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11. Juli 2019, 58. Jahrgang, Nr. 28

Abfallberge im Wald

Möbel, Koffer, Pfannen, Tresor: Die Liste der Gegenstände, die Forstwart Marcel Wegmann Woche für Woche im Spreitenbacher Wald einsammelt, ist gross. In den Sommermonaten kommt der liegengebliebene Abfall bei den Grillplätzen hinzu. Und das, obwohl die Spreitenbacher fürs Entsorgen nicht extra, sondern pauschal bezahlen. Wegmann befürchtet, dass die Menge zunimmt, wenn die Sackgebühr eingeführt wird. (bär) S. 10/11

Kirschen sind reif

PP 5432 Neuenhof Post CH AG

60000BesucheramWettigerFäscht

Die roten Früchte haben von Ende Juni bis Mitte Juli Hochsaison. Auch in der Region Wettingen gibt es Landwirte, die Kirschen anbauen. Etwa Felix und Brigitte Markwalder aus Würenlos, Tobias Lüscher aus Wettingen, der Neuenhofer Herbert Wohlgemuth oder Reto Lienberger aus Spreitenbach. Die Limmatwelle hat bei den Landwirten nachgefragt, wie die bisherige Kirschen-Saison läuft und welche Auswirkungen die Hitzewelle im Juni auf die Vaudon Game aus Frankreich trat am Open Air des Wettiger Fäschts auf. Rund 60 000 Besucher haben das dreitägiFrüchte hatte. (rb) S. 17 ge Fäscht gemäss OK schätzungsweise besucht. Alexander Wagner INSERATE


Die Gemeinde Wettingen ist für ihre über 20 000 Einwohner eine attraktive Wohngemeinde. In diesem Umfeld agiert die Gemeindeverwaltung als professionelle Dienstleisterin für Bevölkerung, Gewerbe und Industrie.

Die Gemeinde Wettingen ist für ihre über 20 000 Einwohner eine attraktive Wohngemeinde. In diesem Umfeld agiert die Gemeindeverwaltung als professionelle Dienstleisterin für Bevölkerung, Gewerbe und Industrie.

Per August 2020 suchen wir einen motivierten und lernbereiten jungen Menschen, der die berufliche Laufbahn mit einer

Auf August 2020 suchen wir zwei motivierte und lernbereite junge Leute, die ihre berufliche Laufbahn mit einer

Ausbildung

Ausbildung

Fachmann/frau Betriebsunterhalt EFZ oder EBA

Kauffrau/Kaufmann EFZ E- oder M-Profil

zur/zum

beginnen möchte.Während der dreijährigen Ausbildung wirst Du im Werkhof in verschiedenen Bereichen eingesetzt und lernst die vielfältigen Aufgaben eines modernen Werkhofes kennen. Wir freuen uns auf einen teamfähigen Lernenden mit zuvorkommender Persönlichkeit und guten Umgangsformen. Freude am Kontakt mit anderen Menschen und an der Technik wird vorausgesetzt. Was du mitbringst: – guter Real- oder Sekundarschulabschluss (EFZ) oder Realschulabschluss (EBA) – Freude an praktischer Arbeit im Freien – gute mündliche Ausdrucksfähigkeit – gute körperliche Verfassung

zur/zum

(Branche öffentliche Verwaltung)

beginnen wollen. Während der dreijährigen Ausbildung wirst du auf sechs verschiedenen Abteilungen eingesetzt und lernst die vielfältigen Aufgaben einer modernen Gemeindeverwaltung kennen. Wir freuen uns auf teamfähige, zuvorkommende Persönlichkeiten mit guten Umgangsformen, die Freude am Kontakt mit anderen Menschen haben. Was du mitbringst: – guter Sekundar- oder Bezirksschulabschluss – Freude an kaufmännischer Arbeit – sehr gute mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit

Was wir dir bieten können: – einen abwechslungsreichen und lebhaften Betrieb – vielseitige und anspruchsvolle Aufgaben – eine kompetente und praxisnahe Ausbildung – ein angenehmes Arbeitsklima

Was wir dir bieten können: – einen abwechslungsreichen und lebhaften Betrieb – vielseitige und anspruchsvolle Aufgaben – eine kompetente und praxisnahe Ausbildung – ein angenehmes Arbeitsklima – eine leistungsorientierte Entlöhnung

Fühlst du dich angesprochen? Dann sende deine vollständigen Bewerbungsunterlagen mit Foto per E-Mail an: lehrstelle@wettingen.ch.

Fühlst du dich angesprochen? Dann sende deine vollständigen Bewerbungsunterlagen mit Foto per E-Mail an: lehrstelle@wettingen.ch.

Bewerbungsunterlagen in Papierform werden nicht zurückgeschickt und nur elektronisch beantwortet.

Bewerbungsunterlagen in Papierform werden nicht zurückgeschickt und nur elektronisch beantwortet.

Baugesuche Bauherrschaft: Einwohnergemeinde Wettingen Alberich-Zwyssig-Str. 76 5430 Wettingen Bauobjekt: Um- und Anbau Kindertagesstätte Schartenstrasse Baustelle: Schartenstrasse 42 Parzelle: 4887 Zusatzgesuche: keine Bauherrschaft: Sandra Huwyler und Kurt Frei Gerstenstrasse 1 5430 Wettingen Bauobjekt: Umbau Einfamilienhaus Baustelle: Gerstenstrasse 1 Parzelle: 4050 Zusatzgesuche: keine Öffentliche Auflage der Pläne im Büro 305 der Bau- und Planungsabteilung, Rathaus Wettingen, vom 13. Juli bis 12. August 2019. Allfällige Einwendungen sind im Doppel während der Auflagefrist dem Gemeinderat einzureichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag zu enthalten.

Bau- und Planungsabteilung

Fahrerin oder Fahrer für Mahlzeitendienst mit eigenem Fahrzeug Aufgabe Täglich werden von uns warme Mahlzeiten an bis zu 60 Kundinnen und Kunden in Wettingen und Neuenhof ausgeliefert. Pensum/Einsatzzeiten Sie werden, je nach Situation, 10 bis 20 Einsätze pro Monat leisten. Die Einsätze sind jeweils von 10.00 bis ca. 12.30 Uhr. Voraussetzungen Freude am Umgang mit Menschen, Hilfsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Flexibilität bezüglich Einsatzdaten. Kontakt Spitex Wettingen-Neuenhof, Rigistr. 10, 5430 Wettingen Tel. 056 437 03 95 / Mail spitex@spitex-wettingen.ch


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WETTINGEN

WOCHE NR. 28 DONNERSTAG, 11. JULI 2019

AUS DEM GEMEINDERAT Glückwünsche zum Geburtstag Folgende Personen konnten den 90. Geburtstag feiern: Am 28. Juni Emile Frossard, Albisstrasse 20, Wettingen; am 3. Juli Gemma Sonego Bellafiore, Sonneggstrasse 1, Wettingen; am 10. Juli Erika Angst-Locher, Titlisstrasse 7, Wettingen, sowie Margaretha BeffaSteiger, Alberich-Zwyssig-Strasse 9, Wettingen. Der Gemeinderat gratuliert ihnen recht herzlich und wünscht alles Gute. Lehrabschlussprüfungen In diesen Tagen geht für drei Lernende die Berufslehre bei der Gemeinde Wettingen zu Ende. Unsere KVLernenden Amira Youssif, Elena Steffen und Fabienne Spickmann durften das eidgenössische Fähigkeitszeugnis in Empfang nehmen. Alle haben zudem die Berufsmaturität erlangt. Der Gemeinderat und die Mitarbeitenden gratulieren den jungen Berufsleuten herzlich zum Abschluss und wünschen ihnen

Fabienne Spickmann, Elena Steffen, Amira Youssif (v.l.) haben ihre KV-Lehren erfolgreich abgeschlossen. (zVg) viel Glück und Erfolg für den weiteren Lebensweg. Publikation von Gesuchen um ordentliche Einbürgerung Folgende in Wettingen wohnhafte Personen haben bei der Gemeinde Wettingen ein Gesuch um ordentliche Einbürgerung gestellt: Yocasta del Carmen Perez de

INSERATE

Meldung der Kantonspolizei In der Nacht auf Sonntag, 7. Juli, fuhr ein 34-jähriger Schweizer mit seinem Velo auf der Bahnhofstrasse in Wettingen. Er stürzte und zog sich mittelschwere Verletzungen zu. Der durch die Polizei durchgeführte Atemlufttest ergab einen Wert von über 0,7 mg/l. Der Verunfallte musste sich im Spital einer Blut- und Urinprobe unterziehen. Die Kantonspolizei klärt nun den Unfallhergang. Sie geht von einem Selbstunfall aus. INSERATE

Karl, geb. 1971, österreichische Staatsangehörige, Rebbergstrasse 56; Peter Rajic, geb. 1992, bosnisch-herzegowinischer Staatsangehöriger, Seminarstrasse 78; Diego Abreu Freitas, geb. 2003, portugiesischer Staatsangehöriger, Berninastrasse 14; Romano Endrio Romanello, geb. 1977, Nadia Romanello, geb. 1982, Valeria Romanello, geb. 2012, Leandro Romanello, geb. 2017, alle italienische Staatsangehörige, Landstrasse 107a; Devrim Ericek, geb. 1996, türkische Staatsangehörige, Alberich-ZwyssigStrasse 53; Rajanthini Chandrabose, geb. 1973, Aishi Chandrabose, geb. 2009, Anika Chandrabose, geb. 2010, alle sri-lankische Staatsangehörige, Landstrasse 103. Jede Person kann innert 30 Tagen seit der amtlichen Publikation dem Gemeinderat eine schriftliche Eingabe zu den einzelnen Gesuchen einreichen. Diese Eingaben können sowohl

positive wie auch negative Aspekte enthalten. Der Gemeinderat wird die Eingaben prüfen und in seine Beurteilung einfliessen lassen. Schalteröffnungen während der Sommerferien Die Schalter der Gemeindeverwaltung (Rathaus und Landstrasse 89) sind während der Sommerferien vom 16. Juli bis 9. August jeweils Dienstag- bis Freitagnachmittag geschlossen. Am Montag gelten die ordentlichen Öffnungszeiten bis 18.30 Uhr. Wer trotzdem während der nachmittags geschlossenen Schalter einen Termin wünscht, kann sich vorgängig telefonisch mit den Fachbereichen in Verbindung setzen. Für die Regionalpolizei und die Gemeindebibliothek gelten weiterhin die üblichen Öffnungszeiten. Bis 16. Juli gelten überall die normalen Öffnungszeiten.

