DETAIL 7-8/2019 - Architektur und Wasser / Architecture and Water

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Unterwasser-Restaurant in ­Norwegen von Snøhetta Underwater Restaurant in Norway by Snøhetta

Architektur und Hochwasser Alternativen zum Deichbau Flood Resilient Architecture Alternatives to Dams

7/8.2019

Zeitschrift für Architektur + Baudetail Review of Architecture + Construction Details Architektur und Wasser  Architecture and Water


Die Zukunft des Bauens Veranstaltungsreihe in Kooperation mit der Forschungsinitiative Zukunft BAU*

Die größten Potenziale beim Bauen liegen derzeit in einer intelligenten Nutzung des Baubestands, der rasant voranschreitenden Digitalisierung, aber auch in neuen Konstruktionsmethoden, Materialien und Technologien. Darüber hinaus sind zunehmend Lösungsansätze und tragfähige Konzepte für kostengünstige Wohnungen und neue Formen des Zusammenlebens gefragt. Die etablierte DETAIL Veranstaltungsreihe »Die Zukunft des Bauens« stellt diese Themen ab April 2019 zur Diskussion. Architekten und Fachplaner präsentieren richtungsweisende Bauvorhaben und Forschungsprojekte, formulieren Antworten und zeigen Chancen und Potenziale für neue Märkte auf.

Termine und Themen Hamburg, 12. September 2019 Freie Akademie der Künste

Vision Bau Materialien, Technologien, Produkte

Frankfurt, 24. Oktober 2019 Museum für Kommunikation

Kostengünstiger Wohnungsbau Konzepte für Mensch und Architektur

Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit, sich mit Akteuren aus Forschung, Industrie und Politik auszutauschen.

Weitere Informationen unter: www.detail.de/zukunft-des-bauens Veranstalter

Partner

* Die Forschungsinitiative Zukunft BAU ist ein Förderprogramm für Bauforschung des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat sowie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung.


Editorial 1

Wasser ist Lebensgrundlage und Bedrohung, Energiequelle und Klimapuffer, Transportweg und touristische Attraktion. ­Es hat eine ambivalente Bedeutung für unsere Zivilisation, um das Mindeste zu sagen. Das gilt auch in der Architektur, wo das kühle Nass je nach Situation genutzt oder ferngehalten werden muss. Daraus entstehen mitunter Lebensaufgaben für Architekten und Ingenieure: Es dauerte Jahrzehnte, bis das erste ­wirklich dichte Flachdach erfunden war, und noch länger, bis Gebäude flächendeckend an öffentliche Trink- und Abwassernetze angeschlossen waren. Unsere aktuelle Ausgabe vermittelt einen Eindruck der vielseitigen Beziehung zwischen Architektur und Wasser. Wir zeigen das erste Unterwasser-Restaurant Europas in Norwegen (Seite 74ff.) und das Rathaus von Eysturkommuna auf den FäröerInseln (Seite 34ff.), das als Fußgängerbrücke einen Fluss überspannt. Im Süden Korsikas ist ein neues Werkstatt- und Lagergebäude für die örtlichen Fischer entstanden (Seite 60ff.) und die Kleinstadt Vreden im Münsterland hat mit einem Museumsbau ihre Altstadtkante zum Flusslauf der Berkel neu gefasst (Seite 66ff.). Sehr unmittelbaren Wasserkontakt haben die Besucher des Badehauses im südschwedischen Karlshamn und des Schulschwimmbads in Ashtead bei London (Seite 48ff.). Eine überaus traditionsreiche Beziehung zum Wasser pflegt die alte chinesische Handelsstadt Suzhou mit ihren weltberühmten Kanälen und Gärten. Einen Hauch dieser Atmosphäre vermittelt auch das Gemeinschaftszentrum in einem Neubauviertel am Stadtrand, das wir in diesem Heft dokumentieren (Seite 42ff.). Von Wasser als Ressource und Bedrohung handeln der Essay und der Technik-Beitrag in dieser Ausgabe. Beide widmen sich wichtigen Zukunftsthemen, namentlich dem Hochwasserschutz in Architektur und Städtebau sowie der Regen- und Grauwassernutzung in Gebäuden. Denn so ungewiss die Zukunft des Weltklimas auch sein mag, eines scheint sicher: Extreme Wetterverhältnisse, Dürre und Starkregen werden ­vielerorts zunehmen. Gut beraten ist, wer dagegen rechtzeitig bauliche Vorsorge trifft. Tauchen Sie ein in unsere neue Wasser-Ausgabe! Jakob Schoof z r edaktion@detail.de

Water is the basis of life, a threat, a source of energy, a climate buffer, a transport route and a tourist attraction. For human ­civilization its role is ambivalent, to say the least. This is also the case in architecture, where cool moisture must be harnessed or prevented, depending on the situation. Our current issue gives an impression of the multifaceted relationship between architecture and water. We show Europe’s first underwater restaurant in Norway (page 74) and the town hall of Eysturkommuna on the Faroe Islands (page 34), which spans a river, doubling as a pedestrian bridge. In the south of Corsica, there is a new workshop and storage building for local fishermen (page 60), while the small German town of Vreden near the Dutch border has redesigned its historic periphery along the Berkel River with a new museum building (page 66). Visitors to the bathhouse in Karlshamn in southern Sweden, and to the school swimming pool in Ashtead near London, can enjoy very direct contact with water (page 48). The ancient Chinese trading city of Suzhou, with its world-famous canals and gardens, has a very traditional relationship to water. Echoes of this atmosphere can be found at the community centre of a new district on the outskirts of the city, which we document in this issue (page 42). Water as a resource as well as a threat is addressed by our essay and our technology article in this issue. They both examine issues of increasing importance: flood protection in architecture and urban planning, and the use of rainwater and grey water in buildings. Though the future of the global climate may be uncertain, there seems no denying that extreme weather conditions, drought and heavy rainfall are increasing in many places. And the well advised will take structural precautions in good time. Immerse yourself in our new water edition! Jakob Schoof z r edaktion@detail.de

Iwan Baan

Alles fließt: Bauen im, am und über dem Wasser Everything Flows: Building in, on and over Water

Leben mit der Flut: Eine Bestandsauf­ nahme der zeitge­ nössischen Architektur in Bangladesh zeigt die Ausstellung „Bengal Stream”

im Deutschen Architekturmuseum. Sie läuft noch bis zum 20. Oktober. Life in the flood zone: The exhibition “Bengal

Stream” at the German Architecture Museum (DAM) presents an overview of contemporary architecture in Bangladesh. On view until 20 October.


Inhalt Contents 7/8.2019  ∂

1 Editorial 24 Impressum Imprint 88 Projektbeteiligte / Hersteller Project Teams / Suppliers

Rende Petersen

134 Contributors

Magazin Reports

Stadträume mit Mehrwert entwirft das niederländische Büro De Urbanisten mit seinen Watersquares: Sie dienen gleichzeitig als Rückhaltebecken für Regenwasser.

Dutch office De Urbanisten is creating urban spaces with ­a dded value with its “Watersquares”, which double as rainwater ­r etention basins.

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4 Langstrecke am Fluss Infinite River Garden 8

Wenn Städte baden gehen When Cities Go Swimming

10 Le Corbusiers letztes Meisterwerk Le Corbusier’s Last Masterpiece 12 Bauhaus 100: Die Bauhaus-Idee in Mexiko Bauhaus 100: The Idea of the Bauhaus in Mexico

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16 Bücher Books 18 DETAIL research Polycarbonat im Ernteeinsatz Polycarbonate Used in Harvesting 20 Digitales Bauen im Fokus Focus on Digital Construction

Produkte Products 94 Bäder Bathrooms 110 Bauphysik Building Physics

Eine Living Bridge der besonderen Art haben Henning Larsen Architects auf den Färöern geplant. Der Neubau beherbergt das Rathaus der Gemeinde Eysturkommuna. Henning Larsen Archi­ tects have designed a special kind of “Living Bridge” on the Faroe Islands; the new build­ ing is home to the town hall of the municipality of Eysturkommuna.

