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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 913 I AZ 8910 Affoltern a. A.

................................................... > Bericht auf Seite

aus dem bezirk affoltern I Nr. 49 I 168. Jahrgang I Dienstag, 24. Juni 2014

Zukunftsfragen

Literarisches Pingpong Begegnung

Klausurtagung des Gemeinderates Bonstetten: Nicht nur Tagesgeschäfte behandelt. > Seite 3

Talk mit Mona Vetsch und Urs Heinz Aerni in der Ottenbacher Bibliothek. > Seite 7

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Rund 20 Nationen am samstäglichen Fest der Kulturen in Affoltern. > Seite 7

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Ehrgeiz geweckt Projektarbeiten der 3.-Sekundarklassen in Affoltern. > Seite 8

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«Wir sind für alle da!» Der Seewadel am Seniorennachmittag Stallikon-Wettswil. > Seite 9

Giusep Frys angekündigter «Plan B» Auch ohne Verglasung und Dach werden die Terrassen des Hotels Uto Kulm weiterbewirtschaftet Am Montagmorgen hat sich Giusep Fry zum Bundesgerichtsurteil geäussert, dass den Abbruchbefehl für die Verglasungen und Dächer der Sonnenterrassen bestätigt hat. Der Hotelier zeigte sich enttäuscht, obschon er mit dem Urteil gerechnet hat. Deswegen aufgeben will er aber nicht. ................................................... von martin platter Am Freitag hat das Bundesgericht den Abbruchbefehl der Gemeinde Stallikon bestätigt – wie zuvor schon das Verwaltungsgericht und das Baurekursgericht. Demnach muss Hotelier Giusep Fry seine offenbar widerrechtlich gebauten Verglasungen und Dächer der Sonnenterrassen entfernen. Die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes gewichteten die Lausanner Richter höher wie die Interessen des umtriebigen Hoteliers. Damit ist Fry mit seiner Verzögerungstaktik vorerst gescheitert. 2010 hatte der Kantonsrat einer Umzonung des Üetliberg-Gipfels von der Land-

wirtschafts- in eine Erholungszone zugestimmt. Dieser Beschluss nährte bei Fry die Hoffnung, dass sich die Verglasungen und Stoffüberdachungen im Nachhinein doch noch legalisieren lassen würden. Denn gemäss Gestaltungsplan, den die Baudirektion ausarbeitete, wären die wintersicheren Terrassen erlaubt gewesen. In Kraft gesetzt wurde der von Regierungsrat und Baudirektor Markus Kägi erlassene Gestaltungsplan bis heute aber nicht. Denn der Gesamt-Regierungsrat hat die Rekurse von verschiedenen Natur- und Heimatschutzorganisationen gegen den Gestaltungsplan gutgeheissen, wogegen Fry wiederum Rekurs einlegte. Da es völlig ungewiss sei, wann dieser Gestaltungsplan Gültigkeit erlange, müsse der Rückbau erfolgen, begründete das Bundesgericht. «Der Entscheid ist eine Erleichterung für mich. Ich wusste, dass es so kommen würde. Nun haben wir endlich Gewissheit. Innert sechs Monate müssen wir Rückbauen», kommentierte Fry anlässlich einer Pressekonferenz am Montagmorgen auf dem Üetliberg, die der Bündner geschickt als PR-Aktion nutzte. Es habe es so akzep-

tiert, sagte Fry noch im Nachsatz. Wieso hat er dennoch so gebaut? Es sei ihm lediglich um den Windschutz gegangen. Diese Bewilligung liege vor, sagte er trotzig. Auf die Frage, ob er die ganzen rechtlichen Querelen, die er mit seinem eigenwilligen Vorgehen ausgelöst hat, denn bereue, antwortete Fry: «Im Nachhinein ist man immer schlauer. Als Unternehmer muss man die Grenzen manchmal überschreiten, sonst ist man Unterlasser.»

Wohl kein Abbau von Arbeitsplätzen Hart ging der Gastrounternehmer mit den Politikern ins Gericht: «Ich bin sehr enttäuscht, dass der Gestaltungsplan nicht in Kraft gesetzt wurde. Die Politiker haben den Schwanz eingezogen.» Ob er den Rekurs gegen die Nichtinkraftsetzung zurückzieht, konnte er noch nicht sagen. Arbeitsplätze werden entgegen ersten Ankündigungen nun aber eher doch nicht abgebaut. «Der Rückbau wird etwa 100 000 Franken kosten. Dazu kommen 400 000 Franken an Investitions-Kosten für wetterfeste Tisch, Stühle und weitere bauliche

Guisep Fry auf der Terrasse, deren Dach und Verglasung gemäss Bundesgerichtsentscheid entfernt werden müssen. Trotz der Querelen hat der Hotelier das Lachen nicht verlernt. (Bild Martin Platter) Massnahmen am Gebäude», rechnete Giusep Fry vor. Auch einen Sonnenschutz werde es geben, denn man könne die Gäste ja nicht in der prallen Sonne sitzen lassen. Im Herbst und Winter tendiere man auf der Terrasse zu einem Selbstbedienungs-Betrieb. Im Frühling und Sommer werde wie

bis anhin mit Service gearbeitet. Auf zwei Millionen Franken bezifferte der Hotelier den Jahresumsatz der 200 Plätze fassenden Terrasse. Durch den Wegfall der Verglasung und des Stoffdaches würden es künftig wohl rund eine halbe Million Franken weniger Umsatz sein, so Fry. anzeigen

Durchmesserlinie mit markanten Änderungen für Knonauer Amt Verfahren zum Fahrplan 2016/2017 gestartet Mit der Regionalen Verkehrskonferenz Knonaueramt (RVK) haben ZVV, SBB, PostAuto und die Delegierten der Säuliämtler Gemeinden das Verfahren zum Fahrplan 2016/2017 gestartet. Dieser wird mit der Inbetriebnahme der zweiten Etappe der Zürcher Durchmesserlinie ab Dezember 2015 markante Änderungen bringen. ................................................... von urs e. kneubühl Die Zürcher S-Bahn und die im Dezember 2015 fertiggestellte zweite Etappe der Zürcher Durchmesserlinie sind der Massstab. Sie geben für das Verfahren des ZVV-Fahrplans 2016/2017 den Takt vor. Entsprechend, so die Vorgaben, soll das Angebot auf die Fahrplanänderungen der vierten Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn ausgerichtet werden, unter gleichzeitiger Haltung des Angebotsniveaus mit Betriebszeiten und Takt. Das bringt einige markante Änderungen. So werden ab Dezember 2015 nicht mehr die S9 und die S15 der Zürcher S-Bahn das Knonauer Amt bedienen, sondern die S5 und die S14. Erstere verkehrt von ab Zürich Stadelhofen

Technische Mängel beanstandet Die Kantonspolizei Zürich in Zusammenarbeit mit dem Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich hat am Freitagabend in Affoltern am Albis eine verkehrspolizeiliche Kontrolle durchgeführt. Während der Kontrolle wurden rund drei Dutzend Fahrzeuge und deren Insassen kontrolliert. Sieben Fahrzeuge mussten wegen technischer Mängel beanstandet werden. Sie wiesen fehlerhafte Beleuchtungen, ungenügende Bereifungen oder abgelaufene Abgaswartungen auf. Vier Autos mit grösseren Mängeln, zum Beispiel gebrochenen Federn oder defekten Auspuffanlagen, werden dem Strassenverkehrsamt zur Nachprüfung gemeldet. (pd.)

Auf dem Albispass wird Geräuschmessung fällig Nicht mehr S9 und S15 – hier am Bahnhof in Affoltern – bedienen ab Dezember 2015 das Knonauer Amt, sondern S5 und S14. (Bild Werner Schneiter) ohne Halt nach Uster–Wetzikon–Rapperswil und Pfäffikon SZ. Die S14 verkehrt via Uster nach Hinwil und bringt damit eine Direktverbindung nach Zürich Oerlikon. Die Haltestelle Zürich Hardbrücke allerdings kann wegen der Linienführung von der S14 nicht bedient werden, was nur noch Halbstunden-, statt Viertelstundentakt nach Hardbrücke, Stadelhofen und ins Oberland mit der S5 bedeutet.

PostAuto Zürich sieht darin die Chance, im Knonauer Amt das Buskonzept zu überarbeiten und zukunftsfähig zu machen, etwa mit der Verstärkung der Schnellbusverbindung durch den Üetliberg-Tunnel, die in den nächsten Monaten eine eigene Autobahnausfahrt in Zürich Brunau bekommt. ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 5

Während rund vier Stunden hat die Kantonspolizei Zürich auf dem Albispass am Samstag insgesamt 95 Motorräder und deren Lenker überprüft. An sechs Fahrzeugen wurden Mängel festgestellt, die zu einen Aufgebot für eine Nachprüfung beim Strassenverkehrsamt führten. Fünf Motorradfahrer erhielten für kleinere Mängel einen Beanstandungsrapport. Eine Maschine wurde wegen unerlaubtem Eingriff an der Schalldämpferanlage sichergestellt. Durch Spezialisten wird nun eine Geräuschmessung durchgeführt. Drei weitere wurden je mit einer Ordnungsbusse belegt. (pd.)

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Liegenschaften Verkäufe

Gemeindeversammlungen vom 18. Juni 2014 Beschlüsse Politische Gemeinde 1. Bauabrechnung Teilsanierung Mehrzweckgebäude (Turnhalle Primarschule): genehmigt 2. Abrechnung Wettbewerb Neubau Schulhaus und Sanierung sowie Umbau Gebäudebestand Primarschule: genehmigt 3. Jahresrechnung 2013: genehmigt Evang.-ref. Kirchgemeinde Jahresrechnung 2013: genehmigt Rechtsmittelbelehrung Die Protokolle liegen in der Gemeindeverwaltung Rifferswil zur Einsicht auf. Begehren um Berichtigung der Protokolle sind in Rekursform innert 30 Tagen, vom Beginn der Auflage an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Bezirksgebäude, Im Grund 15, Postfach 121, 8910 Affoltern am Albis, einzureichen. Gegen die Beschlüsse kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs beim Bezirksrat Affoltern (Adr. siehe oben) erhoben werden. Im Übrigen kann gegen die Beschlüsse gestützt auf § 151 Abs. 1 Gemeindegesetz (Verstoss gegen übergeordnetes Recht, Überschreitung der Gemeindezwecke oder Unbilligkeit) innert 30 Tagen schriftlich Beschwerde beim Bezirksrat Affoltern erhoben werden. Die Verfahrenskosten hat die unterliegende Partei zu tragen. Rekurs- oder Beschwerdeschriften müssen einen Antrag mit Begründung enthalten. Der angefochtene Entscheid ist – soweit möglich – beizulegen. Rifferswil, 24. Juni 2014 Gemeinderat Rifferswil Evang.-ref. Kirchenpflege Rifferswil

Bestattungen Wettswil am Albis Am 19. Juni 2014 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Sennhauser geb. Gentsch, Elise geb. 15. September 1921, Bürgerin von Zürich und Kirchberg SG, verwitwet, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis, mit Aufenthalt in Affoltern am Albis. Die Urnenbeisetzung findet engsten Familienkreis statt. Der Friedhofvorsteher

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Bezirk Affoltern

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Wichtige Zukunftsfragen behandelt Beim Gemeinderat Bonstetten standen in einer Klausurtagung nicht nur Tagesgeschäfte im Vordergrund In der kürzlich durchgeführten Klausur des Gemeinderates Bonstetten standen neben einigen Tagesgeschäften vor allem Fragen zur Zukunft der Gemeinde im Mittelpunkt. So wurde der Gestaltungsspielraum als Gemeinde mit kritischer Grösse – nicht mehr klein, aber noch nicht gross – ausgeleuchtet. Dabei zeigte sich, dass der finanzielle Handlungsspielraum für eine langfristige eigenständige Weiterentwicklung sehr beschränkt ist. Es wird immer schwieriger werden, Investitionen ohne steten und dauerhaften Anstieg des Steuerfusses zu finanzieren. Um den Ressourceneinsatz nachhaltig zu optimieren, wäre eine kritische Grösse von mindestens 10 000 Einwohnern nötig. Dies übersteigt die Aussichten und Möglichkeiten Bonstettens bei Weitem. Andererseits bietet Bonstetten mit dem Bahnhofareal, der Sekundarschule mit Dreifachsporthalle, einer grossen zentralen Kinderkrippe, einem Spiel- und Begegnungsplatz sowie einem beachtlichen Ladenangebot bereits heute Zentrumsfunktionen für das Unteramt. Der Gemeinderat diskutierte Varianten, welche Infrastruktur und Dienstleistungen im Schachen- und Bahnhofgebiet zusammen mit Wettswil realisiert werden könnten, um Bonstettens Dorfkern von der Verwaltungs- und Dienstleistungsinfrastruktur der Gemeinde zu entlasten und stattdessen zum Beispiel neuen Raum für das Wohnen im Alter oder Geschäfte und Gewerbe zu schaffen. Mindestens einige der Gemeindeliegenschaften im Dorfkern sind schlecht genutzt und bedürfen zudem in den kommenden Jahren eingehender Renovationen. Eine Studie soll das Poten-

tial offenlegen und dabei auch Raum für visionäre Ideen lassen. Eine enge Kooperation mit dem Gemeinderat von Wettswil erscheint dafür unerlässlich. Ein zweiter Schwerpunkt der Klausur waren die Legislaturziele. Hier steht die Zukunft der Gemeindeverwaltung im Vordergrund. Bis zum Ende der nun beginnenden Legislaturperiode werden mehrere Schlüsselpersonen in Pension gegangen sein. Der Gemeinderat wird diese Zäsur nutzen, um die Organisation der Gemeindeverwaltung umfassend zu überprüfen. In verschiedenen anderen Gemeinden gibt es neue Organisationskonzepte, welche sich sehr gut bewähren. Im Vordergrund steht aus heutiger Sicht die Zweiteilung der Verwaltungsstruktur – nämlich in einen Stabsbereich mit dem Gemeindeschreiber als Schlüsselperson sowie einem reinen Verwaltungsbereich mit einem Geschäftsführer – ähnlich wie in der Privatwirtschaft. Bis Ende 2015 – so das ehrgeizige Ziel – soll die Organisationsstruktur verabschiedet werden, so dass für die neuen Funktionen die richtigen Kandidaten rekrutiert werden können und genügend Zeit für den Transformationsprozess bleibt.

