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Sommer ° 2020 evangelisch und sächsisch

Familien erzählen: Fernreisen ganz nah

Urlaub geht auch zuhause

Entdecker werden: Mit dem Staunen beginnt alles

M I T   FA M I L I E N -T I P P S   U N D   V I E L E M   M E H R


Sonderveröffentlichung

In guten Händen bei einem Notar – Ihre Notare informieren

Notarin Ulrike Biegel © iStock / Morsa Images

Bäckerstraße 3 04720 Döbeln Telefon: 0 34 31 / 70 62 09 | Fax: 0 34 31 / 70 62 27 E-Mail: info@notarin-biegel.de www.notarin-biegel.de

Notar Dr. Stephan Gergaut

Die Begründung einer Lebensgemeinschaft, ehelich oder nichtehelich, zählt vermutlich zu den wichtigsten Entscheidungen in Ihrem Leben. Die Partner sind bereit, die Zukunft miteinander gemeinsam zu gestalten. Für den gemeinsamen Lebensweg bietet das Gesetz sowohl für verschieden- als auch gleichgeschlechtliche Beziehungen die Ehe an. Daneben finden sich in zunehmender Zahl auch sogenannten nichteheliche Lebensgemeinschaften. Das Zusammenleben wirft zahlreiche Fragen auf, die bedacht werden sollten, wie zum Beispiel: · Was geschieht mit dem alleinigen, was mit dem beiderseitigen Vermögen? · Vermögen (zum Beispiel Grundbesitz) gemeinsam oder alleine erworben werden und welche steuerlichen Konsequenzen ergeben sich daraus? · Welche Rechte und Pflichten habe ich bezüglich gemeinsamer Kinder? · Bin ich im Alter abgesichert? · Was geschieht im Falle der Trennung? · Welche Rechte habe ich im Todesfall? · Was gilt für den Fall einer „internationalen Ehe“? Die Antworten auf diese Fragen fallen höchst unterschiedlich aus, abhängig davon, ob die Partner in ehelicher, lebenspartnerschaftlicher oder in nichtehelicher Gemeinschaft zusammenleben. Das Gesetz bietet jedoch die Möglichkeit, individuelle Vereinbarungen zu treffen und selbständig die passende Regelung zu wählen. Voraussetzung ist dabei die genaue Kenntnis der Gesetzeslage. Der Notar kann als unparteiischer Berater diese Kenntnis vermitteln und einen vernünftigen, ausgewogenen und maßgeschneiderten Vertrag für die jeweilige persönliche Lebenssituation anbieten. Aber auch in Bezug auf das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern, einschließlich Fragen zur Adoption, ist der Notar Ansprechpartner. Zu nennen sind hier vor allem Sorgeerklärungen, Vaterschaftsanerkennungen und Adoptionsanträge. Aufgabe des Notars ist es, die Beteiligten über die weitreichenden rechtlichen Folgen ihrer Erklärungen zu belehren. Sind die Eltern bei der Geburt ihres gemeinsamen Kindes nicht verheiratet, so können sie durch notarielle Sorgeerklärungen erreichen, dass ihnen die elterliche Sorge gemeinsam zusteht. Ist ein Elternteil nicht mit der gemeinsamen Sorge einverstanden, steht die Alleinsorge für das Kind der Mutter zu. Bestehen keine verwandtschaftlichen Beziehungen, heiratet zum Beispiel eine Frau einen Mann mit Kindern, so werden diese erst über eine Annahme als Kind (Adoption) hergestellt. Maßgeblich hierfür ist das Wohl des Kindes. Daneben muss ein echtes Eltern-Kind-Verhältnis zwischen den Adoptiveltern und dem Kind vorliegen. Seit April dieses Jahres ist unter bestimmten Voraussetzungen auch die sog. „Stiefkindadoption“ durch den neuen, aber nicht verheirateten Partner eines Elternteils zulässig. Liegen alle Voraussetzungen, insbesondere auch die erforderlichen Einwilligungen, vor, spricht das Familiengericht auf notariell beurkundeten Antrag hin die Adoption aus. Das Adoptivkind erwirbt dann die Stellung eines gemeinschaftlichen Kindes und damit alle Rechte und Pflichten gegenüber seinen Adoptiveltern. Treten Sie mit einem Notar in Ihrer Nähe in Kontakt, lassen Sie sich beraten.

