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Juni 2012

Newsletter Brancheninformationen aus der Region Berlin/Brandenburg

INHALT

Was tun bei wettbewerbsrechtlicher Abmahnung?

PRODUKTE Spezialitäten aus der Region...................3

Wettbewerbsverstöße sind in der Praxis keine Seltenheit. Auch im Bereich der Lebensmittelkennzeichnung kommt es immer wieder zu Abmahnungen und zur Aufforderung der Abgabe einer strafbewährten Unterlassungserklärung. Dies gilt auch dann, wenn der Verstoß nur aus Unwissenheit begangen wurde oder es sich nur um einen scheinbar kleinen Fehler handelt (z.B. bei gesetzlich vorgeschriebenen Informationspflichten). In diesen Fällen müssen Unternehmer häufig leidvolle Erfahrungen im Umgang mit Mitbewerbern und deren Anwälten, mit Wettbewerbsvereinen oder Verbraucherverbände machen. Die IHK’s beraten ihre Mitglieder zu Fragen des fairen Wettbewerbs und zum richtigen Verhalten im Falle einer wettbewerbsrechtlichen Abmahnung.

PARTNER Bio Company: Kurze Handelswege..........4

Bio-Händler legt kräftig zu

AKTUELL Neues für die und aus der Region...................1 PORTRÄT Würzlust stellt sich vor.....................2

MESSEN Großer Andrang bei der BraLa....................5 INSIDE EIS-Zauberei auf finnischen Pfaden.............6 KONTAKTE Wichtige Termine und mehr............7 RESPONSE Workshops und Leserbrief...................8

Der Naturkosthändler Alnatura bleibt auf Wachstumskurs, berichtet das Fachmagazin Lebensmittel Praxis. Im laufenden Geschäftsjahr 2011/2012 (bis 30. September) erwartet das Bio-Handelsunternehmen wieder ein zweistelliges Umsatzplus. Bereits in der ersten Hälfte seien die Erlöse um 13 Prozent auf 263 Mio. Euro gestiegen.

Mehr Wertschätzung für Lebensmittel „Es ist eine große Leistung der Lebensmittelwirtschaft, dass wir heute hochwertige Lebensmittel zu günstigen Preisen für alle anbieten können. Doch wir brauchen auch wieder mehr Wertschätzung für Lebensmittel", forderte Bundesministerin Ilse Aigner beim „Dialog Lebensmittel“ am 24. Mai 2012 in Berlin. Zu dem Dialog hatten der Handelsverband Deutschland (HDE) und die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) eingeladen.

Wählen und bestimmen Sie mit! KÜRZLICH GESAGT „Wir erleben in Deutschland eine Renaissance des Regionalen.“ Ilse Aigner Verbraucherministerin

Die Westbrandenburger Wirtschaft wählt bis zum 10. Juni 2012 die Vollversammlung der IHK Potsdam. Das Gremium ist mit seinen 77 direkt zu wählenden Mitgliedern das größte Parlament der Wirtschaft im Land Brandenburg. Insgesamt 166 Kandidatinnen und Kandidaten aus allen Regionen und Branchen des Kammerbezirks stellen sich zur Wahl. Diese „Macher“ sind es, die die Geschicke der Wirtschaft in den kommenden fünf Jahren mitbestimmen. Die IHK Potsdam bittet alle entsprechenden Unternehmen, von Ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen. Die Wahlunterlagen für die am 10. Juni um 24 Uhr endende Briefwahl sind bereits verschickt worden. Alle Kandidaten sowie Hintergründe zur IHK-Wahl 2012 finden Sie unter: www.macher-in-brandenburg.de 1


