Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 26 352 I AZ 8910 Affoltern a. A.
aus dem bezirk affoltern I Nr. 070 I 173. Jahrgang I Dienstag, 10. September 2019
Bargeldlos zahlen
«Fyrabig-Höck»
In Affoltern kann man die Parkgebühr neu mit dem Handy begleichen. > Seite 3
Behörden und Mitarbeitende der Einheitsgemeinde Mettmenstetten zu Gast in Rifferswil. > Seite 5
Führend in der Rehaforschung
Die neue Kirchgemeinde nimmt Gestalt an
Das Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche in Affoltern des Kinderspitals Zürich ist führend in der Forschung aktiv. So wurde ein neues Ganglabor entwickelt, das Kindern gute Erfol- Huub van Hedel. ge beim Wiedererlernen des Gehens ermöglicht. Dies erklärte Huub van Hedel, Forschungsleiter am Rehazentrum in Affoltern. Er sprach am traditionellen «Rüüss-Abig» des «Anzeigers» in Ottenbach. ................................................... > Bericht auf Seite 5
Sanierung für Kappeler Fenster Vor einem Jahr stellte Glasrestaurator Fritz Dold während einer Reparatur fest, dass mehrere Verglasungen der Obergadenfenster der Klosterkirche gefährdet sind, aus der Fassung zu fallen. Daraufhin wurde ein Teil der Kirchenbänke abgesperrt und ein Gerüst montiert, das die kritischen Stellen schützt. Dann geschah lange nichts. Nun, ein Jahr später, haben die Sanierungsarbeiten begonnen. ................................................... > Bericht auf Seite 6
-
«Tag der Reppisch» Auch der Götschihof-Weg ist Thema am bezirksübergreifenden Anlass. > Seite 7
-
Hell und modern Die Bevölkerung durfte sich ein Bild machen vom neuen Schulhaus F der Sek in Obfelden. > Seite 9
Urnenabstimmung voraussichtlich im September 2020 Zehn Kirchgemeinden des Bezirks wollen sich zu einer einzigen zusammenschliessen. Um den Puls zu spüren, in welche Richtung die noch anstehenden Entscheide gefällt werden sollen, hat das Projektteam KG+ am Samstag die zweite Grossgruppenkonferenz durchgeführt, an der sich alle Interessierten beteiligen konnten. ................................................... von bernhard schneider Die Stimmberechtigten der reformierten Kirchgemeinden Aeugst, Affoltern, Bonstetten, Hausen, Hedingen, Kappel, Maschwanden, Mettmenstetten, Ottenbach und Rifferswil haben ihre Kirchenpflegen mandatiert, den Zusammenschluss zur Kirchgemeinde Säuliamt zuhanden der Urnenabstimmung vorzubereiten mit dem Ziel, «das vielfältige kirchliche Leben zu erhalten, zu stärken und gleichzeitig Synergien zu nutzen.» Da der Erfolg eines solchen Projektes von vielen Details abhängt, wur-
Während die Moderatorinnen und Moderatoren die Gruppenergebnisse präsentierten, illustrierte Zeichner Roland Siegenthaler deren Aussagen spontan und für alle sichtbar. (Bild Bernhard Schneider) den alle Angehörigen der zehn Kirchgemeinden zur Teilnahme eingeladen. Am Samstag diskutierten an der Grussgruppenkonferenz in Hedingen acht Gruppen zu je acht Personen die vier Themenbereiche Kirchenpflege, Ortsgremien, Pfarrkreise und Geschäftsstelle. Am Schluss wurden die Zusammenfassungen der Ergebnisse der Gruppendiskussionen im Plenum diskutiert. Dabei zeigte sich ein Konsens in vielen Fragen.
Abgestützt auf diese Resultate kann das Projektteam nun die Details regeln, damit zwischen November und Februar eine Vernehmlassung des fertigen Entwurfs durchgeführt werden kann. Im März 2020 soll die definitive Vorlage formuliert werden. Auf dieser Basis findet voraussichtlich am 27. September 2020 die Urnenabstimmung über das Fusionsprojekt statt. ................................................... > Bericht auf Seite 7
Der FC Wettswil-Bonstetten hatte am Wochenende mehrfach Grund zu feiern
................................................... von thomas stöckli Um 15.25 Uhr war es am Samstag so weit: Katrin Röthlisberger, Gemein-
depräsidentin von Wettswil, erklärte den neuen Kunstrasen-Hauptplatz des FC Wettswil-Bonstetten für eröffnet. «Was für eine tolle Geschichte», hatte sie zuvor die Entwicklung des Vereins seit der Gründung 1979 Revue passieren lassen, mit dem Bau des ersten Garderobenhäuschens 1991 und der grossen Erweiterung 2010/11 als Höhepunkte. Mit dem sportlichen Erfolg und der steigenden Nachfrage beim Nach-
Wärmenetz wächst Die Heizgenossenschaft Knonau plant einen Ausbau – an einem neuen Standort. > Seite 10
Neuer «Chindsgi» für Ebertswil 2015 zeigte sich im Rahmen eines Gesamtentwicklungskonzepts für die Schule Hausen, dass der Schulraum in Ebertswil bald knapp wird. Das Kindergarten-Providurium war uralt und in schlechtem Zustand. Im Dezember 2015 hiess die Gemeindeversammlung den Projektierungskredit gut, und im April 2018 starteten die Arbeiten. Nun, nach anderthalb Jahren, war es am vergangenen Samstag endlich so weit: Der neue Doppelkindergarten konnte feierlich eingeweiht werden. ................................................... > Bericht auf Seite 9
Schweizer Meister
Ein neuer Kunstrasen zum 40. Geburtstag
40 Jahre-Vereinsjubiläum, ein neuer Kunstrasen und dann noch ein Remis im Eröffnungsmatch gegen den FC Zürich. Der FCWB lud zum Fest-Wochenende.
-
wuchs haben auch die Anforderungen stetig zugenommen. Der Entscheid, den Naturrasen-Hauptplatz durch einen neuen Kunstrasenplatz zu ersetzen hängt denn auch stark mit dieser Entwicklung zusammen. Neben den tieferen Wartungskosten lässt sich mit einem Kunstrasenplatz auch die Nutzungsdauer massiv erhöhen. Davon profitieren zuerst die Jüngsten: Für die Kinder, die bis anhin auf der Warteliste schmoren mussten, konnte mit
Offizielle Einweihung des neuen Hauptplatzes im Wettswiler Moos. Von rechts: WB-Präsident Markus Fischer mit dem kunstvoll geschmiedeten Ball, überreicht von Katrin Röthlisberger (Gemeindepräsidentin Wettswil), Erwin Leuenberger (Gemeindepräsident Bonstetten) und Remo Hablützel (Gemeinderat Stallikon). (Bild Kaspar Köchli)
den «Moos Kickers» bereits eine neue Trainingsgruppe lanciert werden.
Geschmiedeter Fussball als Präsent Neben dem neuen Kunstrasen wurden auch die Beleuchtung (stromsparende LED) und die Lautsprecheranlage erneuert. Von der zusätzlichen Stehrampe haben die Zuschauer nun einen noch besseren Blick aufs Spielfeld. Zu den 2 Mio. Franken Baukosten haben Bonstetten und Wettswil je 480 000 beigesteuert, Stallikon deren 240 000. Der FCWB selber brachte 600 000 Franken ein, die restlichen 200 000 kamen von SwissLos. Zur Platz-Einweihung überreichten die Unterämtler Gemeinden dem FCWB einen eisernen Fussball aus der Kunstschmiede Hedinger in Bonstetten, die ebenfalls ihr 40-Jahre-Jubiläum feiert. Den Einfall hatte der Bonstetter Gemeindepräsident Erwin Leuenberger. Und dann kamen auch schon die Fussballer zum Zug: Für ein 70-minütiges ExhibitionMatch forderte der FCWB den FC Zürich, bei dem mit Kololli, Marchesano und Schönbächler einige bekannte Namen aufliefen. Der Ausgleich zum 1:1 in der letzten Minute wurde beim FCWB jedenfalls wie ein Sieg gefeiert. ................................................... > Bericht auf Seite 17
Schnee auf dem Glaubenberg: Es herrschten garstige Bedingungen am O-Tour Bike-Marathon, der zugleich als Schweizer Meisterschaft gilt. Doch Urs Huber liess sich davon nicht bremsen. Kurz vor dem Ziel setzte der Mettmenstetter sich ab und sicherte sich so seinen fünften nationalen Meistertitel. In ihrem ersten Rennen im Regenbogentrikot der Weltmeisterin gewann Jacqueline Schneebeli den 45-Kilometer-Halbmarathon – mit einer Viertelstunde Vorsprung. ................................................... > Bericht auf Seite 19 anzeigen
I knew someday that you would fly away For love’s the greatest healer to be found So leave me if you need to, I will still remember Angel flying too close to the ground
Einbürgerung Mit Beschluss vom 3. September 2019 hat der Stadtrat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Stadt Affoltern am Albis aufgenommen:
Willie Nelson
Traurig haben wir Abschied genommen von Voller Trauer, aber mit Dankbarkeit für alles, was sie uns gelehrt und gegeben hat, müssen wir unseren Engel ziehen lassen.
• Pelagia Paschaloudis, 1966, Staatsangehörige von Griechenland
Nancy Jeanne Studer-Fletcher
10. September 2019
23. April 1947 – 7. September 2019
Stadtrat Affoltern am Albis
Wir vermissen dich Honey, Mami, Nance, Grandma, Aunt Nancy, Nancy, Lovey und Gotti.
Personalausflug Wegen des Personalausflugs sind die Büros der Gemeindeverwaltung inklusive des Werkhofes am Freitag, 13. September 2019, den ganzen Tag geschlossen. Ab Montag, 16. September 2019, gelten wieder die üblichen Öffnungszeiten. 10. September 2019 Gemeindeverwaltung Maschwanden
Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude.
Klaus Zummach-Rohr 29. Januar 1935 – 2. September 2019
Nach zunehmenden Altersbeschwerden durfte er friedlich einschlafen. In dankbarer Erinnerung Margret Zummach-Rohr Ruth Zummach-Meier Daniel Zummach und Donghua Patrick Zummach Christa, Toni und Urban Meier
Urs Studer Katrin Studer und Michi Huber mit Flynn Nadja Studer und Michi Nötzli mit Lia und Elin Ray and Joan Fletcher with Janelle, Jackie and Julie and their families Mary Lynne and Bob Van Waldick with Erin and Kristin and their families Annemarie Luck mit Sabina, Meret und Simon und ihren Familien
Die Urnenbeisetzung findet am Donnerstag, 12. September 2019, um 14.00 Uhr im engsten Familien- und Freundeskreis statt. Anschliessend ist die Trauerfeier in der Friedhofskapelle in Affoltern am Albis.
Die Abschiedsfeier findet statt am Samstag, 14. September 2019, um 14.30 Uhr in der katholischen Kirche St. Mauritius in Bonstetten. Wir wünschen keine Trauerkleidung.
Anstelle von Blumen gedenke man der Stiftung Spital Affoltern, Villa Sonnenberg, Postkonto 85-391373-1, Vermerk: Zummach Klaus.
Anstelle von Blumenspenden gedenke man der Stiftung Synapsis – Alzheimer-Forschung Schweiz, IBAN CH31 0900 0000 8567 8574 7, Vermerk: «In Gedanken an Nancy Studer, Wettswil».
Traueradresse: Margret Zummach, Goldiger Berg 2b, 8910 Affoltern am Albis
Traueradresse: Urs Studer, Hinderweidstrasse 1, 8907 Wettswil am Albis
Bauprojekte
Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.
Knonau Bauherrschaft: Adrian und Mirjam Staub, Rolf und Tanja Hochuli, Oberdorfstrasse 20, 8934 Knonau Projektverfasser: Holzbau Bucher AG, Untergasse 11, 6064 Kerns Projekt: Anbau an bestehendes Mehrfamilienhaus zur Erweiterung zweier Wohnungen, Oberdorfstrasse 20, 8934 Knonau Katasterinformationen: GrundstückNr.: 1235, Zone: Kernzone Dorf
Todesfälle Affoltern am Albis Am 2. September 2019 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:
Claus Peter Zummach geboren am 29. Januar 1935, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Beisetzung am Donnerstag, 12. September 2019 um 14.00 Uhr im engsten Familienkreis auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH, anschliessend Abdankung in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH. Bestattungsamt Affoltern am Albis
Wettswil am Albis Am 7. September 2019 ist in Zürich gestorben:
Studer geb. Fletcher, Nancy Jeanne geboren 23. April 1947, Bürgerin von Oberbuchsiten SO, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis, Hinterweidstrasse 1. Der Abdankungsgottesdienst findet am Samstag, 14. September 2019, 14.30 Uhr, in der kath. Kirche Bonstetten statt. Der Friedhofvorsteher
«Alles hat seine Zeit, sich begegnen und verstehen, sich halten und lieben, sich loslassen und erinnern.»
Plötzlich und unerwartet, aber mit vielen schönen Erinnerungen nehmen wir Abschied von
Dieter Ernst Greb (Grebus) 3. Dezember 1946 – 1. September 2019
Während deinem erfüllten Leben mit vielen Abenteuern und Begegnungen, konntest du uns immer mit inspirierenden Geschichten begeistern. Dein kreatives Machen, dein grosses Herz, dein vielseitiges Interesse und dein soziales Engagement bleiben uns für immer erhalten.
Hedingen In Hedingen ist am Sonntag, 1. September 2019, gestorben:
Dieter Ernst Greb geboren am 3. Dezember 1946, von Basel BS, verheiratet, wohnhaft gewesen in Hedingen, Gehrstrasse 23.
Hedingen
Fahrzeuge Kaufe Autos Busse, Lieferwagen, Jeeps, Wohnmobile & LKW. Barzahlung. Telefon 079 777 97 79 (Mo–So)
In Liebe Esther Greb (Fügi) Kim und Reto Brumann Kevin Greb Rose-Mary Greb mit Nadine Nyffenegger Stefan und Andrea Nyffenegger Susanne und Werner Hedinger-Greb Verwandte und Freunde
In Schlieren ist am Samstag, 31. August 2019, gestorben:
Der Abschied findet im engsten Familienkreis statt.
Wilhelm Wiedmer
Traueradresse: Esther Greb, Gehrstrasse 23, 8908 Hedingen
geboren am 24. Mai 1942, von Arni BE, verheiratet, wohnhaft gewesen in Hedingen, Unterdorfstrasse 15.
Bezirk Affoltern
Schutzengel als Beifahrer
Dienstag, 10. September 2019
3
Frühförderungsprojekt «Primokiz» Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Mettmenstetten
Das Unfallauto landete auf dem Dach. (Bild Zuger Polizei)
Auf der Autobahn A4 in Mettmenstetten überschlug sich am Freitagabend ein Auto. Der Fahrer erlitt nur Schnittwunden. Am Freitagabend, 6. September, kurz vor 22 Uhr, fuhr auf Höhe Mettmenstetten ein 33-Jähriger, der auf der Autobahn A4 in Richtung Zürich unterwegs war, ungebremst in das Heck eines vor ihm fahrenden Autos. Durch den Aufprall überschlug sich das Fahrzeug des Unfallverursachers und kam nach mehreren Metern auf dem Dach liegend zum Stillstand. Der fehlbare Lenker, der sich selbstständig aus dem Auto befreien konnte, kam mit dem Schrecken und einigen Schnittwunden davon. Der andere Autofahrer blieb unverletzt. Für die Bergung des Autos musste die Autobahn kurzzeitig gesperrt werden. (pd.)
wir gratulieren Zum 85. Geburtstag Zum 85. Geburtstag heute Dienstag, den 10. September, dürfen wir Ida Lenggenhager-Koller in Obfelden herzlich gratulieren. Wir wünschen ein schönes Fest und gute Gesundheit.
Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A.
Die frühe Kindheit ist entscheidend für das ganze Leben, denn in dieser Zeit werden wichtige Weichen für die weiterführende Entwicklung von kognitiven und sozialen Fähigkeiten gestellt. Damit sich diese Fähigkeiten voll entfalten können, sollen Kinder in einer anregenden Umgebung aufwachsen und spielerisch lernen. Solch eine Umgebung wird unter anderem durch verschiedene Angebote in der frühen Kindheit geschaffen. Kinder, die in anregender Umgebung aufwachsen, verfügen über höhere soziale, emotionale und kognitive Fähigkeiten. Nicht alle Familien verfügen über die Möglichkeiten, die notwendigen Anregungen für eine gelingende Entwicklung zu bieten und sind auf unterstützende Massnahmen angewiesen. Das nationale Programm Primokiz unterstützt in den Jahren 2017 bis 2020 bis zu 80 Gemeinden, Regionen und Kantone bei der Entwicklung einer umfassenden Politik der frühen Kindheit. Um die Primokiz-Leistungen in Anspruch zu nehmen, muss vorerst eine Bestandesaufnahme mit dem Ziel erfolgen, einen Bericht zur Situation der frühen Förderung in der Gemeinde mit Informationen über Stärken, Schwächen und Lücken zu erhalten. Dafür wurde ein Kredit von 8500 Franken bewilligt.
Finanzen Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben des per 1. Januar 2019 neu massgeblichen Rechnungslegungsmodells (HRM2) hat der Gemeinderat den
Bilanzanpassungsbericht verabschiedet. Der Stimmbürgerschaft wird im Rahmen der Budgetfestsetzung 2020 (Weisungsunterlagen) davon Kenntnis gegeben. Aufgrund des per 1. Juni 2019 geänderten Gemeindegesetzes, § 92 «Ausgleich des Budgets», ist entschieden worden, die mit Gemeinderatsbeschluss vom 4. Dezember 2018 getroffenen Festlegungen mit sofortiger Wirkung wieder ersatzlos aufzuheben. Genehmigt worden ist das vom Zweckverband Feuerwehr Knonaueramt Süd vorgelegte Budget 2020 mit einem für Mettmenstetten massgeblichen Kostenanteil in der Erfolgsrechnung von 356 300 Franken oder 62.92 %.
Liegenschaften Die beiden grössten in der Truppenunterkunft/Zivilschutzanlage Mehrzweckhalle Wygarten installierten Lüftungsaggregate (Inbetriebnahme 1971) sind irreparabel defekt. Die angeordnete Ersatzbeschaffung kostet 11 000 Franken. Ein Unterhaltseingriff ist bei dem 2009 bezogenen Feuerwehr-/ Werkgebäude angezeigt: stellenweise sind einige im Sockelbereich liegende Eternit-Fassadenplatten beschädigt und dadurch lösen sich Teile des beschichteten Fassadensockels. Der Ersatz der beschädigten Eternitplatten sowie das Anbringen eines bisher fehlenden Sockelbleches als Fassadenschutz verursacht Ausgaben von 15 500 Franken. Weiter geführt wird der Beizug einer Fachfirma für die professionelle Betreuung der ca. 120 im Eigentum der Politischen Gemeinde (inklusive Primarschulhausareal) stehenden Bäume (ohne Sträucher/ Gehölze), deren Unterhalt nicht der Werkdienst besorgen kann. Dafür
wurden jährlich wiederkehrende Kredite von 8000 Franken bewilligt.
Strassen/Abwasseranlagen Infolge einer grösseren Arealüberbauungstätigkeit wird die geplante, umfassende Sanierung der Grundrebenstrasse auf das Jahr 2024+ hinausgeschoben und stattdessen im Abschnitt Leigrüppenstrasse-Rennweg nur eine Notsanierung des Strassenbelages zu 24 800 Franken ausgeführt. Seit 2015 werden die privaten und öffentlichen Abwasseranlagen (Schmutzwasser-/ Meteorwasserleitungen) mittels Kanalfernsehaufnahmen untersucht. Mit dem Gesamtabschluss der Untersuchungstätigkeit und Erstauswertung kann für kommendes Jahr gerechnet werden. Nun müssen die Grundeigentümer über das Untersuchungsergebnis informiert und aufgefordert werden, allfällige Sanierungen innert Frist vorzunehmen, allenfalls nach Fristablauf mit Verfügung bzw. Androhung Ersatzvornahme. Den Grundeigentümern wird angeboten, dass die Sanierung als «Sammelauftrag» gegen Verrechnung der Gemeinde übertragen werden kann. Die bisherige Auswertung zeigt, dass rund 40 % der bereits untersuchten Leitungen mittlere bis starke Mängel aufweisen bzw. funktionsuntüchtig sind. Die Auslösung der weiteren Verfahrensschritte, vorerst beschränkt auf ein Testgebiet, ist zu 36 800 Franken an Peter Ott Ingenieurbüro für Hoch- und Tiefbau AG, Mettmenstetten, übertragen worden.
Ferner hat der Gemeinderat ... • folgende Veranstaltungen bewilligt: Offene Jugendarbeit Mettmenstetten, Knonau, Maschwanden:
Keine Münzsuche auf dem Parkplatz
Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch
In Affoltern kann man die Parkgebühr mit dem Handy bezahlen
Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter
Bei den Parkplätzen an der Oberen Bahnhofstrasse und vor der ZKB in Affoltern stehen neue digitalisierte Parkuhren. Sie können immer noch mit Münzen gefüttert werden, funktionieren aber auch bargeldlos.
Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 352 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch
Auch im Bezirkshauptort ist die Digitalisierung nun endgültig eingezogen. «Digitalparking» heisst es auf den neuen und kubisch gestylten Parkuhren. Die «Zetteliwirtschaft» ist Vergangenheit, es müssen keine Tickets mehr ins Fahrzeug gelegt werden. Auf den
ersten Blick scheint das digitale Füttern der Parkuhr ziemlich kompliziert. Anstelle der Parkplatznummer muss zwingend die Nummer des Kontrollschildes eingetippt werden. Wenn der Parkplatznutzer anstelle des Bargeldes die App benutzen will, muss er den QR-Code auf der Parkuhr scannen und die gewünschte Parkdauer wählen. Die Gebühr wird anschliessend automatisch dem hinterlegten Bankkonto oder einer Kreditkarte belastet. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem Münz ist, dass nur die tatsächliche Parkzeit berechnet wird. Die Gebühren können nicht nur direkt per
Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen
Twint, sondern auch mit einer anderen Park-App bezahlt werden. In der gesamten Schweiz sind zurzeit bereits mehr als 50 000 Parkplätze mit solchen modernen Parkuhren ausgerüstet.
Info-Tafeln sollen folgen Beim Fototermin am letzten Donnerstagmorgen mussten Markus Marti, Kommandant-Stellvertreter der Stadtpolizei Affoltern, und Stadtpolizist Jan Portmann, bereits wenige Minuten nach ihrem Eintreffen zwei jüngeren Frauen, welche völlig ratlos vor der anzeige
Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch
Herbstfest im Sputnik, Freitag, 13. September; Gasthaus zum weissen Rössli: Oktoberfest, Sonntag, 15. September; Chilbiverein Mettmenstetten: Chilbi im Erspach, Samstag/Sonntag, 21./22. September • entschieden, «Die Alternative», Ottenbach, an die Renovation der Familieneinheit Ulmenhof, einen einmaligen Beitrag von 1000 Franken zu leisten bzw. der Gemeinnützigen Gesellschaft des Bezirks Affoltern an den Unterhalt des Ämtlerweges für den Zeitraum 2019 bis 2022 jährliche Beiträge von 600 Franken auszurichten. • der Kita Purlimunter GmbH, Rossauerstrasse als Trägerschaft gestützt auf den eingeholten Fachbericht die Betriebsbewilligung vom 1. September 2019 bis 31. August 2023 für die Krippe «Purlimunter», umfassend zwei Gruppen für Kinder im Alter ab drei Monaten bis zum Kindergarteneintritt, erteilt. • im zustimmenden Sinne vom Konzeptvorschlag «Projekt Auslagerung Steueramt Maschwanden an Steueramt Mettmenstetten» Kenntnis genommen – aufgrund der jetzigen Erkenntnisse wird die angedachte Kooperation grundsätzlich unterstützt. • an den «Thementag Umwelt» von Primar- und Sekundarschule im Sinne der Bemühungen «Clean-UpDay» einen Verpflegungskostenbeitrag von 4400 Franken zugesichert. • anstelle des bisherigen Pächters, Felix Meier bzw. infolge dessen Berufsaufgabe ca. 180 Aren im Gebiet Pünten-Rossmatten bzw. ca. 22 Aren auf Höhe Sprungschanzenanlage Jumpin liegendes Gemeindeland an Heini Nägeli, Dachlissen, bzw. an die Eheleute Guido und Barbara Widmer, Sunnmatt, zur Pacht bzw. im Bewirtschaftungssauftrag übergeben. (Ga)
Es sieht komplizierter aus, als es ist: Stadtpolizist Jan Portmann erklärt die neue Parkuhr. (Bild Martin Mullis)
Parkuhr die Parkplatznummer suchten, ihre Hilfe anbieten. Kein Wunder, dass die beiden Autofahrerinnen etwas verwirrt waren, wurden die neuen Parkuhren doch erst kürzlich montiert. Marti versichert, dass baldmöglichst Info-Tafeln mit einer genauen Beschreibung der neuen Bedienung aufgestellt werden. Für ältere Menschen oder für Digital-Muffel ist die Möglichkeit, mit Bargeld zu zahlen nach wie vor vorhanden. Anstelle der Parkplatznummer muss nun die Nummer des Kontrollschildes des parkierten Fahrzeuges eingetippt werden. (mm)
Liegenschaften Verkäufe
Kaufgesuche
Vermietungen
Umzüge, Räumungen, Transport, Reinigung Egal, obein Umzug ins Altersheim, ein Todesfall der Grund zur Räumung einer Wohnung, oder eines ganzen Hauses ist, wir übernehmen alles. Holen Sie sich noch heute eine Offerte. Telefon 079 389 61 46
Sonnige 3½-Zi.-Whg. mit Gartensitzplatz Im Wängli 13, Affoltern am Albis per 1. Oktober 2019, 75 m², Küche mit GSP/ GKH, Bad, Parkett, Einbauschrank, Haustiere erlaubt Fr. 1598.– inkl. HK/NK, PP Fr. 60.–/mtl. Interessiert? Hertli & Partner AG, Tel. 044 878 72 72*
Bezirk Affoltern
Dienstag, 10. September 2019
5
Affoltern - führend in der Rehabilitationsforschung Huub van Hedel vom Rehabilitationszentrum in Affoltern referierte am «Rüüss-Abig» Zahlreich marschierte die Säuliämtler Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur am «Rüüss-Abig» des «Anzeigers» auf. Huub van Hedel, Forschungsleiter am Rehabilitationszentrum des Kinderspitals in Affoltern hielt ein spannendes Referat. ................................................... von stefan schneiter Im Säuliamt laufe nichts in Sachen Forschung. Diese Meinung sei immer mal wieder zu hören. Nur: «Das stimmt nicht», sagte «Anzeiger»-Chefredaktor Thomas Stöckli, als er, zusammen mit Barbara Roth, Geschäftsführerin Weiss Medien AG, als Gastgeber am vergangenen Donnerstag die Gäste zum «Rüüss-Abig» begrüsste, zum traditionellen, geselligen Anlass am Reussufer in Ottenbach. Viele innovative Betriebe im Knonauer Amt, so Stöckli, seien tüftelnd tätig und setzten immer wieder Neues um. Und vor allem gebe es das Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche in Affoltern, das immer wieder neue Wege findet, wie kleine Patienten zu fördern seien. Der Leiter der Forschungsabteilung und Mitglied der Geschäftsleitung am Rehazentrum, Huub van Hedel, war der diesjährige Referent am «Rüüss-Abig». Seit 15 Jahren wohnt er in Ottenbach, seit bald zehn Jahren leitet er die Forschung in Affoltern. Wie sein Name und sein Akzent unschwer erraten lassen, hat van Hedel holländische Wurzeln.
Einzige Kinderreha der Schweiz «Wir sind das einzige Zentrum für Kinderrehabilitation in der Schweiz», stell-
te Huub van Hedel gleich zu Beginn klar. Das Rehabilitationszentrum Affoltern gehört zum Universitäts-Kinderspital Zürich. In ihm werden Kinder und Jugendliche behandelt und betreut, die an den Folgen von angeborenen oder erworbenen Krankheiten oder Verletzungen leiden. Die mit neurologischen Störungen, mit einem Hirnleiden geboren werden oder schon im frühen Alter einen Schlaganfall oder einen Unfall mit dramatischen Hirnverletzungen erlitten haben. Das Rehazentrum bietet ihnen ein multidisziplinäres Therapieprogramm an mit dem Ziel, dass sie normale Alltagstätigkeiten – wie sich anziehen, sich waschen oder Schuhe binden – wieder erlernen können. Für all dies ist die Rehaklinik 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche im Einsatz. Wichtig sei, dass alles im familiären Umfeld erfolge, hob Huub van Hedel hervor: «Wir möchten, dass die Kinder sich wohlfühlen bei uns, denn nur dann kann die Rehabilitation Erfolg haben.» Gegenüber der Erwachsenenrehabilitation, wo die Reintegration in die Arbeitswelt als Ziel im Vordergrund steht, geht es bei Kindern und Jugendlichen in erster Linie darum, sie wieder in die Schule reintegrieren zu können. Zu diesem Zweck verfügt das Rehazentrum in Affoltern über eine eigene Schule, die von heilpädagogischer Früherziehung für Kinder im Vorschulalter bis zur Oberstufe Unterricht anbietet.
Forschung rasch aktiv umsetzen Um längerfristig die Rehabilitation zu verbessern, ist Forschungsarbeit von enormer Bedeutung. In Affoltern liegt der Forschungsschwerpunkt vor allem bei der Robotik mit computerunter-
Barbara Roth, Geschäftsführerin Weiss Medien AG, und «Anzeiger»-Chefredaktor Thomas Stöckli (links) mit Referent Huub van Hedel. (Bild Stefan Schneiter) stützten Bewegungstherapien in virtueller Umgebung. 2005 wurde der erste Gangroboter Lokomat eingesetzt, ein Gerät, mit dem das Kind das Gehen auf dem Laufband wieder lernen kann. Seither wird dieser stetig weiterentwickelt. «Mir ist sehr wichtig, dass die Forschung zum einen sehr innovativ ist, zum andern aber auch, dass deren Ergebnisse möglichst rasch in den klinischen Alltag einfliessen können», betonte van Hedel. Beim Einsatz solcher Robotikgeräte seien zwei Punkte extrem wichtig. Zum einen «üben, üben, üben und nochmals üben», um die Bewegungsabläufe wieder zu lernen. Zum andern muss die Motivation der Kinder immer wieder aktiviert werden. Während Erwachsene oft zu wiederholende Übungen aus der Einsicht in deren Nutzen bereitwillig absolvieren, sei dies bei Kindern anders. «Die wollen nicht therapiert werden, die wollen spielen», strich van Hedel
heraus. So müssen Therapeuten auch immer mal «den Clown machen», um Kinder zu motivieren. Oder sie lassen sie zusätzlich in einem Armroboter «Moorhuhn» spielen, wodurch sie, ohne es zu bemerken, tausendfach bestimmte Arm- und Handbewegungen wiederholen. Ausserdem werden die Patienten sehr individuell behandelt – kein Fall ist gleich wie der andere.
Weltweit einzigartig Stets hat man in Affoltern, sowohl bei der Entwicklung, Anwendung und Evaluation, hohen Wert auf eine enge Zusammenarbeit zwischen den Therapeutinnen und Forschern gelegt. «Wir haben gemerkt, dass dies extrem erfolgreich ist» strich van Hedel heraus. Dank der engen Interaktion von Klinik und Forschung geniesst das Rehabilitationszentrum in Affoltern hohe internationale Anerkennung auf der
Welt. «Therapeuten aus aller Welt besuchen uns, worauf wir im Säuliamt stolz sein können. Wir tauschen mit anderen Rehas in Europa, Asien und USA Erfahrungen und Ergebnisse aus.» Letztes Jahr wurde ein neues Ganglabor, welches millimetergenau Gangmuster von Kindern erfassen und analysieren kann, fertiggestellt. Dieses erlaubt eine objektive Antwort auf die Frage, ob ein Kind, dessen Gangfunktion sich zunehmend (z.B. in der Pubertät) verschlechtert, operiert werden muss oder ob weiterhin auf das Trainieren der Gehfunktion gesetzt werden kann. Neu wurde dieses System innovativ mit einem Roboter und einem Bodenprojektionssystem gekoppelt. Der Roboter entlastet und sichert die Kinder, damit sie nicht stürzen können. Mit den Projektionen am Boden werden die Kinder animiert, bestimmte therapeutische Übungen spielerisch durchzuführen. Diese Anwendung bei Kindern ist momentan weltweit einzigartig, so van Hedel. Bei all dieser erfolgreichen Forschung ist das Rehabilitationszentrum in Affoltern aufgrund seiner relativen Kleinheit auf eine internationale Zusammenarbeit angewiesen. Mit 16 Zentren in Europa, Asien und den USA tauscht es sich aus, um ausreichendes Datenmaterial von Patienten für funktionierende Therapien zur Verfügung zu haben. Ungeachtet dieser internationalen Vernetzung in der Forschung, so strich van Hedel, der seit 2015 das Netzwerk leitet, zum Schluss heraus, fühle sich das Rehabilitationszentrum im Säuliamt sehr verankert. Viele Spenden aus dem Säuliamt zeigten auch, wie willkommen man hier sei. Darum, so van Hedel, sei er sicher: «Wir bleiben für mindestens 50 Jahre weiter hier im Säuliamt.»
Mättmi besucht Riffi
«Fyrabig-Höck» beim neuen Dorfbackofen Der Mettmenstetter Gemeindepräsident René Kälin hat den «Fyrabig-Höck» eingeführt, damit sich die Mitarbeitenden von Werkdienst, Verwaltung und die Mitglieder des Gemeinderats in einem informellen Rahmen besser kennen lernen. Mit der seit 2018 bestehenden Einheitsgemeinde sind seither auch die Mitarbeitenden der Primarschule und deren Schulpflege mit dabei. ................................................... von bernhard schneider Einmal im Jahr, nach Feierabend, sind alle eingeladen, die dazu Lust verspüren. Dieser «einfache Znacht» ausserhalb der Arbeitszeit fand bisher innerhalb der Gemeindegrenzen statt, in der Weid, im Paradies, im Bed and Breakfast Dachlissen, im Werkhof, in der Badi, im Sputnik. Für den vergangenen Donnerstagabend wählte René Kälin den im August eröffneten Dorfbackofen im Nachbardorf Rifferswil aus, womit der Anlass erstmals ausserhalb von Mettmenstetten stattfand. Christoph Lüthi, Gemeindepräsident von Rifferswil, hiess die Gäste willkommen. Er zitierte die Begrüssung der «heruntergekommenen Rifferswiler» bei einem Anlass vor hundert Jahren in Mettmenstetten. Diesmal sind die Mettmenstetterinnen und Mettmenstetter anlässlich des 1000-Jahr-Jubiläums nach Rifferswil «hochgekommen». Der Dorfbackofen wurde anlässlich des Sommerfestes vom 17. und 18. August eröffnet und wird seither rege genutzt, wie Christoph Lüthi ausführte. Das Ziel besteht darin, dass
weiterhin nicht nur die Dorfbevölkerung, sondern auch die Bevölkerung der Nachbargemeinden den Ofen für Zöpfe und andere Brote und Speisen nutzt. An diesem Donnerstag wurde für die Gäste Pizza gebacken. René Kälin bedankte sich bei den Rifferswilern für die Gastfreundschaft. Vor drei Jahren habe Mettmenstetten anlässlich des 900-Jahre-Dorfjubiläums mit dem Mättmi-Weg etwas Bleibendes geschaffen. Er wünschte den Rifferswilern, dass ihnen dies mit dem
Ofen ebenfalls gelinge und dieser sich für die nächsten Jahrzehnte als Begegnungsort bewähre. Als Geschenk brachten die Mettmenstetterinnen und Mettmenstetter einen Holzharass mit, der alles enthielt, um ein Nachtessen mit Focaccia aus dem Dorfbackofen zu ermöglichen: Je sechs Flaschen Rot- und Weisswein, zwei Säcke Dinkelmehl, Olivenöl, Salz und weitere Zutaten – alles natürlich in Bio-Qualität – sowie ein Focaccia-Rezept von René Kälin.
Geschenkübergabe vor dem Dorfbackofen. Von links: René Kälin, Mettmenstetter Gemeindepräsident, und sein Gemeindeschreiber, Edy Gamma, Christoph Lüthi, Rifferswiler Gemeindepräsident, und Ofenbauer Christoph Roth. (Bild bs)
Wer ist älter, Mettmenstetten oder Rifferswil? «Fake-News» aus dem 17. Jahrhundert stützten klösterliche Ansprüche 2016 feierte Mettmenstetten das 900-Jahre Jubiläum, Rifferswil in diesem Jahr gar 1000 Jahre. Dies bedeutet allerdings nicht, dass Rifferswil älter ist als Mettmenstetten. Die meisten Dörfer des heutigen Bezirks Affoltern entstanden im Frühmittelalter, zwischen dem 5. und dem 8. Jahrhundert. Wie die Neubesiedlung erfolgte, kann nicht schlüssig dargelegt werden. Zu Beginn des 5. Jahrhunderts zog sich die römische Herrschaftsorganisation aus den Gebieten nördlich der Alpen zurück, was es alemannischen Stämmen erleichterte, in den Raum zwischen Rhein und Alpen einzudringen. Da die Alemannen keine Schrift kannten, muss sich die Geschichtsforschung für diese Zeit auf archäologische Funde abstützen, ergänzt mit linguistischen Theorien zu den
Ortsnamen. Wann genau ein Dorfname erstmals in einer Urkunde erscheint, hängt meist mit der Dokumentierung klösterlicher Ansprüche zusammen. Die frühmittelalterlichen Invasoren scheinen nicht keltisch-römische Gutshöfe übernommen zu haben, die oft zumindest eine Zeit lang neben den neuen alemannischen Siedlungen bestanden haben dürften. Vermutlich erfolgte die alemannische Besiedlung vom Zugersee her, denn es gibt Indizien, dass innerhalb des heutigen Bezirks Affoltern zuerst Knonau, dann Mettmenstetten gegründet wurde. Die meisten der heutigen Dörfer gehen wohl auf alemannische Gründungen zurück, einzig im hoch gelegenen Aeugst dürfte die keltisch-römische Siedlung Bestand gehabt haben; hier kam es wohl erst im Lauf der Jahrhunderte nach und nach zu einer Vermischung mit der alemannischen
Bevölkerung. Weil aus dieser Zeit vieles hypothetisch ist, greift man für Jubiläen jeweils auf das erste bekannte Schriftstück zurück. Im Fall von Rifferswil stammt dieses aus dem Jahr 1019. Weniger klar ist die Situation in Mettmenstetten, das vor drei Jahren die Erwähnung in einem Dokument aus dem Jahr 1116 gefeiert hat. Dabei hätte sich Mettmenstetten – wie viele andere Gemeinden – auf ein päpstliches Privileg aus dem Jahr 998 berufen können. Dieses Privileg wurde vom hoch über Bad Ragaz gelegenen Kloster Pfäfers eingesetzt, um Gebietsansprüche geltend zu machen. In den 1730er-Jahren liess der Zürcher Rat die Echtheit des Pfäferser Privilegs von 998 prüfen und kam zum Schluss, dass es sich um eine Fälschung handle. Aus politischen Gründen betrachteten Schwyz und Uri demgegenüber das Privileg als echt.
In der renommierten Zeitschrift für Schweizer Geschichte wurde 1934 nachgewiesen, dass im Jahr 1656 eine ganze Reihe von Fälschungen zugunsten des Klosters Pfäfers in einen Band mit Abschriften alter Urkunden integriert wurde. Die namhafteste dieser Fälschungen war das angebliche Privileg aus dem Jahr 998. Nicht erst im 21. Jahrhundert werden also Fälschungen verbreitet, um Machtansprüche als berechtigt erscheinen zu lassen. Dennoch wurde das gefälschte Privileg auch weiterhin oft als historische Quelle aus dem Jahr 998 eingesetzt. Nicht so in Mettmenstetten, das aus historischer Sicht zu Recht 1116 als Jahr der ersten schriftlichen Erwähnung gefeiert hat. Daher kann sich Rifferswil auf eine ältere Urkunde abstützen, obwohl Mettmenstetten höchstwahrscheinlich früher entstanden ist. (bs)
Bezirk Affoltern
6 ratgeber rechtsfragen
Rechtsanwalt Remo Hablützel ist Partner von Theiler Hablützel Rechtsanwälte AG
(Un)getrübte Ferienfreude? Sommerzeit ist Ferienzeit! Nach wie vor sind auch bei uns Pauschalreisen sehr beliebt. Immer wieder verlaufen die Ferien jedoch doch nicht so, wie man sich das vorgestellt hat, und der vermeintliche Traumstrand gleicht eher einer Abfallhalde. Deshalb erreichen uns insbesondere nach den Sommerferien immer wieder Anfragen von Klienten, welche wissen möchten, wie die rechtliche Situation aussieht und ob es sich lohnt, etwas zu unternehmen. Bei «Anzeiger»-Leser O.N. hat sich eine Pauschalreise, welche er für seine ganze Familie über das Internet bei einem deutschen Vermittler gebucht hat, als regelrechter Albtraum entpuppt. Das Hotel zeigte sich heruntergekommen und entsprach überhaupt nicht den Bildern auf dem Internet, der Strand war viel weiter entfernt als angepriesen und teilweise geradezu eklig. Schliesslich wurde der Rückflug gestrichen, die Familie musste auf eigene Rechnung zwei weitere Hotelübernachtungen bezahlen und O.N. musste zwei zusätzliche Ferientage nehmen. Eigentlich hat das Pauschalreisegesetz das Ziel, dass die Konsumenten in solchen Fällen einfach Geld zurückerhalten. In der Praxis erweist sich dies jedoch immer noch als schwierig und die Hürden dafür sind hoch. Daher ist es wichtig, dass man als Pauschalreisender einige Tipps beachtet, welche für die spätere Rückerstattung helfen können.