Markt 6 08451 Crimmitschau Telefon: 0 37 62 / 94 16 - 0 | Fax: 0 37 62 / 94 16 - 29 E-Mail: mail@notar-gergaut.de www.notar-gergaut.de

Notar Dr. Ralf Herzog

Weigangstraße 7 02625 Bautzen Telefon: 0 35 91 / 4 31 09 | Fax: 0 35 91 / 4 20 22 E-Mail: info@herzog.de www.herzog.de

Notar Robert Kopf

Karl-Marx-Platz 2 04860 Torgau Telefon: 0 34 21 / 71 27 80 | Fax: 0 34 21 / 71 27 81 E-Mail: info@notar-robert-kopf.de www.notar-robert-kopf.de

Notar Mathias Löhnert, LL.M. (York)

Kaßbergstraße 26 09112 Chemnitz Telefon: 03 71 / 36 93 50 | Fax: 03 71 / 3 69 35 55 E-Mail: info@notar-loehnert.de www.notar-loehnert.de

Notar Dr. Pascal Salomon

Pestalozzistraße 13 01589 Riesa Telefon: 0 35 25 / 63 33 03 | Fax: 0 35 25 / 63 33 05 E-Mail: info@notar-salomon.de www.notar-salomon.de

Notarin Annika Schwenk

Karl-Liebknecht-Straße 14 04107 Leipzig Telefon: 03 41 / 3 01 06 03 | Fax: 03 41 / 3 01 06 06 E-Mail: info@notarin-schwenk.de www.notarin-schwenk.de

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Beyerstraße 28 09113 Chemnitz Telefon: 03 71 / 33 49 31 - 0 | Fax: 03 71 / 33 49 31 - 29 E-Mail: info@notar-schwerd.de www.notar-schwerd.de


© Steffen Giersch

Inhalt • im Sommer

6 Titelgeschichte Fernreisen ganz nah

© Steffen Giersch

6

12 Interview Mit dem Staunen beginnt alles 4 Kinderumfrage Worauf freut ihr euch im Sommer?

5 Aktuelles

10 Tipps zum Lesen und Vorlesen 14 Selber machen Sommerliche Bilder gestalten 14 Impressum

12

Titelillustration: Julia Kluge

15 Fabian Vogt Urlaub im Kopf

© Steffen Giersch

Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser, als wir diese Ausgabe planten, war das Coronavirus noch weit weg. Dann legte es unser aller Leben still und auch die Arbeit an dieser Zeitschrift. M ­ enschen wurden krank, bekamen Angst um ihre Arbeit, Kinder fühlten sich eingesperrt und Eltern überfordert. Von Urlaubsreisen gar nicht zu reden. Kann es trotzdem ein schöner Sommer werden? Als wir uns diese Frage stellten und darüber für diese Familien­S ONNTAG-Ausgabe mit Kindern und Eltern ins Gespräch kamen, machten wir eine er­s taunliche Entdeckung: Keiner von ihnen schimpfte oder trauerte – sie nahmen das Leben, wie es ist. Im Urlaub wie auch sonst im Leben immer höher und weiter? Corona sagt Stopp. Und gar nicht so wenige Menschen sehen darin den Beginn von etwas Neuem. Vielleicht sogar eines neuen Abenteuers. Auch in den Ferien.

Wie das aussehen kann, lesen Sie in den Geschichten von drei Familien aus Sachsen ab Seite 6. Und auf spektakuläre Entdeckungsreisen, die schon kurz hinter dem Gartenzaun beginnen, nimmt Sie der Pädagoge René Hermann ab Seite 12 mit. Sie gehen nicht weit, aber tief. Einen trotz allem schönen Sommer wünscht Ihnen im Namen der gesamten Redaktion

Andreas Roth

Verantwortlicher Redakteur

3


Ich freue mich endlich, meine Freundin in den Sommerferien wiederzusehen. Wir sind dann immer eine ganze Woche zusammen und reiten, schlafen im Heu und haben echt viel Spaß. Adele, 11

Ich freue mich am meisten auf das Erdbeeressen. Die pflücke ich zusammen mit meinem großen Bruder von unserem Beet im Garten. Elisabeth, 5

Ich freue mich auf den Urlaub mit meiner Oma. Ich habe sie jetzt ganz lange nicht gesehen und möchte endlich wieder Zeit mit ihr verbringen. Finn, 10

Worauf freut ihr euch in diesem Sommer am meisten? NACHGEFR AGT Diesmal haben uns die Kinder der Mitarbeiter im Evangelischen Medienhaus Leipzig geantwortet.

• Interview: Karola Richter, Fotos: privat

4

Ich freue mich am meisten im Urlaub darauf, dass ich immer mehr Schwimmen lerne. Und dass ich die Fische beobachten kann. Charlotta, 8

Ich freue mich auf den Sommer, weil ich da Geburtstag habe und in den Urlaub mit Oma, Opa und meiner Cousine Enna und meinem Cousin Eduard an die Ostsee fahre. Rudi, 10


© iStock/Vladimir Vladimirov

Aktuelles • Sommer

300 Euro Familienbonus sind ganz gut – aber ... Die Bundesregierung will Familien für jedes Kind 300 Euro zahlen. Gerade Hartz-IV-Empfängern und Geringverdienern sollen diese ohne Abzüge zugutekommen. Das ist positiv, finden Sozialverbände wie die Evangelische Arbeitsgemeinschaft Familie (eaf). »Doch so eine Einmalzahlung gleicht keine Einkommenseinbußen aus, die entstehen, wenn es keine verlässliche Kinderbetreuung gibt«, kritisiert eafBundesgeschäftsführerin Insa Schöningh. Deshalb fordert auch die eaf Sachsen die Prüfung eines Anspruchs auf »Corona-Familienarbeitszeit«. Sind Kitas und Schulen geschlossen, sollen Eltern ihre Stunden im Job reduzieren können – ohne Angst vor Kündigung und mit staatlichem Lohnausgleich.

