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067_2022

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 67 I 176. Jahrgang I Freitag, 2. September 2022

Tiere und AHV

In Bonstetten diskutierten Politiker auf der Bühne über zwei Abstimmungsvorlagen. > Seite 3

Infos zum Altersheim

Angehörige der Bewohner im Altersheim Seewadel wurden über den Neubau informiert. > Seite 7

Fest in Ottenbach

Die Reusstal Musikanten sorgen seit 50 Jahren für Stimmung – auch am Jubiläumskonzert. > Seite 8

Wenige Wohnungen

Leerwohnungen gibt es im Kanton Zürich nur wenige – vor allem auch im Säuliamt. > Seite 9

Was hinter den Kulissen alles lief Noch bis am Sonntag läuft in Affoltern das grosse Stadtfäscht22

von luc müller

Schon wieder 20 Anrufe Gibt es genügend Stromanschlüsse in der Nähe? Sind die mobilen Toilettenhäuschen schon geliefert? Steht die Strassenabsperrung? Alfi Calabrese ist mit seinem Kopf gleichzeitig überall.

Gross-ARA für Obfelden in Merenschwand Obfelden strebt den Anschluss ihrer Abwasserreinigung an die ARA in Merenschwand an. Die Gemeinde informierte am Mittwoch die Bevölkerung.

Essen, trinken, tanzen, feiern: In Affoltern sorgt eine grosse Party für Stimmung – zum Start am Donnerstag gab es noch viel zu tun.

Seit gestern tobt in der Stadt Affoltern zum ersten Mal das Stadtfäscht, das noch bis am Sonntag andauert. Zur Eröffnung des Spektakels stiess das gesamte Organisationskomitee (OK) des Stadtfäscht22 mit der neuen Stadtpräsidentin Eveline Fenner an. Als musikalische Hauptattraktionen sorgen morgen Samstag Adrian Stern und Pat Burgener für Stimmung – zudem locken verschiedene Essensstände und zahlreiche Attraktionen. Noch am Donnerstagmorgen gab es für den OK-Chef Alfi Calabrese allerhand zu erledigen. Der «Anzeiger» hat sich an seine Fersen geheftet. «Hoi Alfi, wo kann ich genau parkieren?» Schon wieder gibt es ein Problem zu lösen. Alfi Calabrese, der Mann mit italienischen Wurzeln, bleibt gelassen und versorgt sein Gegenüber mit allen nötigen Informationen. Weiter geht die Kontrolltour auf seinem Tretroller durch die Zürichstrasse. Wieder ein kurzes Gespräch – diesmal auf Italienisch. Der Standbetreiber ist mit einem zu grossen Zelt angereist, kurzfristig hat ihm der OK-Chef einen anderen Platz zugewiesen. «Man muss immer ruhig bleiben und schnell eine Lösung finden. Das klappt in Absprache mit meinen Kollegen vom OK bestens.»

Neue Winzer

Der Rebhügel in Knonau wird nun von neuen Pächtern bewirtschaftet. > Seite 15

Für die Abwasserreinigungsanlagen (ARA) in Obfelden und Merenschwand stehen grössere Investitionen an. Um vor allem die Wirtschaftlichkeit, aber auch die Energieeffizienz und Umweltmassnahmen zu verbessern, wird ein Zusammenschluss angestrebt. Dazu muss die ARA Reuss-Schachen in Merenschwand ausgebaut werden. Die neue Anlage ist für 22 000 Einwohnerwerte ausgelegt. Dieser Wert umfasst die Einwohner und die wichtigsten Industriebetriebe. Als Planungshorizont wurde das Jahr 2045 gewählt. Am Standort Obfelden verbleiben die Regenbecken. Dazu entsteht dort ein Pumpwerk und eine Leitung nach Merenschwand. Über die Sachvorlage wird am 25. September an der Urne abgestimmt. Realisiert würde das Projekt bis im Jahr 2027. (dst)

> Bericht auf Seite 6 ANZEIGEN

OK-Chef Alfi Calabrese posiert am Donnerstagmorgen auf der ZKB-Bühne, die gerade aufgebaut wird. (Bild Luc Müller) Weiter geht es in den Kasinosaal, wo während des Stadtfäschts auch die Musikstars und 600 Helfer verköstigt werden. Auch hier sieht alles gut aus. Kurz einen Blick zur ZKB-Musikbühne, auf der am Samstag Adrian Stern und seine Band stehen werden. Hier sind die Techniker fleissig mit dem Aufbau beschäftigt. Noch sind nicht alle Stromanschlüsse bereit. Doch es läuft alles nach Plan. «Ich habe seit acht Uhr sicher schon wieder 20 Anrufe auf meinem Handy gehabt», berichtet Calabrese, während er mit sei-

nem Trottinett an den Ständen vorbeifährt, die sich im Aufbau befinden.

