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MAI 2010

DAS BERLINER MUSIKLEBEN

Marek Janowski „Beethoven ist die richtschnur“ MURRAY PERAHIA

Freiheit, nicht anarchie ISABELLE FAUST

Blind gehört

KoSTENLoS Jeden Monat neu


SALZBURGER FESTSPIELE 25. JULI – 30. AUGUST 2010

Foto: Bae, Bien-U, snm1a-006hc, (Ausschnitt), 2002, 135 x 260 cm, C-print mounted on Plexiglas in artist’s frame, Courtesy of AANDO FINE ART, Berlin

Die Oper Wolfgang Rihm DIONYSOS Uraufführung Christoph Willibald Gluck ORFEO ED EURIDICE Alban Berg LULU Richard Strauss ELEKTRA Wolfgang A. Mozart DON GIOVANNI Charles Gounod ROMEO ET JULIETTE Vincenzo Bellini NORMA

Das Konzert WIENER PHILHARMONIKER D. Barenboim, R. Chailly, R. Muti, C. Eschenbach, B. Haitink

BERLINER PHILHARMONIKER Sir S. Rattle GASTORCHESTER • CAMERATA SALZBURG KONTINENT RIHM sponsored by Roche • BRAHMS-SZENEN KAMMERKONZERTE • LIEDERABENDE • MOZART-MATINEEN SOLISTENKONZERTE E. Kissin, G. Sokolov, A. Schiff, G. Kremer / V. Afanassiev, K. Zimerman, M. Pollini

TICKETS: Tel. +43-662-8045-500 • www.salzburgfestival.at


Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

D

as Reden über Musik ist immer mit besonderen Schwierigkeiten behaftet. Welcher Worte man sich bedienen soll, um sich der Musik in adäquater Weise zu nähern, dieser Frage stellt sich unsere Redaktion Monat für Monat. „Über Musik zu reden ist wie über Architektur zu tanzen,“ sagte Frank Zappa. Auch der französische Philosoph Roland Barthes fragte, „wie stellt es nun die Sprache an, wenn sie die Musik interpretieren soll?“ Natürlich spielt für uns ein reiches Spektrum an Themen rund um die Musik eine große Rolle, wenn wir Spielstätten, Ensembles und Musiker porträtieren oder über besondere Aktivitäten berichten. Eines steht jedoch fest: Wer wäre besser geeignet, sich mit der Musik selbst auseinander zu setzen, als die Musiker selbst. Gespräche wie mit dem künstlerischen Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, Marek Janowski, über den Klangcharakter und die Entwicklung seines Orchesters, den anstehenden Beethoven-Zyklus oder das gemeinsame Anhören von Aufnahmen mit der Geigerin Isabelle Faust, die diesen Monat in unserer Rubrik Blind gehört Einspielungen von Kollegen kommentiert, ohne zu erfahren, was sie hört, oder das Gespräch mit dem Pianisten Murray Perahia über Bach, Neue Musik und die Geheimnisse der Erarbeitung neuer Werke – dies alles gibt uns tiefe Einblicke in die Musik. Als concerti-Abonnent kommen Sie zukünftig in den Genuss ganz besonderer Klassik-Highlights. Im Juni möchten wir Sie einladen, beim exklusiven Meet & Greet mit dem sympathischen Geiger Daniel Hope ins Gespräch zu kommen. Mehr Informationen zu dieser einmaligen Gelegenheit finden Sie auf Seite 49 in diesem Heft. Spannende Einblicke und reichhaltige musikalische Erlebnisse im wunderschönen Monat Mai wünscht Ihnen

Titelfoto: @felixbroede

Ihr

Gregor Burgenmeister 3


iNHalt

Inhalt das Berliner Musikleben im Mai 2010

22

8

Murray Perahia spielt Bach

4

40

Isabelle Faust hรถrt blind

Fotos: Kai Bienert, Felix Broede, RSB

Marek Janowski dirigiert Beethoven


Inhalt

3 Editorial 4 Inhalt 6 Die Welt in Noten – Kurz und knapp 8 Freiheit, aber nicht Anarchie Der Pianist Murray Perahia über Bach, Neue Musik und ein Leben unter dem Damoklesschwert 14 Kosmische Klänge Dmitrij Kitajenko greift mit den Berliner Philharmonikern nach Skrjabins Sternen 16 Die Stille hören Der Bernstein- und Ozawa-Schüler Yutaka Sado dirigiert das Konzerthaus­ orchester 18 Erträumtes Spanien Zum 150. Geburtstag von Isaac Albéniz 20 Geistvoll, hellhörig, brillant Andreas Staier erweckt alte Tasten­ instrumente zu neuem Leben

32 „Musik ist für mich die beste Droge“ Im Ensembleporträt: Die Camerata vocale Berlin feiert ihren 25. Geburtstag 34 Becks und Beethoven Im Spielstättenporträt: Das Watergate ist ein angesagter Techno-Club. Aber alle zwei Monate verwandelt er sich in einen Kammermusiksaal 36 Stars von morgen „crescendo“ – die Musikfestwochen der Universität der Künste Berlin 38 Schwermütiger Schwärmer Langsam wird Samuel Barber auch hierzulande entdeckt. Das DSO präsentiert ihn gleich sechsmal 40 „Gefährlich wird es, wenn man sich zu gut kennt“ In der Reihe „Blind gehört“: Isabelle Faust hört CDs ihrer Kollegen, ohne dass sie erfährt, wer spielt

22 Beethoven ist die Richtschnur Marek Janowski über das RSB, Beethoven im Zyklus und Wagner konzertant 28 Gemeinsam den Emotionen nachgehen Das Mandelring Quartett und sein Berlin-Zyklus im Kammermusiksaal 30 Indien im Techno-Tempel Der Rundfunkchor Berlin stellt Gustav Holsts Savitri vor

44 50 89 90

CD-Rezensionen Das Klassikprogramm Impressum Vorschau 5


Kurz & Knapp

Die Welt in Noten Neuigkeiten aus dem Musikleben

Dietrich Fischer-Dieskau wird 85 Am 28. Mai feiert Dietrich Fischer-Dieskau seinen 85. Geburtstag. Der in Berlin geborene Bariton galt nicht nur Leonard Bernstein als „größter Sänger des 20. Jahrhunderts“ – mit seinen Liedinterpretationen setzte er ebenso Maßstäbe wie als Lehrer, Opernsänger und Buchautor. 1992 beendete er als Falstaff seine einzigartige Sängerlaufbahn, die er mit 17 begonnen hatte: mit Schuberts Winterreise, dem Werk, dessen Interpretation er bis in unsere Zeit maßgeblich bestimmt.

Chor-Chefs bleiben Berlin treu Die Chefdirigenten der beiden Berliner ProfiKonzertchöre haben ihre Verträge verlängert: Simon Halsey, Chefdirigent des Rundfunkchors, bis 2016, Hans-Christoph Rademann, Leiter des RIAS Kammerchors, bis 2015.

Ein Fest für Friedemann Bach Er war der geniale älteste Sohn, der unter seinem Über-Vater litt und beim Versuch, ein Original zu sein, unter die Räder kam. Dies ist, grob gefasst, unser Bild von Wilhelm Friedemann Bach. Die Singakademie zu Berlin widmet ihm am 11. und 13. Mai in der Villa Elisabeth ein Mini-Fest: „Decomposing the Fugue“. Infos unter: www.singakademie-berlin.de 6

Fotos: PD, Matthias Heyde, Universal Music, Hejkal

Simon Halsey und Hans-Christoph Rademann


KUrZ & KNaPP

Pfingsten in Rheinsberg rheinsberg ist immer einen ausflug wert. Besonders zu Pfingsten, wenn die Musiktage und die Pfingstwerkstatt Neue Musik fast im Stundentakt von 9 bis 23 Uhr die Stadt, den Schlosspark und das Schlosstheater mit einer Vielzahl von Konzerten bespielen. im Zentrum stehen diesmal die Jubilare Frédéric Chopin, PaulHeinz dittrich und Georg Katzer. infos unter: www.schlosstheater-rheinsberg.de

Emil Nikolaus von Reznicek zum 150. Er ist in der 1860 geborenen österreichischen Komponisten-trias der einzige waschechte Wiener, der einzige, der dauerhaft nach deutschland ging, und auch der einzige, der in allen musikalischen Genres produktiv und erfolgreich war. Zugegeben, Emil Nikolaus von reznicek hat nicht ganz die künstlerische Statur von Hugo Wolf und Gustav Mahler, doch dass er ein technisch brillanter, fantasievoller Komponist war, der mehr konnte als den „Erkennen Sie die Melodie?“ohrwurm zu schreiben, zeigen zahlreiche Cd-aufnahmen. auf den Programmen in Konzert und oper sucht man seinen Namen leider vergeblich. Selbst in seiner langjährigen Wahlheimat Berlin, wo der Hochschulprofessor a.d. am 2. august 1945 starb. 7


iNtErViEW

Freiheit, aber nicht Anarchie der Pianist Murray Perahia über Bach, Neue Musik und ein leben unter dem damoklesschwert von Arnt Cobbers

E

r ist einer der überzeugendsten Bachinterpreten auf dem Flügel. Bei kaum einem anderen Pianisten klingt Bachs hochkomplexe und zugleich hoch emotionale Musik so „natürlich“, in so idealer Verbindung von Geist und Herz, tiefe und leichtigkeit. Murray Perahia wurde 1947 in New York als Kind einer sephardischen Familie geboren (er sprach mit seinen Eltern Spanisch) und lebt seit langem in london. im interview wirkt er so, wie man ihn sich von seinen Cd-aufnahmen vorstellt: ein ernsthafter, uneitler Gesprächspartner, der aber auch gern lacht.

Foto: Felix Broede

Herr Perahia, verstehen Sie sich als Geschichtenerzähler?

Musik hat sicherlich etwas Erzählendes, ob in den Balladen von Chopin oder in einem Beethoven’schen Sonatensatz. Czerny zufolge wollte Beethoven gegen Ende seines lebens titel zu all seinen Sonaten schreiben, um uns Hinweise auf deren generelle Stimmung zu geben. Cortot war überzeugt davon, dass in allen großen Werken etwas Erzählendes steckt. Und rachmaninow hat gesagt, dass er alle Préludes mit einer Geschichte versehen hat.

Tun Sie das auch?

Nein. die Geschichte ist in den Noten. ich habe kürzlich Brahms’ Briefe gelesen, die ich sehr interessant fand. Er schrieb einem Freund: Wenn du wissen willst, wie meine dritte Sinfonie ist, greife einen f-Mollakkord auf dem Klavier, spiele ihn zart, dann laut, dann pianissimo, dann hast du eine gute idee von der Sinfonie. (lacht) Natürlich ist das eine Übertreibung, aber auf eine sehr raffinierte Weise dehnt ein Komponist akkorde aus. das ist die einzige art und Weise, wie man Musik hören kann – als ausgedehnte akkorde. Wenn man sie nicht so hört, hört man nur noch wichtige Episoden, wichtige details – und löst dabei die organische Struktur auf. der Zusammenhalt ist enorm wichtig. Und der einzige Weg, den zu erreichen, ist der Kontrapunkt. das ist eine komplizierte Materie. Aber das funktioniert nicht bei Neuer Musik.

Nein. Heißt das, Sie können mit Neuer Musik nichts anfangen?

ich verstehe sie nicht. ich verstehe nicht, was sie zusammenhält, ich verstehe die fortwäh9


Interview

rende Dissonanz nicht. Eine Dissonanz, die nicht aufgelöst, die Normalzustand wird, hat keine Tiefe. Ich habe viel Zeit damit verbracht, die Partituren von Carter, Boulez und anderen zu studieren, aber ich habe es aufgegeben, weil ich kein Land gesehen habe. Ich mag es nicht, wenn Leute sagen: Mir gefällt das nicht! Das ist zu einfach. Aber um Bach und Beethoven besser zu verstehen, musste ich die Gesetze der Tonalität verstehen. Die Gesetze des Kontrapunkts, wie man Dissonanzen auflöst, der ausgesetzte Bass, all diese Disziplinen, die sehr kompliziert sind, an denen aber kein Weg vorbei führt, um die Harmonik zu verstehen. Und je mehr ich davon verstanden habe, desto mehr fühlte ich mich verloren in der atonalen Musik.

Instrumente, aber mein Platz ist am Klavier. Ich habe fast zwei Jahre Cembalo studiert, das ist ein ganz anderes Instrument. Man benutzt andere Muskeln, man muss auf eine ganz andere Art expressiv sein. Und als ich wegen meiner Daumenverletzung nicht spielen konnte, habe ich viel Zeit damit verbracht, über Bachs Musik nachzudenken. Erst dann hatte ich das Gefühl: Jetzt kann ich Bach spielen. Steht er Ihnen jetzt am nächsten?

Ich möchte auf die anderen auch nicht verzichten. Ich habe zuletzt so viel Bach aufgenommen, weil ich das Gefühl habe, ihn jetzt besser zu verstehen. Und ich denke, ich habe etwas zu sagen. Aber als nächstes werde ich Brahms aufnehmen und danach Chopin.

Ist die klassische Musik an ihr Ende gekommen?

Sie haben Ihren ersten Bach vor elf Jahren aufgenommen. Warum so spät?

Als ich aufwuchs, hat niemand außer Gould und einigen Spezialisten Bach auf dem Flügel gespielt. Clifford Curzon zum Beispiel, bei dem ich studiert habe und den ich sehr bewundere, sagte, man dürfe Bach nicht auf dem Flügel spielen, dadurch würde die Musik romantisiert. So musste ich zunächst einen Weg finden, Bach auf dem Flügel nicht romantisch, aber doch mit Expression zu spielen. Denn Bach ist nicht kalt, Musik vom Komponisten der Matthäuspassion kann nicht kalt sein. Ich habe nichts gegen alte 10

Hat sich Ihr Daumen wirklich entzündet, nachdem Sie sich an einem Papier geschnitten haben?

Vermutlich. Und nun führen Sie ein Leben unter dem Damoklesschwert.

Ja. Die Entzündung ist bislang immer wiedergekehrt. Aber ich hoffe. Können Sie sich ein Leben ohne Klavier vorstellen?

Das wäre sehr schwer. Dann würde ich unterrichten, über Musik schreiben, was auch immer. Ein Leben ohne Musik ginge gar nicht. Es hat jedes Mal ungefähr anderthalb Jahre gedauert, bis ich wieder spielen konnte. Man versucht es immer wieder, und eines Tages geht es. Sie sind fester Gastdirigent der Academy of St. Martin in the Fields. Haben Sie in einer Verletzungspause mit dem Dirigieren angefangen?

Nein, als ich nicht spielen konnte, habe ich auch nicht dirigiert. Das wollte ich nicht. Ich bin über meine Liebe zur Kammermusik zum Dirigieren gekommen. Ich liebe es, mit anderen zu musizieren, und ich liebe die Mozart-Konzerte. Aber was machen wir in der

Foto: Nana Watanabe

Sehen Sie, ich spreche nur aus einer bestimmten Perspektive: Ich muss Bach, Mozart, Beethoven verstehen. Das ist eine Lebensaufgabe, in dieser Musik ist so enorm viel Tiefe. Wenn man sich dem nicht verpflichtet fühlt, kann man moderne Musik vielleicht genießen – auf eine andere Art. Ich würde nicht sagen, die Musik ist tot. Ich würde sagen: Sie hat die Verbindung verloren zu der älteren Art, Musik zu machen. Vielleicht wird sich auch wieder eine tonale Musik entwickeln.


interview

studiert. Bruckner hat viele, für Schenkers Geschmack zu viele Regeln gelehrt. Aber wenn ich komponiere, vergesse ich die Regeln, sagte Bruckner. Da stimmt etwas nicht, hat sich Schenker gedacht, die Regeln müssen dazu da sein, dir zu helfen. Daraufhin hat er viele Werke des 18. Jahrhunderts analysiert und ist so zu einem neuen Verständnis der Regeln und ihrer Beziehung zum Komponieren gekommen. Seine Methode ist von unschätzbarem Wert für mich. Der Kernpunkt ist die Stimmführung, wie sich jede Stimme zu jeder anderen verhält. Sie haben als Kind in der Metropolitan Opera viel Puccini und Verdi gehört. Prägt das Ihr Bach-Spiel?

zweiten Hälfte des Konzerts? Sinfonien! So habe ich angefangen, Mozart, Haydn und Beet­hoven zu dirigieren. Das ist wunderbar, ich möchte gern mit diesem Orchester so weiterarbeiten. Aber ich bin kein Dirigent. Die Kritiker waren sich einig, dass Sie reifer geworden seien durch die erste Verletzungspause in den 90er Jahren. Sehen Sie das selbst auch so?

Ja. Im Rückblick war die Pause sehr gut. Damals habe ich das anders gesehen. (lacht) Ich würde jedem raten, das Instrument für eine Weile ruhen zu lassen. Man denkt immer, man müsse üben, sonst verliere man seine manuellen Fähigkeiten. Aber das stimmt nicht. Man verliert nichts. Ein Mann wie Rachmaninow hat lange Phasen mit Komponieren verbracht, da konnte er nicht üben. – Ich habe in dieser Zeit viel über Musik nachgedacht. Ich habe die Schriften von Heinrich Schenker studiert und viele Analysen nach seiner Methodik gemacht. Schenker war Furtwänglers Lehrer, er hatte bei Bruckner

Das hat mich stark beeinflusst, oh ja. Meiner Mutter war es zu langweilig, so hat mein Vater mich mitgenommen, seit ich vier Jahre alt war. Der Belcanto, die Sanglichkeit ist auch bei Bach sehr wichtig. In seinem Unterricht hat Bach nur Choräle gelehrt. Nicht Fugen, sondern Choräle. Vier Stimmen, jede singt eine eigene Linie, aber alle müssen miteinander verschmelzen. Das ist ein raffiniertes Konzept. Je mehr man den Kontrapunkt studiert, desto mehr sieht man, wie die Stimmen Teil des Gefüges sind, ohne ihre Unabhängigkeit zu verlieren. Die Stimmen verschränken sich, aber es gibt immer eine Melodie, die führt. Durch den Kontrapunkt entstehen die Harmonien, und durch die Harmonik entstehen die Emotionen. Welche Spuren hat die Zusammenarbeit mit Benjamin Britten hinterlassen?

Britten war sehr an harmonischen Fragen interessiert. Ich habe damals zum Beispiel am Schumann-Konzert gearbeitet, und Britten interessierte sehr, wie F-Dur mit a-Moll 11


interview

macht, und stelle alles immer wieder in Frage. Und das ist ja nur der analytische Teil. Jedes Werk hat eine emotionale Botschaft. Die Stimmführung ist wichtig, um die emotionale Botschaft auszudrücken. Aber unsere Emotionen wechseln dauernd. Man muss immer wieder aufs Neue alles in Frage stellen, man kommt nie an ein Ende. Ihre Interpretationen wandeln sich?

Wie erarbeiten Sie neue Werke?

Ich beginne mit einer Formanalyse. Wie lang ist eine Phrase, sind diese sechs Takte mit weiteren sechs Takten ausbalanciert usw. Das ist sehr simpel, aber sehr wichtig, bevor man anfängt zu spielen. Dann entwickle ich die Fingersätze, und dann spiele ich das Stück zwei, drei Wochen lang durch, ehe ich eine Schenker-Analyse beginne. Sie eröffnet mir Geheimnisse, die ich sonst nicht entdecken würde. Mozart und sein Vater sprachen von „filo“, das ist italienisch für Faden – der rote Faden, der sich durch ein Stück zieht. Schenker versucht diesen Faden zu finden, der alles verbindet, Harmonik, Melodik. Ich finde diesen Ansatz faszinierend. Wie lange dauert das ganze Verfahren?

Lange. Wenn ich eine Analyse gemacht habe, versuche ich eine neue, gucke, ob es Sinn 12

Sie haben diese Werke schon so oft gespielt.

Aber ich bin vielleicht noch nie diesen Pfad gegangen. Es gibt immer noch neue Wege. Und ich möchte mir den Mut bewahren, diese Wege einzuschlagen. Ich mag es nicht, auf Nummer sicher zu gehen. Sind Sie dennoch ganz ruhig oder hoffen Sie insgeheim, dass es gut geht?

Manchmal muss ich hoffen, dass es gut geht. (lacht) Konzert- & CD-Tipp Di. 25.5.2010, 20:00 Uhr Konzerthaus (Großer Saal) Murray Perahia (Klavier & Leitung) Academy of St Martin in the Fields Strawinsky: „Dumbarton Oaks“, Mozart: Klavierkonzert c-Moll KV 491, Bach: Klavierkonzert BWV 1058, Haydn: Sinfonie Nr. 99 Es-Dur Hob I:99

Bach: Partiten 1, 5 & 6 Murray Perahia (Klavier) Sony Classical

Foto: Nana Watanabe

funktionierte. Ganz wichtig war Britten, mit Rubato zu spielen. Nie strikt spielen. Das sah Horowitz, den ich ja auch gut kannte, genauso. Freiheit ist ein ganz wichtiger Teil der Musik. Freiheit mit Regeln. Nicht Anarchie. Aber man ist nicht der Sklave der Noten. Man muss sich beim Spiel frei fühlen.

Jeden Tag. Inspiration und Spontaneität sind sehr wichtig. Ich finde es schön, wenn ich auf Tournee bin, dass ich ein Stück oft spielen kann, und jeden Abend anders. Wenn es mich auf einen bestimmten Pfad verschlägt, muss ich dem folgen. Wenn ich eine Phrase so spiele, muss ich die nächste konsequenterweise auch so spielen. Ich kann dann nicht sagen, ich habe es aber so geübt. Musik lebt. Man muss der Richtung folgen, die sie einem vorgibt. Und sehen, wo sie einen hinführt.