Ärmere Kinder leiden mehr unter Corona Digitale Technik zum Lernen, Homeoffice und gutes Essen kann sich nicht jede Familien leisten Kinder in Familien mit weniger Geld und Bildung haben es schwerer in der Corona-Krise. Das fand das Deutsche Jugendinstitut bei einer Befragung von 8127 Eltern deutschlandweit heraus. 51 Prozent der Mütter und Väter mit angespannter finanzieller Lage und 41 Prozent mit niedrigem oder mittlerem Bildungsabschluss berichteten von Schwierigkeiten ihrer Kinder bei der Bewältigung der Corona-Situa­ tion. Bei Familien mit guter finanzieller Ausstattung und hohem Bildungsabschluss waren es nur rund 30 Prozent.

Corona schultern vor allem Mütter

Für Kinder aus Familien, die von Hartz IV-Leistungen leben, fiel mit der Schließung von Schulen und Kindergärten auch das kostenlose Mittagessen weg. »Die Eltern können die Mehrkosten für eine ausgewogene Ernährung ihrer Kinder aus dem ohnehin schon viel zu niedrigem Regelsatz nicht aufbringen«, kritisiert der sächsische Diakonie-Direktor Dietrich Bauer. Er fordert deshalb staatliche Zuschüsse. Für die digitale Ausstattung von Schülern aus ärmeren Familien haben Bund und Länder mittlerweile 500 Millionen Euro bereitgestellt.

Arbeiten, Unterrichten, Kochen – all das ballt sich im Corona-Lockdown in den Wohnungen. »Es war schon vor der Corona-Zeit so, dass Mütter im Durchschnitt deutlich mehr Kinderbetreuung und Hausarbeit übernommen haben«, fasst Julia Schmieder vom Deutschen Institut für Wirtschafts­ forschung eine neue Studie zu familiären Rollen in der Corona-Zeit zusammen. Auch eine neue Studie des Deutschen Jugendinstituts zeigt, dass in der Corona-Krise mehr Mütter als Väter die Kinderbetreuung übernehmen.

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Titelstory

Das Coronavirus hat einen Strich durch viele Urlaubspläne gemacht. Doch um Entdeckungen zu machen oder der Seele Flügel zu verleihen, sind keine Flüge nötig. Drei Familien aus Sachsen erzählen davon.

Fernreisen 6


hier. Tischtennis spielen und Federball. Im selbstgebauten Ofen, der aussieht wie eine kleine Dampflok ohne Räder, lässt sich gute Pizza backen.

Hier fliegt nur der Storch Als Karsten Seifert (52) früh durch die geschlossenen Augen blinzelt, ziehen Stare im Tiefflug Kurven über seinem Schlafsack. Sie bauen gerade ihr Nest in einem seiner Apfelbäume. Auch seine zehnjährige Tochter Emilia liebt es, draußen im Gezwitscher der Vögel wach zu werden. »Dann bist Du gleich voll integriert in das alles, was da herumkreist«, sagt ihr Vater Karsten. Das Wunder der großen Welt im ­K leinen. Einen Teil jeder Sommerferien verbringt die Dresdner Familie Seifert in ihrem Garten in Steinbach bei Moritzburg. Und wenn das Coronavirus hartnäckig bleibt, dann dieses Jahr vielleicht auch ganz. Heike Seiferts Großvater hat den Garten mit Apfelbaumspalier und Wein vor langer Zeit angelegt. Emilia hat hier im Kletterbaum ihre »Fluch-derKaribik«-Schaukel hängen und auf der anderen Seite zwei Reitpferde aus Buchenstämmen, ihr Bruder Oskar (19) pflegt sein Bienenvolk und Karl (17) fotografiert Waben und Blumen. Am liebsten sind sie mit ihren Freunden

Karsten Seifert bückt sich zu einer kupfern glänzenden Blindschleiche im Gras. »Schönes Tier.« Vorhin hat er den Storch kreisen gesehen über ihrem Garten. Für ihn hat der Holzgestalter Seifert ein Nest aus Balken und geflochtenen Ästen gebaut und auf eine Kiefer heben lassen. »Jetzt sind wir gespannt, ob einer zu uns geflogen kommt.« Das Fernglas liegt auf dem Tisch bereit. Dass der Mensch sich zu Urlaubszwecken in die Lüfte erhebt, das muss für die Seiferts nicht in jeden Ferien sein. »Wir reisen auch gern«, meint Heike Seifert, die als Sozialarbeiterin in einem Kindergarten arbeitet. »Aber wir über­ legen uns das bewusst und fliegen nur alle drei Jahre weiter weg mit dem Flugzeug. Nachhaltigkeit und die Bewahrung der Schöpfung spielen für mich auch eine Rolle.« Ganz hinten im Garten, noch vor dem Erdbeerbeet, stehen zwei Badewannen neben zwei Waschkesseln. Karsten Seifert hat schon mit Holz angefeuert. In den Kesseln macht er mitunter auch aus den Äpfeln der Bäume ringsum samtig-süßen Apfelsaft. Am Abend wird das Badewasser warm sein. Manchmal kommen Rehe in den Garten, die Amsel singt, der Himmel leuchtet dunkel. »Die Schöpfung kannst du hier draußen in einer Art und Weise erleben, dass alles so eine tiefe Schönheit hat«, sagt Karsten Seifert. »Dann hast du das Gefühl, dass du gesegnet bist.«

