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hotel Lulu Guldsmeden / ratgeber hotelwäsche / designideen outdoor

Hotel+Technik 2.2018

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Hej Hygge!

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Mit dem Lulu Guldsmeden Berlin zieht der nachhaltige Living-Trend aus dem Norden jetzt auch in die deutsche Hotelkultur ein.

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Freiheits-Feeling

Ratgeber: Tipps für die Anschaffung und

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Editorial

Exklusiv vor Ort

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in Spitzenhotel verdankt seinen Erfolg oft der von zwölf Millionen Euro erweitert. Das Upgrade ist Tatsache, nicht unbedingt sehr viel anders, aber zu einem Großteil auch technisch motiviert. Dafür sehr viel richtig gemacht zu haben. Eine solche schließt das Haus jetzt für vier Monate. Hotel+Technik Kontinuität zeichnet das Bergkristall in Oberstaufen begleitet den Fortschritt der Maßnahmen exklusiv vor aus: Unter dem Motto „50 Ort (Seite 52). Jahre Gastfreundschaft“ feiIm Zuge der Umbauarerte Inhaberfamilie Lingg beiten entschied sich der — im vergangenen Jahr großes Hotelchef auch, in puncto „Wir müssen auch an unsere Jubiläum. Seit 1993 wird Wäschepflege künftig auf Mitarbeiter denken das Haus in zweiter Generadie Qualität einer regionation von Hans-Jörg Lingg len Hotelwäscherei zu setund in ihr Wohlbefinden am und seiner Frau Sabine gezen. Ein Gedanke, mit dem Arbeitsplatz investieren.“ leitet. Mit ihrem Credo „Wir Sie sich vielleicht auch — wollen ein Hotel führen, in schon einmal befasst haHotelier Hans-Jörg Lingg dem wir selbst gern Urlaub ben. Outsourcing oder machen möchten“ entwiselbst waschen? Genau dieckelten die beiden Unterser Frage widmen wir uns nehmer das Bergkristall Schritt für Schritt vom Kur- mit Blick auf die Anschaffung und Reinigung von und Ferienhotel zum Wellnessresort. ­Hotelwäsche in dieser Ausgabe. Lesen Sie in unserem Wer Hans-Jörg Lingg trifft, ist schnell eingenom- Topthema, welche Überlegungen Hoteliers vor der men von seinem Elan: „Im Kopf plane ich eigentlich Entscheidung über die „Wäsche-Hoheit“ anstellen immer schon die nächsten Schritte“, sagt uns der Ho- sollten. Finden Sie Tipps zur Anschaffung hochwertitelier im Interview. Und so wurden Jahr für Jahr neue ger Hotelwäsche, eine Übersicht über professionelle Ideen integriert, um den Gast zu begeistern und ihm Waschmaschinen und weitere Investitionshilfen ab das zu bieten, was er zum Auftanken im Urlaub benö- Seite 16. Entdecken Sie außerdem in dieser Ausgabe, wie tigt. Allerdings, und auch das wurde im Gespräch klar: Jede Planung, jeder Umbau wird mit Blick auf organi- der nachhaltige Living-Trend „Hygge“ in die deutsche sches Wachstum genau unter die Lupe genommen. Hotelkultur einzieht (Seite 12). Und freuen Sie sich Und nun ist es wieder so weit. Das Allgäuer Vier-Ster- auf Outdoor-Neuheiten, die Frühlingsgefühle wecken ne-Superior-Hotel wird mit einer Investitionssumme (Seite 58). Mit sonnigen Grüßen, Ihre

Marktübersichten Großschirme & Waschmaschinen

2.2018  HOTEL+TECHNIK

Nina Fiolka, Chefredakteurin E-Mail: nina.fiolka@at-fachverlag.de

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Inhalt 2.2018 26

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Branche

Technik+Architektur

3 Editorial 6 Nachrichten 10 Bild des Monats

28 Herausforderung: Elektroplanung wird zunehmend komplexer 31 Energiekonzept: Vorausschauen zahlt sich aus 32 Sicherheitskonzept: Zuverlässiger Alarm dank Video-Software 34 Interview: I-Haus-Geschäftsführer Robert Klug zum Thema „Smart Hotel“ 36 Gebäudeautomation: Ideales Klima in imperialem Kleinod 38 Schwingungsisolierung: Hotelriese auf Matten gebettet 39 Grenzenlose Opulenz: Lichtsystem im Sofitel Phnom Penh 40 Akustikdecken: Schallkontrolle par excellence 41 Produkte

12 Hotelreportage Lulu Guldsmeden Berlin 82 Kolumne: Mut zum Original

Investitionsthema Hotelwäsche 16 Ratgeber: Tipps für die Anschaffung hoch- wertiger Hotelwäsche 18 Wäschepflege: Outsourcing oder selbst waschen - das ist die Frage 21 Marktübersicht: Waschmaschinen 24 Starke Partner: Hotel Estrel setzt in Sachen Wäsche auf externe Unterstützung 26 Nachhaltig: So spart das Hotel Höltje beim Wäschetrocknen

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Design+Interior 46 Erfrischendes Experiment: Dusch-WCs im Lindenhof Emsdetten

HOTEL+TECHNIK  2.2018


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48 Style-Test: Musterzimmer im Best Western Premier Hotel Rebstock 50 Umbau: Glasierter Titan-Stahl ersetzt Silikonfugen 52 Serienstart: Hotel+Technik begleitet Erweiterung des Wellnessresorts Bergkristall 54 Human Centric Lighting: Wohltat für den Biorhythmus 55 Natürlich pur: Elegant-zurückhaltende Bäder im Courtyard by Marriott Wolfsburg 56 Monochromes Gesamtkunstwerk: Bad-Armaturen im Radisson Blu Frankfurt 57 Charmante Motivwelten: Alpine Romantik im Wellnesshotel Rübezahl 58 Produkte & Outdoor-Neuheiten

70 Expertentipp: KEA-Kompetenzzentrum KWK berät zum Thema BHKW 72 Studie: WLAN-Marketing hilft Hotels, mit ihren Gästen in Dialog zu treten 73 Ausgezeichnet vernetzt: IT-Dienstleister digitalisiert Bretterbude in Heiligenhafen 74 Produkte

Service 76 Vorschau/Impressum 76 Inserentenverzeichnis 77 Wer bietet was?

Titelfoto: Guldsmeden Hotels

64 Marktübersicht: Großschirme

Betrieb+Prozesse 68 Digitalisierungsindex Mittelstand: Wer investiert, kassiert 69 Aufzugsratgeber: Raus mit den alten Drehtüren 2.2018  HOTEL+TECHNIK

Aktuelle Themen finden Sie bei uns auch online. hotelundtechnik.de­

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Im Fokus

Fit for Guests

Der neue Luxus

170 Zimmer wird das erste Mooons-Hotel in Wien hinter einer architektonisch außergewöhnlichen Fassade beherbergen.

Mit Workouts, die auf Themen wie Jetlag, Stress und langes Sitzen abgestimmt wurden, ermöglicht Westin seinen Gästen, ihre Sportgewohnheiten beizubehalten. Westin Hotels & Resorts und TRX, Experte im Bereich Funktionstraining, kooperieren jetzt weltweit in mehr als 200 Westin-Workout-Fitness-Studios. Die beiden Marken entwickelten eine App sowie ein maßgeschneidertes Aufwärmtraining. Durch die Ausstattung mit TRX-Geräten und weiteren Equipments können die Westin Run Concierges nun noch optimalere Gruppenläufe anbieten.  |

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360-Grad-Blick über Wien sein. Bei der Realisierung setzen die Macher auf nachhaltige Bauabwicklung: „Wir haben mit allen Partnern eng zusammengearbeitet, um die verschiedensten Bereiche des Projekts zu optimieren, von der Haustechnik über die logistischen Abläufe bis hin zum Design. Uns war wichtig, alle Optionen sorgfältig zu evaluieren“, so Marius Moser, Eigentümer und Geschäftsführer von Mooons.  |

#AtlantisThePalm Das Luxusresort Atlantis „The Palm“ in Dubai dankt seinen Social-Media-Followern mit einer „Social-Media-Suite“: Zur Feier von einer Millionen Facebook-Fans belohnt das Resort seine Freunde bis Dezember 2018 mit kostenlosen Übernachtungen. Die im März eröffnete Suite ist ganz auf die Wünsche der Socialmedia-Nutzer ausgelegt: Um seine treuen Gäste mit etwas ganz Besonderem Beim Check-in geben die Gäszu belohnen, eröffnet das Atlantis „The Palm“ die erste te einfach ihre Facebook-Log„Social-Media-Suite“. In-Daten ein und öffnen damit ihre Zimmertür. Sollte man während seines Aufenthalts Hilfe benötigen oder besondere Wünsche haben, können die Gäste über eine Gegensprechanlage ihren persönlichen Butler „poken“. Wer seinen Aufenthalt teilen möchte, macht dies am besten in der „Facebook Live Lounge“, wo die Gäste relaxt ihre Nachrichten aufnehmen können. Im Badezimmer folgen weitere Besonderheiten, darunter zum Beispiel der Social-Media-Spiegel, mit dem man seine Freunde kontaktieren kann sowie Seife, Flipflops und Rasiersets ordern, ganz im Facebook-Design, mit den entsprechenden Social-Media-Slogans.  | HOTEL+TECHNIK  2.2018

Fotos: Mooons, Atlantis „The Palm“, Westin/TRX finden Sie auf www.westin.com/TRX

Die TRX-App will es Gästen leicht machen, ihre Trainingsgewohnheiten auch auf Reisen beizu­ behalten.

Baustart für das neue Boutique-Hotel Mooons im 4. Wiener Gemeindebezirk: Ein junges Hotelkonzept, das erschwinglichen Luxus und elegantes Design mit einem aufregenden Gastronomiekonzept und smartem Service verbinden will. Das Haus soll Mitte 2019 mit 170 Zimmern, einem internationalen Restaurant mit angrenzendem Garten und einem Fitnessstudio eröffnen. Absolutes Highlight wird eine Dachterrasse mit


Was junge Talente wirklich wollen

Alles, was den Erfolg zum Dauergast macht. DEKRA DienstleistungsPakete für die Hotellerie. Mehr Infos, wie Sie das Know-how der führenden Sachverständigen-Organisation Europas entlastend und gewinnbringend einsetzen können, erhalten Sie unter der Service-Hotline 0711.7861-3900 oder per Email an: hotel@dekra.com. www.dekra-hotel.de

Der erste „Hotalents“-Kongress im Palatin ging der Frage nach, was junge Talente in der Hotellerie und Gastronomie wirklich wollen.

Was muss sich ändern, damit junge Talente den Weg in die Hotellerie und Gastronomie finden? Diese Frage beantworteten die Adressaten selbst im Rahmen des ersten, vom Palatin-Kongresshotel ins Leben gerufenen „Hotalents“-Kongresses, der im Februar in Wiesloch stattfand. Die Initiative ist eine Herzensangelegenheit für Initiator und Palatin-Geschäftsführer Klaus Michael Schindlmeier sowie das dreizehnköpfige junge „Hotalents“-Team. „Wir sehen Hotalents als eine Chance, unsere Stimme in die Branche zu tragen“, betont Lisa Aenis (25), Assistentin der Geschäftsführung und „Hotalents“-Projektleiterin, vor rund 250 Teilnehmern. Die Erkenntnisse des Kongresses sind auf der Homepage der Initiative nachzulesen.  www.hotalents.de

Fotos: Best Western Plus Palatin Kongresshotel, dena

Leitfaden: Kommunikation Investitionen in Energieeffizienz, regionale Produkte, sauberes Klima: Viele Übernachtungsbetriebe handeln bereits nachhaltig. Wie sie diesen Einsatz für die Kommunikation mit ihren Gästen nutzen können, erfahren Hoteliers und Herbergsbetreiber im neuen Leitfaden der Deutschen Energie-Agentur (Dena) zur Gästekommunikation im nachhaltigen Hotel. Dieser kann ab sofort kostenfrei unter www.effizienzgebaeude.dena.de/ newsroom/leitfaden-gaestekommunikation heruntergeladen werden. Der Leitfaden zeigt, wie Hotels zu ihren individuellen Botschaften finden und über welche Kommunikationskanäle sie den Gast damit erreichen können. Mit Illustrationen, Grafiken, Zitaten und einem Fragebogen können Hoteliers kreativ werden: Indem Die Dena-Publikation gibt sie Fragen nach der eigenen HotelgeAnregungen und gute schichte, Budget und VerantwortlichkeiBeispiele, wie Hoteliers ten bearbeiten, entsteht ein Gerüst für die ihr grünes Engagement eigene Kommunikationsarbeit.  | zeigen können. 2.2018  HOTEL+TECHNIK

Betriebliches Gesundheitsmanagement Brandschutz

Arbeitssicherheit

Aufzugsprüfungen


Im Fokus

Scandic erweitert Einsatz von Ökostrom

Scandic baut 2018 seine Nachhaltigkeitsbestrebungen aus.

Im Sinne der unternehmensweiten Nachhaltigkeitsstrategie wechselt Scandic zum Stromanbieter Lichtblick, dem größten unabhängigen Anbieter für Ökostrom und -gas in Deutschland. In Zukunft operieren die Häuser in Berlin und Hamburg ausschließlich mit grüner Energie. 1998 gegründet, setzt sich Lichtblick für eine sichere und verantwortungsvolle Energiewelt ohne Kohle- oder Atomkraftwerke ein. „Es ist uns außerdem ein besonderes Anliegen, dass wir unsere Maßnahmen zur Energie- und Ressourcenschonung regelmäßig hinterfragen und stetig verbessern. Mit Lichtblick als neuem Partner an unserer Seite werden in den Scandic-Hotels in Berlin und Hamburg im Vergleich zu herkömmlichem Strom rund 2.800 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden“ so Michel Schutzbach, Country Head Europe Scandic Hotels.  |

WMF und Ripples: Kleine Kunstwerke in Milch

Neue Impulse fürs Housekeeping Das bei Housekeepern, Hoteldirektoren und Serviceleitern beliebte Vortrags- und Netzwerk-Format „Housekeeping & Friends“ geht in die Fortsetzung: Das Branchenevent findet am 25. April 2018 zum sechsten Mal in Folge statt. Im Berliner Hotel Estrel erwartet die etwa 400 Teilnehmer ein umfangreiches Programm, das neue Impulse, eine umfassende Begleitausstellung sowie Zeit zum persönlichen Austausch verspricht.  www.housekeeping-and-friends.de 8

Die Organisatoren der „Housekeeping & Friends“ in Berlin (v.l.n.r.): Marcel Milow und Petra Toller (beide 3B Dienstleistungen), Jens Heupel (Greif), Marina Flöter (3B) und Dirk Adrian (Greif).

Heruntergeladene Titel bleiben auf dem Gerät und können auch zu Hause oder während der Weiterreise konsumiert werden.

All you can read Die spanische Hotelgruppe Meliá Hotels International bietet Gästen ihrer deutschen Hotels der Marken Innside by Meliá und Meliá Hotels & Resorts seit Jahresbeginn den kostenlosen Zugang zum „All you can read“-Onlinekiosk des kanadischen Anbieters Press Reader. Ob per Smartphone, Tablet oder Laptop, über das Hotel-WLAN und die PressReader-App oder die Press-Reader-Webseite öffnet sich eine digitale Medienplattform mit mehr als 7.000 regionalen, nationalen und internationalen Zeitungen und Magazinen aus über 120 Ländern in 60 Sprachen. Es können so viele Medien und Artikel gelesen und gespeichert werden, wie der Gast wünscht. „Dieser gratis verfügbare digitale Zeitungsstand schont Ressourcen und unterstützt somit maßgeblich die Nachhaltigkeitspolitik unseres Unternehmens“, kommentiert Meliá-Deutschland-Chef Kai Lamlé.  | HOTEL+TECHNIK  2.2018

Fotos: Julia Benz, WMF_Ripple, PressReader.com, Jens Oellermann für Housekeeping &Friends

Mit der Vertriebspartnerschaft zwischen WMF und Ripples, einer neuen Marketingplattform für Kunden­ engagement, finden deutsche und österreichische WMF-Kunden den „Ripple Maker“ im Sortiment des Kaffeemaschinenherstellers. Die Ripple-Maker-Technologie stellt eine bedeutende Neuerung im Marketing und Kundenengagement für das Hotelgewerbe dar und verwandelt WMF und Ripples erheben den Milchschaum zum das einfache Servieren von GetränKunstobjekt. ken in ein echtes Ereignis, das Gäste immer wieder erleben möchten: In Kombination mit dem „Dynamic Milk System“ von WMF können Hoteliers oder die Gäste selbst die Milchschaumkronen ihrer Kaffee-Spezialitäten mit kunstvollen Bildern und Nachrichten in hoher Auflösung schmücken.  |


SCHLECHTES LICHT, VERÄRGERTE GÄSTE? DAGEGEN HABEN WIR ETWAS.

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Bild des Monats

Blaues Energiewunder

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ahe dem Ort Meløy, am Fuße von Norwegens zweitgrößtem Gletscher, soll 2021 das Hotel Svart eröffnen. Entworfen vom Osloer Architekturbüro Snøhetta in Zusammenarbeit mit Arctic Adventures of Norway, Asplan Viak und Skanska, wird Svart das erste Kraftwerk-Hotel der Welt. So wollen es seine Gestalter. Es soll das erste Gebäude sein, das nach dem Plus-Energie-Standard in einem nördlichen Klima gebaut wird. Das heißt: Es hat nicht nur einen um 85 Prozent geringeren jährlichen Energieverbrauch als herkömmliche Hotels, sondern produziert auch seine eigene Energie. Damit das Maximum an Sonneneinstrahlung eingefangen werden kann, wurden Hotelzimmer und Tagungsbereich kreis-

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förmig angeordnet. Während der Planungszeit hatten die Architekten die Sonneneinstrahlung im Jahresverlauf kartiert. Zudem haben die Gäste dadurch einen Panoramablick auf den Holandsfjord. Im Sommer hält die Fassade die starken Sonnenstrahlen aus den Zimmern, im Winter wird die Sonne zum Aufheizen der Räume genutzt. Die Stelzen des Hotels sind inspiriert von »fiskehjell«, also Gerüsten, auf denen traditionell Fisch getrocknet wird und von »rorbue«, einem traditionellen Typ von Fischerhäuschen. Diese sollen so wenig Meeresgrund wie möglich versiegeln. Ergänzend wird das Hotel mit geothermischen Brunnen ausgestattet.  

Quelle: www.snohetta.com.

Hotel+Technik  2.2018


2.2018  Hotel+Technik

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Lulu Guldsmeden Berlin

Quintessenz von Hygge Mit dem Lulu Berlin feiert die dänische Boutique-Hotel-Familie Guldsmeden ihre Deutschlandpremiere. Die Philosophie: Entspannter Boho-Öko-Luxus gepaart mit konsequent gelebter Nachhaltigkeit und Gastfreundschaft als Lebensgefühl.

Dänischer Spirit, balinesischer Style: Möbel und Lampen werden in der familieneigenen, fair betriebenen Holzmanufaktur in Indonesien produziert.


Hotelreportage

Steckbrief

Fotos: Guldsmeden Hotels

Lulu Guldsmeden Potsdamer Straße 67 10785 Berlin www.guldsmedenhotels.com Eröffnung: 28. Dezember 2017 Investoren: Marc Weinert; Peter Liokouras Betreiberin: Lulu Guldsmeden Hotels GmbH General Manager: Marc Lorenz Interior Design: Stein-Waschbecken und -Badewannen aus Bali, WCs von Geberit, Handtücher und Bettwäsche (Biobaumwolle) von Blycolin und Berendsen, Flachbildschirme von Philips, Tischgeschirr und Tischwäsche aus Bali. Zimmer: 81 Zimmer und 6 Suiten in 4 Kategorien (Standard, Superior, Deluxe und Lulu Suite plus Loft Optionen) Zimmerpreis ab: 108 Euro (inkl. Frühstück) Besondere Merkmale: Nordic Cuisine BioRestaurant „Sæson“, No-Waste-Policy, LoftZimmer, eigene Badezimmerproduktserie „I Love Eco Essentials“, „Guldsmeden Signature totally organic Breakfast Buffet“.

2 Signature-Piece: Das Himmelbett gehört auch in den Standardzimmern zur Grundausstattung in den Boutiquehotels der Guldsmeden-Familie.

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pätestens seit das Wort „Hygge“ in den Duden aufgenommen wurde, ist klar: Der dänische Begriff für „Gemütlichkeit“ und Ausdruck eines ganz bestimmten Lebensgefühls ist mitten in Deutschland angekommen. Und jetzt auch in der Hotellerie: Mit dem Lulu Guldsmeden eröffnete Ende 2017 in Berlin Deutschlands erstes Hygge-Hotel. Das Viersternehaus verkörpert die Quintessenz von Hygge, das weit mehr bedeutet, als sich kuschelig einzurichten und selbstgebackene Kekse zu essen: „Es ist nicht nur das Ambiente“, so General Manager Marc Lorenz, „Hygge ist in Dänemark kein Trend, sondern die Beschreibung eines Sich-Fühlens. Es geht vielmehr um das Zusammenkommen.“ 1999, fast 20 Jahre bevor das Lebensgefühl unserer nordischen Nachbarn hierzulande zum Designcredo wurde, eröffnete der dänische Architekt Marc Weinert mit seiner Frau Sandra in Aarhus das erste Guldsmeden Hotel. Das Paar hatte keine Erfahrung in der Hotellerie, dafür umso mehr Gastfreundschaft und Enthusiasmus sowie einen starken Sinn für Nachhaltigkeit. Heute umfasst die Boutique-Hotel-Familie fünf weitere Häuser in Kopenhagen und darüber hinaus in Oslo, in Reykjavik, auf Bali sowie ein privates Feriendomizil an der Côte d‘Azur. Hotelfamilie heißt bei Guldsmeden wirklich „Hotel-Familie“, denn viele der Häuser sind nach den Kindern von Sandra und Marc Weinert benannt, oder nach anderen Kindern im Familien- und Freundeskreis. Und die nächste Generation arbeitet zum Teil schon mit. Die Vision der Gründer, ein nachhaltiges Hotelerlebnis zu schaffen, entspringt nicht zuletzt dem Gedanken, dass Kinder die Zukunft unse13


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2 1 Der Mix macht die Hyggeligkeit: Vintage-Sofas, balinesische Lampen, Ziegelwände und moderne Flachbildschirme kreieren die typische Guldsmeden-Atmosphäre.

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2 Familienfreundlich: In den 30 Zimmern mit Mezzanine lebt es sich auch zu viert gesellig-gemütlich auf zwei Ebenen. 3 Geduscht wird auf dem Boden mit Kacheln aus Bali. Von dort sind auch die großen Stein-Badewannen in den Suiten.

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rer Gesellschaft sind und jeder Verantwortung trägt, ihnen die Welt zu erhalten. Daher auch der Entschluss der Gruppe, die eigene Buchungssite „I love Eco Hotels“ zu gründen, über die sich weltweit nachhaltige Hotels vermarkten, um neue Wege neben den klassischen Buchungsportalen zu gehen. Zehn Prozent der Kommissionen gehen an die Charity-Organisation „The Travel Foundation“, die sich für nachhaltigen Tourismus stark macht. Alle Guldsmeden-Hotels sind darüber hinaus Mitglieder im „Green-Globe“-Programm, der ersten weltweiten Organisation zur Zertifizierung und Leistungsverbesserung der Reise- und Tourismusindustrie.

Entspannter Boho-Öko-Luxus Guldsmeden steht für entspannten BohoÖko-Luxus mit der Idee, luxuriöse Einfachheit, ungezwungene Atmosphäre und konsequent gelebte Nachhaltigkeit zu vereinen. „Bei Guldsmeden ist es ganz wichtig“, sagt Manager Marc Lorenz, „dass man sich wie zuhause fühlt. Deshalb soll auch nicht alles perfekt sein. Im ganzen Hotel gibt es keine einzige neue Couch, sie sind alle Vintage.“ Auch das trage dazu bei, „dass es gemütlich und lockerer wird, und ungezwungener.“ Die Einrichtung ist ein 14

Lehrstück für echte „Hyggeligkeit“, die nicht zwingend etwas mit skandinavischem Mobiliar zu tun hat, sondern mit der Ausstrahlung des Gesamtkonzepts. So sind alle 81 Zimmer inklusive der sechs Lulu-Suiten unterschiedlich gestaltet, mit den für Guldsmeden typischen Himmelbetten, Schaukeln oder Hängematten sowie gestalterischen Zitaten aus Bali. Letztere verleihen dem Hotel seinen ganz speziellen Charme und sind bewusst gewählt: Ein Teil der Gründerfamilie hat sich in Indonesien angesiedelt, wo in einer fair betriebenen eigenen Holzmanufaktur die Möbel für die Hotels produziert werden. Ebenso die auffälligen Lampen, die mit ihrem warmen Licht zu einem der Markenzeichen der kleinen Gruppe geworden sind. Noch ein Highlight: In 30 Loft-Zimmern wurden Mezzanine mit Schlafplatz für zwei weitere Personen eingezogen, sodass Familien oder Freundesgruppen auf zwei Ebenen wunderbar Platz finden. Für Marc Lorenz erfüllte sich mit der Hotelübernahme ein Traum: Nach 22 Jahren überall auf dem Globus, davon 20 Jahre als General Manager der Hyatt-Gruppe, wollten er und seine kanadische Ehefrau Tami Lee, heute Sales- und Marketingchefin im Lulu, ihre Töchter in einem ihrer

4 Natürlich bio: Die Produkte der eigenen Pflegeserie „I love Eco Hotels“ können vor Ort oder online erworben werden.

Heimatländer großziehen. Die Wahl fiel auf Berlin, wo der Zufall Lorenz mit LuluCo-Gesellschafter Peter Liokouras zusammenführte. Die Location für das Lulu war bereits gefunden, Lorenz übernahm das Ruder in der Umbauphase. Die neue Adresse, das ehemalige Dreisternehotel Altberlin, war ein schwer in die Jahre gekommener Bau aus dem Jahr 1846: „Das war eine große Lernkurve, vor allem für die Gesellschafter“, so Marc Lorenz. Für die dänischen Eigentümer sei teilweise schwer nachvollziehbar gewesen, mit welchen Auflagen der Umbau eines Bestandsgebäudes verbunden ist. Im Zuge der Sanierung wurden Fenster mit Dreifachverglasung eingesetzt. Alle Zimmer erhielten neue Bäder, gefliest mit balinesischen Kacheln, die auch die Duschen ersetzen, der Abfluss ist direkt im Boden. Die Suiten verfügen zusätzlich über große Steinbadewannen. Da das Hotel sich um einen gemütlich gestalteten Hinterhof gruppiert, konnten im Rückgebäude zehn neue, teils barrierefreie Zimmer entstehen. Auf den Etagen befinden sich jeweils 17 Zimmer, im Dachgeschoss entstanden 20 weitere Gästezimmer. „Wir verfolgen den Ansatz, so nachhaltig, energiesparend und dauerhaft wie HOTEL+TECHNIK  2.2018


Fotos: Lulu Guldsmeden

Hotelreportage

möglich zu arbeiten“, sagt Marketingchefin Tami Lee. Dabei habe sehr geholfen, dass gerade in Berlin eine Fülle junger Unternehmen sehr ernsthaft für das Thema Nachhaltigkeit kämpfe. So entstanden beispielsweise aus den historischen Fußbodendielen, die ersetzt werden mussten, die Klemmbretter für die Menükarten. „Hier haben wir mit der Firma Frameworks, die altem Holz ein neues Leben gibt, einen kreativen Partner gefunden.“ Nach und nach seien immer neue Ideen hinzugekommen. Wie die Trinkhalme aus Glas, die in der Spülmaschine gereinigt werden können. Die Handtücher, natürlich Organic Cotton, werden im Normalfall nur alle drei Tage gewechselt. Die Wäschetrockner laufen so wenig wie möglich, einen elektronischen Check-in gibt es nicht, klimatisiert wird nur unter dem Dach. Und für die CO2-neutrale Berlin-Erkundung stehen den Gästen hochwertige Fahrräder und E-Bikes der Firmen Bicicli, Schindelhauer und Coboc zur Verfügung.

Origineller Weg im Recruitment

„Love food – hate waste“

6 Unaufdringliche Nachhaltigkeit als Philosophie: Menühalter aus alten Holzdielen, „Strohhalme“ aus Glas.

Keine Frage, dass sich das hoteleigene Restaurant „Sæson“ auf die neue nordische Küche in Bioqualität spezialisiert. Küchenchef Rene Beck-Hansen legt Wert auf frische, saisonale und unkomplizierte Gerichte aus regionalen Zutaten, die mit dem Anspruch kreiert werden, so wenig Küchenabfälle wie möglich zu produzieren. „Love food – hate waste“ steht denn auch auf den Servietten in Bar und Restaurant: „Wir lieben Essen und hassen Müll.“ – Der 30-jährige Däne war zuletzt Chefkoch der Opernhausgastronomie in Kopenhagen und des Restaurants im Dänischen Reichstag und somit für Großküchen verantwortlich, die täglich hunderte Menschen verköstigen müssen. Jetzt experimentiert der Küchenchef beispielsweise so lange mit dem Blumenkohl, bis er das perfekte Rezept gefunden hat, in dem alle Teile des Kohls schmackhafte Verwendung finden, vom Strunk bis zum Röschen. Der Roggen auf dem Rindertartar stammt vom mittäglichen Smörrebröd, das knusprige Krokant auf dem Apfel-Crumble von Brötchen und Croissants vom Frühstücksbüfett. „Im Restaurant können wir inzwischen zu 97 Prozent Bioprodukte anbieten, bei den Getränken bereits zu 100 Prozent“, so Marc Lorenz. Der General Manager will den nachhaltigen Anspruch der Gruppe jedoch gar nicht an die große Glocke hängen: „Diejenigen, denen das etwas bedeutet, merken es sowieso. Und die anderen freuen sich hoffentlich über die gute Qualität unserer Speisen.“ 2.2018  HOTEL+TECHNIK

Gelebte Nachhaltigkeit ohne erhobenen Zeigefinger, dafür braucht es auch das richtige Personal. Das Haus hat jetzt 14 festangestellte Mitarbeiter, 25 sollen es werden. Housekeeping, Buchhaltung und Nachtschicht werden noch von Fremdfirmen geleistet. „Wir wollen uns zunächst auf die Arbeit am Gast ganz direkt konzentrieren“, sagt Marc Lorenz, der für das Recruitment seines jungen Teams, hauptsächlich zwischen 25 und 35 Jahren, einen ganz neuen Weg ging: „Wir haben unsere erste Wohnung in Berlin über das Nachbarschafts-Netzwerk Woloho gefun-

5 Der ganz vom Hotel umgebene Innenhof soll in der warmen Jahreszeit zum neuen Hotspot für gemütliche Abende werden.

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7 Die Fassade des ehemaligen Hotel Altberlin nah am Potsdamer Platz erstrahlt in neuem Glanz. Die Terrasse lädt auch Nicht-Hotelgäste ein.

den und festgestellt, dass sich da sehr viele künstlerische und kreative Leute tummeln. Also haben wir dort unsere Stellenanzeige platziert, der Erfolg war riesig.“ Das Angebot eines festen Arbeitsplatzes in Verbindung mit der nachhaltigen Philosophie habe viele junge Leute angesprochen, sodass es kein Problem gewesen sei, ein tolles Team zu bilden, mit einem Training on the Job. Dass nahezu alle nicht aus der Hotellerie stammen, sei Teil des Konzepts: „Die Leute sollen aus dem Bauch und mit einem ausgeprägten Gefühl für Menschen arbeiten, alles andere können wir ihnen beibringen.“  |  Elke Reinhold

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8 Neue nordische Küche mit „Zero-Waste“Konzept und Drinks in Bioqualität bietet das Restaurant „Sæson“.

