Fachbericht EROWA - HÖRL

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Messen auf Knopfdruck, das war unsere Vision

Bei Hörl Kunststofftechnik trifft Hightech auf Effizi enz: Modernste, zentral vernetzte Spritzgussmaschinen bilden das Herz einer hochautomatisierten Produktion. Intelligente Systeme steuern und überwachen sämtliche Prozesse in Echtzeit – für maximale Qualität, Zuverlässig keit und Geschwindigkeit. Durchgängige Automatisierung übernimmt selbst komplexe Aufgaben innerhalb kürzester Zeit und garantiert konstant hohe Fertigungsstandards.

Ein Gespräch mit Peter Waldhutter, Messtechniker bei Hörl Kunststofftechnik, über produktionsbegleitende, automatisierte Qualitätssicherung in Serienmessung, modulare Automation –und warum EROWA der richtige Partner ist.

EROWA: Herr Waldhutter, Sie setzen bei Hörl Kunststofftechnik seit Jahren auf Automatisierung. Was war der Auslöser für das aktuelle Projekt?

PETER WALDHUTTER: «Die Ursprungsidee kam 2017 von unserem Firmengründer Thomas Hörl: „Messen mit einem Knopfdruck“ – schnell, einfach, zuverlässig. Wir wollten eine automatisierte Qualitätsprüfung, die sich nahtlos in unsere Prozesse der Produktion von Kunststoffteilen integriert, ohne manuelle Zwischenschritte. Die Herausforderung war: Die meisten Systeme auf dem Markt waren schlicht zu kompliziert für eine Serienmessung.»

Und dann kamen Sie auf EROWA?

«Wir kannten EROWA bereits aus dem Werkzeugbau – das hat sich als Glücksfall erwiesen. Denn der EROWA Robot DynamicLinearroboter liess sich ohne aufwändige Sonderkonfiguration direkt integrieren. Kombiniert mit dem Zeiss VoluMax Computertomographen entstand bei uns die erste vollautomatisierte CT-Messzelle mit kombinierter visueller Prüfung und ganzheitlicher Messung.»

Peter Waldhutter, Gruppenleiter Erstmuster-Prüfabteilung, Hörl Kunststofftechnik.

Computertomographie in der Serienprüfung – warum dieser Weg?

«Unsere Kunststoffteile sind oft extrem klein, mit verdeckten Konturen. CT bietet da enorme Vorteile: Wir sehen auch das, was sonst verborgen bleibt - Hinterschnitte, Materialeinschlüsse, Lunker. Und das Ganze zerstörungsfrei und in wenigen Minuten.»

Wie genau funktioniert der Prozess?

«Die Werkstücke kommen auf speziell von uns entwickelten Trägern. Über einen Barcode sind alle Infos – Programm, Bauteil-ID, Position – digital verknüpft. Der Mitarbeiter scannt den Code, legt das Teil ins Magazin, und das System startet automatisch. Messen, bewerten, dokumentieren – alles läuft durch.»

Was hat Sie an EROWA besonders überzeugt?

«Ganz klar: die Offenheit gegenüber unseren individuellen Anforderungen. Wir nutzen eigene Spannsysteme und Träger – das war für EROWA kein Problem. Die Magazine bleiben trotzdem kompatibel und modular erweiterbar. Diese Flexibilität ist Gold wert.»

«Die Anlage läuft einwandfrei, wir sind sehr zufrieden, auch mit dem Service.»
Peter

Waldhutter, Messtechniker, Hörl Kunststofftechnik

Peter Waldhutter im Interview mit Felix Meyer Projektleiter und Coach EROWA.

REPORTAGE - HÖRL KUNSTSTOFFTECHNIK GMH & CO. KG

Gab es Bedenken im Team - besonders bei so hochautomatisierten Abläufen?

«Natürlich. Gerade bei den Messtechnikern war die Skepsis da – CT-Messung ohne „das Teil in der Hand zu haben“ war ungewohnt. Aber mit zunehmender Erfahrung wuchs das Vertrauen. Heute sind alle froh über die Entlastung – repetitive Aufgaben entfallen, Fachwissen wird gezielter eingesetzt.»

Wie hat sich das auf Ihre Produktivität ausgewirkt?

«Enorm. Vorher mussten wir teils eine Stunde auf ein Messergebnis warten – heute geht das in wenigen Minuten. Ohne die Automatisierung bräuchten wir 40 zusätzliche Fachkräfte in der Qualitätssicherung. Und die findet man ja bekanntlich nicht so leicht.»

Wie geht‘s weiter?

«Wir planen bereits Erweiterungen. Die Anlage hat sich nach zwei Jahren amortisiert. Und wir wissen: Mit EROWA können wir wachsen – Schritt für Schritt, Baustein für Baustein.»

Herr Waldhutter, vielen Dank für das Gespräch – und weiterhin viel Erfolg mit Ihrem System „Messen auf Knopfdruck“!

HÖRL KUNSTSTOFFTECHNIK GMBH & CO. KG

Durch stetige Weiterentwicklung hat sich Hörl Kunststofftechnik von einem regionalen Spritzgussbetrieb zu einem international anerkannten Technologiepartner für hochpräzise Kunststofflösungen entwickelt.

Die Meilensteine

• 1991 - Gründung durch Thomas Hörl und Alois Hainz als spezialisierter Spritzgussbetrieb.

• 1999 - Erweiterung um einen eigenen Werkzeugbau.

• 2004 - Neubau einer modernen Produktionsstätte, mit Lager- und Verwaltungsgebäude.

• 2010 - Beteiligung der Rosenberger Hochfrequenztechnik GmbH & Co. KG; Verdopplung der Produktionskapazitäten und des Geschäftsvolumens.

• 2013 - Neubau und Umzug von Spritzerei und Werkzeugbau in ein neues, klimatisiertes Gebäude mit Visualisierung aller Produktionsanlagen.

• 2021 - Klimaneutrale Fertigung (Scope 1+2).

• 2025 - Vollständige Integration als Tochterunternehmen der Rosenberger Gruppe als Hörl Kunststofftechnik GmbH & Co.

Copyright © 2025 - EROWA AG HÖRL Kunststofftechnik GmH & Co. KG

Lepperding 2, 83410 Laufen (DE) www.hoerl.de

EROWA AG CH-6233 Büron www.erowa.com

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