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017_2022

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 26 856 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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Zahnmedizin für Kinder und Erwachsene in Affoltern am Albis AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 17 I 176. Jahrgang I Dienstag, 1. März 2022

Klares Statement

Die Kantonsrats-Fraktionen beziehen Stellung zum Krieg in der Ukraine. > Seite 3

Bewährungsstrafe

Das Bezirksgericht hat einen 29-Jährigen wegen Raufhandels verurteilt. > Seite 3

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So geht ideale Demokratie Wahlpodium in Hedingen mit zehn Kandidierenden für den Gemeinderat Der Wahlkampf in Hedingen mobilisiert die Massen. Nicht weniger als 180 Interessierte lockte ein Wahlpodium an, an dem die zehn Kandidierenden sich der Wählerschaft präsentierten und darüber diskutierten, wie sich die Gemeinde in den nächsten Jahren entwickeln soll. von stefan schneiter Das Fazit, das Moderator Bernhard Schneider am Schluss des Abends zog, sei vorweggenommen: «Das ist eine ideale Demokratie, wenn man so miteinander spricht», fasste Schneider seinen Eindruck zusammen. Es sei Interessantes vorgetragen und Ideen präsentiert worden, die Diskussion sei konstruktiv und kontrovers ausgetragen worden. Nun, zu heftigen Kontroversen kam es nicht wirklich, sei es, weil Hedingen als Gemeinde derzeit nicht mit gravierenden politischen Herausforderungen konfrontiert ist, sei es, weil die zehn Kandidierenden entweder zu anständig miteinander umspringen oder weil die neuen Herausforderer für den Gemeinderat naturgemäss noch über zu wenig Wissen zu den einzelnen Sachdossiers verfügen. Das Wahlpodium, das am vergangenen Donnerstag in der Mehrzweckhalle Hedingen über die Bühne ging, diente denn auch im Wesentlichen dazu, dass die rund 180 Interessierten die Kandidierenden kennen lernen konnten. Die Auftaktfrage, was das drängendste Problem sei, das in Hedingen in den nächsten vier Jahren anzupacken sei, nutzten die zehn Kandidierenden, welche bei den Wahlen am 27. März sechs Gemeinderatssitze erobern möchten – der siebte Sitz geht automatisch ans Schulpräsidium – in erster Linie dazu, sich dem Publikum vorzustellen. Ruedi Fornaro (FDP), Gemeindepräsident seit vier Jahren, erklärte, als gebürtiger Hedinger liege ihm das Dorf besonders am Herzen. Er engagiere sich für eine nachhaltige und umweltgerechte Entwicklung im Dorf. Die Zentrumsentwicklung sei dazu das zentrale Projekt. Roland Schneider (GLP) macht Fornaro das Gemeindepräsidium streitig.

Für das von ihm angestrebte Amt gibt er das Schulpräsidium ab. Seiner Ansicht nach muss sich Hedingen in den kommenden Jahren auf Energie- und Umweltthemen fokussieren. Und Behörden, Verwaltung und Bevölkerung müssten mehr zusammenrutschen, um miteinander gute Ideen umsetzen zu können. Nicole Doppler (FDP) will als amtierende Finanzvorsteherin auch in den nächsten vier Jahren für eine nachhaltige Investitionspolitik einstehen. Marco Vanetta (FDP) tritt neu an. Dem Elektroingenieur liegen vor allem neue Technologien und die Digitalisierung am Herzen, bei denen er gerne sein Fachwissen einbringen möchte. Christine Erni (FDP), Vorsteherin Soziales, Gesundheit und Umwelt, sieht als drängendste Aufgabe die Sicherstellung von Wohnraum im Alter. «Da müssen wir Lösungen finden, und zwar schnell – es pressiert.» Fabian Kraxner (GLP) möchte sich, so er gewählt wird, für eine bessere Mitmach- und Informationskultur einsetzen, den Dialog zwischen Behörden, Einwohnern, Unternehmen und Vereinen im Dorf fördern. Jürg Hodler (FDP, neu) liegt als Arzt vor allem die Entwicklung des Gesundheitswesens nahe. Rainer Notter (GLP, neu) würde sich besonders für die Förderung der erneuerbaren Energien einsetzen. Hedingen, so Notter, war mal führend in der Solartechnik, inzwischen sei es ins Mittelfeld zurückgefallen; das möchte er wieder ändern.

Rolf Schilliger (parteilos, neu) engagiert sich schon seit vielen Jahren im Schulbereich, war sieben Jahre in der Schulpflege. In diesem Bereich würde er sein Wissen einbringen, ebenso in der Solartechnik. «Die Stromlücke kommt auf uns zu», die E-Mobilität müsse gefördert werden, ist Schilliger überzeugt. Markus Boller (parteilos, neu) möchte sich stark für die Umgebungsgestaltung einsetzen, für Begegnungszonen und Plätze, wo man verweilen und sich treffen kann, für einen attraktiven Dorfkern.

Der Kiesabbau muss warten

Tankstelle in Bickwil geplant

Bekannte Gesichter Sie zielen mitten in Aeugst ins Hirn

Der Kanton Zug will im Gebiet Hatwil an der Grenze zu Maschwanden und Knonau Kies abbauen. Das Bundesgericht hat die entsprechende Festsetzung im Richtplan nun allerdings aufgehoben. Verlangt werden vertiefte Abklärungen, allenfalls zusammen mit der Überarbeitung des Zuger Kieskonzepts. Dadurch dürfte sich das Projekt um drei Jahre verzögern. (red.)

Ende Mai 2023 soll der neue A4-Zubringer eröffnet werden. Statt entlang der Dorfstrasse soll der Verkehr dann via Rickenbach und Bickwil fliessen. Zu spüren bekommen dürfte das nicht nur der Obfelder Dorfmärt, sondern auch die Agrola-Tankstelle auf demselben Areal. Nun hat die Landi Obfelden ein Baugesuch für eine Tankstelle an der Muristrasse in Bickwil eingereicht. (lhä)

Für Gemeinderat, Schulpflege und Rechnungsprüfungskommission stehen in Aeugst ausreichend Kandidierende zur Verfügung. Für den Gemeinderat kandidieren mit Nadia Hausheer (Präsidium), Christoph Berberat, Rebekka Manso Parada, Matthias Ramer und Gisèle Stoller Laubi fünf Bisherige, Nicole BeckTaubenest will die Nachfolge von Bruno Fuchs antreten. (red.)

Christoph & Lollo pflegen die unverkennbare Art, mit giftigem Spott den Nagel derart auf den Kopf zu prügeln, dass er beim ersten Refrain versenkt ist. Dafür wurde das österreichische Duo 2015 mit dem Salzburger Stier ausgezeichnet. Für ihr neues Programm haben sie sich erneut in der Welt umgesehen – und wenig Grund für gute Laune, aber viel Anlass für Humor gefunden. (red.)

> Bericht und Interview auf Seite 10

> Bericht auf Seite 13

> Serie Wahlen auf den Seiten 17 bis 19

> Interview auf Seite 22

Die Kandidierenden für den Gemeinderat von Hedingen: (v.l.) Rainer Notter, Markus Boller, Rolf Schilliger, Jürg Hodler, Fabian Kraxner, Christine Erni, Moderator Bernhard Schneider, Nicole Doppler, Marco Vanetta, Roland Schneider und Ruedi Fornaro. (Bild Stefan Schneiter)

Partizipation: Mangelhaft Ob sie eher Chef oder Moderator seien, wollte Moderator Schneider von den zwei ums Gemeindepräsidium Antretenden wissen. Ruedi Fornaro sieht sich als Teamplayer, der aber als Präsident im Gremium mit dem Blick «von oben herab» optimale Führungsentscheide zum Wohl Hedingens zu fällen habe. Roland Schneider hingegen sieht sich eher als Moderator, so habe er schon die Schulpflege geführt. Als Moderator, der, wo nötig, eine Entwicklung in die richtige Richtung stossen müsse. In der Folge waren sich die Diskussionsteilnehmer einig, dass die Zentrumsplanung das wichtigste Thema in den kommenden Jahren sein wird. Ausgiebig oder kontrovers konnte die Debatte darüber allerdings nicht geführt

werden. Dazu fehlte die Zeit, bei einigen der Debattierenden auch die Detailkenntnis und zudem werden Entscheide bei diesem sehr komplexen Projekt, das sich die nächsten 30 Jahre hinziehen wird, erst Schritt für Schritt in den kommenden Jahren gefällt werden müssen. Kritik gabs vonseiten der Herausforderer an der Partizipation, an der ihrer Ansicht nach ungenügenden Informationspraxis des Gemeinderats. Rainer Notter etwa kritisierte die mangelnde Transparenz bei der Zentrumsplanung. «Viele Leute wissen nicht, wo diese steht.» Direkt, aber auch auf digitalem Wege muss seiner Ansicht nach mehr und besser informiert werden. Das gelte auch für die Arbeit der Energiekommission, von der auf der Webseite der Gemeinde nichts zu finden sei. Christine Erni gestand ein, dass die Kommunikation im Sozial- und Gesundheitsbereich ungenügend sei und gelobte Besserung für die Zukunft. Fabian Kraxner verwies auf das Vorbild Obfelden mit seinem digitalen Dorfplatz. Jürg Hodler forderte eine vermehrte Belieferung der Lokalpresse mit Informationen, die Einrichtung eines Blogs auf der Gemeindewebseite sowie verstärkten Einsatz der Social Media, um die jüngere Generation besser zu erreichen.

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8910 Affoltern a.A.

Gehör schützen

Mit den Guggenmusiken zieht auch der Lärm wieder mit ans grosse Fest. > Seite 16

Die Trainerfrage ist geklärt Sergio Colacino, aktuell beim FC Mutschellen für die erste Mannschaft verantwortlich, tritt beim FC Wettswil-Bonstetten die Nachfolge von Jérôme Oswald an. Er hat viele Jahre in der Super-League (FC St. Gallen und FC Wil) und der Challenge-League (vor allem FC Wohlen) gespielt und dabei viele Erfahrungen gesammelt. Seine Trainerlaufbahn lancierte er beim FC Mutschellen, zunächst als Co-Trainer, nach dem Aufstieg in die zweite Liga dann ab 2017 als Chef. Und nun wird der 43-jährige Sergio Colacino im Sommer beim FC Wettswil-Bonstetten die Nachfolge von Jérôme Oswald antreten. Von einer «optimalen Besetzung» spricht man beim FCWB, denn Colacino verstehe es bestens, sich in einem Dorfclub zu bewegen und habe auch in der Vergangenheit stark auf die Förderung von jungen Talenten aus dem eigenen Club gesetzt. Eine Philosophie, wie sie auch der Ämtler Erstligist seit vielen Jahren verfolgt. (red.)

> Bericht auf Seite 23 ANZEIGEN

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> Serie Wahlen auf den Seiten 5 bis 9

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Einbürgerungen Mit Beschluss vom 22. Februar 2022 hat der Stadtrat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Stadt Affoltern am Albis aufgenommen:

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Einladung für die Informationsveranstaltung Telefon- und Liebesbetrüger

• Fatlum Gashi, 2003, männlich, Staatsangehöriger von Kosovo • Cihan Güngör, 1991, männlich, Staatsangehöriger von der Türkei • Katja Lange, 1980, weiblich, Staatsangehörige von Deutschland • Kristin Reisch, 1975, weiblich, Staatsangehörige von Deutschland.

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Des weiteren hat der Stadtrat ein Gesuch abgelehnt.

Samstag 5. März 2022

9 – 12 Uhr Volg Mettmenstetten 13 – 16 Uhr Volg Knonau

Samstag 12. März Sonntag 13. März

13 – 16 Uhr Volg Zwillikon 10 – 13 Uhr Volg Hausen

Samstag 19. März

9 – 12 Uhr Volg Wettswil 13 – 16 Uhr Volg Ottenbach

1. März 2022 Stadtrat Affoltern am Albis

Öffnungszeiten Fasnachtsmontag Die Gemeindeverwaltung Rifferswil bleibt am Montag, 7. März 2022, den ganzen Tag geschlossen.

Ruedi Schneebeli

6. Juni 1954 – 15. Februar 2022

für immer verlassen. Sein Herz hat plötzlich aufgehört zu schlagen.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Bonstetten

Die Stimmberechtigten werden am Mittwoch, 6. April 2022, 20.15 Uhr, Turnhalle Loomatt, Massholderenstrasse 3, Sellenbüren, zur Gemeindeversammlung eingeladen. Zur Behandlung gelangen folgende Geschäfte: 1. Teilrevision Nutzungsplanung (Bauund Zonenordnung) Umsetzung kommunaler Mehrwertausgleich (MWA)

Eine spätere Praxisübernahme ist möglich. Arbeitspensum 40% – 100%. Sind Sie interessiert, ein Teil unseres Teams zu werden? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung an Chiffre 2000476, Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern am Albis. Die Praxis befindet sich im Kanton Zug.

geboren am 11. Dezember 1974, von Biel/ Bienne, wohnhaft gewesen Im Heumoos 2, Bonstetten. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

Die Urnenbeisetzung findet am Freitag, 4. März 2022 um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Aeugst am Albis statt. Traueradresse: Heinrich Schneebeli, Äussere Grundstrasse 9, 8910 Affoltern am Albis. Es werden keine Leidzirkulare versandt.

Bestattungsamt Bonstetten

Hausen am Albis Am 23. Februar 2022 ist in Sins AG gestorben:

Fritz Karrer

Rifferswil, im Februar 2022 Wir nehmen Abschied von unserer lieben Tante, Gotte, Freundin und Kollegin

Marta Spillmann * 04.11.1928

Bestattungsamt Hausen am Albis

Die Gemeindeversammlung findet weiterhin vorbehältlich von behördlichen Anordnungen im Zusammenhang mit COVID-19 statt.

1. März 2022 Gemeinderat Stallikon

Radoslaw Mariusz Rodak

Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

Anschliessend: Verschiedenes

Broschüren mit dem Beleuchtenden Bericht der Geschäfte der Gemeindeversammlung: Die Abonnenten werden ihr persönliches Exemplar bis am 22. März 2022 erhalten. Solange Vorrat können Exemplare im Gemeindehaus (Schalter Einwohnerkontrolle) kostenlos bezogen werden. Zudem kann die Broschüre ab Mitte März auf www.stallikon.ch/ gemeindeversammlung als PDF heruntergeladen werden. Anmeldungen zur Aufnahme in die Abonnentenliste können per E-Mail (kanzlei@stallikon.ch) an die Gemeindekanzlei gerichtet werden.

Am 24. Februar 2022 ist gestorben:

geboren am 2. Juni 1940, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis.

2. Projekt Dorfzentrum Stallikon – Wettbewerbskosten – Gemeindeanteil – Kredit Fr. 210'000.00

Rifferswil Am 20. Februar 2022 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Spillmann, Marta geboren am 4. November 1928, wohnhaft gewesen in Rifferswil ZH (zivilrechtliche Anmeldung).

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Eugen und Christa Schneebeli Heini und Dora Schneebeli Regula Dubs-Schneebeli Theresa Hauri

Ruedi war ein grosser Tierfreund. Er würde sich freuen, wenn statt Blumenspenden der Stiftung «Vier Pfoten», IBAN CH58 0900 0000 8723 7898 1, Postkonto 87-237898-1 gedacht wird. Spenden mit dem Vermerk versehen: Todesfall Ruedi Schneebeli.

Rifferswil, 1. März 2022

Einladung zur Gemeindeversammlung vom 6. April 2022, 20.15 Uhr

Niemand kennt den Tod. Und es weiss keiner, ob er nicht das grösste Geschenk für den Menschen ist.

Nach längerer Krankheit und trotzdem unerwartet hat uns

Gerne sind wir ab Dienstag, 8. März 2022, ab 08.00 Uhr, wieder für Sie da.

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1. März 2022 Abteilung Sicherheit

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Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir per 1. Mai 2022 oder nach Vereinbarung

Zurzeit sind Telefon- und Liebesbetrüger sehr aktiv im Bezirk Affoltern. Sie versuchen, mit gezielten Aktionen die Personen dazu zu bewegen, dass sie ihnen Geld überweisen. Wie man sich dagegen schützen kann, zeigen Spezialisten der Kantonspolizei Zürich und der Stadtpolizei Affoltern am Albis an einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 3. März 2022 um 19.00 Uhr im Kasinosaal Affoltern am Albis, Marktplatz 1, auf. Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen.

Die Beisetzung findet am 2. März 2022 um 13.30 Uhr im engsten Familienkreis statt. Die anschliessende Abdankung in der reformierten Kirche Rifferswil ist öffentlich. 1. März 2022 Bestattungsamt Rifferswil

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† 20.02.2022

Sie durfte nach einem langen und erfüllten Leben friedlich einschlafen. Ihre Nichten und Neffen mit Familien Abdankung: Mittwoch 02. März 14.00 Uhr in der Kirche Rifferswil. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Anstelle von Blumenspenden gedenke man der theodra.org Vermerk "Kinderspital Affoltern am Albis, Marta Spillmann" UBS Lausanne : IBAN CH66 0024 3243 G054 9454 0 Post: PC 10-61645-5 Traueradresse: Grob Werner und Helene, Aeugsterstrasse 2, 8911 Affoltern am Albis Grob Madeleine, Kappelerstrasse 18, 8911 Rifferswil

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Bezirk Affoltern

Gegen den Krieg Seit Mittwochnacht sprechen in der Ukraine die Waffen. Es herrscht Krieg in Europa. Der Angriff von Russland auf die Ukraine verletzt fundamentales internationales Recht. In einer gemeinsamen Fraktionserklärung fordern im Kanton Zürich die SVP, SP, FDP, GLP, Grüne, Die Mitte, EVP und AL die sofortige Einstellung sämtlicher russischer Kriegshandlungen in der Ukraine, die Umsetzung der Sanktionen des Westens gegen den russischen Aggressor sowie eine schnelle und unbürokratische humanitäre Hilfe durch die Schweiz. (red.)

KORREKT Urteil nicht rechtskräftig In der Ausgabe vom 22. Februar hat der «Anzeiger» berichtet, dass das Bezirksgericht Affoltern einen 28-Jährigen zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt hat. Das Urteil ist allerdings nicht rechtskräftig. Der Beschuldigte hat hiergegen Berufung eingelegt. Es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Eine schriftliche Begründung des Urteils des Bezirksgerichts Affoltern liegt noch nicht vor. (red.)

Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A. Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 856 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen

Dienstag, 1. März 2022

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«Sehe ich Sie nochmals hier, müssen Sie garantiert ins Gefängnis» Gefängnis auf Bewährung wegen Raufhandels, Sachbeschädigung und Unfallmitschuld Die Staatsanwaltschaft wollte ihn für neun Monate im Gefängnis sehen. Im Sinne einer «allerletzten Chance» wurde ein 29-Jähriger vom Bezirksgericht zu sechs Monaten auf Bewährung verurteilt – wegen Raufhandels, Sachbeschädigung und für das Mitverschulden eines Unfalls. von Werner Schneiter Nervös rutschte der gebürtige Mazedonier im Verhandlungssaal auf dem Stuhl hin und her, letzte seinen Kopf in die Hände, entledigte sich schwitzend seines Pullovers und antwortete erst nach entsprechender Aufforderung in deutlicher Sprache. Nun ja, Grund zur Unruhe bestand ja durchaus. Da waren zwei bedingte Geldstrafen, die er wegen anderer Delikte 2017 und 2019 kassiert hatte – und nun musste er erneut vor Gericht erscheinen. «Sie haben mir bei letzten Mal versprochen, dass Sie mich hier nie mehr sehen wollen», sagte die Vorsitzende zu Verhandlungsbeginn. Dieses Mal standen Raufhandel, einfache Körperverletzung, Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz, mehrfache Sachbeschädigung und grobe sowie einfache Verletzung von Verkehrsregeln zur Debatte.

Schlägerei beim Tankstellenshop So prügelte sich der Beschuldigte im Mai 2019 bei einem Tankstellenshop in Affoltern mit zwei Männern, die als Brüder «angetreten» waren. Die Auseinandersetzung, unter Einsatz von Holz und Kreuzschlüssel, auch Raufhandel genannt, endete mit einer Rissquetschwunde am Hinterkopf des Beschuldigten und einer leichten Gehirnerschütterung samt geschwollenem Mittelkiefer bei einem der Brüder. Den Sachverhalt dieser einfachen Körperverletzung bestritt er nicht. Auch nicht die im Rahmen der Schlägerei begangene Sachbeschädigung: beschädigtes Handy und ein bei einem Lieferwagen abgebrochener Aussenspiegel. Der Mann anerkannte ausserdem die Forderung in der Höhe

Im Bereich des Tankstellenshops in Affoltern kam es im Mai 2019 zur tätlichen Auseinandersetzung mit zwei Männern, die als Brüder «antraten». (Bild Werner Schneiter) von 1500 Franken für Beulen und Kratzer an einem Taxi an der Langstrasse in Zürich – eine Folge seines Alkoholkonsums. Vor Gericht entschuldigte er sich beim ebenfalls anwesenden Taxifahrer direkt.