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Topthema Lohnende Investition: Hochwertige Hotelwäsche ist für viele Gäste ein entscheidendes Qualitätsmerkmal bei der Hotelwahl.

Investitionsratgeber Hotelwäsche

Lassen Sie sich Zeit! Die Anschaffung hochwertiger Hotelwäsche kann sich im fünfstelligen Bereich bewegen. Umso wichtiger sind Überlegungen zu Farben, Materialien, Qualitäten und Pflegezyklen. Ein Gastbeitrag von Ingo Bittmann, Vertriebsleiter beim Traditionshersteller Wäschekrone.

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ettwäsche, Frottierwäsche, Bademäntel: Kein Ausstattungsdetail im Hotelzimmer kommt dem Gast so nah wie die Hotelwäsche und kann ihm einen Hauch von Luxus auf der Haut vermitteln. Darüber hinaus bietet die Wäscheausstattung für Bett und Bad dem Hotelier die Chance, das Einrichtungskonzept des Raumes harmonisch abzurunden. Doch wie geht man am besten vor, um die optimale Wäscheausstattung für das eigene Haus zu finden? Auf dem Markt wird eine immense Auswahl an Hotelwäsche in verschiedensten Dessins, Stoffqualitäten, Farben und Größen sowie in diversen Preiskategorien angeboten. Wer sich für Kauf statt Leasing entscheidet, ist mit einer Anschaffung konfrontiert, die sich abhängig von

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der Hotelgröße auch im höheren fünfstelligen Bereich bewegen kann – da will die Entscheidung gut überlegt sein. Deswegen gilt: Je früher man sich im Zuge von Neubau oder Renovierung über die Wäscheausstattung des Hotelzimmers Gedanken macht, desto besser. So bleibt genügend Zeit, Frottier- und Bettwäsche zu finden, die den eigenen Ansprüchen an Qualität sowie Optik gerecht wird und den finanziellen Rahmen nicht sprengt.

Farbliche Wirkung vor Ort testen! Der perfekte Ort, um die Wirkung der Wäscheausstattung zu testen, ist natürlich das Hotelzimmer. Denn was auf dem Musterbügel noch perfekt scheint, steht vielleicht zu stark im Kontrast mit dem Einrichtungskonzept. Ob in einem beste-

henden Zimmer oder in einem Musterzimmer, das in der Regel bei Neubau oder Renovierung eingerichtet wird: Im Zusammenspiel mit der restlichen Ausstattung zeigt sich schnell, welche Wäsche und textilen Accessoires wie Bettläufer oder Dekokissen das Erscheinungsbild optimal abrunden. Weiß steht für Reinheit und ist nach wie vor die erste Wahl der meisten Hoteliers, wenn es um Bett- und Frottierwäsche geht. Doch es lohnt sich durchaus, über farbige Varianten nachzudenken. Insbesondere Frottierwäsche in Sand, Grau oder Creme harmoniert mit dem aktuellen Designtrend, der auf natürliche Erdund Steintöne sowie Holzelemente setzt. Korrespondierende Farben statt starker Kontraste unterstützen den Hotelier daHOTEL+TECHNIK  2.2018


Topthema

Welche Materialien sind für das Bett ideal?

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2 1 Mit farbigen Frottierwaren lassen sich im Bad moderne Akzente setzen. Hochwertige Produkte sind genauso pflegeleicht wie weiße Wäsche.

Fotos: Wäschekrone

2 Ingo Bittmann ist Vertriebsleiter beim Unternehmen Wäschekrone. Sein Rat: „Testen Sie die Produkte vor der Entscheidung möglichst selbst für ein paar Nächte.“

bei, im Bad eine Wohlfühlatmosphäre für die Gäste zu kreieren. Auch im Einsatz bei Wellnessbehandlungen punkten farbige Frottierwäsche und Bademäntel: Im Gegensatz zu weißen Textilien sind die bei Massagen eingesetzten Öle hier nicht so schnell sichtbar. Im Hinblick auf Pflege und Haltbarkeit farbiger Frottierwäsche gibt es keine Unterschiede zu weißen Varianten. Wichtig ist nur darauf zu achten, dass sie kochfest ist, sprich die Farbe tief ins Garn eingebracht wurde und so auch nach häufigen Wäschen bei hohen Temperaturen nicht ausbleicht. Betrachtet man das Bett, spielt Farbe eher im Bereich der dekorativen Elemente eine Rolle. Grundfarbe ist nach wie vor Weiß, gern auch mit dezentem Band- oder Feinstreifenmuster. Zu bunten Tönen greifen Hoteliers gern bei Tagesdecken sowie den Dekokissen für Bett, Sessel und Sofa. Mit der großen Bandbreite an Farben und Dessins lassen sich bewusst Akzente setzen, um das Ambiente des Hotelzimmers abzurunden. 2.2018  HOTEL+TECHNIK

Bettwäsche sollte aufgrund der positiven Materialeigenschaft aus 100 Prozent Baumwolle gefertigt sein. Ob man sich für Mako-Satin, Mako-Batist, Seersucker, Damast oder besonders elegante Mako-Brokat-Damast-Qualität entscheidet, bleibt dem eigenen Anspruch überlassen bzw. hängt mit von der Hotelkategorie ab. Auch in Bezug auf die Größe von Bettdecken und Kissen gibt es keine pauschale Empfehlung, da dies in der Regel von den persönlichen Präferenzen abhängt. Ein Tipp: Wenn möglich, die Produkte vor der Entscheidung selbst für ein paar Nächte testen. Dies gilt nicht nur für Kissen oder Bettdecke, sondern für das Bett als Gesamtsystem. Denn je besser die einzelnen Komponenten aufeinander abgestimmt sind, desto höher ist der Schlafkomfort, und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass der Gast eine erholsame Nacht verbringt. Bei der Qualität der Bettwaren sollte der Hotelier keine Kompromisse eingehen. Ideal beispielsweise ist, sich bei Kissen für Ausführungen zu entscheiden, die mit Markenfasern wie Dacron befüllt sind. Die dreidimensionalen Faserbällchen passen sich den Kopf- und Nackenbewegungen optimal an, sind leicht wieder aufschüttelbar und nehmen ihre ursprüngliche Form an. Der Bezugsstoff sollte strapazierfähig und gut waschbar sein. Gleiches gilt auch für die Bettdecke. Trägt diese darüber hinaus das Nomite-Siegel, ist gewährleistet, dass das Gewebe dicht verarbeitet ist und so eine natürliche Barriere gegen Milben darstellt. Somit ist auch eine Füllung mit Federn problemlos möglich. Übrigens: Hoteliers, die sich für nach dem Downpass-Standard zertifizierte Feder- und Daunendecken entscheiden, können sichergehen, dass sie Qualitätsprodukte von artgerecht gehaltenen und nicht lebend gerupften Tieren erhalten. So können sich auch die Gäste mit einem guten Gefühl in die weichen Federn fallen lassen.

Zwirn- oder Walkfrottier? Frottierwäsche aus Zwirnfrottier eignet sich optimal für Einwebungen, beispielsweise des Hotellogos. Die spezielle Verar-

Info ++ www.waeschekrone.de

beitung mit gezwirnten, kürzeren Schlingen sorgt für schärfere Konturen der Einwebung und lässt sie prägnant hervortreten. Walkfrottier ist aufgrund der längeren Schlingen hierfür nicht ganz so gut geeignet, dafür aber besonders flauschig für ein besonders luxuriöses Hautgefühl. Zudem kann es mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Ob Zwirn- oder Walkfrottier, wer mit dicken Frottiertüchern zusätzlichen Luxus ins Badezimmer bringen möchte, entscheidet sich für hohe Stoffgrammaturen und hochwertige Garne. Zwirnfrottier sollte dabei zwischen 380 und 550 g/m2, Walkfrottier zwischen 400 bis 650 g/m2 aufweisen. Bademäntel werden meist aus Walkfrottier gefertigt, hier reichen 380 g/m2 aus, auch um die Waschkosten geringer zu halten. Um eine optimale Feuchtigkeitsaufnahme zu gewährleisten, sollte der Mantel auf der Hautseite aus Baumwollgarn gewebt sein, während die Außenseite aus Mikrofaser oder Polyester bestehen kann. Gleiche Eigenschaften bieten zudem Bambus-Baumwolle-Mischungen, diese sind sogar noch etwas strapazierfähiger als reine Baumwolle und nehmen die Feuchtigkeit noch besser auf.

Welche Ausstattungsmenge ist notwendig? Um die richtige Ausstattungsmenge an Frottier- und Bettwäsche sowie Bademänteln festzulegen, sollte zunächst entschieden werden, ob im Haus gewaschen wird oder eine Industriewäscherei damit beauftragt wird. Wird die Frottierwäsche selbst gewaschen, empfiehlt sich eine vierfache Ausstattung bezogen auf die Gästeanzahl. Bei Bademänteln reicht eine zwei- bis dreifache Ausstattung. Dies gewährleistet, dass immer eine ausreichende Stückzahl vorrätig ist. Ein weiterer Vorteil: Es sind nicht permanent alle Teile im Umlauf, so dass die Wäscheausstattung insgesamt länger genutzt werden kann. Wie lange, hängt natürlich von der Qualität und der sachgerechten Handhabung ab: Bei hochwertiger Ware geht man von etwa 200 bis 300 Waschzyklen aus. Bettwäsche, die aufgrund des Mangelns deutlich pflegeintensiver ist, wird häufig außer Haus gewaschen. Abhängig vom Abholturnus, der mit dem Dienstleister vereinbart wird und, um auf Nummer sicher zu gehen, sollte mindestens die vierfache, besser noch fünf- oder sechsfache Ausstattungsmenge angeschafft werden. Die Haltbarkeit einer guten Qualität liegt hier bei rund 200 bis 250 Waschzyklen.  | 17


Topthema Kuschelweiche Bademäntel, gepflegte Frotteewaren: Nicht nur im Spa-Bereich gilt blütenweiße Reinheit als A und O fürs Wellnessgefühl.

Wäschepflege: Outsourcing oder selbst waschen?

Die 90-ProzentVisitenkarte Für neun von zehn Gästen ist saubere Wäsche eines der wichtigsten Qualitätskriterien bei der Hotelwahl. FCSI-Expertin Hildegard Dorn-Petersen erläutert im Gastbeitrag, welche Überlegungen Hoteliers vor der Entscheidung über die „Wäsche-Hoheit“ anstellen sollten.

D

ass ein Wellnesshotel Wohlgefühl vermitteln soll, steht schon in seinem Namen. Dabei geht es jedoch nicht nur um ein besonderes Ambiente, einen attraktiven Spa-Bereich und professionelle Anwendungen – dazu gehört, was der Gast sensorisch mit Haut und Händen berührt – auch die Wäsche. Was gibt es Schöneres, als sich in ein frischbezogenes Bett fallen zu lassen, in dem hochwertige Bezüge weiche Daunen um-

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hüllen? Oder in einen kuschelweichen Bademantel zu schlüpfen?

Wäsche ist ein wichtiges Tool zur Kundenbindung Für drei Viertel aller befragten Hotelgäste ist gepflegte Wäsche laut einer repräsentative Online-Umfrage der Informationsplattform Klasse Wäsche ein entscheidendes Kriterium bei der Hotelwahl. Sieben von zehn Gästen sind demnach überzeugt,

dass hochwertige Wäsche die Qualität des Hotels widerspiegelt. In puncto Bettwäsche und Handtücher sollen sogar 90 Prozent ganz genau hinschauen. Gerade in einem Wellnesshotel fallen täglich große Mengen Wäsche an. Über den klassischen Bedarf an Bett- und Tischwäsche hinaus ist es vor allem die SpaAbteilung, die täglich Unmengen von gebrauchter Frotteewäsche produziert: Poolund Saunatücher, Kompressen und HandHOTEL+TECHNIK  2.2018


Topthema

tücher aus den Behandlungen. Dazu die vom Gast heißgeliebten, kuscheligen Bademäntel. Wer selbst wäscht, kann hier farbliche Akzente setzen und gleichzeitig auch die Trocknertemperatur bestimmen, was die Haltbarkeit bei Kunstfasern deutlich erhöht. Praxistipp: Wer die Bademäntel (mit frisch eingezogenem Gürtel) direkt auf den Bügel hängt, erspart den Mitarbeitern Zeit und Arbeit beim Falten und macht es dem Gast leicht – dieser sieht sofort, ob die Größe stimmt, kann komfortabel reinschlüpfen und muss nicht erst ein verzurrtes Bündel entzerren. In Spitzenzeiten ist es von Vorteil, wenn die Frotteewäsche im Haus gewaschen wird. Eine schnelle Nachtschicht sorgt für Nachschub und die Handtücher müssen, wenn sie aus dem Trockner kommen, nur noch gefaltet werden. Das können sowohl die Spa-Rezeption als auch der Nachtportier nebenher erledigen.

Fotos: AdobeStock_a2l, Sonnenalp Resort

Oft gewählte Lösung: Outsourcing Wie schafft man es, dass der Gast den perfekten Eindruck von gepflegter Hotelwäsche mit nach Hause nimmt? Und wie kann man sicherstellen, dass die Wäsche in allen Abteilungen stets in ausreichender Menge verfügbar ist? Outsourcing erscheint auf den ersten Blick als beste Lösung. Dazu haben auch die Anbieter beigetragen, die mittlerweile deutlich mehr als ganz banale Bettwäsche anbieten. Wer mit Leasingwäsche arbeitet, spart die nicht unerheblichen Kosten für die Anschaffung (in der Regel mit dreifachem Satz) sowie die Ersatzbeschaffung. Ein großer Vorteil ist, dass externe Dienstleister mit effizienten Maschinen arbeiten, die ein optimales Ergebnis sicherstellen. Dies ist vor allem bei Flachwäsche – von Bettbezügen, Laken bis hin zu Tischdecken – nicht immer der Fall. Wer mit runden Tischdecken im Bankettbereich arbeitet, kann ein Lied davon singen, wie diese sich über die Zeit immer mehr von ihrer ursprünglichen Form verabschieden. Zur Tischwäsche: Sie scheint ein aussterbendes Genre. Was mal in der Kettenhotellerie als Sparmaßnahme mit Papiersets zum Frühstück begann, ist heute Chic: Selbst Drei-Sterne-Koch Kevin Fehling serviert seine Menüs auf blankem Holz mit Sets, damit nichts vom Essen ablenkt, das im Mittelpunkt stehen soll. Fakt ist: Man kann ohne Tischdecken leben, jedoch verschwindet mit ihnen ein Stück Tischkultur. Elegantes Tafelsilber wie beispielsweise im Reichshof Hamburg verlangt die entsprechende Unterla2.2018  HOTEL+TECHNIK

ge. Die blanke Marmor-Tischplatte, der niemand ansieht, mit welchem Lappen sie zuletzt geputzt wurde, passt da weniger ins Bild.

Die eigene Wäscherei: BestPractice-Modell Sonnenalp Für eine eigene Wäscherei braucht es zunächst reichlich Platz mit Frischluftzufuhr. Keinen dunklen Keller im zweiten UG. Das ist sinnlos und viel zu teuer für den Hotelier, der in teurer Citylage baut. Doch selbst in ländlichen Lagen, in denen Grund auf dem Gelände vorhanden ist, muss die Investition sorgfältig abgewogen werden. 100 Zimmer gelten als Minimum, um eine komplett eigene Abwicklung in Betracht zu ziehen. Im Allgäuer Fünf-Sterne-Hotel Sonnenalp haben sich die Inhaber Anna-Maria und Michael Fäßler vor vier Jahren für eine eigene Wäscherei entschieden, als der bisherige Lieferant aus Altersgründen aufhören wollte. Gemeinsam haben sie in den vergangenen Jahren am Konzept eines modernen Resorts mit traditionellem Charakter gefeilt und ihr Haus fit für die 100-JahrFeier im Jahr 2019 gemacht. Ihr Entschluss, 3,2 Millionen Euro in eine eigene, „grüne“ Großwäscherei mit einer Nutzfläche von rund 1.000 Quadratmetern zu investieren, war sorgfältig überlegt und folgt der Devise: „Höchster Anspruch in puncto Qualität und Ökologie!“ Der drei Kilometer vom Hotel entfernte Betrieb wird modernsten Standards in der Umwelt- und Waschtechnik gerecht. So wurde die neu erbaute Sonnenalp-Wäscherei für einen möglichst geringen Energie-, Wasser- und

Lupenreine Wäschepflege gilt als Aushängeschild jedes guten Hotelbetriebs – ab 1.000 Betten kann sich die Investition in eine eigene Wäscherei lohnen. Oft gewählter Kompromiss: Mangelwäsche outsourcen, Frottee in Eigenregie pflegen.

Autorin Hildegard Dorn-Petersen (FCSI) berät seit mehr als 25 Jahren die mittelständische Hotellerie (www.hotel-consult.de) und ist Mitglied im FCSI-Vorstand (Foodservice Consultant Society International Deutschland-Österreich e.V. (www.fcsi.de)


Topthema

Chemieeinsatz optimiert. Auch in Sachen Haptik, Duft und Optik hochwertiger Hotelwäsche sei das Ergebnis herausragend, sind sich die beiden Inhaber einig. Elf Arbeitsplätze haben die Unternehmer in der Wäscherei geschaffen, deren Kapazität so ausgelegt wurde, dass auch externe Allgäuer Hotels ihre Wäsche dort waschen lassen können. Hat man am Anfang nur den Bedarf der Sonnenalp mit 440 Betten abgedeckt, findet das Konzept inzwischen Anklang. Weitere Betriebe mit rund 1.000 Betten, unter anderem das Kinderhotel in Oberjoch, kamen dazu. So werden heute täglich zwischen 4,5 und fünf Tonnen Wäsche verarbeitet. Dementsprechend musste der Gerätebestand angepasst werden: Weiter hinzu kamen eine neue Mangel mit einer Extrabreite von

vier Metern sowie eine Frotteelegemaschine. Bei aller Raumgroßzügigkeit wünscht sich Wäschereileiter Volker Parragi im Nachhinein, man hätte die Halle mit 1.000 Quadratmetern Grundfläche noch etwas größer und vor allem höher gebaut, was einen höheren Grad der Automatisierung zulassen würde. Doch die Sonnenalp denkt noch weiter in die Zukunft. In den nächsten zwei Monaten wird eine hochmoderne UHF-RFIDWäscherei-Technologie eingeführt, bei der jedes einzelne Wäschestück gechipt wird. Auf diese Weise sind keine Verwechslungen mehr möglich - und der Schwund der Wäsche wird nachvollziehbar.

Gut abwägen Dass die professionelle Planung einer ei-

genen Wäscherei und aller Arbeitsabläufe ebenso notwendig ist wie für eine neue Küche, ist den meisten Hotelbetreibern mehr als bewusst. Expertise und langjährige Erfahrung, wie bei den Kollegen des FCSI (Foodservice Consultant Society International), erweisen sich auch in diesem Bereich als hilfreich. Welche Punkte bei einem sorgfältigen Abwägen den Ausschlag für die Entscheidung geben können, ob Sie weiterhin Ihre Wäsche in fremde Hände geben oder die Wäschepflege lieber in Eigenregie übernehmen, zeigt die nachfolgende Übersicht. Eine pauschale Lösung gibt es nicht. Ein guter Kompromiss kann gerade für kleinere Häuser oder Wellnesshotels sein, die Mangelwäsche extern versorgen zu lassen und Frotteewaren im Hotel zu waschen.  |

Pro und Contra – Inhouse v. outsourCIng Inhouse

outsourcing

+ Kontrolle über das qualitative Ergebnis – von der Optik über die Haptik bis zum Duft

+ Es fallen keine Investitionen für die Ausstattung der Wäscherei bzw. für den Bau einer eigenen Wäscherei an – der Dienstleister arbeitet in der Regel mit optimalen Geräten

+ Gezielte Beschaffung der eigenen Wäsche in der gewünschten Qualität

+ Dto. Platzbedarf für Wäscherei

+ Kosteneinsparung für Mietwäsche

+ Mietwäsche spart Kapitaleinsatz

+ Eigene, geschulte Mitarbeiter gehen pfleglicher mit der eigenen Wäsche um

+ Lagerhaltung für eigene Wäsche wird reduziert

+ Bei hoher Auslastung können Kapazitäten durch Extraschichten erhöht werden

+ Keine Personalprobleme, keine Personalkosten (diese sind mehr als 50 % der Gesamtkosten)

+ Einfluss auf Art der Waschmittel (ökologisch, nachhaltig) und der Waschtemperatur

+ Professionelle Dienstleister arbeiten kosteneffizient und mit hohen Hygienestandards

+ Energiesparmaßnahmen und damit Kostenoptimierungen können selbst gesteuert werden

+ Wäschepflege gehört nicht zu den Kernkompetenzen und zum Kerngeschäft des Hoteliers – durch Outsourcing werden Ressourcen frei, z.B. zur Steigerung der Servicequalität

+ Neue Technolgien vermeiden Verwechslungen und machen Schwund nachvollziehbar

− Qualität nicht direkt beeinflussbar

− Hohe Investitionen für die Ausstattung der Wäscherei

− Kein Einfluss auf Waschmittel (Nachhaltigkeit) und Geruch

− Platzbedarf – Fläche muss vorhanden sein und kann nicht anderweitig genutzt werden

− Lange Transportwege, wenn der Anbieter nicht vor Ort ist (Zeit und Ökologie)

− Investitionen für die Anschaffung der Wäsche (Nicht unerheblich!)

− Pünktlichkeit abhängig von externen Faktoren wie Verkehr, Witterung, Ausfall des Fahrers etc.

− Ersatzbeschaffung muss selbst getätigt werden, dto. Näharbeiten etc.

− Einheitstemperatur beim Wäschetrocknen (kann z.B. Kuschelbademäntel beeinträchtigen)

− Qualifizierte Mitarbeiter müssen gefunden bzw. eigene ausgebildet werden

− Je nach Vertrag: Diskussionen über fehlende oder beschädigte Artikel − Bestandsschwund durch Vertauschen und Verwechseln (da zahlreiche Kunden)

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HOTEL+TECHNIK  2.2018


Topthema

Marktübersicht Waschmaschinen

Mit Sicherheit eine saubere Sache Von Bettwäsche und Handtuch über Kissen und Vorhänge bis zur Berufsbekleidung der Mitarbeiter: Im Hotel- und Gastronomiegewerbe gehören optimale Reinigung und Pflege der Wäsche zum täglichen Programm. Moderne Waschmaschinen schonen Ressourcen und Umwelt.

Foto: Miele

H

otelgäste erwarten saubere und hygienisch einwandfreie Wäsche, die angenehm duftet und sich wohlig anfühlt. Für den Hotelier selbst sollte dieser Service möglichst kostengünstig realisierbar und wirtschaftlich sein. Eine hauseigene Wäscherei erfüllt diese Anforderungen dann am besten, wenn die Ausstattung optimal auf den Bedarf des Hauses abgestimmt ist. Ist dies der Fall, bietet eine hauseigene Wäscherei, so der Informationsdienst „Klasse Wäsche“, entscheidende Vorteile: ++ optimale Hygiene, ++ Nachhaltigkeit, ++ die Möglichkeit der direkten Qualitätsprüfung und Kontrolle, ++ Unabhängigkeit von Dritten, ++ Wirtschaftlichkeit. Allerdings wissen die Experten von „Klasse Wäsche“ auch: Im Haus zu waschen erfordert Fachwissen und Engagement. Je besser die zuständigen Mitarbeiter geschult werden und je klarer die internen Arbeitsprozesse strukturiert sind, desto einfacher und erfolgreicher funktioniert eine hauseigene Wäscherei zur Zufriedenheit aller Beteiligten. Einfach anzuwendende Produkte und Zubehör sind eine entscheidende Voraussetzung für verbesserte Arbeitsproduktivität. Professionelle Waschmaschinen leisten einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg der hauseigenen Wäscherei: Wäschereimaschinen der neuesten Generation sind intelligente Sparmeister. Nicht nur Bett- und Frotteewäsche werden in der hauseigenen Wäscherei hygienisch sauber aufbereitet, sondern auch das Waschen und Trocknen von Kopfpolstern, Bettdecken, Matratzenauflagen und Vorhängen ist jederzeit einfach möglich. Im Restaurantbereich verwöhnt hochwertige und hygienisch gepflegte Tischwäsche die Sinne anspruchsvoller Gäste. 2.2018  HOTEL+TECHNIK

Topthema Neue, optimierte Programme für normal verschmutzte Wäsche reduzieren die Verbrauchskosten moderner Waschmaschinen bei gleichbleibend hoher Wasch- und Spülwirkung zusätzlich.

Die Anschaffung der Geräte muss im Hinblick auf Investitions- und laufende Kosten Punkt für Punkt durchdacht sein. Folgende Kriterien gelten für die Wahl der Waschmaschinen: ++ Größe/Füllgewicht in Kilogramm, ++ Beheizung (Elektro, Gas, Dampf), ++ Verhältnis Füllgewicht zu Trommelvolumen (1 : 10), ++ Energie- und Wasserverbrauch (z.B. Warmwasser-, Regenwasseranschluss, Wasserrückgewinnung), ++ Waschmitteldosierung (Pulver, flüssig), ++ maximale Umdrehungen je Minute – g-Faktor – Restfeuchtigkeit nach dem Schleudern, ++ Ausführung der Trommel (Lochung), ++ Bedienung/Steuerung,

Eenergiesparende Geräte neuester Generation verbrauchen bis zu 40 Prozent weniger Wasser und Energie als noch vor wenigen Jahren und können an intelligente Energiemanagement-Systeme angeschlossen werden. Das sorgt dafür, dass bei hohem Stromverbrauch ein oder mehrere Geräte kurzfristig abgeschaltet werden. Wenn zum Beispiel mittags in der Küche Hochbetrieb herrscht, können die Wäschereimaschinen automatisch ihren Betrieb anhalten. Dadurch lassen sich je nach Anwendung die gesamten Stromkosten um bis zu 25 Prozent senken.  | 

Quelle: www.klassewaesche.com

 Die folgende Übersicht zeigt fünf Maschinen für die hauseigene Wäscherei. 21


Topthema

­Marktübersicht

Gewerbewaschmaschinen Anbieter

Electrolux Professional GmbH Geschäftsbereich Wäschereisysteme Schaffhausenstr. 77, D-72072 Tübingen www.professional.electrolux.de

Miele & Cie. KG Carl-Miele-Str. 29 D-33332 Gütersloh www.miele-professional.de

Modell

W5180H

PW 818

Material

alle wichtigen Teile aus Edelstahl und verzinktem Stahl für hohen Rostschutz

Front: Edelstahl, Seitenwände: verzinkt und einbrennbeschichtet blau

Größe in mm (B  T  H)

970 x 947 x 1.426

924 x 950 x 1.452

Gewicht in kg

354

389

Füllgewicht in kg

20

18–20

Trommel

Volumen: 180 l, Durchmesser 72,5 cm

Trommelvolumen: 180 l, Durchmesser: 71,5 cm

Türöffnung Durchmesser

39,5 cm

41,5 cm

Anzahl der Programme

Steuerung Compass Pro: 55 Standardprogramme, 15 frei programmierbare. Steuerung Clarus Control: 192 Programmplätze

89 Standardprogramme + 110 freie Programmplätze = insgesamt 199 Programmplätze

Waschdauer/bei 60-°CStandard-Programm

ca. 46 min.

bei Anschluss an Warmwasser: 45 min. bei Anschluss an Kaltwasser: 53 min.

Energie- u. Wasserverbrauch/pro 60-°C-Waschgang

3,4 kWh (Motor 0,5/Heizung 0,9/ Warmwasser 2,0)

Anschluss an Warmwasser: 0,98 kWh Anschluss an Kaltwasser: 2,75 kWh

Kalt-/Warmwasseranschluss

ja/ja (optional 3. Anschluss für Wasserrückgewinnung)

ja/ja

Schleudertouren

max. 450 G

1.075 U/min.

Restfeuchte in %/g-Faktor

48 % (abhängig von Textilart und Verarbeitung, hier 100 % Baumwolle)

43 % bei Warmspülen, 47 % bei Kaltspülen, g-Faktor: 460

Bedienung/Touch/Knopf

Multifunktionsknopf

Drehwahlschalter und Tasten

Programmierbarkeit/ wichtige Schnittstellen

volle Programmierbarkeit am Gerät oder via USB-Schnittstelle am PC/Laptop

Steuerung frei programmierbar

Motor

Standard Elektromotor und Frequenz­umwandler (= Motorsteuerung)

wartungsfreier Motor mit Frequenzumrichter

Geräuschpegel

67 dB (waschen) bis 87 dB (schleudern)

<70 dB(A) re 20 mPa

Waschmittel/Art, Zugabe

4-Kammer-Waschmittelfach für manuelle Dosierg. und 5 Flüssigdosieranschlüsse (optional maximal 8 Anschlüsse)

Pulverwaschm.-Zugabe über Schütten im Einspülfach + Flüssigwaschm. über entsprechende Flüssigdosierpumpen

Gesamtanschlusswert

18,3 kW (bei 450 V/50 Hz)

21 kW

besondere Features

Maschine wiegt Wäsche u. passt Wasser- u. Energieverbrauch an + maximierte Schleuderkraft: für optimale Entwässerung der Wäsche und Reduzierung der mechan. Beanspruchung der Maschine

patentierte Schontrommel 2.0, innovativer Laugenbehälter, automatischer Türverschluss zum einfachen Schließen bzw. Öffnen, hohe Schleuderperformance für sehr geringe Restfeuchte

Service/Garantie

flächendeckender zertifizierter Werkskundendienst: Reaktionszeit bis 36 Std. (werktags)

Service durch den Fachhandel oder ca. 150 Miele-Service-Techniker/1 Jahr Garantie nach Inbetriebnahme

Preis

auf Nachfrage

auf Anfrage

Die Angaben stammen von den Anbietern. Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit. Die Tabelle erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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HOTEL+TECHNIK  2.2018


­Marktübersicht

Gottlob Stahl Wäschereimaschinenbau GmbH Ulmenstraße 24 71069 Sindelfingen www.stahl-waeschereimaschinen.de

TREYSSE GmbH Wäscherei- und Reinigungstechnik Hauptstraße 59a, 99869 Wangenheim www.treysse-waeschereitechnik.de

Mopp Wash 19.7/X-Tra Wash 19.7

ATOLL 220

IY 180 E AE

Edelstahl und pulverbeschichtetes Stahlblech

Edelstahl

Edelstahl

970 x 970 x 1.410

1.010 x 1.000 x 1.370

970 x 970 x 1.410

380

410

380

19,7

22

20

Volumen: 180 l/Durchmesser 75 cm

Volumen: 220 l/Durchmesser 75 cm

Volumen: 180 l/Durchmesser 75 cm

46 cm

45 cm

46 cm

15 (frei programmierbare) Programme im Standard + bis zu 99 Programme

99 Programmspeicherplätze

bis zu 60 frei programmierbare Programme

bei Anschluss an Warmwasser: 55 min. bei Anschluss an Kaltwasser: 70 min.