Foto: Thomas Meyer | Ostkreuz

›Nachtgestalten‹ Das DSO mit der neuen Konzertsaison --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Piotr Anderszewski | Herbert Blomstedt | Christoph Eschenbach | David Fray | Matthias Goerne | Hilary Hahn Neeme Järvi | Philippe Jordan | Leonidas Kavakos | Katia & Marielle Labèque | Elisabeth Leonskaja Kent Nagano | Sir Roger Norrington | Georges Prêtre | Tugan Sokhiev | Christian Tetzlaff | und viele mehr --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

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ein Ensemble der


Sinfonik

Kosmische Kämpfe

R

ussische Musik gilt weithin als reine Gefühlsmusik, und die Bandbreite ihres Ausdrucks scheint sich zwischen plakativen Gegensätzen zu bewegen. Traurigkeit und Lustigkeit ohne Maß, Liebe und Hass, Naivität und Dämonie – fertig ist die Russensymphonie! Tschaikowskys Musik sei einfach, so glaubt der pangermanische Klassikhörer beharrlich, und aus dieser Einfachheit resultiere ihre Popularität. Tatsächlich wurde Peter der Große im Wes­ ten jahrzehntelang als süßliche Droge verabreicht. Erst Jewgenij Mrawinski ließ in den 50er Jahren einen anderen, enorm vielschichtigen Tschaikowsky hörbar werden. Leider dominieren heute noch immer die Knalleffekte. Nicht nur im Westen. Einige russische Dirigenten haben ihren Weltruhm geradezu durch drakonisches Draufhauen erworben. Nicht so Dmitrij Kitajenko, dessen Kunst am anderen Ende des Universums angesiedelt ist. Er verschmäht bloße Demonstrationen von Lautstärke und vordergründige Glätte; aber auch die harte, gnadenlose Sicht à la Mrawinski ist seine Sache nicht. Der 1940 geborene Kitajenko studierte im heimatlichen Leningrad und in Moskau sowie bei Hans Swarowsky in 14

Wien. 1969 gewann er in Berlin den ersten Karajan-Dirigierwettbewerb und wurde, mit 29, Chefdirigent des Stanislawski-Theaters in Moskau. 1976 bis 1990 leitete er die dortigen Philharmoniker, anschließend das RSO Frankfurt und die Orchester in Bergen, Bern und Seoul. Heute ist er besonders eng dem Gürzenich-Orchester Köln verbunden. Sein Wohnsitz ist seit 20 Jahren die Schweiz – mit Moskauer Zweitwohnung, wie es sich gehört. Kitajenko geht es nicht um klangliche Extreme, nicht um zugespitzte Außenstimmen, sondern um einen harmonischen, warmen Gesamtklang. Selbst mit Schostakowitsch und Prokofjew gelingen ihm erstaunlich nuancierte, ausgefeilte Klangbilder. Bei Tschai­ kowsky und Rachmaninow ist er ohnehin in seinem Element; die „westliche“ Orches­ terbehandlung dieser beiden Komponisten begünstigt Interpretationen von enormer Tiefendimension und Schönheit. Kitajenko weiß vor allem Tschaikowsky ungemein plastisch und farbig zu gestalten – seine derzeit (bei Oehms Classics) entstehende Gesamtaufnahme aller Symphonien verspricht einer der wenigen wirklich wichtigen Tschai­kowsky-Zyklen zu werden.

Foto: kitajenko.com

Dmitrij Kitajenko greift mit den Berliner Philharmonikern nach Skrjabins Sternen von Volker Tarnow


Sinfonik

Wieder anders liegen die Dinge bei Alexander Skrjabin. „Es ist eine ganz spezifische Musik, deren Aufführung große Mühe bereiten kann“, berichtet Kitajenko. Ein Dirigent müsse ihren besonderen Klang und ihre Farbigkeit zur Geltung bringen. Doch seien damit längst nicht alle Probleme gelöst. „Skrja­ bins Musik ist voller Energie, Unruhe und Optimismus. Es gibt eine Tendenz nach oben, einen permanenten Aufstieg. Insofern war Skrjabin der erste Kosmonaut der Musikgeschichte.“ Dieser ständige Aufstieg könne schnell langweilig werden. Und oben herrsche ziemlich dünne Luft, zugleich aber eine kämpferische Stimmung. „Skrjabin hat den Menschen gesagt: Seid stark und mächtig, in jedem von euch wohnt das Göttliche! Ihr müsst kämpfen, um es ans Licht zu bringen.“ Als reines Klangfarbenspiel lässt sich dergleichen nicht bewältigen. Das geht vielleicht noch im Poème de l’extase, einem Werk, das es aufgrund seines Titels sowieso leicht hat beim Publikum. Aber für die dritte Symphonie, genannt Le divin poème, braucht man einen anderen Ansatz. Hier haben wir es mit einer ambivalenten Gedanken- und Gefühlswelt zu tun, was sich

auch in der Klangarchitektur niederschlägt. „Gerade in der dritten Symphonie ist vieles klar wie ein Kristall oder ein Aquarell“, sagt Kitajenko, „vieles aber auch dunkel, labyrinthisch, mystisch.“ Er weiß, wovon er spricht, hat er doch schon als Student die Klaviersonaten Skrjabins gespielt und später in Frankfurt sämtliche Orchesterwerke des großen Mystikers aufgenommen. Das Konzert mit den Berliner Philharmonikern dürfte eine Sternstunde der Saison werden. „Dieses Orchester versteht spontan jede Bewegung, man muss nicht viel reden. Es sprüht geradezu vor Elektrizität. Ich stehe dort immer unter Strom – weit mehr als 220 Volt!“ Was für Weltraumflüge nur nützlich sein kann.

Konzert-Tipp Do. 27.5., Fr. 28.5. & Sa. 29.5.2010, jeweils 20:00 Uhr Philharmonie Berliner Philharmoniker Dmitrij Kitajenko (Leitung) Radek Baborák (Horn) Bartók: Bilder aus Ungarn Sz 97 Glière: Hornkonzert B-Dur op. 91 Skrjabin: Sinfonie Nr. 3 c-Moll op. 43 „Le divin poème“

15


sinfonik

Die Stille hören

S

chon für den Grundschüler war alles klar: „Ich werde Dirigent. Und zwar werde ich vor den Berliner Philharmonikern stehen“, schrieb der 1961 in Kyoto geborene Yutaka Sado ins Jahrbuch seiner Schule. Und obwohl der Sohn einer Musikerin zunächst trotzdem „lieber spielen ging, als sich ans Klavier zu setzen“ – von diesem Ziel ließ er nicht mehr ab. Als Teenager gründete er mit Freunden eigene Ensembles, die er leitete, dirigierte Chöre und sammelte mit Blas­orchestern Erfahrungen. Und wandte sich nach dem Flöten-Studium in seiner Heimatstadt ganz dem Dirigieren zu. Prägend war dabei die Begegnung mit Le16

onard Bernstein und dessen ehemaligem Assistenten Seiji Ozawa, dem ersten Japaner, der international Karriere in der Klassik machte. „Ozawa war ein Meilenstein“, sagt Sado, „weil er der erste Japaner war, der den Weg schaffte. Ohne ihn wäre es viel schwieriger gewesen, als Japaner Erfolg zu haben. Deshalb verdanken alle japanischen Musiker ihm sehr viel.“ Auch Sado selbst hat viel von Ozawa gelernt – wobei es nicht die Technik oder die Interpretation der Musik war, die ihn besonders beeindruckte, sondern die Einstellung seines Lehrers: „Ozawa ist extrem fleißig und bereitet sich vor wie kein anderer.“ Und Bernstein, der ande-

Foto: Yuji Hori

Der Bernstein- und Ozawa-Schüler Yutaka Sado dirigiert das Konzerthausorchester von Klemens Hippel


sinfonik

re Lehrer Sados? „Bernstein hatte die Gabe, stets den Kern der Sache zu treffen: die Wahrheit. Nicht nur in der Musik, auch bei der Jugendarbeit, sogar beim Witze-Machen trifft er immer ins Zentrum.“ Bernstein war es auch, der den jungen Japaner nach Europa brachte. Nach einer gemeinsamen Europatournee 1988 blieb Sado auf Rat von Bernstein dort, um die klassische Musik gewissermaßen in ihrer Heimat kennen lernen. Als Sado dann 1989 den Dirigier-Wettbewerb von Besançon gewann, war der Weg frei für die Karriere: Er dirigierte alle großen französischen Orchester und wurde 1993 Chefdirigent des traditionsreichen Orchestre des Concerts Lamoureux in Paris. Mit dem hat er nun nach 17 Jahren gerade sein Abschiedskonzert gegeben – seine zahlreichen Engagements hinderten ihn zunehmend daran, die eigentliche Aufgabe eines Chefdirigenten wahrzunehmen, sagt Sado. „Ein Chefdirigent muss ein Orchester trainieren, stets verfügbar sein, um mit ihm zu arbeiten.“ In Zukunft will er mehr Gastdirigate übernehmen, vor allem in Deutschland, mehr Opern aufführen, und auch mehr in seiner Heimat arbeiten. Dort ist er seit 2005 Leiter eines Festivals in der Nähe von Kobe.

Und was bringt er als Japaner in europäische Orchester mit? Eine „typisch japanische“ Fähigkeit ist für ihn, „die Musik als Raum, als Atmosphäre wahrzunehmen“. Eine zweite die Bedeutung der Stille, das Wahrnehmen von Stille. „Man hört auch, wenn kein Ton erklingt.“ Eine dritte überrascht dagegen: Gerade ein Ausländer, so Sado, wisse die bedeutenden Traditionen europäischer Orchester besonders zu schätzen. Sein Orchestre des Concerts Lamoureux zum Beispiel habe die Uraufführung des Boléro gespielt. Die Vorstellung, dieses Werk mit diesem Orchester spielen zu dürfen, habe ihn begeistert – dem Orchester habe er diese eigene Tradition erst wieder ins Bewusstsein rufen müssen. Konzert- und Cd-Tipp Fr. 30.4.2010, 20:00 Uhr, Sa. 1.5.2010, 20:00 Uhr & So. 2.5.2010, 16:00 Uhr Konzerthaus (Großer Saal) Konzerthausorchester Berlin Yutaka Sado (Leitung) Haydn: Sinfonie Nr. 6 D-Dur Hob I:6 „Le Matin“, Lutoslawski: Sinfonie Nr. 3, Beethoven: Sinfonie Nr. 2 D-Dur Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 5 & Slawischer Marsch op. 64 Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Yutaka Sado (Leitung) Challenge Classics

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Geburtstag

Erträumtes Spanien Zum 150. Geburtstag von Isaac Albéniz von Eckhard Weber

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durch Südspanien hatte Albéniz früh diese Musik wahrgenommen. Nach einer Laufbahn als Wunderkind am Klavier, die ihn als Zehnjährigen auch in die Neue Welt führte, war er als Erwachsener einer der bedeutendsten Pianisten seiner Zeit. Was für Albéniz‘ Vortragsstil gilt, Leidenschaft, starke Emotionen, rhythmische Prägnanz und Farbreichtum, ist auch in seinen Kompositionen zu entdecken. Charakteristische Elemente spanischer Folklore setzt er zu bezwingenden musikalischen Stimmungsbildern zusammen. Dabei ist es nebensächlich, ob die Orte, auf die sich die einzelnen Titel etwa seines Opus summum Iberia beziehen, ethnomusikalisch exakt repräsentiert sind. Entscheidend war für Albéniz schon immer der überzeugende stimmungsvolle Eindruck – im Leben wie in der Kunst. Damit beeinflusste er die spanische Moderne, Granados, de Falla, Turina, aber auch die Franzosen Debussy und Ravel. Konzert-Tipp Fr. 28.5.2010, 19:00 Uhr Staatsbibliothek (Otto-Braun-Saal) Albéniz und die musikalische Erfindung Spaniens – Gesprächskonzert Raquel Rivera (Violine), María Luz Rivera (Klavier) Werke von Albéniz & de Falla

Foto: PD

B

ei Franz Liszt hat er nie eine Unterrichtsstunde genommen. Er hat ihn nicht einmal getroffen, 1880 in Budapest, wie er später behauptet hat. Liszt war damals nämlich in Weimar. Mit der Wahrheit nahm es Albéniz, dessen 150. Geburtstag am 29. Mai 2010 gefeiert wird, manchmal nicht so genau. In jenem Sommer 1880 fuhr der frischgebackene Absolvent des Brüsseler Konservatoriums über Köln, Dresden und Prag nach Budapest und tischte später seinen Eltern das Märchen von der Begegnung mit Liszt auf. Schließlich musste er gegenüber dem zahlenden Vater seine „europäische Safari“, wie der Albéniz-Biograph Walter Aaron Clark die Suche nach Liszt nennt, rechtfertigen. Albéniz korrigierte den Fehler in seiner Biographie nie, er nutzte ihn sogar für Marketingzwecke. Letztlich ist sogar ein Funken musikhistorischer Wahrheit an der Sache, denn Albéniz baute auf den Errungenschaften seiner Vorgänger Chopin und Liszt auf. Das Verdienst von Isaac Manuel Francisco Albéniz y Pascual ist es, Elemente spanischer Folklore in die romantische Klaviermusik integriert zu haben, vor allem die exotisch wirkenden Klänge des andalusischen Flamencos. Als Katalane dürfte ihm der zwar ebenso fremd erschienen sein wie einem Hanseaten alpenländisches Jodeln. Doch während der Gastspielreisen


HERAUSRAGENDE NEUHEITEN BEI SONY CLASSICAL

XAVIER DE MAISTRE ARANJUEZ Der Harfenist Xavier de Maistre präsentiert mit dem RadioSymphonieorchester Wien unter Bertrand de Billy ein reizvolles Programm spanischer & lateinamerikanischer Komponisten, u.a. Rodrigos berühmtes Concierto de Aranjuez, La Vida Breve von de Falla und das Harfenkonzert von Ginastera.

88697644362

LIMITIERTE ERSTAUFLAGE MIT BONUS-CD

SOL GABETTA ELGAR

88697630812

Sol Gabetta spielt auf ihrer neuen CD Edward Elgars berühmtes Cellokonzert sowie drei Miniaturen, darüber hinaus selten zu hörende Stücke von Dvorˇák (Waldesruh) und Respighi. Mit dem Danish National Symphony Orchestra unter Mario Venzago. „Leidenschaft, Feuer, Witz und emotionalen Einsatz – all das versammelt Sol Gabetta bezwingend in ihrem Spiel.“ Süddeutsche Zeitung Rondo: ★★★★★ www.solgabetta.de

MURRAY PERAHIA SPIELT CHOPIN

88697648232

„Wo nötig bleibt Perahia nichts schuldig an Bravour und heroischer Größe. Aber die Nachtseiten dieser Musik, bei der die Poesie ins Visionäre umschlägt, die bringt er zum Ausdruck wie kein zweiter.“ Stuttgarter Zeitung LIMITIERTE 5 CD-EDITION ZUM SONDERPREIS

KONZERT 25.05.10 BERLIN, KONZERTHAUS www.murrayperahia.de

www.sonymusicclassical.de


klaviermusik

Geistvoll, hellhörig, brilliant

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s gab einmal eine Zeit, da hatten es Freunde historischer Klavierklänge schwer. Schuberts, Mozarts oder Beet­ hovens Klaviermusik auf den Instrumenten zu hören, für die sie geschrieben wurde, war zwar möglich, aber ästhetisch oft unbefriedigend. Zu sehr fiel die Qualität der Pianisten ab gegenüber den Kollegen, die den modernen Steinway bevorzugten. Dass das inzwischen anders geworden ist, daran hat Andreas Staier großen Anteil. Er beherrscht seine Klassiker technisch mindes­ tens so gut wie die Konkurrenz – und überragt sie musikalisch bei weitem, wenn es darum geht, die Klaviermusik des Barock und der Wiener Klassik zu interpretieren. Was man bei ihm plötzlich alles erleben kann: Schuberts Musik mit der vollen Wucht des plötzlichen radikalen Stimmungs-, Farb- und Dynamik-Wechsels. Oder Mozart-Interpretationen voller Spiel- und Improvisationslust – wie in Staiers einzigartiger Aufnahme des Türkischen Marschs: Sogar bei einem so inund auswendig bekannten Stück gelingt es ihm, die ursprüngliche Spielfreude wieder zu entdecken, den Hörer gar zu überraschen. Geboren 1955 in Göttingen, studierte Staier zunächst „klassisch“ Klavier in Hannover, 20

ehe er bei Lájos Rovatkay, einem Pionier des Spiels auf historischen Tasteninstrumenten, das Cembalo zu lieben lernte. Was als zweites Nebenfach begann, wurde rasch zur Hauptsache, und als Staier dann in Amsterdam ein Wiener Klavier im Museum entdeckte, war das Liebe auf den ersten Blick: Es beantwortete alle Fragen, die Staier lange beschäftigt hatten. Endlich klang Schuberts Musik „richtig“. Weiteren Studien in Amsterdam folgten Jahre als Cembalist bei Musica Antiqua Köln. 1986 dann begann seine Solokarriere, in der der Tenor Christoph Prégardien, seine Triopartner Daniel Sepec und Jean-Guihen Queyras sowie die Cembalistin Christine Schornsheim zu seinen festen Kammermusik-Partnern zählen. Mit ihr spielt er am liebsten zusammen, wenn er einmal ein zweites Klavier oder Cembalo benötigt. Staiers Repertoire reicht von den englischen Virginalisten bis in die Gegenwart: Der Komponist Brice Pauset schrieb 2001 seine Kontra-Sonate für Staier, ein Werk, das als „Rahmen“ um Schuberts Sonate a-Moll D 845 konzipiert ist. Nein, Andreas Staier ist kein Purist der historischen Aufführungspraxis – er nutzt auch moderne Instrumente. Zum Beispiel,

Foto: Eric Manas

Andreas Staier erweckt alte Tasteninstrumente zu neuem Leben von Klemens Hippel


klaviermusik

wenn er Klavierkonzerte aufführt, denn gegen ein großes, traditionelles Symphonieorchester geht jedes Hammerklavier unter. Doch wenn er, wie nun im Konzerthaus am Gendarmenmarkt, Schumanns Solowerke spielt, bevorzugt er ein Instrument, wie es auch Schumann selbst und seine Frau Clara gespielt haben. Kollegen, die Alte Musik auf modernen Instrumenten spielen, weiß er dennoch zu schätzen – Horowitz’ Scarlatti zum Beispiel hält er für „besser als fast alle anderen“. Aber wenn es nicht um „sein“ Repertoire geht, hört er am liebsten die großen Alten – Moritz Rosenthal zum Beispiel, dessen Aufnahme von Chopins posthumer AsDur-Etüde eine „Sternstunde“ für ihn ist. Andreas Staier ist einer der seltenen Künstler, bei denen sich intellektuelle Durch-

dringung und emotionales Verstehen (und Weitergeben) der Musik vereinen. Natürlich kennt er seine historischen Quellen, die Spielanleitungen und Traktate, aber viel wichtiger ist ihm die richtige Intuition für die Musik. Und pianis­ tische Starattitüden fehlen ihm völlig: „Manche Stücke erfordern überhaupt keine Interpretation“, sagt er. „Und es ist das Schlimms­ te, was man Musik antun kann, dass man eine Interpretation wie Ketchup drüberschüttet“. Sein ehemaliger Lehrer Lájos Rovatkay hat es anlässlich der Verleihung des niedersächsischen Praetorius-Preises 2008 auf den Punkt gebracht: „Das Spiel dieses freien, vielseitigen Künstlers gehört zum geistvollsten, hellhörigsten, brillantesten und improvisationsfreudigsten auf dem Gebiet der musikalischen Interpretation überhaupt“. Die mit dem Preis verbundenen 10.000 Euro hat Staier übrigens ebenso uneigennützig wie musikalisch verwendet: Er spendete sie zum Erwerb der Handschrift der Diabelli-Variationen, die gerade im Bonner Beethoven-Haus ihren gebührenden Platz gefunden hat. Konzert- und CD-Tipp So. 30.5.2010, 20:00 Uhr Konzerthaus (Kleiner Saal) Andreas Staier (Hammerklavier) Schumann: Album für die Jugend op. 68 (Auszüge), Vier Klavierstücke op. 32, Waldszenen op. 82, Sieben Stücke in Fughettenform op. 126 & Kinderszenen op. 15

J.S. Bach: Goldberg-Variationen Andreas Staier (Cembalo) harmonia mundi

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Titel-Interview

„Beethoven ist die Richtschnur“ Marek Janowski, Chefdirigent des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, über sein Orchester, Beethoven im Zyklus und Wagner konzertant von Arnt Cobbers

Herr Janowski, wie würden Sie das RSB charakterisieren? 22

Wir haben einen ganz bestimmten Arbeitsstil, und darüber hat sich ein bestimmter Musizierstil entwickelt. In einer bewusst unbewussten Weise formt der Chefdirigent, wenn er länger als zwei, drei Jahre da ist und wenn er von einer gewichtigen Mehrheit des Orchesters künstlerisch respektiert wird, das heißt, wenn sie ihm glaubt, was er von ihnen haben will, das Klangbild eines Orchesters. Wenn das Orchester allerdings aus seiner Tradition heraus eine besondere klangliche Charakteristik hat, wird er es nicht formen, sondern modifizieren. Das RSB ist ein „typisch deutsches“ Orchester – es hat einen Mittelstimmen- und Bass-orientierten Klang. Und worauf ich immer am meisten Wert gelegt habe, ist eine große klangliche Klarheit – nicht in einem anämischen Sinne, dass man quasi hörend mitlesen kann, sondern aus einer gewissen Kraft und Erdverbundenheit heraus, aber eben nicht als massierter dicker Klang. Der allerwichtigste Parameter ist, dass die Dinge im Vertikalen randscharf übereinander stehen müssen. Sie waren am Anfang mit dem Niveau nicht glücklich. Sehen Sie sich auf gutem Wege oder schon da angelangt, wo Sie hinwollten?

