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Von Apfel bis Zucker

Nr.1

Regional, frisch, saisonal geht’s eht zu r ed

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Handel

Die Rückkehr der kleinen Läden!

Berliner:

Hochsaison für die Hefeteilchen


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EDITORIAL Von Apfel bis Zucker

Liebe Leserinnen, liebe Leser, herzlich Willkommen zu unserem neuen Spezial „Von Apfel bis Zucker“. Hier dreht sich künftig immer in der letzten BeneFit-Ausgabe des Jahres alles rund um Lebensmittel. Von der Produktion über den Handel, die Gastronomie bis zum Genuss. So haben wir unter anderem bei Bäckerei Kruse den Bäckern nachts bei der Berlinerherstellung über die Schulter geschaut. Waren auf dem Bauckhof und haben uns mit Nora Mannhardt über die mutterbezogene Kälberaufzucht unterhalten. Sprachen mit Inhabern kleiner Läden über ihre Motivation, interviewten Martin Zackariat, den Kreisvorsitzenden im DEHOGA, und fragten Sie, liebe Leserinnen und Leser, was für Sie Genuss bedeutet.

INHALT

Herausgekommen sind unterhaltsame wie informative Seiten rund um das Thema Essen, Lebensmittelherstellung und -handel in der Region zwischen Lüneburg und Uelzen. Gute Unterhaltung wünscht Ihre

Julia Steinberg-Böthig Herausgeberin & Chefredakteurin

Aktuelles

Produktion

04___Termine & Meldungen

06___Berliner – Hochsaison für die Hefeteilchen 08___Grünkohl – die norddeutsche Palme 09___Bauckhof – wo die Kälber bei den Müttern bleiben Handel

nkgutscheine! Jetzt auch Gesche

10___Die Rückkehr der kleinen Läden 13___Titel: Edeka Bergmann – regional, frisch, saisonal Gastronomie

14___Interview mit Martin Zackariat, Genuss

Vorsitzender des Kreisverbands im Dehoga

Zu Weihnachten bieten wir unsere beliebten hausmacher Braten- und

16___Umfrage: Was ist Genuss? 18___Keks-Zeit in der Bohlsener Mühle 19___Genussvoll mit Bäckerei Harms

Wurstspezialitäten, vorgefertigte Braten und Gerichte sowie Frischgeflügel.

Obstscheune: Einkaufen – entspannen – genießen

Unsere frischen Gänse beziehen wir wie

Impressum:

jedes Jahr von Familie Blesse aus Wittorf.

Herausgeberin & Chefredakteurin: Dipl. oec. troph. Julia St.-Böthig julia.boethig@benefit-lueneburg.de

Bitte geben Sie Ihre Bestellung bis zum 19. Dezember bei uns auf.

Redaktionsanschrift: Fritz-Reuter-Ring 16, 21391 Reppenstedt, T. 0 41 31 / 28 422 15 Mitarbeiter: Stefanie Diekmann, Christine Dittmann Fotografie: Aenne Bauck, Frische Fotografie, www.fotolia.de Schlussredaktion: Cathrin Claußen Layout: Grafik-Design, Michael Rehr-Hoffmann

R. Isermann & Sohn – Partyservice / Schlachterei Dachtmisser Straße 2 · 21394 Kirchgellersen Partyservice: T. 0 41 35 - 252 Schlachterei: T. 0 41 35 - 82 00 20 www.isermann-buffet.de

Anzeigen & Vertrieb: Julia St.-Böthig. T. 0 41 31 / 28 422 15 Dirk Böthig, T. 0 41 31 / 284 58 72 Päng Mediendienstleistungen Druck: Druckzentrum Neumünster Alle Rechte vorbehalten. Der Nachdruck der Texte oder Fotos ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages gestattet. Für unverlangt eingesandtes Text- und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen.

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AKTUELLES Von Apfel bis Zucker

Eine Prise Heimat

Aus dem Mixer der Kulturen Die Paare könnten gegensätzlicher nicht sein: Mit bis zu drei Sternen dekorierte Spitzenköche treffen auf Geflüchtete aus Syrien, Gambia oder dem Libanon – und werfen im Topf zusammen, was für sie mit „Heimat“ in Verbindung steht. Das Ergebnis ist ein ungewöhnliches Kochbuch, das auch noch einen guten Zweck erfüllt. Herausgegeben hat es der Verein „Über den Tellerrand kochen e.V.“, der mit dem Verkaufserlös Integrations-projekte finanziert. Aus den Begegnungen ist mit „Eine Prise Heimat“ nun bereits das dritte Kochbuch entstanden. Alle Texte und Rezepte sind zweisprachig in Deutsch und Englisch abgedruckt. Das Buch enthält kurze Geschichten zu den Menschen hinter den Gerichten und hebt sich auch sonst von anderen Kochbüchern ab: Statt einfach Rezept an Rezept zu reihen, versteht sich das Werk als „FusionsKochbuch“: Man nehme zwei Köche – einen professionellen Spitzenkoch und einen nach Deutschland Geflüchteten – und lasse die beiden einfach mal machen. Das Ergebnis sind ägyptisch-österreichische, syrischfranzösische und gambisch-deutsche Kreationen, die wohl nur auf diese Weise zustande kommen konnten: Schokoküchlein mit Mango-Tapioka, karamellisierte Karotten-Griessnocken, Hirschgulasch mit KabsaGemüsereis. Beteiligt haben sich einige Promis der europäischen Küchenszene, von Ralf Zacherl über Michael Kempf bis hin zu Drei-Sterne-Koch Sven Elverfeld.

Slow Food

Alles zum Thema vegetarisch leben Gemüse und Obst, Tofu und Hülsenfrüchte: Die vegetarische und vegane Lebensweise ist seit einiger Zeit in aller Munde. Doch wie bereiten Köche und Laien schmackhafte und ausgewogene Mahlzeiten ohne tierische Produkte zu? Am Sonntag, 12. Februar, dreht sich im Freilichtmuseum am Kiekeberg alles um vegetarisches und vor allem veganes Essen. Von 10 bis 18 Uhr können sich Besucher rund um die fleischlose Lebensweise informieren und erhalten vielfältige Tipps. Passend dazu thematisiert die Dauerausstellung im Agrarium Hintergründe zum Thema Ernährung und Nahrungsmittelindustrie. Beim Veggie-Markt im Freilichtmuseum zeigt unter anderem Coach Eduard Paschkowski in der Lehrküche, wie Besucher gesunde vegane Gerichte selbst zubereiten können. Wie lecker das schmeckt können sie vor Ort selbst verkosten. Die Besucher erfahren außerdem Wissenswertes über die Einstellung zu Nahrung ohne tierische Produkte und welche gesundheitlichen Bedenken es geben kann. Der Eintritt kostet 9 Euro, Besucher unter 18 Jahren haben freien Eintritt.

Herausgegeben von „Über den Tellerrand kochen e.V.“, 224 Seiten, 29,95 Euro. Mit dem Kaufpreis werden Projekte des Vereins unterstützt.

Streuobstwiese

Für Naturschutz und Artenvielfalt November pflanzte der Verein „Lüneburger Streuobstwiesen e.V.“ Obstbäume mit regionalem Bezug. Darunter „Wendländisches Seidenhemdchen“, „Uelzener Kalvill“ und „Uelzener Rambour“. Sorten, die zum Teil seit 200 Jahren in der Region wachsen. Unterstützt wurde der Verein dabei unter anderem von Studierenden der Leuphana Universität Lüneburg.

Das Land ist ein Geschenk von einer Lüneburgerin, die Mittel kamen von der Niedersächsischen BingoUmweltstiftung. So konnte jetzt ein neues Naturidyll am Elbe-Seiten-Kanal in Deutsch Evern entstehen. Mitte

Foto: Steuobstwiesen e.V.

