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eGovernment 8/2024

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www.egovernment.de

24. Jahrgang

ISSN 2941-2870

Ausgabe 08/2024

Thüringen

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Finanzstaatssekretär und CIO Dr. Hartmut Schubert berichtet im Interview über den neuen Strategieplan.

17

Cloud Schneller Zugang: govdigital hat den Auftrag für einen Cloud-Broker-Service vergeben.

In dieser Ausgabe

eGovernment Monitor 2024

Politik & Verwaltung

Challenge eID: Digitale Identität als Hürde

4 | Das NEGZ hat einen neuen Arbeitskreis für CDOs gegründet. 6 | Für den Publikumspreis des eGovernment-Wettbewerbs ist Ihre Meinung gefragt. 6 | Neue Köpfe für neue Impulse in Rheinland-Pfalz. 7 | Martina Klement ist seit einem Jahr CDO des Landes Berlin. Ein Blick zurück – und nach vorn. 8 | Die Kolumne von Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves.

Praxis & Innovation 9 | Govdigital vergibt CloudBroker-Auftrag. 11 | Mobile Angebote der Verwaltungen: die Apps aus Bayern und Hessen. 12 | Forschung mit sensiblen Gesundheitsdaten. 14 | Rückblick auf den diesjährigen Zukunftskongress. Impressum Seite 24

Mit Sonderheft

Healthcare Digital

Digitale Verwaltungsleistungen sollen das Leben von Verwaltungsmitarbeitenden sowie Bürgerinnen und Bürgern erleichtern. Doch ausgerechnet die digitale Identifizierung mit dem Online-Ausweis stellt für viele eine Hürde dar. Die wachsende Cyberkriminalität macht den Schutz digitaler Identitäten immer wichtiger. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz forderte daher aktuell eine breite Informationskampagne für die konsequente Nutzung des OnlineAusweises und der eID-Funktion. Gerade durch die starke Zunahme von Künstlicher Intelligenz sei eine sichere digitale Identität für die Menschen bei allen Bankgeschäften und Einkaufsmöglichkeiten sehr wichtig, betonten die Vorständin Heike Troue und der Digitalexperte der Verbraucherzentrale, Maximilian Heitkämper. Gleichzeitig zeigen jedoch die ersten Ergebnisse des diesjährigen eGovernment Monitors, dass es mit Informationskampagnen allein nicht getan sein wird: „Für 52 Prozent der Bürgerinnen und Bürger stellt die Notwendigkeit, sich online auszuweisen, eine zentrale Hürde bei der Nutzung von eGovernment-Angeboten dar. Um das Ziel eines modernen und digitalen Staates zu erreichen, ist die Akzeptanz und Nutzung des

Online-Ausweises daher von zentraler Bedeutung. Eine Investition in diese Infrastruktur ist also auch eine Investition in die Leistungsfähigkeit des Staates“, erklärte Sandy Jahn, Referentin für Strategic Insights & Analytics bei der Initiative D21. Ein Grund dafür liegt laut Ernst Bürger an der Komplexität und Dauer des Prozesses: Falls der Ausweis noch nicht aktiviert sei, müsse man zunächst den Online-Service abbrechen, warten, bis der Rücksetzoder PIN-Brief da ist, und erst dann könne man den Prozess fortsetzen – das dauere zu lange.

An einer Alternative wird jedoch bereits gearbeitet. Ein Ansatzpunkt ist dabei das Einlesen des Personalausweises via Lesegerät oder Smartphone. „Eine erstmalige Initialisierung mit dem Personalausweis wird immer notwendig sein, aber wir versuchen, die Interaktion zwischen Lesegerät