Sicherheit und Sauberkeit als zentrale Themen Sicherheit und Sauberkeit werden zentrale Thema der nächsten vier Jahre sein. Zur noch bestehenden Zusammenarbeit mit der Gemeindepolizei Affoltern werden Alternativen erarbeitet, weil die beim seinerzeitigen Entscheid erhoffte grosse «Nähe» zum Dorf (Dorfpolizist in der Gemeinde ... ) und spezifische Bedürfnisse von Bonstetten v.a. in Randstunden und in der Nacht von der Gemeindepolizei nicht abgedeckt werden. Im Bereich Litte-

Auch in Bonstetten ist finanzieller Handlungsspielraum für eine langfristige eigenständige Weiterentwicklung sehr beschränkt. (Archivbild) ring sollen neue Ansätze verfolgt werden. Ausserdem wird die Reinigung von neuralgischen Punkten neu auch an Wochenenden – mit entsprechenden Kostenfolgen für die Gemeinde – sichergestellt. Das Parkieren auf Gemeindestrassen gibt immer wieder Anlass zu Diskussionen. Es ist geplant, mit klaren Richtlinien in einer neuen Verordnung die Rechtssicherheit zu erhöhen. Im Hinblick auf das Fahrplanverfahren 2016/2017 ist die Bildung einer

Ad-hoc-Kommission «Öffentlicher Verkehr» im Gange. Sie wird Anträge zur Verbesserung der Busanbindung einzelner Wohnquartiere an das S-Bahnnetz erarbeiten und dem Zürcher Verkehrsverbund einreichen. Die Bevölkerung soll noch besser und regelmässiger über geplante Veränderungen informiert werden. In diesem Zusammenhang ist zu klären, welche Bedeutung dem «KoBo» und dem Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern zukommen soll. Unbestritten ist

natürlich die Homepage der Gemeinde, welche weiter ausgebaut wird. Der Gemeinderat hat auch den Finanzhaushalt diskutiert. Hauptziel in der laufenden Legislaturperiode ist es, diesen stabil zu halten. Den StimmbürgerInnen sollen aus den einleitend erwähnten Studien Handlungsmöglichkeiten zur klaren Verbesserung der Finanzlage bis Ende der Legislatur aufgezeigt werden. (pd) www.bonstetten.ch

Wein, Sandwiches und eine Vogelperspektive Gegen 50 kamen in Knonau zum Behördenapéro Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Redaktion: Chefredaktor: Werner Schneiter Thomas Stöckli, Redaktor Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material

Der Dank galt den Bisherigen für ihre Behördentätigkeit und den Neuen, die sich für ein Amt zur Verfügung stellen: In Knonau hat der Behördenapéro Tradition. Knonau wächst zwar, ist aber mit rund 2000 Einwohnern überschaubar. Man kennt sich im Dorfe und ist beim

vertrauten Du: «Sali Bruno, grüezi Doris» – so begrüssten sich die knapp 50 aktiven und ehemaligen Behördenmitglieder am Donnerstagabend vor der Stampfi: Ein Anlass ohne Traktanden, der Gelegenheit bietet, sich auszutauschen und sich – wo das vielleicht noch nicht der Fall ist – kennenzulernen. Gemeindepräsident Walter von Siebenthal nutzte die Gelegenheit für

ein Dankeschön für den Einsatz der zum Teil langjährigen Behördenmitglieder, sie sich im Frühjahr aus dem Amt verabschiedet haben. Und er ermunterte jene, die ihr Amt erst angetreten haben, sich im Falle von Problemen an die Verwaltung zu wenden. «Probleme sind bei uns aber glücklicherweise selten – und wenn, dann bietet unsere Verwaltung ihre guten

Gesamtauflage: 23 913 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch

(-ter.)

wir gratulieren

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Zum 85. Geburtstag

Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

Dienste an», sagte er. Während vieler Jahre gute Dienste geleistet hat auch der Hauswart des Schulhauses Aeschrain, Tony Voney, der ein neue berufliche Herausforderung angenommen hat und die Schule verlässt – nach 23 Jahren. Ihm galt der Dank für seinen grossen Einsatz. «Es war eine schöne Zeit in Knonau», sagte Tony Voney, dem der Abschied nicht leicht gefallen ist – insbesondere wegen der Kinder. «Jedes Kind hat mit beim Abschied die Hand gedrückt. Das hat mich sehr berührt», fügte er bei. Behördenmitglieder müssen mit beiden Beinen auf dem Boden stehen. Am Apéro konnten sie für etwa vier Minuten abheben. So lange dauerte nämlich der Film des Kunstmalers und Fotografen Andreas Jordi, der Knonau aus der Vogelperspektive zeigt – ein Trailer mit ungewohnten Blicken und Einblicken, der ab Ende Juni auf der Homepage (www.knonau.ch) aufgeschaltet wird. Zwei Bilder, die Knonau von oben zeigen, sind zudem seit Juli 2013 in der Gemeindeverwaltung in Knonau zu sehen.

Tony Voney, der scheidende Hauswart an der Knonauer Schule (Mitte) wird von «Bildungsministerin» Brigitta Trinkler und Gemeindepräsident Walter von Siebenthal verabschiedet. (Bild Werner Schneiter)

Morgen Mittwoch, 25. Juni, feiert Franz Hürlimann in Affoltern den 85. Geburtstag. Wir gratulieren dem Jubilaren herzlich zum Ehrentag und wünschen ihm ein schönes Geburtstagsfest.


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Bus Affoltern–Zürich Enge bald mit separater Autobahnausfahrt Regionale Verkehrskonferenz: Informationen zu Neuerungen und Fahrplan Anlässlich der Regionalen Verkehrskonferenz Knonauer Amt (RVK) wurden die Gemeindevertreter von ZVV, SBB und PostAuto über Neuerungen sowie das Fahrplanverfahren 2016/17 informiert. Diesen Sommer wird die Schnellbus-Linie 200 Affoltern– Bonstetten–Wettswil–Zürich Enge in der Brunau eine separate Autobahnausfahrt erhalten. ................................................... von urs e. kneubühl Genugtuung und Freude waren aus den Worten von Alexander Häne, Leiter Angebot von PostAuto Zürich, deutlich herauszuhören, als er anlässlich der Regionalen Verkehrskonferenz Knonauer Amt vom vergangenen Mittwochabend im Kasinosaal Affoltern die Gemeindedelegierten darüber in Kenntnis setzen konnte, dass die Bus-Linie 200 von Affoltern, über Bonstetten-Wettswil nach Zürich Enge diesen Sommer in der Brunau eine separate Autobahnausfahrt erhalten wird. Nach dem sich erfreulich gut genutzten Abendangebot an Freitagen und Samstagen, das vergangenen Dezember auf dieser Linie eingeführt wurde, eine zweite positive Nachricht zum 200-er.

Mehr Abendkurse und besserer Anschluss auch für das Oberamt Die Schnellbus-Linie durch den Üetlibergtunnel, das hat sich auch in den letzten Monaten weiter bestätigt, ist seit 2011 mit durchschnittlich 10,6 Prozent Jahreswachstum bei den Fahrgastzahlen die am raschesten wachsende PostAuto-Linie im Kanton. Mit 3,3 Prozent mehr Einsteiger gesamthaft im Jahr 2013 ist das Knonauer Amt hinter dem Zürcher Unterland mit einer Steigerung von vier Prozent das entwicklungsfreudigste Gebiet der PostAuto-Region Zürich. Die Inbetriebnahme des ersten Teils der Zürcher

Durchmesserlinie bringt auch für das Oberamt Verbesserungen im PostAuto-Verkehr während den Abendstunden. Auf der Linie 280 Hausen– Kappel –Baar sind die abendlichen Bedarfsfahrten um 21.04, 22.04 und 23.04 Uhr ab Baar reguläre PostAuto-Kurse mit Zustiegsmöglichkeiten an allen Haltestellen. Neu bedienen die Postautos auch die Gegenrichtung ab Hausen Richtung Baar um 20.39, 21.39 und 22.39 Uhr. Gleichzeitig hat sich durch die Umstellung der S-Bahnen am Zimmerberg für die Linie 240 von Hausen nach Thalwil im Zielbahnhof ein regelmässiger Anschluss vom Postauto auf die S2 ergeben, was die Fahrzeit nach Zürich HB um 4 Minuten und nach Oerlikon um 9 Minuten verkürzt.

SBB: Ab Dezember 2015: S5 statt S9 und S14 statt S15 Die Inbetriebnahme von Etappe 2 der Zürcher Durchmesserlinie im Dezember 2015, so hielt Bruno Albert von der SBB fest, wird weitere markante Änderungen auf der Achse Zürich–Affoltern–Zug bewirken. Statt der bishe-

rigen S9 wird neu die S5 die Ämtler SBahn. Letztere verkehrt weiterhin von Zug nach Zürich, danach weiter, ab Zürich Stadelhofen ohne Halt nach Uster–Wetzikon–Rapperswil und Pfäffikon SZ. Statt der bisherigen S15 wird dann neu die S14 von Zürich nach Affoltern und von Affoltern nach Zürich, danach weiter nach Uster–Hinwil verkehren. Dies bringt zwar eine Direktverbindung nach Zürich Oerlikon, allerdings kann die Haltestelle Zürich Hardbrücke von der S14 nicht bedient werden. Dies bedeutet nur noch Halbstunden-, statt Viertelstundentakt nach Hardbrücke, Stadelhofen und ins Oberland mit der S5. Mit der Kombination S5/S14 wird es künftig im Knonauer Amt einen 10/20-Minuten-Takt geben, mit S9/S15 ist es zurzeit ein 12/18-Minuten-Takt. Bruno Albert informierte zudem über die Bauarbeiten, die 2014 und im nächsten Jahr an der Bahnlinie durch den Bezirk Affoltern ausgeführt werden. Eine Rutschhangsanierung wird noch bis 11. Juli in den Nächten von Sonntag auf Montag und von Donnerstag auf Freitag und danach im 2015 während diverser Nächte sowie an

Fahrplan für den Fahrplan Die wichtigsten Termine im Rahmen des aktuellen Fahrplanverfahrens 2016/2017 sind: Bis Oktober 2014 werden die neuen Angebotskonzepte erarbeitet, im November dieses Jahres an der Regionalen Verkehrskonferenz Knonaueramt (RVK) besprochen. Bis 5. Januar 2015 sind diese an den ZVV einzureichen. Vom 12. bis 29. März 2015 werden die neuen Fahrpläne öffentlich aufgelegt – allerdings nur im Internet. Bis 31. März 2015 kann dann die Bevölkerung allfällige Begehren einreichen,

welche die Gemeinden bis 24. April zu beurteilen haben. Im Mai 2015 werden diese im Rahmen der RVK diskutiert und am 3. Juni müssen die definitiven Angebotskonzepte dem ZVV eingereicht werden. Im Sommer nächsten Jahres wird der Verkehrsrat darüber entscheiden und am 13. August 2015 wird die Rekursauflage versandt. Schliesslich wird am 12./13. Dezember 2015 der grosse Fahrplanwechsel über die Bühne gehen, dem im Dezember 2016 ein kleiner Fahrplanwechsel folgen wird. (kb.)

Gut genutztes Angebot: Der Bus 200 – auf dem Bild in Hedingen – erhält in der Brunau eine separate Autobahnausfahrt. (Archivbild) vier Wochenenden bewerkstelligt. Die S9 fällt zwischen Birmensdorf und Bonstetten aus; es verkehren Bahnersatzbusse. Es wird nach demselben Konzept wie während den Bauarbeiten am Landikontunnel vorgegangen, also mit frühzeitiger Abfahrt in Zug. Im März und April 2015 kommt es während mehrerer Nächte und an einem Wochenende zur Fahrbahnerneuerung bei Knonau mit Ausfall der S9 Affoltern–Zug und im Oktober und November 2015 wird in mehreren Nächten und an einem Wochenende in Urdorf der Oberbau erneuert mit entsprechenden Ausfall der S9 zwischen Altstetten und Birmensdorf.

Fahrplanverfahren 2016/17: Angebotsniveau halten, punktuelle Ausbauten Philip Dijkstra vom ZVV und Mark Stutz, Angebotsplaner PostAuto Zürich, schliesslich informierten über das Fahrplanverfahren 2016/2017, welches mit der Regionalen Verkehrskonferenz offiziell gestartet ist. Grundsätzlich, so die Vorgaben für das Knonauer Amt, ist das Angebot auf die Fahrplanänderungen der 4. Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn auszurich-

ten, das Angebotsniveau (Betriebszeiten, Takt) grundsätzlich zu halten mit nur punktuellen Ausbauten sowie die konzeptionelle Ausrichtung auf die SBahn und auf die Verbindung durch den Üetliberg-Strassentunnel zu stärken. Dabei ist der Fokus auf nachfragestarke Relationen mit dem grössten Kundennutzen zu legen und das Angebot schwach genutzter Leistungen zu überprüfen. Es gilt bis Oktober 2014 eine Reihe von Konzepten zu erarbeiten. So ist eine Neukonzeption des Angebots im Reppischtal und im Raum BonstettenWettswil, inklusive der Linie 200, an die Hand zu nehmen. Ebenso sind die Buslinien 215/245 sowie 350 mit einem massvollen Ausbau des Angebots sowie die Buslinien 223 und 225 mit einer verstärkten Ausrichtung auf die S-Bahn und der zusätzlichen Erschliessung von Mettmenstetten und schliesslich auch die Buslinien im Raum Ottenbach und Obfelden neu zu konzipieren. Für sämtliche Angebotsausbauten in der Region Knonauer Amt (inklusiv der Übernahme von §20-Leistungen) stehen insgesamt 2,2 Millionen Franken zur Verfügung.

Diakonie: «Menschen als Hoffnungsstreifen» Warum leisten Menschen Freiwilligenarbeit im Sozialbereich? Warum über eine Institution? Interview mit Vreni Küng, freiwillig tätig im «Besuchsdienst Affoltern am Albis», dem «Gipfeltreffen», (Aktivierungs- und Gesprächsgruppe für Menschen mit Gedächtnisschwierigkeiten), sowie freiwillige Mitarbeiterin bei den Entlassungsfeiern der Alzheimervereinigung. Sich freiwillig einsetzen im Sozialbereich ist ein Zeitgeschenk an Mitmenschen in unserer Gesellschaft. Als Sozialdiakonin und Leiterin der Besuchsdienste Mettmenstetten und Affoltern und anderen Gruppen, wie dem «Begleitdienst Knonauer Amt», für schwerkranke und sterbende Menschen, sowie im «Gipfeltreffen» darf ich sagen, dass sich die Lebensqualität vieler Menschen in unseren Gemeinden verbessert hat, seit sie regelmässig besucht und begleitet werden. Das verbindliche Zeitgeschenk gibt den Menschen Struktur und Sicherheit im Alltag. Der Besuchsdienst und das Gipfeltreffen, sollen stellvertretend stehen für alle Einsätze der Freiwilligen in unseren Gemeinden.

