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LEHRE UND FACHKRÄFTE

Frühling 2019

IN TIROL

I mach a Lehr’! Junge Menschen, ihre Geschichten und ihr Weg zur Lehre

Die richtige Entscheidung treffen Nützliche Informationen für Jugendliche und Eltern

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Den passenden Ausbildungsweg finden Wie Bildungsconsulting unterstützen kann

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Weitere Informationen  www.meimadl-meibua.at


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© Franz Oss

Editorial

Vom Berufstraum zum Traumberuf Die Lehre ist ein Erfolgsmodell. Hand aufs Herz: Kennen Sie einen arbeitslosen Handwerker? Eben. Es beginnt sich langsam herumzusprechen, dass unsere duale Ausbildung nicht zufällig von vielen Ländern kopiert wird. In den letzten zwei Jahren ist die Zahl der neuen Lehrlinge nach einigen Jahren des Rückgangs wieder gestiegen. Lehrberufe sind hautnah mit den Berufsbildern im „echten“ Wirtschaftsleben verbunden und werden laufend modernisiert. Parallel zu neu entstehendem Bedarf am Markt werden neue Lehrberufe eingeführt. Der E-Commerce-Kaufmann zum Beispiel. Oder der Lehrberuf Informationstechnologie. Als Präsident der Tiroler WK lege ich großes Augenmerk auf die Lehre. Die Wirtschaftskammer kämpft dafür, dass Lehrbetriebe passende Rahmenbedingungen vorfinden, sie unterstützt Jugendliche bei der Berufsorientierung und der Entdeckung ihrer persönlichen Stärken und bringt sich bei der Weiterentwicklung des dualen Systems aktiv ein. Unsere brandneue Kampagne „Mei Madl, mei Bua“ zeigt ebenfalls auf, welche Karrierechancen in einer Lehre stecken. Ich sage das aus Überzeugung, weil mich eine Lehre dorthin gebracht hat, wo ich heute bin.

Dieses Magazin bietet einen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten, die eine Lehre eröffnet. Jeder Zeitungsleser kennt das Schlagwort vom „Fachkräftemangel“. Das ist für die Betriebe eine Herausforderung – aber zugleich eine riesige Chance für alle Jugendlichen, die mit einer Lehre zu einem am Arbeitsmarkt gefragten Spezialisten werden. Der Beleg dafür sind die umfangreichen Stellenanzeigen in den Tageszeitungen und die attraktiven Angebote, die engagierte Lehrbetriebe schnüren, um Lehrlinge für ihre Firma zu gewinnen. Gewinnen – dieses Schlagwort bringt die Situation auf den Punkt. Mit einer nach österreichischen Qualitätsstandards absolvierten Lehre gewinnen die Firmen leistungsfähige Fachkräfte; der Standort Tirol bleibt damit im internationalen Wettbewerb erfolgreich; und die Jugendlichen machen einen Berufstraum zu ihrem Traumberuf. Mehr geht nicht.

Christoph Walser Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer

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Unternehmensinfo

WIFI-Matura: Vom Lehrling zum Ingenieur

Laborleiterin in spe Von der Matura zur Lehre Labortechnik

Weltklasse Als Koch die Welt erobern

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm Mit Leidenschaft Metalltechniker

Vom Klassenzimmer ins Büro Berufliches Glück in der Lehre

Praktisch veranlagt Das Handwerk der LKW-Mechaniker

Hoch hinaus Als Seilbahntechnikerin am Berg

Lehre: in der Mode Im Einzelhandel zum Erfolg

Entscheidungshilfen Nützliche Informationen für Jugendliche und Eltern

Den passenden Ausbildungsweg finden Das Bildungsconsulting der WK Tirol

Die Welt der Berufe auf einen Klick Die kostenlose Online-Plattform für Berufsorientierung

Die Lehre: Nicht zu toppen! Unschlagbare Verbindung von Theorie und Praxis

Alle Lehrberufe in Tirol Berufsmöglichkeiten im Überblick

Unterstützungsangebote Hilfe bei der Berufsorientierung

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Aussichtsreiche Zukunft: Lehre – Meister – Matura – Ingenieur © Fotolia

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Impressum: Informationsmagazin der Tiroler Wirtschaftskammer Herausgeber: Wirtschaftskammer Tirol, Wilhelm-Greil-Straße 7, 6020 Innsbruck Medieninhaber und Verleger: TARGET GROUP Publishing GmbH, Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck, Tel. 0512/58 6020-2801, office@target-group.at, www.target-group.at Gesamtverkaufsleitung: Wolfgang Mayr Fotos: falls nicht anders angegeben Wirtschaftskammer Tirol, Shutterstock.com Hersteller: Intergraphik GmbH, Innsbruck Sofern in diesem Magazin personenbezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sie sich auf Frauen und Männer in gleicher Weise.

L

ehrlinge und Facharbeiter können die Meisterprüfung machen und für die Matura anrechnen lassen. Der Meisterbrief, die Matura und etwas Praxis machen den Lehrling zum Ingenieur. So einfach geht es, mit dem WIFI die Karriereleiter nach oben zu klettern! Wer möchte, kann natürlich auch an einer Uni oder Fachhochschule studieren und Akademiker werden. Das muss aber nicht sein, denn im europäischen Qualifikationsrahmen sind die Meisterprüfung und der Bachelor gleichwertig eingestuft. Oliver Seiwald hat es von der Lehre über die WIFI-Matura bis zum MSc-Studienabschluss gebracht. Sein Rat? Einfach anfangen! „Das WIFI war mir gleich sympathisch – und man muss sich nicht um den ‚Papierkram‘ kümmern. Das hält einem den Rücken frei, um Lernen und Arbeiten unter einen Hut zu bekommen.“ Starten Sie jetzt in eine sichere Zukunft mit einem Beruf und Ihrem Zugang zum Studium und zum Ingenieur!

Informieren Sie sich kostenlos! Lienz: 04.06.19 Innsbruck: 27.06.19 und 08.08.19 Imst: 31.07.19 und 28.08.19 Tipp: Lehre und Matura ist kostenlos! Information und Anmeldung T 05 90 90 5-7262 E sandra.konrader@wktirol.at W www.wifi.at/brp W www.wifi.at/lema

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Labortechnik

ERFOLGSGESCHICHTE

Papa Hans freut sich, dass Tochter Laura ihren beruflichen Weg mit Interesse und Erfolg zielstrebig verfolgt.

Laborleiterin in spe Nach der Matura an der Handelsakademie entscheidet sich Laura für die Lehre zur Labortechnikerin. Eine Ausbildung, die ihre Wissbegierde fördert und den Grundstein für Lauras berufliche Ziele legt. Text: Katharina Wildauer

W „Es ist immer eine Herausforderung, kein Tag ist wie der andere und man lernt täglich etwas Neues.“ Laura

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eil es Laura mit 14 Jahren wie den meisten Jugendlichen schwerfällt, sich für einen Ausbildungsweg zu entscheiden, absolviert die junge Zillertalerin zunächst die Handelsakademie. „Mit 15 Jahren ist man viel zu jung, um wirklich eine Entscheidung fürs Leben treffen zu können. Es ist gut, zunächst die Schule zu machen. Danach ist man viel reifer und weiß, welchen Weg man gehen will“, sagt Lauras Vater Hans. Nach der Matura steht wieder die Frage im Raum: Was nun? Lauras Überlegungen tendieren zur Lehre. Ein Ausbildungskonzept, von dem Hans überzeugt ist: Er selbst ist gelernter Bäcker und absolvierte vor einigen Jahren die Ausbildung zum Gebäudetechni-

ker. „Mir war es wichtig, dass meine Töchter einen Beruf lernen, der ihnen taugt. Die Lehre ist natürlich immer ein guter Grundstein“, meint Hans. Laura entdeckt in Gesprächen mit Freunden und ihren Eltern schließlich den Lehrberuf Labortechnik und beginnt wenig später ihre Ausbildung bei Novartis.

Zukunftsvision Als angehende Labortechnikerin untersucht sie verschiedenste Chemikalien und führt dazu chemische, physikalische und biochemische Versuche durch. Zunächst wird die Theorie besprochen, dann geht es zur Praxis ins Labor. Neben Teamarbeit wird von Laura


© Franz Oss (4)

Labortechnik

Infos

2. Was würdest du anderen Jugendlichen raten, die überlegen, eine Lehre zu machen? Man muss es einfach ausprobieren und schnuppern gehen, um sich anzusehen, wie die Lehre ist. Man weiß besser, worauf man sich einlässt, wenn man die Lehre einmal erlebt hat.

Lehrberuf: Modullehrberuf Labortechniker/in Nach der zweijährigen Ausbildung im Grundmodul Labortechnik kann eines der Hauptmodule „Chemie“, „Biochemie“ oder „Lack- und Anstrichmittel“ gewählt werden. Zusätzlich kann ein zweites Hauptmodul oder das Spezialmodul „Laborautomation“ in einem weiteren halben Jahr Lehrzeit absolviert werden. Lehrzeit: 3,5 Jahre Für Maturanten verkürzt sich die Lehrzeit auf 2,5 Jahre. Profil: Naturwissenschaftliches Interesse, technisches Verständnis und mathematische Fähigkeiten sowie analytischlogisches Denken, Selbstständigkeit und Geschicklichkeit

3. Was ist in deinen Augen das Positive an der Lehre? Theorie und Praxis werden gut kombiniert und man wird zu einer Fachkraft in einem Gebiet ausgebildet.

Mehr zum Lehrberuf Labortechniker/in, alle Tiroler Ausbildungsbetriebe und offene Stellen unter: www.berufsreise.at/berufe/2422

Drei Fragen an ... Laura 1. Auf welchen Moment in deiner Lehrzeit bist du stolz? Ich weiß noch gut, wie mir zum ersten Mal die kristalline Form einer Substanz gelungen ist. Unter dem Mikroskop habe ich dann die leuchtenden Kristalle gesehen.

auch konzentriertes, eigenständiges Arbeiten verlangt. „Es ist immer eine Herausforderung, kein Tag ist wie der andere und man lernt täglich etwas Neues. Ich war zu Beginn der Lehre nicht sicher, was mich erwarten würde, aber heute weiß ich: Es war die richtige Entscheidung“, resümiert Laura. Auch für ihre Eltern ist klar, dass Laura den richtigen Beruf gefunden hat: „Die Begeisterung spürte man von Anfang an. Laura ist ehrgeizig und talentiert und wird ihren Weg gehen“, ist Lauras Vater Hans überzeugt. Die 20-Jährige hat neben dem Abschluss der Lehre noch ein langfristiges Ziel: „In zehn Jahren wäre ich gerne Laborleiterin“, erzählt Laura selbstbewusst.