Reisedokumente genau studieren Vorab raten wir Ihnen, eine Pauschalreise bei einem bekannten Schweizer Unternehmen zu buchen. Auch hier besteht natürlich keine Garantie, dass alles glatt läuft, aber aus unserer Praxis wissen wir, dass es kaum möglich ist, beispielsweise gegen einen deutschen Vermittler vorzugehen. Vielfach ist auch unklar, wer überhaupt der Vertragspartner ist und von wem Schadenersatz gefordert werden kann. Dies ist nämlich entgegen einer viel verbreiteten Meinung selten das Reisebüro. Hier hilft es, die Vertragsdokumente – möglichst vor Unterzeichnung des Vertrags oder Bezahlung – genau zu studieren und wo nötig nachzufragen, damit man weiss, mit wem man es zu tun hat und wer allenfalls zu belangen wäre. Kommt es in den Ferien dennoch zu Unstimmigkeiten, beispielsweise beim Hotelzimmer, muss man dies sofort beanstanden, und zwar am besten schriftlich und mit Fotografien, damit die sofortige Rüge später bewiesen werden kann. Wenn dies vor Ort beim Hotel nicht möglich ist, unbedingt auch gegenüber dem Veranstalter und dem Vermittler. Wer dies nicht tut, verliert später alle Ansprüche. Was schliesslich die zwei «verlorenen» Ferientage betrifft, so liegt dies in den allermeisten Fällen im Risikobereich des Arbeitnehmers und der Arbeitgeber darf diese vom Ferienkonto abziehen. In der Hoffnung, dass Ihnen der eine oder andere vorgenannte Tipp weiterhilft, wünschen wir Ihnen bereits jetzt erholsame und ungetrübte Herbstferien. Rechtsanwalt Remo Hablützel beantwortet im «Anzeiger» monatlich Rechtsfragen von allgemeinem Interesse: ratgeber@thlegal.ch.
Dienstag, 10. September 2019
Anspruchsvolle Arbeit für den Steinmetz und den Glasrestaurator Reparaturen an den Kappeler Kirchenfenstern haben begonnen Die Kirchenfenster an der Südfassade der Klosterkirche Kappel sind gefährdet, aus der Fassung zu fallen. Das wurde letzten Herbst festgestellt. Jetzt, nach verschiedenen Abklärungen, beginnen der Steinmetz Viktor Häberling sowie Glasrestaurator Fritz Dold und seine Tochter Aline Dold mit der Sanierung. ................................................... von marianne voss Vor einem Jahr stellte der Glasrestaurator Fritz Dold im Zusammenhang mit einer Reparatur fest, dass mehrere Verglasungen der südlichen Obergadenfenster der Klosterkirche Kappel gefährdet sind, aus der Fassung zu fallen (der «Anzeiger» hat berichtet). Es handelt sich nicht um die historischen Fenster aus dem 14. Jahrhundert – diese befinden sich an der Nordfassade –, sondern um die farbigen Fenster von 1998. Diese Südfenster sind bei der starken Hitze in den letzten Sommern extrem heiss geworden, was dazu führte, dass sich viele der bleigefassten Glasmalereien stark verformten. Aber auch das Sandsteinmauerwerk ist in die Jahre gekommen und weist verschiedene Schäden wie Risse, Hohlstellen oder instabile Elemente auf. Am stärksten von Schäden betroffen ist der dekorative Abschluss zuoberst, dem sogenannten Masswerk. Die Gläser darinnen stammen ungefähr aus dem Jahr 1880. Einzelne Spickel, die den alten Zürichkrieg und den Brand von 1493 überstanden hatten, stammen sogar aus der Bauzeit der Kirche (13./14. Jahrhundert). Zur Sicherheit wurde letzten Herbst ein Teil der Kirchenbänke abgesperrt und ein Gerüst montiert. Das ermöglichte den Fachleuten, die Situation in der schwindelnden Höhe von gut 14 Metern genau zu begutachten. Alle kritischen Stellen wurden gesichert, und das Gerüst konnte bis zum meistbetroffenen Fenster ganz Richtung Westen, bei dem als einziges das originale Masswerk aus der Bauzeit
Projektleiter Lorenz Leuenberger zeigt in schwindelnder Höhe die Schäden am Masswerk. Sichtbar sind auch die Risse, die sich in die Kirchendecke ziehen. (Bilder Marianne Voss) erhalten ist, zurückgebaut werden. Dieses Fenster war nun während eines ganzen Jahres durch ein Gerüst von innen und auch von aussen geschützt.
Arbeiten gehen voran Und dann geschah lange nichts. Die Kirche gehört dem Kanton, zuständig für die Sanierung ist das kantonale Hochbauamt. Letzte Woche war der Projektleiter, Lorenz Leuenberger, vor Ort und informierte über die nächsten
Ansicht von aussen: Hier ist sogar ein Glas aus dem Masswerk herausgefallen.
Schritte. Er erklärte auch, warum so viel Zeit verstrichen ist: «Da die kritischen Stellen gesichert waren, eilte die Sanierung nicht. Wir konnten während dieser Zeit umfassend und auch wissenschaftlich abklären, was wie repariert werden muss. Andererseits wurden die Aufträge für die Fachleute ausgeschrieben, und wir suchten sie sorgfältig aus.» Für die Sandsteinarbeiten ist nun Viktor Häberling aus Uerzlikon beauftragt worden, die Glasrestaurationen übernimmt Aline Dold, mit der Unterstützung von ihrem Vater Fritz Dold. Ab sofort beginnen nun die Arbeiten, von innen zurzeit nur am hintersten Fenster. Ab Mitte Oktober, nach zwei grossen Veranstaltungen, wird wieder das lange Gerüst in der Kirche aufgestellt, damit an allen betroffenen Fenstern gearbeitet werden kann. Es wird versucht, bis zum Reformationsgottesdienst vom 3. November das Gerüst so weit wie möglich wieder zu reduzieren. Viktor Häberling reinigt nun den Sandstein und das Masswerk zuerst von Staub und Vogelkot. Anhand einer sorgfältigen Schadenskartierung wird entschieden, welche Schäden wie behandelt werden. Auch die Statik
rund um die Fenster werde beobachtet, erläutert der Projektleiter und zeigt die Risse, die sich teilweise weit bis in die Kirchendecke ziehen.
Ursprüngliche Substanz erhalten Die Glasrestauratoren werden die farbigen Verglasungen von 1998 wieder richten und dann mit grösserem Abstand zum Schutzglas einsetzen, damit mehr Luft zirkulieren kann, um die Erhitzung zu reduzieren. «Bei der Reparatur des Masswerks ist eine enge Zusammenarbeit vom Steinmetz mit den Glasrestauratoren wichtig», betont Lorenz Leuenberger. Bei dieser anspruchsvollen Arbeit müsse vor Ort Schritt für Schritt entschieden werden, welches Vorgehen richtig sei. Da die Gläser zum Teil direkt im Falz eingemörtelt seien, werde anhand des Zustands der Gläser respektive des Sandsteins sehr situativ entschieden, ob für die jeweilige Reparatur das Glas ausgebaut werden müsse. Was ist das Ziel der gesamten Sanierung? «Der grösstmögliche Erhalt der ursprünglichen Substanz und das Bremsen sowie Verhindern von fortschreitenden Schadenprozessen.»
Nächtliche Vollsperrung in Rifferswil Belagsarbeiten an der Albisstrasse in Rifferswil in der Nacht vom 13. auf den 14. September. Die Albisstrasse (Achse: Mettmenstetten-Schonau) ist im Abschnitt zwischen den Einmündungen Zeisenbergund Jonenbachstrasse in einem schlechten Zustand. Deshalb ist in ein paar Jahren eine umfassende Sanierung der gesamten Strasseninfrastruktur (sämtliche Belagsschichten, Entwässerung, Beleuchtung, etc.) geplant. Da die oberste Belagsschicht aber
bereits heute Schäden aufweist, welche die Verkehrssicherheit gefährden, muss sie umgehend ersetzt werden. Die Fräs- und Vorbereitungsarbeiten finden tagsüber statt und werden durch einen Verkehrsdienst begleitet. Der Einbau des Deckbelags wird aufgrund des grossen Verkehrsaufkommens in der Nacht ausgeführt. Dafür wird die Albisstrasse am Freitag, 13. September, 18 Uhr, bis Samstag, 14. September, 8 Uhr gesperrt. Die Arbeiten erfordern trockene Witterung. Entsprechend wird die Vollsperrung
bei schlechtem Wetter auf die nächste trockene Nacht verschoben. Die Belagsarbeiten verursachen Lärm. Die Bauunternehmung ist aber bemüht, die lärmintensiven Arbeiten nach Möglichkeit gebündelt auszuführen und die Immissionen so gering wie möglich zu halten. Während der Vollsperrung wird der Durchgangsverkehr grossräumig umgeleitet. Anwohnern, die während der Sperrzeit auf ihr Fahrzeug angewiesen sind, empfiehlt das Strasseninspektorat, dieses ausserhalb des
gesperrten Bereichs zu parkieren. Das Trottoir bleibt während den Belagsarbeiten benutzbar. Aufgrund der engen Strassenverhältnisse wird die Postauto-Linie 223 am Freitag, 13. September, bereits ab Betriebsbeginn bis Betriebsende am Sonntagabend, 15. September, umgeleitet. Die Haltestellen «Hausmatte» und «Unterrifferswil» können nicht bedient werden. Es gilt, die Fahrgastinformationen an den Haltestellen, in den Postautos und unter www.zvv.ch zu beachten. (pd.)
Bezirk Affoltern
Dienstag, 10. September 2019
7
«Das kirchliche Leben bleibt im Dorf» Die Ortskirchen behalten auch nach der Fusion Bedeutung Nach der zweiten öffentlichen Grosskonferenz ist klar, dass die künftige Kirchgemeinde Säuliamt den Gemeinden nach wie vor einen hohen Stellenwert gibt. Das «Gärtlidenken» soll vermieden werden, ohne den Mitgliedern der fusionierten Kirchgemeinden die «Heimat» im eigenen Dorf wegzunehmen.
rung für die Pfarrpersonen wurde in einer Gruppe hervorgehoben, dass sie innerhalb der Pfarrkreise zu Teamplayern werden müssen. Dabei dürften allerdings Sitzungen und Koordinationsaufwand nicht überborden.
Entlastung durch Geschäftsstelle
................................................... von bernhard schneider Wie gross soll die neue Kirchenpflege sein? Die Antwort kann nicht einfach numerisch gegeben werden, sondern hängt mit inhaltlichen Fragen zusammen. In den Gruppen wurde die Befürchtung geäussert, dass eine Vertretung der einzelnen Gemeinden im Gremium zu «Gärtlidenken» führen könnte. Besser wäre es, die Mitglieder nach ihren Fähigkeiten zu wählen. Doch hier stellt sich die Frage, wie das möglich ist, da das Wahlverfahren nicht vorsieht, dass die einzelnen Chargen im kirchlichen Führungsgremium gewählt werden. Das Fazit, das im Plenum unbestritten blieb: Eine siebenköpfige Kirchenpflege soll sich aus engagierten Leuten zusammensetzen, die unabhängig von ihrem Wohnort gewählt werden. Zu überlegen ist, ob analog zur Synode eine Bestimmung ins Wahlreglement aufgenommen wird, dass höchstens drei Personen aus derselben Gemeinde stammen dürfen.
Ortsgremien als Gesicht der Kirche Unbestritten war in den Diskussionen, dass die Kirchgemeinde Säuliamt
Konzentriert an der Arbeit: Die offenen Fragen wurden in acht Gruppen zu je acht Personen intensiv diskutiert. (Bild bs) kommunale Ansprechpersonen benötigt, um kommunale Aktivitäten und Projekte umzusetzen und diese mit den Nachbargemeinden zu koordinieren. Vorgeschlagen wurde, dass Interessierte für die Ortsgremien in freien Versammlungen gesucht und von der Kirchenpflege bestätigt werden. Dies hätte den Vorteil, dass deren Zahl je nach Situation unterschiedlich sein kann. Möglich wäre etwa, für ein besonderes Projekt zusätzliche Leute miteinzubeziehen. Auf jeden Fall sollten die Pfarrperson des Dorfes und kirchliche Angestellte in den Ortsgremien mitarbeiten, wurde festgehalten. Die Präsentationen setzte Roland Siegenthaler, Spezialist für «visual thinking», live in Zeichnungen um und ergänzte diese teilweise mit hu-
morvollen Sprüchen. Bei der Aussage, die Ortsgremien sollten auch bei strategischen Fragen miteinbezogen werden, löste er Schmunzeln aus mit der spontanen Notiz: «Nicht nur Gipfeli kaufen!»
Pfarrpersonen als Teamplayer Die Pfarrerinnen und Pfarrer sind auch in der neuen Organisation für ihre Kirchgemeinde zuständig, doch werden innerhalb der beiden Pfarrkreise «süd» und «nord» der neuen Kirchgemeinde Stellvertretungen sichergestellt und der Konfirmationsunterricht geregelt. Als Hauptaufgaben der Pfarrpersonen wurden in einer Gruppe zuhören, reden und Beziehungen pflegen definiert.
Zu Diskussionen Anlass gaben unter andern folgende Fragen: Wer führt die Abdankungen durch? Kann man zwischen verschiedenen Pfarrpersonen auswählen? Wo wohnen sie? Ist jede Pfarrperson Generalist oder Generalistin im eigenen Dorf – oder gibt es einen Teilbereich mit einer Spezialisierung, etwa in den Bereichen Jugend oder Alterspflege? Wer bestimmt Art und Anzahl der Gottesdienste? Die Detailauswertung dieser Diskussionen wird in die Fusionsvorlage einfliessen. Im Bereich der Diakonie wurde das Zuger Modell erwähnt; hier gehören die Diakoniestellen zur ganzen Kirchgemeinde und werden gemäss den aktuellen Bedürfnissen jeweils situativ verteilt. Als neue Herausforde-
Die professionelle Geschäftsstelle der Kirchenpflege wurde allgemein begrüsst und als Entlastung betrachtet. Die Detailplanung müsse mit hohem Kostenbewusstsein vorgenommen werden, um die angestrebten 12 Steuerprozente einzuhalten. Bis zum Schluss der Tagungen blieben die Diskussionen in den acht Gruppen intensiv, konzentriert und sachlich. Alle konnten sich einbringen, unabhängig davon, ob sie aufgrund ihrer Funktion oder aus persönlichem Engagement an der Tagung teilnahmen. Dies stellten verschiedene Teilnehmerinnen und Teilnehmer im persönlichen Gespräch anschliessend fest. Zeichner Roland Siegenthaler bilanzierte am Schluss der Veranstaltung: «Es war faszinierend, mit wie viel Engagement die Diskussionen an diesem freien Samstag geführt wurden. Können wir unsere Kirchen bewahren oder entsteht eine Kathedrale Säuliamt? Fest steht, dass das Leben im Dorf bleibt.» KG+ baut bereits jetzt die praktische Zusammenarbeit zwischen den Kirchgemeinden aus, beispielsweise mit offenen Sing- und Chorprojekten. Das nächste Singen ist ökumenisch und findet am kommenden Samstag um 14.30 Uhr im katholischen Pfarreizentrum in Mettmenstetten statt. Weitere Infos unter www.ref-saeuliamt.ch.
560 Meter Asphalt nach einem Kompromiss Auch der Götschihof-Weg ist Thema beim 2. Tag der Reppisch vom 14. September Exakt vor 20 Jahren wurde er erschaffen, der Götschihof-Weg entlang der Reppisch. Er ist ein Musterbeispiel einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Behörden, Institutionen und Privaten. Und er ist auch Thema am zweiten «Tag der Reppisch» vom 14. September. ................................................... von werner schneiter Die Idee eines Götschihof-Wegs begann 1995 zu gären, als Insieme, der Verein zur Förderung von Menschen mit geistiger Behinderung Amt/Limmattal, an die Stiftung Solvita gelangte – mit der Bitte, sich zu Ideen für ein Freizeitangebot im Götschihof zu äus-
sern. Der Vorschlag eines asphaltierten, rollstuhlgängigen Wegs entlang der Reppisch stiess aber auch auf Widerstand. Eine geteerte Strecke inmitten eines Natur- und Landwirtschaftsgebiets? «Der Pächter des Gutsbetriebs beim Götschihof sagte uns, dass das nur über seine Leiche möglich sei», erinnert sich Insieme-Präsident Jean-Jacques Bertschi. Nach Planungen und diversen Auseinandersetzungen, bei denen Naturschützer, Bauern und andere am Tisch sassen, erfolgte 1997 der Durchbruch: Der inzwischen verstorbene Präsident des Nationalspende-Fonds, Hans Rosenberger, forderte die Involvierten auf, den möglichen Weg entlang des Flusslaufs mit Fähnchen zu bestücken. «Wir haben damals zu einem typisch schweizerischen Kompromiss gefun-
Zweiter «Tag der Reppisch» Der zweite Tag der Reppisch findet am Samstag, 14. September, von 10 bis 16 Uhr statt. Schauplätze sind im Säuliamt der Götschihof und die Aumüli. Die bezirksübergreifende Behinderteninstitution Götschihof öffnet ihre Türen. Gärtnerei und Laden sind ebenfalls offen. Auf dem Areal und in der Umgebung sind auch der Türlersee-Schutzverband und das Bergwerk Riedhof präsent. Auch beim Gutsbetrieb Götschihof der Stiftung Schweizer Nationalspende ist ein Augenschein möglich. Infos
sind ausserdem von Insieme sowie von PluSport Amt & Limmattal erhältlich. Offene Türen gibt es sodann in der Aumüli in Stallikon, wo uralte Mühlräder und traditionelles Handwerk zu sehen und die Jagdhornbläser «Züri-Falken» zu hören sind. Welche Tiere in und an der Reppisch leben, zeigt der Verein Naturnetz auf der Dreieckswiese in der Aumüli. Informationen sind ausserdem von der Jagdgesellschaft Stallikon Üetliberg II sowie vom Awel (Standort Dreieckswiese) erhältlich. (-ter.) Weitere Infos unter www.reppisch.ch.
«Wir haben damals einen typisch schweizerischen Kompromiss gefunden.» Insieme-Präsident Jean-Jacques Bertschi am Götschihof-Weg entlang der Reppisch. (Bild Werner Schneiter) den. Es war ein Geben und Nehmen», so Bertschi heute. Tatsächlich fanden sich Behörden, Private und Institutionen nach harten Auseinandersetzungen. Sogar der damalige Baudirektor Hans Hofmann konnte gewonnen werden, nachdem das kantonale Awel (Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft) am Vorhaben mitgearbeitet hatte.
Erfolgreiche Spendenaktion Die Finanzierung des 560 Meter langen, nur 1,3 Meter breiten Wegs mit Bewirtschaftungsstreifen für die Landwirtschaft, erfolgte ausschliesslich über Spenden. Privatpersonen, Firmen, Behörden, Vereine und Schüler «erwarben» Laufmeter à 125 Franken. 70 000 Franken kamen zwar schnell
zusammen, aber eine in anspruchsvollem Gelände geplante Brücke kostete rund 40 000 Franken. Aus der weitergeführten Spendenaktion resultierten schliesslich 113 000 Franken. Im Juni 1999 erfolgte die Einweihung von Weg und Brücke – just 10 Jahre nach Eröffnung des Götschihofs. Seither wird der Weg von den dort lebenden Menschen mit leichter und mehrfacher Beeinträchtigung rege benutzt.
Auslöser für Gründung des Vereins Idee Reppisch Die Realisierung dieses GötschihofWegs, dieses Musterbespiel guter Zusammenarbeit, führte dann auch zur Gründung des Vereins Idee Reppisch, dessen Mitglieder aus dem Knonauer Amt und aus dem Limmattal stam-
men. Sein Ziel: Förderung der Qualität des Natur- und Lebensraums Reppisch durch: die Erhaltung und Entwicklung erstens der Naturnähe von Reppisch und ihren Nebenbächen sowie der Landschaft und ihrer typischen Biotope einschliesslich der Erlebbarkeit des Kulturraums Reppisch, seiner Zeugnisse und Denkmäler. Der Verein, dem auch Kantonsräte angehören, hat den Wanderführer «Im schönen Reppischtal vom Türlersee bis zur Limmat» herausgegeben und veranstaltet den Tag der Reppisch, der nach 2015 am Samstag, 14. September 2019, zum zweiten Mal stattfindet (siehe Kasten). «Vom Türlersee bis zur Limmat gibt es auf einer Länge von rund 25 km keine grösseren Siedlungen, aber viel Natur. Das fasziniert mich», sagt Jean-Jacques Bertschi.
8
Bezirk Affoltern
Die klösterliche Gartenkultur erleben
Dienstag, 10. September 2019
«Ich schneide dein Gras»
Führungen durch die neuen Klostergärten
Franco Wälti aus Obfelden bietet einen Rasenmäh-Service
Im Seminarhotel und Bildungshaus Kloster Kappel finden ab sofort öffentliche Führungen zu den neugestalteten Klostergärten statt.