Nic Lehoux

22 Architektur im Dialog Architecture in Dialogue


7/8.2019 3

Cooper Robertson and James Carpenter Design Associates have revitalized the park and museum at Gateway Arch in St. Louis.

Nic Lehoux

Architektur und Wasser Architecture and Water

Cooper Robertson und James Carpenter Design Associates haben Park und Museum am Gateway Arch in St. Louis revitalisiert.

detail.de/ 7-8-2019-gatewayarch

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Ein Ort voller Atmosphäre am Stadtrand von Suzhou: Das Gemeindezentrum von Scenic Architecture Office zeigt unverkennbare Anklänge an die klassische chinesische Gartenbaukunst.

Su Shengliang

An atmospheric loca­ tion on the outskirts of Suzhou: The com­ munity centre by Scenic Architecture Office ­i nvokes classical Chinese garden art.

Essay

Dokumentation Documentation

26 Aussperren oder anpassen? Zum Umgang mit Hochwasserrisiken Building for High Water: Architectural Approaches to Flood Risk Nicola Borgmann, Mark Kammerbauer

34 Rathaus auf den Färöer-Inseln (FO) Town Hall on the Faroe Islands (FO) Henning Larsen Architects

Technik Technology 80 Regen- und Grauwassernutzung in Gebäuden Rainwater and Greywater Use in Buildings Klaus W. König

42 Gemeindezentrum in Suzhou (CN) Community Centre in Souzhou (CN) Scenic Architecture Office

60 Fischerhaus in Bonifacio (FR) Fishery Cooperative Building in Bonifacio (FR) Buzzo Spinelli Architecture

66 Kulturhistorisches Zentrum in Vreden (DE) Cultural Historical Centre in 48 Schulschwimmbad bei London (UK) Vreden (DE) School Swimming Pool near London (UK) Pool Leber Architekten Hawkins \ Brown 74 Restaurant Under in Lindesnes (NO) 54 Badehaus in Karlshamn (SE) Snøhetta Bathing House in Karlshamn (SE) White Arkitekter


4 Magazin Reports 7/8.2019  ∂

Langstrecke am Fluss Infinite River Garden

Gartenschauen sind heute kein reiner Blumenzwiebel-Contest mehr; oft ist Architektur ein fester Bestandteil. Im Remstal bei Stuttgart reicht der Ausstellungsparcours über insgesamt 80 km. Contemporary garden shows are no longer just about the flowers; architecture often plays a central role. For the 2019 garden show in Remstal near Stuttgart, the exhibition course covers no less than 80 km.

© ICD/ITKE Universität Stu:gart

Text: Wolfgang Bachmann

Neben den im Zweijahresturnus stattfindenden Bundes- und Landesgartenschauen haben sich seit 2001 in Baden-Württemberg die sogenannten Grünprojekte etabliert. 2019 fanden sich für diesen bescheideneren Zwischenakt 16 Gemeinden aus dem Remstal zusammen, die den Fluss zwischen der Quelle an der Ostalb und der Mündung in den Neckar als „besonderen Erlebnisraum“ präparieren wollten. Neben den freiraumplanerischen Vorschlägen hatte man sich als wiederkehrende Motive auf Pavillon­ bauten verständigt. M ­ it der Auswahl der Architekten wurde Jorunn Ragnarsdóttir vom Büro Lederer ­Ragnarsdóttir Oei beauftragt. Sie hatte sich 25 Kollegen notiert und sie der Reihe nach angerufen. Nachdem die ersten 16 gleich zugesagt hatten, war die Auswahlrunde schon abgeschlossen.

In addition to the German Federal Garden Shows held every two years, the state of Baden-Württemberg has hosted a series of so-called green projects since 2001. This year, 16 towns and municipalities from the Remstal valley came together to create a “special experiential area” along the river, extending from its source on the Schwäbische Alb to its mouth at the Neckar. Projects include open landscaping as well as a series of pavilions along the course. Jorunn Ragnarsdóttir from Lederer Ragnarsdóttir Oei was tasked with selecting the architects. She started with a list of 25 colleagues and began calling them one by one. After the first 16 immediately confirmed their participation, the selection round was over. A garden show spread over a large area is appealing because it avoids the trap of turning into a

14 m gebogenes Brettsperrholz: Der Turm bei Urbach entstand als Kooperationsprojekt zweier Stuttgarter Universitätsinstitute unter Leitung von Achim Menges und Jan Knippers. 14 metres of curved cross-laminated timber: The tower near Urbach was a collab­ oratin between two ­institutes at the Uni­ versity of Stuttgart, ­u nder the direction of Achim Menges and Jan Knippers.


Remstal Gartenschau 2019 Infinite River Garden 5

Eine Gartenschau, die sich über eine große Strecke verteilt, ist zunächst sympathisch, weil damit kein Rummelplatz entstehen kann. Andererseits muss man einige der in der Landschaft verteilten Follies regelrecht suchen, und auch die pünktliche Fertigstellung blieb dem Geschick der beteiligten Kommunen überlassen. Architektur also. Wenn man sich ein wenig in der Szene auskennt, wird man die Planverfasser schon auf dem Themenflyer der Gartenschau identifizieren können. Wer die wie aus einem riesigen Legespiel gestanzten skulpturalen Klötzchen auf der Waiblinger Flussinsel entdeckt, wird auf Jürgen Mayer H. tippen. Sein „Weißes Haus“ wirkt wie ein Modell, das sagen will: Das geht auch noch größer, und dann wird es ein richtiges Gebäude. Auch Christoph Mäcklers Dreizack darf man als Bekenntnis lesen. Seine überspitzen Giebelhäuschen sind ein Sinnbild für die europäische Stadt. Sie schaukeln auf einem eleganten Ufersteg (der eine belebte Brücke fußgängerfreundlich unterquert). Hier trifft die Rems auf den Neckar, und damit dieses „Badehaus“ am aufgeschütteten Sandstrand niemand zum Schwimmen verleitet, rät eine Tafel „aus gesundheitlichen Gründen“ davon ab.

kind of fairground. On the other hand, attractions scattered throughout the landscape can be hard to find, and ensuring that every project was completed on time was left to individual municipalities involved. Those familiar with the garden show scene may already recognize some of its contributors on the event flyer. Located on a river island in Waiblingen, the White House is unmistakably by Jürgen Mayer H. The sculptural structure looks like giant puzzle piece, or a model house with life-sized dimensions. Christoph Mäckler’s contribution can be read as a kind of statement. With their gabled roofs, his bath houses stand as a symbol of the European city. They have been installed on an an elegant pier, ­situated below a lively, pedes­trian-friendly bridge, where the Rems meets the Neckar. A sign advises visitors not to actually swim at this spot “due to health reasons”.

W Ausblicke ins Tal, auf Kirche und Weinreben inszenieren Schneider + Schumacher mit ihrem tetraederförmigen Prisma in Schorndorf.

The tetrahedron-­shaped prism by Schneider + Schumacher in Schorndorf offers views of the valley, church and vineyards.

Weitere Fotos der ­Pavillons More photos of the ­p avilions: detail.de/ 7-8-2019-remstal

Stahlfachwerk mit ­A nklängen an Robert Venturi: das Kaminhaus von su und z ­A rchitekten in Weinstadt.

