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059_2022

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 26 856 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 59 I 176. Jahrgang I Donnerstag, 4. August 2022

Jüngster Nationalrat

Andri Silberschmidt hat am Vorabend des Nationalfeiertags in Bonstetten referiert. > Seite 3

Jüngster Redner

Der 21-jährige Skiakrobat Andrin Schädler erzählte in Ottenbach aus seinem Sportleralltag. > Seite 4

«Wahre Helden»

Rednerin Claudia Bickel dankte in Knonau jenen, die Flüchtlinge aufgenommen haben. > Seite 5

Energetische Rede

Christoph Brand, CEO der Axpo Holding AG, sprach am Hedinger Weiher. > Seite 7

Der Bundespräsident in Knonau Bundespräsident Ignazio Cassis machte am 1. August auf seiner Swiss-Tour in Knonau Halt. Zum Brunchen kam er aber nicht, denn nach der Hofführung und seiner Ansprache wünschten sich unzählige der Gäste ein Erinnerungsbild mit ihm.

Nicht alle Gäste wussten von ihrem Glück, heute mit dem Bundespräsidenten zu brunchen. Die Tischnachbarn Christiane und Hugo aus Zürich, Stammgäste am Brunch in Knonau, waren völlig überrascht. Ebenso das junge Touristenpaar aus Australien, das zuerst nicht verstand, was hier abläuft. Aber auch eine Familie aus der Umgebung fiel aus allen Wolken. Für die Bauernfamilie Duperrex bedeutete dieser Brunch nach

Huber gewinnt in Österreich

130 Kilometer und unglaubliche 4500 Höhenmeter waren für Urs Huber zu absolvieren. Nach mehr als fünfeinhalb Stunden konnte er das Rennen für sich entscheiden. Der 36-Jährige holte bei seinem vierten Start seinen 4. Sieg und zeigte sich sehr erfreut darüber. In der zweiten Saisonhälfte folgen nun die weiteren Rennen im Wochentakt. Nächstes Wochenende fährt der Mettmenstetter das Ischgl-Ironbike-Rennen. Ab dem 13. August geht es für ihn in der Schweiz weiter. Die Eiger-BikeChallenge konnte er bereits achtmal gewinnen. Nicht immer war ihm aber das Glück hold bei dieser Strecke. (red)

Von Marianne Voss

Rede und Landeshymne

In der Sommerserie «Nachts im Säuliamt» geht es diesmal um tierische Notfälle. > Seite 9

Der Mountainbike-Profi aus Mettmenstetten gewann den M3-Marathon im Montafon. Nun folgt ein Wettbewerb in Ischgl, danach geht es in die Schweiz.

Begegnung mit Ignazio Cassis auf dem Hof Stöckweid

Wenn in der Schweiz ein Bundesrat oder eine Bundesrätin unterwegs ist und öffentlich auftritt, geschieht das ohne Glamour oder pompöses Drumherum. Natürlich wird für die Sicherheit gesorgt, doch das geschieht in der Regel so diskret, dass die Anwesenden keine Notiz davon nehmen. So war es auch am 1. August vormittags am Brunch auf dem Hof Stöckweid in Knonau. Die Gäste genossen bereits die goldgelbe Rösti mit Spiegelei oder Zopf mit Butter, Käse und Aufschnitt, als sich der Bundespräsident Ignazio Cassis mit Gattin, Weibel und einer Gruppe Jungpolitikerinnen und -politiker aus dem Tessin gut gelaunt hinzugesellte. Natürlich nicht ganz unbemerkt – er wurde mit einem kräftigen Applaus willkommen geheissen.

Auf Abruf

> Bericht auf Seite 17 ANZEIGEN

In der aktuellen Werbebeilage blättern!

Der Bundespräsident mit Gattin im Stall der Gastgeber Jean-Jacques (links) und Serge Duperrex. (Bild Marianne Voss) der Coronapause eine spezielle aber auch schöne Herausforderung. Natürlich waren die 600 Plätze vollständig ausgebucht. Zwei lange Tische standen dem Bundespräsidenten respektive seinen Begleitpersonen zur Verfügung. Der Brunch wurde ein bisschen zur 1.-August-Feier, da Ignazio Cassis eine Rede hielt und anschliessend die Landeshymne gesungen wurde. Das weitere Programm mit musikalischer Umrahmung durch die «Räbberg-Fäger», Alphornklänge und Auftritte einer Treichlergruppe verlief wie üblich. Das Wetter spielte perfekt mit, was der Gast-

Physik-Weltmeister

geberfamilie und ihren rund 40 Helferinnen und Helfern die aufwendigen Vorbereitungen erleichterte.

Hunderte von Fotos Der Bundespräsident kam nicht zum Sitzen und auch nicht in den Genuss der wunderbaren Speisen auf dem riesigen Buffet. Doch er nahm es gelassen und liess sich nicht stressen durch die unzähligen Frauen und Männer, die unserem Präsidenten die Hand schütteln wollten. Nur der Weibel und seine Kommunikationsverantwortliche muss-

www.bauhaus.ch

ten ab und zu allzu gesprächige Gäste in die Schranken weisen. Während des kurzen Hofrundgangs, auf welchem Landwirt Jean-Jacques den Laufstall mit Melkroboter und die Solaranlage auf dem Stalldach erklärte, hörte der prominente Gast aufmerksam zu und zeigte sich echt beeindruckt. Anschliessend fütterte Ignazio Cassis Kühe, badete in der Menge, stand für Hunderte von Fotos und Selfies zur Verfügung und beantwortete Fragen von Journalisten. Dabei strahlte er und genoss es sichtlich.

VOM DORF ZU DE STADT

> Weiterer Bericht auf Seite 4 und 5

Schneiderinnen ausbilden

Ottenbacher Gymnasiast im Schweizer Team Mission am Nil International hilft im Kongo Der Ottenbacher Joel Tan gewinnt mit seinem Team einen internationalen Physik-Wettbewerb in Rumänien.

Joel Tan, Physik-Weltmeister aus Ottenbach. (Bild zvg.)

Der Wettbewerb wird vom Verein «International Young Physicists’ Tournament» (Iypt) jährlich organisiert. Der Säuliämtler nahm bereits zum 2. Mal daran teil. Die Durchführung in Rumänien war ein schönes Erlebnis, stellte den angehenden ETH-Studenten aber auch vor gewisse Herausforderungen. Gelöst hat sein Team eine Aufgabe, welche die Tröpfchenreaktion eines Wassergemisches auf einem Öl-Bett beschreibt. Im nächsten Jahr wird Joel Tan nicht mehr am Wettbewerb teilnehmen, da er ab dem Herbst neue Pläne verfolgt. (red)

> Bericht auf Seite 8

In Knonau lagern alte Tretnähmaschinen, die regelmässig nach Afrika verschifft werden. Die Mission am Nil International, die ihren Sitz in Knonau hat, sammelt alte Tretnähmaschinen. Das für einen guten

Zweck: Auf solchen Maschinen bilden Lehrkräfte im Kongo Schneiderinnen aus. Nach Abschluss der Lehre erhalten die Frauen ein Diplom und eine der alten Nähtretmaschinen aus der Schweiz, um sich selbstständig zu machen. (uc)

> Bericht auf Seite 10

Einladung

Info-Abend Küchenumbau 24. August

Cham | 041 747 40 50 | kilian-kuechen.ch

40031 Alte Nähmaschinen aus der Schweiz sind im Kongo im Einsatz. (Bild zvg.)

9 771661 391004


Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des AERZTEFON: 0800 33 66 55. Bei Verkehrsunfä fällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

Konkurspublikation/ Schuldenruf Schuldnerin: Nachlass von Rita BerliStettbacher, geb. 21. Oktober 1932, von Ottenbach ZH, gest. 13. Mai 2021, wohnhaft gewesen 8910 Affoltern am Albis Datum der Konkurseröffnung: 2. November 2021

Wohin du nun auch gehst, du bleibst in unseren Herzen. Wie weit entfernt du nun auch bist, du bist ein Teil von uns.

In tiefer Trauer, inniger Liebe und Dankbarkeit für alles was du uns geschenkt hast, nehmen wir Abschied von meinem herzensguten Ehemann, meinem Dad, unserem Bruder, unserem Verwandten, unserem Freund

Mit vielen schönen Erinnerungen nehmen wir Abschied von unserem lieben und herzensguten Mami und Schwiegermami

Christopher Robert Schiess

25. 11. 1934 – 28. 7. 2022

23. April 1955 bis 28. Juli 2022

Mit grossem Optimismus hast du gegen deine Krankheit angekämpft und die Hoffnung auf eine glückliche Zukunft im Pensionsalter nie verloren. Wir sind unfassbar traurig, dass du den Kampf verloren hast und deine Augen für immer geschlossen bleiben. Deine fürsorgliche Art, dein Humor, deine Grosszügigkeit und deine Passion für deinen Beruf vergessen wir nie.

Konkurseröffnung Elisabeth Fahrni, ausgeschlagene Erbschaft, geb. 1. Januar 1951, von Eriz BE, gest. 21. April 2022, wohnhaft gewesen, c/o Pflegezentrum Sonnenberg, Melchior Hirzel-Weg 42, 8910 Affoltern am Albis, zuletzt wohnhaft gewesen, Baarerstrasse 2, 8932 Mettmenstetten

Wir verabschieden uns am Sonntag, 21. August 2022, um 15.00 Uhr beim Flugplatz Buttwil an einem Waldgrillplatz. Zur Abdankung sind alle Verwandten, Freunde und Bekannten herzlich eingeladen. Anstelle von Blumenspenden gedenke man dem Palliative Care Kompetenzzentrum, Palliativstation Villa Sonnenberg, 8910 Affoltern a.A., Kto-Nr. 85-391373-1 (PostFinance), IBAN CH44 0900 0000 8539 1373 1, Vermerk «Christopher Schiess».

Angaben zur Meldung Der Gemeinderat Maschwanden hat mit Beschluss Nr. 137 vom 19. Juli 2022, gestützt auf § 213 PBG, das Gebäude, Vers.-Nr. 329, auf Kat.-Nr. 1052, an der Hinterdorfstrasse 10, 8933 Maschwanden, aus dem Inventar der schutzwürdigen Bauten der Gemeinde Maschwanden entlassen. Auf das Anordnen von Schutzmassnahmen für das Gebäude wird verzichtet.

Rechtliche Hinweise und Fristen Publikation nach Planungs- und Baugesetz (PBG). Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Zustellung (Eigentümer) bzw. Publikation (Dritte) an gerechnet, beim Baurekursgericht des Kantons Zürich, Postfach, 8090 Zürich, schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausführung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist beizulegen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen. Materielle und formelle Urteile des Baurekursgerichts sind kostenpflichtig; die Kosten hat die im Verfahren unterliegende Partei zu tragen. Rechtsmittelfrist Frist: 30 Tage Ablauf der Frist: 05.09.2022 Meldungen für Unterschutzstellungen haben eine Rechtsmittelfrist von 30 Tagen.

Anstelle von Blumen gedenke man dem Zürcher Tierschutz, IBAN CH10 3000 0002 8000 5204 3, Vermerk: Ruth Aeberli-Wiederkehr. Traueradresse: Marcel Aeberli, Martina und Roli Abegg-Aeberli, Kreuzrain 8, 8908 Hedingen

14. Februar 1929 bis 24. Juli 2022

HERZLICHEN DANK für die grosse Anteilnahme und die vielen Zeichen der Verbundenheit, die wir beim Abschied von

Jürg Brüllhardt-Widmer Wir danken: – für die schönen Blumen und die persönlichen Karten mit vielen geschätzten und interessanten Anekdoten – für die zahlreichen Spenden für das Schweizerische Rote Kreuz und Hilfswerke – Frau Pfarrerin Brigitta Josef für die trostreiche und würdige Abschiedsfeier – der Organistin, Frau Theres Meienberger, für die feierliche Musik – der Fahnendelegationen des Musikvereins Obfelden, den Veteranen des Musikvereins Obfelden und des Zürcher Blasmusikverbands für das letzte Geleit Ein besonderes Dankeschön geht an alle, die Jürg im Leben mit Freundschaft, Wertschätzung oder mit einem Lachen begegnet sind.

Die Trauerfamilien

Muri, im August 2022

In stiller Trauer:

Walter und Vicky von Siebenthal-Montoya und Familie Jeannette und Roberto Canepa-von Siebenthal und Familie Susanne und Heinrich Güttinger-von Siebenthal und Familie Jacqueline und Claudio Lorenzet-von Siebenthal und Familie Verwandte und Freunde Wir verabschieden uns am Mittwoch, 17. August 2022, 14.00 Uhr in der Kirche Knonau. Zuvor findet die Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis statt. Traueradresse: Walter von Siebenthal, Husrainstrasse 4, 8934 Knonau

Wir danken Für die überaus grosse Anteilnahme in den Tagen des Abschieds von meinem herzensguten Ehemann, unserem Papi, Schwiegerpapa und Grosspapi

Anton Vögele-Mattmann 14.05.1935 – 14.06.2022

Einsichtnahme Der Beschluss des Gemeinderats mit dazugehörigen Akten können während der Rekursfrist bei der Gemeindeverwaltung Maschwanden, Dorfstrasse 54, 8933 Maschwanden, zu den ordentlichen Öffnungszeiten oder nach Terminvereinbarung eingesehen werden.

Auf Wunsch findet die Urnenbeisetzung im engsten Familien- und Freundeskreis statt.

Elisabeth von Siebenthal-Weissbaum

erfahren durften.

Betrifft 8933 Maschwanden

Marcel Aeberli Martina und Roli Abegg-Aeberli Verwandte, Freunde und Bekannte

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von

18. April 1947 – 23. Juni 2022

Entlassung aus dem Inventar der schutzwürdigen Bauten: Gebäude Vers.-Nr. 329, Kat.-Nr. 1052, Hinterdorfstrasse 10, 8933 Maschwanden

In grosser Dankbarkeit

Ich sterbe, aber meine Liebe zu Euch stirbt nicht. Ich werde Euch im Himmel lieben, wie ich Euch auf Erden liebte.

Eingabefrist: 1 Monat

KONKURSAMT AFFOLTERN vertreten durch die Mobile Equipe+ Postfach 8036 Zürich

Du möchtest dich bei all den Menschen bedanken, welche dir in deinem Leben gut gesinnt waren.

Gilt als Leidzirkular

Summarisches Verfahren, Art. 231 SchKG

Zürich, 2. August 2022

Wir danken Dir von ganzem Herzen für alles was Du für uns gemacht und beigebracht hast und Du immer für uns da warst. Du warst ein wunderbarer Mensch! Du wirst immer in unseren Herzen sein.

Traueradressen: Gabriella Schiess, Siebeneichenstrasse 31, 5634 Merenschwand Cedric Schiess, Flammbach 8b, 5632 Buttwil

Datum der Konkurseröffnung: 1. Juni 2022

Im Übrigen wird auf die Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 3. August 2022 verwiesen.

Dein Wunsch und Wille war es durch den Freitod gehen zu dürfen. Wir sind sehr traurig und vermissen Dich sehr, verstehen aber Deinen Entscheid, welcher unseren grössten Respekt verdient.

Gabriella Schiess Cedric Schiess Geschwister, Verwandte und Freunde

Eingabefrist bis 2. September 2022

KONKURSAMT AFFOLTERN vertreten durch Mobile Equipe+ Postfach 8036 Zürich

Ruth Aeberli-Wiederkehr

In liebevoller Erinnerung und für immer in unseren Herzen

Summarisches Verfahren, Art. 231 SchKG. Im Übrigen wird auf die Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 2. August 2022 verwiesen.

Was man tief in seinem Herzen trägt, kann man nicht durch den Tod verlieren.

danken wir von ganzem Herzen.

Martin Hedinger 21. April 1954 – 28. Juli 2022

Unerwartet und doch nicht ganz überraschend hat uns unser lieber Lebenspartner, Bruder, Schwager und Onkel in seinem 69. Lebensjahr für immer verlassen. Seine verlässliche, grosszügige Art wird uns fehlen.

Dankbar und in stiller Trauer Margrit Knöpfli Bettina und Sascha Ribi und Cornelia Hedinger-Hess Lea und Sophie Hedinger Die Trauerfeier findet am Montag, 8. August 2022, um 14.15 Uhr in der reformierten Kirche Bonstetten statt. Beisetzung auf dem Friedhof Bodenfeld um 13.30 Uhr. Traueradresse: Margrit Knöpfli, Oberdorfstrasse 10, 8906 Bonstetten

Ein besonders grosses Bedürfnis ist es uns, Euch allen, die Ihr Toni in der Kirche die letzte Ehre erwiesen habt, aufrichtig zu danken. Eure Anwesenheit hat uns tief berührt und diese Verbundenheit zu spüren, tat und tut uns sehr gut. Ein spezielles Dankeschön möchten wir den Pflegenden der Spitex Knonaueramt und den Pflegenden der Villa Sonnenberg in Affoltern a. A. aussprechen. Sie alle haben Toni in seinen letzten Wochen und Tagen äusserst liebevoll betreut und gepflegt. Wir danken ausserdem: – Pfarrer Mathias Zihlmann für die Gestaltung des würdevollen und feierlichen Trauergottesdienstes – Dr. Jan Holy für die langjährige Betreuung – den Fahnendelegationen des Feldschützenvereins Ottenbach und der Bezirksschützenveteranen für das letzte Geleit – für die vielen Karten, tröstenden Worte und Beileidsbezeugungen – für die grosszügigen Spenden an wohltätige Institutionen und für die Blumenspenden Ein herzliches Dankeschön all jenen, die Toni auf seinem Lebensweg wohlwollend begegnet sind. Die vielen schönen und guten Jahre mit Toni bleiben uns für immer in lebendiger Erinnerung.

Es werden keine Leidzirkulare versandt.

Ottenbach, im August 2022

Die Trauerfamilien


Bezirk Affoltern

Donnerstag, 4. August 2022

Am Montag, 8. August feiert Marguerite Büchler in Affoltern ihren 95. Geburtstag. Wir gratulieren der Jubilarin ganz herzlich zu diesem Fest.

Im Zeichen von Unternehmertum und Ukraine

Zum 80. Geburtstag

Nationalrat Andri Silberschmidt referierte an der Augustfeier in Bonstetten

WIR GRATULIEREN Zum 95. Geburtstag

Einen ehrenvollen runden Geburtstag, nämlich den 80., darf Therese Haab heute Donnerstag, 4. August, in Affoltern feiern. Unsere besten Wünsche gehen an die Jubilarin zu diesem besonderen Festtag – alles Gute!

