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090_2019

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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 26 352 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 090 I 173. Jahrgang I Dienstag, 19. November 2019

Keine Gross-ARA

Ämtler für Noser

Obfelden will die eigene Kläranlage bis 2045 weiter betreiben. > Seite 3

Als einzige Landgemeinde hätte Rifferswil die Grüne Marionna Schlatter gewählt. > Seite 4

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«Leben ist Sprache» Der Iraker Usama Al Shahmani las in der Regionalbibliothek aus seinem neusten Buch. > Seite 6

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«Weg zu den Sternen» Bus nach Cham -

Deborah Müller referierte an der Volkshochschule Knonauer Amt. > Seite 7

Amtsübergabe nach 32 Jahren Gemeindeschreiber Wettswil: auf Reinhold Schneebeli folgt Alexandra Brandenberger Es ist eine Ära, die vergangenen Freitagmittag in Wettswil zu Ende ging: Nach fast 32 Jahren hat Reinhold Schneebeli die Leitung der Gemeindeverwaltung abgegeben. Seinen letzten Arbeitstag hat er allerdings erst Anfang 2020. ................................................... von thomas stöckli Mit einer Unterschrift endete für Reinhold Schneebeli am letzten Freitag, kurz nach 11 Uhr, das Engagement als Gemeindeschreiber von Wettswil. Nach fast 32 Jahren hat er die Leitung der Gemeindeverwaltung an seine Nachfolgerin Alexandra Brandenberger übergeben, in Anwesenheit von Gemeindepräsidentin Katrin Röthlisberger, Statthalter Claude Schmidt und Bezirksratsschreiberin Eliane Potratz. Im neuen Gemeindegesetz ist sie eigentlich gar nicht mehr verankert, die Amtsübergabe in Anwesenheit eines Bezirksrats-Vertreters. «Wir halten an dieser schönen Tradition trotzdem fest», so Statthalter Claude Schmidt. Nicht nur im Rahmen der Aufsichtspflicht, sondern auch als Gelegenheit, mit der neuen Person in Kontakt zu treten. Und weiter sei es auch eine Ehrerbietung für die Person, die geht. Der formelle Teil war schnell abgehakt. «Ich habe es praktisch gemacht», so Schneebeli, «wie ich es immer gemacht habe.» «Du hast etwas geprägt in diesem Dorf», würdigte Statthalter Claude Schmidt dessen Engagement und sprach von einer angenehmen Zusammenarbeit. Für den konstruktiven Umgang spricht auch die personelle Kontinuität – auf der Verwaltung ebenso wie in der Behörde: In seinen 32 Jahren als Schreiber habe er es mit nicht mehr als 14 verschiedenen Personen im Gemeinderat zu tun gehabt so Schneebeli. Auch den Bezirksrat

Das Pilotprojekt der Buslinie 42 zwischen Knonau und Cham startet am 15. Dezember. > Seite 9

Die Autobahn und das Gewerbe Der Strukturwandel im Detailhandel und wie das Wachstum im Zusammenhang mit der Verkehrsanbindung diesen abschwächt, das ist Thema im dritten Teil der Serie zum 10-Jahre-Jubiläum die Autobahn A4 im Knonauer Amt. Eine besonders bewegte Geschichte hat die Raststätte My Stop in Affoltern. Im Nachhinein sei es ein Fehler gewesen, das Projekt trotz der Bedingungen des Kantons durchzuziehen, so Initiant Robert Marty. ................................................... > Berichte auf Seite 5

«Di fair Milch» auch in Affoltern

Amtsübergabe im Gemeindeschreiber-Büro Wettswil: Reinhold Schneebeli und seine Nachfolgerin Alexandra Brandenberger (vorne) mit Gemeindepräsidentin Katrin Röthlisberger, Statthalter Claude Schmidt und Bezirksratsschreiberin Eliane Potratz (hinten, von links). (Bild Thomas Stöckli) hat die Gemeinde wenig beschäftigt. In Erinnerung bleibt einzig eine Stimmrechtsbeschwerde gegen die Weisung zur Golfplatz-Abstimmung vom 18. Juni 2001. Das Bundesgericht sah dann keinen Grund, den damaligen Urnengang aufzuheben.

Kontinuität als Ziel «Reini wird fehlen», sagte Gemeindepräsidentin Katrin Röthlisberger. «Als wir hörten, dass er vorzeitig gehen will, war uns klar: Das wird nicht einfach werden.» In der Person von Alexandra Brandenberger ist eine Nachfolgerin gefunden, die ihre politi-

sche Vorgesetzte ebenso überzeugt wie ihren Vorgänger. Seit Anfang Oktober ist sie sich am Einarbeiten, nun gilt es ernst. «Es wird eine Herausforderung sein», ist sie sich bewusst, «aber das habe ich ja auch gesucht.» So freue sie sich auf die neuen Aufgaben und die Zusammenarbeit mit dem ebenso motivierten wie sachkundigen Team. «In der Bewerbung habe ich geschrieben: ‹Ich will länger bleiben.› Und das habe ich auch ernst gemeint.» Ihrer letzten Arbeitgeberin, der Gemeinde Geroldswil, hat sie 18 Jahre die Treue gehalten. Der Zeitpunkt seines Rücktritts sei nicht zufällig gewählt, verriet Schnee-

beli. Die kommende Anpassung der Gemeindeordnung könne nun genutzt werden, um die Abläufe in der Verwaltung zu überprüfen. Das Chefbüro hat er bereits abgegeben, in seiner kleinen Arbeitsnische im angrenzenden Sitzungszimmer bleibt er allerdings noch einige Wochen über den Jahreswechsel hinaus aktiv. So will er unter anderem die Abrechnung des Kunstrasens noch selber machen. Seiner Nachfolgerin ist das nur recht: «Bei ihm ist so viel implizites Wissen vorhanden, das kann ich gar nie aufholen», so Alexandra Brandenberger. «Ich versuche noch so viel wie möglich aufzusaugen.»

Präsidentin der Chefärzte im Kanton

Zwei weitere Einheitsgemeinden

An ihrer Generalversammlung hat die Chefärztegesellschaft des Kantons Zürich am vergangenen Mittwoch turnusgemäss eine neue Präsidentin gewählt. Dr. med. Nadja Lindenmann, Chefärztin Innere Medizin am Spital Affoltern, übernahm das Amt von Dr. med. Thomas Hillermann, Chefarzt Anästhesie am Spital Bülach. Zur Vizepräsidentin wurde KD Dr. med. Stephanie von Orelli, Chefärztin Frauenklinik und Departementsleiterin Frau, Mutter und Kind am Stadtspital Triemli, gewählt. Die Chefärztegesellschaft des Kantons Zürich ist die Interessensvertretung der Chefärzte und Leitenden Ärzte in den öffentlichen und nicht-universitären Spitälern des Kantons. Mit rund 130 Mitgliedern ist sie die grösste Vereinigung dieser Art in der Schweiz.

An der Urnenabstimmung vom Sonntag haben sich Aeugst und Ottenbach deutlich für die Zusammenlegung von politischer Gemeinde und Primarschulgemeinde ausgesprochen.

Nadja Lindenmann. (Bild zvg.)

In zehn der 14 Ämtler Gemeinden ist die Primarschule schon Teil der politischen Gemeinden. Nun schlagen im Rahmen der Anpassungen der Gemeindeordnungen ans Zürcher Gemeindegesetz und im Sinne einer ganzheitlichen Kommunalpolitik auch Aeugst und Ottenbach diesen Weg ein. An den entsprechenden Volksabstimmungen haben sich die Aeugster mit 460 Ja- zu 81 Nein-Stimmen und die Ottenbacher mit 554 Ja- zu 118 NeinStimmen deutlich dafür ausgespro-

chen. Somit verbleiben die Primarschulgemeinden in Maschwanden – hier war im Februar ein Zufallsmehr von vier Stimmen gegen die Bildung einer Einheitsgemeinde – und in Wettswil, wo beide Behörden gegen eine Zusammenlegung sind – als einzige im Bezirk eigenständig.

Start im Juli 2020 Sowohl in Aeugst wie auch in Ottenbach soll die neue Gemeindeordnung – und damit auch die Einheitsgemeinde – per 1. Juli 2020 in Kraft treten. Die Primarschulgemeinden bleiben weiterhin für schulische und pädagogische Belange zuständig und habe ein direktes Antragsrecht an Gemeindeversammlung und Urne. (tst.)

Der Verein Aemtlerchorb, die Säuliämtler Organisation für den Vertrieb regionaler Hofprodukte, vertreibt die Produkte von 14 Säuliämtler Bauernbetrieben nun auch über den Verkaufsautomaten Hoflaedeli24.ch. Eines der über 30 Produkte, die im ersten Prototypen erhältlich sind, ist die faire Milch Säuliamt, die damit erstmals in Affoltern verkauft wird, auf Davids Holstein Ranch, an der Zürichstrasse 1. (sals) ................................................... > Bericht auf Seite 12 anzeigen


Ersatzwahl eines Mitgliedes der reformierten Kirchenpflege Affoltern am Albis für den Rest der Amtsdauer 2018 - 2022 Für den aus der Kirchenpflege zurückgetretenen Philippe Dietrich ist eine Nachfolgerin / ein Nachfolger für den Rest der laufenden Amtsdauer 2018 – 2022 zu wählen. Für die Ersatzwahl gelten die Bestimmungen des Gesetzes über die politischen Rechte der Stillen Wahl. Sind die Voraussetzungen für die Stille Wahl nicht erfüllt, wird ein leerer Wahlzettel verwendet (§§ 48–54 GPR). Ein allfälliger erster Wahlgang fände am 17. Mai 2020 statt. Die Stimmberechtigten sind hiermit aufgerufen, innert 40 Tagen bei der Kirchenpflege Wahlvorschläge für die bevorstehende Ersatzwahl einzureichen. Wahlvorschläge, die von mindestens 15 Stimmberechtigten der Kirchgemeinde Affoltern am Albis unterzeichnet sein müssen, sind der Kirchenpflege, Reformierte Kirche Affoltern am Albis, Zürichstrassse 94, 8910 Affoltern am Albis bis am 29. Dezember 2019 einzureichen. Die Unterzeichner eines Wahlvorschlags müssen eigenhändig mit Namen und Vornamen unterschreiben, beizufügen sind das Geburtsdatum und die Adresse (Strasse und Hausnummer). Beim Kandidaten bzw. bei der Kandidatin müssen Namen, Vornamen, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort angegeben werden. Es wird empfohlen, das vom Sekretariat der Kirchenpflege vorbereitete Kandidatenblatt zu verwenden. Jede Person darf höchstens auf einem der Wahlvorschläge genannt sein. Jede Person kann nur einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Die Unterzeichnung kann nicht zurückgezogen werden. Wenn die Unterzeichnenden eines Wahlvorschlags keine zur Vertretung ermächtigte Person bezeichnen, gilt die erstunterzeichnende, und wenn diese verhindert ist, die zweitunterzeichnende Person als berechtigt, Vorschläge zurückzuziehen und andere Erklärungen gegenüber der wahlleitenden Behörde abzugeben. Die eingereichten Vorschläge werden nach Ablauf der Frist veröffentlicht. Gleichzeitig wird eine neue Frist von sieben Tagen angesetzt, innert der frühere Vorschläge geändert oder zurückgezogen oder neue Wahlvorschläge eingereicht werden können. Nach Ablauf der zweiten Frist können die Vorschläge nicht mehr verändert werden. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften des Gesetzes über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs bei der Bezirkskirchenpflege Affoltern, Martin Billeter, Präsident, Püntenstrasse 16, 8932 Mettmenstetten, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Die Beweismittel sind, soweit möglich, beizulegen. 19. November 2019

Gemeindeversammlung Die Stimmberechtigten werden am Montag, 2. Dezember 2019, 19.30 Uhr, in den Kasinosaal, Verwaltungszentrum, Marktplatz 1, zur Gemeindeversammlung eingeladen. Zur Behandlung gelangen folgende Geschäfte: A) Sekundarschulgemeinde Affoltern am Albis / Aeugst am Albis und Politische Gemeinde 1. Gemeinsame Vorstellung des Finanzplanes 2019 bis 2023 B) Sekundarschulgemeinde Affoltern am Albis / Aeugst am Albis 1. Genehmigung Budget 2020 und Festsetzung Steuerfuss für das Jahr 2020 2. Bekanntmachungen Der beleuchtende Bericht kann ab Montag, 18. November 2019, auf der Homepage www.osa.ch heruntergeladen werden oder wird auf Verlangen kostenlos zugestellt. C) Politische Gemeinde 1. Genehmigung Budget 2020 und Festsetzung Steuerfuss für das Jahr 2020 2. Genehmigung und Festsetzung der Gebührenrahmenverordnung 3. Bekanntmachungen Die Beleuchtenden Berichte können ab Montag, 18. November 2019, auf der Homepage www.stadtaffoltern.ch heruntergeladen werden oder sie werden auf Verlangen kostenlos zugestellt.

Liegenschaften Verkäufe

15. November 2019 Stadtrat Affoltern am Albis

Einbürgerungen Mit Beschluss vom 12. November 2019 hat der Stadtrat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Stadt Affoltern am Albis aufgenommen: • Fatlinda Bojaxhiu, 5. Juni 1995, Staatsangehörige von Kosovo • Annette Lydia Emmeline Lipp, 19. August 1981, Staatsangehörige von Deutschland 19. November 2019 Stadtrat Affoltern am Albis

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Bezirk Affoltern

Online-Schulung zum Jugendschutz Bereits über 14 000 Personen haben die Online-Schulung bei Verkauf von Alkohol und Tabak genutzt. Eine Gemeinde plant ein Dorffest. Wie erfahren die vielen Freiwilligen, die in den Festzelten im Einsatz stehen, welche gesetzlichen Regeln beim Verkauf gelten, warum dieser Jugendschutz wichtig ist und wie sie konkret handeln sollen? Auch das häufig wechselnde Personal in Gastronomie und Detailhandel muss die Antworten auf diese Fragen kennen. Das Online-Schulungstool jalk.ch der Stellen für Suchtprävention liefert diese Informationen rund um die Uhr, ortsunabhängig, kostenlos und ohne grossen Zeitaufwand. Seit März 2016 wurde es alleine im Kanton Zürich bereits über 14 000mal genutzt. Damit konnte die Anzahl durch die Suchtprävention geschulter Personen deutlich gesteigert werden.

wir gratulieren Zum 90. Geburtstag Am Donnerstag, 21. November, feiert Nelly Studer-Gut in Obfelden ihr 90. Geburtstagsfest. Wir wünschen ihr gute Gesundheit und gratulieren von Herzen.

Zum 80. Geburtstag Drei Jubilarinnen in Affoltern feiern in den kommenden Tagen ihren 80. Geburtstag: Heute Dienstag, 19. November, sind das Heidi Rosa Rico Vargas-Kamm und Tuula-Marja Irmeli Vetterli-Oksanen und am Donnerstag, 21. November, Ingeborg Hegetschweiler-Kieninger. Zum hohen «Runden» gratulieren wir den dreien ganz herzlich und wünschen schöne Feierlichkeiten.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 352 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

Dienstag, 19. November 2019

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Projekt Gross-ARA Reuss-Obfelden wird nicht weiterverfolgt Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Obfelden Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der betroffenen Gemeinden ging der Frage nach, ob es für die Abwasserentsorgung im Raum Merenschwand, Obfelden und Affoltern sinnvoller wäre, eine neue, gemeinsame Abwasserreinigungsanlage (ARA) zu bauen oder die drei bestehenden Anlagen zu erneuern und weiterzubetreiben. Ziel war, Kosten und Nutzen eines Zusammenschlusses denjenigen eines Weiterbetriebs der einzelnen Abwasse-reinigungsanlagen gegenüberzustellen. Auslöser der Arbeiten war der Handlungsbedarf seitens der ARA Zwillikon bezüglich biologischer Reinigungskapazität, einer zusätzlichen Filtrationsstufe und der Eliminierung von Mikroverunreinigungen. Eine umfangreiche Voruntersuchung zur Jonen zeigte, dass es für einen umfassenden Gewässerschutz in der Region zielgerichteter wäre, diese komplett von Abwasser zu entlasten, statt gereinigtes Abwasser einzuleiten. Da sich an der Reuss in geringer Distanz zueinander die ARA Obfelden und die ARA Reuss-Schachen befinden, lag es nahe, eine regionale Lösung zu prüfen und es wurde der Standort Obfelden als ideal erachtet. Der Vergleich der Varianten ergab, dass die Gesamtkosten für den Betrieb und die Erneuerung der gemeinsamen ARA Reuss-Obfelden langfristig günstiger sein dürften als der Weiterbetrieb der drei Anlagen. Es wurde deshalb ein Zusammenschluss angestrebt und der entsprechende Gründungsvertrag ausgearbeitet. Bereits bei der ersten Prüfung des Entwurfes dieses Vertrags hielt der Gemeinderat im Januar 2017 fest, das Projekt regionale Abwasserreinigungsanlage ARA Reuss-Obfelden bringe der Gemeinde Obfelden im Moment mehr Nachteile als Vorteile. Aufgrund dieser Feststellung hat der Gemeinderat eine Zukunftsstudie für den Weiterbetrieb der ARA Obfelden (Zeithorizont 2045) ausarbeiten lassen. Nach Auswertung der Zukunftsstudie und erneuter Prüfung des überarbeiteten Vertrags kam der Gemeinderat zum Schluss, dass die aus dem Vertrag resultierenden Kostenanteile der Gemeinde Obfelden

klar zeigen, dass bei diesem grossen Projekt die positiven Aspekte der Vorlage nicht zu überzeugen vermögen, da die Nachteile (wie z.B. Standort, keine Selbstbestimmung etc.) überwiegen. Bei Erstellung der Gross-ARA würde die Gemeinde Obfelden gegenüber dem Weiterbetrieb der bestehenden eigenen Kläranlage aufgrund der steigenden Mehrkosten bis ins Jahr 2045 jährliche Kosten von 145 000 (Studie Gemeinderat) bzw. 168 000 Franken (Studie Hunziker Betatech) einsparen. Die Mehrinvestitionen für den Bau der Gross-ARA gegenüber dem Weiterbetrieb der heutigen Anlage betragen für die Gemeinde Obfelden 2.4 Mio. Unter Beachtung dieser Mehrinvestitionen können die jährlichen steigenden Betriebskosten von ca. 160 000 Franken während rund 15 Jahren gedeckt werden. Dabei ist zu beachten, dass die Investition für den Bau der Gross-ARA von 9.4 Mio. nur die Erstellung der Anlage beinhaltet. Bis ins Jahr 2045 dürften auch bei dieser Anlage wieder Investitionen notwendig sein. Aus Sicht des Gemeinderates stellt deshalb der Weiterbetrieb der heutigen Anlage im Zeithorizont bis 2045 die wirtschaftlich günstigste Variante dar. Vorteil ist zudem, dass die Eigenständigkeit und Einflussnahme erhalten bleibt. Da anlässlich einer Aussprache bezüglich Angleichung des finanziellen Profits mit den andern Vertragsgemeinden keine Einigung gefunden wurde, wird das Projekt Gross-ARA Reuss-Obfelden nicht weiterverfolgt.

