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12/2015 01/2016 Kein A44-Baustellenverkehr über die Dorfstraße! Das forderte Hermann Pöhling, Ratsmitglied der Grünen, und beantragte "wegen besonderer Dringlichkeit" die Aufnahme des Themas in die Ratssitzung am 10. November. Hintergrund: Die RP hatte berichtet, dass ein Teil des Baustellenverkehrs für die A44-Brücke Angertal mitten durch die "Homberger Altstadt" geführt werden sollte. Im Gespräch waren die Straßen In der Brück, Schneppersdelle, Dorfstraße bis hin zur Brachter Straße. Mittlerweile soll die Heiligenhauser Verwaltung einen Fehler in ihrer Vorlage eingeräumt haben, statt Dorfstraße wird nun der Füstingweg genannt. Der Ratinger Baudezernent Kral versicherte in der genannten Ratssitzung glaubhaft, dass der Baustellenverkehr keinesfalls durch Wohngebiete gelenkt würde. Ist Homberg nun gerettet?

in Anspruch genommen werden muss, sind noch die nötigen Vereinbarungen mit den Eigentümern zu treffen.

Natürlich ist es so, dass der Bau einer Autobahn und damit auch der A44 im Norden Hombergs verkehrliche Belastungen mit sich bringt. Wann immer es mit dem Bau des Abschnitts zwischen Ratingen-Ost und Hofermühle weiter gehen mag, es ist konsequent, dass sich die DEGES (die baut dieses Teilstück) Gedanken über die Wege von und zur Baustelle macht.

Auch wenn das Verkehrschaos unausweichlich sein dürfte, erscheint die angedachte Trassierung des Baustellenverkehrs von der Angertalbrücke nach Homberg nahezu alternativlos. Man darf zudem gespannt sein, wie sich die DEGES den später anfallenden Baustellenverkehr nördlich des Wittenhauswegs vorstellt.

Nach heutigen Erkenntnissen wird der Verkehr zur Angertalbrücke über die Ratinger Straße auf Heiligenhauser Gebiet geleitet, der Weg von der Baustelle weg über die Schneppersdelle und den Füstingweg am Sportplatz vorbei zur Meiersberger Straße. Soweit die Straßen für den Schwerlastverkehr nicht geeignet sind, müssen sie ertüchtigt werden. Und soweit Ackerland dafür

Spannend wird es in jedem Fall an unserer "belebten" und deshalb momentan sehr "beliebten" Landstraße, die heute schon grenzwertig belastet ist. Wenn alles so kommt wie dargestellt, entsteht am Zusammentreffen von L 422, Füstingweg und Metzkausener Straße eine echte Kreuzung, die vermutlich beampelt werden muss, weil die Laster sonst kaum einbiegen könnten. Ein paar Meter östlich am Schöllersfeld biegt der normale Verkehr von Heiligenhaus auf die L 422 ein. Und westlich folgen nach der intensiv beanspruchten Aldi-Ampel die beiden an Steinhauser Straße und Dorfstraße.

Die Homberger Ratsmitglieder jedenfalls sind gut beraten, darauf zu achten, dass keine unsachgemäßen Entscheidungen getroffen werden und dass die Bevölkerung so früh wie möglich in einer Bürgerversammlung informiert wird. Die Redaktion

Dorfstraße frei nur für den Weihnachtsmann, nicht für Baustelle A 44


Editorial Editorial

Themen der Ausgabe 12/2015 - 01/2016 Aktuelles HHG Mettmann Weihnachtsmarkt mit Tannenbaumverkauf Fair Trade Verkauf Internistische Praxis Goga Sonderauflage der DumeklemmerCard Treffpunkte & Aktionen für Jugendliche Catan-Nacht Frühstückstreffen für Frauen Termine Dezember 2015 / Januar - Februar 2016 Aktuelles Dorfleben Warnung vor betrügerischen Anrufen Hausführung und Aktionstage Reisebericht Endura-Alpentraum Unser gutes Recht Frage nach dem richtigen Anwalt Porträt Heilpraktikerin Manuela Fischer Bürgerverein Homberg Termine TuS Homberg Termine Fußballverband mit Peter Frymuth Fußballsenioren Handel & Handwerk operator Telekommunikation lnternational Dorfleben Katholisches Pastorat Leuchtenstreit vor Gericht Eindrücke aus der Vorweihnachtszeit Sankt Martin & Laternenausstellung Sankt Martin - Lichterfest Weihnachtsmarkt im Homberger Treff Adventsbasar der Homberger Kirchen Weihnachten in der modernen Kunst 41. Mal "Musik zum Advent" Weihnachtsmärchen bei Bruhy Orgelkonzert Veranstaltungen - Rückblick Migration in Europa Susanne Großmann Benefizkonzert mit Thomas Beckmann Ende der Sommerzeit Oktoberfest im Homberger Treff Hoppeditz Erwachen bei Bruhy

Liebe Leserinnen und Leser, 2 3 3 3 3 4 4 4 5 6 6 8 9

Wir sagen noch einmal allen Helfern, Sponsoren, Mitgliedern und Gönnern unseres Vereins einen großen Dank. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein wunderschönes Weihnachtsfest und einen erfolgreichen Start in das neue Jahr. Bleiben Sie uns treu und unterstützen Sie uns weiterhin mit ihren Möglichkeiten, dann wird "Der Homberger" noch viele Jahre erscheinen.

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Ihre Redaktion

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HHG Mettmann - Neuigkeiten

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Das HHG wird ab dem 2. Halbjahr des aktuellen Schuljahres an den beiden kurzen Tagen dienstags und freitags eine kostenlose Betreuung bis 15:00 Uhr für Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Klassen anbieten.

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Wenn Sie von diesem Angebot Gebrauch machen wollen, melden Sie sich bitte im Sekretariat. Sie haben die Möglichkeit, Ihr Kind für eine Betreuung nur dienstags, nur freitags oder an beiden Tagen anzumelden. Die Teilnahme ist dann für ein halbes Jahr verbindlich.

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Impressum Herausgeber: Homberger Verein zur Förderung von Bürgerinteressen e. V. Anschrift der Redaktion: Ostring 2, 40882 Ratingen, Tel.: 02102 895161 E-Mail: homberger@gmx.de - Internet: www.derhomberger.de

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ein weiteres Jahr in der Geschichte des Hombergers ist fast vorüber. Wir haben wieder einmal in sechs Ausgaben u.a. über Ereignisse des Homberger Dorflebens berichtet und Ihnen viele Personen und Firmen im Portraitstil vorgestellt. Es war ein, besonders in der zweiten Hälfte, sehr schicksalhaftes Jahr, das uns alle mehr oder weniger geprägt, nachdenklich gemacht aber auch Freude gebracht hat. Genießen wir die nun folgenden besinnlichen Tage und hoffen wir auf ein friedlicheres 2016, das uns auch in Homberg sicherlich viele Aufgaben bringen wird.

Unabhängig von der Anzahl der Anmeldungen werden wir diese Betreuung auf jeden Fall einrichten. Die Schülerinnen und Schüler können dort Unterstützung, Freiarbeitsaufgaben und auch Fördermaterial erhalten sowie an ihren Wochenplänen arbeiten oder sich auch anderweitig sinnvoll – auch spielerisch – betätigen. Darüber hinaus wird es im 2. Halbjahr in den 9. Stunden der langen Tage im Rahmen unseres Förderkonzepts in allen schriftlichen Fächern Angebote zur Begabtenförderung geben. Infos beim HHG unter 02104 49090 Redaktionsteam: Sebastian Berein, Helmut Frericks, Carola Henning, Markus Hoffmann, Hermann Pöhling, Ingeborg Schäl, Heinz Schulze, Ulla Stahl Layout: Ellen Bosdorf-Schmidt Redaktionsschluss: 13.02.2016 Erscheinen: zweimonatlich Druck: flyeralarm Auflage: 2.500 Exemplare Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos sowie für deren Richtigkeit übernimmt der Herausgeber keine Haftung. Namentlich gekennzeichnete Texte spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Nicht gekennzeichnete Bilder wurden von der Redaktion gestellt.


Aktuelles in der Ev. Kindertagesstätte Homberg Auch in diesem Jahr organisiert die Ev. Kindertagesstätte Homberg einen Weihnachtsmarkt mit Tannenbaumverkauf. Wir starten mit einem gemeinsamen Weihnachtsgottesdienst um 14:30 Uhr in der Christuskirche. Anschließend findet auf dem Gelände der Kindertagesstätte der Weihnachtsmarkt statt. Neben einigen Getränke- und Speiseständen werden Schmuck, Nähereien, Selbstgemachtes, Weihnachts- und Blumenschmuck angeboten. Auch für die Kinder bieten wir Aktionen an. Die Tannenbäume können Sie ab dem 14. Dezember besichtigen und reservieren. Die Ausgabe der Bäume erfolgt am 4. Advent. Der Erlös des Weihnachtsmarktes kommt den Kindern der Kindertagesstätte zugute. Wenn Sie Interesse haben, Ihr Handwerk an diesem Nachmittag zu verkaufen, melden Sie sich bitte bei der Leiterin L. Baums, Tel.: 02102 163696 Wir freuen uns auf einen schönen Nachmittag. Das Team der Ev. Kindertagesstätte Homberg

Fair Trade Verkauf von Januar bis März 2016 Herr Walter König verkauft wieder Fair Trade gehandelte Produkte. Verkauf im Sitzungszimmer von St. Jacobus d. Ä., Jacobusgasse 3 Samstag: 02.01., 06.02. und 05.03 von 17:30 - 19:30 Uhr Sonntag: 03.01.,07.02. und 06.03. von 11:00 - 13:00 Uhr Verkauf Im Luthersaal - Café Kirche Sonntag: 21.02. 12:00 - 13:00 Uhr © TransFair e.V./ Eric St-Pierre

Internistische Praxis Goga in Homberg-Süd Unser Team auf der Steinhauser Straße 36 hat sich erweitert. Allgemeinärztin Mariola Lewicka, Arzthelferin Julia Möllenbeck und die entlastende Versorgungsassistentin Peggi Mühlhoff helfen Ihnen weiter. Wir sind von Montag bis Samstag für Sie wie folgt in den Praxisräumen erreichbar sowie telefonisch unter der Rufnummer: 02102 9398700. Montag: Mittwoch: Freitag:

12:00 - 14:30 Uhr 12:30 - 14:30 Uhr 14:00 - 17:00 Uhr

Dienstag: Donnerstag: Samstag:

16:00 - 18:30 Uhr 09:00 - 12:00 Uhr 09:30 - 11:30 Uhr

Sonderauflage der DumeklemmerCard Der Ratinger Einkaufsgutschein DumeklemmerCard hat sich seit Einführung durch die Ratingen Marketing GmbH (RMG) vor zwei Jahren zu einer attraktiven Geschenkalternative entwickelt. Die hohe Nachfrage hat die RMG zum Anlass genommen, zusätzlich eine limitierte Sonderauflage herauszugeben. Rund 15.000 Cards, jede im Wert von 10 €, sind bisher im Umlauf und können in über 140 Ratinger Geschäften eingelöst werden. Dieses Mal ist die Wasserburg Haus zum Haus für das Layout ausgesucht worden. Das tagesaktuelle Verzeichnis der Akzeptanz- und Verkaufsstellen sowie weitere Informationen finden Sie unter www.rmg-ratingen.de.