Von der Sandkiste ins Labor „Laura war schon immer experimentierfreudig und neugierig, von klein auf. Ob in der Sandkiste oder beim Puppenspielen – das Entdecken und Probieren war einfach ihre Welt“, blickt Hans zurück. Welche Richtung seine Tochter einmal einschlagen würde, sei

daher grob absehbar gewesen. „Man sieht, wo die Talente der eigenen Kinder liegen, wenn man genau hinschaut“, ist Hans überzeugt. Die Rolle der Eltern sei, zu beraten und unterstützen, sich aber keinesfalls aufzudrängen. „Es ist wichtig, als Elternteil Interesse zu zeigen – die Kinder legen Wert auf die Meinung und Erfahrung der Eltern. Aber letztlich bleibt die Entscheidung den Kindern selbst überlassen, denn es sind ja immerhin junge Erwachsene“, so Hans.

„Man sieht, wo die Talente der eigenen Kinder liegen, wenn man genau hinschaut.“ Hans

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Koch

ERFOLGSGESCHICHTE

Energiebündel Celino fühlt sich in der Küche wohl und ist mit Leidenschaft Koch.

Weltklasse Mit 15 Jahren wirft Celino seine Bildungspläne kurzerhand über Bord und entscheidet sich überraschend für die Lehre zum Koch. Die Bilanz: kulinarische Kreativität, Jobangebote aus ganz Europa und ein Weltmeistertitel. Text: Katharina Wildauer

„Neben den Schweizern und Franzosen zählen Österreicher zu den besten Köchen in Europa. Die Nachfrage ist groß – bewerben muss ich mich also nicht.“ Celino

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ür seine 22 Jahre hat Celino schon viel erlebt: Nach seiner Lehrzeit in Innsbruck arbeitete der Innsbrucker einige Jahre im Hangar 7 bei Red Bull und kocht derzeit im Vier-Sterne-Hotel Schweizerhof in Kitzbühel auf. Die Sommersaison verbringt Celino noch in Tirol, dann verschlägt es ihn wieder weiter: „Ich möchte gerne nach Portugal, um das Land und die Küche dort kennen zu lernen. Aus meiner Zeit im Hangar habe ich Kontakte zu österreichischen Küchenchefs vor Ort“, erzählt Celino. Als ausgebildeter

Koch aus Österreich ist er international gefragt und erhält weltweit Anfragen: „Neben den Schweizern und Franzosen zählen Österreicher zu den besten Köchen in Europa. Die Nachfrage ist groß – bewerben muss ich mich also nicht“, erklärt der Tiroler. Nicht ganz unbeteiligt am internationalen Interesse sind mit Sicherheit auch die Erfolge des österreichischen Koch-Jugendnationalteams, dem Celino angehört. Die Krönung: der Sieg der Weltmeisterschaft in Luxemburg. „Die Wettbewerbe waren eine


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Koch

Infos Lehrberuf: Koch/Köchin Lehrzeit: 3 Jahre Profil: Geschicklichkeit, Organisationstalent, gestalterisches und kreatives Arbeiten, Stressresistenz, Teamfähigkeit

„Mit einem Lehrberuf kann man immer etwas machen im Leben.“ Oma Hannelore

Mehr zum Lehrberuf Koch/Köchin, alle Tiroler Ausbildungsbetriebe und offene Stellen unter: www.berufsreise.at/berufe/274

Drei Fragen an ... Celino große Herausforderung – wir haben Tag und Nacht gekocht, unsere Freizeit und Urlaube dafür investiert und unser Bestes gegeben“, blickt Celino heute stolz zurück. Mit ihren Wettbewerbserfolgen hat das Jugendnationalteam das kulinarische Österreich noch bekannter gemacht: „Ich bekomme unzählige Nachrichten von Leuten aus aller Welt, die gerne als Koch nach Österreich kommen wollen“, weiß der Tiroler.

Kreativjob Koch Sein Talent und seine Leidenschaft fürs Kochen hatte Celino nur zufällig entdeckt. Eigentlich wollte er die HTL für Kunst machen, im Sommer vor Schulbeginn machte er aber noch ein Praktikum in der Küche des Hotel Europas. Der Funke sprang sofort über: Celino gefiel es so gut, dass er sich gegen die HTL und für eine Lehre zum Koch entschied. Seine Entscheidung überraschte Familie und Freunde, verwundert rückblickend aber wenig: „Celino hat schon als kleiner Bub immer

so gerne mit Oma und Opa in der Küche mitgeholfen. Mit seiner Uroma hat er oft Teige gerührt und Kuchen gebacken“, erzählt Oma Hannelore. Dass Celino einmal einen kreativen Beruf ergreifen würde, lag für Hannelore auf der Hand – nur mit der Kochlehre hatte niemand gerechnet. Über die Zukunft wurde in der Familie immer offen geredet. „Entscheiden müssen die Kinder dann selbst – ganz egal ob Schule, Uni oder Lehre“, so Hannelore. Sie selbst führte einen Friseursalon und sieht in der Lehre viele Chancen: „Mit einem Lehrberuf kann man immer etwas machen im Leben. Wir sind eine Handwerksfamilie – wir sind alle zufrieden und es geht uns gut“, erzählt die Innsbruckerin. Dass ihr Enkel erfolgreich seinen Weg geht, macht sie stolz: „Er ist ein feiner, fleißiger Bub und kann als Koch richtig kreativ sein – er macht ja nicht nur Schnitzel“, lacht Hannelore. Nur wenn Celino zuhause auf Besuch ist, dann kocht noch immer die Oma.

1. Warum bist du gerne Koch? Jeder Tag ist abwechslungsreich und herausfordernd. Die Stimmung in der Küche ist toll und es macht Spaß, gemeinsam die perfekten Gerichte zuzubereiten. 2. Warum ist Koch ein toller Beruf? Natürlich ist der Arbeitsalltag eines Kochs ein bisschen härter und man muss viel arbeiten. Aber die Bedingungen haben sich sehr gebessert, die Arbeitszeiten sind flexibler und der Beruf entwickelt sich in eine gute Richtung. Vor allem junge Talente werden sehr gefördert und können viel erreichen, weltweit arbeiten und viel erleben. 3. Was nimmst du dir für die Zukunft vor? Als Nächstes möchte ich gerne ins Ausland gehen und Erfahrungen in anderen Küchen machen. Natürlich wäre es toll, irgendwann selbst Küchenchef zu sein. Vielleicht habe ich auch mal ein eigenes Restaurant.

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Metalltechnik

ERFOLGSGESCHICHTE

Wie der Vater, so der Sohn: Christian und Florian sind Feuer und Flamme für ihren Beruf als Metalltechniker.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm Die Begeisterung für das Schlosserhandwerk merkt man Florian und seinem Vater Christian gleich an. Wie der Vater, strebt auch der Sohn eine Laufbahn als Metalltechniker an – und ist nach der Lehrzeit auf dem besten Weg zum Meister. Text: Katharina Wildauer

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s ist ein bleibender Beruf, denn alles, was wir aus Metall machen, bleibt für ewig erhalten. Das ist schon ein tolles Gefühl“, schwärmt Florian über sein Metier. Wenn er an Baustellen vorbeikommt, an denen er mitgearbeitet hat, erfüllt ihn das mit Stolz. Ein Gefühl, das sein Vater Christian sehr gut nachempfinden kann, denn auch er ist mit Leib und Seele Metalltechniker. Seit neun Jahren ist er selbstständig und führt seinen eigenen Metallbaubetrieb. Dass sein Sohn nun in seine Fußstapfen tritt, freut ihn daher umso mehr. „Auch wenn mein Papa einen anderen Beruf hätte, ich würde mich dennoch für die Lehre zum Schlossermeister

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entscheiden. Es ist einfach genau das Richtige für mich“, ist Florian überzeugt.

Eigene Wege

„In der Lehre haben junge Menschen die Chance, sich zu entwickeln und etwas aus sich zu machen.“ Vater Christian

Ob sein Sohn einmal den Betrieb übernimmt, lassen sich beide offen. Aus diesem Grund absolvierte der 20-Jährige seine Lehrzeit auch in einem anderen Schlosserbetrieb, und nicht in der Firma seines Vaters. So soll er seine eigenen Erfahrungen machen und ohne Druck seine Ausbildungszeit nutzen können. „Die Selbstständigkeit ist für jeden eine große Herausforderung. Sollte Florian einmal meinen Betrieb übernehmen wollen, dann braucht es dazu Reife und Entwick-


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Metalltechnik

Infos „Es ist ein bleibender Beruf, denn alles, was wir aus Metall machen, bleibt für ewig erhalten. Das ist schon ein tolles Gefühl.“ Florian

Lehrberuf: Metalltechniker/in, Grundmodul Metallbau- und Blechtechnik, Modullehrberuf mit acht wählbaren Hauptmodulen und vier Spezialmodulen Lehrzeit: 3,5 bis 4 Jahre Profil: Mathematisch-rechnerische Fähigkeiten, räumliches Vorstellungsvermögen, logisch-analytisches Denken, Selbstständigkeit, körperliche Belastbarkeit und Teamfähigkeit Mehr zum Lehrberuf Metalltechniker/in, alle Tiroler Ausbildungsbetriebe und offene Stellen unter: www.berufsreise.at/berufe/2502

lung, und das bekommt er mit der Zeit“, erklärt Christian. Die Meisterprüfung wird Florian deshalb noch in seinem Lehrbetrieb absolvieren.

