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STAR T

LOS GEHT’S

MENO - DAS PRAXIS-MAGAZIN FÜR FRAUEN IN DEN WECHSELJAHREN

Du bist endlich wieder die Alte, sagte mir meine beste Freundin, als wir zusammen auf meinem Balkon saßen ...

Kylie Minogue wurde letztes Jahr 50. Dabei sieht sie mindestens 20 Jahre jünger aus, als sie tatsächlich ist ...

SONJA, SEITE 11

Meine Haut hatte sich in den letzten Jahren total verändert. Ich habe nun eine ölige Mischhaut, großporig und unruhig. NOMI, SEITE 74

KYLIE, SEITE 18

Leider habe ich es früher etwas mit dem Sonnenbaden übertrieben, was sich jetzt an meiner Haut rächt. NICOLE, SEITE 76

MENO / 03 / 2019

Hormonyoga stabilisiert das Nervensystem und wirkt sanft stimulierend auf die Hormonproduktion ... ANAND MARTINA, SEITE 54

Meine Haut hat extrem an Feuchtigkeit verloren. Auch meine Haare glänzen nicht mehr so wie früher .... SUY, SEITE 81


INHALT

16

Willkommen in den 50’s. Kein Grund zur Panik, denn 50 ist das neue 30.

08

Du bist nicht allein. Zehn Geschichten aus der Menopause.

08 REDEN WIR MAL DRÜBER Was passiert da eigentlich in der Menopause? Acht Frauen und zwei Paare erzählen uns, wie sie diese Zeit erlebten und wie es ihnen heute geht.

16 50 IST DAS NEUE 30 Bis vor kurzem läutete der 50. Geburtstag unwiederbringlich das „Oma-Zeitalter“ ein. Heute scheint 50 das neue 30 zu sein. Was bestimmt unser Alter wirklich?

24 LUST, LIEBE, SEX Die gute Nachricht zuerst: Nur etwa jede zweite Frau ist überhaupt von sexueller Unlust während der Wechseljahre betroffen. Viele Frauen erleben sogar einen sogenannten zweiten Frühling.

30 ALLES AUS? Es passiert unangekündigt und völlig überraschend – die Regel bleibt aus. Irgendwann nach dem 45. Geburtstag hat der weibliche Körper seinen Eizellenvorrat verbraucht.

36 GELASSEN SEIN Glück, Ruhe, Entspannung, Gelassenheit: Wir haben lange nach dem richtigen Wort gesucht, das diesen Artikel beschreibt. Bis uns klar geworden ist: da gibt es kaum Unterschiede, alles hängt zusammen.

30

Was passiert da eigentlich gerade mit mir?

42 SOLL ICH ECHT HORMONE NEHMEN? Manche Frauen spüren den Hormonmangel in Form von Wechseljahresbeschwerden. Dann stellt sich oft die Frage: Soll ich gegen die Beschwerden Hormone nehmen oder nicht?

42

Die Frage ist erlaubt: Machen Hormone Sinn für mich?

MENO / 04 / 2019


INHALT

52

Yoga kann in den Wechseljahren helfen. Wir zeigen, welche Übungen dafür geeignet sind.

48

Was tun, wenn die Hitzewallungen kommen? Cool bleiben!

48 BLEIB COOL Gut zwei Drittel aller Frauen leiden während der Wechseljahre unter Beschwerden. Zwei der häufigsten Veränderungen sind Hitzewallungen und Schweißausbrüche.

52 WAS KANN HORMON-YOGA? Mit Hormonyoga finden Frauen während der Wechseljahre ihre natürliche Balance wieder. Die sanften Übungen helfen besonders während der Wechseljahre gelassener mit dem neuen Lebensabschnitt umzugehen.

58 MIDLIFE KITCHEN

74

Mit diesen leckeren Rezepten voller spannender Geschmackskombinationen essen Sie sich mit Genuss durch die Menopause. Mit dabei: MidlifeMuscheln. Die etwas anderen Beautyseiten. Nur in MENO. MENO / 0 6 / 2019

66 MIT HAUT UND HAAREN Trockene Haut, Haarausfall und vermehrte Alterserscheinungen wie Falten können Folgen der verringerten Östrogenproduktion während der Wechseljahre sein.

72 GLOW HOW Astrid Lang kennt das Thema Wechseljahre aus ihrer Apotheke. Im Interview verrät sie, was entscheidend für eine gut verträgliche Hautpflege ist und welche Kriterien für Frauen bei der Wahl ihrer Hautpflege ausschlaggebend sind.

74 WECHSEL-KURS Wir haben zehn Frauen gefragt, welche Veränderungen sie bei Haut und Haaeren erlebt haben und was Sie dagegen tun.

82 KOLUMNE/IMPRESSUM


M E/N O W CLAUDIA (48), ERGOTHERAPEUTIN „Wechseljahre? Daran habe ich bis vor Kurzem gar nicht gedacht, bis eine Freundin mir erzählte, dass sie gerade mitten drin steckt. Ich war neugierig und habe im Internet ein wenig zum Thema gelesen. Das hätte ich nicht machen sollen“, sagt Claudia und erzählt weiter „Einige Frauen litten wirklich und ich fing an mich zu fragen, wird es dich auch so stark treffen?“. Sowohl ihre Freundin als auch ihr Frauenarzt beruhigten sie. Denn jeder Körper reagiert anders auf den Umschwung, erklärte ihr der Arzt. „Mittlerweile denke ich ab und zu daran, aber ich bereite mich jetzt nicht auf diese Zeit vor“, sagt die 48-Jährige. Trotzdem brachte sie die Wechseljahresthematik dazu, sich mehr Zeit für sich zu nehmen. „Am Wochenende gehe ich regelmäßig zum Schwimmen. Das tut mir gut und ein bisschen mehr Bewegung hilft mir endlich meine kleinen Pölsterchen an der Hüfte wegzukriegen“, schmunzelt sie.

VIOLA (57), REISEVERKEHRSKAUFFRAU „Vor fünf Jahren wachte ich nachts schweißgebadet auf. Ich schlief keine Nacht mehr durch und war am nächsten Morgen müde. Woran es liegt, wusste ich nicht, bis eine Freundin zu mir meinte, du bist doch in den Wechseljahren“, erinnert sich Viola. Ihre Frauenärztin verschrieb ihr Hormonpflaster. Die Pflaster ließen sie wieder besser schlafen und die nächtlichen Schweißausbrüche blieben nach drei Monaten komplett aus. „Doch nach sechs Monaten war ich einfach ständig unruhig. Ich brauchte Stunden, bis ich einschlief. Dazu kamen noch mein Job und der familiäre Stress. Ich konnte einfach nicht mehr“, sagt Viola. Ihre Frauenärztin riet ihr zu einer Hormontherapie, die sie aber gar nicht vertrug. Sie setzte die Therapie ab. „Seitdem trinke ich gegen das Schwitzen Salbeitee und gehe nach der Arbeit spazieren, um runter zu kommen. Mehr nicht. Ich versuche einfach mit dem Umschwung gelassener umzugehen“.

MENO / 08 / 2019


ERFAHRUNGSBERICHTE

REDEN WIR DRÜBER Was passiert da eigentlich in der Menopause? Acht Frauen und zwei Paare erzählen uns, wie sie diese Zeit erlebten und wie es ihnen heute geht.

MENO / 09 / 2019

MARINA (52), INDUSTRIEKAUFFRAU UND THOMAS (51), TIERARZT Mit einem Lachen wird alles wieder gut, lautet das Motto von Marina und Thomas. „Früher neckten wir uns gegenseitig mit sarkastischen Sprüchen und lachten danach gemeinsam“, erzählt Thomas. Doch nach Marinas 50. Geburtstag nahm sie jeden Scherz total ernst. Sie stritt stundenlang mit Thomas und war danach in Tränen aufgelöst. „Ich sprach mit meinem Bruder darüber und er sagte mir, Frauen verhalten sich jetzt anders, weil die Hormone durch drehen. Ich wusste nicht, was er meinte und fand im Internet die Bezeichnung dafür – Wechseljahre“, sagt er und fügt hinzu: „Alles ergab plötzlich einen Sinn. In einem Blogeintrag schrieb ein Mann von einer ähnlichen Situation. Der Autor begann sich in seine Frau hinein zu versetzen und ihre Situation zu verstehen. „Das war meine Lösung. Mittlerweile erkenne ich, wann ich eine ironische Bemerkung lieber weglassen sollte“, sagt Thomas heute.


M E/N O W DANA (54 JAHRE), PERSONALKAUFFRAU „Ich gebe es zu, anfangs war es echt hart“, sagt Dana. Seit zwei Jahren kämpft sie besonders mit starken Hitzewallungen und emotionalen Stimmungsschwankungen. „Ich bin nicht depressiv, aber mir fehlt ein wenig die Energie. Vielleicht ja auch, weil ich nachts öfter mal aufwache und mein Nachthemd wechseln muss. Selbst der Ventilator vor meinem Bett kühlt mich nur kurz ab. Das ist echt eine Belastung“, erzählt uns die 54-Jährige. Ihr Leben dreht sich derzeit darum, wie sie den Tag – und besonders die Nächte entspannt übersteht. Doch seit einem Jahr kommen zudem noch Blasenentzündungen dazu. „Ich nehme wirklich alles mit“, antwortet sie auf die Frage, ob sie unter weiteren Symptomen leidet. Von ihren Ärzten fühlt sie sich ein wenig im Stich gelassen, wie sie sagt. Ihr Frauenarzt verschreibt ihr immer neuere Medikamente. Von den ganzen Mitteln wird ihr schwindelig und sie hat fast jede Woche eine Migräneattacke. „Ich suche gerade nach einem neuen Arzt und hoffe das er mir endlich hilft.“

YVONNE (57), LABORASSISTENTIN „Die Wechseljahre waren eine harte Zeit für mich. Ich war wirklich nicht auf die Symptome vorbereitet“, berichtet Yvonne. Schlafstörungen, Gewichtszunahme und Stimmungsschwankungen können Vorboten für diese körperliche Umbruchphase sein. Jedoch dachte die Laborassistentin nicht daran: „Die Wechseljahre waren gedanklich ganz weit weg für mich, wenn ich nachts wach lag oder wieder anfing zu weinen, dachte ich an zahlreiche Krankheiten, aber nicht daran“, sagt sie. Nach vielen Selbstversuchen und Check-ups beim Arzt, erfuhr sie zufällig von ihrer Frauenärztin, was die Beschwerden verursachte. „Ich wurde mit der Diagnose Wechseljahre richtig überrascht, aber ich war froh endlich den Grund zu kennen. Glücklicherweise kann ich offen mit meiner Ärztin sprechen und ich sagte ihr, wie sehr mich die überflüssigen Kilos nerven. Sie schickte mich zu einer befreundeten Ernährungsmedizinerin und dafür bin ich ihr so dankbar. Ich nahm ab und halte mein Wunschgewicht jetzt seit einem Jahr“.

MENO / 10 / 2019


SONJA (59), GRAFIKERIN „Während der letzten Jahre fühlte ich mich dauernd schlapp, hatte starke Rückenschmerzen und Hitzewallungen“, sagt Sonja. Sie probierte sehr viel aus, aber keine Therapie half. „Meine Frauenärztin empfahl mir eine Hormonspezialistin. Ich hatte sehr viel Angst vor den Hormonen und ihren Auswirkungen, aber die Ärztin nahm mir die Furcht. Sie erklärte mir die ganze Therapie und checkte mich vorher noch einmal richtig durch“, erzählt sie uns. Die Expertin entwickelte eine passende Therapie. Anfangs schwitzte Sonja mehr als vorher, aber mit der Zeit besserten sich die Symptome. „Ich fühlte mich wieder fitter. Ich war schon immer ein offener Mensch und nach der Hormontherapie zog ich mich nicht mehr zurück“, bemerkt Sonja. Das fiel auch ihrer Freundin nach einigen Monaten auf: „Du bist endlich wieder die Alte, sagte mir meine beste Freundin, als wir zusammen auf meinem Balkon saßen“, erzählt sie uns am Schluss. Sonja genießt wieder das Leben und hat seit einem halben Jahr keine plötzlichen Hitzewallungen mehr.

VERENA (45), SELBSTSTÄNDIG Verena fühlt sich unwohl beim Gedanken an die Wechseljahre. „Ich hatte schon immer eine starke und unregelmäßige Periode. Ich konnte nicht zur Arbeit gehen und mit Mitte 20 war ich Stammgast im Krankenhaus, denn ich verlor manchmal nachts sehr viel Blut. Nach der Geburt meiner Kinder wollte ich die Pille nicht mehr nehmen und ließ mir eine Kupferspirale einsetzen“, schildert Verena ihre Erfahrung. Die starken Beschwerden sind weg. Diese Zeit begleitet die Hamburgerin immer noch. „Vielleicht bin ich paranoid, aber ich fragte meine Gynäkologin, ob ich das noch mal erleben muss. Natürlich konnte sie mir das nicht beantworten, aber ich denke jetzt schon an die Menopause“, sagt Verena und ergänzt: „Ich weiß, dass ich diese Angst bekämpfen muss und deshalb versuche ich sie loszuwerden.“ Ihr Mann nimmt ihr die Sorgen. „Er hört mir zu, gibt mir Kraft und lässt mich die Wechseljahre vergessen, danach fühle ich mich befreiter“.

MENO / 11 / 2019


BEE/N M A UO TW Y

TINA (51), PHARMAREFERENTIN „Na ja, ab und zu weinte ich einfach, ohne Grund aber ansonsten ging es mir gut“, sagt Tina und ergänzt: „Ich merkte, dass sich mein Körper verändert. Ich habe schon ein paar graue Haare, die man zum Glück nicht so sehr sieht, weil ich blond bin, aber das finde ich o. k.“ Tina hat schon vor sechs Jahren ihren Lebensstil geändert. „Als Pharmareferentin bin ich ständig unterwegs, da blieb früher das Essen öfter auf der Strecke. Ich aß unregelmäßig und nach einem stressigen Tag legte ich mich auf das Sofa und schaute mir einen Film an“, erinnert sie sich. Sie wurde träge und antriebslos. Doch ihr Freund trieb sie an, ihre ungesunde Lebensweise zu verändern und einen Ausgleich zu schaffen zu Job und den Veränderungen während der Wechseljahre. „Also habe ich das Malen angefangen und ich merke wie gut mir das tut“, erklärt Tina sichtlich zufrieden.

ANJA (55) UND PETER (63), VERKÄUFERIN UND TISCHLER „Ich zog mich zurück, wenn mich die Stimmungsschwankungen wieder runterzogen, und sagte zu Peter immer nur, alles gut, es war ein stressiger Tag. Wir haben gemerkt wir leben gerade aneinander vorbei“, erzählt uns Anja. Sie versuchten sich zusammenzusetzen und über alles zu reden, aber sie schafften es nicht. Sie entfernten sich emotional und körperlich immer weiter voneinander. „An Sex oder Kuscheln dachte ich nicht mehr. Ich befasste mich nur noch mit meinen Beschwerden und versteckte mich unter weiten Pullis“, sagt Anja. „Mir fehlte die körperliche Nähe und ich wusste nicht, wie ich meiner Frau sagen konnte, du bist toll so, wie du bist, berichtet Peter. Eine Freundin riet ihnen, mit einer Wechseljahrestherapeutin für Paare zu sprechen. „Wir mussten uns am Anfang wirklich überwinden zu ihr zu gehen, aber weil wir uns selbst nicht helfen konnten, gingen wir zu ihr“, erzählt uns der 63-Jährige. Die Gespräche halfen ihnen offener miteinander zu reden. „Wir bekamen kleine Hausaufgaben und lernten unsere gereifte Beziehung, wie die Psychologin es nannte, mit all ihren Macken zu akzeptieren. Wir sind uns heute näher als früher und reden offen über unsere Probleme“, sagt Anja.

MENO / 12 / 2019


LIANE (60), LOGOPÄDIN „Mit Mitte 40 dachte ich, oh nein, ich kann doch noch nicht in den Wechseljahren sein“, erinnert sich Liane. Ihre Periode blieb öfter aus oder kam plötzlich. Das war ungewöhnlich für sie. Sie ging zu ihrer Frauenärztin und ließ sich untersuchen. Dabei stellte sich tatsächlich heraus, dass sie in den Wechseljahren steckte. „Ich wusste nun Bescheid und konnte mich darauf einstellen. Ich fragte meine Ärztin und besorgte mir einige Ratgeber“, erzählt Liane. Beim Stöbern in der Buchhandlung blieb sie an einem Buch über das Joggen hängen. „Ich wollte seit längerer Zeit das Laufen anfangen und machte mich auf die Suche nach einer Personal-Trainerin“. So fing sie irgendwann einfach an zu Joggen. „Fast wie Forrest Gump“, sagt sie und lacht dabei. „Durch das Laufen fühle ich mich ausgeglichener und merke die Beschwerden gar nicht mehr, damit fiel mir die Zeit nicht mehr so schwer.“

MENO / 13 / 2019


WE LL A G I N G

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Wie Claudia, 53, aus Köln den Beginn ihrer Wechseljahre erlebt hat, ist eine Geschichte, wie sie das Leben (leider) immer noch häufig schreibt. Millionen von Frauen könnten sie so oder ähnlich erzählen. Wir wollen, dass es Ihnen besser ergeht!

DIESE ANZEICHEN SOLLTEN SIE KENNEN

WERDEN SIE AKTIV FÜR IHRE GESUNDHEIT UND IHR WOHLBEFINDEN MENO / 14 / 2019

M

Bilder: DR. KADE / BESINS

WECHSELJAHRE?

it Mitte 40 war bei mir plötzlich irgend etwas anders, das ich einfach nicht zuordnen konnte. Ich habe nicht mehr so gut geschlafen, bin nachts häufig aufgewacht. Tagsüber war ich oft müde, fahrig und unkonzentriert. Obwohl ich mir früher nie Notizen machen musste, konnte ich mir plötzlich immer weniger merken. Peinlich! Auch körperlich tat mir oft alles weh, Füße, Knie, Ellenbogen, Handgelenke. Das Schlimmste aber waren die Stimmungsschwankungen. Manchmal war ich von einer Sekunde zur anderen so gereizt, dass ich, egal wer gerade vor mir stand, einfach aus der Haut gefahren bin.“


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Wie belastend diese Zeit für sie war, sieht man der lebensfrohen, sympathischen Frau im Gespräch an. Sie erzählt, dass auch ihre Ehe und ihr Job als Chefsekretärin einer Unternehmensberatung extrem unter ihrer Unausgeglichenheit und eingeschränkten Belastbarkeit gelitten haben. Entschuldigend hebt sie die Schultern: „Ich dachte, ich bin einfach gestresst. Wenn ich gewusst hätte, dass das schon die Wechseljahre sind, hätte ich wohl etwas unternommen, damit ich mich wieder besser fühle.“ So, wie es eigentlich ihre Art ist: Aktiv anpacken. Stattdessen biss sie die Zähne zusammen, machte weiter wie bisher. Doch sie gibt zu: „Vielleicht habe ich das aber irgendwie auch ganz gerne verdrängt. Ich meine, wer will schon in die Wechseljahre kommen?“ Als einige Jahre später die Regel ganz ausblieb, brachte der Frauenarzt das Thema Menopause zur Sprache und öffnete Claudia die Augen. Rückblickend bedauert die Kölnerin, nicht schon viel früher etwas unternommen zu haben. Die meisten Frauen erwarten bekannte körperliche Symptome wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche als sichere Anzeichen für das Klimakterium. Doch Wechseljahresbeschwerden sind so individuell wie die Frau selbst. Während manche Frauen schon früh unter Hitzewallungen leiden, treten sie bei anderen erst nach der letzten Regelblutung auf. Kommt es infolge der "Hot Flushes" zu Schlafstörungen, Leistungstiefs, Stimmungsschwankungen, Gedächtnis- und Konzentrationsproblemen, liegt der Fall klar. Doch wer sieht ohne den "Klassiker" Hitzewallungen schon einen Zusammenhang mit den Wechseljahren? Meist werden dann die Beschwerden falsch interpretiert und zum Beispiel auf zu viel Stress geschoben, wie in Claudias Fall.

Promotion

Ich dachte, ich bin einfach gestresst!

Die Protagonistin ist eine Identifikationsfigur für moderne Frauen in der Lebensmitte: Engagiert, leistungsfähig, selbstbewusst, attraktiv und mit einem positiven Bild von sich und ihrem sozialen Umfeld. Anders als noch vor 10 oder 15 Jahren, sind Frauen in diesem Alter heute viel selbstbewusster und fühlen sich mehr wertgeschätzt. Das klingt prima – wären da nicht die Wechseljahre. Denn auch, wenn sich Frauen länger jung fühlen, bleibt die Hormonumstellung nicht aus. Und auch nicht die damit verbundenen seelischen Belastungen. Wenn die Seele immer länger jung bleibt, der Körper aber unaufhaltsam älter wird, ist auch die Sorge vor dem Verlust der Attraktivität nur zu normal und verständlich. Sie ist, wenn wir ehrlich sind, ein wesentlicher Grund dafür, dass die Wechseljahre oft als ganz unerwünschter Einschnitt im Leben wahrgenommen werden. Dabei birgt die neue Lebensphase große Chancen: Indem wir Altes loslassen, haben wir die Hände frei für Neues. Wir dürfen endlich den Blick von außen nach innen – und damit auf uns selbst und unsere Bedürfnisse – lenken.

Den Wechseljahren ein Gesicht geben – das ist es, was für selbstbestimmte Frauen von heute wichtiger denn je ist. Denn nur, wenn wir die beginnenden Wechseljahre als solche erkennen, über ihren Verlauf sowie mögliche Beschwerden informiert sind und deren Bedeutung für unsere Gesundheit und Lebensqualität in Berufs- und Privatleben richtig einschätzen, können wir zur rechten Zeit aktiv werden. Und das sollten wir! Denn mit einer Dauer von durchschnittlich 7,4 Jahren¹ sind Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen alles andere als ein „kurzes Zwischenspiel“. Ob Schlafstörungen und Leistungseinbußen, Gedächtnis- und Konzentrationsschwierigkeiten, Gelenkbeschwerden, Schweißausbrüche oder Hitzewallungen: Es ist wichtig, die Beschwerden rechtzeitig ernst zu nehmen und zu lindern, um die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit zu erhalten. Die neue Lebensphase entspannt meistern – das gelingt nach Ansicht von Fachleuten am besten mit einem ganzheitlichen Ansatz, der sowohl körperliche als auch seelische Belastungen einbezieht. Nirgendwo sind Frauen mit diesem Anspruch besser aufgehoben als bei ihrem Frauenarzt. Er ist der Spezialist für alle Fragen zur Frauengesundheit und weiß eine Antwort auf all Ihre Fragen rund um die Wechseljahre – angefangen von einer gesunden Ernährung bis hin zur effektiven Beschwerdelinderung mit einer für Sie geeigneten Hormonersatztherapie, die dem Körper die fehlenden Hormone zuführt und so die Umstellung erleichtert.

¹ Quelle: www.menopause-gesellschaft.de/themen/menopause

BESCHWERDEN NICHT EINFACH HINNEHMEN Die verschreibungspflichtige Hormonersatztherapie (HRT) gilt als die wirksamste Behandlung zur Linderung von Hitzewallungen und Scheidentrockenheit. Sie ist durch wissenschaftliche Studien gut untersucht. Dem weiblichen Körper werden dabei Hormone zugeführt, die er selbst nicht mehr produzieren kann – Östrogen sowie, bei Frauen mit Gebärmutter, ein Gestagen, zum Beispiel das bioidentische Progesteron. Ein besonders günstiges Sicherheitsprofil weist die transdermale Hormontherapie, beispielsweise mit einem Östradiol-Dosiergel oder Pflastern, auf. Der Wirkstoff wird dabei über die Haut aufgenommen und nicht in der Leber verstoffwechselt, wie es bei einer oralen Hormontherapie mit Tabletten der Fall ist. Dadurch muss bei einer transdermalen HRT viel weniger Östradiol aufgenommen werden. Das ist wichtig, denn je weniger Östrogene im Körper sind, desto geringer ist das Risiko für Nebenwirkungen. Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt darüber, ob eine Hormonersatztherapie bei Ihnen angeraten ist!

