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NR. 587

Februar 2008

Menschen, denen Sie in diesem Heft begegnen: Friedhelm Becker, Jennifer Bongardt, Ewa Brus, Hermann J. Diedrich, Angelika Drawitz, Kerstin Henkel, Andreas Henseler, Jürgen Kissner, Hubert Koch jr., Christian Maassen, Dr. Martin Müser, Henry Palmbusch, Monika Roß-Belkner, Karl-Heinz Thielen, Bernd Tillmann-Gehrken.


Bilderbogen-Umfrage: Wie halten es die Rodenkirchener mit der Fastenzeit?

„Ich will so bleiben wie ich bin” ach Aschermittwoch beginnt das große Reinemachen, dazu gehört auch die Fastenzeit. Im christlichen Kalender beginnt die Fastenzeit am Aschermittwoch und endet mit der Osternachtsfeier. Die Kirche hat auch gleich eine Definition parat, was denn dann zu tun und zu lassen ist. Dazu liest man in der „Bußpraxis“ der katholischen Bischöfe: „Als Fasten hat die Kirche von alters her nicht irgendein beliebiges Opfer bezeichnet, sondern konkret den Verzicht auf Nahrungsaufnahme. Im Allgemeinen meint die katholische Kirche mit "Fasten" die einmalige Sättigung am Tag.“ Soweit die Theorie. Wie halten es die Rodenkirchener in der Praxis? Wir haben uns auf dem Markt am Maternusplatz einmal umgehört.

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Hildegard Rauch

ch bemühe mich weniger Wein zu trinken, am Essen spare ich nicht. Es klappt aber auch nicht immer“, gesteht Hildegard Rauch. Die nächsten beiden Umfrage-Opfer fasten gar nicht: „Ich musste früher fasten, das reicht fürs Leben,“ so die eindeutige Antwort. Uschi Dahlke hat da genauere Vorstellungen vom Fasten: „Weniger Fett, weniger Alkohol – und das sechs Wochen lang.“ Fastet sie aus religiösen Gründen? „Ich will fünfzig Pfund abnehmen, das reicht als Grund,“ ist sie überzeugt. Im Urlaub wird an der See fleißig Fisch gegessen, dann ist ihr Programm erfüllt. „Fasten? Nee, bei uns nicht“, so die einhellige Meinung einer jungen Familie. Der Nachwuchs schaut dabei schon sehnsüchtig auf den leckeren Berliner in seiner Hand. Da kämen selbst die Bischöfe in Erklärungsnot. Fastet denn wirklich keiner, so wie es sich nach katholischem Brauch gehört? Bei Veronica Fusi sieht das schon ganz anders aus. „Ich verzichte bis Ostern auf

Uschi Dahlke

Süßigkeiten, esse viel Fisch und streiche den Alkohol.“ Für sie hat das Fasten einen religiösen Hintergrund, so wie für ihre Familie in Italien auch. „Ich faste jetzt schon, direkt nach Weihnachten habe ich mit der Brigitte-Diät losgelegt,“ ist Elisabeth Wegner-Botz stolz. Mitten im Karneval – geht das? Ja,

Veronica Fusi

Alkoholverzicht zu Karneval macht ihr auch nichts aus. „Ne richtige Kölsche kann auch so fiere“, weiß sie aus Erfahrung. Mit Religion und Tradition hat das bei ihr nichts zu tun, wichtig ist das momentane persönliche Wohlbefinden. „Vier Wochen kein Alkohol und auf die Ernährung achten, vor

Hildegard Wegener-Botz

allem mehr Fisch essen“, ist ein Rezept. „Ich esse einen Döner,“ lacht eine Türkin. Inge Ohrem fastet, aber alles in Maßen: „Keine Süßigkeiten, kein Alkohol, aber Fleisch wie immer,“ ist ihr Rezept. Als Metzgerstochter und -Gattin kann sie schließlich nicht auf Fisch umsteigen. „Fasten? Nee, das machen wir nicht,“ lacht Günter Wehner, Chef des Musikkorps der Kapelle Jonge. „Ich muss doch soviel arbeiten im Karneval.“ Lothar Ramm hat konkrete Ziele: „Ich faste seit Weihnachten, fünf Kilo sind schon runter, noch zehn Kilo sollen weg.“ „Fasten? Ich hab da schon mal was von gehört,“ erinnert sich Frank Fuchs an seine Jugend und freut sich eher auf das anstehende Mittagessen. Ulrike Hafeneger ist da wieder strenger mit sich selber. „Seit dem 2. Januar esse ich nichts Süßes, an Karneval mache ich vier Tage Fastenpause, dann geht’s weiter bis Ostern.“ Auch hier stehen mehr persönliche als religiöse Motive >>>>>

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Namen + Notizen

Helmut Brügelmann

im Vordergrund. Helmut Brügelmann nutzt die Fastenzeit, um sich bewusst zu ernähren und den Wandersport, den er das ganze Jahr über betreibt, sinnvoll zu ergänzen. Bei Brügelmanns gibt es weniger Fleisch, mehr Gemüse und keinen Alkohol. Das Fasten im Karneval schließt Agnes Homann völlig aus: „Ich bezahl doch nicht 120 Euro für eine Karte auf der Rosenmontagszugtribüne mit Komplettverpflegung und esse dann nichts.“ Danach gilt auch der begrenzte Verzicht auf Süßes und Alkohol. „Ich will so bleiben wie ich bin,“ ist Reni Kauka überzeugt. Ob sie dazu fasten muss? Nicht wirklich. „Ich geh doch erst um 2 Uhr ins Bett, da hält man es ohne ein Gläschen Wein gar nicht aus.“ Was würden die Bischöfe zu den Rodenkirchener Fastengewohnheiten wohl sagen? Wirkliche Begeisterung würde nicht auf-

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kommen, obwohl so mancher zum Verzicht bereit ist. So ganz stehen die religiösen Motive allerdings nicht im Vordergrund, da ist eher Selbstdisziplin für eine gute Figur angesagt. Man kann wohl festhalten, dass es in Rodenkirchen mehr Genießer als Fastende gibt. Darum gebührt Brigitte Chriske auch das Schlusswort zu dieser Umfrage: „Alles, was gut ist esse ich. Außerdem bin ich evangelisch!“ Guten Appetit!

(EINE UMFRAGE VON KARSTEN SURMANN, FOTOS VON HELMUT THIELEN).

Rodenkirchener Kapellchen-Konzert

Das nächste Konzert im Rodenkirchener Kapellchen steht am Sonntag, 24. Februar, um 17 Uhr auf dem Programm. Nadja Schubert spielt auf ihren Blockflöte „The Bird Fancyer’s Delight“. Der Eintritt beträgt acht Euro, ermäßigt fünf Euro. Im Jahr 1717 erschien unter dem Titel „The Bird Fancyer’s Delight“ eine Sammlung von rund 40 Melodien, die für das seinerzeit beliebte Instrument Flageolett geschrieben wurden. Sie sollten als Vorlage dienen, verschiedenste Vogelarten, vom Dompfaff über die Heidelerche bis hin zur chinesischen Nachtigall, das Nachahmen dieser Melodien beizubringen und waren „sorgfältig im Hinblick auf den Stimmumfang und die Fähigkeiten der einzelnen Vögel komponiert“. „Die Melodien sind ungewöhnlich und durchaus der Aufmerksamkeit wert“, befindet auch die Kölner Blockflötistin Nadja Schubert und bringt einige dieser Kostbarkeiten in ihrem Solokonzert in Alt-St. Maternus zu Gehör. Auf dem Programm stehen ferner Kompositionen von Francois Couperin, Jacob van Eyck, Georg Philipp Telemann und Charlie Parker.


INHALT

FEBRUAR-HEFT

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Diese drei jungen Herren in den schmucken Anzügen sind das designierte Rodenkirchener Dreigestirn beim Einzug in ihre Hofburg, das Hotel-Restaurant Maassen in Sürth. In der kürzesten Session des Jahrhunderts, die nächste so kurze kommt erst 2160, wird für Prinz Hubert, Bauer Christian und Jungfrau „Henrynette“ schon nach der ersten Februar-Woche am Aschermittwoch alles vorbei sein. Ein Foto von Helmut Thielen, lesen Sie auch unsere Karnevals-Bericht-Erstattung auf den Seiten 17 bis 25. RODENKIRCHEN RODENKIRCHEN

MESCHENICH MESCHENICH

Bilderbogen-Umfrage: Wie halten es die Rodenkirchener mit der Fastenzeit?

Verdienstmedaille für Friedhelm Becker

KBB-Verlag Briefanschrift:

„Ich will so bleiben wie ich bin!“

KARNEVAL KARNEVAL

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Verantwortlich für Inhalt und Gestaltung: Helmut Thielen, helmut@thielen-koeln.de Anzeigen: Herbert Hafeneger, Helmut Thielen Ständige Mitarbeiter: Ute Schmidt, uteschmidt@bilderbogen.de Peter Fells, Hanne Spees, Dr. Klemens Surmann Mitarbeiter dieser Ausgabe: Engelbert Broich, Leila Uwera, Sarah Thielen, Vanessa Wirtz (vw), Schülerpraktikantin Sekretariat: Marie-Luise Wißdorf, redaktion@ bilderbogen.de Nachdruck nur mit Genehmigung der Redaktion gestattet. Für unverlangt eingesandte Manuskripte keine Gewähr. „Rodenkirchen – Kölner Bilder-Bogen” wird an Banken, Sparkassen und Einzelhändler verteilt und kann schriftlich beim Verlag bestellt werden. Postbezugspreis: 24 € inkl. MwSt + Porto pro Jahr. Außerdem liegt unser Heft in den meisten Rodenkirchener Arztpraxen, bei vielen Friseuren, in Restaurants und Ämtern zum Lesen und Mitnehmen aus. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 6 vom 1. Januar 2007. Alle Anzeigen sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit Genehmigung des Verlages und gegen Urheberschutzgebühr weiter verwendet werden. Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 501 98) Konto-Nr. 100 477 2016 Druckvorlagen-Herstellung: grafik+objekt-design Bernd Krefting Mannsfelder Straße 66, 50968 Köln Telefon 0221 - 38 24 88, Telefax 0221 - 820 66 94 e-Mail: nc-Kreftibe@netcologne.de Druck: Druckzentrum KÖLNWEST Toyota-Allee 23 – 25 50858 Köln-Marsdorf, Tel. 02234 1848-0

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Hauptgewinner unseres Weihnachts-Preisrätsels erhielten ihre Preise „Dreimädelhaus“ im Bilderbogen

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Klemens Surmann und Helmut Thielen besuchten die Neujahrsempfänge in Rodenkirchen und Umgebung Dauerbrenner und Chorgesang

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Zur Proklamation ein „Funken-Auflauf“

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Prinz Hubert und die Mafia

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Kölner Kulturkamelle in Gold

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Jan von Werth will Oberbürgermeister werden

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Pfarrkarneval: Turnhalle des IrmgardisGymnasiums restlos ausverkauft

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„Kapelle Jonge“: Neuer Vorstand, neue Literatin, neuer Herren-Kommers

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Godorfer Hafen: Verwaltung lehnt Bürgerbegehren der Ausbau-Gegner als nicht zulässig ab

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Neues vom Hallenbad Rodenkirchen: Rat beschließt Erhalt bis mindestens 2001

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Dreigestirns-Empfang: Flönz und Bilder als Dank

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Schule Ringelnatzstraße wird Ganztags-Hauptschule

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„MaJo“-Sitzung: Begeisterung um die „Playbacks“ und Prinz Hubert I.

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Klassentreffen nach 51 Jahren: Karl-Heinz Thielen sah seine Mitschüler wieder

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Familientag für Pflegefamilien mit künstlerischer Note

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Die Herren waren fast unter sich: Reiter hatten auf Herren-Sitzung viel zu bieten

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Maternus-Seniorenwohnheim: 100 Jahre alt dank der zehn Gebote

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Kinder-Dreigestirn: Bauer und Jungfrau halten sich Hühner

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Fit in den Frühling

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Aufmarsch für den Präsidenten

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Botterblömche: Zugteilnahme als Hauptgewinn

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Funkenbiwak: Eine Feier für die ganze Familie

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Gesamtschul-Lehrer und Radsport-Legende Jürgen Kissner ging Ende Januar in Pension Allein zwölf Jahre lang einen Weltrekord gehalten Es gibt ihn doch........den Traumberuf

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Weiß: Knusprige Haxen, leckeres Sauerkraut und der „Bauer von 2037“ 22

RUBRIKEN RUBRIKEN

BAYENTHAL BAYENTHAL

Rodenkirchener Veranstaltungskalender 44/45

Allparteien-Koalition gegen die Bebauungspläne der Stadtverwaltung

Unsere Inserenten

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Der Matthiaskirchplatz soll grün bleiben

Worte des Monats

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Zum Titelbild: Die vier Trauerweiden am Rodenkirchener Rheinufer sind ein Naturdenkmal der ganz besonderen Art. Vor allen Dingen im Winter, wenn die Luft Kälte atmet und die Sonne die Bäume in ein ganz besonderes Licht taucht. Ein Foto von Helmut Thielen. 3


Namen + Notizen Literamus sucht junge Autoren

„Literamus“, der Förderverein der Stadtteilbibliothek in Rodenkirchen, lobt wieder einen Schreib-Wettbewerb für junge Autoren aus. Gesucht werden 13bis 21-jährige, die Erzählungen, Gedichte oder Drehbücher schreiben, im Kölner Süden leben, lernen oder arbeiten, und die Lust haben, ihre Werke bei einer Lesung vor Publikum vorzutragen.

Bis zum 15. April sollen die Texte zum Thema „Grenzen“, versehen mit einem kleinen Lebenslauf, bei Literamus in der Stadtteilbibliothek in Rodenkirchen, Schillingsrotter Straße 38, abgegeben werden. Die von der Fachjury ausgewählten Texte werden dann am Freitag, 13. Juni, in der Stadtteilbibliothek prämiert und von den Gewinnern vor Publikum und Presse gelesen.

Aufruf: Freiwillige gesucht

Der Besuchsdienst „DUO – Entlastung von Familien mit Demenzerkrankten” sucht freiwillige Helfer, die ein oder zweimal die Woche einen demenzkranken Menschen zu Hause besuchen und mit ihm klönen, spielen oder Spaziergänge machen. Die pflegenden Angehörigen erhalten durch diesen Besuchsdienst eine wertvolle Entlastung. Die Freiwilligen werden in einer ausführlichen Schulung vorbereitet und von Fachkräften begleitet.

Einsatzort ist der Kölner Süden und die Innenstadt. Interessenten, die Lust haben, sich ein paar Stunden im Monat zu engagieren, wertvolle Erfahrungen zu sammeln und Spaß am Umgang mit älteren Menschen haben, können sich melden bei DUO/ Kölner Freiwilligen Agentur, Corinna Goos 0221/9233364, www. koeln-freiwillig.de.

Bildungsprogramm vom Kolpingwerk

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Bildungsarbeit gehört seit eh und je zu den Schwerpunkten des Kolpingwerkes. Die Kolpingsfamilien in der Stadt Köln haben jetzt ihr Bildungsprogramm für das erste Halbjahr 2008 veröf-

fentlicht. Insgesamt 17 Kolpingfamilien bieten im Stadtgebiet während der nächsten sechs Monate circa 140 Bildungsveranstaltungen an. Die Teilnahme steht jedem offen. Die Themen gehören zu den unterschiedlichsten Lebensbereichen wie Politik, Gesellschaft, Religion, Kultur, Familien- und Arbeitswelt.

Das Programmheft kann kostenlos bestellt werden unter der Rufnummer 02232/67772 oder per Mail bei familie.henze@ koeln. de.

Fuß vom Gas in Rondorf

Vor kurzem hat das Amt für Straßen und Verkehrstechnik in Rondorf eine neue Tempo-30-Zone eingerichtet. Im Gebiet innerhalb Bödinger Straße, Kapellenstraße, Rondorfer Hauptstraße und südlichem Grünzug dürfen Autofahrer nicht mehr schneller als 30 Kilometer in der Stunde fahren.

Fragen zu der Tempo-30-Zone in Rondorf beantwortet das Amt für Straßen und Verkehrstechnik montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr unter den Telefonnummern 0221/22127166 und 0221/221-27163.

BV lädt zur Opern-Führung

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen lädt im Februar zu einer Führungen durch eine neue Rodenkirchener Institution ein. Am Freitag, 15. Februar um 15 Uhr steht die Junge Kammeroper Köln auf dem Programm. Seit ihrer Gründung vor über zehn Jahren bekommt die Oper keine Subventionen, hat trotzdem überlebt und im letzten Jahr in der Friedrich-Ebert-Straße 4 in Rodenkirchen eine eigene Spielstätte eröffnet. BV-Vorsitzender Dieter Maretzky: „Dank des unermüdlichen Einsatzes aller Beteiligten werden hier immer wieder große und qualitativ hochwertige Produktionen auf die Bühne gebracht. Das sehr abwechslungsreiche Programm findet man unter www.jungeoper-koeln.de. Frau Warber führt uns durch die Kulissen, Proberäume und den schön gestalteten Zuschauerraum!“ Die Teilnahme ist kostenlos, Treffpunkt vor Ort.


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Hauptgewinner unseres Weihnachts-Preisrätsels erhielten ihre Preise

„Dreimädelhaus“ im Bilderbogen

roße Freude in der Bilderbogen-Redaktion. Glücksgöttin Fortuna hatte in diesem Jahr drei junge Mütter als Gewinner gezogen. Die Gewinnerinnen der beiden ersten Preise gaben an, das Spiel „mit der ganzen Familie“ gemacht zu haben, für die Gewinnerin des dritten Preises war der erwachsene Sohn auf der „Tour de Rodenkirchen“ unterwegs.

„Was wir wissen, ist eine Träne, was wir nicht wissen, ist ein Ozean“, so lautete des Lösungsspruch des Preisrätsels. Mehr als viertausend Einsendungen lagen schließlich in der Glückstrommel, der erste Preis ging an Ewa Brus von der Ringstraße in Rodenkirchen. Die junge Familie, zu der auch Sohn Felix (8) und Tochter Elena gehören, wohnt erst seit zweieinhalb Jahren in Rodenkirchen und hatte sich zusammen mit Freunden zum ersten Mal beim Weihnachtsspiel auf den Weg gemacht und gleich den Volltreffer gelandet. 20 Einkaufsgutscheine a 50 Euro, insgesamt also 1.000 Euro, kann die junge Familie in Rodenkirchen sicher gut „anlegen“

Der zweite Preis ging an Kerstin Henkel, Rodenkirchen, der dritte Preis an Angelika Drawitz, Rondorf. Die beiden Damen sind „WeihnachtsspielProfis“, beteiligen sich schon seit Jahren, und je ein Kind aus den Familien hat auch schon was gewonnen. Wobei Kerstin Henkel zunächst bei ihrem Preis „Mitfahrt beim Rodenkirchener Karnevalszug“ etwas skeptisch war. Sie ließ sich jedoch von Bilderbogen-Redakteur Helmut Thielen vom hohen Spaß-Faktor dieses Preises überzeugen und erzählte dann bei einem Glas Sekt, schon einmal in Apolda in Thüringen an einem Karnevalsumzug teilgenommen zu haben. „Mein Mann hat dort eine Firma,

die Belegschaft hat einen LKW geschmückt und ich durfte mitfahren!“ Geworfen wurden Süßigkeiten und Stofftiere.

Angelika Drawitz, die Gewinnerin des dritten Preises, Einkaufsgutscheine für 250 Euro, ist eine gebürtige Berlinerin. Sie wohnte früher schon mal in Rodenkirchen, zog weg, und dann wieder in den Kölner Süden, und zwar nach Rondorf. Weil ihr erwachsener Sohn die Karten ausgefüllt

Die ersten drei Preise überreichte Bilderbogen-Redakteur Helmut Thielen an Kerstin Henkel (Karnevalszug), Angelika Drawitz (250 Euro Einkaufsgutscheine) und Ewa Brus (Einkaufsgutscheine für 1.000 Euro, von links). Foto: Thielen.

hat, wird der Gewinn in der ganzen Familie verteilt. Wie Ewa Brus versprach Frau Drawitz Kerstin Henkel am Karnevalssonntag im Rodenkirchener Zug zu zu jubeln. Und nach dem Zug wird der Redakteur erfahren, wie „unser Zug“ gegenüber dem in Apolda abschneidet.

Allen Gewinnern noch einmal einen herzlichen Glückwunsch und vielen Dank fürs Mitmachen. Sie wurden inzwischen schriftlich benachrichtigt und haben sich die Preis zum größten Teil schon abgeholt.

Die vollständige Gewinnerliste

Der 1.Preis, Einkaufsgutscheine im Wert von 1.000 Euro gehen an Ewa Brus in der Ringstraße in Rodenkirchen.

Der 2. Preis, eine Mitfahrt im Rodenkirchener Karnevalszug inklusive Wurfmaterial und „Kamellejung“ gewann Kerstin Henkel aus Rodenkirchen.

Über den dritten Preis, Einkaufsgutscheine im Wert von 250 Euro, freut sich Angelika Drawitz aus Rondorf. Vierter und fünfter Preis, Einkaufsgutscheine über je 100 Euro, gehen

an Luise Hembeck in Rondorf und Thomas Schmitz in Sürth.

Je zwei Karten für die „Lachende KölnArena“ gehen an Marc Feierabend, Rodenkirchen, Sabrina Werner, Rondorf, Selena Schmidt, Bayenthal, Kevin Schmitz, Rodenkirchen Simone Goya, Köln-Südstadt.

Die zwei Karten für die Pferdegala „Apassionata“ hat Dieter Hilkmann, Sürth, gewonnen.

Je zwei Karten für eine Exklusive Überraschungsführung durch den Kölner Zoo gehen an

Hans Lichtschläger, Sürth, Roswitha Gräwe, Rodenkirchen, Irina Sheydina, Rodenkirchen, Marcel Hardt, Humboldt-Gremberg, Björn Scheid-Bischof, Rodenkirchen, Tanja Jürgl, Sürth, Wolfgang Declair, Rondorf, Carmen Dahl, Rodenkirchen, Kerstin Seidel, Rodenkirchen, Henrike Wesemann, Rodenkirchen, Martina Blettner, Rondorf, Marc Balzig, Köln-Südstadt, Hilde Chudziak, Rondorf, Maria Bader-Willrodt, Rodenkirchen, Caroline Müller, Rodenkirchen, Helmut Brood, Köln, Holger Gallrein, Wesseling.

Je zwei Karten für eine Exklusive >>>>>>> 5


Führung im Duftmuseum bekommen Susanne Müller, Rodenkirchen, Stephan Weber, Weiß, Brigitte Kemper, Rodenkirchen, Bärbel König, Weiß, Felicitas Grün, Rodenkirchen, Carl Schöttler, Rodenkirchen, Dr. Dagmar Hartmann, Rodenkirchen, Michael Zander, Bayenthal, Margret Liesegang, Rodenkirchen, Elke Spurtzem, Sürth, Walter Gräwe, Rodenkirchen, Gudrun Hanske, Godorf, Sabine Walter, Sülz, Susanne Damisi, Sürth Doris Ruehle, Rodenkirchen.

Drei Tanz-CDs mit den Bläck Fööß gehen an Sybille Brass, Katharina Busch Hans Esser, alle aus Rodenkirchen.

Über einen Bilderbogen-Kalender können sich freuen: Marcus Decker, Sürth, Bernhard Konrads, Rodenkirchen, Martina Balzig, Weiß, Werner Hofmeister, Lövenich, Brigitte Müller, Rodenkirchen, Hans-Günther Müller, Sürth, Frank Reinhardt, Hürth, Uwe Steinhäuser, Wiesbaden, Anja Herrlich, Kerpen Mathilde Voß, Rondorf.

Die zwei Karten vom „Phantasialand“ für die Show „Fantissima“ bekommt Herbert Weber, Rodenkirchen.

Je ein Abo für den „Kulturbeutel“, gesponsert von Sebastian Koerber, gehen an Nancy Hoffmann, Rodenkirchen, Verena von Kolczynski, Sürth.

Eine Zahnkrone, gesponsert von der Firma Recondent gibt es für Laura Seeliger, Zollstock.

Die Hochwasserpumpe, gesponsert von Jeromin und Vester, bekommt

Britta Gewehr, Sürth.