Da sind ja noch die Nachbarschaftshilfe, der freiwillige Fahrdienst und vieles mehr. Aber was ist denn die Motivation für Freiwilligenarbeit? Das habe ich Vreni Küng gefragt, die sich für ein Gespräch zum Thema Freiwilligenarbeit zur Verfügung stellte. Vreni Küng, warum leisten Sie Freiwilligenarbeit? «Ich habe Zeit, Energie und Lust etwas Neues kennenzulernen. Es ist eine Möglichkeit Lebens- und Berufserfahrung einzusetzen. Ich lerne auch mich immer wieder besser kennen. Mein Vis-à-vis spiegelt mir vor, was ich gut kann und wo meine Grenzen sind. Zum Beispiel im Besuchsdienst kann ich Neues ausprobieren, bin mit meinen Besuchten auf einem Stück Weg zusammen und kann teilhaben an ihrem Leben. Was sind die Voraussetzungen, damit Sie Freiwilligenarbeit machen können? Es muss mir gut gehen, damit ich mich voll auf den andern einstellen kann im Hier und Jetzt. Ich habe den Luxus, dass ich nach der Pensionierung auch unbezahlte Arbeit leisten kann.

Wieso haben Sie gerade den Bereich Besuchsdienst, betrifft meist ältere Menschen und das Gipfeltreffen, also die Arbeit mit Menschen mit Demenz gewählt? Ich habe vor Jahren die Ausschreibung des Besuchsdiensteinführungskurses gelesen, so hat alles angefangen. Eines führte zum andern. Ich habe mich in einem Prozess weiterentwickeln können in den verschiedenen Aufgaben. Nach dem Tod meiner Eltern hat die Generation über mir gefehlt und ich habe sie im Besuchsdienst in der Arbeit mit älteren Menschen wieder gefunden. Diese Arbeit ist spannend und lehrreich. Es ist schön, dass mir die besuchten Menschen so viel Vertrauen schenken und aus ihrem Leben erzählen. Das ist ja nicht selbstverständlich, wenn man eine fremde Person so an seinem Leben Anteil nehmen lässt. Ich empfinde es als Privileg. Es ist auch sehr spannend, von Zeitzeugen, die das alles miterlebt haben, aus den Zeiten des 2. Weltkriegs und der Aufbruchphase danach zu hören. Die Krankheit Alzheimer oder Demenz im Allgemeinen hat mir Angst gemacht und ich bin der Typ Mensch, wenn mich etwas ängstigt oder verun-

sichert, will ich mehr darüber wissen damit ich es einordnen kann. Ich machte die Ausbildung bei der Alzheimervereinigung im Entlastungsdienst und bin so auch vor einem Jahr zum Gipfeltreffen für Menschen mit einer Gedächtniseinschränkung gekommen. Ich habe gelernt und vor allem gesehen, was es für Angehörige von Betroffenen bedeutet, die Belastung und auch die Trauer über den langsamen Verlust des Partners, der Mutter oder des Vaters. Es wurde für mich klar, wie wichtig Entlastungsangebote sind und auch, dass das die ganze Gesellschaft etwas angeht. Warum machen Sie die Freiwilligenarbeit über eine Institution wie die Kirche? Weil es die Arbeit sehr erleichtert. Ich habe mit dem Einführungskurs im Besuchsdienst angefangen und hatte immer wieder die Gelegenheit Weiterbildungen gratis zu besuchen. Das hat mir das nötige Rüstzeug für die verschiedenen Aufgaben gegeben. Zudem schätze ich die geleiteten Erfahrungsaustausche mit den Kolleginnen und Kollegen, wie sie mit anstehenden Fragen umgehen usw.

Welche Rolle spielt die Institution Kirche in Bezug auf Ihr Engagement? Ich erlebe die Kirche als kompetente, offene Partnerin. In Affoltern stellt die Kirche Räumlichkeiten gratis zur Verfügung damit zum Beispiel ein Gipfeltreffen überhaupt möglich ist. Die Unterstützung und Begleitung der Freiwilligen in ihrer Arbeit ist kompetent. Herzlichen Dank, Vreni Küng, für dieses Gespräch und Ihr grosses freiwilliges Engagement in der Gemeinde und im Bezirk. Ich denke, Sie und alle Freiwilligen sind wichtige Hoffnungsstreifen in unserer Gesellschaft. Es ist und war schon immer ein Merkmal der reformierten Kirche, sich zusammen mit Freiwilligen für Menschen in Not einzusetzen. Unsere Welt wird immer vielschichtiger und darum ist auch die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen sehr wichtig und wird auch gepflegt, indem zum Beispiel das Gipfeltreffen und der Besuchsdienst eine gemischte Trägerschaft haben, damit alle erforderlichen Ressourcen und das Know-how zu guter Qualität führen, sowohl für die Freiwilligen wie auch für die Betroffenen. Ursula Jarvis


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 24. Juni 2014

«Professionelle, empathische Förderung und Begleitung der Kinder und Familien» Claudia Laimer, Leiterin Heilpädagogische und Logopädische Frühberatungs- und Therapiestelle, im Interview Die Heilpädagogische und Logopädische Frühberatungs- und Therapiestelle Affoltern (FBS) bietet Therapie/heilpädagogische Förderung für Babys und Kleinkinder mit Entwicklungsauffälligkeiten und oder Behinderung sowie Beratung und Unterstützung deren Eltern. In der Therapiestelle arbeiten fünf Heilpädagoginnen und zwei Logopädinnen unterstützt von einer Sachbearbeiterin. Die langjährige Leiterin Yvonne Schwarzer ist letzten Sommer in den Ruhestand getreten. Ihre Stelle übernommen hat Claudia Laimer, ausgebildete Heilpädagogin. Sie arbeitet seit über 20 Jahren in unterschiedlichen sonderpädagogischen Tätigkeiten (zuletzt als Leitung Dezentrale Schulung der HPS Affoltern) und berichtet in diesem Interview über ihr erstes Jahr in der FBS. Was waren die Highlights im ersten Jahr? Claudia Laimer: Ich durfte ein gut verwurzeltes und vernetztes Team übernehmen: Sowohl untereinander, als auch mit Behörden, Institutionen, Ärzten etc. arbeiten meine Mitarbeiterinnen gut zusammen. Ich wurde herzlich empfangen und meine Vorgängerin übergab mir eine gut organisierte Stelle, in welcher engagiert, sorgfältig und hoch professionell gearbeitet wird. Die gute Einbettung im Schulzweckverband ist ein weiteres Plus! ...............................................................

Administratives ist eindeutig zu aufwendig ............................................................... Was gestaltete sich schwierig bei Ihrer neuen Aufgabe? Im Sommer wurde im Kanton Zürich zu einem neuen Abklärungsverfahren gewechselt. Das hat neue Papiere und Abläufe mit sich gebracht, die noch verankert werden müssen. Einige Abläufe sind nach wie vor zu wenig bekannt und zum Teil auch verwirrend, und Administratives ist eindeutig zu aufwendig. Dies wird nun vom Kanton evaluiert und weiterentwickelt. So hoffen wir, dass wir bald effizienter «Papierarbeiten» erledigen können und vor allem auch für alle Kinder die notwendigen Ressourcen erhalten. Wie sehen denn die neuen Abläufe aus? Neu braucht es keine ärztliche Überweisung mehr. Eltern, aber auch Spielgruppenleiterinnen, KiTa-Mitarbeiterinnen und andere Fachpersonen können sich (selbstverständlich immer im Einverständnis mit den Eltern) bei uns für ein Beratungsgespräch melden. Darin besprechen wir die Anliegen der Eltern bzw. Kinder. In diesem Gespräch zeigen wir unser Angebot auf und besprechen das weitere Vorgehen: Um Ressourcen zu erhalten, müssen wir bei der Fachstelle für Sonderpädagogik des Kantons Zürich einen Antrag stellen. Wenn die Fachstelle mit unserem Antrag einverstanden ist, verfügt sie einen Abklärungsauftrag und im Anschluss (sofern notwendig) einen Therapieauftrag. Die Abklärung für die logopädischen Anliegen wird im Kinderspital Zürich durchgeführt. Die Abklärung für heilpädagogische Früherziehung wird vorerst von uns durchgeführt. Immer nach einem Jahr Therapie muss bei der Fachstelle der Therapieverlauf aufgezeigt und (falls notwendig) eine Verlängerung beantragt werden. Warum ist das so kompliziert? Mit diesem Verfahren möchte man mehrere Fachpersonen bei der Beur-

Claudia Laimer, seit einem Jahr Leiterin Heilpädagogische und Logopädische Frühberatungs- und Therapiestelle Affoltern, zeigt, wie das Rad montiert wird. (zvg.) teilung eines Falles miteinbeziehen, damit wirklich richtig und v.a. auch kostensparend entschieden wird. Das Mehraugenprinzip hat den Vorteil, dass weniger übersehen wird, aber es ist administrativ aufwendiger und verlangsamt den Prozess. Es vergehen schnell acht oder mehr Wochen bis wir die Kostengutsprache für die Therapie erhalten. Und was machen Sie denn ausser dass Sie Papiere ausfüllen? (Lacht): Unsere Hauptbeschäftigung ist und bleibt die frühe Förderung/Therapie von Kindern mit besonderem Bedarf. In der Logopädie sind das Kinder mit Sprachschwierigkeiten vielfältigster Art (Spracherwerbsstörungen, Redeflussstörungen usw.) aber auch Ess-, Trink- und Schluckstörungen. In der Heilpädagogischen Früherziehung sind das Kinder mit einer Entwicklungsverzögerung, mit einer Behinderung (geistige, psychische, körperliche, Sinne, Verhalten) oder mit einer Entwicklungsgefährdung. In jüngster Zeit sind besonders diese ins Zentrum gerückt, weil die Erfassung und rechtzeitige Anmeldung leider oft verpasst wird. ...............................................................

Erhalten Kinder eine solide Basis, kann oft eine spätere Sonderschulung vermieden werden ............................................................... Was heisst denn Entwicklungsgefährdung? Das sind Kinder, die aufgrund von körperlichen Voraussetzungen oder der Umgebung, in welcher sie aufwachsen, nicht die notwendigen (Lern)erfahrungen machen können, um sich gut entwickeln zu können. Ein Kind, das zum Beispiel nicht mobil ist, sollte aktiv unterstützt werden in räumlichen Erfahrungen, damit es später Aufgaben meistern kann, die genau diese Erfahrungen voraussetzen (zum Beispiel Orientierung im Zahlenraum). Oder ein Kind mit einem psychisch stark belasteten Elternteil oder auch aus sehr ferner Kultur: Ihm hilft

es, wenn die Eltern in Erziehungs- und Förderfragen unterstützt werden. So kann präventiv viel erreicht werden. Wenn diese Kinder eine solide Basis erhalten, kann oft eine spätere Sonderschulung vermieden werden oder zumindest sehr niederschwellig verlaufen. Das hilft nicht nur den Kindern auf ihrem Weg in ein eigenbestimmtes, glückliches und erfolgreiches Leben, sondern auch dem Staat Kosten zu sparen. Leider gibt es nach wie vor viele Kinder, die diesen frühen Support verpassen und uns dann etwa gemeldet werden, weil der Kindergartenstart misslingt. ...............................................................

Ziel ist die Teilnahme am normalen Alltag ............................................................... Das klingt einleuchtend. Warum wird denn da eine frühe Anmeldung so oft verpasst? Einerseits, weil einige Fachpersonen noch nicht verinnerlicht haben, dass wir auch für diese Kinder zuständig sind. Andererseits gilt es, die Schwelle zu überschreiten, in eine Stelle, die mit Sonderpädagogik zu tun hat. Da besteht ganz profan die Angst, versagt zu haben oder das Kind in ein ungewolltes Fahrwasser zu bringen; es zu stigmatisieren. Wir sind uns dieser Stigmatisierungsproblematik bewusst und unternehmen daher alles, um ihr entgegenzuwirken. Es gilt: so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Das gilt übrigens für alle Kinder, die an unserer Stelle therapiert und gefördert werden! Ziel ist die Teilnahme am normalen Alltag: Indem die Kinder ganz ohne Schuldzuweisungen entsprechend ihrem Bedarf therapiert bezw. gefördert werden und/oder indem geeignete Unterstützung und Hilfsmittel organisiert werden. Das bringt uns zurück zu Ihren Kernaufgaben: Erzählen Sie uns doch über diese! Wir arbeiten in der Therapie kindund elternzentriert in Kooperation mit den beteiligten Fachpersonen. Zuallererst schauen wir immer welche Geschichte das Kind hat, in welcher

Umgebung es aufwächst und wo es in seiner Entwicklung steht. Dabei berücksichtigen wir seine Ressourcen aber auch Risiken. Dann evaluieren wir, was es als Nächstes lernen sollte, welche Erfahrungen es machen sollte und welche Unterstützung dafür benötigt wird. Selbstverständlich geschieht das im Austausch mit den Bezugspersonen und eventuellen anderen Fachkräften. Alle müssen überzeugt in die gleiche Richtung ziehen! Diese Richtziele erweitern wir mit Feinzielen. Diese könnten nicht unterschiedlicher sein: zum Beispiel einen Löffel in den Mund führen können oder ein 15-teiliges Puzzle alleine zusammensetzen können. Auf den Zielen bauen wir die konkrete Förderung auf. Wir stellen dabei Fragen wie: mit welchem Material, welcher Methode kann ich bei diesen Voraussetzungen nachhaltige Erfolge erzielen? Wie binde ich die Bezugspersonen ein? Welche flankierenden Massnahmen sind nötig? Bei der Umsetzung dieser Massnahmen sind wir dann richtige Chamäleons, die sich ständig anpassen, weil sich ja alles verändert und keine Reaktion im Voraus eindeutig ist. Das ist das Interessante an unserer Arbeit: mal fliesst der Fluss wie ein grosser gemächlicher Strom, mal wie eine quirliger Bergbach. Aber absolut still steht er nie. Ab dem Zeitpunkt, an welchem das Kind das Schulalter erreicht hat, besteht eine neue Herausforderung: wiederum gemeinsam mit Erziehungsberechtigten und Fachpersonen organisieren wir das «Wie weiter». Vom regulären Kindergarteneintritt bis hin zum Sonderschulheim gibt es einige Varianten. Mit vielen Familien ist im Verlaufe der Zeit eine vertrauliche Beziehung entstanden. So freut es uns sehr, wenn wir auch noch Jahre später von den Kindern hören. Was ist ihnen für die Zukunft der FBS wichtig? Mein oberstes Credo ist, nie stillzustehen: Weiterbildung, von einander lernen, Neues ausprobieren, nach rechts und links schauen: Das ist der Anspruch, den ich habe und bei jeder einzelnen Mitarbeiterin unterstütze. Ebenso wichtig wie das Halten der ho-

hen Professionalität ist, dafür zu sorgen, dass mein Team den Arbeitsalltag überzeugt, engagiert und motiviert mit Humor und Zuversicht bestreitet. Ich möchte Vorgesetzte sein von zufriedenen Mitarbeiterinnen mit solidem, aktualisiertem Fachwissen. ...............................................................

