CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 26 856 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 45 I 176. Jahrgang I Dienstag, 14. Juni 2022
Siko gewählt
Drei Neue im Führungsorgan des Sicherheitszweckverbands Albis. > Seite 3
Lob und Wertschätzung Unterstützung bieten Die Gemeindeversammlung Aeugst hat sämtliche Geschäfte genehmigt. > Seite 4
Der Verein Teplo baut seinen Hilfseinsatz für die Ukraine weiter aus. > Seite 9
Skurrile Geschichten
Sarah Altenaichinger erhielt am meisten Applaus beim Dichterwettstreit in Affoltern. > Seite 11
«Sie sind die Chefinnen!»
KMU gefährdet
Das Ämtler Unternehmerfrühstück stand im Zeichen des «Cyber Risk Management». > Seite 13
Neuer Präsident fürs Gewerbe
Bundesrätin Simonetta Sommaruga empfing 160 Stadt- und Gemeindepräsidentinnen
An der 168. Delegiertenversammlung des KMU- und Gewerbeverbands Bezirk Affoltern hat Thomas Frick das Präsidium von Olivier Hofmann übernommen. «Der Verband ist in einer Umbruchphase», so Frick. So wird der Nutzen infrage gestellt und es sind auch schon Vereine ausgetreten. Da möchte der neue Präsident mit konkreten Massnahmen und Inhalten gegensteuern, «damit die Vereine und die Bevölkerung den Verband wieder wahrnehmen und einen direkten Nutzen haben». (red.)
> Interview auf Seite 13
Gelungener Abschied
Bundesrätin Simonetta Sommaruga (Mitte) begrüsste auch die vier Säuliämtler Gemeindepräsidentinnen. Von links: Nadia Hausheer (Aeugst), Gaby Noser Fanger (Ottenbach), Katrin Röthlisberger (Wettswil) und Esther Breitenmoser (Knonau). (Bild Marianne Voss)
Die vier amtierenden Gemeindepräsidentinnen aus dem Bezirk Affoltern reisten auf Einladung von Bundesrätin Simonetta Sommaruga am vergangenen Samstag nach Bern und erlebten einen spannenden und bereichernden Tag. Von Marianne Voss Eigentlich war die Einladung für den internationalen Tag der Frau am 8. März 2020 geplant gewesen. Simonetta Sommaruga war damals Bundespräsidentin und wollte alle Stadt- und Gemeindepräsidentinnen der Schweiz zu einem Treffen einladen. In der Schweiz gibt es knapp 2150 Gemeinden. In rund 350 Gemeinden steht eine Frau an der Spitze. Der geplante Anlass konnte wegen Corona nicht durchgeführt werden und
wurde mehrmals verschoben – und die Bundesrätin hatte sich mit der Lösung schwerwiegender Probleme zu befassen. Am vergangenen Samstag war es endlich so weit. 160 Stadt- und Gemeindepräsidentinnen nahmen die Einladung der Bundesrätin an und reisten nach Bern ins Gymnasium Neufeld. Unter ihnen waren auch die vier Gemeindepräsidentinnen aus dem Säuliamt: Esther Breitenmoser (Knonau), Nadia Hausheer (Aeugst), Gaby Noser (Ottenbach) und Katrin Röthlisberger (Wettswil).
Exponiert sein und Verantwortung tragen Der offizielle Teil in der Aula begann mit einem fröhlichen Lied, vorgetragen durch den Chor des Gymnasiums. Danach begrüsste Bundesrätin Simonetta Sommaruga die Frauen in den vier Landessprachen zum ersten Treffen die-
Obfelden ein Gesicht geben
Debatte um Ortsplanung
Der Richtplan und die Rechnungen 2021 waren die inhaltlichen Schwerpunkte an der Gemeindeversammlung Obfelden vom vergangenen Donnerstag. Im Anschluss an die traktandierten Geschäfte informierte Gemeindepräsident Stefan Hinners allerdings auch noch über die Planung zum 175-JahreJubiläum der Gemeinde. Dieses wird im Rahmen der Gewerbe-Expo Ende August gefeiert. Im Vorfeld und bis zum Jubiläumsanlass läuft die Aktion «Gib Obfelden ein Gesicht»: Obfelderinnen und Obfelder sind aufgerufen, ein Porträtfoto einzusenden. Alle Fotos werden als Collage auf einer Karte des Gemeindegebiets von Obfelden platziert. (red.)
Reich befrachtet mit sieben traktandierten Geschäften war die Gemeindeversammlung Hedingen am vergangenen Donnerstag. Die Jahresrechnung, die mit einem Überschuss von 2,5 Millionen Franken so gut wie noch nie abschliesst, war unbestritten. Gutgeheissen wurden auch alle andern Vorlagen, obwohl sie aufgrund von Anträgen aus der Stimmbürgerschaft teilweise für lange Diskussionen sorgten. Bei der Teilrevision der Bau- und Zonenordnung stand die Höhe des Mehrwertausgleichs zur Debatte, bei der kommunalen Richtund Nutzungsplanung die Verkehrsregelung. Auch eine neue Abfallverordnung kam unter Dach und Fach. (sts)
> Bericht auf Seite 3
> Bericht auf Seite 4
ser Art. «Endlich darf ich Sie begrüssen!», betonte sie. «Ich wusste immer, wir holen das nach. Wir Frauen sind so, wir geben nicht auf.» In ihrer ruhigen, freundlichen Art erklärte sie: «Es hat mich schon vorhin beim Apéro berührt, so viele Frauen vor mir zu sehen, die heute miteinander den Austausch pflegen. Sie sind Präsidentinnen aus Städten, Dörfern, aus allen Kantonen, junge und ältere. Und sie haben alle etwas gemeinsam: Sie sind die Chefinnen!» Manchmal sei man als Chefin sehr allein, meistens, wenn es um schwierige Entscheide gehe. «Das kennen Sie sicher alle auch.» Als Gemeindepräsidentin sei es aber auch möglich, das Leben im Dorf zu beeinflussen. «Sie haben Macht. Das ist manchmal schön, manchmal aber auch anstrengend.» Denn Macht bedeute zugleich, exponiert zu sein und Verantwortung zu tragen. In 16 Prozent aller Gemeinden der Schweiz amte zur-
zeit eine Frau als Präsidentin. Humorvoll stellte sie die offene Frage in den Raum: «Wie sähe die Schweiz wohl aus, wenn 84 Prozent der Gemeinden von Frauen geleitet würden?» Nach einem spannenden Podiumsgespräch mit vier Stadt- und Gemeindepräsidentinnen aus allen Landesteilen dankte die Bundesrätin ihren Gästen ganz herzlich und gab ihrer grossen Freude Ausdruck: «Ich bin überwältigt. Ich habe heute Vormittag so viel Kraft, Elan, aber auch Verschiedenheit gespürt. Das ist einfach toll.» Die Unterschiede seien ein grosser Mehrwert. «Verschiedensein, das ist auch unsere Stärke. Die Vielfalt ist ein Abbild unserer Schweiz.» Und zum Schluss fügte sie schmunzelnd an: «Ich wünsche mir aber in Zukunft schon ein paar Präsidentinnen mehr als 16 Prozent.»
Grosse Augen machte der FCA-Anhang am letzten Heimspiel der Saison: Nach Wiederanpfiff lief Captain und Rechtsverteidiger Benji Luchsinger plötzlich auf der Mittelstürmerposition auf. In seinem Abschiedsheimspiel wollte man ihm offenbar den dritten Karrieretreffer für den FCA ermöglichen. In der 50. Minute verfehlte er den gegnerischen Kasten noch knapp. Zwölf Minuten später glückte es dann: Luchsinger tanzte den Gegenspieler aus und traf zum 4:1. (red.)
> Bericht auf Seite 20 ANZEIGEN
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> Weiterer Bericht auf Seite 5
Mehr als nur Gesang
VOM DORF ZU DE STADT
Aufwendige Choreografien: Der Vocal Cord überzeugt auch optisch. (Bild zvg.) 1999 als Chor gestartet, hat sich der Vocal Cord seither immer stärker im Bereich Musicals positioniert – inklusive Kostüme und aufwendiger Choreografie in Eigenregie. Am Sonntag sorgt das Ensemble unter dem Kasino-Vordach in
Affoltern für Stimmung mit eingängigen Liedern – auch auf Schweizerdeutsch aus der jüngsten Produktion «Schiiwält». (red.)
> Veranstaltungshinweis auf Seite 16
20024 9 771661 391004
Auflage von Kollokationsplan und Inventar Schuldner: Hasani Bashkim, geb. 29. Juli 1975, Staatsangehörigkeit: Nordmazedonien, Grundrebenstrasse 113, 8932 Mettmenstetten. Der Kollokationsplan und das Inventar liegen den beteiligten Gläubigern bei der Mobilen Equipe+ (im Original) und mit sämtlichen Eingaben, sowie beim Konkursamt Affoltern (ohne Eingaben), zur Einsicht auf. Bezüglich der Klage- und Beschwerderechte usw. wird auf die Bekanntmachung im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 10. Juni 2022 verwiesen. KONKURSAMT AFFOLTERN vertreten durch Mobile Equipe+ Postfach, 8036 Zürich
Danke für alles, was Du für uns gemacht hast. Wir werden Dich ewig in unseren Herzen tragen und ehren.
Tieftraurig, aber voller wunderbarer Erinnerungen nehmen wir Abschied von meinem Ehemann und unserem Vater, Schwiegersohn, Schwager, Götti, Onkel und Freund.
Alfred E. (Fredy) Müller-Sturm * 4. März 1955
Plötzlich, unerwartet und viel zu früh wurdest Du aus dem Leben gerissen. Du warst der allerliebste Mensch der Welt. Die Lücke, die Du hinterlässt, ist nicht zu füllen. Wir vermissen Dich unglaublich.
Brigitta Müller-Sturm Yasmin Müller mit David Cinja Müller mit Flurin Maria und Johann Sturm Annemarie und Carlo Capaul-Sturm Severin Capaul mit Tiffany Bea und Roger Haag-Sturm mit Nina Deine Freunde
Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom 9. Juni 2022 1. Schlussabrechnung Ersatz Heizung Primarschule Genehmigung 2. Jahresrechnung der Politischen Gemeinde für das Jahr 2020 Genehmigung Rechtsmittelbelehrung Von der Veröffentlichung an gerechnet, können beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, folgende Rechtsmittel erhoben werden: Einsichtnahme Wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen Und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden.
† 29. Mai 2022
Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Abschiedsfeier: Freitag, 24. Juni 2022, 14 Uhr in der Kirche Maria Lourdes in Seebach (ZH) Anstelle von Blumen kann im Sinne des Verstorbenen die Organisation "Ärzte ohne Grenzen (MSF)" berücksichtigt werden mit dem Vermerk "Trauerfall Fredy Müller-Sturm". IBAN-Nr. CH18 0024 0240 3760 6600 Q
Das Protokoll der Gemeindeversammlung liegt ab Donnerstag, 16. Juni 2022, in der Schulverwaltung der Sekundarschule Obfelden-Ottenbach zur Einsichtnahme auf. Es ist auch auf der Webseite www.sek-obfelden.ch während der Rekursfrist einsehbar. Rechtsmittelbelehrung Gegen die Beschüsse der Gemeindeversammlung kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis,
Energiekommission Verkehrskommission
Die Energiekommission bearbeitet Fragestellungen im Bereich Energie nach den Vorgaben von Bund und Kanton. Sie erstellt gemäss dem Energieleitbild der Gemeinde Lösungsvorschläge für den Gemeinderat. Dazu benötigt die Kommission ungefähr 4–5 Sitzungen pro Jahr, die jeweils 2–3 Stunden in Anspruch nehmen. Es werden Leute gesucht, die sich mit dem Thema Energie und Umwelt beschäftigen und die der Gemeinde ihr Wissen zur Verfügung stellen möchten.
In Liebe Ursula Ineichen-Obrist Priska Kradolfer-Ineichen mit Reto, Denise, Giancarlo und Livio Martin Ineichen und Susan mit Savanna und Maddox Beatrice Ineichen und Hansjörg Hasler Verwandte und Freunde Auf Wunsch des Verstorbenen findet die Urnenbeisetzung im engsten Familien- und Freundeskreis statt. Anschliessend ist die Trauerfeier am Dienstag, 21. Juni 2022 um 14.30 Uhr in der reformierten Kirche Wettswil. Anstelle von Blumen berücksichtige man bitte den Schweizerischen Blindenbund Zürich, Postkonto 80-11151-1. Traueradresse: Ursula Ineichen, Rainstrasse 37, 8907 Wettswil am Albis
Unser besonderer Dank gilt: • Bezirksvorsteher Zürich Nord-West der Neuapostolischen Kirche • Organistin und Geigenspielerin • Feuerwehr Aeugst a.A. • Intensivstation Triemli Spital • Karten, Spenden und Blumen • Für alle tröstenden Worte und Umarmungen
Gisella Walter-Carruba und Angehörige
Die Verkehrskommission behandelt Verkehrsfragen auf den kommunalen Strassen zuhanden des Gemeinderats. Je nach Bedarf trifft sich die Kommission 1–2 Mal pro Jahr unter der Leitung des zuständigen Gemeinderats, um aktuelle Verkehrsfragen zu beraten und dem Gemeinderat Empfehlungen abzugeben. Gefragt sind motivierte Personen mit einem Bezug zu Mettmenstetten und Erfahrung in den Bereichen Verkehr und/oder Sicherheit. Sind Sie interessiert? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung (kurzer Lebenslauf und Motivationsschreiben) bis am 30. Juni 2022 an die Adresse gemeinde@mettmenstetten.ch.
Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom 9. Juni 2022 Die Stimmberechtigten fassten an der Gemeindeversammlung vom 9. Juni 2022 folgende Beschlüsse:
• wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen • und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden.
Politische Gemeinde 1. Jahresrechnung 2021 2. Gesamtrevision der kommunalen Richtpläne Siedlungs- und Landschaftsplan sowie Verkehr der Gemeinde Obfelden
Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen.
Gegen diese Beschlüsse kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat, Im Grund 15, 8912 Affoltern am Albis, wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte innert 5 Tagen schirftlich Rekurs in Stimmrechtssachen (§ 19 Abs. 1 lit. c i.V.m. § 19b Abs. 2 lit. c sowie § 21a und § 22 Abs. 1 VRG) und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden (§ 19 Abs. 1 lit. a und d i.V.m. § 19b Abs. 2 lit. c sowie § 20 und § 22 Abs. 1 VRG).
Obfelden, 14. Juni 2022 Sekundarschulpflege Obfelden-Ottenbach
Trotz deiner Krankheiten hast du deinen Optimismus und deine Lebensfreude nie verloren und immer das Bestmögliche aus den Situationen gemacht. Wir behalten dich in Erinnerung als grosszügigen und liebenswürdigen Menschen, der stets für die Familie da war.
Dipl. Bauingenieur ETH/SIA 6. Februar 1951 – 17. Mai 2022
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• Genehmigung der Jahresrechnung 2021
20. April 1937 – 8. Juni 2022
Ernst Walter-Carruba Die Gemeinde Mettmenstetten sucht für die Legislaturperiode 2022 bis 2026 je zwei Mitglieder für die folgenden Kommissionen:
Sekundarschulgemeinde Obfelden-Ottenbach
Kurt Ineichen
DANKSAGUNG
10. Juni 2022 Namens der Gemeindevorsteherschaft Gemeinderatskanzlei Aeugst am Albisis
An der Gemeindeversammlung vom 9. Juni 2022 wurde folgender Beschluss gefasst:
Tieftraurig und gleichzeitig dankbar für die lange, wunderbare Zeit, die wir mit dir verbringen durften, nehmen wir Abschied von meinem liebevollen Ehemann, unserem fürsorglichen Vater, stolzen Osapi und Ur-Osapi, Bruder, Schwager, Schwiegervater und Freund
Traueradresse: Familie Müller-Sturm Im Chrämerhoger 16, 8910 Affoltern am Albis
Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen.
Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom 9. Juni 2022
«Auf einmal wäre noch so viel zu sagen. Auf einmal wäre noch so viel zu fragen. Auf einmal ist es dazu zu spät.»
Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen. Gemeinderat Obfelden Obfelden, 14. Juni 2022
Hedingen Am 2. Juni 2022 ist in Hedingen gestorben:
«Hubert» Karl Meier geboren am 5. Dezember 1931, von Hedingen ZH / Wettingen AG, verheiratet, wohnhaft gewesen in Hedingen.
