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Nr. 03 vom 16.02.2019 – 14-tägig Poste Italiane SpA – Versand im Postabbonement – ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, CNS Bozen. Erscheint 14-tägig. Contiene I.P e I.R.

Dach über dem Kopf Die Flüchtlingshäuser im Pustertal

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kommentar

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Liebe Leserin, lieber Leser, wie zu erwarten kam nach dem Schnee- und Verkehrschaos, das vor kurzem auf Südtirols Straßen und auf der Brennerautobahn herrschte, die verzweifelte Suche nach Schuldigen und nach Lösungen. Stellungnahmen, Kommentare und Rechtfertigungen folgten. Gründliche Analysen und Treffen auf höchster politischer Ebene sollten im Nachhinein feststellen, was getan werden kann, um so einen Ausnahmezustand in Zukunft zu verhindern. Dieses Dilemma hat uns vor allem eines gezeigt. Wir haben die Grenze des Verkehrsaufkommens erreicht und stehen nun mit dem Rücken zur Wand. Es reicht, dass einige unglückliche Situationen aufeinandertreffen: Ein Wochenende mit viel Verkehr und Fahrverboten, einige Unfälle, die Stau verursachen, schlechtes Wetter mit Schnee sowie unzureichende Ausrüstung und schon ist die Situation nicht mehr unter Kontrolle zu bringen. Und es ist nicht nur die Brennerautobahn, die ihre Grenzen erreicht hat, sondern vor allem auch das Straßennetz in den Tälern. Der Verkehr nimmt von Jahr zu Jahr zu und mit diesem schwindet auch die Lebensqualität derer, die in diesen Gebieten leben und arbeiten. Bereits das tägliche Verkehrsaufkommen, das heute an Werktagen im Pustertal vorhanden ist, ist für einen Pendler, der auf seinen Arbeitsplatz und nach Haus zurück fährt, zur Nervensache geworden. Ganz zu schweigen von den Tausenden Autos und Lkws, die heute zu Stoß- und Saisonszeiten durch das „Grüne Tal“ donnern. Diese Situationen sind auch ohne intensive Wetterkapriolen schon schlimm genug und haben die Grenzen des Ertragbaren bereits erreicht.

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Weil die Saisonen für Urlauber immer länger werden, ist es auch in den Nebensaisonen Schluss mit ruhig. Vor einigen Jahren konnte man sich zumindest in diesen Zwischenzeiten freuen, auch mal ausschlafen und anschließend trotzdem noch einen Ausflug unternehmen zu können, ohne stundenlang im Stau zu stehen.

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Natürlich bleibt es jedem offen auch am Wochenende in aller Hergottsfrühe aufzustehen, um auch sicher eine freie Fahrt zu haben. In den letzten Jahren ist so mancher Morgenmuffel zum Frühaufsteher mutiert, nur um dem Stau sprichwörtlich aus dem Weg zu fahren. Die Natur hat gefälligst auch noch mitzuspielen. Wehe wenn sie es sich erlaubt, und dann auch noch an einem Wochenende, so viel an Schnee zu liefern!

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Herzlich Ihre Tanja Leitner - redaktion@puschtra.it

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Quellen: Caritas

titelthema

Im Fischerhaus in Vintl leben alleinstehende Männer und Frauen.

Das Josefsheim in Bruneck hat Kapazitäten für 42 Bewohner.

Ein Dach über dem Kopf Sie sind oft jahrelang unterwegs, um eine neues Zuhause zu finden. Im Pustertal gibt es drei Flüchtlingshäuser, wo sich Menschen, um Menschen kümmern. Damit diese Flüchtlinge hier ein Zuhause finden braucht es mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Der „Puschtra“ hat in Flüchtlingshäusern im Pustertal und bei Experten nachgefragt.

M

4

illionen von Menschen sich weltweit „Ich betreue die östliche Zone von Südtirol und einige haben im Gastgewerbe eine Arbeit als auf der Flucht. Die Gründe dafür sind wir haben unterschiedliche Zielgruppen. Im Aushilfskoch oder Reinigungskraft gefunden. Für unterschiedlicher Natur: Krieg, Hunger, Fischerhaus in Vintl leben derzeit insgesamt Frauen ist es schwierig eine Arbeit zu finden, Gewalt und Verfolgung sind einige davon. Die 30 alleinstehende Männer und Frauen, auch vor allem wenn sie Kinder haben.“ AsylbewerFlucht ist meist die einzige Chance, um zu alleinerziehende Mütter mit Kindern und in ber dürften bereits ab dem dritten Monat ihres überleben. Nicht selten wird die Flucht zu einer Bruneck sind zurzeit insgesamt 40 alleinste- Aufenthalts in Italien arbeiten, erklärt der Reise ins Ungewisse, die sehr gefährlich und hende Männer im Haus. Wir haben die Kapazität Leiter. Ansonsten würde im Haus so gelebt, wie belastend für die Betroffenen sein kann und 42 Menschen unterzubringen“, erklärt Michael in jedem anderen Haushalt auch: mülltrennen, meist in einem völlig fremden Land endet. Solche Peintner im Interview. Das Haus sei nicht nur putzen, einkaufen, kochen und arbeiten. Es Menschen leben dann in Aufnahmezentren, wie da, eine Unterkunft zu bieten, sondern, um den gäbe Zimmer, wo zwei bis vier Personen übersie es auch im Pustertal gibt. Flüchtlingen soweit zu helfen, dass sie nach nachten und mehrere Küchen, wo je nachdem dem Auszug aus dem Haus ein eigenständiges einzeln oder miteinander gekocht werde. Das sei jedem selbst überlassen, sagte der Leiter. Leben führen können, erklärt der Leiter. FLÜCHTLINGSHÄUSER IM PUSTERTAL Im Pustertal gibt es derzeit drei FlüchtlingsSei das Asyl entweder durch den positiven oder häuser, wo Flüchtlinge untergebracht sind: HILFE ZUR SELBSTHILFE negativen Bescheid bestätigt, müsse der BewohDas Fischerhaus in Vintl, das Josefsheim in Michael Peintner betont: „Wir sind nicht dazu ner das Flüchtlingshaus verlassen. Ansonsten Bruneck und das Aufnahmezentrum Ex-Dru- da, um dafür zu sorgen, dass Flüchtlinge Asyl würden die jeweils drei Sozialarbeiter und die sus in Innichen. In diesen Häusern, die für bekommen.“ Diese Meinung würde Peintner oft zwei Nachtwächter für Vintl und Bruneck auch die Flüchtlinge für einige Zeit zum eigenen zu Ohren kommen und das störe ihn, denn dies in rechtlichen Angelegenheiten und anderen Zuhause werden, werden sie unterstützt und gehöre weder zu seinen Aufgaben, noch zu den organisatorischen Dingen den Bewohnern zur begleitet, solange ihr Antrag auf Asyl bearbeitet Aufgaben seines Teams. „Wir begleiten sie beim Seite stehen. Um die Integration der Flüchtlinge wird. Michael Peintner ist der Leiter der vier Asylantragsverfahren. Das Asyl zu genehmigen zu fördern würden auch Ausflüge oder auch Flüchtlingshäuser in Vintl, Bruneck, Brixen und ist Angelegenheit der Asylkommission in Verona. Sportveranstaltungen organisiert, sodass ein Sterzing, die von der Caritas betreut werden. Unsere Aufgabe ist es die Flüchtlinge sozial zu breites soziales Unterstützernetzwerk entsteht. Zurzeit betreut die Caritas 400 Flüchtlinge in betreuen, solange sie im Haus sind“, sagte der Als eine Herausforderung nennt Michael PeintFlüchtlingsheimen in Bozen, Meran, Prissian, Leiter weiter. Laut Michael Peintner würden ner die Wohnungssuche nach dem Auszug aus Vintl, Mals Kastelruth, Brixen, Ritten und mit den Menschen vor allem Sprachkurse auf dem Haus. „Das ist sicher das Hauptproblem Bruneck. Das Aufnahmezentrum Ex-Drusus in verschiedenen Niveaus und Bewerbungsge- zur Zeit“, erklärt Peintner. Es gäbe viel Skepsis Innichen wird von der Sozialgenossenschaft spräche trainiert, damit sie selbst in der Lage von Seiten der Vermieter. River Equipe in Zusammenarbeit mit dem Verein sind, eine Arbeit zu finden. „Der Großteil der Volontarius geführt. Die Sozialgenossenschaft Flüchtlinge arbeitet: Im Josefsheim sind es 34, FÜR JEDEN EINE CHANCE führt auch noch Flüchtlingsunterkünfte in die eine Arbeit gefunden haben und auch im Es gebe unter den Bewohnern auch Personen, Schlanders, Riffian, Leifers, die Ex-Gorio Kaserne Fischerhaus arbeiten über die Hälfte der im die psychische Störungen hätten und es aufund die Unterkunft Enaudi in Bozen, Meran, Haus Lebenden. Sie gehen ganz normalen Jobs grund von starken Depressionen, Persönlichdas Ex-Hotel Alpi und das Haus Forni in Bozen. nach, wie Mauerer, Tischler und keitsstörungen, Psychosen, Posttraumatische


INTERVIEW MIT ROGER PYCHA Wir haben mit dem Direktor des Psychiatrischen Dienstes des Gesundheitsbezirkes Brixen: Dr. Roger Pycha über die Notwendigkeit einer psychiatrischen Betreuung von Flüchtlingen gesprochen. : Die Forderung eines Zentrums für die psychiatrische Betreuung von Flüchtlingen ist vor kurzem wieder aufgeflammt, als in Bozen ein Mann in einem Gewaltausbruch wild ums sich geschlagen hat. Kommen wir in Südtirol um dieses Thema herum? Dr. Roger Pycha: Die Politik hat sich bisher klar dazu positioniert: Solche Zentren sind nicht gewollt und werden nicht finanziert. Landesrätin Dr. Martha Stocker hat dieses Vorgehen auch sehr gut begründet: Wir haben in Italien ein psychiatrisches Betreuungssystem, das jeden Bürger möglichst in seinem familiären Umfeld, gemeindenah und möglichst wenig im Krankenhaus behandelt. Damit ist Inklusion auch viel leichter. Ich vermute, dass Landesrat Dr. Thomas Widmann dieselbe Ausrichtung beibehält. Allerdings gilt dann auch, dass unsere bisherigen Einrichtungen vermehrt polytraumatisierten Flüchtlingen und Migranten offenstehen. Gerade das Zentrum Bach Bachgart könnte sich als psychotherapeutischer Mittelpunkt für Betroffene bewähren. Das alles fordert von uns Helfern so etwas wie globalisiertes Vorgehen. Wir sollten imstande sein, Bürger aus aller Welt nach ihren kulturellen Gegebenheiten zu begleiten, zu behandeln und zu heilen. Das sind größte Anforderungen, auf die wir uns erst vorbereiten müssen, während wir sie längst benötigen. Es gibt Stimmen dazu, dass hier die Täter und nicht die Opfer geschützt werden! Wie stehen Sie zu dieser Aussage? Täter und Opfer sind häufig eins. Der Betroffene ist ja seinerseits Immigrant, mit vermutlichen Anpassungsschwierigkeiten, und als Helfer beim Roten Kreuz sicher zeitweilig großen Belastungen

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb

Belastungsstörungen nicht schaffen würden zu arbeiten, sagte Peintner. „Auch diese Menschen möchten etwas tun, sie gehen aber in der normalen Arbeitswelt unter. Was solche Menschen brauchen ist eine Beschäftigung, die ihre psychische Krankheit berücksichtigt, genauso wie es Arbeitsintegrationsprojekte für Einheimische gibt. Die Menschen wollen arbeiten.“ Es gäbe auch von Seiten der Provinz Unterstützung, aber solche Hilfen müssten längerfristig angeboten werden. Die Betroffenen würden medikamentös behandelt, sie würden aber auch eine Psychotherapie brauchen. Dies sei aber sehr schwierig, weil es Schwierigkeiten gäbe die geeigneten Mediatoren zu finden aufgrund der Übersetzungen.

Quelle: Privat

titelthema

Der Leiter der Flüchtlingshäuser Fischerhaus und Josefsheim Michael Peintner.

Psychotherapeut und Psychiater Roger Pycha, Leiter des Psychiatrischen Dienstes des Gesundheitsbezirkes Brixen.

ausgesetzt. Das entschuldigt wohl nichts, erklärt aber fast alles. Wir müssen davon ausgehen, dass auch psychisch Kranke den Weg nach Europa schaffen, viel häufiger aber noch, dass die Umstände des Weges krank machen können und die Ursachen für die Flucht höchst erschütternd waren. Da alle drei Faktoren zusammen wirken können, sollten wir uns eigentlich darüber wundern, dass es so wenige Verhaltensentgleisungen bei den Betroffenen gibt. Und die psychischen Krankheiten bei ihnen, die diagnostizieren wir einfach nicht. Als könne Wegschauen helfen…

Er ist relevant für die Inklusion der Betroffenen, in größeren Ballungszentren finden Flüchtlinge leichter Arbeit und finden auch Ihresgleichen, werden vielleicht auch leichter akzeptiert. Aber selbstverständlich wäre ein solches Zentrum auch eine Chance für kleinere Orte. In Bad Bachgart sagten sich früher Fuchs und Hase gute Nacht, und jetzt ist es in ganz Südtirol bekannt, nur wegen des erfolgreichen Therapiezentrums und der exzellenten Arbeit, die dort geleistet wird.

Welche Vorteile würde so eine Einrichtung für traumatisierte Flüchtlinge bringen? Und welche für die Südtiroler Gesellschaft? Der Vorteil läge in der Hochspezialisierung. Das italienische Psychiatriesystem will allen Bürgern in jedem Sektor ungefähr dieselbe Versorgung bieten. Seine Schwachstelle ist die kaum mögliche Hochspezialisierung, die sich meist auf Universitäten oder private Initiativen beschränkt. Ein Zentrum für schwer traumatisierte Flüchtlinge kann hoch spezialisierte Zugänge zur Bearbeitung der psychischen Verletzungen und Lebensbedrohung bieten, die weniger mit Sprache, mehr mit Tun und dem Körper zu tun haben. Aber wie gesagt, so etwas ist zurzeit nicht spruchreif. Was braucht so eine Einrichtung, um gut zu arbeiten? Ein Team aus verschiedenen Berufsbildern, begonnen bei Kulturmediatoren und Sozialassistenten, über Pfleger, Psychologen und Kreativtherapeuten hin zu psychiatrischen Fachärzten. Eine Gemeinschaft des Schutzes, des Zusammenhaltes. Minimale Infrastrukturen, kein Luxus, aber Hygiene. Eine gute, nicht ganz billige Angelegenheit jedenfalls. Welche Rolle spielt der Standort bei so einem Zentrum?