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Porträt

Auf die Dosis kommt es an! Das Schulzendorfer Unternehmen „Würzlust“, im Jahr 2011 von Jens Schlegel und Jürgen Selig gegründet, liefert Gewürze und Gewürzmischungen aus aller Welt. Es beschäftigt heute vier Mitarbeiter und will in den nächsten Jahren kräftig expandieren – der Bedarf an frischen Gewürzen in hoher Qualität ist enorm. Zu den Kunden des Unternehmens zählen heute „Hobbyköche“, Verarbeiter von Lebensmitteln und Restaurants. „Gewürze verleihen einem Essen den besonderen Pfiff“, sagt Jens Schlegel und fügt hinzu: „Die Zeiten, in denen Salz und Pfeffer die einzigen Begleiter in den Küchen waren, sind ein für alle Mal vorbei.“ 120 Gewürze und Gewürzmischungen hat das junge Unternehmen im Programm – und es werden täglich mehr. „Wir sind permanent dabei, neue Produkte für unsere Kunden zu suchen oder innovative Gewürzmischungen zu komponieren“, erklärt Jürgen Selig. Dadurch werde das Sortiment von Tag zu Tag vielfältiger und komme den individuellen Bedürfnissen der Kunden immer weiter entgegen. Jede Rezeptur beruht auf einer feinen Abstimmung der eingesetzten Produkte. Wer in diesem Geschäft Erfolg haben will, braucht also buchstäblich einen guten Riecher. Denn die unterschiedlichen Gewürze gilt es so zusammenzustellen, dass sie miteinander harmonieren und zu einem hochwertigen und außergewöhnlichen Geschmackserlebnis führen. Notwendig ist aber auch ein gutes Händchen, um das richtige Mischungsverhältnis bzw. die exakten Mengenrelationen zu treffen. Da hält man es mit Paracelsus, dem Arzt und Alchemisten des 16. Jahrhunderts, und seinem Wahlspruch: „Auf die Dosis kommt es an.“ Die Ehepaare Annett und Jürgen Selig (l.) sowie Susann und Jens Schlegel

Die Entscheidungen über Einkauf und Einsatz der unterschiedlichen, häufig auch exotischen Produkte fällt jedoch nicht am grünen Tisch in Schulzendorf: Das Team selbst hat die Leidenschaft für Gewürze auf vielen Reisen durch ferne Länder kennen gelernt. Diese Entdeckungsreisen in die faszinierende Welt der Gewürze inspiriert immer wieder zu neuen Ideen und Rezepten. Zur Philosophie gehört dabei der Grundsatz, alle Produkte in ihrer natürlichen Form anzubieten. Auf unnötige Aromastoffe und Geschmacksverstärker wird folglich bewusst verzichtet. Und die Lieferanten stellen durch Kontrollen und Prüfungen eine durchgängig hochwertige Qualität sicher. Chilifäden Die Gewürze und Gewürzmischungen werden in handelsüblichen Gebinden von 25 g bis 1 kg angeboten. Zu den Rennern zählen derzeit die Chilifäden, die jeder Mahlzeit eine besondere Note verleihen und „optisch allemal ein richtiger Hingucker sind“, wie es bei Würzlust heißt. Über das Standard-Repertoire hinaus kommt man in der Manufaktur auch besonderen Wünschen entgegen: Die Kunden können sich ihre persönliche Mischung und die benötigte Menge auf Anfrage individuell zusammenstellen lassen.

Kontakt: Würzlust GbR Lessingstraße 20 15732 Schulzendorf Tel. 033762/816900 Fax 033762/816899 www.wuerz-lust.de

