top.tirol (Dezember 2021)

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IM INTERVIEW

Impact-Hub-Tirol-Gründer Alexander Auer und Jana Ganzmann

INNOVATION IN TIROL

Forschungs- und Entwicklungsprojekte vorgestellt Ausgabe # 30/Dezember 2021

T O P 30

Retourenadresse: TARGET GROUP Publishing GmbH, Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck | Österreichische Post AG / PZ21Z042454P

T I RO L S G RÖS S T E LE H R B E TR IEBE IM R ANK ING

Die Kunst der Verpackung WIE VIEL KNOW-HOW IN K ARTONS AUS TIROL STECK T

EINE BEILAGE DER


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T O P.T I R O L

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

W

ir erleben mittlerweile den zweiten Winter voller Unsicherheiten. Während sich manche Bereiche zaghaft erholen, stecken die meisten Branchen weiterhin direkt oder indirekt mitten in der Krise.

Umso wichtiger ist es, an die Zukunft zu denken. Und zur Gestaltung dieser tragen nicht zuletzt die Lehrbetriebe bei, die Ausbildungsplätze für die ohnehin raren Fachkräfte von morgen bieten. Mit den größten von ihnen befasst sich das Lehrbetriebe-Ranking ab Seite 18. Ebenso um die Zukunft geht es zum einen in unserem Innovations-Sonderteil ab Seite 69, in dem sich wieder alles um das Forschungs- und Entwicklungs-Land Tirol dreht. Auch dieses Mal stellen wir wieder Projekte vor, an denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ganz Tirol gerade arbeiten. Zum anderen sprechen Alexander Auer und Jana Ganzmann vom Impact Hub Tirol im Interview ab Seite 52 über soziale und ökologische Innovation in der Wirtschaft und wie sie die Zukunft mitgestalten wollen. Bereits aktiv damit beschäftigt ist Dinkhauser Kartonagen. Seit 170 Jahren entstehen dort Verpackungs- und Versandkartons, die heute mehr Relevanz haben denn je. Mit dem „Meta-Produkt“ Verpackung beliefert das Haller Familienunternehmen Produkthersteller und E-Commerce-Anbieter in ganz Europa. Mehr dazu ab Seite 6. Zudem gibt es trotz aller Krise auch Positives darüber zu erzählen, wie sich Tiroler Unternehmen in den vergangenen Monaten geschlagen haben – diesmal ab Seite 45 in den Erfolgsgeschichten nachzulesen.

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T I RO L S O PL AT T FO N LI N ER W I RTSC M F Ü R W W W.TO H A F T: P.T I RO L

Der Wert der Verpackung Kartonagen aus Tirol und wie viel Know-how darin steckt

18 Ranking

Tirols größte Lehrbetriebe

36

Versicherungsmarkt der Zukunft Wie sich die Branche verändert

52

Innovative Köpfe vernetzen Die Gründer des Impact Hub Tirol im Interview

61 69

Die Krisentrotzer

Drei Unternehmen, die sich auch in der Krise zu behaupten wissen

Innovation in T

irol

Spannende Fo rschungsund Entwickl ungsprojekte vorges tellt

© AXEL SPRINGER

IMPRESSUM: top.tirol – Dezember 2021 Medieninhaber und Verleger: TARGET GROUP Publishing GmbH, Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck, Tel. 0512/58 6020, office@target-group.at, www.target-group.at • Mitarbeiter dieser Ausgabe: Daniel Feichtner, Daniel Schreier, BA, Mag. Katharina Wildauer, Mag. Simon Leitner, Lisa Schwarzenauer, MA, Theresa Kleinheinz, BA, Theresa Kirchmair, BA, Mag. Haris Kovacevic, Julia Narr, Linda Pezzei Grafik: Marco Lösch, BA, Thomas Bucher • Fotos sofern nicht anders gekennzeichnet: Axel Springer, Franz Oss • Gesamtverkaufsleitung: Wolfgang Mayr Verkauf: Tanja Ischia, Hannah Aumayr, Bruno König • Hersteller: Intergraphik GmbH, Innsbruck Die Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.target-group.at/offenlegungen abgerufen werden.

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Zur Person

KURZ GEFRAGT

Ursprünglich strebte Florian Phleps (41) eine Karriere als Jurist an. Nach dem Abschluss des Jusstudiums in Innsbruck und abgelegter Anwaltsprüfung zog es den Fieberbrunner allerdings in den Tourismus.

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2016 wechselte er schließlich in die Tirol Werbung, wo er erst als Prokurist tätig war, bevor er Anfang 2019 die Geschäftsführung von Josef Margreiter übernahm.

Meine liebsten Urlaubsorte sind: Tirol und die Toskana

Gute Organisation ist: essenziell

Würde ich nicht in Tirol leben, wäre ich heute in: San Francisco

Um die Gunst der Bevölkerung wiederzuerlangen, muss der Tiroler Tourismus: stärker in den Dialog mit den Tirolerinnen und Tirolern treten

Als Gast wünsche ich mir vor allem: den persönlichen Kontakt mit meinen Gastgebern Tirol ohne Tourismus wäre wie: ein Auto ohne Motor Der Tiroler Tourismus unterscheidet sich von dem anderer Länder durch: die Dichte an familiengeführten Be­trieben

Die vielen verschiedenen Interessen des Tiroler Tourismus zu vertreten, ist: eine spannende, vielfältige und durchaus emotionale Aufgabe

Nach fast 24 Jahren in die Fußstapfen von Josef Margreiter zu treten war: Freude und Herausforderung zugleich

Um dem Klimawandel zu begegnen, muss die Tourismusbranche: eine Mitverantwortung für eine Balance aus wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit übernehmen

Als Jurist im Tourismus: kann ich einen anderen Blickwinkel einbringen

Was Tirol eindeutig fehlt, sind: touristische Arbeitskräfte © JAN HETFLEISCH

Geschäftsführer Tirol Werbung

FLORIAN PHLEPS

2012 übernahm er den Posten des Geschäftsführers des TVB Pillerseetal, 2013 zusätzlich die Co-Geschäftsführung der Kitzbüheler Alpen Marketing.


TOP ARBEITGEBERIN

JETZBTEN

re BEWr.EatR /karrie tirole


DER WERT DER VERPACKUNG Die Zukunft gehört Karton. Als Verpackung im Regal oder als Versandbox für Onlineshopper ist er nicht mehr wegzudenken und hat in vielen Bereichen Plastik komplett verdrängt. Dazu trägt auch Dinkhauser Kartonagen bei. Das Tiroler Traditionsunternehmen bringt 170 Jahre Know-how mit – und ist damit aktueller denn je. T E X T: D A N I E L F E I C H T N E R

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T O P.T I R O L

Stefan Lerchner, Mitglied des Management-Teams von Dinkhauser Kartonagen am Standort Hall, Geschäftsführer der Dinkhauser Kartonagen Vertriebs GmbH in Deutschland

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Präzisionsarbeit Im Werk in Hall produziert Dinkhauser Kartonagen Verpackungen für die verschiedensten Produkte. Damit die Kartons ihre Funktion erfüllen und dem Premiumanspruch gerecht werden, muss hier alles auf den Millimeter genau stimmen.

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Dinkhauser in Zahlen 1848 gegründet, betreibt Dinkhauser Kartonagen heute in 5. Generation 3 Stand­ orte in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Insgesamt verfügt das Unternehmen über rund

70.000 m2 Produktionsfläche

gal ob Sportartikel, Chips oder Toilettenpapier: Seit die Pandemie um sich greift, scheint ein Erzeugnis nach dem anderen mit Engpässen geschlagen zu sein. Doch kaum eine Branche ist aktuell so universell gefragt wie Verpackungen – insbesondere Versandkartons. Kein Wunder, denn der Onlineversand erlebt auch mit dem mittlerweile vierten Lockdown einen gewaltigen Boom. Das betrifft zum einen natürlich Marktgrößen wie Amazon und Zalando, aber auch mittelständische Player und Hersteller von Markenprodukten zusehends. Zum anderen erleben aber auch die Produzenten von Premiumverpackungen Hochkonjunktur und alle damit verbundenen Herausforderungen – nicht zuletzt das Tiroler Familienunternehmen Dinkhauser Kartonagen in Hall.

VERPACKUNG MIT HIRN

„Das spüren wir natürlich auch deutlich“, bestätigt Stefan Lerchner, Mitglied des Management Teams am Standort Hall. Von einem plötzlichen Boom will er aber nicht sprechen. „Das ist ein langfristiger Trend, und wir haben uns zum Glück über Jahre und Jahrzehnte ein solides Fundament und damit verbundenes Know-how aufgebaut“, versichert er. Denn anders als auf den einfachen, braunen Karton hat sich Dinkhauser Kartonagen auf das Premiumsegment spezialisiert: Verpackungen mit Hirn, durchdachtem Design und Funktionalität

jenseits der einfachen Versandhülle. Und auch diese sind gefragter denn je.

VORAUSGEDACHT

In diesem Bereich hat das Haller Verpackungsunternehmen lange Tradition. Selbstklebeverschlüsse, wie sie heute gang und gäbe sind, hat das Tiroler Unternehmen bereits 1997 auf den Markt gebracht – als zweiter Anbieter im deutschsprachigen Raum und ein Jahr, bevor Amazon die europäische Bühne betreten hat. Und auch heute ist man darauf bedacht, seinen Vorsprung auszubauen: Insgesamt 13 Entwickler arbeiten eng mit Kunden zusammen, um genau die Verpackung zu entwerfen, die für den spezifischen Bereich ideal ist. „Zudem investieren wir jährlich rund sechs Prozent unseres Umsatzes wieder in unseren Standort“, erklärt Lerchner. „Damit garantieren wir, dass wir technologisch immer am neuesten Stand sind.“

HERAUSSTECHEND

Das ist auch nötig. Denn Verpackung hat mittlerweile eine völlig neue Wertigkeit, ist er überzeugt. Zum einen sei das Bewusstsein der Konsumenten gestiegen – „zum Glück“, sagt er. „In einer Verpackung stecken Energie und Rohstoffe – auch wenn sie 100 Prozent recyclingfähig ist –, mit denen es sorgfältig umzugehen gilt, ebenso wie Know-how, Arbeit und Kreativität. Dessen sind sich Endverbraucher zusehends bewusst.“

30.000 – oder etwas mehr als vier Fußballfelder – davon am Standort Hall. Rund

350 Mitarbeiter aus 35 Nationen produzieren jeden Tag 30 neue Produkte und insgesamt ca. 1,5 Millionen Verpack­ungen – rund eine für jeden Österreicher pro Woche.

70 %

dieser Erzeugnisse werden in alle Länder Europas ebenso wie nach Übersee exportiert.

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Bei der Herstellung entstehen rund

30 Tonnen Reste täglich, die sofort wieder dem Recycling zugeführt werden.

Nachhaltig produziert

wird zudem dank zweier Fotovoltaikanlagen mit insgesamt 1.922 Modulen, die genügend Elektrizität für rund 200 Einfamilienhäuser erzeugen, sowie Wärmerückgewinnung und Grund­ wasserkühlung. Dank ihnen ist die Produktion klimaneutral.

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Zum anderen haben Schachteln, Boxen und mehr neben dem funktionalen auch ganz klaren Repräsentationswert in der Flut an Waren, der sich Käufer ebenso wie Anbieter mittlerweile gegenübersehen. Um das eigene Produkt unter den etwa 10.000, die sich im durchschnittlichen Supermarkt finden, hervorzuheben, braucht es etwas Besonderes. Egal ob Design, Druck oder Formgebung. Denn: „Schlussendlich ist die Verpackung das, was der Kunde im Laden kauft und mit nach Hause nimmt.“

E-COMMERCE-BOOM

Dazu kommen mittlerweile die völlig neuen Herausforderungen, die der Onlinehandel mit sich bringt. Auch hier war das Traditionsunternehmen an vorderster Front. Bereits in den 1990ern tätigte das Unternehmen große Investitionen in diesem Bereich, noch bevor es den Begriff E-Commerce überhaupt gab und die Entwicklung in dieser Form absehbar war. „Und auch die Technologie war damals völlig neu. Wir haben uns das heutige Know-how gemeinsam mit unseren Kunden über Jahre erarbeitet und anfänglich viel Lehrgeld bezahlt“, berichtet Lerchner. Doch der Glaube an das Segment und der lange Atem haben sich bezahlt gemacht: Heute baut eine Vielzahl von Kunden aus ganz Europa, vom Kosmetik­

hersteller über bekannte Namen aus der Berliner Start-up-Szene bis hin zum größten Versandhändler der Niederlande, auf Kartons aus Tirol. Für Amazon produziert Dinkhauser Kartonagen aktuell aber nicht – und das mit gutem Grund: „Bei solchen Konzernen geht es nur um reine Massenfertigung und Replikation“, weiß Lerchner. „Das widerspricht unserem Ansatz und unserer Kernkompetenz, gemeinsam mit Kunden zu erarbeiten, was sie wollen, was nötig und möglich ist und wie wir einen gemeinsamen Weg finden können, das umzusetzen.“

KOSTENOPTIMIERUNG

Denn das ist es, worin das Unternehmen brilliert. Auch im Onlinehandel ist Verpackung deutlich mehr als ein reiner Transportcontainer. Grundsätzlich geht es dabei immer um Effizienzsteigerung und Kostenreduktionen. Das beginnt bereits beim Packvorgang: Die Kartons müssen zur Lieferung und Lagerung so platzsparend wie möglich sein, aber zugleich mit wenigen Handgriffen einsatzbereit gemacht werden können – und zwar so, dass sie immer gleich aussehen und immer ein hohes Maß an Stabilität bieten. Ein ebenso immer wichtigeres Thema ist das Volumen. „In Deutschland enthalten Onlineshoppingpakete im Schnitt


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„Als Unternehmen ist es wichtig, zu vermeiden, dass mein Produkt Kunden Ärger oder zusätzlichen Aufwand ver­ ursacht.“ STEFAN LERCHNER , MITGLIED DES MANAGEMENT T E A M S S TA N D O R T H A L L

Paketboom 50 Prozent Luft“, erklärt Lerchner. „Das heißt, dass jeder zweite Zustellwagen umsonst fährt – nur weil es bisher total egal war, wie groß die Box ist.“

SCHÜTZENDE HÜLLE

Das ändert sich mittlerweile allerdings, da der Druck, so reduziert wie möglich zu verpacken, vonseiten der Kunden und Kurierdienstleister zunehmend steigt. Das ist jedoch ein Balanceakt, denn Verpackung muss nicht nur platzsparend, sondern auch sicher sein und repräsentativ beim Kunden ankommen. „Gerade bei Markenprodukten darf man sich keine Fehler erlauben“, meint Lerchner. „Als Unternehmen ist es wichtig, zu vermeiden, dass mein Produkt Kunden Ärger oder zusätzlichen Aufwand verursacht.“ Das wäre nicht nur dem Einkaufserlebnis abträglich, sondern auch dem Wohlwollen, das Kunden der Marke

Dass der Onlinehandel seit Pandemie­ beginn boomt, zeigt sich an den Zahlen der Post – insbesondere in Tirol. Wurden 2019 landesweit noch 11,7 Millionen Pakete zugestellt, waren es 2020 knapp 17 Millionen – eine Steigerung um 45 Prozent. Und diese Entwicklung geht auch im vierten Lockdown weiter. Aktuell erlebt die österreichische Post bundesweit eine etwa zehnprozentige Zunahme von Paketsendungen – also rund 80.000 Pakete mehr pro Tag. Neu ist dieser Trend nicht. Er wurde durch die Pandemie nur beschleunigt: Bundesweit geht der Briefverkehr jährlich im Schnitt um 4,6 Prozent zurück. Wurden 2011 noch rund eine Milliarde Briefe verschickt, waren es 2020 nur noch 643 Millionen. Der Paketversand hat sich im selben Zeitraum von 59 Millionen auf 166 Millionen mehr als verdreifacht.

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entgegenbringen – und das sich im Positiven wie im Negativen wie ein Lauffeuer auf Social Media verbreiten kann.

AUSPACKERLEBNIS

„Der [E-Commerce-] Karton ist das einzige Marketingmaterial, das Kunden mit 100-prozentiger Garantie erreicht.“ STEFAN LERCHNER

Genau dieses Erlebnis ist der zweite Kern­ aspekt bei E-Commerce-Verpackungen. Denn beim Onlineshopping treten das Erhalten und Auspacken der Bestellung zumindest teilweise anstelle des Einkaufserlebnisses. „Ersetzen kann das beispielsweise einen Drogeriebesuch natürlich nicht“, weiß Lerchner. Aber das müsse es auch nicht. An dessen Stelle tritt eine neue Erfahrung: das möglichst einfache, aber genussvolle Öffnen des Pakets, das Stöbern darin, um die bestellten Artikel zu entdecken, und mehr. Deswegen müsse die Verpackung eine Geschichte erzählen und zugleich Informationen bieten – „um auch hier ihren vollständigen Wert zu nutzen. Denn schlussendlich ist der Karton das einzige Marketingmaterial, das Kunden mit 100-prozentiger Garantie erreicht“.

KRISENKONSEQUENZEN

All das macht die Verpackungsindustrie zu einer überaus kreativen Branche mit

großem Wachstumspotenzial. Sorgenfrei ist das Kartonagenbusiness aber definitiv nicht. Denn die Krise macht sich auch hier deutlich bemerkbar. Zum einen kämpft Dinkhauser Kartonagen, so wie alle anderen, mit stark steigenden Rohstoffpreisen und einer generellen Papierknappheit. Denn insbesondere der Onlineboom hat die Recyclingketten ordentlich durcheinandergewirbelt. Wurden früher 100 T-Shirts in einem Karton an den lokalen Handel geliefert, geschah das in einem Karton, der direkt nach der Entladung wieder dem Wiederverwertungszyklus zugeführt wurde. Aktuell sind es in vielen Fällen 50 oder gar 100 Kartons, die direkt an den Endverbraucher gehen. Dort liegen die Schachteln mitunter ein bis zwei Wochen, bis sie ihren Weg ins Recycling finden.

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Zusätzlich erschwert hat die Pandemie den ohnehin omnipräsenten Fachkräftemangel. Als Ausgezeichneter Tiroler Lehrbetrieb bildet Dinkhauser Kartonagen selbst insgesamt acht Lehrberufe aus. „Talente für die Zukunft zu finden, ist schwierig –

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20 x wie neu Wo viel gehobelt wird, fallen Späne. Insbesondere in der KartonagenProduktion, wo geschnitten, gestanzt und getrimmt wird, um großformatige Bögen in die richtigen Formen zu bringen. Nicht nur die Produkte von Dinkhauser Kartonagen sind nachhaltig. Mit Fotovoltaikanlagen am Dach versucht das Familienunternehmen auch den Betrieb so ökologisch verträglich wie möglich abzuwickeln.

aber enorm wichtig“, sagt Lerchner. „Neue Maschinen sind schnell gekauft. Aber im Premiumsegment braucht es Leute, die die Prozesse so beherrschen und den sportlichen Ehrgeiz mitbringen, das Maximum herauszuholen.“ Gerade im Hinblick darauf, dass der Markt nicht nur quantitativ wächst, sondern auch in die Breite, könnte das sonst zum limitierenden Faktor werden. Denn der Onlinehandel ist hochdynamisch und damit auch die Vielfalt der

benötigten Verpackungen. Waren es vor zwölf Jahren noch primär CDs und Bücher, die verschickt worden sind, kommen heute Heimwerkerbedarf, Lebensmittel, Getränke und mehr mit der Post – allesamt mit besonderen Anpassungen an die Verpackung. „Das macht die Branche herausfordernd“, sagt Lerchner. „Aber auch spannend. Ich habe hier vor 17 Jahren angefangen und lerne noch immer jeden Tag etwas dazu.“

So entstehen im Dinkhauser-Werk in Hall täglich rund 30 Tonnen Kartonverschnitt – aber kein Abfall. Weil das Papier so hochwertig ist, können die Reste direkt in die Recyclingkette zurückgeführt werden, wo sie ein gefragtes Produkt sind: Frei von Verunreinigungen können sie 20-mal recycelt werden, ohne dass es zu einem Qualitätsverlust kommt. Bei der Wiederverwertung werden sie deswegen oft auch bereits mehrfach recyceltem Papier hinzugefügt, um dessen Qualität aufzuwerten.

G

erade in so schweren Zeiten ist es wichtig, alle Einsparungsmöglichkeiten optimal zu nutzen. Wir raten deshalb jedes Jahr zu prüfen, ob alle steuerlichen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden. Eine Möglichkeit für Einzelunternehmer und Gesellschafter von Mitunternehmerschaften (z. B. KG oder OG) ist der Gewinnfreibetrag. Grundfreibetrag: Für Gewinne bis 30.000 Euro steht ein Grundfreibetrag in Höhe von 13 % dieses Gewinnes auto­matisch zu – hier müssen Sie nicht tätig werden.

Investitionsbedingter Gewinnfreibetrag: Übersteigt der Gewinn 30.000 Euro, kann zusätzlich zum Grundfreibetrag ein investitionsbedingter Gewinnfreibetrag geltend gemacht werden. Voraussetzung für den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag ist, dass im laufenden Wirtschaftsjahr begünstigte Wirtschaftsgüter angeschafft werden. Um Ihr Unternehmensergebnis steueroptimal zu gestalten und Investitionen zu planen, empfehlen wir Ihnen die Erstellung einer Prognoserechnung. Wir Steuerberater unterstützen Sie gerne.