Wettswil am Albis Am 8. Juni 2022 ist in Affoltern am Albis gestorben:
Ineichen, Kurt geboren am 20. April 1937, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis. Der Abdankungsgottesdienst findet am Dienstag, 21. Juni 2022, 14.30 Uhr in der Reformierten Kirche Wettswil am Albis statt.
Machen Sie Träume wahr! Die Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe erfüllt Herzenswünsche von Kindern mit einer Krankheit oder Behinderung.
Bestattungsamt Wettswil am Albis
www.sternschnuppe.ch
IBAN CH47 0900 0000 8002 0400 1
Bezirk Affoltern
Grosser Lehrermangel Die Bildungsdirektion hat zusammen mit der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH) weitere Massnahmen ergriffen, um diese Personen beim Einstieg zu unterstützen und die Schulen zu entlasten. Nach den Sommerferien werden im Kanton Zürich an der Volksschule Personen ohne anerkanntes Lehrdiplom unterrichten können, wie die Bildungsdirektion des Kantons Zürich mitteilt. Die Anstellungen sind auf ein Jahr befristet. In Kurzkursen erhalten die Lehrpersonen ohne anerkanntes Diplom eine Einführung in das Zürcher Schulwesen und erhalten Unterstützung bei der Vorbereitung ihres Unterrichts. Sie erhalten eine längerfristige Perspektive zum Verbleib im Schulbetrieb. Dazu wird ihnen die Aufnahme in die Ausbildung der PHZH erleichtert. Voraussetzung ist, dass sie sich bei ihrem Einsatz in der Schule bewähren. Bei Personen mit Berufserfahrung in bildungsnahen Bereichen, Universitätsabschlüssen oder mit Unterrichtserfahrung sollen bisherige Ausbildungen sowie Berufs- und Unterrichtserfahrungen an die noch zu absolvierende Ausbildung angerechnet werden. Studierenden der PHZH wird zusätzlich ermöglicht, berufsbegleitend zu unterrichten oder das Studium für ein Jahr zu unterbrechen. (red.)
WIR GRATULIEREN Zum 95. Geburtstag Morgen Mittwoch, 15. Juni, darf Nida Schneebeli in Affoltern ihren 95. Geburtstag feiern. Was für eine stolze Anzahl Lebensjahre, auf die sie zurückblicken kann! Wir wünschen alles Gute und gratulieren herzlich.
Zum 85. Geburtstag Zum 85. Mal Geburtstag feiern darf Karl Reiher in Affoltern. Wir wünschen ihm alles Gute und einen freudigen Festtag.
Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A. Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 856 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: CH Media Print AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch
Dienstag, 14. Juni 2022
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Verkehrsplan als Beitrag zur Entlastung der Dorfstrasse Gesamtrevision der kommunalen Richtpläne und Rechnungsabnahme in Obfelden Der Richtplan war nach Abnahme der Rechnungen 2021 inhaltlicher Schwerpunkt der Gemeindeversammlung Obfelden: Nach der eingehende Einführung durch den Ortsplaner war nur noch wenig Lust zur Diskussion zu verspüren. von Bernhard Schneider Ortsplaner Peter von Känel präsentierte der Gemeindeversammlung die Richtplanrevision. Auf der Grundlage des Räumlichen Entwicklungskonzepts REK bildet die Richtplanung das Verbindungsglied zur Nutzungsplanung, die voraussichtlich im Sommer 2023 der Gemeindeversammlung vorgelegt wird. Der bisherige Richtplan geht auf 1985 zurück. Inzwischen ist kein Siedlungs- und Landschaftsplan mehr nötig, weshalb dieser aufgehoben wird. Hingegen muss jede Gemeinde einen Verkehrsplan erarbeiten. Dieser bildet in Obfelden die Situation nach der Realisierung des Autobahnzubringers ab und stellt den Kern der Richtplanrevision dar. Alle Details zur Richtplanung sind auf der Gemeindewebsite obfelden.ch abrufbar.
Planungsvorgaben für die künftige Entwicklung Auf den Haupteinfallsachsen sind Eingangstore vorgesehen, die das Ziel verfolgen, dass der motorisierte Verkehr von Beginn weg in angepasstem Tempo verkehrt. Gleichzeitig sollen die Übergänge der Velowege ausserorts zu Velostreifen innerorts so gestaltet werden, dass ein sicherer und nahtloser Übergang gewährleistet ist. Zum Thema Tempo 30 hielt von Känel fest, dass dies zurzeit nicht in kommunaler Kompetenz beschlossen, sondern lediglich vom Gemeinderat bei der Kantonspolizei beantragt werden kann. Ein weiteres Element im Verkehrsplan sind Elektroladestationen bei den öffentlichen Parkplätzen: «Auch hier gilt, dass die Ladestationen mit dem Eintrag in den
Richtplan noch nicht beschlossen, sondern erst vorgesehen sind». Mehr als ein Drittel der Wege innerorts werden nach wie vor zu Fuss zurückgelegt. Entsprechend wichtig ist die Planung der Fusswege. Nicht zuletzt dank dem E-Bike-Boom nimmt auch der Zweiradverkehr deutlich zu, was zusammen mit dem neuen eidgenössischen Veloweggesetz die Bedeutung sicherer, nahtloser und direkter Veloverbindungen erhöht, was auch im kommunalen Richtplan abgebildet wird. Zudem werden Veloabstellplätze an den Postautohaltestellen vorgesehen. Erste Frage in der Diskussion: Werden die Eingangstore so angelegt, dass Lastwagen von der Fahrt durchs Dorf abgehalten werden? Ortsplaner von Känel, der die Diskussion gleich selbst leitete, antwortete, dass die baulichen Massnahmen vor allem zum Abbremsen zwingen, dass zusätzlich aber die Signalisation angepasst werden muss, was nicht Teil der Richtplanung sein kann. Weitere Fragen betrafen die Zuständigkeiten beim Hochwasserschutz, der nicht im Richtplan geregelt wird, und die Weilerzonen, die der Kanton zurzeit aufgrund von Widersprüchen zum Bundesrecht generell überprüft. Bis im kommenden Herbst würden die Gemeinden über die künftige Zoneneinteilung in den Weilern orientiert. Der Richtplan wurde anschliessend mit vier Gegenstimmen bei zahlreichen Enthaltungen verabschiedet. Im Anschluss an die politischen Geschäfte verabschiedete Gemeindepräsident Stefan Hinners Schulpflegepräsident Werner Kurt, der seit 2002 der Schulpflege und seit der Bildung der Einheitsgemeinde 2018 dem Gemeinderat angehörte, sowie Marcel Schönbächler, Tiefbau- und Sicherheitsvorstand, der nach zwölf Jahren aus dem Gemeinderat ausscheidet. Ausserdem wies er auf die Aktion «Gib Obfelden ein Gesicht» zum 175-Jahre-Jubiläum der Gemeinde: An der Expo Ende August soll eine Collage mit den Fotos gezeigt werden, die Obfelderinnen und Obfelder zu diesem Zweck von sich zur Verfügung stellen.
Ortsplaner Peter von Känel führt an der Gemeindeversammlung ausführlich durch die neue Obfelder Richtplanung. (Bild Bernhard Schneider) Überschuss gibt finanzpolitischen Spielraum Am Anfang der Gemeindeversammlung wurden die Rechnungen 2021 genehmigt. Finanzvorstand Christoph Kobel stellte die Jahresrechnung der politischen Gemeinde vor, die mit einem Ertragsüberschuss von 3,5 Millionen Franken abschliesst. Das Eigenkapital stieg auf 50 Millionen Franken. Bemerkenswert ist der hohe Ertragsüberschuss, weil ein bescheidenes Defizit von 50 000 Franken budgetiert war. Der Aufwand lag zwar nur geringfügig unter dem Budget. Hauptgrund für die Mehreinnahmen von 3,5 Millionen war ein Plus bei den Grundstückgewinnsteuern von 2,5 Millionen. Christoph Kobel stellte klar, dass es mit der Steigerung der Grundstückpreise kaum so weitergehen wird wie in den vergangenen Jahren, sodass künftig wieder mit geringeren Einnahmen in diesem Bereich zu rechnen ist: «Wir werden das Polster in den nächsten Jahren gut gebrauchen können, diese Mehreinnahmen erlauben uns, die Erneuerung des Hallenbads ohne Fremdkapital zu finanzieren, und mit der Abwasserreinigungsanlage und der Neugestaltung der Dorfstrasse stehen weitere grosse Brocken an.» Im Einklang mit der Rechnungs-
prüfungskommission hiessen die Stimmberechtigten die Jahresrechnung 2021 der politischen Gemeinde Obfelden einhellig und diskussionslos gut.
Sekundarschule: Verabschiedung mit positivem Abschluss Die Sekundarschule Obfelden-Ottenbach erzielte einen Gewinn von 900 000 Franken und konnte das Eigenkapital auf 6,7 Millionen erhöhen, wie Finanzvorsteherin Bettina Bucher erläuterte. Hauptgrund für die Unterschreitung waren Minderaufwände infolge der Coronamassnahmen, insbesondere im Bereich Schulreisen und Klassenlager sowie bei der Weiterbildung, da die meisten Kurse nicht oder nur teilweise durchgeführt werden konnten. Auf der anderen Seite führte die Pandemie zu einem Mehraufwand bei der Gebäudereinigung. Das Wort zur Rechnung wurde nicht verlangt, Schulpflegepräsidentin Susanne van Hoof konnte Einstimmigkeit unter den 67 Stimmberechtigten feststellen. Im Anschluss an die Gemeindeversammlung verabschiedeten sich Susanne von Hoof und Bettina Bucher, die beide auf eine Wiederkandidatur verzichtet hatten, gegenseitig, begleitet vom Applaus der Stimmberechtigten.
Ämtler Sicherheitskommission neu gewählt
Priska Dosch steht Ruedi Fornaro künftig als Vizepräsidentin zur Seite Die Delegiertenversammlung des Sicherheitszweckverbands vom letzten Mittwoch stand im Zeichen des Legislaturwechsels. von ThomaS STöckli Ein gelber Stahlhelm, gefüllt mir kulinarischen Spezialitäten aus der Region. Das durften Heidi Hui (Kappel), Rico Roth (Knonau) und Werni Michel (Stallikon) für ihr endendes Engagement in der Sicherheitskommission (Siko) entgegennehmen. Die Siko ist das Führungsorgan des Sicherheitszweckverbands (SZV) Albis, dem alle 14 Bezirksgemeinden angeschlossen sind. Siko-Präsident bleibt Ruedi Fornaro, Hedingen. Zur Vizepräsidentin wurde Priska Dosch (Maschwanden) gewählt, sie übernimmt von Markus Meier (Affoltern), der seinerseits in der Siko verbleibt. Hans Hanselmann (Ottenbach) und Renzo Küttel (Kappel) komplettieren das Gremium. Kassier Rico Roth durfte sich mit einer erfreulichen Rechnung verabschieden. Der Aufwandüberschuss, den sich die Gemeinden gemäss Kostenverteiler teilen, beträgt 643 000 Franken – budgetiert waren 780 000. Der Dienstbetrieb sei auch 2021 noch reduziert gelaufen und zudem habe man beim einen oder anderen Posten schlicht zu hoch budge-
Die Siko von links: Renzo Küttel, Hans Hanselmann, Priska Dosch (Vizepräsidentin), Ruedi Fornaro (Präsident) und Markus Meier. (Bild Thomas Stöckli) tiert, begründete Roth. Das Ziel bleibe weiter, die Kosten konsequent im Griff zu behalten, sagte er und nannte einen Bereich von 700 000 bis 745 000 Franken. Keine leeren Worte, wie die überarbeiteten Entschädigungsreglemente für die Siko und die Regionale Führungsorganisation (RFO) belegen: Hier wurden Anpassungen vorgenommen, aber ohne Mehrkosten. Wie schon die Rechnung wurden auch beide Reglemente ohne Gegenstimme angenommen. Vakant ist der Chefposten der RFO: Primus Kaiser hat seinen Rücktritt eingereicht. Die Suche nach einer geeigneten Nachfolge läuft. Das Jahrespensum beträgt rund 150 Stunden.
Schutzräume in gutem Zustand Zivilschutzkommandant Fredi Haab vermeldete noch einzelne Ausfälle wegen Corona. Die Pandemie habe allerdings auch bewirkt, dass sich die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen verbessert habe. Haab sprach in diesem Zusammenhang gar von einem Quantensprung. Noch nicht gelöst sei derweil die Pendenz beim Notfallmaterial. Eine von verschiedenen Optionen wäre, dass der SZV Albis einen Grundstock anschaffen und das Material dann in den Institutionen in Umlauf kommen würde. Im Auftrag der Gemeinden erledigt Fredi Haab auch die Kontrolle der
Schutzräume. «Die meisten sind in gutem bis sehr gutem Zustand», durfte er vermelden. Im Sechs-Jahres-Turnus ist nun Ottenbach wieder an der Reihe. Vom Angebot des SZV Albis, die Zuweisung für die Schutzräume zu planen, haben zwölf der 14 Bezirksgemeinden Gebrauch gemacht. Angesichts des Kriegs in der Ukraine soll dies gemäss Beschluss der Delegierten zweimal im Jahr aktualisiert werden, voraussichtlich nach den Zügelterminen Ende April und Ende Oktober. Die Schutzräume müssen auf Anordnung des Bundesrats innert vier Tagen betriebsbereit sein. Dann würde die Zuweisungsplanung auch an die Bevölkerung gestreut.
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Bezirk Affoltern
Dienstag, 14. Juni 2022
Lange Debatte um Ortsplanung Gemeindeversammlung Hedingen genehmigt Jahresrechnung, Richt- und Nutzungsplanung und Abfallverordnung Reich befrachtetes Programm der Gemeindeversammlung in Hedingen: Die 65 Stimmberechtigten hiessen am vergangenen Donnerstag in einer dreistündigen Sitzung die Jahresrechnung 2021, eine Teilrevision der Bau- und Zonenordnung, eine Gesamtrevision der Ortsplanung sowie eine revidierte Abfallverordnung gut. Von stefan schneiter Finanzvorsteherin Nicole Doppler konnte das «beste Jahresergebnis seit Bestehen der Einheitsgemeinde» vermelden. Hedingens Jahresrechnung 2021 weist bei einem Aufwand von 20,5 Millionen Franken und einem Ertrag von 23 Millionen einen Überschuss von 2,5 Millionen aus. Der gute Abschluss ist im Wesentlichen auf drei Punkte zurückzuführen. In der Bildung fielen 373 000 Franken weniger Kosten an als geplant, wegen Corona, wodurch weniger Exkursionen, Anlässe und Lager durchgeführt wurden. Im Sozialen wurden 505 000 Franken weniger ausgegeben als budgetiert, weil die Coronafallzahlen viel tiefer ausfielen als erwartet. Die Steuereinnahmen und Grundstückgewinnsteuern fielen um satte 2,6 Millionen höher aus als vom Gemeinderat budgetiert. Auch hier spielt Corona eine Rolle, da der erwartete Steuereinbruch nicht eintraf. Die hohen Erträge aus der Grundstückgewinnsteuer seien aber ein «einmaliges Ergebnis», meinte Doppler, diese würden künftig sicher nicht mehr so hoch ausfallen. Eine Million Franken konnte zudem durch die Beilegung eines alten Rechtsstreits gutgeschrieben werden. In der Investitionsrechnung wurde etwas weniger investiert als geplant, 1,2 statt 1,8 Millionen Franken. Angesichts der erfreulichen Zahlen kam in der Gemeindeversammlung kein Diskussionsbedarf auf. Ohne Gegenstimme hiessen die 65 Anwesenden die Jahresrechnung gut.