Was sind Ihrer Meinung nach die größten Hürden, so eine Einrichtung in Südtirol zu schaffen? Es sind drei: der aktuelle politische Trend, die reale oder vorgegebene Geldknappheit im Gesundheitswesen und die lückenhafte Vorbereitung der Fachleute auf diese Herausforderung. Würde eine psychologische Betreuung durch geschultes Personal in den Flüchtlingshäusern auch genügen? Eine gemeindenahe Betreuung ist der unbedingt notwendige und mit etwas mehr Ressourcen sicher erfolgreiche erste Schritt. Aber es geht um gesamtheitliche Hilfe, Psychologen allein sind in dem Dschungel verloren. Es braucht ein Team aus Sozialassistenten, Pflegern, Psychologen und Ärzten. Wir setzen uns im Netzwerk psychischer Gesundheit gerade landesweit mit dem Anliegen auseinander. Welche psychischen Probleme haben Menschen, die auf der Flucht sind und ihre Heimat, oft auch ihre ganze Familie verloren haben? Menschen können unglaublich viel aushalten, wenn ein Hoffnungsschimmer besteht. Ich kann fast jeden Verlust tragen, wenn mir vorkommt, ich gewinne auch irgendwas und vor allem: irgendwen. Menschen, öfter auch menschenähnliche Tiere helfen Menschen am Besten in verzweifelter Lage. (TL)

5


gemeinden

Vor 99 Jahren

inhalt

Pustertaler Bote lokales 10-11

Aus der Wochenchronik: Bruneck. Der kirchlichen Andacht, welche während der drei Fastnachtstage in der Klosterkirche abgehalten wurden, wohnten viele Andächtige aus Bruneck bei. – Bruneck. Wir können den Bewohnern Brunecks hier die erfreuliche Mitteilung machen, daß unser, um das Wohl der Stadtgemeinde Bruneck so verdiente Herr Bürgermeister Schifferegger die Operation in Innsbruck glücklich überstanden hat und in 10 bis 14 Tagen wieder nach Bruneck zurückkehren kann. – Bruneck. (Einhebung der Wertzuwachssteuer). Es wird zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß die mit dem Gesetze vom 18. Dezember 1911 eingeführte Landes- und Gemeindeabgabe vom Wertzuwachse von Liegenschaften nach eingeholter Ermächtigung des Generalzivilkommissariates in Trento auch für das Jahr 1920 wie bisher eingehoben wird. Quelle: Digitalisierter Bestand Landesbibliothek Dr. Friedrich Teßmann, Ausgabe 20.02.1920.

lokales

Gut Rutsch Produktiv und engagiert Junge Talente

sport 37

Gemeindenachrichten Quelle: LPA/Peter Daldos

kultur 36

9 12 12

menschen   Gudrun Petra Petrik

Die Wirtschaft in Reischach

REISCHACH

13

standort 16-17

KRONPLATZ

• 16. Skimeisterschaft. Ein Fest des Sports

bauvorstellung

Blaslhof in Gsies

sonderthema

Bauen und Wohnen

22-33

termine

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sport

6

18-21

Skifahren im Antholzertal

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Stock heil in St. Georgen

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anzeiger  

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Abordnungen zum Rathausplatz, wo Mitglieder des Landesforstkorps die Fahne hissten. Biathlet Lukas Hofer und Skirennläuferin Manuela Mölgg haben das Wettkampf-Feuer entzündet und damit die Sportwettkämpfe eröffnet. (LPA)

für die, die an vorderster Front stehen, wenn es darum geht, die Bevölkerung zu schützen, hat am 30. Jänner feierlich zu Füßen des Kronplatzes begonnen. Sie arbeiten hauptberuflich in einer Zivilschutzorganisation oder sind als Mitglied einer Freiwilligenorganisation des Zivilschutzes tätig: Zu dieser 16. Skimeisterschaft des Nationalen Italienischen Zivilschutzes sind 650 Männer und Frauen aus 15 Regionen Italiens angereist und trainieren seit zwei Tagen auf dem Kronplatz, erkunden Bruneck und Umgebung. Sie messen sich im sportlichen Wettkampf in Wintersportarten und tauschen ihre Erfahrungen aus. Die Eröffnungsfeier mit den Ehrengästen in Bruneck war ein farbenprächtiges Schauspiel. Zivilschutz-Chef Pollinnger gedachte zu Beginn seiner Grußworte des kürzlich verstorbenen Gründers des Zivilschutzes Giuseppe Zamberletti. Diese Treffen, unterstrich Pollinger, seien von grundlegender Bedeutung für die Vernetzung der Zivilschützer. Landeshauptmann Kompatscher verwies in seinen Grußworten auf die Wichtigkeit des Ehrenamtes. Der jüngst verstorbene Zamberletti, betonte er, habe als Erster verstanden, welche Kraft das Zivilschutznetzwerk birgt. Von der Mariensäule in der Oberstadt zogen

• Konventionierungspflicht. Mit Landesregierungsbeschluss wurde festgelegt, dass in Reischach alle neuen Wohnungen zu 100 Prozent konventioniert werden müssen, d.h. Ansässigen vorbehalten sind. Das neue Gesetz Raum und Landschaft tritt am 1. Jänner 2020 in Kraft. Im Gesetz ist vorgesehen, dass die Regelung gegen die Überhandnahme der Zweitwohnungen bereits am Tag der Veröffentlichung in Kraft treten soll. (GB)

TERENTEN

• Nachwuchskräfte sichern. Die Stärkung der Berufsbildung und eine erhöhte Aufmerksamkeit für die Berufsperspektiven im Handwerk standen im Mittelpunkt der Ortsversammlung von Terenten. „Junge Menschen für die praktischen Berufe zu begeistern gehört zu unseren zentralen Aufgaben“, betonte Horst Unterfrauner, lvh-Vizeortsobmann von Terenten in der jüngsten Sitzung. Es gelte sowohl Jugendliche als auch Eltern in der Berufsfindung frühzeitig abzuholen und ihnen die vielseitigen Möglichkeiten im Handwerk aufzuzeigen. Davon überzeugt ist auch Bezirksobmann Josef Schwärzer, der die Handwerker aufrief, vermehrt Lehrlinge einzustellen: „Trotz bürokratischer und rechtlicher Hürden haben wir eine Ausbildungsverantwortung.“ Entsprechend intensiviert werden


gemeinden

wurden insgesamt 2.324 Führerscheinpunkte abgezogen. Die Ortspolizei hat im vergangenen Jahr zehn Führerscheine eingezogen, fünf davon wegen Trunkenheit am Steuer. Wegen fehlender Versicherung wurden zudem fünf Fahrzeuge beschlagnahmt. 14 Personen wurden im vergangenen Jahr bei der Staatsanwaltschaft angezeigt, wegen Diebstahl, Sachbeschädigung und Falscherklärungen. Besonders bewährt hat sich die neue Videoüberwachung im Stadtgebiet. Hier konnte die Ortspolizei die Ermittlungen der Carabinieri unterstützen und zur Aufklärung von teils schweren Straftaten beitragen. Im Jahr 2018 hat die Ortspolizei Bruneck insgesamt 5.390 Verwaltungsstrafen ausgestellt. Diese Steigerung um 12 Prozent verglichen mit 2017 ist vor allem auf die Geschwindigkeitskontrollen mit den Speedcheck-Boxen zurückzuführen. (GB)

Quelle: Gemeinde Bruneck

Quelle: LPA/Barbara Franzelin

aus Bruneck gebürtige Steiner, hat Politik- und Geschichtswissenschaften studiert, stand unter anderem an der Spitze der Stadtpolizei von Bruneck und war in den vergangenen Jahren Generaldirektor der Region. Die Generaldirektion ist in dieser Amtszeit direkt dem Landeshauptmann unterstellt. Sie ist dafür zuständig, dass die komplexe Landesverwaltung mit über 18.000 Mitarbeitenden und einem Haushalt von mehr als fünf Milliarden Euro gut arbeitet. Zur Generaldirektion gehören eine Reihe zentraler Landesstellen. (LPA)

Quelle: LVH

soll der Kontakt zum Berufsbildungszentrum Bruneck. Diskutiert wurden im Rahmen der Versammlung noch weitere Themen wie die anstehenden Durchführungsbestimmungen zum neuen Landesraumordnungsgesetz, die Gewährleistungspflicht im Handwerk sowie steuerliche und arbeitsrechtliche Neuerungen. Bürgermeister Reinhold Weger berichtete über verfügbaren Gewerbegrund und über die Bestrebungen der Gemeinde, öffentliche Aufträge soweit wie möglich an einheimische Betriebe zu vergeben. Erstmals angesprochen wurde im Rahmen des Treffens der Vorschlag, im Jahr 2020 eine Wirtschaftsschau in Terenten auf die Beine zu stellen. „Eine Initiative dieser Art stellt eine ideale Chance dar, unser Wirtschaftsschaufenster zu präsentieren und die einzelnen Wirtschaftsbereiche enger zusammenzuschweißen. Erste Planungsgespräche werden demnächst stattfinden“, betonte Unterfrauner. (LVH)

BRUNECK

• Neuer Generaldirektor. Der ehemalige Generalsekretär der Region, Alexander Steiner, hat am 1. Februar sein Amt als Generaldirektor der Landesverwaltung angetreten. Der 46-jährige

• Kontrollen der Ortspolizei 2018. Bei 832 Kontrollen wurden in Bruneck und den Partnergemeinden insgesamt 1.531 Übertretungen wegen überhöhter Geschwindigkeit festgestellt. Mehr Verwaltungsstrafen gab es in den Parkscheibenzonen, bei Fahrverboten und auf Invalidenparkplätzen. Auch die Anzahl der festegestellten Fahrzeuge, die nicht die gesetzliche Revision durchgeführt hatten, hat sich erhöht. Rückläufig waren die Verwaltungsstrafen hingegen auf den gebührenpflichten Parkplätzen, bei den Park- und Anhalteverboten und wegen Missachtung einer roten Ampel. Im Jahr 2018

KEMATEN

• Preis für Schutzwaldbewirtschaftung. Bei der Verleihung des Alpinen Schutzwaldpreises Helvetia in Graubünden wurde ein Projekt aus Kematen in Sand in Taufers ausgezeichnet. Ein Schutzwaldpate und zwölf Projekte aus

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gemeinden

Quelle: LPA

PUSTERTAL 8

• Berufe hautnah erleben. Reale und praxisorientierte Einblicke in zahlreiche Berufe des Handels- und Dienstleistungssektors erhielten

vor kurzem Jugendliche bei der Aktion der Schnuppertage im Bezirk Pustertal. 12 Betriebe öffneten ihre Türen und luden die Jugendlichen ein, ihr Unternehmen besser kennen zu lernen. 75 Schüler nahmen daran teil und erhielten Informationen zum Berufsalltag aus erster Hand. Die Schnuppertage finden landesweit statt und werden vom hds – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol organisiert. Sie sollen Jugendlichen, die vor der Berufswahl stehen, in ihrer Entscheidung helfen und das Image der Berufe im Handels- und Dienstleistungssektor aufwerten. Begleitet wurden die Schüler von Sarah Seebacher, der hds-Verantwortlichen für die Jugendprojekte. Auf der Internetseite myway.bz.it können interessierte Schüler ihren Schnuppertag direkt buchen. (hds) Quelle: hds

Österreich, der Schweiz, Bayern und Südtirol wurden bei der diesjährigen Preisverleihung ausgezeichnet. Eine der Auszeichnungen in der Kategorie Erfolgsprojekte wurde dem Projekt Schutzwaldbewirtschaftung mit Helikopterunterstützung der Eigenverwaltung Bürgerlicher Nutzungsrechte von Kematen in der Gemeinde Sand in Taufers zugesprochen. Ein Ziel dieser Holznutzungen war es, einer Überalterung der Waldbestände am Kemater Berg vorzubeugen und für einen nachhaltigen und gesunden Schutzwald zu sorgen, berichten Förster Meinrad Zingerle und Stationsleiter Christian Lamprecht von der Forststation Sand in Taufers. Durch die Hubschrauberbringung wird die Möglichkeit geschaffen, kleinflächig reife Baumgruppen zu nutzen, dadurch bleibt eine ausreichende Bestockung für die Schutzfunktionen des Waldes erhalten und optimale Verjüngungskerne können geschaffen werden. Die Hubschrauberbringung ist boden- und bestandsschonend. Durch die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten an diesem Projekt – angefangen bei den Waldbesitzern, der Forstverwaltung, den Holzschlägerungsunternehmen, den Hubschrauberfirmen bis hin zu den Sägewerkern - sei es gelungen, diese Nutzungen trotz der sehr schwierigen Geländeverhältnisse sehr rentabel abzuwickeln und wertvolles Holz bereitzustellen. Aus Südtirol waren bei der Preisverleihung am 1. Februar in Klosters in Graubünden in der Schweiz neben dem Direktor der Landesabteilung Forstwirtschaft Mario Broll auch der Präsident des Südtiroler Forstvereins Christoph Hintner vom Forstinspektorat Brixen und eine Abordnung der Eigenverwaltung Bürgerlicher Nutzungsrechte von Kematen vertreten. Der Alpine Schutzwaldpreis Helvetia wurde heute zum 13. Mal vergeben. Mit diesem Preis werden seit 2006 beispielhafte Projekte zur Erhaltung und Verbesserung des Bergwaldes im Alpenraum und zur Bewusstseinsbildung für die Schutzwaldthematik gewürdigt. (LPA)

• Herbert Dorfmann für die EU-Wahlen. Im Rahmen der jüngsten SVP-Bezirksleitungssitzung für das Pustertal wurde auch über die Nominierung des SVP-Kandidaten für die EU-Wahl diskutiert. Nach kurzer Diskussion sprachen sich die Anwesenden einstimmig dafür aus, den amtierenden EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann zu unterstützen. „Mit Herbert Dorfmann hatten wir in den vergangenen Jahren einen ausgezeichneten Vertreter für Südtirol, aber auch für das Pustertal im EU-Parlament. Herbert Dorfmann hat in Brüssel gute Arbeit geleistet und für Südtirol viel erreicht. Der Bezirk Pustertal unterstützt daher seine erneute Kandidatur für das Europäische Parlament“, so Bezirksobmann Meinhard Durnwalder. (PM) • Fischbestand im östlichen Pustertal. Wie haben sich die Hochwasserereignisse vom Herbst mit enormen Mengen an Wasser und Geschiebe auf die Fischbestände ausgewirkt? Die Mitarbeiter im Landesamt für Jagd und Fischerei in der Abteilung Forstwirtschaft haben dazu im vergangenen Monat 18 Probestrecken in 8 Fließgewässern des östlichen Pustertales befischt. Ziel war ein allgemeiner Überblick über den Zustand der Bestände in den vom Unwetter besonders betroffenen Gewässern. Das Gesamtergebnis ist positiv, zeigt es doch - bei einigen lokalen Unterschieden - das Fortbestehen von Fischvorkommen in allen untersuchten Gewässern des östlichen Pustertales. Die überwiegende Mehrheit der nachgewiesenen Fische sind

als Wildfische zu klassifizieren, offensichtliche Besatzindividuen wurden nur in einer der 18 Probestrecken erhoben. Insgesamt belegen die aktuellen Ergebnisse die erstaunliche Widerstandsfähigkeit der Wildfischbestände. Die Erhebungen erfolgten mittels tragbarem Elektrofischfanggerät an ausgewählten strukturreichen Abschnitten auf einer Länge zwischen 20 und 80 Metern. In allen untersuchten Gewässern haben die Mitarbeiter Vorkommen von Fischen einer Art oder mehrerer Arten festgestellt, von Marmorierten Forellen oder Hybriden, Bachforellen, Regenbogenforellen, Bachsaiblingen, Äschen und Mühlkoppen. Dies gilt auch für die besonders von der Hochwasserflut betroffene Gader, den Sextnerbach und die Drau. Während in der Rienz, im Antholzerbach, Gsieserbach und Silvesterbach von nur geringen Ausfällen am Fischbestand ausgegangen werden kann, deuten die vorliegenden Ergebnisse auf gewisse Bestandseinbußen in der Gader, im Sextnerbach und in der Drau hin. Als besonders gering wird der Fischbestand am untersuchten Abschnitt des Pragserbaches eingestuft. (LPA/ Amt für Jagd und Fischerei) • Wetter im Jänner. Janus, von dem der Monat Jänner seinen Namen hat, war der mit zwei Gesichtern dargestellte römische Gott des Anfangs und des Endes. Seinem Namen entsprechend hatte auch dieser heute zu Ende gehende Jänner zwei Seiten: Schnee im Norden und relative Trockenheit im Süden mit einer großen Temperaturspannbereite. Das Wetter im Jänner, heißt es dazu aus dem im Hydrographischen Amt angesiedelten Landeswetterdienst, war häufig von einer Nordströmung beeinflusst. An der Alpennordseite sowie am Hauptkamm wurden sehr große Schneemengen verzeichnet, während es im Süden Südtirols durch Föhn bedingt die meiste Zeit trocken blieb. Die Temperaturen waren dabei recht unterschiedlich: Während es in den tiefen Lagen teils deutlich zu mild war, verlief der Jänner in den höheren Tälern sowie auf den Bergen kälter als im Durchschnitt. Die höchste Temperatur wurde am Dreikönigstag an der Wetterstation Laimburg mit 15 Plusgraden gemessen, am kältesten war es am 22. Jänner in St. Jakob in Pfitsch mit minus 22 Grad Celsius. (LPA)


lokales

Gut Rutsch! PUSTERTAL – Februar, Februar, der macht was er will. Die Fußgängerwege sind vereist und das Dorfgeschäft scheint ohne Eiskrallen schier unerreichbar. Und doch – die Gemeinden geben ihr Bestes!