MENO / 15 / 2019


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WE LL A G I N G

MENO / 16 / 2019


WAS BESTIMMT EIGENTLICH UNSER ALTER?

IST DAS NEUE Bis vor kurzem läutete der 50. Geburtstag unwiederbringlich das „Oma-Zeitalter“ ein. Das Ende der Fruchtbarkeit besiegelte den Abschied von Lebenslust und Lippenstift. Stattdessen hieß es, die ersten Enkelkinder im adretten Faltenrock oder der Kittelschürze zu beaufsichtigen. Heute scheint 50 das neue 30 zu sein. Doch was bestimmt unser Alter wirklich und wie schaffen Sie es, sich wieder oder weiter jung zu fühlen?

MENO / 17 / 2019


D WE LL A G I N G

ie Stars waren die ersten, die mit den Konventionen, was eine Frau über 50 darf oder nicht, gebrochen haben. Tina Turner und Madonna scheinen erst jenseits der 50 zur Hochform aufgelaufen zu sein. Kylie Minogue, Jennifer Aniston oder Naomi Watts sind gerade ins fünfte Lebensjahrzehnt gestartet und erwecken den Eindruck, ihre besten Jahre hätten gerade erst begonnen. Diese Entwicklung ist mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Viele Frauen um die 50 sehen heute maximal aus wie 40 und fühlen sich wie Anfang 30, einem Zeitpunkt im Leben, in dem noch alles möglich erscheint und die Grenzen nur der eigene Kopf setzt. Statistisch betrachtet haben Frauen mit dem Beginn der Wechseljahre noch ein Drittel ihres Lebens vor sich, zumindest in Deutschland, wo die Lebenserwartung aktuell 84 Jahre beträgt. Wie eine Studie der Universität Klagenfurt herausgefunden hat, fühlen sich Frauen nach den Wechseljahren im Durchschnitt elf Jahre jünger. "Ich bin 53", sagt Heidrun aus Berlin, "aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich seit meinem 40. Geburtstag nennenswert gealtert bin", ergänzt sie. Die Studienergebnisse bestätigen indirekt diese Erfahrung: Frauen um die 50 fühlen sich nicht nur jünger, sondern sie sehen objektiv betrachtet auch so aus.

Kylie Minogue wurde letztes Jahr 50. Dabei sieht sie mindestens 20 Jahre jünger aus, als sie tatsächlich ist. Als die andere berühmte Kylie (Jenner) 1997 geboren wurde, hatte Kylie Minogue bereits alle Höhen und Tiefen eines Weltstars erlebt. Im Jahr 1987 erschien ihre erste Single „I Should Be So Lucky“. MENO / 18 / 2019

SELBSTÄNDIGKEIT UND FINANZIELLE FREIHEIT HALTEN DEN ALTERUNGSPROZESS AUF Wer alte Familienfotos zum Vergleich heranzieht, sieht den Unterschied sofort. Heidrun deutet in einem Album auf eine SchwarzWeiß-Aufnahme. "Meine Oma ist auf dem Bild so alt wie ich heute, sieht jedoch aus wie die 75-jährige Rentnerin, die man im Supermarkt an der Ecke trifft", meint sie. Entbehrungen kennt die Generation der heute 50-Jährigen nur vom Hörensagen. Eine Schlüsselrolle spielt die große Selbständigkeit in Verbindung mit finanzieller Freiheit. Noch Heidruns Mutter hätte ohne die Erlaubnis ihres Ehe-


Die Stars waren die ersten, die mit den Konventionen, was eine Frau über 50 darf oder nicht, gebrochen haben.

WARUM SOLL ICH ALT AUSSEHEN? Für die Tatsache, dass 50-Jährige oft eine Energie und Lebensfreude wie zwei Jahrzehnte jüngere Geschlechtsgenossinnen ausstrahlen, macht so manch einer die Evolution verantwortlich. Ein Irrtum, denn um den Genpool derart aufzumischen, braucht es ein paar Millionen Jahre. Zur Verjüngung tragen eindeutig die besseren Lebensbedingungen in den Industrienationen bei. Für die Hausarbeit stehen elektrische Helfer aller Art bereit und niemand muss mehr Kohleeimer aus dem Keller schleppen, um einen Herd zu befeuern. Alltag, Hygiene und medizinische Versorgung mögen deutlich besser sein als zu Großmutters Zeiten, doch worauf es wirklich ankommt, ist die innere Einstellung. Die neuen „30-Jährigen“ um die 50 haben keine Lust, auf irgendetwas zu verzichten, nur weil sie älter werden. Kleidung, Frisur und Makeup werden so ausgewählt, dass es den Typ positiv unterstreicht und nicht nach Konventionen. Frauenzeitschriften sind voll mit Frisuren- und Schminktipps. Brigitte, 51, hat in ihrem Badezimmer so ziemlich jedes Produkt stehen, das verspricht, Alterserscheinungen wegzuzaubern. "Concealer ist meine Allzweckwaffe. Damit schminke ich Augenringe weg, tupfe ihn unter meine Augenbrauen für einen wacheren Blick und glätte damit Fältchen um den Mund", erzählt sie. Auf die Frage, ob die Nürnbergerin Probleme habe, zu ihrem Alter zu stehen, meint sie: "Ich fühle mich nicht alt, warum soll ich das Alter leugnen".

JUGENDLICHKEIT LIEGT NICHT IN DEN GENEN Den Alterungsprozess können Sie trotzdem nicht aufhalten. Jede einzelne unserer Billionen von Zellen im Körper altert. Das liegt an den sogenannten freien Radikalen, die jedes Anti-Aging-Produkt zu bekämpfen sucht. Dabei handelt es sich um Abfallprodukte des Zellstoffwechsels, deren Bildung sich zwar nicht verhindern, aber verlangsamen lässt. Wer länger jung bleiben möchte, sollte Abstand von allem nehmen, was vermehrt freie Radikale entstehen lässt. Dazu gehören chronischer Stress, intensive Sonnenbäder, Rauchen und ein zu hoher Anteil an Körperfett. Sind die Telomeren, die Schutzkappen der Zellen, erst einmal angegriffen, häufen sich die Zellschäden auf molekularer Ebene,

manns nicht arbeiten dürfen. Erst 1977 wurde das Gesetz geändert, dass die Zustimmung des Gatten für eine Arbeitsaufnahme verlangte. Frauen in den besten Jahren stehen heute mit beiden Beinen im Berufsleben. Sie sind auf dem Höhepunkt ihrer Karriere angelangt, an der sie seit Ende ihrer Ausbildung gewerkelt haben oder nach einer Erziehungspause wieder voll durchgestartet sind. Mutterschaft ist nach wie vor ein wichtiger Teil im Leben der meisten Frauen, doch längst nicht mehr alles, worüber sie sich definieren. Dieses Lebensgefühl strahlt aus und führt nicht nur zu mehr Zufriedenheit, sondern auch zu einem jüngeren Aussehen.

MENO / 19 / 2019


WE LL A G I N G

was zu typisch altersbedingten Krankheiten wie Krebs oder einem geschwächten Immunsystem führt. Auf gute Gene sollten Sie sich nur bedingt verlassen. Nur weil Ihre Mutter bis ins hohe Alter jugendlich wirkte, muss das bei Ihnen nicht auch so sein. Experten schätzen, dass der Einfluss der Gene auf den Alterungsprozess gerade einmal ein Drittel beträgt. Viel wichtiger sind der Lebensstil und eine positive Grundeinstellung. Vorsicht ist nur dann geboten, wenn bei Mutter und Großmutter Krankheiten wie genetisch bedingter Brustkrebs oder Osteoporose aufgetreten sind. Selbst wenn Sie sich rundum gesund fühlen, sollten Sie unbedingt regelmäßig an Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen. Auch Patientinnen, die kein erhöhtes Risiko haben, sollten ab dem 50. Geburtstag alle zwei Jahre ein Mammografie-Screening durchführen lassen.

EIN PAAR KILO MEHR SIND NICHT DRAMATISCH Viel Sport und Bewegung, keine Zigaretten und möglichst wenig Alkohol in jungen Jahren führen dazu, im mittleren Alter ein jugendliches Aussehen zu bewahren. "Ich bekomme automatisch ein schlechtes Gewissen, wenn ich in Magazinen über Gleichaltrige lese, die seit 30 Jahren ins Fitnessstudio rennen, morgens direkt nach dem Aufstehen eine Runde Yoga einlegen, sich makrobiotisch ernähren und jede 25Jährige von der Ausstrahlung her in den Schatten stellen"; meint die 55-jährige Susanne. Die Betriebswirtin hat ihr Leben stets in vollen Zügen genossen und hat eine Leidenschaft für gutes Essen. Statt Joggen und Pilates ist bei ihr am Wochenende Ausschlafen und opulenter Brunch angesagt. Wenn Susanne sündigt, schlägt sich das automatisch auf der Waage nieder. Zwar hat sie ihr Gewicht grundsätzlich im Griff, doch seit sich die Wechseljahre ankündigten, kletterte die Waage nach oben, obwohl sie nicht mehr aß als früher. Ein Anstieg des Körpergewichts während der Wechseljahre ist nach Meinung von Medizinern gesundheitlich unbedenklich. Jedoch nur, wenn die Gewichtszunahme nicht die Fünf-Kilo-Marke

Experten schätzen, dass der Einfluss der Gene auf den Alterungsprozess gerade einmal ein Drittel beträgt.

MENO / 20 / 2019

überschreitet. Nach der Menopause kann Östrogen nur noch im Bauchfett produziert werden und dieses Sexualhormon ist weiterhin wichtig für gesunde Knochen, eine schöne Haut und für ein fittes Gehirn. Ab dem 40. Lebensjahr geht die Muskelmasse zurück, stattdessen vergrößern sich die Fettspeicher. Susanne suchte aktiv nach einem Weg, die stetige Gewichtszunahme zu vermeiden und entschied sich letztendlich für eine Ernährungsberatung. Dort wurde ihr erklärt, dass sich ihr Energieverbrauch verringert habe und sie weniger, aber dafür bewusster essen solle, um ihren Körper mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen.


Wichtig in dieser Lebensphase ist es, Lebensmittel zu vermeiden, die den Hormonspiegel Purzelbäume schlagen lassen. Susanne gewöhnte sich daran, statt Weißmehlprodukten Vollkornbrot zu verwenden. Die geliebte Pasta kommt ebenso wie Kuchen nur noch an besonderen Tagen auf den Tisch. Statt Softdrinks greift sie zu stark verdünnten Fruchtsaftschorlen. Ihren Kaffeekonsum einzuschränken fällt ihr nach wie vor schwer. Susanne entschied sich zusätzlich, am Abend auf Kohlenhydrate zu verzichten. Mit dem Ergebnis, dass sie heute sieben Kilogramm weniger auf die Waage bringt als zu Beginn der Wechseljahre. "Während ich früher nach Hause kam und völlig abgeschlafft auf dem Sofa einschlief, könnte ich nun Bäume ausreißen. Ich bin heute aktiver als zu meiner Studienzeit", resümiert sie.

UM DIE 50 WIRD DER RESET-KNOPF GEDRÜCKT

GREY DIVORCE WIRD DER TREND BESCHRIEBEN, DASS SICH EHEPARTNER NOCH NACH VIELEN EHEJAHREN UND IM HOHEN ALTER TRENNEN. ÜBRIGENS: SOLANGE SICH EHEPARTNER NOCH NICHT IN RENTE BEFINDEN – SELBST WENN SIE KURZ VOR DER PENSIONIERUNG STEHEN –, WIRD IHRE SCHEIDUNG WIE BEI JEDEM ANDEREN PAAR BEHANDELT.

MENO / 21 / 2019

Immer häufiger drücken Frauen um die 50 den Reset-Knopf und definieren sich neu. Manchmal sind es kleine, oft jedoch auch große Einschnitte, die es ermöglichen, das Leben wieder so spannend und offen für alle Möglichkeiten zu gestalten, wie das Ende 20 der Fall war. Noch ist viel Zeit, um sich mit faulen Kompromissen abzufinden. Viele brechen aus einer Ehe aus, in die sie viel zu jung hineingeschlittert sind. Laut Statistik steigt die Anzahl der Ehen, die jenseits der 50 geschieden werden. Mit "Grey Divorce", der grauen Scheidung, haben Soziologen dafür sogar einen eigenen Fachbegriff entwickelt. Der Wille zur Scheidung


WE LL A G I N G

DAS SIND DIE FÜNF ANTI-AGING-HORMONE kommt in der Regel von den Frauen. Männer haben es sich zu diesem Zeitpunkt in der eigenen Bequemlichkeit eingerichtet. Frauen starten noch einmal durch, weil sie denken, über Jahrzehnte hinweg ein fremdgesteuertes Leben zu führen. Wenn Sie dieses Gefühl haben, hat das vor allem auch mit Ihrem Hormonspiegel zu tun. Denn in den Wechseljahren steigt das Testosteron an, was Sie durchsetzungsfähiger werden und somit Ihre Prioritäten durchsetzen lässt. Die Schweizer Psychologin Pasqualina PerrigChiello hat intensiv über Umbrüche in der Lebensmitte geforscht und nennt dieses Phänomen "die Gnade des Nullpunktes". Gemäß ihrer Untersuchungen treffen Frauen die richtige Entscheidung, sobald sie ihre Geschicke selbst in die Hand nehmen. Das wirkt automatisch wie eine Verjüngungskur.

Östrogene: GestaBeeinflussen gene: FettstoffwechStärken die sel und verhin- kleinen grauen Zellen sowie dern den Knodas Immunchenabbau. system und verhindern Osteoporose.

DHEA: Ein AntiStress-Hormon, das von vielen Medizinern als eine Art Jungbrunnen betrachtet wird.

Melatonin: Sorgt für einen ruhigen, ausgeglichenen Schlaf.

HGH: Das Wachstumshormon erhält Knochen- und Muskelmasse und beugt der Bildung von Fettpolstern vor.

EIN ENDOKRINOLOGE BRINGT DIE HORMONE WIEDER INS GLEICHGEWICHT Welche Möglichkeiten haben Sie, wenn Ihre Hormone partout nicht bei der Entwicklung eines neuen Lebensgefühls mitspielen wollen? Zwar ist es möglich, selbst eine Menge für ein junges, attraktives Erscheinungsbild zu tun, doch das Abfallen von Östrogen, Progesteron, DHEA, Melatonin und dem Wachstumshormon können Sie nicht aufhalten. Sobald der Spiegel dieser Botenstoffe unter einen bestimmten Wert sinkt, treten körperliche und psychische Symptome auf. Gitte, 56, erinnert sich daran, eine Zeitlang nur noch depressiv gewesen zu sein. Hinzu kamen Haarausfall und mangelndes sexuelles Verlangen, was in ihrer Beziehung zum ernsthaften Problem wurde. "Es war wie verhext. Mein Hausarzt empfahl mir, mich an einen Endokrinologen zu wenden", sagt sie. Gitte hatte Glück. Sie landete bei einem Internisten mit einer fundierten endokrinologischen Weiterbildung. Für sie bedeutete das, zunächst ein intensives Gespräch über ihren allgemeinen Gesundheitszustand zu führen. Der Arzt fragte nach Risikofaktoren und ordnete eine intensive körperliche

QUICK-TIPP

Untersuchung, inklusive Labortests, Krebsabstrich, Ultraschalluntersuchung der Organe, EKG und Knochendichtemessung an. Die Befunde wurden mit Gittes Gynäkologen abgeglichen.

MIT DER RICHTIGEN UNTERSTÜTZUNG VERJÜNGT SICH DER KÖRPER WIEDER Lachen ist eine der besten AntiAging-Methoden. Es stärkt das Immunsystem und setzt gesundheitsfördernde Prozesse im Körper in Gang. Ausserdem: Studien bewiesen, wer optimistisch ins Leben blickt, lebt länger. MENO / 22 / 2019

Am Ende stand eine kurzfristige Hormontherapie, um die schlimmsten Beschwerden in den Griff zu bekommen. Viel wichtiger war jedoch der ganzheitliche Behandlungsansatz. Gemeinsam mit Gitte wurde ein Konzept erarbeitet, das ausreichend Bewegung, eine Ernährungsumstellung mit regelmäßiger Gewichtskontrolle, Stressreduktion und Entspannungsübungen sowie Neurobics, eine Art Gehirnjogging, beinhaltete. "Ich habe gelernt, dass mein Körper ein echtes Wunderwerk und sehr wohl in der Lage ist, die Hormonproduktion mit ein


Positiver Nebeneffekt: In den Wechseljahren steigt das Testosteron an, was Sie durchsetzungsfähiger werden und somit Ihre Prioritäten besser durchsetzen lässt.

wenig Unterstützung wieder von selbst anzukurbeln", fasst sie zusammen. Lassen Sie sich daher bei starken Wechseljahresbeschwerden nicht dazu verleiten, vorschnell zu einem Mediziner zu gehen, der sich als "Anti-Aging-Arzt" bezeichnet. Diese zusätzliche Zertifizierung stammt meist aus den USA, wo generell schneller und intensiver Hormone verabreicht werden. In Deutschland existiert diese Ausbildung nicht. Falls Sie sich doch für eine derartige Behandlung entscheiden, sollten Sie darauf achten, dass der Arzt Sie detailliert über die Risiken einer Hormontherapie aufklärt. So steht über einen langen Zeitraum hinweg verabreichtes Melatonin in dem Verdacht, krebserregend zu sein, während zu viel DHEA zu Haarausfall und Hautproblemen führt.

DEN SCHLÜSSEL ZU IHREM GEFÜHLTEN ALTER HABEN SIE GANZ ALLEINE IN DER HAND. ALTERN IST KOPFSACHE Neben der Hormontherapie beim „AntiAging Mediziner“ können Sie sich auch an einen versierten Heilpraktiker wenden. So ist gegen Östrogenmangel und Schweißausbrüche durchaus ein Kraut gewachsen. Schreckt Sie der Gedanke an eine klassische Hormontherapie ab, kommt eine Medikation mit bioidentischen Hormonen infrage - vor allem dann, wenn Sie ein erhöhtes Thromboserisiko oder eine vorausgehende Krebserkrankung haben. Gegen depressive Verstimmungen hat sich Eigenbluttherapie bewährt. Diese alternativen Heilverfahren werden ebenfalls in ein ganzheitliches Konzept eingebettet. Für welchen Weg Sie sich auch entscheiden: Den Schlüssel zu Ihrem gefühlten Alter haben Sie ganz alleine in der Hand. Sie können nicht verhindern, dass Sie älter werden, aber bestimmen, wie Sie sich dabei fühlen.

MENO / 23 / 2019


WE LL A G I N G

LUST WOHER KOMMT SEXUELLE UNLUST WÄHREND DER WECHSELJAHRE?

LAST MENO / 24 / 2019


LIEBE Die gute Nachricht zuerst: Nur etwa jede zweite Frau ist überhaupt von sexueller Unlust während der Wechseljahre betroffen. Viele Frauen erleben sogar einen sogenannten zweiten Frühling.

SEX? MENO / 25 / 2019


WE LL A G I N G

V

iele Frauen in der Menopause haben häufiger oder wesentlich stärker als je zuvor ein Verlangen nach Sex. Da sie aus jahrelanger Erfahrung wissen, was ihnen gut tut und da der Geschlechtsverkehr mit dem Partner sehr vertraut ist, kommen sie mitunter während der Wechseljahre sogar besser und intensiver zum Orgasmus. Hinzu kommt: Um die 50 suchen sich viele Frauen einen neuen Partner. Dieser beflügelt die Lust in dieser Zeit bei vielen Frauen enorm. Doch beinahe ebenso viele Frauen nehmen die Lust während der Wechseljahre als viel belastender wahr. Frauen haben während der Wechseljahre häufig neben den alltäglichen Aufgaben und Sorgen mit verschiedenen Veränderungsprozessen zu tun. Da sind zum einen körperliche Veränderungen wie Scheidentrockenheit, Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Gewichtszunahme oder Gelenkschmerzen und zum anderen seelisch-emotionale Veränderungen wie depressive Verstimmungen, Stimmungsschwankungen oder sexuelle Unlust. Da ist schon jede noch so kleine Berührung zu viel. Oder die Frauen hoffen, dass der Mann sich beim Einschlafen umdreht und ebenfalls keine Lust auf Sex hat. Allein der Gedanke an Sex löst Unwohlsein bei ihnen

Auch diese Frage darf erlaubt sein: Ist meine Partnerschaft noch lebensund kämpfenswert? Kann sie vielleicht auch nach einer Krise wieder zufriedenstellend gelebt werden oder ist es Zeit für eine Trennung? Es ist dabei auch wichtig, dass Ihr Partner eine plötzliche Verstimmung nicht auf sich oder Ihre Beziehung bezieht. Sprechen Sie offen über Probleme, Sorgen und Wünsche.

aus. Die Veränderungen während der Wechseljahre können eine Partnerschaft auf Dauer sehr belasten. Eine Ursache sind die Hormonumstellungen im Körper. Die Eierstöcke stellen die Produktion der weiblichen Sexualhormone nach und nach ein. Der Mangel an Östrogen bewirkt einen Verlust von Feuchtigkeit an der Vaginalschleimhaut. Bei trockener Scheidenschleimhaut kann Geschlechtsverkehr mitunter schmerzhaft sein. Kein Wunder, dass Frauen dann keine Lust auf Sex haben. Viel häufiger sind jedoch individuelle, seelische Belastungen zum Zeitpunkt der Wechseljahre Ursache für sexuelle Unlust.

MENO / 26 / 2019

BELASTUNGSPROBE FÜR DIE PARTNERSCHAFT Die Wechseljahre sind nicht nur für Frauen bedeutsam, sie haben meist auch einen großen Einfluss auf die Partnerschaft. Die Veränderungen auf der körperlichen und der seelischen Ebene haben auch Auswirkungen auf das soziale Umfeld. Besonders Stimmungsschwankungen können eine Belastungsprobe selbst für die beste Partnerschaft sein. Heute sind die Frauen noch glücklich und motiviert und morgen schon überwiegt eine niedergeschlagene Stimmung. Nicht nur Frauen werden durch dieses Gefühlschaos manchmal an den Rand der Verzweiflung getrieben,


TIPPS FÜR

MEHR LUST AUF LUST Schaffen Sie Platz für die Lust, dann kann sie sich auch während der Wechseljahre entfalten. Leben Sie mit allen Sinnen. Alles was Ihnen jetzt körperlich und seelisch guttut, ist während der Wechseljahre wichtiger denn je. Regelmäßiger Sport verbessert Ihr Körpergefühl. Sie fühlen sich nicht nur energiegeladener, sondern auch attraktiver.

auch der Partner wird davon häufig übermäßig belastet. Vielen Männern fällt es schwer, die wechselnden Stimmungen zu verstehen und adäquat darauf zu reagieren. Viele Frauen entwickeln aufgrund der Veränderungen und der Tatsache, dass sie älter werden, verschiedene Ängste, die teilweise jeglicher Grundlagen entbehren. So befürchten Frauen, dass der Partner sie verlässt, weil sie sich selber als nicht mehr attraktiv empfinden. Sie haben Angst, zu versagen und ihren Alltag nicht mehr bewältigen zu können. Andererseits ist der Alltagstrott häufig auch wieder Teil des Problems. Viele Frauen fragen sich in dieser Zeit:

War das wirklich alles? Genauso wie die Frauen unsicher in ihrer eigenen Rolle werden, überträgt sich diese Unsicherheit auch auf den Partner. Damit der Partner die wechselnden Stimmungen und möglicherweise auch Veränderungen im Leben der Partnerin nicht auf sich bezieht und die Partnerschaft nicht infrage stellt, ist Offenheit sehr wichtig. Paare sollten im Zeitraum der Wechseljahre über sich, ihre Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse offen sprechen.