Rund 2.400 Euro aus Stiftungsmitteln erhielt der Verein für die Bepflanzung des 2.700 Quadratmeter großen Grundstücks. Nun wird noch einen Bauwagen für die Fläche gesucht. Er soll als Unterstand und Aufenthaltsraum bei Fortbildungen dienen und um Material zu lagern. In den nächsten Wochen soll noch eine große Hinweistafel erstellt werden, die Informationen zu Streuobstwiesen im Allgemeinen und alten Obstsorten im Speziellen geben wird. _4_


AKTUELLES Von Apfel bis Zucker

Slow Food

„GeschmacksWerkStadt“ ist ausgezeichnet die sein Wohlergehen sowie das der Produzenten und der Umwelt erhält. Slow Food fordert, dass unsere Nahrung geschmacklich und gesundheitlich einwandfrei ist. Und dass sie auf saubere Art hergestellt wird – also ohne Schaden bei Mensch, Natur und Tier anzurichten. Außerdem müssen Lebensmittelerzeuger eine faire Entlohnung für ihre Produkte und ihre Arbeit erhalten. Der Verein tritt für die biologische Vielfalt ein, fördert eine nachhaltige, umweltfreundliche Lebensmittelproduktion, betreibt Geschmacksbildung und bringt Erzeuger von handwerklich hergestellten Lebensmitteln auf Veranstaltungen und durch Initiativen mit Ko-Produzenten (Verbrauchern) zusammen.

Vor knapp zwei Jahren hat der Geschmack und die regionale Vielfalt Einzug in das ehemalige „Saltz Contor“ an der Koltmannstraße im Lüneburger Nicolai-Viertel gehalten. In der „GeschmacksWerkStadt“ von Inhaber und Koch Till Dorscheimer werden regionale, saisonale, frische und „á la minute“ gekochte Speisen serviert. „Ich mache, so viel es eben möglich ist, selbst“, sagt der 33-Jährige. Das beginnt beim Apfelsaft, setzt sich beim Brot fort und endet mit selbst gemachter Bratwurst vom Galloway-Rind. Für seine regionale und nachhaltige Küche, das Ambiente in dem Altbau und den hervorragenden Service ist Dorscheimers „GeschmacksWerkStadt“ jetzt von Slow Food ausgezeichnet worden – als erstes und bislang einziges Lokal in Lüneburg. Zu finden ist es deshalb jetzt auch in deren „Slow Food Genussführer 2017/18“, der im September neu in Deutschland erschienen ist.

Zimt & Zinnober

Skandinavisches Weihnachtsvergnügen in der KulturBäckerei

Foto: www.fotolia.de

Die Speisekarte von Till Dorscheimer bietet die gesamte regionale Geschmacksvielfalt: hausgemachtes Sauerfleisch und Roastbeef, Kalbstafelspitz, fangfrischen Pannfisch, Wildkräutersalat, selbstgemachte Kartoffelrösties in verschiedenen Kombinationen, frischen Apfelwein aus dem Wendland… Die Speisen wechseln mitunter wöchentlich, je nach saisonalem Angebot. „Wir haben gerade ein ganzes Galloway gekauft und werden es in den nächsten Wochen komplett verarbeiten“, sagt Till Dorscheimer. Die Bratwurst ist seine eigene Kreation, was noch folgt, da soll sich der Gast überraschen lassen. Slow Food ist eine weltweite Bewegung, die sich dafüreinsetzt, dass jeder Mensch Zugang zu Nahrung hat,

Die KulturBäckerei lädt am 3. Adventssonntag, von 11 bis 19 Uhr, zu einem Weihnachtsvergnügen der besonderen Art ein: skandinavische Weihnachtsgenüsse treffen auf ausgewähltes Design. Kunst wird auf allen Ebenen geboten – in den offenen Ateliers, an den Ständen und bei der Kunstschule Ikarus mit Kunst für Kinder. Musikalisch begleitet wird das Weihnachtsvergnügen vom Chor MissTöne, dem Duo Sophee & Maria und der Band Brass Riot.

Schlachtfest

Freilichtmuseum am Kiekeberg lässt Tradition aufleben Wie es auf dem Lande Brauch ist, feiert auch das Freilichtmuseum am Kiekeberg alljährlich ein Schlachtfest. Am Sonntag, 29. Januar, von 11 bis 16 Uhr, können Sie „de Slachtköst“ oder „Wustköst“ erleben. Ergänzend zeigt ein Film in der benachbarten Scheune, wie eine Hausschlachtung vor 30 Jahren ablief und Ausstellungsstücke zeigen, welche Geräte für eine Schlachtung damals benötigt wurden. Eine Hausschlachtung war immer ein freudiges Ereignis, denn nach langer Zeit kam man wieder in den Genuss von frischem Fleisch und frischer Wurst. Da es nur wenige Kühlhäuser und noch keine Ge_5_

friertruhen gab, wurde das meiste Fleisch gepökelt, geräuchert oder in Sauer eingelegt. Die Darsteller der „Gelebten Geschichte 1804“ zeigen, wie das Fleisch früher verarbeitet wurde. Natürlich werden zum Schlachtfest auf dem Kiekeberg nur die hausgemachten Produkte des Museums verzehrt. Sie erreichen durch den Verzicht auf Geschmacksverstärkern, Stabilisatoren und Emulgatoren eine besonders hohe Qualität. Das kernige Fleisch stammt von den museumseigenen Bunten Bentheimer Schweinen. Der Eintritt beträgt an diesem Tag 9 Euro.


Hauptsaison für die Hefeteilchen von Julia Steinberg-Böthig

emächlich ziehen die Teiglinge über das Band. Immer 20 auf einem Blech tauchen ein in ein Bad aus 180 Grad heißem Erdnussöl, um dann exakt 6 Minuten und 50 Sekunden später wieder aufzutauchen. Jetzt goldbraun mit einem weißen Kragen um die „Hüften“. 2 Uhr morgens, Berlinerherstellung bei Bäckerei Kruse in Barnstedt.

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Fotos: Kai-Hendrik Schröder//bozi.de

Draußen Temperaturen um den Gefrierpunkt. In der Backstube herrscht geradezu tropisches Klima. Es duftet nach frischem Brot, süßem Gebäck und Weihnachtsplätzchen. Wie in einem Bienenstock schwirren die Leute durch die Räume, tragen Bleche mit Tortenstücken, kneten Teig zu Brotlaiben, schieben Wagen mit mehreren Blech-Etagen Brötchen in Öfen, formen Rumkugeln, lachen, reden, packen Kisten für den Versand in die Filialen. Nicht nur das Klima in der Backstube ist warm, auch die Stimmung ist heiter, und das zu einer Uhrzeit, zu der andere noch selig schlummern.

Azubi Karim steht am Ende des Fettbackgerätes und nimmt die fertig gebackenen Berliner in Empfang. Befüllt einen Teil mit Himbeer-Johannisbeer-Konfitüre und verpasst ihnen anschließend noch warm ihre Zuckerstreusel. Einige Bleche wandern eine Station weiter, dort werden die Hefeteilchen von Bäckermeister Florian mit einer Bienenstich-Creme gefüllt, mit Guss überzogen und mit Mandelkrokant dekoriert. Ihm gegenüber steht Bäckerin Carola. Sie glasiert den Klassiker mit Marmeladen-Füllung.

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PRODUKTION Von Apfel bis Zucker

1.500 Brötchen. „Das muss jetzt zügig gehen, denn der Teig für die Berliner ist fertig und kommt als nächstes dran“, so Steffi Kruse. Alle Abläufe sind eingespielt und streng durchkalkuliert. „Das muss so sein, damit ein Rädchen ins andere greifen kann.“

Mehrere hundert Berliner werden hier jeden Morgen gebacken und verziert. Zu Silvester sind es 15 Sorten. „Dann sind wir im fünfstelligen Bereich und arbeiten mit vier Fettbackgeräten und mehreren Bäckern fürs Dekorieren, um der großen Nachfrage gerecht zu werden“, sagt Bäckermeisterin Steffi Kruse.