S

tarker Schneefall, darauffolgender Schneematsch, Regen, frostige Kälte und eisglatte Straßen. In einigen Ortschaften brachte das erste Februarwochenende 40 Zentimeter Neuschnee mit sich und viele Einwohner waren fleißig am Schneeschaufeln.

WELSBERG-TAISTEN Der Bürgermeister der Gemeinde Welsberg-Taisten, Albin Igenuin Schwingshackl, erläutert: „Grundsätzlich kann man sagen, dass die Schneeräumung bei uns sehr gut funktioniert! Ein Problem ist teilweise, dass der Schnee von den privaten Flächen auf die Straßen und Gehsteige gebracht wird, scheinbar mit der logischen Schlussfolgerung, dass dieser dann vom öffentlichen Schneeräumdienst wegtransportiert werden soll! Auch die parkenden Autos auf den öffentlichen Parkplätzen stellen ein Hindernis für die Schneeräumung dar.” In der Gemeinde Welsberg-Taisten ist der Landesstraßendienst, sowie einige Bauern und Privatbetriebe für die Schneeräumung zuständig, ebenso wie für die Streuung von Salz und Kies. „Der Radweg ist zu Fuß ein wenig schwer zu begehen, ein bisschen ist gewälzt, sonst nur Fußtritte vom Spaziergänger vorher. Doch man sieht, dass sich die Gemeinde bemüht,” so Nadja Lanzinger aus Welsberg.

RASEN-ANTHOLZ Auch in Rasen-Antholz, so erklärt Bürgermeister Tomas Schuster, sei der Landesstaßendienst und die beauftragen Dienstleister für die Schneeräumung zuständig: „Die Gesamstkoordinierung erfolgt über den Gemeindebauhof in Absprache mit dem zuständigen Gemeindereferenten“. Weiters wird erklärt, dass Straßen und Gehsteige grundsätzlich immer von Schnee geräumt werden. Die Räumung erfolgt je nach Schneemengen

mit Schneepflug und Schaffung von Depots.

OLANG In der Gemeinde Olang ist die Schneeräumung nach langjähriger Erfahrung sehr gut koordiniert, erklärt Reden Georg: „Eine Vielzahl an Personen sind für die Schneeräumung der Straßen, Gehsteige und Plätze zuständig: die Provinz Südtirol, zwei Landwirte und ein Gemeindebediensteter helfen uns die Straßen vom Schnee zu räumen. Zudem räumen noch drei Landwirte die öffentlichen Plätze. Es sind auch Pensionisten beauftragt Plätze zu räumen, wo eine maschinelle Räumung nicht möglich ist”. „Leider ist das Interesse von externen Dienstleistern an Ausschreibungen zur Durchführung des öffentlichen Schneeräumungsdienstes bisher stets sehr begrenzt!”, bedauert Schuster. In Olang wird der Schnee vorerst im Dorf gesammelt, später aufgeladen und wegtransportiert. „Für die Einstreu von Salz und Kies sind die für die Schneeräumung zuständigen Landwirte und die Gemeindebediensteten zuständig. Das heißt, sie haben neben dem Schneepflug auch einen Streubehälter auf dem Räumfahrzeug aufgebaut. Bei Notwendigkeit wird dann gestreut.” Insgesamt kostet die Schneeräumung der Gemeindeverwaltung jeweils 100.000 Euro bis 200.000 Euro. Das Wochenende vom ersten bis dritten Februar 2019 war eine Herausforderung. Die Gemeinden haben viel zu koordinieren und versuchen stets ihr Bestes zu geben. Manchmal braucht es dann aber einfach nur ein wenig Sonnenschein und das ganze Unheil wird vergessen. (LP)

Dieser Winter spart mit vereisten Straßen und gewaltigen Schneemassen nicht.

WOHIN GEHT’S?

Beschilderungen für

Innen und Außen auch mit individueller Grafik

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lokales

„Wichtigstes Bauvorhaben für Bruneck“ Quellen: Gemeinde Bruneck

BRUNECK – Eine lange Entwicklungsphase bis hin zu einem runden Konzept: Das Mobilitätszentrum in Bruneck nimmt Form an. Im Frühjahr soll die Ausschreibung erfolgen und im Herbst die Arbeiten beginnen. Die Verantwortlichen informierten am 29. Jänner die interessierte Bevölkerung.

Die Verantwortlichen informierten die Bevölkerung rund ums Mobilitätszentrum Bruneck.

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chon zu Beginn seiner Amtszeit hat der Brunecker Bürgermeister Roland Griessmair das Mobilitätszentrum als „wichtigstes Bauvorhaben für Bruneck“ bezeichnet. Seit damals habe sich im Bereich Mobilität

sehr viel getan, resümierte der Generaldirektor der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) Joachim Dejaco, laut dem sich beispielsweise die 5,6 Millionen Zugfahrgäste von 2007 bis heute nahezu verdoppelt haben.

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Der Brunecker Bürgermeister Roland Griessmair.

BUSINSEL, FAHRRADUND AUTOABSTELLPLÄTZE Das aktuelle Projekt sieht für Bruneck eine zentrale Businsel nach Bozner Vorbild vor und beim neuen Mobilitätszentrum werden an die 400 Fahrradabstellplätze entstehen, darunter auch sogenannte Doppelstockparker und einige verschließbare Plätze. Teil des Projektes ist auch ein Fahrradverleih. Vorgesehen seien auch 260 Autoabstellplätze einschließlich Behindertenparkplätze und Carsharingplätze und für den Fußgänger würden nach dänischem Vorbild sogenannte “lines of comfort“ analysiert und darauf aufbauend der direkteste Weg zum Bahnhof mit Zebrastreifen versehen. Die Planungen seien so gut wie abgeschlossen. Die Ausschreibung stünde für Frühjahr 2019 an und im Herbst 2019 müssten die Arbeiten beginnen, denn 2020 sei Arbeitsbeginn für den NOI Techpark und bis dahin werde das Mobilitätzentrum zumindest in groben Zügen stehen, teilte Dejaco mit.

ZUFAHRT, UNTERFÜHRUNG UND VERBINDUNG SCHULZONE Der Bürgermeister ging auf die zusammenhängenden Maßnahmen für die Stadt Bruneck ein. Eine davon werde der Viertelstundentakt des Citybusses sein, der teilweise

schon auf der Linie Reischach – St. Georgen umgesetzt ist. Laut dem Bürgermeister treffen sich Bus und Zug ohne lange Wartezeiten. Die Zufahrt zum großen Parkplatz am Mobilitätszentrum erfolgt über den Stegener Marktplatz, um die innerstädtischen Straßen nicht zu belasten. Die heutige Straße über den Marktplatz würde zum Hang hin verschoben und das Mobilitätszentrum werde in Zukunft über eine Unterführung erschlossen. „Somit schaffen wir Platz auf dem Marktplatz selbst. Mit der Fraktionsverwaltung Stegen wird an einem Projekt für die freiwerdenden Flächen gearbeitet. Alles deutet auf eine Naherholungszone hin mit einem Flusserlebnisraum und Bereichen für sportliche Aktivitäten. Der restliche Bereich soll als Pendlerparkplatz dienen“, erklärte Roland Griessmair. Derzeit würden Gespräche mit dem Heer laufen, um eine direkte Verbindung zwischen Mobilitätszentrum und Schulzone über das Kasernenareal zu errichten, da vor allem die Schüler mit den öffentlichen Verkehrsmittel zirkulieren, informierte der Bürgermeister. Die Guglielmo-Marconi-Straße wird schmaler, bekommt Kiss and Ride-Plätze und wird wesentlich entlastet, da die Zufahrt zum Mobilitätszentrum ja über Stegen erfolgen wird.


lokales

ZUFAHRT ZUM NOI-TECHPARK Die Tiefgarage beim NOI-Techpark wird ebenfalls über die neue Zufahrtsstraße erschlossen werden, die Straße mündet in die Tiefgarage ohne die heute so stark belasteten Straßen zu befahren. Die heutige Tiefgarage biete 340 Stellplätze. Im unterirdischen Bereich würden die Autoabstellplätze in den kommenden Jahren nahezu verdreifacht, im Gegenzug würden viele Oberflächenparkplätze verschwinden, um Raum für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen. Kurz ging Bürgermeister Roland Griessmair auch auf den NOI-Techpark ein, dessen Bau im Frühjahr 2020 beginnen wird. Der Techpark wird in erster Linie der Forschung im Automotive-Sektor gewidmet sein, wird duale Ausbildungsmöglichkeiten bieten, aber auch Veranstaltungssäle und Coworkingspaces beherbergen. Im Bereich des heutigen Busbahnhofes wird eine Grünfläche entstehen. Derzeit arbeiten wir auch an einem detaillierten Verkehrskonzept für die Europastraße, das Dorf Stegen bis zur Waldebrücke, die Herzog-Sigmund-Straße, Josef-Seeber-Straße, Stegener Straße, Lampistraße und Lienzer Straße.

VERKEHRSBERUHIGUNG UND LEBENSQUALITÄT

Laut dem Bürgermeister ist das etwas weitere Strecke zu fahren, oberstes Ziel die Verkehrsberuhi- die nicht unbedingt zeitintensiver gung und die Steigerung der Lebens- sein muss.“ und Wohnqualität in diesen Bereichen. Genauso wie beim Projekt JAHRELANGE Bruneck Ost ist auch hier eine breite VORBEREITUNG Diskussion mit den Anrainern vor- Die ersten Pläne für das Mobiligesehen. Kritisch hinterfragt wurde tätszentrum stammen aus den die Zufahrt zum Mobilitätszentrum 1990er-Jahren, von 2004 bis 2007 über den Stegener Marktplatz von wurde das Projekt überarbeitet inSüden oder von Norden kommend. klusive Erhaltung des BahnhofsgeDazu meinte der Bürgermeister, dass bäudes. Ein Teil der darin vorgeseheinnovative Verkehrsprojekte auch nen Unterführung ist mittlerweile Erziehungssache seien: „Wir müssen realisiert worden. Das Projekt war einfach bereit sein, einmal 300 Me- in seiner Gesamtheit allerdings zu ter weiter weg zu parken bzw. eine kostenintensiv. (GB/RED)

Quelle: STA/Oppitz

Die Zufahrt zum Mobilitätszentrum erfolgt über den Marktplatz und die heutige Straße wird zum Hang hin verschoben sowie eine direkte Verbindung zur Schulzone geschaffen.

Der Generaldirektor der STA Ingenieur Joachim Dejaco.

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lokales

„Produktiv und engagiert“ SAND IN TAUFERS – Vor kurzem hat der Bildungsausschuss Sand in Taufers seine jährliche Hauptversammlung abgehalten und dabei Rückblick auf das vergangene Jahr gehalten: Mit knapp 660 Weiterbildungsstunden kann sich das Tauferer Weiterbildungsangebot durchaus sehen lassen.

I

n seiner Amtszeit seit 2016 hat das Team des Bildungsausschusses Sand in Taufers neben seiner üblichen Tätigkeit wie Koordination, Organisation und Finanzierung von Familienbildungsprojekten, Kursen sowie Bildungs- und Kulturveranstaltungen mit zwei außerordentlichen Projekten bedeutende und nachhaltige Akzente gesetzt: zum einen mit der Digitalisierung von 2.500 historischen Fotos von Taufers, zum anderen mit dem Film „Wie’s fria amo giwessn isch“ mit Interviews mit 50 älteren Tauferern; der Film wurde im Oktober in den einzelnen Dörfern vorgestellt und fand weit über die Gemeinde-

grenzen hinaus großen Anklang. BESTÄTIGUNG Zusammen mit den über dreißig DES VORSTANDES Mitgliedsvereinen und den Ver- Nach den einzelnen Berichten tretern aus Schule, Gemeinde und und der Darlegung von RechenÖffentlicher Bibliothek hat das fünf- schaftsbericht und Bilanz stand köpfige Bildungsausschuss-Team bei der Jahreshauptversammlung laut Präsident Johannes Aichner die am 24. Jänner die Neuwahl des Koordinierung der Bildungs- und Vorstandes an. Zur Wahl als VorKulturtätigkeiten im Gemeindege- standsmitglieder stellten sich Beate biet von Sand in Taufers „produktiv Auer, Johannes Aichner, Ingrid und engagiert“ umgesetzt. Auch Beikircher, Susanne Huber und die Zusammenarbeit mit Vereinen, Barbara Jungmann, die einstimKulturschaffenden und Bildungs- mig für die nächsten drei Jahre einrichtungen war vorbildhaft. „Ich bestätigt wurden. Bisher hat sich denke, der bestehende Ausschuss der Vorstand monatlich getroffen, hat seine kurze Periode von drei um anfallende Aufgaben zu bespreJahren sehr gut genutzt und hat chen, alte Projekte abzuschließen viel geleistet“, so Johannes Aichner. und die Vorgehensweise bei neuen

Projekten zu planen. Dabei konnte vieles beschlossen und organisiert werden, was den alten und gleichzeitig neuen Vorstand besonders freut. Ein weiterer Grund zur Freude: Es gibt – vor allem seitens der Vereine - schon zahlreiche Ideen zu neuen Vorhaben, die kurz- oder langfristig umgesetzt werden. Somit kann der Bildungsausschuss mit all seinen aktiven Mitgliedern mit Fug und Recht als kulturelle Größe im Tauferer Gemeindegebiet bezeichnet werden, die aus dem gesellschaftlichen Leben nicht mehr wegzudenken ist. (SH)

Junge Talente BRUNECK – Musik, Text, Video – alles in Eigenregie produziert: Sofia Moling und Katja Silbernagl – Schülerinnen des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums in Bruneck - haben mit ihrem Song „I’ll Keep Moving On“ ihr musikalisches Talent unter Beweis gestellt und in den sozialen Medien einen kleinen Hit gelandet. : Wie ist eure gemeinsame Ballade „I´ll Keep Moving On“ denn entstanden? Sofia: Jede Klasse kann von der Schule aus eine Projektwoche machen und heuer wurde uns eine sogenannte “Lernexpedition” vorgeschlagen. Jede Schülerin konnte diese Möglichkeit nutzen, um ihrem Traum einen Schritt näher zu kommen. Katja und ich haben uns entschieden, einen Song zu schreiben und diesen dann zu veröffentlichen. Ich habe den Song schon vor der Projektwoche geschrieben. In den ersten Tagen haben wir diesen noch ausgearbeitet und haben diesen dann im Aufnahmestudio “Davide Records” aufgenommen. Die letzten Tage haben wir das Video gedreht und Katja hat es anschließend geschnitten und 12 fertiggestellt.

Woher kommt eure gemeinsame Leidenschaft für die Musik und inwiefern lebt ihr diese aus? Katja: Wir machen beide schon von klein auf Musik. Wir spielen beide Klavier und Geige und wir singen sehr gerne. In einer Freundschaft gibt es ja nichts Schöneres als Gemeinsamkeiten; unsere ist die Musik. Wir machen gerne zusammen Musik, aber auch alleine. Außerdem besuchen wir wöchentlich die Musikschule.

