Fahrrädern angeschnallten Ski. Sie treffen sich Ende April in Reutte, um von dort über die Westalpen nach Nizza zu radeln. Dabei wollen sie nicht nur aus eigener Muskelkraft Nizza erreichen, sondern auch – als Ausnahmeskifahrer, die sie sind – ein paar Skiabfahrten ihres Geschmacks von 4000ern machen. Die andere Gruppe, sieben SkibergsteigerInnen, Frauen und Männer aus verschiedenen Nationen der Welt, bricht zu einem von Red Bull initiierten Abenteuer zur längsten möglichen Skitour der Alpen auf. Als sie von der Rax bei Wien losgehen, kennen sie sich

noch kaum. Anders als die Rad-Skiabenteurer, die zwischendurch den einen oder anderen Umweg zum Zwecke ausgesuchter Big Mountain-Abfahrten in Kauf nehmen, geht es den bei Wien Gestarteten auch darum, möglichst schnell zu sein. Zu Fuß und mit Ski wollen sie die ca. 1700 Kilometer und ca. 90.000 Höhenmeter des gesamten Alpenhauptkamms in unter 40 Tagen bewältigen. Das Unternehmen gelingt: Nach 36 Tagen, an denen sie im Durchschnitt und ohne Ruhetag mehr als 10 Stunden täglich unterwegs waren, erreichen fünf von ihnen das Ende der Westalpen. Lassen wir die Alpenüberquerer zu ihren Abenteuern zu Wort kommen:

Natürlich hab en wir eine GP S-Uhr dabei und schreiben brav unsere K ilometer und Höhenmet er auf. Aber um ehrlich zu sein: Wir er leben viel meh r, als man in Zahlen darst ellen kann. Au f dem Weg von Deutschla nd bis nach Niz za geht es uns genau um diese Momente . Wir wollen die Alpen au s ei n em n eu en Blickwinn-Nizza) kel kennenlern Philipp Reiter (Wie en und noch d azu einige Berge mit Ski befahren, die wir schon lange im Kopf haben. Die Reise „Eis und Palmen“ ist für mich wie der Max Kroneck (Reutte-Nizza) große Bruder einer gewöhnlichen Tages-Bergtour: Vom Start bis zum Ziel ein zusammenhängendes, unvergessliches Erlebnis ohne Unterbrechungen. Mit allem, was dazugehört – Wetter, Anstrengung, Höhen und Tiefen. mich während Auch wenn ich so ragt habe, wie der Tour oft gef im er 12 Stunden ich heute wied nterei Eiseskälte u Schneesturm b anzen am Sinn des G wegs bin, und h weifelt habe, ic manchmal gez ! wieder machen würde es sofort

Jochen Mesle (Reutte-Nizza) Beide Filme haben am Donnerstag, den 24.8. beim Filmfest St. Anton Premiere. „Der lange Weg über die Alpen“ wird von Philipp Reiter und Tamara Lunger präsentiert, „Eis und Palmen“ von Jochen Mesle und Max Kroneck.


Klettern Eine Liebe fürs Leben Bernd Arnold und Beat Kammerlander über ihr Kletterleben Die Kletterlegenden Bernd Arnold und Beat Kammerlander eröffnen in diesem Jahr das Filmfest St. Anton. Beide sind Vorbilder für viele Jüngere in der Klettercommunity rund um den Globus. Viele Ältere verfolgen freilich ihr Tun ebenfalls mit Staunen - ist den beiden doch gemeinsam, dass sie sich über viele Jahrzehnte in ihrem Sport eine außerordentliche Leistungsfähigkeit bewahrt haben. Sie erwecken bisweilen den Eindruck, die Zeit hätte an ihnen nicht gekratzt. Per Mail haben wir ihnen unabhängig voneinander einige Fragen gestellt. Bernd, du kletterst seit über 50 Jahren in hohen Schwierigkeitsgraden, Beat, du seit über 40 Jahren. Offensichtlich ist Klettern bei euch eine Liebe fürs Leben. Wie kam es dazu? Gab es frühe Schlüsselerlebnisse? Bernd: Ich bin mit Fels und Wald aufgewachsen. Schon sehr früh erkannte ich die Eignung zum Klettern. Das Schlüsselerlebnis gleich zu Anfang war bei mir das bewusste Erleben von Angst. Als Kinder kletterten wir mit der Wäscheleine meiner Mutter als Sicherung in einer Schlucht. Es ging knapp an einer Katastrophe vorbei und endete mit Stubenarrest. Beat: Bei mir war der Beginn Zufall. Obwohl ich glaubte, Höhenangst zu haben, ließ ich mich von Wolfgang Muxel zum Klettern überreden. Ich entdeckte dabei, dass ich keine Höhenangst hatte. Es eröffnete sich ein neues Universum. Ein Schlüsselerlebnis gab es auch, wieder mit Wolfgang Muxel. Ich durfte mit ihm die Paulaverschneidung im Rätikon klettern. Für mich als Anfänger war das die komplette Überforderung. Ich bin tausend Tode gestorben, aber es war zugleich das beste Erlebnis überhaupt. Was macht die Faszination des Kletterns aus? Bernd: Nach meinem heutigen Verständnis ist es die beständige Selbstkontrolle, das Zwiegespräch des Prüfens und der Rückkopplung. Der Versuch, den Geist, die Bewegung, den Naturraum, das alles in einen ästhetischen Einklang zu bringen. Beat: Für mich ist es die Faszination, im Hier und Jetzt zu sein und sich einer Gefahr und der Angst zu stellen. Wie hat sich die Einstellung zum Klettern im Lauf der Jahrzehnte geändert? Bernd: Bei mir war es als Kind „Bergsteiger-Spielen“, als Jugendlicher war ich hart am Trainieren. Während der Armeezeit gab mir das Klettern den notwendigen Halt gegenüber den Demütigungen, denen ich dort ausgesetzt war. Die längste Phase war die, in der ich mich mit Pioniergeist auf neue Abenteuer eingelassen habe. Dabei empfand ich ein anarchisches Freiheitsgefühl und die Freude, im Augenblick zu leben. Jetzt befinde ich mich in der letzten Phase, der des körperlichen Niedergangs. Dabei braucht es ein Mehr an Selbstkontrolle und an Akzeptanz der Gegebenheiten. Beat: Allgemein hat sich das Klettern ja sehr geändert. In den 1970er Jahren war Klettern etwas für wilde Hunde. Ich erinnere mich, dass manche Routen im Klettergarten Todesrouten waren,

Bernd Arnold als junger Kletterer Foto: Archiv Arnold


man durfte auf keinen Fall stürzen, das war immer eine mentale Herausforderung. In den 1980er Jahren etablierte sich das Sportklettern, dadurch wurde das Klettern sicherer. Dann kam das Plaisir-Klettern dazu, dadurch wurde das Klettern etwas für jedermann. Heute ist Klettern fast schon Breitensport.

„Das Bleibende am Klettern ist für mich, dass ich damit ein zufriedener Mensch bin.“

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Klettern und eure persönliche Entwicklung – Wie ist da bei euch im Rückblick der Zusammenhang? Bernd: Das Denken, Fühlen, Reagieren und Erleben beim Klettern lassen sich gut in das restliche Leben transportieren, so dass sich daraus ein untrennbarer Zusammenhang ergibt. Beat: Es ist ein steter Entwicklungsprozess, man lernt nie aus. Viele, die jahrzehntelang etwas machen, haben Phasen oder Jahre, wo es sie wenig freut. Hat es in eurem Kletterleben solche Phasen gegeben? Bernd: Diese Phasen hat es bei mir nicht gegeben. Beat: Dass mich das Klettern wenig freut, kenne ich bis dato nicht.

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Wenn ihr zurückblickt auf euer langes Kletterleben, was ist das Bleibende daran?

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Beat Kammerlander im Rätikon Foto: Alpsolut.com


Bernd: Ich habe durch den Klettersport ein bisher rundum erfülltes Leben gehabt. Und jetzt ist es eine Freude, mit den noch verbliebenen alten Weggefährten und jüngeren Kletterern unterwegs sein zu können. Das Beständigste von allem ist das Mitwirken meiner Familie – und das als Seilschaft zu leben. Beim Klettern sind nun inzwischen auch die vier Enkel mit Opa gern unterwegs. Beat: Das Bleibende am Klettern ist für mich, dass ich damit ein zufriedener Mensch bin. Ihr seid beide für eure Nervenstärke bekannt. Habt ihr das trainiert, wurdet ihr so erzogen oder ist euch das in die Wiege gelegt worden? Bernd: Sicherlich ist eine Portion Veranlagung dabei, doch dazu gehört auch systematisches Training, das stufenweise Steigern des eigenen Anspruchs. Beat: Ich war schon als Kind jemand, der wilde Herausforderungen gesucht hat. Erzogen wurde ich zu freiem Denken und Handeln. Mentale Stärke ist schwer zu trainieren, für mich ist es so etwas wie ein Kalkulieren mit der Psyche.

www.marmot.eu | facebook.com/marmot.mountain.europe Location: Island | Hannes Mair