38 bis 45 min.

34 bis 45 min.

bei Anschluss an Warmwasser: 1,8 kWh bei Anschluss an Kaltwasser: 5 kWh

1,1 kWh abhängig vom Waschverfahren

2,4 kWh/111 l pro Waschgang

ja/ja

standardmäßig vorhanden + weitere Wasserarten optional möglich

ja/ja (optional: 3. Wassereinlassventil)

anwendungsspezifisch bis zu 980 rpm

0 bis 1.000 rpm

bis zu 980 rpm

Restfeuchte 45 % + g-Faktor: max. 460

Restfeuchte 45 bis 50 % − gewebeabhängig + g-Faktor 420

Restfeuchte 45 %/bis zu 400G

Tasten und Grafik-Display

Tasten- und Touchbedienung möglich

LCD-Display und Tasten

frei programmierbar am Gerät via USB-Schnittstelle + RS 485 Schnittstelle

frei programmierbar am Gerät oder über USB, PC

frei programmierbar über USB-Schnittstelle oder Infrarotanschluss

Elektromotor, Frequenzumrichter

Frequenzumrichter-Antrieb

frequenzgesteuerter Antrieb

Waschen: 55 dB(A), Schleudern: 65 dB(A)

< 70 dB(A) beim Schleudern

< 65 dB(A) beim Schleudern

Anwenderspezifische Pulver- oder Flüssigchemie + automatische Dosierung über Pumpen möglich

sowohl Flüssigdosierung als auch Pulverdosierung möglich

manuelle Dosierung über 4-Kammer-Einspülfach auf Maschinenoberseite + Möglichkeit zur Flüssigdosierung (Anschluss von 8 Dosierpumpen)

19,5 kW

18 kW

18 kW

Wasserstand erhöhbar + Anzahl Vorwäschen einstellbar + Münz- oder Kartenbezahlsystem möglich + EU-maschinenrichtlinienkonform + automatische Gewichtserkennung + Schontrommel + in 20 Sprachen programmierbar

bedienergeführte MC-Steuerung in Landessprache möglich + Edelstahl-Trommel + Edelstahl-Ablaufventil + große Tür weit öffnend + 5 Schöpfrippen + geeignet für alle Waschverfahren

SmartWAVe (beladegewichtsabhängiger Wasser-, Energie- und Hilfsmittelverbrauch), RKI-Richtlinienkonform

360°-Full-Service + volle Garantie über ges. Vertragslaufzeit, inkl. Ersatzteile, Lieferung, Installation, Konfiguration, Schulung und Anfahrt

bundesweiter Werkskundendienst + Fullservice inkl. Ersatzteile, Lieferung möglich + Garantie 12 Monate, Verlängerung möglich

bundesweiter Zentralservice, TREYSSE-Vollservice über gesamte Vertragslaufzeit (inkl. Ersatzteile und Technikerkosten) möglich

monatl. Full-Service-Miete + laufzeitabhängig

auf Anfrage, Finanzierung möglich

auf Anfrage, Kauf, Finanzierung oder Vollservice-Miete möglich Fotos: jeweils von den Anbietern

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2.2018  HOTEL+TECHNIK

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Thomas Brückner, Hotelmanager und Geschäftsführer des Estrel in Berlin, wünscht sich volle Konzentration auf den Gast und setzt auf intelligentes Outsourcing, da wo es möglich ist.

Topthema Ein Hotel mit großen Aufgaben: Das Estrel in Berlin.

Hotel Estrel kooperiert mit Greif Textile Mietsysteme

60 Container Wäsche pro Tag Im größten Hotel Europas soll die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter ganz dem Gast gehören. Bei Aufgaben, die unbemerkt im Hintergrund laufen wie die Wäschepflege, setzt das Management auf Outsourcing an kompetente Dienstleister.

W

er das größte Hotel in Europa führt, muss bei allen Aufgabenstellungen groß denken: Das Estrel in Berlin verfügt über 1.125 Zimmer und Suiten, vier Restaurants, drei Bars und 75 Tagungsräume. Bald sollen mit dem geplanten Bau des Estrel-Towers 24

noch einmal 814 Zimmer hinzukommen. „Bei diesen Volumen benötigen wir zuverlässige, schnelle und starke Partner“, betont General Manager und Geschäftsführer Thomas Brückner. Er will alle Prozesse auf die Bedürfnisse der Reisenden ausrichten und sich auf das Wesentliche kon-

zentrieren: den Gast. Aufgaben, die für die Gäste unbemerkt im Hintergrund ablaufen, werden dagegen auch von Dienstleistern erledigt. So gibt der Hotelmanager unter anderem die Versorgung mit frischer Wäsche außer Haus: „Der textile Mietservice von Greif entlastet uns von hohen Investitionen in die Hoteltextilien und in einen großen Wäschereimaschinenpark.“ Das habe auch noch andere Vorteile: „Für die Bearbeitung der Bett-, Frottier- und Tischwäsche benötigen wir kein Personal und sparen uns auch die Lagerflächen für die Aufbewahrung und Bevorratung.“ Doch wie findet man einen passenden Dienstleister? Und welche Kriterien legt man bei der Suche an? „Wer wichtige Aufgaben wie die Hotelwäsche an einen externen Dienstleister vergibt, braucht den passenden Partner“, sagt Jens Heupel, Geschäftsführer von Greif Textile Mietsysteme in Berlin. So müsse vor allem die Leistungsfähigkeit zu den Ansprüchen des Kunden passen: „Derzeit pendelt ein Sattelschlepper mit täglich bis zu 60 Wäschecontainern zwischen Greif und Estrel.“ Zuverlässigkeit ist für ihn als Dienstleister natürlich ein Muss – genauso wie die Notwendigkeit, sich auf die Prozesse des Kunden einzustellen. So holt sein Team die gebrauchte Wäsche am späten Abend bei Estrel ab, damit der Hotelbetrieb nicht gestört wird. Thomas Brückner nennt dafür noch einen weiteren wichtiHOTEL+TECHNIK  2.2018


Topthema

1 1.125 Zimmer und Suiten – das ergibt einen Sattelschlepper mit Wäsche pro Tag! 2 Jens Heupel, Geschäftsführer Greif Textile Mietsysteme in Berlin: „Die Leistungsfähigkeit des Dienstleisters muss zu den Ansprüchen des Kunden passen.“

Fotos: Estrel, Jens Heupel

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gen Grund: „Wir können den Gästen auf diese Weise die prompte Bearbeitung ihrer eigenen Wäscheartikel garantieren.“ Was er ebenfalls von seinem Dienstleister erwartet, ist Flexibilität. Er will auch ohne Ankündigung Wäsche nachbestellen können. Kleinere Volumen müssen innerhalb eines halben Tages ebenso lieferbar sein wie 20.000 Mundservietten oder 3.000 Bademäntel.

2

Wie setzt ein Dienstleister solche Vorgaben um? „Wichtig bei diesen Dimensionen ist natürlich ein großer Wäschepool“, erläutert Jens Heupel. Das Estrel habe sich aus Gründen der Versorgungssicherheit für die Standardkollektion entschieden und darin die Premiumqualitäten ausgewählt. Der Dienstleister sei dabei auch auf die speziellen Wünsche von Estrel eingegangen: „Neben hochwertiger Wäsche für

Bett, Bad und Tisch beliefern wir das Haus auch mit speziell angefertigten Zierkissen für die Gästezimmer.“ Auch bei der Berufskleidung habe man sich auf die Wünsche des Großkunden eingestellt. „Estrel hat sich in diesem Punkt für eine individuelle Lösung entschieden. Damit das Hotel einen Service aus einer Hand bekommt, übernehmen wir dafür natürlich ebenfalls den Wäscheservice.“  |

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Topthema Im Hotel Höltje in Verden konnten die Energiekosten massiv gesenkt werden, ohne dabei am Komfort für die Gäste zu sparen.

H2O-Miele-Trockner senkt Energiekosten im Hotel Höltje

Wäschetrocknen fast zum Nulltarif

Eine neue Gerätegeneration nutzt die Heizwassertemperatur von Solarthermie, Fernwärme, Restwärme oder Blockheizkraftwerken für die Prozessluft im Trockner. Das spart jede Menge Energie und kostet im Fall von BHKWs so gut wie nichts.

S

teigende Kosten für Energie sind eine der größten Herausforderungen deutscher Hotelmanager. Wie mit intelligenten Konzepten, die auch die Energieverbraucher selbst einbeziehen, in der Praxis Kosten gesenkt werden können, zeigen die Investitionen im Hotel Höltje in Verden. Die Hoteliersfamilie Glander wollte die Energiekosten senken und hatte dabei den Stromverbrauch der Trockner im Auge. Der Plan: Statt kostspieligem Strom sollte die Wärme des Blockheizkraftwerks (BHKW) zum Trocknen genutzt werden. Dazu wurde 2012 ein H2O-MieleTrockner angeschafft und in das Energiekonzept integriert. Die neuen H2O-Trockner des Herstellers sind in acht unterschiedlichen Größen von 325 bis 800 Li-

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tern Trommelvolumen verfügbar und fassen zehn bis 32 Kilogramm Wäsche. Ihr Prinzip: Das heiße Wasser, das zum Beispiel durch Solarthermie, Fernwärme, Restwärme aus der Wäscherei oder als Nebenprodukt bei der Kühlung eines Blockheizkraftwerks gewonnen wird, erwärmt über die neuen Heizregister die Prozessluft in den Trocknern. Deren Programme wurden speziell für die Anwen-

Infos ++ www.miele-professional.de ++ www.hotelhoeltje.de

dung bei geringeren Prozesslufttemperaturen wäscheschonend optimiert. Wenn die Wärmequelle ein BHKW ist, arbeiten die H2O-Trockner fast zum Nulltarif. Denn hier entsteht das Heißwasser als Nebenprodukt bei der Kühlung des BHKWs, es muss also nicht extra aufgeheizt werden. Nützlicher Zusatzeffekt: Durch die Nutzung der Wärme im H2OTrockner wird das heiße Wasser des BHKW-Kreislaufs wieder abgekühlt, um dort erneut als Kühlwasser zur Verfügung zu stehen.

15.000 Euro in fünf Jahren Fünf Jahre nach Einführung des Trockners im Hotel Hoeltje sagt Hotelier Gördt Glander: „Der Trockner ist ein tolles Gerät, und ich würde mir keine andere Maschine HOTEL+TECHNIK  2.2018


Topthema

1 Der H2OTrockner ist im Hotel Höltje in Verden wichtiger Teil des Energiekonzepts.

Fotos: Hotel Höltje, Miele

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mehr kaufen.“ Da die Tanks immer reichlich Warmwasser enthalten, werden auch die beiden Miele-Waschmaschinen in der hauseigenen Wäscherei für 7,5 und 14 Kilogramm Füllgewicht damit versorgt. So werden weitere Einsparungen möglich, und Gördt Glander kommt seinem vor Jahren definierten Ziel täglich ein Stück näher: „Wir wollen doppelt sparen: bei den laufenden Kosten und bei der Umweltbelastung. Und das, obwohl bei uns

2 Gördt und Maria Glander wollen nicht nur Kosten senken, sondern auch umweltfreundlich wirtschaften.

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nach wie vor mindestens 200 Kilo Textilien täglich sauber werden – Gästewäsche inklusive.“ Die Maschinen sind ständig in Betrieb, mindestens zehn Mal am Tag, und auch die Miele-Mangel läuft auf Hochtouren. Bettwäsche für die 62 Zimmer, Tischdecken und Servietten für das Restaurant, alles wird in dem Vier-Sterne-Haus in Eigenregie erledigt. Vor der Umstellung auf die neue Technik waren deshalb hohe

Stromrechnungen normal. „Sie lagen bei etwa 70.000 Euro pro Jahr, und davon entfielen rund 3.000 Euro auf unseren alten Trockner“, so der Hotelchef. Der H2OTrockner habe demnach inzwischen etwa 15.000 Euro eingespart: „Der Kaufpreis hat sich längst amortisiert.“ Der Trockner arbeite nicht nur äußerst kostengünstig, sondern darüber hinaus dank der patentierten Schontrommel besonders wäschefreundlich. |

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Die gesamte Bandbreite elektrotechnischer Planungsaufgaben kommt in der Hotelimmobilie an einem Ort zusammen. In Zukunft werden nur noch Unternehmen mit ganzheitlichen Lösungen rund um die Uhr reibungslos laufen können.

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uf den ersten Blick scheint die Elektroplanung bei Hotelzimmern vergleichbar mit einem Wohnhaus, wo es ebenfalls unterschiedliche Nutzungsbereiche wie Badezimmer, Schlaf- und Wohnräume gibt. Trotzdem beginnen in diesen Bereichen bereits die ersten Unterschiede – zum Beispiel bei den Bädern, deren Decken in Hotels meist abgehängt sind. Bei Hotelbauten sind die Größenverhältnisse zudem völlig anders 28

als im Wohnungsbau. Da gibt es Objekte mit 160 Zimmern und Selbstverpflegung, also Pantryküchen, oder auch mit über 300 Zimmern, wo auf äußerst komprimiertem Raum sehr unterschiedliche Anforderungen bestehen. „Eine große Herausforderung in unserer Planungsarbeit besteht in der Beherrschung dieser Vielfalt“, so Andy Herlan, Projektleiter für Hotelimmobilien bei HF Elektroplanung. Das Unternehmen mit Sitz in Karlsruhe und

Köln ist eine Planungsgesellschaft für Elektrotechnik und blickt auf mehr als 1.300 Realisierungen allein in Deutschland zurück. Zu den Kunden zählen Unternehmen wie die Deutsche Bahn, DHL sowie der Europa-Park. Seit 2016 bietet HF als eines der ersten Planungsbüros seiner Branche auch BIM-Elektroplanungen (Building Information Modeling) an. „Die Elektroplanung von Hotelgebäuden wird immer komplexer“, sagt Roland HOTEL+TECHNIK  2.2018


HFGeschäftsführer Roland Hofmann blickt auf mehr als 25 Jahre Erfahrung in der elektrotechnischen Ausstattung von Hotelimmobilien zurück.

Hofmann, Geschäftsführer von HF: „Wir müssen Technik auf kleinstem Raum verdichten. Im Hotel ist vieles in eine kleine Einheit gepresst. Neben dem Badezimmer, das es ja immer gibt, finden Sie den Fernseher, unweit daneben vielleicht eine kleine Kochnische, je nachdem, wie das Konzept des Betreibers ist.“

Fotos: Bell Rock/Europa-Park Rust, HF Elektroplanung

Bautechnische Anforderungen in Hülle und Fülle Auch Not- oder Feuermelder, Rauchmelder, Alarmgeber und Sprinkler seien fast immer mit zu berücksichtigen. Gerade bei der Be- und Entlüftung bestehe ein besonderer Planungsaufwand. Hier müsse der Planer früh entscheiden, wo die Ein- und Auslässe für die Luft sind, wo Leuchten und gegebenenfalls Lautsprecher eingebaut werden. Dieses lasse sich während der Bauausführung nur noch sehr aufwändig korrigieren. Aspekte wie Nachhaltigkeit, Komfort, Vernetzung, Digitalisierung sowie die Optimierung von Betriebsund Unterhaltskosten seien heute nur noch durch intelligentes Systemmanagement zu beherrschen. . Die Elektroplanung der Zimmer ist aber nur der eine Teil der Elektroplanung in einem Hotel. Viel aufwendiger in der Planung sind die zahlreichen unterschiedlichen Hauptversorgungsbereiche. Dazu gehören je nach Ausstattung und Größe des Gebäudes die Rezeption, die Gastronomie mit Küche und Bar, das Foyer, Aufenthaltsbereiche, Fitness, Sauna, Spa, Pool, Konferenz- und Businessbereiche, das Backoffice, Terrassen und häufig auch eine Tiefgarage. Hier gilt es für den Planer, nicht nur normativen Kriterien, sondern 2.2018  HOTEL+TECHNIK

auch bautechnischen Anforderungen in Hülle und Fülle gerecht zu werden „Dadurch haben wir auch viel mehr Planungspartner, mit denen wir uns abstimmen müssen“, betont Andy Herlan. „Da ist zum Beispiel der Küchenplaner für die Gastronomie, der Klimatechniker, der Innenarchitekt, der Lichtplaner, der die ganzen öffentlichen Bereiche definiert, das Thema Sonnenschutz und natürlich der Hotelbetreiber, der bei großen Ketten weltweite Standards einzuhalten hat. In Summe existieren wesentlich mehr Schnittstellen bei den Gewerken als im normalen Wohnungsbau beziehungsweise Planungsalltag.“ Ein weiteres anspruchsvolles Thema ist die Planung der Schließanlage für den Gebäudekomplex. Hier ist die gesamte Zutrittskontrolle zu regeln, da es mehrere Anlaufstellen wie Anlieferung, Haupteingang, Nebeneingänge, Personaleingang, Eingänge zu einem Park oder zu einer Außenanlage gibt, aber auch zur Tiefgarage (öffentlich, Hotelgäste) und natürlich zu den Zimmern.

Hohe E-Vernetzung in der Zukunft Große Bedeutung bei der Elektroplanung gewinnt die Digitalisierung. Dies gilt besonders für die Vernetzung mit Datenleitungen und den Aufbau von Managementsystemen in Hotels. Während man

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Technik+Architektur

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2 1 + 2 Das Steigenberger Hotel Stadt Lörrach – eins von mehr als 1.300 Projekten der HF Elektroplanung in Deutschland.

3 Neue Herausforderung: Die E-Mobilität führt zu Handlungsbedarf für Bestandsimmobilien im Hotelsektor.

in Wohnungen in der Regel TV, Internet und Telefonanschluss hat und jeder Nutzer seine eigenen Anbieter wählt, verhält sich das im Hotel völlig anders. Dort ist alles zentralisiert, vieles läuft über Server. „Das Datennetzwerk eines Hotels ist natürlich sehr viel ausgeprägter und umfangreicher“, so Roland Hofmann. Hier werde eine extrem hohe Anzahl von Datenleitungen benötigt. Digitales Fernsehen läuft zum Beispiel über Server. Der Hotelbetreiber nutzt dieses Medium nicht nur zum Abspielen von Videos oder dem Empfang der Sender, sondern auch für die eigene Werbung oder Hinweise auf Veranstaltungen. Der Hotelgast hat dann zukünftig die Möglichkeit, das beworbene Event direkt zu buchen. „Es gibt inzwischen auch IP-TV, aber leider noch keinen Anbieter für ein durchgängiges System. Wir stehen deshalb vor der Herausforderung, dass wir bei der Planung sehr viele Schnittstellen aufmachen, optimieren und wieder schließen müssen“, so Roland Hofmann. Das eigentliche Thema ist in diesem Kontext aber das Management aller Datenmengen von der Zimmersteuerung per App bis hin zur intelligenten Steuerung von Bezahlabläufen in Abhängigkeit der Nutzungen. Die Digi30

talisierung erfordert mehr Server, mehr Managementsysteme, die in der Lage sind, die vielen künftigen Anforderungen zu verknüpfen.

Elektromobilität erfordert neue Infrastrukturen Auch die zunehmende Elektromobilität wird in Hotels bei der Planung immer wichtiger. Gerade Hotelimmobilien im Bestand werden sich kurzfristig überlegen müssen, wie sie dem Boom begegnen. Der Hotelbetreiber muss in diesem Fall nicht nur den passenden Stellplatz bereitstellen, sondern auch die dafür notwendige Infrastruktur. Je nach Autotyp benötigt eine Ladestation derzeit bis zu 37 kW. Für fünf bis sechs Ladestationen braucht man in der Regel eine eigene Trafostation, weil das Niederspannungsnetz dies gar nicht mehr bereitstellen kann. Grundsätzlich wird die Stromversorgung eines Hotels so ausgelegt, dass die typischen Abläufe und Anforderungen im Tagesbetrieb abgedeckt werden. Die meisten Hotels arbeiten morgens zwischen sieben und neun Uhr im Hochbetrieb. Es wird aufgestanden, geduscht, geföhnt, gefrühstückt. Permanent laufen die Aufzüge, die Küche ist in Betrieb, Licht ist überall

an. Zu dieser Zeit besteht das höchste Stromaufkommen des Tages und für diesen Bedarf ist auch die elektrische Anlage mit Grundversorgung plus Reserve ausgelegt. Wenn dann noch gleichzeitig Fahrzeuge geladen werden sollen, geht irgendwann die Reserve zu Ende. Aus diesem Grund muss sehr genau geplant werden, wie man das Versorgungskonzept erstellt. Pro Ladestation rechnen die Experten aus Karlsruhe mit rund 5.000 bis 6.000 Euro Investitionskosten, wenn sie unabhängig betrieben werden sollen. Allerdings sei die Abrechnung des Ladevorgangs im Hotel noch in den Kinderschuhen. Möglich seien viele Varianten: von der kostenlosen Serviceleistung über die Pauschale bis hin zur exakten Abrechnung.

Planungskompetenz entscheidend Die Anforderungen an die Elektroplanung im Hotel werden in Zukunft noch komplexer. Deshalb ist es für Bauherren und Bertreiber wichtig, sich zeitig für einen erfahrenen Elektroplaner zu entscheiden. Die hohe Beratungskompetenz größerer Planungsgesellschaften garantiert in der Regel eine nachhaltige und wirtschaftliche Planung.  | HOTEL+TECHNIK  2.2018

Fotos: Steigenberger Hotel Stadt Lörrach, Adobe Stock_Tomasz Zajda

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Technik+Architektur

Südwärme versorgt Ballhausforum Unterschleißheim

Vorausschauen zahlt sich aus Wer beim Energiekonzept künftige Ausbaustufen einbezieht, kann umfangreiche Folgeinvestitionen vermeiden. Beim Bau des Kongresszentrums mit seinen Tagungshotels bei München wurde von Anfang an in der richtigen Größenordnung gedacht und realisiert.

Infinity One und Infinity Two stellen mit 20 Veranstaltungsräumen von 23 bis 1.340 Quadratmetern das größte Tagungshotel Süddeutschlands dar.

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Fotos: Infinity

as Ballhausforum (BHF) in Unterschleißheim bei München ist nicht nur ein architektonischer Blickfang, sondern auch aufgrund seines ganzheitlichen Energieversorgungs-Konzepts richtungsweisend. Seit 2007 versorgt die Südwärme AG das Forum in Unterschleißheim bei München vollständig mit Wärme, Kälte und Strom. Bei der Ausarbeitung des Konzepts für das Veranstaltungsund Kongresszentrum planten die Verantwortlichen für die Zukunft mit und sahen von Anfang an spätere Ausbaustufen vor. So konnte das Kongresshotel Infinity One 2010 ebenfalls an die Energiezentrale des Ballhausforums angeschlossen und mit Energie versorgt werden. Dazu musste lediglich die Energiezentrale um ein Blockheizkraftwerk (BHKW)

Infos ++ www.suedwaerme.de

Die Energiezentrale des Ballhausforums versorgt gleichzeitig die später ergänzten Hotelkomplexe.

ergänzt werden. Auch zu diesem Zeitpunkt dachte man schon an den nächsten Schritt und plante Kapazitätsreserven für die nächste Ausbaustufe mit. So konnte Anfang 2018 ohne „Wachstumsschmerzen“ nun auch die Hotel-Erweiterung Infinity Two über eine eigene FernwärmeÜbergabestation und entsprechende Leitungen aus der gemeinsamen Energiezentrale versorgt werden. Dabei wird der über das BHKW erzeugte Strom vorwiegend im Objekt selbst genutzt. Dank der vorausschauenden Planung werden die hohen gesetzlichen Anforderungen (EnEV, EEWärmeG) durch die ursprüngliche Energiezentrale immer noch deutlich erfüllt und dadurch unnötige kostenintensive Folgeinvestitionen vermieden.

wirtschaftlichen Erfolg des Projekts trägt auch ein intelligenter Energiemix, bestehend aus Strom (für eine Grundwasserwärmepumpe), Gas und Öl bei. Damit kann im laufenden Betrieb sehr flexibel auf Energiepreisschwankungen reagiert und die Energiekosten minimiert werden. Das zahlt sich bei dem großen Volumen des Hotel- und Konferenzzentrums besonders aus: Es umfasst auf insgesamt 4.700 Quadratmetern verschiedene Veranstaltungsflächen für bis zu 2.750 Personen. |

Kapazitäten für bis zu 2.750 Personen

MIT KLEINEN BÄDERN GRÖSSE ZEIGEN

Das Objekt zeigt, dass eine vorausschauende Planung des Energiekonzepts unter Nutzung sinnvoller Technologien nicht nur zum ökologisch, sondern auch zum ökonomisch besten Ergebnis führt. Zum

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Technik+Architektur

Alles im Blick: Über eine Plattform haben die Mitarbeiter alle sicherheitsrelevanten Bereiche unter Kontrolle. Die Software analysiert dabei laufend und selbstständig die Situation und gibt nach vordefinierten Regeln Alarm.

Sicherheitskonzept von Bosch entlastet Hotelmitarbeiter

Zuverlässiger Alarm dank Video-Software

Der Einsatz von Kameras ist in den meisten Hotels längst Usus. Doch wer überwacht die Monitore und entscheidet, ob eingegriffen werden muss oder nicht? Ein hochmodernes System erkennt selbstständig tatsächliche Gefahrensituationen und kann so die Sicherheit im oft schwer überschaubaren Hotelbetrieb deutlich verbessern.

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it seinen 30 Etagen und 285 luxuriösen Zimmern mit Blick über die ganze Stadt ist das Hotel Las Américas Golden Tower Panama eine Sehenswürdigkeit inmitten des Geschäftsund Finanzviertels der mittelamerikanischen Metropole. Für Mitarbeiter in Hotels dieser Größenordnung ist es eine Herausforderung, den Überblick zu behalten und die Sicherheit zu gewährleisten: Das Auditorium mit Platz für 460 Menschen und sieben weitere, flexibel nutzbare Konferenzräume einschließlich mehrerer Restaurants und Bars sind ein begehrter Veranstaltungsort für Großveranstaltungen,

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vom Panama Film Festival über wissenschaftliche Konferenzen bis hin zur Mercedes-Benz Fashion Week Panama. Das Stuttgarter Unternehmen Bosch hat das Hotel mit einem hochmodernen Videosystem ausgestattet, um die Sicherheit der Gäste, Mitarbeiter und Gebäude zu gewährleisten. Eine Herausforderung dabei war nicht nur die Kameratechnik und die Software­ installation. Wichtig war auch, die 220 Bosch-Netzwerkkameras optisch unauffällig zu integrieren. Schließlich sollten die anspruchsvolle Innenarchitektur und das großzügige, luxuriöse Ambiente unbeein-

trächtigt bleiben. Bosch setzte je nach Anforderung und Umgebung auf unterschiedliche Kameramodelle: Die „Autodome IP 7000“ Kameras überwachen die Umgebung des Hotels, „Dinion IP Bullet 5000“ HD Kameras sorgen für Sicherheit auf dem Parkplatz, und auf den Fluren des Hotels kommen „Flexidome IP 5000“ HD Kameras zum Einsatz. Ebenfalls herausfordernd war die Vorgabe, dass nicht nur die Videosicherheit, sondern die gesamte Zutrittskontrolle, der Brandschutz sowie die Beschallung zentral von nur einer Plattform aus dirigiert werden sollten. Über die Integration aller HOTEL+TECHNIK  2.2018


Die Software kann auch vom Wind bewegte Bäume und Erschütterungen der Kameramasten von relevanten Fahrzeugbewegungen unterscheiden. Die Kameras erfassen dabei auch weiter entfernte Bereiche.

Sicherheitssysteme auf einer gemeinsamen Plattform – dem „Building Integration System BIS“ von Bosch – kann nun die gesamte Sicherheitstechnik des Hotels zentral von einer Leitstelle aus (dem Bosch Video Management System) überwacht und gesteuert werden. Zentraler Vorteil dieses Videosystems ist, dass die Software vollautomatisch die von den Kameras erfassten Situationen analysiert und bei Bedarf Alarm auslösen kann. Wie arbeitet dieses System? Es handelt sich um eine intelligente Videoanalyse, die das Videomaterial durch das Hinzufügen von Metadaten bereits zum Zeitpunkt der Aufnahme strukturiert. Mit der eingebauten Videoanalyse kann jede Kamera innerhalb eines Netzwerks die erfassten Daten interpretieren und bei möglichen Sicherheitsrisiken anhand von vorkonfigurierten Alarmregeln das Sicherheitspersonal in Echtzeit alarmieren.

Die in die Kamera eingebaute Videoanalyse ermöglicht es, große Mengen an Material schnell nach kritischen Informationen zu durchsuchen. Weil nicht alle Bilddaten, sondern nur sicherheitsrelevante Informationen an die Zentrale übertragen werden, sinken Netzwerklast und Speicherbedarf erheblich. Die übertragenen Videodaten können alle Bilddaten enthalten oder nur die Metadaten, je nach Anforderungen der Anwendung. Die Mitarbeiter werden nur alarmiert, wenn die Sicherheitslage dies notwendig macht. Bisherige Lücken in der Überwachung (wenn Mitarbeiter Pausen machen, nebenher andere Aufgaben wahrnehmen oder unkonzentriert sind) werden durch die Videosicherheit geschlossen.