Mit Rat und Tat zur Seite Bei Florian hat sich der berufliche Weg schon früh abgezeichnet: „Die handwerkliche Begabung hat man immer schon gemerkt, schon als Bub hat er gern mit Werkzeug hantiert“, blickt sein Vater zurück. Die Entscheidung überließen die Eltern aber dennoch ihrem Sohn. Diese Botschaft würde Christian auch anderen Eltern mitgeben. „Natürlich weiß jeder Elternteil, wofür das Kind geeignet ist. Aber man sollte die Jugendlichen nicht in eine Richtung drängen“, ergänzt er. Wichtig sei auch, sich frühzeitig mit dem Thema Beruf und Ausbildung zu befassen. Als Unternehmer und Schlossermeister kennt Christian den Wert der Lehre von beiden Seiten, in seinem Betrieb bildet er jährlich zwei bis drei Lehrlinge aus. „In der Lehre haben junge Menschen die Chance, sich zu entwickeln und etwas aus sich zu machen“, sagt Christian. Dass das nicht immer leicht ist, weiß auch Florian aus erster Hand: „Wer die Lehrzeit durchzieht, hat danach eine handfeste Ausbildung und kann im Leben viel damit anfangen“, sagt Florian mit Blick zu seinem Vater.

Drei Fragen an ... Florian 1. Was ist das Positive an der Lehre? Man lernt einen Beruf, in dem man sich immer weiterentwickeln kann. Deshalb habe ich mich für die Lehre entschieden. 2. An welches positive Erlebnis in deiner Lehrzeit denkst du gerne zurück? Für eine große Auswärtsmontage haben wir mal eine Woche lang in Kufstein verbracht. Wir haben sehr viel gearbeitet, aber es war einfach eine super Zeit gemeinsam mit allen Kollegen. 3. Wie hat dein Umfeld auf deine Entscheidung zur Lehre reagiert? Es war für Freunde und Familie immer das Wichtigste, dass ich weiß, was ich einmal machen will. Alles andere ist dann nebensächlich, es waren also alle sehr zufrieden.

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MEINE MEINE BILDERBUCH BILDERBUCH KARRIERE KARRIERE

Fabio Fabio Pedrini Pedrini Bankkaufmann Bankkaufmann

Alexander Alexander KnabKnab Olivia Olivia MoliMoli Speditionskaufmann Einzelhandelskauffrau EinzelhandelskauffrauSpeditionskaufmann


IN DER TIROLER WIRTSCHAFT. lehre.tirol WKO.at WKO.at/fachkraefte bildungsconsulting.at Das Bildungspaket der Kammer berät Jugendliche über die vielfältigen Möglichkeiten der Berufswelt.

Florian Gürtler Holztechnik

Simon Mayr IT-Informatiker

Sonja Holzknecht Konditorin

Markus Baader Restaurantfachmann


Bürokauffrau

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ERFOLGSGESCHICHTE

Dass ihre Tochter Julia ihre berufliche Zukunft selbst in die Hand nahm, macht Mutter Erika stolz: In der Lehre blüht Julia auf.

Vom Klassenzimmer ins Büro Als gute Schülerin kämpft sich Julia durch den anstrengenden Schulalltag. Als sie erkennt, dass ihre berufliche Zukunft woanders liegt, nimmt sie die Zügel in die Hand und unterschreibt wenige Tage später den Lehrvertrag zur Bürokauffrau. Text: Katharina Wildauer

„Die Lehre hat oft ein falsches Image – denn es ist eine tolle Ausbildung mit vielen Chancen und Möglichkeiten.“ Mutter Erika

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ine Lehre hatte Julia eigentlich nie geplant: Die 17 Jahre junge Zillertalerin war eine gute Schülerin, der Weg über eine höhere Schule zur Matura war damit eigentlich fixiert. „Die Entscheidung, ein Oberstufengymnasium in Innsbruck zu besuchen, war eine bewusste“, blickt ihre Mutter Erika zurück. Doch Julia kommt nicht richtig im Schulalltag an: Das lange Pendeln jeden Tag und die wenige freie Zeit für sich und ihre Freunde zehren am jungen Mädchen. Obwohl sie mit manchen Schulfächern hadert, kämpft Julia hart für den schulischen Erfolg. „Sie wurde immer weniger sie selbst – immer ruhiger, das war ganz untypisch für Julia. Auch zuhause war die Situation schwierig – es ist eine Belastung, wenn man nicht weiß, wohin der Weg des Kindes gehen soll“, erzählt ihre Mutter. Für mehr Klarheit soll schließlich eine Potenzialanalyse bei der Wirtschaftskammer sorgen. Das Ergebnis überrascht die Familie: Julias Fähigkeiten liegen eigentlich ganz wo-

anders, eine theoretische Schulausbildung spiegelt ihre Stärken nicht wider. Viel eher sollte sie im Team arbeiten und ihr Wissen in die Praxis umsetzen – Julia wäre wie gemacht für eine Lehre im Büro.

Unverhofft kommt oft Mit dieser Erkenntnis ergreift Julia sofort die Initiative. Gemeinsam mit der besten Freundin durchforstet sie die Jobanzeigen des AMS auf der Suche nach einer passenden Lehrstelle. Sie stoßen auf eine Ausschreibung für die Lehre zur Bürokauffrau im nahegelegenen Installationsbetrieb Opbacher. Julia sendet noch in der Nacht ihre Bewerbungsunterlagen ein. Dann geht alles schnell: „Schon am nächsten Tag habe ich eine Rückmeldung bekommen, gleich am Montag fand das Bewerbungsgespräch statt und am Freitag habe ich bereits den Lehrvertrag unterschrieben“, erzählt Julia. Seither ist ein Jahr vergangen – und alle Beteiligten sind froh über Julias spontanen Entschluss zur Lehre. „Man un-


Bürokauffrau

Drei Fragen an ... Julia „Das Wichtigste ist, etwas zu finden, das zu einem passt.“ Julia

terstützt sein Kind, ganz gleich auf welchem Weg. Wenn es dem Kind gut geht, geht es auch den Eltern gut“, sagt Mutter Erika. Als angehende Bürokauffrau braucht Julia sehr gute Rechtschreibkenntnisse sowie gutes Zahlen- und Rechenverständnis genauso wie ein freundliches, professionelles Auftreten im Kundenkontakt. „Julia blüht in der Lehre wirklich auf. Es heißt meist automatisch, dass ein guter Schüler eine höhere Schule besuchen muss. Die Lehre hat da oft ein falsches Image – denn es ist eine tolle Ausbildung mit vielen Chancen und Möglichkeiten“, ist die Mutter überzeugt.

Dez 2018 – Dez 2019

1. Wie hat dein Umfeld auf deine Entscheidung zur Lehre reagiert? Obwohl meine Freunde höhere Schulen besuchen, haben alle sehr positiv reagiert. Sie finden meine Lehrausbildung eine gescheite Idee. 2. Was würdest du anderen Jugendlichen raten, die überlegen, eine Lehre zu machen? Ich würde die Lehre empfehlen, wenn sich die Schule nicht mehr gut anfühlt und man nicht gerne hingeht. Man sollte etwas lernen und arbeiten, das Spaß macht – sonst hat es keinen Sinn. 3. Was ist in deinen Augen das Positive an der Lehre? Man lernt, Aufgaben selbstständig zu machen, arbeitet in einem Team und hat einen guten Ausgleich zwischen Arbeit und Schule.

Infos Lehrberuf: Bürokauffrau/mann Lehrzeit: 3 Jahre Profil: Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen, Rechtschreib- und Mathematikkenntnisse sowie Organisationsgeschick und Zuverlässigkeit. Mehr zum Lehrberuf Bürokauffrau/mann, alle Tiroler Ausbildungsbetriebe und offene Stellen unter: www.berufsreise.at/berufe/191

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KFZ-Technik

ERFOLGSGESCHICHTE

Vater Christoph hat allen Grund, stolz auf seinen Sohn zu sein: Als Lehrling zum LKW-Mechaniker geht dieser selbstständig seinen Weg.

Praktisch veranlagt Der 17-jährige Daniel Walser macht eine Lehre zum LKW-Mechaniker in Thaur. Seine Schulzeit vermisst er nicht – zu viel Theoretisches stand am Lehrplan. Er aber wollte Praktisches lernen und entschied sich deshalb für eine Lehre. Text: Haris Kovacevic

F „Zunächst möchte ich meine Lehre erfolgreich beenden, um dann Berufserfahrung zu sammeln. Eines Tages hätte ich aber gerne meine eigene Werkstatt.“ Daniel

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ür Daniel Walsers Eltern war früh klar, dass seine Talente und Interessen im handwerklichen Bereich liegen. Denn schon als Kind baute Daniel Fahrräder auseinander und bastelte gern an elektrischen Geräten herum. „Und manchmal hat er mit den Schraubenziehern auch Löcher in die Wände gebohrt“, erinnert sich Vater Christoph lachend. In der Schule verbrachte Daniel seine Zeit hingegen nur ungern. Schnell stand damit fest, dass eine Schullaufbahn nicht die richtige Wahl für ihn ist. Diesbezüglich erkennt Christoph Walser in seinem ältesten Sohn auch sich selbst wieder: Weil es auch ihm in der Schule nicht gefallen hatte, entschied er sich als jun-

ger Mann für eine Lehre. Bei seinen Eltern musste er sich mit diesem Plan zwar erst durchsetzen, weil seine älteren Geschwister die Matura gemacht und ein Studium begonnen hatten, aber sein Entschluss war ein Volltreffer: Heute leitet der Geschäftsmann ein Transportunternehmen mit knapp 60 Mitarbeitern, ist Bürgermeister von Thaur und außerdem Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer. Er ist verheiratet und hat neben Daniel zwei weitere Söhne und eine Tochter. Gemeinsam mit seiner Frau Yvonne steht er den Kindern bei zukünftigen Ausbildungs- und Berufsentscheidungen zur Seite: „Eltern sollten mehr auf die Interessen und Fähigkeiten der Kinder achten als auf gesell-


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KFZ-Technik

Infos

„Eltern sollten mehr auf die Interessen und Fähigkeiten der Kinder achten als auf gesellschaftliche Konventionen.“ Christoph Walser

Lehrberuf: Kraftfahrzeugtechnik Die modulare Ausbildung umfasst das Grundmodul Kraftfahrzeugtechnik sowie die Ausbildung in einem der Hauptmodule Motorradtechnik, Nutzfahrzeugtechnik oder Personenkraftwagentechnik. Eine Vertiefung durch die Spezialmodule Systemelektronik oder Hochvolt-Antriebe oder ein zweites Hauptmodul verlängert die Lehrzeit um ein halbes Jahr. Lehrzeit: 3,5 bis 4 Jahre Profil: Technisches Verständnis, mathematisch-rechnerische Fähigkeiten, logisch-analytisches Denken, Kontaktfreude mit Kunden, Organisationstalent und Lernfähigkeit Mehr zum Lehrberuf Kraftfahrzeugtechnik, alle Tiroler Ausbildungsbetriebe und offene Stellen unter: www.berufsreise.at/berufe/2106

schaftliche Konventionen“, meint Christoph Walser und ergänzt: „Viele möchten, dass ihre Sprösslinge die Matura machen. Nicht, weil es was bringt, sondern weil es ohne vermeintlich nicht geht.“ Diesen unnötigen Druck wollte er seinem Sohn ersparen, und heute ist er froh, dass Daniel den richtigen Weg für sich gefunden hat.