Follies ohne Nutzbarkeitszwang Weniger ernst nimmt es der Beitrag von Hild und K. Der aus wetterfestem Nylongarn gehäkelte Überwurf über das Luginsland-Häuschen am Kloster Lorch könnte auch eine selbstironische Interpretation des in ihrem Büro kultivierten Wärmedämmverbundsystems sein. Für das „Kaminhaus“ in Weinstadt findet man dagegen in der jüngeren Baugeschichte ein Vorbild: Learning from Franklin Court. Wie bei Venturi umschreibt die weiße Stahlkonstruktion von su und z Architekten ein Satteldachhaus, durch dessen Fensterrahmen der Fluss ideal in den Blick rückt. Sofern die Witterung es zulässt. Diese Einschränkung gilt für alle Pavillons, die wenig Schutz bieten und eher als künstlerische ­Artefakte in die Weinberge locken. Dazu zählen das

Non-functional follies Hild und K took an apparently more frivolous approach with their contribution. They hid the historic Lugins­ land cottage at the monastery in Lorch under a ­crocheted covering made of weatherproof nylon yarn – possibly a tongue-in-cheek reference to the composite thermal insulation system developed by their office. The Fireplace House in Weinstadt is a nod to recent architectural history: Franklin Court by Venturi & Rauch (1976). Here, the white steel construction by su und z Architekten outlines a saddle-­ roofed house with a window frame that ideally draws attention to the river, weather permitting. In general, the pavilions offer little protection from the elements, serving more as artistic artefacts that have been designed to draw visitors into the

Authentic Studios

Jochen Beglau

The steel framework Fireplace House by su und z Architekten in Weinstadt has echoes of Robert Venturi.


74 Dokumentation Documentation 7/8.2019  ∂

Restaurant Under in Lindesnes Snøhetta

Tragwerksplaner ­ Structural engineering: Asplan Viak AS Wasserbau, Montageplanung Marine engineering: CoreMarine Lichtplanung Lighting design: ÅF Lighting

Lageplan  Maßstab 1:2000 Schnitt • Grundrisse Maßstab 1:400

Site plan scale 1:2000 Section • Floor plans scale 1:400

1 Eingang 2 Foyer 3 Garderobe 4 Lounge und Bar 5 Technik 6 Restaurant 7 Küche 8 Weinlager

1 Entrance 2 Foyer 3 Cloakroom 4 Lounge and bar 5 Services 6 Restaurant 7 Kitchen 8 Wine store

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Erdgeschoss Ground floor 5


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5 Burkhard Franke

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1. Untergeschoss 1st lower floor 8

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2. Untergeschoss 2nd lower floor

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Inger Marie Grini

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Schnitt Maßstab 1:20

Section scale 1:20

1 WU-Beton schalungsrau 400 mm Kunststoffprofil 50 mm Dichtungsbahn Polyester­gewebe zwischen zwei ­Elastomer-Lagen Hinterlüftung 150 mm Unterspannbahn Kantholz 50/300 mm Fichte dazwischen Wärmedämmung Mineralwolle 200 mm Kantholz 50/50 mm Fichte dazwischen Wärmedämmung Mineralwolle 50 mm Gipskartonplatte 12,5 mm 2 Schalung Eiche 23 mm Lattung Fichte 36/36 mm Dreischichtplatte 23 mm Trennlage Spanplatte 19 mm Kantholz Fichte 150/50 mm dazwischen Wärmedämmung Mineralwolle 150 mm Spanplatte 19 mm Windpapier 3 Messingblech ­patiniert 4 Fliegengitter 5 Stahlprofil s 150/250 mm 6 Schalung Eiche 70/19 mm mit Fugen 30 mm 7 Dreifachverglasung in Aluminiumrahmen 8 Deckenschalung Eiche 19 mm 9 Dielen Eiche 30 mm

1 400 mm waterproof board-marked ­c oncrete 50 mm plastic profile sealing membrane polyester fabric between two layers of elastomer 150 mm back ­v entilation roofing underlay 50/300 mm spruce timber sections between them 200 mm mineral wool thermal insulation 50/50 mm spruce timber sections between them 50 mm mineral wool thermal insulation 12.5 mm plasterboard panel 2 2 3 mm oak boarding 36/36 mm spruce battens 23 mm three-ply panel separating layer 19 mm chipboard 150/50 mm spruce timber sections between them 150 mm mineral wool thermal insulation 19 mm chipboard panel breather membrane 3 p atinated brass sheeting 4 insect screen 5 150/250 mm steel section 6 7 0/19 mm oak boards with 30 mm joints 7 triple glazing in ­a luminium frame 8 19 mm oak boarding to ceiling 9 30 mm oak floor boards

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Eichenholz kontrastiert mit dem rauen Beton. Dieser soll im Laufe der Zeit mit Algen und Blaumu­scheln bewachsen, sodass das artifizielle Objekt mehr und mehr Teil seiner natürlichen Umgebung wird.

Burkhard Franke

Oak contrasts with the rough concrete. Over the course of time ­a lgae and mussels will gradually cover the concrete so that the ­a rtificial object increasingly becomes part of its natural environment

Europas erstes Unterwasserrestaurant liegt nahe der spärlich besiedelten Südspitze Norwegens in dem kleinen Ort Lindesnes. Hinter einem Hafenbecken ragt – zunächst etwas rätselhaft – eine landeinwärts gekippte, rechteckige Betonröhre aus dem Wasser. Diese Form erweist sich als kluge Antwort auf die ungewöhnliche Nutzung und die Naturgewalt des Meeres. Die 20°-Neigung, die leicht konvexe Oberseite und die abgerundeten Kanten reduzieren die Angriffsfläche des künstlichen Objekts gegenüber den Wellen. Unterhalb des Wasserspiegels steht der Baukörper mit einem kubischen Fuß flach auf dem Meeresgrund und schafft so den Raum für das Restaurant. Der Gast betritt die Röhre über eine Brücke aus verzinktem Stahl

Europe’s first underwater restaurant is located in Lindesnes, close to Norway’s sparsely populated southern tip. Behind a harbour basin an initially rather puzzling, tilted rectangular concrete tube emerges out of the water and stretches towards the coastline. This form turns out to be a clever response to the unusual function and to the might of the sea. The 20° incline, the slightly convex upper side, and the rounded edges reduce the surface area of the object that is ­presented to the waves. Below water level the volume stands flat on the seabed on a cubic foot, creating space for the ­restaurant. Guests enter the tube across a galvanized steel bridge that brings them to a small terrace cut organically out


78 Dokumentation Documentation 7/8.2019  ∂

of the volume, which forms an “L” around the foyer. Here, already, the material concept is clearly legible: the pressure hull of rough concrete is lined with cosy oak boards. A small headland projecting from the coast shields this sensitive point from the crashing surf. From the glazed foyer a staircase that is swivelled somewhat out of the axis of the tube leads to a mezzanine level with lounge area. Here a window like a vertical slit shows the water level. The stairs continues downwards to the guest room at a depth of 5 m. It is dominated by a window measuring 11 × 3.5 m that extends across the entire width of the space and offers a view of the seabed and all the life there. In good weather this space is bathed in a greenish shadowless light that creates a calm, rather dream-like atmosphere. After sunset the restaurant becomes a lantern that lights up the sea floor and attracts fish. The building called for a number of special technical ­solutions. Together with the windows the concrete volume was erected on a pontoon and then lowered on site onto a ­foundation. This is anchored in the seabed to prevent the ­volume from drifting upwards. In terms of building physics the tube is an internally insulated construction of waterproof ­concrete. Any water that may seep through hair cracks is led off by a membrane like the kind used in tunnel building, which was laid between the inside face of the concrete and the thermal insulation. The 30 cm thick acrylic glass pane that is glued ­without almost any joints is pressed tightly against the seal by the water ­pressure. Cleaning this window every six months is quite an undertaking – fortunately both restaurant owners are keen divers.    BF

