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Januar


1. JANUAR – VON WAS ERNÄHREN WIR UNS ? Und das Manna hörte auf am folgenden Tag, als sie von dem Getreide des Landes aßen. Jos 5:12 40 Jahre lang lebte das Volk Israel in der Wüste von dem Manna, mit dem der Herr sie versorgte. Doch sobald sie in das Land der Verheißung einzogen, verschwand das Manna und die Versorgung wurde neu geordnet. Sowohl die Wüste als auch das Verheißene Land hatten ihre eigenen Lebensmittel: Manna in der Wüste und Getreide sowie der Ertrag des verheißenen Landes in demselben. Jesus nannte später das Manna nicht „Brot aus dem Himmel“. Seine Nachfolger damals glaubten aber, es sei Brot aus dem Himmel. Jesus sagte: „Unsere Väter haben das Manna gegessen in der Wüste, wie geschrieben steht: »Brot aus dem Himmel gab er ihnen zu essen«.“ (Joh 6:31) Jesus bezeichnet aber sich selbst als das Brot (des Lebens) (Joh 6:32). Die Wüstenwanderung Israels entsprach nie dem vollkommenen Willen Gottes. Obwohl er sich ihrer Bedürfnisse dabei annahm, war es sein Wille, sie vorwärts in das Land der Verheißung zu bringen. Der Umweg ergab sich aus ihrem Unglauben und ihren Zweifeln. Deswegen mussten sie zurück in die Wüste. Gott sorgte während dieser Zeit für sein Volk, aber der Umweg war nicht beabsichtigt. Jesus sagte: „Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch.“ (Joh 6:53). Darüber hinaus sagte er: „Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; (...) Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen.“ (Joh 5:39-40). Der Feind unserer Seelen wird alles daran setzen, uns vom wahren Brot fernzuhalten. Das Verheißene Land, der Ort unseres Erbes, ist der Ort, wo wir das wahre Brot (des Lebens) zu uns nehmen. „Uns aber führte er von dort heraus, um uns hierher zu bringen (...)“ (5Mo 6:23), heraus aus Ägypten in das Land der Verheißung zu unserem Erbe. Lasst uns vom wahren Brot in diesem neuen Jahr essen, auf dass wir uns nicht von anderen Dingen ernähren, die unserer Seele den Tod bringen könnten.

2. JANUAR – GOTTES GEGENWART Und Er sprach: Soll ich selbst mitgehen und dich zur Ruhe führen? Er sprach zu ihm: Wenn du nicht selbst mitgehst, so führe uns nicht von hier hinauf ! 2Mo 33:14-15 Moses Schrei zum Herrn, dass er nicht in das Verheißene Land gehen würde, wenn der Herr nicht mitgehen würde, ist sehr bezeichnend für ihn und gewährt einen tiefen Einblick. Mose musste als Anführer des Volkes Israel viel dazu lernen. Er lernte viel über Gottes Wege sowie sich selbst und seine Antworten zu Gott. Aus den Psalmen wissen wir, dass das Volk über Gottes Taten Bescheid wusste, Mose aber über dessen Wege (Ps 103:7). Diese Worte zeigen, wie Mose sein Verhältnis zu Gott sah. Psalm 90 und 91 beinhalten andere Anzeichen dafür, was Mose als den wichtigsten Bestandteil seines Lebens ansah. „Herr, du bist unsere Zuflucht von Geschlecht zu

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Geschlecht!“ (Ps 90:1) Welche Aussage ! Gott selbst ist unser Zufluchtsort, nicht wo wir uns derzeit auf unserer Pilgerschaft hier auf der Erde befinden. Gottes Gegenwart lehrte Mose Gottes Wege. Mose lernte dabei, dass es dumm wäre, sich Gottes Gegenwart zu entziehen, wenn er doch von Gott geführt werden wollte. Bis dahin war das meiste, was Gott Mose lehrte, dass dieser doch erkennen möge, dass man die Gegenwart Gottes wahrnehmen müsse, wenn man Gott kennen will. Wie traurig musste sich Jesus gefühlt haben, als Philippus zu ihm sagte: „Zeige uns den Vater“. Jesus antwortete: „So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen.“ Philippus verriet durch diese Frage, dass er nicht mit der Gegenwart des Vaters in Jesus vertraut war. Möge das nicht auf uns zutreffen, die wir schon so lange mit Jesus unterwegs sind, dass wir nicht die Gegenwart Gottes in und durch ihn erkennen. Gott führte Israel aus Ägypten hinaus, um sie auf dem Berg seines Erbteils einzupflanzen. Seine Gegenwart war nun der nächste Schritt. Das sollte auch der unsrige sein.