Zur diamantenen Hochzeit 1962 geheiratet und sechs Jahrzehnte zusammengeblieben, das dürfen Annelise und Wilhelm Hagmann-Allenbach in Obfelden am Montag, 8. August, feiern! Wir wünschen ein schönes Fest und viele weitere glückliche Jahre! 21 915 Tage zusammen gelacht, geliebt und gestritten. Strahlend wie ein Diamant. Eine beneidenswerte Ehe und eine Familie, die sie über alles lieben. Ihre Kinder, Enkel und Urenkel wünschen dem Jubelpaar Trudy und Ernst Jud-Schmid in Mettmenstetten am 4. August einen wunderschönen Tag! Dem können wir und nur anschliessen.

Ein Polit- und ein Musiktalent: Bonstetten überliess die Bühne zum Nationalfeiertag zwei 28-Jährigen. Applaus gab es auch für den Ukraine-Verein Bonstetten. von Thomas sTöckli «Es ist schön, in Bonstetten zu sein», begann FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt seine Festrede. Während hier die Sonne noch scheine, sei sie jenseits des Bergs, an seinem Wohnort Zürich Enge, um diese Zeit bereits untergegangen. Das war es dann allerdings mit der lokalen Ebene: «Es gab schon bessere Zeiten, den Geburtstag der Schweiz zu feiern», wechselte Silberschmidt auf die nationale Bühne. So habe man etwa das Wort Inflation bis vor kurzem nur im Wirtschaftsunterricht gehört. Umso wichtiger sei es, dass jeder seinen und jede ihren Beitrag leiste, damit wir es in der Schweiz weiterhin gut haben, sei es

Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A. Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Luc Müller, Dominik Stierli, Alina Rütti Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 856 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: CH Media Print AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

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Singer-Songwriter Seb Lorez lud ein, sich zurückzulehnen und zu geniessen.

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in der Politik, in der Wirtschaft, in den Vereinen oder in der Familie.

Mut zum kontrollierten Risiko Als zentrales Element für das Prosperieren nannte der 28 Jahre junge Nationalrat den Mut, denn damit komme auch der unternehmerische Antrieb: «Ohne Risiko lässt sich nichts bewegen!» Und dabei dürfe auch mal etwas schiefgehen. So sehe er Misserfolg nicht als Scheitern, sondern als zusätzliche Erfahrung. Fünf Personen führte der Festredner als positive Beispiele auf. Darunter Emilie Lieberherr, die unter anderem eine führende Persönlichkeit im Kampf um das Frauenstimmrecht in der Schweiz war, aber auch die moderne Drogenpolitik geprägt hat. «Sie hat gezeigt, dass auch jemand, der aus einfachen Verhältnissen kommt, alles erreichen kann», so Silberschmidt. Schon früher hat Alfred Escher gewirkt: «Er hat die Eisenbahn als wesentliche Treiberin des Fortschritts erkannt», so Silberschmidt, der Eschers unternehmerisches Wirken als Grundlage für den nationalen Wohlstand einordnete. Dieses Bestreben, Wohlstand zu erarbeiten, komme ihm heute zu kurz. «Es ist wichtig, dem Unternehmertum in der Schweiz noch mehr zu ermöglichen!» Weiter nannte der Redner den Ingenieur Othmar Ammann, der sich in den USA als Brückenbauer einen Namen gemacht hat. Das Brückenbauen im übertragenen Sinne sei in der Schweiz von grosser Bedeutung. Für die humanitäre Tradition steht Mediziner Ruedi Lüthy, Aids-Spezialist und Mitgründer des Zürcher Lighthouse. Und als Vorbild für die Innovation führte er schliesslich Lea von Bidder auf, die mit ihrem Armband zum Monitoring des weiblichen Zyklus Paaren hilft, ihren Kinderwunsch zu erfüllen.

«Es ist wichtig, dem Unternehmertum in der Schweiz noch mehr zu ermöglichen!», forderte FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt. (Bilder Thomas Stöckli) «Unglaublich, was in unserem Land tagtäglich geleistet wird», so Silberschmidt, «und jede und jeder von uns kann im Alltag mutig sein und Herausforderungen konstruktiv meistern!» Genau das sei die Grundlage, den künftigen Generationen eine intakte Natur und grossen Wohlstand hinterlassen zu können.

Verbundenheit zur Ukraine Das erste Wort hatte an der 1.-AugustFeier Gemeindepräsidentin Arianne Moser. Sie freute sich nicht nur über die Aussicht von der Bühne auf den gut gefüllten Festsaal auf dem Hof der Familie Weiss, sondern auch über die Gäste aus der Ukraine. Diese boten neben der Gastwirtschaft des lokalen Turn- und Sportvereins ihre Spezialitäten an, von der Gemüsesuppe «Borschtsch» über «Piroschki», Teigtaschen mit Kartoffeln und Pilzen, bis «Mlyntsi», Crêpes mit Süssquark. Der lokale Ukraine-Verein –

gekleidet in Herz-T-Shirts, eine Kreation einer Ukraine-Bonstetterin – liess es sich denn auch nicht nehmen, der Dorfbevölkerung für ihre Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft zu danken sowie grundsätzlich für den tollen Empfang – was die Festgemeinde mit warmem Applaus entgegennahm. Nach dem Unterhaltungsteil des Musikvereins Bonstetten, gekrönt vom gemeinsamen Singen des Schweizerpsalms, lud Seb Lorez das Publikum ein, sich zurückzulehnen und zu geniessen. Dass der Singer-Songwriter – wie der Referent ist auch er 28 Jahre jung – nach Zermatt Unplugged und dem Montreux Jazz Festival nach Bonstetten verpflichtet werden konnte, ist nicht selbstverständlich. «Er legt dieselbe Pace vor wie vor einigen Jahren Bastian Baker», kündete Arianne Moser ihn an, was den Musiker lächeln liess. Und es gelang ihm dann auch, diese gute Laune insbesondere aufs junge Publikum überspringen zu lassen.

Die Kunst der Begegnung Menschlichkeit wichtig Mike Stillhard hielt 1.-August-Rede

Valérie Battiston stand am Rednerpult

In Aeugst wird ein Kunstprojekt zwischen dem Dorf und New York realisiert – davon sprach der 1.-August-Redner.

Die Gemeindepräsidentin von Stallikon betonte in ihrer Ansprache zum 1. August die Wichtigkeit der Dorfgemeinschaft.

In Aeugst hielt Mike Stillhard die 1.-August-Rede. Er lebt seit 39 Jahren in Aeugst und ist der konzeptionelle Vater der Aeugster KommBox, die 2006 im Gemeindehaus anlässlich des Umbaus eingerichtet wurde und in welcher unter der Leitung engagierter Aeugsterinnen bereits über 50 Ausstellungen organisiert wurden. «Wir Schweizer – und vor allem wir Aeugster – haben generell Grund zum Feiern. Wir leben in einer wunderschönen Gegend. Wir haben Weitblick, wir haben Natur, wir haben fruchtbaren Boden für die Bauern und gute Verkehrswege, um an die verschiedenen Arbeitsund Kulturorte zu kommen», erklärte der Redner. Ja, im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte hätten wir gelernt, fremden Menschen zu begegnen. «Wir haben gelernt, offen zu sein für Andersdenkende. – Und wir lernen zum Glück immer noch dazu.» Und Stillhard weiter: «Mir kommen dazu sehr persönliche Erfahrungen aus den letzten Monaten in den Sinn. Gemeinsam mit dem KommBox-Team arbeiten wir an der Realisation einer Kultur- und Kunstbrücke Aeugst am Albis – New York.» Der Titel des multimedialen Konzeptes heisse: «Wer – ich – sein». Als Teil des Ausstellungskonzeptes wurden über 160 Kunstobjekte aus

Keramik und anderen Materialien in der Landschaft im ganzen Gebiet der Gemeinde Aeugst platziert. Die Kunstgegenstände hätten positive Reaktionen ausgelöst, wie er in privaten Gesprächen gespürt habe. «Wenn Kunstobjekte solche Emotionen auslösen können – wie viele Emotionen können wir als lebendige Menschen dann direkt gegenseitig auslösen», betonte Mike Stillhard. «Der 1. August – und eben unsere Geburtstagsfeier hier – ist genau eine solche Gelegenheit, ein solcher Augenblick, um aufeinander zuzugehen – und sich auch selbst neu zu begegnen. Insbesondere nach dieser langen Zeit der Pandemie.» (red.)

«Mein wichtigstes Anliegen für die kommenden vier Jahre ist unsere Gemeinschaft. Mir liegt sehr viel daran, sie zu stärken, sie auf vielfältige Weise anzuregen und sie ganz sicher in den einfachen, alltäglichen Sachen spürbar werden zu lassen», erklärte Valérie Battiston, die Gemeindepräsidentin von Stallikon, in ihrer Rede zum 1. August. «Ich möchte die Gemeinschaft stärken, indem wir der Mitmenschlichkeit noch viel mehr Gewicht geben. Ich meine damit, dass die Mitmenschlichkeit, die wir einander schenken, sich mit Freundlichkeit und Wohlwollen stärken lässt, – ein Geschenk, das äusserst wenig kostet und noch dazu sehr nachhaltig ist.» Die Gemeindepräsidentin fordert die Zuhörer dazu auf, einander zuzuhören und miteinander zu reden, um Lösungen zu finden – auch für Anliegen im Dorf. Wohin kompromisslose Haltungen führten, könne man seit mehr als fünf Monaten im Ukraine-Krieg bestens beobachten.

Für eine wohlwollende Gemeinschaft

Mike Stillhard sprach über Kunst. (Bild zvg.)

Nach dem Bogen ins Ausland schwenkte die Gemeindepräsidentin wieder zurück nach Stallikon. «Ich wünsche mir, dass Sie die Gemeinschaft in unserem vielfältigen Dorf stärken, indem Sie das reichhaltige Vereinsangebot nutzen und

Rednerin Valérie Battiston. (Bild zvg.) sich aktiv daran beteiligen, damit diese weiterhin bestehen können und nicht aufgelöst werden müssen.» Und Battiston weiter: «Berücksichtigen Sie die lokalen Bauernbetriebe und Geschäfte und besuchen Sie auch gerne unsere kleine aber feine Gastronomieinfrastruktur im Gemeindegebiet wie das Burestübli.» Und sie bat darum, dass man dem neuen Gemeinderat ein gutes Stück Zeit gebe, damit sich dieser mit den vielfältigen Bereichen vertraut machen und so den Boden für Lösungen vorbereiten könne. Sie warf auch einen Blick auf den kommenden Winter, der nicht einfach werde. «Umso mehr ist deshalb eine starke, wohlwollende Gemeinschaft so wichtig. Eine, in der sich jede und jeder Einzelne entfalten kann und zugleich das Gemeinwohl erhalten bleibt.» (red.)


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Bezirk Affoltern

Donnerstag, 4. August 2022

«Nichts ist gottgege nichts ist selbstverst

Ignazio Cassis sprach in Knonau von kultureller Vie Auf dem Hof Stöckweid in Knonau genoss Bundespräsident Ignazio Cassis die Kontakte zur Bevölkerung und hielt eine kurze, launige, aber auch tiefsinnige Rede. Oliver Bär sprach von seiner Zeit als Schulleiter der Schweizerschule in Santiago de Chile. (Bild Luc Müller)

Keine Extrawurst für den Botschafter Mettmenstettens Geschäftsführer Oliver Bär hielt Rede

Am 1. August stimmten die Festbesucher während der Festrede gleich mehrmals ab. Von Luc MüLLer Vom Dorf hoch ins Paradies: Dort, beim Festplatz neben dem Wohnheim Paradies, feierte die Gemeinde Mettmenstetten unter dem Blätterdach der mächtigen Bäume den 1. August. Bratwurstduft und heimatliche Klänge der Hopfemändli Örgeler aus Baar lagen in der Luft, als Oliver Bär ans Rednerpult trat. Der Geschäftsführer der Gemeinde Mettmenstetten arbeitete zuvor als Schulleiter der Schweizerschule in Santiago de Chile, in der rund 700 Schülerinnen und Schüler vom Kindergarten bis zum Schweizerischen Maturaabschluss den Unterricht besuchen. «Die Schule lebt viele Schweizer Werte wie Toleranz und Offenheit und lehrt auch Kompromiss und Konsens, wie er in der Schweiz oft

zum Tragen kommt», erklärte Bär. Den Zuhörern auf den gut besuchten Festbänken erzählte er drei Situationen, in denen er als Schulleiter entscheiden musste. «Stimmen wir jeweils darüber ab, wie Sie entschieden hätten.» In der Schweizerschule in Chile mussten die Schülerinnen und Schüler ab der 6. Klasse eine Schuluniform tragen – zudem war es verboten, die Haare zu färben. «In der Schweiz herrscht in diesem Bereich eine andere Tradition. Was sollte ich tun, die Uniform abschaffen?» Bär liess die Eltern in Chile abstimmen. Ihr klares Votum: keine Schuluniformen mehr.

Gesunde Bescheidenheit Der zweite Fall: Als Schulleiter wurde Oliver Bär von einem Elternpaar aufgesucht, das erzählte, dass ihre Tochter nach eigenem Willen von der Schule nun als Junge anerkannt werden soll. Und zwar noch bevor ein Gericht darüber entschieden hat. «Diese Trans-

genderfrage war nicht einfach zu beantworten», so Bär im Rückblick. Was sollte er tun, fragte er die Mettmenstetter in seiner Rede. Die Mehrheit der 1.-August-Feier-Gäste entschied per Handzeichen: Das Mädchen sollte als Junge akzeptiert werden. Bär: «Es war ein Entscheid der Familie, ihre Tochter neu als Jungen zu akzeptieren. Wir als Schule haben den Entscheid gestützt.» Und die dritte Episode: Der Schweizer Botschafter musste an der 1.-August-Feier in Santiago de Chile für seine Bratwurst anstehen, was ihm missfiel. Sollte man nun dem neuen Botschafter die Wurst direkt servieren? Nein, so das Verdikt der Mettmenstetter. Auch für den neuen Botschafter war damals klar: «Ich stelle mich für die Wurst an.» Das Fazit von Bärs Rede: «Wir leben in einer Schweiz, in der wir debattieren können und auch eine gesunde Bescheidenheit haben.» Und so merke man auch, dass man vielleicht nicht immer recht habe und die andere Meinung leben lässt.

Mit den Gedanken in der Ukraine

Der 21-jährige Skiakrobat erzählte aus seinem Sportleralltag In Ottenbach stand am 1. August Andrin Schädler am Rednerpult – noch nie hielt hier ein Jüngerer die Rede zum Nationalfeiertag. Von Luc MüLLer An der 1.-August-Feier in Ottenbach gab es einige Premieren: Erstens wurde die Rede erstmals auf Instagram live

gestreamt, zweitens trat am Rednerpult der jüngste 1.-August-Redner aller Zeiten auf. Der Ottenbacher Andrin Schädler (21) ist als Skiakrobat Profisportler. Er ist Teammitglied im Team Aerials von Swiss-Ski. In seiner Rede ging er auf seinen Sport ein. «Ich hatte letztes Jahr den Traum, an den Olympischen Spielen 2022 in Peking zu starten. Doch daraus wurde leider nichts.» Warum, erklärte er mit eindrücklichen Worten. «Ich leg-

te 2021 den ganzen Fokus auf die Olympischen Winterspiele in Peking. Diesem Ziel ordnete ich alles unter.» Im Trainingslager in Finnland kam dann aber alles anders. «Schon meine Vorspringer waren nicht in Form. Die Salti waren nicht gut, die Drehungen zu kurz», erinnerte sich Andrin Schädler. «Auch ich wollte alles geben, doch in der Luft verlor ich die Orientierung – und wartete nur noch auf den Aufprall am Boden. Ein schlimmes Gefühl.» Mit einer Prellung im Brustbereich kam er noch glimpflich davon. «Körperlich ging es mir eigentlich gut, doch mental ging mir der Sturz noch lange durch den Kopf.» Die Resultate stimmten nicht mehr. Das harte Verdikt für den jungen Sportler, der nach seiner Lehre alles auf die Karte Profisport gesetzt hatte: Es fehlte ihm ein Rang, um an die Olympischen Spiele zu fahren. Das war hart. Ich dachte in diesem Augenblick, ich sei der Ärmste auf der Welt, keinem ginge es schlechter. Doch schnell merkte er, wie privilegiert wir hier in der Schweiz sind.

Von Marianne Voss Wenn der Bundespräsident nach Knonau zum Brunch kommt, ist es naheliegend, dass auch Politprominenz anwesend ist. Die Knonauer Gemeindepräsidentin, Esther Breitenmoser, war unter den Gästen, ebenso Nationalrat Martin Haab aus Mettmenstetten und einige aktive wie auch ehemalige Lokalpolitikerinnen und -politiker. Martin Rufer, Direktor des Schweizer Bauernverbands, war nicht nur Gast, denn der Bauernverband hatte den Brunchbesuch des Bundespräsidenten initiiert. Er war es, der Ignazio Cassis offiziell am Mikrofon begrüsste und ihm das Wort für seine Ansprache übergab. Die vier Seiten lange Rede des Bundespräsidenten war im Voraus fein säuberlich vorbereitet und den Medien bereits zugestellt worden. Doch diese Rede hielt er nicht. Zuerst plauderte er fröhlich über Champagner und Grappa, und er schwärmte von der schönen Reise hierher. Dann wurde er ernster und ging auf unsere Weltlage ein – auf den Krisenmodus, in dem wir seit mehr als zwei Jahren leben. «Nichts ist gottgegeben, nichts ist selbstverständlich. Das ist meine Botschaft für heute», betonte er. Cassis sprach von unserer kulturellen Vielfalt, die uns zwinge, uns in die Augen zu schauen. «Warum sind wir diplomatisch so gut? Weil wir uns zuhören und verschiedene Meinungen vertreten müssen.» Zum Thema Krieg und Streit sagte er: «Wir dürfen uns streiten, aber wir müssen uns am Ende versöhnen. Ohne Versöhnung können wir nicht zusammenleben.» Humorvoll ergänzte er: «Nach einem Streit dürfen wir einen Schnaps zusammen trinken.» Die Tradition der Versöhnung habe uns dahin gebracht, wo wir sind. «Also weiter so, mit Lust auf Zusammengehörigkeit!», forderte er auf. Abschliessend fügt er an: «Jetzt habe ich nichts gesagt von dem, was ich hätte sagen sollen.» Als Geschenk erhielt er vom Direktor des Bauernverbandes eine EdelweissKrawatte, eine Kochschürze und ein Set Jasskarten.