REFORMIERTE KIRCHGEMEINDE WETTINGEN-NEUENHOF Kirchgemeindeversammlung 68 Stimmberechtigte und einige Gäste fanden am Dienstag, 25. Juni, den Weg ins Kirchgemeindehaus in Wettingen zur Sommergmeind der Reformierten Kirchgemeinde Wettingen-Neuenhof, die erstmals von der neuen Präsidentin Margrit Wahrstätter geleitet wurde. Nach dem musikalischen Auftakt durch das Silberhorn-Duo mit seinen Alphornklängen wandte sich die Versammlung den traktandierten Geschäften zu. Die Rechnung 2018, die nach fünf Jahren rückläufiger Steuereinnahmen einen leichten Anstieg verzeichnen konnte, schloss mit einem erfreulichen Überschuss von gut 140 000 Franken bei einem Gesamtaufwand von Franken 2 529 646.09 ab. Der Überschuss, so der verantwortliche Kirchenpfleger Peter Müri, sei insbesondere den gestiegenen Einnahmen zu verdanken, wie sie Bund, Kanton und viele Gemeinden im 2018 ebenfalls zu verzeichnen haben. Aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern flocht er ein Kränzchen für ihren kostenbewussten Umgang mit den Steuergeldern. Für die zurückgetretene, über acht Jahre amtierende Kirchenpflegerin Regula Gysel Oderbolz wurde André Widmer bis zum Ende Amtsperiode in die Kirchenpflege gewählt, sodass ein nahtloser Übergang gewährleistet ist und alle neun ehrenamtlichen Kirchenpflegesitze auch weiterhin besetzt sind. Auf Interesse stiessen auch die Ausführungen des Präsidenten der Immobilienkommission, Lutz Fischer-Lamprecht, zu den bisher unternommenen Schritten im Blick auf die Liegenschaften der Kirchgemeinde. Nachdem die

Kirchgemeindeversammlung im Herbst 2017 einen Kredit über 100 000 Franken gesprochen hatte, um die vorhandenen Gebäude unter die Lupe zu nehmen und eine zukunftsfähige Immobilienstrategie zu entwickeln, wurde bereits viel Zeit und Arbeit investiert. Die Bestandsaufnahme und Analyse der Gebäude sei erfolgt und der Raumbedarf eruiert, so Fischer-Lamprecht. Nun sei die Fachgruppe Bauten daran, ein Gebäudekonzept zu entwickeln, das – so ihr Auftrag – auch die Finanzen im Blick hat. Ohne irgendwelche Vorbedingungen wurden bisher alle Optionen offengehalten, was Erneuerung, Umnutzung, Abbruch, Ersatzneubauten und den Verkauf von Liegenschaften oder Grundstücken betrifft. Nach Gesprächen mit den Gemeinden Neuenhof und Wettingen, um ein allfälliges öffentliches Interesse an den in der öffentlichen Zone liegenden Areale abzuklären, hat die Fachgruppe Bauten bzw. die Kirchenpflege zwei Machbarkeitsstudien in Auftrag gegeben – je eine für das Areal des Kirchgemeindehauses Neuenhof und Wettingen. In Wettingen wird sich die Einwohnergemeinde an der Machbarkeitsstudie beteiligen, da das Areal günstig zum Schulhaus Altenburg liegt, für das ein höherer Raumbedarf nachgewiesen ist. Bei der anschliessenden Fragerunde kam auch die Frage auf, ob die Kirchenpflege schon über allfällige Fusionen beraten habe. Zum Abschluss berichtete der Synodale Roger Vogler von der Sommersynode in Aarau. Anschliessend lud die Präsidentin Margrit Wahrstätter zu einem Apéro, bei dem angeregt weiter diskutiert wurde. (zVg)


WETTINGEN

Gemeinderätin Kirsten Ernst.

Serbian Folk Dance mit Balkan-Grill.

Partystimmung am dreitägigen Wettiger Fäscht.

Bei der Harmonie Wettingen Kloster gabs Würste.

Regierungsrat Markus Dieth, Désirée Dieth und Urs Heimgartner (v.l.).

Beim Eislaufclub gab es Crèpes.

Werben fürs nächste Fest: Marco Bieri, Martin Gilgen und Fabian Käufeler (v.l.).

Landfrauen mit eigener Vanillesauce.


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Open Air auf der Brühlwiese.

Eintauchen in den Puls «vo Wettige» OK-Präsident Reto Fritschi zieht nach dem Wettiger Fäscht, das «wie ein grosses Familienfest ist», positive Bilanz.

MELANIE BÄR (TEXT UND BILDER) ALEXANDER WAGNER, GABY KOST (BILDER)

«Wir machen wirklich alles selber», sagt eine der Landfrauen zu einer Besucherin, während sie ein heisses «Öpfelchüechli» aus dem

«Ich geniesse es immer wieder, in den Puls ‹vo Wettige› einzutauchen.» MARKUS DIETH, REGIERUNGSRAT

Öl hebt. Wie jedes Jahr bildet sich auch dieses Wochenende eine Wartschlange vor dem Stand der Landfrauen. Gedulden mussten sich auch die Gäste, die am Stand

der Serben Burger der Cevapcici essen wollten. «Das Anstehen lohnt sich aber», sagt ein Besucher, der einen Burger probiert hat. Wie jedes Jahr hatten die Gäste auch bei der 47. Durchführung die Qual der Wahl: 39 Vereine und 20 Marktfahrer sorgten für Unterhaltung und das kulinarische Wohl der Gäste. UNTER DAS FESTVOLK mischte sich

auch Regierungsrat und ehemaliger Gemeindeammann Markus Dieth: «Das Wettiger Fäscht ist immer fix in meiner Agenda eingetragen. Ich geniesse es immer wieder, in den Puls ‹vo Wettige› einzutauchen.» Trotz viel Arbeit und hoher Präsenzzeit geniesst auch OK-Präsident Reto Fritschi das Fest durchaus. Es sei für ihn wie ein Familienfest. Der Aufwand habe sich gelohnt: «Wir haben durchwegs positives Feedback erhalten.» Selbst das Thema Lärm habe das OK mit der Begrenzung auf 97 Dezibel nun im Griff. Die Auswertung liege zwar noch nicht vor, aber Friti-

schi rechnet damit, dass sich alle an die Obergrenze gehalten haben. «Nach dem letztjährigen Probejahr und der jetzigen Durchsetzung ist das Ziel erreicht, auch die Schlusszeiten wurden super eingehalten.» Selbst von Anwohnern hat er positives Feedback erhalten. «Wir sind auf dem richtigen Weg und werden auch künf-

«Wir sind auf dem richtigen Weg und werden an der Lärmobergrenze festhalten.»

Maria Martinez von C.D. Union.

RETO FRITSCHI, OK-PRÄSIDENT

tig an dieser Lärmobergrenze festhalten.» Auch die Regionalpolizei zieht positive Bilanz. «Es war aus polizeilicher Sicht ruhig. Es gab keine grösseren Ereignisse, welche durch die Repol zu bewältigen gewesen wären», sagt Roland Jenni, Chef der Regionalpolizei Wettin- Insieme-Stand: Beatrice Peterhans gen-Limmattal. und Christian Delfosse.


WETTINGEN

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Marie Louise Reinert in ihrem Garten: «Wettingen bezeichnet sich als Gartenstadt. Da müssen wir deren reale Existenz auch in Zukunft sichern.»

Herzensangelegenheit Garten Nach 13 Jahren tritt EVP-Einwohnerrätin Marie Louise Reinert zurück – und reicht zum Abschied neun Postulate ein.