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Gut arbeiten und gut essen 3CON erweiterte den Firmensitz in Ebbs.

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die Arbeitsabläufe signifikant verbessert, aber auch die Sicherheitsstandards erhöht. 3CON konstruiert und baut nämlich nicht nur die Maschinen, sondern bietet den Kunden auch Montage und Lagerflächen an, damit dort zu Testzwecken Vorserien produziert werden können. Um diesen Platz zu gewährleisten, wurde ein 600 m² großer Trägerteilbearbeitungsbereich über dem Logistikzentrum errichtet. Ansprechendes Design Weiters entstanden im Zuge der Erweiterung neue, lichtdurchflutete Büroflächen, die sich auf zwei Stockwerke verteilen und Platz für 140 Mitarbeiter bieten. In den Konstruktions- und Projektmanagementabteilungen werden die Anlagen mittels innovativer Software entwickelt. Ganz nach dem Motto „Open Space“ greifen hier unterschiedliche Tätigkeiten ineinander. Höhenverstellbare Tische und schallisolierende Materialien schaffen eine angenehm kreative Atmosphäre. Für temporäre „Alleingänge“, wie etwa Videokonferenzen, gibt es Besprechungsräume. Begegnungszonen, wie etwa eine gut ausgestattete Teeküche, fanden ebenfalls Eingang ins Konzept. Aber es gibt nicht nur eine neue Teeküche für

die Verpflegung der Mitarbeiter. Das ein wenig beiläufig klingende Wort „Kantine“ wird der neuen Betriebsgastronomie mit dem klingenden Namen „KULINARICON“ allerdings nur bedingt gerecht. Die Geschäftsführung wollte einen Ort mit Aufenthaltsqualität zum Entspannen und Durchatmen schaffen, der voll auf das leibliche Wohl der Belegschaft ausgerichtet ist. Das ansprechende Design, gepaart mit funktionstüchtiger Chill-out-Area erschuf eine lockere Atmosphäre. Die 150 Sitzplätze wurden unterschiedlich konzipiert: Es gibt gemütliche Ecktische für gesellige Runden, aber auch sonnige Plätze an den Fensterbänken für all jene, die die Auszeit am liebsten alleine genießen möchten. Cooler Job und kulinarische Hochgenüsse? Die Firma 3CON macht’s möglich!

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B

ei der Fertigung von Interieur-Produktionsanlagen für die Automobilindustrie zählt die Tiroler Firma 3CON zu den Weltmarktführern. Das Unternehmen schreibt seit 1998 eine außergewöhnliche und längst internationale Erfolgsgeschichte, das Herz schlägt allerdings nach wie vor in Ebbs, wo mehr als 400 Mitarbeiter im Einsatz sind. Um den stetig wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, wurde das Headquarter von 14.000 m² auf eine Gesamtfläche von 34.000 m² vergrößert. In der neuen Produktionshalle mit einer Fläche von 2.500 m² werden die Anlagen und Werkzeuge für die Herstellung von automobilen Innenverkleidungsteilen zusammengebaut und sodann in alle Teile der Welt verschifft. Neu in diesem Gebäudeabschnitt ist aus diesem Grund ein separater Verlade- und Verpackungsbereich. Alle Montagehallen werden durch emissionseffiziente State-of-the-art-Hallenklimasysteme beheizt beziehungsweise gekühlt. Im 1.500 m² großen, hochmodernen Logistikzentrum samt Routenzug werden die einzelnen Komponenten zu den jeweiligen Montageplätzen gebracht. Durch diese bauliche Erweiterung werden


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TIROLS GRÖSSTE LEHRBETRIEBE Der Wettstreit um die besten Talente tobt bereits seit einigen Jahren und hat sich durch die Covidpandemie noch weiter verstärkt: Der wirtschaftliche Erfolg eines jeden Unternehmens steht und fällt mit seiner Fähigkeit, gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter zu rekrutieren und im Unternehmen zu halten. Betriebe, die es schaffen, ihre zukünftigen Führungs- und Fachkräfte selbst auszubilden, sind klar im Vorteil und werden in Zukunft die Nase vorne haben.

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LEHRBETRIEBE

„Klar, ich würde meinen Freunden empfehlen, hier zu arbeiten.“

1.

SPAR 300

Die Sandoz GmbH mit Sitz in Tirol ist Teil der Novartis Gruppe und größter heimischer Pharmahersteller und -exporteur. Wir wollen neue Wege finden, um Menschen zu einem besseren und längeren Leben zu verhelfen.

Lehrlinge

Die Sandoz GmbH ist ein vom Land Tirol ausgezeichneter Lehrbetrieb. Für den Lehrbeginn im Herbst 2022 suchen wir Lehrlinge in folgenden Berufen:

2.

Chemieverfahrenstechnik Labortechnik Hauptmodul Chemie Elektrotechnik Hauptmodule • Anlagen- und Betriebstechnik • Automatisierungs- und Prozessleittechnik

ÖBB

Mechatronik Hauptmodule • Automatisierungstechnik • Fertigungstechnik

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Lehrlinge

Spezialmodule • Robotik • SPS-Technik

3. MPREIS

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Das kollektivvertragliche Entgelt beträgt mind. 13.902,00 Euro (Brutto, pro Jahr). Lehrlinge mit Maturaabschluss erhalten zusätzlich noch 100,00 Euro monatlich (Brutto, 14-mal pro Jahr). Sandoz GmbH, Biochemiestrasse 10, 6250 Kundl, Österreich

Quelle: Die Angaben beruhen auf Rückfrage bei den Unternehmen. Befragt wurden Tirols größte Lehrbetriebe beruhend auf Auskunft der Wirtschaftskammer Tirol. Die Lehrlings- sowie Mitarbeiterzahlen entsprechen dem Stand 31. Oktober 2021.

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RANKING

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DIE TOP-30-BETRIEBE MIT DEN MEISTEN LEHRLINGEN

LEHRBETRIEB

MPREIS Alle Lehrlinge von MPreis können im dritten Lehrjahr freiwillig vier Wochen lang ins Ausland gehen, um dort Lebens- und Arbeitserfahrung zu sammeln.

THÖNI In der Thöni­ akademie können Schüler:innen sowohl die AHSMatura als auch einen Lehrabschluss erlangen. Mit dem Schuljahr 2021/22 wird die Thöniakademie zur Regelschule.

1.

SPAR Das einzige in ganz Österreich aktive Lebensmittelhandelsunternehmen, das zu 100 Prozent in österreichischem Besitz ist, ist mit seinen über 2.400 Lehrlingen der größte private Lehrlingsausbilder Österreichs.

2.

ÖBB Die ÖBB sind die größte staatliche Eisenbahngesellschaft Österreichs. Die Tochtergesellschaften ÖBB-Personenverkehr AG, Railcargo Austria AG und ÖBB-Infrastruktur AG sind für ihre eigenen Geschäftsbereiche verantwortlich.

3.

MPREIS Das bereits im Jahr 1920 von Theresa Mölk gegründete Lebensmittelhandelsunternehmen ist Marktführer in Tirol und betreibt darüber hinaus Supermarktfilialen in Salzburg, Kärnten, Vor­arlberg und Südtirol.

4.

PLANSEE SE Das Unternehmen aus Reutte stellt unter anderem Hochleistungswerkstoffe aus den hochschmelzenden Metallen Molybdän und Wolfram her, die für die Licht-, Elektronik- und Auto­ industrie benötigt werden.

5.

THÖNI* Das Hauptgeschäftsfeld des Telfer Familienunternehmens sind Aluminiumprodukte. Zudem ist es in der Energietechnik, im Anlagenbau und in der Schlauchproduktion tätig. Seit 2009 bietet Thöni das Modell Matura mit Lehre an.

6.

SANDOZ Das Pharmaunternehmen gehört zur Novartis Gruppe und feiert heuer sein 75-Jahre-Jubiläum. Sandoz produziert und entwickelt Generikaprodukte. Dank einer Einigung mit der österreichischen Bundes­regierung wird in Kundl auch die Penicillinproduktion ausgebaut.

7.

INNIO JENBACHER Innio ist einer der weltweit führenden Hersteller von Gasmotoren, Blockheizkraftwerken und Dieselgeneratoren. Das Unternehmen betreibt neben dem Standort in Jenbach weitere Hauptbetriebsstätten in Kanada und den Vereinigten Staaten.

* davon 87 in der Thöni Akademie Quelle: Die Angaben beruhen auf Rückfrage bei den Unternehmen. Befragt wurden Tirols größte Lehrbetriebe beruhend auf Auskunft der Wirtschaftskammer Tirol. Die Lehrlings- sowie Mitarbeiterzahlen entsprechen dem Stand 31. Oktober 2021.

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Lehrlinge

Lehrlinge im 1. Lehrjahr

300

100

185 62

167 55

138

36

130

27

121 45

95 23

Mitarbeiter

4.000

3.300

4.789

2.464

853

4.500

1.600


RANKING

SPAR Spar ist mit seinen über 2.400 in Ausbildung befindlichen Lehrlingen der größte private Lehrlingsausbilder Österreichs und lockt junge Menschen mit einer Vielzahl von spannenden Mitarbeiterinnen- und Mitarbeitervorteilen: Fleißige Lehrlinge erhalten attraktive Prämien für ein gutes Berufsschulzeugnis. Besonders erfolgreiche Lehrlinge werden mit dem B-Führerschein oder einem E-Bike belohnt.

SANDOZ Das Pharmaunternehmen bietet am Standort Kundl Lehrausbildungen in fünf naturwissenschaftlichen und technischen Berufen an. Die Ausbildung erfolgt nach einem trialen Konzept, das die Ausbildung in der Berufsschule mit der am Arbeitsplatz und im unternehmenseigenen Training Center verknüpft. Die Ausbildung kann als klassische Lehre, im zweiten Bildungsweg, über Lehre plus Matura oder als Lehre nach der Matura absolviert werden.

FIRMENSITZ: Salzburg LEHRLINGE IN TIROL: 300 MITARBEITER IN TIROL: 4.000 BRANCHE: Lebensmittelhandel

FIRMENSITZ: Kundl LEHRLINGE IN TIROL: 121 MITARBEITER IN TIROL: 4.500 BRANCHE: Pharmaindustrie

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RANKING

DIE TOP-30-BETRIEBE MIT DEN MEISTEN LEHRLINGEN LEHRBETRIEB

Seit 1999 ist die fiktive Familie Putz in Werbespots das Gesicht des Möbelhändlers XXXLutz.

8.

ING. HANS BODNER Das zu 100 Prozent in Familienbesitz befindliche Bauunternehmen wurde bereits im Jahr 1913 in Sillian in Osttirol gegründet und hat sich in den letzten 108 Jahren zu einem der führenden Unternehmen in seiner Branche entwickelt.

9.

XXXLUTZ Seit dem Jahr 2003 ist das Unternehmen mit Hauptsitz im oberösterreichischen Wels der umsatzstärkste und verkaufsflächenmäßig größte Möbelhändler Österreichs. Neben XXXLutz gehören auch Mömax und Möbelix zur Firmengruppe.

10.

MARKUS STOLZ Das Haustechnikunternehmen wurde im Jahr 1962 von Markus Stolz in Bludenz gegründet. Heute betreibt die Firma 14 Betriebe in ganz Österreich und ist das größte gewerbliche Installationsunternehmen für haus- und gebäudetechnische Anlagen.

11.

FIEGL & SPIELBERGER Das bereits im Jahr 1927 in Innsbruck gegründete Unternehmen ist der größte Elektrotechnikspezialist Westösterreichs. Neben den klassischen Bereichen wie der Elektro-Installationstechnik bietet die Firma auch Zugangs- und Sicherheitslösungen an.

Lehrlinge

Lehrlinge im 1. Lehrjahr

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Quelle: Die Angaben beruhen auf Rückfrage bei den Unternehmen. Befragt wurden Tirols größte Lehrbetriebe beruhend auf Auskunft der Wirtschaftskammer Tirol. Die Lehrlings- sowie Mitarbeiterzahlen entsprechen dem Stand 31. Oktober 2021.

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T O P.T I R O L

DIE TOP-30-BETRIEBE MIT DEN MEISTEN LEHRLINGEN LEHRBETRIEB

Im Geschäftsjahr 2020/21 hat dm alleine in Österreich einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro erwirtschaftet.

12.

PORR BAU Das aus der im Jahr 1869 gegründeten Allgemeinen österreichischen Baugesellschaft hervorgegangene Unternehmen zählt zu den führenden Bauunternehmen Europas. Sie ist auch die älteste börsennotierte Gesellschaft des Landes.

13.

PORSCHE INTER AUTO Seit dem Jahr 1977 sind die verschiedenen Auto­ handelsbetriebe von Porsche in der Porsche Inter Auto zusammengefasst. Das Unternehmen verkauft Neu- und Gebrauchtwagen aller Volks­ wagen-Marken.

14.

SWIETELSKY Das Bauunternehmen mit Hauptsitz in Linz betreibt neben Niederlassungen in allen Bundesländern und den Nachbarländern Österreichs auch etwa 100 Tochterfirmen. Das Unternehmen ist der drittgrößte Bauindustriekonzern Österreichs.

15.

DM DROGERIEMARKT Der deutsche Drogeriekonzern mit Sitz in Karls­ruhe ist mit rund 3.800 Filialen und 66.000 Mitarbeitern das größte Drogerieunter­ nehmen Europas. In Österreich betreibt das Unternehmen 386 Standorte und beschäftigt 6.891 Mitarbeiter.

Lehrlinge

Lehrlinge im 1. Lehrjahr

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Mitarbeiter

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Quelle: Die Angaben beruhen auf Rückfrage bei den Unternehmen. Befragt wurden Tirols größte Lehrbetriebe beruhend auf Auskunft der Wirtschaftskammer Tirol. Die Lehrlings- sowie Mitarbeiterzahlen entsprechen dem Stand 31. Oktober 2021.

LEHRLINGE GESUCHT. EGLO leuchten wurde 1969 in Pill (Tirol) gegründet und ist heute ein führender Hersteller für dekorative Wohnraumbeleuchtung. Seit 2013 ist EGLO sowohl ausgezeichneter Tiroler Lehrbetrieb als auch staatlich ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb. Das Tiroler Familienunternehmen EGLO Leuch- unterstützen unsere diplomierten Lehrlingsausten bildet jährlich Lehrlinge zum/zur Bürokauf- bilder:innen auch die Lehrlinge, wenn sie den Wunsch haben, ein Auslandspraktikum zu mamann:frau und IT-Systemtechniker:in aus. chen. Dabei bekommen sie die Möglichkeit in mehreren Abteilungen mitzuwirken, Fortbildungskurse Zurzeit werden bei EGLO 11 Lehrlinge in den Bezu besuchen und an Teambuilding-Ausflügen reichen IT, Einkauf, Marketing, Produktmanageteilzunehmen. Neben einer guten Betreuung ment, Vertrieb uvm. ausgebildet. 24

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T O P.T I R O L

DIE TOP-30-BETRIEBE MIT DEN MEISTEN LEHRLINGEN LEHRBETRIEB

16.

TIROL KLINIKEN Die Tirol Kliniken GmbH ist nicht nur der wichtigste Arbeitgeber Tirols, sondern auch der größte und vielfältigste Gesundheitsbetrieb Westösterreichs. Das Unternehmen ist der Hauptträger der medizinischen Versorgung im Land.

17.

BILLA Billa, ein Akronym für billiger Laden, wurde im Jahr 1953 von Karl Wlaschek gegründet und entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zum Marktführer im Lebensmitteleinzelhandel. 1996 wurde das Unternehmen von der deutschen REWE Group übernommen.

18.

STRABAG Der börsennotierte österreichische Technologieunternehmer für Baudienstleistungen entstand aus der im Jahr 1835 gegründeten Ilbau und der im Jahr 1895 gegründeten Strabag. Heute zählt das Unternehmen zu den wichtigsten Bauunternehmen Europas.

19.

RIEDER Das Unternehmen aus dem Zillertal zählt mit seinen über 400 Mitarbeitern zu den Schwergewichten in der Tiroler Baubranche. Neben den Geschäftsfeldern Hoch-, Tiefbau und Holzbau produziert das Unternehmen auch Fenster, Türen und Möbel.

Lehrlinge

Lehrlinge im 1. Lehrjahr

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Mitarbeiter

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DIE TOP-30-BETRIEBE MIT DEN MEISTEN LEHRLINGEN LEHRBETRIEB

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Hobby­a stronom, machte 1949 mit der Gründung von Swarovski Optik sein Hobby zum Beruf.

20.

UNTERBERGER Ausgehend vom ersten Autohaus in Kufstein hat das Familienunternehmen seit 1976 insgesamt 19 Standorte aus dem Boden gestampft und ist mittlerweile auch in der Leasing-, Beteiligungs- und Immobilienbranche tätig.

21.

AUTOPARK Der Haupthändler für Ford, Suzuki, Volvo und Kia mit Standorten in Innsbruck, Vomp, Wörgl und Kirchdorf betreibt dort jeweils u. a. eine Werkstatt sowie einen Gebrauchtwagenverkauf.

22.

SWAROVSKI-OPTIK Swarovski Optik produziert am Sitz in Absam optische Präzisionsinstrumente wie Teleskope, Ferngläser, Zielfernrohre und optronische Geräte, die weltweit vertrieben werden.

Lehrlinge

Lehrlinge im 1. Lehrjahr

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Quelle: Die Angaben beruhen auf Rückfrage bei den Unternehmen. Befragt wurden Tirols größte Lehrbetriebe beruhend auf Auskunft der Wirtschaftskammer Tirol. Die Lehrlings- sowie Mitarbeiterzahlen entsprechen dem Stand 31. Oktober 2021.

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Mitarbeiter

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AUTOPARK 1923 von Max Köllensperger als erster FordHändler Österreichs gegründet, zählt Autopark heute zu den größten Autohäusern in ganz Österreich. Neben der Marke Ford vertreibt das Unternehmen auf fünf Standorten auch Neuwagen von Suzuki, Kia und Volvo sowie Gebrauchtfahrzeuge. Mit insgesamt 45 Lehrlingen sorgt der Autohändler auch aktiv für Nachwuchs in der Branche. FIRMENSITZ: Innsbruck LEHRLINGE IN TIROL: 45 MITARBEITER IN TIROL: 228 BRANCHE: Autohandel

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DIE TOP-30-BETRIEBE MIT DEN MEISTEN LEHRLINGEN LEHRBETRIEB

Fröschl Das 1937 gegründete Unternehmen erlebte diverse Modernisierungsschübe in der Bauindustrie. Im Jahr 1956 setzte man zum ersten Mal einen Hochbaukran ein.

23.

INNSBRUCKER KOMMUNALBETRIEBE Zu den Geschäftsfeldern des Innsbrucker Infrastrukturdienstleisters zählen Strom, Wasser, Abwasserreinigung, Abfallentsorgung, Telekommunikation, Bäder, Saunen sowie Energieservices.

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FRÖSCHL Zu den Geschäftsfeldern des Haller Bauunternehmens zählen u. a. Baudienstleistungen (Hoch- und Tiefbau), Schotter, Natursteine, Beton, Recycling, Deponie und Betonfertigteile.

26.

HERVIS Die größte Sporthandelskette Österreichs ist eine Tochtergesellschaft der Spar WarenhandelsAG. Das Unternehmen wurde im Jahr 1972 vom deutschen Modekaufmann Hermann Visser übernommen.

Quelle: Die Angaben beruhen auf Rückfrage bei den Unternehmen. Befragt wurden Tirols größte Lehrbetriebe beruhend auf Auskunft der Wirtschaftskammer Tirol. Die Lehrlings- sowie Mitarbeiterzahlen entsprechen dem Stand 31. Oktober 2021.

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Lehrlinge

Lehrlinge im 1. Lehrjahr

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LEHRBETRIEB

Das 60. Jubiläums­jahr von Multivac neigt sich dem Ende zu. 1961 begann alles in einer Garage: Gründer Sepp Haggenmüller entwickelte dort die erste VakuumKammermaschine zum Verpacken von Lebens­mitteln.

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MULTIVAC Das Unternehmen aus Lechaschau im Bezirk Reutte gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Verpackungslösungen, die für das Verpacken aller Arten von Lebensmitteln, Life-Scienceund Healthcare-Produkten eingesetzt werden.

29.

GRISSEMANN Das Familienunternehmen aus Zams wird mittlerweile in der vierten Generation geführt. Seit dem Jahr 1973 ist es Teil der Eurogast Gruppe, die sich auf Großkunden aus Gastronomie und Hotellerie konzentriert.

29.

HOFER Als Teil der Unternehmensgruppe Aldi Süd ist die österreichische Lebensmittel-Handelskette Hofer seit 1968 aktiv. Bundesweit beschäftigt das Unternehmen mehr als 12.000 Mitarbeiter und betreibt über 530 Filialen.

Heute zählen über 2.000 Mitarbeiter zum Unternehmen.

