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NR. 594

September 2008

Menschen, denen Sie in diesem Heft begegnen: Helmut Ammel, Jürgen Broich, Jochen Heufelder, Heinz-Peter Klaes, Reiner Lindlahr, Kurt Ludes, Dieter Müller, Karl Wilhelm Müller, Dr. Bernd Potthast, Reinhold Rombach, Monika Roß-Belkner, Fritz Schramma, Bernhard Seiger, Jan-Dirk Tengelmann.


Eine rundherum gelungene Urlaubssaison für die Rodenkirchener

Hochzeit statt Reise und zufrieden zurück

Gabi Holler

Brigitte Hautzer

Ellen Henkes

Alexandra Vitt-Krauß

Der Deutsche als Reiseweltmeister – Urlaub liegt immer noch im Trend. Die Städte sind ausgestorben, die Straßen sind frei – in den Ferien verreist man eben. Entspannung, mal raus aus dem Alltag, Zeit für die Familie – es gibt Gründe genug für einen tollen Urlaub. Allerdings findet man auch immer wieder dieselben Negativschlagzeilen in den Zeitungen: Endlose Staus, Hitzerekorde, überfüllte Flughäfen, schlechter Service, nervende Miturlauber – warum gibt man dann überhaupt noch Geld aus, um in den Urlaub zu fahren? Braun gebrannt und entspannt traf man die Rodenkirchener am letzten Ferienwochenende auf dem Marktplatz. Grund genug, einmal zu fragen, wie denn Urlaub im Jahr 2008 wirklich gewesen ist.

Ruhe ausgiebig genossen.“ Mit einer interessanten Schlossbesichtigung hat die Familie Gräff auch noch etwas Kultur in den Urlaub gebracht. Negative Erlebnisse gab es überhaupt keine.

auch hier in der Gegend tolle Sachen unternehmen“, sind sich die Kerns einig. So ging es nach Wuppertal, in den neuen Gelsenkirchener Zoo oder nach Bonn. Viele Museen standen auf dem Programm der Familie, „vor allem die Rembrandt-Ausstellung im Wallraf-Richartz-Museum hat uns besonders gefallen. Ein Highlight im Urlaub der Kerns war eine Stadtrundfahrt in der eigenen Heimatstadt: „Da sieht man Ecken, von denen man gar nicht wusste, dass sie überhaupt existieren“. Wenn der Stadtführer dann mal „Mist“ erzählt, geht man als Kölner still lächelnd darüber hinweg – wer soll das auch sonst mitbekommen.

erstes einen Schirm gekauft haben.“

„Unsere Kinder waren rundherum mit sich selbst beschäftigt“, schwärmt Nicole Gräff vom Erholungswert ihres SüdtirolUrlaubs. Das bringt bei neun- und sechsjährigen Kindern schon einen sehr hohen Erholungswert mit sich. Mit einer befreundeten Familie zusammen waren die Gräffs unterwegs und haben „die Gegend, das Schwimmen und die

Marie Büth hat in diesem Jahr auf eine Urlaubsreise verzichtet. „Meine Tochter heiratet, da bin ich als Brautmutter voll eingebunden.“ Die Hochzeitsfeier ist vorzubereiten, die Feier nach der standesamtlichen Trauung findet bei ihr zu Hause statt und überhaupt „ist das alles einfach aufregend.“ So eine Hochzeit kostet natürlich auch richtig Geld, da will man sich als Brautmutter auch nicht lumpen lassen. „Vielleicht bleibt ja noch etwas übrig, dann wollen wir nach Müritz in Mecklenburg-Vorpommern fahren.“ Eigentlich hatte Silvia Brüggen ja gar keinen Urlaub geplant, dann ging es aber doch eine Woche nach Mallorca. Alles war toll dort, aber das Beste war „dass ich die Reise gewonnen hatte.“ Da konnte dann natürlich gar nichts mehr schief gehen. Ursula und Peter Kern haben ihren Urlaub zu Hause verbracht. „Köln ist so schön, man kann

Gabi Holler hat ihren Urlaub am Gardasee verbracht. Mit dem Flieger ging es nach Verona, von dort mit dem Mietwagen ins Hotel. Das lag leider etwas weit weg vom See, aber trotzdem war sie begeistert: „Mir hat es dort rundherum gefallen“, ist das Fazit von Gabi Holler. Ihr Freund hat das wohl etwas anders gesehen, „dem war es mit 35 Grad dort einfach zu heiß.“ Zumindest bei der Ankunft hat der sich aber etwas wohler gefühlt, denn „da hat es so geregnet, dass wir als

Schon länger her ist der Urlaub von Ellen Henkes am Tegernsee. „Es hat mir dort sehr gut gefallen“, schwärmt sie noch heute davon. „Einfach eine schöne Landschaft, tolle Restaurants und viele Ausflugsmöglichkeiten. So war sie mal mit ihrer Freundin in München oder hat es sich in Wellness-Hotels gut gehen lassen. „Nur alles ist wahnsinnig teuer da unten“, war ein kleiner Wermutstropfen, der allerdings den Spaß am Urlaub nicht verdorben hat. „Ich mache gerne in Deutschland Urlaub,“ trotzdem geht es im Herbst traditionell nach Italien, denn „da ist um diese Zeit einfach das Wetter besser.“ Und gleich noch jemand hat die Urlaubsreise durch eine Trauung ersetzt: „Wir hatten eine Hochzeit in der Familie, da bleibt kein Geld mehr für den Urlaub“, lacht Anneliese Freitag. Wenn man einmal auf den Geschmack gekommen ist, können auch Hochzeiten die Ferienzeit ausfüllen. So hatte sie es brandeilig, denn sie war schon auf dem Weg zur nächsten Trauung. >>>>>

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Kajo Wirtz

Uwe Hinrichs

Uwe Hinrichs war zum ersten Mal auf Gran Canaria und zeigte sich rundherum begeistert: „Mir hat es sehr gut gefallen dort“, ist sein Fazit. Faszinierend fand er die Architektur in seinem Urlaubsort Porto de Mogan im Südwesten der Insel. „Man hat die Häuser einfach in die Felsen gebaut und so wunderbar in die Landschaft integriert“. Leider gibt es dort wenig Sandstrände, und „die waren dann ziemlich überfüllt.“ Aber man hält sich ja nicht nur am Strand auf. Mit dem Wagen ging es quer durch die Insel. Die Landschaft war für ihn sehr abwechslungsreich: „Man fuhr zuerst durch felsiges Vulkangelände und nach der nächsten Kuppel war auf einmal alles grün.“ Auch das Klima mit dem ständigen leicht kühlen Wind hat im sehr gut gefallen.

Kajo Wirtz ist in der glücklichen Lage und hat den Urlaub noch vor sich. „In zwei Wochen geht es nach Ägypten“, freut er sich auf beständige 35 Grad und fast genau so warmes Wasser im Roten Meer.“ Wir wollen hier total relaxen und es uns gut gehen lassen.“ Auch die Kosten halten sich im Rahmen, „bei all inklusive können wir nicht durch ausgelassene Trinkgelage ruiniert werden“. Ohne Frage hat man im Wüstenklima besonders viel Durst, natürlich stellt sich hier die Frage, ob auch alkoholische Getränke im Preis mit inbegriffen sind.

„Ich werde im Geschäft gebraucht und muss die Blumen gießen“, also fährt Brigitte Hautzer in den Sommerferien grundsätzlich nicht weg. Aber einmal im Jahr geht es in die weite Welt, etwa nach Südamerika oder Namibia. „Solange es geht, wollen wir noch etwas von der Welt sehen“, freut sie sich auf den nächsten großen Trip. Zuerst steht im Herbst eine Woche Norderney auf dem Programm, „da kann man einfach wunderbar entspannen.“ Alexandra Vitt-Krauß hat es in ihrem Haus in den Bergen auf Sardinien wunderbar gefallen. Dabei gab es ein festes Programm: „Schwimmen, spielen mit den Kids, essen, schlafen und alles wieder von vorne“, so gingen die Ferien schnell herum. Bei fast 40 Grad war natürlich auch mal schwimmen angesagt. „Da sind wir schon morgens um halb 8 ans Meer gefahren, bis um zehn die anderen Touristen alle kamen. Dann ging es schnell zurück ins Haus. Abends wurde dann noch einmal eine kleine Schwimmrunde im Meer eingelegt „wenn alle wieder weg waren.“ Langweilig wurde es nie - zwischendurch gab es ja das „feste Programm“. 2

Sebastian Schmidt hat das Meer an der Costa Brava genossen. Er hat seine Großeltern im sonnigen Süden besucht und war dort sogar einige Tage „elternfrei“. „Die hohen Wellen und das Meer“ haben ihm besonders gefallen. Vater Frank war von „einem Feuerwerk, was fünf Tage lang jeden Abend abgefeuert wurde“ völlig begeistert. Etwas irritiert haben die Schmidts die spanischen Fischer, die an einem Tag eine ganze Ladung toter Fische ins Meer gekippt haben. Aber am nächsten Tag war davon nichts mehr zu sehen – einem rundherum gelungenen Urlaub stand auch bei den Schmidts nichts mehr im Wege. Eine Umfrage von Klemens Surmann mit Fotos von Helmut Thielen.


I N HALT

S E P TE MB E R-H E F T

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Mit einem schönen Hoffest, unterstützt von der Jugend-Kunstschule und der Landtags-Abgeordneten Ingrid Hack, feierte die Junge Kammeroper Köln ihren ersten Geburtstag und den Start in die zweite Spielzeit. Es gab zwei Premieren, viel Aktion für Kinder, Infos und das Catering des Begadenhofes für die Erwachsenen. Unser Bild zeigt die kleinsten Künstler an diesem Wochenende. Lesen Sie auch bitte die Vorankündigung für die kommende Spielzeit auf Seite 26. Ein Foto von Helmut Thielen. RODENKIRCHEN RODENKIRCHEN Gegründet 1959

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Eine rundherum gelungene Urlaubssaison für die Rodenkirchener. Hochzeit statt Reise und zufrieden zurück Eine Umfrage von Klemens Surmann (Text) und Helmut Thielen (Fotos) 1

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Verantwortlich für Inhalt und Gestaltung: Helmut Thielen, helmut@thielen-koeln.de Anzeigen: Herbert Hafeneger, Helmut Thielen Ständige Mitarbeiter: Ute Schmidt, uteschmidt@bilderbogen.de Peter Fells, Hanne Spees, Dr. Klemens Surmann Mitarbeiter dieser Ausgabe: Engelbert Broich, Leila Uwera, Sarah Thielen, Ulrike Süsser, Anke Reuß Sekretariat: Marie-Luise Wißdorf, redaktion@ bilderbogen.de Nachdruck nur mit Genehmigung der Redaktion gestattet. Für unverlangt eingesandte Manuskripte keine Gewähr. „Rodenkirchen – Kölner Bilder-Bogen” wird an Banken, Sparkassen und Einzelhändler verteilt und kann schriftlich beim Verlag bestellt werden. Postbezugspreis: 24 € inkl. MwSt + Porto pro Jahr. Außerdem liegt unser Heft in den meisten Rodenkirchener Arztpraxen, bei vielen Friseuren, in Restaurants und Ämtern zum Lesen und Mitnehmen aus. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 6 vom 1. Januar 2007. Alle Anzeigen sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit Genehmigung des Verlages und gegen Urheberschutzgebühr weiter verwendet werden. Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 501 98) Konto-Nr. 100 477 2016 Druckvorlagen-Herstellung: grafik+objekt-design Bernd Krefting Mannsfelder Straße 66, 50968 Köln Telefon 0221 - 38 24 88, Telefax 0221 - 820 66 94 e-Mail: nc-Kreftibe@netcologne.de Druck: Druckzentrum KÖLNWEST Toyota-Allee 23 – 25 50858 Köln-Marsdorf, Tel. 02234 1848-0

Der Bilderbogen stellte Bezirksamtsleiter Reiner Lindlahr sechs Fragen, die den Rodenkirchener Bürgern auf den Nägel brennen Nächstes Jahr: „Lüchbaum“ kommt wieder 5 Bezirksrathaus: „Das Land von Licht und Schatten“

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Bezirkspolitik und Bauaufsicht wollen die ehemalige „MS Düsseldorf“ nicht dulden am Rodenkirchener Rheinufer: Der Bootsmann hofft auf ein Einlenken

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In Zukunft prangt die „fromme Ursula“ als Gips-Relief am Fährhaus Schutzheilige für den Kölner Yacht-Club

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Ehrenamtler begrüßen Neuankömmlinge

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WEISS

WEISS

„Kapelle Jonge“: Sommerkarneval im Hof der Familie Breuer 22 TSV scheint in der Bezirksliga angekommen – Elf neue junge Spieler Vier Punkte aus zwei Spielen

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Keltershof: Wegen finanzieller Kürzungen auf weitere Spenden angewiesen 50 IMMENDORF IMMENDORF

Villavita-Gründer Dieter Müller und Jan-Dirk Tengelmann beim Reibekuchen-Stammtisch „Wir machen hier was ganz Neues!“ 17 „Kobelbröder“: Bernd Nahrendorf Nachfolger von E. Mannes 21 Junge Kammeroper in Rodenkirchen geht in die zweite Spielzeit Hexen, Nussknacker und eine lustige Witwe 26 31

Der Kölner Süden trauert um Dr. Bernd Potthast, Kurt Hornauer, Karl-Heinz Hirschberg und Kurt Ludes Drei Lokal-Politiker und ein „Märchenprinz“ 33 KBB-Humor: Von einem, der mit seinem neuen Auto auf Safari ging

Sommerfest mit Tapas und Sangria

SÜRTH SÜRTH

KAMC-Präsident Karl-Wilhelm Müller und sein Vize Jürgen Broich tourten 8000 Kilometer rund um Europa – ein nicht ganz ungefährliches Unternehmen „Da dachte ich: Der kommt nicht wieder!“ 13

Keine Zerreißprobe in der Rodenkirchener CDU

Großer Andrang bei „Literamus“ in der Stadtbibliothek

Alf Bernd Spröde wird neuer Pfarrer im Pfarrverband „Köln-Rund um Immendorf“ „Den Seelsorgebereich als Einheit verstehen“ 15 RONDORF-HOCHKIRCHEN RONDORF/HOCHKIRCHEN Open-Air: Dritte Acker-Party mit fetziger LiveMusik 48 NÖRDLICH DER AUTOBAHN NÖRDLICH DER AUTOBAHN Der Bayenthaler Pfarrer Bernhard Seiger wurde in das Amt des Superintendenten eingeführt „Kirche muss sichtbar sein“

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Neugestalteter Spielplatz im Marienburger Südpark wird eingeweiht

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Südlicher Abschnitt des Rheinauhafens mit der Biennale „New talents 2008“ eingeweiht „Eine neue Visitenkarte Kölns“ RUBRIKEN RUBRIKEN Rodenkirchener Terminkalender

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Wortes des Monats

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Zum Titelbild: Da sitzt sie nun, die „Lustige Witwe“, umschwärmt von den Herren der Pariser Gesellschaft, was nicht weiter wundert, denn die Dame ist 20 Millionen „schwer“. Eine gelungene Inszenierung der Jungen Kammeroper in Rodenkirchen. In der Titelrolle Esther Hilsberg, um sie herum Wolf Latzel, Hyung-Son Yoon, Chris Rau, Bryan Thomas, Kim Anderson und Volker Hein. Ein Foto von Helmut Thielen.

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Namen + Notizen

Musik in Michaelshoven Verschwenderische Spiellust, stilistische Variationen über Swing, Bebop und Latin, eine humorvolle Moderation, dafür steht die Jazzband „Wolf Doldinger and best friends“. Am Donnerstag, 11. September, wird die Band um 19.30 Uhr in der Erzengel-MichaelKirche, Pfarrer-te-Reh-Straße 7 in Michaelshoven wieder ein gewohnt virtuoses Konzert geben. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Musik in Michaelshoven“, der Eintritt ist frei.

Vortrag: „Das stößt mir sauer auf!“ Am Samstag, 27. September um 11 Uhr referiert Chefarzt Dr. med. Stephan Meyer über die „Reflux-Krankheit“. Sodbrennen und saures Aufstoßen sind typische Symptome einer Entzündung der Speiseröhre. Eine sichere Diagnose ist durch Magenspiegelung möglich. Dr. Meyer referiert über die verschiedenen Ursachen einer SpeiseröhrenEntzündung und Therapie-Möglichkeiten: medikamentöse Behandlung oder Operation im Rahmen der „SchlüssellochChirurgie“. Das ganze ist eine Veranstaltung des Fördervereins des St. Antonius-Krankenhauses in Bayenthal. Dort findet die Veranstaltung auch statt, der Eintritt ist frei.

„Familijefess“ mit der Kumede Das Kumede-Theater im HeimatVerein Alt-Köln, ein über einhundert Jahre alter Verein zur Pflege kölnischer Geschichten, Sprache und Eigenart, lädt wieder einmal zu einem neuen Theaterstück ein. Am Samstag, 18. Oktober, um 19.30 Uhr hat „Familijefess – en kölsche Jeckerei in vier Akte vom Wolfgang Semrau” in der Aula des Berufskollegs Perlengraben/Waisenhausgasse Premiere. Das Stück wird dann in einer ersten Staffel vom 25. Oktober bis zum 23. November samstags und sonntags meistens um 17 Uhr, an den beiden letzten Sonntagen um 18 Uhr an gleicher Stelle aufgeführt. Eine zweite Staffel 4

startet am 10. Januar und geht bis zum 15. Februar 2009. Karten für das Kumede-Theater kann man nicht schriftlich oder mündlich bestellen. Es gibt sie zum Preis von zehn Euro (erste bis vierzehnte Reihe) und acht Euro (fünfzehnte bis neunzehnte Reihe) nur in den Theaterkassen im Kaufhof, in der U-Bahn am Neumarkt, am Rudolfplatz und am Wiener Platz.

Sürth: Bundesweiter Sieger war der Kindertreff Kunterbunt Beim Einkaufen im Supermarkt in Porz füllte ein Vater ein Formular für einen KindergartenWettbewerb aus und dachte nicht weiter darüber nach. Daher war die Freude groß, als der Anruf kam: „Sie sind gezogen worden und haben gewonnen“. Es ging um 1000 Euro, welche nun vom Marktleiter Frank Groß vom Real-Markt Porz an den Kindertreff Kunterbunt in Sürth an der Hauptstrasse überreicht wurden. Ein neuer Zaun für die Außenanlage muss und kann nun gemacht werden. Die Leiterin der Elterninitiative Katrin Walerius: „Das ist echt klasse und kommt zum richtigen Zeitpunkt, da wir im August eine weitere Gruppe für Kinder bis drei Jahre eröffnen werden“. Gefreut hat sich auch die Geschäftsleitung aus Porz „Hier kommt das Geld zum richtige Einsatz!“ Treffender Kommentar einer Mutter: „Schön wenn Zufall, Glück und Notwendigkeit so aufeinander treffen!“ (USCH).

Märchen-Matinee in der Jungen Kammeroper Köln Mit „Grimms und Gramms“ setzt die Sürther Märchenerzählerin Marlis Arnold ihre erfolgreiche Sonntagsmatinee in der Jungen Kammeroper in Rodenkirchen, Friedrich-Ebert-Straße 2, fort. Die Veranstaltung findet am Sonntag, 21. September, um 11 Uhr statt. Sie richtet sich an Kinder ab fünf Jahren und Erwachsene. Der Eintritt kostet acht Euro, ermäßigt vier Euro und für Geburtstagskinder nichts. Karten gibt es unter Telefon 0221/24 36 12.


Der Bilderbogen stellte Bezirksamtsleiter Reiner Lindlahr sechs Fragen, die den Rodenkirchener Bürgern auf den Nägeln brennen.

Nächstes Jahr: „Lüchbaum“ kommt wieder Frage eins: „Die meist gestellte Frage zum Beginn: Warum gibt es in Rodenkirchen keine öffentliche Toilette?“ Reiner Lindlahr: „Es gibt sie! Wir bieten im Bezirksrathaus eine öffentliche Toilette an, die während den allgemeinen Öffnungszeiten des Rathauses genutzt werden kann. Und zwar von Montag bis Freitag 8 Uhr bis 12 Uhr, Dienstag zusätzlich bis 18 Uhr, Donnerstag bis 16 Uhr. Die Verwaltung plant derzeit eine Erweiterung der Öffnungszeiten hierüber wird die Öffentlichkeit noch gesondert informiert. Ferner wird von der Verwaltung aufgrund eines Ratsauftrages geprüft, ob beziehungsweise wo im Bereich der „Rodenkirchener Riviera" öffentliche Toiletten eingerichtet werden können. Der Wunsch nach einer öffentlichen Toilette auf dem Maternusplatz konnte leider nicht realisiert werden.“

Noch ein trauriger Anblick: hier wird im nächsten Frühjahr die dritte Generation „Lüchbaum“ gepflanzt. Foto: Thielen.

Frage zwei: „Wann kommt der Lüchbaum wieder?“

ßend wird ein neuer Lüchbaum gepflanzt und der kleine Platz davor mit Pflanzbeeten, neuen Bänken und einer Pflasterung attraktiv neu gestaltet.

erwarte daher, dass sich diese Qualität auch in den nördlichen Abschnitten, die bald fertig werden, fortsetzen wird – so auch am Lüchbaum.

Reiner Lindlahr: „Mitte 2009! Die Stadtentwässerungsbetriebe (StEB) müssen zunächst im Bereich Auf dem Brand/Rheinstraße/Karlstraße noch Kanalbauarbeiten bis zum kommenden Frühjahr durchführen. Anschlie-

Wie wir alle mit Freude feststellen, hat die StEB mit der Promenade vor dem Auenviertel gezeigt, dass der Hochwasserschutz nicht nur mit solider Technik, sondern auch mit ästethischem Augenmaß gebaut wurde. Ich

Wir würden uns freuen, wenn sich – wie im Auenviertel auch – für den Leinpfad nördlich der Barbarastraße Sponsoren für Bänke melden würden, bei der StEB oder bei mir.“

Frage drei: „Am Rheinufer gibt es einen Radweg und die nicht allzu sehr befahrene Uferstraße. Warum müssen Radfahrer auch die neue Hochwasserschutzmauer befahren?“ Reiner Lindlahr: „Die neue Promenade entlang der Hochwasserschutzmauer ist eindeutig als Fußweg beschildert und damit nicht für Radfahrer zugelassen. Radfahrer müssen hier mit Kontrollen und Bußgeldern rechnen. Eine Anmerkung: Ich werde >>>>>

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Bezirksamtsleiter Reiner Lindlahr an seinem Schreibtisch im Rodenkirchener Bezirksrathaus. Foto: Thielen.

darum bitten, dass das Schild am nördlichen Ende mehr zur Fahrtrichtung von der Barbarastraße kommend gedreht wird.“ Frage vier: „Vor einigen Monaten haben Sie gesagt, sie möchten am 4. März 2013 in Ihrem neuen Büro im neuen Bezirksrathaus sitzen. Wie sieht es damit aus?“ Reiner Lindlahr: „Ich gehe davon aus, das das klappt! Der Rat hat am 4. März 2008 entschieden, dass ein neues Bezirksrathaus am Standort des heutigen Rathauses gebaut und hierfür zunächst ein Architektenwettbewerb durchgeführt werden soll. Für die Fertigstellung des Rathauses hat der Rat eine Zeitvorgabe von maximal 60 Monaten definiert. Wir warten hier im Bezirk jetzt auf den Start des Wettbewerbs. Da wir unseren Bürgerservice hier vor Ort wieder ausdehnen und auch qualitativ weiter verbessern wollen, ist ein neues Rathaus dringend erforderlich.“ Fünfte Frage: „Wie sieht es in diesem Jahr mit Schützenfest und Kirmes am Rhein aus?“ Reiner Lindlahr: „Schützenfest und Kirmes werden auch in diesem Jahr wieder wie üblich stattfinden, und zwar vom 27. bis zum 30. September.“ Letzte Frage: „Gibt es sonst noch was, das Sie unseren Lesern mitteilen möchten?“ Reiner Lindlahr: „Ich möchte noch eine Anmerkung zum wichtigen Thema Sauberkeit machen: 6

Erfreulicherweise stehen mir seit April diesen Jahres wieder drei Mitarbeiter des Ordnungsamtes zur Verfügung, die hier im Bezirk insbesondere mit der Aufgabe der Verbesserung der Sauberkeit eingesetzt werden. Diese Kräfte kümmern sich um Hinweise aus der Bevölkerung zu Müll- und Sauberkeitsfragen beziehungsweise führen selbst Kontrollen im gesamten Stadtbezirk durch. Eine gute und enge Zusammenarbeit mit der AWB gewährleistet dann in der Regel eine schnelle Entsorgung. Persönlich sind die Mitarbeiter von Montag bis Freitag, 8 bis 9 Uhr, hier im Bezirksrathaus beziehungsweise telefonisch unter 221-92240 und 221-92241 zu erreichen. Wir freuen uns über jede diesbezügliche Hilfe aus der Bevölkerung – optimal ist natürlich, wenn sich jeder nicht nur eine saubere Stadt wünscht, sondern seine Kippen, Grillabfälle, Zeitungen, den Hundekot etc. selbst dahin entsorgt, wo es hingehört!“ „Herr Lindlahr, wir danken Ihnen für dieses Gespräch!“ HELMUT THIELEN. Wenn Sie Fragen an Mandatsträger oder andere Vertreter des öffentlichen Lebens haben, können Sie die auch (über) uns stellen: Kölner Bilderbogen, Postfach 50 19 06 in 50979 Köln, Wilhelmstraße 59 in 50996 Köln (Rodenkirchen), Telefax 0221/ 935 26 86 oder redaktion@ bilderbogen.de.


Namen + Notizen

Vernissage im Foyer: Bezirksbürgermeisterin Monika Roß-Belkner (rechts) eröffnete die Ausstellung der Künstlerin Lucienne Sperling-Willems. Foto: Thielen.

Bezirksrathaus: „Das Land von Licht und Schatten“ „Leben wir in einer schönen Welt?“ Diese Fragestellung ist fundamental für die Malerin Lucienne Sperling-Willems. Sie ist äußerst empfänglich für Schönheit, Ästhetik, Formen, Linienspiel und Aussage der Farben. Die Wirkung von Licht und Schatten ist dabei eines der elementaren Facetten, die die Lebendigkeit ihrer Bilder ausmachen. Licht und Schatten beeinflussen ihre Stimmung, dringen in ihre Bilderwelt ein, verstärken die Formen durch deutliche Linien, klare, manchmal sogar harte Formen. Sie geben ihr die Möglichkeit, ihre Sicht auf die Umgebung zu betonen, sowohl in der Form als auch in der Farbaussage. Es macht ihre Welt warm oder fröhlich, frisch oder offen. Ob in der Provence, in Köln am Rhein oder unter dem Dom, oder in Rodenkirchen am „Kapellchen“: überall findet sie Eindrükke, die in Form und Farbe, Lichtströmung und Schattenspiele aufgehen. Ihr Lieblingsmotiv aber sind Menschen, die entweder unauffällig im Hintergrund die Bilder bewohnen oder in eleganter Pose auf Aktbildern Platz nehmen. Sie alle scheinen auf der Suche nach einer schönen Welt zu sein, dem Land von Licht und Schatten. 8

Lucienne Sperling-Willems ist in Holland geboren und wohnt nun bereits seit vielen Jahren in Köln. Sie studierte Kunst im Rahmen ihrer Ausbildung für das Grundschullehreramt und vereint so seit vielen Jahren Hobby und Beruf. In Rodenkirchen sind ihre Bilder noch bis zum 5. September im Foyer des Bezirksrathauses in der Hauptstraße 86 zu den normalen Öffnungszeiten zu sehen. Eine Dauerausstellung ist zudem im Rücken- und Schmerz-Zentrum in der Klinik „Links vom Rhein“ in Rodenkirchen, Schillingsrotter Straße 39 – 41 eingerichtet. Öffnungszeiten: montags bis donnerstags von 8 bis 13 Uhr und von 14.30 bis 17 Uhr, freitags 8 bis 13 Uhr. Info und Kontaktaufnahme unter der Rufnummer 0173/469 70 89. (HT).


Bezirkspolitik und Bauaufsicht wollen die ehemalige „MS Düsseldorf“ nicht dulden am Rodenkirchener Rheinufer. Der Schiffseigentümer Helmut Ammel möchte trotzdem seinen historischen Dampfer an den Leinpfad holen im Austausch gegen das „Bootshaus Rodenkirchen“.

Der Bootsmann hofft auf ein Einlenken igentlich sei das alles nur ein Missverständnis, meint Helmut Ammel. Er mag nicht glauben, dass er sein in die Jahre gekommenes „Bootshaus Rodenkirchen“ nicht austauschen darf gegen ein „viel schöneres“ Gastronomieschiff, wie er meint. Vor zehn Jahren hat der Bootsmann ein historisches, denkmalgeschütztes Schiff aus dem Jahr 1936 erworben, das als Lazarettschiff Kriegsverletzte über die Ostsee in den Westen transportierte. In den 50er Jahren wurde es zum Passierschiff „MS Düsseldorf“ umgerüstet. Nachdem es später aus der KD-Flotte ausgemustert wurde, fand es 1998 einen Liebhaber und Käufer in Helmut Ammel. Er hat seitdem 150 000 Euro in den Kahn gesteckt, hat es hergerichtet und modernisiert, freilich nach denkmalschützerischen Vorgaben.

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Das ehemalige KD-Schiff ankert im Niehler Hafen. Und es wird womöglich noch länger dort vor sich hindümpeln – für 1000 Euro Liegegebühr pro Monat. Denn sowohl die Bauaufsicht als auch die Bezirksvertretung Rodenkirchen haben den Austausch der beiden Boote nicht genehmigt. Der ehemalige KD-Dampfer passe nicht in das ruhige, beschauliche Ortsbild am Rodenkirchener Leinpfad nahe dem Kapellchen, lautet die Begründung. Er sei vor allem zu groß. Mehr als 300 Gäste könne das Schiff aufnehmen, wie es heißt. Man befürchtet Lärmbelästigungen durch Parties. Schon im Jahr

Seit Jahrzehnten liegt das Bootshaus Rodenkirchen, früher „Bootshaus Brohl“, am Leinpfad in Rodenkirchen. Foto: Süsser

betrieb nicht nachgewiesen werden.

2001 hatte die Bezirksvertretung das Ansinnen aus denselben Gründen abgelehnt. Zudem führt die Bauaufsicht ordnungsrechtli-

„Die haben meine Unterlagen nicht richtig gelesen“, vermutet der 52-jährige Helmut Ammel. Er habe Zustimmungen des Stadtkonservators, der Bezirksregierung Köln sowie eine Genehmigung des Wasser- und Schifffahrtsamtes vorgelegt. Darin sei eindeutig festgehalten, dass das Schiff nicht mehr als 200 Gäste aufnehmen dürfe, was etwa der Kapazität des „Bootshaus Rodenkirchen“ entspreche. Wegen des Führerhauses sei es lediglich etwa 1,80 Meter höher als das vorhandene Boot, und insgesamt etwa 20 Meter länger. Nur das Hauptdeck mit Terrasse stehe

che Bedenken an. Es gebe nur einen Rettungsweg und es könnten auch die notwendigen PkwStellplätze für den Gastronomie-

Eine Fotomontage: so sähe die ehemalige „MS Düsseldorf“ vor der Rodenkirchener Kulisse aus.

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den Gästen zur Verfügung. Das Unterdeck würde privat genutzt. „Es wird Zeit, das hier mal was Schönes fürs Auge hinkommt“, findet Horst Hammerstein, ein guter Bekannter von Helmut Ammel. Der 71-Jährige gehört zu einer Rentnergruppe, die sich täglich am Rheinufer trifft, das Geschehen am Fluss beobachtet und nicht selten den Nachmittag auf dem „Bootshaus Rodenkirchen“ ausklingen lässt. Er zeigt sich empört, wie die „Sache“ bisher gelaufen sei. Seiner Meinung nach sei nur eine Handvoll Anwohner gegen das KD-Schiff, und die hätten ordentlich auf den Putz gehauen und auf die Ablehnung hingewirkt. „Wir wundern uns, welchen Einfluss sie offenbar ausüben können“, sagt der

Rentner. Dabei würde das „schneeweiße, attraktive Schiff“ doch noch mehr Leute an die „Riviera von Köln“ locken, denkt Martin Zanger, „und davon könnten auch die Gastronomen am Leinpfad profitieren“. Der Rodenkirchener Finanz- und Versicherungsmakler unterstützt den Bootsmann seit fast zwei Jahren im Kampf um den Dampfer. „Weil ich Ungerechtigkeiten nicht leiden kann“, sagt er. Ein Anwalt wurde mittlerweile beauftragt, Klage einzureichen gegen den ablehnenden Bescheid der Bauaufsicht. Wie es heißt, stünden die Erfolgschancen nicht schlecht. Aber es kann bis zu zwei Jahren dauern, bis es zu einem gerichtlichen Entscheid kommt. Der Schiffseigentümer

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Helmut Ammel auf seinem Bootshaus vor dem Rodenkirchener „Kapellchen“. Foto: Süsser

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kann und will aber so lange nicht warten. Hinschmeißen will er die Sache aber nicht, schließlich habe er schon viel Geld investiert. Er hofft vielmehr auf neue Gespräche mit den Behörden und auf deren Einlenken. Er denkt aber auch an die Möglichkeit, Motoren in den ehemaligen KDDampfer einzubauen. „Dann hätte die Stadt nichts mehr zu sagen“, meint er. Allein das Was-

ser- und Schifffahrtsamt sei dann zuständig. Und dessen Genehmigung habe er ja in der Tasche. Allerdings sei der Einbau in das historische Schiff technisch schwierig und koste noch mal einen Batzen Geld, schätzungsweise 200 000 Euro. „Wenn alle Stricke reißen, melde ich Insolvenz an und schenke das Schiff der Stadt“, sagt er zum Schluss. U. SÜSSER.


er von dem JahrhundertHochwasser 1995 betroffen war, erschaudert jetzt noch bei dem Gedanken an überflutete Keller und Straßen, die nur noch mit dem Boot zu befahren waren. Es gab Häuserschäden in Millionenhöhe und die Angst vor einer neuen Flut begleitet seitdem die Anwohner von Rodenkirchen. Damals kletterte der Rheinpegel auf 10,63 Meter und zwang die Verantwortlichen der Stadt Köln zum Handeln. Im Februar 1996 wurde schließlich ein neues Hochwasserschutzkonzept vom Rat der Stadt verabschiedet, was mittlerweile entlang dem Rodenkirchener Rheinufer in Form einer Flutmauer bis zu einer Höhe von 11,30 Meter umgesetzt wurde und noch wird.

