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Woche 8 / Limmatwelle 24. Februar

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Zügeln ······· Offiz. Amtliches Publikationsorgan des Kreis 2 Limmattal für die Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos Donnerstag, 24. Februar 2022, 61. Jahrgang, Nr. 8

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Markus und Wanya Würsch betrieben in Killwangen während dreissig Jahren einen Landwirtschaftsbe- Das Familienleben der trieb. Da die Pensionierung naht Catalanos aus Wettingen und die Steuern durch die Erhöhung der Bodenpreise steigen, hö- ist geprägt von der ren sie nun damit auf. Untätig wol- seltenen Krankheit von len sie aber nicht sein. Ein Projekt, Sohn Leonardo. das Wohnungen und eine Begegnungszone sowie Gärten beinhaltet, soll folgen. Das dauere aber noch, SIBYLLE EGLOFF so Würsch. S. 8/9 Rund 350 000 Kinder und Jugendliche leiden in der Schweiz an einer seltenen Erkrankung. Eines davon ist der zehnjährige Leonardo Catalano aus Wettingen. Aufgrund einer genetischen Deformation weist der Bub eine fehlende Rumpfstabilität auf, die sich Die Regionalen Verkehrsbetriebe Ba- auf seine Mobilität und die Atmung den-Wettingen (RVBW) haben ein auswirkt. Leonardo wird teilweise inambitioniertes Ziel: Bis im Jahr 2030 vasiv beatmet und muss dauernd wollen sie ein komplett klimaneutra- überwacht werden. Anlässlich des ler Betrieb sein. Bereits sind ein erster Tags der seltenen Krankheiten am 28. batteriebetriebener sowie vier Elekt- Februar erzählt seine Mutter Anita robusse unterwegs. Auch sogenannte Catalano vom besonderen FamilienWasserstoffbusse könnten in der Re- alltag, dem Bangen am Spitalbett und gion fahren. RVBW-Direktor Stefan der Freude über jeden Fortschritt. Sie Kalt rechnet aber erst in rund 20 Jah- sagt: «Wir leben im Jetzt und schauen Anita und Maurizio Catalano mit ihren Kindern Alessandra, Michele und S. 12/13 Leonardo (M.), der an einer seltenen Krankheit leidet. ren damit. (LiWe) S. 4/5 nicht in die Zukunft.» Sandra Ardizzone

RVBW wollen klimaneutral werden

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WETTINGEN

Nach dem Mehr als drei Jahre stand die Baustelle im Murihof still. Nun hat die Gemeinde die Baubewilligung für die Fertigstellung der Überbauung erteilt. Ferienheim Ftan steht zum Verkauf.

zVg

Das bestehende Provisorium der Bezirksschule soll ergänzt werden.

Vernachlässigtes Heim soll verkauft werden Das Interesse der Wettinger Schulen am Ferienheim Ftan ist gering, das Interesse der Wettinger Schule an Ausbildungsräumen dagegen sehr gross. Die Konsequenz: Im Unterengadin will die Gemeinde verkaufen und auf dem Bezirksschulareal investieren. DIETER MINDER

Eine 60-jährige Ära soll enden; der Gemeinderat Wettingen will das Ferienheim Ftan verkaufen. Mit 645 000 Franken würde die notwendige Sanierung zu viel kosten, denn, so Gemeinderat Martin Egloff (FDP/ Ressort Hochbau): «In den letzten 10 Jahren wurde die Instandhaltung vernachlässigt.» Auch das Interesse der Lehrerinnen und Lehrer, dort Lager durchzuführen, hat abgenommen. «Wir haben das Thema in der Schule diskutiert, viele Lehrer möchten an andere Orte gehen», sagt Gemeinderat Sandro Sozzi (Mitte CVP, Ressort Bildung). Die geringe Belegung lässt sich an der Jahresrechnung ablesen. In den letzten 5 Jahren lagen die durchschnittlichen Einnahmen bei 71 000 Franken, die Betriebskosten bei 68 000 Franken. «Ab 2020 begann der Gemeinderat, alternative Nutzungsmöglichkeiten zu prüfen», sagt Egloff. Dazu wurden in Wettingen und im Unterengadin Ideen gesucht und gefunden. Eingereicht und näher abgeklärt wurden sechs Konzepte. «Das Haus liegt in der Zone für Erstwohnungen, es dürften also keine Zweitwohnun-

gen eingebaut werden», sagt Gemeindeammann Roland Kuster (Mitte CVP). Neben den Konzepten haben die Interessenten auch Kaufangebote abgegeben. Für 1,421 Millionen Franken, dem höchsten Angebot, möchte der Gemeinderat das Haus nun verkaufen. Am 2. März wird der Einwohnerrat entscheiden. «Mit dem Interessenten besteht ein Vertrag», ergänzte Kuster.

Provisorien für die Schule «Es ist eine schwierige Situation, wir wissen seit 2019, dass Schulraum fehlt», sagt Sozzi. Der Einwohnerrat hatte im März 2021 1,3 Millionen Franken für Provisorien bewilligt, aber im September 2021 12,6 Millionen Franken für die Erweiterung der Bezirksschule abgelehnt. Er verlangte zuvor «eine gesamtheitliche Betrachtungsweise des gesamten Schulraumbedarfs und die Prüfung eines Oberstufenzentrums». Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, will der Gemeinderat mit weiteren Provisorien den Platzmangel an der Bezirksschule beheben. Er plant, für 795 000 Franken das bestehende Provisorium zu ergänzen und im Untergeschoss des Altbaus TTG-Räume (Textiles und Technisches Gestalten) anzubieten. Die Erweiterung soll für das im August beginnende Schuljahr 2022/2023 bereit sein. Bereits im Sommer 2023 benötigt die Bezirksschule weitere Räume. Für diese soll dem Gemeindeparlament im Juni ein Kreditantrag unterbreitet werden. Ein Leitbild für die Zukunft «Wettingen ist Teil des fünftgrössten Wirtschaftsraumes der Schweiz», kommentiert Gemeindeammann

Dieter Minder

Roland Kuster eine Wirtschaftsstudie. In den letzten Jahren entwickelte sich die Gemeinde stark. Mit dem Räumlichen Entwicklungsleitbild (REL) «Wettingen 2035» soll die Strategie für die Zukunft definiert werden. Gestartet wurde mit dem Projekt 2018. Es folgten mehrere Schritte, bei denen sowohl die Einwohner als auch das Gemeindeparlament einbezogen wurden. «Erfahrungen mit den Teiländerungen der Zonenpläne für die Landstrasse, das Bahnhofareal und die Klosterhalbinsel haben gezeigt, wie sinnvoll es ist, die Bevölkerung an der Planung zu beteiligen», sagt Kuster. Das REL «Wettingen 2035» setze den Fokus auf eine hochwertige Innenentwicklung, wobei die Stärkung des Freiraums einen wichtigen Bestandteil bilde, wird im Bericht an den Einwohnerrat festgehalten. Die Ergebnisse des REL wird der Gemeinderat dem Einwohnerrat an der nächsten Sitzung auf einem Faltblatt präsentieren. Anschliessend soll dieses der Bevölkerung zugestellt werden. Das Wichtigste ist jedoch, dass die Ergebnisse in Planungsinstrumente wie die Bau- und Nutzungsordnung (BNO) oder die Gesamtplanung Verkehr einfliessen. Mit dem REL werde der Blick, so der Gemeinderat, auch über das Jahr 2035 hinaus gerichtet. Ab diesem Zeitpunkt plane der Kanton Grossinfrastrukturprojekte wie die Limmattalbahn. Mit der neu gegründeten «IG Limmatmobil» tritt zudem eine neue Gruppierung auf den Plan, sie fordert für die Verkehrsplanung zwischen Baden und der Kantonsgrenze einen Neuanfang. Die nächste Einwohnerratssitzung findet am 10. März um 19 Uhr im Rathaussaal statt.

MELANIE BÄR

«Hier entstehen 21 neue Eigentumswohnungen» steht auf dem blauen Plakat, das an der Fassade des Murihofs hängt. Der darauf angegebene Bezugstermin im Herbst 2019 ist längst verstrichen. Ein grauhaariger Mann hält vor der Baustelle an. Er sei Käufer einer dieser Eigentumswohnungen und warte darauf, endlich einzuziehen. Sein Warten sollte bald ein Ende haben. Mit der Erteilung der Baubewilligung für den dritten Teil der Überbauung an der Dorfstrasse 67 kann nun auch das dritte Wohnhaus entstehen. Auch die Zufahrt zu der Einstellhalle der beiden bereits erstellten Wohnhäuser kann realisiert werden. Die Zufahrt ist durch den Murihof geplant und konnte wegen des dortigen Baustopps bis jetzt nicht erstellt werden, teilt die Gemeinde in einer Medienmitteilung am Montag mit. Baulücke kann geschlossen werden Mit der Erteilung der letzten Baubewilligung können nun auch die neun Wohnungen im ehemaligen Murihof realisiert werden. Damit wird die Baulücke geschlossen, die seit des im Oktober 2018 verfügten Baustopps an der Dorfstrasse 65/67 klafft. Weil ein Teil des alten MuriINSERATE

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WOCHE NR. 8 DONNERSTAG, 24. FEBRUAR 2022

Baustopp geht es weiter

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AUS DEM GEMEINDERAT Foto-Contest als Ersatz für die abgesagte Kinderfasnacht Im Januar wurde kommuniziert, dass die Kinderfasnacht in Wettingen 2022 nicht stattfinden wird. Die Fachstelle Gesellschaft und Sport hat nun als Alternativprogramm einen FotoContest überlegt, damit sich die Kinder dennoch verkleiden können. Wie kann am Contest teilgenommen werden? Das ist kinderleicht. Einfach verkleiden, ein kreatives Foto machen (lassen) und mit einigen wenigen Angaben per E-Mail einreichen. Detailliertere Infos sind zu finden unter www.wettingen.ch/ gesellschaft/20 291.

Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Es gelten für alle Abteilungen der Gemeindeverwaltung folgende Öffnungszeiten (Schalter und Telefon): Mo.: 8.30–12 / 13.30–18.30 Uhr; Di.–Fr.: 8.30–12 / 13.30–16 Uhr. Die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung sind gerne bereit, telefonisch auch Termine ausserhalb Der Bau geht weiter: Der Gemeinderat erteilte die Baubewilligung für den letzten Teil der Murihof-Überbauung. Melanie Bär der Öffnungszeiten zu vereinbaren. Die meisten Dienstleistungen könhof-Gebäudes als erhaltenswert gilt, wurde gebüsst. Nicht betroffen vom arbeitung eines Ersatzprojektes für nen sehr gut auch telefonisch bzw. hätte dieser Teil damals nicht abge- Baustopp waren die beiden anderen den Murihof beauftragt. Dieses via E-Mail erledigt werden oder sind rissen werden dürfen. «Es handelt Neubauten mit je sechs Wohnungen. wurde durch die Ortsbildkommis- online verfügbar. sich um ein inventarisiertes Gebäu- Sie sind grösstenteils fertiggestellt. sion an mehreren Sitzungen bede, der Dachstuhl des Schürteils, der urteilt und vermochte diese in jeder Hinsicht zu überzeugen», so die GeWohnteil und der Gewölbekeller Restliche neun Wohnungen sind erhaltenswert», begründete der können gebaut werden meinde weiter. Wie das «Badener Tagblatt» im damalige Leiter der Bau- und Pla- Bald sollen nun auch die neun Wohnungsabteilung (die Limmatwelle be- nungen im alten Murihof-Gebäude Herbst mitteilte, hat das Architekrichtete). «Nach dem Baustart wurde entstehen. Die Gemeinde habe eine turbüro Husistein & Partner AG die der geschützte Murihof jedoch ille- qualitativ hochstehende Planung Planung übernommen. Es sollen gal und ohne Baubewilligung teil- für die Neubauteile sowie ein fun- keine weiteren Gebäudeteile abgeweise abgebrochen», schreibt die diertes Konzept für den Umgang rissen werden. Der älteste Teil des Gemeinde diese Woche in der Me- mit der bestehenden Bausubstanz Hauses mit dem schutzwürdigen dienmitteilung. Deshalb kam es zum verlangt, schreibt sie. «Die Bauherr- Gewölbekeller werde saniert, umBaustopp. Der Abbruch hatte ein schaft hat in der Folge ein qualifi- gebaut und in der Mitte sowie rechts juristisches Nachspiel, eine Person ziertes Planungsteam mit der Er- mit einem Neubau ergänzt.