LIVING THE ADVENTURE

„Wer klettert, macht keinen anderen Blödsinn.“ Konkurrenz mit anderen scheint ja für euch beide keine Rolle mehr zu spielen. Ihr messt euch an euren Maßstäben. War das immer so, ist das das Ergebnis einer Entwicklung, Altersweisheit, woher kommt es? Bernd: Am Anfang, beim „jugendlichen Kampfbergsteiger“ ergab sich als Orientierungshilfe automatisch der Vergleich mit anderen. Recht bald stellte ich fest, dass mich der Gedanke an Konkurrenz vergiftet und von meinen eigentlichen Zielen ablenkt. Also schwor ich dem ab und wendete mich selbstgestellten Aufgaben zu. Beat: Beim Klettern geht es um das Ausloten deiner persönlichen Möglichkeiten. Auch in meinen Anfängen war Konkurrenz und Vergleichen nie eine große Sache. Unmöglich scheinende Projekte zu verwirklichen war meine Hauptmotivation. Wie wichtig ist es für euch, etwas von dem, was ihr erlebt und erworben habt, weiterzugeben? Bernd: Dies ist von hohem Gewicht. Schon als Kind empfand ich es als etwas Großartiges, von älteren, erfahrenen Kletterern mitgenommen zu werden. Diese Erfahrung setzte ich über Jahrzehnte um, so dass dadurch bis heute viele jüngere Menschen den Weg zum Klettern gefunden haben. Die Weitergabe der eigenen Freude am vielschichtigen Klettersport wird mir auch weiterhin ein Bedürfnis bleiben, denn wer klettert, macht keinen anderen Blödsinn. Beat: Das ist mir sehr wichtig. Es macht mich glücklich und stolz, wenn ich sehe, dass die jungen Cracks das Begonnene weiterleben lassen. Zur Eröffnung des Filmfest St. Anton am Mittwoch, den 22.8. präsentiert Bernd Arnold den Film „Wege nach Innen“ und Beat Kammerlander den Film „Kampfzone“.

Marmot Partner in St. Anton


Man muss sich nur trauen! Aline Bock und Anne-Flore Marxer waren in Island – zum Surfen und Snowboarden und um inspirierende Frauen zu treffen

Sie sind auf dem Snowboard herausragend, sie sind Abenteurerinnen und Weltreisende. Jede von ihnen hat die Freeride World Tour gewonnen, sie sind klug, wissen, was sie wollen und was nicht: Aline Bock und Anne-Flore Marxer waren in diesem Frühjahr in Island, um ihre Lieblingssportarten Snowboarden und Surfen zu pflegen. Ihnen gefällt die Schönheit, die Einsamkeit und Wildheit des Landes, und dann hatten sie schlussendlich noch einen Grund, nach Island zu kommen: ihr Interesse an Frauenrechten und ihre Leidenschaft für Gleichberechtigung. In diesem Punkt ist Island eine Besonderheit: nirgendwo auf der Welt ist die Gleichberechtigung der Frau weiter vorangeschritten als dort. 1975, im Internationalen Jahr der Frau, legten viele der isländischen Frauen für einen Tag ihre Arbeit nieder. Die wichtigsten Frauenorganisationen des Landes hatten den

als „Frauen-Ruhetag“ bezeichneten Protesttag organisiert, um für mehr Gleichheit, eine gerechtere Bezahlung und eine bessere Kinderbetreuung zu demonstrieren. Rund 25.000 Frauen und einige Männer beteiligten sich an der Demonstration, eine unglaubliche Zahl, wenn man bedenkt, dass Island jetzt noch weniger als 400.000 Einwohner hat. 1980 wurde Vigdís Finnbogadóttir als erste Frau der Welt in einer demokratischen Wahl zum Staatsoberhaupt gewählt. Die Präsidentin Islands konnte sich in diesem Amt bis zum Jahr 1996, in dem sie nicht mehr zur Wahl antrat, halten. Die kritischen Stimmen – als geschiedene Frau und alleinerziehende Mutter eines adoptierten Kindes war sie eine Reizfigur für konservative Männer – wurden im Laufe ihrer Amtszeit immer weniger, und die Zustimmung für sie war schlussendlich groß. „Wie kommt es, dass sich in Island eine liberale und unter Frauen stärker solidarische Gesellschaft herausgebildet hat als anderswo?“


Anne-Flore meint, dass die geografische Lage, das extreme Wetter, die Kälte, die Bedrohung durch Vulkane Lebensbedingungen erzeugt haben, unter denen man nur überleben konnte, wenn man kooperierte. Dann, so Aline, ist Island das am dünnsten besiedelte Land in Europa und sehr auf die Hauptstadt Reykjavik zentriert: „Setzt sich eine Entwicklung dort durch, so setzt sie sich im ganzen Land durch.“

energisch auftreten müssen, um Ziele zu erreichen und Träume zu verwirklichen. Und dann gab es noch viele Begegnungen mit weiteren Frauen, die die Natur lieben und in der Natur sind, Bergführerinnen zum Beispiel haben wir in Island mehr getroffen als irgendwo anders. Wenn wir all diese Frauen gefragt haben, was sie veranlasst hat, einen solchen Weg einzuschlagen, haben wir manchmal ein Zitat ihrer ehemaligen Präsidentin gehört: “Geh ohne Angst oder Zögern und werde, was auch immer du sein willst!”

„Geh ohne Angst oder Zögern und werde, was auch immer du sein willst!“

„Und welche Frauen habt ihr dann in Island getroffen?“ „Gleich am Anfang Katrin Oddsdóttir, eine beeindruckende Frau und unglaubliche Person, Menschenrechtsanwältin und politische Aktivistin, die Teil des Teams war, das Islands neue Verfassung entworfen hat, mit einem fortschrittlichen offenen Ansatz und spezieller Berücksichtigung von Frauenthemen. Dann haben wir Vilborg Arna Gissurardóttir getroffen, die als erste Isländerin am Mount Everest war und den Südpol im Alleingang überquerte. Sie hat ihre eigene Agentur, um andere Frauen für Expeditionen und Abenteuer zu trainieren und zu inspirieren. Im Norden sind wir Heida Birgisdóttir begegnet, Islands erste Surferin, eine der ersten Snowboarderinnen und die Gründerin der legendären Frauen-, Boardsportund Streetfashion-Marke Nikita. Ihre bescheidene, lockere Art und ihre Hingabe, die Dinge zu tun, die sie liebt, erinnerte uns daran, dass Frauen nicht unbedingt lautstark oder

Island - einsam, wild und schön Fotos: Andres Beregovich

„Was ratet ihr anderen Frauen?“ „Wir können alles schaffen, wenn wir unserem Herzen folgen. Es macht mehr Sinn, es macht mehr Spaß“, sagt Anne-Flore, und Aline: „Man muss sich nur trauen, man muss es einfach machen, man muss rausgehen, sich motivieren, andere inspirieren, von anderen inspiriert werden, und wenn wir Frauen als Team zusammenarbeiten, dann schaffen wir es.“ Präsentation des Films „A Land Shaped by Women“ in Anwesenheit von Aline Bock am Donnerstag, den 23.8. beim Filmfest St. Anton.


www.zanier.com


Wildwasserschwimmen ein neuer Outdoorsport In unserer Freizeit-Gesellschaft sind die Outdoor-Abenteuer-Sportarten in einer dynamischen Entwicklung begriffen. Neue Trends spiegeln sich auch Jahr für Jahr in neuen Filmen wider. So können wir heuer mit Bühnengästen über Sportarten sprechen, die wir beim Filmfest St. Anton bisher noch nicht hatten: Wildwasserschwimmen und Downhill-Skaten. Wildwasserschwimmen hat seinen Ursprung im Rettungsschwimmen. Die meisten aktiven Wildwasserschwimmer haben ihren Zugang zu diesem Sport über Wildwasserrettungsgruppen gefunden. Besonders der Boom der verschiedenen klassischen Wildwassersportarten wie Kajak, Rafting oder Canyoning führte dazu, dass immer mehr Bedarf an „Wildwasser schwimmenden“ Rettern bestand. Mit zunehmenden Erfahrungswerten und technischen Entwicklungen wurde auch die Ausrüstung für diesen Sport professioneller. Vom Kajak und Canyoning wurden Neoprenanzüge übernommen, häufig an Knien und Ellbogen speziell verstärkt. Dazu kommen Schwimmwesten, Wildwasserhelme, spezielles Schuhwerk und Handschuhe sowie Wurfsack und Messer. Alles zusammen bildet die sogenannte „Wildwasser-Grundausrüstung“. Diese bietet eine gewisse Sicherheit für den gefährlichen Sport. Wildwasserschwimmen ist ein Teamsport und wird aus Sicherheitsgründen nicht alleine ausgeübt. Am wichtigsten für einen Wildwasserschwimmer sind seine Mitschwimmer, oft „(Wildwasser-)Buddies“ genannt. Gerät

Im Kampf mit dem Wildwasser Foto: Christoph Klausner

der Schwimmer in eine Gefahrensituation, können seine Kameraden darauf reagieren. Außer der Kälte des Wassers – dieses hat in der Regel zwischen knapp über 0° C bis ca. +12° C – machen Treibgut, Verblockungen im Wasser, Unterströmungen und Walzen das Wildwasserschwimmen gefährlich. Überbewertung des eigenen Könnens sowie falsche Einschätzungen spielen auch eine große Rolle. Die besten Zeiten für das Wildwasserschwimmen sind der Frühling und Frühsommer, wenn das Schmelzwasser von den Bergen kommt und die Wasserstände ansteigen. Wildwasserschwimmen erfordert viel Erfahrung in der Beurteilung des Flussverlaufes, eine gute Kommunikation im Team sowie Ausdauer und Fitness. Die Protagonisten des in St. Anton gezeigten Films „Seekers of the Element“ haben ihre Liebe zu diesem Sport über das Einsatztraining der Österreichischen Wasserrettung in Lienz entwickelt. Der Film „Seekers of the Element“ über Wildwasserschwimmen wird im Beisein der Protagonisten beim Filmfest am Freitag, den 24.8. gezeigt.