Mein oberstes Credo ist, nie still zu stehen: Weiterbildung, von einander lernen, Neues ausprobieren, nach rechts und links schauen ............................................................... Wie bereits erwähnt, ist mir ein weiteres Anliegen, jedem Baby oder Kleinkind mit besonderem Bedarf unser Angebot möglichst unkompliziert und unvoreingenommen zur Verfügung zu stellen. Wichtig zu wissen ist, dass Eltern sich jederzeit an uns wenden können. Erreicht wird das auch durch guten Kontakt und Information der Stellen, welche diese Kinder antreffen und die Eltern über uns informieren (das sind Ärzte, Spielgruppen, KiTa, Tagesmütter, Familienberatungen etc.). Und selbstverständlich steht als oberste Maxime: Weiterhin eine professionelle, empathische Förderung und Begleitung der Kinder und Familien bieten!

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Lustvolles literarisches Pingpong Talk mit Mona Vetsch und Urs Heinz Aerni in der Ottenbacher Biliothek Die über fünfzig Besucher der cleveren Gesprächsveranstaltung in Ottenbach folgten am vergangenen Donnerstag der Radiomoderatorin und dem Literaturvermittler mit vergnüglichem Lachen, Staunen, aber auch mit emotionaler Betroffenheit beim professionellen verbalen Hakenschlagen.

1945 und liegt auf dem Israelitischen Friedhof Unterer Friesenberg in Zürich begraben, in dessen Nähe Mona Vetsch heute wohnt.

Locker und vielschichtig

................................................... von regula zellweger Dass die papierne Welt der Bücher, auch wenn diese als E-Books daherkommen, alles andere als trocken ist, sondern informiert, unterhält, bewegt, amüsiert, träumen lässt, hoffen lässt, weinen lässt, betroffen macht, die Persönlichkeitsentwicklung vorantreibt und Flügel verleiht, bewiesen die Moderationsprofis Mona Vetsch und Urs Heinz Aerni. Mit einem rasanten sprachlichen Ping-Pong-Spiel, bei dem das Pong oft bereits vor dem Ping kam, schenkten die beiden Literaturkundigen den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern nicht nur einen amüsanten, informativen Abend, sie vermittelten dem Publikum ihre eigene Begeisterung für verschiedene Sparten des geschriebenen Wortes in der Form eines schillernden, glitzernden Gedankenfeuerwerks.

Das Bibliotheksteam Ottenbach umrahmt die Literatur-Talker Mona Vetsch und Urs Heinz Aerni. (Bild Regula Zellweger) Von Felix Salten bis Wolfang Salzmann Die Bücher, die in lockerem Zickzackkurs zur Sprache kamen, haben den einzigen gemeinsamen Nenner, dass sie Mona Vetsch und Urs Heinz Aerni gefallen. Die beiden müssen schon auf der Autofahrt nach Ottenbach heisse Diskussionen rund um die Tagebücher

von Max Frisch geführt haben. Immer mal wieder entwischte da oder dort ein kleiner Seitenhieb, witzig, nie abwertend, sondern liebevoll neckend und mit viel Sprachwitz. Das Publikum bestand aus Viellesern, dies zeigte die Frage, wer dieses oder jenes Buch gelesen habe. Bei «Bambys Kinder» schnellten beinahe alle Hände in die Höhe. Aber dass

Felix Salten eigentlich Siegmund Salzmann hiess und im 2. Weltkrieg aufgrund seiner jüdischen Wurzeln in Zürich lebte, mit der Auflage, nichts zu veröffentlichen, wusste kaum jemand. Saltens letzte Lebensjahre waren geprägt von finanziellen Problemen. Besondere Streitigkeiten gab es um die Rechte an Bambi, die er für 1000 Dollar verkauft hatte. Felix Salten starb

Gleichermassen begeistert zeigten sich Mona Vetsch und Urs Heinz Aerni vom Roman «Jacob beschliesst zu lieben» von Catalin Dorian Florescu, einem jungen Schweizer Schriftsteller. Sie schwärmten von der Kraft, Sinnlichkeit, Ausdauer und Wärme, der Brutalität und Grausamkeit, die mit leiser Zärtlichkeit und Wehmut zusammenspielt, in der hoffnungslosen Lebensgeschichte eines jungen Mannes, der jedoch als verratener, aber toleranter Sohn die Hoffnung nie ganz verliert. Leichtfüssig kamen die Gedichte von Heinz Erhardt daher. In der Erzählung «Leben im Quadrat» von Dagmar Schifferli wird das Leben alter Menschen im Heim aus der Sicht junger Betreuerinnen literarisch thematisiert, auch das ein heisser Buchtipp des Literatenduos. Nicht alle Bücher auf der Liste wurden besprochen. Bescheiden verschwieg Heinz Urs Aerni seine beiden auf der Liste vermerkten Werke «Zürich-Quiz» und «Bivio–Leipzig». Das Bibliotheksteam, das den Anlass umrahmte und mit einem Apéro bereicherte, hatte alle Bücher zur Ausleihe bereitgestellt. Auch in der Buchhandlung Scheidegger sind die Titel der Liste erhältlich.

Kulturen aus aller Welt auf kleinem Raum Am Fest der Kulturen in Affoltern waren rund 20 Nationen vertreten

A

uf Alphornklänge des Duos «Haudegen» folgte Tamil Eelam, auf russische Volksweisen die Tänze aus dem Kosovo. Das Fest der Kulturen am Samstag unter dem Kasino-Vordach in Affoltern, organisiert von der reformierten Kirche und der katholischen Pfarrei Affoltern – ein fröhliches Stelldichein von rund 20 der 40 Nationen, die in Affoltern leben und mit ihren Darbietungen die Wurzeln ihrer Herkunft offenlegten. Das Fest bot die Chance, mehr über diese Kulturen zu erfahren – im Gespräch, durch Informationen, und natürlich durch kulinarische Spezialitäten. Passanten und Besucher waren eingeladen, sich zusammen mit den Tanzenden in Bewegung zu setzen und mit ihnen gemeinsam zu singen. Von der Chance, anderen Menschen zu begegnen und im Gespräch den Horizont zu erweitern, sprach auch der Affoltemer Gemeinderat Martin Gallusser in seinem Grusswort. Er knüpfte dabei beim Reisen an. Derweil heute Badeferien in Thailand zur «Tagesordnung» gehörten, sei früher bestenfalls das Mittelmeer Destination gewesen. Lese man alte Reiseberichte, werde klar, wie intensiv der Kontakt der Reisenden mit Menschen vor Ort gewesen sei. Durch das Fehlen von grossen Hotels bestand damals die Chance, sich mit Einheimischen in örtlichen Gaststätten auszutauschen – und das, so Gallusser, sei heute weniger der Fall: Touristen bleiben oft unter sich, es gebe höchstens oberflächliche Kontakte zu Menschen und Kulturen vor Ort. Hier biete sich nun die Chance, vor der eigenen Haustüre andere Kulturen entdecken zu können, zu erfahren, wie diese Menschen leben und denken. Das erweitere unseren Horizont, sei interessant und anregend. «Wer möchte heute fremdes Essen wie Spaghetti oder Curry missen..?» schloss Martin Gallusser. (-ter.)

Anmutig: Tanz aus Sri Lanka.

Bodenständig: Alphornduo «Haudegen».

Fröhlich: Kosovarischer Tanz. Gemeinderat Martin Gallusser (2. von links) schaut interessiert zu.

Ein Erinnerungsfoto muss sein. (Bilder Werner Schneiter)


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Dienstag, 24. Juni 2014

Den Ehrgeiz der Schüler geweckt Die 3.-Sekundarklassen der Schule Ennetgraben in Affoltern präsentierten ihre Projektarbeiten Gerade Schüler in der 3. Sekunarklasse sind für den Lehrkörper oft schwierig zu motivieren – viele wissen bereits was sie nach dem Schulabschluss machen werden, stehen also nicht mehr unter Leistungsdruck. Die Schule Ennetgraben in Affoltern hat es mit den Projektarbeiten geschafft, die Schüler trotzdem zu motivieren. ................................................... von salomon schneider Die Projektarbeiten der 3. Affoltemer Sekundarklassen Ennetgraben entstanden während einer sechsmonatigen Arbeitszeit. Die Schüler arbeiteten jeden Donnerstagnachmittag an ihren Projekten. Bei der Präsentation moderierten die Schülerinnen Anesa Kumalic und Marina Jankovic die Projektvorstellungen in der Aula Ennetgraben. Eingeleitet wurden die Präsentationen, am vergangenen Donnerstagabend, durch ein selbst komponiertes Klavierstück von Melda Gök. Anschliessend wurden selbstgebaute Möblierungsgegenstände und eine ganze Reihe selbst genähte Kleidungsstücke präsentiert. Diese wurden von den Näherinnen gleich selber auf dem Laufsteg präsentiert. Dabei standen nicht nur die Kleider im Vordergrund, sondern auch das von Mitschülerinnen professionell aufgetragene Make-up. Zum Abschluss der Modeschau bedankte sich Marina Jankovic bei den projektbegleitenden Lehrern: «Wir haben eine richtig gute Beziehung zu den Lehrkräften entwickeln können.»

Mehr als Jugendgeschichten Im Anschluss folgten zwei Buchpräsentationen und zwei Filmvorführungen. Sina Thüring schrieb das Buch «Lost», die Geschichte einer Süchtigen – in dieser Erzählung geht es um ein junges Mädchen, das sich selbst verletzt. Die Autorin integrierte auch zahlreiche symbolische und kunstvolle Fotografien. «Das Projekt hat mir viel abverlangt. Ich habe viele Interanzeige

Anesa Kumalic (links) und Marina Jankovic machten bei der Moderation der Präsentationen eine gute Figur.

Schülerinnen der Sekundarschule Ennetgraben präsentierten ihres selbstgenähten Kleider auf dem Laufsteg. Auch für professionelles Make-up war gesorgt.

Josip Tustanja auf seiner selbst konzipierten und gebauten Snowboardbank.

views geführt, um mich in Menschen einzufühlen, die sich selbst verletzen und hatte zudem oft mit Schreibblockaden zu kämpfen», schloss Sina Thüring ihre Präsentation. Livia Hagenbuch schrieb einen Romantik-Horror-Fantasyroman mit dem Titel «Captured»: «Der Roman handelt von einem Mädchen das von zuhause

Engagement ohne Leistungsdruck

wegläuft. Während sie weg ist, sterben ihre Eltern in einem Hausbrand. Voller Schuldgefühle will sie den Tod ihrer Eltern aufklären», beschrieb Livia Hagenbuch den Inhalt. Anschliessend präsentierten ein Schüler und eine Schülerin Videoclips, die sie gedreht und ausserdem mit eigenem Gesang untermalt hatten.

(Bilder Salomon Schneider)

Nur ein kleiner Teil der Projektarbeiten wurden in der Aula präsentiert. Die meisten wurden auf den weitläufigen Gelände der Schule gezeigt. Dabei war augenfällig, dass sich fast alle Schüler für die Projektarbeiten mächtig ins Zeug gelegt hatten. «Da die

Schüler komplett frei waren in der Projektwahl, waren sie auch sehr motiviert», lobte Projektbetreuerin Beatrice Aeppli das Engagement der Schüler. Dass nicht nur gute Arbeit, sondern auch ansprechende Präsentation zählt, zeigt auch dieser Bericht. Die in der Aula vorgestellten Projekte zogen viel mehr Aufmerksamkeit auf sich.


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Dienstag, 24. Juni 2014

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Der Seewadel am Seniorennachmittag Stallikon-Wettswil Auf Einladung der Kirchenpflege und der Alterskommission fand im Rahmen des Seniorennachmittags Stallikon-Wettswil eine Informationsveranstaltung des Hauses zum Seewadel statt. Über 50 Gemeindemitglieder hatten sich trotz wunderschönem Wetter am Nachmittag im Kirchgemeindehaus der reformierten Kirche Wettswil versammelt. Das Publikum zeigte sich sehr interessiert an den Präsentationen und beteiligte sich lebhaft mit Fragen und Gesprächen. Vonseiten der Kirchenpflege war der Raum wunderschön und gastlich geschmückt worden, mit vorzüglichem Service wurden die Gäste zudem mit einem feinen Zvieri verwöhnt. Auch die beiden Pfarrer von Wettswil und Stallikon gaben sich die Ehre und nahmen an dem Anlass teil. Eine gelungene Kooperation! Im Zusammenhang mit einem Heimeintritt stellen sich immer wieder Fragen zu den Kosten und der Fi-

nanzierbarkeit. «Was ist alles im Pensionspreis inbegriffen? Was ist der Unterschied zwischen der Betreuungsund der Pflegetaxe? Wer übernimmt die Kosten, wenn die Rente für die Heimrechnung nicht ausreicht?» Der Geschäftsleiter Martin Summerauer und die drei Kaderfrauen vom Haus zum Seewadel erklärten das Prinzip der Pflegefinanzierung und des Versorgungsauftrags, stellten die Taxordnung vor, das Eintrittsprozedere und gaben Hinweise zum Vorgehen betreffend Ergänzungsleistungen und Hilflosenentschädigung. Auch Themen des Erwachsenenschutzrechts, wie Patientenverfügung und Vorsorgeauftrag kamen nicht zu kurz. Die Referenten stellten den interessierten Anwesenden zudem das Haus zum Seewadel in Wort und Bild vor, erklärten die wichtigsten Grundsätze anhand des Leitbilds und beschrieben die Angebote im Alters- und Pflegeheim. «Wir sind für alle da!» Ein-

mal mehr stand die wichtige Frage bezüglich der Kompetenzen und Möglichkeiten der Pflege im Haus zum Seewadel im Zentrum. Dem Publikum wurde unter diesem Motto plausibel erklärt, dass sich das Haus zum Seewadel heute als Alters- und vor allem auch als vollwertiges Pflegeheim beweist und alle Pflegeleistungen erbringen kann. Bewohner/-innen beziehen ihr Zimmer und können dort verbleiben, unabhängig vom sich verändernden Pflegebedarf. «Der Mensch im Mittelpunkt unseres Wirkens». Auch diesem Leitsatz wurde das Haus zum Seewadel an diesem Nachmittag für interessierte Einwohner/-innen oder zukünftige Bewohner/-innen einmal mehr gerecht. Das Publikum verdankte den Anlass mit herzlichem Vertrauensbeweis, und mehrere Anwesende bestätigten dies mit der Willensäusserung: «Ich komm dann ganz sicher in den Seewadel, wenn ich einen Platz brauche». Die Informationsbroschüren

Die Führungscrew im Haus zum Seewadel, von links: Rita Schmucki (Bereichsleiterin Administration), Monica Weber (Bereichsleiterin Pflege), Rita Windhorst (Bereichsleiterin Hotellerie) und Martin Summerauer (Geschäftsleiter). (Bild zvg.) zu verschiedenen Themen fanden am Schluss reissenden Absatz. Das Haus zum Seewadel als Kompetenzzentrum für Wohnen und Pflege im Alter im Bezirk führt zweimal jährlich ähnliche Veranstaltungen im eigenen Haus durch. Der nächste Anlass findet am

15. September 2014, 19 bis 21 Uhr statt. Auch individuelle persönliche Beratungen sind möglich, Anfragen unter Tel. 043 322 74 74. Für weitere öffentliche Veranstaltungen zeigt sich die Führungsmannschaft des Seewadels auf Anfrage gerne bereit. (pd)

forum

Weniger schnell durch Aeugst

Die Toleranz der Ungleichheit Meine Aussagen zu den Vorschlägen einer Basler Professorin zur Änderung des Familienrechts haben in unserem Land ordentlich Wellen geworfen. Ich nehme es nicht völlig überrascht aber doch mit einem gewissen Erstaunen zur Kenntnis. Die im Auftrag von Bundesrätin Sommaruga angefertigten Empfehlungen, gehen mehr oder weniger deutlich davon aus, das die Familie durch Ehe, bestehend aus Frau und Mann mit oder ohne Kinder, ein Auslaufmodell sei. Da wird empfohlen, jede frei gewählte Lebensform mit oder ohne Partnerschaft, hetero- oder homosexuell, auf die gleiche rechtliche Ebene zu stellen wie die Ehe. Dazu soll auch geprüft werden, ob nicht das Inzest-Verbot aufgehoben und die Polygamie zugelassen werden soll. Dazu gehört auch das Senken des Schutzalters. Gegenüber diesen Ideen habe ich

mich auf die Frage eines Journalisten zugegebermassen etwas salopp geäussert. Allerdings ganz bewusst, weil ich es als Familienvater, Grossvater, selbstständiger Unternehmer, seit 44 Jahren Ehemann, langsam satt habe, als Auslaufmodell und Zurückgebliebener Hinterwäldler bezeichnet zu werden, da platzte mir der Kragen. Während meine Aussage, über die verkehrten Hirnlappen aus dem Zusammenhang gerissen, einen medialen Aufschrei zur Folge hat, scheinen die Vorschläge von Frau Professor keinen Menschen zu interessieren. Um es an dieser Stelle zu vervollständigen: Die Dekadenz schreitet voran.