Ivar Kvaal

und gelangt auf eine kleine Terrasse, die organisch aus dem Volumen ausgeschnitten ist und das Foyer L-förmig umgibt. Hier ist bereits das Materialkonzept ablesbar, nach dem der Druckkörper aus rauem Beton mit behaglichem Eichenholz ausgekleidet wurde. Eine vorgelagerte kleine Landzunge schützt diese empfindliche Stelle vor der Brandung. Vom verglasten Foyer gelangt man über eine einläufige, aus der Achse der Röhre gedrehte Treppe auf eine Zwischenebene mit Loungebereich. Ein vertikaler Fensterschlitz zeigt den Stand des Wasserspiegels. Die Treppe führt weiter nach unten zum Gastraum in 5 m Tiefe. Er wird in ganzer Breite von einem 11 × 3,50 m messenden Fenster beherrscht, das den Blick auf den belebten Meeresgrund erlaubt. Bei gutem Wetter taucht es den Raum in ein grünliches, schattenloses Licht und erzeugt eine stille, etwas entrückte Atmosphäre. Nach Sonnenuntergang wird das Restaurant zur Laterne, das den Meeresgrund beleuchtet und Fische anlockt. In technischer Hinsicht machte der Bau verschiedene Sonderlösungen erforderlich. So wurde der Betonkörper samt Fenster auf einem Ponton errichtet und vor Ort auf ein Fundament abgesenkt. Dieses ist im Meeresgrund verankert, um das Volumen am Auftreiben zu hindern. Bauphysikalisch ist das Gebäude eine innengedämmte Konstruktion aus WU-Beton. Durch Haarrisse dringendes Sickerwasser wird durch eine aus dem Tunnelbau stammende Dichtungsbahn zwischen der Innenseite des Betons und der Wärmedämmung abgeleitet. Die fast fugenlos verklebte, 30 cm dicke Acrylglasscheibe wird durch den Wasserdruck sicher gegen die Dichtung gepresst. Ihre halbjährliche Reinigung hingegen erfordert einigen Aufwand – glücklicherweise sind die beiden Gastronomen leidenschaftliche Taucher. BF


Snøhetta 79

Die räumliche Konzeption ist einfach und geradlinig. So lässt das durchgehende, schräg nach unten führende Volumen niemals ein Gefühl von Enge aufkommen. Für das Sicherheitsgefühl ist es wichtig, daß der der Weg zurück an die Oberfläche jederzeit zu überblicken ist.

The spatial concept is simple and straight-­ forward. The continuous volume that leads downwards at an ­a ngle never creates a claustrophobic ­feeling. To convey a sense of safety it is ­important that guests can always see the route back to the ­s urface.

Burkhard Franke

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Schnitt Maßstab 1:20

Section scale 1:20

1 WU-Beton schalungsrau 500 mm Kunststoffprofil 50 mm Dichtungsbahn Polyestergewebe zwischen zwei Elastomer-Lagen Hinterlüftung 150 mm Unterspannbahn Kantholz 50/300 mm Fichte dazwischen Wärmedämmung ­Mineralwolle 200 mm Kantholz 50/50 mm Fichte dazwischen Wärmedämmung ­Mineralwolle 50 mm Gipskartonplatte 12,5 mm Deckenbekleidung Textilpaneel 25 mm 2 Wärmedämmung Schaumglas 50 mm 3 Verklotzung/Versiegelung 4 Kompressionsdichtung 5 Acrylglasscheibe 250 mm aus 4 Elementen fugenlos ­verklebt 6 Stahlblech gekantet 7 Stahlbetonestrich poliert 150 mm Trennlage Wärmedämmung PUR-Hartschaum 50 mm Dichtungsbahn 3-lagig Wärmedämmung PUR-Hartschaum 150 mm Kiesschüttung 150 mm Stahlbeton 500 mm

1 5 00 mm waterproof board-marked concrete 50 mm plastic profile seal membrane: polyester fabric between two elastomer layers 150 mm back ventilation roofing underlay 50/300 mm spruce timber sections between them 200 mm mineral wool thermal insulation 50/50 mm spruce timber sections between them 50 mm mineral wool thermal insulation 12.5 mm plasterboard panel ceiling cladding 25 mm textile panel 2 50 mm foam glass thermal ­i nsulation 3 blocking/sealing 4 compression seal 5 2 50 mm acrylic glass pane ­s eamlessly glued together from 4 elements 6 folded steel sheet 7 150 mm reinforced concrete screed, polished separation layer 50 mm PUR hard foam thermal ­i nsulation three-ply sealing membrane 150 mm PUR hard foam thermal ­i nsulation 150 mm gravel fill 500 mm reinforced concrete


80 Technik Technology 7/8.2019  ∂

Regenwasser lässt sich in vielen Gebäuden sinnvoll verwenden. Dieser Flagship­ store der Architekten Triptyque in São Paulo nutzt das Wasser vom Dach als feiner Sprühnebel zur Fassadenbewässerung.

Nelson Kon

Rainwater can be put to good use in many buildings. At this ­f lagship store in São Paulo by Triptyque Architecture, the water from the roof is sprayed as a fine mist to irrigate the green facade.

Regen- und Grauwassernutzung in Gebäuden Rainwater and Greywater Use in Buildings


Regen- und Grauwassernutzung in Gebäuden Rainwater and Greywater Use in Buildings

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Für viele Regionen der Welt ist Wasserrecycling in Gebäuden ein wichtiges Mittel, um die Auswirkungen periodisch wiederkehrender Dürren zu mildern. Doch auch in Deutschland könnten geänderte politische Rahmenbedingungen schon bald ein neues Betäti­ gungsfeld für Architekten und Fachingenieure ent­ stehen lassen. Um Regenwasser droht bereits ein Verteilungskampf zwischen privaten und öffentlichen Nutzungen, da sich damit sowohl Trinkwasser in Gebäuden substituieren als auch – wenn es auf Grünflächen oder Gründächern verdunstet – das Stadtklima verbessern lässt. Grauwasser wird auch für Energiesparer attraktiv, denn damit lässt sich ­neuerdings rentabel Wärme zurückgewinnen. Ein Teil der Wasserversorgungsunternehmen behauptet nach wie vor, Deutschland sei ein an Was­ ser reiches Land. Solche Aussagen beziehen sich jedoch auf den Durchschnitt und ignorieren, dass der Reichtum nicht gleichmäßig verteilt ist. Insbeson­ dere Ballungsräume brauchen weit mehr Trinkwasser als die Ressourcen vor Ort hergeben.

In Gebieten mit Wassermangel wird die Nutzung von Grau- und Regenwasser künftig immer wichtiger werden. Die Anlagen sind wenig aufwändig, brauchen aber eine fundierte Planung. Ob sie neben ökologischen auch ­ökonomische Vorteile bieten, hängt von politischen Vor­ gaben und Förderprogrammen ab.  In areas with water shortages, the use of greywater and rainwater will become increasingly important in the future. The systems needed are not very complex but require sound planning. Whether they offer economic as well as ecological benefits depends on political factors and ­subsidy programmes.

Die politischen Rahmenbedingungen ändern sich Die bisherige Politik sah die Lösung für chronischen Wassermangel in Fernwasserleitungen. Deren öko­ logische Auswirkungen sind teilweise gravierend. Frankfurt am Main überstand die mehr als 6-mona­ tige Dürre im Sommer 2018 auf Kosten der 50 km entfernten Region am Vogelsberg. Naturschützer dort schlugen zum wiederholten Mal Alarm wegen dramatisch sinkendem Grundwasserspiegel. Eine Fernwasserversorgung ist nicht grundsätzlich zu kriti­ sieren, sondern das Versäumnis, in Mangelgebieten flächendeckend einen Teil des Trinkwassers durch Betriebswasser zu ersetzen. Doch es zeichnen sich Veränderungen ab. Die Städte Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt wollen in Neubauvorhaben sowie bei der Erschließung neu­ er Baugebiete separate Leitungsnetze für Betriebs­ wasser installieren lassen. Das ist sowohl auf Quar­ tiers- wie auch auf Gebäudeebene möglich. Aus deutschen Forschungsprojekten liegen dazu mittler­ weile ausreichend Erfahrungen vor. Schon seit 1999 versorgt zum Beispiel ein Leitungsnetz für Regen­ wasser zehn modernisierte Wohnblocks im Süden Berlins. Es deckt den Wasserbedarf für die Garten­ bewässerung und WC-Spülung zu 77 % und führte zu einer Trinkwassereinsparung von 2650 m3/Jahr.

For many regions of the world, water recycling in buildings is an important means of mitigating the effects of periodic droughts. But even in temperate latitudes, new political conditions could soon give rise to a new field of activity for architects and specialist engineers. Metropolitan areas in particular often need far more drinking water than local resources can provide. A battle for the distribution of rainwater already threatens to break out between ­private and public uses, because the water can be used to a substitute for drinking water in buildings and – when it evaporates on lawns or green roofs – to improve the urban climate. And greywater is becoming attractive for those looking to save energy, as it can now be profitably used to recover heat.