Kokainverkauf und Unfallschuld bestritten Dass er jedoch den obgenannten Brüdern 12 Gramm Kokain verkauft haben soll, bestritt der Mann vehement und erhielt dabei Sukkurs seines Verteidigers. Er brachte hier Widersprüche und inkonsistente Aussagen der vermeintlichen Abnehmer ins Spiel, sprach von völlig unglaubhaften Aussagen – gar von willentlich falschen Anschuldigungen. «Die angeblichen Kokainempfänger, die sich mit dem Beschuldigten an der Tankstelle prügelten, haben aus Rache ein Motiv konstruiert», sagte der Verteidiger. Auch beim Unfall auf der A1 ausgangs Gubristtunnel bei Weiningen sieht der Verteidiger die Unschuld seines Mandanten durch ein Gutachten als erwiesen. Es ging um Rechtsüberholen, in deren Folge es zu einer Kollision und Sachschaden kam. Hier wurde der mitbeteiligte Autofahrer als der Aggressor gesehen, der durch starkes Beschleunigen seinen Mandanten «von der Strasse gecheckt» habe, wie es der Verteidiger

in Anlehnung an US-Action-Filme formulierte. «Mein Mandant steht für das gerade, was er tatsächlich getan hat. Er hat Mist gebaut», fügte er bei, sprach von geringem Verschulden und von künftigem Wohlverhalten, weil der Mann weiterhin arbeiten und ein geregeltes Leben führen wolle. Auch sprach er von «Jugendsünden», die nun mit zunehmender Lebenserfahrung verschwänden. Er forderte Freisprüche für einfache Körperverletzung, beim Betäubungsmittelvergehen für grobe Verletzung von Verkehrsregeln. Eine bedingte Geldstrafe von 40 Tagessätzen à 80 Franken bei dreijähriger Probezeit und kein Verbüssen einer bedingt ausgesprochenen Freiheitsstrafe.

«Gehen Sie solchen Dingen aus dem Weg» Nicht schuldig der einfachen Körperverletzung, schuldig des Raufhandels, der mehrfachen Körperverletzung und der vorsätzlichen Verletzung von Verkehrsregeln – so der Befund des Bezirksgerichts nach längerer Beratung. Es verurteilte den Mann zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe auf Bewährung mit dreijähriger Probezeit und zu einer Busse von 100 Franken. Die beiden Vorstrafen werden nicht wider-

rufen, aber in einem Fall wird die Probezeit um ein Jahr verlängert. Für die Beschädigung des Aussenspiegels muss er 800 Franken Schadenersatz zahlen, die 1500 Franken für den Taxihalter hat er anerkannt und direkt mit dem Geschädigten vereinbart. Mit Ausnahme der Kosten für den Verteidiger muss er für die Verfahrenskosten aufkommen – für ihn kein leichtes Verdikt, sind doch monatlich noch lange Zeit 700 Franken Leasinggebühren für sein schnelles Auto fällig. Die Verletzungen bei der tätlichen Auseinandersetzung hätten schlimmer sein können, sagte die Verhandlungsleiterin. Im Falle des Kokainverkaufs gebe es zu viele Widersprüche, und im Falle des Unfalls trage auch der Beschuldigte eine Mitschuld. «Die beiden Beteiligten sind keine Engel. Etwas mehr Gelassenheit wäre angezeigt. Ihr Auto ist auch eine Waffe», schrieb sie dem Mann ins Stammbuch und fügte bei, dass sich die Schuldsprüche beim Raufhandel hätten vermeiden lassen. «Gehen Sie solchen Dingen aus dem Weg», so ihr Ratschlag, dem sie eine Warnung folgen liess: «Das ist ihre allerletzte Chance. Sehe ich Sie nochmals hier – dann müssen sie garantiert in die Kiste.» Urteil GG 210 011 vom 24. Februar 2022, noch nicht rechtskräftig.

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Nächste Erscheinung dieser Spezialseite ist am 5. April 2022. Interessiert?


Wahlen

Dienstag, 1. März 2022

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Engagiertes Hedingen mischt den Wahlkampf auf In Hedingen werden neu sieben statt fünf Sitze im Gemeinderat gewählt Mit den Wahlen am 27. März wird in Hedingen der Gemeinderat von fünf auf sieben Sitze aufgestockt. Vier bisherige Amtsträger treten erneut an. Sechs neue Kandidaten machen ihnen die Sitze streitig. Frischen Wind in den vergrösserten Gemeinderat will die frisch gegründete Gruppe Bündnis Hedingen-engagiert bringen. von stefan schneiter Blutjung ist es sozusagen, vor gerade mal vier Monaten hat es das Licht der Welt erblickt. Hedingen-engagiert heisst das Kind, das im November 2021 ins Leben gerufen worden ist. Wo die Bewegung politisch steht, ist gemäss ihrem Auftritt gegen aussen nicht klar einzugrenzen: Man sei überparteilich und konfessionell neutral, sagen sie von sich selber. Man wolle frischen Wind in die Behörden bringen, pflege einen offenen Dialog, sei konsensfähig, konstruktiv und engagiert. Und wolle, dass die «Verschiedenartigkeit der Bevölkerung» im Gemeinderat von Hedingen vertreten sei. Etwas aufschlussreicher sind dann die Begriffe «umweltbewusst» und «sozial», die sich die Gruppierung auf einem Flyer selber gibt und die Tatsache, dass das Bürgerforum von Marina Gantert, Präsidentin der Grünen des Bezirks Affoltern, gegründet worden ist. Auf der Website von Hedingen-engagiert prangen drei Parteilogos: Das der Grünen des Bezirks Affoltern, der Grünliberalen Knonauer Amt sowie der BezirksSP. Und definitiv politisch verortbar wird die Bewegung, wenn man die Parteizugehörigkeit von drei der vier Kandidierenden für die Gemeindewahlen vom 27. März anschaut. Alle drei Män-

Im Zentrum von Hedingen soll ein attraktiver Begegnungsplatz entstehen mit hoher Wohnqualität, guten Bedingungen für das Gewerbe und einem Abbau des Verkehrs. (Bilder Stefan Schneiter) ner – Roland Schneider, Fabian Kraxner und Rainer Notter – gehören der Grünliberalen Partei an. Einzig die vierte im Bunde auf dem Wahlflyer, Esther Nievergelt, die Schulpflegepräsidentin werden möchte, ist nicht GLP-Mitglied.

Zweikampf ums Gemeindepräsidium

Hedingen Gemeindefläche: 6,59 km² Anzahl Einwohner: 3794 Besonderheit: Die Hedinger Kirchuhr geht um drei Minuten vor. Dieser Brauch geht auf einen Beschluss der Gemeindeversammlung von 1925 zurück. Begründet wurde er damit, dass immer wieder Einwohnerinnen und Einwohner spät oder zu spät zum Bahnhof gingen. Das Vorstellen der Uhr sollte verhindern, dass die Bahnpassagiere knapp vor dem einfahrenden Zug noch die Geleise überquerten und so Unfälle provozierten.

Rein von der Zahl der Kandidierenden kann man von einem «Grossangriff» von Hedingen-engagiert am 27. März sprechen. Roland Schneider, seit vier Jahren im Gemeinderat, tritt auch zur Wahl des Gemeindepräsidenten an, gegen den amtierenden Ruedi Fornaro, der dieses Amt seit vier Jahren bekleidet. Insgesamt treten zehn Kandidierende an um die sechs Sitze im Gemeinderat – der siebte Sitz ist dem Schulpräsidium vorbehalten. Acht Männer und zwei Frauen kandidieren – genau die Hälfte gehören der FDP an. Ein bisschen weniger umkämpft als der Gemeinderat ist die Schulpflege. Um die sieben Sitze bewerben sich acht Personen, sodass also nur eine Person die Wahl in dieses Gremium nicht schaffen wird. Sicher wird das Präsidium nach den Wahlen neu besetzt werden. Esther Nievergelt tritt gegen Martin Villing –

beide bisher nicht Mitglied der Schulpflege – an, um den aktuellen Schulpräsidenten, Roland Schneider, zu beerben, der nun Gemeindepräsident werden möchte. Keine Spannung gibt es um die Wahl für die Rechnungsprüfungskommission. Für die fünf Sitze bewerben sich fünf Personen. Die vier Männer und eine Frau dürfen also sicher mit ihrer Wahl rechnen. Drei davon sind Bisherige, zwei treten neu an.

Zentrumsplanung – ein eigentliches Generationenprojekt Wichtigstes Thema, mit dem sich der künftige Gemeinderat zu beschäftigen haben wird, ist die Zentrumsplanung. Ein riesiges Projekt, bei dem eine ganze Reihe hochgesteckter Anforderungen zu erfüllen sind: Inmitten des Dorfes soll eine Begegnungszone entstehen, ein attraktiver, belebter Treffpunkt in Form eines Dorfplatzes. Ziel ist, einen Mix aus Wohn- und Gewerbenutzungen zu schaffen. Angestrebt wird eine Verdichtung der Wohnsituation, gleichzeitig soll der Dorfcharakter mit den historischen Häusern erhalten bleiben. Das Gewerbe soll erhalten und gefördert

Das wird am 27. März gewählt: Gemeinderat: 6 Mitglieder, inklusive Präsidium (Primarschulpräsidium als 7. Mitglied) Schulpflege: 7 Mitglieder, inklusive Präsidium Rechnungsprüfungskommission: 5 Mitglieder, inklusive Präsidium

Hedingen wächst weiter. In der bereits dicht überbauten Gemeinde stellt sich die Wohnbaufrage.

werden, gute Einkaufsmöglichkeiten geschaffen werden. Die Verkehrsplanung ist ebenso ein integraler Bestandteil der Zentrumsplanung, etwa hinsichtlich des Werkverkehrs zu und aus den Gewerbegebieten. Auch die Schulwegsituation gilt es zu verbessern, überhaupt die Bedingungen für Fussgänger. Nicht einfacher wird die Planung, dass bei der Neuplanung auch die Interessen der 16 Grundeigentümer auf 30 Parzellen mitzuberücksichtigen sind. Drei Planungsbüros haben ihre Ideen zur Neugestaltung des Dorfzentrums erarbeitet. Das Projekt ist nun in der Vernehmlassung, ein breit zusammengesetztes Beurteilungsgremium wird dem Gemeinderat einen Schlussbericht vorlegen, der anschliessend auch der Öffentlichkeit vorgelegt wird. Sicher ist, die Entwicklung des Dorfzentrums wird noch lange Zeit in Anspruch nehmen. An der Gemeindeversammlung im vergangenen Dezember war von einem Zeithorizont von «10 bis 40 Jahren» die Rede. Das Thema Bauen wird in Hedingen in Zukunft eine Herausforderung bilden. Die Bauzonenreserven der Gemeinden sind klein. In den vergangenen 20 Jahren ist die Bevölkerung Hedingens überdurchschnittlich gewachsen, bis 2040 sagen die Prognosen ein Anwachsen der Bevölkerungszahl von heute 3800 auf 4600 voraus. Gemäss dem räumlichen Entwicklungskonzept (REK) von Hedingen stecken in den bereits überbauten Bauzonen Reserven für gut 400 Einwohner, wenn die bestehende Gebäudestruktur nicht massiv verändert wird. Eine weitere innere Verdichtung lässt sich laut REK im überbauten Gebiet eigentlich nur noch durch Abbruch oder Neubau erreichen. Die Bevölkerung Hedingens ist eher überaltert, der Anteil der 45- bis 70-Jährigen hoch. Das lässt erwarten, dass ein Ausbau der Infrastrukturen für altersgerechtes Wohnen inskünftig zentral sein wird. Im REK lautet einer der Leitsätze: «Bezahlbare altersgerechte Wohnungen sollen gefördert werden.» Im Rahmen der verschiedenen Wohnformen

– von Pflegezentren, betreutem Wohnen bis hin zu alterdurchmischtem Wohnen – gilt es, tragfähige, zukunftsgerichtete Lösungen zu finden. Mit dem Ansteigen der Immobilienpreise – vornehmlich hervorgerufen durch den Bau der A4 im Knonauer Amt sowie durch den guten S-Bahn-Anschluss – stellt sich für die Gemeinde generell die Frage, wie sie inskünftig für eine «gesunde» Durchmischung der Bevölkerung sorgen möchte. Weitere Themen, die in Hedingen anstehen, betreffen die überkommunale Zusammenarbeit. In der Frage, wie die Zukunft des Spitals Affoltern aussehen wird, hat auch Hedingen ein gewichtiges Wort mitzureden und seine Interessen einzubringen. Aktuell wird im Bezirk die Alters- und Gesundheitsstrategie des Bezirks Affoltern (Agsba) erarbeitet. Auch da hat Hedingen seine spezifischen Interessen einzubringen und zu vertreten. Und ebenso gilt es auch im Kulturbereich, Antworten zu finden, wie eine überkommunale Zusammenarbeit zu gestalten ist, etwa was die Unterstützung von Kulturinstitutionen von überkommunaler Bedeutung betrifft.

Vor den Gemeindewahlen vom 27. März stellt der «Anzeiger» vom 11. Februar bis 4. März in einer Serie die Ausgangslage in den einzelnen Gemeinden vor und lässt die Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten zu Wort kommen.


6

Wahlen

Dienstag, 1. März 2022

Die Kandidierenden für den Hedinger Gemein

Zehn Kandidierende bewerben sich um sechs der sieben Sitze im Gemeinderat Hedingen. Der 7. Sitz geht ans Präsidium d

Markus Boller, 1978, neu, Jurist, parteilos.

Nicole Doppler, 1976, bisher, Betriebsökonomin FH, FDP.

Christine Erni, 1960, bisher, Dipl. Betriebsökonomin, FDP.

Jürg Hodler, 1957, neu, Arzt

Dank meiner optimistischen Lebenseinstellung und der Fähigkeit, Vorhaben praktisch umzusetzen, kann ich neue Herausforderungen gut annehmen. Ich sehe Veränderungen als Chance. Auf Meinungen anderer einzugehen und im Dialog konstruktive Lösungen zu finden sind für mich genauso selbstverständlich wie ein respektvoller Umgang untereinander – gerade auch unter schwierigen Umständen. Meine Ziele verfolge ich mit der nötigen Hartnäckigkeit, bin jedoch stets offen für Kurskorrekturen, falls mich die Argumente meines Umfelds überzeugen.

Ich denke, ich habe in den letzten vier Jahren bewiesen, dass es mir darum geht, Lösungen zu erzielen und Sachpolitik zu betreiben. Mir ist wichtig, miteinander etwas zu erreichen, damit Hedingen noch attraktiver wird. Ich bin initiativ, engagiert, kommuniziere offen und transparent. Wir haben in Hedingen einen soliden Finanzhaushalt, welcher Stabilität gibt und auch Rückschläge abfedern kann, aber vor allem auch Raum für zukunftsorientierte Investitionen bietet. Ich möchte an dieser Stelle nur die laufende Zentrumsplanung sowie die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien erwähnen. Gerade der letzte Punkt zeigt, dass man mit der Einbindung von technologischem Fortschritt auch eine umweltgerechte Politik machen kann.

Die politische und soziale Arbeit bereitet mir sehr viel Freude. Dank meiner lösungsorientierten und zielgerichteten Arbeitsweise können in den verschiedenen Gremien und Konferenzen tragbare Lösungen erarbeitet und weiterentwickelt werden. Dazu helfen mir auch meine Kommunikationsfähigkeit, Ausdauer und Hartnäckigkeit.

Als Ärztlicher Direktor de habe ich langjährige Füh einem Kollegialgremium, da plexe Fragestellungen löst und Konsensfindung gehö dungsfindung, ähnlich wie exekutive. Meine Berufserfa auch in Belange wie Bescha matikprojekte, Personalfüh und Bauplanung. Die Tätig lich-rechtlichen Anstalt fü Kontakten, von der Gemein ne über den Kanton bis zu n gen. Dazu kommt Markter kurrenzkampf ist im Zürch sen hart. Da ich im Somme Position am USZ zurücktret genügend Zeit und Energie anspruchsvolles Exekutivam

Ich habe drei konkrete Ziele: Mehr Mitsprache und Gestaltungsmöglichkeit für die Bevölkerung in Sachen Entwicklung der Gemeinde, Verbesserung der Infrastruktur zur Freizeitgestaltung und eine umfassende Kinder- und Jugendpolitik. Mittels Befragungen, Informationsveranstaltungen, Workshops und Planungsgruppen möchte ich erreichen, dass der Austausch zwischen der Gemeinde und der Bevölkerung institutionalisiert wird und die Leute die Entwicklung der Gemeinde aktiv mittragen und gestalten können. Mit einer Verbesserung der Infrastruktur soll mehr Raum für Freizeitgestaltung und Begegnung geschaffen werden. Beispiele umfassen den Bau eines Pumptracks beim Sportplatz Schlag, die Erweiterung des Spielbereichs für Kinder am Hedinger Weiher oder die Errichtung eines Hallenbads.

Ich möchte eine sinnvolle und nachhaltige Investitionspolitik betreiben. Mit der Umstellung der Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien beim Schulhaus Güpf konnte ich bereits Akzente setzen. Die Gemeinde soll hier Vorbild sein. Zudem möchte ich die Zentrumsplanung mit einer attraktiven und lebendigen Begegnungszone und mit modernen Wohnformen aktiv vorantreiben. Eine offene und lösungsorientierte Kommunikationspolitik mit allen Beteiligten wird ein entscheidender Erfolgsfaktor sein. Es stehen grosse Investitionen bevor. Eine nachhaltige Finanzplanung und eine planbare Steuerfusspolitik sind dabei wichtige Kriterien. Einen umsichtigen Umgang mit der guten Finanzlage gilt es zu erhalten.

Eine engere Zusammenarbeit mit den Trägergemeinden im Bereich Soziales und Gesundheit sind weiter zu verfolgen und zu vertiefen (Beispiel Agsba). Auch die Umsetzung der kantonalen Integrationsagenda muss mit grosser Aufmerksamkeit weiter begleitet werden. Gerne setze ich mich für einen respektvollen Umgang mit der Natur ein. Der vorhandene Platz muss für alle reichen. Auch die Biodiversität muss weiterhin gefördert und gepflegt werden.

Es ist einfach, in einem Wah sprechen, aber etwas ander dann auch umzusetzen. Die müssen für Gesundheitswes heit, Schule oder Infrastrukt petent eingesetzt werden. S Ordnung, erhält man auch d es in Angriff zu nehmen, o zu verschulden oder die St Gelegenheiten zur Gestaltu tematisch nutzen. Diese gi reguliertem Umfeld. Zusätz Energie aufwenden für die fristige Planung der Zukunf die Zentrumsplanung ein darstellt. Auch die Pflege de Hedingen ist wichtig, dami Einkaufsmöglichkeiten un sichert sind. Hedingen ist ei Gemeinde.

Besonderen Entwicklungsbedarf sehe ich im Rahmen der Kinder- und Jugendpolitik. Die Gemeinde hat kein (ganzheitliches) Konzept für die Kinder- und Jugendpolitik. Das möchte ich ändern. Mir geht es darum, die bestehenden Angebote (z.B. Familienforum, Sportvereine, kirchliche Angebote, Bibliothek, etc.) zu evaluieren und sie in ein Gesamtkonzept für eine umfassende Kinder- und Jugendpolitik einfliessen zu lassen. Bei der Altersarbeit hat die Einsetzung der Kommission für Altersfragen dazu beigetragen, dass die Interessen von Seniorinnen und Senioren besser wahrgenommen werden. Ich bin überzeugt, dass sich ein erhöhtes Engagement in der Kinder- und Jugendpolitik ebenfalls auszahlt.

Das Zentrum ist sicherlich ein Punkt, welcher verbessert werden kann und muss. Mit der Testplanung ist nun ein erster Meilenstein erfolgt. Die grossen Herausforderungen stehen uns aber noch bevor. Wie auch immer die Lösung in Zukunft aussehen mag; es ist wichtig, dass wir ein zukunftsorientiertes Zentrum planen, bei der das Wohl der Gemeinde mit ihrer Bevölkerung an vorderster Stelle steht. Auch moderne Wohnformen, die alle Altersschichten berücksichtigen, sollen hier adressiert werden. Die Lebendigkeit des Dorfes soll gefördert werden. Ansonsten bin ich stolz auf unsere Gemeinde. Wir haben einen ausgezeichneten Mix von Einwohnern, Gewerbe, Industrie und zudem ein unverzichtbares, schönes Naherholungsgebiet, das es zu erhalten gilt.

In der Sicherstellung von Wohnraum im Alter sehe ich den grössten Entwicklungsbedarf. Die verschiedenen neuen Wohnformen im Alter stellen eine grosse Herausforderung dar und ich freue mich sehr, wenn ich dazu beitragen kann, gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe oder Kommission neue Wege aufzuzeigen und auch umzusetzen.