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WETTINGEN

Verkehrsbetriebe Mit ihren Elektrobussen leisteten die RVBW Pionierarbeit in Sachen E-Mobilität. Nun wollen die Regionalen Verkehrsbetriebe ihre elektronische Flotte weiter ausbauen und bis im Jahr 2030 komplett mit Strom unterwegs sein. Rotweiss räumt ab in der Halle.

zVg

Sportliche Erfolge Die Elite-Teams von Rotweiss Wettingen haben die Hallensaison erfolgreich abgeschlossen. Beim Final4 trafen sich die vier besten Damen- und Herrenteams, um den Schweizer Meister zu erküren. Die Damen aus Wettingen schlugen im Halbfinal souverän das Team aus Basel. Die Herren verdienten sich in einem hart umkämpften Spiel gegen GC Zürich den Einzug ins Final. In beiden Finalspielen hiess der Gegner Luzerner SC. Vor beiden Spielen war klar, dass dies äusserst umstrittene Partien geben würde. Zuerst verlor das Herrenteam unglücklich durch ein Tor in der Schlussminute und musste sich mit dem Vize-Meister-Titel begnügen. Besser machten es danach die Damen von Rotweiss Wettingen. Zwar ging das Finalspiel unentschieden aus, doch im anschliessenden

PHILIPPE NEIDHART

Die vergangenen zwei Jahre waren nicht gerade einfach für die RVBW – zwar hatten sie immer genügend Personal, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, aufgrund der Pandemie transportierten sie aber weniger Fahrgäste als in normalen Zeiten: «Wir haben das erste Mal in der Geschichte der RVBW einen grossen Verlust eingefahren», so Direktor Stefan Kalt, «doch wir hatten genügend Reserven, um die Ausfälle zu decken.» Deshalb blickt das Unternehmen optimistisch in die Zukunft – und diese steht ganz im Zeichen von Elektrofahrzeugen.

Shoot-out behielten sie die Nerven und gewannen so erneut den Schweizer-Meister-Titel 2022 in der Halle. Nur wenige Tage später ging das Herrenteam auf Reisen. In Slowenien vertraten sie als letztjährige Hallenmeister die Schweizer Farben im Europacup. Dort trumpfte das Herrenteam von Rotweiss gross auf. Sie reihten 5 Siege gegen die Meister aus Slowenien, der Slowakei, Tschechien, Portugal und Schottland aneinander und stiegen so souverän in Das hat Wettingen die höhere Europaklasse auf. mit China gemeinsam Die neue Flottenstrategie wurde bereits im Jahr 2018 festgelegt und hat Highlight Final4 in Wettingen Im Juni treffen sich die vier besten zum Ziel, bis im Jahr 2030 einen Damen- und Herrenteams, um die komplett klimaneutralen Betrieb zu Schweizer Meister im Landhockey gewährleisten: «Unsere Emissionen auf dem Feld zu erküren. Dieses sind lokal, wir fahren durch die sportliche Highlight findet am 18./19. Quartiere und machen Lärm – desJuni in Wettingen auf dem Sportplatz halb muss der ÖV hier eine VorreiBernau statt. Gleichzeitig wird Rot- terrolle einnehmen, das sind wir der weiss Wettingen offiziell den neuen Bevölkerung schuldig», sagt Kalt. Kunstrasenplatz einweihen. (zVg) Ein erster batteriebetriebener Bus

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der Marke Scania ist seit rund zwei Jahren auf der Linie 8 unterwegs. Gerade einmal vier solcher Fahrzeuge wurden hergestellt; eines davon fährt in Wettingen, eines ist in China und zwei sind in Göteborg unterwegs – «gewissermassen eine Weltpremiere», freut sich der RVBW-Direktor. Dabei haben sie extrem gute Erfahrungen gemacht: «Von Tag eins an war der Bus zuverlässig unterwegs und ist das Fahrzeug unserer Flotte, das mit 100 000 Kilometern pro Jahr die grösste Strecke zurücklegt.» In zwei Monaten geht der Bus mit Namen «BEVISA» zurück ins Werk, um die Erkenntnisse dieser Testzeit auszuwerten. Im März erhält die RVBW nun das Nachfolgemodell, das bereits gewisse Verbesserungen enthält und in Serienreife daherkommt.

VERMISCHTES

Geschichten für Kinder ab 3 Jahren.

Für Küchen

Der Elektrobus der RVBW ist ein voller Erfolg.

zVg

GschichteChischte Die Primarlehrerin Carole Muggli zaubert Geschichten aus der Kiste. Eine Überraschung für Kinder ab 3 Jahren mit Begleitperson. Erzählt wird in

Mundart. Kinder entdecken die Welt in Geschichten. Die Gemeindebibliothek begleitet die Jüngsten auf ihrer Entdeckungsreise und öffnet darum die GschichteChischte. Zum Vorschein kommen Bilderbuchklassiker und Neuerscheinungen, die Themenvielfalt ist unbegrenzt. Dabei kommen die Kinder auch in Kontakt mit der Welt des Buches, sie können ihren Sprachschatz erweitern und die Lust fürs spätere Lesen wird geweckt. Anmeldung bitte unter https:// eveeno.com/GschichteChischte, für spontane Besucher und Besucherinnen hat es aber auch noch Platz. Gemeindebibliothek Wettingen,


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5 Bauherrschaft:

setzen auf Nachhaltigkeit

zVg

Weniger glücklich waren die RVBW hingegen mit ihren vier Elektrobussen auf der Linie 5, die im Sommer letzten Jahres in Betrieb genommen wurden. Hierbei setzten sie auf eine Innovation, um die Motorensteuerung energieeffizienter zu machen – allerdings kam es zu vielen technischen Problemen und Ausfällen: «Da mussten wir Lehrgeld bezahlen, weil die Technologie noch nicht so weit ist, wie wir uns erhofften.» So wurden die Busse zwischenzeitlich zVg aus dem Verkehr gezogen und sind RVBW-Direktor Stefan Kalt. nach einem Re-Design mittlerweile wieder im Einsatz – mit einer be- sollen es werden: «Wir machten im August letzten Jahres eine Auswährten Technologie. schreibung und haben im Januar entschieden, mit welchen HerstelFlexible Einsatzmöglichkeiten Nun wollen die Regionalen Ver- lern wir die finalen Fragen klären.» kehrsbetriebe die E-Flotte weiter Wer letztlich den Auftrag erhält, ausbauen – 10 neue Elektrobusse wird laut Kalt Mitte März festge-

Bauobjekt:

legt. Dabei ist der Kriterienkatalog alles andere als klein; neben Reichweite, Ausstattung, Fahreigenschaften und Komfort des Fahrraumes soll natürlich auch der Preis mitbestimmen. Im Gegensatz zu den bisherigen E-Bussen handelt es sich nicht um Gelegenheitslader – also Busse, die jeweils an den Endhaltestellen geladen werden –, sondern um Depotlader. Diese beinhalten eine andere Technologie und müssen nicht mehrmals am Tag an die Ladestationen, sondern kommen über Nacht im Depot an den Strom: «Solche Fahrzeuge haben grössere Batterien und eine erhöhte Reichweite. Deshalb können sie auf unserem Streckennetz flexibler eingesetzt werden, da sie keine zusätzliche Infrastruktur benötigen», erklärt Kalt. Und wie steht es um sogenannte Wasserstoffbusse? Von vielen Seiten werden diese als Fahrzeuge der Zukunft gepriesen, denn Wasserstoff hat eine höhere Energiedichte als Batterien. Auch Kalt kennt die Vorteile, und wenn dereinst der Wasserstoff lokal und mit erneuerbarer Energie erzeugt werden könnte, wäre dies auch für ihn die ideale Lösung: «Das ist ein ökologisch perfektes System, da wir keinen CO2Ausstoss mehr hätten und keine fossilen Brennstoffe benötigten.» Auch würden bei solchen Bussen immens kleinere Batterien Verwendung finden. Bis es allerdings so weit ist, könnte es noch eine Weile dauern: «Betriebswirtschaftlich ist diese Technik momentan noch undenkbar – bis 2040 könnte es allerdings besser aussehen.»

Baustelle: Parzelle: Zusatzgesuche: Bauherrschaft:

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Swisscom (Schweiz) AG Marek Nowicki Binzring 17 8045 Zürich Umbau bestehende Mobilfunkanlage mit neuem Mast Alberich Zwyssigstrasse 43 5153 Kantonales Baugesuch Adrian Huser Isatzweg 9b 5430 Wettingen Heizungsersatz Öl zu Wärmepumpe Isatzweg 9b 3243 keine Einwohnergemeinde Wettingen Alberich Zwyssigstrasse 76 5430 Wettingen Neues Spielgerät Schulstrasse 15 3026 keine Brigitte Emmenegger Neufeldstrasse 8 5430 Wettingen Teilabbruch und Fassadensanierung, Neubau Wohnhaus Rennweg 5 3339/6401 keine Benjamin Ehrsam Edelweissstrasse 10 5430 Wettingen Abbruch Einfamilienhaus, Neubau Mehrfamilienhaus Konradstrasse 5 3610 Kantonales Baugesuch

Öffentliche Planauflage vom 25. Februar bis 26. März 2022. Die öffentliche Auflage der Pläne erfolgt ausschliesslich online über www.wettingen.ch. Eine Einsichtnahme vor Ort kann nur in begründeten Fällen und nach vorheriger Absprache zugestanden werden. Allfällige Einwendungen sind im Doppel während der Auflagefrist dem Gemeinderat einzureichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag zu enthalten.

Bau- und Planungsabteilung

Gemeinde Wettingen

Öffentliche Planauflage Gestützt auf § 95 BauG liegt folgendes Projekt zur öffentlichen Einsichtname auf: Werkleitungs- und Oberbausanierung Pelikanstrasse

Montag, 28. Februar, 16.30 Uhr – Dau- legt. Dieser findet am Donnerstag, er ca. 20 Minuten. (zVg) 17. März, von 9 bis 11 Uhr in den Räumlichkeiten der Bibliothek statt. Ausstellung Book Art Mit ihren krea- Der Eintritt ist frei (Kollekte), Teiltiven Buchkunstwerken erweckt die nehmerzahl begrenzt. Anmeldung: (zVg) Künstlerin Tina Imhof aus Ehren- www.eveeno.com/BookArt. dingen ausgelesene Bücher auf eindrückliche Weise wieder zum Le- 8. Wettinger Kammerkonzert – Seeben. Man lasse sich während der lenwanderung Die Wettinger KamÖffnungszeiten der Bibliothek Wet- merkonzerte sind stolz, dieses Jahr tingen bei einem Rundgang inspi- Julia Fischer, die berühmte Geigerin, rieren. Die Ausstellung dauert vom begrüssen zu dürfen. Sie spielt zu1. bis 31. März. Wer gerne einmal sammen mit ihren nicht minder selber mit Farben, Schablonen und berühmten Partnern Nils MönkeFarben aus alten Büchern ein indi- meyer und dem Oliver Schnyder viduelles Kunstwerk in 3D gestalten Trio Klavierquintette von Schumann möchte, dem sei der Kreativ-Work- und Schostakowitsch. Schulhaus Marshop mit Tina Imhof ans Herz ge- geläcker, Konzertsaal, Sonntag, 6. März,

Die öffentliche Auflage findet vom 25. Februar 2022 bis zum 28. März 2022 statt. Die Planauflage erfolgt ausschliesslich online über www.wettingen.ch. Allfällige Einwendungen sind schriftlich im Doppel während der Auflagefrist dem Gemeinderat Wettingen einzureichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag zu enthalten. Bau- und Planungsabteilung

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Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Wettingen-Neuenhof Redaktionsteam: Etzelstrasse 22 Pfr. S. Burkhard 5430 Wettingen Pfr. L. Fischer-Lamprecht 056 437 30 30 Sekretariat: N. Bischof www.ref-wett-nhf.ch

•) Für alle Veranstaltungen gilt aktuell die Zertifikatspflicht •)!

Bei den Gottesdiensten gilt die Zertifikatspflicht, wenn wir aufgrund langjähriger Erfahrung mehr als 50 Personen erwarten.