Die Ökobilanz dezentraler Wasserversorgung Verringert sich die Grundwasserentnahme durch das Nutzen von Betriebswasser, werden natürliche Vor­ räte bewahrt. Außerdem ist der Aufwand für Aufberei­ tung und Verteilung von Trinkwasser entsprechend geringer. Doch rechtfertigt dies den Rohstoff- und Energieeinsatz für den Bau und Betrieb einer Paral­ lelversorgung mit Nicht-Trinkwasser? • Energiebedarf: Im direkten Vergleich zur zentralen Wasserversorgung haben die dezentralen Anlagen eine etwas schlechtere Ökobilanz durch höheren Stromverbrauch pro Kubikmeter an der Entnahme­ stelle. Dem gegenüber steht jedoch eine messbare Entlastung der Abwassersysteme im Hinblick auf

Text: Klaus W. König

Zum Autor About the author Klaus W. König war 22 Jahre freiberuflich als Architekt tätig und arbeitet heute als Fachjournalist sowie öffentlich bestellter und v ­ ereidigter Sachverständiger für Bewirtschaftung und ­Nutzung von Regenwasser. Er ist Mitarbeiter im DIN-Ausschuss NA 119-05-08 AA ­Wasserrecycling/ Regen- und Grau­ wassernutzung.

Klaus W. König was a freelance architect for 22 years and today works as a specialist journalist as well as publicly appointed and sworn expert on the management and use of rainwater. He is a member of the DIN Committee NA 119-0508 AA on “Re-use of water – Standards for use of rainwater and greywater”.

The political conditions are changing Previous policies saw long-distance water pipelines as the solution to chronic water shortages, but such networks can have grave ecological effects. Criticism should not be levelled at long-distance water supplies, however, but at the failure to use service water to compensate for a portion of the drinking water in areas of scarcity. But there are signs of change. In Germany, the cities of Frankfurt, Wiesbaden and Darmstadt want to have separate pipe networks installed for service water when new buildings are built or new sites are developed. This can be done at the neighbourhood level and with individual buildings. Research projects have meanwhile given us sufficient experience to do so. For example, a network for distributing rainwater has been supplying ten modernised housing blocks in southern Berlin since 1999. It covers 77 % of the water demand for garden irrigation and toilet flushing and yields savings of drinking water that amount to 2650 m3/year. The ecobalance of decentralised water supply If groundwater extraction is reduced by using service water, natural reserves are preserved. Moreover, there


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Bauphysik Building Physics

Jack Hobhouse

Produkte Products

Bäder Bathrooms


100 Produkte Products 7/8.2019  ∂

Klassischer Charme Classic Charm

System und Wand in Einheit System and Wall as a Unit

Kontrastreiche Bäder High-contrast Bathrooms

Bei der Badkollektion The New Classic hat Marcel Wanders für Laufen klassische Formen in die Saphirkeramik übertragen. Dafür wurde die Kollektion bereits mit dem iF Design Award 2019 ausgezeichnet. Zur Serie gehören Waschtische und Waschtischschalen, WCs, Bidet, Badewanne, Armaturen, Spiegel und Accessoires sowie Möbel. Es gibt Aufsatzwaschtische der Breiten 600, 800 und 1200 mm mit integrierter Ablagefläche, ein 500 mm breites Handwaschbecken sowie eine 550 mm breite Waschtischschale. Trotz der dünnen Wandstärke v­ on rund 3 mm konnte der Hersteller auch eine Version mit integriertem Überlauf und Ablauf entwickeln. Die Badewanne ist aus dem Material Sentec gefertigt. Bei den spülrandlosen WCs kann zwischen wandhängend, bodenstehend oder einer Stand-WC-Kombination gewählt werden.

Mit Geberit One kommt eine Lösung für den Waschplatz, den Duschbereich und das WC auf den Markt, das die Bereiche hinter und vor der Wand als eine Einheit definiert. Das System nutzt dabei die Installationssysteme Geberit Duofix und GIS. Alles, was vor der Wand nicht unbedingt benötigt wird, ist im System in die Ebene dahinter verlegt. Beim Waschtisch ist etwa der Siphon verdeckt in einer Funktionsbox in der Installationsvorwand montiert, zugunsten von mehr Platz unter dem Waschtisch. Das System ist mit allen ­bodenebenen Duschsystemen des Herstellers kombinierbar – der Duschfläche Setaplano, der Duschrinne CleanLine sowie dem Geberit-Wandablauf. Dieser verlegt die Entwässerung der Dusche vom Boden in die Wand. Das WC hat keine sichtbaren Befestigungsschrauben und kann auch nachträglich installiert werden.

2019 öffnete René Richter sein Restaurant in der Stuttgarter Innenstadt. Für die ­Planung, Gestaltung und Ausführung ­ der ­Bäder beauftragte er Wahl in Zusammenarbeit mit der Interiordesignerin Sabine Schneider. Wunsch des Auftraggebers war es, die im Restaurantbereich vorherrschenden Grautöne in den Sanitärbereich aufzunehmen. So ist die Einrichtung geprägt von Hell-/Dunkel-Kontrasten. Sämt­ liche Wände haben eine fein strukturierte Vinyl-Teppichoberfläche von Schan­ bacher. Zum Einsatz kamen frei­stehende Waschbecken aus Mineral­werkstoff von Rexa sowie berührungslose ­Armaturen von Vola in mattem Schwarz. Farblich mit den Waschtischen abgestimmt sind die WCs und Urinale aus matter, weiß glasierter Keramik von Flaminia. In den Spiegel integrierte Seifen- und Papierspender ­fertigte eine Schreinerei an.

zlaufen.com

With Geberit One, a solution for the basin, shower area and WC is launched onto the market that defines the areas behind and in front of the wall as a single unit. The system uses the Geberit Duofix and GIS installation systems. Everything that is not absolutely necessary in front of the wall is moved by the system to the level behind it. With the washstand, for example, the siphon is concealed ­ in a functional box mounted in the installation front wall to allow more space beneath it. ­ The system can be combined with all floorlevel shower systems from the manufacturer – the Setaplano shower area, the CleanLine shower channel and the Geberit wall drain, which moves the shower drainage from the floor into the wall. The WC has no visible f­ixing screws and can also be retrofitted.

zwahl-gmbh.com

With The New Classic bathroom collection by Laufen, Marcel Wanders has transferred classic shapes into sapphire ceramics. The collection has already received the iF Design Award 2019 for this. The range includes washbasins and washbasin bowls, WCs, bidets, bathtubs, fittings, mirrors and accessories ­ as well as furniture. There are 600-, 800- and 1200 mm-wide washbasins with integrated storage surfaces, a 500 mm-wide hand-rinse basin and a 550 mm-wide washbasin bowl. Despite the thin wall thickness of only around 3 mm, the manufacturer has also succeeded in developing a version with an integrated overflow and drain. The bathtub is made of the material Sentec, while the rimless WCs can be wall-mounted, floor-standing or a pedestal WC combination.

zgeberit.de

René Richter opened his restaurant in Stuttgart’s city centre in 2019. For the planning, design and execution of the bathrooms he commissioned Wahl in collaboration with ­interior designer Sabine Schneider. The client wished to incorporate the grey tones prevailing in the restaurant area into the sanitary area. The furnishings are thus characterised ­ by light/dark contrasts. All the walls have a finely structured vinyl carpet surface from Schanbacher. Freestanding washbasins made of solid surface material from Rexa and non-contact fittings from Vola in matt black were also used. The WCs and urinals made ­ of matt, white-glazed ceramic from Flaminia are colour-coordinated with the washbasins. The soap and paper dispensers integrated ­into the mirror were created in a carpenter’s workshop.


