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Donnerstag, 7. Oktober 2021

113. Jahrgang Nr. 40

AMTLICHER ANZEIGER FÜR DAS SCHWARZBUBENLAND UND DAS LAUFENTAL P.P. A 4242 Laufen Post CH AG

Was schön aussieht, kann gefährlich sein Die Pilzsaison hat begonnen, der Verein für Pilzkunde LaufentalThierstein ist mit seinen Bestimmungsabenden, Exkursionen und Zusammenkünften ordentlich beschäftigt. Pilzkontrollen für die Bevölkerung setzen vor allem Weiterbildung und Praxiserfahrung voraus.

Freitag, 08.10.2021 Hochnebel oder hochnebelartige Wolken und Sonne. 7 ºC 16 ºC

8 ºC 15 ºC

Sonntag, 10.10.2021 Ein Mix aus Hochnebelfeldern und Sonne. 6 ºC 15 ºC

Jürg Jeanloz Es ist Dienstagabend, die Mitglieder des Pilzvereins trudeln mit Körben voller Pilze im Clublokal ein. Alle versammeln sich um den Tisch und sind gespannt, was gefunden wurde. Chefkontrolleurin Suzanne Lüthi verteilt die Pilze auf Kartonteller, um sie den Mitgliedern zur Bestimmung vorzulegen. 30 Teller mit je einer Sorte grosser, kleiner, wohlbehaltener oder beschädigter Exemplare nehmen die Mitglieder in Beschlag, um sie mit Hilfe von Büchern und Experten zu bestimmen. Von allen sofort erkannt wird die imposante und wohlschmeckende Schleiereule, die mit zarten Schleierresten behangen ist. Etwas ramponiert sieht der Mehlräsling aus; er riecht stark nach Mehl, ist weiss und sehr bekömmlich. Aber Achtung Doppelgänger: Daneben liegt der weisse Rasling, ein eleganter, silbergrau gefärbter Pilz, der bei Genuss das Erbgut schädigen kann. Vom Eispilz weiss Lüthi zu berichten, dass er ungekocht gegessen werden kann. Die unter dem Mikroskop ersichtlichen Lebewesen seien aber nicht unbedingt appetitanregend. Pilze werden schnell von Maden und Schnecken befallen, müs-

Laufen

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sen gut gereinigt und gekocht werden. Um 21 Uhr sind alle Pilze bestimmt, der Abend hat viel Neues und Interessantes geliefert.

Pilzkontrolle

Die vorsitzende Pilzkontrolleurin Suzanne Lüthi und ihre Kollegen Kurt Minder, Walter Flück und Moritz Antony (Gebiet und Tel.-Nummer siehe www.pilzverein. ch) stehen der Region zur Verfügung, um Pilze der Sammlerinnen und Sammler zu kontrollieren. «Von den 900 Pilzarten im Laufental sind 200 essbar», erklärt Lüthi. 114 Arten dürfen von Händlern sogar verkauft werden. Die Pilzkontrolleurin erwartet, dass die Leute die gereinigten Pilze in Körben vorbeibringen und sie nach Aussehen sortieren. Alte, junge nicht bestimmbare oder stark ver-

letzte Exemplare akzeptiert sie nicht. Das Sammelgut darf nicht in Plastik- oder Papiersäcken gesteckt werden. Lüthi gibt auch keine Ferndiagnose und warnt vor Ammenmärchen, dass gut gekochte — wenn möglich noch mit einem Silberlöffel — geniessbar würden. Maden und Schnecken vertragen übrigens auch giftige Pilze!

Empfehlungen

Wer Pilze sammelt, sollte mindestens ein gutes Pilzbuch haben. Kurt Minder rät unmissverständlich von Pilzbestimmung-Apps ab. Die Pilze ändern während ihres Wachstums nicht nur Grösse, sondern auch Farbe und Aussehen. Bilder in Büchern und Internet sind nicht unbedingt aussagekräftig, sondern die einzelnen Merkmale müssen genau kontrolliert

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Nach mehreren Fällen von Vandalismus auf dem Areal der Primarschule Laufen hat die Stadt genug: Sie prüft die Installation von Videokameras.

werden. Walter Flück ergänzt, dass es nicht ratsam sei, nach der Pilzkontrolle nochmals in den Wald zu fahren, um die als essbare Pilze bestimmten Exemplare zu ergänzen. Eine frivole Begegnung hatte er an einer Pilzausstellung, wo ein dubioser Besucher nach dem Pilz «Psycho» fragte. Gemeint hatte er den giftigen spitzkegeligen Kahlkopf, der nach Genuss Rauschzustände und Wahnvorstellungen hervorruft und innere Organe schädigt. Vereinspräsident Stefan Grun würde sich über neue Mitglieder im Pilzverein freuen. Exkursionen im Wald, Kurse und Bestimmungsabende tragen zur guten Kameradschaft bei. Fränzi und Claus Maler leisten auch grosse Kinder- und Jugendarbeit und tragen das geheimnisvolle Pilzwesen gerne in die Schulklassen.

Hochwald

11 Wenn Frauen genauso durchschnittlich sein dürfen wie Männer, dann wäre das Ziel erreicht. Wie die alt Regierungsrätin Ruth Gisi zu dieser Aussage kommt.

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Pilzexperten überprüfen das Sammelgut: (v.l.) Pilzkontrolleurin Suzanne Lüthi, Pilzkontrolleure Kurt Minder und Walter Flück, Vereinspräsident Stefan Grun und Jugendverantwortlicher Claus Maler. FOTO: JÜRG JEANLOZ

Geschwister Jacques und Erna Zeller-Stiftung, Muttenz unterstützt bedürftige, körperlich behinderte, kranke und insbesondere zerebral gelähmte Schweizer-Bürger, die im Kanton Baselland Wohnsitz haben. Bürger von Baselland, die ausserhalb des Kantons, jedoch in der Schweiz wohnen, können ebenfalls unterstützt werden. Neue Gesuche sind mit dem Antragsformular, das schriftlich bei der untenstehenden Adresse bezogen werden kann, einzureichen. Bei Antragstellern, die bereits früher Unterstützungen bezogen haben, genügt eine kurze Darstellung der aktuellen Situation. Anträge sind mit einem Einzahlungsschein für die Überweisung bis am 29. Oktober 2021 einzureichen. Verspätete Gesuche können nicht berücksichtigt werden!

Samstag, 09.10.2021 Ein Mix aus Hochnebelfeldern und Sonne. Nach Auflösung recht sonnig.

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LAUFENTAL

Donnerstag, 7. Oktober 2021 Nr. 40

L AUFEN

L AUFEN

Mehraufwand wegen Zertifikatspflicht

Laufen hat genug von Vandalismus

Auch in den Bibliotheken gilt Zertifikatspflicht. Trotzdem haben auch Personen ohne Zertifikat die Möglichkeit, Bücher auszuleihen. «Alle sind willkommen», bekräftigt Bibliotheksleiterin Petra Rentsch. Gaby Walther Seit eineinhalb Jahren ist überall Flexibilität gefragt. Immer neue Bestimmungen erfordern neue Massnahmen. «Die Plexiglaswände, welche wir für 10 000 Franken angeschafft haben, sind nun im Keller verstaut. Dafür bauen wir vor unserem Restaurant ein Festzelt auf, damit Personen ohne Zertifikat wettergeschützt bei uns etwas trinken können», erzählt eine Wirtin der Journalistin.

Abokündigungen

Auch andernorts braucht es einiges, bis die neuen Bestimmungen funktionieren. «In der ersten Woche erhielten wir zwölf Abokündigungen und einige verlangten ihren Mitgliederbeitrag zurück», erzählt Petra Rentsch, Leiterin der Stedtlibibliothek in Laufen. Seit drei Wochen gilt auch in den Bibliotheken Zertifikatspflicht. «Anfangs waren wir etwas verunsichert. Muss nun eine Mitarbeiterin an der Eingangstüre Kontrollen durchführen? Wir holten uns Rat bei der Kantonsbibliothek Liestal und bei Bibliosuisse.» Bis zur Ausleihtheke gilt nun Maskenpflicht. Ab dort ist der Zutritt zu den weiteren Räumen nur mit Zertifikat möglich. «Wir bieten einen Abholservice. Wer kein Zertifikat

hat, kann an der Theke die online bestellten Bücher abholen und wieder zurückbringen. Dadurch erübrigt sich auch die Frage der Rückerstattung des Mitgliederbeitrags. Bücher können ausgeliehen werden, mit und ohne Zertifikat», so die Bibliothekarin. Einige würden auch ihre Kinder zum Bücherholen schicken oder wer frisch getestet sei, verbinde am selben Tag Konzert-, Restaurant- und Bibliotheksbesuch.

Fragwürdige Mails

Die Mitarbeiterinnen tragen weiterhin eine Maske. «Wir zeigen uns solidarisch, denn nicht alle von uns sind geimpft», erklärt Rentsch. Der Mehraufwand mit den Zertifikatsprüfungen halte sich in Grenzen. Die Besucherzahl sei im Schnitt kleiner, dafür würden mehr Bücher pro Besuch ausgeliehen. Emotional habe die Umstellung Kraft gekostet. «Es gab einige sehr unschöne, fragwürdige Mails. Nazitendenz und Obrigkeitsgläubigkeit wurden uns vorgeworfen. Wir lassen uns aber nicht auf Diskussionen ein. Wir sind neutral und setzen nur das um, was vorgeschrieben wird. Eine Busse wollen und können wir uns nicht leisten», erklärt Rentsch. Inzwischen habe sich die Lage aber etwas eingependelt und entspannt.

Rochade im Präsidium der Stebi

Erst diesen März wurde Peter Flury an der GV zum Präsidenten der Stedtlibibliothek Laufen gewählt. Aus persönlichen Gründen tritt er nun zurück. Er übernimmt das Amt des Vizepräsidenten während Brigitte Bos, welche dieses Amt innehatte, neu Präsidentin ad interim wird.

Kontrolle bei der Ausleihtheke: Karin Neuschwander (l., fürs Foto ohne Maske) scannt das Zertifikat der Kundin. FOTO: GABY WALTHER

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Nach mehreren Fällen von Vandalismus auf dem Areal der Primarschule Laufen hat die Stadt genug: Sie prüft die Installation von Videokameras. Melanie Brêchet Eigentlich soll das grosse Sonnensegel beim Schulhaus Serafin den Schülerinnen und Schülern in ihren Pausen Schatten oder Schutz vor Regen bieten. Mindestens fussballgross und mit schwarzverbrannten Rändern klafft nun in diesem Sonnensegel ein Brandloch. Unbekannte haben vor kurzem einen Holzbesen angezündet und auf das Segel geworfen. Der Schaden am Segel, welches vor nicht allzu langer Zeit montiert wurde, ist gross. Es ist das jüngste Ereignis nach einer Vielzahl von Schäden, die auf dem Schulhausareal in Laufen angerichtet wurden. Im Lauf der letzten zwei Jahre hätten Fälle von Vandalismus auf dem Areal klar zugenommen, sagt Daniel Neuschwander, Leiter Technische Dienste der Stadt Laufen. Die Liste ist lang: «Das Gartenhäuschen mit Spielsachen darin wurde aufgebrochen, Sitzbänke wurden beschädigt, Scheiben des Schulhauses wurden eingeschlagen, Aschebehälter wurden zerstört und ein Abfallcontainer wurde angezündet. Die Kosten für die Reparaturen oder den Ersatz der beschädigten Gegenstände betragen mittlerweile über 10 000 Franken», rechnet Neuschwander vor. Die Stadt habe in jedem einzelnen Fall Anzeige erstattet und teilweise sei die Täterschaft auch ermittelt worden. Mehr dürfe er nicht sagen, denn es seien auch noch Verfahren hängig. Das letzte Ereignis mit dem Sonnensegel habe nun das Fass zum Überlaufen gebracht: Der Stadtrat entschied in seiner Sitzung vom 27. September, dass auf dem Areal des Primarschulhauses eine Videoüberwachung ermöglicht werden solle. Das sei quasi Ultima Ratio, denn regelmässige Patrouillen der Stadt- und der Kantonspolizei hätten nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Er sei nun daran, Offerten einzu-

Ein Schaden zu viel: Nach mehreren Fällen von Vandalismus auf dem Areal der Primarschule Laufen sollen Videokameras zum Einsatz kommen. Die Abklärungen laufen. FOTO: MELANIE BRÊCHET holen und technische Abklärungen zu machen. Anschliessend prüfe der Stadtrat die Vorschläge und entscheide definitiv darüber, wann und wo die Videokameras installiert würden und wie viele davon nötig seien, um das Areal abzudecken, erklärt Neuschwander den weiteren Ablauf.

Beliebter Treffpunkt

zu solchen Massnahmen verschiedene Ansichten gäbe, seien sie rechtens. Locher versichert denn auch: «Uns geht es nicht darum, z. B. die Täterschaft an den Internetpranger zu stellen. Und wenn nichts passiert, werden die Videos auch nicht ausgewertet.» Es ginge auch nicht darum, jedes unachtsame Wegwerfen eines Kaugummis zu ahnden.

Die gedeckten Plätze rund um das Primarschulzentrum sind beliebte Treffpunkte für Jugendliche. Stadtverwalter Thomas Locher will diese aber nicht unter Generalverdacht stellen, es seien nicht immer «die Jungen», die Sachbeschädigungen verursachen. Rechtlich sei die Installation von Videokameras auf einem Schulhausareal kein Problem: «Das entsprechende Reglement besteht bereits. Und auch wenn es

Präventiver Charakter

nen Fall in malerischen Umgebungen. Hier ist eine Berner Zollstätte für alle nach Basel durchgehenden, oder von dorther kommenden Waaren.»

als ein bischöfliches Lehen hatten, eine haltbare Feste und späterhin, nämlich von 1459 bis zur Revolution, der Wohnsitz der fürstbasel. Landvögte dieser Gegend. Jetzt gehört es Herrn Michael La-Quiante. Auf dem aus seiner Mitte emporragenden Thurm ist eine Plattform, von der man das Thal nach allen Seiten überschaut.»

Gefilmt würden nur die Plätze, keine Kamera zeige auf Schulzimmer, sagt Thomas Locher weiter. Von Seiten Schule werde die kommende Massnahme denn auch akzeptiert, man anerkenne die Notwendigkeit. Er erhofft sich einen präventiven Charakter. Der Einsatz von Kameras auf dem Breitenbacher Schulhausareal habe gezeigt, dass weniger passiere, wenn überwacht werde.

LOK ALHISTORISCHES

Das Tal von allen Seiten überschauen 1827 publizierte der reformierte Läufelfinger Pfarrer, Lehrer, Schriftsteller und Historiker Markus Lutz (1772-1823) sein «Geographisch-statistisches Handlexikon», eine Art Bestandesaufnahme der Schweiz. Es folgen, nach Themen geordnet, ausgewählte Orte sowie Zitate, welche das Laufental betreffen.

Laufen/970 E.: ein paar Jahrzehnte reformiert

«Die Laufener hatten sich 1529 mit Pfeffingen und Birseck zur reform. Religion bekannt, und zur Vertheidigung ihrer Gewissensfreiheit mit Basel einen Mitbürgerrechtsvertrag errichtet. Durch einen 1585 von dem Bischof Blarer mit Basel abgeschlossenen Vertrag, wurde Laufen wieder in den Schoss der kath. Kirche zurückgeführt und das Bürgerrecht mit Basel vernichtet.»

Linard Candreia

Brisslach/361 E.: reiche Bauern

«Der Ort hat gutes Ackerfeld, schöne Wiesen, und grösstenteils wohlhabende Einwohner. Er liegt am Ausgang des Beinweiler-Thals, unweit der solothurn. zu Mariastein gehörigen Probstei Rohr, wohin er ehedem eingepfarrt war, jetzt aber eine neue Pfarrkirche für sich erbaut hat.»