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T O P.T I R O L

Verleihung des Tirol Change Award 2021 im Rahmen des 4. Change Summit Tirol in Innsbruck (v. l. n. r.): Josef Margreiter (Lebensraum Tirol Holding), Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi, Preisträger René Föger (Betreiber des Familien-Landhotels „Der Stern“ in Obsteig), Karin Seiler (Innsbruck Tourismus) und Tirols Wirtschaftslandesrat Anton Mattle

4. Change Summit: Im Fokus Regionalität

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m Montag, dem 15. November 2021, ging der 4. Change Summit über die Bühne. Dabei wurde der 2. Tirol Change Award für nachhaltiges Wirtschaften verliehen. Das Rennen um die Auszeichnung machte ein Vorzeigebetrieb am Mieminger Plateau. Im Anschluss diskutierten führende Experten und Branchenkenner anhand eines modischen Experiments der Marke Tirol über die Machbarkeitsgrenzen von Nachhaltigkeit und Regionalität in der Textilerzeugung. 2. Tirol Change Award geht an Obsteiger Hotel „Der Stern“ Vorhang auf für zehn Tiroler Unternehmen, Initiativen und Persönlichkeiten, die in Einklang mit der Natur wirtschaften, hieß es im ersten Teil der Veranstaltung. Das Rennen um den Tirol Change Award, den die Lebensraum Tirol Holding jährlich vergibt, konnte das Familien-Landhotel „Der Stern“ in Obsteig für sich entscheiden. Der idyllische Ort Obsteig liegt ca. 30 Autominuten von der Landeshauptstadt Innsbruck entfernt.

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„Modefarbe ,Grün‘: Wie viel Nachhaltigkeit (ver)trägt der Konsument?“ Im Anschluss an die Verleihung des Tirol Change Awards diskutierten führende Experten und Branchenkenner über die Machbarkeitsgrenzen von Nachhaltigkeit und Regionalität in der Textilerzeugung. Dr. Monika Hauck (kreative Ökonomin, Unternehmerin, soziale Aktivistin und City Ambassador der weltweit tätigen sozialen Bewegung Fashion Revolution), Werner Boote („Popstar“ unter den österreichischen Dokumentarfilmern), Modedesigner Markus Spatzier, Handschuhhersteller Markus Zanier und der Musiker Manu Delago gingen dabei der Frage nach, wo Umweltschutz beginnt und welche Versprechen bloßes „Greenwashing“ sind. Die Basis des interessanten Diskurses bildet ein modisches Experiment der Marke Tirol. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Kollektion Tirol in diesem Jahr ging die Lebensraum Tirol Holding der Frage nach, ob es möglich ist, die legendäre Tirol Starmütze aus Strick, die bis heute ein Verkaufsschlager ist, ausschließlich aus heimischen Materialien – und gänzlich in Tirol – herzustellen. Mit einem Prototyp gelang ein erster Teilerfolg.

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Der diesjährige Change Summit beschäftigte sich mit nachhaltigem sowie regionalem Wirtschaften und rückte zehn Tiroler Erfolgsgeschichten ins Rampenlicht.


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ZIMMEREITECHNIKER*IN Du magst die frische Luft, hast schon als Kind Baumhäuser gebaut, stehst mit Mathe nicht auf Kriegsfuß und willst hoch hinaus.

TISCHLER*IN Du hast ordentlich Power, aber auch das gewisse Fingerspitzengefühl, gehst nicht mit dem Kopf durch die Tür und hast schon als Kind gern mit Holz jongliert.

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UNFT Digitalisierung und Individualisierung auf der einen, Klimawandel und Finanzkrise auf der anderen Seite: Die Versicherungsbranche befindet sich in einem enormen Wandlungsprozess, der ähnlich dem Bankensektor gleichermaßen Herausforderungen wie Chancen für die Zukunft birgt. T E X T: L I N D A P E Z Z E I

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VERSICHERUNG

E Versicherungs­ geschichte Die Versicherungen können in Österreich auf eine rund 200-jährige Geschichte zurückblicken. Ging es zu Beginn ausschließlich um die Absicherung des Habs und Guts (Land- und Forstbesitz, später Eigenheime und Fahrzeuge), rückte in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr auch der Mensch in den Mittelpunkt.

ines ist sicher: Versicherungen werden wichtiger denn je, aber auch moderner, flexibler und immer komplexer. Die Finanzkrise, Covid-19, Brände, Stürme, Fluten – bislang konnte die Versicherungsbranche meist passende Antworten auf Katastrophen und Krisen finden und die Schäden der Betroffenen entsprechend abfedern. Doch klimabedingte, negative Naturphänomene treten sichtlich häufiger und heftiger auf und auch die langanhaltende Niedrigstzinssituation wird in Zukunft laut Expertenmeinung zu einer wachsenden Herausforderung. UNIQA-Landesdirektor Michael Zentner weiß: „Sicherheit für sich und die Familie hinsichtlich der Gesundheit, aber auch der finanziellen Vorsorge haben stark an Bedeutung gewonnen. In Zukunft wird es immer wichtiger, für Schäden nicht nur aufzukommen, sondern sie im Vorfeld zu vermeiden.“ Walter Schieferer, Vorstandsvorsitzender der TIROLER Versicherung, stellt außerdem fest: „Fast im Monatstakt kommen neue oder adaptierte Versicherungsprodukte auf den Markt. Oftmals sind sie von den Vorgängern kaum zu unterscheiden, dafür aber unübersichtlicher und komplexer gestaltet.“ Schieferer erkennt in ersten Ansätzen einen Trend, sogenannte Standardprodukte zu vereinfachen. Gerade mit Blick auf Smart-Home, autonomes Fahren und Cyber-Crime könnten sich Verbraucher in absehbarer Zeit laut Schieferer auf neue Angebote einstellen. Auch Michael Perlornigg, Geschäftsführer der Steinmayr & Co Insurance Brokers GmbH, kann einen Trend in Richtung Digitalisierung beobachten: „In diesem Bereich werden aktuell europaweit Milliardenbeträge investiert.“

DIGITALER QUICKIE …

Onlinevergleichsportale sind eine recht gute Informationsquelle und ein sinnvolles Instrument, um sich einen groben Überblick zu verschaffen – da sind sich die befragten Experten einig. „Einfache Produkte wie die Veranstalterhaftpflicht, Studierenden- oder Haushaltsversiche38

„In Zukunft wird es immer wichtiger, für Schäden nicht nur aufzukommen, sondern sie im Vorfeld zu vermeiden.“ MICHAEL ZENTNER, L ANDESDIREK TOR TIROL, UNIQ A ÖSTERREICH

rung können inzwischen problemlos online abgeschlossen werden“, erklärt Schieferer, sieht aber auch: „der Wunsch unserer Kunden und Kundinnen nach einer kompetenten Beratung und Betreuung hat sich in den letzten Jahren verstärkt.“ Gerade, wenn es wie in den Bereichen Gesundheit oder Altersvorsorge um komplexere Produkte geht, kann auch Zentner feststellen, dass ein persönliches Gespräch grundlegend ist für eine durchdachte Entscheidung. Ein individuell passendes Versicherungskonzept setzt neben einer Risikoanalyse eben auch die Kenntnis über die unterschiedlichsten Produktvarianten voraus. Ein Problem beim standardisierten Onlineangebot, das es branchenintern noch zu lösen gilt.

… ODER PERSÖNLICHE BERATUNG?

Pelornigg sieht bei geradlinigen, einfachen Produkten daher den Schlüssel zum Erfolg. „Beim Abschluss von standardisierten Produkten für Privatkunden und Privatkundinnen rückt eine persönliche Beratung immer mehr in den Hintergrund. Im Bereich der Betriebsver-


„Der Wunsch unserer Kunden und Kundinnen nach einer kompetenten Beratung und Betreuung hat sich in den letzten Jahren verstärkt.“ W A LT E R S C H I E F E R E R , V O R S TA N D S V O R S I T ZEN D ER D ER TIROLER VERSICHERUNG

Die persönliche Beratung war und ist ein fundamentaler Aspekt in der Versicherungsbranche. Doch in manchen Bereichen treten digitale Modelle mittlerweile an ihre Stelle.

sicherungen hingegen ist ein fundiertes Fachwissen nach wie vor in vielen Fällen notwendig und wichtig.“ Eine professionelle Beratung ohne Einsatz digitalisierter Kommunikationskanäle und Instrumente ist schon heute für keinen Branchenkenner mehr denkbar. In Zukunft wird es also darauf ankommen, hier eine ausgewogene Balance zu finden. Dennoch wird sich die Versicherungsbranche wohl analog zu den Banken zukünftig radikal verändern und anpassen müssen.

Das mittlerweile flächendeckend etablierte Homeoffice verstärkt die Affinität der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zur digitalen Welt zusätzlich. Es ist mittlerweile zur neuen Normalität geworden, dass (fast) alles online über Zoom-Calls, Livechat oder per Mail erledigt werden kann. Der Kunde möchte schlichtweg nicht mehr den Weg in die womöglich weit entfernte Filiale auf

Vorbereitungslehrgänge auf die Lehrabschlussprüfung Maurer_in Start am 17. Jänner 2022

Berufsreifeprüfung - Tagesvariante Start am 21. Februar 2022

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T O P.T I R O L

360° IT-Security © ISTOCK

NTS Defense Services bieten einen effektiven Rundumschutz vor Security-Bedrohungen #RelaxWeCare.

© PHOTOWORKERS

Matthias Stigger, Territory Manager Tirol der NTS Netzwerk Telekom Service AG

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Welchen Cyberbedrohungen und Heraus­ forderungen sehen sich Unternehmen heute gegenübergestellt? Die Bedrohungen werden immer vielfältiger, denn hinter den Angriffen steckt eine Industrie, die mit ihren kriminellen Machenschaften sehr viel Geld verdient. Dabei werden die Angriffe gezielter und betreffen nicht nur Großkonzerne, sondern durchaus auch mittelständische Unternehmen. Der Trend zum Homeoffice und flexibler Arbeitsmodelle hat die Situation noch verschärft, denn Mitarbeitende bieten Cyberkriminellen eine lohnende Angriffsfläche. Das bedeutet für die Unternehmen, dass sie nicht nur ihre Infrastruktur und Netzwerke schützen, sondern auch den Faktor Mensch miteinbeziehen müssen.

Welche Lösungen und Services bietet NTS, um für einen Rundumschutz zu sorgen? Als dienstleistungsorientierter IT-Systemintegrator bietet NTS Komplettlösungen zur Reduktion bzw. Eliminierung von Gefahrenpotenzialen. NTS Threat Detection Service (SIEM) ermöglicht beispielsweise einen ganzheitlichen Blick auf die IT-Sicherheit, indem Meldungen und Logfiles verschiedener Systeme gesammelt und ausgewertet werden. Um Bedrohungsszenarien zu identifizieren, werden hier Regeln, sogenannte Use Cases, umgesetzt. Diese erkennen verdächtiges Verhalten und werden von speziell ausgebildeten Security-Experten im NTS Defense Team analysiert. Rundumschutz ist zudem mit dem NTS Vulnerability Management Tool gewährleistet, das kontinuierlich Schwachstellen identifiziert und Gefahrenpotenziale rechtzeitig aufzeigt. NTS-Kunden können sich so dank der IT-Lösungen und Super Services beruhigt auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.

NTS Netzwerk Telekom Service AG Grabenweg 3, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/90 88 99-0 E-Mail: office-innsbruck@nts.eu www.nts.eu

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

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yberangriffe, Hackerattacken, Phishing- und Betrugsversuche – die Bedrohung durch Cyberkriminalität steigt und mittlerweile gilt beinahe jedes Unternehmen, ungeachtet der Größe oder Branchenzugehörigkeit, als potenziell gefährdet. Wie Schwachstellen und Gefahrenpotenziale in Unternehmensnetzwerken und im Data Center dank NTS Security Services entdeckt, bewertet und beseitigt werden, verrät Matthias Stigger, Territory Manager Tirol der NTS Netzwerk Telekom Service AG.


VERSICHERUNG

Persönlicher Kontakt auf Distanz: Heute sind nicht nur E-Mails, sondern auch Video-Conferencing-Tools gebräuchliche Tools, die von vielen Kunden gerne angenommen werden.

sich nehmen, geschweige denn einen Haustermin mit einem Vertreter vereinbaren. Auf den gewohnten Service will man indes freilich nicht verzichten.

FLEXIBLE ANGEBOTE

„Custom-made“-Produkte sind ein eindeutiger Trend unserer individualisierten Gesellschaft. Auch vor der Versicherungsbranche macht dieses Anspruchsdenken keinen Halt. Speziell junge Kunden fragen bereits verstärkt nach „On-Demand-Versicherungen“ mit einer schnellen, unkomplizierten, bedarfsgerechten Abdeckung und einer flexiblen und meist kurzen Vertragsdauer. Der Vertragsabschluss via App oder Mobiltelefon wird zunehmend zum Standard und auch das Bedürfnis nach Schutz von Einzelobjekten wie E-Bikes oder Smartphones wächst, wie Pelornigg weiß: „Hier gibt es bereits zahlreiche Anbieter in Form von Startups, deren Geldgeber in der Regel wiederum die Versicherungswirtschaft ist.“ Ein Handlungsbewusstsein ist in der Branche also durchaus vorhanden.

MASSGESCHNEIDERT

Schieferer erkennt in der wachsenden Produktflut indessen eine Problematik: „Die Angebotslandschaft ist selbst für Profis fast unüberschaubar geworden. Es wird daher in den nächsten Jahren vor allem darauf ankommen, die Produkte für die Kunden und Kundinnen transparenter zu gestalten. Aktuell ist leider zu oft die Prämie das ausschlaggebende Kaufmotiv – zu Lasten der individuell passenden Absicherung.“ Zentner kann außerdem eine äußerst geringe Kaufbereitschaft verzeichnen, wenn es darum geht, für etwas zu zahlen, für das persönlich kein oder ein nur sehr geringes Risiko gesehen werde. „Gleichzeitig sind Versicherer aber gefordert, die Verwaltungskosten möglichst gering zu halten. Das gelingt mit modularen Produkten: Sie sind einfach in der Verwaltung, aber den-

Versicherungen MUST HAVE

NICE TO HAVE

• private Haftpflichtversicherung → Schutz vor Schadensansprüchen Dritter • private Unfallversicherung → 70 % aller Unfälle passieren in der Freizeit

•B erufsunfähigkeit → je nach Familiensituation •A bleben → je nach Familiensituation

TIPP: entsprechend der finanziellen Möglichkeiten Prioritäten setzen!

TIPP: eine Risikoanalyse von Experten kann bei der Entscheidung helfen!

„Mittelfristig werden Versiche­ rer ihre Kosten reduzieren und den Kunden und Kundinnen günstigere Pro­ dukte anbieten können.“ MICHAEL PERLORNIGG, S T EIN M AY R & CO IN S U R A N C E BROKERS GMBH

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VERSICHERUNG

Die Digitalisierung bietet eine Vielzahl wichtiger Werkzeuge, die auch den Beratern und Beraterinnen ihre Arbeit erleichtern.

noch auf die individuellen Bedürfnisse hin anpassbar“, unterstreicht der UNIQA-Landesdirektor die Wichtigkeit einer flexiblen Produktgestaltung.

„Die Betreuung und Beratung der Kunden und Kundinnen über digitale Medien während der Lock­ downs war wichtig und hilfreich.“ W A LT E R S C H I E F E R E R , V O R S TA N D S V O R S I T ZEN D ER D ER TIROLER VERSICHERUNG

CHANCEN DER DIGITALISIERUNG

Da sich die Digitalisierung ohnehin nicht mehr abwenden, sondern nur noch sinnvoll kanalisieren und den eigenen Bedürfnissen entsprechend formen lässt, liegt der Fokus auch bei den Versicherungen auf den sich bietenden Vorteilen. „Wenn, dann soll das Finden der passenden Versicherung möglichst schnell und unkompliziert funktionieren“, weiß Pelornigg. Onlineberatung, ein direkter Abschluss und einfache Produkte sparen aber auch für die Versicherungsunternehmen selbst Zeit und Geld. „Mittelfristig werden Versicherer ihre Kosten reduzieren und den Kunden und Kundinnen günstigere Produkte anbieten können“, ist sich der Geschäftsführer der Steinmayr & Co Insurance Brokers GmbH sicher und ergänzt: „Aufgrund der immer umfangreicher zur Verfügung stehenden Daten werden Informationen zu Bedürfnissen und Präferenzen von Kunden und Kundinnen gewonnen, die es ermöglichen, personalisierte Angebote zu erstellen.“

UNTERSTÜTZEND

Auch Zentner sieht digitale Tools als wichtige Unterstützung in der Beratung: „Einerseits informieren sich viele Kunden und Kundinnen bereits vorab und kommen gut vorbereitet ins Beratungsgespräch, andererseits gewinnen die Berater und Beraterinnen durch die Digitalisierung standardisierter Prozesse wertvolle Zeit.“ Für Schieferer bieten unter anderem die übersichtliche Darstellung der Verträge im Kundenportal, die Schadensmeldung via App auf dem Smartphone oder der schnelle Abschluss kurzfristiger Versicherungsdeckungen ein enormes Potenzial – und einen reduzierten Papierverbrauch zugunsten der Umwelt. „Die Betreuung und Beratung der Kunden und Kun-

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VERSICHERUNG

Die Zukunft der Versicherungs­ branche

dinnen über digitale Medien während der Lockdowns war wichtig und hilfreich. Diese Kommunikationskanäle werden sicher auch weiterhin genützt. Niemals aber können sie ein persönliches Gespräch, egal ob zu Hause oder in einem Kundenbüro, ersetzen“, zeigt sich der TIROLER-Vorstandsvorsitzende bei all dem Fortschrittsdenken von den Vorzügen der menschlichen Komponente überzeugt. Es scheint, als würde es, wie in anderen Branchen auch, wohl eine Zwischenlösung geben müssen. Persönliche Beratung (auch über digitale Kanäle) bei speziellen Anliegen und im Geschäftsbereich und rein digitale Kanäle mit kurzer Reaktionszeit für den Privatverbraucher im Alltagsbereich.

MEHR SERVICE

Dass ein Schaden rasch und unbürokratisch beglichen wird, kann und wird in Zukunft nicht mehr als Qualitätskriterium bei den Kunden durchgehen. Vielmehr wird es darauf ankommen, im Schadensfall die Dauer der Bearbeitung transparent zu machen und den Versicherten mit personalisierten Assistance-Leistungen zur Seite zu stehen. Qualität bedeutet für Zentner konkret, die Klienten bei der Schadensprävention aktiv zu unterstützen – beispielsweise mit der kostenlosen Unwetterwarnung. Für Schieferer liegt der Fokus auf ausreichenden Entscheidungskompetenzen und einem lösungsorientierten Agieren der Versicherer. Für Pelornigg wiederum sind eine persönliche Beratung und Fachkompetenz insbesondere im Firmengeschäft ein unverzichtbares Qualitätskriterium. Wenn letztlich aus einem „Geschäftsfall“ ein Partner auf Augenhöhe wird, sind die Versicherungen in Bezug auf Qualität und Service sicherlich auf einem guten Weg. Dabei wird – wie in allen anderen Bereichen auch – letztlich der Kunde entscheiden, welche Produkte sich durchsetzen und welche Kommunikationskanäle gefragt sind.

Als Branchentrends zeichnen sich „On-Demand-Versicherungen“ mit einer schnellen, unkomplizierten, bedarfsgerechten Abdeckung und einer flexiblen und meist kurzen Vertragsdauer bis hin auf Tagesbasis ab. Modulare Produkte sind zudem einfach in der Verwaltung und auf individuelle Bedürfnisse hin anpassbar – das spart Verwaltungsaufwand. Digitale Kommunikationswege versprechen mehr fundierte Kundendaten, anhand derer personalisierte Produkte automatisch übermittelt werden können. In Kombination mit der persönlichen Beratung für kompliziertere Sachverhalte auf Geschäftsebene ergibt sich so ein Baukasten an innovativen Maßnahmen, die das Versicherungswesen in ihrer Summe weg vom Vertreterimage und hin zum modern agierenden Problemlöser führen sollen.