110 Produkte Products 7/8.2019  ∂

Bauphysik Building Physics

Wärmedämmung, Brandschutz Feuchteschutz, Abdichtung Entwässerung Heat Insulation, Fire Protection Moisture Proofing, Waterproofing Drainage

Recyclingfähige Sandwichwand Recyclable Sandwich Wall

Verbund und somit ein hoher Widerstand gegen einwirkende Lasten. Bei einem späteren Rückbau sind die Schichten den­ noch leicht voneinander zu trennen und einfach zu recyceln. Bei klassischen Wandelementen hingegen sind verschiedene mine­ ralische und organische Baustoffe durch Klebstoff verbunden, die sich nur schwer wieder trennen lassen. Um eine möglichst hohe Festigkeit bei gleichzeitig guter Wärmedämmung zu erreichen, optimierten die Wissenschaftler die Porenverteilung und -struktur des Schaumbetons. Der lufter­ härtende Schaumbeton kann in jede beliebige Form eingebracht werden und ist somit ortsunabhängig herstellbar. Die multifunktionalen Sandwichelemente eignen sich nach Angaben der Wissenschaftler vor allem für das modulare Bauen mit Fertigbauteilen. Ein Prototyp ist für Langzeitmessungen in Form eines Pavillons auf dem Campus der Universität Kassel am Holländischen Platz errichtet worden.

Wissenschaftler der Universität Kassel haben in Kooperation mit der Bochumer EBZ Business School und Industriepartnern ein multifunktionelles Fertigbauteil entwickelt, das den Bau und die Nutzung von Gebäuden wirtschaftlicher und ihren Rückbau um­ weltfreundlicher macht. Die Sandwichwand aus Ultrahochleis­ tungsbeton (UHPC) und mineralischem Schaumbeton ist im ­Vergleich zu konventionellen Fertigwandelementen dauerhafter, dämmt besser und ist vollständig recycelbar. Die Wissenschaft­ ler setzen rein auf mineralische Stoffe: Zwei Schichten Ultra­ hochleistungsbeton umgeben einen wärmedämmenden und lastabtragenden Kern aus chemisch aufgetriebenem und luft­ härtendem Schaumbeton. Der Hochleistungsbeton wird gegen den Schaumbetonkörper betoniert. Daraus resultieren ein guter

W Weitere Informationen zum Thema Further information about the topic detail.de/produkte

zuni-kassel.de

Universität Kassel

Wissenschaftler der Universität Kassel haben in Kassel einen Prototypen mit der Sandwichwand gebaut.

Scientists from the ­U niversity of Kassel have built a prototype with the sandwich wall.

In cooperation with the Bochum EBZ Business School and industrial partners, scientists from the University of Kassel have developed a multifunctional prefabricated component that makes the construction and use of buildings more economical and their dismantling more environmentally friendly. The sandwich wall made of ultra-high performance concrete (UHPC) and mineral foamed concrete is more durable than conventional prefabricated wall elements and therefore better, and is completely recyclable. The scientists use purely mineral substances: Two layers of ultrahigh-performance concrete surround a heat-insulating and loadbearing core of chemically-­ expanded and air-hardening foamed concrete. The high-performance concrete is concreted against the foam concrete body. This results in good bonding and thus in high resistance against acting loads. In the event of sub-

sequent dismantling, the layers are nevertheless easy to separate from each other and recycle. With traditional wall elements on the other hand, various mineral and organic building materials are bonded by adhesive, and are then difficult to separate again. In order to achieve the highest possible strength and at the same time good thermal insulation, the scientists optimised the porous distribution and structure of the foamed concrete. The airhardening foamed concrete can be introduced in any desired shape and can therefore be ­produced in any location. According to the scientists, the multifunctional sandwich elements are particularly suitable for modular construction with prefabricated components. A prototype with the sandwich elements has been erected for long-term measurements in the form of a pavilion on the campus of the University of Kassel.


Bauphysik Building Physics

129

Wasserfeste Terrasse im Hafenterminal Waterproof Terrace in the Port Terminal Ein auffälliges Dach krönt das neue Terminalgebäude im Hafen von Nordeney, dessen Form an eine Sanddüne erinnern soll. Hier können Besucher nun über eine hölzerne Brückenkonstruk­ tion innerhalb des Daches zu einer Aussichtsterrasse gelangen. Diese bekleiden festverlegte Natursteinplatten, die einem erhöh­ ten Publikumsverkehr standhalten müssen. Der Aufbau erfolgte mit der Flächendrainage AquaDrain EK von Gutjahr plus Drain­

mörtel des Systempartners Tubag. Das System ist kapillarpassiv und verhindert, dass Wasser von der Abdichtung nach oben transportiert wird und zu Ausblühungen oder Feuchteflecken am Belag führt. Die Flächendrainage stelzt den Belag komplett auf. Dadurch bilden die Drainkanäle einen definierten Hohlraum von über 90 %, sodass das Wasser abfließen kann. Dies geschieht laut Hersteller deutlich schneller als bei der Verlegung allein auf Drainmörtel ohne Drainagematte. Durch die Hinterlüftung trock­ net die gesamte Konstruktion schneller ab. Ein weiterer Vorteil ist das dauerhaft wasserdurchlässige Gittergewebe.

zgutjahr.com

The new terminal building in the port of Nordeney is crowned by ­ a striking roof whose shape is reminiscent of a sand dune. Here visitors can now reach a panoramic terrace via a wooden bridge construction inside the roof. The terrace is lined with permanently-laid natural stone slabs that have to withstand higherthan-normal public traffic. For the terrace the AquaDrain EK surface drainage system from Gutjahr plus drainage mortar from system partner Tubag were used. The system is capillary passive and

Edition ∂

prevents water from being transported upwards from the seal and causing efflorescence or moisture stains on the surface. The surface drainage raises the surface completely, so that the drain channels form a defined cavity of over 90 % and the water can drain off. According to the manufacturer, the water drains much faster than with laying on drainage mortar alone without a drainage mat. The rear ventilation allows the entire structure to dry faster, too. Another advantage is the permanently water-permeable mesh fabric.

WOHNHÄUSER

10 3 IKONEN DER A RCHITEK T URGESCHICHTE

Wohnhäuser

103 Ikonen der Architekturgeschichte 2018. Autor: Dominic Bradbury. Fotograf: Richard Powers. 376 Seiten. Format 20,8 × 22,4 cm. Hardcover: EUR 34,90 / CHF 52,– ISBN 978-3-95553-418-9

Nur auf Deutsch erhältlich Only available in German

2018. Author: Dominic Bradbury. Photographer: Richard Powers. 376 pages. Format 20.8 × 22.4 cm. German-language edition. Hardcover: EUR 34.90 / GBP 28.– / USD 49.– ISBN 978-3-95553-418-9 DOMINIC BRADBURY Fotografien von RICHARD POWERS

1998

REM KOOLHAAS HAUS NAHE BORDEAUX BORDEAUX, FRANKREICH

Als Theoretiker, Autor und Verfasser einiger der radikalsten Stellungnahmen der zeitgenössischen Architektur gilt Koolhaas weithin als eine der Galionsfiguren des 21. Jahrhunderts. Manche sehen in seinen Gebäuden die Zukunft selbst verkörpert, da sie die Grenzen von Form, Konstruktion und Technologie erweitern. Das gilt insbesondere für sein der Schwerkraft trotzendes CCTVGebäude in Beijing, das er zusammen mit Cecil Balmond, damals stellvertretender Vorsitzender von Arup, geschaffen hat. Dieser imposante abstrakte Turm, in dessen Mitte ein gewaltiges Loch klafft, scheint tatsächlich einer anderen Zeit anzugehören. Das in wesentlich kleinerem Maßstab erbaute Haus nahe Bordeaux mutet zwar ebenfalls futuristisch an, geht aber zugleich sehr genau auf die Bedürfnisse der Auftraggeber ein. Es wurde von einer Familie mit drei Kindern in Auftrag gegeben, nachdem der Ehemann einen schweren Autounfall erlitten hatte, der ihn an den Rollstuhl fesselte. Koolhaas sollte ein maßgefertigtes, behindertengerechtes Haus schaffen. „Anders als Sie