Wie fiel und fällt die Reaktion auf euren Song in den sozialen Medien aus? Sofia: Katja und ich haben eigentlich den Song für uns geschrieben. Uns hat das Endprodukt aber so gut gefallen, dass wir es veröffentlicht haben. Wir haben nie mit einer so hohen Aufrufzahl gerechnet und dass es bei den

Musik ist ihre Leidenschaft: Katja Silbernagl und Sofia Moling (v.l.n.r.).

anderen so gut ankommt. Wir sind stolz auf unser Ergebnis. Darf man auf weitere Titel gespannt sein? Katja: Wir können nicht mit Gewissheit sagen, ob ein weiteres

Lied von uns gemeinsam erscheinen wird. Dennoch sind wir sehr motiviert, weiterhin gemeinsam Musik zu machen. Und wer weiß, vielleicht erscheint bald ein neuer Titel von uns. Danke für das Gespräch! (SH)


menschen

G

udrun Petra Petrik hat einen Studienabschluss in Psychologie, Pädagogik und Kunst. Nun hat sich die 46-jährige dreifach Promovierte einen Traum erfüllt und eine Galerie eröffnet. Sie widmen sich jetzt ganz der Kunst, wie kam es dazu? Nach meinem Psychologiestudium arbeitete ich zunächst an der Psychiatrie im Krankenhaus Bozen und an der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Innsbruck. Parallel dazu nahm ich das Studium der Erziehungswissenschaften auf. Dann arbeitete ich 15 Jahre im Therapiezentrum des Kinderdorfs Brixen. Aufgrund diverser Lebenseinschnitte verspürte ich meine ursprüngliche Intention und studierte Kunst. Danach begleitete ich Künstler in ihrem Schaffen, bis ich schließlich zum eigenen künstlerischen Kern vorgedrungen bin und seitdem eigene Werke schaffe. Es war die logische Folge einer Suche, die über den Intellekt nicht mehr zu stillen, zu erfüllen war. Was vermitteln Sie in Ihren Werken? Mein künstlerisches Schaffen nahm seinen Anfang im Wort, vor allem in der Lyrik. Mein Geburtspunkt als Malerin war am 11.November 2011 um 11 Uhr, als mein Herz stillstand - und dann wieder weiter schlug. Seitdem malt es aus mir heraus. Ich arbeite vorwiegend in einer kontemplativen Technik mit Fingern und Händen auf Papier, Papier hat für mich die Parallele zur Haut. Meine Bilder sind wie Spiegel, wo jeder Betrachter etwas anderes darin sieht und sie sich mit der eigenen Seelenentwicklung verändern. Was bedeutet für Sie Kunst? Was sich durch meine Kunst vermitteln lässt, ist eine spirituelle Öffnung, wo sich die Seele in irgendeiner Form mit ihrem Grund berührt. Für mich ist letztlich alles Beiwerk, bis wir auf den Kern unserer Seele stoßen, ob wir den als Gott bezeichnen wollen oder nicht. Es ist alles nur ein Weg dorthin. Über die Bilderfahrung kann etwas

und Schattierungen malt, kann ein Künstler niemals wiedergeben. Wir Menschen sind eine soziale Plastik, daran wir täglich zu arbeiten haben. Allein in einer zwischenmenschlichen Begegnung zeichnet sich täglich ein neues Kunstwerk ab. Ob Berg, ob Marathon, ob die See – man sucht letztlich etwas, was ja nur eine Vorstufe zu dem ist, was man empfinden darf, wenn man zur Quelle vordringt. Wenn ich diese Seeligkeit und diesen Frieden empfinden darf, hat es vielleicht Sinn gemacht.

Gudrun Petra Petrik aus Toblach

“Die Kunst eröffnet ganz neue Denk-, Spiel- und Fühlräume.“

in uns in Resonanz zum Klingen kommen, was ganz plötzlich in der Seele eine Tür öffnet und etwas wie ein Halleluja-Erlebnis erzeugt. Die Kunst kann zu einem spirituellen Vermittler und Führer zum Göttlichen werden. Und jetzt haben Sie eine Galerie eröffnet? Ja, die Johannes Haus Galerie. Meine Schwester Ilona, der Kurator Alex Pergher und ich möchten in Toblach gemeinsam einen Kunststandort schaffen. Es ist keine Verkaufsgalerie, sondern sie soll Raum und Heim bieten für Zukünftiges. Derzeit läuft die Fotoausstellung The Spirit of the Mountains. Welche Bedeutung haben Berge für Sie? Berge bedeuten für mich seit jeher Begrenzung. Ich suchte immer die Weite, den Horizont. Deswegen auch meine Passion für das Meer. 2004 überquerte ich in einem Segelboot mit Skipper alleine den Atlantik. Als Überlebende hat mich das Meer dann in vielerlei Hinsicht wieder ausgespuckt. Viel später erst habe ich mir den Berg „erarbeitet“, indem ich aus eigenem Antrieb und dann für Hunger und

Durst in die Berge ging. Für mich galt: Vormittags Berg, nachmittags Atelier. 2005 war für mich die 24-Stunden-Wanderung mit Hans Kammerlander bedeutsam. Menschen mit solchen existentiellen Erfahrungen wie er, ist immer ein Weg über Prüfung, Leid, Verzweiflung gegeben bis hin zum Punkt, ob man daran zerbricht oder nicht. Und was du dir aus eigenem Antrieb aneignest, ist deine Wahrheit. Heute sind für mich Berge nicht mehr Eingrenzung, sondern wie lebendige Skulpturen. Für mich tritt auch das ganze Kunstschaffen demütigst vor der Natur zurück. Was die Natur uns an Farben, Licht

Gibt es sonst noch besondere Erlebnisse für Sie? Ab 2005 lief ich konsequent Marathon. Heute laufe ich fast lieber für mich allein drei Stunden in der Natur und bin danach einfach happy. Ganz besonders ist für mich aber die Begegnung von Mensch zu Mensch, sich wahrnehmen, berühren und fühlen. Wir sind nicht nur Fleischklöpschen, die sich herumschieben, sondern im besten Fall irgendwann durchgeistigte Leiber, die sich auf vielen Ebenen begegnen und berühren dürfen. Ein großes Erlebnis ist für mich, wenn ich eine Geistesverwandtschaft spüre, wenn sich Menschen begreifen und Seelenkreise schließen. Haben Sie Wünsche? Wenn ich sage, dass die Verbindung zur Quelle nicht abreißen möge, erscheint es mir sehr überheblich. Ganz demütig wünsche ich mir die Wahrheit, und nicht nur für mich. (IB)

DR. ALEXANDER GASSER FACHARZT FÜR UROLOGIE Vorsorge, Potenzprobleme, Fertilitätsprobleme, Prostata-, Nieren-, Blasenleiden, ambulante Operationen TERMINE NACH TELEFONISCHER VEREINBARUNG TEL.: 0474 497 063 | MOBIL 339 69 53 738 39031 Bruneck – Kapuzinerplatz 9 13


pr

PR-INFO

„Snow & Wine“ Weingenuss auf unseren Almen Im Monat März zeigen sich Villanders, Brixen-Plose, Villnöss, Gitschberg Jochtal ganz in weiß. Geführte Weinverkostungen sowie exklusiv im Zeitraum März angebotene gastronomische Wochen erwarten Winterwanderer und Skifahrer auf den Almen und Berghöhen des Eisacktals.

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it den Almgenusswochen „Snow & Wine“ strahlt wieder ein ganz besonderes geschmackvolles Highlight unter dem winterlichen Genusshimmel Südtirols. Ganz nach dem Motto Weingenuss auf unseren Almen steht der März 2019 (02.03. – 29.03.2019) im Eisacktal im Zeichen önologischer und gastronomischer Spezialitäten in einem außergewöhnlichen Umfeld. „Snow & Wine“ ist eine Veranstaltungsreihe zum Thema Wein am Berg für alle, die Höhenluft schnuppern und Köstliches aus Küche und Keller verkosten möchten. Dabei marschieren Feinschmecker mit einem Wanderführer auf Almen und kehren für zwei bis vier „Zwischengänge“ in gemütliche Hütten ein. Die Villanderer und Villnösser Alm können zu Fuß, mit Schneeschuhen oder einer Rodel im Schlepptau erklommen werden. Die Almen- und Skiregion Gitschberg Jochtal sowie das Skigebiet Plose sind außerdem per Bahn erreichbar. Die Hauptsache ist aber das gesellige Beisammensein und die feinen Nuancen, welche die Eisacktaler Spitzenweine im Mittelgebirge entfalten – mit Südtiroler Almkost als Begleiter und dem Dolomiten-Panorama vor Augen.

GEFÜHRTE ALMGENUSSWANDERUNGEN: An acht Terminen werden besonders schmackhafte Almgenusswanderungen angeboten. Frische Luft, gute Laune bei feiner Bergkameradschaft, Panoramablicke, naturnahe Erholung sind die besonderen Begleiter 14 dieser exklusiven Genusstouren.

DIE BUCHBAREN TERMINE IN DER ÜBERSICHT: • Villnöss: Samstag, 02.03. & Mittwoch, 06.03.2019 • Villanders: Samstag, 09.03. & Mittwoch, 13.03.2019 • Gitschberg Jochtal: Samstag, 16.03. & Mittwoch, 20.03.2019 • Brixen-Plose: Samstag, 23.03. & Mittwoch, 27.03.2019

WEIN-ALMKOST: Über den gesamten Monat wird die Veranstaltungsreihe mit einer ganz besonderen Wein-Almkost abgerundet: Die teilnehmenden Hütten kredenzen Eisacktaler Spitzenweine, dazu abgestimmt gibt es besondere gastronomische Leckerbissen, exklusiv im Zeitraum der Almgenusswochen. Die Almkost findet pro Gebiet jeweils im folgenden Zeitraum statt: • Villnöss: 02.03 bis 08.03.2019 • Villanders: 09.03. bis 15.03.2019 • Gitschberg Jochtal: 16.03. bis 22.03.2019 • Brixen-Plose: 23.03. bis 29.03.2019 Weitere Informationen sowie das Detailprogramm unter: www.snowandwine.com Ein Gemeinschaftsprojekt der Tourismusvereine Klausen/Barbian/Feldthurns/Villanders, Brixen, Villnöss, Gitschberg Jochtal in Zusammenarbeit mit eisacktalWein, den Eisacktaler Winzern sowie den Hüttenwirten.


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h c r a M / h o c z r r a a M m / / o z z rrz / mar ä M ä M

Weingenuss auf unseren Almen Weingenuss auf unseren Almen Il piacere del vino sugli alpeggi Il piacere del vino sugli alpeggi Wine enjoyment on our alpine pastures Wine enjoyment on our alpine pastures Villnöss - Val di Funes | Villanders - Villandro Villnöss - Val di Funes | Villanders - Villandro Gitschberg Jochtal - Rio Pusteria | Brixen - Bressanone Gitschberg Jochtal - Rio Pusteria | Brixen - Bressanone

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Quelle: Fotograf: Jos. Oberlechner; Sammlung Monika Weissteiner, Stadtarchiv Bruneck – TAP

standort

Die Wirtschaft in Reischach Das Plateau oberhalb von Bruneck ist Standort eines großen Pustertaler Wirtschaftsmotors, des beliebten Ski- und Wandergebiets Kronplatz. Zahlreiche Beherbergungsbetriebe sind am Fuße dieses Südtiroler Skibergs Nummer eins entstanden, aber auch Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe, die allesamt als Paradebeispiele für eine kontinuierliche touristische Dorfentwicklung und Professionalisierung stehen.

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n ländlicher Umgebung gelegen, hat die Brunecker Fraktion Reischach einen ansprechenden Ortskern inmitten grüner Wiesen und Wälder. Das hübsche Dorf hat Südtirols Ski- und Wandergebiet

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Nummer eins - den Kronplatz -, einen Golfplatz, ein Hallenbad mit herrlicher Saunalandschaft und einen professionellen Reitbetrieb direkt vor der Haustür. Die beeindruckende Berglandschaft voller verschiedener Freizeitmöglichkeiten und die vielen gastfreundlichen Betriebe, die mit interessanten Angeboten aufwarten, locken alljährlich eine Vielzahl an Touristen aus nah und fern an. „Reischach hat durch seine privilegiert Lage am Fuße des Kronplatzes eine besondere wirtschaftliche Kraft in touristischer Hinsicht. Der Kronplatz mit seinen Aufstiegsanlagen

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und letzthin auch den attraktiven Museen bildet einen Bezugspunkt der weit über die Alpen hinaus stahlt“, sagt Brunecks Bürgermeister Roland Griessmair. Die vielen verschiedenen Unterkunftsmöglichkeiten in den Bereichen „Urlaub auf dem Bauernhof“, Privatzimmervermietung bis hin zur gehobenen Hotellerie stellen gemeinsam ein breites Spektrum dar, das die Attraktivität des Dorfes im Gesamten steigert. „Der Großteil der touristischen Betten der Gemeinde Bruneck befindet sich tatsächlich in Reischach. Die Sportzone in Reischach mit ihren vielen Attraktivitäten zieht sowohl im Sommer, als auch im Winter eine ganze Menge Menschen nach Reischach. Hier sei insbesondere das Cron 4 erwähnt“, fährt der Bürgermeister fort. Während die nahe gelegene Rienzstadt Bruneck ein beträchtliches Angebot an Kunst, Kultur und Shoppingmöglichkeiten aufweist, kann man sich in Reischach allen nur erdenklichen Sportarten in einer teilweise noch recht idyllischen Landschaft widmen; ein wahres Eldorado sowohl für Familien- als auch für Aktivurlauber. Kein Wunder, dass sich das weite Plateau, auf dem Reischach liegt, touristisch hoch entwickelt hat: In den vergangenen Jahrzehnten sind hier nämlich zahlreiche Beherbergungsbetriebe entstanden. Im Laufe der Jahre gab es eine ständige Weiterentwicklung und Professionalisierung auf diesem Sektor, Grundlage für diese ist zweifelsohne der „Motor“ Kronplatz. Neben dem Tourismus sind Landwirtschaft und der Dienstleistungsund Handwerkssektor die stärksten Wirtschaftszweige in Reischach und hier zeigt sich einmal mehr, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen diesen Wirtschaftssäulen ist. Gegenseitig respektieren und unterstützen, lautet das Credo in Brunecks südlichster Fraktion – was wahrscheinlich einen guten Teil des Erfolgsrezepts ausmacht.

TOURISMUS, HANDWERK UND LANDWIRTSCHAFT HAND IN HAND Sie sind neben dem Tourismus wohl die zweit- und drittstärksten Wirtschaftszweige in Reischach: die Landwirtschaft sowie der Dienstleistungs- und Handwerkssektor. Zusammen sind sie ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen diesen verschiedenen örtlichen Wirtschaftssäulen ist. In Reischach hat man früh gelernt, sich gegenseitig zu respektieren und zu unterstützen, anstatt sich gegenseitig zu blockieren oder sich gar als gefährliche Konkurrenz anzusehen. So nutzt man Synergien und arbeitet die gemeinsamen Stärken heraus. Das Zentrale in all diesen Bereichen ist nach wie vor die persönliche Beratung und Betreuung. Denn Einheimische wie Gäste schätzen die Freundlichkeit, das Bodenständige, den Kontakt zu Produzenten und Anbietern und die Regionalität der Produkte mehr denn je. Ebenso schätzen die Touristen das gepflegte Ortsbild, das Reischach aufweist. Alte Höfe sind am Fuße des Kronplatzes ge-

Quellen: Gemeinde Bruneck

standort

Zitat Roland Griessmair, Bürgermeister der Stadtgemeinde Bruneck

„Reischach hat durch seine privilegiert Lage am Fuße des Kronplatzes eine besondere wirtschaftliche Kraft in touristischer Hinsicht. Der Kronplatz mit seinen Aufstiegsanlagen und letzthin auch den attraktiven Museen bildet einen Bezugspunkt der weit über die Alpen hinaus stahlt.“ nauso zu finden wie edle Ansitze und moderne Architektur. Was in einem lebendigen, attraktiven Dorf natürlich nicht fehlen darf, sind verschiedene Treffpunkte wie einladende Cafés und Bars, eine gut funktionierende Nahversorgung und diverse Shoppingmöglichkeiten. All das ist auf dem Hochplateau zu finden. Zwar gibt es hier verhältnismäßig wenige Handwerks-, keine größeren Handels- und keine Industriebetriebe, dennoch finden sich im Dorfzentrum von Reischach einige umso hübschere Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe, die zum Flanieren, Shoppen und Genießen laden (SH)

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Zuhause ankommen Die Bauherren wollten innen wie außen pures Holz – ohne Lacke, Leime und Metalle. Entstanden ist ein urgemütlicher „Chalethof“, der sich stimmig in die wundervolle Gsieser Natur einfügt und seinen Gästen heimelige Ursprünglichkeit vermittelt.

