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22.02.2010

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Pfingsten Christen feiern dieses Fest der Ausgießung des Heiligen Geistes und der damit verbundenen Initialzündung für die christliche Kirche, die sich seit diesem Zeitpunkt über den ganzen Globus verbreitet. Eigentlich kann man vom Geburtstag der Kirche sprechen, weil - wie in Apostelgeschichte 2 beschrieben - der Heilige Geist auf Apostel und Jünger herabkam und es so möglich wurde, unter der Leitung des Heiligen Geistes die christliche Botschaft zu verbreiten. Von daher kann man sagen, dass an Pfingsten den Christen der „Atem des Lebens“ eingehaucht wurde, ohne den die Christen „steif“ und „bewegungslos“ wären. An Pfingsten soll außerdem der Wille Gottes zur Versöhnung mit den Menschen deutlich werden, weil die Sprachverwirrung seit dem Turmbau zu Babel durch die „eine Sprache“ des Heiligen Geistes überwunden wurde. Symbolisch wird Pfingsten oft durch eine herabfliegende Taube dargestellt. Die Bezeichnung „Pfingsten“ kommt vom griechischen Wort „Pentecoste“. Sieben Wochen nach dem Passafest wurde im Judentum das jüdische Erntefest gefeiert, das im Alten Testament als „Schawuot“ bzw. Wochenfest bezeichnet wird (2. Mose 23,16). „Schawuot“ ist hebräisch und bedeutet „Wochen“. Da man dieses Fest am 50. Tag nach dem Passafest beging, setzte sich der griechische Ausdruck Pentecoste (= 50. Tag) durch. Es handelte sich – wie beim Passafest – um eines der drei Wallfahrtsfeste des Judentums. Jeder fromme Jude machte sich, sofern er konnte, auf den Weg nach Jerusalem. Im Rahmen dieser Feierlichkeiten in Jerusalem kam es zur Ausgießung des Heiligen Geistes. Kinder verwechseln Geist oft mit Gespenst. Von daher sollten wir Erwachsenen Kindern eine Hilfestellung zum Verstehen geben. Kindern sollte klar werden, dass dieser Geist von Gott kommt und einige grundlegende Aufgaben übernimmt: Erinnerung, Schutz, Trost, Hilfe, Ermutigung. Somit hat Jesus seine Anhänger nicht im Stich gelassen, sondern ihnen wie versprochen (Johannes 14,15ff.) eine notwendige „Ausrüstung“ mitgegeben, um „im Auftrag des Herrn“ unterwegs zu sein. Zur Zeit des Alten Testaments hatten nur einige wenige Personen und auch nur für bestimmte Aufgaben den Geist Gottes bekommen. Jetzt kann jeder, der Jesus sein Leben übergibt, den Heiligen Geist als „Siegel“, als „Zeichen“ bekommen.

Gott schenkt uns den Heiligen Geist, so dass Glaube möglich wird und wir Jesus bezeugen können. Was ist der Heilige Geist? Kann man den Heiligen Geist sehen? Woran erkennt man den Heiligen Geist? Wo brauchen wir den Heiligen Geist? Wie kann der Heilige Geist durch mich wirken? 53


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Johannes 6,63 (GNB): Gottes Geist allein macht lebendig.

Apostelgeschichte 2,1-11 (GNB)

Bahnt einen Weg unserm Gott Geist des Vaters Du bist der Herr / Komm in Vollmacht Das ist ein Fest Halt O komm, du Geist der Wahrheit Kindern ein Windrad zeigen Anhand eines Windrades den Heiligen Geist erklären: Ohne Wind dreht es sich nicht. Kommt Wind, dann kommt Bewegung ins Spiel. Auch wenn wir den Wind nicht sehen, so ist er da, wir spüren ihn. Das Windrad muss seine Flügel in den Wind drehen und so bereit sein, den Wind aufzunehmen. Zeugnis geben Wer in der Gruppe möchte, kann erzählen, was er mit dem Heiligen Geist erlebt hat. Die Jünger sprachen an Pfingsten begeistert von Gott, so wie es der Geist Gottes ihnen eingab. Was hast du zu erzählen? Spiel „Dingsda“ Ein Familien- oder Gruppenmitglied denkt sich einen Begriff zum Thema Pfingsten aus und umschreibt dieses „Dingsda“ den anderen, darf das Wort selbst aber nicht nennen. Mögliche Begriffe: Taube, Sprache, Predigt, Heiliger Geist, Sturm, Rauschen usw. Aktion „Sprachensammler“ Die Kinder bekommen einen Spezialauftrag: Mit einem Diktiergerät ausgestattet sollen sie unterwegs im Dorf oder in der Stadt verschiedene Personen finden, die eine fremde Sprache können und bereit sind, einen kurzen Satz auf ein Diktiergerät zu sprechen. Wer bekommt die meisten Sprachen zusammen? Anschließend kann man die anderen noch raten lassen, um welche Sprache es sich handelt. Aktion „Weltweite Gemeinde“ In vielen Ländern gibt es Gemeinden, die mit ganz unterschiedlichen kulturellen Bedingungen und Voraussetzungen arbeiten. Man kann eine Gemeinde aus einem fernen Land mit ihren kulturellen Aspekten vorstellen. Vielleicht besteht die Möglichkeit, dass ein Missionar berichtet! 54


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Windrad

leicht - mittel

30 - 60 Min.

Schnellhefter aus Plastik

Ein schönes Windrad ist ein echter Hingucker und es kann eine Erinnerung an die Kraft des Windes und die des Heiligen Geistes sein!

Spax-Schraube 3 x 20 mm Bit für die Spaxschraube

Step by Step - so geht’s

Unterlegscheibe 10 mm x 4 mm Rundholz 1000 mm lang und 10 mm Durchmesser Holzbohrer 2 mm Akkuschrauber Reißnadel

1. Schneide den farbigen Rücken des Schnellhefters ab. Anschließend zeichnest du darauf ein Quadrat in der Größe 200 x 200 mm und schneidest es aus.

Schere Lochzange

ca. 3 Euro

2. Zeichne je eine Linie diagonal von einer Ecke zur anderen. 55


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Danach schneide jede Linie mit der Schere bis 2/3 zur Mitte ein. Schneide aus Schnellheftern in anderen Farben kleine Kreise, Quadrate und Dreiecke aus und klebe sie auf die Flügel!

3. Mit der Lochzange machst du in jeder rechten Spitze der entstandenen Dreiecke ein Loch und eines mit der Reißnadel genau in der Mitte des Quadrats. 4. Bohre mit dem 2-mm-Holzbohrer an der Spitze des Rundholzes ein Loch.

5. Stecke auf die Spaxschraube die Unterlegscheibe und führe sie durch alle vier Außenecken nacheinander ein und zum Schluss in das mittlere Loch. 6. Zum Schluss schraubst du mit dem Akkuschrauber die Spaxschraube in das vorgesehene Loch des Rundstabes. Überprüfe, ob sich das Rad frei drehen kann! 56


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