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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 1 I 177. Jahrgang I Donnerstag, 5. Januar 2023
Stimme fürs Säuliamt
Vandalen unterwegs
Besinnliches zum Neujahrsapéro
Kantonaler Wahlkampf ist lanciert
Als Einziger aus dem Bezirk kandidiert Daniel Sommer für den Regierungsrat. > Seite 3
Am 2. Januar lud die Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirks Affoltern (GGA) zum traditionellen Neujahrsapéro ein. Georges Köpfli, Präsident der GGA, überbrachte seine Neujahrswünsche mittels einer Friedenstaube, die er auf einer Postkarte allen Anwesenden mitgab. In seinen nachdenklich stimmenden Ausführungen ging er zuerst auf den Lichterzauber an Silvester ein und stellte die Frage, ob wir aus Solidarität zu den Menschen in der Ukraine auf Feierlichkeiten verzichten sollten. Er berichtete, dass die Menschen im Kriegsgebiet weiterhin Feste feiern, mit Blumen und Gesang, dass sie sich in der Quartierbar treffen zwischen den Bombenalarmen und dass die Kinder jubelnd Fussball spielen. «Wir erleben Menschen in Extremsituationen, die sich der Ohnmacht widersetzen und das Leben feiern», sagte Köpfli. (red.)
> Bericht auf Seite 9
Drei Könige im Fokus Morgen feiern wir wieder den Dreikönigstag, traditionell mit einem Kuchen, in dem eine kleine Plastikfigur versteckt ist – wer sie findet, wird für einen Tag König. Doch was ist der Hintergrund dieses Brauches? Die Heiligen Drei Könige kommen bekanntlich aus dem Morgenland. Allerdings steht im biblischen Text nichts von Königen und auch nicht, dass sie zu dritt waren. Vielmehr handelt es sich um orientalische Sternforscher, die eine auffällige Planetenkonstellation als Anbruch eines goldenen Zeitalters unter einem gerechten Herrscher deuteten, und sich auf die Suche nach einem entsprechenden Hoffnungsträger machten. Sie mussten einen langen Weg durch die Dunkelheit zurücklegen, bevor ihnen in der unscheinbaren Geburt des Jesuskinds ein Licht aufgegangen ist. (red.)
> Bericht auf Seite 11
Über den Jahreswechsel wurde auch im Knonauer Amt Unfug getrieben. > Seite 9
Schulsilvester
An der Sek Mättmi traf Super Mario auf Spiderman und Co. > Seite 11
Natürlich klären
Beim Autobahnzubringer-Kreisel Affolternstrasse entsteht ein Retentionsfilterbecken. > Seite 11
Jetzt geht was
10 Parteien wollen Ämtler Stimmen für den Kantonsrat Letztes Jahr wurden die Behörden auf kommunaler Ebene neu gewählt, dieses Jahr geht es eine Stufe höher weiter. Im Kantonsrat hat das Säuliamt neu Anspruch auf sieben Sitze. von Thomas sTöckli Nun zieren sie wieder die Strassenränder, die Plakate mit den Konterfeis der Kandidierenden. Am 12. Februar werden im Kanton Zürich turnusgemäss die sieben Regierungs- und 180 Kantonsräte neu gewählt. Im Vergleich zu den letztjährigen Kommunalwahlen wird das erfahrungsgemäss auf deutlich weniger Interesse stossen. Zu Unrecht: Auf kantonaler Ebene werden die Grundlagen gelegt, nach denen sich die Gemeinden zu richten haben. Ins Rennen um die sieben Sitze im Regierungsrat steigt mit Daniel Sommer (EVP, Affoltern) nur ein einziger Säuliämtler – mit bescheidenen Wahlchancen, wie er selber weiss: «Unter normalen Umständen werde ich die Wahl nicht schaffen», sagt er im «Anzeiger»Interview, um sogleich nachzuschieben: «Aber Wunder geschehen.» Ein solches dürfte es wirklich brauchen, stösst der umtriebige Gewerbler und eloquente Brückenbauer doch auf starke Konkurrenz. Unter anderen treten sämtliche amtierenden Regierungsräte wieder an.
