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Winter 2013

kultur trends lifestyle in StraĂ&#x;burg

Deutschland Nummer 1 / kostenlos


Special openings on Sundays, December 8 & 15 from 2 pm - 6.30 pm and Sunday, December 22 from 10 am - 6.30 pm FROM 9.30 AM - 9 PM FROM MONDAY, DECEMBER 16 TO MONDAY, DECEMBER 23 GALERIES LAFAYETTE STRAßBURG - Place Kléber

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Zut Nummer 2

Foto : Alexis Delon / Preview - www.preview-tm.fr

Mai 2014

nächste Ausgabe

Bruno Chibane

Emmanuel Abela

Myriam Commot-Delon

Publikationsleiter & Marketing bchibane@chicmedias.com 06 08 07 99 45

Chefredakteur eabela@chicmedias.com 06 86 17 20 40

Künstlerische Leitung Mode myriamdelon@noos.fr 06 14 72 00 67

Caroline Lévy

Céline Loriotti

Philippe Schweyer

Marketing & Entwicklung levy_caroline@hotmail.com 06 24 70 62 94

Marketing & Entwicklung cloriotti@chicmedias.com 06 64 22 49 57

Marketing & Entwicklung ps@mediapop.fr 06 22 44 68 67


4 Zut ! Impressum

mitarbeiter zut! team Publikationsleiter Bruno Chibane Chefredakteur Emmanuel Abela Künstlerische Leitung brokism Künstlerische Leitung Mode und Trends Myriam Commot-Delon

Redakteure Emmanuel Abela, Natacha Anderson, Cécile Becker, Myriam Commot-Delon, Jeremie Decopman, Sylvia Dubost, Caroline Lévy, Julien Pleis, Valentine Schroeter, Vanessa Schmitz- Grücker, Philippe Schweyer, Claire Tourdot Übersetzerin Tatjana Marwinski Grafiker Laurence Bentz, brokism Illustrationen Laurence Bentz Stylistin Myriam Commot-Delon Fotografen bentz + brokism, Patrick Bogner, Alexis Delon / Preview, Christophe Urbain Praktikantin Valentine Schroeter Bildbearbeitung Emmanuel Van Hecke et Camille Vogeleisen / Preview Model Judith / Up Models Haarstylist Alexandre Lesmes / Avila Make-up Jacques Uzzardi

www.zutmagazine.com

Bildnachweis Fotografen Alexis Delon / Preview Umsetzung Myriam Commot-Delon Haarstylist Alexandre Lesmes Make-up artist Jacques Uzzardi Model Judith / Up Models Bustiertop DOLCE & GABBANA Anhänger Essentiel aus Weißgold, Brillant und Tahitiperle, und Ring Perle Sauvage aus Gelbgold, Brillant und Tahitiperle, ERIC HUMBERT Studio Photo / Preview 28, rue du Général de Gaulle 67205 Oberhausbergen 03 90 20 59 59 www.preview-tm.fr

Vertrieb Zut ! Team Marketing und Entwicklung Bruno Chibane, Anthony Gaborit, Caroline Lévy, Céline Loriotti, Philippe Schweyer Internationaler Projektleiter Roland Anstett

Diese Zeitschrift wird von Chic Médias herausgegeben. 12, rue des Poules F-67000 Strasbourg Chic Medias ist eine GmbH mit einem Kapital von 25 000 euros Herausgeber: Bruno Chibane Verwaltung: Charles Combanaire Druckerei: Ott imprimeurs Parc d’activités « Les Pins » F-67319 Wasselonne Cedex Auflage: 5.000 Exemplare Pflichthinterlegung: Dezember 2013 SIRET: 50916928000021 ISSN : 1969-0789


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6 Zut ! Inhaltsverzeichnis

59 Lifestyle 61 GASTRONOMIE Das Carré d'Or Pains Westermann, Fromages Lohro, Porcus

11 Kultur 12 AUSSTELLUNG REG/ART Fokus auf den elsässischen Förderungsfonds für zeitgenössische Kunst 14 KALENDERBLATT Eine Auswahl 11 kultureller Veranstaltungen in Straßburg

67 ARCHITEKTUR Les Haras de Strasbourg Ein neues architektonisches Kleinod in Straßburg

27 Trends 28 FASHION Verheißung 42 SHOPPING Geschenkideen 48 BOUTIQUE K.Collections 50 FLASH MOOD Up to date Aktuelle Trends 52 SCHMUCK Selbst ist der Schmuck! Was gibt's Neues in Straßburgs Boutiquen? 54 TRENDS Unsere Tipps

72 RESTAURANTS Jour de Fête Ein neues WeinkellerRestaurant in Straßburg 74 ENTSPANNUNG Spa Besuch in der Source des Sens 76 LIFESTYLE Unsere Tipps


8 Zut ! Vorwort

Der Traum von Johann Carolus VON EMMANUEL ABELA

Relation aller Fürnemmen und gedenckwürdigen Historien

Ohne die Debatte um die Frage nach dem Ort der Erfindung des Buchdrucks nach dem Motto „Straßburg oder nicht Straßburg“ neu aufrollen zu wollen, kann man eines doch mit Gewissheit sagen: Die erste gedruckte Zeitung entstand im Jahre 1605 in der elsässischen Hauptstadt unter Federführung des Druckers und Buchbinders Johann Carolus. Es handelte sich um eine deutschsprachige, 4-seitige Wochenzeitung mit dem Titel Relation aller Fürnemmen und gedenckwürdigen Historien. Das kleine Team von Zut! erhebt natürlich nicht den vermessenen Anspruch, mit seiner Publikation ebenfalls in die glorreiche Stadtgeschichte Straßburgs einzugehen, die sich im Übrigen, wie jeder weiß, bei Weitem nicht nur auf den Christkindelsmärik beschränkt – aber

wir möchten mit unserer seit 5 Jahren erscheinenden Zeitschrift ein Stück weit unseren eigenen redaktionellen Beitrag leisten. Wie unseren geneigten LeserInnen nicht entgangen sein wird, haben wir diesen Sommer – nicht ohne Stolz – unsere erste deutsche Ausgabe veröffentlicht. Das Magazin lag in Kehl, Baden Baden, Karlsruhe, Freiburg und Offenburg in diversen kulturellen Einrichtungen und Boutiquen aus und wurde zu unserer größten Freude wärmstens empfangen. Viele unserer LeserInnen fragten uns, was das Ziel eines deutschsprachigen Magazins mit Schwerpunkt Straßburg sein soll. Die Antwort ist einfach: Wir wollen Ihrem Interesse an der anderen Rheinseite gerecht werden, und der Gedanke, Sie zum Jahresende in unsere

schöne Stadt einzuladen, erscheint uns naheliegend und selbstverständlich. Auch in diesem Heft werden Sie wieder Tipps zu kulturellen Highlights, sehenswerten Modeboutiquen, lohnenswerten Shoppingzielen und erlesenen Restaurants finden, um Ihren Besuch in Straßburg zu einem Erlebnis werden zu lassen. Doch all dies ist bloß der Anfang – unser Ziel ist es, eine redaktionelle Brücke zwischen unseren Ländern zu schlagen, mit Ausgaben über unsere jeweiligen Städte die, wer weiß, vielleicht sogar eines Tage zweisprachig sein werden. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Gut so, denn wir arbeiten bereits daran, den Traum eines solchen grenzübergreifenden Magazins für Sie und bald auch mit Ihnen wahr werden zu lassen.


Ventes : 03 88 23 84 65 (boutique culture) ou www.festival-musique-strasbourg.alsace


SONDERAUSGABE 01

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foto : Pascal Bastien

IM BUCHHANDEL IM ELSASS

EINDRÜCKE ANSICHTEN FRAGMENTE


bentz + brokism

Kultur

Zut — 01


12 Zut ! Kultur Ausstellung

REG/ART VON EMMANUEL ABELA & VANESSA SCHMITZ-GRUCKER

The Stream, 2007 Farbfotografie auf Aluminium, 123 x 155,5 cm © Laurent Montaron Courtesy Galerie Schleicher + Lange, Paris

Laurent Montaron

Die Fotografien dieses vielfältigen jungen französischen Künstlers sind keine Momentaufnahmen, sondern offene Erzählungen. Der wichtigste Teil seiner Bilder, er selbst spricht vom „fehlenden Teil“ – in diesem Fall das Rauschen des aufgenommenen Baches – findet im Kopf des Zuschauers statt. Es findet also eine Reflexion über die Zeit statt, über den Augenblick der Aufnahme, der vergeht, und der plastisch von dem Objekt symbolisiert wird. (V.S.G) Ausstellung Formes et Forces im MAMCS

Der elsässische Förderungsfonds für zeitgenössische Kunst (Fonds régionaux d’art contemporain) feiert sein 30-jähriges Bestehen. Ein Ereignis, dass im Elsass gemeinschaftlich gefeiert und gleich vierfach gewürdigt wird, mit Ausstellungen, die an zentralen Orten des Nord- und Südelsass gezeigt werden. Aus der Vielzahl der Werke hier eine kommentierte Auswahl von 4 Bildern.

Burning Cities, 2009 Farbvideoprojektion, 5’05 © Clément Cogitore

Clément Cogitore

Wie in den meisten seiner Filmen beleuchtet der elsässische Künstler, Filmemacher und Videokünstler Clément Cogitore die Doppeldeutigkeit der Realität: In seinem Video Burning Cities geht es noch stärker als zuvor um zweideutige Situationen und Bilder: Fackelzug, rituelle oder feierliche Feuerbestattung, Autodafé, Luftangriff, Feuerwerk, Schießerei, Jubelgeschrei oder Todesschreie - die Grenzen verschwimmen. Die Verunsicherung und das Unbehagen, welche er dabei beim Publikum hervorruft, sind ein Aufruf zur erhöhten Wachsamkeit. (E.A.) Ausstellung Chaud, froid, sec et humide im Musée Historique / Chapelle des Annonciades in Haguenau


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Ausstellung Pièces Montrées - Frac Alsace, 30 ans de Collection Im Musée Historique in Haguenau, dem Musée d’Art Moderne et Contemporain de Strasbourg, dem FRAC in Sélestat und der Fondation Fernet-Branca in Saint-Louis noch bis zum 23. März 2014 www.culture-alsace.org

Major Tom, 2009 Polypropylen, Helium, Sauerstoff, Durchmesser 150 cm © Universal Research of Subjectivity

Edith Dekyndt

Mit einem Sauerstoff- und Heliumgefüllten Ballon erforscht diese belgische Künstlerin die Grenzen der Physik und ihre Realitäten. Der Gegenstand bewegt sich im Raum, wobei seine Bewegungen von seiner jeweiligen Position und dem Zuschauerfluss abhängen. Dabei wirkt er abwechselnd poetisch oder bedrohlich. Der Ballon setzt sich über das Gesetz der Schwerkraft hinweg und hinterfragt die Gesetze des Universums, in dem wir uns bewegen, ohne es noch bewusst wahrzunehmen. (V.S.G.) Ausstellung Incubus im Frac Alsace

Sections Of a Happy Moment, 2007. Videoprojektion, Schwarz-Weiss, 26’ © David Claerbout and Bick Productions

