Schule Aktiv 02 2015

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Inhaltsverzeichnis

Start

Inhaltsverzeichnis 3 Editorial 4 News

14 Burnout-Prävention für Lehrer

24 Schreibmotorik 32 Raus aus dem Klassenzimmer

46 Die besten Lern-Apps

42 Digital macht schlau!

50 Buchempfehlungen

Editorial

Impressum

Der Endspurt für dieses Schuljahr steht bevor. Für viele LehrerInnen die Zeit, in der besonders viel Stress aufgebaut wird. Es muss ja nicht gleich ein Burnout sein, aber es kann nicht schaden, zu wissen, wie man dem vorbeugt. Insofern ist unser Bericht über die Burnout-Prävention sicherlich für so manchen Pädagogen/manche Pädagogin hilfreich. Dazu passt auch das Thema „Raus aus dem Klassenzimmer“. Nicht „Ab in die Ferien“ ist damit gemeint, sondern „Rein in die Natur“. Gerade zu Schulschluss, aber auch in den ersten Wochen des neuen Schuljahres ergeben sich viele Gelegenheiten, unseren SchülerInnen das Recht auf Natur zuzugestehen. Unsere qualifizierten Outdoor-Trainer zeigen, wie und wo solche Ausflüge in Natur und Wildnis stattfinden können. Weitere interessante Themen, die wir diesmal ansprechen: „Die besten Apps zum Lernen“ und diametral dazu „Erfolgreiches Schreibenlernen“, womit wir die Handschrift meinen und nicht etwa das Tippen auf einer virtuellen Tastatur. Schlussendlich wollen wir Ihnen in dieser Ausgabe von Schule Aktiv! noch verraten, wie sich digitale Medien sinnvoll im Unterricht einsetzen lassen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Harald Gutzelnig Herausgeber

Medieninhaber: CDA Verlags- und Handelsges.m.b.H., Bundesstr. 9, 4341 Arbing, Tel.: (+43) 07269/60220 Herausgeber: Harald Gutzelnig Verlagsleitung: Marianne Gutzelnig Richtung des Magazins: Ratgeber für PädagogInnen Manuskripte: Es wird keine Haftung für unverlangt eingesandte Manuskripte übernommen. Die Einsendung von Manuskripten jeder Art gilt als Zustimmung des Verfassers zum Abdruck in den vom Verlag herausgegebenen Publikationen. Der Verlag behält sich das Recht vor, eingesandte Manuskripte nicht zu veröffentlichen. Eine Gewähr für die Richtigkeit der Veröffentlichung kann nicht übernommen werden. Für den Inhalt der Anzeigen haftet ausschließlich der Inserent, eine Prüfung seitens des Verlags erfolgt nicht! Wir bitten um Verständnis dafür, dass aus Gründen der Textökonomie zum Teil auf geschlechtsspezifische Formulierungen verzichtet wird.

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Start    News

Media Literacy Award Medienkompetenz-Wettbewerb

Jedes Jahr wird von mediamanual.at der MLA für die besten und innovativsten medienpädagogischen Projekte ausgeschrieben. Um mitzumachen, sollte bis zum 15. Juli 2015 eine medienkritische, auf jeden Fall aber originelle Umsetzung der Idee zum Thema Medienkompetenz eingesandt werden. Die Form ist völlig frei, Beiträge können z.B. eine Radiosendung sein, ein Film, aber auch ein Comic, ein Hörspiel, eine Webseite oder auch ein Spiel. Infos und Anmeldung unter bit.ly/Literacy_award.

Pubertät für Lehrer

Fit durch Online-Übungen

Die Pubertät und die mit ihr einhergehende körperliche Veränderung sind auch für Lehrer keine leichte Aufgabe. Das Themenportal ABOUT YOU unterstützt Lehrer- und SchülerInnen mit Unterrichtsmaterial, Broschüren und auch Online-Übungen bei der Behandlung dieses delikaten Themas. Hier geht es direkt zu den Online-Übungen: bit.ly/pubertät_schule

Keine Fächer

Office 365 für Schulen

Finnland plant Abschaffung der Schulfächer.

Windows-Software an höheren Pflichtschulen in NÖ gratis für Lehrer- und SchülerInnen.

Das pädagogische Vorzeigeland Finnland schlägt einen scheinbar radikalen Weg ein. Statt konkreter Schulfächer sollen künftig nur noch Phänomene unterrichtet werden. Ein Themenfeld wie z.B. die Europäische Union soll demnach von verschiedenen Fachlehrern aus verschiedenen Blickwinkeln beuchtet werden. Die Reform soll bis 2020 vollzogen sein. bit.ly/fin_schule

Alle höheren Pflichtschulen in Niederösterreich (Neue Mittelschulen und Berufsschulen) profitieren seit kurzem von einer Kooperation, die das Land Niederösterreich mit Microsoft geschlossen hat. Dadurch können SchülerInnen und Lehrer­ Innen Office 365 gratis nutzen. Bereitgestellt wird die beliebte Produktivitätssoftware über eine eigene Internetseite. Die landesweite Verteilung ist bereits angelaufen. Grundlage für dieses Angebot ist ein Schulterschluss zwischen dem Land Niederösterreich, den schulerhaltenden Gemeinden und Microsoft Österreich. Die Schulen profitieren

Foto:© NÖ/Marschik

vom einheitlichen Standard. Durch die einheitliche und webbasierte Lösung können Dokumente gemeinsam bearbeitet werden. Neben Word werden auch Excel, PowerPoint, OneNote, Access und Publisher angeboten. 1024 Gigabyte Cloud-Speicher gehören zur Lizenz. Die Nutzung erstreckt sich auch auf iOS. bit.ly/office_schule

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News   Start

Helfen Apps lernen?

Ohne Gewalt

Das Bildungsministerium bejaht

Zweite Tagung in Stuttgart

Für Skeptiker sind Lern-Apps eher eine zweifelhafte Lernhilfe. Ein Vorteil scheint in der Individualisierung der Lehre zu liegen: „Die im Unterricht gewonnen Erfahrungen haben gezeigt, dass der Mehrwert von mobile Anwendungen darin liegt, dass sie individuelles Lernen unterstützen und die Möglichkeit bieten, auf das Lerntempo und die individuellen Lernfortschritte der einzelnen Schüler einzugehen“, heißt es seitens des Bildungsministeriums. bit.ly/apps-lernen

Die zweite Fachtagung zum Thema „Gewaltfreie Kommunikation“ soll helfen, diese als Mittel und Haltung im deutschsprachigen Raum noch weiter zu etablieren. Es wird Interessierten die Gelegenheit gegeben, die vielfältigen und nutzbringenden Anwendungsmöglichkeiten der GFK kennenzulernen. bit.ly/gewalt_schule

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News

Größenvergleich Wie groß sind Schulklassen im internationalen Vergleich?

DIGBIZ-AWARD 2015 Platz 1 und 2 gehen nach Bregenz Um den Digital Business Award kämpften die Teams verschiedener Handelsakademien für Wirtschaftsinformatik aus ganz Österreich heuer in Imst (Tirol). Doppelsieger wurde die HAK Bregenz mit den Projekten „inet Notifier“, einer App-Lösung, und „YourScore“, einer Scoring-Lösung für Rückschlag-Sportarten. Platz 3 ging an die HAK Mistelbach, deren Projekt „CashBox“ Warenbestellungen der Gastronomie systematisiert. bit.ly/digbiz_award

Die Daten stammen zwar aus 2011, sind aber dennoch sehr interessant. In den OECD-Ländern rangiert die Klassengröße an der Grundschule zwischen 15,7 (Luxemburg) und 27,9 (Japan). Österreich liegt mit 18,2 SchülerInnen sehr weit vorne, die deutschen Nachbarn müssen durchschnittlich 3 Schüler mehr in einer Klasse unterbringen und liegen somit genau beim OECD-Durchschnittswert. Zum Vergleich der internationale Spitzenreiter China: Hier sind es 50 SchülerInnen pro Lerneinheit. bit.ly/klassen_größe

Zeitgeschichteausstellung 1938-1945 Dauerausstellung in der voestalpine Stahlwelt

Die „Zeitgeschichteausstellung 19381945“ ist dem Schicksal der zehntausenden Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter gewidmet, die zwischen 1938 und 1945 beim Aufbau und beim Betrieb der Reichswerke Hermann Göring AG Berlin am Standort Linz im Einsatz waren. Die Schicksale der Frauen, Männer, Jugendlichen und Kinder aus über 30 Nationen stehen dabei im Mittelpunkt. Digitale Hörstationen und Textzitate geben diesen Menschen eine Stimme und stellen deren Erinnerungen in Relation zum System der NS-Zwangsarbeit. Die dauerhaft zugängliche Zeitgeschichteausstellung ist für Gruppen nach Voranmeldung von Montag bis Samstag von 9-17 Uhr geöffnet. Schulklassen können sich anhand von Vorbereitungsmaterialien zu den Themengebieten bereits im Unterricht auf den Besuch der Ausstellung vorbereiten. Für Gruppen von bis zu 30 SchülerInnen werden interaktive Projektführungen mit

Arbeitsmaterialien angeboten, die die SchülerInnen in Gruppen ausarbeiten und präsentieren. Bei größeren Gruppen findet eine Stationenführung mit Elementen der Projektführung statt. Außerdem finden an jedem ersten Mittwoch des Monats von 18:00-19:30 Uhr spezielle Themenführungen in der

Zeitgeschichteausstellung statt. Nähere Informationen zu diesen Führungen sowie zu den Bildungsangeboten finden sie unter www.voestalpine.com/zeitgeschichte. Gruppenbuchungen: Besucherservice voestalpine Stahlwelt: 050304-15/8900 (Mo-Fr 8-13 Uhr)

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News

spark7 SLAM Tour Abwechslung für den Schulalltag

Qualitative Workshops außerhalb des regulären Schulunterrichts - das ist es, was die Tour bieten möchte. Es geht hierbei nicht nur um Sport, wie der Name vermuten lassen kann, sondern um die Themen Fremdsprachen, Umgang mit dem Internet, den Umgang mit Geld, aber auch um Bewegung. Informationen zu Stationen und Terminen gibt‘s hier: slam.spark7.com.

Technik-Faible Girls Day in Niederösterreich Noch immer sind technische Berufe für viele junge Frauen mit einem Stigma behaftet. Damit sich das ändert, lud die Austrian Airlines neben 87 weiteren Betrieben aus NÖ im April zum 14. Mal zu einem Schnuppertag speziell für Mädchen ein. Das Echo war groß, insgesamt fast 1.800 Schülerinnen aus 99 Schulen nahmen die Gelegenheit wahr, sich über sog. „Männerberufe“ zu informieren. bit.ly/austrianairlines

Ein Tag und eine Nacht im Styrassic Park

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Die wahre Geschichte über ein echtes Abenteuer…. Ich glaube, es wird langsam hell. Die Sonne wird jeden Moment ihre warmen Strahlen senden und den Styrassic Park zum Leben erwecken. Noch steht ein Tropfen Tau am Horn des Triceratops. Der Spinosaurus, die sechs Meter lange, „lebende“ Echse aus der Urzeit, liegt in ihrem Gehege und wartet auf ihre ersten Besucher. Nach einem kräftigen Frühstück wagt Ihr euch in den Wald. Hinter jedem Baum und hinter jedem Gebüsch könnte ein Dinosaurier stecken. Wie viele Dinos es hier wohl gibt? Wie groß der Brachiosaurus wohl wirklich ist? Stimmt es, dass sich hier Urmenschen in einer Höhle verstecken? Es wird bald Mittag und die Sonne steht hoch am Himmel. Die Bäume werfen ihre Schatten auf euch und ein leichter Wind tut gut. Doch irgendetwas liegt in der Luft. Ich kann Geräusche hören. Was ist es? Ein Gigantoraptor?

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Nein, der Spinosaurus lebt! Lauft weg, schnell, schnell, schnell!!! Das ist gerade noch einmal gut gegangen. Jetzt brauchen wir aber dringend eine Pause. Setzt euch doch ins Kino und seht, wie die echten Dinosaurier unserer Urzeit lebten. Beim gemeinsamen Essen erzählt ihr euch von den vielen Erlebnissen! Oder erledigt Grabungsarbeiten wie echte Paläontologen. Ob ihr Saurierknochen finden werdet? Die Sonne geht unter und es wird Abend im Styrassic Park, aber es gehen noch nicht alle schlafen. Denn das größte T-Rex Skelett der Welt beginnt erst jetzt zu leuchten und zu leben!

Auch ihr dürft heute länger aufbleiben, habt euer Baumhotel aber schon gemütlich eingerichtet. Ihr sitzt noch am Lagerfeuer und erzählt euch von wilden Raptoren und von Dinosauriern im Wasser. Was morgen im Styrassic Park wohl passieren wird? Wer weiß das schon ganz genau…

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Pelika


News

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Kaum noch händisch

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Foto: schreibmotorik-institut

Der Deutsche Lehrerverband (DL) hat gemeinsam mit dem Schreibmotorik Institut Heroldsberg unter seinen Mitgliedern eine Umfrage durchgeführt. Ergebnis der bei 2.000 Lehrern erhobenen Daten ist, dass ein Drittel der Mädchen und sogar die Hälfte der Jungen erhebliche Schwierigkeiten mit der Handschrift haben. Sie schreiben nicht flüssig und unleserlich. Mehr als die Hälfte der Lehrer an weiterführenden Schulen gab an, dass nicht nur sie als Korrektoren darunter leiden, sondern die Schüler selbst: Bei mehr als 60 Prozent von ihnen treten Beschwerden bereits bei einer Schreibdauer von unter 30 Minuten auf. Knapp 70 Prozent der Schüler halten das Erlernen einer traditionellen Handschrift für nutzlos, sie bevorzugen das Tippen auf Tastatur oder Bildschirm. PISA-Sieger Finnland verzichtet sogar auf Unterricht Schreibschrift. Experten sehen dies aber kritisch. Pelikanin Anzeige Space+ www.schreibmotorik-institut.com A5 Querformat. 210 x 148 mm

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News

Theater Drachengasse Live-Theater für die eigene Schule Das Wiener Theater in der Drachengasse ist auf Interaktivität ausgelegt und hat sich auf Kulturpädagogik spezialisiert (die Broschüre START UP wird auf Anfrage gerne zugeschickt). Schulklassen können dort nicht nur dramatische Stücke besuchen (augenblicklich wird dort Juli Zehs und Charlotte Roos‘ „Yellowline“ gespielt) und sich so des scheinbar aus der Mode gekommenen Mediums annähern, sie haben auch die Chance, einen Blick hinter die Kulissen einer Theaterproduktion zu werfen. Außerdem kann nach speziellen Aufführungen für Schulklassen im Anschluss an die Vorstellung über die behandelten Themen mit den Schauspielern diskutiert werden. Ein weitere Besonderheit des Wiener Ensembles ist aber, dass es auch sein angestammtes Haus verlässt und Besuche abstattet. So können kontroversielle Themen z.B. über ein ausgewähltes Stück in den Unterricht eingeführt werden. Alle Informationen und Termine finden sich auf der Webseite des Theaters: www.drachengasse.at.