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Ein Projekt der 43


T O P.T I R O L

U

nter dem Titel „So geht Nachhaltigkeit für KMU und Genossenschaften“ haben der VolksbankenVerbund und der Österreichische Genossenschaftsverband (ÖGV) einen Ratgeber veröffentlicht, der interessierten Unternehmen den Weg in eine nachhaltige Zukunft erleichtern soll. Denn: Der Handlungsbedarf im Bereich Nachhaltigkeit wird auch für kleinere Betriebe immer größer. Mit ihrem genossenschaftlichen Prinzip und ihren Kernwerten „Vertrauen, Regionalität und Kundennähe“ bekennt sich die Volksbank Tirol seit ihrer Gründung vor mehr als 150 Jahren zur nachhaltigen Geschäftstätigkeit. Begriffe wie der SDGKompass, EU-Taxonomie oder die Offenlegungsverordnung (SFRD) sind der Volksbank, ebenso wie großen Unternehmen mit eigenen Nachhaltigkeits-Abteilungen, gängige Begriffe. Doch: Nachhaltiges Wirtschaften wird für Unternehmen sämtlicher

„Lesen Sie in der neuen Nachhaltigkeits-Broschüre der Volksbank, welche die Gründe der aktuellen Dynamik sind, wie Einsteiger die ersten Schritte setzen und mit welchen Services und Förderungen zum Thema Nachhaltigkeit Sie rechnen können.“ MAG. MARTIN HOLZER, V O R S TA N D D ER V O L K S B A N K T IR O L A G

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Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema für die Volksbank Tirol, sind sich die beiden Vorstände Mag. Markus Hörmann (links) und Mag. Martin Holzer einig: „Durch unsere regionale Verankerung verfügen wir über eine gesunde Kapitalstruktur. Die Einlagen unserer Kunden bleiben in Tirol und sichern vor Ort Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze. Wir finanzieren damit kleine und mittlere Unternehmen als auch den Wohnbau in Tirol.“

„ Klimawandel, gesellschaftliche Veränderungen und gesetzliche sowie steuerliche Regularien sind der Grund, warum auch für KMU und Genossenschaften das Thema Nachhaltigkeit immer mehr an Bedeutung gewinnt.“ M A G . M A R K U S H Ö R M A N N , V O R S TA N D S V O R S I T ZEN D ER D ER V O L K S B A N K T IR O L A G

Branchen und jeglicher Größe immer wichtiger, um die Klimaziele der Regierung zu erreichen – und damit auch für KMU und Genossenschaften. Um diese dabei zu unterstützen, Nachhaltigkeit noch stärker in ihrem Kerngeschäft zu implementieren, haben der Volksbanken-Verbund und der ÖGV gemeinsam einen kostenlosen Ratgeber erstellt, der ab sofort auf der Website der Volksbank Tirol unter www.volksbank.tirol zum Download bereitsteht. Nachhaltigkeit ist Zukunftsfähigkeit Der Nachhaltigkeits-Guide für KMU und Genossenschaften klärt auf, warum Nachhaltigkeit alle etwas angeht und vor allem mit Chancen verbunden ist. Nur wer nachhaltig wirtschaftet, ist fit für die Zukunft. „Nachhaltigkeit eröffnet neue Geschäftsfelder, bindet Kunden sowie Mitarbeiter und macht Organisationen fit und widerstandsfähig“, konstatiert Mag. Markus Hörmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Tirol AG, und warnt: „Wer diese Entwicklungen ignoriert, läuft Gefahr zurückzubleiben und den Wandel zu verpassen.“ Des Weiteren präsentieren die Volksbank und der ÖGV nachhaltig erfolgreiche Geschäftsmodelle. „Sowohl Kunden der Volksbank als

auch ÖGV-Mitglieder gehen hier mit gutem Beispiel voran und zeigen, wie man mit ökologischer und sozialer Verantwortung gut wirtschaften kann“, fasst VolksbankVorstand Mag. Martin Holzer die Inhalte der brandneuen Broschüre zusammen. Gezielte Beratung für KMU Das Thema Nachhaltigkeit erfasst längst alle Facetten des Bankgeschäfts und erfordert damit eine klare strategische Positionierung. Neben der Ausrollung und Umsetzung einer umfangreichen Nachhaltigkeitsstrategie sieht sich die Volksbank Tirol hier in der Pflicht, ihren Kunden beratend zur Seite zu stehen. „Es ist uns ein besonderes Anliegen, unsere Kunden bei ihren Nachhaltigkeitsbestrebungen zu begleiten und sie beispielsweise dabei zu beraten, welche Förderungen für nachhaltige Investitionen es gibt“, sagt Markus Hörmann. Jetzt Informieren Der brandneue Nach­ haltigkeits-Guide für KMU steht zum kostenlosen Download auf unserer Website zur Verfügung: www.volksbank.tirol

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

© DIE FOTOGRAFEN

Volksbank Tirol veröffentlichte Nachhaltigkeits-Guide für KMU


T O P.T I R O L

­ S G L O F ER N E T H C I H C GES Krisen sind eine Herausforderung – im Guten wie im Schlechten. Für die einen werden sie zur Zerreißprobe, für andere ein Test der eigenen Fähigkeiten und nicht zuletzt eine Chance, zu wachsen. Auf den folgenden Seiten geben wir wieder Tiroler Unternehmen Raum, zu erzählen, wie sie sich trotz schwieriger Zeiten behaupten.

➔ 45


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : E G L O I M M O B I L I E N

LEBENSRAUMGESTALTER

EGLO Immobilien bringt als kleinerer Bruder von EGLO Leuchten einiges an Know-how und Erfahrung mit, auch wenn das Unternehmen noch relativ jung ist. All das fließt in die selbsterklärte Mission des Bauträgers ein: (urbane) Landschaften zu gestalten, um Lebensräume für die Zukunft zu schaffen.

A

In Schwaz entsteht mit dem Schwaz Urban 20.20 Tower gerade ein Vorzeigeprojekt von EGLO Immobilien.

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ls Leuchtenausstatter hat sich EGLO Leuchten einen Namen gemacht und ist weltweit aktiv. Mit Standorten in mehr als 60 Ländern konnte das Tiroler Familienunternehmen der Familie Obwieser in den vergangenen 50 Jahren auch viel Knowhow im Immobilienbereich sammeln. „Ursprünglich ist diese Erfahrung vom Gründer Ludwig Obwieser alleine in die Entwicklung und Gestaltung von EGLOLeuchten-Standorten eingeflossen“, erzählt Daniel Kostenzer, Geschäftsführer und Teilhaber von EGLO Immobilien. Aus der Notwendigkeit wurde Leidenschaft und daraus entstand vor wenigen Jahren wiederum die Idee, ein externes Geschäftsmodell zu entwickeln – immer mit der Absicht, mehr als „nur“ Projekte abzuwickeln oder „nur“ Gebäude zu bauen. „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Lebensräume mitzugestalten. Daraus ist EGLO Immobilien entstanden, womit wir seit 2017 als Bauträger und Projektentwickler fungieren, sowohl für externe Wohnund Gewerbeobjekte in Österreich, vorwie-

gend Tirol, Wien und Niederösterreich als auch weiterhin für EGLO Leuchten in ganz Europa.“

WOHNEN IM FOKUS

Und der Erfolg kann sich sehen lassen: Rund 70 Millionen Euro Umsatz sind dem Unternehmen dieses Jahr sicher. Für das nächste Jahre haben sich EGLO Immobilien und sein Team vorgenommen, die 100-Millionen-Marke zu knacken. Daran hat auch die aktuelle Krise wenig geändert. „In der Bau- und Immobilienbranche zählen wir zu den Glücklichen, die von groben Einbrüchen verschont geblieben sind“, bestätigt der Geschäftsführer. „Wohnen kommt nicht aus der Mode. Die vergangenen Monate haben den Blick vieler nach innen gekehrt: Es wird mehr Augenmerk auf die Qualität des Wohnens mit guter infrastruktureller Anbindung gelegt, weshalb wir bei der Auswahl unserer Projekte hier einen besonderen Wert legen. Und auch als Investition sind Immobilien gefragter denn je, da es sich um eine sichere Anlageform handelt – entsprechen-

„Wohnen kommt nicht aus der Mode. Die vergange­ nen Monate haben den Blick vieler nach innen gekehrt.“ DANIEL KOSTENZER


© EGLO IMMOBILIEN

E R F O L G S­G E S C H I C H T E : E G L O I M M O B I L I E N

„Mit einem starken erfolg­ reichen Konzern im Rücken bieten wir unseren Kunden die entsprechende Sicher­ heit für ihr Lebenswerk.“ DANIEL KOSTENZER , GESCHÄF TSFÜHRER EGLO IMMOBILIEN

lung und dem starken, erfolgreichen Konzern im Rücken bieten wir unseren Kunden auch die entsprechende Sicherheit für ihr Lebenswerk.“

de Sorglospakete für Anleger ermöglichen ein unbeschwertes Anlegen seiner Ersparnisse für die Zukunft.“

HERAUSFORDERND

Ein Zuckerschlecken war und ist die Pandemie dennoch nicht. Die massiv gestiegene Nachfrage beim Bau- und Baunebengewerbe und die damit zusammenhängende Auslastung sowie Lieferknappheiten trieben auch die Baupreise in kürzester Zeit massiv in die Höhe. „In Branchen mit kürzeren Abwicklungszeiten zwischen Ein- und Verkauf spielt das weniger eine Rolle, aber bei uns liegen meistens große Zeitspannen zwischen Wohnungsverkauf, Auftragsvergabe und Fertigstellung, was

unter anderem zur Folge hat, dass wir große Baupreisfluktuationen abfedern müssen“, erklärt Kostenzer.

GROSSE SCHWESTER

Doch gerade in unsicheren Zeiten ist EGLO Immobilien mit der „großen Schwester“ EGLO Leuchten im Rücken bestens aufgestellt. Nicht nur finanzielle Sicherheit garantiert der Schwesternkonzern, sondern auch hohe Standards. „Der Name EGLO steht für etwas und dafür müssen wir uns täglich anstrengen“, erklärt Kostenzer. Zum einen sei das ein Qualitätsversprechen: „Wir erlegen uns sehr hohe Ansprüche auf. Zum anderen bedeutet das Stabilität. Dank unserer breiten Aufstel-

GESTALTEND

In Verbindung mit der Firmenphilosophie, Lebensräume gestalten zu wollen, macht das EGLO Immobilien zum seriösen Gegenüber für Gemeinden. „Wir bauen nicht für nur für uns, sondern gestalten auch wichtige Bereiche in den einzelnen Gemeinden mit“, erklärt Kostenzer. „Das bedeutet viel Kommunikation und Absprache, damit wir erfolgreich alle am selben Strang ziehen und Lebensräume gemeinsam mit der Gemeinde entwickeln können. Wie gut das funktioniert, beweist der ‚Schwaz Urban 20.20 Tower‘.“ Dieses Vorzeigeprojekt – ein Gebäude am Schwazer Bahnhofsareal mit einem annähernd 50 Meter hohen Turm, das Wohnen, Arbeiten und Freizeit vereint und zusätzlich auch noch Flächen für Kultur, Urban Gardening und mehr bereitstellt – soll 2023 fertiggestellt werden und wurde vom Gemeinderat über alle Fraktionen hinweg einstimmig genehmigt: ein echter Erfolg bei Projekten dieses Umfangs und nur möglich, da sich alle einbringen konnten und ein Mehrwert für alle herausgearbeitet werden konnte – win-win sozusagen. Mit Fotovoltaik und Park-&-Ride-Anlage ausgestattet, verkörpert das Gebäude das, was sich EGLO Immobilien auf die Fahnen geschrieben hat: „Nachhaltiges Bauen für die Zukunft“, fasst Kostenzer zusammen. „Wir wollen das Leben der Menschen mit unseren Projekten aktiv und positiv mit­ gestalten.“ 47

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Mit Fotovoltaik und Park-&-Ride-Anlage ausgestattet, wird der Schwaz Urban 20.20 bald Wohnraum, Kulturfläche und mehr bieten und so den Anspruch von EGLO Immobilien unterstreichen, nicht nur Gebäude, sondern nachhaltige Lebensräume für die Zukunft zu entwickeln.


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : L E D E R M A I R

MOBILITÄT FÜR ALLE Die Busse von Ledermair sind von Tirols Straßen kaum wegzudenken. Kein Wunder, denn neben dem Personenverkehr kooperiert eine Vielzahl von Betrieben im ganzen Land mit dem Tiroler Familienunternehmen aus Schwaz. Dabei stellen die Linienbusse nur eines von vielen Standbeinen dar und das Angebot der Ledermair Holding GmbH ist so vielfältig wie seine Mitarbeiter.

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ie Geschichte von Ledermair reicht weit zurück: Was 1924 mit Pferdefuhrwerken begann, ist heute das größte private Busunternehmen Tirols. Auch jetzt sind es Vater und Sohn, Martin und Alexander Ledermair, die den Betrieb mit der Zentrale in Schwaz leiten. Insgesamt 202 Mitarbeiter beschäftigt die Firma und rund 2.210.000 Fahrgäste pro Jahr verlassen sich auf den Service von Ledermair.

MODERNISIERUNG UND EXPANSION

Martin Ledermair führt die Ledermair Holding GmbH seit 1994. Im Jahr 2016 stieg auch sein Sohn Alexander Ledermair in die Geschäftsführung ein, und gemein48

sam haben sie das Ziel, den Komfort für Reisende zu garantieren. Das Busunternehmen strebt nach Modernisierung, weshalb Ledermair einen vielfältigen Service anbietet. Abseits des Werkverkehrs können Kunden Erlebnisreisen und Tagesfahrten über die Reiseabteilung buchen. Die neu gebaute Zentrale in Schwaz wurde um einen weiteren Standort in Stans erweitert und mit der Gründung der LEOAkademie baut das Unternehmen die Möglichkeit für Fort- und Weiterbildung der Angestellten aus.

DIE MENSCHLICHKEIT ZÄHLT

Neben der Erweiterung der Angebote und der Modernisierung des Buswesens liegt


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : L E D E R M A I R

© AXEL SPRINGER, LEDERMAIR

Die Geschäftsführung der Ledermair Holding GmbH Martin und Alexander Ledermair mit den Mitarbeiterinnen Katharina Aschenwald und Madeline Eberl

Unternehmens­ geschichte

1924

Gründung von Johann Ledermair als Pferdefuhrwerk und Schottertransport

1946

Erster Linienverkehr zwischen Schwaz und Innsbruck

1960

der Fokus bei Ledermair auf dem persönlichen Umgang miteinander. Das Traditionsunternehmen setzt auf langjährige Mitarbeiterbindung und Diversität, daher findet man bei Ledermair ein vielfältiges und multikulturelles Team, das besonders den Faktor barrierefreies Busfahren fokussiert. Die LEO-Akademie als interne Lern- und Entwicklungsplattform stellt Schulungsmöglichkeiten bereit und fördert die Qualitätssicherung, Expertise und das Know-how der Mitarbeiter. Auch Quereinsteiger sind bei Ledermair willkommen und können eine Vielzahl von Ausbildungsangeboten und regelmäßigen Schulungen sowie Coachings in Anspruch nehmen.

GESTÄRKT AUS DER KRISE

Für das Busunternehmen war die Krise der letzten zwei Jahre besonders im Bereich Busreiseverkehr und Skitransport spürbar. Dem konnte Ledermair aber mit Werbemaßnahmen und verstärkter Kundenbetreuung entgegentreten. Insgesamt war Ledermair in ständiger Absprache mit den Partnern im Bereich Werkverkehr, den Gemeinden und dem Land Tirol und bemühte sich um flexible Fahrzeiten. Intern nutzte man die Zeit, um ein neues Kommunikationstool aufzubauen und Prozesse zu optimieren.

BESSER BUS FAHREN

Ledermair ist mit seinen freundlichen und verlässlichen Fahrern auch für viele Tiroler Unternehmen ein wichtiger Partner, wenn es um den Werkverkehr geht. Der Bus und LKW Service BLS kümmert sich um qualifizierte Reparaturen, Wartungen, Umbauten und Unfallinstandsetzungen sowie Karosseriearbeiten. Das Familienunternehmen ist außerdem Partner von Klimaaktiv und will auch für die Zukunft auf nachhaltigen Verkehr und Elektromobilität setzen.

1994

Neuer Geschäftsführer Martin Ledermair

2003

Gründung der Firma BLS – Bus & LKW-Service für qualifizierte Reparaturen von Bussen und LWK und Ankauf der Firma Busreisen Heiss GmbH

2016

Alexander Ledermair steigt in die Geschäftsführung ein

2018

Umbau der Zentrale in Schwaz und neuer Standort in Stans sowie Gründung der LEO-Akademie

2020

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

„Das Traditionsunter­ nehmen setzt auf lang­ jährige Mitarbeiterbin­ dung und Diversität, daher findet man bei Ledermair ein vielfälti­ ges und multikulturel­ les Team.“

Johann Ledermair baut den Zweig Spedition-, Ausflugsund Botengewerbe weiter aus. Leo Ledermair übernimmt den Bereich Linienverkehr

Einführung eines internen Kommunikationstools

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E R F O L G S­G E S C H I C H T E : P L A N L I C H T

Felicitas Kohler und Gerald Kohler, Geschäftsführung PLANLICHT

LICHT FÜR DIE ZUKUNFT S

eit mittlerweile 35 Jahren bietet PLANLICHT Beleuchtung made in Tirol. Das Augenmerk liegt seit jeher auf nachhaltigen, durchgängig konzipierten Lösungen, die sich nach den Bedürfnissen der Kunden und Nutzer richten. Dabei hat sich das Familienunternehmen bereits früh Innovation auf die Fahnen geschrieben. PLANLICHT ist nicht nur in der Anwendung, sondern auch der Entwicklung von Technologien wie LEDs und SmartHome-Technik aktiv involviert. Als eine der neuesten Technologien findet sich zudem HCL – Human Centric Lighting, bei dem Lichtfarbe und -intensität an die Tageszeit angepasst werden – im Portfolio des Familienunternehmens. Dabei kommt kaum ein Produkt gänzlich von der Stange. „Rund 90 Prozent unseres Umsatzes generieren wir im Projektgeschäft“, erklärt Felicitas Kohler, die, gemein-

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PLANLICHT verbindet innovative Technologien und modernes Design. © PLANLICHT, AXEL SPRINGER, ARMIN KUPRIAN

PLANLICHT hat sich den Anwendern ihrer Produkte ebenso verschrieben wie der Umwelt. Der Vomper Familienbetrieb setzt auf neueste Technologie und maßgeschneiderte Lösungen, um seinen Kunden ein optimales Beleuchtungserlebnis zu bieten – und das so nachhaltig wie möglich.


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : P L A N L I C H T

„Wir haben im ersten Lockdown gemeinsam beschlossen, etwas auf die Beine zu stellen, das der aktuellen Situation gerecht wird, aber auch nach der Pan­ demie Bestand haben kann.“ F E L I C I TA S KO H L E R , G E S C H Ä F T S F Ü H R ER I N P L A N L I C H T

Gemeinsame Sache

Seit Kurzem beteiligt sich PLANLICHT an dem Designlabel ALMUT VON WILDHEIM. Das Tiroler Start-up hat sich dem Einsatz von natürlichen Materialien aus der Region verschrieben, aus denen sie ganz besondere, ökologische Lampenschirme und mehr designen – mit dem klaren Anspruch, Schönheit, Design und regionale Nachhaltigkeit zu verbinden.

seits des für Menschen sichtbaren Spektrums, das hochdosiert Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze und Viren zerstört. Das geschieht völlig rückstandslos und ohne Chemikalien und wird so auch dem Nachhaltigkeitsgedanken gerecht. Aus diesem Ansatz entwickelte PLANLICHT erst den seCUBE: ein System zur Oberflächendesinfektion. Mittlerweile wurde mit CARE BY LIGHT ein eigenes Unternehmen, gemeinsam mit dem Management Center Innsbruck, gegründet, um die Technologie weiterzutreiben und zusätzliche Anwendungsformen zu erschließen.

Bei HCL Technologie wird der natürliche Verlauf des Tageslichts angestrebt.

sam mit ihrem Mann, PLANLICHT in mittlerweile zweiter Generation leitet. „Das bedeutet maßgeschneiderte Beleuchtungslösungen, die gemeinsam mit dem Auftraggeber an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden.“

MEHR ALS BELEUCHTUNG

Mit diesem beratungsintensiven Geschäftsmodell sind Lockdowns und Krise alles andere als spurlos an PLANLICHT vorübergegangen. Doch im Angesicht von Unsicherheit besannen sich die Mitarbeiter auf Innovation als ihre Kernkompetenz. „Wir haben im ersten Lockdown gemeinsam beschlossen, etwas auf die Beine zu stellen, das der aktuellen Situation gerecht wird, aber auch nach der Pandemie Bestand haben kann“, berichtet Kohler. Dabei kam das Team schnell auf UV-C-Strahlung – hochenergetisches Licht, jen-

„Rund 90 Prozent unseres Umsatzes generie­ ren wir im Projektge­ schäft.“ F E L I C I TA S KO H L E R

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ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

NACHHALTIGKEIT IM FOKUS

Das Thema Nachhaltigkeit hat allerdings nicht nur bei den Erzeugnissen und Entwicklungen von PLANLICHT hohe Signifikanz. Auch in der Produktion legen Kohler und ihre Mitarbeiter großen Wert auf den Einsatz erneuerbarer Energien, kurze Transportwege und mehr. „Das sind auch Überlegungen, die in unseren neuen Standort in der Steiermark eingeflossen sind“, bestätigt Kohler. In der PLANFACTORY in Murau wird PLANLICHT ab Ende 2022 hundertprozentig CO2-neutral Metallteile erzeugen. „Dort bauen wir auf leistungsstarke Fotovoltaik und eine eigene Biomasseanlage, um den ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten.“ Dazu kommt die relative Nähe zum Hauptstandort, die die Transitbelastung deutlich senkt. Und natürlich hat auch im Headquarter in Vomp grünes Denken Vorrang. Neben dem Einsatz neuester Technologien und dem sorgsamen Umgang mit Rohstoffen werden den Mitarbeitern Incentives geboten. „Wir haben den Standort bereits mit Elektro-Ladesäulen ausgestattet“, erzählt Kohler. „Für die Zukunft ist ein Punktesystem angedacht, das allen zugutekommt, die zum Beispiel auf dem Weg in die Arbeit auf alternative Mobilität setzen. Damit wollen wir nachhaltiges Handeln auch jenseits des Arbeitsplatzes unterstützen.“


Zur Person Jana Ganzmann schloss ihr Studium in Nonprofit-, Sozial- und Gesundheitsmanagement am Management Center Innsbruck (MCI) ab. Die 25-Jährige sammelte Berufserfahrung in einem inklusiven Start-up Inkubator in Berlin, ehe sie 2019 SETup und 2021 den Impact Hub Tirol mitgründete. Alexander Auer studierte Umwelt- und Verfahrenstechnik und Betriebswirtschaft am MCI und Europäische Energiewirtschaft an der FH Kufstein. Als Student engagierte sich der gebürtige Salzburger in der Österreichischen Hochschüler:innenschaft. Gemeinsam mit Jana Ganzmann gründete er eine Organisation für soziales Unternehmertum.