Mehrwertausgleich abschöpfen Wie alle Gemeinden im Kanton Zürich muss auch Hedingen bis 2025 seine Bauund Zonenordnung revidieren. Der Kanton fordert, dass die öffentliche Hand bei Ein- und Umzonungen von den Eigentümern eine Abgabe auf den durch Planungsmassnahmen erzielten Mehrwert einfordern kann. «Kanton und Gemeinden sollen vom Mehrwert einen Anteil abschöpfen können, damit sie andere Planungsmassnahmen finanzieren können», umriss Hoch- und Tiefbauvorsteher Claude Hafner die Zielsetzung. Gemeinden können bei Auf- und Umzonungen einen Abgabesatz zwischen 0 und 40 % festsetzen. Der Gemeinderat von Hedingen beantragte, diesen Satz auf 30 % und die Freifläche, welche kleinere Hausbesitzer von der Mehrwertabgabe ausnehmen soll, auf 1500 m2 festzulegen. Ein Stimmbürger beantragte einen Abgabesatz von 40 %, was der Gemeinde genug Geld einbringen soll, um in der Zentrumszone geeignete raumplanerische Massnahmen zu ermöglichen. Die Freifläche wollte er auf 1200 m2 festsetzen, wie dies schon in Affoltern und Mettmenstetten gelte. Die Gemeindeversammlung folgte jedoch mit einer Zweidrittelmehrheit dem vom Gemeinderat vorgeschlagenen «Mittelwert» von 30 % sowie 1500 m2. Mit klarem Mehr hiess sie die BZO-Teilrevision zum Mehrwertausgleich gut. Die Gemeindeversammlung hatte auch über das Reglement zum Mehrwertausgleich zu befinden. Die Erträge aus dem Mehrwertausgleich fliessen in einen separaten, zweckgebundenen Fonds. Mit dem Geld hat die Gemeinde breitgestreute raumplanerische Massnahmen zu unterstützen, die etwa von der Ausstattung von Parks und Grünanlagen über Gestaltung von öffentlichen Freiräumen bis hin zu Verbesserungen bei Rad- und Fusswegen oder der Zugänglichkeit von öffentlichen Haltestellen reichen. Ein Stimmbürger verlangte in einem Antrag, es seien auch Massnahmen zu finanzieren, die eine
die 50 Artikel der neuen BZO durch. Anträge dazu gab es seitens der Stimmbürgerschaft zu einzelnen Bestimmungen, etwa, dass Renovationen nicht bewilligungspflichtig sein sollten, oder, dass Satteldächer nicht beidseitig eine gleiche Neigung aufweisen müssten. Diese fanden jedoch keine Mehrheiten, im Gegensatz zur Festsetzung der neuen BZO, der mit klarem Mehr zugestimmt wurde.
Gemeinderat zieht sich zurück
Artikel für Artikel arbeitete Claude Hafner (stehend) mit der Gemeindeversammlung die neue Bau- und Zonenordnung durch. (Bild Stefan Schneiter) Verbesserung des lokalen Klimas ermöglichen, etwa durch die Beschattung asphaltierter Flächen und Fassaden, das Zurückhalten von Wasser sowie durch eine Verbesserung der Biodiversität und Artenvielfalt. Solche Massnahmen würden ohnehin ergriffen, auch bevor Gelder aus diesem Fonds bereitstünden, sagte Gemeindepräsident Ruedi Fornaro. Dennoch stimmte die Versammlung dem Antrag wie auch dem Reglement mit eindeutigen Mehrheiten zu.
Bessere Verkehrsregelung Die heute geltende Ortsplanung Hedingens stammt aus dem Jahr 1993. Dringend ist eine Revision des Verkehrsrichtplans, betonte Claude Hafner. Hedingen sei im regionalen Vergleich verkehrstechnisch überdurchschnittlich gut erschlossen, Verbesserungspotenzial bestehe jedoch beim motorisierten Individualverkehr im Zentrum und im Unterdorf und generell beim Rad- und Fussverkehr. Ein Stimmbürger stellte einen Rückweisungsantrag, da seiner Ansicht nach das Geschäft nicht abstimmungsreif sei. Die verschiedenen Verkehrsarten – Mo-
tor-, öffentlicher, Rad- und Fussverkehr – seien im Richtplan nicht aufeinander abgestimmt. Es fehle ein Konzept, mit nichtssagenden Begriffen wie «Verkehrslenkung» würden die Stimmbürger nicht ernst genommen. Hafner hielt entgegen, in einen Richtplan könnten nicht detaillierte Projekte aufgenommen werden. Der Verkehrsrichtplan sei aber sehr wohl behördenverbindlich hinsichtlich Verkehrsentflechtung. Nach längerer Debatte wurde der Rückweisungsantrag für den Verkehrsrichtplan schliesslich mit 31:15 Stimmen abgelehnt. Abgelehnt wurden auch eine ganze Reihe weiterer Anträge zur Festhaltung vereinzelter Verkehrsregelungsmassnahmen. Die Gesamtrevision der kommunalen Richtplanung wurde mit 43:4 Stimmen klar angenommen. Auch eine Gesamtrevision der kommunalen Nutzungsplanung ist in Hedingen notwendig. Dabei geht es etwa darum, schweizweit 29 Baubegriffe zu harmonisieren, ökologisch und energetisch sinnvolle Überbauungen zu fördern oder unnötige Freihaltezonen aufzuheben. Claude Hafner ging an der Gemeindeversammlung systematisch
Aufgrund von Veränderungen in der bezirksweiten Abfallvereinigung steht für Hedingen eine Anpassung der kommunalen Abfallverordnung an. Wesentlichste Neuerungen sind, dass mit der Einführung von Unterflurcontainern die Sammlung von Kehrichtsäcken am Strassenrand ersetzt werden soll. Beim Grüngut wird eine mengenabhängige Gebühr eingeführt. Und vorgesehen ist die Einführung einer Separatsammlung für Haushalt-Kunststoffe. Die Abfallverordnung wie auch das Abfallgebührenreglement, das eine Neufestsetzung der Abfallgebühren beim Kehricht und Grüngut vorsieht, wurden ohne Gegenstimmen genehmigt. Nach der Gemeindeversammlung verabschiedete Gemeindepräsident Ruedi Fornaro verschiedene Behördenmitglieder unter besonderer Verdankung ihrer Verdienste. Claude Hafner war acht Jahre Gemeinderat, Präsident Vilmar Krähenbühl gehörte zwölf Jahre der Rechnungsprüfungskommission an, davon vier Jahre als Präsident, Werner Uhr war 28 Jahre lang in der Baukommission. Auch Dieter Jann beendet seine Tätigkeit in der RPK, ebenso wie Alice Schöb und Barbara Scheidegger von der Schulpflege. Fornaro gab auch bekannt, dass Gemeinderat und Schulpf lege-Präsident Roland Schneider, der im März wiedergewählt worden war, seinen Rücktritt eingereicht hat und sein Gemeinderatsamt im Juli nicht antreten wird. Die Ersatzwahl wird am 25. September stattfinden.
Viel Lob für die abtretenden Behördenmitglieder Die Gemeindeversammlung in Aeugst genehmigte sämtliche Geschäfte Die Stimmberechtigten von Aeugst hatten am Donnerstag nur über zwei Geschäfte abzustimmen, die sie auch beide genehmigten. Anschliessend wurden beim Apéro die drei zurücktretenden Mitglieder des Gemeinderats verabschiedet. Von Marianne Voss Die Gemeindeversammlung vom vergangenen Donnerstag in Aeugst konnte nun nach der Coronaphase wieder in der Kirche durchgeführt werden. 45 Stimmberechtigte waren anwesend, um über die Jahresrechnung und die Schlussabrechnung für den Ersatz der Ölheizung der Primarschule abzustimmen. Beide Traktanden wurden genehmigt. Gemeinderat Bruno Fuchs stellte die Schlussabrechnung des Heizungsersatzes vor. Sie beträgt 331 255 Franken und liegt knapp 5000 Franken über dem gesprochenen Kredit. Gebaut wurde ein Holzschnitzelsilo, in welchem 40 Kubikmeter Holzschnitzel aus dem Gemeindewald Aeugst gelagert werden können. Mit der neuen Holzheizung werden jährlich 23 000 Liter Öl eingespart.
1,5 Millionen besser als budgetiert Finanzvorsteherin Marlyse Blatter Burger stellte die erste konsolidierte Jahresrechnung der Gemeinde Aeugst vor, die bei einem Gesamtaufwand von 11 Millionen
und einem Gesamtertrag von 12,4 Millionen mit einem Ertragsüberschuss von 1,4 Millionen Franken abschliesst. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 148 500 Franken. Die Rechnung schliesst um rund 1,5 Millionen Franken besser ab, als budgetiert war. «Mit diesem positiven Ergebnis reihen wir uns in die Abschlüsse der meisten Gemeinden im Säuliamt ein», erklärte sie. Sie ging auf die Abweichungen ein, die in fast allen Bereichen liegen. Besonders gross ist der Minusnettoaufwand bei der Allgemeinen Verwaltung in der Höhe von 250 000 Franken infolge von Gebühreneinnahmen, der Vakanz im Bausekretariat und der erst teilweisen Einführung der digitalen Geschäftsverwaltung. Die Schule ist zum ersten Mal in der Rechnung integriert und hat fast eine Punktlandung erzielt. 28 000 Franken wurden coronabedingt eingespart, da Skilager und Exkursionen ausfielen. Grosse Abweichungen zeigen sich auch im Asylbereich bedingt durch Rückerstattungen. Die Gemeindesteuereinnahmen fielen über Budget aus, und die Grundstückgewinnsteuern waren höher als erwartet. Zudem schüttete die ZKB mehr Gewinn aus. Ein Teil der ZKBJubiläumsdividende wurde verwendet für die Platzsanierung Volg, das Buchprojekt «Liebeserklärungen an den Türlersee» und einen Beitrag für das Projekt Gartenatelier Götschihof. Die Investitionsrechnung Verwaltungsvermögen schliesst mit Nettoinvestitionen von 685 108 Franken ab.
Gemeindepräsidentin Nadia Hausheer (2. v. l.) mit den drei abtretenden Mitgliedern des Gemeinderats. Von links: Verena Commissaris, Bruno Fuchs und Marlyse Blatter Burger. (Bild Marianne Voss) Darin enthalten ist als wichtigste Investition im 2021 der Heizersatz der Primarschule. Weitere Investitionen betrafen verschiedene Sanierungsarbeiten oder die interaktiven Bildschirme in der Schule. Im Finanzvermögen erfolgten keine Investitionen.
Mit Wertschätzung verabschiedet Die offizielle Versammlung dauerte eine knappe Stunde. Danach informierte Bruno Fuchs über den Stand der Dinge zur Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Turnhalle. Es wurde entschieden, dass diese nicht durch die Gemeinde gebaut
und finanziert werden soll, sondern durch die Genossenschaft Säulistrom. Der Gemeinderat schliesst mit Säulistrom eine Absichtserklärung ab, das Baugesuch wird dann von der Genossenschaft eingereicht. Die Gemeinde stellt also die Dachfläche zur Verfügung und bezieht einen Teil des produzierten Stroms für ihre Liegenschaften. Auch die Einwohnenden können profitieren und Solarstrom von der Genossenschaft kaufen. Zum Schluss verabschiedete Gemeindepräsidentin Nadia Hausheer die drei aus dem Gemeinderat scheidenden Mitglieder mit wertschätzenden Worten. Verena Commissaris war als
Schulpräsidentin während zweier Jahre im Gemeinderat. Marlyse Blatter Burger hatte während vier Jahren die Finanzen gut und fest im Griff und amtete zudem als Verantwortliche für Kultur und Freizeit. Und Bruno Fuchs hatte sich während zwölf Jahren mit Themen rund um Umwelt, Naturschutz, Planung und Energie befasst. In seine Amtszeit fielen das neue Verkehrskonzept, die Revision der BZO, das Energieleitbild oder auch das Energiestadt-Label. Die Zurücktretenden erhielten für ihren grossen Einsatz warmen und herzlichen Applaus sowie beim Apéro viele persönliche dankende Worte.
Bezirk Affoltern
Dienstag, 14. Juni 2022
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Grosse Vielfalt – ähnliche Erfahrungen Mit den vier amtierenden Ämtler Gemeindepräsidentinnen nach Bern Der Tag in Bern zusammen mit vielen Frauen in gleicher Position war ein besonderes Erlebnis. Die Verschiedenheit und Vielfalt von Kulturen und Persönlichkeiten beeindruckten ebenso wie das Gemeinsame. Von Marianne Voss Schon auf der Zugfahrt am Samstagmorgen nach Bern tauschten sich die vier Gemeindepräsidentinnen aus dem Bezirk Affoltern – Esther Breitenmoser (Knonau), Nadia Hausheer (Aeugst), Gaby Noser (Ottenbach) und Katrin Röthlisberger (Wettswil) – rege aus. Es ging zum Beispiel um die vergangene oder bevorstehende Gemeindeversammlung oder um den 1. August. Im Bus in Bern vom Bahnhof zum Gymnasium Neufeld stiegen andere Frauen von sehr jung bis längst pensioniert zu und unterhielten sich angeregt in verschiedenen Dialekten und Landessprachen. Die Kleidung war ebenso unterschiedlich: bunt, klassisch, sportlich, schlicht oder sehr traditionell in der Sonntagstracht. Bei einem Männeranlass wäre die Kleidung vermutlich kein Thema, da fast alle in Anzug und Hemd erscheinen würden … Beim Apéro stärkten sich die Ämtlerinnen und kamen bereits ins Gespräch mit Kolleginnen. Die Stimmung war fröhlich und entspannt. Ob die Bundesrätin wohl schon anwesend sei, fragten sie sich. Ja, sie war anwesend, aber ihr Erscheinen geschah dermassen zurückhaltend, dass es kaum jemand beachtet hatte. Ohne Aufsehen, aber mit viel Aufmerksamkeit spazierte Simonetta Sommaruga von Tisch zu Tisch, begrüsste ihre Gäste herzlich und war natürlich auch bereit, für ein Bild zu posieren. In diesem Moment erinnerten sich viele an ihre Reden zur Coronazeit. An ihre ernsthaften, besorgten aber auch ermutigenden Appelle.
Bekannte Erfahrungen Nebst den vielen Frauen waren doch auch einige Männer anwesend. Entweder handelte es sich um Journalisten oder um Servicemitarbeiter. An Journalistinnen und Journalisten mangelte es nicht, denn nahezu alle eingeladenen Präsidentinnen hatten «ihre» Presse mitgebracht – so auch die Ämtlerinnen. Natürlich war auch Security-Personal präsent – ebenfalls Frauen, die sehr diskret und unscheinbar ihren Dienst wahrnahmen. Nach der Begrüssung durch die Bundesrätin führte Sonja Hasler, Moderatorin und Redaktorin SRF, durch ein kurzweiliges Podiumsgespräch. Vier Stadt- und Gemeindepräsidentinnen sassen stellvertretend für alle andern vorne und berichteten von ihren Erfahrungen. Ob Stadtpräsidentin von Spiez oder St. Gallen, Gemeindepräsidentin eines
Wimmelbild. Wo stehen die Bundesrätin und die vier Ämtler Gemeindepräsidentinnen? (Bild uvek) Tessiner oder Walliser Dorfes – in ihren Berichten von besonderen Herausforderungen oder irritierenden Situationen spiegelten sich die Erfahrungen der meisten Anwesenden im Saal. Das war dem zustimmenden heiteren Schmunzeln zu entnehmen. So erzählte die junge Walliserin in Französisch, dass sie den Männern im Gremium klarmachen musste, dass sie wirklich die Präsidentin sei. Oder die Stadtpräsidentin von St. Gallen berichtete, dass sie am Anfang von verschiedenen älteren ehemaligen Politikern sogenannte «gute Ratschläge» erhalten habe. «Diese Herren hätten einem männlichen Kollegen wohl kaum in dieser Weise den Weg gewiesen», meinte sie amüsiert. Die meisten sprachen offen auch von Unsicherheit und Zweifeln, «ob ich das wirklich kann». Hier wurde erkennbar, dass Frauen sich
und ihre Arbeit tendenziell stärker hinterfragen als Männer.