Stress lass nach!

Im Kurhaus Marienkron den eigenen Rhythmus wiederfinden

Stress, Erschöpfung und Burnout gehören für moderne Menschen zum Leben. Doch der richtige Umgang mit energieraubenden Anforderungen hat Menschen zu allen Zeiten beschäftigt. Pfarrer Sebastian Kneipp und andere Pioniere einer europäischen Gesundheits-Tradition haben schon vor über 100 Jahren erkannt, wie wichtig Rhythmen sind. Der Anspannung aktiv und bewusst

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mit einer Phase der Entspannung zu begegnen, verhindert krankmachenden Dauerstress. Das Kurhaus Marienkron ist seit der Gründung 1969 auf Fasten und Kneippen spezialisiert. Die gelebte Spiritualität der Zisterzienserinnen und der weitläufige Kurpark schaffen ein besonderes Ambiente für Gesundheit, die Körper und Geist umfasst. Das Angebot für die Kurgäste ist eine stimmige Mischung aus spirituellen Themen, kunsthandwerklichen und sportlichen Aktivitäten und kulturellen Highlights. Im gesundheitlichen Bereich setzt Dr. Ulrike Göschl, Kneipp-Ärztin und ärztliche Leiterin im Kurhaus Marienkron, die Tradition des Hauses mit Überzeugung fort: „Unser gesundheitliches Angebot setzt auf die bewährten Methoden der Einfachheit. Gesunde Ernährung, Kneippen, Bewegung und Ruhe sind die Eckpfeiler für einen effektiven Stressabbau und die Erhaltung der Ge-

sundheit.“ Das Spezialpaket „Stress lass nach“ umfasst neben einem individuellen Ernährungsplan auch Kneipp-Anwendungen und spezifische Übungen, die helfen, den eigenen Rhythmus wiederzufinden. Das Kurhaus bietet auch die Möglichkeit einer 3-wöchigen stationären Kur für die Indikationen Bewegungs- und Stützapparat an. Dazu bestehen Verträge mit PVA, BVA und SVA.


News

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Ein eigener Kletterpark für Ihre Schule! In vielen Schulen gibt es seit einigen Jahren einen Trend zu Unterrichtsstunden im Freien, zu gemeinsamen Schultagen im Abenteuerpark oder zum Lernen in der Natur. Dabei spielt der Bewegungsdrang unserer Schüler eine große Rolle. Im klassischen Unterricht im Klassenzimmer wird dieser unterdrückt, er verkümmert regelrecht! Dies macht sich letztlich in der Zunahme von übergewichtigen und verhaltensauffälligen Kindern bemerkbar. Mit heilsamen Bewegungszonen direkt im Schulgelände, könnte man positiv entgegenwirken. Wie wäre es, wenn Sie ohne großen Aufwand einen Kletterpark im Schulgarten oder auf einem öffentlichen Gelände in Schulnähe errichten könnten?

Der renommierte Betreiber des Kletterparks Waldbad Anif, Eduard Schmöller und sein Team, haben es sich zur Aufgabe gemacht, maßgeschneiderte, attraktive und TÜV sichere Kletter- und Abenteuereinrichtungen für Schulen und Kindergärten anzubieten. Der Mini Kletterpark, wie bereits maßgeschneidert im Schulareal der VS

Enzesfeld errichtet, ist ein Parcours mit Übungen wie für die „Großen“. Es ist weit mehr als ein Spielplatz, es ist ein Abenteuerpark zum Austoben – ohne zusätzliche Sicherungssysteme notwendig zu machen. In geringer Höhe ist er perfekt auf die Bedürfnisse der kleinen Abenteurer abgestimmt. Der Abenteuerspielplatz besteht aus künstlichen Hindernissen (Perlonseil-

und/oder Stahlkabeln in Kombination mit Holz), die sich in einer Höhe von 0,50 – 1 m Höhe zwischen lebenden Bäumen oder Lärchenmasten befinden. Spezielle Hindernisse für Kinder, die auf der einen Seite sicher sein müssen und doch herausfordernden Charakter haben sollten, werden in die Natur eingepasst.

Info & Kontakte Besuchen Sie uns auch im Kletterpark Waldbad Anif bei Salzburg Infos unter: www.kletterpark-salzburg.at Reservierung unter: 0664/430 93 80 Die VS Enzesfeld geht neue Wege und hat einen Mini-Kletterpark als „Bewegungsanreiz für Kinder“ von der Firma kletterpark.com errichten lassen.

Infos zum Bau von Kletterparks: www.kletterpark.com office@kletterpark.com

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Report

Schreiben von Hand

Schreiben von Hand – wichtig für die Entwicklung junger Menschen Vielen scheint das ernsthafte Erlernen einer Handschrift längst überholt. Dass dieser erste Zugang zu aktiver Spracherzeugung in Schriftform aber kein Auslaufmodell ist, belegen Wissenschaftler und Pädagogen.

Für die heutigen Erwachsenengenerationen ist es erst normal geworden, beinahe ausschließlich per Tastatur zu schreiben. Die Kinder und Jugendlichen hingegen kennen kaum etwas anderes: Es wird getippt und nicht von Hand geschrieben. In Finnland wurde deshalb der Entschluss gefasst, künftig anstelle von Schreibübungen mit dem Füller den

effizienten Umgang mit der Tastatur auf den Grundschullehrplan zu setzen. Experten sehen das äußerst kritisch. Der Schreibwarenhersteller LAMY hat zu diesem Thema ein Symposium veranstaltet – mit interessanten Ergebnissen.

Mit der Hand schreiben motiviert Die ersten Schreibversuche sind mühsam. Die Kinder üben etwas, das sie nicht beherrschen, sind aber umso stolzer, wenn sie die Aufgabe gemeistert haben. Schreiben ist wie Malen oder Zeichnen, nur innerhalb engerer Vorgaben. Es wird etwas unter erschwerten Bedingungen produziert, ist nicht einfach per Tastendruck da. Dieser Prozess belohnt und ist dadurch sehr motivierend. Motivation sollte mehr denn je auch aus dem Kind selbst erwachsen,

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da leider Sprache und generell Bildung in sozial schwächeren Milieus heute als weniger wichtig erachtet werden als noch vor 40 Jahren.

Was das Schreiben bringt Es gibt abgesehen vom positiven Effekt des Kreativen auch noch die nicht minder wichtige Auswirkung des Schreibens auf die kognitiven Fähigkeiten eines sich entwickelnden Gehirns. Der richtige Umgang mit beispielsweise einer Füllfeder erfordert eine feine Motorik. Der Weg dahin, also das Üben der Schwünge, erhöht die Konzentrationsfähigkeit und kann sogar entspannende Wirkung haben, gerade bei großformatigen und spielerischen Schreibübungen (z.B. mit dem Finger auf dem Rücken eines Sitznachbarn). Das motorische Gedächtnis ist überdies viel verlässlicher als das visuelle. Vom ersten Erwerb der aktiven Schriftsprache per Hand zehrt man länger.

Sinnvolle Schreibpraxis & Lob Sobald die ersten Schreibfähigkeiten erworben worden sind, sollten sie zum Einsatz kommen. Ein Wunschzettel, eine Bildunterschrift, eine Postkarte aus dem Urlaub: So wird Schrift positiv besetzt, was auch beim

Übertrag später auf Maschinenschrift hilfreich ist. Bereits mit der Handschrift werden die Grundlagen für das spätere Verhältnis zum Schreiben geprägt. Hierbei ist es wichtig, ein positives Vorbild zu sein und positives Feedback zu geben. Als Eltern sollte man selbst schreiben und als Lehrer sollte man den Produkten der Lernenden nicht zu kritisch entgegenstehen. Zunächst einmal ist ein Schreibfluss das Lehrziel. Schüler sollten Freude beim Schreiben haben. Wenn dann der Rotstift einmal angesetzt wird, sollten Korrekturen in zwei Stufen erfolgen: Eine Version mit Anmerkungen wird besprochen, vom Schüler korrigiert, erst die zweite Version wird dann benotet. So wird Frust minimiert und der Lernerfolg maximiert.


Schreiben von Hand

Report

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Report Burnout-Prävention

Burnout-Prävention

für Lehrerinnen und Lehrer Von Dr. Norman Schmid

Burnout erkennen, verstehen und bekämpfen Lehrerinnen und Lehrer gehören zu jenen Berufsgruppen, die besonders gefährdet für die Entwicklung eines Burnouts sind. Die besonderen Anforderungen in der Schule mit dem Spannungsfeld Lehrer-Schüler-Eltern-Schule, eingebettet in zum Teil problematische gesellschaftliche Entwicklungen, führen dazu, dass es für Lehrerinnen und Lehrer von Jahr zu Jahr schwieriger wird, Beruf und Gesundheit zu vereinen. Aus diesem Grund hat die NÖGKK in Kooperation mit dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger eine Broschüre zum Thema beauftragt. „Burnout-Prävention für Lehrer/innen“ kann bei den Service Stellen Schule der Gebietskrankenkassen kostenlos bestellt werden (www.hauptverband.at).

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Was ist Burnout? Der Begriff Burnout wurde erstmals in den 1970-er Jahren zur Beschreibung von Erschöpfungssyndromen bei Gesundheits- und Sozialberufen verwendet. In weiterer Folge wurden auch andere Berufe untersucht und mittlerweile besteht Einigkeit darüber, dass jeder Beruf potenziell burnout-gefährdend ist. Allerdings gibt es bestimmte Charakteristika von Berufen, die eine Burnout-Entwicklung begünstigen. Der Lehrer-Beruf ist dafür ein typischer Vertreter. Die Kombination von

großem Engagement mit mangelnder Erholung und mangelnder (positiver) Distanzierung kann zu einem übermäßigen Energieeinsatz führen, der schrittweise zu Erschöpfung führt. Das ist besonders dann der Fall, wenn die Erholungsphasen zu wenig genutzt werden.

Das Burnout-Konzept Obwohl Burnout in aller Munde ist, steht eine klare Definition weiterhin aus. Eine eindeutige Abgrenzung zu anderen Beschwerden, besonders zu Depressionen, ist nicht immer leicht und wird durch das Fehlen einer klaren Definition erschwert. Und genau das ist das Besondere bei einem Burnout. Es handelt sich nicht nur um die Beschreibung be-


Burnout-Prävention Report

stimmter Symptome, sondern es geht um die Entstehung und den Verlauf, also um den gesamten Burnout-Prozess. Und hier ist ein umfassendes Wissen sowohl von der klinischen Symptomatik als auch von den Einflussfaktoren wie Beruf und Privatleben von Bedeutung.

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Die drei grundlegenden Aspekte des Burnouts sind: Emotionale Erschöpfung (durch die Arbeit verursacht) • überdauernde Müdigkeit • rasche Erschöpfung bei Belastungen • erhöhte Krankheitsanfälligkeit

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Innerer Rückzug von der Arbeit (Zynismus, Depersonalisation) • Abwertung der eigenen Arbeit • Gefühl von innerer Leere und Sinnlosigkeit • Gereiztheit, vermehrte Konflikte

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Verminderte Leistungsfähigkeit • reduzierte positive Einstellung zur eigenen Arbeit • chronische Überforderung, die Arbeit wird immer anstrengender erlebt • die Fehlerhäufigkeit steigt

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Frühwarnzeichen und der Burnout-Prozess Burnout ist ein schleichender Prozess und entwickelt sich meistens über Monate und Jahre. Auch bereits vor den ersten Symptomen und Beschwerden haben sich verschiedene Veränderungen in der Psyche, im Körper und im Verhalten entwickelt, welche die Burnout-Entstehung vorantreiben.

Die verschiedenen Gesichter des Burnouts Burnout zeigt sich bei jedem Betroffenen in einer etwas anderen Art und Weise und ist somit so individuell wie die Persönlichkeiten der einzelnen Lehrerinnen und Lehrer.

Das folgende Fallbeispiel soll die Individualität von Burnout erläutern: Frau X. ist seit über 30 Jahren Lehrerin in einer Volksschule einer größeren Stadt. In den vergangenen Jahren ist ihr eine zunehmende Erschöpfung vor den Ferien (Weihnachten und Sommerferien) aufgefallen. Sie konnte in den Wochen davor nicht mehr gut schlafen, litt unter Verspannungen und Rückenschmerzen und war auch leichter reizbar. Auch depressive Phasen waren immer wieder vorhanden. Die Symptome nahmen von Jahr zu Jahr zu. Die Ferien haben zu Beginn noch ausgereicht, um Erholung und Regeneration zu gewährleisten. In den letzten zwei Jahren war jedoch die Erholung bereits wenige Wochen nach Schulanfang wieder verpufft. Seit zwei Monaten ist sie im Krankenstand, da sie es „einfach nicht mehr geschafft“ habe. Es wurde eine mittelgradige Depression diagnostiziert, die mit einer Reihe an psychosomatischen Beschwerden verbunden war. Obwohl Sie weiß, dass sie in diesem Zustand nicht unterrichten könne, habe sie jedoch Schuldgefühle, die Schülerinnen und Schüler „im Stich zu lassen.“

Die Entwicklung: Bei Frau X. hat es einen schleichenden Burnout-Prozess gegeben, der sich über viele Jahre entwickelt hat. Dabei waren besonders die zunehmenden schulischen Anforderungen in ihrer Rolle als Vertreterin des Direktors, zunehmende Projekte, immer stärker fordernde Eltern und auch eine Zunahme von Schülerinnen und Schülern „mit besonderen Bedürfnissen“ kritisch. Das hohe Engagement führte immer wieder dazu, dass sie bis spät abends und auch am Wochenende etwas für die Schule zu erledigen hatte. Hinzu kamen auch private Anforderungen durch die Position ihres Ehemannes im Management einer öffentlichen Institution, die mit vielen Repräsentationsaufgaben verbunden war. Die Zeit für Erholung und Hobbys war über viele Jahre bereits sehr rar. Eine weitere Belastung war das mangelnde Verständnis des Ehemannes für ihre Beschwerden.

