CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 26 856 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 63 I 176. Jahrgang I Freitag, 19. August 2022
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Rekordzahlen
Zwei Unfälle
Totholz als Schutz für die Fische
Flüchtlinge kehren heim
Im neuen Schuljahr gibt es im Kanton Zürich 134 Klassen mehr als im Vorjahr. > Seite 3
Dem Fischbestand in der Lorze hat die Trockenheit bisher wenig ausgemacht. Biber sind dafür mitverantwortlich. Die anhaltende Trockenheit hat den Gewässern zugesetzt – auch im Knonauer Amt: In Hausen mussten Bachforellen aus dem Juchbach in den Jonenbach umgesiedelt werden («Anzeiger» vom 9. August). Auch im Haselbach war eine solche Aktion nötig. Dagegen ist die Lorze, die beim «Rüssspitz» in die Reuss mündet, bisher glimpflich davongekommen. Dass es den Fischen hier besser geht als ihren Artgenossen in anderen Gewässern, liegt auch am Biber. Der ist nämlich zumindest mitverantwortlich, dass viele Baumstämme und Teile davon im Wasser liegen – und nun den Fischen Schutzmöglichkeiten bieten. (red.)
> Bericht auf Seite 5
Der Influencer aus Obfelden Auf Instagram und TikTok folgen ihm schon Millionen: Marco Pereira aus Obfelden postet vor allem Filme und Bilder über die Schweiz.
In Maschwanden und Stallikon kam es innerhalb eines Tages zu schweren Arbeitsunfällen. > Seite 5
Familiendrama
Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren in einem Tötungsfall in Affoltern eingestellt. > Seite 8
Gute Stimmung
Das kleine Open Air «Dä feschti Wal» zog rund 300 Besucherinnen und Besucher an. > Seite 11
Expo Obfelden
Ab dem 26. August präsentieren sich 50 Aussteller aus dem lokalen Gewerbe. > Seite 13
Aus der Ukraine Geflüchtete arbeiten aber auch inzwischen hier Rund 50 Ukraine-Flüchtlinge, die seit Juni hier im Bezirk gewohnt haben, sind wieder in ihre Heimat zurückgefahren. von luc müller Mitte Juni lebten im Bezirk Affoltern 302 aus der Ukraine geflüchtete mit registriertem und bestätigtem S-Status. Der Sozialdienst Bezirk Affoltern kümmert sich unter anderem um das Asyl- und Migrationswesen der angeschlossenen elf Träger- und Anschlussgemeinden. Das sind die acht Trägergemeinden Aeugst, Hausen, Hedingen, Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten, Obfelden, Ottenbach sowie die drei Anschlussgemeinden Bonstetten, Wettswil und Stallikon. Selber organisiert sind die Stadt Affoltern sowie die Gemeinden Kappel und Rifferswil. In Affoltern betreibt der Kanton Zürich das Zentrum Lilienberg mit maximal 90 Plätzen für unbegleitete Jugendliche aus dem Asylbereich. Zum Ausgleich erhält die Stadt Affoltern keine anderen Asylsuchenden zugewiesen. Privatpersonen haben aber 41
Ukraine-Flüchtlinge mit S-Status aufgenommen. Kappel und Rifferswil haben die Asylorganisation Zürich mit dem Vollzug des Asylgesetzes beauftragt. Wie sieht es nun aktuell aus? Ein Gesuch um «S» haben in der Schweiz bisher 62 026 Personen gestellt. «Aktuell leben 262 Ukrainerinnen und Ukrainer in den elf Gemeinden, die wir betreuen», erklärt Ivo Lötscher, Geschäftsführer Sozialdienst Bezirk Affoltern. «Aufgenommen haben wir bisher 312 Personen, das heisst 50 Personen sind in der Zwischenzeit weitergezogen – in ein anderes Land oder in die Ukraine zurückgekehrt.
Rückkehrhilfe für Ukrainer In der Stadt Affoltern wohnen derzeit 49 Personen mit Status S. Nach Informationen von Stadtschreiber Stefan Trottmann hat die Stadt weiteren Wohnraum dazugemietet, um die Flüchtlinge, die vorher auch bei Privaten gewohnt haben, unterzubringen. Eine Familie sei inzwischen in ihre Heimat zurückgekehrt und habe auf Vermittlung die finanzielle Rückkehrhilfe des Bundes in Anspruch genommen, sagt Trottmann.
Flüchtlinge, die in die Ukraine zurückkehren, erhalten eine Finanzspritze. Ivo Lötscher dazu: «Ukrainische Staatsangehörige mit Status S, die definitiv in die Ukraine zurückkehren wollen, können sich bei der kantonalen Rückkehrberatungsstelle melden. Die Rückkehrunterstützung gewährt dann der Bund.» Sie beträgt maximal 500 Franken für Erwachsene (für Kinder die Hälfte) und pro Familie maximal 2000 Franken. «Wer Rückkehrunterstützung erhält, muss auf den Status S verzichten und den Ausweis abgeben», betont Lötscher.