INTERVIEW

INNOVATIVE KÖPFE VERNETZEN Sozial und ökologisch zu wirtschaften ist nicht nur Start-ups vorbehalten. Dazu braucht es auch innovative Köpfe und bestehende Unternehmen, sind Jana Ganzmann und Alexander Auer vom Impact Hub Tirol überzeugt. Was sich seit der Gründung des Impact Hubs vor einem halben Jahr getan hat, erzählen die beiden im Interview. INTERVIEW: THERESA KLEINHEINZ • FOTO: A XEL SPRINGER

I

hr habt 2019 mit SETup eine ähnliche Organisation gegründet. Was hat euch dazu bewogen, zweieinhalb Jahre später dem globalen Impact-Hub-Netzwerk beizutreten? JANA GANZMANN: Wir haben gemerkt, dass wir das Konzept von Community mehr brauchen, sodass Leute dauerhaft ein Netzwerk finden, in dem sie sich gegenseitig unterstützen. Außerdem können wir als Teil vom globalen Netzwerk auf 15 Jahre Erfahrung zurückzugreifen, Programme gemeinsam mit Hubs in anderen Städten machen und die Communitys miteinander verknüpfen. ALEXANDER AUER: Impact Hub war das passende Netzwerk, weil es das Globale verbindet, wir aber eine Organisationsstruktur haben, in der wir als lokaler Hub sehr eigenständig sind. Die Themen Nachhaltigkeit und Impact müssen überall auf der Welt regional abgehandelt werden. Aber der Klimawandel ist kein lokales Tiroler Phänomen. Wir können zum Beispiel in der Landwirtschaft von Know-how aus Schottland profitieren, weil wir eine ähnlich strukturierte Landwirtschaft haben.

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Über den Impact Hub Tirol Der Impact Hub Tirol ist Teil des globalen Impact-Hub-Netzwerks mit Sitz in Wien. Das Zentrum richtet sich an bereits bestehende Unternehmen, an Start-ups, aber auch an Einzelpersonen, die soziale und ökologische Innovation vorantreiben wollen. Ziel ist es vor allem, die Akteure zu vernetzen. Der Impact Hub hat seinen Sitz in der Kulturbackstube Bäckerei in Innsbruck.

Was versteht ihr unter Impact? AUER: Grundsätzlich verstehen wir darunter alle Auswirkungen, die unternehmerisches Handeln hat. Das können direkte oder indirekte, gute oder schlechte Auswirkungen sein. Wenn wir sagen: „Impact schaffen“, dann meinen wir gute Auswirkungen. Wenn wir Impactanalysen in Unternehmen machen, dann nehmen wir natürlich die schlechten mit.

2005

wurde in London der erste Impact Hub gegründet.

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„Klar sind die SocialStart-up-Wörter immer ein bisschen abgeho­ ben. Aber im Endeffekt geht es um wertorien­ tiertes und zukunftsfähiges Wirtschaften.“

weise in riesigen Metropolen, da ist es schwieriger. In Tirol sieht man die Auswirkungen direkt. Und wir entwickeln nicht nur Projekte in Tirol für Tirol, sondern auch aus Tirol hinaus.

Könnt ihr ein Beispiel für ein solches Projekt nennen? JANA GANZMANN, AUER: Letztes Jahr haben wir MITGRÜNDERIN IMPAC T HUB TIROL ein Programm zum Thema soziale Innovation für Kinder und Jugendliche gemeinsam mit dem Als Vision steht auf eurer HomeSOS Kinderdorf gemacht – das page: „Tirol wird zum internationalen Hotspot für war das Social Innovation Lab. Mit anerkannten össoziale und ökologische Innovation – für eine lebens- terreichischen Expert:innen, aus Daten von Rat auf werte Region, jetzt und in der Zukunft.“ Wie wollt ihr Draht und aus SOS-Kinderdorf-Fokusgruppen hadas schaffen? ben wir die fünf größten Challenges für Kinder und GANZMANN: Indem wir verstärkt auf Innovation Jugendliche herausgesucht. Dann haben wir einen und Kollaboration setzen. Wir bringen die Menschen Prozess vorgeschlagen, 60 Leute eingeladen, die gerne zusammen, die schon aktiv sind, egal, ob Vorzeigeun- Lösungen entwickeln und sich selbstständig machen ternehmen, Impact-Start-ups oder Menschen, die ge- möchten. Drei Projekte betreuen wir jetzt noch. Dabei sellschaftlich aktiv sind. Der Impact Hub ist das größ- entstanden sozialunternehmerische Konzepte wie der te globale Netzwerk für Impact und Entrepreneurship. „Naschgarten“, ein Verein, der Kindern in Wien praktiWir haben weltweit die größte Expertise, was dieses sche Kompetenzen rund um die Ernährung vermittelt, Thema angeht. In Form von Innovationsprogrammen oder „Rümi“, ein Pop-up-Spielplatz für einen verbesmit lokalen Partnern sollen neue Lösungen und Kolla- serten Lebensraum für Kinder. borationen entstehen. Wer sind eure Zielgruppen? AUER: Für uns ist Tirol der perfekte Ort, um sich als AUER: Unsere Herangehensweise ist eine holistiHotspot für soziale und ökologische Innovation zu po- sche. Wir arbeiten nicht nur mit Start-ups – das war sitionieren, weil man hier noch das vor Ort hat, was der bewusste Schritt von SETup zu Impact Hub. Wir schützenswert ist. Unsere Schwesternhubs sind teil- wollen auch mit bestehenden Unternehmen arbeiten.


INTERVIEW

„ Wir bringen die Menschen zusammen, die schon aktiv sind, egal, ob Vorzeigeunter­ nehmen, Impact-Start-ups oder Menschen, die gesellschaftlich aktiv sind.“ JANA GANZM ANN, MITGRÜNDERIN IMPAC T HUB TIROL

© OLIVER THOMAS HAMEDINGER

Sitz des Impact Hub Teams ist aktuell die Kulturbackstube Bäckerei in Innsbruck.

Banken und Fonds nicht wissen, wie man mit finanziellen Mitteln sozialen und ökologischen Impact schafft, dann geht das nicht.

Deswegen machen wir viel Unternehmensberatung. Unsere Community ist auch für Einzelpersonen zugänglich. Wenn wir die Ökologie und das Soziale in unser Wirtschaftssystem integrieren wollen, kann ich nicht sagen, ich gründe ein paar neue Start-ups und dann ändert sich alles. Sondern es müssen sich bestehende Strukturen und Institutionen ändern. Wenn Journalist:innen nicht über das Thema Bescheid wissen, dann können sie nicht darüber berichten. Wenn Politiker:innen nichts damit anfangen können, können sie nicht die Rahmenbedingungen setzen. Wenn

Was kann man sich unter der Unternehmensberatung vorstellen? GANZMANN: Bei uns macht die Unternehmensberatung vor allem Martin Hörtnagl. Er hat einen systemischen Coaching-Zugang. Es geht darum, herauszufinden, wo das Unternehmen steht und wo es hin will. Ob das ist, dass man sich klimaneutral entwickelt, oder ob man inklusive Arbeitsmodelle schafft. Das sind zwei verschiedene Wege, die man natürlich gleichzeitig gehen kann. Oder, wo man sich entscheiden kann. Weil wir auch verstehen, dass man nicht alles auf einmal machen kann und dass es ein Transformationsprozess ist, dem man Zeit geben muss.

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© TOBIAS LEINEWEBER

INTERVIEW

Jänner 2019 Gründung der Vorgängerorganisation SETup

Mai 2021 Anschluss an das internationale Impact-HubNetzwerk Das Konzept des Impact Hubs baut auf Community auf. Gemeinsam sollen neue Ideen in Richtung ökologischer und sozialer Innovation entstehen.

Wie wird das Angebot angenommen? AUER: Gerade in der ersten Phase der Selbsteinschätzung wird es sehr gut angenommen – da sind wir überrascht. In die späteren Phasen müssen wir uns erst hineinentwickeln. Für uns würde das zu Ende gedacht so aussehen, dass Unternehmen mit ihrer Kernkompetenz gemeinsam mit einer NGO oder einem SocialStart-up neue Innovation, ein neues Produkt, eine neue Dienstleistung schaffen.

100 Mehr als

Impact Hubs in über

50 Ländern gibt es mittlerweile.

GANZMANN: Man sieht, dass der Bedarf auf jeden Fall da ist und dass Tiroler Unternehmen sich in diese Richtung entwickeln wollen. Viele kommen aus dem Familienunternehmertum. Da ist es sehr präsent, dass man wertebasiert arbeitet. Klar sind die Social-Startup-Wörter immer ein bisschen abgehoben. Aber im Endeffekt geht es um wertorientiertes und zukunftsfähiges Wirtschaften. Welche Branchen kommen zu euch? GANZMANN: Tourismus, kleinere Hotels, aber auch die Baubranche – das ist ganz unterschiedlich. Wir sind gar nicht branchenspezialisiert. Wo gibt es in Tirol noch Aufholbedarf? AUER: In Tirol passiert viel. Es gibt Berater:innen, die gute Arbeit machen. Das ist nichts, das Impact Hub neu nach Tirol gebracht hat. Zwar passiert viel, aber uns passiert es zu langsam. Damit es mich als Unternehmen in zehn Jahren noch gibt, muss ich mir in dieser Zeit sowieso etwas zur Nachhaltigkeit überlegen. Die Frage ist nur, wieso mache ich es nicht jetzt schon.

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„Es gibt kaum Menschen, die – wenn es sich wirtschaftlich abbilden lässt – nicht zur nachhaltigen Alternative greifen.“ ALEX ANDER AUER, MITGRÜNDER IMPAC T HUB TIROL

Inwiefern zahlt eine solche Transformation sich aus wirtschaftlicher Sicht aus? GANZMANN: Unternehmen wie Hollu, die super aufgestellt sind, was die Sustainable Development Goals betrifft, haben kein Problem, Personal zu finden. Für die Lücke, an dem, was wir an Aufholbedarf haben, ist ein riesiger Markt da. Viele Probleme, die wir als Gesellschaft zu lösen haben, sind durch unternehmerisches Potenzial bewältigbar – und dementsprechend langfristig rentiert es sich. Laut einer Grafik auf eurer Website sollten sich konventionelle in zukunftsfitte Unternehmen verwandeln. Sind konventionelle Unternehmen nicht zukunftsfit? AUER: Nein, ich glaube, wenn man nicht Nachhaltigkeit und Impact in sein Geschäftsmodell integriert, schafft man es nicht. Man wird es auch nicht schaffen, wenn soziales und ökologisches Engagement nur durch den Budgetüberschuss finanziert wird und ich die 100.000 Euro, die am Schluss übrigbleiben, spende. Ich muss ökologische Nachhaltigkeit mitskalieren.


INTERVIEW

© OLIVER THOMAS HAMEDINGER

Der Impact Hub Tirol wurde von Jana Ganzmann, Johannes Völlenklee und Alexander Auer gemeinsam mit ihrem Team gegründet.

Je größer das Unternehmen, desto mehr muss ich für die Nachhaltigkeit tun. Es gibt kaum Menschen, die – wenn es sich wirtschaftlich abbilden lässt – nicht zur nachhaltigen Alternative greifen. Was fehlt euch vonseiten der Politik? AUER: Bei der Politik fehlen grundsätzlich die Fürsprecher. Soziale Innovation ist im Sozialministerium integriert, das eine schwere Aufgabe mit dem Gesundheitsministerium hat. Die Frage ist, wer ist in Österreich der Kopf, der wirklich Social Entrepreneurship vorantreibt. Es gibt nicht eine Partei, wo ich sagen könnte, die haben ein Interesse an Social Entrepreneurship. Und dann braucht die Politik auch Mut. Die Unternehmen sind schon viel weiter, die Start-ups sowieso. Die Politik setzt zu wenige Leitplanken, mit denen ich als Unternehmen planen kann. Wenn ich weiß, ich habe ab dem Jahr kein Dieselprivileg mehr, dann kann ich mir etwas überlegen. Auch für Investoren könnte man klare Anreize schaffen.

Wohin wollt ihr den Impact Hub entwickeln? GANZMANN: Bei uns geht’s in nächster Zeit stark darum, eine Gemeinschaft von Leuten aufzubauen, die in Tirol etwas bewegen wollen, und bestehende Bereiche auszubauen. Das sind Beratungen, Programme und Räumlichkeiten anzubieten für Leute, die entweder neu gründen, einen Transformationsprozess durchlaufen oder Innovation anstoßen wollen. Vielen Dank für das Gespräch.

T G Ä R G T N T U T O R NTWOR VERA

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IE S M U ’S T H E G UNS 57


T O P.T I R O L

Freudenthaler: Innovativer Ressourcenmanager präsentiert neues Design

„Eine Website zeigt auf, welche Mission wir verfolgen und welche Formensprache unserem Unternehmen entspricht.“

© FREUDENTHALER

Die umweltfreundliche Entsorgung und Wiederverwertung von Abfällen und Problemstoffen werden in Zeiten von Nachhaltigkeit und Klimaschutz zunehmend wichtiger. Freudenthaler – Branchenführer in Westösterreich – ist in diesem Bereich zukunftsweisend tätig und unterstreicht seine führende Position mit einem neuen Design.

W

enn ein Unternehmen einen Apfel als Logo verwendet, so lässt dies üblicherweise auf eine besondere Ambition in seiner DNA schließen. Die Firma Freudenthaler wird seit jeher höchsten Ansprüchen gerecht, garantiert Entsorgungssicherheit und richtet stets den Blick in Richtung Zukunft. Verantwortung für die Kunden, aber auch für nachfolgende Generationen zu übernehmen – dieser Ambition ist die Firmenphilosophie von Freudenthaler verpflichtet: Gewerbe, Hotellerie, Kommunen und vor allem die Industrie schätzen den Service der traditionsreichen Firma, die seit nahezu fünf Jahrzehnten erfolgreich tätig ist. Der Grundsatz „Exzellenz in jeglichem Tun“ gibt die Leitlinie für das engagierte Team vor. Für die Zukunft handeln Um diesem Credo zu entsprechen und seiner Entwicklung zum Branchenführer klar Ausdruck zu verleihen, ließ das in Inzing beheimatete Traditionsunternehmen seinen Markenauftritt erneuern. „Mit dem Claim ‚Wir bewahren Ressourcen für die Zukunft‘ wurde das Versprechen von Freudenthaler klar in den Vordergrund gestellt. Denn wir sehen es als unsere zentrale Zukunftsaufgabe wertvolle Rohstoffe aus Abfällen zu

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Einsatzgebiet des neuen Freudenthaler-Designs sind neben den Online-Kanälen auch Drucksorten und Broschüren.

„Für uns sind die Themenkomplexe ‚Umwelt und Nachhaltigkeit‘ längst mehr als nur Schlagworte.“


T O P.T I R O L

„Seit jeher stand immer der Kundennutzen im Zentrum unseres Tuns, daher soll auch unser neu­gestalteter Auftritt – egal ob digital oder analog – zuallererst dem Kunden unsere Zuhörbereitschaft und Pro­blemlösungskompetenz signalisieren.“

gewinnen. Ganz generell haben sich die Ausrichtung unseres Tuns und unsere Rolle in Wirtschaft und Gesellschaft gewandelt. Für uns sind die Themenkomplexe ‚Umwelt und Nachhaltigkeit‘ längst mehr als nur Schlagworte. Dieser Leitgedanke ist unsere Mission und sollte im neuen Erscheinungsbild noch mehr zur Geltung kommen“, beschreibt Geschäftsführerin Ingeborg Freudenthaler den Grundgedanken hinter dem neuen Design.

„Wir sehen es als unsere zentrale Zukunftsaufgabe, wertvolle Rohstoffe aus Abfällen zu gewinnen.“

und Online-Medien zu kommunizieren.“ So wurde das Logo mit dem signifikanten Apfel klarer gestaltet, die Farbe Grün wurde in einem wärmeren Farbton gewählt. Neue Icons, eine neue Bilderwelt und eine klare Typographie sind die weiteren Elemente des neuen Freudenthaler Corporate Design.

In den besten Händen Mit der Umsetzung betraut wurde schließlich eine renommierte heimische Werbeagentur, die folgender Aufgabenstellung gerecht werden musste: „Die vielseitigen Leistungen des Unternehmens Freudenthaler sind zeitgemäß in allen Print-

Freudenthaler GmbH & Co KG Schießstand 8, 6401 Inzing Tel.: 05238/53045 E-Mail: office@freudenthaler.at www.freudenthaler.at

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Firmenphilosophie mit Weitblick. Der Schutz der Umwelt und die Reduktion der CO2Emissionen sind Teil unserer Verantwortung künftigen Generationen gegenüber.

Plattform, Design, Mittel der Kundenkommunikation Zentrales Medium jeder modernen Organisation ist ihr Online-Portal. Daher ging mit dem Relaunch des Designs auch eine Neugestaltung der Website von Freudenthaler einher. „Als Visitenkarte des Unternehmens gibt sie Aufschluss über unser Tätigkeitsfeld und unsere Vision“, erklärt Freudenthaler und fügt hinzu: „Sie zeigt auf, welche Mission wir verfolgen und welche Formensprache unserem Unternehmen entspricht. Ihr Zweck ist es, dem Leser im Rahmen weniger Bilder und Worte einen nachhaltigen Eindruck unseres Unternehmens zu vermitteln.“

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DIE KRISENTROTZER Die Pandemie hat die Weltwirtschaft weiterhin eisern im Griff. Dennoch ist es einigen Unternehmen gelungen, dank innovativer Geschäftsmodelle und geschickter Platzierung beachtliche Umsätze zu erwirtschaften. Wir stellen drei davon vor und verraten, wie ihnen das gelungen ist.

GIESSWEIN

ACCESS LOGISTIC

SINGLE USE SUPPORT

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Wollig warm durch die Krise Während die Pandemie viele Unternehmen kalt erwischte, konnte Giesswein seinen Absatz sogar steigern – dank rechtzeitiger Investitionen und dem richtigen Produkt zur richtigen Zeit. T E X T: T H E R E S A K I R C H M A I R

© FLORIANLECHNER.COM, GIESSWEIN

GIESSWEIN

KRISENTROTZER

„Hätte es die Krise nicht gegeben, wäre es auch gut gelaufen.“ MARKUS GIESSWEIN, GESCHÄF TSFÜHRER GIESSWEIN

Markus und Johannes Giesswein (v. l.) möchten alte Strukturen aufbrechen und neues Potenzial entfalten.

Giesswein ist ein Familienunternehmen mit Sitz in Brixlegg und wird in dritter Generation von den Giessweins geführt. Die Spezialität der Firma ist die Verarbeitung von Wolle, produziert wird in Tirol.

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D

as Frühjahr 2020 brachte zahlreiche – meist unerfreuliche – Überraschungen für die österreichische Wirtschaft mit sich. Auch Giesswein, ein Tiroler Traditionsunternehmen aus Brixlegg, musste sich in den ersten Wochen der Pandemie mit schlechten Nachrichten auseinandersetzen, wie sich Geschäftsführer Markus Giesswein erinnert: „Das

war für uns anfangs schockierend, weil die Zahlen auch online um 20 % schwächer geworden sind als in allen Jahren zuvor.“ Der gut ausgebaute Onlineshop sollte aber der große Vorteil des Wollverarbeiters werden. Nach Schließung der Geschäfte verkaufte man mehr Waren als erwartet, was dem Unternehmen einen verdoppelten Absatz und 60 Millionen Euro Umsatz bescherte.

© FLORIANLECHNER.COM, GIESSWEIN, DANIEL ZANGERL

EINE FRAGE DES TIMINGS

Giesswein war lange für Trachten, Woll- und Walkstoffe bekannt, seit der Übernahme durch die dritte Familiengeneration hat sich der Fokus aber auf Trendprodukte wie innovative Sneaker verlagert. „Mein Bruder Johannes und ich sind eine andere Generation, wir waren schon immer global denkend, modern und weltoffen“, so Markus Giesswein. Er stieß 2005 die Entwicklung des Onlineshops an, der zunächst eine Nebenrolle zum stationären Geschäft spielte. Kurz bevor die Pandemie einschlug, investierte man in Automatisierung und Erweiterung der Versandmöglichkeiten. Das zahlte sich in der neuen Ära des teils unfreiwilligen Onlineshoppings aus. „Das ist die eine Geschichte: Wir waren online und digital gut vorbereitet und andere noch nicht“, fasst Giesswein zusammen.


