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01_2021_Stadtanzeiger_Olten

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Olten, Donnerstag, 7. Januar 2021 | Nr. 1 | 89. Jahrgang | Auflage 34 383 | Post CH AG

Stefan Nünlist

Brückenbauen - eine Ode an unsere Stadt

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Wir sprechen mit dem neuen Kolumnisten Stefan Nünlist über Diplomatenjobs, Infrastrukturnetze und Olten. (Bild: D. Hetzer)

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Der Brückenbauer STEFAN NÜNLIST ist neuer Stadtanzeiger-Kolumnist und möchte mit seinen Texten Brücken bauen. MIRJAM WETZSTEIN

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KANTONSRATSWAHLEN 7. MÄRZ 2021

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Die Mitte

urz vor den Festtagen verteilte Stefan Nünlist mit seinen Kollegen des Oltner Rotary Clubs Weihnachtsguetzli und Weihnachtssterne in den Altersheimen von Olten und der Region, die bis vor Weihnachten wegen der Corona-Massnahmen isoliert waren. «Mein Papa ist selbst im Altersheim, weswegen mir bewusst ist, wie schwer die Isolation für die Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch für die Angehörigen ist», erzählt Nünlist.

Nünlists 24 Stunden

Nachdem unser langjähriger Kolumnist Urs Bloch, bei dem wir uns an dieser Stelle herzlich für seine wunderbaren Kolumnen bedanken, seine Tätigkeit beim Stadtanzeiger Olten beendet hat, können wir zu unserer grossen Freude Stefan Nünlist als Vierter im Kolumnisten-Bund begrüssen. Obwohl beim Vielengagierten und -interessierten keineswegs Langeweile aufkommen dürfte, lautete seine prompte Antwort auf unsere Anfrage «das mache ich sehr gerne». Es stellt sich die Frage, ob auch sein Tag 24 Stunden zählt. Neben seiner Mitgliedschaft beim Rotary Club Olten ist der Leiter der Unternehmenskommunikation bei der Swisscom auch Gründungsmitglied und Präsident des Yachtclub Olten, der jeweils Anfangs Dezember den Oltner St. Niklausschwumm durchführt und dabei Gelder für Unicef und «ShelterBox» sammelt. Bei ersterer Organisation amtet Nünlist als Delegierter für die Schweiz. Ausserdem ist er seit drei Jahren Kantonalparteipräsident der FDP und seit dem vergangenen Sommer Mitglied des Kantonsrats. «Auch mein Tag hat 24 Stunden», beruhigt der 59-Jährige und fügt erklärend an: «Ich habe jedoch das Glück, viele engagierte Menschen in meinem Umfeld zu wissen, die sich darum kümmern, dass die Detailarbeiten erledigt werden. Auch beim Yachtclub Olten habe ich Ideen und mein langjähriger Freund Rico Tonet setzt diese schliesslich als Organisator um.» Zudem führe er mit seiner Deutschen Lebenspartnerin Martina, die in Freiburg in Breisgau lebt, eine Wochenendbeziehung, was ihm etwas mehr Zeit

unter der Woche beschere. Dies sei aber auch einer der Gründe gewesen, wieso die Coronapandemie auch bei ihm Spuren hinterlassen habe. «Martina und ich konnten uns in der Anfangszeit des Lockdowns nicht sehen, da die Grenzen zu waren. Ausserdem bereitete mir die einschränkende Staatsmacht Mühe, auch wenn ich die Massnahmen verstand», erzählt Nünlist, dessen privates Umfeld, wie einst sein Vater auch, allesamt in medizinischen Berufen vertreten sind. Daneben hatte Corona auch einen grossen Einfluss auf sein langjähriges Hobbie. Zwar konnte die Hilari-Zunft zu Olten ihr Jubiläumsjahr mit der Durchführung der Fasnacht begehen, allerdings fiel das Rahmenprogramm ins Wasser, was Nünlist als OK-Präsident auf dem linken Fuss erwischte. Zudem bekomme er natürlich als Kantonalparteipräsident die Sorgen der Unternehmer mit, die um ihre Existenz bangen.

Von der Idylle in den Bundesratsbetrieb

Seine Kindheit mit zwei Schwestern in Starrkirch-Wil bezeichnet Nünlist als idyllisch. Das Lehrschwimmbecken weckte in ihm früh seine Liebe zum Wasser und der Wald war sein Spielplatz. «Der Besuch der kleindörflichen Schule Ende der 1960er-Jahre hat dafür gesorgt, dass ich Olten damals als grosse und unheimliche Stadt empfunden habe», meint Nünlist lachend, der einst Lokomotivführer, Polizist oder Pilot werden wollte. Sein Interesse für Gerechtigkeit und Recht wurden schliesslich nicht nur durch die Lektüren des Schriftstellers Friedrich Dürrenmatt, sondern auch seinen Lehrer an der Kantonsschule Olten Prof. Dr. Peter André Bloch geweckt. So liess sich Nünlist schliesslich zum Fürsprecher und Notar ausbilden und sammelte erste Berufserfahrung in Olten. Bereits während der Kantonsschule frönte Nünlist seiner Reiselust und absolvierte einen Auslandaufenthalt in Amerika. Ausserdem war er während seines Studiums als Flugbegleiter tätig. «Ich mochte das Weggehen, kam aber auch immer wieder gerne nach Olten zurück, das stets mein Wohnort geblieben ist», erzählt Nünlist, der das Pendeln zwischen Welten stets geschätzt hat. Der Fall der Berliner Mauer bildete schliesslich für ihn den Startschuss, die Welt zu entdecken. «Ich absolvierte die Aufnahmeprüfung für die zweijährige Diplomatenausbildung und war erstaunt, als ich diese bestand», erzählt Nünlist, in der ihm eigenen Bescheidenheit. Diese Tätigkeit führte ihn zwei Jahre nach Süd-

afrika und schliesslich ins Bundeshaus. Als persönlicher Mitarbeiter von den Bundesräten Jean-Pascal Delamuraz und später von Pascal Couchepin bekam der Oltner Einblicke in die nationalen Geschäfte.

Drei Themen zu lösen

Neben seiner Tätigkeit als Kommunikationsleiter der Aare Tessin begann sich der passionierte Motorradfahrer politisch als Präsident der FDP Olten und während 14 Jahren im Oltner Parlament zu engagieren. Sich selbst beschreibt Nünlist als eine frohgemute, nachdenkliche und an anderen Menschen interessierte und liberale Person. «Ich bin aber auch ein wenig eigenbrötlerisch und vielleicht deshalb dem Freisinn zugewandt», meint der Vater eines erwachsenen Sohnes lachend. Beruflich folgten für Nünlist Stationen bei der Swisscom, bei der SBB und noch kurz bei der UBS, bis die Swisscom Nünlist vor sieben Jahren als Leiter der Unternehmenskommunikation in den Betrieb zurückholte. Angesprochen auf seinen kurzen Abstecher bei der Bank, meint der Berggänger: «Die Bank war nicht meine Welt. Mich faszinieren Infrastruktur, Schnittstellen, Wirtschaft und Politik. Der Tiefbau prägte schon immer die Welt, das hat bereits beim römischen Strassenbau begonnen.» So erstaunt es nicht, dass Nünlist als Verwaltungsratsmitglied das «Cargo sous terrain»-Projekt, ein unterirdisches digitales Logistiksystem, unterstützt. Nach einer längeren politischen Pause kandidierte Nünlist, der sich durch seine Liebe für Medien und Filme lachend als Medienjunkie bezeichnet, im vergangenen Jahr vergebens für einen Ständeratssitz. Nachgerutscht ist er im vergangenen Sommer in den Kantonsrat. Nachgefragt nach seiner Motivation meint er: «Meine Generation muss drei Themen lösen: Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig gestalten ohne Verlust der Lebensqualität, die Altersvorsorge sanieren und eine Welt schaffen, in der man sein darf, wie man ist, ohne dass einem mit Vorurteilen begegnet wird», so Nünlist, der Olten als Stadt ohne Dünkel bezeichnet. «Die Stadt ist in den vergangenen Jahren roter und grüner geworden und es haftet ihr noch immer eine gewisse revolutionäre Aufbruchstimmung an.» Doch gerade in Olten sei es ihm ein Anliegen, Brücken zu bauen und mehr das Gemeinsame hervorzuheben, als das was trenne. w w w. s te fa n n u e n l i s t . c h