David Claerbout

Der belgische Videokünstler und Fotograf David Claerbout sucht am Kreuzungspunkt zwischen bewegtem und unbewegtem Bild nach neuen Ausdruckwegen der Videokunst. Mit seinen besonders sorgfältig durchkomponierten, höchst aktuellen Arbeiten tritt er die Nachfolge von all den Künstlern an, die sich der doppelten Frage nach Zeit und Raum gestellt haben. Seine Reflexion über die Sicht-, aber auch über die Erzählweise, macht ihn zum Erben der größten gegenständlichen Maler sowie jener Cineasten, die sich der alltagsbezogenen Modernität verschrieben haben. (E.A.) Ausstellung La Collection impossible in der Fondation Fernet-Branca in Saint-Louis


14 Zut ! Kultur Kalenderblatt

Russland/Mali Delphine Gatinois und Guillaume Chauvin, Ausstellung noch bis zum 5. Januar im internationalen Ausstellungsraum (espace international) des CEAAC, 7, rue de l‘Abreuvoir in Straßburg www.ceaac.org Im internationalen Ausstellungsraum des CEAAC werden die Arbeiten junger Künstler gezeigt, die im Rahmen des Förderprogramms des CEAAC einen Auslandsaufenthalt machen, oder aus dem Ausland gekommen sind, um aus dem Elsass ihre provisorische Wahlheimat zu machen. Obwohl der internationale Ausstellungsraum manchmal übersehen wird, ist er dennoch voller junger Talente und zeigt, wie der Wohnort der Künstler sich auf Thematik und Ästhetik ihrer Arbeiten auswirkt. Guillaume Chauvin, der als Fotograf für das Magazin 6 mois und die Tageszeitung Le Monde arbeitet, zeigt mit seiner Arbeit Entre Sibérie et aujourd’hui („Zwischen Sibirien und der heutigen Zeit“) eine Fotoserie, die sich am Stil des Fotojournalismus orientiert. Er setzt sich dabei über die üblichen Russlandklischees hinweg und versucht, das wahre Leben der Menschen auszuleuchten: Hinter den Vertretern der staatlichen Gewalt, den Uniformen, dem Schnee, entdeckt man verdrossene, lustige oder konzentrierte Menschen. Sein realistischer Ansatz bildet das Gegenstück zur Arbeit von Delphine Gatinois, die nach Mali gezogen ist, und die sich in ihrer Serie Proies („Beute“) für die Fiktion, die sich hinter der Realität verbirgt, interessiert. Ihre Fotografien lassen die Spiritualität und die Mythen lebendig werden, die die Kultur dieses Landes erfindet, um Körper und Natur miteinander zu verbinden oder sogar zu verschmelzen. Zwei Fotoserien über die Realität oder ihre Deformierung. (C.B.) Bild : Abschlussball der Kadetten, Guillaume Chauvin, Moskau, 2013

Achtung, Satire! Une ligne satirique, noch bis zum 16. März im Musée Tomi Ungerer – Centre International de l’Illustration, 2, avenue de la Marseillaise in Straßburg www.musees.strasbourg.eu Die zeitgenössische Satire von Willem (in der Tageszeitung Libération), Luz (in der Satirezeitschrift Charlie Hebdo) oder Rémi Malingrëy (in der Wochenzeitung Le Nouvel Observateur) ist allgemein bekannt, aber die Kritik an ihren Werken auch… Ist die in den Medien des 20. Jahrhunderts omnipräsente Satire heute in Gefahr? R. O. Blechman, Paul Flora, William Steig und Tomi Ungerer beweisen anhand von 160 Originalzeichnungen, wie lebendig die Satire in ihrem goldenen Zeitalter war. Gemein ist den fünf Künstlern der einfache gehaltene und dennoch sehr expressive Zeichenstil und die stark betonten Konturen – was auch den Titel dieser Sammlung, Une ligne satirique („Eine satirische Linie“), erklärt – sowie die Tatsache, dass die Werke von vier von ihnen regelmäßig im New Yorker veröffentlicht wurden (Paul Floras Satiren waren eher in Die Zeit zu sehen). Die Ausstellung vermittelt dem Besucher einen Einblick in die Hintergründe der Satire, sowohl was die Umsetzung der Themen betrifft als auch bezüglich des Zeichenstils: Konsumgesellschaft, Globalisierung und internationale Konflikte werden mit spitzer Feder beleuchtet. (C.B.) Bild : R.O. Blechman, Plakat für The New Yorker, 1979 / Foto: Musées de la Ville de Strasbourg, Mathieu Bertola


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16 Zut ! Kultur Kalenderblatt

Wandlungen Barthélémy Toguo, Ausstellung vom 17. Januar bis zum 23. Februar in La Chaufferie, Galerie de la Hear in Straßburg. www.hear.fr Vielleicht bedeutet die Bezeichnung „zeitgenössischer Künstler“ ja lediglich, dass man sich mit der heutigen Gesellschaft befasst? Für Barthélémy Toguo, Künstler aus Kamerun, gilt diese einfache Definition eher als die Frage nach der ästhetischen Analyse. Bei Toguo ist Einfachheit Trumpf. Er macht Kunst für jedermann, der bereit ist, auch zwischen den Zeilen zu lesen, um zu erkennen, was sich hinter unserer Umwelt verbirgt. Vorbei die Zeiten der grellen und warmen Farben in seinen Gemälden, Fotografien, Aquarellen oder auf seinen Skulpturen – es geht nun um die Abbildung unserer wechselnden Persönlichkeiten, um soziale Ungerechtigkeit und die Migrationsproblematik. Toguo ist im Kamerun geboren und hat in Grenoble, Düsseldorf und Paris gelebt – natürlich erzählt er uns auch vom Reisen, indem er seine Erinnerungen oder Schicksale, die im begegnet sind, abruft, aber er lässt dabei immer auch durchscheinen, dass es sich um ein Exil in eine unbekannte, vermeintlich bessere Welt handelt: „Man weiß nicht, was einen erwartet, aber man weiß, was man zurücklässt“. Hinter diesen universellen Themen stehen jedoch auch Vertreibung, Einsamkeit, Leid und Krankheit. Mutig thematisiert Toguo auch den Tod, „weil er Teil des Lebens ist“: So stellte er bei der Fiac 2010 die Installation Bitter Life vor: Ein Plexiglas-Sarg mit dem Skelett eines Bauern, der der Globalisierung und dem Preisverfall der Rohstoffe zum Opfer gefallen ist. Das Werk von Barthélémy Toguo zeigt uns Menschen im Wandel – Wandel in Bezug auf das, was wir sind, was wir werden und wohin auf der Welt wir reisen. (CB) Bildunterschrift: Water of Life von Barthélémy Toguo, Aquarell auf Papier.

Schönheit und Schrecken The Pyre, am 16. und 17. Januar im Pôle Sud in Straßburg. Eine Zusammenarbeit von Pôle Sud und Le Maillon, im Rahmen des Programmes Dance Trip www.pole-sud.fr / www.maillon.eu Gisèle Vienne ist zugleich Autorin, Regisseurin, Choreografin und bildende Künstlerin. Ihre Aufführungen ähneln lebenden Bildern, die für den Zuschauer physisch erlebbar sind und ihn so zum Nachdenken anregen. Die Künstlerin errichtet verblüffende Landschaften, die sie mit Figuren bevölkert, die direkt aus der Welt der Träume – oder der Alpträume – zu stammen scheinen. Ein bedrohlich wirkendes, bildgewaltiges Theater, anhand dessen Gisèle Vienne ihre Obsessionen erforscht, wie zum Beispiel die Frage der Schönheit, deren zwei Seiten sie immer wieder analysiert: Die Perfektion der Jugend und die Faszination des Zerfalls. Sie werden hier von einer blonden, kraftlosen und von Schüttelkrämpfen gebeutelten Ikone verkörpert. In einem schwarzen, von LED beleuchteten Tunnel, einer postapokalyptischen Kulisse à la Blade Runner, scheint sie sich auf dem Scheiterhaufen der Leidenschaft oder in den Flammen der Hölle zu verzehren. Ein zugleich erhabene und erschreckende Figur, bei der man sich unwillkürlich fragt, ob sie aus Fleisch und Blut ist. (S.D.) Foto: Marten van den Abeele


espace international

Delphine Gatinois

4. > 21. Februar 2014 von Alexandra Badea regie Aurélia Guillet und Jacques Nichet Uraufführung des Tns +33 (0)3 88 24 88 24 • www.tns.fr > DEUTSCHE ÜBERTITELTE SONDERVORSTELLUNG Samstag, den 15. Februar

Delphine Gatinois, les pagnes parlent 2, 2013

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Guillaume Chauvin ENTRE SIBÉRIE ET AUJOURD’HUI EXPOSITION PRÉSENTÉE DU 7 DÉCEMBRE 2013 AU 5 JANVIER 2014 du mercredi au dimanche de 14h à 18h. Fermé les 25 & 26 décembre et le 1er janvier Entrée libre.

Centre Européen d’Actions Artistiques Contemporaines 7, rue de l’Abreuvoir - 67000 Strasbourg +33 (0)3 88 25 69 70 www.ceaac.org Réagir sur le

b l o www.tns.fr/blog


18

© Toru Uka i& Mathilde Germi

THEATER

Globales Porträt Pulvérisés, von Alexandra Badeal, vom 4. bis zum 21. Februar im Theâtre National de Strasbourg in Straßburg www.tns.fr In Pulvérisés gibt Alexandra Badeal den Akteuren der Globalisierung eine Stimme. Sie kommen aus Lyon, Dakar, Shanghai oder Bukarest, und sind Artdirector, Produktionsleiter, Qualitätsmanager oder Entwicklungsingenieur. Und sie sind als Individuen jeder für sich Akteur einer zerstörerischen Weltökonomie. Jacques Nichet und Aurélia Guillet schaffen in Pulvérisés ein erschütterndes satirisches Sozialmanifest, dass mit dem Grand Prix de la Littérature Dramatique ausgezeichnet wurde. Zwischen Monolog und Dialog alternierend erheben sich vier Stimmen, vier getrennte und dennoch verwobene Einzelschicksale, die uns von ihrem Alltag in seiner ganzen absurden Komik erzählen. Alexandra Badeal lässt im Stile der narrativen Poesie das erschreckende Porträt einer Zeit entstehen, die von Profitgier, freiem Kapitalverkehr und Verschuldung geprägt ist. Ein Stück, das den Countdown zu einer kollektiven Bewusstseinswerdung eingeläutet hat. (C.T.)