Die bedeutendsten Wohnikonen in kompaktem Format

vielleicht erwarten, möchte ich kein einfaches Haus“, meinte der Bauherr zu Koolhaas. „Ich wünsche mir ein komplexes Gebäude, denn es wird meine Welt bestimmen.“1 Koolhaas schuf einen dreistöckigen, in einen Hang integrierten Bau. Der wunderbare Blick über Bordeaux und die Garonne legten den Entwurf eines Belvederes nahe, doch Koolhaas widersetzte sich auf für ihn typische Weise dem Naheliegenden und Konventionellen und platzierte eine spektakuläre Aussichtsplattform aus Glas zwischen die massiven rechteckigen Formen des Ober- und Untergeschosses. Mittelpunkt des Hauses wurde so ein transparenter, weitgehend offener Wohnbereich als Treffpunkt für die Familie. Wie so viele Gebäude von Koolhaas erscheint das Haus zunächst recht unwahrscheinlich. Die raffinierte Konstruktion vermittelt den Eindruck, als schwebe die massive Platte des Obergeschosses im Raum und breite sich schützend über die zerbrechliche Glaszone darunter. Die Fassade des Obergeschosses scheint wie von Bullaugen

Historische und aktuelle Wohnkonzepte im Überblick The most important residential buildings in a compact format durchschossen, dahinter befinden sich die Schlafzimmer und eine Terrasse. Die untere Etage enthält vor allem Funktions-

Wer immer sich von Koolhaas’ Werk irritiert oder eingeschüchtert fühlt, mag in diesem ebenso humanistischen wie praktischen Ansatz eine andere Seite seines Wirkens erkennen. Ila Bêka und Louise Lemoine drehten mit dem Film Koolhaas Houselife (2008) übrigens ein ungewöhnliches Porträt des Alltagslebens in diesem Haus. Von der Time zum „Best Design 1998“ gewählt und längst ein historisches Monument, gehört es nach wie vor zu den wichtigsten Gebäuden von Koolhaas. Als einer der ersten seiner Bauten setzt es seine theoretischen Versprechen in die Realität um. 1 Zitiert in den Notizen des Architekten zum Haus nahe Bordeaux.

An overview of historical and current residential concepts Erhältlich unter

HAUS NAHE BORDEAUX

räume mit einer Küche, einem Weinkeller und dem Haupteingang, der von einem großen Hof aus ins Innere führt. Koolhaas’ überraschendster Schachzug bestand darin, seinem Auftraggeber die gewünschte Freiheit dadurch zu geben, dass er im Zentrum des Gebäudes eine Aufzugplattform installierte, statt auf einer Ebene bestimmte Räume für ihn zu schaffen. Sie ermöglichte dem Hausherrn nicht nur einen problemlosen Zugang zu allen drei Stockwerken, sondern diente ihm zugleich auch als Büro und Arbeitszimmer und platzierte ihn so in den Mittelpunkt des Haushalts und Familienlebens.

Available at

detail.de/shop 313


136 Contributors

7/8.2019  ∂

Contributors

Pool Leber Architekten Die Beschäftigung mit der Stadt, mit Energieeffizienz und mit der Altbausanierung zählen zu den Kernthemen des 2011 von Isabella Leber und Martin Pool gegründeten Architekturbüros in München. Während Isabella Leber Musik, Biologie und Chemie studierte, bevor sie die Architektenlaufbahn einschlug, absolvierte ihr Büropartner ein Architekturstudium in Cardiff und ­Sheffield. In den Folgejahren realisierten die beiden vor allem Wohnhäuser, Geschäftsgebäude und Altbausanierungen in München und Umgebung, viele davon mit hohen ökologischen und energetischen Standards. Das Kulturhistorische Zentrum in Vreden (Seite 66ff.) ist ihr erster Museumsbau. In den nächsten Jahren soll außerdem die Alte Post im bayerischen Mittenwald nach ihren Plänen zum Kunstmuseum umgebaut werden.

Zhu Xiaofeng Der Brückenschlag zwischen chinesischen Bautraditionen und zeitgenössischer Architektur ist ein wesentliches Anliegen des Büros Scenic Architecture Office in Shanghai, das Zhu Xiaofeng 2004 aus der Taufe hob. Zuvor studierte Zhu Architektur in Shenzhen und sammelte dort erste Büroerfahrung, bevor er nach New York zu Kohn Pedersen Fox wechselte und ein Masterstudium an der Harvard University Graduate School of Design antrat. Seit 2012 hat Zhu Xiaofeng eine Gastprofessur an der Tongji-Universität in Shanghai inne. Mit seinem rund 20-köpfigen Büro entwirft er neben Bürobauten immer wieder kleinere Kulturund Ausstellungsbauten in landschaftlich reizvoller Lage. Viele Projekte weisen einen intensiven Bezug zum Wasser auf wie zum Beispiel das Kunstmuseum in Shanghais Wasserstadt Zhujiajiao sowie das Huaxin Business Center und der Deep Dive Rowing Club in Shanghai. In der aktuellen Ausgabe von Detail zeigen wir das Gemeinschaftszentrum in einem Neubaugebiet in Suzhou von Scenic Architecture Office (Seite 42ff.) zscenicarchitecture.com

Filip Gorski

Dongyuan Design

zpoolleberarch.de

­ rchitects have mainly worked a on projects in and around ­M unich, many of which reflect their high standards in ecological sustainability and energy ­efficiency. The Kult in Vreden is their first museum building (page 66). Over the next few years, the Alte Post in Mittenwald, Bavaria, will also be converted into an art museum ­according to their plans.

Klaus W. König Ökologisches Bauen und Wasserrecycling zählen bereits seit den 1990er-Jahren zu den Arbeitsschwerpunkten von Klaus W. König. Nach seinem Studium der Innenarchitektur arbeitete er lange Zeit als Allrounder in den Bereichen Architektur, Innenraumgestaltung, Landschaftsplanung und Messebau. Er ist öffentlich bestellter Sachverständiger für die Regenwasser­ bewirtschaftung und lehrt dieses Fach seit 2006 an der ESB Business School der Hochschule Reutlingen. In dieser Ausgabe von Detail beschreibt Klaus W. König die Möglichkeiten der Grau- und Regenwassernutzung in Gebäuden (Seite 80ff.) Since the 1990s, ecological building and water recycling have counted among the central topics

Klaus W. König has addressed in his work. After studying interior design, he worked for several

Bridging the gap between Chinese building traditions and contemporary architecture is a major concern of the Scenic Architecture Office in Shanghai, which was founded by Zhu Xiaofeng in 2004. Zhu studied architecture in Shenzhen, where he also gained first professional experiences before moving to New York to join Kohn Pedersen Fox, and then completed a master’s degree at

braun-steine / Armin Buhl

The city, energy efficiency and the renovation of old buildings are among the core topics addressed by the Munich-based ­a rchitectural firm founded in 2011 by Isabella Leber and Martin Pool. Isabella Leber studied music, biology and chemistry before embarking on her architectural career. Pool studied architecture in Cardiff and Sheffield. Since founding their firm, the two

Harvard University Graduate School of Design. Since 2012, Zhu Xiaofeng has held a guest professorship at Tongji University in Shanghai. With his office of around 20 employees, he has designed commercial buildings as well as smaller cultural buildings and exhibition venues in scenic locations. Many of his projects express a strong connection to water, such as the Art Museum in Shanghai’s water city of Zhujiajiao, the Huaxin Business Centre and the Deep Dive Rowing Club in Shanghai. In this issue of Detail, we present the community centre that Scenic ­A rchitecture designed for a new housing development in Suzhou (page 42). years as an “all-rounder” in the fields of architecture, interior ­design, landscape planning and exhibition stand design. He is a publicly appointed expert for rainwater management and has been teaching this subject at the ESB Business School of Reutlingen University since 2006. In this issue of Detail, Klaus W. König describes the possibilities of using grey water and rainwater in buildings (page 80). zklauswkoenig.com