3. JANUAR – BESTÄNDIGES FEUER Gebiete Aaron und seinen Söhnen und sprich: Dies ist das Gesetz vom Brandopfer. Das Brandopfer soll auf seiner Feuerstelle auf dem Altar die ganze Nacht bis zum Morgen verbleiben, und das Feuer des Altars soll auf ihm in Brand gehalten werden. 3Mo 6:2 Die Wichtigkeit dieser Worte sind eine Erinnerung an die enorme Kraft Gottes zu vergeben. Am Altar nahm Gott die Opfer des Volkes für seine Sünden an. Die Tatsache, dass das Feuer immer brennen musste und niemals ausgehen durfte, ist ein Zeichen der immensen Gnade Gottes, seiner Bereitwilligkeit, seinem Volk zu vergeben und sie so in der richtigen Beziehung zu sich zu halten. Es ist höchst erfreulich, dieses Feuer immer auf dem Altar brennen zu sehen und so an das Verlangen des Herrn, uns zu vergeben, erinnert zu werden. Alles, was von unserer Seite her notwendig ist, ist ein williges Herz, das seine Sünden bekennen will. Das ist das Opfer, das wir auf den Altar legen, unser Bekenntnis, das von dem Feuer der immerwährenden Vergebung angenommen wird. So ehrt Gott das Volk und zeigt seine Liebe dadurch, dass das Feuer immer brennt. Bekennen wir unsere Sünden, so ist er treu und vergibt sie uns. Gott steht immer zur Vergebung bereit, sobald wir unsere Sünde erkennen, und es reinigt uns gemäß 1Joh 1:9 von aller Ungerechtigkeit. Nichts spendet der Seele des Menschen mehr Kraft als das Wissen um die erfolgte Vergebung von Seiten Gottes. Oder mit den Worten König Davids: „Wohl dem Menschen, dem der Herr keine Schuld anrechnet und in dessen Geist keine Falschheit ist !“ (Ps 32:2) Der Zugang zu Gott ist erst möglich, wenn dem Gläubigen vergeben wurde und das geschieht dann, wenn er entschieden seine Sünden bekennt. Das Feuer beweist es. Geboren in den Flammen seiner Liebe lassen wir die Welt wissen, dass wir in Christus Erlösung haben, die Vergebung der Sünden durch sein Blut gemäß dem Reichtum seiner Gnade.

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4. JANUAR – SELBSTWAHRNEHMUNG – EIN PROBLEM Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Joh 7:38 Die Worte des Herrn Jesus zielen auf unser Verständnis davon, dass alles, was er uns durch seinen Heiligen Geist gibt und in uns hineinlegt, nicht zum Eigengebrauch bestimmt ist, sondern dass es anderen dienen möge. Oswald Chambers sagte, dass das Evangelium die frohe Botschaft von der Nicht-Selbstwahrnehmung wäre. Das ist wahr ! Wir sind nicht hier, um uns selbst zu verwirklichen, sondern um Christus und unser Leben in ihm zu verwirklichen. Selbstverwirklichung ist dem Wirken des Herrn Jesus in uns genau entgegengesetzt. Das „Selbst“ ist so von sich eingenommen, dass wir selbst Gottes Segnungen und Geschenke an uns ein Stückweit für etwas halten, dass wir uns auch ein bisschen verdient hätten. Dabei verdient nichts in uns die Gnade Gottes. Was wir haben und was uns gegeben wurde, stammt einzig allein aus dem Wesen Gottes und nicht dem unsrigen. Weil er uns liebt, werden wir gesegnet, und nicht etwa wegen unserer inneren Werte. Ohne ihn sind wir kläglich, leer und ohne Leben, wie wollen wir uns da irgendwie bei Gott beliebt machen? Da ist nichts. Was wir sind, sind wir nur durch das, was Gott in uns ist. Das ist ein Wunder Gottes ! Er verlangt nichts von uns, damit er alles für uns sein kann. Geht es noch einfacher ? Sein Bestreben ist alles für uns zu sein, um alles in uns zu werden. Nur durch Vertrauen (Glauben), wie die Schrift sagt: „(...) werden aus seinem Leib Ströme lebendigen Wassers fließen.“ Er wird seinem Volk Leben im Überfluss geben, wenn wir nur an ihn glauben, andere werden sehen, dass es so ist.

5. JANUAR – ABGELENKT Martha, Martha, du machst dir Sorge und Unruhe um vieles; eines aber ist not. Maria aber hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden ! Lk 10:41-42 Unser Leben ist voller Hindernisse und Hürden für unsere Beziehung zu Jesus. Von allen Seiten belagern uns die Sorgen des Lebens. Aber uns gehen die Entschuldigungen dafür aus, warum wir uns nicht (mehr) dem Wort Gottes und dem Gebet widmen. Die liebevollen Worte des Herrn Jesus an Martha über ihre Schwester Maria treffen exakt ins Schwarze. „Eines tut not“, und Maria hat das gute Teil erwählt. Martha war ängstlich und besorgt. Wie oft schleichen sich Ängste und Sorgen ein, weil wir uns nicht klar dafür entschieden haben, eine dauerhafte Beziehung zum und mit dem Herrn einzugehen. Sich selbst dem Herrn zu geben, ist eine Entscheidung. Wir müssen die Wahl treffen, ihn zu wollen, uns nach ihm zu sehnen und ihm nahe zu sein, nicht nur zu unserem Wohle, sondern auch zu seinem. Man kann den letzten Teil von Vers 42 auch so

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übersetzen: „Maria hatte das bessere Geschirr ausgewählt und ließ sich davon nicht wegziehen.“ Unsere geschäftigen Tage sind mit vielen Aufgaben und Verantwortlichkeiten gefüllt. Diese sind bis zu einem gewissen Maß auch notwendig, doch Jesus sagt: „eins aber ist nötig“ (Elb. Edition CSV). Das bedeutet, das wäre wichtig, ein Muss, wenn wir uns von anderen Dingen vereinnehmen lassen, dann müssen wir uns um ein Problem kümmern. Seine Gegenwart in unserem Leben ist die einzige Macht auf Erden, die diese klebrige Natur der Welt aufheben kann, die uns in unser Selbst einschließen möchte und so den Wandel mit ihm zu verhindern. Wähle das Leben, wie es in 5Mo steht, wähle, jetzt mit ihm zu sein.