Nice Bérénice Bérénice, vom 11. bis zum 16. Februar im Taps Scala in Straßburg. www.taps.strasbourg.eu „Die Tragödie bedarf der Darstellung von Blut und Toten nicht; es sind die hehren Taten, die heldenhaften Figuren, die entfesselten Leidenschaften, die jene Traurigkeit herbeiführen, welche die Anziehungskraft der Tragödie ausmacht“. Das sind, laut Racine, die richtigen Zutaten für eine Tragödie, und dieses Erfolgsrezept setzt er in Bérénice minutiös um: Macht, Heimlichkeiten und die Tränen einer unmöglichen Liebe verankern das Werk vollkommen in diesem Genre. Titus, Kaiser von Rom, ist unsterblich in Bérénice verliebt. Eine Romanze, die alle Römer ablehnen, allen voran Antiochus, Großkönig von Babylon und Titus’ bester Freund, der Bérénice heimlich verehrt. Das Ensemble OC&CO, unter der Leitung von Olivier Chapelet, bietet eine starke und authentische Vorstellung, die sich besonders auf den brillanten Text und die Geradlinigkeit der Schauspieler stützt, die bestrebt sind, die ganze emotionale Wucht dieses großen Klassikers zu vermitteln. (V.S)


TATJANA MARWINSKI Traductrice diplômée de l'ITIRI

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Mystery Magnet, von Miet Warlop am 24. und 25. Januar im TJP Grande Scène in Straßburg www.tjp-strasbourg.com Vorsicht, hier wird Kreativität großgeschrieben! Nach den Erfolgen von Springville und Proposition I: réanimation, die letztes Jahr im TJP gezeigt wurden, präsentiert Miet Warlop in Straßburg ein neues Werk, das genauso vor Spontaneität strotzt. Die belgische Künstlerin bedient sich unterschiedlicher künstlerischer Mittel und erfindet dabei die szenischen Konventionen und den Raum auf der Bühne neu. Ihre international anerkannte Arbeit basiert auf der Verfremdung von Alltagsgegenständen und einem burlesken Humor à la Buster Keaton. Mystery Magnet führt uns in eine surreale Welt, in der sich niemand in Sicherheit wähnen kann: nicht identifizierte Objekte regnen vom Himmel, seltsame Flüssigkeiten treten aus, während die Performer mit ausladenden Schritten durch die Wände laufen. Ein farbenfrohes visuelles Experiment, das man unbedingt erleben muss. (C.T.)

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20 Zut ! Kultur Kalenderblatt

MUSIK

O namenlose Freude Fidelio, Oper von Ludwig van Beethoven, am 7. Juni in der Église Protestante Réformée Saint-Paul Ludwig van Beethoven war ein Freiheitsliebender Mensch, der sich entschieden gegen jede Form von Willkür auflehnte. Wider Erwarten ist das Libretto seiner einzigen Oper, die auf einem Stück von Jean-Nicolas Bouilly basiert, eine Hymne nicht nur gegen die absolute Monarchie, sondern auch gegen die Diktatur, die aus der Periode der Terreur / Schreckensherrschaft der Französischen Revolution erwachsen ist. Ausgehend von der Geschichte einer jungen Frau, die sich als Mann verkleidet, um ihren Gatten aus dem Gefängnis zu befreien, prangert der Komponist jede Art von Unterdrückung an und vermittelt eine Botschaft der Liebe und Brüderlichkeit. Diese Oper lag ihm besonders am Herzen, so dass er sie immer wieder überarbeitet hat, auch nach ihrer Uraufführung 1805. Diese Parabel, die leider auch heute noch aktuell ist, wird von talentierten jungen Künstlern in Straßburg dargeboten, bevor sie im Théâtre des Champs-Elysées und dem Rest Europas aufgeführt wird. Eine schöne Art, frischen Wind in das Festival de Musique de Strasbourg zu bringen. (E.A)


22 Zut ! Kultur Kalenderblatt

MUSIK

Der Klang der Moderne Rigoletto, eine Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi, in einer Inszenierung von Robert Carsen, am 8., 14., 16., 19., 21. und 23. Dezember im Opéra National du Rhin, Straßburg, und am 8. und 10. Dezember in der Filature, Mülhausen www.operanationaldurhin.eu Die im Jahr 1851 uraufgeführte Oper Rigoletto stellt einen Wendepunkt in Giuseppe Verdis Schaffen dar. Es ist eines der Meisterwerke dieses äußerst produktiven Komponisten, der innerhalb der 9 Jahre nach der Uraufführung von Nabucco im Jahre 1842 nicht weniger als 14 Opern geschrieben hat. Mit der in nur 40 Tagen geschriebenen Partitur erreicht Verdi den Höhepunkt seines Schaffens: Um Ausgeglichenheit bemüht, hat er zwischen den Melodien mehr Raum gelassen, um sie der Situation der Charaktere anpassen zu können, mit einem Gesang, der die Seele offenbart. Die Oper erzählt die Geschichte von Gilda, der vom Herzog von Mantua umworbenen Tochter des Hofnarren, die von den Höflingen entführt, dem Herzog ausgeliefert wird. Rigoletto ist der erste Teil der Trilogia Popolare, die im Jahre 1853 mit Il Trovatore und, natürlich, La Traviata ihre Fortsetzung fand. Die gewagte Inszenierung des kanadischen Regisseurs könnte die zartesten Gemüter unter den Zuschauern etwas überraschen, doch der Anblick leicht beschürzter junger Damen passt zu dem gleichermaßen populären wie subversiven Charakter des Werkes – eine schöne Hommage an die Modernität dieses ewigen Meisterwerkes. (E.A.) Foto: Rigoletto, Festival von Aix-en-Provence, Juli 2013 Foto: Patrick Berger - Artcomart

Vom Himmel hoch Fulgurences de la jeunesse, ein Konzert des Orchestre Philarmonique de Strasbourg mit Kit Armstrong am Klavier (Chopin und Beethoven), am 6. Februar im PMC Salle Érasme in Straßburg www.philharmonique-strasbourg.com Der erst 21 Jahre junge Kit Armstrong steht bereits seit seinem 8. Lebensjahr auf der Bühne. Ist es die gesammelte Erfahrung dieser Jahre, die ihm diese außergewöhnliche Präsenz am Klavier verleiht? Jedenfalls überrascht die Entspanntheit, mit der er sein gewandtes Spiel entfaltet. Dieser junge amerikanische Pianist, der seine Ausbildung am Curtis Institute in Philadelphia und an der Royal Academy of Music in London absolvierte, spielt regelmäßig Chopin, insbesondere dessen 1. Klavierkonzert op. 11 in e-Moll, das letzte Werk, das der Komponist in Polen spielte, kurz, bevor er nach Wien abreiste. Ein Jugendwerk für einen jungen Pianisten also, aber eines, dessen „inspirierte Züge“, wie Maurice Ravel sagte, wegen ihrer Geschwindigkeit großes Können voraussetzen. Ein ideales Werk für dieses junge Klaviergenie, das auch selbst Komponiert: Er hat ganz locker mal zeitgenössische Variationen zu Bachs Werk geschrieben, Fantasy on B-A-C-H. Das Geheimnis seines unglaublichen Talents liegt in seiner ganz persönlichen Sicht auf die Musik und in seiner hochherzigen Seele verborgen. Foto: Kit Armstrong © June


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24 Zut ! Kultur Kalenderblatt

MUSIK

New Thing Big Four (+ Part of Art), Konzert am 14. Februar im Pôle Sud in Straßburg www.jazzdor.com www.pole-sud.fr

Fuck Forever Babyshambles, Konzert am 10. Februar in der Laiterie in Straßburg www.artefact.org Die Geschichte des Rock ist voller Gestalten auf der Suche nach ihrem Seelenheil, die uns zum Fraß vorgeworfen werden, bevor uns klar wird, dass diese Künstler unser Leben für immer verändert haben. Pete Doherty steht in dieser Hinsicht gleichberechtigt neben den allergrößten seiner Zunft – dank der Kraft, die jede seiner Kompositionen freisetzt, und trotz mancher Ausfälle, die nur diejenigen interessieren, die von deren Kolportage leben. Mit seinem unvergleichlichen Sinn für Maßlosigkeit und der melodischen Maestria seiner Identitätssuche liegt er auf gleichem Niveau wie die Kinks oder Jam, in reinster britischer Tradition. Natürlich ist der Name dieses legendären Stars auch mit einer langen Liste kurzfristiger Absagen verbunden – so mancher wird sich noch an die Annullierung des Konzertes der Libertines in der Laiterie erinnern. Doch wenn er erst einmal auf der Bühne steht, wird er den Erwartungen seiner Fans meist vollstens Gerecht. (E.A.)

Seit Albert Ayler ist der Jazz ungezügelt und mit einem guten Sinn für Spiritualität versehen. Nicht sicher, dass sich die Mitglieder von Big Four im Wort „Spiritualität“ wiedererkennen, sie verdanken jedoch ihrem genialen Vorgänger ihre Art, alles miteinander zu verweben und zu dekonstruieren, ähnlich einer wild loslegenden Fanfare, und das Ganze in der besten Tradition des Sidney Bechet Quartet von 1940. Ein explosiver Cocktail mit Steven Bernstein an der Trompete (der im Übrigen Music Director von Antony & The Johnsons und sogar von Marianne Faithfull ist), dem Franzosen Noel Akchoté an der Gitarre, dem dynamischen österreichischen Saxophonisten Max Nagl, Brad Jones am Kontrabass und dem energischen Joey Baron als gelegentlichen fünften Mann am Schlagzeug. Ob Blues, Gospel oder Improvisation, ob New York oder New Orleans: Die Band bewegt sich musikalisch in all diesen Gefilden mit gutgelaunter Leichtigkeit. (E.A.)


27

bentz + brokism

Trends

Zut  — 01


Top von CELINE bei Albe in Straßburg. Ringe und Ohrringe Trinity aus Rosé-, Gelb- und Weißgold, CARTIER in Straßburg. Make-Up von Jacques Uzzardi für MAC Cosmetics: Foundation Face and Body C1, Rouge Dollymix, Lidschatten Satin Taupe, Augenbrauenstift Stud, Wimperntusche Extended Play Gigablack, Lipgloss Lustreglass Instant Gold. Nagellack von Essie in der Farbe Mint Candy Apple.


VerheiĂ&#x;ung Fotograf Alexis Delon / Preview Umsetzung Myriam Commot-Delon

Model Judith / Up Models Haarstylist Alexandre Lesmes / Avila / www.avilacoiffure.fr Make-Up-Artist Jacques Uzzardi www.jacquesuzzardi.com Make-Up von M.A.C Cosmetics Galeries Lafayette in StraĂ&#x;burg www.maccosmetics.fr Postproduktion Emmanuel Van Hecke und Camille Vogeleisen / Preview Assistentin Modedesign Valentine Schroeter Assistentin Make-Up Audrey Beaurain Assistenten Fotografie Lucas Horenburg und Margot Breteau / Preview


Cape, Rock und Seidenbluse von RED VALENTINO bei Algorithme la Loggia in Straßburg. Ballerinas von VALENTINO GARAVANI, Galeries Lafayette in Straßburg. Ring und Armreife Le Clou, Roségold und Weißgold mit Diamanten, CARTIER.


Rock DSQUARED2 bei Algorithme la Loggia in Straßburg. Mantel mit Gürtel von DOLCE & GABBANA und Pumps von GIANVITO ROSSI bei Ultima in Straßburg. Anhänger Essentiel aus Weißgold, Brillant und Tahitiperle und Ring Perle Sauvage aus Gelbgold, Brillant und Tahitiperle, ERIC HUMBERT in Straßburg. Make-Up von Jacques Uzzardi für MAC Cosmetics: Foundation Face and Body C1, Lippenstift Russian Red lipglass. Nagellack von Essie in der Farbe Mint Candy Apple. Body-Tattoo von Inès de Castilho (www.ines-de-castilho.com).


Bustier-Top und Hose von DOLCE & GABBANA bei Ultima in Straßburg. Anhänger Essentiel aus Weißgold, Brillant und Tahitiperle und Ring Perle Sauvage aus Gelbgold, Brillant und Tahitiperle, ERIC HUMBERT in Straßburg.


Sweatshirt von BALENCIAGA T‘S bei Ultima in Straßburg. Jeans Davin Loose Tapered von G.STAR in Straßburg.


T-Shirt von BALENCIAGA T‘S und Pumps von GIANVITO ROSSI bei Ultima in Straßburg. Handtasche von VALENTINO GARAVANI, Galeries Lafayette in Straßburg.