RAHEL BÜHLER

Einen Zufall nennt Marie Louise Reinert ihren Einstieg in die Politik. «Mein Nachbar hat mich gefragt, ob ich für die EVP auf seine Liste kommen würde.» Sie kam. Wurde gewählt. Und blieb. «Bei der EVP hatte ich die grösstmögliche Freiheit», sagt sie. Seither hat sie Dossiers studiert, Sitzungen vorbereitet, Postulate eingereicht. Jetzt, 13,5 Jahre später, sagt sie Adieu. Per Ende Juni hat sie ihr Amt niedergelegt. Sie möchte der Jugend Platz machen. Ihr Alter möchte sie jedoch nicht in der Zeitung lesen. Marie Madeleine Minder wird ihre Nachfolgerin. «Der Einstieg in die Politik hat sich gelohnt», findet die Wettingerin. Im Einwohnerrat konnte sie

mitwirken. «Das macht dich mitverantwortlich, mutig und vergnügter.» Manchmal sei die Lokalpolitik auch stressig und frustrierend. Dann etwa, wenn einem die Grenzen des Einflusses aufgezeigt würden. Reinert beschreibt sich als überlegte, sachbezogene, detailgenaue Politikerin. In ihrer Zeit im Einwohnerrat habe sie viel gelernt. «Ich habe Einblick in viele Themen erhalten. Das bewirkt auch mehr Gelassenheit.» Seit 2012 steht sie der EVP/Forum5430-Fraktion zudem als Präsidentin vor. WENN SIE etwas an ihrem Amt als

Einwohnerrätin störte, dann die nicht mehr optimalen Hör- und Sichtverhältnisse im Rathaussaal. «Wenn etwas projiziert wird, ist es schlecht lesbar.» Freude machte ihr das Politisieren besonders, wenn sie ihre Ideen dort platzieren konnte, wo sie aufgenommen und weiterentwickelt wurden. Es sei befriedigend, wenn Vorstösse vom Rat angenommen und überwiesen werden. Als Highlight bezeichnet die ehemalige Bezirks-

schullehrerin die Annahme ihrer Motionen zum Ortsbildschutz. Das war im November 2011. Sie ist sich bewusst, damit hat sie sich auch Feinde geschaffen: «Der Ortsbildschutz verfolgt das Ziel, die Vielfalt des Wettinger Erscheinungsbilds zu ermöglichen.» AN DER LETZTEN Einwohnerratssitzung Mitte Juni hat sie mit Leo Scherer (WettiGrüen) neun Postulate zum Thema Garten eingereicht. Konkret verlangen die beiden Einwohnerräte etwa, dass in Wettingens neuer Bau- und Nut-

«Es braucht gesetzliche Grundlagen.» MARIE LOUISE REINERT

zungsordnung (BNO) Zielvorstellungen für die Gartenbestände in den einzelnen Quartieren festgelegt werden. Geht es nach ihnen, soll die BNO zukünftig verbindliche Massnahmen für Erhalt und Förderung der Biodiversität ent-

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Rahel Bühler

halten. Und in der BNO soll festgehalten werden, dass eine Zone für ortsbildprägende und ökologisch wertvolle Flächen errichtet wird. Zudem beantragen Reinert und Scherer das Verbot von Schottergärten oder die Sicherung der noch vorhandenen Böden von hoher Qualität. Ziel dieser Vorstösse ist, die Existenz einer Wettinger Gartenstadt auch in Zukunft zu sichern und ihre Qualität zu erhalten. Sie behandeln nicht nur private Gärten, sondern auch öffentliche Räume, die das Ortsbild prägen. «Wettingen bezeichnet sich als Gartenstadt. Da müssen wir deren reale Existenz auch in Zukunft sichern», sagt sie. Leicht haben es sich die Einwohnerräte mit den Postulaten nicht gemacht. Seit 2010 hat sich Reinert mit dem Thema befasst: Jetzt sei die Zeit reif gewesen. «Auch, weil Leo Scherer dasselbe Anliegen hat», sagt sie. Für sie sind die Wettinger Gärten eine Herzensangelegenheit: «Schöne Sätze reichen nicht. Es braucht gesetzliche Grundlagen.»


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WETTINGEN

220 Kinder rannten um die Wette Jurij Jegge und Loa Oldani haben den «schnällscht Wettiger» gewonnen.

Zum Auftakt des Wettiger Fäschts rannten am Freitagnachmittag 220 Schulkinder um den Sieg. Der Anlass fand beim Bezirksschulhaus bei Sonnenschein und 30 Grad statt. Zuerst musste die grosse Anzahl an spontanen Anmeldungen bewältigt werden. Es waren 49 an der Zahl, dies ist ein historischer Höchstwert. Im Anschluss massen sich am Freitagnachmittag die 7bis 15-jährigen Wettingerinnen und Wettinger bei 60- beziehungsweise 80-Meter-Sprints. Die Sieger und Siegerinnen gelten aber nicht nur ein Jahr lang als «die schnällschti Wettigeri» oder «de schnällscht Wettiger», sondern siINSERATE

chern sich auch die Teilnahme am Kantonalfinal des Swiss Athletics Sprints in Aarau, wo es um die Qualifikation für den Schweizer Final in Frauenfeld geht. Jurij Jegge und Loa Oldani konnten das Rennen für sich entscheiden.

ZUM AUFTAKT des Wettiger Fäschts war «de schnällscht Wettiger» ein Anlass für Familien. So war die Wiese der Bezirksschule voll mit Kindern, die sich neben der sportlichen Betätigung auf den Hüpfburgen austoben konnten. Später musste man zum richtigen Zeitpunkt wieder an der Bande stehen, um die Sportler anzufeuern. Unter den Zuschauern war auch Gemeinderat Philippe Rey auszumachen, welcher bei der Medaillenvergabe den offiziellen Part übernahm. Total waren 30 Helferinnen und Helfer des SV Lägern Wettingen am Event beteiligt. (zVg) 49 Kinder meldeten sich spontan zum «schnällschte Wettiger» an.

zVg


NEUENHOF

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AUS DEM GEMEINDERAT Diensten an. Die Anstellung ist befristet bis Ende Jahr. Gemeinderat und Verwaltung freuen sich, mit Yvonne Brdar weiter zusammenzuarbeiten und wünschen ihr dabei bereits heute viel Freude. Cathrina Lietzow, Valon Qoraj und Fabian Weibel werden ihre Ausbildung bei der Gemeinde Neuenhof am 31. Juli beenden. Gemeinderat und Verwaltung wünschen beiden für ihre berufliche und private Zukunft alles Gute.

Catharina Lietzow und Yvonne Fabian Weibel und Valon Qoraj (v. l.) Brdar (v. l.) haben ihre KV-Lehren be- haben ihre Lehren als Fachmann Bestanden. triebsunterhalt bestanden. Personalwesen Die kaufmännischen Lernenden, Cathrina Lietzow und Yvonne Brdar, durften nach erfolgreichem Qualifikationsverfahren am 28. Juni an der Diplomfeier in Wettingen ihr verdientes Fähigkeitszeugnis (Kauffrau Profil E) in Empfang nehmen. Fabian Weibel und Valon Qoraj haben die Lehre als Fachmann Betriebsunterhalt EFZ, Fachrichtung Hausdienst, ebenfalls erfolgreich

absolviert. Sie haben das verdiente Fähigkeitszeugnis am vergangenen Donnerstag an der Diplomfeier in Buchs AG erhalten. Gemeinderat und Verwaltung gratulieren den Lernenden zu diesen tollen Erfolgen. Yvonne Brdar ist weiterhin bei der Gemeindeverwaltung Neuenhof beschäftigt und tritt am 1. August ihre 100Prozent-Anstellung als Verwaltungsangestellte bei den Sozialen

Abschlussparty Primarschule/ Oberstufe Damit sich die Jugendlichen gebührend von der Primarschule beziehungsweise von der Oberstufe Neuenhof verabschieden konnten, fand am Samstagabend, 29. Juni, die Abschlussparty der 6.-Klässler und der Oberstufenschüler in der Aula in Neuenhof statt. Die Party wurde partizipativ zusammen mit 28 Jugendlichen und der Jugendarbeit Neuenhof auf die Beine gestellt und verlief erfolgreich und reibungslos. Die Jugendarbeit Neuenhof bedankt sich bei den freiwilligen jugendlichen Helfern für ihren Einsatz und wünscht allen Kindern und

Die 6.-Klässler und die Oberstufenschüler haben sich an einer Abschlussparty verabschiedet. Jugendlichen angenehme und erholsame Sommerferien. Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Die Öffnungszeiten und die Erreichbarkeit (Schalterdienst) sind wie folgt: Montag, 8–11.30 und 14–18 Uhr, Dienstag bis Donnerstag, 8–11.30 und 14–17 Uhr, Freitag, 7.30–14.30 Uhr. Tel. 056 416 21 11, E-Mail: gemeindekanzlei@neuenhof.ch.

KITA UND HORT MEISTER PETZ

Jede Klasse präsentierte an der Feier einen individuellen Beitrag.

zVg

Abschlussfeier der Oberstufe

50 Schülerinnen und Schüler verlassen die Schule Neuenhof.

Am Mittwoch, 3. Juli, boten die austretenden Oberstufenklassen von Neuenhof ein buntes musikalisches Programm quer durch alle Länder: Von Alphornklängen über das «Vogellisi» bis zu «We are the world» war Verschiedenes zu hören und zu sehen. Jede Klasse präsentierte einen individuellen Beitrag. Die Feier wurde von Gregor Loepfe, Pia-

nist und Komponist, umrahmt. Mit dem Lied «We are the world. We are the children. We are the ones who make a brighter day, so let’s start giving», gesungen von allen, wurde die Feier beendet. Rund 50 Schüler und Schülerinnen verliessen die Schule Neuenhof. Ebenso die Oberstufenlehrerin Agnes Béguelin, die nach 47 Dienstjahren in Neuenhof die wohl verdiente Pension antritt und zusammen mit ihrer letzten Klasse auf der Bühne stand. (zVg)

An einem Samstag Ende Juni begrüssten die Eltern der angemeldeten Kinder und Interessierte zum jährlichen Tag der offenen Tür beziehungsweise zum Sommerfest in der Kita und dem Hort Meister Petz. Diesmal fand der Anlass wegen des stürmischen Wetters in den gesamten Kita-Räumlichkeiten statt. Es gab selbst gemachte Kuchen, Sandwiches und Kaffee. (zVg)


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NEUENHOF

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FRAGEN AN

Franz Kohler, Leiter Sozialarbeit Umfeld Schule und Jugendarbeit. Worum geht es beim Projekt? Es ist

ein Generationenprojekt, bei dem Jugendliche den Senioren im Alltag helfen. Das kann Fensterputzen, Einkaufen oder das Lösen eines PC-Problems sein.

