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Nr. 13 22. Jahrgang Donnerstag, 26. März 2020

AZ ANZEIGER AG

REDAKTION.OBZ@CHMEDIA.CH 061 927 29 00

Region Liestal

Der Wald im Forstrevier Riedbach wird sich in den nächsten Jahren massiv verändern. Seite 7

INSERATE.OBZ@CHMEDIA.CH 061 927 26 70

Region Gelterkinden

Die Gemeindebibliothek blickt auf eine erfolgreiche «Märli- und Gschichte»-Saison zurück. Seite 10

Region Waldenburg

Der freiwillige Fahrdienst des Seniorenvereins Waldenburgertal sucht nach neuen Wegen. Seite 12

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Freiwilligenarbeit boomt

Kolumne

Märzfrucht: Grapefruit

Solidarität Die Plattform benevol-jobs.ch vernetzt engagierte Personen, Hilfesuchende und Organisationen MARC S CHAFFNER

In Krisenzeiten kommen zwei urmenschliche Eigenschaften deutlich zum Vorschein: einerseits der Egoismus, der sich beispielsweise durch Hamsterkäufe offenbart, andererseits ein grosser Zusammenhalt und gegenseitige Hilfe. In den sozialen Medien bieten unzählige Personen an, für ältere Mitmenschen oder Risikopatienten/-innen die Einkäufe zu erledigen. Und es gab eine Klatschaktion, bei der von den Balkonen und aus den Fenstern Beifall für das Personal in der Pflege und der Medizin gespendet wurde. Auch im öffentlichen Raum waren aufgehängte Zettel zu sehen, in denen Privatpersonen Hilfsbereitschaft signalisierten. In fast jeder Region oder Gemeinde sind Facebook- und Chat-Gruppen gegründet worden, auf denen Hilfeanbietende und Hilfesuchende zueinanderfinden können. Auch Organisationen haben früh die Initiative ergriffen und Vernetzungsplattformen geschaffen, unter anderem die Aktionen «HilfJetzt», «Gärngschee – Basel hilft», das Rote Kreuz und die Gemeinnützige Gesellschaft mit «Five up» sowie die Klimastreik-Bewegung (siehe Links am Schluss dieses Artikels). Manche Gemeinden haben ihre Bevölkerung ebenfalls dazu aufgerufen, Nachbarschaftshilfe zu praktizieren. Besonders gefragt sind Personen, die Einkäufe erledigen, aber auch Familien, die Kinder aus der Nachbarschaft tagsüber bei sich aufnehmen, wenn deren Eltern arbeiten müssen. Was aber immer betont wird: Solche Hilfestellungen sollen nur für jeweils einen Haushalt geleistet werden, damit die helfende Person nicht zu einem potenziellen Virus-Multiplikator wird. Bei Besorgun-

Einkaufshilfe ist im Moment besonders gefragt. Aber Vorsicht: Abstand halten und Hygieneregeln einhalten! gen gilt: Abstand halten, Hygiene beachten, wenn möglich das Telefon nutzen und auf Bargeld verzichten. Eine Pionierin in Sachen Freiwilligkeit ist die Organisation Benevol. Bereits im vergangenen Jahr hat sie die Plattform benevol-jobs.ch lanciert, um Freiwillige und Organisationen, die Freiwillige suchen, zu vernetzen. Letzte Woche wurde ein neuer Bereich «Pandemie» aufgeschaltet: Auf dieser zentralen Drehscheibe können sich Freiwillige melden, die Einsätze leisten möchten, während Organisationen ihre Einsatzbereiche publizieren können. «Im Moment sind wir daran, mit Projekten und Initiativen, die jetzt im Kanton am Entstehen sind, in Kontakt zu treten, vieles ist im Tun», sagt Karin

Fäh, Geschäftsleiterin von Benevol Baselland. Unter anderem ist sie mit dem Roten Kreuz Baselland und mit dem kantonalen Krisenstab in Kontakt. Auch die Gemeinden kontaktiert sie, um sie auf die Plattform aufmerksam zu machen. Nicht alle sind digital vernetzt «Freiwilligenarbeit boomt», stellt Karin Fäh fest. Es hätten sich bereits sehr viele Leute gemeldet, sowohl Hilfeanbietende als auch Hilfesuchende, und dies nicht nur online, sondern auch per Telefon. «Wir wissen, wo was gesucht oder angeboten wird, und können die entsprechenden Kontakte weitergeben», erklärt sie. Man müsse auch an die Seniorinnen und Senioren denken, die

FOTO: S RK BERN

nicht digital vernetzt seien. «Gerade unter diesen Menschen befinden sich auch viele, die am meisten Hilfe bräuchten: sozial schlechter gestellte, in der Mobilität eingeschränkte, kranke. Wir müssen schauen, dass auch sie bei Bedarf zu ihren Sachen kommen und nicht vereinsamen», betont Karin Fäh. Über die vielen Freiwilligen, die sich engagieren möchten, freut sich die Benevol-Geschäftsführerin: «Solidarität ist eine schöne Sache.» Gleichzeitig ruft sie eindringlich dazu auf, die nötige Vorsicht walten zu lassen, Abstand zu halten und die Hygieneregeln einzuhalten. Auf langjährige Erfahrung mit Freiwilligen kann auch das Rote Kreuz BaFortsetzung auf Seite 2

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Die Grapefruit, die vom Oktober bis März Saison hat, gilt allgemein als «Abnehmfrucht». Hinter dem typisch bitteren Geschmack verbergen sich die Vitamine A, B1, B2, B6, natürlich C sowie die Mineralstoffe Kalium, Kalzium und Magnesium. Wahrscheinlich geht die Grapefruit auf eine spontane Kreuzung von Orangen und Pampelmusen in der Karibik zurück. Fälschlicherweise wird die Grapefruit in Deutschland auch als Pampelmuse bezeichnet. Die Pampelmuse, Citrus maxima, ist die grösste Zitrusfrucht auf der Erde, die im Deutschen auch Adamsapfel genannt wird. Den englischen Namen Grapefruit, also Traubenfrucht, trägt die Kreuzung aufgrund ihres traubenförmigen Blütenstands. Der Name Pampelmuse ist von der Wortherkunft nicht ganz geklärt. Das niederländische Pompelmoes könnte auf das altfranzösische Pampelimouse zurückgehen, gleichbedeutend mit dem tamilischen Pampalimasu. Der Name Pampelmoes lässt sich jedoch auch als Zusammenzug des niederländischen Wortes Pampel für «gross, Fortsetzung auf Seite 2

Kirchliches und Todesanzeigen Die kirchlichen Informationen für alle Kirchgemeinden befinden sich in dieser Ausgabe auf der zweithintersten Seite (Seite 15). Die Todesanzeigen befinden sich auf Seite 4. REDAKTION OBZ

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Baselland Fortsetzung von Seite 1 dick» und Limoes, «Zitrone» erklären. Schliesslich gibt es noch die Pomelo, das Ergebnis einer Mehrfachkreuzung von Mandarine und Pampelmuse. Pomelos schmecken fruchtiger als Grapefruits. Die Grapefruit wird auch Paradiesfrucht genannt. Wer sie als Hilfe zum Abnehmen einsetzen will, soll sich an die eher bitteren gelben Sorten halten. Je süsser eine Grapefruit ist, umso weniger wichtige Bitterstoffe enthält sie. Der Bitterstoff Naringin baut etwa Cholesterin ab, indem er den Blutzuckerspiegel senkt. Bei Medikamenteneinnahme sollte man mit dem Konsum von Grapefruits vorsichtig sein, weil es zu ungewünschten Interaktionen kommen kann. Mehr als die Hälfte aller Grapefruits kommen aus China. Das freut die amerikanischen Farmer nicht gerade, die im letzten Jahrhundert in Florida oder Texas mit Grapefruits zu grossem Reichtum gekommen sind. Im Deutschen Wörterbuch der Gebrüder Grimm kommt nur die Pampelmuse vor. Der Dichter Wieland schrieb im «Oberon» von 1780: «Der Saft von allen Pompelmusen in Afrika erfrischte nicht so gut»…wie der Rat der Freundin, wie es weiter heisst. Hans Adolf Halbey reimte: «Oh Paul, ruft Papa, du bist ein Trampel, plumpst mitten in meine Musepampel. Ich wollte sagen in meine Mampelpuse, nein Pampelmase, nein Pampelmuse!» Der ultimative Schülergeistesblitz aus den 80ern lautete: «Die zehnte Muse heisst Pampel!» Und der Meisterkomiker Heinz Eckhardt fühlte sich «von der Pampelmuse geküsst». THOMAS BRUNNS CHWEILER

ObZ 26. März 2020

Armee unterstützt Kanton Freiwilligenarbeit boomt beim Sanitätsdienst Fortsetzung von Seite 1

Der Kantonale Krisenstab (KKS) hat in Absprache mit dem Regierungsrat Ende vorletzter Woche eine Unterstützungsanfrage an die Armee gestellt. Diese wurde gutgeheissen, womit bereits ab 18. März Transportmittel und Armeeangehörige im sanitätsdienstlichen Bereich zur Verfügung gestellt werden. Die drei Sanitätsfahrzeuge und rund zehn Angehörigen der Armee werden für die Verlegung der liegenden Patien-

ten eingesetzt, welche nicht vom Coronavirus betroffen sind. Ausserdem besorgen die Truppen allfällige Patiententransporte von den Abklärungsstationen Lausen und Münchenstein in die Spitäler des Kantonsspital Baselland. Die Truppe unterstützt zudem den Ausbau des Referenzspitals Covid-19 im Bruderholz um weitere 100 Betten sowie die geplante Verdreifachung der Beatmungsplätze. KKS/OBZ

Renovationen gegen Engpässe?

Gesundheitsschutz für Spitalpersonal

Der Verband Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG) ruft die Kommunen dazu auf, das örtliche Gewerbe zu unterstützen. Viele Kleinbetriebe stünden vor grossen Schwierigkeiten und könntten von Kurzarbeit nur beschränkt profitieren. In diesem Sinn unterstützt der VBLG auch eine Idee, die Nationalrätin Sandra Sollberger geäussert hat: Die Gemeinden sollen prüfen, ob Renovationsarbeiten an Schulen, Kindergärten und anderen Gemeindebauten, die im Sommer oder nächstes Jahr anstehen, vorgezogen werden könnten. Schulräumlichkeiten würden im Moment sowieso leerstehen und so könnte den Gewerbebetrieben geholfen werden, Liquiditätsengpässe zu vermeiden. OBZ

Der Gewerkschaftsbund Baselland und der Basler Gewerkschaftsbund kritisieren, dass der Bundesrat die Gesundheitsschutzbestimmungen betreffend Pausen und Ruhezeiten für das Spitalpersonal komplett aufgehoben hat – ohne Absprache mit den Gewerkschaften. Das sei skandalös und müsse zurückgenommen werden. Das Einhalten der minimalen Pausen- und Ruhezeiten sei Grundvoraussetzung für die Gesundheit des Personals in unseren Spitälern, gerade in dieser Pandemie. OBZ

Neue Steuerfrist

der Basler Gewerkschaftsbund haben sie entschieden, die 1.-Mai-Kundgebungen und anschliessenden Festivitäten in Liestal und Basel in diesem Jahr nicht durchzuführen. Die Gewerkschaftsbünde werden eine alternative Umsetzung des Tags der Arbeit organisieren und zu gegebenem Zeitpunkt darüber inforOBZ mieren.

Die kantonale Steuerverwaltung hat im Zusammenhang mit der Corona-Krise verschiedene Massnahmen beschlossen. Für die Einreichung der Steuererklärungen 2019 gelten im Kanton Basel-Landschaft neue Fristen. Unselbständigerwerbende können die Steuererklärung ohne Kostenfolgen bis am 30. Juni 2020 bei der zuständigen Behörde einreichen; Selbständigerwerbenden und juristischen Personen wird hierzu die Frist kostenfrei bis 30. September 2020 erstreckt. Steuerrechnungen werden zwar weiterhin verschickt werden. Bei Bedarf werden aber der Situation angepasste Stundungen geFKD währt.

Wohnraum in neu Therapieraum, Parzelle Nr. 118, Obermattweg 2. Langenbruck. Nr. 0732/2017. Bauherrschaft: Kiefer Philipp, Ausserdorf 4, 4438 Langenbruck. Projekt: Um- und Ausbau Wohnhaus. Neuauflage: geändertes Projekt und zusätzliches Kamin, Parzelle Nr. 172, 173, 174, 175, Ausserdorf 4. Lausen. Nr. 0454/2020. Bauherrschaft: Tonwerk Lausen AG, Bahnhofstrasse 6, 4415 Lausen. Projekt: Zweckänderung: alt Produktion/Lager in neu Postverteilzentrum/Materiallager/Werkhalle / Fassadenänderung, Parzelle Nr. 1173, Bahnhofstrasse 8 + 10. Liestal. Nr. 0388/2020. Bauherrschaft: Bau- und Umweltschutzdirektion Hochbauamt, Rheinstrasse 29, 4410 Liestal. Projekt: Containerüberdachung mit Schopf, Parzelle Nr. 1539, Burgstrasse 35. Nr. 0438/2020. Bauherrschaft: Ferrat Pia, Birmannstrasse 5, 4410 Liestal. Projekt: Erweiterung Einfamilienhaus, Parzelle Nr. 698, Birmannstrasse 5. Nr. 1196/2019. Bauherrschaft: Swisscom (Schweiz) AG Local Project Management, Schneiter Werner, Grosspeterstrasse 20, 4002 Basel. Projekt: Um- und Ausbau der bestehenden Mobilfunkanlage, Parzelle Nr. 3158, Rheinstrasse 84. Lupsingen. Nr. 0415/2020. Bauherrschaft: Einwohnergemeinde Lupsingen, Liestaler-

strasse 14, 4419 Lupsingen. Projekt: Dorfspielplatz und Schwalbennest, Parzelle Nr. 56, Liestalerstrasse. Maisprach. Nr. 0426/2020. Bauherrschaft: Graf-Berger Karin, Neuweg 6, 4464 Maisprach. Projekt: Umbau Wohnhaus / Fassadenänderung / Aussentreppe, Parzelle Nr. 164, Hauptstrasse 19. Ormalingen. Nr. 0434/2020. Bauherrschaft: Einwohnergemeinde Ormalingen, Hauptstrasse 65, 4466 Ormalingen. Projekt: Liftanbau, Parzelle Nr. 251, Hauptstrasse 178. Reigoldswil. Nr. 1387/2018. Bauherrschaft: Steiner Lehmann Immobilien AG, Dorfstrasse 11, 6264 Pfaffnau. Projekt: Mehrfamilienhaus mit Autoeinstellhalle. Neuauflage: zusätzliche Balkonverglasungen, Parzelle Nr. 916, Am Rüschelbach. Wittinsburg. Nr. 0432/2020. Bauherrschaft: Läubli Jeannine u. Jörg, Widacherweg 10, 4443 Wittinsburg. Projekt: Anbau gedeckter Sitzplatz, Parzelle Nr. 1117, Widacherweg 10. Ziefen. Nr. 0433/2020. Bauherrschaft: Walther Margreth u. Peter, Rebgasse 17, 4417 Ziefen. Projekt: Um- und Anbau Einfamilienhaus / Carport / Kamin für CheminéeOfen, Parzelle Nr. 1893, Rebgasse 17. Nr. 0431/2020. Bauherrschaft: Christ Sandra, Unterbiel 29, 4418 Reigoldswil. Projekt: Einfamilienhaus, Parzelle Nr. 634, Steinenbühl.

Keine Kundgebung Gemeindeverband am 1. Mai für Vorsorgereform Der Gewerkschaftsbund Baselland und Der Schweizerische Gemeindeverband (SGV) unterstützt die Vorschläge zur Reform der beruflichen Vorsorge. Sie sind aus seiner Sicht ausgewogen. Entscheidend ist für den SGV, dass die Leistungsfähigkeit des Systems aufrecht erhalten bleibt und es nicht zu einer Lastenverschiebung auf die Kantone und SGV Gemeinden kommt.

Baugesuche Auflagefrist: 30. März 2020 Arisdorf. Nr. 0446/2020. Bauherrschaft: Loew Timon u. Baron Anna, Bahnweg 12, 4415 Lausen. Projekt: Einfamilienhaus, Parzelle Nr. 5346, Hombergerstrasse. Bennwil. Nr. 0445/2020. Bauherrschaft: Schaffner Markus, Hof Oberer Dielenberg 110, 4431 Bennwil. Projekt: Wohnhaus mit Verarbeitungsraum und Garage / Zufahrt, Parzelle Nr. 504, Hof Oberer Dielenberg. Bubendorf. Nr. 0411/2020. Bauherrschaft: Werkhof Tozzo AG, Grüngenstrasse 39, 4416 Bubendorf. Projekt: Stützmauer, Parzelle Nr. 1172, Grüngenstrasse. Buus. Nr. 0421/2020. Bauherrschaft: Stiftung Heilsarmee Schweiz OE Immobilien, Haering Ursula, Laupenstrasse 5, 3001 Bern. Projekt: Anbau Reservoir / Stützmauer, Parzelle Nr. 4335, Waldegg. Eptingen. Nr. 0422/2020. Bauherrschaft: Meier Roland, Kilchackerweg 3, 4458 Eptingen. Projekt: Erweiterung Schopf, Parzelle Nr. 1074, Kilchackerweg 3. Frenkendorf. Nr. 0430/2020. Bauherrschaft: Meier Daniel, Passwangstrasse 22, 4059 Basel. Projekt: Zweckänderung: alt Estrich in neu Wohnung / 22 Dachflächenfenster, Parzelle Nr. 733, Hauptstrasse 7. Hölstein. Nr. 0453/2020. Bauherrschaft: Elsener Karin u. Mathieu, Im Stigler 27, 4312 Magden. Projekt: Zweckänderung: alt

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selland zurückblicken. Es beschäftigt rund 800 Freiwillige für verschiedenste Dienstleistungen. Als Reaktion auf die aktuelle Pandemie hat es in kürzester Zeit einen Besorgungsdienst eingerichtet. Bis Montagabend hatten sich laut Geschäftsleiterin Anja Nicole Seiwert etwa 40 Freiwillige gemeldet sowie rund 10 Personen, die diese Besorgungen in Anspruch nehmen möchten. Die Corona-Krise treffe die Rotkreuzmitarbeitenden und die Klienten hart, fügt Anja Nicole Seiwert hinzu, besonders nachdem die Massnahmen nochmals verschärft worden seien. Bei Fahr-, Begleit- oder Besuchsdiensten sei es beispielsweise nicht immer möglich, Abstand zu halten, etwa wenn einer Person beim Aussteigen aus dem Auto

geholfen werde. «Zum Teil sagen Kunden einen Einsatz ab, weil sie zu einer Risikogruppe gehören und keine Ansteckung riskieren möchten», stellt Anja Nicole Seiwert fest. Aber auch wenn eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter einen Einsatz nicht leisten wolle, dann werde das respektiert. Links und Telefonnummern: • Geschäftsstelle Benevol Baselland: Tel. 061 921 71 91, benevol-jobs.ch • Rotes Kreuz Baselland: Tel. 061 905 82 00 (Zeitfenster, um ein Engagement oder eine Besorgung anzumelden: 9–11.30 Uhr), besorgungsdienst@srk-baselland.ch • hilf-jetzt.ch • www.fiveup.org • www.facebook.com/groups/ gaerngscheebasel

Rotkreuz-Freiwillige leisten Unterstützung Der Aufruf des Bundesamt für Gesundheit BAG ist klar und deutlich. Menschen, die nicht zwingend einer Arbeit nachgehen oder Einkäufe erledigen müssen, sollen zu Hause bleiben. Das Rote Kreuz Baselland unterstützt Menschen, die aufgrund der aktuellen Situation Hilfe im Alltag brauchen. Freiwillige übernehmen die Einkäufe und deponieren diese ohne weiteren Kundenkontakt. Der Besorgungsdienst des Roten Kreuz Baselland richtet sich an alle Menschen, die in Corona-Quarantäne, an Covid-19 erkrankt oder besonders gefährdet sind und keine Angehörigen oder Nachbarn haben, die sie mit Lebensmitteln versorgen können. Freiwil-

lige des Roten Kreuz Baselland übernehmen bis auf weiteres solche Besorgungen. Wer diese Hilfe in Anspruch nehmen möchte kann sich direkt beim Roten Kreuz Baselland melden: Montag bis Freitag unter Telefon 061 905 82 00 (von 9 bis 11.30 Uhr) oder per E-Mail an besorgungsdienst@srk-baselland.ch. Der Besorgungsdienst ist für Menschen im Baselbiet gedacht, die sich nicht anderweitig mit Verwandten oder Freunden organisieren können. Möchten auch Sie sich ehrenamtlich engagieren und Menschen in dieser Coronakrise mit Besorgungen unterstützen? Dann melden Sie sich bei besorgungsdienst@srk-baselland.ch. ROTES KREUZ BASELLAND

Landrat tagt in Basel Der Baselbieter Landrat hält seine Sitzung am 2. April im Congress Center Basel der Messe Schweiz ab. Dank grosszügiger Raumverhältnisse können im Auditorium Montreal die Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit bezüglich Abstandhalten eingehalten werden. Zudem ist der Saal mit der für eine

Landratssitzung notwendigen technischen Infrastruktur ausgestattet. An der verkürzten Landratssitzung werden die vom Regierungsrat angekündigte Not-standsverordnung mit einem Hilfspaket für die von der Covid19-Krise Betroffenen sowie weitere dringliche Geschäfte beraten. OBZ

Corona und Allergiker Die Pollensaison der Birke ist gestartet: Mit dem sonnig-warmen Frühlingswetter von letzter Woche hat die stark allergene Birke zu blühen begonnen – nördlich wie südlich der Alpen. Gemäss Regula Gehrig, Biometeorologin von MeteoSchweiz, ist das deutlich früher als normal; auch die Eschenpollensaison hat schon vor fast zwei Wochen begonnen. Auch sei dieses Jahr eine grössere Pollenproduktion zu erwarten, da die Birke alle zwei Jahre besonders viele Pollen bildet. Wichtig für Betroffene: Zwischen einer bestehenden Allergie und dem Auftreten oder dem Schweregrad einer Covid-19-Erkrankung ist nach heutigem Wissensstand kein Zusammenhang bekannt. Gemäss wissenschaftlichem Beirat von aha! Allergiezentrum Schweiz gehören Allergiebetroffene nicht zu den besonders gefährdeten Personen für eine Covid-19-Erkrankung. Auch Asthmatikerinnen und Asthmatiker sind – wenn ihr Asthma gut einge-

stellt ist – grundsätzlich nicht stärker durch das neue Corona-Virus gefährdet als Gesunde. Vorsicht gilt aber für Menschen mit schwerem Asthma: Sie sollten sich entsprechend den Massnahmen für besonders gefährdete Menschen schützen.