Foto: Felix XXXXBroede XXXXX

I

m Jahr 2002 übernahm Marek Janowski die künstlerische Leitung des zweitältes­ ten deutschen Rundfunkorchesters. In diesen acht Jahren hat er das RSB, das zuvor lange im Schatten der anderen gro­ßen Berliner Orchester gestanden hatte, wieder auf Augenhöhe gebracht. Davon künden volle Säle, hervorragende Kritiken und zahlreiche Preise für CD-Einspielungen. 2008 trugen ihm die Musiker des RSB sogar das Chefdirigentenamt auf Lebenszeit an. Janowski ist als Sohn einer Deutschen und eines Polen 1939 in Warschau geboren, aber in Wuppertal aufgewachsen. Er durch­lief eine „klassische“ Kapellmeisterlaufbahn und war später Chefdirigent u.a. in Dortmund, Köln (Gürzenich-Orchester) und Paris (Orchestre Philharmonique de Radio France 1984-2000). Bis in die 90er Jahre hat er viel Oper dirigiert, u.a. regelmäßig an der Met und allen großen europäischen Häusern. Janowski gibt sehr selten Interviews, was aber nicht an mangelnder Eloquenz liegt. Er weiß genau, was er kann und will – und bringt das im Gespräch auch präzise auf den Punkt.


titel-Interview

„Wenn Orchester und Dirigent sich gut kennen, geht vieles von allein“ hatten im Konzerthaus immer eine gute Publikumsresonanz, in die Philharmonie kam viel weniger Publikum. Aber es ist uns über zwei, drei Spielzeiten gelungen, auch da anerkannt zu werden. Seit drei, vier Jahren sind unsere Konzerte in der Philharmonie sehr gut besucht, und das hat innerhalb des Orchesters zu einem großen Motivationsschub geführt. Alle hängen sich rein, wie man so schön sagt, und dieser engagierte Enthusiasmus färbt auch auf die Klangsubstanz ab. Ich bin sehr zufrieden, und aus meinen Vergleichen mit anderen Orchestern weiß ich, dass wir mittlerweile einen ziemlich hohen Standard repräsentieren. Aber jede Entwicklungsstufe macht mir klar, dass nach oben noch immer viel Luft ist. Daniel Barenboim sagt: Ein Orchester soll seinem Chef nicht nur folgen, sondern verstehen und fühlen, was er will. 24

Es kommt immer darauf an, wie weit ein Orchester in der Lage ist, den mehr oder weniger stark entwickelten handwerklichen Fähigkeiten eines Dirigenten zu folgen. Und wie weit ein Dirigent manuell in der Lage ist, mit dem Orchester zu erreichen, was er möchte. Man sollte in den Proben lieber weniger reden. Was man mit den Händen machen kann, sollte man nicht mit dem Mund machen. Wenn sich dann über die Jahre hinweg ein bestimmtes Selbstverständnis zwischen Orchester und Dirigent bei bestimmten Komponisten, deren Werke immer wiederkommen, entwickelt, dann geht vieles von allein. Wir haben gerade die achte Sinfonie von Bruckner gespielt, die wir immer mal wieder spielen, und da sind wir mit unglaublich wenig Probenzeit ausgekommen, weil sich inzwischen ein bestimmter Grundduktus in der Herangehensweise an Bruckner eingestellt hat. In diesem Sinne kann es durchaus sein, dass ein gut auf einen Dirigenten geeichtes Orchester quasi antizipiert, was er gleich machen wird. Und wenn ein Dirigent geschickt ist und die Sensibilität hat, dem Orchester zuzuhören, während er dirigiert, nimmt er das auf und macht vielleicht minimal etwas anders, als er eigentlich vorgehabt hat. Sie machen viele ungewöhnliche Programme und Raritäten, aber in der Wahrnehmung der breiten Öffentlichkeit gelten Sie als ein Mann, der das traditionelle Repertoire exzellent dirigiert. Wenn damit gesagt wird, dass ich nicht der Schlechteste bin, was die Flaggschiffe des deutschen Repertoires angeht, soll es mir recht sein. Aber eigentlich ist es eine Unverschämtheit. Wenn Sie sich meine Programme anschauen: Was habe ich nicht alles in meinem Leben an zeitgenössischer Musik gemacht, wissend wie schlecht sie meistens ist! Aber es ist unsere Pflicht als Interpreten, sie vorzustellen, damit die Zuhörer erkennen können, ob diese Musik gut ist

Foto: Felix Broede

Es stimmt, als ich das RSB übernommen habe, war das keine ermutigende Erfahrung für mich – die Musiker wissen das, daraus habe ich nie einen Hehl gemacht. Nach etwas mehr als einem Jahr habe ich mich wirklich gefragt: Warum tust du dir das noch an? Aber wenn ich hingeschmissen und gesagt hätte: Ich bin nicht der Richtige für diese Aufgabe, wäre die Existenzfrage wieder aufgekommen – nicht das RSB aufzulösen, sondern die Musikerzahl herunterzufahren –, und das wollte ich nicht. Im Zuge der zweiten Saison haben wir langsam Fahrt aufgenommen. Man muss folgendes bedenken: Berlin ist, was die Besucherströme angeht, noch immer geteilt. Wir


titel-interview

oder nicht. Das habe ich mein Leben lang gemacht. Ich habe mich auch in hohem Maße um unbekanntere französische Musik gekümmert. Mein Repertoire ist immer sehr breit gewesen. Ich reduziere es seit einigen Jahren etwas, aber für mein Alter, denke ich, ist es immer noch sehr breit gefächert. Und das soll auch so bleiben, so lange mein Gehirn mich nicht im Stich lässt. Es wirkt, als hätten Sie großen Spaß daran, Programme zu entwickeln. Den habe ich immer gehabt. Aber ich versuche stets im Auge zu behalten, dass auch Tante Frieda ins Konzert kommt. Intellek-

tuelle programmatische Pirouetten dürfen nicht dazu führen, dass man den Saal leer spielt. Und zugleich achten wir darauf, unserem Publikum immer mal wieder das eine oder andere zuzumuten. Im Mai spielen Sie nun alle Beethoven-Sinfonien – braucht die Welt, braucht Berlin noch einen Beethoven-Zyklus? Wir brauchen ihn, das Orchester braucht ihn. Und wir hoffen, dass es auch das Publikum interessiert. Es ist ja kein ganz normaler Zyklus, weil wir den Sinfonien Streichquartette gegenüberstellen. Hinzu kommt, dass er sich in einer zeitlich ungeheuer gedrängten Form 25


am Pfingstwochenende abspielt. Beethoven ist für mich der Turning Point in der Entwicklung der orchestralen Komposition. Er ist für mich durch das Antizipieren der Musikentwicklung in den folgenden hundert Jahren und das Aufgreifen dessen, was vor ihm gewesen ist, die kompositorische Richtschnur überhaupt. Womit ich nicht sagen will, dass ich ihn lieber hätte oder dirigieren würde als Mozart oder Haydn oder Alban Berg. Aber ich glaube, dass sich an einem solchen kompakten Zyklus die Musizierqualität eines Orchesters messen lässt. Wie haben Sie die Konzerte zusammen­ gestellt? 26

Der Ausgangspunkt war, dass es nicht viel Sinn machen würde, die erste und zweite Sinfonie hintereinander zu spielen. Danach sind verschiedene Kombinationen möglich. Wir haben die Neunte weggelassen, weil wir die sowieso immer spielen. Ich finde die Kombination Erste und Dritte sehr reizvoll: Die Erste ist orchestral angereicherter Haydnscher Klassizismus, die Eroica ist das erste revolutionäre Werk – es hat mal jemand gesagt: Die Eroica ist der Sacre des 19. Jahrhunderts, da ist was dran. Die Zweite ist auch noch klassizistisch, aber sie hat etwas kämpferisch Offensives, und das verbindet sich sehr gut mit der Siebten mit ihren tänzerischen Impulsen. Die Vierte ist für mich das am meisten unterschätzte Beet­ hovensche Meisterwerk, es ist die im klassischen Sinne abgerundetste Sinfonie, die gut mit der Fünften zusammenpasst. Und von den Tonarten her, das spielt auch eine Rolle, harmoniert die lyrische Pastorale gut mit der im Haydnschen Sinne heiteren Achten. Alle vier Programme sind etwas kürzer als das, was man normalerweise in einem Sinfoniekonzert erwartet. Und da haben wir uns gesagt: Wir packen nicht noch Solokonzerte dazwischen, sondern machen etwas ganz anderes: Die Basis der Sinfonie ist, im ersten Satz, die Sonatenhauptsatzform. Bei Beethoven gibt es zwei weitere Sparten, die sich mit dieser Struktur beschäftigen: die Klaviermusik und die Kammermusik. Und deren schönste Form sind die Quartette. Nun machen wir also eine Sinfonie, eine Pause, eine zweite Sinfo-

Foto: Felix Broede

titel-interview


titel-interview

nie, eine Umbaupause und dann ein Streichquartett, das dem gerade Gehörten stilistisch entgegengesetzt ist. Dazu haben wir vier Ensembles eingeladen, zwei renommierte und zwei aufstrebende Quartette. Seit etwa 15 Jahren dirigieren Sie keine Opern mehr. Warum setzen Sie nun in den kommenden drei Spielzeiten Wagner aufs Programm des RSB? Es hat seit den 70er Jahren in der deutschen Opernlandschaft eine szenische Entwicklung gegeben, die ich für falsch halte und die ich nicht mittragen möchte. Ich hatte eine Reihe von schlimmen Schlüsselerlebnissen und habe dann den Entschluss gefasst, nicht mehr Oper zu dirigieren. Ich bin mit der Entscheidung immer noch im Frieden. Aber was mir fehlt, ist die Beschäftigung mit den musikalischen Meisterwerken, die für die Oper entstanden sind. Der Wagner-Zyklus ist ein spezifisches Berliner Thema. Die Idee ist: In dieser Stadt, wo man jede Wagner-Oper in konservativer oder in avantgardistischer Weise hören und sehen kann, ein-

„Das Wesentliche ist die Musik “ mal eine Konzentration nur auf die Musik zu schaffen. Wir haben ja beim RSB das Motto: Das Wesentliche ist die Musik. Ich sage nicht: Das Szenische bei Wagner ist Mist – überhaupt nicht! Aber die Hörer sollen sich einmal ausschließlich auf die musikali­ schen Vorgänge konzentrieren können und dabei vielleicht Dinge entdecken, die sie durch das Absorbiertsein von den szeni­ schen Vorgängen bisher gar nicht mitbekom­ men haben. Außer dem Holländer und den Meistersingern sind Wagners Werke relativ statisch von der szenischen Aktion her, und die Musik ist so stark, denke ich, dass sie das Szenische im Hören sehr gut illustrieren kann.

Sie waren 16 Jahre lang Chefdirigent in Paris, insofern haben Sie einen guten Vergleich: Wie schätzen Sie die Musikstadt Berlin ein? Ich finde es phantastisch, dass es hier drei Opernhäuser gibt – wobei die Frage ist, ob man nicht eine klügere Spielplankoordination hinbekommen könnte. Und wenn die vielen Berliner Orchester finanziell einigermaßen ausgestattet wären, dann wäre Berlin sensationell. Paris ist mittlerweile auch eine große Musikmetropole, mit drei Orches­tern und der Oper, die einen riesigen Pool von Musikern hat. Die Pariser Orchester können inzwischen jedem deutschen Spitzenorchester das Wasser reichen. Aber das ist dennoch kein Vergleich zu Berlin. Hoffen wir, dass es hier so bleibt. Ich fürchte nur, es wird nicht so bleiben.

Konzert- und Buch-Tipp Di. 4.5.2010, 20:00 Uhr Philharmonie Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) Rundfunkchor Berlin, Camilla Nylund (Sopran), Iris Vermillion (Alt), Mark J. Padmore (Tenor), FranzJosef Selig (Bass), Marek Janowski (Leitung) Beethoven: Missa solemnis So. 9.5.2010, 20:00 Uhr Philharmonie RSB, Marek Janowski (Leitung), Apollon-MusagèteQuartett Beethoven: Sinfonie Nr. 4 B-Dur, Sinfonie Nr. 5 c-Moll, Streichquartett c-Moll op. 18 Nr. 4 So. 23.5.2010, 16:00 Uhr Philharmonie RSB, Marek Janowski (Leitung), Belcea-Quartett Beethoven: Sinfonie Nr. 8 F-Dur, Sinfonie Nr. 6 F-Dur „Pastorale“, Streichquartett F-Dur op. 59 Nr. 1 So. 23.5.2010, 20:00 Uhr Philharmonie RSB, Marek Janowski (Leitung), Artemis-Quartett Beethoven: Sinfonie Nr. 1 C-Dur, Sinfonie Nr. 3 Es-Dur „Eroica“, Streichquartett f-Moll op. 95 Mo. 24.5.2010, 11:00 Uhr Philharmonie RSB, Marek Janowski (Leitung), Hagen-Quartett Beethoven: Sinfonie Nr. 2 D-Dur, Sinfonie Nr. 7 A-Dur, Streichquartett cis-Moll op. 131

Marek Janowski – Atmen mit dem Orchester von Wolfgang Seifert, 455 Seiten Schott

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kammermusik

Gemeinsam den Emotionen nachgehen

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eustadt an der Weinstraße – von Berlin aus nicht gerade ein Katzensprung. Hier, im Zentrum des pfälzischen Weinbaugebiets, liegt ein idyllisches Sträßchen mit prächtigem Mandelbaumbestand: der Mandelring. Er ist Heimat und zugleich Namensgeber für das Quartett der Geschwister Sebastian (1. Geige), Nanette (2. Geige) und Bernhard Schmidt (Violoncello), zu denen als vierter der Ingolstädter Bratschist Roland Glassl gehört. „Unsere Familie hat sich dort Ende der 1970er Jahre als Wohnhaus ein ehemaliges Weingut gekauft, und da gibt es einen sehr schönen großen Saal, wo früher der Wein gepresst wurde. Es hat sich angeboten, den als Probenraum zu nutzen, 28

und das Haus ist bis heute Sitz des Quartetts“, erzählt Bernhard Schmidt. In den letzten Jahren ist das Mandelring Quartett zu einem weltweit renommierten Kammerensemble avanciert. Ihre Markenzeichen: höchste Präzision und lebendige Spielfreude. „Zu viert kleinste Nuancen spielen zu können, kleine Verzögerungen zu machen, wirklich den Emotionen nachzugehen, das geht wunderbar in unserem Quartett“, schwärmt Bernhard Schmidt. Seit ihrer Kindheit musizieren die drei Schmidt-Geschwister zusammen. Da reicht bereits ein kleines Hochziehen der Augenbraue, und alle auf der Bühne wissen, was zu tun ist. „Die Basis ist selbst nach vielen Jahren eine andere, wenn man mit seinen Geschwistern spielt. Diese ganz enge Verbundenheit ist in unserem Fall kombiniert mit genügend Freiraum für den einzelnen – sonst würde es wahrscheinlich nicht funktionieren.“ Das Ergebnis spricht für sich: Rund 60 Konzerte und mindestens eine CD-Einspielung im Jahr macht das Mandelring Quartett,

Foto: Künstlersekretariat Rolf Sudbrack

Das Mandelring Quartett und sein Berlin-Zyklus im Kammermusiksaal von Ulrike Klobes


kammermusik

re als Stipendiat bei den Berliner Philharobwohl alle Mitglieder auch noch in anderen monikern gespielt. „Ich freue mich sehr, mit Ensembles spielen. Ihr Repertoire reicht von einem eigenen Mandelring-Zyklus zurückzuA wie Arriaga bis Z wie Zemlinsky, letztes Jahr stellten sie ihre hoch gelobte Gesamtein- kommen. Im Laufe der Quartettarbeit denkt man sich immer wieder schöne Programme spielung der Schostakowitsch-Quartette (fürs aus, die einen inhaltlichen Bezug haben und Label Audite) fertig. Welche Stücke gespielt werden, beschlie- die unter einen Titel passen. Ein paar von denen mal zu einer Reihe zusammenzustellen, ßen die vier Musiker gemeinsam. Dabei ist es gerade das Miteinander-Reden, das im fa- macht wirklich Spaß. Und natürlich ist der miliären Ambiente der Mandelringer zu neu- Kammermusiksaal ein wunderbarer Saal.“ en Ideen führt, wie Bernhard Schmidt sagt: „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir mal Konzert- & CD-Tipp zu einer Abstimmung gekommen wären, ob Do. 13.5.2010, 20:00 Uhr Kammermusiksaal wir ein Stück machen oder nicht. Wenn einer Mandelring Quartett – Der Berlin Zyklus Teil III von uns sagt, das liegt mir nicht so, dann gibt Werke von Strauss, Kaminski & Ravel es so viele Alternativen, so viele Stücke, die wir gern spielen wollen.“ Schostakowitsch: Sämtliche Nun gastiert das Mandelring Quartett also Streichquartette Vol. 1 - 5 in Berlin, und das gleich mit einem ganzen Mandelring Quartett audite22.03.2010 13:22 Seite 1 Konzertzyklus. Für4c denmai Cellisten Bernhard DSO concerti 148 x 105 beethoven bruckner 2010 F.qxp Schmidt ein Heimspiel, hat er doch zwei Jah-

BEETHOVEN-BRUCKNER ZYKLUS |

2 0 – 2 7 J U N 2 0 1 0 | PHILHARMONIE

daniel barenboim staatskapelle berlin

L U D W I G VA N B E E T H O V E N Klavierkonzerte Nr. 1–5 Violinkonzert D-Dur Violine: Frank Peter Zimmermann

ANTON BRUCKNER Sinfonien Nr. 4–9

tickets 030 – 20 35 45 55 | www.staatskapelle.de


chormusik

Indien im Techno-Tempel

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en britischen Komponisten Gustav Holst verbindet man hierzulande mit einem einzigen Werk, seinem 0p. 32 Die Planeten. Seine anderen Werke werden fast nie gespielt. Auch dürften die wenigsten wissen, dass Holst Sanskrit beherrschte, die mythologischen Texte Indiens im Original studierte und sie für Bühnen- und Chorwerke heranzog. Dem Musiktheaterwerk Savitri liegt eine Episode aus dem Epos Mahabarata zugrunde. Der Komponist gestaltete nach der eigenhändigen Übersetzung sein Libretto. Das Werk handelt von einer jungen Frau, Savitri, die dem Tod begegnet. Er teilt ihr mit, dass ihr Mann, der Holzfäller Satyavan, sterben werde. Doch Savitri stellt sich unerschrocken dem Tod entgegen und startet eine Charmeoffensive. Sie bittet ihn als Gast in ihr Haus und erreicht mit einer List, dass der Tod ihren geliebten Gatten weiterleben lässt. Savitri, 1908/09 entstanden, ist eine ungewöhnliche, eigenwillige Komposition. Holst beschreitet darin neue Wege des Musiktheaters: Das Werk soll im Freien oder „in einem kleinen Gebäude“ mit schlichter Szenerie aufgeführt werden, keinesfalls aber in einem Opernhaus. Die drei Solisten agieren mit wenigen Gesten. Unkonventionell ist auch 30

das Orchester, das aus zwei Flöten, Englischhorn, zwei Streichquartetten und Kontrabass gebildet wird. Dazu gibt es einen Vokalisen singenden Frauenchor, der wie ein Orchester eingesetzt wird. Die Partien der Solisten sind teils betörend dramatisch, teils archaisch psalmodierend. Diesen unbekannten Gustav Holst möchte der Chefdirigent des Rundfunkchors Berlin, Simon Halsey, nun vorstellen. In seiner britischen Heimat hat er das Werk mehrfach einstudiert. Für Halsey liegt die Herausforderung in der genialen Schlichtheit von Savitri: „Technisch ist die Musik nicht einfach, aber sie muss einfach klingen. Der Chorpart ist eine Mischung aus Folklore und RenaissancePolyphonie. Intonation und Gleichgewicht zwischen den Stimmen müssen perfekt sein.“ Die Soprane singen stellenweise sehr hoch und sollen dennoch zurückhaltend wirken, die Altstimmen werden zuweilen sehr tief geführt. Die Neueinstudierung bringt Savitri in den Techno-Tempel Berghain. Der Choreograph und Regisseur Lars Scheibner bezieht das Industrieambiente des Friedrichshainer Clubs mit seinen schrundigen Wänden, Betonsäulen und Metallgalerien in die Inszenierung

Foto: Max Schröder

In einem außergewöhnlichen Musiktheaterprojekt stellt der Rundfunkchor Berlin Gustav Holsts Savitri vor von Eckhard Weber


chormusik

ein: „Das Berghain ist einer der Hauptdarsteller in unserem Stück“, sagt Scheibner. „Es ist ein Ort, wo Erfahrungen wie Grenzüberschreitung, Ekstase und letztlich Transzendenz gemacht werden. Genau darum geht es in Savitri.“ Als Sinnbilder für Grenzüberschreitung setzt Scheibner Kontorsionistinnen, vulgo „Schlangenmenschen“, ein. „Auswüchse des Berghains, Tempeldienerinnen und gleichzeitig Seismografen der emotionellen Zustände Savitris“ sind sie für Scheibner: „Sie haben einen direkten Kontakt zu Savitris Gefühlen und transportieren sie.“ Schon eine Stunde vor Beginn der Vorstellung stimmen ein DJ und ein VJ das Publikum ein. Wie in Holsts Inszenierungskonzept vorgesehen, soll das Publikum über einen bestimmten Pfad zur Spielstätte gebracht werden. „Ich möchte den Zuschauern Zeit geben, sich gemeinsam den neuen Raum zu er­ obern“, sagt Scheibner. Kombiniert wird Savitri mit einigen von Holsts zeitgleich entstandenen Choral Hymns from the Rig Veda auf Texte der hinduistischen Veden. Holst selbst empfahl daraus die Hymn of the Travellers als Vorspiel zu Savitri. Das spannende Projekt ist ein weiterer Schritt im Rahmen der ambitionierten