Mittwoch, 22.8.2018

Donnerstag, 23.8.2018

Beginn: 20 Uhr

Beginn: 20 Uhr

Wege nach Innen Ulf Wogenstein, 12 min.

Eis und Palmen Max Kroneck und Jochen Mesle, ca. 20 min.

Kampfzone Johannes Mair, ca. 10 min.

Der lange Weg über die Alpen Timeline Production / Servus TV, 26 min.

Nadine Wallner Whiteroom Productions, ca. 26 min.

A Land Shaped by Women Anne-Flore Marxer und Aline Bock, ca. 25 min.

Gaumarjos Simon Rainer, ca. 8 min.

-Pause-

-PauseOn Tracks of the Legend Christoph Zarfl, ca. 6 min. Perpetual Change - Autumn in the Alps 5kdigitalfilm, 4 min. Facing the Limit Nora Ganthaler und Markus Frings, 35 min.

Pakistan - ein Land im Schatten der 8000er Johannes Aitzetmüller / Lensecape, ca. 10 Min. Alpines Biken Johannes Mair, ca. 3 min. Roadtrip Südost Tijl Bex, ca. 12 min. Wo? Die Veranstaltungen des Filmfest St. Anton finden in St. Anton am Arlberg von 22.-25.8. im ARLBERG-well.com statt. > Fahr öffentlich – vom Bahnhof St. Anton am Arlberg zu Fuß in 5 min. beim Filmfest! Tickets Filmfest St. Anton: > www.filmfest-stanton.at > Abendkasse im ARLBERG-well.com > im Informationsbüro des Tourismusverbandes St. Anton am Arlberg Ticketpreise > Abendkarte: 15 € > Ermäßigter Eintritt: 12 € (TT Club, Österreichischer Alpenverein, SchülerInnen, StudentInnen) > Wochenkarte: 45 Euro > Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt


Freitag, 24.8.2018

Samstag, 25.8.2018

Beginn: 20 Uhr

Beginn: 20 Uhr

Zodiac Jon Glassberg, 10 min.

No Turning Back Damiano Levati, 29 min.

Gnarlicante Jasmijn Hanegraef und Lisa Peters, ca. 8 min.

Zurück zum Everest - Die Expedition 1978 Siegfried Giuliani, ORF, 29 min.

Eisklettern in Island Johannes Mair, ca. 10 min.

Ama Dablam. Drama am heiligen Berg Reinhold Messner und Hans-Peter Stauber, Servus TV, 45 min.

#bergsfjordproject Marco Tribelhorn, 15 min.

-Pause-

Roll and Ride Florian Albert, ca. 6 min.

Preisverleihung Siegerfilm

Ski Vacation Whiteroom Productions, ca. 13 min.

-PauseSeekers of the Element Nicolas Moser, 21 min. The Empire of Winds Laurent Jamet und Thibaud Duchosal, ca. 25 min.

Öffnungszeiten der Ausstellung Im ARLBERG-well.com vor und nach den Filmvorführungen sowie in den Pausen Party+Aftershow-Bier > Von Mittwoch bis Freitag nach Ende der Vorstellungen gemütliches Zusammensein im Pub 37, Im Gries, Dorfmitte > Am Samstag Abschlussparty im ARLBERG-well.com Weitere Infos zum Filmfest & Trailer > www.filmfest-stanton.at > www.facebook.com/filmfest.stanton > www.youtube.com/user/filmfeststanton

Filmfest-Kontakt > info@filmfest-stanton.at >Tourismusverband St. Anton am Arlberg Tel.: +43 (0)5446-22690 info@stantonamarlberg.com


Wege nach Innen Livegäste: Bernd Arnold und Filmemacher Ulf Wogenstein „Klettern ist für mich quasi eine Art Zentrum, weil ich beim Klettern eigentlich mein wirkliches Leben lebe, und es ist für mich ein Weg der Selbstfindung”, so Bernd Arnold am Beginn des Films. Der 70-Jährige ist in der Kletterszene eine Legende. Über 900 Erstbegehungen, vor allem in der sächsischen Schweiz, gehen auf sein Konto. Arnold spricht über die Anfänge seines sich über viele Jahrzehnte erstreckenden Klet-

ter-Lebens, über Angst, Abenteuer und Todesnähe. Er erinnert sich an seine Kletterreisen in alle Welt und spricht darüber, wie viel ihm seine Heimat bedeutet. Im Film klettert Bernd Arnold, barfuß und virtuos wie eh und je, an den Türmen des Elbsandsteingebirges. Das Positive, das er dabei erlebt, gibt er jetzt an andere weiter. D 2017 / 12 min. / Deutsch Ein Film von Ulf Wogenstein Mit Bernd Arnold Gedreht im Elbsandsteingebirge in Sachsen

Die Filme Kampfzone Livegäste: Beat Kammerlander und Filmemacher Johannes Mair Beat Kammerlander schrieb im Rätikon Klettergeschichte. 1991 eröffnete er mit der „Unendlichen Geschichte“ die damals weltweit schwerste alpine Sportkletterroute, ein paar Jahre darauf folgte mit „Silbergeier“ ein weiterer Klassiker des extremen alpinen Kletterns. Mehr als 20 Jahre später bewegt sich Beat immer noch auf dem damals vorgelegten Niveau. In der von ihm als „Kampfzone“ bezeich-

Nadine Wallner Livegäste: Nadine Wallner und die Filmemacher von Whiteroom Productions Was passiert, wenn Leidenschaft auf Begabung trifft? Ein Höhenflug der Erfolge, aber auch Rückschläge und Zweifel. Nadine Wallner, zweifache Freeride-Weltmeisterin aus Klösterle am Arlberg, gewährt uns Einblick in ihr turbulentes Le-

Gaumarjos Livegäste: Melissa Presslaber, Sabine Schipflinger, Linda Rausch, Nick Phaliani und Filmemacher Simon Rainer Im Februar 2018 reisen die in der Szene bekannten Freeriderinnen Linda Rausch, Sabine Schipflinger und Melissa Presslaber mit Fotograf und Filmemacher Simon Rainer nach Georgien, um dort im Kaukasus in eine andere Welt einzutauchen. Die Straßen sind weder geräumt noch gesalzen, und so ist schon das Autofahren stets

neten Route am Kleinen Turm arbeitet er sich an einem Stück Fels an der Grenze der Kletterbarkeit hoch, winzige Griffe, kaum vorhandene Tritte, Reibungskletterei am Rande des physikalisch Möglichen. Hinzu kommt, dass Beat bei seinen Erstbegehungen einer strengen Ethik folgt: weite Hakenabstände und keine von oben eingebohrten Routen. A 2018 / ca. 10 min. / Deutsch Ein Film von Johannes Mair (Alpsolut Pictures) Mit Beat Kammerlander Gedreht im Rätikon ben. Vom Schule-Schwänzen an Blue Bird Days, rasanten Autofahrten – nach dem Motto „alles für den Powder“ – bis hin zu ihrem treuen Begleiter, dem Milchkaffee, zeigt uns Nadine spitzbübisch ihren Werdegang. A 2018 / ca. 26 min. / Deutsch Ein Film von Whiteroom Productions Mit Nadine Wallner u.v.a. Gedreht in Österreich ein Abenteuer. Die vier sind von der Freundlichkeit und Offenheit der Menschen begeistert. Für Skitouren und coole Lines bietet die Gegend beste Voraussetzungen. Man genießt die Tage bei Sonnenschein, frischem Tiefschnee und grandiosen Aussichten, geführt vom Local Nick Phaliani. A 2018 / ca. 8 min. / Deutsch Ein Film von Simon Rainer Mit Melissa Presslaber, Sabine Schipflinger, Linda Rausch, Nick Phaliani Gedreht in Georgien

On Tracks of the Legend Livegäste: Andy Gohl und Filmemacher Christoph Zarfl Der 24-jährige St. Antoner Andreas Gohl war 2018 bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang mit seinem achten Platz der erfolgreichste europäische Freeskier in der Halfpipe. Wieder zu Hause am Arlberg hat er sich ein besonderes Kunststück ausgedacht. Er will mit Ski quer

Perpetual Change Autumn in the Alps Livegast: Peter Rösner Chris Boyes ist professioneller Kameramann und Peter Rösner professioneller Tontechniker. Nur zu Übungszwecken gingen sie mit ihrer Hochleistungsdrohne auf al-

Facing the Limit Livegäste: Tamara Lunger und Filmemacher Markus Frings „Um in der Welt glücklich zu sein, müssen wir frei sein ... Frei sein, unseren Weg zu gehen“, sagt Tamara Lunger gleich am Beginn des Films „Facing the Limit“. Freiheit bedeutet für Tamara auch, an ihre Grenzen zu gehen. Heute gehört sie zu den besten Bergsteigerinnen der Welt. Neben dem Alpinismus gehören Klettern, Skitouren-Gehen, Trail-Running, Paragleiten und das Pilotieren von Helikoptern zu ihren Leidenschaften. Sie stand bereits auf Achttausendern, auf dem Lhotse

Eis und Palmen Livegäste: Jochen Mesle und Max Kroneck Die beiden Freeski-Athleten Max Kroneck und Jochen Mesle reisten für viele Ski-Trips rund um die Welt. Nun starten sie vor ihrer Haustür zu ihrer bisher größten und außergewöhnlichsten Tour. Die Freunde brechen von Bayern aus auf und wollen in Ost-West-Richtung über die Westalpen bis zum Mittelmeer, nach Nizza. Auf ihrem Weg wollen