Je eine Jahreskarte für das „Sealife“ in Königswinter haben gewonnen Maximilian Trompheller, Rodenkirchen, Alina Gerhards, Rondorf, Sven Schmitz, Immendorf, Julia Beckmann, Rodenkirchen Marvin Klar, Sürth.

Ein Kalender „Altes Köln“ geht an Gertrud Harzheim, Rodenkirchen.

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Die exklusive Duftprobe von „Farina“ geht jeweils an Johanna Brandt, Sürth,

Monika Bücher, Rondorf, Dieter Giese, Raderthal, Ursula Obermanns, Rodenkirchen, Claudia Wacker, Rodenkirchen, Franziska Stiehler, Rodenkirchen, Thekla Zöller, Rondorf, Birgit Babel, WesselingBerzdorf, Doris Kropp, Rodenkirchen, Sabine Schlüter, Sürth, Erika Nellen, Rodenkirchen, Elfi Steiner, Rodenkirchen, Werner-Otto Klein, Rodenkirchen, Melina Müller, Rodenkirchen, Ursula Zöller, Rondorf, Jakob Riese, Sürth, Anna Maria Marx, Bayenthal, Heidi Metzger-Malaise, Sürth, Günter Mullerij, Sürth Birgit Odermatt, Wesseling.

Die Gewinner der Kinderpreise:

Einen Tag mit der ganzen Familie im Phantasialand gewann Anna Langenfeld, 50999 Köln.

Je ein Blech Pizza sowie Getränke für eine gemütliche Stunde zu Hause mit fünf Kindern gehen an Jannis von Seckendorff, Rodenkirchen Nils Loosen, Weiß.

Einen AUDI als Bobby-Car bekommen Laura Büsing, Rodenkirchen, L. Nemitz, Rodenkirchen Tizian Dode, Weiß.

Über eine Jahreskarte für alle Kölner (städtischen) Schwimmbäder kann sich Felix Fuchs freuen.

Zwei Büchergutscheine von je 25 Euro gehen an Lotta Ebert, Rodenkirchen Kilian Schmitz, Weiß.

Mit der Maus auf Rheinreise, dem Kinderbuch aus dem Bachem-Verlag, gehen Max Born, Rodenkirchen, Jona Hoffmann, Rodenkirchen Sara Wirtz, Rondorf.

Ebenfalls ein Kinderbuch bekommen Daria Zuber, Zollstock, Sipidias Aggelos, Weiß Lisa Babel, Weiß.

Und unsere Eisbecher-Gutscheine gehen in diesem Jahr an Serin Murat, Godorf, Maria-Luisa Esser, Rodenkirchen, Alexander Henkel, Rodenkirchen, Carina Röttgen, Rodenkirchen Laura Ambacher, KölnInnenstadt.


Klemens Surmann und Helmut Thielen besuchten die Neujahrsempfänge in Rodenkirchen und Umgebung

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Dauerbrenner und Chorgesang

rster und ältester Neujahrsempfang im Kölner Süden: die Bezirksvertretung lädt ins Bezirksrathaus ein. Bezirksbürgermeisterin Monika Roß-Belkner konnte auch diesmal wieder zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft begrüßen. In ihrer kurzen Rede sprach sie die Erfolge an, auf die die Kommunalpolitiker im letzten Jahr zurückblicken konnten. So die gelungene Hochwasserschutzmauer in Rodenkirchen, die Sanierung der Schulen, der Umbau des Höninger Weges, die Sanierung von Straßen, Plätzen und Radwegen sowie die gestiegene Sauberkeit von Grünflächen. Den Maternusplatz nannte Roß-Belkner „einen belebten urbanen Platz, der Rodenkirchen gut tut, ebenso wie die 230 Parkplätze in der Tiefgarage!“ Die Bezirksbürgermeisterin forderte einen separaten Bebauungsplan für die Sportstätten und die Schule im Sürther Feld und nahm die Stadt zum (Dauerbrenner)Thema Schwimmbad in die Pflicht: „Die Bürger haben ihre Aufgabe erfüllt!“ Ein besonderer Willkommensgruß ging diesmal an drei Vertreter aus der französischen Partnergemeinde Wattignies. Bürgermeister Yves Smets, der auch Vizepräsident der Städtegemeinschaft Lille-Metropole ist, war ebenso gekommen die Beigeordnete Dominique Ovigneur, die delegierte Präsidentin des Partnerschaftskomitees in Wattignies und der Beigeordnete Gerard de Wilde. Die letzten Gäste, die den Sitzungssaal stürmten, kamen sogar

Bezirksbürgermeisterin Monika Roß-Belkner konnte aus Wattignies Bürgermeister Smeets und die Beigeordneten Ovigneur und de Wilde begrüßen Foto: Thielen.

mit eigener Musik: das Dreigestirn der Altgemeinde mit Prinz Hubert I., Bauer Christian und Jungfrau Henrynette machte mit dem Musikkorps der „Kapelle Jonge“ aus Weiß seine Aufwartung. Prinz Hubert begrüßte alle Gäste, verteilte großzügig Orden und Bützjen und meinte in seiner kurzen Ansprache: „Im letzten Bilderbogen war die Frage gestellt: Welche Überschrift möchten Sie gerne lesen? Ich möchte bald die Überschrift lesen, dass das nächste Rodenkirchener Dreigestirn im ausverkauften Festzelt auf dem Maternusplatz proklamiert wird!“

„Drehen Sie Ihre Entscheidung zurück!”

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eit 30 Jahren lädt die Bürgervereinigung Rodenkirchen zum Neujahrsempfang und zieht

dabei Bilanz des vergangenen Jahres. Jedes Jahr empfängt Dieter Maretzky, der Vorsitzende der Bürgervereinigung, seine Gäste in anderen, interessanten Lokalitäten im Stadtbezirk. Zum ersten Mal hat in diesem Jahr die Aktionsgemeinschaft Rodenkirchen mit eingeladen. „Wir haben gemeinsam viel für Rodenkirchen erreicht, denken Sie nur an die Weihnachtsbeleuchtung,“ freut sich Dieter Maretzky über den Schulterschluss mit den Rodenkirchener Geschäftsleuten.

In diesem Jahr traf man sich in der alten Wachsfabrik, einer ehemaligen Kerzenfabrik, die heute viele Künstler und Ateliers beherbergt. In einer kurzen Begrüßung stellte Dierk Osterloh als Vertreter der Künstler die Geschichte des Geländes vor und hatte zugleich einen Neujahrswunsch:

„Um wieder die alte Ausstellungskultur hier zu bekommen, brauchen wir einen Partner aus der Industrie, der uns dabei etwas unter die Arme greifen kann”. Anschließend trat der Vorsitzende der Bürgervereinigung, Dieter Maretzky ans Mikrofon und begrüßte die Gäste. Gekommen waren wieder zahlreiche Vertreter des lokalen Lebens im Rodenkirchener Stadtbezirk, um gemeinsam Bilanz zu ziehen und das eine oder andere Thema ‘auf dem kleinen Dienstweg’ zu diskutieren. Die wichtigsten aktuellen Themen sind die Bebauung des Sürther Feldes und das Bürgerbegehren gegen den Ausbau des Godorfer Hafens. Hier ist man stolz auf die vielen Unterschriften, die man gemeinsam mit anderen Initiativen zusammenbekommen hat.

„Drehen Sie Ihre Entscheidung zurück“, appellierte Dieter

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Gäste und Gastgeber beim Neujahrsempfang der Bürgervereinigung: Dieter Maretzky, Monika Czekalla, Dierk Osterloh und Gertraud Lütkenfels, Künstlerin in der Wachsfabrik (von links). (Foto: Surmann).

Maretzky an Politik und Verwaltung. „Verstecken Sie sich nicht hinter Paragraphen, handeln Sie nach den Wünschen der 37.808 Bürger, die das Bürgerbegehren unterschrieben haben!“ Sollte das nicht der Fall sein, will man die Sache auf alle Fälle durch die juristischen Instanzen erfolgreich zu Ende bringen. Zum Thema Sürther Feld kritisierte Dieter Maretzky das Fehlen eines schlüssigen Verkehrskonzeptes und wies auf die Notwendigkeit des Lärmschutzes für die geplanten Sportplätze hin. Positiv stellte er den in Angriff genommenen Ausbau der Kreuzung Hammerschmidtstraße/Am Feldrain heraus. Einen weiteren Kreisverkehr wünscht er sich für Kreuzung Kölnstraße/Wattigniesstraße – „aber wird das bis zur Realisierung wieder sieben Jahre dauern?“ Auch solle man den Bürgerwillen zum Erhalt des Rodenkirchener Bades beachten. Lobende Worte gab es für den Erhalt des Bezirksrathauses. „Beim Maternusplatz warten wir

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mal ab, bis der fertig ist“, legte sich Dieter Maretzky hier noch nicht genau fest. Besonders stolz war Vorsitzende der Bürgervereinigung auf den erneuten Mitgliederzwachs im Jahr 2007 auf jetzt 325 Personen. Anschließend stellte die Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Rodenkirchen, Monika Czekalla, die anwesenden Vorstandsmitglieder kurz vor, bevor man bei Kölsch und einem kleinen Imbiss in kleinen Gruppen die Rodenkirchener Gegebenheiten ausführlich zu Ende diskutieren konnte. (KS).

Chorgesang und eine Allee als Wunsch

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ie alte Schule in Immendorf war wieder einmal gut gefüllt. Das Männerquartett Frohsinn hatte zum Neujahrsempfang geladen. Viele Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Vereinen waren der Einladung gefolgt. Es waren so viele Ehrengäste gekommen, dass die persönliche

Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden Hansjörg Glos fast schon länger ausfiel als die eigentliche Rede zum neuen Jahr. Hier gab Glos einen kurzen Rückblick auf die Highlights des vergangenen Jahres wie das internationale Chortreffen in Frankreich, das Weihnachtskonzert und die Immendorfer Kirmes, die auch in diesem Jahr wieder stattfinden wird. Doch es ging nicht nur um den Chor, auch das Dorf liegt den Sängerinnen und Sängern am Herzen: Unter großem Beifall der Anwesenden wünschte sich Hansjörg Glos die Giesdorfer Allee mit Bäumen zu bepflanzen. „Warum diese Straße Allee heißt, weiß ich nicht. Aber bestimmt hat sich bei der Namensgebung jemand etwas dabei gedacht.” Dann wurden noch einige Mitglieder für ihre Treue zum Chor geehrt: Hans Jonas ist seit 40 Jahren förderndes Mitglied, seit 25 Jahren sind

Dorothea Lehnert, Christine Fontana, Wolfgang Salmon und Evelyn Gerard dabei. Natürlich wurde auch gesungen beim Neujahrsempfang. Der Chor hat neben den Klassikern auch einige kölsche Lieder einstudiert. Mit einem weiteren Lied stellte sich der Chor selber vor, dazu gab es noch eine Kostprobe aus den Gesangsübungen des Männerquartetts. Der Name ist übrigens historisch bedingt. „Wie man sieht, sind wir kein Quartett mehr und einige Frauen sind inzwischen auch dabei“, stellt Chorsänger Mario Fontana richtig. „Gegründet wurden wir als reines Männerquartett”. Nach einer Stunde stand dann auch das Rodenkirchener Dreigestirn vor der Tür. Mit einem kurzen Grußwort der Tollitäten und dem Lied „De Rhing erop" (frei nach The lion sleeps tonight) begann der gemütliche Teil des Neujahrsempfangs. (KS)

Hans Jonas (links) bekommt von Hansjörg Glos eine Urkunde für 40 Jahre Fördermitgliedschaft beim Männerquartett Frohsinn. (Foto: Surmann).


Godorfer Hafen:

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Verwaltung lehnt Bürgerbegehren der Ausbau-Gegner als nicht zulässig ab

ei den GegnerInnen des Hafen-Ausbaus herrschen Unverständnis und Unmut: Ein Rechtsgutachten spricht ihrem Bürgerbegehren die rechtliche Grundlage ab. „Wir haben darauf gesetzt, dass die Stadt das Votum von fast 38.000 Bürgerinnen und Bürgern ernst nimmt und deren Anliegen nicht über ein Gutachten abzublocken versucht“, bedauert Helmut Feld vom Umweltforum Kölner Süden.

Ende November konnte die Aktionsgemeinschaft „Contra Erweiterung Godorfer Hafen“ noch einen „überwältigenden Erfolg“ vermelden. Der Zusammenschluss von Bürgervereinen, Bürgerinitiativen und Umweltverbänden hatte mit seinem Bürgerbegehren weit mehr als die erforderlichen 22.793 Stimmen erreicht. Bis zum Stichtag sprachen sich insgesamt 37.808 Kölnerinnen und Kölner für die Aufhebung des Ratsbeschlusses pro Ausbau aus. Darunter waren laut Feld nicht nur BewohnerInnen der Altgemeinde. Vielmehr habe man Unterstützung und Zustimmung in allen Kölner Stadtteilen erfahren – von einzelnen Personen, Initiativen, Einrichtungen und Vereinen. „Das hat letztlich den Erfolg gebracht“, so Feld. Die Übergabe der Unterschriftenlisten an Bernd Streitberger habe in einer freundschaftlichen Atmosphäre stattgefunden. „Der Dezernent für Stadtentwicklung hat seine Position angedeutet. Andererseits hat er uns Respekt gezollt ob der imposanten Stimmenzahl und unserer äußerst detaillierten Dokumentation“, schildert Feld. Anschließend oblag der Verwaltung die rechtliche Überprüfung des Begehrens. Diese ergab 31.128 gültige Stimmen und damit weit mehr als die „erforderliche Unterstützerzahl“. Gleichzeitig beauftragte die Verwaltung einen Aachener Rechtsanwalt mit einem Rechtsgutachten. Es liegt bereits vor. Danach soll das Bürgerbegehren rechtlich unzulässig sein. Begründung: Der Ausbau des Hafens sei eine „planfeststellungsbedürftige Angelegenheit“. Nach der Gemeindeordnung NRW seien aber „Angelegenheiten, die im Rah-

Vor dem Technischen Rathaus empfängt Dezernet Bernd Streitberger (Mitte) eine Delegation der Ausbaugegner zur Übergabe der Unterschriftenlisten. Foto: Broich.

men eines Planfeststellungsverfahrens entschieden werden, ausdrücklich vom Anwendungsbereich des Bürgerbegehrens ausgenommen“. Entsprechend sah die Beschlussvorlage der Verwaltung für die Ratssitzung Ende Januar vor, das Bürgerbegehren als nicht zulässig zu werten. Der notwendige Ratsentscheid stand bei Redaktionsschluss noch aus. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass inzwischen die Ratsmitglieder der Vorlage mehrheitlich gefolgt sind und das Bürgerbegehren für unzulässig

erklärt haben. Für diesen Fall kündigten die Vertretungsberechtigten des Begehrens juristische Schritte an. Diese sähen zunächst einen Widerspruch bei der Stadt vor. Bliebe er erfolglos, würde man vor das Verwaltungsgericht ziehen. Nach wie vor ist man in den Reihen der Ausbau-Gegner, darunter die Bezirksfraktion Bündnis 90/Die Grünen, aufgebracht über das Verhalten von Bürgeramtsleiter Reiner Lindlahr. Ihm wird vorgeworfen, ausgefüllte Unterschriften-Listen, die im Bürger-

amt in Rodenkirchen auslagen, vernichtet zu haben. Inzwischen sprangen die Verwaltung und die Mehrheit der Bezirkvertretenden Lindlahr zur Seite: Bezirksämter seien politisch neutrale Orte. Dort ausgelegtes Material jedweder Partei missachte diese Neutralität ebenso wie etwa Infoblätter und Unterschriften-Sammlungen gegen Rats-Beschlüsse. Unter den Ausbau-Gegnern besteht jedoch die Meinung, dass Bezirksrathäuser keine solche Insel-Lage genießen. Und folglich dort für ein Bürgerbegehren als ein demokratisches Instrument durchaus geworben werden darf. Zwecks Prüfung der Rechtmäßigkeit der Listen-Vernichtung haben einzelne BürgerInnen die Staatsanwaltschaft um Ermittlung gebeten. Ungeachtet dessen sehen die Ausbau-Gegner zwei weitere „Eisen im Feuer“. Der NRWLandesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (B.U.N.D.) hat gegen die geplante Erweiterung eine Beschwerde bei der EUKommission in Brüssel eingelegt. Begründung: Die Erweiterung verstoße in massiver Weise gegen europäische Naturschutzrichtlinien. Zudem läuft eine Privatklage beim Verwaltungsgericht gegen den Planfeststellungsbeschluss Hafen-Erweiterung. ENGELBERT BROICH. 9


Neues vom Hallenbad Rodenkirchen:

Rat beschließt Erhalt bis mindestens 2011 Nun kommt es vorerst doch anders, als von der städtischen KölnBäder GmbH geplant. Im Dezember beschloss der Rat mehrheitlich, die Hallenbäder in Nippes, Rodenkirchen und Weiden bis 2011 „betriebsfähig offen“ zu halten. Und zwar, wie bisher, innerhalb des Aufgabenbereichs der KölnBäder GmbH. Vom Konzept „Bürgerbad“ jedenfalls ist keine Rede mehr. Dafür stellt der Rat bei Interesse die Einrichtung von Bürger-Beiräten in Aussicht. 2011 lautet also die Mindestfrist. Wie es anschließend weiter geht, ob den stark sanierungsbedürftigen Bädern eine längerfristige Existenz beschieden sein wird, soll erst dann aufgrund gewonnener Erfahrungen geprüft werden.

Damit entsprach der Rat einer Mitteilung der Verwaltung. Diese empfahl, die drei Schwimmhallen insbesondere deshalb weiter zu führen, um das seit Mitte 2006 laufende Kölner Projekt „Schwimmen macht Schule“ nicht untergehen zu lassen. Es soll Kinder spätestens bis zum Ende des 3. Schuljahres zu siche-

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ren Schwimmern machen. Laut Verwaltung lassen sich dieses von Rot-Grün angeregte Projekt sowie die Initiative des NRWSchulministeriums „Schwimmen lernen und schwimmen können“ nur bei Nutzung aller bestehenden Bäder aufrecht erhalten.

Der Trägerverein Rodenkirchener Hallenbad begrüßt den Ratsentscheid. Gleichwohl äußert er aufgrund der vorerst nur befristeten Weiterführung der Bäder sowie der ungeklärten Frage „des Einflusses der Bürger und Vereine auf die zukünftige Führung und Ausgestaltung der Hallenbäder“ erhebliche Bedenken.

Mit Sorge sehen die Mitglieder um den Vorsitzenden Heinz Dieter Klein, „dass nach der nächsten Kommunalwahl erneut Schließungspläne“ in den Rat getragen werden könnten. Daher seien die Parteien aufgefordert, bereits im Vorfeld der 2009 stattfindenden Wahl Stellung zu beziehen. Auch dürfe die KölnBäder GmbH „keine Fakten“ schaffen, „die zwangsläufig zu einer Schließung von bestehenden Bädern führen“. Im Gegen-

teil seien „Bäder und Badebetrieb durch geeignete Maßnahmen attraktiv zu gestalten“. Als sinnvoll bewertet der Trägerverein die Schaffung von Beiräten für jedes der Hallenbäder. Aber nur dann, wenn diesen Gremien der Bädernutzer „wirkliche Mitbestimmungs- und Durchsetzungsmöglichkeiten hinsichtlich der Bädergestaltung, Öffnungszeiten, Belegsituationen etc. eingeräumt werden“. Der Trägerverein schlägt vor, für die Gesamtheit der Beiräte ein Aufsichtsratsmandat bei der KölnBäder GmbH zu schaffen. Dadurch sei erstens der Aufsichtsrat bestens über die jeweiligen örtlichen Aktivitäten informiert. Zweitens könnten die Beiräte sich bei der Entwicklung der hiesigen Bäderlandschaft einbringen. Schließlich kündigt Klein an, dass der Trägerverein Rodenkirchener Hallenbad und die beiden Initiativen für den Erhalt der Bäder Nippes und Weiden fortan gemeinsam Konzepte entwickeln und gemeinsam die Gespräche mit Politik und Verwaltung führen wollen.

Selbstverständlich freut sich auch Marlene Januszewski über den Ratsbeschluss. Zugleich ärgert sich die Mitinitiatorin des Trägervereins, dessen Vorstand sie angehört, über vertane Zeit und Geldmittel. „Unser großer Einsatz und aufwendiger Protest gegen die Schließung wäre unnötig gewesen, wenn der Aufsichtsrat der KölnBäder sich vorher kundig gemacht hätte. Dass wir alle vorhandenen Wasserflächen und ganz sicher die in Rodenkirchen benötigen, haben wir schon vor einem Jahr gesagt“, wundert sich Januszewski. Einen Tag nach dem Ratsentscheid fand das lange erwartete Treffen einer Delegation des Trägervereins mit Sportdezernentin Dr. Agnes Klein und Sportamtsleiter Dieter Sanden statt. Dabei stellte sich laut Januszewski die Idee der Bürger-Beiräte „als noch völlig unausgegoren“ heraus. Gleichwohl habe man gemeinsame Ansatzpunkte und Auffassungen festgestellt. Beide Seiten wollen sich noch einmal Gedanken machen und sich nach Karneval erneut zusammen setzen. E. BROICH.


Allparteien-Koalition gegen die Bebauungspläne der Stadtverwaltung

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Der Matthiaskirchplatz soll grün bleiben

o harmonisch ist eine Bürgerversammlung selten abgelaufen. Alle waren sich einig: der Matthiaskirchplatz in Bayenthal darf nicht bebaut werden! Das Kölner Bürgerbündnis (KBB) hatte die Bayenthaler zu einer Informationsveranstaltung geladen, um die Pläne der Stadtverwaltung vorzustellen und Maßnahmen gegen die Bebauung des Matthiaskirchplatzes zu beraten. Dem Protest schlossen sich die Vertreter aller Parteien sowie der Bayenthaler Schützenverein und der Bürgerverein Bayenthal-Marienburg an. Moderator Andreas Henseler, Bürger-Bündnis-Vorstand und ExBeigeordneter der Stadt Köln, stellte die Pläne der Stadtverwaltung kurz vor. „Die Stadtverwaltung plant den Neubau einer Förderschule auf der Festwiese am Matthiaskirchplatz“, so Andreas Henseler. „Damit ist der Platz komplett bebaut.“ Die Förderschule an der Redwitzstraße in Sülz soll in das neue Gebäude umziehen. Für völlig abwegig hält das Dr. Hartmut Hammer, der Vorsitzende des örtlichen Bürgervereins. „Das ist die einzige Grünfläche in Bayenthal, die können wir uns nicht nehmen lassen“, will Dr. Hammer kämpfen. „Wir sind sowieso benachteiligt, was den Anteil der Grünflächen in Bayenthal angeht.“ Auf einer Grafik veranschaulichte er, dass Bayenthal nur vier Prozent Grünflächen hat, alle anderen Stadtteile im Kölner Süden kommen auf deutlich mehr, so etwa Raderthal auf 20 Prozent. Dr. Martin Müser, der BürgerBündnis-Vorsitzende, wirft der

Andreas Henseler vom Bürger-Bündnis erläutert die Pläne der Stadtverwaltung zur Bebauung des Matthiaskirchplatzes. Ganz links Dr. Martin Müser, daneben Karl-Heinz Daniel von der FDP. (Foto: Surmann).