Im Volg Obfelden hängt seit ein paar Tagen die Annonce von Franco Wälti. Darin bietet er seine Hilfe beim Rasenmähen an. Dem 10-Jährigen gehts dabei weniger ums Sackgeld: Er mäht einfach leidenschaftlich gerne.
Gärten waren für die Klöster des Mittelalters von besonderer Bedeutung. Gemüse- und Obstgarten dienten der Selbstversorgung, im Kräutergarten wurden Heilkräuter angepflanzt; der Kreuzgarten war ein Ort der Kontemplation. In Kappel ist diese klösterliche Gartenkultur jetzt neu erfahrbar. Man kann eine Vielzahl von Medizin- und Duftpflanzen entdecken, im Gemüsegarten werden in Zusammenarbeit mit Pro Specie Rara gefährdete Kulturpflanzen gehegt und gepflegt. Im Herbst finden die öffentli-
chen Führungen durch die Klostergärten am 17. September sowie 1., 15., und 29. Oktober, jeweils von 13.30 bis 14.30 Uhr statt. Die Klostergarten-Führungen können auch für Gruppen gebucht werden. Weiterhin werden jeden Donnerstag von 13.30 bis 14.30 Uhr allgemeine Führungen durch die mittelalterliche Klosteranlage angeboten. Sie geben Einblick in die 800jährige Geschichte und die verschiedenen Epochen des Hauses. (pd.) An den öffentlichen Führungen durch die Klostergärten und die Klosteranlage können Interessierte ohne Anmeldung teilnehmen. Treffpunkt ist jeweils der Eingang zum Amtshaus (Réception). Informationen, auch zu privaten Führungen: www.klosterkappel.ch, Telefon 044 764 88 10 oder info@klosterkappel.ch
Filmmusik auf dem Gottschalkenberg
Chor «Vocal Emotions» im Probewochenende Affengebrüll, James Bond und Swingmusik – unter anderem für den Auftritt in Affoltern probte der Baarer Chor «Vocal Emotions» vergangenes Wochenende auf dem Gottschalkenberg. Unter dem Motto «Goin’ to the movies» lockt eine Reise durch 100 Jahre Filmmusik. Mit dem James-Bond-Thema «Skyfall» von Adele begann am Freitagabend das alljährliche Probewochenende. Unter der humorvollen und geduldigen Leitung von Dirigentin Patricia Samaniego nahm das Konzertprogramm dann langsam Gestalt an: Neue Lieder wurden einstudiert, bereits bekannte wiederholt, gefeilt und mit Choreografien ergänzt. Und wenn auch einige Passagen noch etwas Arbeit brauchten, so waren die Sängerinnen und Sänger mit viel Energie und Elan dabei – besonders, als sie
am Sonntag vom Pianisten Pascal Bruggisser unterstützt wurden. Die Freude am gemeinsamen Singen und an der mitreissenden Musik war bis weit in die Pausen hinein spürbar. Da blieb auch genügend Zeit für ein gemütliches Zusammensein, für Spiele und spannende Gespräche. So waren am Sonntagabend alle zwar müde, aber auch etwas wehmütig, dass das nächste Probewochenende erst in einem Jahr stattfinden wird. Die Vorfreude auf die diesjährigen Konzerte ist daher umso grösser. Das Programm hat Ohrwurmpotenzial – von Fred Astaires Hit «Puttin’ on the Ritz» über ein Medley aus «Dirty Dancing» bis zur Disney-Ballade «You’ll be in My Heart». Zu hören ist es am 28. und 29. September in Steinhausen und in Baar, am 27. Oktober dann in Affoltern. Ursina Zweifel Infos unter www.vocal-emotions.ch.
zwischen-ruf
Ich stellte keinen Giessplan auf Es war im Mai – vor etlichen Jahren – als mich eine Kollegin fragte: «Wann fängst du eigentlich an?» «Womit?» «Na, mit Säen und Setzen.» O Gott, ich war ja dran mit dem Schülergarten! Also zuerst mit meinen Zweitklässlern auf den Markt. Ich liess sie anzeige
die Setzlinge selber aussuchen, bis uns immer mehr Hausfrauen zur Seite drängten. An einem Stand schliesslich blieben wir stehen und deuteten auf verschiedene Gemüse-Pflänzchen: «Zwei von denen, drei von diesen, vier von hier und davon fünf.» Eifrig wurden sie am Nachmittag in den Boden gedrückt, angegossen und täglich beim Wachsen beobachtet. Keine Ahnung, was es war. Das Kraut wuchs jedenfalls prächtig. Irgendwann bekam jede Pflanze ihre Identität und schliesslich trieb ich im Hort den grössten Kochtopf auf. Die Kinder brachten alle Brett und Messer mit. 24 schnippelten nun um die Wette. Auf zur Gemüsesuppe! Und der Segen nahm kein Ende. Weitere Kohlräbli wurden geerntet, Cherry-Tomaten in jeder Pause eingeworfen und auf dem Lehrerpult stand immer ein Strauss Ringelblumen. Die Sommerferien kamen und ich stellte keinen Giessplan auf. Der Garten hatte seine Schuldigkeit getan. Doch am ersten Tag nach den Ferien schrieen die Kinder: «Der Garten! Der Garten!» Fenchel-Riesen hatten sich erhoben und Stangenbohnen, dicke Zucchettis lagerten im Schatten, unzählige kleine Tomaten leuchteten und Blumen waren da, die wir bewusst weder gesät noch gesetzt hatten. Wie stolz waren wir alle! Wie glücklich! Und wie hungrig! Ute Ruf
................................................... von livia häberling Veranstaltungstipps und Mietgesuche, Kaufangebote, verlorene Schlüssel. Und mittendrin: Franco Wälti! «Ich schneide dein Gras», schreibt er in seiner Annonce, die seit 23. August im Volg Obfelden hängt. «Ich kenne mich mit Rasenmähern gut aus und bringe einen mit. Meine Eltern sind einverstanden», heisst es da weiter. Zeit für einen Anruf.
Schon als Zweijähriger hat Franco gerne gemäht Zuhause bei seinen Eltern in Wolsen stellt sich dann heraus: Franco hat nicht den einen Wunsch, auf den er spart, für ihn ist das Sackgeld eher zweitrangig. Franco schneidet Gras, weil er es gerne tut. «Das Mähen macht mir Spass. Ich arbeite gerne mit Maschinen», sagt der Viertklässler. Die Leidenschaft habe sich bei ihrem Sohn schon früh gezeigt, sagt Lotti Wälti. «Sobald er laufen konnte, fand er den Rasenmäher super und wollte mithelfen.» Am Anfang hätten sie den Rasen gemeinsam geschnitten, bis Franco immer selbstständiger wurde. Inzwischen – mit zehn Jahren – kann er den Mäher ohne Hilfe bedienen. Natürlich dreht Franco auch im heimischen Familiengarten regelmäs-
Franco Wälti auf seinem Arbeitsgerät, dem Rasenmäher. (Bild Mohammed Shahin) sig seine Runden. So gerne, dass er alle Rasen in der Nachbarschaft am liebsten gleich mitgemäht hätte. «Ich musste ihn immer ein bisschen bremsen», sagt seine Mutter lachend. Dann sei ihrem Sohn die Idee mit dem Aushang gekommen, und Lotti Wälti unterstützte ihn dabei.
Den ersten Auftrag hatte er bereits Der Aushang im Volg hat Franco bereits einen Arbeitseinsatz in der näheren Umgebung beschert. Nun wünscht er sich weitere Aufträge. Für 6 Franken und 50 Rappen pro Stunde – oder
nach Absprache – fährt er vor. Rund um seinen Wohnort in der Nähe des Schulhauses Chilefeld, aber auch ein bisschen weiter weg. Bis zu einem Kilometer kann Franco seinen Rasenmäher problemlos zu Fuss zum Arbeitsort stossen. Und was, wenn Francos Dienste bald auch ausserhalb dieses Radius gewünscht sind? Dann, lässt seine Mutter durchblicken, sei auch ein Fahrdienst der Eltern möglich, immerhin solle es an der Distanz nicht scheitern, im Gegenteil: «Ich finde es unterstützenswert, wenn Kinder für etwas, das sie gerne tun, die Initiative ergreifen.»
Von den Gletschern zu den Palmen
Die Ü60er des Ski Clubs Bonstetten am Unesco-Weltkulturerbe Mit dem Bernina Express zur spektakulärsten Alpenüberquerung – das durften die Ü60er des Ski Clubs Bonstetten kürzlich erleben. Die Bahnlinie gehört zum Weltkulturerbe der Unesco: Mit dem Bernina Express überquerten die Ü60er die Alpen auf der höchstgelegenen Zugstrecke Europas. Sie erlebten diese faszinierende Panoramareise durch die eindrücklichen Landschaften Graubündens, hoch hinauf zu den Gletschern und tief hinab ins mediterrane Klima. Diese Strecke gehört zu den aufregendsten weltweit, auf 145 Kilometern, mit unzähligen Brücken, schwindelerregenden Viadukten und Tunnels. Ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Die Ü60er trafen sich ausnahmsweise sehr früh beim Bahnhof Bonstetten Wettswil. Der Leiter erwähnte, dass Petrus ein Ü60er sei, denn bei sämtlichen Anlässen in diesem Jahr herrschte nur Sonnenschein, so auch an diesem Tag. Um 6.29 Uhr bestieg man den Zug Richtung Zürich HB, und anschliessend den IC nach Chur. Hier wurden zuerst die schönen roten Panoramawagen bestaunt. Es folgte die 3½-stündige Alpenüberquerung mit Kehrtunnels, 196 teils spektakuläre Brücken, Morteratschgletscher, Berninamassiv mit dem Bianco Grat, oder den Lago Bianco, durch unberührte Berglandschaften, weite Täler und tiefe Schluchten. Dabei genossen die Ü60er im Panoramawagen rundum traumhafte freie Sicht. In Schlangenlinien ging es dann hinunter Richtung
Die Ü60er des Ski Clubs Bonstetten genossen die Fahrt über die Alpen. (Bild zvg.) Italien. Dort, wo das rätoromanische «Lej» zum italienischen «Lago» wird, ist die Wasserscheide zwischen Donau und Po.
13 Stunden unterwegs Nach dem Augenschmaus auf den Schienen, folgt der Gaumentanz, denn in Poschiavo genossen die Ü60er das einmalige regionale Essen in einem rustikalen alten Weinkeller. Interessierte konnten noch das schöne alte Dorf mit den gut erhaltenen Häusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert besichtigen. Oder das alte Frauenkloster mit der barocken Kapelle und die spätgotische Stiftskirche. Am Nachmittag erfolgte die Rückreise, zuerst nochmals auf den Tageshöchstpunkt dem Ospizo Bernina, auf 2253 m ü. M., anschliessend hinunter ins Oberengadin via Diavolezza, Pontresina, St. Moritz und Samedan. Das traumhafte Gletscher-Alpen-Panorama wurde nochmals in vollen Zügen genossen. Nach nochmaligem Umsteigen in Pontresina, weil ein Lokwechsel notwendig
war – hier treffen zwei verschiedene Stromsysteme aufeinander. Weiter ging es via Bever–La Punt–Zuoz–Zernez ins Unterengadin und durch den Vereina-Tunnel nach Landquart. Nach 3000 Höhenmetern auf Schienen ging es mit dem Zug nun nur noch geradeaus Richtung Bonstetten. Die BerninaExpress-Fahrt war ein tolles, spektakuläres, traumhaftes und abwechslungsreiches Erlebnis. Alle waren hellbegeistert von diesem einmaligen und längsten Ü60er-Ausflug.
Im Dezember ins Elsass Der nächste Ausflug verspricht auch wieder spektakulär und abwechslungsreich zu werden. Im Dezember gehts ins Elsass, nach Colmar zum Weihnachtsmarkt, und für die Autofreaks nach Mulhouse ins bedeutendste Automobilmuseum der Welt, das Nachtessen wird gemeinsam in Colmar eigenommen. Walti Mätzler Weitere Infos unter: ue60-scbonstetten.ch oder bei Walti Mätzler, Telefon 079 374 72 56.
Bezirk Affoltern
Dienstag, 10. September 2019
9
Ebertswil feiert sein neues Schulgebäude Einweihung des Doppelkindergartens und anschliessendes Ebertswilerfest Nach eineinhalb Jahren Bauzeit konnte am Samstag in Ebertswil der neue Doppelkindergarten eingeweiht werden. Nach der offiziellen Schlüsselübergabe feierten die zahlreichen Gäste am Ebertswilerfest weiter. ................................................... von marianne voss Viele Gäste aus dem Dorf und der Umgebung waren am Samstagnachmittag in Ebertswil auf den Schulhausplatz gekommen, um bei schönem sonnigen Wetter das neue Schulgebäude mit zwei Kindergärten und einem Schulzimmer einzuweihen – und natürlich auch anzusehen. Die Begeisterung war rundherum gross. Ob Jung oder Alt, alle waren sich einig, dass hier etwas Gelungenes entstanden ist. «Wir sind stolz auf unser neues Schulgebäude», meinte ein älterer Dorfbewohner, und eine junge Frau betonte: «Der Bau mit den grosszügigen Räumen gefällt mir extrem.» Auch die Kinder selber waren sehr stolz und zeigten den Eltern oder Grosseltern ihren neuen «Kindsgi» oder ihr neues Schulzimmer, wo sie nach den Sommerferien eingezogen waren. Das neue Gebäude besteht in seiner Bauweise mehrheitlich aus Holz. Im Innenausbau sind es die Garderoben, die Treppen und auch die Böden, die in warmem Holz eine gemütliche Atmosphäre ausstrahlen. Doch vor der Besichtigung fand die offizielle Einweihung statt. Die Kinder eröffneten die Feier mit einem lustigen Baustellen-Lied, und Gemeinderätin Beatrice Sommerauer hielt Rückschau auf die Entstehung des neuen Bauwerks. 2015 zeigte sich im Rahmen eines Gesamtentwicklungskonzepts für die Schule Hausen, dass
der Schulraum in Ebertswil bald knapp wird. Das Baracken-Providurium, das als Kindergarten benutzt wurde, war uralt und in schlechtem Zustand. Daher drängte sich ein Neubau auf. Die Gemeindeversammlung hiess im Dezember 2015 den Projektierungskredit gut, und im Herbst 2016 wurde aus dem Wettbewerb das Projekt von der illiz architektur gewählt. Im November 2017 genehmigten die Stimmbürger den Baukredit von gut drei Millionen Franken, und im April 2018 starteten die Arbeiten. Die Gemeinderätin dankte allen, die sich mit viel Energie und Herzblut für das Gelingen des Projekts eingesetzt haben. Und sie konnte auch die gute und wichtige Botschaft überbringen, dass die Kosten im Rahmen des genehmigten Kredits liegen.
Bedürfnisse abgefragt Der verantwortliche Architekt, Jean Wolf, berichtete von der intensiven und sorgfältigen Auseinandersetzung mit der Region und dem Dorf. Sein Team habe versucht, den Baustil aufzunehmen, ihn jedoch in einem modernen Bau umzusetzen. «Wir haben somit zwei Gebäudekörper mit Holzfassaden geschaffen, die sich in die Umgebung einpassen.» Er betonte die gute Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft und den Nutzern. «Es war uns wichtig, die Bedürfnisse abzufragen und den Wünschen auch nachzukommen.» Andrea Sidler, die Schulpflegepräsidentin, rühmte das neue Schulgebäude begeistert: «Es ist von aussen wunderschön und von innen eine Pracht.» Den Abschluss im Ansprachenreigen machte der Schulleiter, Markus Schefer. Im neuen Doppelkindergarten habe es viel Platz für Kinder, und die Räume seien durch den
Die offizielle Schlüsselübergabe. Von links: Gemeinderätin Beatrice Sommerauer, Schulleiter Markus Schefer, Schulpflegepräsidentin Andrea Sidler und ihr Vorgänger Hans Amberg sowie Kindergärtnerin Ramona Marti. (Bilder Marianne Voss) Einzug der Kinder nun auch zum Leben erweckt worden. «Dieser Bau ist vonseiten der Behörde ein starkes Zeichen, dass ihr die Bildung ein wichtiges Anliegen ist.» Die offizielle Schlüsselübergabe des aus Brot gebackenen Riesenschlüssels erfolgte dann von der Gemeinderätin an die Schulpflegepräsidentin – zusammen mit ihrem Vorgänger, Hans Amberg, – dann an den Schulleiter und von ihm an die Kindergärtnerin, Ramona Marti. Zum Schluss landete der Schlüssel zerschnitten auf den Apérotischen und wurde als Beilage zu Käse und Weisswein genossen.
Ebertswilerfest mit offener Zukunft Im Anschluss an die Einweihung fand zum 37. Mal das traditionelle Ebertswilerfest statt. Es wurde terminlich be-
Das OK vom Ebertswilerfest sagt Tschüss. Von links: Präsident Christoph, Bärbel, Claudia, Werni, Martin und Martina. (Es fehlten Ernst und Sandra.) wusst mit der Eröffnung des neuen Schulgebäudes zusammengelegt. So vergnügten sich alle bei den zahlreichen Spielangeboten oder beim Zusammensitzen und der musikalischen Unterhaltung von «Ruedi’s Frauenkapelle». Wie es weitergeht mit dem gemütlichen Dorffest, ist jedoch unklar. Das gesamte OK trug T-Shirts mit dem Auf-
druck auf dem Rücken: «Wir sagen Tschüss». Denn alle haben sie beschlossen, ihr Amt nach vielen aktiven Jahren niederzulegen. Nun besteht die Hoffnung, dass nach dem Fest einige beschliessen: «Nächstes Jahr machen wir es!» Es gebe doch bereits ein paar Namen von möglichen Kandidatinnen oder Kandidaten, war von OK-Präsident Christoph Sidler zu erfahren.
«Da würde ich auch gerne nochmals zur Schule gehen» Die Eröffnung des neuen Schulhauses F der Sek in Obfelden stiess auf grosses Interesse Nach vierjähriger Planungs- und Bauzeit hat die Sekundarschule Obfelden-Ottenbach am letzten Samstag ihr neues Schulhaus F vorgestellt. Die Einladung zur Besichtigung lockte Interessierte aus beiden Gemeinden an.
«Eine coole Sache»
«Die Schulstufen auf einem Stock»
«Aussen leicht, «Helle Zimmer, geräumige Gänge» innen viel Platz»
Rolf Steimer, 57, Obfelden.
Michèle und Irene Leutert, beide 16, Ottenbach.
Martin Häberling, 30, Obfelden, mit Julian (links) und Fabian.
Esther Steinmann, 46, Obfelden, Fachlehrerin.
«Ich finde, es ist ein sehr schöner Bau», sagt Rolf Steimer. Der Obfelder war unter den Ersten, die das neue Schulhaus in Augenschein nahmen. Die Lichtdurchflutung gefalle ihm wie das Holzwerk sehr gut. Das neue Schulhaus passe zu Obfelden. «Und die neuen Schulmittel sind natürlich eine coole Sache», betont er. Besonders angetan haben es ihm die TouchscreenWände: «sehr zukunftsorientiert!»
Gut finden Michèle und Irene Leutert, die bis Sommer 2018 selber noch an die Sek Obfelden gingen, dass nun alles in einem Gebäude unterrichtet wird. «So muss man das Schulhaus nicht mehr wechseln.» Weiter bestaunten sie die grossen Räume und finden es cool, dass die Klassenstufen auf einem Stock vereint sind. Das System mit dem Touchscreen kannten sie schon von ihrem Geometrie-Lehrer.
Ob sich die Investition gelohnt hat, das müsse die Zeit noch zeigen, sagt Martin Häberling, der selber an der Sek Obfelden die Schulbank gedrückt hat und das neue Schulhaus nun mit seinen Söhnen Fabian und Julian inspiziert. Den beiden Buben gefällt es, an der Touchscreen-Tafel zu zeichnen. Ihn sprechen neben der Ausstattung insbesondere die schön hellen Zimmer und die geräumigen Gänge an.
Für Esther Steinmann ist das Highlight, dass die Jahrgänge auf einem Stockwerk sind: «Das finde ich auch als Mutter bereichernd.» Gelungen findet sie die Kombination von Holz und Beton im Treppenhaus und das viele Tageslicht. Die Aussenhülle füge sich gut in die Gesamtanlage ein, das Gebäude wirke von aussen nicht klotzig und biete innen doch sehr viel Raum.
................................................... von thomas stöckli Man war sich weitgehend einig am Tag der offenen Tür des neuen Schulhauses F der Sek Obfelden: Der Bau ist gelungen. Entsprechend gut gelaunt durften die Verantwortlichen um Schulpräsidentin Susanne van Hoof die Interessierten empfangen. «Sehr schön gemacht», hörte man da und dort, «da würde ich auch gerne nochmals zur Schule gehen», sagte einer nach der Besichtigung. Der Rundgang durch das vierstöckige Gebäude begann im Medienraum im Erdgeschoss und führte durch die modern ausgestatteten Klassenzimmer und Nebenräume ganz nach oben. Besonders Eindruck gemacht haben die Whiteboards mit Touchscreen-Bedienung, aber auch das üppige Tageslicht und die HolzElemente. Im Untergeschoss wurden die Besucher schliesslich mit Häppchen und Getränken verwöhnt. Dazu bot sich Gelegenheit, über die Eindrücke zu sprechen – und auch die eine oder andere Erinnerung an die eigene Schulzeit in Erinnerung zu rufen und auszutauschen.