Ein Name für das jüngste Kalb Bundespräsident Ignazio Cassis unterhielt sich auch kurz mit dem «Anzeiger» und berichtete, dass er das Säuliamt gut kenne, da er als Student in Urdorf gewohnt habe. «Im Türlersee war ich nie baden, aber öfter auf Wanderungen hier unterwegs.» Dass Kappel historisch eine grosse Bedeutung habe, sei ihm bewusst gewesen. «Erst jetzt

Bad in der Menge: Bundespräsident Ignazio Cas

Erinnerungsfoto mit jungen Brunch-Helferinnen vor diesem Besuch wurde mir aber bewusst, welch wichtige Stellung Knonau hatte.» Der Besuch in der Stöckweid habe ihm sehr gefallen, besonders diese unbeschwerte Art des Treffens mit der Bevölkerung. Schliesslich ging er wieder, so, wie er gekommen war, ohne grosses Aufsehen. Er

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«Danke für dieses Privileg»

Andrin Schädler begeisterte mit seiner Rede. (Bild Luc Müller)

«Bei unseren Wettkämpfen treffen wir immer auch auf Kollegen aus der Ukraine», so Schädler. Sie machten derzeit Schlimmes durch – teilweise schliefen sie nur noch in der Tiefgarage, um den Flugangriffen ausweichen zu können. «Sirenenalarm und Raketen. So beschrieb ein ukrainischer Kollege den Alltag», berichtete Andrin Schädler, der seine Rede wegen eines «Frosches» im Hals für fünf Minuten unterbrechen musste. «Freuen wir uns also, dass wir in Frieden in unserem Land leben können. Danke für dieses Privileg», erklärte der Ottenbacher Ski-Sportler zum Schluss seiner sehr persönlichen Rede, die mit viel Applaus quittiert wurde.

Kein Brunch ohne Spiegeleier und Rösti.

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Bezirk Affoltern

geben, rständlich»

r Vielfalt und Versöhnung

1.-August-Feier beim Naturbad in Maschwanden Schwyzerörgeli-Musik, Lampions und Bratwürste vom Grill: Der Nationalfeiertag wurde in Maschwanden gebührend gefeiert.

In Maschwanden herrschte tolle Stimmung. (Bild zvg.)

«Ihr seid wahre Helden»

Dank an die Gastfamilien, die Ukraine-Flüchtlinge aufnahmen Gemeinderätin Claudia Bickel sprach in ihrer Rede in Knonau über den Zusammenhalt und die Solidarität im Dorf. Rund 120 Personen lauschten am Montag der 1.-August-Rede von Gemeinderätin Claudia Bickel, die auf das Thema Flüchtlinge und Ausländer einging. Unter den Zuhörern war auch eine Ukrainerin mit Ihren Kindern, die nach ihrer Flucht in Knonau ein neues Zuhause gefunden hat. «Das Vereinsleben und die damit verbundenen Vereinsaufgaben nehmen in der ganzen Schweiz immer mehr an Stellenwert ab. Es ist schwierig, engagierte Leute zu finden. Es freut mich, dass die Vereinskultur in Knonau noch so aktiv ist, sich weiterentwickelt und hoffentlich weiterhin auf viele aktive Mitglieder zählen darf», erklärte Bickel.

Intensive Zeit als Gemeinderätin Es brauche motivierte Menschen, die sich für die Gemeinschaft im Dorf einsetzen. Sei es, direkt persönliche Hilfe anzubieten, wie beispielsweise Unterstützung für ältere Menschen, ein gekochtes Essen, Hilfe beim Einkaufen oder einfach Zeit zu schenken. Es sei doch etwas Schönes und sinnbringend,

ferinnen um Grossmutter und Urgrossmutter Margrit Duperrex.

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Ein Bad in der Menge

Bei schönstem Sommerwetter konnten wir die Bundesfeier am vergangenen Sonntag in unserer wunderbaren Badi verbringen. Um die 100 Personen genossen den Abend mit Feinem vom Grill, Drinks von der Bar und musikalischer Unterhaltung vom Schwyzerörgeliduo Mälchberg. Der Lampionumzug war für die Kinder, neben dem Schweizerpsalmsingen, das Highlight des Abends. Bei ausgelassener Stimmung wurde beim Naturbad Maschwanden bis in den 1. August hinein gefeiert. Fasnachts-OK Maschwanden

azio Cassis kennt keine Berührungsängste. (Bilder Marianne Voss)

st, Der hr Art

Donnerstag, 4. August 2022

winkte, und weg war er. Mit der S5 fuhren er und seine Begleitpersonen weiter und via Zürich nach Grenchen. Den Abend verbrachten sie dann in Lausanne. Doch in Knonau blieb etwas zurück von dem hohen Besuch: der Name eines Kalbes. Landwirt Jean-Jacques Duperrex hatte Igna-

zio Cassis gefragt: «Ich habe ein kleines Kalb, das braucht noch einen Namen. Würden Sie ihm einen geben?» Die Antwort: «Klar, Sie können das Kalb nach mir benennen.» Der Landwirt: «Es ist kein Stier, sondern ein Kuhkalb.» Der Bundespräsident: «Dann nennen Sie es nach meiner Frau. Paola.»

sich für andere Menschen einzusetzen. «An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an die Köchinnen und Köche im Chuchichästli-Chat.» Die letzten eineinhalb Jahre seien sehr intensiv gewesen. «Das Einleben im Gemeinderat mit vielen neuen Aufgaben unter zusätzlich erschwerten Umständen liess mich manchmal nicht zur Ruhe kommen», betonte die Gemeinderätin, die in Knonau für Soziales, Gesundheit und Gesellschaft zuständig ist. Und Bickel weiter: «Es freut mich darum ausserordentlich, euch über den absolut grossartigen Zusammenhalt

«Danke für Ihre Grosszügigkeit» Die Gemeindepräsidentin von Wettswil dankte allen, die Solidarität gegenüber den Geflüchteten aus der Ukraine gezeigt haben. «Was hat Ihnen persönlich während der Pandemie und des Lockdowns am meisten gefehlt? Bei mir waren es der Kontakt und die Kommunikation», erklärte die 1.-August-Rednerin Katrin Röthlisberger am vergangenen Montag. Und die Gemeindepräsidentin von Wettswil sagte weiter: «Die Büros auf der Gemeindeverwaltung waren zeitweise geschlossen und man musste einen Termin vereinbaren, wenn man persönlich bei uns für ein Geschäft vorbeikommen musste.» Das heisse jetzt aber nicht, dass man während dieser Zeit nicht gearbeitet habe. «Wir haben in dieser Zeit zum Beispiel die Gemeindeordnung überarbeitet sowie die Polizeiverordnung und das Entschädigungsreglement. Alles Geschäfte, welche vom Souverän in der Zwischenzeit an der Urne oder an der Gemeindeversammlung gutgeheissen wurden», betonte Röthlisberger.

Neues zur Gewobag

Austausch mit der Knonauer Gemeindepräsidentin Esther Breitenmoser.

Gemeinderätin Claudia Bickel sprach in Knonau. (Bild zvg.)

in unserem Dorf in diesem ersten Halbjahr zu berichten.» Beeindruckend und als Vorbild für andere Gemeinden habe Knonau als erste Gemeinde im Bezirk in kurzer Zeit 37 Menschen aus der Ukraine aufgenommen, erzählte Claudia Bickel mit Blick auf den aktuellen Krieg in der Ukraine. «Stand heute haben wir noch 30 Personen aus der Ukraine bei uns in Knonau wohnhaft. Einige sind wieder zurück in die Ukraine gereist. Fast alle sind per 1. Juli oder heute in eine eigene Wohnung oder WG gezogen.» Für Knonau mit 2440 Einwohnern sei dies eine sehr gute Bilanz. «Auch für allfälligen zusätzlichen Wohnraum haben wir noch Reserven, zumindest bis nächsten Sommer», betonte Bickel. «Spezieller Dank geht an die Gastfamilien, aus meiner Sicht seid Ihr die wahren Helden», schwärmte die Gemeinderätin. «Ihr habt viel Mut bewiesen, seid ein Abenteuer eingegangen mit ungewissem Ausgang. Und habt uns gezeigt, auf was es im Notfall ankommt. Nämlich, die Herzen und Türen für Menschen in Not aufzumachen. Was etwas ganz Persönliches ist und nicht selbstverständlich.» Und zum Schluss erklärte die Rednerin: «Ich wünsche unserer Schweiz für die Zukunft mutige und aufrechte Menschen mit Herz und Verstand, Mut, Durchhaltewillen und einer grossen Portion Freude.» (red.)

Aber selbstverständlich brachte die Pandemie auch sonst viel Neues und Unbekanntes, welches man lösen musste.

«Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch unseren Verwaltungsangestellten nochmals bestens für ihren Einsatz danken.» Röthlisberger sagte weiter: «Im letzten Sommer konnten wir zwei Grossanlässe mit gut 180 unserer älteren Einwohnerinnen und Einwohner im Rahmen unseres Altersleitbildes durchführen. Sie haben uns ihre Ideen und Ansichten zum Leben im Alter in unserem Dorf mitgeteilt.» Und die Gemeindepräsidentin erklärte weiter: «Diese wurden dann in der Folge vom Kernteam, welches das heutige Altersleitbild erarbeitete, miteinbezogen. Unser Altersleitbild lag dieses Frühjahr druckfrisch bei uns auf der Verwaltung und wurde den Beteiligten auch zugesandt.» Dann ging Katrin Röthlisberger noch auf ein aktuelles Thema ein. «Einige von Ihnen möchten jetzt bestimmt auch wissen, wo wir mit dem Altersdurchmischten Wohnen der Gewobag stehen. Diese haben Anfang Jahr das Baugesuch eingereicht, welches von uns überprüft und auch die Baubewilligung erteilt wurde. Darauf wurden während der Rekursfrist Einsprachen erhoben, welche jetzt beim Baurekursgericht zur Behandlung sind. Wir warten ab.» Zum Schluss der Rede dankte Röthlisberger noch allen, die eine grosse Solidarität gegenüber den Geflüchteten aus der Ukraine gezeigt haben. Auch in Wettswil sind Menschen aus dem Kriegsgebiet an-

gekommen, die bei Privaten eine Unterkunft gefunden haben. «Einen besonderen Dank aber möchte ich all den Gastfamilien aussprechen. Es ist nicht selbstverständlich, was Sie gemacht haben, und wir wissen auch, dass dies bestimmt nicht immer einfach ist, aber herzlichen Dank für Ihre Grosszügigkeit.» (red.)

Katrin Röthlisberger, Gemeindepräsidentin von Wettswil, am Rednerpult. (Bild zvg.)


Affoltern am Albis

Bauprojekte

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Aeugst am Albis Bauherrschaft: Daniel und Simona Rissi Hinterdorfstrasse 10, 8914 Aeugst am Albis Projektverfasser: Kibernetik AG Langäulistrasse 62, 9470 Buchs SG Projekt: PV-Anlage und Thermische Anlage (Indach), Hinterdorfstrasse 10 8914 Aeugst am Albis Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 2086, Zone: K2A

Am 28. Juli 2022 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Ruth Aeberli-Wiederkehr geboren am 25. November 1934, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH.

Bauherrschaft: Christoph Brand, Obere Halde 7, 8908 Hedingen Vertretung der Bauherrschaft: Patrick Chladek – Architekt, Asylstrasse 80, 8032 Zürich Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser. Projekt: Erweiterung Dachgeschoss und Photovoltaikanlage, 1. Projektänderung, Obere Halde 7, 8908 Hedingen Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 259, Zone: Wohnzone «Hang» W 1.0

4. August 2022 Bestattungsamt Affoltern am Albis

Bonstetten Am 28. Juli 2022 ist gestorben:

Hans Martin Hedinger

Oneindig verdrietig nemen we afscheid van mijn allerliefste partner, onze vader en opa

geboren am 21. April 1954, von Bonstetten, wohnhaft gewesen Oberdorfstrasse 10, Bonstetten.

15.11.1948 – 31.07.2022

Bestattungsamt Bonstetten

Knonau

Mirjam La Haye Cyrill Probst und Monica Gomes Ivo und Stefanie Probst-Uttinger mit Alina Danny van Rijswijk und Marlous Keuter Robin und Janneke van Rijswijk-Gilden mit Benjamin und Valentijn

Am 30. Juli 2022 ist in Mettmenstetten gestorben:

Fischer-Bruderer, Rahel Elisabeth geboren am 14. Januar 1973 von Hombrechtikon ZH und Speicher AR, wohnhaft gewesen in Knonau, Friedhofstrasse 12. Die Beisetzung mit anschliessender Abdankungsfeier findet am Dienstag, 9. August 2022, um 14.00 Uhr, in der reformierten Kirche in Knonau statt. Bestattungsamt Knonau

Mettmenstetten Am 31. Juli 2022 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Bauherrschaft: Samuel Durrer Albisstrasse 42, 8932 Mettmenstetten Projektverfasser: roosarchitekten gmbh Im Winkel 5, 8910 Affoltern am Albis Projekt: Umbau Wohnhaus mit Einbau zweiter Wohnung, Vers.-Nr. 276, Albisstrasse 42, 8932 Mettmenstetten Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 4567, Zone: Kernzone KB

Unendlich traurig nehmen wir Abschied von meinem geliebten Partner, unserem Papi und Opi

Ernst Burkhard Probst

Correspondentieadres Traueradresse Mirjam La Haye, Wissenbacherstrasse 5, CH – 8932 Mettmenstetten Samenzijn: Dinsdag 9 augustus 2022, 10.00 uur in de parochiekerk Rotkreuz, gevolgd door een urn begrafenis

Abschiedsfeier: Dienstag, 09. August 2022, 10.00 Uhr in der Pfarrkirche Rotkreuz, anschliessend Urnenbeisetzung

Als je iets goeds willt doen ter nagedachtenis van Ernst, denk dan aan

Wer im Andenken an Ernst etwas Gutes tun möchte, berücksichtige

Alzheimer Zug, Zuger Kantonalbank, 6301 Zug, IBAN CH08 0078 7007 7109 0980 6, Vermerk Ernst Probst

geboren am 15. November 1948, von Bellach SO, wohnhaft gewesen in Mettmenstetten. Die Abdankung findet am Dienstag, 9. August 2022, 10.00 Uhr in der katholischen Pfarrkirche Rotkreuz ZG, die Beisetzung im Anschluss auf dem Friedhof Rotkreuz ZG statt. Der Friedhofvorsteher

Annemarie Huber-Knüsel 4. September 1931 – 24. Juni 2022

Stallikon Am 28. Juli 2022 ist in Nottwil LU gestorben:

HERZLICHEN DANK! In den Stunden des Abschieds waren wir nicht allein.

Mirza Kamal Mettmenstetten

Einschlafen dürfen, wenn man das Leben nicht mehr selber gestalten kann ist der Weg zur Freiheit und Trost für alle.

Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

Ernst Probst Hedingen

In slaap kunnen vallen wanneer je je eigen leven niet meer kunt vormgeven is voor iedereen de weg naar vrijheid en troost

geboren am 1. Mai 1950 in Syrien, wohnhaft gewesen in 8143 Stallikon.

Die vielfältigen Gesten der Anteilnahme haben uns Trost und Kraft gespendet.

Die Beisetzung hat im engsten Familienkreis stattgefunden.

Wir möchten uns von ganzem Herzen bei allen bedanken, die ihre Verbundenheit in so liebevoller Weise zum Ausdruck brachten, sowie allen, die sie auf ihrem letzten Weg begleitet haben.

Bestattungsamt Stallikon

Mettmenstetten Bauherrschaft: Samuel Durrer, Albisstrasse 42, 8932 Mettmenstetten Projektverfasser: roosarchitekten gmbh, Im Winkel 5, 8910 Affoltern am Albis Projekt: Umbau Scheune zu Gewerbe- und Wohnzwecken (2 Wohnungen), Abbruch Garagenanbau, Neubau Tiefgarage mit Nebengebäude, Vers.-Nr. 274, Albisstrasse 42b, 8932 Mettmenstetten Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 4567, Zone: Kernzone KB

Die Trauerfamilie

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Donnerstag, 4. August 2022

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Energie fürs 731-jährige Geburtstagskind Ein hochkarätiger Referent und ein brandaktuelles Thema an der Bundesfeier in Hedingen Christoph Brand, CEO der Axpo Holding AG, sprach am Hedinger Weiher über die Energiekrise. Schnörkellos und engagiert beleuchtete er sowohl die Gründe der Notlage als auch mögliche Lösungen. von martin mulliS Am sommerlich warmen Abend bot die Kulisse, oberhalb von Hedingen am idyllischen Weiher, mit einem riesigen Auflauf an festfreudigen Besuchern einen prachtvollen Anblick. Ein Bilderbuchszenario für ein Fest zum Nationalfeiertag. Gemeindepräsident Ruedi Fornaro begrüsste die rund 200 Gäste und richtete eindrückliche Worte an die Festgemeinde. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, indem er an das Bewusstsein aller Anwesenden appellierte, dass wir in einem Land leben, in welchem durch die Staatsform ein Machtgehabe gar nicht möglich sei. Mit dem Wunsch, dass wir zu unseren neutralen Werten, sowie unserer Unabhängigkeit Sorge tragen, schloss er seine kurze Ansprache. Er durfte anschliessend mit dem CEO der Axpo AG, Christoph Brand, wohl nicht nur einen thematisch aktuellen, sondern auch einer der interessantesten Redner am Nationalfeiertag im Säuliamt vorstellen. Christoph Brand bezeichnet sich als Stadtberner, welcher in Hedingen, quasi freiwillig, im Exil

lebt. Er stellte die Axpo als die grösste Schweizer Produzentin von erneuerbarer Energie vor, eine innovative Firma, welche sich die Begriffe «Nachhaltig», «Innovativ» und «Zuverlässig» auf die Fahne geschrieben hat. Die Tatsache, dass die Schweiz bis im Jahre 2050 die Stromproduktion derart ausbauen muss, um 17 Städte der Grösse von Zürich versorgen zu können, unterstreicht die richtig grosse Aufgabe, welche vor uns steht, hielt der StromExperte fest. Bevor er jedoch über die Lösungsansätze zu sprechen begann, stellte er eine ganze Reihe von zum Teil festgefahrenen Irrtümern richtig.

Pragmatismus und Gemeinschaftssinn sind gefordert So erklärte er, dass eine energieautarke Schweiz nicht nur unbezahlbar, sondern auch für die Umwelt sehr belastend wäre. Weiter nannte er die Vor- und Nachteile der Fotovoltaik, der Windkraft und der Kernenergie. Leider sei jedoch bei den allermeisten Auseinandersetzungen diesbezüglich immer auch sehr viel Ideologie im Spiel. Christoph Brand forderte klar und unmissverständlich Pragmatismus anstelle von Ideologie sowie Gemeinschaftssinn statt Egoismus. Er hoffte zum Schluss seiner Ausführungen, dass er bei den Zuhörern wenigstens etwas Zuversicht in Sachen Energiefragen schaffen konnte und forderte die Festgemeinde mit einem Augenzwinkern auf, sich mit viel Energie

Sie richteten beeindruckende Worte an die Festgemeinde: Gemeindepräsident Ruedi Fornaro (links) und Axpo-CEO Christoph Brand. (Bild Martin Mullis) der Festwirtschaft zuzuwenden. Der lang anhaltende und zustimmende Applaus bewies eindrücklich, dass die imponierenden Worte des Referenten Anklang sowie wohl auch ein gewisses Nachdenken bewirkt haben. Die geschilderten und vor Augen geführten Unsicherheiten und Ängste

Wenn in der Badi auch getanzt wird Ausgelassene Stimmung an der 1. August-Feier in Obfelden

waren trotz der gescheiten Lösungsansätze etwas schwere Kost. Trotzdem gelang es den Hedinger Einwohnerinnen und Besuchern bemerkenswert schnell, zu einem schönen und gemütlichen Fest zum Geburtstag der Schweiz zu wechseln. Selbstverständlich trugen der Turnverein und der Musikverein mass-

Dreimal klare Worte

Zu Klima, Frauenstimmrecht und Ukraine In der Stadt Affoltern hielt die Rednerin gleich drei Ansprachen zum Nationalfeiertag.