KRISENTROTZER

„Es ist wie bei jedem innovativen Produkt: Am Anfang glaubt keiner an dich.“ MARKUS GIESSWEIN

LANGER ATEM

Die zweite Komponente des Erfolgs in der Krise sind laut dem Unternehmer die Produkte selbst: „Die Warengruppe Hausschuhe – das habe ich damals gar nicht so vermutet – war durch das Homeoffice sehr gefragt.“ Gemeinsam mit Freizeitschuhen sind sie das Aushängeschild der Marke. Letztere hatten einen etwas rauen Start, erinnert sich Giesswein: „Es ist wie bei jedem innovativen Produkt: Am Anfang glaubt keiner an dich.“ Während die Händler den Sneakern wenig Zukunft beschieden, nahmen die ersten Konsumenten sie sehr gut auf. Damit war für die Firma klar, dass sie mit der Kundschaft direkt kommunizieren musste. Man entschied sich 2015 für eine Kombination aus Werbung auf Facebook, Instagram und Google, das Budget wuchs mit der Zeit. „Wir waren eine der Ersten, die das zu diesem Zeitpunkt im DACH-Raum so gemacht haben“, so Giesswein. Onlineshop, -werbung und das richtige Produkt brachten sie bislang gut durch die Pandemie, der Unternehmer sieht deren Einfluss aber nicht als bestimmend an: „Hätte es die Krise nicht gegeben, wäre es auch gut gelaufen.“

VERÄNDERTER MARKT

Heute ziehen Sneaker und Hausschuhe die anderen Warengruppen des Unternehmens im Onlinehandel mit. Die Verteilung des Umsatzes hat sich stark verändert: Vor Corona war das Verhältnis von on-

line zu stationär ausgeglichen, nun werden 85 % direkt verkauft, auf die Geschäfte entfallen nur noch 15 %. Giesswein sieht einen nachhaltigen Trend: „Es hat einen riesigen Schub Richtung online gegeben, das wird sich auch nicht mehr ändern.“ Er sieht außerdem die Rolle der Geschäfte selbst im Wandel. Werbung im Netz zieht Menschen in die Läden in Wien, Kössen und Brixlegg, manche sehen sich die Waren wie in einem Showroom an und bestellen dann online. Giesswein sieht das positiv: „Der stationäre Handel hat noch Zukunft, aber nicht für jedes Konzept.“

VORTEIL IN DER KRISE

Die Kundschaft wünscht sich nicht nur einfaches Bestellen und schnelle Lieferung, sondern auch Produkte, die sie guten Gewissens kaufen kann. „Wer sich besser zur Umwelt verhält, der wird vom Kunden belohnt“, so Giesswein. Neben diesem wirtschaftlichen Anreiz motiviert das Unternehmen die Tradition zu nachhaltigem Handeln, denn Techniken wie Walken verhindern Stoffabfälle. Fallen Reste an, werden diese an eine Firma weiterverkauft, die sie zu neuer Wolle verarbeitet. „Du kannst durch sinnvolles Handeln Wert erzeugen, statt ihn zu vernichten“, sagt Giesswein. Künftig möchte man weiter optimieren und mit Liveshopping nach asiatischem Vorbild die Digitalisierung weiter für sich nutzen. In Österreich sieht Giesswein für diese viel Potenzial, es mangle

Umsatz: 60 Millionen Euro Umsatzplus von

50 Prozent

(Fiskaljahr 2021 zu 2020) Wachstum von

115 Prozent

in den letzten zwei Jahren

aber an Menschen, die die Ideen mit ihrem Know-how umsetzen können: „Wir brauchen Leute, die ein Grundverständnis für Datenbanken und Programmieren haben.“ Letzteres gehöre ebenso in die österreichischen Lehrpläne wie Deutsch oder Englisch, so der Unternehmer: „Jeder redet von Digitalisierung, aber an der Wurzel, der Ausbildung der Jugend, wird nicht gearbeitet.“

➔ 63


ACCESS LOGISTIC

KRISENTROTZER

Logistik auf eigenen Pfaden Access Logistic in Kramsach konnte vom Lieferboom der vergangenen Monate nicht direkt profitieren. Stattdessen baut das Speditionsunternehmen auf eine Firmenphilosophie, die sich bewusst von den branchenüblichen Dogmen unterscheidet. T E X T: D A N I E L F E I C H T N E R

Access Logistic baut vor allem auf Mitarbeiter und Teamwork als Fundament des Erfolgs.

Der Logistikanbieter Access Logistic ist in Kramsach ansässig. 2019 gegründet, ist das Unternehmen europaweit tätig.

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Andreas Schram.“ Gerade im Konsumgüterbereich kam es zu einer gesteigerten Nachfrage. Wir, die vor allem Partner der Industrie sind, haben eher Einbrüche erlebt. Ohne die Pandemie wäre unser Jahresumsatz 2020 wohl noch besser ausgefallen.“

MIT EIGENER FLOTTE

Kunden gegenüber legt Access Logistic großen Wert darauf, nicht nur eine Vermittlerrolle einzunehmen: „Bis vor Kurzem hatten wir ausschließlich Exklusivvereinbarungen mit Frächtern, die wir über dem Branchenstandard entlohnen, um sie als verlässliche, ganzjährige Partner in guten wie in schlechten Zeiten auf unserer Seite zu haben“, erklärt Schram. Um das zusätzlich zu forcieren, hat sich Access Logistic entschieden, als einer von

© FRANZ OSS

G

ünstig war der Gründungszeitpunkt von Access Logistic im März 2019 im Nachhinein betrachtet wohl nicht. Ziemlich genau ein Jahr hatten die Gründer Andreas Schram und Andreas Hornegger mit ihrem Team, um Fuß zu fassen, bevor die Pandemie mit voller Wucht zuschlug. Doch diese knapp bemessene Zeit wussten die Logistiker mit Sitz in Kramsach gut zu nutzen. Das belegt nicht zuletzt der Jahresumsatz von 8,5 Millionen Euro, den sie 2020 im ersten kompletten Geschäftsjahr generierten. Mit der Krise kamen neue Herausforderungen auf den Frächter zu – allerdings nicht der pandemiebedingte Geldsegen, der der Branche mitunter nachgesagt wird: „Manche Logistikunternehmen haben von Covid vermutlich profitiert“, mutmaßt


KRISENTROTZER

International und digitalisiert ist Access Logistic nicht nur Kunden, sondern auch Mitarbeitern gegenüber sehr flexibel.

wenigen Logistikern einen eigenen Fuhrpark auf- statt abzubauen. Mitte 2020 wurden dazu ein Transportunternehmen in Rumänien übernommen und eine Reihe von LKWs bestellt, von denen die ersten schon im Einsatz sind. Ziel bis 2025 soll es sein, dass 50 Prozent der eingesetzten Fahrzeuge aus dem eigenen Fuhrpark stammen. Während die Konkurrenz durch Auslagerung von Service, Anstellung von Fahrern und mehr Kosten sparen will, nimmt Access Logistic diese in Kauf, um im Tausch dafür Transparenz und nicht zuletzt Kontrolle über die Qualität zu erlangen.

TALENTSUCHE

Um eine solche unkonventionelle Strategie auch in die Tat umzusetzen, ist Access Logistic vor allem auf seine Mitarbeiter angewiesen. Doch wie in nahezu allen Branchen wird es zunehmend schwierig, diese zu finden: „Was Mitarbeiter betrifft, haben wir in Tirol einen extrem hohen Konkurrenzdruck,“ bestätigt Schram.“ Alleine im Bezirk Kufstein gibt es zig Speditionsunternehmen, die in einem begrenzten Pool nach Mitarbeitern suchen.“ Gleich wie gegenüber seinen Kunden stand das Unternehmen also auch hier von Anfang an vor der Aufgabe, sich hervorzutun. „Die Mitarbeiter sind für die Access Logistic das absolut wichtigste Kapital. Die Kommunikation zwischen Geschäftsführung und Mitarbeiter geschieht auf Augenhöhe und unsere unternehmerischen Grundpfeiler, wie Kompetenz, Freundlichkeit, Motivation und Ehrlichkeit, werden von

jedem Mitarbeiter umgesetzt“, ist Schram überzeugt. Anstatt auf provisionsgetriebene Gehälter setzt Access Logistic deswegen auf langfristige Mitarbeiterbindung. Neben einem hohen Fixgehalt und zusätzlichen Provisionsmöglichkeiten werden auch Benefits wie u. a. Homeoffice, flexible Arbeitszeiten und Fortbildungen geboten. „Die Mitarbeiter verpflichten sich, mindestens einmal pro Jahr eine relevante Weiterbildung zu absolvieren“, erklärt Schram. „Alle Kosten werden selbstverständlich vom Unternehmen bezahlt. Nur so sichern wir uns die am besten ausgebildeten und motiviertesten Mitarbeiter.“

„Dank unseres digitalisierten Sys­ tems ist es irrelevant, ob ein Mitarbeiter von Österreich, Deutschland oder Spanien aus arbeitet.“ ANDREAS SCHRAM, GESCHÄF TSFÜHRER ACCESS LOGISTIC

FLEXIBILITÄT ALS TRUMPF

Die Geschäftsführung hat noch viele Ideen. Unter anderem gedenkt Schram, sich die Internationalisierung zunutze zu machen, um zukünftig Arbeitsplatzflexibilität zu bieten – und zwar genauso international, wie die Logistikbranche an sich ist. Der Plan sieht vor, Mitarbeitern freizustellen, in welcher Niederlassung sie tätig sein wollen – sei es in Deutschland, im sonnigen Spanien oder an einem völlig anderen Ort. „Wir gehen davon aus, dass wir in den kommenden Jahren Headquarter in ganz Europa mit den dazugehörigen Niederlassungen eröffnen werden“, erklärt Schram. „Dank unserem komplett digitalisierten System ist es dann völlig irrelevant, ob ein Mitarbeiter von Österreich, Deutschland, Spanien oder Tschechien aus arbeitet.“ Das soll nicht nur Optionen bieten, sondern Mitarbeiter auch dazu anstacheln, sich mit neuen Sprachen, Kulturen, Märkten und mehr auseinanderzusetzen.

Gegründet:

März 2019 Umsatz im ersten kompletten Geschäftsjahr 2020:

8,5 Millionen Euro Umsatz 2021:

rund 14 Millionen Euro Mitarbeiter:

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➔ 65


Gefragte Technologie Dass Arzneimittel, insbesondere Impfstoffe, sicher transportiert werden müssen, ist in den vergangenen Monaten häufig diskutiert worden. In diese Kerbe schlägt Single Use Support mit seinen Behältnissen und Transportlösungen. T E X T: T H E R E S A K L E I N H E I N Z

Martin Told und Christian Praxmarer ergänzen die beiden Gründer Johannes Kirchmair und Thomas Wurm seit 1. September im Geschäftsführerteam.

G Medizinprodukte werden häufig in Einwegbeutel, auch Single-Use-Beutel genannt, abgefüllt. Single Use Support stellt mit seinen Transportlösungen sicher, dass diese Beutel unbeschadet und mit möglichst wenig Lagervolumen von A nach B kommen.

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erechnet hat der Biopharma-Zulieferer Single Use Support im Jahr 2020 mit einem Umsatz von 10 Millionen Euro – geworden sind es letztendlich 50 Millionen. Viele Pharmafirmen haben die Einführung der von Single Use Support entwickelten Technologien bereits vor der Pandemie begonnen – durch die Coronakrise wurde der Serienbedarf in der Biopharma jedoch früher notwendig als geplant. Denn spätestens seit der Entwicklung von Covid-19-Impfstoffen wissen auch Laien, wie komplex der Transport und die Lagerung von Arzneimitteln ist. Die herausfordernde Logistik beginnt beim Abfüllen, geht über den sicheren Transport und die gekühlte

„Am Standort in Hall suchen wir momentan vorwiegend Mitarbeitende für den Schichtbetrieb in der Produktion und Logistik.“ CHRISTIAN PR A XMARER, PROKURIST BEI SINGLE USE SUPPORT

Lagerung bis hin zum kontrollierten Auftauen des Produkts. „Alles dreht sich darum, den Beutel mit dem Medizinprodukt im gefrorenen Zustand bestmöglich zu schützen“, erklärt der neue Geschäftsführer Martin Told. Gekühlt auf minus 80 Grad ist der Beutel vergleichbar mit Glas. „Wenn der ein-

mal falsch in die Hände kommt oder runterfällt, ist er sofort kaputt“, so Told. Um das zu verhindern, hat Single Use Support mit der Rossschale ein sicheres Schutzsystem entwickelt. In ihr liegt der mit dem Arzneimittel gefüllte Beutel auf Schaumstoff gebettet. „Man kann

© FRANZ OSS

SINGLE USE SUPPORT

KRISENTROTZER


KRISENTROTZER

Die Transportlösungen von Single Use Support sind bei Biopharmaunternehmen rund um den Globus im Einsatz.

„Alles dreht sich darum, den Beutel mit dem Medizinprodukt im gefrorenen Zustand bestmöglich zu schützen.“ M ARTIN TOLD, PROKURIST BEI SINGLE USE SUPPORT

es mit einem Skischuh vergleichen, bei dem man den Innenschuh anpasst“, so Neogeschäftsführer Christian Praxmarer. Die Schale kann wiederum in Kühleinheiten integriert und sicher transportiert werden. Die Herstellung dieser Produkte war auch während der Hochphase der Pandemie gesichert, denn Single Use Support setzt vorwiegend auf regionale Zulieferer, hauptsächlich aus Tirol, aber auch aus Süddeutschland und der Schweiz.

EXPANSIONSDRANG

Angesiedelt ist der Biopharma-Zulieferer im Gewerbegebiet des Kufsteiner Stadtteils Endach. Kaum hat das Unternehmen im Februar 2020 zusätzlich einen zweiten Teiltrakt gemietet, wurde der Bau eines weiteren Gebäudes geplant. Es wird rund 100 Büroarbeitsplätze und 1.000 Quadratmeter Produktionsfläche beherbergen und soll 2022 bezogen werden. „Wir haben den Bau geplant, gestartet und dann wiederum realisiert, dass auch das zu klein sein wird. Deshalb haben wir uns Richtung Hall orientiert“, erzählt Praxmarer. Dort produziert Single Use Support seit wenigen Wochen. Doch nicht nur an der Fläche musste ob des rasanten Wachstums gefeilt werden, auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden nach wie vor gesucht. „Am Standort in Hall suchen wir momentan vorwiegend Mitarbeitende für den Schichtbetrieb in der Produktion und Logistik“, so Prax-

marer. Durch das Unternehmenswachstum gibt es aber auch offene Positionen in anderen Bereichen.

RUND UM DEN GLOBUS

„Wir haben das Homeoffice als gängige Praxis außerhalb der Produktion für uns entdeckt“, sagt Martin Told im Rückblick auf die vergangenen Monate. Dass die Interaktion mit Kundinnen und Kunden nun online stattfindet, sieht er als Vorteil. „Ich kann jetzt an einem Tag mit fünf Kunden reden – in der Früh mit den indischen, zu Mittag mit den europäischen und am Abend mit den amerikanischen Kunden“, fasst er zusammen. Während momentan der Hauptmarkt des Unternehmens in den USA liegt, strebt Single Use Support den Ausbau des europäischen Marktes an.

Optimal auf Schaumstoff gebettet liegt der Einwegbeutel in der Schale von Single Use Support.

Meilensteine 2015

Unternehmensgründung

2017

Thomas Wurm und Kirchmair beziehen mit vier Mitarbeitern ein 800 m2 großes Firmengebäude.

2018

Single Use Support gewinnt den Tiroler Innovationspreis.

2020

Erweiterung von Produktionshalle und Büroflächen, Gewinn Young Entrepreneur Award.

2021

Single Use Support beschäftigt 120 Mitarbei-­ terinnen und Mitarbeiter, das Firmengebäude in Kufstein wird ausgebaut, ein zweiter Produktionsstandort wird in Hall eröffnet.

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Tirol impft. Ein drittes Mal. Achtung: Auch wenn Sie gegen das Coronavirus geimpft sind, nimmt Ihr Impfschutz nach etwa vier bis sechs Monaten deutlich ab! Damit steigt die Gefahr, dass Sie am Coronavirus erkranken und Ihre Liebsten anstecken können. Mit einer dritten Impfdosis bleiben Sie weiterhin gut gegen das Coronavirus geschützt. In Tirol haben Sie ab sofort die Möglichkeit, sich auf eigenen Wunsch bereits ab vier Monaten nach Ihrer zweiten Dosis ein drittes Mal impfen zu lassen. Auch Erst- und Zweitimpfungen werden weiterhin durchgeführt.

Bezahlte Anzeige

Aktuell stehen Ihnen viele zusätzliche Impfmöglichkeiten und Impftermine auf www.tirolimpft.at zur Verfügung.

Weitere Informationen unter www.tirol.gv.at/tirolimpft Bitte halten, Abstand n ske trage FFP2-Ma de und Hän ren. desinfizie


INNO­ VATION In ganz Tirol arbeiten kluge Köpfe an neuen Technologien, erforschen bislang nicht Verstandenes und befassen sich mit Wegen, die Zukunft zu gestalten und zu verbessern. Auch diesmal stellen wir wieder einen kleinen Auszug aus den Projekten vor, mit denen sich Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen an Tirols Hochschulen und Forschungseinrichtungen aktuell befassen.

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INNOVATION

Akademikerdichte in Wien: Aus diesen Daten kann ein Computer lernen und Schlussfolgerungen ziehen.

Bevölkerung 20 – 96

70

96 – 207

207 – 440

440 – 984

984 – 3.242

unbewohnt


INNOVATION

Mustererkennung Mit Machine Learning entwickeln Forscher an der FH Kufstein Tirol und der FH St. Pölten Methoden zur Analyse von Satellitenbildern. Sie sollen bald Daten zur Verfügung stellen, die bislang nur schwer oder gar nicht zugänglich waren. T E X T: H A R I S K O V A C E V I C

F

© ILLUSTRATION: MONIKA CICHOŃ

orschungsprojekte, die auf sozioökonomische, demografische oder allgemein quantitative Daten angewiesen sind, begegnen oft dem Problem, dass diese schwer zugänglich sind. Statistische Daten zur Bevölkerung werden beispielsweise nur in gewissen zeitlichen Abständen erhoben, und zwar nur von Behörden. Neben den zeitlichen Abständen erschweren zudem Datenschutzbestimmungen die wissenschaft­ liche Erhebung. Eine Gruppe junger Wissenschaftler der FHs von Kufstein und St. Pölten hat sich dieses Problems angenommen und eine neue Methode entwickelt, statistische, demografische und sozio-ökonomische Daten zu erheben – und zwar anhand von Satellitenaufnahmen. DER LERNENDE COMPUTER David Koch, Professor (FH) für Immobilienökonomie an der FH Kufstein Tirol, hat gemeinsam mit seinen Studienautoren Miroslav Despotovic, Simon Thaler und Matthias Zeppel­zauer im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung das Satellitenbild Wiens mit einem Raster abgeglichen, das die Akademikerdichte ebendort abbildet. „Mit einem Teil der Infos haben wir ein MachineLearning-Verfahren durchgeführt und wollten sehen, welche Informationen unser Computer daraus generieren wird“, erklärt David Koch.

ter sehr präzise die Dichte der Einwohner mit Hochschulabschluss im gegebenen Stadtteil abschätzen.

Zur Person David Koch ist Professor (FH) für Immobilienökonomie und stellvertretender Institutsleiter am Institut für Energie-, Facility- & Immobilienmanagement an der FH Kufstein Tirol. Er forscht in den Bereichen Immobilienökonomie und -bewertung.

Ziel dieses Vorgangs war es herauszufinden, ob der Computer aus den Informationen auch Schlussfolgerungen für Stadtteile ziehen kann, deren Daten ihm nicht zur Verfügung standen – und es klappte. Die Erkenntnis daraus: Der Computer ist imstande, Detailinformationen – wie in diesem Fall die Akademikerdichte – aus zuvor Gelerntem präzise abzuschätzen. „Wir fanden in einem weiteren Schritt heraus, dass der Computer noch weit weniger Infos benötigt, um Schlussfolgerungen zu ziehen“, erklärt Koch. Selbst aus einem Schema, das nur Gebäude aus der Vogelperspektive abbildete, konnte der Compu-

GENAUE DATEN „Wir können also anhand eines Satellitenbilds oder auch anhand eines Musters eines gewissen Gebiets Daten erheben, die ziemlich genau sind“, erläutert David Koch. Was nach einer Spielerei klingt, könnte aber weitreichende Folgen haben. Denn der in manchen Fachgebieten schwere Zugang zu wichtigen wissenschaftlichen Daten könnte damit zumindest ein wenig erleichtert werden, ohne auf Genauigkeit und Zuverlässigkeit verzichten zu müssen.