Stefan Nünlist, Leiter Unternehmenskommunikation und Politiker. (Bild: Dominik Hetzer)

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aben Sie sich schon mal gefragt, warum unser Olten gerade hier zwischen Froburg, Born und Säli entstanden ist? Hat doch Hägendorf eine viel schönere Weitsicht, in Lostorf steht ein veritables Schloss, in Egerkingen und Oftringen kreuzen sich Autobahnen, in Oensingen wachsen die besten Zwiebeln und in Solothurn residieren zwei Bischöfe. Die Antwort ist einfach: Olten ist seit der Zeit der Römer eine Brückenstadt. In Olten führen die Wege von West nach Ost und von Nord nach Süd über die Aare. Hier grenzte die alemannische an die romanische Kultur, in Olten hielt man Traditionen hoch und kämpfte doch stets für den Fortschritt, aus unserer Stadt hinaus entwickelte sich das Eisenbahnnetz. Olten ist als Brückenstadt Geburtsstätte unzähliger Ideen, Vereinigungen und Initiativen von nationaler Bedeutung. Brückenbauen ist mehr als nur Pfähle in den Flussboden rammen und mit Holzbrettern verbinden. Brückenbauen ist die Fähigkeit, Hindernisse zu überwinden und unüberwindlich Erscheinendes zu verbinden. In den letzten Jahren ist der Brückenbau in den Hintergrund gerückt. In vielen Bereichen wird lieber das eigene Gärtchen kultiviert und das Trennende betont. Wie wäre der Vorsatz für das noch junge Jahr: wir Oltnerinnen und Oltner suchen wieder mehr das Gemeinsame und das Verbindende. Wir hören zu und nehmen die vermeintlich andere Seite als bereichernd und ergänzend wahr. Wir beginnen Brücken zu bauen zwischen Nachbarn, Quartieren und Stadtseiten, von Alt zu Jung, von der Linken zur Rechten, von Stadt zu Land, von Zivilgesellschaft zu Wirtschaft oder von der Politik zur Schule. Affaire à suivre.


Amtliches

Sonntag, 10. Januar 10 Uhr, Pauluskirche Gottesdienst Pfr. U. Kaiser «Näheres im Kirchenboten» Bis auf Weiteres können jeweils nur 30 Personen einen Gottesdienst vor Ort mitfeiern. Aus diesem Grund bitten wir um Anmeldung unter: www.ref-olten.ch

Bauherrschaft: Felchlin Immobilien GmbH Olten 8703 Erlenbach Projektverfasser: Frey Architekten AG, 4600 Olten Bauobjekt: Umnutzung Zahnarztpraxis zu Büro Bauplatz: Kirchgasse 11, GB Olten Nr. 398 Rechtsgrundlage: Gestaltungsplan «Chorherrenhäuser» RRB Nr. 5391 vom 29.09.1978 Bauherrschaft: Kanton Solothurn, Hochbauamt 4500 Solothurn Projektverfasser: Enerpeak AG, 3097 Bern-Liebefeld Bauobjekt: Erstellung Photovoltaik-Anlage Bauplatz: Amthausquai 23 GB Olten Nr. 3899 Bauherrschaft: Lüscher Werner, 4800 Zofingen Projektverfasser: SIO AG, 4600 Olten Bauobjekt: Einbau Cover Balkonverglasung (unbeheizt) Bauplatz: Höhenstrasse West 19 GB Olten Nr. 866 Rechtsgrundlage: Gestaltungsplan «Fustligweg – Höhenstrasse» RRB Nr. 2315 vom 16.08.1988 Bauherrschaft: Gourmet 02 GmbH, 4600 Olten Projektverfasser: Mercatali Architektur GmbH 5013 Niedergösgen Bauobjekt: Umnutzung Verkaufsgeschäfte zu Gastronutzung Bauplatz: Florastrasse 2 / Aarauerstrasse 73 GB Olten Nrn. 3439 / 3438 Rechtsgrundlage: Gestaltungsplan mit Sonderbauvorschriften «Florastrasse - Aarauerstrasse – Klarastrasse» RRB Nr. 699 vom 25.03.1997

ERNEUERUNGSWAHLEN 2021 Der Kirchgemeinderat der Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinde Olten, gestützt auf §30 Absatz 1 Buchstabe a Ziffer 2 i.V.m. §32 Absatz 2 des Gesetzes über die politischen Rechte vom 22.9.96 (BGS 113.111), beschliesst: 1. In der Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinde Olten finden die Erneuerungswahlen für den Kirchgemeinderat am 25.4.21 statt. 1.1. Wahlvorschläge für die Kirchgemeinderatswahlen sind bis Montag, 8.3.21, 17.00 Uhr, bei der Evang.-Ref. Kirchgemeinde Olten, Zentrale Dienste einzureichen. 1.2. Die Wahlvorschläge werden von Mittwoch, 10.3.21 bis Freitag, 12.3.21 bei der Evang.-Ref. Kirchgemeinde Olten, Zentrale Dienste aufgelegt (§47 GpR i.V.m. §19 VpR1). 1.3. Das Wahlpropagandamaterial ist bis spätestens Montag, 22.3.21, 12.00 Uhr bei der Evang.-Ref. Kirchgemeinde Olten, Zentrale Dienste einzureichen. 2. In der Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinde Olten finden die Erneuerungswahlen für den Kirchgemeindepräsidenten oder für die Kirchgemeindepräsidentin am 13.6.21 statt. 2.1. Wahlvorschläge für die Wahl des Kirchgemeindepräsidenten oder der Kirchgemeindepräsidentin sind bis Montag, 3.5.21,17.00 Uhr bei der Evang.-Ref. Kirchgemeinde Olten, Zentrale Dienste einzureichen. 2.2. Das Wahlpropagandamaterial ist bis spätestens Montag, 10.5.21, 12.00 Uhr, bei der Evang.-Ref. Kirchgemeinde Olten, Zentrale Dienste einzureichen. 2.3. Ein allfälliger zweiter Wahlgang findet am Sonntag, 26.9.21 statt. 3. In der Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinde Olten finden die Kommissionswahlen in der Kompetenz des Kirchgemeinderates am 13.8.21 statt. An diesem Datum wählt der Kirchgemeinderat die Mitglieder folgender Kommissionen: Kirchenkommission Dulliken, Kirchenkommission Olten, Kirchenkommission Trimbach, Kirchenkommission Untergäu, Kommission für Kinder- und Jugendarbeit Koja, Unterrichtskommission URK, Baukommission Bauko. Interessierte Stimmberechtigte melden sich bitte bei der Evang.-Ref. Kirchgemeinde Olten, Zentrale Dienste, Jurastrasse 20, 4600 Olten, Telefon 062 212 16 26. Anmeldeschluss: 5.7.21. Olten, 31.12.2020 Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde Olten Der Kirchgemeinderat

Projektverfasser: hafen hoch 2 AG, 4600 Olten Bauobjekt: Neubau Velounterstand Bauplatz: Gartenstrasse 3 GB Olten Nr. 4303

Projektverfasser: atelier für planung und architektur Zimmerli-Küttel René, 4600 Olten Bauobjekt: Anbau Aussentreppe in Garten Bauplatz: Dreitannenstrasse 6 GB Olten Nr. 3382 Bauherrschaft: Einwohnergemeinde Olten v. d. Direktion Bau, Werkhof 4601 Olten Projektverfasser: Bauingenieurbüro Grimbichler GmbH 4600 Olten Bauobjekt: Neubau Glassammelstelle als unterirdische Anlage Bauplatz: Sportstrasse GB Olten Nr. 4795 Einsprachefrist: 21. Januar 2021