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er Blaslahof im schönen Gsiesertal wird von Martin und Iris Steger generationsübergreifend und mit großem Respekt zu den traditionellen Werten geführt. Aus diesem Grund haben sie bei der kürzlich abgeschlossenen Erweiterung ihres Hofes auch stark auf Ursprünglichkeit und eine ausgewogene Harmonie zwischen Mensch und Natur geachtet. Diese Einstellung hat sie schnell zu einem der ältesten und bewährtesten Baustoffen geführt und seitdem liegt beim Blaslahof der Duft von Holz in der Luft. Ein Duft, der es vermag, in vielen Menschen ein heimeliges Wohlgefühl zu wecken. Die herbe Rauheit des Holzes vermittelt Ruhe und Kraft, und klar ist: Der

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Mensch fühlt sich inmitten der Natur am wohlsten. Ein Vollholzhaus - wie auch der Blasahof eines ist - spiegelt all die Ruhe und Kraft, die die Natur dem Menschen schenken kann, in den vier Wänden wider.

DIE HOLZSTRUKTUR Beim Um- und Zubau des Blaslahofes war Holz von Beginn an ein großes Thema - das beständige und unvergleichlich vielseitige Baumaterial hat es der Gastgeberfamilie angetan. „Von Beginn an war für uns klar, dass wir die Erweiterung unseres Hofes in reiner Holzbauweise durchführen möchten. Schließlich hatten wir das beste


bauprojekt

Material dafür sozusagen direkt vor der Haustür“, erinnert sich Iris Steger. Darüber hinaus vermag es dieser einheimische Baustoff wie kaum ein anderer, bäuerliche Einfachheit auszudrücken und gleichzeitig ein einzigartiges und gesundes Wohnklima zu schaffen. „Allem voran war uns eine gesunde Bauweise wichtig, eine Baukonstruktion ganz ohne Leime und Metalle eben. Wie viel beim herkömmlichen Bauen Müll produziert wird, ist meines Erachtens unverantwortlich. So hingegen konnten wir mit gutem Gewissen unser Traumprojekt verwirklichen, mittels wiederverwertbaren, natürlichen Materialien und einer nachhaltigen Bauweise für unsere Kinder – das lag uns ganz besonders am Herzen!“, betont Iris Steger.

DER DUFT VON RUHE UND KRAFT Fragt man Menschen nach ihrem Lieblingsgeruch, so ist nicht selten „frisch geschlagenes Holz“ die spontane Antwort. Ein Duft, der von Naturverbundenheit, Ursprünglichkeit und Tradition erzählt. Die tiefe Verbundenheit zum Holz kommt nicht von ungefähr; schließlich ist

holzius wünscht einen naturverbundenen Urlaub im Blaslahof www.holzius.com

die Hälfte der Fläche von Südtirol mit Wald bedeckt. So zahlreich wie hier die Bäume aus dem Waldboden wachsen, so vielfältig sind auch die Produkte, die hierzulande aus diesem Rohstoff gefertigt werden. Nichtsdestotrotz ist ein Sektor unübertroffen: Am Bau und im Wohnbereich ist Holz ganz klar der Rohstoff Nummer eins. Die Firma HOKU ist auf Holzbau spezialisiert, und sie war es auch, die die Blaslahof-Erweiterung zusammen mit befreundeten Firmen in nur sieben Monaten fix und fertig realisiert hat. Mit zwanzig Mitarbeitern und sechs Technikern ließ sie aus diesem unvergleichlichen Baumaterial einen wahren Wohntraum entstehen. Was die Firma HOKU dabei auszeichnet, ist die Tatsache, dass sie das Holz möglichst aus der näheren Umgebung bezieht. Auch für den Blaslahof wurde ausschließlich Mondholz aus nächster Nähe verwendet und von der Firma holzius aus Prad am Stilfserjoch zu komplett leim- und metallfreien Vollholzelementen verarbeitet. Ebenso wurden am Bau selbst weder Leim noch Metall eingesetzt, sondern die Bauteile mittels eines speziellen Holzbausystems ineinander verkeilt.

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bauprojekt

MIT NUT UND KAMM

NATÜRLICHE EIGENSCHAFTEN

Holzius verwendet für seine Projekte fast ausschließlich sogenanntes Kernholz. Dies ist der beständigste Teil vom Baumstamm und erweist sich somit als ideal für den Bau eines Vollholzhauses. Die holzius Vollholzelemente - ausgeführt als mehrlagig stehender leim- und metallfreier Block - bestehen aus mehreren Lagen senkrecht mittels Nut und Kamm aneinander gereihten Massivholzbohlen. Diese homogenen Holzelemente sind durch die vertikale Anordnung der Bohlen setzungsfrei. Die vertikale Nut-Feder-Verbindung ergibt ihre Luftdichtheit, sodass keine zusätzlichen Folien benötigt werden. Genau bemessene Freiräume ermöglichen gleichzeitig die Maß- und Formstabilität der Elemente auch bei Veränderungen der Feuchtigkeit. Diese schlaue Bauweise kommt vor allem im ökologischen Massivholzbau zum Einsatz. Dabei verwendet Holzius ausschließlich Hölzer aus dem Alpenraum; auf Wunsch wird auch Mondphasen geschlägertes Holz angeboten.

Das Massivholzhaus aus leim- und metallfreien, also naturverbundenen Holzelementen überträgt seine natürlichen Eigenschaften auf ein rundum behagliches und wirklich wohngesundes Zuhause. Und wie so oft im Leben zeigt sich auch bei diesem einzigartigen Funktionsprinzip, dass die besten Lösungen oft die einfachsten sind. Die Freiheit der Gestaltung und die garantierte Beständigkeit der holzius Vollholzhäuser ist dieser kleinen genialen Idee zu verdanken. Dabei werden uralte handwerkliche Techniken neu kombiniert: Eine Gratleiste mit Kanten in Schwalbenschwanzform ist der Kern der patentierten holzius Bauart. Dadurch ist leim- und metallfreies Bauen in garantierter Formstabilität und dauerhafter Luftdichtheit möglich. Das gilt ebenso für Decken- und Dachelemente, also für alle Bauteile eines holzius Vollholzhauses. Der Baum nimmt sich viele Jahre Zeit, er sucht sich seinen ganz eigenen Weg nach oben, wächst langsam und beständig in die Höhe. holzius belässt diese natürliche Ordnung und verbaut das Holz in seiner ursprünglichen Wuchsrichtung.

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AUSSEN TRIFFT INNEN Genauso wie im Außenbereich dominiert beim Blaslahof auch im Inneren der Werkstoff Holz. Doch anderes als die Außenwände – die in Lärche gehalten sind - wurden die Wände innen nicht verkleidet, die tragende Struktur aus heimischem Fichtenholz wurde gänzlich auf Sicht belassen. Genau so, wie man früher schon ein Holzhaus gebaut hat. Passend wurde dazu die Inneneinrichtung angefertigt, nämlich teilweise in Lärche, teilweise in Zirbe, alles „roh und gebürstet“, wie Iris Steger verrät. Gebürstet wurde das Holz deshalb, damit es keine Splitter gibt. „Auch hier war uns wichtig, dass das Holz möglichst unbehandelt in Einsatz kam. Es durften ruhig Unebenheiten, Farbabweichungen oder kleine Fehler, wie herausgebrochene Äste oder dergleichen, vorkommen. Das macht das ganze schließlich authentisch und echt“, so die zufriedenen Hausbesitzer. Die Devise war: Keine Sperrholzplatten, kein unnötiges Schnick-Schnack, nur Möbel aus Vollholz, geradlinig, einfach, edel. Umgesetzt haben den

Blaslahof der Generalunternehmer HOKU zusammen mit mehreren hochqualifizierten einheimischen Firmen, die mit Präzision, ihrem Wissen und Können ein ganz besonders Bauprojekt verwirklicht haben; damit die Gäste des durch und durch gelungenen Blaslahofes nicht nur anreisen und ankommen, sondern sich dort wie zuhause fühlen können. (SH)

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Gesundes Wohnklima Die eigenen vier Wände sollen in erster Linie ein Ort der Entspannung und des Wohlfühlens sein – und das möglichst ein Leben lang.

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a stellt sich gleich als erste Frage: Neubau, Umbau oder Renovierung? Ob neu bauen, umbauen oder renovieren, hängt zunächst von den gegebenen Voraussetzungen und den persönlichen Vorlieben des Bauherrn ab. Gehört dieser zu jenen Menschen, die ihr Haus gerne vollständig nach ihren Vorstellungen planen und auf ihre Bedürfnisse zuschneiden lassen möchten, wird ihn der Bau eines neuen

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Hauses wahrscheinlich glücklicher machen als der Kauf und die Sanierung oder Renovierung eines Altbaus. Wer eine moderne Architektursprache bevorzugt, wird ohnehin zum Neubau tendieren, außer jemand liebt es, den Charme eines Altbaus mit moderner Architektur zu verbinden. Beispiele solch gelungener Altbausanierungen mit modernem Charakter finden sich im ganzen Land und sind teilweise Vorzeigeprojekte weit

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über die Grenzen hinaus. Dabei wird beispielsweise Holz mit trendigem Edelstahl kombiniert, viel mit Glas mit gut durchdachten Spenglerarbeiten eingesetzt und jedem Komfort sein Plätzchen eingeräumt: Barrierefreies Wohnen, der Einbau eines praktischen Aufzugs, einer Heimsauna oder eines Fitnessraums beispielsweise – all das ist auch in einem sanierten Altbau möglich! Entscheidet sich ein Bauherr dafür, dass ein Altbau einem neuen Gebäude weichen soll, ist auch dabei einiges zu beachten, denn dieses muss fachmännisch abgebrochen und die Bestandteile zur Wiederverwendung abtransportiert beziehungsweise – bei Nichtverwendung – entsorgt werden. Doch bevor es soweit ist, sind viele Fragen zu klären: So muss zum Beispiel zuerst festgestellt werden, ob das Gebäude geschützt ist. Wenn nicht gilt es abzuklären, wie es mit den unterirdischen oder oberirdischen Versorgungsleitungen steht. Diese sollte nämlich während der Abbrucharbeiten möglichst nicht beschädigt werden. Zudem ist es sinnvoll, sich früh genug Gedanken darüber zu machen, was mit dem Aushubmaterial geschehen soll. Danach gilt es, die wichtigsten Eckpunkte der Baugrube – dies sind die Länge, die Breite sowie die Höhe - mit dem Unternehmen zu klären, das die Aushubarbeiten vornimmt. Die Länge und die Breite sollten am besten jeweils einen Meter der Hausbreite und –länge überschreiten. Die Höhe bzw. Tiefe richtet sich nach der eingeplanten Höhe des Kellers oder der Tiefgarage.

DAS FUNDAMENT Ist die Baugrube ausgehoben, kommt ein wichtiger Schritt auf die Bauherren zu, denn das Fundament muss alle Bauwerkslasten auf den Baugrund übertragen. Bei weiniger tragfähigem Boden wählt man eine

dicke, starke Bodenplatte. Ein solider Untergrund erlaubt sogenannte Streifenfundamente unter den tragenden Wänden; dann braucht die Bodenplatte selbst nur ca. zwölf Zentimeter dick zu sein. Es ist gar nicht ungewöhnlich, ein Einfamilienhaus auf Streifenfundamente zu stellen. Der Vorteil dabei ist, dass im Vergleich mit einer dicken Bodenplatte in aller Regel weniger Beton und Stahlbewehrung eingebaut werden muss. Für die Schalung einer dicken Bodenplatte sind Baudielen, die man solide im Boden verankert, gut geeignet. Übrigens sollte man die Baudielen (bei Streifenfundamenten Kanthölzer) so verlegen, dass sie später als Höhenmaß dienen und der frische Beton darüber abgezogen werden kann. Später können die Baudielen der Bodenplattenschalung übrigens beim Gerüstbau weiterverwendet werden. Sobald die Schalung steht, wird die Folie zur Bauwerksabdichtung ausgerollt. Entsprechend der statischen Berechnungen wird danach die Stahlarmierung eingebaut, bevor der Beton eingegossen wird.

ANSPRECHENDE FASSADE Die Fassade ist das Gesicht des Hauses. Kaum ein anderes Bauelement prägt dessen Charakter so stark wie Tür und Fenster. Als Mund und Augen des Gebäudes wurden sie von Schriftstellern und Künstlern interpretiert, von Bauherrn und Architekten werden vielfältige Anforderungen an sie gestellt: In Form und Material müssen sie zur Architektur des Hauses passen und von bauphysikalischer Sichtweise her soll die bestmögliche Wärmedämmung, Sicherheit, Sonnen- und Schallschutz gewährleistet sein. Angesichts steigender Energiepreise suchen immer mehr Hausbesitzer nach Möglichkeiten Energie einzusparen. In Fenster und Türen liegt dahingehend ein großes Potential. Wer eine Renovierung oder einen

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Hausbau plant, sollte diese deshalb nicht zu wenig berücksichtigen, denn da in den letzten Jahren bei Verglasung und Fensterrahmen der Wärmeschutz enorm verbessert werden konnte, kann man davon ausgehen, dass moderne Fenster die Kälte genauso gut abhalten wie massive Wände und damit helfen, Energie zu sparen. Dies zeigt die Reduzierung des sogenannten U-Wertes (Wärmedurchgangskoeffizient), der beschreibt, wie viel Wärmeenergie durch Außenwand-, Fenster- oder Dachfläche verloren geht. Als Faustregel gilt: Je niedriger dieser Wert, desto besser der Wärmeschutz. Die meisten modernen Fenster aus Holz, Kunststoff oder Aluminium haben einen U-Wert von 1,0. Bei Dreifachverglasungen, wie sie in Passivhäusern Standard sind, kann ein U-Wert von 0,5 erreicht werden. Die Zwischenräume zwischen den Scheiben sind hier nicht mit üblichem Argon, sondern mit teurem Krypton gefüllt. Vor Wärmeverlusten schützen nicht nur Gase in den Scheibenzwischenräumen, sondern auch durchsichtige Spezialbeschichtungen. Beschichtetes Fensterglas der ersten Generation hat aus drei Schichten bestanden, heute wird Wärmeisolierglas mit bis zu zwölf Schichten versehen. Um Energie zu sparen, muss auch die Qualität des Rahmens stimmen; die höchsten Wärmeverluste treten nämlich genau dort auf. Besonders Energie sparend sind Fenster mit speziell gedämmten Rahmen oder Rahmen aus Mehrkammerprofilen. Bei der Wahl des Fensterrahmens gilt: Holz- oder Kunststoffrahmen geben meist weniger Energie nach außen ab als Rahmen aus Metall. Glasteilende Sprossen erhöhen den Wärmeverlust des Fensters. Der U-Wert des Fensterrahmens sollte in jedem Fall ähnliche U-Werte wie das Glas aufweisen, sonst geht am Rahmen nicht nur teure Wärme verloren, es entstehen auch Wärmebrücken. Diese können gefährlich sein, da sich in diesen Fällen die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit niederschlägt. Durch das Kondensat besteht das Risiko,

dass die Wände feucht werden und sich Schimmelpilz bildet. Besonders schwierig wird es bei denkmalgeschützten Häusern mit erhaltenswerten Fenstern, für ausreichenden Wärmeschutz zu sorgen. Eine Möglichkeit, gut erhaltene Rahmen energetisch nachzurüsten, bieten sogenannte Mini-Isolierscheiben. Diese dünnen Scheiben lassen sich problemlos in alte Flügelrahmen einpassen, der einzige Wermutstropfen ist allerdings, dass Mini-Isolierglas nur U-Werte von 1,9 bis 2,2 erreicht.