Diagnose: Mittelgradige depressive Episode, Burnout

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Report Burnout-Prävention

Wie entsteht Burnout bei Lehrkräften? Die Entwicklung eines Burnouts ist von verschiedenen Faktoren abhängig, wobei neben den Belastungen und Anforderungen auch die Ressourcen und Selbstmanagement-Strategien für die Burnout-Prävention und Therapie wichtig sind. Welche Risikofaktoren gibt es? Bei Burnout können Risikofaktoren bei der Person und in der (Arbeits-)Umgebung unterschieden werden. Beides ist für die Entwicklung eines Burnouts und zur Burnout-Prävention von Bedeutung. Erst das Zusammenwirken von ungünstigen Persönlichkeitseigenschaften und Verhaltensweisen mit kritischen Arbeitseinflüssen bzw. privaten Belastungen führt zur Erschöpfung. Personenfaktoren, die für Burnout anfällig machen: • übermäßiges Arbeitsengagement • Perfektionismus & innere Antreiber („sei perfekt“, „sei beliebt“, „du darfst keine Fehler machen“ etc.) • Verausgabungsbereitschaft • ungünstiges Erholungsverhalten • mangelnde Berücksichtigung eigener Bedürfnisse Umweltfaktoren, die für Burnout anfällig machen: • hohe Verantwortung • geringer Handlungsspielraum • mangelnde Belohnung • hohe Anforderungen (Ministerium, Direktion etc.)

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Foto: shutterstock.com [l i g h t p o e t]

• mangelnde Unterstützung bei Problemen bzw. bei Veränderungen • mangelnde Trennung von Beruf und Privatleben durch die „Heimarbeit“ • fordernde Schülerinnen und Schüler (Lernunlust, Aggression etc.) • steigende Anforderungen der Eltern und der Schulbehörde

Welche Persönlichkeitsmuster machen für Burnout anfällig? Ist jeder Mensch für Burnout anfällig? Grundsätzlich ja, jedoch haben Menschen mit bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen ein erhöhtes Burnout-Risiko. In Kombination mit bestimmten Anforderungen und Stressoren von außen bzw. einem Mangel an Ressourcen und Erholung kann dies eine gefährliche Kombination sein.

Die Persönlichkeitsmerkmale, welche für Burnout anfällig machen, sind größtenteils jene Eigenschaften, die für ein engagiertes Ausüben des Berufes als Lehrerin bzw. Lehrer wichtig sind. Dazu zählen hohe Bedeutsamkeit der Arbeit, hohe Arbeitsmotivation, Engagement, Ehrgeiz und Perfektionsstreben. Problematisch sind auch mangelhafte Distanzierungsfähigkeit sowie fehlende Ruhe und Ausgeglichenheit. Wenn dazu die allgemeine Lebenszufriedenheit, soziale Unterstützung und Erfolgserleben im Beruf fehlen, dann ist ein Burnout vorprogrammiert. Diese Persönlichkeitsmerkmale sind geprägt durch die individuelle Entwicklung, die Übernahme des elterlichen Modells sowie auch genetische Faktoren. Im Verlauf eines Burnout-Prozesses kommt es zu Veränderungen der Persönlichkeit und des Verhaltens, dies kann die Spirale noch weiter vorantreiben.


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Warum der Lehrerberuf besonders gefährlich für die Entwicklung eines Burnout ist. Der Beruf als Lehrperson hat einige Merkmale, die für Burnout besonders kritisch sind. Ähnlich wie bei Gesundheitsund Sozialberufen ist ein deutliches Ungleichgewicht zwischen Geben und Nehmen vorhanden. Die Lehrkraft ist ständig in der Rolle des „Gebers“, die Schülerinnen bzw. Schüler und die Eltern in der „Nehmer-Rolle“. Das bedeutet, dass viel Energie gegeben und der Rückfluss von Energie nicht im gleichen Ausmaß vorhanden ist. Wobei es auch Phasen und Tage gibt, die eine ausgewogene Energie-Bilanz erreichen lassen oder sogar einen „Überschuss“. Dies ist dann möglich, wenn sich die Mühen gelohnt haben und Erfolge und positive Rückmeldungen überwiegen.

Erlebnisse, die Energie und Kraft kosten:  Unaufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler  Schülerinnen und Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten

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 Konflikte zwischen Schülerinnen und Schülern  Konflikte mit Lehrerkolleginnen bzw. -kollegen oder der Schulleiterin bzw. dem Schulleiter  Konflikte mit Eltern, ungerechtfertigte Anschuldigungen etc.  unklare bzw. schwer umsetzbare Vorschriften  negative Berichte über Schule und Lehrkräfte in den Medien  negative Äußerungen im Bekanntenkreis

Erlebnisse, die Energie und Kraft zuführen:  Erfolge der Schülerinnen und Schüler (z. B. eine gute Schularbeit bei einem Schüler, der bisher „Trainingsweltmeister“ war)  ein gelungenes Projekt (z. B. Musical, Projektwoche)  die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler bei einer Aktivität oder einem Projekt  die positive Persönlichkeitsentwicklung von Schülerinnen und Schülern (betreffend Sozialverhalten, Präsentation etc.)  positives Feedback von Schülerinnen und Schülern, Lehrerkolleginnen bzw. -kollegen, Schulleiterin sowie Schulleiter und Eltern (gibt es im Allgemeinen leider zu selten)  eine interessante Fortbildung  der Austausch mit den Lehrerkolleginnen bzw. -kollegen nach einem anstrengenden Schultag  die positive Rückmeldung von Eltern, die früher in die gleichen Schule gegangen sind

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Achtsamkeit und Entspannung (genaue Informationen und Anleitungen bei Schmid, 2013 und Schmid, 2012a).

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Unaufmerksame und verhaltensauffällige SchülerInnen kosten Kraft. Gepaart mit anderen Faktoren kann dies ein Auslöser für Burnout sein.

Was kann ich selbst tun, um Burnout vorzubeugen? Es gibt eine Reihe von Strategien, um einem Burnout vorzubeugen. Gleichgewicht zwischen Aktivität und Erholung Das gesamte Leben besteht aus einem Wechsel von Aktivität und Erholung. Dieses Grundprinzip finden wir bei vielen Vorgängen in der Natur. Denken Sie nur an Tag und Nacht, Ebbe und Flut oder den Wechsel der Jahreszeiten. Nach Aktivitätsphasen sind Erholungsphasen erforderlich, um sich wieder zu regenerieren und gesund zu bleiben (Schmid, 2013). Auch für Lernprozesse sind Pausen- und Erholungsphasen von besonderer Bedeutung. So konnte in Studien mehrfach nachgewiesen werden, dass richtige Pausengestaltung zu einer verbesserten Lernleistung führt.

2. Strategie: das Stress-Problem lösen (problemlöseorientiertes Stressmanagement) Das problemlöseorientierte Stressmanagement beschäftigt sich damit, Lösungen für Probleme zu entwickeln. Die Strategien setzen an der Person selbst und an der Schulumgebung an. Eine Kombination von beiden hat die beste und vor allem nachhaltigste Wirkung. Strategien, die an der Organisation (Schule) ansetzen (verhältnisorientierte Strategien): • organisatorische Verbesserung, wie ­ z. B. Aufgabenverteilung oder Ablaufplanung • Führungskompetenz steigern

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Aktive Erholung mit Entspannung, Sport und Co. So wichtig es ist, auf Pausen zu achten, so wichtig ist auch das „Wie“ der Pausen und Erholung. Es macht einen großen Unterschied, ob Sie sich nach einem anstrengenden Tag in der Schule vor den Fernseher setzen oder eine Nordic-Walking-Runde machen bzw. sich mit Freunden treffen. Erholung ist nicht gleich Erholung. Aktive Freizeitgestaltung hat einen deutlich höheren Erholungswert als passive Maßnahmen. Hier gilt es, das richtige Maß zu finden. Sich zu fordern, aber nicht zu überfordern. Wenn Sie auf ihren Körper achten, werden sie feststellen, welches Ausmaß von aktiver Erholung für Sie richtig ist. Dieses achtsame Wahrnehmen der eigenen Person ist uns nicht in die Wiege gelegt, sondern ist ein Lern- und Entwicklungsprozess, der durch geeignete Übungen gefördert werden kann. Dazu zählen besonders

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Anforderungen und Stressoren in der Schule besser bewältigen In der psychologischen Stressforschung werden verschiedene Stressmanagement-Strategien unterschieden: 1. Strategie: den Stress vermeiden Wenn es möglich ist, dann ist die beste Strategie, den Stress einfach zu vermeiden. Das ist zum Beispiel in der Schule möglich, wenn man die Verantwortung für ein neues Projekt auf die Kollegin oder den Kollegen abwälzen kann. Oder noch besser, wenn sich diese bzw. dieser freiwillig zur Verfügung stellt, da sie oder er eine neue Herausforderung sucht.

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Strategien: • Perfektionsdenken kritisch überprüfen, die eigenen Leistungsgrenzen akzeptieren • Schwierigkeiten nicht als Bedrohung, sondern als Herausforderung interpretieren • auf eigene Erfolge stolz sein • sich positive Erlebnisse bewusst machen

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3. Strategie: die Sichtweise ändern (bewältigungsorientiertes Stressmanagement) Negativer Stress entsteht durch unsere Bewertungen einer Situation. Nicht die Dinge an sich beunruhigen uns, sondern die Sicht, die wir über die Dinge haben. Das bewältigungsorientierte Stressmanagement richtet sich an die selbstkritische Überprüfung und Änderung eigener stresserzeugender oder stressverschärfender Gedanken. Es wird auch von kognitiver Umstrukturierung gesprochen, wobei unter Kognitionen alle Gedankenmuster und Einstellung verstanden werden, die in unserem Kopf vorhanden sind. Vor allem, wenn eine Stresssituation nicht lösbar ist, kann durch eine Neubewertung eine andere Sichtweise eingenommen werden. Dadurch wird die Situation als weniger belastend oder sogar als Herausforderung empfunden und zum Eustress.

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Gemeinsame Entspannungsübungen mit SchülerInnen helfen allen Beteiligten beim Stressabbau.

4. Strategie: die Stressreaktionen reduzieren (emotionsorientiertes Stressmanagement) Nicht alle Stressfaktoren können (oder sollen) vermieden werden. Stressreaktionen sind somit ein zentraler Bestandteil unseres Lebens. Beim emotionsorientierten Stressmanagement geht es darum, körperliche und psychische (kognitive, emotionale) Stressreaktionen zu reduzieren und abzubauen. Langfristig soll dadurch die eigene Belastbarkeit und das psychophysische Gleichgewicht aufrechterhalten werden. Strategien: • Entspannungsübungen (Progressive Muskelentspannung, Atemtraining, Meditation etc.) • Achtsamkeitsübungen • Bewegung und Sport • regelmäßiger Ausgleich durch Hobbys • lernen, die kleinen Dinge des Alltags zu genießen (Genusstraining) School-Life-Balance Schule ist für Lehrerinnen bzw. Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler (zum Teil auch für Eltern) der Arbeits- und Leistungsbereich. Man kann hier den gebräuchlichen Begriff der Work-Life-Balance besser als School-Life-Balance bezeichnen. Dabei ist Schule nicht als Gegenteil des (Privat-)Lebens, sondern als Teilaspekt

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des Lebens zu verstehen. Im Sinne einer guten School-Life-Balance sollten die verschiedenen Lebensbereiche gut miteinander vereinbar sein. Tipps und Tricks für den Schulalltag Strategien zur Burnout-Prävention wirken am besten, wenn sie im Schulalltag integriert werden. Einige Übungen – wie Entspannung oder Auflockerungsspiele – können Sie auch mit Ihren Schülerinnen und Schülern gemeinsam durchführen, dies stellt gleichzeitig eine wertvolle Förderung der Gesundheitskompetenz der Kinder dar.

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• gemeinsame Entspannungsübungen mit den Schülern (Atemübung, Achtsamkeit etc.). • gezielte Übungen für die Schülerinnen und Schüler, damit diese a) zur Ruhe kommen oder b) aktiviert werden – je nachdem, was im Moment gefordert ist (siehe auch Broschüre der NÖGKK „Entspannungstraining für Kinder und Jugendliche“; Schmid &Sieberer, 2013). • gemeinsame Besprechungen mit den Kollegen (nach dem Unterricht). • Nach der Schule auf ausreichend Erholung und Regeneration achten; besonders aktive Erholung (siehe oben) wirkt wie ein Energiebrunnen. • Bei der Vor- und Nachbereitung zu Hause auf Pausen achten. • Nehmen Sie Unterstützung und Hilfe von Lehrerkolleginnen bzw. -kollegen in Anspruch, wenn dies sinnvoll ist. • Achten Sie auf die inneren Antreiber; hinterfragen Sie Perfektionismus & Co. • Je ruhiger und gelassener Sie bleiben können, umso besser können Sie den Unterricht gestalten und auch schwierige Situationen gut meistern. • Machen Sie sich die Erfolge im Schulalltag bewusst.