über die dort in Serpentinen verlaufende Arlbergstraße hinunter nach Stuben, dem Heimatdorf seines großen Vorbilds, der Skilegende Hannes Schneider. Über dieses Husarenstück hinaus erfahren wir auch noch einiges über den Alltag und Sport des sympathischen St. Antoner Freeskiers. A 2016 / ca. 6 min. / Deutsch Ein Film von Christoph Zarfl Mit Andy Gohl Gedreht am Arlberg pine Wanderschaft: In den Bergen Nord- und Südtirols hielten sie die Herbstpracht in einem schönen kurzen Film fest. A 2017 / 4 min. / Musik ohne Sprache Ein Film von Peter Rösner und Chris Boyes, 5kdigitalfilm Gedreht in Nord- und Südtirol

und ohne künstlichen Sauerstoff auf dem K2. 2017 versuchte sie sich zusammen mit dem italienischen Extrembergsteiger Simone Moro an der Überschreitung des Kangchendzönga im alpinen Stil. „Facing the Limit“ erzählt die Geschichte von Tamara Lunger, einer Frau, die ständig auf der Suche nach neuen Grenzerfahrungen ist. ITA 2018 / 35 min. / Deutsch, Italienisch mit dt. UT Ein Film von Nora Ganthaler und Markus Frings, Produktion: Media Art Production Coop Mit Tamara Lunger, Simone Moro u.a. Gedreht in Südtirol, im Himalaya, im Karakorum sie die schönsten Berge der Alpen mit Ski befahren. Es geht ihnen dabei nicht nur um unberührte Hänge und neue Herausforderungen als Big Mountain-Skifahrer. Sie möchten die gesamte Strecke aus eigener Kraft bewältigen, mit dem Rad, zu Fuß und per Ski. D 2018 / ca. 20 min. / Deutsch Ein Film von und mit Max Kroneck und Jochen Mesle, Produktion: El Flamingo Films Gedreht in den Alpen


Der lange Weg über die Alpen Livegäste: Philipp Reiter, Tamara Lunger und David Wallmann Am 17. März 2018 bricht eine internationale Gruppe von sieben Skibergsteigern, darunter drei Frauen, von der Rax bei Wien zu einem Ski-Abenteuer der besonderen Art auf. Sie wollen zu Fuß und mit Ski entlang des gesamten Alpenhauptkamms die Alpen in OstWest-Richtung durchqueren. Ca. 1700 km Wegstrecke und 90.000 Höhenmeter sind da bis Nizza zu bewältigen. Nach 36 Tagen am Stück, wo sie täglich 10 und mehr Stunden in den Bergen unterwegs

sind, erreichen fünf von ihnen am 26. April tatsächlich das Ziel. Philipp Reiter, der dabei war, über das ambitionierte Unternehmen: „Auch wenn ich mich während der Tour oft gefragt habe, wieso ich heute wieder 12 Stunden im Schneesturm bei Eiseskälte unterwegs bin, und am Sinn des Ganzen manchmal gezweifelt habe, würde ich es sofort wieder machen!“ A / D 2018 / 26 min. / Deutsch, Englisch Ein Film von Timeline Production im Auftrag von Servus TV Mit Philipp Reiter, David Wallmann, Tamara Lunger u.a. Gedreht in den Alpen

2018 A Land Shaped by Women Livegast: Aline Bock Aline Bock und Anne-Flore Marxer wurden in zwei aufeinanderfolgenden Jahren Weltmeisterinnen im Freeriden, Sparte Snowboard. Nun sind sie gemeinsam im Wohnmobil in Island unterwegs. Sie gehen snowboarden und surfen und genießen Fjorde, Klippen, Nordlichter, Tiefschnee und Wellen. Darüber hinaus haben sie aber noch ein anderes Interesse an Island. Das Thema Gleichberechtigung der Frau hat in Island eine lange Geschichte und einen besonderen Stellenwert. Aline und Anne-Flore treffen eindrucksvolle

Pakistan – ein Land im Schatten der 8000er Livegäste: Stefan Ager, Andreas Gumpenberger und Filmemacher Johannes Aitzetmüller Die Tiroler Alpinisten Andreas Gumpenberger, Stefan Ager, Martin Sieberer und Thomas Gaisbacher sind auf dem Weg zu einem schwierigen und außergewöhnlich gefährlichen Vorhaben: Sie wollen mit Ski die 1500 Meter hohe und teilweise 55 Grad steile Nordostwand des Shimshal Whitehorn befahren. Der 6300 Meter hohe Berg liegt im Norden von Pakistan. Da-

Alpines Biken Livegäste: Gerhard Senfter und Filmemacher Johannes Mair Downhill-Biken findet in der Regel zwischen der Berg- und der Talstation einer Seilbahn statt. Dort bekommt man die meisten Abfahrtsmeter und muss sich für den Aufstieg nicht mühen. Gerhard Senfter, Downhill Racer, Freerider

und Urgestein der Innsbrucker Vertriders-Szene muss für seine Abfahrten da schon mehr Vorarbeit leisten und versucht die verschiedenen Bike-Disziplinen im alpinen Gelände zu kombinieren. A 2018 / ca. 3 min. / Deutsch Ein Film von Johannes Mair (Alpsolut Pictures) Mit Gerhard Senfter Gedreht in Tirol

Roadtrip Südost Livegast: Tijl Bex Nachdem sie im vergangenen Jahr das nördliche Norwegen erkundet hatten, starten Christoph Schöffegger und Michael Leitner mit Simon Rainer als Kameramann in Richtung Südosten. Mit einem alten ausgeborgten Wohnmobil fahren sie aufs Geratewohl und ohne einen wirklichen Plan erst der kroatischen Küste entlang, dann über Montenegro und Albanien in den Kosovo. Zum Skifahren finden sie dort nicht die besten Bedingungen vor, dafür begegnen

ihnen offene und freundliche Menschen. Und so verbringen sie eine unbeschwerte Zeit zwischen Meer und Berggipfeln. Etwas, das sie nach den zu Hause gehörten eher düsteren Schilderungen über die Zustände in diesen Gebieten so nicht erwartet hatten. A 2018 / ca. 12 min. / Deutsch, Englisch mit dt. UT Ein Film von Tijl Bex (Schnitt) und Simon Rainer (Kamera) Mit Christoph Schöffegger und Michael Leitner Gedreht in Kroatien, Montenegro und im Kosovo

Zodiac

berg hat mit der Kamera „Babsi“ und Jacopo durch die Wand begleitet. Bei aller Anstrengung in der superschweren Route zeigt der Film auch die Freude der beiden am Klettern und am Leben. „Wenn ich mich bei dem, was ich tue, beständig glücklich fühle, kann es nicht ganz falsch sein“, sagt Barbara Zangerl. USA 2017 / 10 min. / Englisch mit dt. UT Mit Barbara Zangerl und Jacopo Larcher Ein Film von Jon Glassberg, Louder Than 11 Gedreht im Yosemite Valley, USA

isländische Frauen, um sich von ihnen inspirieren zu lassen. Und so begegnen sie einer politischen Aktivistin in Sachen Menschenrechte, dann der ersten Isländerin, die am Mount Everest und im Alleingang am Südpol war, und auch Islands erster Surferin. Sie möchten mit dem Film Lust darauf machen, so Aline und Anne-Flore, eine Welt zu gestalten, in der Jungen und Mädchen sein können, wie sie sind, und tun können, was sie wollen. D / CH 2018 / ca. 25 min. / Englisch mit dt. UT Mit Aline Bock und Anne-Flore Marxer Ein Film von Anne-Flore Marxer und Aline Bock Gedreht in Island rüber hinaus wollen sie auch Samina Baig und ihren Bruder Mirza treffen, zu denen sie seit Jahren eine enge Freundschaft pflegen. Samina und Mirza haben mit Hilfe ihrer Tiroler Freunde das Skifahren ins Shimshaltal gebracht. Die Tiroler halten dort jährlich einen Skikurs ab, Völkerverständigung auf einer ganz persönlichen Ebene. A 2018 / ca. 10 Min. / Deutsch Ein Film von Johannes Aitzetmüller, Produktion: Lensecape Productions Mit Andreas Gumpenberger, Stefan Ager, Martin Sieberer und Thomas Gaisbacher Gedreht in Pakistan

Livegäste: Barbara Zangerl und Jacopo Larcher Sie sind ein Paar im Leben und beim Klettern: Barbara Zangerl und Jacopo Larcher. Im Film sind sie am El Capitan in der Route „Zodiac“ unterwegs, einer steilen und überhängenden Big Wall-Route im rechten Teil der Wand. Nach den Huber-Brüdern und nach Tommy Caldwell wollen sie die dritte Seilschaft sein, die die Route frei begeht. In den fünf Tagen in der Wand meinen sie manchmal, dass es unmöglich ist, aber am Ende schaffen sie es doch. Jon Glass-


Gnarlicante Livegäste: Jasmijn Hanegraef und Lisa Peters Jasmijn Hanegraef aus Belgien und Lisa Peters aus Holland sind begeisterte Downhill-Skateboarderinnen. In der spanischen Hafenstadt Alicante rasten die beiden im letzten Jahr mit ihren Boards eine Bergstraße hinunter, gefolgt von einem Auto mit Kamera. Den Urlaubsclip stellte Lisa dann ins

Eisklettern in Island Livegäste: Albert Leichtfried, Benedikt Purner und Filmemacher Johannes Mair Albert Leichtfried und Benedikt Purner sind als Eiskletterer eine eingespielte Seilschaft und weitum bekannt. Auf der Suche nach Neuland bereisten sie viele der kalten Gebiete auf der nördlichen Halbkugel der Erde. In Kanada, in Skandinavien, in Tibet im östlichen Himalaya sind sie schon gewesen. Seit einigen Jahren reizt die beiden der Norden Europas, genauer Island, die Insel mit ihrer einzigartigen Landschaft und den