Budget 2020 Die Erfolgsrechnung des Budgets 2020 rechnet bei einem Aufwand von 34 692 895 Franken und einem Ertrag von 34 284 630 Franken mit einem Aufwandüberschuss von 408 265 Franken. Die Nettoabschreibungen betragen 3 107 800 Franken. Die Investitionsrechnung zeigt bei Ausgaben von 6 212 000 und Einnahmen von 600 700 Nettoinvestitionen von 5 611 300 Franken. Das Budget rechnet mit einem 100-prozentigen Steuerertrag von

11 856 000 Franken und einem Steuerfuss von 95 % (unverändert gegenüber Vorjahr inkl. Primarschule). Die Sekundarschulgemeinde Obfelden-Ottenbach sieht einen Steuerfuss von 26 % (unverändert gegenüber Vorjahr) vor. Der Gesamtsteuerfuss für das Jahr 2020 bleibt unverändert auf 121 %. Der Gemeindeversammlung vom 5. Dezember wird beantragt, das Budget 2020 zu genehmigen und den Steuerfuss auf 95 % festzusetzen.

Liegenschaften Primarschule Die Volksschulverordnung verpflichtet die Gemeinden, an Schultagen von 7.30 Uhr bis 18 Uhr dem Bedarf entsprechende Tagesstrukturen anzubieten. Im Jahr 2007 wurde die gesetzlich vorgeschriebene Bedarfsabklärung bei den Eltern durch die Primarschulgemeinde durchgeführt und im Sommer der Mittagstisch vom Verein Mittagstisch übernommen und seither durch die Schule organisiert. Seit dem Sommer 2010 werden an der Primar Obfelden zusätzlich die vorgeschriebenen Tagesstrukturen, also auch Morgen- und Nachmittagsbetreuung angeboten. Seit dieser Zeit ist das ZickZack in der ehemaligen Hauswartwohnung sowie dem ehemaligen Kindergartenraum im Schulhaus Chilefeld B untergebracht. In den vergangenen 9 Jahren sind nicht nur die Einwohner- und Schülerzahlen in Obfelden stark angestiegen, sondern auch die Nachfrage nach Betreuungsplätzen hat stark zugenommen. Die Platzverhältnisse auf den 165 m² (ohne Gänge, WC, Küche), waren damals ausreichend, genügen den heutigen Anforderungen aber bei Weitem nicht mehr. Für die in den Hortrichtlinien verlangten 4 m² pro Kind, sind die Verhältnisse zum heutigen Zeitpunkt an drei von fünf Tagen nicht mehr ausreichend. An gewissen Tagen müssen bereits jetzt Kinder abgewiesen bzw. auf die Warteliste gesetzt werden. Die Kapazitätsgrenze ist selbst mit viel gutem Willen erreicht. In Anbetracht der weiter zunehmenden Einwohnerzahlen und auch der prozentual steigenden Nachfrage nach Betreu-

ungsplätzen, drängt sich eine Erweiterung der Räumlichkeiten auf. Weil die Räumlichkeiten in der Hauswartwohnung (ergänzt durch den KG-Raum des ehemaligen KG Chilefeld) nicht erweiterbar sind, plant der Gemeinderat die zentralisierte Unterbringung der Tagesstrukturen in geeigneteren Räumlichkeiten in einem Neubau. Im November 2018 wurde der Auftrag für die Erstellung eines entsprechenden Projektes an die Firma Stöckli & Partner Baumanagement AG, Merenschwand erteilt. Das entsprechende Projekt für den Neubau eines Pavillons für die Tagesstrukturen ZickZack der Primarschule liegt zwischenzeitlich vor. Für die Erstellung dieses Neubaus werden Kosten von 1 700 000 Franken veranschlagt. Der Gemeinderat genehmigte das Projekt und beantragt der Gemeindeversammlung vom 5. Dezember den entsprechenden Kredit von 1 700 000 Franken zu bewilligen.

Grundgebühren für 2020 und Verbrauchsgebühren seit dem 1. Oktober Die Grundgebühren mussten beim Wasser und Abwasser erhöht werden und konnten bei der Abfallbeseitigung gesenkt werden. Die Grundgebühren wurden für das Jahr 2020 wie folgt festgesetzt (in Klammern die Ansätze des Jahres 2019): Wasser: Pro Wohnung 80 (75) Franken, Landwirtschaftsbetriebe 80 (75) Franken und Gewerbe individuelle Ansätze (individuelle Ansätze). Verbrauchsgebühr: Pro m³ Fr. 1.40 (1.30); Abwasser: Pro Wohnung 85 (78) Franken, Landwirtschaftsbetriebe und Gewerbe 85 Franken resp. individuelle Ansätze (78), versiegelte Flächen Fr. 0.875 (0.80), Klärgebühr: Pro m³ Wasserverbrauch Fr. 1.75 (1.60); Abfallbeseitigung, pro Wohnung 125 (145) Franken, Landwirtschaftsbetriebe und Gewerbe 125 (145) Franken resp. individuelle Ansätze. Die Mehrwertsteuer ist in diesen Ansätzen nicht inbegriffen. Für die Wassergebühren werden 2,5 % und für die Abwasser- und Abfallgebühren 7.7 % Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt. Eveline Meier, Gemeindeschreiberin

Konstruktiver Dialog zur Spitalplanung 2023 In Zürich fand am Freitag ein Austausch zwischen der Gesundheitsdirektion und den Spitälern zur Spitalplanung 2023 statt. Rund 80 Vertreterinnen und Vertreter von 55 Spitälern nutzten die Gelegenheit. Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli stellte im Eröffnungsreferat die Vision zur Spitalplanung 2023 vor: «Die neue Spitalplanung des Kantons Zürich sorgt für eine fokussierte, evidenzbasierte und bedarfsgerechte Patientenversorgung der Zukunft», sagte die Regierungsrätin. Der Präsident des Verbandes Zürcher Krankenhäuser (VZK), Dr. Christian Schär, äusserte sich positiv über die gemeinsam geführten Gespräche und würdigte die Bereitschaft der Gesundheitsdirektion, auch unterschiedliche Positionen anzuerkennen. Die Fachbereichsverantwortlichen Psychiatrie, Rehabilitation und Akutsomatik der Gesundheitsdirektion erläuterten die anstehenden Herausforderungen sowie die weiteren Schritte. In vier interaktiven Workshops wurden strategisch wichtige Themen für die künftige Gesundheitsversor-

gung im Kanton Zürich diskutiert: Qualität, integrierte Versorgung, Versorgungsstrukturen und Kooperationen. Im anschliessenden Teil der Tagung wurden Rückmeldungen aus der Vernehmlassung zum Entwurf für eine Änderung des Spitalplanungsund -finanzierungsgesetzes (Spfg) vorgestellt. Die Vernehmlassung dauerte vom 25. März bis 26. Juni. Eine Mehrheit der Vernehmlassungsteilnehmenden lehnte den Revisionsentwurf als Ganzes ab. Unter anderem wurde kritisiert, dass die Regelungen zu stark in den Wettbewerb und die unternehmerische Freiheit der Spitäler eingreifen. Die gesetzlichen Vorgaben liessen sich in Privatspitälern mit Belegarztsystem nicht umsetzen. Es sei auch nicht sinnvoll, dass alle Listenspitäler über eine Notfallstation verfügen müssen. Mehrheitlich kritisiert wurde auch die Vorschrift, wonach die Listenspitäler ein Lohn- und Entschädigungssystem haben müssen, das unzweckmässige oder unwirtschaftliche Leistungserbringung verhindert. Das Krankenversicherungsgesetz lasse eine solche Regelung nicht zu, und es werde übermässig in die Wirtschaftsfreiheit der Spitäler und Belegärzte eingegriffen.

Die Gesundheitsdirektion wird die Anregungen aus dem Vernehmlassungsverfahren nun vertieft prüfen und dem Regierungsrat bis Frühling 2020 einen Antrag für eine Spfg-Revision unterbreiten. anzeige

Die Gesetzesrevision soll bis Frühling 2021 abgeschlossen sein. So können sich die Spitäler auf der Grundlage des revidierten Spfg um einen Leistungsauftrag ab 2023 bewerben. (pd.)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 19. November 2019

Zwei Drittel der Ämtler Stimmen gehen an Ruedi Noser Ständeratswahl: Geringe Unterschiede zum ersten Wahlgang Der zweite Wahlgang zur Ständeratswahl hat kaum zu Verschiebungen gegenüber dem ersten geführt: Der Freisinnige Ruedi Noser distanzierte die Grüne Marionna Schlatter-Schmid auch im Bezirk Affoltern. Als einzige Landgemeinde stimmte Rifferswil für Schlatter.

lich haben viele Wählerinnen und Wähler der SVP trotz deren Parole für Noser diesmal auf die Abgabe ihrer Stimme verzichtet. Zwar hat das Engagement für das Rahmenabkommen Noser zweifellos Stimmen rechts von der FDP gekostet, dafür dürfte er diese bei Wählenden von mitte-links gewonnen haben, die nach dem Erfolg der Grünen am 20. Oktober in diesem Wahlgang europapolitische Argumente stärker gewichteten. Insbesondere Wählerinnen und Wähler der Grünliberalen, aber auch der SP dürften sich für Noser entschieden haben, jedenfalls lässt dies sein starkes Abschneiden vermuten.

................................................... von bernhard schneider Im ersten Wahlgang wurde im Kanton Zürich einzig der Sozialdemokrat Daniel Jositsch in den Ständerat gewählt. Die chancenlosen Kandidaturen von Roger Köppel, SVP, der Grünliberalen Tiana Moser, von Nicole Barandun, CVP, und Nik Gugger, EVP, wurden zurückgezogen. Sie hatten ihren Job als Wahlkampflokomotiven für die Nationalratswahlen geleistet. So reduzierte sich das Feld für den zweiten Wahlgang vom Wochenende auf den Freisinnigen Ruedi Noser und die Grüne Marionna Schlatter-Schmid. Nun hat Noser überraschend deutlich gewonnen, auch im Bezirk Affoltern.

Individuelles Profil zahlt sich aus Bei den Nationalratswahlen erreichte die FDP im Bezirk Affoltern vor vier Wochen 13,8 %, die Grünen kamen auf anzeige

Rifferswil für Schlatter

Der Stimmenanteil des wiedergewählten Ständerats Ruedi Noser in den beiden Wahlgängen zeigt erstaunlich geringe Abweichungen. (Grafik bs) 12,1 % der Stimmen. Entscheidend war daher, wie stark die Kandidatin und der Kandidat von den Wählerinnen und Wählern der anderen Parteien unterstützt würden. Der 58-jährige Unternehmer Ruedi Noser befürwortet die Gletscher-Initiative, die CannabisLegalisierung und das Rahmenabkommen mit der EU. Die 39-jährige Marionna Schlatter ist Soziologin, Pilzkontrolleurin und Familienfrau. Sie

befürwortet einen weiteren Ausbau des Sozialstaates, vermehrte Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus, lehnt Steuersenkungen und das vorliegende Rahmenabkommen mit der EU ab. Während sich Marionna Schlatter mit diesen Forderungen durchwegs auf der Linie der SP bewegt, steht der gesellschaftsliberale und weltoffene Ruedi Noser politisch weit weg von

der SVP. Mit seinen individuellen Positionsbezügen schaffte er sich während Jahren ein klares Profil – und damit sowohl Zustimmung als auch Ablehnung – losgelöst von den parteipolitischen Sympathien. Das klare Wahlresultat lässt vermuten, dass sich dieses individuelle Profil ausbezahlt hat. Der Rückgang der Stimmbeteiligung im Bezirk Affoltern von 49 auf 38 % ist nicht überraschend. Vermut-

Marionna Schlatter schwang in Rifferswil mit 175 gegen 169 Stimmen obenaus. Rifferswil war die einzige Landgemeinde im ganzen Kanton, die sich für die grüne Kandidatin entschied. Das zweitbeste Ergebnis erzielte sie in Hausen, gefolgt von Hedingen und Knonau. Am stärksten zulegen konnte sie gegenüber dem ersten Wahlgang in Mettmenstetten, Wettswil und Knonau. Wie im ersten Wahlgang erzielte Ruedi Noser das beste Resultat in Wettswil, gefolgt von Stallikon, Kappel und Obfelden. Prozentual legte er am meisten in Maschwanden zu, gefolgt von Hausen.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 19. November 2019

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Weniger «Lädelisterben» dank der Autobahn? Serie 10 Jahre A4 (3): Auswirkungen der Autobahn auf das Gewerbe im Knonauer Amt Mit der Eröffnung der A4 ist die Bevölkerung in allen Gemeinden des Knonauer Amts stark angestiegen. Dank der zusätzlichen Kundschaft hat sich der Strukturwandel im Detailhandel etwas verlangsamt – aufzuhalten wird er jedoch nur begrenzt sein. ................................................... von salomon schneider Durch die Eröffnung der Autobahn A4 ist das Knonauer Amt von einer ländlich geprägten Region an die Agglomeration von Zürich und Zug herangerückt. Der Siedlungsdruck ist gestiegen und sowohl Bautätigkeit als auch Immobilienpreise haben sprunghaft zugenommen. Ein Nebeneffekt des starken mittelständischen Bevölkerungswachstums war, dass auch neue Kundschaft ins Knonauer Amt gezogen ist. Armin Heller, Geschäftsführer der Landi Albis, welche die meisten Volg-Läden im Bezirk betreibt, ist froh um die Autobahn: «Die Bautätigkeit hat zugenommen und damit auch die Kundenfrequenz in unseren Volg-Läden. Vor der Eröffnung der A4 hatten wir unglaublich viel Durchgangsverkehr in den Dörfern, der aber praktisch keine Kundschaft generiert hat. Seit der Eröffnung der Autobahn hat sich der Umsatz bei uns wieder positiv entwickelt.»

Es war beängstigend ruhig Eine ähnliche Erfahrung hat Beat Graf von der Karl Graf Automobile AG in Mettmenstetten gemacht: «Ich kann mich noch gut an den Tag erinnern, als die Autobahn aufgegangen ist. Von einem Tag auf den anderen war es ganz ruhig in Mettmenstetten – fast beängstigend. Vor unserem Haus war Tag und Nacht der Verkehr der NordSüd-Achse durchs Dorf gerollt. Der Durchgangsverkehr war so stark, dass sich nur noch die wenigsten trauten, in Richtung Süden die Tankstelle zu nutzen, da es schwierig war, bei der Einfahrt wieder eine Lücke zu finden.

Die Obere Bahnhofstrasse in Affoltern, vor der Begegnungszone. (Archivbild -ter.) Tanken mussten aber trotzdem viele. In den ersten Jahren hatten wir 10 Prozent weniger Benzinverkäufe. Ich muss zugeben, dass wir am Anfang Angst hatten. Denn wir wussten nicht, wie viel Prozent die Umsatzeinbusse betragen wird. Anschliessend stiegen die Umsätze jedoch wieder. Gerade die vermehrte Bautätigkeit und das damit verbundene Bevölkerungswachstum hat zu einer positiven Geschäftsentwicklung geführt. Gleichzeitig ist die Lebensqualität in Mettmenstetten durch den deutlich reduzierten Verkehr massiv gestiegen.»

Mit Nischenprodukten Kundenfrequenzen generieren Auch für Unternehmen im verarbeitenden Sektor und für Dienstleister hat sich die Autobahn primär positiv ausgewirkt. Robert Marty vom Immobilien-, Treuhand- und Versicherungsunternehmen Intus AG in Affoltern analysiert: «Das Säuliamt ist an die urbanen Zentren herangerückt und die Erreichbarkeit hat sich extrem verbessert. Heute kommen Kunden und Geschäftspartner sowieso ab und zu hier durch, was für das Netzwerk von grosser Bedeutung ist. Im Vergleich zur Region Merenschwand-Muri hat es das Knonauer Amt jedoch verpasst, attraktive Gewerbezonen zu schaffen. Deshalb wird der Bezirk Affoltern primär eine Wohnregion bleiben. Der Strukturwandel der Wirtschaft wird sich aber durch die Autobahn nicht aufhalten lassen. Für den Detailhandel

sind Kundenfrequenzen wichtig. Wer die nötige Frequenz nicht erreicht, muss umziehen oder mit einem langsamen Niedergang rechnen. In Zürich gehen täglich neue Detailhändler mit innovativen Konzepten auf. Sie überleben, weil sie in der Grossstadt auch mit Nischenprodukten genügend Frequenz generieren können. Im Knonauer Amt ist das oft nicht möglich.»

Überleben ohne Ankermieter Die Tendenz geht im Detailhandel zur Nutzung digitaler Verkaufskanäle. Da Onlinehändler oft international agieren sowie keine teuren Verkaufsflächen und kein Verkaufs- und Beratungspersonal benötigen, können sie Produkte viel günstiger anbieten. Dem dadurch entstehenden Kostendruck sind meistens nur Grossverteiler gewachsen, die durch Grossmengen ebenfalls günstig ein- und verkaufen können. Diese Grossverteiler, vor allem im Nahrungsbereich, wirken als sogenannte Ankermieter. Sie ziehen täglich grosse Kundenzahlen an, was in ihrem Umfeld die Möglichkeit schafft, mit Nischen Kundenfrequenzen zu generieren. Einer der traditionellen Detailhändler, der seit bald 100 Jahren in Affoltern als Familienunternehmen geführt wird, ist die Papeterie Kunz. Fritz Kunz ist sich des Strukturwandels im Detailhandel bewusst, sieht aber auch Chancen für das Familienunternehmen: «Wir haben Rahmenbedingungen, die wir nicht ändern

Heute können hier attraktive Feste durchgeführt werden. (Bild Salomon Schneider) können. Neben den persönlichen Kundenbeziehungen sind die Parkplätze vor dem Geschäft für uns überlebenswichtig. Denn unsere treue Kundschaft kommt aus der näheren und weiteren Umgebung und gerade die vielen KMU sind uns sehr treu und holen die Waren vielfach selbst bei uns ab. Viele Kunden betreten unser Geschäft, schauen sich um, lassen sich inspirieren oder verlangen gezielt das Gewünschte. Oft ist auch eine persönliche Beratung erwünscht. In der heute schnelllebigen Zeit passen wir unser Angebot laufend den aktuellen Bedürfnissen an und setzen viel stärker auf hochwertige Geschenkideen und auf trendige Gratulationskarten. Zudem haben wir auch einen gut frequentierten Webshop.»