Sonntag, 27. Februar 2022, 18.00 Uhr •) Reformierte Kirche Wettingen

«Die Aussenseiter» – Visual Percussion

Sonntag, 6. März 9.30 Wettingen Pfr. Arnold Bilinski Kollekte: Effingerhort Sonntag, 13. März 9.30 Wettingen Pfrn. Renate Bolliger König 10.30 Neuenhof Pfrn. Renate Bolliger König anschliessend Kirchenkaffee •) Kollekte: Bossey-Institut des OeRK Sonntag, 20. März 9.30 Wettingen Pfr. Arnold Bilinski «Brot für alle» anschliessend Kirchenkaffee •) Kollekte: Brot für alle Sonntag, 27. März 9.30 Wettingen Konfirmation •) Pfr. Stefan Burkhard Nicolas Pistidda, Posaune; Nathan Schneider, Orgel anschliessend Apéro falls möglich Kollekte: Kirchliche Jugendarbeit Gottesdienst im Alterszentrum St. Bernhard: Dienstag, 8. März, 9.30 Uhr Gottesdienst in der Alterssiedlung Sonnmatt: Dienstag, 8. März, 14.30 Uhr Ökumenischer SeniorenMittagstisch im Regionalen Pflegezentrum Baden: Dienstag, 8. und 29. März, um 11.15 Uhr

Weltgebetstagsgottesdienst 2022 England, Wales und Nordirland «Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben.»

G ot tesdiens te Sonntag, 27. Februar 9.30 Wettingen Pfr. Lutz Fischer-Lamprecht anschliessend Kirchenkaffee •) 10.30 Neuenhof Pfr. Lutz Fischer-Lamprecht Kollekte: Verein Sichtwechsel 18.00 Wettingen Konzert «Die Aussenseiter» – Visual Percussion •) Kleinkunstprojekt mit dem Aargauer Perkussionisten Luca Borioli

Freitag, 4. März 2022, 19.00 Uhr •)

Ein Kleinkunstprojekt mit dem Aargauer Perkussionisten Luca Borioli Wie reagieren, wenn ein Schlagzeuger ein Trio für drei Tische allein vorspielen möchte? Dank zahlreichen Effekten und technischen Tricks macht Luca Borioli dies und weitere musikalische «Wunder» auf der Bühne erlebbar. Zwei Beamer, Videos, Elektronik, UV-Licht und ein kleines selbstgebasteltes Theater helfen dem Künstler, die verschiedenen Stücke auf einzigartige Weise aufzuführen – ein überraschendes Spektakel. «Die Aussenseiter» ist bereits das dritte Programm von «Visual Percussion» und wurde ausgezeichnet. Luca Borioli ist Pro Argovia Artist 2020. Mittwoch, 9. März 2022, um 19 Uhr, Kirchgemeindehaus, Wettingen •)

Genussrunde zum Feierabend – nur für Männer Genau 500 Jahre nach dem berühmten «Wurstessen beim Buchdrucker Froschauer», einem wichtigen Ereignis während der Zürcher Reformation, treffen wir uns zum Wurstessen. Nach einem Apéro zu Beginn wird uns der Historiker Patrick Zehnder eine historische Einordnung der Bedeutung des Wurstessens geben. Danach gehts auch für uns «um die Wurst». Der Unkostenbeitrag beträgt 40.– Franken. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir um baldige Anmeldung, am besten per Mail oder Telefon, bei Pfr. Lutz Fischer-Lamprecht (lutz.fischer-lamprecht@ref-wettnhf.ch oder 056 437 30 51 – notfalls auf den Telefonbeantworter). Anmeldeschluss: 28. Februar 2022.

Kolibritage 2022 Die Kolibritage 2022, Thema: «Jäger der brennenden Buchstaben ‒ Komm mit auf Schatzsuche» finden für alle Kinder ab grossem Chindsgi bis zur 5. Klasse in der zweiten Frühlingsferienwoche von Dienstag, 19., bis Sonntag, 24. April, statt. Anmeldung und weitere Infos auf dem Flyer im Kirchgemeindehaus oder auf unserer Website, unter Angebote/Kinder oder direkt bei Veronika Hettich (Stellvertretung für Michael Schatzmann), Tel. 056 437 30 34.

Die Bevölkerung von England, Wales und Nordirland ist multiethnisch, multikulturell und multireligiös. Dies hat zum einen mit der Kolonialgeschichte des britischen Königreichs zu tun, zum anderen mit der Einwanderung und der Aufnahme von Flüchtlingen aus allen Erdteilen seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Verfasserinnen der Liturgie freuen sich über die kulturelle Vielfalt, bringen in ihrer Feier aber auch die Probleme grosser sozialer Unterschiede und die Ausgrenzung von Menschen zur Sprache. Der Gottesdienst in Wettingen findet in den Räumlichkeiten der evangelisch-methodistischen Kirche statt: Seminarstrasse 21, 5400 Baden. In Neuenhof findet der Gottesdienst im reformierten Kirchgemeindehaus Neuenhof statt. An beiden Orten gilt die Zertifikats- und Maskenpflicht. Sonntag, 27. März, 9.30 Uhr •)

Konfirmationsgottesdienst in der Kirche Wettingen bei Pfr. Stefan Burkhard

Livia Berz Justin Leu Shania Toddaro

Ramona Brunner Luna Lütje Xenia Voser

Zoé Büchler Tobias Roth Tim Zimmerli

Personelles:

Veronika Hettich übernimmt Stellvertretung für Michael Schatzmann Unser Sozialdiakon Michael Schatzmann besucht in diesem Jahr zur Weiterbildung verschiedene Module zum Thema der «gewaltfreien Kommunikation». Während dieser Zeit übernimmt Veronika Hettich die Stellvertretung im Bereich der freiwilligen Kinderarbeit sowie beim Familienweekend 2022. Michael Schatzmann bleibt weiterhin für die Jugendarbeit zuständig. Die Kirchenpflege wünscht sowohl Veronika Hettich als auch Michael Schatzmann alles Gute und dankt beiden für ihr Engagement für unsere Kirchgemeinde. Die Kirchenpflege


NEUENHOF

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AUS DEM GEMEINDERAT Informationsveranstaltung «Dorfstrasse» im März Die Informationsveranstaltungen bezüglich «Sanierung Dorfstrasse» vom 1., 2. und 3. März wurden noch unter den Beschränkungen der Teilnehmerzahlen nach Covid-19-Auflagen angesagt und geplant. Nachdem der Bundesrat nun am 16. Februar die für diese Veranstaltungen gültigen Beschränkungen vollumfänglich aufgehoben hat und sich bis zum 17. Februar für die Infoveranstaltungen vom 2. und 3. März nur sehr wenige Personen angemeldet haben, wurde beschlossen, nur noch eine Informationsveranstaltung durchzuführen. Diese findet nun statt am: Dienstag, 1. März, 19 bis ca. 21 Uhr in der Aula Neuenhof. Interessierte, die sich für die Informationsveranstaltungen vom 2. oder 3. März angemeldet haben, sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung vom 1. März teilzunehmen. Sollte dies aus terminlichen Gründen nicht möglich sein, können die Unterlagen auf der Abteilung Bau und Planung, Gemeindehaus, 2. Stock, zusätzlich ab dem 2. März eingesehen werden. Auf telefonische Voranmeldung hin werden die zuständigen Mitarbeitenden der Abteilung Bau und Planung der Bevölkerung auch gerne die Unterlagen erläutern resp. die Fragen beantworten. Termine können unter der Telefonnummer 056 416 21 24 vereinbart werden. Jugendliche unterstützen Seniorinnen und Senioren in alltäglichen Arbeiten. Bei folgenden Tätigkeiten wird die Unterstützung angeboten: Handyoder Computerhilfe; Einkaufen/Einkaufsbegleitung; mit dem Hund spazieren gehen; zusammen mit oder für die Seniorin/den Senior kochen; Wohnung putzen; Gartenarbeit und vieles mehr. Infos dazu beim Jugendarbeiter/Generationsarbeiter unter Tel. 056 416 21 88 oder E-Mail oliver. lamm@neuenhof.ch.

der der Gemeinde Neuenhof. Das gemeinsame Spielen soll Begegnungen für Kinder und Familien in der Gemeinde ermöglichen. Die Quartier-Spiel-Animation findet jeweils donnerstags von 15 bis 16.30 Uhr auf den Spielplätzen in den Quartieren statt. Daten Bifang: Donnerstag, 28. April, 12. Mai, 2., 16. und 30. Juni. Daten Webermühle: Donnerstag, 5. und 19. Mai sowie 9. und 23. Juni. Für weitere Auskünfte zur «Quartier-Spiel-Animation» wende man sich an die Jugendarbeiter/Generationsarbeiter unter Tel. 056 416 21 88 oder E-Mail oliver.lamm@neuenMit oder ohne Maske: In der Migros Neuenhof herrscht wieder Frieden. SibylleEgloff hof.ch. Baubewilligungen wurden erteilt an: Hüppi Production Styling AG, Zürcherstrasse 138, Neuenhof, für den Reklamen Ersatz und zwei Zusätze, Zürcherstrasse 138, Neuenhof; Spitex-Verein Wettingen-Neuenhof, Hardstrasse 59, Neuenhof, für einen Aussenpylon mit Beschriftung, Hardstrasse 59, Neuenhof; Francesco Mancina, Zürcherstrasse 165, Neuenhof, für einen Aussenkamin, Zürcherstrasse 165, Neuenhof; Einwohnergemeinde Neuenhof, Zürcherstrasse 107, Neuenhof, für die Erstellung eines Vordachs am Eingang Kindergarten Zentrum, Zürcherstrasse 97, Neuenhof; Ruderclub Baden, Seestrasse 19, Neuenhof, für Parkplatz entlang der Bootshalle, Seestrasse 19, Neuenhof; Antonio Cassará, Hafnerweg 35, Neuenhof, für die Erstellung eines Sichtschutzes, Hafnerweg 35, Neuenhof; Susanna Stöckli, Lindenstrasse 5, Neuenhof, für Wind- und Sonnenschutzwände, Lindenstrasse 5, Neuenhof; Martin Rast und Elisabeth Spirk Rast, Lägernblick 12, Neuenhof, für die Erstellung einer LuftWasser-Wärmepumpe, Lägernblick 12, Neuenhof; Rewa Bau AG, Landstrasse 134, 5430 Wettingen, Pizzabetrieb mit Bistro in bestehendem Verkaufslokal, Zürcherstrasse 120, Neuenhof.

Papiersammlung Februar Die nächste Quartier-Spiel-Animation Dieses An- Papiersammlung findet am Samsgebot richtet sich an alle Schulkin- tag, 26. Februar, statt und wird durch den FC Neuenhof durchgeführt (Kontakttelefon 076 366 86 25). INSERATE Sammelware bitte immer bündeln und verschnüren. Nur korrekt bereitgestelltes Papier bzw. korrekt Ihr verlässlicher Computersupport im Ort. Mit bereitgestellter Karton wird überSeniorentarif und kostengünstigen Support-Abos nommen. Grössere Mengen oder Für Private: Wir unterstützen sie bei sämtlichen Problemen mit ihrem PC Dimensionen von Karton, insbesonoder Mac bei ihnen vor Ort. Ad-hoc-Support und massgeschneiderte Für KMU: dere aus Gewerbebetrieben, sind Wartungsverträge. Gerne erstellen wir ihnen ein unverbindliches Angebot. weiterhin gebührenpflichtig der 079 688 21 53 Christof Mazenauer Kehrichtabfuhr oder direkt einem support@computerdienst.ch Bankstrasse 9 www.computerdienst.ch 5432 Neuenhof Altstoffhändler zu übergeben.