und Onlineausweis zu reduzieren, indem wir über eine andere Hardwarekomponente die Daten des Onlineausweises speichern“, so Bürger. Im Projekt „Smart eID“ war hierfür die Speicherung auf einem Secure Element oder perspektivisch auf der eSIM angedacht. „Und das ist auch richtig. Einen Hardware-Anker werden wir aus Sicherheitsgründen brauchen – gerade wenn die Interaktionen mit dem Staat zunehmen –, aber ein Hardware-Sicherheitsmodul in der Cloud wäre auch machbar.“ Darüber hinaus setzt der BMI-Abteilungsleiter auf die Attraktivität der EU-Wallet. 30 Prozent der Bürger nutzen entsprechende Produkte schließlich schon jetzt. Im kommenden Jahr soll dann auch der Prototyp für die EU-Lösung verfügbar sein. Zwar erfordert auch dies eine einmalige Identifizierung, aber „danach hat man die Wallet als Identifizierungsmittel und kann das Smartphone als eigenständiges Identifizierungsmittel nutzen“. Das sei ein echter Komfortgewinn.

zwischen den verschiedenen Interessengruppen“, erläutert Staatsminister und Chef der Staatskanzlei Dr. Florian Stegmann. Erst im Februar hatte das Gremium das erste Paket mit 20 möglichen Maßnahmen zusammengestellt. Darin wurden beispielsweise Erleichterungen für Schulen bei der Datenverarbeitung und Vereinfachungen im Vergabewesen für Kommunen ausgearbeitet. „Die Entlastungsallianz ist das baden-württembergische Er-

folgsmodell für den Bürokratieabbau“, betont Stegmann. „Es funktioniert gut, weil es zu uns passt: Schaffen, nicht reden. Konkrete Lösungen, statt Absichtserklärungen.“ Dennoch ist den Beteiligten bewusst, dass es sich um eine Mammutaufgabe handelt. „Mit dem Bürokratieabbau haben wir ein dickes Brett zu bohren. Dazu braucht es viel Ausdauer und den Mut, Dinge anders zu machen“, räumt der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Tho-

Einmalige Identifizierung bevorzugt

SPEZIAL Lösungsansätze und Herausforderungen rund um den Themenbereich „KI & Automatisierung“.

© Henning Schacht/ BMI

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22. Juli 2024

Ernst Bürger ist Abteilungsleiter Digitale Verwaltung, Steuerung OZG beim Bundesministerium des Innern und für Heimat. Prof. Dr. Helmut Krcmar, Leiter des KrcmarLab an der TU München, sieht hier ebenfalls Potenzial. Würde diese initiale Einrichtung direkt im Bürgerbüro erfolgen, wäre auch das Problem des fehlenden Wissens bezüglich der Einrichtung des Online-Ausweises behoben. „Stellen Sie sich vor, man sagt nicht mehr: ‚Nehmen Sie das mit und hier ist noch ein Brief mit der PIN‘, sondern erledigt alles gleich vor Ort. Alle Daten sind verfügbar, nichts muss mehr abgeheftet werden. Die Wallet ist eingerichtet, und selbst wenn man die PIN vergisst, kann man die eID sofort nutzen.“ na Weitere Informationen Weitere Details zur Nutzung der eID erfahren Sie hier:

[ voge.ly/eID ]

Kurz gemeldet Bürokratieabbau in Baden-Württemberg Die „Entlastungsallianz für Baden-Württemberg“ hat ein zweites Paket mit weiteren 100 Maßnahmen zum Bürokratieabbau vorgelegt. Davon wurden 56 Maßnahmen durch die Kommunalen Landesverbände benannt, 32 durch die Wirtschaft und zwölf durch das Land selbst. „Wir lösen ganz konkrete bürokratische Probleme, die Unternehmen und Kommunen unter den Nägeln brennen und zwar im Konsens

mas Strobl ein. „Wir nehmen den Bürokratieabbau ernst und arbeiten an praxisorientierten und bürokratiearmen Lösungen im Sinn unserer Bürgerinnen und Bürger, unserer Unternehmen und unserer Kommunen“, sagt Strobl. Die vor einem Jahr gegründete Entlastungsallianz ist ein offenes Arbeitsformat. Behörden und Verbände können kontinuierlich ihre Verbesserungsvorschläge einbringen. su voge.ly/Entlastungspaket