Kurzes Gespräch auf Italienisch Da wird gehämmert, gebohrt und gesägt. An einem anderen Ort ist ein Techniker am Kabel verlegen. Die Arbeiten haben nichts mit dem Fäscht zu tun. «Ich habe gesagt, er kann hier noch schnell die Arbeiten fertigmachen. Aber dann muss er den Platz für die Stände frei machen.» Wieder ist ein Problem gelöst. Ein paar Stunden später hat sich die Zürichstras-

se in eine bunte Festmeile verwandelt, durch die zahlreiche Besucherinnen und Besucher wandeln. Wieder parliert Alfi Calabrese auf Italienisch. Ein Standbetreiber, der Pizza anbietet, braucht noch Infos. Alles geklärt. Jetzt noch ein kurzer Schwatz mit der Feuerwehr und der Polizei, welche die Strassensperrungen fertigstellen. Alles im Lot. «So richtig abschalten werde ich heute wohl erst gegen 24 Uhr», sagt der OK-Chef – und nimmt den nächsten Anruf entgegen.

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> Interview auf Seite 5

Spital Affoltern hat beim Kanton Gehör gefunden Spitalliste 2023: Unbefristete Leistungsaufträge für Altersmedizin und Psychiatrie Nebst der Psychiatrie darf das Spital Affoltern auch die Akutgeriatrie und Palliative Care weiterhin stationär anbieten. Neu kommt die Gerontopsychiatrie dazu. Die Innere Medizin bleibt auf drei Jahre befristet.

(inklusive Mutter-Kind-Abteilung) konzentrieren. Dazu gehört nach wie vor eine wohnortnahe Grundversorgung, wenn auch ohne Chirurgie. So wird der Operationssaal bereits per Ende September geschlossen (der «Anzeiger» hat berichtet).

von Thomas sTöckli

Definition des Leistungsangebots für die Altersmedizin schärfen

Gemäss Vernehmlassungsvorlage der Spitalliste sollten dem Spital Affoltern ab Januar 2026 alle Leistungsaufträge mit Ausnahme der Psychiatrie entzogen werden. Das hätte faktisch das Ende bedeutet. Mit einer Neupositionierung, erarbeitet in engem Austausch mit der Gesundheitsdirektion, ist es gelungen, das abzuwenden: So wird sich das Spital Affoltern künftig auf seine Kernkompetenzen Altersmedizin und Psychiatrie

Befristet – und zwar auf drei Jahre – ist auch der Leistungsauftrag für Innere Medizin. In den Beobachtungsjahren 2023 und 2024 werde man gemeinsam mit der Gesundheitsdirektion definieren, welche stationären medizinischen Leistungen man auch über 2025 hinaus anbieten könne, teilt die Spitalführung mit: «Dies ist für die Entwicklung der Akutgeriatrie wie auch für ein attraktives Notfallangebot zentral.» Letzteres

steht der Bevölkerung weiterhin an 7 Tagen zu 24 Stunden zur Verfügung und wird in Zusammenarbeit mit Schutz und Rettung Zürich und dem Stadtspital Zürich Triemli erbracht. Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli sprach an der Medienkonferenz von gestern Donnerstag von einem konstruktiven Dialog mit dem Spital Affoltern, der zum zukunftsfähigen Konzept mit Fokus auf die überregional geschätzte Altersmedizin geführt habe. «Dank der grossen Unterstützung, die wir erhalten haben, können wir der Bevölkerung in der Region weiterhin eine wohnortnahe Grundversorgung bieten und unsere bewährten Spezialgebiete weiterführen», so Stefan Gyseler, Verwaltungsratspräsident des Spitals Affoltern. Konkret nennt er als Unterstützer nebst den Mitarbeitenden auch die Bevölkerung, die Gemeinden, die

Wirtschaft und Ärzteschaft in der Region, den Verein «Ja zum Spital Bezirk Affoltern», die Kantonalkirchen und die Fachgesellschaften, insbesondere für Akutgeriatrie und Palliativmedizin.

Ambulantes Angebot abstimmen Die erteilten stationären Leistungsaufträge des Kantons wird das Spital Affoltern durch ein ausgebautes, integriertes ambulantes Angebot sowie Kooperationen mit umliegenden Leistungserbringern ergänzen. Die Spitalführung will das ambulante Angebot in den kommenden Monaten innerhalb des Projekts für eine integrierte Alters- und Gesundheitsstrategie für den Bezirk Affoltern (Agsba) mit den anderen Leistungserbringern des Bezirks abstimmen.

> Interview auf Seite 3

50035 9 771661 391004


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