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Produkte

„blattgold“ gegen Hüftgold: Mit den handgemachten Dressings aus der kleinen Berliner Manufaktur HAUS DER FEINEN KOST startet die Salatsaison. Die Sorten Balsamico-Basilikum, Balsamico-Vanille und Honig-Senf passen ideal zu Blattsalaten, Pasta und Fleisch oder veredeln das Frühstücksbrot. Hergestellt mit fruchtigem Olivenöl aus dem Süden Europas, erstklassigem Balsamico-Essig, frisch zerstoßenem schwarzen Pfeffer, reinem Alpensalz oder bestem Senf aus Deutschland. Künstliche Zusatzstoffe und Wasser zur Verdünnung kommen nicht in die Flasche. Einziger Geschmacksverstärker: pure Leidenschaft. Kontakt: Haus der Feinen Kost, Kameruner Straße 14, 13351, Telefon und Fax: 030/60958721. „Ein Naturprodukt mit Seele“ nennt die Dr. Otto GmbH ihren etwas anderen Kräuterbitter (38 Vol. %) namens Fährmann Hildebrandt. Neun wertvolle Kräuter und Gewürze werden nach überlieferter Rezeptur verarbeitet. Das Produkt – frei von Zuckerzusätzen und Zusatzstoffen – wird nur in begrenzter Menge hergestellt (zwölf Fässer pro Jahr). Ausgewählte Zutaten aus kontrolliertem Anbau und besondere Herstellungsweise sorgen für wohltuende Bekömmlichkeit und einzigartigen Geschmack. Kontakt: Dr. Otto GmbH, Zum Schöpfwerk 7, 19322 Wittenberge, Tel.: 03877/561000. Die Essigart OHG aus Wustermark hat sich auf die Herstellung von Wein- und Fruchtessigen in Premiumqualität spezialisiert. Ausgesuchte Qualitätsweine weine und Fruchtsäfte in Bioqualität werden ohne Farb- und Konservierungsstoffe zu reinen Gärungsessigen verarbeitet. Danach reifen sie in hochwertigen Barriques bis zu ihrer Vollendung. Im März dieses Jahres wurden die ersten Weinessige nach mehr als sechsmonatiger Reifezeit abgefüllt und einem breiten Publikum vorgestellt. Die Weinessige sind als Rotweinessig Schwarzriesling, Roseweinessig Spätburgunder Weißherbst oder als Weißweinessig in den Sorten Gewürztraminer und Riesling erhältlich. Kontakt: Essigart OHG, Am Stellberg 2, 14641 Wustermark, Telefon und Fax: 033234/21645.

Neu Zwei innovative Spezialitäten hat die Klosterbrauerei Neuzelle auf den Markt gebracht: das Spargelbier und das alkoholfreie Probiotikbier. Das trockene Spargelbier (links) ist eine Komposition aus traditionell gebrautem Pilsener, veredelt mit natürlichem Spargelsaft; es ist eine hervorragende Alternative zum edlen Weißweintropfen beim Spargelgericht. Das probiotische Bier (rechts) ist mit seinen feinen fruchtigen Aromen bekömmlich frisch und enthält vitalisierende Probiotik-Kulturen, die dem Körper zusätzlich etwas Gutes tun. Kontakt: Klosterbrauerei Neuzelle GmbH, Brauhausplatz 1, 15898 Neuzelle, Tel.: 033652/8100, Fax: 033652/81070. „Yes Please“ (Ja bitte) heißen die frisch gekochten und gekühlten Suppen der Berliner Yes Please Foods GmbH. Das von Gemma Michalski, einer britischen Geschäftsfrau, im Jahre 2006 gegründete Unternehmen arbeitet mit der renommierten Londoner Firma Joubère zusammen – Europas führendem Hersteller von Bio-Suppen. Für die Rezepturen werden ausschließlich natürliche Zutaten verwendet. Einmal gekocht, wird die Suppe in praktische 500mlBecher abgefüllt und schockgekühlt, was eine Haltbarkeit von 28 Tagen im Regal gewährleistet, und zwar ohne Pasteurisierung oder Konservierungsmittel. Das Produkt gibt es in vielen Varietäten. Kontakt: Yes Please Foods GmbH, Goethestr. 27, 10623 Berlin, Tel.: 030/8800-1737, Fax: -7920. 3