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Als Dank für diese vorsorgende Maßnahme lud der Kölner YachtClub zu einem Sommerfest in das renommierte Fährhaus ein. Befreundete Wassersportvereine aus der Region und zahlreiche Politiker, darunter Bezirksbürgermeisterin Monika Roß-Belkner und der FPD-Kommunalpolitiker Manfred Wolf kamen, um die Verdienste der Stadtentwässerungsbetriebe Köln anzuerkennen. „Nie mehr nasse Füße hier in Köln“, erklärte der Vorsitzende des Yacht-Clubs, Olaf Krings, den Anlass der Veranstaltung in seiner Eröffnungsrede und enthüllte zu diesem Zweck die „Flutmauer Ursula“. Dabei handelt es sich um ein Gips-Relief von Professor Burkhard Viell, auf dem die heilige Schutzpatronin

In Zukunft prangt die „fromme Ursula“ als Gips-Relief am Fährhaus

Schutzheilige für den Kölner Yacht-Club

Weihten die Schutzheilige „Ursula“ ein: Bildhauer Burkhard Viell, der Vorsitzende des Yacht-Clubs, Olaf Krings und Manfred Wolf (FDP), Vorsitzender des Sportausschusses (von links). Foto: Anke Reuß

St. Ursula abgebildet ist, die zukünftig als Gallionsfigur am Fährhaus, dem Sitz des Kölner Yacht-Clubs, prangen wird. „Als Verein drücken wir auf diese Weise unsere Anerkennung für

die Hochwasserschutzwand aus“, erklärt der Künstler. „In der oberen Ecke des GipsReliefs habe ich das Kölner Wappen angebracht, das mit seinen elf

Tropfen ebenfalls ein Symbol für diese 11.000 Jungfrauen ist“, verdeutlicht der Künstler sein Anliegen für die Kölner Geschichte. Der Kölner spricht zwar von den elf Tropfen oder vielmehr Tränen, die seit dem 16. Jahrhundert das Stadtwappen zieren und der Jungfrauen gedenken. Aber ursprünglich stellten die Tropfen Hermelinschwänze dar, die sich im ehrwürdigen Wappen der Bretagne befanden und der Herkunft Ursulas als Tochter des bretonischen Königs Maurus huldigten. „Ich fand die Idee der Tropfen sehr schön und wollte sie in meinem Ursula-Relief aufgreifen. Außerdem vereine ich so die Schutzpatronin mit der kölnischkatholischen Geschichte, womit klar wird, dass es sich bei Ursula um ein rheinisches Mädchen gehandelt hat“, erklärte der Bildhauer-Künstler mit einem verschmitzten Lächeln. Ebenfalls verewigt in seinem Relief ist die Legende der Reliquienbehälter, die angeblich Knochen der Jungfrauen aufbewahrten. Im zwölften Jahrhundert wurden nahe der romanischen Kirche St. Ursula Gebeine gefunden, von denen es hieß, sie gehörten Ursula und ihren 11.000 Gefährtinnen. Daraus entstand ein mystischer Heiligenkult, mit dem sich Geld verdienen ließ. Zwar war ein solcher Handel von der katholischen Kirche verboten, jedoch entdeckten die Kölner Händler ein offenes Hintertürchen: Legten sie die Knochen in einen Reliquienbehälter, beka>>>>>

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Villavita-Gründer Dieter Müller und Jan-Dirk Tengelmann beim Bilderbogen-Stammtisch

„Wir machen hier was ganz Neues“ ir behandeln den Menschen als Ganzes und nicht nur die Symptome seiner Krankheit” – Jan-Dirk Tengelmann ist gleich in seinem Element, als es darum geht, die Philosophie der Villavita in Rodenkirchen zu beschreiben. Seit drei Jahren prangt das grüne Namensschild am Dach des schönen Gebäudes am nördlichen Eingang Rodenkirchens. Mit ihrem Konzept beschreibt die Villavita mittlerweile eine Erfolgsgeschichte. „Wir schöpfen hier aus dem gewaltigen Fundus, der entsteht, wenn man das Wissen der Schulmedizin und der Naturheilkunde miteinander verbindet.” So findet man hier eine Gemeinschaft von sechs Medizinerinnen und Medizinern – drei Ärzten und drei Heilpraktikern –, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, hauptsächlich Schmerzen und chronischen Krankheiten mit einem Behandlungsansatz zu begegnen, der dem Begriff „Ganzheitlichkeit” tatsächlich gerecht wird und ihn nicht nur als Werbeslogan missbraucht.

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Dieter Müller und Jan-Dirk Tengelmann sind Heilpraktiker aus Überzeugung. Aus unterschiedlichen, teils sehr persönlichen Erfahrungen mit dem Thema Krankheit und Leid haben sie diesen Beruf gewählt, was für beide eine hohe Motivation darstellt. „Wenn man am eigenen Leib erfahren hat, was es bedeutet, jahrelang richtig krank und von Pontius zu Pilatus gelaufen zu sein und dann von jemandem komplett geheilt zu werden, ist das ein riesiger Ansporn, alles zu mobilisieren um das auch ande-

Beim Gespräch in der „Quetsch”: von links Helmut Thielen, Dieter Müller, Jan-Dirk Tengelmann und Klemens Surmann. Foto: Thielen

ren Menschen angedeihen zu lassen”, sagt Jan-Dirk Tengelmann. Dieter Müller ist der Initiator der Villavita. Er hatte sich zum Ziel gesetzt, etwas ganz Neues und in Deutschland nach wie vor Einzigartiges zu schaffen: Ein Haus, in dem Ärzte und Heilpraktiker Hand in Hand arbeiten, jeder für sich absoluter, erfahrener Spezialist aus Fachbereichen, die einander ergänzen, aber alle in der Gemeinsamkeit eines ganzheitlichen Menschenbildes. Der Mensch als Einheit aus Körper, Geist und Seele. Über einen Kölner Arzt kam er zu Jan-Dirk Tengelmann, der in Rodenkirchen bereits seit neun Jahren als Chiropraktiker und Osteopath erfolgreich tätig war. Der war direkt begeistert von der Idee und mach-

te mit. Nach langer, intensiver Suche nach geeigneten Kandidaten traf Müller auf Dr. Tobias Sprenger und Dr. Gerhard Otto, beides Fachärzte für Allgemeinmedizin, Gesa Lehnhardt, Fachärztin für Psychotherapie, und Sigrid Lauff, Heilpraktikerin für Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin. Die alte Malteser-Villa am Eingang von Rodenkirchen wurde frei, ein Ort, der optimale Voraussetzungen für die Umsetzung des Projekts bot: Gute Erreichbarkeit, Parkmöglichkeiten direkt auf dem Grundstück und eine sehr angenehme Atmosphäre, in der sich die Patienten vom ersten Moment an wohl fühlen. „Was die Villavita ausmacht, sind vor allem zwei Faktoren: Erstens

absolute fachliche Kompetenz und zweitens Zeit für den einzelnen Patienten”, so Dieter Müller. „Wir hören so oft von Patienten: 'Da habe ich trotz festen Termins über eine Stunde im Wartezimmer gesessen, dann fünf Minuten Behandlungszimmer und anschließend eine Tablette, das war’s!” Zeit nehmen sich die Behandler in der Villavita viel, mindestens eine halbe, meist eine ganze Stunde pro Patient. „Nur so kann man eine Krankheit und ihre Hintergründe umfassend erschließen”, sagt Jan-Dirk Tengelmann, „die Patienten müssen Zeit zum Reden haben. Oft ist es so, dass ganz wesentliche Informationen zwischen den Zeilen oder in Nebensätzen kommen, ohne dass dem Patienten selbst bewusst ist, wie wichtig das ist, was er da gerade gesagt hat. Und je mehr ich weiß, desto besser >>>>>

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Mittlerweile beinahe so bekannt wie das Kapellchen: „Villavita” am nördlichen Ortseingang von Rodenkirchen. Foto: Thielen

kann ich diagnostizieren und therapieren.” Wartezeiten gibt es in der Villavita praktisch nicht, die Therapeuten achten akribisch darauf, dass die Termine eingehalten werden. Bei so viel Zeit für den Einzelnen drängt sich die Frage auf, was eine solch ausführliche Behandlung wohl kostet? „Privat Versicherte bekommen die Kosten ohnehin erstattet, und für gesetzlich Versicherte haben wir absolut faire Pauschalen”, beantwortet Dieter Müller die Frage. „Dauert eine Behandlung eine halbe Stunde, sind es 50, bei einer ganzen Stunde 100 Euro. Das deckt unsere Kosten und der Patient erhält für dieses Geld eine vorzügliche, individuelle Behandlung mit einer extrem hohen Erfolgsquote. Mehr als die Hälfte unserer Patienten sind Selbstzahler. Und wenn man hinterher das Leben wieder so richtig genießen kann, hat sich der Einsatz mehr als gelohnt.” Grundlage der Arbeitsweise aller sechs ist das „Dreieck der Gesundheit”. „Die drei Ebenen müssen miteinander im Einklang stehen”, so Dieter Müller. „Die Ebene des Bewegungsapparats und der Organe, die biochemische Ebene und die Ebene des Denkens und Fühlens. Gerät auch nur eine dieser Ebenen aus dem Tritt, ist das gesamte Gleichgewicht gestört und es ergeben sich negative Folgen für alle Bereiche. Unser Ziel ist die Wiederherstellung des Gesamtgleichgewichts aller drei Ebenen und damit echte Gesundheit an Leib und Seele. Der Fachbegriff hierfür ist 'Salutogenese', der die Grundphilosophie der Villavita umschreibt.” Ein weiterer Schwerpunkt neben Schmerzen und chronischen Krankheiten ist die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit chronischen Leistungsstörungen oder Aufmerksamkeitsdefiziten (ADS-/ADHS-Syndrom). Werden diese nicht rechtzeitig 18

und intensiv behandelt, entsteht für die Kinder ein Teufelskreis, der bis weit ins Erwachsenenalter reicht. „Wie soll ein Mensch, der sich einfach auf nichts konzentrieren kann, ein glückliches und erfolgreiches Leben führen können, persönlich wie beruflich?”, sagt Dieter Müller. „Die normalerweise verabreichten Medikamente wie zum Beispiel Ritalin verschlimmern die Situation meist noch. Die Betroffenen werden zwar ruhiger und gehen ihrem Umfeld weniger auf die Nerven, aber sie führen in den meisten Fällen dazu, dass diese Menschen für den Rest ihres Lebens auf allen Ebenen vollkommen reduziert bleiben. Die meisten vegetieren durch diese Mittel eher vor sich hin als dass sie ein aktives, glückliches Leben führen. Leider wissen die Eltern, Lehrer und auch Kinderärzte meist nicht, dass es verhaltenstherapeutische und naturheilkundliche Alternativen zu diesen Medikamenten gibt, ohne Neben- und Spätwirkungen und mit hervorragender Aussicht auf einen dauerhaften Erfolg.” Die Ärzte und Heilpraktiker der Villavita arbeiten auch im Täglichen eng zusammen. Einmal pro Woche setzen sich alle sechs zusammen und sprechen vor allem über besonders komplizierte Fälle. „Man bekommt von den anderen immer wieder Tipps aus ihrem Fachbereich und Erfahrungsschatz. Manchmal kleine Hinweise, die sich jedoch als das Zünglein an der Waage entpuppen”, sagt Jan-Dirk Tengelmann. Und obwohl sie wirtschaftlich voneinander vollkommen unabhängig sind, scheut sich „niemand von uns im Geringsten”, einen der anderen in die Therapie einzubeziehen. Auch kommt es regelmäßig vor, dass sich zwei Behandler mit einem Patienten zusammensetzen, um gemeinsam mit ihm eine Strategie zu entwickeln, besonders häufig in der Krebstherapie.


„Auch wenn wir mit unserem Fachwissen die 'Herren bzw. Damen im Ring' sind und sein müssen, die Patienten haben häufig eigene Prioritäten, und die nehmen wir absolut ernst.” Für Fälle, in denen zum Beispiel etwas radiologisch abgeklärt werden muss oder die Therapeuten den Eindruck haben, dass jemand Anderes für den konkreten Patienten besser geeignet ist, haben sie ein Netzwerk aus Ärzten und Heilpraktikern außerhalb der Villavita aufgebaut, an die sie den Patienten weiter empfehlen. „Wenn wir dort anrufen, bekommt unser Patient seinen Termin nicht in sechs Wochen, sondern meist schon am nächsten Tag.” Dass es das primäre Ziel der Therapeuten ist, den Patienten zu helfen und zweitrangig, „wer in oder außerhalb der Villavita das schafft”, vermitteln Müller und Tengelmann glaubwürdig. Das klingt furchtbar uneigennützig, ist es aber nicht. „Es gibt nichts, womit man seinem eigenen Ruf stärker schadet als durch krampfhaftes Festhalten an einem Patienten, obwohl man genau weiß, dass er eigentlich eine ganz andere Therapie braucht. Wer sein Fachgebiet wirklich beherrscht, kennt

Einmal pro Woche sitzen die Experten in der Villavita zusammen und besprechen fachübergreifend komplizierte Fälle. Foto: Thielen

auch seine Grenzen und leitet den Patienten in einem solchen Fall an einen anderen Arzt oder Heilpraktiker weiter.” Für Kinder und Jugendliche, deren Eltern sich eine Behandlung nachweislich nicht leisten können, hat Dieter Müller den Villavita Chancen e.V. gegründet, einen gemeinnützigen Verein, in den jährlich 10 Prozent des Gewinns der Villavita fließen und der weitere Spenden von außen sammelt. Aus diesem Topf wer-

den Therapien behandlungsbedürftiger Kinder bezahlt, wobei die Therapien so gut wie gar nicht in der Villavita, sondern in anderen Praxen stattfinden. „Wir haben Anträge aus ganz Deutschland, da liegt es in der Natur der Sache, dass wir selbst daraus keinen Profit ziehen.” Nach drei Jahren können Dieter Müller und Jan-Dirk Tengelmann von einem guten Erfolg der Villavita sprechen. „Auf Grund meiner langjährigen Tätigkeit in

Rodenkirchen hatte ich natürlich einen erheblichen Vorsprung und war hier von Anfang an gut ausgelastet”, sagt Jan Dirk Tengelmann. „Aber die anderen Fünf haben ihre Praxen in der Villavita ganz von vorn aufgebaut und seit geraumer Zeit läuft es bei allen richtig gut. Unser von allen gelebter Grundsatz 'Wir behandeln jeden Menschen so, wie wir selbst behandelt werden wollen', unser Konzept und der unübersehbare Erfolg kommen einfach an!” KLEMENS SURMANN.

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Namen + Notizen

Verzäll op kölsch: der Vorsitzende der „Knobelbröder“ Peter Faust und der noch amtierende Prinz Hubert Koch. Foto: Anke Reuß

„Knobelbröder“: Bernd Nahrendorf ist Nachfolger von Ekkehardt Mannes Karneval muss nicht immer kölsch-katholisch sein, was die „Knobelbröder“ bei ihrem Sommerfest bewiesen, das auf dem Grundstück der evangelischen Kirchengemeinde in Rodenkirchen stattfand. „Wir dürfen hier feiern und im Gegenzug helfen wir der evangelischen Kirche bei ihrem Gemeindefest“, erläutert Peter Faust, Vorsitzender des Karnevalsvereins, der schon seit 40 Jahren aus zwölf männlichen Mitgliedern besteht. Obwohl nur Männer im Verein zugelassen sind, halfen die Frauen beim sommerlichen Fest tatkräftig mit und bedienten die Gäste, darunter „Die Reiter“ aus Hochkirchen, die „Löstige Öhs“ aus Rondorf, „Kapelle Jonge“ und „Wießer Funken“ sowie die „Flägelskappe“ aus Sürth mit gegrillten

Champignons und Kölsch. „Jedes Jahr besuchen uns die benachbarten Karnevalsvereine“, so der Vorsitzende. Im kommenden Februar ist eine gemeinsame Kostümsitzung mit der „Großen Rodenkirchener Karnevals-Gesellschaft“ beschlossene Sache. „Die wird hier im Gemeindesaal der evangelischen Kirche stattfinden“. Außerdem machen die Knobelbröder wieder beim Sonntagszoch mit unter dem Motto „Jeck is himmlisch“, dem Ordensspruch der Session für 2009. Auch der Prinz des noch amtierenden Dreigestirns der Altgemeinde Rodenkirchen, Hubert Koch, feierte an diesem Nachmittag gemeinsam mit den Knobelbrödern auf der Sommerwiese. „Leider konnten Jungfrau Henry Palmbusch und Bauer Christian Maaßen heute nicht kommen, da sie zu einer Hochzeit eingeladen waren“, bedauerte Prinz Hubert Koch, Spross der gleichnamigen Bäckerfamilie.

„Immer freundlich lächeln....“ – Die „Playbacks“ sorgten beim Sommerfest wie immer für Stimmung. Foto: Surmann

Auf die Frage hin, ob das Prinzen-Dasein seinen zeitlichen Tribut fordert, meint er: Lieber um halb zwei nach einer Karnevalsfeier ins Bett als um halb zwei aufstehen, um Brötchen zu bakken. Schließlich war es immer sein Kindheitstraum, „eimol Prinz zu sein“ und die Jecken für sich zu gewinnen. Als neues Mitglied begrüßten die „Knobelbröder“ beim Sommerfest Küster Bernd Nahrendorf, der mit seiner Frau Sabine kam und die Nachfolge von Ekkehardt Mannes antritt, der in diesem Jahr als Küster aus dem aktiven Dienst der Evangelischen Kirchengemeinde Rodenkirchen ausschied. Stets bei den Festen dabei ist das Maskottchen des Karnevalsvereins, ein Traktor „Modell Porsche Junior“, der als Transportmittel beim Vatertag genutzt wird und vor allem seine Dienste beim Geld verdienen leistet. „Hiermit transportieren wir zum Beispiel für die Kölner Jägerschaft Zelte und Brauerei-Garnituren und

bauen alles auf“, erklärt der Vorsitzende die Funktion des Traktors mit Leiterwagen und ist stolz auf das Oldtimer-Schätzchen. „Mit diesem Gefährt starten wir auch Ausflüge in die Eifel“, schmunzelt er und verabschiedet sich, um mit Prinz Hubert Koch mit einem Kölsch anzustoßen. „Op katholisch oder evanjelisch, is doch ejal“. (AR).

Großes Fest im Caritas-Altenzentrum mit Ludwig Sebus Karneval, Volksmusik, ein toller Chor und ein urkölscher Moderator – so konnte eigentlich gar nichts mehr schief gehen. Da auch noch das Wetter mitspielte, genossen Alt und Jung das Jubiläums-Sommerfest im Caritas Altenzentrum St. Maternus. Draußen gab es Essen und Trinken, drinnen präsentierte Ludwig Sebus wie in all den Jahren zuvor das abwechslungsreiche Programm. Zum zehnten Mal feierte >>>>>

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Namen + Notizen

das Altenzentrum sein Sommerfest, zu dem auch in diesem Jahr viele Nachbarn gekommen waren. Besonders interessant war die Fotoausstellung von Dr. Reinhard Paul, der viele Stationen und Menschen aus dem Altenzentrum zeigte. „Dr. Paul ist einer unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter“, erläuterte Pressesprecherin Rita Wilfer. „Er veranstaltet bei uns regelmäßig Diashows, was bei unseren Bewohnern toll ankommt.“ Über 55 ehrenamtliche Mitarbeiter betreut Rita Wilfer inzwischen. Besonders stolz ist sie auf den Neuzugang der Rodenkirchener Kolpingfamilie, die demnächst das Personal in der Cafeteria stellen wird. Das konnten sie auf dem Sommerfest schon einmal üben, wo drei Familienmitglieder leckere Waffeln servierten. Auch sonst kam keinerlei Langeweile auf: Der Förderverein machte mit einem Flohmarktstand auf sich aufmerksam, bei einer Tombola gab es attraktive Preise zu gewinnen, für die Kinder gab es eine extra Betreuung

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an einem riesigen Glücksrad. Nicht zu vergessen natürlich Ludwig Sebus, der charmant sein Publikum zum Lachen brachte und ein unterhaltsames Programm präsentierte. Besonders gut kamen die „Playbacks“ an, die sonst zu Karneval im Altenzentrum auftreten. „Zum Jubiläumsfest wollten wir diese Gruppe unbedingt dabei haben, da sie praktisch schon ein Teil von uns ist“, freute sich Rita Wilfert über die Bereitschaft der „Playbacks“, Karneval im Sommer zu machen. Das kam derart gut an, dass an den Auftritt im Saal gleich noch eine spontane Einlage auf der Freifläche vor dem Gebäude eingelegt wurde. Wer sich bei dem ganzen Trubel noch informieren wollte, konnte an Hausführungen teilnehmen und einen Blick hinter die Kulissen der Einrichtung werfen. Schnell war der Nachmittag vorbei, als Ludwig Sebus die Gäste verabschiedete mit der einen Gewissheit: Auch im Jahr 2009 wird er wieder durch die Veranstaltung führen. (KS).

Leckere handgemachte Reibekuchen zauberten Anne Lupus (links) und Marianne Herold für die „Kapelle Jonge“ und ihre Gäste. Foto: Surmann

„Kapelle Jonge“: Sommerkarneval im Hof der Familie Breuer Jetzt ist die Welt wieder in Ordnung bei den Kapelle Jonge in Weiß. Nachdem der neue Vorstand gewählt wurde, konnten die Weißer Karnevalisten sich auf das

Sommerfest freuen, was sie traditionell im Hof der Familie Breuer feiern. Zum 33. Mal trafen sich Mitglieder, befreundete Vereine und viele Weißer, um wenigstens einmal im Jahr ohne zu frieren schunkeln zu können. Für Live Musik sorgte der Musikzug der Löschgruppe Luchem, der traditionell auf jedem ‚Breuerfest’ der


Kapelle Jonge auf der Bühne steht. In diesem Jahr kamen die Musiker sogar richtig ins Schwitzen, da die Sonne den Luchemern so richtig einheizte. Da durften die Jacketts dann schon mal auf die Stuhllehne gehängt werden, die Musik kam bei den Gästen umso besser an. Der neue Vorstand freute sich über den guten Besuch des Sommerfestes. „Das zeigt, dass die Kapelle Jonge in Weiß einfach dazugehören“, ist Geschäftsführerin Margit Simon überzeugt. Große Veränderungen hat der neue Vorstand nicht eingeführt. „Wir wollen erstmal Ruhe in den Verein bringen“, sagt Vizepräsident Sebastian Wehner. Nach den Querelen um die Vorstandswahlen sind alle froh, dass man nun zum eigentlichen Zweck des Vereins wieder zurückgekehrt ist – dem Karneval. „Die Planung für die neue Session steht, es gibt wieder viele attraktive Veranstaltungen“, verspricht der junge Vize der Kapelle Jonge.

Wird die schönste Stätte im weiteren Umkreis: Spielplatz im Südpark in der Marienburg. Foto: Broich

Am Programm hat man allerdings doch etwas geändert, um den Wünschen der Weißer besser gerecht zu werden. So wurde aus dem Herren-Kommers wieder eine Herrensitzung, statt der Oldie-Party veranstalten die Kapelle-Jonge jetzt eine richtige Karnevals-Party. Bis dahin ist allerdings noch etwas Zeit, die mit dem Sommerfest zumindest um einen Tag ein wenig verkürzt werden konnte. (KS).

Neugestalteter Spielplatz im Marienburger Südpark wird mit Fest eingeweiht Rasch gehen sie voran, die eigentlichen Bauarbeiten am Spielplatzgelände im Südpark. Vor einem Jahr machte das Areal noch einen verwahrlosten Eindruck. Aus Sicherheitsgründen standen die meisten Geräte vor der Demontage, die Anlage vor dem Aus.

Rettung nahte durch die Interessengemeinschaft (IG) „Eltern und Freunde des Marienburger Südparkspielplatzes“. Deren Wurzeln liegen in einer der Krabbelgruppen des katholischen Kindergartens in Marienburg. Denn es waren einige der Mütter, die für ihre Kinder aktiv wurden. Sie begannen Geld für die Platzsanierung zu sammeln. Darunter Regine Kalka, mit Roland Priester und Ellen Schwarz schon damals Patin des Spielplatzes. Die IG machte das Problem öffentlich, veranstaltete zum Auftakt einer großen Spendenaktion ein Spielplatzfest und warb in der Folge insgesamt über 70.000 Euro ein. Dieser Betrag wurde der Stadt für die Instandsetzung der Anlage zur Verfügung gestellt. Im Juli, beim ersten Spatenstich für die Maßnahme, dankten namens der Stadt Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes und Dorothea John, Leiterin des Amtes für Kinderinteressen, der IG für ihr beispielhaftes Engagement. John teilte weiter mit, dass die Kommune sich mit Teilko>>>>>

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Namen + Notizen sten an den Arbeiten beteilige. „Das wird einer der schönsten, vielleicht der schönste Spielplatz in unserer Gegend“, freut sich Regine Kalka, die mit Isabelle Cramer, Claudia Haessy, Claudia Kemper, Sandra Kossmann und Anja Ziolko den Kern der IG bildet. Kalka übertreibt nicht. Grund zu der Annahme geben nicht allein die diversen, brandneuen Spielgeräte, die auf einer erheblich größeren Fläche Aufstellung finden. Dieser Platz liegt mitten in der Natur. Nun wirkt er noch stärker in den Park eingebettet, umgeben von Wiesen und hohen Bäumen. Der alte Pavillon wurde renoviert und versetzt, und dient weiterhin als Schutz vor Regen und Sonne. Zu den Attraktionen auf der abwechslungsreich gestalteten Anlage gehören eine Holzbude mit Sandspielpodest sowie ein Spielschiff. Hinzu kommen je eine Doppel- und Vogelnestschaukel, eine Palisadenspirale und Kletterseilpyramide, ein Balancierbalken und elf Bänke. „Wichtig ist uns, dass sich hier mehrere Kinderaltersgruppen wohl fühlen können. Dass die Geräte ihren unterschiedlichen Interessen und Anforderungen gerecht werden.“ Gerne angenommen hat die IG das Angebot einer Sicherheitsfirma, regelmäßig, also auch nachts, dort nach dem Rechten zu sehen. Zur (Wieder) Einweihung des Platzes organisiert die IG mit dem Amt für Kinderinteressen am Sonntag, 7. September, ab 15 Uhr, ein weiteres Fest. E. BROICH.

„Denk mal an und in Köln“ Kalender sind beliebt. Ob als Helfer in den eigenen vier Wän-

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Der Kalender (ISBN 978-39811170-3-5) kostet zwölf Euro und ist im Atelier von Gerda Laufenberg im Mühlenweg 3 mittwochs von 15 bis 19 Uhr sowie im örtlichen Buchhandel erhältlich.

SPD-Zollstock: Kostenloses Kurzzeit-Parken am Höninger Weg Der SPD-Ortsverein Zollstock kritisiert, dass bei der neu eingerichteten Parkraum-Bewirtschaftung am Höninger Weg nach Abschluss des Umbaus keine Möglichkeit des kostenlosen Kurzzeit-Parkens geschaffen wurde. Beispielhaft ist die Severinstraße, wo eine Viertelstunde kostenlos geparkt werden kann.

Müde vom Wache stehen oder vom „Stippeföttche“? Denkmal „Möde Funk“ an der Ulrepforte, dem Stammquartier der Roten Funken.

den oder als kleines Geschenk. Und manche Kalender haben es sogar schon zum „Kult-Objekt“ gebracht. Unter anderem auch „der Schmale“, seit 1996 regelmäßig von der Rodenkirchener Künstlerin und Illustratorin Gerda Laufenberg. Mit dem Köln-Kalender für 2009 hat „et Jerda“ versucht, den Kölner Denkmälern ein Denkmal zu setzen. Das ist durchaus gelungen, und so präsentieren sich einträchtig hintereinander der schlapphütige Reitergeneral Jan von Werth, die „Alten“ Adenauer und Millowitsch, die trommel-

schlagende Trude Herr und die stolze „Mülheimia“, der „Kölsche Boor“ oder die neugierige Schneidersfrau mit den purzelnden Heinzelmännchen. Der „möde Funk“ an der Ulrepforte döst vor sich hin, was im neben dem „Ruhenden Verkehr“ auf dem Hohenzollernring kaum möglich wäre. Und um die Denkmäler herum sind die typisch kölschen Betrachterinnen und Betrachter geschart, mal bewundernd, mal belustigt, mal leicht irritiert. Also Denkmäler in lebendiger Umgebung....wie im richtigen Leben.

Diese so genannte „Brötchentaste“ an den entsprechenden Parkschein-Automaten trägt nicht nur dazu bei, den Geldbeutel der Bürgerinnen und Bürger zu schonen, auch der Einzelhandel profitiert von der erhöhten Kundenfrequenz. Ortsvereins-Vorsitzender Rafael Struwe: „Deshalb fordern wir die Verwaltung nachdrücklich auf, endlich die entsprechende Vorgabe der Bezirksvertretung umzusetzen!“

Kinderflohmarkt in Rondorf Die katholische Frauengemeinschaft der Pfarrei Heilige Drei Könige in Rondorf lädt wieder zum traditionellen Kinderflohmarkt ein. Er findet statt am Sonntag, 7. September von 10 bis 14 Uhr im Pfarrzentrum in der Hahnenstraße. Geboten wird „alles fürs Kind“, für das leibliche Wohl ist gesorgt, der Erlös wird wie immer einem sozialen Zweck in der Pfarrei zugeführt.


men sie den Segen der Kirche. Daraus entwickelte sich ein regelrechter Exportschlager, der wenig später zu hölzernen Mädchenbüsten mutierte, die das typische „Rheinmädel" darstellten. Rundlich, mit rosigen Wangen und einem verschmitzten Lächeln. Auf der Vorderseite der Büsten gab es eine Öffnung, durch die man die kostbar umhüllten Reliquien sehen konnte. Auch der Kölner Klerus erhielt schon mal die eine oder andere Jungfrau zum Geschenk. „Eine schöne Geschichte“, findet der Künstler und verweist auf die jungfräuliche Büste in seinem Werk. Jeder Legenden-Erzähler schwelgt so in seiner eigenen Interpretation, wobei an diesem Abend lediglich zählte, dass die Gedenktafel die Segler des YachtClubs auch in Zukunft vor der hereinbrechenden Flut schützen soll. ANKE REUSS.

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Die Ursula-Legende Der Legende nach sollte die heilige Ursula aus der Bretagne, fromme Tochter von König Maurus, den englischen Prinzen Conanus heiraten, obwohl sie sich der Keuschheit verschrieben hatte. Mit einer List handelte sie eine Frist von drei Jahren bis zur Hochzeit aus und stellte die Bedingung, dass Conanus getauft werden sollte. In dieser Zeit wollte sie mit 11 (000) Jungfrauen nach Rom pilgern, wovon heidnische Heerführer erfuhren, die in der Ausbreitung des Christentums eine akute Gefahr sahen. So entsandten sie Boten zu den Hunnen, die Ursula und ihre Gefährtinnen auf dem Weg nach Rom töten sollten. Wie Wölfe über wehrlose Lämmer fielen die Hunnen über die Jungfrauen nieder und töteten sie. Ursula überlebte zunächst das furchtbare Blutbad, weil der Hunnenkönig Attila von ihrer atemberaubenden Schönheit gefangen war. Doch als sie das Angebot, seine Frau zu werden, empört ausschlug, ließ der beleidigte König sie mit einem Pfeil erschießen. Nach ihrer Ermordung sollen Engelsheere vom Himmel gekommen sein, um die blutrünstigen Hunnen aus Köln zu vertreiben. Seitdem gilt Ursula als Heilige und Schutzpatronin, auch für Seefahrer, da sie mit einem Segelschiff über den Rhein nach Rom pilgerte.