Initiative „Broadening the Scope of Choral Music“: Seit 2001 lotet Chefdirigent Simon Halsey mit dem Rundfunkchor Berlin die Möglichkeiten der Chormusik experimentell aus. Neue Formen der Darbietung und ungewöhnliche Spielstätten werden ausprobiert, sei es 2007 bei einer rituellen Nacht mit John Taverners The Veil of the Temple im Hamburger Bahnhof oder jüngst bei Bachs MatthäusPassion in Zusammenarbeit mit Peter Sellars. Simon Halsey weiß, dass sein mehrfach preisgekrönter Chor neugierig auf solche Experimente ist: „So bleibt das Leben interessant, und es entsteht eine ganz besondere Spannung.“ Konzert- und CD-Tipp Mo. 10.5. & Di. 11.5.2010, jeweils 22:00 Uhr Berghain Rundfunkchor Berlin Simon Halsey (Leitung), Susan Bickley (Mezzosopran), Christopher Gillett (Tenor) & Konrad Jarnot (Bariton) Holst: Choral Hymnus from the Rig Veda & Savitri Holst: Savitri Felicity Palmer, Philip Langridge, The Richard Hickox Singers, Richard Hickox (Leitung) u.a. Hyperion/Helios

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Ensembleporträt

„Musik ist für mich die beste Droge“

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er Chor sei wie ihr eigenes Kind, sagt Etta Hilsberg, die Leiterin und Managerin der Camerata vocale Berlin. Vor 25 Jahren hat sie das Laien-Ensemble gegründet; heute gehört es zu den führenden Oratorienchören Berlins. Etta Hilsberg ist ausgebildete Kirchenmusikerin. 15 Jahre lang war sie in West-Berlin als Organistin und Kantorin tätig. „In diesem Umfeld wollte ich aber nicht länger arbeiten“, sagt sie. „Da muss man sich immer mit Pfarrern und Gemeindekirchenräten auseinandersetzen.“ Also gründete sie 1985 ihren eigenen Chor. „Den Stamm bildeten Sänger aus meiner vorherigen Kantorei und dem Jugendchor.“ Ab 1989 ging es richtig aufwärts. „Die ExDDRler durchmischten den Chor und erwie32

sen sich als große Bereicherung.“ Gleichzeitig gelang der Sprung in die großen Säle. Seither tritt die Camerata vocale in der Philharmonie und im Konzerthaus mit eigenen Reihen auf; begleitet wird sie von verschiedenen Berliner Profi-Orchestern oder ausländischen Ensembles wie dem Radio-Symphonieorchester Pilsen oder dem Osaka K a m m e r o rchester. Konzertreisen führten den Chor in die USA und bereits zweimal nach Japan. Der Erfolg des Chores wird nicht nur bei den wöchentlichen Probenterminen und monatlichen Chorwochenenden erarbeitet. Die Qualität ist auch deshalb gestiegen, weil Etta Hilsberg selbst für die Stimmbildung aller 70 Sänger sorgt. „Normalerweise wird das an einen anderen Lehrer delegiert. Wenn aber Stimmbildung und Proben in einer Hand liegen, können die Chor-

Fotos: Jörg Mönkemöller, Ulrich Hilsberg

Die Camerata vocale Berlin feiert ihren 25. Geburtstag von Antje Rößler


Ensembleporträt

mitglieder die Gesangstechnik leichter in den Kompositionen umsetzen.“ Das Repertoire ist ebenso anspruchsvoll wie breit gefächert. Es umfasst die großen Chorwerke von Händel bis Brahms, aber auch selten Aufgeführtes wie die rekonstruierte Markus-Passion von Bach. Die Stimmbildung findet außerhalb der Chorproben in Dreiergruppen statt, mit denen Etta Hilsberg jeweils zwei Stunden lang arbeitet. „Ich vermittle das Etta Hilsberg Singen vor allem über eine bewusste Körperwahrnehmung. Dadurch wird auch der Laie befähigt, die hohen Anforderungen der aufzuführenden Werke zu meistern.“ Daneben findet Etta Hilsberg auch noch Zeit für das Management des Chores. Gerade hat sie wieder tagelang durchgearbeitet, um den neuen Fördergeldantrag pünktlich einzureichen. „Einerseits kann ich allein Entscheidungen treffen, andererseits trage ich selbst das finanzielle Risiko. Und mit den Konzerteinnahmen geht es auf und ab – das ist unberechenbar.“ Wenigstens kann sie sich seit

2002 auf die jährliche Förderung durch den Berliner Senat verlassen. Dennoch zeugt es von Mut, dass die Camerata vocale regelmäßig zeitgenössische Musik und sogar Uraufführungen auf die Bühne bringt. „Wir wollen nicht nur in die bekannte Rille springen“, erklärt Etta Hilsberg. „Aber meist kombinieren wir Ausgefallenes mit bekannten Werken; sonst ist das Risiko einfach zu groß.“ Die Doppelbelastung als Chorleiterin und Managerin habe ihr schon manche schlaflose Nacht bereitet. Aber wenn sie auf dem Podium steht, sind alle Probleme vergessen. „Musik ist für mich die beste Droge.“ Konzert-Tipp Sa. 22.5.2010, 20:00 Uhr Konzerthaus (Großer Saal) Festkonzert 25 Jahre Camerata vocale Berlin Deutsches Kammerorchester Berlin, Camerata vocale Berlin, Etta Hilsberg (Leitung), Esther Hilsberg (Sopran), Sonja Koppelhuber (Alt), Clemens-C. Löschmann (Tenor), Jens Hamann (Bass) Mendelssohn: Elias

3. bis 13. Juni in Halle (Saale) Geburtsstadt von Georg Friedrich Händel

u. a. mit

Cecilia Bartoli, Andreas Scholl, Il Giardino Armonico, Al Ayre Español KARTEN an allen bekannten Ticket-Online-Vorverkaufsstellen, im Internet unter www.haendelhaus.de und Telefon (0345) 5 65 27 06


Spielstättenporträt

Becks und Beethoven

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s war einmal an einem kalten Februar­ abend in der Nähe des Schlesischen Tors. Da standen vor einer unscheinbaren Tür in einer Schlange viele junge Menschen, wie man sie vor jedem Techno-Club Berlins findet. Sie standen geduldig und doch innerlich bangend, ob ihnen noch Einlass gewährt würde in diesen Tempel der Nacht. Der Ansturm war groß, der Platz nur begrenzt, und bald war das Haus in der Tat voll. Drinnen, in einem nicht zu großen, aber doch nicht kleinen Raum, in kargem Ambiente unter futuristischer Lichtdecke, saßen und standen dicht an dicht dreihundert junge und auch etwas ältere Menschen und harrten gebannt der musikalischen Hochkultur. Alsbald schon trat ein Kulturradio-Mo34

derator vor die improvisierte kleine Bühne, begrüßte uns und erläuterte weitschweifig die Dramaturgie des Abends: Man werde nun hören die letzten Streichquartette Beet­hovens und Schuberts, dazu werde Stephan Schäfer aus Marcelle Sauvageots Abschiedsbrief an den Geliebten lesen. So kam es. Das Kuss Quartett bahnte sich einen Weg durch die jubelnde Menge, spielte Beethovens Allegretto – umfangen von andächtiger Stille, Schäfer las, dann erklang Schuberts Andante un poco mosso. Es folgte eine 20-minütige Pause, die mit Gesprächen und Biergenuss gefüllt ward, und dann ging es musikalisch und rezitatorisch weiter – mit einem schnellen Schubert- und einem langsamen BeethovenSatz, bis im dritten Teil zumindest Beethoven an sein Ende gelangt war. Nach zweieinhalb Stunden schließlich gingen alle friedlich und kulturgesättigt wieder ihrer Wege. Kaum zu glauben? Aber wahr! Sechsmal im Jahr verwandelt sich das Watergate, einer der schicksten Clubs der Stadt mit einem wunderbaren Blick auf Spree und Oberbaumbrücke, in einen Kammermusiksaal. Und das junge Publikum strömt. Zugegeben,

Foto: celloprojekt.de, Watergate Club

Das Watergate ist ein angesagter Techno-Club. Aber alle zwei Monate verwandelt er sich in einen Kammermusiksaal von Arnt Cobbers


spielstättenporträt

Zu Gast im Watergate Club im Mai: celloproject

sei ein wichtiger Punkt, da stimmten alle zu. Ist das des Rätsels Lösung? Ist die Klassikhörende deutsche Jugend in einem solchen Maße Alkohol-affin, dass sie um die traditionellen Konzertstätten mit ihrer „Keine Gläser im Saal“-Politik einen Bogen macht? Ohne Becks kein Bach? Ohne Rothaus leere Ränge? Vergesst Casual Concerts, Lunchkonzerte und all den edukativen Schnickschnack: Setzt Beethoven-Quartette aufs Programm und gebt den Leute ein Becks in die Hand, dann klappts auch mit der Quote!? Zugegeben, die Umfragebasis war schmal. Vielleicht sollte ich dem Phänomen der vollen kulturradio-Klassik-Lounge doch genauer auf den Grund gehen, am 10. Mai, wenn der Cellist Eckart Runge und der Pianist Jacques Ammon Werke von Bach, Rachmaninow und dem in einem faszinierenden Grenzland zwischen Klassik und Jazz sich bewegenden Nikolai Kapustin spielen. Wenn Sie auch kommen wollen: Seien Sie früh da, es könnte ausverkauft sein.

in der zweiten Pause gegen zehn gingen viele, wodurch die älteren Zuschauer sichtbarer wurden. Und doch: Von solch einem Altersschnitt können „normale“ Kammermusik­ reihen nur träumen. Am Programm kann’s nicht liegen – gibt es doch kaum etwas Komplexeres als diese Quartettwerke. Warum also kamen die Besucher her? Ich fragte sie! Der junge Mann zu meiner Linken sagte, Konzert-Tipp er gehe auch ins Konzerthaus und in den Kammermusiksaal. Die junge Frau zu meiMo. 10.5.2010, 20:00 Uhr Watergate Club ner Rechten auch. Die dritte meinte, ihr gekulturradio Klassik-Lounge falle die Atmosphäre, und fünf Euro Eintritt celloproject: Eckart Runge (Violoncello) & Jacques Ammon (Klavier) könne man sich leisten. Der vierte schließoncerti_148x70 07.04.2010 9:31 Uhr Seite 1 concerti_148x70 07.04.2010 9:31 Uhr Seite Werke 1 von Kapustin, Bach, Rachmaninow u.a. lich sagte, hier könne man Bier trinken! Das

MUSIKFESTIVAL 25.25. MUSIKFESTIVAL 7. JUNI - 18. JULI2010 2010 7. JUNI - 18. JULI KISSINGER SOMMER KISSINGER SOMMER Rathausplatz Rathausplatz 4 4 97688 Bad Kissingen 97688 Bad Kissingen Tel. (0971) 807-1110 Tel. (0971) 807-1110 Fax (0971) 807-1109 Fax (0971) 807-1109 www.kissingersommer.de www.kissingersommer.de

09.06. Gala Galazum zum10-jährigen 10-jährigen Jubiläum Jubiläum von 09.06. CeciliaBartoli Bartolibeim beim KISSINGER KISSINGER SOMMER Cecilia SOMMER OrchestraLa LaScintilla Scintilla Orchestra Arienvon vonPorpora, Porpora,Caldara, Caldara, Vinci, Vinci, Leo Leo u. Arien u. a. a. 19.06. Zu ZuGast Gastbei beiKönig König Ludwig Ludwig und und 19.06. LolaMontez Montez Lola TriodidiClarone Clarone Trio SabineMeyer Meyer(Klarinette) (Klarinette) Sabine Rainer Wehle/ /Wolfgang Wolfgang Meyer Meyer (Klarinette) (Klarinette) Rainer Wehle Christian Ruvolo (Klavier) Christian Ruvolo (Klavier) Françaix · Bernstein · Mendelssohn u. a. Françaix · Bernstein · Mendelssohn u. a. 25.06. Londonder Last Night 25.06. Londonder LastOrchestra Night London BBC Symphony BBC Symphony Orchestra London Dirigent: Jiri Beˇlohlávek Dirigent: Beˇlohlávek ElisabethJiriLeonskaja (Klavier) Elisabeth Leonskaja (Klavier) Marie-Elisabeth Hecker (Violoncello) Marie-Elisabeth Hecker (Violoncello) Smetana · Prokoffief · Dvor ˇ ák Smetana · Prokoffief · Dvorˇák

30.06. 30.06. Prager PragerGala Gala Tschechische TschechischePhilharmonie Philharmonie Dirigent: Dirigent:Nikolaj NikolajZnaider Znaider Rudolf RudolfBuchbinder Buchbinder(Klavier) (Klavier) Beethoven Beethoven· Brahms · Brahms

04.07. 04.07. Soiree Soireebeim beimFürsten Fürsten Orchestre dede Monte Carlo OrchestrePhilharmonique Philharmonique Monte Carlo Dirigent: Dirigent:Yakov YakovKreizberg Kreizberg Daniel Müller-Schott (Violoncello) Daniel Müller-Schott (Violoncello) Dvorˇák · Rimski-Korsakov Dvorˇák · Rimski-Korsakov 18.07. Abschlusskonzert 18.07. Bamberger Abschlusskonzert Symphoniker Bamberger Symphoniker Bayerische Staatsphilharmonie

BayerischeJonathan Staatsphilharmonie Dirigent: Nott Dirigent:Meier Jonathan Nott Waltraud (Mezzosopran) Waltraud Meier Klaus Florian Vogt(Mezzosopran) (Tenor) Klaus Florian Vogt (Tenor) Mahler Mahler


festival

Stars von morgen „crescendo“ – die Musikfestwochen der Universität der Künste Berlin von Heiner Milberg

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Konradin Groth

Streicher, eine sehr kuriose Rarität. Studierende des Instituts für Alte Musik spielen Instrumentalmusik der Renaissance. Und die Preisträger des Bundeswettbewerbs Gesang 2009, Sparte Musical, die überwiegend von der UdK kamen, wiederholen noch einmal ihr Preisträgerkonzert. Natürlich sind in diesem Jahr auch den Jubilaren Chopin und Schumann ein Abend bzw. ein ganzes Wochenende gewidmet. Miteinbezogen ins Festgeschehen sind das Orgelimprovisationsfestival in der Gedächtniskirche und das Preisträgerkonzert des Artur-Schnabel-Wettwerbs. Bereits zum 17. Mal wetteifern Studierende der UdK und

Fotos: Matthias Heyde, UdK Berlin

ie Berliner UdK ist nicht nur die größte Kunsthochschule Europas, sondern, dank ihres großen Musik-Fachbereichs, auch einer der größten Konzertveranstalter der Stadt. Fast jeden Tag ist das Publikum in einen oder mehrere ihrer Vortrags- und Konzertsäle eingeladen – zu Konzerten, Klassenvorspielen oder Wettbewerbsrunden. Musik mit den „Stars von morgen“ – oft bei freiem Eintritt. Die Bandbreite des Angebots und das Niveau der künstlerischen Leistungen kann man alljährlich, auf drei Wochen konzentriert, bei „crescendo“ erleben, den Musikfestwochen der UdK. Bereits zum achten Mal präsentieren sich Professoren und Studierende des Fachbereichs Musik und der Musikstudiengänge des Fachbereichs Darstellende Kunst in 35 Konzerten binnen drei Wochen. Dabei musizieren oft Lehrer und Schüler gemeinsam. Das Programm reicht von Bruckners siebenter Sinfonie im Dom bis zum PaulDessau-Liederabend, vom zeitgenössischen Musiktheater bis zu Konzerten mit dem Artemis- und dem Fauré-Quartett. Im Joseph-Joachim-Konzertsaal an der Bundesallee, dem Hauptkonzertort der Festwochen, erklingt Michael Haydns Konzert für Viola, Orgel und


festival

Das Symphonieorchester der UdK im hauseigenen Konzertsaal

der „Hanns Eisler“ um die Krone der Berliner studentischen Pianistik. Vielleicht liegt es ja zu einem Gutteil an dieser gut-partnerschaftlichen innerstädtischen Konkurrenz, dass das Niveau an den Berliner Musikhochschulen so hoch ist. „Das spornt an“, meint der Trompeter Konradin Groth. Er hat in den 60er Jahren an der damaligen Hochschule für Musik und darstellende Kunst studiert, heute unterrichtet er hier als Professor – und ist Künstlerischer Leiter des „crescendo“Festivals. „Damals waren alle Bereiche an der Fasanenstraße untergebracht, es gab ein engeres Gemeinschaftsgefühl. Heute ist es viel unübersichtlicher, aber es ist auch faszinierend zu sehen, was in den verschiedenen Bereichen der UdK passiert.“ Dass er nach vielen Jahren als Solo-Trompeter der Philharmoniker an die Hochschule gewechselt ist, hat er nie bereut. „Es ist wunderbar, seine musikalische Lebensweisheit weitergeben zu können. Ich bin immer gerührt, wenn ich Studenten eine Bruckner-Sinfonie spielen höre, und es klingt so, wie ich mir das vorstelle. So lebt die Spieltradition des Orchesters, wie ich sie als junger Mann erfahren habe, in der nächsten Generation weiter.“

Besonders freut sich Groth auf „crescendino“, den Kindertag der Festwochen. Schüler einer Charlottenburger Grundschule werden, angeleitet von den Schulmusikern der UdK, Die sonderbaren Sommerferien des Herrn Nikolaus aufführen, und die Jung-Studierenden des Julius-Stern-Instituts werden das Finale des Tagesspiegel-Erzählwettbewerbs musikalisch umrahmen. 500 Schüler haben Geschichten, die sich um ein Musikinstrument drehen, eingereicht. Die sieben Finalisten werden ihre Geschichten am 20. Mai selbst vorlesen. FESTival-Tipp Musikfestwochen crescendo 2010 vom 14.5. bis 5.6. Fr. 14.5.2010, 20:00 Uhr Berliner Dom Eröffnungskonzert Symphonieorchester der UdK Berlin Maciej Baranowski, Luise Bruch, Diana During & Juliane Grepling (Horn), Lutz Köhler (Leitung). Schumann: Konzertstück für vier Hörner und großes Orchester F-Dur op. 86, Bruckner: Sinfonie Nr. 7 E-Dur Weitere Informationen zu den Konzerten, Vorträgen, der Ausstellung „Die Hochschule für Musik um 1900“ sowie den Preisträgerkonzerten des Artur Schnabel Klavierwettbewerbs, des Bundeswettbewerbs Gesang 2009 und des Internationalen Orgelimprovisationsfestivals im Rahmen von crescendo 2010 unter: www.udk-berlin.de

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Sinfonik

Schwermütiger Schwärmer

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r reüssierte in einer sehr umstrittenen Disziplin: als Romantiker der Moderne. Von dieser Spezies gab es im 20. Jahrhundert, vor allem in den USA, nicht gerade wenige. Europa nahm allerdings Komponisten wie Roy Harris, Howard Hanson oder Walter Piston nie zur Kenntnis, und in Amerika wurden sie verleumdet und fast vollständig vergessen. Nur Samuel Barbers Musik überlebte, und zwar dank eines einzigen, ursprünglich für Streichquartett geschaffenen Werkes. Es heißt Adagio for Strings und ist seit den 40er Jahren nicht wegzudenken, wenn Fabrikarbeiter, Mafiabosse und Präsidenten beerdigt werden. Barber ging die Popularität dieses Werkes mehr und mehr auf die Nerven, für ihn war es „just music“. Samuel Barber (1910 – 1981) hat nie etwas anderes geschrieben als „einfach nur Musik“, harmonisch konventionelle, aber erschütternd schöne, höchst intelligente und nie epigonale Musik. Wir müssen nicht viel Tinte verschwenden, um ihre Qualität zu beweisen, es genügen einige Namen von Barbers Förderern und Interpreten: Bruno Walter, Toscanini, Kussewitzky, Stokowski, Mitropoulos, Szell, Ormandy und Sawallisch, 38

unter den Solisten Horowitz, Perlman, Stern, unter den Sängern Price, Hendricks, Studer, Hampson und Fischer-Dieskau, der den frühen Liederzyklus Dover Beach (1931) aufnahm und 1974 die späten Three songs op. 45 aus der Taufe hob. Freilich bildeten auch seine Kritiker eine stattliche Legion, allen voran „his best enemy“ Bernstein, der gleichwohl das unumgängliche Adagio und das Violinkonzert dirigierte. Die Gegnerschaft war nicht immer musikalisch motiviert. Barber gehörte zur Upper class und mied das linke Künstlermilieu der Ostküste. Geboren in West Ches­ter, einem reichen Vorort von Philadelphia, musste er nie einer Berufstätigkeit nachgehen. Er kleidete sich teuer und elegant, verfügte über Chauffeur und Köchin, konnte sich langjährige Auslandsaufenthalte leisten. 1934 gewann er den amerikanischen Rom-Preis und verbrachte dann zwei Jahre in Italien, wo das famose Streichquartett entstand, die flammende erste Symphonie und der ebenfalls von Sibelius inspirierte First Essay für Orchester. Vor dem Krieg führte er mit seinem Lebenspartner, dem Komponisten Gian Carlo Menotti, ein luxuriöses Wanderleben quer durch Europa. Dante, Goethe, Proust