10
Bezirk Affoltern
Ausbau an neuem Standort?
Dienstag, 10. September 2019
ämtler kantonsräte meinen
Hannah Pfalzgraf (SP, Mettmenstetten)
Für Liebe ohne Angst vor Hass
Heizgenossenschaft Knonau plant Zukunft Die Heizgenossenschaft Knonau (HGK) betreibt seit 1995 im Untergeschoss des Mehrzweckgebäudes Stampfi in Knonau eine Schnitzelheizung. Getragen von den Genossenschaftern ist die HGK aktiv daran, die weiteren Entwicklungsschritte zu definieren. Die Heizgenossenschaft Knonau (HGK) ist ein Erfolgsmodell mit regionaler Ausstrahlung. Bald 25 Jahre versorgt sie das Zentrum von Knonau mit einheimischer, CO2-neutraler Energie. Der genossenschaftliche Gedanke wird dabei ernst genommen. Als Brennstoff dient in erster Linie Holz aus den Knonauer Wäldern und ergänzend dazu aus dem umliegenden Säuliamt.
Beitrag zur Energiestrategie Dank zuverlässiger Wärmelieferung, attraktiven Konditionen für den Wärmebezug und guter lokaler Veranke-
rung wächst die Genossenschaft laufend. Diesen Sommer konnten wiederum zwei Mehrfamilienhäuser an das Netz angeschlossen werden. Diese können ab jetzt in der kalten Jahreszeit die warme Wohnung doppelt geniessen. Im Wissen darum, dass die Energie dazu lokale Arbeitsplätze sichert und das Klima schont. Aufgrund des laufenden Ausbaus des Wärmenetzes und auch wegen des Alters des Heizkessels macht sich die Genossenschaft im Moment Gedanken über einen Ausbau der Heizzentrale. Gespräche über einen möglichen neuen Standort sind am Laufen, da der heutige Standort keinen Ausbau mehr zulässt. Die Heizgenossenschaft Knonau ist zuversichtlich, dass dies gelingt und die Anlage damit gut gerüstet in die nächste Heizkesselgeneration starten kann. Dadurch könnten im Zentrum von Knonau noch mehr Liegenschaften von der Holzenergie profitieren und Knonau könnte einen ansehnlichen Beitrag zum Gelingen der Energiestrategie leisten. (LF)
Menschen verlieben sich. Und Liebe ist etwas Wunderbares. Menschen möchten gerne sich selbst sein können und sich nicht verstellen müssen. Das ist essenziell für ein glückliches Leben. Liebe und Glück. Zwei Dinge, die sich alle wünschen. Zwei Dinge, die wir auch unseren Mitmenschen wünschen. Doch was ist, wenn sich das Blatt plötzlich wendet? Wenn man diskriminiert wird aufgrund der Person, die man liebt. Oder aufgrund der Person, die man ist? Das ist die bittere Realität. In der scheinbar so toleranten Schweiz sind Menschen, welche sich zu den LGBTQIA zählen (Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Transsexuell, Queer, Intersex, Asexuell), immer wieder spezifischer Gewalt und Aggressionen ausgesetzt. Ein Transmann, der seinem Alltag in der Öffentlichkeit nachgeht oder zwei Frauen, die Hand in Hand durch die Strassen spazieren, müssen leider noch immer damit rechnen,
beschimpft oder gar angegriffen zu werden. Das nur aus dem Grund, dass sie sich selbst sind oder lieben, wen sie nun mal lieben. Es ist an der Zeit, dass diese Fälle erfasst werden. Um zu sehen, wie wir im Kanton Zürich stehen. Wir brauchen eine Datengrundlage, um zu wissen, in welchen Bereichen wir mehr Prävention brauchen, mehr Schutz, um diese spezifischen Aggressionen zu verhindern. In der Antwort auf einen entsprechenden Vorstoss im Kantonsrat scheint der Regierungsrat des Kanton Zürichs unsere und die Ansichten der LGBTQIA-Dachverbände nicht zu teilen. Es gäbe keine separate Erfassung, denn es könne keine Häufung von LGBTI-feindlichen Aggressionen festgestellt werden – es brauche daher keine Erfassung oder spezifische Prävention, hiess es. Doch wenn diese Vorfälle nicht konsequent erfasst werden, so sind sie auch nicht sichtoder nachweisbar.
Daher ist es unsinnig, davon auszugehen, dass etwas nicht geschieht, nur weil es nicht sichtbar ist. LGBTQIAOrganisationen weisen immer wieder auf das vorhandene Problem der spezifischen Gewalt hin und appellieren an die staatlichen Organe, endlich zu handeln. Denn diese Organisationen und Dachverbände sind zurzeit diejenigen, welche versuchen, die gesellschaftliche Akzeptanz zu stärken, Präventionsarbeit zu leisten und Anlaufstellen anbieten. Dies sind Aufgaben, welche vom Staat nur sehr stiefmütterlich wahrgenommen und noch immer vernachlässigt werden. Aus diesem Grund werden wir nicht lockerlassen und fordern, dass der Kanton Zürich seine Verantwortung in diesem Bereich endlich wahrnimmt. Damit wir die tolerante Gesellschaft werden, die wir gerne vorgeben zu sein. Damit Menschen lieben können, wen sie wollen und sein können, wer sie sind – hoffentlich bald ohne Angst vor Hass, Gewalt und Ablehnung.
forum
Bauernhof-Olympiade Mit der EVP Persönlichkeiten und ein Frühschoppen und Werte wählen
Herbstliches Hoffest auf dem Biohof Weber Das Hoffest auf dem Landwirtschaftsbetrieb der Familie Weber in Ottenbach gilt längst als etablierter Anlass im ländlichen Ottenbach. Auch am letzten Wochenende besuchten nicht nur die Ottenbacher Einwohner, sondern auch Gäste aus dem nahen Aargau das stimmige Herbstfest auf dem Bio-Hof. Der warme und sonnige Spätsommernachmittag am letzten Samstag lockte zahlreiche Gäste aus dem Dorf und der näheren Umgebung auf den Bauernhof von Fabienne und Thomas Weber in Ottenbach. Unübersehbar lud ein auf riesige weisse Heuballen geschriebener Hinweis auf der Wiese oberhalb des Hofes an der Jonentalstrasse zum bereits bestbekannten Hoffest beim «Bio-Weber». Der Anlass auf dem Bauernhof ist ein fester Bestandteil des Dorflebens, beteiligen sich doch mit dem Männer- und Frauenturnverein, dem Musik-, Gewerbeund dem Kulturverein mehrere Dorfvereine am beliebten Anlass.
Kraft und Teamwork gefordert Eine ganz besondere Attraktion und eine kleine Herausforderung, nicht nur für Kinder und Jugendliche, son-
dern auch für Erwachsenen-Gruppen, war natürlich die Bauernolympiade. Hier ging es um verschiedene Plauschdisziplinen, welche neben Kraft auch einiges an Teamwork erforderten. Jeweils eine Mann- oder Frauschaft versuchten, Gummistiefel oder Mistgabeln so weit oder so genau wie möglich zu werfen, ein Milchkannenrennen und Wettkämpfe mit Heuballenrollen und Mistkaretten mussten ausgetragen werden, um so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Das Gaudi für Gross und Klein bot ergötzliche Szenen und unterhielt die Bauernhofgäste bestens. Natürlich fehlte beim gemütlichen Zusammensein auch nicht die entsprechende Musik. Am Samstagabend spielte die Band Roadmaster aus Buttwil und begeisterte das Publikum mit einem abwechslungsreichen und breiten Repertoire von Blues, Rockabilly bis hin zu Rock. Am Sonntagmorgen fand auf dem Hof ein Gottesdienst statt, gestaltet von Pfarrerin Sonja Weisenhorn, bevor das Fest mit einem Frühschoppenkonzert des Musikvereins Ottenbach in einen verregneten Tag startete. Trotz des unfreundlichen Wetters herrschte den ganzen Sonntagnachmittag mit einer fünfköpfigen Stubete-Musik und einem Alphornkonzert beste Bauernhofstimmung. (mm)
Ungleiche Rollenverteilung: Von der Zweiergruppe beim Karettenrennen hatte es nur eine Person gemütlich. (Bild: Martin Mullis)
Nationalratswahlen vom 20. Oktober. Gemeinsam sind wir stark. Das sagte sich auch die EVP vor ihrem Beschluss, mit sechs ausgewiesenen Persönlichkeiten aus dem Bezirk Affoltern für den Nationalrat anzutreten. Dass Daniel Sommer, unser engagierter Kantonsrat aus Affoltern, in den Zug nach Bern einsteigen will, war von Anfang an klar, ist er doch vor vier Jahren auf der EVP-Liste um sechs Plätze nach oben gesprungen. Darum und auch weil er bei den Kantonsratswahlen Panaschierkönig wurde, kandidiert er nun auf dem attraktiven fünften Platz der EVP-Liste. Was wir von ihm sehen, lesen und hören überzeugt über Parteigrenzen hinaus. Er wird unseren Kanton sicher würdig in Bern vertreten. Mit seiner kompetenten Sachpolitik und seinem authentischen Engagement für Mensch und Umwelt wäre er sicher ein Gewinn für den Nationalrat. Zumal er sich als Unternehmer mit eigenem Schreinereibetrieb auch für Anliegen des Gewerbes stark macht. Das Ziel der EVP sind mindestens fünf Sitze in Bern zu erreichen, also Fraktionsstärke. Denn über mehr Schlagkraft zu verfügen, ist auch für die EVP wichtig. Dazu braucht es aber ausser Nik Gugger aus Winterthur
Gemeinsam unterwegs nach Bern. Von links: Lisette Müller-Jaag, Ingrid Spiess, Daniel Sommer, Sibylle Schmid, Eveline Fenner (es fehlt: Seraina Sommer). (zvg.) noch einen weiteren Nationalrat aus unserem Kanton. Um dieses Ziel zu erreichen, treten die Jungpartei *jevp und die Frauen mit eigenen Listen in Unterlistenverbindung an. Mit Daniel Sommer ebenfalls auf der Hauptliste kandidiert Eveline Fenner, die Finanzfachfrau und Präsidentin der RPK Affoltern. Dass Tochter Seraina Sommer die Wahl ihres Vaters mit der eigenen Kandidatur unterstützt, ist ein schönes Zeichen. Sie hat sich natürlich für die Liste der Jungpartei entschieden und wird sich bestimmt mit viel Feuer und Engagement in diesen Wahlkampf stürzen.
Für die Frauenliste liessen sich gleich drei profilierte Kandidatinnen aus unserem Bezirk finden. Die Hauptliste wird somit ebenfalls unterstützt von: Ingrid Spiess, Gemeinderätin aus Stallikon und Mitgründerin vom Kiss Knonaueramt, Sibylle Schmid, Sozialarbeiterin FH aus Mettmenstetten und die ehemalige Friedensrichterin, Schulpräsidentin und Kantonsrätin Lisette Müller-Jaag aus Knonau. Aus Leidenschaft für Mensch und Umwelt – sie alle stehen dafür ein! EVP Bezirk Affoltern, Lisette Müller, Präsidentin
Stimmrecht abschaffen? Politik ist immer auch das Bemühen, vor Wahlen nicht von unangenehmen Themen zu sprechen. Es gilt, sich vor politischem Gegenwind zu schützen. So steht zurzeit das Klima im Mittelpunkt. Ein beeindruckendes AngstThema, obwohl die Ursachen der Veränderung umstritten sind. Mehrheitsfähige Massnahmen der 8-MillionenSchweiz dazu haben, wenn überhaupt, einen vernachlässigbaren Einfluss. Den Medien allerdings, die zum grossen Teil politisch links der Mitte angesiedelt sind, kommt das Thema gelegen und es wird entsprechend bewirtschaftet. Das Plakat der SVP mit den Maden im Apfel ist zugegeben «gruusig» und unanständig. Es braucht aber offensichtlich die Provokation, um auf das
Verschweigen der bedeutenden aktuellen Herausforderungen für unser Land hinzuweisen. Umweltschutz ist wichtig, aber war und bleibt eine Daueraufgabe. In den kommenden Monaten, im neu zu wählenden Parlament, geht es vor allem um die Werte und die Sicherheit der Schweiz. Es steht das Verhältnis zur Europäischen Union und mit ihr das aktuelle Rahmenabkommen zur Diskussion. Es geht um die teilweise Abschaffung des Stimmrechts und die Delegation der Rechtsetzung an die EU und ihrer Gerichte. Es droht auch die Abschaffung von kantonal organisierten Einrichtungen wie der Kantonalbanken. Um den freien Personenverkehr zu retten, will man ältere Arbeitslose mit einer Frührente abspeisen. Eine absurde Auffor-
derung für frühzeitige Entlassungen, damit Betriebe günstige Arbeitnehmer aus dem Ausland anstellen können. Die Themen liessen sich fast beliebig verlängern. Wahlkampf heisst, bedeutende Herausforderungen in den kommenden vier Jahren für die Schweiz ansprechen. Die SVP bezieht dazu als einzige Partei klar Stellung. SVP Bezirk Affoltern Ein Leserbrief muss mit Absender, Adresse und Telefonnummer versehen sein, soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen und darf keine persönlichen Angriffe enthalten. (Red.)
Gewerbe/Dienstleistungen
Feng Shui für ganzheitliche Architektur Eine zweijährige Ausbildung mit hohem persönlichem Entwicklungspotenzial – an 20 Schultagen pro Jahr. Kleinklassen, kreativ, lustvoll – und vom Verband anerkannt. Das Institut für Angewandtes Feng Shui (IAF) freut sich über Teilnehmende aus der ganzen Schweiz. Erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen kommen gerade in letzter Zeit vermehrt aus dem Knonauer Amt. Am Donnerstag, 12. September, empfängt das IAF zum Info-Anlass, um 19 Uhr im Hotel Schweizerhof Luzern. Wer heute die IAF Feng-Shui-Ausbildung geniesst, schöpft sein persönliches Potenzial aus. Oftmals kann die Ausbildung zu einer neuen beruflichen Ausrichtung führen. Fast immer lässt sich das Feng-Shui-Wissen mit dem angestammten Beruf kombinieren, was eine bessere Positionierung am Arbeitsmarkt bedeutet. (pd.) Feng Shui Tagesseminar – Räume der Kraft Sa., 14., oder Fr., 27., oder Sa., 28. September in Luzern. IAF-Vorträge an der Messe Bauen & Wohnen 19. bis 22. September, Halle 1 Stand D01. Ein gesunder Schlafplatz durch Radiästhesie; Markus Frei, Fr., 20. September, 15.15-16 Uhr. Der Architektur ein menschliches Gesicht geben; Christine Hüsler, So., 22. September, 10.15-11 Uhr. Feng Shui Gartenräume der Kraft, Markus Frei, So. 22. September, 15.15-16 Uhr; IAF Institut für Angewandtes Feng Shui, Hirschenplatz 1, Luzern, 041 494 08 88, www.freiraeume.ch.
Ein Jahr Doctor Eyepoint in Affoltern So geht Brillenkauf heute: Als erster Augenoptiker in der Schweiz ist das medizinische Screening durch den Augenarzt bei Doctor Eyepoint inklusive. So erhalten die Kunden automatisch die grösstmögliche Sicherheit für ihre Augen. Neben einer grossen Auswahl aktueller Brillenfassungen und modernster Gläser überzeugt auch der mehr als faire Preis: Jede Einstärkenbrille gibt es für 399 Franken, jede Mehrstärkenbrille für 799 Franken, darin ist alles inklusive. Seit einem Jahr ist Doctor Eyepoint im Center Oberdorf in Affoltern zu Hause. Für dieses Jubiläum hat sich der Augenoptiker etwas Besonderes ausgedacht: Das Angebot für alle Lebenssituationen. Anlässlich des Jubiläums bekommen alle Kunden beim Kauf von zwei Brillen eine dritte geschenkt, können so bis zu 699 Franken sparen. Mehr Infos: www.doctoreyepoint.ch. (pd.) Samstag, 14. September, 9 bis 17 Uhr, Doctor Eyepoint Filiale Affoltern, Center Oberdorf, Centralweg 6.
Eyepoint-Brillen gibts zu fairen Preisen. (Bild zvg.)
Viel zu erleben
Oktoberfest
Die Cevi Bonstetten-Hedingen lädt am Samstag zum SchnupperNachmittag. > Seite 13
Das Mettmenstetter «Rössli» lockt mit bayrischen Spezialitäten und den «Jauks». > Seite 15
Dienstag, 10. September 2019
-
11
Auf Rang 2 Der FC Affoltern gewinnt sein Heimspiel gegen den FC Tetova mit 3:0. > Seite 18
Die Pflästerin aus dem Reusstal
Am Feuerring mit Angela Uhlig: Faszination eines alten Handwerks Angela Uhlig, aufgewachsen in Wettswil, übt einen der ältesten und seltensten Berufe aus, die es noch gibt. Vor Kurzem hat die 32-jährige Heggli-Landschaftsgärtnerin und Polierin ihre Zweitlehre zur Pflästerin EFZ mit Bestnote abgeschlossen. Angela Uhlig ist keine Frau, die sich selbst Steine in den Weg legt. Es sei denn, sie greift zum Pflästerhammer und setzt aus Natursteinen kunstvolle Verlegemuster. Vor zwölf Jahren trat die 32-jährige ausgebildete Landschaftsgärtnerin in den Betrieb von Heggli Gartenbau in Merenschwand ein, wo sie sich zur Polierin Gartenbau weiterbildete und in dieser vielfältigen, von Männern dominierten Arbeitswelt behauptete. Die Arbeit mit Natursteinen fasziniert sie schon seit ihrer ersten Lehre: «Während der Ausübung meines Berufes hatte ich zum Glück oft die Möglichkeit, mit Natursteinen zu arbeiten, sei dies beim Bau von Mauern, Belägen oder bei Pflästerungen», erklärt die Expertin, die in Wettswil aufgewachsen ist. Nach einem Natursteinmaurerkurs belegte sie einige Jahre später jeweils im Winter Pflästererkurse und war begeistert. Die Kursleiter mussten sowohl ihr handwerkliches Können, den Sinn für das Gestalterische wie auch die hohe Motivation der jungen Frau erkannt haben und machten sie auf die Zweitlehre zur Pflästerin EFZ aufmerksam. «Ich musste nicht lange überlegen», erinnert sich Angela Uhlig. «Für mich war sofort klar, dass ich das machen werde.» Gepflästerte Strassen und Plätze stellen seit Jahrtausenden solide und
auch in modernen Zeiten kaum geändert hat. Dass die Natursteine vielseitig verwendbar sind und sich damit Stein für Stein schöne Muster und Formen setzen lassen, wie sie sagt. Die Arbeit mit Naturstein lässt sich nicht auf die Schnelle erlernen, resümiert Angela Uhlig. Es brauche Zeit und Geduld. Dass die junge Frau den Dingen auf den Grund geht und dranAngela Uhlig setzt Stein für Stein schöne Muster. (Bild zvg.) bleibt, zeigt sich ästhetische Verkehrswege dar, man auch an ihrem Hobby, das sie mit ihdenke etwa an die römischen Strassen. rem Partner intensiv betreibt: Nach eiLeider sei das uralte Handwerk vom nem Anfängerkurs vor zehn Jahren ist Aussterben bedroht. In Deutschland die Pflästerin inzwischen brevetierte und Österreich ist es laut Angela Uhlig Höhlentaucherin. Zu ihren Lieblingsnicht mehr möglich, dieses zu lernen. tauchplätzen gehört die Ardèche in In der Berufsschule ihres Jahrganges Frankreich mit ihren Höhlensystedrückten gerade mal vier Personen die men. Angela Uhligs Freizeitweg – auch Schulbank. Natürlich war sie die einzi- er ist gepflastert mit Aus- und Weiterge Frau. Der Verband Schweizerischer bildungen. Zu Ehren des guten Abschlusses Pflästerermeister zählt 60 Mitglieder, die 2000 Mitarbeitende beschäftigen von Pflästerin EFZ Angela Uhlig entzünden Carole Fischer Heggli und und 50 Ausbildungsplätze anbieten. Rainer Heggli den Feuerring im Schaugarten in Merenschwand und laden Zeit und Geduld wichtig Interessierte zu einem Apéro ein. (pd.) Zwei Jahre nach Beginn hält Angela Uhlig nun stolz das eidgenössische Apéro am Donnerstag, 12. September, 17.30 bis Fähigkeitszeugnis in Händen, gekrönt 19 Uhr. Bei jedem Wetter, Anmelden nicht nötig. mit der schweizweit besten Abschluss- Heggli Gartenbau, Zürichstrasse 28, Merenschwand. note 5,3. Die Faszination ihres neuen In der Serie «Am Feuerring mit …» werden MitarbeiBerufes liegt für die Heggli Mitarbeite- tende vorgestellt, die weit mehr draufhaben, als die rin darin, dass sich das alte Handwerk Gärten der Kunden zum Blühen zu bringen.