Der Homberger 12-01/2016

© RMG

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Aktuelles Treffpunkte & Aktionen für Jugendliche in Homberg Kindergruppe (Zwackelclub) bis 12 J. Café du Nord, Dorfstr. 6 Donnerstags: 15:00 - 17:00 Uhr 07.01. Weihnachtsgeschenketauschaktion 14.01. Filmnachmittag 21.01. Bastelaktion 1 28.01. Bastelaktion 2 04.02. fällt aus wegen Altweiber 11.02. Zimmerolympiade 18.02. Der große Eierfall 25.02. Wii Party, Mario Kart 03.03. 1, 2 oder 3 10.03. Osterfiguren backen 17.03. Eier färben

Jugendtreff ab 12 J. Café du Nord Dienstags: 15:00 - 20:00 Uhr Donnerstags: 17:30 - 20:00 Uhr Es sind alle willkommen, die Spaß haben wollen. Ein ansprechendes Programm wird angeboten oder mit den Besuchern gemeinsam geplant. Ansonsten: Musik hören, Kicker, Tischtennis, Billard, Werwölfe usw. spielen, oder einfach nur abhängen. Weitere Infos bei: Uwe Reuning, 0178 3307484.

Homberger Jugendtreff ab 12 J. Herrnhuter Straße 4 Freitags: 18:00 - 21:00 Uhr 08.01. Weihnachtsgeschenketauschaktion 15.01. Filmabend 22.01. Werwölfe von Düsterwald 29.01. Waffeln backen 05.02. Kickerturnier um den Pokal 12.02. Zimmerolympiade 19.02. Werwölfe von Düsterwald 26.02. Wii Party, Mario Kart 04.03. Osterbastelaktion 1 11.03. Osterbastelaktion 2 18.03. Osterfiguren backen

Catan-Nacht für Groß und Klein - am Samstag 30.01.2016 - um 19:00 Uhr im Lutherhaus der Ev. Kirchengemeinde Am 30.01.2016 findet wieder eine Catan-Nacht statt. Für einen Erfolg wird auf viel Zulauf gehofft. Dies ist ausdrücklich keine reine Jugendveranstaltung. Vielmehr wird auf eine Zusammenkunft durch alle Altersklassen gehofft. Gespielt wird entweder die Basisversion (vorzugsweise in der Holzedition) oder falls genügend Städte und Ritter Editionen zusammenkommen und die Idee genug Zuspruch erfährt ausnahmsweise einmal diese Erweiterung. Je nach Höhe der Anmeldungen kommen eine oder zwei Personen in die nächste Runde. Alle anderen spielen aber auch weiter. Entweder ein weiteres Turnier oder um die weitere Rangfolge. Für diejenigen, die Leerlauf haben stehen weitere kürzere Spiele zur Verfügung; z.B. Kinder von Catan, Catan Junior, Catan Würfelspiel, aber auch viele andere herausragende Spiele, die schnell erklärt sind. Beispielsweise "Nacht der Magier", welches im Dunkeln gespielt wird und in einem separaten Raum bereit steht. Kicker, Billard, Tischtennisplatte, Dartscheibe usw. verkürzen allen die Zeit, die etwas Bewegung brauchen. Getränke und Snacks können preiswert erworben werden: Die Plätze 1 bis 3 werden natürlich prämiert. Wir hoffen auf reges Interesse und viele Anmeldungen.

© Kosmos Verlag

Uwe Reuning Tel.: 02102 9977499 Mobil: 0178 3307484 E-Mail: uwereuning@gmx.de

Frühstückstreffen für Frauen am 11. Februar 2016, 9:00 - 11:30 Uhr "Vom Sinn des Lebens" - Erfahrungen aus dem Krankenhaus und dem Hospiz Die Referentin Christel Lueb-Pietron aus Ratingen hält im Lutherhaus diesen Vortrag. Frühstücksbeitrag: 5€, Kinder willkommen! Anmeldung bis zum 9. Februar 2016 erbeten bei Frau Arndt Tel. 02102 5832 Frau Herweg Tel. 02102 51403 Frau Lerch Tel. 02102 51343 FF-Homberg@web.de © Pietron

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Termine Termine Dezember 2015 / Januar - Februar 2016 Dezember 2015

Januar - Februar 2016

20.12. 15:00 Uhr Weihnachtsmarkt in der Ev. Kindertagesstätte Homberg 22.12. 15:30 Uhr Weihnachtsfeier für Kinder mit heißen Waffeln, kleinen Geschenken, Weihnachtsfilm usw. im Calvinhaus

23.01. 16:00 Uhr Vortrag "Venedig" im Haus Wichern 23.01. 18:30 Uhr Karnevalsball der KG Homberger Feetz 1987 e.V. im Luthersaal (LUS)

23.12.

Schulferien bis 06.01.2016

24.12. 14:30 Uhr Christuskirche Familiengottesdienst mit Pfarrer Michael Füsgen

24.01. 15:00 Uhr Kinderkarneval der KG Homberger Feetz 1987 e.V. im Luthersaal

15:00 Uhr Krippenfeier St. Jacobus d. Ältere (JAC)

27.01. 16:00 Uhr Dschungelkönigin Stabheuschrecken in Kita St. Jacobus d. Ä.

16:00 Uhr Christuskirche Familiengottesdienst

30.01. 19:00 Uhr Catan-Nacht im Lutherhaus

17:00 Uhr Kinderchristmette (JAC)

03.02. 15:00 Uhr Karneval der KG Homberger Feetz 1987 e.V. im Wichernheim

18:00 Uhr Christuskirche Christvesper & Chor der Christuskirche mit Pfarrer Michael Füsgen 23:30 Uhr Weihnachtsliedersingen (JAC) 24:00 Uhr Mitternachtsmette (JAC) 25.12. 11:00 Uhr

Christuskirche Singgottesdienst mit Prädikant Heinrich Arndt

25.12. 11:30 Uhr

Familienmesse in St. Jacobus d. Ä.

26.12. 11:30 Uhr

Familienmesse in St. Jacobus d. Ä.

04.02. 10:11 Uhr

Altweiberfeier des Hauses Wichern im Empfangsbereich

10.02. 19:00 Uhr Hoppeditz Beerdigung der KG Homberger Feetz 1987 e.V. bei Sporting Bruhy 11.02. 09:00 Uhr Frühstückstreffen für Frauen im Lutherhaus 17.02. 17:00 Uhr Vortrag - Brauchen Eltern Nerven wie Drahtseile? Kita Ulmenstr. 21.02. 12:00 Uhr Café Kirche im Luthersaal

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Der Homberger 12-01/2016

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Aktuelles Warnung vor betrügerischen Anrufen angeblich von Microsoft In den letzten Monaten häufen sich beim Homberger Computerspezialisten Thomas Vogel die Beschwerden über angebliche Anrufe der Firma Microsoft. Es meldet sich eine englischsprachige Stimme, die sich als Supportmitarbeiter der Firma Microsoft ausgibt. Lässt man sich auf dieses Gespräch ein wird behauptet man habe festgestellt, dass auf dem heimischen Computer Fehler in Windows bestehen würden, die man nun per telefonischer Unterstützung beheben könne. Hierbei handelt es sich natürlich nicht um Mitarbeiter des Windows Herstellers Microsoft. Vielmehr geht es

um eine kriminelle Methode mit der versucht wird, Zugriff auf den Computer zu erlangen mit dem Ziel, Schadsoftware einzuschleusen um z.B. Bankdaten oder sonstige persönliche Zugangsdaten abzufangen. "In einigen Fällen wurde aber auch der PC gesperrt und nur durch Zahlung eines "Lösegeldes" wieder freigegeben", berichtet Thomas Vogel. Microsoft ruft niemals von sich aus Privatkunden an. Was bei mehreren hundert Millionen Anwendern auch schwer vorstellbar wäre. Deshalb der dringende Rat von Herrn Vogel: "Lassen Sie sich am besten auf

kein Gespräch ein und legen einfach sofort auf." Sollten Sie aber bereits auf so einen fingierten Anruf hereingefallen sein, lassen Sie bitte unbedingt Ihren Computer fachmännisch auf Schadsoftware und Ausspähprogramme untersuchen. Generell empfiehlt der Experte unbedingt eine gute Schutzsoftware installiert zu haben. Diese schützt zwar nicht vor derartigen Anrufen, überwacht aber Ihren PC vor Schadprogrammen. Aber bitte Finger weg von kostenlosen Schutzprogrammen, da diese meist nur einen eingeschränkten Schutz bieten. T. Vogel

Hausführung und Aktionstage im Haus Wichern am 14. Januar, 18. Februar und 9. März 2016 Genießen Sie jeweils vor der Hausführung den leckeren Nachmittagskaffee (im Januar Windbeutel mit Sahnefüllung und im Februar Waffeln mit heißen Kirschen und Sahne) im Haus Wichern ab 15:00 Uhr. Gestärkt können Sie dann ab 17:00 Uhr an der Hausführung teilnehmen, die am Empfang startet. Folgende Veranstaltungen finden zusätzlich im Haus Wichern statt: 23.01.2016

16:00 Uhr

03.02.2016 04.02.2016

15:00 Uhr 10:11 Uhr Anzeige

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Venedig - Texte, Bilder und Musik zu einer märchenhaften Stadt Karnevalsfeier im Café Sonnenstrahl Altweiberfeier im Eingangsbereich

© Michaela Heckers


Reisebericht Endura-Alpentraum - 12.September 2015 Von Landeck nach Sulden 146 km, 4315 Höhenmeter an einem Tag Start für den Alpentraum war um 10:20 Uhr in Landeck. Ich muss dazu sagen, dass mir schon ordentlich die Düse ging, da ich keine Ahnung hatte was auf mich zukam. Was mich allerdings beruhigte, war die Wetterprognose (Sonne). Pünktlich um 10:20 Uhr fiel der Startschuss und wir setzten uns in Richtung Pillerhöhe in Bewegung. Nach ca. 6 km dann der Einstieg zur Pillerhöhe (1559 nn). Gott sei Dank hatte ich mir am Vortag die Strecke schon mal angeschaut, und somit nicht gleich alles gegeben. Oben auf der Pillerhöhe war auch die erste Verpflegungsstation. Okay, dachte ich mir, das ist jetzt geschafft und setzte mich für die Abfahrt nach Kauns in Bewegung.

le mir was warmes anziehen. Darauf meinte sie nur: "Lass es, wir haben nur noch 40 min für die letzten 4 km, sonst nehmen sie uns aus der Wertung und warm wird dir schon." Oben angekommen auf 2757 nn hab ich mir dann was warmes angezogen (nur eine Jacke) und die Abfahrt in Angriff genommen. In der ersten Kehre landete gerade ein Heli, der einen verletzten Radfahrer versorgte. Die Abfahrt, 18 km, ging zwar schneller als die Auffahrt, war aber gefühlt nicht besser. Ich glaub, ich hab noch nie so gefroren. © HH, Mitstreiter vor dem Start mit Wolfgang Kopal, Kay Richrath, Harald Hillig

Ab hier sollte es moderat bergauf bis zur Norbertshöhe gehen, also rauf nach Nauders. Ging es auch, nur hatten wir durch das super schöne Wetter "Fön", und das heißt Wind aus Süd genau ins Gesicht. Also alle schön hintereinander aufgereiht und locker gekurbelt. Dann kam die Norbertshöhe und keiner hatte beschrieben, dass dieser Pass nicht ohne ist. Es ging von 990 nn auf 1400 nn nach Nauders. In Nauders gab es die zweite Verpflegungsstation. Weiter ging es dann zum Reschensee auf 1500 nn. Der See war übersät mit Kitern, die so richtig Spaß hatten. Bei uns Radfahrern war das mit dem Spaß nicht ganz so, da der Wind immer noch von vorne kam, aber da mussten wir durch, denn um 15:30 Uhr war Deadline in Laatsch, wenn man noch auf das Stilfser Joch wollte. Dann kam eine Abfahrt, die war einfach nur ein Traum, runde 20 km nicht so steil, schön langgezogen von 1500 nn auf 966 nn. Den Kontrollpunkt erreichte ich dann eine viertel Stunde vor Closing und der Weg über das Silfser Joch war nun möglich. Doch vorher kam noch ein kleines Brett von ca. 150 m, mit 17 - 18 % Steigung, weil wir einen Ort nicht passieren durften (wurde bei der Vorbesprechung drauf hingewiesen). Ich hatte wirklich mit dem Gedanken gespielt zu schieben, wäre aber wahrscheinlich nicht aus den Klicks gekommen.