Meinungsäusserungsfreiheit Ich habe mich als Nationalrat zu einem sozial- und gesellschaftspolitischen Thema auf die Frage eines Jour-

nalisten geäussert. Er hat meine Aussage richtig wiedergegeben, allerdings, ob bewusst oder nicht, das Gespräch nicht im ganzen Umfang beschrieben. Ich werde meine Meinung selbstverständlich auch weiterhin ungeschminkt äussern, obwohl die Reaktionen die mich erreichten, vermuten lassen: Es gibt immer mehr Leute in unserem Land, die versuchen, mit Verunglimpfungen Unangepasste zum Schweigen zu bringen. So konnte beispielsweise eine «Arena» im Schweizer Fernsehen zum Thema nicht durchgeführt werden, weil ich bereits vor einem Jahr entschieden habe, nicht mehr an dieser Sendung teilzunehmen und sich sonst offensichtlich niemand finden liess, um öffentlich für das bestehende Familienrecht einzustehen. Ein 22-jähriger Student hat mir in einem Schreiben seine Unter-

stützung zum Ausdruck gebracht, um ein weiteres Beispiel zu nennen. Ich habe ihn gebeten, die meines Erachtens treffenden Zeilen öffentlich zu machen. Er hat es abgelehnt mit der Begründung, er hätte Angst dadurch Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Keine gute Entwicklung für die Freiheitsliebenden. Ich trete ein für traditionelle Familienwerte und kritisiere die schleichende Normalisierung des Abnormalen. Ich empfinde eine Frau mit Bart wie Conchita Wurst nicht als etwas Normales und ich finde schwul nicht so toll. Trotzdem habe ich nichts gegen diese Menschen, Toleranz heisst Ungleichheiten, nicht aber die Gleichmacherei zu akzeptieren. Toni Bortoluzzi, Affoltern

Jemand muss in der Diskussion um Bortoluzzis Schwulenschelte auch für ihn Partei nehmen Zum Ersten sind natürlich Bemerkungen, wie homosexuelles Verhalten sei unnatürlich oder biologisch fehlgeleitet, polemisch und angesichts der Geschichte der Verfolgung der Homosexualität bis ins 20. Jahrhundert (und in vielen Ländern auch noch im 21. Jahrhundert) ziemlich unsensibel. Auf der anderen Seite ist in der Schweiz die Strafbarkeit der Homosexualität im Jahre 1942 aufgehoben worden und die gesellschaftliche Diskriminierung wurde seither sukzessive abgebaut. Da verträgt es wohl auch eine nicht ganz sachliche Polemik, namentlich, da ja viele Homosexuellen-Organisationen auch nicht gerade zimperlich agieren. Dass Bortoluzzi die Diskriminierung der Homosexuellen wieder einführen möchte, halte ich für eher unwahrscheinlich. Ich denke es gibt zwei Aspekte, die zu kurz kommen. Zum Ersten ist die Antwort des Pink Cross an Bortoluzzi, Homosexualität sei natürlich, er habe im Biologieunterricht nicht aufgepasst, philosophisch denkbar unbedarft. In einer zunehmend virtuelleren Welt, in der das Individuum und seine Bedürfnisse im Bewusstsein der Öffentlichkeit eine immer zentralere Rolle einnehmen, gleichzeitig aber, der Begriff des Individuums immer mehr dekonstruiert wird, ist die seit dem 18. Jahrhundert ständig wachsende Sehnsucht nach dem Natürlichen, dem Echten, dem Authentischen (wie man es heute nennt) omnipräsent. Ho-

mosexuelle und heterosexuelle Beziehungen sind aber Kulturtechniken, die erlernt werden. Nur weil Konrad Lorenz ein paar schwule Gänseriche beobachtete, ist Homosexualität (ebenso wenig wie Heterosexualität) nicht «natürlich» oder «biologisch» bedingt. Wildkinder (wie zum Beispiel das Kind aus dem Aveyron oder Kaspar Hauser), die natürlichsten und authentischsten Menschen, würde man denken, waren in der Regel unfähig, eine geschlechtliche Beziehung einzugehen, weil sie es eben nicht gelernt hatten. Wenn sich die Umstände so ergeben (zum Beispiel im Gefängnis) sind übrigens an und für sich heterosexuell geprägte Menschen durchaus in der Lage auch homosexuelle Beziehungen einzugehen, Aus naturwissenschaftlichen Beobachtungen kann man also weder Argumente für noch gegen die «Richtigkeit» Homosexualität, Bisexualität oder Heterosexualität ableiten. Man kann einfach feststellen, dass die Fortpflanzung der Art bisher bei vorherrschenden heterosexueller Prägung der Gesellschaft etwas effizienter war. Es dürfte aber den meisten Menschen nicht entgangen sein, dass sexuelle Beziehungen heute nur noch in einer kleinen Minderheit der Fälle der Fortpflanzung dienen und Fortpflanzung ohne sexuelle Beziehungen durchaus möglich ist. Die Dichotomie «Homosexualität», «Heterosexualität» ist somit keine «biologische» oder «natürliche» Einteilung

(Klassifizierungen sind nie natürlich) sondern eine Konstruktion, die man sehr wohl auch dekonstruieren könnte. Das war philosophische Teil, mit welchem die Diskussion etwas vom Niveau «Fehlleitung» und «Arschloch» und «Schwulen-Bashing» weggeführt werden sollte. In der gesellschaftlichen Analyse sind Bortoluzzi und Prof. Schwenzer gar nicht weit auseinander. Bortoluzzi hält homosexuelle eingetragene Lebensgemeinschaften, diese kleinbürgerlichen Nachbildungen der Ehe, für lächerlich. Wenn man genau liest, tut dies auch Frau Professor Schwenzer. Auch sie sagt, dass im Prinzip nicht gewisse Lebensgemeinschaften wie die Ehe (hetero- oder homosexuell) rechtlich privilegiert werden sollten und so getan werde sollte, wie wenn diese Lebensgemeinschaften vergleichbar mit der Ehe des 19. Jahrhunderts seien. Lebensgemeinschaften sind fragil geworden und halten statistisch gesehen nicht mehr lange. Deshalb, sagt Schwenzer, soll man rechtlich diese Lebensgemeinschaften gar nicht mehr so intensiv regeln, sondern sich im Interesse des Kindeswohl auf die Beziehung Kind-Bezugsperson/Ernährer konzentrieren, dies unabhängig vom Status der Betreuer des Kindes (ledig, im Konkubinat, in eingetragener Partnerschaft, verheiratet, Grosseltern usw.). Im Grunde genommen ist also auch nach Schwenzer das Partnerschaftsgesetz unnötig, weil es

versucht, ein überlebtes Institut auf Tatbestände zu übertragen, für die es hinten und vorne nicht passt. Bortoluzzi sagt genau das gleiche, nur ist er der Meinung, man solle der Auflösung der traditionellen Ehe entgegenwirken, indem man eben die Ehe und die Kleinfamilie als einzige Form des Zusammenlebens privilegiert. Er stemmt sich also gegen die Auflösung der traditionellen Werte. Er wird dafür von der veröffentlichten Meinung mit Häme überschüttet. Ich zweifle, ob man die traditionelle Ehe mit einem traditionellen Recht retten kann, namentlich, da die finanziellen Nachteile der Ehe für den klassischen Breadwinner erheblich sind. Bortoluzzis Meinung (Privilegierung der alten heterosexuellen Kleinfamilie mit Kind) entspricht aber wohl immer noch der Mehrheitsmeinung, die die Ehe für das gesellschaftliche Fundament hält, und deshalb darf sie durchaus geäussert werden. Dass sie von etwas gar dichtem Pulverdampf begleitet ist, gehört zu Bortoluzzi und namentlich auch zur SVP. Die jetzigen Bemühungen, die gesetzliche Grundlage für eine homosexuelle Kleinfamilie mit eigenen Kindern zu schaffen, stellen aber auch einen äusserst diskutablen Weg dar, da der Wille zur lebenslänglichen Bindung und zum Nestbau in der homosexuellen Szene, um es vorsichtig zu sagen, sicher nicht ausgeprägter ist als bei den Heterosexuellen. Hans Hegetschweiler, Hedingen

Stellungnahme des Gemeinderates Aeugst zum Leserbrief «Fragwürdige Geschwindigkeitsmessung in Aeugst», «Anzeiger vom 17. Juni. Im erwähnten Leserbrief wird geschrieben, ein in Aeugst verwendetes Gerät für die Anzeige von Geschwindigkeiten (im Volksmund «Speedy» genannt), zeige ca 20% zu hohe Werte an. Dazu möchten wir wie folgt Stellung nehmen: – Der Speedy ist, wie auch die Tacho und Navi-Geräte im Auto, nicht geeicht. Gemäss Herstellerangaben zeigt der Speedy die Geschwindigkeit mit +/- 3 km/h Fehlertoleranz an. – Nach dem Aufstellen des Speedy wird die Anzeige von den Gemeindearbeitern und dem verantwortlichen Gemeinderat mit zwei verschiedenen (nicht geeichten) Fahrzeugen getestet. Resultat: die Anzeige auf dem Speedy stimmt ziemlich genau mit der Anzeige auf dem Tacho überein (+/- 2 km/h). – Mit dem Speedy möchte man unter anderem erreichen, dass die zum Teil massiven Geschwindigkeitsübertretungen auf unserem Gemeindegebiet abnehmen. Wenn jemand mit 114 km/h in einer 50er-Zone fährt, spielt es keine Rolle, ob er tatsächlich 111 km/h oder 117 km/h gefahren ist. Gemeinderat Aeugst

Notfallnummer 144 rettete mein Leben! An einem der letzten Samstage wurde ich von mehreren Bienen am Kopf, an den Armen und am Hals gestochen. Eine Stunde später konnte ich weder richtig atmen noch auf den Beinen stehen. Meine Frau alarmierte 144. In paar Minuten waren die Notfallhelfer in unserer Wohnung und leiteten die Behandlung ein. Auch der Notarzt traf sofort ein. Ich wurde gleich ins Limmattal-Spital eingeliefert. Nach einer Nacht Intensivstation konnte ich am nächsten Mittag das Spital verlassen. Heute geht es mir wieder gut. Fazit: Ich weiss jetzt, dass ich gegen Bienenstiche allergisch bin. Das Notfallset ist jetzt immer bei mir. Es ist mir ein grosses Anliegen, allen Beteiligten für deren Supereinsatz herzlich zu danken. Sie alle haben mir das Leben gerettet. Hans Imhof, Affoltern


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Die SIMAIR GmbH zieht um! Aus diesem Grund findet am Samstag, 28. Juni, ab 14.00 Uhr, ein Flohmarkt statt. Alles muss weg! Zu günstigen Preisen sind diverse Artikel (Fliegerei, Bilder, Haushalt, Kleider, etc.) zu verkaufen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! SimAir GmbH Untere Bahnhofstrasse 14 8932 Mettmenstetten (gegenüber dem Bahnhof)

Freitag, 27. Juni 2014, 20 Uhr Wildbienen sind den meisten von uns kaum bekannt, obwohl es knapp 600 Arten in der Schweiz gibt und sie für die Bestäubung der Kultur- und Nutzpflanzen äusserst wichtig sind. Leider sind viele Arten bedroht: es fehlt an Lebensraum und Nistplätzen. Wie müssen unsere Hausgärten gestaltet werden, damit sie Wildbienen-freundlich sind? Und wie sieht das ideale Bienenhotel aus? Auf diese und andere spannende Fragen gibt uns die Wildbienenfachfrau Antonia Zurbuchen Antwort! Ort: Vereinslokal Giessenstrasse 18 Die Veranstaltung ist kostenlos. www.nvba.ch

www.sonnenbad-schoenhalde.ch

Naturistenverein mit idyll. Gelände an sonniger Südhanglage in Aeugst a.A., mit Schwimmbad, Grill-, Tischtennis-, Pétanque-Platz, mit Panoramablick und viel Grün und Natur sucht Interessenten: sbs@datazug.ch

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Keramikgefässe und Arbeiten mit Glas sowie Zeichnungen


Gewerbe/Dienstleistungen

Hammer und Meissel

Gemeinsam leiden

Traditioneller Steinbildhauerkurs von Nick Micros an der Reuss in Ottenbach. > Seite 15

Public-Viewing: Das WM-Spiel Schweiz-Frankreich in Ämtler Lokalen. > Seite 19

Dienstag, 24. Juni 2014

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Saisonende Der FCA verabschiedet sich mit einem 2:2-Unentschieden gegen den Tabellenzweiten. > Seite 20

Gourmet Knospe mit Sonderauszeichnung Bestnote von Bio Suisse für das neue Produkt Soja Paneer von der Tofurei Engel in Zwillikon Letzte Woche wurde «Soja Paneer», das neuste Produkt der Genossenschaft Tofurei Engel in Zwillikon, von Fachleuten der Gastronomie mit der Gourmet Knospe von Bio Suisse prämiert und erhielt zusätzlich die Sonderauszeichnung – eine von drei aus 127 Kandidaten. ................................................... von denise bohnert Seit 33 Jahren wird er im Säuliamt hergestellt, als einziger der Schweiz in handwerklicher Produktion. Von Anfang an biologisch – mit Knospe, also zuverlässig. Tofu, ursprünglich aus Asien stammend, wurde in Europa lange als «Chörnlipicker»-Produkt belächelt. Längst haben sich Essgewohnheiten geändert. Wer kein oder weniger Fleisch isst, schätzt das Sojaprodukt als Eiweisslieferant, wer seinen Säurehaushalt ausbalancieren will, findet darin ein basenbildendes Lebensmittel. Mittlerweile ist man auch geübter darin, Tofu schmackhaft zuzubereiten. Heute sind zudem geräucherte und gewürzte Varianten sowie grillfertige Tofuspiessli erhältlich. Die Tofurei Engel arbeitet seit über drei Jahrzehnten als selbstver-

waltete Genossenschaft. Seit kurzer Zeit gibt es im Engel-Sortiment einen neuen Pionier, den «Soja Paneer». Der Unterschied zum Tofu besteht im Gerinnungsmittel: Statt Nigari, einem Meersalzauszug, wird schlicht Zitronensaft verwendet – biologisch selbstverständlich. Paul Rippstein, Geschäftsführer der Tofurei Engel, wurde dazu auf einer Indienreise inspiriert. «Soja-Paneer» – hergestellt aus Sojamilch – schmeckt insgesamt etwas frischer als Tofu und weist eine noch feinere Struktur auf. Die Konsistenz erlaubt aber durchaus, den Paneer in Stückchen zu braten oder zu grillen.

auf 70 Tonnen erweitert. Sein Ziel liegt aber nicht in der weiteren Steigerung, denn das würde industrielle Verarbeitung erfordern. Seine Philosophie: «Sauber bleiben und nicht gierig werden.» Besonders stolz ist er auf sein klimaneutrales Verteilungsnetz, das sogenannte Kartoffeltaxi: Pendler, die mit dem Auto in die Städte fahren, nehmen Ladungen der Ackerfrüchte mit. Den Transporteuren wird ein Betrag CO2-Kompensation gutgeschrieben.