Paolo Cannova zeigt Doris Gross wie sie einzelne PDF-Dateien zu einer einzigen zusammenfügen kann.

Rahel Bühler

Zwei Generationen unterstützen sich gegenseitig Beim Projekt «Jugendliche helfen Senioren» ist Paolo Cannova an vorderster Front dabei: Er hat den ersten Auftrag ausgeführt. RAHEL BÜHLER

Die Idee ist simpel: Benötigt eine ältere Person aus Neuenhof Hilfe, etwa beim Rasenmähen oder Fensterputzen, kann sie diese bei den Jugendlichen aus dem Dorf holen. Jugendarbeiter Franz Kohler hat das Projekt «Jugendliche helfen Senioren» ins Leben gerufen (siehe Interview rechts). Die Limmatwelle hat Paolo Cannova, 15 Jahre alt, dunkle Haare, spitzbübisches Lächeln, beim ersten Einsatz für das Projekt begleitet. Es ist Donnerstagabend in der Neuenhofer Webermühle. Die Sonne scheint, vor den Wohnblöcken spielen Kinder auf dem Spielplatz. Paolo Cannova ist auf dem Weg zu Horst und Doris Gross. Sie hat ein Problem am Computer, bei dem sie die Hilfe des 15-Jährigen braucht. Er sei etwas nervös, wird er später zugeben. Ist aber auch zuversichtlich, dass er Doris Gross’ Frage beantworten kann: «Ich kenne

mich recht gut mit Computern erledigt. «Wie viel schulde ich dir?», fragt Doris Gross. Paolo zuckt aus», sagt der Jugendliche. mit den Schultern: «So viel Sie wolKONKRET geht es um Folgendes: len.» Gross zieht eine grüne Note Die 57-Jährige hat verschiedene hervor. Das ist Paolos Lohn. Er sagt: PDF-Dateien erstellt: Lebensläufe, «Ich bin motiviert, älteren MenZeugnisse. Anstatt verschiedene schen zu helfen.» Umsetzen würde Dateien zu haben, möchte sie alle er alles: Fenster putzen, Auto waSeiten in einer einzigen Datei zu- schen, Hunde betreuen. Nur kosammenfassen. Wie das geht, chen, das könne er nicht so gut. Ab weiss sie aber nicht. Paolo soll ihr August besucht er die neunte Klasse in Neuenhof. Nach der obligatodabei helfen. Nach der Schilderung des Pro- rischen Schulzeit würde er gerne blems setzt sich Paolo an den eine Lehre als AutomobilfachSchreibtisch. Schnell versteht er, mann antreten. um was es geht. Und er kann die Sache lösen: Er zeigt Doris Gross DORIS UND Horst Gross haben den eine Internetseite, wo sie ihre ein- Altersworkshop Mitte Juni bezelnen Dateien hochladen kann. sucht, den die Gemeinde veranNach ein paar Klicks auf die ent- staltet hat. Dort hat Jugendarbeisprechenden Befehle fügt die ter Franz Kohler das Projekt «JuWebsite die Dokumente zu einer gendliche helfen Senioren» zueinzigen Datei zusammen. Im sammen mit einigen Neuenhofer Anschluss kann man sie herunter- Jugendlichen vorgestellt. Auch Paladen und auf dem Computer olo war vor Ort . «Nach dem Workshop habe ich mich mit meinem speichern. Währenddem Paolo Doris Gross PC-Problem an Herrn Kohler geden Prozess zeigt, schreibt sie sich wandt. Er hat die Sache dann ins jeden Schritt auf. «Kann man die Rollen gebracht», sagt Doris Gross. Datei auch noch komprimieren, Die Sache mit den PDF-Dateien sodass sie ein kleineres Format auf- beschäftigte sie schon länger. Sie weist?», fragt die Neuenhoferin. Pa- ist zufrieden mit Paolos Arbeit. olo denkt kurz nach und sagt: «Ich «Wenn ich das nächste Mal wieder glaube nicht.» Sie spielen den Vor- ein Problem mit meinem PC hagang des Zusammenfügens noch be, werde ich Franz Kohler eine einige Male durch. Dann ist Paolos Mail schreiben, damit du mir wieArbeit nach einer halben Stunde der hilfst», sagt sie zu Paolo.

Wie funktioniert das Angebot? Die Senioren haben eine Aufgabe, die sie Jugendlichen übertragen möchten. Sie nehmen mit mir Kontakt auf und ich leite die Anfrage weiter. Eine unserer Jugendlichen übernimmt die Koordination, weil sie die Fähigkeiten der Teens besser kennt. Sie sucht dann nach Personen, die das Angebot ausführen können. Wie kam das Generationenprojekt zustande? Ich habe analysiert, wel-

che Bedürfnisse in Neuenhof vorhanden sind: Was brauchen die Jugendlichen, was die Senioren? Diese Bedarfspaletten versuchen wir nun zusammenzubringen. Erstmals war dies am Altersworkshop vom 15. Juni der Fall: Dafür habe ich Jugendliche gesucht, die das Catering übernehmen und bereit sind, sich für das Projekt zu engagieren. Dort haben wir es auch erstmalig vorgestellt. Was ist das Ziel des Projekts? Wir möchten einen Beitrag für die Gesellschaft leisten, die Generationenbeziehungen neu aufleben lassen und sie verbessern. Wer macht mit? Im Moment sind es 15 Jugendliche, Tendenz steigend. Die Einsatzbereitschaft der Jugendlichen in Neuenhof ist ausserordentlich hoch: Ich arbeite seit 37 Jahren in diesem Metier. Das habe ich noch nie erlebt. Erhalten die Jugendlichen einen Lohn? Sie erhalten einen Beitrag,

der auf Verhandlungen basiert.

Wie geht es nun weiter? Wir hoffen,

dass das Angebot gut anläuft, die Jugendlichen einen guten Job machen und sich für weitere Aufgaben empfehlen. (rb)


SPREITENBACH KILLWANGEN/SPREITENBACH

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AUS DEM GEMEINDERAT Wetter zum jährlichen Ortsbürgeranlass, diesmal im Magazin der Feuerwehr Spreitenbach-Killwangen. Vier Angehörige der Feuerwehr hatten ein interessantes Programm zusammengestellt und führten die Teilnehmer nach einer kurzen Theorie durch einen Parcours von vier Stationen, an welchen die Strahlrohre geführt, mit der Drehleiter in die Höhe entschwebt oder die Ausrüstung der Feuerwehr näher betrachtet werden konnten. Auch durfte eine Ausfahrt mit dem «Evi», einer Autodrehleiter aus dem Jahr 1956, nicht fehlen. Im Anschluss an das Programm konnten sich die Anwesenden bei einem Apéro über das Erlebte unterhalten oder den Feuerwehrmännern brennende Fragen stellen. Die Ortsbürger bedanken sich herzlich bei der Feuerwehr Spreitenbach-Killwangen, dass sie sich Zeit für die Gruppe von Ortsbürgern genommen hat.

Öffnungszeiten in den Sommerferien Während der Sommerferien vom 8. Juli bis 9. August gelten folgende reduzierte Öffnungszeiten: Montag- bis Donnerstagvormittag: 8.30 bis 11.30 Uhr; Montagnachmittag: 14 bis 18.30 Uhr; Freitag: 7.30 bis 11.30 Uhr. Am DiensOrtsbürgeranlass Am Samstag, tag-, Mittwoch-, Donnerstag- und 29. Juni, trafen sich 17 Ortsbürger Freitagnachmittag ist die Gemein- Forstwart Marcel Wegmann vom Forstrevier Heitersberg sammelt am Montagmorgen von Killwangen bei schönstem deverwaltung geschlossen. INSERATE

Illegale Entsorgung Woche für Woche sammelt Forstwart Marcel Wegmann im Wald Abfall ein. MELANIE BÄR

und ein Sack voll liegengebliebener Verpackungsabfälle zusammengekommen. Normalerweise füllt der Forstwart drei 35-Liter-Säcke mit Abfall pro Einsammeltour. Auch Velos, grosse Möbel oder einen Tresor hat er schon vorgefunden. Am vergangenen Montag sammelte er einen ganzen Anhänger voll Unrat ein: Pfannen, Reisekoffer und einen Haufen Plastikabfall. Und das, obwohl in Spreitenbach als letzte Aargauer Gemeinde

Forstwart Marcel Wegmann fährt Richtung Forstmagazin, da kommt ihm Konrad Wiederkehr entgegen. Der ehemalige Präsident des Naturund Vogelschutzvereins Spreitenbach- Killwangen erzählt dem Forstwart begeistert, dass er Neuntöter gesichtet hat. Die beiden halten ei- «Ich habe Angst, dass nen kurzen Schwatz, ehe der Forst- dann noch mehr Abfall wart weiter Richtung Bauamt fährt. Wegmann ist wie jeden Montag- im Wald entsorgt wird.» morgen durch den Spreitenbacher MARCEL WEGMANN, FORSTWART Wald gefahren und hat den liegengelassenen Abfall eingesammelt. An diesem ersten Juli-Montag sind eine Pauschale für die Entsorgung «nur» ein Tisch, eine Plastikbadwan- bezahlt wird und somit beim Entne für Babys mit Gestell, ein Stuhl sorgen keine zusätzlichen Kosten


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AUS DEM GEMEINDERAT Gratulationen Fabienne PamukcuMock aus Rombach hat ihre Lehre als Fachfrau Betreuung Kinder erfolgreich bestanden. Der Gemeinderat und die Verwaltung gratulieren dazu ganz herzlich und wünschen Fabienne Pamukcu-Mock für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg. Baubewilligung Eine Baubewilligung ist erteilt worden an UPC Schweiz GmbH, Wallisellen, für Einbau Ladengeschäft «UPC Schweiz GmbH», Shopping Center 4. Personelles Frau Vanessa Müller hat ihre Anstellung als Sachbearbeiterin der Finanzverwaltung per 30. September gekündigt. Der Gemeinderat dankt Vanessa Müller für die geleisteten Dienste. Die Stelle ist zur Neubesetzung ausgeschrieben. Termine 6. Juli bis 11. August: Schul-Sommerferien. 1. August, 10.30 Uhr: Bundesfeier, auf dem Gemeindehausplatz, ab 17 Uhr Volksfest auf dem Sportplatz Ziegelei; 12. August, 17 Uhr: Unentgeltliche Rechtsauskunft, Gemeindehaus, Poststrasse 13.

n den Abfall im Wald ein.