Fehlalarm nahezu ausgeschlossen Die Software und die Kameras können dabei auch mit schwierigen Bedingungen fertig werden. So verfügt die Variante „Intelligent Video Analytics“ über 17 verschiedene Videoanalyse-Algorithmen; sie kann zwischen echten Sicherheitsvorfällen und bekannten Auslösern von Fehl­ alarmen unterscheiden. Diese treten vor allem bei schwierigen Umgebungsbedingungen mit Schnee, Wind, Regen und Wasserreflektionen oder bei großen Entfernungen auf, wenn die Interpretation von Bildern besonders schwierig ist. Auch Erschütterungen durch vorbeifahrende Fahrzeuge oder das Anlehnen eines Fahrrades an einen Kameramast werden erkannt und von der Software als irrelevant eingestuft. So werden kostspielige Fehl­ alarme verringert – das Hotelmanagement kann sich auf die wirklich relevanten Gefahrensituationen konzentrieren.  |

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Features von Video-Sicherheits-Software Die Video-Software von Bosch ist in der Lage, die unterschiedlichsten Anforderungen, die von den Benutzern individuell bestimmt werden können, zu analysieren und gegebenenfalls Alarm auszulösen. Beispiele dafür sind: ++ Alarm bei Herumlungern ++ Alarm bei Personen, die vordefinierte sensible Bereiche betreten ++ Alarm bei Missachtung von Parkverboten ++ Alarm bei Erkennen von Objekten (abgestellte Koffer), die Notausgänge blockieren ++ Alarm bei Objekten, die längere Zeit nicht mehr bewegt wurden (verdächtige Koffer und Taschen) ++ Alarm bei wiederholtem Betreten und Verlassen des Hotels durch unbekannte Personen ++ Alarm bei Betreten oder Verlassen des Hotels durch Fluchtwege und Sicherheitstüren Diese Analysen können auch über größere Distanzen hinweg durchgeführt werden, so dass die Sicherheit auch in einem größeren Umfeld des Hotels gewährleistet werden kann. https://tinyurl.com/videosicherheit

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I-Haus Geschäftsführer Robert Klug zum Thema „Smart Hotel“

„Mit dem Internet der Dinge wird es leichter!“ Die Vernetzung privater Haushalte im Smart Home ist allgegenwärtig. Längst stehen auch Hotelmanager vor der Frage, was auf sie zukommt. Robert Klug beschreibt im Interview, wie die Branche und ihre Gäste wirtschaftlich und in Sachen Komfort vom „IoT“ profitieren.

türlich verschlüsselt geschehen, damit man nicht mit dem Datenschutz in Konflikt kommt. Was hat das für konkrete Vorteile? Zunächst weiß der Hotelmanager genau, welche Geräte und Dienste wann und wie häufig genutzt werden. So können zum Beispiel Leerlaufphasen, in denen Gäste keinen Bedarf haben, vermieden und Kosten eingespart werden. Zusätzlich können der Energiebedarf gesteuert und die Abnutzung und der Verschleiß des Gebäudes kalkuliert werden. Ebenfalls kostensenkend wirkt die Durchführung von Wartungsarbeiten auf der Basis der tatsächlichen Nutzung und nicht, wie so häufig, in bestimmten Zeitintervallen.

— „Am Ende des Tages wird man den Trend der Sprachsteuerung über Alexa, Siri oder Google Home mitgehen müssen, um am Ball zu bleiben.“ — Robert Klug, CEO I-Haus

Hotel+Technik: Herr Klug, im Smart Home regiert das „IoT“, das „Internet der Dinge“ – Radio, TV, Kühlschrank, Licht ... Es scheint kaum mehr Bereiche zu geben, die nicht vernetzt werden können. Braucht es das auch im Hotel? Robert Klug: Bei Anwendungen im Hotel liegt der Fokus nicht darauf, über das In34

ternet zu steuern, sondern über das lokale Netzwerk. Aber natürlich können Internetdienste wie Wetter, Verkehrsdaten oder verschiedene Zusatzservices bei Bedarf hinzugefügt werden. Hängen die Services an einer zentralen Plattform, lernt man die Gäste besser kennen und kann ihr Verhalten genau nachvollziehen. Das muss na-

Der Trend beim Smart Home geht zur Steuerung über die Sprache und das Mobiltelefon. Werden wir diese Entwicklung auch in Hotels sehen? Am Ende des Tages wird man den Trend der Sprachsteuerung über Alexa, Siri oder Google Home mitgehen müssen, um am Ball zu bleiben. Schließlich wird die einfa-

Robert Klug Robert Klug ist Chief Executive Officer des Software-Lösungsanbieters I-Haus in Unterföhring bei München. Aktuell hat sein Unternehmen eine „All-in-one-App“ entwickelt. Mit dieser Plattform können alle KNX- und IoT-Systeme eingebunden und gemeinsam gesteuert werden. Der Nutzen: Das Hotelmanagement lernt die Gäste besser kennen, kann zugeschnittenere Services anbieten und die Kosten senken.www.ihaus.com

HOTEL+TECHNIK  2.2018


Die i-Haus-App

Das „Apartment der Zukunft“ in Unna ist eine Co-Creation von JOI-Design, I-Haus, G&S Planwerk und Apartmentservice.

che, schnelle Bedienung zur Gewohnheit. Zum Beispiel: „Alexa, welche Services gibt es in diesem Hotel?“, „Alexa, weck mich morgen um acht Uhr“ oder „Alexa, ich hätte jetzt gern eine kalte Cola.“ Das hat Vorteile, weil die Kommunikation zum Gast noch direkter und serviceorientierter wird und jener schnelle Erfolgserlebnisse positiv abspeichert. Das Hotelmanagement arbeitet bisher mit KNX-Systemen. Was ändert sich mit dem Internet der Dinge? Wird dann nicht alles noch komplizierter? Es wird sogar einfacher. Die Komplexität der technischen Geräte verschwindet in der Software, um für den Benutzer eine leichte Bedienung zu erschaffen. Mit einer Plattform wie der unseren verschmelzen professionelle Gebäudesystemtechnik wie KNX und „Enocean“ mit den Consumer-Produkten aus dem „Internet of Things“, kurz IoT. Welche Ziele haben Sie mit der Entwicklung Ihrer App verfolgt? Unser Unternehmen hat sich 2013 der Digitalisierung der Gebäudesystemtechnik verschrieben. Für den Laien sehr komple-

xe und sehr technische Systeme wie das KNX-Bus- oder das „Enocean“-System brauchen eine Anlaufstation für auf dem Endkonsumentenmarkt aufstrebende IoTProdukte. Diese sind schließlich der Treiber für das Smart Home, weil sie eine einfache, für jedermann verständliche und bedienbare Oberfläche bieten. Nicht nur Geräte und Systeme können auf unserer Plattform miteinander kommunizieren. Ein wichtiger Bestandteil wird es sein, neue Services an die Plattform anzubinden, die dem Nutzer einen echten Mehrwert bieten. In der Hotelbranche kann das zum Beispiel ein Butlerservice, ein Conciergeoder ein Wäschedienst sein. Sie bieten die App für verschiedene Geräte wie Tablet oder Smartphone an. Was halten Sie im Hotelbetrieb für sinnvoll? Das Smartphone und das Tablet sind bei jedermann bekannt, und jeder kann die Geräte bedienen. Für den Gast könnte ein Tablet ein fester Orientierungspunkt im Hotelzimmer sein, an dem er Funktionen steuern und Informationen abrufen kann. Das Smartphone als persönlicher Begleiter ist als Ergänzung ideal.

Fotos: ihaus, Hafencitystudios

Gemeinschaftsprojekt Apartment der Zukunft Wie der Einsatz smarter Technik und Services aussehen kann, wird im „Apartment der Zukunft“ in Unna anschaulich demonstriert (siehe Foto oben). Dort haben verschiedene Projektpartner – unter ihnen auch I-Haus – zwei Räume realisiert. Von der digitalen Buchung über den automatisierten Check-in- und Check-out-Prozess bis hin zur Licht- und Musikregelung sowie der Hausgeräte-Steuerung können alle Technik- und Service-Prozesse über das festinstallierte iPad oder das Smartphone des Gastes abgebildet werden. Terminvereinbarungen sind per E-Mail an info@gsplanwerk.de möglich.

Über die App können zahlreiche Funktionen für das Hotelmanagement und die Gäste gesteuert und das Nutzerverhalten erfasst und ausgewertet werden: ++ Das Licht jeder einzelnen Lampe steuern (Ein- und Ausschalten, Dimmen) ++ Lautstärke jeder einzelnen Lautsprecherbox bestimmen ++ Überwachung von Geräten (Geschirrspüler, Kaffeemaschine) ++ Schaltung von Steckdosen ++ Statusanzeigen von Rauchmeldern (Batteriezustand, Verschmutzungsgrad) ++ Temperaturanzeigen der Räume Mit der App können mit einem Antippen auch bestimmte Szenarien für die Gäste angestoßen werden: Szenario „Guten Morgen“: ++ Licht im Bad geht an. ++ Licht in der Küche geht an. ++ Radio geht im Schlafzimmer an. ++ Kaffeemaschine heizt auf und ist bereit für den ersten Kaffee am Morgen. ++ Der Ofen startet das Programm „Vorheizen“ und ist somit bereit für die Croissants. Szenario „Alles aus“ ++ Alle Lichter gehen aus. ++ Musik im ganzen Apartment geht aus. ++ Kaffeemaschine und Herd gehen aus.

Muss in Zukunft jeder Hotelmanager ein IT-Experte sein? Nein, diese Sorge muss jedem Manager durch leicht zu bedienende und offene Software genommen werden – nicht nur dem Gast beziehungsweise Nutzer. Die Komplexität der Technik verschwindet in der Software. Allerdings sollte der Hotelmanager der Zukunft Trends auf dem stetig wachsenden IT-Markt, die das Serviceangebot erweitern und verbessern können, nicht verpassen. Das kommt dann wieder dem Kunden zugute. Man sollte beim Einkauf auf die Unabhängigkeit von Systemen, die sogenannte Interoperabilität achten und Silo-Lösungen vermeiden. Dafür muss man kein tiefgründiges Verständnis für IT und Technik haben. Es genügt ein guter Überblick über den Markt. Eine gute Software wächst mit den Herausforderungen des Marktes und vor allem mit den Kundenwünschen mit.  | 

2.2018  HOTEL+TECHNIK

Interview: Martin Buttenmüller 35


Majestätisch präsentiert sich das Grand Hotel mit seiner exponierten Lage direkt am Zeller See.

Priva-Technologie im Grand Hotel Zell am See

Ideales Klima in imperialem Kleinod

Innovation im Grand Hotel Zell am See: Hochmoderne Regelmodule gewährleisten eine verlässliche Steuerung der Heizungs-, Kühlungs- und Belüftungsanlagen. Die durchdachte Wärmerückgewinnung schont Budget und Ressourcen.

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ereits kurz nach seiner Erbauung im Jahr 1896, in der Belle Epoque, begrüßte das Grand Hotel Zell am See Gäste von Rang und Namen zur damals höchst beliebten Sommerfrische. Traditionsreich, traumhaft gelegen und mit exquisiter Küche gilt das mondäne Haus im Salzburger Land in Österreich bis heute als Top-Adresse für Erholungssuchende und Geschäftsleute gleichermaßen. In idyllischer Lage direkt am See empfängt das Hotel seine Gäste mit großzügigem Vier-Sterne-Superior-Komfort und exklusivem Wellness- & Spa-Bereich. Inzwischen blickt das Hotel auf eine 36

120-jährige Geschichte zurück: Heute bietet die Residenz 320 Betten in mehr als 130 Zimmern unterschiedlichster Kategorien, eine Sauna-Landschaft mit Hallenbad und Whirlpool, zwei gemütliche Stuben, eine Terrasse mit malerischem Seeblick, das „Grand Café“ sowie zwei Bars. In

Infos www.privaweb.de www.grandhotel-zellamsee.at

den Gourmet-Restaurants „Kaisersaal“ und „Belvedere“ werden die Gäste in eleganter Atmosphäre mit regionalen Pinzgauer Schmankerln und internationalen Spezialitäten verwöhnt.

Moderne Technik in historischer Hülle Im Jahr 2015 entschied sich die Hotelleitung für eine Erweiterung und Erneuerung einzelner Hotelbereiche. So wurden die bestehende Küche und ein Teil des Restaurants abgerissen und anstelle dessen eine zweigeschossige Erweiterung errichtet. In dieser befinden sich die RestauHOTEL+TECHNIK  2.2018


Technik+Architektur

Die Geräte „Blue ID S-Line“ und „Top Control 8“ bieten Lösungen für ein effizientes Energiemanagement. Spezielle Softwaremodule übernehmen Datenspeicherung, Visualisierung und Auswertung, um Energieverbräuche zu erkennen und zu optimieren.

Fotos: Grand Hotel Zell am See, Priva

Priva „Blue ID Touch Point“: Dank des kapazitiven Bildschirms können Räume und Schaltschränke auf intuitive Weise bedient werden. Die Nutzer navigieren mit Fingergesten durch die Bedienelemente.

rants „Kaisersaal“ und „Belvedere“, die „Seebar“ sowie Küche, Technik- und Lagerräume sowie der Personalbereich. Eine besondere Herausforderung bestand darin, das altehrwürdige, imperiale Ambiente zu erhalten und das Haus gleichzeitig mit modernster Gebäudetechnik auszustatten. Im Rahmen des Projekts wurden auch neue Anlagen für die Heizung, Kühlung und Belüftung montiert. Hierfür wurde die Firma Wieser + Scherer Zeller Haustechnik mit der Konzeption und technischen Umsetzung beauftragt. „Die vorhandenen gebäudetechnischen Anlagen und deren Steuerkomponenten waren teilweise sehr veraltet. So taten 30 Jahre alte, analoge Einzelregler noch immer ihren Dienst. Zudem musste der technisch sehr aufwändige Umbau während der 16-wöchigen Schließung des Hotels erfolgen“, so Hannes Steger, Prokurist beim Projektpartner. Eine Besonderheit: Das Grand Hotel Zell besteht aus zwei Gebäuden, die unterirdisch miteinander verbunden sind. Dabei werden einzelne Räume über das Seewasser gekühlt. Die hierbei entstehende Abwärme wird mittels einer Wärmepumpe für Heiz2.2018  HOTEL+TECHNIK

zwecke genutzt, was eine hohe Energieeffizienz gewährleistet. Die Firma Wieser + Scherer hat die beiden Hotelgebäude an ein gemeinsames Netzwerk angebunden, so dass sich die Kühl- und Heizleistung im gesamten Hotelkomplex nutzen lässt.

Effiziente Steuerung und Überwachung der Anlagen Dabei werden die einzelnen Komponenten für Heizung, Kühlung und Lüftung über Regelmodule von Priva gesteuert. Zum Einsatz kommen sechs Priva „Blue ID-S10“-Controller. Diese lassen sich komfortabel über fünf Priva „Touch Points“ im Schaltschrank bedienen. So kann das Facility Management alle Prozesse rund um die Klimatisierung und Belüftung in den einzelnen Hotelbereichen effizient steuern und überwachen. Ein besonderer Vorteil besteht dabei in der transparenten Visualisierung: Das System stellt alle benötigten Informationen wie Temperaturwerte und sonstige relevante Betriebskenndaten auf einen Blick bereit. Fehler und Störungen lassen sich schnell identifizieren, umfassend bewerten und zeitnah beheben, bevor die Hotelgäste da-

von etwas mitbekommen. Zudem haben die Verantwortlichen im Gebäudemanagement Zugriff auf umfassende, leistungsstarke und persönlich konfigurierbare Analysewerkzeuge. So werden alle Betriebsdaten, wie etwa bei der Wärmerückgewinnung der Seewasser-Kühlung, automatisch erfasst und über einen langen Zeitraum aufgezeichnet. Jederzeit lassen sich diese Informationen punktgenau abrufen, mit den aktuellen Daten vergleichen und dadurch verlässliche Aussagen über vergangene und gegenwärtige Betriebszustände treffen sowie fundierte Analysen über das Betriebsverhalten durchführen. Aufgrund der statistischen Daten können Schwachstellen im Energiemanagement aufgedeckt werden, was die Energieeffizienz der gebäudetechnischen Anlagen langfristig erhöht, die Umwelt schont und Kosten einspart.

Flexible Integration in bestehende Technologien Ein weiterer Vorteil: Die verwendeten Regelmodule lassen sich sehr einfach handhaben. „Aufgrund der anwenderfreundlichen Technologie können die Haustechniker des Grand Hotels alle Einstellungen selbst programmieren, spezielle Kenntnisse von Programmiersprachen sind nicht erforderlich. Es müssen keine externen Spezialisten hinzugezogen werden, wodurch das Unternehmen Kosten einspart“, konstatiert Hannes Steger. Zudem punkten die Controller durch ihre hohe Flexibilität: Dank der modularen Bauweise lässt sich das System nahtlos in verschiedenste Umgebungen integrieren. So können beispielsweise Feldgeräte unterschiedlicher Hersteller und Bauart direkt an Priva „Blue-ID-EA“-Module angebunden werden. Dadurch lässt sich vorhandene Technologie, wie etwa die bestehende Verkabelung, weiter nutzen. Dies ist insbesondere wichtig für die Sanierung bestehender Gebäude, in denen viele verschiedene Systeme verbaut waren – wie im Grand Hotel Zell am See.  |

Technische Eckdaten ++ 6 Priva „Blue-ID-S10“-Controller ++ 1 Priva „Blue ID C4“ ++ 5 Priva „Touch Points“ ++ 1 „SX100“ ++ 504 Ein- und Ausgangsmodule ++ Priva „TC History“

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Technik+Architektur

1 1 Matten unterhalb der Bodenplatte verhindern, dass sich durch Straßenbahnen ausgelöste Erschütterungen auf die Gebäudestruktur übertragen. 2 Der Schwingungsschutz für das Hampton by Hilton stellt sicher, dass Hotelgäste von Verkehrslärm und Vibrationen verschont bleiben.

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Getzner Werkstoffe im Hampton by Hilton in Berlin

Hotelriese komplett auf Matten gebettet

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tädtereisende haben meist zwei Wünsche: Das Hotel soll möglichst mitten in der Stadt liegen. Und es soll bitte ruhig sein, um sich vom Arbeitstag oder der Citytour zu erholen. Wenn jedoch U-Bahn-Tunnel, Straßenbahnlinien und Hauptverkehrsadern zusammentreffen, können die dadurch verursachten Erschütterungen die Ruhe von angrenzenden Hotels empfindlich stören. So auch beim neuen Hampton by Hilton-Hotel am Berliner Alexanderplatz: Die in der Planungsphase durchgeführte körper- und sekundärluftschalltechnische Untersuchung ergab, dass eine elastische Lagerung des Gebäudes unerlässlich ist. Auf diese Weise sollten die zukünftigen Gäste in 344 Zimmern auf acht Etagen mit 12.200 Quadratmetern Bruttogeschossfläche die gewünschte Ruhe finden. Damit sich Vibrationen insbesondere der

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Straßenbahnen nicht über das Erdreich auf die Gebäudestruktur übertragen, wurde das Hotel mit einer vollflächigen Gebäudelagerung entkoppelt. Entlang des Straßenverlaufs wurden unter der Bodenplatte des Hotels Matten verlegt. Eine besondere Herausforderung bei dem Bauprojekt war das vorhandene Grundwasser: Die eingesetzten Matten mussten ihre Eigenschaften auch unterhalb des Grundwasserspiegels beibehalten. „Neben der Qualität der Materialien sind ein qualifiziertes Erschütterungsgutachten und ein fachgerechter Einbau ent-

Infos ++ www.getzner.com

scheidend für den Erfolg einer solchen Maßnahme“, so Michael Biskup, Projektmanager bei Getzner Werkstoffe, Spezialist für Schwingungsisolierung. Durch den Schwingungsschutz konnten die Grenzwerte der einschlägigen Richtlinien für (sekundäre) Luftschall- und Erschütterungsimmissionen im Hotel Hampton by Hilton eingehalten werden. Die Ungestörtheit der Hotelgäste und der Umgebung ist damit sichergestellt. „Die zum Schutz unserer Hotelgäste und der Bewohner des Viertels getroffenen Schwingungsschutzmaßnahmen zeigen Wirkung“, bestätigt Marc Schmidt, General Manager des Hampton by Hilton. „Unser Hotel ist jetzt seit über einem halben Jahr in Betrieb, und wir können mit gutem Gewissen sagen, dass unsere Gäste ihren Aufenthalt ungestört, auch während der Nacht, genießen können.“  | HOTEL+TECHNIK  2.2018

Fotos: Getzner Werkstoffe

Das neue Hampton by Hilton am Berliner Alexanderplatz ist das weltweit größte Haus der Kette. Damit sich Erschütterungen und Lärm des belebten Knotenpunkts nicht auf das Gebäude übertragen, erhielt das Hotel eine umfassende Schwingungsisolierung.


Technik+Architektur

Ballsaal des Sofitel in Pnom Penh: Alle Anpassungen erfolgen vom Boden aus.

Lichtsystem „SALIOT“ im Sofitel Phokeetra in Phnom Penh

Grenzenlose Opulenz Paradebeispiel für die Möglichkeiten des IoT: 96 innovativ vernetzte LED-Leuchten des japanischen Minebea Mitsumi Konzerns lassen sich im Ballsaal des kambodschanischen Fünfsternehauses spielend leicht orchestrieren.

Fotos: MinebeaMitsumi Inc._PM DM GmbH

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m Zeitalter des Internet der Dinge (IoT) werden intelligente Beleuchtungssysteme immer wichtiger. Sie sind essenzieller Bestandteil von „Smart-City“-Konzepten und spielen auch im Hotel zunehmend eine Rolle. Ein eindrucksvolles Beispiel, was bereits heute möglich ist, liefert Sofitel in seinem Phnom Penh Phokeethra Hotel in Kambodscha: Der prachtvolle Ballsaal des Fünfsternehauses wurde vom japanischen Minebea-Mitsumi-Konzern mit 96 Lampen des innovativen Beleuchtungssystems „SALIOT“ ausgestattet. „SALIOT“ steht für „Smart Adjustable Light for the Internet Of Things“. Im Vordergrund bei dieser Entwicklung des Tokyoter Unternehmens steht der IoT-Gedanke, dass alle Geräte und Einrichtungen vernetzt und zentral steuerbar sein sollen. Die smarten LED-Leuchten vereinen optische und kabellose Technologien des japanischen Konzerns, der das Produkt nun zusammen mit Osram auf dem europäischen Markt lancieren wird. 2.2018  HOTEL+TECHNIK

Das Sofitel in Phnom Penh ist bekannt für die raffinierte Kombination aus französischem Kolonialstil und traditionellem, kombodschanischem Flair. Für Tagungen und Veranstaltungen birgt das Hotel einen ganz besonderen Schatz: Den 1.430 Quadratmeter großen Ballsaal. Um den Kundenwünschen gerecht zu werden, legt das Haus großen Wert darauf, dass die Veranstaltungstechnik auf dem modernsten Stand ist. So kann das Hotel-Team mit dem neuen Beleuchtungssystem jetzt kinderleicht Anpassungen im Winkel der Lichtverteilung, in der Helligkeit und in der Leuchten-Position vornehmen. Die Anpassungen erfolgen allesamt zentral und vom Boden aus.

Regelung über Controller macht Leitern künftig überflüssig Der leitende Ingenieur, Tontechniker und Veranstaltungsleiter Meas Prasat bestätigt, dass die Steuerung auch in dieser Größenordnung äußerst unkompliziert sei

und die Veranstaltungsvorbereitungen damit deutlich weniger Zeit in Anspruch nähmen. Die Regelung über einen Controller funktioniere einwandfrei und ohne Stehleitern oder Einstellstangen. Über eine einfache Bluetooth-Verbindung kann im Sofitel-Ballsaal nun jeder beliebige Punkt im Raum perfekt in Szene gesetzt werden. Die Leuchten sind über ein Netzwerk miteinander verbunden und können daher auch in definierten Gruppen eingestellt werden. Damit ist das Veranstaltungsteam optimal vorbereitet, egal welche Atmosphäre der Kunde wünscht. Das Produkt wurde 2017 bereits mit dem „Industrie Forum Design Award“ ausgezeichnet. |

Infos ++ www.pmdm.de

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Technik+Architektur

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1 1 Wer in der Lobby des Sofitel Frankfurt Opera Platz nimmt, genießt die ruhige Atmosphäre unter einer schallabsorbierenden Akustikputzdecke.

Vogl Akustikdecken im Sofitel Frankfurt Opera

Im renovierten Fünfsternehaus an der Alten Oper ist die entspannte und gleichzeitig inspirierende Atmosphäre das Ergebnis eines ausgeklügelten Designkonzepts und exakt abgestimmter akustischer Lösungen.

A

kustikdesigndecken sind ein entscheidendes Hilfsmittel bei der akustischen Raumgestaltung. Zur Ermittlung der richtigen Schallabsorption spielen verschiedene Faktoren wie Raumvolumen oder die geplante Nutzung eine Rolle. Daneben können Akustikdecken auch gestalterisch zu einem harmonischen Gesamtkonzept beitragen, so wie im Luxushotel Sofitel Frankfurt Opera. Nah an der internationalen Wirtschaftsund Finanzwelt, gegenüber der Alten Oper, liegt das repräsentative Objekt. Es trägt die Handschrift des internationalen Designbüros Studio Hertrich & Adnet. Im Inneren spiegelt das luxuriöse Stadtpalais einen individuellen Glanz wider. Das von Nicolas Adnet bis ins kleinste Detail durchdachte Lichtkonzept zieht sich wie ein roter Faden durch die Räumlichkeiten. Das Designkonzept in der Lobby dominieren aufeinander abgestimmte Gold-, Braun- und Schwarztöne. Die weiße Wandholzvertäfelung kontrastiert mit dem dunklen Holzboden. In dieser stilvollen Ruhezone schwebt über dem Galerie40

geschoss ein ovales Designelement. Eingerahmt wird das Ambiente der Lobby von weißen Säulen, die sich über das gerundete Galeriegeschoss fortsetzen. Wer hier Platz nimmt, genießt die ruhige Atmosphäre.

Optimale Akustik unter unterschiedlichsten Bedingungen Dieser Effekt ist kein Zufall, sondern das Ergebnis sorgfältiger Planung: Über den Köpfen der Gäste befindet sich eine schallabsorbierende Akustikputzdecke aus dem Hause Vogl Deckensysteme und sorgt dafür, dass der Schall reduziert wird und Geräusche jeder Art als angenehm empfunden werden. Auch in der Bar, im Ballsaal und in den Konferenzräumen schaffen

Infos ++ www.vogl-deckensysteme.de ++ www.sofitel.com

3 In der Bar muss die Akustik so gestaltet sein, dass bei leiser Hintergrundmusik Gesprächspartner einander gut verstehen können.

Lösungen von Vogl optimale akustische Umgebung – unter sehr unterschiedlichen Bedingungen. In der Bar, in der Lobby und im Ballsaal wurden Akustikputzsystemplatten mit einem Lochflächenanteil von 22,9 Prozent installiert und anschließend ein spezieller Akustikputz aufgetragen. Die Konferenzräume im Hochparterre erhielten Ultraakustikplatten mit einem Lochflächenanteil von 33,9 Prozent, um einen besonders hohen Schallabsorptionsgrad zu erreichen. Insgesamt wurden auf etwa 1.000 Quadratmetern Fläche Gipskartonplatten vom ausführenden Trockenbauunternehmen Interakustik GmbH verlegt. Der Vorteil dieser akustisch hochwirksamen Produkte liegt auch in ihrer hohen Verarbeitungssicherheit. Projektleiter Heiko Loch von Interakustik: „Mit den Trockenbauarbeiten begannen wir im Frühjahr 2016 und konnten diese im September mit einem sehr guten Deckenergebnis abschließen.“ Das Projekt trug nicht nur den hohen akustischen und ästhetischen, sondern auch den wirtschaftlichen Erfordernissen des Designkonzepts Rechnung: Aufgrund der schnellen und wirtschaftlichen Verarbeitung entfiel das aufwendige Verspachteln der Schraubenköpfe, typische Nachteile bei den Spachtelkanten wurden vermieden.  | HOTEL+TECHNIK  2.2018

Fotos: Stefan Marquardt

Schallkontrolle par excellence

2 Die Konferenzräume im Hochparterre erhielten Ultraakustikplatten, mit denen ein besonders hoher Schallabsorptionsgrad erreicht werden kann.


Produkte

Fotos: Jung

Perfekter Komfort für den Gast Jung / Elektroinstallationen in modernen Hotels müssen höchsten Ansprüchen an Design, Funktionalität und Bedienkomfort gerecht werden. Anlässlich der Light+Building 2018 präsentierte Jung zeitlos gestaltete Produkte und komfortable Lösungen für den HospitalityBereich: „Corridor Unit“ und „Room Unit“ erleichtern die Kommunikation zwischen Personal und Gast. Die „Corridor Unit“ gibt es neben den Kunststoffvarianten auch mit Echtglasabdeckung. Die Symbole werden dann im nicht geschalteten Zustand ausgeblendet – für eine besonders dezente, elegante Optik. Der intelligente Hotelcard-Schalter im Jung-Design arbeitet mit der „Visionline“-Software von Assa Abloy Hospitality. Neben farbigen Feedback-LEDs mit individuell einstellbarer Lichtfarbe hat das Gerät auch die Option, unterschiedliche Profile zu speichern: Startet mit der Gast-Karte zum Beispiel eine Lichtszene mit passender Klimatisierung, so schaltet sich bei der Personal-Karte ausschließlich die zum Reinigen nötige Grundbeleuchtung ein. Der Raumtemperaturregler „Fan Coil“ schafft als konventionelle Ausführung oder als KNXGerät die optimale Temperatur im Hotelzimmer. Im Schalterdesign und mit einer hochwertigen Echtglasfront reiht sich der Regler harmonisch in seine Der Raumtemperaturregler „Fan Coil“ schafft als konventionelle Ausführung oder als KNX-Gerät die Umgebung ein. Klare optimale Temperatur im Hotelzimmer. Anzeigen und eindeutige Symbole machen es dem Gast leicht, den passenden Klimamodus für das eigene Wohlbefinden zu wählen. Den Forderungen nach mehr Energieeffizienz wird der „Eco“-Modus gerecht, einer von vier Betriebsmodi. Das Display ist im Ruhezustand abgedunkelt, sodass der Schlaf des Gastes Der intelligente Hotelcard-Schalter im Jung-Design nicht gestört wird. arbeitet mit der „Visionline“-Software von Assa Abloy Hospitality.  www.jung.de

EINE WASCHECHTE

INNOVATION Die neuen Waschmaschinen PERFORMANCE und PERFORMANCE PLUS für 10-20 kg Beladungsmenge machen einiges anders. Und vieles besser.