Die Klassiker – Berliner mit Marmelade mit Zucker und Guss dekoriert – gibt es nahezu das ganze Jahr hindurch bei Bäckerei Kruse. 13 weitere Sorten werden nur in den Wochen um Silvester angeboten. Darunter Exoten wie der Waldi-Berliner, der mit Waldmeister-Gelee gefüllt ist, oder den Latte-Macchiato-Berliner mit einer Vanille-Kaffee-Sahne-Creme. „Am beliebtesten sind tatsächlich unsere Klassiker und die Berliner mit Vanille- und Eierlikör-Füllung“, sagt Steffi Kruse. „Neu haben wir in diesem Jahr extra für Kinder den Monster-Berliner mit blauem Zuckerguss, Monstergesicht und einer Füllung aus Kinderbueno.“

Die Berlinerherstellung ist, wie alles andere in der Backstube, Handarbeit. Der Hefeteig wird bereits einen Tag vorher geknetet. Der Teig wandert dann in eine Maschine, die exakt portioniert und die Teiglinge „rundwirkt“ – also in Form bringt. „Anschließend kommen die runden Berliner-Teiglinge in den sogenannten Gärschrank, wo sie bei optimalen Temperaturen Zeit zum Aufgehen haben“, erklärt Steffi Kruse. Azubi Karim beginnt dann nachts die Berliner für den Morgen auszubacken, die anderen im Team machen sie fein für die 22 Filialen in Lüneburg und dem gesamten Landkreis, Bad Bevensen, Uelzen sowie Soltau.

6 Uhr: Karim lässt die letzten Berliner für heute ins Fett gleiten. Florian und Carola bepinseln und dekorieren bis alle Hefeteilchen fein sind. Auch Bäcker Dirk hat bald Feierabend. Die letzten Teiglinge kommen auf Bleche und wandern in den Gärschrank. Denn in wenigen Stunden bricht die nächste Nacht an und dann erwartet sie ein Bad in Erdnussöl, eine leckere Füllung und ein Kleid aus Glasur und Deko, damit sie fein sind für alle, die Berliner lieben und für die Silvester ohne Berliner unvorstellbar ist.

Während Karim, Florian und Carola die Berliner für den heutigen Tag fertigen, ist Bäcker Dirk schon dabei die Kürbiskernbrötchen aufzuarbeiten. Echte Knochenarbeit, denn er befüllt den Teigtrichter der Brötchenanlage mit mehreren hundert Kilo Teig per Hand, greift zum Scheffel und gibt Kürbiskerne in einen weiteren Behälter. Die Maschine formt die Kürbiskernbrötchen zu Teiglingen, die mit Kürbiskernen bestreut werden, auf ein Blech und anschließend in einen „Sticken“ wandern – einen Rollwagen mit dem die Brötchen dann direkt in den Ofen kommen. Aus etwa 130 Kilo Teig werden am Ende rund

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PRODUKTION

Foto: Aenne Bauck

Von Apfel bis Zucker

Grünkohl

Die norddeutsche Palme

Wir e haben ein an hl a w s u A große o ls rten Grünkoh für jeden ack! Geschm

in Drage-Stove

Immer mittwochs und sonnabends auf dem Lüneburger Wochenmarkt mit vielen frischen Wintergemüsen für Sie vor Ort. Regional, frisch, lecker – das beste Wintergemüse gibt´s bei uns!

Herbst und Winter ohne Grünkohl, das kann sich kaum ein Norddeutscher vorstellen. „Gemüsemeyer“ Dirk Meyer versorgt die Lüneburger mit der Delikatesse auf dem Wochenmarkt. Auf seinem Hof in Drage an der Elbe baut er 1,2 Hektar des Kreuzblütengewächses an. Das ist zu einem großen Teil Handarbeit. „Die vorgezogenen Pflanzen werden von Hand gesetzt“, sagt Dirk Meyer. In drei Sätzen wird der Kohl in die Erde gebracht. „Den ersten Satz pflanzen wir Ende Mai, den zweiten Anfang Juni, den dritten Ende Juni“, sagt der 46-Jährige. Etwa 200 Grünkohlsorten gibt es. Drei baut der Gemüsegärtner aus Drage an. „Reflex und Winterbor sind neue Sorten. Sie enthalten wenig Bitterstoffe“, sagt er. Lerchenzungen dagegen sei eine alte Sorte mit kräftigem Geschmack und feinen Blättern. Bei ihr gilt noch der Grundsatz: Grünkohl erst nach dem ersten Frost ernten. Eigentlich ist der überholt. „Die alten Sorten benötigten den Frost für den Geschmack. Durch ihn bilden sich Zucker und Eiweiß“, sagt Dirk Meyer. Die neuen Sorten können auch vor dem ersten Frost geerntet werden. „Theoretisch kann Grünkohl ab August geerntet werden, für die Konserven wird das auch gemacht. Allerdings gelüstet es die meisten erst, wenn es knackig kalt ist, nach so herzhaften Gerichten wie Grünkohl“, weiß Meyer. Hüfthoch stehen die Pflanzen auf Dirk Meyers Feldern. Geerntet wird von Hand. Die Krone wird vom Rest der Pflanze getrennt. „Das sieht ein wenig wie eine Palme aus. Darum nennt man Grünkohl auch die norddeutsche Palme“, erklärt Dirk Meyer. Die „Palme“ wird dann „gestrippelt“, die Blätter werden abgestreift. Verkauft wird überwiegend in Ein-Kilo-Säcken. Das reicht für vier Personen. „Auf dem Wochenmarkt verkaufen wir jedoch auch lose Ware für die SmoothieGeneration“, sagt der Gemüsegärtner schmunzelnd, „denn die mixen sich den Grünkohl in ihren Saft.“

Das Rezept zum Nachkochen: Deftiger Grünkohlauflauf (für 4 Personen) 800 g Grünkohl putzen und fein hacken. Zwei Zwiebeln schälen, würfeln und mit 40 g Butterschmalz, Salz, Pfeffer und 125 ml Gemüsebrühe zum Grünkohl geben. Circa 30 Min. garen. Zwei EL saure Sahne, zwei EL Tomatenmark, ein TL Paprikapulver und etwas Muskat hinzugeben. 500 g Pellkartoffeln schälen, würfeln und unterheben. Die Masse in eine gefettete Auflaufform füllen, mit 150 g geriebenem Käse, 50 g Mandelblättchen und 20 g Butterschmalz in Flöckchen bestreuen. Im Backofen etwa 20 Min. bei 200 Grad garen. _8_


PRODUKTION Von Apfel bis Zucker

Bauckhof

Wo die Kälber bei den Müttern bleiben Der Stall ist groß und hell. Die Kühe der Rassen Schwarzbunte und Angler sind die Bewohner. Vierzig sind es. Einige fressen, andere schlafen entspannt auf einer Erhöhung im Stroh, wieder andere stehen draußen. Die derzeit vier Kälbchen haben ihren Auslauf direkt nebenan in einem Gatter. Zweimal täglich werden sie zu ihren Müttern gelassen, damit sie trinken können. Auf dem Bauckhof in Amelinghausen steht das Tierwohl an erster Stelle. Die Tiere liefern die Düngungs- und Fruchtbarkeitsgrundlage für alle landwirtschaftlichen Flächen des Betriebes. Zudem wird die gesamte Milch in der hofeigenen Käserei direkt nebenan verarbeitet. „Wie wir unsere Tiere halten und füttern beeinflusst auch die Qualität der Käsereiprodukte“, erklärt Pächterin Nora Mannhardt, die auch für den Bauckhof-Käse zuständig ist. „Deshalb betreiben wir seit einiger Zeit die sogenannte muttergebundene Kälberaufzucht.“ Dabei verzichtet der Demeterhof ganz bewusst auf einen Teil des Ertrags. „Die Kühe geben täglich 400 bis 500 Liter Milch. Hat eine Kuh Nachwuchs, bleibt der bis zum dritten Lebensmonat bei der Mutter und wird täglich zweimal von der Kuh gesäugt. Rund 1.000 Liter Milch trinkt das Kälbchen in dieser Zeit.“ Die natürliche Aufzucht der Jungtiere bei ihren Müttern trägt deutlich zum Wohlbefinden der Tiere bei. Die so aufgezogenen Kälber sind gesünder und zeigen keine Verhaltensstörungen. Es fördert die Bildung eines natürlichen Herdenverbandes, denn die Kälber haben einen positiven Effekt auf das Sozialverhalten der Herde. Über die Muttermilch nehmen sie zudem Immunstoffe auf, die sie weniger anfällig für Krankheiten machen. Und die Kälber wachsen schneller.