Der Begriff «Entwicklungs negativ, was nicht gerechtf ist eine gut geführte Gemei schrittlichen Profil, zum Label der Energiestadt oder gelegte Zentrumsplanung. G dass die Weiterentwicklung manente Anstrengungen Themen sind für mich: Or tisch vorantreiben, kontinu Infrastruktur, Einsatz von dort, wo sie der Gemeinsch nen Bürger etwas bringen Informatiksicherheit, Nac voranbringen, Natur schütz durchgängigen und bedarfs heitsversorgungssystems un der Standortattraktivität H

Bei der Zentrumsplanung sollten die Akzente auf die Bereiche Verkehr, Umwelt und Gestaltung des öffentlichen Raums gesetzt werden, um eine fussgängerfreundlichere Umgebung zu erhalten. In Betracht zu ziehen sind Massnahmen zur Verkehrsberuhigung, eine allfällige Anpassung der Verkehrsführung, die Auflösung von Parkplätzen resp. deren Verlegung in eine Tiefgarage, die Erhöhung des Bestands an Grünfläche, Bänken, Brunnen etc. Wünschenswert wäre die Gestaltung einer Begegnungszone im Bereich der Zwillikerstrasse/ vordere Zwillikerstrasse unter enger Einbindung der bestehenden kommerziellen Anbieter (u.a. Volg, Pfyl, Känzig) und Umnutzung des Parkplatzes Juventus.

Mit der Zentrumsplanung haben wir die einmalige Chance, verschiedene Themen anzugehen. Zu erwähnen ist hier sicherlich, dass eine Begegnungszone geschaffen werden soll, damit das Dorf lebendig bleibt. Das Gewerbe soll erhalten und weiter gefördert werden. Gute Einkaufsmöglichkeiten sind wichtig für ein Dorf wie Hedingen. Die derzeitige Verkehrssituation muss man verbessern; Kompromisse werden hier notwendig sein. Es wäre einfach schön, wenn das Zentrum zum Verweilen einlädt, sodass Begegnungen für und zwischen Jung und Alt möglich sind. All diese Zentrumsthemen müssen im Kontext der Nachhaltigkeit, ökologisch und auch finanziell, eingebettet sein. Und genauso wichtig: Die Bedürfnisse der Bevölkerung und der Eigentümer dürfen dabei nicht ausser Acht gelassen werden.

Ein lebendiger Dorf kern für alle Bewohnerinnen und Bewohner sowie auch genügend Platz für das Gewerbe sind für mich von zentraler Bedeutung. Auch sollen der Dorfbach, der Dorfcharakter und die wunderschönen alten Häuser das Dorfbild von Hedingen weiter prägen. Hedingen soll weiterhin eine lebenswerte und aktive Gemeinde bleiben.

Für mich sind Machbarkei troffenen und eine langfristi tig. Mit dem Bahnhof und Geschäften besteht eine gut terentwicklung. Fährt man ein, soll man jedoch zukünft wo das Zentrum ist. Durch g im Zentrum kann Hedingen wachsen ohne Landreserve brauchen. Eine stärkere Tre gangsverkehr, Lokalverkeh bereichen verbessert die At Sicherheit (etwa in Bezug au Entwicklungen müssen vora Beispielsweise wird altersdu nen wichtiger, aber auch «Sharing Economy» und die tromobilität beeinflussen d

(Bilder zvg.)

Welche Fähgigkeiten und Eigenschaften befähigen Sie für das Gemeinderatsamt?

Welche Ziele möchten Sie in der kommenden Amtsperiode für Hedingen erreichen?

In welchem Bereich hat Hedingen besonderen Entwicklungsbedarf?

Wo sollen bei der Zentrumsplanung die Akzente gesetzt werden?


Wahlen

Dienstag, 1. März 2022

7

inderat stellen sich vor

um der Schulpflege

eu, Arzt, FDP.

Fabian Kraxner, 1992, neu, Arzt, GLP.

Rainer Notter, 1969, neu, Geschäftsführer, GLP.

Rolf Schilliger, 1968, neu, Leiter Rollout Ost Post CH Netz AG, parteilos.

Marco Vanetta, 1966, neu, Executive Director in der IT-Revision einer Grossbank, FDP.

ktor des Unispitals Zürich ige Führungserfahrung in mium, das regelmässig komgen löst. Vernehmlassung ng gehören zur Entscheilich wie in einer Gemeinderufserfahrung erstreckt sich e Beschaffungswesen, Inforsonalführung, Finanzwesen ie Tätigkeit in einer öffentnstalt führt zu politischen Gemeinde- und Bezirksebebis zu nationalen BeziehunMarkterfahrung: Der Konm Zürcher GesundheitsweSommer 2022 von meiner rücktreten werde, kann ich Energie aufwenden, um ein ekutivamt voll auszufüllen.

Ich stehe ein für das gemeinschaftliche Miteinander sowie für eine vertrauens- und respektvolle Haltung anderen Menschen gegenüber. Man muss einander zuhören können, denn in einer Gemeinde gilt es stets unterschiedliche Interessen zu berücksichtigen. Als Arzt im Spital Affoltern sowie in allgemeinpolitischen Projekten setze ich mich seit Längerem für unsere Gesellschaft ein. Ich habe dadurch gelernt, mich schnell in anspruchsvolle Themen einzuarbeiten und bin bereit, Verantwortung für Hedingen zu übernehmen. Das Durchschnittsalter in unserem Gemeinderat beträgt aktuell 56 Jahre. Sie als Stimmberechtigte haben nun eine echte Wahl. Geben Sie der Veränderung eine Chance!

Es braucht für das Amt als Gemeinderat Personen, die gut zuhören können, die ein Gespür für Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger haben und gleichzeitig die Übersicht über das Ganze behalten. Hier bringe ich aus meiner langjährigen politischen Erfahrung in einer deutschen Grossstadt und aus meiner Tätigkeit als Geschäftsführer viel Erfahrung und den Gestaltungswillen mit. Ein Gemeinderat muss auch teamfähig sein: Es braucht Ergebnisorientierung, Vertrauen und Engagement, aber auch Konfliktfähigkeit und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, damit in vier Jahren die gesteckten Ziele erreicht werden können. In der Vergangenheit habe ich vielfach Neuland betreten. Dabei haben mir Mut und Neugier geholfen, auch neue und komplexe Themen erfolgreich anzugehen.

Seit 1999 lebe ich mit meiner Familie in Hedingen. Eine aktive Beteiligung am Dorfgeschehen war uns von Anfang an wichtig. Wir engagierten uns im Familienforum und 2004 war ich aktiv beim Aufbau der Elternmitwirkung der Schule mit dabei. Von 2011 bis 2018 agierte ich als Schulpfleger im Ressort Liegenschaften, Bau und Infrastruktur und kenne den Umgang in einem behördlichen Gremium. Eine Anfrage aus dem aktuellen Gemeinderat und das frei werdende Ressort Hoch- und Tiefbau haben mich bewogen, nun auch für den Gemeinderat zu kandidieren. Beruflich darf ich ein Team von Immobilien- und Rolloutspezialisten bei der Post leiten. Ich absolvierte ein Emba und bin aktuell in einem Nachdiplomstudium zum Bauprojekt- und Immobilienmanager, welches ich im Herbst 2022 abschliesse.

Ich bin seit 2005 in Hedingen wohnhaft und im Dorf sehr gut integriert. Ich schätze mich als eine sehr bürgernahe und engagierte Person ein. Das Dorfgeschehen sowie die Behördentätigkeiten verfolge ich seit Jahren mit Interesse und die Gegebenheiten unserer Gemeinde sind mir bestens bekannt. Ich betrachte mich als eine verlässliche Persönlichkeit mit diplomatischem Geschick und hoher Sozialkompetenz. Eine ausgeprägte Teamfähigkeit und kommunikative Begabung runden mein Profil ab. Ich verfüge über profiliertes technisches und betriebswirtschaftliches Wissen und kann langjährige Erfahrung in der Führung von Organisationen und Projekten vorweisen. Meine Engagements in verschiedenen Vereinen ermöglichten mir, im ganzen Säuliamt gute Beziehungen aufzubauen.

nem Wahlkampf viel zu veras anderes, solche Zusagen zen. Die verfügbaren Mittel heitswesen, Soziales, Sicherrastruktur gezielt und komerden. Sind die Finanzen in n auch den Spielraum, Neuhmen, ohne die Gemeinde er die Steuern zu erhöhen. Gestaltung möchte ich sysDiese gibt es auch in stark d. Zusätzlich würde ich viel n für die mittel- und langr Zukunft Hedingens, wobei ung ein zentrales Element Pflege des Gewerbestandorts ig, damit Dienstleistungen, iten und Arbeitsplätze geen ist eine sehr lebenswerte

Mein wichtigstes Ziel sind zufriedene Einwohnerinnen und Einwohner, Vereine, Institutionen und Unternehmen. Um dies zu erreichen, vertrete ich eine sach-, lösungs- und menschenorientierte Politik unter dem Motto «Miteinander anpacken». Konkret möchte ich: 1. Eine aktive, transparente und wertschätzende Kommunikation der Gemeinde umsetzen. 2. Mitwirkung fördern durch entsprechende Austauschmöglichkeiten, z.B. mit einer (Telefon-) Sprechstunde, regelmässigen Info-Veranstaltungen oder einem digitalen Dorfplatz 3. Hedinger Erholungs- und Naturschutzräume bewahren für nachfolgende Generationen. 4. Ein gesundheitsbewusstes Dorf mit Begegnungsmöglichkeiten für alle Altersgruppen 5. Erneuerbare Energien ausbauen für zukünftige Klimaneutralität. 6. Ein lebendiges Dorfleben fördern.

Hedingen ist eine lebenswerte Gemeinde. Für mich sind drei Schwerpunkte relevant: 1. In Hedingen sollen erneuerbare Energien eine grössere Rolle einnehmen. Dazu soll die Energieplanung aus dem Jahre 2012 aktualisiert werden. Im der Wärmeversorgung sind wir im Gegensatz zu PV und Mobilität auf dem richtigen Weg. 2. Ich will mich dafür einsetzen, dass für Kinder und Jugendliche in Hedingen optimale Angebote auch im ausserschulischen Bereich vorhanden sind. Gerade für Teenager fehlen derzeit noch attraktive Angebote und Räume. 3. An die Verwaltung einer Gemeinde werden zahlreiche Anforderungen aus der Bevölkerung und von den Unternehmen herangetragen. Ich werde mich dafür einsetzen, dass Abläufe gestrafft und mittels Digitalisierung einfacher und effizienter zu nutzen sind.

Die Beantwortung dieser Frage ist abhängig vom Ressort, welches mir bei einer Wahl zugewiesen würde. Ich halte mich somit allgemein. Hedingen hat bereits viel Positives. Ich engagiere mich dafür, gut Laufendes zu bewahren bzw. auszubauen, mit kreativen Ideen Neues anzustossen und mit einem aktiven Gemeinderat unserem Dorf Hedingen eine Identität zu geben. Ich bin mit Überzeugung parteilos und kann sinnvolle und notwendige soziale Anliegen genauso vertreten wie Wirtschaftlichkeit. Mir geht es darum, für Hedingen die richtigen Entscheide zu finden. Im Gemeinderat würde ich engagiert mitwirken, mitdiskutieren und mitgestalten. Ernsthafte Diskussionen braucht es, um gute Lösungen zu finden. Auch wäre es mein Ziel und meine Aufgabe, pflichtbewusst geltendes Recht anzuwenden.

Ich setze mich für eine hohe Lebensqualität und gute Rahmenbedingungen für alle Einwohnerinnen und Einwohner, Institutionen, Unternehmen und Vereine in unserer Gemeinde ein. Ein gesundes Gleichgewicht zwischen Fortschritt und Tradition, Wirtschaftlichkeit und Solidarität sowie Infrastruktur und Umwelt ist mir sehr wichtig. Ich möchte für unsere Gemeinde konkrete und bedarfsgerechte Lösungen entwickeln und umsetzen. Während einer Wahlkampagne neigt man dazu, vermeintlich «Unmögliches» zu versprechen. Anstelle eines unechten Versprechens möchte ich vielmehr versichern, dass ich mich mit Leidenschaft engagieren und Herausforderungen mit Zuversicht anpacken werde. Für unser Dorf werde ich mein Bestes geben.

cklungsbedarf» tönt etwas gerechtfertigt ist. Hedingen e Gemeinde mit einem fortl, zum Beispiel durch das adt oder die langfristig ananung. Gleichzeitig gilt aber, wicklung der Gemeinde perungen verlangt. Wichtige mich: Ortsplanung systemakontinuierliche Pflege der atz von Informatikmitteln meinschaft und dem einzelbringen, Mithalten bei der eit, Nachhaltigkeit weiter r schützen, Mitprägen eines d bedarfsgerechten Gesundstems und allgemeine Pflege ivität Hedingens.

Die überkommunale Zusammenarbeit bei Jugendarbeit, Gesundheitsförderung sowie Altersstrategie kann und soll (weiter)entwickelt werden. Zur Steigerung der Attraktivität für Familien sollte eine Standortbestimmung durchgeführt werden. Damit können nachhaltige Verbesserungen wie z.B. ein Kinderbädli am Weiher sowie das Unicef-Label «kinderfreundliche Gemeinde» entstehen. Ebenso kann der Internetauftritt kundenfreundlicher gestaltet sowie eine regelmässige Kommunikation über aktuelle Entwicklungen aufgebaut werden. Der Gemeinderat sollte die Verschiedenartigkeit der Bevölkerung besser vertreten. Sie sehen, bei diversen Themen kann Hedingen ein Vorbild bleiben oder werden. Packen wirs gemeinsam an!

Ich greife mal zwei Herausforderungen heraus: 1. Die örtliche Verkehrsführung und die Bedürfnisse von Kindern: Die Zürcherstrasse mit ihrem hohen Aufkommen an Durchgangsverkehr und die Zufahrten zu unseren Gewerbebetrieben sind seit Jahren in der Diskussion. Gerne rege ich hier eine ganzheitlichere Betrachtungsweise an, um die teilweise verhärteten Sichtweisen zusammenzubringen und um akzeptierte Lösungen zu schaffen. 2. Die Funktionsfähigkeit der Gemeindeverwaltung sicherstellen: Um für alle Menschen und Unternehmen in Hedingen gut funktionierende Behörden zu gewährleisten, sollen Strategie, Organisation und Kultur gut aufeinander abgestimmt sein. Welche Aufgaben machen wir selbst, welche zusammen mit anderen Gemeinden? Wie bleiben wir für Mitarbeiter attraktiv?

Aktuell sehe ich, nicht nur für Hedingen, grosse Herausforderungen bei der zukünftigen Stromversorgung. Der laufend grössere Bedarf und die geplante Abschaltung der AKW hinterlässt eine grosse Lücke, bei welcher unklar ist, wie diese gedeckt werden soll. Die Kernenergie nun als «grün» zu qualifizieren ist, solange die Problematik mit den radioaktiven Abfällen ungelöst bleibt, gegenüber den jüngeren Generationen unverantwortlich. Hedingen hatte bereits eine Pionierrolle beim Solarstrom. Der Ausbau alternativer Energien muss weiter vorangetrieben werden. Dazu braucht es mehr Anreize für Bauherren und Architekten, in diese Technologien zu investieren. Was im Rahmen der Kommunalpolitik möglich ist, sollte hier optimiert werden.

Hedingen verfügt über optimale Anbindungen an den öffentlichen Verkehr, eine zeitgemässe Infrastruktur, eine fortschrittliche Landwirtschaft sowie ein beneidenswertes Erholungsgebiet. Das aktive Dorfleben profitiert von engagierten Einwohnerinnen und Einwohnern und innovativen Unternehmen. Die gesunden Gemeindefinanzen und die ausgewogene Sozial- und Gesundheitspolitik sind Stärken unseres Dorfes. Mein primäres Ziel ist es, diese gute Situation unbedingt beizubehalten. Die Verbesserung der Gebäude-Energieeffizienz und der vermehrte Einsatz erneuerbarer Energien sind Potenziale für Hedingen. Zudem sollen die Verkehrssituation im Dorfzentrum und die Digitalisierung zugunsten der Verwaltung sowie der Dienstleistungen an die Bevölkerung ein Thema werden.

hbarkeit, Einbezug der Beangfristige Perspektive wichhof und den benachbarten eine gute Basis für die Weihrt man nach Hedingen hinzukünftig stärker erkennen, Durch gezielte Verdichtung edingen harmonisch weiterdreserven vorzeitig aufzurkere Trennung von Durchalverkehr und Fussgängerrt die Attraktivität und die Bezug auf Schulwege). Neue ssen vorausgedacht werden. altersdurchmischtes Wohr auch das Wachstum der und die Zunahme der Elekussen die Planung.

Die Zentrumsplanung ist d i e grosse Chance, einen attraktiven Dorf- und Begegnungsplatz für Hedingen zu gestalten. Dabei sollte es eine sinnvolle Balance zwischen Wohn-, Gewerbeund Grünflächen geben. Beispielsweise sollen Treffpunkte, Spiel- und Erholungsräume inkl. einem Dorfbrunnen eingeplant werden. Gleichzeitig darf der dörfliche Charme nicht verloren gehen. Nebst diesen inhaltlichen Akzenten bietet die Zentrumsplanung auch eine hervorragende Chance, engagierte Einwohnerinnen und Einwohner miteinzubeziehen. Der Verfahrensprozess sollte für die Bevölkerung transparent und offen sein. Die Zukunft Hedingens geschieht damit in einem partizipativen und gemeinsamen Ansatz, wodurch die besten Lösungen entstehen.

Die Zentrumsplanung ist ein wichtiges strategisches Projekt und prägt die Zukunft von Hedingen. Als Gemeinderat setze ich mich für eine grössere Transparenz im weiteren Planungsprozess ein. Für eine grosse Akzeptanz von Zielen, Prozessen und Ergebnissen ist die Möglichkeit der Beteiligung entscheidend. Hier möchte ich auch neue Formen der Partizipation für die breite Bevölkerung anbieten und ausprobieren. Auch kontroverse Meinungen sollen eingebunden werden: besser ein offener Austausch von naturgemäss divergierenden Sichtweisen als ein Prozess mit wenig Tiefgang und mittelmässigen Ergebnissen, bei denen zu viele die Faust im Sack machen. Das ist nicht immer bequem, schafft aber eine höhere Identifikation aller Hedinger mit ihrem Dorf.

Der meistgenannte Grund gemäss meiner Einschätzung war das fehlende Kafi im Dorf, welches dazu führte, dass in der Bibliothek Hedingen am Samstag ein Provisoriums-Kafi eingerichtet wurde. Nun konnte die Bäckerei ein Kafi realisieren, was zu einer deutlichen Attraktivitätssteigerung im Dorfkern führte. Mit dem Dorfladen samt integriertem Metzger, einer Bäckerei mit Kafi, einem Coiffeur- und einem Kleidergeschäft sowie Restaurants in der Nähe wären gute Voraussetzungen für ein attraktives Dorfzentrum vorhanden. Zugegeben, könnte man das Zentrum auf der «grünen Wiese» neu bauen, würde es anders aussehen. Die Arbeit in der Planungsgruppe soll weiter vorangetrieben und zusammen mit den Grundeigentümern ausgearbeitet werden, wobei privates Eigentum zu berücksichtigen ist.

Bei der Zentrumsplanung sollen die Bedürfnisse unserer Einwohnerinnen und Einwohner, Institutionen, Unternehmen und Vereine im Mittelpunkt stehen. Das Gestalten im Dorfzentrum soll im Einklang mit den räumlichen, historischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten erfolgen. Die Entwicklung unseres Dorfzentrums soll kein Ziel «per se» sein, sondern einen Weg darstellen, um die Lebensqualität und die Zusammengehörigkeit in unserer Gemeinde zu stärken. Von der ersten Idee bis zur möglichen Umsetzung wird allerdings viel Zeit und Geduld gefragt sein. Das Projekt soll vernünftige Etappen enthalten, aber auch kurzfristige und konkrete Ergebnisse, sogenannte «Quick-Wins», zugunsten der Bevölkerung hervorrufen.


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Wahlen

Dienstag, 1. März 2022

9

Zwei fürs Gemeindepräsidium Hedingen Es kandidieren der Bisherige Rudolf Fornaro und der amtierende Gemeinderat Roland Schneider

Rudolf Fornaro, 1958, bisher, Liegenschaftenverwalter, FDP.

Roland Schneider, 1965, neu, Finanz- und Personalchef, Stv. Geschäftsführer, GLP.

Welche Fähigkeiten und Eigenschaften machen Sie zur richtigen Person für das Amt?

Als engagierter und volksnaher Gemeindepräsident konnte ich in den vergangenen vier Jahren die Gemeinde in eine nachhaltige und finanziell gut abgesicherte Zukunft führen. Durch meine berufliche und nebenberufliche Laufbahn lernte ich, wie man ein Kollegium partnerschaftlich führt. Als ehemaliger Feuerwehrkommandant und Vereinspräsident lernte ich, Verantwortung zu übernehmen und auch in hektischen Momenten die Übersicht zu behalten.

Als Gemeindepräsident ist es wichtig, ein Team positiv, zielgerichtet und ehrgeizig zu führen. Ein gemeinsames Ziel wird definiert und Massnahmen darauf ausgerichtet. Das habe ich als Schulpräsident getan. Die aktuelle Schulevaluation zeigt, dass wir als Team Schulpflege-Schulleitung-Lehrpersonen unsere Ziele einer guten Schule unter einheitlicher Führung erfolgreich erreicht haben. Eine Führungsperson soll konsensorientiert und partizipativ arbeiten, die verschiedenartigen Mitglieder unterstützen und ein Team bilden. Ich habe in einigen Unternehmen als GL-Mitglied diese Fähigkeiten weiterentwickelt. Ich bin empathisch, suche Kontakt zu den Mitarbeitenden, der Bevölkerung, den Kunden und nutze ihre Fähigkeiten und Ideen für eine gemeinsame Weiterentwicklung.