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Schreibmotorik

(Förderung der Handschrift) Erfolgreiches Schreibenlernen ist in erster Linie motorisches Bewegungslernen. Das erste selbst geschriebene Wort – die meisten Kinder erfüllt es mit Stolz, egal wie es aussieht. Das traditionelle Lernmodell in der Volksschule legt aber deutlich mehr Wert auf das genaue Einhalten der vorgegebenen Form. Und so wird mit SchülerInnen geübt, wie Buchstabe für Buchstabe in der richtigen Größe und Form genau auf die Linie gesetzt wird. Dass die motorischen Fähigkeiten von Erstklässlern recht unterschiedlich ausgebildet sind, wird oft vernachlässigt. Eine Lehrerumfrage (vgl. Schreibmotorik Institut, 2015) mit mehr als 2.000 Lehrerinnen und Lehrern an deutschen Grundschulen sowie

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weiterführenden Schulen ergab, dass sich das Schreiben der Kinder weiter verschlechtert. Oft mangelt es an den für das Schreibenlernen notwendigen motorischen Kompetenzen. In den weiterführenden Schulen verschärft sich das Problem sogar: Fast zwei Drittel der SchülerInnen können nicht länger beschwerdefrei schreiben. Es ist von großer Bedeutung, dass Kinder von Anfang an eine gute und effiziente Schreibmotorik entwickeln. Der Stolz und die Freude am Schreiben sind dabei wichtige Faktoren für den Lernerfolg, denn eine flüssige und effiziente Handschrift wirkt sich positiv auf das

gesamte Lernverhalten aus, wie mehrere Studien bestätigen.

Mehr Lernerfolg durch Handschreiben Texte von Hand zu schreiben ist ein weit komplexerer und herausfordernder Prozess als sie mit einer Tastatur zu tippen. Die Schülerinnen und Schüler müssen sich vorab darüber Gedanken machen, was sie wie schreiben wollen, weil die Schreibbewegungen der Hand automatisiert ablaufen (vgl. Van der Ley, 2010). Dadurch setzen sie sich mit der Thematik eindringlicher auseinander und können sich die Inhalte besser merken.


Schreibmotorik Report

Schreiben und merken Dies belegt auch eine aktuelle Studie der Universität Princeton. Die Wissenschaftler verglichen zwei Studentengruppen, die sich während einer Vorlesung Notizen machten. Studierende, die mit dem Laptop tippen, tendieren dazu, die Vorlesung lediglich zu kopieren. Studierende, die mit der Hand schreiben, verarbeiten die Information während des Schreibens, übertragen sie dabei in eigene Worte und verschaffen sich dadurch einen Lernvorteil (Mueller und Oppenheimer, 2014). Eine gute Handschrift verbessert aber nicht nur die Merkfähigkeit: Wer schreibt, kommuniziert. Neben dem Erwerb von Zeichen und Symbolen wird hier auch die Fähigkeit gelehrt, sich mitzuteilen und sich mit sich selbst und seiner Umwelt auseinanderzusetzen. Die Schrift ist also immer auch ein Werkzeug zum Erkennen von Sprache (vgl. Günther & Pompino-Marschall, 1996) und ist bei der inhaltlichen Produktion eines Textes behilflich. Wer gut und flüssig schreibt, dem fällt auch das Verfassen eines längeren selbst erdachten Textes leichter. Selbst die Rechtschreibung profitiert von einer guten Hand-

schrift, weil sich der Schreiber besser konzentrieren kann. Eine Studie zeigte, dass Kinder mit wenig ausgeprägten Fähigkeiten bei Diktaten schlechter abschnitten (vgl. Vinter & Chartrel, 2010). Die an der genannten Umfrage beteiligten Lehrkräfte (vgl. Schreibmotorik Institut 2015) sehen ebenfalls einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Schreiben mit der Hand und schulischen Leistungen: Je besser die Handschrift, desto größer die schulischen Leistungen. 98% der Lehrerinnen und Lehrern betonen die Wichtigkeit des Handschreibens auch in der heutigen Zeit. Das Handschreiben spielt nicht nur eine wichtige Rolle beim Schrift-Spracherwerb, sondern auch bei der kognitiven Entwicklung der Kinder.

Konzentrationsmangel Soweit die plausible Theorie, im Schulalltag hingegen häufen sich die Probleme mit der Handschrift. Viele Kinder schreiben zu langsam, die Schrift ist unleserlich, vor allem wenn sie beschleunigt werden muss, bei hastigem Schreiben entstehen vermehrt Fehler. Dabei haben Jungen (51%) deutlich mehr Probleme mit der Handschrift als Schüler, die mit der Hand schreiben, verarbeiten die Information während des Schreibens, übertragen sie dabei in eigene Worte und verschaffen sich dadurch einen Lernvorteil.

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Foto: Schrei

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Mädchen (31%) (vgl. Schreibmotorik Institut 2015). Häufig mangelt es an Konzentration, die Kinder sind schnell erschöpft und sie haben sich an eine ungünstige Stifthaltung und Sitzhaltung gewöhnt, die dann kaum noch behoben werden kann. Oft sind Verkrampfungen und Schmerzen bei längerem Schreiben die Folge. Bei Manchen treten gar mehrere Schwierigkeiten auf einmal auf. Diesen Kindern fehlt dann häufig die Motivation, sich anzustrengen und zu verbessern. Das Schreiben an sich ist schließlich schon anstrengend genug.

Schreibenlernen ist Bewegungslernen Beim Ziel des Schreibenlernens gibt es Konsens: der Erwerb einer lesbaren, flüssigen und effizienten Handschrift. Nur die Wege dorthin sind umstritten. Untersuchungen der Bewegungen beim Schreiben zeigen, dass Schreibschwierigkeiten vor allem mit Problemen beim Erlernen einer guten Schreibmotorik zu tun haben (Marquardt et al., 2002). Auch 87% der an der Umfrage beteiligten Lehrkräfte (vgl. Schreibmotorik Institut 2015) sehen eine Verschlechterung der Schreibmotorik als Ursache für Prob-


Report Schreibmotorik

Foto: Belinda Harmsen

leme mit der Handschrift. Als weitere Gründe nennen die Lehrkräfte schulpo­ litische Gründe, Zeitmangel zum Üben in der Schule und zu Hause.

Ausgangsschrift vereinfachen Während des Schreibunterrichts wird zwar großer Wert auf die Schriftform ge­ legt, das Erlernen von zugehörigen flüssi­ gen Schreibbewegungen kann aber selten direkt unterstützt werden. Die Kinder können dann Schrift zwar „malen“, nicht aber „schreiben“ (Mai et al., 1997). Ein weiteres Problem besteht darin, dass sich die formal komplizierten Ausgangsschrif­ ten nicht genügend beschleunigen lassen. Werden sie zu schnell geschrieben, dann leidet darunter die Form und damit die Lesbarkeit. Deshalb müssen Kinder auf dem Weg zu einer flüssigen individuel­ len Schrift unterstützt werden, um die Ausgangsschrift zu modifizieren und zu vereinfachen. Solche Hinweise können zum Beispiel sein: Buchstabenformen vereinfachen; dort wo es effizient ist, nur zwei bis drei Buchstaben anbinden; Deckstriche weglassen; Drehrichtungs­ wechsel vermindern. Diese Entwicklung der individuellen und flüssigen Schrift wird aber weitgehend den Kindern selbst überlassen. Schreibenlernen sollte konsequent als Bewegungslernen aufgefasst werden. Nur wenn die Hand sich geschmeidig und automatisch bewegt, kann eine

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flüssige Schrift entstehen. So bleibt mehr Zeit, sich auf andere Dinge zu konzentrieren, vor allem auf den Inhalt des Geschriebenen. Für Schulanfänger ist das Schreiben aber zunächst ein sehr komplizierter Vorgang, der viel Kon­ zentration und Übung erfordert. Genau wie die erste Fahrt auf einem Fahrrad. Mit einem schwierigen Kurven-Parcours anzufangen erscheint eher ungeeignet. Beim Lernen muss man körperlich er­ fahren, auf welche Bewegungsabläufe es ankommt. Beim Radfahren sind es vor allem Gleichgewichtsgefühl, Beschleuni­ gung, Bremsen und Richtungswechsel. Erst dann klappt Fahrrad fahren – mit zunehmender Routine auch auf an­ spruchsvollen, längeren Strecken. Das Gleiche gilt für das Schreiben­ lernen in der Schule. Für die Schreib­ hand ist letztendlich genau wie beim Fahrradfahren die Bewegung, also die Motorik, für den Erfolg entscheidend. Aus Geschwindigkeit, Beschleunigung, Größenskalierung und Druck entstehen dann die Buchstaben – und mit zu­ nehmender Routine auch längere und anspruchsvollere Texte.

Freude am Schreiben, Freude am Lernen Anstatt nur das Ergebnis auf dem Papier zu beurteilen, kommt es also in erster Linie auf den kompletten Schreibprozess an. Beim motorischen Lernen stellt sich

der Lernerfolg nicht durch das Ein­ schleifen einer vorgegebenen äußeren Form ein, sondern durch das Erforschen und Erleben von individuellen Lösungs­ ansätzen. Entsprechend wichtig ist es, bei Kindern die Lust am Schreiben zu fördern und zu erhalten, sie zu Schreib­ forschern zu machen. Das Ziel des Schreibmotorik Instituts ist es, Schreib­ anfänger systematisch an eine flüssige, effiziente und lesbare Handschrift ohne Ermüdung heranzuführen. Die dafür entwickelten schreibmotorischen Übungen (vgl. Marquardt & Söhl 2013, Marquardt & Söhl 2014) helfen, Kinder gezielt und spielerisch zu fördern. Dies ist bereits in der Vorschulzeit sinnvoll, um motorische Kompetenzen auszubil­ den, die den Weg zu einer guten Schrift in der Schule erleichtern.

Schreibmotorik trainieren Auch drei Viertel der an der Umfrage (vgl. Schreibmotorik Institut 2015) betei­ ligten Volksschullehrkräfte und selbst 61% der Lehrkräfte weiterführender Schulen fordern ein spezielles motori­ sches Schreibtraining. Die Pädagogen hätten gern mehr Zeit, Übungshilfen und Fortbildungen. Der Wunsch nach Alternativen ist auf jeden Fall vorhan­ den und ein Schulprojekt in Wien zeigte 2012, dass ein spezielles schreibmotori­ sches Training die Schreibleistung von Volkschülern tatsächlich deutlich ver­ bessert. Bei 150 Kindern wurden mithilfe eines speziellen Computerprogramms mehrere Male während des Schuljahrs die Schreibleistung und die Bewegungs­ abläufe erfasst. Mindestens einmal ­pro Woche integrierten die Lehrkräfte moto­ rische Übungen in den Schreibunterricht. Bei den motorisch trainierten Kindern waren gegenüber den Kontrollklassen er­ höhte Schreibgeschwindigkeit, flüssigere Schreibbewegungen und ein geringerer Schreibdruck messbar. Eine Befragung der Lehrkräfte, Schüler und Eltern ergab, dass den teilnehmenden Kindern das Schreiben mehr Spaß gemacht hat, und rund 95 Prozent der Lehrkräfte und Eltern bestätigten die positive Wirkung des Schreibtrainings.


Schreibmotorik Report

Foto: Belinda Harmsen

Die Autoren: DR.-ING. MARIANELA DIAZ MEYER Leiterin des Schreibmotorik Institut DR. CHRISTIAN MARQUARDT Wissenschaftlicher Beirat für Motorik am Schreibmotorik Institut. KARL SÖHL Wissentschaftlicher Beirat für methodisch didaktische Fragen des Schriftspracherwerbs am Schreibmotorik Institut

Auch Kinder, die lesbar und ordentlich schreiben, können Unterstützung brauchen, vor allem wenn sie sich sehr auf das Schreiben konzentrieren müssen und viel Zeit für die Hausarbeiten benötigen. Häufig reichen schon einfache Tipps und ein wenig Übung, um die Motorik zu verbessern: • Aus lockeren Kritzelbewegungen heraus „schnelle“ Buchstaben schreiben. • Schnelle horizontale, vertikale und diagonale Striche spuren. • Die Buchstabengröße bewusst verändern. • Die gelernten Buchstaben und Wörter übertrieben langsam und schnell schreiben und hinsichtlich der Lesbarkeit reflektieren. • Schnelles Schreiben, auch mit geschlossenen Augen, bewusst trainieren. • Rechtschriftlich gesicherte Wörter zunehmend schneller schreiben und auf die Buchstabenabstände achten. • Buchstaben im gleichmäßig rhythmischen Verlauf schreiben und eine Schreibmelodie finden (z.B. Das ist das Haus vom Ni ko laus.). • Bekannte Buchstaben und Wörter schnell diktieren und sofort auf-

schreiben. • Gemeinsam mit Freunden verrückte Formen erfinden, eine Rennbahn auf Papier zeichnen und mit dem Stift um die Wette fahren. Positive Erfahrungen mit Stift und Schrift sind enorm wichtig: schwungvoll aus dem Gedächtnis geschriebene Formen statt präzise auszuführende Nachspurübungen sind dafür wesentlich besser geeignet. Schülerinnen und Schüler mit Problemen beim Schreiben verlieren nicht nur die Motivation, diese Probleme beeinträchtigen auch ihr gesamtes Lernverhalten, so eine Studie des Fraunhofer Instituts von 2011. Das erfolgreiche Schreibenlernen ist das Startkapital für den schulischen Erfolg. Die Bedeutung der Schreibmotorik bei der Entwicklung einer lesbaren und flüssigen Handschrift muss dabei mehr beachtet

Das Schreibmotorik Institut Das Schreibmotorik Institut e. V. Heroldsberg beschäftigt sich mit der Forschung auf den Gebieten der Schreibmotorik und der Schreibergonomie, vernetzt dabei relevante Institutionen im Bereich des Handschreibens und versammelt Experten, die sich seit Jahren in Theorie und Praxis mit effizientem Schreiben beschäftigen. Es entwickelt Lehrmaterialien für den Schreibunterricht und bietet Seminare und Fortbildungen für Pädagogen an. Das Schreibmotorik Institut führt auch datengestützte empirische Studien zum Handschreiben durch und verwendet dabei die kinematische Bewegungsanalyse mit dem Computerprogramm SchreibCoach (engl. WritingCoach).