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Partner

Regionalität und kurze Handelswege Die BIO COMPANY wurde 1999 von der Krankenschwester Undine Paul gegründet und ab 2002 von den Inhabern Georg Kaiser und Hubert Bopp mit ihrer Vision, ein gutes Stück Land in die Stadt zu bringen, zu einem erfolgreichen Berliner Unternehmen entwickelt. Heute arbeiten ca. 900 Personen, darunter 87 Azubis, in 24 Filialen in Berlin/Brandenburg sowie zwei Märkten in Dresden und Hamburg. Regionalität und kurze Handelswege – aus ökologischer und ökonomischer Sicht sinnvoll – haben bei BIO COMPANY höchste Priorität. Mehr als die Hälfte des Absatzes besteht aus frischen Produkten, so dass der kurze Weg zum Feld und zum Bäcker einen echten Vorteil für die Kunden darstellt. Die regionalen Lieferanten können auf stabilen Absatz und gute Entwicklungsmöglichkeiten des eigenen Betriebes zählen. Und die Menschen, die für diese Betriebe stehen, werden den Kunden gezeigt: In jedem Markt ist ein Foto von ihnen über dem entsprechenden Produkt angebracht. Das schafft Authentizität und Transparenz: Der Verbraucher weiß, wo Gemüse, Milch, Honig, Brot und vieles mehr herkommen. Auf BIO COMPANY-Bustouren kann er einen Blick in die Manufaktur, den Betrieb oder den Hof der regionalen Partner werfen und so sein Vertrauen in das Sortiment stärken. Im sorgfältig ausgewählten Bio-Sortiment findet der Kunde nahezu alles für den täglichen Bedarf: Obst und Gemüse in aufwendig gestalteten Abteilungen, ein reichhaltiges Angebot an Backwaren, Fleisch- und Wurstprodukten sowie Käse in den Frischetheken und nicht zuletzt eine große Vielfalt an prämierten ÖkoWeinen. Als Vollsortimenter bieten die natürlichen Supermärkte der BIO COMPANY des weiteren eine umfangreiche Auswahl an zertifizierter Naturkosmetik und nachhaltigen Naturwaren. Zur Philosophie des Unternehmens zählt ferner, dass man in den Filialen auch mit kleinerem Geldbeutel gesund einkaufen kann. Das ermöglichen unter anderem die vielfältigen Eigenmarken, das heißt hochwertige Bio-Lebensmittel zu günstigen Preisen. Qualität ist das Prädikat der BIO COMPANY und 100 Prozent Bio der Grundsatz des Unternehmens, und das weit über den EU-Bio-Standard hinaus. Ein Großteil der Produkte wird durch die Anbauverbände DEMETER, BIOLAND und GÄA mit ihren strengeren Richtlinien zusätzlich kontrolliert (GÄA ist ein Verband ökologischer Landwirte, Verarbeiter und Handelsunternehmen). Das unternehmerische Handeln wird stets nach den Aspekten der sozialen, ökologischen und ökonomischen Verantwortung weiterentwickelt. So steht das nachhaltige Ladendesign im Mittelpunkt des ökologischen Denkens: Es werden biologische Lasuren, Farben aus pflanzlichen Pigmenten, Kautschuk statt nicht abbaubarer Kunststoffe und Linoleum aus einer WWF-Kollektion verwendet. Die Ladenmöbel sind aus einer Kontakt: BIO COMPANY Kiefernlattung aus nachhaltigen Forsten im Umland gefertigt. Durch den Einsatz moderner Beleuchtungstechnik und eines aus- Beteiligungs GmbH geklügelten Klima- und Kältemanagements konnte der Einsatz von Rheinstraße 45-46 Primärenergie in den letzten drei Jahren um beinahe 40 Prozent 12161 Berlin reduziert werden. Der Reststrom kommt aus erneuerbaren Ener- Tel.: 030/3251422-37 gien. Eine klare Haltung des Unternehmens gegen Gentechnik, Fax: 030/3251422-30 Monokulturen und Massentierhaltung unterstreicht den Verantwww.biocompany.de wortungsgedanken des Unternehmens in vielen Bereichen.