Gemeinsam stark Auch an der Oberen Bahnhofstrasse in Affoltern überleben viele Detailhändler ohne einen Ankermieter. Sie haben sich zur Voba, der Vereinigung Obere Bahnhofstrasse Affoltern zusammengeschlossen. Susanne Crimi von der Voba erläutert: «Wir haben uns zusammengeschlossen, um gemeinsam ein attraktives Umfeld für das Gewerbe zu schaffen. Als der Durchgangsverkehr durch die Autobahn auf einen Schlag abgenommen hat, wurde die Begegnungszone geschaffen, was uns sehr geholfen hat. Das Ladensterben geht aber auch an der Oberen Bahnhofstrasse weiter – ausserhalb einfach schneller. Ein Problem ist, dass die

Begegnung an der Oberen Bahnhofstrasse einfach nicht so gut wie in den mediterranen Vorbildern funktioniert. Es fehlt an nicht kommerziellen Angeboten, die zum Verweilen einladen. Ich spreche von einer Boule-Anlage, Ping-Pong-Tischen oder Tischen mit Bänken zum Picknicken.» Durch die Autobahn A4 ist die Bevölkerung im Knonauer Amt überdurchschnittlich stark gewachsen und hat die Auswirkungen des Strukturwandels der Wirtschaft für das regionale Gewerbe etwas abgeschwächt. In zwei Punkten sind sich die Gewerbetreibenden im Knonauer Amt einig: Vor der Autobahneröffnung war der Durchgangsverkehr auf ein Mass angewachsen, das die Lebensqualität negativ beeinflusst hat und alle waren froh, als die Autobahn schlussendlich eröffnet wurde. Andererseits hat durch das Bevölkerungswachstum der Verkehr wieder extrem stark zugenommen. Damit die Lebensqualität nicht unter dem Mehrverkehr leidet, werden entweder mehr Umfahrungsstrassen für die Dörfer benötigt oder moderne Verkehrskonzepte, die auf mehr öffentlichen Verkehr, Carsharing und für den Arbeitsweg attraktive Fahrradverbindungen setzen. Am Freitag, 13. November 2009, wurde die A4 durchs Knonauer Amt eröffnet. Dem 10-Jahre-Jubiläum widmet der «Anzeiger» eine vierteilige Serie. Bereits erschienen: «Kein Thema hat das Knonauer Amt stärker und länger beschäftigt als die N4», 12.11.19; Ränkespiele auf dem Buckel der Betroffenen, 15.11.19.

Der Fall der My-Stop-Raststätte Direkt aufgrund der Autobahn entstanden ist nur ein Wirtschaftsbetrieb im Knonauer Amt: die Raststätte My Stop in Affoltern. Sie hat eine bewegte Geschichte hinter sich und wurde bereits einmal liquidiert. ................................................ von salomon schneider In einer früheren Planungsphase war eine Raststätte auf der Höhe von Bonstetten geplant. Als dann der Entscheid fiel, dass der Islisbergtunnel gebaut wird, war dies nicht mehr möglich und es sah so aus, als würde es keine Raststätte geben. «Damals ist der Architekt Harry Hotz auf mich zugekommen und hat mich gefragt, ob ich eine Idee habe, wo eine Autobahnraststätte möglichst platzsparend erbaut werden könne. Die Gemeinde Affoltern plante zu dieser Zeit ein neues Werkgebäude und das Tiefbauamt des Kantons Zürich unterstützte den Plan, den Werkhof unter der Eisenbahnüberführung des Zubringers in Affoltern zu bauen, anstatt eines aufgeschütteten Erdwalls. Dies brachte mich auf die Idee, dass auch die Raststätte innerhalb des AutobahnPerimeters möglich sein könnte. Anstatt auf Erdwällen sollten die Aufund Abfahrten als Brücken gebaut

werden, was Platz für Parkplätze schaffte. Ein kompaktes Gebäude über der Autobahn sollte die Erreichbarkeit des Restaurationsbetriebs von beiden Seiten garantieren», erinnert sich Robert Marty, einer der Initiatoren der Raststätte My Stop.

Der Kanton verlangt Beteiligung an Baukosten Robert Marty wollte als Trägerschaft der Raststätte eine Publikumsgesellschaft und streute die Idee. An einer ersten Projektvorstellung nahmen Dutzende möglicher Aktionäre der Publikumsgesellschaft teil und die meisten von ihnen entschieden sich, in eine Raststätte zu investieren. Anschliessend wurde das Projekt dem Tiefbauamt des Kantons Zürich vorgestellt. «Damit begannen die Schwierigkeiten. Anstatt wie beim Werkgebäude der Gemeinde das Projekt zu unterstützen, verlangte das Tiefbauamt, dass die Raststätte zwölf Millionen an die Baukosten der Auf- und Abfahrbrücken beitragen muss, was mehr als einen Drittel der Konstruktionskosten ausmachte», erzählt Robert Marty. Eine Möglichkeitsprüfung ergab, dass die Raststätte grösser gebaut werden musste, wenn diese zwölf Millionen ebenfalls amortisiert werden mussten. So entstand das Projekt mit einem zusätzlichen Stockwerk für Ladenlokale und dem Restaurant im dritten Stock.

Die Kosten steigen unaufhaltsam Robert Marty: «Wir entschieden uns für diese Variante und mussten möglichst schnell mit dem Bau beginnen, um zur Autobahneröffnung fertig zu sein. Doch die Baudirektion zögerte mit der Unterschrift und der Zeitplan wurde immer enger. Schliesslich unterschrieben wir; doch ein zweiseitiger Anhang sollte uns das Genick brechen. Darin hiess es, dass die My Stop AG für Ohnehinkosten entschädigt wird und für Zusatzkosten aufkommt. Als die A4 eröffnet wurde, hat uns der Kanton die Ohnehinkosten von über zwei Millionen nicht nur nicht bezahlt, sondern fast drei Millionen Zusatzkosten in Rechnung gestellt.» Bis zur Wirtschaftskrise ab 2006 waren das Zinsniveau relativ hoch und die My Stop AG fixierte daher den künftigen Zins mit Optionen, um die Kostenkontrolle zu verbessern. «Leider» bewegten sich die Zinsen ab 2008 nach unten, wovon die Raststätte nicht profitieren konnte. Auch beim Bau der eigentlichen Raststätte fielen aufgrund von Planungsauflagen massive Mehrkosten an.

Es wurden Fehler gemacht «Wir hatten immer wieder das Gefühl, von der Baudirektion absichtlich Steine in den Weg gelegt zu bekommen. Dass ab Eröffnung mit Vollauslastung

Die My-Stop Raststätte setzte von Beginn an auf Gourmet-Verpflegung, hier an einer Veranstaltung der Standortförderung. (Bild Salomon Schneider) im Restaurant gerechnet wurde und wir etwa einen Viertel überschüssiges Personal hatten, war nur noch das Tüpfchen auf dem i. Wir hatten mit rund 47 Millionen zu hohe Investitionskosten und mussten von Beginn an horrende Hypothekarzinsen bezahlen, da unser Rating von den Banken nach unten korrigiert wurde. Auf dem Höhepunkt zahlten wir zwei Millionen Hypothekarzinsen», erinnert sich Robert Marty, sichtlich bewegt fährt er fort: «Natürlich haben wir Fehler gemacht. Hätten die Mehrkosten maximal zehn Prozent betragen, hätten wir eine Chance gehabt. Als schliesslich der Kanton die Zahlung der Ohnehinkosten bestritt, fehlten die Mittel für die Amortisationszahlungen. Das war auch persönlich eine schwierige Zeit, in der ich mir oft gewünscht habe, die Zeit zurückzudrehen. Wir haben viele

kleine und grössere Fehler gemacht – der grösste war, das Projekt trotz der Bedingungen des Kantons durchzuziehen.» Schlussendlich musste die My Stop AG liquidiert werden und die Aktionäre darunter auch alle Verwaltungsräte verloren fast die gesamte Investitionssumme. Robert Marty: «Ich habe von Beginn an klar kommuniziert, dass es sich bei der Investition um ein Risiko handelt. Deshalb wurden mir von den Investoren auch kaum Vorwürfe gemacht, als die Raststätte liquidiert werden musste.» Wie es um die Raststätte My Stop heute steht, ist nicht bekannt. Manfred Suter, der Verwaltungsratspräsident der neuen Trägerin, der MGT AG, war für den «Anzeiger» nicht erreichbar.


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Dienstag, 19. November 2019

Was macht ein Krieg mit der Sprache? Usama Al Shahmani las in der Regionalbibliothek Affoltern Am vergangenen Donnerstagabend las und erzählte der in der Schweiz lebende irakische Literaturwissenschaftler Usama Al Shahmani in der Regionalbibliothek aus seinem neusten Buch «In der Fremde sprechen die Bäume arabisch». ................................................... von regula zellweger Im Umgang mit Literatur kommt heute Informatik zum Einsatz, beispielsweise zählt eine Software die Wörter eines Romans und listet die Häufigkeit der einzelnen Wörter auf. So lassen sich Werke interpretieren und vergleichen. Hätte man alle Wörter des Abends in der Regionalbibliothek, an dem Usama Al Shahmani aus seinem Leben erzählte und aus seinem Buch las, durch diese Software laufen lassen, wäre das Wort «Sprache» bestimmt das am häufigsten vorkommende Substantiv gewesen. Denn Sprache wird von Menschen unterschiedlichster Kulturen gemacht, wird beeinflusst von der Zeit – und Sprache prägt auch die Menschen. Al Shahmani empfand die Sprache in der Schweiz so: «Frieden hat hier tiefe Wurzeln, sie zeigt eine friedliche Geschichte.» Und zugleich fragt er: «Was macht eine Diktatur mit der Sprache?» Der irakische Sprachwissenschaftler und Autor ist mit Seele und Sprache in der Schweiz angekommen, er schreibt seine Bücher in Deutsch. «Wenn man die Sprache hat, hat man die Fremde überwunden.» Der Titel «In der Fremde sprechen die Bäume ara-

Usama Al Shahmani las aus seinem autobiografischen Buch. Kein leichter Stoff, denn er wuchs im Irak unter der Diktatur Saddams und in Kriegszeiten auf. Trotzdem hat er sich einen erfrischenden Humor bewahrt. (Bild Regula Zellweger) bisch» beweist, dass Al Shahmani nicht nur die deutsche Sprache spricht, er hat auch kulturelle Unterschiede überwunden, Kulturen verbunden.

Ein Buch in Bäumen erzählt Er geht heute gern in die Natur, spricht mit den Bäumen. «Die Natur hört uns zu. Man fühlt sich zugehörig.» «Die Iraker mögen den Wald nicht», erklärt er. «Denn hier kann man sich verirren.» In seiner ersten Zeit in der Schweiz, 2002, staunte er beispielsweise, dass Schweizer wandern. «Wir wandern nicht! Dafür gibt es auch kein arabisches Wort.»

Nach Bäumen ist sein Buch in Kapitel eingeteilt. Zuerst las der Schriftsteller aus dem ersten Kapitel «Der Baum der Liebe», es folgten «Der Baum der Hoffnung» und «Der Baum der Heimat». Zwischen den Lesungen reflektierte Charlotte Nager das Gehörte und stellte respektvoll Fragen, die Al Shahmani sehr offen und ehrlich beantwortete. Sein Buch ist autobiografisch, er erzählt von sich. Der Protagonist heisst nicht zufälligerweise «Usama». Aber er meint auch: «Meine Figuren sind literarisch geformt.» Es ist wohl für alle Schreibenden eine existenzielle Frage: «Wie viel will man von sich preisgeben?» Der Autor beschreibt in seinem Buch, wie er ein

irakischer Schriftsteller geworden ist, der deutsche Bücher schreibt. «Deutsch ist eine Decke, die zu kurz ist», diese Aussage des Autors setzte Moderatorin Charlotte Nager in den Raum. Al Shahmani nimmt den Ball ab. «Mein letzter Satz im Leben wird arabisch sein. Die Muttersprache bleibt im Herzen. Sprache ist oft unfähig, wenn es darum geht, Gefühle auszudrücken. Herzenswörter, Wörter, die direkt ins Herz und nicht ins Ohr kommen, fehlen mir oft im Deutsch.» Warum schreibt er, der auch als Übersetzer arbeitet, seit 2013 seine Bücher auf Deutsch? «Ich schreibe für ein deutsches Publikum. Es macht Spass, in einer anderen Sprache zu schreiben. Der Prozess ist intensiver.» Und lachend fügt er hinzu: «Und langsamer – vielleicht weil im Deutschen das Verb am Schluss kommt.» Sein feiner Humor blitzt immer wieder durch, etwa, wenn er von der Verheiratung seiner Grossmutter erzählt. Dazu trägt die bildhafte Sprache bei. «Der Bräutigam der Grossmutter sah aus wie der Stamm einer Dattelpalme.» Dazu muss man keine Erklärung mehr abgeben. Man hat ein Bild und Bilder sind meist stärker als Sprache. «Die Sprache ist ein dickes Seil, das verbindet. Sie ist das A und O, ist Kultur und Denkweise. Sprache ist Heimat. Keine Sprache ist besser als eine andere.» Al Shahmani zelebriert mit Sprache den Spagat, den er zwischen zwei Kulturen schafft.

Politik und Geschichte 1971 in Bagdad geboren, studierte er arabische Sprache und Literatur. Auf-

gewachsen ist er unter der Diktatur Saddams. Al Shahmani flüchtete sich als Kind in die Welt der Sprache und der Bücher. 2002 floh er aus dem Irak, weil er ein regimekritisches Theaterstück verfasst hatte. Der traumatisierte junge Mann kam in die Schweiz, wo er in verschiedenen Unterkünften untergebracht wurde. Kein Deutsch, keine Arbeit und die Ungewissheit während dem Asylverfahren – eine schwierige Lebensphase. In dieser Zeit verschwand sein Bruder Ali spurlos, nachdem er Usama um Geld für die Flucht aus Bagdad gebeten hatte. Der Schriftsteller, Übersetzer und Kulturvermittler zeigt Resilienz, Lebensfreude, innere Stärke und Neugierde, trotz erlebter Kriegsgräuel im Irak. Charlotte Nager befragte den Autor sehr feinfühlig. Als Ethnologin hat sie einen anderen Zugang zum Fremdsein. Sie war fast zwanzig Jahre in der Entwicklungszusammenarbeit tätig. Diese Arbeit führte sie unter anderem in Länder des Balkans, nach Südostasien, Lateinamerika und Afrika, und drei Jahre lebte sie in Tadschikistan. Heute führt sie ihre kleine, feine Buchhandlung «mille et deux feuilles» in Zürich. Viele Interessierte folgten der Einladung der Regionalbibliothek. Das Buch von Al Shahmani war bereits im Rahmen der regelmässigen «Büchermorgen» im März 2019 diskutiert worden. «Literatur bietet Raum an, um Wut und Traumata in eine Form zu bringen. Aber auch wenn ich Tausende Seiten schreibe, ein Rest Wut bleibt.» Und zusammenfassend meint der Autor: «Nachkriegszeit ist noch nicht.»

Erzählungen aus einer Welt, die langsam verschwindet Unterhaltsame Lesung von Arno Camenisch in Hausen Am letzten Mittwoch las der Bündner Autor und Performer Arno Camenisch in der ausverkauften Bibliothek Hausen aus seinem neuesten Roman «Herr Anselm». Es war ein kurzweiliger und vergnüglicher Abend.

weise, dass die Kleinen ganz verrückt nach Geschichten sind, die Grossen es hingegen nicht zugeben – und so unterhält Anselm die Kinder mit Geschichten.

................................................... von nepita santiago

Genauso wie Arno Camenisch seine Leserinnen und Leser mit seinen originell elegant mäandernden Geschichten unterhält. Ausserdem versprüht der 41-Jährige einen verschmitzten, von Neugier geprägten Charme, wie er jugendlich leger in Jeans und Sneakers gekleidet, locker hinter dem Mikrofon steht, sein Körper in Bewegung im Rhythmus seiner Sprache, den Blick in weitere Fernen gerichtet, wie auf ein New Yorker Publikum im grossen Saal ausgerichtet. Dann ist die Lesung auch schon vorbei, die Stunde verging wie im Fluge und Mann und Frau hätte ihm auch noch viel länger zugehört. «Vielen vielen Dank, dass Sie heute da gewesen sind. Es klingt schön hier, in diesem vielen Holz. Und wer wissen will, wie es mit Herrn Anselm weitergeht und noch kein Weihnachtsgeschenk hat, darf das Buch gerne kaufen», sagte Camenisch abschliessend. Er schreibe auch etwas ins Buch, fügte er an. Davon wurde dann auch rege Gebrauch gemacht, genauso wie vom Apéro, der zu Ehren seiner Bündner Herkunft statt des obligaten Speckgugelhopfs einer mit Salsiz war. Während die einen beim Autor Schlange stehen, unterhalten sich die andern bei einem Glas Weisswein über das soeben Erlebte und den Autoren und dazu fallen unter den Frauen Attribute wie: «En Schnüggel», «en Wilde», «en Knuddelige», «witzig, originell, präzise».