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Verkehrsmassnahmen in Olten, Aarweg Der Stadtrat von Olten hat mit Beschluss Nr. 288 vom 21.12.2020 folgende Verkehrsmassnahmen beschlossen: Das Hinweissignal 4.08 (Einbahnstrasse) wird durch das Hinweissignal 4.08.1 (Einbahnstrasse mit Gegenverkehr von Radfahrern) ersetzt. – Olten, Aarweg Das Hinweissignal 4.08.1 (Einbahnstrasse mit Gegenverkehr von Radfahrern) wird in Richtung Westen rund 25 m versetzt. – Olten, Aarweg, Höhe Liegenschaft Amthausquai 33, nach Aarweg, Höhe Liegenschaft Fährweg 9 Gegen die Verkehrsmassnahmen kann innert 10 Tagen seit der Veröffentlichung beim Bau- und Justizdepartement, Amt für Verkehr und Tiefbau, Rötihof, 4509 Solothurn, Beschwerde eingereicht werden. Sie ist schriftlich zu begründen und hat einen Antrag zu enthalten. Innert derselben Frist ist bei der Staatskasse in Solothurn (PC-Konto 45-1-4) mit dem Vermerk «Verkehrsmassnahmen: Konto-Nr. 200674/006» ein Kostenvorschuss von Fr. 500.– zu hinterlegen. Olten, 7. Januar 2021 Direktion Präsidium Abteilung Ordnung und Sicherheit

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Bauherrschaft: Livo AG, 4600 Olten

Bauherrschaft: Peter-Reich Armin und Christine 4600 Olten

Amtliche Publikation

Gottesdienste

Donnerstag, 7. Januar 2021 | Nr. 1

Baupublikationen

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Telefon 032 621 90 60


Stadt

Nr. 1 | Donnerstag, 7. Januar 2021

Eine sichere Insel FRAUENHAUS AARGAUSOLOTHURN Laut Bundesamt für Statistik sind rund 80% der geschädigten Personen innerhalb einer bestehenden oder ehemaligen Partnerschaft Frauen. Sandra Stamm, Leiterin des Frauenhauses Aargau-Solothurn, gibt einen Einblick in ihren Arbeitsalltag.

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eit dem Lockdown im März würden anspruchsvolle Zeiten im Frauenhaus herrschen, bemerkt Sandra Stamm, die seit Juli 2020 die Leitung des Frauenhauses ad interim übernommen hat. Die Kapazität des Frauenhauses sei praktisch durchgehend ausgelastet. «Die Frauen, die sich bei uns aufhalten, kommen allerdings oft aus langjährigen Problemsituationen, die nun durch die Corona-Pandemie verdichtet wurden.» Durch die grössere räumliche Nähe kämen die aufgestauten Probleme stärker ans Tageslicht. «Umso wichtiger ist es, dass sich die Frauen trauen, sich bei uns zu melden», so Stamm, denn auch wenn das Frauenhaus stark ausgelastet sei, würde man immer einen Platz finden. Es gibt viele

H ÄU S L I C H E G E WA LT Was ist häusliche Gewalt? • Von häuslicher Gewalt wird gesprochen, wenn Personen innerhalb einer bestehenden oder aufgelösten ehelichen, eheähnlichen oder familiären Beziehung psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt ausüben oder androhen • Charakteristisch für häusliche Gewalt ist die emotionale Nähe der Betroffenen. • Häusliche Gewalt kann zu einer Kindeswohlgefährdung führen. • Häusliche Gewalt kann strafbar sein.

OLTEN

Fahrlässiger Umgang verursachte Brand Die Alarmzentrale der Kantonspolizei Solothurn wurde am Montag, 21. Dezember kurz nach 16.50 Uhr informiert, dass am Erlimattweg in Olten ein Teil der Stadthallenfassade auf der Südseite brennt. Die aufgebotene Feuerwehr Olten begann sofort mit dem Löscheinsatz. Zur Unterstützung wurde die Feuerwehr Untergäu beigezogen. Gemeinsam konnte das Feuer, welches sich inzwischen auf das Dach ausgeweitet hatte, gelöscht werden. Infolge der starken Rauchentwicklung, welche sich im Innern der Stadthalle staute, musste das Gebäude durchgelüftet werden. Personen wurden keine verletzt. Die Höhe des Sachschadens kann noch nicht beziffert werden. Im Zuge der eingeleiteten Untersuchung zur Brandursache konnte die Kantonspolizei Solothurn zwei KinBrandursache der im Primargeklärt. (Bild: ZVG) schulalter ermitteln, die zuvor beim Gebäude Laub und dürres Gras anzündeten. In der Folge gelangte ein Teil der Glut hinter die Fassadenverkleidung und löste dabei den Brand aus. Die Kinder werden wegen des fahrlässigen Verursachen einer Feuersbrunst zur Anzeige gebracht. ZVG w w w. p o l i z e i . s o. c h

TERMINE nicht nehmen und könne sich daher nur zögerlich aus der schädlichen Situation lösen. «Einigen Frauen ist auch nicht bewusst, dass die Handlungen ihres Partners falsch und gesetzeswidrig sind», erklärt Stamm, weshalb das Frauenhaus die Opfer darüber informiere. Dies würde den Betroffenen ebenfalls dabei helfen einzusehen, dass das Verhalten des Täters inakzeptabel ist.

Täter werden in die Verantwortung genommen

DENISE DONATSCH

Im Dezember hat auf Initiative einer Gruppe von Frauen aus Olten und Umgebung eine Mahnwache vor der Oltner Stadtkirche stattgefunden, um auf Gewalt an Frauen hinzuweisen. (Bild: Bruno Kissling) Gründe, weshalb eine Frau den Mut findet, im Frauenhaus Schutz zu suchen, einer ist beispielsweise wenn sie ihre Kinder schützen will. Die Mehrheit der Kinder ist jünger als fünf Jahre und sie sind immer auch direkt oder indirekt Opfer von Gewalt.

Von Fachpersonen aufgefangen

Im Schnitt seien die Frauen im Jahr 2020 37 Tage im Frauenhaus geblieben, erklärt Stamm. 44 Tage werden pro Frau und Kinder maximal von der Opferhilfe bezahlt, für den Rest werden Gesuche bei der öffentlichen Sozialhilfe gestellt. Um das Frauenhaus aber finanziell ganz abzusichern, ist es auf Spendengelder angewiesen. «Damit die Kinder bei einem längeren Aufenthalt im Frauenhaus den schulischen Anschluss nicht verlieren, sorgen wir dafür, dass sie eine der umliegenden Schulen besuchen können», erläutert die Leiterin und ergänzt, dass auch innerhalb der Einrichtung ein speziell geschultes Fachteam bereitstehe, um die Kinder bei der Aufarbeitung der schwierigen Situation sowie bei den Hausaufgaben zu unterstützen. Ganz wichtig in diesem Zusammenhang sei auch das Organisieren von Anschlusslösungen. «Wir bieten im Frauenhaus eine Beratung und Betreuung in Kriseninterventionen an», betont Stamm

und ergänzt, dass die Opfer im Frauenhaus selbstverständlich mit einer professionellen Beratung und Betreuung emotional aufgefangen würden. Dafür seien Fachmitarbeiterinnen wie Sozialpädagoginnen, Sozialarbeiterinnen oder Psychologinnen engagiert. Rechtliche, längerfristige therapeutische oder andere passende Massnahmen werden während dem Aufenthalt vermittelt, sodass die Frauen nach dem Aufenthalt eine Anschlusslösung haben. Auch werden nach dem Austritt psychosoziale Beratungen vom Frauenhaus angeboten.