FRAUEN ZIEHEN BILANZ Die Wechseljahre fallen zeitlich oftmals mit dem Auszug der Kinder zusammen. Für viele Frauen ist das ein

Zeitpunkt, an dem man die eigene Rolle als Mutter loslassen und sich wieder selbst finden muss. Viele Frauen fühlen sich unsicher und neigen zum Grübeln. Was ihnen jahrelang gut und richtig erschien, wird ganz plötzlich infrage gestellt. Oftmals wird dann auch deutlich, dass man sich vom eigenen Partner entfernt hat und dass eigene Bedürfnisse nicht mehr spürbar sind oder nicht erfüllt werden. Nachdem jahrelang das Paar zugunsten der Elternrolle in den Hintergrund getreten ist, steht nun mehr Zeit und Raum für die Partnerschaft zur Verfügung. Es stellt sich die Frage, ob die Partnerschaft wieder zufriedenstel-

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Sprechen Sie offen mit Ihrem Partner darüber, was Sie bewegt und was sich bei Ihnen gerade verändert. Nur wenn Ihr Mann weiß, wie es Ihnen geht, kann er einfühlsam auf Veränderungen reagieren. Wenn sie schlechter erregt werden können oder neue Vorlieben entdecken, hilft das offene Gespräch, eine erfüllende sexuelle Beziehung zu führen. Entdecken Sie Ihre eigene Sexualität neu. Inszenieren Sie intime Begegnungen mit Ihrem Partner entspannend und anregend. Nehmen Sie sich mit Ihrem Partner Zeit, sich gegenseitig neu kennenzulernen. Seien Sie offen für neue Erfahrungen und Spielarten. Nehmen Sie Veränderungen an: Es ist in Ordnung, wenn Sie häufiger oder seltener Lust auf Sex haben.


WE LL A G I N G

Jetzt ist es wichtig, dass Paare offen über ihre Gedanken, Befürchtungen und Bedürfnisse sprechen und sich viel Zeit füreinander nehmen.

lend gelebt werden kann oder ob es Zeit für eine Trennung ist. Vielleicht hat die ehemals gemeinsame Lebensplanung keine Gültigkeit mehr, manches fühlt sich falsch an und aus Liebe ist mit den Jahren mitunter Gefühllosigkeit, Sprachlosigkeit, Lieblosigkeit oder Wut geworden. Gerade jetzt ist es wichtig, dass Paare offen über ihre Gedanken, Befürchtungen und Bedürfnisse sprechen und sich viel Zeit füreinander nehmen. Eine Paarberatung kann in dieser Zeit neue Wege der Kommunikation bereiten und beide Partner wieder füreinander sensibilisieren. Ein Gespräch mit einem Unbeteiligten kann vielfach dabei helfen, die Wechseljahre gemeinsam zu meistern.

DAS EIGENE SELBSTBILD SCHWÄCHT DAS SEXUELLE VERLANGEN Die Veränderungen auf der körperlichen Ebene während der Wechseljahre zusammen mit dem Bewusstsein des Älterwerdens führen dazu, dass sich Frauen unattraktiv fühlen. Sie meiden körperliche Nähe und verweigern sich sexuell. Dazu kommt die Angst, dass der Partner sie verlässt oder sich einer jüngeren - und vermeintlich attraktiveren Frau - zuwendet und fremd geht. Die Zurückweisung und sexuel-

le Unlust belasten in der Regel auch den Partner. Dieser fühlt sich abgelehnt und infrage gestellt. Besonders wichtig bei sexueller Unlust: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, weder durch eigene Ansprüche oder durch den Partner. Denn unter Druck leidet die Libido erst recht.

WAS IST EIGENTLICH DIESE LIBIDO? Der Begriff Libido stammt aus dem Lateinischen und bedeutet in etwa Begierde oder Begehren. Libido bezeichnet allgemein das sexuelle Verlangen beziehungsweise die Lust von Frauen oder Männern. Dieses Verlangen zielt auf die sexuelle Befriedigung ab. In

der Umgangssprache wird auch manchmal der Begriff "Geilheit" anstelle von Libido verwendet.

PROBLEME BEIM SEX WÄHREND DER WECHSELJAHRE Scheidentrockenheit und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sowie sexuelle Unlust beeinträchtigen mitunter den Sex während der Wechseljahre. Bei Frauen dauert es länger, bis sie erregt sind und feucht werden. Männer haben mit zunehmendem Alter größere Probleme, eine Erektion zu bekommen und sie dann auch zu halten. Paare sollten sich daher mehr Zeit für ein zärtliches Vorspiel nehmen.

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Bleibt die Scheide dennoch zu trocken, helfen verschiedene Produkte. Scheidencremes, Gleitgel oder Zäpfchen sorgen für ein feuchteres Scheidenmilieu und ein befriedigenderes Zusammensein. Bei manchen Frauen ist es jedoch genau umgekehrt: Bei ihnen ist die Lust während der Wechseljahre größer als vorher. Sie entdecken die Sexualität noch einmal ganz neu: ohne Angst vor einer Schwangerschaft, ohne falsche Scham, ungestört von Kindern und vor allem mit viel Lust und Selbstbewusstsein. In beiden Fällen ist es wichtig, offen mit dem Partner zu reden. Nur so kann für beide eine gute Lösung gefunden werden.


Libido stammt aus dem Lateinischen und bedeutet in etwa Begierde oder Begehren.

SO GEHT’S

ZUFRIEDEN DURCH DIE WECHSELJAHRE Im Vordergrund steht für viele Frauen zunächst die Behandlung der unangenehmen Begleiterscheinungen wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Dazu kann es je nach Ausprägung der Beschwerden sinnvoll sein, den behandelnden Gynäkologen aufzusuchen.

WER BIN ICH?

WO STEHE ICH?

WO LIEGEN DIE CHANCEN?

Abseits der medikamentösen Behandlung von körperlichen Beschwerden ist es aus ganzheitlicher Sicht erstrebenswert, sich mit dem eigenen Leben und dem Lebensumfeld kritisch auseinanderzusetzen.

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt sich einige Fragen zu stellen: „Wo stehe ich eigentlich beruflich und in der Partnerschaft?“ „Wo möchte ich hin und welche Ziele und Wünsche habe ich?“ „Wie zufrieden bin ich mit meiner Partnerschaft?“

Wenn Sie es schaffen, die Wechseljahre nicht nur als Krise, sondern auch als Chance zu sehen und die Veränderungen zu akzeptieren, werden Sie die Zeit der Umstellung mit Gesundheit, Lebensfreude und Zuversicht meistern können und zufrieden älter werden.

?

KANN ICH JETZT NOCH SCHWANGER WERDEN? ERST WENN NACH DER LETZTEN BLUTUNG FÜR 12 MONATE KEINE BLUTUNG MEHR AUFGETRETEN IST, GILT DIE FRUCHTBARE PHASE IM LEBEN EINER FRAU ALS BEENDET.

5 TIPPS

FÜR MEHR SPASS IM BETT 1. Planen Sie das Zusammensein ganz gezielt. Ein romantischer Abend, Kerzenschein, gute Musik oder ein leckeres Essen sind eine gute Einstimmung.

4. Massieren Sie sich gegenseitig. So kann auch gezielt gegen Erektionsstörungen bei ihm und eventueller Scheidentrockenheit bei ihr vorgegangen werden.

2. Nehmen Sie sich Zeit und Ruhe, um auf die speziellen Bedürfnisse beider Partner eingehen zu können.

5. Nehmen Sie sich gegenseitig so an, wie Sie jetzt sind – mit allen körperlichen Veränderungen.

3. Probieren Sie Neues aus - und das nicht nur im Bett. Wann, wenn nicht jetzt ist der Zeitpunkt gekommen? Sex an einem anderen Ort kann auch im reifen Alter spannend sein. Verlegen Sie den Sex aufs Sofa, verbringen Sie eine gemeinsame Nacht im Hotel oder probieren Sie ein Sexspielzeug aus.

MENO / 29 / 2019

AUCH

QUICK-CHECK

MÄNNER KOMMEN IN DIE WECHSELJAHRE

Mithilfe dieser sechs Fragen können Sie der sexuellen Unlust auf den Grund gehen:

Männer scheinen eine ähnliche Phase in einem bestimmten Alter zu durchlaufen, wie Frauen: die Midlife-Crisis oder Andropause. Sie sind meist jedoch weniger von körperlichen Veränderungen betroffen. Bei Männern spielen sich die Wechseljahre meist eher auf der psychischen Ebene ab. Sie leiden an Antriebslosigkeit, depressiven Verstimmungen und sexueller Unlust.

1. Leiden Sie im Moment unter besonderen Belastungen in der Familie oder im Beruf? 2. Seit wann haben Sie keine Lust mehr auf Geschlechtsverkehr? 3. Nehmen Sie Medikamente ein, die möglicherweise die sexuelle Lust einschränken? 4. Leiden Sie unter chronischen Erkrankungen? 5. Haben Sie Schmerzen beim Sex? 6. Gibt es Probleme in der Partnerschaft, die unabhängig von den Wechseljahren bestehen?


MIND & SOUL

MENO / 30 / 2019


S

ie kommt für jede Frau zu früh und niemand kann sich darauf vorbereiten. Die typischen Symptome der Menopause werden den meisten Frauen erst bewusst, wenn sie die Phase schon fast durchgestanden haben. Hitzewallungen werden zwar als lästig empfunden, aber erst Monate nach diesen beginnenden Anzeichen taucht erstmals der Gedanke an die Wechseljahre auf. Reizbarkeit, eine geringere emotionale Toleranzschwelle und erhöhte Sensibilität werden erst dann mit der Menopause in Verbindung gebracht, wenn der weibliche Zyklus größere Intervalle annimmt. Plötzlich kommt der Tag, an dem man zurückrechnet, wann die letzte Periode war und feststellen muss, dass es vorbei ist.

WENN DIE FRUCHTBARKEIT VERSIEGT

ALLES

?

AUS

Es passiert unangekündigt und völlig überraschend – die Regel bleibt aus. Irgendwann nach dem 45. Geburtstag hat der weibliche Körper seinen Eizellenvorrat verbraucht. Der monatliche Zyklus wird unregelmäßig, setzt aus und kehrt wieder, bis keine Regelblutung mehr erfolgt. Die Menopause hat eingesetzt.

DAS ENDE EINER IDENTITÄT Das Ende der Fruchtbarkeit geht an keiner Frau spurlos vorüber. Es ist vergleichbar mit dem Tod eines Angehörigen - wir wissen, dass Menschen uns verlassen und fallen dennoch in ein emotionales Loch, wenn es soweit ist. Die letzte Regel ist Wochen oder Monate her und plötzlich tritt die Erkenntnis ins Bewusstsein, dass es wirklich vorbei ist. Auch wenn die Familienplanung in diesem Alter meist abgeschlossen ist - keine Kinder zu wollen ist etwas anderes, als keine Kinder mehr bekommen zu können. Für viele Frauen löst dieser Moment einen seelischen Schockzustand aus. Die Identität, die man über dreißig Jahre als Frau gelebt hat, bricht plötzlich ohne Vorwarnung auseinander. Erinnern Sie sich noch an die Teenagerzeit, wo Sie als junges Mädchen auf die Periode gewartet haben, um endlich als "erwachsen" zu gelten? Denken Sie noch an die Momente zurück, in denen die monatlichen Blutungen zu den unpassendsten Zeitpunkten kamen und man sie verwünschte? War die Zeit der Schwangerschaft ohne die monatlich anstrengende Woche nicht wunderbar entspannend?

MENO / 31 / 2019


MIND & SOUL

Mit Beginn der Menopause heißt es Abschied nehmen. Wie bei einer Mutterschaft, die Ihnen von einem Tag auf den anderen eine völlig neue Identität beschert, werden Sie von jetzt an ein anderer Mensch sein. Sie werden mit physischen Veränderungen konfrontiert, die auf ein fehlendes Hormon zurückzuführen sind. Das Schwierigste in dieser Situation ist aber Ihre seelische Befindlichkeit. Sie können keine Kinder mehr bekommen und diese Tatsache berührt etwas in Ihnen.

TRAUER UND VERLUST

SEHEN WIR DIE MENOPAUSE ALS EINEN TEIL DES LEBENS AN, STELLT DIESE PHASE KEIN PROBLEM DAR. WIR KÖNNEN UNS EMOTIONAL NICHT AUF DIESE ZEIT VORBEREITEN. SIE IST MIT ÄNGSTEN UND DEM GEFÜHL VERBUNDEN, DASS ETWAS ZUSAMMENBRICHT. IN DIESER ZEIT BRAUCHEN SIE MENSCHEN, MIT DENEN SIE IHRE EMPFINDUNGEN TEILEN KÖNNEN.

WAS HAT DAS MIT DER MENOPAUSE ZU TUN? Wären wir in unserer Achtsamkeit geschulter, würden wir viele der beginnenden Veränderungen in unserem Körper spüren und könnten dem Abschied entgegenreifen. Statt Angst vor der plötzlichen Endgültigkeit, wäre der Übergang von der Fruchtbarkeit zu einem Lebensabschnitt voller geistiger Entwicklung viel sanfter und entspannter. Unsere Seele bleibt meist auf der Strecke, weil auch die Wechseljahre nur auf ihre physischen Aspekte reduziert werden. Ansteigendes Gewicht, sich verändernde Körperproportionen, Unruhe, Schlaflosigkeit und stärker auftretende Reizbarkeit sind Symptome des Körpers, die von der Medizin behandelt werden. Dass die Ursachen auf der seelischen Ebene zu finden sind, wird kaum beachtet.

Wenn der weibliche Körper seine letzten Eizellen auf die Reise schickt, wissen Sie noch nicht, dass das Ende der Fruchtbarkeit naht. Würden wir uns mehr mit Stille und innerer Achtsamkeit beschäftigen, wäre es einfacher, die ersten Anzeichen zu erkennen. Frauen haben während der monatlichen Periode das tiefverwurzelte Bedürfnis nach Rückzug. Sie spüren den Drang, sich in die Einsamkeit zu begeben, was durch den heutigen Lebensstil unmöglich geworden ist. Hat eine Eizelle ihren Reifepunkt erreicht, kommt es zum Eisprung. Von nun an ist sie bereit, neues Leben hervorzubringen. Zu dieser Zeit ist die Frau voller Energie, produktiv, positiv eingestellt und mehr auf die Außenwelt bezogen. Wird die Eizelle nicht befruchtet, stirbt sie ab und wird aus dem Körper gespült. In diesen Tagen stellt sich eine innere Unruhe ein und Frauen reagieren sehr gereizt. Weil sie ihrer inneren Natur nicht folgen können.

SORGEN SIE FÜR SICH

Das körperliche Geschehen fordert Stille, um Abschied zu nehmen. Wie Ebbe und Flut, die den Wasserstand heben und senken, ist auch der weibliche Zyklus als eine Naturgewalt zu verstehen. Um den Zeitpunkt der Regelblutung herum haben Frauen intuitiv das Bedürfnis nach Stille, Geborgenheit und Alleinsein. Sie brauchen keine Gesellschaft, wollen lieber schweigen statt reden und fühlen sich im Bett oder auf der Couch am wohlsten. Jegliche Aktivität wird auf natürliche Weise ausgebremst, um in die Stille zu kommen und Abschied zu nehmen.

Die Fähigkeit, Kinder austragen zu können, macht uns zu Frauen. Umso schwerwiegender ist der Verlust der Gebärfähigkeit. Es kann passieren, dass Sie auf einmal in Konflikt mit Ihrer Weiblichkeit kommen. Wer sind Sie jetzt, wo Sie keine Kinder mehr bekommen können? Gefühle der Ohnmacht und der Hilflosigkeit sind in diesen Zeiten völlig normal. Machen Sie sich bitte bewusst, dass Ihnen die Fruchtbarkeit vom Leben für eine bestimmte Zeit gegeben wurde und jetzt neue Aufgaben auf Sie zukommen. Es fühlt sich emotional wie das Ende an, aber es ist ein neuer Anfang.

Solange der weibliche Zyklus jeden Monat einsetzt, ist eine Frau direkt mit den aufbauenden und zerstörenden Naturkräften in Kontakt. Vielleicht nehmen wir es nicht bewusst wahr, aber das Leben arbeitet in uns. Es baut auf, stellt zur Verfügung und nimmt weg. Dieser Kreislauf stirbt mit dem Eintritt in die Menopause und löst in der Psyche eine Verwirrung aus. Etwas verändert sich in Ihnen, obwohl Sie nicht darum gebeten haben. Das Ende der Gebärfähigkeit kann die gleichen Gefühle auslösen, die beim Verlust eines Körperteils entstehen.

MENO / 32 / 2019


MENOPAUSE WAS PASSIERT EIGENTLICH IN DEN WECHSELJAHREN?

KOPFSCHMERZEN, Migräne und Spannungskopfschmerzen sind lästige Begleiter.

DER NACHTSCHLAF wird regelmäßig unterbrochen.

HITZEWALLUNGEN ohne körperliche Anstrengung.

DÜNNE HAARE: Die Haarwurzeln sind nicht mehr so stark.

DAS ZAHNFLEISCH wird weicher und empfindlicher.

KÖRPERGEWICHT UND UMFANG nehmen zu, ohne dass die Essgewohnheiten geändert wurden.

DAS HERZ: Einige Frauen leiden unter Herzrasen.

DIE HAUT verliert an Elastizität und wird schneller trocken.

DIE BLASE entleert sich beim Wasserlassen nicht mehr vollständig. Es kann zu einer Reizblase kommen.

KNOCHEN werden instabiler und brechen leichter, die Gefahr für Osteoporose steigt.

MENO / 33 / 2019

UTERUS: Die Eizellenproduktion wird eingestellt.

FRUSTRATIONEN UND GEREIZTHEIT machen sich schneller bemerkbar.


MIND & SOUL

ÖSTROGEN

DIE NATÜRLICHE MENOPAUSE tritt gewöhnlich zwischen dem 45. und 60. Lebensjahr ein.

WIE SICH DER HORMONSPIEGEL IM LAUFE DER ZEIT VERÄNDERT

MIT 20

MIT 30

MIT 35

MIT 40

Zuerst brauchen Sie Zeit für sich, denn Sie müssen Abschied nehmen. Ihre Persönlichkeit hat einen Anteil verloren, der ein großes Loch hinterlässt. Dieses Gefühl ist nicht angenehm. Viele Frauen beschreiben es als einen vorübergehenden Zustand der Orientierungslosigkeit, verbunden mit der Frage, was jetzt geschehen soll. Diese emotionalen Symptome machen sichtbar, was sich im Inneren abspielt. Was jahrzehntelang den inneren Rhythmus bestimmte, hat sich verabschiedet und lässt Sie alleine zurück. Kein Wunder also, wenn Sie plötzlich sehr verletzlich sind. Selbst Frauen, die mit beiden Beinen fest im Leben stehen, verlieren ihren emotionalen Halt, wenn die Natur die Fruchtbarkeit versiegen lässt. Frau Krieger beschreibt diesen Zustand folgendermaßen: "Ich hatte plötzlich an allem etwas auszusetzen. Es war, als ob sich meine innere Einstellung verdunkelt hatte und ich überall nur noch Negatives wahrgenommen habe. Ich hatte das Bedürfnis, alleine zu sein, gleichzeitig fühlte ich mich dann im Stich gelassen. Irgendetwas war verschwunden und ich gab meinem Umfeld die Schuld dafür, obwohl niemand etwas dafür konnte. Ich nahm die körperlichen Veränderungen an mir wahr und ärgerte mich darüber. Ich konnte mich selbst irgendwann nicht mehr leiden,

MIT 50

MIT 60

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MIT 80

aber ich wusste nicht, wo das herkam. Obwohl sich nichts geändert hatte, war da das Gefühl, dass etwas in meinem Leben zu Ende ist. Und das hat mich sehr traurig gemacht." Während der Eintritt der Fruchtbarkeit für jedes Mädchen etwas Besonderes und lang Erwartetes ist, das mit der Mutter und allen Freundinnen geteilt wird, wird der Beginn der Menopause unter den Tisch gekehrt. Es scheint eher peinlich zu sein, wenn die Eizellen schon mit vierzig Jahren aufgebraucht sind und das Gefühl, alt zu sein, macht sich bemerkbar. Während Männer bis ins hohe Alter zeugungsfähig sind, macht die Natur bei der Frau einen sehr drastischen Schnitt, der einen tiefen seelischen Schmerz hervorrufen kann.

DIE HAUT, DIE ZU KLEIN GEWORDEN IST Veränderungen machen den meisten Menschen Angst. Deshalb dürfen Sie unruhig, verletzt und ängstlich sein, wenn sich die ersten Symptome der Menopause einstellen. Erinnern Sie sich daran, wie sich eine Schlange häutet. Es dauert einige Zeit, bis die alte Haut abgetragen ist. Dann ist die Schlange besonders verletzlich, weil sich die neue Haut erst stabilisieren muss, bevor sie genügend körperlichen Schutz bietet.

MENO / 34 / 2019


Bleibt die Regel endgültig aus, nehmen Sie sich eine Auszeit. Verstecken Sie sich nicht. Ziehen Sie sich zurück, aber machen Sie klar, warum. Ein Teil Ihres Wesens steht Ihnen nicht mehr zur Verfügung, deshalb müssen Sie sich Zeit nehmen, das zu realisieren. Sie kehren wieder in den physischen Zustand vor Ihrer Teenagerzeit zurück, seelisch sind Sie jedoch gereift und mit jahrzehntelanger Erfahrung ausgestattet. Die Zeit, um Kinder großzuziehen, liegt jetzt hinter Ihnen. Gleichzeitig geht es von nun an um die Entwicklung Ihrer seelischen und geistigen Reife. Menopause hat nichts mit einem dahinwelkenden Körper zu tun. Die ersten Jahrzehnte sind wir sehr auf unseren Körper und alles, was mit diesem zu tun hat, fixiert. Anschließend folgt die geistige Reife. Wir beginnen, das Leben zu verstehen. Was funktioniert und was uns aus der Bahn wirft. Wir werden verständig und können das an die jüngere Generation weitergeben und dafür sorgen, dass diese es leichter hat. Wir treten als Großeltern auf und sind mit unseren Enkeln geduldiger, als mit den eigenen Kindern. Und all das ist in Ordnung und muss so sein, weil es zum Leben dazugehört.

EINE WUNDERBARE ERFAHRUNG Statt gegen die Veränderung des Körpers zu kämpfen, sollten wir ihm für viele wunderbare Erfahrungen danken und anschließend auf das schauen, was Neues in unser Leben treten wird. Es ist kein leichter Lebensabschnitt und er erfordert Mut, sich selbst zu hinterfragen. Verdrängte Emotionen kommen in keiner Lebenssituation so intensiv an die Oberfläche, wie zu dieser Zeit. Frau Schmidt wurde beispielsweise die Beziehung zu ihren erwachsenen Kindern vor Augen geführt und sie sagt dazu: "Mir wurde während der Menopause bewusst, dass ich den Abschied von meinen Kindern noch nicht wirklich zugelassen hatte. Sie sind erwachsen und haben ihr eigenes Leben, trotzdem lief in meinem Leben etwas falsch. Meine Tochter sagte mir einmal, dass ich Angst hätte, ihre Liebe zu verlieren und deshalb klammern würde. In diesem Moment wurde mir bewusst, dass ich jahrelang getrauert hatte und es jetzt Zeit war, diesen Schmerz bewusst zuzulassen. Ich konnte sie nicht mehr wie früher jeden Tag in die Arme schließen, ihnen zuhören oder einen Rat geben. Sie waren ausgezogen und lebten ihr eigenes Leben, aber ich hatte nicht nach vorne geschaut. Ich war in der Trauerphase hängengeblieben. Der Abschied von der Fähigkeit, Kinder zu empfangen, brachte diese Wahrheit ans Licht. Man ist in dieser Zeit dünnhäutiger und näher bei sich selbst. Als diese Wahrheit in mir aufgestiegen war, verschwand der Schmerz. Ich bin mir sicher, dass wir zukünftig anders miteinander umgehen können. Etwas hat sich gelöst, mitten im Verlust. Und ich bin sehr dankbar dafür".