Harmonie ist zurück

Die Aufhebung der Coronamassnahmen beim Einkaufen sorgt in der Migros Neuenhof für gute Stimmung. SIBYLLE EGLOFF

Die Hinweistafeln zur Maskenpflicht sind verschwunden. Einzig die Abstandskleber auf dem Boden und der Desinfektionsmittelspender erinnern die Kundschaft noch an die Pandemie in der Migros-Filiale in Neuenhof. Am ersten Samstag nach der Aufhebung fast aller Coronamassnahmen ist die Stimmung im Geschäft gelöst. Zwei Seniorinnen stehen neben der Gemüseauslage und freuen sich, dass sie ihre Gesichter wieder sehen. «Du bist zwei Jahre älter geworden unter der Maske», scherzt die eine. Solche Gespräche vernimmt Besfort Esati seit vergangenem Donnerstag häufig. Der 31-Jährige arbeitet als Abteilungsleiter Früchte und Gemüse für die Neuenhofer MigrosFiliale und hat ein offenes Ohr für Kundinnen und Kunden. «Vor allem für Brillenträger ist es eine Erleichterung, dass sie keine Maske mehr tragen und gegen angelaufene Gläser kämpfen müssen», sagt er. «Maskenträger stritten sich mit Maskenverweigerern» In den letzten eineinhalb Jahren habe die Maskenpflicht im Geschäft zu vielen Diskussionen und sogar zu Streit geführt, so Esati. «Es gab Kundinnen und Kunden, die partout keine Maske anziehen wollten. Wenn wir sie darauf ansprachen, zeigten sie sich irritiert.» Und auch

unter der Kundschaft sei es zu Auseinandersetzungen gekommen. «Maskenträger stritten sich mit Maskenverweigerer. Und wir als Mitarbeitende waren zwischendrin und wurden selbst noch angeschnauzt. Es war wirklich keine einfache Zeit.» Esati ist daher froh, dass diese Debatten mit dem Entscheid des Bundesrats von letzter Woche nun ein Ende haben. «Es sind wieder Frieden und Harmonie eingekehrt.» Er selbst freut sich ebenso, dass er zum Arbeiten keine Maske mehr tragen muss. «Vor allem wenn ich schwere Dinge heben musste oder sich beim Auffüllen der Tief kühler wegen der warmen Luft beim Atmen Wasser in der Maske bildete, war das nicht angenehm», erinnert sich Esati. 4 von 15 Mitarbeitenden ziehen immer noch eine Maske an Vereinzelt tauchen aber doch noch Masken im Laden auf. «Fünf von etwa hundert Kunden schützen sich immer noch mit einer Maske. Bei einigen ist es vielleicht auch Gewohnheit. Nach eineinhalb Jahren braucht es etwas Zeit, diese Routine abzulegen», vermutet Esati. Erstaunt ist er, dass neben älteren Kunden auch jüngere nach wie vor am Maskentragen festhalten. Und auch einzelne Arbeitskolleginnen und -kollegen bedecken nach wie vor Mund und Nase. «4 von 15 Angestellten tragen eine Maske. Zwei gehören wegen ihres Asthmas zur Gruppe der Risikopatienten, die anderen beiden haben Angst, sich anzustecken», sagt Esati. Er findet es gut, dass nun jede und jeder selbst entscheiden kann, wie sie oder er mit der Pandemie umgeht.


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NEUENHOF/KILLWANGEN

VERMISCHTES NEUENHOF Fasnacht in Neuenhof mal anders Dieses Jahr findet der jahrelang durchgeführte traditionelle Kinderund Chläusliball der Chlausgesellschaft Neuenhof nicht statt. Nichtsdestotrotz soll die Narrenzeit im Dorf nicht aussterben. So wurde entschieden, die Fasnacht in Neuenhof mal anders am Leben zu erhalten. Am 26. Februar ab 19 Uhr wird im Restaurant Bahnhöfli mit Unterstützung der Chlausgesellschaft die Fasnacht durchgeführt. Mit DJ Pedro ist für tolle Partystimmung gesorgt. Die Organisatoren freuen sich über zahlreiches und kostümiertes Erscheinen. Der Ein- Dieses Jahr findet die Fasnacht in Neu(zVg) enhof anders als gewohnt statt. Archiv tritt ist kostenlos.

MÄNNERCHOR NEUENHOF Die Generalversammlung des Männerchors Neuenhof fand am Dienstag, 15. Februar, im Restaurant Santos statt und wurde von Dirigentin, 29 Aktivsängern und 2 Gästen besucht. Der Besuch von Gemeinderat Daniel Burger bereitete dem Männerchor grosse Freude. Dies ist ein Zeichen von Wertschätzung, die man sich als aktiver Dorfverein verdient hat. Im Ablauf der ordentlichen Geschäfte hielt Präsident Hannes Huffer in seinem Jahresbericht Rückschau auf ein Jahr, welches coronabedingt nicht einfach zu meistern war. Man musste sich sowohl im Probenbetrieb als auch im Ablauf vom geplanten Jahresprogramm einschränken. Als gut geführter Chor hat man sich im schwierigen zurückliegenden Jahr aber bewährt und Dirigentin Erika Riedo hat grossen Anteil daran. Auch die Vereinskasse steht trotz allem auf einem guten Fundament. Der Dank gilt den Passivmitgliedern, die den Chor mit ihren Beiträgen unterstützt haben

und darüber hinaus motivierend beistanden. Gesetzte Veranstaltungen im Jahresprogramm 2022 sind: Ausrichtung der Delegiertenversammlung Aargauischer Kantonal-Gesangverein (AKG) am 2. April, Unterhaltungsabend am 21. Mai, Mithilfe bei der Organisation der Bundesfeier am 1. August, Spaghetti-Plausch am 22. Oktober und auch diverse Ständchen sind eingeplant, um nur die wichtigsten zu nennen. Beim Traktandum Mutationen zeigt es sich, wie nahe Freud und Leid zusammenliegen. Man darf sich über den Eintritt von Walter Brem als aktiven Sänger freuen. Leider musste man aber den Tod vom Aktivmitglied und Ehrenpräsidenten Ernst Schaffner hinnehmen. Es hat die Familie und den Chor getroffen. Der Männerchor hat 32 aktive Sänger und damit eine gute Substanz. Wie es zu einer gelungenen GV gehört, wurde sie bei einem feinen Nachtessen abgeschlossen. (zVg)

«Mehr Steuern, je l Familie Würsch aus Killwangen verabschiedet sich aus der Landwirtschaft. Es warten bereits neue Herausforderungen. CORINNE BÜRKI

Dreissig Jahre hat Familie Würsch an der Dorfstrasse in Killwangen einen Landwirtschaftsbetrieb geführt. Nun ist alles vorbei. «Ich habe etwa zwei Wochen durchgeweint», sagt Manya Würsch. Der Entscheid fiel vor knapp einem Jahr und auch heute sei sie noch nicht im Frieden damit. «Man macht etwas dreissig Jahre lang, aber erst wenn es endet, weiss man, wie wichtig es für sich selber überhaupt war.» Nun müsse sie sich eine neue Identität aufbauen: «Wenn ich mich anderen vorstelle, kann ich nicht mehr sagen, dass ich Bäuerin bin. Das ist komisch», so die Mutter einer 30-jährigen Tochter und eines 28-jährigen Sohnes. Markus Würsch hat sich schon länger darauf eingestellt, denn es sei niemand da gewesen, der den Hof nach seiner Pensionierung übernehmen wollte. «Bis jetzt hat es mich noch nicht so stark erwischt wie meine Frau. Aber das kommt vielleicht noch, sobald alle Kühe weg sind.» Die Kühe bleiben noch bis Ende März. Aber es sei komisch, am Feld vorbeizufahren und zu wissen, dass man es nicht mehr selbst bewirtschafte. Landbesitzer bleiben sie weiterhin, sie haben das Land lediglich weiterverpachtet: Die rund 15 Hektaren gingen zur Hälfte an ihren Nachbarn und zur

Hälfte an einen befreundeten Bauern aus Neuenhof. Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt: «Wenn wir aufhören, geht das landwirtschaftliche Geschäftsins Privatvermögen über. Dabei ist insbesondere das Bauland ausschlaggebend, dessen Wert aufgrund des aktuellen Bodenpreises berechnet wird. Weil dieser massiv am Steigen ist, zahlen wir mehr Steuern, je länger wir warten.» Deshalb hat sich das Ehepaar dafür entschieden, bereits jetzt mit der Landwirtschaft aufzuhören. «Es war ein gemeinsames Arbeiten» Nach der Hochzeit 1990 hat das Ehepaar das Elternhaus von Markus Würsch übernommen. Manya kann sich gut an einen Satz ihres Mannes erinnern: «Er hat gesagt, wir werden ein schönes Leben vor uns haben und ‹bure›, bis wir pensioniert sind.» Daher hat sie die Bäuerinnenschule gemacht. Am Anfang hielten sie nebst Milchkühen und Schafen auch Schweine, doch aufgrund der hohen Auflagen mussten sie 1993 damit aufhören. Die Familie war eine der ersten in der Gegend, die Milch ab Hof verkauften. Ab 1996 arbeitete Manya zusätzlich in einer nahegelegenen Metzgerei, später wieder auf ihrem angestammten kaufmännischen Beruf. 1999 startete auch Markus nebenberuflich, damals in der Migros. Zu viel wurde dies den beiden nicht: «Wenn man in der Landwirtschaft tätig ist, ist man es gewohnt, früh morgens bis spät abends zu arbeiten.» Diese Zeit bleibt ihnen in schöner Erinnerung: «Wir waren

INSERATE

GEMEINDE NEUENHOF

Häckseldienst Gartenbesitzer von Neuenhof haben die Möglichkeit, Astmaterial aus dem Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern (Durchmesser mind. 1 cm, max. 12 cm) vom Bauamt häckseln zu lassen. Zur Förderung der Hauskompostierung erfolgt diese Leistung in der ersten ¼ Stunde gebührenfrei, sofern vorwiegend selber kompostiert und damit die Grünabfuhr entlastet wird. Das Häckselgut muss zurückgenommen werden. Mehraufwendungen werden nach Aufwand in Rechnung gestellt. Nächste Aktion: Montag, 7. März 2022 (und folgender Tag je nach Anmeldungen) Telefonische Voranmeldung an die Abteilung Bau und Planung Neuenhof, bis Freitag, 4. März 2022, Tel. 056 416 21 20. Abteilung Bau und Planung

INSTRUMENTE UND MEHR

INSTRUMENTE

Landstrasse 52 | 5430 Wettingen | 056 426 72 09 | musik-egloff.ch


WOCHE NR. 8 DONNERSTAG, 24. FEBRUAR 2022

länger wir warten»

AUS DEM GEMEINDERAT Sanja Milosavljevic; Wahl als LeiterStv. Hausdienste Nachdem Christian Rohner sein Arbeitsverhältnis per 30. April gekündigt hat, hat der Gemeinderat Sanja Milosavljevic als Leiter Stellvertreterin Hausdienste per 1. Mai gewählt. Sanja Milosavljevic arbeitet seit mehreren Jahren als Aushilfe und Teilzeitmitarbeiterin bei den Hausdiensten der Gemeinde Killwangen. Der Gemeinderat und die Mitarbeitenden freuen sich, mit der Wahl von Sanja Milosavljevic eine sehr geschätzte Persönlichkeit im Team begrüssen zu dürfen, und wünschen ihr bereits heute viel Freude und Erfolg bei der neuen Aufgabe.

Die Kühe bleiben noch bis Ende März auf dem Hof der Würschs. crb

Markus und Manya Würsch: Nach dreissig Jahren ist Schluss. «Ich kann mich nicht mehr als Bäuerin vorstellen, das ist komisch», sagt Manya Würsch. Corinne Bürki abends im Stall, haben gearbeitet und Musik gehört – es war ein gemeinsames Arbeiten», so Manya lächelnd. 2008 haben sie als weiteres gemeinsames Projekt den Hof und das Wohnhaus umgebaut und auf Mutterkuhhaltung umgestellt. 2022 verlassen die letzten Herefordkühe den Hof.

Neue Ziele Nun gelte es, neue Herausforderungen zu finden. Und das Paar hat da auch schon eine Idee. In nicht allzu ferner Zukunft möchten sie das Wohnhaus und die angrenzenden Gebäude abreissen und zehn Wohnungen in zwei Gebäuden bauen. Dazu soll es einen Begegnungsplatz

und viel Garten geben, damit man zwar im Block in einer Wohnung leben kann, aber trotzdem von Natur umgeben ist und auch einen Gemüsegarten bewirtschaften kann. Laut Würsch dauert es bis dahin aber noch einen Moment. Markus Würsch arbeitet weiterhin beim Kanton als Projektleiter Baubewilligungen, spezialisiert auf landwirtschaftliche Bauten. Nebenbei konzentriert sich das Paar auf Aus- und Weiterbildungen im energetischen, spirituellen Bereich. So ist Markus Würsch als Rutengänger tätig und zusammen machen sie systemisches Familienstellen. So beraten sie andere Menschen und deren Familien, um diese einander wieder näher zu bringen.