Die Band «Naked» liess die Gäste an der Feier mittanzen. (Bilder Dominik Stierli)

An der 1.-August-Feier in Obfelden war musikalisch viel Lokalkolorit zu spüren. Am lauen Sommerabend fand aber auch das Thema Eishockey einen Platz. von Dominik Stierli Der Abend in der Badi Obfelden startete gemächlich mit Apéro, Grilladen und feinen Drinks. Mit der Obfelder Blaskapelle «Ohrenstüber Musikanten» und mit der aus Obfelden stammenden Sän-

Redner und ZSC-Moderator David Lei.

gerin Nadine Arnet und ihrer Band «Naked» war viel «Obfelden» in der Feier drin. Zudem wurden die Gäste unter anderem von Gemeindepräsident Stephan Hinners persönlich begrüsst.

Nervige Eigenheiten Mit Festredner David Lei, welcher beim Eishockeyclub ZSC Lions moderiert, wagte sich aber auch ein Auswärtiger ins Rampenlicht. Im Vorfeld sagte er gegenüber dem «Anzeiger», dass ihm schon bewusst ist, dass es hier nicht nur Zürcher Fans gibt. Zu Beginn seiner Ansprache nahm Lei das Thema auf. Ob ZSC, EVZ, anderer Verein oder gar kein Interesse durfte das Publikum mit Summen kundtun. In den folgenden knapp 20 Minuten kamen neben Schweizer Eigenheiten, auch persönliche Themen zu Wort. So nervt sich Lei in der Schweiz unter anderem über unterschiedliche Lehrmittel, dass Leute am Ende der Rolltreppe stehen bleiben und auch über den verlorenen Eishockey-Playoff-Final gegen den Zuger EVZ. Aber auch positive Punkte fanden seine Erwähnung. So lobte er den fast immer pünktlichen ÖV, das wirklich gute Gesundheitssystem und mit seinem Dank an alle, welche das Einkaufswägeli

in der kürzesten Reihe abstellen, sorgte er für ein breites Schmunzeln.

Party-Abend im Freibad Mit dem Eindunkeln folgte der Auftritt der Band «Naked». Mit eingängigen Cover-Songs und eigenen Stücken boten diese ein musikalisches Feuerwerk. Mit der Aufforderung ans Publikum aufzustehen, startete das Schlussbouquet der Band. Und dies hatte es in sich. Es wurde getanzt und mitgesungen — man wähnte sich fast an einem Open-Air-Festival. Organisiert wurde der Abend vom Badi-Beizli Team und dem Feuerwehrverein Obfelden. Luca Del Gaudio, welcher erstmals die Verantwortung für den Anlass trug, schätzte die Anzahl Gäste auf etwa 500 Personen. «Es ist ein Kommen und Gehen. Darum lässt sich das nicht so genau sagen», erklärt er gegenüber dieser Zeitung. Das Rahmenprogramm blieb über die Jahre unverändert. So durften sich die Kinder auch 2022 über Rodeo-Reiten, einen Ballonkünstler und eine TattooMalerin freuen. Beim Dessert bestaunten die Gäste ein Schweizer-Kreuz aus Erdbeer-Törtchen und Creme-Schnitten und beim Wein konnte man sich auf die Auswahl vom Badi-Beizli verlassen.

geblich zur fröhlichen Stimmung sowie zur Verpflegung bei. Die gewohnt hervorragende Stimmung oberhalb des Dorfes scheint selbstverständlich dazuzugehören, immerhin gelten die Weiherwiese, die Badi und natürlich nicht zuletzt die Badibeiz, als ein Juwel der Säuliämtler Festplätze.

Gleich drei 1.-August-Reden hielt Lilian Hurschler am Montag unter dem Kasinovordach in Affoltern. Die Affoltemerin ist Schulleiterin der Primarschule Aemtler in der Stadt Zürich und politisiert für die Grünen. Warum drei Reden? Eigentlich war sie schon 2020 und 2021 eingeladen, am 1. August zu reden – zweimal wurde der Anlass aber wegen Corona verschoben. «2020 hätte ich zum Thema Klimajahr sprechen wollen, 2021 zum Thema Frauen in der Politik – 50 Jahre Frauenstimmrecht. Und dieses Jahr nun zum Thema Krieg in der Ukraine», erklärte Hurschler. «Ich möchte mit meinen drei Reden meine Gedanken mit Ihnen teilen und Sie einladen, sich kurz mit Ihrer Sitznachbarin, Ihrem Sitznachbarn auszutauschen.» In ihrer ersten Rede zum Klimaschutz betonte Hurschler: «Wenn wir für Luftverschmutzung und Ressourcenverbrauch bezahlen müssten, was ja eigentlich logisch wäre, dann sähe es ganz anders aus. Klimaschutz braucht finanzielle Anreize – sonst bleibt es dabei, dass sich viele sagen, warum sollte ich etwas tun, wenn die anderen nichts tun.» Und Lilian Hurschler doppelte nach: «Und noch ein Gedanke: Wem es am Wohnort gut gefällt, wer sich wohlfühlt, verreist weniger. Deshalb ist es wichtig, die Bevölkerung einzubeziehen, wie sie sich unsere Gemeinde wünschen.» Jede Altersgruppe habe andere Bedürfnisse, alle sollen einbezogen werden. «Deshalb gefällt mir der Slogan: Denke global, handle lokal. Werden Sie aktiv, engagieren Sie sich. Wegschauen und einfach so weiterleben als wäre nichts, ist keine Option.»

rung nicht mitbestimmen lässt?» Sie freue sich riesig, dass Affoltern im Stadtrat vier Frauen habe, mehr Frauen als Männer. «Noch vor einem Jahr hätte ich das nicht zu träumen gewagt. Und Affoltern habe eine Stadtpräsidentin. «Dass ich heute nach dir reden darf, liebe Eveline, freut mich ganz besonders.» Es sei wichtig, dass alle Parteien Frauen auf ihre Wahllisten setzen, am besten mit einer Frau starten und dann abwechseln, Frau, Mann, Frau, Mann. Nonbinäre Menschen sollten auch berücksichtigt werden. Die dritte Rede widmete sie dem Ukraine-Krieg. «Eigentlich bin ich klar gegen Krieg, gegen Waffen, sympathisiere mit der GSoA, der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee.» Gleichzeitig sage die ukrainische Frau ihres Vaters: Die Ukraine bräuchte Waffen. Würden sich die Ukrainerinnen und Ukrainer ergeben, dann hätten wir keine demokratischen Rechte mehr. Mit Blick auf die Schweiz forderte Hurschler: «Die Schweiz als internationaler Finanzplatz und Drehscheibe für den Rohstoffhandel – die Nord Stream AG und die Nord Stream 2 AG haben ihren Sitz in Zug – muss nun auch dafür sorgen, dass der Rohstoffhandel endlich stärker reguliert wird. Die Schweiz muss ihre humanitäre Unterstützung für die Zivilbevölkerung in der Ukraine verstärken und den Flüchtenden und Verletzten aus der Krisenregion Schutz gewähren. (red.)

Waffen oder nicht? In ihrer zweiten Rede zum Thema 50 Jahre Frauenstimmrecht erklärte sie: «Eigentlich muss man sagen, dass die Schweiz erst seit 1971 eine Demokratie ist. Wie kann man ein Land demokratisch nennen, welches die Hälfte der Bevölke-

Rednerin Lilian Hurschler. (Bild zvg.)


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Bezirk Affoltern

Donnerstag, 4. August 2022

Goldmedaille für einen Ottenbacher

ZWISCHEN-RUF

Der Hamburger und die Affoltemerin Joel Tan ist einer der fünf Gymnasiasten im Physik-Weltmeister-Team der Schweiz Habe Lust auf einen Hamburger, also auf einen zum Essen. Steige auf dem Heimweg von Zürich ins Säuliamt am Hauptbahnhof aus dem Bus, um in die S-Bahn zu wechseln. Rolltreppe runter und an vielen Läden vorbei Richtung Gleis 43/44. Da – die Bäckerei Stocker mit einem Hamburger-Angebot! Wärmen dauert eine Minute, dann mit Zwiebeln, Tomaten und Salat belegen lassen, fertig ist das Wunschgericht. Dann schnell weiter. Oje, die Bahn will gerade los. Alle Türen schliessen sich. Ich rufe und winke, und eine Schwarze, nein, eine Frau mit dunkler Haut, ach was, eine nette Frau, die gerade ausgestiegen ist, rennt zur Tür zurück und drückt den Knopf. «Danke!», rufe ich. Setze mich auf den nächsten freien Platz gegenüber einer Frau, steh dann aber wieder auf, suche einen anderen Platz, finde nichts Besseres und komme zurück. Ob ich nicht gerne rückwärts sitze, wir könnten wechseln, meint mein Gegenüber. «Nein, eigentlich wollte ich ganz alleine sitzen, weil ich einen Hamburger essen möchte.» Das störe sie überhaupt nicht. Aber mich. Ich reiss mich zusammen. Das edle Stück in der Tasche muss warten. Wir kommen ins Gespräch. Sie – von Affoltern, ich – von Bonstetten. Ob sie den «Anzeiger» lese, frage ich. «Nur den ‹Zwischen-Ruf›.» «Das bin ich.» «Oh», meint sie, «es tut mir leid, dass Ihre Mutter gestorben ist. Ich habe alles darüber gelesen und das Gedicht von Ihrer Mutter, das hab ich ausgeschnitten und hier im Portemonnaie.» Ute Ruf

KORREKT Rekurs gegen den Abbruch Am 15. Juli hat der «Anzeiger» über den geplanten Baustart für Wohnungen und Voi-Laden auf dem Postareal in Obfelden berichtet. Rekurriert hat die Mieterschaft allerdings nicht gegen die Kündigung des bestehenden Mietverhältnisses für ihre Haushälfte, wie im Artikel fälschlicherweise zu lesen war, sondern gegen die Abbruchbewilligung für die andere Haushälfte, die nicht das Bauvorhaben betrifft, sowie gegen die auf ihrem Gartenteil geplante Bauinstallation. So betrifft die geschlossene Vereinbarung denn auch nicht die Dauer des Mietverhältnisses, sondern hält gemäss der Mieterschaft fest, dass die Liegenschaft bis zu ihrem Auszug nicht abgebrochen werde und die Bauinstallationen nicht ihren Gartenanteil betreffen. Wir bitten um Entschuldigung. (red.)

Am «International Young Physicists’ Tournament» präsentierte das Schweizer Team seine Lösung zum Problem «Droplet Explosion». Dabei geht es um die Beschreibung des Phänomens, dass ein Tropfen einer Wassermischung auf der Oberfläche einer öligen Flüssigkeit in kleinere Tröpfchen zerfallen kann. Von Regula ZellwegeR Der Verein «International Young Physicists’ Tournament» (Iypt), organisiert jährlich einen internationalen PhysikWettbewerb für Gymnasiasten. Dabei werden die reale wissenschaftliche Forschung und die Präsentation und Diskussion der erzielten Ergebnisse so genau wie möglich nachgeahmt. Es geht um eine Inszenierung einer wissenschaftlichen Diskussion – oder eine Verteidigung einer These – bei der die Teilnehmer die Rollen von Reporter, Gegner und Reviewer einnehmen und von einer internationalen Jury bewertet werden. Die Teilnehmer haben fast ein Jahr Zeit, um an 17 definierten Problemen zu arbeiten. Die Lösung von Jan Kamm, Kilchberg, Anja Christina Duevel, Forch, David Fankhauser, Baar, Chengjie Hu, Zürich, und Joel Tan, Ottenbach, überzeugte die Jury am meisten, sodass die Schweiz sich vor Polen und Singapur den Sieg sicherte.

Zweite Teilnahme Nach Singapur reiste Joel Tan vergangenes Wochenende und besuchte, wegen Corona, nach drei Jahren endlich wieder einmal seine Grosseltern. Seine Eltern waren in die Schweiz ausgewandert und Joel Tan ist in Ottenbach aufgewachsen. Im Juli hat er seine Matura bestanden und wird ab Herbst an der ETH Maschineningenieurwissenschaften studieren. Bereits zum zweiten Mal nahm er am internationalen Wettbewerb teil. «Es war auch bereits in Georgien ein mega Erlebnis. Das Team war ein wenig unerfahren und wir waren etwas enttäuscht über unsere Leistung. Auf der Rückreise nach dem ersten Turnier beschlossen wir jedoch, in Rumänien besser vorbereitet zu sein. Dies motivierte uns enorm für das Iypt 2022. Das hat sicherlich eine zentrale Rolle für unseren Erfolg gespielt.» Zum Anlass in Rumänien meinte er: «Es war sehr heiss. Zum Glück hatte ich einen Mini-Ventilator dabei. Es war alles in allem ein sehr schönes Erlebnis, welches mir für immer in Erinnerung bleiben wird.»

Komplexe Aufgabe Die Teams konnten 17 unterschiedliche Aufgaben bearbeiten. «Mir gefiel das

Das Schweizer Team um Joel Tan (4. v. r.) holte Gold an der Physik-WM in Rumänien. (Bilder zvg.) Problem Droplet Explosion am besten. Ich finde generell das Beschreiben von Fluidsystemen sehr interessant. Es ging darum, einen Tropfen bestehend aus einer Mischung aus Wasser und Alkohol auf einem Öl-Bett zu platzieren. Unter den richtigen Bedingungen fängt dieser Tropfen an, sich auszubreiten und sich in kleine Tröpfchen zu teilen», erklärte Joel Tan. Für die Forschungsarbeit benützten die fünf Gymnasiasten unterschiedliche Software: für die schnelle Datenauswertung Excel, für das Auswerten von Videos, beispielsweise die Bewegungspfade von Objekten LoggerPro und für das Modellieren von physikalischen Systemen zur Voraussage des Verhaltens einer physikalischen Grösse Wolfram Mathematica. «Um eine wirklich gute und geschlossene Lösung zu finden, sind solche Programme unumgänglich.»

«Ich sehe meine Stärken im Organisatorischen, also der Koordination dieser verschiedenen Rollen. Zudem denke ich, dass mir das Experimentieren leichtfällt. Vor allem das Variieren von vielen Parametern.»

Dranbleiben Nächstes Jahr findet das Turnier in Pakistan statt. Joel wird kein Teilnehmer mehr sein, er ist dann Student. «Aber als Coach werde ich gern helfen, das

nächste Team vorzubereiten. Diese Art von Problemstellungen fasziniert mich und ich hoffe, dass ich als ehemaliger Teilnehmer weiterhin in der nationalen Vorbereitung mithelfen kann.» Er freut sich, dass seine Eltern stolz auf ihn sind und ist ihnen dankbar, dass sie ihn in der Vorbereitung immer unterstützt haben. Pragmatisch meint er: «Meine Pläne für die Zukunft bestehen darin, erst mal das Basisjahr an der ETH zu bestehen, da es, wie alle sagen, das schwierigste Jahr ist.»

Teamwork Joel Tan kennt seine Stärken und weiss, wie er sich am besten im Team einbringen kann. «Ich würde mich als Koordinator im Team bezeichnen. Bereits letztes Jahr war es mein Job, die Arbeitsteilung innerhalb vom Team zu definieren.» In einem «Physics»-Fight gibt es immer drei Teams. Es präsentiert jeweils ein Team als Reporter eine ihrer Lösungen. Ein zweites Team, Gegner, wertet diese Lösung aus und diskutiert sie mit dem ersten Team. Das dritte Team, Reviewer, wertet die Leistungen und vor allem die Qualität der Diskussion aus. Jedes Team nimmt je einmal jede Rolle ein. Die Sprache ist für alle Englisch.

Tröpfchenreaktion eines Wassergemischs auf einem Öl-Bett.

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Bezirk Affoltern

Donnerstag, 4. August 2022

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Medizinische Hilfe für Camillo und Kira Sommerserie «Nachts im Säuliamt» (4): Notfälle in der Tierklinik Schwindel, ein blutiges Auge, Durchfall, Atemprobleme – der geliebte Vierbeiner braucht manchmal nachts unerwartet medizinische Hilfe. Der «Anzeiger» war mehrmals auf Stippvisite in der Tierklinik Dennler in Affoltern. Von Marianne Voss In der Tierklinik Dennler in Affoltern ist an sieben Tagen während 24 Stunden eine Ärztin oder ein Arzt erreichbar. Es gibt ruhige Nächte ohne Anruf. «Aber es gibt auch Nächte, in welchen sich die Kundinnen und Kunden die Klinke in die Hand geben», erklärt Veterinärin Renate Dennler. Manchmal seien Notoperationen nötig und manchmal sei die Besorgnis der Besitzer grösser als das medizinische Problem. «Doch auch das nehmen wir ernst. Wenn eine Tierhalterin beruhigt mit ihrer Katze heimgehen kann, ist Tier und Mensch geholfen.» Sie berichtet von zwei nächtlichen Operationen in der Woche zuvor: Ein Hund hatte einen Fremdkörper verschluckt, welcher aus der Speiseröhre herausgezogen werden musste. In derselben Nacht wurde eine Katze gebracht. Sie hatte sich bei einem epileptischen Anfall ein Loch in die Zunge gebissen. Dem nicht genug. Die Zunge blieb auf dem Zahn aufgespiesst.