Säuliämtler Betrieb auf dem Podest

Unter den 20 besten Bioprodukten Vor Kurzem wurde die Tofurei Engel mit dem «Soja Paneer» zur 9. Qualitätsprämierung Gourmet Knospe von Bio Suisse eingeladen. 20 aus 127 eingereichten Erzeugnissen sollten präsentiert werden. Eine unabhängige Fachjury beurteilt Produkte, die über herausragende sensorische Eigenschaften verfügen, nach Aussehen, Geruch, Geschmack und allgemeinem Eindruck. Jury-Präsident Patrick Zbinden betonte, dass Qualität sich zudem mit dem Zeitgeist definiere, das Bier der alten Sumerer zum Beispiel würde uns heute nicht mehr zusagen.

Voller Stolz präsentiert Paul Rippstein den prämierten «Soja Paneer nature» der Engel Tofurei. (Bild Denise Bohnert) Junger Bergbauer mit innovativen Ideen Im bündnerischen Filisur im Albulagebiet lebt Marcel Heinrich, der in Bergackerbau spezielle Kartoffelsorten anbaut. Im Fachinput zum Auftakt des Anlasses stellt er sich vor. Er bestellt

30 Hektaren Land, pflegt 120 Obstbäume, hat behörnte Kühe sowie andere Tiere, betreibt Agrotourismus und bietet Lamatrekkings an. In Zusammenarbeit mit dem 16-Gault-Millaupunkte-Koch Freddy Christiandl hat er seine Produktion – und den Absatz – seit 2001 von fünf

Nacheinander wurden nun die prämierten Produzenten aufgerufen, die Urkunden überreicht, Fotos geschossen. Die Spannung stieg, denn erst zum Schluss ging es um die Sonderauszeichnung wenn es hiess: «And the (3) winners are…», Die Gewinner der Sonderkategorie wurden von einer weiteren, aus sechs Spitzenköchen bestehenden Jury erkoren – und tatsächlich war der Ämtler «Soja-Paneer» dabei. Er wurde mit der Bestnote 6 versehen. Soja Paneer ist in Bioläden und den meisten Volgfilialen im Bezirk erhältlich und kann direkt bestellt werden bei www.engel-tofu.ch, wo man ausführliche Infos findet.

Eröffnungsfeier bei Engel & Völkers Das Immobilien-Team in Affoltern lädt ein Am Freitag, 27. Juni, lädt das Team Engel & Völkers zur Eröffnungsfeier ein, von 12 bis 19 Uhr, Im Winkel 1 in Affoltern. Bekannt als international tätiges Immobilienunternehmen haben sie im Herzen der Region Knonauer Amt und Freiamt einen Standort eröffnet. Ihr Ziel ist es, dass der persönliche Kontakt und die Kommunikation mit den Kunden im Vordergrund steht. Engel & Völkers ist es ein Anliegen, auf die individuellen Bedürfnisse der Eigentümer und Käuferschaft einzugehen. Als Optimierung ihres Dienstleistungsangebotes ist es ihnen

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wichtig, dass sie für ihre Kunden vor Ort da sind. Wer mit dem Gedanken spielt, seine Immobilie zu verkaufen oder eine Immobilie zu kaufen, möchte dieses Anliegen in den besten Händen wissen. Schliesslich geht es dabei um ein lieb gewonnenes Zuhause, in welchem man vielleicht Jahrzehnte seines Lebens verbracht hat oder verbringen wird. Das Engel & Völkers Team Affoltern unterstützt Kunden bei diesem Vorhaben und freut sich, am Freitag viele Ämtler kennenzulernen und mit ihnen auf die Eröffnung anzustossen. Infos: www.engelvoelkers.com/knonaueramt.

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veranstaltungen

Beobachtungsund Fotoexkursion Stiftung Reusstal in Maschwander Allmend Die Makrofotografie und die Landschaft in Abendstimmung sind die Haupthemen dieses Anlasses, der sich an Personen richtet, die Freude an der Natur und am Fotografieren haben. Ambroise Marchand, Naturfotograf und Mitglied der Gruppe Information und Aufsicht Reusstal, beantwortet Fragen wie «Wie lichte ich richtig ab?» und «Wie verhalte ich mich in der Natur, wenn ich auf Fotopirsch

bin?» Die Exkursion beginnt um 19 Uhr bei der Lorzebrücke in Maschwanden und endet um 22 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Die Teilnehmenden bringen ihre eigenen Kameras mit. Freitag, 27. Juni, 19 Uhr, Lorzebrücke Maschwanden. Anmelden bei der Stiftung Reusstal, Rottenschwil, Telefon 056 634 45 75, info@stiftung-reusstal.ch. Unkostenbeitrag 10 Franken pro Person.

Impressionen aus Freie Fahrt in den dem Säuliamt Sommerferien Vom 29. Juni bis 16. September sind im Kloster Kappel Fotografien von Renato Balsiger zu sehen. Seit bald 20 Jahren nennt der Fotograf Renato Balsiger das Säuliamt sein Zuhause. Die ausgestellten Fotografien sind ein kleiner Teil aus seinem grossen Fundus. Seine Kunst liegt darin, Landschaften in einem besonderen Licht darzustellen und im Betrachter die Lust zu wecken, neue Aspekte in einer vertrauten Umgebung zu entdecken. Renato Balsiger ist in der Stadt Zürich aufgewachsen und arbeitet an einer Sonderschule im Säuliamt als Lehrer im sonderpädagogischen Bereich. Seit seiner frühen Jugend ist er ambitionierter Hobby- und Reisefotograf. Aufnahmen entstanden zuerst in der Schweiz und Europa, später dann in Asien und Afrika. Seit Renato Balsiger im Säuliamt wohnt, verbringt er auch in dieser Gegend viel Zeit mit Fotografieren und staunt immer wieder über die Vielfältigkeit und Schönheit seiner nächsten Umgebung: Fotografieren als Horizonterweiterung auf Reisen, aber auch als bewusstes Wahrnehmen der Landschaft vor «unserer Haustüre». Informationen unter Tel. 044 764 88 10,

Auch in diesem Sommer erleben 6- bis 16-Jährige dank dem ZVVFerienPass abwechslungsreiche Ferien zu Hause. Neben der unbeschränkten Fahrt mit Zug, Tram, Bus und Schiff auf dem ganzen ZVV-Netz profitieren sie von zahlreichen Gratiseintritten und Aktionen. Knapp 19 000 Kinder und Jugendliche nutzten den ZVV-FerienPass im letzten Sommer. Dieses Jahr warten noch mehr Attraktionen auf die Besitzer. Die Luftseilbahn Adliswil Felsenegg offeriert anlässlich ihres 60-Jahr-Jubiläums einen Glacé-Coupe im Restaurant Felsenegg. Auch eine Flughafenrundfahrt und Kinotickets für die 300 ersten Anmeldungen, sind mit dem ZVVFerienPass gratis. Der ZVV-FerienPass gilt wiederum als Eintrittskarte in über 100 Frei-, See- und Hallenbädern sowie rund 40 Museen. Für Kinder, die an begleiteten Aktivitäten teilnehmen möchten, bietet Pro Juventute mit ihrem Ferienplausch eine vielfältige Auswahl an Angeboten. Der ZVV-FerienPass ist fünf Wochen gültig und kann ab sofort für 24 Franken an jedem Bahnhof, jeder ZVV-Verkaufsstelle und in allen grösseren Migros-Filialen bezogen werden.

info@klosterkappel.ch, www.klosterkappel.ch. oder www.säuliamt.ch

Weitere Infos unter www.zvv.ch/ferienpass.

Das Sackgeld aufbessern

«Zwischentanz» im Pöschtli

Am ersten Samstag im Juli organisiert der Familienclub Affoltern einen Flohmarkt, an dem Kinder durch den Verkauf ihrer Spielwaren ihr Feriengeld aufbessern können.

Im Artikel «Post-Eröffnung im 1. Quartal 2015» («Anzeiger» vom 20. Juni) hat sich ein Fehler eingeschlichen. Die Veranstaltung «Zwischentanz» dauert am kommenden Samstag, 28. Juni, Auch dabei: von 18 Uhr bis ge- Christine gen Mitternacht Lauterburg. (nicht bis 13.30 Uhr ...). Hier nun auch die ungefähren Zeiten der Auftritte. 18 Uhr: Sigi Merz eröffnet den Anlass mit seinem Alphorn. 18.30 bis 18.50 Uhr: Vera Bergmann und Roxane Voser, Geige und Harfe. 19 bis 19.30 Uhr: Patricia Looser, Maja Bühlmann und Stef Veyre mit Klezmer usw. Nachtessen wird abgegeben. Im Saal, 20 bis 20.10 Uhr: Phil Gallmann eröffnet den Tanzabend mit einem Rap Dance. 20.15 bis 21 Uhr: Bügelfrei. 21.15 bis 22 Uhr: Dide Marfurt und Christine Lauterburg. 22.30 bis 23.30 Uhr: The Riff mit Moodrock und CD-Taufe. Open_end mit spontanen Darbietungen aus Kombinationen der verschiedenen Gruppen, zusätzlich eventuell weitere Musiker.

In vielen Kinderzimmern häufen sich die unterschiedlichsten Spielsachen. Die Trennung davon fällt schwer, obwohl sie seit längerer Zeit nicht mehr in Gebrauch sind. Am Samstag, 5. Juli, haben Kinder von 10 bis 13 Uhr die Möglichkeit, ihre alten Spielsachen auf dem Parkplatz vis-à-vis vom Coop zu verkaufen. Die Anmeldegebühr beträgt fünf Franken pro Stand, dafür erhalten die jungen Marktfahrer eine kleine Verpflegung. Die Kinder sind selber für ihren Stand verantwortlich und können sich durch gutes Verkaufen ein schönes Feriengeld verdienen. So fällt die Trennung von den alten Spielsachen bestimmt gleich viel leichter. Selbstverständlich eignet sich der Flohmarkt auch für Eltern, Verwandte oder Kinder, die auf der Suche nach einem guten Geschenk sind. Fachgerechte Beratung ist garantiert! Anmeldung bei Simone Klaming unter Telefon 043 817 13 04. Die Kosten pro Stand betragen 5 Franken. Durchführung nur bei trockenem Wetter, Telefon 1600 gibt am Samstag ab 8 Uhr Auskunft.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 24. Juni 2014

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Mit Hammer und Meissel an der Reuss Auf dem Weg zu Kunstschaffenden: Traditioneller Steinbildhauerkurs von Nick Micros in Ottenbach ................................................... von werner schneiter

S

till fliesst der Fluss. Idylle pur bei der Reussbrücke in Ottenbach. Zum Vogelgezwitscher gesellen sich an diesem herrlichen Freitagmorgen die hellen Töne von Hammerschlägen. Im temporären Festzelt beim Pontonierhaus wird Stein bearbeitet. Ein Dutzend Frauen und Männer arbeiten mit «weichen» Alabasterund mit etwas härteren Kalksteinen. Mit Hammer und Meissel. In regelmässigen Abständen halten sie inne, betrachten ihr Werk mit kritischen Blicken. Und fahren fort. Es ist der traditionellen Steinbildhauerkurs von Nick Micros, besucht von Anfängern und Leuten mit Erfahrung, alle mit einem Ziel: den Stein in die gewünschte Form bringen. Mithilfe des Kursleiters, der von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz geht, mit den Kursteilnehmer spricht, Ratschläge erteilt. Steinbildhauen ist ein Prozess, der Geduld und Offenheit erfordert. Nick Micros betont, dass nach dem Wie das Was folgt. Will heissen: Das reine Handwerk können auch mit weniger Talent gesegnete Kursbesucher lernen. Danach stellt sich die Frage, was denn da entstehen soll – je länger die Arbeit dauert, desto stärker stellt sich die Frage nach der Endform des Werks. «Es ist eine Mischung aus Handwerk und künstlerischer Tätigkeit», sagt der Kursleiter. Ist filigrane Stufe erreicht, wird es natürlich schwieriger. Leute, die mit Kenntnissen in Malen und Modellieren zum Steinbildhauerkurs kommen, haben einen Vorteil, auch jene, die mit dreidimensionaler Vorstellungskraft ausgestattet sind. Von zentraler Bedeutung ist auch, den Blick fürs ganze Werk zu haben und gleichzeitig die Details nicht ausser Acht zu lassen. Nach den Worten von Nick Micros muss der Steinbildhauer in anderen Zeiträumen denken, offen und in der Lage sein, den hektischen Alltagsrhythmus hinter sich zu lassen, auch den Mut zum Risiko besitzen und hohe Erwartungen ausklammern – akzeptieren, dass er auch scheitern kann und Stein halt mal «für die Katz» ist. Mit Steinbildhauerei den Alltagsrhythmus herunterfahren: «Das hat auch therapeutische Wirkung», ist Nick Micros überzeugt. Das scheint tatsächlich so: Die Kursteilnehmenden sind ruhig und entspannt, betrachten und kommentieren ein Werk für einmal in der Gruppe. Und es scheint so, als würde die von Nick Micros an die Eingangstüre zum Pontonierhaus geheftete Liste mit verbotenen Werken befolgt. Vogelbäder, Fressnäpfe, Gartenzwerge, Kerzenständer, Aschenbecher, Elfen, Feen und die perfekte Kugel sind tabu. Denn davon gibts wahrlich genug in Stein gemeisselte «Werke».