„Wir können also anhand eines Satelliten­bilds oder auch anhand eines Musters eines gewis­ sen Gebiets Daten erheben, die ziemlich genau sind.“ DAV I D KO C H , P R O F E S S O R (F H) FÜR IMMOBILIENÖKONOMIE

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INNOVATION

Soziale Interaktion auf Rezept Nicht erst seit der Pandemie, aber auch dadurch verstärkt leidet eine breite Masse der Gesellschaft an Einsamkeit und das trotz der heute unzähligen Möglichkeiten sich zu vernetzen. Das Forschungsprojekt RECETAS untersucht deshalb die Auswirkung von gemeinsamer Aktivität auf die Einsamkeit und das Wohlbefinden. T E X T: J U L I A N A R R

W

Ob gemeinsames Spazieren in der freien Natur in Zukunft auf Rezept verschrieben werden kann, möchte man mit dem Projekt RECETAS herausfinden.

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DAS PROJEKT RECETAS Unter dem Fachbegriff social prescribing beschäftigt sich die Forschung in England schon länger mit der Verschreibung von gemeinschaftlichen Aktivitäten. „Zu Deutsch könnte man den Terminus mit sozialer Verschreibung übersetzen. Grob ausgedrückt, es geht um soziale Vernetzung auf Rezept“, erklärt Ursula Rochau im Gespräch. Das Projekt wurde im März 2021 mit einer Projektleitung aus Barcelona gestartet und konzentriert sich auf die soziale Interaktion in Städten. Die Ergebnisse sollen später auch auf andere Regionen übertragen werden. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die spätere Durchführung der Studie. Die UMIT Tirol leitet ein Arbeitspaket mit einer Förderung von knapp 800.000 Euro und beschäftigt sich momentan mit systematischen Evidenzrecherchen und der Planung der Analysen. „In unseren Recherchen zur Vorbereitung des Projekts konnte festgestellt werden, dass die Einsamkeit in Städten in manchen Bevölkerungsgruppen vergleichsweise hoch ist“,

© SHUTTERSTOCK.COM, ILLUSTRATION: MONIKA CICHOŃ

as wäre, wenn man statt eines Rezepts für Medikamente eine Überweisung für gemeinsames Sporteln oder einen Spaziergang vom Hausarzt verschrieben bekommen würde? Genau das, hält Ursula Rochau, Dozentin von der Universität UMIT Tirol, in Zukunft durchaus für realistisch. Sie und ihr Team sind einer von insgesamt 13 Partnern, die mit dem Projekt RECETAS bis 2026 herausfinden wollen, ob gemeinsame Unternehmungen in der Natur die Einsamkeit reduzieren können und die Lebenszufriedenheit dadurch gesteigert werden kann.


INNOVATION

Zur Person Ursula Rochau studierte Medizin an der Universität Ulm und arbeitete in ihrem letzten Studienjahr im Zuge eines Auslandsstipendiums auch an verschiedenen Kliniken und medizinischen Einrichtungen in den USA und Deutschland. Nach ihrer Promotion schloss sie an der Universität UMIT Tirol 2012 den Studiengang Gesundheitswissenschaften mit dem Magistratitel ab. Rochau habilitierte sich 2020 an der UMIT Tirol im Fach Public Health und Epidemiologie. Sie lehrt als Associate Professor an der Tiroler Privatuniversität und wurde für ihre Forschungsarbeiten und Lehre in den vergangenen Jahren mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.

„Einsamkeit kann jeden treffen. Vor allem in der heutigen digitalisierten Welt, wo alles immer schnel­ ler gehen muss, sollte es niederschwellige, kulturell angepasste Angebote zur so­ zialen Vernetzung geben.“ URSULA ROCHAU, D OZEN T IN U N I V ER S I TÄT U M I T T IR O L

merkt Rochau an. Die Idee für das Projekt ist bereits vor der Covidpandemie entstanden. „Die erforderlichen Maßnahmen ließen den Faktor Einsamkeit aber weiter ansteigen“, veranschaulicht Rochau die theoretische Ausgangslage. FORSCHUNGSZIELE Die teilnehmenden Personen der Studie sollen in Städten lebende Menschen sein, die unter Einsamkeit leiden und ein Bedürfnis nach gemeinsamer Aktivität in der Natur verspüren. Ziel des Projekts ist es, diese Menschen untereinander zu vernetzen und somit den Aufbau eines sozialen Umfelds zu erzielen. Mittels Fragebögen sollen die Veränderungen erfasst werden. In der Studie werden die Teilnehmenden regelmäßig verschiedene gemeinschaftliche Aktivitäten im Freien ausüben. Von sportlicher Betätigung bis hin zur Gartenarbeit soll eine Vielzahl von möglichen Interessen abgedeckt werden. UMIT TIROL AN DER AUSWERTUNG BETEILIGT Die Studien werden in den Städten Barcelona, Cuenca, Helsinki, Marseille, Melbourne und Prag durchgeführt. Tirol ist kein Studienstandort, sondern wirkt als Kompetenzzentrum für Health Data & Desicion Science unter der Leitung von Uwe Siebert, Institutsvorstand und Universitätsprofessor an der UMIT Tirol, bei der Planung und Durchführung der

Analysen der Ergebnisse mit. „Wir sind sowohl an den Vorbereitungen als auch an der direkten Auswertung beteiligt. Mit einer Kausalanalyse versuchen wir im Zeithorizont der Studie herauszufinden, wie effektiv social prescribing sein kann“, erzählt Rochau. Zusätzlich wird mithilfe eines entscheidungsanalytischen Modells der Langzeitnutzen, der durch verschriebene soziale Vernetzung entstehen kann, evaluiert werden. „Eine weitere Komponente unseres Beitrags wird eine gesundheitsökonomische Evaluation sein.“ Besonders spannend an der Verteilung der Städte sind die verschiedenen kulturellen Einflüsse der jeweiligen Standorte. In der Theorie geht man davon aus, wer einmal gelernt hat, sich ein Netzwerk aufzubauen, dem fällt es später leichter, auf dieser Basis sein soziales Umfeld zu erweitern. Wenn die tatsächlichen Ergebnisse der Studie ebenso positiv ausfallen, plädiert Rochau darauf, die Forschungen auszubauen und auch Pilotprojekte in Tirol zu starten. ZUKUNFTSAUSSICHTEN Ursula Rochau ist zuversichtlich, die Relevanz von social prescribing auch im deutschsprachigen Raum etablieren zu können: „Das Projekt hat sehr viel Potenzial, dazu beizutragen, den Gesundheitssektor zu reformieren. Wenn man es im Anschluss schafft, die Ergebnisse zu übertragen, kann ein großer Beitrag zur Lebensqualität geleistet werden.“ Auf die Frage, ob Hausärzte in Zukunft soziale Interaktion per Rezept ausstellen könnten, antwortet Rochau: „Momentan sind wir noch am Anfang, aber wenn die erwarteten positiven Ergebnisse eintreffen, versuchen wir das Konzept später in die Praxis zu übertragen.“ Rochau hofft auf überzeugende Erkenntnisse, die sie im Anschluss ins österreichische Gesundheitssystem einbringen kann. „Im weiteren Verlauf wäre es vorstellbar, Zentren zu schaffen, die mittels Überweisung durch Hausärztinnen und Hausärzte gemeinsame Aktivitäten anbieten“, ist sie sich sicher.

RECETAS ist ein Akronym für:

Re-imagining Environments for Connection and Engagement: Testing Actions for Social Prescribing in Natural Spaces und bildet gleichzeitig ein Wortspiel durch die spanische Übersetzung vom Wort Rezept.

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INNOVATION

Die VR-Brille simuliert einen Flug durch eine Gebirgsgegend und lenkt so von der Intensität des eigentlichen Trainings ab.

Fitness als Spiel Mit Virtual Reality zu mehr Gesundheit? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein aktuelles Forschungsprojekt der fh gesundheit: Im Rahmen einer mehrwöchigen Studie wird untersucht, wie effektiv ein VR-basiertes Training im Kampf gegen Schmerzen und Bewegungsmangel ist. T E X T: L I S A S C H W A R Z E N A U E R

„In einem Spiel ist man von der Umgebung abgelenkt und nimmt die Belastung gar nicht so wahr.“ A R M I N S T E G M AY R , FH GESUNDHEIT

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napp ein Viertel der Erwachsenen in Österreich leidet regelmäßig unter Rückenschmerzen. Der Grund dafür sind häufig mangelnde Bewegung und eine schwache Rumpfmuskulatur – und genau hier setzt die fh gesundheit mit ihrem aktuellen Forschungsprojekt an: Sie lässt Probanden aus verschiedenen Altersstufen sechs Wochen lang dreimal wöchentlich mit dem Virtual-Reality-Trainingssystem Icaros Pro trainieren, um zu evaluieren, welchen Effekt so ein Training haben kann. „Wir haben hier keine Schmerzpatienten, sondern gesunde Probanden, die ab und zu Nacken- und Rückenschmerzen haben“, erklärt Studienleiter Armin Stegmayr. „Da schauen wir jetzt, wie stark das Training die Muskulatur verbessert und so die Schmerzen reduziert.“ KURZ, ABER INTENSIV Bei den jeweils nur zehnminütigen Einheiten begeben sich die mit einer

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VR-Brille ausgerüsteten Probanden in der Plank- oder Knee-Plank-Position auf das Trainingsgerät und absolvieren in der Zeit mindestens drei Einheiten, unterbrochen durch kurze Pausen. „Man fliegt dabei in einer virtuellen Welt wie ein Adler durch eine Gebirgsgegend und muss einen vorgegebenen Kurs abfliegen, wo Ringe einzusammeln sind“, erzählt Stegmayr. Je nachdem, wie fit und schnell die Probanden sind, könne man die Geschwindigkeit und Intensität der Einheiten anpassen – die Gesamtlänge bleibe aber immer bei zehn Minuten. Der große Vorteil von Virtual Reality sei in diesem Fall, dass das Training so einen sehr spielerischen Charakter bekomme und sich weniger anstrengend anfühle, als das sonst bei den gleichen Übungen der Fall wäre. „Wenn man sich drei Minuten in der Plank-Position befindet, ist das extrem anstrengend, aber wenn man das in diesem Spiel macht, ist man von der Umgebung abgelenkt und nimmt die


INNOVATION

fh gesundheit

Zur Person

wir bilden die zukunft

Armin Stegmayr ist seit 2007 Teil der fh gesundheit. Er lehrt und forscht im Rahmen des Studiengangs Radiologietechnologie, arbeitet aber auch als Radiologietechnologe an der Universitätsklinik für Nuklearmedizin in Innsbruck. Er interessiert sich besonders für Möglichkeiten der Gesundheitsförderung und Strahlenreduktion im Gesundheitsbereich und arbeitet an der Erforschung neuer Radiopharmaka für die Tumortherapie mit.

Die fh gesundheit bietet Ihnen Bachelor- und Masterprogramme sowie Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten im Gesundheitsbereich an. P FH-Bachelor-Studiengänge

■ Biomedizinische Analytik ■ Ergotherapie ■ Gesundheits- und Krankenpflege

Belastung gar nicht so wahr“, so der Studienleiter. Für die virtuelle Umgebung setzt man auf eine HTC-Vive-VR-Brille, die mit ihrer starken Auflösung und hohen Bildwiederholungsrate sehr eindrückliche virtuelle Realitäten erzeugen kann. FÜR JUNG UND ALT Die Idee zur Studie ist Stegmayr bei einem Besuch der FH Kufstein gekommen, wo er die Technologie von Icaros – einem Münchner Start-up – selbst ausprobieren konnte und dessen Potenzial erkannte, nicht nur zur Prävention und Behandlung von Nacken- und Rückenschmerzen, sondern auch als möglicher Lösungsan-

© WWW.FROMMEL.DE, ILLUSTRATION: MONIKA CICHOŃ

„Die vorläufigen Ergebnisse zeigen, dass man trotz der kurzen Trainings­ zeit einen relativ hohen Output hat.“ satz für die Bewegungskrise bei Kindern und Jugendlichen. „Bewegungsmangel ist besonders bei jungen Menschen ein Problem, das geht so weit, dass man von Turnlehrern immer wieder hört, dass Schüler deshalb auch Koordinations- und Gleichgewichtsprobleme haben“, sagt Stegmayr. Das VR-Training wäre eine Möglichkeit, Koordination und Muskelaktivität mit relativ geringem Aufwand zu

schulen, und ließe sich beispielsweise gut in die Nachmittagsbetreuung integrieren. „Die vorläufigen Ergebnisse zeigen schon, dass man trotz der kurzen Trainingszeit einen relativ hohen Output hat, und Jugendliche würden VR vermutlich sehr gut annehmen.“ Aber auch am anderen Ende des Altersspektrums sieht Stegmayr Chancen: „Wir können uns die Verwendung dieser Technologie auch für ältere Personen vorstellen, weil durch diese Trainings gezielt die Reaktivität und Funktionalität der Muskulatur geschult werden, was als Sturzprophylaxe helfen kann.“ Die jetzige Studie wird aufgrund einiger pandemiebedingter Verzögerungen voraussichtlich im Februar 2022 abgeschlossen, darauf aufbauend sollen dann weitere Forschungsprojekte folgen, um die Trainingseinheiten zu optimieren und für bestimmte Zielgruppen zu adaptieren.

■ Hebamme ■ Physiotherapie ■ Radiologietechnologie P Master-Programme

■ Clinical Nurse Specialist ■ MBA im Gesundheitswesen ■ Rehabilitation von Multisystemerkrankungen: Schwerpunkt LongCOVID P Akademische Lehrgänge

■ Anästhesiepflege ■ Business Administration im Gesundheitswesen ■ Intensivpflege ■ Kinderintensivpflege ■ Kinder- und Jugendlichenpflege ■ Wundmanagement sowie Kontinenz- und Stomaberatung

Programm

2022

Die Technologie Das Münchner Start-up Icaros hat sich zum Ziel gesetzt, Sport und Fitnesstraining mit Gaming zu kombinieren und damit die Bewegungsmüdigkeit der Gesellschaft zu bekämpfen. In der Studie wird das System ICAROS Pro verwendet, das hauptsächlich zur professionellen Nutzung gedacht ist. Mittlerweile gibt es aber auch Systeme für das Trainieren zu Hause, die mit diversen VR-Brillen kombinierbar sind, aber auch mit Tablets oder Bildschirmen verwendet werden können.

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07.12.21 14:46


INNOVATION

Unter Beobachtung Die Auswertung und Analyse von Schlafuntersuchungen ist überaus komplex. An der Innsbrucker Universitätsklinik für Neurologie wird derzeit nach Wegen gesucht, künstliche Intelligenz dafür fruchtbar zu machen. T E X T: S I M O N L E I T N E R

S Zur Person Der gebürtige Italiener Matteo Cesari ist Postdoc und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Medizinischen Universität Innsbruck. In der Abteilung Schlafmedizin der Universitätsklinik für Neurologie forscht der Biomedizinische Ingenieur zur Anwendung künstlicher Intelligenz im Rahmen von Schlafuntersuchungen.

chlaf gehört, ähnlich wie die Atmung, zu jenen Mechanismen des menschlichen Körpers, über die wir uns in der Regel keine allzu großen Gedanken machen. Die Frage, was eigentlich passiert, wenn wir am Ende des Tages die Augen schließen, interessiert uns gemeinhin erst dann, wenn es damit nicht mehr so richtig klappen will. Doch selbst für die Forschung hält die Nachtruhe noch immer zahlreiche Geheimnisse bereit. „Wir wissen zwar, dass es sich dabei um einen äußerst komplexen Vorgang handelt, aber viele Aspekte sind uns nach wie vor völlig unklar“, sagt etwa der Biomedizinische Ingenieur Matteo Cesari. Er sucht aktuell als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Postdoc an der Innsbrucker Universitätsklinik für Neurologie nach Wegen, das Phänomen Schlaf mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) besser zu verstehen – und diese insbesondere für die Diagnose von Schlafstörungen nutzbar zu machen. NEUE MUSTER Dafür tüftelt der gebürtige Italiener unter anderem an Algorithmen, die bei der Analyse von Daten, die im Zuge von Schlafuntersuchungen erhoben werden,

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zur Anwendung kommen sollen. „Damit wir Schlüsse aus einer großen Masse an Informationen ziehen können, sind wir als Menschen gezwungen, diese zu simplifizieren“, erläutert Cesari. „Ein Computer muss das nicht: Er kann sie ohne Probleme verarbeiten, und das in einem Bruchteil der Zeit, die ein Mensch dafür benötigt.“ Zudem sei künstliche Intelligenz dazu in der Lage, auch bislang unbekannte Merkmale und Muster von Schlafstörungen zu erkennen, was nicht zuletzt im Hinblick auf die Früherkennung bestimmter Krankheiten von großer Bedeutung sei. „Eine sogenannte REM-Schlaf-Verhaltensstörung gilt beispielsweise als mögliche Vorstufe einer beginnenden neurodegenerativen Erkrankung wie Parkinson“, erklärt der Experte. „Mittels KI könnten wir eine neue spezifische Eigenschaft dieser Störung entdecken, um sie künftig besser zu identifizieren.“


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INNOVATION

Nicht zuletzt könnten auf Basis künstlicher Intelligenz Geräte konstruiert werden, die das Schlafmonitoring wesentlich erleichtern würden. Noch muss man dafür die Nacht in einem Schlaflabor verbringen, wo man an zahlreiche Kabel angeschlossen wird. Mit entsprechenden Technologien wäre Cesari zufolge jedoch eine weniger aufwendige und sogar längerfristige Schlafüberwachung im eigenen Bett denkbar. GRUNDLAGENARBEIT Trotz des großen Potenzials, das einer speziell für die Schlafmedizin angepassten KI innewohnt, steckt die Forschung in diesem Bereich derzeit in gewisser Weise noch in den Kinderschuhen. Cesari sieht dies zum einen in technischen Herausforderungen begründet: „Um zu lernen, braucht die KI vor allem eines, nämlich eine riesige Menge an Daten. Und diese

müssen möglichst einheitlich sein, um damit arbeiten zu können.“ Auf der anderen Seite hätten, so der Wissenschaftler, auch historische Gründe bzw. eine gewisse skeptische Haltung ihren Teil dazu beigetragen, dass man erst spät die Vorteile von KI im Schlaflabor richtig zu nutzen begonnen habe: „Anfang der 1960er wurden zwar bereits erste Systeme entwickelt, aber die waren nicht nur gänzlich unbrauchbar, sondern haben auch Befürchtungen unter Medizinern geschürt, sie selbst könnten durch KI ersetzt werden.“ Doch genau darum gehe es eben nicht, bekräftigt Cesari. Er sieht Programme, wie sie von ihm geschrieben werden, in erster Linie als zusätzliches Hilfsmittel, wie er sagt: „KI soll es ermöglichen, schlafrelevante Informationen anders als bisher zu analysieren. Aber die Interpretation müssen weiterhin die Ärzte übernehmen.“

„Damit wir Schlüsse aus einer großen Masse an Informationen ziehen können, sind wir als Menschen gezwungen, diese zu simplifizieren. Ein Computer muss das nicht.“ M AT T E O C E S A R I , BIOMEDIZINISCHER INGENIEUR

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T O P.T I R O L

Energiesparen ist was für Warmduscher © JUNGE WIRTSCHAFT TIROL/VICTOR MALYSHEV

Wasser aufwärmen und dann vom Duschkopf direkt in den Abguss: Kann man machen, macht aber wenig Sinn. Sophie kann das besser.