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as Unternehmen Troger Gerüstbau ist hauptsächlich im Bereich Gerüstbau und –verleih tätig. Von herkömmlichen Fassadengerüsten über Rollgerüste und Schutzgerüste bis hin zu Bühnengerüsten, Modulgerüsten und Treppentürmen kann das gesamte Spektrum an möglichen Gerüstbauarbeiten abgedeckt werden. Das umfangreiche Materiallager ermöglicht zudem die Abwicklung von Projekten jeglicher Größenordnung. Zusätzlich beschäftigt sich die Firma seit langem mit dem Verkauf von hochwertigen Garagentoren sowie Leitern aller Art. Durch die Zusammenarbeit mit zahlreichen unterschiedlichen Lieferanten kann vor allem in punkto Garagentore für jeden Geschmack und Geldbeutel die richtige Lösung angeboten werden. Wer sich ein Bild davon machen will kann dies gerne nach telefonischer Vereinbarung im großzügigen Ausstellungsraum in Lienz, Graf Leonhard Straße, tun. In ruhigem Ambiente haben Kunden hier die Möglichkeit sich persönlich von der Qualität der Produkte zu überzeugen und sich wichtige Unterschiede erklären zu lassen. Die Firma Troger hat Ihr Interesse geweckt und sie wollen vorbei schauen? Vereinbaren Sie am besten einen Termin unter der Telefonnummer 0664 22 88 631. Das Team von Troger Gerüstbau, allen voran Alois und Manuel, freuen sich auf Ihren Besuch und beraten Sie gerne!


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nervt oder uns die Zugluft stört, wird dies besonders deutlich. Daneben sorgen gute Türen auch dafür, dass man Energie spart. Undichte Türen halten die Wärme nicht im Raum, sie verflüchtigt sich und die Heizungsrechnung steigt. Eine der wichtigsten Funktionen der Tür ist aber wohl jene, die Sicherheit gegen unbefugtes Öffnen zu gewährleisten. Die Mehrzahl der Einbrecher gelangt nicht wie vermutet durchs Fenster, sondern durch die Tür in die Wohnung. Türen ohne besondere Sicherungsmerkmale können mit einfachen Tricks in Sekundenschnelle überwunden werden. Etwa acht von zehn Türen werden mit wenig spektakulären Techniken und einfachstem Hebelwerkzeug, wie es in jedem Geschäft zu kaufen ist, aufgebrochen. Dabei gibt die Tür an der jeweils schwächsten Stelle nach. Eine gute Einbruchsicherung hat somit die Aufgabe, möglichst alle Schwachstellen zu verstärken. Ziel ist es, dass die Tür einen gleichmäßigen und angemessen hohen Einbruchwiderstand bietet. Eine ausgeklügelte Sicherheitstechnik ist sinnvoll: Zu empfehlen sind automatisch verriegelnde bzw. selbstverriegelnde Türschlösser und ein Speerbügelschloss. Weitere Sicherheit, zwar nicht gegen ungebetene Eindringlinge, aber gegen die große Verletzungsgefahr an den Türen, bietet der Klemmschutz. Gerade Familien mit Kindern ist es zu empfehlen, ihre Türen damit zu sichern. Der Klemmschutz gewährleistet, dass sich die Kinder an der Tür nicht die Finger oder Arme quetschen. Solche Verletzungen können mitunter recht schwer sein. Die Anbringung eines Klemmschutzes ist meist einfach, ein Bohren oder Schrauben ist dafür nicht notwendig. Häufig wird der Klemmschutz einfach angeklebt.

BRÜCKE NACH DRAUSSEN Die Motive, einen Balkon anzubauen sind so vielfältig wie die mögli-

chen Bauweisen und die verwendbaren Materialien; in jedem Fall wird damit eine Verbindung nach draußen geschaffen. Dort, jedem Wetter trotzend, sind aus Holz, Metall oder Kunststoff gefertigte Balkone eine wahre Augenweide. Vom Fachmann einfach und in allen erdenklichen Variationen herzustellen, lassen diese viel Freiraum für den persönlichen Geschmack und die Vorlieben des Bauherrn. Dabei genießt in puncto Balkon gerade Holz unsere Sympathie, weil es dem Menschen als naturnaher, traditioneller und leicht zu verarbeitender Baustoff vertraut ist. Doch nicht nur das: Bei genauer technischer Planung, fachgerechter Ausführung und richtiger Pflege wird die Konstruktion eines Holzbalkons zudem dem Anspruch einer langen Lebensdauer gerecht. Bei Balkonen handelt es sich um tragende Baukonstruktionen, die nach der Landesbauordnung grundsätzlich genehmigungspflichtig sind, was von vornherein eine baubestimmungsgemäße Konstruktionsplanung erfordert. Weiters muss beachtet werden, dass Geländer und Brüstungen den Bau- und Sicherheitsbestimmungen entsprechen. Durch die besonders exponierte Lage eines Balkons im Außenbereich ist das dort verbaute Holz allen Witterungseinflüssen ausgeliefert. Wie Sonne, Wind und Regen auf das Holz am Balkon wirken, ist den Gesetzen der Physik unterstellt: Das Holz reagiert als hygoskopisch wirkender Baustoff auf seine Umgebungsfeuchte und stellt sich laufend darauf ein. Dabei können Risse entstehen, die Formstabilität kann sinken und je nach Holzart kann es zur Ausscheidung von Harz oder färbenden Kernholzinhaltsstoffen kommen. Das Holz, das in einer ständigen Wechselbeziehung zum Wetter steht, spiegelt dies durch die „Alterung“ seiner Oberfläche wider. Diese witterungsbedingten Reaktionen sind zulässig – oft sogar erwünscht -, solange sie die Tragsicherheit und Gebrauchstauglichkeit nicht beeinflussen. Um unnötige Risse und

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Mittermair Bau Die Firma Mittermair Bau ist ein kleines lokales Unternehmen aus dem Tauferer Ahrntal, welches verschiedenste Arbeiten mit Holz und HPL ausführt und sich seit 2001 auf Balkonbau und Erstellung von Zäunen spezialisiert hat. Eisenkonstruktionen als Befestigungsgrundlage werden gleich mitmontiert damit eine rasche Fertigung garantiert werden kann. Hier erhält man von der professionellen Beratung bis hin zur fertigen Montage alles aus einer Hand. Egal welche Sonderwünsche Sie haben, eine ideale Lösung ist garantiert! 

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Formänderungen durch schnelles Austrocknen zu vermeiden, muss das Holz allerdings bereits beim Verbau schon ausreichend trocken sein.

DAS DACH Egal ob Sattel-, Pult- oder Flachdach, nun kommen die Zimmerleute mit ihrer Erfahrung, Kraft und Vorschlaghammer zum Einsatz. Unabhängig davon, aus welchem Material der Rohbau gefertigt wurde, platzieren die Zimmerleute zuerst die sogenannten Pfetten auf den Betonauflagern. In Bündeln zusammengepackt werden dann die Sparren auf den Mittelpfetten abgelegt, was bedeutet, dass das gesamte Material an Ort und Stelle ist und der eigentliche Aufbau des Daches beginnen kann. Erst wenn Posten, Sparren und die Grundkonstruktion der Gauben aufgerichtet sind, werden die Verbindungen zu den Betonauflagern mit Spezialschrauben hergestellt. Zudem bringen die Handwerker noch Rispenbänder diagonal über den Sparren an. Dann ist es schon soweit, das Richtfest kann gefeiert werden!

DER RAUM IM FREIEN Mit relativ geringem Aufwand kann mithilfe verschiedenster Terrassenüberdachungen zusätzlicher Raum im Eigenheim geschaffen werden. Verschiedenste Modelle, Bauweisen und Materialien bieten unzählige Möglichkeiten, den Wohnraum problemlos nach außen hin zu erweitern und damit ein lauschiges Plätzchen in der Natur zu schaffen. Sie bewahrt nicht nur vor zu viel Sonneneinstrahlung, eine Terrassenüberdachung bietet auch Schutz vor Regen, Hagel oder gar Schnee im Winter. Zum Unterstellen von Gartenmöbeln und anderen Dingen wie Grill oder Kübelpflanzen dient eine Terrassenüberdachung als bestmöglicher Schutz vor direkten Witterungseinflüssen. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt: Diverse Materialen ermöglichen die unterschiedlichsten Formen und Farben, und jeder Geschmack kommt dabei voll

auf seine Kosten. Ob nun für die Terrasse eine Ecklösung oder eben rundlich gestaltete Elemente nötig sind, die große Vielfalt an Konstruktionen machen es zu einem Leichten, seine persönlichen Ideen zu verwirklichen. Eine gut konstruierte Überdachung der Terrasse zum Beispiel aus Glas, Metall oder Holz kann aus der einfachen Terrasse einen wunderschönen Aufenthaltsort machen. Ob aus Stahl, Glas, Aluminium oder Kunststoff – bevor man mit dem Bau beginnt, ist es ratsam, sich während der Planung eines solchen Projektes, vorab Informationen aus dem zuständigen Bauamt einzuholen. Was das Material angeht, gibt es unzählige Möglichkeiten. Die einfachste Art ist ohne Zweifel ein Sonnensegel aus robustem Stoff. Hierfür werden lediglich stabile Haken an Hauswand oder Elementen wie dem Balkongeländer oder ähnlichem befestigt, dann kann das Segel schon aufgespannt werden – und fertig. Bei Markisen gestaltet sich die Montage ein bisschen komplexer. Die Befestigung an der Hauswand sollte stabil verankert sein, denn schließlich hat die Markise ein beträchtliches Gewicht, das beim Ausfahren sozusagen freitragend in der Luft hängt. Diese beiden Varianten sind nun eher als Sonnenschutz geeignet, denn bei allzu starkem Regen, Wind und Schneefall im Winter sind sie nicht bedingungslos wetterfest und damit nicht die optimale Schutzlösung übers ganze Jahr. Für eine optimale Sommer- und Winterlösung gleichzeitig eignen sich vor allem feststehende Glas-, Aluminium- oder Holzkonstruktionen hervorragend. Die reine Holzüberdachung gilt als die natürlichste Lösung und kann von oben, aber auch seitlich mit Holzlatten, Well- oder Lochblech als Sichtschutz oder auch diversen Glasarten wind- und wetterfest gemacht werden. Wer Natürlichkeit schätzt, bepflanzt sein Holzgerüst einfach mit Ranken oder Reben und lässt es zuwachsen. Auch damit ist Sicht- und leichter Windschutz geboten. Besonders modern und schön sind auch Alugerüste mit Echt- oder auch Plexiverglasung; sie kommen einem Wintergarten

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eit über 20 Jahren ist die Firma DeBoWa Kg mit der Verlegung von Kunstharzbeschichtungen und Spanndecken tätig. Neben den speziellen Beschichtungen für alle Innenräume sowie Balkone Terrassen und Außentreppen, mit Natursteinteppich sind sie auch ein zuverlässiger Partner für alle Beschichtungen im Industriebereich (Bäckerei, Gastroküche, Schlachtbetriebe, Mettalverarbeitungsbetriebe u.s.w.). Nach einer längeren Entwicklung und Testphase ist es der Firma

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optisch am nächsten. Zusätzlich erweist sich Aluminium als recht pflegeleicht, denn die witterungsbeständigen Beschichtungen, die vom Hersteller aus schon an der Oberfläche angebracht sind, haben mehrjährige Lebensgarantie und müssen kaum gereinigt werden. Glas- oder Blechverkleidungen sind ebenfalls witterungsbeständig und leicht zu reinigen. Aber egal für welche Konstruktion und welche Materialien man sich entscheidet, bei allen umschließenden Terras-

senüberdachungen ist sorgfältig darauf zu achten, dass auch an eine Dachentwässerung gedacht wird.

WOHNKLIMA Ein gesundes Wohnklima ist entscheidend, das sowohl von der richtigen Temperatur als auch von der optimalen Luftfeuchtigkeit und den verwendeten Baumaterialien abhängt. Wenn jetzt im Winter die Heizungen

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sonderthema

auf Hochtouren laufen, ist ein Blick aufs Innenthermometer ratsam: In Räumen, in denen man sich tagsüber aufhält, sollte die Temperatur zwischen 20 bis 23 Grad Celsius liegen. Und auch die Luftfeuchtigkeit ist wichtig. Weder zu hoch noch zu niedrig sollte sie sein, damit Wohlbefinden und Gesundheit keinen Schaden nehmen. Für die nötige Frischluftzuführ sorgt regelmäßiges, kurzes Stoßlüften. Dabei gehört die Stoßlüftung als Patentrezept für ein frisches, gesundes Wohnklima jedoch schon fast der Vergangenheit an. Dank moderner technischer Systeme, durch die der Luftaustausch in Gebäuden automatisch, permanent und obendrein mit geringstem Wärmeverlust von statten geht, könnte die alte Methode der weit geöffneten Fenster bereits in naher Zukunft ausgedient haben. Qualitativ hochwertige Fenster und moderne Gebäudehüllen sind mittlerweile extrem gut gedämmt und damit besonderes energieeffizient. Jedoch besteht darin auch die Gefahr, dass durch die Superdämmung eher Feuchtigkeitsschäden auftreten könnten, wenn nicht ausreichend gelüftet wird. In modernen Gebäuden erfolgt diese Lüftung auch deshalb und vor allem der Gesundheit wegen durch gut ausgefeilte technische Systeme mit geringem Wärmeverlust. Diese garantieren einen automatischen, permanenten Luftaustausch. Dabei ist das Prinzip der modernen Lüftungssysteme relativ simpel: Verbrauchte Luft und darin enthaltene Feuchtigkeit werden mit einem Ventilator aus Küche, WC und Bad abtransportiert, durch die Außenwanddurchlässe strömt frische Luft nach. Allgemein unterscheidet man zwischen einfachen Abluftanlagen, zentralen Lüftungsanlagen und dezentralen Lüftungsgeräten.

VERSCHIEDENE LÜFTUNGSSYSTEME

Bei den einfachen Abluftanlagen saugt ein Ventilator die Luft aus den stark belasteten Bereichen wie Küche und Bad ab und bläst diese über einen Kanal nach draußen. Da Luft abgesaugt wird, muss Außenluft in die Wohnung nachströmen, wofür die Außenluftdurchlässe zuständig sind. Diese sind meist in Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer eingebaut und ihre Größe wird stimmig auf die jeweilige Wohnung „zugeschnitten“. Bei den zentralen Lüftungsanlagen wird wiederum die Raumluft mittels eines Ventilators abgesaugt, jedoch wird die Außenluft mit einem zweiten Ventilator über Luftkanäle ins Gebäudeinnere geleitet. Diese Zuluft wird zuerst in die eigentlichen Aufenthaltsräume, also Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer geleitet, von dort gelangt sie dann über den Flur in die sogenannten Ablufträume. Zudem bieten fast alle Zu- und Abluftanlagen auch Wärmerückgewinnung. Das bedeutet, dass die kalte Außenluft bereits durch die Abluft erwärmt wird, ohne jedoch Gerüche oder Feuchtigkeit aufzunehmen. Besonders effiziente Anlagen werden ihrem Ruf gerecht, die Zuluft beinahe so warm wie die Raumtemperatur in die Räume zu blasen. Somit können kalte Zugluft vermieden und hohe Heizkosten gespart werden. Gleich in mehreren Stufen kann die Lüftung eingestellt werden, wobei sich eine permanente Grundlüftung empfiehlt. Bei den zentralen Lüftungsanlagen ist es einfacher, die Zuluft zu filtern als zum Beispiel bei den Abluftanlagen. So können auch Pollenfilter für Allergiker besonders wertvolle Dienste leisten. Einzelne Räume hingegen kann man mit dezentralen Lüftungsgeräten belüften. Diese werden an der Außenwand im Bereich einer Fensterbank oder eines Fensters montiert, oder aber sie werden mit dem Heizkörper kombiniert und unter dem Fenster angebracht. Hier handelt es sich meistens um Zu- und Abluftgeräte, bei denen die Wärmerückgewinnung üblich ist.