Wer holt den zusätzlichen Sitz? In den Kantonsrat werden es mit Sicherheit sieben Ämtler schaffen – einer mehr als noch in der laufenden Legislatur. Zum zusätzlichen Sitz hat das im kantonalen Vergleich überdurchschnittliche Wachstum des Bezirks Affoltern geführt. Am Stichtag, 31. Dezember
Mitte (CVP/BDP) 3.70%
Spital-Kooperation
Das See-Spital Horgen bietet in Affoltern eine frauenärztliche Sprechstunde an. > Seite 13
Sonstige (AL/EDU) 3.19%
EVP 8.56% SVP 26.63%
Grüne 10.83%
Die Huser Allmend, das gut 30 Hektaren grosse Gebiet zwischen Hausen und Rifferswil, war früher eine Moorlandschaft und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zur Gewinnung von Kulturland trockengelegt. Durch die Drainagen, die dem Boden auch Sauerstoff zuführen, hat sich die verbleibende Torfschicht zersetzt, das Land ist im Verlaufe der Jahrzehnte um einige Meter abgesackt. Bereits vor 14 Jahren erarbeitete die Flurgenossenschaft Hausen ein Bodenverbesserungsprojekt, doch dieses lag lange auf den Schreibtischen von Ämtern und kam ins Stocken. Doch nun gibt es ein konkretes Bauprojekt. (red.)
> Bericht auf Seite 13
Sports Awards GLP 14.18% SP 17.80%
FDP 15.10%
Die Wählerinnen- und Wähleranteile der Ämtler Parteien bei den letzten Kantonsratswahlen im Jahr 2019. (Grafik Dominik Stierli) 2021 hatten 1 562 345 Personen ihren Wohnsitz im Kanton Zürich, geteilt durch die 180 Kantonsratssitze entfällt demnach auf 8662 Einwohnerinnen und Einwohner ein Sitz. Aktuell vertreten im kantonalen Parlament die SVP, die SP, die FDP, die GLP, die Grünen und die EVP das Knonauer Amt mit je einem Mandat. Ihre Chancen stehen gut, dass es dabei bleibt. Und wer wird sich den zusätzlichen Sitz schnappen? Hoffnungen macht sich die SVP. Als mit Abstand wählerstärkste Partei musste sie vor vier Jahren einen Sitz abgeben. Und den will sie sich nun natürlich wieder zurückholen. Ihre Ambitionen angemeldet hat aber auch die Mitte, die aus dem Zusammenschluss von CVP und BDP hervorgegangen ist, welche im Knonauer
Amt in den letzten Jahren einzeln zwar keine Stricke zu zerreissen vermochten, nun aber mit gebündelten Kräften antreten. Weiter gehen auch die AL, die EdU und die AuFL im Bezirk auf Stimmenfang. Der Wahlkampf zeigt sich nicht nur am Schilderwald neben den Strassen, sondern auch an diversen Anlässen. Am Montag etwa, werden die Spitzenkandidaten von sechs Parteien mit Theaterprofis des Playback-Theaters Zürich die Bühne der Aula Ennetgraben in Affoltern teilen. Und auch im «Anzeiger» erhalten die Kandidierenden Raum, sich selbst und ihre Ideen in kurzer Form vorzustellen.
> Weiterer Bericht auf Seite 5 Erste Porträts auf den Seiten 6 und 7
Die Nominierten für die Säuliämtler Sports Awards 2022 stehen fest: Am 29. Januar finden in Affoltern die Ehrungen statt. In fünf Kategorien ist jeweils ein Trio nominiert. In der Kategorie Herren hoffen der Skirennfahrer Andri Moser aus Bonstetten, der Triathlet und Radsportler Urs Huber aus Stallikon und Pirmin Werner vom Team Freestyle Company Jumpin Mettmenstetten auf den Preis. Bei den Frauen sind Tennisspielerin Jenny Dürst, Alena Huber, Skeletonfahrerin aus Rifferswil, und die Aeugster Leichtathletin Alina Sönning nominiert. (red.)
> Bericht auf Seite 18 ANZEIGEN
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Bild Sylvia Limacher
Wenn die Natur das Feuerwerk überstrahlt Schöner als jedes menschengemachte Feuerwerk: Zum Einbruch der Silvesternacht hat über dem Knonauer Amt, wie hier in Obfelden, die Natur fantastische Farbeffekte an den Himmel gezaubert. (red.)
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