Hündin Tosca bewacht das Werk ihrer Meisterin Daniela Grisoni aus Fahrwangen.

Nick Micros mit einer Kursteilnehmerin aus Berlin.

Das Werk in der Gruppe besprechen.

Ruhiges Arbeiten an der Reuss ...

... und die Arbeit kritisch betrachten. (Bilder Werner Schneiter)

zwischen-ruf

Heidi aus dem Coop: Die Blaustirn-Amazone soll weg Schlendere durch die Kleintieranlage Chalberweid und suche meine neue Bekanntschaft aus dem Coop. Oh, da sitzt sie am Tisch eines Holzhäuschens neben einer riesigen Voliere und verabschiedet gerade eine Familie, die ihr einen Papagei abgekauft hat. Jö, sie haben drei Farbausdrucke mitgebracht, einmal die neu erworbene Vogeldame in vollgrüner Schönheit, einmal ihr Mann, für den sie diese Partnerin besorgten und das dritte Bild zeigt die Voliere im Garten, also ihre neue Heimat. Heidi fischt aus dem Zeigemäppchen Geldnoten, fünf Hunder-

ter. «Für die da?» frage ich und zeige aufs Foto. «Ja, ja, es ist eine Blaustirn-Amazone! Zwei Männli hatten wir für sie gekauft, jeweils für 700 Franken. Mein Mann ist Züchter. Und beide hat sie abgelehnt. Dann haben wir ein Männli ausgeborgt, auch das wollte sie nicht an sich heranlassen. Also haben wir sie nun verkauft, das hat sie jetzt davon. Wir sind eigentlich froh. Sie war ein Schreihals.» «Und das neue Männli, das vierte, das hat sie akzeptiert?» Anscheinend schon, aber ein Lie-

bespaar seien sie nicht, habe die Familie erzählt.

Aber sie hätten sowieso keine Jungen wollen «Eigentlich komisch», meint die gebürtige Schwäbin, «die kann man doch für ein paar Hunderter verkaufen.» Und sie erzählt, dass Ara-Maracanas fast doppelt so teuer sind. Ein solches Papageien-Pärchen wohnte in Voliere drei und es sei ausgebrochen. Kabel aufgepickt. Ein Hausabwart, der in der Nähe wohne, habe aber deren

Ruf gekannt, «weil er schon mal in Brasilien war. Mit einer Decke hat er das Männli einfangen können und dem Tierheim Pfötli in Kloten gebracht. Die haben uns verständigt. Das Wiibli aber war verschwunden. Da hämmer dänn wider eis poschte müesse.»

Wundersame Weisen Da ruft uns Graupapagei Lucky. Hallo kann er sagen und Hopp Hopp. Seinen Namen ist er am Lernen, er pfeift wundersame Weisen, ist recht zutrau-

lich. Ihm ist es halt zurzeit langweilig. Seine Frau ist am Brüten im Inneren der Voliere. Ja, natürlich füttert er sie, so viel Fürsorge muss sein, aber Hallo. Rocky hockt etwas apathisch auf einem Ast. Er ist erschöpft vom vielen Füttern; auch seine Partnerin hockt auf den Eiern. In der Voliere nebenan wohnt Seppli. Er spaziert auf dem Ast herum und kreischt und schreit laut etwas, was wir – inzwischen einige kleine Kinder und ich – leiderleider nicht verstehen. Ute Ruf


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Vermischtes

Dienstag, 24. Juni 2014

Rauschende Baustellen-Party in Bonstetten 700 Gäste feierten mit den Jubilaren Ruth und Thuri Küng im neuen Garten-Center Guggenbühl Wenn zwei wie Ruth und Thuri Küng gemeinsam Geburtstag und Firmenjubiläum feiern, und das erstmals in der neu errichteten Halle, die voraussichtlich im Oktober offiziell eröffnet werden wird, dann ist beste Unterhaltung garantiert.

Üebig no», habe ihn Ernst Höhener jeweils angespornt, erzählte Küng und erhielt dafür warmen Applaus.

Spenden als Dank

................................................... von martin platter Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Stimmung an der Guggi-BaustellenParty am Freitagabend hat nicht mit der desolaten Leistung korrespondiert, die die Schweizer Nationalelf zeitgleich an der Fussball-WM in Brasilien gegen die französische Auswahl zeigte. In Bonstetten stand es von Anfang an 5:0 für die Gäste. Denn was Ruth und Thuri Küng sowie das ganze Guggenbühl-Team mit Anhang auf die Beine gestellt haben, war allerhand. Es gab allerdings auch allerhand zu feiern, wie Thuri Küng in seiner kurzen Ansprache verkündete. Da waren die Geburtstage seiner Frau und sein eigener, die sich total zum hundertsten Mal jährten. Dazu das Firmenjubiläum des Paars: Vor 25 Jahren haben die beiden das Garten-Center als Geschäftsführer übernommen, vor zehn Jahren ist es in ihren Besitz übergegangen. Und dann galt es noch den Neubau zu feiern, dessen Spatenstich erst vor sieben Monaten stattgefunden hatte.

Der Bonstetter Gemeindepräsident Bruno Steinemann (links) überreicht Ruth und Thuri Küng anlässlich des Guggi-Baustellenfests ein spezielles Parkschild. (Bilder Martin Platter)

Mehr als 60 Auflagen Die Planung hatte zuvor allerdings schon ein paar Monate länger gedauert. In seinen Grussworten gab Gemeindepräsident Bruno Steinemann zu, dass es ihm «mulmig wurde», als er sich erstmals mit dem Projekt befasste. Es habe eine «zweistellige Anzahl

Die «Sugar Five» heizten den Gästen in der gläsernen, atriumartigen Nebenhalle bis in die frühen Morgenstunden ein.

Bewilligungen» ausgelöst. Steinemann lobte den unternehmerischen Mut des «grössten Arbeitgebers in der Gemeinde Bonstetten» und überreichte den beiden Firmenbesitzern ein entsprechendes Parkschild mit Widmung des Gemeinderates. Küng dankte für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten. Er erwähnte dankend die Nachbarn, die es nicht immer leicht mit ihnen hätten. Insbesondere lobte er die tolle Leistung der Handwerker, die Hilfe seiner Frau und die des ganzen 60köpfigen Guggi-Teams, die ihm den Rücken freihielten. Das, sowie das während der Bauzeit stets schöne Wetter, hätten massgebend dazu beigetragen, dass nur sehr wenige Probleme während der Bauzeit an ihn herangetragen worden seien. «Mer muess das Züüg aapacke, susch verreckt die

Als Dank, dass der Bauverlauf, der grossartige Support und das eigene Funktionieren ohne körperliche Rückschläge so reibungslos funktionierten, sprach sich Küng dafür aus, die freiwillige Kollekte zwei gemeinnützigen Institutionen zukommen zu lassen. In Absprache mit Fundraiserin Sonja Dinner sei die Wahl auf den Säuliämtler Verein Mukiba von Magrit Schenkel gefallen, erklärte Küng. Die Bonstetter Krankenschwester betreibt im Sudan mit ihrem Team Mutter-Kind-Betreuungsarbeit. Zudem werde die Katrin-Rohde-Stiftung berücksichtigt, die sich in Burkina Faso für die Ausbildung von Jugendlichen zu Bio-Bauern engagiert. Durch den Abend führte die reformierte Bonstetter Pfarrerin Susanne Sauder-Ruegg, die es sich ihrerseits nicht nehmen liess, Ruth und Thuri Küng ihren Segen zu geben. Ein Gedicht war das Kulinarische: zwei riesige Buffets mit Salaten und allerlei Vorspeisen, zubereitet von Restaurant Frohsinn in Hedingen. Auch das Unterhaltungsprogramm, mit dem die 700 Gäste verwöhnt wurden, kam gut an – dazwischen der Hauptgang und der Auftritt der stolzen Zimmermänner mit Emil Schnider und Ueli Köfler, deren Mitarbeiter die imposante Holzhalle in Rekordzeit errichtet hatten. Die Attraktion aber war das Dessertbuffet, eine Gemeinschaftsproduktion der Bäckereien Pfyl und Huber mit einer riesigen Glückwunschtorte. Danach war man froh, dass man sich noch zu den poppigen Rhythmen der Konzert-Band «Sugar Five» bewegen konnte. Auch, um etwas den Frust über die schwache Schweizer Fussball-Leistung abzureagieren.

wm-mail aus rio

«Pink-Days» bei Pfister in Affoltern Die Apotheke-Drogerie Pfister lädt ein am Donnerstag, 26., und Freitag, 27. Juni. Kunden können sich professionell schminken und fotografieren lassen und erhalten eine persönliche Fotomappe als Erinnerung Sich etwas Gutes und schön und gepflegt in den Sommer starten: An den Pink Days kann man sich verwöhnen lassen und eine professionelle Pflegeund Schminkberatung erleben. In der Apotheke-Drogerie Pfister in Affoltern tragen Mitarbeitende ein tolles Make-Up auf, und das Ergebnis wird anschliessend fotografisch festgehalten. Als Erinnerung erhalten Kundinnen eine Fotomappe mit dem persönlichen Foto, ein Überraschungsgeschenk und einen Geschenkgutschein. Die Teilnahme an den Pink Days dauert zirka eine Stunde und ist kostenlos. Man kann sich bereits heute seinen persönlichen Termin reservieren, was empfohlen wird, da die Teilnehmerzahl beschränkt ist. 26. und 27. Juni Apotheke-Drogerie Pfister, Zentrum Oberdorf, Affoltern.

Natur pur in Rio und ein glückliches Ende ................................................... von lars steiner* Der grösste Event aller Zeiten bringt unser Medicalteam schwer ins Schwitzen. Die Tage fliegen nur so dahin. Man vergisst, welcher Wochentag überhaupt ist, denn Wochenende oder freie Tage existieren in dieser Ausnahmezeit nicht. Es geht bei uns zu und her wie im Bienenhaus. Schiedsrichtertrios verlassen fokussiert aufs nächste Spiel unser Domizil in Rio de Janeiro und pflegebedürftige Beine nehmen wir wieder in Empfang. Der eine oder andere Fehlentscheid auf dem Feld und die Enttäuschung über die eigene Leistung braucht so manches psychologisches Geschick am Massagetisch. Aber die Freude und Erleichterung über ein fehlerfrei gepfiffenes Spiel überwiegt. Die WM ist eine Extreme für alle. Wenn Brasilien spielt, geht hier die Post ab. Während der Spiele der «Selecao» ist in Rio kein Auto mehr auf den Strassen zu sehen. Ansonsten befindet sich diese Stadt immer kurz vor dem Verkehrskollaps. Die Häuserfassaden sind in den brasilianischen Farben geschmückt und wenn die Heimmannschaft zufriedenstellend gespielt hat, so lässt das Jubeln der Cariocas und Hupen der Autos nicht nach. Eine kleine Geschichte am Rande. Unser Alltag findet nicht nur im Massageraum statt, sondern die Referees holen sich ihre physische Fitness auch im Training mit Fussballspielern. Da wird gegrätscht, gespurtet und die Bälle fliegen aufs Tor. Einer wurde zum Fehlschuss, überflog alle Netze und

landete irgendwo hinter dem Trainingsgelände. Sogleich machte ich mich hinter eine drei Meter hohe Mauer, die das Fussball-Trainingsgelände umgibt. Oje, der Ball landete in einen modrigen und sumpfigen Tümpel umgeben von meterhohem Zuckerrohr. Naja, da musste ich wohl durch. Ich krempelte die Trainerhose hoch, um den Ball zu holen. Kaum hatte ich einen Zeh in dem warmen Braun, so blinzelte mich von der Seite ein Krokodil an. Mit einem Satz war ich wieder draussen. Ein Krokodil! Was um Himmels Willen macht ein Krokodil mitten in Rio hinter einem Trainingsplatz?! Ich konnte es nicht fassen. Dieses Tier war sicher zwei Meter lang und wäre ebenso sicher nicht abgeneigt gewesen, mich zu verspeisen. Mit pochendem Herzen und zittrigen Beinen holte ich meine Kamera, um den Schreck meines Lebens festzuhalten. Der Platzwart gab mir dann noch im Nachhinein den Tipp, keine weiteren Gehversuche hinter der Mauer zu machen. Da in diesen Sümpfen vier weitere Krokodile und auch Schlangen auf «Gringos» wie mich warten. Rio de Janeiro ist sehr grün und am Rande der Stadt, wo sich unsere Trainingsstätte befindet, beginnt schon der wilde Dschungel. Was man nicht alles riskiert für den Fussball ...

Direkt hinter dem Trainingsgelände für die Schiedsrichter (links) – und mitten im Wohngebiet – liegt dieser Kanal ...

* Der Autor ist seit 2012 offizielles Mitglied des Medical Teams der Fifa und kümmert sich in Brasilien um das Wohl der Schiedsrichter. Seit 2002 betreibt er in Dübendorf seine eigene Praxis für Massagen und Sporttherapie. Daneben praktiziert er auch an seinem Wohnort in Hausen. www.vital-work.ch.

... mit seinen eindrucksvollen Bewohnern. (Bilder zvg.)


Sport

Dienstag, 24. Juni 2014

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Barleute flinker als die Schweizer Abwehr Das desaströse Auftreten der Schweizer drückte am Freitagabend in der «Spyre» auf die Stimmung Es war alles bereit für das Volksfest am Freitagabend in der auf Favela getrimmten Spyre Bar, Affoltern. Fast alles, denn die Nati wollte nicht mitspielen ... ................................................... von thomas stöckli Bevor so richtig Stimmung aufkommen konnte, lag die Nationalelf gegen Frankreich bereits mit zwei Toren hinten. Die Barleute schienen bedeutend flinker zu agieren, als die Schweizer Kicker von Offensive auf Defensive umschalten konnten. Nach dem 3:0 vor der Pause wollte kaum noch jemand an eine Wende glauben. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt: Als Mehmedi in der 64. Minute wenige Meter vor dem Tor kläglich vergibt, geht ein Aufschrei durch die Spyre Bar. Drei Minuten später wird es bereits wieder still, als Benzema zum 4:0 einnetzt. Das 5:0 wird konsterniert zur Kenntnis genommen. «Die würden am besten gleich nach Hause fahren», meint ein enttäuschter Fan. War es das? Noch nicht ganz, doch die beiden Anschlusstreffer werden nur noch verhalten gefeiert. Als «Gastro-Killer» bezeichnete «Spyre»-Geschäftsführer Serge Gabathuler ein allenfalls drohendes frühes Ausscheiden der Schweizer. Alles oder nichts heisst es nun morgen Mittwoch gegen Honduras ...