Welche Ziele möchten Sie in der kommenden Amtsperiode für Hedingen erreichen?

Hedingen soll sich in urbaner Anlehnung an Affoltern so entwickeln, dass unsere Gemeinde als eigenständiges Dorf erhalten bleibt. Dabei müssen wir die Ressourcen nach dem neusten Stand der Technik einsetzen, um eine nachhaltige und umweltverträgliche Gesamtentwicklung zu planen. Die Gemeindeverwaltung müssen wir laufend dem digitalen Zeitalter anpassen, doch der direkte persönliche Kontakt zur Bevölkerung darf keinesfalls verloren gehen.

Ich setze mich ein, dass • die Bevölkerung aktiv an der Gestaltung unseres Dorfes beteiligt wird • die Gemeinde regelmässig und sinnvoll kommuniziert • Hedingen als Energiestadt eine beispielhafte Rolle übernimmt • das Angebot für die Jugend oder auch die ältere Bevölkerung verbessert wird und möglichst viele Bevölkerungsgruppen integriert werden • die Zentrumsplanung zusammen mit der Bevölkerung attraktiv, wirtschaftlich und zum Wohle aller umgesetzt werden kann • die Abläufe in der Gemeindeverwaltung effizienter, digitaler aber immer kundennah organisiert werden • der neu auf sieben Mitglieder vergrösserte Gemeinderat als Team konstruktiv zusammenarbeitet und die Anliegen der Bevölkerung aufnimmt.

Wir müssen der Bevölkerung aus jeder Altersschicht weiterhin bezahlbare Wohnmöglichkeiten bieten können. Der Spagat zwischen verdichtetem Bauen und dem Erhalt des Dorfcharakters wird eine Herausforderung sein. In den nächsten Jahren werden wir den Hochwasserschutz für die Gemeinde insgesamt lösen müssen und die neue Abwasserreinigungsanlage ARA in Zwillikon zusammen mit andern Gemeinden neu erstellen. Die Schulraumplanung muss nach den Schülerzahlen und den Vorgaben der Bildungsdirektion entwickelt werden. Es braucht Entwicklungsmöglichkeiten, um der Jugend gute Perspektiven zu bieten und attraktive Arbeitsplätze für die Industrie und das Gewerbe zu erhalten. Um eine gute Gemeinschaft zu wahren, ist es wichtig, dass Dorftraditionen und Vereinsstrukturen erhalten bleiben.

• Energie: Hedingen soll sich ehrgeizige Energie-Ziele setzen und sich aktiv in die Energieregion Knonauer Amt einbringen. Der Energieverbrauch soll möglichst aus Solaranlagen gewonnen werden. Die Energiekommission stärken und die Bevölkerung in Energiefragen aufklären und unterstützen. • Jugend: eine aktive Jugendarbeit fehlt, personell und räumlich. Eventuell ein Jugendrat, Umweltanlässe durch Jugendliche getragen, etc. • Kommunikation und Partizipation: als Gemeindepräsident nahe bei der Bevölkerung sein, z.B. mit Veranstaltungen, informellen Angeboten, im lockeren Austausch Gemeindepräsi mit Bevölkerung (Spaziergänge, Kaffee-Schwatz in der Bibi, Weiher-Gespräche etc.). Die Bevölkerung verstärkt an der Entwicklung der Gemeinde und in Projekte einbinden.

Die erste wichtige Phase, die Testplanung, wurde mit allen betroffenen Eigentümern, Fachspezialisten und Planern erfolgreich abgeschlossen und soll im Frühling der Bevölkerung vorgestellt werden. In der zweiten Phase geht es um die Optimierung der Testplanungsergebnisse und um die Machbarkeit der Ideen. Das Zentrum soll ein attraktiver, belebter Begegnungsplatz mit hoher Wohn- und Aufenthaltsqualität werden, der durch eine sinnvolle Verkehrsplanung möglichst verkehrsarm ist, jedoch für das Gewerbe gute Einkaufsmöglichkeiten bieten wird.

Ein wichtiger Akzent bei der Zentrumsplanung ist, dass Hedingen und die Bevölkerung einen gemeinsamen Zentrumsplatz erhalten, wo man sich trifft und wohlfühlt. Die Zentrumsplanung bietet eine Chance, dem Dorf eine Identität zu geben. Wichtig ist weiter, der Einbezug des Dorfbachs, eine optimale Erschliessung, insbesondere zu Fuss und mit dem Velo, die Verbesserung der Anbindung des öffentlichen Verkehrs, einer neuen Bushaltestelle im Zentrum. Das Projekt soll etappiert realisiert werden und energietechnisch auf hohem Niveau erfolgen. Die Etappierung ermöglicht es, das Projekt finanziell für die Gemeinde und die beteiligten Grundeigentümer besser zu verkraften und laufend zu optimieren. Bevölkerung und Grundeigentümer sollen stolz sein und Freude haben am neuen Dorfzentrum.

Es gibt einige Projekte, für die mir eine Zusammenarbeit im Bezirk wichtig erscheint. So z.B. im Gesundheitswesen, im Sozialbereich, Wohnmöglichkeiten im Alter und eine übergreifende Schulraumplanung. Gerade aktuell in gemeindeübergreifender Zusammenarbeit ist das Projekt Alters- und Gesundheitsstrategie des Bezirks Affoltern (Agsba). Zwei gute Beispiele für bestens funktionierende Zusammenarbeit im ganzen Bezirk sind der Sicherheitszweckverband Szva und der Dienstleistungsverband Dileca. Jede Gemeinde soll aber auch je nach Bedürfnissen und Gegebenheiten ihre Autonomie wahren können.

Zusammenarbeit macht immer Sinn, wenn Aufgaben gemeinsam professioneller und wirtschaftlicher erfüllt werden können als einzeln. Die laufenden Anstrengungen im Sozialdienst mit dem Projekt KoGeS, das als Ziel die nachhaltige Senkung der Verwaltungskosten und eine Effizienzsteigerung der Sozialdienste verfolgt, sind ein gutes Beispiel für sinnvolle Kooperationen. Der Spielraum der einzelnen Gemeinde muss nicht zwingend eingeschränkt werden, die Aufgaben können gemeinsam besser gelöst werden, auch zum Wohle der Betroffenen. Es gibt viele weitere Bereiche mit Möglichkeiten einer sinnvollen Zusammenarbeit ohne Autonomieverlust, z.B. Steuern, Feuerwehr etc. Zusammenarbeit und Bewahren der Entscheidungsautonomie sollte auch im Bereich Energie und deren Förderung möglich sein.

Mit Sachpolitik, gegenseitigem Vertrauen, Respekt, klaren Voten und zielführenden Diskussionen habe ich während der letzten vier Jahre den Gemeinderat als Teamplayer mit Erfolg geleitet. Das werde ich auch in den kommenden vier Jahren so umsetzen.

Die Gemeinderatskolleginnen und -kollegen sind kompetent in ihren Ressorts und brauchen meine Unterstützung, um die Themen möglichst erfolgreich vorwärtszubringen. Ich möchte also dazu beitragen, dass sie möglichst nach ihren Fähigkeiten eingesetzt und von allen getragen werden. Dazu ist es wichtig, dass der Gemeinderat ein Team wird und gemeinsame Werte verfolgen kann. Verschiedene Meinungen sind wertvoll und sollten respektiert werden. Die Ratskolleginnen und -kollegen zu unterstützen bedeutet auch, bei Schwierigkeiten beizustehen und zusammen Lösungen zu suchen. Gemeinsam ist man stark und kann Herausforderungen besser meistern.

Die meisten in Hedingen kennen mich durch mein Engagement für die Allgemeinheit. Ich möchte so wahrgenommen werden wie ich bin, wie ich mich seit Jahrzehnten kompetent, ehrlich, geradlinig und mit Humor für die Gemeinde einsetze.

Ein allfälliger Gemeindepräsident Roland Schneider soll als normales Mitglied der Gemeinde wahrgenommen werden, der sich für die Anliegen der Einwohnerinnen und Einwohner, von jung bis alt, einsetzt. Alle sollen sich an mich und an den Gemeinderat wenden können, der zuhört und sich für sie einsetzt. Die Führung soll als kooperativ und umgänglich verstanden werden. Besonders wichtig ist ein wertschätzendes und wohlwollendes gegenseitiges Verständnis, denn die meisten Menschen wollen Gutes tun und geben ihr Bestes, wenn sie etwas für jemanden oder für eine Gemeinschaft tun.

Ich verfolge keine Visionen, sondern setze mich stark für die Entwicklung unserer Gemeinde und insbesondere das neue Dorfzentrum ein. Die Idee der Zentrumsplanung soll weiter vorangetrieben und letztendlich auch umgesetzt werden. Unsere schönen Naherholungsgebiete rund um unser Dorf müssen erhalten und gepflegt werden. Ich möchte, dass sich Hedingen zukunftsweisend, nachhaltig und als attraktives Dorf entwickelt, damit die Bewohnerinnen und Bewohner sich weiterhin bei uns wohlfühlen.

Erst einmal: Eine Vision für Hedingen muss vom gesamten Gemeinderat getragen werden. Darum muss diese auch zu Beginn der Legislatur gemeinsam erarbeitet und aufeinander abgestimmt werden. Ich möchte Hedingen zusammen mit dem GR lebenswert machen, noch lebenswerter als es heute schon ist. Die Bevölkerung soll vermehr beteiligt werden an den aktuellen Themen und Gelegenheit haben, bei verschiedenen Veranstaltungen formlos mit der Behörde im Austausch zu sein und ihre Meinungen und Anliegen aktiv platzieren zu können. Die Bevölkerung soll sich ernst genommen fühlen. Hedingen soll bei den Themen Energie und Umwelt aktiv gestalten und Massnahmen umsetzen oder fördern, damit Hedingen stolz auf seine Fortschrittlichkeit sein kann. Umweltschutz muss gelebt werden.

In welchem Bereich hat Hedingen besonderen Entwicklungsbedarf?

Wo sollen bei der Zentrumsplanung die Akzente gesetzt werden?

Wo sehen Sie Chancen in der Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden, und wo soll sich Hedingen die Autonomie bewahren?

Wie stellen Sie als Präsident sicher, das Beste aus dem Gemeinderat herauszuholen?

Wie möchten Sie von der Dorfbevölkerung als Gemeindepräsident wahrgenommen werden? Welches ist Ihre Vision für das Dorf Hedingen?


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 1. März 2022

Vorerst kein Kiesabbau an der Grenze von Knonau und Maschwanden Das Bundesgericht hebt die Festsetzung bei Hatwil auf Das Bundesgericht hat die richtplanerische Festsetzung des Kiesabbaugebiets Hatwil an der Grenze von Knonau und Maschwanden aufgehoben. Verlangt werden vertiefte Abklärungen, allenfalls zusammen mit der Überarbeitung des Zuger Kieskonzepts. Am 29. Oktober 2020 hat der Zuger Kantonsrat das unmittelbar ans Säuliamt angrenzende Kiesabbaugebiet Hatwil im Richtplan festgesetzt. Die Standortgemeinde Cham hat gegen diesen Beschluss beim Bundesgericht Beschwerde erhoben. Das höchste Schweizer Gericht gibt Cham in zwei Punkten recht und hebt die Festsetzung auf. Es verlangt für eine Feststetzung des Standorts Hatwil weitergehende Abklärungen bezüglich von nutzbarem Kies aus der Grundmoräne und dem in Moränenlandschaft und BLN-Gebiet liegenden Alternativstandort Bethlehem Süd, Edlibach in Menzingen. Der Bundesgerichtsentscheid bedeutet, dass die bestehende «alte» Richtplanung mit Hatwil in Kraft bleibt – verbunden mit dem Auftrag, eine Festsetzung dieses Standortes vorzubereiten. Bindend bleiben auch die Aufträge des Kantonsrats, bis 2025 das Zuger Kies-

Das Kiesabbaugebiet Hubletzen befindet sich hinter dem Weiler Hatwil – an der Grenze von Maschwanden und Knonau. Das Bundesgericht hat nun die Festsetzung aufgehoben. (Bild Werner Schneiter) konzept zu überarbeiten. «Die Baudirektion prüft nun, ob diese beiden Aufgaben gemeinsam zu erfüllen sind», heisst

es in einer Medienmitteilung. Geprüft wird ausserdem, ob das Richtplankapitel zum Abbau Steine und Erde notwendig

ist und in die öffentliche Mitwirkung gehen soll. «So könnte der Kantonsrat bereits im Herbst 2022 die raumplane-

rischen Leitplanken für den Kiesabbau im Kanton neu justieren», hält die Baudirektion fest. (-ter.)

«Projekt Hatwil verzögert sich um rund drei Jahre»

Interview mit dem Zuger Baudirektor Florian Weber Anzeiger: Gemäss Baudirektion reichen die Zuger Kiesreserven bis etwa 2029. Bis neue Abbaugebiete nutzbar sind, verstreicht viel Zeit. Wie sieht nun der Zeitplan aus? Bei der Überarbeitung des Kieskonzepts und der Prüfung der Alternativstandorte? Baudirektor Florian Weber: Ziel ist, dass bis Ende dieses Jahres die Leitplanken für die weiteren Beratungen durch den Kantonsrat festgelegt sind. Dazu wird eine Anpassung des kantonalen Richtplans eingeleitet. Es ist so, dass sich das Projekt Hatwil in Cham – sofern es vom Kantonsrat im Richtplan erneut festgesetzt wird – um rund drei Jahre verzögert.

«Das Bundesgericht hat offenbar die Volksabstimmung nicht stark gewichtet.»

urteil gibt es keinen «objektiv nachvollziehbaren Grund» für einen Ausschluss des Standortes Menzingen. Offenbar ist dort sogar eine Ausnahmebewilligung in einer geschützten Landschaft denkbar. Das Bundesgericht hat offenbar die Volksabstimmung nicht stark gewichtet, mit der die Zuger Stimmbürgerinnen und Stimmbürger «Nein» zu weiteren Abbaugebieten in Menzingen und Neuheim gesagt haben. Es gibt zwar, wie das Bundesgericht richtigerweise feststellt, eine «Ausnahmeklausel» im Gesetz. An diese sind aber sehr hohe Hürden geknüpft. Mit Hatwil liegt ein Standort vor, der keine gesetzliche Ausnahme benötigt. Zudem hat sich die eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (Enhk) bereits im Kieskonzept von 2008 negativ zu neuen grossen Abbaugebieten in Menzingen und Neuheim geäussert.

Das Abbaugebiet Hubletzen soll in der Bewertung schlechter abgeschnitten haben als Menzingen. Gemäss Bundesgerichts-

Cham lehnt Hubletzen insbesondere aus naturschützerischen Gründen ab und sieht Grund- und Trinkwasser in Gefahr. Gemäss

Das Bundesgericht hat in seinem Entscheid lediglich zwei Punkte moniert. Den anderen Beschwerdepunkten der Gemeinde Cham, unter anderem in Bezug auf die von Ihnen angesprochene Thematik, folgte das Bundesgericht nicht und diese müssen somit auch nicht vertieft abgeklärt werden.

«Mit zusätzlichen Bohrungen im Gebiet Hatwil kann das verwertbare Volumen noch genauer eruiert werden.»

Florian Weber, Baudirektor des Kantons Zug. (Archivbild -ter.) Bundesgericht schliesst das aber diesen Standort nicht automatisch aus. Offenbar sieht das BG Landschafts- und Naturschutz «lockerer» als die lokalen Protagonisten.

Im Fall von Hubletzen hält das Bundesgericht die raumplanerischen Angaben zum nutzbaren Grundmoränen-Kies als nicht schlüssig. Welche weiteren Abklärungen stehen an? Cham spricht von 30 Prozent wirtschaftlicher Nutzbarkeit der Grundmoräne, der Kanton von 60 Prozent. Im Rahmen der nächsten Schritte muss diese Frage vertieft studiert

werden. Dies bedingt verschiedene zusätzliche Bohrungen im Gebiet Hatwil. Mit diesen Untersuchungen kann das verwertbare Volumen noch genauer eruiert werden. Die Vorstellungen über Kiesabbau zwischen der Standortgemeinde Cham und dem Kanton gehen erheblich auseinander. Ist das Verhältnis zwischen Kanton und Gemeinde Cham dadurch belastet? Nein keineswegs. Der Kanton und die Gemeinde haben in Hatwil nicht die gleiche Aufgabe zu lösen. Dass in solchen Situationen unterschiedliche Positionen bezogen werden, liegt in der Natur der Sache und das respektieren wir selbstverständlich. Wir kennen und schätzen die Gemeinde Cham als sehr verlässliche und konstruktive Partnerin. Daran ändert die Diskussion um Hatwil nichts. Interview Werner Schneiter Das Interview wurde schriftlich geführt.

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 1. März 2022

Mit Rotstift, Duden und Lesebrille «Anzeiger»-Korrektorin Denise Bohnert ist offiziell pensioniert Zwanzig Jahre hat sie dafür gesorgt, dass die Texte – und früher auch die Inserate – im «Anzeiger» möglichst fehlerfrei bei der Leserschaft ankommen. Korrektorin Denise Bohnert bleibt dem «Anzeiger» in reduziertem Pensum erhalten. von Thomas sTöckli An ihren Start beim «Anzeiger» am 3. Januar 2002 kann sich Denise Bohnert noch gut erinnern. Vom damaligen Geschäftsführer Ernst Oertle wurde sie durch die Abteilungen geführt: «Bei der Art, wie er mir alle Mitarbeitenden vorgestellt hat, wurde mir warm ums Herz», sagt sie, «und ich wusste, dass ich gerne hier arbeiten würde.» An der kooperativen Atmosphäre sollte sich auch nichts ändern: «Ich habe mich immer gut aufgehoben gefühlt», sagt sie jetzt, gut 20 Jahre später. Die Anstellung kam in einer Phase, in der sich die Mutter von zwei damals primarschulpflichtigen Kindern um den Wiedereinstieg in die Arbeitswelt bemühte. Entsprechend waren auch der kurze Arbeitsweg und das Teilpensum wichtige Faktoren. «Im Dorf arbeiten, das hiess auch, für die Kinder jederzeit erreichbar sein», führt sie aus. Erfahrungen als Korrektorin hatte sie zuvor projektbezogen beim Pro-Juventute-Verlag gesammelt, als zum richtigen Zeitpunkt die Stelle beim «Anzeiger» frei wurde.

Den Gesamtzusammenhang im Auge «Sehr viel mehr Leute waren wir damals noch», erwidert Denise Bohnert auf die Frage nach den grössten Veränderungen. Kein Wunder, gehörte doch noch eine Druckerei zu den Weiss Medien und auch die Bilder wurden im Haus entwickelt. Entsprechend waren verschiedenste Berufsleute gefragt. Und auch technisch hat sich in den gut 20 Jahren einiges getan. Für kurze Internet-Recherchen musste die Korrektorin jeweils ihre Büronachbarin fragen, über einen eigenen Computer verfügte sie nämlich noch nicht. Im ersten Monat machte ihr noch das stets abgedunkelte Büro zu

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FORUM

Familienpolitik mit Spielplätzen Der Bevölkerung von Affoltern liegt eine familien- und kinderfreundliche Entwicklung ihrer Stadt offenbar am Herzen. Denn trotz kühlem Wetter fanden sich am Samstag, 19. Februar, Interessierte aller Generationen zum zweiten «Entdecker-Spaziergang» durch den Bezirkshauptort ein. Der Start war diesmal vor dem Stadthaus. Stellte Eveline Fenner beim letzten Mal vorwiegend die Fragen, übernahm nun Stadtrat Markus Gasser diese Rolle. Ob der vor ihm liegende Platz familienfreundlich sei, musste allerdings niemand beantworten. Denn das ist höchstens zu Wochenmarkt-Zeiten der Fall. Und der Spielplatz hinter dem Stadthaus signalisiert: In Affoltern findet Familienpolitik am Rande statt. Weiter gings zu einem Ort, wo fünf Ziegen auf bessere Zeiten warten. Aber sollte dieser zentrale Platz nicht so gestaltet sein, dass möglichst viele, also auch Zweibeiner profitieren können? Mit Sitzgelegenheiten unter schattenspendenden

Bäumen und einem attraktiven Spielplatz würden sich hier alle gleichermassen wohlfühlen. Beim Kindergarten Breiten waren doch einige überrascht, dass deren Spielplätze der Bevölkerung zur Verfügung stehen, wenn die Tore offen sind. Aber das müsste man auch kommunizieren. Der kleine Spielplatz am Bach beim Einkaufszentrum ist zwar kein Schmuckstück, aber wegen seiner zentralen Lage doch gut besucht. Kein Wunder, diskutierte man gerade an diesem Ort über die Einflussmöglichkeiten der Stadt bei Bauvorhaben privater Investoren. Dabei betonte Eveline Fenner, dass es bei Bauordnungen durchaus Interpretationsspielräume gibt. Der Bauspielplatz ist immer eine Entdeckung wert. Noch attraktiver könnte er werden, wenn die WC-Anlage ganzjährig offen wäre. Als Stadtpräsidentin möchte Eveline Fenner die Zusammenarbeit zwischen dem Verein Bauspielplatz und der Stadt noch intensivieren. EVP Affoltern

Informativer Austausch

An der letzten Ausgabe vor der Pensionierung. Denise Bohnert wird in reduziertem Pensum weiterhin für den «Anzeiger» korrekturlesen. (Bild Thomas Stöckli) schaffen. Auf ihren Wunsch hin erhielt besagte Kollegin dann aber einen entspiegelten Bildschirm – und sie konnten entsprechend die Rollläden öffnen und bei Tageslicht arbeiten. Einen eigenen Computer sollte sie erst vier Jahre später bei der Umstellung auf ein neues Redaktionssystem erhalten. Als Einschnitt erwähnt sie weiter die Pensionierung von alt Chefredaktor Werner Schneiter, der ihr so viel ermöglicht hat. Heute beschränkt sich der Einsatz von Denise Bohnert nicht mehr aufs Lesen – nach wie vor auf Papier – sie setzt die Korrekturen auch gleich selbst im System um. Auf ihren Anstoss musste das generische Maskulinum, also die konsequente Beschränkung auf die männliche Form, weichen. Und auch sonst beliess es Denise Bohnert nicht bei der Orthografie, hat nicht nur das Wort oder den Satz, sondern mit ihrem Verständnis der Region auch den Gesamtzusammenhang im Auge. Sie zog mit ins benachbarte Provisorium, als das

«Kunst am Bau»: Fehlt ein Bild, kann die Korrektorin kreativ werden. (Bild lhä)

Weiss-Medien-Haus von 2009 bis 2010 umfassend saniert wurde. «In ein so schön renoviertes Haus zurückzukommen war toll», erinnert sie sich.