Stadtverwaltung vor, Fakten schaffen zu wollen, ohne vorher mit Politik und Bürgern geredet zu haben. „Das können und werden wir uns nicht gefallen lassen“, versprach er unter dem Beifall des Publikums. Auch Karl-Heinz Daniel, FDPVertreter in der Rodenkirchener Bezirksvertretung, lehnt die Pläne der Stadtverwaltung ab. Er will Fakten schaffen: „Wir haben beantragt, den Matthiaskirchplatz dauerhaft als Grünfläche festzuschreiben.“ Für den örtlichen Schützenverein bedeuten die Pläne der Stadtverwaltung das Aus. Der Vorsitzende Dieter Schumacher stellte ganz klar fest, wenn der

Platz nicht mehr für das Schützenfest genutzt werden kann, falle die wichtigste Einnahmequelle weg, der Verein kann dann nicht mehr existieren. „Wir sind uns einig, dass das Gebäude an der Redwitzschule nicht den Anforderungen an eine Förderschule entspricht“, berichtete Dr. Martin Müser von einem Besichtigungstermin. Man hat der Verwaltung Alternativstandorte zur Prüfung vorgeschlagen, bis zu deren Prüfung will man sich von deren Seite nicht äußern. Andreas Henseler gab zu bedenken, dass die Förderschulen gleichmäßig auf das Stadtgebiet verteilt sein müssten, um die Fahrtkosten der Stadt

für den Transport der Kinder im Rahmen zu halten. Mit einer weiteren Förderschule im Kölner Süden werde dem nicht Rechnung getragen. Auch Vertreter von SPD und CDU sprachen sich vehement gegen die Pläne der Verwaltung aus. Die Bürger sehen ganz praktische Probleme auf den Stadtteil zukommen: Wie soll der zusätzliche Verkehr bewältigt werden? Wo kommt die Hundeauslauffläche hin? „Der Matthiaskirchplatz stellt den einzigen HubschrauberLandeplatz für das AntoniusKrankenhaus dar – wie will man das organisieren?“ schüttelt eine Bürgerin den Kopf. Nach neunzig Minuten Diskussion stand für alle umso mehr fest: Der Matthiaskirchplatz muss bleiben, wie er ist. (KS).

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Namen + Notizen Rodenkirchen: Schule Ringelnatzstraße wird Ganztags-Hauptschule

Die Hauptschule Ringelnatzstraße wird ab dem Schuljahr 2008/2009 gebundene GanztagsHauptschule. Sie wird mit dem Ganztagsbetrieb mit den Klassen fünf beginnen. Die zentralen Ziele der gebundenen GanztagsHauptschule sind die Schaffung verbesserter Bildungs- und Abschluss-Chancen durch den Ausbau der individuellen Förderung der Stärken und durch den Ausgleich von Schwächen. Die Verbesserung der Chancen im Übergang in Ausbildung und Beruf nach der Sekundarstufe I sind weitere Ziele der Schule.

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Durch die Ganztags-Betreuung ist für die Eltern eine Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie durch feste Betreuungs- und Unterrichtszeiten am Vor- und Nachmittag gegeben. Unterricht wird an vier Nachmittagen in der Woche erteilt. Durch die Entzerrung der Unterrichtszeiten kann ein kindgerechter Lernrhythmus angeboten werden. In Arbeitsstunden erhalten Schülerinnen und Schüler ein Zeitkontingent, in dem sie Übungs- und Hausaufgaben in selbstständiger Arbeitsorganisation erledigen. Dabei werden sie von den entsprechenden Fachkräften unterstützt. Für Förderkurse, bei denen in den unteren Klassen die individuelle Förderung im Vordergrund steht und in den oberen Klassen die Verbesserung der Chancen beim Übergang in Ausbildung und Beruf, wird ein größerer Zeitrahmen vorhanden sein. Arbeitsgemeinschaften von Sport, musischen Fächern und technisch-praktischen Arbeiten können dank des größeren Zeitrahmens und durch die hervorragende Ausstattung nach der Renovierung der Schule – auch unter Einbindung der außerschulischen Partner – vermehrt angeboten werden. Die Mittagsfreizeit wird durch den Bau entsprechender Räumlichkeiten, deren Planung durch den Schulträger bereits erfolgte, den Schülerinnen und Schülern neben der Verpflegung auch die Möglichkeit geben, zwischen Spiel oder Ruhe zu wählen. Schulleiter Wilfried Graf zum Bilderbogen: „Wir sind überzeugt, dass wir durch den

gebundenen Ganztagsbetrieb unseren Schülerinnen und Schülern eine umfassende Betreuung bieten können und sie so besser auf den Übergang in die Berufswelt vorbereiten können”.

Großer Andrang in der Mondrian-Ausstellung

Die Ausstellung „Piet Mondrian – Vom Abbild zum Bild“ im Museum Ludwig stößt beim Publikum auf großes Interesse. Schon nach gut einem Monat konnte das Haus zwischen Dom und Rhein den 60.000. Besucher begrüßen. Museumsdirektor Kasper König gratulierte persönlich und überreichte ein Geschenk. Die „großartige Kölner Schau“ (FAZ vom 22. Dezember 2007), die den Weg Mondrians in die Abstraktion nachzeichnet, ist vor allem bei Gruppen und Schulklassen sehr beliebt. Großen Anklang findet das 1:1-Modell des Ateliers in Paris, in dem Piet Mondrian von 1921 bis 1938 gelebt und gearbeitet hat. Die rund 70 Werke in der Ausstellung stammen fast alle aus dem Gemeentemuseum in Den Haag. Im Gegenzug hat das Museum Ludwig einen großen Teil seiner Picasso-Sammlung nach Holland ausgeliehen. Dort besuchten bereits 40.000 Menschen die Ausstellung „Picasso in Den Haag“. Letzte Info für die Leser, die noch nicht im „Ludwig“ waren: die Ausstellung „Piet Mondrian – Vom Abbild zum Bild“ ist noch bis zum 30. März 2008 zu sehen.

RKCO: Als Hexen und Zauberer ihr Unwesen trieben

Die Geschichte von Dido und Aeneas ist eine der großen klassischen Liebestragödien: Aeneas, nach dem Fall Trojas beauftragt, das Land Italien zu suchen und dort ein neues Reich zu errichten, trifft auf seinen Irrfahrten auf die Karthagerfürstin Dido, die, obwohl noch jung und von außergewöhnlicher Schönheit, nach dem frühen Tod ihres Gatten allen diesseitigen Freuden entsagt hat. Beim Anblick des Trojaners entflammt sie jedoch in Liebe, und Aeneas kann ihr nicht widerstehen. Zeus ist über Aene-


as Pflichtvergessenheit erzürnt und schickt den Götterboten Hermes zu ihm, um ihn an seinen Auftrag zu erinnern. Aeneas reist mit seinen Gefährten ab und für Dido bleibt nur der Tod.

Diese unerhört dramatische, barocke Oper, in der nach guter englischer Tradition nicht Götterbefehl, sondern Hexenkomplott den Lauf der Dinge beeinflusst, führten Rodenkirchener Kammerchor und Kammerorchester schon einmal vor fast 30 Jahren mit großem Erfolg auf. In diesem April wird sie wieder in der Trinitatiskirche zu hören sein. Hierzu sind alle Musikfreunde herzlich eingeladen.

Samstag, 26. April, 20 Uhr, Trinitatiskirche Köln, Filzengraben: Dido und Aeneas von Henry Purcell (1659-1695), mit Petra Labitzke, Sopran (Dido), Susanna Martin, Sopran, (Belinda), Caroline Bruck-Santos, Alt (Zauberin) und Thilo Dahlmann, Bariton (Aeneas). Es singen und spielen der Rodenkirchener Kammerchor und das Kammerorchester unter der Leitung von Anselm Rogmans. Eintritt 20 Euro, ermäßigt 15 Euro. Kartenvorbestellung und -verkauf bei Olaf Schulze, Telefon 0228/748 30 35, im Internet unter kartenvorverkauf@rkco-koeln.de und bei den Mitgliedern.

Klassentreffen nach 51 Jahren: Karl-Heinz Thielen sah seine Mitschüler wieder

„Ob der wieder Spieler vermittelt?“ Werner Siebert vermisste seinen prominenten Mitschüler, als das Essen schon auf dem Tisch stand. Karl-Heinz Thielen und seine Mitschüler waren nach 51 Jahren zu ihrem zweiten Klassentreffen in der Quetsch in Rodenkirchen verabredet. Das erste Klassentreffen zählt dabei eigentlich gar nicht, denn das war schon im Jahr 1959. Die Abschlussklasse 6a der „Städtischen Realschule für Jungen“ (heute Theo-Burauen-Schule) am Severinswall aus dem Jahr 1957 hatte sich fast vollständig versammelt, um alte Erinnerungen auszutauschen. Diesem Treffen war viel Arbeit voraus gegangen. Werner Siebert, Matthias Hautzer und Jürgen Lehmann haben über ein halbes Jahr recherchiert, um die Adressen zusammen zu

Klassentreffen: Lang lang ist’s her. Karl-Heinz Thielen (1. Reihe dritter von links.) mit seinen früheren Mitschülern. (Foto: Surmann).

bekommen. „Nach so langer Zeit sind die Leute in alle Winde zerstreut“, erinnert sich Werner Siebert. Internet, Ämter, Bekannte – irgendwie kamen die Daten dann doch zusammen. Den Kontakt zu halten, dürfte jetzt leichter fallen. Horst-Michel Kopp hat eine eigene Internetseite für die Klasse erstellt. Dort können alle ihre Daten eingeben und sich miteinander austauschen. Noch viel interessanter aber ist das Stöbern in alten Fotos und Dokumenten, die Horst Michael Kopp dort zusammengestellt hat. Viele der ehemaligen Schüler leben noch in Köln, andere sind von ganz weit hergekommen.

Den weitesten Weg hatte Horst Michael Kopp, den es in ein kleines französisches Dorf bei Avignon verschlagen hat. Mit dem Zug ist er über Paris nach Köln gefahren. „Kaum war ich aus dem Bahnhof raus, lief mir der erste Rote Funk über den Weg“, berichtet er lachend von einem Willkommenserlebnis in Köln. „Da wusste ich – jetzt bist du da.“ Am meisten Spaß brachte ein altes Klassenbuch, welches irgendwie in Kopie plötzlich in der Runde auftauchte. Dort konnte man einzelne Jugendsünden detailliert nachlesen, an die manche sich noch genauso detailliert erinnern konnten. Eine Person

kam recht häufig im Klassenbuch vor. Dessen spätere Karriere hat allerdings eindeutig bewiesen, dass häufige Klassenbucheinträge nicht zwangsweise mit dem späteren Erfolg im Leben in Zusammenhang gebracht werden sollten. Und dann kam er auch schon – Karl-Heinz Thielen war auf dem Flughafen aufgehalten worden. Nicht etwa, um Spieler zu vermitteln – um die eingangs erwähnte Frage zu klären. Zuerst war es dann doch etwas schwierig, alle Leute wieder zu erkennen. Aber nach ein paar klärenden Worten war er dann inmitten seiner Mitschüler wieder ganz der alte Kumpel. Ob das alles wirklich schon 51 Jahre her war? (KS).

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Namen + Notizen schule Köln. Das von Dozentin Beate Herrmann organisierte Mitmach-Angebot umfasste vier einfache künstlerische Drucktechniken und wurde von den Jüngeren begeistert angenommen.

Einige der teilnehmenden Pflegefamilien.

Familientag für Pflegefamilien mit künstlerischer Note

„Wir benötigen noch mehr Menschen wie Sie“, begrüßte Hermann Hahn, Leiter der Rodenkirchener Außenstelle des Amtes für Kinder, Jugend und Familie knapp dreißig Familien und unverheiratete Paare mit Kindern in Vollzeitpflege. Hahn betonte

Foto: Broich.

die Bedeutung ihres sozialen Engagements. „Es gibt immer noch viele Kinder, die nicht so gute Startchancen haben.“

Im Stadtbezirk Rodenkirchen leben in 36 Familien insgesamt 43 Pflegekinder. Unterstützt und begleitet werden sie vom Pflegekinderdienst (PKD) des Jugendamtes. Dieser lud im November zum jährlichen Familientag. Er fand statt in der Jugend-Kunst-

„Mit diesen Treffen drücken wir unsere Wertschätzung aus“, so Marita Würminghausen-Hermans vom PKD. Zugleich biete dieser Tag, „auf den sich alle freuen“, Gelegenheit zum zwanglosen Austausch. Die Gründe, weshalb Kinder von ihren leiblichen Eltern getrennt und in Pflegefamilien betreut werden sind vielfältig. Würminghausen nennt etwa Vernachlässigung, Misshandlung, Drogen- oder psychische Probleme der Eltern. Je nach Perspektive kommen diese Kinder, vom Säugling bis zum jungen Heranwachsenden, dauerhaft oder befristet zu Pflegeeltern. Halbjährlich wird geprüft, ob die Rückkehr des Kindes in seine Herkunftsfamilie

möglich und sinnvoll ist. Priorität hat dabei das Wohl des Kindes. „Das bedeutet für die meisten Pflegeeltern eine gewisse Unsicherheit“, weiß Würminghausen. „Gerade weil eine enge emotionale Bindung entsteht. Pflegekinder haben meistens vier Eltern. Daher sollten Pflegeeltern bereit sein, mit den Herkunftseltern Kontakt zu halten.“

Der PKD sucht für diese verantwortungsvolle Pflege-Aufgabe weiterhin „gefestigte, reife Menschen“. Erziehungserfahrung wird gerne gesehen, ist aber keine Voraussetzung. Auch Alleinerziehende kommen in Frage. „Wichtig ist uns, dass die Betreffenden mit Kindern umgehen können und eine Offenheit gegenüber Andersartigkeiten in unserer Gesellschaft zeigen“, so Würminghausens Kollegin Dagmar Wyschka-Henrichs. Am Anfang steht stets ein Infogespräch mit den Mitarbeiterinnen des PKD. Sie sind es auch, die die Pflegeeltern bei allen Fragen und Problemen beraten und die Entwicklung des Kindes über Einzelgespräche wie Hausbesuche begleiten. Infos und Kontakt unter Telefon 0221-2221-92289 und 92298. E. BROICH.

Afrikatag in Rondorf

Ihren schon traditionellen Afrikatag veranstaltet die Eine-WeltGruppe Abidjan Rondorf am 17. Februar im Pfarrsaal der katholischen Pfarrgemeinde Heilige Drei Könige in der Hahnenstraße.

Nach dem Gottesdienst um 11 Uhr, der vom KINDUKU-Chor mit afrikanischen Waisen mitgestaltet wird, werden im Pfarrsaal ein Fastenessen sowie Kaffee und Kuchen angeboten. Mit neuesten Fotos wird über die Fortschritte des Projekts im landwirtschaftlichen Sektor berichtet. Ein EineWelt-Stand bietet Produkte aus der dritten Welt wie Lebensmittel und afrikanisches Kunstgewerbe zum Verkauf an.

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Die Eine-Welt-Gruppe unterstützt die Ordensgemeinschaft der Amigonianer, die im Dienste der benachteiligten Jugend in Abidjan, der Hauptstadt der Elfenbeinküste tätig ist und dort das Projekt „Amigo Doumé“ mit dem Ziel einer Schul- und Berufsausbildung für Straßenkinder betreibt.


Jetzt im Buchhandel: Rhein-Metropole Köln

Zusammen mit dem Verlag Kommunikation und Wirtschaft GmbH hat das Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Köln in der Reihe „Monographien deutscher Wirtschaftsgebiete“ den Band „Rhein-Metropole Köln“ herausgegeben. Das zweisprachige Buch stellt Köln als zukunftsträchtigen Standort für Wirtschaft, Wissenschaft und zahlreiche Branchen in Wort und Bild vor. Auf 184 Seiten informieren Experten unter anderem aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur in mehr als dreißig Beiträgen über die Kompetenz und Stärken der Metropole Köln und stellen die Stadt in ihrer ganzen Bandbreite vor. Illustriert wird die Publikation durch aussagekräftige Fotos. Der Band ist ab sofort im Buchhandel erhältlich (ISBN 978-388363-279-7) und kostet 33 Euro.

„Futurismo“ – von der Gesamtschule ins Siegburger Stadtmuseum

Noch bis zum 6. Februar stellen 13 Schüler der Gesamtschule Rodenkirchen im Siegburger Stadtmuseum aus. Die Auseinandersetzung mit dem „Futurismus“, einer italienischen Kunstepoche aus dem frühen 20. Jahrhundert, ist im Fach Kunst verbindlich zur Vorbereitung auf das Zentralabitur. Der Leistungskurs 13 der Gesamtschule entwickelte Ausstellungsideen hierzu.

Entstanden sind sechs unterschiedliche Konzeptionen zu Futurismus-Ausstellungen. Ziel ist Information, Intentionen der Epoche und deren Hauptwerke sinnlich in Modellen erfahrbar zu machen. In Internet und Büchern recherchierte Informationen, Bilder, Texte wurden dabei in die Konzeptionen integriert.

Die maßstabsgetreuen Ausstellungs-Architekturen nehmen die Raumsituation des Siegburger Stadtmuseums auf, das sich auch als Ausstellungsort zur Verfügung stellte und die Arbeitsergebnisse der Schülerinnen und Schüler präsentiert. Das waren Florence

Der Ausgezeichnete inmitten seiner Gratulanten. Friedhelm Becker (dritter von rechts) mit Ratsmitglied Hans Waschek, Ehefrau Erika Bekker, Bezirksbürgermeisterin Monika Roß-Belkner, Inge Waschek und Oberbürgermeister Fritz Schramma. Foto: Vanessa Wirtz.

Ammelung, Beylul Araya, Berta Dovjenko, Laura Giltjes, Julia Graf, Gahzal Harati, Paula Kormos, Nora Leonard, Laura Maretzky, Jana Quickert, Katrin Rama, Helen Schmitz, Karl-Frederik Scholz, Marianna Soroka, Wagma Yousofi und Andreas Kuhlmann als Kunstlehrer.

Verdienstmedaille für Friedhelm Becker

„Alles in allem ein FulltimeEhrenjob“ lobte Fritz Schramma im Hansasaal des historischen Rathauses in seiner Ansprache Friedhelm Becker. Der bekam die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland verliehen, und das aufgrund seiner langjäh-

rigen Aktivitäten im sozial-karitativen Bereich. Friedhelm Becker erledigt in einer 40 Stunden Woche allein für die ArbeiterWohlfahrt ehrenamtlich große Dienste nach dem Motto „tue Gutes und rede nicht darüber“.

Und Becker tut bereits seit seiner Jugend Gutes: Schon als junger Mann trat er während seiner Ausbildung zum Schlosser der IGMetall bei, um sich auch für die Belange seiner Kolleginnen und Kollegen einzusetzen. Später engagiert er sich für das Hilfsprojekt „Tür zu Tür“, sammelte Hilfsgüter und gewann Sponsoren um denjenigen in der ehemaligen Sowjetunion zu helfen, die Hilfe benötigten. So wünschte sich Becker zu seinem 65.

Geburtstag nicht etwa Geschenke von Familie und Freunden, sondern einzig und allein Geld für den Verein. Bis heute unterstützt er zwei bedürftige russische Familien mit monatlichen Spenden.

Seit 1988 ist er außerdem Mitglied des AWO-Ortsverbands Rodenkirchen und heute dessen Vorsitzender. In diesem Amt organisiert er Ausflüge, Feste und andere Freizeitaktivitäten und macht damit die rund 200 Seniorinnen und Senioren des Altenclubs ein Stück glücklicher, auch weil er immer ein offenes Ohr für ihr Probleme hat. Noch einmal der Oberbürgermeister: „Gerade in der heutigen Zeit ist so großes, selbstloses Engagement nicht selbstverständlich. Friedhelm Becker verdient Würde, Respekt und Achtung!“ VANESSA WIRTZ.

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Namen + Notizen

Beim Geburtstagskaffee: Bezirksbürgermeisterin Monika Roß-Belkner, Jubilarin Charlotte Schmitz, Nichte Charlotte Vogel (von links). Foto: Thielen.

Maternus-Seniorenwohnanlage: 100 Jahre alt dank der zehn Gebote

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„Schreib, dat ich hier war, ich muss wieder weg! Die Jubilarin ist übrigens geistig noch gut drauf!“ Bürgermeister Josef Müller, der viel beschäftigte, kam schon zehn Minuten vor der vereinbarten Zeit aus der MaternusSeniorenwohnanlage und eilte zum nächsten Termin. Immerhin hat er es sich nicht nehmen lassen, Charlotte Schmitz zu ihrem 100. Geburtstag zu gratulieren. Das tat auch Bezirksbürgermeisterin Monika Roß-Belkner, die die Jubilarin beim feiern im Restaurant antraf. Charlotte Schmitz lebt seit fast drei Jahren in der Rodenkirchener SeniorenEinrichtung. Sie wurde 1908 im Sauerland geboren und arbeitete zunächst als Apotheken-Helferin. Nachdem sie ihren Mann geheiratet hatte, zog sie nach KölnHöhenhaus und half ihm beim Fahrradverkauf und in der Werkstatt. Ihr Mann verstarb 1974, bis vor drei Jahren blieb sie Höhenhaus treu und kam dann ins „Maternus“, weil Nichte Charlotte Vogel, die sich um die kinderlose Frau kümmert, in Rondorf in der Nähe wohnt. Charlotte Schmitz liest noch jeden Tag in der Zeitung, isst am liebsten Heringssalat und trinkt gerne ein Bier. Dass sie so alt geworden ist, führt sie auch auf den Ratschlag ihres Vaters an seine Kinder zurück: „Ihr müßt nicht allzu fromm sein, aber die zehn Gebote müssen eingehalten werden!“

Kunstausstellung im Bezirksrathaus

Der in Sürth lebende Künstler Walter Asmuth stellt noch bis zum 15. Februar eine Auswahl seines Schaffens im Foyer des Bezirksrathauses in Rodenkirchen, Hauptstraße 85, aus. Er gewährt Einblicke in seine vielschichtige Arbeit und zeigt Bronze-Skulpturen wie „4 Kölner Viertel“ sowie zur Jahreszeit passende Ölbilder mit Motiven von Köln und seinem Karneval. Blumenaquarelle runden die Ausstellung ab. Die Werke sind zu den üblichen Öffnungszeiten des Bezirksrathauses zu besichtigen.

Publisher-Kurs in Bad Honnef

Um das gestalten von Einladungen, Flyern, Plakaten und anderen Publikationen geht es in dem Seminar „Attraktive Publikationen gestalten für Fortgeschrittene“ des MedienKompetenzZentrums Bad Honnef im Zeitraum vom 22. Februar bis zum 23. Februar. Der Aufbau-Kurs für Personen, die bereits erste Erfahrungen mit dem Programm „Publisher“ gesammelt haben, kostet inklusive Unterkunft und Verpflegung 120 Euro. Für Informationen und Anmeldung wendet man sich an das MedienKompetenzZentrum im Katholisch-Sozialen Institut Bad Honnef unter Tel.: 02224/955 130, Fax: 02224/955 100 oder EMail: medienkompetenz@ksi.de. und www.ksi.de. (VW).


Karneval in Stadt und Veedel

Dreigestirn: Zur Proklamation ein „Funken-Auflauf“

Man nehme: einen Roten Funken als Prinz, einen Blauen Funken als Bauern, eine Jungfrau. Daraus forme man ein Dreigestirn, und weil Funken, ob blau ob rot, gerne mitfeiern, wenn einer der Ihren ein karnevalistisches Amt antritt, hat man zur Proklamation den schönsten „Funken-Auflauf“. Nachdem der Tambourzug der „Blauen Funken“ das designierte

Dreigestirn auf die Bühne gespielt hatte, der Weg durch das mit 900 Jecken ausverkaufte Zelt wurde zum erwarteten „Bad in der Menge“, zogen beide Korps nach dem „Akt“ gemeinsam auf die Bühne. Nach der Darbietungen der jeweiligen Musik, dem gemischten Wibbeln mit und ohne Dreigestirn, den Tänzen und dem Ausmarsch war dann nicht nur die erste Abteilung, sondern auch schon die Pause vorbei. Also gleich weiter im Programm, das keinen Ver-

Nach der Proklamation: Das Dreigestirn der Altgemeinde wibbelt mit roten und blauen Funken. Foto: Thielen.

gleich mit großen Kölner Sälen scheuen musste. So waren die Höhner ebenso zu hören wie die Paveier, Kolibris und Klüngelköpp, mit dem Rumpelstilzjen und dem Mann für alle Fälle, Guido Cantz, waren auch zwei Redner aus der ersten Reihe dabei. Das Publikum war feierwillig und vier Tage nach Jahresbeginn schon toll kostümiert. Der Proklamationsakt sah den Abschied vom letztjährigen Dreigestirn, Prinz Claus Wergen, Bauer Uwe Boysen und Jungfrau Rosi, Rudi Krapohl, Zepter-Über-

gabe und Überreichung von Geschenken. Festkomitee-Präsident Bernhard Huckelmann und Monika Roß-Belkner sind mittlerweile ein eingespieltes Team. Die Bezirksbürgermeisterin hatte ein Gedicht gereimt, dass auf den Worten des Prinzen bei der Vorstellung aufbaute. Hubert I. versuchte es erst mal auf Hochdeutsch, schwenkte dann in lupenreines Kölsch um und verkündete schließlich gemeinsam mit Bauer Christian und Jungfrau Henrynette das Motto: „Wenn Flägelskappe jubiliere, dun mer drei mit Üch zesamme Fastelovend fiere!“

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Zum ersten Mal wurde ein Rodenkirchener Dreigestirn beim LiteratenStammtisch in Köln empfangen. Ob es daran lag, dass der Prinz und der Baas des Stammtischs beide Hubert Koch heißen? Foto: Thielen.