6. JANUAR – ALLES LEBENDIG Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns aufgrund seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten. 1Pt 1:3 Wenn man Petrus gekannt hätte, hätte man sich schwerlich vorstellen können, dass Gott diesen Mann von einem rauen Fischer in einen Sachverständigen für das Wort Gottes umwandeln würde. Schon in Kapitel 1 seines ersten Briefes zeigt er uns 30 grundlegende neutestamentliche Lehraussagen. Sein Brief ist wahrhaft ein Zeugnis davon, was Gott in seinem Herzen bewirkt hat. Er spricht von der lebenden Hoffnung, einer lebendigen Hoffnung, und es kommt einem sofort in den Sinn, wie Petrus über die wunderbare Wahrheit der Hoffnung gedacht hatte. Die wahre Bedeutung von Hoffnung aber ist Erwartung. Paulus sagt über die Hoffnung, dass wir durch sie errettet würden. Johannes meint, dass wir durch sie gereinigt werden würden – und Petrus schreibt hier, dass wir wegen ihr lebendig seien. Erwartung ist für unseren Wandel mit Gott elementar. Jeremia beschwört Israel, darauf zu achten, dass seine Hoffnung nicht abgeschnitten werden würde. Paulus schreibt im 1. Korintherbrief: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe“. Das sind die drei Werkzeuge im Leben des Christen. Damit richtet er Gott in seinem Herzen eine Wohnung ein. Glaube braucht Hoffnung und Liebe, ohne die beiden kann er nicht überleben. Es wurde gesagt, dass Glaube Liebe wäre, und so ist möglicherweise die Hoffnung genau zwischen den beiden – mit brennender Erwartung. Die Hoffnung ist erwartungsfroh, sie hört nicht mit dem Glauben auf. Abraham war zwar gegen die Hoffnung, aber er glaubte an sie. Selbst wenn sie ihn enttäuscht hatte, glaubte er an sie. Sehen Sie, wie phantastisch das miteinander verbunden ist ? Die Hoffnung ist lebendig – und Petrus hatte das verstanden. „Die Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen (...)” so Paulus (Röm 5:5). Möge der Herr diesen Tag mit Erwartung und einer lebendigen Hoffnung für seine Herrlichkeit füllen, und nur für sie allein.

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7. JANUAR – UNTER SEINEN FLÜGELN IST GEBORGENHEIT (...) er wird dich mit seinen Fittichen decken, und unter seinen Flügeln wirst du dich bergen; seine Treue ist Schirm und Schild. Ps 91:4 Psalm 91 ist die Fortführung von Psalm 90, ein Psalm, den Mose geschrieben hatte, wahrscheinlich einer der bekanntesten und wertvollsten aller Psalmen. Wenn jemand den Zufluchtsort beim Allerhöchsten gekannt hat, dann wohl Mose. Zweimal 40 Tage und Nächte auf dem Berg in Gottes Herrlichkeit ohne jegliche Nahrung und Wasser – er konnte nur im Gottvertrauen leben. Psalm 91 beginnt mit der Feststellung: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt, der bleibt unter dem Schatten des Allmächtigen.“ Mose wusste, dass es einen Platz in Gott gab, wo er immer Zuflucht finden würde und unter dem Schatten des Allmächtigen verweilen konnte. Noch tiefer geht Mose im ersten Vers des Psalms 90: „Herr, du bist unsere Zuflucht von Geschlecht zu Geschlecht !“ Gott zu kennen erstreckt sich nicht nur über unsere abgesonderten Zeiten mit ihm, sondern er ist unser ganzes Leben ! Oder mit Paulus: „Christus ist unser Leben.“ (Kol 3:4) Deswegen steht in Vers 4 auch: „(...) und unter seinen Flügeln wirst du dich bergen“.Glaube hat unter vielerlei Angriffen zu leiden; manchmal sogar verleitet es uns zu der Annahme, wir könnten gar nicht vertrauen und glauben. Aber Mose sagt: „(...) und unter seinen Flügeln wirst du dich bergen.“ Das lässt an Klarheit nichts zu wünschen übrig. An diesem Platz der Geborgenheit kann Glaube wachsen und stärker werden. Den Glauben kann nichts aufhalten, wenn unsere Herzen mit Liebe für Jesus entbrannt sind. Leidenschaftliche Hingabe an Jesus lässt Glauben wachsen, nicht schrumpfen oder verschwinden, denn er wird von der liebevollen Gegenwart Gottes gespeist. Glaube wird durch Liebe tätig, wie Paulus schreibt. Da ist reichlich Glaube, wenn reichlich Liebe für Jesus ist.