KAMC-Präsident Karl-Wilhelm Müller und sein Vize Jürgen Broich tourten 8000 Kilometer rund um Europa – Kein ganz ungefährliches Unternehmen

„Da dachte ich: Der kommt nie wieder!“ nlässlich der letzten Etappe der insgesamt 8000 Kilometer langen Bootstour, feierten der Präsident Karl Wilhelm Müller und sein Stellvertreter Jürgen Broich vom Kölner Motoryachtclub KAMC, ihre erfolgreiche Rückkehr. „Ostern 2007 starteten wir von unserer Köln Marina aus über den Main-Donau-Kanal bis Regensburg. Pfingsten ging es dann weiter bis Wien und im Sommer letzten Jahres fuhren wir über den Bosporus bis in die türkische Ägäis“, erklärt Karl Wilhelm Müller die ersten drei Etappen der Seereise. „Ostern 2008 ging es weiter über den Kanal von Korinth, nach Korfu bis runter nach Süditalien. Im selben Jahr zu Pfingsten überquerten wir die Straße von Messina in Sizilien und erreichten über die Äolischen Inseln schließlich Rom“.

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In dieser Zeit plagten die Liberty, eine elf Meter lange Motoryacht mit einem betagten Alter von 31 Jahren zahlreiche Stürme bis Windstärke zehn. Auch die „Summer Breeze“ von Vizepräsident Jürgen Broich, die 14 Meter misst und über einen zwei Mal 376 PS-starken Motor verfügt, kämpfte gegen die Stürme, besonders bei Patras in Griechenland. „Es gab wirklich einige gefährliche Situationen, die uns fast das Leben gekostet hätten“, erinnert sich Broich an die halsbrecherischen Seeabenteuer. In Roccella an der Adria lief Müller mit seiner Liberty in den Hafen ein und musste morgens eine Sandbank umfahren. Wegen einer fehlenden Hafeneinfriedung packte ihn plötzlich eine riesige

Markante Felsen zwischen den Inseln Vulkano und Lipari. Flaggenübergabe im Hafen von Nizza. In der Mitte Karl Wilhelm Müller, Präsident des Motoryachtclubs Köln KAMC. Fotos: Jürgen Broich

Bugwelle und riss das Boot nach oben, so dass er aus drei Meter Höhe mit der gesamten Yacht in der Luft hing und dann im freien Fall aufklatschte. „Da dachte ich, er kommt nie wieder“, erschaudert Broich noch heute bei dem Gedanken, als er seinen Kollegen plötzlich in der Luft hängen sah. In der letzten Etappe, die im Sommer dieses Jahres von Rom aus startete, ging es erheblich ruhiger und ohne heftige Stürme zu. „Wir hatten konstant gutes Wetter und konnten unsere Tour über Elba, Korsika, Nizza bis hin zur Côte d´ Azur in vollen Zügen genießen“, erinnert sich der erfahrene Kapitän der Liberty. „In Cavaliere, einer kleinen Bucht an der Côte d´Azur, erlebten wir den schönsten Tag und in St. Tropez sahen wir die gigantische Yacht von Oligarch Abramovicz, die über 60 Meter lang ist und ein komplettes Segelschiff als Beiboot oben auf Deck hatte“, kommt der Motoryacht-Kapitän aus dem Staunen nicht mehr raus. >>>>>

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Etwa sechs Kilometer vor dem Hafen von Bândol baute sich plötzlich eine undurchsichtige Nebelwand auf, die nur eine Sicht unter 50 Meter zuließ. „Mit Hilfe des Radars erreichten wir doch noch sicher den Hafen“. Aber in Marseille gab es wegen dem Nationalfeiertag keinen Liegeplatz mehr und so verbrachten die beiden Yachtfahrer romantisch-stürmische Tage auf der Insel Frioul, wo damals der Graf von Monte Christo gefangen gehalten worden war. Sie verließen die Gefängnisinsel und folgten der Rhône bis Arles, Avignon nach Lyon und fuhren dabei durch die 30 Meter hohe Schleuse von Bollene. Über den RheinRhône-Kanal durchquerten die Liberty und die „Summer Breeze“ insgesamt 124 Schleusen und zwei Wassertunnel, dann weiter auf dem Kanal Grand d´ Alsace nach Kehl, wo sie im Hafen anlegten. Hier verließen die beiden Seefahrer kurzfristig die Wasserstraße und rollten mit der S-Bahn nach Straßburg, wo sie die elsässische Küche verköstigten. Sie kehrten nach Kehl zurück und nahmen mit ihren weit gereisten Yachten Kurs auf die rheinische Heimat. Noch vier Schleusen standen ihnen bevor auf der Reise über Iffezheim, Worms, der Loreley und St. Goar. Kurze Stippvisite auf Schloss Rheinfels, bis sie Rhein abwärts nach 8000 Kilometer Seereise endlich in der heimatlichen Köln Marina einkehrten. „Auf unserer Bootstour haben wir 35 Fahnen mit dem Stadtwappen von Köln verteilt, um unseren Motoryachtverein

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Karl Wilhelm Müller (links) und Jürgen Broich (rechts) vom Kölner Motoryachtclub KAMC auf der „Summer Breeze“, einem vierzehn Meter langen Boot mit zwei Mal 376 PS-Motor. Foto: Anke Reuß

KAMC bekannt zu machen“, so der Kapitän der „Summer Breeze“. „In jedem Hafen haben wir dazu die Kölner Geschichte erzählt auf Englisch, Französisch und wenn nötig sogar auf Spanisch. Darunter waren Yachthäfen in Bratislawa, Istanbul, Bodrum, Mykonos, Capri und Rom, um nur einige zu nennen. Der Club in Rom war der Eindrucksvollste. Wie ein Palast mit Pomp und

Glamour bietet Platz für tausend Schiffe“, erzählt Broich. „In jedem angesteuerten Yachtclub übergaben wir unsere KAMCFlaggen in einer feierlichen Zeremonie und hoffen natürlich auf zahlreiche Gegenbesuche in der Köln Marina, was finanzielle Einnahmen für Liegeplätze bedeutet und eine Imageförderung des Yachtsporthafens am Fuße des Doms.“


achdem die Pfarrer Michael Nolten und Wolfgang Zierke sowie der Pastoralreferentin Theresa Ferfecki den Pfarrverband „Köln – Rund um Immendorf“ verlassen haben, ist ab 1. September ein neues Pastoralteam für die vier katholischen Kirchengemeinden in Godorf, Immendorf, Meschenich und Rondorf zuständig. Zum kanonischen, also leitenden Pfarrer hat der Erzbischof von Köln Alf Bernd Spröde ernannt. Pfarrvikar wird der 66jährige, gebürtige Kölner Günther Stein, zuletzt 28 Jahre Priester in Wuppertal. Ebenso kommt neu hinzu Gemeindereferentin Cordula Seifert, während Quirin Sailer seine Tätigkeit im Pfarrverband als Pastoralreferent fortsetzt. Damit ist dort die personelle Veränderung im Rahmen der Neustrukturierung der Pfarrgemeinden/-verbände im Erzbistum Köln abgeschlossen. Noch offen bleibt jedoch die künftige Struktur des Seelsorgebereichs. Darüber entscheidet endgültig der Kölner Erzbischof wohl im September. Und zwar auf Grundlage der Beschlüsse und Voten der knapp zehn Gremien im Pfarrverband. Insgesamt stimmten sie mehrheitlich für eine Fusion. Folgt Kardinal Meisner dem Ergebnis, müssen die einstigen Einzelpfarreien einen neuen Namen für ihre dann eine Gemeinde finden. „An dieser Frage hängen die meisten Emotionen“, weiß Spröde. Ihn reizt es, ein letztes Mal einen solchen Zusammenschluss-Prozess zu begleiten. „Der muss jetzt rasch von statten gehen.“ Und zwar so, dass sich alle „mitgenommen“ fühlten. „Ich wollte in Köln bleiben“, nennt der1965 in Bensberg Geborene einen weiteren Grund für den Wechsel in den südwestlichen Teil der Altgemeinde. Diese

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Alf Bernd Spröde wird neuer Pfarrer im Pfarrverband „Köln-Rund um Immendorf“

„Den Seelsorgebereich als Einheit verstehen“

Früher Diakon in Rodenkirchen, jetzt leitender Pfarrer mit Sitz in Rondorf: Alf Bernd Spröde. Foto: Broich

kennt er bereits aus seiner Zeit (1995/96) als Diakon in Rodenkirchen. Anschließend war er Kaplan in Höhenberg/Vingst sowie Chorweiler und zuletzt leitender Pfarrer im Seelsorgebereich Deutz/Poll. „Wir“, und damit meint Spröde das ganze Team, „sind nicht die, die Zentren schließen oder krampfhaft

zusammenlegen wollen“, schickt er voraus. „Wir verstehen den Seelsorgebereich als Einheit.“ Gleichwohl gelte es dabei, die Identität der einzelnen Kirchorte zu stärken; mit dem Ziel einer ebenbürtigen Kooperation. Dies werde sich auch in der Gottesdienstordnung niederschlagen. Keiner der vier Kirchorte müsse

eine Vernachlässigung befürchten. „Es gibt keine Zentren 1. und 2. Klasse.“ Vielmehr laute das Angebot: Alle haben die gleichen Rechte – und Pflichten, lädt Spröde zur Mitarbeit ein. Dass er in das Rondorfer Pfarrhaus ziehe, sei nicht überzubewerten. „Ich kann nur an einem Ort wohnen.“ Das sage jedoch nichts über die Bedeutung dieses Kirchortes aus. Daraus seien keine Ansprüche abzuleiten, so Spröde. „Wichtig ist vielmehr, wo wir arbeiten.“ Ohnehin vorbei sind für ihn die Zeiten der (nur) vor-Ort-Seeelsorge. Im Verbund müsse man sich fragen, was vorhanden sei und benötigt werde, welche Aufgaben zu bewältigen seien, wie die Zielsetzung laute. Besonders durch seine Tätigkeit in Höhenberg/Vingst und Chorweiler habe er etwa den Blick für soziale Probleme schärfen können, meint Spröde. Daher sei ihm Caritas ein wichtiges Anliegen. Caritas, zum Beispiel, sei aber nicht allein Sache der Menschen im betreffenden Gemeindeteil. „Wenn es irgendwo Probleme gibt, geht das den gesamten Seelsorgebereich an.“ Dasselbe gelte für andere Bereiche und Themen: Alles sollte alle interessieren. Die Gleichberechtigung der vier Zentren soll auch mit der von Dechant Karl-Josef Windt vorgenommenen Einführung des Pastoralteams signalisiert werden. Sie findet statt am Sonntag, 7. September. Auftakt ist um 14 Uhr in St. Blasius (Meschenich). Weiter geht es zum Wortgottesdienst in Heilige Drei Könige (Rondorf). In St. Servatius (Immendorf) kommt es zur Gabenbereitung. Die Eucharistie wird in St. Katharina (Godorf) gefeiert. Im Anschluss (18 Uhr) laden die Gemeinden dort zu einem gemeinsamen Ausklang. E. BROICH.

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m Juni wählte die Synode des evangelischen Kirchenkreises Köln-Süd Pfarrer Dr. Bernhard Seiger zum neuen Superintendenten. Nun führte ihn Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, in sein Amt ein. Im Rahmen des Gottesdienstes in der Erzengel-Michael-Kirche im Diakoniedorf Michaelshoven wurde zugleich Seigers Vorgänger Dr. Thomas Hübner von seinen Synodalaufgaben entpflichtet. Hübner, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Rondorf, hatte seit 2000 die Leitung und Vertretung des südlichen Kirchenkreises innerhalb des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region inne. Auf der letzten Kreissynode verzichtete er auf eine erneute Kanditatur. Seiger ist seit über zehn Jahren Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Bayenthal. Für sie wird der 44-jährige Familienvater in den nächsten acht Jahren weniger Zeit haben. Damit die eigene Gemeinde aber nicht zu kurz kommt, soll dort eine zusätz-

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Der Bayenthaler Pfarrer Bernhard Seiger wurde in das Amt des Superintendenten eingeführt

„Kirche muss sichtbar sein!“

Der neu eingeführte Superintendent Dr. Bernhard Seiger, Präses Nikolaus Schneider und der ehemalige Superintendent Dr. Thomas Hübner (von links). Foto: Broich

liche Pfarrstelle eingerichtet werden. Seiner Predigt im sehr gut besuchten Einführungsgottesdienst legte Seiger „Römer 8,14“ zugrunde: „Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.“ Gottes Geist bewege, er bewirke etwas, so Seiger. Wo Menschen geführt würden, da geschehe etwas an und mit ihnen. Wir könnten diesen Geist nicht zwingen. „Aber man muss für ihn präsent sein“, empfahl Seiger eine aus der Ruhe kommende Achtsamkeit. Es sei notwendig, sich immer wieder neu auf ihn einzulassen, vergleichbar mit einer Partnerschaft. Das Entscheidende, was von Gott komme, müsse uns immer wieder zugesprochen werden – wie die Zuneigung eines anderen Menschen. Trotz Stolperfallen verschließe sich der Geist Gottes niemandem, ermutigte der neue Superintendent. „Ich habe innerhalb des Kirchenkreises bereits große Unterstützung erfahren“, freut sich der begeisterte Langstreckenläufer und Bergwanderer „auf einen gemeinsamen Weg“. Gleichwohl nötige ihm die „komplexe Aufgabenstellung“ des Amtes Respekt ab. Den Anforderungen will er insbesondere mit „persönlicher Klarheit, guter Kommunikation und Verlässlichkeit“ gerecht werden. Als Superintendent obliegt ihm unter anderem die Visitation der 17 Gemeinden seines Kirchenkreises, der sich über den Kölner Süden und Teile des Rhein-ErftKreises erstreckt. Er ist zuständig für die Ordination und Einführung der PfarrerInnen. Zudem bekleidet er den Vorsitz der Kreissynode. Seiger versteht sich als Mittler zwischen den Gemeinden mit ihren insgesamt etwa 72.000 Gliedern. Deren Zusammenhalt will er stärken. Gleichwohl plädiert er dafür, die Eigenständigkeit und Handlungsfähigkeit der Presbyterien zu respektieren. „Sie kennen die Situation vor Ort besser als andere und können Ressourcen und Entwicklungschancen oft realistischer einschätzen als externe Beobachter." Diese Arbeit nach innen, zu der ein konstanter Austausch mit den Beteiligten auf allen Ebenen gehöre, solle einher gehen mit einem selbstbewussten Auftreten der evangelischen Christinnen und Christen nach außen. „Kirche muss sichtbar sein“, wünscht sich Seiger eine „einladende Volkskirche“. Sie solle den Menschen die „protestantische Vielfältigkeit“ vermitteln, Hilfe und Orientierung aus dem „Schatz des christlichen Glaubens“ bieten. E. BROICH.


Namen + Notizen

Verzäll op kölsch: der Vorsitzende der „Knobelbröder“ Peter Faust und der noch amtierende Prinz Hubert Koch. Foto: Anke Reuß

„Knobelbröder“: Bernd Nahrendorf ist Nachfolger von Ekkehardt Mannes Karneval muss nicht immer kölsch-katholisch sein, was die „Knobelbröder“ bei ihrem Sommerfest bewiesen, das auf dem Grundstück der evangelischen Kirchengemeinde in Rodenkirchen stattfand. „Wir dürfen hier feiern und im Gegenzug helfen wir der evangelischen Kirche bei ihrem Gemeindefest“, erläutert Peter Faust, Vorsitzender des Karnevalsvereins, der schon seit 40 Jahren aus zwölf männlichen Mitgliedern besteht. Obwohl nur Männer im Verein zugelassen sind, halfen die Frauen beim sommerlichen Fest tatkräftig mit und bedienten die Gäste, darunter „Die Reiter“ aus Hochkirchen, die „Löstige Öhs“ aus Rondorf, „Kapelle Jonge“ und „Wießer Funken“ sowie die „Flägelskappe“ aus Sürth mit gegrillten

Champignons und Kölsch. „Jedes Jahr besuchen uns die benachbarten Karnevalsvereine“, so der Vorsitzende. Im kommenden Februar ist eine gemeinsame Kostümsitzung mit der „Großen Rodenkirchener Karnevals-Gesellschaft“ beschlossene Sache. „Die wird hier im Gemeindesaal der evangelischen Kirche stattfinden“. Außerdem machen die Knobelbröder wieder beim Sonntagszoch mit unter dem Motto „Jeck is himmlisch“, dem Ordensspruch der Session für 2009. Auch der Prinz des noch amtierenden Dreigestirns der Altgemeinde Rodenkirchen, Hubert Koch, feierte an diesem Nachmittag gemeinsam mit den Knobelbrödern auf der Sommerwiese. „Leider konnten Jungfrau Henry Palmbusch und Bauer Christian Maaßen heute nicht kommen, da sie zu einer Hochzeit eingeladen waren“, bedauerte Prinz Hubert Koch, Spross der gleichnamigen Bäckerfamilie.

„Immer freundlich lächeln....“ – Die „Playbacks“ sorgten beim Sommerfest wie immer für Stimmung. Foto: Surmann

Auf die Frage hin, ob das Prinzen-Dasein seinen zeitlichen Tribut fordert, meint er: Lieber um halb zwei nach einer Karnevalsfeier ins Bett als um halb zwei aufstehen, um Brötchen zu bakken. Schließlich war es immer sein Kindheitstraum, „eimol Prinz zu sein“ und die Jecken für sich zu gewinnen. Als neues Mitglied begrüßten die „Knobelbröder“ beim Sommerfest Küster Bernd Nahrendorf, der mit seiner Frau Sabine kam und die Nachfolge von Ekkehardt Mannes antritt, der in diesem Jahr als Küster aus dem aktiven Dienst der Evangelischen Kirchengemeinde Rodenkirchen ausschied. Stets bei den Festen dabei ist das Maskottchen des Karnevalsvereins, ein Traktor „Modell Porsche Junior“, der als Transportmittel beim Vatertag genutzt wird und vor allem seine Dienste beim Geld verdienen leistet. „Hiermit transportieren wir zum Beispiel für die Kölner Jägerschaft Zelte und Brauerei-Garnituren und

bauen alles auf“, erklärt der Vorsitzende die Funktion des Traktors mit Leiterwagen und ist stolz auf das Oldtimer-Schätzchen. „Mit diesem Gefährt starten wir auch Ausflüge in die Eifel“, schmunzelt er und verabschiedet sich, um mit Prinz Hubert Koch mit einem Kölsch anzustoßen. „Op katholisch oder evanjelisch, is doch ejal“. (AR).

Großes Fest im Caritas-Altenzentrum mit Ludwig Sebus Karneval, Volksmusik, ein toller Chor und ein urkölscher Moderator – so konnte eigentlich gar nichts mehr schief gehen. Da auch noch das Wetter mitspielte, genossen Alt und Jung das Jubiläums-Sommerfest im Caritas Altenzentrum St. Maternus. Draußen gab es Essen und Trinken, drinnen präsentierte Ludwig Sebus wie in all den Jahren zuvor das abwechslungsreiche Programm. Zum zehnten Mal feierte >>>>>

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Namen + Notizen

das Altenzentrum sein Sommerfest, zu dem auch in diesem Jahr viele Nachbarn gekommen waren. Besonders interessant war die Fotoausstellung von Dr. Reinhard Paul, der viele Stationen und Menschen aus dem Altenzentrum zeigte. „Dr. Paul ist einer unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter“, erläuterte Pressesprecherin Rita Wilfer. „Er veranstaltet bei uns regelmäßig Diashows, was bei unseren Bewohnern toll ankommt.“ Über 55 ehrenamtliche Mitarbeiter betreut Rita Wilfer inzwischen. Besonders stolz ist sie auf den Neuzugang der Rodenkirchener Kolpingfamilie, die demnächst das Personal in der Cafeteria stellen wird. Das konnten sie auf dem Sommerfest schon einmal üben, wo drei Familienmitglieder leckere Waffeln servierten. Auch sonst kam keinerlei Langeweile auf: Der Förderverein machte mit einem Flohmarktstand auf sich aufmerksam, bei einer Tombola gab es attraktive Preise zu gewinnen, für die Kinder gab es eine extra Betreuung

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an einem riesigen Glücksrad. Nicht zu vergessen natürlich Ludwig Sebus, der charmant sein Publikum zum Lachen brachte und ein unterhaltsames Programm präsentierte. Besonders gut kamen die „Playbacks“ an, die sonst zu Karneval im Altenzentrum auftreten. „Zum Jubiläumsfest wollten wir diese Gruppe unbedingt dabei haben, da sie praktisch schon ein Teil von uns ist“, freute sich Rita Wilfert über die Bereitschaft der „Playbacks“, Karneval im Sommer zu machen. Das kam derart gut an, dass an den Auftritt im Saal gleich noch eine spontane Einlage auf der Freifläche vor dem Gebäude eingelegt wurde. Wer sich bei dem ganzen Trubel noch informieren wollte, konnte an Hausführungen teilnehmen und einen Blick hinter die Kulissen der Einrichtung werfen. Schnell war der Nachmittag vorbei, als Ludwig Sebus die Gäste verabschiedete mit der einen Gewissheit: Auch im Jahr 2009 wird er wieder durch die Veranstaltung führen. (KS).

Leckere handgemachte Reibekuchen zauberten Anne Lupus (links) und Marianne Herold für die „Kapelle Jonge“ und ihre Gäste. Foto: Surmann

„Kapelle Jonge“: Sommerkarneval im Hof der Familie Breuer Jetzt ist die Welt wieder in Ordnung bei den Kapelle Jonge in Weiß. Nachdem der neue Vorstand gewählt wurde, konnten die Weißer Karnevalisten sich auf das

Sommerfest freuen, was sie traditionell im Hof der Familie Breuer feiern. Zum 33. Mal trafen sich Mitglieder, befreundete Vereine und viele Weißer, um wenigstens einmal im Jahr ohne zu frieren schunkeln zu können. Für Live Musik sorgte der Musikzug der Löschgruppe Luchem, der traditionell auf jedem ‚Breuerfest’ der


Kapelle Jonge auf der Bühne steht. In diesem Jahr kamen die Musiker sogar richtig ins Schwitzen, da die Sonne den Luchemern so richtig einheizte. Da durften die Jacketts dann schon mal auf die Stuhllehne gehängt werden, die Musik kam bei den Gästen umso besser an. Der neue Vorstand freute sich über den guten Besuch des Sommerfestes. „Das zeigt, dass die Kapelle Jonge in Weiß einfach dazugehören“, ist Geschäftsführerin Margit Simon überzeugt. Große Veränderungen hat der neue Vorstand nicht eingeführt. „Wir wollen erstmal Ruhe in den Verein bringen“, sagt Vizepräsident Sebastian Wehner. Nach den Querelen um die Vorstandswahlen sind alle froh, dass man nun zum eigentlichen Zweck des Vereins wieder zurückgekehrt ist – dem Karneval. „Die Planung für die neue Session steht, es gibt wieder viele attraktive Veranstaltungen“, verspricht der junge Vize der Kapelle Jonge.

Wird die schönste Stätte im weiteren Umkreis: Spielplatz im Südpark in der Marienburg. Foto: Broich

Am Programm hat man allerdings doch etwas geändert, um den Wünschen der Weißer besser gerecht zu werden. So wurde aus dem Herren-Kommers wieder eine Herrensitzung, statt der Oldie-Party veranstalten die Kapelle-Jonge jetzt eine richtige Karnevals-Party. Bis dahin ist allerdings noch etwas Zeit, die mit dem Sommerfest zumindest um einen Tag ein wenig verkürzt werden konnte. (KS).

Neugestalteter Spielplatz im Marienburger Südpark wird mit Fest eingeweiht Rasch gehen sie voran, die eigentlichen Bauarbeiten am Spielplatzgelände im Südpark. Vor einem Jahr machte das Areal noch einen verwahrlosten Eindruck. Aus Sicherheitsgründen standen die meisten Geräte vor der Demontage, die Anlage vor dem Aus.

Rettung nahte durch die Interessengemeinschaft (IG) „Eltern und Freunde des Marienburger Südparkspielplatzes“. Deren Wurzeln liegen in einer der Krabbelgruppen des katholischen Kindergartens in Marienburg. Denn es waren einige der Mütter, die für ihre Kinder aktiv wurden. Sie begannen Geld für die Platzsanierung zu sammeln. Darunter Regine Kalka, mit Roland Priester und Ellen Schwarz schon damals Patin des Spielplatzes. Die IG machte das Problem öffentlich, veranstaltete zum Auftakt einer großen Spendenaktion ein Spielplatzfest und warb in der Folge insgesamt über 70.000 Euro ein. Dieser Betrag wurde der Stadt für die Instandsetzung der Anlage zur Verfügung gestellt. Im Juli, beim ersten Spatenstich für die Maßnahme, dankten namens der Stadt Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes und Dorothea John, Leiterin des Amtes für Kinderinteressen, der IG für ihr beispielhaftes Engagement. John teilte weiter mit, dass die Kommune sich mit Teilko>>>>>

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Namen + Notizen sten an den Arbeiten beteilige. „Das wird einer der schönsten, vielleicht der schönste Spielplatz in unserer Gegend“, freut sich Regine Kalka, die mit Isabelle Cramer, Claudia Haessy, Claudia Kemper, Sandra Kossmann und Anja Ziolko den Kern der IG bildet. Kalka übertreibt nicht. Grund zu der Annahme geben nicht allein die diversen, brandneuen Spielgeräte, die auf einer erheblich größeren Fläche Aufstellung finden. Dieser Platz liegt mitten in der Natur. Nun wirkt er noch stärker in den Park eingebettet, umgeben von Wiesen und hohen Bäumen. Der alte Pavillon wurde renoviert und versetzt, und dient weiterhin als Schutz vor Regen und Sonne. Zu den Attraktionen auf der abwechslungsreich gestalteten Anlage gehören eine Holzbude mit Sandspielpodest sowie ein Spielschiff. Hinzu kommen je eine Doppel- und Vogelnestschaukel, eine Palisadenspirale und Kletterseilpyramide, ein Balancierbalken und elf Bänke. „Wichtig ist uns, dass sich hier mehrere Kinderaltersgruppen wohl fühlen können. Dass die Geräte ihren unterschiedlichen Interessen und Anforderungen gerecht werden.“ Gerne angenommen hat die IG das Angebot einer Sicherheitsfirma, regelmäßig, also auch nachts, dort nach dem Rechten zu sehen. Zur (Wieder) Einweihung des Platzes organisiert die IG mit dem Amt für Kinderinteressen am Sonntag, 7. September, ab 15 Uhr, ein weiteres Fest. E. BROICH.

„Denk mal an und in Köln“ Kalender sind beliebt. Ob als Helfer in den eigenen vier Wän-

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Der Kalender (ISBN 978-39811170-3-5) kostet zwölf Euro und ist im Atelier von Gerda Laufenberg im Mühlenweg 3 mittwochs von 15 bis 19 Uhr sowie im örtlichen Buchhandel erhältlich.

SPD-Zollstock: Kostenloses Kurzzeit-Parken am Höninger Weg Der SPD-Ortsverein Zollstock kritisiert, dass bei der neu eingerichteten Parkraum-Bewirtschaftung am Höninger Weg nach Abschluss des Umbaus keine Möglichkeit des kostenlosen Kurzzeit-Parkens geschaffen wurde. Beispielhaft ist die Severinstraße, wo eine Viertelstunde kostenlos geparkt werden kann.

Müde vom Wache stehen oder vom „Stippeföttche“? Denkmal „Möde Funk“ an der Ulrepforte, dem Stammquartier der Roten Funken.

den oder als kleines Geschenk. Und manche Kalender haben es sogar schon zum „Kult-Objekt“ gebracht. Unter anderem auch „der Schmale“, seit 1996 regelmäßig von der Rodenkirchener Künstlerin und Illustratorin Gerda Laufenberg. Mit dem Köln-Kalender für 2009 hat „et Jerda“ versucht, den Kölner Denkmälern ein Denkmal zu setzen. Das ist durchaus gelungen, und so präsentieren sich einträchtig hintereinander der schlapphütige Reitergeneral Jan von Werth, die „Alten“ Adenauer und Millowitsch, die trommel-

schlagende Trude Herr und die stolze „Mülheimia“, der „Kölsche Boor“ oder die neugierige Schneidersfrau mit den purzelnden Heinzelmännchen. Der „möde Funk“ an der Ulrepforte döst vor sich hin, was im neben dem „Ruhenden Verkehr“ auf dem Hohenzollernring kaum möglich wäre. Und um die Denkmäler herum sind die typisch kölschen Betrachterinnen und Betrachter geschart, mal bewundernd, mal belustigt, mal leicht irritiert. Also Denkmäler in lebendiger Umgebung....wie im richtigen Leben.

Diese so genannte „Brötchentaste“ an den entsprechenden Parkschein-Automaten trägt nicht nur dazu bei, den Geldbeutel der Bürgerinnen und Bürger zu schonen, auch der Einzelhandel profitiert von der erhöhten Kundenfrequenz. Ortsvereins-Vorsitzender Rafael Struwe: „Deshalb fordern wir die Verwaltung nachdrücklich auf, endlich die entsprechende Vorgabe der Bezirksvertretung umzusetzen!“

Kinderflohmarkt in Rondorf Die katholische Frauengemeinschaft der Pfarrei Heilige Drei Könige in Rondorf lädt wieder zum traditionellen Kinderflohmarkt ein. Er findet statt am Sonntag, 7. September von 10 bis 14 Uhr im Pfarrzentrum in der Hahnenstraße. Geboten wird „alles fürs Kind“, für das leibliche Wohl ist gesorgt, der Erlös wird wie immer einem sozialen Zweck in der Pfarrei zugeführt.


TSV Weiß scheint in der Bezirksliga angekommen – Elf neue junge Spieler

Vier Punkte aus zwei Spielen as nennt man einen guten Start: Der TSV Weiß, Aufsteiger in die Bezirksklasse, ist gut aus den Startlöchern gekommen. Nach einem 1:1-Unentschieden auswärts in Düren siegten die Schützlinge von Trainer Werner Meyer im ersten Heimspiel gegen Viktoria Frechen mit 2:0. Am Saisonziel „nichts mit dem Abstieg zu tun haben“ ändert sich aber vorerst nichts.

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Schon in der Winterpause hatte sich der Aufstieg des TSV Weiß abgezeichnet. Mit acht Punkten führte man sicher die Tabelle an. Aber ausgesprochenes Verletzungspech machte dann deutlich, dass der Kader in der Breite doch sehr dünn besetzt war. Es wurde noch einmal eng, aber im letzten Spiel gegen Germania Geyen wurde mit einem 2:0-Sieg alles klar gemacht. Der Vorstand des Vereins mit dem Vorsitzenden Heinz-Peter Kläs und dem Fußball-Verantwortlichen Uwe Hinrichs dankten dann auch den Spielern, aber auch dem Trainergespann Werner Meyer und Co-Trainer Hans Adams, die ebenso wie der sportliche Leiter Willi May ihren Anteil am Erfolg haben. May holte dank seiner hervorragenden Kontakte insgesamt elf junge Spieler nach Weiß. „Wir sind sicher, dass wir mit

Das Aufgebot des TSV Weiß für die kommende Saison in der Bezirksliga. Foto: Bucco

überzeugt. „Allerdings haben sich die Vorzeichen sehr geändert. Es gibt keine Lokalderbys mehr, und unser Gegner SV Rott kommt von der niederländischen Grenze, da müssen wir hundert Kilometer weit fahren!“, so Kläs. Die einzigen Vereine aus der Nähe sind Frechen und Weiden.

unsere erste und zweite Mannschaft pfeifen, zu bezahlen!“ Immerhin ist es im gelungen, so auf den Fußballverband einzuwirken, dass der TSV Weiß und der VfL Sürth nicht gleichzeitig ihre Heimspiele haben und sich die paar wenigen Zuschauer gegenseitig wegnehmen.

So etwas hat für einen kleinen Verein wie den TSV Weiß natür-

Ein besonderes Kapitel beim TSV Weiß ist der Fußballplatz.

Der Kader des TSV Weiß in der Saison 2008/2009: Tor: Helmut Schönbein, Daniel Pütz, Jonas Leuschen. Abwehr: Sascha Adams, Robert Pistorius, Michael Meyer, Cem Dörter, Markus Meyer, Andy Heinen.

Die nächsten Heimspiele des TSV Weiß: 7. September, 15 Uhr: TSV – SC Jülich 1910

Mittelfeld: Christian Kleefisch, Onur Ayazoglu, Marcel Kolvenbach, Torsten Staap, Alex Tautz, Andre Haeuber, Daniel Gehlen, Nico Mateika, Max Hauck.

21. September, 15 Uhr: TSV – FC Erftstadt

Angriff: Thomas Müller, Sergio Brito, Hasan Saylam, Lamin Tourre.