Internet, und dort schlug er hohe Wellen. Wir vom Filmfest St. Anton haben den Clip entdeckt, mit den beiden Kontakt aufgenommen, sie dann getroffen und mit ihnen über den Run in Alicante einen Film gemacht. A / ESP 2018 / ca. 8 min. / Deutsch, Englisch Produktion: Filmfest St. Anton Mit: Jasmijn Hanegraef, Lisa Peters wilden und außergewöhnlichen klimatischen Bedingungen des Europäischen Nordmeer-Winters. Heuer geht ihre Reise für Benedikt Purner zum dritten bzw. für Albert Leichtfried zum vierten Mal auf die Insel. Vielleicht haben sie Glück, und es haben sich in diesem Jahr Eisgebilde ausgeformt, die die Erstbegehung einer Linie ermöglichen, welche sie schon seit langem im Auge haben … A 2018 / ca. 10 min. / Deutsch Ein Film von Johannes Mair (Alpsolut Pictures) Mit Albert Leichtfried und Benedikt Purner Gedreht in Island

Roll and Ride Livegäste: Manuela Mandl, Stefanie Noppinger, René Barth und Filmemacher Florian Albert Mit ihren vollgepackten E-Bikes radeln Stefanie Noppinger, Manuela Mandl und Melissa Brandner entlang einsamer Straßen und tief eingeschnittener Fjorde, auf der einen Seite das Meer und auf der anderen Seite steile Berge. Mit dem E-Bike zu reisen ist nicht nur umweltschonend, sondern ermöglicht den drei Frauen auch, die raue Natur des Nordens näher zu

Ski Vacation

#bergsfjordproject Livegäste: Arianna Tricomi und ihre Freunde Die frisch gebackene Freeride World Tour-Siegerin Arianna Tricomi feiert eine Saisonabschlussparty mit Frühlings-Skifahren der besonderen Art. Zusammen mit einer Handvoll skiverrückter Freunde bricht sie in den hohen Norden auf, nach Bergsfjord, einem 50-Seelen-Dorf im nördlichen Norwegen. Dort geht die Sonne im Frühling praktisch nicht mehr unter, und man kann mit Muskelkraft und Motorboot endlos weites Terrain zum Skifahren entdecken. An diesem magischen Ort erlebt die Bande rund um Arianna unbeschwerte

Zeiten und das Glück jenseits des Alltags. Und dieses sieht rund um Morten Christensens („Norway‘s last real Skibum“ Fryflit) Bergsfjord Lodge so aus: wenig schlafen, gemeinsam kochen, musizieren, Feste feiern und die Liebe zum Skifahren in der überwältigend schönen Natur des hohen Nordens zelebrieren. CH / A / ITA 2018 / 15 min. / Englisch mit dt. UT Ein Film von Marco Tribelhorn Troublehaus Mit Arianna Tricomi, Sven Rauber, Craig Murray, Tobias Huber, Georg Stückler, Lucas Mangold Gedreht in Bergsfjord, Norwegen

Livegäste: Raphael Webhofer und Filmemacher Joi Hoffmann In dieser Skikomödie verschlägt es ein brasilianisches Pärchen auf einem Ski-Roadtrip nach Obergurgl. Empfangen werden sie dort eher herb, einzig zwischen der Brasilianerin und ihrem Skilehrer entwickelt sich eine gewisse Nahebeziehung. Der etwas tolpatschige Brasilianer tut sich da mit den Platzhirschen der örtlichen Skiszene schon schwerer, die noch

Seekers of the Element Livegäste: Nicolas Moser, Luca Scherzer und Dominik Pargger Das Wildwasserschwimmen ist ein in der Öffentlichkeit wenig bekannter, aber intensiver Extremsport. In Abgrenzung zu anderen Wildwasser-Sportarten geht es dabei darum, unmittelbar mit den Kräften des Wassers fertig zu werden. Nur mit Helm, Neoprenanzug und Schwimmweste kämpfen die Wildwasserschwimmer mit Stromschnellen, Walzen und Katarakten. Der Film „Seekers of the Element“ führt die Eigenheiten

erleben und Kraft für schweißtreibende Aufstiege zu sparen. Ihre Reise beginnt in Bodo, hoch oben im nördlichen Norwegen, wo keine Straßen die Route vorgeben, sondern die Natur. Nur: Was tun, wenn den E-Bikes der Akku ausgeht? A 2018 / ca. 6 min. / Englisch mit dt. UT Mit Manuela Mandl, Stefanie Noppinger, Melissa Brandner und René Barth Ein Film von Florian Albert Gedreht in Norwegen

dazu ihre Späße mit ihm treiben wollen. Freilich hat keiner damit gerechnet, war für ein großartiger Skifahrer er ist. Damit zieht der Brasilianer am Ende alle auf seine Seite, die Troubles lösen sich in Wohlgefallen auf, und als das Pärchen den Skiort wieder verlässt, hat man es im Dorf fest ins Herz geschlossen. A 2018 / ca. 13 min. / Deutsch Ein Film von Whiteroom Productions Mit Raphael Webhofer u.v.a. Gedreht in Tirol des Sports, seine Wildheit, Schönheit und Gefährlichkeit vor Augen. Nach langer Vorbereitungszeit wurde in den Flüssen Osttirols gedreht und dann in den Julischen Alpen in Slowenien. Unter spektakulären Wildwasserbedingungen der Flüsse dort, Soca und Koritnica, zeigen die Schwimmer den speziellen Reiz und die Gefahren der ihnen unbekannten und in ihrem Sport noch weitgehend unerschlossenen Gewässer. A 2017 / 21 min. / Deutsch Mit Luca Scherzer, Dominik Pargger, Kevin Vogel, Nicolas Moser Ein Film von Nicolas Moser Gedreht in Osttirol, Slowenien, Ita


The Empire of Winds Livegast: Joi Hoffmann Patagonien ist für sein schlechtes Wetter berühmt, und wenn man dort Ski fahren will, kann das heißen: „Wenn du Glück hast, fährst du ein, zwei Tage Ski, wenn du Pech hast, gar nicht“, sagt der Skifahrer und Filmproduzent Thibaud Duchosal im Film. Mit zwei anderen Ski-Abenteurern, Joi Hoffmann aus Innsbruck und dem Einheimischen Lucas Swieykowski, befindet sich Thibaud auf einer 1500 Kilometer langen Reise zwischen Wüste und Bergen. Die drei erleben den extremen Wind und

No Turning Back Livegast: Hansjörg Auer Im Film geht es vordergründig um die Erstbesteigung der schwierigen Nordwand des Gimmigela East, eines Siebentausenders im nepalesisch-indischen Grenzgebiet. Die Tour im Jahr 2016 hat für den Ötztaler Ausnahmealpinisten Hansjörg Auer und seinen Freund und Partner Alex Blümel jedoch eine besondere Bedeutung. Im Jahr zuvor bestiegen sie mit Gerry Fiegl den Gipfel des Nilgiri Süd, bei dessen Abstieg verunglückte Gerry tödlich ... Hansjörg reflektiert sein bisheriges Leben. Dass er ein einsames Kind war, aber das Glück hatte, in einer großen Familie aufzuwachsen, und in Freiheit erzogen wurde. Seine frühe Begeisterung für die Berge, seine

den Wetterwandel in Patagonien, manchmal alle vier Jahreszeiten an einem Tag. Sie finden sich in einem Land der Mythen und Legenden wieder und erkunden Orte, wo vor ihnen vermutlich noch nie jemand zum Skifahren war. „Es ist wie ein anderer Planet, ich habe noch nie solche Plätze gesehen”, sagt Thibaud Duchosal. F 2018 / ca. 25 min. / Englisch mit dt. UT Ein Film von Laurent Jamet und Thibaud Duchosal, Produktion: Eye of the Storm Production Mit Thibaud Duchosal, Johannes Hoffmann und Lucas Swieykowski Gedreht in Patagonien

Leidenschaft für das Klettern. Die schwierige Zeit, als er nach der Free Solo-Begehung der Route „Weg durch den Fisch“ an der Marmolata-Südwand schlagartig zu einer weltweit bekannten Szenegröße wurde. Bei allen Höhen und Tiefen ist seine Leidenschaft ungebrochen: „Bergsteigen ist Nahrung für meine Seele“, heißt es gleich am Anfang. Und am Ende des Films ist seine Botschaft: „Es hat so viele Leute gegeben, die mir geholfen haben, ich will anfangen, etwas zurückzugeben.“ ITA 2016 / 29 min. / Englisch mit dt. UT Ein Film von Damiano Levati, Produktion: Storyteller Labs Mit Hanjörg Auer, Alex Blümel u.v.a. Gedreht in Nepal und in Tirol

Zurück zum Everest – Die Expedition 1978 Livegäste: Wolfgang Nairz, Peter Habeler, Oswald Oelz, Raimund Margreiter, Helmut Hagner Reinhold Messner und Peter Habeler erreichten am 8. Mai 1978 erstmals den Gipfel des 8848 Meter hohen Mount Everest ohne künstlichen Sauerstoff und schrieben damit Alpingeschichte. Das Ereignis ging um die Welt, zumal viele Mediziner die Möglichkeit bezweifelt und vor Hirnschäden durch den Sauerstoffmangel in der Höhe gewarnt hatten. Die Expedition wurde zu einer Unternehmung vieler Erfolge und Rekorde. Als erste Österreicher erreichten Expeditionsleiter Wolfgang Nairz, Robert Schauer und Horst Berg-