«Fremder Fötzel» sorgt für Furore Auch als Journalistin hat sich Denise Bohnert immer wieder betätigt, mehrheitlich zu kulturellen Themen. Besonders in Erinnerung geblieben ist aber ein anderer Artikel – einer ihrer ersten überhaupt: Am Hedinger Weiher hat sie damals einen Zettel liegen sehen und diesen aufgehoben. Er stammte von einem Ballonwettbewerb aus Luterbach. Mit dem Titel «Mein Wunsch» hatte da ein Kind «ich wünsch mir den Weltfrieden» notiert. «Ich wurde fast ohnmächtig vor Rührung», erinnert sich Denise Bohnert. Passend dazu habe sie beim Runterlaufen vom Weiher her dann noch einen Regenbogen gesehen. Das Erlebnis hat sie unter dem Titel «Friede, Freude, fremder Fötzel» zu Papier gebracht. Der Text löste im «Anzeiger» ein beachtliches Echo aus, auch wenn es ihr trotz Kontakt mit Luterbach nicht gelungen ist, das Kind zu finden, welches den Wunsch aufgeschrieben hatte. Denise Bohnert hat bei den Weiss Medien auch den Wandel vom Lokalbetrieb zum Konzernzweig miterlebt. Immerhin konnte sich der «Anzeiger» seine journalistische Eigenständigkeit erhalten. «Wir waren immer etwas wie das Gallierdorf bei Asterix», so die Korrektorin, die sich berufsbegleitend regelmässig weitergebildet und zusätzliche Ausbildungen zur Erwachsenenbildnerin und zur Maltherapeutin absolviert hat. «Langweilig wurde es mir nie», blickt sie auf ihre Laufbahn zurück. Und das soll auch künftig so bleiben. Dem «Anzeiger» bleibt sie erhalten –- in reduziertem Pensum als Korrektorin sowie als freie Journalistin.

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Christoph Niederer (49, verheiratet, Rechtsanwalt)

An seinem dritten Politapéro-Abend hat Felix Fürer, Stadtratskandidat der SP, am Donnerstag zu den Themen Verkehr und Wohnen den Kantonsrat und Verkehrsplaner Thomas Schweizer aus Hedingen begrüsst. Fürers Vorstellung und Vision mit dem Vier-Punkte-Plan beinhaltet Neuerungen: Affoltern/Zwillikon als Wohn-, Arbeits- und Lebensort bezeichnen zu können, in dem es sich lohnt zu bleiben: 1. Verkehr beruhigen, Fuss- und Langsamverkehr fördern. 2. Fussgängerzone/-n, Begegnungszonen. 3. Stadtbus, Wohnquartiere aufwerten 4. Einbezug der Einwohnerinnen und Einwohner. Es entstand ein informativer Austausch über den Ist-Zustand, Visionen und Ziele und die Umsetzung und Realisation. Zur Frage der Verdichtung erklärte der Fachmann, dass 80 Prozent Verdichtung in Affoltern eine grosse Herausforderung bedeute. Mit dem erwarteten Bevölkerungswachstum von 10 000 Personen bis 2040 kriegen wir ein Problem. Wichtig dazu sind entsprechende Prozesse, Visionen und Massnahmen vorzubereiten und in die Wege zu leiten.

z.B. Grün- und Freiraumplanung wird wichtig (Park) – autofreies und autoarmes Wohnen – einfordern der 30er-Zonen, die mittelfristig in alle Ortszentren kommen. Die Baudirektion hat neue Standards für Kantonsstrassen definiert. Felix Fürer fordert in seiner Vision unter anderem einen Stadtbus. Thomas Schweizer greift dies positiv auf und weist auf die Stärkung des öffentlichen Verkehrs hin mit einem Ortsbus (Zwillikon, Hedingen, Spital, Stigeliquartier, Oetlistal, Looren, Industriequartier, Anbindung der Fachmärkte usw.) Zur Kommunikation braucht es Informationsabende und auch Mitwirkungsprozesse (runde Tische). Die konkreten Aushandlungsprozesse müssen dann in einer Verkehrs- und Planungskommission erarbeitet werden, zusammengesetzt mit wichtigen Playern, mit Vertretungen von verschiedenen Altersgruppen, Schule, Gewerbe, Kulturveranstalter usw. Der vierte und letzte PolitapéroAbend findet am Donnerstag, 10. März, 19.30 Uhr statt: Vereine und Finale mit Musik. SP Affoltern

Grüne Frauenpower Gemeindewahlen vom 27. März. Mit Mia Zumsteg kandidiert erstmals eine Grüne für den Gemeinderat in Stallikon. Wichtig sind ihr ein lebendiges Dorf mit Gemeinschaftsgefühl und eine Dorfentwicklung mit Weitsicht. Als Mutter eines Kindes im Primarschulalter setzt sie sich für familienfreundliche, zukunftsfähige Lösungen ein. Als engagierte Bürgerin und Redaktionsmitglied des Stalliker Gemeindemagazins «Blickpunkt» ist Mia Zumsteg gut in Stallikon vernetzt und kennt die aktuellen kommunalen Projekte und Herausforderungen. Mit ihrer offenen Art, ihrer zuverlässigen und strukturierten Arbeitsweise ist Mia Zumsteg hervorragend für das Amt als Gemeinderätin geeignet. In Hausen treten die Grünen mit Angelika Burtscher als Schulpflegerin an. Als Kindergärtnerin und als Mutter von drei schulpflichtigen Kindern kennt sie die Schule aus verschiedenen Perspektiven. «Meine Motivation für die Schulpflege ist es, in unserem Dorf etwas bewegen zu dürfen, in dem Bereich, in dem ich mich sattelfest und zu Hause fühle», meint Sie dazu. Angelika Burtscher ist auch treibende Kraft hinter dem «Tante Emmer» Laden in Hausen.

Mit ihrer begeisterungsfähigen Art und einem guten Gespür für neue Trends hat sie rasch ein Team von Gleichgesinnten zum Mitmachen motivieren können und hat nicht nur eine neue Einkaufsmöglichkeit, sondern auch ein eine innovatives Ladenkonzept geschaffen. In Affoltern tritt die Stadträtin Eliane Studer Kilchenmann (bisher) für weitere vier Jahre an. Sie hat als Verantwortliche für Immobilien einen guten Leistungsausweis erbracht. Es braucht Politikerinnen, die sich mit Engagement für die Stadt und ihre Weiterentwicklung einsetzen, die Liegenschaften energetisch verbessern, sich für Biodiversität, Nachhaltigkeit und Naturschutz einsetzen. Der aktive Austausch mit der Bevölkerung ist ihr wichtig. Sie hört zu, diskutiert und schliesst für unsere Zukunft sinnvolle Kompromisse. Ihr Ziel ist eine Stadt mit diversen Begegnungsorten, die zum Verweilen, zum Durchatmen oder zum Aktivwerden einladen. Ferner unterstützen die Grünen die Kandidierenden der SP. Vorstand Grüne Bezirk Affoltern Ausführliche Porträts und weitere Infos: www.gruene-zh.ch/wahlen-abstimmungen.

Als Gemeindepräsident von Mettmenstetten

Vreni Spinner als Gemeindepräsidentin

(und als Gemeinderat)

Gemeindewahlen Mettmenstetten.

lan E d n u g wun Mit Sch meinderat! e in den G

Unser Dorf braucht eine mutige, verantwortungsvolle und zuverlässige Person fürs Gemeindepräsidium. Vreni Spinner ist in Mettmenstetten verwurzelt und kennt viele glückliche Momente und Probleme der Gemeinde aus eige-

ner Erfahrung. Sie betrieb das «Rössli» mehr als 20 Jahre erfolgreich und bewies damit eindeutig ihre Qualitäten, auch als Führungsperson. Ich und viele meiner Freunde und Bekannten wählen Vreni Spinner als Gemeindepräsidentin. Brigitte Perret, Mettmenstetten


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Dienstag, 1. März 2022

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Lady Diana und ihr Leben mit Prinz Charles

Do, 3. März ‐ 18.00 / Fr, 4. März ‐ 20.30

Gartensaison startet Der Frühling kündigt sich an, jetzt gilt es, erste Setzlinge zu ziehen. > Seite 16

Viel los

Die Ämtler Bibliotheken haben im März einiges zu bieten. > Seite 22

Traumhafte Ausblicke

Eine Ämtler Wandergruppe auf dem Oberdorf-Gamperfin-Weg im Toggenburg. > Seite 23

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Do, 3. März ‐ 20.30 / Fr, 4. März ‐ 18.00 Online‐Tickets: www.kinomansarde.ch

Die Landi rüstet sich für die Eröffnung des A4-Zubringers Auf dem Areal des Landimärts in Bickwil soll eine Agrola-Tankstelle mit Shop und Kaffeebar gebaut werden Die Landi Obfelden hat bei der Gemeinde ein Baugesuch eingereicht. Bis im April 2023 soll die Tankstelle mit Laden und Bistro stehen. Derzeit läuft die öffentliche Planauflage. von livia häberling Ende Mai 2023 soll der neue A4-Zubringer eröffnet werden. Greifen die flankierenden Massnahmen, wird der Verkehr künftig nicht mehr entlang der Obfelder Dorfstrasse fliessen, sondern via Rickenbach und Bickwil. Zu spüren bekommen dürfte das nicht nur der Obfelder Dorfmärt, sondern auch die Agrola-Tankstelle auf demselben Areal. Nun scheint die Landi Obfelden auf diese absehbaren Veränderungen im Verkehrsfluss zu reagieren: Auf den Parkplätzen des Landimärts in Bickwil sind seit Januar Bauprofile ausgesteckt, bei der Gemeinde Obfelden wurde ein Baugesuch für eine Tankstelle mit Laden und Bistro eingereicht. Geschäftsführer Marcel Tillmann äusserte sich auf Anfrage des «Anzeigers» nicht zum Projekt. Dass zwischen der Neugestaltung der Dorfstrasse und dem Tankstellen-Neubau ein Zusammenhang besteht, mochte er ebenfalls nicht bestätigen.

Shop und Bistro mit Terrasse Agrola betreibt in der Schweiz mehr als 400 Tankstellen. Das Unternehmen dürfte ein Interesse daran haben, in Obfelden auch nach der Abklassierung der Dorfstrasse einen Standort an der Hauptverkehrsachse zu betreiben. Dies legen auch die Projektbaupläne nahe, die seit dem 11. Februar öffentlich aufliegen. Demnach soll im Juli 2022 mit dem Bau begonnen werden. Stehen soll das Gebäude gemäss den Plänen zwar im April 2022,

Die Bauprofile wurden im Januar aufgestellt. Fertig werden soll das Gebäude pünktlich zur Eröffnung des A4-Zubringers im Frühling 2023. (Bild Livia Häberling) tatsächlich dürfte jedoch April 2023 gemeint sein. Damit wäre die Tankstelle pünktlich zur geplanten Eröffnung des Zubringers im Mai betriebsbereit. Einen Teil des Grundstücks, das nun bebaut werden soll, hatte die Landi Obfelden im Jahr 2017 gekauft. Derzeit wird die Fläche als Erweiterung des bestehenden Parkplatzes genutzt. Der geplante Bau umfasst drei Tankinseln mit sechs Tankplätzen und ein Gebäude mit einer Ladenfläche von rund 330 Quad-

ratmetern. Darin integriert ist ein Bistrobereich mit Sitzgelegenheiten. Draussen ist zudem eine Terrasse mit weiteren Tischen geplant. Rund 40 Plätze bietet der Neubau, dessen Dach mit einer PVAnlage ausgestattet werden soll. Unklar ist, ob die Tankstelle in Bickwil als Ergänzung geplant ist, oder ob sie in absehbarer Zukunft jene beim Dorfmärt Obfelden ersetzt. Sowohl Agrola als auch die Landi Obfelden gaben zum Projekt generell keine Auskunft.

A4: nicht für alle Shops ein Segen Die Tankstellendichte in Affoltern hat sich seit den Nullerjahren stetig erhöht. Insbesondere das Konzept mit integriertem Shop wurde von den verschiedenen Betreibern ausgebaut: Alleine in Affoltern gibt es heute vier Tankstellenshops (die Raststätten-Shops nicht eingerechnet). Sie alle wurden noch vor der Eröffnung der A4 gebaut. Allerdings profitiert nicht jeder Laden von der Autobahn: Der

Oil!-Tankstelle verschafft die nahegelegene Autobahnbrücke Kundschaft, die lieber günstiger neben statt an der Raststätte auf der Autobahn tankt. Derweil liegen die Tankstellenshops von BP und Coop an der Zürichstrasse am Dorfausgang in Richtung Hedingen. Dort führte früher die Transitroute durchs Säuliamt hindurch. Entsprechend happig waren die Einbussen bei den beiden Tankstellen und ihren Shops, als die A4 im November 2009 eröffnet wurde.

Neuwagenkauf wird für Kunden zur Geduldsprobe Lieferprobleme wirken sich auch auf Ämtler Garagen aus Wer zurzeit ein neues Auto kaufen will, braucht zuweilen Geduld. Die Hersteller versuchen gegen den Chipmangel und die Lieferschwierigkeiten anzukommen, aber vorerst geht es für Neuwagenkäufer auch in Ämtler Garagen meist nicht ohne Wartezeit. von urs e. Kneubühl Marcel Gretener von der Auto Gretener AG in Affoltern bringt es auf den Punkt. «Ja, wir sind wie eigentlich alle Autohäuser und Garagen von den anhaltenden Lieferproblemen bei Neuwagen betroffen», hält er mit Bestimmtheit fest, schwächt seine Aussage aber umgehend ab: «Mit dem Verständnis der Kunden und individuellen Lösungsansätzen bei

Überbrückungen ist allerdings einiges möglich. Zu viel Jammern sollte man also nicht.» Gewiss laufe es bezüglich Überbrückungen mehr schlecht als recht: «Die Ersatzfahrzeuge sind fleissig im Einsatz, und vielleicht tut sich ja demnächst auch ein Fenster auf, damit die Neuwagen-Durststrecke im Verlauf des zweiten Halbjahres und spätestens bis Ende Jahr überstanden ist», fügt er weiter an.

Albis Garage Schaub: «Auch Nutzfahrzeuge betroffen» Der Mangel an Halbleiter-Bauteilen für die Bordelektronik und an weiteren Komponenten sowie Erschwernisse in den Lieferketten strapazieren Hersteller, Handel und Kunden bei praktisch allen Marken gleichermassen. Unerfreulich für Letztere, wenn ausgerechnet jetzt ein neues Autos gebraucht wird, denn auf

das individuell konfigurierte Wunschmodell muss man warten und die Geduldsprobe dauert bei den meisten Herstellern mehrere Monate. Kein Zuckerschlecken auch für die Garagen und Autohändler, denn sie müssen sich vor den Kunden rechtfertigen, wobei auf Verständnis seitens der Käufer zu hoffen ist. Dies bestätigt man in den nachgefragten Werkstätten und Betrieben im Bezirk. In der Albis Garage Schaub in Affoltern bejaht Werkstattleiter Reto Nietlispach diese Resonanz: «Das Entgegenkommen der Kunden ist diesbezüglich gross; die Schwierigkeiten und deren Auswirkungen sind ja bekannt. Zudem bemühen wir uns stets, ihnen Überbrückungslösungen anzubieten und auf Alternativen aufmerksam machen. Zum Beispiel erhöht sich die Chance auf Verfügbarkeit, wenn die individuellen Neuwagenkonfigurationen geändert werden, gerade bei Assistenz- und Multimedia-

systemen.» Zudem seien die Ausstände von Modell zu Modell verschieden, merkt Nietlispach an, desgleichen, dass auch die Nutzfahrzeuge davon betroffen sind.

Karl Graf Automobile AG: «Haben zum Glück gut vorbestellt» Dank grossem Lager kann die Karl Graf Automobile AG in Mettmenstetten sowohl bei den Personen- wie auch bei leichten Nutzfahrzeugen die gängigen Modelle noch liefern. «Wir haben zum Glück gut vorbestellt und haben noch eine gute Anzahl Fahrzeuge an Lager», berichten Beat und Robi Graf, stellen aber auch klar, dass es bei individuell konfigurierten Fahrzeugen zu Lieferverzögerungen kommt. Handelsübliche leichte Nutzfahrzeuge von Renault und Fiat liefert die Karl Graf Automobile AG zurzeit in rund 20 Wochen, also lediglich wenige Wochen später als üblich. Zudem

sind auch Überbrückungslösungen vorhanden – bei Personen- wie leichten Nutzfahrzeugen: «Bei den PWs haben wir Lösungen zu bieten und bei den leichten Nutzfahrzeugen sind auch etliche Ersatzfahrzeuge eingelöst oder auch Occasionen zum Überbrücken da», verdeutlicht Robi Graf und fügt umgehend an: «Zudem sind leichte E-Nutzfahrzeuge sowohl mietbar wie auch lieferbar.» Auch der Sportwagen-Sektor kämpft mit Lieferproblemen, wie Dennis Gut vom Corvette Sportcar Center in Bonstetten weiss: «Wir leben seit fast zwei Jahren mit dieser schwierigen Situation. Neuwagen-Bestellungen sind allgemein mühevoll. Zum Teil konnten wir den Engpass bisher mit Lagerfahrzeugen oder Occasionen überbrücken. Zudem bleibt zu hoffen, dass die Schwierigkeiten in absehbarer Zeit ein Ende haben werden.» Hersteller, Handel und Kunden hoffen mit ihm!


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Vermischtes

Dienstag, 1. März 2022

Ab 85 Dezibel wird es gefährlich Rüüdigi Fasnacht mit rüüdigem Lärm – wie das Gehör schützen?

Da und dort brummeln Hummelköniginnen durch die Gärten, sammeln an Winterlingen Pollen. Krokusse haben ihre Blütenkelche geöffnet. Jetzt gilt es, erste Setzlinge zu ziehen.

Eine gefühlte Ewigkeit ist vergangen ohne die «fünfte Jahreszeit». Doch dieses Jahr findet die Fasnacht wieder statt. Mit den Guggenmusiken zieht auch der Lärm mit ans grosse Fest. Mit ein paar wenigen Vorkehrungen lässt sich eine Gehörschädigung vermeiden. Nach mehr als zwei Jahren pandemiebedingter Entbehrung startet für viele Fasnacht-Begeisterte endlich wieder der Höhepunkt des Jahres. Doch die «fünfte Jahreszeit», wie man die Fasnacht auch noch nennt, kann schnell zum GehörAlbtraum werden.

ZUR SACHE So schützen Sie Ihr Gehör • Verwenden Sie ein Gehörschutzmittel (Ohrenstöpsel, Pamir etc.), wenn der Lärm so laut ist, dass Sie sich nicht mehr normal unterhalten können. • Halten Sie Distanz zu lauten Schallquellen (Lautsprechern, Blasinstrumenten). • Legen Sie bewusst Lärmpausen ein, in denen sich das Gehör erholen kann. • Falls Sie nach lautem Lärm ein Druckgefühl im Ohr oder einen dumpfen Höreindruck verspüren oder gar anhaltende Ohrgeräusche feststellen, sollten Sie dem Gehör dringend Ruhe gönnen. • Wenn die Symptome nach 24 Stunden nicht abgeklungen sind, ist es ratsam, einen Ohrenarzt aufzusuchen.