Patienten erzählen nichts Ich bin also gespannt, was auf mich zukommt, wenn ich während einer Woche Nacht für Nacht «auf Pikett» und zudem in einer der Abendsprechstunden dabei bin, – die sich bis spät in die Nacht ziehen können, wie sich zeigt. «Mein» erster nächtlicher Patient ist der sechsjährige Kater Camillo. Er hat starken Durchfall. Die Tierärztin Katrin Miller untersucht ihn und vermutet, dass er

Kontrolle nach einer Operation durch Tierärztin Renate Dennler (rechts) und der tiermedizinischen Praxisassistentin (TPA) Alessia Hildebrand. (Bilder Marianne Voss) etwas Unbekömmliches gefressen hat. Sicher braucht er Medikamente und Flüssigkeit. Die besorgte Besitzerin ist froh, ihren Liebling zur Beobachtung über Nacht in der Klinik lassen zu können. Zu Hause würde die Situation mit dem Durchfall sehr anstrengend werden. Camillo erhält eine Infusion und eine grosszügige Box für sich allein. Hier gibts nur Einzelzimmer. Das wars für diese Nacht. Doch ein paar Nächte später wird es hektischer. Die Katze Kira hatte plötzlich Gleichgewichtsprobleme, sie kann sich kaum mehr auf den Beinen halten. Was war geschehen? «Unsere Patientinnen und Patienten erzählen uns das leider nicht», meint Renate Dennler humor-

voll. Hier liege die grosse Herausforderung in der Veterinärmedizin. Bei Kira muss sich die Ärztin an eine Diagnose herantasten. Was kann ausgeschlossen werden? Ein Röntgenbild der Lungen zeigt keine Hinweise auf einen Tumor. Sie findet auch keine Anzeichen auf eine Verletzung durch einen Unfall. Um ins Gehirn zu schauen, wäre ein MRI nötig, eine teure Untersuchung, die nur in spezialisierten Kliniken durchgeführt wird. Die Ärztin schlägt der Besitzerin mögliche Therapien vor. Der Entscheid liegt bei der Kundin, die auch froh ist, dass ihre Kira ein paar Tage zur Pflege hier in der Klinik bleiben kann.

Modernste Untersuchungsmethoden

Kater Camillo erhält durch Tierärztin Katrin Miller (rechts) eine Infusion. TPA Jasmin Comte assistiert.

Inzwischen hat das Telefon mehrmals geklingelt. Weitere Notfälle sind angemeldet. Der nächste Patient ist der schneeweisse Kater Leo, eine norwegische Waldkatze. Leo hat ein verletztes Auge. Der Besitzer vermutet, dass er sich mit einer anderen Katze gestritten hat. Die Tierärztin untersucht das Auge mit modernsten Methoden und findet am Rand des Auges Kratzspuren, die aber nicht bedenklich sind. Dennoch: Augentropfen und ein Schmerzmittel gibts für zu Hause. «Ich komme lieber einmal zu viel hierher», erklärt der Kunde, der ein richtiger Katzenfan ist. «Es ist toll, dass hier auch nachts immer jemand erreichbar ist.»

Der nächste Patient sitzt schon im Wartezimmer, der Labrador Roxy zusammen mit seiner Besitzerin und ihrer Tochter. Roxy war nachmittags draussen unterwegs gewesen und hat darauf zu Hause gewürgt. Die Kundin ist alarmiert, ob der Vierbeiner möglicherweise einen Giftköder oder im Bach Blaualgen gefressen hat. Renate Dennler untersucht den freundlichen Patienten auf Herz und Nieren und kann Mutter und Tochter beruhigen. Mit einem herzlichen Danke, hilfreichen Informationen und dem Wissen, dass sie sich jederzeit wieder melden können, gehen Menschen und Hund zufrieden nach Hause. Fertig für heute? Nein, es hat nochmals geklingelt. Eine Person gibt einen kleinen Hund ab, der einsam herumgeirrt sei. Der Griff zum Chipleser ergibt keine Klarheit. Der kleine Vierbeiner hat zwar einen Chip, doch dieser ist nicht registriert. Das ist ein bisschen mysteriös. Fürs Erste bleibt er hier, auch im Einzelzimmer mit feinem Futter und einer bequemen Schlafecke. Er quittiert die Bemühungen jedoch mit aufgebrachtem Bellen. Aber jetzt ist Nachtruhe – für ihn und auch für mich. Ich bin nämlich müde, obwohl ich nur zugeschaut habe.

Abendsprechstunde bis in die Nacht Zweimal pro Woche bietet die Klinik eine Abendsprechstunde an. Einmal bin

ich dabei. Dort lerne ich zuerst den Hund Lucky kennen, ein rumänischer Strassenhund, der aber schon lange hier in Affoltern lebt. Er ist in die Jahre gekommen und hat verschiedene medizinische Probleme. Auch Gamora ist ein Strassenhund. Sie kommt aus Bulgarien und hat entzündete Augen. Die Ärztin vermutet vom Heustaub oder von Pollen. Zum absoluten «Jöö-Effekt» kommt es, als eine Kundin mit Yago Balu, einem elf Wochen alten Welpen ins Sprechzimmer kommt. Das Baby erhält die zweite Impfung. Die Besitzerin hat viele Fragen zur Ernährung und zu möglichen Krankheiten. Die Ärztin nimmt sich Zeit. Es sei unglaublich, was der Kleine alles fresse am Wegrand. Sie müsse dauernd die Augen offen haben – auch zu Hause. Vor zwei Tagen habe er eine Wäscheklammer angefressen, zum Glück eine hölzerne. Sie zeigt der Tierärztin die Überreste. Auch die Metallfeder ist dabei. Das ist beruhigend. «So ein kleiner Hund ist nicht ganz ohne. Er braucht rund um die Uhr Aufmerksamkeit wie ein Kleinkind», meint sie. Malea, ein Golden Retriever, ist die letzte Patientin. Sie ist zur Nachkontrolle nach einer Operation hier. Nach dieser Behandlung und Beratung ist es Nacht geworden. Beim Kaffee unterhalten wir uns über den extremen Fortschritt in der Tiermedizin. «Heute ist bei Tieren fast alles machbar wie bei Menschen», erklärt Renate Dennler. Es sei aber einerseits eine finanzielle und andererseits eine ethische Frage, wie weit man gehen wolle. «Das sind manchmal ganz schwierige Entscheidungen, die letztlich immer bei der Besitzerin oder dem Besitzer liegen.» Sie berichtet auch von Lebensgeschichten, die sie durch die Behandlung von Tieren erfährt, von Scheidungsgeschichten oder Todesfällen. «Tiergeschichten sind auch Menschengeschichten.» Zum Schluss erzählt sie noch von einem nächtlichen Notfall, der ihr unvergesslich bleibt. Eine Schäferhündin konnte nicht gebären und brauchte sofort einen Kaiserschnitt. «Nach zwei Stunden lagen vor mir sechs gesunde Welpen, die an den Zitzen ihrer schon wieder fitten Mutter ‹nuggelten›. Das war einfach eine grosse Freude.»

NACHTS IM SÄULIAMT Was läuft im Bezirk, wenn die meisten Leute schlafen? Dieser Frage gehen die «Anzeiger»-Journalisten in der diesjährigen Sommerserie nach. Sie begleiten Menschen, die nachts arbeiten oder Party machen oder erhalten Einblicke in die Natur, die anderen verborgen bleiben. (red.)

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Bezirk Affoltern

Donnerstag, 4. August 2022

Zur Selbstständigkeit antreten Knonau: Mission am Nil International bereitet Tretnähmaschinen auf – für den Kongo Dank alter Nähmaschinen, die ohne Strom laufen, können sich Frauen in Afrika eine Existenz als Schneiderin aufbauen.

1920/1930er-Jahren. «Zurechtgemacht halten diese sehr lange. Sie sind viel weniger anfällig als die heutigen Elektromaschinen», betont Wolfgang Schuhmann. Und Peter Neininger ergänzt: «Eine der ältesten Maschinen hier stammte aus den 1890er-Jahren, sie war aber nicht mehr zu reparieren.» Begehrt seien vor allem Maschinen, die ein Zickzackmuster stechen können. «Denn damit haben die Schneiderinnen und Schneider mehr Möglichkeiten beim Arbeiten.» Zu erkennen seien diese an der Stichplatte: Hat diese einen kleinen Schlitz statt ein Löchlein, dann sei es eine Zickzack-Maschine. Bezüglich Nähmaschinen-Spenden hat Beatrice Hauser eine Bitte: «Rufen Sie vorher bei uns in Knonau an. Denn aktuell haben wir nicht viel Platz im Lager.»

von luc müller Im Lager in Knonau stapeln sich die Maschinen im Hochregal. Nicht irgendwelche, sondern besondere: Tretnähmaschinen. Oft stehen sie ausgedient nur noch als Dekoobjekt in Geschäftsauslagen oder zu Hause herum. Doch für viele Frauen in der Demokratischen Republik Kongo sind sie Gold wert – sie sorgen für eine berufliche Existenz, mit der sie ihre Familien ernähren können. Seit 2002 unterstützt die Mission am Nil International, die ihren Sitz in Knonau hat, die Ausbildung von Frauen – Männer sind selten dabei – in einer dreijährigen Lehre zu Schneiderinnen. Ausgebildet werden sie von einheimischem Lehrpersonal im Panzi-Zentrum in der kongolesischen Stadt Bukavu auf Tretnähmaschinen aus der Schweiz, welche in Knonau gesammelt werden.

Glauben als Teil des Alltags

Hilfe zur Selbsthilfe Seit 2002 erhalten jährlich rund 15 bis 20 Personen nach ihrer Ausbildung ein Diplom. Die Ausbildung ist kostenlos, nach Abschluss erhalten die Absolventinnen und Absolventen eine der alten Tretnähmaschinen als Startkapital, um sich als Schneiderin oder Schneider in der Millionenstadt Bukavu selbstständig zu machen – und wiederum eigenes Personal anzustellen, die mit ihrem Job ebenfalls ihre Familien ernähren können. «Das Panzi-Zentrum bietet Hilfe zur Selbsthilfe», betont Beatrice Hauser, die bei der Mission am Nil für Vorträge, Anlässe für Frauen, Gruppenreise und Kommunikation zuständig ist. «Ungefähr alle zwei Jahre verschiffen wir einen Container mit den Tretmaschinen nach Bukavu im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Das kostet rund 10 000 Franken», informiert Beatrice Hauser über das Projekt, das vor allem durch Spendengelder finanziert wird. Die Arbeit der Mission am Nil wird aber auch von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) unterstützt, die Teil des Departements für auswärtige Angelegenheiten des Bundes (EDA) ist. Es dauert zwei bis drei Monate, bis die Maschinen nach einem 13 000 Kilometer langen Weg über den Rhein, das Meer und auf der Strasse im Kongo ankommen.

Zwei Senioren mit Elan Dass nur tipptopp funktionierende Geräte verschickt werden, dafür sorgen

Töfffahrer schwer verletzt Ein Motorradfahrer ist am Sonntagabend, 31. Juli, an der Buchenegg schwer verunfallt. Kurz nach 19.30 Uhr fuhr ein 43-jähriger Mann mit seinem Motorrad auf der Bucheneggstrasse talwärts Richtung Adliswil. Ausgangs einer Linkskurve kam er aus bislang nicht bekannten Gründen auf die Gegenfahrbahn. Es kam zu einer heftigen Kollision mit einem entgegenkommenden Personenwagen. Während der 39-jährige Autofahrer unverletzt blieb, zog sich der Motorradfahrer schwere Verletzungen zu. Er musste mit einem Rettungswagen ins Spital gefahren werden. Wegen des Unfalls war die Bucheneggstrasse für rund drei Stunden gesperrt; die Feuerwehren Unteramt und Adliswil richteten eine Umleitung ein. (red.)

Im Kongo können Frauen mithilfe der Mission am Nil eine Ausbildung zur Schneiderin machen. Sie lernen auf alten Tretnähmaschinen, welche Peter Neininger (Bild unten, links) und Wolfgang Schuhmann reparieren. (Bilder uc, zvg.) in Knonau Wolfgang Schuhmann (65) und Peter Neininger (68). Die beiden Senioren arbeiten ehrenamtlich und kümmern sich mit viel Elan um die alten Tretnähmaschinen, welche Privatpersonen ihnen vorbeibringen. «Die Mechanik der Maschinen ist immer wieder unterschiedlich», erklärt Wolfgang Schuhmann, der ausgebildete Nähmaschinenfachmann, der über 30 Jahre für die Schweizer Nähmaschinenfirma Bernina im Einsatz war. Bevor eine Tretnähmaschine die Reise in den Kongo antritt, wird sie in ihre Einzelteile zerlegt, gewartet, geputzt und wieder zusammengesetzt. «Zu Hause habe ich eine Eigenkonstruktion gebastelt, damit ich die Tretmaschinen an einen Motor anschliessen und überprüfen kann, ob sie funktionieren», berichtet

Schuhmann, der in Birmenstorf AG zu Hause ist und wöchentlich hier vor Ort ist. Mit prüfendem Blick schaut auch Peter Neininger auf die Maschinen. «Wenn eine nicht mehr zu reparieren ist, bauen wir die Einzelteile aus und nutzen sie als Ersatzteile, die wir auch in den Kongo schicken», sagt Neininger. Der ausgebildete Förster, der in der Stadt Zürich auch als Spielplatzkontrolleur tätig war, ist zweimal pro Woche hier vor Ort. Bis eine Maschine fertig ist, dauert es rund ein bis zwei Tage. Müsste man dafür einen Fachmann bezahlen, würde das schnell mal bis zu 1000 Franken kosten. Und welche Art Maschinen bekommen sie gespendet? Viele Tretnähmaschinen stammen aus den

Im Frühling 2023 wird voraussichtlich wieder ein Container in den Kongo gehen. Diesmal wird er neben den Tretnähmaschinen mit viel Werkzeug bestückt. Denn neben der SchneiderAusbildung werden im Panzi-Zentrum auch Schreiner und in Zukunft Maurer und Automechaniker ausgebildet. Alle Ausbildungen stehen sowohl Männern als auch Frauen offen. Geht es bei der Arbeit im PanziZentrum ums Missionieren? «Auch wer sich nicht mit Religion beschäftigt, kann selbstverständlich die Ausbildung absolvieren. Aber im Kongo ist es so, dass der grösste Teil der Bevölkerung Christen sind, die schon eine Beziehung zu Gott haben.» Den Glauben zu leben, gehört für viele zum Alltag. Vor dem Unterricht gibt es jeweils einen Gottesdienst, der Besuch ist aber freiwillig. «Viele der jungen Menschen besuchen diesen sehr gerne, weil sie mit Gott in Kontakt kommen», sagt Beatrice Hauser. Letztlich gehe es beim Projekt darum, Menschen ganzheitlich zu helfen. Frauen und Männer, die im von Chaos und Gewalt geprägten Kongo keine Chance auf eine Berufsausbildung hätten, sollen mit ehrlicher Arbeit ihr Geld verdienen. Viele können so nicht nur für sich selber sorgen, sondern unterstützen auch ihre Geschwister oder die betagten Eltern. Zudem entstehen in den gut laufenden Schneiderinnen-Ateliers und Schreinereien neue Arbeitsplätze. Damit habe das Projekt eine Wirkung weit über die Absolventen der Ausbildung hinaus. Wer eine Tretnähmaschine abgeben möchte, meldet sich vorher unter: Mission am Nil International, Friedhofstrasse 12, Knonau, Tel.: 0447679090. Wolfgang Schuhmann bietet auch privat einen

Während er den ersten Tag noch problemlos abspulte, hatte es der zweite in sich: sehr heiss, monoton entlang von Gemüsefeldern und wegen einer ungeplanten Umleitung auch noch 110 km lang. «Ich kam nudelfertig und mit rotem Hintern in Yverdon an», so Deiss. Weil er zu wenig trank und sein Körper noch nicht an die langen Fahrten gewöhnt war, plagten ihn zudem Beinkrämpfe. Trotzdem stieg er am Mittwoch um 7 Uhr wieder aufs Velo, fuhr an Feldern vorbei, durch Wälder und Rebberge, dem Genfersee und dem Jurabogen entlang und runter an die Rhone bis in die kleine Stadt Chanaz, wo er eine Zeltunterkunft fand, «wie früher in der Pfadi», so Deiss.

Christian Deiss beim «Veloflanieren» in einer französischen Altstadt. (Bild zvg.) Anderntags ging es die ersten 40 km in flottem Tempo und bei (noch) kühlen Bedingungen weiter. Nach einer Rast in

Versicherungs-Ratgeber der Mobiliar Die Generalagentur Affoltern am Albis der Mobiliar informiert.

Hagelschäden vermeiden Kurz, aber heftig: Hagelschauer haben im Sommer Hochsaison – und ein grosses zerstörerisches Potenzial. Lesen Sie hier, wie Sie Hagelschäden vorbeugen können und wie es mit dem Versicherungsschutz aussieht. Ob es zu einem Hagelereignis kommt, lässt sich heute nur 10 bis 20 Minuten vorher voraussagen. Es lohnt sich deshalb, bereits beim Immobilienkauf, Neu- oder Umbau auf hagelfeste Materialien zu setzen und das Gebäude zu warten. Baumaterialien wie Glas, Kunststoff oder Stoff – wie etwa Storen – sind besonders gefährdet. Sorgen Sie vor: Schützen Sie Fotovoltaik- oder Solaranlagen mit Schutzglas. Verwenden Sie Schutzgitter für Oberlichter und Dachfenster. Ersetzen Sie beschädigte Kunststoffteile. Halten Sie die Abflüsse frei und kontrollieren Sie die Entwässerungen. Wenn der Wetterbericht Gewitter voraussagt, können Sie mit wenigen Massnahmen Hagelschäden mindern: Schützen Sie sich! Bleiben Sie bei Hagel in einem sicheren Gebäude. Schliessen Sie Türen und Fenster. Ziehen Sie Rolläden, Stoff- und Rafflamellenstoren hoch. Schliessen Sie Klappläden, diese schützen Fenster. Stellen Sie Ihr Auto an einen geschützten Ort. Bringen Sie Gartenmöbel – besonders solche aus Plastik – und Topfpflanzen in Sicherheit. Hagelschäden gehören zu den Elementarschäden und sind im Rahmen der Feuer-Hausratversicherung versichert. Der Selbstbehalt für Elementarschäden in der Hausratversicherung ist gesetzlich geregelt und beträgt 200 Franken. Die Deckung ist bei allen Gesellschaften identisch. Als versicherte Elementargefahren gelten Hochwasser, Überschwemmung, Sturm ab 75 km/h, Hagel, Lawinen, Schneedruck, Felssturz, Steinschlag und Erdrutsch. Die Gebäude im Kanton Zürich sind obligatorisch bei der GVZ gegen Hagelschäden versichert. Für Motorfahrzeuge wird eine Voll- oder Teilkaskoversicherung benötigt. Dann sind Hagelschäden auch mitversichert. Sehr gerne beantworten wir Ihre Fragen: Sie erreichen uns unter

Nähmaschinenservice, Kontakt: 0763832537,

Telefon 044 762 50 60 oder via E-Mail auf

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Nach fünf Tagestouren im Isère-Tal Mit dem Velo nach Gibraltar – das hat sich Mettmenstetter Christian Deiss vorgenommen. Eine erste Zwischenbilanz nach fünf Tagen.