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Unten in Gomagoi angekommen, gab es noch eine Verpflegungsstation, es gab Brühe und Tee. Ich ließ mir einen Becher Brühe geben und freute mich schon auf das heiße Getränk. Als ich den Becher in Händen hielt, fing ich so an zu zittern, dass ich alles verschüttete. Wahnsinn, so was hab ich noch nie erlebt. Der nette Herr am Getränkestand gab mir dann einen Tee, welchen er aber nur bis zur Hälfte eingeschüttet hatte. Das ging dann und mir wurde langsam warm. Also ich wieder rauf aufs Rad für die letzten 12 km. Am Vortag hatte ich mir Teile der Strecke schon angeschaut und wusste, dass die nächsten 4 km kein Zuckerschlecken werden, verdammt steil. Irgendwie ging auch das und ich kam nach 10:06 h ins Ziel. Geschafft!!!!!!

© HH, Stilfser Joch, da ging es runter nach Gomagoi

Dann kam die Verpflegungsstelle am Umbrailpass (Schweiz) und nach einer 10-minütigen Pause ging es rauf zum Stilfser Joch. Erst noch schön im Schatten der Bäume, so dass man nur die nächste Kehre sah. Dann waren irgendwann die Bäume weg, und man sah die Kehren, die noch vor einem lagen. Sah man ein Auto oben weit entfernt in einer Kehre, wurde einem klar, dass man da noch hin musste. Dort angekommen, sah man aber wieder weiter oben Autos. Irgendwann war aber auch das geschafft und es wurde richtig kalt, was ja auch normal ist bei 2500 nn. Ich wollte hier an der Verpflegungsstelle die Zeit nutzen und mir meine Armlinge und Beinlinge anziehen, als mich ein Mädel ansprach und fragte was ich denn da machen würde. Ich sagte, mir sei kalt und wol-

© HH., Im Ziel mit meinem Mitstreiter Kay Richrath

Meine Frau in die Arme genommen, jetzt ist alles gut!!! Harald Hillig


Unser gutes Recht Quem patronum rogaturus?* Die Frage nach dem richtigen Anwalt stellt sich in dem Requiem von Mozart im übertragenen Sinn, im Alltag hingegen oft aus ganz handfesten Gründen, wie zum Beispiel anlässlich einer Kündigung der Wohnung oder der Arbeitsstelle, nach einem Verkehrsunfall oder auch in dem Bemühen, Konflikte zu vermeiden, bei der Erstellung von Verträgen oder Verfügungen von Todes wegen. Als für die Anwaltschaft noch das Werbeverbot galt, konnte der Rechtssuchende bei der Wahl seines Anwaltes vornehmlich auf zwei Quellen zurückgreifen: Die Gelben Seiten und die in seinem Familien- oder Bekanntenkreis ausgesprochenen Empfehlungen. Mit der Aufhebung des Werbeverbots hat sich diese eher überschaubare Auswahlmöglichkeit grundlegend geändert. So finden sich nun in Zeitungen, bei Sportveranstaltungen, ja sogar auf Straßenbahnen Werbeanzeigen von Anwaltskanzleien. Aber auch im Internet oder im Teletext werben zahlreiche Anwaltshotlines und Anwalt-Suchservices für ihre Mitglieder. Viele Anwaltskanzleien haben zudem eine eigene Homepage, auf der sie sich vorstellen. Daneben empfehlen Rechtsschutzversicherungen und Unternehmen, wie zum Beispiel KFZ-Werkstätten, immer häufiger, mehr oder weniger aufdringlich, die Inanspruchnahme bestimmter Anwaltskanzleien. Wegen dieses großen Werbeangebots und auch wegen der Verschiedenartigkeit der am Markt vertretenen Kanzleien - große oder kleine Sozietäten, Einzelanwälte, Spezialisten und Generalisten - ist es nicht immer einfach, die Anwaltskanzlei zu finden, die den eigenen Ansprüchen - einer-

seits in Bezug auf die Qualität der Sachbearbeitung, andererseits aber auch im Hinblick auf die Qualität und Intensität des persönlichen Umgangs - entspricht. So besteht schließlich bei jeder Form von Eigenwerbung das Problem, dass ihr Inhalt nicht überprüft werden kann und auch nicht durch eine neutrale Stelle - wie zum Beispiel eine Rechtsanwaltskammer - überprüft wurde. Inwieweit die in das Netz gestellten "Bewertungen" von Anwälten und Anwaltsleistungen, deren Objektivität ebenso unbekannt ist wie ihre Urheber, Hilfestellungen geben können, mag jeder für sich entscheiden. Aber auch die Empfehlung durch Rechtsschutzversicherungen, die oft genug von dem Versprechen auf den Erlass der vertraglich vereinbarten Selbstbeteiligung begleitet wird, erfolgt nicht uneigennützig und sollte deshalb nicht ohne Weiteres übernommen werden. Vor diesem Hintergrund ist es ratsam, die Wahl des Anwaltes in erster Linie an der eigenen Erwartungshaltung zu orientieren: Möchte ich von einem auf ein bestimmtes Rechtsgebiet spezialisierten Anwalt oder von einem nichtspezialisierten Allrounder beraten bzw. vertreten werden? Ist mir die Vertretung durch eine große Kanzlei mit imposantem Briefkopf und vielen Mandanten wichtig oder fühle ich mich in einer kleinen Kanzlei besser aufgehoben? Suche ich einen Anwalt, der mir sagt, "wo es lang geht" oder ziehe ich einen Anwalt vor, der mir auf "Augenhöhe" begegnet, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Lösungsansätze meines Rechtsproblems mit mir erörtert und die Strategie der Sachbearbeitung mit mir abklärt? Da die Prioritäten so unterschiedlich sind wie jeder Einzelne - so gibt es Mandanten,

© MS Word

die ausschließlich von einem Anwalt vertreten werden möchten, während andere wiederum ausschließlich eine Anwältin beauftragen möchten - erhebt der vorstehende Fragenkatalog keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Erst wenn die eigene Erwartungshaltung geklärt ist, macht es Sinn, diese mit dem Inhalt, aber auch dem Stil der von Anwaltskanzleien gewählten Marketinginstrumente abzugleichen. Wer diesen Aufwand scheut, ist jedoch auch in unserer digitalen Zeit bei der Wahl seines Anwaltes immer noch gut beraten, auf persönliche Erfahrungen beruhende und damit authentische Empfehlungen aus dem eigenen sozialen Umfeld einzuholen. *Welchen Anwalt mir erfragen? Requiem von Mozart, 3.Sequenz Claudia Maiwald, Rechtsanwältin

Rechtsanwältin Claudia Maiwald Dorfstr. 4 40882 Ratingen Tel.: 02102 705183

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Der Homberger 12-01/2016

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Porträt Die Heilpraktikerin Manuela Fischer Seine Krankheit zu erkennen, ist der erste Weg zur Heilung (Seneca) Der Beruf des Heilpraktikers hat in den letzten Jahren eine wachsende Akzeptanz erhalten. Auch die klassische Medizin öffnet sich zunehmend der alternativen Heilkunde. Der Anspruch des Heilpraktikers liegt unter anderem darin, die selbstregulierenden Vorgänge im Körper zu aktivieren. Mit Manuela Fischer hat sich in Homberg eine Heilpraktikerin in der Grevenmühle 3 niedergelassen. Die Menschen ganzheitlich zu betrachten, als Individuum wahrzunehmen, sich Zeit zu nehmen, genau zuzuhören und Befindlichkeiten ernst zu nehmen sind der Anfang eines Besuches bei ihr. Sie trennt nicht zwischen Körper, Geist und Seele. "Nicht jede Krankheit zeigt sich auf der Ebene, auf der sie ihren Ursprung hat." So erzählt sie von Patienten, die wegen Rückenschmerzen zu ihr kamen, die sich erst veränderten und letztlich verschwanden, als gesprächstherapeutisch familiäre Konflikte gelöst werden konnten. Oder ein anderer Patient, der schon wegen Herzschmerzen zwei Kardiologen aufgesucht hatte, die beide nichts finden konnten, der allerdings nach einigen Rückentherapien schmerzfrei nach Hause ging. Manuela Fischer sieht ihre Behandlungsmethoden nicht in Konkurrenz zur konventionellen Medizin. "Wer heilt, hat Recht."

In ihrer 15-jährigen Berufserfahrung hat sie mit Rückentherapie (DornBreuss Therapie, Repo nach Mariendorf, Osteopathie, Schröpfen, Ohrakupunktur) begonnen. Wirbelsäulengymnastik, Rückenschule und Yoga ergänzen die Therapien und zielen auf Vorbeugung. Übergewicht zu reduzieren, Ernährungsberatung, Entgiftungen, Entsäuern und Fasten bilden die Grundlage für eine gesündere Lebensführung. Medikamente der Phytotherapie und Homöopathie werden nach individuellen Symptomen des Patienten ausgewählt und eingesetzt.