8. JANUAR – GOTT ANHÄNGEN Aber ihr, die ihr dem Herrn, eurem Gott, anhingt, lebt alle heute noch. 5Mo 4:4 In 5Mo 30:20 weist Mose Israel an, sich an Gott zu hängen: „indem du den Herrn, deinen Gott, liebst, seiner Stimme gehorchst und ihm anhängst; denn das ist dein Leben und bedeutet Verlängerung deiner Tage, die du zubringen darfst in dem Land, das der Herr deinen Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, zu geben geschworen hat.“ Ein fest mit Gott verbundenes Herz ist ungeteilt. Es ist ein Liebesgruß, der von dem Verlangen des einen spricht, mit dem zusammen zu sein, den er liebt. In so einem Wort ist Kraft ! Das biblische Buch Ruth ist eine wundervolle Erzählung über eine Schwiegertochter Ruth, die sich nach dem Tod ihres Gatten, ihres Schwagers und ihres Schwiegervaters dazu entschließt, ihrer Schwiegermutter, als sie in ihr Heimatland Israel zurückkehren will, dorthin zu folgen, statt in ihrem zu bleiben. Ruth war Moabiterin. Das Buch Ruth enthält viele wunderschöne Facetten von Ruths Liebe zu ihrer Schwie-

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germutter. Ruths Hingabe und ihre gesamte Selbstlosigkeit treten dabei sehr stark hervor. Letztendlich ist ihre glückliche Hochzeit mit dem sehr wohlhabenden Landbesitzer Boas ein Ergebnis der Treue zu Naemi, denn sie hätte ihn niemals getroffen, wenn sie nicht bei ihr geblieben wäre. Ihre Verbundenheit zu Naemi, ihre absolute Hingabe und all das, was in der Geschichte sonst noch passiert, ist das Ergebnis von Anhänglichkeit. Jeder Gläubige ist wahrhaft lebendig, wenn er sich an den Herrn klammert. „Du bist heute am Leben, weil du dich an den Herrn hängst.“ Im Buch Josua, das von der Eroberung Kanaans und den zahlreichen Schlachten berichtet, sind in diesen 25 Jahren mehr Siege als in der übrigen Geschichte Israels verzeichnet. Am Ende seines Lebens weist Josua darauf hin, dass sie sich weiterhin an den Herrn klammern müssen, wenn sie siegreich bleiben wollen. In Jos 23:8 steht: „(...) sondern dem Herrn, eurem Gott, sollt ihr anhängen, wie ihr es getan habt bis zu diesem Tag.“ Ihr Festhalten an Gott war der Grund für ihre Siege. Haltet daran fest, liebe Geschwister, verliert ihn nie bei Gebet und Nachfolge aus den Augen, denn das ist das Geheimnis von Erfolg.

9. JANUAR – DURCH DEMÜTIGUNGEN WACHSEN Und du sollst an den ganzen Weg gedenken, durch den der Herr, dein Gott, dich geführt hat diese 40 Jahre lang in der Wüste, um dich zu demütigen, um dich zu prüfen, damit offenbar würde, was in deinem Herzen ist, ob du seine Gebote halten würdest oder nicht. Und er demütigte dich und ließ dich hungern und speiste dich mit dem Manna, das weder du noch deine Väter gekannt hatten, um dich erkennen zu lassen, daß der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern daß er von all dem lebt, was aus dem Mund des Herrn hervorgeht. 5Mo 8:2-3 Israel wurde klar vermittelt, dass es deshalb gedemütigt wurde, um zu prüfen, was in seinem Herzen sei. Wenn wir in die Ecke gedrängt sind, fallen unsere Antworten erstaunlicherweise ganz anders aus, als wenn es uns gut geht. Gedemütigt zu werden zeigt viel von uns selbst auf. Oftmals denken wir gerne, wir wären jetzt in unserer Beziehung mit Gott auf einem höheren Niveau – und dann kommt die Demütigung. Und ganz schnell ist dieser angenehme und friedliche Zeitgenosse, mit dem alle so gut auskamen, eine ganz andere Person. Die Erfahrung lehrt, dass wir unter Druck jegliche geistliche Lektion vergessen, derer wir uns so sicher waren. Glaubten wir noch, wir wären geistlich reich, so ist dieser Reichtum blitzschnell verschwunden. Gott weiß, dass das menschliche Herz elendiglich verdorben ist. Demütigung hat immer etwas mit Veränderung zu tun. Und das mag niemand. Demütigung bringt manches zutage, stört unsere Behaglichkeit und erreicht aber in der Tiefe, dass wir uns erneut in totaler Abhängigkeit von Gott nach ihm ausstrecken. Gott merkt sehr genau, wenn unser Zutrauen verschwindet und uns die Abhängigkeit von ihm entgleitet. 40 Jahre Wüstenwanderung war für Israel eine harte Lektion, weil es Gott nicht geglaubt und vertraut hatte.