Ama Dablam. Drama am heiligen Berg Livegäste: Oswald Oelz und Wolfgang Nairz Im Jahr 1979 treffen zwei Expeditionen an der Ama Dablam in Nepal auf schicksalhafte Weise aufeinander: Eine europäische Seilschaft, bestehend aus Reinhold Messner, Wolfgang Nairz und Oswald Oelz, und eine neuseeländische mit Peter Hillary, dem Sohn des Mount-Everest-Erstbesteigers Edmund Hillary. Beide Expeditionen haben das gleiche Ziel: Sie wollen die Ama Dablam besteigen, einen 6814 Meter hohen Gipfel im Himalaya. Die Neuseeländer wählen einen riskanten Weg – sie planen die Erstbegehung der

mann - mit Sherpaführer Ang Phu den Gipfel. Später gelang es dann noch Franz Oppurg, als Erstem im Alleingang vom Südsattel auf den Gipfel zu kommen. Vierzig Jahre später begeben sich die acht noch lebenden Teilnehmer der damaligen Expedition gemeinsam zurück ins Khumbu-Hochtal und besuchen das Everest Base Camp. Sie reflektieren das lange zurückliegende und für viele von ihnen so bedeutsame Ereignis. Der ORF war dabei und hat unter Verwendung der Originalaufnahmen von Horst Bergmann darüber einen Film gemacht. A 2018 / 29 min. / Deutsch Mit Reinhold Messner, Peter Habeler, Wolfgang Nairz, Oswald Oelz u.a., Produktion: ORF Ein Film von Siegfried Giuliani Gedreht in Nepal

Mingbo-Westwand, die unter Alpinisten als extrem gefährlich gilt. Hillary und sein Team brechen vor den Europäern auf und befinden sich schon inmitten der Wand, als plötzlich eine Eislawine über sie hereinbricht. Messner und seine Kollegen beobachten das Geschehen vom Basislager aus und beschließen sofort zu helfen. So schnell es geht, brechen Messner und Oelz trotz aller Gefahren in Richtung der Verunglückten auf ... D / A / ITA 2017 / 45 min. / Deutsch Ein Film von Reinhold Messner und Hans-Peter Stauber, Produktion: Servus TV und andere Mit Reinhold und Simon Messner, Oswald Oelz u.v.a. Gedreht in Nepal


Wellentäler der Gefühle in einem intensiv gelebten Leben Hansjörg Auer zieht Bilanz Hansjörg Auer gehört zu den bedeutendsten Alpinisten unserer Zeit. Als Kletterer wurde er von heute auf morgen international bekannt, und das durch Zufall. Er war Teil einer kleinen und eingeschworenen Gruppe von Ötztaler Kletterern, die ihre Leistungen nicht an die große Glocke hängten. 2007 kletterte Hansjörg nach etlichen anderen Free-Solo-Begehungen ohne Seilsicherung die Route „Weg durch den Fisch“ an der dort extrem glatten und über 900 Meter hohen Marmolata-Südwand. Er wurde dabei fotografiert, das Foto weitergegeben, und die Geschichte ging als Sensation rund um die Kletterwelt. Seit 2009 ist Hansjörg Profibergsteiger. Expeditionsreisen führten ihn in entlegene Gebiete der Erde und an für Alpinisten legendäre Orte. Er schaffte zahlreiche Erstbegehungen an hohen und schwierigen Wänden. Ende 2017 erschien sein Buch „Südwand“, ein biographischer Rückblick, und kurze Zeit darauf der Film „No Turning Back“, der sich ebenfalls mit Hansjörgs Werdegang beschäftigt. Hansjörgs Sichtweise auf sein bewegtes Leben ist da wie dort ganz ungeschminkt, Selbst-Stilisierung ist nicht seine Sache. Wir haben ihn in seinem Heimatdorf Umhausen zu einem Gespräch getroffen. Im letzten Herbst ist dein Buch „Südwand“ erschienen, ungefähr zur gleichen Zeit ein biographischer Film „No Turning Back“. Wie kam es zum Film, wie kam es zum Buch? War es Zeit für dich, Bilanz zu ziehen? Hansjörg: Dass Film und Buch gleichzeitig herausgekommen sind, war eigentlich eher Zufall. Das hat sich aber gut ergänzt. Ich muss zugeben, dass mir das Buch mehr am Herzen liegt, weil ich es über viele Jahre selber geschrieben habe. Das Schreiben eines Buches ist ein Prozess, und während dieses Prozesses kommt man auf viele Sachen drauf. Warum bestimmte Dinge passiert sind und warum man bestimmte Sachen gemacht hat. Ich glaube, dass ich durch diese Auseinandersetzung nun geerdeter bin, das kommt auch im Film so heraus. Ja, so gesehen ist es schon eine Art Zwischenbilanz. Und es ist auch ein Ausdruck des Gefühls, dass ich irgendwo angekommen bin. Buch und Film haben eines gemeinsam: Es wird auf Stilisierung verzichtet, man spürt den Menschen Hansjörg Auer. Die Offenheit ist auffallend. Ist dir das leicht gefallen, sozusagen ohne Maske an die Öffentlichkeit zu treten?

Hansjörg: Während des Schreibens hat es viele Momente gegeben, wo ich mir gedacht habe: Warum schreibe ich das überhaupt? Das geht eigentlich niemand anderen etwas an. Dann hat es aber auch die anderen Momente gegeben, wo ich mir gedacht habe, das gehört unbedingt hinein, das muss dabei sein. Wenn ich ein Buch selber schreibe, so sollte es ehrlich und offen sein, habe ich gedacht. Ich lebe mittlerweile vom Klettern, vom Bergsteigen, vom Drumherum, und es macht für mich einfach keinen Sinn, mich irgendwie zu verstellen, damit ich mich vielleicht besser verkaufe. Ich habe versucht, so zu bleiben, wie ich war. Und ich denke, ich habe es persönlich besser, wenn ich so sein kann, wie ich bin. Warum sollte ich mich für irgendwelche Events, Interviews oder auch Filme verdrehen? Man hat ja schon das Gefühl, dass du auch zu Hause viele Freiheiten hattest. In der Schilderung deiner Familie ist diese sehr offen, beziehungsnah und tolerant. Hansjörg: Ja, in unserer Familie war es nicht so schwierig, den Weg zu gehen, den man gehen wollte. Unsere Eltern haben uns ein Gerüst mitgegeben. Wenn sie gemerkt ha-


ben, dass ein Kind ein bisschen anders sein möchte, dann war das nie ein großes Problem. Dafür, dass ich so weit gekommen bin, war wohl ausschlaggebend, dass meine Eltern mich immer gehen ließen. Sie haben mich unterstützt, aber nicht gepusht. Auch jetzt noch sind die Beziehungen innerhalb unserer Familie sehr eng. Eine Zäsur in deinem Leben ist die Free-Solo-Begehung der Kletterroute „Weg durch den Fisch“ an der Marmolata. Da warst du 23 Jahre. Das war eine der schwierigsten Free-Solo-Begehungen, die jemals gemacht wurden. Und öffentlich wurde das nur zufällig, weil dich jemand dabei fotografiert hat. Dann ist die Öffentlichkeit ja sozusagen über dich hereingebrochen. Hansjörg: Man muss sich das ein bisschen so vorstellen, dass wir in meinen Anfangsjahren in Umhausen eine ganz kleine Gruppe von Kletterern waren. Aber da ist nie viel hinaustransportiert worden, auch meine Free-Solo-Begehungen nicht. Natürlich habe ich beim „Weg durch den Fisch“ gewusst, dass das eine neue Dimension ist, aber

Am Kunyang Chhish East Foto: Simon Anthamatten

es war eigentlich auch nichts anderes als davor. Und dann ist das öffentlich geworden. Jeder wollte dann von dieser kleinen Gruppe im Ötztal wissen, welche Person das ist, dieser Hansjörg Auer. Wenn ich vielleicht auch eine starke Psyche habe, bin ich auch nur ein Mensch. Die Leute wollten plötzlich wissen, wie ich ticke, und manche haben quasi nur auf den nächsten Thriller gewartet. Das hat etwas mit mir gemacht. Ich war mir dessen nicht bewusst, aber ich stand unter dem Druck, wieder irgendetwas Großes leisten zu müssen. Mit dem umzugehen war nicht einfach. Und irgendwie bin ich dann in eine Abwärtsspirale geraten. Es hat schon ein, zwei Jahre gedauert, bis ich wieder solide auf beiden Beinen gestanden bin. Andere waren für mich da, und wichtig war auch, dass ich die Motivation zum Klettern und Bergsteigen aufrechterhalten konnte. Dieser Stein hat gehalten: das Klettern, das Bergsteigen mit den Brüdern und den Freunden. Ich kam wieder hoch. Das zweite gleich einschneidende wie schwierige Ereignis war der Absturz von Gerry Fiegl in der Nilgiri Südwand.


men beim Klettern und Bergsteigen erlebt haben. Es hat bei der Expedition am Gimmegela sehr wenige Probleme gegeben. Als Alex und ich am Gipfel waren, sind wir eine halbe Stunde dagesessen und haben kein Wort gesprochen. Im Basecamp habe ich Alex gefragt, was er am Gipfel gedacht hat. Er hat gesagt, dass er eigentlich nur an Gerry gedacht hat. Mir ist es gleich gegangen. Es war für uns eine ganz wichtige Erfahrung. Auch für Elias Holzknecht, der am Nilgiri ebenfalls dabei war und unten im Basislager auf uns gewartet hat.