Handtasche von MIU-MIU bei Ultima in StraĂ&#x;burg.


Négligé aus Tupfenmull von IMPLICITE und Seiden-Babydoll von MARJOLAINE, beide bei Alice Lange le Boudoir in Straßburg. Denimshorts „New Radar“ von G.STAR. Anhänger Gatsby aus Weißgold mit Diamanten, von Messika in den Galeries Lafayette in Straßburg.


T-Shirt von SAINT LAURENT PARIS bei Ultima in StraĂ&#x;burg. Jeans Davin Loose Tapered G.STAR.


Bustier-Top und Hose von DOLCE & GABBANA, Pumps von GIANVITO ROSSI, das Ganze bei Ultima in StraĂ&#x;burg.


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Blue Jasmine

Zut ! Trends § Geschenkideen

Von Myriam Commot-Delon

Spiegel Shape, Design Sylvain Willenz für Hay Design in der Galerie Fou du Roi


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1) Schutzhülle für Ipad, Dsquared2 bei Algorithme La Loggia 2) Makronenbox mit 40 Makronen von Pierre Hermé, exklusiv in den Galeries Lafayette 3) Kaffeekanne aus Porzellan, Objets du quotidien von Seletti bei Cuisine Sifferlin 4) Stehlampe Container By von Benjamin Hubert für Ligne Roset 5) Deko Clouds aus Stoff Kvadrat von Ronan & Erwan Bouroullec für Ligne-Roset 6) Kristall- und Porzellan-Bonbonniere Zoo von Jaime Hayon für Baccarat im Printemps 7) Bedufter Sablier von Diptyque bei La Belle Parfumerie du Printemps 8) Porzellanschale von Seletti bei Cuisine Sifferlin 9) Intensity Pflegekit für den Mann von Aesop in der Galerie Fou du Roi 10) LED-Lampe Double Bubble von Eero Aarnio bei La Maison Scandinave 11) Cardigan aus Kaschmir von Jodphur in den Galeries Lafayette


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Yellow Magic Vliestapete Tuuli von Marimekko bei La Maison Scandinave (auch als Stofftapete lieferbar)


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Gelber Roboter, Kollektion Kmix von Kenwood im Printemps Keramik Faiseurs de rêve, Design Meyer-Lavigne in der Galerie Fou du Roi Hi-Fi-Plattenspieler, Pro-Ject Debut Carbon Esprit bei 33 and Co und bei Le Salon acoustique Pelzmütze von Yves Salomon im Printemps Tasche aus Pythonleder, Einzelstück, bei Revenge Hom Thermoskrug Kontra, Design Troels Seidenfaden, von Stelton bei La Maison Scandinave Armreife, Gold und Emaille, Kollektion Pepita von Frey Wille Parfum Playing with the Devil By Kilian bei La Belle Parfumerie du Printemps Low Boots aus Kalbsleder mit Fohlenfell und Leopardenmuster von Barbara Bui bei L’Altra Kleiderhaken Bubble, Glas, Design Vaulot & Dyèvre, von Petite Friture in der Galerie Fou du Roi Eau de Cologne Essenza von Acqua di Parma bei La Belle Parfumerie du Printemps, in den Galeries Lafayette und bei Ombres Portées.


46 Zut ! Trends § Geschenkideen

Rainbow Rising Mobile Themis Mono Mobile, Design Clara Von Zweigbergk für Artecnica www.artecnicainc.com


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Korb aus Papier, verschiedene Größen und Farben, von Uashmama in der Galerie Fou du Roi Holzkerzenständer von Ferm Living im Printemps Sessel Oppo von Blå Station, Design Stefan Borselius bei decoburo Schultasche Alexa von Mulberry im Printemps Handgearbeitete Manschettenknöpfe von Tateossian bei Revenge Hom Haute Musique, 10 CD-Set von Nova bei La Fnac Jack, Vogelskulptur zum selberbauen von Ibride in der Galerie Fou du Roi Windlicht aus Biskuitporzellan von Bernardaud im Printemps Stiefeletten mit nagelbeschlagenen Absätzen von Michael Kors in den Galeries Lafayette Spiralring, kann zusammen oder getrennt getragen werden, von Dinh Van in den Galeries Lafayette Filzpantoffel von Tcha bei 33 and Co


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Modische Moderne

Zut ! Trends § Boutique

VON MYRIAM COMMOT-DELON

Isaac Reina

Verlassen wir kurz Straßburg zugunsten eines kurzen Ausflugs nach Colmar, wo die Boutique K.Collections uns mithilfe einer erlesenen Auswahl an Kreationen großer Modedesigner zu einer neuen Silhouette verhilft.

Maison Martin Margiela AW 2013-2014

Each X Other AW 2013-1014

J Brand Kaschmir-Pullover Lamberto Losani / AW 2013-1014 foto Camille Nehlig

K.Collections ist die Topadresse unter den Designerboutiquen im Elsass, und Karine Goldschmidt der kreative Kopf hinter diesem dynamischen Colmarer Modelabor. Eine Vertretung der modischen Avantgarde in der Provinz? Ein Risiko, ganz klar. Doch nicht, wenn Karine die Auswahl der weiblichen Garderobe bestimmt: Sie verbindet gekonnt die unterschiedlichsten Formen, drapiert Tops auf tausenderlei verschiedene Arten, kombiniert virtuos Formen und Farben. Die modische DNA der Boutique wird von Top Modelabels bestimmt: Das Atelier Gustavolins,

Each X Other – ein androgynes Unisex-Label, das zeitgenössische Kunst und Mode verbindet –, die Avantgarde der belgischen Designer mit Maison Martin Margiela, A.F Vandervorst, Jean-Paul Knott, raffinierte Italiener wie z.B. Ilaria Nistri, Lamberto Losani, Herno, Piazza Sempione oder auch sehr bildhaftes wie die Kreationen der Japanerin Tsumori Chisato. Ein stets vergnüglicher Clash von Minimalismus, virtuosen Formen und wilder Kreativität. Auch zu empfehlen: der traumhafte Bereich in Karines Boutique, in dem die amerikanische Denim-Jeans zelebriert wird, zum Beispiel mit den faszinierenden Wendejeans von J Brand und Bleu Lab, oder

ihre Auswahl an exquisiten Accessoires, wie zum Beispiel die Schuhkreationen der londoner Designerin Kate Macony. Bei den Handtaschen sind die Kreationen vom Atelier Marchal neu hinzugekommen. Geblieben ist Isaac Reina, ehemals Margiela, und natürlich die puristischen Schnitte von Hermès, die zur radikalen Modernität der Boutique K. Collections passen. K.Collections cour Waldner Stephan 5, rue des Marchands in Colmar +33 3 89 23 07 06


Gleichgewichtsschmuck

www.insecable.com

Kollektionen und Preise auf Anfrage Éric Humbert 46 rue des Hallebardes F-67000 Strasbourg tel. +33 (0)3 88 32 43 05 info@eric-humbert.com www.eric-humbert.com


50 Zut ! Trends § Flash Mood

UP to date VON MYRIAM COMMOT-DELON

Tamkappen 2013-14 trägt die Dame von Welt kakifarbenen Nagellack. Also ab zur Nail Bar Kure Bazaar der Galeries Lafayette, um sich die Fingernägel öko-kompatibel in Grün lackieren zu lassen!

Eine bunte Mischung an Versuchungen: Klamotten, Schuhe, Design, dieses und jenes.

Hairbrush Kenner schwören auf die handgemachten, traditionellen Bürsten von Mason Pearson. Darf in keinem Beautycase fehlen. Zu finden in den Galeries Lafayette.

Bruder Jaquard Machen Sie einen Ausflug ins Blaue und holen Sie sich zu Ihrem Cardigan gleich die passenden Socken von Norse Projects. Wo? In der Hipster-Zentrale des Nouvel Accord, 34, quai des Bateliers oder in ihrem Internetshop www.lenouvelaccord.fr

Federleicht Wer hat behauptet, Tattoo-Sticker seien kindisch und 80er-Jahrelike? Das gilt jedenfalls nicht für die bezaubernden Haar- und Federkreationen von Marine Dominiczak, Absolventin der Kunsthochschule Reims. Ab 10 € pro Bildtafel. Wo? Bei Baptiste et Garance, 6, rue des Veaux und auf www.mambomambo.fr

Hooks ID Genialer leuchtfarbener Mehrzweckhaken von Diane Steverlynck und Chevalier-Masson. Wo? In der Galerie Fou du Roi. Neue Internetseite: www.fouduroi.eu

Atemberaubend Wo sollen wir bloß unsere Derby-Schuhe hernehmen, jetzt, wo Azzedine Alaïa im Musée Galliera eine Retrospektive hat*? Wo? Ganz einfach: In den Galeries Lafayette!

Auffällig getarnt Diese vintage Army-Jacke ist unverzichtbar! Passend für den Winter mit herausnehmbarem, edlen Innenfutter. Project Foce, exklusiv bei Vicino, 6, rue Frédérique Piton.

*Noch bis zum 26. Januar im 16. Arrondissement in Paris, +33 1 56 52 86 00

Einladung zum Lynch Decken Sie ihren Tisch mit einem Drehbuch von David Lynch! Bernardaud feiert sein 150. Jubiläum zusammen mit der Crème de la Crème der zeitgenössischen Künstler und 12 TafelserviceNeuheiten die zugleich luxuriös, kreativ und bezahlbar sind. Wo? Im Printemps. +33 3 69 71 40 75


Célébrez vos moments les plus précieux

BOUTIQUE PANDORA 23 RUE DU DOME 67000 STRASBOURG - Tél : 03 88 35 89 67

* *DES MOMENTS INOUBLIABLES


52 Zut ! Trends § Schmuck

Selbst ist der Schmuck! Wer hätte das gedacht? Schmuck kann modular, frei kombinierbar, preiswert und zugleich sehr begehrenswert sein.

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Ready to rock ?  1

Die neue Pomellato 67 Kollektion besitzt ein Herz aus massivem Silber. Ihre Vorbilder sind die großen Klassiker des Hauses, doch die handgefertigten Modelle der neuen Kollektion wirken wie vergrößert und sind ultramoderne, rockige Prunkstücke. Eine willkommene Entwicklung angesichts der nahenden Feierlichkeiten zum Jahresende, die sich vorzüglich dazu eignen, die unverschämte Üppigkeit dieses Ringes mit ihren dunklen MarkasitReflexen zur Schau zu tragen (M.C.D.) Kollektion Pomellato 67, exklusiv in den Galeries Lafayette Straßburg 34, rue du 22 Novembre +33 3 88 15 23 00

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Charms 

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Die hübschen Armbandanhänger von Pandora kann man nach Lust und Laune selbst kombinieren – und die Ringe auch! Tauchen Sie in die angebotene Vielfalt ein und setzen Sie die Trends dieses Winters! Dieser Silberring mit schwarzem Spinell harmoniert zum Beispiel wunderbar mit Rauchquartz. Eine schöne Adresse, um nach einem individuellen Weihnachtsgeschenk zu suchen, zumal die Preise durchaus moderat sind. (M.C.D) Pandora 23, rue du Dôme in Straßburg +33 3 88 35 89 67 www.pandora.net

Zarte Bande... 

