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089_2022

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 89 I 176. Jahrgang I Freitag, 18. November 2022

Polizei angerufen

In Affoltern wurde vergangene Woche ein Diebstahl mit dem «Enkel-Trick» verhindert. > Seite 3

Hilfe für Ausländer

Aeugster und Afghanen haben gemeinsam gegessen – das für einen guten Zweck. > Seite 7

Politischer Kampf

Vor 30 Jahren war Bundesrat Delamuraz in Affoltern für den Beitritt zum EWR. > Seite 10

Fahrzeuge sind unsere Leidenschaft

Karl Graf Automobile AG 8932 Mettmenstetten 043 466 70 14

Neue Turnhalle

Die Abstimmung vom 27. November in Hausen sorgt weiter für viele Leserbriefe. > Seite 15

Weitere 25 Mio. Franken für den Endausbau der Deponie Tambrig Spross investiert 11 Mio. Franken in eine Halle mit PV-Anlage in Obfelden Nach hohen Investitionen in den vergangenen Jahren wendet die Spross Holding AG nochmals über 25 Mio. Franken für den Endausbau der Deponie Tambrig in Obfelden auf. Bis 2045 kommen insgesamt noch rund 1,1 Mio. Kubikmeter hinzu. Geplant ist dazu der Bau einer grossen Halle mit Fotovoltaikanlage.

Die besten Ämtler Lehrabsolventen und -absolventinnen wurden ausgezeichnet. > Seite 17

Entlassung aus dem Armeedienst Am Dienstag war es für 54 Militärangehörige aus dem Säuliamt so weit. Sie wurden aus der Armee und aus ihrer Militärdienstpflicht entlassen. Bis und mit heute wurden diese Woche auf dem Waffenplatz Zürich-Reppischtal in Birmensdorf die Entlassungen aus der Armee für 1505 Armeeangehörige aus dem ganzen Kanton Zürich durchgeführt. Insgesamt wurde an den vier Tagen über 30 Tonnen Material zurückgenommen. Vieles davon wird wiederverwertet. Am Dienstag waren die Säuliämtler an der Reihe. Zahlreiche Behördenvertreter der Ämtler Gemeinden waren vor Ort, um den Unteroffizieren, Gefreiten und Soldaten ihre Anerkennung zu zollen. Auch Sicherheitsdirektor Mario Fehr bedankte sich für die Einsatzbereitschaft und die Flexibilität in den vergangenen Jahren. Er appellierte neben den Dankesworten an die Teilnehmenden, sich weiterhin für die Gesellschaft zu engagieren. (dst.)

von Werner Schneiter Gemäss Gestaltungsplan aus dem Jahr 2018 wurden und werden auf einem Areal von 13,2 ha zwischen Obfelden und Maschwanden 2,5 Mio. Kubikmeter Material deponiert – Stoffe, die in drei Deponietypen abgelagert werden: nicht recycelbare Bauschuttfraktionen, belastete Reststoffe und Kehrichtschlacke. Aus einer Tonne Müll entstehen rund 200 kg Schlacke. Abgelagert wird ausserdem belastetes Material aus Feuerungen und Bausperrgut, wo Feinanteile herausgesiebt werden. In den Jahren 1986 bis 1994 hat Spross in einer ersten Etappe mit Basisabdichtung auf der Ostseite der Deponie rund 320 000 Tonnen Müll abgelagert, entstehendes Gas abgezogen und das belastete Wasser in der eigenen Kläranlage vorbehandelt, ehe es in die Obfelder ARA geflossen ist. «Seit 1996 dürfen keine brennbaren Materialien mehr deponiert werden», sagt Josef Binzegger, Geschäftsführer Transporte und Recycling bei Spross. «Aktuell sind wir daran, diese brennbaren Materialien wieder auszubaggern und rund 30 Jahre später in Kehrichtverbrennungsanlagen thermisch zu verwerten.» Auch die 60 000 Tonnen Klärschlamm aus der Stadt Zürich, die in den Jahren 1986, 87 und 88 nach Obfelden kamen, hat Spross herausgenommen und entsorgt. Das

Als Anerkennung

> Bericht auf Seite 5 ANZEIGEN

Josef Binzegger, Geschäftsführer von Transport und Recycling bei Spross, am Standort der neuen Annahme- und Aufbereitungshalle. (Bild Werner Schneiter) freigewordene Volumen wird später mit Kehrichtschlacke erneut verfüllt. Kehrichtschlacke hat eine deutlich kürzere Nachsorgedauer als alter Deponiemüll.