Ein zunehmend wichtiger Teil ihrer Arbeit ist die psychologische Beratung. Wichtig ist im Gesamtansatz den Körper zu stärken und den Druck abzubauen, den ungelöste seelische Konflikte ausüben können. Hierbei können gezielte Gesprächs- und Verhaltenstherapien Klarheit schaffen und die Handlungskompetenz erhöhen. Interessant an dem Leben von Manuela Fischer ist sicherlich auch, wie sie zur Naturheilkunde kam. In Dortmund geboren, bauten ihre Eltern, als sie fünf Jahre alt war, ein Haus. Diese Baustelle war wie sie selbst sagt, ihr

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Am 23.11.2015 haben Mitglieder des Arbeitskreises Flüchtlingshilfe Homberg einen Spendenverein gegründet. Die Homepage Homberg-hilft-Fluechtlingen. de informiert über den Verein. Immer wieder gab es in der Vergangenheit Situationen, wo schnell geholfen werden musste (Übersetzungen v. Urkunden und Arztbriefen; kurzfristige Beschaffung von Brillen, Sportkleidung etc.) Homberg hilft Flüchtlingen: IBAN: DE 14334500000042151001 Falls Sie Fragen haben, rufen Sie uns bitte an. Wir geben gerne Auskunft. Rosel Schroeder: 0160 7319667 Hermann Fiebig: 0152 24464145 10


Porträt Die Heilpraktikerin Manuela Fischer Seine Krankheit zu erkennen, ist der erste Weg zur Heilung (Seneca) Abenteuerspielplatz auf dem sie sich entwickeln konnte. Ohne große Verbote konnte sie sich ausprobieren, kreativ sein und lernen Gefahren einzuschätzen. Von dem Bauernhof unterhalb des Hauses holte sie frische, euterwarme Milch, spielte mit den Tieren und tobte im Stroh herum, wenn der Bauer es nicht sah. Nach dem Abitur war es naheliegend für sie Bauingenieurin zu werden. Genauso selbstverständlich war es für sie nach dem Studium in die Bauausführung als Bauleiterin von öffentlichen Entwässerungsanlagen erfolgreiche eigene Projekte von der Ausführungsplanung, Kalkulation, Vergabe, Ausführung, Überwachung und Abrechnung durchzuführen. Ihr berufliches Leben änderte sich, als die kleine, junge Hauskatze "Klärchen" eines Tages an Katzenschnupfen erkrankte. Frau Fischer ging einige Male mit ihr zum Tierarzt, dieser verordnete mehrfach Antibiotika, die kurzzeitig halfen. Doch der Katze ging es zunehmend schlechter, sie fraß nicht mehr, putzte sich nicht mehr und hockte schwer schnaufend apathisch in der Ecke. Katzenschnupfen kann tödlich sein. Um Klärchen, die sich längst ins Leben und Herz von Frau Fischer geschmust hatte, zu helfen suchte diese nach Lösungen. Ein Buch über Homöopathie in der Tierheilkunde fiel ihr in die Hände, die verabreichten Globuli zeigten zeitnah eine verblüffende Wirkung ohne Nebenwirkungen. Danach wurde Frau Fischer mit allmorgendlichen kleinen "Geschenken" auf der Fußmatte überhäuft. Klärchen lebte noch 13 Jahre ein erfülltes Katzenleben.

Das Denken im Krankheitsfall hat sich für die meisten geändert. Die traditionelle Medizin hat weiter Fortschritte gemacht, aber es gibt auch Schattenseiten. Berichte in der Presse über nicht zielführende Operationen im Rücken, Knie und Hüfte haben Patienten kritischer werden lassen. Die Menschen sind nachdenklicher geworden und die Naturheilkunde hat weiter an Boden gewonnen. Den Körper mit der Seele als Einheit anzunehmen ist schlüssig, denn viele Krankheiten sind als psychosomatisch einzustufen. Der Dialog, den wir mit unserem Körper führen können, hilft uns mehr über den Ablauf seiner Funktionen zu erfahren. Die Zusammenhänge sind oft erstaunlich und faszinierend. Wer bewusst leben möchte, kommt nicht daran vorbei, sich eigenes Wissen

über eine nachhaltige Lebensführung zu verschaffen. Hier kann Manuela Fischer mit einer kritischen Auseinandersetzung über die Schulmedizin hinaus den Horizont erweitern. Heinz Schulze

Dipl.-Ing Manuela Fischer Heilpraktikerin Grevenmühle 3 40882 Ratingen Tel.: 0152 53659365

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Für Manuela Fischer ein überzeugender Beweis für die Wirksamkeit dieser alternativen Medizin und der Auslöser sich intensiver damit zu beschäftigen. Nach einer persönlichen Erkrankung, die ein halbes Jahr schulmedizinisch mit mäßigem Erfolg behandelt wurde, ging auch sie zu einem Heilpraktiker, der überzeugend therapierte. Sie gab ihre sichere Stelle als Ingenieurin auf, wurde Heilpraktikerin und hat diesen Schritt nie bereut. "Das Ganze ist mehr als die Summe der Einzelteile".

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Bürgerverein Ratingen-Homberg Veranstaltungskalender im Homberger Treff: Januar - Februar (Programmänderung vorbehalten) Donnerstag "Vormittags Yoga" neuer Kurs 07.01. Kursangebot 10 mal bis 17.03.2016 11.45 - 13.15 Kosten Mitglieder 75,00 EUR, Nichtmitglieder 93,00 EUR (Altweiber findet kein Training statt) Uhr Anmeldungen bitte unter www.tus-homberg.de Donnerstag "Vormittags QiGong" neuer Kurs 07.01. Do 10 mal bis 17.03.2016 (Altweiber findet kein Training statt) 10.00 - 11.30 Kosten Mitglieder 40,00 EUR, Nichtmitglieder 60,00 EUR Anmeldungen bitte unter www.tus-homberg.de Uhr Dienstag

"Vormittags QiGong" neuer Kurs Di 10 mal bis 15.03.2016 10.00 - 11.30 Kosten Mitglieder 40,00 EUR, Nichtmitglieder 60,00 EUR Anmeldungen bitte unter www.tus-homberg.de Uhr

12.01.

Samstag

16.01.

20.00 Uhr Einlass: 19.00 Uhr Mittwoch

27.01.

19.30 Uhr Sonntag

31.01.

17.00 Uhr

Mittwoch

10.02.

19.30 Uhr Mittwoch

17.02.

19.30 Uhr

"Auf Wolke 4 kann Liebe keine Sünde sein" mit dem Ratinger Tragödchen Ensemble und Rolf Berg Eintritt 10,00 Euro Kartenvorverkauf: Lotto-Postagentur Tekampe, Ostring 1a Kartenreservierung: I. Komossa Tel.: 02102 51366 E-Mail: ingeborg.komossa@gmx.de "Parks und Gärten in Süd- England" Vortrag in englischer Sprache mit Hans Peter Münster Eintritt 4,00 Euro - Voranmeldung nicht erforderlich. "Von Mund zu Ohr" Kurze Szenen nach Texten von Ernst Jandl gespielt von der Theatergruppe DIE KARAWANE (älteste freie Theatergruppe Düsseldorfs) Eintritt 10,00 Euro - Karten an der Tageskasse Voranmeldung nicht erforderlich "Let`s sing!" Gemeinsames Singen mit Birgitta Hansen am Klavier. Eintritt 5,00 Euro - Voranmeldung nicht erforderlich. "Sizilien – Facetten einer Insel" VHS Vortrag mit Karin Horn Entgelt 6,00 Euro - Voranmeldung nicht erforderlich

Bürgerverein Ratingen-Homberg e.V. Homberger Treff Herrnhuter Str. 4 40882 Ratingen Vermietung: Holger Parau: Tel.: 02102 52299 E-Mail: h.parau@t-online.de

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Programminfos: Ingeborg Komossa: Tel.:02102 51366 E-Mail: ingeborg.komossa@gmx.de Sprechzeiten: Mo.-Sa. 10.00-18.00 Uhr, E-Mail jederzeit www.buergerverein-ratingen-homberg.de

Feste Programmangebote Montags: 15:00 - 16:30 Uhr Englischkurs für Personen mit Grundkenntnissen Einstieg jederzeit möglich, 1. Schnupperstunde gratis Auskunft erteilt: Ilse Faschina Tel.: 02102 843482 Montags: 19:00 Uhr Homberger Spieletreff z. B. Doppelkopf, Skat usw. …. 14täglich an den ungeraden Kalenderwochen

Montags: 19:00 - 22:00 Uhr Offener Tanzkreis "Historisches Tanzen" (25.01. und 22.02.2016) Mittwochs: 10:00 - 11:30 Uhr Tanzen hält fit Es werden Kreis-, Reihen- und Meditative Tänze in der Gruppe und ohne festen Partner getanzt. Einstieg jederzeit möglich. Mittwochs: 17:00 - 18:30 Uhr English Conversation Club Meeting point for advanced speakers of the English language. Auskunft erteilt: Frau Renate Gieding Tel.: 02102 5351848 Donnerstags: 15:00 – 17:00 Uhr Schmökern und plaudern Unser "Buchcafé" hat geöffnet. (14.01., 28.01., 11.02. und 25.02.16.) Freitags: 18:00 - 21:00 Uhr Jugendtreff in Homberg-Süd für Jugendliche ab 12 Jahren Kein Jugendtreff während der Schulferien Sonntags: 20:30 Uhr 14tägig Tanzkreis im Homberger Treff Auskunft erteilen: Anja und Wolfgang Kopal Tel.: 02102 895566

Mieten Sie die Räume des Homberger Treffs auch für Ihre Veranstaltungen und private Feiern. Informationen erhalten Sie vom Bürgerverein.


Bürgerverein Ratingen-Homberg Anzeigen

TuS Homberg Kraft-Ausdauer Training Montag/ Halle Nord 11.01.2016 - 14.03.2016 (9x), Uhrzeit: 20:30 Uhr - 22:00 Uhr Kostenfrei für Mitglieder Nichtmitglieder: 45,00 € (Rosenmontag findet kein Training statt) Wirbelsäulengymnastik Montag/ Halle Nord 11.01.2016 -18.04.2016 (12x), Uhrzeit: 18:00 Uhr - 19:00 Uhr Kosten Mitglieder: 10 € Nichtmitglieder: 50,00 € (Rosenmontag findet kein Training statt) Zumba Donnerstag / Halle Nord 07.01.2016 bis 30.06.2016 (22x) Uhrzeit: 20:30 Uhr - 22:00 Uhr Kosten Mitglieder: 66,00 € Nichtmitglieder: 110,00 € (Altweiber findet kein Training statt) Der Homberger 12-01/2016

Yoga Montag/ Lutherhaus Dorfstr. 18.01. / 25.01. / 01.02. / 15.02./ 22.02. / 29.02. / 14.03.2016 (7x), Uhrzeit: 19:30 Uhr - 21:10 Uhr Kosten Mitglieder: 53,00 € Nichtmitglieder: 65,00 € (Rosenmontag findet kein Training statt) Yoga Donnerstag/ Bürgertreff Herrnhuter Str 07.01.2016 bis 17.03.2016 (10x) Uhrzeit: 11:45 Uhr - 13:15 Uhr Kosten Mitglieder 75,00 € Nichtmitglieder 93,00 € (Altweiber findet kein Training statt)

QiGong Dienstag / Bürgertreff Herrnhuter Str. 12.01.2016 - 15.03.2016 (10x) Uhrzeit: 10:00 Uhr - 11:30 Uhr Kosten Mitglieder 40 € Nichtmitglieder 60 € QiGong Mittwoch / Halle Nord 13.01.2016 - 29.06.2016 (23x) Uhrzeit: 20:30 Uhr - 22:00 Uhr Kosten Mitglieder 92 € Nichtmitglieder 138 € QiGong Donnerstag / Bügertreff Herrnhuter Str. 07.01.2016 - 17.03.2016 (10x) Uhrzeit: 10:00 Uhr - 11:30 Uhr Kosten: Mitglieder 40,00 € Nichtmitglieder: 60 € (Altweiber findet kein Training statt)

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TuS Homberg Der Fußballverband mit Peter Frymuth beim TuS Homberg Der TuS Homberg nimmt mit drei Seniorenmannschaften und sechs Jugendmannschaften zurzeit am Spielbetrieb teil.