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Aoste folgte jedoch eine nicht enden wollende hügelige Strecke, die auf einem Pass gipfelte, ehe der Veloreisende ins Tal der Isère nach Tullins abtauchen konnte, wo er den ersten freien Tag genoss. «Es waren happige fünf Tage», blickt er zurück: «486 km in den Beinen, Beinmuskeln, die schmerzen, sich nun erholen und auch der Hintern hat so einiges abgekriegt.» Eigentlich sei der Start zu happig gewesen, muss er sich eingestehen, «die Strecken waren immer länger als geplant, aber die vielen schönen Velowege und der Fahrtwind um die Ohren haben für einiges entschädigt.» Und der Ruhetag half: Am Samstag ging es der Isère entlang weiter bis Romans, wo die Aprikosen- und Pfirsichplantagen beginnen. Nach einer Pause in der Altstadt ging es mit Rückenwind nach Valance. «Der bisher beste Velotag», sollte Deiss bilanzieren, «obwohl wieder über 90 km. Der Körper gewöhnt sich langsam an die Belastung.» (tst.)

Im Schadenfall: 044 762 50 20


Gewerbe

Festbetrieb I

In Mettmenstetten findet am Freitag und Samstag das 10. Maisfeldfest statt. > Seite 13

Donnerstag, 4. August 2022

Festbetrieb II

Die Gemeinde Obfelden feiert Ende August ihr 175-jähriges Bestehen. > Seite 15

11

Mythosverein kommt

Nebst dem Cup-Spiel gegen GC bietet der FCWB am 20. August auch ein tolles Rahmenprogramm. > Seite 17

Baustart auf dem Postareal in Obfelden Die Leuthard Immobilien AG lud zum Spatenstich für 24 Mietwohnungen und Gewerbeteil

Beim Spatenstich von links: Bernhard Marti, Leuthard Immobilien, Stephan Hinners, Gemeindepräsident, Heinz Fankhauser, Migros Zürich und Dieter Greber, Leuthard-CEO. (Bild Thomas Stöckli)

Es ist ein erster Schritt der Neugestaltung des Obfelder Dorfzentrums, das Projekt der Leuthard Immobilien AG. Am Dienstag war Spatenstich. Über 820 m2 Gewerbefläche im Erdgeschoss, darüber drei Obergeschosse

MARKTPL ATZ

mit insgesamt 24 Mietwohnungen à 3½ Zimmer sowie einen öffentlichen Platz mit Besucherparkplätzen – das umfasst das Bauprojekt auf dem Postareal in Obfelden, welches nun in die Realisierung geht. In knapp drei Wochen soll der Abbruch des Restaurants Kreuzstrasse beginnen, dann Anfang September der Aushub.

Läden, Wohnungen und ein öffentlicher Platz – so soll die fertige Überbauung im Frühling 2024 aussehen. (Visualisierung zvg.)

Der Realisierungsphase, die nun also beginnt, ist eine lange Planungszeit vorausgegangen. Ein erster Anlauf zu einem privaten Gestaltungsplan scheiterte vor knapp zehn Jahren am fehlenden Konsens unter den Eigentümern. Es folgte ein langes Hin und Her mit öffentlichem Gestaltungsplan, Quartierplanverfahren und juristischen Inter-

mezzi, welches schliesslich doch noch zu einer Konsenslösung führte: Am 16. September 2020 stimmte die Gemeindeversammlung Obfelden dem privaten Gestaltungsplan Postareal zu. Als Hauptmieterin für die Gewerbefläche im Erdgeschoss ist die Migros Genossenschaft Zürich vorgesehen. Mit ihr besteht denn auch bereits ein lang-

fristiger Vertrag. Die Migros plant eine Voi-Filiale. Weitere 80 m2 Gewerbefläche sind auf den Frühling 2024 noch verfügbar. Zum gleichen Termin sollen auch die 24 Mietwohnungen bezugsbereit sein. Die Eigentümerin Leuthard Immobilien AG beschreibt sie als «modern, flexibel und lichtdurchflutet». (tst.)

Die Beiträge in der Rubrik «Marktplatz» wurden von Werbekunden eingereicht. Interessiert? Tel. 058 200 57 00

«Viva Montagna»

Networking übers Netz

Der Coopark Affoltern lädt ein zum Bergerlebnis

Beim Tennis Geschäftsleute treffen

Die schöne Bergwelt ohne grossen Aufwand erleben, entdecken und geniessen? Der Coopark macht es möglich: Vom 3. bis 13. August verwandelt sich das Affolter Einkaufszentrum in einen verspielten Bergerlebnispark für die ganze Familie.

Erfolgreiches Networking muss nicht komplizierte Wege gehen, sondern funktioniert am besten von Angesicht zu Angesicht in entspannter Atmosphäre. Beim Tennisspielen zum Beispiel. Tennis to Business (T2B) macht Begegnungen engagierter Geschäftsleute aller Branchen möglich.

In diesem Jahr feiert Coop das 15-JahrJubiläum von «Pro Montagna» und 80 Jahre Coop-Patenschaft für die Berggebiete. «Pro Montagna» ist eine Coop Eigenmarke, unter welcher authentische, hochwertige Spezialitäten von Bauern und Produzenten aus den Schweizer Bergen angeboten wird. Beim Kauf dieser Produkte geht ein Betrag an die Patenschaft für die Berggebiete. Im Rahmen dieses Jubiläums verwandelt sich der Coopark in eine spannende Welt rund um die Schweizer Berge und präsentiert im Genuss-Chalet eine feine Auswahl an «Pro Montagna»Produkten zum Kaufen und Degustieren. Auch die kleinsten Bergfans kommen bei «Viva Montagna» voll auf ihre Kosten. Am 3. August von 13.30 bis 17.30 Uhr können sie im Kids Fun Club eine Vogelfutterstation bemalen und dekorieren. Die witzige AlphornRutsche beschert eine lustige Schussfahrt, während sich die grösseren Kids an der Kletterwand beweisen können. Täglich laden beim «Montagna-Ride» putzige Vierbeiner aus Plüsch und Stahl

«Viva Montagna»: Der Coopark präsentiert sich zwei Wochen lang als Bergerlebnispark für die ganze Familie. (Bild zvg)

zu einem tierischen Ausritt durch den Coopark ein. Die Ausleihe ist gratis, die entkräfteten Pferde, Esel und Hirsche müssen nach dem Ausritt zusammen mit ihrem Reiter wieder zur Stärkung an die Ausgabestelle zurückgebracht werden. Ein echter Sessellift-Sessel vor einer Panoramawand dient dabei als coole Fotokulisse für ein Erinnerungsfoto.

Ein Berg von Preisen zu gewinnen Während der zwei Wochen locken tolle Preise und zahlreiche Sofortgewinne der Centergeschäfte an den zwei Spielkonsolen. Mit den persönlichen Spielkarten mit QR-Code, welche in den Coopark-Geschäften wie auch von den

Bis anhin mit Standort in Luzern. Ab Oktober 2022 neu auch in Zürich. Mit von der Partie ist neben Initiator Markus Mike Winiger, Geschäftsführer der WinWork AG (Fachkräfte für Bau, Technik und Industrie) in Affoltern, auch Marco Chiudinelli, bis 2017 erfolg-

reicher Tennisprofi. Starke Bande knüpfen und Vertrauen schaffen, dies lässt sich am besten im Daily-Business. Geschäftspartnerschaften über den Alltag hinaus pflegen, dazu braucht es neue Räume, andere Orte der Begegnung. Der Tennissport bietet ideale Voraussetzungen, sich in ungezwungener Atmosphäre ausserhalb der Routine zu begegnen. Es profitieren auf gesunde Art und Weise alle Beteiligten. Das komplette Jahresprogramm mit Besuch eines ATP-Turniers, Apéros, Referaten und natürlich Tennisspielen (einmal im Monat) ist auf www.tennis2business.ch einzusehen. Der Eröffnungs-Apéro in Zürich ist auf den 14. Oktober angesetzt. WinWork

Hostessen vor Ort abgegeben werden, können die Kundinnen und Kunden täglich einmal spielen und ihr Glück versuchen. Die Hauptpreise sind drei Reka-Ferien-Packages im Wert von je 3000 Franken. Aber auch die Sofortgewinne können sich sehen lassen: 57 Reka-Ferien-Gutscheine im Wert von je 100 Franken, 380 Reka-Pay-Guthaben im Wert von je 50 Franken, 19 Verwöhnwochenenden im Swiss Holiday Park im Wert von je 335 Franken sowie 19 Geissen-Patenschaften im Wert von je 95 Franken warten auf die glücklichen Gewinner. Coopark Einkaufszentrum Coopark Büelstrasse 15 in Affoltern

Marco Chiudinelli (links) und Markus Mike Winiger gründen zusammen in Zürich Tennis2Business. (Bild Mirko Ries)


Ref. Kirche Mettmenstetten

Kath. Kirche Mettmenstetten

Sonntag, 7. August 10.00 Regionalgottesdienst in Maschwanden Pfarrer Wilhelm Schlatter

Sonntag, 7. August 9.30 Eucharistiefeier, Orgel: Angela Bozzola www.kath-hausen-mettmenstetten.ch

Donnerstag, 11. August 19.00 Liturgische Abendmahlsfeier Pfarrer Andreas Fritz

Kath. Kirche Obfelden

Ref. Kirche Obfelden

Sonntag, 7. August 9.00 Eucharistiefeier

Sonntag, 7. August 10.00 Regionalgottesdienst in Hedingen www.kircheobfelden.ch

Ref. Kirchgemeinden im Bezirk

Ref. Kirche Hausen a. A.

Jede Woche ein Gedanke von einer Pfarrerin oder einem Pfarrer aus dem Säuliamt: Tel. 032 520 10 82 oder www.ref-saeuliamt.ch.

Sonntag, 7. August 9.30 Oberämtler Gottesdienst mit Pfarrer Kurt Liengme. Anschliessend Chilekafi

Ref. Kirche Aeugst

Ref. Kirche Hedingen

Sonntag, 7. Juli 10.00 Regionalgottesdienst in Hedingen mit Pfr. Ueli Flachsmann Musik: Anette Bodenhöfer

Sonntag, 7. August 10.00 Taufgottesdienst Pfr. Ueli Flachsmann Musik: Anette Bodenhöfer

Ref. Kirche Kappel a. A.

Ref. Kirche Affoltern am Albis Sonntag, 7. August 10.00 Regionalgottesdienst in Hedingen 9.30 Fahrdienst vor der Senevita, der Kirche und der Post Dienstag, 9. August 14.00 60plus Spielnachmittag im Ulmensaal Donnerstag, 11. August 14.00 Senioren-Treff «Wurscht und Brot und Musig» im Chilehuus Freitag, 12. August 20.00 Feier nach der Liturgie von Taizé in der Katholischen Kirche

Sonntag, 7. August 10.00 Regionalgottesdienst in Hedingen

Ref. Kirche Rifferswil Sonntag, 7. August 9.30 Kirche Kappel, Regio-Gottesdienst mit Pfarrerin Ilona Monz www.ref-knonaueramt.ch

Ref. Kirche Stallikon Wettswil

Sonntag, 7. August 9.30 Regionalgottesdienst in Kappel; Pfrn. Dorothea Wiehmann; Minako Matsuura (Orgel)

Sonntag, 7. August 10.00 Kirche Bonstetten, Regio-Gottesdienst mit Pfr. Jörg Leuthold, mit Taufe Musik: Casey Crosby www.kirche-stallikon-wettswil.ch

Kloster Kappel a. A.

Kath. Kirche Affoltern a. A.

Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 Uhr in der Klosterkirche

Samstag, 6. August 17.30 Eucharistiefeier

Freitag, 5. August 19.30 Offenes Hagios-Singen in der Klosterkirche Leitung: Christine Boeck Ohne Anmeldung. Eintritt frei. Kollekte Donnerstag, 11. Augsut 13.30 Führung durch die Klosteranlage Treffpunkt: Amtshausplatz www.klosterkappel.ch

Ref. Kirche Bonstetten Sonntag, 7. August 10.00 Tauf-Gottesdienst mit Pfr. Jörg Leuthold Musik: Casey Crosby www.ref-knonaueramt.ch

Ref. Kirche Ottenbach

Ref. Kirche Knonau Sonntag, 7. August 10.00 Regionalgottesdienst in Maschwanden mit Pfarrer Wilhelm Schlatter

Sonntag, 7. August 10.30 Eucharistiefeier 18.30 Santa Messa Freitag, 12. August 9.15 kein Gottesdienst 20.00 Taizé-Feier www.kath-affoltern.ch

Kath. Kirche Bonstetten Samstag, 6. August KEINE Vorabendmesse (Sommerferien) Sonntag, 7. August 10.00 Hl. Messe Dienstag, 9. August 19.30 Hl. Messe

www.kath-affoltern.ch

Chrischona Affoltern am Albis Kirche mit Nähe Alte Obfelderstrasse 24 Sonntag, 7. August 10.00 Gottesdienst «Gnade – das Angebot des barmherzigen Vaters» Mehr unter www.sunntig.ch

Pfingstgemeinde Affoltern a. A.

Alte Obfelderstrasse 55

Sonntag, 7. August 10.00 Gottesdienst und Kinderprogramm www.pfimiaffoltern.ch

Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten, Weidstrasse 20 Sonntag, 7. August 10.30 Gottesdienst Kinderhort. Sonntagsschulen und Unterricht: gemeinsames Ferienprogramm Donnerstag, 11. August 18.45 Singen mit der Gemeinde 20.00 Gebetsabend Freitag, 12. August 13.30–Plauschnachmittag in den Ferien 17.00 Für Jung und Alt Gemeinsames Basteln und Werken Kaffee und Kuchen Mehr Infos auf der Homepage Anmelden bis 8.8.22: plauschnammi@gmx.ch www.etg-mettmenstetten.ch

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Heumattstrasse 2, 8906 Bonstetten

Sonntagsgottesdienste 10.00 Klassenzeit 11.10 Abendmahlsversammlung


Veranstaltungen

Donnerstag, 4. August 2022

13

Ein Fest im Maisfeld Das 10. Maisfeldfest findet am Freitag und am Samstag statt Beim Schützenhaus in Mettmenstetten organisiert der Verein XY wiederum einen der grössten Anlässe im Säuliamt. Das Fest wurde erstmals im Jahr 2011 in Uerzlikon durchgeführt. Seit dem Jahr 2012 fand das Fest immer in Mettmenstetten statt und wurde immer etwas grösser. Mittlerweile zählt das Fest zu den grössten Veranstaltungen im Säuliamt und erfreut sich grosser Beliebtheit. Nach zwei Coronajahren, in dem das Fest nicht stattfinden konnte, freuen sich die Organisatoren umso mehr, die Besuchenden im Mettmenstetter Mais zu begrüssen.

Gelte aus dem Bestand des Ortsmuseums Affoltern. (Bild zvg.)

Bottich, Zuber, Bütten oder einfach Gelte

Countrymusik und urchige Klänge

Ausstellung im Ortsmuseum Affoltern

Vielfältig wurden Gelten früher verwendet und auch unterschiedlich benannt. Sogar als Masseinheit dienten diese in einem Schweizer Kanton. Verschiedenste Wörter bezeichnen Behälter, die aus Holz oder Metall oder Ton hergestellt wurden. Der Zweck war vielfältig. Sie wurden zum Lagern und Transportieren von Wein, Trauben, Kartoffeln, Öl oder Milchprodukten genutzt. Die Behälter des Museums dienten für das Wäschewaschen und als Badewanne beim Kneippen und für die Kinder. Heute finden sich neue Verwendungen für Gelten oder Bottiche als Blumen-

tröge, als Wasserbehälter für Regenwasser oder als Planschbecken für Kinder. Dank Wikipedia kann man erfahren, dass Gelte eine Masseinheit war im Kanton Waadt: 1 Gelte/Broc = 10 Pots (Mass) = 100 Verres (Becherlein) = 680,5 Pariser Kubikzoll = 13,5 Liter. Das Ortsmuseum Affoltern ist in diesem Monat am Samstag, 6. August, von 10 – 16 Uhr und am Sonntag, 7. August, von 12 – 16 Uhr geöffnet. Ursula Grob Das Museum befindet sich an der Ottenbacherstrasse 79, in Zwillikon, gleich neben dem Volg. Kontakt: Telefon 0447617742 (Ursula Grob) oder 0447618176 (Hansruedi Huber) Alle Informationen auf www.museum-affoltern.ch.

Das Fest findet am Freitag, 5., und Samstag, 6. August, statt. Am Freitag öffnet das Fest um 20 Uhr die Türen. Im grossen Festzelt sorgt die Countryband «Tuff Enuff» für Stimmung. Auf der grosszügigen Bühne kann auch das Tanzbein geschwungen werden. Für das leibliche Wohl wird ebenfalls im Festzelt gesorgt. Dort gibt es kalte Getränke und feine Grilladen. Im Barzelt und der Shotbar werden Drinks gemixt und das berühmte «Kroki» sorgt für genügend Unterhaltung unter den Besuchenden. Für gute Musik sorgt DJ Philippe Fierce. Am Samstag öffnet das grosszügige Festgelände bereits um 19 Uhr die Tore. An diesem Abend sorgen die Ländlerformationen Raphael Fuchs & Co und das Trio Goldmandli für urchige Klänge. In der Bar wird wieder der DJ Philippe Fierce für Stimmung sorgen.

Der Verein XY hat keine Mühen gescheut und das Festgelände aufwendig dekoriert. (Bild Nico Vollenweider) Gelände ist grösstenteils überdacht Das Festgelände ist direkt beim Schützenhaus Mettmenstetten zu finden, und ist ausreichend beschildert. Die Parkplätze sind unmittelbar neben dem Festplatz gelegen. Auch bei schlechtem Wetter kann ein tolles Fest gefeiert werden. Alle Wege im Maisfeld sind mit Holzschnitzeln ausgelegt, so

entsteht sicherlich kein Matsch. Auch ist ein grosser Teil des Festgeländes überdacht und sorgt für trockene Köpfe. Nico Vollenweider Maisfeldfest beim Schützenhaus Mettmenstetten: Freitag, 5. August, ab 20 Uhr, und Samstag, 6. August, ab 19 Uhr. Einlass ab 18 Jahren, Eintritt 15 Franken. Mehr Infos www.maisfeldfest.ch.

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Herzliche

Gratulation zur bestandenen Prüfung Ronja Vollenweider aus Obfelden (Bäckerin/Konditorin) und Ramona Räber aus Benzenschwil (Confiseurin) haben ihre Ausbildungen mit den kantonsweiten Bestnoten 5.7 abgeschlossen. Ganz herzlich gratulieren wir unseren Lernenden zur erfolgreich bestandenen Abschlussprüfung. Regula Pfyl & Team

Aurora Bunjaku FaGe

Sophia-Sema At Odun AGS

Marco Egli FaGe

Luca Toigo Koch EFZ

Tatiana Braz FaGe

Marta Iglesias Küchenangestellte EBA

Zur erfolgreich bestandenen Lehrabschlussprüfung/QV gratulieren wir all unseren Lernenden von ganzem Herzen. Es freut uns sehr, dass sie so gut abgeschlossen haben und wir sind stolz auf ihre Leistungen. Jetzt beginnt für sie ein neuer Lebensabschnitt. Wir wünschen ihnen viel Erfolg und Glück!