Was tun? Wichtig ist: Wer an Allergien oder Asthma leidet, sollte seine verordneten Medikamente wie etwa Antihistaminika oder Kortisonpräparate nicht ohne Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt absetzen. Es gibt derzeit auch keine Hinweise, dass geringe Kortisondosen, die inhaliert werden müssen, ein Risiko für eine Covid-19-Erkrankung darstellen. Wer hingegen zur Asthmabehandlung Kortison als Tabletten erhält, sollte sich nach den Empfehlungen für besonders gefährdete Personen verhalten. Im Zweifelsfall ist der Arzt, die Ärztin zu kontaktieren. AHA! ALLERGIEZENTRUM SCHWEIZ

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Impressum Oberbaselbieter Zeitung mit den Titeln ­ «Gelterkinder Anzeiger» und «Waldenburger Anzeiger». ISSN 1661-6502 Amtliches Publikationsorgan des Kantons ­ BaselLandschaft Auflage: 42 027 Exemplare (WEMF-beglaubigt) Erscheint wöchentlich jeweils donnerstags Abonnement Fr. 58.– jährlich, Fr. 31.– halbjährlich www.oberbaselbieterzeitung.ch

Herausgeberin

CH Regionalmedien AG

Redaktionsleitung

Marc Schaffner

Redaktion

Marc Schaffner, marc.schaffner@chmedia.ch Telefon 061 927 29 01 (Baselland, Liestal) Brigitte Reinhard, brigitte.reinhard@chmedia.ch Telefon 061 927 29 02 (Waldenburg, Gelterkinden)

Adresse/Sekretariat Oberbaselbieter Zeitung, Rheinstrasse 3, Postfach 436, 4410 Liestal Brigitte Reinhard, brigitte.reinhard@ chmedia.ch, Tel. 061 927 29 02

Druck CH Media Print AG Inseratenverkauf AZ Anzeiger AG, Rheinstrasse 3 Postfach 436, 4410 Liestal Telefon 061 927 29 29 Fax 061 927 29 30 inserate.obz@chmedia.ch Inseratenschluss: Montag, 16.00 Uhr Todesanzeigen: Dienstag, 10.00 Uhr Redaktionsschluss: Montag, 10.00 Uhr Eine Publikation von

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Baselland

ObZ 26. März 2020

Fernunterricht für alle Schulen

Liestal Die Schulen wurden in der ganzen Schweiz geschlossen BEAT EGLIN

Was vor einigen Wochen noch undenkbar war ist nun eingetroffen. Alle Schulen in unserem Kanton, vom Kindergarten bis zu Berufsschulen und Gymnasien sind geschlossen. Die Gebäude dürfen nur noch in Ausnahmefällen betreten werden. Diese Ausnahmeregelung gilt vorerst bis zum 19. April. Für Kindergärtner und Primarschüler wird an jeder Schule eine Betreuung eingerichtet. Der Regierungsrat hat nun die dringende Aufgabe, den Ablauf von Prüfungen, Übertritten und Schulabschlüssen zu regeln. Schulleitungen und Lehrpersonen hatten keine Vorbereitungszeit, um sich auf die neue und noch nie dagewesene Situation einzustellen. Von einem Tag auf den anderen wurden sie gezwungenermassen vor neue Tatsachen gestellt. Schon früh nahm die Bildungsdirektion Vertretungen von Schulleitungen und Lehrerverbänden mit ins Boot. Gemeinsam wurden und werden Strategien erarbeitet, damit alle Schüler aus der Ferne stufengerecht weiter unterrichtet werden können. In den ersten beiden Primarklassen und im Kindergarten ist der Fernunterricht vorwiegend analog organisiert. Je nach Infrastruktur der Gemeindeschulen (bis 6. Primar) werden auch digitale Unterrichtsformen eingesetzt. Kantonsschulen sind im Schweizer Vergleich technisch überdurchschnittlich ausgerüstet und weitgehend für den Fernunterricht vorbereitet. Der Kanton bietet auf allen Stufen technischen und pädagogischen Support. Kinder, die zu Hause nicht betreut werden können, dürfen in die Schule und werden dort beaufsichtigt. Es erfolgt aber kein Unterricht nach Lehrplan. Sie müssen sich vorwiegend selbst beschäftigen und können die von ihren Lehrpersonen gestellten Aufgaben erledigen. Personal wird flexibel eingesetzt An einer Fern-Medienkonferenz nahm Regierungsrätin Monika Gschwind am 23. März ausführlich Stellung zur aktuellen Lage an den Baselbieter Schulen. Die Time-outs wurden geschlossen und das Personal unterstützt neue Krippen im Kantonsspital. Auf diese ist vor allem das ausländische Personal angewiesen. Mitarbeiter des Sportamtes helfen in den beiden Abklärungsstationen Lausen und Münchenstein mit und das BIZ-Personal wird zur Bearbeitung von

An leere Schulhausplätze muss man sich gewöhnen. Kurzarbeitsgesuchen eingesetzt. «So können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen und auch anderes sehen. Jetzt gilt wirklich, dass wir alle füreinander das sind» ,sagte die Bildungsdirektorin. Kein verlorenes Schuljahr und Eigenverantwortung Monika Gschwind erklärte, dass 2020 zwar ein spezielles, aber kein verlorenes Schuljahr sein wird. «Wir haben keine schulfreie Zeit.» Da niemand weiss, was noch kommen wird, «müssen wir vorausschauend handeln und den Lernfortschritt in anderer Form sicherstellen». Dazu gehören mehr Eigenverantwortung der Schüler mit der Unterstützung von Lehrpersonen, bei jüngeren Kindern auch der Eltern. Die Eltern sollen dabei aber nicht die Lehrerfunktion übernehmen. Von den Kindern und Jugendlichen wird verlangt, dass sie lernen, ihre Arbeitstage zu strukturieren und die gestellten Aufträge rechtzeitig zu erledigen. Gschwind ist überzeugt, dass Schulen näher zusammenwachsen können und dass die Digitalisierung schneller voranschreitet als geplant. «Lehrpersonen und Schulleitungen können jetzt ihre pädagogische Kompetenz und Kreativität unter Beweis stellen und zusätzliche Kompetenzen aufbauen.» Sie hofft, dass am Ende auch ein Gewinn aus dieser ausserordentlichen Situation resultieren wird. Sie sprach den Lehrpersonen und Schulleitungen ein grosses Lob aus und stellte enorme Motivation fest. Der schnelle Um- und Aufbau klappte zwar noch nicht überall auf An-

FOTO: B. EGLIN

hieb, «wir sind aber auf gutem Weg». Auch der eingeschlagene Kommunikationsweg von Eltern über Lehrpersonen zur Schulleitung und weiter zum Kanton bewährte sich. Auf eine Hotline wird deshalb verzichtet. «Da wir nicht wissen, was noch alles kommt, denken wir in Szenarien voraus. Es ist sehr realistisch, dass der Fernunterricht noch länger dauern wird.» Ein grosses Thema sind Prüfungen und der Übertritt in weiterführende Schulen. Der Regierungsrat bearbeitet diese Thematik und wird voraussichtlich diese Woche entsprechende Weisungen für die kantonalen Schulen erlassen. Regelmässige Lernkontrollen sind notwendig. Wie sie erfolgen sollen ist noch nicht entschieden. Klar ist nur, dass schriftliche Tests in den Schulhäusern nicht erlaubt sind. Die Berufsbildung liegt im Kompetenzbereich des Bundes. Lösungen sind dringend, denn im April sollten die Abschlussprüfungen beginnen! Beat Lüthy, Leiter des Amtes für Volksschulen, erlebte die Zusammenarbeit mit Schulleitungen, Verbänden und dem Amt für Gesundheit als sehr positiv. Es war «ein Sprung ins kalte Wasser und gemeinsam wurde nach Lösungen gesucht». Grosse Herausforderungen sind für ihn die Etablierung des Fernunterrichtes und die Abnahme von Prüfungen. Dazu sagte er: « Alle Kantone und Gemeinden sind in der gleichen Lage. Alle tauschen sich aus und unterstützen sich gegenseitig.» Weitere Informationen zum Thema: www.presstime.ch › Baselland

Keine Gemeindewahlen im Mai und Juni

Der Regierungsrat hat an einer ausserordentlichen Sitzung beschlossen, dass die Gemeindewahlen vom 17. Mai 2020 und die im Juni stattfindenden Nachwahlen sowie allfällige Sachabstimmungen auf Gemeindeebene nicht durchgeführt werden. Für die Gemeinden bedeutet die Durchführung von Wahlen und Abstimmungen ein beträchtlicher logistischer, materieller und vor allem personeller Aufwand. Es muss sichergestellt werden, dass die Verarbeitung der einge-

gangenen Stimmkuverts und die Auszählung der Stimmzettel am Wahlsonntag durch diverse Personen durchgeführt werden kann. Hinzu kommt, dass den Kandidierenden für die jeweilige Wahl die Möglichkeit gegeben werden muss, einen fairen und öffentlichkeitswirksamen Wahlkampf zu betreiben. Dies ist in Zeiten, in denen sich das Leben mehrheitlich zu Hause abspielt, nicht möglich. Ein Wahlkampf oder auch ein allfälliger Abstimmungskampf mit entsprechenden Informations- und

Wahlresultate vom Sonntag Die Gemeinde-Nachwahlen vom vergangenen Sonntag, 22. März, waren von dem Beschluss des Regierungsrates nicht betroffen und konnten durchgeführt werden. Im Oberbaselbiet wurden folgende Personen gewählt: Eptingen: Eva Bolliger, 113 Stimmen. (Nicht gewählt: Roland Riedel, 26 Stimmen.) Nusshof: Rolf Wirz, 31 Stimmen; Caroline Fricker, 13 Stimmen (Unter der Voraussetzung, dass sie die Wahl annehmen; beide

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waren keine offiziell Kandidierenden.) Oberdorf: Hannes Schweizer, 290 Stimmen. (Nicht gewählt: Tino Kobler, 156 Stimmen.) Oltingen: Andreas Gysin, 129 Stimmen. Ramlinsburg: Slawa Schweizer, 82 Stimmen. Rothenfluh: Niocolas Luca Jeffries, 142 Stimmen. Tecknau: Martin Sager, 110 Stimmen. Zeglingen: Sandra Bütikofer, 119 Stimmen. OBZ

Publikationsveranstaltungen kann zurzeit nicht stattfinden.

Gemeinderäte konstituieren sich selber Deshalb können im Mai und Juni keine Wahlen, Abstimmungen oder Nachwahlen durchgeführt werden. Um die Kontinuität der Geschäfte sicherzustellen, wird die Amtsperiode von Amtsträgerinnen und Amtsträgern, die nicht am 9. Februar bzw. am 22. März 2020 bereits gewählt wurden, vorläufig bis zur Durchführung von ordnungsgemässen Erneuerungswahlen, jedoch längstens bis 31. Dezember 2020, verlängert. Die Gemeinderäte konstituieren sich selber, bis die ordentliche Wahl der Präsidien durchgeführt werden konnten. Die Gemeinden sind aufgefordert, die neuen Wahltermine sowie den damit einhergehenden Beginn der Amtsperiode der neuen Funktionsträger festzulegen, sobald die Durchführung ordnungsgemässer Wahlen möglich ist. Der Regierungsrat appelliert an die bisherigen Amtsträgerinnen und Amtsträger, ihr Amt bis zum möglichen Amtsantritt der neu zu wählenden Amtsmitglieder wahrzunehmen. OBZ /REGIERUNGS RAT

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Hilfspaket für Wirtschaft Nachdem der Regierungsrat am letzten Donnerstag zusammen mit der Basellandschaftlichen Kantonalbank die Eckwerte für ein Massnahmenpaket über 190 Millionen Franken für die von den Corona-Folgen Betroffenen kommunizierte, hat die Regierung am Dienstag die Details für den Kantonsteil des Pakets beschlossen. Sie will damit die weitreichenden Massnahmen des Bundes subsidiär und gezielt ergänzen. Der Regierungsrat hat ein Massnahmenpaket in der Höhe von 100 Millionen Franken zur Unterstützung der Baselbieter Unternehmen in der CoronaKrise verabschiedet. Er hat zudem die Richtschnur und die Grundlagen für die Umsetzung der einzelnen Massnahmen festgelegt. Mit dem Hilfspaket sollen die weitreichenden Massnahmen des Bundes subsidiär und gezielt ergänzt werden. Das Massnahmenpaket umfasst drei Elemente: Unternehmen in Kurzarbeit und Selbstständigerwerbende, die von der Krise betroffen sind, erhalten rasch und unbürokratisch eine nicht rückzahlbare Soforthilfe. Die Soforthilfe setzt sich aus einem fixen Beitrag von 7500 Franken sowie einem variablen Beitrag von 250 Franken pro im Unternehmen arbeitende Person zusammen. Maximal werden pro Unternehmen 10 000 Franken ausbezahlt. Mit den Massnahmen des Bundes sind die Lohnkosten der Unternehmen weitgehend gedeckt. Demgegenüber unterstützt die finanzielle Soforthilfe des Kantons vor allem die KMU bei der Deckung übriger Kosten (Miete, Pacht, Energie, d. h. Gas, Wasser und Strom, Versicherungen, Kapitalkosten etc.). Diese kantonalen Soforthilfen müssen nicht zurückbezahlt werden. In Ergänzung zu den Kreditgarantien des Bundes hält sich der Kanton subsidiär bereit, Überbrückungskredite von Banken an Baselbieter Unternehmungen abzusichern. Die zu garantierenden Kredite werden mit maximaler Laufzeit

von zwei Jahren und zu null Prozent Zins gewährt. Abgesichert werden Kredite in maximaler Höhe bis 50 000 Franken. Lehrbetriebe, die sich in Kurzarbeit befinden, werden mit einem Pauschalbetrag pro Lernenden unterstützt. Der Bund hat bereits die Entschädigung für Kurzarbeit auf Lernende ausgeweitet. Mit dem kantonalen Betrag von monatlich 450 Franken pro Lernenden werden Betriebe mit Kurzarbeit von nicht gedeckten Lohnkosten sowie von Kosten für überbetriebliche Kurse entlastet. Weitere Informationen zur Umsetzung der kantonalen Massnahmen folgen in den nächsten Tagen.

Keine Verzugszinsen auf den Steuern Zudem hat der Regierungsrat heute auch beschlossen, ab dem 25. März 2020 bis zum 31. Dezember 2020 auf die Erhebung von Verzugszinsen auf Staatssteuern zu verzichten. Die damit verbundenen Einnahmenausfälle belaufen sich auf rund 13 Millionen Franken. Notverordnungen gehen nun an Landrat Der Regierungsrat hat für die Umsetzung dieser Massnahmen – basierend auf § 74 Abs. 3 der Kantonsverfassung – zwei Notverordnungen verabschiedet. Diese werden nun dem Landrat zur Genehmigung unterbreitet. Ausgeweitete Massnahmen des Bundes Der Bund hat seine Massnahmen Ende letzter Woche präzisiert und ausgeweitet. Er deckt nun folgende Hilfeleistungen ab: Kreditbedürfnisse der Unternehmungen; Kurzarbeit in ausgeweiteter Form (Teilzeit, Befristete, Geschäftsführer, Lehrlinge etc.); Selbstständigerwerbende (EO); Unterstützung für Kultur, Sport, Tourismus mittels Direktzahlungen. In allen diesen Fällen ist der Kanton Basel-Landschaft nicht in erster Linie gefordert. REGIERUNGSRAT

Grüne fordern sozialen Haushaltszuschuss Ein sozialer Haushaltszuschuss und Investitionsanreize und Investitionen von 1,7 Milliarden Franken in den nächsten fünf Jahren – diese Massnahmen fordern die Grünen Baselland von der Baselbieter Kantonsregierung zur Bewältigung der Wirtschaftskrise im Zusammenhang mit Covid-19. Es reiche nicht aus, wenn der Kanton die Massnahmen des Bundes nachahme und sich nur um die Liquidität kümmere, schreiben die Grünen in einer Medienmitteilung. Selbstverständlich müssen Darlehen jetzt unkompliziert gewährt werden, aber nicht als erstes, sondern als letztes, ergänzendes Mittel – denn damit ge-

rieten noch mehr Menschen noch tiefer ins Schuldgefängnis. Um dem vorzubeugen, fordern die Grünen Baselland sofortige Direktzahlungen an Selbstständigerwerbende, eine grosszügige Steuerstundung und stabilere, stärker auf Prävention ausgerichtete Sozialsysteme. Ausserdem soll die Volkswirtschaft durch einen Sozial-Haushaltszuschuss für Einkommen unter 100 000 Franken und Vermögen unter 200 000 Franken gestützt werden. Längerfristig sei es zudem absolut dringend, das Gesundheitssystem in Richtung Krisensicherheit umzubauen. OBZ

«Was morgen zählt»

Geschäftsbericht der Basellandschaftlichen Kantonalbank

Der Geschäftsbericht 2019 der BLKB beinhaltet den Finanzbericht mit geprüfter Jahresrechnung, detaillierte Informationen zum Geschäftsverlauf und zur Corporate Governance sowie einen Lage- und einen Vergütungsbericht. Er geht zudem der Frage nach, was morgen für die BLKB und ihre Anspruchsgruppen zählt. «Die Strategie der BLKB stellt die Beratung ins Zentrum», betont CEO John Häfelfinger im Interview. «Wir wollen unsere Kundinnen und Kunden bei ihren wichtigen Lebensentscheiden und Lebensabschnitten begleiten.» Als zukunftsorientierte Bank ist die BLKB seit dem Berichtsjahr klimaneutral. «Zukunftsorientierung ist fest in der Unternehmenskultur und Geschäftspolitik der BLKB verankert und Teil unseres Auftrags als Kantonalbank», sagt Bankratspräsident Thomas Schneider im Interview. Der Nachhaltigkeitsbericht der BLKB richtet sich neu nach den international und von SIX Swiss Exchange anerkannten GRI-Standards,

Option «Kern». Die BLKB bietet damit ihren Stakeholdern eine relevante und vergleichbare Nachhaltigkeitsberichterstattung. Der Geschäftsbericht erscheint in englischer Sprache als «Annual Report 2019» und der Nachhaltigkeitsbericht als «Sustainability Report 2019». Die Offenlegung der BLKB für das Jahr 2019 wird Ende April 2020 veröffentlicht. Die Publikationen der Geschäftsberichterstattung 2019 können auf blkb.ch/geschaeftsbericht heruntergeladen werden. BLKB Mit 171,7 Millionen Franken erzielte die BLKB einen sehr guten Geschäftserfolg 2019 und mit 136,8 Millionen Franken steigerte sie gegenüber dem Vorjahr den Jahresgewinn. 60 Millionen Franken des Gewinns gehen an den Kanton BaselLandschaft und die Zertifikatsinhaberinnen und -inhaber werden mit 35 Franken OBZ pro Zertifikat entschädigt.


Baselland

ObZ 26. März 2020

Betrachtung zur Woche

Todesfälle

Mühselig und beladen Jesus Christus spricht: Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. (Matthäus 11,25) Mühselig und beladen – das kennen wir alle. Manches macht uns Kummer und belastet uns. Jetzt gerade diese unheimliche Virus-Pandemie, die das ganze öffentliche Leben zum Stillstand bringt. Viele Menschen fürchten um ihre Gesundheit, viele können wegen der Gefahr einer Weiterverbreitung des Virus nicht einmal mehr Angehörige besuchen oder Besuche empfangen. Kontakte beschränken sich aufs Telefon – oder Briefe schreiben. Auch die Arbeitswelt, und damit unsere gesamte Wirtschaft, ist stark mitbetroffen. Das Nichtwissen, wie sich die Lage auch bei uns noch weiter entwickelt, ist etwas von dem, was uns beschäftigt und belastet. Die Älteren unter uns erinnern sich gerade jetzt an die Zeit vor 80 Jahren, wo die Angst vor einem Krieg alles beherrschte, wo die Sorge um Angehörige besonders gross war und auch jene ums tägliche Brot.