Sven Hartenfeller und Christian Schmieder stellten die aktuellen Probleme im Seniorenbereich vor. Insbesondere ist die Finanzierung ein großes Thema. Nach dem derzeitigen Plan stehen den Seniorenfußballern in der kommenden Saison weniger finanzielle Mittel vom Gesamtverein zur Verfügung. Die Frage nach der Suche nach Trainern tat sich auf. Angesprochen wurde auch der immense Zeitaufwand, der nebenberuflich kaum zu leisten ist.

Bei den Senioren hat Heribert Bergs den Vorsitz an ein junges Team mit Sven Hartenfeller, Christian Schmieder und Ralf Heinze übergeben. Der Aufgabenbereich für das insgesamt fünfköpfige Führungsteam ist sehr vielfältig. Es geht hier um die Koordination mit dem Gesamtverein, den Spielbetrieb, die Trainer und auch die individuelle Betreuung der einzelnen Spieler.

Beim Jugendfußball gibt es die Problematik, dass besonders bei den jüngeren Mannschaften die Gegner sehr viel besser aufgestellt sind, da sie wegen der Vereinsgröße aus einem viel größeren Potential von Spielern schöpfen können. Hier kann durch eine andere Zuordnung geholfen werden

Um dies professionell neu zu strukturieren, wurde der Fußballverband Niederrhein und die Vertreter des Kreises 1 nach Homberg auf die Platzanlage am Füstingweg eingeladen. Diese kamen auch mit der "ersten Garde", angeführt von Peter Frymuth und seinem Vertreter Jürgen Kreyer vom Fußballverband Niederrhein und Bernd Bierbaum vom Kreis 1 Düsseldorf. Peter Frymuth hatte viele persönliche Erinnerungen an die Platzanlage Homberg, wo es für ihn immer auf dem Aschenplatz 10 Grad kälter als in Düsseldorf war. Nach der Besichtigung der Platzanlage und der

Vorstellung der Teilnehmer wurden die Möglichkeiten diskutiert, wie der Fußballverband die Fußballabteilung unterstützen kann.

Alle Fragen konnten nicht direkt beantwortet werden. Der Fußballverband nannte direkte Ansprechpartner, die vor Ort Hilfestellung leisten können. Es wird aber auch notwendig sein, dass bei dem Neuanfang im Seniorenfußball ein Dialog zur Unterstützung durch den Verein TuS Homberg in Gang kommt. Heinz Schulze

Liebe Leser, Unterstützer der Fußball Senioren des TuS Homberg, gerne möchte ich, Ralf Heinze, Vorstand der Senioren Fußballabteilung des TuS Homberg, mich bei allen Sponsoren ganz herzlich für die Unterstützung bedanken. Der Verein TuS Homberg hofft auch im kommenden Jahr auf weitere Unterstützer des Fußballsports, denn ohne diese geht es leider nicht. Die "Alten Herren" des TuS Homberg suchen neue Spieler im Alter zwischen 35-45 Jahren, die unser Team unterstützen möchten. Es wird immer mittwochs um 19:45 - 21:00 Uhr am Sportplatz, Füstingweg 30 in 40882 Ratingen-Homberg trainiert. Im Namen der Seniorenabteilung des TuS Homberg wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest. Ihr Ralf Heinze

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Handel & Handwerk Ein Unternehmen stellt sich vor - Neuansiedlung im Homberger Gewerbegebiet "Es muss nicht immer Düsseldorf sein", sagten sich die Verantwortlichen der operator Telekommunikation lnternational AG und fanden in Homberg, Am Weinhaus, eine neue Heimat. Die logistisch gute Anbindung an die Autobahnen A3/A44 sowie die Tatsache, dass etliche Mitarbeiter in Ratingen und Umgebung wohnen, gaben letztlich den Ausschlag für Homberg. Das Unternehmen behauptet sich bereits seit 17 Jahren am Markt und bedient Geschäfts- und Privatkunden bundesweit mit Dienstleistungen im Bereich der Telekommunikation mit Festnetz, Datenleitungen und Mobilfunk. Dabei ist die operator AG keinem Anbieter oder Konzern verpflichtet und deshalb in der Lage, in allen Bereichen der Kommunikation Lösungen nach den individuellen Anforderungen ihrer Kunden zu liefern. Der gebündelte Einkauf ermöglicht es zudem die

Produkte zu sehr günstigen Konditionen anzubieten, dabei stehen immer die optimale Versorgung und der persönliche Service im Vordergrund. Im Bereich der Telekommunikation und der IT-Infrastruktur ist es aus Sicht der operator AG sinnvoll individuell zu beraten und das Hauptaugenmerk auf die Bedürfnisse und Anforderungen des einzelnen Kunden zu legen. In der Branche spricht man gerne vom Tarifzwang. Dieser kommt bei uns nicht vor, wir betrachten jeden Kunden individuell und passen unsere Tarife den Bedürfnissen des Kunden an. Dem Kunden wird ein persönlicher Ansprechpartner zur Seite gestellt, der ihn während der Laufzeit des Vertrages begleitet.

reich Telekommunikation und Datenleitung nutzt, um auch hier die Kosten zu minimieren. ln diesem Zusammenhang weist das Unternehmen daraufhin, dass andere Dienstleister 2018 die Möglichkeit über ISDN zu telefonieren beenden, und die bestehenden Verträge bis spätestens zu diesem Zeitpunkt auf Voice over lP-Telefonie umgestellt oder aber gekündigt werden. Operator AG Kunden werden hiervon nicht betroffen sein. Sie haben die Möglichkeit auch über 2018 hinaus über ISDN zu telefonieren.

Bei einer Angebotserstellung wird darüber hinaus darauf geachtet, ob der Interessent eine auf seine Bedürfnisse angepasste Infrastruktur für den Be-

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Dorfleben Das alte katholische Pastorat - Ein neues Dach auf ein denkwürdiges Haus Reinhold Haverkamp, der Kirchenbaumeister von St. Jacobus, kann stolz auf die Erneuerungen der Kirchengebäude in Homberg sein. Zuerst wurde die Kirche St. Jacobus der Ältere nachhaltig saniert, dann der Gemeindesaal und nun steht das Dach des katholischen Pastorats auf dem Erneuerungsprogramm.

die Pastöre störte und sie lieber auf dem eine halbe Stunde Fußweg entfernten Wiedenhof wohnten.

Stolz erscheinen die neuen Dachpfannen in ihrem strahlenden Rot, wie sie in den früheren Jahrhunderten zu sehen waren. Die Denkmalbehörde hatte zugestimmt, und wie schon beim Gemeindesaal, begleitet das Architektenteam Lücker und Beckmann das Projekt. Der Dachdeckermeister Karl Neumann hat die Ausführung übernommen. Hier ist der Fachmann gefragt, denn die Jahre haben die Sparren verändert, aber das neue Dach verlangt nach der planmäßigen ebenen Ausrichtung. Natürlich geht nichts ohne die Denkmalsbehörde, damit auch alles dem früheren Baustil angepasst bleibt.

In dem Jahre 1831 erlebte das katholische Pastorat eine Zeit der Eintracht zwischen den beiden Homberger Kirchengemeinden. So zog auch der evangelische Pfarrer, Pastor Hesselmann mit seiner Familie ebenfalls in das katholische Pastorat, da zu der Zeit ihm ein neues Pfarrhaus gebaut wurde. Hier lebte er friedlich Seite an Seite mit dem katholischen Pfarrer Bernhard Lücker. In Erinnerung daran gab es einen Kranz mit der Inschrift: "Siehe, wie fein und lieblich ist`s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen."

Es ist eines der schönsten historischen Gebäude in Homberg am Grashofweg. Geschichtlich lässt es sich nicht genau fassen. Der "Kleine Grashof" mit dem Haus und Garten stammte aus einem Lehen des Abts von Werden und wurde dem katholischen Pastor Kaff 1739 zur Verpachtung angeboten, damit er eine "Behausung" in der Nähe der Kirche hatte. Trotzdem wird angezweifelt, dass in den folgenden Jahrzehnten, Pfarrer Kaff und seine Nachfolger das Haus auch nutzten, da der Lärm der Schulkinder Anzeigen

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Urkundlich ist das Gebäude mit der Jahreszahl 1662 versehen und es existiert noch eine Durchreiche am Haus, für Proviant und den Stempel der Pilger auf dem Jakobsweg.

Dies war nicht immer so, denn zwischen den beiden Kirchengemeinden traten des Öfteren in früheren Jahren Spannungen auf. Diese ergaben sich bei dem gemeinsamen Friedhof, der später getrennt war und mit einer Mauer versehen wurde. Es wurde beklagt, dass während der Predigt des katholischen Geistlichen, bei der auch Reformierte und Lutheraner gescholten wurden, die Protestanten auf dem Markt nicht ihre Häupter entblößten. Die evangelischen Mitglieder durften anfänglich den katholischen Glockenturm nutzen, dazu wurde extra eine


Dorfleben Das alte katholische Pastorat - Ein neues Dach auf ein denkwürdiges Haus seitliche Tür in die Kirche eingebaut, damit die Andersgläubigen nicht das Hauptgebäude der katholischen Kirche betraten.

studiert, war in Kamp-Linfort im Bergwerk unter Tage tätig, ist nach längerem beruflichen Aufenthalt in einer Consulting Firma in Kassel selbständig im Umweltschutz tätig. Das alte Pastorat mit den Wänden aus Lehm und Weiden hat ein angenehmes Raumklima und bietet den willkommenen Gegensatz zu all dem, was heute effektiv mit hohem technischen Einsatz eingesetzt wird, aber auch nicht ohne Schaden für die Umwelt hergestellt werden kann.

Dieses frühere Gegeneinander ist mittlerweile Vergangenheit. Das ökumenische Pfarrfest, das alljährlich stattfindet, ist das herausragende Beispiel, bei dem beide Homberger Gemeinden aktiv mit einem ökumenischen Gottesdienst beteiligt sind. Im Jahre 1974 wurde von den damaligen Chorleitern, Rosel Schroeder und Hans Isenberg, die Chöre der beiden Kirchen für das Weihnachtskonzert zusammengelegt und dies ist zu einer festen Institution geworden. Hans Isenberg war Lehrer an der Grundschule in Homberg und Pfarrer Kotters war froh, dass er einen Organisten und Chorleiter für Homberg gefunden hatte. Die Familie Isenberg mit Frau Helga und den Kindern Lisa, Matthias und Katherina lebten in dem alten Pastorat. Das Haus atmete aus den Poren der Vergangenheit mit den

herrlich schiefen Böden und auch der große Garten mit der Weißdornhecke lud zum Entspannen ein.