Duggingen/247 E.: Wein und Obst

«Dorf und Filial der basel. Pfarre(i) Pfeffingen auf der rechten Seite der Birs in einer für das Gedeihen der Ackerfrüchte, des Weins und Obstes noch ziemlich vorteilhaften Lage, im bern. Amt Delsberg,

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Röschenz/280 E.: kritische Bewohner

Dittingen/Tittingen/307 E.: mühsamer Anbau

«Es liegt ¾ St. von Laufen, in einer Vertiefung, und hätte gutes Ackerfeld in der Höhe, dessen Anbau aber, wenn die Häuser nicht dahin versetzt werden, immer mühsam, es selbst aber arm bleiben wird.»

Weiterführende Literatur: «Vollständige Beschreibung des Schweizerlandes. Oder geographisch-statistisches Hand-Lexikon», Markus Lutz, Aarau 1827. Bei Heinrich Remigius Sauerländer. Von Walter Studer/Breitenbach zur Verfügung gestellt. Linard Candreia, Laufen, Autor und Landrat, schreibt Kurzgeschichten fürs Wochenblatt.

Das Zwingner Schloss: Es kommt in Markus Lutz Beschreibungen von 1827 prominent daher. FOTO: L. CANDREIA mit 247 Einw., 7 St. von seinem Amtsort. In der Feldmark dieses Orts liegt das schöne Schloss Angenstein, bei welchem sich die Thalschlucht öffnet.»

Grellingen/331 E.: imposanter Wasserfall

«Nahe bei diesem Dorf bildet die zwischen Felsen gedrängte Birs einen schö-

«Aus falschem Religionseifer und übertriebener Besorgniss, dass das Lesen der neutestamentlichen Bücher seinen Pfarrgenossen die Köpfe verwirre, warf ein Pfarrer dieses Orts am Ostersamstag 1822 alle bei diesen gefundenen N. Testamente in das Osterfeuer, nach dem er zuvor die Einbände abgerissen und sie den Eigenthümern zurückgestellt hatte. Er wurde unmittelbar darauf entsetzt.»

Donnerstag, 7. Oktober, 20.30 Uhr

Zwingen/250 E.: Schloss von gothischem Geschmack

Regie: Björn Runge, mit Glenn Close u.a. Drama; USA/Schweden 2017, 101 Min.

«Bei demselben [Zusammenfluss Lüssel und Birs] ist ein Schloss von gothischem Geschmack, das ehemals ganz von der Birs umflossen war, jetzt aber von diesem Strom nur von einer Seite berührt wird, da er sich seitdem ein tieferes Bett eingefressen hat. Es war in der Vorzeit, als die Freiherren von Ramstein dasselbe

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Donnerstag, 7. Oktober 2021 Nr. 40

EVANGELISCH-REFORMIERTE KIRCHGEMEINDE SOLOTHURNISCHES LEIMENTAL ÖKUMENISCHE KIRCHE FLÜH www.kgleimental.ch

«Du siehst den Garten nicht mehr grünen in dem Du einst so viel geschafft. Siehst Deine Blumen nicht mehr blühen, weil Dir die Zeit nahm alle Kraft. Du hast ein gutes Herz besessen, nun ruht es still und unvergessen.»

Sonntag, 10. Oktober, 10.00 Uhr Gottesdienst, Pfarrer Stefan Berg Mittwoch, 13. Oktober, 19.00 Uhr Ökum. Bibelteilen mit Geri Stöcklin, Anmeldung bis 11.10. unter 061 731 38 86 oder sekretariat@kgleimental.ch (mit Zertifikat)

Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Laufental www.ref-laufental.ch Laufen

Sehr traurig nehmen wir Abschied von meiner Partnerin, Mutter, Schwester und Freundin

Esther Jermann-Schmidlin 25. November 1953 – 29. September 2021 Wir vermissen dich. In unseren Herzen wirst du weiterleben!

Freitag, 8. Oktober, 10.00 Uhr, Altersheim Rosengarten, Gottesdienst im grossen Saal.

Thomas Hofstetter Nadia Jermann und Stefan Maurer Hansruedi Schmidlin und Uschi Hässig Rainer Schmidlin und Marco Ulmann sowie alle Verwandten und Freunde

Sonntag, 10. Oktober, 10.00 Uhr, ref. Kirche Laufen, Gottesdienst mit Niklaus Klose.

Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Thierstein Gottesdienste: Maskenpflicht! Bis 50 Personen ohne Covid-Zertifikat! Anmeldung hilfreich! Donnerstag, 7. Oktober, 10.00 Uhr, Dachkapelle im Alters- und Pflegeheim Stäglen, Nunningen, ref. Gottesdienst, Pfr. Stéphane Barth.

Die Abdankung findet am Freitag, 8. Oktober 2021 um 14.00 Uhr, in der Röm.-kath. Kirche in Laufen statt. Gemäss den Bestimmungen des BAG gilt Zertifikatspflicht. Anstelle von Blumen berücksichtige man die Kinderspitex Nordwestschweiz, IBAN CH09 0878 5016 0009 5400 0, Vermerk: Esther Jermann-Schmidlin. Traueradresse: Thomas Hofstetter, Drosselweg 16, 4242 Laufen

Donnerstag, 7. Oktober, 15.30 Uhr, Aktivierung im Alters- und Pflegezentrum Bodenacker, Breitenbach, ref. Gottesdienst, Pfr. Stéphane Barth.

Dein Licht auf Erden ist erloschen. Am Himmel glänzt ein neuer Stern.

Sonntag, 10. Oktober, kein Gottesdienst.

Nach einem kurzen Spitalaufenthalt ist unsere Mutter, Gross- und Urgrossmutter friedlich eingeschlafen.

Kirchgemeinderat: Hilft bei mat. Notlagen und Covid-19 bedingter Einbussen: Tel. 061 781 12 50.

Unser Herz kennt den Weg

Traurig nehmen wir Abschied von

Toni Grolimund Weidli Toni

10. März 1935 – 24. September 2021 Er durfte nach einem erfüllten Leben einschlafen.

In liebevoller Erinnerung Neffe und Nichten: Fränzi und Richi, Christoph, Rosi, Elsi und Sandra Freunde, Cousin, Verwandte, Göttikinder und alle Weggefährten Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am Freitag, 15.10.2021 um 14.30 Uhr in der Pfarrkirche Oberkirch in Zullwil/ Nunningen statt. (Es besteht eine Zertifikatspflicht.) Ein besonderer Dank an das Alters- und Pflegeheim Stäglen in Nunningen für die liebevolle und hilfsbereite Betreuung. Traueradresse: Franziska Grolimund Hunn, Walterswilerstrasse 27, 5746 Walterswil

Zullwil, 4. Oktober 2021 Traurig, jedoch mit Dankbarkeit für geleistete Arbeiten für unseren Verein, nehmen wir Abschied von

Sonntag, 17. Oktober, 10.15 Uhr, ref. Kirche Thierstein, Breitenbach, Gottesdienst, Pfrn. Barbara Jansen, Org. Ingrid Mayr. Vertretung im Pfarramt: Pfr. Stéphane Barth wird im Pfarramt vertreten: – 9. bis 16. Okt. von Pfrn. Christine Surbeck aus Basel. Tel. 061 691 92 89 / 078 805 27 24. – 16. bis 23. Okt. von Pfarrehepaar Barbara / Reiner Jansen aus Frenkendorf. Tel. 061 901 20 62 / 079 361 57 35. Alle drei sind für Beerdigungen u. Seelsorge da.

Manchmal ist es wichtig Sich auf die Reise zu machen Loszulassen und mutig zu sein

Anton Grolimund Ehrenpräsident

Greti Studer-Laffer

Toni war seit 1973 Mitglied und ab 1979 bis 2004 Präsident des VVZ. Du wirst uns fehlen, aber Deine Ideen und Impulse leben weiter.

3. 3. 1940 – 1. 10. 2021

In stiller Trauer Esther Müller mit Vegard Alex und Ingrid Studer Markus und Nathalie Studer mit Sophia und Matteo Yvonne und Ramiro Kübler mit Benjamin Vanessa Kübler und Jonas Allemann Traueradresse: Esther Müller, Brügglimattweg 2, 4226 Breitenbach Der Abdankungsgottesdienst findet am 13. Oktober 2021, 14.00 Uhr in der Katholischen Kirche Breitenbach statt. Gilt als Leidzirkular.

Verkehrs- und Verschönerungsverein 4234 Zullwil

Man sieht die Sonne untergehen und erschrickt doch, wenn es plötzlich dunkel ist.

Traurig nehmen wir Abschied von meiner geliebten Ehefrau, von unserem lieben Mami, Schwiegermutter, Grossmami, Schwägerin, Tante und Gotte

Regula Joppich-Kuhn 20. 7. 1951 - 13. 9. 2021

Und am Ende meiner Reise hält der Ewige die Hände und er winkt und lächelt leise – und die Reise ist zu Ende. Matthias Claudius

Traurig nehmen wir Abschied von unserem Mami, Grossmami und Urgrossmami

Hedy Währy

12. Februar 1926 – 3. Oktober 2021 Am Sonntagmorgen ist sie im Alter von 95 Jahren friedlich eingeschlafen. 4226 Breitenbach, 3. Oktober 2021 Alice-Vogt-Strasse 6

Anne-Marie Roth-Währy und Familien Heiner Währy und Familien Auf Wunsch der Verstorbenen finden die Trauerfeier und die Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis statt.

Du zeigst mir den Pfad zum Leben. Vor deinem Angesicht herrscht Freude und Fülle, zu deiner Rechten Wonne für alle Zeit. Psalm 16, 11

Nach schwerer Krankheit, jedoch unerwartet rasch, durfte sie in ihrem 71. Lebensjahr friedlich einschlafen. Sie war ein sehr liebevoller Mensch, bescheiden für sich, grossherzig gegenüber anderen und hinterlässt in unserer Familie eine grosse Lücke. Viele unvergessliche Momente, die wir mit ihr erleben durften, werden uns stets in Erinnerung bleiben. In ewiger Liebe und Dankbarkeit für Dein wundervolles Sein – wir werden Dich vermissen und nie vergessen.

Markus Joppich Christian und Stephanie Joppich mit Neal Pamela Joppich Esthi und Markus Häberli-Joppich Verwandte und Anverwandte Die Abdankung findet am Dienstag, 12. Oktober 2021, um 14.30 Uhr in der ökumenischen Kirche in Flüh, Buttiweg 26, 4112 Flüh statt. Die Urne wird im engen Familienkreis beigesetzt. Anstelle von Blumen gedenke man der Krebsliga beider Basel, CH11 0900 0000 4002 8150 6. Traueradresse: Markus Joppich, Metzerlenstrasse 4, 4118 Rodersdorf


Donnerstag, 7. Oktober 2021 Nr. 40

Weiterhin Energiestadt?

AMTLICHE MITTEILUNGEN Aus der Stadtratssitzung vom 4. Oktober 2021 Der Stadtrat hat an seiner letzten Sitzung u.a. folgende Geschäfte behandelt und Beschlüsse gefasst: • Vom Standortgesuch für einen Take-AwayBetrieb in der Ritzimatt wurde – vorbehältlich der Bewilligung des separaten Baugesuchs – zu Handen des Kantons zustimmend Kenntnis genommen.

• Die vorübergehende Allmendbenutzung in der Altstadt für ein «PopUp» wurde einem Gastrounternehmer bewilligt. • Ein Einbürgerungsgesuch wurde gutgeheissen und mit zustimmendem Antrag an die Sicherheitsdirektion des Kantons weitergeleitet.

Baugesuche, Auflage vom 7. bis 18. Oktober 2021 BG-Nr. 1877/2021. Bauherrschaft: Metzger Nadine u. Cédric / Weststrasse 13 / 4242 Laufen. Projekt: Um- und Anbau Wohnhaus / Carport, Parz. 2257, Delsbergerstrasse 140, 4242 Laufen. Projektverfasser/in: Raumwunder-Sander Architektur GmbH / Fabrikweg 2, 4227 Büsserach BG-Nr. 0827/2021. Bauherrschaft: EDAL

Invest AG / Glärnischstrasse 13 / 9500 Wil. Projekt: Terassenhäuser mit Autoeinstellhalle, Neuauflage: geändertes Projekt, Parz. 901, 902, 2654, Allmendweg, 4242 Laufen. Projektverfasser/in: Atelier 061 GmbH / Baslerstrasse 62, 4123 Allschwil Begründete Einsprachen sind mit der Baugesuchs-Nummer versehen, innerhalb der Auflagefrist in drei Exemplaren an das Bauinspektorat Liestal, Rheinstrasse 29, 4410 Liestal zu richten.

Nur nichts machen ist falsch nen. Bei diesen handelt es sich um Laien oder Berufsleute, die in den Grundlagen der Reanimation geschult sind. Im Kanton Baselland befindet sich das Netzwerk von Ersthelfenden für Herz-KreislaufNotfälle im Aufbau. Die Baselbieter Regierung hat dafür mit dem Kantonsspital Baselland (KSBL) und der Stiftung Ersthelfer Nordwestschweiz eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen und Ausgaben von 381 000 Franken für die Jahre 2021 bis 2023 bewilligt. Stadtpräsident Pascal Bolliger nahm das Gerät von Céline Marchon dankend entgegen, in der Hoffnung, dass man es trotz allem nie benutzen müsse.

Auch Laien können helfen

Geschenk: Die Geschäftsführerin der Stiftung Ersthelfer Nordwestschweiz Céline Marchon übergibt Stadtpräsident Pascal Bolliger den Defibrillator. FOTOS: STL

Seit letzter Woche hängt im Stedtli der erste frei zugängliche Defibrillator auf Stadtgebiet. Gestiftet wurde er von der Stiftung Ersthelfer Nordwestschweiz. Ein Defibrillator kann Leben retten. Und manchmal entscheiden Minuten oder sogar Sekunden über Leben und Tod. Nach dem Absetzen eines Notrufs bis zur Ankunft von fachkundigen Rettungssanitätern verstreicht viel wertvolle Zeit, welche Helfende überbrücken müssen. Ein Defibrillator kann hier eine lebensrettende Unterstützung bieten. Viele Firmen, öffentliche Plätze und Gebäude sind darum mittlerweile mit automatisierten externen Defibrillatoren zur Ersten Hilfe ausgestattet. In Laufen befindet sich bereits ein frei zugänglicher Defibrillator

Öffentlich zugängliche Geräte retten mehr Leben

Arbeiten amtliche Vermessung im Baugebiet Neben der Erneuerung der amtlichen Vermessung ausserhalb des Baugebiets (Los 9) haben in den letzten Jahren auch im Baugebiet eine Vielzahl von weiteren Arbeiten stattgefunden. Dabei handelt es sich insbesondere um die Aufteilung der Gebäude, gestützt auf dem Gebäude- und Wohnungsregister (GWR), und um den Abgleich infolge der Entwicklung des Dateninhaltes in der amtlichen Vermessung (zum Beispiel die Einführung der Information Einstellhalle, Trottoir oder Verkehrsinsel). Gestützt auf Art. 28 der Verordnung über die Amtliche Vermessung (VAV vom 18.11.1992) werden die Daten der amtlichen Vermessung über das Baugebiet der Gemeinde Laufen im kantonalen Geoinformationssystem GeoView BL öffentlich aufgelegt (Informationen über den Plan für das Grundbuch und die Grundstückbeschreibung). Der Plan für das Grundbuch beinhaltet die vorschriftsgemässen und harmonisierten Bestandteile der amtlichen

Die Geräte sind so konzipiert, dass auch Laien damit umgehen können, die Helfenden werden über eine eingebaute Sprachfunktion angeleitet, was die Anwendung sehr erleichtert. Schritt für Schritt wird erklärt, was im Fall eines

Herzstillstandes zu tun ist. Von Vorteil ist, wenn mehrere Personen anwesend sind. So kann die eine Person bereits mit der Herzdruckmassage starten, während die anderen Ersthelfer die 112 anrufen und den Defibrillator holen. Wer jedoch alleine Erste Hilfe leisten muss, beginnt nach dem Notruf direkt mit der Herzdruckmassage. Céline Marchon betonte, dass man mit einem Defibrillator eigentlich nichts falsch machen könne. Die Anleitung sei klar und unmissverständlich und schlage ein Herz in einem normalen Takt, lasse sich das Gerät gar nicht erst in Betrieb nehmen bzw. es würden keine Stromstösse aktiviert. Anlässlich der Inbetriebnahme des neuen Defibrillators ermöglichte die Stiftung Ersthelfer Nordwestschweiz vor dem Stadthaus, allen Interessierten ein solches Gerät auszuprobieren und damit auch Hemmschwellen abzubauen. Von dieser Gelegenheit wurde rege Gebraucht gemacht. (stl)

bei der reformierten Kirche am Schutzrain 15, ebenso in abgetrennten Bereichen wie z. B. in den Schulhäusern, im Stadthaus oder im Schwimmbad. Neu steht der Bevölkerung im Stedtli ein weiterer frei zugänglicher Defibrillator für die erste Hilfe zur Verfügung. Montiert wurde er letzte Woche, anlässlich des Weltherztages vom 29. September, gleich neben dem Anschlagbrett beim Obertor. Ein Dank geht diesbezüglich an die Grundeigentümer Frau Rita Spindler und Herr Hans-Jörg Borer.