5. Oktober, 15 Uhr: TSV – FC Inden/Altdorf.

leider nicht realistisch, denn auch der Vorsitzender Kläs befürchtet: „Wenn jetzt die Sportanlage im Sürther Feld gebaut wird, eventuell sogar mit zwei Kunstrasenplätzen für insgesamt 6,5 Millionen Euro, wird die Stadt in Dorfplätze wie in Weiß oder Sürth keinen müden Euro mehr stekken!“ Der heutige Vorsitzende stand übrigens aktiv auf dem Platz, als der TSV Weiß einmal für ein Wochenende „fast republikweit“ bekannt wurde. Als Kreismeister traf man 1971 in der ersten Runde des DFB-Pokals auf Alemannia Aachen und unterlag auf dem Sportplatz am Damm mit 0:8. Heute hält sich der Vereinspatron mit Tennisspielen fit. Und donnerstags ist der Tag für den Ausgleichssport: „Dann gehe ich mit meinem Enkelchen zum Nachbarverein TV Rodenkirchen zum Vater-und-Kind-Turnen!“ Heinz-Peter Kläs. Foto: Thielen

unserer Mannschaft einen sicheren Mittelfeldplatz erreichen können“, so Heinz-Peter Kläs zum Bilderbogen. Vor einer guten Handvoll von Jahren, damals noch unter dem Vorsitzenden Helmut Stumpf und mit Günter Lang als Trainer, hatte der TSV Weiß den letzten Aufstieg in die Bezirksliga geschafft. Dass es diesmal nicht wie damals ein einjähriges Gastspiel bleibt, davon ist die sportliche Leitung

lich Konsequenzen. „Die Gegner bringen wenig Zuschauer mit. Deshalb hoffe ich, dass uns die Zuschauer hier im Kölner Süden nicht im Stich lassen. Schließlich sind wir hier neben der ebenfalls ausgestiegenen Fortuna der am höchsten spielende FußballVerein“, sagte Heinz-Peter Kläs. Seine (leider ganz reelle) Sorge: „Ohne Zuschauer wird es uns schwer fallen, die 76 Euro pro Heimspiel für die beiden Schiedsrichter-Gespanne, die

„Ihr habt aber einen schmalen Platz“, meinte in der letzten Saison ein Besucher. Er hatte die beiden Rasenränder nicht rechtzeitig erkannt. Andere machen sich über den Platz lustig, wieder anderen ist das Lachen vergangen: zwei Spieler von Gastmannschaften verletzten sich in der letzten Saison ohne Einwirkung des Gegners an der Rasenkante schwer. Insgeheim träumt man beim TSV Weiß von einem schönen Kunstrasenplatz. Das ist aber 25


Junge Kammeroper in Rodenkirchen geht in ihre zweite Spielzeit

Hexen, Nussknacker und eine lustige Witwe ach einer erfolgreichen ersten Spielzeit mit über 18.000 verkauften Karten stellte die Kammeroper Köln jetzt ihren neuen Spielplan vor. Mit einem vielfältigen Programm aus Oper, Operette, Galen, einer Jugendoper und fünf Kinderopern, darunter eine Uraufführung, bietet die Kammeroper Köln auch in der kommenden Spielzeit ein abwechslungsreiches Programm für die unterschiedlichsten Zielgruppen.

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Die Spielzeit 2008/2009 wurde Ende August mit einem KulturHof-Fest eröffnet, an dem gleich zwei Produktionen ihre Premiere feierten. Erstens: „Hexe Hillary geht in die Oper“. Die kleine Hexe Hillary bekommt zwei Karten für die Oper geschenkt. Doch was ist das eigentlich? Oper? Und warum singen die Menschen die ganze Zeit? Hillary zaubert sich die Opernhexe Maria Bellacanta herbei und erfährt von ihr allerhand Wissenswertes und geht schließlich gemeinsam mit ihr in eine Opernaufführung. Dieses spielerische Kindermusiktheater von Peter Lund richtet sich an die Kleinen ab vier Jahren. Mit viel Humor und Leichtigkeit wird das Genre „Oper“ hier unter die Lupe genommen. Bei der zweiten Neuproduktion, Franz Lehars bekannter Operette „Die Lustige Witwe“, kommt dann das erwachsene Publikum voll auf seine Kosten. Die Produktion wurde schwungvoll von Ela Baumann inszeniert, die bereits bei der Erfolgsproduktion „Donaudampfer“ der Kammeroper Regie führte. Mit der „Witwe“, hinreißend in der Titelrolle Esther Hilsberg, geht die Kammeroper in den nächsten Monaten auf Tournee. Zum Jahreswechsel steht sie gleich vier Mal hier bei uns in Rodenkirchen auf dem Programm. Bilderbogen-Tipp: zuerst in die Oper und dann stilvoll dinieren in einem der angesagten Restaurants im Kölner Süden. Außerdem bietet die Spielzeit zwei weitere Premieren ganz unterschiedlicher Produktionen für das junge Publikum: ab 18. Oktober kommt Engelbert Humperdincks Kinderoper „Hänsel und Gretel“ auf die Bühne. Mit Udo Zimmermanns „Weißer Rose“ wird die Jugendopernreihe 26

Szenenbild aus der „Witwe”: Graf Danilo und Zeta beratschlagen, beobachtet von den Grisetten. Von links Carsten Rupp, Volker Hein, Silvia Viradi, Felicitas Boucké, Patrizia Cina, Eva Maurischkat, Cathleen Szalay und Kim Anderson. Foto: Thielen

„Widerstand Jugendlicher im Dritten Reich“ ab Februar 2009 fortgesetzt. Die Uraufführung der „Chinesischen Nachtigall“, einer Kinderoper von Esther Hilsberg, nach

dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen steht im März 2009 auf dem Programm. Diese Geschichte gehört zu den schönsten Andersen-Märchen und stellt die mechanisch-künst-

liche Welt der natürlichen gegenüber. Die Moral der Geschichte ist heute so aktuell wie zu ihrer Entstehungszeit. Und so soll diese Kinderoper zeigen, dass man nicht alle Dinge besitzen und sich dennoch an ihrer Anwesenheit erfreuen kann. Neben der Uraufführung und den Neuproduktionen runden die Wiederaufnahmen von Esther Hilsbergs „Der Nussknacker“ und Humperdincks „Dornröschen“ das Angebot für Kinder und Jugendliche ab. Ein weiteres Highlight steht ab Mai 2009 mit Terence McNallys „Meisterklasse“, einer Hommage an die Operndiva Maria Callas unter der Regie von Volker Hein auf dem Spielplan. Die Wiederaufnahme vom Mozarts „Don Giovanni“ vervollständigt das Erwachsenenangebot der Kammeroper Köln für die kommende Spielzeit. Eine genaue Vorschau über die einzelnen Aufführungen gibt es in der Kammeroper in der Friedrich-Ebert-Straße 4 in Rodenkirchen selbst, in allen KölnTicketLäden und bekannten Vorverkaufsstellen. Den Spielplan kann man sich auch zusammen mit den Preisen unter www.kammeroper-koeln. de. anschauen, und Karten gibt es auch über das Kartentelefon 0221/24 36 12. H. THIELEN


Namen + Notizen

Neu in der BV: Elke Stucken

mit Migrations-Hintergrund, Mitglied im Schulauschuss und im damaligen Ausländerbeirat.

Eine neue Bezirksvertreterin wurde in der letzten BV-Sitzung in Rodenkirchen verpflichtet: Elke Stucken vertritt hier jetzt das Kölner Bürgerbündnis und folgt damit auf Dr. Martin Müser, der sich auf seine Arbeit im Rat und auf seine Kandidatur als Oberbürgermeister konzentrieren will.

Ihr jetziges Engagement erklärte sie gegenüber unserer Zeitschrift so: „Die Zeit der machtverliebten Parteien, und das sind sie inzwischen alle, muss ein Ende finden. Mein Anliegen ist, dass der Kölner Bürger sich durch die Politiker wieder gut vertreten fühlt!“

Elke Stucken wohnt seit langer Zeit in Bayenthal, war mit 32 Jahren Schulleiterin, mit 39 Schulrätin, kennt sich also mit „Verwaltung“ aus. Dort war sie unter anderem zuständig für die Hauptschulen und für alle Belange der Beschulung von Kindern

Kirmes in Immendorf

Elke Stucken sitzt jetzt für das Bürgerbündnis in der Rodenkirchener Bezirksvertretung. Foto: Thielen

Auch in diesem Jahr findet in Immendorf die beliebte Kirmes statt. Vom Freitag, 19. September, bis Sonntag, 21. September steht der Ort ganz im Zeichen der Schausteller und des Festzeltes, das vom Veranstalter, dem Männer-Quartett „Frohsinn“, bespielt wird.

Beginn des Festes ist am Freitag um 19 Uhr mit dem traditionellen Fass-Anstich, vorgenommen von Bezirksbürgermeisterin Monika Roß-Belkner, und einem Chorkonzert. Am Samstag gibt es zunächst ab 14 Uhr den „Seniorentisch“ und abends Tanz. Der Sonntag beginnt um 9.30 Uhr mit dem Fest-Hochamt im Zelt, an das sich ein Familien-Nachmittag und der Tanzabend anschließen.

Friederike Huck musiziert am 19. September im Fährhaus Die aus vielen Radiosendungen und als Klavierbegleiterin aller Programme von Katja Ebstein bekannte Pianistin Friederike Huck wird am 19. September Höhepunkt eines musikalischen Abends im Fährhaus sein. Ab 19:00 Uhr gibt es nicht nur kulinarische Genüsse à la carte,

Friederike Huck ist die Pianistin beim musikalischen Abend im Fährhaus. Repro: Hafeneger

sondern auch musikalische aus dem reichhaltigen Repertoire von Friederike Huck. Die bekannte Pianistin sammelt seit mehr als 15 Jahren Klaviermusik von Komponistinnen. Während der Erforschung dieser Werke haben sich zwei Programme herauskristallisiert, die sich zum Einen mit der Klaviermusik aus drei Jahrhunderten, zum Anderen mit den Stücken französischer Impressionistinnen und schwarzer, dem Blues verhafteten Komponistinnen beschäftigen. Man darf also auf diesen Abend neugierig sein und sich vom Spannungsbogen gegensätzlicher Musikrichtungen überraschen lassen. Der Eintritt ist übrigens frei. (HAF) 28


KUNSTRtRAUM 27 zeigt Arbeiten von Clemens Hillebrand und Stefan Kaiser Die beiden Künstler aus Rodenkirchen kennen sich schon lange. Nun führt Clemens Hillebrand in seinem mit Frau Brigitte betriebenen KUNSTtRAUM 27 eigene Druckgraphiken mit Plastiken von Stefan Kaiser zusammen. Eröffnet wird die Schau am Freitag, 12. September, 19 Uhr. Stefan Kaiser ist mit architektonischen Plastiken aus den letzten zehn Jahren vertreten. Dabei handelt es sich jedoch nicht um seine unter dem gleichen Begriff bekannten Bronzegüsse. Ausgeführt sind die fragilen Werke vielmehr in Terrakotta. Mit großer Sorgfalt hohl in Ton aufgebaut, wurden sie anschließend gebrannt. In ihnen beschäftigt sich Kaiser mit der Verbindung von Horizontalen und Vertikalen sowie der Durchdringung und Verschmelzung von unterschiedlichen Raumkörpern. Folglich ist der 52-jährige Bildhauer wenig an deren inhaltlichen Aussage interessiert. Wichtig ist ihm der formale Charakter seiner Arbeiten. Dieser fällt keineswegs durchgehend gleich aus. Während die älteren Plastiken aufgrund von Aussparungen diverse Einblicke zulassen, offen und leicht wirken, weisen die jüngeren eine mehr geschlossene Form auf, haben sie ein massiges Gepräge. Zumindest ist ein Grundprinzip festzustellen. Die Plastiken sind schlüssig entwikkelt. Das heißt, das Verhältnis ihrer einzelnen Elemente und Körperteile zueinander bleibt für Betrachtende nachvollziehbar. Trotz ihrer teils ausgefallenen, mal ausladenden oder mehr aufragenden Konstruktion – manche

Künstler und Werke: Stefan Kaiser (links) mit Terrakotta-Plastik und Clemens Hillebrand mit Radierung. Foto: Broich

erinnern an Schornstein-Gebilde, an mächtige Fabrikschlote – scheint eine Übertragung in größere Dimensionen und damit ihr „Funktionieren“ möglich. Clemens Hillebrand trägt vor allem Radierungen aus den Jahren 1978 bis 2000 bei. Darunter befinden sich zeichnerisch wie flächig-malerisch angelegte Arbeiten. Beispielsweise phantastisch anmutende Landschaften. So wird inmitten eines verschneiten Waldausschnitts der Blick durch eine angedeutete Lupe noch detaillierter an den Schauplatz heran gerückt. Andererseits zeigen die Druckgraphiken sehr realistische Darstellungen, etwa Ortsansichten sowie Architekturen wie die Rodenkirchener Autobahnbrücke. Eingehend verfolgt hat Hillebrand ebenso die späte Renovierung der kriegszerstörten romanischen Kirchen seiner Geburtsstadt. Minutiös ist etwa die Baustelle im Innern des wieder entstehenden Gotteshau-

ses St. Maria im Kapitol eingefangen. Aus Hillebrands Domskizzen-Serie werden verschiedene Perspektiven mit teils überraschenden Bezügen präsentiert. Woanders hat der 52-Jährige biblische Motive in moderne Kulissen gesetzt. Und demonstriert er sein großes Interesse an der Illustration. Hinzu kommt eine Serie von bissigen Zeichnungen, in denen Redewendungen „wörtlich“ genommen sind. Zu sehen ist die Ausstellung im KUNSTtRAUM 27 im Bauhaus, Rodenkirchen, Walther-Rathenau-Straße 27, bis 7. November: donnerstags von 15 bis 20 Uhr, freitags von 14 bis 20 Uhr. Feiertags ist geschlossen. E. BROICH.

Sommerfest der Grünen: Wir reden mit den Menschen Sonst hat man nur politisch miteinander zu tun, das soll auf dem Sommerfest der Grünen im Köl-

ner Süden mal ganz anders sein. „Wir wollen mal auf einer anderen Basis miteinander reden, uns einfach mal kennen lernen“, so Karsten Witt vom Ortsverbandsvorstand. Auch der Zusammenhalt der etwa achtzig Mitglieder soll damit gefördert werden. Im vergangenen Jahr starteten die Grünen das Sommerfest etwas verhalten, in diesem Jahr traf man sich im Jugendzentrum Eichi in Zollstock in etwas größerer Runde. Mit eingeladen waren die Bürgervereine aus dem Kölner Süden sowie Umweltgruppen und Bürgerinitiativen. Da kam man schnell wieder ins politische Diskutieren, sei es die Sürther Aue, der Godorfer Hafen oder die Bebauung des Sürther Feldes – Themen gibt es bekanntlich genug. Vor dem Jugendzentrum sah man am grünen Schirm unmissverständlich, wer hier sein Sommerfest feierte. Mit diesem Schirm gehen die Grünen im Stadtbezirk auf Tournee, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. „Wir wollen die Leute nicht gleich überzeugen, sie sollen sich überhaupt erst einmal für Politik interessieren“, wünscht sich Karsten Witt. Dazu muss man natürlich die richtigen Themen haben, was im Sommerloch nicht ganz einfach ist. „Wir haben jetzt mal über Atomkraft geredet, aber sonst stehen lokale Themen im Mittelpunkt“, verspricht Hedi Kalte-Beitzel vom Ortsverbandsvorstand. „Vielleicht wird ja der eine oder andere auch Mitglied bei uns.“ Die waren beim Sommerfest weitgehend unter sich. Und so kontrovers man manche Themen auch diskutierte, ein frisches Kölsch bei tollem Sommerwetter ließ die Probleme dieser Welt dann doch etwas in die Ferne rücken. (KS).

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Namen + Notizen Waren sie 2007 noch Zweite, dominierten sie heuer die Konkurrenz im Modus jeder gegen jeden. Offenbar kam hier die Erfahrung zum Tragen, die einige ihrer Spielerinnen in der ehemaligen Damenmannschaft des SC gesammelt haben. Im Rahmen der Siegerehrung erhielten die teilnehmenden Kinder, von denen der vierjährige Max Maaßen („Der Reiter“) als jüngster gewürdigt wurde, neben einer Urkunde ein erfrischendes Eis. „So ein Turnier macht großen Spaß“, resümierten Jens und Nina von „Der Reiter“. Auch wenn vereinzelt der Ehrgeiz geweckt worden sei, „ist es doch sehr fair zugegangen“. E. BROICH.

Das siegreiche Team der „Dorfkicker“.

Zum 25. Mal lud der SC Rondorf zu „Ganz Rondorf spielt Fußball“ „Im Vordergrund stehen Spaß, Freude am Spiel und das Kennenlernen. Wir möchten gerne auch Menschen auf unseren Sportplatz holen, die sonst nie hier herkommen.“ Reinhard Neumann ist zwar erst seit April dieses Jahres Geschäftsführer des SC Rondorf. Doch mit der Zielsetzung des vom Sport-Club veranstalteten Turniers „Ganz Rondorf spielt Fußball“ ist er lange vertraut. Denn schon in den Vorjahren hatte er den Wettbewerb mit organisiert. Nun, bei dessen 25. Auflage, fungierte er in leitender Position, und nutzte anschließend die Gelegenheit zum Dank an die 15 SC-Mitstreitenden. Darunter Mustafa Orhan und Rolf Richter, zwei Trainer der SC-Jugend, die die zehn Begegnungen ohne Zwischenfälle pfiffen. Ausgerichtet wird das Turnier ausdrücklich nicht für in Fußballvereinen Aktive, sondern für reine Hobbykikker. Sie treten in Mannschaften an, deren Mitglieder sich aus Vereinen, Gruppen, Freundes- oder Nachbarschaftskreisen rekrutieren. Der besondere Reiz dabei: Der Einsatz von Damen und Heranwachsenden ist verpflichtend. Entsprechend sind einige der Vorgaben formuliert: Für jede Mannschaft müssen stets mindestens je zwei Kinder unter 14 Jahre und zwei Frauen auf dem Kleinspielfeld stehen. Die beiden restlichen Plätze der Sechser-Teams können mit männlichen Erwachsenen ergänzt werden. Sie dürfen 30

jedoch keine Tore erzielen. Einer von ihnen muss den Kasten hüten. Dass im Jubiläumsjahr lediglich fünf Mannschaften dem Aufruf des SC gefolgt waren, bestätigte den Trend der Vorjahre. „Die Fluktuation ist eben groß“, waren die Verantwortlichen trotzdem mit der Resonanz und dem Zuschauerinteresse zufrieden. Zum ersten Mal beteiligte sich das „Haus der Familie e.V.“. Dessen Truppe „The stinky feet“ belegte den fünften Platz. Vertreten waren weiter die Karnevalsgesellschaften „Der Reiter“ (4.)

Foto: Broich

aus Hochkirchen und „Löstige Öhs“ (3.) aus Rondorf. Hinzu kamen die zweitplazierten „Rondorfer Kicker“, ein Zusammenschluss von Anliegern der Giesdorfer Straße, sowie die „Dorfkicker“. Dieses Team bildeten inklusive Betreuende und Familienangehörige zwanzig gebürtige und heute mehrheitlich im Einzugsgebiet ansässige Rondorfer. „Die älteren kennen sich seit Kindesbeinen und haben nun selber Nachwuchs“, erläuterte Mannschaftsführer Sven Sondermann das Gefüge der „Dorfkicker“.

Problem Medien: „Keine Ahnung, was da läuft...!“ Ob SuperRTL, KiKa, Nickelodeon oder babytv – eine Fülle an Kindersendungen, ergänzt durch Video/DVD und Spielkonsolen, bestimmen den Tagesablauf schon der kleinsten Kinder. Viele Eltern haben längst aufgegeben, den Fernseh- und Medienkonsum der Kleinen zu kontrollieren. Medienkonsum wird oft erst dann zum Thema, wenn er in den Familien zum Problem wird: Hyperaktivität und Konzentrationsschwäche, Einschlafstörungen oder Aggressivität bei Kindern wird mit falschem Medienkonsum in Verbindung gebracht. Grundlegende Kenntnisse über Medienwirkungen und Medienkonsum fehlen aber bei Eltern. In der Familienbildung findet dieses Thema deshalb zunehmend Bedeutung. In einem Seminar soll für Referenten/innen der Familienbildung vermittelt werden, wie sie Eltern bei der Medienerziehung unterstützen können. „Medienkompetenz in der Familienbildung“ ist Thema eines Seminars im Medien-Kompetenz-Zentrum des KatholischSozialen Instituts in Bad Honnef, Selhofer Straße 11. Die Fortbildung findet am Dienstag, 11. September, von 10 bis 17 Uhr statt und kostet einschließlich Arbeitsmaterialien und Verpflegung 50 Euro. Ausführliche Informationen und Anmeldung, auch zu den zahlreichen anderen Angeboten an dieser Stelle, gibt es unter der Rufnummer 02224/955-130 und im Internet unter www.ksi.de.


Der Versuch, den Stadtvorstand abzuwählen, ist gescheitert. Nach den Turbulenzen der vergangenen Wochen demonstrierte die CDU auf der Mitgliederversammlung Geschlossenheit.

Keine Zerreißprobe in Rodenkirchener CDU n den zurückliegenden Monaten hatte sich Unzufriedenheit breit gemacht bei den Wählern und den Mitgliedern der CDU im Kölner Süden. Auslöser war der Ausbau des Godorfer Hafens. Mit den Stimmen der CDU und der SPD wurde er im vergangenen Jahr beschlossen. Anfang des Jahres gründete sich dann ein „neues Lager“ innerhalb der CDU, mit dem Ziel, neue Mehrheitsverhältnisse in den Parteigremien schaffen, um möglichst den Ausbau doch noch zu verhindern. Zum „neuen Lager“ gehören inzwischen mehr als 100 Mitglieder, die auf Initiative von Jürgen Wöhrle aus Sürth in den vergangenen Monaten in die CDU eingetreten sind. Sie forderten Neuwahlen, um den bisherigen Bezirksvorstand abzulösen. Als Kandidatin für den Vorsitz konnten sie die Bezirksbürgermeisterin Monika-Roß-Belkner gewinnen. Sie gilt als entschlossene Ausbaugegnerin. Doch der Versuch, den bisherigen Stadtvorstand abzuwählen, ist gescheitert. Bei einer Mitgliederversammlung im Bayenthaler Irmgardis-Gymnasium verzichtete die Bezirksbürgermeisterin auf die Kandidatur, was für einige überraschend kam. Die Mehrheit der 200 anwesenden Mitglieder stimmte zudem gegen Neuwahlen. Erleichtert zeigte sich der bisherige Vorsitzende, Michael Paul, der nun weiter Vorsitzender bleibt. Erst vor einem halben Jahr war er gewählt worden. „Die Neuwahlen hätten zu einer Zerreißprobe geführt“ sagte er. Stattdessen habe der Ausgang der Versammlung gezeigt, dass die Mehrheit der Mitglieder im Süden bereit sei, den Weg mit dem Bezirksvorstand weiter zu gehen. Dazu gehören neben Michael Paul auch Hanns Ley, Karsten Möring, Andreas Reimann und Christof Schykowski. Zum Verzicht auf ihre Kandidatur erklärte Monika Roß-Belkner, die Personalfrage sei „Mittel zum Zweck“ gewesen. Sie habe dazu beigetragen, den Kölner Parteivorstand für das Thema zu sensibilisieren und die Mandatsträger des Kölner Südens aufzurütteln. Insbesondere den Stadtverordneten des Kölner Südens, Karsten Möring, Karl Jürgen Klipper, Michael Paul wird vorgeworfen, dass sie für die Hafenerweiterung stimmten und auch das Bürgerbe-

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Dr. Michael Paul (links) und Karsten Möring stehen auch weiterhin an der Spitze des CDU-Stadtbezirks. Foto: Thielen

gehren abgelehnt haben. Sie hätten den Hafen nicht zur Gewissensfrage gemacht und sich stattdessen dem Fraktionszwang unterworfen. Die Botschaft, dass sich viele Wähler von ihnen „allein gelassen“ fühlten, sei nun angekommen bei den Adressaten. „Offenbar muss man dafür ungewöhnliche Mittel anwenden“, meinte sie. Nicht das „Verfahrensgeplänkel“ um die Neuwahlen solle im Mittelpunkt stehen, betonte sie, sondern die Sachdiskussion um den Hafenausbau. Ihr liege an einem Konsens zwischen den neuen und

den alten Mitgliedern. Enttäuscht zeigte sich freilich Jürgen Wöhrle. Er glaubt nach wie vor daran, dass Monika Roß-Belkner die Neuwahlen gewonnen hätte. Dennoch sagt er ihr weiterhin seine Unterstützung zu. Ratsmitglied Karl Klipper nach der Veranstaltungen zum Bilderbogen: „Ich bin sehr froh, dass die CDU im Kölner Süden eine einheitliche Stellungnahme zum Ausbau des Godorfer Hafens gefunden hat. Die Neuwahl des Vorstandes hätte eine sehr erfolgreiche Politik in den letzten Jahren konterkariert. So ist es zu begrü-

ßen, dass Frau Roß-Belkner angesichts der Meinung der Mitglieder von einer weiteren Kandidatur Abstand genommen hat. Die Weiterbehandlung des Projekts Godorfer Hafen erfolgt jetzt im Parteivorstand!“ Auch wenn sich die innerparteilichen Wogen zu glätten scheinen, ist die Hafenfrage noch nicht abgehakt. Auf der Versammlung wurde einstimmig ein Leitantrag verabschiedet. Der sieht vor, dass sich der Kreisvorstand der CDU mit dem Ausbau befassen und dabei mit der Bürgerinitiative zusammen arbeiten soll. Im Rat soll ein Aufschub der Erweiterung durchgesetzt werden, bis über zwei laufende Klagen entschieden ist. Außerdem soll ein „integriertes Logistikkonzept“ entwikkelt werden. Dazu gehört auch eine optimale Nutzung des Niehler Hafens. Der Leitantrag sei nötig geworden, sagte Michael Paul, weil der Vorstandsvorsitzende der HGK, Rolf Bender, die zentrale Frage nicht beantwortet habe. Ob sich nämliche einer Hafenerweiterung in der Sürther Aue möglicherweise erübrige angesichts vorhandener Freiflächen im Niehler Hafen. U. SÜSSER

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Namen + Notizen

„LC Richeza“ – ein Lionsclub nur für Frauen

Ein Bild für einen guten Zweck: Gerda Laufenberg (links) und Ulla Oppermann mit dem „Lion“. Foto: Thielen

In diesem Sommer hat sich in Köln ein Lionsclub nur für Frauen gegründet. Er heißt LC „Richeza“ und hat sich zur Aufgabe gemacht, vor allen Dingen benachteiligten Frauen und Mädchen zu helfen. Besonders wollen sich die bisher 23 Damen das Projekt „Lobby für Mädchen“ unterstützen, das sich unter anderem in einem interkulturellen Mädchentreff und einer anerkannten Erziehungsberatungsstelle für Mädchen engagiert. Die Präsidentin des neuen Clubs heißt Ildiko Schilling, ihre Stell-

vertreterinnen sind Sabine OpitzBecker und Monika Jarre. Aus Rodenkirchen sind Angela Kerkhoff und Ulla Oppermann dabei. Oppermann, die das Lehrinstitut für Orthografie und Schreibtechnik (LOS) betreibt, hat Gerda Laufenberg überzeugen können, wie viele andere Prominente, unter anderem Henry Maske, für den Verein einen „Löwen“ zu malen. Die gesammelten Bilder werden bei der ersten BenefizVeranstaltung des Lions-Clubs „Richeza“ zugunsten des Mädchenhauses versteigert.

In Deutschland gibt es rund 1.270 Lions-Clubs mit 42.000 Mitgliedern. Seit 1987 können auch Frauen aufgenommen werden.

Aktuell beträgt der Frauenanteil bei Lions weltweit im Durchschnitt zwölf Prozent, in Deutschland erst vier Prozent. Wer sich für den Club „Richeza“ interessiert, Ulla Oppermann hat die Rufnummer 0221/367 9770. Stichwort „Richeza“ Richeza wurde um das Jahr 1000 als Tochter des lothringischen Pfalzgrafen Erenfried und seiner Gemahlin, der Königstochter Mathilde, geboren. Sie heiratete den Sohn des ersten polnischen Königs Boleslaw I. Chrobny, der als Mieszko II. den polnischen Thron bestieg, und unterstützte ihn bei der Missionierung im Land. Als Mieszko 1034 starb, wurde Richeza von ihrem Sohn Kasimir vertrieben. Während Kasimir später den polnischen Thron bestieg, blieb Richeza in ihrer Heimat an Rhein und Mosel, schenkte dem Erzbistum Köln unter anderem das Kloster Brauweiler und starb 1063 im thüringischen Saalfeld.

Tag des Offenen Denkmals am 14. September Am Sonntag, 14. September, steht auch in Köln wieder der „Tag des Offenen Denkmals“ auf dem Programm. „Vergangenheit aufgedeckt – Archäologie und Bauforschung“ lautet das diesjährige Motto des bundesweit stattfindenden Tages. In Köln sind es an die 90 Objekte, die sich bei über 300 Führungen und thematischen Exkursionen präsentieren. Was wo präsentiert wird, ist in einem Führer ersichtlich, der im Bezirksamt aus liegt, und auch auf den entsprechenden Seite im Internet unter www.stadt-koeln.de. 32


Der Kölner Süden trauert um Dr. Bernd Potthast, Kurt Hornauer, Karl-Heinz Hirschberg und Kurt Ludes

Drei Lokal-Politiker und ein „Märchenprinz“ Paul II. in Israel, den er stets als „geistig sehr wachen Menschen“ in Erinnerung hatte. Als Ruheständler las er „viel Zeitung“, kümmerte sich um seine Briefmarken-Sammlung, war Büchern und klassischer Musik sehr zugeneigt. Dr. Bernd Potthast war ein absoluter Familienmensch. Seine Frau Adelgunde, fünf Kinder und zwölf Enkelkinder hatte er schon zu seinem 90. Geburtstag eingeladen. Sie werden im Dezember 2012 ohne ihn feiern müssen.

Kurt Hornauer icht nur die CDU trauert, sondern auch die SPD. Der Ortsverein Rodenkirchen-Weiß trauert um Kurt Hornauer. Der starb im Ruhestand in Norddeutschland, und er war ein Bezirksvertreter, den die Menschen im Kölner Süden während seines zehn Jahre dauernden

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Mandats (1979 bis 1989) auch kannten. Sein unermüdliches Engagement galt besonders auch als „Shellianer“ den Arbeitnehmer-Interessen seiner Firma, wo er von 1956 bis zu seiner Pensionierung 1986 und von 1968 bis 1982 als Betriebsrats-Vorsitzender tätig war. Hornauer hatte sich damals als Fachmann für arbeitsrechtliche Fragen einen überregionalen Ruf erworben, der ihn bis zum Oberverwaltungsgericht von NRW in Münster als Ehrenamtlicher Richter führte. In Weiß war er auch karnevalistisch tätig und wurde mit einer Verdienstmedaille ausgezeichnet. Unter den vielen sonstigen Ehrungen sticht das Bundesverdienstkreuz hervor, dass ihm vom damaligen Bundespräsidenten Professor Carl Carstens verliehen und von NRW-Minister-Präsident Johannes Rau überreicht wurde. SPD-Vorstandsmitglied

So kannten ihn die Menschen im Bezirk: Dr. Bernd Potthast. Foto: Privat

Dr Bernd Potthast r. Bernd Potthast ist tot. Er starb Ende Juli im 86. Lebensjahr. Nach einem Oberschenkel-Halsbruch ist er nicht wieder so richtig auf die Beine gekommen, der Jurist, Mann der Kirche, Mann für die lokale Politik, immer ein Mann des Ausgleichs.

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Er war einer der wenigen „Gentleman-Politiker“ im Stadtbezirk Rodenkirchen, wurde Bezirksvorsteher 1976, nachdem sich sein Parteifreund Peter-Max Jansen nach einem Jahr in diesem Amt mit samt seinem „Wesseling“ wieder aus der Stadt Köln verabschiedet hatte. Dr. Potthast blieb Bezirksvorsteher bis 1989, und anlässlich seines 85. Geburtstages erklärte er unserer Zeitschrift, wie er damals Einigkeit herstellte: „Bei mir gingen die Abstimmungen immer 19:0 aus. Ich habe mich mit allen zusammen gesetzt, etwas nach

rechts, etwas nach links, und dann passte es!“ Hilfreich war auch, dass seine Frau Adelgunde jedes Jahr zu Weihnachten die Fraktions-Vorsitzenden aller Parteien zum Essen eingeladen hat. Das Ehepaar Potthast brachte den Leuten bei, sich mit Köln zu arrangieren. Trotzdem war die Politik eigentlich eine Nebensache für den engagierten Rodenkirchener. Im Hauptberuf war der promovierte Jurist als Anwalt tätig und hat auch dort auf sein ausgleichendes Wesen gebaut. Auch in der katholischen Kirche war Potthast aktiv. Als Kanzler des Erzbistums – heute gibt es die Funktion nicht mehr – hat er für den Kölner Kardinal so manche Kohle aus dem Feuer geholt: „Wenn da mal was Falsches über den Kardinal berichtet wurde, dann stand ich aber in der Redaktion“, so erinnerte er sich. Ein ganz besonderes Erlebnis war die Begegnung mit Papst Johannes 33


August 2006: Anneliese und Kurt Hornauer feiern in Rodenkirchen „Goldene Hochzeit”. Hinter den beiden die „sozialdemokratischen Trauzeugen” Gerhard von Dreusche und Walter Szyska (von links). Foto: Thielen

Walter Szyska sagt über seinen politischen Freund und Mitstreiter: „Kurt Hornauer hat sich immer für die Belange der Bürger eingesetzt und so manches mit seinem Einsatz auch bewirken können!“

Karl-Heinz Hirschberg uch der SPD-Ortsverein Rondorf-Sürth beklagt den Tod eines verdienten Mitglieds. Karl-Heinz Hirschberg war 1930 in der Nähe von Breslau geboren und kam nach dem Krieg nach Rondorf-Höningen. Hier lernte er seine Frau Dora kennen, und nach einer Mitgliederversammlung in der Gaststätte Maassen in Sürth wurde er vom damaligen SPD-Vorsitzenden und LandtagsAbgeordneten Werner Klaer als Mitglied der SPD geworben.