Regenguss 

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Christophe Burger, elsässischer Schmuckmacher und Designer, erfindet das Armband neu und gibt ihm eine radikal zeitgenössische Erscheinung. knΩtforall© ist ein konzeptuelles Schmuckstück, das auf der Widerstandsfähigkeit des Kautschuks basiert, und dessen Schlaufen man dank eines verschiebbaren Bindeglieds nach Lust und Laune verändern kann... Wo? In Helsinki, in der Boutique des Alvar Aalto Museums und in Colmar, wo der Designer sein Atelier hat. (M.C.D) knΩtforall©, XS-Modell aus Inox und mattem Hämatit ab 130 € Atelier Christophe Burger 6, rue Saint-Jean in Colmar +33 3 89 23 38 65

Der Regen, ob in Indien, in Afrika oder im Mittleren Osten, ist ein Segen, der euphorisch macht… Im Elsass auch! Diesen Winter lässt Eric Humbert Perlen auf seine poetische und stimmige Kollektion „Petit Nuage“ regnen. Eine moderne und puristische Harmonie, die den mathematischen Gesetzen der Mechanik folgt und deren Ziel es ist, uns Tränen der Freude zu entlocken. (M.C.D.) Verschiedene Varianten möglich, je nach Größe und verwendeten Materialien ab 900 €. Joaillerie Éric Humbert 46, rue des Hallebardes in Straßburg +33 3 88 32 43 05 www.eric-humbert.com


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54 UNSERE TIPPS Trends

SHOPPING

Schocking!

Als würdiger Erbe seiner Mutter, der Königin des Barock-Punks Vivienne Westwood, erfand Joe Corre vor zwanzig Jahren die respektloseste Lingerie-Kollektion aller Zeiten: Agent Provocateur! Heute flirten seine neuesten Dessous mit einem innovativen Porno-Chic, der eine gehörige Portion Keckheit und Sinnlichkeit mit einem durchaus beabsichtigten britischen Touch verbindet – trotz des sehr französisch klingenden Namens! Ab dieser Saison kann man Corres Luxus-Lingerie in den Galeries Lafayette entdecken. Eines ist sicher: Dieser Winter wird heiß! (C.L.)

Agent Provocateur in den Galeries Lafayette 34, rue du 22 Novembre in Straßburg + 33 3 88 15 23 00 www.galerieslafayette.com


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SHOPPING

Weihnachtszauber Zur Feier der ersten Weihnachtszeit in seinem komplett neu gestalteten, futuristisch anmutenden Kaufhaus hat Printemps an nichts gespart: Auf allen 6 Stockwerken werden Veranstaltungen für alle Sinne durchgeführt. In Anlehnung an die von Mario Testino und Carine Roitfeld entworfene, gemeinsame Werbekampagne von Printemps und Prada wird im Kaufhaus die Weihnachtslegende neu aufgelegt. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Parfum-Atelier, eine Schokoladenverkostung und ein Weinseminar… Und natürlich die vielen exklusiven Marken- und Serviceangebote, die das Einkaufen im Printemps so einzigartig machen. (C.L.) Printemps Strasbourg 1-5, rue de la Haute Montée + 33 3 69 71 40 75 www.printemps.com

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Lifestyle

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61 Gastronomie × Carré d'Or

Köstliche Dreifaltigkeit VON CÉCILE BECKER FOTOS CHRISTOPHE URBAIN

Im Herzen des Straßburger Viertels des Carré d’Or arbeiten drei Freunde, allesamt Gourmets und Liebhaber hochwertiger gastronomischer Erzeugnisse: Anne Westermann (Pains Westermann), Olivier Klein (Porcus) und Cyrille Lorho (Maison Lorho). Brot, Wurst und Käse: Was braucht man mehr?

„Das ist der Gourmet-Treffpunkt Straßburgs!“ erklärt Cyrille Lorho bezüglich des Carré d’Or. „Es gibt in diesem Viertel eine tolle Kundschaft. Hier herrscht noch der Geist der Dörfer von damals, jeder kennt jeden.“ Eine große menschliche Wärme, die man am Wochenende live erleben kann, wenn die Kunden sich auf ihre fast vorgezeichnete Einkaufstour begeben: Ein bisschen Aufschnitt bei Porcus, ein wenig Käse bei Lorho und natürlich auch Brot von Westermann. Typisch französische Produkte, die echte Elsässische Gemütlichkeit aufkommen lassen. Anne Westermann, deren Brot wie ein Bindestrich zwischen dem Käse und der Wurst steht, erklärt: „Es ist ein Synergieeffekt. Wir haben alle Drei die gleichen Qualitätsansprüche und lieben die Menschen, die unsere Produkte herstellen, und mit denen wir zusammenarbeiten.“ Als Pains Westermann in der Nachbarschaft seinen Laden eröffnete, kündigte Cyrille Lorho seinem bisherigen Lieferanten, um fortan stets die Brote von Anne bei seinen Verkostungen zu verwenden. Genauso bei Pains Westermann: Dort findet man Sandwiches mit Schinken von Porcus. Logisch: Olivier Klein ist Aktionär bei Pains Westermann. Anne erklärt: „Olivier ist ein alter Freund meines Mannes, Jean. Wir wollten das Ganze nicht allein tragen, und da Olivier

sich mit örtlichem Einzelhandel gut auskennt, ist er zu einem Weggefährten geworden!“ Gute Laune und Freundschaft sind für die Stimmung im Carré d’Or typisch. Und entgegen eines hartnäckigen Gerüchts gehen die Menschen nicht nur dorthin, um Luxusprodukte zu kaufen. Olivier Klein sagt diesbezüglich: „Ich stelle mit meinen Wurstwaren keine Luxuswaren her, sondern Produkte für jedermann. Ich hatte schon an einem einzigen Morgen einen Arbeiter, eine Studentin und eine Rentnerin aus den besseren Vierteln hier. Das ist, was es heißt, wahrhaft Populär zu sein! Wir achten einfach auf das, was wir verkaufen und wählen die Produkte, die in die Erstellung unserer Waren miteinfließen, sorgfältig aus.“ Hochwertige Erzeugnisse, die nicht unbedingt teurer als anderswo sind und von passionierten Könnern ihrer Zunft zubereitet werden: Das macht den Unterschied aus! www.lecarredor-strasbourg.fr


62 × Gastronomie Carré d'Or

Anne Westermann Erwachen der Sinne

Das mit Bredele dekorierte Chalet auf dem Weihnachtsmarkt der Place du Temple Neuf, die zahlreichen Bûches und Spezialbrote, die vorzubereiten sind, die Restaurants, die täglich beliefert werden müssen, die vielen, aufeinanderfolgenden Termine und das Telefon, das nicht verstummt – Anne Westermann, Mitgeschäftsführerin der Bäckerei Pains Westermann, hat keine ruhige Minute mehr. Seit Eröffnung der Bäckerei im April 2012 ist der Kundenzustrom ungebrochen, und auch das Lob über die Qualität der dort angebotenen Backwaren will nicht versiegen: Es sind einfache und doch raffiniert gearbeitete, köstliche Produkte. „Man macht sich ja keinen Begriff, aber Brot ist ein sehr technisches Erzeugnis, erklärt uns Anne Westermann. Bei seiner Herstellung

sind alle Sinne gefragt: Der Tastsinn beim Kneten des Teiges, der Geruchssinn, das Auge, sogar das Gehör: Wenn Sie das Brot aus dem Ofen holen, singt es!“ Und beim Brot kennen sich die Westermanns aus! Anne erklärt: „Eric, mein Schwager, und mein Schwiegervater Antoine haben ihr Brot immer selbst hergestellt, im Buerehiesel. Mein Mann, Jean, tat dies auch, im Secrets de Table. Und ihr Großvater besaß eine Bäckerei in Weißenburg… Die Kunden der Restaurants fragten öfters, ob sie sich das Brot einpacken lassen könnten.“ Der Standort ist ebenfalls gut gewählt: Es ist das Lokal des ehemaligen Feinkostladens der Familie, das seit 17 Jahren in der rue des Orfèvres besteht, im Herzen eines Viertels, das nach vielerlei leckeren Produkten riecht, und in dem

Pains Westermann 1, rue des Orfèvres +33 3 88 22 56 45 www.westermann.fr die Straßburger gerne Einkaufen und die Touristen gerne flanieren. Zur Weihnachtszeit sind die Brote der Westermanns ein Muss. „Zur Foie Gras? Da empfehle ich unser Landbrot oder unser Feigen-Rosinen-Brot, dass auch sehr gut zu Kräuterkäse passt.“ In Sachen Bûches gibt es einen Bestseller: Den Croustichoco. Aber auch neue Rezepte, wie zum Beispiel die Bûche Exotique, die sich, frisch und leicht, ausgezeichnet zum Abschluss eines üppigen Feiertagsmahls eignet. Andere Klassiker vervollständigen das Angebot der Bäckerei: Pastete im Teigmantel mit Foie Gras, oder die von Eric Westermann selbst hergestellte Foie Gras Entier, oder auch der köstliche Vacherin. Die Feiertage können kommen!


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Cyrille Lorho

Von Männern und Käse

„Ich bin ein kleiner Rebell“, verrät uns Cyrille Lorho. Ein Rebell insofern, als es ihm in der Produktion um die Menschen geht. Rebell auch, weil er gegen die „geschmackliche Armut“ kämpft und dafür, dass die Menschen nicht bloß essen, um ihren Hunger zu stillen. Ein Rebell der Geschmacksnerven also, der seit über 20 Jahren in den Vogesen lebt, und der mit seiner Lebenspartnerin Christelle gerade das 15-jährige Jubiläum seines Straßburger Ladens feiert. Bei Lorho findet man noch wahre Liebe zum Produkt. Woher stammt Ihre Leidenschaft für Käse? Ich bin mit 25 Jahren nach Paris gezogen, und habe dort eine Stelle als Gehilfe in einer Käse-Boutique gefunden. Ich kannte mich damals überhaupt nicht aus und habe mich erst mit dem Produkt ausei-

nandersetzen müssen, aber dann habe ich es geliebt. Dort habe ich auch Christelle kennengelernt, und zusammen haben wir diese Leidenschaft geteilt: Wir lieben unsere Arbeit und wir lieben die Menschen. Erzählen Sie uns von dem Tag, als Sie die Auszeichnung des Meilleur Ouvrier de France bekommen haben. Das war ein schöner Tag in meinem Leben. Diese Anerkennung, das gibt deinem Leben eine neue Richtung. Du wirst wie ein großer Bruder: Du bildest aus, lehrst, gibst dein Wissen weiter. Natürlich muss man auch seine Qualität halten können. Welcher Käse muss zu Weihnachten auf dem Tisch stehen? Unser Trüffelbrie: Viele sind schon sehr gespannt darauf, das wird einer der

Maison Lorho 3, rue des Orfèvres +33 3 88 32 71 20 www.maison-lorho.fr diesjährigen Renner werden. Ansonsten den Stilton mit Portwein. Der Käse badet sechs Wochen darin. Die Verbindung der Wärme des Portweins mit dem Blauschimmel des Käses ist göttlich. Wir haben auch den Brie mit kandierten Kastanien oder den Fougerus Berawecka. Das alles findet sich auch in unseren Sets wieder. In ihrer 15-Jährigen Straßburger Geschichte, welche Augenblicke haben Sie am stärksten geprägt? Obama im Palais Rohan, dem wir unseren Käseteller serviert haben. Die Ankunft des TGV – ein wirklich großartiges Volksfest. Und dann die Zeit nach der Auszeichnung als Meilleur Ouvrier de France, da waren die Menschen alle so unglaublich großherzig! Das war fast schon zu viel!