Melanie Bär

im Wald verursacht Arbeit anfallen. Noch nicht. Demnächst wird auch in Spreitenbach eine Sackgebühr eingeführt. «Ich habe Angst, dass dann noch mehr Abfall im Wald entsorgt wird», sagt Wegmann. Vergehen wurden auch schon der Polizei gemeldet, jedoch ohne die Täterschaft ausfindig machen zu können. «Man müsste sie auf frischer Tat ertappen», so Wegmann. Auch das Aufstellen von zusätzlichen Abfallkübeln hat nichts genützt. «Der Abfallberg wurde noch grösser.» VERSTÄNDNIS fürs illegale Entsorgen hat er nicht. «Jeder soll das, was er in den Wald mitnimmt, auch wieder heimnehmen und dort entsorgen.» Ein weiteres Ärgernis sei, wenn für den Waldaufenthalt mit Fahrzeugen durchs Fahrverbot gefahren wird. «Der Wald ist ein Ort von Ruhe und Frieden und soll es auch bleiben»,

sagt Förster Peter Muntwyler. So gesehen sind die Abfalleinsammeltouren von Marcel Wegmann auch eine «optische Kontrolle», wie Muntwyler sagt. Deshalb lässt er die Arbeit bewusst von einem Forstwart erledigen, auch wenn

tag mit dem Natur- und Vogelschützer seien hilfreich. «Der Natur- und Vogelschutzverein macht sehr viel und die Zusammenarbeit ist sehr gut», so Wegmann.

«Der Wald ist ein Ort von Ruhe und Frieden und soll es auch bleiben.» PETER MUNTWYLER, REVIERFÖRSTER

das Einsammeln nicht zu den eigentlichen Arbeiten der Forstrevier-Mitarbeiter gehört. Bezahlt werden diese Arbeitsstunden von den Spreitenbacher Ortsbürgern, die so dafür Sorgen, dass der Wald ein sauberes Naherholungsgebiet bleibt. Und zufällige Begegnungen wie an diesem Mon- Anhänger voll Abfall eingesammelt.

Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Die Schalter sind wie folgt geöffnet: Mo., 8.30–11.30 Uhr und 13.30–18.30 Uhr, Di.–Do., 8.30–11.30 Uhr und 13.30–16 Uhr, Fr., 8.30–15 Uhr. Telefon 056 418 85 11, Fax 056 402 02 82. www.spreitenbach.ch. Schalteröffnungszeiten der Regionalpolizei an der Poststrasse 13 in Spreitenbach Montag, 8.30–11.30 Uhr und 13.30–18.30 Uhr; Dienstag, 8.30–11 Uhr; Mittwoch, Posten geschlossen; Donnerstag, 8.30– 11 Uhr; Freitag, 8.30–15 Uhr.

HINWEIS FILMABENDE Der Natur- und Vogel-

schutzverein Spreitenbach-Killwangen zeigt Naturfilme im Sprützehüsli. Gestartet wird mit «Expeditionen ins Tierreich – Wilde Heimat, Frühling/Sommer» am 12. Juli. Am 9. August geht es weiter mit «Unsere Erde». Zum Abschluss zeigen wir am 6. September «Expeditionen ins Tierreich – Wilde Heimat, Herbst/Winter». Die Vorführungen sind unentgeltlich und starten um 20 Uhr.


SPREITENBACH

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Am Bahnhof Killwangen führten Mitglieder vom Lokalkomitee Spreitenbach für die Konzernverantwortungsinitiative eine zweite Standaktion durch. (zVg)

Lokalkomitee sucht Gespräch mit Volk Komitee-Mitglieder informierten über die Konzernverantwortungsinitiative. Am vergangenen Samstag führten Mitglieder vom Lokalkomitee Spreitenbach für die Konzernverantwortungsinitiative eine zweite Standaktion am Bahnhof Killwangen durch und sprachen mit der Bevölkerung über die Initiative. Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung stimme

sie sehr positiv, sagt Ruth Miotti vom Lokalkomitee: «Für viele ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Konzerne dafür geradestehen sollen, wenn sie das Trinkwasser vergiften oder Menschen mit Gewalt von ihrem Land vertreiben.» Das Lokalkomitee, das im Februar gegründet wurde, will sich in den kommenden Monaten weiter engagieren und das Gespräch mit der Bevölkerung (zVg) suchen.

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SPREITENBACH

WOCHE NR. 28 DONNERSTAG, 11. JULI 2019

38 Medaillen für Karate Limmattal Die Karateschule Limmattal kehrt erfolgreich aus der nationalen Karate-Meisterschaft zurück.

Am letzten Sonntag im Juni fand in Luzern die Karate-Meisterschaft des Kimura Shukokai International Schweiz statt. Über 250 Teilnehmer aus der ganzen Schweiz waren dabei. Unter ihnen auch die Karateschule Limmattal. Sie reiste mit 46 Teilnehmern an. Die Schüler der acht Jahre alten Schule haben grosse Erfolge erzielt und konnten insgesamt 38 Medaillen erkämpfen. In allen Kategorien aller Altersund Niveauklassen wurde sehr fair bis zum erkorenen Sieger gekämpft. Dies in den Disziplinen Kumite (Kampf), Kata (Schattenkampf) und Teamkata. DIE SCHULLEITER der Karateschule

Limmattal, Sensei Dani Karakoc (sechster Dan) und Sensei Nina Schreiner Karakoc (fünfter Dan),

46 Teilnehmer und Teilnehmerinnen erkämpften sich in Luzern 38 Medaillen in drei Disziplinen. sehen in den Erfolgen ihrer Schüler eine Bestätigung ihrer harten Arbeit im Training mit den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. «Wir wollen uns jetzt aber nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen, sondern gehen mit vielen neuen Erkenntnissen und Eindrü-

Der Männer-Kochklub stellte 160 Hamburger her.

Männer-Kochklub als Festwirt Am Sommernachtsfest bewirtete der Männer-Kochklub die Gäste.

Für das erstmals in Zusammenarbeit von Jugendarbeit und Kulturkommission durchgeführte Sommernachtsfest vom 28. Juni wurde der Männer-Kochklub als Festwirt verpflichtet. Bereits am 26. Juni standen einige Mitglieder vom Kochklub im Einsatz. In der Küche der Turnhalle Boostock wurden aus rund 30 Kilo-

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gramm Hackfleisch 160 XXLHamburger zubereitet. Am Freitagmorgen begann man mit den Vorbereitungsarbeiten für den Abend. Der Getränkekühlwagen wurde angeliefert, das Buffet aufgestellt, die bestellten Lebensmittel abgeholt. Kurz vor 17 Uhr zündete man die Holzkohle an und als eine Stunde später die ersten Besucher auf dem Boostockplatz eintrafen, waren schon die ersten XXL-Hamburger auf dem Rost braun gebraten. (zVg)

cken ins Dojo zurück. Mit unserem Nationalkader, dem Dojo Limmattal, das elf Athleten stellt, arbeiten wir weiter daran, um an der kommenden Europameisterschaft in Portugal vom 9. bis 13. Oktober erfolgreich abzuschliessen», ergänzen die beiden

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Karatelehrer. «Das Wichtigste aber ist, dass unsere Schüler lernen, mit Erfolgen und Niederlagen umzugehen und ihre Energie für Positives in ihrem Leben und sozialen Umfeld einzusetzen vermögen», fügt Nina Schreiner Karakoc hinzu. (zVg)

34 Personen waren bei der Wanderung im Thurgau dabei.

zVg

Die Wandergruppe in Bischofszell

Die Monatswanderung führte die Spreitenbacher in den Kanton Thurgau.

34 Wanderer standen frühmorgens am 26. Juni am Bahnhof Killwangen. Auf dem Programm standen eine Wanderung der Thur entlang und ein Besuch der Rosenwoche in Bischofszell. Mit der Bahn fuhr man nach Kradolf. Hier marschierte man, im abwechslungsreichen Naturreservat Schönenberg, stets leicht auf

und ab der Thur entlang Richtung Bischofszell. Nach rund zwei Stunden Wanderzeit überquerte man die Thur und stieg in das Städtchen Bischofszell hinauf. Das Nachmittagsprogramm bestand aus einer Führung durch die Rosenausstellung. Zuerst unter dem Stadttor und danach im kühlen Museum erfuhr man Interessantes über die Geschichte von Bischofszell und die Entstehung der Rosenwoche. (zVg)


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WÜRENLOS

WOCHE NR. 28 DONNERSTAG, 11. JULI 2019

AUS DEM GEMEINDERAT

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LESERFOTO schule Lenzburg den hervorragenden dritten Rang. Gemeinderat und Gemeindepersonal sind stolz auf diese Leistung und gratulieren Rouven Imhof herzlich zu diesem Erfolg.