Gestiftet wurde das Gerät von der Stiftung Ersthelfer Nordwestschweiz. Geschäftsführerin Céline Marchon zeigte sich erfreut darüber, dass nun auch in Laufen ein frei zugängliches Gerät hängt. Sie wünscht sich aber noch mehr Defibrillatoren im öffentlichen Raum, welche nicht zuletzt auch von den sogenannten «First Responder» genutzt werden kön-

Vermessung (Fixpunkte, Grundstücke, Bodenbedeckung, Einzelobjekte, Nomenklatur etc.). Die Grundstückbeschreibung enthält pro Grundstück Angaben über die Fläche, die Gebäude mit Adresse und die weiteren Bodenbedeckungsarten sowie den Flurnamen. Die Daten sind für jedermann im kantonalen Geoinformationssystem GeoView BL einsehbar. Die Wegleitung zur Grundstückbeschreibung dazu befindet sich unter www.agi.bl.ch / Amtliche Vermessung / Weitere Informationen / Wegleitung Grundstückbeschreibung. Die Anzeige dauert vom 7. Oktober bis 5. November 2021. Bei Fragen oder Anmerkungen wende man sich an das Amt für Geoinformation (061 552 56 73 oder geoinformation@bl.ch). Nach Abschluss des Anzeigeverfahrens werden das Grundbuchamt und die Gemeinde diese Ergebnisse in ihren Akten nachtragen.

Amt für Geoinformation

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Einfache Anwendung: Eine Mitarbeiterin der Stiftung Ersthelfer Nordwestschweiz erklärte den Mitarbeitern der Stadtverwaltung die Nutzung des Geräts: (v.l.) Werkhofleiter Christian Richli, Leiter Technische Dienste Daniel Neuschwander, FOTO: STL Stadtverwalter Thomas Locher.

Das Label «Energiestadt» zeichnet eine Stadt oder Gemeinde aus, die überdurchschnittliche Anstrengungen im Bereich ihrer kommunalen Energie- und Klimapolitik – natürlich in Abhängigkeit der vorhandenen Handlungsspielräume – unternommen hat. Das Hauptaugenmerk des Labels ist die Umsetzung der Ziele der Energiestrategie 2050 sowie kantonaler Energiestrategien auf kommunaler Ebene im Rahmen eines nachhaltigen, langfristig wirkenden Prozesses. Um die Qualität und das kontinuierliche Engagement einer Gemeinde zu bestätigen, findet alle vier Jahre ein Re-Audit (Prüfung) statt. Am 16. September 2021 durften wir zusammen mit unserem Energieberater, Herr Stephan Lingenhel, gegenüber Vertretern der Labelkommission die umgesetzten Massnahmen der Periode 2018–2021 in den Bereichen Mobilität, Ver- und Entsorgung, kommunale Gebäude und Anlagen, Kooperation und Kommunikation, interne Organisation und Raumordnung vorstellen. Die Abgabe kostenloser LED-Lampen an die Bevölkerung, die Durchführung des Neophytentags mit Schülern, der Bau einer Unterflursammelstelle beim Diebach oder die Ersatzbeschaffung eines Dieselstaplers durch einen Elektrostapler für den Werkhof sind nur einige der vielen umgesetzten Massnahmen. Sie erinnern sich bestimmt noch über meinen «Fahnenbericht» im Frühsommer. Damit wir die Energiestadtfahne weiterhin schwenken dürfen, erläuterten wir das Aktivitätenprogramm für die Periode 2022–2025. Die Aktivitäten und Massnahmen wie beispielsweise die Installation einer PV-Anlage, finanziert aus dem Energiefonds, oder die Senkung der Betriebskosten unserer Freizeiteinrichtungen durch Energieeinsparungen wurden in der Umweltkommission erarbeitet. Vielen Dank an die Umweltkommission! Die Bewertung seitens Labelkommission erwarten wir gegen Ende Jahr. Dann wissen wir, ob wir uns weitere vier Jahre «Energiestadt» nennen dürfen. Um die Wartezeit zu verkürzen, empfehle ich Ihnen, unsere neue Rubrik «Umweltkommission» auf der Homepage der Stadt Laufen zu besuchen. Nützliche Tipps und Tricks rund ums Thema Energie und Umwelt stehen zur Verfügung. Ein kleiner Tipp vorweg: Stellen auch Sie die Rechnungen der Stadt Laufen auf eBill (elektronische Rechnung) um und entlasten Sie die Umwelt wie auch die Budgetposition «Porto- und Kommunikationskosten».

CÉDRIC JEANBOURQUIN, STADTRAT

In Gedenken an ein dunkles Kapitel Noch bis in die Achtzigerjahre kam es zu sogenannten «fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen». Im Kanton Baselland soll diesem dunklen Kapitel der Schweizer Geschichte gedacht werden. Zu den Massnahmen gehörten Einweisungen in geschlossene Institutionen oder Strafanstalten, Zwangskastrationen und -sterilisierungen, Zwangsabtreibungen oder Zwangsadoptionen sowie Fremdplatzierungen in Kinder- und Jugendheimen, bei Pflegefamilien oder Bauern (Verdingung). Solche Fremdplatzierungen erfolgten auf privater Basis oder sogar unmittelbar durch Behörden — zumindest waren die Behörden häufig Mitwisser. Die hauptsächlichen Gründe für Fremdplatzierungen waren Armut, Verlust eines oder beider Elternteile, uneheliche Geburt, Scheidung der Eltern oder Anpassungsschwierigkeiten der Kinder und Jugendlichen in der Ausbildung.

Ort der Erinnerung: Die Gedenken-Bank steht vor dem Stadthaus. Nicht alle fremdplatzierten Kinder und Jugendlichen wurden im Heim oder in der Pflegefamilie schlecht behandelt. Ein erheblicher Teil von ihnen wurde aber an ihrem neuen Lebensort Opfer von physischer, psychischer oder sexueller Gewalt, wirtschaftlicher Ausbeutung, sozialer Stigmatisierung und aktiver Be-

FOTO: STL

hinderung der persönlichen Entwicklung. Zum Gedenken an die Opfer dieser Massnahmen wurden im ganzen Kanton insgesamt 13 Sitzbänke aufgestellt, eine davon bereits vor einigen Wochen in Laufen vor dem Stadthaus. Die Bänke sollen Orte der Begegnung sein und zum Verweilen und Nachdenken anregen. (stl)


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Donnerstag, 7. Oktober 2021 Nr. 40

Ärztlicher Notfalldienst Telefon 061 261 15 15 Unter dieser Nummer erreichen Sie in Notfällen den diensttuenden Arzt, Kinderarzt und Zahnarzt in Baselland sowie in den Solothurner Bezirken Thierstein und Dorneck Telefon 0848 112 112 Bitte versuchen Sie zuerst, Ihren Hausarzt zu erreichen.

Meine Kräfte sind am Ende. Herr, nimm mich in deine Hände.

Benno Oser-Stebler 21. 9. 1932 bis 27. 9. 2021 Er hinterlässt eine grosse Lücke und wird uns fehlen.

Dora Oser Stebler Martin Verwandte und Bekannte

Dr. med. Heinz Schön

FMH Innere Medizin Dorfzentrum Tramschlaufe Aesch Tel. 061 751 63 78 www.dr-schoen.ch Zurück am Montag, 11. Oktober 2021

Baupublikation

Bauherr: Geiger Matthias, Wydenweg 1, 4112 Flüh Projektverfasser: Geiger Matthias, Wydenweg 1, 4112 Flüh Bauobjekt: Gartenhaus Bauplatz: Wydenweg 1, 4112 Flüh Bauparzelle: 3246 Planauflage: Gemeinde Hofstetten-Flüh, Abteilung Bau-, Umwelt- und Raumplanung, Neuer Weg 7, 4114 Hofstetten SO Einsprachefrist: 7. 10. 2021 – 21. 10. 2021

Baupublikation

Bauherr: Böhringer Martin, Wydenweg 15, 4112 Flüh, Baudisch Kristin, Wydenweg 15, 4112 Flüh Projektverfasser: Böhringer Martin, Wydenweg 15, 4112 Flüh Bauobjekt: Sichtschutzwand Bauplatz: Wydenweg 15, 4112 Flüh Bauparzelle, GB-Nr.: 3475 Planauflage: Gemeinde Hofstetten-Flüh, Abteilung Bau-, Umwelt- und Raumplanung, Neuer Weg 7, 4114 Hofstetten SO Einsprachefrist: 7. 10. 2021 – 21. 10. 2021

Baupublikation

Bauherr: Wallier-Eberle Angelina und Johann, Steinrain 12, 4112 Flüh Projektverfasser: Wallier-Eberle Angelina und Johann, Steinrain 12, 4112 Flüh Bauobjekt: Gartenhaus, bereits erstellt Bauplatz: Steinrain 12, 4114 Hofstetten SO Bauparzelle, GB-Nr.: 816 Planauflage: Gemeinde Hofstetten-Flüh, Abteilung Bau-, Umwelt- und Raumplanung, Neuer Weg 7, 4114 Hofstetten SO Einsprachefrist: 7. 10. 2021 – 21. 10. 2021

Nuglar-St. Pantaleon

Baupublikation

Bauobjekt: 21-048 Wärmepumpe Grundbuch-Nr.: 2559 Adresse: Oberdorfstr. 77, 4412 Nuglar Gesuchsteller: Franco und Annina Seminaroti Oberdorfstr. 77, 4412 Nuglar Grundeigentümer: Gesuchsteller Planverfasser: Gesuchsteller Datum Baugesuch: 7.10.2021 Planauflage: Gemeindeverwaltung NuglarSt.Pantaleon Einsprachefrist: 21. Oktober 2021 Einsprachen sind in 3-facher Ausfertigung einzureichen.

Baupublikation

Bauherr: 21-049 Gartenzaun (nachträgliches Baugesuch) Grundbuch-Nr.: 2902 + 2915 Adresse: Drissetstrasse 17, 4412 Nuglar Gesuchsteller: Andreas Schlittler Drissetstrasse 17, 4412 Nuglar Grundeigentümer: Gesuchsteller Planverfasser: Gesuchsteller Datum Baugesuch: 7. Oktober 2021 Planauflage: Gemeindeverwaltung Nuglar – St. Pantaleon Einsprachefrist: 21. Oktober 2021 Einsprachen sind in 3-facher Ausfertigung einzureichen.

Betreibungsamtliche Liegenschaftssteigerung Infolge Betreibung auf Grundpfandverwertung wird am 10. November 2021, um 15.00 Uhr auf dem Betreibungsamt Dorneck, Amthausstrasse 15, 4143 Dornach, Parterre, Raum 009, öffentlich versteigert: Grundbuch: Hofstetten-Flüh Nr. 634 463 m2, Rotläng Wohnhaus im Rötländ 6, 4112 Flüh Vers. Wert (100 %) Fr. 511'400.00 Aktueller amtlicher Wert Fr. 168'800.00 Betreibungsamtliche Schätzung Fr. 1'338'000.00

Traueradresse: Dora Oser, Hauptstrasse 64, 4204 Himmelried Gilt als Leidzirkular.

Hofstetten-Flüh

Hofstetten-Flüh

Du warst im Leben so bescheiden, schlicht und einfach lebtest Du, mit allem warst Du stets zufrieden, hab Dank – wir gönnen Dir die Ruh.

Mit vielen schönen Erinnerungen nehmen wir Abschied von meinem lieben Ehemann und unserem Vati

Franz Borer-Henz 26. 2. 1933 – 1. 10. 2021 Wir vermissen Dich und danken Dir für alles, was Du für uns getan hast.

Trudi Borer-Henz Rainer Borer und Marita Ritter mit Tanja Dieter und Evelyne Borer mit Ramani Rolf und Helga Borer mit Dominik und Monica, Delia und Rafi mit Lucy, Cyrill und Linda Christa Borer und Jürgen Kaiser mit Samira und Jannick, Nicola und Kerstin Stefan und Corinne Borer-Kofmel Gerold Borer Geschwister und Verwandte Die Trauerfeier findet am Dienstag, 12. Oktober 2021 um 14.30 Uhr in der Kirche Himmelried statt (Covid-Zertifikatspflicht). Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis. Traueradresse: Trudi Borer-Henz, Im Latschget 217, 4204 Himmelried Anstelle von Blumen gedenke man dem Antoniushaus in Solothurn.

Besichtigungstermin:

auf Anfrage beim Betreibungsamt

Das Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland vom 16. Dezember 1983 findet Anwendung. Zahlungsmodalitäten: Vor dem Zuschlag ist, ohne Anrechnung an den Erwerbspreis, für diverse Kosten und Handänderungssteuer eine Baranzahlung von Fr. 38'000.00 zu leisten. Bankchecks einer Grossbank oder ansässigen Lokalbank werden angenommen. Für die Steigerungssumme hat der Ersteigerer einen genügenden Finanzierungsausweis vorzulegen. Steigerungsbedingungen und Lastenverzeichnis liegen beim unterzeichneten Betreibungsamt vom 6. Oktober bis 15. Oktober 2021 zur Einsicht auf. Betreibungsamt Dorneck Telefon 061 704 70 26

Witterswil

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Bauherrschaft: S. & B. Angly, Im Bohnacker 39, 4108 Witterswil Bauobjekt: Baugesuch Nr. 2021-39 Abbruch Pool; Neubau Bio-Schwimmteich Projektverfasser: Salamander Naturgarten AG Schachenstrasse 34, 5012 Schönenwerd Bauplatz: Im Bohnacker 39 Bauparzelle: GB-Nr. 1704 Planauflage: Gemeindeverwaltung Witterswil Einsprachefrist: 21. Oktober 2021

Bauherrschaft: Primeo Wärme AG, Weidenstrasse 27, 4142 Münchenstein Bauobjekt: Baugesuch Nr. 2021-38 Kaminverlängerung Projektverfasser: Primeo Wärme AG, Weidenstrasse 27, 4142 Münchenstein Bauplatz: Benkenstrasse 252 Bauparzelle: GB-Nr. 5086 Planauflage: Gemeindeverwaltung Witterswil Einsprachefrist: 21. Oktober 2021

Gilt als Leidzirkular.