64 × Gastronomie Carré d'Or

Olivier Klein Lob der Trüffel

L’Alsacienne de Gastronomie, die Muttergesellschaft von Porcus, feiert dieses Jahr ihr 80. Jubiläum. Das bedeutet 80 Jahre Erfahrung in der Auswahl und Zubereitung von erlesenen Wurstwaren. Der Geschäftsführer Olivier Klein warnt uns jedoch: „Die 80 Jahre feiere ich noch mit, aber die 100 nicht mehr“. Ein Grund mehr, dieses Ereignis würdig zu begehen? Oder nur ein gewiefter Schachzug, um uns wehmütig werden zu lassen? Als virtuoser Entrepreneur weiß Olivier Klein, wie man der Kundschaft Appetit auf mehr macht, und fügt hinzu: „Aber besser als lange Reden zu schwingen ist es, ein gutes Produkt zu genießen“. Folgerichtig hat er zur Feier dieses Jubiläums bereits im September 2012 ein neues Produkt erfunden: Die Truffée d’Alsace, auch als Knackwurst

75°7 bekannt, weil man diese Trüffelknackwurst lediglich 7 Minuten mit einer Prise Salz in 75° heißem Wasser erhitzen sollte, um die feinen Aromen der schwarzen Trüffel Tuber melanosporum voll zur Geltung kommen zu lassen. Wieso ausgerechnet die Knackwurst? „Weil sie zum traditionellen Können des elsässischen Metzgerhandwerks gehört: Man muss die Zusammensetzung aus Schwein, Rind und Kalb, sowie die Gewürzmischung genau treffen. Wir wollten durch die Zugabe von Trüffel zwischen diesem althergebrachten Metzgerhandwerk und der traditionellen elsässischen Küche eine Brücke schlagen.“ Diese feine und leichte Zutat hat Porcus auch seinem Weihnachtssauerkraut spendiert: Zu dem mit Riesling verfeinerten Sauerkraut werden auch eine Gänsestopf-

Porcus 6, place du Temple Neuf +33 3 88 23 19 38 www.porcus.fr leber, Gänse-Confit, die bekannte Truffée d’Alsace und eine ebenfalls mit Trüffel verfeinerte Weißwurst gereicht. Als Fest meisterhaft komponierter Aromen krönt diese neue kulinarische Kreation das mit zwölf Sauerkrautvariationen bereits vielfältige Angebot des oberhalb der Boutique gelegenen Restaurants. Lassen Sie sich also zum diesjährigen Weihnachtsfest von der Knackwurst mit Trüffel überraschen, die neben dem berühmten Foie Gras von Porcus eine gute Figur macht!


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de les retrouver le vendredi 22 Novembre 2013 à partir de 19h30.

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Den Fuß im Steigbügel VON VANESSA SCHMITZ-GRUCKER FOTOS PATRICK BOGNER

Die Umwandlung des historischen Gebäudekomplexes des ehemaligen nationalen Straßburger Gestüts (Haras National de Strasbourg) wurde auf Initiative von Professor Marescaux, Gründer der IRCAD und neuer Mieter, gestartet. So entstanden unter der erfahrenen Leitung der Architekten Denu und Paradon und der Designer der Agentur Jouin-Manku eine Brauerei, ein Hotel und ein Biocluster, die zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden sind.

Architektur × Les Haras


68 × Architektur Les Haras

“ Das zeitgenössische Element bringt einen Mehrwert, der mutig sein kann und muss.” Die ehemaligen Mieter, allesamt edle Gestütshengste, sind bereits 2005 ausgezogen. Fünf Jahre später fingen die Bauarbeiten an, mit dem Ziel, bis Ende 2013 das Projekt IRCAD zu realisieren, bei dem es darum geht, einen passenden Rahmen für eingeladene Forscher zu schaffen. Die so entstandenen neuen Räumlichkeiten sind perfekt in den Kontext des zwischen 1752 und 1760 erbauten historischen Gestüts integriert. Leder und Holz laden zu einer Zeitreise ein, edel und roh zugleich – Die Agentur Jouin-Manku hat eine neue Interpretation von Luxus und Komfort entwickelt, in deren Zentrum die Brauerei steht. Spiele mit dem Licht und den Größenverhältnissen, Variationen von vier unterschiedlichen Materialien – Edelstahl, Zink, Natureiche und Leder – diese Einfachheit lässt im Obergeschoss eine Jurte entstehen, eine traditionelle mongolische Wohnbehausung, deren Monumentalität die Designer hier Wiederauferstehen lassen wollten. Mit ihrer gewölbten Silhouette, ihrem gespannten, braunen Leder und ihrer Kreuzbalkenstruktur ist sie zum Symbol des Haras geworden. Die Gesamtrenovierung des Komplexes stammt von dem Straßburger Architektenbüro Denu und Paradon, die Innenarchitektur von der Pariser Agentur Jouin-Manku. Das Hotel wird von JeanPascal Scharf geführt, und die Brauerei vom berühmten elsässischen Chef Marc Haeberlin. Eine optimale Umgebung, um interessante Begegnungen zu machen und gute Gespräche zu führen.


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Im hinteren Teil, auf der Seite der rue des Glacières, wurde ein Freiraum für einen Vorplatz geschaffen. Welche Überlegungen standen hinter dieser Öffnung? Früher war der Komplex geschlossen. Man konnte nicht hineinsehen und die Fassaden waren verborgen. Die Mauer und die dazugehörigen kleinen Gebäude hatten keinerlei historischen Wert und waren auch nicht Denkmalgeschützt. Wir haben folglich diesen Bereich geräumt, um den Blick auf das Gebäude, die Fassade der Reithalle und die Gesamtlinie des Komplexes freizugeben.

Ode an den Denkmalschutz Das Architekturbüro Denu und Paradon über die Restaurierung des Haras.

Sie haben sich in Ihrer Arbeit streng an historische Vorgaben gehalten… Ja, wir haben mit einem im Denkmalschutz spezialisierten Architekten zusammengearbeitet, Jacques Fabbri – ein besonderer Wunsch der DRAC (dem regionalen Kulturamt), die auf diese Zusammenarbeit bestanden hat. Er hat uns geholfen, Probebohrungen zu machen und die Textur und Zusammensetzung der ursprünglichen Verputzung wiederherzustellen. Dieses Bauprojekt enthält auch einige spektakuläre Elemente wie die Brauerei oder das Innovationszentrum des Bioclusters. Wie sind Ihnen diese Einfälle gekommen: Sind es Ideen, die sich von selbst aufdrängen, weil sie eine ideale Antwort auf die lokalen Gegebenheiten darstellen? Ja und nein, zunächst ging es darum, das Programm unseres Klienten räumlich auf dem gesamten Areal aufzuteilen. Darunter ein Hotel mit 55 Zimmern, eine große Brauerei und einen Biocluster (Ein Zusammenschluss von Bildungs- und Forschungseinrichtungen, die im Rahmen gemeinsamer Projekte zusammenarbeiten – Anm. d. Red.). Es ging darum, herauszufinden, wie man diese Einrichtungen und die dazugehörigen Elemente am funktionalsten auf dem Areal unterbringen kann. Zunächst stellten wir uns die Frage der räumlichen Aufteilung. Hierzu haben wir erst verschiedene Hypothesen aufgestellt, um schließlich die Beste auswählen zu können: So entstand der heutige Zugang über den Hof, der einerseits unverzicht-

bar ist und andererseits dem Areal einen gewissen noblen Charakter verleiht. Aber wir brauchten noch einen zweiten Zugang, einen Lieferzugang, auf der Seite der rue des Glacières. Diese Anforderungen wurden in unserem Doppelzugangskonzept berücksichtigt und umgesetzt. Damit das Hotel wirtschaftlich sein kann, braucht es eine Mindestanzahl an Zimmern. Deswegen haben wir einen Anbau errichtet, der 15 zusätzliche Zimmer bietet. Diesen Anbau haben wir so konzipiert, dass er den Vierkanthof wiederauferstehen lässt. Die ersten Fragestellungen waren also funktionaler Art. Danach wurde uns sehr schnell klar, dass die Brauerei ein Dreh- und Angelpunkt des Gesamtprojektes war, das in das edelste und beeindruckendste Gebäude des Areals kommen musste: Der großen Pferdestallung. Zusammen mit der Reithalle ist dies die interessanteste Räumlichkeit.

Spiegelt die Art der Einrichtung des Bioclusters den ursprünglichen Dachstuhl wider, insofern, als er hängend und nicht stehend gebaut ist? Ja, genau. Der ursprüngliche Dachstuhl hängt an einem längslaufenden Balken mithilfe eines sogenannten Hängebalkensystems. Aber das ist nur ein optischer Effekt: Da die Glaszellen als Arbeitsräume genutzt werden sollen, ruhen sie auf dünnen Stahlträgern. Sie liegen also auf Trägern, sehen aber so aus, als ob sie schweben würden, weil der Raum unter den Glaszellen leer ist. Die Idee, diese Zellen ein bisschen wie Waben aufzuhängen kam uns, weil wir einerseits an einen Bienenstock erinnern wollten, und andererseits, weil dieser Raum funktional sein sollte, damit die Forscher sich austauschen können. Aber auch hier spielte die Tatsache, dass es sich um ein historisches Gebäude handelt, eine Rolle.


70 × Architektur Les Haras

Die Küche Marc Haeberlin, dem dreifachen Sternekoch der bekannten Auberge de l’Ill in Illhaeusern, wurde für die Küche der Brauerei des Haras freie Hand gelassen. Er spricht mit uns über diese Herausforderung. Eine der Vorgaben der Restaurierung war, dass alle Veränderungen jederzeit rückgängig gemacht werden können. Unser Konzept für die Reithalle sah vor, dass wir die Wände unberührt lassen: Es ist vollkommen eigenständig und hängt nicht mit dem Baukörper zusammen. So entstehen übrigens auch der schwebende Eindruck und die Leichtigkeit. Neben der Idee, ein Gebäude originalgetreu zu restaurieren, gibt es auch die Fragestellung einer zeitgenössischen Veränderung. Das zeitgenössische Element bringt einen Mehrwert, der mutig sein kann und muss. Dieser Mehrwert ist eine veritable Inszenierung… Ja. Besonders deutlich wird dies in unserer Art, den Dachstuhl der Brauerei aufzuwerten. Ursprünglich war er nicht sichtbar. Es war ein einfacher Heuboden. Er besaß einen baulichen, aber keinen ästhetischen Wert. In der Pferdestallung wurde das Dachstuhlgebälk von einer Balkendecke mit Kalkanstrich verdeckt. Wir haben also einen großen Durchbruch mit einer Treppe geschaffen, um die Höhe sichtbar werden zu lassen und das Dachgebälk, wie auch im Biocluster, voll zur Geltung kommen zu lassen. Der Denkmalschutz ist keine Innovationsbremse, aber er setzt die Zusammenarbeit mit den zuständigen Personen in den Behörden voraus, wie dem verantwortlichen Architecte des Bâtiments de France und dem obersten Denkmalschützer, dem Conservateur en Chef des Monuments Historiques: Ihnen muss man Entwürfe vorlegen, die die historische Bausubstanz respektieren. Und wenn ich von Innovation und zeitgenössischen Entwürfen spreche, dann heißt das natürlich nicht, dass man ein UFO in den Hof stellen sollte! Das war ja auch die Herausforderung. Unser Projekt ist im Außenbereich diskret: Die Backsteinfassade des neuen Teils verschmilzt mit den alten Backsteinen. Im Inneren hingegen findet man spektakuläre Räumlichkeiten vor, wie zum Beispiel den Biocluster oder die Brauerei.