Politik für morgen Auch Bundesrätin Simonetta Sommaruga kam zu Wort und berichtete sehr persönlich von ihrem ersten politischen Amt als Feuerwehrvorständin in Köniz. Sie habe dort viel gelernt. «Üben, vorausschauen und nicht erst handeln, wenn es brennt. Denn wir müssen Politik nicht nur für heute machen, sondern auch für morgen.» Wichtig seien auch das Zuhören und der Kontakt. Sie fahre gerne mit dem Bus oder Tram, werde manchmal angesprochen oder erhalte sogar ein «Danke für Ihre Arbeit». Beim Zuhören an einer Sitzung gehe es auch darum, sich selber eine Meinung zu bilden und nicht schon eine zu haben. Sie
Die Ämtler Gemeindepräsidentinnen gut gelaunt im Zug unterwegs nach Bern. (Bilder Marianne Voss)
erzählte von den schwierigen Bundesratssitzungen, die sie im Coronajahr als Präsidentin leitete, und betonte: «Wir haben nie abgestimmt über einen Beschluss, sondern immer einen Konsens gefunden. Das ist für mich ein Ausdruck von kollektiver Intelligenz.» Am Podiumsgespräch beteiligten sich auch viele Frauen aus dem Publikum und ergänzten oder bestätigten die Aussagen ihrer Kolleginnen. Sonja Hasler musste schliesslich zugunsten des Mittagessens die angeregte Diskussion beenden. Doch bevor der Stehlunch eröffnet wurde, stellten sich die 160 Frauen zusammen mit der Bundesrätin zu einem Gruppenwimmelbild im grossen Treppenhaus des Gymnasiums auf. Auf der Heimfahrt waren sich die vier Ämtler Gemeindepräsidentinnen einig: «Heute war ein schöner, auch entspannter
Tag mit bereichernden und ermutigenden Botschaften, die wir mitnehmen können. Es tat gut zu erleben, dass es andern in gewissen Situationen gleich geht.» Ab der bald beginnenden Amtszeit wird die Mehrheit der Ämtler Gemeinden durch Frauen präsidiert. Mit den neuen Gemeindepräsidentinnen in Affoltern, Bonstetten, Mettmenstetten und Stallikon werden es acht sein. Das sind noch nicht 84 Prozent – so viele Gemeindspräsidien sind heute schweizweit in männlicher Hand –, aber mehr als die Hälfte. Auflösung Wimmelbild: Die Bundesrätin steht in der Mitte des mittleren flachen Absatzes. Nadia Hausheer und Gaby Noser sind zuoberst die 7. und 8. von links, Esther Breitenmoser ist auf der zweituntersten Treppe links die 10. von links und Katrin Röthlisberger steht auf dem untersten Absatz als 1. links in der hinteren Reihe.
Am Podiumsgespräch teilte Bundesrätin Simonetta Sommaruga auch persönliche Erfahrungen.
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Dienstag, 14. Juni 2022
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Ukraine benötigt noch viel Hilfe Der Verein Teplo baut seine Unterstützung für das kriegsversehrte Land aus Der Krieg in der Ukraine hält unvermindert an. Die Betroffenheit und die Hilfsbereitschaft hierzulande sind hingegen schon etwas am Abklingen. Doch für den Verein Teplo geht der Hilfseinsatz unvermindert weiter. Er baut seine Aktivitäten noch aus.
Wohnungen für Flüchtlinge einrichten
von stefan schneiter Seit 111 Tagen tobt der Krieg in der Ukraine, unvermindert und in aller Härte. Doch Saskia Wendel hält fest: «Wir merken, dass die Unterstützung für die Ukraine etwas nachlässt. In den Medien wird der Krieg in der Ukraine nicht mehr so stark thematisiert und entsprechend geht er bei einigen Leuten bereits etwas vergessen. Doch es brennt immer noch! Die Ukraine zu unterstützen, ist immer noch genauso wichtig wie am Anfang.» Saskia Wendel ist Präsidentin des Vereins Teplo, den unmittelbar nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine vier Menschen aus dem Säuliamt gegründet haben. Schnell wuchs der Verein an, inzwischen gehören ihm rund 50 freiwillige Helferinnen und Unterstützer an. Nun sucht der Verein weitere Personen, die mithelfen. «Wir sind, was die Hilfsleistungen betrifft, vom anfänglichen Hü-Hott im Marathon angelangt,» sagt Saskia Wendel. Für die nächste Zeit sollten die bisherigen Helferinnen und Helfer, die einen hohen Einsatz geleistet haben, durch neue Freiwillige entlastet werden. Denn der Verein möchte in seinen Bemühungen mit der Unterstützung für die Ukraine nicht nachlassen. Um mehr Aufmerksamkeit generieren zu können, hat der Verein kürzlich in Affoltern einen Videofilm gedreht, der sowohl auf
Ein Transporter wird mit Hilfsgütern beladen. In diesem Fall allerdings nur fiktiv, handelt es sich doch um Dreharbeiten für einen Videofilm, mit dem Teplo weitere Spendengelder generieren möchte. (Bild Stefan Schneiter) der eigenen Webseite wie auch auf der Crowdfunding-Plattform https.//www. funders.ch/projekte/direkthilfe-ukraine aufgeschaltet worden ist. In dem vierminütigen Trailer ist der Verein in Ak-
tion zu sehen, beim Beladen eines Transporters mit Hilfsgütern und Vertreter von Teplo – der Name bedeutet auf Ukrainisch «herzlich» – stellen die eigenen und künftigen Aktivitäten vor.
Neu hat der Verein auch eine Zusammenarbeit mit den Gemeinden im Bezirk Affoltern aufgenommen. Piia Süess, die für diesen Bereich Zuständige: «Im Auftrag der Gemeinden richten wir Wohnungen ein für Flüchtlinge, da die Gemeinden selbst damit nicht nachkommen.» Bislang ist man mit Obfelden und Mettmenstetten in Verhandlungen. In Obfelden sind es vorerst zwei Wohnungen, die für Flüchtlinge bezugsbereit gemacht werden. In Mettmenstetten sollen weitere zwei Wohnungen eingerichtet werden, die eine auf Juli hin, die andere per August. Mit dieser Ausweitung der Unterstützung für Ukraine-Flüchtlinge nimmt nun der Verein neu auch Wohnungsinventar entgegen: Möbel, Tische, Stühle, Sofas, Betten, Lampen, bis hin zu Koch- und Essutensilien oder Putzmaterialien. Für den Export in die Ukraine, wo nun in manchen Gegenden bereits der Wiederaufbau eingesetzt hat, werden Baumaterialien und Werkzeuge benötigt. Daneben weiterhin auch Hilfsgüter wie Kleider, Schuhe, Hygieneartikel, haltbare Lebensmittel, Kinderspielsachen usw. Was genau alles gebraucht wird, ist auf www.teplo.ch aufgelistet. Die Sachen nimmt der Verein an seiner Sammelstelle in Affoltern entgegen, jeweils dienstags zwischen 19 und 21 Uhr. Spenderinnen und Spender sind gebeten, erst über verein@teplo.ch oder über 077 405 41 27 Kontakt aufzunehmen, damit wirklich effektiv gebrauchte Hilfsgüter eingehen.
Kasse leer Fünfmal ist Teplo bisher an die Grenze der Ukraine gefahren und hat von ihm gesammelte Waren hintransportiert
Der Rettungswagen auf dem Weg in die Ukraine. (Bild zvg) und auf dem Rückweg einige Ukrainerinnen in die Schweiz geholt. Aktuell führt der Verein alle drei Wochen Transporte in die Ukraine durch. Dorthin gebracht wurde auch ein AmbulanzRettungswagen, der in einer ukrainischen Stadt dringend benötigt wird, nachdem dort alle Rettungsfahrzeuge durch den Krieg zerstört wurden. Teplo konnte einen solchen Rettungswagen in Deutschland erstehen, ihn reparieren und mit medizinischen Gerätschaften wie Rolltisch, Defibrillator usw. ausrüsten. «Dieser Wagen wird in einer ukrainischen Stadt dringend benötigt, nachdem dort alle Rettungsfahrzeuge durch den Krieg zerstört wurden. Für uns ist er – mit Kosten von rund 30 000 Franken – das bisher grösste Projekt», sagt Vorstandsmitglied Thomas Zehnder. Die Folge: Die 70 000 Franken, die Teplo bislang an Spendengeldern erhalten hat, sind vollständig aufgebraucht. «Unsere Kasse ist aktuell leer», so Zehnder. Verein Teplo, Sammelstelle: Zürichstrasse 136, im Familienzentrum, Affoltern, Dienstag 19-21 Uhr, Spendenkonto: IBAN CH7900761647853962001, www.teplo.ch.
249 775 Bewegungsminuten gesammelt Affoltern im «Gemeindeduell» von «schweiz.bewegt» unter den Top Ten
Die Unfallstelle in Ottenbach. (Bild Kapo)
Mofa mit Auto kollidiert Bei einer Kollision zwischen einem Mofalenker und einem Auto ist am Samstagnachmittag, 11. Juni, in Ottenbach der Zweiradlenker schwer verletzt worden. Gegen 16 Uhr fuhr am Samstagnachmittag ein 66-jähriger Mofalenker auf der Rickenbacherstrasse Richtung Ottenbach. Ein 36-jähriger Mann kam ihm mit seinem Auto entgegen. Beim Abbiegen des Zweiradlenkers in die Lanzenstrasse kollidierten die beiden Fahrzeuge. Der Zweiradlenker zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Nach der Erstversorgung vor Ort wurde der Verletzte mit einem Rettungswagen in ein Spital gefahren. Wegen des Unfalls musste die Rickenbacherstrasse in beide Richtungen für rund zweieinhalb Stunden gesperrt werden. Eine Umleitung wurde durch die Feuerwehr signalisiert. Die genaue Unfallursache ist derzeit nicht bekannt. Sie wird durch die Kantonspolizei Zürich in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat abgeklärt. Neben der Kantonspolizei Zürich standen die Feuerwehr Ottenbach, die Stützpunktfeuerwehr Affoltern, ein Rettungswagen von Schutz & Rettung Zürich sowie ein privates Abschleppunternehmen im Einsatz. (red.)
Die Bevölkerung von Affoltern hat im Mai 2022 insgesamt 249 775 Minuten gesammelt. Das reichte im «Gemeindeduell» für Platz 9 in der Kategorie D. Das «Gemeindeduell» hat die Schweizer Bevölkerung während des Monats Mai bewegt. Dieses Jahr haben täglich mehr als 10 000 Teilnehmende über 40 Millionen Bewegungsminuten zusammengetragen. Die Bevölkerung der Stadt Affoltern hat im ganzen Monat 249 775
Minuten gesammelt. Davon über 170 000 Minuten während der organisierten Events vom 9. bis 22. Mai. Mit diesem Resultat platzierte sich Affoltern auf Platz neun von 165 teilnehmenden Gemeinden in der Gemeindekategorie mit mehr als 10 000 Einwohnern. Über 2000 bewegungsfreudige Menschen haben mitgeholfen, dieses Resultat zu erreichen – eine hervorragend sportliche Leistung. Gewonnen hat Glarus Nord mit 1 462 266, knapp vor Gossau SG mit 1 406 742 Minuten. Rang drei ging an Zofingen AG mit 591134 Minuten.
Über 100 Anlässe von Vereinen, Institutionen und Gewerbebetriebe Während zweier Wochen haben sich 15 Vereine, Institutionen und Gewerbebetriebe am Projekt «AffolternBewegt!» beteiligt und ein Programm mit über 100 Anlässen auf die Beine gestellt. Dies zeigt exemplarisch, was in Affoltern in Sachen Zusammenhalt, Begegnung und Integration geleistet wird. Dieses Engagement macht Affoltern für die Bevölkerung attraktiv und fördert die Identifikation mit der Stadt. Der Stadt-
rat Affoltern dankt allen Beteiligten für ihren wertvollen Einsatz zum Wohl der Bevölkerung.
Programm für mehr Bewegung Das «Gemeindeduell» ist das grösste nationale Programm zur Förderung von mehr Bewegung in der Schweizer Bevölkerung. Es wurde 2005 vom Bundesamt für Sport ins Leben gerufen. Im Jahr 2011 wurde die Gesamtverantwortung für das Projekt an «schweiz.bewegt» übertragen. Stefan Trottmann, Stadtschreiber
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Bezirk Affoltern
Dienstag, 14. Juni 2022
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Wenn Engel Zigaretten rauchen Zwei Frauen und zwei Männer standen am Samstag in Affoltern auf der Bühne unter dem Kasinovordach Schnelle Zungen, Schwalben als Zaungäste und eine Flasche Whisky – der 2. Open Air Poetry Slam in Affoltern bot viel. Von Luc MüLLer Mettigel, Uni-Bubble, Monsterhagelkörner, Karpfenschnauz, Kiefermuskelkater? Was soll das? Die Antwort: Poetry Slam in Affoltern. Dort trafen sich am Samstag auf dem Märtplatz unter dem Kasinovordach vier Schnell-Sprecherinnen und -Sprecher, die ihre Texte vor rund 80 Zuhörern zum Besten gaben. Gina Walter, Max Kaufmann, Sarah Altenaichinger und Sven Hirschbrunner traten am 14. Affoltemer Poetry Slam auf die Bühne, um ihre kruden, ironischen, tollkühnen, verschmitzten und mit Wortwitz gespickten Texte zu präsentieren. Sozusagen als Einheizer ausser Konkurrenz oder als «Opferlamm», wie Moderatorin Rhea Seleger den Mann im bunten Polohemd und Kurzenhosen nannte, trat Dani Manz auf. Er erzählte, wie sich der Nominativ in einen Satz verliebt, um einen Wortstamm zu gründen. Doch die Liebe hält nicht lange, weil der Satz den Genitiv mehr liebt und so muss es zu einer Silbentrennung kommen und das Paar zieht einen Schlussstrich. Primarlehrerin Gina Walter präsentierte den kleinen Zahnlückenträger Liam, der in seiner Znünibox statt frisches Obst einen deftigen Hackfleischklumpen, auch «Mettigel» genannt, bei
Die Poetry Slamer unter sich (von links): Gina Walter, Max Kaufmann, Gewinnerin Sarah Altenaichinger und Sven Hirschbrunner. (Bild Luc Müller) sich trägt – der Kleine hat sich aussergewöhnlicherweise als Lieblingstier auch einen Aal ausgesucht. Und zudem erklärte Walter in ihrer zweiten Geschichte, weshalb sie zwei kaputte Autos in der Garage hat und ihre Kollegin im Bambi-Case gleich ihr neues Auto mitträgt. Dass die Veranstaltung zum
zweiten Mal unter freiem Himmel stattfand, nahm Sven Hirschbrunner gleich zum Anlass, um die herumschwirrenden Schwalben zu beschimpfen, die sich später aber als Mauersegler entpuppten. Umso zufriedener und geiler war dann sein Protagonist, der im Wald mit grosser Leidenschaft ein Loch gräbt –
während er mit dem Engel eine Zigarette raucht und der Metzgerin, die Aufschnitt zu Stärkung mitbrachte, den Sternenhimmel betrachtet. Ganz entspannt zeigte sich sein Held der zweiten Geschichte. Der Fischer mit dem Karpfenschnauz, der sich einst den verbrannten Mund mit «Füdlihaut» plastisch hat
richten lassen und in der Pause beim Studium am liebsten fischen geht. Und Max Kaufmann erklärte, wieso Soziologiestudenten von Baupaletten am Strassenrand fasziniert sind. Denn daraus zimmern sie sich ihre Betten, wie er seiner Zufallsbekanntschaft Florian, dem liberalen Lacoste-Polo-Träger erklärt, den er zur vorgerückten Stunde vor dem versifften Klub kennengelernt hat. Der Jurastudent mit dem schnellen Leben und dem bereits durchs Studium verinnerlichten Grundsatz, dass man bei einer Razzia nicht mit den heiklen Akten zum Schredder rennen soll, lässt den Sozi-Student sich in seinem Leben doch wohlfühlen. Aber am liebsten wäre der Erzähler ein Sonnyboy mit gestählten Kiefermuskeln – was jetzt in Mode ist, seit man die Gesichtspartie per Videoanleitung in Form kauen kann. Den grössten Applaus von den Zuhörern, die als Jury fungierten, erhielt Sarah Altenaichinger. Als Preis gab es eine Flasche Whisky. Einen solchen Zungenlöser hat sie eigentlich gar nicht nötig. Ihre zwei märchenhaften, skurrilen und poetischen Geschichten trug sie alle auswendig vor. Da fand man sich als Publikum auf einem Felsen mitten im Meer. Um einen herum Krokodile und ein riesiges Hagelkorn, das auf einen zurast. Und eigentlich wollte man ja mal Nudist werden, doch man erkälte sich ständig. Und das Rücken an Rücken sitzende Paar, das sich frage, wie man sich eigentlich getroffen hat und warum man sich liebt, fühlt sich wie ein hingeworfenes Mikado.