Richtige Entscheidung Der 17-Jährige macht mittlerweile eine Lehre zum LKW-Mechaniker in Thaur. Sein Arbeitsalltag ist sehr abwechslungsreich, sein Arbeitsfeld spannend und seine Kollegen hilfsbereit: „Ich gehe immer gerne zur Arbeit, freue mich aber auch auf zuhause, wenn mal viel zu tun war“, meint der Lehrling schmunzelnd. Mit seiner Entscheidung, eine Lehre zu machen, ist er sehr zufrieden: „Ich lerne praktische, interessante Dinge, kann in meiner Freizeit machen, was ich will, muss nicht an Hausaufgaben denken und verdiene zudem auch noch Geld.“ Vater Christoph Walser unterstützt den Weg seines Sohnes: „Schon lange stand bei ihm fest, dass er einen praktischen Beruf machen möchte. Ich bin froh, dass er ein Handwerk lernt, das ihm offensichtlich Spaß macht“, meint der Wirtschaftskammerpräsident.

Drei Fragen an ... Daniel 1. Wann stand für dich fest, dass du eine Lehre machen willst? Für mich stand das schon immer fest, weil mir die Schule nicht gefallen hat und ich lieber zuhause an Dingen rumgebastelt habe. 2. Wie hast du dich für eine Lehre zum LKWMechaniker entschieden? Ich war zunächst bei einem Maschinenbauunternehmen, dann in einem Transportunternehmen schnuppern. Die Berufe, die ich dort erlernen konnte, überzeugten mich aber nicht. Es zog mich einfach in eine Werkstatt. 3. Was hast du für Ziele? Zunächst möchte ich meine Lehre erfolgreich beenden, um dann Berufserfahrung zu sammeln. Eines Tages hätte ich aber gerne meine eigene Werkstatt.

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Seilbahntechnik

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ERFOLGSGESCHICHTE

„Elisa und ich haben ein super Verhältnis – wenn sie mich braucht, bin ich für sie da“, sagt Opa Ladi über seine Enkelin Elisa. Die Tirolerin macht derzeit die Lehre zur Seilbahntechnikerin.

Hoch hinaus Höhenangst darf man in Elisas Beruf nicht haben: Als Lehrling zur Seilbahntechnikerin geht es für sie täglich hoch hinauf auf Tirols Berge. Text: Katharina Wildauer

I Infos Lehrberuf: Seilbahntechniker/in Lehrzeit: 3,5 Jahre Profil: Technisches Verständnis, Teamfähigkeit, Geschicklichkeit, logisch-analytisches Denken Mehr zum Lehrberuf Seilbahntechniker/in, alle Tiroler Ausbildungsbetriebe und offene Stellen unter: www.berufsreise.at/berufe/2008

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ch dachte, es wird Elisa viel zu kalt da oben“, dachte Opa Ladi, als er vom Entschluss seiner Enkeltochter zur Lehre als Seilbahntechnikerin hört. Dass Elisa einmal einen technischen Beruf erlernen wird, war dagegen immer klar. Schon als Kind zieht das Mädchen den Schraubenzieher dem Puppenspielen vor. „Wenn ich in der Werkstatt war, wollte sie immer gleich mithelfen und selbst ausprobieren – ganz egal ob rasenmähen oder am Holzspalter arbeiten“, blickt ihr Großvater zurück. Die 16-Jährige besucht zunächst das Gymnasium, verliert aber mit der Zeit den Gefallen an der Schulausbildung. Lieber wollte sie etwas Handfestes lernen – und entscheidet sich für die Lehre zur Seilbahn-

„Man sollte Kinder lernen lassen, was sie möchten.“ Opa Ladi

technikerin. Dass sie als Mädchen in einer männerdominierten technischen Branche arbeitet, stört die Tirolerin nicht im Geringsten. „Schon als Mädel hat Elisa mit Buben Fußball gespielt und Hütten gebaut“, erzählt ihr Opa. In der Lehre gefällt es ihr vom ersten Tag an – und auch die Kälte kann ihr nichts


Seilbahntechnik

Drei Fragen an ... Elisa anhaben: „Nicht ein Mal hat sie gejammert, bis heute nicht“, bewundert Opa Ladi seine Enkeltochter.

„Mir gefällt es in der Lehre sehr gut, weil es abwechslungsreich ist.“

Lernen lassen Im Elternhaus war es sehr wohl ein Thema, ob Elisa einmal die Matura und ein Studium macht. Doch Elisa wollte weg vom Schulalltag und ließ sich nicht beirren. „Man sollte Kinder lernen lassen, was sie möchten, und sie nicht in eine gewisse Richtung zwängen“, ist ihr Großvater Ladi überzeugt, auch aus eigener Erfahrung: „Ich wollte gerne Mechaniker werden, musste aber eine Lehre zum Schneider machen – mein Vater hat den Beruf für mich ausgewählt, so sollte es heute nicht sein.“ Mit ihrer Entscheidung zur Lehre ist Elisa heute nach wie vor zufrieden: „Mir gefällt es in der Lehre sehr gut, weil es abwechslungs-

Elisa

reich ist.“ Auch die Zeit nach dem Lehrabschluss hat Elisa im Blick – sie möchte sich weiterbilden und die Karriereleiter nach oben steigen. Das traut ihr auch ihr Opa zu: „Ich würde mir für Elisa wünschen, dass sie einmal Führungskraft wird – die Kompetenzen dazu hätte sie allemal“, sagt er stolz.

1. Was sind die Vorteile der Lehre in deinen Augen? Man ist selbstständig und unabhängig, verdient sein eigenes Geld und kann selbst bestimmen. In meinem Beruf ist man außerdem viel unterwegs in der frischen Luft, sitzt nicht den ganzen Tag in einem Raum und ist viel unter Menschen. 2. Was gefällt dir an deinem Arbeitsalltag? Es ist sehr abwechslungsreich, mein Tag besteht immer aus vielen verschiedenen Arbeiten. Die viele frische Luft am Berg ist natürlich auch toll – das hat nicht jeder. 3. Was nimmst du dir für die Zukunft vor? Ich hoffe, ich bin in zwei Jahren mit der Lehre fertig und kann dann von mir sagen, dass ich einen Beruf gelernt habe. Ich möchte dann zwar auch meine Freizeit genießen, aber auch viele Weiterbildungen machen und mich weiter hinaufarbeiten.

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Einzelhandel

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ERFOLGSGESCHICHTE

Verkaufsfachkraft Manfred Narr freut sich über motivierten Nachwuchs für den Handel, wie seinen Lehrling Max.

Lehre: in der Mode Während Max noch frisch in die Lehre zum Einzelhandel eingestiegen ist, kann sein Ausbilder Manfred Narr auf 43 Jahre Erfahrung im Textilhandel zurückblicken. Eine vielversprechende Konstellation für Max’ Lehrzeit in einem Tiroler Modehaus. Text: Katharina Wildauer

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eil Mode schon als Jugendlicher große Faszination auf ihn ausübte, entschied sich Manfred Narr vor mehr als 45 Jahren für eine Lehre im Einzelhandel. Bis heute kann er die Modebranche als seine berufliche Heimat bezeichnen. Nach dem positiven Lehrabschluss ist er fast zwei Jahrzehnte in seinem Lehrbetrieb tätig und arbeitete sich bis zum Einkaufsleiter hoch. „Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung probierte ich mich dann in einem Bürojob. Aber schon nach kurzer Zeit stellte ich fest, dass ich den Kundenkontakt brauche und mein berufliches Glück nicht im Büro liegt“, blickt Manfred Narr zurück. Also steigt er wieder in den Textilhandel ein und kann heute auf mehr als 20 Jahre bei Mode von Feucht zurückblicken. Seit einigen Jahren ist er zudem Lehrlingsbeauftragter und

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Drei Fragen an ... Max „Die Lehre im Einzelhandel ist ein Gewinn.“ Manfred Narr, Fachkraft und Ausbilder

darf seine Erfahrung an die nächste Generation weitergeben. Eine Aufgabe, die ihm am Herzen liegt: „Es ist schön, mit jungen Leuten zu arbeiten, mein Wissen weiterzugeben und zu sehen, wie sie sich entwickeln“, so Narr.

Win-win Den 17-jährigen Max führte erst ein kurzer Umweg in die Modebranche. „Zuerst wollte ich eine technische Lehre machen, aber schon

1. Was ist das Positive an der Lehre? Ich lerne direkt in der Praxis, kann das Gelernte sofort umsetzen und habe viel Kundenkontakt. 2. Wie sieht dein Arbeitsalltag aus? Ich habe vor allem viel Kontakt zu den Kunden. Es macht mir Spaß, sie individuell zu beraten und ihnen Outfits zusammenzustellen. 3. Welches Ziel verfolgst du mit deiner Lehre? Ich möchte immer besser werden und die Lehrzeit positiv abschließen. Und irgendwann würde ich gerne die Filiale übernehmen.


Einzelhandel

„Ich lerne in der Praxis und kann das Gelernte direkt umsetzen.“ Max

Infos das Schnuppern hat mir nicht so gefallen. Also habe ich überlegt, was meine Interessen sind: Und das ist die Mode“, erzählt Max. Als Lehrling bei Mode von Feucht in Hall gefällt es ihm auf Anhieb. Die Begeisterung für den Textilhandel kann sein Ausbilder gut nachvollziehen: „Es ist ein toller Beruf, der einen täglich fordert. Immerhin ist jeder Kunde anders und die Mode verändert sich laufend“, so Narr. Nun ist es bereits fast ein Jahr her, dass Max seinen Lehrvertrag unterzeichnet hat. Und auch sein Arbeitgeber ist froh über Max’

Entschluss zur Lehre im Einzelhandel: „Wir möchten Max eine spannende Ausbildungszeit bieten und ihn nach Abschluss der Lehre im Betrieb behalten“, sagt der Lehrlingsbeauftragte. Als Fachkraft weiß Manfred Narr aus eigener Erfahrung um den Stellenwert der Lehre: „In der heutigen Zeit ist eine abgeschlossene Berufsausbildung besonders wichtig. Die Lehre im Einzelhandel ist ein Gewinn, weil man im Team arbeitet und es zu was bringen kann“, ist Narr überzeugt.