Gehörschutz an der Fasnacht – nicht nur für Kinder. (Bild zvg.) Bei Auftritten von Guggenmusiken können grosse Lärmbelastungen entstehen. Wird es dem Gehör zu viel, reagiert es mit einer Störung der Hörfunktion. Das kann zum Beispiel ein anhaltendes Pfeifen oder Brummen im Ohr sein. «Ein permanent störendes Geräusch im Ohr kann sehr belastend für die betroffene Person sein. Verschwindet das störende Geräusch im Ohr nicht nach 24 Stunden, sollte man eine ärztliche Abklärung machen. Starker Lärm kann jedoch nicht nur zu solchen Gehörstörungen, sondern auch zu Hörschäden wie zum

Beispiel Schwerhörigkeit führen», erklärt Helmut Karrasch, Akustikexperte der Suva.

Mehr, als in einer Disco erlaubt Eine Guggenmusik erreicht in engen Gassen schnell einen Schallpegel von 95 Dezibel. In geschlossenen Lokalen werden gar Werte bis zu 105 Dezibel erreicht – das ist mehr, als in einer Disco erlaubt ist oder so laut wie ein Presslufthammer. «Bei solchen Schallpegeln während mehr als 30 Minuten empfehlen

wir dringend einen Gehörschutz», sagt Karrasch. Das Gehör von Kindern und Tieren reagiert noch empfindlicher auf grosse Lärmbelastung. «Bei Kindern oder Haustieren kann Lärm zusätzlich zu einer Stressreaktion führen, deshalb sollten Kinder an der Fasnacht zum vornherein einen Gehörschutz tragen, auch wenn es nicht permanent laut ist. Und Haustiere quartiert man am besten für diese Zeit an einen ruhigeren Ort aus», empfiehlt Karrasch. Suva

Eine ganze Stadt, von Ehrenamtlichen gebaut Grösstes Pfadilager der Schweiz vom 23. Juli bis zum 6. August Vom 23. Juli bis zum 6. August findet im Goms (VS) das grösste Pfadi-Bundeslager statt, das die Schweiz je gesehen hat – mit über 5000 Helfenden im Einsatz. Das Jahr 2022 ist ein besonderes Jahr für die Pfadis in der Schweiz, so auch aus dem Säuliamt. Gemeinsam reisen sie im Sommer ins Pfadi-Bundeslager – kurz BuLa. In einem BuLa dabei zu sein, ist ANZEIGE

ein Höhepunkt in jeder Pfadi-Laufbahn, findet es doch nur alle 14 Jahre statt, zuletzt 2008 in der Linthebene. In sechs Monaten verwandeln rund 800 Pfadigruppen aus dem ganzen Land und einige aus dem Ausland das Goms (VS) in eine riesige Zeltstadt voller Abenteuer und Lagerfeuer. Doch nicht nur das Erlebnis und die Atmosphäre, auch die Dimensionen sind einzigartig: Pro Tag werden sich rund 30 000 Personen auf dem Lagerplatz befinden. Während der

gesamten Lagerdauer werden insgesamt 500 000 Personennächte verzeichnet. Damit zählt das BuLa nicht nur zu den grössten Anlässen im Jahr 2022, sondern geht auch als grösstes Pfadi-Lager der Schweiz in die Geschichte ein. Das BuLa wird – wie in der Pfadi üblich – ehrenamtlich organisiert. «Das freiwillige Engagement ist Kern unserer Organisation. Jede Person bringt aus ihrer Pfadilaufbahn und ihrem Berufsalltag wertvolle Kompetenzen mit, um

Auftakt ins Gartenjahr

das BuLa möglich zu machen», erklärt Lagerleitungs-Mitglied Krista Kappeler mit Pfadi-Name Raika. Die Vorbereitungen fürs BuLa haben bereits vor vier Jahren begonnen. Inzwischen engagieren sich über 500 Pfadi-Begeisterte in ihrer Freizeit. Mit viel Engagement, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein organisieren sie den Grossanlass und stellen ein abwechslungsreiches Programm mit riesigem Angebot an Aktivitäten zusammen. (red.)

Im Gemüsegarten sind die letzten Röschen vom Rosenkohl bald abgeerntet. Höchste Zeit also, jetzt im Vorfrühling, die ersten Beete für die Aussaat vorzubereiten: Puffbohnen beispielsweise kommen vor Starkzehrern als Gründüngung in die Erde. Einzelne Beerensträucher sollten jetzt geschnitten werden. Peperoni, Chili und Artischocken können auf der Fensterbank angezogen werden. Liegt doch noch irgendwo Schnee, gilt es, Immergrünes davon zu befreien. Kartoffeln können in Kisten vorkeimen, Rhabarber zum Treiben mit Hauben abgedeckt werden. Auf der Fensterbank oder im beheizten Frühbeet können bereits Pflänzchen angezogen werden. Wie Peperoni, Auberginen, Frühkohlrabi, Sellerie, Frühblumenkohl, Chili und Artischocken am besten gedeihen, weiss Beat Anker, Wissensvermittler über biologisches und naturnahes Gärtnern. «Beim Saatgut sollte biologisches und unter hiesigen Bedingungen Vermehrtes verwendet werden.» Damit die Saat aufgeht, ist das Substrat wichtig. Es sollte aus je 40 Prozent Gartenerde und Kompost sowie 20 Prozent Sand bestehen. Beim Aussähen keinen Dünger verwenden. Samen von Sellerie, Kresse, Basilikum oder Salat kann man auf die Erde streuen, leicht andrücken und befeuchten und – um sie vor dem Austrocknen zu schützen – ein Zeitungsblatt oder ein feuchtes Tuch darüberlegen. Andere Samen gilt es entsprechend ihrer Samendicke tief in die Erde stecken. Alle Samen feucht halten, aber Staunässe vermeiden. Bioterra

Ein Zeichen setzen für den Frieden Am Donnerstag, 3. März, um 18 Uhr findet in der reformierten Kirche Bonstetten ein Solidaritätskonzert für Ukrainer und Ukrainerinnen statt, die auf der Flucht vor dem Krieg sind. Maja Rohlenova gebürtige Ukrainerin, Bonstetterin und Mitglied der Balkan-Folk-Band «Kolotoc», organisiert Direkthilfe und sammelt Spenden für medizinische Güter. Jeremy Notz, Sozialdiakon der reformierten Kirche Knonauer Amt


Wahlen

Dienstag, 1. März 2022

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In Aeugst stehen ausreichend Kandidierende zur Verfügung Erneuerung Quellkonzession als anstehender Brennpunkt In Aeugst treten fünf Bisherige zur Wahl in den Gemeinderat an, als Ersatz für den zurücktretenden Bruno Fuchs kandidiert neu Nicole Beck. Die Schulpflege wird fast komplett neu besetzt – von ausschliesslich Parteilosen. von Urs E. KnEUbühl Die Ausgangslage der Erneuerungswahlen vom letzten März-Wochenende in Aeugst ist übersichtlich und klar: Für Gemeinderat, Schulpflege und Rechnungsprüfungskommission stehen ausreichend Kandidierende zur Verfügung. Und auch für die Schulpflege der Sekundarschule Affoltern/Aeugst bewerben sich mit Urs Bregenzer ein Bisheriger und mit Karin Schaub eine Neue als Kandidierende aus der Oberämtler Gemeinde. Dies entspricht der paritätischen Verteilung zwischen den beiden Gemeinden.

Gemeinderat: Fünf Bisherige und eine Neue Es sind bekannte Gesichter, welche sich in Aeugst für die Wahl in den Gemeinderat zur Verfügung stellen: Mit Nadia Hausheer (Präsidium und Liegenschaften), Christoph Berberat (Tiefbau), Rebekka Manso Parada (Hochbau), Matthias Ramer (Gesundheit und Umwelt/Sicherheit), sowie Gisèle Stoller Laubi (Soziales) können Aeugsterinnen und Aeugster fünf Bisherige wählen. Als Neue bewirbt sich Nicole BeckTaubenest um die Nachfolge des zurücktretenden Bruno Fuchs (Land- und Forstwirtschaft/Planung). Die 1963 geborene Ökonomin ist seit 2019 Präsidentin der GLP Knonauer Amt, weist 30 Jahre Tätigkeit im Gesundheitswesen aus und verspricht: «Als Gemeinderätin werde ich mich auf Basis der grünliberalen Wertvorstellungen sachorientiert und kollegial für alle Aeugsterinnen und Aeugster einsetzen.» Auch die Wahl ins Präsidium sollte für die wiederum kandidierende, bisherige Gemeindepräsidentin Nadia Hausheer kein Problem sein.

Positive Bilanz für die vergangene Legislatur Der Gemeinderat zieht für die vergangene Legislatur eine positive Bilanz. Gemeindepräsidentin Nadia Hausheer: «Die wichtigsten Legislaturziele konnten erreicht werden. So wurde Aeugst mit einem ausserordentlich guten Resultat als Energiestadt rezertifiziert, ebenso konnten in den letzten vier Jahren vielfältige Sensibilisierungsmassnahmen in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz durchgeführt werden.»

Aeugst soll auch weiterhin durch eigenes Trinkwasser versorgt werden. Dazu braucht es eine Erneuerung der Konzession für die Quellen. (Bild zvg.) 2019 wurde der Gesamtsteuerfuss um ein Prozent gesenkt und wird seither auf 95 Prozent gehalten; damit hat Aeugst zurzeit den zweittiefsten Steuerfuss im Bezirk. 2020 wurde die Einheitsgemeinde eingeführt, zudem erfuhren der Werkhof sowie die Verwaltung personelle Aufstockungen und in Teilbereichen wurde die digitale Geschäftsverwaltung eingeführt. «Die Unterhaltsordnung für Flurstrassen wurde überarbeitet und vom Stimmvolk an der letzten Gemeindeversammlung angenommen. Darüber hinaus haben sich die Behördensprechstunden bewährt und werden genutzt. Allerdings konnten sie ab 2020 aufgrund der Corona-Situation nicht mit einer hohen Regelmässigkeit durchgeführt werden. Genauso mussten vorgesehene Veranstaltungen zur Mitwirkung der Bevölkerung wegen der Pandemie ausgesetzt werden», resümiert Nadia Hausheer weiter und merkt an: «Im Bereich medizinische Grundversorgung engagieren sich übrigens drei Aeugster Gemeinderäte im Projekt Alters- und Gesundheitsstrategie des Bezirks.»

Die Primarschulpflege wird gänzlich parteilos

Vor den Gemeindewahlen vom 27. März stellt der «Anzeiger» vom 11. Februar bis 4. März in einer Serie die Ausgangslage in den einzelnen Gemeinden vor und lässt die Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten zu Wort kommen.

Mit Präsidentin Verena Commissaris, die auf drei Legislaturen Behördentätigkeit zurückblickt und sich Ende März zur Wahl in die RPK zur Verfügung stellt, sowie Ursula Leuthold, Stefan Lüthi und Sara Scholer treten gleich vier Mitglieder der Primarschulpflege zurück. «Dass gerade vier von fünf Mitgliedern nicht mehr kandidieren, ist zwar nicht wünschenswert, hat aber keinen speziellen Grund. Berufliche Veränderungen und

gesundheitliche Gründe haben dazu geführt», erläutert Präsidentin Verena Commissaris. Damit wird die Schulpflege – mit Ausnahme des bisherigen, parteilosen Adrian Glutz – komplett neu besetzt. Zur Wahl stellen sich die allesamt ebenfalls parteilosen Sarah Angst, 1974, kaufmännische Angestellte, (war bereits als Mitglied in der Elternmitwirkung engagiert), Barbara Buchli, 1977, Bäuerin, die mit Ehemann Daniel den Götschihof gepachtet hat und 2018/2019 im Elternrat der 3./4. Klasse A tätig war. Desgleichen kandidieren Pascal Hügi, 1980, Polizist, sowie der pensionierte Schulleiter Ueli Trindler, 1958. Letzterer stellt sich auch für die Wahl ins Präsidium zur Verfügung, womit er von Amtes wegen auch Mitglied des Gemeinderats würde.

Gemeinde-RPK mit Präsidium und Sekundarschulpflege Affoltern/Aeugst Schliesslich haben Aeugsterinnen und Aeugster am letzten März-Wochenende auch über die Wahlen in die Rechnungsprüfungskommission (RPK) sowie in die Sekundarschulpflege Affoltern/Aeugst zu befinden. Für die fünf köpfige RPK stehen mit Stephan Fritz Schaub (SVP), der sich auch für die Wiederwahl als Präsident zur Verfügung stellt, Katja Schneider (Leiterin Finanzen und Personal) und Richard Ziltener (Aktuar) drei Bisherige zur Wahl. Um die Nachfolge der zurücktretenden Herbert Elsener und Albert Rusch bewerben sich die bisherige Präsidentin der Primarschulpflege, Verena Commissaris (Forum Aeugst), 1970, Familienfrau, und Ralph Helbling (parteilos), 1980, Buchhalter.

Schliesslich stehen zur Wiederwahl in die Sekundarschulpflege Affoltern/ Aeugst auch die beiden Aeugster Vertreter, Präsident Urs Bregenzer und Karin Schaub, bereit.

Aktuelle Brennpunkte und anstehende politische Entscheide Die aktuellen Brennpunkte, mit denen sich der Gemeinderat zu befassen hat, sind vornehmlich raumplanerischer Natur. Nadia Hausheer: «Durch eine Praxisänderung der Baudirektion hat der Kanton eine verstärkte Mitsprache bei Bauprojekten in Weiler-Kernzonen eingeführt. Aeugst mit seinen vielen Weilern ist von dieser Praxisänderung stark betroffen.» In der kommenden Legislatur soll zudem mit den Arbeiten für die Revision der Bau- und Zonenordnung begonnen werden, welche bis 2028 umgesetzt sein muss. In diesem Zusammenhang muss auch der öffentlich-rechtliche Gestaltungsplan Stümel angepasst werden. Ein wichtiges Ziel der nächsten Legislatur ist die Erneuerung der Konzession vom Amt für Wasser, Energie und Luft (Awel) für die eigenen Quellen. Damit soll Aeugst auch weiterhin durch eigenes Trinkwasser versorgt werden. Zudem möchte der Gemeinderat eine Strategie in Bezug auf die Nutzung des gemeindeeigenen Baulandes im Aeugstertal schaffen und umsetzen. «Ausserdem stehen Sanierungsprojekte von älteren Liegenschaften im Gemeindebesitz und ein erweiterter Bedarf an Wohnraum im Asylbereich an. Ein erklärtes Ziel ist auch, einen attraktiven und stabilen Steuerfuss beizubehalten», ergänzt Gemeindepräsidentin Nadia Hausheer.

Aeugst Gemeindefläche: 7,91 km² Anzahl Einwohner: 1986 Besonderheit: Im Bergwerk Riedhof, Aeugstertal, wurde einst Kohle abgebaut. Weil die Qualität mässig war, lohnte sich dies jedoch nur in Krisen, etwa während der Weltkriege. Seit 2002 engagiert sich ein Verein, die Erinnerung ans Industriedenkmal zu erhalten. Das wird am 27. März gewählt: Gemeinderat: 6 Mitglieder, inklusive Präsidium (Primarschulpräsidium als 7. Mitglied) Primarschulpflege: 5 Mitglieder, inklusive Präsidium Rechnungsprüfungskommission: 5 Mitglieder, inklusive Präsidium Sekundarschulpflege Affoltern: 5 Mitglieder, inklusive Präsidium


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Wahlen

Dienstag, 1. März 2022

Die Kandidierenden für den Gemeinderat Aeu Fünf Bisherige und zwei Neue stellen sich für die sieben Sitze im Gemeinderat zur Verfügung

Welche Fähigkeiten und Eigenschaften machen Sie zur richtigen Person für das Amt?

Welche Ziele möchten Sie in der kommenden Amtszeit für Aeugst erreichen?

In welchem Bereich hat Aeugst besonderen Entwicklungsbedarf?

Wie bringen Sie die unterschiedlichen Bedürfnisse von Dorf und Weilern unter einen Hut?

Gisèle Stoller Laubi, 1971, Leiterin Administration, parteilos, bisher.

Matthias Ramer, 1966, eidg. dipl. Hotelier HF/SHL, parteilos, bisher.

Rebekka Manso Parada, 1958, Immobilienverwalterin, FDP, bisher.

Christoph Berberat, 1967, Sekundarlehrer, parteilos, bisher.

Nic Ök

Seit vielen Jahren engagiere ich mich ehrenamtlich im sozialen Bereich, sei es als ehemals freiwillige Begleiterin von chronisch kranken und sterbenden Menschen bei Wabe Limmattal, als Yogainstruktorin für geflüchtete Menschen in Affoltern oder aktuell als amtierende Sozialvorsteherin in Aeugst. Im Vordergrund steht dabei für mich immer der persönliche und direkte Kontakt zu Menschen verschiedener Herkunft und Lebensumstände und meine Motivation, sie zu unterstützen. Neben meinem Empathievermögen und einem gesunden Sinn für pragmatische Lösungen bringe ich durch meine langjährige Erfahrung als Berufsfrau im eigenen Familien-KMU das nötige Rüstzeug mit.

Da ich in Aeugst aufgewachsen bin, liegt mir die Gemeinde von je her am Herzen. Durch meine langjährige Führungserfahrung mit der Leitung von Betrieben in der Hotellerie und acht Jahre als Gemeinderat für die Ressorts Gesundheit, Sicherheit und Umwelt, bringe ich das umfassende Wissen und Gespür für den Gemeinderat und die Gemeinde auf, welches es braucht, um dieses Amt auszuüben.

In den letzten 20 Jahren habe ich mich in verschiedenen Gremien für das Wohl der Gemeinde eingesetzt, drei Legislaturen als Schulpräsidentin und nun seit zwei Amtszeiten im Gemeinderat. Gerade der Hochbau ist das ideale Ressort für mich, da ich mich auch privat und geschäftlich mit Immobilien, Neu- und Umbauten beschäftige. Dabei habe ich mir in den letzten Jahren ein gutes Wissen aneignen können, auch was kantonale Vorgaben anbelangt. Es macht mir Freude, Verantwortung zu übernehmen, aber auch im Team zu arbeiten und gute Lösungen zu suchen und umzusetzen.

Seit knapp zehn Jahren wohne ich mit meiner Frau in Aeugst und fühle mich in der Gemeinde sehr wohl. Da ich gerne auf Menschen zugehe, haben wir schnell Freunde gefunden. In der ersten Legislatur durfte ich wertvolle Erfahrungen im Gemeinderat als Tiefbauvorsteher sammeln. Wir haben trotz Corona an unseren Zielen der Legislatur festgehalten und viele davon umgesetzt. Anregungen aus der Bürgersprechstunde sowie direkte Anfragen wurden aufgenommen und wenn es ging, möglichst schnell umgesetzt. Grössere Herausforderungen wurden pragmatisch angegangen. Ich würde mich freuen, wenn ich in der nächsten Legislatur die Arbeit im Bereich Tiefbau weitermachen darf.

Ich Ae He Ök im be Ar lan ter W ök ko mi sam me im

Generell erachte ich Vernetzungsarbeit als wichtig und möchte diese insbesondere in den Bereichen Alter und Jugend vertiefen. In Aeugst tragen seit Jahren viele engagierte Personen zu einem angeregten Dorfleben bei und diese Dynamik gilt es zu unterstützen. Besonders am Herzen liegen mir die Bedürfnisse der Jugendlichen: So möchte ich ihre Mitsprache fördern und das Jugendraumangebot verbessern. Weiter engagiere ich mich auch in zukunftsgerichteten, bezirksrelevanten Projekten (Agsba) in den Bereichen Prävention und Suchtberatung und ich bin auch als Mitglied im VR IKA Sozialdienst Bezirk Affoltern sowie im Ausschuss des Stiftungsrates der Stiftung Solvita tätig.

Grundsätzlich ist es so, dass die Legislaturziele für die kommenden vier Jahre im Gemeinderat zusammen erarbeitet und festgelegt werden. Übergeordnet im Bezirk ist es sicherlich die Agsba, die es weiter voranzutreiben gilt und im Bezirk nachhaltig zu implementieren.

Wir müssen mit der Revision der BZO beginnen, dafür haben wir ein Zeitfenster bis maximal Februar 2028. Zu dieser Revision gehört auch der öffentliche Gestaltungsplan Stümel, den wir in die BZO integrieren möchten, sodass nur noch die privaten Gestaltungspläne ausserhalb der BZO abgehandelt werden. Ausserdem müssen wir einen Konsens finden mit der Baudirektion des Kantons Zürich, wie es mit deren verstärkter Mitsprache bei Bauprojekten in WeilerKernzonen und damit mit der Gemeindeautonomie weitergehen soll.