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REIN IN DIE NATUR Über das Recht der Kinder auf Natur und Wildnis

Rettet die aussterbende Spezies! Eine seltene Käferart, eine gefährdete Orchidee – nein - sich schmutzig machende, sich Kratzer holende Kinder, die Abenteuer unter freiem Himmel erleben! Eine Vielzahl von Studien bestätigt, dass sich der Aktionsradius der gegenwärtigen Kinder zunehmend auf das Hausinnere verlagert. Das Gebiet, in dem Kinder auf eigene Faust umherstreifen dürfen, hat sich drastisch verkleinert: Haben die Kinder früherer Generationen oft noch lange Schulwege zu Fuß alleine zurückgelegt und mit Freunden stundenlange Abenteuerspiele ohne Erwachsenenbegleitung erleben dürfen, werden die meisten Kinder heutzutage mit dem Schulbus bis vor das Schulgebäude chauffiert und die

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Nachmittage vor der Spielkonsole verbracht oder es wird unter Aufsicht im gepflegten Garten gespielt. In der Natur zu spielen, gilt als verzichtbar, ohne Aufsicht herum zu „strolchen“ als zu gefährlich. Kinder, die lieber herinnen spielen, wo es Steckdosen gibt, finden oft unbewusste Unterstützung bei den Eltern, die im Unberechenbaren der Natur und des selbstbestimmten Kinderspiels Gefahren wittern: Sie selbst fürchten Zecken, haben Angst vor herabfallenden Ästen und übertragen dies auf die zunächst angstfreie nächste Generation. Das Unvorhersehbare, das Kinder beim Spiel im Freien fasziniert, kommt somit zu kurz: Neue Situationen zu bewältigen, schafft aber die Möglichkeit zu Selbst-

bestimmung und die Reifung zu einer eigenständigen Persönlichkeit! Viele Eltern verplanen stattdessen mit besten Vorsätzen die Zeit ihrer Kinder. So kommen Kinder immer seltener in Kontakt mit der Natur. Doch dieser Abschied von der Natur ist nicht folgenlos: Die Möglichkeit seelische, körperliche und geistige Potenziale zu entfalten, geht verloren. Gehirnforscher bestätigen, dass die Gegenwart der Natur und das Spiel in ihr relevant sind für die Erfüllung der emotionalen, aber auch der kognitiven Bedürfnisse heranwachsender Menschen. Wird ihnen die Freiheit genommen, unkontrolliert von Erwachsenen in einer natürlichen (nicht künstlich gefertigten, TÜV zertifizierten) Welt Erfahrungen


Raus aus dem Klassenzimmer Report

zu machen, können Kinder zentrale Fertigkeiten nur sehr schwer entfalten. Ohne die Nähe zu Pflanzen und Tieren verkümmert ihre emotionale Bindungsfähigkeit, schwinden Empathie, Fantasie, Kreativität und Lebensfreude. So ist es auch nicht verwunderlich, dass mit derselben Schnelligkeit, mit der die Wildnis aus der Psyche unserer Kinder schwindet, auch die Häufigkeit ihrer seelischen Krankheiten steigt. Dass Kinder in ihrer Entwicklung seelische Bedürfnisse haben, ist allgemein anerkannt: Sie übernehmen ihr Modell der Menschlichkeit von den Menschen, die sie lieben. Genauso lernen Kinder aber auch, sich in der Natur als ein Teil des Ganzen zu sehen: Sie erleben die ökologische Vielfalt mit all ihren unterschiedlichen Wesen, die ein dichtes Netz von sinnvollen Verbindungen aufgebaut haben, nach denen auch Kinder suchen. „Wildnis“

– und ist sie ein noch so kleines Stück Natur – zeigt eine lebendige Landschaft, in der das Große neben dem Kleinen, das Morsche neben dem Vitalen lebt. So können Kinder beim Spiel in der Natur wieder zu „Urmenschen“ werden: Sich mit allen Sinnen spüren, macht bewusst, was es heißt, in der Welt zu sein! Selbst das schönste Kinderzimmer kann dafür keinen Ersatz bieten. Für viele ist die Natur aber zu einem Museum geworden, zu einer langweiligen Erwachsenen–Angelegenheit; man macht Natur gleich kaputt, wenn man in ihr spielt, oder man „holt sich Zecken, Fuchsbandwurm & Co“. Da hilft es, Kinder zuerst zu locken, sie neugierig zu machen, auf das Abenteuer, das sich VOR der Haustür auftut. Dann aber verselbständigt sich schnell das Spiel in der Natur. Denn Kinder interessieren sich für die natürliche Vielfalt zunächst nicht wie Gelehrte für einen theoretischen

Den meisten Kindern ist das Gefühl von Erdreich in der Hand fremd. Aber nicht weil sie nicht mit Erde spielen wollen ...

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Feuer & Flamme Vom Admonter StiFtSBrAnd 1865 BiS heute 22. märz – 1. noVemBer 2015 A-8911 Admont 1 | t +43 (0) 3613/2312-604 | F +43 (0) 3613/2312-610 | museum@stiftadmont.at | www.stiftadmont.at


Report

Raus aus dem Klassenzimmer

Stoff – was sie begeistert, ist immer eine Handlung, das Tun an sich, was sie begeistern und lieben - ist das Spiel. Und nur so, wenn das Gefühl für die Natur schon im Kindesalter angelegt und trainiert worden ist, ist schließlich auch der Schutz der Natur möglich: Nur wenn Kinder mit allen Sinnen erfahren haben, wie es sich anfühlt, ein Teil der Natur zu sein, nur dann können sie „die Natur“ auch lieben. Und nur „was man liebt, das schützt man“!

Wir möchten Denkanstöße liefern, wie einfach es sein kann, Kindern und Schülern diesen Zugang zur Natur zu ermöglichen. Zuallererst meint man, dass das Wetter der vermeintlich ausschlaggebende Punkt ist: Was tun, wenn man etwas plant, dann regnet es… Unserer Erfahrung nach stört Regen,… Kinder oft viel weniger als erwartet: Wichtig ist, hinauszugehen – egal, bei welchem Wetter: Regenjacke, Stiefel, los geht’s! Für viele ist es außerdem ein nicht alltägliches Erlebnis, bei Regen im Wald zu sein und dann mit der mitgebrachten Plane ein einfaches Schutzzelt aufzubauen (leichte, mehrere Quadratmeter große Plastikplanen gibt es in jedem Baummarkt).

Die Natur liefert zu jeder Jahreszeit andere Bedingungen, jedes Wetter schafft andere Stimmungen, schult unsere Sinne und liefert verschiedenste Reize die die Selbstwahrnehmung schärfen. Meistens sind es die einfachsten Dinge, die Kinder begeistern: An einem Waldprojekttag mit einer Schulklasse wurden zum Thema Waldboden auch Bodenproben entnommen – und wie es sich gehört mit der „Fingerprobe“ getestet, wie viel Ton/Sandanteil im Boden ist, das heißt, wir rollten und wutzelten „Erdwürmer“ und „Gatschkugerln“: Die Kinder konnten gar nicht mehr genug davon kriegen, so faszinierte sie das Erdmodellieren! Vielen war das ganz natürliche Spiel mit der Erde, der taktile Genuss feinen Schlick durch die Finger quellen zu lassen, schon fremd. Eine Schülerin fragte mich, ob sie denn das Gatschkugerl mit heimnehmen dürfte ….. Was mich sehr erstaunte, da die Klasse keineswegs aus einer „Stadtschule“ war, sondern eine Schule vom „Land“! Als wir alle Würsteln und Kugeln getestet hatten, alle Hände schmutzig waren – kam die Frage, womit man sich denn jetzt säubern sollte? – und ich hatte angenommen, die Kinder würden aus reiner Selbstverständlichkeit heraus ihre Finger in den Hosen, Jacken oder im Gras abputzen…. (wir reinigten uns dann mit Wasser aus den Wasserflaschen).

In einem Unterricht, der die Natur integriert, ist der Lernerfolg der SchülerInnen messbar höher.

Oft ist „Weniger“ wirklich „Mehr“: Mit vermeintlich Alltäglichem kann Neugierde geweckt und eigenständiges Tun anregt werden. Faszinierend zu beobachten ist, welche Kreativität zu Tage tritt, gibt man Kindern den Auftrag, sich ein Waldhaus zu bauen, das richtig gut getarnt ist: Da werden Erdmulden zu Fuchsbauten umgestaltet, Büsche zusammengeflochten um ein Tipi entstehen zu lassen, Blättergebinde geflochten um komplizierte Astkonstruktionen zu bedecken,…. und ehe man sich´s versieht, ist man in die Fantasiewelt eingetaucht und das spannendste Spiel im Gang!

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Raus aus dem Klassenzimmer Report

Immer wieder aufregend ist es auch, einfach einem Bachlauf im Wasser watend zu folgen: Abenteuerlust wird geweckt und Geschicklichkeit trainiert – und außer Gummistiefel benötigt man weder Material noch Vorbereitung. Hier darf man auch ermuntern, die oft zu beobachtende Scheu vor dem Schmutzigmachen abzulegen: Unglaublich, wie befreiend es wirken kann, auf einmal nicht mehr auf Sauberkeit achtgeben zu müssen – viele Kinder genießen das richtig! Hat man nur wenig Zeit und möchte mit Kindern draußen etwas unternehmen, kann man mit verschiedensten Sensibilisierungsspielen auf Entdeckungsreise gehen: Suchaufträge schärfen die Sinne für das Kleine und lernen zu staunen: Plötzlich wird ein umgedrehter Ast interessant: Welche Tiere leben da? Da gibt es doch tatsächlich Blätter die Grün-, Braun- , Gelb-, und Rottöne vereinen! Oder ein Baum-

schwamm – wie samtig seine Oberfläche doch ist, oder der Waldduft des Mooses, der Orangengeruch eines Tannenzweiges – oder dieser Stein, der aussieht wie ein Schuh! Oder dieses wunderschöne Schneckenhaus – ist das vielleicht ein Schneckenkönig? All diese Schätze können gesammelt werden und gemeinsam kann man nun ein Naturbild-Mandala gestalten. Eine so einfache und doch so bedeutsame Übung, um Auge und Herz für die Schönheiten der Natur zu schulen! Denn das was wir heutzutage tagtäglich sehen, ist vom Menschen geschaffene Architektur – Häuser, Äcker, gepflegte Gärten und Forstmonokulturen – aber kaum mehr Plätze, an denen die Natur Architekt spielen durfte. So verlieren aber auch wir Menschen den Sinn für Ästhetik, wie kann man so die verwunschene Schönheit eines verrottenden Baumstammes, wie die wilde Ästhetik

verwachsener Uraltbäume erkennen? (Mit all ihrer Ökologischen Bedeutungen?). Umso wichtiger ist es, schon Kindern einen umfassenden Schönheitsbegriff zu ermöglichen, den ein „wildes Stück Natur“ schenken kann!

Suchaufträge schärfen die Sinne der Kinder: Welche Tiere leben hinter einem am Waldboden liegenden Ast?

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Report

Raus aus dem Klassenzimmer

Wer sich zum ersten Mal mit der Frage beschäftigt, Kindern / Schülern regelmäßig mehr Möglichkeiten zum „Draußen – Sein“ zu bieten, soll sich trotz eventueller anfänglicher Unsicherheiten (verschmutzte Kleidung, mögliche Gesundheits -und Gefahrenrisiken, ein vermeintlich ungenügendes naturkundliches Wissen…..) nicht entmutigen lassen! Empfehlenswert ist sicher, in einem Gesprächsabend Eltern zu informieren, um Ängste zu beseitigen. Ebenso ist es wichtig, vorab ein passendes Waldstück, eine verwilderte Brache o.ä. (sollte bestenfalls zu Fuß erreichbar sein) zu suchen und zu begehen. Sind dann aber die ersten „Ausgänge“ freudvoll erlebt, zeigen sich rasch die positiven Auswirkungen regelmäßiger Outdoor-Aktivitäten. Sind Kinder einmal daran gewöhnt, drängen sie auch bei schlechtem Wetter und niedrigen Temperaturen ins Freie. So erleben Kinder mehr, sehen mehr, fragen mehr und wissen dadurch mehr – man kommt „draußen“ auf mehr und verschiedenste Themen zu sprechen, als herinnen, bzw. in einer Unterrichtseinheit. Ist man mit einer Klasse unterwegs, schafft oft der andere Rahmen, alleine das Marschieren in der Natur ein anderes Kennenlernen und eine neue Vertrautheit in der Klassengemeinschaft. Bei Aktivitäten im Wald kommt hinzu, dass der durch die Örtlichkeit geforderte niedrigere Geräuschpegel die Kinder ausgeglichener und konzentrierter in ihren Aktivitäten macht: Viele die

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Schwierigkeiten haben, bei einer Sache zu bleiben, gelingt es leichter, eine Aufgabe zu erfüllen, bis sie auch beendet ist. Es ist auch immer wieder zu beobachten, dass Kinder „draußen“ rasch zu einem Gemeinschaftsgefühl finden und schnell lernen, aufeinander zu achten und einander zu helfen: Aufpassen, „dass niemand verloren geht“ und einander in unwegsamen Gelände Hilfestellung geben – soziale Kompetenzen werden trainiert, ganz nebenbei. In einem Unterricht, der Naturnähe und praktische Erfahrungen integriert, ist der Lernerfolg der Schüler messbar höher und kann in vielen Fächern integriert werden – nicht nur in Biologie: Im Zeichenunterricht hinausgehen oder Dinge hereinholen, um sie abzuzeichnen; auch im Deutsch- oder Geschichteunterricht kann man Wandern um dann über die Natur bzw. zu einem aktuellen Thema, schreiben lassen,… . Wenn man sich heute mit der Frage befasst, was Kinder brauchen, um auf die Welt von morgen gut vorbereitet zu sein, stößt man schnell an Grenzen. Wir wissen nicht, was die Zukunft bereithält und welche Fähigkeiten notwendig sein werden. Trotzdem gibt es einige grundlegende Werte, die für den Menschen immer sehr elementare Bedeutung haben werden: Dazu gehört neben sprachlichen und sozialen Kompetenzen mit Sicherheit ein sensibler und verantwortungsbewusster Umgang mit der Natur. Wir hoffen, mit unserer Tätigkeit dafür einen Beitrag leisten zu können.

Die Waldläufer Wir wollen Menschen Zugänge zur Natur ermöglichen – sie unterstützen, sich und die Natur besser wahrzunehmen. Es bringt wunderbare Erfahrungen, tiefe Freude und innere Zufriedenheit, Kraft aus der Natur zu schöpfen.