Wir reisen auch gern. Aber wir über­legen uns das bewusst und fliegen nur alle drei Jahre mit dem Flugzeug weiter weg. Nachhaltigkeit und die Bewahrung der Schöpfung spielen für mich auch eine Rolle. Heike Seifert, 49

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Titelstory • Fernreisen ganz nah

Planschen am ZschopauStrand Was Erwachsene Urlaub nennen, worauf sie das Jahr über warten und fiebern, ist für Samson jetzt. In diesem Moment. Auf dem Schoß seines Vaters Christian schaukelt er, und so lange er schaukelt, scheint die Welt für den einjährigen Jungen im Gleichklang zu sein. Einen Meter hoch, einen Meter runter. Mehr Flugreise braucht er nicht.

Im Urlaub, wenn die Seele zur Ruhe kommt, bin ich noch viel dankbarer für alles als im Alltag. Und man staunt, was Gott sich alles ausgedacht hat. Adele Slavik, 31

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Samsons Eltern Adele (31) und Christian Slavik (29) aus Annaberg-Buchholz hatten im März mit der Urlaubsplanung angefangen. Nach Slowenien sollte es gehen, oder nach Polen. Und es sollten Christian Slaviks erste Sommerferien in seinem neuen Beruf als Lehrer werden. Dann kam Corona. »Jetzt schauen wir mal, wie es weitergeht«, sagt die Hebamme Adele Slavik gelassen. »Wir haben nichts gebucht. Vielleicht suchen wir uns etwas in der Nähe.« Am besten an einem See, meint ihr Mann, für die Kinder. Samson und sein zweijähriger Bruder Drago lieben das Wasser. Dafür müssen sie nicht weit fahren. Ihr Lieblingsplatz liegt oben im Erzgebirge in Dörfel am Oberlauf der Zschopau, die dort noch

schmal und ganz flach ist. Oft fahren sie mit ihren Eltern an ein kleines Strandstück mit vielen Steinen zum Hineinwerfen und Bäumen zum Klettern, die auch die mitgebrachte Schaukel halten. Samson liebt Schaukeln. »Dort kann man gut matschen«, sagt Drago. Und Kuchen picknicken. »Die Kinder könnten auch hier Urlaub machen«, sagt Adele Slavik. »Aber wir Eltern müssen auch mal raus aus den eigenen vier Wänden. Einmal nicht jeden Abend aufräumen, einmal nicht immer das Gleiche tun.« Also werden sie im Sommer sehen, was möglich ist trotz Corona. Und losfahren, selbst wenn es nicht so weite Strecken werden. Drago pflückt einen Strauß Wiesenblumen und rennt stolz mit ihm zu seinen Eltern. »Im Urlaub entdeckt man die Welt ein bisschen neu, jeder kleine Käfer ist wieder interessant«, überlegt Chris­ tian Slavik. Mit Kindern gleich doppelt. »Im Urlaub, wenn die Seele zur Ruhe kommt, bin ich noch viel dankbarer für alles als im Alltag«, sagt seine Frau. »Und man staunt, was Gott sich alles ausgedacht hat.« Es lässt sich schon ganz in der Nähe finden.


Nee, ganz verzichten möchte ich auf Fernreisen nicht. Einmal im Jahr Tapetenwechsel und über den Tellerrand blicken. Michaela Stummer, 42

Auch so kann Urlaub ins Wasser fallen Die Frage kam im Auto auf der Rückfahrt vom Bergurlaub in Südtirol: Was machen wir nächstes Jahr? Erik Stummer (45) rief nach hinten zu seinen Kindern: »Wir machen einen Freibad-Test bei uns zuhause im Erzgebirge!« Der Bankkaufmann aus Annaberg-Buchholz hatte da im Sinn, dass es in seiner Heimat eigentlich nur zwei Jahreszeiten gibt: Winter, und strenger Winter. Es sollte ein Witz sein. Seine beiden Söhne Malte und Arved aber riefen: »Cool!« Also musste Erik Stummer mit seiner Frau Michaela (42) den Witz zu einem Plan umbauen. Als der nächste Sommer

heranrückte, schrieb er E-Mails an sämtliche Gemeinden des Erzgebirges und erkundigte sich nach Freibädern. Und für den Test richtete er im Internet eine Blog-Seite ein. »Ich war wirklich erstaunt, wie viele kleine Dörfer Bäder betreiben – gerade wenn man sich überlegt, wie viel das kostet und wie viel Ehrenamt daran hängt.« 14 waren es am Ende. Genau richtig für zwei Wochen Urlaub. Rittersgrün, Ehrenfriedersdorf, Mildenau, Venusberg mit extra-großer ­Rutsche. Zelten im Freibad Jahnsdorf. Abends als letzte ganz allein im Wasser, früh dem Reinigungsroboter am Boden des Schwimmbeckens bei der Arbeit zusehen. »Das war lustig«, sagt Malte (14). »Für mich war das Bad in Raschau echt eine Überraschung.« Sein Bruder Arved fand Oederan mit der DoppelRutsche am besten. »Da kann man Wett-Rutschen spielen.« Oederan war am Ende auch der Sieger des Stummerschen Bad-Wettbewerbs.