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MIND & SOUL

GELASSEN SEIN ENTSPANNUNG BEGINNT IM KOPF

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Glück, Ruhe, Entspannung, Gelassenheit: Wir haben lange nach dem richtigen Wort gesucht, das diesen Artikel beschreibt. Bis uns klar geworden ist: da gibt es kaum Unterschiede – alles hängt zusammen.

Bild: KONMARI MEDIA INC

B

eginnen wir unsere kleine Reise zu mehr Entspannung erstmal damit, innere und äußere Ordnung zu schaffen. Denn um sich als Frau in Körper, Geist und Seele wohlzufühlen, muss sie für sich selbst etwas tun. In einem ungepflegten, desolaten Zustand möchte im Normalfall niemand leben. Dies gilt besonders für die unmittelbare Umgebung. Die Ablage zu Hause und im Büro sollte aktuell und übersichtlich sein. Private Unterlagen für Versicherungen und persönliche Dokumente müssen griffbereit sein. Im Chaos der eigenen vier Wände, im Garten, im Keller, in der Garage, im Werkzeugschrank, in den Kleiderschränken oder sogar in den Gedanken – wer möchte auf Dauer damit leben und so entspannt sein können? Vielleicht denken Sie jetzt: „Ein Genie beherrscht das Chaos“ oder verweisen auf den Spruch: „Wer Ordnung liebt, ist zu faul zum Suchen“ – aber mal ehrlich: Es bedarf keiner sterilen Umgebung, aber einer gewissen Grundordnung, um Durchblick in allen Dingen zu haben. Nicht

umsonst erobert die Japanerin Marie Kondō gerade mit ihrem „magischen Aufräumen“ unsere Herzen im Sturm. Menschen, die kurz vor einem Burnout standen oder diesen Zustand durchlitten haben wissen, wie schwer es war, Eins und Eins zusammenzuzählen. Die Überforderung ließ eine klare Denkweise oft nicht mehr zu. Es musste gelernt werden, wieder einen Schritt nach dem anderen zu tun. Trennen Sie sich beispielsweise von Kleidung, die Sie länger als zwei Jahre nicht getragen haben, schaffen Sie Luft zum Atmen in Ihrer Umgebung. Sortieren Sie Schriftkram aus, befreien Sie sich von überflüssigem Papierkram. Außer natürlich von tollen Magazinen wie diesem hier.

DEN EIGENEN LEBENSSTIL OPTIMIEREN Unordnung ist aber nicht nur ein Phänomen der eigenen vier Wände oder des Schreibtischs. Auch im Kopf kann Chaos herrschen. Deshalb: Entmüllen Sie Ihr Leben auch gedanklich. Lassen Sie sich nicht als Müllschlucker für banale Probleme ande-

Marie Kondo hat ihr Leben der Ordnung gewidmet. Das Motto der Japanerin: Eine aufgeräumte Wohnung ist gleich eine aufgeräumte Seele. Denn ausmisten und Ordnung machen spielt sich nicht nur in der Wohnung ab, sondern auch in einem selbst.

rer benutzen (das hat nichts mit dem aufrichtigen Mitempfinden und der Hilfsbereitschaft für andere Menschen zu tun, die in Schwierigkeiten oder in Not sind). Haben Sie auch einmal den Mut zu sagen: „Das will ich nicht wissen, es interessiert mich nicht, das belastet mich nur.“ Dazu zählt auch: Nein zu sagen, wenn man auch Nein meint. Ein ständiges oder zu häufiges Verbiegen, um anderen alles recht zu machen, geht auf Dauer nicht gut. Sicher, es stehen Arbeiten im privaten und beruflichen Umfeld an, die manchmal keinen Aufschub dulden. Das sollte aber nicht zum selbstverständlichen Regelfall werden. Apropos Regelfall, wie sieht Ihr Tagesablauf aus? Schon klar, der Tagesablauf ist, wie jeder Mensch auch, individuell. Und äußeren Einflüssen kann man sich nicht immer entziehen. Das kann beispielsweise durch unvorhergesehene Ereignisse in der Familie, Aufgaben am Arbeitsplatz, Krankheit, Beziehungsprobleme, Stress mit den Kindern – selbst wenn sie schon erwachsen sind – entstehen. Doch bei allem

TRENNEN SIE SICH BEISPIELSWEISE VON KLEIDUNG, DIE SIE LÄNGER ALS ZWEI JAHRE NICHT GETRAGEN HABEN, SCHAFFEN SIE „LUFT ZUM ATMEN“ IN IHRER UMGEBUNG. MENO / 37 / 2019


MIND & SOUL

Tagtraum hingeben.

Tun das wir selbst in der Hand haben, sollten Sie sich öfter einmal die Frage stellen: Was kann schlimmsten Falls passieren – wenn ich jetzt nicht präsent bin? Bei allem Handeln, bei aller Hilfe, bei allem achtenswerten Engagement – vergessen Sie sich selbst nicht!

Wer die Mittagspause im Betrieb so einteilen kann, dass nach dem Essen eine kleine Runde über das Gelände an der frischen Luft erfolgen kann, auch im entspannten Gedankenaustausch mit Kollegen, das hat als Wellness-Übung etwas Erfrischendes. Dabei kann eine straffe Gangart, mit schwingenden Armbewegungen dazu dienen, den Kreislauf in Trab zu bringen und um den Kopf frei zu kriegen.

AM ENDE DES TAGES Der Mensch ist nicht so konzipiert, dass er permanentem Stress unbeschadet ausgesetzt sein kann. Notwendige Erholungspausen, ausreichender Schlaf, bewusstes Abschalten von den Arbeitsthemen und Problemen von Jedermann sind wichtig, um zu regenerieren. Es sollte versucht werden, den Tag in Ruhe ausklingen zu lassen. Statt aufregenden Streitgesprächen, Beschäftigung mit bedrückenden Nachrichten aus aller Welt, kann QUICKman für sich und in der PartnerTIPP zum schaft Ruhepole schaffen, die Glücklich besonders am Abend einem Wellsein: ness-Empfinden gleichen. Gehen Spielen Sie mit Sie beispielsweise öfter mal 15 Farben. Dunkle, Minuten spazieren, hören Sie schwarze Kleidabei die Stille und nicht das dung hebt nicht Dröhnen aus dem mp3-Player gerade das über Kopfhörer. Nehmen Sie ein StimmungsWaldbad! Oder haben Sie die Muße (wenn realisierbar) und den Barometer. Riskieren Sie einBlick für den Sonnenuntergang, mal einen hören Sie dem abendlichen neuen HaarGesang der Amsel im Garten zu, schnitt, etwas lassen Sie wohltuende Musik auf Farbe, kaufen sich wirken und finden Sie Zeit, Sie sich ein um mit dem Partner oder Freunkleines Blümden zu sprechen, zu singen, chen für den Geborgenheit zu vermitteln. Das Tisch. Belohgemeinsame Gespräch über den nen Sie sich vergangenen Tag, das Vorlesen selbst. aus einem guten Buch oder auch das Abendgebet sind Rituale, die den Körper und die Psyche auf die Nachtruhe einstimmen.

GÖNNEN SIE SICH SELBST ETWAS GUTES

HOLEN SIE EIN SCHÖNES ZIEL DAS IN DER ZUKUNFT LIEGT GEDANKLICH BEREITS IN DIE GEGENWART.

KLEINE AUGENBLICKE DER BESINNUNG Bevor jetzt von denen ein Veto eingelegt wird, die sich rund um die Uhr im Einsatz befinden, Schichtarbeit leisten, in medizinischen oder öffentlichen Diensten sowie im Handel tätig sind beziehungsweise als Dienstreisende (Pendler) erst spät abends oder erst am Wochenende nach Hause kommen – dann versuchen Sie es wenigstens Mal, sich Momente, kleine Augenblicke der Besinnung und Erholung zwischendurch zu schaffen. Halten Sie auf einer Autofahrt einmal kurz an und atmen Sie (abseits von den Abgasen der Fahrzeuge natürlich) tief durch, ein paar Lockerungsübungen, den Blick in die Natur, die Augen schließen und sich mit schönen Gedanken dem kurzen

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In der Woche Zeit finden, um allein, mit dem Partner, der Familie oder im Freundeskreis Kommunikation zu pflegen, soziale Bindungen zu stärken, sich selbst etwas Gutes gönnen. Ein Glas Wein trinken (am Kaminfeuer – wer keinen echten Kamin hat, kann eine Imitation von einer DVD über den Bildschirm laufen lassen) und zu lachen. Wussten Sie, dass kleine Kinder bis zu 400 Mal am Tag lächeln und die Erwachsenen etwa nur 10 Mal? Auch unter beschwerlichen Lebensverhältnissen hilft die Erinnerung an vergangenes Schönes oder an Zukünftiges, sich Glücksmomente zu schaffen. Lächeln Sie Ihre Mitmenschen an. Nicht alle, aber Viele lächeln zurück! Beschäftigen Sie sich mit einem schönen Ziel, das in der Zukunft liegt (Reise, Urlaub, Treff mit lieben Menschen) und holen Sie es sich gedanklich bereits in die Gegenwart. Es hilft über manches augenblicklich Unschöne leichter hinweg.


MY HOME IS MY TEMPEL Unbestritten: Der Besuch im Thermalbad einschließlich der Sauna, die Unterwasser-Sprudelbäder, die Ganzkörpermassage, Beautybehandlungen, Duft-Öle, Klangliegen, Solarium, leise Entspannungsmusik – das ist der Inbegriff von Entspannung und Erholung. Doch nicht jeder hat die Zeit und das Geld, um regelmäßig diese Vorzüge, als ein Stück der Lebensqualität zu nutzen. Es sei allen vergönnt, die in ihrem Einfamilienhaus ihr eigenes Erlebnisbad (Whirlpool, Kabinen-Sauna, Heimsolarium) besitzen. Wer eine Badewanne für ein entspannendes Vollbad (bei Erkältung, Verspannung und Stress) besonders nach einem anstrengenden Arbeitstag nutzen kann, kennt die Vorzüge. Alle Knochen und Muskeln scheinen es zu danken. Man fühlt sich wie neugeboren. Eine gemütliche Atmosphäre dabei zu schaffen (Teelichter, Duft-Essenzen, Wellness-Musik, ein bewegtes Sand- oder WasserBild), das obliegt der Kreativität jedes Anwenders.

Fit in den neuen Tag starten: Einige Minuten Morgengymnastik, eine kleine Runde WOHLFÜHL-AMBIENTE auf dem FahrIN JEDEM RAUM rad, dem Grünpflanzen, ZimmerspringHometrainer brunnen, Kerzen, Teelichter, kreaoder das mortiv gestalteter Tischschmuck, Wasserschalen mit Schwimmker- gendliche Joggen (straffes zen und Blumenblüten schaffen Gehen) wird eine heimelige Atmosphäre. Sich den Körper ein Stück Natur sich in den Wohnmobilisieren raum zu holen (einen, je nach und die Seele Jahreszeit geschmückter Korkenentspannen. zieher-Ast an Wand oder Decke Man ist danach befestigt, mit künstlichem und auch geistig fit natürlichem Deko-Material, mit und spürbar Blumen ergänzt) kann Wellness entspannter. für die Augen und Ohren bedeuten.Farben haben dabei ihre

besondere Wirkung. Farbkenner wissen um die zielorientierte Kombination und die Auswirkungen von kalten und warmen Farbtönen. Die Bedeutung von beruhigenden Pastellfarben, aufhellende Gemütsempfindungen durch Orangetöne, das Grün wohltuend für Auge und Sinne. Mag manche Stilrichtung, Modeerscheinung durch Farben unterstrichen werden, es wird sich jeder für die Farbgestaltung seiner häuslichen Wände, seiner Einrichtung so entscheiden, dass es ihm gut tut. Die Erinnerung an einen schönen Urlaub am Meer kann in dekorativer Weise selbst hergestellt werden. Es wird dafür nur wenig benötigt: Ein Bilderrahmen, Sand, Muscheln, kleines Strandgut, Steinchen, Wurzelwerk, Tang,

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Maler-Leim. Sand, Wasser und Leim als dicke Masse in den Bilderrahmen auftragen und antrocknen lassen. Mit etwas Fantasie die übrigen Zutaten anordnen (vielleicht mit einem Schriftzug versehen) und das Ganze flach liegend ein bis zwei Tage aushärten lassen, bevor es als Kunstwerk die Wand ziert. Im Schlafraum sollte auf besondere Weise für Entspannungs-Empfinden geachtet werden. Ein beleuchteter Salzkristall (mit ionisierender Wirkung) wirkt dezent, gemütlich und angenehm. Viel Technik, Elektronik, ein durch die Nacht laufender Computer weniger. Oft ist weniger mehr. Freiraum, Sauerstoff und keine erdrückenden Arbeitsecken dienen einer gesunden Schlafhygiene. Kräuterkissen und Lavendel wirken beruhigend.


MIND & SOUL

DRAUSSEN ENTSPANNEN Wenn Sie einen Garten besitzen oder ein Grundstück am Haus, dann kennen Sie sicher das Gefühl, barfuß über die taufrische Wiese zu gehen. Verschiedene Bodenmaterialien können eine Wellness-Kur für die Füße sein: Kies, Rinden-Mulch, Holz, Erde, Sand, Wasser und Gras. In einigen Kurorten, im Wald oder in manchen Städten bietet sich die Gelegenheit, in einem Wasserbecken beim Spaziergang, nach einem Shopping-Trip die Füße und Beine mit Wassertreten zu vitalisieren. Sebastian Kneipp hätte seine Freude daran. Im Schwimmbad, in Thermalbädern am Aqua-Sport teilzunehmen, ist nicht nur für Senioren gut. Die gelenkschonende Wassergymnastik stärkt Herz, Kreislauf, Muskulatur bei jedermann.

IM TREND: Waldbaden Und ganz wichtig: Tanken Sie Öffnen Sie Sonne! In Maßen und vernünftig versteht sich. Die Produktion des Ihren Blick auf die Natur. wichtigen Vitamin D, zur StärSchauen Sie für kung des Immunsystems, hat wenige Minuten positive Auswirkungen auf Bluteinen Baum an druck und Cholesterinspiegel und nehmen und dient der Vorbeugung gegen Sie einzelne Osteoporose und wird durch das Details bewusst Sonnenlicht beeinflusst. So, jetzt haben wir eine lange Reise hinter uns. Von der Unordnung im Kleiderschrank, über das Chaos im Kopf bis hin zu den kleinen Momenten unterwegs oder zu Hause, die uns Glück, Ruhe, Entspannung und Gelassenheit schenken. Eine Reise, die niemals endet.

war. Lehnen Sie sich an ihn, schließen Sie die Augen und hören Sie dem Vogelgezwitscher und dem Knarzen des Unterholzes zu.

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PLUS:

KLEINE SPATIPPS ZUM RELAXEN

WOHLFÜHLREZEPT Wenn die Holunderbüsche blühen, ist der Sommer da. Aus den Holunderblütendolden lassen sich leckere Rezepte bereiten: Holunderblüten-Sekt

SO MACHEN SIE AUS IHREM ZUHAUSE EINEN RELAX-TEMPEL. 01 Mit einer Badewannen-Unterwasser-Massage-Matte kann ein ähnlicher Wohlfühl- und Lockerungseffekt wie im größeren Whirlpool entstehen.

Bild: Dornbracht

02 Steht nur eine Dusche zur Verfügung, so kann eine zusätzliche Fuß-Massage-Schüssel Balsam für die müden Füße sein. 03 Die Zugabe von basischem Salz in das Sprudelfußbad,

oder in die Badewanne, trägt für den gesunden SäureBasen-Haushalt des Körpers bei und leitet Giftstoffe aus. 04 Bürstenmassage: ein elektrischer Massagekopf mit Wärmefunktion (Rotlicht) macht wunderbar locker und ist ein eigenes „Anti-CelluliteProgramm“. 05 Eine elektrisch betriebene Massage-Matte, ein Massage-Sessel, Fußreflex-

zonen-Massage-Matte sind Wellness-Geräte, um sich von Kopf bis Fuß wohlzufühlen. 06 Regelmäßige Kneippgüsse an den Beinen können Krampfadern und Venenschwäche verhindern oder mindern. 07 An den Fußsohlen sind bekanntlich Reflex-Zonen, die in Verbindung mit inneren Organen stehen. 08 Ein neuer Duft, eine andere Haut-

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creme oder ein Körperöl gibt ein neuartiges Gefühl. 09 Eine Musik-CD mit Meeresrauschen lässt die Erinnerung zur Inspiration lebendig werden. Das ist Wellness mit Nachhaltigkeit. 10 Wellness hat etwas mit Wohlfühlen zu tun. Wenn Sie es zu Hause schön haben wollen, dann machen Sie es sich schön, es erledigt kein anderer für Sie.

Etwa 10 HolunderDolden waschen, in einem Topf mit 1 kg Zucker, 1 Päckchen Weinsteinsäure, 2 Zitronen (in Scheiben geschnitten) mit 10 Litern kochendem Wasser übergießen und einen Tag abgedeckt stehen lassen. Danach durch ein Sieb die Flüssigkeit abgießen, in eine Karaffe oder eine Flasche füllen und mit Mineralwasser zum Sekt werden lassen. Ein erfrischendes Getränk!


H EALT H & B O D Y Veränderung steht jetzt auf dem Programm: Die Wechseljahre sind geprägt von vegetativen und organischen Veränderungen. Die Prämenopause kündigt sich zunächst durch Störungen des Monatszyklus und Blutungsstörungen an.

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SOLL ICHecht HORMONE NEHMEN? DIE ZEIT DER HORMONELLEN UMSTELLUNG

WAS PASSIERT HORMONELL IN MEINEM KÖRPER?

Manche Frauen kommen gut durch die Menopause, während andere den Hormonmangel in Form von Wechseljahresbeschwerden spüren. Dann stellt sich oft die Frage: Soll ich gegen die Beschwerden Hormone nehmen oder nicht?

Z

wischen dem 40. und dem 50. Lebensjahr lässt die Produktion der weiblichen Geschlechtshormone langsam nach, bis sie schließlich ganz eingestellt wird. Meistens findet die letzte Regelblutung mit Anfang 50 statt. Sie wird auch Menopause genannt. Diese Zeit der hormonellen Umstellung wird als Wechseljahre bezeichnet. Rund ein Drittel der Frauen sind frei von Beschwerden, während andere durch die Umstellung des Hormonhaushalts unter den sogenannten klimakterischen Beschwerden leiden, die ganz unterschiedlich ausfallen können. Unmittelbare Folge des Hormonentzugs können Schweißausbrüche, Hitzewallungen, Nervosität, Verstimmun-

gen und Schlafstörungen sein. Mit der Zeit passt sich der Körper den veränderten hormonellen Bedingungen an, sodass die Beschwerden nachlassen. Es ist vor allem die Reduzierung der weiblichen Hormone, die sich bis ins hohe Alter bemerkbar machen kann. Nicht abschließend geklärt ist, ob der sinkende Hormonspiegel auch für weitere Veränderungen verantwortlich ist, zum Beispiel für das erhöhte Risiko, an Osteoporose zu erkranken. Hier sind nicht allein die Wechseljahre verantwortlich. Auch die persönliche Veranlagung, Bewegungsmangel und die Ernährung spielen eine Rolle. Gleiches gilt für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, für Schlaganfälle und für die Veränderung des Körpergewichts.

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Die Hormonproduktion verändert sich mit zunehmendem Alter. Um die Wirkweise zu verstehen, ist es wichtig, zunächst einmal einen Blick auf die Funktion der Hormone im gebärfähigen Alter zu richten. Der Zyklus wird über Hormone gesteuert, die in den Eierstöcken und im Gehirn gebildet werden. Das follikelstimulierende Hormon (FSH) regt die Reifung von Eibläschen bis zum reifen Ei in den Follikeln an, die Östrogen produzieren. Dadurch wird die Gebärmutterschleimhaut aufgebaut und zu gegebener Zeit der Eisprung ausgelöst. Während die erste Zyklushälfte von Östrogen dominiert wird, überwiegt in der zweiten Zyklushälfte die Produktion des Hormons Progesteron. Progesteron wird auch als Gelbkörperhormon bezeichnet. Es wird hauptsächlich vom Gelbkörper und während einer Schwangerschaft auch von der Plazenta produziert, wobei ein winziger Anteil von den Nebennieren gebildet wird. Ebenso wie Östrogen gehört auch Progesteron zu den weiblichen Geschlechtshormonen. Progesteron bereitet im gebärfähigen Alter die Gebärmutter auf die Einnistung einer Eizelle vor. Bleibt eine Befruchtung aus, wird die Gebärmutterschleimhaut mit der Monatsblutung abgestoßen. Ab dem 45. Lebensjahr produzieren die Eierstöcke immer weniger Geschlechtshormone. Durch die weniger werdenden Östrogene kommt es zu charakteristischen


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DIE WIRKUNG VON HORMONEN

Umstellungen im Funktionskreis der Eierstöcke, deren Keimgewebe sich während der Zeit der Geschlechtsreife weitgehend verbraucht. Bei der Geburt enthalten die Eierstöcke noch rund eine Million Eizellen, die bis zur Menopause nahezu völlig verschwunden sind. Das bedeutet, dass die Hormonproduktion zunächst zurückgeht und schließlich ganz eingestellt wird. Der Körper möchte noch Hormone produzieren, er kann es aber nicht mehr. Die bislang wesentliche Rolle der beiden weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron - geht verloren. Das muss der Körper erst einmal verkraften, wobei dieser Prozess der Anpassung Jahre dauern kann und die zahlreichen Beschwerden hervorruft, die als Wechseljahresbeschwerden bezeichnet werden. Der Körper versucht noch, die nachlassende Funktion der Eierstöcke auszugleichen. Dies geschieht durch die Ausschüttung von Gonadotropinen. Das sind übergeordnete Hormone, durch die die weiblichen Geschlechtshormone aus der Balance geraten, sodass sich ihre Konzentration verändert. Diese Hormonschwankungen äußern sich in unregelmäßigen Blutungen, in Zyklusänderungen, empfindlichen Brüsten und in Kopfschmerzen. Das ist der Beginn der Prämenopause, die in die Menopause übergeht, begleitet von einem seltener werdenden Eisprung und von größer werdenden Abständen zwischen der Periode. Sukzessive nimmt die Konzentration von Östrogen und Progesteron ab, sodass die typischen Wechseljahresbeschwerden solange auftreten können, bis sich der Körper auf die veränderten hormonellen Rahmenbedingungen eingestellt hat.