Die Bauckhof-Milchprodukte Die Bauckhofkäse sind Rohmilchkäse, naturgereift und mit essbarer Rinde. Es gibt zehn verschiedene Schnittkäsesorten (u.a. mit Bärlauch und Bockshornklee), einen Hartkäse in zwei Altersstufen (Berg & Tal), vier Weichkäsesorten (Camembert, Aschekäse, „Witte Dern“ und „Roter Bengel“). Außerdem Quark, Joghurt und Frischkäsezubereitungen. Neu im Hofladen ist jetzt in der Weihnachtszeit ein Ofenkäse im Holzförmchen. Ebenfalls nur im Hofladen werden Sahne, Crème fraîche, Butter und Rohmilch direkt verkauft.

„Außerdem“, so Nora Mannhardt, „beeinflusst die Art, wie wir unsere Tiere halten und füttern auch die Qualität der Käsereiprodukte.“ Und die ist schon mehrfach ausgezeichnet worden. Unter anderem auch von Slow Food.


HANDEL Von Apfel bis Zucker

Bärbel Rieckenberg (r.) betreibt in Kirchgellersen das Erdwerk. Ihr zur Seite steht Ginna Nielsen.

Die Rückkehr Text: Stefanie Diekmann

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unächst einmal scheint die Idee vom kleinen Laden nicht ganz in unsere moderne, ständig auf Wachstum ausgelegte Zeit zu passen. Das Einkaufen ist einfach und anonym geworden, es reicht ein Klick und die Ware wird am nächsten Tag geliefert. Große Supermärkte bieten uns zu jederzeit ein gleichbleibend riesiges Angebot, man muss sich nur selbst bedienen. Das kann praktisch sein, kann aber auch überfordern und die soziale Komponente des Einkaufens total außer Acht lassen. Und so gibt es immer mehr Menschen, die das Angebot der kleinen Läden zu schätzen wissen. Ein gutes Sortiment, qualifizierte Mitarbeiter und ein persönliches Wort. Davon hat unsere Region einiges zu bieten, BeneFit möchte Ihnen einige dieser kleinen Läden und die Konzepte ihrer Besitzer vorstellen.

Bärbel Rieckenberg-Prünte · Westergellerser Str. 2 21394 Kirchgellersen · T. 0 41 35 / 317 90 56 Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 8.30 bis 18 Uhr Sa. 8.30 bis 14 Uhr

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Das Erdwerk in Kirchgellersen Bei Bärbel Rieckenberg war es der Wunsch nach einem eigenen Bioladen, der dazu führte, dass sie das Erdwerk in Kirchgellersen im Dezember 2010 eröffnete. „Der biologische Anbau von Lebensmitteln ist für mich die einzig denkbare Möglichkeit. Nur so kann eine zukunftsträchtige Landwirtschaft betrieben werden. So war es völlig klar, dass es nur ein Bioladen sein kann“, erklärt die sympathische Inhaberin, die den Laden mit sechs Mitarbeiterinnen betreibt. „Der Laden ist groß genug, um ein umfassendes Angebot bereit zu halten und klein genug, um noch gut mit den Kunden reden zu können. Die Beratung und die Diskussion über die Biolebensmittel nehmen eine große Rolle ein. Nur so kann ich mit den Kunden über meine Biolebensmittel sprechen und sie davon überzeugen. Und das kommt in den großen Biosupermärkten oft einfach zu kurz. Daher ist Wachstum für sie auch nur begrenzt denkbar. Wenn ich den Laden hier vergrößern oder einen zweiten eröffnen würde, würde das Konzept wahrscheinlich nicht mehr funktionieren. Dann könnte ich nicht mehr die Arbeit machen, die mir wichtig ist und Spaß macht.“ Es geht ihr neben der Beratung um den Kontakt zu ihren Kunden und zwischen den Kunden. Um diese Möglichkeit des Zusammenkommens noch zu fördern, hat sie vor einiger Zeit ihren Laden erweitert und ein kleines Café eingerichtet. „Das Café ist mittlerweile zum Treffpunkt geworden, was mich besonders freut. Es läuft zwar noch nicht kostendeckend, aber hat dennoch im Laden eine wichtige Funktion“, erklärt Bärbel Rieckenberg. „Dieser Aspekt darf nicht unterschätzt werden. Ich habe einige alleinstehende Kunden, die täglich zu mir in den Laden kommen, um einfach mal ein paar Worte zu wechseln. Viele Menschen fühlen sich einsam und so kann das Einkaufen auch eine wichtige soziale Funktion erfüllen.“


HANDEL Von Apfel bis Zucker

Ansonsten ist das Erdwerk neben seinem breiten Sortiment auch ein Spezialitätengeschäft. Viele Kunden kommen wegen besonderer Lebensmittel, die sie im Ort sonst so nicht bekommen. So gibt es eine Käsetheke, an der man Käse lose kaufen kann. Die gesamte Ware ist nach den Kriterien der Bio-Verbands-Label ausgewählt, wobei auch die Regionalität eine große Rolle spielt. Und auch für Wünsche ihrer Kunden ist Rieckenberg aufgeschlossen. „Wenn es irgendwie machbar ist, nehmen wir gern die Anregungen unserer Kunden in unser Sortiment mit auf. Es gab über die Jahre Höhen und Tiefen und als Unternehmerin gehört da viel Idealismus dazu. Aber ich habe es nicht bereut, meine Kunden tragen mich“, resümiert Rieckenberg.

Handwerksqualität! Mit Liebe gebacken

für besten Geschmack !

der kleinen Läden

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Landbäckerei Oetzmann in Edendorf Georg Oetzmann betreibt mit seinem Bäckerwagen und den diversen Marktständen gleich mehrere kleine Läden. Auch bei ihm steht dabei die Qualität in Vordergrund. „Das besondere an unseren Backwaren ist, dass es unsere eigenen Sachen sind, die nach eigenen Rezepten

Apfelberliner mit Äpfeln aus dem eigenen Garten oder von den Kollegen vom Markt Berliner gebacken in Fett ohne Transfettsäuren

Foto: Frische Fotografie

Sie finden uns

gebacken wurden. Dabei arbeiten wir komplett nach handwerklicher Backtradition. So können wir auch auf saisonale Besonderheiten eingehen, jetzt gibt es zum Beispiel noch ein Herbstbrot, bald kommt dann das Winterbrot. Das gefällt unseren Kunden und wird sehr gut angenommen“, berichtet der engagierte Firmenchef. Die Bäckerei der Familie Oetzmann liegt in Bienenbüttel-Edendorf, dort gibt es neben der Backstube auch noch den Gasthof, der für Geburtstage und Familienfeiern auf Bestellung öffnet. Das Besondere: der Vertrieb der Backwaren läuft hauptsächlich über diverse Marktstände in Lüneburg, Ebstorf und Bienenbüttel bis hin nach Maschen und Salzhausen. Außerdem fährt der Bäckerwagen seine regelmäßige Runde und versorgt besonders die kleinen Dörfer und Ortsteile. „Hier erfüllt der Wagen auch immer eine soziale Funktion. > _11_