Der Plan für diesen Sommer: Eine Woche italienische Alpen, eine Woche Meer. Die Berghütten sind gebucht. Nur dass Norditalien unterdessen zum Hotspot der Corona-Pandemie geworden war. »Sollte es nichts mit der Hüttentour werden, sagen wir: Dann ist es so«, sagt Michaela Stummer. »Wir werden auch in der Nähe etwas finden und fahren einfach los.« Dafür haben sie ihren VW-Bus. Unter dem aufklappbaren Dach lässt sich schlafen, eine Küche ist eingebaut, eine Markise für den Sonnenschutz auch. Malte und Arved hätten nichts gegen eine neue Tour durch die erzgebirgischen Freibäder. »Nee«, protestiert ihre Mutter, »ganz verzichten möchte ich auf Fernreisen nicht. Einmal im Jahr Tapetenwechsel und über den Tellerrand blicken.« – »Aber ich fand’s total cool«, meint Malte, »Da merkt man erst, was man in der Heimat für spannende Sachen entdecken kann, die man noch gar nicht mitbekommen hat.«

• T ext: Andreas Roth, Fotos: Steffen Giersch, Illustrationen: Julia Kluge

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Urlaub – anders als gedacht Ein kleiner Außenseiter erlebt ungewöhnliche Ferien und wächst über sich selbst hinaus Antons lang ersehnte Ferien fangen leider gar nicht gut an: Statt mit ihm in den versprochenen Urlaub zu fahren, muss sein Vater für einen wichtigen Auftrag ins Ausland. Da seine Mutter gerade ihren Job verloren hat, kann sie keinen richtigen Urlaub als Alternative anbieten. Kurzentschlossen wandert sie mit Anton, Meerschweinchendame Pünktchen, einem Zelt und ein paar Tütensuppen zum nächstgelegenen Campingplatz. Der ist komplett ausgebucht und so landen sie als wilde Camper mitten im Wald. Was eigentlich ganz schön ist, wie Anton findet. Ganz allein und ohne Kinder, die ihn ärgern könnten wie in der Schule. Denn er ist vielleicht ein kleines bisschen anders, als die meisten anderen. Aber so ganz ohne Kinder geht es in der Geschichte natürlich nicht und so findet Anton bald eine sehr ruppige, sehr dreckige und auf eine verschrobene Art sehr liebenswerte Freundin, erfährt, dass der Klassen-Bully Ben auch so seine Geheimnisse hat, verliert Pünktchen, findet sie wieder und kann am Ende des Som-

mers gestärkt zurück in die Schule gehen. Gut zum Vorlesen geeignet. Die Geschichte macht Spaß und bietet viele Gesprächsanlässe zu Themen wie Freundschaft, Anderssein, Mut und Familie. Zum Selberlesen ab acht. Wiebke Mandalka/eliport.de Zelten mit Meerschwein Mareike Krügel | Illustrationen: Nele Palmtag | Weinheim: Beltz & Gelberg 2018 | gebunden, 146 Seiten | 12,95 Euro (D) | ISBN 978-3-407-82352-6

VORLESEBUCH

ebnisse Kinder lieben die Erl nd Luis der Zwillinge Lotta u

12,99€ Lotta und Luis und die verschwundene Jacke Mit Passagen in größerer Schrift zum Selberlesen für Kinder Hardcover, 14 x 21 cm, 160 Seiten Best.-Nr. 71038 / 12,99 €

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Lotta und Luis sind sehr aufgeregt. Morgen ist ihr erster Schultag! Luis freut sich aufs Fußballspielen in den Pausen, doch Lotta hat auch ein bisschen Angst. Dann wird es ein richtig toller Tag, und nach der Schule erwartet die Zwillinge noch eine super Überraschung zu Hause … CD, 36 Min., Best.-Nr. 72168 / 3,99 €

3,99€ Lotta und Luis feiern Geburtstag

Lotta und Luis haben viele Ideen für ihre Geburtstagsfeier. Als Luis seinem Freund Abdul davon erzählt, findet dieser Schlafanzug-Fußball mit Mädchen total doof und will nicht kommen. Luis ist enttäuscht. Doch dann haben Mama und die Zwillinge eine super Idee … Wird Abdul sich noch umstimmen lassen? CD, 38 Min., Best.-Nr. 72178 / 3,99 €