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Biodiversität auf Altlasten? Gemeindeversammlung vom 20. Juni in Affoltern. An der Mitgliederversammlung vom Donnerstag waren die Geschäfte der kommenden Gemeindeversammlung im Zentrum des Interesses. Vor allem der Antrag zur Erstellung eines Stadtparks Brauiweiher führte zu einer regen Diskussion. Die Rechnungsprüfungskommission beantragt den Verpflichtungskredit zur Ablehnung. Der Verzicht auf eine vollständige Sanierung des mit giftigem Material belasteten Areals birgt zukünftig nicht kalkulierbare finanzielle Risiken. So die Begründung der RPK. Die im beleuchtenden Bericht an die Gemeindeversammlung gemachte Aussage: «Die mit Altlast belasteten Bereiche des Parkareals sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Hier soll sich die Tier- und Pflanzenwelt möglichst ungestört entwickeln können», macht stutzig und widerspricht der viel gepriesenen Nachhaltigkeit. Im Weiteren muss man feststellen, dass sich ein Teil des belasteten Gebiets, in der im privaten Besitz liegenden angrenzenden Bauzone befindet. Aufgrund des aktuell sichtbaren Baugespanns kann angenommen werden, dass demnächst eine Veränderung bevorsteht. Aus all diesen
Gründen beschliesst die Versammlung Rückweisung der Brauiweiher-Vorlage an den Stadtrat mit dem Auftrag, eine Vorlage auszuarbeiten, welche die Altlast, unter Einbezug des mitbetroffenen privaten Grundeigentümers, vollständig saniert. Die ausgeglichene Rechnung der Oberstufe wurde zur Kenntnis genommen. Über den massiven Ertragsüberschuss in der Jahresrechnung der Stadt von 11,5 Mio. Franken ist man erfreut. Allgemeine und Grundstückgewinnsteuern führten im Wesentlichen zu diesem positiven Ergebnis. Es wäre allerdings verfehlt, daraus zu schliessen, das Ende einer angespannten Finanzlage sei damit erreicht. Mit Befremden nimmt die Versammlung Kenntnis von einer nicht angekündigten Strassenschliessung. Ohne Einbezug der Anwohner und ohne Ausschreibung wurde die Verkehrsverbindung von Zwillikon Richtung Ismatt Hedingen mit einem Fahrverbot belegt. Eine wenig befahrene Strasse, nur von Anwohnern benutzt. Offensichtlich geht man auch in Affoltern dazu über, den motorisierten Verkehr zu erschweren und mit ideologisch geprägtem, unnötigem Umwegverkehr zu belasten. Ein Rekurs der Anwohner läuft. SVP Affoltern
«Nicht alles optimal» am Postplatz Der Gemeinderat rechnet definitiv mit dem Postplatz ab, «Anzeiger» vom 10. Juni. Ein Wermutstropfen eines RollatorGängers zum Postplatz Hausen: 45 Jahre war ich in Hausen wohnhaft und bin nun seit fünf Jahren in der Senevita in Affoltern. Meine Gehwerkzeuge haben seit langem gelitten und ich bin ein Benützer eines Rollators, mit dem ich sehr gut im ÖV unterwegs bin. Als ich nun mit dem Bus nach Hausen ging, musste ich erkennen, dass wirklich (Zitat:) «nicht alles optimal» ist. Mit dem
Rollator, wenn man allein unterwegs ist, kommt man wirklich kaum ohne Hilfe ins oder aus dem Postauto. Nun bin ich wahrscheinlich ein seltenes Exemplar, dass ich so noch herumgondle, doch ist es für mich als fast Einheimischer eben ein wenig mit Wermut oder Wehmut verbunden, dass Hausen für mich beschwerlich zu erreichen ist. Dies einfach ein kleiner wehmütiger Gruss an die 31 Stimmberechtigten, die das Ganze abgesegnet haben, die vielleicht in absehbarer Frist, auch mit Rollator unterwegs, sich daran erinnern werden. David Künzler, Affoltern
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Die Brennerei Tröpfli in Obfelden präsentiert eine neue Whisky-Kreation. > Seite 14
Dienstag, 14. Juni 2022
Ein Fest der Kulturen
Am Samstag bieten verschiedene Kulturen in Affoltern exotische Kulinarik. > Seite 16
Abschiedsspiel
Der Captain des FCA, Benji Luchsinger, hängt seine Fussballschuhe an den Nagel. > Seite 20
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«Unsere Unternehmen im Knonauer Amt sind gut aufgestellt» Präsidentenwechsel beim KMU- und Gewerbeverband Bezirk Affoltern An der 168. Delegiertenversammlung des Ämtler KMU- und Gewerbeverbands hat Thomas Frick das Präsidium von Olivier Hofmann übernommen. Im Interview spricht der Neue über seine Ideen und Ziele.
Beispiel in der Baubranche war die Auftragslage durchgehend sehr gut. Es zeichnet sich aber unter Umständen eine Kehrtwende auf, die man gut beobachten muss. Auch die CovidKredite müssen nun zurückbezahlt werden. Dies kann für gewisse Betriebe sehr anspruchsvoll werden.
Warum haben Sie das Präsidium des KMUund Gewerbeverbands Bezirk Affoltern (Kgvba) übernommen? Thomas Frick: Der Kgvba ist mit seinen 168 Jahren der Ursprung aller Gewerbevereine. Dieses Erbe zu erhalten und weiterzuentwickeln, reizt und motiviert mich.
Spüren die Unternehmen im Bezirk die Ukraine-Krise? So direkt nicht, würde ich behaupten. Gewisse Lieferketten sind noch problematischer geworden, aber hauptsächlich spüren die Unternehmer die sehr hohen Energiepreise, die sich direkt im gesteigerten Aufwand niederschlagen.
Welches sind Ihre Pläne für den Verband? Der Verband ist in einer Umbruchphase. Einige Vereine sind ausgetreten und der Nutzen war nicht mehr so offensichtlich. Dies möchte ich mit konkreten Massnahmen und Inhalten ändern, damit die Vereine und die ganze Bevölkerung den Verband wieder wahrnehmen und auch einen direkten Nutzen von ihm haben. Gleichzeitig gilt es, die Struktur zu straffen und neu zu organisieren.
Was macht Ihnen am meisten Sorgen? So richtige Sorgen habe ich nicht. Ich bin überzeugt, dass unsere Unternehmen im Knonauer Amt gut aufgestellt sind. Aber man muss wachsam bleiben und sich für die Zukunft rüsten. Stillstand heisst Rückschritt. Und dies sollte man unbedingt vermeiden.
Warum hat der KMU- und Gewerbeverband Bezirk Affoltern auch heute noch eine Bedeutung? Wir alle haben in den letzten zwei Jahren gemerkt, dass gute Strukturen und Zusammengehörigkeit vor Ort einen wirklichen Mehrwert darstellen.
Thomas Frick (links) tritt die Nachfolge von Olivier Hofmann als Präsident der Ämtler Gewerbler an. (Bild zvg) Nicht nur in Krisen, sondern auch in einem funktionierenden Markt braucht es diese Ergänzung zur weltweiten Globalisierung. Hier kann der Kgvba einen wichtigen Platz einnehmen und
als Scharnier und Dachverband vom lokalen Gewerbe wirken. Haben die Unternehmen im Bezirk die Coronakrise überwunden?
Die meisten Unternehmer im Bezirk haben die Krise bis jetzt einigermassen gut überwunden. Sie ist aber noch nicht vorbei und man muss aufpassen, dass man von ihr nicht eingeholt wird. Zum
Welche Wünsche haben Sie für die Zukunft des Verbands? Dass er als Dienstleister für die Anliegen der Unternehmer wahrgenommen wird. Und in Zukunft wieder von der Bevölkerung registriert wird. Und in 7 Jahren sein 175-jähriges Jubiläum feiert. Interview: KMU- und Gewerbeverband Bezirk Affoltern
Digitale-Attacken: KMU sind besonders gefährdet Unternehmerfrühstück der Standortförderung zum Thema Cyberkriminalität Das Unternehmerfrühstück der Standortförderung Knonauer Amt stand ganz im Zeichen des «Cyber Risiko Management». Rund 40 interessierte Besucher verfolgten das Referat mit möglichen Massnahmen gegen das kriminelle Vorgehen. In der Schweiz wurde bereits jedes Dritte Schweizer KMU Opfer eines Cyberangriffs. von Martin Mullis Die Standortförderung Knonauer Amt hätte mit dem hochtechnologischen ITThema «Cyber-Kriminalität» im rustikalen und ehemaligen Güterschuppen des Bahnhofs Mettmenstetten keinen gegensätzlicheren Standort wählen können. Vielleicht folgten nicht zuletzt auch wegen dieser reizvollen Diskrepanz gegen 40 interessierte Gäste bereits vor sieben Uhr morgens der Einladung zum Unternehmerfrühstück. Referent Christoph Clavadetscher, verantwortlich für die Angebotsentwicklung und Ausbildung im Kompetenzzentrum Cyber Risk bei «die Mobiliar», verstand es ausgezeichnet, seine Gäste über die ganz besonderen Gefahren bezüglich Cyber-At-
Cyberkriminalität verursacht hohe Kosten und kann jeden treffen: Fachexperte Christoph Clavadetscher (links) und Standortförderer Johannes Bartels im Mettmenstetter Güterschuppen. (Bild Martin Mullis) tacken bei den Unternehmen aufzuklären. Im Güterschuppen war ein repräsentativer Personenkreis aus Arbeitgebern, Inhabern von KMUs, Vertretern von Banken, Versicherungen und Politik anwesend. Jürg Schmidlin, Schmidlin AG, Adrian Bühler, Leuthard AG, sowie Peter Feuz, SHS Haustechnik, vertraten die grossen Arbeitgeber. Martin Diethelm, ZKB Affoltern, und Thomas Naef, «die Mobiliar», die Bank und Versicherungsbranchen. Mit Kantonsrätin und Gemeindepräsidentin Ariane Moser,
Stadträtin Claudia Ledermann, Gemeindepräsidentin Vreni Spinner und alt Kantonsrätin Lisette Müller-Jaag waren auch die politischen Verantwortungsträgerinnen prominent vertreten.
Digitale Vernetzung fördert die Bedrohung Referent Clavadetscher bediente sich einiger zwar klaren, aber auch erschreckenden Feststellungen. Cyber-Attacken können jeden treffen und die Machen-
schaften der Hacker haben meistens schwerwiegende Folgen. Und das Thema Cyberrisiko gehört zur Verantwortlichkeit der KMU, welche ganz besonders gefährdet sind. Die digitale Vernetzung zeigt sich als steigende Bedrohung durch die Cyberkriminalität. Er nannte die diversen möglichen Massnahmen zu Erhöhung der Sicherheit und hielt mehrmals fest, dass lediglich das Bewusstsein der Gefahr kein ausreichender Schutz darstelle. Das Cyberrisiko sei vor allem bei kleineren Betrieben nicht
gut sichtbar und umfasse alle Geschäftsprozesse und Entscheidungsträger. Die Daten laufen über Offerten, Arbeitsaufträge, Kundenverzeichnisse und Fakturierungen und erfordert deshalb einen Risikodialog zwischen IT und Business. Seine Feststellung: «Das grösste Risiko ist der Faktor Mensch», verursachte nicht nur zustimmendes Kopfnicken der Zuhörer, sondern auch einige Sorgenfalten auf deren Stirnen. Das Stirnrunzeln wurde mit seinen zwei Fragen: «Wer hat eine Feuerversicherung?» und «Wer hat eine Cyberversicherung?» noch merklich verstärkt. Nach einer derart geballten Ladung an beunruhigenden News auf nüchternen Magen, durfte das Frühstücksbuffet zu Recht bestürmt werden. Standortförderer Johannes Bartels war es erneut gelungen, die wirtschaftlichen und politischen Persönlichkeiten zu einem aktuellen und wichtigen Thema einzuladen und damit nicht nur Gespräche zwischen Politik und Wirtschaft zu fördern, sondern auch einen ungezwungenen Austausch in angenehmer Atmosphäre zu ermöglichen. Der grosse Applaus, den er nach der Verabschiedung mit der Feststellung «ein guter Anfang eines Arbeitstages» erhielt, war mehr als gerechtfertigt.
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MARKTPL ATZ
Gewerbe
Dienstag, 14. Juni 2022
Die Beiträge in der Rubrik «Marktplatz» wurden von Werbekunden eingereicht. Interessiert? Tel. 058 200 57 00
Single Malt mit Geschichte IT-Systemkompetenz erweitert Lokaler Whisky aus der Brennerei zum Tröpfli
Whisky aus Obfelden. (Bild zvg)
Lundinaurum – die um 50 nach Christus erbaute Römersiedlung bei Lunnern in Obfelden ist der Namensgeber des ersten und weiterer Ämtler Single Malt Whiskys aus der Produktion der Brennerei zum Tröpfli in Obfelden. Als Verkehrsknotenpunkt, wohl wegen der zentralen Lage am Wasserweg der Reuss, legten die Römer einen Vicus im damals keltisch/helvetisch besiedelten Gebiet am Reussufer an. Lundinaurum lag genau zwischen Windisch (Vindonissa) und Luzern (Luciaria) – von beiden Orten sind es genau 30 km – und über die Lorze bestand eine Verbindung nach Zug. Lundinaurum ist die am frühesten genannte Namens-
form für Lunnern. Sie stammt aus einem mittelalterlichen Güterverzeichnis des Klosters Muri. Die Mönche haben dabei den ursprünglich keltisch-lateinischen Namen des Ortes («Londinaria» oder ähnlich) so notiert, dass im zweiten Namensteil mit dem lateinischen Wort «aurum» (= Gold) die Idee von Schönheit, Reichtum und Macht durchschimmert. «In Zusammenarbeit mit der Drüüklang Bräu von Stefan Stutz in Oberlunkhofen wird seit 2018 an der Rezeptur, der Malzmischung, der Gärung und natürlich am Ausbau in verschiedenen neuen und vorbelegten Eichenfässer getüftelt», verraten Stefan Müller und Christoph Schiffer. «Nun ist es endlich so weit und wir können am 18. Juni unseren ersten Single Malt präsentieren. Der Single Cask wird wahlweise in 43% vol. und für Liebhaber in Fassstärke erhältlich sein. «Ausgebaut in Schweizer Eiche, weissem Port und dem Finish in einem Marsala Barrique haben wir dem fein gebrannten Gerstenmalzdestillat einen runden, vielschichtigen Körper und eine fruchtige Nase verliehen. Jetzt warten wir gespannt auf die Rückmeldung der Ämtler Whiskyliebhaber.» Brennerei zum Tröpfli Präsentationsanlass mit Drüüklang Bräu am Samstag, 18. Juni, 10 bis 16 Uhr, in der Brennerei zum Tröpfli, Obfelden. Infos: www.troepfli.ch /
«DeschaWü» in Mettmenstetten ist gut gestartet
«DeschaWü» bietet Kinderkleider und Geschenkartikel an. (Bild zvg)
«Wir bieten einwandfreie Secondhandware für Kinder an. Damit leisten wir einen Beitrag für die Nachhaltigkeit. Secondhand kommt unverpackt, verbraucht keine Ressourcen, ist günstig und verbindet Menschen», sagt Susi Vögtle, die zusammen mit Sarah Gasser den Laden führt. Kleidung in den Grössen 45 bis 140 und allerlei Kinderartikel werden angepriesen. Hübsche Dekorationen fürs Kinderzimmer schmücken den Raum. Wie sieht es mit nachhaltigem Spielzeug aus? «Klar freuen wir uns über alle hochwertigen Produkte, vor allem aus Holz. Unser Prinzip bleibt jedoch, sehr gut erhaltene Ware weiterzugeben. Da darf auch mal ein Plastikstück dabei sein», erklärt Susi Vögtle. Für Secondhand gilt eine Einheitspreispolitik, ungeachtet der Marke. So kosten etwa alle Pullover in derselben Grösse gleich viel.