Schwierige Abgrenzung vom Peiniger

«Leider kommt es ab und zu vor», so Stamm, «dass Frauen mehrmals die Angebote im Rahmen der Opferhilfe benötigen. Es kommt auch vor, dass die Frauen zu ihrem gewalttätigen Mann zurückgehen.» Dies sei für viele Menschen unverständlich, betrachte man die Situation aber näher, erkenne man, dass eine Trennung vom Peiniger für manch eine Frau mit enorm vielen negativen Konsequenzen verbunden sei. «In manchen Kulturen ist es üblich, dass eine Frau, die sich von ihrem Mann trennt – aus welchem Grund auch immer – von der Familie verstossen wird und ganz alleine dasteht.» In anderen Fällen wolle die Mutter ihren Kindern den Vater

Das Recht auf Beratung im Rahmen der Opferhilfe habe eine Frau bereits unter der Bedingung, dass sie sich bedroht fühlt und Angst vor ihrem Mann hat, erklärt die Leiterin. «Obwohl dies diffuse Anzeichen sind, ist es richtig, dass sich eine Frau bei uns meldet.» Auch wenn ein Mann drohe, die Frau umzubringen oder die alleinige Hoheit über die Finanzen innehabe, sei es wichtig, dass die Frau Hilfe in Anspruch nehme und nicht warte, bis Schlimmeres passiere. Leider komme es aber immer wieder vor, dass Frauen über ihr Leid schweigen oder gar sich selbst die Schuld für das Verhalten des Mannes geben. «Insbesondere wenn es um Sexualdelikte geht ist die Scham riesig», betont Stamm. In der Schweiz ist die Vergewaltigung in der Ehe erst seit 1992 strafbar, ein Offizialdelikt gar erst seit 2004. Hier müsse man den Frauen aufzeigen, dass so etwas wie ein Recht auf den weiblichen Körper für Dritte nicht existiert, wie in manchen Kulturen behauptet wird. Aber auch Schweizerinnen seien von Gewalttaten durch ihre Männer nicht verschont. Im Gegensatz zu früher, erklärt Stamm, würden die Täter heute in die Verantwortung genommen. Es wird dabei versucht mit den gewalttätigen Personen neue Verhaltensweisen zu erlernen. Dabei will Stamm aber nicht unerwähnt lassen, dass es auch gewalttätige Frauen gibt, die ihre ungebremsten Emotionen an Kindern oder Männern auslassen. Im Rahmen der Opferhilfe geht man auch davon aus, dass gewaltbetroffene Männer noch weniger Hilfe suchen als gewaltbetroffene Frauen. Generell geht es wohl darum, dass Menschen lernen müssen, wie man Probleme gewaltfrei lösen kann. w w w. f ra u e n h a u s - a g - s o. c h

Ergänzung muss noch aufgelegt werden GESTALTUNGSPLAN SÄLIPARK Das Bau- und Justizdepartement des Kantons Solothurn sistiert das Genehmigungsverfahren zum Gestaltungsplan Sälipark. Damit eröffnet es dem Oltner Stadtrat die Möglichkeit, eine vom ihm im Einspracheverfahren vorgenommene und als geringfügig qualifizierte Ergänzung neu zu publizieren und aufzulegen. Anderthalb Jahre ist es her, seit der Oltner Stadtrat im Juni 2019 den Teilzonenplan mit Zonenvorschriften und den Gestaltungsplan mit Sonderbauvorschriften Riggenbachstrasse als Grundlage für das Bauvorhaben Sälipark 2020 beschlossen und an den Regierungsrat zur Genehmigung weitergeleitet hatte. Gleichzeitig hatte er 41 Einsprachen zu beurteilen, welche während der öffentlichen Auflage eingegangen waren. Eine Einsprache war in der Zwischenzeit zurückgezogen worden. Davon wurden 16 abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden konnte, unter anderem weil die jeweiligen Eingaben nicht Gegenstand des aktuellen Verfahrens waren. Auf 24 Einsprachen wurde aufgrund zu grosser räumlicher Distanz vom Planungsperimeter nicht eingetreten.

Geringfügig oder nicht?

Eine Einsprache wurde teilweise gutgeheissen und der Gestaltungsplan mit zwei Baufeldern ergänzt, welche die als

Die Stadt Olten muss die geänderte Planung des Säliparks nochmals auflegen. (Bild: Visualisierung/ZVG) «bestehende Bauten» bezeichneten Flächen umfassen, aber nicht definieren. Zudem wurde § 5 der Sonderbauvorschriften mit folgendem Absatz ergänzt: «Für die Baufelder G und H ist für zukünftige Bauten und Ersatzbauten (sowie Teile davon) die oberirdische Volumetrie der bestehenden Bauten als äussere Begrenzungslinie massgebend.» Mit dieser Ergänzung sollte vermieden werden, dass die bestehenden Bauten eine Schlechterstellung erfahren, indem sie in ihrer Grösse und ihrem Umfang auch bei einer Änderung sowie einem Neubau geschützt sind. Zwei Beschwerdeführer rügten in der Folge, dass der Gestaltungsplan und die Sonderbauvorschriften erneut hätten publiziert und öffentlich aufgelegt werden müssen. Dem hielt der Stadtrat entgegen, dass es sich nur um eine geringfügige Änderung handle. In einer verfahrensleitenden

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Verfügung stützt das Bau- und Justizdepartement nun die Kritik der Beschwerdeführer: Durch die nachträgliche Ergänzung des Gestaltungsplan würden die in den neuen Baufeldern bestehenden Bauten legal und dürften damit auch bei einem Abbruch oder einer Zerstörung – zum Beispiel durch Feuer – im Umfang des heutigen Volumens wieder erstellt werden. Damit gingen die Möglichkeiten mit dem ergänzten Gestaltungsplan und den erweiterten Sonderbauvorschriften erheblich weiter als die ursprünglich aufgelegte Planung und sei die Ergänzung nicht nur geringfügiger Natur. Die geänderte Planung hätte daher erneut publiziert werden sollen.

Ergänzung wird erneut publiziert

Aus diesem Grund einen negativen Endentscheid über den Teilzonenplan und den Gestaltungsplan zu fällen, würde das Bau- und Justizdepartement indessen als unverhältnismässig erachten, erschienen doch die beiden Pläne nach summarischer Prüfung als genehmigungsfähig. Der Stadt Olten wird daher die Möglichkeit erteilt, die Ergänzungen erneut zu publizieren und öffentlich aufzulegen, damit der Rechtsschutz von Dritten gewahrt wird. In der Zwischenzeit wird das Verfahren sistiert. Einsprachen sind bei diesem Zwischenschritt aber nur gegen die Ergänzung und nicht erneut gegen die gesamte Planung zulässig. sko w w w. o l te n . c h

DONNERSTAG, 7. JANUAR 07.00-11.30 Wochenmarkt. Kirchgasse Kartonsammlung. Stadt Olten – Linke Aareseite

SAMSTAG, 9. JANUAR 07.00-11.30 Wochenmarkt. Bifangstrasse

MONTAG, 11. JANUAR Grünabfallsammlung. Stadt Olten – Rechte Aareseite Grünabfallsammlung. Stadt Olten – Linke Aareseite

DIENSTAG, 12. JANUAR Kehricht- und Sperrgutsammlung. Stadt Olten – Linke Aareseite

MITTWOCH, 13. JANUAR Kehricht- und Sperrgutsammlung. Stadt Olten – Rechte Aareseite

DONNERSTAG, 14. JANUAR 07.00-11.30 Wochenmarkt. Kirchgasse Kartonsammlung. Stadt Olten – Rechte Aareseite

GEBURTSTAGE Der Stadtanzeiger gratuliert den folgenden Jubilaren herzlich zum Geburtstag: 10.01. Silvia Haefeli-Brand, 80 Jahre 13.01. Lucie Steiner, 80 Jahre 13.01. Johann Christen, 95 Jahre

IN MEMORIAM Mario Gagliardo, Trimbach, gestorben am 5. Dezember, 72-jährig. Werner Odermatt, Olten, gestorben am 18. Dezember, 94-jährig. Erna Eng-Eng, Olten, gestorben am 19. Dezember, 90-jährig. Adelheid Arnold-Zahner, Olten, gestorben am 21. Dezember, 87-jährig. Rosmarie Loretz-Fischli, Trimbach, gestorben am 21. Dezember, 91-jährig. Guido von Rohr, Olten, gestorben am 22. Dezember, 74-jährig. Marie Peier-Gwerder, Olten, gestorben am 24. Dezember, 87-jährig. Friedrich Kupper, Trimbach, gestorben am 24. Dezember, 93-jährig. Alfonsina Sahli-Bernardasci, Olten, gestorben am 26. Dezember, 93-jährig. Irmgard Rätz-Gramowski, Olten, gestorben am 26. Dezember, 87-jährig. Julia Jacomet-Monn, Olten, gestorben am 26. Dezember, 91-jährig. Vincenzo Zito, Olten, gestorben am 30. Dezember, 82-jährig. Otto Wyss, Winznau, gestorben am 30. Dezember, 86-jährig. Paul Robert, Olten, gestorben am 3. Januar, 90-jährig.