Info 0800 22 44 644 | www.miele.de/pro/benchmark 2.2018  HOTEL+TECHNIK


Technik+Architektur

Produkte

Hygienisch frische Gläser Smeg / Der italienische Hersteller erweitert sein Geräteportfolio um die neue Gläserspülmaschine „UG520DL“, ein speziell für Weinbars und gehobene Restaurants entwickelter Hochleistungsspüler mit einer Nutzhöhe von über 300 mm und einem 500 x 500 m großen Korb. Das Herstellerversprechen: Selbst bei häufigem Spülen werden in dieser Maschine große Gläser hygienisch sauber. Die Maschinen besitzen außerdem eine Clean-WaterFunktion. Diese wechselt in jedem Waschgang das Wasser im Tank komplett. Die Gläserspüler können somit wie eine Frischwassermaschine arbeiten.  www.smeg.de

Fernbedienung mit Sprachtalent Mitsubishi Electric / Die neue Fernbedienung „PAR-CT01MAA“ für Klimageräte der Serien „City Multi“ und „Mr. Slim“ von Mitsubishi Electric verfügt über ein personalisierbares Vollfarb-Display. So können beispielsweise das Hotellogo eingefügt und die Bedienoberfläche mit einer Palette von 180 Farben optisch auf das Zimmerdesign angepasst werden. Sollen mehrere Fernbedienungen über die gleiche Displayoptik und Funktionalität verfügen, muss dies nur einmal festgelegt werden. Es gibt das Bediengerät mit oder ohne Bluetooth-Low-Energy-Schnittstelle. Die Ausführungen mit BluetoothSchnittstelle lassen sich entweder direkt über das Touch-Display oder per App konfigurieren und bedienen. Spannendes Feature für internationale Gäste: Bei der Bedienung per App erscheint das Fernbedienungspanel automatisch in der Sprache, die auf dem Smartphone des Benutzers eingestellt ist. www.mitsubishi-les.com 42

Smarter Glassensor mit Stil Busch-Jaeger / Mit dem neuen smarten Glassensor  „Busch-Tacteo KNX“ präsentierte Busch-Jaeger auf der diesjährigen Light+Building-Messe ein individuell konfigurierbares Bedienelement für die intelligente  Steuerung von Hotels: Über einen Online-Konfigurator können Hotelbetreiber die gewünschten Symbole und Beschriftungen selbst auswählen und platzieren. Das Glas und das Gehäuse sind in Weiß und Schwarz erhältlich. Das  rahmenlose und 9,5 mm flache Bedienelement fügt sich perfekt in jedes Designumfeld ein. Eine spezielle Ausbausicherung schützt den Sensor vor Diebstahl.www.busch-jaeger.de

Durch seine Glasbauweise und seine Fertigung nach individuellen Kundenwünschen ist jeder Glassensor einmalig. HOTEL+TECHNIK  2.2018

Fotos: Mitsubishi Electric, Smeg, Busch-Jaeger

Die neue High-End-Fernbedienung „PARCT01MAA“ mit einem Touch-Vollfarb-Display lässt sich individuell konfigurieren.

Smeg Gläserspülmaschine „UG520DL“.


Übergreifend vernetzt

Die mobile Plattform für die interne Kommunikation vernetzt Mitarbeiter, die nicht über einen PC-Arbeitsplatz verfügen.

Beekeeper / Die MitarbeiterApp Beekeeper gewinnt den „Tech Ovation Award 2018“ für „innovativste Technologie“ in der Hotelbranche. Die App der Schweizer Beekeeper AG hilft Hoteliers dabei, den Informationsaustausch zu verbessern, Updates in Umlauf zu bringen und Best Practices innerhalb oder über die Grenzen von Abteilungen hinaus zu verbreiten – und das in 30 Sprachen. Die zentrale Informations-App lässt sich auch mit anderen beliebten Anwendungen, wie etwa einem Hotel-Property-System, integrieren. Die Angestellten eines Hotels haben so schnell und unkompliziert Zugriff auf zahlreiche Tools und Informationen, wie zum Beispiel Einsatzpläne. Aufgaben lassen sich in Echtzeit er­ ledigen.  www.beekeeper.de

Fotos: Beekeeper AG, Ledvance, Berker

Für alle Fälle: LED-Notbeleuchtung Ledvance / Ab Juli bietet das LED-Lichtunternehmen auch vielseitige, einbaufertige Notleuchten, die auf derLight + Building erstmals vorgestellt werden. Die „Emergency Downlights“ zeichnen sich durch ihren hohen Lichtstrom von bis zu 335 lm (Lumen) und optimierte Lichtverteilung aus. Dadurch werden in einem Gebäude insgesamt weniger Leuchten für die vorgeschriebene Beleuchtungsstärke und Gleichmäßigkeit der Notbeleuchtung benötigt. Zum neuen Portfolio gehört auch ein kompaktes Sicherheitszeichen als Scheibenleuchte mit stabilem und hochwertigem Aluminiumgehäuse. Diese lässt sich, bei der Inbetriebnahme durch einen Schalter wählbar, auf drei oder acht Stunden Betriebsdauer bei Stromausfall einstellen. Die „Emergency Downlights“ zeichnen sich durch ihren hohen Lichtstrom von bis zu 335 lm und optimierte Lichtverteilung aus. www.ledvance.de 2.2018  HOTEL+TECHNIK

Ultraflaches Schalterdesign Berker / Das Berker-Schalterprogramm „R.8“ präsentiert sich besonders minimalistisch. Die neue Linie ist durch Reduktion gekennzeichnet und mit nur 3 mm Material auf der Wand zählt sie zu den flachsten Schalterprogrammen auf dem Markt. Mit dem „R.8“ ergänzt Berker die erfolgreiche Schalterfamilie „Generation R“ zu deren fünfjährigem Bestehen. Ausgewählte Materialien wie Aluminium, Edelstahl, Kunststoff, und Glas verleihen dem Produkt eine besonders edle Anmutung. Innovativ: Dank des nahezu wandbündigen Einbaus verschwindet der Großteil des Schalters unter Putz.  www.hager.de

„R. 8“ ergänzt die erfolgreiche Schalterfamilie „Generation R“.

THERMO BODEN

WOHLIGE WÄRME AUF SCHRITT UND TRITT

www.thermoboden.de EHT Haustechnik GmbH | Markenvertrieb AEG Gutenstetter Str. 10 | 90449 Nürnberg Tel. 0911 9656-254 | info@eht-haustechnik.de www.aeg-haustechnik.de AEG Haustechnik ist eine eingetragene Marke unter der Lizenz von AB Electrolux (publ.)


Technik+Architektur

Produkte

Viel Volumen in schlanker Hülle

Die platzsparende Umluftanlage „CA 2000-S“ kann in fast jeder Küche nachgerüstet werden. Dank seiner geringen Außenmaße, gepaart mit einem großen Garraum, eignet sich der Convotherm „Mini“ speziell für kleinere und mittlere Betriebe.

Wenig Platz – viel frische Luft

bietet jedoch gleichzeitig dank seines ausgeklügelten Innendesigns einen erstaunlich voluminösen Garraum für effiziente Kochprozesse. Abgerundet wird das Gerät durch seine hochwertige Optik mit silbernem Korpus, schwarzer Bedienblende und extra großer Sichtscheibe.  www.convotherm.com

Volle Klima-Kontrolle

Raucherkennung per Laser

Cool Italia / Das neue Steuergerät „Vision Touch THR“ der Marke Pego ermöglicht die volle Kontrolle von Temperatur und Luftfeuchtigkeit in gewerblichen Kühlräumen, die für Reifung, Gärung, Trocknung, Konservierung oder für industrielle Anwendungen wie Klimaoder Prüfkammern bestimmt sind. Das System besteht aus einem Steckmodul zur einfachen Montage, an dem alle elektrischen Anschlüsse vorgenommen werden. Die Bedienkonsole ist ein kapazitiver TFT-7‘‘-Touchscreen mit einer bedienerfreundlichen Software und Benutzerschnittstelle. Der Vertrieb aller Pego-Produkte wie auch des neuen Steuergeräts erfolgt über Cool Italia. Das Bedienpanel „Vision Touch THR“.  www.coolitalia.de

Honeywell / Der adressierbare Ansaugrauchmelder „Xtralis Vesda-E VEA“ von Honeywell ist jetzt nach EN 54-20 zugelassen. Das Produkt entnimmt aktiv und kontinuierlich Luftproben aus der Umgebung und führt sie zu einem zentralen Melder. An jeder Ansaug- Der „Vesda-E VEA“ bringt aktive öffnung nutzt er einzelne Luftprobennahme und laserbasierte Raucherkennung in Umgebungen, die „Microbore“-Leitungen traditionell von passiven Punktmeldern zur Überprüfung der Luft bedient werden. auf Rauch und lässt so eine frühestmögliche Brandmeldung zu. Dabei wird jede Leitung, durch die VEA und Ansaugöffnungen verbunden sind, laufend überwacht und automatisch auf Blockierungen und Bruch überprüft.  www.xtralis.com/VEA

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HOTEL+TECHNIK  2.2018

Fotos: Convotherm, Cool Italia, InoxAir, Honeywell

Convotherm / Mit dem neuen Convotherm „Mini“ bringt das Unternehmen aus Eglfing eine weitere Generation seiner kompakten Kombidämpferserie auf den Markt. Nach dem Design-Credo „Weniger ist mehr“ lässt sich der „Mini“ mit einer Breite von 51,5 cm selbst in kleinste Küchen integrieren,

Inox Air / Die senkrechte Umluftanlage „CA 2000-S“, neueste Entwicklung aus dem Hause Inox Air, bietet saubere Luft bei nur 0,5 m2 Platzbedarf. Damit ist das mobile Standgerät für den Einsatz in einer professionellen Kleinstküche bis zu einer maximalen Luftmenge von 2.000 m³/h ausgelegt. Die Küchenabluft wird von oben in das Gerät geführt, durchläuft den Reinigungsprozess und wird dann in die Küche zurückgeführt.  www.inoxair.de


180-Grad-Outdoor-Blick D-Link / Der Netzwerkspezialist erweitert sein Portfolio um die Außenkamera „DCS2670 L“ mit 180-Grad-Ultraweitwinkel-Objektiv. Dank ihrer uneingeschränkten Outdoor-Fähigkeit hält die neue Außenkamera Staub, Regen oder Schnee dauerhaft stand. Die integrierte Entzerrungstechnik sorgt dabei für eine durchgehend klare Darstellung von Personen oder Gegenständen. DLink spielt mit der „DCSD-Link Full HD 180° Outdoor Wi-Fi-Camera 2670 L“ die 180-Grad-TechDCS-2670 L. nologie voll aus, denn egal ob Poolbereich, Eingangstor oder Spielplatz: Die Kamera sorgt für einen kompletten Panoramablick, ohne dass Schwenken oder Neigen nötig ist. Selbst bei völliger Dunkelheit ist eine Sicht von bis zu zehn Metern möglich. www.dlink.com

Komfort. Zone. Raumtemperatur und Lüftung intuitiv einstellen und Behaglichkeit schaffen. Entspannung inklusive.

Fotos: Küppersbusch, D-Link

Premiere für Powerpfannen Küppersbusch / In 4,5 Minuten auf 230 °C aufgeheizt und 66 Prozent mehr Leistung bei geringerem Energieverbrauch – mit der neuen Generation multifunktionaler Kippbratpfannen will Küppersbusch Großküchentechnik neue Maßstäbe setzen. Bedient werden die Kippbratpfannen über die bewährte elektronische KCI-Touchsteuerung des Herstellers. Dank der exakten Temperatureinstellung, gleichmäßigen Wärmeverteilung und spezieller Oberflächenbehandlung des Tiegelbodens lassen sich selbst Milchreis, Kaiserschmarrn oder Pancakes zubereiten. Der Wasserzulauf wurde direkt seitlich über dem Tiegel in das Gerät integriert. So ist keine störende Armatur im Weg, wenn z.B. der DeMultifunktional auch in Sachen Reinigung: Das Gerät ckel geschlossen kann entweder über ein semiautomatisches Reiniwird.  www.kuep gungsprogramm gesäubert werden oder mittels aufrollbarer Schlauchbrause. persbusch.com 2.2018  HOTEL+TECHNIK

RAUMTEMPERATURREGLER FANCOIL

JUNG.DE


2 1 Der Hotelkomplex des Lindenhofs: In dem kernsanierten historischen Gebäude wurden sechs Zimmer mit dem Dusch-WC „Tece One“ ausgestattet.

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Dusch-WCs von Tece im Lindenhof Emsdetten

Erfrischendes Experiment

Das Viersternehotel im Münsterland empfängt Urlauber und Gäste der regionalen Industrie mit hochwertig ausgestatteten Zimmern und anspruchsvoller Küche. Sechs frisch renovierte Zimmer wurden jetzt mit stromlosen Dusch-WCs ausgestattet.

E

msdetten und das Münsterland mit seiner hohen Lebensqualität werden gern als „Hidden Champions“ bezeichnet, was die Wirtschaftsleistung anbelangt. Erfolgreiche Mittelständler, teils Weltmarktführer, sitzen im Umfeld und brauchen Zimmer für ihre Firmengäste. Der familiengeführte Lindenhof im Herzen von Emsdetten hat sich für diese nationale wie internationale Kundschaft eingerichtet. Die Besonderheit: Das Hotel besteht aus sechs historischen Wohnhäusern auf beiden Seiten einer wenig befahrenen Stichstraße, auf die sich die 94 Betten und 52 individuell eingerichteten Gästezimmer verteilen. Die kontinuierliche Erweiterung der Bettenkapazitäten rund um das Kernhaus 46

mit Restaurant bildet das Wirtschaftswachstum der Region ab. Wenn in der Alten Emsstraße, am Sitz des Hotels, eine passende, charaktervolle Immobilie angeboten wird, dann interessiert sich die Inhaberfamilie dafür und integriert das Gebäude in den Hotelkomplex, der aus dem Bestand erwächst.

Bäder sollen Rückzugsorte sein Die aktuellen Hotelchefs in dritter Generation, Christine und Eurotoques-Chefkoch Udo Hankh, legen großen Wert auf hochwertige Ausstattung. So sind die Bäder bewusst als großzügige Rückzugsorte konzipiert, was dank der weitläufigen Altbauarchitektur gut zu realisieren war. Es gibt Zimmer mit Whirlpools, fast immer aber

2 Gästezimmer zum Wohlfühlen: Für die Betreiber des Lindenhofs gilt die Devise „Klasse statt Masse“.

solche mit opulenten, bodeneben gefliesten Regenduschen und Duschrinnen. „Echte“ Materialien wie Holz, Edelstahl, Feinsteinzeug und Putze werden verbaut, Kunststoff wird vermieden. Christine Hankh: „Die Räume unserer renovierten Altbauten sind zum Glück alle hoch – das schafft Ambiente und Freiräume, die wir mit den offenen, bodenebenen Duschen nutzen.“ Für das Thema Dusch-WC haben sich die Inhaber bereits länger interessiert. Der Gast erwarte heute vom Zimmer vor allem drei Kernnutzen: sich frisch machen, die Internetverbindung nutzen, schlafen. „Das Thema Dusch-WC würde auf das Frischmachen perfekt einzahlen“, so Hotel-Chefin Christine Hankh. Ein glücklicher Zufall: Der ebenfalls in Emsdetten ansässige Haustechnik-Spezialist Tece pflegt seit Jahren einen engen Kontakt zum Lindenhof und hat nun selbst ein Dusch-WC entwickelt. „Tece One“ ist die Alternative zu Hightech-Lösungen, die mit vielen Gimmicks bestückt sind und den uneingewiesenen Nutzer schnell überfordern können. Das stromlose Dusch-WC zapft das frische warme Wasser direkt aus der Leitung. Die Bedienung erfolgt über zwei Drehknöpfe – analog einem Dusch-Thermostat: rechts das

Infos ++ www.tece.de

HOTEL+TECHNIK  2.2018


Design+Interior

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4 3 Christine Hankh betreibt das Hotel in der dritten Generation.

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4 Der Anspruch von Tece: Dusch-WCs mit möglichst wenig Erklärbedarf.

Absperrventil, links die Wassertemperatur. Das WC mit Bidet-Funktion ist konsequent auf den Kernnutzen Hygiene reduziert. Im ersten Schritt hat das Ehepaar Hankh sechs Zimmer mit dem neuartigen Produkt ausgestattet.

5 Der Anschluss des stromlosen WCs gestaltet sich für den Fachmann ähnlich einfach wie die Installation einer Duschbrause.

Christine Hankh ist vom Feedback der Gäste überrascht: Wer es probiert hat, der gerate ins Schwärmen. Der Reinigungsaufwand sei nur geringfügig höher als bei einem normalen WC – im Gegensatz zu einem klassischen WC mit Spülrand in der Keramik reinige sich das Dusch-WC ohne Spülrand sogar leichter. Weil die neuen Dusch-WCs sich im Design kaum

von einem normalen WC unterscheiden, entdeckt nicht jeder den Zusatznutzen auf den ersten Blick. Deshalb stellen die Inhaber ihren Gästen illustrierte Hänger des Herstellers zur Verfügung, die auf den

Nutzen hinter den Drehknöpfen hinweisen. Christine Hankh: „Internationale und weit gereiste Gäste kennen das Dusch-WC aus Asien. Dass es so einfach geht, ist den meisten aber neu.“  |

Einer für alles. Nehmen Sie uns beim Wort. Als Generalunternehmer erfüllen wir höchste Ansprüche an Planung, Umsetzung und Betreuung. Für Ihren Erfolg!

© Sofitel Paris Le Faubourg | Paris | FR

Fotos: Tece

Einfache Bedienung überrascht selbst weitgereiste Gäste

2017/2018 HOTELAUSSTATTUNG QUALITÄTSSIEGER

w w w. v o g l a u e r. c o m


Das Best Western Premier Hotel Rebstock in Würzburg erweitert sich um einen Neubau mit 54 Zimmern, 49 Tiefgaragenparkplätzen und einem Konferenzraum für bis zu 150 Personen.

Best Western Premier Hotel Rebstock erweitert auf 126 Zimmer

Innovative Initiative auf historischem Boden Nach 800 Jahren erfolgt im Würzburger Klostergarten erneut ein Spatenstich: Hotelier Christoph Unckell beweist Gefühl für die Geschichte und testet Gästewünsche mit einem modernen Musterzimmer.

M

it viel Sinn für Innovation und gleichzeitig höchstem Respekt vor dem kulturellen Erbe entsteht in Würzburg derzeit ein neues Hotelgebäude auf historischem Boden: Das Best Western Premier Hotel Rebstock errichtet auf dem angrenzenden Klostergarten der Franziskaner einen Erweiterungsanbau mit 54 Zimmern, 49 Parkplätzen sowie einem Konferenzraum für bis zu 150 Personen. Zuvor haben Archäologen im vergangenen Jahr mehrere Monate lang Grabungen durchgeführt und sind auf wertvolle Funde aus dem 13. Jahrhundert gestoßen. Für die Vergrößerung auf 126

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Zimmer investiert Hotelinhaber Christoph Unckell rund elf Millionen Euro. Das Gebäude, das im Sommer 2019 eröffnen soll, entsteht auf einem Nachbargrundstück des Traditionshauses im Klostergarten des ältesten Franziskanerklosters nördlich der Alpen. Mit dem bestehenden Vier-Sterne-Hotel wird der Erweiterungsbau über einen unterirdischen Gang verbunden sein. Für Hotelinhaber Christoph Unckell geht mit der Erweiterung ein langersehnter Wunsch in Erfüllung. Die Pläne hat er vor über 20 Jahren entwickeln lassen, doch erst 2015 kam Bewegung in die Sa-

che, als die Ordensbrüder der Franziskaner den Klostergarten freigaben. „Seit 20 Jahren habe ich mich für die Erweiterung eingesetzt. Mit 72 Zimmern sind wir zu klein geworden und müssen häufig Anfragen von Reisenden wie auch Unternehmen ablehnen. Dank des Anbaus können wir unsere Position als traditionsbewusstes Stadt- und Tagungshotel in Würzburg weiter stärken und noch wirtschaftlicher arbeiten“, so der Hotelier.

Kostbare Funde bleiben erhalten Bevor etwas Neues entstehen konnte, wurde zunächst Altes geborgen: Nach HOTEL+TECHNIK  2.2018


Design+Interior

Etagen und einer zweistöckigen Tiefgarage geschaffen. Die historische Klostermauer bleibt erhalten und wird in die moderne Architektur eingebunden. Bis Ende des Jahres soll der Rohbau fertiggestellt werden, um anschließend das Gebäudeinnere zu gestalten. Derzeit wird dazu im bestehenden Hotel ein Musterzimmer kreiert. Gäste und Mitarbeiter können ihr Feedback geben und somit auf das Einrichtungskonzept Einfluss nehmen.

Über 600 Jahre Tradition Das Best Western Premier Hotel Rebstock liegt als eine der ältesten Herbergen Deutschlands zwischen Weinbergen und

kulturellen Baudenkmälern in der Würzburger Innenstadt. Es verfügt über 72 Zimmer und ist seit 1408 als Gasthaus bekannt. Das Restaurant „Kuno 1408“ mit avantgardistischer Feinschmeckerküche wurde vom Guide Michelin 2017 zum fünften Mal in Folge mit einem Stern ausgezeichnet. Auf der Speisekarte finden sich traditionell fränkische Gerichte aus regionalen Produkten, die komplett „dekonstruiert“ und völlig neu interpretiert werden. Die Fußgängerzone, die Residenz, der Dom, das Museum am Dom, die alte Mainbrücke und viele andere Sehenswürdigkeiten sind vom Hotel fußläufig zu erreichen. |

Drei Fragen an Hotelier Christoph Unckell

Fotos: Best Western Premier Hotel Rebstock, Lightshades.de

Vom Hotelteam und von Gästen auf Herz und Nieren geprüft: Das Musterzimmer für den Neubau des Best Western Premier Hotel Rebstock.

800 Jahren sind von Mai bis November 2017 erstmals Grabungen im Klostergarten durchgeführt worden. Bei der Suche nach Relikten kamen bedeutende Funde wie Silbermünzen, Tongefäße, Fibeln und Gräber aus dem 13. Jahrhundert zu Tage. Ein Teil der Gegenstände soll in Vitrinen in der Lobby des Neubaus ausgestellt werden, um so die Geschichte des Klosters den Gästen auch in Zukunft zugänglich zu machen. Der eigentliche Baustart war schließlich im November 2017. Mit der Gestaltung außen sowie innen hat Christoph Unckell das Würzburger Architekturbüro Grellmann, Kriebel, Teichmann beauftragt. Seither werden die Fundamente für den modernen Neubau mit zweieinhalb

Info ++ www.restaurant-kuno.de ++ www.rebstock.com

2.2018  HOTEL+TECHNIK

Hotelinhaber Christoph Unckell.

Hotel+Technik: Wie kamen Sie auf die Idee des Musterzimmers? Christoph Unckell: Damit die große Investition gut gelingt, sollen die neuen Zimmer das bestehende Portfolio perfekt ergänzen. Wer könnte uns da besser helfen als unsere Gäste und unsere Mitarbeiter? Deshalb sammeln wir nun das Feedback, insbesondere unserer Stammgäste und des gesamten Teams, und verfeinern und finalisieren damit unsere Planungen. Was erhoffen Sie sich im besten Fall davon? Unser Ziel war schon immer eine hohe Gästezufriedenheit. Und die erreichen wir nur, wenn es uns gelingt, die Erwartungen unserer Gäste möglichst zu übertreffen. Dafür muss die Einrichtung des Zimmers die Gäste emotional erreichen, aber auch allen praktischen Anforderungen genügen. Beinahe genauso wichtig ist mir, dass meine Mitarbeiter stolz auf die neuen Zimmer sind und diese gern verkaufen. Gemeinsam mit unseren Zimmerfrauen versuchen wir auch den Reinigungsaufwand zu optimieren, um für größtmögliche Hygiene zu sorgen. Können Gäste das Musterzimmer derzeit buchen? Ja, nach Verfügbarkeit immer gern. Viele unserer Stammgäste haben sich für die kommenden Wochen schon vormerken lassen. Für das Musterzimmer haben wir ein Zimmer aus unserem Bestand renoviert. Das bleibt uns natürlich erhalten. Die Feedbacks sammeln wir über die kommenden zwei Monate und finalisieren danach unsere Ausschreibungsunterlagen, um alle Anregungen zu berücksichtigen.

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„Bette Zargen“ im Hotel Brunnenhaus Schloss Landau

Glasierter Titan-Stahl ersetzt Silikonfugen

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chloss Landau bei Bad Arolsen, zu dem das Hotel Brunnenhaus Schloss Landau gehört, blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück: Adelssitz seit dem 13. Jahrhundert, wurde es nach 1828 verpachtet und als Meierei, Schule sowie Alten- und Pflegeheim genutzt. Heute ist es teilweise zugänglich, der Schlossgarten mit dem „Therapie- und Sinnesgarten“ lädt zur Erholung ein. Das im Herbst 2017 eröffnete 25-Zim-

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mer-Haus entstand im Zuge einer Umnutzung im sogenannten Brunnenhaus, das Teil der Hofanlage des Grafenschlosses ist. In den Gästebädern des ehrwürdigen Gemäuers kommen Duschflächen von Bette zum Einsatz, die dank ihrer Zarge dauerhaft für Hygiene und Dichtigkeit sorgen. 2012 hatte die in Bad Arolsen ansässige H-Hotels AG nach mehrjährigem Leerstand das Schlossareal übernommen, um es als Veranstaltungsort und für den Tou-

rismus nutzbar zu machen. Dazu wurde das Schloss aufwendig restauriert und das historische Flair der Anlage wiederhergestellt. Das Brunnenhaus wurde zum Gästehaus mit kleinem Meetingraum für sechs Personen und einem Restaurant mit Wintergarten umgebaut, das 80 Besuchern Platz bietet. Die zur Seminarscheune ausgebaute Remise bietet zusätzlichen Raum für größere Veranstaltungen. Das Areal wird aus einem Holzpellet-HeizHOTEL+TECHNIK  2.2018

Fotos: Karsten Socher

Hohe Anforderungen beim Umbau historischer Bausubstanz zum 25-Zimmer-Haus führten zum Einbau intelligenter Duschflächen, die dauerhaft für Hygiene und Dichtigkeit und damit für besondere Sicherheit vor Feuchtschäden sorgen.


Design+Interior

1 Zum 25-Zimmer-Haus gehört auch ein Restaurant mit angeschlossenem Wintergarten. 2 Für die bodenebenen Duschbereiche wurden die Duschflächen mit wandseitig aufgekanteter Zarge von Bette ausgewählt. 3 Alle Gästezimmer sind hochwertig, komfortabel und auf dem aktuellen Stand der Technik eingerichtet. 4 Die Kombination aus historischem Ambiente und moderner Einrichtung verleiht den Zimmern ihren persönlichen Charme. 5 Die Duschfläche aus glasiertem Titan-Stahl hält mit ihrem konstruktiven Schutz die Wand nicht nur trocken, sondern lässt sich auch schnell und einfach reinigen.

kraftwerk mit Nahwärme versorgt. Die 25 Gästezimmer des Hotels Brunnenhaus sind hochwertig und auf dem aktuellen Stand der Technik eingerichtet. Die Kombination aus historischem Ambiente und der modernen Einrichtung sorgt für persönlichen Charme. Die Zimmer unterteilen sich in vier Einzelzimmer und 21 teils barrierefreie Doppelzimmer, wobei die Einzelzimmer eine Fläche von 12 bis 16 Quadratmeter haben, die Doppelzimmer 17 bis 32 Quadratmeter. Die Badezimmer stellten beim Umbau des Brunnenhauses eine besondere Herausforderung dar, es musste höchstes Augenmerk auf den Schutz der historischen Bausubstanz gelegt werden. Die Böden sind gefliest und mit einer Fußbodenhei-

Made in Germany.

Zudem ließen sich die gläsernen Duschabtrennungen bei den bodenebenen Duschflächen sauberer aufsetzen, da kein Gefälle berücksichtigt werden musste: Das für den Wasserablauf nötige Gefälle ist bereits in die Duschfläche integriert, während es bei Duschrinnen in die Fliesen eingearbeitet werden muss. Einen weiteren Vorteil: Glasierter Titan-Stahl lässt sich schneller und einfacher reinigen als die Fugen eines gefliesten Badbodens oder die Duschrinne selbst. Und der optische Eindruck bleibt auf Dauer makellos. Ein wichtiger Aspekt Optisch und hygienisch perfekter für das Hotel, da sich die geringere ReiniAbschluss zur Wand Die spezielle Zarge macht den Einsatz von gungsdauer und weniger PutzmittelverSilikon beim Wandanschluss von Bade-­ brauch positiv auf die Betriebskosten ausund Duschwannen überflüssig. Die wirken können. Da dank Zarge wandseitig 35 mm hohe Aufkantung am Wannen- zudem keine Silikonfugen mehr nötig rand wird beim Einbau direkt mit der sind, reduzieren sich auch Aufwand und Wand verbunden und zwölf Millimeter Kosten für die regelmäßige Erneuerung überfliest. Das sorgt für einen optisch und dieser wartungsanfälligen Fugen. Die Duschflächen sind in zahlreichen hygienisch perfekten, absolut wartungsfreien Abschluss zur Wand. Die Zarge ist Sanitärfarben und sogar Mattfarben erals zusätzliche Ausstattung für viele Bade-­ hältlich, sodass die farbliche Anpassung an die umgebenden Fliesen problemlos und Duschwannen lieferbar. Silikonfugen seien bekanntlich War- möglich ist.  | tungsfugen, so Sanitärprofi Götte, und nicht selten passiere es beim Austausch des Silikons nach vier oder fünf Jahren, Infos dass das darunter liegende Dichtvlies versehentlich durchtrennt werde. „Bei der ++ www.bette.de Zargenlösung kann das nicht passieren, ++ www.schloss-landau.de denn hier gibt es wandseitig keine Sili++ www.goettliche-baeder.de konfuge, sondern nur robusten glasierten Titan-Stahl“, sagt der Installateurmeister. zung ausgestattet. Für die Duschbereiche riet der ausführende Installateur Karl-Wilhelm Götte zu „Bette Floor Side“ Duschflächen, die wandseitig über eine aufgekantete Zarge verfügen: „Wir wollten in der Dusche auf Nummer sicher gehen und haben daher die Duschflächen nicht nur abgeklebt, sondern mit der ‚Bette Zarge‘ auch wandseitig einen konstruktiven Schutz installiert, der das Gemäuer und die darunterliegenden Holzdecken dauerhaft trocken hält.“

NEU

Darum macht der Regen einen Bogen.

Die Freiluftsaison ist eröffnet. markilux markant | Das innovative Markisensystem ist ein individuell planbarer Sonnen-, Regen- und Wetterschutz. Es bietet Freiheit mit textilem Charakter, Komfort im puristischen Design und erfüllt alle Ansprüche an eine exklusive Außengastronomie. Für weitere Informationen besuchen Sie uns jetzt auf markilux.com


Design+Interior

Interview mit Bergkristall-Inhaber Hans-Jörg Lingg in Oberstaufen

„Im Kopf immer einen Schritt voraus“ Upgrade für das Allgäuer Viersterne-Superior-Hotel: Die Inhaber Hans-Jörg und Sabine Lingg investieren zwölf Millionen Euro in die Erweiterung des Wellnesshotels mit Resort-Charakter. Dafür schließt das Bergkristall jetzt für vier Monate. Hotel+Technik begleitet die Maßnahme exklusiv in einer dreiteiligen Serie. Zum Start sprachen wir mit Hotelier Lingg im bald „alten“ Haus.