Was ist es, das uns zu tragen vermag in solch unsicheren Zeiten – damals, aber auch heute? «Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.» – Dieses JesusWort (bekannt unter der Bezeichnung «Heilandsruf» ist eine Einladung zum Glauben, auch ein Aufruf zu Gebet und Fürbitte. Wir dürfen unsere Sorge, alles, was uns belastet, vor Jesus ablegen und um seinen Segen bitten. Danach dürfen wir weitergehen, nicht ohne Last und Belastungen, aber gestärkt durch das Vertrauen auf ihn. Er hat uns seine Verheissung gegeben: «Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.» (Matthäus 28,20). Liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen und Ihren Familien, dass Sie gesund durch diese schwierige Zeit kommen. Vor einer knappen Woche hat der Frühling begonnen. Die Strassen und Wege sind fast menschenleer, und eine ungewohnte Stille herrscht. Wären da nicht die vielen Vögel, die uns unbeschwert das Lied vom Leben singen. Ihre Botschaft heisst: es geht weiter! MARKUS WAGNER, ARLESHEIM

Arboldswil

Du hast gesorgt, Du hast geschafft, wohl manchmal über Deine Kraft. Drum ruhe aus, du gutes Herz, die Zeit wird lindern unseren Schmerz.

Ulrich Schaub-Miesch, geb. 7. November 1947, von Buus BL (wohnhaft gewesen Underdorf 17). Die Trauerfeier findet zu einem späteren Zeitpunkt statt. Beisetzung im engsten Familienkreis.

Traurig nehm men wir Abschied von meinem lieben Ehemann, unserem Vatter, Schwiegervater, Grossätti und Bruder

Gelterkinden

Hans Gisin-Huber

Irene Imhof-Zeller, geb. 17. Mai 1931, von Gelterkinden BL, Nusshof BL (wohnhaft gewesen Rosenweg 6, mit Aufenthalt im APH zum Eibach. Urnenbeisetzung im engsten Familien- und Freundeskreis. Oberdorf

31. März 1942 bis 19. März 2020

Nach langer,, geduldig ertragener Krankheit durfte er im golz friedlich einschlafen. Zentrum Erg d wir für die schöne Zeit, die wir mit Dir Dankbar sind verbringen durften.

Greta Gysin-Felber, geb. 1933, von Hölstein BL (mit Aufenthalt im APH Moosmatt, Oberbiel 26, 4418 Reigoldswil). Wurde bestattet.

In Liebe und Dankbarkeit: Hannelore Gisin-Huber Konrad und Katja Gisin mit Kevin Roland Gisin und Irena Schaub mit Ben Philipp und Andrea Gisin mit Jonas Verwandte und Bekannte

Wenslingen Eugen Kürsteiner-Zurbrügg, geb. 9. Januar 1935, von Gais AR (wohnhaft gewesen Auf Schochen 209). Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis.

Die Urnenbeeisetzung >ndet aufgrund der aktuellen Situation nur im engsten Familienkreis statt. Allfällige Speenden werden wir der Demenzabteilung des golz zukommen lassen. Zentrums Erg Traueradressse: Hannelore Gisin-Huber, Chrüeglihof 20, 4462 Rickenbach Gilt als Leidzzirkular.

Baselland

Interview Isolation wirkt sich auf die Psyche aus: Das können Betroffene tun Im Alltag gibt es die Redewendung: «Mir fällt die Decke auf den Kopf.» Meistens genügt ein Spaziergang an der frischen Luft, um wieder ins Lot zu gelangen. Wer sich jedoch in QuaBrigitte Contin rantäne befindet, hat diese Möglichkeit nicht. Wie Studien zeigen, kann sich eine Quarantäne auf die psychische Verfassung auswirken. Die ObZ hat Brigitte Contin, Direktorin der Kinder- und Jugendpsychiatrie bei der Psychiatrie Baselland, einige Fragen dazu gestellt. ObZ: Was sind allgemeine Tipps, um eine Quarantäne zu überstehen? Brigitte Contin: Der Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen hat einige Empfehlungen herausgegeben. Grundsätzlich hat eine Quarantäne negative Auswirkungen auf die menschliche Psyche. Aber jeder Mensch ist anders, hat andere Bedürfnisse und Ressourcen, weshalb nur ganz allgemeine Tipps gegeben werden können. Gerne unterstützt die Psychiatrie Baselland in der gemeinsamen Erarbeitung individueller Aktivitäten. Insgesamt empfiehlt es sich, die Tagesstruktur einzuhalten, Unternehmungen zu planen, sich seiner Stärken bewusst zu werden und sich zu überlegen, welche schwierigen Momente man schon überwunden hat und dass man auch diese Krise überwinden wird. Bewegung so weit und so viel als möglich. Soziale Kontakte über digitale Kanäle pflegen. In Krisen sollte man den Nachrichtenund Medienkonsum beschränken, vor allem auch soziale Medien. Panikmacher sollte man meiden, sich auf Positives fokussieren, seine Gefühle wahrnehmen und darüber reden, sich auf kreative Weise ausdrücken. Grübeln kann man durch andere Tätigkeiten zu vermeiden versuchen. Auch Entspannungsübungen, Meditation und Ähnliches können helfen. Und daran denken, dass die Situation vorübergehen wird. Wie soll man mit Kindern umgehen, die unruhig werden, weil sie daheim bleiben müssen? Auch hier gilt: die Tagesstruktur aufrechterhalten, klare Zeiten vereinbaren, in denen jeder etwas alleine macht. Man sollte mit allen Abmachungen zum Vorgehen bei Konflikten treffen und Rückzugsmöglichkeiten klären. Den Kindern sollte man körperliche Aktivitäten ermöglichen; den Medienkonsum

sollte man eingrenzen. Wichtig ist auch, die Situation altersentsprechend zu erklären. Das Verständnis über die Quarantäne verhindert gemäss Studien negative Folgen der Quarantäne. Man muss versuchen, Unsicherheit, Ängste und emotionale Gefühlsschwankungen auszuhalten, und den Kindern in dieser unsicheren Zeit Nähe, Geborgenheit und Sicherheit bieten. Auf grosse Erziehungsmassnahmen sollte man verzichten und weniger Strafen, eher Lob anwenden. Was empfehlen Sie einem Paar, das eine belastete Beziehungssituation hat? Nötig sind klare Regeln, wann jemand etwas für sich und wann man als Paar etwas zusammen macht. Man sollte auch Rückzugsmöglichkeiten anbieten und über Ärger oder Anspannungen reden, bevor es kracht. Eine Familienkonferenz kann hilfreich sein, um Ideen für den Tag zu sammeln: Wer braucht was, wer will was machen? Generell sollten alle versuchen, nachsichtiger als sonst zu sein.

In einer Studie über Personen in Quarantäne berichteten 28 Prozent über Symptome einer Traumafolgestörung, 7 Prozent über Ängste und 17 Prozent über Gefühle der Wut. GRAFIK: ARCHIV OBZ

Bei Eskalationen hilft Reden. Es gilt, Gewalt zu vermeiden; jemanden anrufen, darüber reden oder sich Hilfe holen. Welche Auswirkungen kann eine Quarantäne auf Menschen haben, die gerade eine depressive Phase durchleben oder an einer anderen psychischen Erkrankung leiden? In der Zeitschrift «The Lancet» ist am 14. März eine Studie mit dem Titel «The psychological impact of quarantine and how to reduce it: rapid review of the evidence» erschienen. Von 98 Vätern und Müttern, die sich mit ihren Kindern in Quarantäne begeben mussten, berichteten nach Quarantänenende 27 Elternteile (28 Prozent) in einem Selbstbeurteilungsfragebogen über Symptome einer Traumafolgestörung. Im Vergleich dazu gaben lediglich knapp 6 Prozent (17 von 299) einer Vergleichsgruppe an, solche Symptome verspürt zu haben. Das sind Familien, die sich nicht in Quarantäne begeben mussten. Weiter berichteten mehr als 7 Prozent der Personen in der Quarantäne (126 von 1656) über Ängste und fast 17 Prozent (275) über Gefühle der Wut, wobei sich diese Symptome vier bis sechs Wochen nach der Quarantäne auf 3 Prozent (Ängste) und 6 Prozent (Wut) reduzierten. Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass Menschen mit einer emotionalen oder psychischen Vorbelastung die Strapazen einer Quarantäne weniger gut verarbeiten als psychisch gesunde Menschen. Eine Quarantäne stellt hohe emotionale Ansprüche an das Individuum und allenfalls an die Familie, weshalb hier Resilienzfaktoren wie Stressregulationsstrategien und emotionale Stabilität eine wichtige Rolle spielen. INTERVIEW: MARC S CHAFFNER

Psychiatrie erwartet mehr Patienten Die Psychiatrie Baselland rechnet in nächster Zeit mit einer deutlichen Zunahme von Patientinnen und Patienten, sagt der Kommunikationsverantwortliche Thomas Lüthi auf Anfrage der ObZ. Die TaskForce «Corona» der Psychiatrie Baselland bespreche sich regelmässig, schätze die Lage ein und beschliesse Massnahmen. Dabei setze sie konsequent alle Entscheide und Verhaltensempfehlungen von Bund und Kanton um und informiere alle Mitarbeitenden regelmässig mittels Bulletins. «Oberste Priorität hat der Schutz der Patientinnen und Patienten sowie der Mitarbeitenden, mit dem Ziel, eine nach wie vor

hohe Qualität der Behandlungen sicherzustellen», betont Thomas Lüthi. Es gebe immer auch individuelle Fragen und Reaktionen von Mitarbeitenden, mit denen die Vorgesetzten der einzelnen Bereiche konfrontiert seien und die bestmöglich bewältigt würden. Bis jetzt sei es der Psychiatrie Baselland gut gelungen, den Betrieb ruhig und geordnet aufrechtzuerhalten. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter sei gefordert. «Wir spüren eine sehr grosse Solidarität, was die Arbeit in dieser schwierigen Situation sehr erleichtert», stellt Thomas Lüthi fest. OBZ

Hermann Hesse

Traurig und dankbar nehmen wir Abschied von unserer Mutter, Schwägerin, Tante, Gotte, Cousine und Freundin

Verena Heinimann-Spitteler 17. September 1938 – 29. Februar 2020 Nach einem arbeitsreichen Leben und tapfer ertragener Krankheit durfte sie im Zentrum Ergolz in Ormalingen friedlich einschlafen. Sie wird in unseren Herzen weiterleben

In stiller Trauer Annelies und Sandra Heinimann Verwandte, Freunde und Bekannte Auf Wunsch der Verstorbenen wurde sie im engsten Familienkreis bestattet. Unser besonderer Dank gilt: Frau Pfarrerin Rosina Christ für die würdevolle Gestaltung der Abdankung Frau Beatrix Imhof für die ergreifenden Alphornklänge auf dem Friedhof Frau Anita Schneider, Blumen Akazia, für den wunderschönen Grabschmuck den Pflegenden der Demenzwohngruppen «Mohnblume» und «Vergissmeinnicht», Zentrum Ergolz, Ormalingen für ihre einfühlsame Pflege den Hausärztinnen Frau Dr. med. Catalina Urrejola und Frau Dr. med. Veronica Bohrmann, ihren Praxisteams, sowie der Onkologin Frau Dr. med. Claudia Bollinger für ihre kompetente und menschliche Begleitung dem Pflegeteam1 der Spitex Liestal, Frau Sonja Keller, Spitex à la carte, der Tagesstätte SRK, sowie Frau Christina Stingelin, Siedlungsbegleiterin für die wertvolle Unterstützung, die ihr ein möglichst langes Wohnen zuhause ermöglicht haben allen, die Vreni in ihrem Leben Gutes erwiesen haben und mit ihrem Mitgefühl und ihrer Verbundenheit Kraft spenden sowie die Trauer und die Erinnerungen teilen. Es werden keine Leidzirkulare verschickt. Traueradresse: Annelies Heinimann, Fabrikweg 29 A, 4460 Gelterkinden

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Die Psyche unter Quarantäne

Einschlafen dürfen, wenn man müde ist und eine Last fallenlassen dürfen, die man lange getragen hat, das ist eine köstliche, eine wunderbare Sache.

Bestattungsdienst Doris Passalacqua

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Baselland

ObZ 26. März 2020

Kultur in Zeiten von Covid-19 THOMAS BRUNNSCHWEILER

Die notwendigen Massnahmen des Bundes gegen die Verbreitung des Coronavirus treffen nicht nur die Gastronomie, die KMU und Geschäfte, sondern auch Kulturschaffende und Kulturinstitute. Die Zeiten, da man sich zu Konzerten, Theatervorführungen, Kinoabenden und Ausstellungen zusammengefunden hat, sind vorläufig vorbei. Wie lange, ist nicht absehbar. Vielleicht denkt man in einer Zeit, in der wir am Fernsehen apokalyptische Bilder sehen, nicht an Kultur. In den «Sternstunden Kultur» sagte der Philosoph Eduard Kaeser, es sei wichtig, gerade in dieser Situation auch an Kulturschaffende und an den Geist zu denken. Neben der Sorge um unser ökonomisches Überleben und unsere Gesundheit darf man nicht vergessen, dass wir kulturelle Wesen sind. Nichts ist neben der Gesundheit

und der finanziellen Unterstützung des Bundes so wichtig wie eine positive Einstellung zum Leben. Lesen, ein Instrument spielen, Radio, Fernsehfilme, Streaming von Konzerten oder Theaterstücken müssen derzeit die Kultur in der Öffentlichkeit ersetzen. Ein schönes Beispiel ist der Film, den Schriftstellerinnen und Schriftsteller anlässlich des ausgefallenen Unesco-Tages der Poesie in Dornach ins Internet gestellt haben. Die Berliner Philharmoniker haben ihr «Digital Music Archive» vorläufig unentgeltlich ins Netz gestellt.

Beispiel Baselbieter Konzerte Auch im Kanton Basel-Landschaft trifft es Musiker, gestaltende Künstler, Veranstalter, Theater, Musikgeschäfte und Künstleragenturen hart. Für die Baselbieter Konzerte ist die Saison definitiv gelaufen. Man rechnet dass das Konzertverbot wahrscheinlich über Ende

Das gab es nicht einmal während des Zweiten Weltkrieges: totaler Kultur-Shutdown. FOTO: T. BRUNNSCHWEILER

April hinaus gelten wird. «Für die Künstler werden individuelle Lösungen angeboten, je nach Verschiebung der Konzerte», sagt Andreas Fleck, der künstlerische Leiter der Baselbieter Konzerte. «Da es in der Kultur aber lange Planungsvorläufe gibt, bieten wir aktuell teilweise Hilfe, um die schlimmsten Härten für Künstler aufzufangen. Die breite Abstützung des Vereins und die geäusserte Solidarität im Vorstand machen dies möglich.» Bei der Frage nach den Rückzahlungen im Vorkauf und bei den Abonnenten ist der Vorstand noch am Abklären. Zum Teil werden Konzerte in die Saison 2021/22 verlegt, etwa das Requiem von Mozart. «Sicher sind alle gekauften Abos und Tickets im Vorverkauf zu vergüten», so Fleck, «es wird ein Betrag in der Grössenordnung von 45 000 bis 50 000 Franken sein.

Kulturverband lanciert Petition Auch im Guggenheim gibt es einen Umsatzausfall von 100 Prozent. Alle Mitarbeiter sind zu Hause. «Das Open Air im Juni und ein paar Konzerte sind noch nicht abgesagt», erklärt Eric Rütsche. «Die Geschäftsführung arbeitet ein hohes Pensum an Planungsarbeiten, damit die Löhne sichergestellt sind, die Aufträge in den Herbst transferiert werden und alle Verträge abgeändert werden können. Kritisch wird es nach zwei Monaten und wenn die Krise länger anhält.» Der Kulturverband Kultur Baselland hat eine Liste mit notwendigen Massnahmen zum Erhalt der Kulturlandschaft, ihrer Orte und Arbeitsplätze im Zusammenhang mit dem Coronavirus aufgestellt. Sie empfiehlt auch, die laufende Petition für Kompensationszahlungen zu unterschreiben. Petition: www.vkbl.ch/aktuell

Wir werden weiter wandern

Zwangspause Die Wanderwege beider Basel warten auf den Startschuss BEAT EGLIN

Die 82. Generalversammlung des Vereins Wanderwege beider Basel konnte wie die meisten anderen Veranstaltungen nicht stattfinden. Lange vor dem Eintreffen des Virus stellte der Verein unter der Leitung von Präsident Othmar Cueni auch für dieses Jahr ein attraktives Jahresprogramm zusammen. Die Wander- und Bezirksleiter bereiteten sich gründlich auf die Saison vor und installierten und reparierten bei Bedarf die gelben Wegweiser. Irgendwann dürfen wir unsere Wanderwege auch wieder in Gruppen nutzen. Nach der langen Zwangspause schliessen sich vielleicht auch neue Personen gerne den geführten Wanderungen des Vereins an. Die Vielfalt ist gross und der Jahresbeitrag kostet für eine Person 40 Franken, für eine Familie sogar nur 60. Der Verein sorgt im Auftrag der beiden Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt für eine professionelle und stets aktuell Signalisation. In den beiden Kantonen gibt es offizielle Wanderwege mit einer Gesamtlänge von 1069 Kilometern. Der Verein zählt 2400 Mitglieder und 60 ehrenamtliche Mitarbeitende. Die Wanderleiter bieten geführte Wanderungen und fördern dadurch den beliebtesten Volkssport der Schweiz. In seinem Jahresbericht schreibt der

Einkehr in der Dorfbeiz.

Wanderweg im Frühling. Präsident, dass im vergangenen Jahr 77 Wanderungen mit 2200 Teilnehmern durchgeführt wurden. Jede Tour wir sorgfältig rekognosziert und vorbereitet. Das Programm ist attraktiv und vielfältig und berücksichtigt die unterschiedlichen Bedürfnisse und Wünsche der Teilnehmer. Personell wird der Vorstand durch die Geschäftsstelle in Liestal mit einem Pensum von 120 Prozent unterstützt. Das ist sehr knapp bemessen und ein Teil der operativen Aufgaben muss deshalb von Vorstandsmitgliedern geleistet werden. Für die freiwilligen Helfer ist die Arbeit mit dem Rekognoszieren und dem Planen der Routen noch lange nicht getan. Sie beurteilen die Begehbarkeit der Wege und messen die Distanzen. Wenn Wegsanierungen oder Pflanzenschnitte notwendig sind müssen die zuständigen Gemeinden informiert werden. Auch Trockenheit und Bauarbeiten verlangen Massnahmen. Wege werden umgeleitet oder sogar ganz gesperrt. Neue Routen Im letzten Jahr wurden mehrere neue Strecken erschlossen und signalisiert. Dazu gehören der Wasserfallen-Rundweg im Gebiet Passwang – Wasserfallen – Chellenchöpfli (SchweizMobil-Route 470) und fünf Rundwanderwege in Langenbruck. Zusammen mit Baselland Tourismus wurde der Baselbieter Chir-

FOTOS: B. EGLIN

siweg (Route 471) erarbeitet. Die Signalisation erfolgt im Frühling 2020. Für Basel-Stadt wird das Projekt Infoweg «Rheinliebe» entlang des Rheins ausgeschildert und für das Sportamt Baselland arbeitet der Verein an der Signalisation der «Sport am Tag Challenge» mit. Die Schweiz ist eine der schönsten Wanderregionen und auf dem Netz mit 65 000 Kilometern sind auch wieder vermehrt jüngere Leute anzutreffen. Die langsame Freiheit in der Natur wird von allen Alterskategorien geschätzt und alle können ihr eigenes Tempo bestimmen.