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Amtliches

Donnerstag, 7. Januar 2021 | Nr. 1 Stellen

Herzlich willkommen

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Leider ist es uns aufgrund der aktuellen Corona-Situation nicht möglich, Sie ins Spital zu einem Infoabend einzuladen. Damit Sie sich trotzdem ein Bild machen können, haben wir für Sie ein Video erstellt. In diesem Video erfahren Sie alles über die Geburt, die Vorbereitung und die Zeit danach. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne unter T 062 311 44 14 zur Verfügung.

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ANSPRECHPARTNER. Herr Tobias Maier


Im Gespräch

Nr. 1 | Donnerstag, 7. Januar 2021

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Der Traum vom eigenen Boot SEBASTIAN KLAR lebt neben seinem herausfordernden Beruf als Baumanager auch gerne seine kreative Seite mit Fotografieren und Reisen aus. Später einmal auf einem Segelboot zu leben, ist insgeheim sein Traum.

Seite anhand von Fotodokumentationen von verschiedenen Reisezielen ausleben. Nach diesem Jahr startete Klar sein Studium an der ETH in Bauingenieurwissenschaften. Die Zeit im Studium erlebte er als sehr intensiv, da es hohe Anforderungen stellte und viel Zeit beanspruchte. Dennoch sei auch seine Freizeit nicht zu kurz gekommen. Während dem Studium habe er viel für sich selbst gelernt. Wenn man etwas wirklich will und genug Zeit dafür aufwendet, kann man seine Ziele erreichen. Sein Durchhaltewille sorge dafür, dass Klar sein fünfeinhalbjähriges Studium durchzog und erfolgreich abschloss.

JENNY BRUPBACHER

S

ebastian Klar ist bereits als kleines Kind viel herumgekommen. Er wurde im Kanton Luzern in Wolhusen geboren. Schon bald zog die Familie nach Bern und später nach Olten um. Klar besuchte in Olten die Primarschule, später die Bezirksschule im Frohheim und schliesslich die Kantonsschule. Er wuchs in einer grossen Familie mit drei Geschwistern auf. Bereits in ihrer Kindheit pflegten diese einen engen Kontakt und übten zahlreiche gemeinsame Freizeitbeschäftigungen aus. So fuhren sie Rennvelo, spielten Eishockey oder veranstalteten Strassenhockeyturniere. Die Familie wohnte nahe am Waldrand und so spielten auch die Kinder im Wald oder bauten Hütten. Zudem habe sich die Familie oft in den Bergen aufgehalten, wo sie Ski fuhren oder wanderten, so Klar und lächelt bei diesen Erinnerungen an seine Kindheit. Als halber Deutscher lebe ein

I M G E S P RÄC H In der Reihe «Im Gespräch» porträtieren wir Personen aus Olten und der Region. Wer als Nächstes an der Reihe ist, bestimmt in der Regel die interviewte Person.

Fortschritt wird täglich sichtbar

Sebastian Klar hat beruflich nebst der Faszination für das Planende auch seine Leidenschaft für die Koordination von Bauten entdeckt. (Bild: Jenny Brupbacher) Teil seiner Familie in Norddeutschland. Er pflege leider keinen täglichen Kontakt, jedoch trotzdem einen sehr engen. So gehöre auch Norddeutschland und das Meer dort zu seiner Heimat.

An alten Werten festhalten

Klar lebt auch heute nach Werten, die ihm in der Kindheit mitgegeben wurden. Beispielsweise, dass er das, was ihn interessiert, weiterverfolgt, sich damit auseinandersetzt und daran festhält, egal wie schwer es ist. Dazu gehöre, nicht schnell aufzugeben. Auch den Bezug zur Natur wurde ihm bereits früh mitgegeben, seien es die Berge oder auch das Meer durch Segelkurse in Norddeutschland. Auch heute verbringe er noch gerne Zeit in der Natur, so Klar, der sich selbst als zielstrebig beschreiben würde, der dafür sorge, mit minimalem Aufwand ans Ziel zu kommen. «Ich versuche, meine gesetzten Ziele zu erreichen und bin aber teilweise auch perfektio-

nistisch», erzählt der 28-Jährige. Seine Work-Life-Balance aufrechtzuerhalten und einen Ausgleich zu schaffen sind ihm dabei wichtig. Sein Lebensziel beschreibt der Oltner mit der Suche nach dem Glück. Sei es im Sinne von Zielen, die man sich setzt, aber auch der privaten Erfüllung. «Dinge zu finden, die einem zufrieden und glücklich machen», so Klar.

Intensive Zeit und hohe Anforderungen

Klar wollte ursprünglich eine handwerkliche Lehre absolvieren. Durch seinen Grossvater in Norddeutschland wuchs der Wunsch, Schiffbauingenieur zu werden. Später wollte er den Beruf des Bauingenieurs ergreifen. Bereits als Kind sei Klar stundenlang fasziniert vor Baggern gestanden. Nach dem Maturaabschluss entschied er sich zuerst für ein Zwischenjahr, in welchem er unter anderem einen Job für ein japanisches Magazin ergatterte. Er konnte dort seine kreative

Nach seinem Abschluss arbeitete Klar als Projektingenieur und entdeckte nebst seiner Faszination für das Planen auch seine zweite Leidenschaft, nämlich die Koordination des Baus. Der Oltner wollte beim Roche-Neubau eines Forschungs- und Entwicklungszentrums, dem «pRED Center», dabei sein und schlüpfte dafür in die Rolle des Baumanagers. Dieser Wechsel bereite ihm Spass. Nun sei er nicht mehr nur auf der Planerseite, sondern koordiniere die Ausführung vor Ort, wo die Situation immer anders sei, als ursprünglich geplant. Das fordere die Flexibilität. «Ausserdem erhalte ich so viel mehr schönes Feedback von den Leuten auf der Baustelle, als bisher als Planer», erklärt der 28-Jährige. An seiner Arbeit gefallen Klar die Vielfältigkeit und die Abwechslung am besten. Jeder Tag sei anders und es gebe keine Routine. «Dadurch, dass ich an der Schnittstelle zwischen Planung und Ausführung arbeite, sehe ich den Fortschritt des Projekts täglich», zeigt Klar auf.

