CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
Bewegung vs. Entspannung... Finde Deine persönliche Balance. GESUNDHEITSZENTRUM GUT www.gut-tut-gut.ch AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 15 I 177. Jahrgang I Freitag, 24. Februar 2023
Im Einsatz
Die Polizei hatte in der Region in dieser Woche mit Graffiti und Lärmklagen zu tun. > Seite 3
Mehr Natur
Bonstetten will die Biodiversität fördern. Die Bevölkerung kann dazu Vorschläge einreichen. > Seite 3
Diagnose per Internet In seiner Kolumne spricht Kantonsrat Ronald Alder über Telemedizin. > Seite 11
Umstrittener Entscheid Zweige und Triebe ab Der geplante Wohnungskauf für Asylbewerber in Mettmenstetten bewegt die Gemüter. > Seite 11
Sie helfen den Erdbebenopfern Der Chef des Restaurants Via Grill in Affoltern ist persönlich von der Katastrophe betroffen
Damit Obstbäume viele Früchte tragen, braucht es den entsprechenden Winterschnitt. > Seite 13
Noé Roth AerialsWeltmeister Als Sechster und Letzter schaffte er es gerade noch ins Superfinale der TopSechs. Dort packte Skiakrobat Noé Roth den besten Sprung aus und sicherte sich, der Schweiz und dem Mettmenstetter Team Freestyle Company Jumpin den Weltmeistertitel. Es ist für den 22-jährigen Baarer die Krönung einer bisher schon sehr erfolgreichen Karriere. Und der mehr als versöhnliche Abschluss einer Weltmeisterschaft, die unter keinem guten Stern zu stehen schien. Zuerst musste das ambitionierte Schweizer Team nach einem Trainingssturz von Alexandra Bär für den MixedWettkampf Forfait erklären, dann machte der böige Wind dem Wettkampfprogramm einen Strich durch die Rechnung. Die Qualifikation musste erst vom Dienstag auf den Mittwoch und schliesslich auf den Donnerstagmorgen verschoben werden. Das verkürzte Programm kam Roth schliesslich sogar entgegen. Ein hervorragender Sprung im richtigen Moment reichte ihm so zum Titelgewinn – dem ersten überhaupt für einen Schweizer Aerials-Athleten. «Ich hätte nicht gedacht, dass es reicht», so der überglückliche neue Weltmeister. (tst.)
> Bericht auf Seite 20 ANZEIGE
Ümit Iyigüven und seine Frau Teuta führen seit einem Jahr das Restaurant Via Grill in Affoltern. (Bild Luc Müller)
Die verheerenden Erdbeben in der Türkei und Syrien haben grosses Leid verursacht – der Säuliämtler Ümit Iyigüven hilft Bedürftigen vor Ort. von luc müller
Badirestaurant im Freibad Stigeli führt, nicht wirklich zumute. «Ich bin noch konfus im Kopf. Die Eindrücke aus der Türkei lassen mich nicht los», erklärt der 39-Jährige.
Er sammelt Geldspenden
Am Mittwoch feierte das Restaurant Via Grill in Affoltern sein einjähriges Bestehen – doch zum Feiern war dem Chef Ümit Iyigüven, der im Sommer ebenfalls mit seiner Frau Teuta auch das
Seit dem 6. Februar hat sich auch sein Leben verändert – wie das von vielen Türkinnen und Türken. Denn zwei verheerende Erdbeben haben an diesem Tag ganze Landstriche und Städte dem Erdboden gleichgemacht. Rund 47 000 Men-
Entscheid nach langer Diskussion
Den Hügelketten auf der Spur
Vor 40 Jahren strömten so viele Stimmberechtigte an die Gemeindeversammlung in Affoltern wie nie zuvor. Es ging darum, ob das Gebiet Sonnenberg ausoder eingezont werden sollte. Das Komitee «Pro Sonnenberg», das eine Überbauung bekämpfte, mobilisierte mit einem Grossinserat im «Anzeiger», nachdem es eine Petition mit 800 Unterschriften eingereicht hatte. Der Entscheid nach Mitternacht: 541 sprachen sich für eine Überbauung des Sonnenbergs aus, 179 für eine Freihaltung. Ein Antrag auf Urnenabstimmung scheiterte. Dann verzog sich ein grosser Teil in die Restaurants, wo nach einer langen Versammlung die Polizeistunde aufgehoben wurde. (red.)