Hinweis

Sie sollten Wanderungen nur alleine oder mit einer Person aus demselben Haushalt oder mit den eigenen Kindern unternehmen. Mischen Sie vor allem keine Generationen. Verschieben Sie also die Wanderung mit den Grosseltern und Enkeln. Niesen Sie in Ihre Armbeuge, waschen Sie sich die Hände gründlich und halten Sie die übrigen Hygienevorschriften ein! Wir hoffen alle, dass wir das Wandern bald wieder unbeschwert auch in Gruppen geniessen können und wünsche Ihnen eine gute Gesundheit. WAND ERWEGE BEIDER BAS EL

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Kantonales Musikfest in Bubendorf abgesagt Der Musikverband beider Basel und das OK des kantonalen Musikfestes beider Basel haben diese Woche entschieden, dass das geplante Fest in Bubendorf vom 22. bis 24. Mai nicht durchgeführt werden kann. Aufgrund der aktuellen Lage ist es den Musikvereinen untersagt, Proben durchzuführen. Gemäss dem Reglement beträgt die Probedauer für das Aufgabenstück zehn Wochen und dies kann momentan nicht mehr eingehalten werden. «Wir handeln verantwortungsvoll und befolgen die Weisungen des BAG», schreiben OK und Musikverband in einer Medienmitteilung. Die Sicherheit und Gesundheit für sämtliche Personen habe absolute Priorität. Seit bald zwei Jahren sind 15 OK-Mitglieder und Stellvertreter/-innen daran, das kantonale Musikfest 2020 in Bubendorf zu organisieren. Mit viel Engagement haben sie Räumlichkeiten gesucht, Dokumente erarbeitet, Sponsoren ins Boot geholt, Helfer angeworben, ein Unterhaltungsprogramm auf die Beine gestellt, Verpflegungsmöglichkeiten organisiert, um Preise gefeilscht

und sehr viel kommuniziert. «Dem OK ist es sehr schwergefallen, diesen Entscheid zusammen mit dem Musikverband zu treffen», schreibt das OK. Mit der Absage des Festes sei das OK-Team aber auf sehr viel Verständnis und Solidarität gestossen. Ob und wann das Musikfest nachgeholt wird, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Das OK bedankt sich bei sämtlichen Helfern, Sponsoren, Lieferanten und Partnern für die tatkräftige Unterstützung und wird den nächsten Tagen und Wochen die Gespräche mit den diversen Zielgruppen aufnehmen. Das kantonale Musikfest beider Basel findet der Regel alle fünf Jahre statt. Letztmals wurde es 2010 in Muttenz durchgeführt. Die Musikvereine der beiden Kantone Baselland und Baselstadt treten an einem Wettbewerb in diversen Klassen gegeneinander an. Die Gewinner werden jeweils pro Klasse am Ende des Tages erkoren. Auch die Veteranenehrungen finden zu dieser Zeit statt. OBZ

Saisoneröffnung im «Ysebähnli am Rhy» Aufgrund der aktuellen Lage und den Vorschriften der Behörden verschiebt das «Ysebähnli am Rhy» in der Schweizerhalle das Andampfen 2020 auf den Sonntag, 31. Mai 2020. Das bedeutet, dass die beiden geplanten Fahrtage vom 5. und 26. April leider ausfallen müssen. Neu ist zudem, dass erstmals nach 20 Jahren die Fahrtage der Monate Mai bis Oktober von Samstag auf Sonntag verschoben werden. Auch das internationale Dampftreffen wird um einen Monat, das heisst auf das Wochenende vom 28. bis 30. August verschoben, in der Hoffnung, weniger von den Wetterkapriolen der letzten Jahre betroffen zu werden. Zum Abschluss des Jahres besucht am Sonntag, 6. Dezember traditionsgemäss der Santichlaus das «Ysebähnli am Rhy». Wichtig ist: Alle Anlässe finden bei jeder Witterung statt. Der Eintritt in die Anlage ist nach wie vor gratis und unsere Fahrpreise (drei Franken für Erwachsene und ein Franken für Kinder) bleiben unverändert. Zudem erhalten die Inhaber des Familienpasses auf die Mehrfahrtenkarten eine Reduktion von 20 Prozent. Für das leibliche Wohl bietet das «Yse-

bähnli am Rhy» zu moderaten Preisen Verpflegung und Getränke an und das grosse Zelt lädt zum gemütlichen Verweilen ein. Falls Sie einen persönlichen Beitrag an den Erhalt der Anlage leisten möchten: Das «Ysebähnli am Rhy» sucht immer wieder helfende Hände. Interessierte melden sich bitte über die Homepage www.ysebaehnli-am-rhy.ch oder direkt bei Hermann Haas (Telefon: 079 632 70 36). Er erteilt gerne jede weitere Auskunft. Auch über eine finanzielle Unterstützung, die übrigens bei den Steuern in Abzug gebracht werden kann, freut sich das «Ysebähnli am Rhy» sehr. Das «Ysebähnli am Rhy» freut sich, auch an den Sonntagen viele begeisterte Besucherinnen und Besucher – Gross und Klein – in unserer schönen Gartenbahnanlage begrüssen dürfen. Heute schon: herzlich willkommen! Ein Hinweis: Beachten Sie bitte, dass die Parkplätze in der Umgebung rar sind. Es ist empfohlen, deshalb die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Aus allen Richtungen bringen Sie die Buslinien 80 und 81 sicher in die Schweizerhalle – Haltestelle Saline – und wieder zurück. STIFTUNG YSEBÄHNLI AM RHY

Eine Notfallklinik für die Kultur Die Coronakrise hat existenzbedrohende Folgen für die Kulturlandschaft. Um dem entgegenzuwirken, wurde das Projekt Kulturklinik durch den neu gegründeten gleichnamigen Verein ins Leben gerufen, der diesen Teil unserer Gesellschaft am Leben erhalten möchte. Die Idee: Kunst- und Kulturschaffende aus allen Branchen kreieren materielle aber auch immaterielle Produkte und Erzeugnisse, die für einen solidarischen Beitrag über den Online-Shop www.kulturklinik.ch erworben werden können. Das gesammelte Geld wird solidarisch an die teilnehmenden Kunstund Kulturschaffenden verteilt. Totalausfall der Lebensgrundlage Gagenausfälle, Auftragsstornierungen, ausbleibende Eintritte und fehlender Barumsatz bedrohen die Existenz vieler Kunst- und Kulturschaffenden, Veranstalter/-innen, Free-Lancer/-innen, Stundenlöhner/-innen und kulturellen Institutionen. Absagen von Veranstaltungen, Workshops und Aufträgen sowie Schliessungen von Ausstellungen, Kinos und Clubs bedeuten seit Beginn der Corona-Krise für viele nicht bloss eine Einbusse, sondern aufgrund häufig

fehlender Festanstellungen den Totalausfall der Lebensgrundlage. Solidaritätskasse für Kunst- und Kulturschaffende Mit dem als Hilfe zur Selbsthilfe zur Verfügung gestellte Online-Shop der Kulturklinik wird wieder Arbeit für viele Kulturaktivist/-innen geschaffen, die derzeit ihre Aufträge verloren haben. Ausserdem werden durch den Solidaritätsverkauf der geschaffenen Produkte und die «Kulturpfläschterli» Gelder zusammengetragen, die allen in der Kulturklinik vertretenen Kunst- und Kulturschaffenden zugute kommen, die vom Ausfall von Veranstaltungen wegen dem Coronavirus betroffen sind. Die Kulturklink setzt ihre Finanzspritze bei denen an, die Wochenende um Wochenende, Vorstellung um Vorstellung alles für uns geben! Weil Kultur kein Luxus ist, sind sie auf die Unterstützung jener angewiesen, die auch in Zukunft in einer Kultur-Gesellschaft leben wollen. Damit wir auch nach dem Ausnahmezustand noch Kultur haben! Weitere Informationen finden Sie unter: www.kulturklinik.ch, Instagram, Facebook und Twitter (@kulturklinik). VEREIN KULTURKLINI K


Baselland

ObZ 26. März 2020

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Der Vereinspuls steht still

Oberbaselbiet Die Fussball-Clubhäuser als soziale Hotspots im Vereinsleben haben ihre Türen schliessen müssen SANDER VAN RIEMSDIJK

Das Vereinsleben steht still. Mit dem Entscheid des Bundesrats in Zusammenhang mit den verschärften Schutzmassnahmen wegen des Coronavirus sämtliche Spiele in der Fussballmeisterschaft, Cup und Freundschaftsspiele sowie die Trainings abzusagen, ruht der Breitensport für unbestimmte Zeit. Gemäss Einschätzung der Gesundheitsbehörde geht vom Fussballsport, wie auch von anderen Mannschaftssportarten, eine erhöhte Ansteckungsgefahr aus. Mit dieser drastischen, aber notwendigen Entscheidung wurden zwangsläufig auch die Vereinslokale und Clubhäuser als Identitätsträger ihres Vereins und Inbegriff von sportlicher Gemeinschaft angehalten den gastronomischen Betrieb ab sofort herunterzufahren um mögliche Infektionsketten zu verhindern. Diese Treffpunkte erfüllen im Vereinsleben eine wichtige soziale Aufgabe und nehmen oft eine zentrale Rolle ein. Mit unzähligen Pokalen und Wimpeln ausgestattet, nicht selten bis unter das Dach, sind sie das Herzstück des Vereins und sind nach einem Spiel oder einem Training für die Mitglieder zentraler Anlaufpunkt. Hier spielt sich das soziale Leben im Rahmen des kameradschaftlichen Beisammenseins ab. Für das leibliche Wohl sorgen die Betreiber, die durch die jähe Einstellung des Sportbetriebs ihre Planung für den Start in die Spielsaison zunichte sehen und nun zwangsläufig auf bereits budgetierte Einnahmen verzichten müssen. Die Oberbaselbieterzeitung hat sich bei Betreibern von fünf regionalen Fussballvereinen telefonisch umgehört. Wie ihre erste Reaktion auf diese behördliche Entscheidung war und was diese für sie persönlich oder für den Verein für finanzielle Auswirkungen hat und welche Massnahmen, sofern überhaupt möglich, sie treffen beziehungsweise bereits getroffen haben um den Verdienstausfall abzufedern?

Clubhaus FC Gelterkinden.

Andi Stucki, Chef Anlage «Wolfstiege» FC Gelterkinden Was war ihre erste Reaktion, als Sie erfuhren, dass der Spielbetrieb und damit der Betrieb des Clubhauses stillgelegt werden musste? Auch wenn es hart ist, es war für mich eine notwendige Entscheidung für die allgemeine Gesundheit. Es trifft ja schliesslich alle Vereine. Auf wieviel schätzen Sie die finanzielle Einbusse? Dies ist schwierig zu schätzen, weil die Einnahmen sehr vom Spielplan abhängig sind beziehungsweise wie viele Heimspiele es gibt. Da wir in dieser fussballlosen Zeit umgekehrt auch keine Ausgabe haben, wird der Verlust nicht so tragisch sein. Erhalten Sie finanzielle Unterstützung vom Verein beziehungsweise von der Gemeinde? Wir bekommen von der IG Wolfstiege immer eine jährliche Zuwendung. Einen zusätzlichen Antrag um finanzielle Unterstützung ist folglich nicht eingereicht worden.

Clubhaus FC Lausen.

Clubhaus FC Oberdorf.

Clubhaus SV Bubendorf.

Eine notwendige Entscheidung

FOTOS: S. VAN RIEMSDIJK

Clubhaus SV Sissach.

Der Verdienst fehlt

Sonja Heiniger, Clubhaus FC Bubendorf

Was war ihre erste Reaktion, als Sie erfuhren, dass der Spielbetrieb und damit der Betrieb des Clubhauses stillgelegt werden musste? Erstens fand ich es schlimm für die Menschen, die ihre sozialen Kontakte im Clubhaus pflegen. Die müssten jetzt zu Hause bleiben. Zweitens fehlt mir der Verdienst. Zudem ist es sehr wahrscheinlich, dass das Clubhaus vor der Sommerpause gar nicht mehr öffnet. Auf wieviel schätzen Sie die finanzielle Einbusse? Bei normalem Sportbetrieb ist der Verdienst durchschnittlich 3500 Franken pro Monat. Zudem fehlen mir die Einnahmen von zwei/drei besonderen Anlässen. Erhalten Sie finanzielle Unterstützung vom Verein beziehungsweise von der Gemeinde? Nein, ich erhalte vom Verein keine finanzielle Unterstützung.

Eine Katastrophe

Christoph Meppiel, Clubhaus FC Oberdorf

Was war ihre erste Reaktion, als Sie erfuhren, dass der Spielbetrieb und damit der Betrieb des Clubhauses stillgelegt werden musste? Eine Katastrophe! Gerade am Freitag, den 13. bekam ich diese Mitteilung, während ich an der Vorbereitung für ein Turnier mit zehn Mannschaften am nächsten Tag war. Es hätte mich nicht schlimmer treffen können. Auf wieviel schätzen Sie die finanzielle Einbusse? Ich rechne zwischen 8000 und 10 000 Franken pro Monat. Da es mein Einkommen ist, habe ich beim Sozialamt um Sozialhilfe gebeten und für meine Angestellte Kurzarbeit beantragt. Für ein Take Away als Alternative ist das Clubhaus zu weit von der Hauptstrasse entfernt. Erhalten Sie finanzielle Unterstützung vom Verein beziehungsweise von der Gemeinde? Ich habe diesbezüglich bis jetzt vom Verein noch nichts gehört. Ich bin ja Selbstständiger.

Clubhausbetrieb im Koma

Gregory Potocki, Clubhaus SV Sissach Was war ihre erste Reaktion, als Sie erfuhren, dass der Spielbetrieb und damit der Betrieb des Clubhauses stillgelegt werden musste? Es war wie ein Schock, auch wenn es sich angebahnt hatte. Ich empfinde die momentane Situation als ob der Clubhausbetrieb im Koma liege. Auf wieviel schätzen Sie die finanzielle Einbusse? Schwierig zu sagen, aber ich rechne mit einer oberen vierstelligen Zahl. Es ist nicht nur der Spielbetrieb der ausfällt, sondern auch Anlässe wie das Kindercamp an Ostern. Erhalten Sie finanzielle Unterstützung vom Verein beziehungsweise von der Gemeinde? Ich werde mich diese Woche bei der IG WiKo der Gemeinde Sissach melden und um Unterstützung bitten.

Finanzielles Polster Taner Menek, Clubhaus FC Lausen

Was war ihre erste Reaktion, als Sie erfuhren, dass der Spielbetrieb und damit der Betrieb des Clubhauses stillgelegt werden musste? Ich hatte es erwartet. Man musste sich ja jeden Tag auf Neuigkeiten einstellen. Für mich stellte sich sofort die Frage, wie es weitergehen sollte. Auf wieviel schätzen Sie die finanzielle Einbusse? Schwierig zu sagen. Zum Glück konnten wir ein finanzielles Polster aufbauen und können den Verlust so etwas abfedern. Es trifft uns gerade in der wichtigen Vorbereitung für die zweite Saisonhälfte, die es uns ermöglicht, Gelder als Reserve zu generieren. Erhalten Sie finanzielle Unterstützung vom Verein beziehungsweise von der Gemeinde? Ja, Präsident Fabian Thommen hat sofort mit mir Kontakt aufgenommen und den Mietpacht vorübergehend storniert. Dafür bin ich ihm dankbar. Wir haben mit der Gemeinde Lausen Kontakt aufgenommen und wie andere Kleinbetriebe auch um finanzielle Unterstützung gebeten.


Region Liestal

ObZ 26. März 2020

Waldbilder werden sich verändern

Ruth’s Augenblicke

Bubendorf/Lupsingen/Seltisberg/Ziefen Viele notwendige Zwangsnutzungen im Forstrevier Riedbach WILLI WENGER

Das Waldbild im Forstrevier Riedbach, zu welchem die Gemeinden Bubendorf, Lupsingen, Seltisberg und Ziefen gehören, wird sich in den nächsten Jahren massiv verändern. Dies sagt Revierförster Balz Recher, welchen die «Oberbaselbieter Zeitung» exklusiv im Forst der vier Gemeinden zu einem Gespräch getroffen hat. Aufgrund der letzten beiden Trockenjahre hätten besonders ältere Buchenund Fichtenbestände stark gelitten, sagt Recher, der in den vergangenen Wochen zusammen mit seinem Personal an betroffenen Waldwegen die gefährlichen Bäume entfernt hat. Betroffen war insbesondere die Buche, wo abgestorbene Äste und Kronenteile schnell brüchig werden können. Dadurch können diese auch ohne Windeinfluss spontan abbrechen. Die ansonsten schon sehr gefährliche Waldarbeit ist durch diese Situation nochmals gefährlicher geworden und sie verlangt vom Forstpersonal grundsätzlich grösste Aufmerksamkeit. Die Arbeiten seit August des vergangenen Jahres waren im Grossen und Ganzen Zwangsnutzungen von kranken respektive dürren Bäumen. «Gröbere

Im Forstrevier sind rund 4000 Eichen und 600 Douglasien gepflanzt worden. Räumungen waren unumgänglich,» sagt Recher, der deswegen vereinzelt negative Rückmeldungen aus der Bevölkerung hinnehmen musste. «In die-

Revierförster Balz Recher leistete mit seinem Team einen wertvollen Einsatz zum ErFOTOS: W. WENGER halt des Waldes.

sen Fällen bin ich aktiv auf die Leute zugegangen und habe ihnen das Ganze erklärt.» Das habe immer geholfen. Hilfe hat das Forstteam, von Seiten der betroffenen Einwohnergemeinden erhalten, welche die Eingriffe im Wald mit letztlich 6000 Kubikmeter geschlagenem Holz, was einer normalen Jahresnutzung im Forstrevier entspricht, befürworteten, sind sie doch grundsätzlich für die Sicherheit im Wald entlang von Waldstrassen verantwortlich. «Ich habe alle vier Behörden vorgängig ausführlich vor Ort informiert. Die unkomplizierte und finanzielle Unterstützung seitens der Kommunen war sehr gut.» Kahlflächen werden aufgeforstet Die entstandenen grossen Kahlflächen sind im vergangenen Winter bis jetzt, hauptsächlich mit Eichen und Douglasien – 4000 respektive 600 an der Zahl – aufgeforstet worden, da diese Baumarten die Trockenheit gut vertragen. Aus dem Mittelmeerraum wurde zum Beispiel Atlaszeder vermehrt angepflanzt. «Auf dem ganzen Kontinent sind, so Recher, im Speziellen bei der Fichte enorm grosse Waldbestände dem

Borkenkäfer zum Opfer gefallen und diese Kahlflächen müssen jetzt aufgeforstet werden. Dies ist eine Herausforderung, sind doch Jungpflanzen europaweit knapp,» hält Recher explizit fest. «Wissen Sie, eine Jungpflanze benötigt zwei bis vier Jahre im Pflanzgarten, bevor diese im Wald gesetzt werden kann.» Und, vor dieser Zeit habe niemand daran gedacht, dass man heute eine solche Situation habe wie sie sich aktuell darstelle. Aber: Recher und sein Team hatten «Glück»: Die Emme Forstbaumschule in Koppigen lieferte prompt. Der Chef des Forstreviers Riedbach, Balz Recher, ist letztlich überzeugt davon, dass sich die jüngeren Waldbestände mit grosser Sicherheit den neuen Gegebenheiten anpassen und die robusten Exemplare überleben werden. Die Natur werde sich anpassen. Und im Speziellen in den Gebieten, wo das Holz liegen gelassen wird, würden zudem Tiere profitieren. Ihr Lebensraum würde ausgeweitet. Das sei ein positiver Aspekt der getätigten Arbeiten. «Der Wald wird bestimmt nicht verschwinden. Er wird sich nur ändern, wie alles in der Natur.»

Geschäftsnotizen

85 Jahre Saner Apotheke Perlenzauber – Teil II Lokal, freundlich und modern Zauberperlen pr. Dr. Andrea Candolfi ist seit zwei Jahren Geschäftsführerin der Saner Apotheke Liestal Stadt. Ausserdem ist sie Teil einer Arbeitsgruppe, welche sich bei der Saner Apotheke täglich intensiv mit dem Coronavirus beschäftigt. Wie lange sind Sie bereits bei der Saner Apotheke? Andrea Candolfi: Meinen ersten Arbeitstag hatte ich vor über 18 Jahren. Es freut mich, mit der Apotheke in Liestal meinen Arbeitsort nun direkt vor meiner Haustüre zu haben. Was macht die Saner Apotheke in Liestal speziell? Mit der Saner Apotheke ist ein freundli-

«Es ist uns ein Anliegen unseren Beitrag zur Gesundheitsversorgung zu leisten.»

ches Apotheken-Konzept mit aussergewöhnlichen Schwerpunkten und einer modernen Innenarchitektur nach Liestal gekommen. Wir haben hier sehr interessierte Kundinnen und Kunden, auf die wir eingehen und unser Sortiment abstimmen können. Unsere Mitarbeiterinnen identifizieren sich mit der Philosophie der Saner Apotheke und leben die Werte in der täglichen Arbeit. Dieses Engagement ist nicht zuletzt in der aktuellen Situation von grosser Bedeutung.

Wie gehen Sie in der Apotheke mit dem Coronavirus um? Zum Schutze unserer Kundinnen und Kunden sowie unserer Mitarbeiterinnen haben wir ein Kundenleitsystem mit Wartezone eingeführt, um die Abstandsvorschriften jederzeit einhalten zu können. Zusätzlich wurden alle Verkaufstheken mit Plexiglas-Schutzvorrichtungen ausgerüstet. Alle exponierten Flächen werden regelmässig desinfiziert und sämtliche Veranstaltungen der Saner Apotheke Liestal Stadt haben wir bis auf weiteres abgesagt. Wie beeinflusst das Coronavirus die tägliche Arbeit? Wir halten strikt Abstand und gestalten Kontakte so kurz wie möglich. Die Hände werden regelmässig gewaschen und desinfiziert. Ausserdem unterstützen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Saner Apotheke ihr Immunsystem mit Vitamin C und Naturheilmitteln. Es ist uns ein grosses Anliegen, einen Beitrag zum Schutz unserer Kundinnen und Kunden sowie zu einer sicheren Gesundheitsversorgung zu leisten. FOTO: Z VG

pr. Der ursprünglich im April geplante Perlenkette-Knüpfkurs wird aus aktuellem Grund auf Samstag, 17. Oktober 2020 verschoben. Warum nicht einmal den Stress hinter sich lassen und etwas selbst Gemachtes, ganz Persönliches anfertigen? Der Kurs «Perlenkette knüpfen» bietet Ihnen Gelegenheit, in die Welt der Perlen einzutauchen. Es ist keine Kunst, den Verschluss fachgerecht zu montieren und selbst eine Kette zu knüpfen. An diesem Kurs lernen Sie das nötige Know-how. Zudem erfahren Sie allerlei Wissenswertes über die «Kinder des Meeres». Sie lernen echte von unechten Perlen unterscheiden und welche Kriterien bei der Wahl von Perlen zu beachten sind. Eine grosse Auswahl von Kulturperlen

in allen Formen und Farben sowie verschiedene Verschlüsse stehen Ihnen zur Verfügung. Das ist die Gelegenheit, sich professionell ein persönliches Schmuckstück anzufertigen. Die Teilnahme steht allen Interessierten offen. Kurs in Liestal: Samstag, 17. Oktober 2020 Kursdauer: 9.30 bis 16.30 Uhr mit gemeinsamem Mittagessen Info/Anmeldung: Anneliese Weber, Tel. 062 723 76 02, e-mail: perlen@sunrise.ch oder www.perlenkurse.ch Wünschen Sie einen Geschenkgutschein? Das ist die gute Idee für jede Gelegenheit. Fehlt Ihnen die Zeit für einen Kursbesuch? Die Perlenfachfrau führt auch Aufträge und Reparaturen aus.