Die Lesung mit Arno Camenisch war schnell ausverkauft, «entweder haben wir eine gute Autoren-Auswahl getroffen, oder Herr Camenisch hat ein gutes Buch geschrieben», scherzte Katrin Tandler, die Leiterin der Bibliothek Hausen, bei der Begrüssung. Es ist wohl beides! Weiter führt Tandler den Autor mit ein paar biografischen Eckdaten ein, erzählt von den zahlreichen Auszeichnungen, die der Bündner gewonnen hat, und dass seine Bücher in über 20 Sprachen übersetzt wurden – wie man allerdings «Ustrinkata», einer seiner Buchtitel, übersetzt habe, das wisse sie nicht so genau – er halte Lesungen auf der ganzen Welt, von Buenos Aires über New York bis Hausen am Albis. Dann übernimmt der Autor: «Schön hier zu sein, da war ich noch nie.» Tavansa im Kanton Graubünden, wo er aufgewachsen sei, sei noch kleiner als Hausen. «Down Town Tavanasa zählt gerade mal 50 Nasen und von der Haustür bis zum Bahnhof ist man in 20 Sekunden», frotzelt er, und trotzdem seien die Leute immer 20 Minuten zu früh am Bahnhof, um ja den Zug nicht zu verpassen. Das kommt einem doch bekannt vor. Vielleicht aus einer Zeit, als Züge noch nicht im Halbstundentakt verkehrten. Auch anderes aus seinem Buch oder seinen

Man hätte ihm auch noch viel länger zugehört

Hahn im Korb oder Autor mit Bibliotheksteam. Von links: Susi Fischli, Lourdes Kreidler, Arno Camenisch, Silvia Scheiwiller und Bibliotheksleiterin Katrin Tandler. (Bild Nepita Santiago) Erzählungen kommt wie aus einer Welt, die langsam verschwindet. Oft ist nicht klar, ob er jetzt von Tavanasa und aus seiner Kinderzeit erzählt oder aus seinem neuen Buch «Herr Anselm» liest. Aber das macht keinen grossen Unterschied, denn unterhaltsam, witzig und präzise beobachtet ist es alleweil.

Mit Geschichten unterhalten Herr Anselm ist seit 33 Jahren der Hauswart auf dem «Schiff», wie er «seine» Schule nennt. Und nun soll «dieses Flaggschiff eines Dorfes in den Bünd-

ner Bergen» geschlossen werden. Davon erzählt er seiner verstorbenen Frau bei einem Friedhofbesuch. Aber in der Manier von Arno Camenisch bleibt es natürlich nicht allein bei der Schulschliessung, sondern da wird ausgeholt, in Erinnerungen geschwelgt, oder auch fein rapportiert, wie er beispielsweise die Blumen vor dem Schulhaus gepflanzt hat. «Ich wünschte, du könntest sie sehen.» Das sind zarte Momente, stille Momente in dieser Liebesgeschichte, in mitten von Anekdoten – vom Berufsberater mit dem zitronengelben Cabrio und den zwei Bananenschachteln

voller Ordner, dem Arzt mit dem Lächeln wie ein Badezimmer, oder dem Fotografen aus dem Schaffhausischen, der aussieht wie aus Paris. Es sind Geschichten von prägenden Vorbildern und gemeinsamen Werten und er benutzt dafür präzise und starke Bilder. Anselm ist nicht nur Hauswart, er ist auch die treue Seele der Schule und es kann durchaus vorkommen, dass er übernimmt, sollte jemand aus dem Lehrkörper kurzfristig ausfallen. «Es ist ja nicht so, dass ich wirklich etwas davon verstehe, aber etwas versteht man ja schon», sinniert er. Beispiels-


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Dienstag, 19. November 2019

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Mit dem Raumschiff «Heidi» ins Weltall «Weg zu den Sternen» – Referat von Deborah Müller der Volkshochschule Knonauer Amt Deborah Müller von der Firma Ruag und ein Team des Start-Ups Aris, orientierten mit Bildern, Videos und Referaten, wie junge Wissenschaftler in der Schweiz Raumfahrttransportsysteme konstruieren, erproben und an internationalen Wettbewerben teilnehmen. ................................................... von martin mullis Nur die Melodie des Ohrwurms «Völlig losgelöst, von der Erde, schwebt das Raumschiff, völlig schwerelos», fehlte zu Beginn der Referate im Mehrzweckraum «Rigi» des Spitals Affoltern. Das Szenario vor den rund 50 interessierten Gästen stimmte jedoch perfekt. Da standen auf dem Referententisch kleine Raketenmodelle und auf der Seite sogar eine mindestens drei Meter grosse Rakete mit dem Namen «Heidi», die tatsächlich bereits einen Start Richtung Weltall hinter sich hatte und wieder sicher auf der Erde gelandet war. Auf Einladung der Kommission Volkshochschule im Knonauer Amt der Gemeinnützigen Gesellschaft des Bezirks Affoltern (GGA), zeigten Deborah Müller, Production Engineer der Firma Ruag, und ein Team von der Start-Up Firma Akademische Raumfahrt Initiative Schweiz (Aris), in eindrücklichen Referaten mit Bildern und Filmen, wie die Schweiz mittels hochpräzisen und zuverlässigen Instrumenten an der Positionierung

Spezialistin in Sachen Raumfahrt: Deborah Müller, Production Engineer im Bereich Satellite Mechanisms. (Bild Martin Mullis) von Raumfahrttransportsystemen mitarbeitet. Deborah Müller besitzt den Master in Werkstoffwissenschaft an der ETH Lausanne und arbeitet als Production Engineer im Bereich Satellite Mechanisms bei Ruag Space. Die diplomierte Amateurpianistin, Mitgründerin von Aéropoly und aktive Präzisions- und Rallye-Pilotin, fesselte ihre Zuhörer

mit eindrücklichen Ausführungen und Filmen von ihrer Arbeit im Europäischen Raumfahrtzentrum European Space Agency (ESA) in Guyana. Deborah Müller und die ETH-Studenten der Aris zeigten mit hochinteressanten Ausführungen, dass der «Weg zu den Sternen» mit vielen zum Teil hochkomplizierten Herausforderungen gepflastert ist.

Abenteuerlicher Weg zum Raumfahrtcenter ESA Die Ruag produziert Nutzlastteile für diverse Raketen-Typen und allein der Weg der in der Schweiz hergestellten Komponenten, zum ESA-Center im Regenwald der Karibik, darf als abenteuerlich bezeichnet werden. Ganz generell hielten die jungen Wissen-

schafts-Studenten fest, dass die StartUps der «New Space»-Generation, nicht zuletzt dank Sponsoren wie der Ruag, grosse Fortschritte aufweisen können. Auch der kanadisch-US-amerikanische Unternehmer und Investor Elon Musk, mischt bei der Firma Space Ex mit. Ein Film zeigte, wie die zwar erst nach dem vierten Startversuch erfolgreich gelungene Landung einer Rakete dazu führte, Weltraumraketen mehrmals zu verwenden. Das weltweit angestrebte Ziel der Raumfahrt heisst nicht nur die Reise zum Mars und schliesslich zum gesamten Sonnensystem, sondern weg von den Wegwerf-Raketen hin zu Raumschiffen, welche mehrmals ins Weltall geschickt werden können. Zu diesem Thema präsentierten die Referenten fast unglaubliche Filme von Experimenten, in denen Weltraumraketen erfolgreich und ohne Fallschirme, lediglich mit Rückstossbrennern, sanft wieder auf der Erde landeten. Mit derartigen Dokumentationen werden die angestrebten Ziele von einem oder gar mehreren Starts von Raumfahrtschiffen pro Tag (!) durchaus denkbar. Otto Wildi von der Kommission Volkshochschule durfte nach den spannenden zwei Stunden der Referentin und ihrem Team auch im Namen der faszinierten Gäste herzlich danken. Die Volkshochschule Knonauer Amt bot an diesem Mittwochabend einen ungeheuer interessanten und im wahrsten Sinne des Wortes fast unglaublich spannenden Abend.

Unterhaltsame Abende im Cheminéesaal vom Hotel Weid Abwechslungsreiches Chränzli des Oberämtler Chors Dreimal Full House am vergangenen Wochenende! Der Oberämtler Chor überraschte das grosse Publikum mit einem abwechslungsreichen, humorvollen und ansprechenden Programm. Der Chor wurde von seiner eigenen «Hausband» und dem Gastverein Heiri-Singers unterstützt. ................................................... von marianne voss «Das war ein wunderschöner Abend. Es hat sich gelohnt, dass ich gekommen bin», betonte die Tischnachbarin kurz vor Mitternacht, als nach dem musikalischen Teil auch die Auslosung vom Quiz abgeschlossen war. «Es war unterhaltsam und lustig sowie musikalisch sehr stimmig und ansprechend. Zudem bereicherten die vielen überraschenden Einlagen das Programm.» Die Frau fasste das zusammen, was wohl alle Besucherinnen und Besucher an den Chränzli des

Oberämtler Chors erlebt hatten. Dreimal trat der Verein am vergangenen Wochenende im Gemeindesaal auf, und dreimal vor vollem Saal. Das Publikum genoss eine abwechslungsreiche Abendunterhaltung mit Musik, Gesang, Show und Witz. Der Anlass war ein Genuss fürs Ohr und auch fürs Auge. Die Begeisterung war gross, ebenso der Applaus und das Verlangen nach vielen Zugaben. Der Oberämtler Chor tritt alle zwei Jahre mit einer Abendunterhaltung auf und wurde nun bereits zum fünften Mal von seiner sogenannten «Hausband» einfühlsam und rassig begleitet. 2011 waren die vier Bandmitglieder – Lars Heinzer, Etienne Beyeler, Jonas und Simon Plüss – fast noch Buben, inzwischen sind sie zu bewährten und auch bekannten Musikern geworden. Alle sind sie Söhne von Mitgliedern des Vereins. An diesem Chränzli verzichtete der Chor auf ein Theater und bereicherte das Programm mit anderen, überraschenden Highlights: Passend zur Säuliämtler

Spanischer Tanz und solistische Einlage von Marcello Keller (rechts) zum Lied «Un pochito cantas». (Bilder Marianne Voss) Milch sang der Männerchor Heiri-Singers aus Hünenberg von der «Müeh mit de Chüeh», und gab dann mit «Barbara Ann» rhythmisch gewaltig Gas. Ein Genuss waren auch die ausdrucksstarken, solistischen Vorträge der jungen Sängerin Miriam Heinzer.

«www.tourist.komm»

Die Sängerin Miriam Heinzer trat zusammen mit der Hausemer «Hausband» auf und begeisterte das Publikum mit ihrer ausdrucksstarken Stimme.

Die Unterhaltungen standen unter dem Thema www.tourist.komm, ein originelles Motto, das Spielraum für Lieder aus aller Welt und auch für witzige Showeinlagen der Moderatoren Sandra Steinmann und Claudio Rütimann (Hoteldirektor und Assistentin) liess. Der Eingangsbereich des Gemeindesaals war aufwändig und sehr gelungen geschmückt. Die Besucherinnen und Besucher traten über den roten Teppich in eine Hotellounge mit gediegener Bar ein und wurden dann zu Beginn des Programms vom Direktor «im Cheminéesaal des Hotels Weid» herzlich empfangen. Er erläu-

terte humorvoll: «Das Motto soll auch aufzeigen, dass das Säuliamt eine boomende Region ist.» Der Chor erschien passend gekleidet als Hotelpersonal: Köche, Zimmermädchen, Rezeptionistinnen, Concierges, Kellner und Portiers. Die Dirigentin hatte quasi als Hotelbesitzerin ihre Crew fest im Griff. Unter ihrer Leitung traten die Sängerinnen und Sänger in verschiedenen Formationen auf. Als Gesamtchor, im kleinen Chor, als Quartett, als Frauen- oder Männerchor. Alle Lieder waren ein Genuss, ob solistisch sehr eindrücklich und professionell oder einfach fröhlich und unbeschwert vorgetragen. Es machte Freude und Spass – dem Chor, der Band und auch dem Publikum.

Musikalische Reise Das vielfältige Liedprogramm lud das Publikum ein, mitzukommen auf eine musikalische Reise. Es bot einen Querschnitt von Werken aus verschiedenen

Epochen, Ländern und Stilrichtungen. So erklangen Songs wie «Über den Wolken» oder «Money, Money», Lieder aus Japan, Frankreich und Spanien sowie auch die beiden Lokalhymnen, der Ämtlermarsch und das poetische Ämtlerlied im Dreivierteltakt, wo die schöne Landschaft vom «Rüsstal bis zum Albis» besungen wird. Zum Schluss luden der Hotelier und seine Assistentin die Gäste zum Verweilen ein. «Bleiben Sie doch, lassen Sie uns noch ein bisschen ‹dorfen›, also schwatzen übers Dorf und einfach zusammen Dorf sein!» Das nahmen sich die Besucherinnen und Besucher aus der nahen und fernen Umgebung gerne zu Herzen. Sie genossen nochmals Speis und Trank oder liessen den Abend an der Hotelbar ausklingen. Und da viele vergessen hatten, zu Beginn an der Rezeption richtig einzuchecken, und das Hotel nicht über so viele Zimmer verfügte, machten sich dann gegen Morgen die meisten auf den Heimweg.


Stellenanzeiger

Das Dienstleistungscenter Amt (Dileca) erfüllt für die Gemeinden im Bezirk Affoltern seit langem Aufgaben u.a. in den Bereichen Abfallwesen, Feuerpolizei und Kadaververwertung. Infolge Pensionierung der bisherigen Stelleninhaberin suchen wir eine/-n versierte/-n

Sachbearbeiter/-in Rechnungswesen Arbeitspensum ca. 50 %

Ihre Aufgaben Sie sind verantwortlich für das gesamte Finanz- und Rechnungswesen. In dieser Funktion sind Sie direkt dem Geschäftsführer unterstellt. Zu Ihren Hauptaufgaben zählen die Führung der Finanz-, Lohn- und Anlagenbuchhaltung. Sie bewirtschaften die Kreditoren und Debitoren und erstellen die Jahresabschlüsse, Budgets und Mehrwertsteuerabrechnungen und sind zudem zuständig für das gesamte Versicherungswesen (Sach- und Personalversicherungen). Ihr Profil Für diese Tätigkeit erwarten wir eine kaufmännische Grundausbildung mit Weiterbildung im Finanz- und Rechnungswesen (vorzugsweise mit HRM2Kenntnissen) und mehrjähriger Berufserfahrung. Sie kennen sich mit den Programmen der Office-2010-Palette aus und verfügen über eine kundenorientierte, exakte sowie selbstständige Arbeitsweise. Wir bieten Ihnen Eine herausfordernde und verantwortungsvolle Position. In unserer offenen und kooperativen Unternehmenskultur sind attraktive Anstellungsbedingungen, eine fundierte Einführung sowie die Gewährleistung von berufsbezogenen Aus- und Weiterbildungen eine Selbstverständlichkeit. Antrittsdatum Nach Vereinbarung Fachauskunft Eliane Heinzer, Rechnungsführerin, Telefon 044 763 70 00 Gerne erwarten wir Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen. Dienstleistungscenter Amt (Dileca) Franz Liebhart, Geschäftsführer Wiesengrundstrasse 15, Postfach 467, 8910 Affoltern a.A. E-Mail: franz.liebhart@dileca.ch

Für unser Pflegezentrum suchen wir nach Vereinbarung für die neu geschaffene Stelle in der geschützten Abteilung eine

Co-Abteilungsleitung m/w 90 – 100 % Interessiert? Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Detaillierte Informationen finden Sie unter: www.pflegezentrum-baar.ch Pflegezentrum Baar, Landhausstrasse 17/19, 6340 Baar


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Dienstag, 19. November 2019

Busverbindung nach Cham

Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Knonau Die Bevölkerung wurde im KnonauerInfo laufend über das Pilotprojekt der Buslinie 42 informiert, welches zusammen mit der Gemeinde Cham aufgrund eines politischen Vorstosses lanciert worden war. Nun ist es so weit, das Pilotprojekt startet ab dem 16. Dezember. Die Bushaltestelle befindet sich an der Chamstrasse in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof. Die Buslinie wird vorerst in einem befristeten Probebetrieb gefahren. Während dieser Phase werden die Entwicklung und der Bedarf laufend durch die Verantwortlichen der Kantone und Gemeinden überprüft. Der Fahrplan wird ab dem 16. Dezember auf der Webseite zur Verfügung gestellt. Bei Bedarf kann der Fahrplan auch in Papierform auf der Gemeinderatskanzlei bezogen oder telefonisch bestellt werden. Über die Entwicklung des Pilotprojekts wird die Bevölkerung von Knonau laufend über das Knonauer-Info informiert.

Kommunikationskonzept ab 1. Januar 2020 Der Gemeinderat hat am 12. November ein Kommunikationskonzept genehmigt. Das Konzept tritt per 1. Januar 2020 in Kraft. Das Konzept regelt hauptsächlich die externe sowie interne Kommunikation. Weiter enthält das Konzept einen Leitfaden zur Krisenkommunikation. Das Dokument wird ab Januar auf der Webseite veröffentlicht. Die Bevölkerung wird zu diesem Zeitpunkt via Newsletter informiert.