An der Marmolata Foto: Heiko Wilhelm

Hansjörg: Natürlich. Bei dieser Expedition zur Nilgiri-Südwand ist das eingetreten, was man ein Leben lang unter allen Umständen vermeiden will. Wenn man zu dritt zu einem Gipfel aufbricht und zu zweit zurückkehrt, dann verliert im Moment alles seine Bedeutung. Es war deshalb auch so schwierig, weil ich mit Gerry begonnen habe zu klettern, weil wir im gleichen Ort aufgewachsen sind, weil meine Familie und seine Familie sich gut kennen. Und es ist dann natürlich so ungemein schwierig, nach Hause zurückzukehren und das irgendwie mitteilen zu müssen. Natürlich hat mich gleich danach das Klettern nicht interessiert. Freilich waren das Klettern und das Bergsteigen immer das, mit dem ich mich über Probleme hinweggearbeitet habe. Und auch in dieser Zeit habe ich dann gemerkt, dass ich mehr Abstand zu der traurigen Zeit am Nilgiri bekomme, wenn ich bergsteige und Skitouren gehe. Ich habe mir gedacht, die Tragödie wird nicht kleiner, wenn ich mit dem Klettern aufhöre. Dann habe ich auch gedacht: Warum soll ich gerade jetzt nicht klettern, wo es mir eh so schlecht geht? Das Klettern hat mir immer geholfen, wieder positiv zu denken. Die Erstbesteigung der Nordwand des Gimmegela East mit Alex Blümel 2016 kommt im Film ein bisschen herüber wie der Versuch, das Geschehen des Jahres davor, wo ja Alex auch dabei war, aktiv zu verarbeiten. Es scheint, die Tour hatte auch etwas Befreiendes? Hansjörg: Ja, natürlich. Mit dem Alex verbindet mich nicht nur die Tragödie am Nilgiri, sondern vieles, was wir zusam-

Wenn man dein Buch liest, waren da doch einige Situationen, wo du sehr viel Glück gehabt hast, man könnte auch sagen, wo du einen Schutzengel gehabt hast. Wie siehst du das mit dem Risikopegel für die Zukunft? Hansjörg: Ich glaube, dass bei mir ein risikoreiches Leben nie ganz aufhören wird. Ich bin einfach ein Mensch, der gerne ein Risiko eingeht. Aber, so glaube ich, das Risiko wird sich verändern. Wer weiß, vielleicht höre ich mit dem Free-Solo-Klettern einmal auf. Freilich: Ich will intensiv leben, und Aktionen mit viel Risiko sind immer sehr intensiv, da du sehr exponiert bist am Berg, in der Wand, in der Kletterroute. An die denke ich auch gerne zurück und möchte so etwas wieder erleben. In dem Punkt ist es wichtig, ehrlich zu sich zu sein. Ich kann mir schon vorstellen, dass ich irgendwann einmal sage: Okay, das war’s, und jetzt fängt ein neuer Lebensabschnitt an – nach wie vor klettern und bergsteigen, aber eben nicht mehr auf diesem Risikolevel. Noch habe ich aber zu viele Vorhaben im Kopf. Im Film sieht man, wie du Kindern Klettern beibringst, und du sagst, es wird dir immer wichtiger, etwas weiterzugeben. Wann hat dieser Prozess begonnen? Hansjörg: Es hat viel damit zu tun, dass ich meine Wurzeln hier im Ötztal habe. Ich bin hier aufgewachsen, ich bin hier bekannt. Hier im Ötztal wurde ich auch nie als der Oberverrückte angesehen. Eher als einer, der etwas Außergewöhnliches kann. Die Leute sind mit mir gut umgegangen. Deswegen kann ich auch beginnen, etwas zurückzugeben. Meine Freundin hat eine Kinder-Klettergruppe in Längenfeld, da war ich oft dabei. Die Kinder wissen, wer ich bin, und auch die kleinen Kinder schauen zu mir in gewisser Weise auf. Da habe ich dann große Freude, wenn ich merke, dass ich ihnen etwas mitgeben oder zeigen kann. Hansjörg, wir danken dir für das Gespräch.

Hansjörg Auer präsentiert den Film „No Turning Back“ am Schlussabend des Filmfest St. Anton, Samstag, 25.8.


DownhillSkaten in Alicante Jasmijn Hanegraef und Lisa Peters im Gespräch

Jasmijn Hanegraef stammt aus Belgien, Lisa Peters aus Holland, und obwohl beide in vielen Sportarten zu Hause sind, teilen sie doch eine gemeinsame Leidenschaft: das Downhill-Skateboarden. In ihrem Urlaub in Alicante in Spanien haben sie einen verwegenen Downhill-Run hingelegt und sich dabei von einem Auto aus filmen lassen. Das Video hat im Internet Wellen geschlagen. Wir vom Filmfest St. Anton nahmen mit Jasmijn und Lisa Kontakt auf und trafen die beiden in Innsbruck zu einem Videointerview. Auf der Basis des Materials aus Alicante und des Interviews entstand ein Film über das Abenteuer in Alicante, den Lisa und Jasmijn in St. Anton präsentieren werden.

Wie seid ihr zum Skateboarden gekommen und wie Uns ist der Run in Alicante sehr verwegen vorgekommen. lange macht ihr das schon? Woher habt ihr den Mut? Jasmijn: Ich habe vor fünf Jahren angefangen, LongJasmijn: Natürlich braucht man Mut, aber man beginnt board zu fahren, und vor fünfzehn Jahren zu snowja langsam und wird dann erfahrener. Es geht vielleicht boarden. Das Downhilll-Skaten ist ein bisschen wie auch weniger um Mut als darum, während des Runs ruSnowboarden, nur halt auf Asphalt, das Gefühl ist sehr hig zu bleiben. Du musst nervenstark sein, darfst keinen ähnlich. Stress entwickeln. Lisa: Bei mir ist es vier Jahre her, dass ich angefangen habe. Ich glaube, ich habe mit dem Skaten angefanGibt es in Sachen Film weitere Pläne? gen, weil ich Videos der „Longboard Girls Crews“ sah. Lisa: Es wäre schön weiterzumachen. Ich liebe das Da sind Gruppen von Mädchen die Straßen hinunterDownhill-Skateboarden, und mit einem Film kann man gefahren. Ich dachte, das ist richtig cool, zeigen, welche Art von Sport und sie inspirierten mich. Ich traf dann das ist. Die Sportart ist ja noch Jasmijn, und wir haben sehr viel geübt immer wenig bekannt. Ich den„Es sollte aufhören, und Fortschritte gemacht. ke, der Film für St. Anton ist ein dass wir uns immer wieder guter Anfang. Worauf kommt es beim Downhill-Skaten Jasmijn: Außerdem glaube ich, anhören müssen, an? Was sind die Gefahren? dass es für die Leute Lisa: Wenn man den Sport nicht sehr gut interessant sein kann, ein bissdass wir für Mädchen wirklich chen hinter die Kulissen des kennt, sieht es richtig gefährlich aus. Wir fahren aber nur dort, wo es halbwegs siSkate-Sports zu blicken. Hinunstark fahren.“ cher ist. Wenn man nicht um eine Kurve terzufahren ist eines, mit einem sieht, fahren wir nicht zu schnell und bleiFilm darüber kann man weitere Lisa Peters ben vor allem auf der rechten Seite der Einblicke geben. Straße. Jasmijn: Wir sind immer geschützt und tragen Helm Jasmijn und Lisa, wir danken euch für das Gespräch. und Knie-Protektoren. Der Helm ist das Wichtigste, denn wenn man auf den Kopf stürzt, kann viel passieJasmijn Hanegraef und Lisa Peters sind zur Premiere des ren. Sonst holt man sich bei einem Sturz in der Regel Films „Glarnicante“ am Freitag, den 24.8. beim Filmfest Schürfwunden, die tun zwar weh, aber sind nicht so in St. Anton. schlimm.


Über Downhill-Skaten Der Ursprung des Longboard-Skatens liegt in Kalifornien in den 1960er Jahren. In der Gegend um Los Angeles langweilten sich die Surfer bei schlechtem Wellengang, daher montierten sie unter ihre Surfboards Achsen und Räder und versuchten, sich damit auf den hügeligen Straßen Kaliforniens zu bewegen. Der Sport erregte Aufmerksamkeit und kam Mitte der 1970er Jahre nach Europa. Die ersten Skater-Zeitschriften entstanden, und 1977 fanden in München die ersten Deutschen Meisterschaften im Skateboarden statt. Zum Schutz trugen die FahrerInnen dabei Helme und Ganzkörperlederanzüge. Außer in Deutschland wurde Skateboarden noch in Frankreich, der Schweiz und den Benelux-Ländern populär. Aus denen stammen auch unsere beiden Downhill-Skaterinnen Jasmijn Hanegraef (Belgien) und Lisa Peters (Holland), die in St. Anton den Film „Glarnicante“ vorstellen. Wie bei anderen Outdoor-Risikosportarten auch fällt beim Downhill-Skaten auf, dass in allerletzter Zeit der Frauenanteil rasant gestiegen ist. Dazu Lisa Peters: „Als ich vor vier Jahren mit dem Longboard-Downhill begonnen hatte, gab es in dem Sport nicht viele Frauen. Die Frauen, die darin gut waren, waren für mich Idole und inspirierten mich, mit dem Sport anzufangen und damit weiterzumachen. Die Anzahl der Frauen ist beim Downhill-Skaten in den letzten Jahren gewachsen, und ihr Level wird von Jahr zu Jahr höher, speziell in Europa. Was ich mag ist, dass die Frauen in der Szene einen guten Kontakt zueinander haben und einander unterstützen. Was ich nicht mag ist, dass Firmen die Sache größer machen, als sie tatsächlich ist. Es sollte normal sein, dass Frauen auf hohem Niveau skaten und an Wettbewerben teilnehmen. Und es sollte aufhören, dass wir uns immer wieder anhören müssen, dass wir für Mädchen wirklich stark fahren.“ Jasmijn Hanegraef, Szenenfoto zu „Gnarlicante“ Foto: Pablo Quiles


Von der Wiege des Skilaufs zum größten Skigebiet Österreichs Von der Geburtsstunde des Skiclubs über die erste Skischule Österreichs und die erste Gondelbahn für den Winterbetrieb bis zur Errichtung einer Weltneuheit im Seilbahnwesen war und ist St. Anton am Arlberg ein wahrer Pionier des alpinen Skilaufs.