Bücher • Tipps zum Lesen und Vorlesen

Von Träumen, Artus­ runden und Engeln

Bäume und ihre biblische Symbolik

Eine leichte, aber intensive Lektüre

Über die Symbolik von Bäumen sowie die verschiedenen Baumarten in der Bibel

Im Buch begleiten wir Michael durch eine Phase seines Lebens, in der ihm vieles offen steht, vor allem, wie es in seinem Leben weitergehen soll. Er ist Lehrer, Mitte 30, mit wenig Freude an seinem Job – so ging es ihm nicht immer. Und das halten ihm seine Freunde – echte Freunde und Symbole für verschiedene Lebensentwürfe – mit ansteckender Energie vor Augen. Der Autor, der in seinem Leben schon als Kellner, Pfarrer, Reiseveranstalter und vieles mehr gearbeitet hat, bietet mit Café Zeitlos ein Gedankenkonstrukt. Außerhalb der Zeit und immer ein anderer, aber an das jeweilige Bedürfnis des Protagonisten angepasster Raum. Dort findet Michael Gedanken und Aufgaben, die sein reales Leben verändern. Das Buch ist ein Beispiel für Gedankenansätze, wenn man gerade auf der Suche ist, und wohin es gehen soll. FS

Bäume dienen in der Bibel als Sinnbilder für den Menschen, die Welt, für Gott und für das Leben. Dies erläutert der Autor anhand der betreffenden Bibelstellen und im Vergleich zu den Vorstellungen anderer Religionen. Im zweiten Teil des Buches werden 13 Bäume der Bibel (Ölbaum, Mandelbaum, Zeder ...) mit zum Teil doppelseitigen farbigen Fotos vorgestellt, natürlich auch mit den biblischen Belegstellen und der speziellen Symbolik einzelner Bäume und ihrer Früchte oder der von ihnen gewonnenen Produkte. Da Themen wie Bäume und Wald bzw. deren Wert und Schutz zur Zeit viele Menschen bewegen, stößt das Buch auf aktuelle Interessen. Griet Petersen/eliport.de In den Himmel wachsen Bäume der Bibel – Symbole für das Leben Manfred Böhm | Ostfildern: Patmos 2019 | gebunden, 124 Seiten | 18,00 Euro (D) | ISBN 978-3-8436-1129-9

Café Zeitlos Rainer Haak | Ostfildern: Patmos 2020| gebunden, 124 Seiten | 14,00 Euro (D) | ISBN 978-3-8436-1206-7

In diesem Sommer besonders wertvoll:

Ein Mutmachbuch mit Texten und Versen

NEU

Es gibt Tage, da fühlt sich das Leben leicht an wie Fahrradfahren durch sonnengelbe Felder, wie Schaukeln im Wind, wie der Tanz der Wolken am blauen Sommerhimmel. Und es gibt Tage, da ist nicht alles gut. Da will man nicht so tun, als ob. Genau an solchen Tagen ist es gut, sich daran zu erinnern, dass es jemanden gibt, der uns hält. Die Texte in diesem Buch erzählen von dieser Hoffnung. Vielleicht lässt ja doch jemand Wunder regnen, wer weiß?

Foto: AdobeStock ©luisawhr

V IELLEICHT L ÄSS T JEMA ND WUNDER R EGNEN Ein hoffnungsfrohes Lesebuch 18 x 16 cm, ca. 120 Seiten, mit 6 eingelegten Postkarten ISBN 978-3-438-06278-9 €(D) 12,00 €(A) 12,30

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»Mit dem Staunen beginnt alles« Spannende Entdeckungen beginnen manchmal ganz in der Nähe: Eine Libelle im Flug verfolgen, Gras riechen, sich im Laub verstecken wie ein Tier. Dann finden sich mitunter auch Antworten auf große Fragen. Der Gemeinde­pädagoge René Hermann hat diese Erfahrung mit Kindern im Dresdner Zschonergrund gemacht. Herr Hermann, wir sitzen hier im Zschonergrund auf der artenreichsten Wiese Dresdens. Wie öffnen Sie Kindern die Augen für das, was es hier Spannendes zu entdecken gibt? René Hermann: Indem ich ihnen sage: Sucht mal, wie viele verschiedene Pflanzen und Tiere ihr findet. Diese Wiese ist großartig. Passt auf, dieser Rosenkäfer hier ist ein fliegender, glänzender Schatz. Oder seht diese Libelle im Flug – woran erinnert sie euch? Über das Staunen lassen sich die Augen der Kinder öffnen.

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Aber wenn ein Kind das alles ­langweilig findet? Die Wiese spricht für sich. Sehen Sie diesen Schmetterling, ein Bläuling, ganz großartig. Wissensvermittlung ist nur die Oberfläche. Aber das Entscheidende ist, dass ich den Kindern vermittle: Was hier ist, ist wunderschön. Wie können Eltern ihrem Kind das nahebringen? Das gelingt nur, wenn ich mir Zeit nehme. Wenn ich nicht schnell sage: Das ist diese


Interview

René Hermann Zur Person 55, ist Gemeindepädagoge in DresdenBriesnitz. Der dreifache Vater gründete 1995 in seiner Kirchgemeinde die »Aktion Ameise«, in der Kinder die Natur des nahen Zschonergrunds bewahren und erforschen. Heute ist sie Teil des Ganztags­ angebots der 76. Grundschule DresdenBriesnitz. René Hermann leitet sie als ehrenamtlicher Naturschutzhelfer weiter und arbeitet als Bezirkskatechet des Kirchenbezirks Dresden-Mitte.