• immer mittwochs und sonnabends auf dem Lüneburger Wochenmarkt • Donnerstagvormittag auf dem Kreideberg Lüneburg • Freitagvormittag Kaltenmoor Lüneburg • in Maschen Donnerstagvormittag • in Ebstorf Freitagvormittag • in Salzhausen Freitagnachmittag • in Adendorf Freitagnachmittag • auf dem Wochenmarkt Bienenbüttel am Mittwoch (Bahnhofstraße) und am Sonnabend (Marktplatz)

ine-Shop! Jetzt auch mit Onl

Georg Oetzmann Hufeisenstr. 2 · 29553 Edendorf T. 0 58 23 / 75 60 www.landbaeckerei-oetzmann.de


HANDEL Von Apfel bis Zucker

Man kennt seine Kunden oft schon lange und die Zeit reicht immer für ein paar Worte. Besonders für die älteren Menschen kann durch den Wagen auch auf dem Land eine Grundversorgung sichergestellt werden. Und die Nachfrage danach ist durchaus steigend“, berichtet Georg Oetzmann. „Aber auch das Publikum auf den Wochenmärkten weiß das Angebot der frischen und natürlichen Zutaten in den Broten und Brötchen sehr zu schätzen. Qualität wird den Leuten immer wichtiger. Die wollen kein Brot vom Discounter, weil sie den Unterschied schmecken können. Und auch an den Marktständen bleibt noch Raum für das persönliche Gespräch, so kann man die Leute über die Qualität der Produkte informieren. Und neuerdings kann man die Back-waren auch online unter landbaeckerei-oetzmann.de bestellen, wenn man das Haus doch mal nicht verlassen möchte. Die Ware wird dann verschickt oder je nach Wohnort im Rahmen der Brottour ausgeliefert“, so Georg Oetzmann, dessen Betrieb schon seit 1888 in Familienhand ist.

Das Biologisch in Lüneburg

„Die Rezepte sind kreativ und manchmal ungewöhnlich. Da kommt es dann auch schon mal zu einer ganz neuen und ungewöhnlichen Geschmackskomposition. Es gibt außerdem Wunschsuppen und ein Suppen-Abo, da ist dann die zwölfte Suppe gratis“, berichtet Susanne Lipkow. Außerdem bietet sie Kaffee und hausgemachten Kuchen an, zusätzlich Gebäck der Bohlsener Mühle. „Für die Suppen gibt es viele Stammkunden, viele werden aber auch auf den Tipp von Freunden hin hierher geschickt, kaum jemand kommt wegen der Werbung. Das meiste läuft eben über Mundpropaganda. Da gibt es viele nette Kontakte: Manche Mütter berichten zum Beispiel begeistert, dass ihre Kinder sonst zu Hause gar keine Suppe essen, aber bei mir im Laden. Das ist dann ein schönes Kompliment“, schmunzelt Susanne Lipkow.

Susanne Lipkow betreibt seit 2010 in Lüneburg ihren Bioladen „Biologisch“. Und das auf nur 50 Quadratmetern, die aber schon eine lange Lebensmittel-Vergangenheit haben. „Der Laden ist der älteste Bioladen Lüneburgs, wurde 1979 als Bioladen eröffnet und war vorher ein Milchgeschäft. Also ging es immer schon um Lebensmittel, das steckt irgendwie in den Mauern. Die Leute sagen oft, wenn sie reinkommen, dass es hier so gut riecht, nach Zuhause, Heimat und Gemütlichkeit“, berichtet die sympathische Inhaberin. Dieser gute Geruch des Ladens liegt aber sicherlich auch an ihrer besonderen Geschäftsidee. Sie kocht nämlich jeden Mittag für ihre Kunden drei verschiedene Suppen und Eintöpfe, für die sie morgens zwei bis drei Stunden lang schnippelt und zubereitet. Und das immer mit Liebe, Spaß und Leidenschaft. Sie ist sich sicher, dass das auch in die Suppen übergeht. Ihre Zutaten sind dabei die Waren des Ladens, so dass dort kaum noch Abfall anfällt. Denn der Gedanke der Nachhaltigkeit liegt ihr besonders am Herzen.

Bioladen · Lieferservice

Susanne Lipkow ist das Herz und die Seele vom Biologisch an der Oberen Schrangenstraße in Lüneburg. Dem einzigen Bioladen in der Innenstadt. Täglich kocht sie für ihre Kunden Suppen mit den Zutaten aus ihrem Laden.

Auf kleiner Fläche Großes schaffen Auf ihren 50 Quadratmetern inklusive Küche bietet sie außerdem ein Vollsortiment an Naturkost und Fleisch aus der Region in Demeter-Qualität an. Auch sie kann sich nicht vorstellen, den Laden zu vergrößern oder einen zweiten zu eröffnen. „Ich hätte zwar noch eine Menge Ideen, aber durch eine Vergrößerung würde auch etwas von meiner Philosophie verloren gehen. Es ist so gut, wie es ist, ich bin damit völlig zufrieden und ausgelastet“, berichtet Susanne Lipkow, die mit ihrer einfühlsamen und herzlichen Art die Seele des Ladens ist.

Suppentreff

An diesen Beispielen aus der Region wird deutlich, dass kleine Läden in der heutigen Zeit wieder im Kommen sind, weil sie die Menschen auf einer emotionalen und persönlichen Ebene erreichen. Den Kunden geht es um die Qualität der Nahrungsmittel, aber auch um ein Gefühl von Zuhause und menschlicher Nähe.

Die besten Zutaten für Ihre Gerichte bekommen Sie hier – auch direkt bis an die Haustür! (ab 30,- EUR frei Haus)

Öffnungszeiten: Di. bis Fr. 10-18 Uhr, Sa. 10-16 Uhr Obere Schrangenstraße 6, 21335 Lüneburg T. 0 41 31 / 24 61 725 · www.biologisch-lueneburg.de

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HANDEL Von Apfel bis Zucker

Was hat Koch Tim Bramstedt heute gekocht? Die Inhaber Meike und Volker Bergmann (m.) sowie Marktleiter Andreas Brinkmann (r.) probieren das Mittagsangebot im „SchlemmerEck“ im Edeka-Markt an der Saline.

Vorreiter

Edeka Bergmann – mehr als nur ein Lebensmittel-Markt

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n Lüneburg sagt man nicht, man „geht einkaufen“, wenn es um die Dinge des täglichen Bedarfs geht. Hier heißt es, man „geht zu Bergmanns“. Die Familie mit ihren drei Märkten in Lüneburg und Adendorf steht für ein gutes Einkaufsklima, Service, Frische, Saisonalität und – trotz der Größe der Märkte – auch für den regionalen Handel.

Angefangen hat alles in Lüneburg mit dem Vater von Volker Bergmann, Walter Bergmann. Er eröffnete 1951 einen kleinen Lebensmittelladen Am Neuen Felde. Walter Bergmann erkannte frühzeitig Markttrends und führte als einer der ersten Händler in Lüneburg Selbstbedienung und Tiefkühlkost ein. 1978 übernahm Volker Bergmann den elterlichen Betrieb. Bei ihm gab es das erste Biofleisch in den Regalen. Tochter Meike Bergmann setzte die Tradition der Kaufmannfamilie fort: Im November 2002 eröffnete sie den Aktiv-Markt im Loewe Center. 2006 übernahmen Vater und Tochter den ehemaligen EdekaRegiebetrieb „Neukauf Saline“, der gerade aufwendig von Grund auf saniert wurde.