Geschenkartikel und Accessoires Sarah Gasser entwirft und produziert für «DeschaWü» Geschenkartikel für den Alltag. Dabei kommen Techniken
Vertragsunterzeichnung am 8. Juni in Hedingen. Von links: Samuel Schweizer (Unternehmensleitung Ernst Schweizer AG), Jürg Stocker (Geschäftsführer René Koch AG), Daniel Haas (Leiter Technik und Produktmanagement Briefkästen und Paketboxen, Ernst Schweizer AG) sowie Daniel Mayer (Mitglied Geschäftsleitung, René Koch AG). (Bild zvg)
Die Ernst Schweizer AG treibt die Entwicklung eines digitalen Ökosystems rund um Briefkästen und Paketboxen gezielt voran, um so die Marktführerschaft in diesem Bereich sicherzustellen.
www.drüüklang.ch.
Kinder-Secondhand und mehr
«DeschaWü» bietet ein auserlesenes Sortiment an Kinder-Secondhandartikeln an. Darüber hinaus stehen einzigartige Geschenkartikel und Accessoires – die meisten im hauseigenen Atelier hergestellt – zum Verkauf.
Schweizer übernimmt Rechte der Technologie für «Infoterminal»
wie Plotten und Sublimationsdruck zur Anwendung. Auffallend ist die Vielfalt an kreativen Ideen, die sie gekonnt zu neuartigen Fabrikaten umsetzt. «Jedes Stück ist ein Unikat», erzählt Gasser und fügt an, dass sie sich besonders auf Einzelanfertigungen freue. «Mir gefällt die Möglichkeit, flexibel auf Bedürfnisse der Kunden einzugehen und etwas Individuelles bieten zu können.» Ihre personalisierten Accessoires mit Wünschen, Sprüchen oder Namen sind sehr beliebt. Den Jahresfesten und der Saison entsprechend wird das Sortiment laufend angepasst. Dafür arbeiten die Inhaberinnen mit Externen zusammen, welche das Angebot mit Selbstkreiertem ergänzen. Nebst Shopping lädt «DeschaWü» auch zum Verweilen ein bei Kaffee, Getränken und Snacks. Für Kinder gibt es eine einladende Spielecke. «DeschaWü» vereint ein sorgfältig abgestimmtes Secondhand-Angebot mit dem Verkauf kreativer Geschenkartikel. Dass der Laden an frequentierter Lage auf dem Weg zum Mettmenstetter Bahnhof seit der Eröffnung im Februar auf Interesse stösst, erstaunt nicht. «DeschaWü» ist eben viel mehr als «schon gesehen». Christa Niklaus
Die Ernst Schweizer AG ist mit ihren Briefkästen und Paketboxen der designorientierte Systemanbieter im Bereich Verschluss, Aufbewahrung und kontaktlose Übergabe von Sendungen vor dem Hauseingang. Eine grosse Dynamik prägt diesen Markt und seine Rahmenbedingungen: So schreitet die Digitalisierung immer schneller voran, während die Entscheidungs- und Innovationszyklen kürzer werden. Zudem steigen die Anforderungen bezüglich Sicherheit und Datenschutz ständig. Um diese Herausforderungen proaktiver und effektiver angehen zu können, baut Schweizer seine ITSystemkompetenz weiter aus. Damit
soll insbesondere die Entwicklung eines eigenen digitalen Ökosystems gezielt vorangetrieben werden. Die Kompatibilität der Briefkästen und Paketboxanlagen zu Plattformen und Schliesslösungen der Smart-HomeAnbieter und die Anbindung an weitere Drittsysteme wird so sichergestellt. Im Zuge dieser angepassten Ausrichtung übernimmt Schweizer die Rechte an der in den Paketboxen implementierten «Infoterminal»Technologie vom langjährigen Partnerunternehmen René Koch AG. Als Steuerungszentrale der Paketboxanlagen sorgt das «Infoterminal» für die reibungslose Kommunikation zwischen Empfänger/Versender und Logistikunternehmen und managt die sichere Aufbewahrung, Ausgabe und Retoure von Sendungen. Es ermöglicht zum Beispiel auch die Ton- und Bildübertragung auf die Videoinnensprechstelle beim Klingeln, das unkomplizierte Ändern des persönli-
chen PIN-Codes durch die Nutzer sowie das einfache Ändern von Namen der Bewohner durch die Verwaltung. Ein dediziertes, flexibles Team von Schweizer wird künftig direkt mit dem bisherigen Softwareentwickler bbv Software Services AG zusammenarbeiten und gemeinsam für das «Infoterminal» neue Funktionalitäten entwickeln und ausrollen. Die bewährte Partnerschaft mit der René Koch AG wird weitergeführt, indem diese weiterhin die Steuerungen zusammenbaut und Serviceleistungen für Schweizer erbringt. «Als Unternehmen gewinnen wir durch die Reduktion von Schnittstellen an Agilität und Flexibilität und können schneller mit Innovationen auf neue Herausforderungen des Marktes reagieren», so Roger Bapst, Geschäftsbereichsleiter Briefkästen und Paketboxen bei Schweizer. Ernst Schweizer AG
Vintage-Stücke zu fairen Preisen Der neue Shop im Bonstetter «Oktogon» feiert Eröffnung Gebrauchtes und Zeitloses – im Bonstetter Oktogon lädt ab Samstag der «Vintage-Shop» zum Stöbern ein. Zur Eröffnung steigt ein Fest mit den Nachbarn. Hier ein Gemälde von einem Mittelmeerstädtchen, da eine rustikale Holztür mit Eisenbeschlägen, kunstvoll zu einem Tisch umgearbeitet, und dort eine mit Schnitzereien verzierte Sitztruhe – die Artikel, die Vinko und Andrea Filipovic in ihrem «VintageShop» anbieten werden, haben eine
Geschichte. «Und die soll erhalten bleiben», so der Unternehmer, der im Säuliamt aufgewachsen ist. Nachhaltigkeit ist ihnen ein grosses Anliegen, wenn sie gebrauchte Möbel und Geschirr, Kleider und Accessoires an den Mann und an die Frau zu bringen versuchen. Auserlesene neue Artikel ergänzen das Sortiment stimmig: «Zeitlose Stücke», wie die beiden betonen. In Feierabendarbeit hat das «Vintage-Shop»-Team die neuen Räume aufgepeppt. Inspiration fanden Vinko und Andrea Filipovic jüngst auf Ibiza, wo Vintage ein riesiger Trend ist.
Am Samstag, 18. Juni, öffnet ihr Shop erstmals seine Türen. Das wird gemeinsam mit den Nachbarn gefeiert, dem Restaurant Milia’s, der ReiseBar und Azzurro Coiffure. «Zusammensein und einander kennenlernen» nennt Vinko Filipovic als Devise, willkommen seien alle. Für die Besucher wird unter anderem eine Lounge eingerichtet und eine Hüpfburg aufgestellt. Weiter wird ein Grill eingeheizt. Vintage-Shop Vintage Shop, Stallikerstrasse 1, Bonstetten. Eröffnungsfest am Samstag, 18. Juni, 10 bis 16 Uhr. Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 9 bis 18 Uhr.
DeschaWü, Bahnhofstrasse 12, Mettmenstetten, Telefon 0774708161, www.deschawü.ch, info@ deschawü.ch. Dienstag bis Freitag, 9 bis 11.30 Uhr und 14 bis 18 Uhr; Samstag, 9 bis 13 Uhr (von April bis September nur 1. und 3. Samstag im Monat).
Vinko und Andrea Filipovic (rechts) eröffnen am Samstag ihren «Vintage Shop» und die Nachbarn feiern mit: Von links: Ursula von Allmen (ReiseBar), Tiziano Tuozzo (Restaurant Milia’s) und Jolanda Wehder (Azzurro Coiffure und Naildesign). (Bild zvg)
Veranstaltungen
Dienstag, 14. Juni 2022
Wenn Tauchgänge Inspiration liefern
Glasperlen und Holzkreationen in Schneiters Scheune, Affoltern Das warme Wetter kommt nun doch und somit auch die Sommerfarben. Zeit für eine Ausstellung bei Schneiters in der Scheune. Bruno Schneiter sammelt das ganze Jahr über spannende Stücke Holz und verwandelt diese an seiner Drechselbank zu einzigartigen Schalen, Pfeffermühlen und Vasen. Wichtig ist ihm jeweils, dass die schöne Maserung des Holzes gut zur Geltung kommt und die Form dazu passt. Neuste Kreationen sind sogar mit gefärbtem Kunstharz aufgefüllt, was seinen Kunstwerken einen ganz neuen Touch verleiht. Die neusten Sommertrends findet man ebenfalls in dieser Scheune, wo Martina Schneiter ihre handgedrehten Glasperlen präsentiert. Diese werden an der 800 Grad heissen Gasflamme geschmolzen, verziert und abgekühlt, bis eine tragbereite Glaskugel entsteht. Martina Schneiter holt sich nach wie vor grosse Inspiration von ihren Tauchgängen und Unterwasserfotos aus Jordanien. Das Zusammenspiel von Farben und Strukturen dieser exotischen Fische und Korallen kann sie aufnehmen und in ihren Glaskugeln widerspiegeln. Ob Tintenfisch, Feuerfisch oder
MARKTPL ATZ
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Ein Krimiabend mit Annette König Die SRF-Literaturkritikerin und Bloggerin ist am Donnerstag, 23. Juni, zu Gast in der Bibliothek Stallikon.
Vom Unterwasserfoto zur Glaskugel: der rote Seestern. (Bilder zvg.) Seestern, diese Linien und Tupfen sind auf Ohrhängern, Armbändern, Colliers überall zu erkennen. So entsteht einzigartiger Glasschmuck inspiriert von der Unterwasserwelt!
Bilder und Speisen aus Jordanien Der Unterwasserfotograf und Tauchinstruktor Yazan Alsaed wird am Wochenende ebenfalls anwesend sein und die Besucher kulinarisch nach Jordanien entführen. Er wird am Feuer ein einfaches Menü aus seiner Heimat kochen.
Dazu gibt es türkischen Kaffee, Datteln und jordanische Süssspezialitäten und das typische jordanische Sommergetränk, den Lemon-Mint-Drink. Wer dieses arabische Königreich noch nicht kennt, wird die Präsentation mit tollen Bildern dieses vielseitigen Landes in vollen Zügen geniessen können.
Annette König ist Literaturkritikerin bei SRF. In ihrem persönlichen Bücherblog teilt sie ihre Leseleidenschaft mit allen Interessierten. Am liebsten liest sie Bücher, die ihr neue Welten eröffnen, die sie in andere Zeiten, Kulturen und Milieus eintauchen lassen. Sie liebt Bücher, die erschüttern, Gefühle und Erkenntnisse auslösen und über das Alltägliche hinausgehen. Man darf sich auf einen spannenden Krimiabend mit Annette König freuen, an dem sie sehr persönliche Krimis vorstellt. Mit ihr kann man zudem über die persönlichen Lieblingskrimis diskutieren und was eigentlich einen guten Krimi ausmacht. Bibliothek Stallikon Krimiabend am 23. Juni, 19.30 Uhr, Schul- und Gemeindebibliothek, Massholderenstrasse 1,
Martina Schneiter
Stallikon-Sellenbüren (Haltestelle Loomatt, Postauto 235/236 und 227). Eintritt 10 Franken.
Ausstellung vom 17. bis 19. Juni, Mühlebergstrasse 8,
Anmelden erwünscht, Tel. 0447001326,
Affoltern. Freitag, 18–21 Uhr, Samstag 15–21 Uhr,
bibi.stallikon@bluewin.ch.
Sonntag, 14–17 Uhr. Infos: www.glasjuwelen.ch.
Infos: www.bibliothek-stallikon.ch.
Annette König bringt viel Lesestoff mit nach Sellenbüren. (Bild zvg.)
Die Beiträge in der Rubrik «Marktplatz» wurden von Werbekunden eingereicht. Interessiert? Tel. 058 200 57 00
Bereit für einen langen, Auf den Spuren des Baarer Bieres Wanderung von Menzingen her in Richtung Sihl schönen Sommer Der Verein Zuger Wanderwege, die IG bio Zugerland und die Brauerei Baar wandern am 22. Juli von der Braugerste zum Bier.
Der Stammtisch darf auch im «Huwyler» nicht fehlen: Martin Lang (ganz rechts) prostet auf den Sommer. (Bild zvg.)
Die neu gestaltete Gartenwirtschaft im Restaurant Huwyler in Merenschwand verspricht lauschige und schattige Sitzplätze. Mit den gluschtigen Sommerspezialitäten ist so ein perfekter Abend garantiert. Der Dorfkern von Merenschwand wird momentan massiv umgestaltet. Zwar hat diese Tatsache auf die Speisekarte, Produkte und Menüs, oder gar auf die Ambiance im «Huwyler» absolut keinen Einfluss. Lediglich bei der Zufahrt zu den Parkplätzen werden die Gäste ein klein wenig gefordert. Das Team ist je-
doch bemüht, diesen Umstand mit seiner bewährten Qualität der Speisen, Getränke und selbstverständlich auch dem Service mehr als nur wettzumachen. Die Sommerkarte verspricht allen kulinarischen Vorlieben, Präferenzen und Sympathien Rechnung zu tragen, sei dies auf dem Teller oder im Glas. Familie Michèle und Martin Lang und das «Huwyler»-Team freuen sich, Gäste herzlich willkommen zu heissen. Restaurant Huwyler Öffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch, 8.30 bis 24 Uhr, Donnerstag bis Samstag, 11 bis 24 Uhr, Infos unter www.huwyler-merenschwand.ch, Reservieren: 0566469016.
«Die Stimmung auf der ausgebuchten Wanderung im letzten Jahr und das Interesse der Bevölkerung an der regional angebauten Braugerste hat uns begeistert», sagt Martin Uster, Geschäftsleiter der Brauerei Baar. Auch Karl Nussbaumer, Präsident vom Verein Zuger Wanderwege ist erfreut: «Nach einer Wanderung einkehren und ein kühles Bier trinken, zählt für manche zum Highlight.» Gewandert wird von Menzingen über die Moränenhügel hinunter zur Sihlmatt. Hier wartet ein kurzer Ausflug zum Thema Food Pairing. Food Pairing bedeutet, nicht nur Biere zu finden, die optimal zum Essen passen, sondern neue Geschmackserlebnisse zu erzeugen. Dann wandert man der Sihl entlang. Durch die alten Tunnels, die im Jahr 1898 für die Wasserversorgung der Stadt Zürich gebaut wurden, geht es zum Hof Hintersennweid, wo eines der Braugersten-Felder der IG bio Zugerland steht. Hier gibt es Informationen zur Gerste, über die Braugerstenkultur und die Weiterverarbeitung zum Bier, die für die Brauerei Baar angebaut wird. Danach geht es nach Sihlbrugg Dorf. Nach der zweieinhalbstündigen Wanderung bringt der Bus die Wander-
Die Bio-Braugerste steckt im Baarer Bier. (Bild zvg.)
schar zur Endstation Brauerei, wo die Teilnehmenden das verdiente Feierabendbier erwartet. Die Platzzahl ist auf 50 Teilnehmende beschränkt, eine Anmeldung ist obligatorisch auf www. zugerwanderwege.ch.