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Interessanterweise sagte Gott: „(...) ob du seine Gebote halten würdest oder nicht.“ Gedemütigt zu werden ist ein Tiefpunkt, kein Höhepunkt. Wer betet schon, wenn alles glatt läuft ? Aber genau da hakt Gott ein. Gehorchen wir ihm dann ? Wir müssen leider gedemütigt werden, um Gott zu gehorchen, ihm Gehorsam in den widrigsten Umständen entgegen zu bringen, wenn Gott auf einmal nicht so nett ist, wie wir uns ihn immer vorstellen. Gehorchen wir auch dabei ?

10. JANUAR – BLEIBEN WIR ERMUTIGT Und David war sehr bedrängt, denn das Volk wollte ihn steinigen, weil die Seele des ganzen Volks erbittert war, jeder wegen seiner Söhne und wegen seiner Töchter. David aber stärkte sich in dem Herrn, seinem Gott. 1Sam 30:6 Der Zeitpunkt in dieser Schriftstelle ist sehr interessant. Die Amalekiter waren in Ziklag, Davids Wohnort, den er von Achis, dem König der Philister, zugewiesen bekommen hatte, eingefallen (1Sam 27:5,6). In seiner Abwesenheit haben sie die Stadt niedergebrannt. (1Sam 30:1-3). Die Frauen und Kinder Davids und seiner Männer waren gefangen weggeführt worden. Es geht klar aus dem Vers hervor, dass Davids Männer, als sie bei ihrer Rückkehr diese Verwüstung vorfanden, an dessen Führungsqualitäten zweifelten und ihn dafür steinigen wollten, weil er dieses Ereignis nicht verhindert hatte. Überschäumende Gefühle können zu gefährlichen Reaktionen führen. Weiterhin lesen wir, dass Davids sofortige Reaktion war, sich in dem Herrn und seiner Liebe zu stärken. Oft lassen wir uns von dem Schmerz schwieriger Umstände so überwältigen, dass wir in ihnen versinken, statt wahrzunehmen, dass der Herr mit seiner Hilfe schon bereit steht. David war ein Lobsinger für Gott und wir erkennen an seinen Psalmen wie wunderschön diese sind. Er wusste um das Geheimnis, nahe an Gott zu bleiben und sich an ihn zu lehnen. Er schrieb einmal: „Und wenn ich auch wanderte durchs Tal des Todesschattens, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, die trösten mich.“ (Ps 23:4). Das Wort „trösten“ bedeutet im Hebräischen auch festmachen, ergreifen, stark sein, mutig, tapfer, erobern, verstärken, befestigen, wiederhergestellt zu werden und beherzt sein. Es gibt noch mehr Bedeutungen, aber diese hier sollen ausreichen. Weil er „getröstet“ war, fragte er Abjatar, den Priester, was Gott denn dazu zu sagen wünsche. Ihm wurde gesagt, dass er alles zurückbekommen sollte. Das ist ein Lehrstück ! Uns muss keine Entmutigung besiegen. Wenn wir nur ermutigt sind und bleiben, werden wir alles zurückgewinnen. Möge der Herr uns dabei helfen.

11. JANUAR – VOM HERRN GESANDT Der Herr aber wandte sich zu ihm und sprach: Geh hin in dieser deiner Kraft! Du sollst Israel aus der Hand der Midianiter erretten! Habe ich dich nicht gesandt? Ri 6:14

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Die Begegnung des Engels mit Gideon fand an einem Tiefpunkt in der Geschichte Israels statt. Er begrüßte ihn mit den Worten: „Der Herr ist mit dir, du tapferer Held !“ Gideons Antwort zeigt sein Herz: „Ach, mein Herr, wenn der Herr mit uns ist, warum hat uns dann dies alles getroffen ?“ Die meisten von uns hätten dasselbe geantwortet. Warum denn all diese Schwierigkeiten, Probleme sowie schmerzhafte und verletzende Umstände ? Tröstlich ist es, zu lernen, dass der Herr mit uns durch diese schwierigen Zeiten geht. Außerdem hat der Engel das nochmals ausdrücklich bestätigt. Gideon war zu dem Zeitpunkt auch verängstigt, drosch er doch den Weizen in der Weinkelter, um ihn vor den Midianitern zu verbergen. Gott sieht die Dinge immer anders als wir, wie uns seine Begrüßung zeigt. Der Vers gibt wieder, dass Gott ihm gesagt hat: „Geh hin in dieser deiner Kraft !(...) Habe ich dich nicht gesandt ?“ Nur wusste Gideon (noch) nichts von seiner Stärke, seinem Mut, seiner Kraft oder was auch immer. Gott jedoch konnte es sehen und wusste, dass es so sein werde. Die Aussage: „Habe ich dich nicht gesandt ?“ beinhaltet dies. Weil der Herr Gideon gesandt hat, war er in seiner eigenen Schwäche stark; eben weil Gott ihn sandte, war er nur ein mächtiger Mann. Gott schickt niemanden in seinem Auftrag los, ohne ihn vorher mit allem Notwendigen auszustatten. Die Betonung liegt allerdings auf der Bedingung, dass Gott uns sendet, und wenn dem so ist, gibt es nichts, was wir nicht tun könnten. Tatsächlich sind wir dann auch „tapfere Helden“, denn sobald der Herr eingreift, wird Schwäche zu Stärke und was vorher zu schwach zum Kämpfen war, wird jetzt zur Kraft Gottes. Von Gott in diesen Tagen ausgesandt und mit seiner Kraft ausgestattet wird alles in dieser Welt zu seiner Ehre erreichen.