Himmelried

Gott wird bei den Menschen wohnen, und sie werden seine Völker sein. Und abwischen wird er jede Träne von ihren Augen. Offenbarung Johannes 21, 3-4 Büsserach BAU- UND JUSTIZ DEPARTEMENT DES KANTONS SOLOTHURN

Verkehrsbeschränkung in Büsserach Breitenbacherstrasse Brückenstrasse – Obere Grabenstrasse Gestützt auf § 5 lit. d) der kantonalen Verordnung über den Strassenverkehr vom 3. März 1978 verfügt das Bau- und Justizdepartement: Wegen Werkleitungsarbeiten der Gemeinde sind im erwähnten Strassenabschnitt folgende Verkehrsmassnahmen erforderlich. – Der Verkehr wird im Baustellenbereich einspurig geführt und mittels Lichtsignalanlage mit Buspriorisierung geregelt. – Die Zufahrten zu den angrenzenden Liegenschaften im Baustellenbereich sind gewährleistet. – Der Fussgängerstreifen beim Restaurant Brüggli wird aufgehoben. – Die Ein- / Ausfahrt zu der Gemeindestrasse «Obere Grabenstrasse» wird teilweise gesperrt. – Die Ein- / Ausfahrt zu der Gemeindestrasse «Brückenstrasse» wird teilweise gesperrt. Dauer: Montag, 18. Oktober 2021 – Freitag, 25. März 2022 Gegen die verfügte Massnahme kann innert 10 Tagen beim Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn, Amthaus 1, 4502 Solothurn, schriftlich Beschwerde eingereicht werden. Die Beschwerde soll einen Antrag und eine Begründung enthalten. Die Signalisation wird durch den Unternehmer im Einvernehmen mit dem Kreisbauamt III, Dornach, und der Kantonspolizei, Abteilung Verkehrstechnik, vorgenommen. Die zuständigen Polizeiorgane werden mit der Verkehrskontrolle beauftragt. Solothurn, 8. Oktober 2021 kai/zea Bau- und Justizdepartement Der Kantonsingenieur Peter Heiniger

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Bauherr: Stefan Borer, Kirchweg 160, 4204 Himmelried Projektverfasser: Stefan Borer, Kirchweg 160, 4204 Himmelried Bauvorhaben: Biodiversitätsförderfläche Bauort: Burghollen (Landwirtschaftszone) Bauparzelle: GB-Nr. 1565, 1568 Planauflage: Gemeindeverwaltung Himmelried Beantragte Ausnahmen: keine Einsprachefrist: 21. Oktober 2021

Bauherrschaft: M. & P. Woodtli, Im Hofacker 19, 4108 Witterswil Bauobjekt: Baugesuch Nr. 2021-36 Luft- /Wasser-Wärmepumpe Projektverfasser: Heizungsmacher AG, Wassergrabe 14, 6210 Sursee Bauplatz: Im Hofacker 19 Bauparzelle: GB-Nr. 1428 Planauflage: Gemeindeverwaltung Witterswil Einsprachefrist: 21. Oktober 2021

Bauherrschaft: Henry Knäbel Weisskirchweg 9, 4108 Witterswil Bauobjekt: Baugesuch Nr. 2021-40 Luft-/Wasser-Wärmepumpe Projektverfasser: HSR Heizungsservice Riehen GmbH, Grendelgasse 14, 4125 Riehen Bauplatz: Weisskirchweg 9 Bauparzelle: GB-Nr. 1242 Planauflage: Gemeindeverwaltung Witterswil Einsprachefrist: 21. Oktober 2021

Metzerlen-Mariastein

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Bauherrschaft: Gemeinde Metzerlen-Mariastein, Rotbergstrasse 1, 4116 Metzerlen Bauprojekt: Neubau Bushaltestelle Allmendhalle Bauort: Allmendstrasse 26, 4116 Metzerlen Bauparzelle: GB-Nr. 1921 (ÖBA) Projektverfasser: Ingenieurbüro Märki AG, Bahnhofstrasse 21, 4106 Therwil Planauflage: Gemeindeverwaltung Metzerlen (nach telefonischer Voranmeldung) Einsprachefrist: 21. Oktober 2021


THIERSTEIN

Donnerstag, 7. Oktober 2021 Nr. 40

KLEINLÜT ZEL

ERSCHWIL

Verunsicherung aus der Welt schaffen

Milde Lüfte tragen Zugvögel südwärts

In der Gemeinde Kleinlützel gab es Fragen zur «Häckselgebühr für alle». Jetzt flattert von der Gemeinde nicht nur die Rechnung, sondern auch ein Informationsblatt ins Haus. Bea Asper Die Gemeindeverwaltung von Kleinlützel erhebt im Rahmen der Rechnungen für Wasser und Abwasser auch eine Gebühr für Häckseldienst. Dies löste eine Debatte aus, weil einige Betroffene diesen Dienst gar nicht in Anspruch nehmen. Sie setzen auf die Entsorgung im eigenen Garten im Kompost-Verfahren. Einwohnerin Kathrin Bachmann vermisste bei der Handhabung der Gemeinde die strikte Anwendung des Verursacherprinzips und ging der Rechtslage auf den Grund. Vom Kanton Solothurn erhielt sie im Frühjahr dieses Jahres die Auskunft, dass die Gemeinden bei der Entsorgung von Abfällen Regelungen treffen, welche die Gebühren in die Abhängigkeit der Menge stellen und verbleibende Entsorgungskosten durch eine Pauschale decken. Die Reglemente müssten aber vom Kanton Solothurn jeweils genehmigt werden. Im Fall von Kleinlützel habe die Gemeindeversammlung im Dezember 1993 das heute geltende Abfallreglement beschlossen und das zuständige Volksdepartement habe dieses am 24. Januar 1994 genehmigt. Gemäss Unterlagen habe seither kein Departement eine Änderung des Abfallreglements genehmigt. «Insbesondere wurden die Häckselgebühren gemäss Auszug aus dem Protokoll des Gemeinderates Kleinlützel vom 3. Dezember nie genehmigt. Die Gebühren für den Häckseldienst sind daher ungültig.» Hingegen sei die Gemeinde berechtigt, anfallende Kosten für die Abfallentsorgung über eine Grundgebühr in Rechnung zu stellen, wobei die Höhe dieser Grundgebühr jeweils von der Budget-Gemeindeversammlung festgelegt werde. Zusammenfassend stellte die Juristin beim Kanton

fest: «Als Einwohnerin müssen Sie aufgrund des heute geltenden Abfallreglementes zwar keine Gebühr für den Häckseldienst bezahlen, dafür aber eine Grundgebühr.»

Sachverhalt richtiggestellt

Nachdem die Thematik in diesem Sommer von der BaZ und dem Westwind aufgegriffen worden war, erhielt die Einwohnerschaft von Kleinlützel vom Gemeinderat nun ein Informationsblatt zugestellt. Dieses soll die Verunsicherung über die Rechtmässigkeit der erhobenen Gebühr aus der Welt schaffen. «Es ist mir wichtig, den Sachverhalt richtigzustellen», hält Gemeindepräsident Martin Borer fest. Im BaZ-Artikel sei dargestellt worden, «als hätte ich die Gemeinde und die Reglemente nicht im Griff». Dem hält Borer entgegen: «Die heute geltenden Grundgebühren beschloss die Gemeindeversammlung am 3. Dezember 2020. Das Bau- und Justizdepartement des Kantons Solothurn genehmigte die Grundgebühren mit Verfügung vom 27. August 2021. Mit der Genehmigung sind die Grundgebühren gültig. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sowohl das Abfallreglement als auch die Grundgebühren genehmigt sind und die Grundgebühren erhoben werden können.» Sie werden derzeit in Rechnung gestellt für die Periode vom 1. September 2020 bis 31. August 2021. Borer verweist dabei darauf, dass Kleinlützel bei der Trennung des Abfalls bereits seit Jahrzehnten auf eine Grüngutabfuhr setze inklusive Häckseldienst und Feldrandkompostierung. «Grüngutabfälle gehören zu den verwertbaren Siedlungsabfällen, weshalb deren Kosten über die Grundgebühr gedeckt werden müssen», führt Borer aus. «Die Abfallgebühren setzen sich aus den KelsagSackgebühren und einer Grundgebühr zusammen», erklärt Borer. Die Höhe dieser Grundgebühr wird jeweils an der Budget-Gemeindeversammlung beschlossen. Ob die Fragen geklärt sind, wird die nächste Gemeindeversammlung zeigen.

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Wie jedes Jahr versammelten sich am vergangenen Sonntag Familien, Ornithologen und Vogelfreunde auf dem Gupf, um die vorbeifliegenden Zugvögel zu beobachten und zu zählen. Ringeltauben, Stare, Buchfinken und viele andere machten sich auf die lange Reise. Jürg Jeanloz Acht Waldkäuze waren zu hören, als Theo Walser, Präsident des Natur- und Vogelschutzvereins Erschwil, bei Sonnenaufgang den Gupf erklomm. Fast unheimlich ertönte ihr lang gezogenes «Huhuhu», mit welchem sie ihr Revier abstecken und verteidigen. Zu hören waren auch der Zaunkönig und der Grünspecht, ein Zeichen, dass auf dem Gupf die Natur noch im Gleichgewicht ist.

Angenehmes Flugwetter

«Wir haben gutes Flugwetter», erklärte Walser, der mit seinem Feldstecher immer wieder den Himmel absuchte, um Vögel zu erkennen. Eindrucksvolle Wolken hingen über dem Land, es blies ein angenehm warmer Wind. Damit flogen die Vögel wesentlich tiefer als bei Sonnenschein und sie nutzten den Wind, um mühelos nach Süden zu kommen. Besonders die Mäusebussarde und Rotmilane kreisten über dem Gupf und boten ein fesselndes Spektakel. Aber auch die Gäste freuten sich über die günstigen Verhältnisse, auch wenn einmal ein paar Tropfen fielen. Immer wieder liessen sich Vögel auf den umliegenden Grasflächen nieder, um nach Nahrung zu suchen und sich kurz zu erholen. Paul Walser konnte mit seinem Standfernrohr eine gelbe Schafsstelze erkennen, die auf dem Feld

Wo ist der Turmfalke?: Naturfreunde beim Beobachten der in den Süden ziehenden Vögel. FOTO: JÜRG JEANLOZ gemütlich nach Insekten pickte. Die Schafsstelze mit ihrem wippenden Schwanz ist ein Bodenbrüter und hat es in der Schweiz wegen der Überbauung besonders schwer.

Luftturbulenzen auszuweichen, und am Tag Nahrung suchen. 27 Rauchschwalben, typische Langstreckenzieher, wurden gezählt, obschon sie uns eigentlich früher verlassen sollten.

Strichliste

Gefährdete Vögel

Der Schreibende staunt immer wieder, wie Ornithologen und Fachleute die Vögel und ihr Geschlecht aus weiter Entfernung oder nach ihren Gesängen erkennen können. «2 Kernbeisser, eine Misteldrossel, 3 Wiesenpieper», tönte es in die Runde, derweil Theo Walser die Meldungen in eine Liste mit Jassstrichen eintrug. Am Sonntag wurden 1820 Buchfinken, 547 Ringeltauben, 27 Turmfalken und weitere 60 Arten gezählt. Natürlich werden auch Vögel notiert, die bei uns bleiben. So wurden 49 Eichelhäher, 3 Grünspechte, 2 Rabenkrähen und weitere Arten festgehalten. Nicht erfasst werden können Vögel wie die Singdrossel oder Grasmücke, die nachts ziehen, um

Die Vogelpopulationen und ihre Ausbreitung verraten viel über den Zustand unserer Natur. Verlust des Lebensraums durch Überbauung, intensive Landwirtschaft, Insektensterben und Besetzung des Lebensraums durch Erholungssuchende führen zu starker Dezimierung der Arten. Aber auch auf ihrem langen Weg sterben sie aus Erschöpfung, Nahrungsmangel oder illegaler Jagd. Die Klimaerwärmung hat zur Folge, dass immer mehr Vögel hierbleiben oder nur noch nach Südeuropa anstatt Afrika ziehen. Tragen wir also Sorge zu unserer Natur, damit wir auch noch in den nächsten Jahren das faszinierende Schauspiel der ziehenden Vögel erleben können.

ERSCHWIL

Die Schweizer Rapper Lo&Leduc kennen Dank Gago Erschwil Während zweieinhalb Jahren waren Lo&Leduc alias Häberli Oggier mit ihrer multimedialen Lesung «Wörter wie wir» in der Schweiz unterwegs. Einer der Hauptpersonen in ihrem Programm ist Georg Grolimund. Für die Videoclips wurde auch in Erschwil gedreht.

mache ihm nichts aus, sagt Grolimund, er könne gut über sich selbst lachen. Humor dürfe sein. Mühe habe er mit jenen, die auf ihn neidisch seien und böse Kommentare auf Facebook schreiben. Sieben der 46 Lesungen — die letzten fanden diesen September unter anderem in der Mühle Hunziken, im Kofmehl in Solothurn und im Kaufleuten in Zürich statt — besuchte Gago zusammen mit 50 Freunden und Bekannten. «Es war der Hammer. Dieses Erlebnis werde ich nie vergessen. Ich bin stolz, dass ich zu diesem Programm beitragen durfte. Spannend war es, wenn die Zuschauerinnen und Zuschauer merkten, dass der von der Leinwand auch im Publikum sitzt», lacht Gago. Und es wäre nicht Gago, wenn er nicht diese Begegnungen mit den Rappern dokumentieren würde. Er versprach den beiden jedoch, erst nach der letzten Vorstellung ausführlich darüberzuschreiben. So werden ab November auf seiner Website und auf Facebook die Erlebnisse mit Lo&Leduc sowie Kurzfilme zu finden sein. Bereits arbeitet Gago auch an seinem dritten Alpengroupies-Buch. Es erscheint im Frühling 2027.

Gaby Walther «Vor drei Jahren erhielt ich über den Facebook Messenger eine Nachricht von Lo&Leduc. Sie wollten sich mit mir treffen», erzählt Georg Grolimund. «Ich war natürlich sehr überrascht und konnte das am Anfang kaum glauben.» Die berühmten Schweizer Mundartrapper waren am Erarbeiten einer multimedialen Lesung zum Thema «Panther». Als Häberli Oggier wollten sie Geschichten über die Eigenschaften der viertgrössten Raubkatze der Welt, über Angst, wie sie funktioniert, und darüber, was das Ganze eigentlich mit Sprache zu tun hat, erzählen. Bei ihren Recherchen stiessen sie auf Grolimund. Im Mai 2012 war ein medialer Rummel um ihn und Erschwil entstanden. Denn, nachdem bereits verschiedene Medien über eine Panthersichtung in Kestenholz, Wolfwil und Oensingen berichtet hatten, meldete sich Grolimund beim Blick. Er war sich zu 80 Prozent sicher, den Panther spätnachts vor seinem Haus in Erschwil gesehen zu haben.

Alpengroupies und Panthergeschichte

Die Panthergeschichte ist jedoch nur ein Nebenschauplatz in Grolimunds Leben. Gago, wie er von seinen Freunden genannt wird, gründete vor 35 Jahren die Alpengroupies. In zwei umfangreichen

Dreharbeiten: (v.r.) Georg Grolimund erzählt Lorenz Häberli und Luc Oggier, dass er an dieser Stelle in Erschwil im Mai 2012 wahrscheinlich einen Panther gesehen habe. FOTO: ZVG, 1. FEBRUAR 2019 Büchern und auf seiner Website dokumentierte er die über 200 Wanderungen, Hochtouren, Ausflüge und Anlässe, die er organisiert hatte. Aber auch wichtige Ereignisse, die ihn auf irgendeine Weise betreffen, beschreibt er tagebuchmässig und ergänzt diese mit Zeitungsberichten — so auch die Panthergeschichte, welche er mit neuen Beiträgen à jour hält. Die Website ist ein Fundus für Geschichtenerzähler — und so nahmen Lorenz Häberli und Luc Oggier mit dem Vielschreiber Kontakt auf.