Mein Telefon schellt ... ja, es ist das Festnetz, das läutet. Es läutet eher selten, seit dem Handy- und Whatsapp-Zeitalter. Heidi ist am Draht. «Hallo, bist du daheim?» Blöde Frage: «Wo denn sonst? Schliesslich bin ich alt.» «Machst du auch ŸSouschel DistäncingŽ?», fragt sie weiter, und: «Ich bin daheim, seit ich begriffen habe, dass der Kronenvirus viel schlimmer ist, als eine Grippe. Zugegeben, erst wollte ich das nicht wahrhaben. Da ging ich noch immer ins Stedtli. Aber jetzt hab ich’s kapiert. Wegen dem Daniel Koch im Fernsehen. Auch fahren praktisch keine Autobusse mehr hier herauf. In so einen darf ich ja auch nicht mehr steigen. Weil ich im Risikoalter bin, wie du. Es ist eine diabolische Seuche! Pass auf!» Diabolisch – teuflisch –, ja, wahrhaftig. Das Wort stammt ab vom griechischen Begriff «diaballein» was soviel heisst wie «auseinander werfen, entzweien». Und das sind wir inzwischen weltweit, wirtschaftlich und gnadenlos: durcheinander und auseinander geworfen und entzweit. Der CoronaVirus hat’s geschafft, dass sich Menschen bloss noch auf grosse Distanz sehen dürfen, oder besser gar nicht mehr. Aber – siehe da – übers Internet sind bald so viele Hilfsgruppen und Angebote entstanden, wie kaum je zuvor. Viele meist junge Leute haben sich vernetzt, haben sich zusammen gefunden, um Schwächeren beizustehen. Ein Symbol der Menschlichkeit! «Symbol» stammt ab vom griechischen Begriff «symballein», und es bedeutet «zusammen werfen, zusammen tragen». Durcheinander geworfen waren wir in vielen Situationen eigentlich schon vor dem Virus. Und jetzt rücken Leute plötzlich näher zusammen – nicht physisch, aber symbolisch. Zum Glück gibt es die altbewährten und modernen Medien, um täglich in Kontakt zu bleiben mit geliebten Mitmenschen. Symbolisch sind wir uns näher, als je zuvor, denn wir hocken alle im selben Boot. Heidi reisst mich heraus aus meinen Überlegungen. «Jetzt hockt mein Nachbar Baumann mit seiner Baumännin für Wochen gefangen im selben Logis. Dabei würden sich die beiden oft lieber umbringen! Hehehe!» Heidi bringt es auf den Punkt! Wo der Virus diabolicus am Wirken ist, könnte gar die symbolische Einheit einer Ehe zum diabolischen Drama mutieren! «Bleibt gesund, ihr alle, da draussen und drinnen!» RUTH PETITJEAN-PLATTNER

Neu: Liestaler Genussführer KMU Liestal sendet ein positives Signal in dieser schwierigen Zeit: Der Liestaler Genussführer mit tollen kulinarischen Angeboten in Liestal ist erschienen. Noch bevor vom Kanton beschlossen wurde, auch die letzten Geschäfte und vor allem Gastrobetriebe zu schliessen, war die Broschüre bereit zur Verteilung. Das konnte nicht mehr gestoppt werden und so ist der Genussführer in rund 10 000 Haushalte in und um Liestal verteilt worden. «Sie haben nun Zeit, all die tollen Angebote, die nach der schweren Zeit wieder zur Verfügung stehen, anzuschauen und können sich jetzt schon freuen, die Betriebe mit Ihrem Besuch zu unterstützen, wenn diese wieder offen haben», empfiehlt KMU Liestal. Die Broschüre kann auch online auf www.kmu.li unter «Aktuelles» angesehen werden. OBZ

Sondermüll Rose mit Perlen.

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FOTO: Z VG

Die Sondermüllsammlung für Privathaushalte im Werkhof der Stadt Liestal am 4. April ist abgesagt. Grund ist die aktuelle Verordnung des Bundesamts für Gesundheit. OBZ


Region Liestal

ObZ 26. März 2020

SBB sistiert Vierspurausbau

Die SBB fährt wegen der Situation rund um das Corona-Virus seit Freitag, 20. März, die Arbeiten für den Vierspurausbau Liestal kontrolliert herunter. Die im Anwohnerschreiben und auf der Webseite kommunizierten Termine und Einschränkungen sind folglich nicht mehr aktuell. Das Projektteam wird die Bauarbeiten neu planen, unter Berücksichtigung des Pandemieverlaufs und dessen Auswirkungen auf die Bauwirtschaft, deren Ressourcen und die Lieferketten. Sobald ein neues, definitives Bauprogramm vorliegt, informiert das Projektteam die Anwohnerinnen und Anwohner zum nächstmöglichen Termin. Wann genau das sein wird, ist derzeit noch offen.

Betreffend der Verkehrsführungen und -einschränkungen ändert sich bis auf weiteres folgendes: Oristalunterführung: Die Oristalunterführung ist seit Dienstag, 24. März, wieder zweispurig befahrbar, pro Richtung eine Fahrbahn. Wegen der bauphasenbedingt unterschiedlichen Höhen der Spurverläufe ist es jedoch auch weiterhin nicht möglich, vor der Unterführung auf der Bahnhofsüdseite von der Oristalstrasse auf die Sichternstrasse abzubiegen. Die Zufahrt in die Sichternstrasse vom Zentrum Liestal her ist sichergestellt. Wiedenhubstrasse: Da die Oristalunterführung wieder regulär befahren werden kann, sind seit 24. März keine Umleitungen via Wiedenhubstrasse

Ein Danke für Personal im Gesundheitswesen

Letzten Freitag wurde auch im Fraumattquartier in Liestal heftig für das Spitalpersonal und alle Helferinnen und Helfer geklatscht. FOTO: URS ULA ROTH

mehr nötig. Es verkehrt nur mehr der reguläre Quartierverkehr. Das Einbahnregime bleibt weiterhin bestehen. Tiergartenstrasse: Die aktuellen Verkehrseinschränkungen sind seit Montag, 23. März, aufgehoben. Galgenrainwegli: Die Sperre des Galgenrainweglis ist seit Montag, 23. März, aufgehoben. Hintergrund ist, dass die SBB die Bahnausbauprojekte bis auf weiteres herunterfährt, in Absprache mit dem Bund als Auftraggeber. So kann die SBB die wegen der Corona-Pandemie knapper werdenden Ressourcen auf die Störungsbehebung, den betriebsnotwendigen Unterhalt sowie den sicherheitsrelevanten Substanzerhalt der Bahninfrastruktur fokussieren. SBB

Baselland

Polizei konzentriert ihre Posten Aufgrund der Entwicklung der Pandemie-Situation hat sich die Polizei Basel-Landschaft entschieden, präventiv ihren Postenbetrieb an den Standorten Liestal, Reinach, Binningen, Muttenz und Laufen zu konzentrieren. Die Standorte Allschwil, Therwil, Pratteln, Sissach und Waldenburg werden per Montag, 23. März, vorübergehend geschlossen. Damit können die Polizei-Mitarbeitenden im Schalterdienst insbesondere an Standorten mit offenen Kundenhallen geschützt werden. Bei den noch offenen Polizeiposten wird der Schutz der Mitarbeitenden durch technische und organisatorische Massnahmen ausgebaut. So kann die Durchhaltefähigkeit der Polizei bei einer allfällig weiteren Ausdehnung der Pandemie verbessert werden. POLIZEI BASEL-LAND SCHAFT

Siege am Jugendcup Am Wochenende vom 7. und 8. März startete das Nachwuchsteam des Schwimmclub Liestal am Jugendcup der Region Zentralschweiz West in der neuen Schwimmhalle des Campus Sursee. Die 15 Schwimmerinnen und Schwimmer waren nach einer intensiven Trainingszeit und einem zweiwöchigen Trainingslager im Gitterlibad Liestal in Topform. Die erfolgreichste Schwimmerin bei den Mädchen war die Sissacherin Talia Jordan (2007). Sie dominierte die Konkurrenz im Finallauf über 100 Meter Rücken und schlug als Erste in 1:13.24 an. Im 100-Meter-Freistil-Finale zeigte Talia ebenfalls ein beeindruckendes Rennen. Sie holte sich die Silbermedaille in 1:03.95. Zweimal Bronze über 400 Meter Freistil und 200 Meter Lagen rundeten ihr hervorragendes Wettkampfergebnis ab. Fiona Liesch (2006), ebenfalls aus Sissach, siegte in ihrer Alterskategorie über 100 Meter Brust in 1:16.18 und erreichte mit 548 Fina-Punkten das stärkste Resultat des Schwimmclub Liestal. Léna Ecoffey (2007) aus Seltisberg erkämpfte sich über die 100 Meter Delfin in 1:15.37 die Silbermedaille bei den 13-jährigen Mädels und Lia Schiess

(2006) wurde Dritte über 100 Meter Freistil bei den 14-Jährigen. Bei den Jungs konnte Bálint Ashton (2006) aus Arlesheim zweimal siegen. Er wurde souverän RZW JugendcupSieger über 400 Meter Freistil in 4:32.48 und über 200 Meter Lagen in starken 2:24.33. Er gewann zweimal Silber über 100 Meter Rücken und 100 Meter Delfin. Sein Trainingskollege Nicolas Nietschmann (2006) aus Seltisberg gewann über 100 Meter Delfin Bronze. Die Mädchenstaffel mit Talia Jordan, Giordana Graf (Itingen), Yael Grossmann (Hölstein) und Léna Ecoffey schwamm über 4 × 50 Freistil auf den dritten Platz in der Kategorie 2007 und jünger. Mit dreizehn Medaillen, 30 Finalplätzen und einer hohen Bestzeitenquote für den Liestaler Schwimmnachwuchs blickt der SCL auf einen sehr erfolgreichen Wettkampf zurück. Aufgrund der sehr guten Ergebnisse haben sich Talia Jordan, Fiona Liesch, Léna Ecoffey und Bálint Ashton für den Schweizer Jugendcupfinal in Yverdon im April qualifiziert. Dort werden sie für die Region Zentralschweiz West starten und gegen die anderen vier Schwimmregionen antreten. SAND RA LIESCH

Fiona, Léna, Bálint und Talia konnten sich für den Schweizer Jugendcup qualifizieren (v. l.). FOTO: Z VG

Wir sind für Sie da! Um die Kommunikation zu Ihren Mitgliedern und Bewohnern in der momentan so schwierigen Situation zu stärken, erhalten Gewerbevereinigungen, Detaillistenvereinigungen, Ladenvereinigungen, Gemeinden und Kantone in unseren Wochenblättern 50% Rabatt auf Inserate für die Kommunikation im Zusammenhang mit dem Corona-Virus.

Information und Reservation CH Regionalmedien AG · Rheinstrasse 3 · 4410 Liestal Tel. 061 927 26 70 · inserate.basel@chmedia.ch www.bzbasel.ch · www.azwerbung.ch

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Ein Unternehmen der


Gelterkinder

Nachrichten

ObZ 26. März 2020

Einwohnergemeinde Gelterkinden

Einwohnergemeinde Gelterkinden

Gälterchinde hilft – jetzt – spontan!

Gemeindeneuwahlen 2020

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner

2020 finden die Neuwahlen in den Gemeinden statt. Die Gremien werden für folgende Amtsperioden neu gewählt:

Wir alle befinden uns in einer ernstzunehmenden Ausnahmesituation. Unser aller Ziel muss sein, durch möglichst weitgreifende präventive Massnahmen die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Jeder einzelne kann dazu beitragen, indem er soziale Kontakte auf ein notwendiges Minimum beschränkt. Deshalb müssen wir Senioren und Seniorinnen, kranke und mobil eingeschränkte Personen unterstützen. Wer niemanden im engeren Verwandten- und Bekanntenkreis hat, der für ihn die unten aufgeführten Dienstleistungen erbringen kann, kann diese ab sofort in Anspruch nehmen. Unsere Dienstleistungen beinhalten: • Einkaufsdienst: Lebensmittel für den Grundbedarf, Medikamente • Fahrdienst (kostenpflichtig): Arztbesuche • Mahlzeitendienst (kostenpflichtig)

Gemeinderat/Präsidium Gemeindekommission Weitere Kommissionen Schulräte Sozialhilfebehörde

Einkaufsdienst Die Einkäufe werden am Dienstag und Freitag ausgeliefert und vor Ihre Türe gestellt. Bestellungen werden am Vortag bis 11. 00 Uhr von der Koordinationsstelle entgegen genommen. Geld und Einkaufszettel werden an einem mit Ihnen vereinbarten Ort abgeholt und nach dem Einkaufen wieder dort deponiert. Fahrdienst Wer einen Fahrdienst benötigt meldet sich spätestens einen Tag vorher bei der Koordinationsstelle. Der Fahrerin bzw. dem Fahrer sind pro Kilometer 70 Rappen zu entrichten. Mahlzeitendienst Wer den Mahlzeitendienst in Anspruch nehmen möchte, meldet sich am Vortag bis 17.00 Uhr bei der Koordinationsstelle. Der Mahlzeitendienst ist kostenpflichtig: Portion CHF 19.50, halbe Portion CHF 17.50. Der Verein «Senioren für Senioren» stellt Ihnen die bezogenen Mahlzeiten am Monatsende in Rechnung. Bei all unseren Tätigkeiten werden wir selbstverständlich die vom Bundesrat erlassenen Auflagen strikte einhalten. Unsere Helferinnen und Helfer sind unter 65 Jahre alt und respektieren den Abstand.

Gälterchinde hilft – jetzt – spontan!

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30. Juni 2024 30. Juni 2024 30. Juni 2024 31. Juli 2024 1. Dezember 2024

Der Gemeinderat hat folgende Termine für die Neuwahlen in Gelterkinden festgelegt. Gemäss Gemeindeordnung ist jeweils eine Stille Wahl möglich. Datum

Damit Sie diese Dienstleistungen nutzen können, haben wir für Sie eine Koordinationsstelle eingerichtet. Sie erreichen uns täglich von 9.00 bis 12.00 und 14.00 bis 17.00 Uhr unter der Telefon-Nummer:

077 506 69 81

1. Juli 2020 1. Juli 2020 1. Juli 2020 1. August 2020 1. Januar 2021

Wahl von Gemeindepräsidium, Schulräte**

27.09.2020*

Sozialhilfebehörde

10.08.2020

29.11.2020*

Nachwahl für am 27.09.2020 nicht gewählte Mitglieder

05.10.2020

* Eidgenössische Blankoabstimmungstermine ** Der Regierungsrat hat am 19. März 2020 beschlossen, die in den Gemeinden festgesetzten Urnengänge und die geplanten Gemeindewahlen und -abstimmungen vom 17. Mai 2020 und im Juni abzusagen. Die Gemeinden werden vom Regierungsrat aufgefordert, die neuen Wahltermine sowie den damit einhergehenden Beginn der Amtsperiode der neuen Funktionsträger festzulegen, sobald die Durchführung ordnungsgemässer Wahlen möglich ist. Die Mitglieder in die Kommissionen und das Wahlbüro werden gemäss Gemeindeordnung durch den Gemeinderat und / oder die Gemeindekommission gewählt. Diese Wahl findet am 17. August 2020 statt. Vor den jeweiligen Wahlen werden detaillierte Informationen zum Wahlprozedere publiziert.

Gemeindeverwaltung

Abfallmenge in Tonnen

Abfallart

2019

2018

Siedlungsabfall

979.650

959.340

Einwohnergemeinde Gelterkinden

Altkarton

175.510

173.000

Abstimmung und Erneuerungswahlen vom 17. Mai 2020 abgesagt

Altpapier

245.180

276.540

Altglas

208.455

200.025

Der Bundesrat hat am 18. März 2020 beschlossen, auf die Durchführung der angeordneten eidgenössischen Volksabstimmung vom 17. Mai 2020 zu verzichten. Dies und die mit der Ausbreitung des Coronavirus einhergehenden behördlichen Massnahmen haben auch Auswirkungen auf die politischen Rechte – insbesondere auf die im Kanton Basel-Landschaft angesetzten Gemeindewahlen und Abstimmungen.

Alu/Blech

13.030

11.935

Altöl

2.951

3.036

Kadaver

1.779

1.903

Metall

2.300

2.700

Grüngut

871.000

860.000

Sonderabfall

2.705

Um die Kontinuität der Geschäfte sicherzustellen, wird die Amtsperiode von Amtsträgerinnen und Amtsträgern, die nicht am 9. Februar bzw. am 22. März 2020 bereits gewählt wurden, vorläufig bis zur Durchführung von ordnungsgemässen Erneuerungswahlen, jedoch längstens bis 31. Dezember 2020, verlängert. Gemeindepräsidium für die Amtsperiode vom 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2024 Gemeinderäte konstituieren sich selber, bis Präsidienwahlen durchgeführt werden können.

ordentliche

Erneuerungswahlen Schulrat Kindergarten/Primarschule und Schulrat Sekundarschule Gelterkinden für die Amtsperiode vom 1. August 2020 bis 31. Juli 2024 Die für die Amtsperiode 1. August 2016 bis 31. Juli 2020 gewählten Schulräte bleiben bis längstens am 31. Dezember 2020 im Amt. Die Gemeinden werden vom Regierungsrat aufgefordert, die neuen Wahltermine sowie den damit einhergehenden Beginn der Amtsperiode der neuen Funktionsträger festzulegen, sobald die Durchführung ordnungsgemässer Wahlen möglich ist. Der Regierungsrat appelliert an die bisherigen Amtsträgerinnen und Amtsträger, ihr Amt bis zum möglichen Amtsantritt der neu zu wählenden Amtsmitglieder wahrzunehmen. Da die Urnenwahl vom 17. Mai 2020 nicht stattfindet, gilt auch die Eingabefrist vom 30. März 2020 für die Stillen Wahlen nicht mehr. Die Eingabefrist für Stille Wahlen hängt vom angesetzten Wahltermin ab.

Aufgrund der ausserordentlichen Lage und der Ausrufung des Notstands durch den Regierungsrat bleibt die Gemeindeund Schulbibliothek bis 19. April 2020 geschlossen. Die Ausleihfrist Ihrer Medien wird bis 30. April 2020 verlängert. Der Rückgabekasten bleibt geschlossen.

Bitte bleiben Sie zu Hause

Abfallstatistik 2019

Der Regierungsrat hat am 19. März 2020 beschlossen, die in den Gemeinden festgesetzten Urnengänge und die geplanten Gemeindewahlen und -abstimmungen vom 17. Mai 2020 und im Juni abzusagen.

Gemeinde- und Schulbibliothek bleibt geschlossen

Wahlvorschläge bis

Einwohnergemeinde Gelterkinden In Zusammenarbeit mit diversen Institutionen und den nachfolgenden Personen der Koordinationsstelle: Edith Bossert, Annemarie Heuberger, Christine Mangold, Salome Mumenthaler, Josefa Wieser

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Gemeindeverwaltung / Sozialberatung / Werkhof

Einschränkung Öffnungszeiten Damit wir aufgrund der ausserordentlichen Lage und der Ausrufung des Notstands den Betrieb der Gemeindeverwaltung weiterhin aufrechterhalten können, ersuchen wir die Kundinnen und Kunden, nur bei wichtigen und dringenden Angelegenheiten persönlich vorbeizukommen. • Senden Sie uns eine E-Mail: gemeinde@gelterkinden.ch

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner Durch Corona ist die Welt eine andere geworden – vieles, was uns lieb und teuer ist müssen wir im Moment aus Rücksicht auf unsere Mitmenschen zurückstellen. Detailhandel, Gastrobetriebe und KMU’s bangen um ihre Existenzen. Die Anzahl der bestätigten Coronavirus-Fälle und der an den Folgen der Krankheit verstorbenen Personen in der Schweiz steigt zunehmend. Ein Abflachen der Kurve wird es nur geben, wenn sich die Schweizer Bevölkerung an die Regeln hält. Es ist eine Tatsache, dass jeder einzelne von uns dazu beitragen kann, dass die Infektionszahlen nicht weiter rasant steigen. Die Familien organisieren sich, damit sie ihre schulpflichtigen Kinder betreuen können – denn alle Schulen sind bis mindestens nach den Osterferien geschlossen. Alle Restaurants, Bars und Geschäfte bleiben geschlossen. Die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln, Medikamenten und Waren des täglichen Gebrauchs ist weiterhin gewährleistet. Die Bevölkerung hält sich an die vom Bundesrat erlassenen Regeln wie Abstand halten, gründlich Hände waschen, keine Hände schütteln, in Taschentuch oder Armbeuge husten und niesen, bei Fieber und Husten zu Hause bleiben. Es ist beeindruckend, was Verkaufs-, Versorgungs-, Pflege- und Gesundheitspersonal, Polizei, Armee, Zivilschutz und der Freiwilligendienst in diesen Tagen und Wochen leisten – die Liste lässt sich problemlos verlängern. Ihnen allen sind wir zu grossem Dank verpflichtet – ihnen allen gegenüber stehen wir in der Verantwortung. Halten wir uns also an die Regeln aber vor allem – bleiben wir zu Hause, wenn wir älter als 65 oder krank sind. Ein Aufruf von Ärzten bringt es auf den Punkt: «Wir bleiben für euch hier - bitte bleibt für uns zu Hause». Ein grosses Dankeschön an alle, die sich bereits heute an diese Regeln halten. Wenn jeder und jede Einzelne von uns das in seiner Macht stehende bedingungslos tut, können wir Ansteckungen vermeiden. Ich weiss, es ist nicht einfach, das spüre ich am eigenen Leib. Nützen Sie deshalb die Angebote, die Ihnen zur Verfügung stehen damit Sie zu Hause bleiben können – so auch «Gelterkinden hilft – jetzt – spontan» wir sind für Sie da. Für den Gemeinderat Ihre Christine Mangold Gemeindepräsidentin Gelterkinden

• Kontaktieren Sie uns bitte telefonisch: 061 985 22 22 • Melden Sie Ihr Anliegen vorgängig an, sofern ein persönlicher Kontakt notwendig ist (Einwohnerdienste, Einsicht in Auflagen, Unterschriften-Beglaubigungen usw.). • Die Steuererklärungen bitte nicht persönlich abgeben. Werfen Sie die Steuererklärung in den Briefkasten (rechts vom Eingang Gemeindeverwaltung). • Die ordentlichen Öffnungszeiten der Sozialberatung entfallen. Besprechungen mit der Sozialberatung sind nur noch in dringenden Fällen nach Vereinbarung möglich (sozialdienst@gelterkinden.ch). Bitte werfen Sie Ihre Unterlagen in den Briefkasten (rechts vom Eingang zur Gemeindeverwaltung) und formulieren Sie Ihre Anliegen schriftlich. • Für die Meldung eines Todesfalls und die Festlegung einer Bestattung kontaktieren Sie bitte die Abteilung Einwohnerdienste unbedingt vorab telefonisch: 061 985 22 22. • Die Entsorgungsstellen bleiben wie gewohnt zugänglich. Die täglichen Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung bleiben bis auf weiteres eingeschränkt. Besuche sind nur nach Voranmeldung möglich:

Der Gemeinderat wird zu gegebenem Zeitpunkt das Datum für die Erneuerungswahlen des Gemeindepräsidiums sowie der Schulräte bekannt geben.