Prinz Hubert und die Mafia

Rodenkirchener Dreigestirn goes Kölle! Beim traditionellen Start in den Karneval am Neujahrstag, die Einladung kommt vom Kölner Literaten-Stammtisch, wurde nicht nur das designierte Kölner Dreigestirn, sondern auch die Tollitäten der Altgemeinde Rodenkirchen empfangen. Prinz Hubert, Bauer Christian und Jungfrau Henrynette machte auch auf der Bühne eine gute Figur und erhielten den verdienten Applaus der Versammlung.

Prinz Hubert meinte dann unter dem Gelächter seiner Zuhörer, der Literaten-Vereinigung würden ab und an mafiaähnliche Strukturen nachgesagt, aber „dass ich hier als Rodenkirchener Prinz auf der Bühne stehe, hat sicher nichts mit Familie zu tun!“ Sein Vater Hubert Koch ist seit Jahren der „Baas“ des Literaten-Stammtischs, zu dem aus Rodenkirchen auch Wolfgang Meier, der Literat der Roten Funken, gehört.

Kölner Kulturkamelle in Gold

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Bereits zum 28. Mal wurden die Wettbewerbsarbeiten des Vereins zur Studienförderung der Junggoldschmiede in der Kassenhalle der Kreissparkasse am Neumarkt ausgestellt. 14 Kölner Junggoldschmiede hatten sich der Aufgabe gestellt, einen Orden nach dem Motto des diesjährigen Rosenmontagszuges „Geschenke för Kölle – uns Kulturkamelle“ zu gestalten. Bewertet wurden die

Unikate in den Kategorien „Handwerkliche Ausführung“ und „Ideenreichtum und Originalität“.

In der Klasse „Handwerkliche Ausführung“ überzeugte Ina Jauk die Jury um den Präsidenten der Handwerkskammer, Franz-Josef Knieps. Der Lehrling im ersten Lehrjahr aus der Goldschmiede Alius in der Rheingalerie hat rund 200 Arbeitsstunden in das Kleinod gesteckt. Der Obermeister der Gold- und Silberschmiede-Innung Köln, Hans Jürgen Alius, und seine Tochter, die Meisterin Katrin Alius, waren stolz, das bereits zum sechsten Mal einer „ihrer“ Lehrlinge einen ersten Preis in diesem Wettbewerb errungen hat. Den zweiten Platz erreichte Lisa Scherebnenko, über den dritten Preis freute sich Weene Park.

Ein Höchstmaß an „Ideenreichtum und Originalität“ bescheinigte die Jury Sonia Menendez mit ihrem goldigen Werk. Junggoldschmied Daniel Nott belegte Rang zwei, die Arbeit von Julia Lange wurde mit dem dritten Preis belohnt.

Insgesamt 14 Orden gingen in die Wertung des diesjährigen Wettbewerbs. Sie bestehen größtenteils aus Silber, Kupfer und Messing, das den angehenden Goldschmieden von ihren Ausbildungs-Betrieben zur Verfügung gestellt wird. Im Schnitt zwischen 80 und 160 Arbeitsstunden investieren die Lehrlinge in die Gestaltung der einzigartigen Stücke. Der Ordenswettbewerb feiert in diesem Jahr übrigens seinen 60.


Karneval in Stadt und Veedel Bei den Hobbies von Martin und Kathi Müser stehen natürlich die eigenen vier Kinder an oberster Stelle. Besonders gern zog die Familie mit dem Bollerwagen los, um den Veedelszog im heimischen Raderthal zu sehen. Weitere Hobbies: die Kommunalpolitik, Joggen, Badminton und Segel. Für das Kölner Bürgerbündnis sitzt Dr. Müser im Kölner Rat und wird wohl bei der Neuwahl des Oberbürgermeisters im Jahr 2009 deren Spitzenkandidat sein. Stolz auf den ersten Preis beim Ordenswettbewerb: Azubi Ina Jauk, Obermeister Jürgen Alius, Meisterin Kathrin Alius (von links). Foto: Thielen.

Geburtstag. Aus diesem Grunde werden die schönsten der insgesamt rund 1.800 Orden in einer Sonderausstellung zusammengefasst. Diese Ausstellung wird am 17. Mai im Karnevalsmuseum eröffnet.

Pfarrkarneval: Turnhalle des IrmgardisGymnasiums restlos ausverkauft

Dieser Veranstaltung eilt ihr Ruf voraus. Für die traditionelle Pfarrkarnevalssitzung der Gemeinde St. Matthias und Maria Königin in Bayenthal gab es lange Wartelisten. So war die Turnhalle des Irmagrdis-Gymnasiums bis auf den letzten Platz gefüllt, als Sitzungspräsident Harald Linnartz die 480 Gäste

Eine „Griet“ nicht nur mit Äpfeln, sondern auch mit „Pänz“: das Jan & Griet-Paar dieser Session, Dr. Martin Müser und Ehefrau Kathi mit den Kindern Alexandra (16), Verena (13), Stefan (9) und Christoph (7). Foto: Thielen.

Jan von Werth will Oberbürgermeister werden

Eine der schönsten Herausforderungen im Kölner Karneval ist es, als „Jan & Griet-Paar“ mit dem bekannten Reiterkorps „Jan von Werth“ eine Session lang durch die Säle Kölns zu ziehen. In diesem Jahr sind es Dr. Martin Müser und Ehefrau Kathi, die in die grün-weißen Gewänder schlüpfen durften. Für den „Jan“ müsste es fast wie ein „Heimspiel“ sein, kennt er das Reiterkorps schon von Kindesbeinen an. Sein Vater Josef ist seit 1968 Mitglied und stellte mit seiner Frau und Martins Mutter Liesel die Traditionsfiguren in den Jahren 1972 und 1973 dar.

Dr. Martin Müser wurde 1962 In Köln geboren. Nach dem Abitur und dem Studium der Betriebswirtschaft verbrachte er mehr als zwei Jahre in den USA, bevor er bei einer Unternehmensberatung in Düsseldorf und dann in Frankfurt arbeitete. Hier lernte er seine spätere Frau Kathi kennen, die aus Witten stammt. Bis 2004 war Müser wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Siegen, promovierte und übernahm 1995 die elterliche Hausverwaltung. Seit 2006 ist er selbstständiger Unternehmensberater in Sachen Personalwesen.

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Querbeat begeisterte mit tollem Outfit und einem ungewöhnlichen Arrangement der bekannten Karnevalssongs. (Foto: Surmann).

begüßte, die schon in bester Feierlaune waren. Eine Gruppe ehrenamtlicher Gemeindemitglieder plant die Sitzung zwölf Monate lang im Voraus und auch in diesem Jahr konnte sich das Programm sehen lassen. Karnevalsgrößen wie King Size Dick, Peter Horn und Die Labbese begeisterten die Leute ebenso wie viele neue Gesichter auf der Bühne. Schon die erste Nummer hatte es in sich. „Ihr staunt vielleicht, dass hier mal etwas ganz anderes auf der Bühne steht als rote oder blaue Funken“, kündigte Harald Linnartz die Brass & Marching Band Querbeat an. Und tatsächlich – im richtig guten Brass Sound ertönten bekannte kölsche Melodien – für das teilweise recht junge Publikum ein Knaller.

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„So eine Sitzung können wir nur mit vielen ehrenamtlichen Helfern stemmen,“ ist Hannelore Bartscherer dankbar, dass so viele Leute bei der Organisation der Veranstaltung mitmachen. Aufbau, Abbau und Catering – alles wird von der Gemeinde unter tatkräftiger Mithilfe von Schülern des Irmgardis-Gymnasiums organisiert. Die Turnhalle der Schule verwandelt sich für einen Abend von tristem Grau in einen bunt und fantasievoll geschmückten Saal. Genauso waren auch die Leute kostümiert – vom Piraten über Pflanzen bis zu Klassikern wie Katzen und Clowns war alles vertreten. Fast sechs Stunden

Programm – die Leute waren begeistert. „So eine tolle Sitzung findest du nirgendwo“, so der Kommentar von Bezirksvertreter Hubert Boos. Da war er sich mit allen Gästen einig, schon kurz nach der Veranstaltung wurden die ersten Karten für das nächste Jahr geordert. (KS).

Neuer Vorstand, neue Literatin, neuer Herrenkommers

Bei den Kapelle Jonge ging so richtig die Post ab. Drei Tage lang feierten die Blau-Weißen, was das Zeug hält. Höhepunkt war die Kostümsitzung, auf der dem Publikum ein Programm vom Feinsten geboten wurde. Willibert Pauels, Marita Köllner, die Bürgergarde Blau-Gold oder das herrliche Schnäuzer-Ballett – den Künstlern waren stehender Applaus und donnernde Raketen sicher. Besonders gefeiert wurde das eigene Tanzkorps, das einen tollen Auftritt hinlegte.

Bei den Kapelle Jonge hat sich einiges getan im vergangenen Jahr. Durch das Programm führte der neue Präsident Jakob Staub, der sich auch gleich auf der Bühne beim Stippeföttche mit den Tanzkorps-Mädchen beweisen durfte. Ex-Präsident Claus Wergen fühlte sich in seiner neuen Rolle als Geschäftsführer sichtlich wohl und brachte einen Orden nach dem anderen unters


Karneval in Stadt und Veedel für die Gäste bereit, der andere, Helmut Thielen, sorgte sozusagen als „Mundschenk seiner Tollität“ dafür, dass es immer ein frisches Kölsch gab.

Da lacht das Präsidentenherz: Jakob Staub wurde mit dem übrigen Elferrat vom Tanzkorps auf die Bühne geholt. (Foto: Surmann).

Volk. Auch Hans Stahl als Literat war nicht mehr dabei, diesmal organisierte Doris Altenhoven als seine Nachfolgerin den Ablauf der Sitzung. Die Weißer waren hochzufrieden mit der Resonanz auf ihre Veranstaltungen. Kein Wunder, denn man hat immer ein Ohr für die Wünsche der Gäste. „Für die Herrensitzung wollten wir uns mal etwas ganz Neues einfallen lassen“, verriet Pressesprecher Harry Miersch. Aus der Herrensitzung wurde ein Herrenkommers mit Hämmchenessen und viel Zeit zum „schwaade, müffele und süffele“. Für die Junggebliebenen gab’s noch eine Oldie-Party zum Abfeiern. So war bei den Kapelle Jonge mal wieder jeder auf seine Kosten gekommen. (KS).

es, und die Bilderbogen-Redaktion auch. Wegen der Kürze der Session gab es diesmal einen gemeinsamen Event. Der eine, Claus Wagner, stellte in seiner Metzgerei etwas zum „müffele“

Ob Kölner oder Rodenkirchener Trifolium, in der Metzgerei Wagner gibt es immer ein Dreigestirn „zum Anfassen“. Es wurden Autogramme verteilt, Erinnerungsbilder geschossen, und Christa und Claus Wagner sowie Helmut und Hedwig Thielen bekamen den Dreigestirnsorden überreicht. Von der Metzgerei Wagner gab es für das Dreigestirn und Begleitung einen „Flönz“Orden, vom Bilderbogen gab es für Prinz, Bauer und Jungfrau je einen großen rahmenlosen Bildhalter mit den Schnappschüssen der bisherigen Session. Na dann: „Rudekirche Alaaf!“.

„MaJo“: Begeisterung um die „Playbacks“ und Prinz Hubert I.

Als 1983 Ernst Wynen als Prinz im Dreigestirn der Altgemeinde beim Kinderkarneval der Pfarrei St. Maternus die vielen „Pänz“ fragte, „Wer will denn von Euch auch mal Prinz Karneval in Rodenkirchen werden?“, da stürmte ein kleiner Junge auf die Bühne und meinte „Ich will das machen!“ – Vor kurzem stand 25 Jahre später das aktuelle Dreigestirn auf der Bühne der „MaJo“Sitzung, der Sitzung der Pfarrgemeinden St. Maternus und St. Joseph, und Prinz Hubert I. konnte stolz verkünden: „Hier bin ich wieder!“ Es gab donnernden Applaus für das Dreigestirn, und das nicht nur, weil Prinz Hubert über die >>>>>

Für Prinz Hubert, Bauer Christian und Jungfrau Henrynette gab es beim Empfang der Metzgerei Wagner und des Bilderbogens den traditionellen „Flönz“-Orden von Claus Wagner und rahmenlose Bildhalter mit „Sessions-Impressionen“ von Helmut Thielen. Foto: Thielen.

Dreigestirns-Empfang: „Flönz“ und Bilder als Dank

Es ist eine gute Tradition, einen Empfang für das Dreigestirn der Altgemeinde Rodenkirchen zu geben. Die Metzgerei Wagner tut

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jährigen Bestehen von Rodenkirchen schickten die „Kapelle Jonge“ damals Prinz Hans Frinken, als Bauern Kurt Gillessen und als Jungfrau Dieter Scheuerle ins Rennen. Auch deren beiden Prinzenführer, Hans Stahl und Josef Wirtz, waren gekommen.

„Dat Stina muss ene Mann han...“ - Für die „Playbacks“ gab es bei der „MaJo“-Sitzung mehrfach Szenenapplaus. Foto: Thielen.

Bühne fetzte, das selbst Michael Jackson vor Neid erblasst wäre. Überhaupt war die Stimmung klasse bei dieser Pfarrsitzung, die seit vier Jahren von den „Playbacks“ organisiert wird und keinen Eintritt kostet. Die sieben Damen kümmern sich um alles, vom Aufbau über Programm, Essen und Trinken bis zum Abbau. Erwähnenswert ist auch, dass eine Rodenkirchener Geschäftsfrau das Mett stiftet (Christa Wagner) und eine andere Frikadellen brät (Maria Bröhl geborene Walterscheidt). Ansonsten schauen die „Playbacks“, das es da, wo relativ wenig Geld vorhanden ist, auch manchmal „bargeldlos“ zugeht. Will heißen: die Playbacks“ treten woanders umsonst auf, und der dortige Veranstalter macht im Gegenzug dasselbe auf der „MaJo“-Sitzung. Auch DJ „Wolli“ legt die Scheiben zum „Sozialtarif“ auf. In diesem Jahr waren es zum Beispiel die „hellige Pänz“ der „Lyskircher Jonge“, der Redner „Ne kölsche Jung“, Sänger Frank Schall („Ne Stän“ auf kölsch), die Gesangsgruppe „De Schluffe“ und das Männer-Ballett „Jecke Römer“, die neben dem Dreigestirn für die Stimmung sorgten. Und als Abschluss, das hat auch schon Tradition, präsentieren die „Playbacks“ ihr neues Programm. Weil das in diesem Jahr wieder einmal besonders gut gelungen ist, gab es gleich mehrere Zugaben und den Dank von Pastor Karl-Josef Wind für die „glorreichen Sieben“.

Weiß: Knusprige Haxen, leckeres Sauerkraut und der „Bauer von 2037“

Schöne Geste für das Dreigestirn: drei Generationen Metzgerei Gil22

lessen laden Trifolium und Gäste zum Haxenessen ein. Was einmal in der Küche der kleinen, aber feinen Metzgerei begann, hat sich zu einem gesellschaftlichen Event im „Kapellchen“ entwickelt. Neben dem aktuellen Trifolium war auch das Dreigestirn von 1989 da. Zum 1000-

Sohn Jürgen war Rodenkirchener Bauer im Dreigestirn 2002. Mit Prinz Mario Schumacher, der in Spanien lebt und für den, zumal er nicht fliegt, die Anreise doch zu weit gewesen wäre, und mit Harald Maass als Jungfrau. Als Prinzenführer von damals war Uwe Schürmann dabei. Und die dritte Generation? Lars Gillessen, zur Zeit im KindergartenAlter, wurde vom FestkomiteePräsidenten Bernhard Huckelmann schon mal als „Bauer von 2037“ vorgesehen. „Warum

dann?“ wurde er gefragt. „Weil die „Kapelle Jonge“ dann 90 Jahre alt werden“, meinte „Hacky“, der nach der nächsten Session im Jahr 2009 nach zwölf Jahren als Festkomitee-Präsident nicht mehr antreten will.

Die Herren waren fast unter sich: Reiter hatten auf Herrensitzung einiges zu bieten

Praktisch war das schon, dass die Nummer der nächsten Veranstaltung in großen Buchstaben auf der Bühne angezeigt wurde. So musste man gar nicht in das Programmheft schauen, sondern konnte seinen Blick gleich auf der Bühne belassen. Das taten denn die Herren der Schöpfung auch ganz gebannt – die Nummern wurden nämlich von einem

Nach dem Haxenessen stellte sich das Dreigestirn mit drei Generationen Familie Gillessen zum Erinnerungsfoto. Foto: Thielen.


Karneval in Stadt und Veedel „Nummerngirl“ über die Bühne getragen. „Das kommt jedes Jahr richtig gut an,“ freut sich Pressesprecher Michael Joist über die anerkennenden Pfiffe der ausschließlich männlichen Gäste. Ein paar Frauen schenkten noch Kölsch aus, ansonsten waren die Herren der Schöpfung unter sich. Spaß hatten sie allemal auf der Sitzung, das Programm bot jede Menge Abwechslung. Da gab es neben tollen Gesangsnummern auch attraktive Showtanzgruppen zu sehen – eben was für’s eher männliche Auge. Nur einmal hatten die 270 Herren Tränen in den Augen – Der bergische Jung Willibert Pauels hatte mit seinem Witz den Geschmack der Herren bis auf den innersten Nerv getroffen. Ein ganz großer Karnevalist der Reiter saß in der ersten Reihe. Emil Graf verabschiedet sich in dieser Session aus dem aktiven Karnevalsleben, mit 89 Jahren sollte man auch mal Zeit zum reinen Genießen haben. Neben ihm waren noch viele Gäste aus befreundeten Vereinen in der Turnhalle, darunter auch 63 Leute, die extra aus Gummersbach angereist kamen. Die Turnhalle der Anne FrankSchule wurde von jüngeren Mitgliedern des Vereins geschmückt und auch wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt. „Wir freuen uns, dass so viele junge Leute bei uns aktiv sind,“

Das Kinder-Dreigestirn ist proklamiert, die Jungfrau hat das Sagen und selbst Oberbürgermeister Fritz Schramma (ganz links) hört zu. Foto: Thielen.

ist Michael Joist stolz auf die eigene Jugendgruppe. Immerhin elf junge Leute engagieren sich bei den Reitern. Als Höhepunkt des Jahres organisierten sie in Eigenregie die erfolgreiche Jugendsitzung der Gesellschaft. Im kommenden Jahr wollen die Reiter wieder zwei Sommerfeste veranstalten, weiter gibt es statt der Halloween-Party ein neues Fest zu Anfang des Jahres. Damit wird man auch Erfolg haben, denn dass die Reiter feiern können, haben sie schon oft bewiesen – nicht zuletzt bei der Herrensitzung 2008. (KS)

Kinder-Dreigestirn: Bauer und Jungfrau halten sich Hühner

Dreimol Kölle Allaf! Köln hat nicht nur ein Dreigestirn, sondern – gute Tradition – auch ein Kinder-Dreigestirn. Das wird in der großen Halle im Haus des Festkomitees proklamiert und es besteht in dieser Session aus einem roten und zwei blauen Kinder-Funken.

Als Prinz Benjamin I. ist Benjamin Ritterbach unterwegs. Sein Vater Markus ist nicht nur ein Roter Funk, sondern auch der Präsident des Festkomitees. Weil es das noch nie gab – Vater proklamiert Sohn – holte sich Ritterbach keinen geringeren als Oberbürgermeister Fritz Schramma an die Seite. Die beiden überreichten die Insignien, Pritsche, Stadtschlüssel und Spiegel, und dann übernahmen die „Pänz“ die Macht.

Dem Prinzen zur Seite stehen als Bauer Quentin und als Jungfrau Marla die beiden Zwillinge mit Nachnamen Kürten. Ihre Mutter Cassia ist mit dem Zugleiter des Rosenmontagszuges, Christoph Kuckelkorn, verheiratet, und sie leben zusammen als „Patchworkfamilie“ mit vier weiteren älteren Geschwistern. Benjamin Ritterbach ist neun Jahre alt und besucht noch eine Grundschule in Frechen. Er spielt Handball und Tennis im Verein und will später auch Profi-Handballer werden. Und das, obwohl

er mit seinen beiden älteren Zwillingsbrüdern, Moritz und Felix, und seinem Vater des öfteren die Heimspiele seines Lieblingsvereins 1. FC Köln besucht. Überhaupt mag es alles „rot-weiße“: als „Roter Funk“ ist er auch schon im Rosenmontagszug mitgegangen.

Auch Marla und Quentin Kürten sind neun Jahre alt, besuchen eine Grundschule in Dünnwald. Die Hobbys des Bauern sind Handball und Saxophon spielen, die Jungfrau liebt Ballett und ihre Cund F-Flöten. Beide tanzen seit fünf Jahren in der Kindertanzgruppe der Blauen Funken und betreuen gerne ihren privaten Bauernhof im Hause Kuckelkorn mit 30 Fischen, zwei Hasen und sechs Hühnern. Während der Session 2008 absolviert das KinderDreigestirn fast 100 Auftritte und nimmt mit eigenem Wagen am Rosenmontagszug und am Ehrenfelder Dienstagszug teil.

Aufmarsch für den Präsidenten

Da staunte Kurt Stumpf nicht schlecht: gerade war er als Nachfolger von Jürgen Palm als Präsident der Prinzengarde eingeführt worden und hatte die Insignien, Kette, Zepter und Degen erhalten, da öffneten sich die Türen des Maritim-Saales und herein marschierten Abordnungen von sieben Traditionskorps mit jeweils eigener Musik. Angefangen von den Roten Funken mit ihrem Präsidenten Heinz-Günter Hunold aus Rodenkirchen, den Blauen Funken, der Ehrengarde, den Treuen Husaren mit ihrem Präsidenten Dr. Marco Schauer23


Karneval in Stadt und Veedel Ehemaliger Prinzenführer Helmut Urbach verstorben

Begeisterung pur beim Aufzug der Traditionskorps. Von links Regierungspräsident Hans-Peter Lindlahr (mit seinem Krätzjen der Hennefer Stadtsoldaten, da heißt er „Jriffel“), Prinzengarde-Präsident Kurt Stumpf, SPD-Vorsitzender Jochen Ott und PG-Schatzmeister Jochen Scheler. Foto: Thielen.

mann aus Sürth, der Bürgergarde blau-gold bis hin zur Nippesser Bürgerwehr. Insgesamt rund 800 Gardisten und Musiker, die anschließend nicht nur den Saal, sondern auch die Empore bevölkerten – ein einmaliges Bild.

„Das hat es in dieser Form noch nicht gegeben“, so Hunold zum Bilderbogen. „Das war so etwas wie die Krönung zum Präsidenten“. Die Idee für diesen Aufmarsch hatte Helmut Urbach, Stumpfs Vorgänger als Prinzenführer und heute Vorstandsmitglied in Prinzengarde und Festkomitee. Der neue Präsident war

überwältigt: „Mir ist das Herz in die Hose gerutscht“, meinte Kurt Stumpf nachher.

Behinderte verwirklichen Lebenstraum

15 Bewohnerinnen und Bewohner eines städtischen Behindertenzentrums mit mehrfachen Behinderungen können einen ihrer Lebensträume verwirklichen. Zugleiter Christoph

Kuckelkorn, ermöglichte es ihnen, als Rollstuhlfahrer mit Begleitung im Rosenmontagszug teilzunehmen. Zum Dank hat der Geschäftsführer, Otto B. Ludorff, der Sozial-Betriebe Köln (SBK), zu denen das Behindertenzentrum gehört, Kuckelkorn die Sonderstufe des diesjährigen SBK-Ordens überreicht. Die Werkstätten für behinderte Menschen der SBK haben den Orden selbst hergestellt. Das Behindertenzentrum in Longerich ist ein Unternehmensteil der SBK, die an 16 Standorten in Köln mit unterschiedlichen Angeboten für Senioren und behinderte Menschen vertreten ist.