Flotte Typen

«Es hat einfach grossen Spass gemacht, mit diesen beiden flotten, bodenständigen jungen Typen unterwegs zu sein», erinnert sich Grolimund. Fleissig wurde in Erschwil gefilmt, nicht nur den Ort der Pantherbegegnung. Gefilmt wurden die Bergseile mitten im «Gago-Wägli», das nach ihm benannt wurde, sowie den Blick vom Hoggenchrüz hinunter nach Erschwil. Entstanden ist eine zweistündige Comedyshow, in der Gago 40 Prozent des Programms einnimmt. Da gibt

es Szenen aus Erschwil vom damaligen «Blick»-Interview und dem Video der «Solothurner Zeitung», in dem Georg Grolimund von seiner Panthersichtung erzählt. Da erscheinen Fotos vom Eigergipfel, der Brass Band Erschwil mit einem Plüschpanther, diverser Pantherwagen an der Breitenbacher und Laufner Fasnacht sowie Schnitzelbänke der «Mäldiger». Texte der Alpengroupies-Website werden rigoros auseinandergenommen. Gago wird gehörig auf die Schippe genommen und zum Globi gemacht. Das

Lesung: Lo&Leduc in der Mühle Hunziken, auf der Leinwand Georg Grolimund. FOTO: ZVG, SEPTEMBER 2021


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Die grösste Inseratekombination in der Nordwestschweiz Riehen Bettingen

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Die regionale Wochenzeitung für das Fricktal und angrenzende Gemeinden

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DORNECK/LEIMENTAL Herbstjagd hat begonnen

Ohne Jagd Bestand der Rehe nach einem Jahr verdoppelt

Ohne Jagd würde sich der Bestand dort,

Bereit für die Treibjagd: Jäger, Treiber und Jagdhunde. FOTO: ZVG

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DORNACH

K ANTON SOLOTHURN

Seit dem ersten Oktober und bis Mitte Dezember finden in den 66 Solothurner Revieren die traditionellen Herbstjagden statt. Von diesen 66 Revieren befinden sich 16 im Schwarzbubenland. Diese gehören dem Bezirk der Jagdvereinigung Dorneck-Thierstein an. Obmann ist der Rodersdorfer Andreas Doppler, der die Interessen der Jäger und Jägerinnen aus dem Schwarzbubenland beim Dachverband Revierjagd Solothurn vertritt. Die Jagd nimmt die natürlichen Sterblichkeitsfaktoren vorweg; sie kompensiert sie. Für die Jäger bedeutet das, den jagdbaren Wildtierbestand optimal an die Biotopgrösse anzupassen und dabei nur so viele Tiere zu erlegen, wie sie im nächsten Jahr durch Geburten kompensieren können. Diese Bejagung dient allein der Verringerung der Dichte, um damit den überlebenden Tieren die Lebensbedingungen zu verbessern. Der Tod einzelner Individuen ist die Grundlage für die Erhaltung der Gesamtpopulation. Wenn dies planvoll und in Übereinstimmung mit den ökologischen Gesetzmässigkeiten geschieht, ist der Tod ein starker Helfer der Artenerhaltung.

Donnerstag, 7. Oktober 2021 Nr. 40

wo keine natürlichen Feinde wie zum Beispiel der Luchs vorhanden sind, bereits nach einem Jahr fast verdoppelt haben. Die erste spürbare Auswirkung wäre, dass es vermehrt Rehe gäbe, die dem Strassenverkehr zu Opfer fielen. Ein Grund dafür ist das territoriale Verhalten der Rehe, welche die überzähligen Konkurrenten aus ihren Revieren vertreiben. Die unerfahrenen Jungtiere müssten in der Folge auf Einstandssuche gehen. Dabei wären sie gezwungen, stark befahrene Strassen zu überqueren. Die eidgenössische Statistik sagt aus, dass etwa jedes vierte Reh, in der gesamten Schweiz zwischen 7000 und 9000 Rehe, überfahren wird. Eine starke Zunahme der Populationsgrösse wäre auch mit grösseren Schäden in Wald und Flur verbunden. Im 2020 wurden die Wildschäden an den landwirtschaftlichen Kulturen kantonsweit auf gut 203 000 Franken beziffert. Davon fielen etwa ein Viertel im Bezirk DorneckThierstein an. Im Weiteren führt eine Überpopulation beim Rehwild zu Stress, weil das gewohnte Nahrungsangebot knapp und somit der für das Rehwild wichtige Äsungsrhythmus völlig durcheinandergewirbelt würde.

Möglichst schonend

Jeder Jagdverein ist sehr besorgt, dass die Jagden für das Wild und das gesamte Biotop möglichst schonend durchgeführt werden. In der Regel veranstaltet jeder Jagdverein um die acht Jagdtage. Bei Erreichen der selbstauferlegten Abschussvorgaben wird die Jagd als beendet erklärt. Sicherheit auf der Jagd ist jedes Jahr das zentrale Thema bei der Herbstjagd. Alle Abläufe bei einer Treibjagd werden diesem Aspekt untergeordnet. Somit können die üblichen Freizeitaktivitäten auch während der Jagd gefahrlos ausgeübt werden. Nichtjagende Hundebesitzer müssen gemäss Wildtierschutzverordnung ihre Hunde allerdings jederzeit unter wirksamer Kontrolle haben. Roland Büttiker

Forum Schwarzbubenland — voller Tatendrang nach Schlankheitskur Am Samstag hatte das Forum Schwarzbubenland zur Generalversammlung eingeladen. Neu amtet der Dornacher Gemeindepräsident Christian Urech im Vorstand. Caspar Reimer Es war die erste Generalversammlung, die unter der Leitung der im Januar 2021 gewählten Präsidentin Sibylle Jeker — bekannt als SVP-Kantonsrätin — durchgeführt wurde. Das Forum Schwarzbubenland sei sehr gut aufgestellt, sagte sie eingangs, aber: «Wer aufhört, besser zu werden, hört auf, gut zu sein.» So hatte das Forum Schwarzbubenland die ruhigen Monate während der Pandemie genutzt, sich von altem Ballast zu befreien und neue Projekte zu inszenieren. Mit der Auflösung der Infostelle im Neuen Theater wollte das Forum seine Organisationsstruktur weiter optimieren — die wenigen Kundenkontakte, die geringe Laufkundschaft und hohe Fixkosten hätten einen Bestand der Infostelle nicht mehr gerechtfertigt. «Sie war zwar niceto-have, hat aber letztlich unsere Kapazitäten gesprengt», sagte Vizepräsident und Leiter Arbeitsgruppe Tourismus Marcel Schenker. Seit 2020 werde das Konzept der Infopoints — also Ständer mit Informationsmaterial — verfolgt und das Angebot laufend ausgebaut. Mittlerweile sei man an sechs Standorten präsent. Die Geschäftsführung und die administrative Leitung arbeiten seit Auflösung der Infostelle im Homeoffice. Als grosser Erfolg konnte das E-BikeProjekt gefeiert werden: Gemeinsam mit Baselland Tourismus und Trailnet.ch

Voller Tatendrang: Stéphanie Erni, organisatorische Leiterin (2.v.l.) und Präsidentin Sibylle Jeker (4.v.l.) schauen positiv in die Zukunft. FOTO: CASPAR REIMER wurden an 20 Standorten E-Bike-Ladestationen aufgestellt, neue Routen ausgearbeitet und Flyer erstellt. Weiter sei eine Ausweitung des Projekts in die Nachbarkantone geplant. Von Solidarität in der Region sprach Wirtschaftsförderer Thomas Boillat, einerseits in Bezug auf Hilfe während der Pandemie, andererseits in Bezug auf den Grossbrand in Laufen im Sommer 2020, der viele KMU vor existenzielle Not stellte: «Innerhalb kurzer Zeit konnten via E-Mail und Newsletter etliche Hilfsangebote zusammengetragen werden.» Auch personell gab es im Forum Schwarzbubenland einige Änderungen zu verzeichnen: «Die Geschäftsführung hatte kurze Zeit unser Wirtschaftsförderer Thomas Boillat übernommen. Nun haben wir uns mit Stéphanie Erni für eine zuverlässige Teamplayerin entschieden», so Jeker. Neu in den Vorstand gewählt wurde der Dornacher

Gemeindepräsident Daniel Urech: «Die Gemeinden sind finanziell ein wichtiger Träger des Forums. Als Dornacher Gemeindepräsident ist es da fast eine Verpflichtung, dabei zu sein», so Urech. Das Forum Schwarzbubenland existiert seit 2015 und ging aus der Fusion der Organisationen Forum Regio Plus und Schwarzbubenland Tourismus hervor. Dem Verein gehören derzeit rund 500 Mitglieder an. Der Vorstand besteht nebst Präsidium und einem Finanzverantwortlichen aus den Leitern der Arbeitsgruppen Region, Wirtschaft, Tourismus und PR. Das Forum Schwarzbubenland ist mit wichtigen Playern vernetzt: Die Arbeitsgruppe Region betreut etwa das Sekretariat der Konferenz der Dornecker Gemeindepräsidien und der Ammännerkonferenz Thierstein. Zudem vertritt das Forum die Gemeinden im Trinationalen Eurodistrict Basel.

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Donnerstag, 7. Oktober 2021 Nr. 40

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DORNECK/LEIMENTAL

Donnerstag, 7. Oktober 2021 Nr. 40

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50 JAHRE FR AUENSTIMMRECHT

Dankbar sein und weiterkämpfen! Wenn Frauen genauso durchschnittlich sein dürfen wie Männer, dann wäre das Ziel erreicht. Wie die Solothurner alt Regierungsrätin Ruth Gisi zu dieser Aussage kommt.

Nein. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass wir unter Freundinnen darüber diskutiert hätten. Ich kann mich aber an meine Mutter erinnern, die mir resolut befahl: «Mädchen, jetzt gehst du abstimmen!» Das habe ich gemacht und habe in meinem ganzen Leben nur wenige Abstimmungen verpasst. Was hat denn Ihr politisches Interesse geweckt? Nach der Matur und einem kurzen Abstecher an die Uni arbeitete ich in der Werbe- und Verlagsbranche und als Lehrerin. Nach einigen Jahren sah ich ein, dass ich so auf keinen grünen Zweig komme. Das im Gegensatz zu den Männern, die meist früh wissen, was und wohin sie wollen. Als ich 34 Jahre alt war, begann ich deshalb Jura zu studieren und legte danach das Patent als Fürsprech und Notarin ab. Ausgerechnet der Professor für Eherecht gab uns Frauen während des Studiums zu verstehen, dass wir nicht an die Uni gehören. Das hat mich politisiert!

Gini Minonzio Am liebsten wäre es der Solothurner alt Regierungsrätin Ruth Gisi, wenn man die Frauenförderung ad acta legen könnte, weil sich das Patriarchat in weiblichen und männlichen Köpfen endgültig verabschiedet hat. Doch das wird noch ein Weilchen dauern. Die Hochwaldnerin Gisi (70) ist selber einen weiten Weg gegangen. Nach der Matura arbeitete sie in verschiedenen Berufen und hatte das Gefühl, nicht weiterzukommen. So begann sie mit 34 ihr Jus-Studium, das sie mit dem Anwaltspatent abschloss. Mit 40 wurde sie FDPGemeinderätin und mit 46 Regierungsrätin. Als Bildungsdirektorin setzte sie sich besonders für die Berufsbildung und pionierhaft für die bessere Ausbildung der Mädchen ein. Für sie war das ein Weg zu ihrem grossen Ziel: mehr Frauen mit guten Berufschancen und mehr Frauen in der Politik. Wochenblatt: Sie haben in den 90er-Jahren in der FDP dafür gearbeitet, dass sich die Frauen das nötige Rüstzeug für den Politikbetrieb aneignen. Hatten Sie nachhaltigen Erfolg? Ruth Gisi: Wir stellten zum Beispiel Rhetorikkurse auf die Beine und luden namhafte Referentinnen ein, um unser Auftreten zu optimieren. Viel gebracht hat es offensichtlich nicht. Noch immer haben Frauen tausend Ausreden und sie trauen sich nicht, ein Amt zu übernehmen. Dafür lebt das Weibchenschema zum Beispiel in den Social Media wieder auf. Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer meinte kürzlich, auf Instagram werde wieder die Frau belohnt, die hübsch dumm aus der knappen Wäsche gucke. Das stört auch mich massiv.

Bildung für mehr Selbstverantwortung und politische Ämter: Die Solothurner alt Regierungsrätin Ruth Gisi setzte sich pionierhaft für bessere Bildung der Mädchen und Frauen ein. FOTO: GINI MINONZIO Das tönt pessimistisch. Ich frage mich schon, was wir im politischen Prozess falsch gemacht haben. Manche Frauen engagieren sich nach wie vor wenig für ihren Beruf, machen sich kaum Gedanken, ob sie ihr Leben selber finanzieren können, heiraten, bekommen Kinder, lassen sich scheiden. Und dann erwarten sie, dass der Staat einspringt. Allerdings sind die Frauen mit dieser Haltung nicht allein. Für alles und jedes gibt es heute Auffangnetze. Die Sozialdemokratisierung der Gesellschaft schreitet munter voran. Selbstverantwortung ist da nicht mehr grossgeschrieben. Ob uns das guttut? Also gar nichts erreicht? Wir haben viel erreicht. Aber mit Gesetzen allein ändert man jahrhundertealte Vorstellungen, wie Männer und Frauen zu sein haben, halt nicht. Das braucht

Zeit. Es wird noch einige Generationen dauern. Ich bleibe optimistisch, wir haben nicht das Ende der Entwicklung erreicht. Und wir müssen die Männer noch mehr einbinden und nicht so tun, als wären sie Unmenschen. Was soll denn das, für alles und jedes die «alten, weissen Männer» verantwortlich zu machen? Das ist auch Rassismus. Wir sollten stolz und dankbar sein für das, was wir erreicht haben. Vor allem, wenn wir uns international vergleichen. Und der Kampf geht weiter! Als Regierungsrätin haben Sie sich besonders für die Ausbildung der Mädchen eingesetzt. Was wäre Ihr höchstes Ziel in der Frauenförderung? Das Ziel ist erreicht, wenn wir genauso durchschnittlich sein dürfen wie die Männer!

Diese Aussage ist befreiend und zugleich erschütternd. Als ich Regierungsrätin wurde, schauten Männer und Frauen(!) genau hin. Was hat die Gisi an? Wie sitzt ihre Frisur, ihre Kleidung? Wenn man in einem Regierungsteam die einzige Frau ist, ist man schon sehr ausgestellt. Das kostet zusätzlich Kraft. Ich habe mich im Vergleich zu meinen Kollegen vor allem von den Medien-Männern (Frauen gab es da ja kaum in wichtigen Positionen) benachteiligt gefühlt. Wir Frauen mussten doppelt so gut sein wie die Männer. Deshalb wollte ich alles perfekt machen. Ich musste erst mühsam lernen, aus dieser Perfektionismusfalle auszubrechen.

War es Ihr Ziel, ein politisches Amt zu übernehmen? Nein. Ich hatte in der FDP dafür gearbeitet, dass sich mehr Frauen das politische Rüstzeug holen und sich für ein Amt aufstellen lassen. 1991 wurde ich von der Ortspartei Hochwald als Kandidatin für den Gemeinderat angefragt. So sagte ich mir, dass ich ja nicht bloss die anderen ermuntern konnte. Nun war die Zeit gekommen, es vorzumachen.

Haben Sie eigentlich auch für das Frauenstimmrecht gekämpft? Als es 1971 eingeführt wurde, wurden Sie erwachsen und durften gleich abstimmen.

Sie waren die zweite Regierungsrätin im Kanton Solothurn und wurden 1997 mit den allermeisten Stimmen in den Rat gewählt. Das war eine Sensation! Wie kam es dazu? Ab 1991 war ich Juristin im Solothurner Baudepartement, das damals von Regierungsrätin Cornelia Füeg geleitet wurde. Ich hatte im ganzen Kanton zu tun und war bekannt. Auch hatte ich viel Parteiarbeit geleistet. Als ich von der FDP gefragt wurde, ob ich kandidieren wolle, habe ich mir das ein Wochenende lang überlegt, bevor ich zusagte. Meine damalige Chefin, die amtierende Regierungsrätin Cornelia Füeg, war mein Rollenmodell. Ich hatte viel von ihr gelernt. Ich wollte die Chance packen!

sammlung vom 21. September durch eine Urnenabstimmung vom 24. Oktober zu ersetzen. Auch dieser Entscheid erfolgte einstimmig.» Im Januar hatte die Urnenabstimmung dem Gemeinderat recht gegeben, alle Vorlagen wurden angenommen. «Die Stimmbeteiligung lag bei 40 Prozent, das ist deutlich höher als bei Gemeindeversammlungen», so Esslinger. Demokratisch gesehen spreche nichts gegen eine Urnenabstimmung. Und doch muss nun das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn prüfen, ob der Entscheid des Gemeinderates rechtens ist. So bestätigt das Gerichtssekretariat auf Anfrage, dass ein entsprechendes Verfahren am Laufen ist. Losgetreten wurde es durch FDP-Ortsparteipräsident Germann Wiggli. Ob das Gericht noch vor der Abstimmung oder erst nachher auf seine Beschwerde eintreten und ein Urteil fällen wird, das möglicherweise das Resultat der

Abstimmung ausser Kraft setzen könnte, war in Solothurn nicht zu erfahren. Unklar war, ob das Wahlbüro von Seewen seines Amtes walten kann. Präsident Rudolf Witschi und Mitglied Claudia Schmidli sahen sich vor zwei Wochen «wegen unhaltbarer Zustände» veranlasst, ihr Amt sofort niederzulegen. Die Unabhängigkeit und die Zusammenarbeit innerhalb des Wahlbüros sei arg auf den Prüfstand gestellt worden — ausgelöst durch die neue Konstellation, erklärt Schmidli. Mitglied Yvonne Weber sei die Mutter des im Juni neu gewählten Gemeindepräsidenten Roger jun. Weber und Wahlbüro-Mitglied Claudia Stress-Weber sei die Tante. Die Demissionen von ihr und Witschi sorgten für Aufregung. Die Situation konnte kurzfristig nun etwas entschärft werden, sagt Esslinger. «Die beiden Mitglieder haben sich nach Gesprächen nun bereit erklärt, bis Ende Jahr doch noch weiterzumachen.»