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nes Frenger „Vater“ von Sophie. So haben die beiden ihre smarte Dusche getauft, die herkömmliche Systeme (k)alt aussehen lässt. Unter anderem, weil Sophie mit einem Fünftel des Energiebedarfs dieser Systeme auskommt, unabhängig vom Haustyp funktioniert, einfach zu installieren ist und hinter der Badezimmerwand verschwindet. „Sophie ist eine Komfortdusche, eine kompakte Komplettlösung und rasch eingebaut“, so Ševela. Viel mehr verrät er über Sophie und das Start-up, das er mit Frenger zur Umsetzung von Sophie gegründet hat, nicht, weil Sophie gerade in der Patentierungsphase steckt. Doch bereits das Bekannte überzeugt: etwa die österreichische Forschungsförderungsgesellschaft, die ihr Start-up finanziert. Oder das Land Tirol sowie die Wirtschafts- und Handelskammern der Europaregion, welche Ševela und Frenger für „Sophie die smarte Dusche“ mit dem Euregio-Innovationspreis

2021 auszeichneten. Auch beim heurigen Business Angel Summit von Standortagentur Tirol und Austria Wirtschaftsservice trumpfte Sophie vor internationalen Investor*innen auf. Und wann lernt Sophie energieeffiziente Warmduscher kennen? „Aktuell suchen wir einen engagierten Industriepartner mit den richtigen Vertriebskanälen und Investor*innen, um Sophie auf den Markt zu bringen. Und dann haben wir noch genügend weitere Konzepte und Modelle am Tisch, an denen wir tüfteln“, blickt Ševela in eine erfolgversprechende Zukunft. www.sophie-smartshower.com ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

B

is zu 80 % des Warmwasserbedarfs in einem Wohngebäude stammen vom Duschen. In Wellnessanlagen, Hotels oder Sportstätten kann dieser Anteil sogar noch höher sein. Wenn nun mit der Wärme des abfließenden Duschwassers das einströmende Kaltwasser vorerwärmt wird, kann dabei bis zu 80 % Energie gespart werden. Wärmerückgewinnung durch Wärmetauscher direkt in der Dusche lautet das Prinzip. An sich nichts Neues, dennoch bislang beim Um- und Neubau von Wohnraum weitgehend vernachlässigt, trotz aller Bemühungen um Energieeffizienz und niedrige CO2-Bilanz. „Der Energieaufwand, besser die Energieverschwendung beim Duschen wird bisher kaum beachtet, obwohl Energieeffizienz ein Schlüssel zur Energiewende ist“, bestätigt Pavel Ševela. Ševela ist Wissenschaftler im Arbeitsbereich für Energieeffizientes Bauen an der Uni Innsbruck und gemeinsam mit Johan-


International vernetzt - regional verankert Internationale Spitzenforschung, engagierte Mitarbeiter*innen und hoch motivierte Studierende machen die Universität Innsbruck zu einem Motor für die Wirtschaft und zum Impulsgeber für die Gesellschaft in der Region und weit darüber hinaus. Top Performer

Top Forschung

17

unter 1950 Universitäten weltweit

beim renommierten Shanghai-Ranking in

Fachbereichen Spitzenforschung in den Forschungsschwerpunkten Physik und Alpiner Raum Quelle: Fachdisziplinen Ranking der Jiaotong-Universität Shanghai 2021

Top Arbeitgeber

9

Top-Ergebnisse in den Bereichen Internationale Ausrichtung und Forschung Quelle: U-Multirank Top Performing Universities 2021

in Österreich im Bildungsbereich zum

in der

5. Mal

„Aurora“

dank spannender Arbeitsinhalte, familienfreundlicher Arbeits-

EuropeanUniversities-Allianz

bedingungen und einem internationalen Arbeitsumfeld Quelle: Ranking „Österreichs beste Arbeitgeber 2021“ der Zeitschrift trend

40 Millionen Euro

öffentlicher Forschungsmittel national und international eingeworben

E

21 Unternehmens-

in Folge

mit neun europäischen Universitäten von Reykjavik bis Neapel

Beste Spin-off-Strategie: Österreichweit führend mit aktuell

20% Steigerung in 5 Jahren Quelle: Universität Innsbruck in Zahlen 2021

Wir bauen Brücken in die Zukunft.

Über

beteiligungen

durch die 2008 gegründete Beteiligungsholding Quelle: www.uibk.ac.at/ transferstelle/beteiligungen

4400

Abschlüsse

im Studienjahr 2019/20 4 % mehr als in den beiden Vorjahren Quelle: presse.uibk.ac.at (März 2021)

www.uibk.ac.at

© BfÖ 12.2021, Foto: © Innsbruck Tourismus / Christof Lackner

International vernetzt:


INNOVATION

Vom digitalen Geben und Nehmen Weil die Digitalisierung die Gesellschaft verändert, braucht es das Recht, um diese Entwicklungen menschenwürdig und nachhaltig zu gestalten. Mit diesem Themenkomplex beschäftigt sich das neugegründete Institut für Theorie und Zukunft des Rechts der Universität Innsbruck. T E X T: K A T H A R I N A W I L D A U E R

„Das Inter­ net muss uns mehr geben, als es uns nimmt.“ M AT T H I A S C . K E T T E M A N N , P R O F E S S O R F Ü R I N T E R N E TU N D I N N O V A T I O N S R E C H T, U N I V ER S I TÄT IN N S B R U C K

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echt gestaltet die Gesellschaft. Nun ist es so, dass sich Gesellschaft im digitalen Zeitalter mehr und mehr im Internet abspielt. Genau diese Entwicklung beobachtet Matthias C. Kettemann seit mehr als 15 Jahren, seit September ist er Professor für Internet- und Innovationsrecht an der Universität Innsbruck: „Mit Blick auf die Digitalisierung und besonders im Internet stellen sich ganz neue Herausforderungen.“ DIE NEUEN So werden Unternehmen zu neuen Akteuren, die im Internet fast zu kleinen Staaten werden, die eigene Regeln und Normen verfolgen und durchsetzen. „Wir müssen uns fragen: Wie wird das legitimiert und wer entscheidet darüber?“, so Kettemann. Dass das nicht nur an Mark Zuckerberg liegen könne, diese Erkenntnis setzt sich auch in der Gesellschaft mittlerweile immer öfter durch. BREITES AUFGABENGEBIET Algorithmen, die Art und Weise, wie SocialMedia-Plattformen gestaltet und designt sind, und digitale Technologie – das alles beeinflusst

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Menschen. Dabei sind nicht nur geschriebene Gesetze, sondern alles, was Menschen lenkt, Recht, so Matthias Kettemann. Und dieses Recht hat zur Aufgabe, digitale Souveränität für Menschen und Staaten zu sichern. „Das Internet muss uns mehr geben, als es uns nimmt“, formuliert der Experte das Ziel seiner Tätigkeit. In den letzten Jahren wurden viele Daten von Nutzer:innen genommen. Nun sei es an der Zeit, sich zu überlegen, wie das Internet besser gestaltet werden könne. Klar ist etwa, dass neue Technologien diskriminierungsfrei arbeiten müssen. Denn privilegierte Gruppen adaptieren schneller, hier gelte es gegenzusteuern. „Digitalisierung kann helfen, gesellschaftliche Probleme zu überwinden“, so Kettemann. VIER BAUSTELLEN Für Matthias Kettemann stehen vier Herausforderungen im Fokus: der Schutz der Menschenwürde und Rechte auf Onlineplattformen. Die Einbindung der Gesellschaft bei der Umsetzung digitaler Innovationen, wie etwa Crowdsourcing. Die Nutzung digitaler Technologien im Bildungsbereich, sodass Menschen das Potenzial ebendie-


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Zur Person

© SHUTTERSTOCK.COM, ILLUSTRATION: MONIKA CICHOŃ

ser auch nutzen können. Und nicht zuletzt eine Auseinandersetzung mit künstlicher Intelligenz: „Es ist ein fataler Fehler, wenn wir automatisierte Entscheidungen nicht mehr hinterfragen“, betont Kettemann. Damit KI gesellschaftlich akzeptiert und genutzt werden könne, braucht es einen offenen Diskurs dazu. ZUSAMMENARBEIT Die Forschungsarbeit zu diesen Themen erfolgt interdisziplinär, die Rechtstheorie ist der Anschluss zu anderen Disziplinen: „Es ist nicht möglich, Regulierung ohne die Ökonomie, Psychologie, Philosophie oder Technik zu gestalten“, erklärt der Jurist. Ähnlich zum Europarecht sollen die rechtlichen Implikationen der Digitalisierung in Zukunft von allen Bereichen mitbedacht werden. VERNÜNFTIGE TECHNOLOGIE Zu den Forschungsprojekten des neu berufenen Professors zählen unter anderem die Cybersicherheit und das Erstellen der ersten Open-SourceDatenbank von Cybervorfällen gemeinsam mit den Außenministerien mehrerer EU-Staaten. Auch mit der Ethik der Digitalisierung und mit

Matthias C. Kettemann, LL.M., ist seit September Professor am Institut für Theorie und Zukunft des Rechts. Der gebürtige Steirer hat die erste Lehrbefugnis für Internetrecht im deutschsprachigen Raum und forscht daran, wie mit Recht technologische Entwicklungen unter Achtung der Menschenrechte und Nachhaltigkeit gestaltet werden können und sollen.

dem Schaffen neuer – und fairer – Lebens- und Arbeitsmöglichkeiten durch digitale Technologien beschäftigt sich das Institut. Steckenpferd von Matthias Kettemann ist und bleibt aber das Plattformrecht, das sich mit jenen Rechtsfragen beschäftigt, die sich durch die Nutzung von Social Media ergeben. Dabei geht der Experte auch der Frage nach, wie Online­ plattformen das Leben offline beeinflussen – etwa hinsichtlich der Mediennutzung und der Implikationen für den öffentlichen Rundfunk. Kettemann sieht sich dabei als Botschafter: „Die Digitalisierung öffnet viele Türen. Wir müssen zusehen, dass wir durch die richtige gehen und digitale Technologien sinnvoll nützen, um nachhaltig gutes Leben zu sichern.“ 81


T O P.T I R O L

Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft Für INNIO Jenbacher ist der Weg in eine klimaneutrale, grünere und sicherere Energiezukunft ein gemeinschaftliches Projekt. Unter diesem Motto steht auch der erste Nachhaltigkeitsbericht, den das global agierende Unternehmen kürzlich vorgestellt hat.

© DIE FOTOGRAFEN

Tiroler Heimat der weltweit gefragten grünen Motoren

Nachhaltigkeit ist bei INNIO Jenbacher ein Gemeinschaftsprojekt.

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Gestalter der Energiewende Mit seinen Produkten, Services und digitalen Lösungen der Marken Jenbacher und Waukesha zählt INNIO zu den Wegbereitern und Gestaltern der Energiewende. Im Nachhaltigkeitsbericht informiert das Unternehmen seine Stakeholder:innen unter anderem über sein Engagement und die aktuellen Fortschritte bei der Reduktion von Treibhausgasemissionen und seine Initiativen für ein verantwortungsbewusstes Ressourcenmanagement. Nachhaltigkeitsaktivitäten 2021 Neben dem ersten Nachhaltigkeitsbericht waren die Verleihung einer Silbermedaille

der renommierten Rating-Agentur EcoVadis und der Beitritt von INNIO zum Global Compact der Vereinten Nationen (UN Global Compact) wichtige Meilensteine der Nachhaltigkeitsaktivitäten von INNIO im Jahr 2021.

Den Nachhaltigkeitsbericht 2020 von INNIO finden Sie hier:

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

it diesem ersten Nachhaltigkeitsbericht unterstreicht INNIO sein klares Bekenntnis zu einer transparenten Unternehmenskultur. In der online abrufbaren Publikation können sich alle Interessierten eingehend über die Ausrichtung sowie die Fortschritte der Nachhaltigkeits-Aktivitäten des Gasmotorenspezialisten im Jahr 2020 informieren. Das INNIO-Management und ein eigens eingerichtetes Sustainability Review Board legen gemeinsam die unternehmensweiten Ziele und die Strategie in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung fest. Diese beziehen sich auf die Aspekte Sicherheit, Energie und Emissionen, Wasser, Abfall, Gebäudeeffizienz, Kreislaufwirtschaft, Arbeitsplatzeffizienz sowie auf die Nachhaltigkeit der Produkte, Services und Lösungen. Im Zentrum steht dabei das verantwortungsvolle Bestreben von INNIO, Gemeinden, Industrie und Öffentlichkeit nachhaltig, zuverlässig und wirtschaftlich mit Energie zu versorgen und seinen Mitarbeiter:innen gleichzeitig ein innovatives, diverses, inklusives, angenehmes und sicheres Arbeitsumfeld zu bieten.


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INNOVATION

Hygiene dank Licht und Strom Belastungen durch Mikroorganismen zu reduzieren, ist in vielen Bereichen eine Herausforderung. Bislang sind meistens Hitze und künstliche Konservierungsstoffe die Mittel zum Zweck. Doch am MCI forscht Harald Schöbel nach Alternativen, die großes Potenzial auch jenseits der Lebensmittelindustrie versprechen. T E X T: D A N I E L F E I C H T N E R

„Künstliche Zu­ satzstoffe sind nicht nur mit Vorsicht zu ge­ nießen, sondern kommen auch bei Konsumen­ ten meistens nicht sonderlich gut an.“ HAR ALD SCHÖBEL, SENIOR LEC TURER FÜR B I O - U N D L E B E N S M I TT E LT E C H N O L O G I E M C I

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ass viele Produkte irgendwann schlecht werden, wissen wir alle aus leidvoller Erfahrung – spätestens nach einem Blick in den hintersten Winkel des einen oder anderen Kühlschranks. Doch auch wenn wir bei abgelaufenen Erzeugnissen vorrangig an Lebensmittel denken, betrifft das Problem deutlich mehr Industrien. „Zum Beispiel Kosmetik oder auch Lacke können ähnlich schlecht werden wie Nahrungsmittel“, erklärt Harald Schöbel, Senior Lecturer für Bio- und Lebensmitteltechnologie am MCI. Schuld daran sind Mikroorganismen, die grundsätzlich überall zu finden sind – allerdings in der Regel nur in kleinen Mengen. „Beginnen sich beispiels­weise Schimmelpilze oder Bakterien unkontrolliert zu vermehren, wird das Produkt aufgrund ihrer teilweise toxischen Ausscheidungsprodukte schlecht.“ MULTIPROFESSIONELLE HERAUSFORDERUNG Um Erzeugnisse haltbarer zu machen, muss also die Belastung mit Mikroorganismen so weit wie möglich reduziert werden – im Idealfall schon bei der Herstellung und Verpackung. Bislang kamen dabei vor allem künstliche Zusatzstoffe und Hitze zum Einsatz. Ideal

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ist das aber nicht immer: „Künstliche Zusatzstoffe sind nicht nur mit Vorsicht zu genießen, sondern kommen auch bei Konsumenten meistens nicht sonderlich gut an“, weiß der Physiker. „Und bei der Erhitzung droht die Gefahr, die Eigenschaften von Stoffen zu verändern, was insbesondere bei Lebensmitteln problematisch wird. Eine eingekochte Tomate ist einfach etwas anderes als die frische Variante.“ Deswegen forscht Schöbel am MCI gemeinsam mit Mikrobiologen, Lebensmittelchemikern und Mechatronikern nach anderen Methoden, um längere Haltbarkeit zu gewährleisten. REINES LICHT Eine dieser potenziellen Alternativen ist UV-CStrahlung: Licht, das sich weit außerhalb des für den Menschen sichtbaren Spektrums befindet. „UV-C ist sehr hochenergetische Strahlung“, erklärt Schöbel. „Noch dazu liegt die Frequenz dieses Lichts in einem Bereich, der von den Molekülen, aus denen das Erbgut von Lebewesen besteht, besonders gut absorbiert wird.“ Bestrahlt man Mikroorganismen damit, wirkt es insbesondere auf die Erbsubstanz. Wird ausreichend Energie transferiert, zerbrechen die Moleküle


INNOVATION

Anhand von Kulturen wird überprüft, wie stark die Bestrahlung mit UV-C-Licht mikrobiologische Belastungen reduziert.

Zur Person

© HARALD SCHÖBEL, ILLUSTRATION: MONIKA CICHOŃ

„Spezielle Dioden kön­ nen die hochenergetische Strahlung mittlerweile ohne großen Aufwand künstlich erzeugen.“ und der Organismus wird zerstört. Allerdings ist UV-C-Strahlung auf der Erde normalerweise nicht zu finden, da sie von der Atmosphäre absorbiert wird. „Hier hat die LED-Forschung große Fortschritte gemacht“, beschreibt Schöbel. „Spezielle Dioden können die hochenergetische Strahlung mittlerweile ohne großen Aufwand künstlich erzeugen.“ OBERFLÄCHLICH Weil UV-C-Bestrahlung nur dort wirkt, wo auch Licht hingelangen kann, eignet sie sich auch nur für die Oberflächenbehandlung – sei es zur Behandlung von Verpackungsmaterialien, bevor sie in den Kontakt mit Waren kommen, sei es für Obst und Gemüse, wo die Mikroorganismen sich vor allem auf der Schale ansiedeln. In diesem Bereich ist die Technologie aber überaus vielversprechend, „nicht zuletzt dank der

Harald Schöbel hat Physik in Innsbruck studiert und sich unter anderem mit LEDTechnologie befasst, bevor er 2015 als Dozent für Biound Lebensmitteltechnologie am MCI tätig wurde. Dort arbeitet er in einem multidisziplinären Team an neuen Methoden zur Reduktion von mikrobieller Belastung.

ständigen Weiterentwicklung von LEDs“, weiß Schöbel. „Wir arbeiten mittlerweile mit mehreren Tiroler Unternehmen zusammen, die sich dafür interessieren, die Technik zu verwenden.“ TIEFENWIRKUNG Etwas schwieriger wird es bei Stoffen, bei denen sich die Mikroorganismen im Inneren verbergen. Doch auch hier hat Schöbel ein Ass im Ärmel: gepulste elektrische Felder. „Ganz einfach gesagt, sind die Kleinstlebewesen an sich zwar elektrisch neutral – einzelne Moleküle und Verbindungen in ihren Zellwänden haben aber oft negative oder positive Ladung. Sie werden also von elektrischen Kräften angezogen oder abgestoßen“, erklärt der Physiker. Werden sie einem starken elektrischen Feld ausgesetzt, dessen Pole in rascher Abfolge wechseln, beginnen diese Kräfte an den geladenen Molekülen zu zerren – bis sie brechen oder aus der Zellwand gerissen werden, was den Organismus zerstört. „Gerade bei Flüssigkeiten und Pulvern ist das ein vielversprechender Ansatz. Und auch hier suchen wir noch nach Partnern, um die Technologie auch in der Praxis einzusetzen.“ 85


T O P.T I R O L

K LÜ G E R W ER DEN M IT …

GEMEINSAM AM STEUER

Die Entscheidungsfindung durch Mitarbeiter an vorderster Front statt durch die Führungsetage propagiert Kurt Matzler. Mit dem Konzept der Open Strategy verfolgt er einen Ansatz fernab von elitärer Unternehmensführung. DA S INTERVIEW FÜHRTE JULIA NARR .

Zur Person

Kurt Matzler ist Professor für Strategisches Management an der Universität Innsbruck und wissenschaftlicher Leiter des Executive-MBA-Programmes am MCI in Innsbruck. Er befasst sich mit den Themen Innovation, Leadership und Strategie. Gemeinsam mit Christian Stadler, Julia Hautz und Stephan Friedrich von den Eichen beschäftigt er sich im Buch „Open Strategy: Mastering Disruption from Outside the C-Suite“ mit einem neuen Mindset für eine erfolgreiche Unternehmensführung.

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© IRENE RAPP

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err Matzler, das Buch beschäf- Mitarbeiter an vorderster Front, die sehr tigt sich mit Open Strategy. Wie gut darüber Bescheid wissen, was funktidefinieren Sie diesen Begriff und oniert und was nicht. Zuletzt muss ein Unseine Bedeutung? KURT MATZ- ternehmen in der Lage sein, dieses Wissen LER: Die Grundidee vom Prinzip Open zu aggregieren. Wenn diese vier BedingunStrategy ist es, in einem Unternehmen die gen erfüllt sind, dann kann Open Strategy kollektive Intelligenz der Masse zu nutzen. die kollektive Intelligenz der Masse nutzen Das bedeutet, dass man versucht, intern und ein erfolgreiches Konzept für ein Unoder von außen möglichst viele in den Pro- ternehmen sein. zess der Strategieentwicklung miteinzubinden. Bis dato ist Strategiearbeit in den Ist Open Strategy ein sinnvolles Konmeisten Unternehmen der Führungsspitze zept für Klein- und Mittelunternehmen? vorbehalten. Bei disruptiven Veränderun- Im Prinzip ja. Aber für KMUs kann es gen ist das oft der falsche Ansatz. Eine etwas schwieriger sein, ausreichend exgroße Gruppe von Menterne Exper­ten einzubinschen kann unter gewissen den. Bei vielen Start-ups Bedingungen zu besseren „Die größten Fehl­ wird aber Open Strategy Entscheidungen kommen ent­scheidungen ganz selbstverständlich als die besten Experten. gelebt. Sie verstehen sich werden meist Die größten Fehlentscheioft mehr als Community, dungen werden meist dann die gemeinsam über Ziele dann getroffen, getroffen, wenn es dem Unund Strategien entscheiwenn es dem ternehmen am besten geht. det. Open Strategy hat Der Grund dafür ist der Unternehmen am auch für KMUs großes fehlende Druck, über das Potenzial. Als Unternehbesten geht.“ Neue nachzudenken. Open men muss man aber Uner­ Strategy ist daher nicht nur wartetes zulassen und sich eine Sammlung von Tools, sondern ein mit anderen Meinungen und Sichtweisen Mindset für mehr Offenheit und Transpa- auseinandersetzen. Es bedarf eines gut renz in strategischen Entscheidungen. ausgearbeiteten Konzepts, das im ersten Moment mit viel Aufwand verbunden Welche Bedingungen müssen dafür er- scheint. Wenn man aber bedenkt, dass füllt werden? Zum einen muss es genü- durch die Einbindung der Mitarbeitenden gend kognitive Diversität geben, das heißt, schon ein großer Teil der Umsetzung erleMenschen mit unterschiedlichen Hinter- digt ist, macht sich das in der Regel wirkgründen, Erfahrungen und Heuristiken lich bezahlt. Ein gewisses Risiko besteht werden eingebunden. Zum anderen muss natürlich immer, da man die Richtung der gewährleistet sein, dass sie unabhängig Diskussion nicht unbe­dingt steuern kann, von ihrem Status oder ihrer Position im deshalb muss es ein gut begleiteter und Unternehmen ihr Wissen beisteuern kön- strukturierter Prozess sein. nen. Außerdem muss es gelingen, dezentrales Wissen abzugreifen: Oft sind es die Vielen Dank für das Gespräch.


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