So sollten wir uns an dem alten Pastorat mit seinem niederbergischen Charme in seinem neuen Glanz erfreuen, wohlweislich, dass in diesem Umfeld im Namen von höheren Mächten die Menschen sich aus heutiger Sicht viele unnütze Gefechte geliefert haben. Heinz Schulze

Seit elf Jahren wohnt nun Dr. Peter Michels mit seiner Familie in dem Pastorat. In Aachen hat er Bergbau

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Dorfleben Leuchtenstreit vor Gericht Am 23. November fand die nicht öffentliche Anhörung zur Musterklage beim Verwaltungsgericht in Düsseldorf statt. Die IG Leuchten mit ihrem Kläger, Herrn Hospes ,war mit vier Personen vertreten, die Stadt Ratingen hatte eine Abordnung von insgesamt 7 Personen entsandt. Der Verwaltungsrechtsanwalt Schmitz, im Vorfeld von unserem Herrn Bürgermeister Pesch als neutraler Gutachter benannt, wurde als Beistand der Stadt angekündigt. Der Termin diente überwiegend dazu, die Knackpunkte zu erörtern und entsprechend mündlich zu untermauern. Geführt wurde das Gespräch von der Verwaltungsrichterin Frau Kraus, die sehr gut im Thema steckte. Aufgrund der komplexen Thematik und der schwierigen rechtlichen Situation wird das Urteil von einer Kammer gefällt, das bedeutet, dass ein Gremium von drei hauptamtlichen und zwei ehrenamtlichen Richtern zu einem Urteil kommen wird. Der Termin zur öffent-

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herzlich ein vorbeizukommen und uns zu unterstützen.

© IG Leuchten v.l.n.r.: Heinz-Günter Grollmann, Gabriele Mirgel, Dieter Blees, Bettina Reinkenobbe, Markus Hoffmann, Hans Jürgen Hospes

lichen mündlichen Verhandlung findet statt am: 11. Januar 2016 , um 10.00 Uhr im Verwaltungsgericht Düsseldorf, Bastionstraße 39, 40213 Düsseldorf Sitzungssaal III Raum 240 Da es eine öffentliche Anhörung ist, laden wir alle interessierten Bürger

Die wichtigsten Punkte in diesem Streitfall sind weiterhin der Lichtliefervertrag, die Notwendigkeit / Erforderlichkeit und die zu hohen Kosten bzw. Wirtschaftlichkeit. Es bleibt abzuwarten, inwieweit diese Punkte vom Gericht gewürdigt werden. Unsere Erwartungshaltung: Dass alle offenen Fragen verständlich beantwortet werden und am Ende des Tages für alle Parteien ein nachvollziehbares Urteil gefällt wird. Trotzdem ist es sehr schwer abzuschätzen, wo die Reise hingeht. Wir wünschen allen Freunden, Mitstreitern, Nachbarn, Interessierten und auch Gegnern ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch mit viel Gesundheit fürs kommende Jahr 2016. IG Leuchten


Eindrücke aus der Vorweihnachtszeit Sankt Martin zieht durch Homberg Zuvor fand die Laternenausstellung in der Grundschule statt Abends, wenn es dunkel wird… - unter diesem Motto fand am Mittwoch, 11. November 2015, das Martinsfest mit Laternenumzug der Christian-Morgenstern-Schule statt. Hinter Sankt Martin, dieses Jahr begleitet von einem kleinen Pony, zogen die Schulkinder der ersten bis vierten Klasse. Zahlreiche Gäste schlossen sich dem Laternenzug hinter der Gästelaterne an. Begleitet von drei Musikkapellen fiel es allen leicht, die vielen Martinsund Laternenlieder zu singen.

Fackelausstellung verzaubert Traditionell fand vor dem Sankt-Martins-Umzug am 6. November die Fackelausstellung statt: Die Klassen hatten die Laternen nach einem Motto gebastelt und die Klassenräume dem Motto entsprechend dekoriert: die ersten Klassen widmeten sich dem Herbst, die Klasse 2a zauberte Sonne, Mond und Sterne in den Raum und in der Klasse 2b ritt schon mal Sankt Martin. Die 3. Klassen entführten die Besucher in den Eulenwald, unter die Erde zu Kristallen und ins Regenbogenland. Vom Regenbogen ging es mit den 4. Klassen noch einmal ins Weltall und zu den Sternen. Alle Kinder und Klassen verzauberten ihre Besucher. Die Eltern der Grundschüler sorgten für Speis und Trank und füllten damit die Kasse der Schulpflegschaft für weitere Projekte.

Auch in diesem Jahr schmückten von der Mozart-, Schumann- und Dorfstraße über die Feuerwehrwache bis zur Ulmenstraße viele Hombergerinnen und Homberger ihre Vorgärten und grüßten somit Sankt Martin und die Kinder überaus freundlich. Auf dem Schulhof der Christian-Morgenstern-Schule teilte Sankt Martin den Mantel mit dem Bettler. Die Kinder, Eltern und auch die Organisatoren des diesjährigen Martinsfestes danken recht herzlich allen Homberger Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmern, die den Laternenumzug und eine vollgefüllte Martinstüte mit ihren großzügigen Geld- wie Sachspenden ermöglicht haben. Das Fest klang gemütlich am Feuer mit Glühwein und Weckmännern aus. Ein herzliches Dankeschön richtet sich an alle diejenigen, die den diesjährigen Martinszug unterstützt haben.

Christian Morgenstern Schule i.A. Beatrice Liebeheim & Helene Wotruba für die Schulpflegschaft Ulmenstraße 3 40882 Ratingen © Liebeheim

Telefon: 0151/ 55 11 74 50 E-Mail: info@liebeheim.de

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Eindrücke aus der Vorweihnachtszeit In Homberg kommt der Nikolaus mit der Feuerwehr Schon seit 2011 verwandelt sich in der Vorweihnachtszeit der Parkplatz des Homberger Geschäftszentrums "Neue Mitte" zu einer Stätte des gemütlichen Beisammenseins. So war es auch in diesem Jahr wieder, als am 04.12. das allseits beliebte Homberger Lichterfest veranstaltet wurde. Zur Unterhaltung der Besucher wurde ein vielfältiges Angebot auf die Beine gestellt. Viele Händler boten an ihren Ständen ihre Waren an, um z.B. schönen Schmuck, phantasievolle Skulpturen oder kuschelige Filzpantoffeln zu verkaufen. Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz. Reibekuchen, Glühwein, Pilze und Punsch waren nur einige der Köstlichkeiten bei denen sich vor den Verkaufsständen lange Schlangen bildeten. Zur Freude der vielen kleinen Besucher hatte auch der Nikolaus das Homberger Lichterfest wieder groß in seinem Kalender markiert. Er ließ sich zu diesem Anlass in diesem Jahr etwas ganz Besonderes einfallen. Die Augen der Kinder wurden sichtlich groß, als ein großes rotes Feuerwehrauto mit Sirene und Blaulicht auf den Ostring abbog, um den Nikolaus an Ort und Stelle abzusetzen. Dieser nahm sich viel Zeit, um den Kleinen die Hand zu reichen oder mit ihnen eine kurze Unterhaltung zu führen. Zum Ende hatte er für jedes Kind eine kleine Geschenktüte parat. Das war sicherlich das Highlight des Abends. "Für uns Geschäftsleute ist dieses Fest das Event des Jahres", sagte eine hocherfreute Jutta Deselaers, die einmal mehr die Leitung der Organisation übernommen hatte. "Mit diesem Fest, wollen wir den Hombergern etwas zurückgeben. Wir bringen damit unsere Verbundenheit mit den Leuten und diesem Ort zum Ausdruck". Zahlreiche Leute umarmten sich auf dem Lichterfest, lachten gemeinsam und erfreuten sich bei einem Becher Glühwein oder leckerem Essen an der heimeligen und liebevollen Atmosphäre. Ein großes Dankeschön gebührt deshalb allen Organisatoren, Unternehmern und Vereinen, die wieder einmal keine Kosten und Mühen scheuten, um den Hombergern diese tolle Möglichkeit der Zusammenkunft zu ermöglichen. Viele freuen sich bestimmt schon auf nächstes Jahr, wenn der Nikolaus wieder mit seinem Feuerwehrauto nach Homberg kommt. Sebastian Berein Anzeigen

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Eindrücke aus der Vorweihnachtszeit Weihnachtsmarkt im Homberger Treff In den letzten Jahren hatte Ingeborg Komossa zu Weihnachten einen Kunstmarkt im Homberger Treff zusammengestellt. Diesmal war es ein Weihnachtsmarkt. Vor dem Eingang konnte man Weihnachtsbäume erwerben und es gab im Zelt Glühwein von sogar vier Homberger Nikoläusen mit Arthur Lenhardt, Klaus Komossa, Helmuth Geiger und Klaus Hellwig. Damit war schon für prächtige Stimmung gesorgt. In den Räumen des Homberger Treffs war dann ein Angebot von allem, womit man sich das Weihnachtsfest verschönern kann. Fleißige Hände hatten Sterne, Lichter, Tifannyarbeiten, Schmuck, Stricksachen und Aquarelle hergestellt. Alles liebevoll aufgebaut ließen sie den Raum in einem vorweihnachtlichen Glanz erscheinen. Schönes aus Holz gab es von Inge Elbes mit Kerzen gestaltet aus Aststücken und als Docht eine Flamme aus Eisen geformt. Ulla Brinkmann aus Homberg zeigte ihre Tifannyarbeiten. Besonders beachtenswert waren die Skulpturen von Sabine Wauschkuhn, die aus Filz Modelle von Engeln und Köpfen herstellte. Ein Handwerk, das sehr viel Fingerfertigkeit und Akkuratesse erfordert. Dann auch der Stand von Uschi und Günter Schwind, die aus Holz zusammen fügbare Skulpturen fertigen. Die Weihnachtszeit ist die Zeit der Muße und der Geschenke. Hier beim Homberger Treff war es auch das Gespräch mit den Ausstellern, wie man mit viel Geschicklichkeit und der notwendigen Liebe zum Material Dinge herstellen kann, die dann auch in ihrer Urtümlichkeit einen positiven Akzent zum Weihnachtsfest beitragen. Heinz Schulze

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Eindrücke aus der Vorweihnachtszeit Der Adventsbasar der Homberger Kirchen Die beiden Homberger Kirchengemeinden gaben auch in diesem Jahr Gelegenheit sich am ersten Advent auf den Weihnachtsbasaren sich auf das kommende Weihnachtsfest einzustimmen. Im Luthersaal lag die Organisation wie schon seit 15 Jahren bei Frau Heide von Raison. Es gab köstlichen Kuchen und genügend Gelegenheit selbst gefertigte Dekorationen oder Weihnachtsgeschenke mit nach Hause zu nehmen. Hildegard Weinbrenner bot Möglichkeiten von alternativen Geschenken aus der "Dritten Welt" an. Im Luthersaal wurden die Kinder mit Kasperletheater unterhalten. Danach konnte mit Messdienern und Mitgliedern der KITA St. Jacobus gebastelt werden. Der Organist David Grealy, der seit September als Organist in der katholischen Kirche tätig ist, lud zum offenen Singen ein. Nach der Abendmesse klang der Abend traditionell mit Weihnachtsgeschichten vorgetragen von Andrea Weyergraf-Hahn und Christel Lueb-Pietron aus. Redaktion