Rouven Imhof hat seine Lehre als Fachmann Betriebsunterhalt mit einem Notendurchschnitt von 5,3 bestanden. Prüfungserfolg von Rouven Imhof Rouven Imhof aus Bad Zurzach, der seine Lehre als Fachmann Betriebsunterhalt bei der Gemeindeverwaltung Würenlos absolviert hat, war bei der Lehrabschlussprüfung sehr erfolgreich. Er erzielte den ausgezeichneten Notendurchschnitt von 5,3. Damit erreichte er von allen Prüfungsabsolvierenden der BerufsINSERATE

Upgrade der Internetabonnemente beim Kommunikationsnetz Würenlos tbwnet.ch Das Dienstleistungsangebot des gemeindeeigenen Kommunikationsnetzes Würenlos bietet ein breites Angebot an äusserst attraktiven Dienstleistungen im Bereich Radio/TV inklusive Replay, Internet und Telefonie an. Das Kommunikationsnetz zeichnet sich unter anderem über eine zuverlässige Verfügbarkeit und einen kompetenten Kundendienst aus. Per 1. Juli haben alle Kunden des Kommunikationsnetzes Würenlos ein kostenloses Leistungsupgrade ihres Internetabonnements erhalten. Ergänzend zum bestehenden Angebot kann ab sofort im gesamten Versorgungsgebiet ein superschnelles Fiber500Abonnement mit der Geschwindigkeit von 500 000 kbit/s angeboten werden. Für Auskünfte stehen die Technischen Betriebe Würenlos unter Telefon 056 436 87 60 gerne zur Verfügung. Weitere Informationen findet man auch auf www.tbwnet.ch. Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Der Schalter der Gemeindeverwaltung ist wie folgt geöffnet: Montag, 8–11.30 Uhr und 14–18.30 Uhr, Dienstag bis Freitag, 8–11.30 Uhr und 14–16 Uhr. Telefon 056 436 87 87 oder 056 436 87 88, Fax 056 436 87 78. www.wuerenlos.ch.

Eine Leserin hat diese Blumenwiese auf ihrem Morgenspaziergang in Würenlos aufgenommen. Haben auch Sie ein schönes Sujet in der Region entdeckt? Senden Sie das Foto (im jpg-Format und in der Grösse von mindestens 1 MB), an: redaktion@limmatwelle.ch

GLÜCKWÜNSCHE ZUM GEBURTSTAG (2. TEIL) Folgenden Einwohnern im Alter von 75 und mehr Jahren gratuliert der Gemeinderat zum Geburtstag, den sie im Monat Juli feiern können, recht herzlich und wünscht ihnen ein schönes Geburtstagsfest und weiterhin gute Gesundheit. Frieda Moser-Streuli, Zelglistrasse 57 Leo Moser, Buechzelglistrasse 38 Svea Silberstein-Feneberg, Lättenstrasse 4 Paul Hofmann, Flühwiesenweg 3 Heinz Hug, Lindenweg 18 Nirupama Meier-Das, Büntenstrasse 21 Meinrada Bernet-Richle, Gatterächerstrasse 10 Peter Sieber, Altwiesenstrasse 14 Werner Galli, Erlenweg 1 Christian Soltermann, Roggenweg 10 Werner Hafner, Eibenweg 6 Brigitte Tschumi-Kohlenbusch, Lättenstrasse 4 Rudolf Gloor, Büntenstrasse 2

24./86 Jahre 30./82 Jahre 24./81 Jahre 29./81 Jahre 25./80 Jahre 22./79 Jahre 21./78 Jahre 27./78 Jahre 28./77 Jahre 28./77 Jahre 31./76 Jahre 26./75 Jahre 30./75 Jahre


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WÜRENLOS

WOCHE NR. 28 DONNERSTAG, 11. JULI 2019

Mit ihnen ist gut Kirschen essen Früchte haben derzeit Hochsaison. Landwirte erzählen, wie die bisherige Saison läuft.

RAHEL BÜHLER

«Zu verkaufen: Kirschen», steht im Moment auf vielen Plakaten. Sie stehen an Strassenrändern oder vor Hofläden. Von Ende Juni bis Mitte Juli haben Kirschen Saison. Die Limmatwelle hat bei Landwirten aus der Region nachgefragt, wie die bisherige Saison läuft und wie die runden, roten Früchte mit der Hitze zurechtkommen. Zwei von ihnen sind Felix und Brigitte Markwalder. Sie besitzen 25 Niederstammbäume und ernten im Durchschnitt 1,5 Tonnen Kirschen pro Jahr. Letztes Jahr waren es laut Felix Markwalder gar 1,7 Tonnen. Heuer rechnet er nicht mit so viel Ertrag: «Im April war es sehr kalt. Ausserdem haben die Bäume 2018 viele Früchte getragen. Es kann sein, dass sie heuer eine Pause machen.» Bis jetzt bereiten ihm die Früchte ansonsten aber keine Probleme. Auch, weil er einen elektronischen Vogelschreck montiert hat. «Er imitiert die Stimmen von Raubvögeln und vertreibt so andere Vögel, die die Kirschen fressen würden», erklärt Markwalder. EIN ANDERER ist Herbert Wohlge-

muth. Sein Bauernhof liegt in Neuenhof. Er besitzt 3 Hoch- und 13 Niederstammbäume. «Chlöpfer» oder «Cordia» heissen seine Sorten. Bis jetzt laufe die Saison gut, sagt Wohlgemuth: «Die Befruchtung im Frühling war sehr gut. Bei uns gibt es mehr Kirschen als im Vorjahr.» 2018 sei der Ertrag schlecht gewesen. Nur etwa 300 Kilogramm in der gesamten Saison. Heuer waren es zum Zeitpunkt des Interviews bereits deren 150. Der Grund liegt laut Wohlgemuth am Wetter: «Kirschen mögen Wärme und Sonne, nicht so viel Regen.» Auch Tobias Lüscher vom Wettinger Lüscherhof besitzt Kirschbäume. 20 Hochstammbäume sind es an der Zahl. Das ergibt normalerweise eine Jahresernte von anderthalb bis zwei Tonnen Kirschen. Mit dieser Menge rechnet

Felix und Brigitte Markwalder aus Würenlos vor den Schaumstoff-Kirschen, die vor ihrem Hof stehen. Lüscher auch heuer: «Bis jetzt hatten wir im 2019 perfektes Kirschenwetter», sagt er. Es sei genug warm gewesen und habe ab und zu geregnet. 2018 musste er die Bäume bewässern, das war heuer nicht der Fall. Die Hitzewelle Ende Juni habe den Kirschbäumen etwas zu schaffen gemacht: «Dann sind sie im Stress.» Aber sonst läuft bislang alles rund. Der Lüscherhof hat sein Angebot erweitert: Er bietet zum ersten Mal Kirschen zum Selberpflücken an. «Wir haben ein, zwei alte Bäume,

deren Früchte zu klein für den normalen Verkauf sind», sagt Lüscher. «Bevor wir sie verfaulen lassen oder den Spatzen überlassen, versuchen wir, sie so zu verwenden.» Pro Tag kämen nun 5 bis 20 Personen, die ihre Früchte selbst ablesen. Auch in Spreitenbach gibt es Kirschenanbauer: Reto Lienberger vom Lienbergerhof ist einer. «Mit den heissen Temperaturen sind die Früchte schnell reif geworden», sagt er. «Bis jetzt läuft die Saison sehr gut.» Er besitzt 85 Nie-

Rahel Bühler

derstammbäume und erntet in guten Jahren 2,5 Tonnen. IM GEGENSATZ zu den anderen be-

fragten Bauern sind seine Bäume gedeckt: «So haben wir weder Probleme mit dem Regen noch mit der Kirschessigfliege», erklärt Lienberger. Er macht aus den Früchten auch Konfitüre für den Verkauf im Hofladen. Ansonsten verkauft er die Kirschen schachtelweise, genau wie Markwalder, Wohlgemuth und Lüscher auch.


LIMMATTAL

Kiss-Kafi

Wettingen und Spreitenbach trotzen der Hitze am Next Cup

Neu führt der Verein KISS Region Baden jeden vierten Mittwoch im Monat ein Treffen durch.

Die beiden Aargauer Mannschaften traten gegen Teams aus den Kantonen Luzern, Schwyz und Zürich an.