Hôtel Les Haras 23, rue des Glacières +33 3 90 41 75 33 www.les-haras-hotel.com

An einem so edlen historischen Ort die Küche zu gestalten ist selbst für einen erfahrenen Chef eine anspruchsvolle Aufgabe… Die größte Schwierigkeit ist am Anfang vor allem, ein Team zusammenzustellen. Ich habe das Glück gehabt, die Unterstützung von Angehörigen zu haben, und bin sofort von meinen ehemaligen Chefs von Illhaeusern und meiner Familie unterstützt worden, von meiner Schwester, meiner Nichte und Maxime, meinem Schwiegersohn. Wir sind von daher jeden Tag vor Ort. Als Professor Marescaux, den ich bereits seit Jahren kenne, mir vorschlug, an diesem Projekt teilzunehmen, habe ich gleich zugesagt, einerseits, weil dieser Ort einen ganz eigenen Zauber besitzt, und andererseits, weil er gleich akzeptiert hat, dass die Agentur Jouin-Manku die Räumlichkeiten entwirft. Meine einzige Befürchtung war, dass die Kapazitäten nicht dem Ansturm gewachsen sind. Und man soll den Tag nicht vor dem Abend loben: Jetzt heißt es, den ersten Erfolg auch dauerhaft aufrechtzuerhalten. Die Wahl der Agentur Jouin-Manku war also Ihre Entscheidung? Ja. Wir kennen uns seit sechs Jahren. Patrick Jouin hat damals die Auberge de

l’Ill eingerichtet, und wir haben zurzeit ein gemeinsames Projekt für diesen Winter: Ein Spa in Illhaeusern. Ich hatte also schon lange vor der Eröffnung einen Beitrag zum Projekt geleistet. Haben Sie ihre Küche der Originalität des Projektes angepasst? Meine Küche ist bodenständig und orientiert sich an der klassischen französischen Küche, mit gelegentlichen ausländischen Einflüssen, die ich von meinen Reisen mitbringe, zum Beispiel aus Japan, Thailand oder dem Orient. Ich bin auch sehr der elsässischen Küche verbunden und behalte Sauerkraut und Bäckeoffe auf meiner Karte, aber ich bin nicht hier um den Winstub Konkurrenz zu machen. Die Karte verändert sich ja noch. Eine Frage wird jedoch immer wieder gestellt: Wird es eines Tages Pferdefleisch geben? Nein. Erstens bin ich früher geritten und zweitens wäre es unpassend, zumal es dieses Jahr viel negative Publicity um das Pferdefleisch gegeben hat. Außerdem habe ich noch nie Pferdefleisch angeboten und könnte es nicht tun, obwohl mir klar ist, dass viele Menschen dieses Fleisch schätzen.


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72 Zut ! Lifestyle × Restaurant

Partner im Genuss Von Alexis Delon / Preview Foto Myriam Commot-Delon

In Straßburg gehen Bistronomie und Naturwein eine gelungene Verbindung ein – den Beweis dafür liefert Jour de Fête, das Weinkeller-Restaurant von Frédéric Camdjian, in dem gute Ideen auf gute Produkte treffen.

Von links nach rechts : Frédéric Camdjian, Joe, Pierre und Irène Lassus. In Sachen Ambiente erinnert Jour de Fête ein wenig an ein Bistro: altes skandinavisches Mobiliar, bunte Zementkacheln im Restaurant, graue Zementkacheln im Weinkeller, und an der Wand natürlich ein Poster des gleichnamigen Filmes von Jacques Tati!


73 Ein Keller zum Speisen und ein Haufen Naturburschen „Ich habe zwei Leidenschaften im Leben, Tontechnik und Wein“ - Für Frédéric Camdjian spielte die Musik bislang in Paris, dem Sitz seiner Produktionsfirma, doch seit diesem Sommer hat der Wein die Oberhand gewonnen, und zwar in Straßburg. Dabei ist eine persönliche Veränderung natürlich noch lange kein Grund, die eigene Vergangenheit komplett abzuschreiben. Mit vierzig Jahren ist man im idealen Alter, um sich gewisse Fragen zu stellen und einen Neustart zu wagen. Dies geschah, als Frédéric bei der Aufnahme einer seiner Sendungen Alain Passard kennenlernte – Alain ist der charismatische Besitzer des Sternerestaurants Arpège und zugleich ein ehrlicher Gemüsegartenbauer – vor allem aber ist er einer der führenden Köpfe dieser neuen Generation von Chefs, für die die Qualität der Zutaten, die Textur und der Geschmack im Vordergrund stehen. Zwischen den beiden Männern fand ein echter Austausch statt: „Er war es, der mich auf die Idee brachte, in die Welt der Gastronomie einzusteigen… Ich wollte mehr als bloß einen Weinkeller, und als ich ihn vor 6 oder 7 Jahren getroffen habe, wurde klar, dass es ein Restaurant sein muss. Die Menschen sind bei Naturwein etwas verloren, wenn er einfach so angeboten wird… Sie haben nicht immer den nötigen Zugang dazu, und so macht es Sinn, den Wein zu den angebotenen Speisen zu empfehlen.“ Gaumenfreuden Doch Frédéric hat noch einen anderen Pariser Mentor, Gérard Katz, der dort die Cave des Papilles betreibt und als einer der ersten französischen Kellermeister bereits 1996 dem Publikum eine andere Art des Weingenusses eröffnete. „Eine wahre Drehscheibe des Naturweins! Gérard hat mir die Türen zahlreicher Winzer geöffnet. Bei ihm habe ich im Übrigen Pierre kennengelernt, der sich heute um den Weinkeller von Jour de Fête kümmert!“ Anschließend erwähnt er eine Reihe von Chefs der Bistronomie, wie zum Beispiel Bertrand Grébaut vom Septime oder Sven Chartier vom Saturne, denn was wäre Wein ohne gute Speisen? Der Weinkeller „Ich habe sicher die größte Anzahl an Referenzweinen von Bruno Schuller weltweit: Mindestens 70… In der Auvergne gibt es Patrick Bouju, ein Winzer, der neuen Boden betritt, mit minimalem Zusatz von

Schwefel, genau wie Pierre Beauger, einem anderen Winzer aus der Auvergne, der seit circa zehn Jahren einen hundertprozentig natürlichen Wein macht und dessen Jahrgänge immer verrückte Namen tragen, wie zum Beispiel Johnny Rotten oder Je n’ai pas trouvé de nom pour cette cuvée (Mir-ist-kein-Name-für-diesen-Weineingefallen)! In der Savoie ist Jean-Yves Peron ein Muss, und in der Bourgogne Yann Durrieux mit seinen Weinen Love and Pif (einem Bourgogne Aligoté) oder der Cuvée Manon (einem mineralischen Chardonnay), die er in einer Gegend produziert, in der es schwer ist, etwas zu bewegen!“ Die Küche Irène Lassus ist Elsässerin. Vor wenigen Jahren führte sie ihr eigenes Restaurant in Paris: Les Petites Sorcières, das inzwischen von Ghislaine Arabian betrieben wird. Bevor sie Frédéric ins Jour de Fête nach Straßburg folgte, kochte sie für ihre treuen, teils prominenten Gäste. Ihre Küche ist ein Hochgenuss. Sie hat einen außergewöhnlichen Sinn für Zutaten und deren Zubereitung, und sie mag schön angerichtete Teller, doch ohne sich zu verkünsteln! Ihre Schweinebacken erinnern an eine Carbonnade, ihre Lammschulter ist in Gewürzen, Koriander, Zitrone und Honig eingelegt, das Rindfleisch für ihr Tartare stammt vom Aubrac-Rind (von Hugo Desnoyer, um genau zu sein), ihre Schweinefüße sind destrukturiert und mit Kürbiskernen paniert, ihr Spanferkel ganz im Ofen zubereitet. Nachtische seien nicht ihre Stärke, erklärt sie, und dennoch muss man die Einfachheit und das süße Geschmackserlebnis ihres „Pudding comme Raquel“ erlebt haben, dessen Rezept sie eines Frühlings in Paris, während eines kleinen „Lehraufenthaltes“ im Baratin (dem Naturwein-Kultrestaurant von Belleville) kennenlernen durfte, kurz vor ihrer Rückkehr ins Elsass. Zusammen mit ihrem Assistenten Joe bietet sie eine gut abgestimmte Karte an: Die Aromen werden gekonnt kombiniert, bestehen nebeneinander oder verschmelzen ineinander - aber stets ohne Übertreibung. Genau wie sie, die zierlich und jugendlich wirkt, mit ihren dunklen Jeans, ihren Birkenstock-Sandalen, ihrem schwarzen T-Shirt und ihrer Tafel voller elementarer Genüsse. Ein wahrer Feiertag für jeden Bonvivant und alle Liebhaber hochwertiger saisonaler Erzeugnisse.

MEMO Die 3 Alternativweinsorten - Bioweine: Sie stammen aus biologischem Anbau. Dieses Label bezieht sich allein auf den Anbau der Rebe, nicht auf den Erzeugungsprozess. - Biodynamische Weine: Die Trauben stammen ebenfalls aus biologischem Anbau, wobei hier zusätzlich die Mondphasen in die Kultur miteinbezogen werden. - Naturweine: Der Anbau ist biologisch oder biodynamisch und die Weinerzeugung erfolgt rein natürlich: Keinerlei künstliche Zusätze und nur minimaler Schwefelzusatz.

Jour de Fête, cave et table 6, rue Sainte Catherine (Quartier de la Krutenau) +33 3 88 21 10 10 Weihnachtsfeiertagsmahl am 20. Dezember Reservierung erforderlich. Öffnungszeiten: mittags von Dienstag bis Mittwoch und abends von Mittwoch bis Samstag.


74 Zut ! Lifestyle × Hotel

Geschmack volle Gewässer VON NATACHA ANDERSON FOTOS ALEXIS DELON / PREVIEW

In aufwändigen zweijährigen Umbauarbeiten entstand das Logis La Source des Sens, ein Natur-Hotel und Spa, dessen Pforten nun den Gästen offen stehen. Willkommen zu Wellness im Zeichen der Natur!