Weihnachten in der modernen Kunst - Ein Buch von Dr. Kurt Peter Gertz Es ist kein Geheimnis, dass der ehemalige Pfarrer der Kirche St. Jacobus der Ältere ein großes Interesse für die Kunst hat. Diesmal überraschte er vor der Adventszeit mit der Veröffentlichung des Buches "Weihnachten in der modernen Kunst". Bei der Vorstellung des Buches im Jacobussaal zeigte sich, dass die Bilder von dem Autor vorzüglich ausgewählt wurden. Die ausführlichen Texte, die Dr. Kurt Peter Gertz zu den 30 Bildern verfasst hat, ermöglichen dem Betrachter einen umfassenden Aufschluss der künstlerischen Motive und Sinnzusammenhänge der Bilder. Besser als Dr. Kurt-Peter Gertz kann man die Arbeit der Künstler im Zusammenspiel von Bild und Text nicht formulieren: "Dabei kann verallgemeinernd festgestellt werden, dass es den Künstlern kaum oder nur zaghaft darum ging, den göttlichen Aspekt, das Inkarnationsgeschehen dieser Texte umzusetzen, sondern es ging um die allgemein-menschlichen Phänomene von Glück und Leid, von Schwierigkeiten und Chancen eines Neubeginns, vom Zauber einer Geburt, von Mütterglück und Mutterleid, von menschlichen Lebenswegen und Begegnungen, von Ausgrenzung und Verfolgung, von den Möglichkeiten und Schwierigkeiten einer Überschreitung der sichtbaren Wirklichkeiten. Generell wird das Göttliche der biblischen Texte profaniert, der Himmel auf die Erde geholt, das Sakrale ins Humanum überführt." Diese Einführung macht neugierig, sie hilft die Welt der Künstler zu öffnen und nachzuvollziehen und in der Vielfältigkeit der Interpretationen das Spektrum der modernen Kunst zu diesem Thema wirksam werden zu lassen. Heinz Schulze Anzeige

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Eindrücke aus der Vorweihnachtszeit Zum 41. Mal "Musik zum Advent" Das ökumenische Konzert der Homberger Chöre und Instrumentalkreise, das in diesem Jahr in der Kirche St. Jacobus d. Ä. stattfand, ist ein Spiegelbild der musikalischen Aktivitäten des Homberger Musiklebens. Beim Betreten der Kirche fiel dem Besucher auf, dass die Krippe trotz der Adventszeit noch nicht aufgestellt war. Das war dem Raumbedarf der Chöre geschuldet. Es fehlte somit ein Teil der Adventsatmosphäre, zumal draußen noch ein stürmischer Wind herrschte. Für weihnachtliche Stimmung sorgten jedoch umgehend die musikalischen Darbietungen, denn eröffnet wurde das Konzert vom Posaunenchor mit dem bewegenden Lied "Macht hoch die Tür, die Tor‘ macht weit" unter Begleitung von der Orgel und den Stimmen der Besucher. Danach begrüßte Meinhard Trennhaus, als Vorsitzender des Jacobus-Chores, alle Besucher und die aktiven Musikanten. Bei den Darbietungen der Chöre agierte Björn Schulz in doppelter Funktion als Leiter des Chores der Christuskirche und des Jacobus Chores. Auch beteiligt war der Chor TAKTvoll unter der Leitung von David Grealy. Dazu spielten der evangelische Instrumentalkreis (Ltg. R. Schröder), das Homberger Barockensemble (Ltg. J .Beurlen), der ökumenische Blockflötenkreis (Ltg. M. Feuerstein/A. Nolte) und der evangelische Posaunenchor (Ltg. D. Vogelbusch).

© Pietron

Pfarrer Füsgen trug einen Text aus dem Buch des Propheten Sacharja (9,9f) vor, in dem die Hoffnung auf das Kommen und Wirken des "Erlösers" beschrieben ist. Zum Abschluss erklang das Chorlied "die Himmel rühmen" und krönte einen bewegenden musikalischen Abend, der allen Beteiligten gefallen und sie auf eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit eingestimmt hat. US

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Eindrücke aus der Vorweihnachtszeit Weihnachtsmärchen - Der dicke fette Pfannkuchen bei Bruhy Bis auf den letzten Platz besetzt war die Verkaufshalle beim Autohaus Bruhy mit mehr als drei hundert Kindern. Christian Schweiger vom Seifenblasentheater erzählte die Geschichte vom dicken fetten Pfannkuchen. Als Tante Mimi den Pfannkuchen bereitete, hüpfte dieser der alten dicken Tante aus der Pfanne und lief in die Welt hinein um ein großes Abenteuer zu erleben. Er traf auf das mäklige Kaninchen, das verfressene Schwein und den glücklosen Angler. Dann doch zu guter Letzt traf er auf die Kinder Katrin und Hans, die wirklich Hunger hatten, und denen er sich mit der Aufforderung ihn mit anderen Kindern zu teilen, zum Verzehr hingab. Christian Schweiger verteilte dann noch Rezepte für Pfannkuchen an alle, die durch die Aufführung Appetit bekommen hatten. Frank Bruhy freute sich bei der zwanzigsten vorweihnachtlichem Vorführung des Puppentheaters in seinem Autohaus über die Einnahmen von 712 Euro, die er der Kindernothilfe für Unterstützung nach dem Erdbeben in Nepal zukommen lassen wird. Redaktion

Orgelkonzert in Homberg Die Kreiskantorin des Kirchenkreises Düsseldorf Mettmann, Roselies Evang, hat in diesem Jahr bereits zwölf Benefizkonzerte zugunsten der romantischen Orgel in der Christuskirche in Homberg organisiert. Diesmal waren die Besucher am dritten Adventssonntag zu Stücken aus Barock und Romantik eingeladen. Wegen der Erkrankung des Kirchenmusikdirektors Ulrich Cyganek vertrat Kirchendirektor Johannes Quack aus Köln den Organisten. Der Erlös der Benefiz-Orgelkonzertreihe ist für die Instandsetzung der Orgel aus dem Jahre 1912 vorgesehen. An der Ostwand der Christuskirche Homberg bildet die Orgel zusammen mit Altar und Kanzlei die sogenannte "Bergische Dreieinigkeit". Als einzig erhaltene romantische Orgel im Kirchenkreis Düsseldorf Mettmann wurde sie 1993 unter Denkmalschutz gestellt. Fast alle Kirchengemeinden des Kirchenkreises haben sich an der Spendenaktion zur Restaurierung der Orgel beteiligt. Bisher sind 140.000 Euro von Spendern und durch die Konzertveranstaltungen eingegangen. Für die Renovierung werden 200.000 Euro benötigt. Die Organisatoren hoffen stark, dass die Restsumme noch eingeht. Wer spenden möchte: Romantische Orgel Christuskirche, IBAN: DE 54 3345 0000 0042 1353 43

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Veranstaltungen - Rückblick Keine Champions League im Homberger Treff – Vortrag über Migration in Europa bringt nur wenig neue Erkenntnisse Nass-kaltes Wetter, ein höchst kontroverses Thema und dann auch noch Champions League im ZDF. Wahrlich keine guten Voraussetzungen für Dr. Stefan Roggenbuck, der am 25.11.2015 über Migration in Europa sprechen wollte. Dennoch fanden zehn wissbegierige Zuhörer den Weg in den Homberger Treff, um sich vom studierten Soziologen informieren zu lassen. Anders als vermutet, handelte es sich bei dem Vortrag des gebürtigen Gelsenkircheners jedoch weniger um eine kritische Auseinandersetzung mit der aktuellen Flüchtlingssituation in Europa, als vielmehr um einen Tatsachenbericht, welcher auf seinen eigens gesammelten Erfahrungen durch Reisen nach Italien, Spanien, Frankreich und den Niederlanden beruhte. Im letzten Teil seiner Ausführungen kam er auch auf die Migrationssituation in Deutschland zu sprechen, anhand der Beispiele Berlin und dem nicht weit von Homberg entfernten Ruhrgebiet. Dr. Roggenbuck hatte viel zu erzählen. Über sich selbst und seine Familie. Über Migranten, die er auf seinen Reisen kennenlernen durfte oder über unzumutbare Wohn- und Arbeitsverhältnisse für Zuwanderer in Westeuropa. Nebenher zeigte der Referent eine Fotostrecke, die seine Argumente verdeutlichen sollte. Aus der Fülle von Fotos und Informationen, war die Quintessenz des Vortrages schnell erschlossen. Migration ist ein allgegenwärtiges Phänomen, das nicht erst seit der aktuellen Flüchtlingskrise aufkommt, sondern schon viele tausende Jahre zurück reicht. Dabei haben sich die Gründe für Aus- bzw. Einwanderung nicht geändert, sind es nach wie vor Kriege, Religionskriege, Vertreibung, Armut und Hunger, die die Menschen überwiegend aus Afrika, dem Balkan und Vorderasien nach Europa treiben. Interessant wurde es an der Stelle, an der der Recklinghausener von seinen Erfahrungen mit Zuwanderung in Deutschland zu sprechen kam. Hier stellte er bei seinen Studien zunehmend fest, dass sich Integration hierzulande zu einem echten Problem ausweitet. Dies machte er anhand mehrerer kultureller Beispiele deutlich, wie die fortschreitende Entwicklung von Parallelgesellschaften in sozial schwachen Migranten-Vierteln oder das wachsende arabische Clanwesen, 26

vorwiegend im Ruhrgebiet, Berlin und Bremen. Auch die ansteigende Zahl unterschiedlicher Glaubensrichtungen des Islams und dadurch resultierende interreligiöse Konflikte, berge die Gefahr eines Anstiegs paralleler Strukturen und Kriminalität. Der Referent wusste allerdings auch von positiven Beispielen zu berichten. Z. B. von türkischen Einwanderern, die heute in der 3. Generation in Deutschland leben und einen türkischen Supermarkt oder Friseursalon betreiben. Insgesamt seien die Integrationsprobleme jedoch eklatant. So habe es die deutsche Politik versäumt, sich rechtzeitig als Einwanderungsland zu bezeichnen und Migration als Chance für eine kulturelle Bereicherung in Deutschland zu verstehen. Erste Reformen seien erst vor neun Jahren entstanden, die im Zuge der aktuellen Flüchtlingskrise überarbeitet würden. Für den Soziologen jedoch, der selbst mit einer peruanischen Frau verheiratet ist, ein zu spätes Einlenken. Die Folge davon seien Mitbürger mit Migrationshintergrund, die sich selbst nach 50 Jahren in Deutschland nicht willkommen fühlten und in eine Identitätskrise verfallen, die sogar bis in die 3. Generation Wirkung zeige. Ähnliche Tendenzen seien in ganz Westeuropa zu beobachten. Dementsprechend fällt am Ende seines Vortrages auch sein Fazit aus, in dem er die westlichen Länder als Einwanderungsregion ohne Konzepte bezeichnete, mit der Folge von sozialer Segregation, Politikverdrossenheit und ansteigendem Rechtspopulismus in Europa. Zuwanderung müsse mithilfe eigener EU-Ministerien erforscht, gesteuert und professionalisiert werden. Die Integrationsdebatte solle gleichzeitig auch eine Wertediskussion sein, die das multi-ethnische-religiöse Zusammenleben fördere.