„Wir sehen uns als Teil der Region und wollen mit unseren regionalen Produkten eine nachhaltige Beschaffungspolitik fördern, die Region stärken und auch kleine Betriebe unterstützen“, erklärt Inhaberin Meike Bergmann. Gemeinsam mit ihrem Vater Volker Bergmann betreibt sie den Edeka-Markt an der Saline, der am 1. Dezember „10 Jahre Edeka Bergmann“ feierte.

Auch Meike Bergmann steht für Innovationen: So gibt es im neu sanierten Markt an der Saline eine große Salatund Saftbar, an der es neben einer riesen Auswahl an Salaten und frisch gepressten Smoothies und Säften auch täglich eine warme Tagessuppe gibt. Essen im Supermarkt? Bei Bergmanns selbstverständlich. Die Schlemmerabende sind legendär und beliebt. Und in der Saline gibt es im neuen „SchlemmerEck“ frisch zubereitete Mahlzeiten, die vor Ort in der Sitzecke genossen werden können. „Wir bieten täglich drei Mittagsgerichte, davon eines immer mit Fisch. Auch für den Feierabend denken wir uns immer wieder Neues aus. So kann man bei uns den Tag auch mal mit einer Currywurst ausklingen lassen“, sagt Meike Bergmann.

Schon in den 80er Jahren Vorreiter: Volker Bergmann wird fürs Fernsehen interviewt, weil er als einer der ersten Biofleisch in seinem Markt anbietet. Quelle: Landeszeitung Lüneburg

Die Regionalität wird in allen drei Märkten groß geschrieben. „Unsere Regionalprodukte kommen aus einem Umkreis von 80 Kilometern um Lüneburg“, so Meike Bergmann. Zu ihren Lieferanten zählen unter anderem der Hühnerhof Hirsch aus Wittorf, der Spargelhof Strampe aus Neetze, die Bauckhof-Käserei in Amelinghausen, der Obsthof Sander in Hoopte und der Hof Brummelkamp aus Bienenbüttel.

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GASTRONOMIE Von Apfel bis Zucker

Interview

„Die Industrie hat den Geschmack des Gastes verdorben“

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BeneFit: Du bist seit mehr als 30 Jahren im Hotel- und Gaststättengewerbe zu Hause: Ist der Gast von heute ein anderer als noch vor 10 oder 20 Jahren? Martin Zackariat: Naja, er ist zumindest älter geworden (schmunzelt). Natürlich war der Gast um 1900 ein anderer als in zu Kriegszeiten oder den goldenen 60ern oder in den 70er Jahren oder eben heute. Menschen verändern sich und damit auch ihre Ansprüche ans Essen.

Fotos: Frische Fotografie

eit rund 30 Jahren leitet Martin Zackariat mit seiner Familie die Wassermühle Heiligenthal. Im Familienbesitz ist das historische Haus mit Gastronomie und Hotelbetrieb seit 1927. Zudem ist er seit 13 Jahren der Vorsitzende des Kreisverbands im Dehoga (Deutscher Hotelund Gaststättenverband). BeneFit hat mit ihm über Gäste, ihre Wünsche, gutes Essen und guten Service gesprochen.

BeneFit: Dann hat sich nicht nur der Gast, sondern auch das Speisenangebot gewandelt. Was kommt heute auf dem Teller? Martin Zackariat: Früher waren große Portionen gefragt. Heute ist das, was auf den Teller kommt, wesentlich fettärmer und gesünder. Und es muss regional sein.

Ge sch m a ck . ist He i m at.. Saisonale, regionale Küche mit Hauptaugenmerk auf einen fairen und regionalen Einkauf

BeneFit: Regionalität wird überall betont, ob im Streetfood-Bereich oder in der Sternegastronomie. Martin Zackariat: Wir haben schon von jeher Wert auf regionale Produkte gelegt. Haben quasi den Trend gelebt, bevor er entstanden ist. Dass die regionale Küche in aller Munde ist, hat einerseits etwas mit den Wünschen der Gäste zu tun: Sie möchten gesund und vielfältig essen. Andererseits versuchen wir uns als Gastronomen auch von der Industrie abzusetzen: Die schaffen mittlerweile ganz hervorragende Produkte. BeneFit: Wirklich?! Das ist kaum zu glauben… Martin Zackariat: Doch! Schau Dir die Cremesuppen an. In den 30er kamen die von der Industrie auf dem Markt und schmeckten noch in den 70er richtig künstlich. Heute sind hochwertige Produkte kaum noch unterscheidbar von Frischeprodukten.

Till Dorscheimer · Koltmannstr. 7 - 21335 Lüneburg Tel.: 0 41 31 / 77 74 514 · www.geschmackswerkstadt.de info@geschmackswerkstadt.de Öffnungszeiten: Di. bis Sa.: ab 18 Uhr, So. & Mo. Ruhetage

BeneFit: …nicht gerade tolle Aussichten auf dem Teller… Martin Zackariat: Das stimmt. Die Hollandaise ist mittlerweile so gut, dass der Gast den natürlichen Geschmack von selbstgemachter _14_


GASTRONOMIE Von Apfel bis Zucker

Hollandaise gar nicht mehr kennt. So dass wir Gastronomen, wenn wir die Soße selbst herstellen, auf unseren Speisekarten schreiben: „hausgemacht“. Dann weiß der Gast gleich: „Aha, schmeckt anders.“ Und wir müssen nicht ständig erklären, warum die Hollandaise „komisch“ schmeckt. Kurz: Die Industrie hat den Geschmack und die Erwartungen des Gastes verändert. BeneFit: Das ist bitter… Martin Zackariat: Es kommt noch schlimmer. Für uns Gastronomen ist es viel einfacher, Fertigprodukte zu verwenden. Das liegt an den hohen Hygieneauflagen. Uns wird viel genauer und strenger auf die Finger geschaut, wenn wir frische Eier und Sahne für unsere Speisen verwenden, als wenn wir einfach ein Pulver mit heißem Wasser verrühren würden. Schließlich arbeiten wir mit leicht verderblicher Ware. Außerdem sind wir verpflichtet, alle Inhaltsstoffe in den Gerichten auszuweisen. BeneFit: Klar, aber wenn man alles selbst herstellt, dann weiß man ja auch was drin ist… Martin Zackariat: Ja, deshalb haben wir auch eine extra Karte, die alle Inhaltsstoffe ausweist. Auf Wunsch kann der Gast in die Karte einsehen. Aber soll ich Dir mal was sagen: Bislang hat nicht einer danach gefragt. BeneFit: Hat denn die regionale Küche auch Auswirkungen auf den Preis? Martin Zackariat: Na sicher. Industrieprodukte sind viel billiger als frische Produkte, die zeitaufwendiger von einem ausgebildeten Koch zu einem anständigen Essen kredenzt werden. Eine regionale Küche rechtfertigt deshalb auch einen höheren Preis. BeneFit: Stichwort Ausbildung: Ist es leicht in Deinem Bereich gutes Personal zu bekommen? Martin Zackariat: Nein, überhaupt nicht! Durch die Werbung wird leider immer wieder vermittelt: „Alles easy, alles schön“. Dadurch entsteht bei den jungen Leuten ein falsches Bild.