Zuger Bio-Braugerste Seit 2020 baut die IG bio Zugerland mit der Brauerei Baar in der Region Menzingen/Neuheim Braugerste an. Im diesjährigen Sommerbier «ZugBier» (erhältlich ab Ende Juni 2022), das anlässlich des «Zug Fäscht» vom 3. September 2022 gebraut wird, ist auch die Zuger Braugerste enthalten. «Wir freuen uns, dass wir mit unserer Zuger Bio-
Braugerste einen Beitrag leisten, damit das Baarer Bier lokaler denn je ist», sagt Peter Waltenspül, Präsident vom Verein der Zuger Biobauern bio Zug. Der Verein Zuger Wanderwege setzt sich unter anderem für eine flächendeckende Signalisation der Wanderwege ein. Die IG bio Zugerland besteht aus 15 Biobauern, die zusammenarbeiten, um produzierte Dinkel, Weizen oder Braugerste an die Zuger Bevölkerung zu verkaufen. Brauerei Baar, Zuger Wanderwege, bio Zugerland Freitag, 22. Juli, Bierwanderung, Infos: www.zugerwanderwege.ch
Mit Meditation das eigene lichtvolle Potenzial entfalten Seit über 30 Jahren leitet Heidi Bleiker Meditationsgruppen in Mettmenstetten. Am 30. Juni beginnt eine neue fortlaufende und aufbauende Gruppe, einmal monatlich in einer Kleingruppe von 19 bis 22 Uhr. Mit Licht-Meditationen und verschiedenen Energie-Übungen werden der physische Körper, die Chakras und das ganze Energiesystem gestärkt. Heilenergien stärken die Organe, das Immunsystem und das ganze Drüsensystem, und mit der Zeit werden auch Heilenergien für Fernheilungen ein-
gesetzt. Mit Wahrnehmungsübungen wird das innere Sehen geschult und Bilderreisen ermöglichen Erfahrungen auf verschiedenen Ebenen des eigenen vielschichtigen Seins. Auch alte hinderliche Muster können sich so Schicht für Schicht lösen. Das Bewusstsein weitet sich, die Verbindung zur geistigen Welt und zur Seelenebene und zum höheren Selbst wird gestärkt, sodass die Licht- und Seelenimpulse immer stärker in den Alltag fliessen und das eigene lichtvolle Potenzial immer mehr zum Ausdruck kommt. Der Meditationskurs startet am 30. Juni in Mettmenstetten und dauert
von 19 bis 22 Uhr. Die Gruppe trifft sich einmal im Monat, je nach Anzahl Anmeldungen ist auch noch ein anderer Tag (und Zeit) möglich. Es sind alle ganz herzlich willkommen, mit und ohne Meditationserfahrung! Heidi Bleiker ist spirituelle Lehrerin und Psychologin, Shiatsu- und Stimmgabeln-Klang-Therapeutin und leitet Meditationskurse für Bewusstseinsentwicklung und spirituelles Wachstum. Heidi Bleiker Anmelden und weitere Auskünfte unter www.heidi-bleiker.ch, Telefon 0447671534.
Heidi Bleiker. (Bild zvg.)
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Veranstaltungen
Dienstag, 14. Juni 2022
Aoba ist zurück auf der Bühne Ein Jahreskonzert im Juni statt wie traditionell im Januar: Das Akkordeon-Orchester Bezirk Affoltern kehrt nach der CoronaPandemie auf die Bühne zurück. «Nach einem Jahr ‹Zwangspause› ist es nun endlich so weit und unser traditionelles Jahreskonzert findet wieder statt.» Das schreibt Urs Schneebeli, Präsident des Akkordeon-Orchesters Bezirk Affoltern (Aoba), voller Vorfreude im Programmheft für das Jahreskonzert 2022. Eine Vorfreude, die getrübt wurde. Denn eigentlich hätte das Jahreskonzert wie immer zu Jahresbeginn stattfinden sollen. Bekanntlich machte die CoronaPandemie diesen Plänen einen Strich durch die Rechnung. Die Zwangspause wurde um ein halbes Jahr verlängert. Positiv ausgedrückt: Die Vorfreude währt nun bis Mitte Juni. Am kommenden Wochenende beendet das Aoba die konzertfreie Zeit und kehrt auf die Bühne zurück.
Für jeden Musikgeschmack etwas Im Stampfi-Saal in Knonau werden die rund 20 Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von René Glauser ein abwechslungsreiches Programm zum Besten geben. Von Klassik über MusicalMelodien bis hin zu Rock ’n’ Roll gibt es für jeden Musikgeschmack etwas. Eröffnet wird das Konzert mit der Mazury Rhapsody von Alfred Bösendorfer, die eine Mazurka mit einem Volkslied und anderen polnischen Melodien verbindet. Es folgt ein Medley, das es in sich hat: In «Classic Mozart goes Pop» sind klassische Ohrwürmer aus der Feder des berühmten österreichischen Komponisten zu hören. Auch die Musical-Melodie Anatevka wird vielen bekannt sein. Die zweite Konzerthälfte wird eröffnet von Edi’s Blasmusikanten. Die neun Musiker aus dem Säuliamt spielen unter der Leitung von Kurt Ebner böhmischmährische Stücke, aber auch moderne Kompositionen oder Schlager. «Mein kleiner grüner Kaktus», «Ein Freund, ein guter Freund» und «Veronika, der Lenz ist da»: Diese Songs kennt wirklich jeder. Die Comedian Harmonists feierten damit Welterfolge, die auch gespielt auf Akkordeons eine wahre Freude sind. Ohrwürmer gibt es nach «Por una cabeza» und dem Persischen Marsch von Johann Strauss Sohn auch zum Schluss des Konzerts. «Sugar Baby» und andere Songs des österreichischen Rock ’n’ Rollers Peter Kraus bringen nochmals Stimmung.
Vor dem Konzert ein Cüpli Das Jahreskonzert des Aoba ist nicht nur ein musikalischer Genuss, es eignet sich auch hervorragend, um gemeinsam zu feiern und anzustossen. Türöffnung im Stampfi-Saal ist am Samstag um 18.45 Uhr, das Konzert beginnt um 20 Uhr. Im Saal werden feine Menüs serviert. Für Spannung sorgt die Tombola mit vielen attraktiven Preisen. Am Sonntag ist der Stampfi-Saal ab 13.15 Uhr geöffnet. Das Konzert beginnt um 14 Uhr. Auch am zweiten Konzerttag wird eine Tombola durchgeführt. Zudem steht an beiden Tagen ein grosses Torten- und Küchenbuffet für die hungrigen Konzertgäste bereit. Silvan Meier, Aoba
Vocal Cord lebt vom grossen Engagement der Sängerinnen und Sänger. (Bild zvg)
Gesangskünste unterm Vordach Der Vocal Cord präsentiert immer wieder bekannte Musicals oder Eigenproduktionen Vocal Cord ist am Sonntag, 19. Juni, um 17 Uhr beim KasinoVordach in Affoltern vor Ort – mit eingängigen Liedern auch auf Schweizerdeutsch. Am Sonntag sorgt der Vocal Cord mit Gesängen unter dem Kasino-Vordach in Affoltern für Stimmung. Die Gründung des Chores geht auf das Jahr 1999 zurück und wurde mehr als 17 Jahre von Alois Heer geleitet. Er brachte jedes Jahr
ein neues Projekt zur Aufführung, auch mit vereinzelten Liedern aus Musicals. 2007 brachte der Chor mit «Les Misérables» sein erstes ganzes Musical auf die Bühne. Auf Alois Heer folgte der Dirigent und Pianist Patrik Elsaid. Waren es anfangs noch gängige Konzerte, kamen innert weniger Jahre immer mehr Choreografien und Texte dazu, sodass ganze Musicals ihren festen Platz hatten. Auch Arrangements aus Pop, Jazz und Gospels gehörten zum Repertoire. Mit grossen Klassikern wie
«Les Misérables» oder «Mamma mia» oder Eigenproduktionen wie «Die letzte Geschichte aus 1001 Nacht» begeisterte Vocal Cord sein Publikum immer wieder. Im Frühling 2020 fiel die Zusammenarbeit mit Patrik Elsaid als Chorleiter der Pandemie zum Opfer. Mit dem neuen Dirigenten Etienne Destraz wurde die Eigenkreation «Schiiwält» erarbeitet. Zum ersten Mal singt Vocal Cord ausschliesslich schweizerdeutsche Lieder. Von diesen wird am Konzert auch eine Auswahl zu hören sein.
Der Chor lebt mit und durch seine Sängerinnen und Sänger. Alles, was es für eine gelungene Aufführung braucht, wird vom Chor selbst organisiert. So wird in Eigenregie choreografiert, gebastelt oder genäht. KulturAffoltern Sonntag, 19. Juni, 17 Uhr, Kasino-Vordach Marktplatz 1, Affoltern, Hutkollekte, Märtkafi offen ab 16.15 Uhr. Infos: kulturaffoltern.ch
Sommerkonzert in der Badi
Sound, der unter die Haut geht
Am Dienstag, 21. Juni, um 19 Uhr findet das Sommerkonzert der Harmonie Affoltern im Freibad Stigeli in Affoltern statt.
Lucky Wüthrich kommt mit «Steady» am Samstag, 18. Juni, 20.15 Uhr, zum Gemeindeverein Hedingen in die Besenbeiz zum Kuhstall, Hof Ismatt, Hedingen.
Die Harmonie Affoltern spielt im «Stigeli»
Die Harmonie Affoltern freut sich, für einmal nicht in Uniform, sondern im Sommertenü, ein paar lüpfige, groovige und mitreissende Melodien in der idyllischen Gartenanlage des Freibades Stigeli zu präsentieren. Unter der bewährten Leitung von Martin Schiesser haben die Harmonistinnen und Harmonisten bekannte Musikstücke einstudiert und freuen sich ausserordentlich, dem Publikum einen unterhaltsamen
Lüpfige, groovige und mitreissende Melodien: Die Harmonie Affoltern. (Bild zvg.) Feierabend zu präsentieren. Für das leibliche Wohl sorgt das Team des Restaurants Stigeli. Der Eintritt fürs Konzertpublikum ist frei, der Anlass wird allerdings nur
bei gutem Wetter stattfinden. Verschiebedatum ist der Dienstag, 5. Juli. Harmonie Affoltern Weitere Infos unter www.harmonie-affoltern.ch.
Tanz, Musik und exotisches Essen
Fest der Kulturen im Zentrum Oberdorf in Affoltern Nach zweijähriger Zwangspause kann kommenden Samstag, 18. Juni, der bunte Begegnungsanlass auf der Piazza des Zentrums Oberdorf in Affoltern endlich wieder stattfinden. Organisiert wird er von der reformierten und der katholischen Kirche Affoltern. Endlich bietet sich anlässlich des Flüchtlingstages in Affoltern wieder die Gele-
genheit, mit Menschen verschiedenster Herkunft ins Gespräch zu kommen, von ihren Spezialitäten zu kosten und sich an traditionellen Tänzen und Musik zu erfreuen. Für das Mitwirken am Fest der Kulturen haben sich dieses Jahr Menschen aus über einem Dutzend verschiedener Länder angemeldet, von denen die meisten im Säuliamt leben. Auch das «Ämtler Tandem», das mit vielen Freiwilligen im Bezirk Affoltern Alltagshilfe für Menschen mit Migrationshintergrund leistet, wie auch Jugendliche vom MNA-Zentrum Lilienberg, sind
Jahreskonzert Aoba im Stampfi-Saal Knonau am Samstag, 18. Juni, 20 Uhr (Türöffnung 18.45 Uhr); und Sonntag, 19. Juni, 14 Uhr (Türöffnung 13.15 Uhr). Eintritt frei, Kollekte. Weitere Infos: www.aoba.ch.
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mit dabei. Sie alle werden ab 10 Uhr an den Länderständen kostenlos kleine Köstlichkeiten aus ihrer jeweiligen Heimat zum Probieren anbieten. Um 11 Uhr startet das abwechslungsreiche Rahmenprogramm mit Musik und Tanzdarbietungen aus aller Welt.
Kinder-Attraktionen und Wettbewerb Nebst dem beliebten Kinderschminken können die Kinder, unterstützt von den Leiterinnen und Leitern der Jubla, schnitzen und Bändeli knüpfen. Um 14 Uhr – gegen Ende des Festbetriebs – wird die Wettbewerbsauslosung der richtig ausgefüllten Antwortkarten vorgenommen. Hier winken den Gewinnerinnen und Gewinnern schöne Preise. Die ökumenische Vorbereitungsgruppe freut sich zusammen mit allen Mitwirkenden auf viele Besucherinnen und Besucher – auch über jene, die zwischen dem Samstagseinkauf nur kurze Zeit verweilen können.
25 Jahre. Eine Stimme, so straight und abgeklärt wie die eines eingesessenen Blues-Haudegens. Selbst geschriebene Songs, die mitreissen und berühren, geschrieben aus dem Alltag des Lebens, gespielt und gesungen mit der Lässigkeit und Leidenschaft eines Musikers, der auf die Bühne muss. Einer, der die Gitarre schrubbt und schleift, bis sie heult. Und einer, der schon ganz früh wusste: Das ist, was ich will, was ich tief in mir spüre, was ich tun muss! Nach elf Jahren als Musiker auf den Bühnen der Schweiz gehen Lucky Wüthrich und seine Band – Andreas Aeberhard am Bass, Dustin Persson am Schlagzeug und Andreas Allenbach am Klavier – mit dem ersten Album auf Release-Tour. Es heisst «Steady» und zeigt in zwölf Eigenkompositionen und einem Philipp Fankhauser-Track Wüthrichs Eigenständigkeit und Vielseitigkeit. Seinen tief unter die Haut gehenden Gesang, sein verblüffendes, hingebungsvolles Gitarrenspiel – es sind Lieder, die einen an der Hand und auf eine Reise nehmen. Funky, roh, mit jeder Menge Soul. Barbara Thürig Sommerkonzert am Samstag, 18. Juni, 20.15 Uhr, gedeckte Remise auf dem Hof Ismatt der Familie Suter. Kollekte. Platzreservierung empfohlen unter www.gemeindevereinhedingen.ch/veranstaltungen.
Ökumenische Vorbereitungsgruppe Fest der Kulturen, Samstag, 18. Juni, 10 bis zirka
Menschen aus über einem Dutzend Nationen präsentieren ihr Heimatland. (Archivbild)
14 Uhr, Piazza Zentrum Oberdorf, Affoltern.
Spürt den Blues: Lucky Wüthrich. (Bild zvg.)
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Sport
Dienstag, 14. Juni 2022
Grossauftritt von Benji Luchsinger Fussball 3. Liga – Gruppe 2: FCA – FC Blue Stars ZH 2 Captain Benji Luchsinger verabschiedet sich mit Heimsieg – und Treffer – vom heimischen Grün. Mit seiner Mannschaft gelang ihm ein 4:2-Sieg gegen den FC Blue Stars 2.
39. Minute doppelte Cotardo für den FCA gleich nach. Angelillo bereitete toll vor. Dank dem Doppelschlag zur 3:1Führung konnte Luchsinger den Pausentee ein wenig entspannter geniessen.
Das «Zwei» sichert den Klassenerhalt
Vorhang auf für das letzte Heimspiel des langjährigen Captains des FCA. Bei sommerlichen Abendtemperaturen und vor rund 100 Fans wurde pünktlich um 19 Uhr Luchsingers letztem grossem Auftritt im heimischen Moos die Bühne überlassen. 14 Minuten dauerte es, bis Luchsinger seine Truppe erstmals gefährlich im gegnerischen Strafraum sah. Der FC Blue Stars konnte jedoch nochmals entschärfen. Auch nach 24 Minuten konnte die Statistik noch keinen Ballkontakt für Luchsinger feststellen. Ob es sich dabei um einen technischen Fehler handelte, bleibt unklar. Allerdings blieben damit auch Fehlpässe aus – fehlerfreie Anfangsphase des FCACaptains. Dies blieb auch bis zur 24. Minute der Fall, als Stefanovic plötzlich allein im Strafraum auftauchte und auf Krstic ablegte, welcher mühelos zum 1:0 einschob. Der FCA konnte die Führung allerdings nicht lange verteidigen. In der 28. Minute pfiff der Schiedsrichter einen Elfmeter zugunsten der Stadtzürcher. Ob der Ball tatsächlich an Jeyakumars Hand sprang, wissen wohl nur er und der danebenstehende Luchsinger. Die Blue Stars liess sich nicht zweimal bitten und versenkten den Elfmeter zum 1:1. Dass Verteidiger ebenfalls Tore schiessen können, bewies in der 35. Minute Innenverteidiger Wildi. Niemand
Am Sonntagmorgen stand für die zweite Mannschaft des FCA das Albis-Derby gegen den Mittelfeldklub Langnau auf dem Programm. Das «Zwei» wollte der 1. Mannschaft nachziehen, die tags zuvor beim Heim-Abschiedsspiel von Captain Benji Luchsinger einen Vollerfolg verbuchen konnte. Im Gegensatz zum Fanionteam steckt das Zwei im Abstiegskampf. Um nicht in der letzten Runde in eine Zitterpartie im Derby gegen den FC WB involviert zu werden, war ein Sieg gegen Langnau die Voraussetzung. Entsprechend engagiert startete die Stojakovic-Truppe in die Partie. Der Ball wurde gut in den eigenen Reihen gehalten, vorerst blieben aber die Abschlüsse Mangelware. Beide Teams neutralisierten sich im Mittelfeld. Etwas entgegen dem Spielverlauf konnte der Gast aus Langnau in der 30. Minute einen gefährlichen Konter fahren, der mit einem Heber zur 0:1-Führung abgeschlossen wurde. Das Heimteam liess sich nicht verunsichern und konnte nur wenige Zeigerumdrehungen später den verdienten Ausgleich erzielen. Steiner schloss eine gute Kombination über Vogel und Stähli souverän ab. Danach musste dem Gast noch die eine oder andere Torchance zugestanden werden. In der 42. Minute dann der erlösende Führungstreffer durch Boris Jevremovic, Trainer des Fanionteams. Mit diesem Resultat wurden die Seiten
«Teufelskerl» macht Träume wahr
Der FCA kommt immer wieder gefährlich vors Tor der Langnauer. (Bild zvg.) gewechselt. Nach der Pause kamen die Einheimischen wesentlich stärker aus der Kabine. Scheinbar hatte Trainer Stojakovic die richtigen Worte und Schlüsse gefunden. Nun reihten sich die guten Chancen fast im Minutentakt aneinander, aber vorerst ohne zählbares Resultat. Erst in der 61. Minute erlöste Noel Stähli den zahlreichen Anhang an der Seitenlinie mit dem 3:1. Einen langen Ball aus der Verteidigung konnte Stähli mit seinem starken linken Fuss einnetzen. Der frustrierte Gegner schwächte sich selbst durch eine unnötige rote Karte wegen eines Fouls und anschliessenden Reklamierens. Nun trat das Heimteam richtig souverän auf, spielte den Vorsprung gekonnt über die Zeit, und in der Nachspielzeit krönte Felix Asam die gute Teamleistung mit einer herrlichen Direktabnahme zum Schlussresultat von 4:1. Somit hat sich die zweite
Mannschaft des FCA eine Runde vor Schluss den Klassenerhalt gesichert. Getrübt wurde die an sich sehr faire Partie durch eine unnötige zweite rote Karte gegen den FCL, wieder wegen Reklamierens. Zum Abschluss steht nun das Derby beim nach wie vor abstiegsbedrohten WB in Wettswil auf dem Programm und danach kann das junge Team bereits die Planung der neuen Saison in Angriff nehmen.