Vielfältiger Ausgleich

Klar ist aber auch ein Teil von «Mission8», einem Jugendkulturverein in

Olten. Als Kantischüler haben die Initianten selber gerne Partys oder Konzerte besucht und aus dem Angebotsmangel entstand die Idee, selber Kulturelles auf die Beine zu stellen. Dies ist für Sebastian Klar ein schöner Ausgleich und es freut ihn, etwas für andere junge Leute zu organisieren. Es bereite aber nicht nur Spass, sondern es stecke auch sehr viel Aufwand dahinter. Ein weiterer Ausgleich findet Klar nach wie vor in der Kombination aus Reisen und Fotografieren. So fotografiert er auf Reisen gerne Landschaften. Die verschiedenen Klimazonen, Landschaftszüge und die Erde allgemein faszinieren ihn. «Gerne besuche ich Orte, die ich noch nie gesehen habe», so Klar, der ausserdem mit der Fotografie schöne Erinnerungen an seine Reisen schafft. Aber auch zu Hause fotografierte er bereits die Sterne in den Bergen sowie die Milchstrasse und konnte damit «schöne Stimmungen von entfernten Galaxien» festhalten. Ein Traum von Klar ist es ausserdem, einmal ein eigenes Segelboot zu haben. Er kann sich gut vorstellen, schöne Orte vom Wasser aus zu entdecken oder sogar teilweise auf dem Boot zu leben. Er stelle sich das Boot als Rückzugsort vor. Dies sei natürlich ein extremer Gegensatz zu dem, was er momentan beruflich mache. «Die Vorstellung, das Ganze umzudrehen und mehr Zeit für sich selber und für das Reisen zu haben, gefallen mir jedoch sehr», meint Klar abschliessend lächelnd.

STECKBRIEF Name: Sebastian Klar Geburtstag: 5. Februar 1992 Wohnort: Olten Zivilstand: ledig Beruf: Bauingenieur / Bauleiter Hobbies: Reisen, Fotografieren

PA R T E I M E L D U N G E N

Duschen an der Aare oder autofreier Munzingerplatz? OLTEN JETZT! lässt die Bevölkerung online über vier mögliche Volksinitiativen zur Attraktivierung Oltens abstimmen. «Eine Stierkampfarena im Gheid?», das fragt ein Flyer, den viele Oltnerinnen und Oltner in den letzten Tagen in ihrem Briefkasten fanden. Natürlich sei diese Idee ein absoluter Quatsch, verrät die Rückseite und stellt vier alternative Ideen in Aussicht, wie «die Stadt von morgen aussehen könnte». Der Absender: Olten jetzt! Zu finden sind die vier Ideen online auf einer eigens von Olten Jetzt!-Gemeinderat Tobias Oetiker programmierten Abstimmungsplattform. Denn «Entscheiden für Olten», wie es oben auf der Website heisst, ist nicht nur ein Titel, sondern Programm. Wie wird Olten noch besser? Welche Idee gefällt? Welche weniger? Und vor allem: Welche der vier vorgestellten Ideen soll im Nachgang zu einer Volksinitiative ausgearbeitet werden? Die vier Ideen und das Voting sind ab sofort aufgeschaltet unter: vote.olten. jetzt. Entscheiden können und sollen das ab sofort alle, die sich für Olten interessieren. Ob hier wohnhaft oder knapp nebenan, mit oder ohne Schweizer Pass, schon 18 oder noch nicht ganz. Wie sich Olten weiterentwickeln und verändern soll, das sollten die entscheiden, die in Olten leben. Um einen möglichst grossen Teil der Bevölkerung zur Abstimmung einzuladen, wurden in den letzten Tagen 10’000 Flyer an Oltner Haushalte verteilt. Auf jedem Flyer ist ein individueller QR-Code aufgeklebt, der dies direkt ohne Anmeldung ermöglicht. Daneben kann man sich auch mit einer E-Mail-Adresse auf der Website anmelden, um den persönlichen Abstimmungslink zu erhalten. Die Abstimmung läuft bis am 31. Januar 2021. Anschliessend werden

zum schon fast legendären Polithaudegen alles dabei. Der Vorstand verdankte die Kandidierenden und freut sich sehr auf den Wahlkampf. ZVG www.svp-so.ch

Die Grünliberalen haben Kandidierende gewählt

Die SVP Amtei Olten-Gösgen präsentiert ihre Kandidierenden-Liste: 1. Reihe v.l.: Jennifer Rohr, Obergösgen; André Ruch, Schönenwerd; Marta Dobay-Fricsay und Robin Kiefer, beide Olten; Christian Riesen, Wangen; Claudia Zürcher-Keusch, Erlinsbach; Rolf Schmid, Kappel. 2. Reihe v.l.: Walter Gurtner (bisher), Däniken; Rolf Sommer (bisher), Olten; Daniel Schmid, Rickenbach; Rita Christ, Hägendorf; Andreas Baumann, Obergösgen; Tobias Fischer (bisher), Hägendorf; Filippo Guizzardi, Hägendorf. 3. Reihe v.l.: Philippe Ruf und Charlot Kanzso-Out, beide Olten; Johannes Brons (bisher), Schönenwerd; Rolf Kummer, Erlinsbach; Marc Lüdin, Dulliken; Matthias Borner (bisher), Olten; Fiona Wildi, Wangen. (Bild: ZVG) die Resultate ausgewertet, die populärste Idee zu einer ausgereiften Initiative formuliert und diese dann Mitte Februar eingereicht. Wird diese von der Stadtkanzlei für gültig erklärt, wird mit der Unterschriftensammlung ZVG gestartet. www.olten.jetzt

21 Kandidierende für den Kantonsrat SVP DER AMTEI OLTEN-GÖSGEN Es sei der Partei gelungen, eine äusserst breite Liste präsentieren zu können. Entsprechend erfreut äusserte sich Matthias Borner, der Präsident der SVP Amtei Olten-Gösgen: «Einer Volkspartei würdig mit Leuten wie du und ich. Gerade die Corona-Zeit

zeigt uns auf, wie wichtig es ist, dass sich die Bevölkerung in der Politik vertreten fühlt.» Die SVP könne den Wählerinnen und Wählern selbstständige Unternehmer, Gemeindevertreter, Gewerbetreibende, Angestellte des Gesundheitswesens und des Bildungswesens, Pensionierte, Vertreter der besonders krisenbetroffenen Gastrobranche und weitere interessante Profile zur Auswahl anbieten. Es sind Leute darunter, die ihre Verantwortung in Vereinen, der Feuerwehr, im Gewerbeverein, in der Frauengemeinschaft oder als Kirchgemeinderat wahrnehmen. Die jüngste Kandidatin ist 18 Jahre alt und das Altersspektrum geht bis 77 Jahre. Von der politischen Erfahrung her ist vom Politneuling bis

GRÜNLIBERALE DER AMTEI OLTEN-GÖSGEN Die Grünliberalen der Amtei Olten-Gösgen haben ihre Kandidierenden für die 2021 anstehenden Kantonsratswahlen für die Amtei Olten-Gösgen nominiert und die Liste eingereicht. Die Grünliberalen sind gemeinsam mit den Jungen Grünliberalen auf einer Liste vertreten und können so nebst den Wirtschafts- auch die Umweltthemen über ein breites Feld von Kandidierenden abdecken. Die Grünliberalen der Amtei

Olten-Gösgen sind aktuell mit dem Hägendörfer Thomas Lüthi im Kantonsrat vertreten und streben an, den Wähleranteil im urbanen und von der Industrie und Wirtschaft geprägten unteren Kantonsteil weiter auszubauen und damit die Vertretung im Kantonsrat zu erweitern. Ökologische Anliegen sind den Grünliberalen wichtig und müssen im Hinblick auf die globalen Herausforderungen auch regional kompetent vertreten sein. Die Kandidatenliste der Grünliberalen wird im Frühjahr 2021 unter der Listennummer «5» an die Bevölkerung in der Amtei Olten-Gösgen versendet werden. Die glp Olten-Gösgen freut sich, ihren Wählerinnen und Wählern eine ausgewogene Liste mit 15 Kandidierenden für den unteren Kantonsteil vorzustellen. www.olten.grunliberale.ch

Die Grünliberalen der Amtei Olten-Gösgen präsentieren eine «ausgewogene Liste mit 15 Kandidierenden für den unteren Kantonsteil». (Bild: ZVG)


Freizeit

Nr. 1 | Donnerstag, 7. Januar 2021

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REZEPT

Bündner Gerstensuppe und Chabiswickel Bündner Gerstensuppe Zubereitung Bouillon: Fleisch und Speckschwarte in 1 Liter kaltem Wasser zum Kochen bringen. Entstehenden Schaum laufend abschöpfen, leicht salzen, 30 Min. bei mittlerer Hitze köcheln. Gemüse, Gewürze und Lorbeerblatt dazu geben, weitere 40 bis 50 Min. bei mittlerer Hitze köcheln. Bouillon absieben, Fleisch in Würfel schneiden. Gerste in 1 Liter kaltem Wasser aufkochen, abschütten, sofort kalt abschrecken. In einem Topf Öl erhitzen, Speck 2 bis 3 Min. darin anbraten, Zwiebel hinzugeben, 2 Min. mitbraten. Gemüse, Kartoffel, Gerste, Thymian und Lorbeerblatt dazugeben, mit Bouillon auffüllen, kurz aufkochen, zugedeckt bei kleiner Hitze ca. 50 Min. sieden. Fleischwürfel dazugeben, weitere 10 Min. sieden und servieren. Zubereitung: 2,5 Std.