SEEWEN

Urnenabstimmung beschäftigt das Verwaltungsgericht Die Stimmberechtigten von Seewen sollen an der Urne über die Änderung der Gemeindeordnung abstimmen. Dagegen läuft ein Beschwerdeverfahren. Bea Asper Als Neuzuzüger und Sozialdemokrat hatte Simon Esslinger vor vier Jahren die Kampfwahl um das Gemeindepräsidium von Seewen für sich entschieden. Er nutzte die Zeit für Veränderungen. Mit einem Strukturwandel versucht er die Schlupflöcher zu stopfen, die der Vetternwirtschaft dienen. Verankern wollte er dies mit einer neu ausgerichteten Gemeindeordnung. Einige Exponenten der FDP und CVP machten daraufhin klar, dass sie die Vorlage bekämpfen werden und das Gemeindepräsidium neu besetzt haben wollen. Die FDP schickte bei den ErneuerungsANZEIGE

wahlen im Juni Roger jun. Weber ins Rennen und gewann die Kampfwahl. Esslinger, der dem neuen Gemeinderat als Mitglied weiterhin angehört, wollte die Flinte nicht ins Korn werfen. Bevor er das Zepter Anfang November Weber überreichen muss, sollte das Volk über die Revision der Gemeindeordnung abstimmen können. Die neuen Strukturen würden eine Verschiebung der Kompetenzen von der Exekutive hin zur Verwaltung ermöglichen. Dies sei Garant für Kontinuität und Klarheit in den Dossiers. Wer welche Kompetenzen hat, wird in Seewen unterschiedlich ausgelegt. «Die Linie zwischen politischen Entscheidungen und dem administrativen Vollzug war dehnbar. Angestrebt wird nun die klare Abgrenzung», erklärt Esslinger. «In den letzten zwei Jahren wurde die Verwaltung sukzessive gestärkt.» Am Stellenplan könne festgehalten werden, sagt Esslinger. «Die Revision der Gemeindeordnung verursacht keine Kosten-

steigerung. Im Gegenteil, sie sorgt für Budgetsicherheit.» Wie Esslinger ausführt, hatte der Gemeinderat die Revision der Gemeindeordnung im Sommer (mit 4 zu 1) zuhanden des Volkes verabschiedet und sah für den 21. September eine Gemeindeversammlung vor. Am 14. September hat die Exekutive aber beschlossen, die Versammlung durch eine Urnenabstimmung zu ersetzen. Dieses Verfahren hatte der Seewener Gemeinderat bereits im Januar dieses Jahres angewandt — so wie es der Kanton Solothurn in seiner Corona-Notverordnung den Gemeinden nahelegt. Mit der Urnenabstimmung wollte man verhindern, dass die Gemeindeversammlung am Corona-Schutzkonzept scheitern könnte — durch Überschreitung der für die Halle zulässigen Teilnehmerzahl. Esslinger führt aus: «Die Gegner kündigten für die Gemeindeversammlung einen Grossaufmarsch an. Der Gemeinderat nahm dies ernst. Er beschloss, die Gemeindever-


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SPORT

Donnerstag, 7. Oktober 2021 Nr. 40

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FUSSBALL

Laufen entscheidet Derby-Bilanz für sich 3. Liga Regional Samstag, 9. Oktober 2021

FC Laufen – AC Rossoneri 17.00 Uhr, Sportplatz Nau, Laufen eh. – Nach zwei Siegen in Lokalderbys kann sich der FC Laufen wieder auf die «normalen» Gegner konzentrieren. Mit der AC Rossoneri kommt ein spannendes Team nach Laufen. Die Equipe aus Lausen war letzte Saison lange im Kampf um einen Aufstieg dabei, gab dann gegen Ende wegen mehrerer Platzverweise alles aus der Hand. Auf diese Saison schien der Exodus an Spielern kaum mehr aufzuhalten und auch Trainer Davide Quaranta gab auf. In der Not erinnerte man sich an Marcel Hottiger. Der erfahrene Trainer wollte eigentlich seine Pension geniessen, aber er nahm das von vielen als «Himmelfahrtskommando» bezeichnete Angebot an. Die bisherigen Auftritte sind beeindruckend. Zuletzt zwei Siege ohne Gegentor. Doch noch ist das Kader knapp und es wartet noch einige Arbeit. Auf dem Kunstrasen müsse er sich etwas überlegen, um nicht unterzugehen, meinte Hottiger. Man darf gespannt sein. Das Saisonziel sei Klassenerhalt und für ihn daher klar, dass er nicht zwingend in Laufen dafür Punkte holen müsse.

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Der FC Laufen gewinnt innert Wochenfrist auch sein zweites Derby. In Zwingen gab es ein 2:1. Breitenbach geht da leer aus, holte jedoch zuletzt gegen die unter dem Strich klassierten Teams zwei wichtige Siege. Edgar Hänggi

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Es war angerichtet für ein Fussballfest im Eichhölzli. Das Derby wurde gleich mit dem ersten Teil des Oktoberfestes verknüpft und nach dem 6:0 auswärts gegen BCO Alemannia waren die annähernd 300 Zuschauer erwartungsfroh. Nun, es wurde nicht jener Fight, den sich viele vorgestellt hatten. Es fehlten die harten Zweikämpfe, die das Publikum aus der Reserve lockten. Es fehlten die prickelnden Strafraumszenen und es fehlte ein Spielverlauf wie vor einer Woche im Nau. Langweilig war das Spiel aber nicht. Viel mehr war es spannend und diese Spannung liess die Zuschauer zurückhaltend werden. «Die Emotionen fehlten mir schon etwas, denn wenn du von draussen gepusht wirst, kannst du gleich noch mehr Energie freisetzen», sagte Zwingens Patrick Müller, einer der besten Spieler auf dem Platz. Und dieser fiel auch Laufens Trainer Sehid Sinani auf. «Der machte in der Defensive einen richtig guten Job und uns das Leben schwerer.» Müller war für sein Temperament jedoch richtig zahm. «Ich musste mich zurückhalten, denn bei einer Verwarnung wäre ich im nächsten Match gesperrt», lachte er. Dass vielleicht etwas weniger «Zunder» im Spiel war, lag allenfalls auch an den Trainern. «Wir haben schon darauf hingewiesen, nicht zu ungestüm in die Zweikämpfe zu steigen und so rot zu kassieren», meinte Zwingens Trainer Peter Sprenger. Er war zufrieden mit der Leis-

Kopfball: Zwingen suchte immer wieder den kopfballstarken Daniel Stegmüller, aber Laufens Abwehr liess ihn nie aus den Augen. FOTO: EH-PRESSE tung seiner Jungs, aber enttäuscht über das Ergebnis. Anuchan Jeyaseelan (31.) und Lars Kölliker (60.) sorgten für die Laufner 2:0-Führung und das, obwohl zahlreiche Spieler — mit Pepsi und Osmanaj — Schlüsselspieler fehlten. «Wir hatten nach dem 0:2 nicht mehr voll an eine Wende geglaubt, weil nichts ging», erklärte Liga-Topskorer Sandro Piatti. «Für mich war es enorm schwierig, denn sie konzentrierten sich auf mich. Ich hatte keine Zeit, den Ball anzunehmen, und bekam keinen Raum.» Doch am Ende wäre er dann doch beinahe zum «Mann des Spiels» geworden. In der 90. Minute nutzte er die Kraft der Erdanziehung, als ihn Laufens Fabien Freiberger umarmte. Daniel Stegmüller verwertete den Elfmeter. Nur eine Minute später lenkte Piatti einen Flankenball von Dominique Tschabold zum Ausgleich ins Tor. Der Abseitspfiff liess den Jubel in den Kehlen stecken. «Schade, ich hätte den Punkt gerne genommen», meinte Sprenger. «Mir war klar, dass es hart werden würde. Der Boden liegt uns nicht, aber der Spielverlauf war für uns», gab sich Sinani zufrieden. Ein steter Gefahrenherd war Lars Kölli-

SPORTKEGELN

FUSSBALL

Kampf um die höchste Krone

Schwierige Situation für den FC Brislach

Judith Rinderknecht aus Brislach und Stefan Kocsis aus Liesberg versuchen diese Auszeichnung ins Laufental zu holen. Vom 13. September bis 2. Oktober trafen sich die besten Keglerinnen und Kegler der Schweiz im Kegelcenter Ruchfeld in Münchenstein, um die Finalistinnen und Finalisten für die Schweizer Meisterschaft zu bestimmen. In der Kategorie 200 Schuss sind zehn Herren und sechs Damen für den Final qualifiziert. Ebenfalls in der Kategorie 100 Schuss werden zehn Herren und sechs Damen um den Schweizer Meister Titel kämpfen. Am Sonntag 10. Oktober treten Judith und Stefan zu ihren Finals an. Dabei können sie das geschossene Resultat aus der Meisterschaft mitnehmen. Die besten Chancen den Titel zu holen, hat Stefan mit einem Vorsprung von 2 Holz auf den Muttenzer Hansueli Reber und 44 Holz auf den dritten, Nik Wendelspiess aus Gelterkinden. Judith muss auf einen Ausrutscher der beiden Spitzenkeglerinnen hoffen, beträgt doch ihr Rückstand auf die zweitplatzierte Silvia Geeler aus Basel 57 Holz. Zwischen Rang 3 und 6 liegen jedoch nur 12 Holz Differenz. Wer Judith Rinderknecht und Stefan Kocsis live bei ihrem Einsatz unterstützen will, kann dies am 10. Oktober ab 10 Uhr im Kegelcenter Ruchfeld in Münchenstein tun. Wer jedoch das ganze auf dem Livestream Zuhause anschauen möchte, kann dies auf der Homepage des SSKV (www.sskv.ch) Schweizerischen Sportkegler Verbands tun. Dem Kegelsport fehlt in der Schweiz der Nachwuchs. Im Elsass machen die das besser. Hinter fast jeder Kirche steht eine Kegelbahn. Früher war Kirche, Kloster und Kegeln etwas, was zusammen gehörte, denn das Böse (die Kegel) wurde mit dem Guten (Kugel) weggeschlagen. Bruno Rinderknecht

ker. Kein Zufall also, dass ihm das 2:0 gelang. Sein spezieller Jubel hingegen passte den Einheimischen nicht. «Man darf das nicht so ernst nehmen. Ich habe diesen Jubel ja auch schon im Nau gezeigt.» Während Laufen am Samstag zu Hause gegen Rossoneri spielen kann, muss Zwingen am Samstag (17 Uhr) zu US Olympia. Wenn das Team von Trainer Obradovic so auftritt wie in Breitenbach, hat Zwingen leichtes Spiel. Breitenbach war meist in Ballbesitz und hätte mit mehr Entschlossenheit vor dem Tor nicht bis zuletzt um den Sieg zittern müssen. Ein ganz starker Fitim Shala im Tor rettete den Schwarzbuben den wichtigen Sieg, denn die Gäste, man ist fast geneigt zu sagen, die Franzosen, waren bei ihren an der Anzahl überschaubaren Vorstössen immer brandgefährlich. Das einzige Tor erzielte Sebastian Jermann mit einem herrlichen Freistoss. Breitenbach konnte damit gegen beide Teams unter dem Strich gewinnen und hat dadurch etwas Luft bekommen. Ideal wäre es, wenn die Equipe von Shtjefen Frrokaj am Samstag in Bubendorf nachlegen könnte.

In der 4. Liga musste Laufen a erstmals Punkte abgeben. Davon profitierte Röschenz, das bis auf drei Punkte herangekommen ist. Eine doch eher unerwartete Niederlage setzte es für Riederwald in Therwil ab, während die Lage in Brislach zusehends schwieriger wird. Edgar Hänggi Der FC Brislach ist aktuell gefordert. Im Basler Cup wurde das 1/16-Finalspiel gegen Zweitliga-Leader Pratteln Forfait verloren. In der Meisterschaft rutschte Brislach nach der 1:4-Auswärtsniederlage in Reinach ans Tabellenende. Dies auch, weil das punktelose Schlusslicht Therwil ausgerechnet gegen Riederwald seine ersten Punkte holte. «Wir haben grosses Verletzungspech und immer wieder zahlreiche Absenzen», erklärt Spielertrainer und Klubpräsident Roman Bieli. In Reinach musste Bieli zwölf Spieler auf die Absenzenliste setzen. Mit 31 Gegentreffern kann man nicht glänzen und der einzige Sieg war eigentlich eine 0:4-Niederlage gegen Kleinlützel, die dann aber in einen Forfait-Sieg umgewandelt wurde. De facto wartet Brislach in dieser Saison noch immer auf den ersten «richtigen» Punktgewinn. Gegen Laufen trat Brislach ebenfalls nicht an. «Nein, es war nicht die Angst vor einer Schlappe», meint Bieli. «Es bringt nun einfach nichts, spielen zu wollen, wenn du zu wenig einsatzfähige Spieler hast.» Am Sonntag (15.30) hat Brislach die Chance, im Heimspiel gegen Therwil dem Gegner die rote Laterne zu übergeben. Nicht viel besser geht es Kleinlützel. Nach dem 1:6 in Dornach kleben auch

Strich-Duell: Brislachs Präsident und Spielertrainer Roman Bieli behauptet sich im Zweikampf, doch Brislach wie Kleinlützel befinden sich im Moment unter dem Relegationsstrich. FOTO: EH-PRESSE

die Solothurner mit drei Punkten unter dem Strich. Am Sonntag (13.15) kommt der FC Röschenz zu Besuch. Das Team von Dominik Flury und Danilo Fellino hat Lunte gerochen. Es sind jetzt wieder «nur» noch drei Punkte Rückstand auf Laufen und das will man so belassen, vorläufig. Dafür braucht es einen Sieg in Kleinlützel. In Oberwil gab es beim 2:1-Erfolg doch einiges mehr Arbeit, als man sich das vorgestellt hatte. Riederwald kam mit der Rolle des Favoriten in Therwil nicht zurecht. Erstmals musste das Team von Hiram Mondragon auf dem Platz beweisen, ein Spitzenteam zu sein. Die Niederlage in Laufen, auch wenn sie deutlich ausfiel, hatte man schnell weggesteckt. Dass es jetzt aber gegen das Schlusslicht eine 1:3-Niederlage absetzte, gab Mondra-

gon doch zu denken. Riederwald liess sich zu Beginn überraschen, führte doch Therwil nach 27 Minuten bereits 2:0. «Das ist natürlich nicht das, was wir uns vorgenommen hatten», meint Mondragon. «Wir kämpften uns ins Spiel zurück und glaubten nach dem Anschlusstreffer wieder an ein positives Ergebnis.» Er sprach das 1:2 durch Yannis Grun an. Doch die Entscheidung fiel zu Gunsten der Einheimischen in der 85. Minute mit dem 3:1. Eine Chance wurde verpasst. Am Samstag (17 Uhr) geht es zu Hause gegen das punktgleiche Oberwil. Tabellenführer Laufen spielte unter der Woche gegen den FC Münchenstein und musste sich zur Überraschung mit einem 1:1 zufriedengeben. Simon Schnell konnte die Führung der Gäste nach einer Stunde ausgleichen. Chancen zum Sieg

waren da, aber auch der Leader läuft nicht immer wie durch Butter. Bereits am Freitag geht es weiter und das um 19.30 Uhr in Ettingen, das gegen die zuletzt stark aufspielende Equipe von Aesch ein 4:4 erreichte. In der Gruppe 2 zeigte sich Laufen b nach der ersten Niederlage (gegen Arlesheim) gut erholt. Gegen Birsfelden holte sich Gilgenberg United mit 2:1 den fünften Sieg. Stefano Fellino sorgte für die Führung. Nach dem Ausgleich unmittelbar nach der Pause gelang Alessio Zambito das entscheidende Tor zum 2:1. Am Sonntag kommt es nun auf dem Rankhof zum Kräftemessen mit Leader Nordstern. Das Team von Ejup Demiri und Bruno Mühlheim setzte sich gegen Ferad durch und scheint bereit. Die Ausgangslage ist jedoch spannend.