Foto: Carl van Vechten/Library of Congress, Prints and Photographs Division, Van Vechten Collection

Langsam wird Samuel Barber auch hierzulande entdeckt. Das DSO präsentiert ihn in der laufenden Saison gleich sechsmal von Volker Tarnow


Sinfonik

und Neruda las er mühelos im Original. Daheim betrachteten ihn viele als „unamerikanischen“ Komponisten; seine Musik hatte zwar hinreichend diatonische Einfachheit zu bieten, gelegentlich auch beträchtliche Energie, aber ihre tiefe Melancholie, ihre meditative Vergänglichkeitsfixierung wirkten doch wie Fremdkörper im optimistischen Nord­ amerika jener Tage. Barber avancierte trotzdem zum erfolgreichsten US-Komponisten neben Gershwin und Copland. Toscanini sorgte 1938 mit der Aufführung des Adagios und des Ersten Essays für den Durchbruch. 1943 gewann Barber mit seiner zweiten Symphonie, die der U.S. Airforce gewidmet ist, auch die Herzen der patriotischen Landsleute. In dieser Zeit bezog er gemeinsam mit Menotti die Villa Capricorn in Mount Kisco nördlich von

New York. Dort konnten sie mit Freunden und Kollegen rauschende Feste feiern, aber auch ungestört arbeiten. In der ländlichen Abgeschiedenheit entstanden Barbers Klaviersonate, das Capricorn Concerto, eines seiner wenigen heiteren Stücke, und die auf ein Libretto Menottis geschriebene Oper Vanessa. Es war seine große Zeit. Sie endete, wie jeder Aufenthalt im Paradies, mit einer Vertreibung. Menotti reiste ständig um die Welt, hatte sich auch verschuldet, man entfremdete und trennte sich schließlich. Capricorn wurde 1973 verkauft, Barber zog ins verhasste New York. Seine Nachkriegswerke verraten durchaus Spuren von Atonalität, ohne dass der romantische Duktus aufgegeben wäre. An den „Fortschritt des Materials“ und ähnliche Mythologeme deutscher Professoren hat er nie geglaubt. Barber blieb bis zuletzt ein schwermütiger Schwärmer, träumte bis zuletzt vom verlorenen Glück – dass es unsterbliche Träume waren, mochte er am Ende seines Lebens, in der Blütezeit des dogmatischen Avantgardismus, nicht glauben. Erst nach seinem Tod drehte sich der Wind. Und weht nun endlich die Werke des letzten und größten Romantikers der Moderne auch in die Konzertsäle Europas. Konzert-Tipp Mi. 12.5.2010, 20:00 Uhr Philharmonie Deutsches Symphonie-Orchester Berlin Leonard Slatkin (Leitung), Jonathan Biss (Klavier) Barber: Sinfonie Nr. 1, Ravel: Klavierkonzert G-Dur, Gershwin: An American in Paris, Rabaud: La procession nocturne

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blind gehört

„Gefährlich wird es, wenn man sich gut kennt“ Die Geigerin Isabelle Faust hört CDs ihrer Kollegen, ohne dass sie erfährt, was sie hört von Arnt Cobbers

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nde April/Anfang Mai ist sie mal wieder in ihrer Wahlheimat Berlin zu hören: Mit Alexander Melnikow am Klavier spielt Isabelle Faust im Radialsystem alle zehn Beethoven-Sonaten. Seit einigen Jahren gehört die 38-Jährige zu den führenden Geigerinnen der Welt. Wir treffen uns in ihrer Altbauwohnung mitten in der Stadt. Die große Stereoanlage im Wohnzimmer zeigt, dass in der Familie nicht nur Musik gemacht, sondern auch gehört wird. Isabelle Faust ist eine sehr fröhliche Gesprächspartnerin. Sie kommentiert bereits während des Hörens.

Foto: Marco Borggreve

Beethoven: Violinsonate Nr. 4 a-Moll op. 23 Daniel Sepec (Violine), Andreas Staier (Pianoforte) 2005. harmonia mundi

Das sind Andreas und Daniel, das ist eine der allerbesten Aufnahmen, die es gibt. Mit enorm viel Energie, sehr vorwärtsdrängend. Viel spannender kann man es sich nicht vorstellen. Wunderbar die Farben vom Hammerklavier und der Darmsaiten. Im Konzert spiele ich häufiger auf Darmsaiten und mit

einem alten Bogen in der Tourte-Form oder auch einer Barock-Kopie. Das ist nicht ganz einfach, weil ich die gleiche Geige, die Stradivari, benutze, und die ist für Metallsaiten eingestellt. Diese Instrumente sind so delikat, dass schon jeder Temperaturwechsel den Klang ändert. Da braucht man ein bisschen Glück, wenn man die Saiten wechselt. Es ist mir schon passiert, dass die Geige nur gepfiffen hat, sodass ich die Darmsaiten im letzten Moment wieder runtergenommen und auf Metallsaiten gespielt habe. Vor ein paar Jahren in Nantes haben Alexander Melnikov und ich die Beethoven-Sonaten kurzfristig auf Hammerflügel und mit Darmsaiten gespielt, weil der moderne Flügel in dem Saal inakzeptabel war. Und bei unserem letzten Zyklus war der Hammerflügel vor Ort nicht gut, sodass wir die moderne Version vorgezogen haben. Wir versuchen da flexibel zu sein. Durch das Hammerklavier entstehen neue Farben, und die Artikulation ist viel deutlicher. Das beeinflusst natürlich auch mein Spiel auf der „modernen“ Geige. Vor meiner neuen Bach-Aufnahme habe ich auf meiner Barockgeige gearbeitet, bin aber für die Aufnahme auf die Stradivari zurückgekommen. Aber ich habe den Barock­bogen 41


blind gehört

benutzt, der war im Vergleich deutlich schöner, viel ziselierter in der Artikulation. Die Beethoven-Sonaten haben wir modern aufgenommen, weil wir die Kreutzer­sonate auch so eingespielt hatten. Beethoven. Violinsonate Nr. 3 EsDur op. 12/3. 2. Satz. Adolf Busch (Violine), Rudolf Serkin (Klavier) 1931. Naxos Historical

Das ist einer meiner Lieblingssätze. Sind das Schnabel und Busch? Oder Busch und Serkin? Das Zusammenspiel ist schön. Die älteren Aufnahmen sind oft sehr geigenlastig, diese hier gar nicht. Es ist wunderbar, wie er die Linien zieht. Ich liebe den Busch’schen Klang. Er hat eine unglaubliche Intensität, ohne übersüßt zu sein. Diese Schleifer sind natürlich gewöhnungsbedürftig. Aber es gefällt mir sehr. Es ist in diesem Satz gar nicht einfach, den großen Bogen zu spannen. Man hört, da spielt ein echtes Duo, alles greift ineinander. Viele Geiger heute spielen die Sonaten mal mit diesem, mal mit jenem Partner, da entwickelt sich keine Partnerschaft über die Jahre hinweg. Mit Sasha haben wir ein Niveau des Aufeinander-Hörens erreicht, auf das ich nicht gerne verzichte. Gefährlich wird es erst, wenn man sich zu gut kennt und im Konzert genau weiß, was der andere im nächsten Takt machen wird. Aber Sasha neigt nicht zum Langweilig-Werden, da kommen immer wieder neue Impulse. Vor einigen Jahren haben wir in Moskau alle zehn Beethoven-Sonaten gespielt, und dabei ist die Idee des Aufnehmens entstanden. Nun haben wir uns damit intensiv beschäftigt und möchten sie natürlich auch oft spielen. Die Arbeit an den Sonaten, die Beschäftigung mit den Briefen, den Handschriften und Skizzenbüchern, der Literatur und vor allem natürlich den Werken hat meine Begeisterung für Beethoven noch verstärkt. Sich so vollkommen mit Beethoven zu umge42

ben, gibt einem zumindest die Illusion, dass man die Musik von den verschiedensten Aspekten her besser versteht. Da gerät man in einen richtigen Strudel hinein. Und es kann schwierig werden, wieder herauszukommen, wenn man zwischendurch das Werk eines anderen Komponisten spielen muss. Alle zehn Sonaten sind Meisterwerke, sehr gern spielen wir die Nummern 3 und 6, letztere wird seltsamerweise allgemein unterschätzt. Sie ist sehr elegisch und verweist schon ein bisschen auf die zehnte. Honegger: Sonatine VI für Violine und Violoncello. Frank Peter Zimmermann (Violine), Heinrich Schiff (Violoncello) 2004. ECM

Das kenne ich nicht. ... Ist das Martinu? Eine tolle Aufnahme! Klanglich ausgewogen, phantastisch gespielt, wahnsinnig sauber und klar phrasiert, mit wunderbarem Schwung und sehr schön dosiertem Vibrato. Das ist nicht einfach, zwei Streichinstrumente so aufeinander abzustimmen. Stimmt, ich spiele gern Stücke, die die Leute überraschen. Aber es ist schwierig, diese seltenen Stücke an den Mann zu bringen. Dabei ist es so wichtig, dass die Ohren geschärft werden durch Unbekanntes. Ich glaube nicht, dass ich jemals Honegger gespielt habe. Das französische Repertoire kenne ich sonst eigentlich sehr gut. Ich bin 23-jährig nach Paris gegangen, weil ich die Sprache lernen und unbedingt mal im Ausland leben wollte. Es sind dann immerhin neun Jahre geworden. Und jetzt bin ich schon sechs Jahre in Berlin – ich kenne keine Stadt mit mehr Lebensqualität. Ich fühle mich hier pudelwohl.

Larcher: Ixxu. Rosamunde Quartett 2005. ECM


blind gehört

Das kommt mir bekannt vor – ist das von Thomas Larcher? Ich habe letztes Jahr sein Violinkonzert uraufgeführt, das ist auch so episodenartig, dieses segmenthafte Schreiben ist typisch für ihn. Das ist gut. Sehr gut gespielt, wieder ein sehr guter Klang. Es ist wahnsinnig spannend, mit einem Komponisten zusammen ein Stück zu erarbeiten und vielleicht sogar noch Einfluss darauf zu nehmen, wie es sich entwickelt. Das ist ein großes Privileg. Und es ist auch unsere Pflicht, dass wir Interpreten uns mit der heutigen Musik auseinander setzen. Leider muss ich das gut dosieren, es bedeutet schon sehr viel Arbeitsaufwand.

Paganini: Caprice op. 1 Nr. 4 C-Dur Tanja Becker-Bender (Violine) 2007. hyperion

Ist das Frank Peter Zimmermann? Das gefällt mir sehr! Ein voller Klang, es klingt nach einer del Gesù [stimmt!]. Ich wollte damals den Paganini-Wettbewerb spielen und gewinnen, damit ich hinterher nie mehr beweisen müsste, dass ich auch ein bisschen Technik habe. Zum Glück hat’s geklappt. Und danach habe ich noch genau einmal das Paganini-Konzert Nr. 1 gespielt. Ich habe mir schon oft vorgenommen, die Capricen wieder hervorzuholen. Im Grunde interessieren mich aber Stücke, die die pure Virtuosität feiern, viel weniger als sagen wir ein Bergoder ein Schumann-Konzert. Dvořák: Violinkonzert. Johanna Martzy (Violine), RIAS-SymphonieOrchester Berlin, Ferenc Fricsay (Leitung) 1953. Deutsche Grammophon

Ist das ein Tscheche? Das ist mir zu schnulzig. Und manches kommt mir ein bisschen willkürlich vor. Aber ein beeindruckender

Klang, das ist sicher ein enormer Geiger! Dvorˇák hat für mich manchmal etwas Fragiles im Klang, etwas Tänzerisches, das fehlt mir hier. Es ist mir zu unterbrochen in den Linien, dieses Stück braucht eine klare Linienführung. Gerade der zweite Satz fällt leicht auseinander. Es ist schwer, dass Solound Orchesterpart wirklich ineinandergreifen. Wenn der Dirigent das Stück nicht wirklich gut kennt, ist er oft einen Tick hinterher. Beethoven: Violinkonzert. AnneSophie Mutter (Violine), Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan (Leitung) 1980. Deutsche Grammophon

(leider sah Isabelle Faust das CD-Cover, bevor sie die CD hörte) Das ist viel zu langsam, und diese Solo-Girlande hier ist viel zu metronomisch. Alles ist auf Tonschönheit und das Elegische ausgerichtet. Da ist man ja jetzt schon müde – wie soll man das ganze Stück durchhalten? Aber ein wahnsinnig schöner Ton! Diese Aufnahme habe ich oft gehört. Als ich zehn, zwölf war, da war Anne-Sophie Mutter in meinem Blickfeld die einzige geigende junge Frau, natürlich war sie eine Art Vorbild. Das ist von allen CDs, die wir heute gehört haben, die einzige Aufnahme, die mir gar nicht gefällt. Sie spielt das Stück heute ja auch vollkommen anders. Aber trotzdem: Sie ist wirklich ein Jahrhunderttalent, so muss man erst mal Geige spielen können. Konzert- & CD-Tipp Fr. 30.4., 20:00 Uhr, Sa. 1.5., 20:00 Uhr & 22:00 Uhr, So. 2.5.2010, 20:00 Uhr Radialsystem V Beethoven-Zyklus Isabelle Faust (Violine) & Alexander Melnikov (Klavier)

Bach: Sonaten & Partiten BWV 1004-1006 Isabelle Faust (Violine) harmonia mundi

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rEZENSioNEN

Die Welt ist eine Scheibe die interessantesten Cd-Neuerscheinungen des Monats Vorzüglich der 1946 gegründete Windsbacher Knabenchor gehört seit langem zu den besten Ensembles seiner art; seit 1978 steht Karl-Friedrich Beringer dem Chor als zweiter leiter in seiner Geschichte vor und hat ihn zu internationalem ruhm geführt. Schubert hat mehrere Jahre an seiner As-Dur-Messe gearbeitet und das großformatige Werk schließlich selbst als Missa solemnis bezeichnet. Mit einer vorzüglichen Solistenbesetzung, den leuchtenden Stimmen seines Knabenchores und dem in schönsten romantischen Klangfarben musizierenden dSo bringt Beringer die von Würde und innigkeit bestimmte atmosphäre der Komposition eindrucksvoll zum ausdruck. (dH)

Russische „Romanzen“

Arche-Typ

die operndiva als liedsängerin? tatsächlich, anna Netrebko kann es. im august 2009 begeisterten sie und daniel Barenboim das Publikum und die Kritiker im Salzburger Großen Festspielhaus mit einem russischen liederabend. Und auch ohne die „optik“, auf dem Cd-Mitschnitt, überzeugt die russin mit großer intensität, zarten tönen und feinen Nuancen fernab jeglichen Primadonnentums. Und dass ihr dunkles timbre ideal ist für russische „romanzen“ – hier beschränkt sie sich auf Werke von rimskyKorsakow und tschaikowsky – steht sowieso außer Frage. daniel Barenboim, mit dem sie seit Jahren zusammenarbeitet, begleitet einfühlsam und unaufdringlich. (HM)

dass thomas adès zu den größten lebenden Komponisten gehört, unterstreicht diese Cd nachdrücklich. Tevot (hebräisch für: takt, arche) lässt die Erde als Schiff durch Zeit und raum gleiten, wie uns der einzelne takt durch die Musik führt. Es beginnt als Klanggespinst von arabesken, zum Ende hin reißt ein neoromantischer Hymnus das Geschehen an sich – nichts Neues, aber adès weiß die archetypischen Modelle mit intensivem Eigenleben zu füllen. dagegen ist das zwei Jahre ältere Violinkonzert Concentric Paths (2005) in seinem Wohlklang tief dem 19. Jahrhundert verpflichtet. rückschritt oder Postmoderne? Nein, simply adès! Sein Können entzieht allen ästhetischen Einwänden den Boden. (Vt)

In the Still of Night – Lieder von Rimsky-Korsakow und Tschaikowsky Anna Netrebko (Sopran), Daniel Barenboim (Klavier) Deutsche Grammophon

Adès: Tevot, Violinkonzert u.a. Berliner Philharmoniker, Simon Rattle (Leitung), Chamber Orchestre of Europe, Anthony Marwood (Violine), Thomas Adès (Leitung). EMI Classics

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Foto: Mats Lundquist

Schubert: Messe As-Dur Ruth Ziesack (Sopran), Monica Groop (Alt), Thomas Cooley (Tenor), Thomas Laske (Bass), Windsbacher Knabenchor, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Karl-Friedrich Beringer (Leitung). Sony Classical


Rezensionen

Das Vermächtnis der Maya

Virtuoses Horn

Warum ausgerechnet die Cantata para América mágica (1960), das späte Hauptwerk des großen Argentiniers, bislang nicht auf Tonträgern zu haben war – die Frage gehört in das traurige Kapitel „Südamerika und wir“. Ginastera evoziert auf bewegende und äußerst klangmächtige Weise die alten Hochkulturen des Subkontinents – und deren Vernichtung. Es kommen unzählige archaische Schlaginstrumente zum Einsatz, mit gleicher Souveränität werden Kompositionstechniken der europäischen Avantgarde angewendet. Die Kantate basiert, wie auch die gewaltig funkelnde Orchestersuite Popul Vuh (1983), auf der Schöpfungsgeschichte der Quiché-Maya. Welch ein Vermächtnis! (VT)

Was macht ein Solo-Hornist der Berliner Philharmoniker, wenn er nicht im Orchester spielt? Er beschäftigt sich z.B. mit Hornkonzerten böhmischer Komponisten des 18. Jahrhunderts. Zusammen mit dem Prager Kammerorchester hat der Tscheche Radek Baborák vier Werke von Pokorny, Rosetti und Giovanni Punto eingespielt. Es sind gefällige und melodieselige, kunstvoll komponierte Werke, die Baborák die Gelegenheit geben, sein Instrument von der besten Seite zu zeigen: frappierend wendig und flexibel, dabei im Klang stets warm und voll. Und die Kadenzen nutzt er zu unaufdringlich virtuosen Kabinettstückchen bis hin zum mehrstimmigen Spiel. (HM)

Ginastera: Cantata para América mágica, Popul Vuh WDR Sinfonieorchester Köln, Stefan Ashbury (Leitung), Rayanne Dupuis (Sopran) Neos

Horn-Konzerte von Pokorny, Rosetti & Punto Prager Kammerorchester Radek Baborák (Horn) Supraphon

Durch Barbarei, Arabia

Sax-Orchester

Unbekanntes Repertoire vorzustellen zu können ist ein Privileg der Stars. Countertenor Andreas Scholl greift jetzt ganz tief in die Geschichte und holt spätmittelalterliche Lieder des 15. Jahrhunderts hervor. Exzellent unterstützt von den Mittelalterspezialisten des Shield of Harmony gelingt es Scholl (der sogar als Bariton erscheint!), diese ferne Klangwelt lebendig werden zu lassen. Durch die ganze damals bekannte Welt begleitet er den 1445 gestorbenen Ritter, Sänger und Dichter Oswald von Wolkenstein – erzählt von Reisen, schönen Frauen und der Jungfrau Maria. Mal solo, mal begleitet von Laute, Harfe und Hackbrett, mal gemeinsam mit der vorzüglichen Sopranistin Kathleen Dineen. (KH)

Dass das Saxophon ein ernstzunehmendes klassisches Ins­ trument ist, spricht sich allmählich herum. Dass man aus den sechs Instrumenten der Saxophon-Familie (vom Sopranino bis zum Bass) aber ein richtiges „klassisches“ Orches­ ter formen kann, erstaunt dann doch. Zugegeben, Schostakowitschs zweite Jazz-Suite,­ Dvoˇráks Slawische Tänze und Milhauds Scaramouche sind Werke, die nicht allzu tiefschürfend sind. Doch was die zwölf normalerweise in kleineren Ensembles tätigen Saxophon-Profis unter Leitung von Milan Turkovi´c, den man vor allem als Harnoncourt-Fagottisten kennt, bieten, ist klanglich vom Feinsten, hat Schwung und ist insgesamt so überraschend wie überzeugend. (AC)

Songs of Myself – Lieder von Oswald von Wolkenstein Andreas Scholl (Countertenor & Bariton), Shield of Harmony, Crawford Young (Laute & Leitung) harmonia mundi

Flying Saxophone Circus Werke von Schostakowitsch, Dvořák, Milhaud, Gershwin, Matitia. Selmer Saxharmonic, Milan Turković (Leitung). MDG 45


Rezensionen

Klar und ausbalanciert

Im Rausch

Da die drei Streichquartette Tschaikowskys das CD-Format sprengen, spielten die vier Damen des Klenke Quartetts gleich noch den Streichquartettsatz B-Dur ein und luden zwei ehemalige Mitglieder des Cherubini Quartetts hinzu, um das Streichsextett Souvenir de Florence aufzunehmen. Die Doppel-CD umfasst nun fast Tschaikowskys gesamte Kammermusik – in sehr überzeugenden Interpretationen. Die Klenkes entwickeln einen unsentimentalen Zugriff, musizieren engagiert, mit warmem Ton, werden aber nie zu expressiv. Zudem haben sie langen Atem für große Bögen, wie sie etwa im riesigen Kopfsatz des dritten Quartetts beweisen. Ihr Spiel ist immer klar durchhörbar und wunderbar ausbalanciert. (AC)