12. JANUAR – WÄHLE DAS LEBEN, GEHORCHE ! Es wird aber geschehen, wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, wirklich gehorchst und darauf achtest, alle seine Gebote zu tun, die ich dir heute gebiete, dann wird dich der Herr, dein Gott, als höchstes über alle Völker der Erde setzen. Und alle diese Segnungen werden über dich kommen und dich erreichen, wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchst. 5Mo 28:1-2 Die der Aussage des Herrn und Mose folgende Segensliste ist sehr ermutigend. Das einzig Traurige an den ganzen Versen dabei ist die Benennung der Flüche, die eintreffen werden, wenn Israel sich nicht an die Bedingungen hält. Diesen Versen nach gibt es nur Segen oder Fluch. Dabei ist die Liste der Flüche bedauernswerterweise ungleich länger als die der Segnungen. Glücklicherweise wurde im Neuen Testament Jesus für uns zum „Fluch“, sodass der Segen niemals mehr aufhört. Ungehorsam hat trotzdem seinen Preis, doch wenn wir davon umkehren, kommen auch die Segnungen wieder zurück. Im späteren Vers 29 des 30. Kapitels forderte Mose Israel auf, das Leben zu wählen, nachdem er ihnen Tod oder Leben vorgelegt hatte. Unsere Wahl sollte immer der Gehorsam Gott gegenüber sein. Paulus schreibt in Röm 6:16 über die Sünde: „Wisst ihr nicht: Wem ihr euch als Sklaven hingebt, um ihm zu gehorchen, dessen Sklaven seid ihr und müsst ihm gehorchen, es sei der Sünde zum Tode, oder dem Gehorsam

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zur Gerechtigkeit ?“ Gehorchen wir der Sünde, sind wir ihre Sklaven. „Gehorchen wir der Gerechtigkeit, sind wir Sklaven der Gerechtigkeit.“ Gott sucht immer nach Gehorsam bei seinem Volk. Gott gibt denen den Heiligen Geist, welche ihm gehorchen (Apg 5:32). Denn wir haben den Heiligen Geist eben dazu, ihm zu gehorchen. Wie Paulus den Korinthern schreibt: „ – in ihm ist das Ja, und in ihm auch das Amen (...)“ „Ja“ ist Gehorsam, Amen bedeutet „so geschehe es“. Gottes Verheißungen sind an Bedingungen geknüpft und stehen nur dem Gehorsamen zur Verfügung. Wir bestimmen über Segen oder Fluch, es ist unsere Entscheidung. Möge der Herr uns helfen, uns nach Gehorsam auszustrecken und ihm zu gehorchen, sodass wir von Segen überwältigt werden.

13. JANUAR – ZUM EWIGEN BESITZ Dies sind die Satzungen und Rechtsbestimmungen, die ihr bewahren sollt, um sie zu tun in dem Land, das der Herr, der Gott deiner Väter, dir gegeben hat, damit du es besitzt, alle Tage, die ihr auf Erden lebt. 5Mo 12:1 Die Worte des Herrn zeigen, dass Gott möchte, dass sein Volk kontinuierlich in seinem Segen lebt, nicht nur sporadisch. Damit dies zutrifft, müssen einige Dinge erledigt werden. Sich nicht an diese Dinge gehalten zu haben, kam Israel teuer zu stehen und führte zur Landenteignung und Fremdherrschaft. Ihr Fehler war nämlich, sich nicht an Gottes Anweisungen im darauffolgenden Vers zu halten. Gott sagt: „Alle Stätten, wo die Heidenvölker, die ihr aus ihrem Besitz vertreiben werdet, ihren Göttern gedient haben, sollt ihr vollständig zerstören; es sei auf hohen Bergen oder auf Hügeln oder unter allerlei grünen Bäumen.“ Vers drei schlägt in die gleiche Kerbe. Alle weltlichen Sachen nicht aus unserem Leben zu verbannen, kann uns teuer zu stehen kommen. Oftmals hält uns der Gedanke „was werden denn die Leute von uns denken“ davon ab, sich völlig Gott zu unterwerfen. Aber Gott fordert absoluten, nicht eingeschränkten Gehorsam, wenn wir uns das alles zu eigen machen wollen, was Gott für uns bereit hält. Gott warnt in 4Mo 33:55 Israel davor, nicht alle Bewohner des Landes zu vertreiben: „Wenn ihr aber die Einwohner des Landes nicht vor eurem Angesicht vertreiben werdet, so sollen euch die, welche ihr übrigbleiben lasst, zu Dornen werden in euren Augen und zu Stacheln in euren Seiten, und sie sollen euch bedrängen in dem Land, in dem ihr wohnt.“ Im Hebräischen kann „Dornen“ auch „Umzäunung“ bedeuten, „bedrängen“ heißt auch „eingezäunt“ oder „eingeengt“, sehr unangenehme Aussichten. Nur teilweise statt ganz mit Gott zu gehen bedeutet für den Gläubigen weitaus mehr Probleme als er zu der Zeit hatte, als er Gott noch nicht kannte. Eine Warnung also. Keine Freundschaft mit der Welt, alle Brücken müssen abgebrochen werden, damit wir in unser wahres Erbe einziehen können. Haben Sie keine Angst vor dem Gerede der Menschen, denn was Gott für uns bereit hält ist weit mehr, als die Welt uns bieten kann.