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Messen

Ein Highlight der besonderen Art Ansturm auf den MAFZ-Erlebnispark in Paaren im Glien: Vom 17. Bis 20. Mai hatte die Brandenburgische Landwirtschaftsausstellung (BraLa) wieder ihre Tore geöffnet. Rund 40.000 Zuschauer strömten während der vier Tage auf das weiträumige Gelände, um bei 700 Ausstellern Landwirtschaft hautnah zu erleben: vielfältige Tierschauen, alte und neue Landtechnik, Musterpflanzungen in Gartenanlagen sowie regionale Spezialitäten zum Verzehr und Einkauf. Auf dem Freigelände wie in Hallen und Zelten herrschte großes Gedränge. Schon zur Eröffnung waren die Besucher Zeugen eines Highlights der besonderen Art. Erstens wurde die neue Milchkönigin 2012/2013, die Agrarstudentin Saskia Storm, offiziell vorgestellt und zweitens dem brandenburgischen Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger eine inoffizielle Ehrung zuteil: Er feierte an diesem Tag seinen 48. Geburtstag. Der Minister revanchierte sich umgehend und sagte den Landwirten bei der anstehenden Agrarreform seine Unterstützung zu – ein Statement, das der ebenfalls anwesende Präsident des Landesbauernverbandes, Udo Folgart, gern zur Kenntnis nahm. Die Stimmung war bei Besuchern wie Ausstellern gleichermaßen gut. Selbst der Wettergott spielte mit und sorgte für viel Sonnenschein, wenngleich er es an den letzten beiden Tagen ein Stück zu gut meinte: Wegen der großen Hitze ließen Käuferandrang und Geschäfte etwas nach. Trubel herrschte auch im großen Ausstellungszelt von pro agro, wo zahlreiche Produzenten ihre regionalen Spezialitäten und unterschiedliche Dienstleister ihre Angebote präsentierten. Über mangelnde Nachfrage – seien es Informationsgespräche oder Absatz – konnte sich keiner beschweren. „Vor allem an den ersten beiden Tagen liefen die Geschäfte gut“, berichten die Potsdamer Senf Elfen Susanne und Claudia Posth. Bestätigt wird dies durch Hemme Milch aus der Uckermark, deren Produkte reißenden Absatz fanden. „Viele Kunden kommen direkt zu uns, weil sie uns bereits kennen“, lautet der zufriedene Kommentar aus Schmargendorf. Auch die Handelskontakte seien ergiebig gewesen. Die Brennerei Sellendorf teilt dieses Urteil. „Die BraLa ist natürlich keine Order-Messe“, sagt Klaus Neumann, „aber die regionalen HanUdo Folgart (l.) und Saskia Storm delsketten haben sich sehr für unsere Produkte interessiert.“ Und gratulieren dem Minister der Absatz sei besser gelaufen als gedacht. Gleich zu Beginn der Messe hat er mit einer spontanen Aktion auf sich aufmerksam gemacht: Als Minister Vogelsänger bei seinem Eröffnungsrundgang das pro agro-Zelt betrat, empfing ihn Neumann mit einem Gläschen Hochprozentigem und stieß mit ihm auf dessen Geburtstag an. „Außerdem habe ich die Gelegenheit genutzt, beim Gespräch mit dem Minister die BEN- und pro agro-Fahne hochzuhalten“, fügt er schmunzelnd hinzu. _________________________________________________________________________________ Berichtigung: Im BEN-Newsletter 05/2012 haben wir irrtümlicherweise berichtet, die Beteiligung Brandenburger Unternehmen an der Slow-Food-Messe werde auch durch EU-Finanzierung unterstützt. Richtig ist, dass die Förderung ausschließlich aus Mitteln des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg kam. 5