Jahre gekommen sind. Und betrifft gleichermaßen den Betrieb: Die Hotelbar ist Treffpunkt für Gäste und Servicemitarbeiter – und gleichzeitig Hauptstraße für die Dinner-Abwicklung. Erstaunlich, dass dies all die Jahre funktioniert hat. Auch in der Küche, die größentechnisch 1995 geplant wurde, grenzt harmonisches Arbeiten an manchen Tagen an eine Höchstleistung. Der Personalraum ist inzwischen Spülküche geworden. Wir müssen dort auch an unsere Mitarbeiter denken, und in ihr Wohlbefinden am Arbeitsplatz investieren.

Hans-Jörg Lingg und seine Frau Sabine übernahmen 1993 das damalige Kur- und Ferienhotel Lingg-Bergstüble und entwickelten es zum Wellnesshotel Bergkristall weiter.

Hotel+Technik: Herr Lingg, am 16. April schließen Sie die Türen für einen umfangreichen Umbau Ihres Hotels. Welche Rolle spielt die Hoteltechnik bei Ihren Plänen? Hans-Jörg Lingg: Die Technik ist ein starker Beweggrund für unsere Umbaupläne und sogar noch wichtiger als die Erweiterung. Denn meine Frau und ich entwickeln das Hotel seit 1993 kontinuierlich weiter. Allerdings flossen Ideen und Gelder bislang größtenteils in den Gästebereich – 52

nicht jedoch in das Backoffice. Die technische Ausstattung hat sich also nicht entsprechend miterneuert. Wir müssen jetzt dringend im Hintergrund investieren. Knapp zwei der zwölf Millionen Euro Investitionssumme fließen in die Haustechnik. Damit meinen Sie Technik und Prozesse hinter den Kulissen? Ganz genau. Dies beginnt bei der Ölheizung und Lüftungsanlage, die völlig in die

Gleiches gilt für das Housekeeping? Ja, auch die Waschküche platzt aus allen Nähten. Und dies, obwohl wir außer Frottee bereits alles auf Mietwäsche umgestellt haben. Allerdings haben wir dafür andere Überlegungen. Wir müssten für die Waschküche nicht nur mehr Raum schaffen, sondern auch eine neue Klima- und Lüftungsanlage anschaffen. Das rechnet sich nicht. Daher werden wir künftig auch beim Frottee auf die Qualität einer regionalen Hotelwäscherei setzen. Wo findet im Rahmen der Umbaumaßnahme noch technische Neuerung statt? Wir haben bereits mit dem Bau des Außenpools vor sechs Jahren ein mit Flüssiggas betriebenes Blockheizkraftwerk installiert. Mit der Erweiterung setzen wir auch bei der Heizung ganz auf Gas. Wir konnten dafür mit den Stadtwerken einen Deal machen: Sie legen eine zwei Kilometer lange Leitung von Oberstaufen hoch zu uns. Zusätzlich nutzen wir künftig ein größeres Blockheizkraftwerk, mit dem wir auch Strom erzeugen. HOTEL+TECHNIK  2.2018


Warum haben Sie Gas gewählt? Gas ist nicht nur preislich attraktiv, sondern auch umweltschonend. Denn es verbrennt rückstandslos. Und es braucht einfach keinen Speicherplatz. Wir haben natürlich auch eruiert, ob wir zum Beispiel mit Holzhackschnitzel oder mit Holzpellets arbeiten könnten. Aber dafür bräuchte es für unsere Hausgröße rund alle zwei Wochen einen Sattelzug voll Holz. Das kann bei unserer Zufahrt gerade im Winter ein sehr schwieriges Unterfangen sein. Was ist die größte Herausforderung der Umbauphase? Den Zeitplan einzuhalten. Da bin ich aber sehr zuversichtlich, denn wir arbeiten schon seit 2006 mit unserem Architekten Armin Tittel vom Büro Alpstein zusammen. Wir sind quasi ein eingespieltes Team. Die neuen Zimmer sind komplett aus Holz, das verkürzt die Bauzeit. Dennoch ist der Umbau in vier Monaten über mehrere Etagen natürlich eine Herausforderung. Wie genau lautet der Zeitplan? Die Wiedereröffnung mit den modernisierten Bestandszimmern sowie dem umgebauten Restaurant- und Wellness-Bereich mit noch größerem Außenpool ist für den 14. August geplant. Bis November findet dann der Innenausbau der neu entstehenden Zimmer statt, sodass wir im Dezember mit allem fertig sind. Wie gehen die Mitarbeiter mit der Schließung um? Einen Teil der Zeit nehmen sie Urlaub, den sie sich teilweise vom letzten Jahr aufbewahrt haben. Für die restliche Zeit haben wir eine Kündigung mit Wiedereinstellungsgarantie ausgesprochen. Das haben wir gemeinsam mit der Agentur für Arbeit geregelt. Die Lösung scheint für alle gut: Bisher hat noch keiner gesagt, dass er nicht wiederkommen möchte.

Hotel+TechnikSerie Neues Highlight des Wellness-Resorts: Der beheizte Ganzjahres-OutdoorInfinity-Sport-Pool mit 20 Metern Länge und zehn Metern Breite.

— „Wir müssen auch an unsere Mitarbeiter denken und in ihr Wohlbefinden am Arbeitsplatz investieren.“ — Hotelier Hans-Jörg Lingg

Wie lange planen Sie das alles schon? Im Kopf plane ich eigentlich immer schon die nächsten Schritte. Das kommt uns jetzt zugute. Als wir 2006 den Hausteil ‚Paradies‘ gebaut haben, haben wir den

Fotos: Fiolka, Rendering Bergkristall

UmbaumaSSnahme im Bergkristall – Der Plan ++ 25 neue Zimmer und Suiten ++ teilweise Re-Styling und Face-Lifting bestehender Zimmer und Suiten ++ Bergkristall-Atrium mit Lobby, „die Bar“ mit verschiedenen Relaxmöglichkeiten und kleiner Loungeterrasse ++ Check-in und Anfahrt mit Park- und Gartenanlage rund um das Resort ++ Ganzjahres-Outdoor-Infinity-Pool mit 20 Metern Länge und 10 Metern Breite ++ großzügige Event-Lodge-Sauna mit Natur-Badeteich ++ Ruhelounge sowie Wellness-Living-Room outdoor

Beautybereich mit Blick auf weitere Wachstumspläne bereits so großzügig angelegt, dass die Kabinenanzahl auch nach der Erweiterung reicht. Grundsätzlich gehen wir sehr organisch vor. Wir haben 2012 zweieinhalb Millionen nur in den Außenpool und Sauna-Außenbereich investiert. Diese Maßnahme hat uns wiederum eine 15 Prozent höhere Bettenauslastung gebracht. Dies ist eine entscheidende finanzielle Basis dafür, jetzt baulich und technisch alles auf den gleichen Standard zu bringen, worüber wir im Endeffekt schon seit 2015 nachdenken. Und Sie sind der Projektmanager? Projektmanager ist der Architekt. Er verantwortet mit seinem Büro auch die Bauleitung. Aber ich bzw. unsere Söhne sind natürlich bei allen Baubesprechungen dabei und sicherlich nahezu jeden Tag auf der Baustelle. Schließlich will ich genau wissen, wie der Umbau vorangeht, wo es klemmt, wo die Leitungen laufen. Es ist von immensem Vorteil, sein Haus zu kennen. Der Haustechniker kann irgendwann gehen und damit das Know-how über das Haus. Und dann kommen sie alle gesprungen und sagen: „Chef, weißt du noch …?“  | 

2.2018  HOTEL+TECHNIK

Interview: Nina Fiolka 53


Design+Interior

Lichtkonzept Human Centric Lighting (HCL)

Wohltat für den Biorhythmus Es gibt viele ausgeklügelte Konzepte, um Räume und Wege ins richtige Licht zu rücken. Neue Erkenntnisse zeigen, dass die Art des Lichts ein starker Wohlfühl-Faktor ist und die durchschnittliche Verweildauer im Hotel verlängern kann. Die Brancheninitiative Licht.de informiert Hoteliers über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten.

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2 1 Die Lichtfarbe der verwendeten Leuchtmittel bestimmt den Raumeindruck: von wohnlich-warmweißem bis zu funktionalem, tageslichtweißem Licht. 2 Gefühlter Tag-/Nachtwechsel: Beleuchtungsstärke und Blauanteile im Licht steigen bis zur Mittagszeit kontinuierlich an und nehmen dann langsam bis zum Abend wieder ab.

Weitere Infos ++ www.licht.de

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keit, sondern auch die biologische Wirksamkeit von Licht, so die Brancheninitiative Licht.de: ++ Licht stärkt den Biorhythmus ++ fördert Wohlbefinden und Gesundheit ++ sorgt für Leistungskraft und Konzentration ++ verhindert Schlafstörungen. Ein Beispiel für die Anwendung des HCL ist das Badezimmer: Ein hoher Blauanteil im Licht sorgt für den Frischekick am Morgen. Am Abend dagegen ist das Bad eine Wellnesszone – entsprechend wird der Blauanteil reduziert. Ähnliche Konzepte sind für alle Räumlichkeiten möglich und erhöhen insgesamt die Verweildauer im Hotel mit dem langfristigen Effekt, dass der Gast positive Erfahrungen mit dem Haus in Verbindung bringt. Bei der Umsetzung eines HCL müssen zusätzlich zu den Anforderungen an die allgemeinen Gütekriterien einer Beleuchtungsanlage bei der Planung weitere Fak-

toren berücksichtigt werden, die sich u.a. in DIN SPEC 67600 finden. Demnach ist eine wesentliche Empfehlung eine integrierende, ganzheitliche Licht- und Raumplanung. Sie stellt sicher, dass die Nutzung und Wirkungen von Licht von Beginn an in den Planungsprozess einbezogen und alle Gewerke und Materialien gut abgestimmt sind. Weiter trägt eine ganzheitliche Planung – unter anderem durch die geeignete Nutzung von Tageslicht – dazu bei, die Beleuchtung energieeffizient zu realisieren. Biodynamische Wirkfaktoren sind: ++ höhere Beleuchtungsstärken ++ mehr Blauanteile im Licht ++ flächige Lichtquellen ++ zeitlich veränderbares dynamisches Licht Wichtig ist auch der richtige Zeitraum: Wirkungsvoll ist biologisch wirksames Licht insbesondere am Morgen nach vorangegangener Dunkelheit.  | HOTEL+TECHNIK  2.2018

Fotos: Licht.de

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icht taktet die innere Uhr des Menschen: Die Morgensonne mit einem hohen Blauanteil im Licht weckt und aktiviert. Höhere Rotanteile signalisieren dem Körper gegen Abend zur Ruhe zu kommen. Moderne Lichtkonzepte wie das Human Centric Lighting (HCL) sprechen diese „Sonnenuhr“ im menschlichen Körper an und arbeiten nach dem Vorbild des Tageslichts. HCL überträgt das Wechselspiel der natürlichen Beleuchtung und ihre biologische Wirkung in Innenräume, bringt Tageslicht ins Gebäude und ergänzt es bedarfsgerecht durch künstliches Licht in der jeweils passenden Helligkeit und Farbtemperatur. Gute Beleuchtung berücksichtigt nicht nur die funktionale Hellig-


Design+Interior

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Ideal Standard im Courtyard by Marriott Hotel Wolfsburg

Natürlich pur

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Das neue Viersternehaus am Allersee will sich harmonisch in die umgebende Landschaft einfügen. Die gleiche Maxime galt bei der Innenausstattung bis hin zu den elegant zurückhaltenden Bädern.

Fotos: Marriott, Ideal Standard

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er Spatenstich für das Viersternehaus erfolgte 2016, im Januar 2018 eröffnete jetzt das neue Hotel Courtyard by Marriott im Wolfsburger Allerpark. Mit dem „Strand“ quasi vor der Tür soll das hochmoderne Haus gleichermaßen Urlauber, Hochzeitsgesellschaften und Wochenendgäste wie auch Businessreisende der Autostadt anziehen. Am Nordufer des Allersees gelegen, will sich das jüngste Courtyard als natürlicher Bestandteil des großen Sport-, Freizeit- und Erholungsgebietes etablieren. Architektur und Design beziehen sich dabei in vielfältiger Weise auf die Umgebung: Das Gebäude scheint mit nur vier Geschossen und der Fassade aus Holzverbundstoff ein Teil der umgebenden Baumlandschaft. Die Zimmereinrichtung sowie warme Farbnuancen greifen die Töne der Seeund Parklandschaft auf. Ein besonderes Highlight sollten die Bäder werden, die den Gästen einen großzügigen Ausblick in die Natur bieten. Dieser entsteht durch eine raumhohe Glasscheibe zwischen Badezimmer und Wohnbereich, die einen freien Blick durch die Zimmer ins Freie

2.2018  HOTEL+TECHNIK

ermöglicht. In der Blickperspektive vom Wohnbereich in Richtung Bad steht der Gast wie auf einer vom Tageslicht angestrahlten Bühne – perfektes Licht, zum Beispiel zum Schminken. Wer mehr Intimität wünscht, muss darauf nicht verzichten: Ein „Black-out-Vorhang“ verdunkelt die Scheibe bei Bedarf vollständig. Ideal Standard lieferte für die Bäder des Courtyard die passenden puristischen Waschtische, die in ihrer Rechteckform und mit den schlanken Seiten des Beckenrandes natürliche Unaufdringlichkeit ausstrahlen. Mit den passenden Armaturen und WCs komplettierte der Hersteller nicht nur das ästhetische, sondern auch das wirtschaftliche und technische Konzept: Für die Gäste unsichtbar, aber auf der Kostenseite des Hotelmanagements signifikant spürbar, arbeiten Heißwassertemperaturbegrenzer. Ebenfalls kostensparend wirkt der minimierte Wasserbedarf bei den WCs sowie ein durch glatte und geschwungene Flächen geringer Reinigungsaufwand. Für die Gäste angenehm sind die Toilettenspülungen, die bis zu 25 Prozent leiser als herkömmliche WCs sind.  |

1 Ganz Teil der Natur: Das im Januar 2018 eröffnete Courtyard by Marriott Hotel in Wolfsburg am Nordufer des Allersees. 2 Die Glasscheibe macht das Bad zu einer lichtdurchfluteten Bühne. 3 Die Ausstattung von Ideal Standard harmoniert mit dem puristischen Design. Heißwassertemperaturbegrenzer sorgen auch auf der Kostenseite des Hotels für Entspannung.

Infos ++ www.idealstandard.de ++ www.marriott.de

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Design+Interior

2 1 Monochromes Bäderdesign im Radisson Blu Frankfurt.

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2 Highlight an der freistehenden Badewanne: Der mattschwarze Wannenfüll- und Brause-Einhandmischer für die Standmontage.

Bad-Armaturen von Kludi im Radisson Blu Frankfurt

Monochromes Gesamtkunstwerk

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as Gebäude des Radisson Blu in Frankfurt fällt nicht nur mit einer Höhe von 96 Metern, sondern auch durch seine spektakuläre Architektur aus dem Rahmen des Üblichen. Die Gestaltung als aufrecht stehende Scheibe verspricht dem Gast schon bei seiner Anreise, dass ihn ein exklusives Erlebnis erwartet. Ein Versprechen, das im Inneren bis in die kleinsten Details gehalten werden soll. Ein Beispiel ist die Suite „Classic Monochrome“, deren eher maskuline Gestaltung durch ein Wellnessbad mit freistehender Wanne ergänzt wird. Der Armaturenhersteller Kludi aus dem westfälischen Menden hatte hier die anspruchsvolle Aufgabe, die Bad-Ästhetik des Waschtischs, der Wanne und der Dusche mit dem Ausdruck moderner Leichtigkeit zu unterstützen. So scheint der Hebel des Waschtisch-Einhandmischers über dem

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Armaturenkörper zu schweben und erinnert an einen Flügel. Die perfekte Ästhetik muss sich dabei auch immer mit technischer Perfektion verbinden: So kann mit dem formschönen Handschmeichler der Wasserfluss präzise reguliert werden. Für den Gast unsichtbar bleibt der eingebaute Strahlregler, der störendes Spritzwasser verhindert. Die freistehende Badewanne mit dem Wannenfüll- und Brause-Einhandmischer als Standmontage ist ein eigener Blickfang, der sich harmonisch in das Badkon-

Infos ++ www.kludi.com ++ www.radissonblu.com

zept einfügt. In der separaten ebenerdigen Dusche sorgt ein leicht und intuitiv zu bedienender Thermostat für angenehmes Duschvergnügen. Auch dort wieder die Verbindung von Ästhetik und Technik: Die als Fächer gestalteten Brausen versprechen einen Wasserstrahl, der seine Kraft gleichmäßig und dauerhaft in der gewünschten Stärke beibehält. Das Design setzt sich auch im Detail fort, beginnend beim Toilettenbürstenhalter über die Papier- und Reserverollenhalter bis zu den Bade- und Handtuchhaltern. Um das Ganze rund zu machen, mussten die Produkte auch optisch in das Gesamtkonzept integriert werden. Dazu haben die Armaturen-Spezialisten als Einzelanfertigung mattschwarze Armaturen entwickelt, die sich mit der weißen Keramik zu einer eleganten Einheit verbinden. | HOTEL+TECHNIK  2.2018

Fotos: Bauer Living KG/mark seelen

Von der Gebäudearchitektur bis zum Handtuchhalter ist das Hotel Radisson Blu in Frankfurt ein Designmonument. Dem Traditionsunternehmen Kludi aus dem Sauerland gelang es, mit exklusiv angefertigten Armaturen die hohen gestalterischen und technischen Anforderungen in Einklang zu bringen.


Design+Interior

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1 1 Florales Schlafgemach: Das Design der Rosenreichsuite spiegelt die Königin der Blumen wider. 2 Blick in die neuen Zimmer mit nachhaltigen Materialien wie Loden, von der Sonne patiniertes Stadelholz oder dunkelgebeizte Altholzeiche. 3 Der öffentliche Bereich präsentiert sich in Violett-, Braun- und Grautönen, kombiniert mit verschiedenen Hölzern und alpinen Details.

Ausstattung von Voglauer im Wellnesshotel Rübezahl

Charmante Motivwelten Alpine Romantik, dezenter Luxus und der Blick auf die Königsschlösser prägen das familiengeführte Wellnesshotel Rübezahl in Schwangau. Bei der Gestaltung seiner neuen Zimmer setzte das Haus auf nachhaltige Maßanfertigungen.

Fotos: Voglauer Hotel Concept

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del, ohne zu protzen. Schlicht, ohne zu verzichten. So sieht sich das Hotel Rübezahl im Allgäu. Königlich war der Standort schon, als Hildegard und Herbert Thurm 1959 aus dem damaligen „Haus beim Hubertus“ das „Rübezahl“ machten – als Hommage an ihre alte Hei­ mat, das Riesengebirge. Inzwischen ha­ ben Sohn Erhard mit Frau Giselle und den Kindern daraus ein alpines Domizil ent­ wickelt. Zum Haupthaus fügte sich das Landhaus, die Residenz und der Wellness­ bereich mit Panorama-Außenpool. Die majestätische Aussicht auf die Schlösser Neuschwanstein und Hohen­ schwangau prägt das beliebte Wellness­ hotel. Besonderen Charme versprüht auch das Hoteldesign. Dafür setzte das Vierster­ ne-Superior-Haus in Schwangau beim Neubau von 19 Zimmern sowie der Ge­ staltung des öffentlichen Bereichs im Jahr 2017 auf den Salzburger Hotelausstatter 2.2018  HOTEL+TECHNIK

Voglauer Hotel Concept. Das neue Haus ist moderner, aber dennoch im selben Stil wie die zwei Bestandshäuser. Die Innen­ architektur ist vor allem durch Motive ge­ prägt: So wurden drei Themensuiten kon­ zipiert. Die Königreichsuite, mit Himmel­ bett, Ritterstuhl und Rittersofa sowie einer Steinwand erinnert an Schloss Neu­ schwanstein. In der Rosenreichsuite wur­ de die organische Form der Rose in das Design miteingebunden. Ein rundes Bett, der Bodenwechsel in konkaver Form, ein Sofa in stilisierter Rosenform und ein Fauteuil in floraler Optik spiegeln die Kö­

Infos ++ www.voglauer.com ++ www.hotelruebezahl.de

nigin der Blumen wider. Auch die Alm­ rauschsuite im alpinen Landhausstil mit Altholzwandvertäfelung und beleuchte­ ter Loden-Nische hat ihren eigenen Charme. Viel Wert wurde auf nachhaltige Mate­ rialien wie Loden, von der Sonne patinier­ tes Stadelholz oder dunkelgebeizte Altholz­eiche gelegt. Das Farbkonzept ist vielseitig und abgestimmt auf die einzel­ nen Räumlichkeiten. Der öffentliche Be­ reich wurde in Violett-, Braun- und Grautönen gehalten, kombiniert mit alpi­ ner Altholzeiche und dunkel gebeizter Ei­ che. Der Beautybereich ist modern gehal­ ten, mit satinierten Glaswänden und Steinboden, ergänzt mit dunkler Altholz­ eiche. Farbakzente werden zusätzlich mit einem kräftigen Pink und Grafikpaneelen gesetzt. Jedes Möbelstück wurde indivi­ duell von Voglauer für dieses Projekt ent­ worfen und nachhaltig produziert.  | 57


Design+Interior

Produkte

Natürlich am Boden

Scheinbar schwebend Jeld-Wen / Mit „Planar“ präsentiert Jeld-Wen ein neues Türelement mit extra breitem Falz, der die Zargenbekleidung vollständig überdeckt. Die De­ signtür ist wahlweise in Kombination mit einer neuen Holzzarge in der Bekleidungsbreite von 45 Millimetern oder für den Einsatz in Kombination mit vorhandenen oder neuen Stahlzargen erhältlich. Der Falz sorgt dafür, dass die Tür geradezu vor der Wand zu schweben scheint und verleiht ihr zurückhaltende Eleganz. Ob Holz- oder Stahlzarge, das puristische Design ist durch abgestimmte Beschläge wie aus einem Guss. Mit vielseitigen Farbkombinationen von Zarge und Falz lässt sich ein ganz individuelles Raumdesign gestalten.  www.jeld-wen.de

Stahlzarge und neue Designtür „Planar“ von Jeld-Wen.

Innovative Lichtbündelung Artemide / Das Modell „Cata“ ist ein LED-Strahler mit einem innovativen System der Lichtbündelung. Hohe Energieeffizienz, extreme Lichtstärke und konzentrierte, nicht blendende Lichtbündel sind das Ergebnis langjähriger Forschungen. Durch den Einsatz transparenter Materialien und reflektierender Oberflächen wird die Leuchte auf das Wesentliche reduziert. Ebenfalls erhältlich als Tunable White Version. Wahlweise als Variante für 3-Phasen-Schienenadapter oder als Deckenleuchte. Der minimalistische Look aus puren Materialien mit einem sauberen Finish in Kombination mit ausgereifter Technik verleiht der neuen Leuchte ihr unverkennbares Design. Durch austauschbare Optiken und umfangreiches Zubehör wie Blenden und Farbfilter ist „Cata“ höchst flexibel einsetzbar.  www.artemide.de/

Teppichfliesen mit Trompe-l‘oeil-Effekt: „Human Connections“ holt die Natur in den Raum.

Interface / Die neue Kollektion „Human Connections“ von Interface macht sich die Prinzipien des globalen Trends „Biophilic Design“ zunutze, indem sie mit natürlichen Elementen und deren Beziehung zu interaktiven, urbanen Umgebungen spielt. Die modulare Fliesenkollektion umfasst acht verschiedene Ausführungen, alle im Fliesenformat 50 x 50 cm, die individuell kombiniert werden können, um Wege, Kreuzungen und Orte der Begegnung zu kreieren.  www.interface.com/EU/de-DE/

Leuchtende Vielfalt

Italienisches Design gepaart mit Hightech: schwebendes Oval „Ellisse“ von Nemo. 58

Nemo / Die neuen Modelle von Nemo stehen ganz im Zeichen von Kreativität in Verbindung mit Technikaffinität – passend zum diesjährigen Motto der Light + Building, aktuelle Designtrends und zukunftsweisende Technologien zu zeigen. So präsentierte das italienische Unternehmen das Modell „Ellisse“ von Federico Palazzari, das mit einer eigens für Nemo entwickelten Extrusionsverbindungstechnik realisiert wurde. Durch sein dynamisches Design wirkt das Oval – in matt oder glänzend lackiert – schwerelos und bereichert jeden Einrichtungsstil. Als Einzel- oder Doppelausführung erhältlich ist sie als Wand-, Steh- oder Deckenleuchte verfügbar.  www.nemolighting.com/deu/ HOTEL+TECHNIK  2.2018

Fotos: Interface, Jeld-Wen, Artemide, Nemo

LED-Strahler „Cata“ mit innovativem System der Kollimation des Lichtbündels.


Sommerfrisches Ambiente mit floralem Textildesign

Die Schirmständer werden in Größe und Volumen per Maßfertigung den individuellen Bedürfnissen angepasst.

Fotos: Caravita, Hotelwäsche Erwin Müller, Toto Europe GmbH

Schirmständer und mehr mit natürlichem Gewicht Caravita / Die neuen Schirmständer für Großschirme wie „Big Ben“ und „Big Ben Freestyle“ von Caravita kommen mit zahlreichen praktischen Vorteilen: Vier Körbe aus verzinktem oder beschichtetem Draht, die mit Steinen oder Flaschen gefüllt werden können, sind rund um den Schirm in der Mitte angeordnet und halten ihn mit ihrem Gewicht unverrückbar in Position. Die Holzabdeckungen der Körbe lassen sich nach Wunsch als Sitzgelegenheit oder Tisch nutzen und bieten so zusätzliche, außergewöhnliche Schattenplätze für die Gäste. Die Steinkörbe können zudem mit LEDs, einem WLAN-Hotspot, Bluetoothboxen und Steckdosen als Ladestationen vielfältige Aufgaben übernehmen.  www.caravita.de

Hotelwäsche Erwin Müller / Florale Klassiker, verspielte Dessins, modernes Ornamentdessin und starke Farben – Hotelwäsche Erwin Müller läutet mit den neuen OutdoorTischwäschen die Freiluftsaison 2018 ein. Die Tischwäschen-Serie „Mainau“ sorgt mit elegantem floralem Design und in den Farben Creme, Taupe, Rauchblau sowie Steingrau für stimmungsvolles Ambiente. Die Tischwäsche ist lichtecht, pflegeleicht, fleckabweisend und lässt sich einfach feucht abwischen.   www.hotelwaesche.de

Tischwäschen-Serie „Mainau“ von Hotelwäsche Erwin Müller.

Neuartige Keramik für Waschtische Toto / Toto bietet neue dünnwandige Aufsatzwaschtische: Mit 4 mm Wandbreite verfügen die ovalen sowie rechteckigen Waschtische über eine filigrane Optik – und sind dabei genauso haltbar wie normale Waschtische. Dies ermöglicht eine von Toto entwickelte neuartige Materialkombination, die „Linear Ceram“ genannt wird und sich durch einen hohen Härtegrad auszeichnet. www.de.toto.com

Der neue ovale Aufsatzwaschtisch aus „Linear Ceram“ ist besonders dünnwandig und filigran.

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Design+Interior

Produkte

Licht im Schatten

Ein Gefühl von Heimat Isimar / „Zuhause“ ist nach Überzeugung des Architekten Matteo Thun nicht mehr ortsgebunden. „Es ist ein Gefühl“, sagt er und will mit seiner neuen Outdoor-Kollektion Hotelgästen helfen, sich ganz privat zu fühlen. Seine für Isimar entworfene Möbelkollektion lässt mit ihrem klaren, puristischen Design Raum für ein individuelles Gefühl von Heimat.  www.isimar.es

Das Beleuchtungssystem „Luna“ von Tuuci bringt dezentes Licht in den Garten und auf die Terrasse.

Tuuci / Der tagsüber willkommene Schutz von Sonnenschirmen kann abends unerwünscht werden, wenn das Licht diffuser wird und die Gäste noch verweilen möchten. Der Hersteller Tuuci schlägt diese Lösung vor: Im Mittelpunkt der Schirmstreben der Modelle „Ocean Master“ und „Plantation“ sind LED-Lampen der neuen Kollektion „Luna“ integriert, die für eine dezente indirekte Be-

leuchtung sorgen. Die LEDs leuchten nach oben in die Bespannung und verteilen dadurch das Licht gleichmäßig unter dem Schirm. Im Schirmzentrum lässt sich das Licht per Touch-Funktion ein- und ausschalten sowie nach Belieben dimmen. Die Niederspannungsverkabelung sorgt für den sicheren Betrieb des vielseitigen Beleuchtungssystems. www.tuuci.com

Die Outdoor-Kollektion von Matteo Thun für Isimar ist bewusst puristisch gehalten.

Durch das luftdurchlässige Tuch des Markisendachs „Markant“ sollen Klima und Atmosphäre stets wohltemperiert bleiben. 60

Markilux / Wind, Regen, Kälte oder auch zuviel Sonne können den Aufenthalt auf einer Terrasse unangenehm machen. Zum Schutz präsentiert Markisenproduzent Markilux sein neues Markisendach „Markant“. Es ruht auf vier eckigen Aluminiumsäulen und kann in zwei Varianten mit einer Fläche von 6 x 6 oder 3 x 6 Quadratmetern bei einer Standardhöhe von 2,60 Meter, aber auch in Sonderhöhen bezogen werden. Neu ist, dass die Markise mit dem gespannten Tuch waagerecht ausfährt. Weiteres Feature: Das Tuch ist imprägniert, durch ein spezielles Verfahren schmutzabweisend und dennoch luftdurchlässig. Dadurch wird der sonst häufig auftretende Hitzestau vermieden, Raumklima und Atmosphäre sollen dadurch stets angenehm bleiben. Auch größere Wassermengen werden problemlos abgeleitet, und selbst Windstärke soll für „Markant“ kein Problem sein. Zu den ergänzenden Angeboten von Markilux gehören unter anderem LED Lichtelemente und Wärmestrahler, Sonnen- und Windwächter sowie Senkrechtmarkisen, die mehr Privatsphäre und Kälteschutz bieten. www.markilux.com HOTEL+TECHNIK  2.2018

Fotos: Tuuci, Markilux, Isimar

Gutes Klima unter dem Markisendach


Design erweitert Funktion

So können Bauelemente, die normalerweise unter Fliesen verschwinden, auch aussehen: Das Top Deck in der Lounge Area des Hotel Roomers in Baden-Baden.