Lehrberuf: Einzelhandelskaufmann/frau, Schwerpunkt Textilhandel Lehrzeit: 3 Jahre Profil: Kontaktfreudigkeit, gestalterische Fähigkeiten, Organisationstalent und Affinität zu Mode Mehr zum Lehrberuf Einzelhandelskaufmann/frau, alle Tiroler Ausbildungsbetriebe und offene Stellen unter: www.berufsreise.at/berufe/1496

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Entscheidungshilfen

Die richtige Entscheidung treffen Welche Ausbildung ist nach der Schulpflicht die richtige? Hilfreiche Informationen und Tipps erhalten Jugendliche und Eltern auf den folgenden Seiten. Verschiedene Unterstützungsangebote helfen ebenfalls bei der Entscheidung.

W

ie soll es weitergehen? Weiter die Schulbank drücken oder mit einer praktischen Berufsausbildung durchstarten? Welcher Schulabschluss verspricht Erfolg? Welche Lehrausbildung ist erfolgsversprechend und passt zu mir? Matura? Studium? Hinter solchen Fragen stehen bei den Jugendlichen und vor allem ihren Eltern dieselben Gedanken: Die Ausbildung soll zukunftssicher sein, Spaß machen und Karrierechancen bieten. Das Allerwichtigste aber ist, einen Beruf bzw. eine Ausbildung zu wählen, die zu den eigenen Interessen, Talenten und Fähigkeiten passt. Wie sagte schon Konfuzius: „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag mehr in deinem Leben zu arbeiten.“ Doch wie und wo soll man anfangen?

Die Rolle der Eltern Sich zu orientieren ist schon allein wegen des großen Ausbildungsangebotes wichtig. In Tirol gibt es über 150 verschiedene Lehrberufe und rund 60 allgemeinbildende und berufs-

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Die passende Ausbildungswahl hängt von mehreren Faktoren ab. Persönliche Faktoren Interessen Stärken Talente

Begabungen

Erwartungen

Externe Faktoren Möglichkeiten Angebote

bildende Schulen mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten und Fachrichtungen. Schulbehörden, Bildungsanbieter und das Bildungsconsulting der Tiroler Wirtschaftskammer bieten umfassende Informationen als Unterstützung für die Berufswahl (mehr dazu finden Sie auf den nächsten Seiten). Den Eltern kommt eine besondere Rolle bei der Ausbildungswahl ihrer Kinder zu. Sie können helfen, indem sie z. B. frühzeitig Gespräche über Berufe führen. Darüber etwa, welche Berufe es in der Familie, im Bekannten- und Freundeskreis gibt, welche Tätigkeiten diese Berufe oder Ausbildungen beinhalten und wie der Arbeitsalltag im jeweiligen Beruf aussehen kann. Darüber hinaus können Eltern ihre Kinder unterstützen, indem sie gemeinsam das Angebot einer Berufsberatung nutzen, beim Finden von Schnupperplätzen helfen und die Tage der offenen Tür in Schulen gemeinsam planen. Besonders wichtig ist es, frühzeitig mit der Berufsorientierung zu beginnen. Mit dem Halbjahreszeugnis der 8. Schulstufe sollte der weitere Ausbildungsweg bereits entschieden sein!


Entscheidungshilfen

Diese Fragen helfen bei deiner Entscheidung: Was interessiert mich? Was kann ich besonders gut? Was tue ich gern? Hast du ein Hobby, das du gerne zum Beruf machen möchtest? Welche sind deine Lieblingsfächer? Was sind deine Stärken? Schreibe dir eine Liste und frage Eltern, Freunde, was sie zu deinen Stärken sagen. Was kannst du noch nicht so gut? Deine Schwächen! Mache auch hier eine Liste und hol dir Rat von Familie und Freunden. Welche deiner Stärken können später im Beruf nützlich sein? Wie kannst du an deinen Schwächen arbeiten und dich verbessern?

Passt der Beruf zu mir? Welche Tätigkeiten werden ausgeübt? Wo und wie wird gearbeitet? Passen die Anforderungen zu deinen Stärken, Talenten und Interessen?

Was erwarte ich von meinem Beruf? Welche Tätigkeiten gefallen dir und möchtest du auch später im Beruf ausüben? Arbeitest du gerne im Team oder alleine? Magst du mit Kunden arbeiten?

Informationen zu allen Berufen und zu den Angeboten bei dir im Bezirk findest du auf verschiedenen Seiten im Internet – die besten Linktipps dazu findest du hier im Magazin auf Seite 35.

Arbeitest du gerne im Freien oder lieber im Büro? Möchtest du gerne mit verschiedenen Materialien arbeiten? Bist du Frühaufsteher? Welche Erwartungen hast du hinsichtlich Arbeitszeit? Es gibt verschiedene Modelle (fixe Arbeitszeit, Gleitzeit, Blockdienste am Wochenende ...).

Und jetzt? Deine nächsten Schritte: Schau dir verschiedene Berufsbilder an, etwa online auf berufsreise.at. Nutze Schnuppertage, um dir Unternehmen, Schulen und die Berufe direkt vor Ort anzuschauen. Vervollständige deine Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf inkl. Foto, Zeugniskopien) – einen Leitfaden dazu findest du z. B. auf bildungsconsulting.at zum Download. Bereite dich auch auf Vorstellungsgespräche vor! Über was wird gesprochen? Kleidung, Unterlagen etc. Übe mit Familie und/oder Freunden mittels Rollenspiel. Was machst du, wenn du keine Lehrstelle findest? Hast du einen Plan B? Du brauchst noch mehr Unterstützung und hast noch offene Fragen zu Berufen und Ausbildungsmöglichkeiten? Eine Berufsberatung kann dir da weiterhelfen und zudem offene Fragen zu deinen Talenten und Fähigkeiten beantworten. Informationen dazu findest du auf Seite 35.

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Entdecke mit dem Bildungsconsulting deine Möglichkeiten und triff die richtige Berufswahl.

Den passenden Ausbildungsweg finden Markus Abart ist Leiter des Bereichs Berufsorientierung im Bildungsconsulting der Tiroler Wirtschaftskammer. Im Interview erklärt er, worauf es bei der Berufswahl ankommt, welche Unterstützungsangebote Eltern in Anspruch nehmen können und welchen Einfluss die zunehmende Digitalisierung auf die Arbeitswelt der Jugendlichen haben könnte.

W

ann findet bei Jugendlichen die Berufswahl statt? MARKUS ABART: Die Berufswahl ist ein Prozess, der bereits recht früh beginnt bzw. gestartet werden sollte. Das ist nichts, was von heute auf morgen passiert. Bereits im Kindergarten und in der Volksschule lernen Kinder Berufe auf spielerische Art und Weise kennen – richtig „ernst“ wird es dann im Alter von zehn bis 13 Jahren, wenn auch in den Schulen der Berufsorientierungsunterricht startet. Den Eltern kommt dabei eine zentrale Rolle zu, da sie – bewusst oder unbewusst – die Entscheidung maßgeblich mitbeeinflussen.

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Wie können Eltern ihre Kinder bei der Berufswahl unterstützen? Am besten haben sie ein offenes Ohr für Fragen, aber auch für Wünsche. Welche Berufe und Ausbildungswege gibt es in der Familie bzw. im familiären Umfeld? Mit welchen Dingen beschäftige ich mich gern in meiner Freizeit? Welche Erwartungen gibt es an den späteren Beruf? Diese und ähnliche Fragen können ein guter Ausgangspunkt für die Berufswahl sein. Orientierung bei der Vielzahl von Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten bietet beispielsweise die Online-Plattform berufsreise.at. Eltern sollten zudem darauf ach-

ten, die Interessen ihres Kindes in den Vordergrund zu stellen und nicht etwa die eigenen Wünsche und Vorstellungen auf das Kind zu projizieren. Das erzeugt nur unnötigen Druck und führt zu Frust auf beiden Seiten. Was sollten Eltern bei auftretenden Schwierigkeiten machen? Die Wahl des passenden Berufs ist nicht immer einfach – auch angesichts der großen Auswahl an Ausbildungen und beruflichen Möglichkeiten treten oft Fragen oder Probleme auf, die die Eltern durchaus überfordern können. In diesen Fällen können externe


Interview Bildungsconsulting Tirol

„Die Berufswahl ist ein Prozess, der bereits recht früh beginnt bzw. gestartet werden sollte. Das ist nichts, was von heute auf morgen passiert.“ Markus Abart, Bereichsleitung Jugend

Unterstützungsangebote von Profis in Form einer persönlichen Beratung weiterhelfen. Erste Anhaltspunkte über die Interessen der Jugendlichen können Online-Tests zur Berufsorientierung geben. Eine aussagekräftige Hilfestellung bei der ersten beruflichen Entscheidung kann aber nur eine professionelle Berufsberatung leisten. Wie läuft eine Berufsberatung im Bildungsconsulting ab und wann ist der richtige Zeitpunkt dafür? Am besten kommt der Jugendliche zu Beginn der 8. Schulstufe zur Beratung oder in den Sommerferien davor. Nach einem Erstgespräch bearbeitet der Jugendliche in unserem Testcenter verschiedene Aufgaben aus den Bereichen Interessen, Persönlichkeitsstruktur, Neigungen und Eignungen sowie Stärken. Mit den Ergebnissen aus diesen Tests erstellen unsere Berater ein Profil über die Stärken, Talente und Fähigkeiten des Jugendlichen. Im ausführlichen Beratungsgespräch im Anschluss an die Testung werden dann mit dem Jugendlichen und seinen Eltern gemeinsam passende Ausbildungswege besprochen.