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Denn in der Gastronomie zu arbeiten, ist nun mal anstrengend und wir arbeiten, wenn andere frei haben: an Feiertagen und Wochenenden, abends. Zudem sind die jungen Leute nicht gewohnt zu bedienen und sich selbst zurückzunehmen, um den Gast in den Mittelpunkt zu stellen. BeneFit: Aber lernt man sowas nicht in der Ausbildung? Martin Zackariat: Zu allererst, müssen sich die Schüler über den Beruf richtig informieren und am besten ein paar Praktika in dem Bereich machen. Dann bekommen sie schnell einen realen Einblick, wie es in der Gastronomie läuft. Und dann sollten sie sich einen vernünftigen Ausbildungsbetrieb suchen. Denn leider wird die Ausbildung von einigen der Kollegen häufig vernachlässigt. BeneFit: Inwiefern? Martin Zackariat: Sie stellen Auszubildende ein und behandeln sie wie Aushilfen oder Festangestellte, um genau diese Kosten zu sparen. Die Azubis lernen zu wenig. Leider ist es auch immer noch möglich, dass jeder mit einem Meisterbrief und einem Gastronomiebetrieb ausbilden darf. BeneFit: Ja, und was ist daran so schlimm? Martin Zackariat: Das können auch Friseurmeister, Schlachtermeister oder Dachdeckermeister sein. Eben jeder mit einem Meisterbrief. Die Leute sind bestimmt gut in ihrem Job, aber haben sie dann auch Ahnung vom Gastronomiegewerbe? BeneFit: Was muss getan werden? Martin Zackariat: Zunächst: weniger Reformen und mehr Inhalte an den Schulen. Die Kinder müssen rechnen und schreiben lernen und Sport machen, um fit zu sein. Auch PC-Kenntnisse brauchen sie, aber das passiert ja heute schon fast von alleine. Das sind Grundlagen. In den Betrieben muss sich die Kalkulation ändern, denn das Personal ist mittlerweile teurer, als die Lebensmittel. Da muss ein Umdenken stattfinden. Denn letztendlich gibt es immer nur gutes Personal für gutes Geld.

Alles Gute unter einem Dach

Termin-Highlights Dienstag, 6.12.

Nikolaus-Überraschung

Samstag, 17.12., 18 Uhr *UR‰HV*lQVHEXႇHW

Mittwoch, 28.12., 20 Uhr

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Samstag, 31.12., 19.30 Uhr

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Sonntag, 8.1., 11 Uhr

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Mittwoch, 11.1., 9 Uhr )UDXHQIUKVWFN

Dienstag, 17.1., 19.30 Uhr 'RUIJHVSUlFK± GHU1DPHZLUG3URJUDPP

Jetzt schon vormerken: Samstag, 4.2., 20 Uhr

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Mehr Infos unter:

www.markthalle-bienenbüttel.de Reservierungen unter Tel. 0 58 23 / 954 22 20

m Dorfgespräch – der Name ist Program

Zeit eben steIm Dorf, auf der Straße ... kaum noch s zu erfahNeue n, rede zu kurz hen zu bleiben und das ändern ren, sich auszutauschen. Wir möchten g, Erlebnisse, und wieder mehr über unseren Allta hen. sprec ge nhän mme Menschen, Zusa denkliches Wir möchten über Amüsantes und Nach , die uns reden oder völlig Neues erfahren. Dinge möchten das neugierig machen, fragen dürfen. Wir ŵĂůĞŶ ŶŶŽƌ ŶĚĚĞ ƐĞŶƵ ŶůĂƐ ŽƌĨŐĞƐƉƌćĐŚĂƵŇĞďĞ Wert geben. Dingen in unserem Leben wieder einen njǁĞŝƚĞŶŝĞŶƐĂƐŽƌĨŐĞƐƉƌćĐŚĮŶĚĞƚŝŵŵĞƌĂŵ ĞƐƉƌćĐŚƐƚĂƩ͘ ŽƌĨŐ ƌŝŵ ϬhŚ ϭϵ͘ϯ ĂƚƵŵ ƚĂŐŝŵDŽŶ tŝƌĨƌĞƵĞŶƵŶƐĂƵĨ^ŝĞ͊

_15_ www.markthalle-bienenbüttel.de Bahnhofstraße 16 • 29553 Bienenbüttel


UMFRAGE Von Apfel bis Zucker

Gutes Essen, Zeit haben, den Moment genießen: Genuss kann vieles bedeuten. Redakteurin Christine Dittmann hat sich in Lüneburg und Umgebung umgehört und die Menschen gefragt: „Was ist für Dich Genuss?“

rin: t (24), Sekretä Svenja Probs it mit Ze h, ic m r ist fü Also Genuss e mir wichtig di verbringen, zu n he sc en M , versuche h Freizeit habe sind. Wenn ic en und usst zu genieß ich diese bew u gehört az D zu haben. keinen Stress gehen, ein spazieren zu zum Beispiel oder einfach f der Terrasse Glas Wein au en. ht ac ur zu beob einmal die Nat Henrik Dehning (19), Auszubildender Groß- und Außenhandelskaufmann: Genuss ist, wenn Sinn und Verstand im Einklang sind. Zum Beispiel, wenn ich Urlaub habe, es ist warm und die Sonne scheint und ich fahre dann einfach so zum Strand, nur weil ich es kann und mir danach ist.

r ke (47) Inhabe Heiko Rosch t is s us en „G se: des Copy Hou n, Zeit zu habe für mich, freie r Familie zu de it um Dinge m ich ist es, wenn erleben. Toll n be le in ne hi g dann in den Ta m momeneine und immer m . is folgen kann fn ür tanen Bed r und pe ör K n vo ung oder Zur Entspann rn de h gern Wan Seele gehe ic LagerZigarette am in die Sauna. h auch, eine ic eitsm rb r A fü t en is ng s Genus einem la ch na er od n n, he zu sehe was feuer zu rauc zu gehen und n te ar G n de tag durch t hat. sich veränder

Brigitte Zeising (57), Sozialtherapeutin und Dozentin: Die Frage allein macht schon Freude. Zum Genuss gehört für mich auf jeden Fall die Vorfreude auf etwas Schönes, damit ich es auch in vollen Zügen genießen kann. Heute Abend zum Beispiel will ich mit meinem Partner Essen gehen und anschließend eine Comedy-Veranstaltung mit Rüdiger Hoffmann besuchen. Da ich mich vorbereiten konnte, bin ich nicht in Hektik und innerlich frei. Genuss ist auch, wenn ein Erlebnis genau zu meinem momentanen Bedürfnis passt. Das kann dann eine Curry-Wurst sein, weil ich darauf gerade Appetit habe oder ein Krimi, wenn ich gerade Muße zum Lesen habe.

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Thomas Stelling (52), Heide-Förster und Regionalbetreuer Friedwald: Sich Zeit zu nehmen für die schönen Dinge des Lebens ist für mich Genuss. Das kann Zeit für Naturbeobachtung, gutes Essen oder Musik sein. Spazieren gehen, vom Fenster aus Natur und Tiere beobachten oder zu sehen, wie mein zweijähriger Sohn draußen rumspringt, sich freut, das alles genieße ich. Manchmal nehme ich mir die Zeit, um gut zu kochen: Ich kaufe dann bewusst gute Zutaten, zum Beispiel Biofleisch ein und bereite in entspannter Atmosphäre ein Menü zu. Anschließend genieße ich das Mahl mit meiner Familie.

Karin Dittmann (70), Tupperberaterin: Genuss ist für mich, mit meinen Freundinnen, bei Kaffee und Kuchen zu plaudern. Eine tolle Feier, ohne dass ich selbst kochen und organisieren muss, kann ich sehr genießen. Wenn ich an der See bin, genieße ich es, am Strand spazieren zu gehen und dem Meer zu lauschen. Im Garten die Vögel zwitschern zu hören, ist für mich ebenfalls ein Genuss.

Petra Kolbm (48), Vertrieb sassistentin Genuss ist fü : r mich gutes, authentisches Essen. Das fin de ich häufig in der asiatischen Küche . Auch in Öst erreich genieße ich im mer gern die einheimischen S pezialitäten di rekt vom Hof, da sie keine küns tlichen Zusätze enth alten. Genuss ist für mich auch, na ch einem anst rengenden Arbeitsta g den Abend bei einem Glas Rotwein mit meinem P artner auf der Terras se zu verbrin gen und ins Grüne zu scha uen.