Wir bieten: • Projekttage für Schulen zu gewünschten Themen • Fortbildung für PädagogInnen

Die Autoren & Kontakte

Martin Sturm, Fachbetreuer für Sozialpädagogik, Outdoor-Trainer, Übungsleiter „Klettern als Therapie“ MMag. Heidemarie Moser-Sturm, Biologin und Pädagogin, Übungsleiter „Reiten&Voltigieren“ Tel.: 0650/77 28 419 Mail: kontaktdiewaldlaeufer.at www.diewaldlaeufer.at



Alpenverein

Interview

Natascha Peters-Wendt Jugendleiterin, Trainerin für die ÖAVSchulprogramme, Wandern und Yoga

Als ich mich als Trainerin für die Schulprogramme des ÖAV beworben habe, war meine Motivation, Kindern und Jugendlichen die Natur näher zu bringen und dabei Gemeinschaft und Freude am gemeinsamen Erleben zu vermitteln. Unsere Schulprogramme werden individuell an die jeweilige Klassenbedürfnisse angepasst und Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, Naturbeziehung, Gesundheitsförderung, „English in Action“, „risflecting“, alternative Wintersportwoche und Umweltbaustellen stehen zur Auswahl. Die Gruppen umfassen nie mehr als 12 bis 16 TeilnehmerInnen, das heißt für eine Klasse mit durchschnittlich 25 bis 30 Kinder/Jugendliche sind zwei TrainerInnen für den Zeitraum des Programms zugeteilt. Wir unterstützen die Anreise vom jeweiligen Schulstandort mit Bahn oder Bus zum gebuchten Veranstaltungsort in den JUFAs. Für Outdoor-Spezialseminare stehen wunderschöne Plätze wie die Ferienwiese in Weißenbach oder ausgesuchte Alpenvereinshütten zur Verfügung. Um mehr Details zu den laufenden Schulprogrammen zu erfahren, habe ich Interviews mit zwei aktiven KollegInnen des Alpenvereins gemacht - Verena W. und Ingo S.

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Die Schulprogramme des Alpenvereins Naturerfahrung, Spaß, Teamgeist und gemeinsames Wachstum in der Klasse

Interview von Natascha Peters-Wendt mit den zwei ÖAV-Outdoor-Trainern Verena Wöhry und Ingo Stefan.

Natascha: Was macht die Schulprogramme aus Deiner Sicht besonders? Verena: Auf der einen Seite der Spirit, den der Alpenverein Österreich vermittelt. Damit meine ich die Kombination, in der Natur unterwegs zu sein und gleichzeitig auch soziale Kompetenzen an die SchülerInnen zu vermitteln. Besonders wichtig ist uns, dass die SchülerInnen auch an Ihre Grenzen gehen können, aber trotzdem die Sicherheit von uns immer gewährleistet wird. Natascha: Also keine „Käsesturzmentalität“ ist gefragt, sondern ausprobieren lassen und selber erfahren? Verena: Ja, den SchülerInnen wird mehr zugetraut und das ist einfach ein wichtiger Entwicklungsfaktor. Dazu kommt, dass ganz viele Spiele/Übungen im Rahmen der Programme als Team gelöst werden sollen, was einen sehr positiven Effekt auf die Klassengemeinschaft auf der einen Seite, aber auch für die LehrerInnen oft neue Erkenntnisse für die Arbeit im Schulalltag mit sich bringt. Natascha: Ingo, wann läuft für Dich ein Schulprogramm erfolgreich?

Ingo: Für mich ist ein Schulprogramm dann erfolgreich, wenn sowohl die Gruppe als auch die Einzelnen etwas Wertvolles für sich mitnehmen können und auch langfristig davon profitieren oder etwas ganz neu sehen können. Etwa wenn ich mit einer Klasse an einer Wiese vorbeigehe und ihnen einige Pflanzen erkläre, und sie sich danach drei davon gemerkt haben, oder wenn nach den 3 – 5 Tagesprogrammen die Klassengemeinschaft sich nachhaltig verbessert und Konflikte angesprochen bzw. aufgelöst werden. Natascha: Verena, was bringst Du besonderes an Wissen in Deine Arbeit mit SchülerInnen ein? Verena: Vorweg möchte ich sagen, dass bei der Auswahl der TrainerInnen auf die Vorerfahrungen, die gemachten Ausbildungen sowie auf Teamfähigkeit und Reflexionsfähigkeit geachtet wurde. Dadurch habe ich den Eindruck, dass alle TrainerInnen hohe Kompetenzen einbringen und zugleich tragen wir alle auch die Alpenvereinswerte mit, wie z.B. Risikobewusstsein oder achtsamer Umgang mit Fauna und Flora.


Interview   Alpenverein

Ich selber bin viel in der Natur unterwegs – so wie die meisten meiner Kolleg­Innen, und ich arbeite auch ehrenamtlich für den Verein. Persönlich kann ich auf rund zehn Jahre Jugendarbeit zurückschauen, sowie auf mein Biologiestudium mit Lehramt und auf eine erlebnispädagogische Ausbildung, was mir einen guten fachlichen Hintergrund gibt. Natascha: Und Du Ingo, was bringst Du ein? Ingo: Auf der einen Seite meine Ausbildungen zum Outdoortrainer, Coach und Organisationsentwickler und auf der anderen Seite seit 2006 meine Tätigkeiten für den Alpenverein als Jugendleiter in der Grazer Akademischen Sektion. Natascha: Wie können aus Deiner Erfahrung in der Arbeit mit SchülerInnen die Schulen am meisten von den Programmen profitieren? Verena: Die SchülerInnen und LehrerInnen kommen für einige Tage aus dem Schulalltag heraus. Das ermöglicht den LehrerInnen Ihre Klassen aus einer neuen Perspektive zu sehen und zu erleben. Wir bieten immer vor dem Start eines Schulprogramms persönliche Gespräche mit den LehrerInnen an, um die Ziele, Erwartungen und Hintergründe abzuklären bzw. um dann auch das jeweilige Programm darauf abzustimmen. Das macht somit jedes Programm – ob 3 Tage oder 5 Tage individuell! Während der gemeinsamen Tage in der Natur halten wir immer regelmäßig Kontakt mit den begleitenden LehrerInnen, um – je nach Wunsch von Ihnen – auch sie einzubeziehen oder deren Beobachtungen zu hören. Natascha: Was können die SchülerInnen besonderes von den Schulprogrammen mitnehmen? Ingo: Sie erleben das Lernen neu und können durch das „Selbst-erfahren“ und Ausprobieren viel mehr profitieren als im normalen Schulalltag. Gerade durch den Aufenthalt in der Natur passiert Lernen durch das Tun und durch das „In-derNatur-sein“.

Natascha: Was ist Dir besonders wichtig in der Arbeit mit Schulklassen? Ingo: Dass ich rasch eine gute B ­ eziehung­sowohl zur Gruppe als auch zu den Einzelnen aufbauen kann – sowohl zu den SchülerInnen als auch zu den LehrerInnen. Optimal sind jene Schulprogramme, die fünf Tage dauern – da geht viel weiter und die Schulklassen nehmen am meisten mit. Oft wäre es gut, wenn die Klassen zwecks Nachbearbeitung oder Auffrischung von Themen und Inhalten ein Jahr später ein weiteres Mal ein Programm buchen, um das Erlebte zu stabilisieren und aufzufrischen. Natascha: Was können die begleitenden LehrerInnen mitnehmen für den Schulalltag? Ingo: Wie lustig und locker Unterricht sein kann und dass es sich in der Natur oft viel leichter lernen lässt ohne gravierende Disziplinierungsmaßnahmen. Dadurch nehmen die SchülerInnen einfach mehr mit als im herkömmlichen Schulalltag. Natascha: Was kannst Du für Dich persönlich aus den jeweiligen Schulprogrammen mitnehmen? Verena: Ich nehme ganz viele schöne Begegnungen mit SchülerInnen und Lehrer­ Innen mit. Beispielsweise eine Wiener Schule, die über unsere Flexibilität innerhalb des Programms begeistert waren. Wir haben den SchülerInnen immer wieder Freiräume eingeräumt, um das Erlebte zu verarbeiten. Natascha: Ingo, was empfiehlst Du einer Schulklasse am Ende eines Schulprogrammes nach 3 oder 5 Tagen?

Ingo: Ganz wichtig ist der Transfer des Erlebten in den normalen Schulalltag. Das heißt wir setzen bereits im Programm einen Anker wie z.B. ein Plakat gemeinsam gestalten, ein Symbol finden etc. um das Erlebte und das Ergebnis der gemeinsamen Tage immer wieder in den Unterricht integrieren zu können. Natascha: Danke für die Beantwortung der Fragen und Eure Zeit. Was ich persönlich ganz besonders bei den ÖAV Schulprogrammen schätze, ist das Vier-Augen-Prinzip unter uns Trainer­ Innen sowie der Austausch über Inhalte und Erlebtes, was oft auch einer Supervision gleichkommt – und es macht viel mehr Spaß im Team zu arbeiten und voneinander zu lernen. Schön wäre es auch, wenn mehr Winterprogramme z.B. anstelle einer Schulschiwoche durchgeführt würden. Darüber hinaus haben wir auch spezielle Programme für Integrationsklassen. Ich wünsche mir mehr Mut von den KlassenlehrerInnen zu Abenteuern in der Natur. Viel mehr bietet der Alpenverein dazu auch sehr gutes Material wie z.B. Schlafsäcke, Rucksäcke etc. für Outdoor-Übernachtungen an. Aus meiner Erfahrung in der Arbeit mit Schulen wäre es oft sogar sinnvoll, im Rahmen des herkömmlichen Schulunterrichts auch während des Schuljahres ein Schulprogramm zu buchen wie z.B. „English in Action“ oder als Klassenabschluss vor der Matura „Leben im Griff“. Ich freue mich, Sie, liebe Leserin, lieber Leser, bei einem der nächsten Schulprogramme des Alpenvereins persönlich zu begrüßen.

Kontakt Detailinformationen zu den Schulprogrammen des Oesterreichischen Alpenvereins unter www.alpenvereinsjugend.at/schulprogramme T: +43/(0)512/59547-73 E: schulprogramme@alpenverein.at

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Erlebnistage Im Nationalpark haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, unberührte Natur zu erleben. Intensive Naturerlebnisse, spannende Abenteuer und kooperative Aktivitäten stehen im Mittelpunkt der Schulangebote mit den ausgebildeten Nationalpark Rangern. Die Programme werden im Ennstal, im Raum Windischgarsten und in Molln angeboten.

Lebensraum Wald geeignet für alle Schulstufen Forschend und spielend geht es auf Entdeckungsreise in einen geheimnisvollen Lebensraum. Bei der Nationalpark Rallye und abwechslungsreichen Gruppenaktivitäten gibt es viel Wissenswertes über die Bäume und Tierwelt des Waldes zu erfahren.

Wasser-Wunder-Welt geeignet für alle Schulstufen Mit Mikroskop oder Becherlupe ausgestattet, erforschen wir den Bergbach, entdecken faszinierende Lebewesen, die sich unter Steinen verbergen und lüften die rätselhaften Eigenschaften des Wassers.

Am Weg zur Waldwildnis geeignet für alle Schulstufen In Mitteleuropa gibt es kaum mehr Urwälder, die Waldwildnis wurde auf winzige Reste zurückgedrängt. Im Nationalpark Kalkalpen ist der ursprüngliche Wald wieder auf dem Vormarsch. Vom Keimling, über junge Bäumchen bis zum stattlichen Baumriesen und vermodernden Totholz - im Nationalpark kommen alle Entwicklungsstufen eines Waldes nebeneinander vor. Mit Naturerfahrungsaktivitäten, Wahrnehmungsübungen und anhand von Tierspuren begeben wir uns auf die spannende Suche nach dem „Urwald“ von morgen. Beitrag Erlebnistage: Schüler aller Schulstufen

Folgende Symbole kennzeichnen die Buchungsstellen:

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Nationalpark Besucherzentrum Ennstal + 43 (0) 72 54 / 84 14-0, info-ennstal@kalkalpen.at

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Nationalpark Zentrum Molln + 43 (0) 75 84 / 36 51, nationalpark@kalkalpen.at Nationalpark Panoramaturm Wurbauerkogel + 43 (0) 75 62 / 200 46, panoramaturm@kalkalpen.at

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Preise gelten ab 15 Schüler! Ausrüstung: feste Schuhe mit griffiger Sohle, Regen- und Sonnenschutz, Jause und Getränke, Rucksack Information und Buchung: Nationalpark Besucherzentren

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Nationalpark Kalkalpen Projekttage und -wochen Durch Höhlen zu verborgenen Wassern ab der 6. Schulstufe Höhlen sind ein Millionen Jahre altes Reich in ewiger Finsternis. Ein ausgebildeter Höhlenführer begleitet uns in die faszinierende Unterwelt der Kalkalpen und gemeinsam entdecken wir die geheimnisvolle Welt des Karstes. Die Kreidelucke bei Hinterstoder ist eine Naturhöhle ohne Stege und Kunstlicht. Gerade das macht diese Tour zur erlebnisreichen Herausforderung. Dauer: ca. 2 Stunden Beitrag: Schüler Euro 13,-; max. 20 Teilnehmer pro Gruppe Ausrüstung: Stiefel oder Bergschuhe erforderlich, Wechselkleidung mitnehmen. Helme und Stirnlampen werden beigestellt.

Abenteuer Nationalpark 3 Tage, geeignet für alle Schulstufen Bei einem dreitägigen Aufenthalt in der Nationalpark Kalkalpen Region locken vielfältige Programme unter freiem Himmel. Gemeinsam mit einem Nationalpark Ranger erforschen die Schüler die großen und kleinen Geheimnisse in der Natur. Zur Förderung der Klassengemeinschaft empfehlen wir dieses Programm auch als Kennenlerntage am Beginn eines neuen Schuljahres. Beitrag: Schüler Euro 115,- inkl. 3 Tage Verpflegung, Unterkunft, eineinhalb Tage Nationalpark Programm und Eintritt in eine der Nationalpark Ausstellungen.

