Ausgabe Nr. 26 24. Dezember 2025 49. Jahrgang ISSN: 2079-5823 Erscheinungsweise : 14-tägig – Preis: € 2,20 Medienförderungsverein Ausseerland, Kammerhofgasse 227, 8990 Bad Aussee. Tel. 03622/53118 E-Mail: redaktion@alpenpost.at
Spruch: Die größten Ereignisse, das sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillsten Stunden. Friedrich Nietzsche
Die stille Nacht ...
Neujahrsfeier Koppenbrüllerhöhle
... ist seit jeher ein Zeichen der Hoffnung. Diese Tugend ist aktuell auch in Hinblick auf das LKH Bad Aussee angemessen. Die Redaktion wünscht allen Lesern hoffnungsvolle Weihnachten und ein neues Jahr mit Gesundheit, Zufriedenheit und mit etwas Glück.
Viribus unitis: trommelnd beim Großprotest „Mit vereinten Kräften“ protestierten am 16. Dezember über 700 Personen aus dem Ausseerland, Bad Radkersburg und Bruck an der Mur gemeinsam in Graz gegen den „Plan B“. Zeitgleich wurde im Grazer Landhaus über den „Regionalen Strukturplan Gesundheit 2030“ debattiert. Mit zehn Bussen fuhr man aus dem Ausseerland Richtung Landeshauptstadt, um sich dort mit Trillerpfeifen, Ratschen sowie mit Trommelweibertrommeln Gehör zu verschaffen. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass man in Graz einen derartigen Auflauf noch nie erlebt hat, denn es wurde ziemlich laut, als die rund 500 aus dem Ausseerland gekommenen Protestierenden – davon rund 30 mit Trommelweibertrommeln ausgestattet – vom Opernring vor die Grazer Oper zogen, um sich dort mit den Protestierenden aus Bruck an der Mur und Bad Radkersburg zu treffen, Aufstellung zu nehmen, und dann über die Burggasse vor die Grazer Burg zu ziehen. Bei den angrenzenden Häusern erschienen fragende Gesichter an den Fenstern, Arbeiter bei einer Baustelle legten ihre Werkzeuge weg, um sich das Spektakel anzusehen. Mit Transparenten wie „Make Bad Aussee great again“ oder „Wird Mario Kunasek heute mit uns sprechen?“ und selbstgebastelten Ta-
feln, auf denen von der Angst zu lesen war, die die Protestierenden um ihre Gesundheitsversorgung einte, wurde Aufstellung bezogen. Der eingängige Rhythmus der Trommeln wurde mit den Trillerpfeifen und Tröten ein Klangteppich, der fast bis ins Landhaus zu hören war. Ganz besonders bemerkenswert war die Unterstützung der Ausseer durch Protestierende aus dem benachbarten Oberösterreich, die sich solidarisch zeigten, Urlaub nahmen und mit nach Graz fuhren. Darunter auch Obertrauns Bürgermeister Egon Höll. Auch alle vier Ausseerland-Bürgermeister kamen mit nach Graz, um gemeinsam mit ihren Bürgern ihren Unmut über die Pläne der Landesregierung zu unterstreichen. Vor versammelter Menge bekräftigten die Vertreter der jeweiligen Regionen erneut
ihre Forderungen nach einer fairen Verteilung der Gesundheitsversorgung und baten darum, bestehende Strukturen und gut gehende Abteilungen nicht im Zuge des „Plans B“ zu opfern. Unter den Rednern waren neben dem Sprecher des Forums „Pro LKH Bad Aussee“, Herbert Angerer, auch Bgm. Gerald Loitzl aus Altaussee, Peter Musek, Gerhard Wechtitsch, Christian Neuhold (Sprecher von Bad Radkersburg) und Bgm. Egon Höll. SPÖ-Landesparteiobmann Max Lercher forderte erneut dazu auf, „bestehende Systeme“ in der Spitalsgesellschaft KAGes, im Gesundheitsfonds und in der Landesabteilung zu hinterfragen – aktuell sind ja gleich drei Institutionen parallel im Gesundheitssystem tätig. Fortsetzung auf Seite 12
Der Verein für Höhlenkunde lädt am Freitag, 2. Jänner, ab 16 Uhr zur traditionellen Neujahrsfeier in der Koppenbrüllerhöhle in Obertraun. Am Programm stehen ein Fackelzug zum Höhleneingang, musikalische Untermalung durch die Bläsermusikanten Obertraun, Führungen in der Höhle (laufend von 16 bis 18.30 Uhr) und Didgeridoo-Livemusik. Gruppen ab zehn Personen werden um Voranmeldung bei Kurt Sulzbacher, Tel.: 0699/81593407, gebeten.
Hinweis Bedingt durch die Feiertage erscheint die nächste Ausgabe der „Alpenpost“ am 15. Jänner 2026. Redaktionsschluss am 8. Jänner.
Was auch immer kommen mag ... In einem sehr guten Lied von Peter Gabriel mit dem (übersetzten) Titel „Gib nicht auf“ heißt der Text: „Was immer auch kommt, was immer auch geht – der Fluss fließt.“ So oder so ähnlich sollte man auch mit Situationen umgehen, die zwar nicht angenehm sind, aber vergehen werden. Die Weisheit kann man auf die verschiedensten Begebenheiten anwenden, denn meist arbeitet die Zeit bei der Lösung des Problems mit. Im Ausseerland sind wir es gewöhnt, uns auf die Hinterbeine stellen zu müssen. Während die Traun weiter unaufhörlich fließt, schlägt das Pendel irgendwann wieder zurück. Ganz sicher. Frohe EGO Weihnachten wünscht Ihr