Mit den besten Wünschen vom ganzen Obstgarten-Team

Affoltern am Albis

Bonstetten

Hausen am Albis

Rebecca Schmutz hat die Ausbildung zur Kauffrau EFZ im B-Profil erfolgreich bestanden.

Teresa Rullo hat die Ausbildung zur Kauffrau EFZ im E-Profil erfolgreich bestanden.

Filip Jurcevic hat die Ausbildung zum Kaufmann EFZ im E-Profil erfolgreich bestanden.

Hedingen

Hedingen

Mettmenstetten

Nina Jankovic hat die Ausbildung zur Kauffrau EFZ im E-Profil erfolgreich bestanden.

Daniele Piliero hat die Ausbildung zum Fachmann Betriebsunterhalt EFZ erfolgreich bestanden.

Tijana Radenkovic hat die Ausbildung zur Kauffrau EFZ im M-Profil erfolgreich bestanden.

Ottenbach

Stallikon

Wettswil am Albis

Laila Iten hat die Ausbildung zur Kauffrau EFZ im E-Profil erfolgreich bestanden.

Maria Maio hat die Ausbildung zur Kauffrau EFZ im E-Profil erfolgreich bestanden.

Léonie Steiner hat die Ausbildung zur Kauffrau EFZ im M-Profil erfolgreich bestanden.

Wir gratulieren unseren Lernenden herzlich zum Abschluss ihrer Ausbildung und wünschen ihnen für ihre berufliche sowie private Laufbahn alles Gute.

Die Gemeinden des Bezirks Affoltern


AGENDA

Donnerstag, 4. August Kappel am Albis

13.30: Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus, Réception. Kloster Kappel, Kappelerhof 5.

Freitag, 5. August Kappel am Albis

19.30: Offenes Hagios-Singen in der Klosterkirche. Leitung: Christine Boeck, ohne Anmeldung, Eintritt fei, Kollekte. Kloster Kappel, Kappelerhof 5.

Samstag, 6. August Affoltern am Albis

08.00–12.00: Wochenmarkt mit Märtkafi. Früchte, Gemüse, Gebäck, Käse, Bioprodukte, Blumen, Selbstgemachtes und mehr. Märtkafi offen 7 bis 17 Uhr. Marktplatz.

Zwillikon

Ab 12.00: «Dä FeschtiWal». Kinderfreundliches Openair mit fünf Bands (ab 15.00) und DJ (ab 22.30). Tickets unter www.feschtiwal.ch. Chüeweidhölzli.

Montag, 8. August Hausen am Albis

14.30–17.00: Handarbeits-Stubete von Pro Senectute in der Zwinglistube, neue Teilnehmer sind willkommen. Häkeln, stricken, sticken oder einfach nur plaudern. Mit Kaffee und Kuchen. Leitung: Brigitte Burger, Telefon: 044 764 03 49 Zwinglistube.

Stallikon

14.30–16.30: Der ehemalige Gemeindeförster von Stallikon erzählt Spannendes aus dem Leben, anschliessend Kuchen und Kaffee, Eintritt frei, Kollekte. Genossenschaft Kafimüli Stallikon, Loomattstrasse 50.

Dienstag, 9. August Kappel am Albis

13.30–14.30: Führung durch die Klostergärten, Treffpunkt Eingang Amtshaus, Réception. Kloster Kappel, Kappelerhof 5.

Donnerstag, 11. August Kappel am Albis

13.30: Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus, Réception. Kloster Kappel, Kappelerhof 5.

Veranstaltungshinweise erscheinen einmal wöchentlich im «Anzeiger». Die Angaben sind bis am Montag davor, 10 Uhr, einzusenden. Und zwar an: agenda@affolteranzeiger.ch.

Veranstaltungen

Donnerstag, 4. August 2022

Festwochenende Ende August

Ausstellungen

Die Gemeinde Obfelden vor der grossen Jubiläumsfeier Obfelden feiert dieses Jahr das 175-jährige Bestehen – mit einem breiten Festangebot. Das grosse Festwochenende mit vielen Attraktionen findet Ende August auf dem Zendenfrei-Areal statt. Vorgängig ist die Bevölkerung zur Mitwirkung für eine Fotocollage eingeladen. Obfelden ist die jüngste Gemeinde im Bezirk Affoltern. Erst seit 1847 bildet das Dorf eine selbstständige Gemeinde. Bis dahin waren die fünf Weiler Unterlunnern, Oberlunnern, Wolsen, Toussen und Bickwil unter dem Sammelnamen «Ob Feld» oder «Ob dem Feld» der Gemeinde Ottenbach angeschlossen. Wie sich die Gemeinde seither entwickelt hat, konnte jüngst im Gemeindebulletin nachgelesen werden. Anlässlich des 175-jährigen Bestehens bietet die Gemeinde der Bevölkerung Ende August ein grosses Festwochenende – und geht dabei eine enge Zusammenarbeit mit der Expo Obfelden ein. «Ich freue mich sehr, dass die Expo Obfelden und das Gemeindejubiläum zueinandergefunden haben. Das Gemeindejubiläum erhält so einen würdigen Rahmen, während die vielen Ausstellerinnen und Aussteller von noch mehr Besuchenden profitieren», so Gemeindepräsident Stephan Hinners.

Buntes Programm soll identitätsstiftend wirken An Jubiläumsangeboten mangelt es nicht: Von der Rock’n’-Roll-Band, über

Hedingen

Gemeindepräsident Stephan Hinners überzeugte an der 1. Augustfeier zum Mitmachen auf der Collage. (Bild zvg.)

Die Kafimüli Stallikon lädt von Zeit zu Zeit bekannte und unbekannte Persönlichkeiten aus Stallikon und Umgebung ein, aus ihrem Leben zu erzählen und damit beizutragen, dass solche persönlichen Lebensgeschichten weitergegeben und erhalten bleiben. Für den 8. August hat Fritz Landolt, der langjährige Gemeindeförster von Stallikon und Wettswil, zugesagt. Die Lebensgeschichte von Fritz beginnt 1949 in Näfels, im Glarnerland, wo er zusammen mit vier Geschwistern aufgewachsen und zur Schule gegangen ist. Er erzählt weiter von seiner Leidenschaft für die Natur, seinen Beruf, die Familie und die Jagd. Die Zuhörerinnen und Zuhörer erfahren auch, wie der Glarner ausgerechnet in den Üetlibergwald und nach Stallikon gekommen ist, wo er ab 1976 als Förster für den Wald der Gemeinde Stallikon und ab 1997 bis zu seiner Pensionierung auch für den Wettswiler Wald verantwortlich war. Von 1984 bis 2020 war er zudem auch mit der Jagdaufsicht am Üetliberg

KW 32 | Donnerstag 4. bis Mittwoch 10. August

Kino Cinepol, Bahnhofstrasse 28, 5643 Sins Tel: 041 787 36 00

Minions Monsieur Claude 3 D 12 League of Super Pets D 8(12) Do Fr Sa So Mi Do Fr Sa So Mi 14.45 20.15 Täglich 20.00 Do Fr Sa So Mi Mo Di Mo Di Mi 17.30

D6

14.30 Bibi & Tina 17.00 Do Fr Sa So Mi 17.30

Minions 20.00 Täglich D 12 (14)

3D Version

D6

14.45

D6 D 6 Alfons Zitterbacke 17.15 3D 17.30 Do Fr

Team Training, Maienbrunnenstrasse 12: Daisy Leoni aus Obfelden, Acrylbilder auf drei Stockwerken. Mo bis Fr 8.30–15 / 17–20, Sa und So 9–13 Uhr. Finissage 16. September.

Kappel am Albis

wie vielfältig, farbig und lebensfroh unsere Gemeinde ist. Ich hoffe, es machen noch viele weitere Dutzend Personen mit, schliesslich haben wir über 5500 Einwohnerinnen und Einwohner!» Die Collage kann anschliessend am Jubiläumswochenende bestaunt werden.

Kloster, Öffentliche Räume, Kappelerhof 5: «Verbunden oder lieber in Bubbles?» Bilder und Objekte von Chris Husi Ramseier. Randnotizen zu den Werken von Frank Fischer. Täglich 8–22 Uhr. Bis 23. Oktober.

Davide Anderegg

Ortsmuseum, Ottenbacherstrasse, Gemeindeplatz: Dauerausstellung zur Geschichte und Alltag, Gewerbe und Kultur von Affoltern am Albis. Jedes 1. Wochenende im Monat jeweils samstags 10–16 Uhr und sonntags 12–16 Uhr. Gruppenbesuche nach Vereinbarung. Rollstuhllift, Eintritt frei. Kontakt: 044 761 77 42, Ursula Grob oder 044 761 81 76, Hansruedi Huber.

Obfelder Jubiläumswochenende mit der Expo vom Freitag, 26. bis Sonntag, 28. August, auf dem Zendenfrei-Areal. Weitere Infos unter www.obfelden.ch.

Fritz Landolt erzählt von seiner Leidenschaft für die Natur, seinen Beruf, die Familie und die Jagd.

D 16

Top Gun: Maverick D 12 /10 Thor: Love & Thunder D 12 Elvis Do Fr Sa So 20.15 Sa So 17.15 Mo Di Mi

Um die Vorfreude auf das Jubiläum zu steigern, hat die Gemeinde ausserdem eine Fotoaktion ins Leben gerufen, die noch bis Mitte August läuft. Die Dorfbevölkerung ist aufgerufen, der Gemeinde Selfies einzusenden, die dann auf einer grossen Collage platziert werden. Hinners: «‹Gib Obfelden ein Gesicht› ist eine wunderbare Gelegenheit, zu zeigen,

Kommbox im Gemeindehaus, Dorfstrasse 22: «Die grosse Liebe zu Korallen.» Eindrückliche, dreidimensionale und farbenfrohe Kunstobjekte von Claudia Ruiz. Mo 8–11.30, 16–18.15, Di 8–11.30, Mi 8–11.30, 14–16.30, Do 8–11.30 Uhr. Bis 31. August.

Pegasus Small World Spielzeugmuseum, Habersaat: Sonderausstellung «Barbie: Von der Luxuspuppe zum Massenspielzeug.» Fr bis So 11–17 Uhr oder nach Voranmeldung. Verlängert bis 31. März 2023.

Forum-Veranstaltung der Kafimüli Stallikon mit Fritz Landolt

Kinoprogramm Sins

CH-Premiere

«Gib Obfelden ein Gesicht»

Aeugst am Albis

Aeugstertal (Aeugst Am Albis)

Der ehemalige Förster erzählt...

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ein Open-Air-Kino, ein Konzert von Andrew Bond, einen Neuzuzüger-Apéro, ein Graffiti-Workshop für Jung und Alt, ein Rap-Konzert, ein Vortrag zu erneuerbarem Heizen, Tag der offenen Tür der neuen Kindertagesstätte bis hin zum grossen Jubiläumsbrunch für die ganze Bevölkerung. Das Festwochenende ist gespickt mit einem üppigen und ebenso breiten Programm. Was steckt hinter dem grossen Engagement der Gemeinde, die sich zugleich mit Zentrumsplanung, Umfahrungsbaustelle und einigem Mehr zu beschäftigen hat? «Man soll die Feste feiern, wie sie fallen», schmunzelt Hinners. Ganz so trivial sei es natürlich aber nicht, winkt er ab. «Unsere Gemeinde ist in der Vergangenheit stark gewachsen und wird es weiterhin tun. Der Gemeinderat möchte mit den vielen Aktivitäten rund um das Jubiläum der Bevölkerung deshalb positive Emotionen bieten und eine Möglichkeit schaffen, Freunde, Nachbarn aber auch Neu-Obfelderinnen und -Obfelder zu treffen und gemeinsam zu feiern. Und natürlich stiftet ein solches Jubiläum immer auch Identität und schafft bleibende Erinnerungen!»

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Zwillikon

beauftragt. Ganz besonders am Herzen lagen ihm die zahlreichen Waldführungen mit Schülern. Wer nun glaubt, die Tätigkeit und das Engagement von Fritz Landolt hätten am Waldrand oder mit der Pensionierung aufgehört, ist schwer auf dem Holzweg! So weiss er über haufenweise Interessantes und Spannendes zu berichten – und dies in schönstem Glarner Dialekt! Marianne Egli, Kafimüli Montag, 8. August, 14.30 bis 16.30 Uhr. Eintritt gratis, keine Reservation erforderlich. Kafimüli Stallikon c/o Wohnheim Loomatt, Loomattstrasse 50, Stallikon (Sellenbüren). Im Anschluss an den Vortrag gibt es Kaffee

Fritz Landolt ehemaliger Förster und Jagdaufseher Stallikon und Wettswil. (Bild zvg.) ANZEIGE

und Kuchen.


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Sport

Donnerstag, 4. August 2022

Tickets sind begehrt

Sieg in Österreich

Nebst dem Spiel zur ersten Hauptrunde des Schweizer Fussballcups zwischen dem FCWB und dem Grasshopper Club Zürich erwartet die Zuschauer am 20. August auch ein tolles Rahmenprogramm.

Urs Huber gewinnt den M3-Marathon in Vorarlberg

Vorverkauf für Cupmatch gegen GC läuft

Um das Fussballspiel, welches um 17 Uhr angepfiffen wird, sollen weitere Programmpunkte für einen einmaligen Anlass sorgen. Für das Spiel stehen Sitzund Stehplätze für fast 4000 Besucher zur Verfügung. Über die Vereinshomepage (www.fcwb.ch) können entsprechende Tickets gekauft werden. Da bereits in den ersten Tagen des Vorverkaufs viele Bestellungen eingingen, empfiehlt der FCWB dringend, schnellstmöglich zu bestellen. Am Spieltag wird die Arena die Tore um 15 Uhr öffnen. Die VIP-Besucher dürfen sich dann auf einen Apéro riche, Informationen, Interviews, Wettbewerbe und Überraschungen im VIP-Zelt freuen. Vor, während und nach dem Spiel laden eine grosse Festwirtschaft mit Grill- und Getränkeständen sowie dem «Bachelor»- Brezelstand (geführt von Patric Haziri und Rafael Beutl) zum Verweilen ein. Ab 16.15 Uhr wird dann im Stadion das Warm-up beider Mannschaften mit Vorstellung der Teams, Musik und Choreografie zelebriert.

Ohne Auto ans Spiel Nach dem sicher spannenden Fussballmatch sind alle Besucher eingeladen, der offiziellen Pressekonferenz im VIPZelt mit den Trainern beider Kontrahen-

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Nach dem zweiten Platz am Black Forest Ultra Marathon in Deutschland gelang Urs Huber übers letzte Wochenende der Sieg am M3-Marathon im Montafon. Am nächsten Wochenende steht das Ischgl Ironbike auf dem Programm, ehe mit dem Eiger Bike die Reihe der Schweizer Rennen eingeläutet wird. von martin platter Die Hoppers sind der Gegner. (Bild zvg.) ten beizuwohnen. Die Festwirtschaft wird um eine Bar mit musikalischer Unterhaltung erweitert und soll im Rahmen der WB-Familie für einen würdigen Abschluss dieses Top-Events sorgen. Schon jetzt empfiehlt der FCWB, an diesem Anlass auf das Auto zu verzichten und den Weg zum Spiel zu Fuss oder mit dem Velo zu finden.

Weitere Vorberichte In weiteren Ausgaben werden bis zum Spieltag weitere Informationen zum Gegner GC, Spielvorschau und Ablauf des Anlasses publiziert. Der FCWB ist stolz und freut sich, diesen Freudentag mit vielen Freunden, Fans und Gästen aus der ganzen Region zu verbringen. Andreas Wyniger

Urs Hubers Formaufbau für die zweite Saisonhälfte ist im Plan. Bei seinem vierten Start in Schruns konnte er übers letzte Wochenende den M3-Marathon zum vierten Mal gewinnen. «Vier Siege bei vier Starts: Das ist eine Bilanz, die sich sehen lassen kann», freute sich der Mettmentstetter. Nach mehr als fünfeinhalb Stunden Rennzeit war es zum Sprint gekommen, den er souverän zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Bereits zwei Wochen zuvor hatte er beim prestigeträchtigen Black Forest Ultra Bike in Kirchzarten den zweiten Platz geholt – nur geschlagen von seinem früheren Bulls-Teamkollegen Simon Stiebjahn. Das gibt Urs Huber viel Selbstvertrauen für die kommenden Wettkämpfe der zweiten Saisonhälfte, die nun im Wochentakt im Rennkalender des 36-Jährigen erscheinen. Nächstes Wochenende das Ischgl Ironbike, das er bereits sechsmal für sich entscheiden konnte. Einen Tag nach seinem 37. Geburtstag steht am 13. August die Eiger-BikeChallenge auf dem Programm. Zu diesem Wettkampf pflegt Huber ein ganz besonderes Verhältnis. Einerseits konnte er die topografisch sehr anspruchsvolle Runde im Antlitz von Eiger, Mönch und Jungfrau, die in der Vergangenheit oft an seinem Geburtstag stattgefunden

Jeder Sieg gibt Urs Huber frisches Selbstvertrauen. An der Eiger Bike Challenge in Grindelwald strebt er bereits den neunten an. (Bild Martin Platter) hat, bereits achtmal gewinnen – so viel wie keinen anderen Marathon.

Kein ungetrübtes Verhältnis Auf dem Weg zum Sieg erlebte er in Grindelwald aber auch bitterste Rückund Ausfälle: 2012 löste sich eine Pedalkurbel an seinem Bike, was ihn viel Zeit kostete und bis auf den dritten Rang zurückwarf. 2017 überschlägt sich Huber bei einem Sturz. Dabei schlägt der Rahmen seines Karbonbikes so hart auf einem Stein auf, dass eine Stattelstrebe bricht und Huber das Rennen aufgeben muss. 2018 trifft es den RRC-Amt-Leistungsträger noch härter. Im Kampf um den Sieg stürzt Huber erneut, bricht sich dabei aber das Schlüsselbein. Erst 2019 kann er sich wieder mit dem Rennen versöhnen und triumphiert zum siebten Mal. 2021 fuhr er letztmals als Sieger über die Ziellinie in Grindelwald. Das

Eiger-Bike-Resultat hat auch noch aus einem anderen Grund eine besondere Bedeutung. Eine Woche später findet mit dem Grand Raid im Wallis Hubers Lieblingsrennen statt. Mit sechs Erfolgen ist er Rekordsieger und Botschafter der superharten Fahrt von Verbier über sieben Berggipfel nach Grimentz. Eine weitere Woche später findet der landschaftlich wohl abwechslungsreichste Marathon um den Schweizer Nationalpark statt. Den Nationalpark Bike-Marathon konnte Huber erst fünfmal gewinnen. Das hängt auch damit zusammen, dass ihm mit dem inzwischen zurückgetretenen Bündner Lokalmatador Lukas Buchli und dem früheren Weltmeister Christoph Sauser oft zwei andere Fahrer vor der Sonne standen, die den Narren am Nationalpark Bike-Marathon gefressen hatten. Wer Huber in diesem Jahr den Sieg streitig machen will, muss sich noch zeigen.