Dreigestirn trifft „grün-gelb“. Prinz Hubert, Bauer Christian und Jungfrau Henrynette mit Petra Zünkler-Walterscheidt, Ingrid Meller und der „Botterblömche“-Vize-Präsidentin Ilona Richerzhagen (von links). Foto. Thielen.

Mit großer Betroffenheit hat auch Oberbürgermeister Fritz Schramma auf die Nachricht vom Tode Helmut Urbachs reagiert. Er war ehemaliger Prinzenführer und Geschäftsführender Vorstand des Festkomitees Kölner Karneval. Schramma sprach der Familie des Verstorbenen sein tief empfundenes Beileid aus. „Sein Tod reißt eine schmerzliche Lücke in die Reihen des Festkomitees Kölner Karneval. Helmut Urbach war dem Karneval – und damit der kölschen Tradition – auf das Engste verbunden. Er hat sich beispielhaft und auf ganz besondere Art und Weise mit viel Herz für die Pflege des Brauchtums eingesetzt. Er gehörte zu den ganz großen Urgesteinen im Kölner Karneval!“

„Botterblömche“: Hauptgewinn Zugteilnahme

Die „Wießer Funken“ und das Dreigestirn der Altgemeinde sorgten für die Höhepunkte bei der traditionellen Karnevalsfete des Rodenkirchener Veedelsvereins „Botterblömche“. Die Funken zeigten gemeinsam mit ihrer Musik das volle Programm, und auch das Dreigestirn mit Prinz Hubert I., Bauer Christian und Jungfrau Henrynette fühlte sich sichtlich wohl. Hubert Koch, der ja nur einen Steinwurf vom „Bistro verde“ aufgewachsen ist, konnte sogar seine Grundschullehrerin Ingrid Meller mit einem Orden auszeichnen. Glück unter den Gästen hatte an diesem Abend Elisabeth Jeronimi: sie darf mit den „Botterblömchen“ im Rodenkirchener Zug mitgehen.

Funkenbiwak: Ein Fest für die ganze Familie

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Mittlerweile ist es schon Tradition in Weiß: Zum 13. Male haben die Wießer Funken ihr Zelt auf dem Gelände der Firma Hannappel und haben alle Weißer zu einem tollen Familienfest eingeladen. Die nehmen das Angebot gerne an, schon kurz nach Beginn war das Zelt rappelvoll. Man hatte Zeit für Klaaf und Tratsch


bei Kölsch und Hämchen- Essen. Natürlich durfte auch die passende Musik nicht fehlen. Da hatten sich die Funken wieder einige Überraschungen ausgedacht. Neben Live Auftritten wie Leo Colonia sorgte „Der Tastenfeger“ Markus Nordt mit seiner Band für die richtige Partystimmung aus der Konserve. Der Regimentsspielmannszug „Klüttefunke“ oder das Tanzkorps Vettelschoß boten so richtig was fürs Auge.

Natürlich marschierten auch die Wießer Funken selber in aller Ausführlichkeit ins Zelt. Disziplin? – Fehlanzeige. Da wurde mal hier gebützt, da ein Schluck Kölsch genommen oder man blieb mal kurz stehen und präsentierte den Allerwertesten. Ärger gab’s auch keinen vom Kommandanten. Ganz im Gegenteil – nicht einmal die StandardKommandos wurden ernsthaft gebrüllt. Das so etwas einmal

richtiger militärischer Drill war, ist heute kaum noch vorstellbar. Als Parodie auf das mittelalterliche Militär sind die Funken entstanden, heute haben alle ihre helle Freude daran.

Das belegt besonders die Mitglieder-Entwicklung der Wießer Funken. Traf man sich im Jahr 1996 noch mit ganzen sechs Interessenten zur Gründung der Funkenartillerie, hat sich die Mitgliederzahl derzeit auf über neunzig Funken erhöht. Heute pflegen die Wießer Funken beste internationale Beziehungen in Richtung Mittelmeer. Die spanischen Karnevalisten aus Calpe waren auch in diesem Jahr begeisterte Gäste in Weiß. Im Gegenzug fahren die Wießer Funken mit Mann und Maus im Sommer gen Süden und schwitzen dort in ihren Uniformen am Strand – zumindest eine halbe Stunde lang für ein einzigartiges Foto am Mittelmeerstrand. (KS).

Der 1. Kommandant Harald Maas, „Napoleon" Hermann Schmitz, Funken-Chef Claus Schumacher und der 2. Kommandant Udo Hecker (von links) halten die Funken mehr oder weniger „auf Trab“. (Foto: Surmann).

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Fit in den Frühling Merken Sie es auch schon, liebe Leser? Zwar ist das Jahr 2008 erst gut einen Monat alt und eigentlich noch tiefster Winter angesagt, aber den Menschen drängt es eigentlich schon ins Freie. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass die Karnevals-Session schon vorbei ist und viele nach Aschermittwoch, nach den kalorienreichen Weihnachts- und Karnevalszeiten doch wieder was für die Figur tun wollen. Manch einer versucht es mit fasten, aber am besten ist immer, neben der Mäßigkeit beim Essen und Trinken auch noch etwas für die Fitness zu tun. Möglichkeiten gibt es viele. Natürlich kann man die alten Laufschuhe heraus kramen und bei Wind und Wetter seine Runden um den Forstbotanischen drehen. Man kann sein Fahrrad aufpolieren und wieder einmal mit rund um die Altgemeinde beginnen. Wollten Sie nicht schon immer mal einen Rückenkurs beim Turn-Verein Rodenkirchen belegen? Sport im Verein soll ja besonders viel Spaß machen. Wer nicht Mitglied werden will, kann ja mal mit einem einfachen Kurs anfangen. Oder eines der zahlreichen guten Sport-Studios in und um Rodenkirchen aufsuchen. Hier wird man beraten, und vielleicht probieren Sie im neuen Jahr etwas neues aus. Um Sie auf den Geschmack zu bringen, um Ihnen etwas „Appetit auf Sport“ zu machen, stellen wir Ihnen heute das „kleine ABC“ (Aqua-Joggen, Body Jam, Cycling-Spinning) sowie die Trendsportart „Pilates“ vor. 26

Aqua-Joggen

Beim Aqua-Joggen wird mit geringem Aufwand der gesamte Körper trainiert. Das Training im Wasser schont Bänder und Gelenke, entlastet die Wirbelsäule und trainiert die Muskulatur. Aqua-Joggen verbessert aber auch die Atmung und die Ausdauer. Es schult Gleichgewichtssinn und Konzentrationsfähigkeit und regt durch die massierende Wirkung des Wassers die Durchblutung von Haut, Bindegewebe und Muskulatur an. Außerden reduziert Aqua-Jogging das Körperfett. Und es ist leicht zu lernen, es bedarf keiner Anlaufphase. Vom Dauerlauf unterscheidet es sich nur durch das Medium. Ohne festen Grund unter den Füssen wird der Lauf deutlich anstrengender. Tiefwasser-Jogger schützen sich vor dem Untergehen durch eine Schwimmweste.

Aqua-Joggen ist ein Sport für jede Altersgruppe. Da sich das Körpergewicht im Wasser um 90 Prozent verringert, ist es ein idealer Sport für Schwangere und Übergewichtige. Auch bei Haltungs- Muskel- und Bindegewebsschwäche, bei Rheuma und Durchblutungsstörungen ist Wasserlaufen empfehlenswert. Vor allem älteren Menschen vermit-

telt es ein völlig neues Körpergefühl.

Body Jam – tanzend fit werden

Bei diesem Gruppen-Fitness-Programm, dass ursprünglich aus einer neuseeländischen FitnessSchmiede stammt, wird der tänzerische Aspekt betont. SalsaKurse, Hip Hop und Funk sind derzeit schon auf den meisten Kursplänen zu finden. Die Besonderheit beim Body-Jam besteht darin, verschiedene trendige Tanzstile zu einem neuen Programm zu verbinden. Ruth Pirihi, die als Trainerin maßgeblich an der Entwicklung beteiligt war, hebt besonders die Vielfalt heraus: „In unserem Programm steckt die Power aus Hip Hop, Funk und das Feuer lateinamerikanischer Rhythmen”. Body Jam wird als GanzkörperWorkout beschrieben. Neben einem erheblichen Maß an Energieverbrauch soll auch eine Straffung des Körpers erreicht werden, so die Entwickler. Nun, dass Tanzen durchaus anstrengend sein kann, wissen wir nicht erst seit John Travoltas legendärer Tanzszene in „Pulp Fiction“. Etwas kritischer könnte man den Punkt mit der Körperstraffung diskutieren. Um den Körper

sichtbar zu straffen, erfordert es neben einer Optimierung des Körperfettanteils einen Aufbau an Muskelmasse. Die dazu notwendigen hinreichend intensiven Kräftigungselemente sind sicher nicht so einfach in ein DanceWorkout einzubinden.

Das Hauptaugenmerk sollte daher lieber auf den Spaß an der Bewegung gerichtet werden und


davon gibt es beim Body Jam mehr als genug. Die Schrittfolgen sind leicht zu erlernen und durch die passende Musik werden die rhythmischen Instinkte und die Lust zum Tanzen geweckt.

Cycling/Spinning

Radfahren auf der Straße kennen und können alle. Die meisten tun es auch regelmäßig, sei es aus Spaß an der Bewegung in frischer Luft, aus Freude an der Natur, oder aus privaten oder beruflichen Notwendigkeiten. Aber immer auch zum Trainieren der Kondition bis hin zu sportlichen Höchstleistungen. Über den gesundheitlichen Wert des Radfahrens gibt es wohl keine Zweifel.

Genauso ermöglicht das IndoorCycling – Radfahren im Hause – den gesundheitlichen und sportlichen Vorzüge des Radfahrens in anderer Form zu nutzen. Das betrifft den aktiven Straßenfahrer, der mit dem Indoor-Bike gut über den Winter kommen will ebenso wie den aktiven Teilnehmern in Sport – und Gesundheitscentern, wo das Indoor-Bike als liebstes CardioGerät

für das Herz-Kreislauftraining entdeckt wurde.

Als sogenannte „Non-ImpactSportart“ - also Sport ohne Wucht, Stoß, Schlag, Gewalt, heftige Einwirkungen – ermöglicht das Indoor-Cycling größtmögliche Schonung des aktiven und passiven Bewegungs-Apparates. Die besonderen Vorteile des Indoor-Cycling im Rahmen eines Fitness-Studios lassen die Teilnehmerzahlen dort ständig weiter steigen.

Vorteile: Beim Indoor-Cycling entfällt das langwierige Erlernen komplizierter Bewegungsabläufe. Darum zieht der Teilnehmer vom ersten Kurs an aus dem Training den vollen Nutzen. Jeder stellt sich das von ihm und durch die Musik geprägte „Streckenprofil“ so schwer oder so leicht wie er will. Die Bremsen der Bikes gestatten Belastungsintensitäten von der leichtesten Einsteigerstufe bis hin zum Profi. Gruppendynamik und mitreißende Musik sorgen dafür, dass Indoor-Cycling nicht langweilig wird und ist bei diesem Training ein tragendes Element, denn sie ersetzt Berge, Abfahrten und Flachpassagen. Durch die Musik sind Motivationsprobleme praktisch ausgeschlossen. Außerdem hat IndoorCycling keinen WettkampfCharakter. Der Teilnehmer muss nicht zeigen, wie gut er ist, Tempovergleiche entfallen. Daher können in einem Kurs Fahrer

der unterschiedlichsten Leistungsklassen mitmachen. Bevor man aufs Rad steigt, sollte man sich einem Gesundheitscheck unterziehen.

Pilates

Die Pilates-Methode ist ein ganzheitliches Körpertraining, in dem vor allem die tief liegenden, kleinen, aber meist schwächeren Muskelgruppen angesprochen werden, die für eine korrekte und gesunde Körperhaltung sorgen sollen. Das Training schließt Kraftübungen, Stretching und bewusste Atmung ein. Es ist auch zur Rehabilitation nach Unfällen geeignet. Wichtig ist eine fachliche Einführung in die Methode, um Bewegungs- und Haltungsfehler zu vermeiden. Generell ist die Verletzungsgefahr jedoch sehr gering.

Die wesentlichen Prinzipien der Pilates-Methode sind Kontrolle, Konzentration, bewusste Atmung, Zentrierung, Entspannung, Bewegungsfluss und Koordination. Angestrebt werden die Stärkung der Muskulatur, die Verbesserung von Kondition und Bewegungskoordination, eine Verbesserung der Körperhaltung, die Anregung des Kreislaufs und eine erhöhte Körperwahrnehmung.

Grundlage aller Übungen ist das Trainieren des so genannten „Powerhouses“, womit die in der Körpermitte liegende Muskulatur rund um die Wirbelsäule gemeint ist, die so genannte

Stützmuskulatur. Die Muskeln des Beckenbodens und die tiefe Rumpfmuskulatur werden gezielt gekräftigt. Alle Bewegungen werden langsam und fließend ausgeführt, wodurch die Muskeln und die Gelenke geschont werden. Gleichzeitig wird die Atmung geschult.

Anfänger sollten das Training nach Ansicht von Anbietern mit einer Einzelstunde bei einem klassisch ausgebildeten Trainer beginnen und danach zu Geräten wechseln, die sie bei der exakten Ausführung der Übungen unterstützen. Pilates hat die fünf klassischen Geräte (Reformer, Cadillac, Chair, Barrel, Spine Corrector) erfunden, um den Schülern eine Unterstützung bei der Ausführung der Übungen zu geben. Das weit verbreitete Mattentraining wird erst für Fortgeschrittene empfohlen. Die rund 500 Pilates-Übungen wechseln ab zwischen Dehnung und Kräftigung der Muskulatur.

Hätten Sie’s gewusst? Die Pilates-Methode geht zurück auf Joseph Hubert Pilates, geboren 1880 in Mönchengladbach, und als deutsch-amerikanischer Tanztrainer im Jahr 1967 in New York verstorben.

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Bilder-Bogen Promotion

Dr. Paul Sanker und der Leiter des Kieser-Trainings Rodenkirchen Stephan Türk. (haf)

Kieser Training – Fitness unter medizinischer Anleitung

Sportlich aktiv kann man auf vielerlei Arten werden. Eine der profiliertesten ist die Kieser-Methode. Hierzu haben wir den Arzt Dr. Paul Sanker befragt, der das Kieser-Training in Rodenkirchen medizinisch betreut: „Mit Kieser Training kann in jedem Lebensalter ein Krafttraining unter Anleitung und Aufsicht von kompetenten Mitarbeitern erfolgen. Jedem Kunden wird ein individuelles Übungsprogramm erstellt. Bei besonderen gesundheitlichen Einschränkungen erfolgt eine vorherige ärztliche Trainingsberatung. Bei chronischen Rückenschmerzen besteht die Möglichkeit, eine Rückenanalyse durchführen zu lassen. Per Computer

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wird eine Kraftkurve der Muskulatur erstellt, so dass die Defizite in der Muskulatur klar erkennbar sind. Im Rahmen einer medizinischen Kräftigungstherapie an speziellen Maschinen unter Aufsicht eines Arztes und eines Physiotherapeuten können diese Defizite gezielt beseitigt werden.

Krafttraining ist auch immer mit Fettverbrennung verbunden und wirkt vorsorgend gegen Osteoporose und Stoffwechselerkrankungen. Bandscheibenvorfällen und vorzeitigem Wirbelsäulenverschleiß wird vorgebeugt. Um ein effizientes und konzentriertes Training zu ermöglichen, wurde Wert auf eine Umgebung ohne Ablenkung wie Musik und Wellnessbereich gelegt. Ein zweimaliges Training pro Woche über jeweils 30 Minuten reicht aus, um sich fit bis ins hohe Lebensalter zu halten.“


Gesamtschul-Lehrer und Radsport-Legende Jürgen Kissner ging Ende Januar in Pension

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Allein zwölf Jahre lang einen Weltrekord gehalten

Der Deutsche Radvierer bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexico-City. Von links Karl Link, Karl-Heinz Henrichs, Jürgen Kissner und Udo Hempel. Foto: Privat.

en Schnellspanner auf die andere Seite“, bittet Jürgen Kissner die beiden Dreizehnjährigen. Sie nehmen an der Radsport-AG der Gesamtschule Rodenkirchen teil. Wenige Minuten zuvor sind sie von einer Ausfahrt zurückgekehrt. Im Rad-Keller hat AG-Leiter Kissner ein Auge darauf, dass die Pennäler ihren Sportgeräten abschließend die notwendige Pflege angedeihen lassen. Bald darauf sind sie in den Nachmittag entlassen.

Kissner bleibt und blickt zurück. „Ich gehöre zur zweiten Garnitur“, sagt der in Meschenich ansässige Sport- und Biologielehrer; und meint damit, dass er früh das Gründungs-Kollegium der Gesamtschule Rodenkirchen ergänzte. Nach den Sommerferien 1972 trat er seinen Dienst in der damals jungen Einrichtung an. Ende Januar räumte er seinen

genießt er in Fachkreisen einen legendären Ruf.

Schreibtisch. Aus Altersgründen. Weiter führen wird er seinen seit 1967 bestehenden Lehrauftrag für Bahnradsport am Institut für Natursport und Ökologie der Deutschen Sporthochschule

Köln. Kissner hat seinerzeit dieses erste Ausbildungsangebot für Radsportler an einer bundesdeutschen Hochschule mit begründet. Aber nicht nur als Trainer, sondern vor allem als Aktiver

Geboren 1942 in Luckau, Niederlausitz, zog seine Familie bald nach Weißwasser. Dort vom früheren Deutschen Straßen-Meister Fritz Kokula entdeckt, tauschte Kissner 1956 den Eishockeyschläger gegen das Rennrad. Förderungen in Verein und Sportschule brachten rasch Erfolge. 1960 wurde Kissner DDRJugendmeister über 2000 m Verfolgung und als Ersatzmann für den Bahnradvierer bei den Olympischen Spiele in Rom nominiert. Die vom Vater – er war Kreisarzt – veranlasste Ausmusterung aus der Volksarmee sorgte zwar für >>>>>

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Jürgen Kissner beim Länderkampf Deutschland gegen Russland im Juli 1966 in Solingen. Foto: Privat.

einen „Karriereknick“. Doch der Entzug sämtlicher Förderungen minderte nicht wesentlich seine sportlichen Leistungen. Schließlich beorderte man ihn zum TSC in Ost-Berlin, einst Stützpunkt des DDR-Bahnradvierers. Bei einem der innerdeutschen Ausscheidungsläufe um die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio setzte sich Kissner ab. Das war 1964, in Köln. DDRFunktionäre wirkten auf den prominenten „Republikflüchtling“ ein. Doch dessen Entschluss stand fest. Eine der Folgen: Seine Eltern sollte er erst 1978 wiedersehen.

Weitaus geringer fielen die sportjuristischen Sanktionen aus. Nach einem halben Jahr Sperre stand er der bundesdeutschen Mannschaft zur Verfügung. 1966 errang er die Deutsche Meisterschaft in der

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4000-Einer-Verfolgung. Im selben Jahr holte er mit dem Team in Frankfurt die Vize-Weltmeisterschaft. Die Krönung von Kissners Laufbahn als Amateur stand 1968 kurz bevor. Bei den Olympischen Spielen in Mexiko City erreichte „sein“ Bahnradvierer im Verfolgungsrennen in bis dahin sagenhaften 4:15,02 Minuten den Endlauf. Dieser Weltrekord sollte erst 1980 in Moskau unterboten werden. Das Finale war schnell entschieden, die Dänen deutlich unterlegen. Doch DDR-Vertreter machten die Skandinavier darauf aufmerksam, dass Kissner einen seiner Teamkollegen wohl leicht berührt hatte. Obwohl das bundesdeutsche Team gegen längst distanzierte Dänen daraus keinen Vorteil gezogen hatte, entschied die Jury auf Regelverstoß. Statt Gold gab es Silber.

Steigt vom „Gesamtschul-Rad“: Rennfahrer und Sportlehrer Günter Kissner. Foto: Broich.

Heute ist die Enttäuschung verarbeitet, vergessen ist sie nicht. „Eigentlich wollte ich noch einige Jahre als Profi fahren, war aber nicht mehr motiviert“, sagt Kissner. Nach 249 Siegen auf Straße und Bahn zog er sich Ende Dezember 1969 vom aktiven Radsport zurück.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Kissner sein Studium an der Sporthochschule Köln unter anderem bei der Koryphäe Manfred Donike längst abgeschlossen und begonnen, als NRW-Landestrainer zu arbeiten. In dieser Eigenschaft assistierte er als Betreuer der Bahnradfahrer Udo Hempel und Günter Schumacher Bundestrainer Gustav Kilian beim Triumph bei den Olympischen Spielen in München. Danach tauschte er das Traineramt gegen den regulären Schuldienst. Den

Wechsel an die Gesamtschule hat er nie bereut.

„Mich hat damals auch die neue Schulform gereizt, die Möglichkeit, hier etwas mit aufbauen zu können. Und schließlich konnte ich mein Hobby zum Beruf machen.“

Mit Kissner, der all die Jahre ebenfalls die Ruder-AG betreute, geht nun ein engagierter Vertreter der Pädagogen-Zunft. Auch was die Radsport-AG betrifft. Hier entdeckte und förderte er national erfolgreiche Fahrer wie Klaus Schwade, die mehrfache Deutsche Meisterin und zweifache Vizeweltmeisterin Sabine Meyer und schließlich Dominik Roels, 2005 Straßen-Meister der U19und U23-Junioren sowie Vierter der Deutschen Meisterschaft 2007. ENGELBERT BROICH.


Bilder-Bogen Promotion TVR: Volkslauf am 15. März

Der Turn-Verein Rodenkirchen weist alle Interessierten schon jetzt auf den 29. Internationalen Straßen- und Volkslauf und den zweiten Kinder- und Jugendlauf hin, die am 15. März rund um den Forstbotanischen Garten stattfinden. Da diese Veranstaltung am Anfang der Laufsaison steht und damit optimal zur Feststellung der eigenen Laufform ist, ist sie unter den Aktiven sehr beliebt und wird „gerne genommen“. In diesem Jahr gibt es noch ein besonderes Highlight: die beiden Gewinner des Halbmarathons erhalten je einen Tandem-Paragliderflug. Weitere Infos und Anmeldung unter www.volkslauf-koeln.de, telefonische Auskunft erteilt die Geschäftsstelle unter der Rufnummer 0221/340 91384.

RTZ „Weißer Bogen“: Integration an Paula und Petzi-Ball

Integration wurde groß geschrieben beim Neujahrsturnier der besonderen Art: Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ traten im Reit-Therapie-Zentrum Weißer Bogen (RTZ) bunt gemischte Vierer-Teams gegeneinander an: Reiter und Voltigierer, Behinderte und Nichtbehinderte, Junge und Alte. Erstmals in der gut 35-jährigen Geschichte des Vereins war zu solch einem Wettbewerb geladen worden.

Ungewöhnlich war indes nicht nur die Bildung von Gruppen in einer Sportart, die eigentlich sehr „einzelkämpferisch“ ist. Auch die Art der Prüfungen hatte es so im RTZ noch nicht gegeben. Da war alles aufgebaut worden, was Hof und Halle hergaben: Cavalettis, Ständer, Hütchen – und die beiden Paulas. Letztere sind Holzpferde, auf denen die Voltigierer ihre Trockenübungen vollführen. Dieses Mal galt es, sie in Rekordzeit zu überwinden. Das stellte alle Turnier-Teilnehmer vor ungewöhnliche Aufgaben und bescherte den Freunden und Angehörigen, die sich im Reiterstübchen versammelt hatten, manch lustige Szene. Gleichzei-

tig wurden aber auch ungeahnte Talente entdeckt.

Der Geschicklichkeits-Parcours umfasste zudem das Balancieren auf Cavalettis, über die die Pferde sonst springen, oder das „Bandagieren“ von Ständern, die sonst die Stangen für die Sprünge halten. Am Ende mussten zwei Teammitglieder große Gymnastikbälle, so genannte Petzi-Bälle, mit denen die Pferde manchmal „Fußball“ spielen, ohne Zuhilfenahme der Hände durch die Halle transportieren. Komplettiert wurde der Prüfungsreigen schließlich durch eine kleine Dressuraufgabe sowie einen Geschicklichkeitsparcours hoch zu Ross. Als am Ende die frisch gekürten „Stall-Meister 2008“ in die Kameras lachten, war klar: Die Prüfungen mit und ohne Pferd hatten Spaß gemacht.