Selbst Frauen, die über Jahre die Pille als Verhütungsmittel genutzt haben, haben Angst vor Hormonpillen in den Wechseljahren. Grund ist die Erstpublikation der Women´s Health Studie von 2002, deren Ergebnisse sich bis heute hartnäckig halten. Die WHI-Studie kam vor mehr als 15 Jahren zu dem Ergebnis, dass Hormonpräparate in den Wechseljahren das Risiko erhöhen, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden oder an Brustkrebs beziehungsweise Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. In weiteren Langzeituntersuchungen konnte jedoch, zumindest teilweise, Entwarnung gegeben werden. Neuere Studien deuten darauf hin, dass eine sehr niedrig dosierte Hormonersatztherapie mit Pflastern, Tabletten oder einem niedrig dosierten Hormonpflaster weniger riskant sind. Insoweit haben deutsche und amerikanische Fachgesellschaften ihre Anwendungsempfehlungen entsprechend angepasst. Danach scheint das Risiko einer Hormontherapie bei gesunden Frauen unter 60 Jahren im Vergleich zum Nutzen vertretbar. Selbst Wissenschaftler, die früher vor einer Hormontherapie gewarnt hatten, bestätigen das geringere Risiko bei frühzeitiger Einnahme. Dann dürfen jedoch keine weiteren individuellen Risiken bestehen, zum Beispiel ein hoher Blutdruck, Rauchen, Diabetes, die Neigung zu Thrombose oder eine Veranlagung zu erblich bedingtem Brustkrebs. Demzufolge ist es

Bei der Geburt enthalten die Eierstöcke noch rund eine Million Eizellen. sinnvoll, bei ausgeprägten Wechseljahresbeschwerden Hormone so früh und so kurz wie möglich und maximal bis zu einer Dauer von zwei Jahren einzunehmen. In Studien erforscht werden aktuell Wirkstoffe, die keine Hormone sind, jedoch in den Zellen eine ähnliche Wirkung entfalten. Dabei handelt es sich um selektive ÖstrogenrezeptorModulatoren (SERM), die an den Zellen des Gewebes, die Schlüsselstellen oder Rezeptoren besetzen, die an die Hormone andocken. Diese Stoffe wirken entweder selbst wie Hormone oder blockieren die Hormonwirkung. Diese Entwicklung steckt jedoch erst in der Anfangsphase, sodass noch keine Therapie zur Verfügung steht.

ZIEL EINER HORMONERSATZTHERAPIE Bei einer Hormonersatztherapie (HRT) wird der durch die Wechseljahre bedingte Hormonmangel

WIRKEN PFLANZLICHE MITTEL? Kritisch sehen Experten die Verwendung von sogenannten Phytoöstrogenen, vor allem von Isoflavonen, die hormonähnlich wirken können. Dazu gehören unter anderem Sojaextrakte und Leinsamen sowie Inhaltsstoffe aus Hopfen und Rotklee. Diese Einschätzung geht zurück auf das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das sich zwecks Prüfung an die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wandte. Ob diese Produkte bei Wechseljahresbeschwerden tatsächlich helfen, darüber äußerte sich die EFSA nicht.

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DIE PHASEN DER WECHSELJAHRE DIE WECHSELJAHRE ERSTRECKEN SICH ÜBER MEHRERE JAHRE UND WERDEN IN DREI ABSCHNITTE UNTERTEILT, IN DIE PRÄMENOPAUSE, DIE PERIMENOPAUSE UND IN DIE POSTMENOPAUSE. Die Menopause bezeichnet die letzte von den Eierstöcken gesteuerte Menstruationsblutung, wobei das Menopausealter im Durchschnitt um das 50. Lebensjahr liegt. Die Perimenopause bezeichnet den Zeitraum bei der Frau von jeweils zwei Jahren vor und nach der Menopause.

Die Prämenopause ist der Zeitraum der letzten rund fünf Jahre vor der Menopause. Die Postmenopause beginnt ein Jahr nach der Menopause. Die Prämenopause und die Postmenopause dauern jeweils mehrere Jahre, sodass sich die Wechseljahre über durchschnittlich zehn Jahre erstrecken.

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H EALT H & B O D Y künstlich mit Medikamenten ausgeglichen. Ziel ist nicht, die bisherige Hormonkonzentration wieder herzustellen. Stattdessen ist die Hormonersatztherapie darauf gerichtet, die durch den Östrogenmangel bedingten Wechseljahresbeschwerden zu beseitigen. Symptome wie zum Beispiel depressive Verstimmungen, Schlafstörungen, Hitzewallungen und urologische Beschwerden können verbessert und im Idealfall behoben werden. Medizinische Anlässe beziehungsweise medizinische Indikationen, die den Einsatz einer Hormonersatztherapie rechtfertigen, sind unter anderem Hitzewallungen und der Gewebeschwund der genitalen Schleimhaut und dadurch bedingte urogenitale Beschwerden. Keine schulmedizinische Indikation ist die Prävention von Erkrankungen, zum Beispiel von Depressionen oder Osteoporose. Ausnahmsweise wird die HRT zur Primärprävention einer Osteoporose eingesetzt, wenn ein hohes Knochenbruchrisiko oder eine Unverträglichkeit gegenüber anderen, zur Behandlung von Osteoporose zugelassenen Arzneimitteln besteht. Im Zusammenhang mit einer HRT sollten regelmäßige, jährliche Kontrolluntersuchungen stattfinden, bei denen unter anderem das Körpergewicht und der Blutdruck überprüft sowie eine Untersuchung der Brust und eine gynäkologische Kontrolluntersuchung stattfinden. Eine

WUSSTEN SIE, DASS BEI FRAUEN DIE KNOCHENMASSE BEREITS AB DEM 35. LEBENSJAHR SCHWINDET, UND ZWAR UM 0,3 BIS 0,5 PROZENT JÄHRLICH? ZU BEGINN DER POSTMENOPAUSE SIND ES DREI BIS FÜNF PROZENT.

GRUNDSÄTZE DER HORMONERSATZTHERAPIE Bevor eine Hormonersatztherapie durch den/die Frauenarzt/-ärztin vorgeschlagen und eingeleitet wird, sind eine sorgfältige Anamnese - das ist eine professionelle Erfragung von potenziell medizinisch wichtigen Informationen - sowie eine umfassende Untersuchung und Beratung notwendig.

NIEDRIGSTE DOSIS

STÄNDIGE ÜBERPRÜFUNG

Eigentlich ja eine Selbstverständlichkeit, doch leider nicht immer befolgt: Während der individuell erforderlichen Behandlungsdauer sollte immer die niedrigste effektive Dosis zum Einsatz kommen. Sprechen Sie mit Ihrem/Ihrer Frauenarzt/-ärztin über die benötigte Dosis für Ihre Bedürfnisse.

Außerdem sollte regelmäßig eine Bewertung der Einnahme durch den Gynäkologen/die Gynäkologin erfolgen. Hier wird überprüft, ob das gewünschte Behandlungsergebnis erreicht wurde und ob sich die behandelten Wechseljahresbeschwerden verbessert beziehungsweise zurückgebildet haben.

verbindliche Empfehlung bezüglich der Dauer der Hormonersatztherapie gibt es nicht, die abhängig von den jeweiligen Beschwerden ist. Empfehlenswert ist, die Dosierung am Ende der Therapie in den letzten zwei bis drei Monaten langsam zu senken, was als „Ausschleichen“ bezeichnet wird.

Behandlungsplanung mit einbezogen werden. Nur so ist eine gezielte Auswahl der unterschiedlichen Wirkstoffe und Präparate möglich. Für die Therapieentscheidung berücksichtigt, werden das Alter sowie der Zeitpunkt Ihrer individuellen Menopause. Begonnen wird die Hormonersatztherapie im Idealfall mit dem Eintritt in die Wechseljahre und vor dem 60. Lebensjahr. Voraussetzung ist, dass keine Gegenanzeigen oder erhöhte Risiken vorliegen, zum Beispiel HerzKreislauf-Erkrankungen oder Brustkrebs. Das erhöhte Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, kann bei einer Langzeitanwendung nicht ausgeschlossen werden.

NUTZEN UND RISIKEN EINER HORMONERSATZTHERAPIE Der Nutzen für Patientinnen bemisst sich nach dem persönlichen Leidensdruck und der Intensität der Beschwerden, die gegen die jeweiligen Risiken abgewogen werden müssen. Insoweit sind Patientinnen auf ihren Gynäkologen beziehungsweise ihre Gynäkologin angewiesen, die ihre Patientin intensiv aufklären und informieren müssen, damit eine solide Entscheidungsgrundlage vorhanden ist. Patientinnen profitieren von einer HRT, wenn Wechseljahresbeschwerden, die bislang die Lebensqualität deutlich eingeschränkt haben, wirksam behandelt beziehungsweise gelindert werden. Heutzutage orientieren sich die Therapieüberlegungen an den individuellen medizinischen Bedürfnissen von Frauen, wobei Vorerkrankungen und Risikofaktoren in die

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Diese Risikoerhöhung wurde in Verbindung mit der Kombination aus Östrogenen und Gestagenen sowie einer Anwendungsdauer von mehr als fünf Jahren beobachtet. Bei entsprechender familiärer Vorbelastung birgt die HRT ein erhöhtes Risiko für eine venöse oder arterielle Thromboembolie, wenn Übergewicht vorliegt oder längere Liegezeiten eingehalten werden müssen. Die genannten Risiken treten nur in Verbindung mit einer oralen Medikamentengabe auf, sodass auf eine Östrogensubstitution über die Haut ausgewichen werden kann.


Die Wechseljahre haben durchaus auch positive Seiten. Diese Lebensphase bietet die große Chance, Weichen neu zu stellen und Freiräume zu nutzen.

DIE DARREICHUNGSFORMEN IN DER HORMONERSATZTHERAPIE Für eine Hormonersatztherapie stehen unterschiedliche Darreichungsformen zur Verfügung. Diesbezüglich wird zwischen einer Monotherapie und einer Kombinationstherapie differenziert. Bei der Monotherapie werden nur Östrogene eingesetzt, während die Kombinationstherapie eine Kombination aus Östrogen und Gestagen ist. Welche Dosierungen, Wirkstoffe und Darreichungsformen letztendlich ausgewählt werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Als Darreichungsformen gibt es Tabletten zur oralen Einnahme sowie Pflaster, Gels, Cremes und Sprays, deren Wirkstoffaufnahme transdermal, nämlich über die Haut verläuft. Cremes eignen sich beispielsweise für die Behandlung von Scheidentrockenheit.

UND JETZT? Wenn Sie sich den Wechseljahren nähern, sollten Sie sich körperlich fit halten. Auch wenn Sie bislang noch keinen oder nur wenig Sport gemacht haben, ist es nie zu spät, damit zu beginnen. Ein verminderter Grundumsatz, der Abbau von Muskelmasse und die Zunahme von Fettgewebe können Sie mit einer ausgewogenen Ernährung begegnen, bei der Gemüse und Eiweiß dominieren und bei der Sie die Wirkung von Gewürzen nutzen. Auf Hitzewallungen können Sie sich einstellen, indem Sie sich nach dem Zwiebelprinzip kleiden, sodass Sie bei Bedarf einzelne Schichten ablegen können. Sie schaffen kurzfristig Abhilfe, wenn Sie sich kaltes Wasser über die Handgelenke laufen lassen. Einer Blasenschwäche können Sie mit Beckenbodenübungen und ausrei-

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DER NUTZEN EINER THERAPIE BEMISST SICH NACH DEM PERSÖNLICHEN LEIDENSDRUCK UND DER INTENSITÄT DER BESCHWERDEN.

chender Flüssigkeitszufuhr entgegenwirken, mindestens zwei Liter pro Tag. Ob und welche Risiken mit einer Hormontherapie verbunden sind, hängt auch von den individuellen Risikofaktoren ab. Klären Sie das in einem persönlichen Gespräch mit Ihrem/r Frauenarzt/-ärztin ab, der oder die sich viel Zeit nehmen sollte, um mit Ihnen gemeinsam eine Lösung zu finden.


H EALT H & B O D Y Hitzewallungen und Schweißausbrüche kennen vor allem Frauen um die 50. Die Hot Flashes gelten als typisches Symptom der Wechseljahre, dem Klimakterium.

BLEIB COOL

WAS TUN BEI HITZEWALLUNGEN MENO / 4 8 / 2019


G

ut zwei Drittel der Frauen leiden während der Wechseljahre unter Beschwerden. Es gibt zahlreiche Symptome, die mehr oder weniger typisch für die Wechseljahre sind. Zwei der häufigsten Beschwerden sind Hitzewallungen und Schweißausbrüche.

Hitzewallungen beginnen oft ganz plötzlich mit einem intensiven Hitzegefühl, das im Gesicht anfängt. Von dort aus breitet sich die Hitze wellenartig über Kopfhaut, Nacken, Brust und Oberarme weiter aus. Daneben kann es zu einem Anstieg der Körpertemperatur, Hautrötungen, einem schnelleren Puls, höherem Blutdruck und bei manchen Frauen sogar zu Schwindelgefühlen kommen. Nicht selten sind Hitzewallungen während der Wechseljahre auch mit einem heftigen Schweißausbruch verbunden, der das Wechseln der Kleidung nötig werden lässt. Viele Frauen berichten auch von einem Gefühl der Kälte und des Fröstelns im Anschluss an die Hitzewallungen. Andere fühlen sich dann körperlich erschöpft und müde.

DIE RICHTIGE KLEIDUNG Um auf unerwartete Hitzewallungen so gut wie möglich vorbereitet zu sein, sollten Sie vor allem Kleidung aus Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen bevorzugen. Ein BaumwollSweater unterstützt den Körper nicht nur bei der selbstständigen Wärmeregulierung, sondern ist auch weniger anfällig für Schweißflecken und unangenehme Gerüche als Synthetikfasern. Außerdem kann es von Vorteil sein, sich nach dem Zwiebelprinzip zu kleiden – ein atmungsaktives Baumwoll-Top als Unterwäsche, darüber ein dünnes Shirt und schließlich noch einen gemütlichen Sweater oder Cardigan. So können Sie sich Schicht für Schicht entledigen, wenn mal wieder Hitzewallungen im Anmarsch sind und danach wieder in den Pulli kuscheln, wenn es zu kühl wird.

DIE PASSENDE BEWEGUNG Hitzeschübe können auch nachts auftreten und uns den Schlaf rauben.

EIN IRRTUM DES NERVENSYSTEMS Heute geht man davon aus, dass Hitzewallungen während der Wechseljahre im vegetativen Nervensystem – also dem Teil des Nervensystems, den wir nicht bewusst steuern können – entstehen. Aufgrund einer durch die hormonellen Veränderungen ausgelösten Fehlreaktion erweitern sich dabei urplötzlich die kleinen Adern der Haut. Die dadurch bedingte Steigerung der Durchblutung führt zu einem Anstieg der Hauttemperatur und zu Hautrötungen. Zusätzlich öffnen sich nun die Poren, Schweiß bricht aus, der mit seiner kühlenden Wirkung das anschließende Frösteln erklärt.

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Wer beim Trainieren regelmäßig ins Schwitzen kommt, stärkt das HerzKreislauf-System, stabilisiert den Blutdruck und lindert damit nicht zuletzt auch Hitzewallungen: Insbesondere Ausdauersportarten wie Joggen, Walking oder auch Schwimmen tragen dazu bei, die Temperaturregulation im Gehirn in Balance zu halten und plötzliche Schweißausbrüche effektiv zu mindern. Starten Sie damit entweder mit einem entspannten Sonnengruß in den Tag, um den Körper auf die kommenden Stunden einzustimmen oder legen Sie eine kurze, schweißtreibende Einheit ein. So oder so: Ihr Körper wird es Ihnen danken.

DIE OPTIMALE PFLEGE Wenn einem durch Hitzewallungen plötzlich der Schweiß auf der Stirn steht, kann sich das auf Dauer auch auf unserer Haut bemerkbar machen.


H EALT H & B O D Y Trockene und gerötete Stellen sind bei Frauen in den Wechseljahren keine Seltenheit. Durch ein regelmäßiges Peeling kann die Mikrozirkulation der Haut wieder angeregt werden. Alte, tote Zellen werden schneller abtransportiert und die Kollagenproduktion der Haut wird angeregt. So erlangt Ihre Haut Ihr natürliches Strahlen zurück.

DIE RICHTIGE ERNÄHRUNG Mit den Wechseljahren schwindet außerdem der Schutzeffekt der Östrogene, die den Knochenabbau bis dahin verzögern und den Aufbau fördern. Besonders stark ist der Substanzverlust der Knochen in den fünf Jahren vor und nach der Menopause, also dem endgültigen Ausbleiben der Menstruation. Die Abbauprozesse lassen sich zwar nicht verhindern, aber durch viel Bewegung und eine bewusste Ernährung verlangsamen. Entscheidend ist eine optimale Calciumzufuhr, denn Calcium ist der wichtigste Baustoff für das Knochengewebe. Wer unter starkem Schwitzen leidet, verliert aber Mineralstoffe, wie zum Beispiel Kalium oder Magnesium. Gerade Magnesium ist aber wichtig, denn es ist an vielen Abläufen im Körper beteiligt. So stärkt es beispielsweise die Nerven und sorgt für stabile Knochen. Über eine ausgewogene Ernährung versorgen Sie sich mit ausreichend Magnesium: Das Mineralwasser Ihrer

Wahl sollte möglichst viel Magnesium enthalten (mehr als 100 Milligramm pro Liter). Diese Lebensmittel enthalten besonders viel Magnesium: Hülsenfrüchte wie Sojabohnen, Nüsse, Cashewnüsse und Mandeln, Vollkorngetreide und Haferflocken. Auch Salbeitee kann helfen. Denn Salbei reduziert die Schweißproduktion. Damit hilft er auch, Schweißausbrüche während einer Hitzewallung zu reduzieren. Versuchen Sie, zwei Tassen pro Tag zu trinken, ob lauwarm oder kalt, spielt dabei keine Rolle. Tipp: Lassen Sie den Salbeitee nicht länger als fünf Minuten ziehen. Er enthält viele Gerbstoffe, die zwar gesund sind, ihn aber auch bitter schmecken lassen. Je nach Geschmack mit etwas Honig oder Zitrone trinken.

WECHSELDUSCHEN UND WECHSELBÄDER Das kostet zwar immer etwas Überwindung, aber Wechselduschen können tatsächlich dazu beitragen, die Intensität der Hitzewallungen zu lindern. Beginnen Sie bei der Wechseldusche mit warmem Wasser. Den kalten Guss setzen Sie zunächst an den Beinen an, dann kommen die Arme dran. Wechseln Sie zwei bis drei Mal zwischen warm und kalt, beenden Sie die Dusche mit einem kalten Guss. Wenn Sie der Gedanke an eine – vorübergehend – kalte Dusche abschreckt, versuchen Sie doch einmal ein Wechselfußbad: Sie bereiten

zwei Schüsseln mit Wasser vor, in denen Ihre Füße bequem Platz finden: Eine ist mit angenehm warmem Wasser gefüllt, die andere mit kaltem Wasser. Stellen Sie die Füße zunächst fünf Minuten in das warme Wasser, dann eine halbe Minute ins kalte Wasser. Ein, zwei Mal wiederholen, mit dem kalten Fußbad abschließen. Gut abtrocknen und gleich warme Socken anziehen.

MEDIKAMENTE ODER NATURHEILMITTEL? Die Behandlung von Wechseljahresbeschwerden kann auf unterschiedliche Art erfolgen, so mit synthetischen Medikamenten oder durch Arzneimittel auf pflanzlicher Basis. Zu den bekanntesten medikamentösen Behandlungsmethoden zählt die Hormonersatztherapie (HET). Durch die Einnahme von entweder nur Östrogen (Monotherapie) oder einer Kombination von Östrogen und Gestagen (Kombinationstherapie) soll der Mangel der weiblichen Hormone ausgeglichen werden. Frauen, die Wechseljahresbeschwerden zunächst natürlich behandeln möchten, greifen gezielt zu Pflanzen beziehungsweise deren Extrakten, die sogenannte Phytoöstrogene enthalten. Zu diesen zählen unter anderem Traubensilberkerze oder auch Soja. Insbesondere bei leichten bis mittelschweren Beschwerden können pflanzliche Mittel Linderung verschaffen.

10 HAUSMITTEL UND TIPPS BEI HITZEWALLUNGEN 1. Kleiden Sie sich nach dem Zwiebelprinzip! So können Sie Ihre Kleidungsschichten Ihrem Wohlbefinden anpassen. 2. Meiden Sie Kleidung aus Kunst- und Synthetikfasern! Auch Bettwäsche und Schlafanzüge aus Kunstfasern führen dazu, dass Sie schwitzen. 3. Achten Sie auf eine

bewusste Ernährung! Vermeiden Sie schwer verdauliches und stark gewürztes Essen. 4. Sorgen Sie für ausreichend Bewegung! Besonders gut: Joggen, Walking oder auch Schwimmen. 5. Starten Sie mit Wechselduschen in den Tag! Das sorgt für eine erhöhte Elastizität der Gefäße.

6. Senken Sie Ihr Stresslevel! Entspannungsübungen wie Yoga oder Pilates helfen. 7. Schlafen Sie bei kühler Raumtemperatur! Ein zu warmer Schlafraum unterstützt Schweißausbrüche. 8. Das Zwiebelprinzip im Bett! Bei mehreren dünnen Decken übereinander lässt sich je nach Bedarf eine abstreifen.

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9. Legen Sie sich eine zweite Decke und Wechselkleidung neben das Bett! So können Sie die nassgeschwitzten Textilien gegen trockene tauschen. 10. Achten Sie auf Ihren BMI! Bei Übergewicht kann eine Gewichtsreduktion nachweislich Hitzewallungen verringern.


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BAUMHOTEL MY ARBOR IN SÜDTIROL

ERHOLUNG. NUR FÜR MICH.

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as My Arbor****S ist ein Baumhotel, auf Stelzen erbaut, hoch oben in den Wipfeln der umliegenden Bäume. Ein Refugium am bewaldeten Hang der Plose, inmitten der Natur. Das Hotel liegt nur 10 Minuten von Brixen entfernt und eröffnete im Mai 2018. Dynamisch und modern in seiner Architektur und dem Angebot für die Gäste, und dennoch fest verwurzelt in den Traditionen und Werten der Region. My Arbor, mein Baum. Der Name des Hotels steckt voller Aussagekraft. Ein Baum mit starken Wurzeln, fest verankert in der Natur und dessen Geschichte – und trotzdem offen der Welt zugewandt. Ein Baum, der sowohl Wind und Wetter als auch Zeit und Trends überdauert. Ein natürlicher Rückzugsort, der seinen Gästen Geborgenheit

und Sicherheit schenkt. Wohnen und schlafen wie in einem weichen Nest in den Baumwipfeln. My Arbor-Gäste sind dazu eingeladen, dort das zu finden, was im hektischen Alltag oft zu kurz kommt: Zeit für das Ankommen, Zeit für das Sein, Zeit für die umliegende Natur, Zeit für sich selbst. Diese Zeit kann ganz individuell gestaltet werden, denn passend zum My-Gedanken von My Arbor, findet hier jeder Gast die Antwort auf seine ganz persönlichen Bedürfnisse. Urlaub ohne Zwänge mit der größtmöglichen Freiheit für den eigenen Rhythmus des Gastes. Frühstücken bis mittags. Schwimmen nach Sonnenuntergang. Yoga oder Wandern. Massage oder Skifahren. Kultur in der Bischofsstadt Brixen. Biken oder Shoppen. Das Ich darf einfach Ich sein. Im Baumhotel auf der Plose. Mehr Informationen unter

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H EALT H & B O D Y Über die Autorin: Dr. Anand Martina Seitz beschäftigt sich in ihrer Lehr- und Beratungstätigkeit seit vielen Jahren mit Frauen in Wachstumsund Transformationsprozessen. Außerdem bietet sie zahlreiche Kurse, Workshops und Fortbildungen in Deutschland und Europa an.