Öffnungszeiten Gemeindeverwaltung Die Gemeindeverwaltung passt per 1. Januar 2020 die Öffnungszeiten wie folgt an: Montag und Dienstag bleiben wie bisher von 8.30 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 16 Uhr geöffnet. Neu bleibt der Schalter am Mittwoch den ganzen Tag geschlossen. Das Telefon wird von 8.30 bis 12 Uhr bedient. Am Donnerstag bleibt der Schalter wie bis-

Lichterstimmung in Bonstetten Am 1. November fand in Bonstetten nach erfolgreichem Neustart im letzten Jahr der Räbeliechtliumzug wieder statt. Der Dorfplatz war durch dekorierte Räben erhellt und 21 Gruppen, bestehend aus Klassen der Primarschule Bonstetten und der Cevi Bonstetten Hedingen, besammelten sich hinter dem Dorfschulhaus. Die Strassenbeleuchtung war abgestellt, die Räben leuchteten und selbst die vereinzelten Regentropfen konnten weder die schöne Stimmung vermiesen, noch die Räbeliechtliträger aufhalten. So setzte sich der Umzug in Bewegung und zog über Dorf- und Birchstrasse durchs Dorf. Entlang der Strecke mischten sich die Verwandten und Bekannten der Kinder mit Räbeliechtlibegeisterten und Anwohnern, die das Licht gelöscht und teilweise gar noch selbst Dekorationen aufgestellt und damit ebenfalls zu einer grossartigen Atmosphäre beigetragen haben. Sie bestaunten gemeinsam die wunderschön geschnitzten Räben und im Besonderen die liebevoll dekorierten Wagen. Als der Umzug vorbeigezogen war, folgten ihm zahlreiche Zuschauer zurück auf den Dorfplatz, wo mit Unterstützung der Dorfmusik Bonstetten, die den gesamten Umzug musikalisch begleitete, noch das allseits bekannte Räbeliechtlilied gesungen wurde, um dann noch etwas bei einem Wienerli, Raclette, Hotdog oder Glühwein, am Stand der Kiwanis oder an einer der zahlreichen Feuerschalen zu verweilen. OK Räbeliechtliumzug

her von 8.30 bis 12 Uhr und am Nachmittag von 13.30 bis 19 Uhr geöffnet. Am Freitag öffnet der Schalter neu um 8.30 Uhr und schliesst neu um 12 Uhr. Am Nachmittag bleibt der Schalter geschlossen und das Telefon wird nicht bedient. Auf einer Gemeindeverwaltung kann eine Vielzahl an Dienstleistungen bezogen werden. Ein Teil der Dienstleistungen ist in digitaler Form verfügbar. Aufgrund von internen Neustrukturierungen und der voranschreitenden Digitalisierung hat die Gemeindeverwaltung über einen bestimmten Zeitraum die Kundenfrequenz analysiert. Des Weiteren wurde ein Benchmarking mit gleich grossen Gemeinden durchgeführt. Die Benchmark mit anderen Gemeinden hat gezeigt, dass Knonau über grosszügige Schalteröffnungszeiten verfügt. Die Kundenfrequenz hat deutlich ergeben, dass am Mittwochvormittag und am Freitag im Zeitraum von 7 bis 8.30 Uhr und von 12 bis 13 Uhr (bisherige Öffnungszeiten) eine geringe Kundennachfrage zu verzeichnen ist. Selbstverständlich besteht für die Bevölkerung nach wie vor die Möglichkeit, ausserhalb der Öffnungszeiten einen Termin zu vereinbaren. Dem Gemeinderat und dem gesamten Verwaltungsteam liegt die Kundschaft und das Erbringen von guten und effizienten Dienstleistungen sehr am Herzen. Aus diesem Grund sind der Gemeinderat und das Verwaltungsteam davon überzeugt, dass trotz der reduzierten Öffnungszeiten nach wie vor gute und effiziente Dienstleistungen erbracht werden können.

Öffnungszeiten Recycling-Anlage Neben den Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung werden zugleich die Zeiten der Recycling-Anlage angepasst. An den Samstagen wird die Sammelstelle Stampfi rege genutzt. Vormittags sind Mitarbeitende der Gemeinde anwesend und am Samstagnachmittag ist die Anlage ab 13.15 bis

18 Uhr frei zugänglich. In letzter Zeit musste leider festgestellt werden, dass an diesen Nachmittagen regelmässig illegal Gegenstände entsorgt werden. Die Mitarbeitenden des Werkdienstes sind montags regelmässig damit beschäftigt, die unrechtmässig deponierten Gegenstände zu entsorgen. Die Kosten für das Fehlverhalten trägt die Knonauer Bevölkerung. Der Gemeinderat ist der Ansicht, dass mit geänderten Öffnungszeiten das illegale Entsorgen eingegrenzt werden kann. Die Recycling-Anlage wird ab 1. Januar 2020 am Samstag nur noch vormittags von 9 bis 11.45 Uhr geöffnet sein.

Neuzuzüger-Anlass Am 10. November 2019 wurden die Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger, welche im Zeitraum vom November 2016 bis Juli 2018 nach Knonau gezogen sind, zu einem «feinen» Brunch eingeladen. Der letzte Anlass fand im Jahr 2016 statt. In den letzten drei Jahren konnte in Knonau eine hohe Anzahl an Neuzuzügen verzeichnet werden. Aufgrund der hohen Anzahl an Neuzuzügen und aus organisatorischen Gründen wurden zwei Anlässe geplant. Der zweite Anlass wird am 15. März 2020 stattfinden. Am 10. November 2019 durfte die Gemeindepräsidentin Esther Breitenmoser rund 130 Personen begrüssen. Der Anlass stand ganz im Zeichen des gemütlichen Beisammenseins. Die Gemeindepräsidentin eröffnete den Anlass mit einer Ansprache und stellte den Anwesenden den Gemeinderat und die geladenen Gäste vor. Die Gemeindeschreiberin Daniela Rieder stellte das gesamte Verwaltungsteam vor. Abgerundet wurde der festliche Akt mit einer musikalischen Begleitung der Pan Dream Steelband. Nach dem offiziellen Teil durften sich alle am feinen «Zmorgebuffet» erfreuen und den Nachmittag gemütlich ausklingen lassen. Daniela Rieder, Gemeindeschreiberin

Geselliger Spiel-Abend

45. Jass-Meisterschaft der SVP Wettswil

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forum

«Unseliges» Störmanöver «Weder wünschenswert noch notwendig», «Anzeiger» vom 8. November. Man darf in Frage stellen, ob ein Zusammenschluss von 10 reformierten Kirchgemeinden zu einer Gesamtgemeinde das Ei des Kolumbus für unsere Kirche sei. Sich gegen einen, von den betroffenen Kirchgemeindeversammlungen 2017 demokratisch beschlossenen Prozess zu stemmen, inkl. Drohung mit Einzelinitiative, wie dies Hans Rudolf Haegi und Jakob Blickenstorfer mit ihrem Komitee «Stopp KG+: Die Kirche bleibt im Dorf» für die Kirchgemeinde Affoltern versuchen, finde ich hingegen fragwürdig. Solidarisch, demokratisch oder besonders kirchlich ist dies nicht. Affoltern sei jetzt eine Stadt, so Haegi und passe somit nicht in eine Grossgemeinde (!) und überhaupt entspreche die «Geisteshaltung des Zusammenschlusses» nicht dem Säuliamt (woher diese Gewissheit?). Laut ihm funktionierten die Kirchgemeinden seit 500 Jahren und seien zufrieden. Es hat sich ja auch fast nichts verändert seit den Kappeler Kriegen, nicht wahr? Thema Stadt: Ja, Affoltern ist zu einer Stadt geworden, was ja nicht zu übersehen ist. Diese ist in letzter Zeit aber kaum durch solidarisches Verhalten innerhalb des Bezirks aufgefallen. Soll sich

nun die Kirchgemeinde auch derart «städtisch» verhalten? Thema Grösse: Die Wohnbevölkerung von Affoltern stieg seit 1990 um 33 %, jene der reformierten Kirchgemeinde fiel um 25 % (3307 Ende 2018). Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung sank von 47 % auf 27 %(!), Tendenz sinkend. Ihr Anteil an der ref. Bevölkerung im Bezirk liegt noch bei lediglich 18 %, Tendenz sinkend. So viel zu ihrer Bedeutung. Etwas mehr Demut wäre angebracht. Und was, wenn der Trend anhält? Der Prozess von «KG+» ist breit abgestützt und sehr transparent (s.a. www.ref-saeuliamt.ch). An zwei Veranstaltungen konnte man Bedenken äussern. Die Initianten von «KG+ Stopp» habe ich dort leider nicht angetroffen. Nach der angedachten Lösungsvariante kann die Kirche im kultischen Sinn durchaus «im Dorf» bleiben. Der Schwerpunkt einer Zentralisierung liegt in der Administration. Die Stimmbürger werden sich an der Urne aussprechen können. Geben wir doch dem Projektteam «KG+» die Chance und die nötige Zeit, ihren von den Kirchgemeindeversammlungen mandatierten Auftrag ohne «unseliges» Störmanöver zu Ende zu führen und dann nach bestem Wissen und Gewissen zu entscheiden. Peter Spinnler, Mettmenstetten

Unpassender Vergleich Halali, Hundegebell und Jagdhörner, «Anzeiger» vom 12. November. Im Bericht über die Jagd hat Herr Mullis betont, dass sich die Jagdhunde zur Jagd freuen und es kaum erwarten können, wenn es losgeht. Im Gegensatz zu einer Hundehalterin mit einem kleinen Hund, da es kalt war, mit Hundemantel. Sie habe darauf ihren Hund noch kürzer an die Leine genommen, da sie sich und ihr Hund offenbar nicht wohlfühlten. Einige Hunde haben auch Angst vor dem Geschrei der Treiber. Es ist doch klar,

dass sich die Jagdhunde auf ihre Aufgabe freuen, denn man hat sie deshalb ja für die Jagd gezüchtet. Da ich selbst Hundehalterin bin, verspüre auch ich ein gewisses Unbehagen, wenn ich unfreiwillig in eine Jagd hinein gerate. Jäger haben ja schon mehrmals, infolge Verwechslung eines Wildschweines oder sonst Wildtieres, irrtümlich einen Jagdkollegen erschossen! Warum soll es nicht auch einmal aus Versehen einen Spaziergänger oder eine Spaziergängerin treffen? Irene Geel, Hedingen

Aktionstag für die Konzernverantwortungsinitiative

Die Gewinnerinnen und Gewinner der 45. Jassmeisterschaft. Von links: Judith Eugster, Remo Illi, Agnes Schnider, Fredi Steck und Marc Bochsler. (Bild zvg.)

Jährlich im November organisiert die SVP Wettswil die bestens bekannte JassMeisterschaft im «Hirschen» in Wettswil. Am 9. November war es wieder so weit: 40 motivierte Teilnehmer lieferten sich während sechs Stunden einen spannenden Wettkampf. Die begeisterten Jasserinnen und Jasser wurden durch das Organisationskomitee unter der Leitung von Judith Eugster, Vorstandsmitglied der SVP Wettswil, betreut und unterstützt. Nach den ersten drei Durchgängen wurde das Nachtessen serviert. Dank der guten Organisation durch die

«Hirschen»-Wirtin und ihrer Mitarbeiter ging alles reibungslos über die Bühne. Gut gelaunt nahm man danach die zweite Hälfte der Meisterschaft in Angriff. Bis zur stattfindenden Rangverkündigung um 21.10 Uhr wurde unter den Teilnehmenden gejasst, gerechnet und diskutiert. Und dann war es so weit. Judith Eugster konnte die Rangliste verlesen: Auf den ersten Rang schaffte es Agnes Schnider, Zweiter wurde Fredi Steck, und den dritten Rang sicherte sich Remo Illi. Mit den zahlreichen Sponsoren des lokalen Gewerbes konnte das OK einen attraktiven Gabentisch zusammenstellen, sodass alle Teilnehmenden einen schönen Preis nach Hause nehmen konnten. SVP Wettswil

Die Konzernverantwortungsinitiative ist im Knonauer Amt seit 2013 durch die «Glencore-Vorstösse» in den Gemeinden 2013 gut verankert. Da die Behandlung der längst eingereichten Initiative in den eidgenössischen Räten auf die lange Bank geschoben wird, braucht es von Zeit zu Zeit ein starkes Signal. Aus diesem Grund wird in den Gemeinden Bonstetten, Hausen, Hedingen, Obfelden und Ottenbach am Samstag, 23. November, die Konzernverantwortungsinitiative an zentralen Plätzen vorgestellt. In Affoltern wird am Sonntag, 24. November, an einem Stand am Chlausmärt informiert. An einem Beispiel wird deutlich gemacht, dass es um ein in unserm Land selbstverständliches Anliegen geht: Wer mutwillig oder aus Fahrläs-

sigkeit grossen Schaden anrichtet oder Leben gefährdet, muss dafür geradestehen. Das gilt auch für Firmen. Der 23. November ist der nationale Aktionstag für die Initiative; in vielen Gemeinden der Schweiz wird informiert. Im Knonauer Amt kommt es nach Abschluss des Tages, um 16 Uhr, bei der reformierten Kirche Affoltern zu einem Treffen aller, die am Tag mitgemacht oder die Sympathie für die Initiative haben. Wir schenken Punsch aus (bitte Tasse mitnehmen) und ein Foto wird gemacht – Zeugnis für das Engagement im Amt für weltweite Gerechtigkeit. Alle, auch Familien mit Kindern, sind herzlich eingeladen. Franz Schüle, Verein Knonauer Amt solidarisch

Zuschriften sind willkommen Der «Anzeiger» nimmt Zuschriften an redaktion@affolteranzeiger.ch gerne an. Ein Leserbrief muss mit Namen, vollständiger Adresse und Telefonnummer des Verfassers versehen sein, soll ein Thema aus der

Region aufgreifen, nicht mehr als 2000 Zeichen lang sein und keine persönlichen Angriffe enthalten. Über die Publikation, den Erscheinungstermin und Kürzungen entscheidet die Redaktion. (Red.)


Gewerbe/Dienstleistungen

Chlausmärt Affoltern

«Klanghotel Rössli»

75 Stände werden am Sonntag die Begegnungszone in Affoltern beleben. > Seite 13

Die 6. Auflage des Mettmenstetter Kulturevents steht unter dem Motto «Karussell des Lebens». > Seite 15

Dienstag, 19. November 2019

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Sieg zum Abschluss Mit dem Sieg im «Minimum» gewann Petra Klingler die Zürcher Kletter-Jahreswertung. > Seite 19

Ein Werterhaltungsplan für Immobilien erspart viel Ärger Spannendes Thema am traditionellen Herbstanlass des HEV Albis Das Thema des diesjährigen HEV-Herbstanlasses fand grosses Interesse. Die vorsorgliche Erstellung eines Werterhaltungsplanes erspart Stockwerkeigentümern viel Ärger. Der Inhaber der Firma QualiCasa AG zeigte in einem Referat auf, wie Streitereien und unangenehme Überraschungen vermieden werden können. Im vollen Saal des Restaurants Krone in Hedingen durfte der Präsident des Hauseigentümerverbandes Albis, René Homberger, am letzten Donnerstagabend weit über 100 Mitglieder und interessierte Immobilienbesitzer in der «Krone» Hedingen begrüssen. Das angekündigte Thema dürfte unter den HEV-Mitgliedern, insbesondere den Stockwerkeigentümern, grosses Interesse geweckt haben. In seiner kurzen Begrüssung hielt Homberger fest, dass er sich über die Zusammenarbeit der Firma QualiCasa AG mit dem HEV Albis freue. Im Weiteren war der HEV-Präsident überzeugt, dass das Problem des Werterhalts von Liegenschaften bei vielen Stockwerkeigentümern ganz oben auf der Sorgenliste stehen würde. Rolf Truninger, Inhaber und Geschäftsführer der Firma QualiCasa AG in Wiesendangen, erhielt denn auch die volle Aufmerksamkeit der Besucher. Dem LiegenschaftenFachmann gelang es mit anschaulichen Bildern und auch für Laien verständlichen Begriffen, über Alterungsprozesse von Immobilien und deren

Gute Ratschläge von Immobilienspezialisten: Rolf Truninger, QualiCasa AG (links), und René Homberger, Präsident HEV Albis. (Bild Martin Mullis) Erneuerung die doch sehr komplexe Materie zu verdeutlichen. Wichtige Stichworte waren dabei die Gebäudediagnosen, Risikoanalysen und eine langfristige Instandsetzungsplanung. Die Werterhaltung einer Liegenschaft verlangt stets eine umfassende Prüfung des aktuellen und des zu erwartenden Zustandes eines Gebäudes.

Seriöse Planung vermeidet Streitereien unter den Mitbesitzern Dabei soll sowohl auf die Bauweise, Bauqualität, Materialien als auch auf

die verschiedenen zeitlichen Möglichkeiten einer Sanierung geachtet werden. Mit einer sorgfältigen und seriösen Planung, die sämtliche massgebenden Faktoren berücksichtigt, kann möglichen Streitereien unter den Miteigentümern weitgehend ausgewichen werden. Kostenklarheit hilft den Mitgliedern des Stockwerkeigentums vor allem bei den Beschlussfassungen für einen gemeinschaftlichen Entscheid. Ein Werterhaltungsplan der QualiCasa AG sorgt sowohl bei Stockwerkeigentümern wie auch bei

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EFH-Besitzern nicht nur für langfristige Sicherheit, sondern gilt auch als optimale Absicherung für Käufer und Verkäufer von gebrauchten EFH und Stockwerkeigentum. Die interessanten Ratschläge des Immobilienfachmannes gaben trotz der vielschichtigen Angelegenheiten, nicht zuletzt wegen der sachlich und anschaulich dargestellten Informationen, nur zu wenigen Fragen Anlass. HEV-Präsident Homberger dankte dem Referenten herzlich und lud seine Gäste zum anschliessenden Apéro und gemütlichen Austausch. (mm)

Berufsmesse in Zürich Vom 19. bis 23. November zeigt die Berufsmesse Zürich, wie zukunftsträchtig viele «klassische» Berufe sind. Ein breites Rahmenprogramm bietet an der diesjährigen Berufsmesse einen authentischen Einblick. Im Forum vermitteln Referate Informationen zu Berufswahl, Bewerbung, Lehrstellensuche und Schnupperlehre. Für die Eltern finden speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Referate am Mittwochnachmittag und Samstag statt. Hier erfahren sie, was sich in der Lehrstellensuche verändert hat, wie sie ihr Kind bei der Suche und im Umgang mit dem ersten Lohn unterstützen können, welche Voraussetzungen für eine Berufsmaturität nötig sind, was die Erwartungen an die Lernenden sind und was in der Berufsbildung neu ist. Um den anspruchsvollen Übertritt von der Schule in die Arbeitswelt zu meistern, finden die Jugendlichen im Bewerbungscampus verschiedene kostenlose Dienstleistungen. Hier können sie ihre Bewerbungsunterlagen überprüfen lassen. Wer noch kein passendes Foto hat, kann sich professionell ablichten lassen. In diskreten Gesprächsinseln können die Jugendlichen mit Experten aus der Wirtschaft das Bewerbungsgespräch üben. Weiter können mit dem Berufswahltest die persönlichen Fähigkeiten, Interessen und Stärken abgefragt werden. Aufgrund dieser Angaben erhält jeder Jugendliche Vorschläge zu passenden Berufsfeldern und Ausstellern. (pd.) Berufsmesse Zürich, Dienstag, 19., bis Samstag, 23. November. Messe Zürich (Hallen 1 und 2), Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 8.30 bis 17 Uhr, Samstag, 10 bis 17 Uhr. Eintritt frei. Weitere Infos auf: www.berufsmessezuerich.ch.