Sie sind fit: Die „Kölschen Marokkaner“

Seit 20 Jahren bereits aktiv und sehr erfolgreich sind die 10 Mitglieder einer tennisbegeisterten Gruppe, die sich an einem Juliwochenende 1988 im Clubhaus der Tennisplätze Schelling an der Rodenkirchener Autobahnbrücke trafen, um ein Tennistraining außerhalb Deutschlands zu planen. Damals boomte Tennis durch den Einfluss von Boris Becker und Steffi Graf und bei Hildegard und Christian Schelling waren sämtliche Plätze ständig ausgebucht. Als Ziel der intensiven Tenniswoche wurde das touristische Zentrum Marokkos Agadir gewählt. Eine Woche lang wurde morgens und nach-

Die „Kölschen Marokkaner“ in ihrem Stammlokal Quetsch: v.l.n.r. Günter Hafeneger, Horst Kalliske, Georg Abels, Dieter Wendt, Thomas Bojahr, Heinz Beil, Manfred Hoffmann, Peter Kohlgraf, Franz Vorent (Domingo Tripodi fehlt). (haf)

mittags intensiv trainiert, in den Pausen und abends Stadtbesichtigungen und Strandaufenthalte genossen. Die Tenniswoche bleibt ob der mannigfaltigen Eindrücke in guter Erinnerung und so wurde für die 10 Mitglieder schnell ein neuer Name gefunden, die „Kölschen Marokkaner“. Seit dieser Zeit unternehmen die Clubmitglieder immer wieder Reisen nach Tunesien, Türkei, Portugal, Griechenland mit Kreta und Zypern, Sizilien, Spanien mit Teneriffa, Gran Canaria und Fuerteventura und in diesem Jahr wird im April 2008 die 20. Tennisreise stattfinden. Die Mitgliederzahl der „Kölschen Marokkaner“ ist auf 10 begrenzt. Erst wenn ein Mitglied ausscheidet, kann ein neues aufgenommen werden. Alle spielen auch nach 20 Jahren immer noch

begeistert Tennis (jetzt bei Ute und Bernd Schelling, aber immer noch an der Autobahnbrücke), viele sehr erfolgreich zusätzlich in anderen Clubs und bei Mittelrhein- und Deutschen Meisterschaften.

Auch Reizstrom macht fit

Fit werden ohne sich besonders anstrengen zu müssen kann man mit der Reizstrombehandlung im Cosmetic-Studio Jerid am Bahnhof Rodenkirchen. Mit dieser Technik kann man ohne sich zu bewegen Oberarme, Taille, Hüfte und Oberschenkel in Form bringen und sorgt außerdem noch für bessere Durchblutung und Lymphtransport. Somit erreicht man Fitness ohne Herz-Kreislaufüberlastung und schont die Gelenke. Im familiären Studio von Kornelia Jerid hat man zusätzlich die Möglichkeit, auf ausgesuchten Sonnenbänken (sogar mit Wasserbett und einzigartiger Sofortbräune) je nach Hauttyp etwas für sein Wohlbefinden zu tun und bekommt nach dem Sonnenbad mit dem „Frischkick“ eine Ganzkörper-Algenpackung mit Mineralsalzen, Spurenelementen und Vitaminen. Komplett wird der Service dann mit IPL-Laserbehandlung nach medizinisch-kosmetischen Kriterien, z. B. bei Pigmentstörungen, Tätowierungsentfernungen, dauerhafter Haarentfernung und Couperose. 31


Bilder-Bogen Promotion Neues Stadtführungsprogramm der „Antoniter-City-Tours“ ist erschienen

Das Stadtführungsprogramm „Antoniter-City-Tours“ der Antoniterkirche für das erste Halbjahr 2008 ist erschienen. Die rund 20 ReferentInnen des Programms bieten etwa 70 neue und bewährte Führungen mit einem „anderen Blick auf Köln“ an.

Das Programmheft ist kostenlos und kann ab sofort in der Evangelischen Informationsstelle im City-Pavillon an der Antoniterkirche in der Schildergasse 57 abgeholt werden. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 12 bis 16 Uhr. Die Info-Tele-

fonnummer ist 0221/92 58 46 14. Das Heft liegt außerdem in der Antoniterkirche selbst aus.

In diesem Halbjahr sind wieder zwei neue Stadtführungsreihen im Angebot. In der Reihe „Orte der Kraft“ werden Orte besucht, die dank ihrer Raumwirkung, Geschichte und Architektur eine besondere Aussagekraft haben. Die Reihe beginnt mit einer Führung durch die Kartäuserkirche am Sonntag, 10. Februar, um 15 Uhr. Treffpunkt ist vor der Kirche in der Kartäusergasse 7.

Die Reihe „Wer-Wann-Wo“ zeigt auf, wo und wann historische Personen in der Stadt gehandelt haben. Die Reihe startet im Mai und wird im zweiten Halbjahr fortgesetzt. Der erste historische

Gang mit Günter Leitner beginnt an St. Andreas in der Komödienstraße 4 am Sonntag, 4. Mai, um 11 Uhr.

In der Reihe „Wie ich Köln sehe“, in der Prominente, zusammen mit Stadtführer Günter Leitner, ihren Blick auf Köln zeigen, sind Altpräses Manfred Kock (16. März, 15 Uhr) und die Kölner Bürgermeisterin Elfi SchoAntwerpes (9. Mai, 18 Uhr) zu Gast. Auch das Angebot für Kinder und Familien wird verstärkt. Die Standard-Führungen kosten alle sieben Euro, ermäßigt fünf Euro. Das Programm ist auch im Internet unter www. antonitertours. de einsehbar.

Märchen-Matinee im Februar

„An die Wand klatschen oder küssen?“, mit dieser Frage beschäftigt sich die Junge Kammeroper, Friedrich-Ebert-Straße 4, am Sonntag den 17. Februar. Um 11:00 Uhr beginnt die siebte Märchenerzählung von Marlis Arnold rund um verzauberte Frösche und glitschige Kröten. Der Eintritt für die Vorstellung kostet für Kinder ab fünf Jahre vier Euro, für Erwachsene acht. Karten können Sie unter Tel.: 0221 24 36 12 vorbestellen. Tipp: Die Kinder, die einen hübschen Frosch mitbringen, zahlen nur die Hälfte. (VW).

„Herz-Dame“: Präsident Karl Clasen einstimmig wiedergewählt

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Im letzten Monat fand auch die Jahreshauptversammlung des 1. Skatclub Rodenkirchen „HerzDame“ statt. Dabei ehrte Schriftführer Wolfgang Kailing den Präsidenten Karl Clasen für die im Vorjahr errungene Club-Meisterschaft. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Fritz Kehmeier und Heiko Neuenhaus. Der Vorsprung von Clasen auf Kehmeier war mit 0,3 Prozent denkbar knapp. In den nächsten Monaten werden alle drei an der Vorrunde zur deutschen Skat-Meisterschaft teilnehmen. Die alle zwei Jahre anstehende Vorstandswahl brachte eine eindeutige Bestätigung des bisherigen Führungs-Trios. Jeweils einstimmig wurden Karl Clasen, Heiko Neuenhaus als Kassierer und „Herz-Dame-

Urgestein“ Wolfgang Kailing als Schriftführer in ihren Ämtern bestätigt.

Ab sofort finden die wöchentlichen Skatabende wieder im Gründungslokal „Zur alten Post“ in der Hauptstraße 118 statt. In Gesprächen mit Restaurantchef Rolf Janzowski konnte erreicht werden, dass für die Skatfreunde ein separater Raum zur Verfügung steht. Die Mitglieder des Skatclubs treffen sich wie bisher jeden Dienstag ab 19.15 Uhr zum zünftigen Preisskat. Dazu sind auch Gäste jederzeit herzlich willkommen.

In diesem Jahr kann der Club sein erstes Jubiläum feiern. Am 6. September besteht „Herz-Dame“ bereits 25 Jahre. Die Vorbereitungen für ein großes Fest sind bereits angelaufen.

Duftmuseum im Farina-Haus

Auch im Februar bietet das Duftmuseum im Farina-Haus wieder Führungen zum Thema „Geschichte der Eau de Cologne“ an. Erleben Sie diese Geschichte in den originalen Kellergewölben, in welchen Johann Maria Farina im 18. Jahrhundert das „Wasser von Köln“ herstellte, dass nicht nur ihn, sondern auch die Stadt Köln weltberühmt machte.

Die Führungen kosten vier Euro, dauern 45 Minuten und finden nach Absprache an Donnerstagen, Samstagen und Sonntagen statt. Für die Teilnahme an einer Führung ist eine Anmeldung erforderlich Tel.: 0221/399 89 94. (VW).

Gespräch in der Wabe

Die katholischen und evangelischen Gemeinden in Rodenkirchen und Umgebung und das katholische Bildungswerk Köln zum nächsten „Gespräch in der Wabe“ ein. Das findet statt am Mittwoch, 13. Februar um 20 Uhr im Pfarrheim Wabe in der Siegstraße 56 in Rodenkirchen.

Thema: „Die Schönheit der deutschsprachigen Liturgie“ – Zur Auseinandersetzung mit dem ordentlichen und außerordentlichen Ritus der römisch-katholischen Kirche. Referent ist Professor Dr. Monsignore Wolfgang Bretschneider aus Bonn.


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Herausforderungen als Programm – 35 Jahre Reisebüro Diedrich

it dem Urlaub seines Chefs fing alles an. Hermann J. Diedrich arbeitete in einem Kölner Reisebüro, als dieser sich eine Auszeit gönnte und für sechs Wochen in den Urlaub entschwand. Jetzt hatte der junge Reisebürokaufmann „den ganzen Laden alleine am Hals“, wie er das Schlüsselerlebnis in seiner Berufslaufbahn schildert. Das Beste daran – es funktionierte einfach wunderbar. „Warum soll ich das eigentlich nicht selber machen?“ war die nahe liegende Frage. Die Entscheidung war schnell gefallen, jetzt oder nie hieß die Devise. Hermann J. Diedrich weihte niemanden in seine Pläne ein und suchte weit weg von seinem damaligen Standort ein geeignetes Ladenlokal für das eigene Reisebüro. Schnell war über einen Freund ein Objekt mitten in Rodenkirchen gefunden. Wo früher Lebensmittel über die Ladentheke gingen, sollten möglichst bald Urlaubsträume wahr werden. Auch das ging rasend schnell – innerhalb von einem Monat und zehn Tagen war aus dem Supermarkt ohne Fensterscheiben ein komplett renoviertes attraktives Reisebüro geworden. Am 17. Februar 1973 wurde das Reisebüro Diedrich in Rodenkirchen eröffnet.

Jetzt war noch ein kleines Problem zu lösen – es fehlte ein Agenturvertrag. Wie es der Zufall so wollte, gab es in Rodenkirchen einen kleinen Tabakwarenladen mit TUI-Agentur. „An so eine Agentur konnte man so

Geht nicht - gibt's nicht

Hermann J. Diedrich heute an seinem Schreibtisch am Rathausplatz. Foto: Surmann.

schnell nicht rankommen“, erinnert sich Hermann Diedrich. Was tun? Der Laden wurde gekauft, die Tabakwaren abgestoßen und schon hatte das Reisebüro Diedrich eine eigene TUI-Agentur. Jetzt konnte das Geschäft so richtig beginnen. „Im gleichen Jahr habe ich Charterflüge für Motorjournalisten organisiert“, erinnert sich Hermann Diedrich an die ersten großen Aufträge.

Danach stieg er ins Messegeschäft ein – und das gleich an einem schwierigen Standort. Er organisierte komplette Messereisen nach Algier. Vom Flug über das Visum bis zum Hotel – die Kunden erhielten ein Rundum-

Paket. Dieses Angebot schlug ein wie eine Bombe – pro Woche schickte Hermann Diedrich über 100 Leute in die algerische Hauptstadt. „Dabei lernte ich, wie man mit den Menschen da unten umgeht, um scheinbar unüberwindliche Probleme zu lösen“, ist er heute noch stolz auf den ersten Erfolg. „Es gab in Algier nur ein Hotel, das war immer voll“, schildert er ein ernstes Problem. Es tagte die Nationalversammlung gerade zu Messezeiten, das Hotel stand den Abgeordneten zur Verfügung – aber wo sollte er seine Gäste unterbringen? Hermann Diedrich setzte sich mit dem Hoteldirektor zusammen und klärte die „wesentlichen Fragen“ mit Hilfe eines großzügigen Trinkgeldes. Von da an wurde eine Etage des Hotels kurz vor der Nationalversammlung renoviert und konnte nicht von Parlamentariern gebucht werden. „Zufälligerweise war die Renovierung einen Tag vor Messebeginn abgeschlossen“, lächelt Hermann Diedrich verschmitzt. Nach Algier kamen Bagdad und Teheran an die Reihe. Dort profitierte er von seinen Erfahrungen in Algier und hatte sich mittlerweile richtig in die arabische Mentalität eingelebt. „Zu Kriegszeiten flog jeweils nur ein Jumbo von Frank>>>>>>>

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Bilder-Bogen Promotion

Betriebsausflug 1989: Hermann J. Diedrich (rechts) startet mit seinem Team über die Ostertage auf die arabische Halbinsel. Foto: Hafeneger.

furt nach Bagdad und Teheran. Der war natürlich auf Wochen ausgebucht“, erinnert sich Hermann J. Diedrich. Zu den Airlines dieser Länder hatte er allerdings so gute Kontakte geknüpft, dass bei Vorlage einer Buchungsbestätigung vom Reisebüro Diedrich jederzeit Plätze frei waren. Auch mit den dortigen VisaBehörden war sich Hermann Diedrich schnell einig – innerhalb eines Tages besorgte er jedes Visum, auf das andere Wochen warteten – wenn sie es denn überhaupt bekamen. Natürlich gab es auch mal Probleme. So wollten vor allem die Iraner nicht direkt das „Trinkgeld“ annehmen. Auch da fand sich schnell eine arabisch-kölsche Lösung: Man öffnete einen nahe gelegenen Kaviarladen, deckte sich dort mit dem köstlichen Stoff ein und Hermann Diedrich bekam eine Bescheinigung, dass „er gut für Kaviar ist“. Mit dieser Bescheinigung, einem Koran im Koffer und überall verteilten Khomeini-Bildchen kamen er und seine Gäste „schneller aus dem Teheraner als aus dem Frankfurter Flughafen“.

Im Laufe der Zeit kamen andere Problemregionen dazu, auch hier punktete Hermann Diedrich mit seinem einzigartigen Service. „Wir waren die einzigen in Westeuropa, die in Moskau ein Visum bei Ankunft am Flughafen bekamen“, betont Hermann Diedrich.

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Mit der Zeit sprach sich sein einzigartiger Service im ganzen Bundesgebiet und darüber hinaus herum. So gehören heute namhafte Journalisten und Firmen, die Bundesregierung und das saudische Königshaus zu den Stammkunden des Reisebüros an

der Rodenkirchener Hauptstraße. Von dort werden Reisen zu Großevents überall auf der Erde geplant. Ein Highlight war die Organisation der Reisen zur Expo 1992 in Sevilla. Das Reisebüro Diedrich war Exklusiv-Partner des Deutschen Expo-Pavillons. Auch in Zukunft plant Hermann Diedrich größere Projekte. So wird er ein internationales Jugendcamp zur Fußball Weltmei-


sterschaft 2010 in Südafrika gemeinsam mit der deutschen Sporthochschule in Köln organisieren. Auch wird er die Reihe von Infoabenden mit namhaften Referenten fortsetzen, geplant ist als nächstes eine Veranstaltung mit dem Deutschen Botschafter in Kuba, Dr. Claude Ellner.

Natürlich bietet das Reisebüro Diedrich auch ganz normale Reisen an. Das ist für ihn und sein Team fast schon Routinegeschäft. Hier kann man sich ganz darauf konzentrieren, die Qualität der Angebote zu prüfen – gerade im Massenmarkt ein wichtiges Kriterium. Aber auch hier ist alles möglich: „Wer ausgefallene Wünsche für Spanien hat, auch die werden wir ihm erfüllen”, verspricht Hermann J. Diedrich. Heute beschäftigt das Reisebüro Diedrich fünf Vollzeit- und zwei Teilzeitkräfte. Dazu kommen zwei Auszubildende, von denen eine gerade ihren Abschluss mit einer Eins gemacht hat. Der Lohn für diese Leistung: Sie wird als Vollzeitkraft übernommen.

Besonders stolz ist Diedrich in diesem Zusammenhang darauf, dass er mittlerweile elf junge Menschen ausgebildet hat. Den 35. Geburtstag seines Reisebüros feiert Hermann J. Diedrich am 23. Februar mit Angestellten, Kunden und allen, die vorbeikommen wollen in seinem Reisebüro an der Hauptstraße 81 in Rodenkirchen. Vielleicht hat der Chef danach ja mal Zeit für einen eigenen Urlaub. Dafür ist dann allerdings seine Familie zuständig: „Die sagen dann nur, wann ich wo am Flughafen sein muss – und ab geht’s.“ Noch mehr Infos über das Reisebüro Diedrich findet man im Internet unter www.rbdiedrich.de. (KS).

stoffe und Emulgatoren, Paraffine und Tenside ebenso. Alle bei Vierlinden angebotenen Kosmetikserien bestehen aus 100% natürlichen Rohstoffen, Cremes und Salben und ätherische Öle stammen aus kontrollierter Produktion und werden den Demeter- und Naturland-Grundsätzen gerecht. Sie entsprechen dem Standard nach BDIH.

Die Natur ist der Lieferant für sämtliche Produkte der großen Kosmetikabteilung im Vierlinden Biomarkt in Hochkirchen. (haf)

Vierlinden Naturkosmetikabteilung – Ein Highlight in Hochkirchen

Ein Thema der letzten Wochen, das immer wieder in den Nachrichten vorkam, war das neue Gentechnikgesetz. Es soll dafür sorgen, dass Lebensmittel als gentechnikfrei gekennzeichnet werden können. Allerdings wurde im selben Gesetz auch eine butterweiche Ausnahmeregel eingeführt, nach der als gentechnikfrei deklariert werden kann, was in einer Entfernung von 300 Metern von einem mit genetisch verändertem Saatgut bestellten Feld geerntet werden kann. Wer also wirklich sicher sein will, Produkte ohne Gentechnik zu erstehen, der sollte ausschließ-

lich im Biomarkt einkaufen. Dies gilt umso mehr für Produkte, die direkten Kontakt mit unserer Haut haben, also insbesondere mit Kosmetika. Der Vierlinden Biomarkt in Hochkirchen unterhält eine Naturkosmetikfachabteilung, die höchsten Ansprüchen und Anforderungen gerecht wird. In einem separaten Teil des Marktes findet man ein Komplettsortiment an Haar- und Körperpflegeprodukten, Zahnpflege, Kosmetikserien für junge mittlere und reifere Haut sowie Herrenserien. Allen Produkten ist eines gemeinsam, sie alle beziehen ihre Rohstoffe aus der Natur. Sämtliche Ingredienzien werden nachhaltig angebaut und sorgfältigst kontrolliert. Wahre Biokosmetik folgt dem Rhythmus der Natur, Tierversuche bei der Erprobung sind verboten, Konservierungs-

Bei Vierlinden werden hochwertigste Kosmetika von Dr. Hauschka, Weleda, Primavera, Lavera, Lagona, Sante, Laveré, Wellments, Wala und Tautropfen geführt. All diese Firmen haben sich eine eigene, strenge Philosophie auferlegt und stehen mit ihrem Namen für höchste Ansprüche. Sie arbeiten nach dem pharmazeutischen Prinzip der Extraktion und entziehen den Pflanzen durch Wasser, Öl oder Alkohol schonend ihre wirksamen Bestandteile. Dazu zählen meist die Aloe Vera als Durstlöcher für die Haut, die Arnika mit ihrer heilenden Wirkung, zellschützende Birkenextrakte oder die Ringelblume mit ihrer regenerativen Eigenschaft für die Haut. Für durcheinander geratene Durchblutungsprozesse im Nerven-Sinnes-System und bei Entzündungen hilft die Kraft der Euphrasia, die feuchtigkeitsspeichernde Eigenschaft der Iris verwendet man für die natürliche Regeneration der Haut. Die Öle des Lavendels beruhigen das >>>>>

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Bilder-Bogen Promotion Nervensystem und sorgen für einen ruhigen Schlaf und die Wurzel der südamerikanischen Andenpflanze Ratanhia wird in der Mundhygiene verwendet. Aus Sanddorn gewinnt man wohltuende Säfte und fette Öle, die mit ihrem hohen Anteil an Linol- und Linolensäure und Vitamin E besonders hautschützend wirken.

Bei Vierlinden in Hochkirchen findet man also alles, was man von einer schonenden Kosmetik erwartet. Ob pflegende Lotionen, Creme- und Duschbäder, dekorative Kosmetik und Make up, Lippenbalsam aber auch Magnesiumprodukte oder Hustensirup, für jeden Bedarf ist hier ein großes Sortiment vorhanden und insbesondere für Allergiker ist die Naturkosmetikabteilung eine echte Bereicherung im südlichen Köln.

20 Jahre Wäsche & Strümpfe Engels

20 % Rabatt gab es im Januar bei Wäsche & Strümpfe auf der Hauptstraße in Rodenkirchen und Anlass war der 20. Geburtstag des Unternehmens. Vor genau 20 Jahren machten sich Heike und Stephan Engels in Bonn selbständig. 1989 kam dann die Filiale in Rodenkirchen hinzu. Zu Beginn war „Engels“ noch als Kaufhaus

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Noten oder bei den jüngeren Schülern Beurteilungen nicht so positiv aus wie erwartet, ist der erste Impuls vieler Eltern: schimpfen, verbieten und die gerade erst verschenkten Spielsachen wieder wegsperren.

20 Jahre Wäsche & Strümpfe Engels feierten Heike Engels, Silvia Peters und Marianne Stolz im Januar. (haf)

konzipiert, doch bald zeigte sich die große Nachfrage nach Strümpfen und Wäsche. Man konzentrierte sich auf diesen Bereich des Handels und spezialisierte sich. Im vergangenen Jahr folgte dann der Umzug in das heutige große Geschäft auf der Hauptstraße 78, in dem Geschäftsführerin Heike Engels die wohl größte Strumpf- und Wäscheauswahl Köln präsentiert. Die Wäscheabteilung bietet Tages- und Nachtwäsche führender Hersteller für Damen und Herren, aber auch erotische Wäsche, deren Sortiment durch Dessous der holländischen Designerin Marlies Dekkers erweitert wurde. Immer wichtiger wird auch der Online-Service, den

man unter www.slip-tipp.de erreichen kann.

Sieben Mitarbeiterinnen kümmern sich um die Kunden, wobei Silvia Peters vom ersten Tag an dabei ist und Marianne Stolz auch schon seit 15 Jahren zum Team gehört.

Schlechte Zeugnisse: Warum Eltern mit Schimpfen und Verbieten nichts erreichen

Wenige Wochen nach Weihnachten, dem Fest der Liebe und Harmonie, schlägt die Stimmung in vielen Familien um ins andere Extrem: Nicht der Nikolaus, sondern die Zeugnisvergabe steht plötzlich vor der Tür. Fallen

Doch das Kind unter Druck zu setzen ist keine Lösung, denn das Problem wird dadurch nur verschärft. „Die richtige Reaktion kann daher nur sein, das Kind zu trösten, es aufzumuntern – und gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Denn hinter angeblicher Faulheit stecken manchmal ganz andere Probleme, eine Lese/Rechtschreibschwäche zum Beispiel“, sagt Ursula Oppermann, Leiterin des LOS in Rodenkirchen.

Rund 25 Prozent aller deutschen Kinder und Jugendlichen haben Probleme beim Lesen und Schreiben. Da kaum ein Schulfach ohne Lesen und Schreiben zu bewältigen ist, erhalten lese/rechtschreibschwache Schüler nicht nur im Fach Deutsch schlechte Zensuren. Zu der schulischen gesellt sich zudem die seelische Belastung. Kinder mit einer Lese-/Rechtschreibschwäche befinden sich oft in einem Teufelskreis aus Misserfolg, Kritik und Entmutigung.