24 Impressum Imprint 7/8.2019  ∂

Impressum Imprint

Zeitschrift für Architektur + Baudetail Review of Architecture + Construction Details ISSN 0011-9571/B 2772 DETAIL Business Information GmbH Messerschmittstr. 4, 80992 München Munich, Germany Tel. +49 (0)89 381620-0 Fax: +49 (89) 381620-877 www.detail.de www.detail-online.com Postanschrift  Postal Address: Postfach PO Box: 500205, 80972 München Munich, Germany Geschäftsführung  Managing Director: Karin Lang Redaktion Editorial: Tel. +49 (0)89 381620-866 redaktion@detail.de Dr. Sandra Hofmeister (Chef­­re­dak­ teurin Editor-in-Chief, V. i. S. d. P., SaH), Jakob Schoof (stellvertretender Chef­­re­dak­teur Deputy Editor-inChief, JS), Sabine Drey (SD), Frank Kaltenbach (FK), Julia L ­ iese (JL), Charlotte Petereit (Praktikantin Intern), Peter Popp (PP), Edith Walter (EW), Heide Wessely (HW), Barbara Zettel (BZ) Burkhard Franke (BF) (freie Mitarbeit Freelance Contributor) Assistenz   Editorial Assistants: Michaela Linder, Laura Oberhofer, Jasmin Rankl, Maria Remter Gestaltung  Design: strobo B M, München Munich, Deutschland Germany CAD-Zeichnungen CAD-Drawings Dejanira Ornelas Bitterer, Marion ­G riese, Barbara Kissinger, Martin Hämmel, Emese M. Köszegi Sabrina Heckel, Marion Ruf (freie Mitarbeit Freelance Contributors) Herstellung Production, DTP Peter Gensmantel (Leitung Manager), Michael Georgi, Cornelia Kohn, Roswitha Siegler, ­Simone Soesters Fotografen dieser Ausgabe Photographers of this issue: Georg Aerni, Authentic Studios, Iwan Baan, Jochen Beglau, Trent Bell, Armin Buhl, Marcel van der Burg, Serge Demailly, Ossip van Duivenbode, Dongyuan Design, Burkhard Franke, Brigida ­G onzalez, Ana Gatóo, Filip Gorski,

Inger Marie Grini, Michael Heinrich, Jack Hobhouse, Luuk Kramer, Ivar Kvaal, Nelson Kon, Bert ­L eandersson, Nic Lehoux, Lucia de Mosteyrin Muñoz, Rende ­P etersen, Marco Schmidt, Su Shengliang, Filippo Simonetti Autoren dieser Ausgabe  Authors of this issue: Wolfgang Bachmann, Nicola Borgmann, Raquel Franklin, Mark Kammerbauer, Klaus W. König, Lara Schuster Übersetzungen   Translations: David Koralek, Alisa Kotmair, Claudia Kotte, Roderick O’Donovan, Marc Selway Redaktion Produktinformation, Detail Research Product Information Editors, Detail Research: produkte@detail.de Ines Mansfeld (V. i. S. d. P., IM), Tina Barankay (TB), Thomas Jakob (TJ), Sabina Strambu (SAS) Brigitte Bernhardt (BB), Katja Pfeiffer (KP), Bettina Sigmund (BS), (freie Mitarbeit Contributing Editors) Gabriele Oldenburg (Korrektorat Proofreading) Medialeistungen und Beratung   Media Services & Consulting: Annett Köberlein (Leitung Manager), Tel. +49 (0)89 381620-849 Marion Arnemann, Anna Bendl Anzeigendisposition Advertisement Scheduling: Claudia Wach (Leitung Manager), Tel. +49 (0)89 381620-824 Tel. +49 (0)89-38 16 20-0 Detail Transfer: Signe Decker, Sophia Di Latte, Kathrin Wiblishauser, Martina Zwack Vertrieb und Marketing   Distribution & Marketing: Kristina Weiss (Leitung Manager) Irene Schweiger (Vertrieb Distri­ bution), Tel. +49-(0)89-38 16 20-837 CAD-Zeichnungen   CAD drawings: Alle CAD-Zeichnungen der Zeitschrift sind mit dem Programm ­erstellt. All CAD drawings of the journal were produced with VectorWorks®. Auslieferung an den Handel   Delivery to Trade: VU Verlagsunion KG Meßberg 1, 20086 Hamburg, Deutschland Germany Repro  Reprographics: Martin Härtl OHG, München Munich, Deutschland Germany Druck   Printing: W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG, Stuttgart, Augsburger Straße 722 70329 Stuttgart Deutschland Germany Auslandsversand über IMX  International distribution by IMX

Abonnementverwaltung und Adressänderungen Subscriptions and Address Changes: Vertriebsunion Meynen, Grosse Hub 10, 65344 Eltville, Deutschland Germany Tel. +49 (0)  61 23-92 38-211 Fax: +49 (0)  61 23-92 38-212

Unterwasser-Restaurant in Norwegen von Snøhetta Underwater Restaurant in Norway by Snøhetta

Architektur und Hochwasser Alternativen zum Deichbau Flood Resilient Architecture Alternatives to Dams

7/8.2019

Zeitschrift für Architektur + Baudetail Review of Architecture + Construction Details Architektur und Wasser Architecture and Water

Abonnentenkontakt   Subscriptions ­C ontact: mail@detail.de oder or detailabo@vertriebsunion.de DETAIL erscheint 10× jährlich am 28. Dezember / 1. März  /  1. April / 2. Mai / 3. Juni / 15. Juli / 2. Septem­ ber / 1. Oktober / 4. November /  2. Dezember / plus 2 × jährlich das Sonderheft ­D ETAIL inside DETAIL appears 10 times a year on 28 December / 1 March / 1 April / 2 May / 3 June / 15 July / 2 Sep­tember / 1 October / 4 November / 2 December plus 2 special issues of DETAIL inside Bezugspreise: Abonnement 10 Aus­ gaben zzgl. 2 Sonderhefte DETAIL inside   Prices for 10 issues DETAIL plus 2 special issues DETAIL inside Inland Germany: € 197 Ausland Other countries: € 197 /  CHF 251 / £ 137 / US$ 251 Studenten Students: Inland Germany: € 105 Ausland Other countries: € 105 / CHF 137 / £ 76 / US$ 133 DETAIL Einzelheft DETAIL single issues: € 19,40 / CHF 28 / £ 15 / US$ 25.50 DETAILinside Einzelheft DETAIL inside single issue: € 19,40 / CHF 28 / £ 15 / US$ 25.50 Ausland zzgl. MwSt., falls zutreffend. Alle Preise zzgl. Versand­ kosten. Abonnements 6 Wochen vor Ablauf kündbar. Für Studenten­ abonnements gilt: Studien­ bescheinigung erforderlich. Other countries plus VAT, if applicable. All prices plus shipping costs. Proof of student status must be provided to obtain student rates. Konto für Abonnementzahlungen  Bank details for subscriptios: Deutsche Bank München BLZ 700 700 10 · Konto 193 180 700 IBAN: DE24700700100193180700 SWIFT: DEUTDEMM Bei Nichtbelieferung ohne Ver­ schulden des Verlages oder i­nfolge von Störungen des Arbeitsfriedens bestehen keine Ansprüche gegen den Verlag. No claims can be accepted for non­-­ delivery resulting from industrial disputes or where not caused by an omission on the part of the publishers. Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 51 Verbreitete Auflage I. Quartal 2019: 20 331 Exemplare + 4849 Exemplare aus früheren ­B erichtszeiträumen  Current valid advertising rates are listed on Rate Card No. 51. Circulation 1st Quarter 2019: 20,331 copies + 4,849 copies from previous reporting periods. Dieses Heft ist auf chlorfrei­ gebleichtem Papier g ­ edruckt.  This journal is printed on chlorine-­ free bleached paper. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck nur mit Genehmigung. Für Vollständigkeit und Richtigkeit aller Beiträge wird keine Gewähr übernommen.

Cover 7/8.2019: Restaurant Under in Lindesnes Restaurant Under in Lindesnes Architekten Architects: Snøhetta

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