Waldmeer-Woche 5 Tage, geeignet für alle Schulstufen Eine Naturerlebnis-Woche in der Nationalpark Kalkalpen Region bedeutet, sich Zeit nehmen für intensive Naturerfahrungen und einen Hauch von Wildnis spüren. Gruppenaufgaben werden gemeinsam bewältigt und dabei der Teamgeist in der Klasse gestärkt. Schüler im

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Beitrag: Schüler Euro 195,- inkl. 5 Tage Verpflegung, Unterkunft, ein Kulturprogramm (Schaubetrieb, Museum oder Marktführung), Eintritt in eine der Nationalpark Ausstellungen sowie zwei Tage Nationalpark Programm. Wir organisieren auf Anfrage auch gerne ein zweitägiges Nationalpark Programm inklusive Unterkunft in der Nationalpark Kalkalpen Region. Information: Nationalpark Besucherzentren

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Auf Wunsch senden wir unseren Schulfolder mit einer reichen Auswahl an Schulangeboten zu. Zu bestellen im Nationalpark Zentrum Molln, Tel. + 43 (0) 75 84 / 36 51, nationalpark@kalkalpen.at Nationalpa

Unser Service: Didaktisches Unterrichtsmaterial kostenlos downloaden Mit der Publikation „DIE WILDEN VIER - Wolf, Bär, Luchs und Wildnis in Europa“ möchten wir zur Auseinandersetzung mit Wildnis anregen und dazu beitragen, dass wieder eine persönliche Beziehung zur Natur geknüpft wird. Download unter: www.kalkalpen.at/Schule/Didaktik

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Digital macht schlau! Tablet, Smartphone & Co. können den Unterricht bereichern Welches Wissen sollten Menschen in einer zunehmend komplexen und sich ständig verändernden Welt haben und welche Erfahrungen sollten sie machen? Diese Kernfrage pädagogischen und methodischen Handelns bewegt Lehrerinnen und Lehrer schon seit es Schule gibt. Sollte sie zumindest. Die gegenwärtige digitale Revolution erfordert neue Zugänge auch in der Schule. Neue Medien befriedigen bestimmte Bedürfnisse, aber sie erzeugen auch welche. Wir dokumentieren und begleiten zum Beispiel unser Sportverhalten mit verschiedensten Sportapplikationen auf unseren Smartphones. Das Bedürfnis genau wissen zu wollen, welche Durchschnittsgeschwindigkeit man beim Joggen erreicht und welchen Höhenunterschied man dabei zurückgelegt hat, ist in dieser

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Breite neu. Medien bieten durch Social Media und andere Informationsquellen einen Zugang zur Welt. Gleichzeitig ermöglichen Sie aber auch ein individuelles Sich-Zurückziehen aus dieser Welt. Diese Ambivalenz von Individualisierung und Generalisierung ist eine Herausforderung für eine differenzierte Gestaltung von Unterricht. Natürlich sollten wir unseren Schülerinnen und Schülern erlauben, mobile Geräte im Unterricht zu verwenden.

Hype oder Desillusionierung Der Einsatz von digitalen Medien im Unterricht ist gegenwärtig dem Spannungsfeld von Enthusiasmus für Neues und den Ängsten, Bewährtes zu verlieren, ausgesetzt. Manche Lehrpersonen reagieren darauf mit

dem Motto „Darf es ein bisschen digital sein?“ und bestimmen das Maß der Verwendung des Digitalen in ihrem Unterricht eher vorsichtig. Dabei durchläuft die Motivation, digitale Medien einzusetzen, einen Hype-Zyklus, der bei vielen anderen Innovationen auch zu beobachten ist. Nach dem technologischen Trigger und dem Erreichen des Gipfels der überzogenen Erwartungen, fallen viele Lehrerinnen und Lehrer in das Tal der Desillusionierung, bevor sie durch vielfältige Erfahrungen das Plateau der Wirksamkeit und Effizienz erreichen. In diesem Zusammenhang gewinnt die fachdidaktische Perspektive besondere Bedeutung. Dieser allzulange vernachlässigte Blickwinkel liegt zwischen medienpädagogischen und psychologischen Erkenntnissen


Mobiles Lernen Technik

auf der einen Seite und fachspezifischen Anforderungen auf der anderen. Die Auseinandersetzung wird heute noch kaum wahrgenommen, obwohl sie sich bereits täglich in tausenden Klassen vollzieht. Dabei sind digitale Kompetenzen Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewältigung des Alltags in Schule, Freizeit und Beruf, wie der Projektkoordinator von „digi.komp“, Günther Schwarz befindet. Recht hat er. Die Frage bleibt, wie man diese Kompetenzen erreicht und welche praktikablen Umsetzungsmöglichkeiten es gibt. Es ist ja nicht damit getan, dass man technische Finessen umsetzt, sondern es geht um Verantwortung bei der Nutzung, um Datenschutz und Datensicherheit, um Dokumentation und Präsentation, um Suche und Auswahl von Informationen, um Kommunikation und Strukturierung. Das ist ein ziemlich umfangreiches Feld, um die sichere und kritische Umsetzung moderner Technologien in unserer Gesellschaft zu gewährleisten.

Ideen und Theorien benötigen Konkretes um wirksam werden zu können Handhabbarkeit, Verstehbarkeit und Sinnhaftigkeit spielen dabei eine große Rolle. Diese – in der Salutogenese von Antonovsky beschriebenen – Faktoren sind für einen sinnvollen Einsatz von digitalen Medien unbedingt notwendig. Schülerinnen und Schüler als pädagogische „User“ wollen einen Sinn hinter digital aufbereiteten Aufgabenstellungen sehen, sie müssen diese Aufgaben verstehen und sie müssen für sie handhabbar sein. Das verlangt technologisches Können und motivierende Aufbereitung. Die folgenden Beispiele geben einen kleinen Einblick in aktuelle digitale Projekte und etablierte Programmtypen. Innovationen brauchen eine Plattform um sich durchzusetzen. IMST (siehe Kasten auf der übernächsten Seite) ist eine solche Plattform. Hier werden Lehrerinnen und Lehrer bei ihren medienorientierten Projekten unterstützt, motiviert und betreut.

GeoGebra, Excel und andere Basics Wenn Hubert Pöchtrager von der Neuen Mittelschule in St.Peter am Wimberg Mathematik unterrichtet, sind Softwareprodukte wie GeoGebra oder Excel so selbstverständlich, wie das früher Geodreieck, Zirkel und Taschenrechner waren. Und damit ist er nicht alleine. Viele österreichische Mathematiklehrerinnen und Mathematiklehrer verwenden diese Programme heute mit einer Selbstverständlichkeit, die überrascht. Die Entwicklung eines Modells zur Lösung einer mathematischen Aufgabe bleibt dabei vorerst die gleiche, die Umsetzung allerdings erfolgt durch die angesprochenen digitalen Medien. Wobei das Handling der Hardware kein Thema mehr ist. Die digital devices sind sowieso ständiger Begleiter heutiger Jugendlicher und nicht nur von ihnen. Dabei sind sie einerseits Massenmedien und andererseits Individualmedien. In der Schule mutieren die Spielgeräte zu Arbeitsgeräten. Man könnte einwenden, dass durch diese Anwendungen grundlegende mathematische Kompetenzen verloren gehen. Das tun sie aber nicht. Vielmehr werden sie in einem neuen Kontext integriert und manifestieren sich in neuen Zusammenhängen. Wenn Birgit Stockhammer an der Volksschule Gallspach unterrichtet, ist eine Computertafel ständiger Begleiter. Aber nicht als Präsentationstool sondern als interaktives Werkzeug mit dem ihre Schülerinnen und Schüler arbeiten. Dabei

Foto: shutterstock.com [Maksim Shmeljov]

lernen die Kinder mit dem Stift und den Fingern zu schreiben, Textfarben einzustellen und einen Kreativstift zur Behübschung einzusetzen. Dass Tablets verwendet werden, die verschiedene ausgewählte Lern-Apps enthalten, versteht sich da fast von selbst. Zuordnungsaufgaben haben dabei eine höhere Bedeutung, als das vielleicht früher der Fall war. Der Einsatz von Tablets in der Volksschule hat neben der Kompetenz mit diesem Medium umzugehen auch einen Fokus auf die Förderung von motorischen Fertigkeiten. Barbara Zuliani hat in ihrer Klasse über mehrere Jahre Tablets und Tabletstifte verwendet und kommt zu dem Schluss, dass sich das Arbeiten mit den digitalen Stiften positiv auf die Handhabung des „Endgeräts Füllfeder“ auswirkt. Hofer Joseph von der Neuen Mittelschule in Freistadt steuert seine Schüler­ innen und Schüler mit Actionsbounds durch die Bundeshauptstadt. Was auf


Technik

Digital macht schlau!

zu beantworten. Dabei geht es um eine kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftsrelevanten Aussagen. Die Finnen schaffen die Schreibschrift (nicht das Schreiben von Druckbuchstaben) ab und haben keine Angst, dass dadurch sprachliche Kompetenzen verloren gehen. Vermeintlich wird angenommen, dass dies eine Bedrohung für das Lesen und Schreiben darstellt. Eigenartigerweise passiert aber das Gegenteil. Es wird mehr geschrieben und mehr gelesen. Wohl anders als früher, aber das ist bei der explosionsartigen Zunahme von Informationen auch notwendig. Diese „Informationsselektionskompetenz“ geht dabei über das bloße Auswählen von Lerninhalten hinaus. Das Bächlein von ausgewählten Inhalten in der Vergangenheit ist zu einem reißenden Strom von Informationssplittern mutiert, die bewältigt werden müssen. Erich Pammer ist und war ein Pionier, der die Bedeutung der digitalen Welt besonders für den Bereich der Inklusion entdeckte. In seiner periodischen Zeitschrift „Pädagogik integrativ“ beschreibt er die motivationalen Aspekte, die sich durch kollaborative Textverarbeitung und gemeinsame Textproduktionen ergeben. All diesen Projekten und Modellen ist eines gemeinsam: Belehrung im Sinne einer direkten Instruktion tritt in den Hintergrund, individuelle Arbeitsweisen

gewinnen die Oberhand und zeigen in dieser Hinsicht, das Vielfalt und Diversität keine Schlagworte bleiben müssen. Das verlangt auch neue Lernmethoden.

Apps, apps, apps - didaktische Wunderwuzzis oder Lernen in (zu) kleinen Happen Eine geradezu lawinenartige Ausbreitung von sogenannten learning apps donnert aktuell durch die pädagogische Landschaft. Sinnvolles und Unbrauchbares wird dabei unreflektiert angeboten.

Viele weitere sinnvolle Lern-Apps finden Sie im Heft ab Seite 46 bzw. unter http://www.edugroup.at/innovation/ tablets-mobiles/apps.html

Hier ist methodische Expertise gefragt. E-Learning wird zu M-Learning (m für mobile) und meint damit die zeitliche und örtliche Unabhängigkeit beim Lernen. Das bedeutet ein Ende von erzwungenen parallelen Erkenntnisprozessen, die es sowieso nie wirklich gab, die aber in frontal orientierten Unterrichtsformen scheinbar angenommen wurden. Damit meine ich nicht den gut aufbereiteten Vortrag eines Experten und einer Expertin, an deren Lippen das Auditorium hängt.

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den ersten Blick wie eine Schnitzeljagd aussieht ist auch eine, nur auf den zweiten Blick erkennt man die unglaubliche Involvierung der Schülerinnen und Schüler in die Aufgabenstellung. Hier geht es nicht mehr um das bloße Wahrnehmen von Dingen, sondern um die Dokumentation des Gesehenen und die Einbindung einzelner Erfahrungen in ein umfangreiches Erkennen. Problembewältigung wird an der Neuen Mittelschule in Kirchberg an der Raab mit der digitalen Erstellung von Videoclips und Bildgeschichten umgesetzt. Theaterpädagogische Kompetenzen vermischen sich mit sprachlichen Kenntnissen, es wird gelesen und gegen gelesen, es wird diskutiert, ob man das Problem – zum Beispiel Mobbing – auf den Punkt gebracht hat, es werden Geschichten erfunden und kreativ mit Fotografien umgesetzt. Sonja Trummer, Kevin und Egon Kien arbeiten als Lehrerteam und motivieren ihre Schülerinnen und Schüler zur Kollaboration. Die Möglichkeit ein Problem in Form einer gemeinsamen Dokumentation zu lösen, integriert dabei auch eine psychologische Sichtweise, weil das Problem auf eine Meta-Ebene gehoben wird. An der Wirtschaftsfachoberschule in Meran fragen Professor Pircher und ihre Schülerinnen und Schüler wie glaubwürdig Statistiken sind und versuchen Fragestellungen auch mit einem professionellen Statistikprogramm wie SPSS

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Digital macht schlau! Technik

Was machen Menschen mit Medien und umgekehrt Neue Technologien, vor allem auf dem Feld der Massenkommunikation, bewirken unabhängig von ihren Inhalten eine Veränderung der Wahrnehmung und des Denkens. Sie stellen neue Wirklichkeiten her. Wir formen unser Werkzeug, und danach formt unser Werkzeug uns. Digitale Medien habe unser geistiges Leben längst verändert und sind zum Teil zu funktionellen Erweiterungen des menschlichen Körpers geworden oder auf dem Weg dazu. Dadurch geht es weniger um Übermittlung von Informationen, sondern um Partizipation. Die digitale Revolution birgt dabei Risiken und Chancen. Die Frage „Was machen Menschen mit Medien?“ ist nicht von der Frage „Was machen Medien mit Menschen?“ zu trennen. Das ist nicht neu und nicht nur auf Digitales beschränkt. Die unglaubliche Flexibilität im Einsatz und die Komplexität in der Anwendung stellen Lehrerinnen und Lehrer allerdings vor neue Herausforderungen. Letztendlich ist das die Grundfrage einer innovativen Medienphilosophie. In komplizierten Systemen bleibt das Ergebnis vorhersagbar, in komplexen Systemen können die gleichen Rahmenbedingungen zu unterschiedlichen Ergebnissen führen – je nach Interaktion. Bildung ist nicht

vorhersagbar, wir wissen letztendlich nicht, was herauskommt. Frontalität in der Vermittlung hat seine Ausschließlichkeit verloren. Das heißt nicht, dass sie schlecht ist, aber sie ist auch kein Allheilmittel mehr. Das Digitale leistet hier einen wichtigen Beitrag zur Personalisierung von Lernprozessen, aber auch zur Peer-Kollaboration, bei der nicht der einzelne Lernende sondern die lernende Gruppe im Mittelpunkt steht. Die Welt der Lernenden verändert sich. Wir brauchen Unterricht für ein neues Zeitalter. Schule ist der Gefahr ausgesetzt, diese Revolution zu verschlafen. Politische Absichtserklärungen allein werden nicht reichen. In Uruguay erhält jedes Kind ein eigenes Tablet oder einen Computer. Solange es in Österreich noch Schulen gibt, die nicht die Möglichkeit bieten, dass jedes Kind die entsprechenden digitalen Ressourcen erhält, bleiben wir der nächsten Generation die Teilnahme an dieser neuen Welt schuldig. Das wird alles kontroversiell diskutiert, dabei geht es darum die Optionen des Einzelnen zu erhöhen. Das ist die wahre Poesie des Digitalen. „Digitale Medien machen dumm, dick und aggressiv“ mein Manfred Spitzer. „Digitale Medien können lernwirksam sein“, sagen Markus Appel und Constanze Schreiner. „Auf den Lehrer und die Lehrerin kommt es an“, sagt Hattie.