Wedi, Pilzdesign / Die wasserdichten Bauelemente von Wedi dienen hauptsächlich als Untergrund für Bodenbeläge, die häufig feucht werden. Das Planungsbüro Pilzdesign entwickelte für das Material ein Konzept, mit dem komplette Wellnessbereiche, aber auch einzelne Komponenten wie Multifunktionsliegen, Sitzbänke, Skulpturen, Dampfbäder, Whirlpools, Salzkabinen und Duschwände konstruiert werden können. Neben Design und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten hat der Baustoff noch weitere Qualitäten: So lassen sich die Objekte weder von UV-Strahlung, noch von Meerwasser, noch von extremen Temperaturen zwischen -30 und +70 Grad beeindrucken. Die Farben sind frei wählbar, wodurch die Objekte ohne Probleme in den Gesamtauftritt von Hotels integriert werden können.  www.wedi.de/www.pilzdesign.de

Fotos: Pilzdesign, Vega

Trio für die Terrasse Vega / Für die Gäste sollen Terrassenmöbel hauptsächlich formschön und bequem sein. Doch damit sie für den Einsatz im Hotelund Restaurantbetrieb wirklich einsetzbar sind, müssen sie vor allem wetterfest, strapazierfähig, leicht im Handling und platzsparend in der Aufbewahrung daherkommen. Mit seinen OutdoorNeuheiten 2018 präsentiert Vega die Produktlinien „Lika“, „Filea“ und „Rimalia“, Möbel speziell für den Einsatz im Freien. Der Hersteller setzt dabei jeweils unterschiedliche Schwerpunkte. So beschränkt sich „Lika“ auf drei stabile Elemente mit flexiblen Funktionen, einem Allwetter-Sitzkissen und praktischen Stapelmöglichkeiten. „Filea“ bietet eine klare Formsprache und mehr Auswahl wie Lounger mit extra breiten Sitzflächen oder Stühle mit und ohne Armlehnen. Für einen edlen und eleganten Look stehen die neuen „Rimalia“ Möbel im Bistro-Stil.  www.vega-direct.com

„Lika“ von Vega kommt mit drei Grundelementen aus. Unter dem grau-braunen Geflecht verbirgt sich ein robustes Aluminium-Gestell. Der Tisch kann auch als Hocker genutzt werden.

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Design+Interior

Produkte

Mehrwert bis Windstärke acht Weinor / Schutz, Haltbarkeit, Atmosphäre, leichte Bedienung und „einen echten Mehrwert“ für die Gäste wünschte sich Markus Göbel, Inhaber des Fünf-Sterne-Hotels Prinz von Hessen in Friedewald. Der Hotelier entschied sich für die Pergola-Markise „Pergotex II“ von Weinor. Sie ist besonders widerstandsfähig und kann auch bei Windstärke acht noch ausgefahren bleiben. Gleichzeitig bleibt das Gefühl, im Freien zu sitzen, erhalten. Dimmbare LED-Spots verbreiten atmosphärisches Licht, das abends auf der Terrasse für Wohlfühl-Stimmung sorgen soll. Das Ein- und Ausfahren der Markise und die LEDSpots werden bequem und sicher per Funkhandsender gesteuert. „Unsere Gäste können die Terrasse nun viel länger nutzen, egal bei welchem Wetter“, so der Hotelchef.  www.weinor.de Schlosshotel Friedewald: Auch wenn die Markise ausgefahren ist, bleibt das Gefühl, im Freien zu sitzen.

Schirmbeleuchtung per App

Outdoor ohne Schattenseiten Newgarden / Licht ohne Schatten verspricht der in Spanien ansässige Anbieter Newgarden mit seinen Produkten für die Außenbeleuchtung. Möglich wird das durch das patentierte Lampensystem „LED-Tube“, das eine schattenlose 360-Grad-Beleuchtung mit sanftem Touch erzeugt. Die modernen Formen sind von zeitloser Eleganz: So besteht die Stehleuchte „Grace“ aus einem zylindrischen Körper mit einem kubischen Kopf. Dagegen ist das Modell „Pancho“ vom mexikanischen Kaktus inspiriert. Beide Produkte sind aus hochbeständigem Polyethylen gefertigt und dadurch auch für Außenbereiche mit extremen Temperaturschwankungen geeignet. Schattenlose Eleganz: Stehleuchte „Grace“ von  www.newgarden.es/en/ Newgarden. 62

WeishäuplSchirme starten mit neuen Tönen und Größen in die Open-AirSaison.

Frische Farben Weishäupl / Die Schirme der Marke treten 2018 zweifarbig in frischen sowie gedeckten Tönen auf und passen so zu jeder Outdoor-Ausstattung. Auch bei den Maßen gibt es Erweiterungen: Der Freiarmschirm mit praktischer Schwenk-Technik und der großzügige Teleskopschirm sind beide nun auch in 400 x 400 cm erhältlich, zusätzlich gibt es den Teleskopschirm rund mit einem Durchmesser von 500 cm. www.weishaeupl.de HOTEL+TECHNIK  2.2018

Fotos: Weinor_Göbels Schlosshotel, May, Weishäupl, Newgarden

Auch zur Nachrüstung geeignet: Die akkubetriebene Schirmbeleuchtung „Maystro LED-Ring RGB“ von May wird an den Masten der vorhandenen Schirme befestigt.

May / Ein dunkler Außenbereich wirkt wenig einladend, auch wenn er toll gestaltet ist. Abhilfe verspricht May mit dem „Maystro LED-Ring RGB“, der einfach am Schirmmast befestigt und mit einer kostenlosen App bedient wird. Nutzer wechseln zwischen warmweißem und buntem Licht und wählen Farbverläufe, die passend zur Musik leuchten können. Auch eine zeitgesteuerte Schaltung des LED-Rings ist möglich. Dank eines abnehmbaren Akkus kommt die Schirmbeleuchtung ganz ohne Kabel aus.  www.may-online.com


Raumzonen für Draußen

Die Großschirme „Palazzo“ von Glatz können an individuelle Verhältnisse angepasst und per Fernbedienung geöffnet und geschlossen werden.

Stuhlfabrik Schnieder / Die Gestalter der Stuhlfabrik Schnieder in Lüdinghausen empfehlen, auf größeren Terrassen durch Zonierungen einen Raumcharakter zu schaffen. Dies geschieht zum Beispiel durch Rahmenkonstruktionen oder Raumteiler aus Holz. Räumliche Wohlfühl-Atmosphäre soll auch durch einen Mix aus Outdoor-Lounge-Möbeln, klassischen Stuhl- und Tisch-Sitzgruppen sowie Bartischen mit entsprechenden Hockern entstehen. Schnieder bietet dazu Möbel aus österreichischer Gebirgstanne, deren Holz kaum Risse aufweist und wenig Wasser aufnimmt. Hinzu kommt ein konstruktiver Regenschutz, der durch die abgeschrägten Kanten das Wasser bei einem Schauer zügig ableitet und ein schnelles Trocknen der Flächen ermöglicht.  www.schnieder.com

Auf Maß und in neuen Standardgrößen Glatz / Der Schweizer Schirmhersteller Glatz erweitert seine „Palazzo“-Modellfamilie. Abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse in der Gastronomie und Hotellerie lassen sich die Varianten „Style“, „Noblesse“ und „Royal“ in diversen Sondergrößen auf Maß anfertigen. Zusätzlich sind drei „Style“- und zwei „Royal“-Schirme als neue Standardformate erhältlich. Als optionale Zusatzausstattung bietet der Hersteller unter anderem Heizung und LED-Beleuchtung für seine Kollektionen an. Die Großschirme schützen nicht nur vor Sonne und Regen, sondern bieten auch einen UV-Schutz von über 98 Prozent. In windexponierten Lagen trotzt der „Palazzo Royal“ mit einem Schirmdach von 5 x 5 Meter Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 km/h. Die Mitarbeiter profitieren von einer komfortablen Fernbedienung, die einen integrierten Motor steuert und das Schirmdach auf Distanz öffnet und schließt. www.glatz-sonnenschirm-shop.de

Mit einem variantenreichen Möbel-Mix erhält der Außenbereich einen spannenderen Raumcharakter.

Fotos: Glatz, Stuhlfabrik Schnieder, Hoklatherm

Allen Vorlieben gewachsen

Der Pavillon „Rondo“ passt sich den Wetterverhältnissen und den Vorlieben der Gäste an. 2.2018  HOTEL+TECHNIK

Hoklartherm / Die Wünsche der Gäste im Außenbereich können sehr individuell sein: Manche möchten in der Sonne sitzen, andere dagegen im Schatten. Die einen genießen eine frische Brise, andere wollen möglichst windgeschützt sitzen. Die Lösung für den flexiblen Umgang mit Gästewünschen bietet der Glaspavillon „Rondo“ von Hoklatherm. Der Bau aus zwei rundum beweglichen Halbschalen lässt sich um bis zu 180 Grad aufschieben. Geöffnet je nach Wunsch und Richtung offeriert der Pavillon einen Sonnenoder Schattenplatz, der offen bleiben oder vor Wind geschützt werden kann. Bei Regenwetter bietet die Komplettverglasung einen zuverlässigen Schutz. Zusätzlich kann bei einem schnellen Wetterwechsel das Dach in wenigen Sekunden auf- oder zugeschoben werden.  www.hoklartherm.de 63


Design+Interior

Marktübersicht Großschirme

Draußen ist das neue Drinnen

Ob Licht, Lautsprecher, Regenrinnen oder Infrarotheizstrahler – es gibt jede Menge Zubehörprodukte, welche es unter dem Großschirm noch gemütlicher machen.

W

orauf sollten Hoteliers bei der Auswahl von Großschirmen achten? Welche BeschattungsTrends bestimmen den Sommer 2018 und darüber hinaus? Hotel+Technik hat die Hersteller einschlägiger Lösungen für Außenlösungen befragt und folgende Antworten bekommen: In der Freiluftgastronomie geht es bei der Neu- oder Umgestaltung um mehr als eine Schattenlösung, heißt es bei Glatz: Der Indoor- und Outdoor-Bereich ist harmonisch aufeinander abzustimmen und soll als attraktiver Anziehungspunkt für Gäste fungieren. Diese fünf Punkte gilt es für die Schweizer Marke bei der Anschaffung des passenden Großschirms besonders zu beachten: ++ Platzverhältnisse und Umgebung: Größe und Form des Schirms 64

++ Einsatzort und naturgegebene Wetterverhältnisse: Windstabilität und Materialauswahl des Schirms ++ Bodenverhältnisse bzw. -beschaffenheit: Befestigungsmöglichkeiten des Schirms ++ Vorhandenes Mobiliar: Schließhöhe des Schirms ++ Gewünschte Extras: Beleuchtung, Heizung, Anbindung an die Haussteuerung, Regenrinnen etc. Für Glatz wird der Großschirm heute nicht mehr nur zum Schutz vor der Sonne, sondern als Allwetterschutz eingesetzt. Dies bedeutet, dass der Schirm im besten Fall ganzjährig geöffnet bleiben kann und auch starkem Wind und Regen standhält. Mit Blick auf die Investitionshöhe rät Hersteller K-Design, auf eine saubere Ver-

arbeitung sowie auf hochwertige und langlebige Materialien zu achten. Die Großschirme sollten zudem optimal platziert sein: Form und Funktionalität müssen von der Anfangsphase der Planung an mit einbezogen werden. Einen Trend sieht der Hersteller in quadratischen und rechteckigen Großschirmen: Damit könne man größere sowie kleinere Flächen optimal nutzen. Zudem wird auch für K-Design die Integration des Zubehörs immer wichtiger, da man seinen Gästen das gewisse Extra an Gemütlichkeit bieten möchte. Markilux fasst den Begriff Großschirme weiter und schließt auch Markisenanlagen mit ein. Auch hier gilt: Die Materialien müssen witterungs- und vor allem UV-beständig sein, zudem langlebig. Auch für Markilux spielen Komfort und Konzept eine wichtige Rolle: Ein Beschattungssystem sollte vor Wind und Kälte schützen können und sich mit Licht- und Wärmeoptionen ausstatten lassen. Nach Aussage des Unternehmens soll man außerdem Sonnenschutzsysteme wählen, die auf die jeweiligen Anforderungen individuell zugeschnitten werden können. Bahama betont auch das Handling: In der Hauptsaison zähle für die meisten Hoteliers jede Minute der limitierten Arbeitszeit ihrer Servicekräfte. Das morgendliche Auspacken und Öffnen der Terrassenschirme kann da zum wahren Zeitfresser werden, vor allem wenn diese auch noch gekurbelt werden müssen und das Prozedere am Abend noch einmal wartet. Dank einer hohen Windstabilität können Schirme bei normalen Wetterverhältnissen auch über Nacht geöffnet bleiben. So sparen Hoteliers nicht nur Arbeitszeit, sondern können auch durchgängig ihre Terrasse in einladender Atmosphäre präsentieren. | (nf) Die folgende Marktübersicht zeigt acht Großschirme im Überblick. HOTEL+TECHNIK  2.2018

Foto: K-Design

Ob Dinner oder Digestif: Immer mehr Hotelgäste sehnen sich nach gemütlichen Stunden im Freien. Die Hotellerie reagiert auf den Outdoor-Living-Trend mit großflächig überdachten Sitzplätzen im Außengastraum. Dabei helfen professionelle Großschirme, die sich mit komfortablen Features zum Allwetterschutzsystem wandeln.


Design+Interior

­Marktübersicht

Großschirme Bahama GmbH Gewerbeparkstraße 34 51580 Reichshof Tel. 02265/998-0 www.bahama.de

Glatz AG Neuhofstraße 12 8500 Frauenfeld Schweiz Tel. 0041/5272/366-33 www.glatz.ch

K-Design Großschirme & Windschutz GmbH An Fürthenrode 51 52511 Geilenkirchen Tel. 02451/91128-0 www.k-design.biz

Modell

Bahama Jumbrella

Glatz Palazzo

ParaFix und ParaKing

Größe in m

Seitenlängen von 2 bis 6

diverse Größen in rund, quadratisch, und rechteckig von 3 bis 8. Zusätzlich auch individuelle Sondergrößen auf Maß

2 bis 7

überdachte Fläche in m2

8 bis 36

maximale Fläche 62

maximal 39,5

Formen (rund, quadratisch, rechteckig)

runde, quadratische und rechteckige Modelle

rund, quadratisch und rechteckig

quadratisch, rechteckig und rund

Befestigungsform

stationäre sowie mobile Verankerungen, Stahlplattenverankerungen und standortabhängige Sonderlösungen

Bodenhülsen, Montageplatten, Sockel und sonstige Sonderlösungen aller Art für jeden Untergrund

mit Einbetonierhülse, fahrbarem Schirmständer oder abgeflachtem Schirmständer

Stoffklasse

3 Stoffklassen: Polyestergewebe mit oberseitig transparenter Beschichtung, Polyestergewebe mit Vinylbeschichtung, Polyesterwebe mit schmutz- und wasserabweisender Ausrüstung

Glatz Stoffklasse 5 100% Acryl (300g/m2) Lichtechtheit 8

100 % Poyestergewebe: sunsilk, ein spezielles Hightech-Polyestergewebe mit hervorragenden technischen Werten, brillante, uneingeschränkte Farbpalette

Material

Schirmgestell Aluminium in Sonderlegierung, lieferbar in zwei Standardfarben, besonders stabile Schirmsäule aus profiliertem, kammergefachtem Aluminium

Schirmgestell aus Aluminium natureloxiert mit verdrehsicherem Mast inkl. Verstärkungsrippen

Armatur: eloxiertes, strang­ gepresstes Aluminium

Technik/Antrieb

wartungsfreie Servomechanik für ausfallsicheres Öffnen und Schließen sowie kedergeführte Textilmembrane

gegenläufiges Öffnungsprinzip – Teleskop­system – motorisiert oder mit Kurbelantrieb

gegenläufiges Öffnungsprinzip – Teleskopmechanik – auch mit Kurbelantrieb

Bedienung

einfache Handhabung durch Spannhebelmechanismus – inkl. Diebstahl- und Handlingsicherung

einfachste und schnellste Bedienung, patentiertes Öffnungsprinzip mit nur wenigen Kurbelumdrehungen

ESL (Easy Swing Lever) – kinderleicht bedienbar, auf Wunsch abschließbar oder Kurbelantrieb

Elektrozubehör

LED-Beleuchtungen, IR-Heizstrahler, die im geschlossenen Schirm verbleiben können, Lautsprecher, TV-Vorrüstung, WLAN-Vorrüstung

Motorisierung, LED-Beleuchtung, Infrarot Heizstrahler, BUS-Anschluss für Haussteuerungen

LED Beleuchtung (akkubetrieben), RGB LED Beleuchtung (strombetrieben), Licht, Lautsprecher, integrierte Infrarotheizstrahler, Infrarotheizstrahler zum Einhängen, Funksteuerung

weiteres Zubehör

Gestell-Sonderlackierungen – auch in Holzoptik, Seitenwände, Regenrinnen, Bedruckung, Anprallschutz, Schutzhüllen

Volant, Regenrinnen, Windschutz bzw. Vorhang, Prallschutz, Edelstahlkit fürkorrosive Umgebungen, Bindesystem, Sonderlackierungen in allen RAL & NCS Farben, Sonderstoffe, Schirmgrössen auf Maß, Mastverlängerungen & -verkürzungen, Sonderprogrammierungen für Haussteuerungen

Regenrinne, Sublimationsdruck möglich, Steckdose(n) am Mast

Verwendungsorte

Hotels, Restaurants, Cafés, Kranken- und Pflegeeinrichtungen, öffentliche Einrichtungen, Kindergärten u.v.m.

Gastronomie, Hotellerie, öffentliche Plätze, Kindergärten, Schulen, Schwimmbäder, Strände u.v.m.

Gastronomie/Hotellerie/Cafés/ Kranken- und Pflegeeinrichtungen u.v.m.

Preis in Euro

ab 1.698

ab 2.275

ab 1.079 (brutto)

Fotos: jeweils von den Anbietern

Anbieter

Die Angaben stammen von den Anbietern. Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit. Die Tabelle erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

2.2018  HOTEL+TECHNIK

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Design+Interior

­Marktübersicht

Großschirme Anbieter

Markilux GmbH + Co. KG Hansestraße 53 48282 Emsdetten Tel. 02572/1531-333 www.markilux.com

May Gerätebau GmbH Zum Mühlbach 1 88422 Betzenweiler Tel. 07374/9209-0 www.may-online.com

Modell

markilux markant

Filius, Schattello und Albatros

Größe in m

bis 6 x 6 mit zwei einzeln fahrbaren Markisen

rund: 3 bis 10 quadratisch: 1,5 x 1,5 bis 7 x 7 rechteckig: 2 x 3 bis 7 x 8

überdachte Fläche in m2

36

55 Größen von 2,25 bis 78

Formen (rund, quadratisch, rechteckig)

kubistische, puristische Formensprache

rund, quadratisch, rechteckig, dreieckig, exzentrisch

Befestigungsform

freistehendes System, Montage mit fester Verankerung im Boden (z.B. Betonfundament)

Standrahmen, Standplatten, fahrbare Befestigung, Ankerhülsen, Bodenschraubanker, …

Stoffklasse

von selbstreinigenden und strapazierfähigen Markisentüchern bis hin zu schwer entflammbaren und wasserdichten Geweben, welche spezielle Brandschutzvorschriften erfüllen

1. Polyester mit Acrylbeschichtung 2. Acryl 3. PVC

Material

Markisentücher aus Hightech-Polyestergeweben, Markise im Schwerpunkt aus hochwertigen, stranggepressten Aluminiumprofilen

Aluminium

Technik/Antrieb

freistehendes, quaderförmiges Markisensystem auf vier Säulen, Sonnen- und Wetterschutz, integrierte waagerechte Markise (textiler Charakter), Ableitung des Regenwasser mittig über Öffnungen im Tuch in eine Regenrinne, Antrieb: Funkantrieb „io“ (siehe auch „Bedienung“).

Seilzug, Kurbelantrieb, Elektromotor

Bedienung

Funkantrieb „io“ mit markilux-Handsender „io“-Designcontrol

Motor kompatibel zu somfy, Loxone, Elsner, Rademacher, elero

Elektrozubehör

LED-Line im Rahmen und an der Regenrinne, LED-Spots an der Regenrinne, integrierte markilux-Wärmestrahler unter dem Markisendach

LEDs (RGB-ww, ww), Infrarotheizstrahler, Lautsprecher, Smart-Home-Anbindung (KNX, somfy, elero, …)

weiteres Zubehör

intelligente Smart-Home-Steuerungen, Bedienung einzeln oder in Gruppen mittels smarter Technik per Tablet und Smartphone oder Steuerung per Funkbedienung, automatisierter Betrieb durch Sonnen- und Windwächter, Ergänzung durch Vertikal-Kassettenmarkisen als Kälte- und Sichtschutz

Regenrinnen, Seitenbehänge, Prallschutz, Edelstahloption, Teleskopschutzhülle, Bespannungshaube etc.

Verwendungsorte

freistehendes Markisensystem für den privaten und/oder gewerblichen Außenraum, besonders geeignet für den Einsatz in der exklusiven Außengastronomie

Gastronomieterrassen

Preis in Euro

individuell je nach Ausstattung und Größe variabel, Angebot über die markilux-Fachpartner erhältlich

791 bis 12.622 (inkl. MwSt.)

Die Angaben stammen von den Anbietern. Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit. Die Tabelle erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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HOTEL+TECHNIK  2.2018


­Marktübersicht

J. Meissl GmbH Schirmbar- und Wetterschutzkonzepte Gewerbegebiet Ellmauthal 40 5452 Pfarrwerfen, ÖSTERREICH Tel. 0043/6462/2510-0 www.meissl.com

TUUCI Nedervonder 17 5061 JP Oisterwijk Niederlande Tel. 0031/13/5220471 www.tuuci.com

Teleskopschirm Typ S16/T/TS/TK

Großschirm vom Typ MR/Sonderform – maßgeschneidert

MAX Dual Cantilever

2 x 2, 3 x 3, 3 x 4, 4 x 4, 4 x 5, 5 x 5, 6 x 6, 7 x 7, 8 x 8, 9 x 9, 5 x 6, 6 x 7, ø 3, ø 4, ø 5, ø 6, ø 7, ø 8, ø 9 – bis zu 30 x 30, asymmetrische Formen, Sonderformen

9,5 x 8 /Sonderform

quadratisch: 2,45 x 2,45 x 2 bis 4 x 4 x 2 rechteckig 2,45 x 3,65 x 2 bis 3 x 4,25 x 2 - achteckig/rund 2,75 x 2 bis 4 x 2

4 bis 900

75,22

12 bis 32

rund, quadratisch, rechteckig – Sonderformen

rechteckig – Sonderform

quadratisch, rechteckig, achteckig

mit Bodenhülse, Ständer, Sonderverankerungen nach Maß

Fundamentflansch

Einbetonierung, galvanisierende Metallplatten bis 360 kg oder galvanisierende Frames für Betonplatten

Precontain-Bezug (480 g), PTFE-Gewebe (450/700 g), Polyestergewebe FR (260 g), Acrylgewebe - spinndüsengefärbt (300 g)

Acrylstoff in schwerentflammbarer Ausführung

Wir arbeiten direkt mit den Kunden und nutzen nur die allerbesten Outdoor-Stoffe – Architekten, Designer und Endverbraucher nutzen meistens Sunbrella-Stoffe.

Schirmgestell: Aluminium/Stahl mit integriertem Teleskopsystem und innenliegenden Kabelkanälen, je nach Typ

Stahl und Aluminium

Schirmgestell in Aluminium, Edelstahl und Polyamid

manuell mit Spannhandgriff/Handkurbel bzw. mit Elektromotor

elektrischer Antrieb

mittels Teleskopsystem und „Easy Drive Crank“ schließen alle Schirme direkt über der Standardtischhöhe. Jedes Teil kann sehr einfach ersetzt werden. 5–15 Jahre Garantie.

Balance System beim Typ S16

Öffnen und Schließen per Knopfdruck – und das bei Vollbetrieb

manuell mit Federverriegelungselement für die kleinen Größen, Kurbelsystem oder motorisierte Bedienung für die größeren Größen

LED-Beleuchtung, Heizung, Windwächter, Motor, Lautsprecher, WLAN und Steuersysteme

Schirmbeleuchtung LED-Spots u. Effektbeleuchtung, Infrarotheizstrahler, BOSE-Boxen, Abluftventilator auf der Schirmspitze, Steuerkasten

Motorbedienung, LED-Beleuchtung, 1.500-W-Heizstrahler (2) pro Schirm

Regenrinnen, textile Seitenwände in verschiedenen Ausführungen, Windschutzwände, Schutzhüllen, Schirme mit Volants/Doppelmembran, Solar, Bars, Thekenelemente und Logoaufdruck

Bar, hochfahrbare Windschutzwände aus Aluminium

Option: Standard oder custommade Schutzhülle; Volant, Logoaufdruck

Küsten- und Bergregionen, Gastronomie, Hotels, öffentliche Bereiche, Agenturprojekte, Designausschreibungen, Sonderüberdachungen

Hotels, Restaurants, Cafes, etc. – vor allem an exponierten Standorten, welche ein maßgeschneidertes Konzept benötigen

Hotels, Resorts, Cafés, Gastronomie, Privatkunden

auf Anfrage

auf Anfrage

ab 8.999 inklusive MwSt.

Fotos: jeweils von den Anbietern

MDT Ges. f. Sonnenschutzsysteme mbH Industriestraße 4 74736 Hardheim Tel. 06283/22170 www.mdt-tex.com

2.2018  HOTEL+TECHNIK

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Betrieb+Prozesse

Neue Telekom-Studie „Digitalisierungsindex Mittelstand“

Wer investiert, kassiert

Im Gastgewerbe gilt: Je digitaler aufgestellt, desto erfolgreicher der Betrieb.

F

ür die zweite repräsentative Tele- Studie auch einen Zusammenhang zwikom-Studie „Digitalisierungsindex schen Digitalisierungsfortschritt und GeMittelstand“ wurden rund 2.000 schäftserfolg nachweisen. Der Index jener kleine und mittelständische Betriebe be- Betriebe, deren Umsatz im Beobachtungsfragt. Die Erhebung zeigt: Die Digitalisie- zeitraum gestiegen ist, liegt bei 55 Punkrung kommt voran. So hat sich die Zahl ten. Unternehmen mit stagnierenden oder der Hotel- und Gaststättenbetriebe, die rückläufigen Umsätzen kommen dagegen das Thema fest in ihrer Geschäftsstrategie nur auf einen Indexwert von 46 Punkten. verankert haben, im Vergleich zum Vor- Offensichtlich zahlen sich Investitionen in jahr verdreifacht und liegt nun bei knapp die Digitalisierung aus. Die Studie nennt 32 Prozent. Dabei machen die Betriebe Beispiele: auf fast allen Handlungsfeldern Fort- ++ Gäste-WLAN bieten bereits 62 Prozent der Unternehmen an, weitere schritte und sehen die Digitalisierung als 21 Prozent wollen diesem Beispiel festen Bestandteil ihrer Entwicklung. folgen. Die Mehrzahl der Kunden 41 Prozent der Betriebe setzen laut erwartet inzwischen, dass sie über Studie derzeit einzelne Projekte um. 25 einen WLAN-Zugang ins Internet Prozent geben an, demnächst eine digitale gehen kann. Für Hotels ist dieses Kasse einführen zu wollen. Bei 51 Prozent Angebot geradezu Pflicht. Vor allem ist ein solches Kassensystem bereits im Business-Kunden wählen lieber ein Einsatz. Ein besonderes Augenmerk legt dass 1 sie auf einen die Branche dabei auf die Themen SicherSchallerBock____2011.qxp:Layout 1 04.10.2011anderes 12:56Hotel, Uhr als Seite WLAN-Anschluss verzichten. heit und Datenschutz. Erstmals kann die

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++ Elektronische Rechnung: Dieser digitale Service beschleunigt und vereinfacht den Bezahlprozess. Sowohl im Restaurant als auch beim Check-out im Hotel ist das hilfreich für Kunden wie Mitarbeiter und ein gutes Mittel, um die Kundenzufriedenheit zu steigern. Bei 60 Prozent der Unternehmen ist die elektronische Rechnung im Einsatz, bei 21 Prozent geplant. ++ Digitales Kassensystem: Alle Umsätze stehen sofort in einer Datenbank zur Verfügung. Controlling und Geschäftsführung können unmittelbar den Geschäftsverlauf verfolgen und schneller reagieren. Das ist digitaler Alltag in 51 Prozent der Hotels; 25 Prozent der Betriebe wollen das digitale Kassensystem zeitnah einführen. ++ Online-Tischplatz und –Zimmerbuchungen bieten Kunden mehr Komfort, weil sie nicht mehr anrufen müssen, sondern einfach im Netz buchen können. Mitarbeiter sehen schneller, welche Buchungen vorliegen. Bei 47 Prozent der Befragten sind solche Systeme im Einsatz, bei 19 Prozent geplant. Die Studie zeigt, dass die Betriebe im Hotel- und Gaststättengewerbe der Digitalisierung heute eine viel größere Bedeutung beimessen als noch 2016. Dieser Aufwärtstrend wird sich fortsetzen: Für die Branche ist es nicht nur wichtig, mit digitalen Prozessen die Kosten niedrig zu halten. Wichtiger noch sind die neuen Möglichkeiten zur Verbesserung und Vertiefung der Kundenbeziehungen.  |

HOTEL+TECHNIK  2.2018

Foto: Telekom

Die jüngste Erhebung der Telekom weist nicht nur nach, dass die digitale Umstellung im Hotel- und Gaststättengewerbe vorankommt. Sie zeigt auch, dass Betriebe, die ihre IT-Prozesse optimieren, überdurchschnittliche Umsatzsteigerungen verbuchen können.


Betrieb+Prozesse

Ratgeber-Serie in Kooperation mit

2 3

Aufzugsratgeber

Raus mit den alten Drehtüren 1

Ist ein älterer Aufzug noch mit Drehtüren ausgestattet, stellt er oft ein Hindernis dar. Mit gezielten Maßnahmen wird der Hotelaufzug barrierefrei und lässt sich so an schwer bepackte oder ältere Gäste anpassen.