Andreas Fuhrer und Thomas Kölliker bei der Vertragsunterzeichnung. (Bild zvg.)
Raiffeisen sponsert Radquer in Mettmenstetten Vor Kurzem konnte der Verein IG Radquer Mettmenstetten und die Raiffeisenbank Cham-Steinhausen, mit Geschäftsstellen in Mettmenstetten und Hausen, einen gemeinsamen Sponsoringvertrag unterzeichnen. Andreas Fuhrer, Vereinspräsident, erklärt, wie es zum Radquer in Mettmenstetten gekommen ist: «Der Verein IG Mettmenstetten wurde 2016 im Jubiläumsjahr 900 Jahre Mättmi gegründet, um die Tradition von Radquerrennen wieder aufleben zu lassen. Das soll ein fixer Sportanlass für alle Radquerfahrerinnen und -fahrerwerden.» Thomas Kölliker, Leiter Geschäftsstellen Mettmenstetten und Hausen, sagt, warum die Raiffeisenbank den Verein und dadurch auch das Rennen in Mettmenstetten unterstützt: «Der Verein bietet mit der Organisation des Radquers eine kantonale Meisterschaft, bei der lizenzierte Fahrer wie auch begeisterte Hobbyfahrer Gelegenheit haben, sich in einem professionellem Umfeld zu messen.» Das nächste Radquer findet am Sonntag, 29. September, statt. (pd.)
«Safari Win» im Coopark Affoltern
Der Körper liebt Training im Wasser
Nur keine Panik vor grossen Tieren! Denn neben einem Elefanten, Löwen, Zebra und einem Gorilla haben es sich in diesem Jahr auch ein Krokodil und ein Warzenschwein im Coopark gemütlich gemacht. Vom 11. bis 21. September dreht sich im Affoltemer Einkaufszentrum alles ums Spielen und Gewinnen in afrikanischem Safari-Ambiente. Dabei warten tausende Sofort- Ein Ausritt auf einem Plüschzebra im Coopark. (Bild zvg.) preise, Einkaufsgutscheine sowie als Hauptattraktion wochs um 14 und 16 Uhr sowie samsein Honda CR-V Hybrid SUV im Wert tags um 11 und 14 Uhr an den grossen von 51 050 Franken, drei Prepaidkar- Live-Shows alle kleinen und grossen ten von Cornèrcard mit je 1000 Fran- Zuschauer. (pd.) ken Startguthaben und eine unvergessliche Traum-Safari auf die glückli- «Safari Win» im Coopark: Spielen und Gewinnen: chen Gewinner. 11. bis 21. September, 10 bis 19 Uhr, KinderproZehn Tage lang sind die grossen gramm mittwochnachmittags mit Bastelworkshops Tiere der Serengeti die unbestrittenen und Spurensuche 14 bis 18 Uhr, Live-Show mit Stars im Einkaufzentrum Coopark. Gorilla Amari mit Baby 14 und 16 Uhr, samstags Mit dabei ist auch der täuschend echte Bastelworkshops und Spurensuche 11 bis 15 Uhr, Gorilla Amari. Zusammen mit seinem Live-Show mit Gorilla Amari mit Baby 11 und 14 Ranger beeindruckt er jeweils mitt- Uhr. Täglich Reittiere zum Ausleihen 10 bis 19 Uhr.
Der Körper braucht ganzheitliche Bewegung, damit er seine Arbeit bis ins hohe Alter verrichten kann. 24 Stunden am Tag arbeitet er und dient dem Menschen so lange, wie er kann. Dieser kann es ihm danken, indem er ihm einen Raum gibt, kräftiger, mobiler, entspannter, wohlgeformter und vor allem fitter zu werden. «Dies fördert nicht nur Ihre Gesundheit sondern auch Ihr Wohlfühlgefühl», erklärt Fabienne Zubler, diplomierte Wasserfitnessinstruktorin mit der jahrelangen Erfahrung, Männer und Frauen im Wasser kompetent anzuleiten und das Beste aus ihnen auszuloten. Fabienne Zubler unterrichtet mit Begeisterung ihre selbst entwickelten Wasserfitnessprogramme in der Umgebung von Ottenbach und Bremgarten. Ihr Aqua-Strong-Training ermöglicht ein effizientes Training bei maximaler Schonung der Gelenke. Ziel ist die Kräftigung und Festigung des Körpers. Mit Hilfe der Beinahe-Schwerelosigkeit werden Übungen ausgeführt, die an Land nur beschwerlich oder gar nicht möglich sind. Bereits vorhandene körperliche Einschränkungen können leichter und schmerzfreier trainiert und bewegt werden. Die Gelenke werden beweglicher, der Rücken gestärkt und entspannter. Das Wasser bewirkt ausserdem Massageeffekte, sodass Verspannungen gelindert, die
Fabienne Zubler. (Bild zvg.) Blutzirkulation angeregt und die Lungen- und Herzfunktionen verbessert werden. Die speziellen Eigenschaften des Wassers ermöglichen ein effizientes Ganzkörpertraining. Körper und Geist werden sich nach einem solchen Training entspannt anfühlen. Mit viel Humor und Lebensfreude führt Fabienne Zuber in die Geheimnisse des Wassers als Fitnessmedium ein. (pd.) Aqua-Strong- Kurse im Schulhaus Ottenbach: Montag, 13.05 Uhr, und Donnerstag, 13.05 Uhr. Im Hallenbad Reusspark, Niederwil: Montag, 18 und 18.40 Uhr, Dienstag, 17.50, 18.30 und 19.10 Uhr, Donnerstag, 9.30 und 10.10 Uhr. Weitere Infos und Schnupperkurs: Fabienne Zubler, Wasserfitnessinstruktorin, Sschv, Tel. 056 624 00 80, f.zubler@inspirationsquelle.ch, www.inspirationsquelle.ch.
Veranstaltungen
Dienstag, 10. September 2019
Orgelkonzert «À la tedesco»
Der Weg zu sich selbst
Meditationsworkshop in Affoltern
Am Sonntag, 15. September, um 17 Uhr in der Kirche Stallikon Am kommenden Sonntag spielt die Organistin und Musikwissenschafterin Magdalena Oliferko in Stallikon ein Konzert. Magdalena Oliferko studierte Kirchenmusik und Musikwissenschaft an der Universität Warschau (2005), erwarb das Konzert- und Lehrdiplom an der Orgelklasse von Professor Wolfgang Zerer an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg (2010) und schloss danach einen spezialisierten Master für historische Tasteninstrumente an der Hochschule für Alte Musik in Basel mit dem Solistendiplom ab (2011). Im Jahre 2019 wurde ihr ein Doktortitel mit Auszeichnung an der Université de Genève und der Universität Warschau verliehen. Magdalena Oliferko hat an zahlreichen Meisterkursen in Deutschland, der Schweiz, Österreich, den Niederlanden und Spanien teilgenommen. Sie war Stipendiatin mehrerer Stiftungen, unter anderen der Oscar und Vera Ritter Stiftung und Société Académique de Genéve. Sie pflegt zudem eine regelmässige Konzerttätigkeit als Solistin und Kammermusikern, darunter mit ihrem Ensemble für Alte Musik Le Jardin d’Eden. Beim Konzert spielt Magdalena Oliferko unter anderem das Magnifi-
Magdalena Oliferko hat an der Universität Warschau Kirchenmusik und Musikwissenschaft studiert. (Bild zvg.) cat BuxWV 203 von Dietrich Buxtehude, die Sonate A-Dur Nr. 3 von Felix Mendelssohn und Präludium und Fuge in h-Moll von Johann Sebastian Bach. Im Anschluss an das Konzert gibt es einen Apéro mit der Möglich-
keit, mit Magdalena Oliferko ins Gespräch zu kommen. (pd.) Orgelkonzert mit Magdalena Oliferko, Sonntag,
Die Cevi Bonstetten-Hedingen lädt ein zum Schnuppertag
Vollgepackt mit Spielen, lehrreichen Stunden beim Knoten knöpfen und bei einem leckeren Cevi-Zvieri über dem Feuer. «Bei uns sind alle willkommen», betont Abteilungsleiterin Damaris Suter v/o Skippy, «wir freuen uns über Besuch!» Das Programm am Cevi-Tag vom 14. September variiert je nach Altersstufe. In der Cevi treffen sich Kinder ab der zweiten Klasse und deren Leiterinnen und Leiter regelmässig je-
In der Cevi gibt es immer etwas zu erleben. (Bild zvg.) den zweiten Samstagnachmittag, um gemeinsam ein abenteuerliches Programm zu erleben. Dabei wird in den
verschiedenen Altersstufen Spass mit lehrreichen Inhalten verknüpft. Das Ziel besteht darin, eine ebenso lässige wie sinnvolle Freizeitbeschäftigung anzubieten. Zum Jahresprogramm gehört auch ein gemeinsames wöchiges Haus- oder Zeltlager sowie das dreitägige Pfingstlager. Unter dem Jahr finden zudem immer wieder Anlässe für die ganze Familie statt. Am Dorfleben der Gemeinden Bonstetten und Hedingen beteiligt sich die Cevi mit Ständen an den Chilbis und Mithilfe an weiteren Dorfanlässen. (pd.)
nesstrainerin und Gesprächstherapeutin Gabriella Steiner lernen die Teilnehmenden verschiedene Meditationstechniken kennen und bauen ihre eigene Meditationspraxis auf. Die Abende werden jeweils von einem bestimmten Thema begleitet, dabei wird einem persönlichen Austausch in einem vertrauten Kreis angemessen Raum gegeben. Gewünschte Themen der Teilnehmenden sind allzeit herzlich willkommen. Der Besuch eines Schnupperabends ist zu einem Unkostenbeitrag von 30 Franken jederzeit möglich. (GS)
Meditation ist viel mehr, als einfach nur dazusitzen und die Augen zu schliessen. Es heisst, bei sich zu sein, den Moment im Hier und Jetzt ganz bewusst zu erleben, sich Zeit für sich zu nehmen, um zur Ruhe zu kommen und Abstand zu den Be- Anmeldungen nimmt das Kurswesen-Team gerne schwerlichkeiten des Alltags zu er- unter Telefon 044 760 12 77 oder per E-Mail an halten. Meditation beruhigt den Geist kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch und die ständig wandernden Gedan- entgegen. ken und schafft Raum für neue Ansichten und Möglichkeiten im Leben. Meditieren kann inspirieren und für kommende Aufgaben und Situationen stärken. Menschen, die meditieren, sind oftmals ausgeglichener und können mit Veränderungen und Stresssituationen besser umgehen. Im sechsteiligen Kurs mit Well- Körper und Geist entspannen. (Bild zvg.)
Wickeln, trösten, baden
Kurs zur Babypflege im Familienzentrum Am Samstag, 21. September, von 9 bis 12 Uhr erfahren die Teilnehmenden von Hebamme Judith Wyss-Kaufmann Wertvolles über die Grundbedürfnisse des Babys und wie sie diesen gerecht werden können. Die Pflege des Babys umfasst weitaus mehr, als nur das Wickeln und Waschen. Auch Trösten, Baden, Nägel schneiden, die ideale Ernährung, wie Babys gehalten und getragen werden
Cevi-Tag am 14. September, 14 bis 17 Uhr, Infos: www.cevi-bonstetten.ch, Kontakt: damaris.suter1996@bluewin.ch.
Tradition trifft auf Geselligkeit
Viehschau auf dem Albispass am 14. September
oder die Verhaltensweisen bei Schreien sowie die Wahl der richtigen Kleidung gehören zur Säuglingspflege dazu. Was gibt es Schöneres als ein lächelndes Baby, das mit sich und der Welt glücklich ist? Im Kurs erhalten die Teilnehmenden wertvolles Wissen zu Ernährung, Schlaf, Pflege, Wickeln, Baden und Krankheiten sowie Tipps zu Verhaltensweisen bei Schreien und wie Babys gehalten und getragen werden können. Bei der Babypflege geht es vor allem darum, sich um das Kind zu kümmern und seine Bedürfnisse zu verstehen. Dieser Kurs richtet sich an werdende Mütter und Väter, aber auch an zukünftige Betreuerinnen und Betreuer von Babys, wie Paten, Grosseltern und andere betreuende Personen. (GS)
Familienzentrum Bezirk Affoltern, Zürichstrasse 136,
Die Babypflege ist anspruchsvoll und will gelernt sein. (Bild zvg.)
Affoltern. Anmeldungen gerne per E-Mail an kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch oder per Telefon 044 760 12 77.
«Gib her – das ist meins!»
Am Samstag, 14. September, findet die alljährliche Viehschau auf dem Albispass statt. Auch dieses Jahr werden Kühe drei verschiedener Rassen prämiert. Am 14. September findet auf dem Parkplatz Hinteralbis auf dem Albispass wieder die beliebte Viehschau statt. Ein Fest, bei dem bis in den Abend zusammen gesessen und gelacht wird. Bereits ab 9 Uhr ist die Festwirtschaft in der Scheune geöffnet und bietet feine selbstgemachte und -gebackene Köstlichkeiten an. Ab 9.45 Uhr beginnt das Einstellen der Kühe, sodass die Preisrichter die Tiere begutachten können. Das Rahmenprogramm und das gesellige Beisammensein sind dabei genauso wichtig wie die Viehschau an sich. Das gilt auch für die Kleinen: Dieses Jahr können sich die Kinder beim Basteln und Spielen verweilen, sodass die
Am 23. September startet im Familienzentrum erneut ein sechsteiliger Meditationskurs mit der diplomierten Wellnesstrainerin und Gesprächstherapeutin Gabriella Steiner. Der Kurs dauert jeweils von 19.30 bis 21 Uhr.
15. September, 17 Uhr, Kirche Stallikon. Eintritt frei, Kollekte.
Spiel und Spass mit Lerneffekt
Der alljährliche Cevi-Tag steht wieder an: Am Samstagnachmittag, 14. September, stehen die Pforten offen, und Interessierte können einen Einblick in die Cevi gewinnen.
13
Am Samstag, 21. September, lüftet die Erziehungsberaterin Maren Tromm in ihrem Referat von 19.30 bis 21.30 Uhr ein Geheimnis gegen Streit und Eifersucht unter Geschwistern. Und: Sie gibt einen Einblick in Geschwisterkonstellationen.
An der Viehschau auf dem Albispass werden Kühe drei verschiedener Rassen prämiert. Nebenher kommt das Beisammensein nicht zu kurz. (Bild zvg.) Erwachsenen diesen gemütlichen Anlass in heimeliger Atmosphäre draussen auf den Bänken oder in der Scheune voll auskosten können. Am Mittag verköstigen die Bäuerinnen und ihre Helferinnen die hungrigen Gäste mit bodenständigen Speisen und Geträn-
ken. Nach dem Essen findet die Prämierung in den verschiedenen Kategorien statt, und die Gewinner werden mit einem Wanderpreis geehrt. (pd.) 3-Rassen-Viehschau auf dem Albispass, Samstag, 14. September ab 9.45 Uhr. Festwirtschaft ab 9 Uhr.
Viele Mütter und Väter haben das Gefühl, ihre Kinder können nicht wirklich miteinander, ohne einander jedoch auch nicht. «Das ist meins! Ich habs zuerst gehabt!», schreit es aus dem Kinderzimmer. «Aua, Mama, das ist unfair! Immer darf d e r!» Streitende Kinder bringen immer wieder herausfordernde Situationen für Mütter und Väter. In diesem interaktiven Vortrag geht es darum, die wahren Wünsche zu verstehen und wirk-
«Gib her!»: Streit unter Geschwistern kann herausfordernd sein. (Bild zvg.) sam reagieren zu können. Worte und Wissen – mit (Langzeit-)Wirkung. (GS) Anmeldungen nimmt das Kurswesen-Team gerne unter Telefon 044 760 12 77 oder per E-Mail: kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch entgegen. Weitere Informationen und das komplette Kursangebot sind zu finden auf www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.
Veranstaltungen
Die Webstühle in Ottenbachs Seidenweberei laufen wieder
14./15. September: Europäische Tage des Denkmals 2019 Der Verein Historisches Kleinkraftwerk Ottenbach wirft die alte Diva, die Francis-Turbine von 1920, an und produziert Strom. Auf den Webstühlen wird keine Meterware, sondern handgefertigtes Gewebe produziert und das Industriedenkmal erwacht zum Leben. Ueli Roth, Aktivmitglied des Vereins Historisches Kleinkraftwerk Ottenbach und zusammen mit Ueli Wittenwiller «Ober-Anwerfer» der berühmten Francis-Turbine im denkmalgeschützten Turbinenhaus, hat sich zu den diesjährigen europäischen Tagen des Denkmals etwas Besonderes ausgedacht: «Ich wollte wieder Webstühle zum Laufen bringen.» Nein, nicht etwa «haas shopping» produziert wieder Meterware in den noch immer sehenswerten alten Websälen, Ueli Roth konnte Textilgestalterin Silvia Falett für seine Idee begeistern, die eigens für die Denkmaltage drei Webstühle im Turbinenhaus aufbauen wird. «Die Ironie gefällt mir, dass die Handweberei die Industrialisierung überdauert hat, wo man doch mal meinte, sie hätte mit der Industrialisierung ausgedient», meint die Handweberin verschmitzt. Präsident Heinz Geiger und Kassier Hans Fässler des Vereins Kleinkraftwerk Ottenbach, hoffen mit dem attraktiven Programm einige Aktivoder Passivmitglieder für den Verein begeistern zu können.
Selber weben für Kinder Auf dem kleinen Webstuhl dürfen sich Kinder als Weberin oder Weber versuchen. «Nein, das ist nicht der Webrahmen in der Kartonschachtel, der den Kindern eher das Weben vergällt, ich bringe einen richtigen kleinen Webstuhl», meint die umtriebige Handwe-
Ein handgewebter Tischläufer «Reuss› aus Baumwolle und Seide.
berin keck. Seit mehr als 30 Jahren führt sie ihr Textilatelier in Ottenbach und obschon sie seit einigen Jahren im Süden wohnt, sitzt sie nach wie vor in Ottenbach an ihren Webstühlen und tüftelt an neuen Musterbindungen, anderen Einrichtungen der Kettfäden und Farbkreationen herum und produziert immer Ueli Roth mit Denkmaltage-Programm und Silvia Falett mit neue Designs, die dem handgewebten Tischläufer «Reuss» vor der Jugendstil die späteren Besit- Schaltwand aus Marmor im Turbinenhaus. (Fotos ch) zerinnen und Besitzer der aparten Schals, gediegenen «Buure Föifi», das den Rücken der Geschirrtücher, gestylten Kissen, wit- «züriblauen» Säuliämter Werktagszigen Accessoires über Jahre begeis- tracht schmückt, zeigt Silvia Falett tern werden. Silvia Falett ist insbeson- auf, dass es neben den eigenen Dedere für ihre stilsichere Farbgebung signs insbesondere Nischenprodukte gepaart mit ausgeklügelten, techni- sind, die das Handweb-Gewerbe heute schen Finessen der Handweberei be- beschäftigen. Früher war die Webarbeit Männerkannt. Sie sucht das Aussergewöhnliche und übertrifft sich immer wieder sache. Wie viele Garn spinnende Frauselber mit dem gerade noch technisch en brauchte es, um einen Mann am Machbaren. Dieses Wissen hat sie Webstuhl zu beschäftigen? Diese und während Jahren im Kurszentrum Bal- andere Fragen beantwortet Silvia lenberg weitergegeben. Und so hält Falett an den Denkmaltagen in Ottenman dann ein Küchentuch in der bach. Hand, das eigentlich viel zu schade ist, um damit die Hände zu trocknen. Silvia Falett hält dagegen: «Überhaupt Begeisternde Technik nicht, damit verschönert man den All- Ueli Roth hat keine Angst, dass das tag und wenn man weiss, welche Ar- eigentliche Denkmal an den beiden beit dahintersteckt und diese schätzt, Besuchstagen durch die Webstühle ins wird daraus Lebensqualität. Ihr Know- Hintertreffen gerät: «Der gewebte how will Silvia Falett an den Denkmal- Stoff, war ja das Ziel, warum hier überhaupt das längste Streichwehr des tagen gerne vermitteln. Kantons, die Francis-Turbine, der Regulator von Bell Kriens und der BBCHandgewebte Nischenprodukte Generator von 1920 und noch ein paar Auf den beiden grösseren Webstühlen, Sehenswürdigkeiten mehr, gebaut an denen die Handweberin im Turbi- und installiert wurden», meint der nenhaus arbeiten wird, richtet sie eine umtriebige, frischgebackene Kurator Kette für ein buntes Repsgewebe aus selbstbewusst. Ausserdem ist er überBaumwolle ein. Auf dem Bandweb- zeugt, dass mit dem diesjährigen Ausstuhl entstehen Zierbänder. Ihre Kolle- stellungskonzept der Ottenbacher gin Margrith Kägi aus Wettswil wird Denkmaltage sowohl Technik-begeissie dabei unterstützen. Diese ist nicht terte Frauen und Mode-interessierte nur eine über das Säuliamt hinaus be- Männer auf ihre Kosten kommen würkannte Töpferin, sondern auch eine den und auch die Kinder nicht zum geübte Weberin. Die beiden haben Aufbruch «müede» müssten, wenn schon oft zusammengearbeitet und sich ihre Eltern in den Details verlieauch gemeinsam ausgestellt. Warum ren. (ch) das Teamwork der beiden Individualistinnen funktioniert, ist ihrem hohen Europäische Tage des Denkmals, Kleinkraftwerk trifft Anspruch an das fertige Produkt ge- auf Handwebstühle, Muristrasse 28, Ottenbach. schuldet, der beiden gemein ist. Mit Samstag und Sonntag, jeweils 9-17 Uhr, Führungen den gewebten Zierbändern für das um 10, 13 und 15 Uhr.