Gemeindeschalter: Der digitale Weg hat noch Luft nach oben Seit der Pandemie erledigen vor allem jüngere Generationen in Killwangen Geschäfte und Dienste im Zusammenhang mit der Gemeindeverwaltung vermehrt online. Nichtsdestotrotz gibt es Verbesserungspotenzial. Kontakte beschränken: Dieser Leitspruch in der Coronapandemie galt auch für die Gemeindeverwaltungen. So wurde etwa die Bevölkerung in Killwangen gebeten, den Schalterkontakt auf ein Minimum zu reduzieren und Anliegen via OnlineSchalter, E-Mail oder Telefon abzu-

wickeln. Terminvereinbarungen waren während des ersten Lockdowns von März bis April 2020 nötig, ansonsten war der Schalter der Gemeindeverwaltung uneingeschränkt geöffnet. Nach der Aufhebung fast aller Coronamassnahmen durch den Bundesrat von vergangenem Donnerstag zieht die Gemeinde Killwangen auf Anfrage ein positives Fazit in Sachen Digitalisierung, sieht aber gleichzeitig auch noch Verbesserungspotenzial. Vor allem die jüngeren Generationen hätten die Möglichkeit, mit der Gemeindeverwaltung per E-Mail oder Telefon zu

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interagieren, geschätzt, heisst es seitens der Gemeinde. Wahrscheinlich würden sie weiterhin den digitalen Weg wählen und bevorzugt Bestellung von Dokumenten und Gebührenmarken über den OnlineSchalter oder per E-Mail vornehmen und etwa Adressänderungen mittels E-Umzug sowie Anfragen per E-Mail an den Gemeinderat oder die Gemeindeverwaltung richten. In diesem Zusammenhang betont die Gemeinde aber auch: «Beim Angebot an Dienstleistungen, welche über den digitalen Weg erbracht werden könnten, gibt es jedoch noch viel Luft nach oben.» (sib)

Beschäftigung Johnny Zehner Im Rahmen einer Trainingsmassnahme hat sich der Gemeinderat entschieden, Johnny Zehner die Möglichkeit zu bieten, im beruflichen Alltag wieder Fuss zu fassen. Für die Gemeinde Killwangen entstehen durch diesen Arbeitsversuch keine Kosten. Johnny Zehnder wird ab 1. März bis voraussichtlich 31. Mai mehrheitlich beim Werkdienst tätig sein. Baubewilligung Der Gemeinderat Killwangen hat folgende Baubewilligungen erteilt: Ferdinando Cortesi, Brühlstrasse 33, 8956 Killwangen, für eine Reklametafel, Parz.-Nr. 1257, Brühlstrasse 33. INSERATE

GEMEINDE KILLWANGEN

Baugesuch Bauherrschaft:

Grundeigent.: Bauobjekt:

Bauvorhaben:

Antonio Zocco, Bahnhofstrasse 4b, 8956 Killwangen und Laura Maria Zocco, Kastellstrasse 43, 8107 Buchs ZH do. Bahnhofstrasse 4b, 8956 Killwangen (Parz. Nr. 1318) Umbau innen, Neuerstellung Sichtschutz Garten sowie 1 Dachfenster, Ersatz Heizung

Das Baugesuch liegt vom 24. Februar 2022 bis 24. März 2022 während den ordentlichen Schalteröffnungszeiten öffentlich auf der Gemeindekanzlei zur Einsichtnahme auf. Einsprachen sind innert der Auflagefrist an den Gemeinderat Killwangen zu richten. Eine Einsprache hat schriftlich zu erfolgen und muss einen Antrag sowie eine Begründung enthalten.


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SPREITENBACH

WOCHE NR. 8 DONNERSTAG, 24. FEBRUAR 2022

AUS DEM GEMEINDERAT Qualitätskontrolle an der Schule Spreitenbach Die Schulaufsicht hat im Zeitraum vom 12. November 2021 bis 27. Januar 2022 an der Schule Spreitenbach die kantonale Qualitätskontrolle durchgeführt. Dabei wurden die Erfüllung der definierten Qualitätsanforderungen sowie die Einhaltung der kantonalen Vorgaben geprüft. Die Prüfung basiert auf den Ergebnissen der Online-Befragungen der Lehrpersonen, der Schülerinnen und Schüler und der Eltern. Zudem werden wichtige Dokumente der Schule sowie statistische Kennzahlen und Leistungsdaten gesichtet und Gespräche mit der Schulführung (Gemeinderat und Schulleitung) geführt. Darauf abgestützt erfolgt die Einschätzung der Schulqualität durch die Schulaufsicht. Die Schulaufsicht hat bei der Schule Spreitenbach keine Hinweise auf Schwierigkeiten in Bezug auf die Erfüllung der definierten Qualitätsansprüche und die Einhaltung der kantonalen Vorgaben festgestellt. Die kantonale Qualitätskontrolle ist abgeschlossen. Änderungen ab 1. Januar in den Sozialversicherungen der 1. Säule Der Jahreswechsel hielt Änderungen in der 1. Säule bereit. Die SVA hat alle wichtigen Informationen kompakt online unter www.sva-ag.ch zusammengefasst. INSERATE

Bauausschreibung BG Nr: Bauherr:

3320 Limeco Regiowärme, Reservatstrasse 5, 8953 Dietikon Bauobjekt: Fernwärme Netzerweiterung Chaufächer Limeco Baustelle: Langäckerstrasse, Pappelweg, Bahnhofstrasse, Baumgartenstrasse Parzellen: 3267, 874, 3260, 3259 Zusatzbew.: Departement Bau, Verkehr und Umwelt Die öffentliche Auflage erfolgt vom 28. Februar 2022 bis 29. März 2022 auf der Bauverwaltung, Gemeindehaus, Spreitenbach. Allfällige Einwendungen können während der nicht erstreckbaren Auflagefrist beim Gemeinderat, 8957 Spreitenbach eingereicht werden. Zustelladresse: Bauverwaltung, Poststrasse 13, 8957 Spreitenbach. Sie haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. Gemeinde Spreitenbach

Wer Corona-Erwerbsausfallentschädigung erhalten hat, muss daran denken, die Entschädigung als Einkommen zu versteuern. Abgabe Steuererklärung 2021 Ende Januar wurde die Steuererklärung des Jahres 2021 verschickt. Wem es nicht möglich sein sollte, die Steuererklärung bis 31. März einzureichen, kann eine Fristverlängerung elektronisch via www.ag.ch/efristerstreckung erfassen. Wichtig: Eine Fristverlängerung ist nur dann notwendig, wenn die ordentliche Steuererklärung 2021 erst nach dem 30. Juni eingereicht werden kann. Infolge der aktuellen Lage wird gebeten, die ausgefüllten Unterlagen nicht mehr am Schalter persönlich abzugeben. Man nutze hierzu den sicheren Briefkasten beim Gemeindehaus. Für Fragen rund um das Thema Steuern steht das Steueramt gerne unter Tel. 056 418 85 80 oder E-Mail steueramt@spreitenbach.ch) zur Verfügung. Neuerungen auf den 1. Januar: Wegfall der Unterschrift bei elektronischer Übermittlung der Steuererklärung Neu kann die mit EasyTax 2021 ausgefüllte und elektronisch übermittelte Steuererklärung ohne Unterschrift eingereicht werden. Das bisher notwendige Quittungsblatt wird nicht mehr erstellt und es muss bei elektronischer Übermittlung der Steuererklärung somit kein Dokument mehr ausgedruckt, unterschrieben und eingereicht werden. Die mit der Steuererklärung nicht elektronisch übermittelten Belege müssen dem Gemeindesteueramt im Steuererklärungsbogen eingereicht werden. Covid-19-Massnahmen und deren Folgen für die Einkommenssteuer Im Zusammenhang mit der Coronaviruspandemie ergeben sich diverse steuerrechtliche Fragen (unter anderem zu Homeoffice und den abzugsfähigen Berufskosten), welche in einem Informationsblatt zusammengefasst beantwortet werden. Das Merkblatt ist einsehbar auf www.ag.ch/steuern. Termine 7. und 21. März, jeweils 17 Uhr: Unentgeltliche Rechtsauskunft, Gemeindehaus. Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Mo., 8.30–11.30 Uhr und 13.30–18.30 Uhr, Di.–Do., 8.30– 11.30 Uhr und 13.30–16 Uhr, Fr., 8.30–15 Uhr. Telefon 056 418 85 11.

Entscheidendes Spiel gegen Niederwil SG geht knapp verloren.

Lucas Hodel

Sprung in die Playoffs knapp verpasst

Die 1. Mannschaft des STV Spreitenbach verpasst eine erstmalige Playoff-Qualifikation knapp. Mit dem Saisonende wurden langjährige Leistungsträger verabschiedet.

Die Herren des STV Spreitenbach (Unihockey) spielten ihre beste Saison, seit sie 2016 in die höchste Schweizer Liga aufgestiegen sind. Nur hauchdünn verpasst man den erstmaligen Sprung in die Playoffs (Top 8 der Schweiz). Das alles entscheidende Spiel gegen Niederwil SG geht knapp mit 3:4 verloren. Damit war der Zug für die Playoffs leider abgefahren und die Kehrauspartie INSERATE

gegen Hinwil ging ebenfalls noch verloren, was aber völlig unbedeutend war. So schliesst Spreitenbach die Saison auf Rang 7 ab. Man wird im Herbst die bereits 7. Saison in der höchsten Liga in Angriff nehmen. Nicht mehr dabei sein werden dann die beiden Coaches Marco Grubenmann und Sandro Nüesch, die sich zurückziehen. Grubenmann war 11 Saisons lang Coach der Herren 1. Und mit ihnen gehen auch zwei langjährige Leistungsträger in Pension: Andreas Füglister und Capitano Renato Nüesch. Das Team dankt ihnen für all die Jahre. Auf der Facebook-Seite findet sich ein Abschiedsinterview. Die Herren 1 sind nun auf der Suche nach einem Coach. Interessenten dürfen sich gerne beim Sportchef melden. (zVg)


WÜRENLOS

WOCHE NR. 8 DONNERSTAG, 24. FEBRUAR 2022

AUS DEM GEMEINDERAT

ALTERSZENTRUM

Am 28. Februar beginnen die Bauarbeiten am Tannwiesenweg. Werkleitungssanierung Tannwiesenweg Am Montag, 28. Februar, beginnen die Bauarbeiten zur Werkleitungssanierung am Tannwiesenweg. Auf der gesamten Länge des Tannwiesenweges werden die Leitungen der Elektrizitätsversorgung und der Wasserversorgung erneuert. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende September. Während der Bauzeit ist der Tannwiesenweg für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Technischen Betriebe Würenlos bitten die Fussgänger und weiteren Verkehrsteilnehmenden um Nachsicht für die unvermeidlichen Behinderungen und dankt für das Verständnis. Behördenverzeichnis Amtsperiode 2022–2025 Der Gemeinderat hat im Januar die Wahl der Mitglieder von Kommissionen und Arbeitsgruppen sowie der Delegierten in Verbände und weiterer Funktionäre für Einwohnergemeinde und Ortsbürgergemeinde vorgenommen. Das Behördenverzeichnis zur Amtsperiode 2022–2025 ist ab sofort auf der Website www.wuerenlos.ch (> OnlineSchalter > Gemeindekanzlei) abrufbar. Auf Wunsch kann es auch per Post zugestellt werden (Telefon INSERATE

zVg

056 436 87 20). Der Gemeinderat dankt an dieser Stelle allen Personen, die sich in irgendeiner Form für die Gemeinde Würenlos und ihre Bevölkerung engagieren. Vom «Ranzechlämmer» zur regionalen Spezialität Das diesjährige Mitteilungsheft Nr. 51 der Heimatkundlichen Vereinigung Furttal (HVF) trägt den Namen «Der Rebbau in der Schweiz und im Furttal». Es wird über die Geschichte und die Entwicklung des Rebbaus in der Region berichtet. Auch der Rebbau in Würenlos wird erwähnt und illustriert. Das Heft umfasst 132 Seiten und ist durchgehend bebildert. Es ist bei der Gemeindekanzlei zum Preis von 20 Franken erhältlich. Bestellungen sind auch via Online-Schalter (www.wuerenlos.ch > Kultur) möglich. Die Gemeindekanzlei hat auch noch frühere Ausgaben der HVF-Mitteilungshefte im Angebot. Glückwünsche zum Geburtstag Folgenden Einwohnern im Alter von 80 und mehr Jahren gratuliert der Gemeinderat zum Geburtstag, den sie im Monat März feiern können, recht herzlich und wünscht ihnen ein schönes Geburtstagsfest und weiterhin gute Gesundheit. Hedwig Moser, 03.03./90 Jahre Annemarie Kurer, 04.03./81 Jahre Peter Wendel, 07.03./80 Jahre Johann Wiedemeier, 08.03./83 Jahre Mariann Matter, 09.03./91 Jahre Ernst Schmutz, 15.03./96 Jahre Marijke Schoor, 15.03./84 Jahre Reta Seiler, 18.03./83 Jahre Irma Bärtschi, 22.03./83 Jahre Heinz Wälti, 23.03./80 Jahre Marie Anna Nötzli, 24.03./82 Jahre Salvatore Vidili, 24.03./81 Jahre Alfons Willi, 28.03./82 Jahre

Landstrasse 80, 5436 Würenlos Telefon: 056 430 92 32

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Personen, welche keine Publikation ihres Geburtsdatums im Rahmen dieser Gratulationswünsche möchten, können dies frühzeitig der Gemeindekanzlei Würenlos mitteilen.