DAMALS WIE HEUTE

Bereits im Jahr 1901 wurde der auch heute noch namhafte Skiclub Arlberg von sechs Pionieren aus St. Anton gegründet, um den Skilauf einer breiteren Zielgruppe näher zu bringen. Mit dem gleichen Ziel revolutionierte der damals 13-jährige Hannes Schneider nur zwei Jahre später die Skilauf-Technik, da er feststellen musste, dass der bis zu diesem Zeitpunkt übliche Telemark-Stil dem hochalpinen Gelände des Arlbergs nicht entsprach. So unterrichtete er bereits in jungen Jahren Einheimische in seiner neu begründeten „Stemmbogen-Technik“ und eröffnete 1920 die erste Skischule Österreichs. Das legendäre erste Arlberg-Kandahar-Rennen, das 1928 in St. Anton ausgetragen wurde, setzte schließlich einen bedeutenden Meilenstein für den internationalen Durchbruch des Skirennlaufs. Doch auch in der Seilbahntechnik nahm St. Anton eine Pionierrolle ein. So wurde schon 1937 die für den Winterbetrieb konzipierte Gondelbahn im Alpenraum von St. Anton auf den Galzig errichtet. Der Galzigbahn folgten mit der St. Christophbahn und der Vallugabahn in den 1950er Jahren weitere, für den Skibetrieb konzipierte Seilbahnen sowie Österreichs erster Doppelsessellift mit fix geklemmten Sesseln auf den Kapall. In den folgenden Jahrzehnten wurde das bestehende Angebot laufend erweitert, umgebaut oder erneuert. Es wurde massiv in Aufstiegshilfen, Skiabfahrten, Infrastruktur und Schneesicherheit investiert, so dass dem Gast in St. Anton am Arlberg heute 122,29 km Skiabfahrten, 31 Bahnen und Lifte und 9 Bergrestaurants geboten werden. Wichtige Meilensteine für die Entwicklung des Skigebietes setzte man zudem 2001 mit der Austragung der Alpinen Skiweltmeisterschaft und in weiterer Folge 2006 mit dem Bau der auch heute noch hochmodernen Funitel-Galzigbahn, einer technologischen und architektonischen Weltneuheit am Seilbahnmarkt. Die Investition in die Flexenbahn und der damit in der Wintersaison 2016/17 erreichte Zusammenschluss der Skigebiete St. Anton / Stuben / Rauz und Zürs / Lech, machen den Arlberg mit nun 88 Bahnen und Liften, 305 Skiabfahrtskilometern und 200 km Tiefschneeabfahrten zum größten Skigebiet Österreichs sowie zur fünftgrößten Winterdestination der Welt.

www.arlbergerbergbahnen.com


Berge Ausstellung von Jessie Pitt und Isidor Eiter Jessie Pitt wurde 1975 in Melbourne in Australien geboren, hat Kunst studiert und international ausgestellt. Sie ist professionelle Künstlerin und staatlich geprüfte Diplomskilehrerin und Skiführerin mit derzeitigem Hauptwohnsitz Ötztal. Das Leben in den Bergen und die Natur sind seit vielen Jahren eine Hauptinspiration ihrer künstlerischen Arbeit und das dominierende Thema in ihrem Leben. Ihre Kunst zeigt Licht und Schatten, Stimmungen und Atmosphären, die eng mit ihren Empfindungen und Emotionen verbunden sind. Isidor Eiter wurde 1955 im Pitztal geboren, machte eine Ausbildung zum Bildhauer und später zum Bergführer, was auch sein Brotberuf wurde. Seine Erlebnisse in den Bergen und die Lichtspiele der Natur weckten sein Interesse für die Malerei, und so wendete er sich künstlerisch dem Aquarell zu. In den letzten Jahren experimentiert Isidor Eiter mit Gips-Kunststoff, mit dem er seinen Bildern eine reliefartige, dreidimensionale Struktur verleiht.

Jessie Pitt

Isidor Eiter

Und moderiert wird wieder von Heinz Reich FM4 Radiomoderator, Mitbegründer des Senders, passionierter Hobbysportler und seit vielen Jahren Moderator beim Filmfest St. Anton

Filmpreise Preis des Filmfest St. Anton in der Höhe von 4000 Euro für einen hervorragenden Film, gestiftet von den Arlberger Bergbahnen und vergeben vom Team des Filmfest St. Anton. Publikumspreis des Filmfest St. Anton in der Höhe von 1000 Euro, gestiftet von den Arlberger Bergbahnen, und Mooscar-Statue des Mooserwirts für den vom Publikum am besten bewerteten Film.

Die Mitglieder unseres Fördervereins unterstützen das Filmfest St. Anton materiell und ideell. Gefällt dir das Filmfest St. Anton und möchtest du unsere Veranstaltung unterstützen? Dann werde Mitglied im Förderverein (Mitgliedsbeitrag 20 Euro pro Jahr) und schreib uns eine Mail an info@filmfest-stanton.at


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Die Gemeinde St. Anton am Arlberg präsentiert:

GEMEINDE S T. A N TON AM ARLBERG

Samstag, 15. September 2018 Kaberett: Frau 4.0 (Daniela Strolz-Holzer) Arlbergsaal

Donnerstag 18. Oktober 2018 Kaberett: JETZT, oder NIE! (Blum/Oberhauser) Arlbergsaal

Freitag, 5. Oktober 2018 Konzert: Tiroler Landesblasorchester ARLBERG-well.com

19./20./21./24./26./27./28 Oktober 2018 Aufführung Theatergruppe OHA Vallugasaal

Samstag, 6. Oktober 2018 ORF Lange Nacht der Museen Museum St. Anton

10./11. November 2018 Theater: Hannis Theatergruppe Arlbergsaal

Samstag 13. Oktober 2018 Konzert: Wolfgang Ambros ARLBERG-well.com

Dorfstraße 8 | A-6580 St. Anton am Arlberg Tel.: 05446-2358 | office@ewa-services.at

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Unsere Partner Herzlichen Dank für eure Unterstützung!

Das ist die bevorzugte Anwendung des Logos.

Impressum Danke für die Kooperation:

F Verein zur Förderung ‚Filmfest St. Anton‘

-Heimische Gerichte nach Saison -Eis vom Bauernhof -Jeden Mittwoch Platzkonzert (wetterabhän gig)

Wir freuen uns auf Euren Besuch! Der Grieswirt - Sabine und Alexander Kertess Im Gries 4 - 6580 St. Anton a. A. - Tel: +43 (0) 5446 30261

Veranstalter Tourismusverband St. Anton am Arlberg Körperschaft öffentlichen Rechts, Dorfstraße 8, 6580 St. Anton am Arlberg, Direktor: Martin Ebster Tel. +43 (0)5446-2690, info@stantonamarlberg.com

Operative Mitarbeiter des Filmfest St. Anton Leitung, Programm, Magazin-Redaktion, Interviews, Marketing, Presse: Manfred Pascher Assistenz: Harald Krumböck Artdirector, Grafik: Simon Rainer, Nurstudio.com Videoblog: Harald Krumböck (Schnitt), Whiteroom Productions (Kamera) Festivaltrailer: Eva Kuster Vor-Ort-Organisation in St. Anton: Sandra Köck Hallengestaltung: Alexander Zangerl Filmtechnik: Harald Krumböck, Lukas Oberbichler Moderation: Heinz Reich Lektorat: Magdalena Vergeiner, Sabine Aigner Technische Ausstattung in St. Anton: Ton + Bild Medientechnik, Rankweil Ergänzender Fotonachweis (Seitenzahlen in Klammer): Andreas Vigl (Cover), TVB St. Anton (3), Archiv Rudi Matt (5), Archiv Wolfgang Nairz (6,8,9,23), Archiv Bernd Arnold (11), alpsolut.com (12), Andres Beregovich (14,15), Christoph Klausner (17), Alex d’Emilia (20), Jon Glassberg (21), Nicola Grigis (22, bergsfjord), Jakob Schweighofer (22), procaphoto.com (Empire, 23), Simon Anthamatten (No Turning, 23), Lars Jacobson, Servus TV (23), Lukas Ennemoser (25), Simon Anthamattern (26), Heiko Wilhelm (27), Pablo Quiles (28,29), Archiv Jessie Pitt (31), Archiv Isidor Eiter (31)


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FILMFEST 2018 - Magazin  

Das Magazin zum Filmfest St. Anton 2018, unter anderem mit diesen Themen: - Zurück zum Everest - Peter Habeler und Wolfgang Nairz im Gesprä...

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Das Magazin zum Filmfest St. Anton 2018, unter anderem mit diesen Themen: - Zurück zum Everest - Peter Habeler und Wolfgang Nairz im Gesprä...

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