6 Millionen Franken pro Jahr fürs Gewerbe Wer seine Immobilie energetisch saniert, kann sich beim Gebäudeprogramm des Kantons Zürich für einen Förderbeitrag anmelden. Mit 10 bis 15 % der beitragsberechtigten Kosten unterstützt das Gebäudeprogramm des Kantons Zürich die energetische Sanierung von Immobilien. Die von 2010 bis 2018 ausbezahlten Beiträge im Knonauer Amt betrugen rund 6,5 Mio. Franken. Das entspricht einem Investitionsvolumen von 43 bis 64 Mio. Franken, im Mittel also 54 Millionen oder 5,9 Mio. Franken pro Jahr. Geld, das weitgehend dem regionalen Gewerbe zugutekommt. Vielfach kommen die Hausbesitzer zum Spezialisten, weil eine Sanierung oder Renovation ansteht. «Häufig machen wir dann die Kunden auf dieses Förderprogramm aufmerksam und unterstützen sie bei der Eingabe», sagt Emil Schnider, Zimmerei in Bonstetten. Die Förderbeiträge sind also ein willkommener Zustupf an die Investition. Die Immobilienbesitzer profitieren in erster Linie durch die Sanierung an sich. Denn die Energiekosten sinken dank den Massnahmen deutlich. Sehr oft sind die Investitionskosten nach einigen Jahren amortisiert.

Beispiel: 230-jähriges Haus mit Nebengebäude. Schutzobjekt. Ölheizung.

Nachher: Erdsonden-Heizung, Minergie Standard, 75 % weniger Energiekosten.

Vorher.

Nachher. (Bilder zvg.)


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Vermischtes

Dienstag, 19. November 2019

Wieder ein Pilotprojekt im Säuliamt Testphase für 24-Stunden-Automaten mit Hofprodukten in Affoltern Auf Davids Holstein Ranch, hinter dem Sammlungszentrum des Nationalmuseums in Affoltern wurde der Prototyp eines Verkaufsautomaten für Hofprodukte eingeweiht. Der Verein Aemtlerchorb hat diesen Standort ausgewählt, um erstmals in Affoltern «di fair Milch Säuliamt» sowie andere Hofprodukte anzubieten. ................................................... von salomon schneider Er ist mit einem grossen, berührungssensiblen Bildschirm ausgestattet, verfügt über einen Einwurfschlitz für Kleingeld, einen Noteneinzug und akzeptiert auch Kartenzahlung: der Hoflaedeli24.ch-Automat. In der Verkaufstheke stehen hinter einer Glasscheibe 30 bis 40 Säuliämtler Hofprodukte vom Verein Aemtlerchorb und zudem gibt es «di fair Milch» Säuliamt. David und Antoinette Frey, bei denen der Automat Hoflaedeli24.ch auf dem Hof steht, sind sowohl Mitglied beim Verein Aemtlerchorb als auch der Genossenschaft faire Milch Säuliamt. Sie sind überzeugt, dass frische, regionale Produkte Zukunft haben. Antoinette Frey erläutert: «Selbstvermarktung macht bei uns zwar einen kleinen Teil des Umsatzes aus, unser Hofladen wird aber sehr gut besucht und dank dem Verein Aemtlerchorb können wir eine grosse Produktepalette anbieten. Denn unsere 14 Aktivmit-

glieder produzieren alle unterschiedliche, leckere Nahrungsmittel. Um konkurrenzfähig zu sein, können wir jedoch keine grosse Marge verlangen. Verkaufspersonal liegt deshalb nicht drin. Der Automat Hoflaedeli24.ch bietet dem Aemtlerchorb die Chance, auch an Passantenlagen unsere Produkte zu fairen Preisen anzubieten.»

24 Stunden in Betrieb Der Automat Hoflaedeli24.ch benötigt Strom und einen Unterstand, deshalb steht er während der Testphase auf dem Hof der Familie Frey. Ruth Bieri, die Präsidentin des Vereins Aemtlerchorb erläutert: «Grundsätzlich wären natürlich Bahnhöfe und andere Passantenlagen für den Verkaufsautomaten attraktiver. Während der Testphase wird jedoch nicht nur an der Funktionalität des Automaten noch geschraubt, sondern auch an der Produktepalette. Deshalb war Davids Holstein Ranch mit dem gutgehenden Hofladen erste Wahl. Wir haben uns natürlich auch über die Möglichkeit informiert, die Automaten an Bahnhöfen aufzustellen. Die Miete wäre jedoch für uns zu teuer. Wir sind aber guter Dinge, dass wir in Zukunft über das ganze Knonauer Amt verteilt zahlreiche attraktive Standorte für das hoflaedeli24.ch finden.»

Unterstützung durch die Standortförderung Nicht nur während der Testphase freut sich der Verein Aemtlerchorb

Ruth Bieri (von links), Präsidentin des Vereins Aemtlerchorb, Christa Winzeler, Kassierin, Antoinette Frey, Aktuarin und Standortgeberin, und Werner Locher, Präsident der Genossenschaft faire Milch Säuliamt freuen sich über den ersten Hoflaedeli24.ch-Verkaufsautomaten. (Bild Salomon Schneider) über Rückmeldungen zum Verkaufsautomaten, bezüglich Produktepalette und Funktionalität. Anregungen können entweder direkt der Familie Frey kommuniziert oder über hoflaedeli24.ch online eingereicht werden. Im Frühjahr 2020 sollen im Kanton Zürich 20 hoflaedeli.ch-Automaten

aufgestellt werden. Wie viele davon ins Säuliamt kommen, hängt auch von der erfolgreichen Suche nach attraktiven Standorten ab. Standortförderer Johannes Bartels freut sich über die Initiative des Aemtlerchorbs: «Der Aemtlerchorb zeigt, dass mit viel Engagement ein innova-

tives Vertriebsnetz für attraktive Hofprodukte aufgebaut werden kann. Gerne hilft die Standortförderung den Aemtlerchorb in seinen Bemühungen, beispielsweise durch Unterstützung beim Finden von wirtschaftlichen Standorten für das Hoflaedeli24.ch.»

Ein goldener Herbsttag Albis Beck verarbeitet neu südlich des Zürichsees Säuliämtler Mehl

Ämtler Wanderer auf Seen-Wanderung

Neues «Albis Mehl» und ein neues Café, das demnächst eröffnet

Die Vier-Seen-Wanderung in Grenznähe führte durch liebliche Landschaften, vorbei an Mooren, Weihern, Seen und bezaubernden Bächen, von Hirzel bis in den Dorfkern nach Richterswil, mit seinen vielen gut erhaltenen Fachwerkhäusern.

«D’Albis Beck» verwendet seit Oktober ihr eigenes regionales Mehl, welches von den Getreideproduzenten aus der Region stammt.

Mit der Bahn ging es über Zürich nach Horgen und mit dem Bus nach Hirzel. Die romantische Wanderung führte am südlichen Rand des Zürichsees von Hirzel zum Weiler Sprümüli, wo es im Restaurant Spreuermühle einen Kaffeehalt gab. Dann wanderte man über Bächenmoos, Müsli und Stollen bis zum landwirtschaftlich geprägten Schönenberg. Vorbei an der Bäckerei Suter Tirggel erreichte die Gruppe in wenigen Minuten den idyllischen Teufenbachweiher, wo es an einem gut eingerichteten Picknickplatz mit Feuerstelle das Mittagessen aus dem Rucksack gab.

Auf guten Pfaden zum Hüttnerseeli und Sternenweiher Jeder Weiher und jedes Seelein hat seine Eigenheit. So reguliert der Teufenbachweiher das Wasser des ältesten noch betriebenen EKZ-Kraftwerkes, das im Jahre 1895 eröffnet wurde. Dann wanderte die Gruppe auf gut ausgebauten Wegen über Gschwend und Segel zum Hüttnerseeli, mit einer herrlichen Aussicht über das obere Seebecken und die Alpen. Bald erreichte man den Itlimoosweiher und Sternenweiher, wo es im Restaurant Sternensee eine Pause gab. Auf dem letzten Abschnitt führte der Weg durch das romantische Mühlitobel bis zum denkmalgeschützten Bahnhof in Richterswil, wo es mit der Bahn wieder nach Hause ging. Zur Erinnerung bekamen alle Wanderer ein feines Honiggebäck, das in der Weihnachtszeit besonders beliebt ist. Dölf Gabriel, Wanderleiter

Ämtler Wandergruppe vor dem Abstieg durch das romantische Mühlitobel. (zvg.)

Vertretend für alle anderen Landwirte, welche an die beiden Sammelstellen der Landi Albis in Mettmenstetten und Birmensdorf Brotgetreide liefern, haben sich vier Landwirte aus der Region für ein Foto in der Backstube von «d’Albis Beck» zur Verfügung gestellt. Sie alle sind Brotgetreideproduzenten von «Suisse Garantie» und gewähren Schweizer Qualität für die Backwaren, welche in der Backstube von «d’Albis Beck» hergestellt werden. Erich Elsener, der Verantwortliche für die Teigherstellung in «d’Albis Beck», ist mit der Qualität des neuen «Albis Mehl» sehr zufrieden und betont, dass es seinen hohen Anforderungen entspricht. Für die Betreiberin der Bäckerei, die Landi Albis Genossenschaft in Mettmenstetten, ist dies ein weiterer grosser Schritt, um noch mehr Regionalität in ihren Backwaren zu deklarieren. «Was liegt näher, als das Getreide, von unseren eigenen Genossenschaftsmitgliedern, zu einem eigenen Mehl, dem ‹Albis Mehl› zu vermahlen!», so der Geschäftsführer der Landi Albis, Armin Heller. Der Verbrauch von Schweizer Getreide, welches zu Mehl verarbeitet wird, ist stagnierend, dies obwohl der Bevölkerungszuwachs und damit der Bedarf an Backwaren in den letzten Jahren zugenommen hat. Der Mehrverbrauch wurde in den letzten Jahren durch Importe von Halbfabrikaten ersetzt. «Mit dem neuen Albis Mehl sowie auch mit der beliebten fairen Milch wollen wir unsere Landwirte, so weit dies möglich ist, direkt unterstützen. Der Konsument hat die

Von links: Matthias Frischknecht, Mettmenstetten; Roland Odermatt, Hausen; Erich Elsener, Albis Beck; Erich Burkhard, Mettmenstetten; und Rony Suter, Mettmenstetten. (Bild zvg.) Sicherheit, dass er regionale Produkte kaufen kann», ergänzt Armin Heller.

Albis Beck öffnet am 29. November in Ottenbach seine Türen Im August fiel der Startschuss zum Bau der ersten Filiale d’Albis Beck in Ottenbach. Die Bauarbeiten gingen zügig voran und sind inzwischen weit fortgeschritten. Am Freitag, 29. November, wird der Bäckerei-Laden mit Café am Dorfplatz 2 eröffnet. Ein modernes Ladenlayout, verbunden mit heimatlichem Charme, eine bediente Theke und das Café mit 30 Sitzplätzen werden zum Verweilen einladen. Für ein auserwähltes Sortiment an frischen Produkten wie Sandwiches,

Salat, feiner Confiserie und vielem mehr, entwickeln der Filialeiter von «d’Albis Beck Café Ottenbach», Carlo Saner, André Eicher aus der Bäckerei und Monika Meyer aus der Konditorei zurzeit neue Kreationen in der Backstube. Ein besonderes Erlebnis bietet die Show-Bäckerei, in der täglich live zugeschaut werden kann, wie Brot sowie saisonale Patisserie vor Ort hergestellt wird. «Wir freuen uns sehr auf die Kundschaft am neuen Standort und die damit zusammenhängende Herausforderung», so Andé Eicher, Bäckereileiter von d’Albis Beck. Die Verkaufs-Crew ist rekrutiert und der Eröffnung am 29. November steht nichts mehr im Wege. (pd.)


Veranstaltungen

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Zeichnungen, Bilder und eine Installation

Carmen Cabert stellt im Kloster Kappel aus «Ohne Worte – das Bild wirkt» so lautet der Ausstellungstitel der Künstlerin aus Bonstetten, welche am 24. November eröffnet wird. Anschliessend bietet das Ensemble Ultraschall ein getanztes Konzert «Tanz vom Tod zum Leben» in der Klosterkirche.

re eigene und einzigartige Leseart in Zeichnungen und Bildern zum Ausdruck gebracht.» (Dr. Gisa Lang-Heyn) Die Ausstellung im Kloster Kappel wird am Sonntag, 24. November, um 15.30 Uhr eröffnet und dauert bis 6. Januar 2020. Während der Ausstellungsdauer ist die Künstlerin jeden Sonntag von 14 bis 16 Uhr anwesend. Die Vernissage wird musikalisch begleitet vom Saxofonisten Peter Landis. Anschliessend, um 17.15 Uhr, ist das Ensemble Ultraschall in der Klosterkirche in der Reihe «Musik und Wort» zu hören und zu sehen: «Tanz vom Tod zum Leben» heisst das szenische Orgelkonzert. Das Thema des Sterbens und der Auferstehung formen die Musik- und Tanzimprovisationen. Speziell für das Ensemble komponierte Werke von Ilja Völlmy und Alexandre Nissen sowie «Trois Danses» von Jehan Alain bilden die Grundlagen für das getanzte Konzert. Der Eintritt ist frei, es wird eine Kollekte gesammelt. (pd.)

Welch ein Unterfangen! Da nimmt eine Frau die Bibel zur Hand, beginnt am Anfang und liest alle tausend Seiten des Alten und Neuen Testaments. Wir stehen vor dem Ergebnis dieser Lektüre, der Umsetzung der Sprache Luthers in Bilder und Zeichnungen, von denen im Kloster Kappel nur ein ganz kleiner Teil zu sehen ist. «Carmen Cabert hat auf jede Seite der Bibel als bildende Künstlerin reagiert. Mit dicker Acrylfarbe, meist dunkel, markierte sie die Textseiten, füllte sie mit Linien, mit Bewegungen ihrer Hand, die das wiedergaben, was der Text in ihr ausgelöst hatte. Diese Seiten bildeten die Grundlage für die Graphitzeichnungen. Weitere Informationen zur Ausstellung und zu Die Sprache Luthers, der «dem «Musik und Wort» sind erhältlich unter Telefon Volk aufs Maul geschaut» hatte, bleibt 044 764 88 10, per E-Mail info@klosterkappel.ch in dieser künstlerischen Auseinander- oder auf der Website www.klosterkappel.ch setzung insofern erhalten, als jeder abrufbar. Zeichnung Worte beigegeben sind, die zwar alle aus der Bibel stammen, deren logische Abfolge aber in eine rein appellative, assoziative verändert wurde. Wie viele andere vor ihr hat Carmen Cabert den «Urtext» zur Hand genommen und ihn neu befragt. Mutig und mit gebührender Achtsamkeit hat sie ihn sich an- Carmen Caberts Ausstellung im Kloster Kappel wird am verwandelt und ih- 24. November eröffnet. (Bild zvg.)

Bloss kein Sterbenswörtchen sagen Das Kino in der Kirche Bonstetten zeigt am kommenden Freitag, 22. November, den Film «Lang lebe Ned Devine!». Im irischen 52-Einwohner-Dorf Tullymore wird der Jackpot im wöchentli-

Der Lottogewinner ist gestorben – oder etwa doch nicht? (Bild zvg.)

chen Lotto gewonnen. Neugierig machen sich die beiden alten Freunde Jackie O’Shea und Michael O’Sullivan zusammen mit Jackies Frau Annie daran, den Gewinner zu ermitteln. Schliesslich finden sie den alten, in einem abgelegenen Haus wohnenden Fischer Ned Devine tot vor seinem noch laufenden Fernseher, den Gewinnschein in der Hand – offensichtlich bei der Ziehung vor Schreck gestorben. Da es bereits spät in der Nacht ist, beschliessen sie, Neds Tod erst am folgenden Tag im Dorf zu melden. Doch dann kommt ihnen eine andere Idee … (pd.) Freitag, 22. November, 20 Uhr, reformierte Kirche Bonstetten. Der Film ist freigegeben ab 6 Jahren, Eintritt frei.

Der Musikverein Maschwanden lädt zum Winterkonzert Der Musikverein Maschwanden lädt am Sonntag, 24. November, um 15.30 Uhr in die Stampfi Knonau und um 20 Uhr in die Kirche in Maschwanden zum Konzert ein. Bei warmen Klängen der Brass-Musik stimmt der Musikverein seine Gäste auf die ruhigere und kühlere Jahreszeit ein. Nach den Konzerten sind alle zu Punsch und Glühwein eingeladen. Auf ein zahlreiches Erscheinen freut sich der Musikverein Maschwanden. (pd.) Sonntag, 24. November, 15.30 Uhr, Stampfi Knonau, und 20 Uhr, Kirche Maschwanden.

Der MV Maschwanden lädt zum Winterkonzert. (Archivbild Susanne Crimi)

75 Stände werden am Sonntag die Begegnungszone in Affoltern beleben. (Bild Susanne Crimi)

Genussvolle Einstimmung auf Advent Chlausmärt in Affoltern am kommenden Sonntag Sportliche Läufer, Begegnungen, Gespräche und kulinarische Vielfalt erwarten am 24. November an der Oberen Bahnhofstrasse in Affoltern das Publikum. Seit mehr als 20 Jahren gehört der «Chlausmärt» in Affoltern zu den wiederkehrenden Anlässen im Advent, die viele Besucher aus der Stadt und der Umgebung anziehen. Seit zwei Jahren haben die Organisatoren der Voba beschlossen, den «Chlausmärt» nicht mehr am zweiten Adventssonntag stattfinden zu lassen, sondern ihn sogar vor die eigentlichen Vorweihnachts-Sonntage zu verschieben. Grund dafür waren zum einen mehr zusätzliche, attraktive und weihnachtliche Angebote im Bezirk, zu denen der «Chlausmärt» in Konkurrenz geraten wäre. Zum anderen hat die Tatsache, dass der Leichtathletikverein Affoltern den Chlauslauf, der mitten durchs Dorf und die Stände des Marktes führt, früher ansetzen muss, dazu beigetragen. Andernfalls hätte der Chlauslauf zeitgleich mit dem Silvesterlauf in Zürich stattgefunden. Am kommenden Sonntag werden 75 Stände entlang der Affoltemer

Begegnungszone ein attraktives Angebot an vielen unterschiedlichen Produkten und Dienstleistungen präsentieren. Nebst liebevoll und individuell hergestellten Dekorationen und Handarbeiten wird eine bunte Vielfalt an kulinarischen Genüssen zu entdecken sein. Mit zum Erscheinungsbild gehört das Raclette-Zelt der Feldschützen in Zwillikon und auch dieses Jahr wieder die Feuerwehr des Stützpunktes Affoltern. Der geschmolzene Käse zu Klängen der Kapelle Leo Kälin oder der spannende Einblick in ein Tanklöschfahrzeug und die Arbeit der Feuerwehr sind bereits zwei fast traditionell gewordene Fixpunkte vieler Besucher des «Chlausmärt».