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In Morsbronn-les-bains, an der Grenze zum Parc Naturel des Vosges, fließen drei Bäche: Der Sauer, der Eberbach und der Holzmatt. Ist das nicht der perfekte Ort, um ein Spa mitten im Grünen zu genießen, direkt neben Quellen, die schon die alten Römer nutzten? Pierre Weller, der 2001 das Familienhotel Hôtel de la Marne erbte, das er seitdem in La Source des Sens umbenannt hat, führte als begeisterter Gourmet eine saisonale Küche ein, die Kritiker völlig zu Recht als „instinktiv“ bezeichnen. Um die vorteilhafte Lage des Hotels voll zu nutzen, beschloss er 7 Millionen Euro in den grundlegenden Umbau und die harmonischere Gestaltung des bestehenden Spas zu investieren: Er schuf zusätzliche Naturzimmer, vergrößerte die Fläche des Spas auf 5.200 m² und spendierte ihm zahlreiche neue Einrichtungen, darunter eine Schwimmhalle, ein auf 34°C beheiztes Außenbecken, 2 Dampfbäder, 3 Saunen, ein Kneipp-Becken, einen großen Ruheraum mit Wasserbetten, und Lichttherapie-Alkoven… Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Es ist mehr als ein Spa – ein Lichtdurchflutetes „Konzept-Ensemble“, dessen großzügige Glasflächen sich zur Natur hin öffnen, was im Übrigen auch für die schlicht und modern gezeichneten Zimmer gilt. Ein Hoch auch auf die Bubble Chairs des Hallenbads – da möchte man sich am liebsten gleich einigeln. Ein weiteres Highlight ist die Salzgrotte mit ihrem dekorierten Holzbeschlag, in der man sich auf beheizten, mosaikverzierten Halbliegen ganz der ionisierten Luft – die dank Soleverneblern erzeugt wird – hingeben kann. Eine der beliebtesten Einrichtungen, der Exclusive-Bereich, ist ein privat

buchbares Areal mit Sauna, Dampfbad, Dusche, Ruheraum, Minibar, Außenwhirlpool und Sonnendeck. Ein Muss ist es aber, sich allein oder zu zweit von einer der ausgebildeten Therapeutinnen durch den Parenthèse-Bereich führen zu lassen, in dem sieben sensorische Erlebnisse auf Sie warten – 45 Wellness-Minuten, in denen es nur um Sie geht. Pierre Weller will die Geheimnisse dieses Bereichs nicht ausplaudern, aber wir als Eingeweihte können Ihnen versprechen, dass es ein einmaliges Wellnesserlebnis für alle Sinne ist! Um sich die Zeit zwischen Massagen, Schönheitspflege und exotischen Duschen zu versüßen, können die Gäste zu Früchte und Makronen greifen oder auch

zu einem Glas Champagner. „Dort ist alles nur Ordnung und Schönheit, Luxus, Ruhe und Wonne“ schrieb Charles Baudelaire – treffender könnte man La Source des Sens nicht umschreiben. Und das Beste an diesem Luxus ist, dass jeder ihn sich leisten kann: Dank vielfältiger Angebote (mit oder ohne Übernachtung, mit oder ohne Restaurantbesuch) ist für jeden etwas dabei! Logis Hôtel la Source des Sens 19, route de Haguenau à Morsbronn-les-Bains +33 3 88 09 30 53 www.lasourcedessens.fr


76 UNSERE TIPPS Lifestyle

DESIGN

Ein Superheldlein steht im Walde…

Aufgepasst, es ist eine Überschallweihnacht im Anflug! Die Weihnachtskugel 2013 des Centre International d’Art Verrier (CIAV) wird wie Buzz Lightyear durch die Äste Ihres Weihnachtsbaumes wirbeln und von dort aus die Weihnacht der Superhelden einläuten. Diese Kugel ist die neueste Kreation einer Reihe zeitgenössischer Weihnachtskugeln, die das Gegenstück zu den bereits allseits bekannten und beliebten traditionellen Designs bildet, und die 1999 aus der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Künstlern und Designern hervorgegangen ist. Der kugelige und verspielte Superheld aus den Wäldern der Nordvogesen hört passenderweise auf den Namen Sylvester und kämpft erfolgreich für das sich ständig

erneuernde industrielle und künstlerische Erbe seiner Väter. Die moderne Linie, die Farbwahl, die Leichtigkeit des Entwurfs… All dies macht diese Weihnachtsbaumkugel des Studio BrichetZiegler zum unverzichtbaren Accessoire dieses Wonder-Winters! Auch bei Zut ! fliegt der kleine Superheld um den Weihnachtsbaum! (C.T.) Weihnachtskugel Sylvester, Design Studio BrichetZiegler Mehr Informationen zu dem Produkt und den Verkaufsstellen finden Sie unter www.ciav-meisenthal.fr www.studiobrichetziegler.com


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HOTEL

KUNST

Eine Liebe von Stan

Künstler auf dem Weihnachtsmarkt?

Im Herzen des historischen Viertels von Nancy gelegen, ist das Hôtel de Guise der ideale Ort, um bei einem Urlaub in der Stadt der Herzoge von Lothringen zu übernachten. Nur zwei Schritte von der legendären Place Stanislas entfernt, begeistert dieses ehemalige Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert mit seinem gedämpften und historischen Charme all diejenigen, die alte Balken, offene Kamine aus edlem Stein und Kristalllüster zu schätzen wissen. Das kunstvolle schmiedeeiserne Geländer seiner Treppe, der große Innenhof und die erst kürzlich geschmackvoll renovierten Zimmer machen das Hôtel de Guise zu einem Muss für jeden Besucher Nancys. (V.S.) Hôtel de Guise 18, rue de Guise in Nancy +33 3 83 32 24 68 www.hoteldeguise.com

Passen Kunst und Kultur zu Glühwein und Lichterketten? Warum nicht! Genau das wagt die Fremaa mit ihrer Kunsthandwerkausstellung, die neuerdings den namen OZ trägt. Nur zwei Schritte von der Place Broglie mit ihrem Christkindelmärik entfernt, werden dort die Werke lokaler Kunstschaffender gezeigt: Dekoration, Möbel, Schmuck und vieles mehr, was sich unter dem Weihnachtsbaum gut machen würde. Ein wichtiges Stelldichein für alle Liebhaber zeitgenössischer Kunst oder Neugierige, die noch auf der Suche nach passenden Weihnachtsgeschenken sind! (V.S.) OZ, les métiers d'art, Ausstellung und Verkauf vom 13. bis 22. Dezember in der Résidence Charles de Foucault 1, rue de la Comédie in Straßburg www.fremaa.com 10 rue des Francs Bourgeois Strassburg

tél. +33 (0)3 88 32 28 36 info@ patisserie­koenig.com

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DEKO

Troll dich! Muminpapa, Muminmama und Mumin sind niedliche kleine Trolle, die, rundlich und gutmütig, irgendwo in Lappland in einem Tal voller Legenden und Mysterien leben. Erschaffen wurden sie kurz nach dem zweiten Weltkrieg von Tove Jansson - die Kinderbuchautorin wollte den Kindern damals eine sanfte und rührende Welt zum Träumen zurückgeben. Das Universum, das sie dabei erschaffen hat, ist bis heute kein bisschen gealtert und liefert zahlreiche Geschenkideen für den Weihnachtsbaum. Entdecken kann man die Mumins, ihre Produkte und Bücher in der Maison Scandinave – einfach zauberhaft! (M.C.D) La Maison Scandinave 5, quai des Pêcheurs +33 3 88 22 08 03

DESIGN Bild : Laurence Bentz

WEIHNACHT

Kulturelle Feiertage Der zauberhafte traditionelle Straßburger Weihnachtsmarkt ist auch stets Anlass für ein reichhaltiges Kulturprogramm. Straßburg ist zugleich Weihnachtshauptstadt und europäische Hauptstadt - aus diesem Grund ist dieses Jahr das neue EU-Mitglied Kroatien zu Gast. Darüber hinaus empfängt die Stadt die internationale Glas-Biennale im Barrage Vauban, veranstaltet ein Konzert im Gedenken an Hector Berlioz und bietet seinen Besuchern einen faszinierenden Entdeckungspfad der Straßburger Handwerkerinnungen. Auf nach Straßburg, zu einem Kulturereignis, das gut nach Weihnachtsplätzchen duftet! (V.S.) Straßburger Weihnachtsmarkt, noch bis zum 31. Dezember www.noel.strasbourg.eu

Designe mir ein Schaf! Zukünftige Philippe Starcks, aufgepasst: Es weht ein frischer Wind durch die Ecole ORT! Im Herzen des Straßburger Contades-Viertels gelegen, will die Schule ab 2014 in Zusammenarbeit mit der Université de Strasbourg ihr Kreativangebot mithilfe eines neuen Kurses zur Koordination von Designprojekten erweitern. Dieser grenzübergreifend ausgelegte Kurs beginnt im Januar und endet im Oktober, und erlaubt den Schülern, sich mit den verschiedensten Aspekten des Designs zu befassen: So werden sie unter Anderem verschiedene Ateliers besuchen können, um ihr zeichnerisches Können ebenso zu schärfen, wie ihre betriebswirtschaftlichen Kenntnisse. (J.P.) Ecole ORT - 14, rue Sellénick www.strasbourg.ort.asso.fr Informationen und Anmeldungen: +33 3 68 85 49 74 s.eberhardt@unista.fr


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SCHOKOLADE HOTEL

Room-antik Nur wenige Schritte von der Kathedrale entfernt, liegt das geheimnisvolle Hôtel Beaucour am Ende eines weihnachtlich dekorierten Hofes. Der Gang durch die 49 Zimmer mit ihren traditionellen Möbeln und Gemälden der Region gestaltet sich wie eine Reise durch das Elsass. Ein tadelloser Empfang, orchestriert von der dynamischen Claire-Lise Baumann, die dieses reizende und ideal gelegene Hotel führt. Der frische, mädchenhafte Charme der Inneneinrichtung hat unsere Herzen erobert – Lernen auch Sie dieses wunderbare Hotel kennen, das zu unseren Lieblingen der diesjährigen Saison gehört. (C.L.) Hôtel Beaucour 5, rue des Bouchers à Strasbourg +33 3 88 76 72 00 www.hotel-beaucour.com

Im Land des schwarzen Goldes Im Stadtzentrum von Straßburg hat vor kurzem ein wahrer Tempel der Genüsse eröffnet. Die Boutique Lathéral will allen Schokoladenfans mit der geballten Kraft ihrer Exzellenz das Leben versüßen. Nur das Beste ist gut genug, und so ist Lathéral die erste Boutique, die dem „Kontor“-Programm des Chocolatiers Michel Cluizel beitreten durfte. Im exklusiven Angebot der Boutique findet man Köstlichkeiten wie den zarten und intensiv aromatischen Schokocreme-Aufstrich oder die „Macarolats“, Schokoladenmakronen mit überraschenden Füllungen. Doch die Krönung dieses Winters sind die handgefertigten Schokoladenkugeln Or Série, die mit exquisiten, zarten Trüffeln gefüllt sind: Der Gipfel des raffinierten Genusses. (J.P.) Lathéral 74, Grand’Rue www.latheral.com

GASTRONOMIE

Winter Nachdem Julien und Suzanne Maestra im letzten Juni das Haus Winter übernommen haben, war ihre erste Tat, die Inneneinrichtung neu zu gestalten. Die Räumlichkeiten wirken nun großzügiger und heller, wobei das Wichtigste bewahrt wurde: die einmalige Persönlichkeit des Ortes, mit seinen sichtbaren, warmen Holzbalken und den alten Möbeln und Gemälden. Die Stammkundschaft des Winter, das mit seinen berühmten Pâtisserien zu einer wahren Straßburger Institution geworden ist, findet sich regelmäßig in einem typisch elsässischen „Kränzel“-Ambiente zu Kaffee und Tee ein. Doch das Winter hat weit mehr zu bieten: zum Beispiel das ausgezeichnete Restaurant. Mittags werden die Gäste mit großzügigen elsässischen Gerichten verwöhnt, abends schlägt jede Woche ab Donnerstag die Stunde der experimentierfreudigeren und dennoch erfreulich erschwinglichen Speisen wie dem Lachswrap oder den Kalbsstäbchen mit Pistazien. (J.D.) 25, rue du 22 Novembre +33 3 88 32 85 40 86 patisseries-winter.fr


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