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Neue Unternehmensführung Generationswechsel wird eingeleitet – Stabübergabe

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ie Firma Rollmark wurde 1978 gegründet und entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem stattlichen Unternehmen, welches die Beratung und den Verkauf sowie die Montage von Sonnenschutzprodukten vornimmt. Der Betrieb beschäftigt motivierte und geschulte Mitarbeiter mit teils jahrelanger Erfahrung. Der Kunde steht bei uns stets im Mittelpunkt. Dies zeigt sich durch innovative Produkte und prompte Lieferung unserer Produkte und Dienstleistungen. Seit Anfang an haben Flora und Wilfried

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Untergassmair die Firma geleitet und es immer verstanden den Markt mit neuen und innovativen Produkten im Bereich Beschattung zu bedienen. Die Zeit hat es nun mit sich gebracht, dass der Neffe, Andreas Untergassmair, die Geschäftsleitung der Rollmark GmbH übernimmt und die Firma gemeinsam mit den erfahrenen und langjährigen Mitarbeitern weiterführen wird.


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Der Wirkungsgrad ist bei den dezentralen Lüftungsgeräten jedoch im Allgemeinen niedriger als bei zentralen Lüftungsanlagen. Dennoch ist auch hier die Lüftung in mehreren Stufen regelbar und lässt sich somit optimal an die Raumnutzung anpassen.

GUTE WAHL DER MATERIALIEN UND WANDFARBEN Nicht zuletzt ist auch die Auswahl der Materialien im Inneren der

Gebäude entscheidend für den Wohlfühl-Faktor in den eigenen vier Wänden. Wenn man von gesundem Bauen und Wohnen spricht, kommt man nicht umhin, ein Loblied auf einen altbewährten Baustoff zu singen: Unbehandeltes Holz wirkt keimtötend, ist antistatisch und garantiert ein gesundes Raumklima. Aufgrund dieser Eigenschaften ist und bleibt Holz ein idealer Baustoff, der sich auch besonders gut für Böden und Inneneinrichtung eignet. Ein Holzboden wirkt sich

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nser Unternehmen blickt auf eine über 40 Jährige Berufserfahrung zurück, steht für innovative Ideen und verfügt über fundierte Kenntnisse in der Bodenlegerbranche. Unsere besondere Kompetenz liegt im Bereich Lieferung und Verlegung von Bodenbelägen für den privaten, wie geschäftlichen Bereich. Wir bieten eine ausführliche und kostenlose Beratung unserer Kunden vor

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beispielsweise anders auf das fragile Gleichgewicht des Raumklimas aus als ein Fliesen- oder Laminatboden. Allgemein können können Vollholzböden, Korkbelag, Linoleum, Fliesen, Natursteine und Teppiche aus natürlichen Materialien als gesunde Bodenbeläge genannt werden. Am Schlafplatz, an dem besonders viel Zeit verbracht wird, sollte nach Möglichkeit kaum Metall verwendet werden, da Metall sozusagen leitet und eine Antennenwirkung hat, wodurch es vorhandene Störfelder verstärken könnte. Weitere Materialien, die sich im Wohnbereich bewährt haben und deshalb viel Tradition aufweisen können, sind Kalk und Lehm. Kalk- und Lehmputzsysteme werden bereits seit Jahrhunderten in den unterschiedlichsten Wohn- und Nutzräumen aufgetragen. Heute schätzt man den Kalkputz besonders auch deswegen, da er im Vergleich zum weit verbreiteten Gipsputz aufgrund seiner hohen Alkalität äußerst resistent gegen Umwelteinflüsse, Chemikalien und Pilze ist und nebenbei bestes Raumklima schafft. Sehr gut eignet er sich daher auch zur Sanierung von Räumen mit Schimmelpilzbefall. Lehmputz hingegen hat andere hervorragende Eigenschaften: Er verhindert elektrostatische Aufladung. Werden Farben aufgetragen, sollte man darauf achten, möglichst natürliche Farben ohne Kunststoffanteile zu verwenden. Diese ermöglichen eine offenporige Wandstruktur, die wiederum eine wichtige Voraussetzung für ein gutes Raumklima ist. Aber auch die Farben, in denen die Wände gestrichen werden, und die Art, wie die Wohnräume eingerichtet sind, haben Einfluss auf das Wohlbefinden der Bewohner. Wer seine Wände streicht, sollte auf gesundheitlich unbedenkliche Farben setzen und die psychologische Wirkung der Farben bedenken. Hierbei können Profis optimal behilflich sein.

HOHE LUFTQUALITÄT, WENIG ELEKTROSMOG Durchschnittlich verbringen die meisten Menschen über 20 Stunden täglich in Innenräumen. Wie Wohnräume gebaut und gestaltet sind, nimmt daher maßgeblich Einfluss auf die Gesundheit des Menschen. Zur Reduzierung des weit verbreiteten Phänomens Elektrosmog sollten im Umkreis von wenigstens zwei Meter zum Schlafplatz keine elektrischen Geräte, wie zum Beispiel Handy, Heizkissen, Wecker mit Stromanschluss, Fernseher usw. aufgestellt werden. Sehr zu empfehlen ist vor allem auch die Installation einer Netzfreischaltung für die Schlafräume. Neben Elektrosmog kann auch schlechte Luftqualität sowohl mit kurz- als auch mit langfristigen gesundheitlichen Problemen in Verbindung gebracht werden. Zu den häufigsten Quellen der Raumluftbelastung zählen vor allem gewissen Baumaterialien, verschiedene Raumfarben, diverse Lufterfrischer, aber auch die Inneneinrichtung selbst, wie zum Beispiel bestimmte Möbel, Teppich- und Panelböden können sich negativ auf die Raumluft auswirken. Zudem können auch bestimmte Reinigungsmittel oder Feinstaub zu massiver Luftverunreinigung führen, weshalb auch diesbezüglich die primären Quellen der schlechten Luft beseitigt werden sollten. Allgemein gibt es neben technischen Errungenschaften wie die automatische Raumbelüftung auch eine Menge einfacher Dinge, die man selbst tun kann, um die eigene Gesundheit und die der Familie zu schützen: häufiges Lüften, das Halten von Zimmerpflanzen, das Einstellen des Rauchens, der Wechsel zu ungiftigen Reinigungsmitteln, die Vermeidung von Lacken, Klebstoffen, Lösungsmitteln und anderen Chemikalien – all das trägt zu einer gesünderen Raumluft wesentlich bei. (SH) 

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Auch 2019 viele Förderungen Auch im Jahre 2019 gibt es wiederum zahlreiche Förderungen, vor allem seitens des Landes Südtirol. Es macht sich bezahlt, sich rechtzeitig über die verschiedenen Möglichkeiten ein Bild zu machen.

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ich im „Förder-Dschungel“ zu Recht zu finden und die einem zustehenden größtmöglichen Vorteile zu nutzen, ist freilich nicht immer einfach. Die verschiedenen Möglichkeiten lassen sich laut Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) in diverse Kategorien unterteilen und zwar in die Landesförderungen für Energiesparmaßnahmen und den Einsatz erneuerbarer Energiequellen, die Landesförderungen für den Bau, Sanierung oder Kauf von Erstwohnungen (Wohnbauförderung), die Vorfinanzierung der steuerlichen Begünstigungen durch das Land, Steuerabzüge (50 Prozent, 36 Prozent) für Gebäudesanierungen, Steuerabzüge (65 Prozent, 75 Prozent) für energetische Sanierungsarbeiten sowie die staatliche Förderung in Sachen Wärmekonto, das sogenannte „Conto termico“. Dabei müssen jedoch stets auch einige Kriterien erfüllt sein. Um in den Genuss der hierzulande besonders beliebten Wohnbauförderung zu kommen, müssen etwa Voraussetzungen wie Ansässigkeit in der Provinz, Alter, Arbeitsnachweis, Lebensminimum, kein Besitz, usw. erfüllt werden. Die Höhe und Art der Förderung (zinsloses Darlehen oder fixer Betrag) werden in Form eines Punktesystems aufgeschlüsselt. „Für die Punkteermittlung sind verschiedene Kriterien ausschlaggebend, wie z.B.: wirtschaftliche Verhältnisse der Familie, Anzahl der Familienmitglieder, Dauer der Ansässigkeit, Gründung einer neuen Familie“, erklärt die VZS. Beliebt ist bei heimischen Häuslebauern auch die Gebäudesanierung.

Für außerordentliche Instandhaltungs- und Sanierungsarbeiten von Wohnungen und Wohngebäuden kann ein Teil der Ausgaben von der Einkommenssteuer (IRPEF) abgezogen werden. „Im Jahr 2019 können 50 Prozent der Ausgaben (Zahlung innerhalb 31.12.2019) bis zu einem Betrag von 96.000 Euro (Steuerabzug 50 Prozent also abschreibbarer Höchstbetrag 48.000) pro Wohneinheit und Baumaßnahme zu 10 gleichen Jahresraten von der Einkommenssteuer abgezogen werden“, berichtet die Verbraucherzentrale. Bei energetischen Sanierungen können gar 65 bis 75 Prozent an Steuerabzügen in Anspruch genommen werden. Seit Jahresbeginn ist es zudem wieder möglich, um einen Beitrag für Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden und die Nutzung erneuerbarer Energiequellen anzusuchen, wie die VZS vor einer Woche in einem Ausschreiben mitteilt. Die dafür erforderlichen Formblätter sind online auf der Webseite des Amtes für Energieeinsparung erhältlich (https://umwelt.provinz.bz.it/dienstleistungen). „Die Gesuche müssen innerhalb 31. Mai eingereicht werden. Sie werden chronologisch nach Eingang genehmigt, bis die verfügbaren Mittel erschöpft sind. Wer sicherstellen möchte, in den Genuss des Landesbeitrages zu kommen, sollte somit keine Zeit verstreichen lassen“, heißt es in der VZS-Aussendung. (RED)

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30-jähriges Firmenjubiläum Die Firma Hopfgartner Johann GmbH

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m Jahr 1989 wurde die Firma von Hopfgartner Johann gegründet. Damals startete das Unternehmen mit 2 Mitarbeitern. Man spezialisierte sich in den Bereichen Verputz- und Maurerarbeiten, Unterböden sowie Vollwärmeschutz. 2008 wurde die Tätigkeit erweitert, seitdem führen wir zudem Gips- und Malerarbeiten sowie Dekorationen und Schriften aus. Heute, nach 30 Jahren, präsentiert sich die Firma Hopfgartner Johann GmbH als aufstrebendes Unternehmen mit 35 qualifizierten Mitarbeitern und ist stets mit den neuesten Produkten und Technologien vertraut. 2019 steht eine Erweiterung unseres Betriebes auf dem Programm, in dem wir unser Büro und die Lagerhalle in der Industriezone von Pfalzen vergrößern. Vielseitigkeit, Kompetenz und Pünktlichkeit zeichnen uns aus.

VERPUTZARBEITEN Ob es sich um Kalk/Zement-Putze für Wohn- oder Feuchträume handelt - wir haben für jeden Bedarf das richtige Putzsystem zur Auswahl. Beim Verputzen Ihrer Fassade mit den neuesten Techniken und Materialien stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Information zur Seite.

MAURERARBEITEN UND ALTHAUSSANIERUNG Heute werden immer öfter Altbauwohnungen saniert bzw. an die heutigen Ansprüche und Vorzüge angepasst. Umbauten und Sanierungen der bestehenden Wohnungen erledigen wir für Sie! Abtragen und Neuerrichtung der 32 Innenmauern, Ausspitzen der Unterböden, sowie Ausspitzen der Fenster

ENERGETISCHE SANIERUNGEN Wärmedämmverbund-Systeme reduzieren die Heizkosten. Bei Renovierungsarbeiten sind sie ein „Muss“. Bei den verschiedenen Produkten (Polystyrol, (0,031/0,035/0,038), Mineralwolle und Mineralschaumplatten in den verschiedenen Stärken) beraten wir Sie gerne.

GIPSARBEITEN Alle beim Trockenbau verwendeten Materialien können ohne großen Zeitaufwand verarbeitet werden: unebene Wände werden begradigt, elektrische Leitungen verschwinden elegant im Hintergrund, Brand- und Schallschutz können optimiert werden. Schnelle, flexible Lösungen beim Renovieren und Bauen sind unkompliziert und schnell verwirklichbar.

MALERARBEITEN Unser Angebot reicht von allgemeinen Arbeiten wie Neuanstrichen und Ausbesserungsarbeiten bis hin zur kompletten Neugestaltung der Räumlichkeiten und Fassaden. Wir sind mit den neuesten innovativen Materialien und Techniken vertraut. Wir beraten Sie gerne und erfüllen Ihnen jeden Farbwunsch, ob innen oder außen.

DEKORATIONEN UND SCHRIFTEN Bei der Beratung und fachgerechte Ausführung der Farbgestaltungen und verschiedenen Maltechniken nach Ihren individuellen Wünschen


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Wohnanlage Living – Stegen.

Haus Thomas - St. Vigil.

Haus Marian – St. Sigmund.

Hotel Christof - Welsberg.

stehen wir Ihnen gerne zur Seite: • Stucco veneziano • Terrastone • Lasurtechniken • Verschiedene Spachteltechniken

• Fassadengerüste • Rollgerüste • Hebebühnen

AUSSENGESTALTUNG

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Wir verlegen Ihnen Pflastersteine individuell auf Ihre Wünsche zugeschnitten. Grundstücksgrenzmauern und Kanetten, Garageneinfahrten und Terrassen errichten oder renovieren wir gerne für Sie.  

GERÜSTE UND HEBEBÜHNEN Für die verschiedenen Arbeiten sind wir bestens gerüstet. Wir verfügen über

Wir sind auch als Bauträger tätig. Wir haben schon mehrere Bauprojekte realisiert: • Wohnhaus Hansen Olang • Wohnhaus Marco Polo Stegen • Haus Marian mit 13 Wohneinheiten in St. Sigmund wird heuer im Frühjahr fertiggestellt. Qualität und sauberes Arbeiten sind uns besonders wichtig! Wir sichern eine termingerechte und fachgerechte Ausführung der Arbeiten zu.

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22. - 23.02.2019

pop.konzert 5.0 Musikerlebnis in den Pfarrkirchen Pfalzen und Steinhaus Es ist soweit! Die fünfte Auflage eines besonderen Konzertes im Pustertal findet statt: Das „pop.konzert 5.0“ Das Konzert ist eingebettet in Musik, Bilder, Tanz, Licht und besinnlichen Texten und steht heuer unter dem Titel „jahres.zeiten“. Dabei dreht sich alles rund um das Abenteuer Leben inmitten unserer faszinierenden Natur. Eine musikalische Reise, die uns wachsen lässt und Energie schenkt. Das abwechslungsreiche Programm mit aktuellen deutschen Popliedern ladet zu einem Musikerlebnis voller Höhen und Tiefen, Gefühle und Faszination ein. Angefangen bei Liedern von Hubert von Goisern, Gregor Meyle,

Peter Maffay, Rosenstolz und vielen mehr. Beim Konzert beteiligen sich rund 100 Jugendliche aus dem Pustertal im Chor, als Solisten, in der Band, als Tänzer, als Leser, bei der Technik und bei der Mitarbeit. Organisiert wird das Konzert vom Jugenddienst Dekanat Bruneck und dem Jugenddienst Dekanat Taufers in Kooperation mit den Pfarreien Pfalzen und Steinhaus, der Jugendgruppe Mallsemms sowie örtlichen Jugendvereinen. Wann & Wo: Fr. 22. Februar Pfarrkirche Pfalzen & Sa. 23. Februar Pfarrkirche Steinhaus. Beginn um 19 Uhr. Infos unter: Jugenddienst Dekanat Bruneck Tel.: 0474 410 242 www.vollleben.it

Sommer 2019

my.summer 2019 Erlebniswochen. Almwochen. Reisen. Tagesfahrten. für Kinder & Jugendliche Sommerzeit - eine Zeit zum Erleben, Lachen und Genießen. Der Jugenddienst Dekanat Bruneck organisiert in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Bruneck, Olang, Percha, Pfalzen und Terenten ein vielfältiges Sommerprogramm für Kinder und Jugendliche. Angefangen bei den Erlebniswochen bis hin zu den Almwochen, Reisen und Tagefahrten. Nähere Informationen zum Sommerprogramm gibt es im Jugenddienst Dekanat Bruneck. Die Sommerbroschüre mit den Details zu den Wochen kann auf der Homepage des Jugenddienstes www.vollleben.it heruntergeladen werden. 34

Infos unter: 0474 410 242 | www.vollleben.it


23.02.2019

Winter Highland Games Es ist wieder soweit! Die 3. Südtiroler Winter Highland Games stehen auf dem Programm. Neben den bekannten Südtiroler Highland Games im Sommer garantiert diese Winter-Edition einen unvergesslichen Tag im Schnee. Rund um die wunderschöne Oberhauserhütte werden mutige Highlander (egal ob Männlein oder Weiblein) auf 7 Punkten an verschiedenen Disziplinen ihre Kräfte messen, wie zum Beispiel beim Axtwerfen, Fassdaubenrennen oder Baumstammwerfen. Egal ob als Einzelteilnehmer oder 4er-Clan: der Verein der Südtiroler Highlander freut sich auf jeden Besucher und Teilnehmer! Jetzt einfach Anmelden!