14 C-Junioren-Fussballmannschaften sind am 29. Juni in der Sportanlage Buchlern in Zürich Altstetten gegeneinander angetreten. Darunter auch zwei Aargauer Mannschaften. Der FC Spreitenbach erreichte den neunten Rang. Der FC Wettingen wurde Elfter. Der Anlass fand bereits zum fünften Mal statt. Insgesamt sind über 200 Jugendliche aus den Kantonen Aargau, Luzern, Schwyz und Zürich angereist, um den Pokal nach Hause zu holen. Auf und neben dem Fussballplatz war einiges los: Das Tagesturnier bot hochstehende Gruppen-, Platzierungs- und Finalspiele und wurde von einem Torwandschiesswettbewerb umrahmt, an dem auch die Besucher teilnehmen konnten. DA DEN Turnierteilnehmern in Kürze die Berufswahl bevorsteht, lag der Fokus neben dem Platz auf der Ausbildung der Jugendlichen: Die Sponsoren und Organisatoren des Turniers, darunter die zur Poenina-Gruppe

Der Nachbarschaftshilfe-Verein KISS Region Baden führt neu jeden vierten Mittwoch im Monat das KISS-Kafi im Manor-Restaurant in Baden durch. «Der Vereinszweck ist Nachbarschaftshilfe», sagt Vorstandsmitglied Margrit Wahrstätter. Konkret geht es darum, die Nachbarschaftshilfe in den Gemeinden Baden, Brugg, Neuenhof, Nussbaumen, Turgi, Untersiggenthal und Wettingen zu fördern. Die Teilnehmenden

Ein Spieler des FC Wettingen im Kampf gegen den FC Altstetten. gehörende Demuth AG aus Baden-Dättwil, stellten ihre Ausbildungsberufe vor. Als Aus- und Weiterbildungspartner der Sponsoren war auch die Schweizer Armee vor Ort, welche viel Aufmerksamkeit auf sich zog: Offiziers-Aspiranten stellten an einem Stand eine Sport-App vor, bei der alle Besucher ihre Fitness messen konnten. Zum Abschluss überreichte Rainer Maria Salzgeber an der Siegerehrung die Preise. (zVg) Arthur Mbuvi aus Spreitenbach.

zVg

«Der Vereinszweck ist Nachbarschaftshilfe.» MARGRIT WAHRSTÄTTER, VORSTANDSMITGLIED

und Vereinsmitglieder stammen auch aus dem Limmattal. Es gibt den Verein nicht nur in der Region Baden. Es existieren eine gesamtschweizerische Sektion sowie verschiedene, regionale Untersektionen. «Die eigentliche Arbeit geschieht in den Regionen», so Wahrstätter weiter. zVg

«ZIEL IST, dass Menschen aller Generationen, die Betreuung benöti-

VERMISCHTES

Sara Avdi, Michael Kull, Daniele Cordasco, Alicia Gerber (v.l.). Es fehlt Loris Gregori. LEHRABSCHLUSSPRÜFUNGEN In der Stadtverwaltung Baden haben dieses Jahr mehrere Auszubilden-

de ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Alicia Gerber als Kauffrau MProfil, Sara Avdi als Kauffrau BProfil sowie Michael Kull als Fachmann Information und Dokumentation. Zudem freut sich die Stadt Baden, dass drei Wirtschaftsmittelschüler das Praxisjahr in der Stadtverwaltung absolviert haben und ebenfalls das eidgenössische Fähigkeitszeugnis erlangt haben. Es sind: Victoria Säuberli, Daniele Cordasco und Loris Gregori. Zusammen mit den Berufsbildenden, die viel Engagement in die Betreuung investiert haben, freut sich die Stadt Baden über die erfolgreichen Diplomandinnen und Diplomanden. Sie wünscht ihnen

bei ihrem Schritt ins Berufsleben heute im Kurpark fehlende öfviel Erfolg und alles Gute. fentliche Toilette realisiert werden. Sie wird für die KurparkbesuKURPARK BADEN Gestern Mittwoch cher rund um die Uhr zugänglich war es so weit: Der Kurpark Baden sein. wird um eine Attraktion reicher. In der ehemaligen Trafostation CORDULAPASSAGE Nach den Vandaentstehen das neue Parkbistro lenakten haben sich die Stadt Baund eine öffentliche Toilette, ein den, City Com und die Betreiber Gemeinschaftsprojekt der Ein- des «le passage» dazu entschlossen, wohnergemeinde Baden, der Re- nochmals einen Anlauf mit einem gionalwerke AG Baden und des neuen Klavier zu starten. Das neue Grand Casino Baden. Parkbesu- Klavier wurde am 5. Juli in der Corcher finden dort künftig während dulapassage platziert. In den drei Nächten vor den Osder Sommersaison von April bis Oktober einen neuen gastronomi- tertagen hatten Vandalen das öfschen Hotspot für ihre Verpfle- fentliche Klavier in der Cordulagung über Mittag, ein Picknick im passage so stark beschädigt, dass Park oder einen Apéro nach Feier- es schliesslich nicht mehr bespielabend. Mit dem Gastronomie-Pro- bar war. Da sich eine Reparatur jekt «Parkbistro» konnte auch die nicht mehr lohnte, wurde das be-


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WOCHE NR. 28 DONNERSTAG, 11. JULI 2019

für Nachbarschafthilfe

Meldung der Kantonspolizei Bei Belagsarbeiten auf der A1 wurde ein Angestellter in der Nacht von Montag auf Dienstag von einem Lastwagen erfasst und tödlich verletzt. Der 36-jährige Lastwagenlenker erfasste beim Rückwärtsfahren den 70-jährigen Arbeiter. Die Staatsanwaltschaft hat eine Strafuntersuchung eröffnet. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen sind noch im Gange. Der Führerausweis wurde dem Lenker entzogen.

24300 Exemplare. Erscheint jeden Donnerstag.

Beim zweiten KISS-Kafi vom Mittwoch, 26. Juni, ging es um den Austausch untereinander. gen, durch Nachbarschaftshilfe möglichst lange zu Hause in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können», heisst es auf der Internetseite des Vereins. Dafür organisiert er verschiedene Projekte. Einer davon ist das KISS-Kafi: Bei der zweiten Ausgabe vom Mittwoch, 26. Juni, ging es um den Austausch untereinander und um die Möglichkeiten in der Nachbarschaftshilfe unter dem

Motto: «KISS: Keep it small and simple». Wer etwas geben kann, erhält für die geleistete Zeit Zeitgutschriften. Nimmt er oder sie eine Dienstleistung entgegen, so wird mit diesen Zeitgutschriften «bezahlt».

schädigte Klavier entsorgt. Die überwiegend positiven Rückmeldungen auf das «öffentliche Klavier» in der Cordulapassage haben die Beteiligten dazu animiert, einen zweiten Anlauf zu nehmen. Die Betreiber des Restaurants «le passage» werden sich auch künftig um die Öffnung und Schliessung des Klaviers – es steht ausser sonntags zwischen 10 und 22 Uhr zur Verfügung – kümmern.

kunft führt ihn zurück in sein angestammtes Gebiet: Als Geschäftsführer wird er libs Industrielle Berufslehren Schweiz leiten.

STADT BADEN Verwaltungsleiter

Christian Villiger hat gekündigt und wird die Stadt Baden per Ende Oktober verlassen. Christian Villiger hat sich entschieden, sich beruflich neu zu orientieren und eine neue Herausforderung anzunehmen. Seine berufliche Zu-

DIE FRAGE kam auf, ob auch für das

Hüten des Gartens und der Katze während der Ferien Zeit gutgeschrieben werden kann. Die Ant-

DER BADENER ORGELSOMMER steht

vor der Tür. Am Mittwoch, 17. Juli, spielt die Organistin Antje Maria Traub Werke von Mendelssohn, Gade, Bartmuss und Merkel. Der Anlass dauert von 12.15 bis 12.45 Uhr und findet in der Stadtkirche Baden statt. Der Eintritt ist frei, es gibt eine Kollekte. Am Mittwoch, 24. Juli, spielt die Organistin Alexandra Nigito Werke von Lübeck, Buxtehude, Bach und Bruhns. Der Anlass dauert von 12.15 bis 12.45 Uhr und findet in der Stadtkirche Baden statt. Der Eintritt ist frei, es gibt eine Kollekte.

zVg

wort heisst: Mitgliedschaft. Zum Mitmachen wird man Vereinsmitglied für einen einmaligen Beitrag von 100 Franken im Verein KISS Region Baden. www.kiss-regionbaden.ch, das nächste KISS-Kafi fürs Kennenlernen, Austauschen und Zusammensein findet nach den Sommerferien am Mittwoch, 28. August, im Manor-Restaurant in Baden statt. (zVg/LiWe)

FAMILIENZENTRUM KARUSSELL «Mit

dem Karussell im Wald» heisst der Anlass, der am Dienstag, 16. Juli, von 15 bis 16.30 Uhr stattfindet. Gemeinsam mit dem Team von «NaturSpielWald» wird der Österliwald zum Abenteuerspielplatz. An verschiedenen Stationen kann nach Lust und Laune ausprobiert und entdeckt werden. Zum Abschluss gibt es ein Zvieri. «Spielen im Kurpark mit dem Karussell» ist ein anderer Anlass des Familienzentrums. Er findet am Mittwoch, 24. Juli, von 15 bis bis 16.30 Uhr statt. Im Kurpark bauen die Teilnehmenden einen kleinen Parcours auf – Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Spass. Zum Schluss gibt es ein Zvieri.

Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos HERAUSGEBERIN: AZ Anzeiger AG, Kronenplatz 12, 5600 Lenzburg GESCHÄFTSFÜHRER: Stefan Biedermann, stefan.biedermann@chmedia.ch, Telefon 058 200 58 10 REDAKTION redaktion@limmatwelle.ch Telefon 058 200 58 20 REDAKTIONSLEITUNG: Melanie Bär, melanie.baer@chmedia.ch REDAKTIONSTEAM: Rahel Bühler, rahel.buehler@chmedia.ch Manuela Page, manuela.page@chmedia.ch REDAKTIONSSCHLUSS: Montag, 8 Uhr COPYRIGHT Herausgeberin Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material INSERATE: Brigitte Gähwiler, brigitte.gaehwiler@chmedia.ch Telefon 058 200 53 73 DRUCK: Mittelland Zeitung AG, 5001 Aarau ZUSTELLUNG: Die Post ABO SERVICE: E-Mail: abo@chmedia.ch / Stichwort Liwe, Telefon: 058 200 55 55, Telefax: 058 200 55 56 EIN PRODUKT DER

VERLEGER: Peter Wanner www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch


AGENDA

KIRCHLICHE MITTEILUNGEN

SPREITENBACH

WETTINGEN

Kath. Kirche St. Sebastian, «Mensch, Natur und Objekt» Kunst Schartenstrasse 155 in der Gemeindegalerie Spreiten- Samstag, 13. Juli, 17.30 Uhr, Eubach. Gemeindehaus, Freitag, 12. Juli, charistiefeier (Gregor Tolusso). 8.30–15 Uhr. Montag, 15. Juli, Sonntag, 14. Juli, 9.30 Uhr, Eucha8.30–11.30 und 13.30–18.30 Uhr. ristiefeier (Hans Boog); 12 Uhr, Dienstag, 16., Mittwoch, 17., und Don- Beichtgelegenheit in polnischer nerstag, 18. Juli, 8.30–11.30 und Sprache; 12.15 Uhr, Eucharistie13.30–16 Uhr. feier in polnischer Sprache. Mittwoch, 17. Juli, 9 Uhr, EucharistieNaturfilm einmal anders Der Natur- feier; 19 Uhr, Rosenkranzgebet in und Vogelschutzverein Spreitenpolnischer Sprache. Donnerstag, bach-Killwangen zeigt auch in die- 18. Juli, 8 Uhr, Eucharistiefeier. sem Sommer dreimal Naturfilme im Sprützehüsli. Gestartet wird Kath. Kirche St. Anton, die Serie mit dem ARD-Video «Ex- Antoniusstrasse 12 peditionen ins Tierreich – Wilde Freitag, 12. Juli, 18.30 Uhr, EuchaHeimat, Frühling/Sommer». Gäste ristiefeier in der Kapelle. Samstag, sind willkommen. Kleiner Apéro 13. Juli, 18 Uhr, Eucharistiefeier in der Pause. Sprützehüsli Sternen(Hans Boog). Sonntag, 14. Juli, 11 platz Spreitenbach, Freitag 12. Juli, Uhr, Santa Messa in lingua italia20 Uhr. na; 12.15 Uhr, Gottesdienst in kroatischer Sprache. Mittwoch, 17. Mittagstisch Pro Senectute Aargau Juli, 9 Uhr, Eucharistiefeier in der Für Seniorinnen und Senioren ab Kapelle. Donnerstag, 18. Juli, 60. An-/Abmeldung bis spätestens 19.30 Uhr, KEIN Rosenkranzgebet zwei Tage im Voraus an Priska in kroatischer Sprache (Ferien). Kretz, Tel. 056 401 50 08. Altersund Pflegeheim im Brühl, Montag, 15. Kloster Wettingen, Juli, 12 Uhr. Klosterstrasse 12 Sonntag, 14. Juli, 9.30 Uhr, christYoga-Lektion Vinyasa Flow. Natiokatholische Eucharistiefeier (Ronales Trainingszentrum Taekwon-Do land Lauber); 11 Uhr römisch-kaSchweiz, Montag, 15. Juli, 20–21 Uhr. tholische Eucharistiefeier (Hans Boog).

WETTINGEN

Ausstellung «Im Fluss» Museum Eduard Spörri. Eintritt frei. Museum Eduard Spörri, Samstag, 13. Juli, 14–17 Uhr. Flohmarkt Rathausplatz, Samstag, 13. Juli, 6 Uhr.

Ref. Kirche, Etzelstrasse 22 Sonntag, 14. Juli, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Renate Bolliger König).

NEUENHOF

Kath. Pfarrkirche St. Josef, Glärnischstrasse 12 Samstag, 13. Juli, 17 Uhr, Rosen«Kafi treff.punkt» Menschen aus al- kranzgebet; 18.30 Uhr, Eucharisler Welt treffen. Villa Fluck, Montag, tiefeier (Pater Lang). Sonntag, 15. Juli, 17–20 Uhr. 14. Juli, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Pater Lang). Montag, 15. Juli, Mittagstisch Pro Senectute Aargau 17 Uhr, Rosenkranzgebet. MittFür Seniorinnen und Senioren ab woch, 17. Juli, 19 Uhr, Wortgottes60. Auskunft: Hedy Fitsche, Tel. dienst mit Kommunionfeier. Don056 426 24 61. Hotel Zwyssighof, nerstag, 18. Juli, 17 Uhr, RosenDienstag, 16. Juli, 11.30 Uhr. kranzgebet.

WOCHE NR. 28 DONNERSTAG, 11. JULI 2019

SPREITENBACH

Kath. Pfarrkirche St. Kosmas & Damian, Ratzengasse 3 Freitag, 12. Juli, 19 Uhr, Eucharistiefeier; 19.30 Uhr, Anbetungsstunde. Samstag, 13. Juli, 18 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunion (Petre Karmazichev). Sonntag, 14. Juli, 9.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunion (Petre Karmazichev); 15 Uhr, Gedächtnisgottesdienst für Biagio Cirone. Mittwoch, 17. Juli, 9.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunion. Alters- und Pflegeheim Im Brühl, untere Dorfstrasse 10 Freitag, 12. Juli, 10.15 Uhr, Eucharistiefeier. Ev.-ref. Dorfkirche, Chilegass 18 Sonntag, 14. Juli, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Renate Bilinski). Anschliessend Kirchenkaffee.

KILLWANGEN

Kath. Pfarrkirche Bruder Klaus, Kirchstrasse 9 Freitag, 12. Juli, 19 Uhr, Eucharistiefeier. Sonntag, 14. Juli, 11 Uhr, Eucharistiefeier (Laurentius Bayer).

WÜRENLOS

Kath. Pfarrkirche St. Maria, Schulstrasse 21 Sonntag, 14. Juli, 10 Uhr, Eucharistiefeier (Gregor Tolusso); 18 Uhr, Rosenkranzgebet. Mittwoch, 17. Juli, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier. Ev.-ref. Kirche Würenlos, Gipfstrasse 4 Sonntag, 14. Juli, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Timothy Cooke). Klosterkirche Fahr Samstag, 13. Juli, 19 Uhr, Abendlob. Sonntag, 14. Juli, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier; 16 Uhr, vierstimmiges Abendgebet. Donnerstag, 18. Juli, 19.30 Uhr, Gebet am Donnerstag.

KIRCHLICHE VERANSTALTUNGEN Bibelforum zum Galaterbrief, Kirchgemeindehaus, Gipfstr. 4, Würenlos, Donnerstag, 18. Juli, 19 Uhr. Souverän mit Tablet und Smartphone umgehen – Tablet heroes Wer ein Tablet zu nutzen weiss, kann in vielen Bereichen profitieren: Die digitalen Geräte können den Alltag erleichtern und bereichern. Wer pensioniert ist oder kurz davor steht und technisch auf dem Laufenden blei-

ben möchte, kann beim Generationenprojekt mitmachen. In zwei Modulen (Mittwoch, 21., und 28. August, 14–17 Uhr) lernt man den Umgang mit Tablets – und zwar direkt von den DigitalProfis der jungen Generation. Vorkenntnisse sind keine notwendig. Ein Übungsgerät wird zur Verfügung gestellt. Der Kurs ist kostenlos. Den Inhalt können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst bestimmen. Die

Platzanzahl ist beschränkt. Anmeldungen bis am 14. Juli an Gabi Pollinger im kath. Pfarramt Neuenhof/Killwangen (pollinger@pfarrei-neuenhof.ch). Weitere Infos unter Tel. 056 416 00 94 oder unter www.tabletheroes.ch. Tablet heroes wird von infoklick.ch, Kinder- und Jugendförderung Schweiz, in Kooperation mit der Jugendarbeit Neuenhof und der katholischen Pfarrei Neuenhof durchgeführt.

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«MEIN GOTT»

Christina Fuhrmann, Pastoralassistentin i. A. der Pfarreien St. Anton und St. Sebastian Wettingen und St. Maria Würenlos. Obwohl ich Theologin bin, lese ich noch immer manche Bibelgeschichten und denke: «Was zum Teufel? Verstehe ich nicht!» Eine dieser Geschichten war für mich lange Zeit die von Maria und Marta. Jesus kommt zu Besuch und Marta ist damit beschäftigt zu «dienen». Also den Haushalt zu machen, für Jesus zu kochen und eben gastfreundlich zu sein. Maria hingegen setzt sich zu Jesus und hört ihm einfach zu. So weit, so gut. Und was sagt Jesus dazu? Maria wird gelobt und Marta, die alle Arbeit alleine macht, getadelt. Verstehe ich nicht! Es gibt zwar eine gute Erklärung für die Reaktion von Jesus, aber es widerspricht all dem, wie ich erzogen wurde: Wenn ein Gast kommt, muss es sauber sein, man tischt etwas Feines auf und hat eben seine Pflichten. Was macht Marta also falsch? Mit Blick auf die für uns anstehenden Sommerferien wohl so einiges. Sommerzeit ist für viele eine ruhigere Zeit, auch für mich. In einigen meiner Arbeitsbereiche geht es nun weniger intensiv zur Sache. Es gibt nun zwei Möglichkeiten: Entweder gehe ich auf die Suche nach neuer Arbeit, so wie Marta, oder ich nehme mir ganz bewusst Zeit für die wichtigen Dinge im Leben und die einzigartigen Momente, die ich sonst verpassen könnte, so wie Maria. «Wichtig» kann für jeden etwas anderes sein. Vielleicht eine Tasse Kaffee mit einer Freundin trinken. Vielleicht aber auch einfach mal für sich selber da sein. Oder für Gott? Ich selbst bin darin auch nicht immer gut, aber ich bin überzeugt, dass es eine Übungssache ist. Die Zeit, mich in den wichtigen Dingen einzuüben, die will ich mir nun nehmen und diese wunderbare Jahreszeit geniessen. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch

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Limmatwelle Woche 28

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