Arbeiten in der Schweiz Dank des S-Status dürfen die aus der Ukraine Geflüchteten hier in der Schweiz arbeiten. Wie viele der im Bezirk Affoltern derzeit wohnhaften Ukrainer mit S-Status haben eine Arbeit gefunden? Gemäss Information von Ivo Lötscher sind knapp zehn Prozent der erwerbsfähigen Personen in einem Arbeitsverhältnis. Sie sind in den Bereichen Gastgewerbe, Informatik, Landwirtschaft sowie im Unterrichtswesen tätig.
> Weiterer Bericht auf Seite 3
Spannung auf Cupschlager steigt
Eines der zahlreichen Gemälde, die Harry Steinmann hinterlassen hat. (Bild zvg.)
Ein passionierter Maler Am 4. September wäre Harry Steinmann 100 Jahre alt geworden – wäre er nicht im März 2021 verstorben. Den Jahrestag nehmen seine Nachfahren zum Anlass, seine Bilder in einer Ausstellung in der reformierten Kirche Wettswil zu präsentieren. Neben seinen Engagements für die Schule und die Gesellschaft war Steinmann nämlich auch ein passionierter Maler. In seinen Aquarellen und Ölbildern erscheint oft das alte Wettswil mit seinem bäuerlichen Charakter, aber er malte auch imposante (Berg-)Landschaften. (red.)
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Der Secondo lebt schon seit Jahren hier in der Schweiz. Er arbeitet als Fachmann für Bau, Unterhalt und Betrieb von Gasund Wasserleitungsnetzen. In der Freizeit zieht es ihn mit seiner Freundin auf Reisen durch die Schweiz. Von den schönsten Orten knipst er Bilder oder dreht Filmchen, die er dann ins Internet stellt. Aus dem Hobby könnte nun für den Influencer sogar noch mehr werden. Kürzlich war er im Auftrag der Firma Valser im Bündnerland unterwegs. (red.)
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> Bericht auf Seite 8
Westernreiterin erringt Gold Lea Tanner aus Aeugst ist neue JugendEuropameisterin im Westernreiten. In den Disziplinen Western Riding und Trail gewann sie eine Goldmedaille. Bei drei weiteren Wettkämpfen konnte sie nochmals eine Gold- und zwei Silbermedaillen erringen. Zudem wurde ihr einmal Bronze verliehen. Die 18-Jährige trat an den Wettkämpfen mit drei eigenen Pferden an. Die Europameisterschaften fanden in deutschem Rieden statt. Bis zu 800 Zuschauer wohnten den anspruchsvollen Wettkämpfen bei. Die angehende Kauffrau kann im nächsten Jahr noch ein letztes Mal bei den Junioren starten. «Das Reiten habe ich von meiner Mutter gelernt», erzählt Lea Tanner. (dst)
> Bericht auf Seite 21
Emsiges Treiben im Wettswiler Moos: Es wurden Tribünen für gesamthaft rund 3500 Plätze errichtet. (Bild Kaspar Köchli)
Vorgestern Mittwoch um 7 Uhr fuhren vier Lastwagen mit Anhängern auf dem Wettswiler Moos vor. Die Sportanlage wird für das morgige Cupspiel des FC Wettswil-Bonstetten gegen den Grasshopper Club Zürich zur Franz AG-Arena umgewandelt. «Es war nicht einfach, ein passendes Unternehmen zu engagieren», sagt der für die Infrastruktur zuständige Oliver Paschaweh. «Auch, weil bei weiteren Cuppartien von Unterklassigen gegen Spitzenclubs Tribünen benötigt werden sowie in einer Woche das ‹Eidgenössi-
sche› stattfindet.» Verantwortlich für den Tribünenbau zeichnet nun die Firma Hofstetter aus dem bernischen Walkringen. Dessen Projektleiter Florian Beutler gibt Auskunft: «Das Abladen und Bereitstellen des Materials dauerte achteinhalb Stunden, das effektive Errichten der Tribünen nimmt 17 Stunden in Anspruch, im Einsatz stehen zwei Bauleiter sowie zwölf Helfer.» Die Kapazität umfasst zirka 2300 Steh- und 1150 Sitzplätze. Morgen Samstag wird das Stadion um 15 Uhr geöffnet, letzte Tickets gibts an der Tageskasse. Anpfiff des Cupschlagers FCWB gegen GC ist in der Folge um 17 Uhr, auch das Schweizer Fernsehen wird vor Ort sein.
FC Affoltern empfängt Sarmenstorf Ebenfalls in der ersten Hauptrunde figuriert der FC Affoltern (3. Liga). Er qualifizierte sich via Fair-Play-Cup und empfängt morgen Samstag um 16 Uhr den FC Sarmenstorf (2. Liga). ). «Natürlich hofften wir auf das grosse Los», so Wale Aegerter, Leiter Sport. Und weiter: «Nach kurzer Enttäuschung überwog schon bald die Freude. Einerseits bestehen Hoffnungen auf ein Weiterkommen, andererseits besitzt unser Gegner eine extrem grosse Fangemeinde.» Partiebeginn in Affoltern ist um 16 Uhr auf der Sportanlage Moos, die ab 14.30 Uhr zugänglich ist. Der Eintritt ist kostenlos. (kakö)
50033 9 771661 391004