Dem Artemis-Quartett gelingt auf seiner neuen CD eine wunderbare Gegenüberstellung von frühem und spätem Beethoven, bei der man nicht weiß, ob man sie von vorne oder von hinten beginnen soll. Wer sich (von hinten) auf die Große Fuge stürzt, erlebt, wie das Quartett eines der größten Probleme seines Repertoires löst: Mit einer Mischung aus purer Emotion und unnachgiebiger Strenge gelingt es ihm, alles über die komplexesten Verwirrungen nicht nur zusammenzuhalten, sondern schlüssig klingen zu lassen. Und wer lieber von vorne anfängt, erlebt einen ausgelassenen, witzigen, lebensfrohen, zuversichtlichen jungen Beethoven. Dazwischen feinstes, nein, perfektes Quartettspiel. (KH)

Tschaikowsky: Streichquartette Klenke Quartett, Harald Schoneweg (Viola), Klaus Kämper (Cello). Berlin Classics

Beethoven: Streichquartette op. 18,6 und op. 130 (mit op. 133) Artemis Quartett. Virgin Classics

Geniestreiche

Bratschenträume

Mit 13 hatte Mendelssohn schon zahlreiche Werke in den verschiedensten Gattungen komponiert, doch die ersten drei Werke, die er in Druck gab, waren Klavierquartette. Die letzten beiden, op. 2 und 3, geschrieben mit 14 bzw. 15 Jahren, präsentiert das Fauré Quartett auf seiner neuen CD, die schlicht „Wunderkind“ betitelt ist. Zu Recht: Die klassischen Formen füllt Mendelssohn mit romantischem Schwung und solchem Ideenreichtum aus, dass man nur so staunt. Die Faurés gestalten die von ihnen schon oft, von anderen Ensembles aber nur selten gespielten Frühwerke ungemein differenziert: mal luftig-leicht, mal abgründig und schwer. Aber immer mit Hingabe, Virtuosität und Delikatesse. (AC)

Nils Mönkemeyer bleibt sich treu: was die Zusammenstellung, aber auch die Qualität seiner neuen, dritten CD betrifft. „In dunklen Träumen“ widmet der Bremer Bratscher der Dreiecksbeziehung Robert Schumann – Clara Schumann – Johannes Brahms. Der Jahresjubilar ist mit den original für Bratsche und Klavier geschriebenen Märchenbildern, dem Adagio und Allegro und einigen Mönkemeyer’schen Liedbearbeitungen vertreten, Clara und Brahms mit Lied-Arrangements. Das Programm ist in sich schlüssig und stimmungsvoll elegisch, Mönkemeyers Spiel angemessen „singend“. Bei drei Stücken gesellt sich zum Duo Mönkemeyer & Rimmer die Cellistin Hannah Weber hinzu. (HM)

Wunderkind – Mendelssohn Bartholdy: Klavierquartette f-Moll op. 2 & h-Moll op. 3 Fauré Quartett Deutsche Grammophon

Nils Mönkemeyer – In dunklen Träumen Werke von R. und C. Schumann & Brahms. Nils Mönkemeyer (Viola), Nicholas Rimmer (Klavier), Hannah Weber (Cello). Sony Classical

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Jacobs

dirigiert

Mozart

© Marco Borggreve

René

FREIBURGER BAROCKORCHESTER

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BereitS erSchieNeN

Sinfonien Nr. 39 & 40 Die erste Veröffentlichung mit den Sinfonien Nr. 38 & 41 hat 2007 allgemeine Begeisterung hervorgerufen: “So kann Mozart auch im 21. Jahrhundert erschüttern und verzaubern.” BayeriScher ruNDfuNk

hMc 901958

“Noch aus den scheinbar geläufigsten Werken holt rené Jacobs unerhörtes heraus.” Der Spiegel Besuchen sie unseRe neue WeBsite

harmoniamundi.com


Rezensionen

Der schwedische Strawinsky

Die Bestie singt

Das ist immerhin schon die vierte Einspielung von Hilding Rosenbergs dritter Symphonie, seinem orchestralen Meisterwerk von 1939. Sie überzeugt durch melodische Zwölftonmelodien, durch Szenen berückender Stille und einen rhythmisch bestens abgefederten Triumphgesang im Finale. Mario Venzago leuchtet sie mit kräftigsten Farben effektvoll aus. Leider übertreibt er das Rubato, während er bei der Dynamik mehr tun könnte. Colin Davis und die Stockholmer Philharmoniker klingen da ausgefeilter und poetischer. Aber jede neue Aufnahme ist wichtig und trägt vielleicht dazu bei, den „schwedischen Strawinsky“ endlich auch in kontinentalen Konzertsälen anzusiedeln. (VT)

Um den berüchtigten Gewaltherrscher des römischen Reiches auf die Opernbühne zu bringen, setzt HenzeSchüler Detlev Glanert auf pralle Klanglichkeit und rhythmische Energie. Ihm gelingen ungemein dichte Szenen voll packender Dramatik. Virtuos setzt er die Orchesterfarben ein, grunzende Holzbläser, bellendes Blech, kraftvoll strömende Streicher und sogar mächtige Orgelklänge. Der Mitschnitt der Uraufführung an der Oper Frankfurt vom Mai 2006 überzeugt durch Klangqualität und die plastische Gestaltung von Markus Stenz am Dirigentenpult. Trotz aller klanglichen Eruptionen und Expressivität sind die Vokalsolisten gut verständlich. Beeindruckend! (EW)

Rosenberg: Sinfonien Nr. 3 & 6 Göteborgs Symfoniker Mario Venzago (Leitung) BIS

Glanert: Caligula Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Opernchor, Markus Stenz (Leitung), Ashley Holland, Michaela Schuster, Gregory Frank u.a. Oehms Classics

Ein Frühvollendeter

Frühbarockes Requiem

Nicolaus Bruhns (1665-1697) entstammte einer norddeutschen Musikerdynastie, war in Lübeck Lieblingsschüler Dietrich Buxtehudes und machte sich in Kopenhagen als Organist und Geiger einen Namen, bevor er 1689 Organist der Stadtkirche zu Husum wurde. Der mit 31 Jahren jung verstorbene Meister gilt als das Bindeglied zwischen Buxtehude und Bach, der ihn hoch schätzte. Zwölf Kantaten von Bruhns sind erhalten geblieben – wunderbare Musik, die ganz zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist. Eine vorzügliche Sängerbesetzung hat diese mustergültige Aufnahme eingespielt, die jedem Freund der Barockmusik nachdrücklich ans Herz gelegt werden darf. (DH)

Als Heinrich Posthumus von Reuß-Gera, ein frommer Protestant, 1635 starb, hatte er für sein Begräbnis genaue Vorkehrungen getroffen: Bibelsprüche auf seinem Sarg sollten ihm den Weg ins Paradies bahnen, und auch die Beerdigungsfeier war genau geplant. Als Trauermusik schrieb Heinrich Schütz, den seine Zeitgenossen als „Vater der modernen Musik“ priesen, die ebenso würdevollen wie inständigen Musikalischen Exequien. Sie werden von Manfred Cordes und seinem Ensemble Weser-Renaissance Bremen eindringlich und voll Leidenschaft gesungen – hier sind echte Spezialisten für diese großartige Musik am Werk. (DH)

Bruhns: Das Kantatenwerk Greta de Reyghere & Jill Feldman(Sopran), James Bowman (Countertenor), Ian Honeyman (Tenor) u.a. Ricercar

Schütz: Musikalische Exequien & Bußpsalmen Weser-Renaissance Bremen Manfred Cordes (Leitung) cpo

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ProMotioN

Klassik höchstpersönlich am 1. Juni gastiert Daniel Hope in Berlin. Vor dem Konzert nimmt sich der Stargeiger Zeit für concerti-abonnenten.

siveset u l k x E & Gre Meet oncertifür c enten n Abon

im Juni bieten wir concerti-abonnenten eine exklusive Begegnung mit daniel Hope an. Plauschen Sie mit dem sympathischen Geiger, bevor er die Bühne des Großen Saals der Philharmonie betritt! außerdem erwartet Sie vor dem Konzert eine kurze Einführung in das Programm sowie spannende Einblicke in die Welt des dSo.

Di. 1.6.2010 um 18:45 Uhr, Philharmonie Konzertbeginn: 20:00 Uhr

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin Ingo Metzmacher (Leitung) Daniel Hope (Violine) Nobuko Imai (Viola)

Vivier: Orion Mozart: Sinfonia concertante Es-Dur Vivier: Zipangu Mozart: Sinfonie Nr. 41 C-Dur "Jupiter"

Foto: Harald Hoffmann/DG

Karten von 13 bis 37 Euro unter (030) 488 288 533 Dieses Angebot gilt nur für Abonnenten und Probeabonnenten von concerti. Bitte halten Sie bei der Bestellung Ihre Abonummer bereit, max. zwei Karten pro Person. Den genauen Programmablauf und die Einladung zur Begleitveranstaltung erhalten Sie postalisch mit den Eintrittskarten. concerti-Abonnenten, die Inhaber eines DSO-Abos sind, können auch am Meet & Greet teilnehmen und werden gebeten, sich über unsere Hotline anzumelden. 49


mai Das Klassikprogramm

Beethoven-Zyklus

Isabelle Faust, Violine Alexander Melnikov, Klavier FR 30. April 20 Uhr im Anschluss Künstlergespräch SA 01. Mai 20 und 22 Uhr SO 02. Mai 20 Uhr "Anders als viele Große vor ihnen suchen Isabelle Faust und Alexander Melnikov die Wahrheit im Detail; sie wollen gar auf heutigen Instrumenten nachempfinden, wie Beethovens Lieblingsgeiger Ignaz Schuppanzigh die Stücke aufführte: locker-improvisatorisch, hakenschlagend zwischen Tändelei und Titanenkraft. Ein leicht spröder Geigenton wird von Melnikovs herrlich rundem Anschlag aufgefangen. Ja, so könnte es wirklich geklungen haben - kaum in Beethovens realer Welt, aber umso eher in seiner Phantasie." Der Spiegel/Kulturspiegel

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mai Das Klassikprogramm

Konzerte im Mai 2010 ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

20 Uhr Philharmonie | Einführung Habakuk Traber 18.55 Uhr Karten von 10 bis 58 ¤ | Tel 20 29 87 11 oder selbst ausdrucken unter dso-berlin.de Mo 3. Mai SUSanna Mälkki | Krassimir Sterev Akkordeon | Anders Nyqvist Flügelhorn Mozart Symphonie Nr. 25 g-Moll | Gander ›Dirty Angel‹ | Strawinsky ›Petruschka‹ Mi 12. Mai leonard Slatkin | Jonathan Biss Klavier Ravel Klavierkonzert G-Dur | Barber Symphonie Nr. 1 | Gershwin ›An American in Paris‹ Di 18. Mai ›Versuchung‹ (5.) ingo MetzMacher | Klaus Maria Brandauer Sprecher von Schillings ›Das Hexenlied‹ | Schönberg ›Pelleas und Melisande‹ | Schreker Casual Concert Mi 19. Mai | 20.30 Uhr | Karten 15 & 10 ¤ | freie Platzwahl

ingo MetzMacher dirigiert und moderiert | Klaus Maria Brandauer Sprecher

von Schillings ›Das Hexenlied‹ | Schreker | After Concert Lounge im Club ›40seconds‹

Mo 31. Mai | Di 1. Juni ›Versuchung‹ (6.) ingo MetzMacher | Daniel Hope Violine Nobuko Imai Viola | Mozart ›Jupiter-Symphonie‹ | Sinfonia concertante | Vivier ›Orion‹ ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

So 9. Mai | Haus des Rundfunks Berlin | 10.30 Uhr Open House | 12 Uhr Kinderkonzert ›Feuer, Wasser, Erde, Luft – Elementartöne‹ | Karten 4 ¤ Kinder & 6 ¤ Erwachsene Fr 21. Mai | 20.30 Uhr | Tacheles | Kammerkonzert | Karten 15 & 10 ¤ | freie Platzwahl StiPendiaten Und Mitglieder deS dSo | Haydn | Martin° u | Barber Mi 26. Mai | 20 Uhr | Kino Babylon | ingo MetzMacher | Karten 15 ¤ ›So This is Paris‹ Stummfilm von Ernst Lubitsch (1926) mit Orchesterbegleitung

ein Ensemble der

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Foto Marcus Gaab

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29.03.2010 14:37:18 Uhr

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mai Das Klassikprogramm

15:30 Konzerthaus (Musikclub) Purcell: Elfenzauber 16:00 Radialsystem V Der ganze Bach 20:00 Sophiensaele Cheap Blood (199) Sonstiges 10:00 UdK (Joseph-Joachim-Konzertsaal) Kammermusikwettbewerb der Alice-Samter-Stiftung 14:00 Staatsoper Führung 22:45 Staatsoper Führung Umland 16:00 Klein-Glienicker-Kapelle Babelsberg An Gott zweifeln – an Bach glauben? Antje & Martin Schneider (Sprecher), Gabriele Müller (Orgel)

17:00 St.-Gotthardt-Kirche Brandenburg Can she excuse... Katja Künast (Gitarre), Nico Brazda (Gesang), Karl Hildebrand (Sprecher) 17:00 Südwestkirchhof Stahnsdorf (Stabholzkirche) Kantorei Teltow Igor Schestajew (Orgel), Bernd Metzner (Leitung). Werke von Bach, Mendelssohn, Franck u.a. 18:00 Klosterkirche St.-Trinitatis Neuruppin Ruppiner Kantorei Solisten & Orchester der Kreismusischule Neuruppin, Matthias Noack (Leitung). Bach: „Halt im Gedächtnis Jesum Christ“ BWV 67, Buxtehude: „Alles, was ihr tut“ 18:00 Nikolaisaal Potsdam Jugendkonzert: Break Classics Kammerakademie Potsdam, Marita Erxleben (Inszenierung und Choreographie), Jörg Iwer (Leitung und Arrangements) 19:00 St. Nikolai-Kirche Kremmen Männeroktett und Harfe

3.5. Montag Konzert 19:00 Konzertsaal Zellestraße gitarre – klassisch Gitarrenschüler/innen der Musikschule 19:30 UdK (Joseph-Joachim-Konzertsaal) Vortragsabend Hornklasse Prof. Dallmann 19:30 UdK (Kammersaal) Vortragsabend Studierende der Schulmusik (Klavierspiel). Lieder und Songs, Chor- und Orchesterpartituren, Improvisationen von Barock bis Blues 19:30 UdK (Kleiner Vortragssaal) Vortragsabend Klarinettenklasse Prof. Benda 20:00 Radialsystem V Oberto, Conte di San Bonifacio Konzert der Berliner Operngruppe

Barockorchester Helsinki

Aapo Häkkinen, Leitung und Cembalo | Susanne Rydén, Sopran

Dienstag, 4. Mai 2010, 20 Uhr Konzerthaus Berlin, Kleiner Saal Gendarmenmarkt, 10117 Berlin-Mitte im Rahmen der Reihe NordNote

Foto: Heikki Tuuli

Werke von Johann Georg Pisendel, Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Johan Joachim Agrell

www.konzerthaus.de | www.finnland-institut.de/nordnote2010 Verkehrsanbindung: U2, U6 Stadtmitte, U2 Hausvogteiplatz Eintritt: 15,–/20,– € | Reservierungen: Tel. 030 203 09 21 01, ticket@konzerthaus.de Weitere Informationen: Finnland-Institut, Tel. 030 520 02 60 10, www.finnland-institut.de. Unser herzlicher Dank zur Realisierung dieser Konzerte gebührt der Alfred Kordelin Stiftung, Helsinki.

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Das Klassikprogramm Mai

das wesentliche ist die musik.

Beethovens Sinfonien und Streichquartette „… gottheit du siehst herab auf mein inneres; du kennst es, du weißt, daß menschenliebe und neigung zum wohlthun drin hausen …“, schrieb Ludwig van Beethoven in seinem Heiligenstädter Testament aus dem Jahre 1802. Beethovens Botschaft der Menschenliebe wollen das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und sein Chefdirigent Marek Janowski in einem sechsteiligen Beethoven-Zyklus im Frühjahr 2010 weitertragen. Alle Sinfonien Beethovens sowie die Missa solemnis spielt das Orchester im Mai 2010. Jedes dieser Sinfoniekonzerte erfährt eine entscheidende Horizonterweiterung durch einen dritten Konzertteil: Jeweils ein Streichquartett von Ludwig van Beethoven rundet das Programm ab. Vier renommierte Streichquartette hat das RSB dazu eingeladen, das Salzburger HagenQuartett, das Berliner Artemis-Quartett, das Londoner Belcea-Quartett sowie das polnische Apollon-Musagète-Quartett.

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Marek Janowski


mai Das Klassikprogramm

Tickets (030) 202 987 15 Mo - Fr 9 bis 18 Uhr tickets@rsb-online.de www.rsb-online.de

S O | 2 3 . M A I 10 | 16 . 0 0 DI | 4 . M A I 10 | 2 0.0 0

PHILHARMONIE BERLIN

PHILHARMONIE BERLIN

MAREK JANOWSKI Belcea-Quartett

MAREK JANOWSKI Camilla Nylund | Sopran Iris Vermillion | Alt Mark Padmore | Tenor Franz-Josef Selig | Bass Rundfunkchor Berlin Simon Halsey | Choreinstudierung Beethoven-Zyklus II Ludwig van Beethoven Missa solemnis für Soli, Chor und Orchester D-Dur op. 123 18.45 Uhr Curt-Sachs-Saal, Einführung von Steffen Georgi Kooperationspartner in der roc berlin

S O | 9. M A I 1 0 | 2 0 . 0 0 PHILHARMONIE BERLIN

MAREK JANOWSKI Apollon-MusagèteQuartett Beethoven-Zyklus III Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60 Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67 Streichquartett c-Moll op. 18 Nr. 4 18.45 Uhr Curt-Sachs-Saal, Einführung von Steffen Georgi

Beethoven-Zyklus IV Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 8 F-Dur op.93 Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 („Pastorale“) Streichquartett F-Dur op. 59 Nr. 1 14.45 Uhr Curt-Sachs-Saal, Einführung von Steffen Georgi

S O | 2 3 . M A I 10 | 2 0 . 0 0 PHILHARMONIE BERLIN

MAREK JANOWSKI Artemis-Quartett

M O | 2 4 . M A I 10 | 11. 0 0 PHILHARMONIE BERLIN

MAREK JANOWSKI Hagen-Quartett Beethoven-Zyklus VI Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36 Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92 Streichquartett B-Dur op. 130 9.45 Uhr Curt-Sachs-Saal, Einführung von Steffen Georgi

Beethoven-Zyklus V Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21 Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 („Sinfonia eroica“) Streichquartett f-Moll op. 95 18.45 Uhr Curt-Sachs-Saal, Einführung von Steffen Georgi

Medienpartner

Alle Konzerte mit

11.03.2010 14:50:47 Uhr

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2503.BS_Anz_130*183:Layout 1

25.03.2010

11:26 Uhr

Seite mai 1 Das Klassikprogramm

BERLINER SYMPHONIKER Konzerte in der Philharmonie 2010 /2011

Die Berliner Symphoniker laden Sie zu einer anregenden Konzertsaison ein. So, 17. Oktober 2010, 16 Uhr, Philharmonie Richard Wagner Siegfried Idyll Franz Liszt Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 Es-Dur Robert Schumann Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 (Rheinische) Dirigent: Lior Shambadal Solistin: Vanessa Benelli-Mosell Klavier

So, 7. November 2010, 16 Uhr, Philharmonie Wolfgang Amadeus Mozart Titus, Ouvertüre KV 621 Ludwig van Beethoven Violinkonzert D-Dur op. 61 Franz Schubert Symphonie Nr. 6 C-Dur D 589 Dirigent: Alois Koch Solistin: Elena Denisova Violine

So, 5. Dezember 2010, 16 Uhr, Philharmonie Weihnachtskonzert Wolfgang Amadeus Mozart Symphonie Nr. 35 D-Dur KV 385 (Haffner-Symphonie) Wolfgang Amadeus Mozart Konzert für zwei Klaviere Es-Dur KV 365 Wolfgang Amadeus Mozart Konzert für drei Klaviere F-Dur KV 242 Ludwig van Beethoven Symphonie Nr. 4 B-Dur op. 60 Dirigent: Michelangelo Galeatti Solisten: Antonella De Vinco, Sergio Marchegiani, Marco Schiavo – Klavier

So, 27. Februar 2011, 16 Uhr, Philharmonie Antonín Dvor`´ák Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2 Peter Tschaikowski Symphonie Nr. 6 h-moll op. 74 (Pathétique) Dirigent: Lior Shambadal Solist: Ramon Jaffé Violoncello

So, 27. März 2011, 16 Uhr, Philharmonie Sergiu Natra Commentary on the book of Nehemias Camille Saint-Saëns Konzert für Violine und Orchester Nr. 3 h-moll op. 61 Ludwig van Beethoven Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 (Eroica) Dirigent: Lior Shambadal Solist: Carmelo Andriani Violine Mit freundlicher Unterstützung

So, 17. April 2011, 16 Uhr, Philharmonie In Zusammenarbeit mit dem Festival MúsicaMallorca Giuseppe Verdi Messa da Requiem Eugenia Betencour Sopran Maria Luisa Corbacho Mezzosopran Joel Montero Tenor Pablo López Bass Coro de la Federación de Corales de las Islas Baleares Dirigent: José Maria Moreno

Fr, 31. Dezember 2010, Kammermusiksaal Unser beliebtes Sonderkonzert zum Jahreswechsel im Kammermusiksaal der Philharmonie Silvesterkonzert 15 Uhr und um 18:30 Uhr

Wien, Wien nicht nur Du allein Walzer und mehr mit Werken von Strauß, Lehár, Lanner, Millöcker, Stolz u.v.m. Dirigent: Lior Shambadal Änderungen vorbehalten Einzelpreise für die Abonnement-Konzerte in der Philharmonie I: 35,– € II: 31,– € III: 28,– € IV: 24,– € V: 20,– € VI: 14,– € VII: 9,– € (nur im freien Verkauf) Preise KN 1 für 6 Konzerte im Abonnement mit 30 % Ermäßigung auf den Einzelpreis I: 147,– € IV: 101,– €

II: 131,– € V: 84,– €

III: 117,– € VI: 59,– €

Bereits ab drei Abonnementkonzerten Ihrer Wahl (ohne Silvester) erhalten Sie die Abonnement-Ermäßigung! Silvesterkonzert im Kammermusiksaal am Nachmittag (Konzert um 15 Uhr für Abonnenten 10 % Ermäßigung auf den Einzelpreis) I: 40,– € IV: 30,– €

II: 36,– € V: 28,– €

III: 34,– € VI: 26,– €

Silvesterkonzert im Kammermusiksaal am Abend I: 60,– € IV: 45,– €

II: 55,– € V: 40,– €

III: 50,– € VI: 35,– €

Karten: telefonisch 030-325 55 62, Mo–Fr von 10-15 Uhr, per Fax 030-325 53 26, kontakt@berliner-symphoniker.de Wangenheimstr. 37-39, 14193 Berlin Veranstalter Berolina-Orchester e.V. Berliner Symphoniker www.berliner-symphoniker.de Einzelkarten auch erhältlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen (CTS).