Musik vom Feinsten
Kammermusik-Konzert der Musikschule Knonauer Amt Am 14. und 15. September können Musikinteressierte die Kammermusik in abwechslungsreicher, kleiner Besetzung live erleben. Antoinette Horat (Violine) und Patrik Gasser (Horn) unterrichten an der Musikschule Knonauer Amt. Alexandra Iten Bürgi (Cello) ist Lehrerin an der Musikschule Baar und Renata Condrau (Klavier) unterrichtet an beiden Schulen. Die vier Lehrpersonen haben sich für dieses Kammermusik-Projekt zusammengeschlossen und führen das Konzert in Affoltern und in Baar auf. Es erklingen Werke von Christian Petzold, Joseph Haydn, Charles Koechlin und Joaquin Turina. (pd.) Samstag, 14. September, 19 Uhr, Saal der Musikschule Knonauer Amt, Obstgartenstrasse 1, Affoltern. Sonntag, 15. September, 18 Uhr, Saal der Musikschule Baar, Inwilerstrasse 4, Baar. Eintritt frei, Kollekte.
Patrik Gasser, Renata Condrau, Antoinette Horat und Alexandra Iten Bürgi geben am 14. und 15. September gemeinsam je ein Konzert. (Bild zvg.)
Dienstag, 10. September 2019
15
«O’zapft is!»
Oktoberfest im «Rössli» in Mettmenstetten Im «Rössli» in Mettmenstetten wird am Sonntag, 15. September, ab 10 Uhr wieder gefeiert. Das Dirndl sitzt, die Lederhose passt! Ab gehts ans Oktoberfest ins Gasthaus zum weissen Rössli in Mettmenstetten. Am Sonntag, ab 10 Uhr, heissts bei Vreni Spinner und Barbara Eder, «Hau di hera, dann samma mehra», oder für alle, die Bayrisch nicht verstehen: «Setz dich hin, dann sind wir mehr.» Mit der in der Region bestens bekannten Party-Band «Die Jauks», werden die Besucher an diesem Anlass voll auf ihre Kosten kommen. Nach dem gut gelungenem Spanferkelessen im vergangenen Juni wagen sich die beiden umtriebigen Organisatorinnen Vreni Spinner und Barbara Eder an einen neuen Anlass. Ein Oktoberfest, ganz nach dem Motto: «Warum denn in die Ferne schweifen, wenn man Gastfreundschaft und deren Gaumenfreuden auch im «Rössli» in Mettmenstetten haben kann!» Nicht nur bayrische Spezialitäten wie Weisswürste, Brezn, Haxen und Hendl bringen ein Stück Bayern nach Mettmenstetten, auch das Original Münchner Oktoberfestbier lässt keine Wünsche offen. Das Oktoberfest bietet
die passende Gelegenheit, sich mit Freunden und Bekannten ins Dirndl und in die Lederhosen «zu schmeissen» und die Gartenwirtschaft im Rössli in einen Tanz- und Partytempel zu verwandeln. Bayrische Spezialitäten essen, bayrisches Bier trinken, Tanzen und mitfeiern – das Oktoberfest im «Rössli» wird ein echter Klassiker. Der Anlass findet bei hoffentlich guter Witterung im Freien statt, bei schlechtem Wetter im Rösslisaal.
Stimmung mit den «Jauks» Für eine ausgelassene Partystimmung sorgt die Erfolgsband «Die Jauks» mit bekannten Wiesn-Hits, österreichischer Musik sowie populären Partyhits. Wer diese Vollblut-Musiker kennt, der weiss: Isabelle, Gerry, Roman und Nick, (Musiker der dritten Jauk-Generation) werden die Bude rocken! Musik und Tanz, gutes Essen und hoffentlich viele Gäste in tollen Dirndl und Lederhosen: Wo wird das den Besuchern heute noch geboten!? – Natürlich im «Rössli». Eine Reise nach München muss heute nicht mehr sein! Vreni Spinner mit Team und Barbara Eder freuen sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Übrigens: Warum heisst es Oktoberfest, wenn es im September ist? Das erste Oktoberfest begann an einem 17. Oktober – heute beginnt die Wiesn genau einen Monat früher und endet meist in den ersten Oktobertagen. Schuld an dieser Terminverschiebung ist das legendäre Münchner Sauwetter, da im Oktober auch schon mal ein Schneesturm daherwehen kann. Walter Schweizer Oktoberfest im «Rössli» in Mettmenstetten. Sonntag,
Für einen reibungslosen Ablauf sorgen Vreni Spinner (r.) mit Team und die Oktoberfest-erfahrene Barbara Eder. (Bild zvg.)
15. September, ab 10 Uhr. Reservierungen unter Telefon 044 767 02 01.
Die Bestsellerautorin aus der Innerschweiz kommt nach Affoltern Blanca Imboden liest am Dienstag, 17. September, im Haus zum Seewadel aus ihrem neuen Roman «Heimelig». Blanca Imboden stellt ihren neusten Bestseller, den Altersheim-Roman «heimelig», im Haus zum Seewadel vor. An dem Ort, an dem sie zu Recherchezwecken, eine Woche verbracht hat. Ein Abend mit ihr ist weniger eine Lesung, sondern viel mehr eine Plauderei und handelt von Anekdoten aus ihrem Leben. Sie selbst bezeichnet sich als Sonntagskind, gestaltet ihre Lesungen immer sehr persönlich, unterhaltsam und locker. Das neuste Buch «heimelig» von Blanca Imboden hält sich seit Wochen an der Spitze der Bestsellerliste. Sie kehrt mit diesem Abend an den Ort zurück, an dem sie zu Recherchezwecken eine Woche gelebt hat. Blanca Imboden hat die Zeit im Haus zum Seewadel in guter Erinnerung, und es wird an diesem Abend sicher auch einige Wiedersehen geben. In ihrem neusten Buch «heimelig» wird gelacht und geliebt, gelebt und gestorben. Sie beschreibt glaubwürdig das Leben im Heim, zeigt sich aber auch kritisch bei Themen wie Betreuungskonzepte oder dem Spardruck und behandelt Aspekte des Altwerdens bis hin zum Sterben. Sie schafft es hervor-
Blanca Imboden. (Bild zvg.) ragend, das berührende Thema mit Humor und Leichtigkeit zu behandeln ohne es zu verharmlosen. Der Abend wird sicher für Blanca Imboden ein ganz spezieller, kehrt sie doch das erste Mal seit ihrem Aufenthalt in das Haus zum Seewadel zurück. Eines steht jedoch jetzt schon fest, es wird bestimmt viel gelacht werden. Nach der Veranstaltung sind die Besucher eingeladen, bei einem Apéro, die Plaudereien fortzusetzen. (pd.) Lesung und Plauderei mit Blanca Imboden Dienstag, 17. September, 19 Uhr. Haus zum Seewadel, Obere Seewadelstrasse 12, Affoltern.
Sport
Dienstag, 10. September 2019
17
Der FC Wettswil-Bonstetten feiert Ein Remis gegen den FCZ zum 40-Jahre-Vereinsjubiläum und zur Einweihung des neuen Hauptplatzes Die Freude auf dem Wettswiler Moos ist gross. Das neue Kunstrasenfeld auf dem Hauptplatz sowie das 40-Jahre-Jubiläum wurden am Wochenende gebührend gefeiert. ................................................... von oliver hedinger Tolle Stimmung auf dem Moos und am Samstag perfektes Wetter für den Grossanlass. Genau so haben sich das Präsident Markus Fischer und das ganze OK vorgestellt. Schliesslich hatte man grossen Aufwand für ein angemessenes Fest-Wochenende betrieben. Der Auftakt gelang den Oldies schon am Freitagabend, beide Teams gewannen sicher und genossen danach traditionell die «dritte Halbzeit». Am Samstag startete man sportlich, so standen insgesamt zehn Juniorenspiele auf dem Programm. Kulinarisch verwöhnte die Festwirtschaft über das ganze Wochenende und das Rahmenprogramm mit Bubblesoccer und Human Kicker wurde rege genutzt. Der sportliche Höhepunkt folgte dann nach der offiziellen Platzeinweihung mit der Partie des Ämtler Fanionteams gegen den FC Zürich.
Vermeintliche Führung: Dieser WB-Treffer von Marjanovic in Hälfte eins wurde wegen Abseitsposition annulliert. (Bilder Kaspar Köchli/Thomas Stöckli)
1:1 gegen den FCZ In Wettswil stand eine durchmischte FCZ-Elf auf dem Platz. Aus der eigentlichen 1. Mannschaft waren nur Schönbächler, Kololli, Marchesano, Nathan und Kasai dabei. Gleich zwölf Spieler aus dem Profi-Kader mussten am Wochenende für die jeweilige Nationalmannschaft antreten und weitere sieben Akteure fehlten verletzungsbedingt. Entsprechend ausgeglichen gestaltete sich die Partie, welche von rund 570 Zuschauern verfolgt wurde. Der FCWB versteckte sich keineswegs und hatte bereits in der dritten Minute den ersten Corner zu verzeichnen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff jubelten die Rotschwarzen bereits, der Treffer Capones wurde aber wegen einer Abseitsposition nicht gewertet. Aufgrund der dünnen Personaldecke beim FCZ, wurde lediglich zweimal 35 Minuten gespielt und kurz nach der Pause traf Kololli per Elfmeter zum 1:0. Beim Penalty noch chancenlos, zeigte der junge Meili, in Halbzeit zwei im WB-Tor, danach zwei starke Paraden. Auf der anderen Seite wurde Schneebeli in aussichtsreicher Position im Strafraum wohl regelwidrig gestoppt, diesmal blieb die Pfeife des Unparteiischen aber stumm. In der Schlussminute gelang dem FCWB doch noch der verdiente Ausgleich. Allemann setzte sich über die linke Seite eindrucksvoll durch und schob den Ball überlegt an FCZ-Keeper Hadzikic vorbei in die Maschen.
Der FCWB tauchte immer wieder gefährlich auf, ...
... geriet aber auch selber unter Druck, hier durch den wirbligen Marchesano (links).
Die Ämtler behaupten sich im Luftkampf.
Dieser Ball zieht knapp am WB-Gehäuse vorbei. ser Spielzeit anders auf die Kosovaren einstellen. Ex WB-Trainer Dosch legt grossen Wert auf taktische Disziplin und ein laufintensives Spiel. Dies bedeutet im Klartext, dass WB sehr geschickt agieren muss. Es gilt die Mischung aus Offensivpower und Disziplin zu finden, Fehler wird Kosova sofort bestrafen. Entsprechend lauten die Attribute Geduld, Demut und viel taktisches Gespür, mit welchen ein Heimerfolg angestrebt werden kann. Aufseiten WB darf man gespannt sein, ob Lugo bereits wieder mittun kann. Gerade ein Center vom Format des FCWB-Goalgetters wäre in einem solchen Spiel enorm wichtig. Anpfiff auf dem Wettswiler Moos ist um 19.45 Uhr, für die hoffentlich zahlreich aufmarschierenden Fans steht der Grillwagen zur Verfügung, sodass auch gleich das Nachtessen auf dem Sportplatz eingenommen werden kann.
Stefan Büsser, Funtonic und die FCWB-Bar Nachdem die FCZ-Stars noch Autogramme gaben, ging das Fest für die WB-Familie im grossen Festzelt weiter. Ein Abend in Rot-Schwarz stand auf dem Programm, durch welchen Comedian Stefan Büsser gewohnt pointiert und direkt führte. Das Publikum bekam einige Auszüge aus seinem aktuellen Programm «Masterarbeit» zu hören. Dazwischen hatte Präsident Markus Fischer die Ehrengäste begrüsst und allen gedankt, die zum Erfolg des Vereins beitragen. Fischer lobte viele «Verrückte», die sich für den Verein einsetzten und wünscht dem FCWB, dass es weiterhin so viele «Verrückte» geben wird. Natürlich fehlte auch eine grosse Tombola mit tollen Preisen nicht. Die Hauptgewinne gingen an Thomas Naef vom Juniorensponsor Mobiliar und Manfred
Nach dem Spiel nutzten die Jugendlichen die Gelegenheit, Autogramme zu ergattern oder Selfies mit Spielern zu knipsen. Freylinger, ein Gründungsmitglied des FCWB. Letzterer hat seinen Preis – einen 60-Zoll-Fernseher – gleich vor Ort der Juniorenabteilung geschenkt. In der Folge sorgte die Live-Band Funtonic im Festzelt für Stimmung und an der FCWB-Bar feierten Nacht-
schwärmer mit dem Live DJ bis morgens um 4 Uhr.
Heute Abend nächster Ernstkampf Nach den tollen Festivitäten vom Wochenende gilt es, den Fokus aber wie-
der auf den Sport zu legen. Bereits heute Abend tritt der FCWB im nächsten Meisterschaftsspiel gegen Kosova an. War Kosova einst eine Equipe mit enormen spielerischen Qualitäten und Schwächen im physischen und taktischen Bereich, muss man sich in die-
Alle WB-Resultate vom Wochenende: FCWB 1- FCZ 1:1, FCWB 2 – YF Juventus 3:3, FCWB 3 – Langnau 1:6, FCWB 4 – Galatasaray 3:3, Jun. A (CCJL) – Bülach 2:3, Jun. Ba (CCJL) – YF Juventus 1:4, Jun. Bb – Kilchberg-Rüschlikon 2:10, Jun. Ca – Blue Stars 8:1, Jun. Cb – Knonau-Mettmenstetten 2:6, Jun. Da – Affoltern a/A 4:5, Jun. Dc – Affoltern a/A 6:0, Sen. 40+ – Wädenswil 3:0, Sen. 30+ – Langnau 3:1
18
Sport
Dienstag, 10. September 2019
Säuliämtler Erfolge am Langdistanz-OL
Der FCA steht auf Rang 2
Fussball 3. Liga: 3:0-Sieg gegen den FC Tetova Der FC Affoltern gewinnt sein Heimspiel gegen die Mannschaft vom Juchhof mit 3:0. Als Torschützen konnten sich Ismajlaj, Stähli und Himmelreich in die Scorerliste eintragen.
Am vergangenen Sonntag wurde im Kanton Schaffhausen die Schweizer Meisterschaft im Langdistanz-OL ausgetragen. Lucia Hasler aus Bonstetten gelang ein hervorragender Lauf: Sie siegte bei den Damen-70 mit klarem Vorsprung.
Die 1. Mannschaft des FC Affoltern wurde mit dem Motto «Wiedergutmachung» auf den Platz geschickt. Nach dem 2:2 Unentschieden vom vergangenen Sonntag und dem damit verbundenen naiven Punktverlust gegen NK Croatia war das Team um Captain Luchsinger gegen den Tabellenachten gefordert. Wieso der FC Tetova vor dem Spiel schon doppelt so viele Strafpunkte wie das «Eis» des FCA hatte, war sehr schnell spürbar. Das Team von Trainer Belinga störte den FCA bereits früh und ging kompromisslos in die Zweikämpfe. Mit dieser Spielphilosophie hatte der FCA zu Beginn der ersten Halbzeit noch einige Probleme. Ebenfalls musste man sich an die nasse Unterlage gewöhnen. In der ersten Halbzeit gab es nur wenige Highlights zu verzeichnen. So waren zwei Weitschüsse von Huber und Ismajlaj die grössten Chancen des Heimteams in den ersten 45 Minuten.
Den Sieg eingewechselt Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam der FCA besser ins Spiel und konnte einige sehenswerte Kombinationen auf den Platz zaubern. Diese blieben jedoch allesamt ohne Erfolg. Ab der 65. Minute nahm Coach Jevremovic einige Wechsel vor und brachte frischen Wind in die Offensive. Dies zahlte sich bereits nach 78 Minuten aus, als Stähli auf der linken Seite durchbrach und in der Mitte Ismajlaj fand, welcher sicher zur Führung einschiessen konnte. Nur zwei Minuten später fand eine Arsic-Flanke den Weg zu Stähli, der das 2:0 markierte.
Der FCA beim Torjubel. (Bild Manuela Huber) In der 84. Minute bediente Stähli mustergültig Himmelreich. Der Topscorer hatte keine Mühe, den Ball im Tor unterzubringen und belohnte sich damit für seine gute kämpferische Leistung an diesem kalten Sonntagnachmittag. In der Schlussviertelstunde hat man gesehen, dass die vielen Abschlussübungen unter der Woche erfolgsversprechend waren und dass das Fanionteam schon einige Fortschritte in Sachen Geduld machen konnte.
Mit diesem Sieg steht der FC Affoltern aktuell auf Rang 2 und hat in allen drei Pflichtspielen im Moos kein Gegentor zugelassen. Das spricht durchaus für die Defensivstärke dieser jungen Mannschaft. Ziel muss es sein, nun auch auf fremdem Terrain drei Punkte einzufahren und die Torproduktion weiter zu steigern. (AnC) FCA: Vanetta; Luchsinger ©, Toski, Wildi, Mijatovic (Tustonja); Huber (Steigmeier), Ismajlaj, Shala (Oetterli); Antenen (Arsic), Himmelreich, Buqa (Stähli)
Unter den rund 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren 32 Mitglieder der Orientierungslaufgruppe Säuliamt. Das Laufgebiet WannenbergRossberg, eine von steilen Hängen umgebene Hochebene, bot interessante Routenwahlprobleme und erlaubte ein schnelles Lauftempo. Eine besondere Herausforderung stellten die zahlreichen Senken und Löcher dar: Weil in diesem Gebiet bis ins 19. Jahrhundert Bohnerz abgebaut wurde, ist der Wald von zahlreichen solchen Geländemerkmalen durchzogen, was die Interpretation der OL-Karte bei der Feinorientierung anspruchsvoll machte. Die OLG Säuliamt konnte an der Schweizer Meisterschaft verschiedene Erfolge verbuchen: Lucia Hasler holte sich bei den Damen-70 den Sieg mit einem Vorsprung von mehr als 6 Minuten auf die Zweitplatzierte. Weitere Top-Ten-Ränge erreichten Yvette Zaugg (Aeugst), Enikö Stüdeli-Fey (Mettmenstetten), Denis Steinemann (Stallikon), August Grüniger (Rifferswil) und Walter Bickel (Mettmenstetten). Bei den Junioren-14 erzielte Jan Leisinger (Hausen) den hervorragenden 7. Rang. Am Samstag fand in der gleichen Region ein Nationaler OL über die Mitteldistanz statt. Im Laufgebiet Schwindisbüel südlich von Diessenhofen stellten vor allem die vielen diffusen Grünflächen die Teilnehmer vor einige Herausforderungen. Präzises Kompasslaufen und saubere Feinorientierung im
Postenraum waren gefragt. Eine ausgezeichnete Leistung zeigten auch an diesem Wettkampf Jan Leisinger (5. in der Kategorie H14), Denis Steinemann (2. in der Kategorie H40), Yvette Zaugg (1. in der Kategorie D70) und Lucia Hasler (3. in der Kategorie D70). Thomas Scherer / OLG Säuliamt Resultate aller Mitglieder der OLG Säuliamt Rangliste Langdistanz-SM vom 8. September: H10: 16. Jan Kehrle (Wettswil). H12: 32. Aron Stüdeli (Mettmenstetten). H14: 7. Jan Leisinger (Hausen). 20. Sven Kehrle (Wettswil). H16: 51. Dani Bienz (Obfelden). HAL: 25. Michael Weber (Wädenswil). HAM: 12. Thomas Scherer (Mettmenstetten). HAK: 26. Konstantin Gürber (Zürich). H40: 4. Denis Steinemann (Stallikon). H45: 33. Zbynek Cernin (Urdorf). 42. Christian Egli (Wettswil). 45. Claude Müller (Aeugst). 52. Simon Bienz (Obfelden). H55: 16. René Vock (Bonstetten). H70: 40. Martin Kehrer (Hedingen). 41. Hannes Zaugg (Aeugst). H75: 16. Markus Hasler (Bonstetten). H80: 4. August Grüniger (Rifferswil) 5. 8. Walter Bickel (Mettmenstetten). 15. Walter Schwarzenbach (Wettswil). D12: 19. Mira Werder (Aeugst). 37. Naja Krauer (Hausen). D14: 17. Anna Stüdeli (Mettmenstetten). DAM: 10. Enikö Stüdeli-Fey (Mettmenstetten). 27. Rahel Hatt (Zürich). DB: 18. Myrta Vock (Bonstetten). 20. Sophia Jegher (Zürich). D40: 31. Susanne Bienz (Obfelden). D70: 1. Lucia Hasler (Bonstetten). 4. Yvette Zaugg (Aeugst). 13. Berti Kehrer (Hedingen). Rangliste Nationaler OL Schwindisbüel vom 7. September: H12: 32. Aron Stüdeli (Mettmenstetten). H14: 5. Jan Leisinger (Hausen). 38. Sven Kehrle (Wettswil). HE: 26. Raffael Huber Svensson (Adliswil). 44. Michael Weber (Wädenswil). HAM: 11. Thomas Scherer (Mettmenstetten). H40: 2. Denis Steinemann (Stallikon). H45: 26. Christian Egli (Wettswil). H70: 36. Hannes Zaugg (Aeugst). 38. Martin Kehrer (Hedingen). H75: 19. Markus Hasler (Bonstetten). H80: 8. Walter Bickel (Mettmenstetten). 11. August Grüniger (Rifferswil). 13. Walter Schwarzenbach (Wettswil). D14: 15. Anna Stüdeli (Mettmenstetten). DAM: 9. Enikö Stüdeli-Fey (Mettmenstetten). D70: 1. Yvette Zaugg (Aeugst). 3. Lucia Hasler (Bonstetten). 16. Berti Kehrer (Hedingen). OL: 28. Nicole Steinemann (Stallikon).