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HORMONE IM GLEICHGEWICHT

TEXT: ANAND MARTINA SEITZ

HORMON

YOGA Mit Hormonyoga finden Frauen während der Wechseljahre ihre natürliche Balance wieder. Die sanften Übungen helfen besonders während der Wechseljahre gelassener mit dem neuen Lebensabschnitt umzugehen.

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H

ormonyoga in der Tradition des Kundalini Yoga stärkt die Drüsen, die „Wächter unserer Gesundheit“, stabilisiert das Nervensystem und wirkt sanft stimulierend auf die Hormonproduktion. Durch seine aktivierende und gleichzeitig ausgleichende Wirkung ist es besonders hilfreich in hormonellen Umbruchphasen wie den Wechseljahren, da der Hormonrückgang kompensiert und der Körper darauf trainiert wird, mit den vorübergehenden Schwankungen besser umzugehen. Insgesamt werden die Mechanismen der Selbstregulation im System verbessert und die Körperwahrnehmung intensiviert um die inneren Botschaften und Signale besser zu erkennen und das ihnen innewohnende Veränderungspotenzial nutzen zu können.

BUCHTIPP:

Die nachteiligen Aspekte der gewohnten Muster und Strukturen im eigenen Lebensstil müssen erst einmal erkannt werden, um sie verändern zu können. Ernährung und Stoffwechsel, Bewegungsgewohnheiten, aber auch der Umgang mit den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen haben enormen Einfluss auf die Funktionsfähigkeit des Drüsensystems und können – ebenso wie

Stress – nachweislich Wechseljahrsymptome beeinflussen. Kommen diese Faktoren ins Gleichgewicht, kann sich auch das Hormonsystem wieder selbst harmonisieren. Die schwerpunktmäßige Arbeit am Drüsen- und Nervensystem machen das Kundalini Yoga insgesamt zu einem natürlichen und wirkungsvollen Hormonyoga. Der Mensch wird als psycho-physisches System wahrgenommen, das sich mit kleinen Hilfen selbst wieder ins Gleichgewicht bringen kann. Yogi Bhajan, der Meister des Kundalini Yoga, empfiehlt ab dem Alter von 35 Jahren tägliche Yoga-Übungen, um den sinkenden Hormonspiegel zu steigern, das Hormonsystem zu reaktivieren und – auch durch den reinigenden und entsäuernden Effekt – den Alterungsprozessen entgegenzuwirken. Die wohltuende Wirkung wird nicht nur während der Wechseljahre, sondern auch bei Regelproblemen, Fruchtbarkeitsproblemen oder depressiven Verstimmungen genutzt. Durch die HormonyogaSets aus dem Kundalini Yoga werden die direkten Hormonproduktionsstätten – Eierstöcke, Nebennieren und Schilddrüse – durch die Chakra-Aktivierung, die Auflösung von körperlicher Anspannung und die verbesserte Energetisierung stimuliert. Der Pranafluss und die Durchblutung des Körpers, speziell der Unterleibsorgane, wird verbessert. Die meisten HormonyogaÜbungsreihen arbeiten naturgemäß am Sakralchakra, das die Funkti-

onsfähigkeit der Geschlechtsorgane und der Keimdrüsen lenkt und damit den größten Einfluss auf die direkte Produktion der Sexualhormone hat. Akkumulierter Stress im Bereich der Hüften und im Becken, der Menstruationsbeschwerden, Hormonstörungen und sexuelle Störungen verursachen kann, wird aufgelöst. Es ist aber auch das Chakra des Schöpferischen und Lustvollen, die in dieser Lebensphase mit dem Ende der körperlichen Reproduktionsfähigkeit andere Kanäle des Ausdrucks finden müssen. Die „Babys“, die die Frau nach der Menopause gebärt, sind die lebendigen, kreativen Ideen und Projekte, die im Schoß entspringen

MIT YOGA DURCH DIE WECHSELJAHRE Die Wechseljahre läuten eine neue Phase im Leben ein. Dieser Ratgeber hilft allen Frauen, trotz physischer und psychischer Umbrüche, kraftvoll und gelassen durch diese Zeit zu kommen. Die Autorin Anand Martina Seitz erklärt anschaulich, wie Kundalini Yoga dabei hilft Körper und Geist wieder zu harmonisieren, die Selbstheilungskräfte zu stärken und die Veränderungen anzunehmen. Verlag Herder GmbH; 224 Seiten; 18 Euro; ISBN: 9783451600784

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Der Östrogenspiegel erhöht sich in nur vier Monaten um durchschnittlich 254 Prozent.

und ganz neue Mitteilungsformen finden. Alles, was mit dem Wasserelement bzw. mit dem Fließen zu tun hat, unterstützt diesen Prozess: viel Wasser trinken, am Wasser spazieren gehen, sich in der Badewanne verwöhnen, schwimmen, tanzen, Wasserfälle betrachten und vieles mehr. Die unglaublich schöpferische Zeit der Wechseljahre gibt Gelegenheit, sich selbst neu zu erfinden.

GANZHEITLICHKEIT UND SELBSTREGULIERUNGSPRINZIP

die Anregung des Drüsensystems insgesamt im Vordergrund. Es soll sich selbst wieder ins Gleichgewicht bringen, wozu es als homöostatisches System – also als ein offenes dynamisches System, das durch interne regelnde Prozesse seinen Gleichgewichtszustand aufrecht erhält und immer wieder neu herstellen kann – in der Lage ist. Die gezielte Stimulierung einzelner Hormone würde stattdessen mit dem Risiko einhergehen, neue Ungleichgewichte hervorzubringen; deshalb ist die systemisch und ganzheitlich ausgleichende Wirkung auf das Gesamtsystem vorzuziehen, die aus der Arbeit mit Kriyas, der Integration der unterschiedlichen Aspekte des Yoga, sowie dem direkten oder indirekten Einbeziehen der übergeordneten Chakras und Drüsen (Hypophyse, Hypothalamus usw.) resultiert. Gerade die vielfältigen rhythmischen Techniken (Bewegungen und Mantras) wirken besonders effektiv auf die Steuerungsinstanzen des Hormonsystems im Gehirn, vor allem auf den Hypothalamus, der als Schnittstelle zwischen dem Drüsen- und dem Nervensystem die Steuerungshormone produziert, die – über die Hypophyse als übergeordnete Hormondrüse – das vielfältige Geschehen im Drüsensystem lenken und im Gleichgewicht halten.

Die Effektivität des Kundalini Yoga als Hormonyoga resultiert aus seiner Ganzheitlichkeit und seiner dynamischen und gleichzeitig meditativen Ausrichtung mit der besonders passenden Kombination von Körperübungen (Asana), Atemtechniken (Pranayama) und Meditation (Dhyana). Die Arbeit mit Übungsreihen (Kriyas) statt einer Kombination von Einzelübungen lassen es – richtig eingesetzt – zu, immer am Gesamtsystem zu arbeiten, auch wenn es durchaus lineare Stimulierungen einzelner Körperfunktionen oder Hormone erlaubt. Damit steht

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Auch die Wirkung auf das Nervensystem und – nicht zuletzt durch die Meditation als integrativem Bestandteil jeder Übungsreihe – eine gezielte psychische Stabilisierung tragen zur Wirksamkeit der Hormonyoga-Übungsreihen für die Wechseljahre bei. Zudem werden die „Reinigungsorgane“ des Körpers (Nieren, Leber) unterstützt, denn durch die vielfältigen Toxine, Fremdstoffe und künstlichen Hormone in der Umwelt und unserer Nahrung werden die Leber- und Nierenfunktionen stark belastet und damit das Drüsensystem zusätzlich beeinträchtigt. Im Hathahormonyoga nach Dinah Rodrigues, das Techniken aus dem Kundalini, dem Hatha und dem tibetischen Yoga kombiniert, konnte der empirische Nachweis erbracht werden, dass sich bei regelmäßigem Üben der Östrogenspiegel in nur vier Monaten um durchschnittlich 254 Prozent (!) erhöht. Diese YogaForm arbeitet schwerpunktmäßig an der Aktivierung der Hormondrüsen, vor allem der Keimdrüsen. Es werden dynamische (nicht nur statische) Übungen und Feueratem (Bhastrika im Hatha Yoga) eingesetzt, die den Körper zum Schwitzen bringen. Die in diesem Buch vorgestellten Übungsreihen erfüllen diese Kriterien und ergänzen die aktivierenden Wirkungen durch den ganzheitlichen Ansatz.


H EALT H & B O D Y

GIBT ES RISIKEN IM HORMONYOGA? Das empirische Wissen der yogischen Lehre weist immer wieder auf die ausgleichende Wirkung der Übungen hin, die die Selbstregulierungsmechanismen des Systems stärken und den neuen Rhythmus wiederherstellen. Heilung und Harmonie kehren zurück, wo die unnatürlichen Rhythmen des Alltags diese gestört haben. Auch wenn objektive wissenschaftliche Belege vielfach noch ausstehen: Die vielen positiven Erfahrungen betroffener Frauen und die Tatsache, dass die meisten Frauen, die regelmäßig Yoga üben, weit weniger Probleme mit den Wechseljahren haben, sprechen für sich. Manche Kritik am Ansatz des Hormonyoga, auch aus dem Bereich des Hatha Yoga selbst, verneint, dass durch die Stimulierung eines bestimmten Körperbereiches eine Wirkung auf die Drüsen erfolgen kann („Bewegung hat keine Drüsenwirkung“). Dem kann man aus Sicht des Kundalini Yoga nicht zustimmen, denn die Untersuchungsergebnisse nach Dinah Rodrigues und das Wissen um die Zusammenhänge zwischen Energiefluss und Körperfunktionen im Chakra-System – einem anerkannten, empirisch fundierten Modell, das auf jahrtausende altem Erfahrungswissen basiert und das jedem körperlichen Bereich eine psychische Entsprechung zuordnet – belegen diese Wirkung eindeutig.

DAS EMPIRISCHE WISSEN DER YOGISCHEN LEHRE WEIST IMMER WIEDER AUF DIE AUSGLEICHENDE WIRKUNG DER ÜBUNGEN HIN, DIE DIE SELBSTREGULIERUNGSMECHANISMEN DES SYSTEMS STÄRKEN UND DEN NEUEN RHYTHMUS WIEDERHERSTELLEN.

Insgesamt ist die hormonstimulierende Wirkung von Hormonyoga weitgehend unumstritten. Deshalb gibt es auch einige Einschränkungen, die bei bestimmten hormonabhängigen Krankheiten gelten. Bei Krebs, Tumoren oder Thrombose-Gefahr sind die östrogenstimulierenden Wirkungen unerwünscht, in diesen Fällen ist von direkt hormonaktivierenden Übungen abzuraten. Die Entscheidung gehört in solchen Fällen in die Hände des behandelnden Arztes bzw. der behandelnden Ärztin. Allerdings sind die Forschungsergebnisse in dieser Hinsicht keineswegs eindeutig. Untersuchungen zu Phytoöstrogenen zeigen, dass der Körper durchaus seine eigene Weisheit hat. So können Phytoöstrogene zum Beispiel als SERM (selektive EstrogenRezeptor-Modulatoren) wirken, also als Substanzen, die – je nach Kontext – sowohl östrogene (da wo

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erwünscht: Knochen, Gefäße usw.) als auch antiöstrogene Wirkung (Brustdrüsengewebe, Prostatakrebs) haben, also als Hormonblocker fungieren können. Es ist zu vermuten, dass dies umso mehr für körpereigene Hormone gilt, dennoch ist Vorsicht geboten, solange es dazu so unterschiedliche Einschätzungen gibt. Die Hormonyoga-Sets arbeiten in einer Weise, die – richtig angewendet – auf eine einseitig lineare Stimulation der Hormonproduktion zugunsten eines ganzheitlichen, gesamtsystemisch arbeitenden Ansatzes verzichten. So wird insgesamt ausgleichend auf das Hormonsystem und die Selbstregulierungsprozesse eingewirkt. Übungsreihen statt Einzelübungen, die per se am Gesamtsystem arbeiten, sind – bei aller Vorsicht – dazu weit besser geeignet als einseitig hormonstimulierende Übungsformen.


4 HORMONYOGA-SETS ZUM NACHMACHEN

Kommen Sie in den Fersensitz. Legen Sie die Handflächen vor den Knien auf den Boden, die Wirbelsäule ist gestreckt. Machen Sie Kamelritt-Bewegungen: Mit der Einatmung bringen Sie den Bauch und das Brustbein nach vorn, mit dem Ausatmen machen Sie einen runden Rücken und beugen die Wirbelsäule nach hinten. Der Kopf bleibt oben. Lassen Sie die Wirbelsäule immer flexibler werden. 26-mal wiederholen.

Aus dem Fersensitz strecken Sie die Beine am Boden aus, die Wirbelsäule ist aufrecht und gestreckt. Atmen Sie ein. Mit der Ausatmung stellen Sie das rechte Knie auf und drehen Sie den Oberkörper in der Hüfte nach rechts. Stützen Sie sich mit dem rechten Arm hinter dem Körper ab. Die Wirbelsäule bleibt gestreckt, die linke Hand liegt auf dem rechten Knie. Drehen Sie – wenn Ihre Wirbelsäule es erlaubt – den Oberkörper so weit, als wollten Sie hinter sich schauen, achten Sie dabei auf Ihren Nacken.

Kommen Sie in den Fersensitz. Verschränken Sie die Hände hinter dem Rücken und strecken Sie die Arme während der ganzen Übung vom Körper weg, die Ellenbogen bleiben gestreckt. Mit dem Einatmen kommen Sie mit dem Becken nach oben, drücken die Hüften nach vorn und dehnen den Rücken in einem Bogen vorsichtig nach hinten, nur so weit, wie es angenehm ist.

Drehen Sie sich auf den Rücken. Ziehen Sie die Knie zur Brust und rollen Sie sich auf der Wirbelsäule. Die Übung massiert und stimuliert die Eierstöcke. Es ist eine klassische Übung gegen Menstruationsbeschwerden und Verspannungen im Unterleib.

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SO U L K I T CHE N

MIDLIFE KITCHEN Rezepte: Aus dem Buch "Midlife Kitchen" von Mimi Spencer und Sam Rice, Bilder: Issy Crocker

Mit diesen leckeren Rezepten voller spannender Geschmackskombinationen essen Sie sich mit Genuss durch die Menopause.

PUY-LINSEN MIT FETA UND GERÖSTETEN TOMATEN REZEPT AUF SEITE 63 MENO / 58 / 2019


liebling REZEPT

MUSCHELN ENTHALTEN VIELE NÄHRSTOFFE, SPURENELEMENTE UND VITAMINE.

MIDLIFE-MUSCHELN IM THAILÄNDISCHEN STIL REZEPT AUF SEITE 64 MENO / 59 / 2019


BUCHTIPP:

SO U L K I T CHE N

MIDLIFE KITCHEN In ihrem Buch zeigen Mimi Spencer und Sam Rice, wie Frauen mit einer gesunden Ernährung genussvoll und glücklich durch die Mitte des Lebens kommen. Die Autorinnen erklären detailliert, welche Lebensmittel bei über 40Jährigen in dieser Zeit nicht in der Küche fehlen dürfen. Dank leckerer Zutatenkombinationen gelingt der Umstieg zu einer bewussteren Ernährung spielend leicht. Und das bunte SternanisSymbol verrät dabei, welches Gericht bei welchen Beschwerden hilft. ZS Verlag; 304 Seiten; 24,99 Euro; ISBN: 9783898836982

SPINATPFANNE MIT CHAMPIGNONS UND DILL REZEPT AUF SEITE 64 MENO / 60 / 2019


HERZHAFTE KICHERERBSEN -TAJINE MENO / 61 / 2019

MIT ORANGEN UND APRIKOSEN REZEPT AUF SEITE 64


SO U L K I T CHE N

liebling REZEPT

KARDAMOM IST EIN GEWÃœRZ AUS 1001 NACHT UND IST BELIEBT IM AYURVEDA UND DER TCM

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KARDAMOM- UND INGWER-BIRNEN

PUY-LINSEN MIT FETA UND GERÖSTETEN TOMATEN

MIT AMARETTINI UND MANDELN WAS UNS GEFÄLLT: Dieses feine Dessert ist ein köstlicher Abschluss für ein Abendessen. Ingwer und Kardamom geben dem süßen Sirup und den zarten Birnen eine warme Winternote. Ein wenig dunkle Schokolade macht alles noch delikater.

Zubereitung: Apfel- oder Birnen-Cidre, Kardamom, Ingwer, Zimtstange, Zitronenschale und Honig in einem hohen Topf mit geschlossenem Deckel aufkochen. Die Temperatur reduzieren und unter gelegentlichem Rühren fünf bis zehn Minuten köcheln lassen.

Für 4 Personen • 750 ml Apfel- oder Birnen-Cidre • 6 Kardamomkapseln, zerstoßen • 1 daumengroßes Stück Ingwer, geschält und in Scheiben geschnitten • 1 Zimtstange, in 2 Stücke gebrochen • 1 Streifen dünn abgeschälte Bio-Zitronenschale (rund 6 cm) • 2 EL dünnflüssiger Akazienhonig • 4 feste, reife Birnen (Williams Christ oder Vereinsdechant) • 1 Spritzer Zitronensaft

In der Zwischenzeit die Birnen im Ganzen schälen (den Stiel nicht entfernen) und mit etwas Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.

Zum Servieren • 50 g Zartbitterschokolade, zerlassen (bei Bedarf) • 1 Handvoll Mandeln (mit Schale), in kleine Stücke geschnitten • 2 Amarettini, zerkrümelt

Die Birnen in den Topf mit der Flüssigkeit legen und abgedeckt 20 bis 30 Minuten köcheln lassen (die Kochzeit kann je nach Reife der Birnen variieren). Die Birnen gelegentlich wenden, damit sie gleichmäßig garen. Beim Einstechen mit einem scharfen Messer sollte der dickste Fruchtteil weich sein. Die Birnen herausheben, in eine Schüssel setzen und abkühlen lassen, dann im Kühlschrank kalt stellen. Die Kochflüssigkeit erneut wallend aufkochen und zehn Minuten köcheln lassen, bis sie auf die Hälfte reduziert ist. Den Sirup über die Birnen gießen und abkühlen lassen, dann mindestens eine Stunde im Kühlschrank kalt stellen. Die Birnen kurz vor dem Servieren mit der geschmolzenen Schokolade (falls verwendet) beträufeln und mit Mandelstückchen und zerstoßenen Amarettini servieren.

DIESE REZEPTE SIND GENAU DAS RICHTIGE FÜR FRAUEN IN DER MITTE DES LEBENS, DIE SICH FRAGEN, WAS SIE MIT IHRER ERNÄHRUNG FÜR IHR HORMONELLES GLEICHGEWICHT TUN KÖNNEN. MENO / 63 / 2019

WAS UNS GEFÄLLT: Dieses Gericht am besten im Voraus zubereiten, denn die Aromen entwickeln sich viel besser, wenn es ein wenig durchziehen kann. Puy-Linsen sind wirklich etwas Feines: nussig, kräftig, voller Proteine und dazu ganz einfach auf den Teller zu zaubern. Für 4 Personen • 200 g getrocknete Puy-Linsen oder 250 g vorgekochte Puy-Linsen • 20 Kirschtomaten an der Rispe • 1 TL Olivenöl • grobes Meersalz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle • 1 EL Apfelessig • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt • 1 kleine rote Zwiebel, fein gehackt • 1 TL dünnflüssiger Honig • 1 EL natives Olivenöl extra • 60 g Feta, zerkrümelt • 1 EL Zitronensaft • 1 Handvoll Minzeblätter, gehackt Zubereitung: Die getrockneten Linsen (falls verwendet) in einem Topf mit 1 l Wasser aufkochen, die Temperatur reduzieren und köcheln lassen, bis sie gar sind. Abgießen und in einer Schale abkühlen lassen. Den Backofen auf 170°C vorheizen. Die Tomaten in eine kleine Auflaufform geben, mit Olivenöl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. 10 bis 15 Minuten rösten, bis dieTomatenschalen aufplatzen. In der Zwischenzeit zu den Linsen die restlichen Zutaten geben und mischen. Dann die gerösteten Tomaten mit dem Saft aus der Pfanne hinzugeben, leicht unterheben und sofort servieren.


SO U L K I T CHE N

MIDLIFEMUSCHELN

SPINATPFANNE

HERZHAFTE KICHERERBSEN-TAJINE

IM THAILÄNDISCHEN STIL

MIT CHAMPIGNONS UND DILL

MIT ORANGEN UND APRIKOSEN

WAS UNS GEFÄLLT: Spinat ist das reinste Power-Gemüse. Er ist reich an Nährstoffen und arm an Kalorien. Da er so gesund ist, sind wir stolz, Ihnen dieses neue, schnell zuzubereitende Rezept vorstellen zu können. Dieser Spinatpfanne mit Zwiebeln und Pilzen verleiht Dill den Pfiff und Joghurt die sahnige Note. Als Beilage oder auf getoastetem Vollkornbrot mit einem pochierten Ei als Krönung schmeckt diese Zubereitung fantastisch.

WAS UNS GEFÄLLT: Diese süßherzhafte Tajine lässt sich trotz der langen Zutatenliste ganz leicht zubereiten – einfach eine Stunde im Topf köcheln lassen und dann auf herrlich zitronigem Couscous servieren. Wenn man sie sonntags vorkocht, hat man die ganze Woche über etwas sehr Leckeres im Kühlschrank (was immer besser wird – so wie wir im Alter schließlich auch jeden Tag an Geschmack und Reife gewinnen! Eventuell vorhandene Reste können Sie pürieren und mit Brühe zu einer köstlichen maurischen Suppe verlängern.

WAS UNS GEFÄLLT: Hier werden Moules marinières und Tom-Yum-Suppe zu einem kulinarischen Traumpaar. Das Gericht ist kinderleicht und schnell zubereitet, sieht aber ausgesprochen gut aus und empfiehlt sich damit für eine Dinnerparty oder ein leichtes Mittagessen. Für 2 Personen • 1 kg frische Miesmuscheln • 1 TL Kokosöl • 1 daumengroßes Stück Ingwer, gerieben • 1 daumengroßes Stück Kurkuma, geschält und fein gerieben • 4 Schalotten, in feine Streifen geschnitten • 2 Knoblauchzehen, zerdrückt • 1 Stängel Zitronengras, fein gehackt • 1 große rote Chilischote, entkernt und fein gehackt (nach Geschmack) • 1/2 l Fisch- oder Gemüsebrühe • 1 TL dünnflüssiger Honig • 1 EL thailändische Fischsauce (Nam Pla) • Saft von 1 Limette • 1 kleine Handvoll Korianderblätter, gehackt • 1 kleine Handvoll Minzeblätter, gehackt Zubereitung: Die Muscheln gründlich waschen und abschrubben, die Bartfäden entfernen. Beschädigte Muscheln und alle, die sich beim Draufklopfen nicht schließen, wegwerfen. Das Öl in einem weiten Topf oder Wok erhitzen und Ingwer, Kurkuma, Schalotten, Knoblauch, Zitronengras sowie Chili hineingeben und drei Minuten sanft andünsten. Brühe, Honig und Fischsauce hinzugeben und zum Köcheln bringen. Die Muscheln hineingeben und bei geschlossenem Deckel fünf Minuten köcheln, bis alle Muscheln geöffnet sind. Alle noch geschlossenen Muscheln wegwerfen. Limettensaft und Kräuter einrühren und servieren.