Saisonstart gegen Luganos Nachwuchs FCWB muss Vorfreude aufs Cup-Spiel gegen GC zurückstellen

Der GCZ ist immer noch Rekord-Schweizer-Meister. (Bild zvg.)

Ein Mythosverein kommt nach Wettswil Zwei Buchstaben haben den Schweizer Fussball in der Vergangenheit geprägt. GC steht für den 27-maligen Schweizer Meister, 19-fachen Cupsieger und 1886 gegründeten Grasshopper Club aus Zürich. Auch international hat GC Zeichen gesetzt, so wurde zum Beispiel im November 1978 Real Madrid aus dem Cup der Landesmeister (heute Champions League) eliminiert und gewann man im September 1996 ebenfalls in der Champions League auswärts bei Ajax Amsterdam (durch ein legendäres Tor Murat Yakins). 1978 stand man im Halbfinale des Uefa-Cups, in welchem man Bastia hauchdünn unterlag. Unzählige Spieler- und Trainergrössen wie Leo Beenhakker, Hennes Weisweiler, Ottmar Hitzfeld, Rolf Fringer, Christian Gross oder Roy Hodgson (Trainer), Günther Netzer, Stéphane Chapuisat, Richard Nunez, Kubilay Türkyilmaz, Alain Sutter oder der in Wettswil wohnhafte Stephan Lichtsteiner (Spieler) prägten das Gesicht von GC.

Heiss auf Umzug ins neue Stadion In seiner 136-jährigen Geschichte trug GC seine Heimspiele anfangs auf dem Sihlhölzli, dem Tonhalle Areal (heute Kongresshaus), im Quartier Enge oder

auf dem Bodmergut aus. 1899 bis 1907 hiess die Heimspielstätte Hardstrasse, von 1907 bis 1909 gastierte man in der Hardau und ab 1909 dann an der Hardturmstrasse, ehe 1929 bis 2007 das legendäre Hardturmstadion Home of GC war. Aufgrund diverser politischer Kapriolen trägt GC seine Heimspiele seit 2007 auf dem ungeliebten Letzigrund aus und hofft, baldmöglichst in die geplante Credit Suisse Arena umziehen zu dürfen.

Der FC Wettswil-Bonstetten startet übermorgen Samstag in die neue Saison. Zu Gast auf dem Wettswiler Moos ist die U21 des FC Lugano. In der letzten Spielzeit trat das Team aus dem Tessin noch unter dem Namen Team Ticino U21 auf und konnte den Abstieg aus der 1. Liga knapp verhindern. Zuletzt lag die Mannschaft vier Punkte vor Thalwil, das zusammen mit Balzers den Weg in die 2. Liga interregional antreten musste. Das Team Ticino bildet den Nachwuchszusammen-

zug der besten Junioren von Bellinzona, Chiasso und Lugano. Neu tritt man nun als Nachwuchs des Super-League-Teams von Lugano auf und will sich von Beginn weg von den Abstiegsplätzen fernhalten.

der Start in die neue Saison ist wichtig und kann die Weichen für die kommenden Wochen stellen. Mit Linth 04 und Kosova stehen nach den Ticinesi gleich weitere harte Konkurrenten an.

Fokus auf Meisterschaft

WB-Fans gefordert

Die schwierigste Aufgabe für den Neu-WB-Trainer Sergio Colacino dürfte es sein, dass sich sein Team auf den Meisterschaftsstart fokussieren kann. Die Vorfreude auf das Cup-Spiel gegen Grasshopper Zürich ist natürlich gross, muss aber in den nächsten vierzehn Tagen zurückgestellt werden. Gerade

Trotz der Ferienzeit hofft die ColacinoElf natürlich auf lautstarke und zahlreiche Unterstützung des rot-schwarzen Anhangs. Anpfiff auf dem Wettswiler Moos ist wie gewohnt am Samstag um 16 Uhr. Oliver Hedinger

Chinesische Eigentümerin GC führt neben dem Männerfussball auch eine Frauenfussball-Abteilung und elf weitere Sektionen in verschiedensten Sportarten. Heute ist GC daran, das ab den 2000er-Jahren viel verlorene Image wiederaufzubauen. Inzwischen besitzen chinesische Investoren um Eigentümerin Jenny Wang und den Präsidenten Sky Sun den Grasshopper Club Zürich. Die neuen Besitzer haben sich dazu verpflichtet, GC wieder zurück an die Spitze der Schweizer Super League zu führen. So darf man sich im Säuliamt also auf einen zwar zuletzt sportlich wenig überzeugenden, in der Fussballgeschichte jedoch magischen Gegner freuen. Andreas Wyniger

Im November 2021 gewann WB zu Hause gegen den Tessiner Nachwuchs 2:0. (Bild Kaspar Köchli)


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Extra

Staraufgebot für Hockey-Nachwuchs Mehr als 120 Freunde und Förderer des Eishockey-Nachwuchses wollen heute Donnerstag auf dem Golfplatz in Oberkirch Luzern einen möglichst hohen Beitrag für die Nachwuchsförderung im Schweizer Eishockey erspielen. So werden nebst Spielern der ZSC Lions, der SCL Tigers, des EV Zug, des EHC Kloten und des HC Davos auch Donghua Li, Jennifer Ann Gerber, Ivo Heuberger und Carlos Lima erwartet. Des Weiteren werden auch viele Supporter aus diversen Unternehmen vor Ort sein, welche den Sport unterstützen. Es bieten sich also viele Gelegenheiten, um sich auszutauschen und den Sport zu feiern. Los geht es um 8.30 Uhr mit dem Check-in, ab 9.30 Uhr wird Golf gespielt. (red.)

HERKÖMMLICHES

Ding Das Wort «Ding» muss für alles Mögliche herhalten. Dies «allerdings» nicht erst «neuerdings». Es ist seit langem in aller Leute Mund, obwohl oder gerade, weil es sich nicht so leicht «dingfest» machen lässt. Dementsprechend haftet dem geläufigen Allerweltswort etwas Unverbindliches, Allgemeines und Unpersönliches an. Ein «Dingsda» oder «Dingsbums» beispielsweise ist ein Gegenstand oder eine Sache unbestimmter Art, worunter man sich alles oder nichts vorstellen kann. Auch der grammatikalische Ausdruck «Substantiv», der zu meiner Schulzeit «Dingwort» hiess, umfasst und bezeichnet die verschiedensten «Dinge». Darunter auch zahlreiche «Undinge», wie beispielsweise die leidige Sache mit den «Verdingkindern» und vieles andere mehr. Wer dennoch «guter Dinge» bleiben will, sei auf die sprachliche Herkunft dieser Redensart hingewiesen. Sie geht zurück auf Mittelhochdeutsch «gedinge», was Hoffnung oder Zuversicht bedeutet. Eine Ermutigung, die zweifellos Geduld erfordert nach dem sprichwörtlichen Motto «Gut Ding will Weile haben». Aber gleichzeitig gilt es wohl, für Überraschungen offen zu sein und den «Dingen aller Art» unvoreingenommen zu begegnen. Denn wie der Dichter Joseph Eichendorff sehr poetisch nahelegt «schläft ein Lied in allen Dingen, die da träumen fort und fort, und die Welt hebt an zu singen, triffst du nur das Zauberwort». Urs Boller

Donnerstag, 4. August 2022

Der Schachspieler

ACHILLES-VERSE

«Anzeiger»-Detektiv Adrian Aegerter ermittelt – ein Ratekrimi Sie möchten hier in Ihrem «Anzeiger» mit mir ermitteln? Das ist wunderbar! Der heutige Fall beginnt in Aeugstertal. Ich hatte viel vor am Morgen dieses Sommersonnensonntags und schon am Nachmittag des gleichen Tages hatte ich viel hinter mir – und zu meiner grossen Freude auch viele schöne Erinnerungen in mir. Mit einer Märklin-Bahn war ich durch die Gegend gefahren, mit dem Persil Gritli hatte ich lange einfach nur Händchen haltend im Freien gesessen, auf den Türlersee geschaut und später besprochen, wie ich meine immer heftig verschmutzten Hemdkragen am besten reinigen könnte, einen Nussknacker aus dem Erzgebirge in Sachsen in Deutschland hatte ich bei der harten Arbeit mit den Erdnüssen beobachtet, mit Globi eine Menge Spass gehabt, Freundinnen von Käthe Kruse getroffen, mit einem Räuchermann eine Friedenspfeife geraucht und mit einem Engel von Wenth und Kühn himmlische Hilfe für den Notfall in einem besonders schweren Fall vereinbart. In einem Bergwerk geriet ich zufällig in eine Veranstaltung mit wahrscheinlich einem Prominenten, denn es liefen ziemlich viele tierische Sicherheitsleute herum, die ausgestattet waren, wie ich bei einem Auftrag im Bereich Personenschutz. Auch sie nämlich trugen einen Knopf im Ohr. Wie ich das alles in einer so kurzen Zeit erleben konnte? Ohne Sportwagen, Zeitmaschine oder Wanderschuhe? Ganz einfach, ich verbrachte ein paar glückliche Stunden im Spielzeugmuseum Pegasus Small World in Aeugstertal. So passte es hervorragend, dass mich ein Klient anrief, als ich danach unterwegs wieder zurück nach Affoltern war, und mich zum Abschluss dieses wunderbaren Spieletages zu einem Schachspiel einlud. Ich habe ständig Probleme mit meiner Figur, der Klient aber hatte an diesem Tag wohl Probleme gleich mit mehreren Figuren, seinen Schachfiguren. Weil die überall in seinem Wohnzimmer herumlagen, in das ich durch die seltsamerweise offene Haustür gelangte. Wo aber war mein Klient? Spielte er schon vor dem Spiel eines seiner Spiele mit mir? Der Mann lag, ähnlich hilflos wie seine Figuren, nebenan, offenbar niedergeschlagen und deshalb bewusstlos, in der Küche vor dem Backofen. Ich dachte nicht lange nach, wählte den Sanitäts-

«Anzeiger»-Detektiv Adrian Aegerter ermittelt wieder. (Bild Illustration) notruf 144 und versuchte, bis zum Eintreffen der professionellen Kräfte laienhaft selbst Erste Hilfe zu leisten. Offenbar erfolgreich, denn die Sanitäter nickten später anerkennend und mein Klient versuchte im Rettungswagen sogar, mir etwas mitzuteilen. Was aber mochten seine fast nur gehauchten vier Worte «Drohung!», «Figur!», «Nachname!» und «Mitgenommen!» bedeuten? Während ich darüber nachdachte, sammelte ich unbewusst die Schachfiguren ein und legte sie zurück in ihr hölzernes Heim. Fünf Bauern in einer Gruppe fand ich vor dem Fernsehgerät, einen König, einen Turm und zwei Läufer entdeckte ich unter dem Tisch, sieben Bauern traf ich neben der Tür, zwei Springer, eine Dame und einen Turm erspähte ich auf dem Fensterbrett, einen Läufer und eine Dame rettete ich aus dem kalten Kamin, einen Turm und zwei Bauern befreite ich aus dem Papierkorb neben dem Schreibtisch, einen König und einen Läufer fischte ich aus der Obstschale und einem Turm, einem Springer und zwei Bauern half ich aus der Polsterung der Couch.

Ein guter Schachspieler bin ich nicht, deshalb lädt mich der gewinnsüchtige Klient auch gern ein, aber ich weiss schon, dass zu einem Schachspiel zweiunddreissig Figuren gehören, sechzehn weisse und sechzehn schwarze, also sechzehn Bauern, vier Türme, vier Springer, vier Läufer, zwei Damen und zwei Könige. Hier aber fehlte eine Figur. Moment! Fehlende Figur und die seltsamen Worte des Opfers? Hiess das etwa, dass die Tat eine Drohung war und der Täter eine Figur mitgenommen hatte, die so hiess wie er? Mein Klient kannte Männer mit den Namen Bauer, Latour (französisch für Turm), Cavallo (italienisch für Springer), Läufer, Dahme und Malek (arabisch für König), sie spielten mit ihm in seinem Schachverein, ich kannte sie durch ihn auch. Sollte etwa ...? Ich kippte die Figuren aus dem Holzkästchen und sortierte sie ... Wissen Sie, wer der Täter war? Lösung: Weil nach der Zahl der gefundenen (31) und der zu einem kompletten Schachspiel gehörenden (32) Figuren eine Figur fehlt und die fehlende Figur ein Springer ist, ist Herr Cavallo der Täter.

VOLG-REZEPT

WETTER Heute

Meteotest.ch

Basel 20° 37° Zürich 17° 36°

Affoltern

St.Gallen 21° 31°

Luzern Bern 19° 34° 18° 35° Interlaken 18° 32°

Neuchâtel 21° 34°

Sion 18° 35°

Genève 20° 36°

Chur 20° 35° St.Moritz 11° 25° Bellinzona 18° 33°

Aussichten

Freitag

Samstag

Sonntag

Montag

Dienstag

Alpennordseite

19° 32°

17° 28°

16° 28°

15° 27°

15° 27°

min °C max °C

Alpensüdseite

Siedfleischsalat Zutaten für 4 Personen

18° 35°

2–3 Rindsbouillon-Würfel 700 g Siedfleisch, mager 2 Rüebli, klein geschnitten ½ Sellerie, geschält und gewürfelt 1 Zwiebel, gross 1 Lorbeerblatt 4 Nelken 1 Peperoni, rot, klein geschnitten 1 Zwiebel, in Ringe geschnitten ½ Bund Peterli 4 EL Aceto Balsamico 4 EL Rapsöl, kaltgepresst Kapern, nach Belieben Salz, Pfeffer

Zubereitung 22° 33°

22° 31°

21° 30°

20° 29°

20° 28°

LEBENSWEISHEIT «Ein bisschen Freundschaft ist mir mehr wert als die Bewunderung der ganzen Welt.» Otto von Bismarck

In einem grossen Topf Wasser auf kochen, Bouillonwürfel auflösen und Siedfleisch dazu fügen. Auf kleiner Stufe köcheln lassen. Rüebli, Sellerie, Zwiebel, Loorbeer und Nelken zum Fleisch geben und rund 2 ½ Stunden auf niedriger Stufe ziehen lassen.

19

Ach, du liebe Zeit Da fragt mich ein Kind, wie nur Kinder fragen: «Kannst Du es mir sagen?» Das war alles. Mehr sagte es nicht. Verlegenheit lag plötzlich auf seinem Gesicht. Ich schaute auf mein Handgelenk: «Es ist halb zwei!» Es schüttelte den Kopf. Die Uhrzeit war ihm einerlei. Ich gebe mich Kindern gegenüber gerne beflissen, doch im Umgang mit kleinen Mädchen fehlts mir an Wissen. Was könnte ein solches Wesen verlangen, das verunsichert wirkt, ängstlich, befangen? Vielleicht sollte ich es nach Hause begleiten, um im Kampf gegen böse Buben einzuschreiten. Meine Ungeduld will die Oberhand gewinnen. Die Zeit will mir zwischen den Fingern zerrinnen. Dabei ist nicht mal eine Minute vergangen. Schon packt mich wieder dieses stete Verlangen, den Tag in Ruhe verbringen zu dürfen und ungestört einen Espresso zu schlürfen. Freundlich gereizt hör’ ich mich sagen: «Also, Kleines, was wolltest Du fragen?» Noch scheint es ernsthaft zu überlegen. Ich möchte wissen, weshalb denn, weswegen? Doch dann war der Bann ganz plötzlich gebrochen. Schnell und leise hat es gesprochen: «Wo es Zeit zu kaufen gibt, damit mich meine Mama liebt?» Die Zeit, die wohl grösste aller Tyrannen, sie kann sich jederzeit alles erlauben, für einmal lässt sie uns Raum zum Entspannen, dann wieder wird sie die Ruhe uns rauben. Sie ist eine Schöpfung ganz eigener Art, ihr fehlt es an reichlicher Gegenwart. Denn kaum ist sie irgendwo angekommen, ist diese schon wieder davon geschwommen. Sie lebt seit je, bar aller Vernunft, aus nichts anderem als endloser Zukunft. Sie ist überall und nirgends zu Hause, macht selber niemals die kleinste Pause. Je schneller sie eilt, diese kostbare Zeit, umso schneller wächst ihre Vergangenheit, die von uns fordert, wir sollen uns trennen von allem, das wir mit Worten benennen. Mit Wollust treibt sie uns zur Eile und kurz darauf zur Langeweile. Nach ihrer Geige muss man tanzen, Gemüse nur nach Zeitplan pflanzen. Die Essenszeiten sind fixiert und vieles mehr wird uns diktiert. Wenn Bahn und Busse fahren wollen, dann müssen sie Gehorsam zollen und so in dutzenden von Spalten festlegen, wo und wann sie halten. Sie lässt uns alle älter werden, spart nicht mit allerlei Beschwerden. Gleichzeitig – weiss man – heilt sie Wunden nicht in Minuten, nicht in Stunden, gemeint sind Jahre, oft Jahrzehnte, da sich der Mensch nach Heilung sehnte, doch dann hilft auch, anstatt der Zeit die menschliche Vergesslichkeit. Einmal mehr bringt mich die Zeit in grössere Verlegenheit. Wieder komme ich zu spät. Pünktlich sein, bald Rarität. Für mich als Mann ist solches peinlich, für eine Dame, sehr wahrscheinlich, stammt sie aus einer Oberschicht, so wird es ihr sogar zur Pflicht, mit viel Verspätung zu erscheinen. Soll dieser Mann auf seinen Beinen für einmal richtig müde werden. Doch sich deswegen zu beschweren, würde vermutlich nur den Pegel der weit gefassten Anstandsregel in dunkelrote Höhen treiben und alles würd beim alten bleiben. Doch sich deswegen zu beschweren, würde vermutlich nur den Pegeln der weit gefassten Anstandsregel in dunkelrote Höhen treiben und alles würd beim alten bleiben. Robert Müller ANZEIGE

Für die Vinaigrette Peperoni, Zwiebeln und Peterli in eine Schüssel geben. Mit Aceto Balsamico, dem Rapsöl und 4 EL Bouillon vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fleisch aus der Bouillon nehmen, abkühlen und in dünne Streifen schneiden. In einer Schüssel mit der Vinaigrette vermischen, mit etwas grob zerzupftem Peterli und ein paar Kapern dekorieren.


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