Blume und jenes Tier. Kinder müssen riechen, hören, den Sauerlump kosten. Ich muss als Erwachsener gar nichts machen. Wenn sie Zeit haben, entdecken Kinder selbst. Auch wir Erwachsene müssen das oft erst wieder lernen. Das stille Betrachten ist die Voraus­ setzung. Wenn Herz und Vernunft die Zeit haben, sich zu begegnen, entsteht vielleicht etwas wie Weisheit. Ich sage manchmal zu den Kindern: Setzt euch einmal in die Waldesstille und wartet, bis ich euch in 20 Minuten suche. Grabt euch ins Laub ein, riecht mal in das Gras hinein oder versteckt euch, wie sich ein Tier verstecken würde. Es kann sein, ihr seht dann etwas, was ihr sonst nicht sehen würdet.

Können Kinder dabei in der Schöpfung auch Gott auf die Spur kommen? Mit dem Staunen beginnt alles. Auch das Nachdenken: Wer hat das alles gemacht? Ich merke doch selbst, wie uns die Natur in eine Tiefe zieht. Wie Kinder hier glücklich und ganz im Moment sind. Wegen der Corona-Pandemie können viele Familien diesen Sommer wahrscheinlich keine weiten Reisen machen – muss das ein Verlust sein? Viele Menschen suchen gerade jetzt in der Corona-Zeit hier im Zschonergrund und anderswo die Natur, das freut mich sehr. Eine Entschleunigung tut allen gut. Sie nehmen jetzt vieles

wahr, was sie sonst nicht wahrnehmen. Und die Erlebnisse, die sie auch in der nahen Natur haben, sind so tief. Ist es auch die Entdeckung, Teil eines größeren Ganzen zu sein? Wenn ich wie jetzt hier auf einer so schönen Wiese sitze, dann wird mir deutlich, dass ich ein kleiner Teil von einer großen Geschichte bin. Dass ich dankbar im Jetzt sein darf. Als ein kleiner Mitarbeiter Gottes, um das zu bewahren, was uns geschenkt worden ist. • Fragen: Andreas Roth, Fotos: Steffen Giersch

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Selber machen • im Sommer

Und so geht es ...

1

Selber machen Unser Basteltipp in der heißen und bunten Jahreszeit.

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Bilder mit besonderem Sommer-Look Für unser neuestes Bastelprojekt benötigen wir gar nicht viele Materialien, aber können viel gestalten. Wir nutzen heute einfache Glas-Bilder­rahmen und basteln uns Bilder, die einen ganz tollen 3-D-Effekt haben.

3

Material • Glasbilderrahmen • getrocknete Blumen und Blätter, Papierschnipsel, Stofffetzen • Wachskreiden oder andere Farben, die auf Glas verwendbar sind

• Text + Fotos:

Karola Richter

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ANLEITUNG Als erstes legen wir uns ein grobes Bild zurecht, egal ob aus getrockneten Blumen und Blättern oder aus bunten Papierschnipseln oder anderen flachen Dingen, die wir zur Hand haben. Danach wird die Glas­platte des Bilderrahmens auf das Bild gelegt. Und jetzt kommt der zweite Gestaltungsschritt. Dafür eignen sich am besten Wachskreiden. Aber auch Wachsstifte, Ölkreiden oder Acrylfarben können benutzt werden. Wir ergänzen nun das zuerst zurechtgelegte Bild. Man kann so durch die zwei Schichten tolle Effekte erzielen. Überlegen Sie vorher, welches Objekt auf der unteren und welches auf der oberen Ebene am besten zur Geltung kommt.

TIPP Wer sich gerne mit Kreidestiften austobt, dem sind fast keine gestal­ terischen Grenzen gesetzt. Kreidestifte, wie hier von Coppenrath, können auf allen glatten Oberflächen benutzt werden und sind abwischbar. Wie wäre es zum Beispiel mit einem sommerlichen Gruß am Fenster?

IMPRESSUM FamilienSONNTAG | Sonderveröffentlichung von DER SONNTAG – Wochenzeitung für die EvangelischLutherische Landeskirche Sachsens | Internet: www.familiensonntag.org | Herausgeber: Evange­lischer Medienverband in Sachsen e. V. (EMV) | Redaktion: Andreas Roth (verantwortlich), Karola Richter; familien@sonntag-sachsen.de | Gestaltung: Anja Haß | Bildredaktion: (Titelgeschichte) Lena Uphoff | Verlag: Evangelisches Medienhaus GmbH, Postfach 22 15 61, 04135 Leipzig, Geschäftsführung: Sebastian Knöfel | Vertrieb: Christine Herrmann, herrmann@emh-­ leipzig.de | Anzeigen­service: Liane Rätzer, Telefon (0341) 711 41 35, anzeigen@emh-leipzig.de; Die aktuellen Mediadaten finden Sie auf www.familiensonntag.org. | Druck: Schenkelberg Druck Weimar GmbH, Hergestellt aus 100 %-Recyclingpapier | Copyright: Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung innerhalb der engen Grenzen des Ur­heberrechtsgesetzes bedarf der Zustimmung des Verlags. Für ­unverlangt eingesandte Manus­k ripte und Fotos wird keine Gewähr übernommen. | Redaktionsschluss: 2. Juli 2020


Grund zum Feiern • von Fabian Vogt

Und das Leben feiern, das kann man an jedem Ort der Welt. Sogar zuhause.