Kirsten Langner (58), Vertriebsassistentin: „Genuss ist für mich alles, was mir Freude macht. Das kann ein schöner Waldspaziergang sein, oder oben auf einem Berg zu stehen. Aber auch mit meinen Kindern zusammen zu sitzen und zu klönen gehört für mich zu den Momenten, die ich genieße.

Genuss ist ein kulinarisches Gefühl! Finden Sie Ihren Genuss in unserer Vielfalt. Handgefertigte Pasta, ein schönes Olivenöl, eine personalisierte Salzmühle und ein passendes Gewürz als i-Tüpfelchen. Ihr VIOLAS’ Team freut sich auf Sie Öffnungszeiten: Mo.-Fr.: 9:30-18:30 und Sa.: 9:30-18:00 Uhr Grapengießerstr. 22 · 21335 Lüneburg · T. 0 41 31 / 60 40 486

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GENUSS Von Apfel bis Zucker

Ran ans Backblech!

Weihnachtszeit ist Keks-Zeit Laut einer repräsentativen Umfrage rangieren Plätzchen und Kekse in der Gunst der Verbraucher an Weihnachten noch vor Lebkuchen, Schokoladen-Weihnachtsmännern und Nüssen. Und zu den Keksen gehört auch das Backen: Weihnachtsbäckerei ist der Inbegriff von adventlicher Vorfreude auf ein Weihnachtsfest voller Genuss. Die Bohlsener Mühle hat dieses Jahr vier beliebte Klassiker der Weihnachtsbäckerei in einem Sortiment zusammengefasst: Dinkel-Vanillekipferl, Dinkel-Spekulatius, KokosMakronen und Dinkel-Butterplätzchen versprechen traditionellen Weihnachtsgenuss – wie selbstgebacken!

Wie selbstgebacken, versprechen viele, halten können es nur wenige. Die Bohlsener Mühle tritt den Beweis an und verrät für ihre Dinkel-Butterplätzchen und ihre Kokos-Makronen die hauseigenen Rezepte zum Nachbacken für den eigenen Ofen…

Dinkel-Butterplätzchen

Kokos-Makronen

Zutaten:

Zutaten:

300 g Dinkelmehl Typ 1050, 200 g Butter, 150 g Zucker, 1 Ei (Größe M), 2 Msp. Bourbon-Vanille

4 Eiweiß (Größe M), 200 g Zucker, 200 g Kokosraspel

Zubereitung:

Zubereitung:

Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und mit einem Mixer (Knethaken) zu einem glatten Teig verarbeiten. Teig zu einer Kugel formen, in Klarsicht-Folie einrollen und im Kühlschrank etwa 1 Stunde kalt stellen. Anschließend Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche portionsweise ca. ½ cm dünn ausrollen. Beliebige Motive ausstechen (Loch zum Aufhängen nicht vergessen!), auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und in den Ofen schieben (Ober- und Unterhitze ca. 200 °C, Heißluft ca. 180 °C). Backzeit 8-12 Min., Kekse erkalten lassen, nach Belieben mit Puderzuckerglasur oder aufgelöster Kuvertüre verzieren, Bändchen oder Kordel durchziehen und an den Baum oder einen Tannenzweig hängen.

Eiweiß in einer fettfreien Rührschüssel mit einem Mixer (Rührstäbe) zu sehr steifem Schnee schlagen. Zucker einrieseln lassen, auf höchster Stufe kurz unterschlagen, Kokosraspeln vorsichtig unter den Eischnee heben (nicht rühren). Mit Hilfe von 2 Teelöffeln Makronen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und rund 20 bis 25 Min. backen (Ober- und Unterhitze: ca. 150 °C, Heißluft: ca. 130 °C). Die Makronen sollen sich vom Backblech lösen, aber auf der Unterseite noch weich sein, da sie nachtrocknen. Erkalten lassen und in einer gut schließenden Gebäckdose kühl aufbewahren.

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GENUSS Von Apfel bis Zucker

Genussvoll durch die Feiertage Ob leckerer Mandel-, Butter oder Mohnstollen, handgemachte Kekse, wie braune Kuchen, Zimtsterne oder Schokotaler, rustikale Bierbrotstangen gebacken mit Bier aus Bleckede, feines Baguette mit 100 Prozent französischem Weizenmehl oder die Qual der Wahl aus rund zehn Berlinersorten und riesengroßen Apfelballen mit frischen Äpfeln – bei Bäckerei Harms kommt man jetzt ins grenzenlose Genießen und Schlemmen angesichts der Vielfalt in der Weihnachtszeit. In der Traditionsbäckerei wird seit Beginn – also seit knapp 120 Jahren – handwerklich gearbeitet. „Wir backen traditionell, handwerklich nach höchsten Maßstäben und haben nur wenige ausgewählte und geprüfte Lieferanten für unsere Rohstoffe“, sagt Inhaber Jannik Harms. „Und das schmeckt man!“ Achtung, die Bierbrotstangen und das Harms-Baguette bekommen Sie ausschließlich an Heiligabend und Silvester! Damit Sie für Ihre Berliner oder Baguettes an Silvester nicht lange anstehen müssen, können Sie Ihre Vorbestellung schon jetzt abgeben und an Silvester bis 13 Uhr direkt in der Bäckerei an der Soltauer Straße abholen. Sie finden uns in Lüneburg (Soltauer Straße), Bleckede (Breite Straße), Hohnstorf (im EdekaMarkt Lange), Reppenstedt, Dahlenburg, Bardowick und Wentorf jeweils im REWE-Markt.

Einkaufen – entspannen – genießen

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n der Obstscheune Tätendorf, direkt an der B4, erhalten Sie neben den Früchten vom Obsthof eine Vielzahl von Spezialitäten rund um Obst, Wurst, Käse und Wein. Hausgemachte Leckereien und Torten, sowie Feines aus der Lüneburger Heide erwarten Sie im Café.

Übrigens: In unserem Scheunencafé wird nach guter Hausfrauen-Art gekocht, eine Fritteuse oder Fertigprodukte werden Sie in unserer Küche nicht finden. Das fruchtige Apfelmus zum Beispiel, wird von unseren Köchinnen noch selbst aus den frischen Äpfeln vom Obsthof Barum gekocht.

Beginnen Sie Ihren Tag doch einfach mal mit einem ausgiebigen „Tätendorfer Frühstück“. Die kalte Jahreszeit bringt natürlich Lust auf herzhafte Gerichte. Im Scheunencafé und -Restaurant erhalten Sie ab mittags zum Beispiel deftige Bregenwurst mit Grünkohl. Für den Nachmittag halten wir süße Leckereien für Sie bereit: Probieren Sie zu einem leckeren Stück Kuchen oder hausgemachter Torte aus der scheuneneigenen Bäckerei ein heißes Glas Apfelpunsch. Selbstverständlich mit eigenem Apfelsaft aus der eigenen Mosterei.

Frische verschenken - mit uns ist es möglich! Sie suchen ein passendes individuelles Präsent für Geschäftspartner, Freunde oder Verwandte? Dann sind Sie bei uns genau richtig! Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich von uns beraten. Gerne nehmen wir auch telefonische Vorbestellungen entgegen.

Die ObstScheune ist täglich von 9 -18 Uhr geöffnet. Die ObstScheune · Uelzener Chaussee 4 · 29576 Barum · www.obstscheune-an-der-b4.de

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BeneFit Nr. 35 Spezial Von Apfel bis Zucker Nr. 1  

Das Lebensmittel im Mittelpunkt: Produktion, Handel, Gastronomie und Genuss.

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