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Bei der Shell war er als ChemieFacharbeiter im Schichtbetrieb tätig und baute sich mit seiner Frau in der Immendorfer Kirchensiedlung ein Haus. 1965 wurde er Mitglied im Ortsausschuss von Immendorf, kurze Zeit später dessen Vorsitzender. Zu diesen Zeiten der Gemeinde Rodenkirchen hatte jeder Ort seinen eigenen Ausschuss, und von 1970 bis 1975 war Karl-Heinz Hirschberg sogar im Rat der Gemeinde Rodenkirchen. Nach der Eingemeindung von Rodenkirchen im Jahr 1975 kandidierte Karl-Heinz Hirschberg nicht mehr. Zusammen mit seiner inzwischen ebenfalls verstorbenen Frau Dora blieb er „seinem“ SPD-Ortsverein immer treu. Dessen heutige Vorsitzende Carola Steiner zum Bilderbogen: „Hirschberg hinterlässt drei Kinder, war 78 Jahre alt und war 43 Jahre Mitglied in der SPD!“ 34

Kurt Ludes ir verlassen die Politik und kommen zum „vaterstädtischen Fest“. Denn der Weißer und der Kölner Karneval trauert um Kurt Ludes. Der „Märchenprinz“ des Jahres 1983 starb im Juli, wenige Tage nach seinem 86. Geburtstag. Vier Wochen vorher hatte er noch auf einer Schiffstour mit „seinem“ dritten Knubbel der Roten Funken „op de Trumm jeklopp!“

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Ludes, seit Jahrzehnten Weißer Bürger, war ein karnevalistisches Multitalent. Schon als siebenjäh-

Kurt Ludes (stehend) in seinem Element. Hier bei einer Sitzung der „Kapelle Jonge“ mit den Ehrengästen Norbert Burger, Gerhard von Dreusche, Barbara und Horst Dietrich Genscher. Archivbild: Thielen

riger ging er 1930 in Kinder-Funken-Uniform im Rosenmontagszug mit. Sein Vater saß damals auf dem „Strafesel“ und entwarf auch Wagen für den Zug. Auch nach dem Krieg suchte er im Karneval sein Glück. Er schrieb und komponierte Lieder, war Krätzjenssänger, trat in Revuen unter anderem mit Grete Fluss auf, später mit Trude Herr. 1950 war er Mitbegründer im „Klub Kölner Karnevalisten“, wurde dann Literat der KG „Alt-Köllen“ und 1969 deren Präsident für viele Jahre. Im selben Jahr gründete er seine Künstler-Agentur, leitete Sitzungen der „Lachenden Sport-

halle“, entwarf Programme, vermittelte Künstler. Seine größte Stunde schlug, als 1983 der designierte Prinz aus seiner Gesellschaft „Ärger“ mit dem Arbeitsamt bekam und abdanken musste. „Dann mach ich et selvs!“ meinte er bei der Krisensitzung und kaufte einen Strauß Blumen, um seiner Frau die Neuigkeit schonend beizubringen. Zwei Tage später wurde aus Kurt Ludes Prinz Kurt II., und da die Session unter dem Motto „Märchen“ stand, ging der Präsident der KG „Alt Köllen“ als Märchenprinz in die Kölner Karnevals-Geschichte ein. Aber Kurt Ludes wäre nicht Kurt Ludes, hätte er dem ganzen nicht noch ein „Sahne-Häubchen“ aufgesetzt. Als einziges Kölner Dreigestirn wurde das von 1983 in Rom „im vollen Ornat“ von Papst Johannes Paul II. empfangen. Das Foto ging, auch mit Kurt Ludes Mithilfe, um die ganze Welt, und so mancher Kölner fragte in der Zeit danach: „Wer ist denn der Mann neben dem Kurt Ludes?“ Kurt Ludes wäre aber auch nicht Kurt Ludes, ohne sein großes soziales Engagement. Jahrzehntelang hat er ohne Honorar Sitzungen in sozialen Einrichtungen wie VdK, Kinder-Krebshilfe, Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße und der Uniklinik auf die Beine gestellt und durchgeführt. Auch in Weiß hatte er bei der Durchführung von Seniorenfesten bis hin zu den KarnevalsVeranstaltungen der örtlichen KG, deren Ehren-Präsident er war, auch immer ein offenes Ohr. Aber nicht nur die „Kapelle Jonge“ werden Kurt Ludes nicht vergessen. HELMUT THIELEN.


Spannender Kampf um Deutschlandcup-Punkte beim KölnKanuSprint

Titelverteidiger kam nicht mehr zum Schwimmbotze-Fußballturnier:

Wildwasserprofis auf Sportfreunde Pascha dem Rhein holten Wanderpokal um achten Male richtete der Verein für Wassersport BlauWeiß Köln in diesem Jahr den KölnKanuSprint aus. Mittlerweile handelt es sich dabei um ein weit über die Stadtgrenzen Kölns hinaus bekanntes Sportereignis. Kein Wunder, denn auch in diesem Jahr waren wieder viele Profis am Start, um die begehrten Punkte für den Deutschland Cup zu ergattern. Insgesamt zweihundert Sportlerinnen und Sportler ließen tagsüber ihre Boote zu Wasser, um nach dem Rennen eine ausgiebige Beach-Party zu feiern.

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Wie in jedem Jahr traten auch in 2008 wieder viele namhafte Profis aus dem Kanusport an, darunter Vizeweltmeister und Deutscher Meister Sebastian Verhoef. Weltmeister Max Hoff fehlte beim achten KölnKanuSprint, was ihm auch gerne verziehen wurde. Er kämpfte gerade in Peking auf der 1000-Meter-Strecke um olympische Medaillen. „Wie immer beim KölnKanuSprint haben wir tolles Wetter“, versuchte Moderator Stefan Stiefenhöfer, selber sechsmaliger Deutscher Meister im Einercanadier, bei der Begrüßung das Wetter schön zu reden. Und so blieb es dann auch entgegen der Vorhersagen weitgehend trocken, so dass Zuschauer und Aktive den Tag so richtig genießen konnten. Gefahren wurden zwei Läufe und ein Finalrennen, aus dem dann die Punkte für den Deutschland-

cup ermittelt wurden. Dieser Wettbewerb wird seit dem Jahr 2000 in Deutschland ausgetragen. Bei acht ausgewählten Rennen sammeln die Sportler Punkte, um dann später in die „Hall of Fame“ der Sieger einzugehen. Richtig viel Spaß machte den Zuschauern und Teilnehmern mal wieder der Giantrace. Hier kämpften bunt kostümierte Amateure in Riesencanadiern um den Sieg und um die Kostümwertung. Natürlich wurde in diesem Jahr das Thema Peking gekonnt umgesetzt. Auch das Rahmenprogramm hatte Zuschauern und Teilnehmern viel zu bieten. Der schon im letzten Jahr sehr beliebte Klimmzug-Contest hat sich wieder als absolutes Highlight erwiesen. Der Sieger gewann hier ein Wellness-Wochenende in einem FünfSterne-Hotel. Die Kids standen derweil Schlange, um beim Schnupperpaddeln einmal in einem Riesencanadier eine Runde auf dem Rhein zu drehen. Beim Bierkastenklettern gab es neben einer Riesengaudi ein Moutainbike zu gewinnen. Auf der abendlichen Beachparty berichtete Max Hoff in einem Live Telefonat den Kölner Kanuten von seinen Erlebnissen in Peking. Natürlich war er auch an den Ergebnissen des KölnKauSprint brennend interessiert. Diese kann man sich im Internet unter www.koelnkanusprint.de detailliert ansehen. (KS)

Günter Heilinger kämpft bis zur Zieleinfahrt um die Punkte für den Deutschland-Cup 2008. Foto: Surmann

Die Schwimmbotze organisierten das Freundschaftsfußballspiel auf dem Sportplatz TSV Weiß. Foto: Anke Reuß

en Titelverteidiger „Halunken“ galt es nur virtuell zu schlagen beim Fußballturnier der Schwimmbotze, denn die hatten kurzfristig abgesagt. Dafür eingesprungen war eine bisher namenlose Mannschaft, die für das Turnier kurzerhand „Sondereinsatzkommando“ genannt wurde und vorwiegend aus jungen Spielern im Alter von zwanzig Jahren bestand. „Insgesamt treten zehn Mannschaften gegeneinander an, die vorwiegend aus dem Kölner Süden kommen“, erklärt Andreas Schwarz, ebenfalls Mitglied der Schwimmbotze und Organisator der Veranstaltung.

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Karte gab es einen Platzverweis für drei Minuten inklusive Verwarnung und bei einer roten Karte einen Verweis mit einer Sperre fürs nächste Spiel, was allerdings nicht vorkam bei dieser freundschaftlichen Begegnung von Freizeitspielern. Gezahlt wurde an diesem Tag mit harten „Schwimmbotze-Dollars“, die als eigene Vereinswährung für den Verzehr gültig waren. „Insgesamt 30 verschiedene Dollarnoten gibt es bei uns, da jedes Mitglied mit einem Foto auf einem Schein verewigt ist“, so der Organisator.

Erstmalig spielten beim Turnier die Sportfreunde Pascha mit, die dann direkt den Wanderpokal holten. Zweiter wurden die Forstbo Kickers, die beim NeunMeter-Schießen gegen den Sieger verloren hatten. Als Trostpreis erhielten Sie immerhin 60 Euro und gingen in die Geschichte des Freundschaftsturniers ein, das bereits zum dritten Mal veranstaltet wurde.

Natürlich handelte es sich hierbei nicht um echte Scheine, sondern lediglich um Bons, mit denen die Gäste ihr Kölsch oder eine Bratwurst kaufen konnten. Wer am meisten „Schwimmbotze-Dollars“ ausgegeben hatte, gewann schließlich den Verzehr-Pokal , der in Form einer Melone mit alkoholischem Inhalt überreicht wurde.

„Ein Spiel dauert jeweils fünfzehn Minuten und wird von den Schiedsrichtern Michael Perk und Patrick Hallermeier gepfiffen, die früher bei der Landesliga waren“, so Schwarz. Gemäß den DFB-Regeln hatten auch nur die Schiedsrichter das alleinige Recht, Entscheidungen zu treffen. Es wurde ohne Abseits gespielt und die Rückpassregel war aufgehoben. Bei einer gelben

Wer beim Erbsenschätzspiel richtig lag, erhielt zehn Botze-Dollars und zwei Karten für die nächste Schwimmbotze-Party auf dem Rhein Roxy. Die kleinen Nachwuchsspieler konnten ihr Talent beim Torwandschießen erproben und die Erwachsenen ihren Sieg oder eben die Niederlage bei der anschließenden Player-Party begießen. (AR). 35


Bilder-Bogen Promotion Euro, von der 5.000 Becher coffee to go angeschafft werden konnten. (HAF).

Hof 242: Wochenende der Offenen Türen Der Hof 242 an der Bonner Straße 242, insbesondere die Mieter „Bembé Parkett“, „Kenngott Treppen“ und Varia Küchen-Loft veranstalten am Wochenende, 13. und 14. September, ein Wochenende der Offenen Türen.

Markt noch eine Bäckerei und Floristik gibt, für einen stressfreien Einkauf mit kurzen Wegen. Und: es gibt einen Lieferservice, den die Kunden vom EdekaMarkt Schölver in Godorf schon gerne in Anspruch nehmen. (TH).

Bembé und Kenngott haben ihre Ausstellungsräume jetzt komplett fertig gestaltet, das Küchen-Loft feiert schon ihren ersten Geburtstag. Geboten werden unter anderem Weinausschank und KochVorführungen sowie Backen auf dem heißen Stein. Küchen-LoftInhaber Thomas Friedrich zum Bilderbogen: „Am Samstag, 13. September, werden wir alle bis um 24.00 Uhr zum MidnightShopping geöffnet haben. Außerdem verkaufen wir unsere ersten Musterküchen zu Schnäppchenpreisen!“

Haare fielen für einen guten Zweck

Buchtipp: Wie manage ich einen Event

Der Begegnungsstätte der evangelischen Kirche in Köln-Bickendorf, dem Café St. Mocca, fehlte für die Neueröffnung noch eine Spende für Kaffeebecher. Kurz entschlossen ließ sich der bekannte Rodenkirchener Zahnarzt Dr. Kivanc Tunca überreden, sein wallendes Haar für diesen guten Zweck abzuschneiden. Nachdem die lockige Pracht zusammengekehrt und gewogen worden war, kamen 135 Gramm zusammen. Dies bedeutete eine Spende von Dr. Tunca über 675

Ob Unternehmen, Einzelhandel oder Vereine: Alle setzen auf einzigartige Veranstaltungen, die lange und gut nachwirken. Was solche „Events" zum Erfolg bringt, verrät der Insider Christoph Klein in dem neuen Ratgeber „Event-Management in der Praxis".

Würstchen für die Kunden: Anneliese und Martin Schölver auf dem Parkplatz vor ihrem Edeka-Markt in Godorf. Foto: Thielen

Edeka-Markt Schölver: Würstchen im Schatten des „Trucks“ Freunde von „Trucks“ hätten an einem Samstag im August vor dem Edeka-Markt Schölver in Godorf auf ihre Kosten kommen können. Hier konnte der so genannte „Rasting-Truck“ besichtigt werden. Das in den USA gebaute Fahrzeug transportiert unter der Woche die Fleischwaren des Edeka-Zulieferers „Rasting“ durch die Republik, zum Wochenende kann man ihn auf den Parkplätzen vor EdekaMärkten bewundern. Annemarie und Martin Schölver, die in Godorf in ihrem Markt nicht nur die gängigen Markenartikel, sondern auch die besonders preisgünstigen Hausmarken des Handelspartners Edeka bereit halten, hatten im Schatten des Trucks eine „Wurstbude“ aufgestellt. Hier gab es von der ganz normalen Bratwurst über Käsegriller bis hin zu rauchfrischen Mettenden alles, was des Kunden Herz beziehungsweise seinen Magen erfreut. Aber auch ohne einen Truck als „Hingucker“ lohnt sich ein Besuch in der Godorfer Hauptstraße 6. Denn: „Die Frische und die Qualität unseres Angebots wird ständig kontrolliert. Wir wollen, dass unsere Kunden sicher sein können!“, so Anneliese Schölver zum Bilderbogen. Ehemann Martin erinnert daran, dass es neben dem 36

Der Autor ist selbst erfolgreicher Veranstalter mit jahrelanger Praxis. Sein Credo: Die Planer sollten sich stets vor Augen halten, was mit dem Event erreicht werden soll. Dieser Maßgabe sind

Für 5.000 Kaffeebecher trennte sich Dr. Kivanc Tunca von seiner Haarpracht. Foto: Hafeneger

alle Aktivitäten unterzuordnen. Bei der Realisation müssen Inhalt und Qualität stimmen. Die Vorgabe liefert das Niveau der Branche, das es zu übertreffen gilt. Denn ist der Teilnehmer bereits besseres gewohnt, kann das Event kaum trumpfen. Deshalb ist Kreativität gefragt: Das ist letztlich keine Frage des Budgets, sondern eines Denkens in neuen Dimensionen - ein Beschreiten ganz neuer Wege, die zuvor kein Anderer ging. Auf 118 Seiten hat Klein ein geballtes Wissen zu diesem spannenden Thema untergebracht. Ohne Abschweife geht er auf praktisch alle Aspekte des modernen Event-Managements ein. Drei Kapitel unterteilen sein Werk: Im ersten vermittelt der Manager Grundlagen, erklärt beispielsweise, welche Arten von Events zur Wahl stehen, wie sie sich ins Marketing integrieren lassen und welche rechtlichen Grundlagen es zu beachten gilt. Im zweiten Kaptitel geht es zur Sache. Die konkrete Planung, Durchführung und Nachbereitung stehen hier im Mittelpunkt. Der Leser lernt, wie ein Konzept aufgestellt wird, die Kosten kalkuliert werden und er bekommt fundierte Hilfestellung von A wie Ablaufplan bis V wie Versicherung. Das dritte Kapitel enthält nützliche Zusatzinformationen zu mitunter heiklen Themen wie GEMA oder der einsetzbaren Technik. Auch ist ein reichhaltiges Glossar über die Fachsprache der Eventbranche ebenso enthalten wie zahlreiche Kontaktadressen und kopierbare Formulare als Planungshilfe. Wer sich mit dem Werk fachlich fit gemacht hat, aber trotzdem noch keine zündende Idee für seinen Event hat, dem hilft der Autor mit der Vorstellung bewährter Kreativitätstechniken. Ein besonderes Anliegen Kleins ist übrigens die Nachwuchsförderung. Sein Ratgeber versteht sich daher auch als Leitfaden für den Einstieg in einen interessanten Beruf, der eine beachtliche Zukunftsperspektive hat. Christoph Klein: Event-Management in der Praxis, 24.90 Euro im örtlichen Buchhandel, 120 Seiten DIN-5-Paperback, ISBN 978-3939397-45-8. Erschienen im Verlag interna GmbH in Bonn.


Man sieht: Wer sich mit Bio-Produkten ernährt, ernährt sich nicht nur gesund, unterstützt die Landwirtschaft nachhaltig und schützt die Umwelt, jetzt spart man auch noch dabei. Foto: Hafeneger

Vierlinden BioSupermarkt jetzt mit Dauer-Sparpreisen Wer sich in den letzten Tagen im Vierlinden Bio-Supermarkt in Hochkirchen umgesehen hat, der wird überrascht gewesen sein ob der vielen kleinen Hinweistäfelchen an den Regalen. Diese Hinweise machen auf die mehr als 200 Produkte aufmerksam, die ab sofort als Dauersparpreisartikel geführt werden. Unter dem Motto „ Das Sparen geht weiter – mit über 200 Bio Dauerspar-Preisen��� zeigt Vierlinden wieder einmal seine enorme Leistungsfähigkeit. Jede Woche kommen neue Sparpreisprodukte hinzu und bei all dem steht der gewohnt hohe Standard der Bioprodukte im Vordergrund. Für den Kunden ist es nun noch einfacher geworden, sowohl Waren mit der Spitzenqualität eines Bio-Markenartikels als auch zu dauerhaft günstigen Preisen einzukaufen. Der tägliche Einkauf wird so nicht nur zu einer gesunden Lebensmittelbesorgung, sondern auch zu einem Sparvergnügen. Untermauert wird die Bio Dauersparpreisaktion durch ein großes Gewinnspiel. Mitten im Vierlinden Bio-Supermarkt findet der Kunde einen vollgepackten Einkaufswagen mit hochwertigen Bioprodukten. Den Inhalt des Wagens kann man gewinnen, wenn man Wert der darin befindlichen Waren richtig einschätzt. Neben diesem Einkaufswagen findet man Teilnahmekarten, auf denen man seinen Tipp abgeben kann. Den Gewinner werden wir

in einer der nächsten BilderBogen Ausgaben bekannt geben. (HAF).

Wirtzhaus in Weiß eröffnet am 14. September Endlich ist es soweit: „Zur Post“ in Weiß wird wiederbelebt und Jörg Dahmen und Frank Conzen hauchen dem ehrwürdigen Restaurationsgemäuer wieder Leben ein. Nach enormen Umbauarbeiten mit Wandvertäfelungen, dem Einsatz antiker Butzenscheiben und neuer Möblierung und einem komplett neugestalteten Biergarten mit Kiesboden und Holzplanken können sich die Weißer und die drumherum auf das „Wirtzhaus“

Jürgen Söntgen und Stephan Hungerland überreichten Fußballmatten und Riesenbälle. Foto: Hafeneger

freuen. Am 14. September ab 18:00 Uhr ist Jeder willkommen um das neue Team, das frische Lokal und das überarbeitete Konzept kennenzulernen. Im Vordergrund stehen dabei kölsche Schwerpunkte, von der Bratwurst über die Ofenkartoffel, vom Steak mit Salat bis zum kölschen Flammkuchen wird es im Wirtzhaus Regionales geben. Also vormerken: 14. September 18:00 Uhr Gaffel Kölsch im Wirtzhaus in Weiß.

Sparkasse KölnBonn verschenkt Fußballfeldmatten und Riesenbälle Die Kindertagesstätte St. Maternus konnte sich im August freuen, denn die fast 100 Kinder

Bald wird auch hier wieder die Sonne scheinen: Jörg Dahmen und Frank Conzen betreiben das Wirtzhaus in Weiß. Foto: Hafeneger

bekamen sportliches Equipment geschenkt. Während der EM hatte die Filiale der Sparkasse KölnBonn ihre Räume fußballthematisch dekoriert und wollte das Material nun einem neuen Zweck zuführen. Geschäftsstellenleiter Jürgen Söntgen und VermögenscenterLeiter Stephan Hungerland ließen es sich nicht nehmen, zwei grüne Fußballfelder und zwei riesige Fußbälle persönlich vorbeizubringen. Die Kinder staunten und auch die Mitarbeiterinnen freuten sich auf zukünftige Riesen-Tip-Kick-Turniere.

Führungen im DuftMuseum Auch im Monat September bietet das Duft-Museum im FarinaHaus wieder Führungen zum Thema „Eau de Cologne“ an. Hier kann man Geschichte in den normalen Kellergewölben erleben, in denen Johann Maria Farina im 18. Jahrhundert das „Wasser von Köln“ herstellte, das nicht nur ihn, sondern auch die Stadt Köln weltberühmt gemacht hat. Die Führungen kosten vier Euro, dauern 45 Minuten und finden an 21 verschiedenen Terminen statt. Außerdem gibt es an drei Sonntagen (7., 14. und 21. September) um 14 Uhr jeweils eine Kinderführung. Für die Teilnahme an einer Führung ist eine Anmeldung erforderlich (Telefon 0221/399 89 94), ansonsten ist das Museum zu den normalen Kölner Museums-Öffnungszeiten zu besichtigen. 37


TREND MODE

Junge Mode in Rodenkirchen Seit nun über 13 Jahren gibt es bei AIDA Mode im Sommershof. Hier kann man starke Marken wie S.Oliver, EDC by Esprit oder Streetone einkaufen. Die modische Aussage im AIDA Shop im Innenbereich bewegt sich zwischen feminin und gepflegt-sportiv, während AIDA an der Hauptstraße junge trendige Mode zu ganz starken Preisen anbietet. Ab sofort wird das Sortiment bei AIDA noch umfangreicher. Mit Marc O Polo casual kommt die derzeit trendstärkste Kollektion ins Sortiment. „Nun ist es nicht mehr notwendig, in die Stadt zu fahren. Wir bieten Marc O Polo in monatlich neuen Kollektionen an, verkaufen dazu auch alle

Artikel, die in den Marc O Polo Katalogen zu sehen sind und wir können jedes Teil einzeln für die Kundin in 48 Stunden bestellen“, so Filialleiterin Regina Schwier. Die Kundinnen sollen bei AIDA mit immer besserem Service und den stärksten Marken verwöhnt werden. (USCH).

Mode in der Kosmetik Zu einem perfekten Outfit gehört auch ein wenig Glamour im Gesicht. Die Lust am Verwandeln mit den neuen Farben und Produkten liegt den Frauen im kosmetischen Bereich im Blut. Voraussetzung dafür ist eine gepflegte Haut. Vera Krohn vom Barbor Kosmetik-Institut zum Bilderbogen. „Ein unwiderstehlicher Eycatcher in diesem Herbst ist, Smokey Eyes – dunkles Antrazit mit Grau-Tönen in der Kombination komplettieren den rauchigen Look. Wangen und Lippen werden dazu nur in zarten Tönen betont.“ Weiter ganz stark auf dem Kosmetik-Markt ist das Permament Make-up.“ Die Nachfrage war so groß, das wir die Fachfrau Monika Callies nun zu unserem Team zählen können. Sie lässt Gesichter natürlich erstrahlen.“ so die Inhaberin. Auf der Hauptstraße

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heißt der Slogan: Entdecken sie sich farblich, wir helfen Ihnen dabei. Ihre Schönheit in unseren Händen. (USCH).

Modeschmuck: Das Tüpfelchen auf dem „i“ Einen sehr guten Start hat vor vier Wochen „La Passion“ am Maternusplatz gemacht. Ayse Gül freut sich jetzt auf den Herbst. „Die positive Resonanz auf unser Accessoire-Geschäft machen mich sehr stolz. Es ist einfach schön, meinen wöchentlichen Einkauf auf die Kunden abzustimmen“. Im „La Passion“ kann man sich von den Ideen der Schmuckdesignerin inspirieren lassen. Egal, ob es der klassische Modeschmuck, die hochwertige Perlenkette oder das glitzernde Armband ist. Sie kombiniert zum neuen Outfit der Kunden ihre Accessoire-Kollektion. Mit Feingefühl verarbeitete Halbedelsteinketten, modische Taschen und farbenfrohe Tücher, alles ist in verschiedenen Farben und Formen zu bekommen. Ob hochmodern oder klassisch und schlicht. Hier ist alles kein Problem. „Farbige It-Bags, Kelly-Bags, Kuvert-Bags oder ClutchBags, mit passenden Tü-


chern und Schals liegen im Herbst-Trend“ so Ayse Gül zum Bilderbogen. „Und wenn ich das 100 Prozent passende nicht habe, dann versuche ich es zu besorgen!“ Kundenservice ist für sie das oberste Gebot. (USCH).

30 Jahre Modetreff Ein runder Geburtstag wird in diesem Herbst in Rodenkirchen gefeiert: 30 Jahre „Modetreff“. Viele Trends haben Inhaberin Irmgard Minrath und ihr Team kommen und gehen sehen – eins ist in ihrem Unternehmen immer geblieben: der gute Stil. Sie führt Labels wie Windsor, „Joop!“, Trixi Schober und viele andere, die stilvoll, selbstbewusst, modern und zeitlos sind. Sie unterstreicht sowohl den individuellen Stil des Trägers, als

auch die Linie zum Detail und das Verlangen nach hochwertigen Materialien. Irmgard Minrath zum Bilderbogen: „Der „Modetreff“ auf der Hauptstraße 92 in Rodenkirchen wurde von Erika Schiederich gegründet und nach langjähriger Mitarbeit von mir im Jahr 2002 übernommen!“ (USCH).

Schöne Mode – schöne Zähne Zur Mode gehören auch schöne Zähne. Das Zahnarzt-Ehepaar Dr. med. dent. Alexander und Dr. med. dent. Natascha Krauße von der Rodenkirchener Hauptstraße110 weiß, wovon gesprochen wird. „Wir haben immer mehr Patienten, für die gesunde, weiße und schöne Zähne wichtig sind.“ Beim Zahnarzt geht es nicht mehr nur um die Zahnfüllung. „Zahnstellungs-Kor-

rekturen sind auch nach dem Kindesalter ein wichtiges Thema,” so das Ehepaar zum Bilderbogen. „Kosmetische Zahnkorrektur, Brakkets, die fast unsichtbar mit durchsichtigen Schienen funktionieren, sind zur Zeit der Renner.“

Schönheit fängt bei den Zähnen an. Drs. Natascha und Alexander Krauße. Foto: Schmidt

Die beiden Zahnärzte besuchen regelmäßig Fortbildungen, um immer auf dem neusten Stand zu sein. Schöne Zähne erhöhen die Attraktivität. Gerade und gleichmäßige Zähne wirken freundlich, gesund und sexy. Mit Zahnersatz aus Vollkeramik bieten sie Patienten Lösungen, die schöne Zähne mit höchster Verträglichkeit verbinden. Schöne Kleider machen Leute, schöne Zähne machen Gesichter. Beim Zahnarzt-Team Krauße kann offen darüber gesprochen werden. (USCH).

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Bilder-Bogen Promotion und Geld spart. Mit Cansan empfiehlt sich also ein ortsansässiges Unternehmen auf fachlich höchstem Niveau und mit seriösem Arbeiten, deren Chefs ihren Kunden auch nach vollbrachter Dichtigkeitsprüfung oder Sanierung noch in die Augen sehen können wollen. (HAF).

Sportler aufgepasst: Fußdruckmessung und Fußscan am 13. 9. Betriebsleiter Wolfgang Wörz überprüft eine Sanierungsmaßnahme. Foto: Hafeneger

Cansan saniert seit 5 Jahren Kanalanlagen in der Region Aus Umweltschutzgründen ist die Gesetzeslage in Bezug auf Gewässerschutz in den letzten Jahren verschärft worden. Nach §61a des Landeswassergesetzes NRW ist jeder Hausbesitzer und Gewerbetreibende verpflichtet, die Dichtheit seines Abwassernetzes nachzuweisen. Für Privat-

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leute läuft die Übergangszeit zwar erst im Jahr 2015 ab, doch für Anlagen in Wasserschutzgebieten gilt schon jetzt der Nachweis. Da unsere Region hier zum Wasserschutzgebiet zählt, ist also heute bereits der Nachweis über eine dichte Abwasserleitung Pflicht. Dies gilt außerdem jetzt schon für alle Gewerbetreibenden. In den vergangenen Monaten hat man im Fernsehen oder in der Presse immer wieder Fälle von unseriösen Firmen gezeigt bekommen, die nur darauf aus sind, schnelle, unfachmännisch ausgeführte Sanierungen anzubieten. Ganz anders bei Cansan. Cansan ist ein Innungsbetrieb, erfüllt sämtliche Zertifizierungsvorschriften, ist Mitglied im Güteschutz Kanalbau, geprüft nach RAL und wird als Fachbetrieb der STEB (Stadtentwässerungsbetriebe Köln) geführt. Bei Cansan erhält der Kunde Service und Leistung aus einer Hand. Von der Kanalreinigung über TVUntersuchung, der Dichtheitsprüfung bis zur Kanalsanierung und der entsprechenden Dokumentation wird der Kunde hier nie alleine gelassen. Modernste Techniken finden Haarrisse oder Wurzeleinwuchs, manch eine Ursache für Überschwemmungen bei Regen tritt hierbei erst zutage. Die Fachleute von Cansan, die alle jahrelange Erfahrungen auf diesem Gebiet haben, können durch Einsatz von computergeführten Fräsen und anschließendem Einführen von Rohr-Inlinern Kanalanlagen sanieren, ohne den großen Bagger einsetzen zu müssen. Dies ist insbesondere bei Einfamilienhäusern oder Wohnanlagen empfehlenswert, da die unterirdische Instandsetzung Zeit

Vor dem Schuhhaus Müller wird es am 13. September zwischen 9:00 und 14:00 Uhr zu einer großen Fußmessaktion kommen. Insbesondere Sportler können auf einem Laufband mit integrierter Fußdruckmessung und einem Fußscanner ihre Füße checken lassen. Durch den dynamischen Ablauf können besondere Druckstellen und Belastungspunkte festgestellt werden, denen man dann mit speziellen, für jede Sportart differenzierten Einlagen von der Firma Schein begegnen kann. Um Verletzungen und Langzeitschäden vorzubeugen sollte man diese Fußcheck-Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen lassen. (HAF).

Aktionsgemeinschaft Rodenkirchen geht mit einigen Aktivitäten ins zweite Halbjahr Mit frischem Schwung geht die Aktionsgemeinschaft Rodenkirchen das zweite Halbjahr an und kann endlich positive Nachrichten vom Geschäftstreiben auf dem Maternusplatz vermelden. Ab Oktober wird es einen zweiten Wochenmarkt geben, der dann immer mittwochs stattfinden wird. In langen, sehr offenen Gesprächen mit den Mitarbeitern

der Marktverwaltung konnte eine sehr optimistische Lösung für das Marktgeschehen auf dem Maternusplatz gefunden werden. Zum Einen will man sich bemühen, die Stände beim Samstagsmarkt etwas aufgelockerter aufzubauen. Dies könnte auch deshalb gelingen, weil nach Beendigung der Rohbaumaßnahmen der Zaun an der Westseite des Platzes verschwinden wird und dem Marktgeschehen dann mehr Platz zur Verfügung stünde. Zum Anderen überlegt man, den Mittwochmarkt mit anderen Marktbeschikkern zu bestücken, um eine Art Charakterwechsel zu ermöglichen. Hierzu sind noch Ideen und Alternativvorschläge erwünscht. Wer entsprechende Marktleute kennt, kann sich beim BilderBogen melden. Vielleicht gibt es irgendwo den alternativen Honigoder Marmeladenstand aus der Eifel, den Süßigkeitenverkäufer mit internationalen Goodies, den Crêpe- oder Baguettestand aus Frankreich oder den Steinzeughändler aus dem Kannebäckerländchen? Es sollte etwas aufgebaut werden, was es in dieser Form so noch nicht in Köln gibt, um den Standort Rodenkirchen noch attraktiver für auswärtige Besucher zu machen. Ebenfalls auf dem Maternusplatz soll es am 7. Dezember einen kleinen Weihnachtsmarkt geben. Neben dem großen Weihnachtsbaum werden kleine Stände aufgebaut, die von Rodenkirchener Händlern mit weihnachtsmarktadäquater Ware bestückt werden können. Auf einer Bühne kommt Adventliches zur Aufführung und der Nikolaus wird die Kinder beschenken. Außerdem findet an diesem Tag der dritte verkaufsoffene Sonntag statt, zu dem man wieder viele Besucher erwartet. (HAF).