Stichwort Fähigkeiten – welche Fähigkeiten werden für die Berufe der Zukunft verstärkt gefragt sein? Momentan gibt es fast wöchentlich neue Berichte, welche Berufe und Fähigkeiten durch die rasante digitale Entwicklung in Zukunft nicht mehr gebraucht werden. Tatsache ist, dass die Arbeitswelt immer schon Änderungen unterworfen war und dies auch in Zukunft sein wird. Wer hätte vor einigen Jahren gedacht, dass es Berufe wie Social-Media-Manager oder Data-Scientist geben wird? Doch auch wenn sich die Berufe und Anforderungen an die Jugendlichen ändern mögen – zentrale Fähigkeiten werden immer gefragt sein! Dazu zählen neben den digitalen Fähigkeiten besonders auch die sozialen wie Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie die persönlichen wie Lernbereitschaft und Selbstorganisation. Das Bildungsconsulting hat dazu gemeinsam mit dem Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft ein Fähigkeitsmodell der Zukunft entwickelt, dessen Ergebnisse auch in unsere Beratungsangebote einfließen. Viele der Berufe, in denen die Jugendlichen in zehn oder 15 Jahren arbeiten, kennen wir

heute noch nicht – die Fähigkeiten, um erfolgreich auf diese Veränderungen und den digitalen Wandel zu reagieren, aber schon. Unser Fokus wird genau dort liegen! Vielen Dank für das Gespräch!

Kontakt Bildungsconsulting der Tiroler Wirtschaftskammer Markus Abart T 05 90 90 5-7248 E markus.abart@wktirol.at W www.bildungsconsulting.at

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berufsreise.at

Die Welt der Berufe auf einen Klick! Welchen Beruf soll ich wählen? Welche Ausbildung ist die richtige für mich? Welche Berufe gibt es überhaupt? Auf dem Weg in die eigene berufliche Zukunft tauchen bei Jugendlichen oft viele Fragen auf.

G

emeinsam mit Eltern, Freunden und Lehrpersonen können sich Jugendliche gut auf die passende Berufswahl vorbereiten. Unterstützung bei der Berufsorientierung bietet dabei die kostenlose OnlinePlattform berufsreise.at.

VON ZUHAUSE AUS: Mit den Jugendlichen auf dem Weg zum richtigen Beruf Speziell für Jugendliche ermöglicht die Plattform berufsreise.at eine etwas andere, kreative Reise zum Traumberuf. Gemeinsam mit ihren Eltern oder Erziehungsberechtigten können sie in die Welt von über 2.000 Berufen eintauchen und beispielsweise in Kurzvideos hautnah miterleben, wie Jugendliche mit Engagement und Interesse in ihren Traumberufen erfolgreich sind und wie begeistert sie über ihre vielseitigen Tätigkeiten in ihren Ausbildungen sprechen. Mit verschiedenen Spielen rund um das Thema „Berufe kennen-

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lernen“ und „Bewerbung“ können die Jugendlichen spielerisch ihr Wissen testen. Auf berufsreise.at sind alle Tiroler Lehrbetriebe, alle weiterführenden Schulen und alle Organisationen, die ein Beratungsangebot in der Berufsorientierung anbieten, vertreten. Erziehungsberechtigte können eigene Angebote zur Berufsorientierung, wie z. B. Elternabende oder Tage der offenen Tür, an weiterführenden Schulen ganz einfach online buchen. So sind auch sie gut informiert und können ihre Kinder optimal unterstützen, um den passenden Lehrberuf oder die richtige Schule zu finden.

IN DER SCHULE: Mit berufsreise.at den Unterricht zur Berufsorientierung professionell gestalten Die Plattform berufsreise.at ist eine gemeinsame Initiative vom Land Tirol, der Arbeiterkammer Tirol, der Industriellenvereinigung Tirol und der Tiroler Wirtschaftskammer. Das

berufsreise.at auf einen Blick: • 2.000 Berufsbilder mit Anforderungen, Ausbildungs- und Verdienstmöglichkeiten • 45 Video-Tagesabläufe speziell zu Lehrberufen • Rund 40 Beratungseinrichtungen mit ihrem breitgefächerten Angebot • Fast 6.000 Lehrbetriebe mit Infos zum Betrieb, zu ihren Lehrberufen und freien Lehrstellen • Etwa 107 weiterführende Schulen mit Informationen rund um das Ausbildungsangebot • Online-Spiele rund um Berufe, Ausbildungen und Bewerbung


berufsreise.at

einzigartige Projekt basiert unter anderem auf der Idee, Lehrpersonen verschiedener Schultypen (AHS-Unterstufe, Allgemeine Sonderschule, NMS und Polytechnische Schule) in ihrem Berufsorientierungsunterricht zu unterstützen. Unternehmen, weiterführende Schulen sowie Beratungseinrichtungen zur Berufsorientierung können auf berufsreise.at kostenlos ein eigenes Profil erstellen und dadurch Schüler/innen und Lehrpersonen ihr Angebot präsentieren. Lehrpersonen können gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern Kontakte zu Anbietern knüpfen. Ebenso lassen sich konkrete Angebote, wie etwa berufspraktische Tage, Tage der offenen Tür und Vorträge online für die gesamte Klasse buchen.

Auf berufsreise.at haben Lehrpersonen zudem die Möglichkeit, den BO-Prozess digital zu dokumentieren. Sie profitieren von der elektronischen Jahresplanung, die für eine Klasse auch gemeinschaftlich zwischen mehreren Lehrpersonen erfolgen kann. Das ist gerade dann hilfreich, wenn der BO-Unterricht integrativ über mehrere Fächer verteilt stattfindet. Ab dem Schuljahr 2018/2019 finden Lehrpersonen auf berufsreise.at zudem verschiedene Unterrichtsideen für alle Schultypen. Diese umfassen zum Beispiel die Themen: • Wir lernen die Plattform berufsreise.at kennen • Traumberufe – Berufsträume • Berufsbranchen – so viele Chancen! • BO-Angebote buchen auf berufsreise.at • Bewerben leicht gemacht mit berufsreise.at

Kontakt Sie haben Fragen oder möchten weitere Informationen? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf – wir freuen uns! T 05 90 90 5-7744 E info@berufsreise.at W www.berufsreise.at

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Haller Blatt | September 2018

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Lehrausbildung

Die Lehre: nicht zu toppen Die Lehre verbindet auf einzigartige Weise Theorie und Praxis miteinander und ist eine Ausbildung mit langer Tradition.

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it knapp 11.000 Lehrlingen ist die Lehre die beliebteste Ausbildung. Eine breite Palette von insgesamt 1 EinzelLehrberufen steht in Tirol zur Auswahl.

Lehrausbildung = duale Ausbildung Ausbildung im Betrieb • Lernen der neuesten Techniken durch eigenes Tun • Ausübung einer qualifizierten Tätigkeit sofort nach der Lehre • Lernen bei produktiver Arbeit • Lernen mit anderen gemeinsam Unterricht in der Fachberufsschule • Fachtheoretische Förderung und Ergänzung der betrieblichen Ausbildung durch berufsorientierten Fachunterricht • Vertiefung der Allgemeinbildung • Fachorientierte Fremdsprachenausbildung

Die Lehre wird als duale Ausbildung bezeichnet, weil die Ausbildung an zwei Lernorten – einerseits im Lehrbetrieb und andererseits in der Fachberufsschule – stattfindet.

(vertiefende Fachtheorie, Allgemeinbildung und Fremdsprachen) • Förderung von sozialen Kompetenzen durch den Umgang mit Kunden und Arbeitskollegen • Ein sicherer Arbeitsplatz • Mehr Unabhängigkeit durch eigenes Einkommen • Praxisnähe durch eine Ausbildung am neuesten Stand der Technik

Lernen im Betrieb

Gute Verdienstmöglichkeiten

Der Lehrling lernt die praktischen Fähigkeiten und Kenntnisse hauptsächlich im Ausbildungsbetrieb. Die Berufsausbildung im Betrieb findet unter den Bedingungen des Arbeitslebens an Maschinen, Geräten und Einrichtungen statt, die dem modernsten Stand der eingesetzten Technik entsprechen. Der ausgebildete Lehrling kann anschließend als Fachkraft sofort eine qualifizierte berufliche Tätigkeit ausüben.

Lehrlinge profitieren im Vergleich zu anderen Ausbildungswegen von einem Einkommensvorsprung bis zu zehn Jahren. Und auch danach sind sie als begehrte Fachkräfte am Arbeitsmarkt besonders gefragt und in vielen Berufen auch entsprechend gut entlohnt.

Dual ist echt optimal!

Lernen in der Fachberufsschule In der Lehrausbildung begleitet die Fachberufsschule die betriebliche Ausbildung. Der Lehrling ist zum Besuch der Berufsschule verpflichtet.

Die Vorteile der dualen Ausbildung • Kombination der Vorteile einer praxisbezogenen Ausbildung im Lehrbetrieb mit den Vorteilen einer schulischen Ausbildung

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Die Einmaligkeit der dualen Ausbildung Von sehr vielen Ländern weltweit wird Österreich um das duale Ausbildungssystem beneidet. Durch die Lehre sind die Fachkräfte sehr praxisnah und den Erfordernissen der Wirtschaft entsprechend ausgebildet. Übrigens ist bei uns aufgrund der Lehre auch die Jugendarbeitslosigkeit im Europavergleich besonders niedrig.

Besonderheiten einer Lehre • Doppellehre – eine spezielle Chance für das Berufsleben Die Doppellehre bietet die Möglichkeit, gleichzeitig zwei Lehrberufe zu erlernen. Im


Lehrausbildung

Mädchen in anspruchsvollen technischen Berufen: mit der Lehre kein Problem!

Betrieb muss dafür die Ausbildung in beiden Berufen möglich sein. Eine Doppellehre dauert höchstens vier Jahre. Der Berufsschulbesuch ist bei Doppellehrverhältnissen unterschiedlich geregelt. Häufig vorkommende Kombinationen von Doppellehren sind zum Beispiel Bäcker/in und Konditor/in, Dachdecker/in und Spengler/in oder Bürokaufmann/frau und Einzelhandelskaufmann/frau. • Lehrlingsentschädigung – Verdienst während der Ausbildung Die Lehrlingsentschädigung ist in Österreich kollektivvertraglich geregelt, die Höhe der Entschädigung ist abhängig von der Branchenzugehörigkeit des Lehrbetriebes und vom Lehrjahr. Während der Lehrzeit gibt es einen umfassenden Versicherungsschutz (Unfall, Krankheit, Arbeitslosigkeit und Pension).