Handarbeiten und Kulinarik Noch auf der Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk? Schöner Adventsschmuck für daheim gefällig? Oder Lust auf Gespräche, Begegnungen und einen sonntäglichen Spaziergang an der frischen Luft? Die weihnachtlich gestalteten Marktstände mit vielfältigen Handarbeiten, die Adventsdekorationen, viele hausgemachte Köstlichkeiten wie Konfitüren,

Saucen und Gebäck, Stände, an denen Glühwein und Guetzli angeboten werden, gehören seit vielen Jahren zum «Chlausmärt» in Affoltern. Viele Vereine und Institutionen aus dem Bezirk nutzen die Gelegenheit, sich und ihr Angebot zu präsentieren und mit Bekannten und Freunden zu plaudern oder Interessieren einen Überblick zu gewähren. Am Stand der Heilsarmee darf sogar mit einer liebevollen Umarmung gerechnet werden. Mit von der Partie sind immer auch politische Parteien. Die Gelegenheit, mit Interessierten zu diskutieren oder auch mal nachzufragen, was unter den Nägeln brennt, nützen die Vertreter der Ortsparteien gerne. Oft darf auch die Politik und Gesinnung in den Hintergrund treten und mit Spielen und Quiz, meist zu Themen aus der Umgebung, sind Berührungspunkte schnell gefunden. Die Voba als Organisatorin hat trotz des vorgezogenen Datums die Bezeichnung «Chlausmärt» beibehalten. Natürlich wird darum Samichlaus mit seinem Helfer Schmutzli aus dem gut gefülltem Leiterwagen Nüssli, Mandarinen und kleine Süssigkeiten verteilen. (sci)

Bald beginnt die Wintersportsaison

Jetzt für Kurse anmelden – am Scia-Stand am Chlausmärt Am Sonntag, 24. November, können sich am Chlausmärt Affoltern Kinder und Erwachsene über die Ski- und Snowboardkurse des Scia auf dem Stoos informieren und sich anmelden. Der Affoltemer Skiclub ist mit rund 200 Mitgliedern einer der grösseren Vereine im Säuliamt. Der 1984 als Ski Club Italiano Affoltern gegründete Verein hat sich in den letzten 35 Jahren zum Familien-Verein entwickelt. Ziel des Scia ist es, Kindern und Erwachsenen die Bergwelt und insbesondere den Wintersport zu vorteilhaften Konditionen näherzubringen. In den letzten Jahren konnten in jeder Saison zirka 90 Kinder und Erwachsene auf dem «Hausberg» Stoos von den vergünstigten Angeboten profitieren und ihre ersten Ski- und Snowboardversuche machen oder die bereits angelernte Technik verbessern. Die Skischule findet jeweils zwischen 9.45 und 13 Uhr statt. Bei den rund 20 Ski- und Snowboardlehrern sind die Kinder – und natürlich auch die Eltern – bestens aufgehoben. Das Mindestalter für die Skischule beträgt fünf, für Snowboard acht Jahre. Der Club verfügt zudem über ein eigenes Depot auf dem Stoos, wo Skis, Snowboards, Skischuhe etc. die Woche durch deponiert werden können. Die aktive Wintersaison beginnt am 19. Januar, dauert sieben Sonntage

Der Scia ist auch dieses Jahr am Chlausmärt vertreten. (Bild zvg.) (inklusive Skischulrennen) und endet mit den Abschlussrennen am 1. März 2020.

Die Italianità darf nicht fehlen Länger ist es her, seit im Skiclub nur Italienisch gesprochen wurde. Mitglieder, Skilehrer und Vorstand stammen aus verschiedenen Ländern, und der Unterricht findet hauptsächlich in «Schwiizertüütsch» statt. Dennoch hält der Scia an seinen Wurzeln und Werten fest. Man ist immer bestrebt, eine «grande famiglia» zu sein, bei der auf Gastfreundschaft Wert gelegt wird,

und bei welcher die Kinder im Mittelpunkt stehen. Natürlich kommt das Kulinarische nicht zu kurz. Deshalb freut sich der Scia, möglichst viele Besucherinnen und Besucher am Chlausmärt vom 24. November in Affoltern an seinem Stand begrüssen zu dürfen. Dort gibt es neben Informationen und der Möglichkeit zur Kursanmeldung auch eine feine Salsiccia, Glühwein oder heissen Rumpunsch. (pd.) Weitere Infos sind erhältlich per E-Mail: info@sciaa.ch oder unter www.sciaa.ch. Facebook: Scia Affoltern am Albis.


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Veranstaltungen

Kerzen schmücken, Geschichten lauschen

Dienstag, 19. November 2019

Kalte Tage, warme Klänge

Workshop im Familienzentrum Affoltern

Barock-Konzert mit Fagott und Orgel in Affoltern

Am Mittwochnachmittag, 5. Dezember, von 14 bis 15.30 Uhr gestalten die Kinder zusammen mit der diplomierten Gesprächstherapeutin und kreativen Familienfrau Gabriella Steiner eine Kerze mit diversen Motiven passend zur Jahreszeit.

Zum Ewigkeitssonntag am 24. November findet in der Friedhofkapelle Affoltern ein Konzert statt.

Wenn die Tage immer kürzer werden und die dunkle, kühle Jahreszeit die Menschen in die warmen Stuben treibt, ist das Anzünden einer Kerze etwas Wunderbares. Kerzen bringen mit ihrem Licht und ihrer Wärme Behaglichkeit in den eigenen Wohnraum. Am Kurs vom 5. Dezember entsteht eine eigene geschmückte Kerze.

Hierfür stehen Wachsplatten mit diversen Ausstechformen, Wachsstreifen sowie Stifte zur freien Verfügung. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Während die Kerzen trocknen, hören die Kinder in den mitgebrachten Decken eingehüllt, eine bezaubernde Geschichte über das Licht. So entstehen wundervolle, einmalige Kerzen zum Verschenken für die bevorstehende Weihnachtszeit oder zum selber Behalten als Andenken an diesen zauberhaften Nachmittag. (GS) Anmeldungen nimmt das Kurswesen-Team gerne unter Telefon 044 760 12 77 oder per E-Mail an kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch entgegen. Weitere Informationen auf www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

Im Kurs gestaltet jedes Kind seine eigene Kerze. (Bild zvg.)

Ernährung im ersten Lebensjahr Am Freitag, 29. November, von 9.15 bis 10.45 Uhr, setzen sich die Teilnehmenden dieses Kurses zusammen mit der Ernährungsberaterin Sarah Nussbaumer mit Ernährungsempfehlungen für Babys auseinander und befassen sich mit dem Unterschied zwischen Mutter- und Säuglingsmilch. Während des ersten Lebensjahres geht die Ernährung des Säuglings allmählich von einer reinen Milchnahrung zu einer abwechslungsreichen und seinen Bedürfnissen angepassten Beikost über. Das Verdauungssystem und die Nieren sind bei der Geburt noch nicht ausgereift und erfordern deshalb eine angepasste Ernährung während der ersten Lebensmonate.

In Form von Kurzreferaten und einer Arbeitswerkstatt erhalten die Teilnehmenden am 29. November viele Inputs rund um das Thema Fertigprodukte versus selbst gemachte Breikost. Praxisnahe Tipps für die Zubereitung von Babybreien sowie den Übergang zum Essen am Tisch, Fingerfood und das Analysieren einiger Leerpackungen runden diesen lehrreichen Morgen ab. Für Babys und Kleinkinder ist die hauseigene Kinderhüeti mit freundlichem Ambiente für die Dauer des Kurses gegen einen kleinen Aufpreis von sechs Franken pro Kind und Stunde geöffnet. (GS) Anmeldungen nimmt das Kurswesen-Team gerne unter Telefon 044 760 12 77 oder per E-Mail: kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch entgegen. Weitere Informationen finden sich auf www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

In der wunderbaren Akustik der Friedhofkappelle werden am diesjährigen Konzert zum Ewigkeitssonntag warme Fagott- und Orgelklänge miteinander verschmelzen. Zu diesem besonderen Barock-Konzert laden die Organistin Antonia Nardone und der ungarische Fagottist Mihaly Fliegauf alle Musikinteressierten sehr herzlich ein. Der aus Budapest stammende Fagottspieler Mihaly Fliegauf studierte bei Professor Pascal Gallois und Tomasz Sosnowski an der Kunstuniversität Graz in Österreich und in der Schweiz an der ZHdK. Es folgten solistische Auftritte im Bereich freie Improvisation und zeitgenössische Musik in europäischen Städten. Mihaly Fliegauf ist Mitglied des Orchesters Collegium Cantorum Wetzikon und der Schweizer Kammeroper. Er ist freischaffender Fagottist und Kontrafagottist in der Deutschschweiz und unterrichtet an mehreren Musikschulen. Sein besonderes Interesse gilt seinem Zweitinstrument, dem Kontrafagott. Mit dem Choral «Ich rufe zu dir, Herr Jesu Christ» von Johann Sebastian Bach (1685-1750) wird das Konzert zum Ewigkeitssonntag eröffnet. Das Programm umfasst bekannte Arien

In der Schweiz leben rund 40 Hummelarten, von denen einige oberirdische Nester anlegen. Diese Arten können mit einer Hummelpension im eigenen Garten angesiedelt werden. Hummeln sind wichtige Bestäuber und fliegen bereits bei geringen Temperaturen. Ende Februar sucht die Königin einen geeigneten Platz zur Gründung eines neuen Volkes und zieht mit etwas Glück in die bereitgestellte Pension ein. Am diesjährigen Familienanlass der Naturschutzgruppe

Mit einer Holzkonstruktion ...

getragen. Das Fagott war im Barock ein zentrales Instrument des Basso Continuo, aber auch als Soloinstrument wurde es eingesetzt. Dies besonders bei Antonio Vivaldi (1678–1741), dessen Concerto in E-Moll und Concerto in C-Dur vorgetragen werden. (pd.) Barockkonzert zum Ewigkeitssonntag, 24. November, 17 Uhr in der Friedhofkapelle Affoltern. Eintritt frei, Kollekte.

Adventszauber am Centralmärt in Affoltern Lichterglanz, meckernde Ziegen, wärmendes Feuer, der Duft von Tannenbäumen und weihnächtlich geschmückte Marktstände: Am Sonntag, 24. November, verwandelt sich der Platz beim Restaurant Central in einen sinnlichen Weihnachtsmarkt. Was gibt es Schöneres, als sich an einem Weihnachtsmarkt auf die kommenden festlichen Tage einzustimmen! Der Centralmärt lässt diesbezüglich keine Wünsche offen, denn er verzaubert mit seinem einzigartigen Angebot, für das vor allem einheimische Geschäfte besorgt sind. Wunderschön dekorierte Marktstände laden zum Entdecken ein. Von kreativen Spielsachen, über Schmuck, bis zu feinen Weihnachtsguetzli, hier findet sich manch persönliche Geschenkidee.

Familienanlass der NSG Mettmenstetten

Mettmenstetten haben alle die Gelegenheit, unter fachkundiger Anleitung eine Villa «Hummelhausen» zu bauen und anschliessend mit nach Hause zu nehmen. Pro Hummelpension wird ein Unkostenbeitrag von 20 Franken erhoben. Wenn möglich, den eigenen Akku-Schrauber mitbringen (inklusive Bits, Kreuzkopf No. 1 und No. 2).

aus diversen Kantaten wie «Du musst glauben, du musst hoffen» und «Gott hat alles wohl gemacht», das Adagio von Alessandro Marcello (1673–1747) mit seinen heiteren und virtuosen Passagen und die berühmteste Arie aus den Goldberg-Variationen von J. S. Bach. Diese Komposition gilt als eine seiner berühmtesten Musikwerke für Tasteninstrument und wird in einer Bearbeitung für Fagott und Orgel vor-

Weihnachtliches Schlemmen

Eine neues Zuhause für die Hummel

Am Samstag, 23. November, wird im Schulhaus Wygarten in Mettmenstetten gewerkt. Entstehen sollen Hummelpensionen, die im eigenen Garten aufgehängt werden können.

Mihaly Fliegauf ist freischaffender Fagottist und Kontrafagottist. (Bild zvg.)

Keine Anmeldung nötig, Arbeitsdauer zirka zwei Stunden, Samstag, 23. November, von 10 bis zirka 16 Uhr. Sekundarschulhaus Wygarten II, Holzwerkstatt in Mettmenstetten. Fragen zum Anlass beantwortet gerne Martin Schnorf, Telefon 079 247 59 24.

... kann die Hummel im eigenen Garten angesiedelt werden. (Bilder zvg.)

Am Centralmärt in Affoltern hats für jeden Geschmack etwas dabei. (Bild zvg.) Während die Kinder die kleinen Geissen bewundern, finden die Grossen Zeit für einen gemütlichen Schwatz bei Glühwein oder einem würzigen Raclette. Wenn dazu der Duft der Weihnachtsbäume in die Nase steigt, weihnächtliche Musik ins Ohr dringt und die Flammen aus der Feuerschale warmes Leuchten auf die Gesichter zaubern, spürt man: Weih-

nachten ist nicht mehr weit. Viele Heinzelmännchen haben den Weihnachtsmarkt gestaltet und folgende Geschäfte freuen sich auf viele Gäste: Federle Geschenke, Rosen Kiosk, Beauty and Nails, diWohn AG, BOA, Castello und Chäs Stöckli. (pd.) Centralmärt Affoltern, Sonntag, 24. November, 10 bis 17 Uhr.

Zusammen spielen, singen und basteln Ab Januar 2020 findet jede zweite Woche ein neues Spielgruppen-Treffen im Familienzentrum Affoltern statt. Die «Spielgruppolino» ist eine Vorstufe zur Spielgruppe, in der Kinder zwischen zwei und drei Jahren gemeinsam mit einer Bezugsperson teilnehmen. Der Einstieg in die Spielgruppe wird erleichtert, da die Kinder die Räumlichkeiten des Familienzentrums, die Leiterin und die Abläufe des Spielgruppenalltags mit einer vertrauten Person kennenlernen können. An diesen Mittwochnachmittagen, jeweils von 14.30 bis 16.30 Uhr, wird wie in einer Spielgruppe gebastelt, gesungen und gespielt. Die liebevolle und geduldige Spielgruppenleiterin Meret Lisa Vaia bringt viel Erfahrung mit kleinen Kindern mit. Sie freut sich, viele neugierige und wissenshungrige Kinder und deren Bezugspersonen in dieser neuen Form der

«Im Spielgruppolino» erleben die Kinder eine spannende Zeit. (Bild zvg.) Spielgruppe begrüssen zu können. Der Start ist am Mittwoch, 8. Januar 2020. (GS) Weitere Informationen und Anmeldung unter www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch, per E-Mail an meretlisa.vaia@gmail.com oder per Telefon 044 760 12 77.


Veranstaltungen

Dienstag, 19. November 2019

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«Wir wollen das Publikum überraschen und verführen» 6. «Klanghotel Rössli» in Mettmenstetten unter dem Motto «Karussell des Lebens» Comedy, Artistik, Hutkreationen und etwas musiklastiger als zuvor: Die 6. Auflage des «Klanghotels Rössli» kommt unter dem Motto «Karussell des Lebens» daher. Der Kulturevent wird von altbekannten und in Mettmenstetten erstmals auftretenden Künstlerinnen und Künstlern bestritten. ................................................... von werner schneiter «An unseren Kreativsitzungen kamen dieses Mal sehr viele Ideen auf den Tisch. Wir haben alles gekübelt – bis das Stichwort Karussell aufgetaucht ist», sagt Beat D. Hebeisen, Initiant des Projekts «Klanghotel Rössli». Die Idee löste verschiedene Aktivitäten aus, zum Beispiel den Gedanken an die «Rösslirytschuel», wie wir sie noch heute an Chilbis vorfinden. Es sind Gedanken ans Karussell, das sich unentwegt dreht und auch symbolhaft für das Leben steht. Das passt nicht nur zum Klanghotel, sondern auch zum Gasthaus Rössli, wo sich derzeit alles um die Zukunftsfrage dreht. In Frankreich haben Beat D. Hebeisen und Partnerin Magi Niederer ein Rösslispiel aus dem Jahr 1900 entdeckt und das wertvolle Relikt gefilmt. «Wir wollen ja im Klanghotel unsere Themen stets auch visuell umsetzen. Ergo sind wir das ganze Jahr auch mit einem visuellen Auge unterwegs», sagt Hebeisen. Dazu gesellt sich die permanente Suche nach Künstlerinnen und Künstlern, die Suche nach Kontakten, um das grosse Netzwerk noch mehr zu erweitern. «Plötzlich spürt man

Bewerben das «Klanghotel Rössli» unter anderem mit einem grossen Transparent, von links: Lichtmeister Thomas Neuenschwander, Hut-Kreateurin Magi Niederer und Klanghotel-Erfinder Beat D. Hebeisen. (Bild Werner Schneiter) im Gespräch: Ja, der oder die würden gut in das Programm» passen. Dieses Mal zum Beispiel Sängerin Shirley Grimes, eine gebürtige Irin, die heute in der Schweiz lebt. «Mit ihr haben wir intensive Gespräche geführt. Beim zweiten Anlauf hats glücklicherweise geklappt», fügt Beat D. Hebeisen bei und betont sein Bestreben, mit allen in Mettmenstetten auftretenden Kunstschaffenden eine persönliche Beziehung aufzubauen. Das ist ihm zweifelsohne gelungen, und es hat einen angenehmen Nebeneffekt: Sie alle, die über grosses

Heiliger Bimbam! Am Samstag, 30. November, organisiert der Verein Kultur8907.ch im Ägerten in Wettswil einen Kultur-Adventsmäärt mit Abendunterhaltung. Willkommen zu «Heiliger Bimbam», einem Weihnachtsspecial der anderen Art! Martin O. – kein Engel, aber ein ganzer Chor – lässt Heerscharen von Stimmen und Klängen ertönen. Gemeinsam und im Wechselspiel mit Helge Heynold, dem stimmungsreichen Vorleser aus Frankfurt,

wird ein himmelhochjauchzendes Geschenkpaket geschnürt und prall gefüllt mit fein- und hintersinnig ausgeschmückten Weihnachtsgeschichten und vielstimmig musikalischen Überraschungen präsentiert. Die Besucherinnen und Besucher erwartet eine wunderbare musikalisch-literarische Bescherung – feierlich und gemütlich, humor- und gefühlvoll, verspielt und erlesen. Ein fröhlicher Abend, an dem es Jung und Alt ganz warm ums Herz und um die Ohren wird. Die Gäste werden wissen, wie sie Weihnachten feiern wollen oder nie feiern werden, und sie wissen auf jeden Fall, wie man zum Engel wird. Heiliger Bimbam, das muss man gesehen und gehört haben! (pd.) «Heiliger Bimbam», Martin O. mit Helge Heynold, Dettenbühlstrasse 1, Wettswil. 13 bis 20 Uhr: Kultur-Adventsmäärt auf dem Vorplatz (kostenlos ohne Tickets). Es hat noch Plätze für Aussteller frei (Infos: remo@kultur8907.ch). 18 Uhr: Essen (auch Vegetarier kommen nicht zu kurz, Abendprogramm nur mit Tickets). 20.15 Uhr «Heiliger Bimbam», ab 22 Uhr: Kultur-Bar offen für alle (auch ohne Tickets). Tickets gibt es in der Bibliothek Wettswil oder online auf www.kultur8907.ch (bitte frühzeitig reservieren).