Das Baugespann auf der Zentrumswiese (Bild) kündigte Anfang Jahr die Auflage des Baugesuchs für den Neubau des Alterszentrums Würenlos an. Vier Einwendungen gingen innert der 30-tägigen Auflagefrist ein. Gemäss Bauverwaltung handelt es sich um eine Sammeleinwendung, die von fünf Parteien unterzeichnet worden ist, sowie drei Einzeleinwendungen. Wie das «Badener Tagblatt» berichtete, liess der Anwalt der Gruppe verlauten, dass es ihr einzig und alleine darum gehe, «dass ein angemessenes Projekt in dieser sensiblen Umgebung die gesetzlich vorgesehene Planung erfahre und keine Planungsgrundsätze über den Haufen geworfen würden». Eine Gruppe von Anwohnern hatte in einem Flyer bereits letztes Jahr öffentlich Kritik geübt gegen Ortsbild-, Hochwasser- und Gewässerschutz sowie die Erschliessung. «Wir sind nicht glücklich über die Einsprachen, mussten aber damit rechnen», sagt Anton Möckel in seiner Rolle als Verwaltungsratspräsident der Alterszentrum Würenlos AG. Deshalb komme es auch nicht zu Verzögerungen. «Was wir noch nicht wissen, ist, ob es eine Einwendungsverhandlung gibt oder nicht.» Das Baugesuch ging auch an den Kanton, der beispielsweise zum Gewässerschutz Stellung nehmen muss. Dieser Bericht wartet die Bauherrschaft nun ab. Parallel dazu klärt sie die Finanzierung. (bär)

VERMISCHTES

Theatergruppe begeisterte mit ihrem Auftritt. Senioren-Theaternachmittag in der Mehrzweckhalle Würenlos Die Würenloser Seniorinnen und Senioren genossen am 15. Februar ein Theaterstück mit dem Titel «wg-wahnsinn.ch» von der Seniorentheatergruppe «Herbschtrose» aus Windisch, Brugg und Umgebung. Das Lustspiel handelt von einer 3er-WG mit den nicht mehr ganz jungen Freunden Lili, Evi und Franz. Alle haben mit dem anderen Geschlecht nicht viel Glück. Sie spielen Lotto und plötzlich stehen ein grosser

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Lottogewinn und eine fette Erbschaft vor der Türe. Beides ist seltsam verknüpft und plötzlich ist nichts mehr so, wie es scheint. Die 131 begeisterten Besucher verabschiedeten die Theatergruppe mit tosendem Applaus. Nach einem kleinen Imbiss und unterhaltsamen Gesprächen endete der Nachmittag mit glücklichen Gästen. Das OK-Team dankt allen Helfern, Helferinnen sowie der Gemeinde und der Raiffeisenbank Würenlos für ihr grosszügiges Sponsoring dieses Anlasses. (zVg)


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LIMMATTAL

So gehen zwei Limmattaler Familien Der Alltag des Würenloser SVP-Politikers Thomas Zollinger und seiner Familie wird von der seltenen Krankheit von Sohn Filipp bestimmt. Er leidet an einer genetischen Anomalie. Ein ähnliches Schicksal teilt Leonardo Catalano aus Wettingen. SIBYLLE EGLOFF

Filipp strahlt übers ganze Gesicht, als er die Tür öffnet. «Er wartet schon seit 8 Uhr morgens auf Ihren Besuch», begrüsst Filipps Mutter Letizia Zollinger die Redaktorin beim Eintreten. Auch Filipps drei Geschwister Robin (13), Ladina (12) und Madlaina (6) springen herbei. Vater Thomas Zollinger sitzt am Esstisch und winkt zum Empfang. Auf den ersten Blick scheinen die Zollingers aus Würenlos eine normale Familie zu sein. Doch beim Gespräch wird schnell klar, dass ihr Alltag aus vielen Herausforderungen besteht. Der zehnjährige Filipp hat eine seltene genetische Anomalie, die Ringchromosom 18 genannt wird. «Die primäre Diagnose kurz nach der Geburt war ein Herzfehler. Weil dieser oft mit genetischen Erkrankungen einhergeht, wurden weitere Abklärungen vorgenommen und uns schliesslich diese Diagnose gegeben», erzählt Letizia Zollinger. «Als wir einen fünfseitigen Bericht der Genetikabteilung des Unispitals erhielten, was diese Anomalie bedeuten könnte, brach für uns eine Welt zusammen», erinnert sie sich. Nur gerade 100 gleiche Fälle seien auf der Welt bekannt, Erfahrungen zum Krankheitsverlauf und zur Behandlung würden fehlen. Bei der Kommunikation mit der Familie hilft ein Tablet Die Familie musste Schritt für Schritt selbst herausfinden, was diese Krankheit für Auswirkungen hat. «Filipp ist in seiner Entwicklung im Rückstand, er hat zum Beispiel erst mit zwei Jahren zu gehen begonnen», erklärt Thomas Zollinger, der sich in Würenlos als Präsident der SVP-Ortspartei und als Präsident der Finanzkommission politisch engagiert. Hinzu kamen Probleme mit der Haut, welche sich fleckenförmig entfärbt. Filipp leidet an der Weissflecken-

Familie Zollinger aus Würenlos: Die Eltern Letizia und Thomas mit den Kindern Robin (von links), Filipp, Ladina und Madlaina. Energiebündel Filipp leidet an einer seltenen Krankheit und hält die Familie auf Trab. Sibylle Egloff krankheit. Zudem hat er Schwierigkeiten mit den Augen und den Ohren. Sprechen tut er, jedoch versteht die Familie ihn manchmal nicht. «Seit einem halben Jahr besitzt Filipp ein Tablet, das ihm bei der Kommunikation mit uns hilft», sagt Letizia Zollinger und zeigt auf das Gerät. Er könne damit verschiedene Icons antippen, um so Sätze zu bilden. «So wissen wir zum Beispiel, was er morgens zum Frühstück will.» Filipp weist überdies autistische Züge auf. Diese bestimmen mehrheitlich den Alltag der Familie. «Am Abend müssen wir mit ihm den Ablauf des kommenden Tages durchgehen. Weicht etwas von diesem Programm ab, hat Filipp grosse Mühe», erzählt seine Mutter. Spontanität sei nicht möglich. Das zeige sich etwa beim Lebensmitteleinkauf. «Ich muss Filipp genau sagen, wie viele Produkte wir einkaufen. Zudem ge-

hen wir immer denselben Weg durch den Laden. Wenn wir bereits in der Molkereiabteilung sind, kann ich nicht wieder zurück in die Gemüseabteilung, wenn ich etwas vergessen habe», erklärt Letizia Zollinger. Seit der Geburt ihres dritten Kindes hat

«Ich rate allen, Hilfe anzunehmen. Man muss nicht alles allein schaffen.» LETIZIA ZOLLINGER, MUTTER VON FILIPP

sie aufgehört zu arbeiten. «Es ging nicht mehr. Filipp fordert sehr viel Aufmerksamkeit.» Zeitintensiv seien überdies die Termine bei den verschiedensten Spezialisten, Ärzten und Therapeuten. «Der ganze Tagesablauf richtet sich danach und nach Filipps Bedürfnissen», so Thomas

Zollinger. Finanziell sei man glücklicherweise in einer guten Lage, sodass er als Alleinverdiener für die sechsköpfige Familie auf kommen könne. «Stiftungen wie etwa Pro Infirmis helfen uns ebenso. Wir sind froh, dass wir nie um die Unterstützung der IV kämpfen mussten», fügt er an. Nichtsdestotrotz sind die bürokratischen Hürden hoch. «Weil Filipp eine seltene Krankheit hat, müssen wir jedes Gebrechen einzeln anmelden», sagt Letizia Zollinger. Dank des Wocheninternats kommen die drei Geschwister nicht zu kurz Seit zwei Jahren besucht Filipp die Schule der St.-Joseph-Stiftung in Bremgarten und wohnt dort im Wocheninternat. «Er hat erstaunlich gut darauf reagiert und schnell Anschluss gefunden. Für beeinträchtigte Kinder ist es schwer, Freundschaften aufzubauen. Das kann er dort und wir se-


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mit der Krankheit ihrer Kinder um hen, wie gut er sich entwickelt und wie viele Fortschritte er macht», sagt Letizia Zollinger. Sie weiss ihren Sohn dort in sicheren Händen, auch weil es eine Abteilung für medizinische Dienste und verschiedene Therapiemöglichkeiten gibt. Filipps Wochenaufenthalt in Bremgarten verschafft der Familie Zeit, Energie zu tanken, um sich am Wochenende voll ihrem Energiebündel zu widmen. Überdies können sich die Eltern von Montag bis Freitag um ihre anderen drei Kinder kümmern. «Uns ist wichtig, dass sie nicht zu kurz kommen. Am Wochenende bestimmt Filipp den Takt, daher sind wir froh, dass wir so auch Zeit haben, mal an einen Fussballmatch zu gehen oder ihnen bei den Hausaufgaben zu helfen», sagt Thomas Zollinger. Der Ausgleich und kleine Auszeiten für sich selbst beim Joggen oder der Kontakt mit Freunden seien wichtig, damit man alle Herausforderungen stemmen könne. Dankbar ist das Ehepaar auch, dass es auf die Hilfe von Verwandten und Bekannten zählen darf. «Ich rate allen, die in einer ähnlichen Lage wie wir sind, Hilfe anzunehmen. Man muss das nicht alles allein schaffen», sagt Letizia Zollinger. Und trotz des grossen Verzichts, den Filipps Krankheit fordert, investieren sie und ihr Mann gerne ihre Zeit in ihren Sohn. «Es gibt so viele schöne Momente. Filipp ist ein fröhliches Kind. Wenn wir unterwegs sind, spricht er Leute an und bringt sie zum Lachen», sagt Letizia Zollinger. Sie und ihr Mann wünschen sich für ihren Sohn ein zufriedenes und möglichst selbstständiges Leben mit einer Aufgabe, die ihm Freude bereitet. Leonardo wird beatmet und muss ständig überwacht werden Von einer seltenen Krankheit geprägt ist auch der Alltag der Catalanos aus Wettingen. Die fünfköpfige Familie besteht aus Mutter Anita, Vater Maurizio, Alessandra (11) und den Zwillingen Michele und Leonardo (9). Leonardo ist 14 Minuten jünger als sein Bruder und das Sorgenkind der Familie. Er weist eine Deformation auf dem TPM3-Gen auf und leidet deswegen an einer autosomal dominanten Myopathie mit zentraler Bewegungsstörung. «Leonardos fehlende Rumpfstabilität wirkt sich neben der Einschränkung in der Mobilität auch auf die Atmung aus. Er hat eine Tracheal-

kanüle und wird teilweise invasiv beatmet», sagt seine Mutter Anita Catalano. Das bedeutet, dass ihr jüngster Sohn dauernd überwacht und abgesaugt werden muss. «Schlucken kann Leonardo nur erschwert. Er isst zwei Mahlzeiten pro Tag über den Mund, darüber hinaus ernährt er sich über eine Sonde.» Dass mit ihrem Kind etwas nicht stimmt, merkte Catalano kurz nach