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14. JANUAR – WAS WIRST DU IN DER NACHT SEHEN ? Und es geschah am nächsten Morgen, als Mose in das Zelt des Zeugnisses trat, siehe, da sproßte der Stab Aarons, des Hauses Levis; er hatte ausgeschlagen und Blüten getrieben und trug reife Mandeln. 4Mo 17:23 Gott wirkte vor dem Volk Israel ein Wunder. Er wollte ein für alle Mal klarstellen, auf wessen Seite er steht und dem Murren im Lager gegen Mose und Aaron ein Ende bereiten. Vers 5 besagt, dass Gott 12 Stäbe von den Fürsten gemäß ihrer Herkunft forderte, unter ihnen auch Aarons Stab. Mose legte alle Stäbe in das Zelt des Zeugnisses vor den Herrn. Und über Nacht tat Gott das Wunder, dass Aarons Stab am nächsten Morgen ausgeschlagen und geblüht hatte sowie reife Mandeln trug. Gott zeigte Israel, dass sie aufhören sollten, an der von ihm verliehenen Autorität der beiden Männer zu zweifeln. Die Lektion ist für uns einfach: über Nacht waren die Stäbe für sich. Im Verborgenen tat Gott sein Wunder. Viele von uns sind in einer dunklen Periode, aber lassen wir dabei nicht außer Acht, dass Gott in der Dunkelheit Frucht hervorbringt ? Die Nacht ist nicht das Ende Der Herr benutzt oft verwirrende Dinge, um uns zu einem neuen Tag zu bringen. Wahrscheinlich ist uns nicht klar, dass die Nacht ein Segen für uns sein kann. Jesus sagt: „Was ich euch im Finstern sage, das redet im Licht, und was ihr ins Ohr hört, das verkündigt auf den Dächern !“ (Mt 10:27) Es wäre gut, wenn jeder Gläubige begreifen würde, dass er Gott für die Dunkelheit danken sollte. Das Zeugnis mancher Gläubiger wäre wohl weniger stark, wenn sie nicht durch Dunkelheit gegangen wären. Am meisten lernen wir in diesen dunklen Zeiten, den harten Umständen, daher wollen wir sie nicht zurückweisen, sondern umarmen, denn sie werden unser Zeugnis im Licht sein. Nachdem wir solche Phasen durchgestanden haben, können wir beobachten, wie die Glaubwürdigkeit unseres Zeugnisses zunimmt. Gott will uns auch nicht im Unklaren lassen, dass für ihn Licht und Dunkel gleich ist, solange wir in beiden an seinem Willen festhalten.

15. JANUAR – UNS SELBST ZUHÖREN Denn wie er in seiner Seele berechnend denkt, so ist er. Spr 23:7 Unsere Gedanken spielen in unserem Leben eine gewaltige Rolle, so dass wir Gläubigen gut daran tun, sehr auf sie zu achten. So sehr, dass Salomo in den Sprüchen schreibt, dass wir das wären, was wir denken. Jesus zeigt uns in seinem irdischen Leben, dass seine Gedanken durch Disziplin gezügelt waren und er in seinem Kopf keinen unerlaubten Wildwuchs zuließ. Wenn wir manchmal nicht wissen, wo wir geistlich stehen, brauchen wir nur auf die Gedanken unseres Herzens zu hören. Jesus sagt, dass die schlechten Gedanken aus dem Herzen kämen. Mose nennt uns als Grund für die Sintflut, dass die Gedanken der Menschenherzen nur noch böse waren (1Mo 6:5). Einer der größten Segnungen ist

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es, dass Gott im Herzen eines gerade zum Glauben Gekommenen dessen Denkweise verändert hat. Buße und Umkehr bewirken eine Wesensänderung und sollten buchstäblich auch eine Änderung der Denkweise mit sich führen. Tagtäglich stürmen Gedanken von außen auf uns ein. Die allermeisten sind für unser Leben mit Gott nicht relevant. Andere aber sind relevant und diese gilt es festzuhalten und ihnen zu erlauben, unsere Denkweise so zu verändern, dass wir mehr zu dem werden, wozu uns Gott machen will. Wir leben wie wir glauben. Daher ist es wichtig, dass wir nicht allem Glauben schenken. Die Schrift ist voller Gedanken Gottes, mit denen unsere Gedanken sich beschäftigen können. Sie sagen u.a. aus, dass Denken auch mit Gehorsam zu tun hat. Jesus hat dem Vater auch in Gedanken gehorcht. Das müssen wir auch tun, wenn wir ein siegreiches Leben führen wollen. Wir können auch in den Gedanken rein und sauber bleiben, wenn wir Gott auch in und mit unserer Denkweise gehorchen. Wie in 2Kor 10:5 beschrieben: „so dass wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und jeden Gedanken gefangen nehmen zum Gehorsam gegen Christus (...)” Das ist die Denkweise in vollkommenem Frieden mit Gott.