Fotos: Haushahn

M

anuelle Aufzugstüren sind nach wie vor in vielen Hotels zu finden. Doch wer auf Reisen geht, ist meist schwer bepackt. So werden die schwer bedienbaren Drehtüren schnell zum Hindernis. Daher ist es sinnvoll, die manuellen Türen gegen automatische Teleskoptüren auszutauschen. Das ist in der Regel problemlos für Aufzüge aller Hersteller möglich. „Die neuen Teleskoptüren können einfach in die vorhandenen Rahmen eingesetzt werden, sodass keine weiteren Anpassungsarbeiten am Gebäude anfallen“, erklärt Christine Schmitt, Vertriebsleiterin Service bei Haushahn in Garching. Den Platz, der für den Aufschlag der Drehtüren benötigt wurde, können Ihre Gäste jetzt zum Rangieren, beispielsweise mit Koffern, Kinderwagen oder Rollstühlen nutzen. Gleichzeitig verfügen die automatischen Teleskoptüren über Lichtgitter, die ein unkontrolliertes Schließen verhindern. Ein weiterer Punkt ist die Haltegenauigkeit. Schließt der Fahrkorb nicht ebenerdig mit der Etage ab, wird der Hö-

2.2018  HOTEL+TECHNIK

henunterschied zur gefährlichen Stolperfalle. Dies lässt sich durch eine Teilmodernisierung mit neuem Antrieb beheben.

Dezentes Hilfsmittel für ältere Gäste Das Plus an Sicherheit und Komfort wissen auch ältere Gäste zu schätzen. Sie sind heute reisefreudiger und mobiler als je zuvor, haben aber auch besondere Bedürfnisse bei der Zugänglichkeit eines Hotels. Hinweise für einen barrierefreien Aufzug gibt die DIN EN 81-70. „Nach der Norm müssen bestimmte Mindestmaße der Kabinengröße und Türbreite eingehalten werden, damit die Kabine mit einem Rollstuhl oder anderen Gehhilfen gut zu benutzen ist“, erörtert Christine Schmitt. Dabei werden drei Typen definiert, die sich für unterschiedliche Klassen von Rollstühlen und gegebenenfalls die Mitfahrt von Begleitpersonen eignen. In Aufzügen der Typen 1 und 2 ist das Wenden eines Rollstuhls nicht möglich. Da der Hotelgast die Kabine rückwärts verlassen muss, fordert die Norm einen Spiegel an der Rück-

1 Automatische Teleskoptüren erleichtern bepackten Hotelgästen Betreten und Verlassen des Aufzugs. 2 Tableaus mit Symbolen in Reliefform und zusätzlicher Braille-Schrift unterstützen Personen mit eingeschränktem Sehvermögen bei der Orientierung. 3 Christine Schmitt ist Vertriebsleiterin bei Haushahn in Garching.

oder Seitenwand, der für mehr Übersichtlichkeit sorgt.

Komfortable Bedienung nach dem Zwei-Sinne-Prinzip Um möglichst allen Hotelgästen, unabhängig von Einschränkungen der Sinneswahrnehmung, eine selbstbestimmte Aufzugsfahrt zu gewährleisten, sollten auch die Bedienelemente entsprechend ausgestattet sein. Nach Christine Schmitt hat sich das Zwei-Sinne-Prinzip bewährt, bei dem mindestens zwei der drei Sinne Hören, Sehen und Tasten angesprochen werden: „Wir empfehlen, die Anzeigen im Aufzug sowohl sichtbar als auch hörbar anzubieten. Hotelgäste mit eingeschränkter Sehfähigkeit können sich anhand einer zusätzlichen Sprachansage orientieren.“ Für schwerhörige oder gehörlose Menschen gilt entsprechendes umgekehrt. Hier sind die beiden Sinne Sehen und Tasten gefragt. Mechanische Taster mit hohem optischen Kontrast, fühlbaren Höhenunterschieden sowie Symbole in Reliefform erleichtern die Orientierung.  | 69


Die Rechnung ist einfach, sagen Experten: Schon ab rund 4.000 Betriebsstunden ist die Anschaffung eines BHKWs eine Überlegung wert.

KEA-Kompetenzzentrum KWK berät Interessierte zum Thema BHKW

Rentabilität ab 4.000 Stunden

Nach dem Wegfall der EEG-Umlage fragen sich viele Hoteliers: Lohnt sich ein Blockheizkraftwerk noch? Der Energieberater und Experte Florian Anders sagt „Ja“: Auch in kleineren Betrieben könnten Amortisationszeiten von fünf bis sieben Jahren möglich sein.

D

ie meisten Blockheizkraftwerke (BHKWs) fristen ihr Dasein als „Kellerkinder“, doch kostenbewusste Hotelmanager wissen ihre Rolle als zuverlässige und kostengünstige Energielieferanten sehr zu schätzen. Die kombinierte Erzeugung von Wärme und Strom zugleich senkt die Kosten und verbessert damit die Rendite. Seit dem 1. Januar 2018 müssen Eigentümer von neuen BHKWs jedoch die volle EEG-Umlage für selbst genutzten Strom zahlen. Die entfallene Befreiung von der Umlage wirft die Frage auf: Lohnt sich die Anschaffung noch? Florian Anders vom Kompetenzzentrum KWK der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg bejaht: „In vielen Fällen lohnen sich BHKWs weiterhin. Erst 2016 hat der Bund die

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Förderbedingungen erheblich verbessert, vor allem für kleinere Anlagen.“ Wer eine wirtschaftliche Strom- und Wärmeversorgung sucht, sollte sich mit der effizienten und nachhaltigen Kraft-Wärme-Kopplung befassen, so Anders. Diese Chancen bestehen nicht nur in der Kostensenkung, sondern auch in der Flexibilität. BHKWs können verschiedenste Brennstoffe wie Erdgas, Heizöl, Flüssiggas, Pflanzenöl, Ethanol, Biogas, sowie in großen Anlagen auch Holzpellets, Holzhackschnitzel, Müll und Abfallbrenn-

Infos ++ www.energiekompetenz-bw.de/kwk

stoffe nutzen. Nicht zuletzt deshalb wird diese Technologie immer beliebter: Von 2003 bis 2016 stieg der Anteil an der Nettostromerzeugung deutschlandweit um 38 Prozent auf 19,1 Prozent. Ein Grund dafür sind die vielen neuen BHKWs im Leistungsbereich mit 10 bis 200 Kilowatt – eine Größe, die für die meisten Unternehmen interessant ist.

Gute Renditen für kleine und mittlere Gebäude Für viel Verunsicherung bei interessierten Hoteliers sorgte, dass Ende 2017 die reduzierte Umlage nach dem ErneuerbareEnergien-Gesetz (EEG) auf den selbst verbrauchten Strom aus BHKWs auslief. Seit Januar müssen Eigentümer nicht mehr nur 2,72 Cent pro Kilowattstunde zahlen, sondern 6,79 Cent. Befreit von der EEGHOTEL+TECHNIK  2.2018


Fotos: AdobeStock_made_by_nana, Anna Schuricht

Betrieb+Prozesse

Umlage sind Anlagen, die vor dem 1. August 2014 in Betrieb gegangen sind. Urheber der Änderung war die EU-Kommission, die eine Überförderung verhindern wollte. Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Eine deutliche Verbesserung kam 2016 mit der Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes (KWKG). Sie stärkt kleinere Anlagen, wie sie vermehrt in der Quartiers- und Objektversorgung vorkommen. Der Effekt: Bei BHKWs bis 50 Kilowatt elektrischer Leistung hat sich die Zahl der bezuschussten Vollbenutzungsstunden von 30.000 auf 60.000 erhöht. „Dadurch ist der Ausbau dezentraler Anlagen für kleinere und mittlere Gebäude attraktiver geworden“, so Experte Florian Anders. Ob sich ein BHKW lohnt, sollten Hotelbetreiber mit neutralen Energieberatern klären. „Große Sorgfalt müssen die Fachleute auf die richtige Dimensionierung legen. Nur wenn die Auslegung passt, kann das BHKW auch wirtschaftlich arbeiten“, sagt Florian Anders. Generell gilt: BHKWs können sich ab 4.000 Betriebsstunden pro Jahr lohnen. Allein bei

Expertentipp

Florian Anders vom Kompetenzzentrum KWK der KEA Klimaschutz- und Energieagentur BadenWürttemberg.

Kraft-Wärme-Kopplung für das Gastgewerbe? Um ein finanziell tragfähiges Energieversorgungs-Konzept zu entwickeln, das ein Blockheizkraftwerk miteinschließt, ist ein konstanter Bedarf an Wärme und Strom notwendig. So können mit den Anlagen hohe Laufzeiten und damit eine gute Wirtschaftlichkeit erreicht werden. Diese Punkte sind im Gastgewerbe gegeben. In Küche, Gaststätten- oder Schlafbereich werden konstant Wärme und Strom benötigt, die von einer KWK-Anlage optimal zur Verfügung gestellt werden können. Es gibt somit kaum einen Grund, bei der Erneuerung der Energieversorgung nicht auch ein Blockheizkraftwerk in die Betrachtung mit einzubeziehen.

einem Dauerbetrieb von Mitte Oktober bis Ende März kommen bereits rund 3.500 Betriebsstunden zusammen. Wer das BHKW mindestens weitere 500 bis 1.000 Stunden im Jahr betreiben kann, der sollte sich bei einem Neubau oder Heizungstausch überlegen, ob die Technologie zu

seinem Bedarf passt. Bei guter Planung und günstigen Randbedingungen sind Amortisationszeiten von fünf bis sieben Jahren möglich. Blockheizkraftwerke sind dadurch nicht nur klimafreundlich, sondern können auch wirtschaftlich signifikant rentabel sein.  |

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Betrieb+Prozesse

WLAN-Marketing hilft Hotels, mit ihren Gästen in Dialog zu treten.

Mein-Hotspot-Studie zum Thema WLAN-Marketing

Optimales Selfmarketing

W

LAN und damit die schnelle und umfassende Verfügbarkeit des Internets ist für Hotelgäste mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. Viele Manager nutzen zusätzlich die neuen Chancen, über das Hausnetz auch Angebote des Hotels bewerben zu können. Diese können z.B. direkt auf der LoginSeite als digitaler Flyer oder per Weiterleitung auf eine Website präsentiert werden. „Das Hotelmanagement setzt 2018 verstärkt auf WLAN-Marketing, um gezielt für Serviceleistungen, Rabattaktionen oder die hauseigene Mediathek zu werben und gleichzeitig dem starken Bedürfnis der Gäste nach einer schnellen Internetverbindung zu entsprechen“, erläutert Maximilian Pohl, Geschäftsführer und Gründer von Mein Hotspot in Berlin. 130 Agenturen aus den Bereichen Werbung, PR, Digital, Full Service und Marketing hat das Unternehmen nach den Möglichkeiten des Marketings über das lokale 72

Netz befragt. „Sieben von zehn Kommunikationsexperten sind der Erhebung zufolge der Meinung, dass dieses den Angeboten der Hotels mehr Aufmerksamkeit sichert, indem es Werbebotschaften direkt auf das Display der Gäste bringt“. Mehr als die Hälfte der Befragten ist zudem der Ansicht, dass WLAN-Marketing Kampagnen erfolgreicher macht, weil sie die Kunden besser erreichen (55 Prozent). Übernachtungsgäste sind für Werbeinhalte vor allem deshalb sehr empfänglich, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage, weil sie gerade vor Ort sind und beim Personal weitere Informationen einholen können. Das betrifft die Happy

Info ++ www.meinhotspot.de

Hour in der Hotelbar genauso wie Massagen und Beautybehandlungen im SpaBereich. „WLAN-Marketing hilft Hotels, mit ihren Gästen in Dialog zu treten“, sagt Experte Pohl. Entsprechend gut wird dieser Zugang zu den Gästen von den befragten Brancheninsidern bewertet. 58 Prozent finden, dass der Einsatz von WLAN-Marketing einen klaren Wettbewerbsvorteil bietet. „Es liegt auf der Hand, den Gästen WLAN anzubieten und diesen Kanal für Werbeinhalte zu nutzen“, so Maximilian Pohl. Ein weiteres Ergebnis der Befragung: Die Kommunikationsexperten sehen eine wesentliche Stärke im Zusammenspiel mit anderen Marketingmaßnahmen. Sieben von zehn Profis finden, dass durch die Kombination einzelner Marketinginstrumente wie Banner, Flyer und Homepage die Wirkung von Werbebotschaften nachhaltig verstärkt wird (72 Prozent).  | HOTEL+TECHNIK  2.2018

Fotos: MeinHotspot GmbH

Ein lokales Netzwerk gehört mittlerweile zum unverzichtbaren Service von Hotels und wird von den meisten Gästen intensiv genutzt. Dem Hotelier eröffnet sich dadurch ein neuer wirksamer Kanal, mit dem sich hoteleigene Angebote gut vermarkten lassen.


Betrieb+Prozesse

Hotelimmobilie des Jahres 2017: Die Bretterbude in Heiligenhafen.

IT-Dienstleister „42“ digitalisiert Bretterbude in Heiligenhafen

Ausgezeichnet vernetzt Die erfolgreiche Digitalisierung gilt als zentraler Wachstumstreiber im Hotelbereich. Voraussetzung dafür: eine digitale Gesamtstrategie mit mehrjähriger Ausbaufähigkeit.

Fotos: Jürgen Görlitz, 42 GmbH

E

ine große Vollgastronomie, eine Bar, zwei Veranstaltungsräume und eine komplexe Ratenstruktur zeitgleich und immer im Blick: Die Digitalisierung spielt in der Bretterbude in Heiligenhafen eine wichtige Rolle. Das Haus wurde 2017 mit dem Branchenpreis „Hotelimmobilie des Jahres“ ausgezeichnet. Mitten drin im digitalen Geschehen ist Thomas Hoffstiepel, Geschäftsführer des ITDienstleisters „42“ in Hannover. „Das Ziel,“ so der Firmengründer, „ist die kluge Vernetzung der Systeme, die Sicherung der Prozessqualität und die Steigerung des Komforts moderner Reisender.“ Mit innovativen, auf die Branche zugeschnittenen Hotel-, Kassen- und Warenwirtschaftssystemen kann die nahtlose Integration von Hard- und Software in bewährte Betriebsabläufe gesichert werden. „42“, IT-Komplettdienstleister für Hotellerie und Gastronomie, hat die digitalen Anwendungen des Hotels in ein Gesamtkonzept eingebunden: So kommen die „Protel 2.2018  HOTEL+TECHNIK

Thomas Hoffstiepel ist Geschäftsführer des IT-Dienstleisters „42“ in Hannover.

MPE Hotelsoftware (Multi Property Edition)“ und das Kassensystem „Matrix POS“ zum Einsatz. Für ein zentrales Management aller Daten sind Hotelsoftware und Kassensystem miteinander vernetzt. Vor Ort wird die stationäre Kasse mit den mobilen Handgeräten von „Matrix Neo“ für mehr Effizienz und Schnelligkeit im Service kombiniert. Wichtig ist dabei vor al-

lem die Reduzierung der zunehmenden Komplexität in Technik, Operations, Vertrieb und Gastkommunikation durch die Verbindung von Digitalisierung und Service. Entscheidend, so Thomas Hoffstiepel, werde in Zukunft sein, von digitalen Einzelmaßnahmen, wie sie heute noch in vielen Hotels vorherrschten, zu einer digitalen Gesamtstrategie zu kommen: „Die Digitalisierung hat alle Hotelbereiche erfasst. Eine der wichtigsten Aufgaben des Hotelmanagements besteht darin, die digitalen Tools in ein zukunftsfähiges ITKonzept einzubinden, das offen für innovative Technologien ist und so die Entwicklung des Hotelunternehmens für die nächsten fünf bis 15 Jahre unterstützt.“  |

Infos ++ www.42-gmbh.de

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Betrieb+Prozesse

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„Cradle-to-Cradle“-Reiniger

Stark und schonend

Werner & Mertz / Tana-Chemie, die Professional-Sparte von Werner & Mertz, entwickelt neue Rezepturen und nachhaltige Alternativen für schonende und effektive Reinigung von stark belasteten Sanitärräumen: „Sanet Power Quick & Easy“ heißt ein starker Sanitärunterhaltsreiniger auf Basis von Methansulfon-/Milchsäure. Als nachhaltiges „GreenCare“-Produkt ist der Reiniger „Cradle-toCradle“-zertifiziert und außerdem mit dem europäischen Umweltzeichen ausgezeichnet. Leistet wertvolle Dienste in der gewerblichen  www.wmprof.com

Buzil / „Corridor Top Stripper S 715“ erweitert das Bodenreinigungs- und Pflegeprogramm von Buzil. Der Schnellreiniger ist ideal zur Entfernung der oberen Beschichtungsnutzschicht im Top-Stripping-Verfahren sowie zur Vorbereitung der Beläge für Erst- und Nachbeschichtung. „Corridor Top Stripper“ ist auf allen wasserfesten (auch alkaliempfindlichen), elastischen Bodenbelägen sowie Natur- und Der Reiniger ist im Fünf-LiterKunststeinen oder versiegeltem Kanister und in der Ein-LiterFlasche erhältlich. Holz anwendbar. Der mild-alkalische Grundreiniger besitzt eine starke Reinigungsleistung bei gleichzeitig hervorragender Materialverträglichkeit und wirkt schnell und effizient.  www.buzil.de

Sanitärreinigung: „Sanet Power Quick & Easy“.

Umfassende neue Produktlinie Electrostar, Starmix / Eine neue Hotellinie umfasst Bügelequipment, Wasserkocher mit 0,5 sowie ein Liter und zwei Liter Fassungsvermögen, zwei Hand-Haartrockner mit Softtouch-Design sowie Seifenspender, Zahnputzbecher und weitere Accessoires. An die Sicherheit der Hotelgäste ist mit der neuen Produktlinie ebenfalls gedacht. Das Griffprogramm für Hotelbäder sorgt für einen gefahrlosen Ein- und Ausstieg in Duschen und Badewannen.  www.starmix.de 74

Zum Produktprogramm für Hotels gehören unter anderem HandHaartrockner sowie schwenk- und kippbare Wandspiegel. HOTEL+TECHNIK  2.2018

Fotos: Wanzl Hotel Service, Buzil, Starmix

Der „ST11“ von Columbus: fahrsicher und effizient.

Columbus / Die Staubsauger der Reihe „ST 11“ bieten dem Anwender alle Vorteile eines klassischen Bürststaubsaugers, ohne dabei auf die Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit eines Kesselsaugers verzichten zu müssen. Mit 11-Liter-Vliesbeutel und dem richtigen Zubehör ausgestattet, lassen sich alle Anforderungen der Zimmerreinigung im Hotel effizient und gründlich erledigen. Gummierte Laufrollen und sicherer Stand erleichtern zudem flüsterleises Arbeiten mit nur 56 dB (A) in geräuschsensiblen Bereichen. Die optional erhältliche elektrische Saugbürste sorgt für eine verbesserte mechanische Reinigung und bestmögliche Werterhaltung hochwertiger Auslegeware. Die Sauger der Reihe sind wahlweise mit zehn oder 15 Metern Netzkabel erhältlich. Einen noch größeren Aktionsradius bietet der 2,5 m lange Saugschlauch: Mit ihm lassen sich auch schwer zugängliche Bereiche unter Möbeln und Betten gut reinigen.  www.columbus-clean.com


Neuer Nass-/Trockensauger der Einstiegsklasse

Der neue Nass-/Trockensauger „NT 22/1 Ap L“ von Kärcher bietet ein halbautomatisches Filterreinigungssystem, verbessertes Zubehör und geringes Gewicht.

Kärcher / Der neue Nass-/Trockensauger „NT 22/1 Ap L“ von Kärcher eignet sich dank seiner kompakten Bauform besonders auch für den Einsatz im Hotel. Die Filterreinigung wird durch Drücken einer Taste am Gerät aktiviert und hält die Saugkraft konstant hoch. Der Luftstrom kehrt sich kurz um und bläst den Schmutz aus dem Filter in den Behälter – ein umständliches Reinigen von Hand entfällt. Der PES-Patronenfilter ist feuchtebeständig und ermöglicht dadurch den einfachen Wechsel zwischen Nass- und Trocken-Anwendungen. Das neue Zubehörsystem verbessert gleichzeitig Leistung und Benutzerfreundlichkeit. Bajonett- und Clipverbindungen sorgen für die einfache und sichere Verbindung aller Zubehörteile. „Der NT 22/1 Ap L“ verfügt serienmäßig über einen Saugschlauch mit einem großen Innendurchmesser, für einen hohen Luftdurchsatz und geringe Verstopfungsgefahr. Angeschlossen wird der Saugschlauch am Kopf des Geräts. Das erleichtert die Handhabung und nutzt die Behältergröße des Saugers besser aus. Alle Versionen des Nass-/ Trockensaugers sind für die Staubklasse L zertifiziert, das garantiert einen Staubabscheidegrad von 99 Prozent. Der Sauger ist auch als Te-Modell mit eingebauter Steckdose verfügbar, an die Elektrowerkzeuge angeschlossen werden können.  www.kaercher.com

Maßgeschneiderter Wagen

Fotos: Kärcher, Tana-Chemie GmbH

Wanzl Hotel Service bietet seinen Kunden einen Konfigurator für den Zimmermädchenwagen Mundus.

Wanzl / Der Zimmermädchenwagen Mundus von Wanzl punktet neben seinen vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten vor allen Dingen durch die Anpassung von Ausstattung und Optik. Möglich wird das mit dem neuen Konfigurator von Wanzl Hotel Service. Je nach Art des Hotels und Anzahl der Zimmer entscheidet sich der Kunde im ersten Schritt zwischen vier Wagengrößen. Sobald die passende ausgewählt wurde, kann die Modifizierung vorgenommen werden. Erst das Design oder erst die Ausstattung? Ganz egal, der Konfigurator ist im Ablauf völlig ungebunden und gewährt dem Kunden somit maximale (Gestaltungs-)Freiheit. Dank des Online-Tools lässt sich der Mundus im Handumdrehen an das Hotelinterieur und das Corporate Design des Hauses anpassen. Ein umfassendes Zubehörsortiment rundet die individuelle Konfiguration ab. www.wanzl.com 2.2018  HOTEL+TECHNIK

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Vorschau

Impressum

Ausgabe 3.2018

erscheint am 23. Mai Anzeigenschluss: 23. April

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Technische Helfer für die Hotelgastronomie

29. Jahrgang

Herausgeber: Alexander Holzmann Chefredakteurin: Nina Fiolka (verantwortlich im Sinne des Presserechts) (nf) Redaktionsbüro Bad Wörishofen, Gewerbestraße 2, 86825 Bad Wörishofen. Tel. +49/8247/354-160, nina.fiolka@at-fachverlag.de Verlag: AT-Fachverlag GmbH Wilhelm-Pfitzer-Straße 28, 70736 Fellbach Tel.: +49/711/952951-0, Fax: +49/711/952951-99 www.at-fachverlag.de HR Amtsgericht Stuttgart HRB 3949 USt-IdNr. DE 147831192 Handelsregister Amtsgericht Stuttgart HRB 3949 Die AT-Fachverlag GmbH ist ein Unternehmen der Holzmann Medien GmbH & Co. KG. Geschäftsführung: Alexander Holzmann Verlagsleitung: Anzeigen – Vertrieb – Marketing Jan Peter Kruse Anzeigenleitung: Christine Keller (verantwortlich)* Tel. +49/8247/354-159, christine.keller@at-fachverlag.de Media-Service/Auftragsmanagement: Barbara Hahn Tel. +49/711/952951-18, barbara.hahn@at-fachverlag.de Zurzeit gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 28 – gültig ab 01.01.2018. Produktmanagement: Anna Gleich* Tel. +49/8247/354-286, anna.gleich@holzmann-medien.de

Abo- und Kundenservice Bestellungen und Fragen zu den ­ Themen Abonnement und Einzelheft sowie Adressänderungen richten Sie bitte an: Anita Grossmann* Tel. +49/8247/354-174, Fax +49/8247/354-4174 anita.grossmann@holzmann-medien.de

*Holzmann Medien GmbH & Co. KG, Gewerbestraße 2, 86825 Bad Wörishofen, namens und im Auftrag von AT-Fachverlag GmbH Abonnement: Hotel+Technik erscheint achtmal jährlich. Der Preis für ein Jahresabonnement beträgt im Inland 89,90 Euro, im Ausland 100,30 Euro jeweils inkl. Versandkosten. Der Einzelheftpreis beträgt 12,50 Euro ­ zzgl. Versand. Das Abonnement wird pro Bezugsjahr im Voraus berechnet. Es verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn es nicht spätestens sechs Wochen vor Ablauf des Bezugszeitraumes schriftlich gekündigt wird. Bestellungen sind an den Verlag oder einschlägige Buchhandlungen zu richten. Bei Nichterscheinen infolge höherer Gewalt inklusive Arbeitskampf besteht kein Anspruch auf Lieferung oder Rückzahlung des Bezugsgeldes.

Topthema Gastronomieausstattung: Innovatives technisches Equipment und Einrichtungsideen für reibungslose Abläufe in Hotelrestaurant und Bar.

Urheber- und Verlagsrecht: Der Verlag übernimmt keine Haftung für unverlangt eingereichte Manuskripte. Mit Annahme des Manuskriptes gehen das Recht zur Veröffentlichung sowie die Rechte zur Übersetzung, zur Vergabe von Nachdruckrechten, zur elektronischen Speicherung in Datenbanken, zur Herstellung von Sonderdrucken, Fotokopien und Mikrokopien an den Verlag über. In der unaufgeforderten Zusendung von Beiträgen und Informationen an den Verlag liegt das jederzeit widerrufliche Einverständnis, die zugesandten Beiträge bzw. Informationen in Datenbanken einzustellen, die vom Verlag oder von mit diesem kooperierenden Dritten geführt werden. Das Fachmagazin und alle in ihm enthaltenen einzelnen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Insbesondere dürfen Nachdruck, Vervielfältigungen jeder Art (z.B. auf Datenträger wie CD-ROM, DVD, DVD-ROM usw.), die Aufnahme in Onlinedienste und im Internet nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung des Verlages erfolgen.

Baufortschritt im Bergkristall Weltpremiere Besuch im neueröffneten ersten Niu-Hotel in Essen.

Gebrauchsnamen: Die Wiedergabe von Gebrauchs­namen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen und dgl. in diesem Fachmagazin berechtigt nicht zu der Annahme, dass solche Namen ohne weiteres von jedermann benutzt werden dürfen; oft handelt es sich um gesetzlich geschützte, eingetragene Warenzeichen, auch wenn sie nicht als solche gekennzeichnet sind. ISSN: 1434-226 x Layout: Holzmann Medien GmbH & Co. KG DTP-Büro, Gewerbestraße 2, 86825 Bad Wörishofen

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Auflagenmeldung:  Verbreitete durchschnittliche Monatsauflage 20.690 Exemplare (IV/2017). Geprüft durch IVW, Informations­ gemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V., Berlin. Wenn Sie künftig unsere interessanten Informationen und Angebote nicht mehr erhalten möchten, können Sie bei uns der Verwendung Ihrer Daten für Werbezwecke widersprechen. © AT-Fachverlag GmbH, 2018

HOTEL+TECHNIK  2.2018

Fotos: NOVUM Group, Hotel Bergkristall, WMF

Teil 2 der Exklusivserie über die Umbaumaßnahme im Allgäuer Vier-Sterne-Resort.


Bezugsquellenverzeichnis

Wer bietet was? Im Bezugsquellenverzeichnis „Wer bietet was?“ finden Sie wichtige Adressen nach Rubriken und Stichworten sortiert. „Wer bietet was?“ gibt eine wertvolle Orientierungshilfe für alle Investitionsentscheider in der Hotellerie, die auf Produkt- und Anbietersuche sind.

Hotel&Technik – Ausgabe 06/2013 Wer bietet was? 1 Hoteltechnik + Architektur

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Bezugsquellenverzeichnis Lampenschirme

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Safes

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Über den autor Seit 2009 führt Thomas Gruber mit seinem Hotelberatungsunternehmen Green Apple Mystery-Guesting-Besuche durch. Trotz unterschiedlicher Hotels und ganz gleich, ob er selbst oder einer seiner Kollegen unterwegs ist, fallen doch immer wieder die gleichen Dinge auf. In dieser Kolumne werden typische Punkte angesprochen und Ideen für einfache Lösungen vorgestellt.  www.green-apple.de

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Foto: Gruber

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as geht nicht, weil wir einen Stammgast ha- uns doch am Ende des Tages zufrieden, wenn wir es ben, der das so will.“ Oder: „Was ist, wenn mal wieder einmal irgendwie hinbekommen haben. So einer kommt, der dies oder das möchte?“ Typi- meinen wir zumindest. Denn sinnvoll ist das nicht, sche Sätze, mit denen regelmäßig Entscheidungen wenn das bayerische Wirtshaus die Speisekarte so begründet werden. Interessant dabei ist schon die weit auf den einen veganen Stammgast abgestimmt Ausdrucksweise: Denn es wird fast immer von einem oder das Tagungshotel liebevoll die Kinderbetreuung gesprochen, nicht von einer Mehrheit. Nicht selten für einzelne Familien optimiert hat, dass die Kernwird in solchen Fällen sogar die zielgruppe nach und nach wegkomplette Zielgruppe vergessen bleibt. — – die man in langen KonzeptüberGefordert ist daher Mut zum Es könnte ja einer legungen mit oftmals darauf ausOriginal. Es passt nicht jeder Gast kommen, der ... gerichteten Investitionen für den zu jedem Haus. So hart dies klineigenen Erfolg definiert hat. gen mag: Es ist besser, einen — Hinzu kommt, dass viele sich (Stamm-)Gast mit einzelnen Sonmit anderen Betrieben aller mögdererwartungen zu verlieren, als lichen Ausrichtungen vergleichen. Und natürlich nach und nach die gesamte Kernzielgruppe, die am wird woanders das eine oder andere richtig gut ge- Ende des Tages den Umsatz sichert. Dafür muss in macht. Begeistert kehrt man zurück und versucht, der Regel das Rad nicht neu erfunden werden. Sualles irgendwie in das eigene Haus hineinzuwursch- chen Sie einmal in Ihren alten Unterlagen nach Ihrer teln. Im Ergebnis wird durch das viele Abkupfern das ursprünglichen Strategie. Vergleichen Sie den Auseigene, ursprüngliche Konzept mehr und mehr ver- gangsplan mit dem heutigen Stand und streichen Sie wässert. Heraus kommt ein konzeptloses Durchein- rigoros, was sich seither an umsatzarmen Auswüchander, in dem sich weder Mitarbeiter noch Gäste zu- sen entwickelt hat, nur weil man es Einzelnen rechtrechtfinden. Dabei wollen Gäste heute mehr denn je machen wollte. Vergleichbar ist dies mit einem Reset Originale und keine Plagiate. Zumal die einfachen am Computer. Überflüssige Anwendungen werden Vergleichsmöglichkeiten in der heutigen Zeit ihr Üb- gestoppt, wodurch das Kernsystem wieder schneller riges zur Entlarvung von Kopien tun. und leistungsfähiger wird. Niemand kann alles maDas Bedürfnis, es jedem rechtzumachen, ist ver- chen. Machen Sie deshalb nur das, was Sie mit Ihrem ständlich. Wurde uns Gastgebern doch quasi ein ent- Haus können, und machen Sie das richtig gut. So bleisprechendes Gen in die Wiege gelegt und fühlen wir ben Sie ein Original!  |


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