Rechte und Pflichten in einem Lehrverhältnis Durch den Lehrvertragsabschluss übernehmen sowohl der Lehrberechtigte als auch der Lehrling gewisse Rechte und Pflichten, die im Berufsausbildungsgesetz (BAG) festgelegt sind. Was sind die wichtigsten Pflichten des Lehrlings? • Der Lehrling muss sich bemühen, die Fertigkeiten und Kenntnisse seines Lehrberufes zu erlernen.

• Übertragene Aufgaben sind ordnungsgemäß durchzuführen. • Mit dem Verhalten ist der Eigenart des Betriebes Rechnung zu tragen. • Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse sind zu wahren. • Mit Werkzeug und Material muss sorgsam umgegangen werden. • Bei Krankheit oder sonstiger Verhinderung ist der Lehrberechtigte oder der/die Ausbilder/in sofort zu verständigen. • Zeugnisse der Berufsschule sind nach deren Erhalt unverzüglich dem Lehrberechtigten vorzulegen, Schulhefte auf dessen Verlangen. Was sind die wichtigsten Pflichten des Lehrberechtigten? • Fertigkeiten und Kenntnisse des Lehrberufes sind selbst oder durch eine/n Ausbilder/ in zu vermitteln. • Dem Lehrling dürfen keine berufsfremden Arbeiten bzw. Arbeiten, die seine Kräfte übersteigen, zugeteilt werden. • Der Lehrling darf nicht körperlich gezüchtigt werden; er ist auch vor Misshandlungen durch Betriebs- und Haushaltsangehörige zu schützen. • Eltern und Erziehungsberechtigte sind von wichtigen Vorkommnissen zu verständigen. • Für den Berufsschulbesuch ist dem Lehrling die erforderliche Zeit freizugeben. • Die Kosten für Unterbringung und Verpflegung im Berufsschulinternat sind vom Lehrberechtigten zu tragen. Auch die Kos-

ten für ein allfälliges Ersatzquartier sind zu tragen, allerdings nur bis zur Höhe der Kosten im Internat. • Für die Ablegung der Lehrabschlussprüfung ist die dafür erforderliche Zeit freizugeben. • Während der Lehrzeit bzw. der Behaltezeit müssen dem Lehrling beim erstmaligen Prüfungsantritt die Prüfungstaxe und allfällige Materialkosten ersetzt werden. Weitere Infos zu allen Lehrberufen unter www.berufsreise.at.

Kontakt

Bildungsabteilung der Tiroler Wirtschaftskammer Egger-Lienz-Straße 118, 6020 Innsbruck Helmut Wittmer T 05 90 90 5-7301 E helmut.wittmer@wktirol.at W www.tirol-bildung.at

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Lehrberufe in Tirol Zurzeit können in Tirol ca. 150 gewerbliche Lehrberufe erlernt werden

A Lehrjahre Applikationsentwicklung – Coding 4 Archiv-, Bibliotheks- und Informationsassistent/in 3 Augenoptik 3,5 B Bäcker/in 3 Bankkaufmann/frau 3 Bautechnische Assistenz 3 Bautechnische/r Zeichner/in 3 Bekleidungsgestaltung (Modullehrberuf*) Berufsfotograf/in 3,5 Beschriftungsdesign und Werbetechnik 3 Betonfertigungstechnik 3 Betriebslogistikkaufmann/frau 3 Binnenschifffahrt 3 Blechblasinstrumentenerzeuger/in 3 Bodenleger/in 3 Brau- und Getränketechnik 3 Buchbinder/in 3 Buch- und Medienwirtschaft – Buch- und Musikalienhandel 3 Buch- und Medienwirtschaft – Verlag 3 Büchsenmacher/in 3 Bürokaufmann/frau 3 C Chemieverfahrenstechnik D Dachdecker/in Drogist/in Drucktechnik Druckvorstufentechnik E E-Commerce-Kaufmann/frau EDV-Kaufmann/frau Einkäufer/in Einzelhandel

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3,5

3 3 3,5 3,5

3 3 3 3

Elektronik (Modullehrberuf*) Elektrotechnik (Modullehrberuf*) Entsorgungs- und Recyclingfachmann/frau – Abfall

3

F Feinoptik 3,5 Finanz- und Rechnungswesenassistenz 3 Finanzdienstleistungskaufmann/frau 3 Fitnessbetreuung 3 Fleischverarbeitung 3 Fleischverkauf 3 Florist/in 3 Forsttechnik 3 Foto- und Multimediakaufmann/frau 3 Friseur/in und Perückenmacher/in (Stylist/in) 3 Fußpfleger/in 2 G Garten- und Grünflächengestaltung Gastronomiefachmann/frau Geoinformationstechnik Gießereitechnik Glasbautechnik (Modullehrberuf*) Glasbläser/in und Glasinstrumentenerzeuger/in Glasverfahrenstechnik Gold- und Silberschmied/in und Juwelier/in Großhandelskaufmann/frau

L Labortechnik (Modullehrberuf*) Lackiertechnik Land- und Baumaschinentechnik Lebensmitteltechnik

3 3

M Maler/in und Beschichtungstechniker/in Maskenbildner/in Masseur/in Maurer/in Mechatronik (Modullehrberuf*) Medienfachmann/frau Medizinproduktekaufmann/frau Metallbearbeitung Metalldesign Metalltechnik (Modullehrberuf*) Milchtechnologie Mobilitätsservice

3,5 3 3 3 3 3 3 3

3 3 4

K Kälteanlagentechnik 3,5 Karosseriebautechnik 3,5 Koch/Köchin 3 Konditor/in (Zuckerbäcker/in) 3 Konstrukteur/in 4 Kosmetiker/in 2 Kraftfahrzeugtechnik (Modullehrberuf*) Kunststoffformgebung 3 Kunststofftechnik 4 Kupferschmied/in 3

3 4 3 4

H Hafner/in Hohlglasveredler/in – Kugeln Holzblasinstrumentenerzeugung Holztechnik (Modullehrberuf*) Hörgeräteakustiker/in Hotel- und Gastgewerbeassistent/in Hotelkaufmann/frau

I Immobilienkaufmann/frau Industriekaufmann/frau Informationstechnologie Installations- und Gebäudetechnik (Modullehrberuf*) Isoliermonteur/in

3 3,5 3,5

3 3 2 3 3 3 3 3 3 3


Lehrberufe Lehrberufe in Tirol

O Oberflächentechnik Ofenbau- und Verlegetechnik Orgelbau Orthopädieschuhmacher/in Orthopädietechnik P Papiertechnik Pflasterer/Pflasterin Pharmatechnologie Pharmazeutisch-kaufmännische Assistenz Physiklaborant/in Platten- und Fliesenleger/in Polsterer/Polsterin Prozesstechnik R Rauchfangkehrer/in Rechtskanzleiassistent/in Reinigungstechnik Reisebüroassistent/in Restaurantfachmann/frau S Schalungsbau Schuhmacher/in Seilbahntechnik Sonnenschutztechnik Speditionskaufmann/frau Speditionslogistik Spengler/in Sportadministration Steinmetz/in Steinmetztechnik Steuerassistenz Straßenerhaltungsfachmann/frau Stukkateur/in und Trockenausbauer/in Systemgastronomiefachmann/frau

3,5 4 3,5 3,5 3,5 3,5 3 3,5 3 3,5 3 3 3,5

3 3 3 3 3

3 3 3,5 3 3 3 3 3 3 4 3 3 3 3

T Tapezierer/in und Dekorateur/in Technische/r Zeichner/in Textilgestaltung – Schwerpunkt Strickwaren Tiefbauer/in Tierärztliche Ordinationsassistenz Tierpfleger/in Tischlerei Tischlereitechnik

3 3,5 3 3 3 3 3 4

U Uhrmacher/in – Zeitmesstechniker/in 3,5 V Veranstaltungstechnik Vergolder/in und Staffierer/in Vermessungstechniker/in Verpackungstechnik Versicherungskaufmann/frau Verwaltungsassistent/in

3,5 3 3,5 3,5 3 3

W Waffen- und Munitionshändler/in Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutztechnik Werkstofftechnik (Modullehrberuf*) Z Zahnärztliche Fachassistenz Zahntechnik Zahntechnische Fachassistenz Zimmerei Zimmereitechnik

3 3

3 4 3 3 4

* Modullehrberufe teilen sich wie folgt ein: ein- bis zweijähriges Grundmodul, ein darauf aufbauendes Hauptmodul sowie daran anschließende, nicht verpflichtende Spezialmodule.

Informationen zu allen Lehrberufen und zu 1.500 weiteren Berufen unter: www.bic.at

Darüber hinaus gibt es folgende landwirtschaftliche Lehrberufe:

Facharbeiter/in Bienenwirtschaft 3 Facharbeiter/in Biomasseproduktion und land- und forstwirtschaftliche Bioenergiegewinnung 3 Facharbeiter/in Feldgemüsebau 3 Facharbeiter/in Fischereiwirtschaft 3 Facharbeiter/in Forstgarten- und Forstpflegewirtschaft 3 Facharbeiter/in Forstwirtschaft 3 Facharbeiter/in Gartenbau 3 Facharbeiter/in Geflügelwirtschaft 3 Facharbeiter/in ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement 3 Facharbeiter/in Landwirtschaft 3 Facharbeiter/in landwirtschaftliche Lagerhaltung 3 Facharbeiter/in Molkerei- und Käsereiwirtschaft 3 Facharbeiter/in Obst- und Obstverwertung 3 Facharbeiter/in Pferdewirtschaft 3 Facharbeiter/in Weinbau- und Kellerwirtschaft 3

Information und Kontakt Bildungsabteilung der Tiroler Wirtschaftskammer Egger-Lienz-Straße 118 6020 Innsbruck T 05 90 90 5-7302 E bildung@wktirol.at W www.tirol-bildung.at

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Unterstützungsangebote

Erproben, lernen, schnuppern, testen! Bei den vielfältigen Angeboten des Bildungsconsultings der Tiroler Wirtschaftskammer ist sicher auch was für dich dabei.