«Ein Arzt sagte mir, ich würde Leonardos Stimme nie hören.» ANITA CATALANO, MUTTER VON LEONARDO

der Geburt. «Leo trank so langsam, dass er oft noch nicht fertig war, als Michele bereits wieder Hunger verspürte», erinnert sie sich. «Was Michele an Körperspannung zu viel hatte, hatte Leo zu wenig.» Und so erhielten die Zwillinge Physiotherapie. «Michele entwickelte sich gut, während Leo schlapp blieb. Er lag oft mit allen vieren von sich gestreckt auf dem Rücken so wie ein Frosch», erzählt Catalano. Als er sich dann auch noch bei jeder Mahlzeit übergab, musste sie etwas unternehmen. Leonardo wurde knapp fünf Monate alt ins Kantonsspital Baden eingeliefert. Die Odyssee begann: Bronchitis, Gewichtsabnahme und schlechter Allgemeinzustand, Magensonde, Sauerstoff, Intensivstation. «Die Ärzte führten Abklärungen durch, immer wieder neue Krankheiten und Namen wurden genannt. Wenn ich danach googelte, erschrak ich. Doch die Diagnosen wurden immer wieder verworfen. Niemand wusste, was Leonardo fehlt.» Hinzu kamen Infekte und schlechte Werte. Als die Mediziner in Baden mit ihrem Latein am Ende waren, wurde der Kleine notfallmässig mit der Rega ins Kinderspital nach Zürich geflogen. Das Bangen um Leonardos Leben ging weiter. «Wir pendelten zwischen Säuglings-, Intensiv- und Isolationsstation. Es war Horror», erzählt Catalano. Sie wachte tagsüber am Bett ihres Sohnes, abends löste ihr Mann Maurizio sie nach der Arbeit ab. Zuhause kümmerte sich ihre Mutter um die beiden anderen Kinder. Neben den Sorgen um Leonardos Gesundheit plagte die Eltern das schlechte Gewissen. «Egal wo du bist, ob im Spital oder da-

heim, du lässt immer mindestens ein Kind im Stich.» Man habe einfach funktioniert und gar nicht überlegt. «Im Nachhinein hab ich mir schon gedacht, läck, das haben wir fast neun Monate lang durchgemacht.» Die Krankheit hat keinen Einfluss auf seine geistige Entwicklung Als Leonardo nach Hause kam, musste die Familie das Daheim nach den Bedürfnissen ihres jüngsten Kindes einrichten – alle Geräte für die Beatmung, das Absaugen und die Ernährung mussten vor Ort sein. Die Catalanos bauten das Beatmungsgerät im Spital ab und zuhause auf. Unterstützung zuhause erhalten die Catalanos seitdem von der Kinderspitex. «Ich bin auf diese Entlastung angewiesen, wenn ich auch mal Zeit mit meinen anderen Kindern verbringen will.» Leonardo besucht mittlerweile das zweite Jahr der Einführungsklasse an der Pri-

marschule. Auf seine geistige Entwicklung wirkt sich die Krankheit nicht aus. «Er schreibt gute Noten und ist ein guter Schüler. Es ist schön, dass er im normalen Schulalltag integriert wird», sagt seine Mutter. Auch sonst hat die Familie einen Weg gefunden, mit Leonardos Erkrankung umzugehen. Sie kann dank der Hilfe des Kinderhospizes sogar verreisen. Leonardo macht Fortschritte. 2017 ging er seine ersten Schritte und begann zu sprechen. «Mama» war sein erstes Wort. Für seine Mutter ein schöner Moment. «Leo braucht Kraft, damit die Luft an der Kanüle vorbei an die Stimmbänder gelangt. Ein Arzt sagte, ich würde seine Stimme nie hören», so Catalano. In die Zukunft schauen ist für die Familie fast unmöglich. Catalano sagt: «Wir leben im Jetzt. Es bringt nichts, uns zu fragen, wie es Leo in 10 Jahren geht. Das hält uns nur davon ab, die schönen Momente in der Gegenwart zu geniessen.»

Seltene Krankheiten sind nicht selten 8000 seltene Krankheiten weltweit sind bekannt, nur gerade fünf Prozent davon sind erforscht. Jährlich kommen ungefähr 200 neue seltene Erkrankungen hinzu. In der Schweiz gibt es rund 350 000 betroffene Kinder und Jugendliche. Eine solche Diagnose wirbelt das Leben betroffener Familien durcheinander, zerstört Träume, Lebensentwürfe, Berufskarrieren und Beziehungen. Die Krankheit ist nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern auch für die Eltern, Geschwister und Grosseltern eine grosse psychosoziale und finanzielle Herausforderung. Der gemeinnützige Förderverein Kinder mit seltenen Krankheiten setzt sich seit 2014 für betroffene Familien ein und zählt gegen 665 Mitgliederfamilien. Er ermöglicht finanzielle Direkthilfe, um Therapien, Gerätschaften, Material, Unterstützung oder Entlastungsmöglichkeiten zu bezahlen, um so den Familien mehr Lebensqualität zu schenken. Seit der Gründung vor 8 Jahren hat er rund 1,8 Millionen Franken ausbezahlt. Überdies veranstaltet der Verein kostenlose Familienanlässe, um betroffene Familien zu vernetzen und ihnen eine Auszeit zu verschaffen. Auf der

Selbsthilfegruppe des Fördervereins auf Facebook tauschen sich fast 600 betroffene Mütter und Väter aus. Bereits zum vierten Mal hat der Verein ein Wissensbuch herausgegeben, das Einblicke in das Leben betroffener Familien gibt und Experten zu Wort kommen lässt. Überdies lancierte er vor kurzem mit der Sozialpädagogin Melanie Spescha das interaktive Kinderbuch «Inklusion – Keiner zu klein, ein besonderer Freund zu sein» über Freundschaft und Behinderung. Ein weiteres Ziel des Vereins ist die nachhaltige Förderung von Inklusion in Kitas, Kindergarten, Schule und in die Gesellschaft. Aktuell widmet sich der Verein dem Aufbau einer Informationsplattform mithilfe der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Winterthur. Die Website soll Ende Oktober aufgeschaltet werden. Anlässlich des internationalen Tags der seltenen Krankheiten am Montag, 28. Februar, organisiert der Förderverein zudem ein Wissensforum für betroffene Familien und Interessierte. Der Anlass findet am 26. Februar um 11.15 Uhr erstmals per LiveStreaming statt. Weitere Infos gibt es unter www.kmsk.ch. (sib)


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LIMMATTAL

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Elterntaxis gefährden Schulkinder Es ist in vielen Gemeinden ein Diskussionsthema: das Elterntaxi. Dabei wäre es laut Experten wichtig für die Entwicklung der Kinder, dass sie zu Fuss in die Schule gehen. CORINNE BÜRKI

«Ich kann mich noch gut an meinen Schulweg erinnern. Es war eine Chance, noch mehr Zeit mit meinen Gspänli zu verbringen», sagt Sabine Richner von der Regionalpolizei (Repol) Wettingen-Limmattal und auch Kirsten Ernst, Wettinger Gemeinderätin (SP) erinnert sich: «Ich habe den Weg öfters zum Blumenpflücken genutzt.» Heute ist der Schulweg für viele Kinder eine kurze Fahrt im Auto der Eltern. Die sogenannten Elterntaxis finden sich in praktisch jeder Gemeinde. Kirsten Ernst hat sich aufgrund des Problems bei der Repol gemeldet. «Viele Eltern parkieren bei der nahegelegenen Apotheke des Schulhauses Altenburg. Das ist nicht nur für die Kunden, sondern eben auch für die Schulkinder gefährlich.» Denn durch den vielen Parkverkehr, der dadurch entstehe, könne es schnell einmal passieren, dass ein Kind hinter den parkierenden Autos durchläuft und so zu Schaden kommen könnte. Sie sei auch Mutter, obwohl ihre Kinder schon erwachsen seien: «Auf dem Schulweg lernen die Kinder, wie sie sich in Verkehrssituationen verhalten sollten.» Auch Sabine Richner stimmt dem zu: «Wir merken bei Verkehrsinstruktionen in den Schulen schnell, wer allein in die Schule geht und wer gefahren wird. Da gibt es grosse Unterschiede beim Verhalten.» Der Schulweg sei aber auch wichtig für die soziale Entwicklung der Kinder. Denn auf dem Weg zur Schule begegnen ihnen andere Kinder, Tiere und Pflanzen. Ebenso bestimmt das Kind selbst das Tempo, was genauso wichtig sei. Andere Länder – andere Sitten Früher seien Elterntaxis sehr selten gewesen: «In meiner Generation stand diese Frage überhaupt nicht im Raum. Es war klar, dass wir gehen und nicht gefahren werden, auch wenn der Weg sogar ein bisschen länger war als der, den die Kinder heutzutage meist bestreiten müssen», sagt Richner. Ihr falle auf,

«Wir merken bei Verkehrsinstruktionen in den Schulen schnell, wer allein in die Schule geht und wer gefahren wird», sagt Sabine Richner von der Regionalpolizei Wettingen-Limmattal. Manuela Page dass vor allem Eltern aus entfernten Kulturen dazu neigen. In gewissen Ländern sei es nicht möglich, dass die Kinder allein zur Schule gehen, weil der Sicherheitsstandard viel niedriger als hier in der Schweiz sei. Das Überqueren einer Strasse könne dort schnell zu gefährlichen Situationen führen – Fussgängerstreifen und Trottoirs seien zum Teil nicht vorhanden. «Ich habe einmal mit einer Frau gesprochen, die ganz erstaunt war, als ich ihr sagte, dass sie die Kinder ruhig allein gehen lassen könne. Sie dachte, sie müsse die Kinder zur Schule fahren», sagt Richner. Wenn sie die Eltern darauf anspreche, werde oft die Sicherheit als Grund genannt. Oft kämen aber auch Ausreden wie «Es war ja nur heute», «Eine Ausnahme». Diese Ausnahmen gebe es laut Sabine Richner auch: «Wenn ein Kind im Moment nicht gut gehen kann oder die Zeit ausnahmsweise wirklich nicht reicht, um pünktlich zu sein. Das gibt es und dann ist das

auch in Ordnung. Es sollten aber stattfinden, denn viele Eltern wissen wohl gar nicht, wie wichtig der eben Ausnahmen bleiben.» Schulweg für die Entwicklung ihres Kindes sei. «Lösen werden Keine Bussen Gemeinderätin Kirsten Ernst be- wir das Problem nicht. Es ist getont, dass die Eltern deswegen sellschaftlicher Natur. Es bleibt nicht gebüsst werden sollen: «Wir uns daher nichts anderes, als weiwollen niemanden büssen und so- ter darauf hinzuweisen und zu mit Unruhe schaffen. Es soll ledig- hoffen, dass einige Eltern ihren lich darauf hingewiesen werden.» Taxidienst einstellen», so Sabine Vor allem soll eine Auf klärung Richner.

Der Verkehrsclub Schweiz empfiehlt Gemäss der Webseite des Verkehrsclubs Schweiz (VCS) beträgt der durchschnittliche Schulweg in der Schweiz zu Fuss rund 12 Minuten (Primarschule). Trotzdem wird jedes 10. Kind zur Schule chauffiert – Tendenz steigend. Durch Fahrten zur Schule lernen die Kinder den Strassenverkehr nicht kennen und erleben weniger mit ihren Gspänli, was zu Ausgrenzungen beitragen

kann. Sie werden weniger selbstständig und ihre Bewegungsmöglichkeit wird eingeschränkt, was das Risiko für Übergewicht steigen lässt. Zusätzlich werden sie durch gefährliche Fahrmanöver im Schulhausbereich durch andere Eltern gefährdet. Weitere Informationen zum Thema Schulweg und Sicherheit unter schulwege.ch.


KIRCHLICHE MITTEILUNGEN

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WETTINGEN

«MEIN GOTT»

Kath. Kirche St. Sebastian, Schartenstrasse 155 Donnerstag, 25. Februar, 8 Uhr, Eucharistiefeier. Samstag, 26. Februar, 17.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Markus Heil). Sonntag, 27. Februar, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Joseph Kalamba). Aschermittwoch, 2. März, 9 Uhr, Eucharistiefeier mit Aschenauflegung. Donnerstag, 3. März, 8 Uhr, Eucharistiefeier. Kath. Kirche St. Anton, Antoniusstrasse 12 Freitag, 25. Februar, 18.30 Uhr, Eucharistiefeier. Samstag, 26. Februar, 18 Uhr, Eucharistiefeier. Sonntag, 27. Februar, 11 Uhr, Santa Messa in lingua italiana; 12.30 Uhr, Eucharistiefeier in kroatischer Sprache. Mittwoch, 2. März, 9 Uhr, Eucharistiefeier mit Aschenauflegung; 19 Uhr, Gottesdienst in kroatischer Sprache; 20.15 Uhr, Santa Messa in lingua italiana. Donnerstag, 3. März, 18.30 Uhr, Gebet am Donnerstag in der Kapelle; 19.30 Uhr, Rosenkranzgebet und Eucharistiefeier in kroatischer Sprache. Kloster Wettingen, Klosterstrasse 12 Sonntag, 27. Februar, 11 Uhr, Eucharistiefeier. Ref. Kirche, Etzelstrasse 22 Sonntag, 27. Februar, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Lutz Fischer-Lamprecht). Anschliessend Kirchenkaffee.

NEUENHOF Kath. Pfarrkirche St. Josef, Glärnischstrasse 12 Samstag, 26. Februar, 17 Uhr, Rosenkranzgebet; 18.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunion (Odo Camponovo). Sonntag, 27. Februar, 11 Uhr, Eucharistiefeier (George Okorie); 11 Uhr, Sunntigsfiir (Gabi Pollinger. Montag, 28. Februar, 17 Uhr, Rosenkranzgebet. Mittwoch, 2. März, 19 Uhr, Eucharistiefeier. Ev.-ref. Kirchgemeindehaus Lindenstrasse 11 Sonntag, 27. Februar, 10.30 Uhr, Gottesdienst (Lutz Fischer-Lamprecht).