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Donnerstag, 7. Oktober 2021 Nr. 40

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Wald- und Dorfputztag Zullwil

Tag der Kleintiere in Nunningen

Rückblickend hatten wir eine nette kleine Aktion mit 16 Mitwirkenden, inklusive Veranstalltungshelfern, welche vom Schloss Gilgenberg bis eingangs Kaltbrunnental so viel Müll wie möglich sammelten. Es war ein sehr grosses Gebiet für ein recht kleines Grüppchen. Dass einige Leute aus unserem Verschönerungsverein in den Tagen davor die Feuerstellen vom Unrat befreiten, kam für uns ebenso unerwartet wie gelegen. Waren doch gerade jene Orte von viel Littering betroffen. Da möchte ich diese Gelegenheit doch gleich nutzen, diesen Heinzelmännchen ein ganz grosses Dankeschön für ihren Jahrzehnte langen unermüdlichen Einsatz bei Unterhalt und Reinhaltung von Wanderwegen und Feuerstellen aussprechen.

Immer häufiger werden diese Freizeitorte zur gesundheitsschädlichen Müllverbrennung degradiert. Das ist sehr schade und könnte damit enden, dass uns auch dieses Vergnügen irgendwann, wegen mangelnder Selbstverantwortung staatlich verboten wird. Deshalb sind diese weltweiten Müllsammelaktionen so wichtig. Es ist wichtig, dass wir uns gemeinsam wach darauf machen, was wichtig für unsere menschliche Lebensqualität ist und deshalb, bin ich so stolz darauf, dass auch wir Zubler dabei sind. Wer mag, kann sich für weitere Aktionen in der Whatsapp Gruppe W.u.D.putz Zubel unter 079 386 74 45 eintragen lassen. Katharina Hänggi Zullwil

VER ANSTALTUNG

Das Jumula startet wieder durch! Am letzten Samstag haben sich nach einem Jahr Unterbruch wieder rund 35 Jungmusikanten im luzernischen Sörenberg zum Start des 39. Jumula versammelt. Während einer Woche feilen dort die jungen Talente in Register- und Gesamtproben an ihrem musikalischen Können. Dieses Jahr fliegen die Musikanten unter dem Motto «Jumuversum» ins Weltall. Dort müssen sie nicht nur der Schwerelosigkeit trotzen, sondern bei verschiedenen Gruppenspielen ihre Geschicklichkeit, Cleverness und Fitness unter Beweis stellen. Wer am Schluss die meisten Planeten erobern kann, darf das gesamte Jumuversum beherrschen und den begehrten Wochenspiel-Pokal in die Höhe stemmen.

Das musikalische Programm verspricht auch dieses Jahr wieder viel abwechslungsreiche und unterhaltsame Musik. Die jungen Musikanten werden einige «Gassenhauer» und Hits sowie anspruchsvolle Konzertliteratur zum Besten geben. Begleiten Sie uns auf unserer galaktischen Reise durch das Jumula 2021 und besuchen sie unsere traditionellen Konzerte in der Region. Die Konzerte finden am Freitag 20 Uhr in der Kulturhalle Seemättli in Liesberg und am Samstag 19 Uhr im Griensaal Breitenbach statt (Es gilt eine Zertifikatspflicht). Die Jumus freuen sich bereits jetzt auf zwei jumutastische Konzertabende. Sebastian Schmid Leiterteam Jumula 2021

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Ausstellung: In Nunningen konnten verschiedene Züchtungen bestaunt FOTO: ZVG werden. für Jung und Alt und verbindet Generationen von Menschen. Viele Fragen in Bezug auf Kaninchen- und Geflügelhaltung konnten an der Ausstellung von unseren Fachpersonen beantwortet werden. Der Aufwand war wegen den strengen Bedingungen und neuen Anforderungen grösser als angenommen, doch der Erfolg zeigte uns, dass wir das richtige getan haben. Unsere vielen Jungzüchter legten sich dabei mächtig ins Zeug und halfen uns, wo sie konnten. Es war eine Freude zu sehen, wie die Leute unseren Anlass genossen. Heinrich Bachmann KTZV Gilgenberg Nunningen

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Schweizer Musikdosen der Extraklasse WoS. Entlang dem Schweizer Jurabogen angesiedelte Unternehmen produzierten für nationale und internationale Ausstellungen oder auf Bestellung einst grosse und aussergewöhnliche Musikdosen. Technische Innovationen ermöglichten erstmals ein Abspielen langer Musikstücke ohne Unterbrechung — für fast unbegrenzten Musikgenuss. Dieser Höhepunkt fusst auf steter Weiterentwicklung in der Schweizer Musikdosenproduktion während des 19. Jahrhunderts. Die Kategorie «Plérodienique» sowie Musikdosen mit helikoidaler und semihelikoidaler Spurführung sind wahre Meisterstücke aus Schweizer Fabrikation. Die vornehmen Musikmöbel der «Belle Époque» bieten eine Symbiose aus gediegenem Äusserem, feinmechanischer Raffinesse und besonders eindrücklichem Musikvortrag. Das Museum für Musikautomaten in Seewen bei Basel zeigt weltweit erstmalig die Vielfalt dieser seltenen Exponate in einer bemerkenswerten Sonderausstellung bis zum 24. April 2022. Die Spitzenstücke der eigenen Sammlung werden dabei durch Leihgaben von Privatsammlern und Museen aus der Schweiz, Europa und den USA ergänzt. Einige Objekte werden anlässlich dieser Ausstellung erstmals öffentlich gezeigt. Ein Schritt in die Zukunft dieses Themas wurde überdies kürzlich durch die

Musikdosentisch «Orchestre»: Mit auswechselbaren Zylindern für kontinuierliches Spiel (System semi-helikoidal). François Conchon, Genf um 1894. FOTO: ZVG Aufnahme des Uhrmacherhandwerks und der Kunstmechanik, einschliesslich der Herstellung von Musikdosen und Automaten, auf die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO getan. «Jeu continu…»: Sonderausstellung bis zum 24. April 2022, Museum für Musikautomaten in Seewen.

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Nunningen stand am Sonntag 26. September im Zeichen der Kleintierzüchter und ihren Tieren. Vom stolzen Güggel über Ziegen, Schafe, Meerschweinchen, Wachtel und Kaninchen gab es viele Tiere zu betrachten und bestaunen. Mit dem Zulauf vieler neuen Mitglieder und Jungzüchter wurde unser Verein grösser und grösser, darum war es uns ein Anliegen, unser Hobby zu präsentieren. Die zahlreichen Gäste betrachteten die herzigen Tiere. Besonders die Kinder waren kaum mehr von den Gehegen wegzubekommen. Wegen Corona musste unsere geplante Jungtierschau auf den Herbst verschoben werden. Ziel des KTZV Gilgenberg Nunningen ist die Rassenzucht von Kaninchen und Geflügel. Es ist ein Hobby

Abfallbeseitigung: Vom Schloss Gilgeberg bis eingangs Chaltbrunnental sammelte die Gruppe viel Müll. FOTO: ZVG

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Wenn wir mit Google Maps und Swiss Topo einen Spaziergang planen, ist das einfach und schön. Kommen wir dann während des Vorlaufens westlich des Paradieshofes an, stellen wir mit Schrecken fest, dass der Weg in einen Acker umgewandelt wurde. So heisst es, eine neue Strecke suchen. Diese fanden wir. Aber begonnen hat es schon mit einem vorgesehenen, viel zu steilen Aufstieg von Biel-Benken zum Grillplatz Allme, auch genannt Güggelchrüz, in Oberwil. Das haben wir nicht gemacht, sondern besammelten uns beim Gymi Oberwil und spazierten zum besagten Platz, wo Günti die 31 Wanderer mit einem Apéro

erwartete. Nach kurzer Pause gings weiter westlich der «Eigenen Scholle» ins Naturschutzgebiet Herzogenmatt. Das Naturschutzgebiet wurde 1979 durch Professor Heinz Durrer ins Leben gerufen. Heute hat es dort an die 40 Weiher mit zahlreichen Lebewesen. Dieses und vieles mehr konnten wir dem Vortrag von Benedikt Schmidt, Biologe und Präsident des Stiftungsrates entnehmen. Im Weiherbächli-Beizli fanden wir genügend Platz, um noch einige Zeit mit Essen, Trinken und Diskutieren zu verbringen. Peter Billeter Vize-Präsident Verkehrsverein Leimental

Es sind wirklich aufreibende, um nicht zu sagen ungesunde Zeiten. Die Coronapandemie gebe uns die Chance, unser Leben zu entschleunigen – hat es jedenfalls zu Anfang geheissen. Mehr Zeit fürs Wesentliche sollen wir gehabt haben: Familie, zu kurz gekommene Hobbys wie Lesen Stricken oder Jassen. Oder wir hätten Zeit und Muse gefunden, um neue gesunde Angewohnheiten wie Yoga oder Meditation zu lernen und zu etablieren. Was hat das gut geklungen – in der Theorie. Was wir nämlich nach gut eineinhalb Jahren Pandemie bemerken, ist, dass wir mehr denn je unter Anspannung und Stress stehen. Wir arbeiten immer noch im Homeoffice, Risse ziehen sich quer durch unsere Familien und Freundeskreise und wenn wir überhaupt noch die Kraft für irgendwelche Diskussionen aufbringen, rauben sie uns auch noch die restliche Energie. Der Mental Load ist immens und macht vermutlich den meisten zu schaffen. Glücklich, wer sich hier nicht angesprochen fühlt. Besserung ist wahrlich nicht in Sicht. Denn die Belastung wird nicht weniger werden. Gerade was die Diskussionen angeht steht uns ein heisser Herbst bevor. Ende November stimmen wir erneut über das Covid-19-Gesetz ab. Mir graut schon jetzt davor. Nicht vor der Abstimmung, nein, aber vor dem Riesentheater, welches mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vorgängig veranstaltet wird. Lassen Sie es mich darum kurz fassen: Die Meinungen sind gemacht, die Fronten verhärtet, die Konsequenzen gezogen – abgerechnet wird Ende November. Belassen wir es doch dabei – unserer Gesundheit zuliebe. Lassen wir es stattdessen bis dahin doch einfach ein wenig «la bambele». Möglicherweise können Sie mit diesem Ausdruck nichts anfangen. Es handelt sich um den Songtitel des Schweizer Comedians Müslüm. Mit diesem Song hat er im Jahr 2015 einen Hit gelandet, der in meinen Augen nichts an Aktualität verloren hat. Die Kunst des «la bambele», also sich hängen zu lassen oder – auf Neudeutsch – zu chillen, dürfte darüber entscheiden, wer die kommenden Monate unbeschadet übersteht. In der Theorie ist das auch gar nicht so schwierig. Sie brauchen nämlich keinen Arzt, um sich Abstinenz von den Sozialen Medien und x verschiedenen Newsapps zu verordnen. Geben Sie sich doch einfach frei bis Ende November! Und sollten Sie sich doch gelegentlich auf eine heikle Seite verirren (und heikel sind eigentlich alle Seiten spätestens dann, wenn man die Kommentarspalten öffnet), können Sie sich auch weiterhin an Müslüm und seine Zeilen: «Schnufe, schnufe, du muesch schnufe, einmal ine dann wieder use» halten – und wegklicken.

Redaktionsschluss Für Beiträge auf den Seiten «Dorfplatz» und «Dies und Das» gilt folgender Redaktionsschluss: Montag, 12.00 Uhr Beiträge sollten eine Länge von 1500 Zeichen inkl. Leerschläge nicht überschreiten. Wir freuen uns auf Ihren Beitrag. redaktion.laufen@wochenblatt.ch


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Donnerstag, 7. Oktober 2021 Nr. 40

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DIES UND DAS

Von der Decke bis zur Zarge: Gitarrenbau Wer gern mit den eigenen Händen etwas Einzigartiges schaffen möchte, den Duft von Holz betörend findet und viel Geduld mitbringt, hat mit einem Kurs an der Volkshochschule beider Basel erneut die Gelegenheit dazu: Im Kurs «Gitarrenbau» bauen die Teilnehmenden aus einheimischen Hölzern eine klassische Gitarre. Unter Anleitung lernen sie die Eigenheiten von Fichte, Erle, Kirsche, Zwetschge, Nuss, Ahorn und Eibe kennen. Der Kursleiter zeigt, wie man das Holz für die eigene Gitarre sägt, stemmt, biegt, leimt und schleift. So entsteht im Lauf von neun Samstagen ein leichtes Instrument mit transparentem Klang und ganz persönlichen Details. Die Handwerkerinnen und Handwerker dürfen sich auf den besonderen Moment freuen, wenn zum Schluss die Saiten aufgezogen werden und die Gitarre zum ersten Mal ihre Klangfarben zeigt. Als Abschluss des Kurses wird ein professioneller Gitarrist die gebauten Gitarren im Rahmen eines kleinen Konzertes spielen. Teilnehmen können alle, die ein Interesse an Gitarren und deren Herstellung haben. Man muss kein Musiker sein – auch als erlesenes Geschenk eignet sich die selbstgebaute Gitarre. Wer vorab ein Modell von Alexander Stebler ausprobieren möchte, kann sich direkt mit ihm in Verbindung setzen: 061 791 00 90. Alexander Stebler, Schreiner, Lehrer für Technisches Gestalten «Gitarrenbau», Sa 23.10.21-19.03.22, 9-mal, 9.00-17.00h, Bättwil. Info & Anmeldung: 061 269 86 66, www.vhsbb.ch

ALLES, WAS RECHT IST

GESCHÄF TSWELT

GESCHÄF TSWELT

Mangelhaft

Aktivierung fördern bei Menschen mit Demenz

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Herr A. verklagte vor dem Handelsgericht Zürich eine Firma. Dabei verlangte er als Entwickler einer Software von der Firma mehrere zehntausend Franken, da sie gewerbsmässig seine Erfinderrechte verletzt haben soll. Das Handelsgericht trat auf seine Klageschriften im Umfang von 91 und 78 Seiten infolge Mangelhaftigkeit nicht ein. Gemäss Art. 132 der Zivilprozessordnung gilt eine Eingabe namentlich dann als mangelhaft, wenn sie unverständlich oder weitschweifig ist. Herr A. wehrte sich gegen das Verdikt des Handelsgerichts vor Bundesgericht. Seine Eingabe weise zwar eine beträchtliche Länge auf, was aber angesichts der komplexen Umstände nötig sei, argumentierte er. Ganz anders das Bundesgericht: Die Beschwerdeschrift bestehe aus zahlreichen Wiederholungen und langatmigen Ausführungen. Es sei schwierig, den Textpassagen zu entnehmen, was Herr A. genau fordere und wie er seine Ansprüche begründe. Auch bestehe die Klageschrift aus schwer verständlichen Sätzen mit vielen Einschüben. Ob eine Eingabe mangelhaft sei, bemesse sich nicht aufgrund einer rein linguistischen Textanalyse durch ein Computerprogramm. Vielmehr beurteile dies das Gericht nach pflichtgemässem Ermessen aufgrund der gesamten Umstände. Etwas ungewöhnlich schloss das Bundesgericht sein Urteil mit einer Empfehlung ab. Herr A. könne ja seine behaupteten Ansprüche erneut an einem Gericht geltend machen. Ihm sei aber zu empfehlen, dafür anwaltlichen Rat in Anspruch zu nehmen. Anzufügen bleibt, dass Herr A. bereits zuvor drei Prozesse vor dem Handelsgericht geführt hatte. Schon damals wurden seine Klagen zum Teil als ungenügend qualifiziert. Roman Baumann Rechtsanwalt in Dornach Exklusiv für das Wochenblatt berichtet Roman Baumann in loser Folge aus seinem reichen Erfahrungsschatz in Sachen Recht. Roman Baumann ist Rechtsanwalt, Präsident des Gewerbevereins Dorneckberg und Vizepräsident des Kantonal Solothurnischen Gewerbeverbands.