Neben den fachlichen Zielen steht weiterhin der Austausch sowie die Kommunikation ganz oben. Die Gemeindeverwaltung ist ja in erster Linie für die Bürgerinnen und Bürger da. Im Tiefbau stehen mehrere Dinge an. So geht es um die wichtige Erneuerung unserer Quellenkonzession, die Abnahme unseres Entwässerungsplans (GEP) durch die Gemeindeversammlung sowie dessen Umsetzung. Des Weiteren wird weiter an der Senkung des Energiebedarfs gearbeitet. So werden zum Beispiel alte Strassenleuchten Zug um Zug durch neue LED-Leuchten ersetzt. Bezüglich Verkehr gibt es noch die 30-km/h-Initiative im Wohngebiet Stümel, die es zu bearbeiten gilt.

Di fü Ge Mi Er leg me we let ma En lic Au fen Ve au

Grundsätzlich gilt es natürlich, sich in allen Bereichen zu entwickeln, da möchte ich keinen besonders hervorheben. Aeugst ist allgemein eine gut entwickelte Gemeinde und es ist unsere Aufgabe, entsprechend achtsam mit den Ressourcen umzugehen und für stabile Verhältnisse und den Erhalt der hohen Lebensqualität zu sorgen. Dazu zählt beispielsweise auch eine qualitativ hochstehende Kinderbetreuung, für die ich mich in der Betriebskommission Verein Kinderkrippe Coccolino einsetze. Ein besonderes Ziel haben wir uns für die Verwaltung gesetzt, nämlich die Schaffung einer Lehrstelle, was ich sehr begrüsse.

Da die Gemeinde und der Gemeinderat sehr dynamisch ist, entwickeln wir uns in allen Bereichen ständig weiter.

Aeugst ist eigentlich sehr gut aufgestellt und wir haben das Glück, eine engagierte und begeisterungsfähige Bevölkerung zu haben. Viele Ideen werden eingebracht, jedoch auch mit hoher Bereitschaft zu Eigenleistung. Im Hochbau müssen wir vor allem Acht geben, dass die Entwicklung der Weiler nicht durch kantonale Vorgaben der Raumplanung gehemmt werden.

Aeugst ist eine gut funktionierende Gemeinde mit aktiven Bürgerinnen und Bürgern. Die Gemeinde ist sehr gut erschlossen und bietet eine sehr hohe Lebensqualität. Durch die sehr gute Arbeit über viele Jahre in der Gemeinde sind die Anlagen in einem guten bis sehr guten Zustand. Die Gemeinde kann sich wie jede und jeder von uns weiter bezüglich Energiebedarf und Müllvermeidung verbessern. Dies sind sicherlich zwei Bereiche, die uns alle noch länger beschäftigen werden. Daneben wird uns auch weiterhin das Thema natürliche Lebensräume verpflichten. Bei jedem Projekt versuchen wir einen Kompromiss zwischen Wirtschaftlichkeit, Funktion und Natur zu erarbeiten.

Da gu ba be wa set Th So Sin die me ge ve en ko ren

Die Weiler und das Dorf zeichnen sich durch ihre eigene, lokale Identität aus und werden durch persönliche Beziehungen zum Gemeinderat und unserem Behörden-Sprechstundenangebot gleichermassen miteinbezogen.

Da ich selber in Aeugst aufgewachsen bin und nun seit über 25 Jahren im Aeugstertal lebe, bin ich natürlich sehr sensibilisiert für dieses Thema. Es war mir in den vergangenen Jahren immer ein grosses Anliegen – gerade für die Gemeinde Aeugst mit seinen Weilern – das Dorf im Gemeinderat gesamthaft zu betrachten und die ideale Lösung für Sachfragen zu finden.

Da ich mit meiner Familie in einem Weiler lebe, glaube ich, für die Anliegen der Anwohnerinnen und Anwohner ein gutes Ohr zu haben. Es ist wichtig, auch die Bedürfnisse der teils kleinen Siedlungen wahrzunehmen, was wir im Gemeinderat ehrlich bemüht sind. Viele Strassenbauund Wasserprojekte wurden in den letzten Jahren im Aeugstertal und dem Wängibad umgesetzt. Zudem gibt es gerade im Aeugstertal eine rege Bautätigkeit, und für die wachsende Bevölkerung braucht es weiterhin eine gute Anbindung der Weiler an den öV.

Da die Gemeinde Aeugst aus dem Dorf und den Weilern besteht, mache ich keine Unterschiede zwischen dem Dorf und den Weilern. Anliegen aus dem Dorf und den Weilern werden jederzeit entgegengenommen. Nach Wichtigkeit und Machbarkeit wird über Projekte entschieden. In der letzten Legislatur wurden im Dorf sowie in allen Weilern Projekte erfolgreich umgesetzt. Dabei wurden die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt. Glücklicherweise sind im Gemeinderat ja sowohl das Dorf wie auch die Weiler vertreten – und somit auch die verschiedenen Ortsinteressen.

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Wahlen

Dienstag, 1. März 2022

19

eugst stellen sich vor

Nicole Beck-Taubenest, 1963, Ökonomin, GLP, neu.

Ueli Trindler, 1958, pens. Schulleiter, parteilos, neu (Schulpräsidium).

Nadia Hausheer, 1965, Fachverantwortliche Beschaffungswesen MBA, FDP, bisher, kandidiert wieder fürs Gemeindepräsidium. (Bilder zvg.)

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Ich bin mit meinem Mann seit 1999 in Aeugst zu Hause und dieses Dorf ist so die Heimat unserer 20-jährigen Tochter. Als Ökonomin mit 30 Jahren Erfahrung im Gesundheitswesen lasse ich mein betriebswirtschaftliches Denken in meine Arbeit einfliessen. Dazu gesellen sich eine langjährige Erfahrung als Prüfungsleiterin in der höheren Berufsbildung, mein Wirken in der Sozialbehörde und meine ökologischen und liberalen Werte. Meine kommunikative Art und meine Fähigkeit, mit unterschiedlichsten Menschen zusammenzuarbeiten sind ein Fundament meines verantwortungsvollen Wirkens im Gemeinderat.

Durch meine langjährige Arbeit als Schulleiter, die letzten 17 Jahre in Hedingen und zuvor in Rifferswil, habe ich grosse Erfahrung, wie eine Schule erfolgreich geführt wird. Auch bringe ich als ausgebildeter Mediator und Berater besondere Fähigkeiten mit, wie schwierige Gespräche geführt werden und was es für ein gutes Zusammenspiel aller Beteiligten braucht. Mir ist der Rollenwechsel von der operativen zur strategischen Führung sehr bewusst und ich erlebte vor zwölf Jahren den Wechsel zur Einheitsgemeinde an meinem Arbeitsort hautnah. Als Frühpensionierter habe ich nun den zeitlichen Spielraum für dieses Amt.

Für die Arbeit im Gemeinderat und als Gemeindepräsidentin braucht es eine strukturierte, ganzheitliche und vorausschauende Denkweise. Durch meine Tätigkeit in der Privatwirtschaft, wo ich für die Ausarbeitung von Strategien und Businessplänen in der Finanzbranche verantwortlich war, konnte ich mir diese Fähigkeiten aneignen. Da ich seit 2012 im Gemeinderat tätig bin und mich auch im Bezirk in verschiedenen Arbeitsgruppen engagiere, verfüge ich über ein gutes politisches und soziales Netzwerk. Die Vernetzung im Bezirk ist für eine Gemeinde in der Grössenordnung von Aeugst sehr wertvoll, da komplexere Themen auf interkommunaler Ebene gelöst werden können.

Eine interkommunale Zusammenarbeit macht sicher immer da Sinn, wo die öffentliche Aufgabe die Möglichkeit einer einzelnen Gemeinde übersteigt. Die verschiedenen IKAs im Bereich Abfall, Soziales, Pflege und Bildung machen Sinn und leisten wertvolle Arbeit. Eine Chance in der Zusammenarbeit sehe ich vor allem auch für kleinere Gemeinden dort, wo Fachwissen mit einem Teilzeitpensum gefragt ist. Da kann es von Vorteil sein, gemeinsam mit einer anderen Gemeinde eine Vollzeitstelle anzubieten. Die Gemeindeautonomie gilt es in allen politischen und finanziellen Fragestellungen jedoch zu bewahren.

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Die grosse Mehrheit der Kandidierenden für diese Wahlen sind bereits routinierte Gemeinderätinnen und -räte. Als neues Mitglied im Rat werde ich gerne auf die Erfahrungen meiner Kolleginnen und Kollegen zurückgreifen, genauso wie ich meine eigenen Kompetenzen einbringen werde. Unsere Gemeinde hat sich in den letzten Jahren in diversen Bereichen massgeblich entwickelt. So sind wir eine Energiestadt geworden und u.a. vorbildlich in der Nutzung von Erdwärme. Meine Aufgabe wird sein, diesen Elan aufzugreifen und mit sozialer und wirtschaftlicher Verantwortung weiterzupflegen. Mit Blick auf heute und auch auf morgen.

Das Ziel ist immer die gute Schule zum Wohle der Kinder. Als Schulpflegeteam mit vier neuen Mitgliedern gilt es erst, eine gemeinsame Basis zu schaffen und auch die Schule besser kennenzulernen. Ich setzte mich für gute Rahmenbedingungen ein und wir werden die Ziele, wohin die Reise gehen soll, gemeinsam setzen. Mir ist es wichtig, dem Bewährten Sorge zu tragen und gleichzeitig die sinnvollen Entwicklungen anzugehen. Besonderen Wert lege ich auf ein gutes Arbeitsklima.

Die Legislaturziele 2022–2026 wird der Gemeinderat an der Retraite im August 2022 definieren. Klar ist, dass die Bau- und Zonenordnung inklusive Gestaltungsplan Stümel bis 2028 revidiert werden muss. Weiter werden wir uns dafür einsetzen, dass die Konzession für die eigenen Quellen für weitere 10 Jahre gewährt wird. In dieser Legislaturperiode wurde das neue Energieleitbild und ein Leitbild für die Biodiversität verabschiedet, diese Massnahmen gilt es weiter umzusetzen. Zudem sind wir dabei eine Liegenschaftsstrategie zu erarbeiten. Die Schaffung einer Lehrstelle in der Verwaltung bleibt ein Ziel. Weiter setze ich mich für einen nachhaltig attraktiven Steuerfuss ein.

Das Milizsystem basiert auf der Freiwilligenarbeit. Die Zusammensetzung des Gemeinderates ist sehr heterogen. Die einen arbeiten zu 100 Prozent, andere Teilzeit, andere sind pensioniert. Damit jedes Mitglied des Gemeinderates den Ansprüchen seines Ressorts gerecht werden kann, braucht es eine effiziente Verwaltung, die den Gemeinderat fachlich unterstützt. Die Verwaltungsstrukturen haben wir in den letzten vier Jahren darauf ausgerichtet. Jedes Jahr geht der Gemeinderat zudem an eine zweitägige Retraite, wo Themen aus verschiedenen Ressorts vertieft diskutiert und Lösungsansätze besprochen werden. Gute Lösungen erarbeiten wir konstruktiv und kollegial als Team.

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Das Wort Entwicklung gefällt mir sehr gut, darin sehe ich Entfaltung und Ausbau. Aeugst ist in den letzten 10 Jahren bezüglich Anzahl Einwohner stark gewachsen und wir müssen uns dafür einsetzen, dass unser Dorf weiter in den Themen Finanzen, Bildung, Energie und Soziales gesund unterwegs ist. In diesem Sinn trage ich als Gemeinderätin dazu bei, die Interessen der Einwohner wahrzunehmen und bin verpflichtet, auf Neuerungen adäquat einzugehen. Das bedeutet verantwortungsvolles und vorausschauendes Wirtschaften, wie auch aktives und kollegiales Zusammenarbeiten mit anderen Gemeinden im Amt.

Zur Schule Aeugst, wie sie sich heute präsentiert, kann ich keine Aussage machen, noch kenne ich sie zu wenig.

Wir investieren laufend in die Werterhaltung. Wir sind dabei, eine Liegenschaftsstrategie zu erarbeiten, die den Sanierungs- und Finanzbedarf der gemeindeeigenen Liegenschaften und die Möglichkeiten auf dem gemeindeeigenen Grundstück im Aeugstertal aufzeigt. Betreffend medizinischer Grundversorgung engagieren wir uns zu dritt im Gemeinderat im Projekt Alters- und Gesundheitsstrategie des Bezirkes. Ganz wichtig ist aber auch, dass wir weiterhin aktive Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner haben, die sich in Vereinen, Parteien und anderen gemeinnützigen Organisationen für unser Dorfleben engagieren und so der soziale Kontakt durch alle Bevölkerungsschichten hindurch gewährleistet wird.

Mir liegen die Menschen und ihre Bedürfnisse am Herzen. Ich wünsche mir, dass ich von der Bevölkerung als nahbare Person wahrgenommen werde, die mit verschiedenen Anspruchs- und Altersgruppen interagieren kann, um umsetzbare Lösungen zu realisieren.

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Unterschiedliche Bedürfnisse sind nicht nur zwischen Dorf und Weilern, sondern auch innerhalb von Dorfteilen festzustellen. Und das wird immer so sein. Als Gemeinderätin ist es meine Aufgabe, die Interessen der Einwohner aufzugreifen und bestmögliche Lösungen für alle anzubieten. Anliegen und Bedürfnisse müssen zugunsten des Interesses aller Aeugsterinnen und Aeugster geprüft werden. Als Gemeinderätin höre ich zu und biete Hand dafür, dass ein gemeinsamer Nenner gefunden wird. Ich setze mich für einen konstruktiven und toleranten Austausch ein.

Für mich sind die Grundpfeiler einer guten Schule die Freude am Lernen, tragfähige Beziehungen und das entdeckende forschende Lernen. Dies unterscheidet sich für keinen der Dorfteile. Hingegen beim Schulweg gilt es bestimmt, sorgfältig hinzuschauen, wie der für alle Kinder zu bewältigen ist.

Von 2012 bis 2018 war ich Ressortvorsteherin Tiefbau und habe im Dorf und den Weilern verschiedene Sanierungsprojekte realisiert und so auch die Weiler, die Einwohner und ihre Bedürfnisse ein Stück weit kennengelernt. Wichtig ist aber auch, dass wir eine paritätische Vertretung der Einwohnerinnen und Einwohner aus dem Dorf und den Weilern in allen Behörden haben. Das war bereits in dieser Legislatur der Fall und trifft auch für die nächste zu. Auch in den Hoch- und Tiefbaukommissionen sind Personen aus den Weilern vertreten.

Aeugst verfügt nur noch über begrenzte Baulandreserven. Das hat zur Folge, dass das Bevölkerungswachstum moderat ansteigen wird und auch keine neuen Infrastrukturprojekte notwendig sind. Die Revision der Bau- und Zonenordnung von 2015 hat dem bereits Rechnung getragen und Möglichkeiten der Verdichtung berücksichtigt. Aeugst befindet sich im steten Spannungsfeld zwischen erhalten und erneuern. Auf die privaten Bauprojekte kann die Gemeinde nur bedingt Einfluss nehmen. Daher konzentrieren wir uns auf die gemeindeeigenen Grundstücke und sind dabei, eine Liegenschaftsstrategie zu erarbeiten, in welche die Bevölkerung auch einbezogen wird.

Wo sehen Sie Chancen in der Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden und wo soll sich Aeugst die Autonomie bewahren?

Wie stellen Sie als Gemeindepräsidentin sicher, das Beste aus dem Gemeinderat herauszuholen?

Wie möchten Sie als Gemeindepräsidentin von der Bevölkerung wahrgenommen werden?

Wie soll sich Aeugst raumplanerisch weiter entwickeln?


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22

Veranstaltungen

Dienstag, 1. März 2022

«Ohne Satire wäre alles wie ein einziges Andreas-Gabalier-Konzert» Das Wiener Kabarett-Duo Christoph & Lollo tritt am Freitag im Kulturkeller «LaMarotte» auf Christoph & Lollo gastieren mit ihrem Programm «Mitten ins Hirn» am Freitag im «LaMarotte». Urs Heinz Aerni: Sie reisen aus dem schönen Wien knapp an Zürich vorbei nach Affoltern. Kennen Sie die Gegend? Christoph: Selbstverständlich! Wir waren im Rahmen des Liederlich-Festivals bereits da und haben nur die besten Erinnerungen daran. Allerdings sind unsere Aufenthalte in der Schweiz leider immer eher kurz, da wir sonst die Gagen vollständig für Essen und Unterkunft ausgeben würden. In der Ankündigung zu Ihrem Auftritt ist zu lesen, dass Sie sich in der Welt umgesehen und wenig Grund für gute Laune, aber viel Anlass für Humor gefunden hätten. Was raten Sie Ihren Gästen: In welcher inneren Verfassung sollten diese sich auf den Weg zu Ihrem Auftritt machen? Lollo: Eine generelle Offenheit für fremdartige Kulturen wäre hilfreich, schliesslich kommen wir aus dem fernen Osten, wo man plattiertes Fleisch in Semmelbröseln wälzt. Als Vorbereitung könnte auch die zeitgerechte Einverleibung des einen oder anderen Spritz-

weins gelten, der brancheninterne Fachausdruck hierfür wäre «Vorglühen». Ihre Stücke sind brandaktuell, von wütenden Emojis bis Lockdowns. Wie gross ist die Chance, dass Sie das Publikum auch mit Weltereignissen beglücken, die in der hiesigen Kleinstadt passiert sind? Christoph: Wir arbeiten bereits seit Jahren an unserem opus magnum «Ode an das Hochwasserrückhaltebecken Jonenbach», sind uns aber nicht sicher, ob das dafür erforderliche 100-köpfige Alphornensemble organisiert werden kann. Wir hoffen das Beste. Sie erhielten 2015 den Salzburger Stier und sind nach wie vor mit bissigem Spott unterwegs. Wo wären wir ohne die Würze der Satire? Lollo: Manche behaupten, ohne Satire wäre alles wie ein einziges Andreas-Gabalier-Konzert. Wir jedoch behaupten, Andreas Gabalier ist der Höhepunkt der Satirekunst. Die Nachwelt wird ihr Urteil fällen. Interview: Urs Heinz Aerni Das Duo erhält 2022 den Sonderpreis des Österreichischen Kabarettpreises. www.christophundlollo.com

Mit ihrem neusten Programm «Mitten in Hirn» treten Christoph & Lollo in Affoltern auf. (Bild zvg.)

Ämtler Bibliotheken im März Vom Freitag, 25., bis Sonntag, 27. März 2022, findet in der Schweiz die Kampagne BiblioWeekend unter dem Motto «Nach den Sternen greifen» statt. An diesem Wochenende der offenen Bibliotheken machen auch die Ämtler Bibliotheken mit Veranstaltungen, Begegnungen und Lesungen zu unüblichen Zeiten auf sich aufmerksam und laden alle ein, vorbeizuschauen und teilzunehmen.

Bibliothek Aeugst Während der Sportferien bis 5. März ist die Bibliothek jeweils am Montag von 18 bis 20 Uhr und am Samstag von 10 bis 12 Uhr offen. Mittwoch, 9. März, 15 bis zirka 15.20 Uhr: Bildergeschichte (Kamishibai) für die Kleinen. Conny Hofmann erzählt Kindern ab 3 Jahren eine spannende Geschichte. Samstag, 19. März, 11 bis zirka 11.30 Uhr: Buchstart – Versliziit. Amy Charles vermittelt Reime für die Kleinsten. Diese Veranstaltung richtet sich an Kinder zwischen 9 Monaten und 3 Jahren zusammen mit ihren Eltern. Samstag, 26. März, 14 bis 16 Uhr: BiblioWeekend. Nach dem Motto «nach den Sternen greifen» wird eine Geschichte vorgelesen und die Kinder haben Zeit zum Basteln, Malen und Guetsli verzieren. Das Programm richtet sich an Kinder vom Kindergarten bis 4. Klasse. Anmeldung per Mail an bibli. aeugst@bluewin.ch erwünscht.

Regionalbibliothek Affoltern Während der Sportferien bis 5. März gelten die normalen Öffnungszeiten. Mittwoch, 9. März, 17.30 bis 19 Uhr: Anlaufstelle Onleihe. Beratung und Unterstützung bei der Onleihe. Interessierte können mit Fragen und Gerät vorbeikommen. Montag, 14. März, 18 bis zirka 18.30 Uhr: Bibliothekseinführung. Auf einem Rundgang wird über das Angebot, die Katalogsuche, die Onleihe, die Anmeldung, die Ausleihbedingungen und die Gebührenordnung informiert. Anmeldung nicht erforderlich. Mittwoch, 16. März, 9 Uhr: Büchermorgen. Es wird über das Buch «Kindheit» von Tove Ditlevsen diskutiert. Samstag, 19. März, 11 bis zirka

11.30 Uhr: Gschichte-Samschtig. Kinder ab 4 Jahren sind herzlich eingeladen, sich in Begleitung einer Bibliothekarin auf eine halbstündige Reise in die Welt der Verse, Lieder und Geschichten zu begeben. Mittwoch, 23. März, 17.30 bis 19 Uhr: Anlaufstelle Onleihe. Samstag, 26. März, 11 bis 11.30 Uhr: Bibliothekseinführung. Samstag, 26. März, 11 bis zirka 12 Uhr: BiblioWeekend. Kinder ab 4 Jahren sind herzlich zum Kasperlitheater Gigelisuppe «De Chaschperli und de unerwünschti Drache» mit Angelina Kreyenbühl eingeladen. Eintritt frei. Sonntag, 27. März, 11 bis 17 Uhr: BiblioWeekend. Die Regionalbibliothek ist an der Chilbi mit einem Stand vertreten und präsentiert die Onleihe und den Ozobot. Sonntag, 27. März, 14 Uhr: BiblioWeekend. Vortrag «Wir sind Sternenstaub – eine Reise zurück zu unserem Ursprung» mit der Astrophysikerin Kathrin Altwegg. Eintritt frei.