SPREITENBACH

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Lutz FischerLamprecht, Pfarrer Ev.-Ref. Kirchgemeinde WettingenNeuenhof

«Die Aussenseiter» – Visual Percussion Wie reagieren, wenn ein Schlagzeuger ein Trio für drei Tische alleine vorspielen möchte? Dank zahlreichen Effekten und technischen Tricks macht Luca Borioli dies und weitere musikalische «Wunder» auf der Bühne erlebbar. Zwei Beamer, Videos, Elektronik, UV-Licht und ein kleines selbst gebasteltes Theater helfen dem Künstler, die verschiedenen Stücke auf einzigartige Weise aufzuführen – ein überraschendes Spektakel. «Die Aussenseiter» ist bereits das dritte Programm von «Visual Percussion» und wurde ausgezeichnet. Luca Borioli ist Pro Argovia Artist 2020. Reformierte (zVg) Kirche Wettingen, Sonntag, 27. Februar, 18 Uhr. Anbetung. Samstag, 26. Februar, 18 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunion (Petre Karmazichev); 21 Uhr, Anbetung. Sonntag, 27. Februar, 10 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunion (Petre Karmazichev). Mittwoch, 2. März, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier mit Ascheausteilung. Alters- und Pflegeheim Im Brühl, untere Dorfstrasse 10 Freitag, 25. Februar, 10.15 Uhr, Eucharistiefeier. Alters- und Pflegeheim «Senevita», Tuerliackerstrasse 9 Freitag, 25. Februar, 10 Uhr, Eucharistiefeier. Ev.-ref. Dorfkirche, Chilegass 18 Sonntag, 27. Februar, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Renate Bilinski). Donnerstag, 3. März, 7.30 Uhr, Morgengebet.

KILLWANGEN Kath. Pfarrkirche Bruder Klaus, Kirchstrasse 9 Freitag, 25. Februar, 19 Uhr, Eucharistiefeier. Sonntag, 27. Februar, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Laurentius Bayer).

WÜRENLOS

Kath. Pfarrkirche St. Maria, Schulstrasse 21 Sonntag, 27.Februar, 10 Uhr, Kath. Pfarrkirche St. Kosmas & Damian, Ratzengasse 3 Wortgottesdienst mit KommuFreitag, 25. Februar, 19 Uhr, nionfeier (Markus Heil); 10 Uhr,

Kindergottesdienst «kreuz&quer» in der Alten Kirche. Aschermittwoch, 2. März, 10 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier, Auflegung der Asche. Ref. Kirche Würenlos, Gipfstrasse 4 Sonntag, 27. Februar, 9.30 Uhr, ein besonderer Gottesdienst für die ganze Familie (Timothy Cooke). Klosterkirche Fahr Samstag, 26. Februar, 8 Uhr, Eucharistiefeier. Sonntag, 27. Februar, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier. Dienstag, 1. März, 8 Uhr, Eucharistiefeier. Aschermittwoch, 2. März, 8 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier, Auflegung der Asche. Donnerstag, 3. März, 19.30 Uhr, Gebet am Donnerstag.

KIRCHLICHE HINWEISE Fiire mit de Chliine, reformierte Kirche, Gipfstr. 4, Würenlos, Freitag, 25. Februar, 15.30 Uhr. English Reading, Kirchgemeindehaus, Gipfstr. 4, Würenlos, Donnerstag, 3. März, 10 Uhr. Bibelforum, reformierte Kirche, Gipfstr. 4, Würenlos, Donnerstag, 3. März, 19 Uhr. Chorprobe der Bridge Singers, Alte Kirche, Gipfstr. 4, Würenlos, Donnerstag, 3. März, 20 Uhr.

Seit Jahren gibt es immer wieder 500-Jahr-Jubiläen mit Bezug zur Reformation. Den Anfang machte der 31. Oktober 2017, der an den Beginn der Reformation von Martin Luther in Wittenberg erinnerte. Am 1. Januar 2019 war dann ein Jubiläum speziell für die Reformierten. Es war 500 Jahre her, dass Huldrych Zwingli seine Stelle am Grossmünster in Zürich antrat, die vorgeschriebene Leseordnung über Bord warf und begann, das Matthäusevangelium fortlaufend zu predigen. Und nun steht ein weiteres Jubiläum an, das für die Reformation in Zürich und der Schweiz sehr wichtig war, aber – wie ich in den letzten Wochen feststellen konnte – nicht allgemein bekannt ist. Am 9. März 1522 fand mitten in der Fastenzeit beim Buchdrucker Froschauer ein Wurstessen statt. Es war eine bewusste Provokation und führte dazu, dass in Zürich die Stadt über religiöse Fragen entschied und nicht mehr der Bischof von Konstanz. Damit war ein wichtiger Schritt getan, weg von der Bischofskirche, hin zur Landeskirche. Das 500-JahrJubiläum am 9. März 2022 habe ich schon seit Jahren in meiner Agenda, aber jetzt stellte sich die Frage: Wie feiern? Nicht als Provokation, denn dass wir Reformierte in der Passionszeit nicht zwingend fasten, das ist bekannt und akzeptiert. In der Kirchgemeinde werde ich für die «Genussrunde» ein Wurstessen organisieren. Aber was tun, wenn Sie kein reformierter Mann aus Wettingen oder Neuenhof sind, also nicht zu den Eingeladenen gehören und dennoch dieses spezielle Ereignis mitfeiern wollen? Essen Sie doch einfach bewusst Wurst am 9. März, und wenn sie mehr über das historische Wurstessen erfahren wollen, dann lesen Sie zum Einstieg am besten den entsprechenden Wikipedia-Artikel. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch


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AGENDA

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«DAS LETZTE WORT» 24 300 Exemplare. Erscheint jeden Donnerstag. Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos.

Melanie Bär, Redaktionsleiterin

HERAUSGEBERIN CH Regionalmedien AG, Kronenplatz 12, 5600 Lenzburg GESCHÄFTSFÜHRER Stefan Biedermann, stefan.biedermann@chmedia.ch, Telefon 058 200 58 10

REDAKTION redaktion@limmatwelle.ch, Telefon 058 200 58 20 REDAKTIONSLEITUNG Melanie Bär (bär), melanie.baer@chmedia.ch REDAKTIONSTEAM Corinne Bürki (crb), corinne.buerki@chmedia.ch Manuela Page (mpa), manuela.page@chmedia.ch Robin Schwarz (rsz), robin.schwarz@chmedia.ch FREIE MITARBEITER DIESER AUSGABE Sibylle Egloff (sib), Dieter Minder (dm), Philippe Neidhart (phn) REDAKTIONSSCHLUSS Montag, 8 Uhr COPYRIGHT Herausgeberin Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material. INSERATE Brigitte Gähwiler, brigitte.gaehwiler@chmedia.ch, Telefon 079 643 81 66

DRUCK CH Media Print AG, 5001 Aarau ZUSTELLUNG Die Post ABO SERVICE E-Mail: abo@chmedia.ch / Stichwort Liwe, Telefon 058 200 55 55, Telefax 058 200 55 56

EIN PRODUKT DER

VERLEGER Peter Wanner www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

Book Art – kreatives Bücher-Upcycling Mit ihren kreativen Buchkunstwerken erweckt die Künstlerin Tina Imhof aus Ehrendingen ausgelesene Bücher auf eindrückliche Weise wieder zum Leben. In der Bibliothek Wettingen kann man sich bei einem Rundgang inspirieren lassen. Die Ausstellung in der Bibliothek zVg Wettingen dauert vom 1. bis 31. März.

NEUENHOF Fasnacht in Neuenhof «mal anders» Dieses Jahr findet der jahrelang durchgeführte traditionelle Kinder- und Chläusliball der Chlausgesellschaft Neuenhof nicht statt. Nichtsdestotrotz soll die Narrenzeit im Dorf nicht aussterben. So wurde entschieden, die Fasnacht in Neuenhof mal anders am Leben zu erhalten. Am 26. Februar ab 19 Uhr im Restaurant Bahnhöfli. DJ Pedro sorgt für tolle Partystimmung. Kostümiertes Erscheinen erwünscht. Der Eintritt ist gratis.

SPREITENBACH Regierungsübernahme Am schmutzigen Donnerstag findet die fasnächtliche Regierungsübernahme der Gugge Bräusi Vögel statt. Die Veranstaltung gilt als Auftakt in die Fasnachtssaison. Am 24. Februar um 20 Uhr beim Obstgarten/ Bauernhof Lienberger.

Themenreihe: «Kurz erklärt» Einzelne Aspekte der Ausstellungsthemen genauer betrachtet. www. umweltarena.ch Umwelt-Arena, Sonntag, 27. Februar, 11 und 15 Uhr. «Buchstart» Kurze Geschichten, Versli, Fingerspiele und Lieder mit Sibylle Müller. Für Kinder von 0 bis 3 Jahren und ihre Begleitpersonen. Gemeindebibliothek, Mittwoch, 2. März, 15–15.30 Uhr.

WETTINGEN Edlyn Brucker & Viviana González Méndez Edlyn Brucker und Viviana González Méndez verbindet, dass ihre Arbeiten eng verknüpft sind mit der Umgebung, in der sie leben. Die Ausstellung in der Galerie im Gluri-Suter-Huus ist für beide Künstlerinnen zudem die erste institutionelle Einzelpräsentation in der Schweiz. Eintritt frei. Galerie im Gluri-Suter-Huus, 24./25. und 26. Februar sowie am 2. März von 15 bis 18 Uhr und am 27. Februar von 11 bis 17 Uhr

Informationsveranstaltung Sanierungsvorhaben der Strassen- und Werkleitungserneuerung Dorfstrasse. Es wird der aktuelle Stand und das weitere Vorgehen des Projektes vorgestellt. Am 1. März um 19 Uhr in der Aula.

Pro Senectute Walking / Nordic Walking Wettingen Parkplatz Huba Control, Würenlos, am 25. und 28. Februar sowie am 1. März von 08.45 bis 10 Uhr.

«Wunderwelt Kartoffel» Eine interaktive Sonderausstellung des Schweizer Bauernverbandes. www.umweltarena.ch Umwelt-Arena, am 24./25./26. und 27. Februar sowie am 2. März von 10 bis17 Uhr.

«GschichteChischte» Eine Überraschung für Kinder ab 3 Jahren mit Begleitperson. Mit Anmeldung: www.eeveno/GschichteChischte. Untergeschoss Bibliothek, Montag, 28. Februar, 16.30–1650 Uhr.

Just zum Schulbeginn zeigt sich das Wetter von seiner garstigsten Seite: Windböen von über 60 Stundenkilometer, vier Regenstunden und Gewitter. Ich verstehe Eltern, die ihr Kind heute mit mulmigem Gefühl in die Schule schicken. Zu wissen, dass letzte Woche ein 12-jähriger Bub auf dem Schulweg tödlich verunfallt ist, macht es noch schlimmer. Das alles geht mir durch den Kopf, als ich am Montag durch die graue Welt nach Würenlos fahre und kurz vor acht Uhr mein Auto parkiere. Beim Aussteigen hallt mir das Geräusch der Räder entgegen, das sie auf der nassen Fahrbahn verursachen. Ich bleibe stehen und zähle die entgegenkommenden Autos: 26 Fahrzeuge und 2 Lastwagen innerhalb einer Minute. Doch keine Eltern, die ihre Sprösslinge zur Schule fahren. Eigentlich habe ich an einem solchen Morgen auf der Schulstrasse Elterntaxis erwartet. Ja, ich hätte es sogar verstanden. Wahrscheinlich wäre dieser Morgen einer der Ausnahmetage gewesen, an denen ich meine Kinder auf dem Weg zur Arbeit im Auto hätte mitfahren lassen. Mit einem etwas schlechten Gewissen zwar. Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie toll ein 20-minütiger Fussmarsch bei Regen sein kann. Es ermöglicht Kindern, wie meiner Freundin und mir damals, sich als wahre Helden zu fühlen. Dann, wenn das Wetter uns so viele Regenwürmer wie sonst nie bescherte, die wir von der nassen Strasse retten konnten. Nicht zu vergessen all die Amphibien, denen wir im Frühjahr so ein zweites Leben schenkten. So gesehen bewunderte ich meine Eltern später für ihre Sorglosigkeit, meine Brüder und mich alleine auf den Schulweg zu schicken. Andersrum rasten damals auch keine 26 Autos und 2 Lastwagen an uns vorbei. Ob die Würenloser Eltern mutiger sind, als ich es als Mutter war? Sind sie nicht, wie ich später erfuhr: Die Würenloser Primarschüler hatten am Montag noch schulfrei. Feedback an: melanie.baer@chmedia.ch


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