Woher stammen die Namen Albis, Üetliberg und Uto? Die Fragen beantwortet die «Anzeiger»-Serie zu Ortsnamen aus der Region. Der Name des Hügelzugs Albis, der den Bezirk Affoltern im Osten vom Bezirk Horgen trennt, ist seit dem Frühmittelalter überliefert. «Albisi» steht neben «Ziurichi» in der Cosmographia des Geographen von Ravenna, die um das Jahr 700 nach Christus entstanden ist. Der Name Albis ist wohl vom keltischen Wort albos oder albios abgeleitet, das «weiss» bedeutet. Das althochdeutsche Wort alba ist nur in einer Quelle aus dem 10. Jahrhundert überliefert. Alba oder Alp bedeutete damals wie heute Bergweide. (red.)
> Bericht auf Seite 3
> Bericht auf Seite 8
schen haben dabei ihr Leben verloren. Und das Land kommt weiter nicht zu Ruhe. Am Dienstag gab es erneut ein Nachbeben, bei dem Menschen starben. Welche menschliche Katastrophe sich derzeit in der Türkei abspielt, hat Ümit Iyigüven mit eigenen Augen gesehen. Erst letzte Woche war der gebürtige Kurde in seinem Heimatland, um zu helfen. Seine Geburtsstadt Pazarcik ist schwer zerstört. «Viele meiner Verwandten haben ihr Dach über dem Kopf verloren», berichtet Iyigüven. Mit Kollegen hat er nun sofort
Hilfe organisiert. Zelte, Kleidung oder Lebensmittel haben er und weitere Helferinnen und Helfer nun in das Krisengebiet gebracht. Im Restaurant Via Grill können Gäste direkt spenden – dazu kann man einen QR-Code einscannen, der auf den Tischen zu finden ist. Mit dem Geld wird Ümit Iyigüven wieder Hilfsgüter in der Türkei besorgen, die er mit der Hilfe seiner Freunde vor Ort an die Bedürftigen verteilt.
> Weiterer Bericht auf Seite 5
Amphibien sind jetzt auf Wanderschaft Jetzt wandern die Kröten wieder zu ihren Laichplätzen. Besonders intensiv ist dieser Laichzug jeweils zwischen Obfelden und Maschwanden. Seit Dienstag gilt auf der Tambrig- und Wolserholzstrasse von 18.30 bis 5.30 Uhr ein Nachtfahrverbot. Es dauert maximal bis und mit 21. April. Die Umfahrung via Mettmenstetten ist signalisiert. Die in der Schweiz gefährdeten Amphibienarten legen auf ihrem Weg vom Winterquartier zum Laichgewässer Strecken von mehreren hundert Metern bis zu einigen Kilometern zurück. Dabei sind sie oft gezwungen, Wege und Strassen zu überqueren. Da die Tiere in der Nacht meist in grossen Gruppen unterwegs sind, werden sie von den Fahrzeugen in Massen überrollt, was den Fortbestand der gesamtschweizerisch geschützten Tiere
weiter gefährdet. Deshalb wird die Strasse zwischen Obfelden und Maschwanden gesperrt.
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Über die Strasse getragen An anderen Orten in der Schweiz werden über 100 000 Amphibien von freiwilligen Helferinnen und Helfern über die Strasse getragen. Die Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz bittet daher die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer, Abschnitte mit Amphibienwanderungen zu den Wanderzeiten nach Möglichkeit zu meiden und Umfahrungswege zu benutzen oder diese im Schritttempo zu passieren. (red.)
> Bericht auf Seite 9
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