Für 2 Personen • 250 g Spinatblätter • 1 TL natives Olivenöl extra oder Butter • 1 kleine rote Zwiebel, fein gewürfelt • 1 Knoblauchzehe, zerdrückt • 250 g braune Champignons • 1 Handvoll frischer Dill, grob gehackt • grobes Meersalz und schwarzer Pfeffer • 2 EL Naturjoghurt • 1 EL Zitronensaft • 1/2 TL scharfes Paprikapulver Zubereitung: In eine große Pfanne zwei EL Wasser geben, den Spinat hinzufügen und bei mittlerer Hitze zwei bis drei Minuten aufwallen lassen, bis er zusammenfällt. In ein Sieb geben und mit dem Löffelrücken überschüssige Flüssigkeit herausdrücken. Spinat auf einem Brett etwas verteilen, mit Küchenpapier trocken tupfen und grob hacken. Olivenöl oder Butter in einer kleinen Pfanne erhitzen und darin Zwiebel und Knoblauch etwa drei Minuten glasig dünsten. Die Pilze hinzugeben und unter Rühren drei Minuten anbraten, dann Spinat und Dill einrühren und weitere drei Minuten braten. Den Joghurt mit Zitronensaft und Paprikapulver in einer kleinen Schüssel schnell verrühren, dann in die Pfanne geben, unterrühren, erwärmen und servieren.

Für 4 Personen • 1 EL Olivenöl • 1 rote Zwiebel, in dünne Ringe geschnitten • 3 Knoblauchzehen, zerdrückt • 2 TL gemahlene Kurkuma • 2 TL gemahlener Kreuzkümmel • 1 TL Zimt • 2 Stücke einer Zimtstange • 1 TL Cayennepfeffer • 1 kleine Aubergine, in mundgerechte Stücke geschnitten • 2 Möhren, geschält und in mundgerechte Stücke geschnitten • 400 g geschälte Tomaten aus der Dose • 400 g Kichererbsen aus der Dose, abgespült und abgetropft • 75 g getrocknete Aprikosen • 1 Bio-Orange, davon die fein abgeriebene Schale und den Saft • Saft von 1/2 Zitrone • 400 ml Gemüsebrühe • 1 EL Honig oder Dattelsirup • grobes Meersalz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle • 200 g frischer Spinat • 1 Handvoll glatte frische Petersilie, grob gehackt

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Für das Couscous • 200 g Vollkorncouscous • grobes Meersalz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle • 1 große Handvoll glatte Petersilie, gehackt fein abgeriebene Schale und • Saft von 1 Bio-Zitrone Für den Harissa-Joghurt • 2 EL Naturjoghurt • 2 TL Harissa-Paste Zubereitung: Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten, dann Knoblauch und Gewürze hinzugeben. zwei bis drei Minuten dünsten und nach etwa einer Minute etwas Wasser hinzugeben. Aubergine und Karotten hinzugeben, gut durchrühren, um sie mit der ZwiebelGewürzmischung zu überziehen, dann unter gelegentlichem Rühren weitere zwei Minuten kochen. Tomaten, Kichererbsen, Aprikosen, Orangen- und Zitronenschale und -saft, Brühe und Honig oder Dattelsirup hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und gründlich umrühren, dann aufkochen und 45 bis 60 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist (alternativ eine Stunde im auf 160°C vorgeheizten Backofen garen). Das Couscous nach Packungsanweisung zubereiten und quellen lassen, dann mit der Gabel auflockern. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Petersilie sowie Zitronensaft mischen. Mit der Zitronenschale garnieren. Spinat und Petersilie fünf Minuten vor Ende der Garzeit in die Tajine geben und garen, bis der Spinat zusammenfällt. In einer Schüssel Joghurt und Harissa-Paste verrühren. Die Tajine mit Couscous und Joghurt servieren.


Promotion

liebling REZEPT 415 KCAL/ PORTION

KIWIS UND DER HORMONHAUSHALT

Bulgursalat mit Gemüse und Zespri Kiwis Zutaten: 240 g Bulgur / 3 Möhren 2 Zespri Green Kiwis

KIWIS ZÄHLEN ZU DEN BELIEBTESTEN FRÜCHTEN. KEIN WUNDER, DENN SIE SIND AUSGESPROCHEN LECKER, GESUND UND KALORIENARM. STUDIEN SCHREIBEN DER KIWI ZUDEM ZAHLREICHE DIE GESUNDHEIT FÖRDERNDE EFFEKTE ZU. SELBST DEN HORMONHAUSHALT SOLL DIE KIWI INS GLEICHGEWICHT BRINGEN KÖNNEN.

Der Hormonhaushalt kann von einem erhöhten Kiwikonsum profitieren. So wurde in einer Studie an australischen Frauen in den Wechseljahren gezeigt, dass Kiwis – hier allerdings in Form eines Kiwiextraktes – in der Lage waren, den Hormonstatus der Frauen zu harmonisieren. Die Forscher führten den hormonausgleichenden Effekt einerseits auf die in Kiwis reichlich vorhandenen Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundären Pflan-

zenstoffe zurück, andererseits auf die Tatsache, dass Kiwis kleine Mengen an Phytoöstrogenen enthalten. Phytoöstrogene sind sekundäre Pflanzenstoffe. Sie ähneln dem weiblichen Sexualhormon Östrogen und besetzen die Östrogenrezeptoren. Da Phytoöstrogene schwächer wirken als die "echten" Östrogene kann so auf diese Weise eine Östrogendominanz gemildert werden. Bei einem Östrogenmangel können hingegen die Phytoöstroge-

ne zu einem gewissen Grad die fehlenden Hormone ersetzen. Phytoöstrogene können daher laut Wissenschaft in manchen Fällen sogar verschiedenen Krebsarten wie z. B. Brustkrebs vorbeugen.

1 kleine Zucchini / ½ TL gemahlener Ingwer ½ TL Paprikapulver / ¼ TL Zimt ½ TL Kurkuma / 4 EL natives Olivenöl Extra Zitrone / Salz Zubereitung: 1. Ofen auf 180 °C vorheizen. 2. Möhren und Zucchini putzen und die Enden abschneiden. In mittelgroße Streifen schneiden und auf einem Backblech verteilen. Mit 1 EL Olivenöl bepinseln, würzen und im Ofen 20 bis 25 Minuten lang rösten. 3. Bulgur nach Packungsangaben kochen, abtropfen lassen und zur Seite stellen. 4. 1 EL Olivenöl in einer beschichteten Pfanne

Zudem versorgt die Kiwi den Körper mit wichtigen Nährstoffen wie beispielsweise Vitamin C und unterstützt die Verdauung auf natürliche Weise: Ein wertvoller Bestandteil einer ausgewogenen und genussorientierten Ernährung,

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erhitzen, die gemahlenen Gewürze und den abgetropften Bulgur hinzufügen und bei schwacher Hitze 1 Min. lang verrühren bis alles gut vermischt ist. Pfanne vom Kochfeld nehmen und Bulgur in eine Salatschüssel geben. 5. Gewürfelte Kiwis, 2 EL Olivenöl, Zitronensaft, eine Prise Salz und die gerösteten Möhren- und Zucchinischeiben hinzufügen. Alles gut vermischen und entweder sofort genießen oder als köstliche Mahlzeit für unterwegs einpacken.


BE A U T Y

SO VERÄNDERN DIE WECHSELJAHRE UNSER AUSSEHEN

MIT HAUT UND HAAREN Östrogene haben einen Einfluss auf so gut wie jede Zelle im weiblichen und sogar im männlichen Körper. Kein Wunder also, dass sich die Wechseljahre auch als Veränderungen der Haut und der Haare bemerkbar machen. Trockene Haut, Haarausfall und vermehrte Alterserscheinungen wie Falten können Folgen der verringerten Östrogenproduktion sein.

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Ö

strogene regen die Zellerneuerung an und fördern den Kollagenaufbau. Außerdem regulieren sie die Hautfeuchtigkeit und sorgen für eine geschmeidige Haut. Zudem spielen Östrogene eine bedeutende Rolle in der Wundheilung und im Immunsystem. Dabei reagiert die Haut nicht nur auf die von den Eierstöcken produzierten Östrogene, sondern kann sogar selbst aktive Östrogene bilden. Das verdeutlicht, wie wichtig Östrogene für die Haut sind. Im Übrigen kommt es neben der Konzentration an Östrogenen auch auf deren Bindestellen in der Haut an. Die Bindung der Hormone an diese sogenannten Östrogenrezeptoren vermittelt die eigentliche Wirkung. Interessanterweise besitzt die Haut von Frauen und Männern gleich viele Östrogenrezeptoren. Ab einem Alter von 70 Jahren verringert sich dann die Anzahl, was die Wirkung der Östrogene zusätzlich abschwächt.

SCHUTZFUNKTION DER HAUT VERRINGERT SICH Während der Wechseljahre sinkt der Östrogenspiegel und bleibt anschließend niedrig. Dadurch fehlt eine wichtige treibende Kraft bei der Zellregeneration der Haut und beim Kollagenaufbau. Letzteres führt nicht nur zu einer Abnahme in der Menge, sondern auch zu einer schlechteren Qualität des Kollagens. Außerdem wird die Haut dünner und ihre Durchblutung nimmt ab. Die Talgdrüsen büßen an Aktivität ein und der Wassergehalt der Haut reduziert sich. Folglich verliert die Haut an Spannkraft und die Faltenbildung nimmt zu. All diese Veränderungen beeinträchtigen zudem die Schutzfunktion der Haut, sodass sie anfälliger für Infektionen wird. Da durch den geringeren Östrogenspiegel zusätzlich das Immunsystem schwächer ist, haben Pilze, Bakterien und Viren leichtes Spiel.

VERMEIDEN SIE LANGES SONNENBADEN. DAS UV-LICHT ZERSTÖRT KOLLAGENFASERN UND ERHÖHT DIE SCHÄDLICHEN OXIDATIVEN REAKTIONEN. DADURCH SCHREITEN ALTERUNGSPROZESSE DER HAUT NOCH SCHNELLER VORAN. MENO / 67 / 2019


BE A U T Y

Das Klimakterium begünstigt darüber hinaus die Bildung von Altersflecken. Diese entstehen durch jahrzehntelange Sonneneinstrahlung, die zur Oxidation von Fettsäuren und Proteinen in den Hautzellen führt. Dabei bildet sich das Farbpigment Lipofuszin, das der Körper irgendwann nicht mehr vollständig abbauen kann. Daher sind Altersflecken hauptsächlich an Händen und Gesicht vorzufinden, die ständig dem Sonnenlicht ausgesetzt sind.

WUSSTEN SIE, DASS DAS DURSTGEFÜHL MIT DEM ALTER ABNIMMT? VIEL WASSER ZU TRINKEN, IST GUT FÜR DIE HAUT. SCHLIESSLICH SIND ETWA 20 PROZENT DES WASSERS IM MENSCHLICHEN KÖRPER IN DER HAUT GEBUNDEN. EIGENTLICH SOLLTE ES AUSREICHEN, AUF SEIN DURSTGEFÜHL ZU HÖREN. ALLERDINGS IST MIT ZUNEHMENDEM ALTER IMMER WENIGER DARAUF VERLASS.

Aber all diese möglichen Veränderungen durch das Östrogendefizit sind kein Grund zur übertriebenen Sorge. Denn als Frau sind Sie in Ihrer fruchtbaren Zeit den Männern in einigen Dingen überlegen und durch die Menopause fallen Sie lediglich auf deren Niveau. Das gilt beispielsweise für das Immunsystem. Außerdem sind die Wechseljahre nicht die alleinige Ursache für das Altern. Es spielen auch viele äußere Einwirkungen dabei eine Rolle, sodass Sie aktiv etwas gegen Alterserscheinungen unternehmen können.

WENN DIE HAARE WENIGER WERDEN Haarausfall ist eine der häufigsten Begleiterscheinungen der Wechseljahre. Vor allem ein Verlust im Scheitelbereich ist typisch. Jeder Mensch verliert täglich bis zu 100 Haare. Das ist ganz normal. Erst wenn mehr Haare ausfallen, sprechen Mediziner von krankhaftem Haarausfall. Forscher vermuten, dass Östrogene die Wachstumsphase des Haarzyklus verlängern und so vor einem übermäßigen Verlust an Kopfhaaren schützen. Auf die Haarfarbe haben die Wechseljahre ebenfalls

VERMEIDEN SIE HEISSES BADEN UND DUSCHEN. DER HAUT FEHLT ES DURCH DIE HORMONUMSTELLUNG OHNEHIN AN FEUCHTIGKEIT. HEISSES WASSER TROCKNET SIE ZUSÄTZLICH AUS.

einen Einfluss. Graue Haare entstehen unter anderem, weil die Produktion des Melanins abnimmt. Melanozyten heißen die Zellen, die das Farbpigment bilden. Östrogene stimulieren diese Zellen und somit auch die natürliche Färbung der Haare. Mit ausbleibender Funktion der Eierstöcke fällt diese Stimulation zum Großteil weg und das Ergrauen der Haare schreitet schneller voran. Als Hauptursache von grauen Haaren gelten jedoch oxidative Reaktionen in den Haarzellen, bei denen Wasserstoffperoxid entsteht. Mit zunehmendem Alter können die Zellen es immer schlechter abbauen, sodass es sich ansammelt und das Farbpigment Melanin wie beim künstlichen Blondieren der Haare ausbleicht.

ÄLTERE HAUT BRAUCHT EINEN GUTEN UV-SCHUTZ

Östrogene schützen auch vor Hautalterungsprozessen, die das Sonnenlicht verursacht. Bei einem Östrogendefizit kann sich die Haut aber nicht mehr so gut von UV-Schäden erholen und Alterserscheinungen nehmen rasant zu. Die Gefahr von Hautkrebs steigt ebenfalls. Mit Beginn der Wechseljahre benötigt die Haut also intensiveren Schutz und eine angepasste Pflege. Sonnenschutzmittel halten die schädliche UV-Strahlung fern und Cremes mit Antioxidantien wie Vitamin C oder mit Vitamin-A-Abkömmlingen schützen zusätzlich und können bei der Regeneration helfen.

GENÜGEND VITAMIN D TROTZ SONNENSCHUTZ Es ist gar nicht so leicht, einerseits die Haut ausreichend vor der Sonne zu schützen und andererseits genügend UV-B-Strahlung für die Vitamin-D-Produktion abzubekommen. Forscher vermuten, dass bei einem Vitamin-D-Mangel die Menopause verfrüht einsetzen kann. Es ist es also immer wichtig, diesen Spagat zu meistern. Mit Beginn der Wechseljahre allerdings erst recht. Denn dann ist die Haut empfindlicher gegenüber Schädigungen durch die Sonne und gleichzeitig nimmt die Bildung von Vitamin D ab. Ein Vitamin-D-Mangel beeinflusst den ganzen Körper, samt Haut und Haaren.

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BE A U T Y ES IST GAR NICHT SO LEICHT, einerseits die Haut ausreichend vor der Sonne zu schützen und andererseits genügend UV-BStrahlung für die Vitamin-DProduktion abzubekommen.

Viele Frauen greifen lieber zu Phytoöstrogenen, da diese pflanzlichen Ursprungs sind und als nebenwirkungsarm gelten. Aufgrund ihrer ähnlichen Struktur zu menschlichen Östrogenen sollen sie eine vergleichbare, aber abgeschwächte Wirkung vermitteln können. Die tatsächliche Wirksamkeit von Phytoöstrogenen als Nahrungsergänzungsmittel ist jedoch umstritten und es ist unklar, ob sie wirklich so harmlos sind. Da ist es ratsamer, Nahrungsmittel aus Sojabohnen zu essen. Diese enthalten Phytoöstrogene und können möglicherweise die Begleiterscheinungen der Wechseljahre abmildern. Allerdings ist eine Wirkung wohl nur dann zu erwarten, wenn die gesamte Ernährung an die Hormonumstellung angepasst ist. Einfach Sojabohnen zu Fast Food und Süßigkeiten zu essen, dürfte nichts nutzen.

DIE RICHTIGE PFLEGE KANN VIEL AUSMACHEN Spätestens mit Beginn der Wechseljahre sollten Sie alles vermeiden, was die Haut und die Haare zusätzlich austrocknet. Das gilt im Winter noch mehr als im Sommer. Duschen und Baden sollte daher nicht öfter und länger als nötig erfolgen und am besten mit höchstens lauwarmem Wasser. Es ist außerdem nicht notwendig, immer den gesamten Körper einzuseifen. Achseln und Intimbereich reichen aus. So bleiben die Körperregionen wie Arme und Beine verschont, die ohnehin nur über wenige Talgdrüsen verfügen. Auch das Trockenrubbeln von Haut und Haaren ist tabu. Nutzen Sie stattdessen lieber ein weiches Handtuch, um die Haut abzutupfen und die Haare auszudrücken.

HORMONERSATZ GEGEN HAUTALTERUNG? Eine Hormonersatztherapie kann fehlendes Östrogen ausgleichen und sich auch positiv auf Haut und Haare auswirken. Jedoch sind mit der Einnahme von synthetischen Hormonen Nebenwirkungen wie Brustkrebs oder Thrombose verbunden. Das Risiko lässt sich etwas reduzieren, wenn die Dosierung möglichst gering ist und die Hormone ihren Weg in den Körper über die Haut finden. Das lässt sich mit Pflaster, Gel oder Nasenspray erreichen. Dennoch will die Entscheidung für eine Hormonersatztherapie gut überlegt sein.

VERMEIDEN SIE CHRONISCHEN STRESS. LASSEN SIE ES LIEBER ETWAS RUHIGER ANGEHEN, SODASS SIE NICHT IN CHRONISCHEN STRESS VERFALLEN. DENN DIESER STÖRT IHRE REGENERATIONSFÄHIGKEIT UND BESCHLEUNIGT SOMIT DAS ALTERN.

Die Verwendung von feuchtigkeitsspendender und rückfettender Hautpflege ist mindestens einmal täglich und nach dem Waschen Pflicht. Alle verwendeten Produkte wie Waschlotion, Haarshampoo und Hautpflege sollten einen pH-Wert zwischen 4,5 bis 5,7 aufweisen. Ansonsten können sie den Säureschutzmantel der Haut angreifen. Inhaltsstoffe wie Urea, Glycerin oder Ceramide in Hautpflegeprodukten können die Schutzschicht der Haut stärken und trockene Haut wieder geschmeidiger machen.

ERNÄHRUNG FÜR HAUT UND HAARE Über die Nahrung nehmen wir viele Stoffe auf, die der Körper für Haut und Haare benötigt. Darunter fallen zum einen Aminosäuren und Fettsäuren sowie Vitamine und Mineralstoffe, die das Haarwachstum und die Hautgesundheit direkt beeinflussen. Zum anderen enthält die Nahrung aber auch Lipide wie Cholesterin, die der Körper als Bausteine zur Produktion von Östrogenen und anderen Hormonen nutzt. Um die Beschwerden während und nach der Menopause möglichst gering zu halten, lohnt sich ein genauer Blick auf die Ernährung. Experten empfehlen insbesondere Frauen ab 50 Jahren eine Ernährung mit niedrigem

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glykämischen Index, deren Kohlenhydrate vollwertig sind und Ballaststoffe beinhalten. Denn Zucker und Lebensmittel aus weißem Mehl können sich negativ auf Haare und Haut auswirken. Stattdessen sollten Vollkornprodukte als Kohlenhydratquelle dienen.

JE BUNTER, DESTO BESSER

VERMEIDEN SIE RAUCHEN. ES IST WOHL KEINE ÜBERRASCHUNG MEHR, DASS RAUCHEN DIE HAUT ALTERN LÄSST. ABER WUSSTEN SIE, DASS DURCH DAS RAUCHEN DIE MENOPAUSE FRÜHZEITIG EINTRETEN KANN?

Eine Ernährung reich an buntem Gemüse liefert sekundäre Pflanzenstoffe, die antioxidative Eigenschaften besitzen und die Haut vor schädlichen Einflüssen wie der UV-Strahlung schützen können. So können sie einen Teil der fehlenden Östrogenwirkung ausgleichen. Bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe wie das Lycopin aus Tomaten und Isoflavone aus der Sojabohne sollen Hautalterungserscheinungen abmildern können.

FETTE DÜRFEN NICHT FEHLEN

Außerdem sind die Vitamine A und C sowie der VitaminB-Komplex wichtig für Haut und Haare. Bei den Mineralstoffen dürfen neben Eisen, Calcium und Zink ebenso Selen, Magnesium, Silicium und Kupfer nicht zu kurz kommen. Nahrungsergänzungsmittel können helfen, wenn Sie sie gezielt und bei einem nachgewiesenen Mangel einnehmen. Ansonsten sind sie nicht nur Geldverschwendung, sondern können auch andere Beschwerden nach sich ziehen. Eine ausgewogene Ernährung ist in jedem Fall ratsamer und wirkt sich auf die gesamte Gesundheit aus.

Eine fettarme Ernährung ist nicht unbedingt gut. Vor allem mehrfach ungesättigte Omega-3- und Omega-6Fettsäuren müssen in ausreichender Menge in der Nahrung enthalten sein. Denn diese sind unter anderem für gesunde Haare und für die Bildung des Säureschutzmantels der Haut unerlässlich. Ein Mangel an derartigen Fettsäuren führt daher zu trockenem Haar und Haarausfall sowie zu trockener und empfindlicher Haut. Besonders günstig soll ein ausgewogenes Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren sein, die am besten in Form von fettigem Fisch oder Pflanzenölen in den Körper gelangen.

OHNE ALKOHOL & OHNE PARABENE


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GLOW

HOW MENO FRAGT DIE EXPERTIN

FRAU LANG, WAS STÖRT FRAUEN IN DEN WECHSELJAHREN IN BEZUG AUF IHRE HAUT AM MEISTEN? DIE FALTEN? Ich würde sagen, die Falten stören weniger. Klar, die Haut neigt zunehmend dazu zu knittern, und die Abdrücke des Kopfkissens verschwinden am Morgen langsamer als früher. Denn die Haut verliert an Elastizität und Spannkraft, an Volumen und Festigkeit. Aber viel häufiger höre ich, dass Frauen der Konturverlust und der fehlende „Glow“ würde man heute sagen – stört. Zudem ist die Haut oft trocken und spannt.

UND WORAN LIEGT DAS? Fehlender „Glow“ bedeutet einfach, dass das innere Strahlen der Haut fehlt. Ab 45 Jahren sinkt unser Jugendlichkeitshormon DHEA um bis zu 90 Prozent. Dieses Hormon dient unter anderem dazu, die hauteigene Hyaluronproduktion anzuregen. Hyaluron bindet Wasser und sorgt auch für das jugendlich-pralle Leuchten der Haut. Hier gilt es dann, durch die richtige Hautpflege diesen Verlust auszugleichen.

ZURÜCK ZU DEN FALTEN. WAS SIND DIE ALTERNATIVEN? STEHEN LASSEN ODER DOCH ZUR SPRITZE, SPRICH BOTOX, GREIFEN? Da will ich kein moralisches Urteil fällen, das muss jede Frau für sich entscheiden. Mit Botox werden die behandelten Muskelpartien komplett gelähmt, die Mimik kann darunter oft stark leiden. Bio-Botox in speziellen Kosmetikprodukten dagegen greift zwar an denselben Rezeptoren an, reduziert aber nur die Aktivität des Muskels, ohne ihn komplett zu lähmen. So bleibt die Mimik erhalten und man erzielt ein frisches, jugend¬liches Aussehen der Haut ganz ohne Maskeneffekt. Wir kombinieren in unseren Juka d’Or Produk-

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ten das Bio-Peptid Argireline und Parakresse, die beide als Bio-Botox bekannt sind. Sie hemmen die Mikroanspannungen der Haut und können so ihre Faltentiefe reduzieren. Die Produkte sind von einem Apothekerteam entwickelt und daher nur exklusiv in Apotheken erhältlich.

ÄHNLICH WIE IN DER PUBERTÄT IST JA OFT UNREINE HAUT WIEDER EIN THEMA. Ja, auch das passiert tatsächlich oft. Die Haut ist aus der Balance – was ja auch nicht weiter verwundert, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die Haut unser größtes Organ ist. Also naheliegend, dass auch die Haut aus dem Gleichgewicht gerät, wenn Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen auftreten. Anders als in der Pubertät ist die unreine Haut in den Wechseljahren aber häufig trocken und spannt. Auch hier ist dann die richtige Pflege entscheidend.