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Inside

EIS-Zauberei: Ein Gastspiel auf der GASTRO in Finnland Was auf den ersten Blick wie eine verrückte Idee aussah, entpuppte sich als voller Erfolg: die Teilnahme unseres Mitglieds EIS-Zauberei aus Rheinsberg an einer Messe in Helsinki. Inhaber Wolfgang Brasch weiß ein hohes Lied davon zu singen. Finnland ist fast so groß wie Deutschland, zählt aber nur 5,4 Mio. Einwohner. Kann das ein attraktiver Markt sein? Das fragten wir uns – und wollten es wissen: Während der ANUGA 2011 in Köln und später bei der Hausmesse „Promofood“ in der IHK Potsdam, wo die Skandinavier als Gastland vertreten waren, löcherten wir die Experten der Auslandshandelskammer (AHK) und bekamen Folgendes zu hören: Das Pro-Kopf-Einkommen in Finnland ist hoch, die Lebensmittelpreise aber auch (gut für die Margen!); die Finnen sind Europameister beim Eis-Verzehr (gut für den Absatz!); auf Messen in Finnland tummeln sich auch Unternehmen aus Schweden und Estland (gut für die Kontakte!). Das gab uns zu denken, und die Entscheidung war klar: Lasst uns mutig sein und bei der GASTRO in Helsinki mitmachen! Und dann hieß es kühlen Kopf bewahren (was uns als Eis-Experten gelingen sollte...) und loslegen: beim Veranstalter „Suomen Messut“ ein Angebot für einen preisgünstigen Präsentationsstand auf dem Messegelände einholen; die AHK in Finnland motivieren, Kontakte zu Abnehmern (Gastronomie, Eisdielen etc.) herzustellen; die Reise einschließlich Fährverbindung und Stellplatz mit sicherer Stromversorgung für’s Basis-Eis organisieren. Alles hat bestens geklappt. Und das nicht nur während der Anreise, sondern auch auf der Messe selbst (14./15. März). Dort hatte man uns für relativ kleines Geld einen Platz im Außengang der Messehalle zugewiesen – zwar in der Nähe der Toiletten, aber ohne Grund zum Naserümpfen: Unser Stand war durch diese Lage bestens frequentiert (Besucher und Aussteller). Wir hatten gerade mal die Anlage mit Strom versorgt, als schon die ersten Interessenten vorbeikamen, die Technik unter die Lupe nahmen und unser „EiZ“ probierten. Das zweitägige „Gastspiel“ auf der Messe hat unsere Erwartungen weit übertroffen. Unser „EiZ“ ist während der Verkostung begeistert aufgenommen worden; außerdem haben wir vielversprechende Kontakte geknüpft. Dazu zählen z.B. drei Geschäftsleute, die inzwischen schon in Rheinsberg vorbeigeschaut haben und an einen flächendeckenden Vertrieb in Finnland denken; oder eine Lebensmittelfirma, die unser „EiZ“ nicht nur in ihren finnischen und schwedischen Filialen einsetzen will, sondern auch einen eigenen Vertrieb in Berlin ins Auge fasst (dazu findet dieser Tage ein Treffen bei uns statt); und nicht zuletzt laufen Gespräche mit einem schwedischen Abnehmer, der ein Café eröffnet, sowie für den Gesamtvertrieb in Schweden. Auf Grund dieser positiven Erfahrungen empfehle ich, bei BEN und pro agro über einen Gemeinschaftsstand für die GASTRO 2014 nachzudenken – es lohnt sich! Ich bin gern bereit, bei einem der nächsten BEN-Stammtische einen detaillierten Erfahrungsbericht abzugeben. Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Aktivitäten von BEN sind die Netzwerkmanager: Stefan Bregulla Tel.: 0331/2786-284 Fax: 0331/2786-191 stefan.bregulla@potsdam.ihk.de

Kai Rückewold Tel.: 03328/33767-22 Fax: 03328/33767-69 rueckewold@proagro.de

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Newsletter 09.-10.06. 2012

Brancheninformationen aus der Region 06/2012

Kontakte

Bio Messe Berlin

Die neue Plattform mit Fokus auf den ost- und mitteldeutschen Markt bietet dem Fachpublikum aus den Bereichen Groß- und Einzelhandel, Großverbraucher, Hotellerie, Gastronomie, Dienstleistung, Wellness und Gesundheit in der Arena Berlin auf 7.000 qm ökologische Qualitätsprodukte nationaler und Internationaler Aussteller. Parallel zur Messe findet an beiden Tagen ein offenes Forum mit Fachvorträgen, Diskussionen und Verkostungsaktionen rund um die Themen Qualität, Genuss und Nachhaltigkeit statt. Weitere Informationen: www.biomesseberlin.de

09.-10.06.2012

18. Brandenburger Landpartie

Erinnerung: Diese Einladung ins Märkische, eine Initiative von pro agro, findet in diesem Jahr zum 18. Mal statt. Wie schon in den Vorjahren, als jeweils mehr als 100.000 Besucher auf Entdeckungstour ins ländliche Brandenburg gingen, werden auch diesmal zahlreiche Gäste aus den Städten der Region erwartet. Den Auftakt machen etliche Betriebe aus Vehlefanz und Schwante, darunter auch BEN-Mitglied Bäckerei/Konditorei Plentz. Informationen: www.proagro.de 13.-15.06.2012

Green Ventures in Potsdam

Deutschlands größte Kooperationsbörse für Umwelt- und Energietechnik bietet eine Vielzahl sorgfältig bilateraler Kontakte mit Firmen aus dem In- und Ausland. Angesprochen werden Unternehmen aus den Bereichen Luft & Boden, Energie & Bau sowie Recycling & regenerative Materialen. Initiator und Veranstalter ist die IHK Potsdam in Zusammenarbeit mit dem Berliner IFUS-Institut. Informationen: olivia.liebert@potsdam.ihk.de