Kinderstimmen erhellen das «Herti» Am Samstag, 14. Dezember, 14 Uhr, werden zirka 60 junge Sängerinnen und Sänger im Alter von 6 bis 8 Jahren – darunter auch Kinder aus Obfelden und Mettmenstetten – unter der Leitung von Luzia Büchler-Meier mit ihren hellen Stimmen mit fröhlich

im

Ein Abend, der von Spontanität lebt Im Grundsatz ist das Konzept des «Klanghotels Rössli» immer dasselbe, aber dank einer Vielschichtigkeit der Darbietungen immer wieder nuancenreich. Die Organisatoren schicken den Auftretenden im Sommer jeweils einen Ablaufplan. Diese kontaktieren sich dann gegenseitig, bringen ihre Ideen ein, sprechen sich vielleicht auch ab und ändern dann allenfalls

noch kurz vor der Aufführung etwas. «Der Abend lebt tatsächlich von Spontaneität», bestätigt Beat D. Hebeisen. Der Auftritt der rund 20 Künstlerinnen und Künstler steht natürlich im Mittelpunkt. Aber ihre Darbietungen müssen buchstäblich auch ins rechte Licht gerückt werden. Besonders gross ist der Aufwand beim Lichtkonzept, für das Thomas Neuenschwander verantwortlich ist. Sind die Scheinwerfer am richtigen Ort? Bringen Sie den richtigen Effekt und die richtige Farbe für die Showelemente? «Das entwickelt sich, die Frage

«Klanghotel Rössli». Aufführungen am 8./9./10./11. Januar 2020, jeweils 20 Uhr. Ticketbestellung unter klanghotel.yourticket.ch oder bei der Vorverkaufsstelle Vitalis Drogerie, Albisstrasse 3, Mettmenstetten. Weitere Infos: www.roessli-mettmenstetten.ch.

Orgelkonzert von Anna Buczek Merz

Samstag, 30. November, Mehrzwecksaal Ägerten,

Martin O. und Helge Heynold. (Bild zvg.)

Renommee verfügen, treten «Rössli» zu moderaten Gagen auf.

wird dann erst an der Hauptprobe beantwortet. Licht ist auch Kunst», sagt Neuenschwander. Die Auftretenden bewegen sich im Saal auf einem sechs Meter langen Laufsteg und an dessen Ende auf einer 2 x 2 Meter grossen Plattform. Die Videowand wird während der Auftritte mit Clips von Beat D. Hebeisen bespielt. Der «Rössli»-Saal, schwarz eingepackt und mit sieben Kameras bestückt, kommt bei Jann Erne als veritables Fernsehstudio daher. Während dieser Aufführungen gibt es Live-Fernsehbilder – ein grosser Aufwand. «Aber wir wollen das Publikum verführen und auch überraschen», fügt Hebeisen hinzu. Und wohl auch etwas verwirren: unter anderem mit einer vermeintlichen Probe zum Auftakt. Reaktiviert wurden auch die Hutkreationen von Magi Niederer. Von 2004 bis 2010 organisierte sie unter dem Motto «Mut zum Hut» mehrere Modeschauen, die mit dem Thema Kultur verwoben werden. Ursi Tschudi, die mit ihrem Sextett «Sixtones» auftritt, macht beim «Klanghotel Rössli» Regieassistenz, und auch die Standfotos sind in weiblicher Hand: in der Verantwortung von Katja Saegesser. Auf der Bühne gibt es Überraschendes zu sehen: Drei der besten Sängerinnen aus der Schweizer Szene, der stimmgewaltige Bruno Amstad – und da ist noch der exzellente Gitarrist Jean-Pierre von Dach. Flüchtige Kulturmomente in einem speziellen Ambiente.

festlichen Liedern viel Freude und vorweihnachtliche Stimmung in die Eingangshalle des Herti-Zentrums in Zug bringen. Ein Besuch lohnt sich. Die gesamte Gruppe freut sich auf viele interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer. (pd.)

Am Donnerstag, 21. November, um 19.30 Uhr spielt Anna Buczek Merz in der Kirche St. Josef in Zürich ein Konzert. Damit verabschiedet sich die seit 25 Jahren in Bonstetten wohnende Musikerin von diesem Wirkungsort. Die von ihr auf der grossräumigen Orgelempore organisierte Konzertreihe Organopedia, hat verschieden interessierte Musikliebhaber auch aus dem Knonauer Amt angezogen. Das Programm besteht aus zwei Teilen, einem barocken und einem moderneren. Die Idee des Konzerts blickt schon Richtung Advent und Weihnachten. Die erste Komposition von Matthias Weckmann, eines frühbarocken Komponisten aus der Norddeutschen Schule, Magnificat II. Toni, gehört zu den leider wenig bekannten Orgelwerken der vorbachschen Zeit.

Die weiteren Kompositionen vom Leipziger Kantor haben schon ausgesprochen weihnachtliche Stimmung. Präludium C-Dur trägt zwar keine Überschrift, doch das Metrum 9/8 weckt eindeutig weihnachtliche Assoziationen. Einige Canonische Veränderungen über das Weihnachtslied «Vom Himmel hoch da komm ich her», wie der volle Titel besagt, sind eine Reihe von sehr kunstvollen Variationen vom uns bis heute sehr gut bekannten Weihnachtslied. Das Werk entstand in Bachs letzten Lebensjahren und ist ein Höhepunkt seines kontrapunktischen Stils. Als Kontrast zur barocken Musik wird die Organistin drei Werke von Komponisten aus dem 20. Jahrhundert, Olivier Messiaen und Louis Vierne spielen. Die Musiksprache der beiden Franzosen unterscheidet sich zwar enorm voneinander. Die erste Komposition von Messiaen, Les Bergers kommt aus dem grossen Zyklus über die Geburt des Herrn. Die zweite hingegen, Apparition de l’Église Éternelle hat einen zeitlosen Charakter. Mit dem virtuosen Schlussteil aus der I. Orgelsymphonie von L. Vierne wird das Konzert abgeschlossen. (pd.) Eintritt frei, Kollekte.

Sigristin Caroline Wehrli. (Bild zvg.)

Ewigkeitssonntag Am 24. November wird in Knonau der Ewigkeitssonntag gefeiert – mit einer Einsegnung der neuen Sigristin und der neuen Kirchenpfleger. Am letzten Sonntag des Kirchenjahres gedenken die evangelischen Christen der Menschen, die sie verloren haben. An diesem Tag feiert man einen Gottesdienst und denkt an die, die man geliebt hat und vermisst. Die Namen der Toten werden verlesen und die Gemeinschaft setzt sich noch einmal mit ihnen auseinander. Dabei stellen sich die Anwesenden ihrer eigenen Vergänglichkeit. Dieser hoffentlich tröstliche Gottesdienst wird begleitet von Motoko Matushita an Piano und Orgel sowie von der aus Kasachstan stammenden Cellistin Sandi Toka Nova, die schon oft in Knonau aufgetreten ist. Ausserdem wird auch die neue, aus Knonau stammende Sigristin, Caroline Wehrli, begrüsst – genauso wie der neue Kirchenpfleger des Ressorts Immobilien, Walter von Siebenthal. (pd.)

Katholische Kirche

Musikerin Anna Buczek Merz. (Bild Jasmin Frei)

St. Josef, Röntgenstrasse

Feier zum Ewigkeitssonntag, 24. November,

80, Zürich.

10 Uhr, reformierte Kirche Knonau.


Sport

Dienstag, 19. November 2019

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Vielversprechender Sieg Timo in Tabor und Hittnau

Die Damen von Volley S9 waren erfolgreich Der Mettmenstetter Radquerfahrer arbeitet sich nach vorne Timo Müller hat sich übers Wochenende einem veritablen Rennen- und Autofahr-Marathon ausgesetzt. Der U-19-Fahrer startete am Samstag am Radquer-Weltcup im tschechischen Tabor und tags darauf 640 km entfernt an der EKZ-Crosstour in Hittnau, wo er Fünfter wurde.

Das Damen-1-Team von Volley S9 ist nach dem Sieg gegen Wetzikon für die weiteren Spiele zuversichtlich. (Bild zvg.)

Für das Damen-1-Team von Volley S9 fand am letzten Dienstag das zweite Spiel der neuen Saison in der vierten Liga statt. Mit einem Kader von neun Spielerinnen trat die Mannschaft in Birmensdorf unter zahlreichen Zuschauern zum ersten Heimmatch an. Mit grosser Vorfreude und starkem Teamgeist starteten die Spielerinnen ins Spiel. Stabile Annahmen führten zu einem sauberen Spielaufbau und die Angriffsstärke der Mannschaft zeigte sich bereits in den ersten Spielminuten. Die Spielerinnen gingen mit 6:1 in Führung. Die Gegnerinnen aus Wetzikon reagierten mit einem frühen Timeout. Danach war das Spiel deutlich ausgeglichener. Durch viele Eigenfehler der Heimmannschaft kamen die Gegnerinnen bis auf 22 Punkte heran. Dennoch ging der erste Satz mit 25:22 an die Spielerinnen von Volley-S9. Im zweiten Satz startete die Mannschaft mit der gleichen Aufstellung. Die Nervosität machte sich deutlich

Judo-Bronze für René Täuscher

Überzeugt an den nationalen Titelkämpfen: Der Wettswiler Judotrainer René Täuscher. (Bild zvg.)

bemerkbar und die Spielerinnen lagen nach kurzer Spielzeit einige Punkte zurück. Die motivierenden Worte des Trainers während des Timeouts gaben der Mannschaft Selbstvertrauen und die gewohnte Stärke war zurück. Auch der zweite Satz entschied die Heimmannschaft mit 25:18 für sich. Nach den Siegen in den ersten zwei Sätzen war der erste Punkt in der Tabelle bereits auf sicher. Doch für die Spielerinnen war klar, dass sie den Abend mit einem Sieg beenden wollten. Auch im dritten Satz wurde die Mannschaft durch die Zuschauer und den Trainer lautstark unterstützt. Das Team kämpfte um jeden Ball. Starke Serviceserien brachten dem Team wertvolle Punkte. Durch einen Fehler der Gegnerinnen beim Stand von 24:19 war der erste Sieg der Saison Tatsache. Dieser Sieg gibt der Mannschaft viel Selbstvertrauen für die bevorstehende Saison. Die Spielerinnen sind zuversichtlich, in den folgenden Spielen weitere Siege nach Hause zu bringen. Der Kampf um den Aufstieg in die Dritte Liga hat begonnen. Sarina Welti

Mit dem zweiten Rang am Radquer seines Vereins in Mettmenstetten ist Timo Müller fulminant in die neue Saison gestartet. Doch seither fehlt ihm etwas das Wettkampfglück bei international besetzten Wettkämpfen. Beim Weltcup vor vier Wochen in Bern fiel er wegen eines Trassierbandes, das sich im Ritzelpaket verheddert hatte, aus dem Topten zurück. An der Europameisterschaft vor einer Woche verhinderten diverse Gerangel mit Mitstreitern ein Spitzenresultat. Auch am letzten Samstag am Weltcup in Tschechien war der 17-Jährige noch in der zweitletzten Runde in den Top20 unterwegs, als ein Mitstreiter vor ihm zu Boden ging und Müller auf den 23. Platz relegierte.

Sauwetter als Motivations-Booster Dennoch liess sich der Zimmermannlehrling nicht demoralisieren. Das miserable Wetter am Sonntag am EKZCrosstour-Lauf in Hittnau gab ihm trotz der zehnstündigen Rückfahrt mit dem Auto aus Tabor neue Hoffnung auf ein Spitzenresultat. Als Fünfter kam er aus dem Startblock und stach bald darauf in die erste anspruchsvolle Abfahrt vom Schlosshügel. Dort wurde er unsanft von einem französischen Mitstreiter «abgeschossen». Doch der Säuliämtler gab nicht auf, wechselte zunächst sein Fahrrad, weil beim Sturz der Lenker verbogen wurde und machte sich auf die Verfolgungsjagd. Kontinuierlich arbeitete er sich von 14. wieder auf den fünften Platz vor, auf dem er das Rennen als drittbester Schweizer schliesslich beendete. Den Sieg holte sich der

Franzose Romain Grégoire vor Schweizer Meister Lars Sommer und dem Eschenbacher Dario Lillo. Fast noch wichtiger war Müller jedoch, dass er

auf der letzten Runde noch an seinem rücksichtslosen Kontrahenten vorbeiziehen konnte und vor ihm ins Ziel kam. (map.)

WB lädt zum Wettkampf Ein Sieg zum Abschluss

Das Hallenturnier in Bonstetten steht an

Petra Klingler gewinnt in Zürich

Am Wochenende wird der erste Teil des traditionellen Jürg Stäheli Cups in Bonstetten ausgetragen. Das überregionale Junioren-Hallenturnier ist beliebt, und das Sportzentrum Schachen ist der ideale Ort dafür.

Mit einem Boulder-Wettkampf wurden in der Zürcher Kletterhalle Minimum die Zürcher Kletter--Meisterschaften 2019 abgeschlossen. 195 Athletinnen und Athleten aus der ganzen Schweiz nahmen am Wettkampf teil. Petra Klingler konnte bei den Damen triumphieren.

Kaum sind jeweils die Anmeldungen möglich, ist das Turnier auch schon «ausverkauft». Viele Clubs wollen ihre Junioren am Hallenturnier des FC Wettswil-Bonstetten anmelden, am Wochenende werden wieder knapp 50 Teams im Einsatz stehen. Am Samstag sind die Turniere der Junioren F sowie der Junioren G, am Sonntag folgt dann das Turnier der E-Junioren, wobei diese in zwei Kategorien aufgeteilt

sind, Promotion und 1. Stärkeklasse einerseits, 2. und 3. Stärkeklasse andererseits.

Fussballspektakel und Festwirtschaft Den Zuschauern wird beste Unterhaltung geboten. Es messen sich die besten Teams der jeweiligen Kategorien und werden für spannende Spiele sorgen. Daneben lädt die Festwirtschaft zu Köstlichkeiten ein. Eine grossartige Stimmung in der schönen Halle ist damit vorprogrammiert. Wie üblich wird im Januar der zweite Teil des Turniers folgen. Am Wochenende vom 25. und 26. Januar 2020 messen sich nochmals F- und EJunioren und zusätzlich wird ein Turnier der D-Junioren ausgetragen. (OHe)

Die Zürcher Klettermeisterschaften werden vom Regionalzentrum Zürich organisiert und bestehen aus drei Wettkämpfen, dieses Jahr aus zwei Lead- und einem Boulder-Wettbewerb. Beim abschliessenden Boulder-Wettkampf stand die Freude am Bouldern im Mittelpunkt des Wettkampfes.

Petra Klingler souverän

Bei den diesjährigen Schweizer JudoMeisterschaften in Magglingen konnte der Judotrainer vom Budoclub Wettswil, René Täuscher, eine Bronzemedaille erkämpfen. Nach dem Titelgewinn von 2018 ist dies eine weitere starke Platzierung beim wichtigsten Turnier des Jahres in der Schweiz. Die nächsten paar Wochen ist Regeneration angesagt. Wer ebenfalls Interesse an Judo oder Wettkampfjudo hat, kann einfach im Budoclub Wettswil vorbeikommen. Alter und Geschlecht spielen dabei keine Rolle. (pd.) www.budoclub-Wettswil.ch.

Timo Müller kämpft sich über den superglitschigen Schlosshügel am EKZ-Crosstour-Lauf letzten Sonntag in Hittnau. (Bild Savanna Pearcey)

Bei der achten Austragung des beliebten Juniorenturniers stehen insgesamt 88 Teams im Einsatz. (Bild Kaspar Köchli)

In der Qualifikation stehen den Athletinnen und Athleten eine grosse Zahl Boulder in verschiedenen Schwierigkeiten zur Verfügung, die sie selbstständig lösen. Wer am meisten Boulder und die schwierigsten meistern konnte, qualifizierte sich für den Final, so auch Petra Klingler, die grossen Spass an den vielen Qualifikationsbouldern hatte. Im Final topte die Olympiateilnehmerin als einzige Athletin alle vier Boulder und siegte damit souverän vor Andrea Kümin (Winkel) und Nathalie Bärtschi (Zürich). Mit diesem Sieg gewann Klingler zudem die Jahreswertung der Zürcher Kletter-Meisterschaften. Aller-

Petra Klingler sicherte sich nicht nur den Tagessieg, sondern auch den Gesamtsieg. (Bild Martin Rahn-Hirni) dings musste sie sich diesen Sieg mit Alexadra Eyer (Russikon) und Ladina Gebert (Uster) teilen. (pd.)


Veranstaltungen

Zu Gast in der Galeriemarlène: Jubiläumsausstellung: 24. November – 14. Dezember 2019

Mariann Wiederkehr

30 Jahre Ausstellungen / 20 Jahre Atelier

Hans Thierstein 10 Jahre multikreativ

Vernissage: Sonntag 24. November, 14 – 17 Uhr Weihnachts- / Jubiläumsapero: Sa 7. + So 8. Dezember, 11 – 17 Uhr mit Prosecco, heisser Suppe und feinen Zutaten mit kleinem Weihnachtsmarkt: Schals, Kalender, Karten, Notizblöcke Finissage: Samstag 14. Dezember, 11 – 17 Uhr Öffnungszeiten: Mittwoch + Freitag, 14 – 18 Uhr Samstag + Sonntag, 11 – 17 Uhr


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