GESCHÄF TSWELT

Fahrdienst fürs Laufental PR. Anfangs September startete die IBBS Laufental (Information, Beratung Bedarfsabklärung Laufental) mit ihrem Fahrdienst. Seit einem Monat sind zwei freiwillige Fahrerinnen und neun freiwillige Fahrer im Einsatz. Bereits wurden 30 Fahrten durchgeführt. Der Fahrdienst steht älteren Personen der Versorgungsregion Laufental zur Verfügung.

Donnerstag, 7. Oktober 2021 Nr. 40

PR. Die einjährige, berufsbegleitende Weiterbildung «Fachperson Aktivierung für Menschen mit Demenz» ist die einzige Weiterbildung mit Schwerpunkt Demenz». Der Lehrgang vom Roten Kreuz Baselland wurde zum 23. Mal durchgeführt. 17 Absolventinnen erhielten Ende September 2021 für den erfolgreichen Abschluss das Zertifikat des Roten Kreuz Baselland ausgehändigt. Übergeben wurde dieses von Patrizia Hofer, Leiterin Bildung Rotes Kreuz Baselland, sowie vom fachlichen Lehrgangsleiter Alfred Siegrist. Siegrist hat den Lehrgang ins Leben gerufen und seither stets weiterentwickelt. In Alters- und Pflegeinstitutionen werden die Bewohnerinnen und Bewohner in erster Linie in Bezug auf ihre körperlichen Bedürfnisse versorgt. Das sichere Umfeld in der Institution ermöglicht es den Pflegenden sowie den Betagten, einen erfüllten Alltag zu erleben. «Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind, sind nicht mehr in der Lage, ihren Tagesablauf selber zu planen und sich zu beschäftigen. Sie benötigen häufig aufgrund von einer Hyperaktivität mehr Beruhigung und Anleitung», so Siegrist. Während dem einjährigen Lehrgang vermittelt das Rote Kreuz Baselland den Teilnehmenden die erforderlichen Kompetenzen, um die Demenzbetroffenen zu unterstützen, ihren Alltag als erfüllt zu empfinden und daraus Lebensqualität zu schöpfen. Der Lehrgang steht Interessierten offen, die eine gegenwärtige Tätigkeit im Pflege- oder Betreuungsbereich ausüben. Die Teilnehmerin Sandra Walser hat vor 10 Jahren den Kurs Pflegehelfende SRK absolviert. Seither arbeitet sie im Seniorenzentrum Aumatt in Reinach als Betreuungsperson. «Ich bin stolz, das Zertifikat heute in den Händen zu halten. Gleichzeitig macht es mich auch traurig, dass die Weiterbildung schon zu Ende ist, da wir eine tolle Gruppe waren. Der Lehrgang war sehr anspruchsvoll, aber wir haben uns immer gegenseitig motiviert und konnten voneinander profitieren», so Walser. «Das Gelernte konnte ich in der Praxis immer gleich anwenden.» Pro Jahr findet ein Lehrgang statt; dieser startet jeweils im Herbst. Interessierte können sich beim Roten Kreuz Baselland melden: Tel. 061 905 82 99, bildung@srk-baselland.ch.

Landgasthof Weisses Kreuz Breitenbach: Das Team des Weissen Kreuz bedankt sich für die Solidarität und Wertschätzung in den letzten 20 Jahren. FOTO: ZVG PR. Im 2001 übernahmen Paul und Rita Neuenschwander in Breitenbach den Landgasthof Weisses Kreuz und führen diesen seither erfolgreich mit Sohn Sebastian. Familie Neuenschwander hat in diesen 20 Jahren viel Arbeit und Herzblut in diesen ehrwürdig-historischen Landgasthof am Kreisel investiert, um so ihren Gästen immer das Beste zu bieten. Aus diesem Anlass wurde ein schönes Jubiläumsfest zum Dank der Treue und der Unterstützung, vorbereitet. Mit feinen Spezialitäten und musikalischer Begleitung wurde auf das Jubiläum angestossen. Gerade in der jetzigen Zeit ist es der Familie Neuenschwander ein Anliegen, für die Solidarität und die Wertschätzung der letzten 20 Jahre zu danken. Das Restaurant ist zur Wild- und Herbstzeit saisongerecht dekoriert. Wildgerichte aus heimischer Jagd stehen auf der Speisekarte. Da findet man beliebte Spezialitäten wie Rehpfeffer oder Rehschnitzel, den vegetarischen Försterteller oder auf Vorreservation auch den allseits beliebten Rehrücken. All diese Gerichte werden mit herbstlichen Bei-

lagen garniert und mit Liebe zum Detail auf dem Teller präsentiert. Die Zutaten hierfür stammen wo immer möglich von lokalen Lieferanten. Aber auch die Klassiker wie das «Chef-Cordon-Bleu» oder die «Falschen Schnecken» sind weiterhin im Weissen Kreuz erhältlich. Dazu steht eine vielfältige Weinauswahl mit über 100 sorgfältig ausgewählten Tropfen auf der Karte für die Gäste bereit. Hierfür wird man fachmännisch von Sohn Sebastian Neuenschwander, welcher den eidgenössischen Abschluss als Sommelier mit Fachausweis im 2020 abschliessen durfte, beraten. Schauen Sie vorbei in Breitenbach, besuchen Sie die Wirtefamilie und das Team und stossen Sie auf das Jubiläumsjahr an. Auch von unserer Seite aus Happy Birthday und alles Gute für die Zukunft. Landgasthof Weisses Kreuz, Fehrenstrasse 1 (am Kreisel), 4226 Breitenbach, Familie Paul & Rita Neuenschwander mit Sohn Sebastian, Tel. 061 781 50 40 – www.kreuz-breitenach.ch Öffnungszeiten: Di.- Sa. 11.15 – 14.00 h / 17.15 – 23.00 h So und Mo geschlossen

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Polstermöbel-Ausstellung von Eichler im Gymnasium Laufen

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LESERBRIEF

Danke für die freie Entscheidung, Thomas Immoos bedankte sich im letzten Wochenblatt im Namen des Kantonalverbands der Altersvereine Baselland bei allen Geimpften. Zum Zeitpunkt des Dankes war die Impfung jedoch leider bereits nicht mehr ganz freiwillig. Es ist ein indirekter Impfzwang zwecks Zertifikatspflicht entstanden. Nun, ich bin der Meinung, dass mehr auf Selbstverantwortung gesetzt werden sollte, ist die Impfung doch auch mit bereits erfolgten Risiken verbunden. Die jungen Menschen und Kinder sollte man unbedingt aus dieser Zertifikatspflicht raushalten, haben diese doch kaum grosse Beschwerden bei einem Corona-Befall. Ausserdem müssen diese sich fürs Zertifikat entscheiden, um etwas Freiheit zu erhalten. Wir wissen noch nicht, welche Auswirkungen die Impfung haben könnte. Langzeitstudien fehlen. Daher wünsche ich mir, dass wir uns gegenseitig respektieren für die jeweilige Entscheidung. Rita Bracher Beinwil

+ Panasonic-TV kostenlos 2) dazu. Relaxen: Polstermöbel von Eichler. PR. Diesen Freitag, Samstag und Sonntag lädt Möbel Eichler im Foyer des Gymnasiums Laufen zur Polstermöbel-Ausstellung ein. Bereits sind die Herbst-Neuheiten der Polstermöbel eingetroffen. Diese bieten nicht nur für das Auge, sondern auch für das ergonomisch richtige Sitzen viel Komfort und Freude am Wohnen. Mit den flexiblen Polstermöbel-Programmen können Räume optimal gestaltet werden. Die zur Auswahl stehenden vielfältigen Bezugsmaterialien wie Leder oder Stoff/ Microfaser sind qualitativ hochwertig und setzen einmalige Farbakzente. Dem Motto «Möbel speziell für kleine Räume» wird Möbel Eichler in jeder Art und Weise gerecht, denn Polstermöbel nach Mass ist das Markenzeichen des Möbelhauses. Auch das riesige Angebot

FOTO: ZVG

an Relaxsesseln ist mit Neuheiten bestückt- Diese bieten einen aussergewöhnlichen Sitz- und Liegekomfort. An diesen drei Tagen werden die Gäste durch Fachpersonal kompetent beraten und erhalten zudem vor Ort wertvolle Informationen zur Pflege der Möbel. Wer sich für ein Stück aus der Kollektion von Möbel Eichler entscheidet, profitiert von einem rund-um-Service: Lieferung gratis, die alten Möbel werden kostenlos und fachgerecht entsorgt, zudem erhalten die Kunden erst noch einmalige 15 Prozent Rabatt. Geöffnet ist das Polstermöbel-Festival im Foyer des Gymnasiums in Laufen, Steinackerweg 7, zu folgenden Zeiten: Freitag 8. Oktober, 14 – 19h, Samstag 9. Oktober, 10 – 18h, Sonntag 10. Oktober, 10 – 18h

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KALEIDOSKOP

Donnerstag, 7. Oktober 2021 Nr. 40

FOTO DER WOCHE

IN KÜRZE

AUS UNSERER BIBLIOTHEK

Trinkwasser ist einwandfrei

ZWINGEN. WoS. Im Rahmen einer Selbstkontrolle hat der Wasserverbund Birstal (WVB) periodisch risikobasierte Kontrolluntersuchungen auf Chlorothalonil-Metaboliten im Trinkwasser durchgeführt. Die gemessenen Werte im Rohwasser der beiden Quellen sowie im Grundwasser in den Weiden der RWV AG liegen alle deutlich unterhalb des gesetzlichen Höchstwertes der eidg. Verordnung über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlichen Bädern und Duschanlagen. Das Trinkwasser der Gemeinde Blauen, Laufen, Nenzlingen und Zwingen ist von einwandfreier Qualität.

Kollision mit Folgekollision Erntezeit: Kürbisse auf einem Feld in Brislach.

FOTO: REINHARD HÄNGGI, ERSCHWIL

K T BASELL ANDSCHAF T

BRISL ACH

BASELL ANDSCHAF T

Impfen in den Schulen

Geld für Melioration

Zu wenig Personal

WoS. In den Wochen nach den Herbstferien wird zusätzlich zu den bereits bestehenden Impfangeboten im Impfzentrum auch an den Baselbieter Schulen der Sekundarstufe I und II die Impfung vor Ort in der Schule angeboten. Das Angebot steht allen Schülerinnen und Schülern resp. Lernenden offen, die noch nicht geimpft sind. Bei unter 16-Jährigen wird eine Einwilligung der Eltern vorausgesetzt. «Nach Untersuchung der neuen wissenschaftlichen Beobachtungen und Daten wurde eingeschätzt, dass nach gegenwärtigem Wissensstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen», schreibt das Amt für Gesundheit Baselland in seiner Medienmitteilung. Das Amt empfiehlt deshalb allen Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren, die noch nicht geimpft sind, sich jetzt impfen zu lassen. Das Angebot ist freiwillig.

WoS. Der Landrat hat letzte Woche einstimmig eine nachträgliche Erhöhung des Kantonsbeitrags an die Gesamtmelioration in Brislach bewilligt. Die Gemeinde kriegt nun total 2,37 Millionen Franken. Das sind 800 000 Franken mehr als 2006 gesprochen. Bei Brislach — der grössten Melioration im Laufental — wurde der ursprüngliche Zeitplan durch verschiedene Vorkommnisse stark verzögert. Die Startphase sowie das Planungs- und Genehmigungsverfahren des Generellen Projekts nahmen mehr Zeit in Anspruch als geplant. Mit den Bauarbeiten konnte deshalb erst mit siebenjähriger Verspätung gestartet werden. Die Perimetergenehmigung, die bis vor Gericht ging, eine langwierige Umweltverträglichkeitsprüfung sowie Corona waren Gründe für die Verzögerungen. Die Abschlussarbeiten werden aufgrund bisheriger Erfahrungen voraussichtlich bis ins Jahr 2032 dauern.

ksp. 15 Intensivstationsbetten betreibt das Kantonsspital Baselland derzeit — das geht aus der Antwort des Regierungsrats auf die Interpellation «Angespannte Lage in den Spitälern Kanton BL» von Jacqueline Wunderer (SVP) hervor. Gemäss den bestehenden Covid-19-Eskalationskonzepten müssten für kurze Zeit bis zu 19 Intensivstationsplätze betrieben werden können. Die Regierung schreibt dazu, «dass derzeit nicht die Infrastrukturkapazitäten, sondern die Personalkapazitäten der limitierende Faktor sind.» Was die Regierung dementiert, ist eine Schweigepflicht für Pflegende zur Belegung von Intensivbetten. Zur Aussage Wunderers, die neuen Massnahmen würden gegen die Bundesverfassung verstossen, heisst es: «Der Regierungsrat geht davon aus, dass die Verfassungsmässigkeit der bundesrätlichen Verordnungen abgeklärt worden und gegeben respektive gerichtlich überprüfbar ist.»

Geführte Wanderung

KLEINLÜTZEL. Der Verein Aargauer Wanderwege lädt am Donnerstag 14. Oktober von 10.15 bis 15.14 Uhr zur geführte Wanderung ein. Die Tour beginnt in Kleinlützel. Nach kurzer Zeit wird der erste Grenzstein erreicht und fortan im Kanton Jura weiter gewandert. Über Juraweiden geht es nach Ederswiler und alsbald zur markanten Ruine Löwenburg. Zum Schluss wird nochmals der Kanton gewechselt und zum Restaurant Neumühle im hintersten Zipfel des Baselbiets marschiert. Die Wanderung dauert rund 3 Stunden 40 Minuten und ist 13 Kilometer lang. Wanderleiter ist Walter Jäggi. Der Anlass ist kostenlos. Weitere Infos unter info@aargauer-wanderwege.ch oder Tel. 063 723 89 63.

Das Fundament der Hoffnung von Ladina Bordoli

Eine junge Frau, die ein Bauunternehmen leitet? Das war in den 60er-Jahren noch mehr als unüblich. Wir dürfen also gespannt sein auf diese neue Romanreihe, denn mit diesem Setting beginnt die dreiteilige Mandelli-Saga. Inspiriert von ihrer eigenen Familiengeschichte skizziert die Bündner Autorin Ladina Bordoli die Entwicklung des norditalienischen Bauunternehmens Mandelli, das seit drei Generationen fest in Frauenhand ist. 1957 übernimmt die 19-jährige Aurora nach einer Familientragödie die Firma am Comer See. 21 Jahre später sucht ihre Tochter das Glück in der Schweiz. Im dritten Band, der anfangs November erscheint, begleiten wir Eleonora Manzetti im Jahr 2015 durch die Herausforderungen der Gegenwart. Auf diesen drei Zeitebenen wird die Entwicklung der Familien- und Firmengeschichte geschickt mit gesellschaftlichen Fragen wie Gleichstellung, Migration oder das Misstrauen gegenüber Fremdem verwoben und auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Band 1 und 2 sind bereits bei uns in der Stedtlibibliothek ausleihbar. Esther Ugolini – www.stebilaufen.ch

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ZWINGEN. WoS. Am Dienstagmorgen beabsichtigte ein 40-jähriger Personenwagenlenker, aus dem Weidenweg kommend, nach rechts, auf die Baselstrasse einzubiegen. Dabei übersah er einen von links kommenden Personenwagen. Es kam zu einer frontal/seitlichen Kollision zwischen den beiden Personenwagen. Nach der Kollision geriet der vortrittsberechtigte Personenwagen ins Schleudern und kollidierte mit zwei korrekt parkierten Personenwagen. Personen wurden bei der Kollision keine verletzt.

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