Urlaub im Kopf

Dabei gilt: Festtage zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie nicht so sind wie alle anderen Tage; die wir Deutschen so gerne »Alltag« nennen. Das heißt: Festtage sind Tage, an denen ich etwas ganz anderes mache ... oder das, was ich sonst mache, mal ganz anders. Eben festlicher.

Kann man sich dieses Jahr eigentlich auf den Urlaub freuen?

Ein Beispiel: Natürlich frühstücke ich jeden Morgen, aber wenn ich mir im Urlaub einen mit Köstlichkeiten gefüllten Picknickkorb schnappe und auf einer Waldlichtung frühstücke oder auf dem Abenteuer-Spielplatz oder mit besten Freunden, schwupp, wird daraus ein kleines Fest.

Auch wenn für viele noch gar nicht klar ist, wohin die Reise geht – und ob überhaupt. Natürlich kann man das! Denn das Wichtigste am Urlaub passiert doch im Kopf. Ich weiß: Es ist toll, als Großstadt-Insasse endlich mal am Strand zu liegen oder als Flachland-Wesen euphorisch ins Gebirge zu klettern, aber ob daraus ein echter Urlaub wird, hängt trotzdem nur bedingt von der Umgebung ab.

Ein kluger Autor der Bibel hat übrigens schon vor 3000 Jahren Tipps für den Urlaub im Kopf gesammelt. Sein Motto: »Nimm das Leben als ein Fest«. Und dann empfiehlt er: »Freue dich über dein Essen, trink was Leckeres, zieh dich schick an, mach dir eine schöne Frisur und genieße das Leben mit dem Menschen, den du liebhast.«

Unser Wort »Ferien« stammt nämlich von dem lateinischen Wort »Feriae« ab, und das sind ... aufgepasst ... Feiertage! Ja, Festtage, also: Tage, an denen man das Leben feiert. Sprich, willst du wissen, ob du einen schönen Urlaub haben wirst, dann frage dich: Werde ich in diesen Tagen das Leben feiern?

Toll, oder? Man würde doch sagen: Wer das beherzigt, der bekommt garantiert Urlaubsgefühle. Mir gefällt vor allem der Satz »Genieße das Leben mit dem Menschen, den du liebhast.« Vielleicht ist das das Wichtigste am Urlaub: Zeit für meine Lieben zu haben. Also: Ich freue mich auf den Sommer! •

© AdobeStock/galitskaya

FamilienZeit Museen und Ausstellungen lernen – entdecken – begreifen Ein verregnetes Wochenende oder Urlaubstag? Gehen Sie doch mal wieder ins Museum. Kinder lassen sich für einen Besuch schnell begeistern. Und hat Ihr Kind erste positive Erfahrungen im Museum gemacht, wird es auch in Zukunft gerne wieder hingehen. Wichtig ist allerdings, dass Sie den Besuch an den Bedürfnissen Ihres Kindes ausrichten. Unsere Tipps für Ihren Museumsbesuch mit Kindern: • Tempo und Länge des Museumsbesuches bestimmt Ihr Kind: Es sagt Ihnen zum Beispiel, wann es den Besuch beenden will. Auch die Pausen gibt Ihr Sprössling vor, da Kinder hier eine eigene Zeiteinteilung haben. • Ihr Kind darf auswählen, was es im Museum ansehen mag: Es bestimmt selbst, wie lange es sich mit etwas beschäftigen will und wo es länger verweilen möchte. • Kaufen Sie einen Führer für das Museum, den Sie zu Hause immer wieder zusammen ansehen können. Dabei kann sich Ihr Kind an das Museum erinnern und über Ausstellungsstücke sprechen, die es besonders beeindruckt haben. Das können Sie als Aufhänger nehmen, um in Büchern oder durch einen weiteren Besuch im Museum mehr darüber in Erfahrung zu bringen. • Viele Museen bieten inzwischen die Möglichkeit an, einen Kindergeburtstag dort zu feiern: Mit speziellen Führungen für Kinder sowie Aktionen zum Mitmachen und Selbermachen. Fragen Sie einfach mal nach. Auch Ihr Museum / Ihre Ausstellung soll im FamilienSONNTAG erscheinen? Dies ist möglich ab 45 Euro zzgl. MwSt. Wir beraten Sie gern – anzeigen@emh-leipzig.de, Telefon: 03 41 / 7 11 41 35


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FamilienSonntag 2-2020 Sommer  

Liebe Leserinnen, liebe Leser, als wir planten, war das Coronavirus noch weit weg. Dann legte es unser aller Leben still und auch die Arbeit...

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