B-Junioren im Hoch Auch eine Erfolgsmeldung gibt es aus dem Lager der B-Junioren zu vermelden. Diese stehen als Gruppensieger in der 1. Stärkeklasse (fast) fest und werden somit den langersehnten Aufstieg in die Promotion schaffen. Dazu braucht es rechnerisch noch einen Punkt aus den ausstehenden zwei Partien. Wale Aegerter, Leiter Sport
Grosse Augen beim FCA-Anhang nach Wiederanpfiff: Die Mittelstürmerposition wurde zu Beginn des zweiten Durchgangs von Luchsinger besetzt. Damit wurde die Hoffnung bei den Fans geweckt, er möge seinen dritten Karrieretreffer für den FCA realisieren. Entsprechend ging in der 50. Minute ein Raunen durch die Zuschauerreihen, als Luchsinger den gegnerischen Kasten nur um wenige Zentimeter verfehlte. Man merkte, dass ganz Affoltern ihm den Treffer gönnen würde. Zwölf Minuten später dann Ekstase auf dem Sportplatz im Moos. Benji Luchsinger, der Teufelskerl, tanzte tatsächlich noch seinen Gegenspieler aus, bevor er die kühnsten Träume der Affoltemer wahr werden liess und seinen verdienten Treffer zum 4:1 erzielte. Kurz darauf wurde er unter tosendem Applaus ausgewechselt. In der 62. Minute, pünktlich zum Sonnenuntergang, fiel damit der letzte Vorhang vor heimischem Publikum. Seiner letzten Gastvorstellung können Benjis Fans voraussichtlich am kommenden Sonntag in Engstringen beiwohnen. Loick Himmelreich FCA: Aegeter, Premananthan, Wildi, Jeyakumar, Luchsinger (Captain), Kristic, Huber, Stefanovic,
wusste, wie und weshalb er sich im gegnerischen Strafraum verirrte und dass
er einen solch abgeklärten Abschluss besitzen würde. Die Freude war entspre-
chend gross beim gesamten Heimteam, als er souverän zum 2:1 einschob. In der
Angelillo (Ravasio), Bitzer (Buqa), Cotardo (Petermann).
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Sport
Dienstag, 14. Juni 2022
21
Endlich wieder Triathlon-Saisonstart in Zug Pünktlich zur Rückkehr des Sommers fand der Zytturm-Triathlon statt Der Zytturm-Triathlon fand in diesem Jahr wieder zum vorgesehenen Zeitpunkt bei optimalen Wetterbedingungen statt. 17 Ämtlerinnen und Ämtler erreichten das Ziel. In den letzten zwei Jahren war dieser Saisonauftakt Corona zum Opfer gefallen.
«Als Team präsent, bei den Junioren Spitze» Kurt Müller ist mit dem Saisonstart des Stalliker Teams Koach in Zug zufrieden.
von bernhard schneider Für die einen ist der Zytturm-Triathlon der erste Wettkampf, der zur Schweizer Triathlon-Jahreswertung über die «olympische» Kurzdistanz zählt, für andere ein Vorbereitungswettkampf auf einen halben oder einen ganzen Ironman, für eine dritte Gruppe eine gute Möglichkeit, in der Nähe des Wohnorts einen Triathlon-Wettkampf zu erleben. Der Affoltemer Kurzdistanz-Triathlet Stephan Lowiner, mit Abstand schnellster Ämtler, gewann die Altersklasse M35 überlegen dank einer ausgeglichenen Leistung. Sein dritter Rang im Schwimmen und auf dem Bike reichte zusammen mit dem zweiten auf der Laufstrecke zu einem Vorsprung von 1:27 Minuten auf den Zweitschnellsten seiner Kategorie, die ausgesprochen stark besetzt war, denn der zweitschnellste Ämtler, Manuel Schönbächler, erreichte mit einem Rückstand von lediglich 13:32 Minuten Rang 17 von 99 Klassierten.
Stärkste Schweizerin «70,3» Als erste Ämtlerin traf Désirée Huber, Obfelden, im Ziel ein. Sie ist zurzeit die stärkste Schweizerin über die IronmanMitteldistanz «70,3» ihrer Altersklasse. Den Rückstand im Schwimmen auf Platz 2 machte sie mit einer schnellen Radrunde um den Zugersee wett, bevor sie mit einer schnellen Laufzeit den entscheidenden Vorsprung herausholte.
Schnelle Wagen
Susanne Müller, Stallikon, auf den letzten Metern des Zytturm-Triathlons in Zug. (Bild Kurt Müller) Knapp nicht fürs Podest reichte es in der Kategorie F35 Petra Bolzli, Hausen, und Sandra Wolf, Affoltern – Bolzli brillierte beim Schwimmen, Wolf beim Laufen. Auch die Jüngsten aus dem Bezirk Affoltern fielen mit guten Leistungen auf. Leonie Schönbächler, Mettmenstetten, wurde 2. In der Kategorie Mädchen 8–9. Bei den Knaben konnten die Brüder Victor Evert und Arvid Casper Carlsson aus Kappel mit den Besten mithalten.
Das elfte Säuliämtler «Pinewood-Derby» stand am vergangenen Samstag an. 44 Autos waren am Start. Schon nach den ersten Runden kristallisierten sich erste Favoriten heraus: «T59», «Ferrari», «Super William», «Chicken-Wins» oder «Under the Sea» gehörten zu den Favoriten. Und sie schafften es auch alle ins Final, das von den 12 schnellsten Autos bestritten wurde. Schliesslich hatte das Auto von William Brown aus Mettmenstetten die Nase vorn und holte den Sieg vor den Mitkonkurrenten Maia Brown und Alexandra Charles aus Aeugst. Auch die Ausmarchung in der Kategorie «Originalität» war spannend. Daran teilnehmen durften alle, die selbst ein Auto gefertigt hatten. Lio Ottiker aus Bonstetten wurde seiner Favoritenrolle gerecht und holte sich mit «Minion» dieses Jahr den Sieg. In der Kategorie «Publikumsliebling» dagegen durften sämtliche Anwesenden mitstimmen, also auch Personen, die als Zuschauerinnen und Zuschauer zum Rennen gekommen waren. Es obsiegte Sofia Malm aus Thalwil mit einem engelsgleichen, geflügelten Wagen, den sie sinnigerweise auf den Namen «Chose the Right» getauft hatte.
Kompakter Auftritt: Praktisch gleichzeitig gehen die Team Koach Athleten André Weber (738), hinter ihm Christian Müntener (761) und Olivier Herbelin (453) in Zug auf den abschliessenden Lauf. (Bild Jürg Sigrist) seinen Athletinnen und Athleten die individuelle Taktik festgelegt. So sollte Susanne Müller nach ihrer sportlichen Baby-Pause über die Short-Distanz wieder etwas Wettkampfluft schnuppern, was ihr erfolgreich gelang. André Weber bereitet sich auf die Ironman-Saison vor, für ihn war Zug ein Härtetest. Nach einer intensiven Trainingswoche sollte er um einen Podestplatz kämpfen, was ihm knapp misslang, als Vierter verlor er 31 Sekunden auf den Dritten. 30 Sekunden hinter ihm lag Teamkollege Christian Müntener. Kurt Müller stellt fest: «Solche Kämpfe auf den letzten Metern
geben den richtigen Biss, der erforderlich ist, um bei grossen Wettkämpfen erfolgreich zu sein.» Müller bedauert, dass regelmässige Kandidatinnen und Kandidaten für Podestplätze wie Urs Müller und Denise Johansen, Alfi Caprez und Bernhard Schneider diesmal in Zug fehlten, doch: «Es sind alles Amateure, die einerseits ihr individuelles Wettkampfprogramm, anderseits ihre beruflichen und privaten Verpflichtungen haben. Als Teamchef kann ich niemanden aufbieten, und das ist gut so.» Team Koach
Die Resultate der Ämtlerinnen und Ämtler Olympische Distanz (1,5 km Swim, 40 km Bike, 10 km Run): Lowiner Stephan, Affoltern, 1. M35, 1:50.40;
Schönbächler Manuel, Mettmenstetten, 17. M35,
Anne-Sophie, Ottenbach, 17. F18, 1:53.25; Wurm
1000 m Bike, 350 m Run): Schönbächler Leonie,
Huber Désirée, Obfelden, 2. F35, 2:14.42; Bolzli Petra,
2:04.12; Hosig Daniel, Affoltern, 59. M18, 2:23.20.
Marion, Kappel, 19. F45, 2:38.58; Schlumpf Patrick,
Mettmenstetten, 2. Mädchen, 5.15; Carlsson Arvid
Hausen, 4. F35, 2:18.39; Ammann Werner, Knonau,
Short Triathlon (500 m Swim, 40 km Bike, 5 km Run)
Affoltern, 46. M18, 2:03.26. Duathlon (10 km Run,
Casper, Kappel, 8. Knaben, 6.29.Duathlon Kinder
4. M65, 2:39.54; Wolf Sandra, Affoltern, 5. F35,
Hofstetter Roman, Bonstetten, 6. M18, 1:28.51; Müller
40 km Bike, 5 km Run): Gibel André, Obfelden, 8.
6–7 (100 m Run, 500 m Bike, 350 m Run: Carlsson
2:19.01; Steinmann Vera, Wettswil, 10. F35, 2:35.02;
Susanne, Stallikon, 8. F35, 1:46.44; Damen
M50, 2:23.17. Duathlon Kinder 8–9 (350 m Run,
Victor Evert, Kappel, 3. Knaben, 4.41.
Die Kleinen ganz gross
Starke Boulder
Jugendriege Bonstetten jubelt am Berner Kantonalfest in Lyss
In Brixen (ITA) fand am Wochenende zum ersten Mal ein Weltcup statt. Am fünften Boulder-Weltcup der Saison starteten 179 Athletinnen und Athleten aus 34 Ländern. Am Start waren auch drei Damen und vier Herren aus der Schweiz, darunter Petra Klingler (Bonstetten) vom Regionalzentrum Zürich. Sie erreichte in Brixen den Halbfinal und unterstrich damit, dass die Formkurve nach oben zeigt. In der Qualifikation erreichte Petra Klingler (Bonstetten) vom Regionalzentrum Zürich drei Tops und alle fünf Zonen. Damit konnte sie sich als Einzige des Schweizer Teams für den Halbfinal qualifizieren. Im Halbfinal konnte sie sich weiter steigern, erreichte zwei Tops und drei Zonen, was zum 15. Rang reichte. Dies ist ihre beste Klassierung in diesem Jahr und unterstreicht, dass die Formkurve nach oben zeigt. Die zweitbeste Schweizerin, Sofya Yokoyama (Rolle) boulderte auf Rang 29. Den Wettbewerb in Brixen gewann erneut Natalia Grossman (USA) vor Hannah Meul (GER) und Zhilu Luo (CHN). Bei den Herren siegte Yannick Flohé (GER) vor Maximillian Milne (GBR) und Tomoa Narasaki (JPN). Bester Schweizer wurde Sascha Lehmann (Burgdorf) auf Rang 23. Er verpasste den Halbfinal der besten zwanzig Athleten nur knapp.
In Lyss zeigten die Jungturnerinnen und Jungturner ihr ganzes Können. Am Schluss reichte es zum tollen 2. Rang.
Die siegreichen Starter. (Bild zvg.)
Zwei Nachwuchsathleten betreut Kurt Müller, beide gewannen am Samstag in Zug in ihrer Altersklasse – Manuel Arnold in der National League, die etwas jüngere Anouk Danna in der Youth League. Am Sonntag erzielte das Team Koach erstmals keinen Podestplatz, doch wichtiger ist Kurt Müller der geschlossene Teamauftritt mit 21 klassierten Athletinnen und Athleten. Am besten erklären kann Kurt Müller seine Trainingsphilosophie am Beispiel von Manuel Arnold, den er sachte an die nationale Spitze heranführt. Dieser musste in der vorletzten Woche vor dem Wettkampf wegen einer Erkältung mit dem Training aussetzen. Am Pfingstsonntag absolvierte er anschliessend das erste, lockere Training, am Montag und Dienstag konnte er leicht steigern. Am Mittwoch war er bereits fit genug, um als Test ein Bergrennen zu absolvieren. Auf dieser Basis war es zu verantworten, ihn in der National League am Samstag starten zu lassen, und dies mit Erfolg: Als Sieger der Kategorie U20 verlor er lediglich 40 Sekunden auf den Overall-Sieger der Elite-Kategorie. Auch für die Wettkämpfe vom Sonntag hatte Kurt Müller mit allen
Am vergangenen Wochenende fanden im bernischen Lyss im Rahmen des Berner Kantonalturnfestes auch die Jugendturntage statt. Das Interesse der
zahlreichen Zuschauer war gross – sie bekamen tollen Sport zu sehen. Gleich zu Beginn legten die Jungturnerinnen und -turner der Jugi Bonstetten den Boden für den abschliessenden Podestplatz. Im Spieltest Allround erreichten sie eine Note von 9,93. Auch die Pendelstafetten glückte sehr erfolgreich. Denn schlussendlich durften 8,66 Punkte notiert werden. Im
dritten Wettkampfteil, der aufgeteilt werden durfte, erreichten die Weitspringer ebenfalls sehr gute 8,38 Punkte. Die Werferinnen standen dann mit 9,39 Punkten zu Buche. Die tolle Endnote von 27,61 reichte dann zum erfreulichen 2. Rang, was mit grossem Jubel gefeiert wurde. Maja Loder, TSV Bonstetten
Martin Rahn-Hirni Rangliste Damen: 1. Grossman Natalia (USA), 2. Meul Hannah (GER), 3. Luo Zhilu (CHN), 15. Klinger Petra (SUI; Regionalzentrum Zürich; Bonstetten), 29. Ryokoyama Sofya (SUI; Rolle), 59. Bärtschi Natalie (SUI; Chur). Rangliste Herren: 1. Flohé Yannick (GER), 2. Milne Maximillian (GBR), 3. Narasaki Tomoa (JPN), 23. Lehmann Sascha (SUI; Burgdorf), 41. Favre Nils (SUI; Martigny), 49. Grünenfelder Nino (SUI; Baar),
Kirche Jesu Christi HLT
Die Jugendriege Bonstetten zeigte am Wochenende in Lyss eine starke Leistung (Bild zvg.)
73. Clemence Julien (SUI; Gisikon).
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