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Das Klassikprogramm Mai

A m L u s t g a rt e n 10178 Berlin w w w. b e r l i n e r d o m . d e

Maikonzerte!

Samstag, 15. Mai, 20 Uhr

Grüß Gott du schöner Maien!

Chorwerke von Barber, Becker, Nyberg und traditionelle schwedische Lieder · Sundbybergs Motettkör (Schweden) Leitung: Benjamin Åberg · 14,– / erm. 8,– €

Samstag, 22. Mai, 20 Uhr

Orgel trifft Tanz!

Samstag, 8. Mai, 21 Uhr

Sanctus!

Musica Mystica – Gregorianik im Dialog

Werke von Voirpy, Liancourt, Sauguet Schola St. Philipp Neri · Nikola Lutz, Saxophon Jürgen Essl, Orgel · 14,– / erm. 8,– € Freitag, 14. Mai, 20 Uhr

Werke von Bach, Tournemire u. a. · Faster-Than-LightDance-Company · Volker Eisenach, Choreographie Domorganist Andreas Sieling, Orgel · 14,– / erm. 8,– €

Samstag, 29. Mai, 20 Uhr

Barock trifft Romantik! Konzert für Orgel und Trompete

Konzertstück für vier Hörner und großes Orchester F-Dur op. 86

Anton Bruckner Sinfonie Nr. 7 E-Dur

Symphonieorchester der UdK Berlin Solisten: Maciej Baranowski, Luise Bruch, Diana During, Juliane Grepling · Leitung: Lutz Köhler · 10,– / erm. 6,– €

Werke von Corelli, Händel, Schumann, Weyhmann u. a. Uwe Komischke, Trompete und Corno da caccia Thorsten Pech, Orgel · 14,– / erm. 8,– € Weitere Veranstaltungen unter www.berlinerdom.de Konzertkasse und Info-Telefon im Dom Portal 3, (030) 20269 – 136, täglich 11 – 18 Uhr Konzertkarten auch an allen bekannten Vorverkaufsstellen und über www.ticketonline.com

20:00 C. Bechstein Centrum im stilwerk Piers Lane (Klavier) Werke von Schumann & Chopin

20:00 UdK (UNI.T-Theater) Cool Age! Studierende vom Fach Musical

20:00 Zentrum danziger 50 Klassik Lounge Ithay Khen (Violoncello) & Mayuko Miyata (Piano). Werke von Chopin und Zeitgenossen

Tanztheater

20:30 Schloss Charlottenburg (Große Orangerie) Berliner Residenz Konzerte Bach: 5. Brandenburgisches Konzert, Orchestersuite Nr. 2 h-Moll, Kaffeekantate Musiktheater 19:00 Staatsoper Mozart: Le nozze di Figaro Frank Beermann (Leitung), Thomas Langhoff (Inszenierung) mit Myrtò Papatanasiu, Sylvia Schwartz, Christof Fischesser u.a. 20:00 Neuköllner Oper (Studiobühne) Helden der Oper Suse Wächter (Inszenierung) mit Suse Wächter, Ulrike Eidinger u.a. 62

19:30 Deutsche Oper Schneewittchen Angelin Preljocaj (Choreographie), Musik von Gustav Mahler

Musik in Kirchen 13:30 St. Marienkirche Martina Kürschner (Orgel) 16:00 Sophienkirche Jonas Sandmeier (Orgel) 18:00 Gustav-Adolf-Kirche Charlottenburg Orgelnacht 2 Martin L. Carl. Prokofjew: Peter und der Wolf, Grieg: In der Halle des Bergkönigs und Zug der Zwerge 19:00 Gustav-Adolf-Kirche Charlottenburg Orgelnacht 2 Gulnora Karimova

19:00 Königin-Luise-GedächtnisKirche Schöneberg Zwölf-Apostel-Chor Kiez-Orchester Schöneberg & Solisten, Christoph Claus (Leitung). Purcell: O sing unto the Lord, Bach: Präludium und Fuge a-Moll, Händel: Orgelkonzert d-Moll 19:30 Erlöserkirche Lichtenberg Susanne Ehrhardt (Blockflöte & Klarinette), Matthias Elger (Orgel & Cembalo) 20:00 Gustav-Adolf-Kirche Charlottenburg Orgelnacht 2 Martin L. Carl. Bach: Praeludium und Fuge in e-Moll, BWV 548, Heilmann: Meditation über BACH, Schumann: Aus den Sechs Fugen über den Namen BACH Op. 60 20:00 Heilig-Kreuz-Kirche Kreuzberg Musica Tre Fontane: lux vita est Renate Kelletat (Blockflöten, Gesang), Erdmute Kather (Cembalo, Gesang) & Donata Dörfel (Blockflöten und Gesang). Werke der Gregorianik und der Moderne sowie von Hildegard von Bingen, Dufay, Frescobaldi, Purcell, Bach u.a.

Foto: XF Schmidt

Robert Schumann


Das Klassikprogramm Mai

18:00 Friedenskirche Grünau Grünauer Sommerkonzerte 2010 Julita Forck & Maria Kapshuchenko (Violine), Heike Finsterbusch (Viola), Eberhard Felber (Violoncello). Werke von J. Haydn, Mendelssohn, Schubert & Webern 18:00 Kaiser-Wilhelm-GedächtnisKirche Bach-Chor Solisten, Bach-Collegium, Achim Zimmermann (Leitung). Bach: Kantate BWV 86 „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch“ 18:00 Kirche zu Wartenberg Natalie Miller (Orgel) Andreas Neidel (Lesung). Orgelmusik von Händel

Bach: 15 zweistimmige Inventionen, Brahms: Studie nach Bach: Presto aus der Sonate g-Moll für Violine solo BWV 1001, Intermezzo cis-Moll op. 117 Nr. 3, Intermezzo A-Dur op. 118 Nr. 2, Intermezzo C-Dur op. 119 Nr. 3    20:30 Piano Salo Christophori Maria Masycheva (Klavier)

Musiktheater 19:00 HfM Hanns Eisler (Studiosaal) Mozart: Don Giovanni Christian Ehwald (Leitung), Nino Sandow (Inszenierung) mit Kap Sung Ahn, Bernhard Hansky, Herdís Anna Jónasdóttir u.a. 19:30 Deutsche Oper Puccini: Turandot Laurent Campellone (Leitung), Lorenzo Fioroni (Inszenierung) mit Maria Guleghina, Peter Maus, Roy Cornelius Smith, Manuela Uhl, Arutjun Kotchinian u.a. 19:30 Komische Oper Verdi: La Traviata Carl St. Clair (Leitung), Hans Neuenfels (Inszenierung) mit Brigitte Geller, Caren van Oijen, Peter Lodahl, Carsten Wittmoser, James Elliott u.a. 20:00 UdK (UNI.T-Theater) Cool Age! Studierende vom Fach Musical 64

Musik in Kirchen 12:00 Kirche am Hohenzollernplatz Vokalensemble sirventes berlin Stefan Schuck (Leitung). Tomkins: Preces & Responses, J. L. Bach: Sei nun wieder zufrieden, meine Seele, Homilius: Kommt her und sehet an die Wunder Gottes, Franck: Gelobet sei der Herr, Schuck: Zieh ein zu deinen Toren 12:00 St. Nikolai-Kirche Spandau Christine Bartsch (Orgel) Orgelmusik alter und neuer Meister 16:30 St. Marienkirche Martina Kürschner (Orgel) 17:00 Kirche Zur frohen Botschaft Karlshorst Contini-Quartett Purcell: Phantasien für vier Streicher, Britten: Streichquartett Nr. 2 18:00 Berliner Dom Simon Menges (Orgel) Werke von Bach & Reger 18:00 Friedenskirche Charlottenburg Musik ist Leben Instrumentalkreis für Alte Musik der Musikschule CharlottenburgWilmersdorf, Klaus-Peter Perschke (Leitung)

19:30 St. Marien am Behnitz Klassik in Spandau: Fünf für eine Symphonie ensemble1800berlin. Haydn: Londoner Sinfonien Nr. 99 & 104, Mozart: Ouvertüren zu „Die Hochzeit des Figaros“ & „Titus“ 20:00 Alte Dorfkirche Zehlendorf An Evening with Mr. George F. Handel Simon Borutzki (Flauto dolce), Piroska Baranyay (Barockcello), Jia Lim (Cembalo), Moderation (Annette Spitzlay). Händel: Sechs Sonaten für Blockflöte und Basso Continuo 20:00 Franz. Friedrichstadtkirche Virtuose Panflöte Matthias Schlubeck, Concerto con Anima, Ingeborg Scheerer (Leitung) 20:00 Johanneskirche Schlachtensee Sweet Lovers Love ... Vokalquintett Berlin. Englische, deutsche und italienische Madrigale zu Frühling und Liebe 21:00 Berliner Dom Sanctus! Choralschola des Institut St. Philipp Neri, Nikola Lutz (Saxophon), Jürgen Essl (Orgel). Werke von Voirpy, Liancourt, Sauguet

Foto: Brigitte Lacombe

20:00 Kammermusiksaal

Martin Untitled-4 1 Stadtfeld (Klavier)

19:30 Alte Pfarrkirche „Zu den Vier Evangelisten“ Pankow Musikalische Vesper Mitglieder des collegium instruTanztheater 11.03.2010 12:23:06 Uhrmentale und des Kirchenchors AltPankow, Rudite Livmane-Linden19:30 Staatsoper beck (Orgel & Cembalo), Matthias Ballett-Gala gegen HIV/AIDS Becker (Leitung). Instrumental- und Paul Connelly (Leitung) Vokalmusik von Schein, Isaac, Franck u.a.


mai Das Klassikprogramm

16:00 Dorfkirche Marzahn Violinsonaten Steve Hertel (Violine), Hartmut Angermüller (Klavier)

15:00 Jesuskirche Kaulsdorf Benefizkonzert zum Muttertag Kinder- und Jugendchöre der Jesuskirche

17:00 Martin-Luther-King-Kirche Neukölln GropiusSoirée Gropiuschor Neukölln, Bettina Schmidt (Leitung)

15:00 Staatsoper (Probebühne) Erzählmusik! Ursula Weiler (Flöte), Dominic Oelze (Schlagzeug), Julien Salemkour (Klavier)

18:00 Philippuskirche Tegel-Süd Konzert am Waldesrand tangenca con flauti

15:30 Konzerthaus (Musikclub) Purcell: Elfenzauber

18:00 St.-Matthäus-Kirche im Kulturforum hORA-Gottesdienst Liana Narubina (Cembalo), Lothar Knappe (Orgel). Werke von Vasks & Schonthal

Sonstiges

15:00 Schlosstheater Rheinsberg (Foyer) CHOPIN – Konzert Silvia Patru (Klavier)

11:00 Staatsoper (Orchesterprobesaal) Vortrag zu L‘Étoile Kevin Clarke (Referent)

16:00 Wunderblutkirche St. Nikolai Bad Wilsnack Orgelkonzert mit 4 Händen und 4 Füßen

19:30 Verklärungskirche Adlershof Schubert: Messe G-Dur Claudia Aust (Sopran), Dirk Klawuhn (Alt), Thomas Kober (Tenor), Andreas Jocksch (Bass), Marianne Penno (Flöte), Orchester & Kantorei der Verklärungskirche, Beate Schlegel (Leitung). Haydn: Salve Regina E-Dur, Benda: Konzert e-Moll 20:00 Kaiser-Wilhelm-GedächtnisKirche Sonnenhof-Saxophonquartett Werke von Bach, Gershwin & Françaix

Kinder & Jugend 11:00 Staatsoper (Probebühne) Erzählmusik! Ursula Weiler (Flöte), Dominic Oelze (Schlagzeug), Julien Salemkour (Klavier) 12:00 Haus des Rundfunks (Großer Sendesaal) Deutsches Symphonie-Orchester Berlin Hermann Bäumer (Leitung), Christian Schruff (Moderation). Haydn: Vorspiel zu “Die Schöpfung”, Rebel: Auszüge aus “Die Elemente”, Klein: Auftragswerk des rbb (UA) 14:00 ohrenhoch – Der Geräusch­ laden Hörgalerie elektroakustische Musik, Sounddesign, Hörspiel, Computer Musik, Soundwalk & Klanginstallationen

Umland 15:00 Kirche Siethen Vokalensemble Fanny Hensel Gunter Kennel (Leitung & Orgel). Werke von Fanny Hensel, Mendelssohn, Schumann u.a.

Mittwoch, 28. april – 20.00 uhr Potsdam – nikolaisaal Donnerstag, 29. april – 20.00 uhr Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie

Igor Strawinsky Die Geschichte vom Soldaten Kolja Blacher Violine solisten Der Berliner PhilharMoniKer leitung: Peter riegelBauer es spricht DoMinique horwitz

Pierre Metral Sonatine pour violon et percussion Kolja Blacher Violine jan schlichte Perkussion

Mittwoch, 12. Mai, 20.00 uhr Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie

heinrich heine robert schumann dichterliebe & Liederkreis Martin stegner Viola toMoKo taKahashi Klavier es spricht roBert gallinowsKi

DeutSchLanD ein Wintermarchen :

19:00 Petruskirche Lichterfelde Sietze de Vries (Orgel) Werke von Bach und Buxtehude

11:00 ab Rückseite Staatsoper Stadtrundfahrt Musikstadt Berlin

günter BaBy soMMer Perkussion Katharina hilPert Flöte uwe KroPinsKi gitarre es spricht thoMas BrücKner

Karten erhältlich unter Telefon 030/88675944 sowie unter www.jazzwerkstatt.eu oder www.klassikwerkstatt.de und im Kammermusiksaal Gefördert durch die

Phil. harmonie

KlassiK aus Berlin!

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mai Das Klassikprogramm

14:00 Staatsoper (Orchesterprobesaal) Spiel mal Oper – L’elisir d’amore Interaktiver Workshop für Eltern und Kinder

22:45 Staatsoper Führung

15:30 Deutsche Oper Familienführung

19:30 Nikolaisaal Potsdam Kammerakademie Potsdam Michael Sanderling (Leitung), Daniel Müller-Schott (Violoncello). Werke von Breier, Schumann & Brahms

Umland

20:00 Sophiensaele Cheap Blood (199) Armin Pommeranz (Leitung) Sonstiges 11:00 Musikinstrumenten-Museum Führung mit Klangbeispielen 12:00 Musikinstrumenten-Museum Vorführung der Wurlitzer KinoOrgel

16.5. Sonntag KUSCHELTIERKONZERT

Sonntag, 16. Mai 2010, 15:30 Uhr

Kammermusiksaal der Philharmonie

17:00 Villa Elisabeth Ein Round Table zu W. F. Bachs Kompositionstechnik Veranstaltung der Sing-Akademie zu Berlin 19:00 Kulturbrauerei Music meets Meditation 10_mfb_Anz_concerti Indisch-klassische Musik

Konzert

Karten: 0180 517 0 517 www.ticketonline.de

Kammerorchester

24.03.2010 Unter den Linden 14:56 Uhr

15:00 UdK (Joseph-Joachim-Konzertsaal) Jungstudierende konzertieren Lilja Steininger (Flöte), Marianne Mittenzwey (Oboe), Hitoe Shimbo, Philipp Wollheim (Violine), Naoka Shimbo, Elia Cohen-Weissert (Violoncello), Constance Pfeiffer, Michael Cohen-Weissert (Klavier). Brahms: Klaviertrio H-Dur op. 8, Glière: Huit Morceaux op. 39, Schumann: Adagio und Allegro op. 70 für Oboe und Klavier, Schubert: Variationen über „Trockene Blumen“ für Flöte und Klavier D 802 u.a. 16:00 Philharmonie Philharmonischer Chor Berlin Staatskapelle Halle, Jörg-Peter Weigle (Leitung), Julie Kaufmann, Colin Balzer, Marietta Zumbült, Annette Markert, Tom Martinsen, Locky Chung. Schumann: Das Paradies und die Peri 

17:00 HfM Hanns Eisler (Studiosaal) Konzert international ErasmusSeite 1Austausch-Studierende Programm

musik fest berlin Der Ticketverkauf läuft. Tickets + Infos (030) 254 89 100 www.musikfest-berlin.de Berliner Festspiele in Zusammenarbeit mit der Stiftung Berliner Philharmoniker

1o

2. September bis 21. September

Philharmonie | Kammermusiksaal Gethsemanekirche | Parochialkirche Konzerthaus Berlin

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stanev stanev

mai Das Klassikprogramm

vesselin stanev vesselin stanev vesselin stanev

Klavier Klavier Klavier

Berlin, Philharmonie Berlin, Philharmonie Berlin, Philharmonie Kammermusiksaal Kammermusiksaal Kammermusiksaal Donnerstag, 20. Mai 2010 Donnerstag, 20. Mai20. 2010 Donnerstag, Mai 2010 20.00 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr

Johann Sebastian Bach Johann Sebastian Bach Bach Johann Sebastian Fantasie und Fuge für Orgel in g-Moll,

Fantasie und Fuge für Orgel in Fantasie und Fuge fürg-Moll, Orgel in g-Moll, BWV 542 (nach 1720) für Pianoforte BWV 542 (nach 1720) für Pianoforte BWV 542 (nach 1720) für Pianoforte gesetzt von Franz Liszt S 463 (1869) gesetzt von Franz von LisztFranz S 463Liszt (1869) gesetzt S 463 (1869)

Franz Liszt Franz Liszt Franz Liszt

Etudes d’exécution transcendante S 139 (1851) Etudes d’exécution transcendante S 139 (1851) Etudes d’exécution transcendante S 139 (1851) Carl Czerny gewidmet Carl Czerny gewidmet Carl Czerny gewidmet

Karten Karten ¤ 25.– / ¤Karten 12.– ¤inkl. 25.–Vorverkausgebühr. / ¤ ¤12.– 25.– / ¤ 12.– inkl. Vorverkausgebühr. inkl. Vorverkausgebühr.

Im Vorverkauf über Im Vorverkauf über Im Vorverkauf über www.ticketonline.com www.ticketonline.com www.ticketonline.com oder Telefon +49 (0) 1805 - 44 70 777 oder (0) 1805 441805 70 777 Telefon +49-(0) - 44 70 777 sowieTelefon an oder der+49 Abendkasse. sowie an der Abendkasse. sowie an der Abendkasse. 77


mai Das Klassikprogramm

20:00 Konzerthaus (Werner-Otto-Saal) Dittrich: Die Verwandlung nach Franz Kafka Titus Engel (Leitung)

CAMERATA VOCALE BERLIN www.camerata-vocale.eu

sonnabend, 22. Mai 2010, 20 Uhr,

Tanztheater

Konzerthaus Berlin am Gendarmenmarkt

Festkonzert – 25 Jahre Camerata vocale Berlin

19:30 Staatsoper Symphony of Sorrowful Songs

Felix Mendelssohn Bartholdy

Elias

20:00 Heimathafen Neukölln Scheinwerfer Dance Company „Klassische Anstalt“ 20:00 Radialsystem V Travelogue Sasha Waltz & Guests

Jens Hamann Bass

Clemens C. löschmann Tenor

Camerata vocale Berlin Karten: Tel.

Esther Hilsberg Sopran

Etta Hilsberg – Dirigentin

sonja Koppelhuber Alt

Deutsches Kammerorchester Berlin

367 057 21, sowie Kasse Konzerthaus Berlin, Theaterkassen und www.ticketonline.de

gefördert durch die Kulturverwaltung des Landes Berlin

Musik in Kirchen

16:00 Sophienkirche Jonas Sandmeier (Orgel)

20:00 Schlosstheater Rheinsberg Rheinsberger Pfingstwerkstatt Neue Musik Stier: Trio (UA), Dittrich: Klavierstücke

18:00 St.-Matthäus-Kirche im Kulturforum Israel Brass Quintet Klassische, traditionell-israelische & moderne Musik

21:30 Schlosstheater Rheinsberg Rheinsberger Pfingstwerkstatt Neue Musik Jugendensemble Neue Musik Rheinland-Pfalz

20:00 Nikodemus-Kirche Neukölln Ute Körner (Violoncello), Okryon Kim (Klavier) Werke von Rachmaninow, Fauré, Bruch, Martinů, Saint-Saëns u.a.