Bibliothek Bonstetten Während der Sportferien bis 5. März ist die Bibliothek jeweils am Montag und Donnerstag von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Samstag, 12. März, 9.30 bis zirka 9.50 Uhr: «Gschichte-Zyt» für die kleinen Zuhörerinnen und Zuhörer ab 4 Jahren in Begleitung. Eine Bibliothekarin erzählt eine Geschichte oder zeigt ein Bilderbuchkino. Mittwoch, 16. März, 9.30 bis zirka 10.10 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» mit der Leseanimatorin Cornelia Ramming. Für Kinder von 1½ bis 4 Jahren in Begleitung. Samstag, 26. März, 19.30 Uhr: BiblioWeekend: «Geschichten für Bonstetten». Sonntag, 27. März, 11.30 Uhr: BiblioWeekend: Lorenz Pauli erzählt Geschichten für Kinder ab 4 Jahren. Nähere Infos: auf der Homepage www.bibliothekenzh.ch/bonstetten und auf Plakaten.

Bibliothek Hausen Mittwoch, 9. März, 19.30 Uhr: Lesung mit Peter Stamm. Der Schweizer Autor liest im Gemeindesaal Hausen aus seinem neusten Buch «Das Archiv der Gefühle». Reservierungen unter biblio-

thek@hausen.ch oder 044 764 21 73. Eintritt 20 Franken, inklusive Apéro.

Bibliothek Hedingen Während der Sportferien vom 28. Februar bis zum 12. März hat die Bibliothek jeweils am Mittwoch von 10 bis 12 Uhr und am Donnerstag von 14 bis 19 Uhr offen. Mittwoch, 16. März, 14.30 bis 16 Uhr: Quilling-Workshop. Eine eigene Karte mit der Quilling-Technik gestalten. Workshop für Kinder ab 8 Jahren. Unkostenbeitrag 10 Franken, inkl. Material, Anmeldung erforderlich. Mittwoch, 23. März, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff für Kinder von 9 bis 36 Monaten in Begleitung eines Erwachsenen. Freitag, 25., bis Sonntag, 27. März: BiblioWeekend unter dem Motto «nach den Sternen greifen». Genauere Informationen finden Interessierte auf der Homepage oder auf den Aushängen.

Bibliothek Knonau Während der Sportferien bis 5. März bleibt die Bibliothek geschlossen. Mittwoch, 16. März, 15 Uhr: Gschichtä-Ziit mit dem Lesehund Moijto. Freitag, 25. März, 19.30 Uhr: BiblioWeekend. Lesung in der Stampfi mit Philipp Gurt. Eintritt frei.

Bibliothek Maschwanden Während der Sportferien bis 5. März bleibt die Bibliothek geschlossen. Samstag, 26. März, 18 bis 20 Uhr: BiblioWeekend. Gemäss dem Motto «nach den Sternen greifen» sind alle herzlich eingeladen, ein Sterne-Quiz zu lösen und danach in eine Sterne-Geschichte einzutauchen. Weitere Informationen sind auf der Homepage: www.maschwanden.ch zu finden.

Bibliothek Mettmenstetten Während der Sportferien und anschliessend bis Mitte März bleibt die Bibliothek wegen Umzug geschlossen. Die Wiedereröffnung ist gegen Ende März am neuen Ort an der Albisstrasse 27 geplant. Mittwoch, 10. März, von 15 bis 16

Uhr: Zyt für Gschichte. Es ist noch offen, ob der Anlass stattfinden kann. Für aktuelle Informationen ist die Webseite www.bibliothek-mettmenstetten.ch zu konsultieren. Die digitale Bibliothek kann jederzeit genutzt werden.

Bibliothek Obfelden Sonntag, 27. März, 10 bis 14 Uhr: BiblioWeekend: Die Bibliothek ist offen zum Stöbern, Ausleihen und als Treffpunkt mit Kaffee, Gebäck und Geschichten.

Bibliothek Ottenbach Jeweils Donnerstag, 15 bis 17 Uhr: Chrabbelgruppe. Dienstag, 8. März, und Dienstag, 22. März, je 9 bis 9.30 Uhr: Buchstart-Treff «Liedli und Versli» für Eltern und Kinder von 0 bis 3 Jahren. Mittwoch, 16. März, 14 Uhr: Interaktive Lesung mit Stefan Baiker, dem Autor von «Der Geisterkickboarder», für Kinder der 2. bis 4. Klasse, Anmeldung bis zum 9. März unter info@bibliothekottenbach.ch, Plätze sind beschränkt. Samstag, 26. März, 13.30 bis 16 Uhr: BiblioWeekend. Sternenguetsli verzieren, Eisteesirup mit Sternenstaub, Kinderschminken und weitere Angebote. Genauere Details folgen. Sonntag, 27. März, 10 bis 12 Uhr: BiblioWeekend. Kaffee und Gipfeli, Kamishibai, Kinderschminken. Aktuelle Angaben zu Öffnungszeiten, Veranstaltungen und den Angeboten sind auf der Bibliothekshomepage www.bibliothekottenbach.ch zu finden.

Bibliothek Rifferswil Freitag, 25. März, 14.30 bis 15.30 Uhr: BiblioWeekend. Eine Bibliothekarin erzählt das Bilderbuch «Sternenstaub – Glaub an dich und du findest den Weg zu den Sternen». Nach der Geschichte können Kinder ab 4 Jahren ein SternenGuetsli mit Zuckerperlen dekorieren. Sonntag, 27. März, 14 bis 15 Uhr: BiblioWeekend. «Die Welt ein kleines bisschen besser machen – ein Griff nach den Sternen?» Vortrag von Dr. Daniel Zimmermann, Affoltern. Er ist Präsident des Hilfswerks Rodrigues, das auf der kleinen Insel Rodrigues im Indischen

Ozean Hilfe zur Selbsthilfe in Sachen Diabetes leistet. Eintritt frei, Kollekte.

Bibliothek Stallikon Während der Sportferien bis am 5. März ist die Bibliothek jeweils am Dienstag von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Freitag, 11. März, 9.15 bis 9.45 Uhr: Buchstart-Treff. Die Leseanimatorin Sandra Franzen-Müller führt die Kleinen und ihre Bezugspersonen in die Welt der Versli, Reime und Geschichten mittels Krabbel-, Finger- und Wortspiele ein. Eltern und Grosseltern mit Kleinkindern zwischen 1 bis 3½ Jahren sind herzlich eingeladen. Sonntag, 27. März, 10 bis 12 Uhr: BiblioWeekend. Schülerinnen und Schüler der Schule Stallikon präsentieren ihre selbst verfassten Geschichten zum Thema «Nach den Sternen greifen». Mittwoch, 30. März: Osterbasteln. Auch dieses Jahr wird zu «Ostern» gebastelt, genaue Details folgen. Alle aktuellen Angaben auf der Website www.bibliothek-stallikon.ch.

Bibliothek Wettswil Während der Sportferien bis am 5. März ist die Bibliothek jeweils am Dienstag und Mittwoch von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Samstag, 26. März, 10 bis 10.30 Uhr: Buchstart-Treff für Kinder von 9 bis 36 Monaten in Begleitung. Für alle, die mittwochs nicht teilnehmen können, bietet die Bibliothek im Rahmen des BiblioWeekends versuchsweise diesen zusätzlichen Termin an. Samstag, 26. März, 13 bis 13.30 Uhr: Geschichtenzeit für Kinder von 3 bis 5 Jahren in Begleitung. Für alle, die mittwochs nicht teilnehmen können, bietet die Bibliothek im Rahmen des BiblioWeekends versuchsweise diesen zusätzlichen Termin an. Mittwoch, 30. März, 10 bis 10.30 Uhr: Buchstart-Treff für Kinder von 9 bis 36 Monaten in Begleitung. Mittwoch, 30. März, 14.30 bis 15 Uhr: Geschichtenzeit für Kinder von 3 bis 5 Jahren in Begleitung. Mittwoch, 30. März, 20 bis 21.30 Uhr: Lesezirkel. Es wird das Buch «Koala» von Lukas Bärfuss besprochen. Irene Scheurer, Regionalbibliothek Affoltern


Vermischtes

Dienstag, 1. März 2022

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SPORT

FCWB verpflichtet Colacino

Die Trainerfrage ist geklärt Der 43-jährige Sergio Colacino, aktuell noch beim FC Mutschellen für die erste Mannschaft verantwortlich, tritt die Nachfolge von Jérôme Oswald an. von oliver Hedinger

Ämtler Wandergruppe im Toggenburg auf dem Oberdorf-Gamperfin-Weg. (Bild zvg.)

Märchenhafte Landschaft Ämtler Wandergruppe auf dem Oberdorf-Gamperfin-Weg Der mittelschwere Rundweg führte im Toggenburg durch verschneite Wälder und unberührte Alpweiden, mit traumhaften Ausblicken zum Säntis und das Alviermassiv. Von Wildhaus fuhr die Sesselbahn bequem ins Oberdorf, wo es im Berggasthaus eine Pause gab. Der Weg war gut markiert und führte zu Beginn der Wanderung links vom Tellerskilift den Hang hinauf. Bald zweigte der Weg in den Wald ab und mit jedem Schritt wurde es ruhiger. Man befand sich wie in einer anderen Welt. Die Alpweiden waren un-

berührt, nur die Spuren der Gämsen, Rehe, Hasen und Füchse zierten den Schnee. Vorbei an lichten Wäldern und eingeschneiten Alphütten wanderte man durch eine sanfte Hügellandschaft. Auf der gegenüberliegenden Talseite präsentierte sich das Alpsteinmassiv mit dem Säntis und dem Wildhauser Schafberg, der an seiner markanten Schafbergwand zu erkennen war. Bald erreichte man den Ölberg und liess den Blick über die Alviergruppe schweifen. Da es kurz vor der Wanderung noch leicht rieselte, waren die Tannen und der Weg mit Schnee bedeckt – einfach traumhaft! Etwa in der Hälfte des Rundweges wurde das Skihaus Gamperfin

vom Skiclub Grabserberg erreicht, wo es heisse Alphüttensuppe, Cordon bleu mit Pommes Frites – als Fitnessteller mit mehreren Salaten – oder Älplerrösti mit Speck und Spiegelei zu geniessen gab. Der Rückweg von der aussichtsreichen Winterwanderung führte via Lochgatter und am Ölberg vorbei ins Oberdorf, wo es mit der Sesselbahn ins Tal ging. Dort fuhr die Gruppe mit dem Postauto nach Nesslau-Neu St. Johann und der Bahn via Wattwil und Rapperswil SG zurück ins Knonauer Amt.

Nachdem im Januar kommuniziert wurde, dass Oswald und der FCWB nach fünf erfolgreichen gemeinsamen Jahren sich per Ende der Spielzeit trennen, hätte man kaum gedacht, dass bereits Ende Februar die Nachfolge geregelt ist. Einen passenden Trainer für einen ambitionierten Erstligisten zu finden, ist keine einfache Aufgabe. Umso glücklicher sind Präsident Fischer und Sportchef Zollinger, dass sie mit Colacino eine optimale Besetzung präsentieren können.

Erfolgreich mit Mutschellen Seine Trainerlaufbahn startete der im Aargau aufgewachsene Colacino beim FC Mutschellen, zunächst als Co-Trainer und nach dem Aufstieg in die zweite Liga dann ab 2017 als Cheftrainer. In der

zweiten Liga etablierte sich das Team unter der Leitung Colacinos schnell und gewann 2019 den Aargauer Cup. Diesem Erfolg liess die Truppe von der Burkertsmatt im letzten Sommer den Aufstieg in die interregionale zweite Liga folgen, wo man zur Winterpause im gesicherten Mittelfeld steht. Colacino versteht es bestens, sich in einem Dorfclub zu bewegen und setzte auch in der Vergangenheit stark auf die Förderung von jungen Talenten aus dem eigenen Club. Eine Philosophie, wie sie der FCWB seit vielen Jahren verfolgt.

Gut gefüllter Rucksack Colacino spielte selbst viele Jahre in der Super-League (FC St. Gallen und FC Wil) und der Challenge-League (vor allem FC Wohlen) und sammelte dabei viele Erfahrungen. Während seiner Zeit beim FC Wohlen stellte er zudem private und berufliche Weichen. Er machte die Lehrerausbildung und ist hauptberuflich an der Oberstufenschule in Wohlen tätig, wo er mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen auch wohnt. Nun startet also im Sommer ein neues sportliches Kapitel beim FCWB.

Dölf Gabriel, Wanderleiter Weitere Infos: www.miteinanderwandern.ch.

Joghurt, Quark und Ziger aus Säuliämtler Milch An drei Samstagen geben Fachpersonen Auskunft, wie man Milchprodukte zu Hause einfach selber herstellen kann. Woher kommt mein Essen? Diese Frage wird für viele Menschen immer wichtiger. Vor fünf Jahren startete die Genossenschaft Faire Milch Säuliamt mit dem Verkauf einer regionalen Pastmilch, bei welcher den Verbrauchern zudem noch die Garantie mitgegeben wird, dass der Preis dieser Milch so kalkuliert ist, dass die Kosten der Milchproduktion auf dem Durchschnittsbetrieb gedeckt sind. Der Verkaufserfolg hat selbst die grössten

Optimisten überrascht. Offensichtlich entspricht es einem Bedürfnis, dass Lebensmittel so wenig wie möglich herumgekarrt werden. Ein wesentlicher Teil des Erfolges ist wohl auch die Tatsache, dass diese Milch nicht auf den internationalen «Vollmilchstandard» herunterverdünnt wird, sondern dass sie unverändert so verkauft wird, wie sie die Kuh gegeben hat. Mit dieser Milch lassen sich zu Hause neben Joghurt auch Quark und Ziger selber herstellen. Wie gelingt das sicher? An den folgenden drei Wochenenden werden Fachpersonen vor verschiedenen Volg-Filialen ihre Tipps und Tricks verraten. Wer schon probiert

hat, aber mit dem Resultat nicht zufrieden war, darf die Gelegenheit gerne nutzen, um dort Fragen zu stellen. Und falls Fragen zur Milchproduktion generell auftauchen, sind auch Mitglieder der Genossenschaft vor Ort. Sie freuen sich auf viele interessante Gespräche. Genossenschaft Faire Milch Säuliamt

13 bis 16 Uhr, Volg Knonau. Samstag, 12. März, 13 bis 16 Uhr, Volg Zwillikon. Sonntag, 13. März,10 bis 13 Uhr, Volg Hausen. Samstag, 19. März, 9 bis 12 Uhr, Volg Wettswil und 13 bis 16 Uhr, Volg Ottenbach.

Ökumenischer Weltgebetstag Am Freitag, 4. März, findet der ökumenische Weltgebetstag statt. In diesem Jahr aus England, Wales und Nordirland. Wo liegt eigentlich Ewni? Vielleicht näher als manche denken! Ewni ist das Kürzel für England, Wales und Northern Ireland. Der Gottesdienst zum Weltgebetstag (WGT), der auf der ganzen Welt jeweils am ersten Freitag im März gefeiert wird, wird jedes Jahr von einem andern Landeskomitee zusammengestellt. Für die Feier 2022 sind dies Frauen aus England, Wales und Nordirland, die zusammen das WGT-Komitee Ewni bilden. Schottland, das wie diese Länder

auch zum Vereinigten Königreich gehört, hat aus historischen und geografischen Gründen ein eigenes Komitee. Über der diesjährigen Feier steht die Verheissung Gottes «Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben» aus dem Brief des Propheten Jeremia an seine Volksgenossen und -genossinnen, die von Jerusalem nach Babylon deportiert worden sind (Jer 29, 1-14). Wie fühlt es sich an, fern der Heimat im Exil zu sein ohne Aussicht auf eine baldige Rückkehr? Die Verfasserinnen der Feier 2022 vergleichen diese Situation mit der Situation von Frauen, die sich aufgrund verschiedener Schicksale im eigenen Land von der Gesellschaft ausgeschlossen fühlen. Auch für sie hat Gott

Sergio Colacino übernimmt die Mannschaft von Jérôme Oswald. (Bild zvg.)

Samstag, 5. März: 9 bis 12 Uhr, Volg Mettmenstetten,

gute Pläne und will ihnen «Zukunft und Hoffnung» geben (Jer 29, 11). Die Textilkünstlerin Angie Fox illustriert mit einer Bild-Stickerei diesen hoffnungsvollen Weg in die Zukunft, den offene Tore und gesprengte Fesseln freigeben. Mit der Weltgebetstagskollekte werden, gemäss dem WGT-Motto «informiert beten – betend handeln», Projekte im Liturgieland und weltweit unterstützt, die es Frauen ermöglichen, sich von ihren Fesseln zu lösen, und die ihnen den Weg in eine bessere Zukunft öffnen. Reformierte Kirche Stallikon Weltgebetstag in der reformierten Kirche Stallikon am 4. März 19.30 Uhr. Weitere Infos: www.wgt.ch.

Riesenslalom in Brunni Der Skiclub Hausen lädt am Sonntag, 6. März, in Brunni/ Alpthal zum Vereinsrennen. Alle Interessierten sind zum Mitmachen herzlich eingeladen. Das Vereinsrennen des Skiclubs Hausen ist auch offen für Nicht-Mitglieder, gestartet wird in fünf Kategorien von den Kleinsten mit Jahrgang 2011 und jünger bis zu den Damen und Herren mit Jahrgang 2005 und älter. Der Start zum Riesenslalom befindet sich oberhalb des Restaurants Gärtästübli am Skilift Brunni-Haggenegg. Es werden zwei Läufe gefahren, wobei die schnellere der beiden Laufzeiten gewertet wird. Zusätzlich zu den Podestplätzen pro Kategorie wird eine «Fun-Wertung» geführt. Hier gewinnen die drei mit der kleinsten Differenz der beiden Laufzeiten. Los geht es um 8.30 Uhr mit der Startnummernausgabe im alten Kassen-

haus Haggenegg I. Von 9.15 bis 9.45 Uhr folgt die Besichtigung der Rennstrecke. Der Start in den ersten Lauf ist ab 10.15 Uhr geplant, der zweite Lauf findet ab 11.30 Uhr auf der gleichen Strecke statt. Die Versicherung ist Sache der Teilnehmenden. Die Rangverkündigung und eine Preisverlosung mit allen anwesenden Helfern und Teilnehmenden finden eine Stunde nach Rennschluss im Zielgelände statt. Falls das Rennen nicht durchgeführt werden kann, wird dies via Homepage bekannt gegeben. Skiclub Hausen Vereinsrennen des Skiclubs Hausen am 6. März, Brunni/Alpthal. Anmelden bis Freitag, 4. März, mit vollständigem Namen und Jahrgang an dietmar.hinteregger@gmx.ch. Das Startgeld für Gäste beträgt zehn Franken (ohne Skipass), zahlbar via Twint oder in bar bei der Startnummernausgabe. Weitere Infos: www.skiclub-hausen.ch oder www.rg-albis.ch.

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MI 09. MÄRZ AUFKLÄRUNG ODER AUSGRENZUNG? 20:15 Uhr

Heikle Themen im Schweizerfilm 1960

DO 10. MÄRZ ERICH GANDET QUINTETT PLUS 20:15 Uhr

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DO 17. MÄRZ ANNINA & DANI SOLIMINE 20:15 Uhr

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Marianne Herzog Tel.: 076 399 6304 E-Mail: info@fitmit.ch web: www.fitmit.ch

PUBLIKUMSVORTRAG DICKDARMDIVERTIKEL WANN WIRD OPERIERT? Dickdarmdivertikel gelten heute als Volkskrankheit und sind weit verbreitet. Die Ausstülpungen im Dickdarm sind harmlos, solange sie keine Beschwerden verursachen. Entzünden sie sich, treten Schmerzen auf und es kann zu Komplikationen bis zum Darmdurchbruch kommen. Entzündete Darmdivertikel erfordern eine genaue Abklärung und gezielte Behandlung. Erfahren Sie von unseren Spezialisten mehr über die Abklärungs- und Behandlungsmöglichkeiten. Datum und Uhrzeit: Dienstag, 15. März 2022, 18.30 – 19.30 Uhr Referenten: PD Dr. med. Christopher Soll und PD Dr. med. Ralph Stärkle, Fachärzte für Chirurgie, speziell Viszeralchirurgie, ventravis Bauchchirurgie Zentralschweiz Anmeldung: Die Teilnahme am Vortrag ist kostenlos. Bitte melden Sie sich online an unter www.andreasklinik.ch/veranstaltungen. Der Publikumsvortrag findet unter Berücksichtigung der epidemiologischen Lage statt. An unserer Klinik gilt die Maskenpflicht. AndreasKlinik Cham Zug, Rigistrasse 1, 6330 Cham


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