Bild: Juka d’Or

Astrid Lang kennt das Thema Wechseljahre aus vielen Gesprächen in ihrer Apotheke. Im Interview mit MENO verrät sie, was entscheidend für eine gut verträgliche Hautpflege ist und welche Kriterien für Frauen bei der Wahl ihrer Hautpflege ausschlaggebend sind.


ASTRID LANG ist Apothekerin und Inhaberin der Apothekenmarke Juka d’Or. Also gleich eine doppelte Expertin in Sachen Hautpflege. Sie weiß als Pharmazeutin, wie die Haut aufgebaut ist und welche Wirkstoffe ihr gut tun. Gleichzeitig kennt sie aus der täglichen Beratung die Themen, die Frauen umtreiben. Gerade in Umbruchszeiten, wenn die Haut „verrückt“ spielt und anders reagiert als sonst, suchen Betroffene gerne den Rat der Fachfrau.

WELCHE GEZIELTEN TIPPS HABEN SIE ZUR PFLEGEROUTINE FÜR FRAUEN IN DEN WECHSELJAHREN? Entscheidend ist auch die Anwendung. Frauen in den Wechseljahren müssen noch konsequenter daran denken, ihre Gesichtshaut regelmäßig einzucremen: morgens, um sie den ganzen Tag vor äußeren Einflüssen zu schützen, und abends, um sie über Nacht zu beruhigen und mit Nährstoffen zu versorgen. Wer bisher noch kein Serum verwendet hat, dem würde ich empfehlen, es nun in die Pflegeroutine zu integrieren. Seren enthalten bis zu dreimal so viele Wirkstoffe wie Cremes und können, dank besonders kleiner Moleküle, besser in die Haut eindringen. Am besten wird das Serum nach der Reinigung aufgetragen und anschließend die Tages- oder Nachtpflege. Das heißt aber nicht, dass man jetzt zig Produkte im Badezimmer haben muss. Wir haben zum Beispiel bei unserer Linie darauf geachtet, dass die Produkte multifunktional sind und dass Serum und Creme auch als Augenpflege verwendet werden können. Dass Produkte vielseitig einsetzbar sind, finde ich auch deshalb wichtig, weil Frauen in den Wechseljahren ja heutzutage „in den besten Jahren“ sind, beruflich oft auf der Höhe ihrer Karriere und viel unterwegs. Da finde ich eine unkomplizierte, verlässliche Pflege extrem wichtig, die auch dann funktioniert, wenn man viel reist und die Haut zusätzlich belastet wird. Da ist es dann schon sehr praktisch, wenn die Reinigungsmilch auch mal als Bodylotion genutzt werden kann und die Creme für Tag, Nacht und um die Augen Anwendung findet.

Frauen in den Wechseljahren müssen noch konsequenter daran denken, ihre Gesichtshaut regelmäßig einzucremen.

DAS HEISST, EIN BISSCHEN GILT SCHON: MEHR IST MEHR? Bei der Pflegeroutine ja. Wie gesagt, Seren sollten ein Bestandteil der Pflege sein. Auch Handcremes kann man gerne mal dick auf den Handrücken auftragen und über Nacht einwirken lassen. Und auch das leider brüchiger werdende Haar braucht jetzt zweimal pro Woche eine Pflegekur. Nicht aber bei den Inhaltsstoffen. Da würde ich dazu raten, auf eine Pflege zu achten, die eine nicht allzu lange INCI-Liste aufweist. Die Zeiten, in denen man alle möglichen Cremes und Lotionen ausprobieren konnte, sind vorbei. Denn Inhaltsstoff-Experimente nimmt die Haut jetzt viel eher übel. Was ihr guttut, ist eine reichhaltige aber mineralölfreie Pflege, die den Fett- und Feuchtigkeitsverlust ausgleicht, die Schutzbarriere stärkt und keine Reizstoffe enthält. Ideal sind parfumfreie und dermatologisch getestete Gesichts- und Körpercremes mit Inhaltsstoffen wie Kollagen und Hyaluron oder entzündungshemmenden Elementen wie Weihrauch. Reinigungsprodukte sollten alkoholfrei sein, sonst trocknen sie zusätzlich aus – und bei unreiner Haut unbedingt auf den Verzicht auf Mineral- und Silikonöle achten

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BEI DEN INHALTSSTOFFEN GILT: WENIGER IST MEHR? Außerdem gilt für jedes Alter: Wir haben nur eine Haut, seien wir also gut zu ihr! Das Beste, was wir unserer Haut antun können, ist der Verzicht auf allergisierende Zusätze wie Parfum oder Parabene. Zudem sollten auch immer Inhaltsstoffe verwendet werden, die die Haut verwerten kann. Ein trockener Hauttyp beispielsweise profitiert deutlich mehr von pflegenden Inhaltsstoffen wie Olivenöl oder Sheabutter als von unnötigen Mineralölen. Diese meist als Paraffine bezeichneten Öle sind ein Abbauprodukt aus der Erdölindustrie und müssten heute in wirklich keinem Pflegeprodukt mehr enthalten. Leider sieht die Realität häufig noch immer anders aus.


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NOMI, 55 JAHRE Meine Haut hatte sich in den letzten Jahren total verändert. Ich habe nun eine ölige Mischhaut, die sehr großporig und unruhig ist und manchmal sogar Pickel wie in meiner Jugend. Auch mein Mund fühlte sich sehr oft trocken an und mein Geschmacksempfinden war gestört.

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01. Die Yunai Maske von medipharma cosmetics ist beruhigend und regenerierend, ab 11,95 €. 02. Das Karex-System aus Zahnpasta und Mundspülung bietet einen modernen Karies-Schutz ohne Fluorid, auch bei Mundtrockenheit, beides ab ca. 4 €. 03. Sehr gut für die AntiAging Pflege ist der PMD Clean. Mit ihm lassen sich Pflegeprodukte intensiv in die Haut einmassieren. PMD Clean, ab ca. 99 €. 04. Das SOS Anti Spot Gel mit Salizylsäure dient als Soforthilfe für punktuelle Hautunreinheiten. Gel von Malu Wilz, ca. 16,50 €. 05. Reinigungsmilch von Charlotte Meentzen, Melisse und Malve wirken beruhigend und entzündungshemmend, ab 14,20 €.

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DIE MENO-BEAUTY-TIPPS

WECHSEL KURS

Mit den Wechseljahren verändern sich auch Haut und Haare. Die Poren werden größer und die Kollagenproduktion der Haut geht zurück, besonders zu Beginn der Menopause verlangsamt sie sich spürbar. Wir haben einmal zehn Frauen gefragt, welche Veränderungen sie erlebt haben und was sie dagegen getan haben.

HEIKE, 49 JAHRE Meine Haut hat sich eigentlich erst im letzten Jahr so richtig verändert und ich habe neuerdings Probleme mit dem Zahnfleisch. Ich wünschte mir eine Pflege, die meine Haut wieder strafft und aktiv Falten vorbeugt. Außerdem glänzt meine Haut oft. Dafür habe ich jetzt das richtige Puder gefunden.

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01. Die Tagespflege mit einem LSF 15 schützt vor UV-Strahlung ohne UV-Filter mit Hormonwirkung, von Marbert, ca. 49,95 €. 02. Komprimierte Power mit Vitamin C und Hyaluron gegen Falten, 10Tage-Kur von Alcina, 10x1 ml, ca. 18,95 €. 03. Der No Color Setting Powder mattiert und optimiert dank Lichtreflexionen den Teint Mit mineralienreichem Meerwasser, von Artdeco, ca. 27,95 €. 04. Die schimmernde Körpermilch von Marbert regt die Kollagenproduktion an. Kreatin frischt die Energiereserven auf und aktiviert den Stoffwechsel, ca. 49,95 €. 05. Tebodont mit Teebaumöl hilft bei Erkrankungen im Mundraum. Natim Handels GmbH, Produkte ab 8,50 €


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NICOLE, 51 JAHRE Leider habe ich es früher etwas mit dem Sonnenbaden übertrieben, was sich jetzt in den Wechseljahren an meiner Haut rächt. Meine Haut ist schnell gealtert und auch mein Stoffwechsel ist dabei etwas träge geworden.

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01. Die 24 h-Pflege, Augencreme und das Intensivserum rose sublime von Jean d'Arcel basieren auf einem intelligenten Energiemanagement. Die aktiven Pflanzenzellen aus der Damaszener Rose verlangsamen den energieabhängigen Alterungsprozess der Zellen und animieren sie, sich zu regenerieren. Pflege ab 127 €. 02. Die After Sun Ampullenkur enthält eine effektive Wirkstoffkombination aus Hyaluron und Ectonin. Annemarie Börldind, Ampullenkur ab 16,90 €. 03. PMD Pro verwendet auf seinen Drehscheiben die gleichen abtragenden Kristalle wie ein Dermatologe. So wird die Haut intensiv gepeelt. Durch die Saugfunktion wird die Mikrozirkulation sowie die Neubildung von Elastin- und Kollagenfasern angeregt. Preis ab 199 €.04. Das Aloe Vera Drinking Gel sorgt für eine optimale Nährstoffversorgung. Auch in Sachen Stoffwechsel ist Aloe Vera ein wahrer Allrounder. LR Lifetakt Aloe Vera Drinking Gel Honey, ca. 32,99 €.

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SABINE, 58 JAHRE Ich befinde mich seit mittlerweile acht Jahren in der Menopause und am meisten machen mir die Hitzewallungen zu schaffen. Ich fand lange Zeit kein deckendes Make-up, dass diese Hitze übersteht und fühlte mich auch oft optisch ausgepowert und grau.

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01. Die bifloralen Zellen von Safran und Bougainvilla in Kombination mit der Leuchtkraft des Ölwirkstoffs des roten Fackel-Ingwers finden sich in den Pflegeprodukten der Nuxuriance Gold Serie von Nuxe. Serum (64,90 €), Öl-Creme (59,90 €), Balsam für die Nacht (59,90 €) und Augencreme (49,90 €). 02. Die unangenehmen Begleiterscheinungen der Wechseljahre lassen sich mit dem Aromapflegerezept von farfalla mildern. Mehr Rezepte und Produkte unter www.farfalla.ch. 03. Die ölfreie Perfect Teint Foundation zeichnet sich durch ihre besonders lange Haltbarkeit und ihre mittlere bis hohe Deckkraft aus, von Artdeco, ab 19,95 €.


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ANNE, 49 JAHRE Meine Haut hat an Festigkeit und Feuchtigkeit verloren, die Falten waren natürlich auch schon da und ich reagiere sehr auf UV-Strahlung. Zusätzlich habe ich in den Wechseljahren Lymphprobleme bekommen und morgens daher sehr oft geschwollene Augen.

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07 01. Die After Sun Repair Ampulle wirkt mit sofort spürbaren Effekten. Malu Wilz Ampullenset (3x2ml), ca. 11,40 €. 02. Die Beauty Effect Power Maske von Balea ist eine hochkonzentrierte Pflege für müde und abgespannte Haut. Ein spezieller Anti-AgingExtrakt beugt der Hautalterung vor, ca. 3,95 € 03. Beauty Effect Augen Gel-Pads von Balea sorgen für eine schnelle Extraportion Feuchtigkeit und polstern Fältchen auf, ab 4,45 €. 04. Das CD Deo "Reine Frische" ist frei von Aluminiumsalzen und bietet langanhaltenden Deo-Schutz durch antibakteriellen Alkohol und Triethyl Citrate, ca. 1,99 €. 05. Orthomol Beauty steigert die Hautelastizität mit Kollagen, Hyaluronsäure und dem Phytamin-Q10-Komplex von innen. Monatspackung, ca. 95,00 €. 06. Das Profutara Anti Aging Nachtkonzentrat von Marbert spendet Energie und Feuchtigkeit und Schutz gegen schädliche Umwelteinflüsse, ca. 14,95 €. 07. Die Eucerin HyaluronFiller Augenpflege mildert selbst tiefe Falten mit Hyaluronsäure und Saponin, ca. 36,95 €.

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MERLE, 53 JAHRE Am meisten Angst hatte ich vor den berüchtigten Hitzewallungen. Die blieben zum Glück eher aus. Dafür bekam ich aber innerhalb von einem Jahr die ersten grauen Haare und meine Haare wurden dünner. Hinzu kam eine sehr trockene Haut und dunkle Augenringe.

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MARIE-THERES, 47 JAHRE 02 Ich bin oft sehr gereizt, müde und abgespannt und bei der Arbeit unkonzentriert. Zudem benötigt meine Haut mehr Pflege und Zuwendung, seit Beginn der Wechseljahre. Meine Hände, Gesicht und Körper sind leider meistens auch sehr trocken. 01. Das Wirkstoffkonzentrat hilft bei Müdigkeit und Abgespanntheit als Aktivierungskur mit Caviar-Extrakt und Meerwasser. 7-Tage-Kur, Eubos Caviar Glow Boost, ca. 39,99 €. 02. Das LR Zeitgard Beauty Diamonds Luxurios Body Oil pflegt die Haut mit reichhaltigen Ölen, regenerierenden Vitaminen und Bitter-Ingwer Extrakt, ca. 39,99 €. 03. Die Birkenstock Exfoliating Body Scrub reinigt porentief für eine glatte und geschmeidige Haut und lässt mit Cranberrysamen die Haut strahlen, ca. 35 €. 04. Die Birkenstock Handcreme der Natural Comfort Linie regeneriert mit belebenden Rezepturen und hocheffektiven natürlichen Wirkstoffen. Moisturizing Hand and Nail Cream mit Jojoba, 20 €. 05. LR Lifetakt Mind Master Extreme Performance Powder wirkt schnell bei akuten Stressspitzen und Erschöpfung, ca. 29,99 €. 06. Das Intensiv-Serum Hyal4 ist ein basisches Serum für Feuchtigkeit und Anti-Aging. Das exklusive Serum von SIRIDERMA gehört zur Serie „pure“. Spender ab 39,95 €.

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01. Das Lifetakt 5in1 Beauty Elixir schützt präventiv vor den Hauptursachen der Alterung. Durch den Zusatz von Aloe Vera werden die Inhaltsstoffe besser vom Körper aufgenommen, ab 139,99 €. 02. Das Ducray Densiage Nahrungsergänzungsmittel stärkt die Haare von innen und kurbelt die Mikrozirkulation der Kopfhaut an. Kupfer verzögert das Ergrauen der Haare, ca. 22,90 €. 03. Das Volumen-Shampoo mit Ginseng-Prodizia-Komplex verleiht den Haaren Volumen, neue Spannkraft und Geschmeidigkeit. Ducrai Densiage Shampoo, ca. 15,90 €. 04. Eye Cream & Glow Amplifier mit SPF 15 kombiniert die besten Anti-Aging Technologien plus verstärktem DNA-Schutz. Lancaster, ca. 40,95 €. 05. Bi Phase Hydro Boost ist eine 2-Phasen-Sofortkur bei Stress und Trockenheit der Haut. Ampullen von Eubos, 06 ca. 23,99 €. 06. Die 24h crème anti-ox schützt die Haut vor den schädlichen Auswirkungen von Luftschadstoffen und UV-Strahlen. Plus Mehrfach-Hyaluronsäure für maximales Hautvolumen. Jean d'Arcel Renovar, ab 39,90 €.


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MARIELA, 58 JAHRE Ich hatte viele Altersflecken mit Beginn der Menopause bekommen. Meine Nerven waren schwächer, das Immunsystem und die Verdauung oft im Keller. Ich hatte das Gefühl, dass die Großstadt mich mehr schafft, als früher.

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01. Die crème source de beauté von Jean d'Arcel setzt erstmalig Immortellen-Extrakt ein. Das Extrakt wirkt dem vorzeitigen Alterungsprozess entgegen und steigert die Synthese eines wichtigen Hautproteins (Periostin), ca. 67,50 €. 02. Das Beauty-Superfood Kin Ukon aus Japan mit drei hochwirksame Kurkumasorten wirkt gegen Falten, fahlen Teint und entzündliche Prozesse. Gleichzeitig wird das Immunsystem, Gehirn und Nerven gestärkt, Herz, Kreislauf und Leber geschützt und die Verdauung angeregt. 500 Stück, ca. 29 €. 03. Die Ahava Deadsea Plants Friming Body Cream schenkt der Haut Feuchtigkeit und festigt die Konturen und das Gewebe, ca. 34 €. 04. Das klinisch geprüfte Serum von Murad reduziert Dark Spots, Altersflecken und Hyperpigmentierungen. Vitamin C und Oligopeptide hellen sie auf. Rapid Age Spot Correcting Serum, ca. 70 €. 05. Das Fruchtsäure-Peeling-Gel peelt sanft und entfernt abgestorbene Hautschüppchen. Der Hauterneuerungsprozess wird stimuliert. Annemarie Börlind, ab 24,90 €.

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KATJA, 50 JAHRE Ich war schon sehr oft verspannt und hatte Kopfschmerzen. Meine Haut hat an Feuchtigkeit verloren und war farblos und meine Haare sind viel dünner und kaputter geworden. Meine Hormone spielen einfach verrückt, seit ich im Wechsel bin. 01. bis 03. Die Anti-Aging Pflegelinie von Marbert mit einer energiespendenden Pflegecreme, einem Serum und Augenbalsam wirkt der hormonellen Hautalterung und beugt Umwelteinflüssen vor. Phytocell Pflegecreme, ca. 39,95 €, energiespendendes Serum ca. 39,95 €, Augenbalsam, ca. 29,95 €. 04. Der Kopfwohl Aroma Roll-On von Primavera vereint klärendes ätherisches Pfefferminzöl mit erfrischendem Pfefferminzwasser für kühle Frische und einen klaren Geist, ca. 9,90 €. 05. Die naturschön Repair Haarpflegelinie von alverde setzt auf die gepallte Power der Olive. Das Shampoo repariert geschädigte Stellen und verbessert die Kämmbarkeit. Shampoo, ca. 4,95 €. 06. Die Haarmaske sorgt langfristig für die Haarstruktur. Haarmaske, ca. 5,95 €.

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SUY, 51 JAHRE Ich habe das Gefühl, dass die UVStrahlung und Smog sich in den letzten Jahren immer mehr auf meine Haut auswirken. Sie hat extrem an Feuchtigkeit verloren. Auch meine Haare glänzen nicht mehr so wie früher. Die Falten und Krähenfüße werden auch von Tag zu Tag tiefer.

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01. BLOOM BEAUTY ESSENCE DAY SPA schafft einen Schutzschild gegen Umwelteinflüsse. Dazu setzt das Tages-Nahrungsergänzungsmittel auf verschiedene Basisextrakte. Das Nacht-Nahrungsmittel unterstützt die vielen Regenerationsprozesse, ca. 49,95 €. 02. und 03. Das Duo CD naturkraft Spülung und Glanz Shampoo pflegt mit Macadamia-Öl sprödes und glanzloses Haar und verbessert die Haarstruktur. Shampoo und Spülung, ab 2,49 €. 04. Das Retinol Anti Age-Smoothing Serum schenkt intensive Feuchtigkeit und glättet die Haut. Liposomal verkapseltes Retinol unterstütz die Kollagensynthese und wirkt der Faltenbildung entgegen. Time Release Seren-Pipettenflasche, ca. 29,90 €. 05. Die Retinol Youth Renewal Night Cream von Murad minimiert Falten und erhöht die Festigkeit, ca. 90 €. 06. Das Eye Serum minimiert wirkungsvoll Fältchen und Krähenfüße, während die Haut mit einem nährstoffreichen Seetang Komplex versorgt wird, um dunkle Augenringe sichtbar aufzuhellen. Retinol Youth Renewal Eye Serum von Murad, ca. 75 €.


KOL U M N E

BUCHTIPP

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ür die eine bedeutet die Menopause Freud, für die andere Leid. So unterschiedlich wird diese entscheidende Phase im Leben einer Frau wahrgenommen. Endlich keine Monatsblutung mehr, Sex ohne Panik vor einer ungewollten Schwangerschaft oder aber düstere Gedanken, sich nicht mehr als vollwertige Frau fühlen. In meiner 35-jährigen Laufbahn als Allgemeinmedizinerin sind mir die unterschiedlichsten Reaktionen begegnet. Wir Frauen haben ausreichend Zeit, uns mit dieser Entwicklung anzufreunden. Etwa mit 42 beginnt die Prämenopause in der ein Eisprung nicht mehr so häufig vorkommt. Die Hormone verändern sich bereits ein wenig und das Ende unserer fruchtbaren Zeit fängt an sich abzuzeichnen. Falten beginnen der Haut noch mehr Charakter zu verleihen, die Farbe unseres Haares schlägt in einen vornehmen Silberton um und nicht selten nimmt der Taillenumfang mehr oder weniger zu. Dass wir jetzt zunehmend einem veränderten, eben älteren, Schönheitsideal entsprechen, ist nicht immer ganz einfach zu verkraften.

IMPRESSUM MENO erscheint in der BT Verlag GmbH

Objektleitung > Kirstin Strecker (ks@bt.de, 089/45709623), (verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen, Anschrift siehe Verlag)

Meine Gesundheitsformel – Gesund, schlank, glücklich Unsere Kolumnistin und Bestsellerautorin von „Intervallfasten“, Dr. med. Petra Bracht, stellt hier ihre ganz persönliche Gesundheitsformel vor. Seit über 30 Jahren berät sie ihre Patienten hinsichtlich der drei Säulen Bewegung, Ernährung und Achtsamkeit und erzielt damit großartige Erfolge. Preis: 14,99 € (D)/15,50 € (A)/19,90 sFr / Gräfe und Unzer Verlag / ISBN: 978-3-8338-6889-4

Wer aber jetzt denkt, das Leben hört damit auf, nutzt nicht die besonderen Qualitäten, die diese neue Zeit bereithält. Nämlich zunehmende Gelassenheit, eine neue innere Ruhe, eine nie geahnte Toleranz und die Chance auf einen neuen Abschnitt, in dem wir nicht nur Anderen viel geben können, sondern auch uns selbst. Nicht zu vergessen, dass wir auch mit zunehmenden Alter eine Schönheit entwickeln können, die Abbild dieses Reifungsprozesses ist. Vorausgesetzt Sie lassen diese positive Sichtweise zu. Es ist Ihre Entscheidung ob Ihre Ausstrahlung an Schönheit, Weisheit und Ausgeglichenheit zunimmt, oder aber eher ins Gegenteil umschlägt. Nehmen Sie die Verantwortung an und entwickeln Sie Neugier für Ihr neues Leben. Wenn alles gut geht, haben Sie noch einmal die gleiche Lebenszeit vor sich. Natürlich mit einer viel größeren Chance, wenn Sie Ihren Lifestyle optimieren am besten mit gesunder vollwertiger Pflanzenkost, hochwertiger Bewegung und immer mehr Achtsamkeit. Vielleicht wird es endlich die Zeit in Ihrem Leben für das Wesentliche.

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Herausgeber > Heiko Heinemann (hh@bt.de) (verantwortlich für den redaktionellen Inhalt, Anschrift siehe Verlag) Layout: Barton Berkovic Redaktionelle Mitarbeit: Sabrina Böhme; Herstellung: Michaela Joachims Kioskvertrieb > IPS Gruppe, 53340 Meckenheim Bezugspreis > 5,00 € Druck: Typos, s.r.o., CZ-301 00 Pilsen Es gilt die Anzeigenpreisliste I vom 01.10.2018. Adresse > BT Verlag GmbH, Aidenbachstr. 52a, 81379 München, Tel. 089/457096-0, Fax: 089/457096-10, E-Mail Verlag: info@bt.de, Web-Verlag: www.bt.de

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