14.06.2012

8. Treffpunkt Ernährungswirtschaft

„Risiko Lebensmittel? Subjektive Wahrnehmung von Risiken versus reale Gefahren“. So lautet das Thema der Veranstaltung, zu der die Wirtschaftsvereinigung der Ernährungsindustrie in Berlin und Brandenburg e.V. (WVEB) ab 16 Uhr in die Berliner-Kindl-Schultheiss-Brauerei einlädt. Einen Einblick in den Umgang mit Gefahrenpotenzialen gibt das Bundesinstitut für Risikobewertung. Sowohl dessen Tätigkeitsfelder als auch die Risiko- und Krisenkommunikation werden vorgestellt. Präsentiert werden außerdem die Brauerei und das Servicepakte der WVEB “Berufsbilder in der Ernährungsindustrie“. Anmeldungen per Fax oder E-Mail sind notwendig, da am Austragungsort eine Personenliste für den Wachschutz abgegeben werden muss. Weitere Informationen sowie Programm und Anmeldefax unter: www.wveb.de

20.-25.06.2012

Deutscher Wandertag im Fläming

Veranstalter der erlebnisreichen Tage im Naturpark Hoher Fläming ist der Deutsche Wanderverband und Ausrichter der Märkische Wanderbund Fläming-Havelland. Die Wanderrouten befinden sich diesmal in der Region Niederer Fläming, im Baruther Urstromtal, im West- und Vorfläming, in der Nuthe-Nieplitz-Region und im Teltow. Ein umfangreiches Programm bietet folgende Aktivitäten an: geführte Wanderung, Nordic-Walking-Tour auf dem Fläming-Walk, Rad- und SkateTour sowie Rollstuhlwanderung auf der Fläming-Skate. Infos: www.deutscher-wandertag-2012.de

21.06.2012

20. BEN-Stammtisch

Das Thema lautet diesmal „Regionale Rohstoffe“. Treffpunkt: 14 Uhr an der Schloss-Ruine in Dahme/Mark. Auf einen Empfang mit regionalen Weinen/Säften folgt eine Wanderung entlang der Fläming-Skate (ca. 35 Minuten). Im Kartoffellagerhaus Dahme GbR findet der Stammtisch mit Besichtigung statt. Rückkehr durch Wanderung oder Shuttle-Service. 7


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Response

Workshop-Themen Beim BEN-Stammtisch „Verpackung in der Lebensmittelindustrie“ (27. März 2012) wurden zwei Workshops angeregt. Welche thematischen Schwerpunkte sind für Sie dabei besonders wichtig?

Workshop „Design von Verpackungen“: ____________________________________________

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Workshop „Kennzeichnung von Produkten“: _______________________________________

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_______________________ Ort/Datum

______________________________ Firma/Stempel

__________________ Unterschrift

Bitte schicken/faxen an: BEN e.V., c/o IHK Potsdam, Breite Straße 2a-c, 14467 Potsdam, Fax: 0331/2786-191

LESERBRIEFE „Seit dem Neudesign des Newsletters mit seinen professionellen Texten und Bildern ist es ein wahrer Genuss geworden, monatlich über die Ernährungsbranche in Brandenburg informiert zu werden und wichtige Fachinformationen zu erhalten. Ich möchte den BEN-Newsletter nicht mehr missen.“ Thomas Andersen, Andersen Marketing KG IMPRESSUM Herausgeber: Brandenburger ErnährungsNetzwerk e.V. c/o Industrie- und Handelskammer Potsdam Breite Straße 2 a-c 14467 Potsdam Stefan Bregulla: Tel. 0331/2786-284 Kai Rückewold: Tel. 03328/33767-22 www.ernaehrungsnetzwerk-ben.de

Redaktion: Diplom-Volkswirt Matthias Kersten M+S Kersten GbR Baseler Straße 136 12205 Berlin Telefon: 030/76 90 45-45 Fax: 030/76 90 45-47 m.kersten@mediafritzen.de

Das Brandenburger ErnährungsNetzwerk (BEN) wird vom Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) aus Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg gefördert.

8 8„Kunden von morgen heute erreichen – authentisch handeln, nachhaltig überzeugen.“ So lautet das

09 BEN-Newsletter Juni2012