23:00 Schlosspark Rheinsberg (Heckentheater) Rheinsberger Pfingstwerkstatt Neue Musik Schwarz-weiße Hecken

23:45 Heilig-Kreuz-Kirche Kreuzberg Orgelmusik um Mitternacht

22.5. Samstag

13:30 St. Marienkirche Martina Kürschner (Orgel)

Sonstiges 10:00 UdK (Joseph-Joachim-Konzertsaal) Artur Schnabel Klavierwettbewerb 19:00 7hours HAUS 19 BILL DIETZ L‘auditeur s‘appelle Emma Tutorial Diversions Showroom 21:00 Staatsoper Führung

Konzert 15:00 Kammermusiksaal SWING UP - Die Big Band 16:00 Schloss Glienicke Cristian Niculescu (Klavier) Chopin: Nocturnes, Walzer & Balladen, Schumann: Fantasie C-Dur 18:00 HfM Hanns Eisler (Krönungskutschen-Saal) Chopin-Konzertnacht

Umland

19:00 UdK (Kammersaal) Vortragsabend Gesangklasse Prof. Kaufmann

19:30 St. Laurentiuskirche Rheinsberg Eröffnungskonzert der Rheinsberger Musiktage zu Pfingsten

20:00 Philharmonie Berliner Philharmoniker Sir Simon Rattle (Leitung). Sibelius: Sinfonien Nr. 5, 6 & 7

20:00 Konzerthaus (Großer Saal) Festkonzert Deutsches Kammerorchester, Camerata vocale, Etta Hilsberg (Leitung), Esther Hilsberg (Sopran), Sonja Koppelhuber (Alt), ClemensC. Löschmann (Tenor), Jens Hamann (Bass). Mendelssohn: Elias 20:00 Zitadelle (Gotischer Saal) Wolf Ferrari Ensemble Niek van Oosterum (Klavier), Wolfram Thorau (Violine & Moderation). Werke von Chopin & Schumann 20:30 Schloss Charlottenburg (Große Orangerie) Berliner Residenz Konzerte Werke von Friedrich dem Großen, Händel, Hasse, Graun, Mozart u.a. 22:00 Radialsystem V Nachtmusik vielsaitig Duo Musicke & Mirth (Gamben) Musiktheater 19:30 Deutsche Oper Verdi: Nabucco Roberto Rizzi Brignoli (Leitung), Hans Neuenfels (Inszenierung) mit Alexandru Agache, Thomas Blondelle, Paata Burchuladze u.a. 19:30 Komische Oper Mozart: Die Entführung aus dem Serail 19:30 Staatsoper Donizetti: L‘elisir d‘amore Antonello Allemandi (Leitung), Percy Adlon (Inszenierung) mit Nino Machaidze u.a. 79


mai Das Klassikprogramm

11:00 UdK (Joseph-Joachim-Konzertsaal) Vortragsmatinée Gesangklasse Niehoff 14:30 UdK (Joseph-Joachim-Konzertsaal) Prima le parole, dopo la musica? Opernkonzert der Gesangklassen Prof. Trekel-Burckhardt & Prof. Lorenz 16:00 Philharmonie Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin Marek Janowski (Leitung), BelceaQuartett. Beethoven: Sinfonien Nr. 8 F-Dur & Nr. 6 F-Dur, Streichquartett Nr. 9 C-Dur op. 59/3  16:00 Schloss Glienicke Martin Kögel (Oboe), Gabriele Kögel (Klarinette), Chieko YokoyamaTancke (Klavier) Werke von Schumann, Liszt u.a. 20:00 Philharmonie Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin Marek Janowski (Leitung), ArtemisQuartett. Beethoven: Sinfonien Nr. 1 C-Dur & Nr. 3 Es-Dur, Streichquartett Nr. 11 f-Moll „Quartetto serioso“  Musiktheater 18:00 Deutsche Oper Puccini: Turandot Laurent Campellone (Leitung) 19:00 Komische Oper Beethoven: Fidelio Carl St. Clair (Leitung), Benedikt von Peter (Inszenierung)

19:30 Staatsoper Chabrier: L‘Étoile Sir Simon Rattle (Leitung), Dale Duesing (Inszenierung)

18:00 St.-Matthäus-Kirche im Kulturforum hORA-Gottesdienst Detlef Bensmann (Saxophon), Lothar Knappe (Orgel)

Tanztheater

19:00 Grunewaldkirche Wilmersdorf Deutsch-finnischer Chor Helsinki Riitta Leine (Leitung), Burgdorfer Kantorei, Martin Burzeya (Leitung). Werke von Kuula, Madetoja, Sisask, Dvořák u.a.

20:00 Radialsystem V Travelogue Sasha Waltz & Guests Musik in Kirchen 10:00 Pauluskirche Zehlendorf „Veni creator spiritus“ Amy Green (Sopran), Cornelius Häußermann (Orgel) 10:00 St. Hedwigs-Kathedrale Chor der St. Hedwigs-Kathedrale Ensemble für Alte Musik, Bassano Ensemble Berlin, Thomas Sauer, Harald Schmitt (Leitung). Hassler: Missa octo vocum, Bach: Fantasia super „Komm, heiliger Geist, Herre Gott“, BWV 651 16:00 Franz. Friedrichstadtkirche Claas Harders & Silke Strauf (Gambe) Bach: Goldberg-Variationen 17:00 Heilig-Kreuz-Kirche Kreuzberg Ensemble Drei Silben 18:00 Martin-Luther-Gedächtniskirche Mariendorf Nacht der offenen Kirchen Kantorei Mariendorf, Berlin Stadtstreicher. Puccini: Messa di Gloria

19:30 Emmauskirche Kreuzberg Nach frischem Wasser Deutsch-Französische Chöre Berlin und Köln, Christiane Mikoleit (Sopran), Karl Robel (Orgel), Steffen Raphael Schwarzer & Andreas Foerster (Leitung). Werke von Mendelssohn & Rachmaninow 20:00 Jeremiakirche Spandau Friedemann Graef (Saxophon), Günter Mach (Orgel) 20:00 Museum „Spandovia sacra“ Spandau Lange Nacht der Kirchen Eva-Christina Schönweiß & Johannes Watzel (Violine), Robin Hong (Viola), Wayne Foster Smith (Violoncello). Haydn: Kaiser-Quartett & Schubert: Rosamunde-Quartett 22:00 Franz. Friedrichstadtkirche Kilian Nauhaus (Orgel) 23:45 Heilig-Kreuz-Kirche Kreuzberg Orgelmusik um Mitternacht

Konzertvergnügen & Kulinarischer Genuss Das Berliner Residenz Orchester lädt ein zu einem königlichen Kunstgenuss für alle Sinne! Genießen Sie musikalische Meisterwerke aus Barock und Frühklassik in historischem Ambiente! Ganzjährig, immer Mittwoch, Freitag & Samstag Dinner: 18:00 Uhr | Konzert: 20:30 Uhr Tickets & Informationen www.konzerte-berlin.com Tel.: 030 - 526 81 96 99

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Das Klassikprogramm Mai

Konzert

20:00 Kammermusiksaal Friedenau Ich will aus fröhlichem Herzen singen Ensemble ALTA MUSICA. Werke von Landini, Ciconia, Dufay u.a.

16:00 Schloss Glienicke Knut Weber (Violoncello), Daniela Hlinkova (Klavier)

20:30 Piano Salon Christophori Kotaro Fukuma (Klavier) Werke von Schumann u.a.

17:00 UdK (Joseph-Joachim-Konzertsaal) Schumann: Die Streichquartette Arnon Quartett, Lyskamm Quartett

21:00 ausland ohrenstrand.net: biegungen im ausland Louis Rastig (Klavier), Michael Zerang (Schlagzeug) u.a.

29.5. Samstag

18:00 HfM Hanns Eisler (Krönungskutschen-Saal) Absolventenkonzert Musikgymnasium C. P. E. Bach 19:00 Domäne Dahlem Pastorale Ensemble Dreiklang Berlin. Werke von Bach & Händel 19:30 CCC-Filmstudios Klassik in Spandau: Bach Musiktheater Orchester & Chor der Universität Stuttgart, Veronika Stoertzenbach (Leitung). Vivaldi: Die vier Jahreszeiten & italienische Madrigale, Bach: Der Streit zwischen Phoebus und Pan 19:30 Schwartzsche Villa Blow’n Bow Tulipanos Negros: Hans Poser (Violoncello), Sabina Matthus-Bébié (Klarinette & Saxophon). Werke von Honegger, Heinichen u.a. 19:30 UdK (Joseph-Joachim-Konzertsaal) Schumann: Klaviermusik für vier Hände Mi-Joo Lee & Klaus Hellwig (Klavier), Norbert Anger, Joan Bachs (Violoncello), Juliane Grepling (Horn). Werke von Schumann & Brahms 20:00 Konzerthaus (Großer Saal) Konzerthausorchester Michael Gielen (Leitung), Melanie Diener (Sopran). Schumann: Ouvertüre zu „Die Braut von Messina“, Berg: „Sieben frühe Lieder“, Schumann: Sinfonie Nr. 2 C-Dur 20:00 Philharmonie Berliner Philharmoniker Dmitrij Kitajenko (Leitung), Radek Baborák (Horn). Bartók: Bilder aus Ungarn, Glière: Hornkonzert B-Dur, Skrjabin: Sinfonie Nr. 3 c-Moll ”Le Poème divin”  86

Musiktheater 19:30 Deutsche Oper Puccini: Tosca Matthias Foremny (Leitung) 19:30 Komische Oper Verdi: La Traviata Hans Neuenfels (Inszenierung) 19:30 UdK (UNI.T-Theater) Der gefaltete Blick – Musiktheaterabend Saunders: Into the blue, Arditto: La Magia, Bauckholt: Treibstoff, Williams: Piano Concerto for Pail Nr. 2, Paúl: El limite de las palabras, Bauckholt: Der gefaltete Blick Tanztheater 20:00 Staatsoper Symphony of Sorrowful Songs Tomaz Pandur (Inszenierung), Ronald Savkovic (Choreographie) Musik in Kirchen 12:00 Kirche am Hohenzollernplatz Vokalensemble sirventes berlin 12:00 St. Nikolai-Kirche Spandau Chorandacht Kreuzkantorei Wolfsburg, Friederike Hoffmann (Leitung) 16:00 Gnadenkirche Pichelsdorf Musik für Streicher und Orgel Werke von Bach, Händel, Mozart u.a. 16:30 St. Marienkirche Orgelkonzert am Sonnabend 17:00 Friedenskirche Niederschönhausen Bläserchor der Friedenskirche Werke von Händel, McCartney u.a.

17:00 St. Peter & Paul auf Nikolskoe Petra Hildner (Flöte), Anja Pech (Orgel) Werke von Händel, Bach, Satie u.a. 18:00 Berliner Dom Kilian Nauhaus (Orgel) Werke von Bach, Schumann u.a. 18:00 Kaiser-Wilhelm-GedächtnisKirche Gunter Kennel (Orgel) 18:00 Lukaskirche Steglitz Markus Epp (Orgel) Werke von Saint-Saëns, Alain, Bach, Franck, Novak & Reger 18:00 Thomaskirche XelmYa Sylvia Hinz (Bliockflöten), Alexa Renger (Violine), Marika Gejrot (Violoncello) 19:00 Epiphanienkirche Charlottenburg Simon Borutzki (Flauto), Piroska Baranyay (Barockcello), Jia Lim (Cembalo) Werke von Vivaldi, Scarlatti, Albinoni, Castrucci, Sammartini & Bigaglia 19:00 Nathanaelkirche Schöneberg Orgelmusik auf Wunsch der Zuhörenden 19:00 St.-Thomas-Kirche Kreuzberg Sylvia Hinz (Blockflöten), Alexa Renger (Violine), Marika Gejrot (Violoncello) 19:05 Kath. Kirche St. Dominicus Gropiusstadt Mario Oliver Bohnhoff (Orgel & Bariton) 19:30 Hoffnungskirche Pankow Matthias Eisenberg (Orgel) 19:30 Kirche am Hohenzollernplatz Friedrich Thomas (Klavier) Bach: 15 Sinfonien BWV 787-801, Brahms: Sonate C-Dur op. 1 19:30 Schlosskirche Buch Andreas Wenske (Oboe), Stefan Kircheis (Orgel) 20:00 Berliner Dom Barock trifft Romantik! Uwe Komischke (Tompete & Corno da caccia), Torsten Pech (Orgel) 20:00 Nikodemus-Kirche Neukölln Kammerchor Orchi E Balene Werke von Monteverdi, Lotti u.a.


mai Das Klassikprogramm

Kinder & Jugend 15:30 Konzerthaus (Musikclub) Purcell: Elfenzauber 16:00 Theater an der Parkaue Sternzeit F:A:S

Sonstiges 11:00 Musikinstrumenten-Museum Führung mit Klangbeispielen 12:00 Musikinstrumenten-Museum Vorführung der Wurlitzer KinoOrgel 13:00 Konzerthaus Führung 15:30 Deutsche Oper Führung

11:00 UdK (Kammersaal) „Stern“-Stunde Jungstudierende des Julius-SternInstituts der UdK Berlin

30.5. Sonntag Konzert

15:00 UdK (Joseph-Joachim-Konzertsaal) Ins Düstere Liedklasse Schneider. Lieder, Duette und Quartette aus Schumanns späten Jahren

11:00 Staatsoper (Apollo-Saal) Brunchkonzert Gernot Süßmuth & Knut Zimmermann (Violine), Felix Schwartz & Stanislava Stoykova (Viola), Peter Hörr (Violoncello), Alf Moser (Kontrabass), Frank-Immo Zichner (Klavier). Mozart: Grande Sestetto concertante, Rossini: Sonate für Streicher A-Dur, Hummel: Quintett Es-Dur

16:00 Staatsoper (Apollo-Saal) Preußens Hofmusik Stephan Mai (Leitung), Matthias Glander (Klarinette). Werke von Reichardt, Righini, von Weber & Gluck

11:00 Musikinstrumenten-Museum Genius Loci – Orte schreiben Musikgeschichte: Wolfenbüttel und Halle

16:00 Schloss Glienicke Knut Weber (Violoncello), Daniela Hlinkova (Klavier) Werke von Beethoven, Schubert u.a.

21:30 Staatsoper Führung Umland 16:00 Ev. Kirche Eichwalde Schmöckwitzer Kammerorchester Mike Flemming (Leitung). Werke von Monteverdi, Offenbach u.a.

4. Abonnementkonzert der Berliner Singakademie zum 200. Geburtstag von Robert Schumann

17:00 Dorfkiche Petzow Romantische Duos Anja Maria Kaftan (Sopran), Friederike Meinel (Mezzosopran), Liana Narubina (Klavier) 19:30 Friedenskirche Sanssouci Kleine Cammer-Music 19:30 Maria-Magdalenen-Kirche Templin Matthias Jacob-Potsdam (Orgel) Werke von Bach, Schumann & Reger

4 – 8 stimmige und doppelchörige A-Cappella Werke von Clara und Robert Schumann sowie Johannes Brahms – Gesänge, Romanzen, Balladen, Zigeunerlieder –

19:30 Schinkelkirche Großbeeren Jubilee Singers

Leitung: Achim Zimmermann

19:30 Schlosstheater Rheinsberg Examenskonzert mit jungen Musikern 20:00 Nikolaisaal Potsdam Phantom meets The Lord Hellen Weiß (Violine), Gabriel Schwabe (Violoncello), Deutsches Filmorchester Babelsberg, Christian Köhler (Leitung). Webber: Das Phantom der Oper als Konzertversion für Violine, Cello und Orchester, de Meij: Herr der Ringe- Sinfonie

Klavier: Saori Tomidokoro

ROBERT SCHUMANN 12. Juni 2010 · 20 Uhr

Kammermusiksaal der Philharmonie Karten 8 bis 18 € (zzgl. VVK) - Tickethotline 030/47997477

www.berliner-singakademie.de 87


mai1Das08.03.2010 Klassikprogramm Anzeige fu?r concerti 2:Layout 12:35 Uh

11:00 Philharmonie Zukunft@BPhil Education-Projekt Lang Lang. KLAVIER EXTRAVAGANZA - 1000 Finger 14:30 Kammermusiksaal Zukunft@BPhil Education-Projekt

K

onzerte in der Sankt Marienkirche Bernau

I. FFEEST S T IIVA VA L XV II.

15:30 Konzerthaus (Musikclub) Purcell: Elfenzauber

FREITAG, 17.9.10, 18:00

»Bremer Stadtmusikanten« Musikalisches Puppenspiel Hans Wurst Nachfahren FREITAG, 17.9.10, 22: 00

»Sonaten und Partiten« von Johann Sebastian Bach Midori Seiler (Violine) Christian Rieger (Cembalo) SAMSTAG, 18.9.10, 19: 00

15:30 Rudolf-Steiner-Haus Dahlem Das Generationenkonzert

»Marienvesper« (SV 206) von Claudio Monteverdi Lautten Compagney

16:00 Theater an der Parkaue Sternzeit F:A:S

SONNTAG, 19.9.10, 17: 00

A LT E R M U S I K B E R N A U

Sonstiges 14:00 Staatsoper Führung 22:00 Staatsoper Führung

31.5. Montag X

Umland 15:00 Schlosstheater Rheinsberg CHOPIN – Konzert 17:00 St. Marienkirche Kyritz Musik für 2 Trompeten und Orgel 17:00 St.-Marien-Kirche Gransee Granseer Sommermusiken 17:00 St.-Marien-Kirche Strausberg L‘arte del flauto 19:00 Nikolaisaal Potsdam Stars international: Marie Pierre Langlamet (Harfe)

Konzert

A

19:00 HfM Hanns Eisler (Krönungskutschen-Saal) Vortragsabend Oboe 19:30 Rathaus Pankow 33. Rathauskonzert 19:30 UdK (Joseph-Joachim-Konzertsaal) Artur Schnabel Klavierwettbewerb Preisträger-Konzert 19:30 UdK (Kammersaal) Singe, wem Gesang gegeben

»Chormusik, 18. Jahrhundert« Vocalconsort Berlin Karten: www.altemusik-bernau.de festival@altemusik-bernau.de Dussmann (Berlin)

20:00 Zitadelle (Gotischer Saal) Von Vivaldi bis Csárdás 20:00 Philharmonie Deutsches Symphonie-Orchester Berlin Ingo Metzmacher (Leitung), Daniel Hope (Violine), Nobuko Imai (Viola). Vivier: Orion, Mozart: Sinfonia concertante Es-Dur KV 364, Vivier: Zipangu, Mozart: Sinfonie Nr. 41 CDur KV 551 „Jupiter“  20:00 Deutsche Oper (Foyer) Klang der Welt VII – Ostasien Tanztheater 19:30 Staatsoper Gala 2010 der Staatlichen Ballettschule Berlin

Impressum Verlag concerti – Das Berliner Musikleben GmbH Erdmannstraße 6 10827 Berlin Tel: 030 488 288 530 Fax: 030 488 288 539 info@concerti.de www.concerti.de

Eckhard Weber (EW) Anzeigen concerti - Das Berliner Musikleben GmbH anzeigen@concerti.de

Herausgeber Gregor Burgenmeister

Mirko Erdmann Tel: 030 488 288 536 m.erdmann@concerti.de

Redaktion Dr. Arnt Cobbers (AC, V.i.S.d.P.), Mirko Erdmann, Dr. Klemens Hippel (KH), Friederike Holm, You-Son Huh, Jörg Roberts Autoren dieser Ausgabe Det­mar Huch­ting (DH), Sabine Klobes, Heiner Milberg (HM), Antje Rößler, Volker Tarnow (VT),

You-Son Huh Tel: 030 488 288 530 y.huh@concerti.de

Edgar Wintersperger Tel: 030 488 288 530 e.wintersperger@concerti.de Art Direktion & Gestaltung Tom Leifer Design Druck und Verarbeitung Evers-Druck GmbH Ernst-Günter-Albers-Straße 25704 Meldorf

Vertrieb DINAMIX Media GmbH Saarbrücker Str. 24 10405 Berlin Abonnement concerti – Das Berliner Musikleben GmbH Erdmannstraße 6 10827 Berlin Tel: 030 488 288 538 Fax: 030 488 288 539 abo@concerti.de Das Jahresabonnement kostet 25 EUR frei Haus. Erscheinungsweise elf Mal jährlich Redaktionsschluss Immer am 15. des Vorvormonats, bitte senden Sie Ihre Termine an: berlin@concerti.de Der Abdruck erfolgt kostenlos.

Alle Rechte concerti - Das Berliner Musikleben GmbH Zusatz Der Terminkalender und die Service­seiten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir übernehmen keine Haftung, da es sich bei einer Vielzahl von Ankün­digungen um einen Vorabplan handelt. Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags. Für unaufgefordert eingesandte Bücher, Fotos, CDs und Manuskripte keine Gewähr. Bei Nichtlieferung infolge höherer Gewalt oder infolge von Störungen des Arbeitsfriedens bestehen keine Ansprüche gegen den Verlag.

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Vorschau

concerti im Juni

Daniel Barenboim kombiniert als Dirigent und Solist Beethovens Klavierkonzerte und Bruckners Sinfonien zu einem Zyklus. András Schiff spielt Bachs Französische Suiten in der Philharmonie, und Lise de la Salle geht mit Beethoven und Mozart auf Brandenburg-Tournee. concerti – Das Berliner Musikleben erhalten Sie im Abonnement sowie kostenlos an allen Veranstaltungsorten, Konzert- und Theaterkassen, im Fachhandel, Kulturinstitutionen, Bildungseinrichtungen, Hotels, Restaurants und Cafés. 90

Fotos: Felix Broede/DG, Yutaka Suzuki, Stéphane Gallois

Die Ausgabe 06/10 erscheint am 21. Mai


„Beethoven ist die Richtschnur“

Freiheit, nicht Anarchie

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