> E I N K AU F S Z E T T E L Bündner Gerstensuppe für 4 Personen

Chabiswickel Zubereitung • Mittlere Blattadern aus den Wirzblättern schneiden, Blätter kurz in heissem Wasser blanchieren. Reis gar kochen, abschrecken, in eine Schüssel geben. • Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Hackfleisch dazugeben, andünsten, Tomatenpüree dazugeben, kurz mitdünsten. Mit Rotwein ablöschen, mit Salz und Pfeffer würzen und etwas einkochen lassen. • Getrocknete Kräuter, Hackfleisch und Reis vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. • Etwas Reis-Hackfleisch-Füllung auf jedes Wirzblatt geben, einwickeln. Wickel mit Küchenschnur binden oder mit Zahnstochern fixieren. Gratinform ausbuttern, Wickel in die Form legen, 20 Min. im Ofen bei 180 °C schmoren. Zubereitung: 1,5 Std.

Zutaten: 500 g Suppenfleisch vom Rind 1 Speckschwarte 1 Rüebli, geschält, grob gewürfelt 1 Knollenselerie, geschält, grob, gewürfelt 1 Lauch, gewaschen, in grobe Streifen geschnitten 1/2 Zwiebel, geschält grob gehackt 1 Knoblauchzehe, geschält grob gehackt 1 TL Pfefferkörner, gemischt 1 Lorbeerblatt 1 Nelke Salz 150 g Gerste 1 EL Sonnenblumenöl 250 g Kochspeck, in Würfel geschnitten 1 Zwiebel, fein gehackt

Weitere Rezepte finden Sie auf www.volg.ch/rezepte

2 1/2 1/2

Rüebli, klein gewürfelt Lauch, klein gewürfelt Knollensellerie, klein gewürfelt

1

Stangensellerie, fein geschnitten Kartoffeln, klein gewürfelt Thymianzweige Lorbeerblatt

2-3 2 1

Chabiswickel für 4 Personen Zutaten: 12 200 g 2 EL 500 g 2 EL 2 dl 1 TL 1 TL

Wirzblätter Langkornreis Olivenöl Hackfleisch Tomatenpüree Rotwein Kräuter, getrocknet Butter Salz, Pfeffer aus der Mühle


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Vereine

Donnerstag, 7. Januar 2021 | Nr. 1

«Die Bedürfnisse der Menschen abbilden» QUARTIERVEREIN RECHTES AAREUFER Die Pandemie hat fast das komplette Jahresprogramm des Quartiervereins Rechtes Aareufer vereitelt. Seine Vorsätze hält der Verein trotzdem. FRANZ BEIDLER

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ie Messe in Olten, die MIO, habe sie seit ihren Jugendtagen in Trimbach noch nie verpasst, erzählt Jeanette Dinkel. «Auch wenn Trimbach ein eigenes Dorfleben hat, kamen wir zur MIO nach Olten.» René Zimmerli pflichtet bei: «Schon als Kind ass ich jedes Jahr an der MIO eine Pilzschnitte», erinnert sich der Uroltner. Dinkel zog vor fast dreissig Jahren auf die rechte Stadtseite Oltens. Und Zimmerli wuchs eben schon dort auf. Heute engagieren sie sich im Vorstand des Quartiervereins Rechtes Aareufer (QVRA), der Patronatsgeber und Träger der MIO ist. Im Coronajahr 2020 fiel die Traditionsmesse aus. «Die MIO ist die wichtigste Einnahmequelle des QVRA», zeigt Zimmerli auf. Mit dem Geld setzt sich der gemeinnützige Verein für wohltätige Zwecke ein, in der Vergangenheit zum Beispiel für den öffentlichen Bücherschrank des Begegnungszentrums Cultibo oder für neue Bänke auf dem Elefantenplatz im Säliwald. Gleichzeitig bietet die MIO so manch anderem Oltner Verein die Möglichkeit, mit einem eigenen Stand das Budget aufzubessern. Neben der MIO im September fielen weitere Fixpunkte im Jahresprogramm des QVRA der Pandemie zum Opfer. Die Generalversammlung im April musste ebenso abgesagt werden, wie das Quartierfest im Vögeligarten Ende August oder die feierliche Illumination der Oltner Weihnachtsbeleuchtung kurz vor dem Advent, an der sich der QVRA beteiligt. «Wir ermuntern die

«Ermuntern die Leute eigentlich zu Strassenfesten»: René Zimmerli und Jeanette Dinkel vom Quartierverein Rechtes Aareufer in der Oltner Maienstrasse. (Bild: frabei) Leute eigentlich zu Strassenfesten», erklärt Zimmerli. Der Verein verfügt über Festbänke, -tische und -zelte, die er auf Anfrage zur Verfügung stellt. «Im Moment ist das natürlich nicht möglich.» Das Inventar kam zuletzt beim Robi-Fest auf der Kirchgasse Ende Sommer zum Einsatz.

«Geselliges lange unterbrochen»

«Das Gesellige ist nun schon lange unterbrochen», macht Dinkel deutlich. Für den QVRA, der sich um ein lebendiges Quartier bemüht, ist das eine schwierige Situation. Bei einem Verein mit fast fünfhundert Mitgliedern sei es nicht einfach, Alternativen zu finden. «Wenn wir zu etwas aufrufen, kommen schnell über hundert Leute zusammen», erklärt Dinkel. Daher suche der Vorstand im Moment nach Möglichkeiten, in kleineren

Checkübergabe vom 33. Oltner 2-Stundenlauf 33. DEZENTRALER OLTNER 2-STUNDENLAUF Im vergangenen Herbst, am 19. September, startete der erste dezentrale Oltner 2-Stunden-Lauf via App. Es war ungewiss, ob das Organisationskomitee unter dem Patronat des Kiwanis Club Olten auch dieses Jahr die Läuferinnen und Läufer für den coronakonformen Lauf motivieren können. Es ist gelungen! Via App liefen gegen 400 Begeisterte und treue 2-Stundenlauf-Fans rund um Olten, aber auch in Basel oder im Engadin. So wurden für das internationale Projekt der Stiftung Horyzon «Espace sur – ein sicherer Ort für Mädchen und junge Frauen in Haiti» und für das regionale Projekt der Herzstiftung Olten rund 74’737 Franken erlaufen. Zudem liefen viele für ihre individuellen Gruppenprojekte: Vereine, Guggen, Klimastreik Olten, aber auch einige Schulen, so zum Beispiel das Schulhaus

Kleinfeld in Dulliken. In kleinem Rahmen und mit Abstand konnte am Montag, 21. Dezember an die Stiftung Horyzon 35’192 Franken und an die Herzstiftung Olten 17’570 Franken übergeben werden. Dieser grosse erlaufene Betrag ist ein schönes Zeichen der Solidarität gegenüber weniger begünstigten Menschen. Danke an alle, die dies ermöglicht haben.

Zellen etwas für die Begegnung im Quartier zu tun. Das werde ein Thema an der kommenden Vorstandssitzung sein, gibt Dinkel einen aktuellen Einblick.