Der einzig dauerhafte Ausweg aus diesem Dilemma ist eine


möchten und bereits über ein Girokonto bei den beiden großen Sparkassen verfügen, können ihre bisherige Karte in ihrer Sparkassen-Geschäftsstelle umtauschen, Wer ein neues Girokonto bei der Sparkasse eröffnet, kann gleich zu Anfang zwischen der klassischen Sparkassen-Card und der FC-Card wählen.

Die FC-Card verfügt über die gleichen Funktionen wie die klassische Sparkassen-Card. Für die Inhaber der neuen FC-Sparkassen-Card gibt es zusätzlich unvergessliche Fan-Erlebnisse beim FC zu gewinnen. Jeden Monat werden attraktive Preise verlost, etwa Logen-Besuche mit elf Freunden im RheinEnergie-Sta-

dion, VIP-Karten für FC-Heimspiele oder Trainingseinheiten mit Christoph Daum am Geißbockheim.

Die beiden Vorstandsvorsitzenden, Dietmar P. Binkowska von der Sparkasse KölnBonn und Alexander Wüerst von der Kreissparkasse Köln sind sich einig: „Mit der FC-Card zeigen wir >>>>>

Chefin im LOS Rodenkirchen: Ursula Oppermann. Foto: Privat.

gezielte Förderung der betroffenen Kinder, wie sie in den meisten Fällen jedoch nicht durch eine öffentliche Schule und erst recht nicht durch eine einfache Nachhilfe realisiert werden kann. Die LOS, die Lehrinstitute für Orthographie und Schreibtechnik, widmen sich seit 25 Jahren ausschließlich der wissenschaftlich fundierten, pädagogischen Diagnose und Therapie der Lese/Rechtschreibschwäche. An rund 200 Standorten in Deutschland und Österreich werden inzwischen jedes Jahr im Durchschnitt 20.000 Kinder und Jugendliche erfolgreich betreut, seit 2001 auch in Köln-Rodenkirchen unter der Leitung von Ursula Oppermann. Eltern können beim Verdacht auf eine Lese-/Rechtschreibschwäche die Lese- und Rechtschreibleistung ihres Kindes nach vorheriger Anmeldung unter der Telefonnummer 0221-3679770 im LOS Köln-Rodenkirchen kostenlos testen lassen. In einem ausführlichen Beratungsgespräch wird das Testergebnis mit den Eltern besprochen. Informationen auch unter www.losdirekt.de.

Den FC immer dabei – „rut un wieß“ auch im Portemonnaie

Die FC-Fans in Rodenkirchen und Umgebung können sich freuen: ab sofort bieten die Sparkasse KölnBonn und die Kreissparkasse Köln zu ihren Girokonten eine besondere Sparkassen-FCCard an. Mit der im FC-Design gehaltenen Karte hat der Fan seinen FC immer dabei – „rut un wieß“ auch im Portemonnaie. Kunden, die eine FC-Card haben

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Bilder-Bogen Promotion unsere enge Verbundenheit mit dem 1. FC Köln. Die SparkassenFC-Card ist unser Geschenk für alle Fans zum 60. Geburtstag des Vereins, eine ganz besondere Geburtstagskarte!“ „Beide Sparkassen sind seit Jahren unsere zuverlässigen Partner in allen Finanzfragen. Da war es nun an der Zeit, eine FC-Card herauszubringen. Ich halte eine solche Karte für eine prima Idee, denn so hat jeder Fan die Möglichkeit, den FC im Portemonnaie immer dabei zu haben“, freute sich auch FC-Präsident Wolfgang Overath.

Informations-Abend in der Buchhandlung Rondorf am 28. Februar

„Faltenfrei schön – was sonst“ – So fühlen Sie sich wohl in Ihrer Haut Lachfalten um die Mundwinkel, Krähenfüße an den Augen oder Querfalten auf der Denkerstirn – auch wenn Falten zum Leben dazugehören, müssen sie uns noch lange nicht gefallen. Die Haut ist unser größtes Organ und weder Freud noch Leid gehen spurlos an ihr vorüber. Sie ist der Spiegel unserer Gedanken und Erlebnisse – der gegenwärtigen und der vergangenen und somit können wir auch über Kommunikation unsere Ausstrahlung beeinflussen.

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Statt blumiger Werbeversprechen und teurer Cremes, deren Wirksamkeit nicht einmal gesichert ist, gibt es nun eine wirkungsvollere Alternative, die buchstäblich unter die Haut geht und sie ist leicht erlernbar. Die bioenergetische Gesichtsmassage sorgt nicht nur für mehr körperliches Wohlbefinden, sondern auch – als angenehmer „Nebeneffekt“ - für ein strahlendes Äußeres. Durch die gezielte Stimulation bestimmter Massagepunkte im Gesicht wirkt die bioenergetische Massage, ähnlich der Akupunktur, speziell gegen Stress, Kopfschmerzen, Übermüdung und Erschöpfungszustände. Was der eine als teuflisch gut empfindet, bedeutet für den anderen ein himmlisches Vergnügen. Denn

die Angewandte Bioenergetik soll sogar positiven Einfluss auf unser Sexualleben haben. Unübersehbar ist der Einfluss auf unsere gute Laune, die uns tatsächlich wieder auf andere Gedanken bringen kann. Gleichzeitig sorgt dieses natürliche Facelifting für gesundes Aussehen. Die Zell- und Lebensenergie wird erhöht, die Haut wird besser durchblutet und streichelweich. So „entfalten“ Sie eine vitale Ausstrahlung. Ihre Wirkung ist unschlagbar, wenn sie erkennen, was Entspannung in Ihrem Gesicht auch beim anderen in der Reflektion bewirken kann.

Heike Katzmarzik ist als Drehbuchautorin und Regisseurin tätig, u. a. für Stern TV mit Günther Jauch. Als Medizinjournalistin realisierte sie für Blickpunkt Gesundheit und Wissensmagazine zahlreiche Fernsehsendungen. Seit 1995 arbeitet die Autorin außerdem als Dozentin, Management-, Kommunikations- und Schauspieltrainerin. 28. 2. 2008 ab 19:00 Uhr, Eintritt 7 €.

Cocoloco: Wiedereröffnung unter neuer Führung

Aus den Schlagzeilen der Vergangenheit ist das Cocoloco auf

So präsentiert sich das „Cocoloco“ nicht nur den Nachtschwärmern. Foto: Schmidt.


der Rodenkirchner Hauptstraße bestens bekannt – doch nun sollte es mit den Negativmeldungen und den häufigen Betreiberwechsel auch gut sein. Das Cocoloco hat eine neue Geschäftsführung. Der neue Geschäftsführer Armin Gehring blickt positiv in die Zukunft.

Für das gepflegte Kölsch zwischen Arbeitsplatz und Abendbrot oder den Absacker auf dem Heimweg bietet sich das Cocoloco bestens an und hat bis spät in die Nacht geöffnet. Klein und gemütlich ist es hier, so das nach wenigen Tagen der Eröffnung (28. Dezember 2007) schon des öfteren die Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag von 17 bis mindestens 0.30 Uhr, Freitag und Samstag bis 5 Uhr) deutlich überschritten wurden.

Auch für Freunde der Malerei wird es ab Februar etwas zu sehen geben. Der Kunstmaler Andreas Seremak aus Köln wird einige seiner Bilder hier ausstellen. Das Cocoloco wartet mit zivilen Preisen auf, sowie zum Nachteil für alle Voyeure – ohne Kameras...

Neue Gemeinschaftspraxis Sprüth & Renner

Im Sommer letzten Jahres hat Dr. med. Angelika Sprüth, die HNOFachärztin aus der Rheingalerie, tatkräftige Unterstützung durch den HNO-Facharzt Dr. med. Peter Renner. Lange hat es gedauert, bis ein passender Kollege gefunden wurde.

Dr. Angelika Sprüth ist für ihr großes Fachwissen bekannt, spezielle Kinder-Sprechstunden und Behandlungen auf dem Gebiet der Naturheilkunde und Homöopathie ihr Spezialgebiet. Demnach bot es sich an, eine Gemeinschaftspraxis mit Dr. Renner zu gründen, dessen promovierter Bereich die Hirnstamm-Audiometrie ist. Er ist einer der wenigen Spezialisten in der innovativen Celon-Thermotherapie in Deutschland. Diese Behandlungsart ermöglicht einen sehr Gewebe schonenden und ambulanten Eingriff bei der behinderten Nasenatmung und dem Schnarchen. Naturheilverfahren sowie Homöopathie und Akupunktur: für Beide kein Fremdwort, eine perfekte Ergänzung ist gewährleistet. Auch die chinesi-

Eine Fahrt mit dem neuen Porsche Cayenne GTS hinterlässt bleibende Eindrücke

Der Nubbel wird verbrannt: Frank Conzen feiert 5-Jähriges in der Quetsch. (haf)

sche Medizin und die Bioresonanz-Therapie ergänzen das Behandlungsspektrum.

Eine Gemeinschaft, die für alle nur nur Vorteile bringt: HalsNasen-Ohren-Erkrankungen werden hier individuell, innovativ und intensiv behandelt. Hand in Hand. (USCH).

Frank Conzen ist fünf Jahre Wirt in der Quetsch

Seit fünf Jahren führt Frank Conzen das Brauhaus Quetsch in Rodenkirchen und hat es zu dem gemacht, was es heute ist: Ein Treff gemütlicher Gastlichkeit mit gutem Essen und gepflegten Getränken. In den vergangenen Jahren sorgte er immer wieder für Überraschungen, brachte Jazz vom Feinsten in die Schänke, ließ die Terrasse rocken oder stellte seinen Gästen das erste automatische Sousaphonorchester der Welt vor. Auch für die Karne-

valszeit hat er sich wieder etwas einfallen lassen. Am Karnevalsdienstag findet aus Anlass des 5Jährigen eine große Party mit DJ statt, die um Mitternacht mit der Nubbelverbrennung endet. An diesem Abend gibt es das Kölsch für 1 € und zum Schluss eine traditionelle Erbsensuppe gratis. Typisch Frank Conzen eben.

Der Porsche Cayenne ist auf den Straßen von Rodenkirchen und Umgebung nicht mehr wegzudenken. Das Fahrzeug der Spitzenklasse erscheint luxuriös, groß und geräumig, ohne an Klasse zu verlieren. An Leistung hat es dem Porsche Cayenne nie gemangelt, der Neue ist wesentlich flacher als seine Modell-Brüder.

Mit der vierten Modellvariante dem Cayenne GTS wird der Allradler nun sportiver, breiter - und noch ein bisschen kräftiger. Das muss man den Machern in Zuffenhausen lassen, 405 PS versprechen einen satten Sound und ein gutes Fahrverhalten.

Der Porsche Cayenne GTS zeichnet sich durch ein extra entwikkeltes Fahrwerk aus und wird am >>>>

Porsche Cayenne GTS: Breite Nüstern, wuchtige Erscheinung und insgesamt schon viel mehr Sport- als Geländewagen. Foto: Porsche.

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Bilder-Bogen Promotion Samstag dem 9. Februar 2008 als Sonderserie im Porsche Zentrum Köln in der Fröbelstrasse vorgestellt. Wie bei Porsche zu erwarten, sind ungesehen Fahrzeuge schon bestellt und werden frühzeitig bei uns in der (USCH). Region fahren.

Karneval und Autopremieren im Autohaus Barthel in Brühl

Aus Anlass der Vorstellung gleich vierer neuer Renaultmodelle hatte Udo Barthel seine Kunden im Januar zu einer karnevalistischen Präsentation eingeladen. Mit einer tollen Darbietung sorgten die Fidele Pänz gleich zu Beginn für die richtige Stimmung und so konnten sich die Besucher gutgelaunt und mit Speis und Trank versorgt die neuen Modelle des französischen Herstellers ansehen.

Viel Laderaum bei kompakten Außenmaßen – mit dieser Formel ging der Renault Clio Grandtour an den Start. Das elegant gezeichnete Heck betont den lifestyleorientierten Charakter, ohne den Nutzwert einzuschränken.

Der dynamische Laguna Grandtour verbindet elegantes Design mit großzügigen Platzverhältnissen sowie sparsamen und schadstoffarmen Antrieben. Im Vergleich zum Vorgängermodell stieg das Ladevolumen von 475 auf 508 Liter nach VDA-Norm.

Mit dem Grand Modus komplettierte Renault seine „Raumflotte” um eine weitere Langversion. Nach dem bewährten Vorbild von Grand Espace und Grand Scénic erhalten Kunden nun auch in der

Van-Einstiegsklasse noch mehr Auswahl. Der Neuling misst 16 Zentimeter mehr als der BasisModus, bleibt mit insgesamt 4,034 Metern aber immer noch kompakt genug für den Einsatz in engen Innenstädten.

Evolution im Design, aber Revolution unter der Blechhülle: Der komplett neu entwickelte Renault Kangoo beweist mit variablem Raumkonzept, üppigen Platzverhältnissen und hohem Sicherheitsniveau viel Sinn für Familie und Freizeit. Gleichzeitig gibt er mit seinen sparsamen und schadstoffarmen Motoren ein klares Bekenntnis zum Klimaschutz.

Piehl & Reifenhäuser zeigen Frühjahrstrends

Bekannt war Paul Reifenhäuser für seine exquisiten Modenschauen, jetzt geht die Präsentation in eine weitere Steigerung der Exklusivität.

Die besten Marccain-Models präsentieren am 14. und 15. Februar bei Prosecco und Fingerfood die Sommermode 2008 bei Piehl und Reifenhäuser.

Mode hautnah wie auf den Bühnen der großen Modemacher, Labels der führenden Modefirmen werden in den Räumen zu sehen sein. Neue Farben, Formen und Muster setzen Trends für den Kölner Süden.

Dany und Carsten Piehl freuen sich darauf, jeden Gast einzeln begrüßen zu dürfen. Sie möchten Ihre Kunden kennen lernen, um nach Ihren Wünschen auszusuchen, zu ordern und mit Ihnen in eine gemeinsame Zukunft zu gehen. (USCH).

Udo Barthel feierte mit den Fidele Pänz vierfache Modellpremiere. (haf)

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Und es gibt ihn doch… den Traumberuf! unge Leute wissen oft nicht was Sie werden sollen, hier bei uns in den südlichen Kölner Stadtbezirken ist das anders. Wenn ich zu meiner Kundschaft fahre, um Insertionen zu besprechen, erlebe ich es nicht selten, dass man mir voller Begeisterung von der zu umwerbenden Tätigkeiten erzählt. Augen fangen an zu strahlen. Die Sätze werden immer ausführlicher und die Unterhaltungen oft sehr lang und intensiv. Begeisterung ist spürbar und darum möchte von einigen berichten: Ihre Ute Schmidt

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Sibylle Laabs aus Sürth sagt voller Überzeugung: Mein Traumberuf – die Osteopathie Nach dem Abitur stand für Sie fest, dass Physiotherapeutin Ihr Job ist. Doch während der drei-

jährigen Ausbildung wurde Ihr bewusst, dass es noch nicht alles sein kann. Ihr Ziel war es, einen Beruf auszuüben, der den Menschen als seine komplexe Einheit betrachtet und behandelt. Sie lernte die Osteopathie kennen und studierte es fünf Jahre nebenberuflich dazu. Sie war wie gefesselt von der heilkundlichen Methode, die in der Mitte des 19. Jahrhunderts von Dr. Andrew Taylor Still in den USA entwikkelt worden war. Osteopathie ist die Kunst der heilenden Hände, eine sanfte Möglichkeit Krankheiten und Leiden manuell und ohne Medizin und Chirurgie zu behandeln, um so die verloren gegangenen Funktionen des Körpers wiederherzustellen und die eigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Die Osteopathie befasst sich mit drei Systemen in unserem Körper: dem Muskel-, Knochen- und Gelenk-System. Es umfasst die Behandlung der innerer Organe und den dazugehörigen Strukturen, sowie dem zentralen Nervensystem und die Verbindung zur Wirbelsäule. Und sie schaff-

te es, diesen Komplex zu verstehen und zu praktizieren. Ein weiterer Traum ging 2005 in Erfüllung, als Sie sich in Sürth selbständig machte. Um den Patienten aber eine noch umfassendere Behandlung bieten zu können, ließ Sie sich auch noch zur Heilpraktikerin ausbilden. Sibylle Laabs ist ein ganz klarer Fall: heilen mit Naturkunde aus Leidenschaft.

Anwältin Alexandra Kentenich: Was Recht ist soll Recht bleiben

Dafür setzt Sie sich mit viel Kraft und Fachwissen ein - ohne an Menschlichkeit zu verlieren. Mit sanfter Stimme und mit einem Lächeln wird man bei Ihr begrüßt, eine unangenehme Situation verliert schnell an negativer Spannung, das ist Ihr sehr wichtig. Anwalt und Mandant müssen ein Team werden. Persönlich und individuell soll die Betreuung der Mandanten sein. Erst Vertrauen aufbauen, zuhören und dann bei gemeinsamen Vorgesprächen erfolgt eine maßgeschneiderte Strategie, in welchen Sie Ihre juristischen Möglichkeiten erläutert. Nett sagt Sie „Ihr Problem wird meine Aufgabe.“ Und dann sieht man bei Ihr den Biss zum Erfolg in den Augen. Arbeitsrecht (Kündigung, Abmahnung, Mobbing); Verkehrsrecht (Unfall, Schmerzensgeld, Ordnungswidrigkeiten); Familienrecht (Scheidung, Unterhalt, Sorgerecht) sind Ihre Hauptgebiete. Der Bezug zum Familienrecht hat sich bei Ihr sehr schnell ergeben, einerseits durch Ihre Ausbildung am Familiengericht, anderseits durch den menschlichen Bezug,

der gerade im Familienrecht besonders gegeben und gefragt ist. Ihren Traum hat Sie sich verwirklicht und hat seit 2001 Ihre eigene Kanzlei im Herzen des Kölner Südens. Gelegen ist diese zwischen Südstadt und Marienburg auf der Goldsteinstraße. Paragrafen, Gesetze, Rechte sind Ihre Welt. Als Sieger aus einer Verhandlung zu gehen ist Ihr Ziel. Alexandra Kentenich ist eine Anwältin aus Berufung.

Dass Anwältin zu sein eine tolle und vielseitige Sache ist, sieht auch Ann-Kathrin Fries so. Sie befasst sich mit zivil- und verwaltungsrechtlichen Angelegenheiten. Um Informationen verständlich und überzeugend zu vermitteln, hält Sie regelmäßig Vorträge zum Thema „Hund & Recht" und schreibt Artikel zu verschiede-

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Bilderbogen-Promotion agogin eröffnete im Januar in eigenen Räumen Ihr Institut in der Wilhelmstraße, das den kölschen Namen Dilledopp trägt. Wer fit und gesund in der Schwangerschaft sein möchte, Geburtsvorbereitung, Rückbildung sowie Ernährungs- und Erste Hilfe-Kurse benötigt, kann

nen Themen. Zu lesen sind diese auch auf www.rechtsanwaeltinfries.de. Nie ist es Ihr zu viel, auf Fragen zu antworten in denen sie Fachfrau ist. Sie setzt sich Voll und Ganz für das Tierrecht ein. Im Gespräch sagte Sie mir, „…Tierrecht ist so interessant, ich habe viele Mandanten, die mich zum Beispiel bei Problemen beim Welpenkauf oder mit dem Vermieter, zur Frage nach dem Unterhalt für Tiere nach einer Scheidung oder auch zu haftungsrechtlichen Fragen kontaktieren. Mein Ruf eilt mir über die Grenzen von Köln hinaus.” Sie lächelt bescheiden und stolz. Ihr zweiter Schwerpunkt ist Kinderund Jugendrecht. Es ist so wertvoll Schulrecht, Kindertagespflege, Vermögensrecht, Adoption, Strafrecht und Rechte in einer Patchwork Familie. Es kommt so aus Ihr herausgesprudelt, die Begeisterung für die Anwaltstätigkeit.

Kinder, besser gesagt alles rund ums Baby von der Schwangerschaft bis zum Kleinkind hat auch Petra Albrecht zum Beruf gemacht. Die Diplom Sozialpäd-

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sich neben PEKiP, Babymassage und Musikgarten dort in besten Händen sehen. Petra Albrecht spricht aus eigener Erfahrung, Sie ist selber Mutter von zwei Kindern und setzte Ihre damaligen Träume nun in die Tat um.

In hellen freundlichen Räumen sind Babys Ihr Thema. An den Wänden hängen Bilder der Familien-Fotografin Patricia Banczyk ( w w w. b e w e g e n d e - m o m e n te.com). Alle Kurse werden von entsprechend ausgebildeten Fachleuten geleitet: eine Hebamme und eine Fitness- und Gesundheitstrainerin, eine Musikgartenlehrerin und Sie selbst, begleiten Eltern in der schönsten


Zeit – dementsprechend bietet Dilledopp auch am 16. Februar 2008 von 10.00 – 14.00 Uhr einen Tag der offenen Tür: Anmeldung und weitere Informationen erhalten Sie unter 0221.82 05 800 oder www. dilledopp.de.

Auch die Ernährungsberaterin Monika Barth, 45, diplomierte Betriebswirtin, hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Durch eigene Erfahrungen (Neurodermitis, Gewichtszunahme) hat sie sich lange Jahre intensiv mit dem Thema Ernährung und dessen Auswirkung auf den Gesundheitszustand beschäftigt. Schon damals ist ihr aufgefallen, dass die meisten Menschen wenig über Ernährung wissen und den Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit schon gar nicht kennen.

Dabei sind es oftmals nur kleine Dinge, die man ändern muss, um eine positive gesundheitliche Auswirkung zu spüren. Um hier helfen und beraten zu können, hat sie deshalb im vergangenen Jahr eine Ausbildung zur Ernährungs- und Diätberaterin absolviert und sich dadurch detaillierte Kenntnisse über die Ernährung einerseits und über die Möglichkeit der Einflussnahme auf bestimmte Erkrankungen andererseits, wie zum Beispiel Übergewicht, Diabetes II, Gicht, Rheuma, und Krebs angeeignet.

In intensiven Beratungsgesprächen leitet sie ihre Kunden an, sich in einem positiven Sinne mit ihrer Ernährungssituation zu beschäftigen und auch Spaß daran zu haben, etwas in ihrem Leben zu verändern, um einen besseren Gesundheitszustand zu erreichen. Auch für die drei Brüder Maamoun ist Ernährung wichtig. Sie machten ihren Traum zum Beruf mit einem eigenen Steakhaus. Nicht nur günstig sondern auch gut kann man seit Dezember mittags sowie abends in dem authentisch gestalteten Restaurant gegenüber dem Rathaus speisen.

Ihr Ziel ist es, im Herzen von Rodenkirchen zur gut gehenden Gastrowelt zu zählen. Ihr Lokal soll bald durch einen Treppenlift alten- und behindertengerecht umgebaut werden, außerdem

gestalten Sie bereits im Kopf die Außen-Terrasse für den Sommer. Für sie Traum und für Rodenkirchen ist es eine Bereicherung: Rodenkirchen hat wieder ein Steakhaus.

Hüftsteak, Rumpsteak, Filetsteak mit und ohne Folien-Kartoffel, Maiskolben, passender Salat. An Gastronomie-Wissen mangelt es Ihnen nicht. Hafid leitet die Küche, seine Brüder arbeiten im Service: Hassan kennt die Argentinischen Vorlieben seid 16 Jahren, Jamal war lange in den Rheinterrassen tätig. Jetzt stehen Sie am Anfang eines gut gehenden Familien-Unternehmens und machen dem Namen Maamoun alle Ehre.

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Rodenkirchener Veranstaltungskalender

Profilösungen für Bad + Heizung Sanitär + Heizung + Öl- u. Gasfeuerung + Regenwassernutzung + Solartechnik

Tel. (02 21) 35 23 88

Birkenstraße 14 50996 Köln (Rodenkirchen) Telefax 39 26 75 info@osenberg-koeln.de www.osenberg-koeln.de

Bis zum 15. Februar

Ausstellung „Bronzeskulpturen und Ölbilder“ des in Sürth lebenden Künstlers Walter Asmuth im Foyer des Bezirksrathauses in Rodenkirchen, Hauptstraße 85, zu den normalen Rathaus-Öffnungszeiten.