Beratungsgespräch Bildung und Beruf Offene Fragen klären – Sicherheit gewinnen Unsere erfahrenen Berufsberater/innen unterstützen kostenlos und unverbindlich bei Fragen zu: • Berufen, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, • Stellensuche und Bewerbungssituationen, • Aufnahme bei weiterführenden Schulen und Studium, • Anlaufstellen für weiterführende Informationen und Unterstützungsmöglichkeiten, • aktuellen Informationen zum Arbeitsmarkt. Verschaffen Sie sich Klarheit über die Angebote und Möglichkeiten in der Berufswelt, damit Sie und Ihr Kind die richtige Entscheidung treffen können. Dauer: Kosten: Kontakt:

1 Stunde Kostenlos (mit Tiroler Familienpass) Gerda Pittl, T 05 0 0 5- www.bildungsconsulting.at/berufsberatung

Berufs-Festivals und Informationsabende für Eltern Bei den Berufs-Festivals in den Tiroler Bezirken gibt es „Berufe zum Anfassen“: Regionale Unternehmen stellen ihre Lehrberufe vor und bieten Schüler/innen der 7. Schulstufe die Möglichkeit, berufstypische Tätigkeiten auszuprobieren. Die Jugendlichen lernen die regionalen Ausbildungsmöglichkeiten und Betriebe kennen und können bereits erste Kontakte für zukünftige Schnupperplätze oder auch Lehrstellen knüpfen. Zudem gibt es Informationsabende zur Berufsorientierung für Eltern. Sie erfahren dabei, welche Möglichkeiten ihre Kinder nach der Schulpflicht haben und wo sie Unterstützung bei der Berufswahl bekommen. Dauer: – Stunden Kosten: Kostenlos Anmeldung: Im Rahmen des Schulbetriebs

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Unterstützungsangebote

Talent-Card® – Potenzialanalyse für Jugendliche Schule oder Lehre? Was ist der passende Weg für mich? Jugendliche ab der 8. Schulstufe gewinnen mit der Talent-Card Klarheit und Sicherheit bei den ersten beruflichen Schritten. Mithilfe von wissenschaftlichen Testverfahren werden ihre Stärken und Fähigkeiten aufgezeigt und sie bekommen konkrete Ausbildungsvorschläge, die zu ihnen passen. Die Talent-Card ist das Richtige für mich, wenn: • ich meine Stärken und Talente (noch) nicht kenne, • ich noch nicht genau weiß, was ich beruflich machen möchte, • ich einen Plan B/eine Alternative zu meinem Ausbildungswunsch suche. Kontakt:

Berufs-Safari® Wie fühlt es sich an, mit einem virtuellen Schweißgerät zu hantieren, eine elektronische Schaltung zusammenzusetzen oder in einer echten Großküche zu arbeiten? Bei der Berufs-Safari am WIFI Campus Tirol in Innsbruck erleben die Schüler/innen der 7. und 8. Schulstufe Berufsorientierung ganz konkret. In sechs verschiedenen Stationen können die Jugendlichen berufstypische Tätigkeiten aus den Bereichen Tourismus, Medien, Büro und Handel bis hin zu technischen und handwerklichen Berufen sowie dem Gesundheitsbereich ausprobieren. Ein perfekter Einstieg in die Berufsorientierung! Dauer: Kosten: Anmeldung: Kontakt:

5 Stunden Kostenlos Im Rahmen des Schulbetriebs Gerda Pittl, T 05 0 0 5- www.bildungsconsulting.at/berufs-safari

Gerda Pittl, T 05 0 0 5- www.bildungsconsulting.at/ talent-card

Kommt zu uns in eines der renommiertesten Wellness Hotels Österreichs. Dass du dich nach getaner Arbeit auch in deiner Freizeit entspannen kannst und bei uns wohlfühlen, ist uns wichtig, denn nur so kannst du das sprichwörtliche „…liebes Rot-Flüh-Wohlgefühl“ richtig vermitteln. Im Tannheimer Tal gibt es traumhafte Ski- und Wintersportmöglichkeiten, herrliche Badeseen, sanfte Wiesenhänge und spektakuläre Berggipfel. Selbstverständlich kann man in der Umgebung auch sehr gut shoppen. Kurzum, bei uns kommt die Lebensfreude nicht zu kurz, und das ist gut so – denn wer gut arbeitet, soll erst recht gut leben! Wir bilden dich in folgenden Bereichen aus: • Ausbildung zum Koch/in • Ausbildung zum Restaurantfachmann/frau • Ausbildung zum Hotel- und Gastgewerbeassistint/in • Ausbildung zum Masseur/in

Wir bieten dir: • kostenlose Logis • Frühstück, Mittag- und Abendessen im Mitarbeiterrestaurant sind auch an freien Tagen kostenlos • viele freiwilligen Sozialleistungen • sehr guten Aufstiegsmöglichkeiten • Ganzjahresstelle, 5-Tage-Woche • eigene Lehrlingsakademie • Gute Bezahlung mit 13. und 14. Monatsgehalt • Freiwillige Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten • Freie Nutzung unseres Hallenbades und Fitnesszentrums

Traumhotel …liebes Rot-Flüh . A-6673 Grän am Haldensee . Tannheimer Tal . Tirol Bewirb dich unter jobs@rotflueh.com . Tel. +43 (0)5675 6431 80 . www.rotflueh.com

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Unterstützungsangebote

Informationsabende für Eltern an Schulen Gerne unterstützen wir auch Schulen bei der Durchführung von Informationsabenden zur Berufsorientierung für Eltern. Dort informieren wir Eltern über die Wichtigkeit des Berufswahlprozesses, präsentieren aktuelle Zahlen, Daten und Fakten aus der Berufswelt und zeigen Unterstützungsmöglichkeiten bei der Suche nach dem passenden Beruf auf. Dauer: Kosten: Kontakt:

Ca. 0–0 Minuten Kostenlos Tanja Köhler, E tanja.koehler@wktirol.at

Junior-Company: Das erste Unternehmen gründen Mit den Junior-Schulprogrammen können Schüler/innen der 7. bis 13. Schulstufe in die Welt des Unternehmertums eintauchen. Sie entwickeln im Unterricht eine Geschäftsidee und bieten ihre Produkte oder Dienstleistungen am realen Markt an. Alle Unternehmensentscheidungen und Aufgaben werden von den Schüler/innen selbstständig getroffen und erfüllt. Dabei erwerben sie unternehmerische Kompetenzen wie Verantwortungsbereitschaft, strategisches Denken, Kundenorientierung oder wirtschaftliches Fachwissen und sind somit bestens für ihre berufliche Zukunft gewappnet.

Bewerbungsworkshops Jugendliche der 8. Schulstufe bekommen in diesen Workshops kurze theoretische Inputs und führen dann selbst Bewerbungsgespräche mit Expert/innen und Tiroler Unternehmern. Die Jugendlichen erhalten dabei wertvolle Tipps und Tricks rund um ihre Bewerbung und zum Vorstellungsgespräch, um mögliche Stolpersteine zu vermeiden und Sicherheit zu gewinnen. Dauer:  Unterrichtseinheiten Kosten: Kostenlos Anmeldung: Erfolgt im Rahmen des Schulbetriebs Kontakt: Tanja Köhler, E tanja.koehler@wktirol.at www.bildungsconsulting.at/ berufsorientierung

Dauer: 1 Monat bis 1 Schuljahr möglich Kosten: Kostenlos Anmeldung: Erfolgt im Rahmen des Schulbetriebs Kontakt: Magdalena Wasilewski, T 05 0 0 5-0 www.junior.cc Die Junior-Landessieger 2018: Gin n' Jelly von den Tourismusschulen am Wilden Kaiser.

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Infos und Kontakte

Webadressen Allgemeine Informationen

Informationen zu Schulen

Online-Plattform berufsreise.at W www.berufsreise.at F www.facebook.com/berufsreise

Datenbank aller Tiroler Schulen W www.tibs.at

Berufs-Informations-Computer (BIC) W www.bic.at Berufsvideos W www.karrierevideos.at Berufssuche W www.whatchado.com Ferialstellen- und Praktikumsbörse W www.jobscope.at

Informationen zur Lehre Bildungsabteilung der Tiroler Wirtschaftskammer W www.tirol-bildung.at Lehrbetriebsübersicht W www.wko.at/lehrbetriebsuebersicht Tyrolskills – Lehrlingswettbewerb der Tiroler Wirtschaftskammer W www.lehrlingswettbewerb.at Tiroler Fachberufsschulen W www.lehrausbildung.tirol Lehrlingsstelle für land- und forstwirtschaftliche Lehrberufe W www.lehrlingsstelle.at Lehre und Matura W www.tirol.wifi.at/lema W www.lehremitmatura-tirol.at Lehrberufe im Tourismus W www.wko.at/bstf Lehrberufe im Handel W www.berufschance-handel.at W www.elektrohandelsprofi.at Auslandspraktikum für Lehrlinge W www.xchange-info.net W www.ifa.or.at Offene Lehrstellen in ganz Österreich W www.ams.at/lehrstellen

Berufsbildende Schulen in Österreich W www.abc.berufsbildendeschulen.at Landesschulrat für Tirol W www.lsr-t.gv.at Schulpsychologischer Dienst W www.schulpsychologie.tsn.at

Weiterbildungseinrichtungen WIFI Tirol W www.tirol.wifi.at bfi Tirol W www.bfi-tirol.at Volkshochschule Tirol W www.vhs-tirol.at

Kontaktadressen Bildungsconsulting der Tiroler Wirtschaftskammer Egger-Lienz-Straße 116, WIFI Campus A, 6020 Innsbruck T 05 90 90 5-7244 E bildungsconsulting@wktirol.at W www.bildungsconsulting.at Bildungsabteilung der Tiroler Wirtschaftskammer Egger-Lienz-Straße 118, 6020 Innsbruck T 05 90 90 5-7302 E bildung@wktirol.at W www.tirol-bildung.at Landesschulrat Tirol Innrain 1, 6020 Innsbruck T 0512/520 33-0 E office@lsr-t.gv.at W www.lsr-t.gv.at Arbeitsmarktservice Tirol Schöpfstraße 5, 6010 Innsbruck T 0512/5903 E ams.innsbruck@ams.at W www.ams.at/tirol infoeck – Jugendinfo Tirol Kaiser-Josef-Straße 1, 6020 Innsbruck T 0512/571799 E info@infoeck.at W www.mei-infoeck.at

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Deine Unternehmerkammer.

WKO.at Tiroler Wirtschaftskammer · Wilhelm-Greil-Straße 7 · 6020 Innsbruck T 05 90 90 5-0 · M office@wktirol.at

Profile for TARGET GROUP Publishing GmbH

Lehre und Fachkräfte (Mai 2019)  

Lehre und Fachkräfte (Mai 2019)