Die Hüsjer bunt om Maternusplatz: Ab Oktober wird es zwei Märkte pro Woche geben. Foto: Hafeneger


Bilderbogen-Promotion

Auf dem internationalen Parkett der Börsenwelt ist er zu Hause, doch die Schaltzentrale der Macht liegt bei uns in Rodenkirchen, mitten im idyllischen Malerviertel. Die Rede ist vom Chef eines vielschichtigen Unternehmens, dem Finanzexperten, Wirtschaftsjournalisten und Börsenfachmann Reinhold Rombach.

Der mit dem Bullen tanzt … B

ulle & Bär sind Symbolfiguren oszillierender Aktienmärkte. Der Bär schlägt mit seiner Tatze die Kurse nieder, während der Bulle die Notierungen mit seinen Hörnern nach oben treibt. .

der Wirtschafts – und Börsenwelt. Seine Leser freuen sich Woche für Woche über unabhängige, vorausschauende und kritische Analysen und seine erfrischend amüsante Betrachtungsweise der Finanzmärkte.

Im Sternkreiszeichen des Stieres wurde Reinhold Rombach 1950 geboren. Vielleicht nur eine Zufälligkeit mit dem Börsenbullen, Parallelen lassen sich gleichwohl nicht von der Hand weisen.

Sich auf früheren Erfolgen auszuruhen ist nicht die Sache von Reinhold Rombach. Er betreut ganz aktuell drei in den Jahren 2006 und 2007 aufgelegte Publikums-Investmentfonds, die ihresgleichen suchen:

Denn durch die dem Stier zugeschriebenen Charaktereigenschaften wie Hartnäckigkeit, Dickköpfigkeit, einer gehörigen Portion Mut und zuweilen stoische Gelassenheit hat Reinhold Rombach seit fast einem Vierteljahrhundert als Börsenexperte große Erfolge und damit viele zufriedene Mandanten vorzuweisen.

• RR Analysis TopSelect Universal: ein reiner Aktienfonds mit dynamischer Ausrichtung, der mindestens 51 Prozent in europäische Aktien investiert. Bereits ein Jahr nach Auflegung überschritt der Fonds ein Volumen von 30 Millionen Euro. Reinhold Rombach, Börsenfachmann aus Rodenkirchen. Foto: Privat

Zu den Geschäftsfeldern von Reinhold Rombach gehören die Wertpapieranalyse und die individuelle Vermögensverwaltung, die er seit 1984 für Firmen, Stiftungen und Privatkunden äußerst erfolgreich betreibt. Reinhold Rombach gehört zur Riege nur sehr weniger Portfoliomanager in Deutschland, die über eine Zulassung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht verfügen, noch nicht einmal tausend Vermögensverwalter verfügen über die begehrte BaFinLizenz. Schon vor über 25 Jahren beschäftigte sich Reinhold Rom-

bach während seines Studiums mit dem Bank- und Börsenwesen und spürte erstmals vorhandene Ineffizienzen auf dem Optionsmarkt auf. Durch seine langjährige Tätigkeit als Wirtschaftsjournalist, unter anderem bei der „Zeit“ und dem Wirtschaftsmagazin „DM“ verfügt der Börsenexperte über ein profundes AnlageKnow-How und über ein weit verzweigtes Informations-Netzwerk. Seit Jahren werden in der Branche seine treffsicheren Prognosen bestaunt, so sagte er punktgenau den Kollaps des Neuen Marktes und auch die

jüngste Baisse voraus. Für Reinhold Rombach war es immer wichtig, einen bestmöglichen Fundus an Fachwissen zu haben und durch exzellente Kontakte in der Informationskette weit vorne zu stehen. „Heißen Tipps“ (meist von interessierter Seite lanciert) nachzulaufen gehörte nie zur Anlagephilosophie von Reinhold Rombach. Dies beschreibt er auch in seiner viel beachteten Börsen-Kolumne, die Herr Rombach für das Deutsche Ärzteblatt verfasst. Als „Börsebius“ beschäftigt er sich seit nunmehr über 20 Jahren mit

• RR Analysis Börsebius MX Universal: ein gemischter Fonds mit defensiver Ausrichtung, der maximal ein Drittel europäische Aktien beinhaltet. • RR Analysis Börsebius Rent Universal: ein reiner Rentenfonds mit konservativer Ausrichtung, der mindestens 51 Prozent in europäische Rentenwerte investiert. Allen drei Fonds gemeinsam ist die unschlagbare 0%-Regelung, eine hohe Transparenz und eine niedrige Kostenstruktur. Sie können über den zentralen Vertriebspartner Rombach Research GmbH zu null Prozent Ausgabeaufschlag erworben werden. >>>>>

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Reinhold Rombach ist es damit gelungen, einen der Grundgedanken eines Fonds, nämlich die Risikominimierung (und nicht die Erhöhung der Gewinnmarge für Banken) zu revitalisieren. Eigentlich ist Reinhold Rombach kein bekennender Freund von Investmentfonds, da oft genug nur die Interessen der Banken im Vordergrund stehen und weniger die des Anlegers. So ist es ja auch kein Geheimnis, dass Anlageberater gerne jene Fonds verkaufen, deren Werte häufig „gedreht“ werden oder bei denen die Provisionen besonders üppig fließen. Hinzu kommt bei den meisten Fonds noch ein relativ hoher Ausgabeaufschlag (bis zu 5 Prozent), Depotgebühren und oft noch eine satte Managementgebühr. Nicht so bei den RR Analysis Fonds. Hier wurde bewusst auf ein schlankes Kostenniveau Wert gelegt. Auch im Hinblick auf die kommende Abgeltungssteuer sind diese Fonds äußerst attraktiv. Investments, die noch dieses Jahr getätigt werden, versprechen abgeltungssteuerfreie Kursgewinne. Interessenten können in diese interessante Wertpapierform ab einer Mindestsumme von 500,Euro einsteigen. Die neueste Rombach-Idee ist der Anfang 2008 von ihm und weiteren Gründungsgesellschaftern ins Leben gerufene „Erster Privater Investmentclub Börsebius Zentral (GbR)“. Ab einer Mindestanlagesumme von 25.000 Euro können Anleger dieser Gesellschaft beitreten. Der Zweck der Gemeinschaft: durch kostengünstiges langfristiges

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„Sei gut zu deinem Geld“ – Reinhold Rombach mit Mitarbeiterinnen im Büro im Malerviertel. Foto: Privat

gemeinsames Wertpapiersparen soll ein nachhaltiger Vermögenszuwachs erzielt werden. Darüber hinaus hat Börsebius Zentral das Ziel, das Börsenwissen durch regelmäßige Unterrichtung und Weiterbildung der Gesellschafter zu verbessern und auf dem neuesten Stand zu halten. Börsebius Zentral ist nicht für wilde Spekulanten gedacht, sondern eine attraktive Alternative zu den herkömmlichen Formen der Wertpapieranlage und der Altersvorsorge. In den wenigen Monaten seines Bestehens ist das Vermögen von Börsebius Zentral bereits auf eine gute zweistellige Millionenzahl angestiegen, ein schlagender Beweis für das gute

Timing dieser Anlageidee, erst recht aber für die attraktive Struktur dieses Investmentclubs. Warum, so werden sich manche Leser fragen, sind die Anlagemöglichkeiten, die von Reinhold Rombach, offeriert werden, so vielfältig. Die Antwort ist einfach, für jeden Finanzetat und jede Lebensalterphase gibt es ein professionell zugeschnittenes Angebot. Nicht jeder kann die Mindestanlagesumme von einer Million Euro für eine individuelle Vermögensverwaltung aufbringen, will aber nicht auf eine fundierte Geldanlage verzichten, sei es über die RR Analysis Fonds oder über den Investmentclub Börsebius Zentral, oder durch

eine auf ihn zugeschnittene Analyse seines Wertpapierdepots samt persönlicher Anlageberatung, getreu dem Motto „Sei gut zu Deinem Geld!“ Reinhold Rombach: in der letzten Ausgabe haben wir ihn im übrigen als Präsidenten des Rodenkirchener Tennisclubs kennen gelernt. Er ist Börsenprofi, Finanzanalyst und Kolumnist und oft in der weiten Welt unterwegs. Aber zu Hause ist er bei uns – in Rodenkirchen. Informationen zur Vermögensverwaltung, den Investmentfonds und zur „Erster Privater Investmentclub Börsebius Zentral (GbR)“ erhält man unter 0221/98548012, oder im Internet unter: www.wissenvon-morgen.de. H. THIELEN


Bilder-Bogen Promotion

Therapie-Zentrum Dr. Oliver Hahn: Selbst Erkrankungen in Entwicklung werden erkannt Seit zwei Jahren befindet sich das Ganzheitliche Therapiezentrum Dr. Oliver Hahn in Rodenkirchen. Das Zentrum umfasst neben der Traditionellen Chinesischen Medizin mit Akupunktur und Kräutern, naturheilkundlichen Therapien, Hypnose und EFT, Sportmedizin, Ernährungsberatung und spezielle Schmerz-Therapien. Hier wird durch die Kombination verschiedener Ansätze sowohl bei akuten, als auch chronischen Schmerz-Zuständen am Bewegungsapparat eine meist deutlich sofortige Linderung oder Beschwerdefreiheit erzielt. Dazu zählen die Chirotherapie, die Rückenbehandlung nach Dorn, Breuß-Massage, Neuraltherapie, spezielle Schmerz-Akupunktur und die Schmerz-Behandlung nach Liebscher und Bracht. Mittels des ETA-Scan (Informationsmedizin) ist es möglich, die Ursache von komplexen Störungen aufzuzeichnen, den Effekt von Therapien zu simulieren und auch sich entwikkelnde Erkrankungen im Vorfeld zu erkennen. Im Bereich der Ernährungsberatung bietet das Ganzheitliche Therapiezentrum Dr. Oliver Hahn die Gewichtsreduktion durch Stoffwechseloptimierung (Sanguinum-Kur), Ernährung nach den fünf Elementen, Test auf Nahrungsmittel-Unverträglich-

Freundliches, fachkundiges Personal betreut bei „Sun-Relax“ die Kunden. Foto: Schmidt

keit sowie regelmäßige Ernährungskurse mit Zertifikat an. Der nächste Kurs startet am Dienstag, den 16. September von 19 bis 20 Uhr im Therapiezentrum. Die einmaligen Kosten von 129,Euro umfassen zehn Kursstunden sowie die kompletten Kursunterlagen. Die Anmeldung erfolgt direkt über das Therapiezentrum. Eine Kosten-Erstattung durch die Krankenkassen ist teilweise möglich. (USCH)

„Sun Relax“: Sonnen muss nicht schädlich sein „Der Kölner Süden hat nun das erste geprüfte Sonnenstudio, die Zertifizierung vom Bundesamt

für Strahlenschutz wurde bestmöglich abgeschlossen“. Das sagt Manuela Richter, deren ausgezeichneter Solarbetrieb „Sun Relax“ auf der Weißer Straße genau das geschafft hat. Sie gewährleistet die Einhaltung verschiedener, insbesondere für die Gesundheit wichtiger Anforderungen an die Geräte. Die Qualifikation der Mitarbeiter, das Informationsangebot für die Kunden und die Hygiene unterliegen somit den hohen Ansprüchen des BfS. sowie der deutschen Krebshilfe. Die „Sun-Relax“-Mitarbeiter verfügen alle über einen anerkannten Qualitätsnachweis für die AfB-Schulung und das mit Auszeichnung.

Für die Kunden erstellen sie individuelle Besonnungspläne per Hautanalyse, die damit verbundenen Beratungsgespräche werden dokumentiert. Hier geht es nicht nur um das braun werden, sondern auch um die Gesundheit. Alle Geräte sind TÜV geprüft und besitzen ein lückenloses Serviceheft, es werden nur Orginalteile verwendet sowie zugelassene Röhren der Bestmarke. Manuela Richter zum Bilderbogen: „Ich möchte mit ruhigem Gewissen durch Rodenkirchen gehen und darum habe ich mich zu dieser schweren Prüfung entschlossen.“ Das bestätigt sich auch durch den Erfolg, denn auf den 10 kostenlosen Parkplätzen ist ein ständiges Kommen und Gehen. >>>>>

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Bilder-Bogen Promotion

Nachhaltige Energiegewinnung ist ein Schwerpunkt bei Oliver Marks. Foto: Hafeneger

Eine Selbstverständlichkeit sind Handtücher, Seidentücher zur Abdeckung von nicht zu besonnenden Stellen, Augenabdeckungen, kühle Kosmetik-Frottee´s zur Erfrischung und ein Getränk. Pflegeartikel? Auch das ist hier eine Selbstverständlichkeit. Sonnen zum Wohlfühlen, und das mit Wissen im Sonnenstudio „Sun Relax“. (USCH).

5 Jahre Heizung/Sanitär Oliver Marks Genau am 1. September vor fünf Jahren machte sich der Sanitärund Heizungsmeister Oliver Marks selbständig und gründete Am Lennartzhof in Rodenkirchen seinen Fachbetrieb für Sanitär und Heizung. Schon nach kurzer Zeit hat sich das junge Unternehmen einen guten Ruf im Kundendienstbereich geschaffen und bietet einen umfassenden Service für alles rund um Sanitär und Heizung. Wer das Kölner Wasser kennt, der kennt auch Wasserrohrbrüche. Hilfe für solche Fälle erhält der Kunde durch den 24Stunden Notdienst, bei dem innerhalb Rodenkirchens keine Anfahrtkosten anfallen. Ein besonderer Schwerpunkt in der Arbeit von Oliver Marks ist die Installation von Solaranlagen. Er hat schon eine ganze Reihe von Neubauten, aber auch Sanierungsprojekte durchgeführt. Ob auf Dächern, Gauben, Fassaden oder Garagen, moderne Solarkollektoren eigen sich sowohl zur Stromgewinnung als auch zur Erwärmung von Wasser. Inzwischen sind die Kollektoren erschwinglich geworden und amortisieren sich bereits nach wenigen Jahren. Außerdem wird die Installation von Kollektoren staatlich gefördert und Oliver Marks hilft bei der (HAF). Formularbearbeitung. 44

AWB verlängert Öffnungszeiten im Abfallcenter Das linksrheinische Abfallcenter der Abfall-Wirtschafts-Betriebe (AWB) in der Butzweiler Straße 50 in Ossendorf ist ab sofort länger geöffnet. Die Anlieferung von Sperrmüll, Elektro-Altgeräten, Grünschnitt, Papier/Pappe und Schadstoffen ist dann montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr und samstags von 8 bis 16 Uhr möglich. Weitere Informationen zu den Abfallcentern der AWB sind im Abfall-Kalender und im Internet unter www.awbkoeln.de zu finden. Bei Fragen steht die Kundenberatung per Telefon 0221/9 2222 24 oder per E-Mail kundenberatung@awbkoeln.de zur Verfügung.

Neu am Maternusplatz: Hausarzt-Praxis Maroldt & Wehmeier Zwei bekannte Rodenkirchener Hausärzte haben in diesem Sommer ihre Praxen im Ärztehaus Maternusplatz 10 zusammengelegt. Ansgar Maroldt, seit letztem Herbst hier schon erfolgreich tätig, praktiziert jetzt gemeinsam mit Annette Wehmeier. Die Medizinerin hat sich in den letzten acht Jahren in einer Gemeinschafts-Praxis im Sommershof mit Michael Kuss einen Namen gemacht. Den hat es nach Mönchengladbach gezogen, und mit Ansgar Maroldt fand Annette Wehmeier einen neuen idealen Partner. „In einer Gemeinschaftspraxis mit einem Arzt und einer Ärztin kann sich der Patient aussuchen, ob er lieber von einer Frau oder


einem Mann behandelt wird. Außerdem bieten wir längere Öffnungszeiten an, so zum Beispiel auch samstags von 10 bis 12 Uhr. Falls nicht gerade Schulferien sind!“, so Annette Wehmeier zum Bilderbogen. Sie und ihr Kollege sehen sich als klassische Hausärzte.

rung möglichst nahe an den Ort der Erkrankung eingebracht, und zwar mittels multipler Mikroinjektionen in die Haut. Die Behandlung ist schnell und oft anhaltend wirksam und hat bei richtiger Anwendung für den Patienten nahezu keine Nebenwirkungen.

Angeboten werden in der Praxis die manuelle Therapie, Akupunktur, Sportmedizin und Ernährungsberatung. Neu ist die Mesotherapie, eine moderne Behandlungsmethode aus Frankreich. Sie stellt eine Synthese aus der Neuraltherapie, der Akupunktur und der Arzneimitteltherapie dar. Es werden Medikamenten-Mischungen in äußerst geringer Dosie-

Ansgar Maroldt hat klare Vorstellungen zum Thema „Hausarzt“: „Das mir als Hausarzt entgegen gebrachte Vertrauen ermöglicht es mir, meine Patienten ganzheitlich zu behandeln. Dazu gehört auch die Fähigkeit, wenn es notwendig ist, frühzeitig zu überweisen und mit Experten anderer Fachrichtungen zusammen zu arbeiten. Denn nur so

Annette Wehmeier und Ansgar Maroldt in ihrer Gemeinschaftspraxis am Maternusplatz in Rodenkirchen. Foto: Thielen

Christoph Hillebrand (links) und Gert Nacken moderieren das Rodenkirchener Gespräch zum Thema „Abgeltungssteuer”. Fotos: Privat

kann der Hausarzt seiner Verantwortung nachkommen, diese Therapien zu koordinieren, um zum Beispiel eine negative Beeinflussung verschiedener Medikamente auszuschließen. Unser Ziel sind Therapien gemäß der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse.“ (HT).

6. Rodenkirchener Gespräch: „Abgeltungsteuer – Antworten auf die wichtigsten Fragen“ Am 11. September veranstaltet die zum 01. August umfirmierte renommierte Rodenkirchener Kanzlei Nacken Hillebrand Partner das 6. Rodenkirchener Gespräch. Dieses Mal widmet man sich der Abgeltungsteuer, die zum 1. September 2009 in Kraft tritt. Das Gesetz wurde bereits Ende 2006 verabschiedet und hat bereits im Vorfeld gravierende Fragen aufgeworfen. Wie beim letzten Mal wird die Veranstaltung in Form eines Workshops abgehalten. Unter der Moderation der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Christoph Hillebrand und Gert Nacken werden die Spezialisten Raphael Kaufmann von der Kölner Bank, Werner Nöthen von der Sparkasse KölnBonn und Maik Bolsmann vom Privatbankhaus M.M.Warburg & Co. Antworten

auf die wesentlichen Zweifelsfragen geben. Insbesondere sollen den Teilnehmern Empfehlungen für ihre Vermögensanlage zum Ende dieses Jahres und zum Jahresanfang 2009, wo die Abgeltungsteuer in Kraft tritt, gegeben werden. „Solch ein kompaktes Fachwissen sollte man sich nicht entgehen lassen“ bemerkte der Steuerspezialist Wirtschaftsprüfer/Steuerberater Gert Nacken. Für jeden Teilnehmer besteht bei dieser Veranstaltung die Möglichkeit, dass er per E-Mail sein persönliches Problem an die Adresse info@nhs-koeln.de senden kann und von den Experten im Rahmen der Veranstaltung sofern dies möglich ist - eine Antwort erhält. „Dies dürfte bei solch einer Veranstaltung einmalig sein“ bemerkte der Moderator des 6. Rodenkirchener Gesprächs Wirtschaftsprüfer/Steuerberater Christoph Hillebrand. Karten zu der Veranstaltung im Kölner Ruderverein von 1877 gibt es – wie immer – beim KVSTicketshop im Sommershof wie auch in der Kanzlei Oststraße 11–13. Im Preis von 15 Euro sind – wie immer – die von Gertrud Lotzkes vorbereiteten kulinarischen Köstlichkeiten inbegriffen. Einzelheiten zur Veranstaltung finden Sie auch im Internet unter www.nhs-koeln.de.

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Bilder-Bogen Humor

Von einem, der mit seinem neuen Auto auf Safari ging Ich weiß nicht, ob es ihnen auch so geht: gerade im Sommer werden manchmal Geschichten erzählt, die einfach nicht tot zu kriegen sind, die jedes Jahr wiederkommen und von dem jeweils Erzählenden so weitergegeben werden, als hätte sich das kürzlich genau so abgespielt. Im Englischen heißen sie „City tales“, also „Stadtmärchen“. An zwei solcher Geschichten sei kurz erinnert: in der einen macht eine Kölner Familie Urlaub auf einem Campingplatz in Spanien, und die Oma stirbt. Weil man die teure Überführung sparen will, wickelt man die Leiche ins Zelt und rauf auf den Dachgepäckträger. Auf der Rückfahrt nach Deutschland wird das Auto gestohlen...

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Geschichte zwei: ein ganz normaler Bürger verschwindet spurlos vom Parkplatz eines Supermarktes. Nach Tagen taucht er in einem anderen Stadtteil wieder auf. Er kann sich an absolut gar nichts mehr erinnern, aber eine Untersuchung in einem Krankenhaus ergibt, das man ihm eine Niere „entnommen“ hat... Keine Angst, ich möchte ihnen hier an dieser Stelle keine HorrorStory erzählen. Sondern eine zum Schmunzeln, und mein Informant hat mir versichert, dass sie genau so passiert ist. Er kennt den betreffenden Familienvater zwar nicht persönlich, aber der Mann einer früheren Freundin kennt jemand, der mit dem Opfer zusammen in der Metzgerei einer deutschen Supermarktkette in Augsburg zusammen arbeitet.

Unser Supermarkt-Metzger hatte sich einen Wunsch erfüllt: jahrelang gespart, die Oma hat auch was dazu getan, einen kleinen Kredit von der Sparkasse, die ganze Familie inklusive der beiden Kinder freute sich auf einen nigel-nagel-neuen Volkswagen der Marke „Touran“. Um das Glück perfekt zu inszenieren, wollte man dieses schöne Auto persönlich in Wolfsburg abholen, ein schönes Wochenende inklusive. Also machte sich die Familie per Bundesbahn auf in Deutschlands Norden. Das nachtblau-metallic lackierte Auto stand schon bereit, und auf eine andächtige Art und Weise, wie es sicher nur eine deutsche Familie kann, nahm man von von dem Gefährt Besitz. Unser Familienvater rollte mit

dem Auto vom Hof, und wenn er gewusst hätte, was ihn an diesem Wochenende noch alles passieren würde, er wäre sofort nach Hause gefahren. Er tat es nicht, sondern steuerte wie geplant und den Kindern versprochen einen Safari-Park in der Nähe von Wolfsburg an. Das gute an so einem Park ist: man sitzt bequem im Auto, fährt langsam einen vorgegebenen Weg entlang und kann die


Tiere der Serengeti links und rechts aus der Nähe betrachten. Ein mittelgroßer Elefant hatte es der Familie besonders angetan, und als der „Touran“ anhielt, kam er langsam näher. „Oh, wie süß“, rief die Tochter der Familie, und ließ die Scheibe ein Stück herunter gleiten. Sie hielt dem Dickhäuter einen Keks hin, den dieser interessiert beschnüffelte und seinen Rüssel gleich in den Innenraum des Autos schob. Das wiederum war der Tochter nicht ganz geheuer, und sie ließ die Scheibe hochfahren, der Rüssel wurde eingeklemmt. Auch wenn man nicht drei Mal Brehms Tierleben gelesen hat, weiß man, dass der Rüssel zu den empfindlichsten Körperteilen eines Elefanten zählt, und so ließ die Reaktion des Dickhäuters nicht lange auf sich warten. Nachdem der Rüssel wieder frei war, drehte er sich um und trat mit dem rechten Hinterbein zu. Es gab einen fürchterlichen Knall, und böses ahnend, erklärte das Familien-Oberhaupt die Safari für beendet. Er musste dann auf dem Parkplatz des Freizeitparks feststellen, das die Fahrertür seines gerade mal drei Stunden alten Autos zwar noch im Schloss steckte, aber ansonsten ziemlich zertrümmert war. Die Laune des vorher noch so stolzen Autobesitzers tendierte nicht gegen Null, sie war unterhalb des Gefrierpunktes, als die Familie schließlich im Hotel einscheckte. Der Vater verdrückte sich gleich an die Bar, wurde auch zum Abendessen nicht gesehen, ertränkte seinen Frust wohl im Alkohol. Auf gut kölsch: „Er hätt sich eine jenumme!“ Nun dauert selbst in Wolfsburg keine Nacht ewig, und irgendwie bekam die Ehefrau des Gefrusteten ihren Mann wach und sogar an den Frühstückstisch, wenn auch mit Leichenbitter-Miene.

Und irgendwann brach die Familie auf Richtung Heimat. Nach zwei Stunden auf der Autobahn schlug die Ehefrau eine Mittagspause vor, und kommentarlos verließ ihr Mann mit dem lädierten Auto die Strecke, um nach einem geeigneten Lokal für das Mittagessen zu suchen. Im nächsten Ort bremste unser TouranFahrer vor einem Zebrastreifen, es gab wieder einen lauten Knall, eine Frau war der Familie, wie man so schön sagt, mit ihrem Auto „hinten drauf“ gefahren. Die Frau sah bei sich keine Schuld, zeterte und rief nach der Polizei, die in wenigen Minuten eintraf. Die Beamten nahmen den Unfall auf, ließen durchblicken, wen sie für die Schuldige hielten. Als sich die Beteiligten eigentlich schon verabschieden wollten, fragte einer der Beamten den Familienvater: „Was ist denn mit ihrer Autotür passiert?“ Der antwortete etwas genervt: „Die hat ein Elefant eingetreten!“, worauf sich der Gesichtsausdruck des Beamten versteinerte und er meinte: „Ich glaube, da ist ein Alko-Test notwendig!“ Unser Unglücksrabe ließ auch den über sich ergehen, und siehe da: „dank“ Rest-Alkohol zeigte das Gerät einen Wert an, der die Polizei veranlasste, dem Fahrer erst mal seinen Führerschein ab zu nehmen. Der brach innerlich zusammen, beschloss, die letzten 24 Stunden komplett aus seinem Gedächtnis zu streichen, und nahm wortlos auf dem Beifahrersitz Platz. Seine Frau wechselte auf den Fahrersitz mit der „Elefantentür“ und brachte, dem Vernehmen nach, die ganze Familie sicher nach Augsburg. Die Umstehenden in der Rodenkirchener Gaststätte lachten natürlich über die Geschichte und das, was unserem „Helden“ widerfahren ist. Der Erzähler ergänzte noch, dass er über seine Informanten (Mann der früheren Freundin usw.) dem Opfer schon geraten habe, sich bei Günter Jauch zu bewerben. „Vielleicht sehen wir den dann beim JahresRückblick vom Jauch als Pechvogel des Jahres!“ Und wenn nicht, vielleicht erzählt einer im nächsten Sommer wieder eine ähnliche Geschichte, ein so genanntes „Stadt-Märchen“. HELMUT THIELEN. 47


Namen + Notizen

Open Air in Rondorf: Dritte Ackerparty mit fetziger Live-Musik Einmal im Jahr erwacht das gar nicht mehr so kleine Dorf im Kölner Süden zum Leben. Neun Stunden lang geben sich Live Bands in Rondorf die Klinke in die Hand, um auf der Ackerparty richtig abzurocken. Bereits zum dritten Mal veranstaltete die Rondorf-Konferenz, ein Zusammenschluss verschiedener Institutionen aus dem Ortsteil, unter Federführung des Hauses der Familie die Ackerparty.

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Die jugendlich besetzte Band „Woodrock“ heizte den Rondorfern mit Rockklassikern gehörig ein. Foto: Surmann

„Damit wollen wir den Jugendlichen wenigstens einmal im Jahr ein großes Ereignis bieten“, so die Vorsitzende Ulla von der Poel. Das nehmen die Jugendlichen gerne an, schon am frühen Nachmittag war die Wiese am Ortsrand gut gefüllt. Auch viele Erwachsene mischten sich unter das Publikum, die alle dankbar waren, dass „hier endlich mal was los ist“. Dafür sorgten dreizehn Rockbands, die alle nach „rocktauglichen“ Kriterien ausgewählt wurden.

Organisiert wird das Ganze von ehrenamtlichen Helfern. Viel Unterstützung kommt von der Stadt Köln und der GAG, die viele größere Mietshäuser in Rondorf betreibt. Das Catering haben die Mitglieder vom Haus der Familie übernommen, die Technik wurde von Markus Scheefer mit seiner Firma mc Scheefer organisiert, dem dieses Event in Rondorf besonders am Herzen liegt. Kopfschüttelnd nahmen Organisatoren und Besucher zur Kennt-

nis, dass schon mittags die ersten Beschwerden von Anwohnern kamen. „Die sollen doch froh sein, dass die Jugendlichen hier mal etwas geboten bekommen“, versteht Marie-Luise Quilling vom Jugendamt diese Einwände überhaupt nicht. „Im vergangenen Jahr wurde von Anwohnern noch versucht, die Wiese als Landschaftsschutzgebiet auszuweisen, das wurde aber von der Stadt – Gott sei dank – abgewiesen,“ so Uwe Schärf vom Jugendamt, der die Veranstaltung mit organisiert hat. Dabei ist man den ruhebedürftigen Rondorfern schon entgegen gekommen, indem die Bühne so platziert wurde, dass der Schall nicht Richtung Ortsmitte geht. Die Ackerparty wurde wieder als voller Erfolg verbucht. Trotz vieler anderer, attraktiver Events in Köln waren die Zuschauerreihen bestens gefüllt, Stimmung und Wetter waren perfekt. Bis um 22 Uhr führten Caroline und Chrissy aus Rondorf gekonnt durch das Programm, um sich dann bis zum nächsten Jahr zu verabschieden. Dafür werden schon jetzt viele Helfer gesucht, die sich schon jetzt beim Haus der Familie, Telefon 02233/996233 in Rondorf melden können. (KS).

Sürth: Rosen- und Liebesmärchen im Skulpturengarten Eine ganz besondere Stunde steht am Samstag, 30. August, von 17 bis 18 Uhr im Skulpturengarten von Helga Neef in Sürth, Carl-von-Linde-Straße auf dem Programm: Marlis Arnold liest Rosen- und Liebesmärchen, begleitet von der jungen Harfenistin Eva-Maria Blumschein. Folgende Künstler sind auch weiterhin in diesem schönen Garten vertreten: Ulrich Barnickel mit Bronzen, Josep Canals mit Möbiusschleifen in Stein, Malgorzata Chodakowska mit Bronzen und Holzfiguren bis 195 Zentimeter, Ulrich Kuhlmann mit Cortenstahlarbeiten, Patrizia Marchese mit großen Hängeobjekten sowie Ren Rong mit Eisenskulpturen bis 170 Zentimetern. Der Garten ist freitags bis sonntags sowie an Feiertagen von 13 bis 19 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung (02236 - 69681) geöffnet. Die jetzt laufende Ausstellung geht noch bis zum 12. Oktober, dem Tag der Finissage.


Südlicher Abschnitt des Rheinauhafens mit der Biennale „New talents 2008“ eingeweiht

„Eine neue Visitenkarte Kölns“ ie Um- und Neugestaltung des Rheinauhafens schreitet deutlich sichtbar voran. So wurde im August die Fertigstellung des ersten großen Bauabschnitts, der vom KAP am Südkai bis Kranhaus Süd reicht, öffentlich gefeiert. Und zwar mit der Premiere der Jungen Biennale Köln „New talents 2008“.

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Das Projekt der Fuhrwerkswaage Kunstraum e.V. in Sürth sowie der Media Kultur Köln GmbH vereinte ausgewählte Absolventen von vier Kölner Hochschulen (Kunsthochschule für Medien, Hochschule für Musik, Internationale Filmschule und International School of Design) sowie der Kunstakademie Düsseldorf. Allein für das Eröffnungswochenende belaufen sich die Schätzungen der Veranstalter auf 200.000 Besuchende. Auch Jochen Heufelder, Initiator und Künstlerischer Leiter der Biennale, zeigte sich überwältigt von der Resonanz. Nicht nur er führt

sie insbesondere zurück auf das spannende Programm mit überzeugenden Beiträgen von Nachwuchs-Kunstschaffenden aus diversen Sparten. Neben teils ortsbezogener bildender Kunst sowie Design wurden Spiel- und Dokumentarfilme gezeigt. Hinzu

Jochen Heufelder bei der Arbeit.