Foto: shutterstock.com [VIACHESLAV KRYLOV]

Autor: Dr. Emmerich Boxhofer • Leiter des Departments für schulpraktische Studien der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz • Projektbetreuer des IMST-Themenschwerpunkts „Kompetenzorientiertes Lernen mit neuen Medien • Lehrbuchautor • Erziehungswissenschaftler und Psychologe • Fachdidaktiker Mathematik

IMST – Innovationen machen Schulen top! Eine Initiative des BMBF zur Weiterentwicklung und Unterstützung des Österreichischen Schulunterrichts. IMST ist ein flexibles Unterstützungssystem. Ziel ist es, Lehrerinnen und Lehrer dabei zu unterstützen, Innovationen im MINDT-Unterricht (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Deutsch, Technik) an österreichischen Schulen durchzuführen. IMST verfolgt dabei zwei Ansätze der Förderung: themenspezifische Förderung und Förderung in regionalen Netzwerkverbünden. IMST wirkt sowohl auf den einzelnen Unterricht als auch auf die Strukturen im Bildungswesen: Lehrkräfte führen innovative Unterrichts- und Schulprojekte durch und arbeiten in Netzwerken zusammen. Gleichzeitig kann IMST aber viel mehr: Pädagogische Hochschulen und Universitäten arbeiten in den Themenprogrammen eng zusammen. In den Netzwerken wirken auch die Landesschulräte mit. Damit werden – abseits von langfristigen Strukturdiskussionen – tragfähige Kooperationen aufgebaut, die helfen, Synergien im Bildungssystem zu nutzen. www.imst.ac.at

Machen digitale Medien dumm und aggressiv? Oder sind Sie lernwirksam? - Auf den Lehrer/die Lehrerin kommt es an.

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Report Apps zum Lernen

Die besten Lern-Apps Mobile Unterrichtshilfe Von Harald Gutzelnig

Wer auf die Schnelle die Lösungsschritte eine Gleichung benötigt, kann den Mathelehrer fragen - oder zum Smartphone greifen. Denn inzwischen ist es dank einer App schon so intelligent, uns die Lösungen für komplizierte mathematische Gleichungen zu liefern, nebst Lösungsschritte. Und damit ist noch lange nicht Schluss. Für jedes Unterrichtsfach gibt es nützliche Helferlein in Form von Apps. Die meisten für Fremdsprachen und Mathematik, aber auch Geografie, Geschichte, Musik, Biologie und andere Fächer lassen sich gut appdecken. Nachfolgend finden Sie die jeweils besten Vertreter.

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Apps zum Lernen Report

Mathematik PhotoMath Der Schrecken aller Mathe-Lehrer Preis kostenlos

Sprache Deutsch

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Die Idee ist interessant: SchülerInnen fotografieren in der nächsten Mathestunde einfach eine mathematische Gleichung ab und lassen das Smartphone rechnen. Machbar ist dies mithilfe dieser App, dem Schrecken aller Mathelehrer. Doch was kann diese App, dass sie den Lehrern so missfallen könnte? Nun, sie berechnet Gleichungen – durch bloßes Abfotografieren. Dennoch wird der Traum vieler Schüler damit nicht gleich wahr, denn erstens werden handschriftliche Terme nicht erkannt und zweitens gibt die App bei der Aufnahme einen verräterischen Piepton von sich, was den möglichen Einsatz bei

Mathe Experte Pro kostenlos Deutsch

Diese App stellt eine Formelsammlung aus den Bereichen Mathematik und Physik bereit. Aber das ist noch nicht alles, man kann in jede Formel auch Zahlen einsetzen und somit das Ergebnis berechnen. Man kann damit sogar den Radius eines Kreises berechnen, wenn man seine Fläche kennt. Strukturierter Aufbau, optisch gibt es Aufholbedarf.

der Matura aus Schülersicht in Frage stellt. Aber: Einfache lineare Gleichungen löst die App umgehend. Und es darf auch mal eine quadratische Gleichung sein. Sobald die App den Term erkannt hat, liefert sie präzise das Ergebnis und auch die erforderlichen Zwischenschritte. Und jetzt wird es auch für LehrerInnen interessant: Es werden alle Zwischenschritte erläutert und es gibt eine Art Protokoll, in dem alle bereits abgebildeten Gleichungen gespeichert sind. Hier können LehrerInnen ansetzen und den SchülerInnen das Rechnen mit Termen näher bringen bzw. üben lassen. Die App ist somit ideal für Wissbegierige, die nachvollziehen möchten, wie Gleichungen gelöst werden.

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Formelsammlung von Duden

Große Mathematik Tricks Lite

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Mathematik, das Hassfach der meisten SchülerInnen wird mit dieser sehr schön gestalteten App zu einem Erlebnis, das auch das Jonglieren mit Zahlen zu einer spannenden Herausforderung werden lässt. Ideal für die ganz kleinen Rechenkünstler, die mit dieser App neu motiviert werden können.

Diese App enthält alle Formeln und Wertetabellen für Mathematik, Physik, Astronomie, Chemie, Biologie und Informatik, die ab der 7. Klasse bis zur Matura wichtig sind. Die kostenpflichtige Version (€ 5,99) hält zu den einzelnen Formeln Anwendungsbeispiele bereit, die das Verständnis ungemein erleichtern.

Wer andere mit Rechenkünsten beeindrucken möchte, greift zu dieser App, um sich selbst einige Mathematik-Kunststückchen mit netten AHA!-Effekten anzueignen. Insgesamt bietet die App kurzweilige Rechenspielchen. Was jedoch stört, ist die teilweise erbarmungswürdige Lokalisierung.

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Technik Apps zum Lernen

Sprachen Duolingo: Lerne Englisch

Englisch lernen mit Babbel

Werbefreier Sprachtrainer

Spielerische Sprachenvermittlung

Preis kostenlos

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Sprache Deutsch

Sprachen lernen ist langweilige Knochenarbeit. Doch diese App kombiniert die Vokabel-Lernerei mit zahlreichen Elementen, die normalerweise nur in Spielen zu Hause sind. Die Aufgaben sind ein interessanter Querschnitt durch das Leben eines „Native Speakers“. Neben Diktaten verlangt das Programm auch Sprachverständnis und korrekte Texteingabe. Geeignetes Tool zum Verbessern der eigenen Sprachfähigkeit.

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Diesen bekannten Vokabeltrainer gibt es auch für das Handy. Dabei setzt auch die App auf das Phasenprinzip: Je weniger gut eine Vokabel gelernt wurde, desto häufiger erfolgt ihre Abfrage. Die Karteikarten lassen sich selbst befüllen oder mit fertigen Vokabelpaketen. Für 10 Euro gibt es die Synchronisation mit dem PC.

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Betriebssysteme:

Leider sind die Aufgaben in Summe allesamt einfach.

Sprache Deutsch

Betriebssysteme:

Auch Babbel hilft uns, auf spielerische Art Sprachen zu erlernen. Zudem wird man auch noch auf die perfekte Aussprache getrimmt, in dem man alle Vokabeln nachsprechen kann und durch eine Punktevergabe sogleich erfährt, ob und wie richtig man das Wort ausgesprochen hat. Auch die richtige Schreibweise des Wortes wird mittels kleiner Spiele trainiert. Dabei hat Babbel fast jede Sprache im Angebot.

Auch Babbel ist vor allem interessant für Anfänger.

PONS OnlineWörterbuch

Kinder lernen Englisch - busuu

Englisch in einem Monat

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Mit rund 12 Mio. Wörtern und Redewendungen für 13 verschiedene Sprachen in über 30 redaktionell betreuten Wörterbüchern ist PONS qualitativ eines der besten Nachschlagewerke auf dem Markt. Und auch die App überzeugt durch ihre professionelle Umsetzung.

Mit dieser App werden die ersten Grundkenntnisse spielerisch an 4-7jährige vermittelt. Durch die integrierten Spiele wird Lese- und Hörverständnis gleichermaßen gefördert. Sehr gute Lern-App, die dem Nachwuchs spielerisch einen Wortschatz von bis zu 150 Vokabeln näherbringt.

Hier wird darauf gesetzt, das Gehörte in Verbindung mit Bildern automatisch zu verstehen. Es gibt keine Übersetzungen, einzelne Wörter in den ersten Unterrichtseinheiten bis hin zu komplizierten Sätzen werden vorgelesen, als Text dargestellt und mit einem Bild verbunden. Interessantes Konzept.


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Weitere Fächer

Anatomy Learning NeuroNation – 3D Atlas Gehirn Training

Lost Generation

Das absolute Gehör

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kostenlos Englisch

Diese App hilft dem sogenannten Tonhöhengedächtnis auf dem Sprung. Wir können damit Intervalle vergleichen oder selbige bestimmen. Auch das Singen von Intervallen ist eine Übungsmöglichkeit. Wer mit einem Piano nicht viel anfangen kann, der kann in den Einstellungen übrigens auch einen 5-saitigen Bass oder eine Gitarre auswählen.

kostenlos Deutsch

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Diese App hat nur einen Nachteil und der ist nicht unbedingt gravierend: Sie liegt nur auf Englisch und Spanisch vor. In diesem monumentalen Werk finden wir 3D-Modelle von 6.000 anatomischen Strukturen wie Skelett, Muskeln, Arterien, Nerven, HerzKreislauf-System uvm.

Egal, ob die SchülerInnen ihre Konzentrationsfähigkeit oder das logisches Denkvermögen verbessern möchten, mit dieser App lässt sich dies und noch viel mehr trainieren. Nach der Anpassung an die Bedürfnisse des Anwenders kann er loslegen, die zerebralen Fähigkeiten zu optimieren.

Diese App bringt den Schrecken des Ersten Weltkriegs wieder in die Gegenwart zurück. Mit viel authentischem Material wie Filmausschnitten und Fotos verschafft die App einen sehr lebendigen Eindruck aus dieser Zeit, über die Gesellschaft, die Menschen und einzelnen Schicksale aus dieser Zeit.

BioInteractive EarthViewer

Star Walk 2 – Night Sky Guide

How to Draw

Schneller lesen

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2,75 € Deutsch

Diese App bringt uns zurück in die Urzeit der Erdgeschichte bis zum Hadaikum. Dabei können wir sowohl das Klima der Erdgeschichte erkunden als auch die Orte mit Fossilienfunden oder jene mit größeren Meteoriteneinschlägen. Auch historisches Massensterben wird ausgewiesen.

Diese VR-App möchte die Geheimnisse des Sternenhimmels über uns offenlegen. Dabei sehen wir die live am Himmel befindlichen Sternbilder auch am Bildschirm. Das Anklicken von unbekannten Gestirnen liefert zusätzliche Informationen. Leider ist die App bei der Monetisierung gierig.

Dieser virtuelle Zeichenlehrer macht aus uns zwar keinen Albrecht Dürer, aber die App macht Spaß. Sie bietet 70 Zeichnungen von Segelboot bis zum Einhorn. Dabei werden die einzelnen Objekte in 6 bis 20 Phasen am Bildschirm dargestellt. Diese Phasen sollen die SchülerInnen nachzeichnen.

Immer häufiger ist es von großer Bedeutung, geschriebene Inhalte möglichst schnell zu lesen und auch zu erfassen. Lesegeschwindigkeit ist allerdings keine Gabe, die nur wenigen Menschen vorbehalten ist, sondern kann gezielt trainiert werden Und genau dazu eignet sich diese App geradezu ideal.

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START Buchempfehlungen

Buchempfehlungen Diese Bücher können Ihren Unterricht bereichern Schulerfahrungen früher, Schulerfahrungen aktuell, Ängste, wie sie die SchülerInnen heute haben, Weltanschauungen, die viele Menschen prägen - all das sind Themen, die in den vorgestellten Büchern behandelt werden und sich für PädagogInnen geradezu aufdrängen. Sowohl für den Unterricht, als auch für das eigene Leben.

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und seine Feinde

€ 24,60 Montecristo Martin Suter

Nikolaus (Niki) Glattauer Der „Tatort Schule“ aus Sicht eines Lehrers - als solcher weiß Niki Glattauer, was an den österreichischen Schulen falsch läuft. Der Bestseller greift schonungslos aber auch mit Witz die heißen Schulthemen auf.

€ 12,95 MiniMax für Lehrer:

16 Kommunikationsstrategien mit maximaler Wirkung Manfred Prior Die 16 Strategien werden anhand typischer Schulsituationen beschrieben und können mit einem minimalen Aufwand erlernt und mit maximalem Erfolg angewandt werden.

€ 23,60 Verleitung zur

Unruhe - zur Hölle mit den Optimisten

Bernhard Heinzlmaier Abweichler sind aus der Mode. Da scheint es taktisch klüger, keine Überzeugung zu besitzen. Dabei reizt gerade das Anderssein und weckt die Abenteuerlust in uns.

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Ein aktueller, hochspannender Thriller aus der Welt der Banker, Börsenhändler, Journalisten und Politiker – das abgründige Szenario eines folgenreichen Finanzskandals.

€ 19,50 Was ich noch

sagen wollte Helmut Schmidt

Brauchen wir noch Vorbilder? Wenn ja, zu was sollen sie uns anleiten? Im Kapitel „Frühe Prägungen“ schreibt Schmidt über seine Schulzeit, über acht Jahre als Soldat und seine Frau.

€ 17,90 Generation Ego:

Die Werte der Jugend im 21. Jahrhundert Bernhard Heinzlmaier

In „Generation Ego“ geht es um das prekäre Gleichgewicht zwischen individueller Selbstverwirklichung und dem Streben nach Sicherheit.


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