Zu früh gefreut: Der Treffer von Xhaka in der 27. wird wegen Offsides aberkannt. (Bilder Thomas Stöckli)

Vergebliches Anstossen auf eine gute zweite Halbzeit.

Türsteher Rako mit den Shot-Girls Dina (Mitte) und Naomi.

Volle Bude: Der Andrang in der «Spyre» war gross.

«Hopp Schwiiz!» – trotz allem ...

Stimmung trotz ernüchterndem Spiel WM-Fieber im «Schluck», Bonstetten Fähnchen, Trikots, Bälle, Schals und natürlich zahlreiche Bildschirme – wie in anderen Ämtler Lokalen wird auch in der Bonstetter «Schluck»-Bar die Fussball-WM so richtig gelebt. ................................................... von kaspar köchli Pächter Patrick Märchy hatte bereits beim ersten Schweizer Spiel die Pforten ausserordentlich sonntags geöffnet, nun strömten auch am vergangenen Freitag Dutzende in das schmuck dekorierte Lokal, um die wegweisende Partie gegen Frankreich live mitzuver-

folgen. Von Beginn weg herrschte gute Stimmung, eifrig und freudig wurde vor dem Anpfiff gefachsimpelt. Auf die Voten «die Blauen sind stärker ohne ihren Ribéry, so entfalten sich andere Spieler» oder «die Franzosen haben das Zeug, um ganz weit vorzupreschen» wurde postwendend und trotzig entgegnet: «Uns Schweizer muss aber zuerst mal einer schlagen!» Das Resultat ist bekannt und nicht so schnell zu Vergessen. «Jetzt müssen wir es halt am Mittwoch besser machen», so Märchy gelassen. Damit meinte er natürlich nicht seine Bar-Crew, die omnipräsent und leidenschaftlich ihre Gäste betreute, sondern ausschliesslich die Schweizer Fussballequipe.

Alle Freuen sich, nachdem Benaglio den Penalty gehalten hat ... (Bilder Salomon Schneider)

Die Frust-Wurst war der Renner Public Viewing in Knonau hiess gemeinsam leiden Kein Sport löst in Europa so starke Emotionen aus wie Fussball. Beim Public Viewing geht es darum, sich gemeinsam zu freuen oder gemeinsam zu leiden – in der Stampfi in Knonau am Freitag war zweites angesagt. ................................................... von salomon schneider

Draussen: fröhliche Gäste trotz Schweizer 2:5-Debakel. (Bilder Kaspar Köchli)

Drinnen: Prost auf Dzemailis Freistosstreffer – ein Goalgetter wie einst Alex Frei (Bildmitte) wurde allerdings schmerzlich vermisst ...

«Überall wurden Public Viewing-Angebote angekündigt, ausser in Knonau. Deshalb hat der Jungschützenverein das Public Viewing in der Stampfi organisiert», beschrieb Urs Scheidegger die Motivation seines Vereins. Auch in Knonau wurde die Stimmung beim Public Viewing früh getrübt. Gemeindepräsident Walter von Siebenthal nach dem Spiel: «Ich bin sehr enttäuscht, doch vielleicht waren meine Erwartungen zu gross.» Wie von Siebenthal schienen sich viele zu fühlen. Für die Organisatoren war der Abend trotzdem ein Erfolg. Anstatt Sieges-Bier griffen die Gäste auf die Frust-Wurst zurück.

... während zuvor Stossgebete gegen den Himmel geschickt worden waren.

Der Schützenverein um Jungschützen-Leiter Urs Scheidegger. (2. v. l.)


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Sport

Dienstag, 24. Juni 2014

Erfolg dank Teamwork Schweizer 1. Liga: Wettswil siegt überlegen Der Schachclub Wettswil brillierte mit einer geschlossenen Teamleistung und errang in Runde vier clever den erstrebten Sieg. Der starke Gegner, Gligoric, musste eine 5:3-Niederlage hinnehmen.

Kristian Kovac (2.v.l.) schiebt gekonnt zum 1:0 ein. Im Hintergrund: Noel Stähli. (Bild Volkmar Klutsch)

Ein Remis und ein Apéro Fussball 2. Liga: FC Affoltern – FC Lachen/Altendorf 2:2 (1:0) Der FCA verabschiedet sich im letzten Saisonspiel gegen den Tabellenzweiten, den FC Lachen/ Altendorf (FCLA), mit einem 2:2Unentschieden. ................................................... von volkmar klutsch Die gegnerischen Tore vorneweg: Nach dem Anstoss zur zweiten Halbzeit zeichnete es sich ab, dass der FCA ein Tor kassieren würde. Die Spieler kamen aus der Kabine und das gute Spiel der ersten Halbzeit war wie weggeblasen. Unachtsamkeiten, Ballverluste und die fehlende Abstimmung führten in der 54. Spielminute dazu, dass Steiner den Ball aus dem eigenen Tor fischen musste. Es war ein Ballverlust im Mittelfeld, ein steil gespielter Pass in die Spitze und eine Eins-zueins-Situation zwischen dem gegnerischen Zweifachtorschützen Gojani und dem FCA-Goalie Steiner. Obwohl Steiner sich breit und gross machte, konnte er nicht verhindern, dass der Ball hinter ihm einschlug. Das zweite Tor, nur etwa 100 Sekunden später, resultierte durch den gleichen gegnerischen FCLA-Stürmer mittels eines herrlichen Kopfballtors. Auch hier war Steiner machtlos. Nach dem Tor waren alle FCA-Spieler wieder wach und präsent.

Mit grossem Engagement Hatte man erwartet, dass es ein entspanntes Spiel werden würde nach dem Motto: «Ich tu dir nicht weh und du lässt mich in Ruhe», der sah sich getäuscht. Insbesondere die Säuliämtler gaben nach dem zweiten Tor dem Gegner keinen Platz mehr zum Atmen. In Zweikämpfe wurde mit solcher Vehemenz eingestiegen, dass man meinen könnte, es ginge um die Meisterschaft. Mit dem gleichen Engagement hatte die Partie begonnen. Und prompt, in der 5. Minute, konnte Kristian Kovac scoren. Es war ein gut vorgetragener Konter, der mit einem langen Ball auf Rako seinen Anfang nahm. Rako legte quer auf Kovac und der musste nur noch zum 1:0 einschieben. Der Kampf und der Einsatz über 76 Minuten wurde dem FCA vergolten. Das Tor in der 90. Minute war Belohnung und Erlösung zugleich; sowohl für die Mannschaft als auch für den eingewechselten FCA-Stürmer Claudio Antenen. Es war ein kaltes Tor, ein Tor von einem Stürmer, wie man ihn sich wünscht. Kaltschnäuzig, abgebrüht und effektiv. Der Ball kam zu Antenen im Mittelkreis. Er stürmte vor und stand direkt vor dem Lachener Goalie. Antenen täuschte einmal, zweimal, dreimal einen Schuss an. Er überrum-

pelte und düpierte damit den letzten Verteidiger und den Goalie und konnte das letzte Tor der Saison, in der letzten Minute des Spiels erzielen. Ein schönes Tor mit Herzflattereffekt. Und da waren noch die Balljungen, die dieses Mal die C-Juniorinnen waren. Erfreulich, dass sie mit der ersten Mannschaft auf das Feld einliefen. Sie waren es, die einen Zustupf von den etwa 80 Besuchern des Spiels einholten. Und da war noch die gelbe Karte für Scicchitano und Rako. Es gibt nun mal Spieler, die erst nach kräftigen Zweikämpfen und dem einen oder anderen Wortgefecht mit anschliessendem gelbem Karton auf Betriebstemperatur kommen. Und da war noch der Apéro nach dem Spiel, bei dem alle Supporter und alle, die der ersten Mannschaft nahe standen, eingeladen wurden, bei Speis und Trank die Saison abzuschliessen. Es war eine gelungene, versöhnliche Abschlussfeier, die trotz des Abstiegs keine resignierten Gesichter erkennen liess. Eine ausführliche Zusammenfassung zur Saison 2013/14 folgt in einer der kommenden Ausgaben.

Noch schmerzte die ärgerliche Niederlage vor Monatsfrist in Bellinzona, als Fortuna auf Seiten der Tessiner mitspielte. Diese Scharte galt es am vergangenen Samstag auszuwetzen. Gastgeber Wettswil stieg höchst konzentriert in den Kampf gegen das Zürcher Team Gligoric, benannt nach dem ehemals besten jugoslawischen Schachspieler. Den Heimischen lief es von Anfang an gut. Nach zweieinhalb Stunden war in keinem Spiel ein Stellungsnachteil auszumachen, im Gegenteil, Wettswil konnte einige strategische Kleinsiege erringen. Lokalmatador Daniel Christen brachte schliesslich Wettswil, nach nur 24 Zügen, in Führung. Sein Gegner gab wegen undeckbarer Mattdrohung auf. Souverän war dann der Auftritt an den hinteren Brettern, gegen die starken Antipoden wurde risikolos Frieden geschlossen. Wertvoll, da in den anderen Partien

die Wettswiler Angriffsampeln allesamt auf grün standen.

Mit Remis zum Sieg Beim Stand von 4:2 liess Sacha Georges, in gewinnträchtiger Stellung, mannschaftsdienlich eine dreimalige exakte Zugswiederholung seines Gegners zu. Laut Reglement wird dies mit Unentschieden gewertet. Damit war Wettswil bereits über dem Berg. Als letzter Ämtler willigte Hanspeter Bieri ebenfalls ins Remis ein, weshalb der 5:3-Sieg sicher in der Tasche war. Der Schachclub Wettswil liegt in seiner Achtergruppe auf dem vierten Rang, einen Zähler hinter Leader Olten. Bereits am nächsten Samstag sind die Ämtler in Solothurn zu Gast und werden versuchen, deren Aufstiegsambitionen gezielt zu dämpfen. (kakö) Schweizer Mannschaftsmeisterschaft, Schach, 1. Liga, 1. Runde: Wettswil I - Gligoric I 5:3. Sacha Georges (Elo 2215) - Mirko Mikavica (2177) Remis; Daniel Christen (2232) - Sladjan Jovanovic (2142) 1:0; Philipp Aeschbach (2140) - Mihailo Gordic (2070) Remis; Hanspeter Bieri (2169) - Slavoljub Vasic (2015) Remis; Theo Heldner (2080) - Dragoljub Mikavica (2059) Remis; David Klee (1925) - Zeljko Rakazovic (1969) Remis; Kaspar Köchli (2031) - Urs Binzegger (1931) 1:0; Urs Allenspach (1943) - Sasko Ristevski (1992) Remis.

Mannschaft: Steiner, Scicchitano (65.’ Ismajlaj), Kristian Kovac , Ivan Kovac, Shala, Konate, Kaufmann, Stähli (55.’ Good), Ammann, Rako (71.’ Claudio Antenen), Dushaj.

Hanspeter Bieri (rechts) erzielte das letzte Remis zum 5:3-Schlussergebnis.

Bank: Äschlimann, Leite-Correia, , Bala I, Bala II.

(Bild Kaspar Köchli)

Der Smolballclub Albis ist wieder Schweizer Meister In einer spannenden Finalrunde in Kreuzlingen, konnte sich der Smolballclub Albis als Schweizer Meister 2014 feiern lassen. Es ist dies nach 2012 bereits der zweite Meistertitel in dieser noch jungen Sportart. ................................................... von livio fürer Der Ämtler Smolballclub startete bereits als Favorit und als Qualifikationssieger in die alles entscheidende letzte Meisterschaftsrunde. Der Modus in dieser noch kleinen Smolball-Liga ist am ehesten vergleichbar mit demjenigen im Eishockey. Die sechs Mannschaften spielen eine Qualifikation, in der sie gegen jeden Gegner zweimal antreten. Die ersten drei Teams am Ende dieser Phase qualifizieren sich für die Finalrunde, während die übrigen drei Rangierungsspiele für die Plätze vier bis sechs bestreiten. Die Punkte aus der Qualifikationsphase werden gelöscht und es zählen lediglich diese zwei finalen Spiele. Der SC Albis lag nach einer konstanten Saison souverän auf dem ersten Rang und durfte sich berechtigte Hoffnung auf den zweiten Meistertitel in der erst dritten Saison der Schweizer Smolball-Meisterschaft machen.

Der Schweizer Meister 2014: Smolballclub Albis. (Bild zvg.) Die beiden Konkurrenten waren jedoch nicht gewillt, dem SC Albis den Sieg kampflos zu überlassen. Der SC Zürich, der ebenfalls eine starke Saison gespielt hatte und der SC Kreuzlingen, der nun rechtzeitig zur Finalis-

sima wieder mit Bestbesetzung antreten konnte, wollten natürlich beide die Meisterschaft noch zu ihren Gunsten entscheiden. Das erste Spiel des Tages zwischen Zürich und Kreuzlingen unterstrich

diesen Anspruch. Beide Teams zeichneten sich durch eine offensive Einstellung aus und so wurde es ein torreicher Auftakt dieses entscheidenden Tages. Der Titelverteidiger aus Kreuzlingen wusste aber kein Rezept gegen die stark aufspielenden Stadtzürcher, die schlussendlich klar mit 14:9 gewannen. Somit war bereits nach Spiel eins klar: sollte der SC Zürich im darauffolgenden Spiel gegen den SC Albis gewinnen, könnte er zum ersten Mal Schweizer Meister werden.

Erstaunlich abgeklärt Es folgte ein hart umkämpftes Spiel mit wenigen Toren in der ersten Hälfte, die mit 2:2 unentschieden endete. Nach der Pause wusste der SC Albis

dann aber seine Effizienz zu steigern und konnte mit fünf Toren in Führung gehen. Durch einige Unkonzentriertheiten liess er die Zürcher nochmals unnötig nah herankommen, der Vorsprung reichte jedoch aus und das Spiel endete 10:8 zugunsten des SCA. Die letzte Begegnung zwischen Kreuzlingen und dem SC Albis musste also den Meister der Saison 2013/14 ermitteln. Dem SCA reichte ein Unentschieden, Kreuzlingen brauchte einen hohen Sieg, um dann dank des besten Torverhältnis Meister zu werden. Es wurde ein äusserst knappes Spiel mit leichten Vorteilen für den SC Albis, der dann auch verdient kurz vor Ende mit 7:5 in Führung gehen konnte. Nun galt es den Vorsprung über die Zeit zu bringen, was der SC Albis mit erstaunlicher Abgeklärtheit zu tun wusste. So stand es also fest, der Smolballclub Albis wurde in der dritten Saison zum zweiten Mal Schweizer Meister und durfte sich den für diese Saison neu angefertigten Meisterkübel überreichen lassen. Es ist dies der krönende Abschluss einer insgesamt starken Saison, in der der SC Albis vom Anfang bis zum Ende zu überzeugen wusste. Nun gilt es für die Ämtler, sich intensiv auf die kommende Saison vorzubereiten, damit die Mission Titelverteidigung mit viel Selbstvertrauen in Angriff genommen werden kann.

049 2014