Montag Dienstag – Freitag

Bei Fragen gibt die Gemeindeverwaltung gerne Auskunft: 061 985 22 22 oder einwohnerdienste@gelterkinden.ch

Wir versuchen in jedem Fall Ihnen eine gute Lösung anzubieten und danken für Ihr Verständnis.

14.00 – 18.30 Uhr 09.30 – 11.30 Uhr

Altersnachmittag in Gelterkinden Der Altersnachmittag in Gelterkinden vom kommenden Donnerstag, 2. April ist abgesagt. REFORMIERTE KIRCHGEMEINDE UND FRAUENVEREIN GELTERKIND EN


Gelterkinder

Nachrichten

ObZ 26. März 2020

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Einwohnergemeinde Gelterkinden

Einwohnergemeinde Gelterkinden

Empfehlungen für die Kehrichtentsorgung in ausserordentlicher Lage wegen Coronavirus Die kommunale Sammlung von Kehricht und Grüngut aus Privathaushalten ist weiterhin gewährleistet. Es gelten die folgenden Empfehlungen: • Im privaten Haushalt sollen Abfälle wie Masken, Taschentücher, Hygieneartikel und Papierhandtücher unmittelbar nach Gebrauch in Plastiksäcken gesammelt werden. • Diese Plastiksäcke werden ohne zusammenpressen verknotet und in Abfalleimer mit Deckel gesammelt. Die Abfalleimer sind mit einem Abfallsack ausgestattet. • Die zugebundenen Abfallsäcke werden wie üblich als Hauskehricht entsorgt. • In Haushalten, in denen erkrankte oder unter Quarantäne stehende Personen leben, soll zudem auf die Abfalltrennung verzichtet werden, d.h. auch die ansonsten separat gesammelten Abfälle wie PET-Getränkeflaschen, Aludosen, Altpapier usw. sollen mit dem normalen Kehricht entsorgt werden. Ebenfalls sollen keine Abfälle in die Grüngutsammlung oder in den Kompost gegeben werden, sondern sie sind auch mit dem Kehricht zu entsorgen. • Sammelstellen nur aufsuchen, wenn es unbedingt notwendig ist. Nicht verderbliche und saubere Abfälle für die Separatsammlung sollen möglichst zuhause gelagert werden. • Die Abfallverbrennung im Garten oder in Cheminées ist auch in der aktuellen Situation verboten.

Einwohnergemeinde Gelterkinden Wegen der derzeitigen Pandemie setzt die Gemeindeverwaltung/ der Gemeinderat per Beginn des lockdowns am 17. März 2020, bzw. per sofort, u.a. folgende Massnahmen um:

Aufruf an die Hundehalterinnen und Hundehalter Aufruf an die Hundehalterinnen und Hundehalter Vom 1. April bis zum 31. Juli müssen alle Hundehalterinnen und Hundehalter ihre Vierbeiner im Wald und an Waldrändern anleinen. Während der Frühlings- und Sommermonaten bringen zahlreiche Wildtiere ihren Nachwuchs zur Welt. Die gesetzliche Leinenpflicht dient dem Schutz der Wildtiere und ihren Jungen. Hunde brauchen ihren täglichen Auslauf im Freien. Fast jeder Hund ist in seiner Natur ein potenzieller Jäger, unabhängig von der Erziehung und seiner Grösse. Es kommt vor, dass Hunde im Wald oder in Waldnähe Fährte aufnehmen und ihrem Jagdtrieb folgen. Für Wildtiere kann dies schnell tödlich enden. Wir bitten deshalb um Ihre Unterstützung. Bitte schenken Sie der Setz- und Brutzeit der Wildtiere besondere Beachtung und halten Sie die Leinenpflicht konsequent ein, auch wenn Ihr Hund bei Ihnen bleibt. Die Leinenpflicht ist im Kantonalen Jagdgesetz geregelt (§38).

– Gebührenmarken für die Kehricht- und Sperrgutabfuhr können bestellt werden (einwohnerdienste@gelterkinden.ch, 061 985 22 22). Sie werden daraufhin mit Rechnung per Post und ohne Versandgebühren zugestellt. Bei den üblichen Verkaufsstellen, sofern geöffnet, können die Gebührenmarken auch weiterhin gekauft werden.

Gespannt lauschen die Kinder.

FOTOS: ZVG

Saisonrückblick der Märlinachmittage

Gelterkinden Gut besuchte Erzählstunden

Mit grosser Freude blickt das Team der Gemeinde- und Schulbibliothek Gelterkinden auf die «Märli- und Gschichte»Saison zurück. An den 14 Erzählnachmittagen kamen über 500 Kinder und Erwachsene in die Bibliothek, um den spannenden und lustigen Geschichten der Erzählerinnen, Ramona Zemp, Yolanda Spross, Cindy Thommen und dem Erzähler Andi Grossmann, zu lauschen. Die Kinder kamen jeden Mittwoch voller Vorfreude und haben mit den Figuren der Geschichten gelacht

oder gelitten. «Wir sind stolz, dass wir auf so viele treue kleine und grosse Zuhörerinnen und Zuhörer zählen dürfen», sagte Bibliotheksmitarbeiterin Cindy Thommen. Während der Osterferien hätte noch der Ostergeschichten-Nachmittag stattgefunden, dieser ist jedoch aufgrund der ausserordentlichen Lage abgesagt. Nun müssen sich alle bis wieder zum Herbst gedulden, bis es am 4. November 2020 wieder heisst: «Es war einmal ...» CINDY THOMMEN

– Für die Zustellung von Niederlassungsbescheinigungen und Heimatausweisen per Post werden keine Versandgebühren erhoben – Bis 30. April 2020 erfolgt kein Mahnungsversand bei Gebührenrechnungen. – Bis 30. April 2020 werden keine Betreibungsbegehren gestellt. – Zahlungsvereinbarungen werden bei Bedarf (finanzen@gelterkinden.ch, 061 985 22 44).

individuell

verlängert

– Jahresabonnemente im Hallen-Freibad werden um die Dauer des lockdowns verlängert. – Winterabonnemente im Hallen-Freibad werden um die Dauer des lockdowns verlängert. Wenn von der Kundschaft gewünscht, wird der Restbetrag individuell zurückbezahlt (hallen-freibad@gelterkinden.ch, 061 981 28 85) Weitere Massnahmen bleiben vorbehalten. Die genannten Telefonnummern sind während den reduzierten Öffnungszeiten bedient. Für weitere Informationen siehe die Gemeindewebsite www.gelterkinden.ch und die GemeindeApp.

Blumen im Dorf

Leser-Foto

Einsame Spaziergänge

Die Blumen- und Pflanzenläden mussten leider auch schliessen. Umso mehr freut man sich über diese prächtigen Blumenkistchen, die am Brückengeländer der beruhigenden plätschernden Ergolz in Gelterkinden hängen. Nicht nur die wegen dem CoronaVirus beunruhigten vorbeieilenden Fussgänger laben sich an diesem Anblick, auch die Bienen danken es den Gemeindeangestellten! URS ULA HAND SCHIN

Blühendes Brückengeländer.

Cindy Thommen erzählt den aufmerksamen Kindern das Buch «Flunkerfreunde.

Eine fleissige Biene am Arbeiten.

FOTOS: U. HAND SCHIN

Wenn jetzt alle sportlichen Veranstaltungen und Angebote abgesagt und verboten werden, bleiben wenigstens individuelle Spaziergänge in der Natur. Das sonnige Wetter lockt und der Frühling erfreut uns mit seinem Blühen! FOTO: URS ULA HANDSCHIN


Region Gelterkinden Gemeinden

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Ormalingen

Top Hauslieferdienst

Gemeinde Ormalingen

Papiersammlung vom 28. März Die auf Samstag, 28. März 2020, angesetzte Papiersammlung wird aufgrund der aktuellen Lage abgesagt. Besten Dank für Ihr Verständnis. GEMEIND ERAT ORMALINGEN FELDSCHÜTZENGESELLSCHAFT ORMALINGEN

Gemeinde Ormalingen

Massnahmen beüglich Vorsorge «Coronavirus» Wir bitten Sie, die Gemeindeverwaltung nur in dringenden, unaufschiebbaren Angelegenheiten persönlich zu kontaktieren. Für Fragen und Auskünfte können Sie uns gerne telefonisch (061985 82 82) oder per E-Mail ( info@ormalingen.ch ) kontaktieren. Die Schalteröffnungszeiten werden wie folgt reduziert: • • • • •

Montag: 9.00–11.00 Uhr Dienstag: 14.00–16.00 Uhr Dienstag: 18.30–19.30 Uhr Donnerstag: 9.00–11.00 Uhr Freitag: 14.00–16.00 Uhr

Bitte nur maximal 1 Besucher im Schalterraum. Besten Dank für Ihr Verständnis. GEMEIND ERAT ORMALINGEN PERSONAL DER GEMEINDEVERWALTUNG

Gute Produkte und eine freundliche Bedienung ist man ja jeden Freitagvormittag vom Bure Märt Sissach gewohnt. Der infolge der aktuellen Situation nun in wenigen Tagen eingerichtete Hauslieferdienst ist einfach grossartig! Ein Verein mit sehr schlanker Organisation stellt in wenigen Tagen einen Hauslieferdienst auf die Beine bzw. ins Netz und es funktioniert ... Telefonisch oder via Formular im Internet bis am Donnerstagabend bestellt und am Freitag wird die Ware bis vor die Haustüre (mit zwei Meter Abstand) geliefert! Liebe Frauen vom Bure Märt, das Engagement, die Schnelligkeit und die gezeigte Flexibilität sind einfach super und beispielhaft! Im Namen der gesamten insbesondere auch älteren Kundschaft herzlichen Dank! HANSRUEDI BIERI, I TINGEN

ObZ 26. März 2020

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Acht Bäuerinnen wissen sich und ihrer Kundschaft zu helfen BENILDIS BENTOLILA

«Nachdem wir erfahren hatten, dass keine Märkte mehr durchgeführt werden dürfen», erzählt Sonja Degen, Präsidentin Bure Märt Sissach, «kommunizierten wir acht Anbieterinnen per Mail und WhatsApp, um eine andere Lösung zu finden. Denn wir wollen doch unsere Kundschaft, die uns seit 26 Jahren die Treue hält, nicht sitzen lassen.» Mit dem Vorschlag der Behörden, die Kundinnen und Kunden auf die Höfe zu locken, konnten sie sich nicht anfreunden. Auf dem Hof Fluhberg entstand die Idee für einen Lieferservice. Die Frauen fanden diese Lösung durchführbar und kamen schnell überein, fürs Oberbaselbiet diese Dienstleistung aufzuziehen. Eine gute Sache, wovon auch die ältere Generation profitieren kann. Eilig stellten sie Bestell-Listen zusammen, die jeweils bis Mittwochnachmittag, 17 Uhr, ausgefüllt und per Mail zugestellt werden können. Wer nicht über einen Internetanschluss verfügt, kann telefonisch bestellen. Die Bestellungen werden gesammelt und am Freitagmorgen früh begeben sich die Anbieterinnen mit den bestellten Produkten an den Ort, wo die Ware verteilt wird; ausgeliefert wird zwischen 9 und 16 Uhr. Letzte Woche lief der Versuch an. «Wir sind so positiv überrascht vom Echo, dass es nicht beim Versuch bleibt», freut sich die Präsidentin. So könnten die Bauernfamilien ihre frischen, saisongerechten, selbst erzeugten und veredelten Produkte trotzdem an die Frau und den Mann bringen. Der direkte Kontakt zu den Abnehmern, den sie sich auf die Fahne geschrieben haben, bleibt damit bestehen. Die Produzenten freuen sich, dass ihre Idee ohne eine Anlaufzeit so gut angekommen ist. Das schenke ihnen Hoffnung in dieser Zeit. «Die Hoffnung hilft

Sonja Degen, Präsidentin des «Bure Märt Sissach», auf ihrer Hühnerfarm auf dem Hof Habsen in Eptingen. FOTO: B. BENTOLILA. uns leben», sagte schon Johann Wolfgang Goethe vor rund 250 Jahren. Im Gegensatz zur derzeit oft zitierten Aussage «Die Hoffnung stirbt zuletzt», figuriert das Wort «leben» in seinem Ausspruch … Hier kann das Bestellformular heruntergeladen werden: http://www.xn-buremrt-9wa.ch/ Der Hof Habsen in Eptingen Auf dem Hof Habsen von Familie Degen in Eptingen stehen 30 Milchkühe und 8800 Legehennen sowie Kirschen-

und Zwetschgenbäume, dazu gibt es ein grosses Erbeerenfeld. Für den Bure Märt pflanzen Degens gewisse Produkte speziell an, nämlich Nüsslisalat, Lauch, Randen, Holunder und Quitten. Zusätzlich verkaufen sie Produkte von vier weiteren Höfen an ihrem Stand am Märt, wie Brot, Zöpfe und Gebäck. «Das gesamte Angebot des Bure Märt Sissach ist vielfältig und verlockend und wechselt wie die Jahreszeiten», sagt Sonja Degen. «Es lohnt sich, die Website zu besuchen.

Volg-Rezept

Rätselspass mit der ObZ

Hackfleischzigarren für 4 Personen. Zutaten: 1 Weggli – 200 g Rindfleisch gehackt – 100 g Brät – ½ Peperoni fein gewürfelt – 2 Eier – Salz, Pfeffer, Curry – 500 g Blätterteig – Mehl zum Auswallen – Sesam Zubereitung: Weggli zerzupfen und in heissem Wasser einweichen. Rindfleisch mit Brät, Peperoni und 1 Ei in Schüssel geben. Weggli ausdrücken, dazugeben und pikant würzen. Mit feuchten Händen gut durchkneten. Masse kühl stellen. Blätterteig auf wenig Mehl dünn auswallen. In lange, ca. 6 cm breite Streifen schneiden. Fleischmasse in kalt ausgespülten Dressiersack ohne Tülle füllen und auf den Teigstreifen verteilen. Ei trennen. Ränder mit Eiweiss bestreichen und Teig schliessen. Mit Verschlussseite nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. 15 Min. kühl stellen. Ofen auf 200 °C vorheizen. Zigarren mit Eigelb bestreichen, mit Sesam bestreuen und in der unteren Ofenhälfte ca. 20 Min. backen. Mit Blattsalat servieren.

Auflösung der letzten Woche

LÖSUNG 11/2020: HANGAR

Weitere Rezepte finden Sie auf www.volg.ch/rezepte/


Region Waldenburg

ObZ 26. März 2020

Plötzlich fährt nichts mehr

Aktion im Gritt «Bisch nit allei»

ALEXANDER JEGGE

Auf den Fluren im Gritt Seniorenzentrum ist es zurzeit aussergewöhnlich still. Kein Kinderlachen, kein Schwätzchen und im Restaurant bleiben die Stühle leer. Dort, wo die Bewohnenden nachmittags mit ihren Liebsten am runden Tisch sitzen, herrscht gähnende Leere. Die Vorsichtsmassnahmen gegen das Coronavirus haben auch das Gritt fest im Griff. Dennoch ist es nicht so, dass im Gritt gar nichts mehr läuft. Die Abteilung für Alltagsgestaltung hat ihr Aktivitätenprogramm der aktuellen Lage angepasst, anstatt grosser gemeinschaftlicher Anlässe gibt es Individualbetreuung im kleinen Rahmen, selbstverständlich unter Einhaltung der Regeln von Bundesrat und Gesundheitsbehörden. Was aber ganz klar fehlt, sind die persönlichen Besuche von Angehörigen und ganz allgemein der Kontakt zur Aussenwelt. Das soll sich nun ändern und zwar am besten schon heute. Wie? Das Zauberwort heisst «Zusammenstehen». Natürlich nicht physisch – man denke an die Zweimeter-Abstandsgrenze – mehr im ideologischen Sinn. Menschen auf der ganzen Welt beweisen tagtäglich, dass neben der Coronawelle eine noch viel grössere Welle der Solidarität durch die Bevölkerung geht. Es sind Lichtblicke, die Hoffnung schenken und Mut machen, die Krise gemeinsam durchzustehen. Was heisst dies fürs Gritt? Ganz gemäss dem Leitsatz vom Gritt: «Do bisch dehei, bisch nit allei!», möchte das Gritt die Bevölkerung vom Waldenburgertal ermuntern, ihren Bewohnerinnen und Bewohnern Post zu senden. Dies kann eine Kinderzeichnung, ein persönlicher Brief, eine Anekdote aus dem Leben, ein Gedicht, eine Geschichte sein. Die Möglichkeiten sind grenzenlos! Einzige Vorgabe: Das Dokument soll zweidimensional sein, damit es aus hygienischen Gründen in Fo-

Waldenburgertal Der freiwillige Fahrdienst sucht nach neuen Wegen Wer bis vor kurzem als Betagte oder Betagter im Waldenburgertal einen fahrbaren Untersatz brauchte, wählte eine bestimmte Handy-Nummer und konnte dort seine Wünsche für einen Fahrdienst, sei es zum Arzt oder zum Coiffeur oder in die Therapie und so weiter, anbringen – und es wurde ihm geholfen. Doch Corona hat auch dieser Einrichtung einen Riegel geschoben. Bis circa Ende April werden keine Aufträge mehr angenommen. Um die ganze Tragweite zu verstehen, sei der freiwillige Fahrdienst etwas genauer beschrieben. Es handelt sich um eine Hilfe zur Selbsthilfe des Seniorenvereins Waldenburgertal: Pensionierte wollen anderen Pensionierten, die auf Hilfe angewiesen sind, helfen. Aktuell heisst das aber, dass sowohl Fahrer als auch Fahrgäste zur Risikogruppe gehören. Niemand vom Verein kann dies verantworten, weshalb der Betrieb bis auf weiteres eingestellt wurde. Aber ganz aufgeben wollten sie dann doch nicht. Wie Verena Kugler, die offizielle Verantwortliche Freiwilliger Fahrdienst Waldenburgertal gegenüber der ObZ sagte, suche man nach Lösungen, um den bedürftigen Menschen trotzdem zu helfen. Um auf zeitgemässem Weg viele Menschen zu erreichen, riefen sie über Facebook jüngere Freiwillige dazu auf, sich zu melden, um Fahrdienste zu übernehmen. Bis letzten Freitag hat sich nur eine Frau gemeldet. Doch auch dies hat mehrere Pferdefüsse. Einerseits sind die ehemaligen «Auftraggeber» vollständig ausgefallen. Selbst das Seniorenzentrum Gritt, ein Hauptkunde des Fahrdienstes, bleibt stumm. Andererseits sind jüngere Menschen zwar weniger gefährdet als Ältere. Aber selbst Getestete können sich bereits während des Wartens auf das Testresultat anstecken und würden dann die Fahrgäste gefährden. Eigentlich, so Verena Kugler, dürften nur Menschen, die das Coronavirus überstanden haben, oder Geimpfte diesen Job annehmen, doch die gibt es momentan noch nicht. Unter den Fahrern gäbe es viele, die eigentlich willig wären zu fahren,

Ein Fahrer des SRK-Baselland transportiert eine Frau an den gewünschten Ort. Der Freiwillige Fahrdienst WB-Tal kooperiert mit dem SRK-Baselland. FOTO: S RK-BASELLAND

doch gibt es für sie keine Sicherheit, so Kugler. Für den Transport von Rollstuhlfahrern wird es eng, da nur drei Fahrer zur Verfügung stehen, die dazu ausgebildet sind. So bleibt dem Fahrdienst nur übrig, wie alle anderen sich dem Schicksal zu ergeben und abzuwarten. Traurig dabei ist, dass ausgerechnet diese Hilfe zur Selbsthilfe kaltgestellt ist. Auch für sie gilt: daheimbleiben, sich gedulden und den Mut nicht

verlieren. Falls trotzdem Not am Mann ist und jemand Hilfe braucht, haben sich viele Privatpersonen organisiert und bieten Hilfe an, zum Beispiel für den Einkauf, einen Post- oder Bankengang. Auf den Homepages der einzelnen Gemeinden gibt es ausserdem Informationen, wo man Hilfe bekommen kann (z. B. Heim-Lieferdienste). Es braucht auch diesen Akt der Solidarität und Mitmenschlichkeit.