Ein Velorennen wie ein Leben im Zeitraffer Der Obfelder Bela Takacs fährt das Radsport-Monument Paris-Brest-Paris Bela Takacs fährt Paris-BrestParis (1215 km) nonstop, durchbricht die 50 Stunden Schallmauer und fährt unter die besten 40 Randonneure der Welt. Ein Erlebnisbericht. Spricht man von Paris-Brest-Paris (PBP) so muss man in Superlativen sprechen. PBP ist die älteste seit 1891 stattfindende Radsportveranstaltung. Die im Vierjahres-Turnus ausgetragene, 1215 km lange Fernfahrt an die Westküste von Frankreich und zurück nach Paris, ist für Brevetfahrer aus der ganzen Welt, was der Mount Everest für die Alpinisten ist. 6673 qualifizierte Randonneure aus über 25 Ländern versuchten dieses Jahr das historische Brevet zu bewältigen. Darunter auch 49 «rote Teufel» von Audax Suisse, dem Non-ProfitSportverein für Ultracycling-Athleten.
Bonne Courage und los gehts Der wunderschöne Schlosspark vom Rambouillet bildet dieses Jahr eine würdige Kulisse für diesen historischen Anlass. Sonntags pünktlich um 16.45 Uhr werden wir unter tosendem Applaus auf die Strecke geschickt. Von Anfang an wird ein horrendes, unrhythmisches Tempo angeschlagen. Plötzlich geht ein Ruck durch das Feld, heftiges Bremsgequietsche, Rücklichter und Bidons zischen an meinem Helm vorbei. Es wird geschrien und geflucht, natürlich gleich in mehreren Sprachen. Sofort versuche ich mich aus dem bunten Knäuel von Fahrern, verhakten Lenkern und am Boden liegenden Rädern zu befreien. Aha! Da
sind sie nun, die berühmt-berüchtigten französischen Temposchwellen; in 0,1 Sekunden von 40 km/h auf 0 km/h. In der Nacht kehrt Ruhe im Feld ein. Alle 80 bis 100 km wird ein Posten angefahren, an dem man seine Kontrollkarte abstempeln lassen muss und sich verpflegen kann.
Wer hat die Berge versteckt? Nichts liebe ich mehr, als kilometerlange Anstiege. Die Bretagne ist da eher ungewohntes Terrain für mich, ich frage mich, warum Gott die Bretonen bestrafte und über hunderte von Kilometern keine richtigen Berge in die Gegend gepflanzt hat. Doch die Schönheit dieser Landschaft zieht mich in ihren Bann, sanfte, geschwungene Hügelzüge und endlose Felder reihen sich kilometerlang aneinander. Es ist wie ein nie endendes Gleiten auf einer Welle und trotzdem summieren sich am Schluss die Höhenmeter auf über 11 000! Die imposante Stahlkonstruktion der Hängebrücke von Brest und der salzige, herbe Duft des Meeres bestätigen mir, am Wendepunkt angekommen zu sein. Ich halte einige Sekunden inne, geniesse diesen heroischen, emotionalen Moment. Kräfteschonend, im Feld versteckt, bin ich innerhalb von 23 Stunden nach Brest gebrettert, angesichts der zahlreichen Höhenmeter und dem aufkommenden Gegenwind gar nicht mal so übel für einen alten Mann. Den Rückweg lege ich meist alleine zurück. Die Strecke ist zwar ausgeschildert, man ist jedoch selber für die Navigation verantwortlich. Beim Hinweg den Pfeilen nach
Brest und beim Rückweg den Pfeilen nach Paris folgen. Klingt ja relativ einfach. Doch nach 24 Stunden ohne Schlaf bin ich mir teilweise nicht mehr so sicher, wo ich herkomme, respektive wo ich jetzt wirklich hin will …
Vive la France! In den Dörfern werden die Randonneure immer wieder frenetisch angefeuert. Am Anfang winke ich verhalten zurück. Mit zunehmender Renndauer verliere ich jedoch meine Zurückhaltung. Winkt mir wieder eine Menschentraube zu, so rufe ich laut: «Vive la France!» oder «Liberté, egalité, fraternité!» Ja, der Französisch-Unterricht zahlt sich jetzt wirklich mal aus! Das Volk tobt und treibt mich weiter Richtung Paris. Bereits sitze ich über 35 Stunden im Sattel und mein System fährt langsam in den roten Bereich, also entschliesse ich mich beim nächsten Kontrollposten, einen kurzen Powernap einzulegen. Danach pedaliere ich weiter, hinaus in die Stille der Nacht. Ich friere, fühle mich alleine, erschöpft und verlassen. Die aufgehende Sonne bringt meinen Kreislauf wieder ein wenig in Schwung und in einem kleinen Dorf, vor der Kirche steht ein riesiges Schild, «Ici 1000 km» Nur noch 215 Kilometer?! Da muss ich mich ja bereits auf den Endspurt vorbereiten! Obwohl die letzten Kilometer wunderschön durch den königlichen Wald führen, kämpfe ich nur noch ums nackte Überleben. Genau vor zwei Tagen bin ich in Rambouillet losgeprescht. Voller Ta-
Bela Takacs, zu diesem Zeitpunkt noch frisch unterwegs auf dem Rad. (Bild zvg.) tendrang, stark, furchtlos. Nun krieche ich zurück; gealtert, zerstört. Ja, PBP ist wie ein Leben im Zeitraffer. Bei meiner Ankunft werde ich nochmals von zahlreichen Zuschauern in der ganzen Stadt angefeuert. Ich kurble durch das pompöse, schmiedeeiserne
Parktor und durch die Schlossparkallee ins Ziel. Fühle mich leer, müde und ausgelaugt, doch ich weiss, die Schmerzen und die Qualen werden verschwinden! Die Erinnerungen, der Stolz und die tollen Erlebnisse aber bleiben für immer. Bela Takacs
Sport
Dienstag, 10. September 2019
19
Urs Hubers Titel-Flashback Huber wird Schweizer Meister, Schneebeli holt sich an der O-Tour den ersten Sieg im Regenbogen-Trikot Garstiges Wetter mit Schnee auf dem Glaubenberg machte den O-Tour Bike-Marathon, der zugleich als Schweizer Meisterschaft zählte, zur echten Herausforderung. Doch Urs Huber liess sich davon nicht bremsen genauso wenig wie Jacqueline Schneebeli, die den Halbmarathon gewann.
einer Viertelstunde Vorsprung für sich entschied. Sie sagte: «Natürlich war es hart bei diesem Wetter. Aber ich finde es noch cool, wenn die Bedingungen nicht optimal sind und der Schmutz von allen Seiten hochspritzt.» Im Gegensatz zu vielen Elitefahrerinnen hatte sich die Hauptikerin vor dem Wettkampf wie eine Babuschka zuerst mit Thermoleibchen, Langarm-Trikot und Regenjacke eingepackt, ehe sie sich das heissgeliebte WM-Trikot überzog. Dazu ein Buff um den Hals, Stirnband, Rennhosen mit langen Beinlingen, Shorts darüber, Winterschuhe und unter den Handschuhen Gummihandschuhe. «Das hat die Nässe recht gut abgehalten», freute sich Schneebeli nach ihrem ersten Triumph im neuen Regenbogentrikot.
................................................... von martin platter Sie waren nicht zu beneiden, die 680 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die am Sonntag trotz garstigen Wetterbedingungen am O-Tour-Bike-Marathon dabei waren, der zugleich als Schweizer Meisterschaft zählte. Auf dem Glaubenberg gab es sogar bereits vereinzelt Schneeflocken bei Temperaturen knapp über Null. Das führte zu etlichen Aufgaben wegen Unterkühlung. Das unwirtliche Wetter machte auch Titelhalter Urs Huber zu schaffen. Dennoch vermochte er sich zusammen mit Vorjahressieger Hansueli Stauffer und dem Südafrikaner Philip Buys in der ersten Steigung zu Rickmettlen vom Rest abzusetzen. Buys musste wegen der Kälte jedoch bald die Segel streichen. Die beiden Teamkollegen Huber und Stauffer dagegen zogen ihr Tempo durch. Kurz vor dem Ziel konnte der Mettmenstetter den entscheidenden Angriff setzen, kam einige Sekunden weg und sicherte sich schliesslich den fünften Schweizer Meistertitel. Stauffer wurde zum vierten Mal Zweiter, diesmal vor dem
Resultate Männer (86 km): 1. Urs Huber (Mettmenstetten) 3:56:25. 2. Hausueli Stauffer (Sigriswil) 0:21. 3. Casey South (Matzingen) 1:28. 4. Michael Stünzi
Bike-Marathon-Classics-Leader Urs Huber vor Bulls-Teamkollege Hansueli Stauffer auf dem Weg zum fünften Schweizer Meistertitel-Gewinn. (Bild Martin Platter) erst 21-jährigen Schweiz-Australier Casey South, der im Finale noch auf Rang drei vorfuhr.
Kühle Erinnerungen an die Titelpremière 2011 «Die Verhältnisse erinnerten mich an meinen ersten Titelgewinn 2011 am Nationalpark Bike-Marathon. Damals wurde das Rennen wegen Schnee auf dem Chaschauna-Pass sogar abgebrochen», sagte Huber im Ziel. Er freue
sich sehr über den erneuten Titelgewinn. «Klar, ich war der Favorit. Klar hätte es mich geärgert, wenn es nicht mit dem Sieg geklappt hätte. Doch bei diesen Verhältnissen muss man das Rennen zuerst einmal bestehen.» Huber sicherte sich damit – bereits zum siebten Mal – auch den Gesamtsieg der nationalen MarathonRennserie Bike Marathon Classics. Stauffer konnte eine leise Enttäuschung nicht verbergen. Er musste aber eingestehen, dass Huber klar der
Stärkere gewesen war. «Über weite Strecken sind wir zusammen gefahren, um die Führungsarbeit aufzuteilen. Bergab haben wir nichts riskiert. Es ging schliesslich um den Titel», erklärte der Sigriswiler die Taktik und fügte an: «Nach einer durchzogenen Saison ist diese Silbermedaille Gold für mich wert.» Trotz des Wetters keine Motivationsschwierigkeiten hatte auch Jacqueline Schneebeli, die den 45-Kilometer-Halbmarathon gleich mit
(Grüsch) 3:47. 5. Riccardo Chiarini (It) 8:00. 6. Jeremias Marti (Gettnau) 8:44. 7. Oliver Zurbrügg (Lauterbrunnen) 8:51. 8. Andrin Beeli (Sagogn) 8:56. 9. Matthys Beukes (RSA) 9:18. 10. Marc Stutzmann (Rüfenacht, BE) 10:48. Frauen (86 km): 1. Katazina Sosna (Lit) 4:57:14. 2. Ariane Lüthi (Gunten) 3:18. 3. Esther Süss (Küttigen) 14:53. 4. Andrea Ming (Edlibach) 23:50. 5. Irina Lützelschwab (Wallbach) 33:35. Halbmarathon Männer (45 km): 1. Livio Camenzind (Schwyz) 2:17:36. 2. Elias Auf der Maur (Unteriberg) 3:11. 3. Ramon Christen (Ennetbürgen) 3:44. 4. Bruno Horath (Unteriberg) 5:39. 5. Christian Kälin (Bennau) 5:40. Frauen (45 km): 1. Jacqueline Schneebeli (Hauptikon) 2:36:43. 2. Alexandra Zürcher (Oey) 15:28. 3. Margrit Abächerli (Erstfeld) 16:43.
Zuschauen, anfeuern, mitjubeln
Der KV Affoltern lädt am Wochenende zu seinen Pferdesporttagen Am 14. und 15. September findet auf der Anlage Grüthau in Mettmenstetten der Herbst-Concours des Kavallerievereins Affoltern statt. Es warten Action, Spannung und kulinarische Freuden.
Das Turnier des TTC Affoltern bietet attraktiven Sport für die Teilnehmenden wie für Zuschauer. (Bild zvg.)
Tischtennis für Könner und Plauschspieler Am Sonntag, 22. September, findet das jährliche Turnier des TTC Affoltern in der Sporthalle Stigeli statt. Auch Plauschspieler sind herzlich willkommen. Die Saison 2019/2020 ist noch jung, die ersten Meisterschaftsspiele sind gerade absolviert, vielleicht gerade deswegen wollen sich viele Tischtennisspieler aus der ganzen Schweiz am beliebten Tischtennisturnier des TTC Affoltern messen: die 110 Plätze am Hauptturnier der Lizenzierten sind bereits fast ausgebucht. Auch in der A19-Serie für Spitzenspielerinnen und -spieler haben sich viele starke Cracks eingeschrieben, dort kämpft auch Tobias Klee, Spieler der ersten Mannschaft und Trainer des TTC Affoltern, um den Sieg mit.
Zuschauer können bequem von der Tribüne aus die vielen spannenden Matches verfolgen – und für das leibliche Wohl ist mit einem reichhaltigen Buffet gesorgt. Zusätzlich wird am Nachmittag für Spielerinnen und Spieler ohne Lizenz ein Plauschturnier mit mehreren Alterskategorien durchgeführt. Hier gibt es noch freie Plätze, Anmeldeschluss ist am Freitag, 20. September. Wie immer stellt der Partner Erra Team ein grosses Sortiment an Material für den Tischtennissport bereit, das zu Vorzugspreisen erworben werden kann. Mit Spannung wird seitens des Clubs verfolgt, was die vielen zum Teil jungen Affoltemer Nachwuchstalente dieses Jahr erreichen werden. (pd.) Turnierausschreibung «Erra Team Challenge 2019»: Sonntag, 22. September, 8 Uhr Hallenöffnung, ab
Attraktiver Spielmodus Der attraktive Spielmodus mit Dreiergruppen in allen Einzelserien kommt bei allen gut an. In jeder Serie sind so mindestens zwei Spiele garantiert. Die
8.30 Uhr Serien für Lizenzierte, ab 14.30 Uhr Plauschturnier (Kategorien: Erwachsene, Jugendliche Jahrgang 2001-2004, Schüler 2005 und jünger; Anmeldung bis Freitag 20. September, unter: www.ttcaa.ch/erra-team-challenge. Weitere Infos: www.ttcaa.ch.
Am Samstag und Sonntag duellieren sie sich wieder: In neun Prüfungen werden die Reiterinnen und Reiter auf ihren Pferden für spannenden Sport und gute Unterhaltung sorgen. Noch ist die Anzahl der Nennungen überschaubar, doch OK-Sekretärin Marion Kuhn ist zuversichtlich, dass sich das gegen Ende der Woche ändert: «In den letzten Jahren haben wir besonders in den höheren Prüfungen festgestellt, dass ein Grossteil der Teilnehmenden den Nennschluss abwartet und sich dann kurzfristig entscheidet, je nach Wetterprognose.» Diese sieht fürs Wochenende recht gut aus: milde Temperaturen und kein Regen.
Equipenprüfung: anfeuern und mitjubeln Wer am Samstag spontan in einer der fünf Prüfungen mitreiten will, hat noch bis Freitag um 16 Uhr Zeit, um sich anzumelden. Um 11 Uhr geht es auf der Reitanlage Grüthau los mit der ersten Prüfung – einem R/N100. Drei weitere Prüfungen in der Höhe bis zu einem Meter und zehn Zentimetern
Die Stalliker Reiterin Ariane Frommenwiler auf ihrer Stute Adele. (Bild zvg.) folgen, bevor am späteren Samstagnachmittag (ab zirka 16 Uhr) die Equipen-Plausch-Prüfung ansteht. Dort treten die Reiterinnen und Reiter als Team an. Das erste Paar absolviert den Parcours und wird dann vom zweiten Paar abgelöst. An dieser Prüfung sei die Spannung jeweils besonders hoch: «Das Publikum feuert die Reiterpaare jeweils richtig an und fiebert mit.» Das sorge für eine ganz besondere Atmosphäre. Am Sonntag stehen dann vier Prüfungen zwischen 70 und 95 Zentimetern auf dem Programm. Wer dort mitreiten will, hat bis Samstag um 16 Uhr die Chance, nachzumelden.
Hautnah dabei im Festzelt Die Zuschauerinnen und Zuschauer erleben während dieser beiden Tage nicht nur spannenden Pferdesport – sie werden auch kulinarisch bestens umsorgt, wie Marion Kuhn verspricht: «Neben dem klassischen Angebot von Würsten, Pommes frites oder Süssem bieten wir auch Menüs an.» Mit der ersten Prüfung am Samstag öffnen auch die Festwirtschaft und das bediente Zelt, sodass das Publikum sich bereits am Morgen einen Kaffee, ein Gipfeli oder ein Stück Kuchen gönnen kann, während es die Reiterinnen und Reiter anfeuert. (lhä)
Förderprojekt für junge Wintersporttalente Gegen 1900 Nachwuchsathletinnen und -athleten im Alter zwischen 15 bis 18 Jahren aus rund 70 Ländern werden im Januar 2020 am Genfersee in 16 Disziplinen um Medaillen kämpfen. Im Hinblick auf die Youth Olympic Games 2020 in Lausanne
sollen Schweizer Wintersporttalente gezielt gefördert werden. Das ist die Idee hinter dem «Swiss Olympic Youth Team», dem auch der 16-jährige Snowboarder Gian Andrin Biele aus Stallikon angehört. Das Youth Team zählt 158 Mitglieder aus allen 16 Sport-
disziplinen, die an den Spielen ausgetragen werden. Nun liegt es an ihnen, sich optimal vorzubereiten, damit sie die Qualifikation für die Olympischen Jugend-Winterspiele schaffen. (pd.) Fangruppe auf Facebook: SOYT2020.
Veranstaltungen
Stellenanzeiger Publikumsvortrag im Pflegezentrum Baar
Per 1. November 2019 oder nach Vereinbarung suchen wir je eine/-n
Donnerstag, 12. September 2019, 18.30 – 20.00 Uhr
Sachbearbeiter/-in Klientenbuchhaltung (70 – 80 %) Job Coach (30 – 40 %)
Wie kann Traditionelle Chinesische Medizin die Schulmedizin ergänzen?
Die ausführlichen Stellenbeschreibungen finden Sie unter www.sd-unteramt.ch. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung. Sozialdienst Unteramt, Stallikerstrasse 6, 8906 Bonstetten
Referent: Dr. med. V. Dvorak, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, Manuelle Medizin SAMM, Sportmedizin SGSM Ort: Mehrzweckraum Pflegezentrum Baar, Landhausstrasse 19, 6340 Baar. Anschliessend Apéro und offene Gesprächsrunde mit der Möglichkeit, die Praxis zu besichtigen. Ende der Veranstaltung um 21.30 Uhr.
Schulen/Kurse
Die Teilnahme am Vortrag ist kostenlos, die Anzahl Plätze jedoch beschränkt. Eine Sitzplatz-Reservierung ist möglich per Telefon unter 041 781 55 00 oder per E-Mail unter: baar@mediqi.ch MediQi Baar Landhausstrasse 19 6340 Baar Tel. 041 781 55 00 – baar@mediqi.ch
Line Dance Kurse in Affoltern Für neue Leute ohne Vorkenntnisse Beginn Donnerstag, 19. September, 20.00 Uhr Für Quereinsteiger mit Tanzerfahrung in bestehende Kurse Mo, Di, Do gerne nach Absprache. Für Senioren ohne Vorkenntnisse Beginn Montag, 23. September, 14.45 Uhr Für Senioren mit etwas Tanzerfahrung in bestehende Kurse Mo 16.00/17.15 Uhr Info und Anmeldung anita.seegraf@gmail.com oder Telefon 041 917 42 94
Auf Spurensuche im alten Affoltern am Albis Affoltern im 21. Jahrhundert – ausgewählte Orte erzählen die Geschichte der Entwicklung vom Bauerndorf zur Stadt.
Ortsrundgang Samstag, 14. September um 10 Uhr Mittwoch, 18. September um 18 Uhr Dauer ca. 90 Minuten Besammlung: Bahnhof Affoltern am Albis, bei der Schalterhalle Keine Voranmeldung, gratis