16. JANUAR – DAS HEIL GOTTES GEZEIGT BEKOMMEN Wer Dank opfert, der ehrt mich, und wer [seinen] Weg [recht] ausrichtet, dem zeige ich das Heil Gottes ! Ps 50:23 Lobpreis ist im Leben des Gläubigen eine wundervolle Einrichtung. David liebte das Singen und Anbeten des Herrn. Nicht selten werden Gedanken, die uns niedergedrückt haben, beim Lobgesang leichter und wir verstehen den Herrn viel besser und klarer bei dem, was er uns sagen möchte. So wie sich Nebel über der Stadt morgens lichtet, wenn die Sonne aufgeht. Davids Psalmen enthalten viele Enthüllungen über Gott, die sich durch Jubel, Dankbarkeit und Anbetung zeigen. Er war so wie viele von uns auch voller Leidenschaft in seinem Ausdruck, sein Licht nicht unter den Scheffel zu stellen, aber sein alles überragender Eifer war seine Hingabe an seinen Herrn. Sich aufgrund seiner Psalmen mit Davids Hingabe an den Herrn zu beschäftigen, ist sicherlich eine sinnvolle Aufgabe. Aber in unserem Tagesvers macht David eine wunderschöne Aussage: „(...) wer [seinen] Weg [recht] ausrichtet, dem zeige ich das Heil Gottes !“ Ein rechter Lebensstil kommt aus einer rechten Beziehung zu Gott. Das Wort „recht“ hinterlässt bei Gläubigen gerade im neutestamentlichen Zusammenhang oft den Eindruck, diesen Standard nie zu erreichen. Aber die eigentliche Bedeutung dieses Wortes ist, sein Herz, seinen Verstand und seinen Willen recht mit Gott zu verbinden. Das hängt auch mit einem Reifeprozess zusammen, so wie Paulus in Phil 3:15 sagt: „Lasst uns alle,

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die wir gereift sind, so gesinnt sein.“ Wir müssen darauf bedacht sein, in der rechten Beziehung zu Gott zu leben. Genau das sagt David hier auch – rechtes Benehmen ist gefragt, dann wird Gott uns sein Heil zeigen. Wir alle wollen und müssen die rettende Kraft Gottes in unserem Leben sehen. Nur Gottvertrauen bringt Ergebnisse, nichts anderes. Johannes drückt dies auch klar in seinem Evangelium aus: „(...) damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt.” (Joh 12:46) Gott helfe uns, unser Leben recht auf Jesus auszurichten, damit wir das Heil Gottes in uns wirken sehen können.

17. JANUAR – IM GLAUBEN GESTORBEN Diese alle sind im Glauben gestorben, ohne das Verheißene empfangen zu haben, sondern sie haben es nur von ferne gesehen und waren davon überzeugt, und haben es willkommen geheißen und bekannt, daß sie Gäste ohne Bürgerrecht und Fremdlinge[4] sind auf Erden; Hebr 11:13 Die Formulierung „diese alle sind im Glauben gestorben“ ist ergreifender als man zuerst meinen möchte. Am heftigsten geht es für den Gläubigen im Bereich seines eigenen Glaubens zu. Der Satz des Herrn Jesus zu Petrus bestätigt dies: „(...) der Satan hat euch begehrt, um euch zu sichten wie den Weizen; ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre; und wenn du einst umgekehrt bist, so stärke deine Brüder !“ (Lk 22: 31-32) Die Aussage „Satan hat euch begehrt” ist höchst alarmierend. Aber das Gute dabei ist, dass Satan ihn nicht bekommen hat, sondern dass es bei dem Begehren blieb. Könnte es sein, dass Jesus damit zum Ausdruck bringen möchte, dass, wenn er Petrus bekommen hätte, dessen Glaube versagt hätte ? Es klingt so danach. Unser Glaube steht unter ständiger Anfechtung, doch die Prüfung des Glaubens besteht nach 1Pt 1:7 darin, was Gott zum Zwecke unserer Bewährung zulässt, damit die Spreu verschwindet und der Glaube gereinigt wird. Warum sind die Worte „diese alle sind im Glauben gestorben“ so wichtig ? Weil es für den Gläubigen keine Garantie dafür gibt, sein Leben ganz mit Gott bis zum Ende zu führen, wenn er nicht treu zu dem steht, was Leben durch Glauben bedeutet. Das Wort „Glaube“ ist ein Hauptwort und bedeutet „Treue“. Es braucht ein treues Leben für Gott, wenn wir bis zum Ende an Gott glauben wollen. Nur weil ich einmal an Gott geglaubt habe, heißt das nicht, dass das bis zum Lebensende anhält. An Gott zu glauben ist ein hartes Stück Arbeit, ja, Arbeit. Jesus sagt in Joh 6:29: „Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.“ Wir alle wollen unser Leben im Glauben beenden. Im Glauben zu bleiben hängt aber von meiner Beziehung zu Gott ab, wenn sie denn überleben soll. Paulus drückt es klar aus „Der Glaube wird durch Liebe tätig“, also durch eine Beziehung. Bleiben Sie nahe bei Gott und Ihr Glaube wird nicht aufhören.

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