Gritt-Solidaritäts-Aktion «Bisch nit alFOTO: Z VG lei!» lie eingeschweisst werden kann. Die Idee stammt von Zentrumsleiter Stephan Hall mit dem Ziel, auf diesem Weg kleine und grosse Glücksmomente zu schenken. Hierbei möchte man ganz im Sinne der aktuellen «Entschleunigung» bewusst die digitalen Kommunikationswege aussen vor lassen und auf die altbewährte Briefpost setzen. Die Teams der Alltagsgestaltung und der Pflege werden die eingegangene Post den Bewohnerinnen und Bewohnern vorlesen und zeigen, mit den Zeichnungen möchten sie eine Wand im öffentlichen Bereich verschönern. Wenn Sie Ihren Absender verraten, erhalten Sie vielleicht sogar Post von einem der Bewohnenden zurück. Die schreibfreudigen Bewohnerinnen und Bewohner werden sicher den einen oder anderen Brief beantworten. Bitte senden Sie Ihre Post an: Gritt Seniorenzentrum «Bisch nit allei», Grittweg 24, 4435 Niederdorf. Im Namen aller Gritt-Bewohnenden und Mitarbeitenden wird Ihnen ganz herzlich für Ihr Engagement und Ihren Ideenreichtum gedankt. Das Gritt zählt auf Sie und freut sich sehr, von Ihnen zu lesen. Unter der Homepage www.gritt.ch finden Sie weitere Details zur Aktion «Bisch nit allei» sowie Trouvaillen der eingesandten Post. ANITA WIESNER MITARBEITERIN GRITT

Ökum. Fastenwoche Gritt, das Seniorenzentrum Waldenburgertal in Niederdorf ist einer der häufigsten Auftraggeber für den freiwilligen Fahrdienst. FOTO: W. WENGER

Gratulation

Heinrich Schäublin, Waldenburg zum 90. Geburtstag Am 31. März feiert Heinrich Schäublin bei guter Gesundheit auf der Blümlisalp in Waldenburg seinen 90. Geburtstag. Er geniesst es, mit Freunden und alten Bekannten über viele schöne Erinnerungen aus seiner Aktivzeit als Gemeindeverwalter, über die Zeit als Schütze oder seine Militärerlebnisse als Mitrailleur zu berichten. Unübertroffen sind auch seine Kenntnisse über das «Stedtli» Waldenburg und damit über Persönlichkeiten, politische Ereignisse, Flurnamen und vielerlei Geschichten zu Land und Leuten. Seine Enkel unterhält er gerne mit seinen Erinnerungen, welche bis zu der für uns heute eher fremden Zeit des Zweiten Weltkrieges zurückreichen. Das Lokal- und Weltgeschehen verfolgt er aufmerksam und hält sich mit täglicher Zeitungslektüre auch über sein Steckenpferd, die Börse stets auf dem Laufenden. Aufgewachsen ist Heinrich Schäublin zusammen mit acht Geschwistern auf dem Bauern – und Gasthof Schützen in Lampenberg. Dort musste immer kräftig mitgeholfen werden und er als der Älteste musste früh mitanpacken. Nach seiner Ausbildung zum Kaufmann in der damaligen Weinhandlung Roth in Liestal war er während 30 Jahren als Gemeindeverwalter im «Stedtli» Waldenburg tätig. Mit grossem Engagement und Fachwissen versah er seinen Beruf und war danach für die Gemeinde während weiteren 15 Jahren als Gemeinderat tä-

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Dankbar darf die diesjährige Fastengruppe auf eine weitere, bereichernde Fastenwoche zurückblicken, die gerade noch vor den Beschränkungen wegen des Coronavirus stattfinden konnte. Die Gruppe beschäftigte sich mit dem Thema des diesjährigen Fastenkalenders «Ich ernte, was ich säe» und

machte sich auch Gedanken zu ihren eigenen Wurzeln. Es bleibt eine grosse Dankbarkeit darüber, wie gut wir es doch hier in unserer Heimat haben. Alle Teilnehmer/-innen begeben sich nun guten Mutes zurück in den Alltag, in dem sie ihr Essen wieder viel bewusster geniessen können. URS ULA SCHÄRLI UND MAGDALENA HESS

Die aufgestellte Fastengruppe.

Bei guter Gesundheit feiert Heinrich Schäublin am kommenden Dienstag seinen 90. Geburtstag. FOTO: Z VG tig. Als Politiker, aber auch als Ratgeber mit grossem Sachwissen ist der «Schäubli-Heiri» im Waldenburgertal wohl vielen Personen bekannt. Schon in jungen Jahren erwarb er mit seiner Ehefrau Louise den Landwirtschaftsbetrieb Blümlisalp in Waldenburg, welchen sie zusammen aufbauten und der ihnen zur Heimat wurde. Nach dem frühen Tod seiner geliebten Ehefrau Louise bewirtschaftete er den Landwirtschaftsbetrieb noch während vielen Jahren zusammen mit seinen Kindern. Nebst seinen zahlreichen Ak-

tivitäten als langjähriger Schütze und Jäger, im Militär, als Zivilstandsbeamter und auch als «Artikelschreiber», u. a. für die OBZ und als Sammler pflegt Heiri Schäublin sein Familienleben mit seinen drei erwachsenen Kindern mit ihren Familien und als Grossvater mit sechs Enkelkindern und ganz neu als Urgrossvater mit seinem Urenkel Maximilian. Möge er sein Fest zum runden Geburtstag und alle weiteren Jahre bei guter Gesundheit geniessen. HEIRI SC HÄUBLIN-KOBEL, LAUSEN

FOTO: Z VG

PW-Lenker verursacht Unfall Am Samstagabend, 21. März 2020, kurz vor 18.15 Uhr, verursachte ein Personenwagenlenker auf der Hauptstrasse in Diegten einen Selbstunfall. Verletzt wurde niemand. Das Fahrzeug wurde stark beschädigt. Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Polizei Basel-Landschaft fuhr der 26-jährige Personenwagenlenker auf der Hauptstrasse von Eptingen in Richtung Diegten. Dabei verlor er in einer Rechtskurve die Herrschaft über sein

Fahrzeug. Der Personenwagen geriet ins Schleudern, überquerte die Gegenfahrbahn und kollidierte mit dem Grasbord. In der Folge überschlug sich das Fahrzeug und kam im Wiesland auf den Rädern stehend zum Stillstand. Der Lenker blieb beim Unfall unverletzt. Das Fahrzeug wurde stark beschädigt und musste durch ein Abschleppunternehmen aufgeladen und abtransportiert werden. POLIZEI BASEL-LANDSCHAFT


Gemeinden Niederdorf

Gemeindeversammlung abgesagt Aufgrund der aktuellen Lage ist die Einwohnergemeindeversammlung vom Montag, 30. März 2020 abgesagt. Gemeinderat Niederdorf

Gemeindewahlen Der Bundesrat hat beschlossen, auf die Durchführung der angeordneten eidgenössischen Volksabstimmung vom 17. Mai 2020 zu verzichten. Aufgrund dieser Absage, der im Kanton verordneten Notlage und den in diesem Zusammenhang bestehenden Massnahmen hat der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft beschlossen, dass die Gemeindewahlen vom 17. Mai 2020 nicht durchgeführt werden. Dies hat zur Folge, dass die bereits eingereichten Wahlvorschläge ihre Gültigkeit verlieren und zu einem späteren Zeitpunkt neu eingereicht werden müssen. Über das weitere Vorgehen werden wir zu gegebener Zeit informieren. Absage Gemeindewahlen – Verlängerung der Amtsperiode Die abgesagten Gemeindewahlen vom 17. Mai 2020 haben zur Folge, dass der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft die Amtsperiode der amtierenden Behördenmitglieder vorläufig bis zur Durchführung von ordnungsgemässen Wahlen, jedoch längstens bis 31. Dezember 2020 verlängert hat. Hauslieferdienst und Take Away Die folgenden Anbieter bedienen Sie per Hauslieferdienst oder Take Away mit Lebensmitteln: Buuremärt an der Haustüre – Familie Oberli, Hof Grütsch, Tel.: 061 961 03 20, Teigwarenverkauf – Marlis Degen, Hauptstrasse 23, Pizzeria Hela – Tel.: 061 963 01 20. Nähere Informationen finden Sie zudem auf der Webseite der Gemeinde Niederdorf. Maitanzen abgesagt Aufgrund der aktuellen Lage ist das Maitanzen vom 3. Mai 2020 abgesagt. TRACHTENGRUP PE WALDENBURGERTAL

Hölstein

Die Gemeindepräsidentin richtet sich an die Bevölkerung Liebe Einwohnerinnen und Einwohner Wir erlebten in den letzten Tagen wohl alle eine sehr turbulente Zeit. Viele mussten ihren Tagesablauf völlig neu strukturieren und sich herausfordernden Änderungen bei der Arbeits- und Lebensgestaltung stellen. Und dies alles nebst den Sorgen, was eine Corona-Erkrankung bei sich und den Liebsten bewirken könnte. Der Gemeinderat ist beeindruckt, wie unsere Mitarbeitenden in Schule, Verwaltung, Werkhof und Reinigung mit den Anforderungen umgehen. Ebenso über die Solidarität, Unterstützung und konstruktive Begleitung aus der Bevölkerung. Wir schätzen das sehr und danken allen ganz herzlich. Die Herausforderungen werden weiter wachsen. Es ist wichtig, die aktuelle Verbundenheit und das gegenseitige Mitdenken und Unterstützen fortzuführen, damit wir möglichst gut durch diese Krise kommen. Ich wünsche Ihnen allen weiterhin viel Kraft, Ausdauer, Zuversicht und starke Abwehrkräfte. Andrea Heger-Weber und das gesamte Gemeinderatskollegium

Behörde und Verwaltung sind handlungsfähig Alle Mitglieder des Gemeinderates sind derzeit einsatzfähig. Der Ratsbetrieb funktioniert grundsätzlich. Besprechung werden per Telefon oder Videokonferenz abgehalten. Bei dringendem Bedarf finden Sitzungen in der Bürgerstube statt, wo die Abstandsvorschriften ein-gehalten werden können. Prioritäten-Setzung ist derzeit eine der Hauptaufgaben. Auch die Gemeindeverwaltung ist vollständig besetzt. Der Verwaltungsleiter konnte aus seinem Auslandaufenthalt zurückkehren und stellt zusammen mit dem Team der Verwaltung einen möglichst geordneten Geschäftsablauf und die Kommunikation sicher. Die Büroräume lassen den nötigen Abstand

ObZ 26. März 2020 zu, Hygienevorschriften werden beachtet. Der Werkhofchef ist noch seinem operativen Eingriff auf gutem Weg zur Genesung und wird in den nächsten Wochen wieder zu seinen Mitarbeitenden stossen, die in der Zwischenzeit die Werkhofaufgaben erfüllen. Aufgrund der Empfehlungen von Bund und Kanton sind einzelne Teilzeit-Mitarbeitende vorübergehend freigestellt worden, wenn sie einer Risikogruppe angehören. Die Wertstoff- und Grüngut-Annahme im Werkhof wird bis auf weiteres normal weiterbetrieben. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass das Angebot vorübergehend eingestellt werden muss wegen fehlender Personalkapazitäten und anderen Prioritäten des Werkhofpersonals. Alle öffentlichen Areale gelten derzeit grundsätzlich als gesperrt. Es finden Kontrollen statt, um Ansammlungen und Aktivitäten zu verhindern, wie sie von der Regierung angeordnet wurden. Es wird dabei aber immer nur an die Vernunft des Einzelnen appelliert. Die Gemeindeverwaltung ist geschlossen. Alle Dienstleistungen werden soweit möglich per Telefon oder E-Mail sichergestellt oder müssen auf später verschoben werden. Identitätskartenanträge können nur in Ausnahmefällen entgegengenommen werden, weil dazu die persönliche Anwesenheit vorgeschrieben ist. Die Baustellen der Gemeinde laufen derzeit noch, bis allenfalls andere Weisungen erlassen werden. Die Gemeindeverwaltung führt eine Freiwilligen-Liste. Wer sich für nachbarschaftliche Dienstleistungen anbieten will, kann sich per Telefon oder E-Mail melden. Ebenso diejenigen, welche dieses Angebot beanspruchen möchten. Machen Sie bitte davon Gebrauch. Alle Einschränkungen werden voraussichtlich bis mindestens Ende April andauern. Denken Sie in dieser speziellen Situation bei Einkäufen oder Reparaturund Lieferaufträgen bitte immer auch an alle KMU-Unternehmungen und deren Mitarbeitende.

Oberdorf

Unterstützung von Risikogruppen durch den Frauenverein Oberdorf/Liedertswil In Absprache mit der Gemeinde bietet der Frauenverein Oberdorf/Liedertswil den Personen, welche zur Risikogruppe gehören, Hilfe bei den Einkäufen an. Benötigen Sie Hilfe, dann melden Sie sich bei Evi Gisin Tel. 061 961 94 90/ 076 544 73 30 oder per E-Mail: e.gisin@frauenverein-oberdorf-liedertswil.ch. Nachwahl Gemeinderat Am 22. März 2020 fand die Nachwahl für den noch freien Sitz im Gemeinderat an der Urne statt. Mit 290 Stimmen wurde Schweizer Johannes «Hannes» gewählt. Kobler Tino hat 156 Stimmen erhalten. Andere haben vier Stimmen erhalten. Betreffend der Beschwerdemöglichkeit zur Wahl wird auf § 83 des Gesetzes über die politischen Rechte verwiesen.

Keine Gemeindewahlen 17. 5. 2020 Der Regierungsrat hat beschlossen, dass die Gemeindewahlen vom 17. 5. 2020 und die im Juni stattfinden Nachwahlen, nicht durchgeführt werden. Dies da die Durchführung von Wahlen einen beträchtlichen logistischen, materiellen und vor allem personellen Aufwand bedeutet, welcher zurzeit nicht sichergestellt werden kann. Ausserdem kann kein fairer und öffentlichkeitswirksamer Wahlkampf betrieben werden. In der Gemeinde Oberdorf betrifft dies die Wahl des Gemeindepräsidenten/der Gemeindepräsidentin, die Gesamterneuerungswahl der Geschäftsund Rechnungsprüfungskommission, des Kreisprimarschulrates sowie des Sekundarschulrates. Um die Kontinuität der Geschäfte sicherzustellen, wird die Amtsperiode von Amtsträgern und Amtsträgerinnen, die nicht am 9. 2. 2020 bzw. am 22. 3. 2020 bereits gewählt wurden, vorläufig bis zur Durchführung von ordnungsgemässen Erneuerungswahlen,

jedoch längstens bis 31. 12. 2020 verlängert. Der Gemeinderat konstituiert sich selber, bis die ordentliche Wahl durchgeführt werden kann. Der Regierungsrat appelliert an die bisherigen Amtsträgerinnen und Amtsträger, ihr Amt bis zum möglichen Amtsantritt der neu zu wählenden Amtsmitglieder wahrzunehmen. Unterstützung für Gewerbetreibende Die angeordnete Schliessung von Geschäften und Restaurant stellen die InhaberInnen vor grosse Herausforderungen. Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass viele ihre Dienstleistungen auch Online anbieten. Weiter gibt es diverse Restaurants, welche einen Heimlieferservice oder Take-away anbieten. Die Angebote finden Sie auf der Homepage der jeweiligen Geschäfte/Restaurants. Die Gewerbetreibenden danken Ihnen für Ihre Unterstützung! Uelischadblatt/Veranstaltungen In der nächsten Woche wird die 3. Ausgabe des Uelischadblatts an die Haushalte verteilt. Darin sind viele Veranstaltungen, welche im Monat April stattfinden sollten, aufgelistet. Aufgrund der Vorgaben des Bundes zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus, sind in der Zwischenzeit alle Veranstaltungen abgesagt worden.

Langenbruck

Absagen Wahlen und Abstimmungen durch Regierungsrat An der ausserordentlichen Sitzung des Regierungsrates wurde beschlossen, dass die Gemeindewahlen vom 17. Mai 2020 und die im Juni stattfindenden Nachwahlen sowie allfällige Sachabstimmungen auf Gemeindeebene nicht durchgeführt werden. Somit entfällt auch die Möglichkeit einer stillen Wahl. Um die Kontinuität der Geschäfte sicherzustellen, wird die Amtsperiode der bestehenden Behörden und Kommissionen bis zur Durchführung von ordnungsgemässen Erneuerungswahlen verlängert. Längstens bis am 31. 12. 2020. Entsorgungsstelle, stark reduzierte Öffnungszeiten Die Entsorgungsstelle bleibt bedingt durch Covid-19 vorerst geschlossen. Für Samstag, 18. April ist eine Öffnung von 10bis 12 Uhr vorgesehen. Spende Der Verein zur Verwaltung des Vermögens der ehemaligen Ersparniskasse Langenbruck hat die Gemeinde und den Freiwilligendienst mit einer grosszügigen Spende zum Kampf gegen das Coronavirus unterstützt. Der Gemeinderat ist gerührt von dieser Geste und bedankt sich vielmals für die Unterstützung. Mütter und Väterberatung – Massnahmen COVID-19 Infolge der ausserordentlichen Lage hat die Mütter- und Väterberatung folgendes beschlossen: • Zurzeit keine Sprechstunden in den Beratungsstellen • Hausbesuche - nur wenn nötig • Vor jedem Besuch klären wir den Gesundheitszustand der anwesenden Personen/die MV-Beraterin trägt nach Absprache mit den Kunden eine Hygienemaske • Die Mütter- und Väterberaterin arbeitet von zu Hause aus (u. a.

Home-Office) • Telefonsprechstunden finden von Montag bis Freitag, zwischen 8 und 9 Uhr statt • Zusätzlich bieten wir Telefonberatungen auf Voranmeldung an • Beratungen via E-Mail sind ebenfalls unter der bekannten Adresse möglich Bernadette Recher-Hug, Mütter- und Väterberaterin NDS, Telefon-Nr. 079 877 72 70, E-Mail: mvbwb@spi-

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tex-sissach.ch Wir hoffen, mit diesen Massnahmen dazu beizutragen, den Virus einzudämmen. Bleiben Sie gesund! Baugesuch Das folgende Baugesuch befindet sich zur Behandlung beim Gemeinderat: Um- und Ausbau Wohnhaus: Neuauflage – geändertes Projekt und zusätzliches Kamin, Ausserdorf 4, 4438 Langenbruck, Parz. 173.

Region Waldenburg

Frenkentäler Wirte reagieren auf die Rosskur Oberdorf «Chuchi über d’Gass»i

EDI GYSIN

So etwa muss sich eine fristlose Kündigung anfühlen. Von einem Tag auf den anderen bricht die wirtschaftliche Grundlage weg. Zwar laufen die Kosten weiter, doch die Einnahmen bleiben aus. Das halten die meisten der betroffenen Betriebe nicht lange aus. Ganz bitter ist die Situation für die kleinen Gewerbebetriebe, die schliessen müssen. Wer noch offen hat, sieht sich mit grossen Einschränkungen und Erschwernissen konfrontiert. Es herrscht Ausnahmezustand auf unbestimmte Zeit. Soziale Distanz muss gewahrt werden, in grösseren Gruppen kann man sich bloss noch im Familienverband aufhalten. Bund und Kanton haben Hilfe versprochen, unbürokratisch soll sie von betroffenen KMU in Anspruch genommen werden können. Bleibt zu hoffen, dass davon rege Gebrauch gemacht wird und Existenzen gesichert werden können, dazu gehören selbstverständlich auch Arbeitsplätze. Die Behörden machen einen guten Job, die Regierung regiert und lässt sich von Fachleuten beraten, das gibt Sicherheit in Zeiten der Ungewissheiten. Dieser Meinung ist auch Andi Suter, der zusammen mit Partnerin Julia Kazis auf dem Oberdörfer «Rössli» wirtet. Das Fünf-Jahre-Jubiläum wird es diese Woche, die beiden haben sich in dieser Zeit einen Namen gemacht. Die Beiz ist derzeit wie jede andere auch geschlossen. Suter ist keiner von der Sorte, die den Kopf in den Sand stecken, auch die Krise auszusitzen ist nicht Seins. In einer von Fabienne Ballmer von Gastro Baselland initiierten Videokonferenz mit betroffenen Wirten hatte er eine zündende Idee. Zuallererst musste noch Partnerin Kazis angesteckt und ins Boot geholt werden. «Wir haben da was ausgeheckt», sagte sie, «Der Leue Waldenburg, das Rössli Oberdorf, die Reblaube Lampenberg und Le Murenberg Bubendorf sind übereingekommen sich in der Facebook-Seite «D’Chuchi über d’Gass» zusammen zu tun, der «Oberbaselbieter Corona Takeaway-Ticker» war geboren und ging sofort viral. «Wir teilen nicht bloss unsere Ideen, sondern versuchen allen Gastronomen, die weitermachen eine Plattform zu bieten. Gemeinsam sind wir stark.»