Foto: Broich

Blick auf den Elisabeth-Treskow-Platz mit Hafenamt, Bühne und Besuchenden. Foto: Broich

kam ein von Dr. Heike Sauer (Musikhochschule Köln) verantwortetes vielfältiges Musik-Bühnenprogramm. „Die Vermittlungsarbeit hat hervorragend funktioniert“, so Heufelder. Die anwesenden Künstler hätten sich den Mund fusselig geredet, um die Fragen der vielen Interessierten zu beantworten. Ebenso sei es den 32 geschulten Betreuenden ergangen. „Sie waren geradezu euphorisiert von dem Ansturm.“ In seiner Eröffnungsrede nannte Oberbürgermeister Fritz Schramma den Rheinauhafen die „neue Visitenkarte Kölns“. Der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HKG) dankte er für die Entwicklung des Projekts. Bereits 1956 habe es erste Überlegungen zur Umgestaltung des Areals gegeben. In den 1980er Jahren sei das Gebiet zunächst als öffentliche Grünfläche ausgewiesen worden. Bald darauf habe ein Richtungswechsel stattgefunden, um hier einen der für

Köln „im nationalen und internationalen Wettbewerb“ wichtigen zukunftsorientierten Standorte zu schaffen. „Der Rheinauhafen ist ein wahres Juwel Kölner Stadtentwicklung“, eine „gelungene Mischung aus Neubauten und modernisierten und neue genutzten Bestandsgebäuden“, formulierte Schramma. Er führe „anspruchsvolle und spannende Architektur, Wohnen und Arbeiten, Kultur und Gastronomie“ zusammen. Damit entfalte das „neue Veedel“ bereits vor seiner endgültigen Fertigstellung im Jahr 2010 eine besondere Strahlkraft. Als „Leistungsschau“ des Kreativpotentials der Region im kreativwirtschaftlichen Umfeld des Rheinauhafens soll laut Jochen Heufelder „New talents“ in zwei Jahren die nächste Auflage erfahren. Dann könnte sie auf den nördlichen Hafen-Abschnitt ausgedehnt und das dort angesiedelte Schokoladen-Museum sowie Deutsche Sport & Olympia Museum mit einbezogen werden. E. Broich.

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Namen + Notizen kespender ist so eine Veranstaltung überhaupt möglich“, unterstreicht Kiefer. So konnten sich die Gäste an selbst gebackenem Kuchen, deftigem Grillfleisch, bunten Salaten und leckerem Kölsch vom Fass erfreuen. Über 100 Preise und ein Fresskorb als Tombola-Gewinn wurden ebenfalls gespendet. Am Nachmittag trat Ludwig Sebus auf und unterhielt die Gäste mit seinen kölschen Liedern. (AR).

Häuser und Gegenstände besitzen eine Aura, sogar hier bei uns.“ Optische Reize spiegeln sich vor dem geistigen Auge, ein Phänomen, das den malerischen Prozess von Susanne John, die figurativ malt, stets begleitet. (TH).

Reisen in die Welt der Farben Sommerfest im Keltershof: Dietmar Kiefer (Vorsitzender des Förderkreises) und seine Frau Sylvia (vorne rechts) mit den Tombola-Losen; Audra Altenhoven (pädagogische Mitarbeiterin, hinten rechts) und Marianne Gentsch, die mit den Senioren Gymnastik macht. Foto: Anke Reuß

Sommerfest im Keltershof: Wegen finanzieller Kürzungen auf Spenden angewiesen Trotz drückender Hitze kamen zahlreiche Besucher zum Sommerfest im Keltershof, zum Beispiel um günstige FlohmarktArtikel zu erwerben, dessen Erlös an den Förderkreis der Begegnungsstätte für Senioren geht. „Seit 1993 wurden die Mittel insgesamt um die Hälfte gekürzt“, so der Vorsitzende Dietmar Kiefer. „Eigentlich war für dieses und nächstes Jahr ein Doppelhaushalt geplant, der dann von der Stadt eingefroren wurde“. Nur durch ehrenamtliche Mitarbeiter kann der Keltershof überhaupt bestehen, der täglich von etwa 20 Senioren aufgesucht wird, die hier ihre Freizeit verbringen. Das umfangreiche Angebot reicht von Gedächtnistraining über Englisch- und Französisch-Kurse bis hin zu Gymnastik, Computer-

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kursen und Gesang. Seit zehn Jahren schon leitet die 81-jährige Hildegard Stange den Singkreis in Zusammenarbeit mit Gabriele Ulrich. „Die Begegnung und der intensive Austausch ist das Schönste daran“, erklärt Audra Altenhoven, pädagogische Mitarbeiterin und einzige Festangestellte im Seniorentreff. „Wir organisieren gemeinsame Ausflüge und Feste, vor allem jedes Jahr im Sommer und zu Karneval“. Um auch weiterhin die Unterhaltskosten und Kursangebote für Menschen jenseits der sechzig zu finanzieren, muss der Förderkreis jährlich 17.000 Euro aufbringen, die restlichen 11.000 Euro kommen von der Stadt. Dietmar Kiefer, Gründer des Förderkreises, ruft daher zu weiteren Spenden für die Begegnungsstätte auf. „Unsere Einnahmen durch Privat- und Geschäftsleute sind rückläufig. „Wir organisieren jedes Jahr mehrere Feste, um den Keltershof halten zu können. Nur durch ehrenamtliche Helfer und großzügige Essens- und Geträn-

Eine interessante Bilder-Ausstellung wurde kürzlich im Foyer der Maternus Senioren-Wohnanlage in Rodenkirchen, Hauptstraße 128, eröffnet. Zu sehen sind dort bis zum 21. September täglich von 9 bis 19 Uhr unter dem Titel „Reisen in die Welt der Farben“ Bilder von Susanne John. Susanne John erlebte erste Farbexplosionen im Karneval von Rio de Janeiro und später in Italien und Südfrankreich. Das Licht im Süden lässt die Farben anders wirken und verzaubert. Seit dieser Zeit hat sie eine differenziertere Sehensweise als vorher. „Nicht nur Lebewesen, auch Stellt im Maternus-Foyer aus: Susanne John.

Foto: Thielen


Großer Andrang bei „Literamus“ in der Stadtteilbibliothek

Sommerfest mit Tapas und Sangria

Literamus-Vorsitzende Gerda Laufenberg (dritte von rechts) und die zweite Vorsitzende Brigitte Klipper (ganz links) mit Vorstandskollegen und Beiratsmitgliedern in spanischer Feierlaune. Foto: Surmann

unt und international – so gestaltete der Förderverein der Stadtteilbibliothek, Literamus e.V., sein diesjähriges Sommerfest. Stand im vergangenen Jahr noch alles unter dem Motto Italien, war in 2008 alles in den rotgelben spanischen Farben dekoriert.

B

So trat auch die erste Vorsitzende Gerda Laufenberg in gelber Jacke und knallig roten Schuhen ganz stilecht vor das Mikrofon, um die Gäste zu begrüßen. Die waren wirklich zahlreich erschienen, um sich bei spanischen Köstlichkeiten über die neuesten Angebote von Literamus zu informieren. „Ich bin wirklich überwältigt, was wir hier mittlerweile für einen Zuspruch haben“, strahlte Gerda Laufenberg. Dabei hat man ganz klein im Juni 2003 als Bürgerinitiative zum Erhalt der Stadtteilbibliothek angefangen Heute ist daraus ein richtiger Förderverein mit 260 Mitgliedern und einem spannenden Veranstaltungs-Programm geworden. „Für den Ort ist die Reihe ’Rodenkirchen erinnert sich’ eine ganz wichtige Sache“, so Gerda Laufenberg. „Auch die verschiedenen Lesungen und Wettbewerbe sind mittlerweile eine feste Größe in Rodenkirchen.“ Wer daran näher interessiert war, konnte sich auf einer Tafel die fünf Jahre Geschichte von Literamus anhand von Bildern und Zeitungsausschnitten ansehen. Beim Sommerfest ging es aber weniger 52

um Literatur, als um das gegenseitige Kennenlernen. Bei einem tollen spanischen Buffet und der dazu passenden Sangria gelang das auf Anhieb. „Wir sehen die Stadtteilbibliothek als Ort, Gleichgesinnte zu treffen,“ unterstrich Gerda Laufenberg. Neben den Vereinsmitgliedern waren auch viele interessierte Rodenkirchener zu Gast, so dass auch das eine oder andere neue Mitglied dem Verein beigetreten ist. „Die Schließung der Bibliothek ist zwar in absehbarer Zeit nicht zu befürchten“, so die Überzeugung der Vorsitzenden. „Ein starker Förderverein ist aber besonders wichtig, damit die Bibliothek als kulturelles Zentrum in Rodenkirchen ausgebaut werden kann.“ Auch musikalisch hatte sich der Förderverein etwas Besonderes ausgedacht: Das Duo Sakko Colonia traf mit seinen ’Krätzjern, Kölsch und Kokolores’ genau den Nerv der Gäste. „Schon das Wort Kokolores ist Programm für die spanisch-deutsche Verständigung“, freute sich Gerda Laufenberg über den gelungenen Auftritt. Nach dem Feiern wendet man sich natürlich wieder der Literatur zu. Als nächste Veranstaltungen stehen unter anderem im Oktober eine Lesung von Peter Tonger sowie im November eine Fahrt zur Frankfurter Buchmesse auf dem Programm. (KS).


Namen+ Notizen

Sommerferien: Das Hallenbad bewegte sich Gleich zwei Projekte des TurnVereins Rodenkirchen belebten in den zurückliegenden Sommerferien das Hallenbad in Rodenkirchen. Drei Wochen lang hieß es „Die bewegte Schule – Schwimmen macht Schule“, wo 30 Kinder der Ferienbetreuung der Offenen Ganztagsschule einen Riesenspaß hatten – bei einem „Rundum-sorglos-nassProgramm“. Je nach Leistungsstand wurden die Schwimmtechniken gefestigt und verfeinert, das Tauchen auf Strecke und in zwei Metern Tiefe geübt. Natürlich wurde vom Startblock, dem Ein-Meter- und Drei-Meter-Brett gesprungen. Auch die Ausdauer war gefragt, doch auch das Spielen und Toben kam nicht zu kurz: die RiesenWasserrutsche und das Riesenkrokodil wurden aufgepumpt, zu Wasser gelassen, und schon war die Wassergaudi perfekt. Außerdem stand jeden Mittwoch das Bad Kopf! Der TVR in Kooperation mit der Bäder GmbH luden zum großen SpieleNachmittag ein. Über 200 Kinder tummelten sich jeweils im kühlen Nass, ein großer Erfolg für den Turn-Verein Rodenkirchen, dessen geschultes Personal die Stunden für die Kinder wie im Fluge vergehen ließ. „Uns ist es sehr wichtig, als im Hallenbad beheimateter Verein nicht nur in Worten zu schwelgen, sondern auch Taten zur Belebung des Bades folgen zu lassen, damit sein Fortbestand auch über das Jahr 2011 gewährleistet werden kann“, so die 1. Vorsitzende des TVR, Iris Januszewski, zum Bilderbogen.

Gruppenbild mit Engländern vor der Vereins-„Kantine“. Mario Russo ist hockend der zweite von links (mit Freundin Sandra), Bert Tobjinski junior ist vorne rechts zu sehen, Wirtin Olla im englischen Pulk und der Rodenkirchen-Fan mit Namen „Double“ ist (nicht nur) an seinem Kölsch-Glas zu erkennen. Foto: Thielen

„Kölsche“ und Engländer: Rückkehr von FC und Stoke City in Liga eins gefeiert „Ey, Happy Hippo, kumm erus!“ Mario Russo, kölscher Italiener und Rodenkirchens bekanntester Obst- und Gemüse-Designer, holt seine ganzen internationalen Sprachkenntnisse heraus, um 15 Männer und zwei Frauen, darunter 13 Gäste aus England, für ein Foto bereit zu stellen. Happy Hippo kommt mit ein paar Gläsern Kölsch aus „Conchitas Cantina“ – bitte alle recht freundlich.

Begonnen hatte die Freundschaft zwischen englischen und „kölschen“ Fußballfans vor zwei Jahren bei der viel zitierten „WM im eigenen Land“. Eine Handvoll Engländer, allesamt Anhänger von „Stoke City“, in diesem Jahr wie der 1. FC Köln wieder in die erste Liga aufgestiegen, hatten auf dem Campingplatz Berger ihre Zelte aufgeschlagen. Man lernte sich kennen, fand sich sympathisch, und auch Mario Russo als Fremdenführer gefiel den Männern von der Insel so gut, dass sie einen Tag nach einem Spiel ihrer NationalMannschaft in Süddeutschland

wieder in Rodenkirchen auf der Matte standen. „Stuttgart is shit“ meinte Phil in seinem rot-weißen Stoke-City-Trikot unmissverständlich. Nach einem zweiten Besuch im letzten Jahr war die englische Gruppe jetzt schon auf 13 Personen angewachsen. Genächtigt wurde in der „Alten Post“, (Russo: „Der Rolf hat uns nen juten Preis jemacht“) allgemeiner Treffpunkt war wie in den Jahren zuvor „Conchitas Cantina“. Und bevor das Taxi vor fuhr, dass die Gäste wieder zum Flughafen bringen würde, war auch der Termin für den nächste RodenkirchenBesuch schon festgelegt: nächste Jahr im August. Anlass ist allerdings kein Fußballspiel: Mario Russo heiratet dann seine langjährigen Freundin Sandra. (HT).

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Bilderbogen-Promotion

„Warum habe ich eigentlich hohen Blutdruck?” Dr. med. Tobias Sprenger, Facharzt für Allgemeinmedizin, Schwerpunkt anthroposophische Medizin in der Villavita, informiert die Leser des Bilder-Bogen über Bluthochdruck. „Warum habe ich eigentlich hohen Blutdruck, Herr Doktor?“ Diese Frage höre ich oft in meiner Praxis: Bluthochdruck (Hypertonie) ist eine der häufigsten Kreislauferkrankungen. Fast die Hälfte aller Erwachsenen entwickelt im Laufe ihres Lebens einen zu hohen Blutdruck. Aber nur bei ca. 10% aller Patienten lässt sich eine Ursache finden (z. B. eine Nieren- oder Hormonkrankheit). Das heißt, 90% der Patienten bekommen auf die Frage „Warum?“ keine befriedigende Antwort. Trotzdem wird ihnen empfohlen, auf Lebenszeit Medikamente zur Senkung des Blutdrucks einzunehmen – manchmal bis zu fünf verschiedene Präparate. Aber schulme-

dizinische Medikamente unterdrücken nur den Bluthochdruck, führen aber nicht zur Heilung. Sie helfen deshalb nur, solange man sie einnimmt. Ab wann spricht man überhaupt von Bluthochdruck? Beim Blutdruck werden immer zwei Werte angegeben: z. B. 120/80 mmHg. Der höhere (systolische) Wert wird gemessen, wenn sich das Herz zusammenzieht und das Blut in die Arterien pumpt. Der niedrigere (diastolische) Wert wird gemessen, wenn sich das Herz entspannt und sich die Kammern wieder mit Blut füllen. Wenn der Blutdruck zwischen 140/90 und 160/95 mmHg ist, gilt das bereits als grenzwertiger Bluthochdruck. Alle Werte

Dr. Tobias Sprenger.

über 160/95 gelten als Hypertonie. Aber Vorsicht: diese Werte kommen natürlich auch beim Gesunden vor, wenn er sich anstrengt oder aufregt- zum Beispiel beim Arztbesuch. Da

Foto: Villavita

spricht man vom „Weißkittel Hochdruck“. Von echtem Bluthochdruck spricht man nur, wenn erhöhte Werte wiederholt und in körperlicher Ruhe gemessen werden. „Warum soll ich Medikamente einnehmen? Ich fühle mich doch gut mit dem hohen Blutdruck!“ Viele Patienten merken von ihrem Hochdruck nichts, vielleicht gelegentlich Schwindel, Ohrensausen oder Kopfdruck. Im Gegenteil, sie fühlen sich meistens ganz wohl. Nehmen sie dagegen Tabletten ein, fühlen sie sich häufig weniger leistungsfähig und schlapp, weil der Druck niedriger ist als gewohnt. Außerdem haben die meisten Medikamente Nebenwirkungen. Das kennen viele Patienten: Husten, Kopfschmerzen, Schwindel, geschwollene Beine, Hautausschläge oder Potenzstörungen. Kein Wunder, dass viele Patienten die Tabletten nicht gern einnehmen und häufig nach einer Weile selbst absetzen. Dadurch steigt der Blutdruck wieder an.

Blutdruckmessung in der Praxis: jeder zweite Erwachsene leidet unter zu hohem Blutdruck. Foto: Villavita

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Deshalb ist schätzungsweise nur jeder zehnte Patient ausreichend behandelt! Aus ärztlicher Sicht kann das ein Problem sein: schlecht eingestellter Blutdruck kann langfristig zu Schäden an den Blutgefäßen


und inneren Organen führen. Die Folgen können Hirn- oder Herzinfarkte sein, Herz- oder Nierenversagen.

Betätigung ist deshalb für die Patienten immer hilfreich. Wenn man seine Tabletten „satt hat“, sollte man aktiv werden!

Gibt es eine Alternative? Wer nicht gern Tabletten einnimmt, sollte sich über Alternativen informieren. Manchmal reicht es schon, die Dosis oder die Medikamentensorte zu verändern, damit die Nebenwirkungen verschwinden. Außerdem gibt es verschiedene homöopathische Medikamente, die den Blutdruck senken. Der Vorteil gegenüber anderen Tabletten: sind frei von Nebenwirkungen. Darüber hinaus gibt es viele Anregungen für die Lebensführung: jeder kann täglich erleben, wie der Blutdruck von Sorgen oder Stress beeinflusst wird oder von körperlicher Betätigung. Durch eine Veränderung der alltäglichen Belastungen und einen anderen Umgang mit Stress kann man eine erstaunliche Besserung des Blutdrucks erreichen.

Warum sollte ich zu einem anthroposophischen Arzt gehen?

Auch das Gewicht spielt eine große Rolle: Übergewicht ist einer der wichtigsten Risikofaktoren- nicht nur für Bluthochdruck sondern auch für andere Krankheiten wie Diabetes. Eine persönliche Beratung zur Ernährung und sportlicher

Wenn ein Patient zu mir kommt, der unter hohem Blutdruck leidet, höre ich immer erst einmal gründlich zu. Dann überlege ich mit ihm gemeinsam, was am besten zu tun ist. Das Zuhören spielt eine große Rolle: was für Beschwerden und Nebenwirkungen hat der Patient? Oft lässt sich schon allein mit dem, was der Patient erzählt, eine Menge verbessern: sollten die Tabletten gegen ein anderes Präparat ausgetauscht werden? Kann die Dosis verändert werden oder der Einnahmezeitpunkt? Jeder Patient bekommt von mir eine individuelle Therapie mit homöopathisierten Medikamenten. Ergänzt wird diese durch persönliche, leicht umsetzbare Vorschläge zur Lebensführung und Ernährung. Meistens muss man gar nicht mehr machen sondern nur einiges anders – dadurch bleibt die Therapie bezahlbar. In vielen Fällen kann der Blutdruck durch Veränderung der

Die Villavita am Ortseingang von Rodenkirchen.

Lebensgewohnheiten und durch die Einnahme anthroposophischer Arzneimittel gesenkt werden. Dann können die schulmedizinischen Medikamente in der Dosis reduziert, manchmal

Foto: Villavita

sogar ganz abgesetzt werden. Das Wichtigste: durch die anthroposophische Behandlung kommt es zu einer Verbesserung der Befindlichkeit und der Leistungsfähigkeit.

Villavita, Zentrum für ganzheitliche Medizin Hauptstraße 24 · 50996 Köln · Tel.: 0221- 22 25 25-0 www.villavita-med.de · info@villavita-med.de

„Immer unter Druck – ganzheitliche Behandlung der Hypertonie”

Jeder zweite Erwachsene leidet unter Bluthochdruck. Eine medizinische Ursache wird in den seltensten Fällen gefunden. Wie kann man dank ganzheitlicher Betrachtung diese Krankheit besser verstehen? Was können die Patienten im Alltag für sich selbst tun ohne Medikamente und Arzt? Zu diesen Fragen wird Dr. Tobias Sprenger Tipps und Anregungen geben.

* Der Erlös geht in vollem Umfang als Spende an Villavita Chancen e. V., den gemeinnützigen Förderverein für die Therapie bedürftiger Kinder

IN HE TS C GU

Verbindliche Anmeldung erforderlich bis zum 12. 09. 2008, persönlich oder telefonisch unter o221-22 25 25-0. Begrenzte Teilnehmerzahl (maximal 30)! Bei Vorlage des Gutscheins an der Abendkasse ist der Besuch des Vortrags gratis.

Am 08. 10. 08, 19.30 Uhr Villavita, Hauptstraße 24 50996 Köln-Rodenkirchen Eintritt Abendkasse: 12 € *

Aus sch nei den und an der Abe ndk ass e ei nlö sen

Dr. Tobias Sprenger, anthroposophischer Arzt, spricht über

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VORTRAGSANKÜNDIGUNG

„Immer unter Druck – ganzheitliche Behandlung der Hypertonie” Am 08.10.08, 19.30 Uhr Villavita, Hauptstr. 24 50996 KölnRodenkirchen Verbindliche Anmeldung erforderlich bis zum 12. 09. 2008, persönlich oder telefonisch unter 0221-22 25 25-0. Begrenzte Teilnehmerzahl (maximal 30)!

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Namen + Notizen

„SoKo Veedel“ in Rodenkirchen

Ehrenamtler begrüßen Neuankömmlinge

Bezirksbürgermeisterin Roß-Belkner, Kinderschutz-MitarbeiterInnen und die soeben zertifizierten Damen stellten sich nach der kleinen Feierstunde dem Fotografen. Foto: Thielen

„Da haben Sie eine tolle Aufgabe übernommen. Es ist zwar kein Mann dabei, aber Männer können sich auch melden. Willkommensgrüße scheinen Frauensache zu sein. Bei den neun Damen sind jüngere und erfahrene dabei. Es wäre schön, wenn sie mir in drei oder vier Monaten von ihren Erfahrungen berichten würden!“ Bezirksbürgermeisterin Monika Roß-Belkner war sehr angetan, als sie kürzlich im Rodenkirchener Rathaus neun Zertifikate überreichen konnte. Neun Befähigungszeugnisse für neun Frauen, die antreten, um Kölns Ruf als familienfreundliche Stadt zu stärken. Denn ab sofort gibt es Kinder-Willkommens-Besuche, kurz

„KiWi“ genannt. Alle Kölner Neugeborenen werden mit einem Hausbesuch bei ihren Familien willkommen geheißen. Stadtweit haben das sieben verschiedene Träger von Einrichtungen der Sozial- und Jugendhilfe übernommen, im Stadtbezirk Rodenkirchen ist der Kinderschutzbund zuständig. Die neun „Botschafterinnen der Familienfreundlichkeit“ sind in einer zentral organisierten Schulung auf ihre Aufgabe vorbereitet worden. In mehreren Wochen wurden sie über die Entwicklung in der frühen Kindheit, über die Lebenssituation junger Familien, über die Lebensweise verschiedener Kulturen sowie die verschie-

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denen Unterstützungs-Möglichkeiten im Stadtteil von der Frühförderung bis zum Familienzentrum informiert. Jetzt sollen sie ihr Wissen weitergeben. Im Durchschnitt besucht jede Mitarbeiterin ein bis zwei Familien pro Woche, legt man den statistischen Wert von 70 Geburten monatlich im Stadtbezirk Rodenkirchen zugrunde. Da die Hälfte der entsprechenden Familien einen Migranten-Hintergrund haben, werden noch Helferinnen oder Helfer gesucht, die entsprechende Sprachen beherrschen. Koordinatorin für den Kinderschutzbund hier im Bezirk ist Michaela Lippmann, Telefon 0221/5 7777-16. (TH).

Am Samstag, 30. August, findet ab 11 Uhr auf dem Maternusplatz die „SoKo Veedel“ statt. Die Teilnehmer sind Oberbürgermeister Fritz Schramma, Bezirksbürgermeisterin Monika Roß-Belkner, ihr Stellvertreter Gerhard von Dreusche, der Leiter des Bürgeramtes, Reiner Lindlahr, sowie Vertreter der Stadtverwaltung, der Polizei, der Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB), der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB), der Häfenund Güterverkehr Köln AG (HGK) sowie der Industrie- und Handelskammer zu Köln. Bei der Talkrunde, die von Express und Radio Köln 107.1 präsentiert wird, können die Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtbezirk Rodenkirchen über ihre Sorgen und Nöte in ihrem „Veedel“ sprechen. Im Mittelpunkt wird das Thema „Rodenkirchen – ein Stadtbezirk im Wandel“ stehen. Aber auch alle anderen loklane Themen können angesprochen werden.

Auf zum 7. Internationalen Kölnberg-Fest Nach guter Tradition findet am Sonntag, 31. August das siebte internationale Kölnberg-Fest in Meschenich statt. Auf der Fischenischer Straße und „An der Fuhr“ wird „nach Herzenslust“ gefeiert, wenn Bezirksbürgermeisterin Monika Roß-Belkner das Fest um 11 Uhr eröffnet hat. Viele Initiativen und Einrichtungen stellen sich mit kleinen und großen Angeboten vor. Es gibt leckere Spezialitäten aus den Herkunftsländern der in Meschenich lebenden Menschen. Zudem viele Überraschungen, so einen Auftritt von „Blom un Blömcher“, eine Oldtimer-Motorradralley, ein Bungee-Trampolin, viel Musik, einen Familienflohmarkt sowie Sport- und Spielangebote für alle Altersgruppen. Deshalb freuen sich die Initiatoren wie der Förderverein „Soziales Meschenich“, die SHV-Immobilien-Verwaltungs-GmbH, die Bürger- und Vereinsgemeinschaft, das Bürgeramt der Stadt Köln in Rodenkirchen und die Caritas schon jetzt, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern von Meschenich und Umgebung zu feiern.


Namen + Notizen

Weiß: „Kultur in der Sackgasse“ am ersten September-Wochenende „Kultur in der Sackgasse“ – die besondere Kombination von gutem Bühnenprogramm, Kunstausstellung, Kunsthandwerk und kulinarischen Genüssen – bietet auch in diesem Jahr seinen Besuchern in dem Sackgassenstück der Weißer Hauptstraße in Weiß wieder ein vielfältiges Programm. Bereits die offizielle Eröffnung am Samstag, 6. September um 15.30 Uhr mit Oberbürgermeister Fritz Schramma, Bezirksbürgermeisterin Monika Roß-Belkner und den Präsidenten der beiden „Aufstiegsvereine“ im Kölner Süden, Klaus Ulonska (Fortuna Köln) und Heinz-Peter Kläs vom TSV Weiß soll nach Meinung der Veranstalter ein Erlebnis der besonderen Art werden. Das Bühnenprogramm bietet am Wochenende 6. und 7. September neben lokalen Gruppen am Samstag einen musikalischen Schwerpunkt im Bereich nostalgischer, weltbekannter Oldies, dargeboten von zwei Bands der Extraklasse (The Firebirds, The Beat). Der Sonntag wird traditionell mit einem Jazzfrühschoppen eingeleitet (Side by Side) und endet mit Kölns zur Zeit bekanntester „Mitsingtruppe“ – „De Famillich“.

Homepage der Veranstaltung unter www.kultur-in-der-sackgasse.de.

100 Jahre „Rund um Köln“ – 1933 gewann ein Rodenkirchener Am 13. September wird im Deutschen Sport- und OlympiaMuseum im Rheinauhafen zum 100. Geburtstag von „Rund um Köln“ eine Sonder-Ausstellung zu Ehren des Radsports in Köln eröffnet. Sicher erinnern sich viele Leser noch: das diesjährige Rennen „Rund um Köln“ musste erstmalig in der Geschichte aufgrund von Schneefall und glatten Straßenverhältnissen im Bergischen Land abgesagt werden. Auch der aufopferungsvolle Einsatz von Veranstalter Artur Tabat und seinen Helfern sowie der Schnee-Räumdienste war für eine gefahrlose Durchführung des Rennens vergebens. Höhen und Tiefen hat der deutsche Radsport schon viele erlebt, wie zum Beispiel den ersten Weltkrieg, die NS-Diktatur mit dem zweiten Weltkrieg oder die derzeitige „Dopingkrise“. Die Freunde des Radsports in Köln hoffen, das dieser schöne Sport wieder zurück in die Herzen der Sportfreunde findet und freuen

Zeitungsausschnitt vom 9. Mai 1933: Josef Neumeier aus Rodenkirchen hatte „Rund um Köln“ gewonnen. Repro: Thielen

sich schon jetzt auf ein schönes, sonniges „Rund um Köln“ 2009. Im Zusammenhang mit der Ausstellung im Deutschen Sport- und Olympia-Museum hat der Kölner Stadt- und Sport-Historiker Frank Schwalm ein Begleitbuch „100 Jahre Rund um Köln“ geschrieben. In ihm wird auch an Josef Neumeier erinnert. Der frühere Bürger Rodenkirchens,

Sohn und Schwiegertochter wohnen auch heute noch im Malerviertel, hat das Rennen 1933 in der B-Klasse gewonnen. Er legte die 260-Kilometer lange Strecke damals in acht Stunden und 24 Minuten zurück Im nächsten Bilderbogen werden wir im Rahmen der Ausstellung auch an Josef Neumeier erinnern.

Im Umfeld des sogenannten „Kultur-Cafes“ geht es ruhiger zu: neben zahlreichen Ausstellern werden hier zum Beispiel „Sakkokolonia“ „kölsche Krätzjer verzälle“, unterstützt von Reimredner Charly Plückthun. Klassische Musik in der Pfarrkirche St. Georg: samstags singt Konzertsängerin Susanne Graf (Sopran) begleitet von Stefan Harwardt an der Orgel Lieder von Bach, Mendelssohn-Bartholdy und anderen, am Sonntag gibt hier Adrienne Morgan-Hammond mit Chor und der Gruppierung „The Ladies“ ein Konzert, basierend auf Soul, Gospel und Blues. Traditionell ist bei diesem Dorffest natürlich auch an die kleinen Besucher gedacht. Es gibt zahlreiche Spiele bis hin zur sehr beliebten Pony-Kutsche. Ansonsten: Informationen zu Programm, Ausstellungen und Gastronomie gibt es auf der 57


Namen + Notizen

Junges Theater zeigt „Flower-Power“-Musical Die zweite öffentliche Produktion des Jungen Theaters Köln ist eine Eigen-Produktion des gesamten Ensembles. Elf Darstellerinnen und Darsteller haben im letzten halben Jahr an insgesamt sieben Wochenenden getextet, gesucht, getanzt, gesungen, geflucht, geprobt, geweint, geschrien und schließlich gefunden. Begleitet, unterstützt und geleitet wurden sie dabei von Jörg Smok, Regisseur und Theaterpädagoge des Jungen Theaters Köln. Das Stück heißt: „Flower-Power“ – Das Musical. Im Streit mit ihren Eltern und aus Protest flüchtet sich das junge Mädchen Wiebke auf den elterlichen Dachboden. Und in den Ecken und Winkeln, den Schränken und Kartons begegnet ihr die immer noch aufbewahrte, längst vergessene aber noch sehr lebendige Vergangenheit ihrer Eltern. Mit insgesamt 16 Songs und vielen intensiven Begegnungen taucht Wiebke ein in die Vielfalt der 68er-Zeit und läßt sich von dieser wilden Mischung total begeistern. Die Aufführungen sind immer sonntags um 18 Uhr in der Aula des Rodenkirchener Gymnasiums. Nächster Termin: 21. September. Karten zum Preis von zehn Euro, ermäßigt fünf Euro, gibt es am Kartentelefon 02236/321 101 oder unter jungestheaterkoeln@freenet.de. Weitere Termine zum Vormerken: 26. Oktober und 30. November.

Erfolgreiches Jugendvorstellwochenende beim SC – Platzsituation immer dramatischer Es ist fast schon Tradition, dass die fußballbesessenen Kinder mit ihren Eltern zum SC Rondorf kommen, wenn dort das alljährliche Jugendvorstellwochenende stattfindet. Auch in diesem Jahr konnten die Rondorfer ihre Veranstaltung wieder als vollen Erfolg verbuchen. Die Jugendmannschaften des SC präsentierten sich in einem spannenden Turnier ihren Gästen, was bei vielen Kindern die Lust am aktiven Fußballspielen weckte. Trotz 58

eines verregneten Tages waren viele Besucher auf den Platz gekommen.

malig in Köln in der ErzengelMichael-Kirche in der Pfarrer-teReh-Straße 7.

Ein halbes Jahr lang plante Sven Sondermann, selber Trainer der Mini-Kicker und der F-Jugend, mit einem sechsköpfigen Team diese Veranstaltung. Die Idee war ursprünglich, die Jugendarbeit des SC Rondorf bekannt zu machen und neue Spieler für den Verein zu gewinnen. Das hat hervorragend geklappt - mittlerweile explodieren die Mitgliederzahlen im Jugendbereich in allen Altersgruppen. Besonders stolz ist man auf die neue Mädchenmannschaft. Hier kicken inzwischen 14 Mädchen ab dem Jahrgang 1998 für den SC Rondorf.