Bis Ende März

„Fantastische Orte“ – Ausstellung von interessanten Collage von Dorothea Grommes im Lichthof und den anschließenden Gängen des Caritas Altenzentrums St. Maternus in Rodenkirchen, Brückenstraße 21, täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Donnerstag, 31. Januar, 18 Uhr

Weiberfastnachtsball mit der Karnevals-Gesellschaft „Wießer Funken“ im Festzelt auf dem Kirmesplatz in Weiß.

Samstag, 2. Februar, ab 11.00 Uhr

Eröffnung Pilates-Studio Britta Brechtefeld in Rondorf, Rodenkirchener Straße 128.

Samstag, 2. Februar, 14.30 Uhr

Karnevalszug durch Weiß mit der Karnevals-Gesellschaft „Kapelle Jonge“: Auf dem Klemberg-Weißer Hauptstraße-Heinrichstraße-Holzweg-Auf der Ruhr-Weißer Hauptstraße.

Samstag, 2. Februar, circa 17 Uhr (nach dem Zug)

Tanzveranstaltung mit der Karnevals-Gesellschaft „Wie-

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ßer Funken“ im Festzelt auf dem Kirmesplatz in Weiß.

Sonntag, 3. Februar, 12 Uhr

Karnevalszug durch Sürth mit der Interessengemeinschaft Sürther Karnevalszug.

Montag, 4. Februar, 12.30 Uhr

Immendorfer Rosenmontagszug. Aufstellung Euskirchener Straße, Zugweg wie gewohnte. Et raäänt Kamelle!

Montag, 4. Februar, 14.30 Uhr

Gemeinsamer Rosenmontagszug der Karnevals-Gesellschaften „Der Reiter“ und „Löstige Öhs“ durch Hochkirchen und Rondorf.

Sonntag, 3. Februar, 15 Uhr

Karnevalszug durch Rodenkirchen mit der Interessengemeinschaft Karneval in Rodenkirchen.

Montag, 11. Februar, 19.30 Uhr

„Bürgerhaushalt – ein großer Erfolg. Perspektiven für die Zukunft“. Diskussionsveranstaltung mit Stadtkämmerer Peter Michael Soenius im großen Sitzungssaal des Bezirksrathauses, Hauptstraße 85. Veranstalter: CDU-Ortsverband Rodenkirchen-Weiß-Hahnwald.

Mittwoch, 13. Februar, 15 Uhr

Lesespaß für Kinder in der Stadtteilbibliothek Rodenkir-


chen, Schillingsrotter Straße 38. Barbara Zoschke liest aus ihrem neuen Kinderbuch. Eintritt frei, eine Veranstaltung von „Literamus“.

Mittwoch, 13. Februar, 20 Uhr

Gespräch in der Wabe. Thema: „Die Schönheit der deutschsprachigen Liturgie“ – Vortrag und Diskussion mit Professor Dr. Monsignore Wolfgang Bretschneider, Bonn im Pfarrheim Wabe, Siegstraße 56.

Freitag, 15. Februar, 17 Uhr

Führung durch die Junge Kammeroper Köln, Rodenkirchen, Friedrich-Ebert-Straße 4, mit der Bürgervereinigung Rodenkirchen. Teilnahme ist kostenlos, Treffpunkt vor Ort.

Sonntag, 17. Februar, 11 Uhr

Afrikatag der Eine-Welt-Gruppe Abidjan, Rondorf, mit Messe, Fastenessen im Pfarrsaal, Kaffee und Kuchen, neueste Fotos über das Projekt in der Elfenbeinküste und Verkauf von Produkten aus der dritten Welt. Kirche und Pfarrsaal Heilige Drei Könige Rondorf, Hahnenstraße.

Mittwoch, 20. Februar, 19.30 Uhr

„Rodenkirchen erinnert sich“, Teil drei. Neue Fotos und Bilder aus dem alten Rodenkirchen, in der Stadtteilbibliothek, Schillingsrotter Straße 38. Eine Veranstaltung von Literamus.

Sonntag, 24. Februar, 17 Uhr

Termine und Veranstaltungen senden Sie bitte per Brief, Fax oder E-Mail an den Kölner Bilder-Bogen, Postfach 50 19 06 in 50979 Köln, redaktion@bilderbogen.de.

Rodenkirchener KapellchenKonzert „The Bird Fancyer’s Delight“ – ein Blockflötenkonzert mit Nadja Schubert in der Kirche Alt-St. Maternus in Rodenkirchen, Steinstraße 3, Eintritt acht Euro, ermäßigt fünf Euro.

Mittwoch, 27. Februar, 20 Uhr

Musik in der Emmanuelkirche: „Der Karneval der Tiere“ – Text und Musik zu einem ebenso vergnüglichen wie künstlerisch von einer Pianistin und einem Schauspieler anspruchsvoll gestalteten Abend. Rondorf, CarlJatho-Straße 1, Eintritt zehn Euro, ermäßigt fünf Euro.

Donnerstag, 28. Februar, 19.30 Uhr

Severin, mit Cafeteria im Jugendheim in der Severinstraße.

Sonntag, 2. März, 18 Uhr

Musik in der Emmanuelkirche in Rondorf: Konzert der

Musikschule „Papageno“ mit Stücken aus dem Musical „West Side Story“. Leitung: Annette Reichwald. Eintritt zehn Euro, ermäßigt fünf Euro.

Lesung mit Bildern mit der Rodenkirchener Künstlerin Gerda Laufenberg aus ihrem Buch „Kölner Blätter“ im Restaurant der Maternus-Seniorenwohnanlage in Rodenkirchen, Hauptstraße 128.

Samstag, 1. März, 10.30 bis 15 Uhr

Flohmarkt für Kindersachen im Pfarrheim der Pfarrei St.

Freitag, 22. Februar, 19.30 Uhr

„Südlese“ – Rodenkirchener Künstler lesen aus ihren Lieblingsbüchern, mit Monika von Starck, Sven Heiss, Hans-Günther Obermaier, Klaus Schweitzer und Ruddi Sodemann. Moderation: Isolde Ahr, Eintritt frei, eine Veranstaltung von Literamus.

Sonntag, 24. Februar, 11 Uhr

Ausstellungseröffnung „Makrophotographie“ der Künstlerin Jessica Odenthal im Foyer der Maternus-Seniorenwohnanlage in Rodenkirchen, Hauptstraße 128.

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Bilder-Bogen Promotion

Sie wollen das „Paspierre“ zu einer kulinarischen Institution in Rodenkirchen machen. Küchenchef Uwe Büsing (rechts) und Restaurantleiter Markus Grätsch. Foto: Thielen.

Neu in Rodenkirchen: Restaurant „Paspierre“

Ein neues Restaurant hat zum Jahresbeginn in Rodenkirchen auf der Ringstraße/Ecke Mildred-ScheelStraße 2 eröffnet. Das „Paspierre“, ein mediterranes Restaurant mit 60 Sitzplätzen, im Sommer auch mit Außenterrasse. „Paspierre?“ Auch Glasschmalz, Meeres-Spargel oder Queller genannt. Wir fragten den Inhaber Uwe Büsing, Küchenchef und seit dreißig Jahren erfolgreich als Koch unterwegs: „Paspierre ist ein Hohlschachtel-Gewächs, das in den Gezeitenströmen der Meere wächst. Es ist eine Pflanze, die den Weg aus dem Meer an Land vollzogen hat und geht nun den umgekehrten Weg. Queller deshalb: während der Flut, saugt sich die Pflanze mit Salzwasser voll, zieht ihre Nährstoffe aus dem Wasser und gibt das Meerwasser bei Ebbe wieder ab. Die oberen Sprossen dieser Pflanze sind dunkelgrün und nachdem sie gewaschen und vom Sand befreit wurden, zum Verzehr geeignet – als Salat oder gegart als Gemüse. Paspierre ist sehr reich an Mineralstoffen wie Jod, Magnesium und Kalzium, Vitamin C und E und schmeckt einfach klasse!“ Uwe Büsing steht in der Küche, das Restaurant wird von Markus Grätsch geleitet. Es ist täglich außer montags von 11.30 Uhr bis 24 Uhr geöffnet. Büsing bietet „junge frische Küche ohne Geschmacksverstärker an, gehoben, aber nicht abgefahren“. Es gibt viel Fleisch und viel Fisch, Vorspeisen, Salate, eine ständige und eine wechselnde Karte. Wer möchte, kann auch ein Drei-, Vier, Fünfgänge- oder ein Über46

aschungsmenue bestellen. In der Nachmittagszeit kann man sich mit Kaffee und frischem Kuchen verwöhnen lassen, bevor ab 18 Uhr die mediterrane Küche weider im mittelpunkt steht. Uwe Büsing hat in seiner Laufbahn unter anderem das Restaurant im Bonner Bundestag geleitet, zuletzt des „Tafelwasser“ auf der Berrenrather Straße. Mit dem „Paspierre“ erfüllt er sich einen lang gehegten Traum. Mehr Info und einen Blick in die Speisekarte auch unter www.restaurant-paspierre.de.

Pilates-Studio eröffnet neu in Rondorf

Am 10. Februar eröffnet das PILATES Studio Britta Brechte-

feld im Ärztehaus in Rondorf. In exklusiver Studio-Atmosphäre können Sie hier ein Training wahrnehmen, das Ihnen nicht nur körperliche Fitness und Wohlbefinden bringt, sondern darüber hinaus auch orthopädische Beschwerden lindert und langfristig beheben kann. Trainiert wird hier nach der von Britta Brechtefeld entwickelten PILATES Bodymotion Methode, die sich seit Jahren bereits erfolgreich auf dem PILATESTrainings- und Ausbildungsmarkt etabliert hat. Trainiert wird nach den sieben Prinzipien: Die „Atmung“ unterstützt nicht nur die maximale Ausschöpfung der Lungenkapazität, sondern ermöglicht zudem die Mobilisation der Wirbelsäule und des Brustkorbes. Durch „Zentrierung“ erfährt man nicht nur die Kräftigung der Bauchmuskulatur, sondern vor allem die Stabilisation des Rumpfes unter Berücksichtigung der natürlichen doppelten Wirbelsäulen- Kurve. „Gewichtsverlagerung und Alignment“ ermöglichen das kompensationsfreie Tragen des Körpergewichts und freie Beweglichkeit der Gelenke. „Schultergürtel Organisation“ befreit von hängenden Schultern und einem muskulär bedingtem Rundrücken sowie den damit verbundenen Verschleiß der Schultergelenke. Neben dem ökonomischen Umgang des Kräftehaushaltes ermöglicht erst „Lockerheit und Entspannung“ die Aktivierung der tiefliegenden Muskulatur. „Bewegungslänge und –weite“ dient vor allem der Vergrößerung des Bewegungsgrades in den Gelenken sowie dem Abstand zwischen den Wirbelkörpern untereinander. „Gelenkartikulation“ schließlich ermöglicht die gleichmäßige Kräfteverteilung auf alle Abschnitte der Wirbelsäule sowie die damit verbundene Mobilisation. Im PILATES Studio Britta Brechtefeld trainieren Sie eins zu eins oder in Kleingruppen bis maximal drei Teilnehmern plus Trainer, was Ihnen eine besondere Aufmerksamkeit und Betreuung bietet. Ganz individuell auf Ihre Bedürfnisse ausgerichtet erhalten Sie Ihr persönliches Training. Ob zur Linderung von Rücken- und Gelenkbeschwerden, zur Haltungskorrektur oder zur Muskeldefinition. Sie können wert legen auf die damit verbundene Körperstraffung oder unser Programm als Fitness-Training der besonderen Art

verstehen – in jedem Fall spüren Sie nach einer Stunde den Unterschied, nach zehn Stunden sehen Sie den Unterschied und nach 50 Stunden haben Sie einen neuen Körper. Britta Brechtefeld ist ausgebildete Tanzpädagogin der Schule für Theatertanz und Tanzpädagogik Erika Klütz in Hamburg. Zudem studierte sie drei Jahre Tanz an der Texas Woman´s University in Dallas/USA mit den Schwerpunkten Modern Dance und Choreographie. Eröffnung am 10. Februar 2008 ab 11.00 Uhr in Rondorf, Rodenkirchener Straße 158.

Die Abgeltungsteuer kommt 2009 – Kluge Anleger analysieren jetzt ihr Vermögen und reagieren

„Die neue Abgeltungsteuer macht vieles einfacher – und für den, der nicht aufpasst, wird es teurer!“ Zwar sieht Markus Deister, Individualkundenbetreuer der Region Südwest in der Kölner Bank den jüngsten Abgabebeschluss des Staates zunächst einmal als Griff in die Taschen der Bürger: „Doch auf der anderen Seite bietet die neue Abgeltungsteuer auch Chancen. Vor allem dann, wenn man sein Vermögen richtig angelegt hat.“ Das im Juli beschlossene Gesetz reagiert auf die Forderung von Verfassungsgerichten, Aktien, Anleihen, Dividenden, Zertifikate und Ähnliches steuerlich gleich zu behandeln. Es tritt am 1. Januar 2009 in Kraft und bringt einige Neuerungen mit sich. „Genau genommen handelt es sich bei dieser Einnahme des Finanzministers um eine Vermögenssteuer auf


Kapital-Erträge“, erläutert der Bankbetreuer : „Denn sie betrifft Zinsen, Dividenden und Gewinne aus Wertpapier-Verkäufen.“ Bislang werden Anleger für Zinsgewinne oberhalb ihres Sparerfreibetrags nach dem persönlichen Steuersatz zur Kasse gebeten. Beim Verkauf erzielte Kursgewinne von Wertpapieren innerhalb der Spekulationsfrist von zwölf Monaten werden dagegen über das Halbeinkünfte-Verfahren und damit nur zur Hälfte besteuert. Das gilt derzeit auch für Dividenden (zum Beispiel auf Genossenschaftsanteile). Werden Wertpapiere – gleich ob Aktien oder auch festverzinsliche – nach dem Ablauf der Spekulationsfrist verkauft, ist der Gewinn sogar steuerfrei. „Die Abgeltungsteuer ersetzt die unterschiedlichen Regelungen und Steuern. Sie schafft einen einheitlichen Steuersatz von 25 Prozent. Hinzu kommen Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer“, so Deister weiter: „Bei Wertpapieren spielt die Haltedauer dann auch keine Rolle mehr.“ Außer-

dem könnten in Zukunft keine Werbungskosten – zum Beispiel der Besuch von Aktionärsversammlungen – steuerlich abgezogen werden. Die neue Regelung gelte aber nur für nach dem 31. Dezember 2008 erworbene Kapitalanlagen, so Deister weiter: „Für verbriefte Derivate – dazu zählen insbesondere Zertifikate – gibt es jedoch Ausnahmen. Sie gelten schon dann als Neufälle, wenn sie nach dem 14. März dieses Jahres erworben wurden und nach dem 30. Juni 2009 veräußert werden.“ Auch wenn die neue Abgeltungsteuer erst 2009 greife, sollte jeder Anleger sein Portfolio bereits jetzt analysieren, um auf die veränderte Lage rechtzeitig reagieren zu können: „Wenn Sie Ihr Depot bereits jetzt neu ausrichten, reicht die Zeit, um die Werte vor dem 1. Januar 2009 noch einmal steuerfrei auszutauschen“, macht Schäfer deutlich. Bei Anlagen mit Zinserträgen biete die neue Steuer eher Vorteile, so der Anlageexperte weiter. Schließlich werden diese bisher

mit dem individuellen Einkommensteuer-Satz von bis zu 42 Prozent veranschlagt. Für sie gelten aber künftig die einheitlichen 25 Prozent. „Wer einen niedrigeren individuellen Steuersatz zahlt, sollte sich die Differenz über die Steuererklärung erstatten lassen“, empfiehlt Deister. Der Fachmann rät Anlegern, die die Abgeltungsteuer bei der Wertpapier-Anlage vermeiden wollen, risikoarme Wertpapiere zu kaufen, die lange im Depot gehalten werden können. „Dadurch werden häufige Verkäufe und entsprechend häufige Steuerfälligkeit vermieden“, sagt Deister : „Eine

geeignete Anlage sind breit gestreute Aktienfonds oder Dachfonds, die im Vergleich zu Direktanlagen das Risiko verteilen und trotzdem konstante Wertsteigerungs-Chancen aufweisen.“ Deister weist zudem darauf hin, dass es für Anleger mit niedrigem Einkommen und einem Steuersatz von weniger als 25 Prozent interessant sei, die Veranlagungsoption zu ziehen. Sie zahlen dann weniger Steuern auf Kapitalerträge. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, seine persönliche Finanzplanung an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Lassen Sie sich zielgerichtet und kompetent beraten.

Inserenten in dieser Ausgabe ÄRZTEHÄUSER, ÄRZTE, SPORT, GESUNDHEIT, ALTENPFLEGE Augenzentrum Klinik „Links vom Rhein“ Barth, Monika, Diätberatung Dilledopp – fitte Mütter, fitte Babys Golf- und Landclub Bad Neuenahr Hahn, Dr. Oliver Kieser-Training Klinik „Links vom Rhein“ Maternus-Seniorenwohnanlage Mrs. Sporty Pilates in Rondorf Praxis für Krankengymnastik, Drechsler & Pardun Privatpraxis für Osteopathie und Physiotherapie Sibylle Laabs Sprüth & Renner, Gemeinschaftspraxis VillaVita AUTOMOBILE, ZUBEHÖR Autofinish Autoglas Colonia Autohaus Bauer, Wesseling Autohaus Barthel, Brühl Autoreparatur Müller & Kellig Fleischhauer AUDI-Zentrum Motor-Fritsche (Mercedes) Rodenkirchener Karosserie- und Lackierbetrieb BANKEN, KREDITINSTITUTE, BAUSPARKASSEN Kölner Bank DIENSTLEISTUNGEN Rodenkirchener Mietwagen und Taxi TÜV Rheinland Hamacher & Schieffer, Heizöl-Partner DRUCKEREIEN Druckerei Liebig EMS-Druckerei EINZELHANDEL, HANDEL Bad-Studio Marks & Partner Bäckerei Koch Bastelladen Brodesser Buchhandlung Köhl

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Buchhandlung Rondorf Clan Ledermode Duschat-Getränke Eifel-Licht Poensgen Froschkönig, der Kreativladen Gustav Geller Büro-Einrichtungen Heerdt Inneneinrichtungen Wesseling Metzgerei Gillessen Metzgerei Wagner Orthopädie-Schuhtechnik Müller Palmbusch, Haushaltswaren, Wesseling Pfötchen & Co. Heimtierbedarf Piehl & Reifenhäuser Sport Engels Tabaktreff Telekommunikationsservice Rodenkirchen Tennis & Golf Service Top-Pelze und Mode-Passage Wäsche & Strümpfe Engels Wagner, Johannes, Delikatessen GASTRONOMIE UND HOTELS Begardenhof „Bistro verde“ in der alten Schmiede Brauhaus „Quetsch“ Cocoloco Cortina Eiscafe Hotel-Restaurant Maassen „Matchball“ Restaurant HANDWERK Chriske, Andreas, Sanitär und Heizung Cichon & Stolberg, Elektroanlagenbau Elektro Krahé Elektro Parsch Engelmann Bestattungshaus Fuchs, Malerbetrieb Grabmale Schmitt GmbH Kronenberg, Sanitär – Heizung – Klima Kropp, Robert, Malerbetrieb Marks, Oliver, Sanitär und Heizung Marczinski, Klaus, Sanitär und Heizung

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Osenberg, Bad und Heizung Otter, Engelbert, Sanitär und Heizung Parsch, Elektro-Haushaltsgeräte Pfaff Inneneinrichtung Pitterle, Mark, Raumausstattermeister Prinzliche Bodenbeläge Scheen Malerwerkstätte Schröder Bedachungstechnik IMMOBILIEN Albert Wolter MODE, BEAUTY, FRISEURE Gerecke, Anja, Fachkosmetikerin Jerid Kosmetikstudio Kosmetikinstitut Vera Krohn MÖBEL, KÜCHEN Varia Küchen-Loft OPTIKER, HÖRGERÄTE-AKUSTIKER Optik & Hörgeräte Hennes REISEVERANSTALTER, REISEBÜROS Atlas-Reisen Diedrich, Reisebüro Felix-Reisen Heidi Wagner Touristik Reiselounge Robinson Club Studiosus-Reisen Thomas Cook Reisen RECHTSANWÄLTE, STEUERBERATER Duiven, Martin van, Steuerberater Fries, Ann-Katrin, Rechtsanwältin für Tierrecht Hecker, Werner, Hillebrand & Nacken Kentenich, Alexandra, Rechtsanwältin SSP Steuerberatung Wolters, Karl, Rechtsanwalt UNTERRICHT, SCHULE, NACHHILFE Lehrinstitut für Orthografie und Schreibtechnik A BIS Z, SONSTIGES Ankauf von Weinen & Spirituosen C & S Office plus Partnersuche mit Niveau

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Zum Schluss Sechste Kunst-Meile startet am 9. März

Auch im Jahr 2008 veranstaltet die Aktionsgemeinschaft Rodenkirchen wieder eine Kunst-Meile. Start ist am Sonntag, 9. März, um 12 Uhr mit der Vernissage im Sommershof. Ab 13 Uhr kann man sich die Kunst dann in vielen Rodenkirchener Geschäften, Arztpraxen und anderen Räumlichkeiten ansehen, denn mit dem Beginn der Kunst-Meile einher geht ein verkaufsoffener Sonntag von 13 bis 18 Uhr. Eine Kunst-MeilenParty steigt dann an diesem Sonntag ab 18 Uhr im „Bistro verde“. Hier können die Künstler, die Aussteller und Kunstinteressierte den Tag noch einmal reflektieren oder einfach nur feiern. Die Kunst in den Geschäften und Praxen ist dann eine Woche lang bis zum Samstag, 15. März noch zu sehen. Zur Kunst-Meile 2008 erscheint auch wieder ein Führer, in dem Künstler wie Ateliers der Reihe nach aufgeführt werden. Die Unterlagen für die Teilnahme an der sechsten Kunst-Meile sind inzwischen verteilt. Wer sich informieren will, sollte sich an des

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entsprechenden Ausschuss, das sind Jürgen Alius (Telefon 0221/39 16 15), Michael Bischoff (Telefon 0221/39 51 41) oder Helmut Thielen (Bilderbogen, Telefon 0221/935 26 88) wenden.

Oster-FamilienFerienkurs

Zu einem Oster-Familien-Ferienkurs zum Thema „Medien“ lädt das katholisch-Soziale Institut von Dienstag, 25. März, 17 Uhr, bis Samstag, 29. März, 14 Uhr nach Bad Honnef in die Selhofer Straße 11 ein. Die Teilnahme kostet für Erwachsene 200 Euro und für Kinder und Jugendliche 100 Euro. Die Medienwelt ist längst zur Lebenswelt geworden. Das soll in dieser Woche kritisch und konstruktiv reflektiert werden. Eine Woche lang können Kinder, Eltern und Großeltern gemeinsam im KSI Hörbücher produzieren, fotografieren, gute Computerspiele testen, eine Homepage basteln und vieles andere mehr. Ausführliche Informationen und Anmeldung unter Telefon 02224/955-130, EMail medienkompetenz@ksi.de oder im Internet www.ksi.de.

Worte des Monats „Wer einmal aus dem Blechnapf fraß, der spillt och keine Klammerjaß!“ Alte Rodenkirchener Kartenspieler-Regel, in der „Quetsch“ gehört.

„Wer sich selbst nichts geben kann, kann von anderen nichts verlangen!“ Noch ‘ne Karten-Regel, diesmal aus der „Maternusstube.

Der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Markus Ritterbach, bei der Preisverleihung „Fest in Gold“ in der Kreissparkasse.

„Manches Ehrenamt ist eher ein Arbeitsamt!“

Antwort einer Schalterfrau der Post in Rodenkirchen auf die Feststellung einer Kundin „Sie haben ja jetzt über Mittag auf. Das ist aber schön!“

„Für Sie vielleicht, aber für uns nicht!“

Begrüßung zwischen zwei Rodenkirchenern an den Postfächern im Postamt.

„Du machst wieder ein Gesicht wie von ‘Hut-Ernst’“

Frage einer Kellnerin an ihren Chef in einer Altstadt-Kneipe.

„Soll Deine Ehe ewig halten?“ Noch eine Rodenkirchener Skatregel.

„Nach schwarz kommt rot, du Idiot“



Heft Nr. 587 Kölner Bilderbogen Februar 2008