Wann & Wo: Samstag, 23. Februar 2019 ab 9:30 Uhr auf der Rodenecker-Lüsner-Alm rund um die Oberhauserhütte Anmeldung unter: Direkt beim Tourismusverein Rodeneck | info@rodeneck.com Infos unter: www.highlandgames.it

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kultur

Etwas vom früheren Leben im Ahrntal

INDOS GSCHLÖSS UND AUSSOS GSCHLÖSS Es ist noch gar nicht so lange her, dass man bei uns hier der Meinung war, wirklich leben ließe es sich nur im Tale und außerhalb sei es gefährlich und die Welt böse. Die Grenze zur Welt war Schloss Taufers, das ja noch heute von seiner strategischen Konzeption her wie ein Riegel wirkt, den man knacken muss, wenn man von draußen kommt und „indos Gschlöss“ ins gelobte Land dahinter will. Und wer drinnen war, der sollte es früher möglichst vermeiden, „außos Gschlöss“ zu müssen, denn dort war er seines Lebens und noch viel mehr seiner Seele nicht mehr sicher. Es war zu Ende der 40er-Jahre des letzten Jahrhunderts, als eine Nachbarin im Sterben lag und vier minderjährige Kinder zu Waisen wurden. Es war ihr letzter Wunsch, die beiden Töchter sollten ja nie „außos Gschlöss“ kommen, ihres Seelenheils wegen, obwohl sie wusste, was ihnen blühte, wenn sie blieben, wo sie waren. Elternlose Kinder von Kleinhäuslern wurden damals noch „ausgibettlt“, wie man das hier im Ahrntal nannte, wenn sie zu Bauernfamilien kamen und sich dort in die untersten Ränge der Dienstbotenskala einreihten als Stallbuben oder Hirten, als „Kinddirnen“ oder einfach als „Gietschn“, die für fast alles zuständig waren im Haus und auf dem Felde. Für kaum jemanden war das Leben früher härter als für die zahlreichen Dienstboten. Und es betraf wirklich viele. Man schätzt, dass um 1900 ca. 20 Prozent der Pustertaler Bevölkerung in einem 36 Dienstbotenverhältnis waren. Der

Dienstbote verlor einen Teil seiner Selbständigkeit. Er unterstand der Gewalt des Bauern, seines Dienstherrn. Der schrieb ihm nicht nur vor, was und wie er zu arbeiten hatte, sondern auch, wie die Freizeit zu verbringen und wie oft er in die Kirche zu gehen hatte. Es gibt genügend Dienstbotenordnungen, die bestätigen, dass es dem Dienstherrn erlaubt war, die Dienstboten zu schlagen. Als Anlass genügte es, wenn der Hütbub das Vieh nicht heim brachte oder wenn Kühe in ein Feld einbrachen.

VIEL ARBEIT – WENIG LOHN Früher hing der soziale Rang einer Person vom Besitz ab, über den sie verfügte. Wer etwas gelten wollte, musste zumindest „eigenen Rauch aufsteigen“ lassen, das heißt ein Haus besitzen. Die Dienstboten waren auf Grund ihres Einkommens nicht in der Lage, ein Haus zu erwerben oder zu bauen, deswegen standen sie in der dörflichen Hierarchie noch unterhalb der Söllhäusler oder Keuschner, wie die Schicht genannt wurde, die zwar ein Haus hatte, aber keine Baurschaft, von der sie leben konnte. Die Häusler waren beruflich häufig den Taglöhnern oder Handwerkern zuzurechnen. Im Ahrntal wurde diese Personengruppe recht abfällig als Hittna bezeichnet. Der wahre Grund dafür, dass früher diejenigen, die einmal unten waren, für immer dort festklebten, waren die niedrigen Löhne, welche die Landwirtschaft zahlte. Der Jahreslohn eines Knechtes entsprach im 15. und im 16. Jahrhundert in etwa dem Monatslohn eines Prettauer Bergknappen. Daran hat sich in den Jahrhunderten danach kaum etwas geändert. Um 1778 zahlte ein Bauer in St. Lorenzen seinem Großknecht 12 Gulden Jahreslohn und das Gewand und den anderen Dienstboten entsprechend weniger. Dieser Bauer gab in dem besagten

Viel harte Arbeit erduldeten die Familien damals, umso mehr schätzte man ein gutes Essen. Hier eine Bauernfamilie beim Essen.

Reimmichls Volkskalender

E

s genügt aber, den Vorhang ein bisschen wegzuziehen, der unsere Vergangenheit verdeckt, und schon scheint ein Leben durch, das so schön gar nicht war.

Quelle: Bergbauernbuch, Wopfner Hermann.

TEIL 1 – Es ist nicht nur eine Ahrntaler Besonderheit, dass das, was früher war, als ideal und zumindest als weitaus besser gesehen wird als das, was heute ist.

Schloss Taufers gegen die Berge, das Gschlöss.

Jahr für alle Dienstboten zusammen 36 Gulden an Lohn aus. Als er zwölf Ochsen verkaufte, bekam er dafür 1300 Gulden. Daraus lässt sich errechnen, dass er mit einem Ochsendrittel alle Jahreslöhne der Dienstboten zahlte. Besonders niedrige Löhne wurden dann noch einmal in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts gezahlt. Eine Magd verdiente damals zwischen

300 und 500 Lire pro Jahr. Wenn sie sich eine einfache handgetriebene Nähmaschine kaufte, ging ein Jahreslohn drauf. Die Löhne der Knechte betrugen damals zwischen 600 und 1000 Lire, je nach Größe des Bauernhofes. Der Wert einer schönen Kuh lag bei 1000 Lire. Um einen Kilogramm Butter zu verdienen, musste ein Knecht eine Woche lang arbeiten. (RT)


Quelle: TourismusvereinSexten-SummererAnnemarie

sport

Die schnellsten Pfoten im Pustertal Vom 4. bis 9. Februar war es wieder soweit: die Schlittenhund-Szene traf sich zum alljährlichen AlpenTrail-Schlittenhunderennen in Prags und Sexten.

N

icht sehr oft sieht man hier bei uns einen Hundeschlitten im vollen Sprint vorbeilaufen. Umso interessanter sich das einmal anzusehen nämlich beim alljährlichen AlpenTrail.

GESCHICHTE DES ALPENTRAIL Lange bevor das AlpenTrail entstand, war das Alpirod – ein 1000-km-Rennen durch die vier Alpenländer Italien, Deutschland, Österreich und Frankreich – eines der richtungsweisendsten und bedeutendsten Etappenrennen im Schlittenhundesport. Die hohen Organisationskosten und immer seltenere Schneefälle machten die Fortführung des Rennens allerdings immer schwieriger. In den frühen 1990ern kürzte man die Gesamtstrecke des Etappenrennens auf 700 Kilometer, 1994 waren es nur noch 500 Kilometer. Ein Jahr darauf wurde das Rennen komplett eingestellt.

Einige der Mitorganisatoren wollten gen die Teams an den Start und die Idee eines Alpen-Schlittenhun- meisterten auf vier Rennetappen derennens aber nicht so einfach die insgesamt 116 Kilometer lange aufgeben. Nur kurze Zeit später Strecke. Teilnehmer mit zwei und kam es zur Gründung eines Nach- vier Pfoten aus Italien, Deutschland, folgerennens: das AlpenTrail. Dieses der Schweiz und Norwegen kämpfEtappenrennen wird mittlerweile ten in den Puschtra Gemeinden seit über 20 Jahren veranstaltet Prags und Sexten um jeden Meter. und ist in der mitteleuropäischen Am Ende gewannen Tom Andres aus Schlittenhund-Szene vor allem für seine anspruchsvolle Strecke in präsentieren: mitten der wunderschönen Alpenkulisse bekannt. Aber nicht nur, denn auch die Kameradschaft wird beim AlpenTrail groß geschrieben. Eine Tradition, die sich bis heute gehalten hat.

Touarus:2019

Highlights

ALPENTRAIL 2019

ver, , Saturday Night Fe Greatest Showman e Dame und Glöckner von Notr viele mehr …

Wie könnte man den Februar besser beginnen, als mit einem Schlittenhunderennen? Das dachten sich auch die 22 Teilnehmer des diesjährigen Etappenrennens AlpenTrail. In insgesamt drei Kategorien (6-Hunde, 8-Hunde, Skijöring) gin-

Wussten Sie, dass…? …Schlittenhunde mit einer Geschwindigkeit von 30 km/h über mehr als 40 km lange Strecken laufen können? Im Vergleich: der schnellste Marathonläufer kam mit einer Zeit von 02:01:39 h ins Ziel. Ein Schlittenhund würde dieselbe Distanz in 01:24:39 h schaffen. …der Lenker des Schlittens in der Fachsprache Musher genannt wird? …das Schlittenhundegespann, oder Team, aus zwei bis zwölf Hunden bestehen kann? …der bis heute berühmteste Schlittenhund ein Siberian Huskey namens Balto war? 1925 führte er sein Team durch Schneestürme und Temperaturen von -31°C, um überlebenswichtige Medizin in das indianische Dorf Nome zu bringen. Heute noch kann man im Central Park von New York die Statue von Balto bewundern.

Deutschland im 8-Hunde Bewerb, Hans und Maren Lindahl aus Norwegen im 6-Hunde Bewerb und Lorenz Frech als einziger Skijöring-Teilnehmer das AlpenTrail Rennen 2019. Aber nicht nur den 22 Mushern muss gratuliert werden – auch den Hunden gehört der gebührende Respekt gezollt. (LMK)

Mit den international bekannten Südtiroler Musicalstars Beatrix Reiterer, Doris Warasin, Martin Werth sowie Alex Brugnara und einer herausragenden Live-Band.

14. März: 20 Uhr – Forum BRIXEN 15. März: 20 Uhr – Thalguterhaus ALGUND 16. März: 15 Uhr & 20 Uhr – Waltherhaus BOZEN 17. März: 20 Uhr – M.-Pacher-Haus BRUNECK

Unterstützt wird die Musical-Truppe von den zwei Nachwuchsstars Anna Fink Kartenvorverkauf bei Athesia Ticket in allen und Diego Federico. Athesia-Buchhandlungen. www.ticketone.it

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Quellen: Antholzertal-Riepenski

sport

Das Antholzertal – ein Zuhause für alle Skiliebhaber ANTHOLZ – Egal ob Langlaufstrecken, Biathlonanlagen oder Skipisten – das Antholzertal ist bei Wintersportlern weltbekannt. Der Riepenlift in Antholz Mittertal dient zur Zeit sogar als Trainingsstützpunkt für das China Skiteam South Tyrol.

V

on Anfang Dezember bis Mitte März bietet der 1.600 Meter lange Riepenlift beste Schneeverhältnisse, eine exzellent präparierte Piste und einen sehenswerten Ausblick auf die kleine Ortschaft Antholz Mittertal. Zwei große Namen im Südtiroler Skisport kennen die Pisten deshalb so gut wie ihre Westentasche. Franz Gamper (Ulten) und Hansjörg Plankensteiner (Rasen/Antholz) betreuen dort 50 Athleten aus China, dem Ausrichter der Olympischen Winterspiele 2022. Im Interview erzählen die beiden Trainer von ihren Erfahrungen auf

den antholzer Skipisten. Denn ob- klärt Gamper, sei es, den China Anfänger bis zum Nationalteam. wohl es sich beim Riepenlift um Skiteam Athleten so viel Zeit wie Das kommt besonders dem China einen Dorflift handelt, kann er möglich auf der Piste zu geben. Sie Skiteam zu Gute. Wo sonst gibt mit seiner Länge und den idealen müssen Kilometer machen und das es das, fügt Plankensteiner hinzu, Pistenverhältnissen auch die Profis freie Skifahren trainieren, damit dass man einen 40 Tore langen überzeugen. sie in einem zweiten Moment den Riesentorlauf mit 25/26 Metern Für Plankensteiner ist der Riepen- Torlauf fahren können. Um diese Abstand aufstellen kann? Ob es lift schon seit 20 Jahren eine Art Art von Training zu gewährleisten, sich am Ende für das China Skiteam zu Hause. Immer wieder brachte wurden auf der Skipiste zusätzliche auszahlen wird, das schöne Antholz er verschiedenen Athleten zum Wellen aufgeschoben. Auch wenn Mittertal als ihren TrainingsstützTraining mit ins Pustertal, dar- der Riepenlift auf mittelsteilem punkt ausgewählt zu haben, weiß unter waren unbekannte Sportler, Gelände (max. 35 Prozent Gefälle) noch keiner. Was aber jetzt schon aber auch Weltmeister, WM- und steht, ist er keines Falls ein reiner klar ist: der Riepenlift bietet allen Olympiamedaillengewinner, sowie „Übungshang“, erklärt Plankenstei- – klein oder groß, langsam, schnell Weltcupsieger. ner. Der Hang schafft ideale Trai- oder schneller – eine Mordsgaudi. Das Ziel der beiden Skitrainer, er- ningsbedingungen für alle – vom (LMK)

„Stock heil“ in St. Georgen

T

rotz der wetterbedingten Verschiebung kämpften am Sonntag, den 3. Februar neun verschiedene Gruppen um die goldene Eisstockkrone. Ab 10 Uhr 38 wurde fleißig mit den Eisstöcken

geschossen und nach insgesamt 13 Durchgängen stand der Sieger fest. Um 17 Uhr wurde die Gruppe aus Gais zum Sieger des Bezirkseisstockschiessens Pustertal gekürt. Dank der großzügigen Sponsorenbeiträge

konnten aber auch die restlichen acht Teams mit einem Preis nach Hause gehen. Ausklingen ließ man den sportlichen Tag so wie es sich gehört – bei an Korschta und an Talla Nudl. (LMK)

Quelle: Eisstockschießen St.Georgen

ST. GEORGEN – Wenn St. Georgen zum traditionelle Bezirkseisstockschiessen Pustertal ruft, lassen die Fans des Stocksports nicht lange auf sich warten.


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Impressum Bezirkszeitung

Ahraue 12B - 39031 Bruneck info@puschtra.it Tel.: 0474 830 360 - Fax: 0474 830 224 Eigentümer und Herausgeber: Bezirksmedien GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Nr. 12/08 Bürozeiten: Montag bis Freitag | 09 – 12 Uhr | 13 – 17 Uhr Geschäftsleitung: Elke Ziernhöld Bezirkskoordination: Johannes Rauter Verwaltung: Deborah Wolfsgruber Werbung: Sylvia Wolfsgruber 348 738 12 67, Johannes Oberjakober 345 467 96 99

Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Josef Laner Redaktion: Dr. Tanja Leitner (TL) redaktion@puschtra.it Mitarbeiter Redaktion: Dr. Susanne Huber (SH), Dr. Rudolf Tasser (RT), Martin Ploner (MP), Lisa Maria Kerschbaumer (LMK), Ingrid Beikircher (IB), Lisa Puppatti (LP), Sonja Zingerle (SZ), Redaktion(RED). Titelbild: Privat Fotos: Redaktionsmitarbeiter/innen (wenn nicht anders angegeben) Layout: Bezirksmedien GmbH Druck: Athesia Druck GmbH – Bozen

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