Diese vier Beizen stehen hinter der Idee. Die Leute schätzen das Angebot «Wir Gastronomen sind Kollegen, wir sind solidarisch», das ist Andi Suter ganz wichtig. So kommt es, dass die Wirte ihre Angebote auf dieser Plattform bekannt machen können. Einige Wirte in den beiden Frenkentälern wurden bereits eingeladen, aber noch nicht alle hätten bislang reagiert, sagte Kazis. Im Rössli zum Beispiel kann am Mittag das Menu ohne Voranmeldung über die Gasse bezogen werden. Die Reblaube liefert mittags und abends in Lampenberg. Im Leue und im Le Murenberg kann man sich ein vorbereitetes Znacht bestellen, das man daheim geniessen kann. Die Nachfrage ist erfreulich gross, die Leute seien unglaublich solidarisch, so Suter. «Wir haben viele positive Rückmeldungen, wir kommen ins Gespräch und es sind gute Gespräche». Dass die Beizer sich gegenseitig aushelfen, sei üblich in den Frenkentälern, so Suter. Wenn einem die Pommes ausgehen, sei sicher einer bereit auszuhelfen. Einige der Betriebe bilden auch Lehrlinge aus, da ist es wichtig diese Lehrverhältnisse nicht zu gefährden. Dass die Menschen in dieser Krise zusammenstehen und das Kleingewerbe unterstützen, ist hocherfreulich. Bemerkenswert ist ebenfalls, dass sich die ganze Vielfalt der Gastronomie, in dieser Krise zusammentut, vom Sternekoch bis zur Landbeiz. «Meist sind wir am Abend ausverkauft. Dann besorge ich mir für uns eine Pizza im Waldenburger «Bella Sicilia» sagte Andi Suter lachend, «oder wir bestellen im Le Murenberg», ergänzte Julia Kazis.

Gemeine Langenbruck

Was läuft in Langenbruck Abgesagt - Freitag, 27. März • Trio Musicanico, Aufgespielt und abgedreht • GV Langenbruck Tourismus Abgesagt - Samstag, 28. März Raclette-Abend, Jodler Abgesagt - Dienstag, 31. März • Krabbelgruppe • Einwohnergemeindeversammlung

Das Wirtepaar Julia Kazis und Andi Suter, Ideengeber hinter der Chuchi.

FOTO: E. GYSIN


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Kirchen

ObZ 26. März 2020 Reformierte Kirchgemeinde Langenbruck

Evang.-ref Kirchgemeinde Waldenburg-St. Peter

Pfarrer Hanspeter Schürch 4437 Waldenburg Telefon 061 961 00 51 E-Mail: hp.schuerch@sunrise.ch

Gottesdienste Alle Gottesdienste, Veranstaltungen, Unterricht etc. fallen aufgrund der Corona-Massnahmen aus. Stillesein und Hoffen Hier muss nicht wiederholt werden, was überall zu lesen und zu hören ist. Welche Auswirkungen die aktuelle Entwicklung auf unser tägliches Leben hat und was gerade neu beschlossen wurde. Wir erleben auf der einen Seite Menschen, die um ihre Existenz oder den Arbeitsplatz fürchten, auf der anderen welche, die rund um die Uhr im Einsatz sind. Beides gehört im Moment dazu. Beides muss irgendwie gemeistert werden. Es ist auch noch viel zu früh, um Schlussfolgerungen zu ziehen aus dieser Corona-Krise. Aber ein paar – zunächst ganz allgemeine Gedanken, seien erlaubt. Auf einmal sind Ländergrenzen wieder wichtig, die vorher scheinbar keine Rolle mehr spielten. Nationale Krisenstäbe entscheiden, nicht die EU-Bürokratie in Brüssel. Disziplin, Geduld, Gemeinsinn und Nervenstärke lassen sich wohl nur auf einer Ebene aktivieren, mit

Pfarrer Torsten Amling 4438 Langenbruck Telefon 062 390 11 52 E-Mail: pfarreramling@bluewin.ch

Sekretariat: Ursula Lehner 4437 Waldenburg Tel. 061 961 02 32 E-Mail: sekretariat@kirche-waldenburg.ch

der man sich direkt verbunden fühlt. Dorfgemeinschaften bedeuten wieder etwas. Man hilft sich gegenseitig. Das Wort Notstand bekommt seine wirkliche, ernsthafte, und auch durchaus bedrohliche Bedeutung zurück. Wenn nicht mehr beliebig Notstände ausgerufen werden, nur um eine bestimmte Politik durchzusetzen. Viele unserer sonstigen Luxusthemen werden nebensächlich. Vielleicht lernen die Menschen auch die Bedeutung der Wirtschaft wieder mehr zu schätzen. Dass erst einmal etwas erwirtschaftet werden muss, bevor es verteilt werden kann. Das bewährt sich dann für Krisenzeiten und schafft Spielraum, denen zu helfen, die um ihre Zukunft bangen.

werden. Aus dem Glauben kamen die Hoffnung und die Kraft dafür. Es gibt ein schönes Bibelwort beim Propheten Jesaja, da heisst es: «…durch Stillesein und Hoffen würdet ihr stark sein.» Mehr ist jetzt vielleicht gar nicht zu tun. Versuchen wir doch einfach mal, ein bisschen still zu werden. Dafür dankbar zu sein, dass es uns trotz allem doch immer noch gut geht. Dass wir in einem Land leben, in dem das gegenseitige Vertrauen zwischen Menschen immer noch die Basis für unser Handeln ist. Dass wir uns aufeinander verlassen können. So lässt sich hoffnungsvoll nach vorn schauen.

Genaugenommen waren Menschen immer bedroht, von Seuchen und Kriegen, Hungersnöten und Armut. Wir haben uns einfach daran gewöhnt, dass es hier bei uns schon länger her ist. Immer wenn es so war, haben die Menschen auch Trost und Hoffnung in der Religion, im Glauben gesucht. Daraus ergab sich nicht immer gleich eine Handlungsanleitung. Kein Aktionsprogramm. Viel öfter mussten manche Bedrohungen einfach ausgehalten, durchgestanden oder auch durchlitten

Mitteilungen

Pfarrer Torsten Amling

Amtswochen Bis 8. April: Pfarrer Hanspeter Schürch, 061 961 00 51 9. bis 13. April: Pfarrer Torsten Amling, 062 390 11 52 Ab 14. April: Pfarrer Hanspeter Schürch, 061 961 00 51 Unsere Homepage: www.kirche-waldenburg.ch

Evang.-ref Kirchgemeinde Bennwil-Hölstein-Lampenberg

Pfarrer Roland Bressan 4434 Hölstein Telefon 061 951 26 60 E-Mail: pfrbressan@gmx.ch

Gottesdienste Allgemein Inzwischen hat sich die Situation soweit verändert, dass neben den Veranstaltungen auch keine Gottesdienste mehr stattfinden. Nur Beerdigungen können im engsten (Familien)kreis durchgeführt werden. Die Konfirmations-Gottesdienste werden nach den Sommerferien stattfinden. Sonntagsbrief Auch eine Besinnung für sich oder im kleinen Kreis hilft Kraft und Mut zu schöpfen. Wir senden Ihnen dazu für Sonntag gerne ein Bibelwort, Gedanken und Gebet, verfasst von unseren Pfarrpersonen, via Mail oder Brief. Diese Gedanken und Gebete werden auch auf unserer Website aufgeschaltet: www.ref-behoela.ch Wenn Sie sich über die Zusendung dieser Ermutigung freuen, wenden Sie sich bitte direkt an Pfrn. Rosina Christ: E-Mail rosina.christ@gmail.com oder Tel. 061 951 10 58 Karfreitag und Ostern An Karfreitag und Ostern feiern wir traditionell Abendmahl. So werden wir unserem Karfreitagsbrief den Ablauf für eine Abendmahlsfeier zu Hause beilegen. Wir weisen schon jetzt darauf hin, damit Sie sich Traubensaft einkaufen

Pfarrerin Rosina Christ 4431 Bennwil Telefon 061 951 10 58 E-Mail: rosina.christ@gmail.com

(lassen) können, falls Sie nicht mit Wein feiern möchten. Mitteilungen Ein Zeichen der gesellschaftlichen Verbundenheit In diesen herausfordernden Zeiten wird deutlich, dass wir als Gemeinschaft aufeinander angewiesen sind. Darum möchten wir Sie alle einladen, ein Zeichen für den Gemeinschaftssinn und für unsere solidarische Verbundenheit zu setzen, indem Sie jeden Abend um 20.00 für andere sichtbar eine Kerze vor einem Fenster Ihres Zuhauses anzünden. Vielleicht verbinden Sie das Anzünden der Kerze mit einem Moment der Besinnung. Das Licht der brennenden Kerze erinnert an den Anfang des Johannesevangeliums: Das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht überwältigt (1,5). Das Licht soll Zeichen sein für unsere Verbundenheit mit durch das Virus Erkrankten, mit Sterbenden, Angehörigen und Menschen, die Angst haben. Das Licht soll Zeichen sein für unsere Verbundenheit mit dem medizinischen Pflegepersonal, vor allem auch in Spitälern und Altersheimen. Das Licht soll Zeichen sein für unsere Verbun-

Sekretariat im KG-Haus Sunnewirbel Bennwilerstrasse 14, 4434 Hölstein Telefon 061 951 20 27 E-Mail: refkirche.behoela@bluewin.ch

denheit mit all den Menschen, die im Grossen wie im Kleinen für andere Entscheidungen treffen müssen. Das Licht soll Zeichen sein des Vertrauens, dass wir Kraft, Geduld und Gelassenheit haben, um mit den Herausforderungen einen Umgang zu finden. Das Licht soll Zeichen sein für unsere Hoffnung für eine gute Zukunft, die im Wunder des Lebens seinen Grund hat. Kontakt Wir Pfarrpersonen stehen Ihnen telefonisch gerne zur Verfügung. Neben Organisatorischem sind wir für Sie erreichbar für Seelsorge in Form von Gesprächen und auch für ein gemeinsames Gebet oder einen Segen. Amtswoche vom 12. bis 27. März Pfarrerin Rosina Christ, 061 951 10 58 Amtswoche vom 28. März bis 17. April Pfarrer Roland Bressan, 061 951 26 60

Gottesdienste Donnerstag, 26. März 20.00 Ökum. Aktion gemeinsam beten und Kerzen anzünden Donnerstag, 2. April 20.00 Ökum. Aktion gemeinsam beten und Kerzen anzünden Mitteilungen Alles ist anders auch bei uns. Hier die wichtigsten Infos welche zunächst bis zum 19. April gültig sind. Liturgie Alle öffentlichen Gottesdienste und religiösen Versammlungen entfallen, sowohl die am Wochenende wie auch jene an Werktagen. Dazu gehören auch die anderssprachigen Feiern der Migrationsgemeinschaften, das Taizégebet, der Rosenkranz und Eine Stunde Stille. Sakramente Sämtliche Taufen, die Feiern der Erstkommion und der Firmung, wie auch Hochzeiten werden verschoben. Die betroffenen Personen wurden oder werden direkt informiert. Abdankungen/Beerdigungen

Kinga Bär, Mitarbeiterin Seelsorge k.baer@rkk-oberdorf.ch Annik Freuler, Diakonie a.freuler@rkk-oberdorf.ch

können stattfinden, allerdings in einfacher Form, im engsten Familienkreis und nur am Grab. Kirche und Gebet Unsere Kirche bleibt wie gewohnt, 8.00 bis 19.00 geöffnet und ist allen zugänglich zu persönlichem Gebet, Stille und Besinnung. Die Weihwasserbecken sind geleert. Die Gläubigen können wie bisher Weihwasser mit nach Hause nehmen. Sonntagsgottesdienste Auf unserer Homepage www.rkk-oberdorf.ch erfahren Sie, wo Sie Gottesdienstübertragungen in den Medien finden können. Ökumenische Aktion Um ein Zeichen der Hoffnung und der Verbundenheit zu setzen, rufen die Schweizerische Bischofskonferenz SKB und die Evangelisch-reformierten Kirchen Schweiz EKS in einer gemeinsamen Botschaft alle Gläubigen auf, jeweils donnerstags um 20 Uhr eine Kerze anzuzünden und sie sichtbar vor einem Fenster ihres Hauses oder ihrer Wohnung zu platzieren und zu beten, beispielsweise ein Vaterunser: − für die am Virus Erkrankten,

Alle Gottesdienste, Veranstaltungen, Unterricht etc. fallen aufgrund der Corona-Massnahmen aus. Pfarrer Torsten Amling, 062 390 11 52 www.kirche-langenbruck.ch

Reformierte Kirchgemeinde Gelterkinden-Rickenbach-Tecknau Die Kirche ist täglich geöffnet für eine stille Andacht. Bitte beachten Sie die verordneten Hygiene- und Verhaltensregeln genauestens. Jeden Tag zwischen 11.00 und 12.00 ist eine Pfarrperson in der Kirche anwesend für ein Gespräch oder ein Gebet. Sonntag, 29. März 10.15 und 19.15 WhatsApp Gottesdienst. Zwei Mal der gleiche «Sonntagsgottesdienst» zu zwei verschiedenen Zeiten. Nachrichten mit Anregungen, Fragen, Sprachnachrichten, Input und Besinnung. Pfarrer Samuel Maurer. Schreiben Sie bitte bis 1 Stunde vor Beginn eine Anmeldung per WhatsApp an 079 295 13 66. Sie werden der Gruppe «WhatsApp Gottesdienst» hinzugefügt. Der WhatsApp Gottesdienst kann zu Hause, jeder für sich, an einem stillen Ort mitverfolgt werden und dauert ca. 40 Minuten Die Kirchgemeinde mit ihren Freiwilligen unterstützt die Aktion der Gemeinde «Gälterchinde hilft – jetzt – spontan» für Einkaufs- und Mahlzeitendienst. Täglich, 9.00–12.00 und 14.00–17.00: 077 506 69 81 Katholische Kirche Gelterkinden und Umgebung Gemeinsame Mitteilung des Kirchgemeinderates und Pastoral-Teams angesichts der Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus Ab 15. März 2020 entfallen bis auf weiteres bzw. Widerruf jegliche Veranstaltungen der Katholischen Kirche Gelterkinden: − Sonntags-Gottesdienste − Offener MittagsTisch − Katechetische Kurse − Versammlungen jeglicher Art Katholische Kirche Sissach

Telefonische Öffnungszeiten Sekretariat Dienstag- und Freitagmorgen, 8.00 bis 11.00

Die Kirche ist täglich von 8.00 bis 18.00 geöffnet.

Die aktuellsten Informationen finden sich auf der Website der Kirchgemeinde: www.ref-behoela.ch

Seelsorgepräsenz in der Kirche: Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 11.00 sowie Mittwoch und Freitag von 18.00 bis 19.00.

Kath. Pfarrei Bruder Klaus Waldenburgertal/Oberdorf

Sabine Brantschen, Seelsorge s.brantschen@rkk-oberdorf.ch Claudia Ulrich, Jugendseelsorge c.ulrich@rkk-oberdorf.ch

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Sekretariat Andrea Nebiker sekretariat@rkk-oberdorf.ch Tel. 061 961 00 30, Mi.–Fr., 9.00–11.30 Uhr www.rkk-oberdorf.ch

− für die im Gesundheitswesen Arbeitenden und − für alle Menschen, die angesichts der aktuellen Lage zu vereinsamen drohen. Ein Lichtermeer der Hoffnung soll sich so durch das ganze Land ziehen. Licht der Zuversicht in Oberdorf Jeweils am Mittwoch um 11.00 werden in unserer Kirche Kerzen angezündet. Als Gebet für Zuversicht, Gesundheit und als Dank. Gerne zünden wir für Sie eine Kerze an. Schreiben Sie uns für ihre Gebets-Anliegen eine Mail an Sabine Brantschen s.brantschen@rkk-oberdorf.ch Wie kann ich helfen? Wir wissen nicht, was in den kommenden Wochen auf uns zukommt. Vielleicht werden viele krank, dürfen nicht mehr aus dem Haus oder sind ganz allein. Für solche Menschen möchten wir gerne einen «Freiwilligenpool» erstellen und bei Bedarf vermitteln. Helfen können Sie, beim Einkaufen, sich per Telefon melden oder ähnliches. Wer sich zur Verfügung stellen mag, bitten wir, uns eine E-Mail zu schreiben: sekretariat@rkk-oberdorf.ch Schon jetzt herzlichen Dank

Seelsorge im Pfarrhaus zu den gewohnten Sekretariatsöffnungszeiten oder nach Vereinbarung telefonisch: 061 971 88 40 Freie Missionsgemeinde Gelterkinden Samstag, 28. März 14.00 Jungschar für Kinder ab 8 Jahren, Treffpunkt in Wenslingen, Anmeldung unter www.jungscharwenslingen.ch Samstag, 28. März 18.00 Mitti (Teenietreff), Treffpunkt im Lindenhof, Gelterkinden, Anmeldung unter www.jungscharwenslingen.ch Sonntag, 29. März 10.00 Gottesdienst «Stolz und Schadenfreude» im Lindenhof, mit Beni Sutter, Kinder-Gottesdienst parallel www.fmg-gelterkinden.ch Reformierte Kirchgemeinde Buus-Maisprach Obwohl keine Gottesdienste stattfinden können, lädt die Reformierte Baselbieter Kirche dazu ein, das sonntägliche Läuten, das normalerweise dazu einlädt, trotzdem nicht ausfallen zu lassen. Das Erklingen der Glocken am Sonntagmorgen und an den Feiertagen möchte Einladung zu einem persönlichen Moment des Innehaltens, des Nachdenkens über den Grund des Lebens, des Gebetes und der Fürbitte für Andere sein.

Stellvertretend für die Gemeinde wird unser Pfarrer Daniel Hanselmann wenn möglich zu diesen Zeiten in der einen oder anderen Kirche anwesend sein. Gerne weisen wir auch hier auf die Möglichkeit des telefonischen Kontakts mit unserem Seelsorger per Telefon oder per E-Mail hin: 061 841 12 46 077 480 32 44 hanselmann.daniel@bluewin.ch Reformierte Kirchgemeinde Kilchberg-Rünenberg-Zeglingen Aufgrund der aktuellen Lage finden bis auf Weiteres keine kirchlichen Veranstaltungen mehr statt ausser Beerdigungen im engsten Familienkreis. Wir sind trotzdem für Sie da − Für ein Gespräch am Telefon unter 061 981 21 20 − Per E-Mail: sdegenballmer@bluewin.ch oder rdegenballmer@bluewin.ch − Via Webseite: www.ref-kilchberg.ch Für ältere Menschen, die kein Internet oder E-Mail haben, werden wir jede Woche ein «Wort zum Sonntag» per Post verschicken. Dieses ist auch auf der Webseite zu finden. Oltingen–Wenslingen–Anwil Alle Veranstaltungen und Gottesdienste fallen aus. Pfarrer Christian Bühler schreibt jeden Werktag ein «Wort zum neuen Tag» auf www.kirche-oltingen-wenslingen-anwil.ch oder gedruckt in der Kirche St. Niklaus, Oltingen. Immer für Sie da: 061 991 03 07 Reformierte Kirchgemeinde Ormalingen–Hemmiken Aufgrund der aktuellen Situation rund um den Coronavirus sind sämtliche kirchliche Veranstaltungen, mit Ausnahme auf Beerdigungen im engsten Kreis, bis mindestens zum 30. April 2020 ausgesetzt. Das Pfarramt, sowie das Sekretariat bleiben selbstverständlich für Sie erreichbar. Aktuelle Informationen und Updates entnehmen Sie stets auch unserer Homepage: www.ref-ormalingen-hemmiken.ch Wir wünschen allen viel Kraft, Ruhe und vor allem gute Gesundheit in dieser aussergewöhnlichen Zeit. Pfarrer Detlef Noffke, 061 981 10 33 Sekretariat (jeweils Donnerstag, 9.00-11.30) Milena Le Rose, 061 981 10 38 Reformierte Kirchgemeinde Rümlingen Sämtliche kirchlichen Veranstaltungen ausser Beerdigungen im engsten Familienkreis müssen leider bis auf weiteres ausfallen. Wenn Sie das Bedürfnis nach einem Gespräch haben oder Hilfe brauchen, greifen Sie doch zum Telefon oder schreiben Sie eine E-Mail, Pfarrer Markus Enz hat ein offenes Ohr für Sie: 062 299 12 33 oder 079 501 29 36, enzruem@bluewin.ch Immer aktuell informiert: www.kirchgemeinde-ruemlingen.ch Reformierte Kirchgemeinde Wintersingen-Nusshof Alle Gottesdienste finden bis auf Weiteres unter Vorbehalt statt. Bei Unsicherheiten informieren Sie sich bitte auf der Webseite (www.ref-wintersingen-nusshof.ch) in unserem Schaukasten oder rufen Sie ungeniert an 079 849 74 94


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Oberbaselbieter Zeitung vom 26. März 2020  

Oberbaselbieter Zeitung vom 26. März 2020