Einfühlsame, sehr individuelle Fotografien zeigen den Menschen hinter der Krankheit. Begleitende Texte und Biografien der Betroffenen erzählen die Geschichte hinter den Bildern. Die Ausstellung ist geprägt durch eigene familiäre Erfahrungen des Ehepaars Uhlmann, aber auch durch deren Besuche in Wohnheimen, Einrichtungen und Familien. Die Ausstellung ist dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr geöffnet.

„Ganz wichtig ist der Spaß am Fußball“, weiß Sven Sondermann. „Bei den Kleinsten wird durch ein spielerisches Training der Spaß geweckt, damit die Kinder später gerne in den Mannschaften des SC spielen.“ Dieses Rezept ist voll aufgegangen. Inzwischen kicken über 250 Jugendliche in den Abteilungen des SC Rondorf, die von 32 ehrenamtlichen Trainern und Helfern betreut werden. Natürlich brauchen die vielen Kinder auch eine Trainingsmöglichkeit. So ist das Thema Platzanlage in Rondorf aktueller denn je. „Wir haben inzwischen erhebliche Probleme, akzeptable Trainingszeiten für die Kinder zu koordinieren“, weiß Sven Sondermann aus eigener Erfahrung. Mit seinen Minis geht er schon um 15 Uhr auf den Platz: „In meinem Job kann ich mir die Zeit so einteilen, bei vielen anderen Trainern gibt das aber ziemliche Probleme.“ Die Rondorfer hoffen sehr, dass dieses Thema zeitnah von der Stadt angepackt wird, damit ein halbwegs geordneter Trainingsbetrieb auf Dauer möglich ist. (KS).

Ausstellung: „Was bleibt... Menschen mit Demenz“ Menschen mit Demenz haben Würde, Persönlichkeit und sind einzigartig. Dies zeigt die FotoAusstellung „Was bleibt... Menschen mit Demenz“ von Petra und Michael Uhlmann. Die Diakonie Michaelshoven präsentiert die Ausstellung vom 1. September bis zum 24. Oktober erst-

20. Rheinbogenlauf des TSV - Laufen und Grillen im Weißer Rheinbogen Auch zum zwanzigsten Jubiläum war die Beliebtheit des Weißer Rheinbogenlaufes wieder ungebrochen: 357 Teilnehmer gingen insgesamt auf die Strecke. 296 Läuferinnen und Läufer waren beim Zehn-Kilometer-Lauf dabei, der auch in die Wertung des Köln-Cup und des Gilden-Cup mit einfließt. Sechs Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 1998 bis 2002 starteten früh morgens ihre Läuferkarriere beim Kinderlauf über einen Kilometer. Etwas abgekämpft aber glücklich schickten die Sprösslinge dann ihre Eltern auf die Laufstrecke. 55 Läuferinnen und Läufer absolvierten die fünf Kilometer lange Strecke beim Jedermannlauf, bevor dann der Hauptlauf gestartet wurde. „Bitte immer dem Radfahrer hinterher laufen – aber nicht überho-

len!“ – nach diesem Hinweis machte sich eine bunt gemischte Läufertruppe auf den Weg. „Die Leute haben hier einfach Spaß am Laufen“, freut sich HeinzGerd Tenhaef, der Pressewart der Leichtathletikabteilung des TSV Weiß, über das anhaltende Interesse am Rheinbogenlauf. „Im Gegensatz zu den großen Marathonläufen wird den Teilnehmern hier eine familiäre Atmosphäre geboten.“ Das wissen die Leute zu schätzen, beim Jedermannlauf waren ganze Familien an den Start gegangen. „Der Zehn-Kilometer-Lauf ist durch die Punktewertung für den Gilden Cup und den Köln Cup richtig attraktiv geworden“, so Tenhaef weiter. Dazu kommt noch die besondere landschaftliche Schönheit der Strecke durch den Weißer Rheinbogen. Den Hauptlauf absolvierte Marc Fricke von Non-Stop Ultra Brakel als Sieger bei den Herren in einer Zeit von 34:20 Minuten, bei den Damen gewann Marlies Meyer vom Laufteam Bunert in 38:07 Minuten. Beim Fünf-Kilometer-Lauf gewann Moritz Kümmeier vom Brühler TV 1879 bei den Herren mit einer Zeit von 16:03 Minuten, Nora Pillmann vom TUS Köln rrh. war bei den Damen mit 20:18 Minuten die Schnellste. Weitere Ergebnisse findet man unter www.tsvweiss.de. Wer wann auch immer abgekämpft das Ziel erreichte, wurde dort bestens betreut. Verpflegung und Organisation des Rheinbogenlaufes wurden auch in diesem Jahr wieder von den Vereinsmitgliedern des TSV Weiß organisiert. (KS).

Mit Spaß und Elan starteten die Läuferinnen und Läufer zum zwanzigsten Rheinbogenlauf des TSV Weiß. Foto: Surmann


„Die kölsche BenefizGala 2008“ Zirkus einmal ganz anders versprechen die Veranstalter von „Die kölsche Benefiz-Gala 2008“, der gemeinnützige Verein „Achtung! Respekt! Hilfe die bewegt! e.V.“. Künstler aus Zirkus und TV, allen voran Jürgen Becker, wollen den Besuchern einen unvergesslichen Abend bereiten. Die Gala findet statt am Freitag, 26. September, ab 18.30 Uhr im Zirkus- und Artistik-Zentrum in Köln, An der Schanz 6 (KVBHaltestelle Slabystraße). Durch den Abend führen Ursula Wolters und Sebastian Körber (unter anderem bekannt durch seinen „Kulturbeutel“). Auskunft unter www.dkdt.de.

SPD-Bürgersprechstunde in Zollstock Ingrid Hack, Landtagsabgeordnete für den Kölner Süden, und Götz Bacher, SPD-Ratsherr aus Zollstock, laden gemeinsam zu einer Bürgersprechstunde am Dienstag, 2. September, von 17 bis 19 Uhr ins Bürgerhaus Zollstock, Rosenzweigweg 3 ein. VertreterInnen des SPD-Ortsvereins wollen interessierten Bürgern ebenfalls Rede und Antwort stehen.

Basell übergab neue Tore für Godorfer Bolzgelände „Wir wollen nicht irgendwo fördern, sondern gerne vor unserer Haustüre“, sprach Dr. Jürgen Kerth. Er ist Geschäftsführer der Basell Polyolefin in Deutschland. Eines ihre Werke steht bekanntlich in Wesseling. Das Unternehmen hat jüngst zwei Aluminiumtore für das Bolz- und Spielgelände neben dem Spielplatz Katharinenstraße in Godorf gestiftet. Die Idee zur Aufwertung des Wiesengeländes hatte Hardy Brüggen. Das Mitglied der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Godorf 1851 e.V. wohnt in direkter Nachbarschaft zum Areal. Daher konnte er gut beobachten, wie in den letzten Jahren das frühere Kirchen- und heutige städtische Grundstück zwischen

Friedhof, Katharinen- und Mathildenstraße für die Kinder und Jugendlichen immer mehr an Attraktivität einbüßte. Einst vorhandene Tore waren längst verschwunden, die Pflege des Grüns durch die Stadt erfolgte nur unregelmäßig. So kam Brüggen der Geistesblitz, bei umliegenden Firmen um Unterstützung nachzufragen. „Basell war direkt Feuer und Flamme“, freut sich Brüggen über deren Beteiligung. Außerdem sagte die Stadt eine geregelte Hege der Grünfläche zu. Engagieren will sich auch die Schützenbruderschaft für das Freizeitgelände, und zwar in Form einer Schirmherrschaft. „Wir werden ein Auge darauf haben“, so der Familienvater Brüggen. Anlässlich der offiziellen Tor-Übergabe luden die Schützen zu einem kleinen Fest. Nachdem Kerth die Anwesenden begrüßt, die Motivation des Unternehmens genannt und Initiator Brüggen einen Fußball überreicht hatte, vollzog er den Anstoß zum Einweihungs-Spiel. Dabei traf eine Auswahl von Schützen und weiteren Godorfern auf die Basell-Werkself. Aus einem guten Grund wurde das Spielfeld mit den entsprechend ausgerichteten Toren im hinteren Bereich, Richtung Mathildenstraße, angelegt. So befindet es sich in einem gebührenden Abstand zum Friedhof. „Kein Ball soll die Totenruhe stören“, so Brüggen. E. Broich.

Lale trifft.... Manfred Kock Zur fünften Runde der „Lale trifft.. der Kölner Südstadt-Talk“ begrüßt Gastgeberin Lale Akgün den Theologen und ehemaligen Vorsitzenden der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Manfred Kock. In dem Gespräch geht es um das Thema: „Ist Glaube noch wichtig? Über die Rolle von Religion im säkularen Staat“. Kock war von 1988 bis 1992 und von 1994 bis 1998 Präses der Synode der evangelischen Kirche im Rheinland. Danach Vorsitzender des höchsten kirchenpolitischen Entscheidungsgremiums der EKD. Manfred Kocks Amtszeit endete 2003, nicht jedoch sein Bestreben, sich auch öffent-

Etwas scheu nahmen diese Kindergartenkinder die „Kinderpflanze des Jahres” in Empfang. Foto:Thielen

lich zu sozialen und politischen Themen zu äußern. Termin der Talkrunde ist am Donnerstag, 18. September, ab 20 Uhr im „Spielplatz“, Ubierring 58. Der Eintritt ist frei.

„Finkens Garten“: Schwarzer Holunder wurde „Kinderpflanze des Jahres“ Speziell für seine kleinen Besucher entdeckt, testet und kultiviert „Finkens Garten“, der Naturerlebnisgarten der Stadt Köln hier bei uns in Rodenkirchen, Pflanzen, die Kindern Spaß machen und sie nicht enttäuschen. Eine davon küren die Pänz zur Kinderpflanze des Jahres. Garten-Chef Bernd Kittlass zum Bilderbogen: „In diesem Jahr machte die Wiederentdeckung einer schon den Germanen bekannten heimischen Wild- und Kulturpflanze das Rennen. Der schwarze Holunder, der auch in der Harry-Potter-Welt eine Rolle spielt!“ Seine Eigenschaften: robust in jedem Boden, anspruchslos, Stadtklimafest, frost- und dürrehart. Blüten, Früchte und Stängel erfreuen Menschen, Vögel und Insekten. Die Entscheidung über die diesjährige Kinderpflanze des Jahres haben die Kindergartengruppen, die Erzieherinnen und Erzieher und Mitarbeiter von Finkens Garten gemeinsam getrof-

fen. Der Naturerlebnisgarten hat Holunder im vorigen Jahr an 156 Kinder- und Schulgärten verteilt. Zu den Titelträgern der Vergangenheit zählen so exotische und für Kinder spannende Pflanzen wie die wachsenden Spazierstökke, die nur Daumennagel großen Ur-Tomaten aus den Anden und der Hopfen als Europameister im Klettern. Auf dem Siegespodest standen auch schon die Kaugummi-, die Zahnputz- und die SchokoladenPflanze, sprechende Blüten, die Vanille- und die Gummibärchenblume, die Zitronenverbene, die Kallebassen, Rattenschwänze, die man essen kann, die RiesenSonnenblume „King Kong“, die Pflanze „Rührmichnichtan“ und der Schmetterlings-Magnet. Zur Info: „Finkens Garten“ ist der Naturerlebnisgarten der Stadt Köln, hier in Rodenkirchen, Friedrich-Ebert-Straße 49. Er ist samstags, sonntags und feiertags ganzjährig von 9 bis 18 Uhr geöffnet. In der Woche nur für Kindergärten und Schulen (nach Voranmeldung). Ansprechpartner ist Bernd Kittlass, Telefon 0221/285 73 64, am besten zwischen acht und neun Uhr. Hauptsponsor ist der LionsClub Köln-Hansa, der Jahresetat der Einrichtung im Haushalt der Stadt Köln beträgt 4.500 Euro pro Jahr. (HT). 59


Rodenkirchener Veranstaltungskalender bis zum 21. September: „Reisen in die Welt der Farben“ – Bilder-Ausstellung von Susanne John im Foyer der Maternus-Seniorenwohnanlage in Rodenkirchen, Hauptstraße 128. Täglich geöffnet von 9 bis 19 Uhr.

bis Ende Oktober Ausstellung im Skulpturengarten von Helga Neef in Sürth, Carl-von-Linde-Straße 4. Geöffnet freitags, samstags, sonn- und feiertags von 13 bis 18 Uhr oder nach Vereinbarung unter Telefon 02236/69681.

bis Ende Oktober „Mensch und Natur“ Ausstellung in der Reihe „Kunst im CAZ“ im Lichthof des CaritasAltenzentrums in Rodenkirchen, Brückenstraße 21. Zu sehen sind Werke von Johanna SiegbergKienast und Cornelia Weck.

Donnerstag, 28. August, 20 Uhr „Gardenparty“ mit der bekannten isländischen Band „Mezzoforte“ im Alten Pfandhaus im Severinsviertel. Info unter www.mezzoforte.com, Vorverkauf 25 Euro, Abendkasse 32 Euro.

Freitag, 29. August, 15.30 Uhr Der Turn-Verein Rodenkirchen lädt zur Stadtführung durch das Hansaviertel mit Besichtigung geschichtsträchtiger Bauten vom Klingelpütz bis nach St. Gereon und abschließendem Kölsch in der Gaststätte „Jan von Werth“. Treffpunkt am Saturn, Preis pro Person 12 Euro, schriftliche Anmeldung per Fax (02236/872 866 oder per Mail nc-januszdi@netcologne.de.

Freitag, 29. August, 20 Uhr „Blue:notes“ im „Bistro verde“ in der alten Schmiede in Rodenkirchen, Maternusstraße 6, mit dem Afro-Jazz-Funk-Ensemble „Terrence Ngassa“. Eintritt zwölf Euro, Vorverkauf im Bistro.

Samstag, 30. August, 10 Uhr „Rodenkirchen erinnert sich“ Kleiner Rundgang durch das alte Rodenkirchen von der 60

Autobahnbrücke (Treffpunkt) über den Leinpfad bis zum Auenviertel. Mit Dr. Cornelius Steckner und interessierten Alt- und Neubürgern von Rodenkirchen.

Samstag, 30. August, 11 – 13 Uhr „SoKo Veedel“ auf dem Maternusplatz in Rodenkirchen, unter anderem stellt sich Oberbürgermeister Fritz Schramma den Fragen der Bürger.

Samstag, 30. August, 11 Uhr „Steinreich, aber arm dran: Gallensteine“ – Vortrag im St. Antonius-Krankenhaus in Bayenthal, Schillerstraße 23, über Ursachen, Diagnosen und moderne Behandlungsmethoden mit Oberarzt Dr. med. J. Bette. Veranstalter ist der Förderverein des Krankenhauses.

Samstag, 30. August, 16 Uhr Ausstellungseröffnung „Skulptur draußen“ in Weiß, Weißer Hauptstraße 52. Bis zum 21.November werden hier Arbeiten von Ralph Kleiner gezeigt. Geöffnet immer freitags von 15 bis 19 Uhr und unter telefonischer Vereinbarung unter 0178/692 83 58.

Samstag, 30.August, 17 – 18 Uhr „Rosen- und Liebesmärchen“ – erzählt von Marlis Arnold, unterstützt von Eva-Maria Blumschein an der Harfe, im Skulpturengarten von Helga Neef in Sürth, Carl von Linde-Straße 4, geöffnet freitags, samstags, sonnund feiertags von 13 bis 19 Uhr.

Samstag, 30. August, 17.30 Uhr „musikFabrik trifft Maul & Trommel“ – Außergewöhnliches Konzert in der Erzengel-MichaelKirche in Michaelshoven, mit einem Behinderten-Ensemble und Profimusikern. Eintritt frei.

Samstag, 30. August, 18 Uhr Sommerfest der „Großen Rodenkirchener KarnevalsGesellschaft“ auf dem Hof von Willi Pütz, Sürther Straße 105.


Termine und Veranstaltungen senden Sie bitte per Brief, Fax oder E-Mail an den Kölner Bilder-Bogen, Postfach 50 19 06 in 50979 Köln, redaktion@bilderbogen.de.

Samstag, 30. August, 20 Uhr

Dienstag 2. September, 17 – 19 Uhr

Konzert mit der Gruppe „Son de Colonia“ auf dem Hof von „Skulptur draußen“ in Weiß, Hauptstraße 52. Eintrittskarten zum Preis von zehn Euro im Vorverkauf in der Buchhandlung Köhl am Rathausplatz in Rodenkirchen.

SPD-Bürgersprechstunde im Bürgerhaus Zollstock, Rosenzweigweg 3, mit der LandtagsAbgeordneten Ingrid Hack, Stadtrat Götz Bacher und Vertretern des Ortsvereins.

Sonntag, 31. August, 11 Uhr 7. Internationales Kölnbergfest in Meschenich, Fischenicher Straße und an der Fuhr, mit vielen Überraschungen, Blom un Blömcher, Oldtimer-Motorrad-Ralley, Bungee-Trampolin, viel Musik, Familienflohmarkt und Sportund Spielangeboten für alle Altersgruppen. Veranstalter sind einige Meschenicher Initiativen.

Freitag, 5. September, 19.30 Uhr Die Rodenkirchener Autorin Ursula Rumin liest aus ihrem neuen Buch „Die Kraft zu leben“ in der Stadtteilbibliothek Rodenkirchen, Schillingsrotter Straße 23. Eintritt fünf Euro.

Freitag, 5. September, 19.30 Uhr

Gemeindefest der Evangelischen Kirchengemeinde Rodenkirchen unter dem Motto „Fest der Sinne“ mit buntem Programm für kleine und große Leute auf dem Gelände rund um die Erlöserkirche, Sürther Str. 34.

Eröffnung der Ausstellung „Wolkentunnel“ – Malerei, Zeichnungen, Objekte und Installationen des Sürther Künstlers „Samarpan“ in der Lutherkirche in der Südstadt, Martin-Luther-Platz, mit einer musikalischen Einführung des Komponisten Daniel Distelkamp. Geöffnet bis zum 28. September donnerstags bis samstags von 16 bis 19 Uhr, sonntags von 11 bis 14 Uhr.

Sonntag, 31. August, ab 12 Uhr

Samstag, 6. September, 12 Uhr

Ökumenisches Gemeindefest der evangelischen Kirchengemeinde Bayenthal gemeinsam mit der katholischen Nachbargemeinde im Park neben der Reformationskirche, Mehlemer Straße 29, mit buntem und abwechslungsreichen Programm für Jung und Alt, Kinderspielen, LiveMusik und „Ökumene-Parcours“.

Öffnungstag im Kölner Festungsmuseum, dem Zwischenwerk VIIIb in Rodenkirchen an der Militärringstraße,

Sonntag, 31. August, 11 Uhr

Ecke Heinrich-Lübke-Ufer, mit kostenlosen Führungen um 12, 14 und 16 Uhr. Veranstalter: Crifa Köln, Info auch unter www.crifa.de.

Samstag, 6. September ab 15.30 Uhr und Sonntag, 7.September, ab 12.30 Uhr: „Ganz in Weiß – Im bunten Süden“ – Stadtteilfest in Weiß in der Sackgasse mit privaten Veranstaltern und der Dorfgemeinschaft.

Sonntag, 7. September, 10 – 14 Uhr Flohmarkt „Alles fürs Kind“ im katholischen Pfarrzentrum Heilige Drei Könige in Rondorf, Hahnenstraße. Veranstalter ist die kfd.

Donnerstag, 11. September, 18 Uhr Rodenkirchener Gespräch zum

Thema „Abgeltungssteuer – Antworten auf die wichtigsten Fragen“ im Kölner Ruder-Verein von 1877 in Rodenkirchen, Barbarastraße 47-49. Karten zum Preis von 15 Euro beim Veranstalter „Nacken, Hillebrand Partner“, Telefon 0221/9355 21 80 oder bei kvs (www.kvs-tikkets.de) im Sommershof.

Donnerstag, 11. September, 19.30 Uhr Musik in Michaelshoven: Wolf Doldinger and Best Friends, Jazz vom Feinsten in der Erzengel-Michael-Kirche in Michaelshoven, Pfarrer-te-Reh-Straße 7, Eintritt frei.

Freitag, 12. September, bis Sonntag, 14. September 25. Kölner Stadtmeisterschaften für Kiel- und Kajüt-Segelyachten auf dem Ijsselmeer.

Montag, 1. September, 14 Uhr Ausstellungseröffnung „Was bleibt... Menschen mit Demenz“ – Fotos und Geschichten in der Etrzengel-MichaelKirche in Michaelshoven, Pfarrer-te-Reh-Straße 7. Bis zum 24. Oktober dienstags von 10 bis 12 und donnerstags von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Info bei Annette Canè, Telefon 0221/3599-8417.

Montag, 1. September, 19 Uhr Vortragsabend der Kolpingsfamilie Rodenkirchen im Pfarrheim „Wabe“, Siegstraße 56. Thema: „Atmung, Lungenfunktion, Schlaf, Magnetfeldtherapie“. Referent Josef Schneider, Gäste willkommen. 61


Rodenkirchener Veranstaltungskalender anschließendem Chorkonzert im Festzelt in Immendorf.

Eintritt zehn Euro, ermäßigt fünf Euro.

Samstag, 20. September, ab 14 Uhr

Montag, 22. September, 17 Uhr

Immendorfer Kirmes im Festzelt mit dem Veranstalter Männer-Quartett „Frohsinn“ mit Senioren-Nachmittag und Tanzabend.

Sitzung der Bezirksvertretung im Stadtbezirk Rodenkirchen im großen Sitzungssaal des Bezirksamtes, Hauptstraße 85.

Sonntag, 21. September, 9.30 Uhr Immendorfer Kirmes mit FestHochamt im Zelt, Frühschoppen, Familien-Nachmittag und Tanzabend. Veranstalter: MännerQuartett „Frohsinn“. So war es bei der „Kultur in der Sackgasse” im letzten Jahr: die kleinen Primadonnen bereiten sich auf ihren Auftritt vor. Foto: Sarah Thielen

Schirmherr: OB Fritz Schramma, Veranstalter: Kölner Yacht-Club.

Donnerstag, 18. September, 20 Uhr

Samstag, 13. September, 15.30 Uhr

„Lale trifft...“ – Der beliebte Südstadt-Talk mit der Bundestags-Abgeordneten Lale Akgün im „Spielplatz“, Ubierring 58. Heutiger Gast: Manfred Kock, ehemaliger Vorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland. Thema „ Ist Glaube noch wichtig? Über die Rolle von Religion im säkularen Stadt“. Eintritt frei.

„Nach-Sommerfest“ der Hochkirchener Karnevals-Gesellschaft „Der Reiter“ in der Gaststätte „Bei d’r Bogelamp“ in Hochkirchen, Rodenkirchener Straße.

Sonntag, 14. September, 10 Uhr Uraufführung der „Maternusmesse“ unter der Leitung des Komponisten und Dirigenten Markus Stoffel und dem Kirchenchor St. Maternus in der Pfarrkirche St. Maternus, Rodenkirchen, Hauptstraße.

Sonntag, 14. September, ganztägig Tag des Offenen Denkmals in Köln zum Thema „Vergangenheit aufgedeckt – Archäologie und Bauforschung“ mit insgesamt über 300 Führungen und Exkursionen in über 90 Objekten.

Sonntag, 14. September, 18 Uhr Eröffnung des neuen Gaststätten-Restaurants „Wirtzhaus“ in Weiß, Weißer Hauptstraße (früher: „Alte Post“.

Freitag, 19. September, 19 Uhr Musikalischer Abend im „Fährhaus“, Steinstraße, mit der Pianistin Friederike Huck bei àla-carte-Küche und freiem Eintritt.

Freitag, 19. September, 19 Uhr Fass-Anstich zur Immendorfer Kirmes mit Bezirksbürgermeisterin Monika Roß-Belkner und

Sonntag, 21. September, ab 10 Uhr Großes Maternusfest „Rund um die Arche” in Rodenkirchen, Augustastraße. Familienmesse mit Gospelchor, Jazzfrühschoppen, Jugendkeller-Führung, Kindergartenchor, Tombola, dem Auftritt der „Playbacks” und einer Disco im Saal mit der katholischen Jugend und allem, was zu dem Maternusfest sonst noch gehört.

Sonntag, 21. September, 11 Uhr Märchen-Matinee in der Jungen Kammeroper in Rodenkirchen, Friedrich-Ebert-Straße 4 in Rodenkirchen mit Marlis Arnold. Thema „Grimms und Gramms“. Eintritt acht Euro, ermäßigt vier Euro.

Sonntag, 21. September, 18 Uhr Musical „Flower Power“ mit dem „Jungen Theater Köln“ in der Aula des Rodenkirchener Gymnasiums, Sürther Straße.

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Montag, 15. September, 19 Uhr Vortragsabend der Kolpingsfamilie Rodenkirchen im Pfarrheim „Wabe“, Siegstraße 56. Thema: „Kolpingurlaub in Ungarn“, Referent Walter Wüller. 62

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Freitag, 26. September, ab 18.30 Uhr Kölsche Gala 2008 – Eine Benefiz-Veranstaltung von „Achtung! Respekt! Hilfe die bewegt e,V.“ im Zirkus- und Artistik-Zentrum Köln, An der Schanz 6, unter anderem mit Jürgen Becker, Felix Gaudo und anderen. Moderation: Ursula Wolters und Sebastian Körber. Info: www.dkdt.de.

Samstag, 27. September, bis Dienstag, 30. September Schützenfest in Rodenkirchen mit Rummelplatz auf den Rheinwiesen.

Samstag, 27. September, 11 Uhr Vortrag im St. Antonius-Hospital in Bayenthal, Schillerstraße 23. Chefarzt Dr. Stephan Meyer referiert über die Reflux-Krankheit (Sodbrennen und saures Aufstoßen). Veranstalter ist der Förderverein, Eintritt frei.

Montag, 29. September, 19 Uhr Religiöser Vortragsabend der Kolpingsfamilie Rodenkirchen im Pfarrheim „Wabe“ Siegstraße 56. Thema: „Erzengel Michael – Schutzpatron der Deutschen in schwerer Zeit“ mit Manfred Müller aus Essen.

Dienstag, 30. September, 19.30 Uhr „Rodenkirchen erinnert sich“ – Runder Tisch in der Stadtteilbibliothek Rodenkirchen mit Dr. Cornelius Steckner. Eintritt frei.

Samstag, 4. Oktober, 20 Uhr „Haus Berger trifft Bayern“– Kölsch-Bayrische Spezialitäten und Oktoberfestbier im Haus Berger mit Diskjockey und BusShuttle alle 20 Minuten über Siegfriedstraße, Rathaus, Maternusplatz zum Bahnhof. Eintritt frei.


Gewinnen Sie einen Tanzkurs in der Tanzschule Stallnig-Nierhaus Viele unserer Leser erinnern sich sicher noch an die Rodenkirchener Sommertage. Damals hieß das Motto „Servus, Gruetzi und Hallo“ wegen der gleichzeitig in Österreich und der Schweiz stattfindenden Fußball-Europa-Meisterschaft. Sonntags um vier wurden damals alle Lautsprecher gleich geschaltet, und unter der Leitung von Georg Stallnig-Nierhaus grüßten die Rodenkirchener die österreichische Hauptstadt Wien mit einem ....Stop! Das wird jetzt hier nicht verraten, denn das ist unsere Frage:

Mit welchem Tanz grüßten die Rodenkirchener bei den Sommertagen die österreichische Hauptstadt Wien? Schicken Sie eine Postkarte, eine Mail oder ein Fax an den KBB-Verlag, Postfach 50 19 06 in 50979 Köln, Fax-Nummer 0221/935 26 86 oder redaktion@bilderbogen.de. Vergessen Sie die Antwort und ihre Adresse nicht, und wenn Sie Glück haben, gewinnen Sie als Preis einen Tanzkurs für zwei Personen in der

Tanzschule Stallnig-Nierhaus in Köln, Bonner Straße 234. Sie können eine Karte aber auch ganz einfach in unserer Redaktion in der Wilhelmstraße 59 in Rodenkirchen einwerfen. Einsendeschluss ist der 17. September, der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Wer sich schon vorher über das Angebot der Tanzschule informieren will, kann das unter www. StallnigNierhaus.de. gerne tun. (HT).

Inserenten in dieser Ausgabe ÄRZTEHÄUSER, ÄRZTE, SPORT, GESUNDHEIT, ALTENPFLEGE Ansgar Maroldt und Annette Wehmeier, Allgemeinmediziner S. Diakonie Michaelshoven S. Förderverein St. Antonius-Krankenhaus S. Hahn, Dr. Oliver S. Klinik „Links vom Rhein“ S. Krauße, Zahnarztpraxis S. Maternus-Seniorenwohnanlage S. Medizinischer Fahrdienst Köln-Rodenkirchen S. St. Antonius-Krankenhaus S. Villavita S. 1 / S. AUTOMOBILE, ZUBEHÖR Autoglas Colonia Autohaus Barthel Autohaus Bauer, Volkswagen-Partner Autoreparatur Müller & Kellig B & S Automobile GmbH Rodenkirchener Karosserieund Lackierbetrieb

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Jetzt kann gelesen werden: Florian Scheel und Marc Müller holten ihre Gutscheine in der BilderbogenRedaktion ab. Foto: Thielen

dem Lindenweg in Hochkirchen, legte eine Flugstrecke von 448 Kilometer zurück und landete in Langenbogen in Sachsen-Anhalt. Allerdings haben sich weder der Gewinner noch seine Eltern bis heute bei uns gemeldet, um den ersten Preis, einen Bücher-Gutschein über 50 Euro, bei uns abzuholen.

Sommertage: Ballon flog bis nach Sachsen-Anhalt Viele Kinder und Erwachsene werden sich sicher noch an den „Luftballon-Weitflugwettbewerb“ erinnern, den der Bilderbogen während der „Rodenkirchener Sommertage“ durchgeführt hat. Ballon um Ballon stieg von der Rodenkirchener Hauptstraße in den Himmel, und bis zum Ende des Spiels waren 26 Karten gefunden und in unsere Redaktion zurückgeschickt worden. „Go East“ - war an den Sommertagen das Motto, zumindest was die hauptsächliche Richtung des Windes anging. Der Luftballon des Gewinners, Justin Wirtz aus

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Der zweite und der dritte Preis gingen nach Brühl. Und zwar an Florian Scheel, dessen Ballon bis nach Sömmerda in Thüringen flog (400 Kilometer) und an Marc Müller, dessen Ballon in Mühlhausen, ebenfalls in Thüringen (341 Kilometer) wieder festen Boden erreichte. Die Eltern der beiden Gewinner kennen sich und kamen gemeinsam in die Redaktion, um die beiden Preise, Bücher-Gutscheine im Wert von 30 und 20 Euro abzuholen. Die Redaktion bedankt sich bei allen, die an unserem schönen Wettbewerb teilgenommen haben und möchte auch nicht verschweigen, wo der Ballon mit der kürzesten „Flugweite“ gelandet ist: „Auf dem Klemberg“ in Weiß. (HT).

Worte des Monats „Gegen einen schönen Sommerabend am Rodenkirchener Rheinufer ist Saint Tropez doch Kinder-Fasching!“ Junge Frau auf dem „Bootshaus Rodenkirchen“ beim Sonnenuntergang über der Autobahnbrücke.

„Morje sull et rääne!“ - „Jo, ävver nit in Kölle – nur drömeröm!“ Zwei Bootseigner auf Rodenkirchener Bootshaus kommentieren die Wettervorhersage.

„Halb Acht!“ Antwort eines gut sieben Jahre alten Mädchens auf die Frage einer älteren Dame: „Wie alt bist Du denn?“

„Ich hätte früher auch als Wasserspringer Karriere machen können. Meine Spezialität war der Kopfsprung gegen das Brett!“ Hiesiger Kneipenwirt sinniert mit dem Lokalredakteur über Olympia.

„Da wurden um acht nicht nur die Bürgersteige hochgeklappt, sondern auch sorgsam zusammen getragen und weggebracht!“ Rodenkirchener an der Theke der „Quetsch“ über seinen Urlaubsort.

„Es glitzert, es ist sinnlos, ich will es!“ Rodenkirchener Urlauber über das Einkaufsverhalten seiner blonden Freundin auf spanischen Märkten.

„Wievill Joldmedalljen jitt et do in Peking?" – „Jenau 302." – „Ja, un nächstens kütt noch Würfeln dozo." – „Eja – ävver ohne Bier." – „Woröm dat dann?" – "Weil du dann jedopt wärs!" Knobelbröder in einer zentral gelegenen Rodenkirchener Raucherkneipe.

„Kölle läv un deit sich räge, wenn sich alle Häng bewäge. Dröm sag nit: Ich ben et satt, Denk: et eß ding Vatterstadt!“ Historisches Kalenderblatt im Vorzimmer des Bezirksamtsleiters in Rodenkirchen.



Heft Nr. 594 Kölner Bilderbogen September 2008