Anliegen bei Festen angesprochen

Die geselligen Anlässe, um die sich der QVRA bemüht, dienen nicht nur der Zerstreuung. «Für den Verein ist das auch immer eine Möglichkeit, mit seinen Mitgliedern in Kontakt zu kommen», bestätigt Zimmerli. Viele Anliegen der Menschen im Quartier würden auf diesem Weg an den Vorstand herangetragen. «Da verstehen wir uns dann als Vermittler zwischen der Bevölkerung und den Behörden.» Als zum Beispiel Unmut über einen fehlenden Fussgängerstreifen neben der neuen Bushaltestelle am Wilerweg aufkam, erkundigte sich der QVRA bei der Stadt. Es

stellte sich heraus, dass ein Fussgängerstreifen in Planung ist. «Wir verfügen über ein gutes Netzwerk zu der örtlichen Politik und den Verbänden», sagt Zimmerli. Ansonsten tritt der QVRA mit dem eigens verfassten Bulletin in Kontakt mit seinen Mitgliedern. Diese schätzen das: «Es gibt Weggezogene, denen wir das Bulletin bis nach Südfrankreich schicken.»

DONNERSTAG, 7. JANUAR

«Den Finger draufhalten»

EISHOCKEY

Neben der Vermittlerrolle sieht sich der QVRA aber auch als Gewicht, das den Anliegen seiner Mitglieder Nachdruck verleiht. «Den Finger draufhalten», nennen es Dinkel und Zimmerli. «Als Begegnungszone haben wir auf der rechten Stadtseite eigentlich nur den Vögeligarten», erklärt Dinkel. Dass da Bedarf nach mehr bestehe, sei bei der Stadt angemeldet. Ähnliches bei der Winkelunterführung: «Die ist nicht barrierefrei, wie das Leitbild der Stadt fordert.» Zudem verhindere das dortige Velofahrverbot sichere Schulwege, die sich die Stadt ebenfalls ins Leitbild schrieb. «Die Schüler/innen müssen mit dem Velo über den autoreichen Postplatz fahren», erklärt Zimmerli das Anliegen. Gerade das Thema Verkehr bewegt die Menschen auf der rechten Stadtseite. «Der Sälikreisel war ja eigentlich zur Entlastung gedacht», erklärt Dinkel seufzend. Der Durchgangsverkehr von dort zur Martin-Disteli-Strasse sei problematisch. «Der Oltner Arbeitsverkehr ist das eine, ärgerlich ist aber der Durchgangsverkehr von ausserhalb.» Dieses Anliegen dürfe nicht vergessen gehen. «Gleichzeitig kommen im QVRA sowohl Auto- wie auch Velofahrer zusammen», räumen Zimmerli und Dinkel ein. Die beiden Gruppen diskutierten das Thema Verkehr durchaus kontrovers. Dies ist jedoch im Sinn des Vereins. «Wir wollen die Bedürfnisse aller Menschen auf der rechten Stadtseite abbilden.»

Eine Zeit lang war es eher ruhig um das knallorange Murmeltier, das bereits vor Jahren auf diversen TV-Kanälen seine Spässe trieb. Sein Besuch bei den drei Kindertagesstätten des Gemeinnützigen

Frauenvereins in Olten zeigte aber: Murmi ist auch mitten im Winter, wenn seine Artgenossen in den Bergen ihren Winterschlaf machen, quietschlebendig und sorgt sowohl bei kleineren wie auch bei grösseren Kindern für Begeisterung. Wie meinte doch ein Kind im Chinderhort Neumatt nach dem Besuch spontan: «Das war das Allerschönste, was ich im Hort erlebt habe.» ZVG w w w. g f vo. c h

Der nächste Lauf am 18. September

Wie wohl der nächste Oltner 2-Stundenlauf in diesem Jahr sein wird? Können sich die Läuferinnen und Läufer wieder auf dem Chileplatz treffen? Sich gemeinsam auf ein gemeinsames Erlebnis freuen? Die Hoffnung ist gross. So oder so, im vergangenen Jahr hat es sich gezeigt, vieles ist möglich. Und der nächste Lauf findet ganz bestimmt statt, nämlich am Samstag, 18. September 2021. ZVG

Murmi bei Besuch im GFVO-Kinderhort an der Reiserstrasse. (Bild: ZVG)

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Aktion Weihnachtsstern REGIONALE ROTARY CLUBS Rotarisches Engagement für Bewohnerinnen und Bewohner der Altersheime.

Die erlaufenen Beträge konnten am 21. Dezember an der Checkübergabe überreicht werden (v.l.): Klara Stracuk von der Stiftung Horyzon, Tobias Oetiker vom OK des Vereins Oltner 2-Stundenlauf und Hugo Saner von der Herzstiftung Olten. (Bild: ZVG)

Seit Wochen wütet Covid in der Region. Besonders betagte Menschen sind von den Folgen des Virus enorm betroffen und entsprechend anspruchsvoll war und ist die Situation in Alters- und Pflegeheimen. Vor Weihnachten galt ein Besuchs- und Ausgehverbot und dies gerade in der Zeit, wo dem Kontakt mit Familien und Freunden eine ganz besondere Bedeutung zukommt. Die Rotarierinnen und Rotarier der Rotary

EISHOCKEY 19.45 Uhr: EHC Olten – EVZ Academy Herren, Swiss League Olten, Kleinholz www.ehco.ch

SAMSTAG, 9. JANUAR

17.30 Uhr: EHC Olten – SC Langenthal Herren, Swiss League Olten, Kleinholz

Heute, Donnerstag, 7. Januar, tritt der EHC Olten im Kleinholz gegen EVZ Academy an. (Bild: Archiv) Bitte informieren Sie sich vor jedem Anlass zeitnah über die aktuellen Coronamassnahmen bei den jeweiligen Veranstaltern. Besten Dank für ihr Verständnis und bleiben Sie gesund!

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Murmi auf Besuch in Kitas GEMEINNÜTZIGER FRAUENVEREIN OLTEN Murmi besuchte kürzlich die drei Kindertagesstätten des Gemeinnützigen Frauenvereins in Olten.

SPORTAGENDA

Clubs Olten, Olten West und Gösgen Niederamt liessen die ältere Generation nicht allein. Im Rahmen der Aktion «Weihnachtsstern» verteilten sie am Freitag, 18. Dezember in alle Alters- und Pflegeheime der Region Olten-Gösgen-Untergäu tausend Weihnachtssterne und Guetzli an Bewohner und Personal. Mit ihrem Engagement wollen die Rotarierinnen und Rotarier den Bewohnerinnen und Bewohner der Alters- und Pflegeheime ein Zeichen der Wertschätzung und Anteilnahme zukommen lassen, aber auch ganz herzlich all den Menschen danken, die in den Altersheimen arbeiten und den älteren Menschen Sorge tragen. ZVG

TIERISCHES OLTEN

Kaninchen Alter: unterschiedliche Altersklassen Geschlecht: weiblich und männlich, alle männlichen Tiere sind kastriert. Alle Kaninchen sind mit einem Mikrochip gekennzeichnet. Wesen: Kaninchen sind gesellige Tiere und sollten zu zweit oder in einer gemischten Gruppe gehalten werden. Sie brauchen einen sauberen Stall oder ein Haus mit Stroh und viel Heu. Der dazugehörige Auslauf sollte grosszügig und abwechslungsreich eingerichtet sein, damit sie springen, graben und Haken schlagen können. Nagermaterialien aus Wald und Garten (Äste, Rinden, Wurzeln) sollten täglich angeboten werden. Kaninchen sind keine Streicheltiere aber wunderbar zum Beobachten. Auskunft und Adresse: Tierdörfli Aspweg 51 4612 Wangen bei Olten T 062 207 90 00 www.tierdörfli.ch Bitte vereinbaren Sie zwischen 10 und 11.30 Uhr telefonisch oder via dem Kontaktformular auf der Webseite einen Termin.


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