Letzte Etappe 2025 bereit Von den verbleibenden 1,1 Mio. Kubikmetern Lagerkapazität entfällt rund die Hälfte des Volumens auf den westlichen Teil der Deponie, Richtung Obfelden. Die Vorbereitung der Deponieabdichtung erfordert laut Josef Binzegger den Abbau von rund 200 000 Kubikmetern Moränenmaterial. Dieses wird gebrochen und gesiebt. Die Steine können verwertet werden. Vom Feinanteil werden rund 40 000 Kubikmeter für den Bau der Basisabdichtung, bestehend aus fünf

Schichten, verwendet – alles auch unter dem Aspekt der Sicherheit. «Dieser letzte Abschnitt ist ab Frühjahr 2025 abfüllbereit. Das dauert dann schätzungsweise 20 Jahre», sagt der Deponiechef. Fünf Jahre nach Abschluss der Rekultivierungsarbeiten übernimmt schliesslich der Kanton die Deponienachsorge, für die der Betreiber pro Tonne zuvor eine Abgabe entrichtet. «Ist auch diese Nachsorge erledigt, kann das Wasser wieder direkt in die Reuss geleitet werden», so Josef Binzegger.

Neue Halle für die Annahme und Aufbereitung Allein rund 11 Mio. Franken investiert Spross in eine neue, 125 Meter lange und

75 Meter breite Annahme- und Aufbereitungshalle, die mit einer PV-Anlage versehen wird, die 2200 kWh-Power aufweist – Energie für 450 Vier-PersonenHaushalte. Die stützenfreie Halle ist im Bau; die Baubewilligung für die PVAnlage wird noch in diesem Jahr beantragt. Dieser Bau ist der eine, die damit mögliche saubere Materialannahme und -aufbereitung der andere Vorteil. Anlieferung und Bearbeitung erfolgen ausschliesslich in der Halle. So kann mit moderner Technik sichergestellt werden, dass kein recyclingfähiges Material unverwertet auf die Deponie gelangt. Gemäss aktuellem Planstand ist absehbar, dass für Spross im Jahr 2045 eine 60-jährige Obfelder Deponie-Geschichte ihr Ende finden wird.

Von Kurbädern im Säuliamt

Familien gestalten In der Gruppe Karate-Chef gemeinsam Kunst über Verlust reden besuchte Affoltern

Woher stammt eigentlich der Ortsname Wängibad? Dieser Frage geht die «Anzeiger»-Serie zum Thema Ortsnamen in der aktuellen Folge nach. Ein urgermanischer Ursprung steckt dahinter, zudem geht es auch um das Thema Kurbaden, das früher im Säuliamt populär war. «Bad» ist im deutschen Sprachraum ein häufiger Bestandteil von Ortsnamen, der auf das Vorhandensein eines Kurbads, insbesondere eines Heilbads, hinweist. Wängibad ist also ein «Heilbad an einem Wiesenhang». Dieser Wiesenhang befindet sich zwischen Aeugst und dem Jonental. In einem Buch aus der Jahrhundertmitte des vorletzten Jahrhunderts ist darüber zu lesen. (red.)

In der Bibliothek Stallikon ist noch bis zum 26. November «Familienkunst» zu sehen. Der Familienklub Stallikon hat 22 Bilder, welche Kinder und ihre Eltern gemeinsam gemalt und gestaltet haben, gesammelt und stellt diese nun aus. Ein Rundgang in der Ausstellung lässt grosse kreative Vielfalt erkennen, vom abstrakten Spiel mit Formen und Farben über Traumwelten zu konkreten Blumen- und Tierdarstellungen. Selbst ein grüner Dinosaurier, der mit geöffnetem Mund durch das Dorf spaziert, lässt sich finden. Die Ausstellung «Familienkunst» ist «ein erster Versuch» eines Gemeinschaftskunstprojekts in der Gemeinde Stallikon. (red.)

Wie umgehen mit dem Verlust eines geliebten Menschen? In Affoltern versucht eine Gesprächsgruppe genau auf diese Frage Antworten zu finden. Die Gesprächsgruppe wird geleitet durch Ursula Jarvis, Sozialdiakonin, reformierte Kirche Knonauer Amt, und Linda Cantero, Pastoralassistentin der katholischen Pfarrei Affoltern. Sie stehen auch gerne für ein vorgängiges Einzelgespräch zur Verfügung. Die Treffen finden im «Wöschhüsli» der reformierten Kirche Affoltern, Zürichstrasse 94, statt, jeweils an einem Samstag von 10 bis 12 Uhr, wer möchte, mit anschliessendem Mittagessen in einem Restaurant in der Nähe. (red.)

Hoher Besuch im Karate Center Affoltern: Mabuni Sensei, der Welt-Chefinstruktor des Karate, war vor Ort und trainierte auch mit den Mitgliedern. Wie immer legte der Meister sehr grossen Wert auf die Basics und die Bewegungsabläufe. Erneut profitierten alle Trainierenden von dem sehr grossen Wissen, dem guten Auge und der ruhigen Art des Chefinstruktors. Immer wieder forderte Mabuni Sensei die Teilnehmenden auf, Fragen zu stellen zu den einzelnen Bewegungsabläufen und den Körperhaltungen. In den fünf Tagen, in denen Mabuni Sensei die Schweiz beehrte, unterrichtete er in verschiedenen Dojos der Sektion SSK (Swiss Shukokai Karate). (red.)

> Bericht auf Seite 3

> Bericht auf Seite 14

> Bericht auf Seite 19

> Bericht auf Seite 29

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