Zusammengefasst: Der Bürgervereinhatte sich mit Dr. Stefan Roggenbuck einen wahren Kosmopoliten in den Homberger Treff eingeladen, der es jedoch versäumte konkrete Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Seinen Tatsachenbericht nutzte er dazu, seine Beobachtungen vorzustellen. Die geäußerte Kritik kam deshalb nur sehr verhalten und selten konstruktiv rüber. Zudem förderte sein Vortrag nicht viel Neues zu Tage. Aufgrund der Aktualität und der stetigen Brisanz wäre es daher doch wünschenswert gewesen, er hätte seinen Schwerpunkt auf die aktuelle Flüchtlingssituation gelegt. Gerade von jemandem, der sich nachweislich mit anderen religiösen Kulturen in Deutschland auseinandersetzt und für den die Schwierigkeiten des Multikulturalismus bekannt sind, hatte ich mir mehr erhofft, als den banalen Fingerzeig auf die westeuropäische Lage. So gab’s meiner Meinung nach die Champions League an diesem Abend doch nur im ZDF. Schade! Sebastian Berein

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Veranstaltungen - Rückblick Susanne Großmann im "Essgold" Wieder einmal gab es im "Essgold" in Homberg neben Delikatessen für den Gaumen einen außergewöhnlichen Musikgenuss mit der Sängerin Susanne Großmann und ihrer Band. Die Sängerin Susannne Großmann mit ihrem Charme und den Geschichten um ihre Heimatstadtstadt Leipzig berührte das Publikum mit der Spontanität ihres Vortrages. Mit ihrem Motto: "What’s worth a future without knowing where you’re coming from?" zeigte sie die enge Verbundenheit zu ihrer Heimat im östlichen Teil Deutschlands. Alles ein wenig provinziell, aber trotzdem sehr liebenswert. Gemeinsam mit Hendrik Krause (bass), Jonas Dorn (guitar) und Julius Kraft (drums) entstand ein Bandsound aus Pop, Folk und Jazz, der mit Emotion und der gefühlvollen Stimme der Sängerin vorgetragen wurde. Die Veranstaltung von Musikveranstaltungen unter der Schirmherrschaft der Kulturinitiative "Stadtklang" aus Düsseldorf ist zu einem festen Programmpunkt im "Essgold" in Homberg geworden.Eine schöne Gelegenheit um Musik und gutes Essen in einer angenehmen Atmosphäre. Redaktion

Benefizkonzert mit Thomas Beckmann im Homberger Treff Der Homberger Treff war schon wochenlang ausgebucht. Durch den persönlichen Kontakt der Familie Thorwirth aus Homberg war es gelungen den Cellisten Thomas Beckmann zu einem Konzert in Homberg zu bewegen. Dr. Gerhard Siegfried, der Vorsitzende, war sichtlich bewegt und Rainer Vogt als Vertreter des Schirmherrn, Bürgermeister Klaus Pesch, würdigte das Engagement des Künstlers in Bezug auf die Obdachlosenhilfe und den Arbeitskreis Flüchtlingshilfe Homberg. Die Einnahmen des Konzertes wurden je zur Hälfte der Obdachlosenhilfe und der Flüchtlingshilfe aufgeteilt. Frau Rosel Schroeder ging im Anschluss auf die besondere Situation bei der Betreuung der Flüchtlinge in Homberg ein. Mit 20 ehrenamtlichen Helfern werden die Flüchtlinge bei Arztbesuchen und Behördengängen betreut. Die Kinder werden bei Schulaufgaben und Sportaktivitäten betreut. Das Konzert des Cellisten Thomas Beckmann wurde dann ein wahrer Musikgenuss. Nicht nur das virtuose Spiel auf dem Cello, sondern auch die informativen und sehr sympathisch vorgetragenen Anmerkungen zu den gespielten Musikstücken bereicherten den Abend. So erfuhr man, dass die Pieces en concert von Francois Couperin schon Kennedy begeisterten, als sie vor dem Weißen Haus vorgespielt wurden. Wer hätte gewusst, dass Fritz Kreißler bei den Wiener Konzerten auf seiner alten böhmischen Geige spielte, um seine Stradivaris zu schonen und dass Charly Chaplin eigentlich Cellist werden wollte und seine Filmmusiken selber komponierte. Als Thomas Beckmann nach zwei furiosen Zugaben, als Erinnerung an seine verstorbene Mutter noch deren Lieblingszugabe, ein ruhiges Stück spielte, öffneten sich die Herzen der Zuhörer und sie spendeten stehend Applaus. Redaktion Anzeigen

Der Homberger 12-01/2016

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Veranstaltungen - Rückblick "Ende der Sommerzeit" - Das Duo Mascaron Perplex im Homberger Treff Der Besuch des Kabarettistenduos Mascaron Perplex im Homberger Treff hatte sich gelohnt. Dahinter verbergen sich Utz Peter Greis und Jan Wignand, die auf trockene skurrile Art Absurditäten des Zeitgeschehens parodierten. Themen gab es genügend. So die Auseinandersetzung mit dem Straßenverkehr und natürlich die Auseinandersetzung mit dem Smartphone. Für alles gibt es eine "App" und notfalls hilft das Internet. Eine Überforderung kann es nicht geben, da die Antwort ja immer wieder per Klick übermittelt wird. So kam es auch zum Lobgesang auf den Fortschritt mit dem Motto: "der Fortschritt schreitet fort, Augen zu und durch". Utz Peter Greis zeigte dazu seine Cartoons und Jan Wignand sorgte für die musikalische Untermalung. Der Witz ist das Erdgeschoss des Humors, die Satire der erste Stock, die Ironie der zweite, der Sarkasmus das Mansardenstübchen meinte schon der Schriftsteller Karl Kraus. Das Duo Mascaron Perplex war an diesem Abend in allen Etagen zu Hause. Heinz Schulze

Oktoberfest im Homberger Treff - "Wiesen-Stimmung" im Bürgerverein Am 17. Oktober gab es zwei Gründe für den Bürgerverein um richtig zu feiern. Vor fünf Jahren wurde der Bürgerverein gegründet und seitdem ist der Bürgertreff eine Erfolgsstory. Es wurde das ehemalige ev. Gemeindezentrum renoviert und technisch mit neuer Beleuchtung und Lautsprecheranlage auf Stand gebracht. Die Mitgliederzahl stieg mit den Jahren von 27 auf 333. Da war Dr. Siegfried sichtlich erfreut und die Heiligenhauser Coverband die "Notenlosen" brachte die Gäste schnell Stimmung. Eine große Anzahl der Gäste hatte sich auch zünftig mit Lederhosen und Dirndl dem Motto der Veranstaltung entsprechend gekleidet. Es gab auch Wiesenbier, so dass man dem rheinischen Publikum die oft festzustellende Reserviertheit gegenüber der bayrischen Lebensart nicht vorwerfen konnte. Als besonderes Schmankerl erschien der Sänger Heinz aus Ratingen und lud mit Liedern aus der Region die Anwesenden zum Schunkeln ein. Da durfte natürlich auch eine Polonaise nicht fehlen. Auch Bürgermeister Diedrich schaute im Bürgertreff vorbei und war schnell von der guten Stimmung angetan. Es wurde noch bis in die späten Nachtstunden gefeiert und die Homberger zeigten, dass der Weißwurstäquator keine Grenze für den Frohsinn darstellt. Anzeige

Der Homberger 12-01/2016

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Veranstaltungen - Rückblick Hoppeditz Erwachen bei Bruhy - Klaus Witzel brillierte mit einem außergewöhnlichen Vortrag Die Homberger Feetze haben seit ihrer Gründung im Jahre 1987 nicht an Schwung verloren. Die Veranstaltungen insbesondere das Hoppeditz Erwachen und der große Karnevalsball haben mittlerweile schon Kultcharakter. Gemessen an den begrenzten Räumlichkeiten wird ein Programm geboten, das von der Darstellung und vom Inhalt ein weitaus größeres Publikum verdient hätte.

Dazu sind alle Voraussetzungen für die neue Session geschaffen. Mit dem Motto "Flower-Power weit und breit, Feetze wie zur Hippiezeit" wird es am 23. Januar 2016 einen bunten Festball geben. Brigitte Seibt wurde für ihre 18-jährige Tätigkeit im Vorstand ausgezeichnet und mit der Ehrenmitgliedschaft belohnt. Als "Eisbrecher" fungierten die Roten Funken aus Ratingen mit ihrer Tanzgarde und den Sängern vom Hahnenschrei, die mit ihren Liedern die Karnevalssession in Homberg vier Tage vor dem 11.11. aufleben ließen. Zum Abschluss lud die Band vom KG Regenbogen aus Düsseldorf noch einmal kräftig zum Mitsingen ein, wozu die Homberger sich nicht lange auffordern ließen.

Absolutes "Highlight" der Veranstaltung zum Hoppeditz Erwachen war der Vortrag von Klaus Witzel. Da konnte man die berühmte Stecknadel fallen hören, denn so gespannt war die Narrenschaft darauf, was in dem letzten Jahr an Kritikwürdigem aus Sicht des Hoppeditz geschehen ist. So machte sich der Hoppeditz Sorgen, dass in Ratingen beim Abriss des Rathauses das hässlichste Stück stehen gelassen wurde. Hoffentlich sei dies kein Versehen und am Düsseldorfer Platz werde so viel geplant mit Glas und Licht, dass man schon denken könnte, hier sollte ein Flughafen wie in Berlin entstehen. Einem Tsunami gleich sah der Hoppeditz die Veränderungen mit den Ereignissen bei den Flüchtlingsbewegungen in Europa. Die europäische Gemeinsamkeit ist dahin, Großbritannien macht die Grenzen dicht, die Ungarn bauen einen Zaun. Die Deutschen haben genug Waffen produziert, mit denen die IS Narren den halben Osten massakrieren.

damit ihn jeder sah und verspottete mit Wonne die Menschen. Klaus Witzel hatte die Themen des letzten Jahres auf den Punkt gebracht. Ansonsten kamen die Homberger Feetze seiner Aufforderung nach, die Heiterkeit im Karneval zu nutzen, um sich ab und zu krank zu lachen.

Orden gab es auch diesmal reichlich. Für das neue Prinzenpaar der Stadt Ratingen, Renate und Peter Krümel, aber auch für Frau Diedrich und Herrn Fiebig von der Flüchtlingshilfe, die sich auch noch einmal für die große Unterstützung bei ihrer Arbeit bedankten. Auch "Der Homberger" bekam einen Orden mit der Maßgabe einer positiven Berichterstattung, was hiermit wohl auskömmlich gelungen ist. Heinz Schulze

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Der Vorwurf endet in der Feststellung "Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten". In Deutschland wird nun in die Hände gespuckt, die Kanzlerin vorne weg, aber schon Helmut Kohl hat festgestellt, dass die Probleme der Welt sich nicht alleine in der Bundesrepublik lösen lassen. Auch in Homberg wird unkonventionell Flüchtlingshilfe praktiziert, und hier sind mit Schroeder zwei Namen, einer mit ö und mit oe, was sich nicht so gut reimen lasse. Der Hoppeditz, der ist erwacht und hat sich viele Gedanken gemacht. Im Mittelalter war es der Schalk, der auf dem Marktplatz die Leute traf, um die Neuigkeiten zu erfahren. Man lauschte seinen Worten und lachte ihn doch aus. Er sprang auf eine Tonne, Der Homberger 12-01/2016

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