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AUSGABE # 14 / WINTER 2016

In Partnerschaft mit den

Gute Nacht? Immer mehr Menschen sind von Schlafstörungen betroffen – im Schlaflabor der Innsbrucker Klinik wird die Volkskrankheit intensiv erforscht.

Kleine Schmerzpatienten Bis zu 80 Prozent der Schulkinder kennen Kopfschmerzen, bei rund 10 Prozent lautet die Diagnose Migräne.

Kraftwerk Schilddrüse

Vielen fehlt das Bewusstsein, wie wichtig diese Drüse ist. Dabei ist ihr Einfluss enorm.


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gen, Migräne bei Kindern und Psychosomatik zu erfahren. Außerdem gehen wir

Brillenvorhänger Frage nach, gesund Schwimmen ist, wer unter welchen Umständen das In der Filterkategorien 15wie | 50-15 | 65Wasser und 85 erhältlich. besser meiden sollte und zeigen auf, warum es wichtig ist, Medikamente

richtig einzunehmen. Im Ratgeber wird dieses Mal erklärt, wie die Selbstuntersuchung der Brust funktioniert und in unserer Serie „Die Organe“ nehmen wir die Lunge unter die Lupe.

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Wir wünschen eine spannende Lektüre! Die Redaktion

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Inhalt

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Kurz & bündig

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Termine der tirol kliniken und Wissenswertes zum Thema Immunsystem.

Ratgeber

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Cover-Story

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Die Schilddrüse Aufgabe, Eigenschaften und mögliche Fehlfunktionen der unscheinbaren Drüse.

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Gesund leben

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Schlafstörungen Oft kann schon der Hausarzt bei Schlafstörungen weiterhelfen, entscheidend ist die Abklärung.

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Migräne bei Kindern Wie sich Migräne und Kopfschmerz bei kleinen Patienten äußern und was beachtet werden muss.

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Schwimmen Die Bewegung im Wasser tut gut – mit gewissen Einschränkungen.

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Medikamentensicherheit Warum man die Packungbeilage von Medikamenten auch tatsächlich lesen sollte.

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Brust-Selbstuntersuchung Warum die Selbstuntersuchung wichtig ist und eine Anleitung, wie es richtig geht.

Interview Franz Mannsberger Der Pflegedirektor der Innsbrucker Klinik im Gespräch über seine Laufbahn und mehr.

Wissen

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Orthorexie Ab wann die Beschäftigung mit gesundem Essen zum Problem werden kann.

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Psychosomatik Wie Körper und Psyche sich beeinflussen.

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Neurodermitis Die Hautkrankheit, die vor allem Kinder betrifft, erfordert eine individuelle Behandlung.

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Serie: Die Organe Dieses Mal werden die Lunge und ihre Funktion unter die Lupe genommen.

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Impressum Herausgeber, Medieninhaber und Verleger: TARGET GROUP Publishing GmbH, Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck • Redaktion: Rebecca Müller (Ltg.), Eva Maria Hotter, Eva Schwienbacher, Barbara Wohlsein, Max Schnabl, Daniel Feichtner, Klaus Erler • Grafik & Produktion: Doris Pfifferling • Illustration: Monika Cicho ń • Titelfoto: photocase.com • Fotos, falls nicht anders gekennzeichnet: Archiv/TARGET GROUP Publishing GmbH Geschäftsführung: Andreas Eisendle, Michael Steinlechner • Telefon: +43 (0)512/586020-0 • Fax: +43 (0)512/586020-20 • E-Mail Redaktion: redaktion@target-group.at • E-Mail Verkauf: office@target-group.at Druck: Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten


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Kurz & bündig

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STORY


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Unscheinbares Kraftwerk –

die

Schilddrüse

Sie sitzt im Hals unterhalb des Kehlkopfs und produziert Hormone, die lebensnotwendig für Zellen im gesamten Körper sind. Dennoch wird ihre Bedeutung vielen erst dann klar, wenn Fehlfunktionen zu gravierenden Symptomen führen.

F

unktionen von Herz, Kreislauf und Nerven regulieren, Stoffwechsel und Energiehaushalt fast aller Organe antreiben, Wachstum und Entwicklung von Körperzellen unterstützen: All diese Aufgaben erfüllt die walnussgroße schmetterlingsförmige Schilddrüse, indem sie Jod speichert und die Botenstoffe Tri-JodThyronin (T3) und Tetra-Jod-Thyronin (T4) bildet.

In Gang gesetzt wird die Produktion der Schilddrüsenhormone im Hypothalamus, einem Abschnitt des Zwischenhirns. Er regt in der Hirnanhangsdrüse die Bildung des Hormons TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) an, das zur Schilddrüse transportiert wird und dort schließlich Wachstum und Ausschüttung von T3 und T4 bewirkt. Dieser Prozess ist immer an das Gehirn rückgekoppelt. Werden zu wenig Schilddrüsenhormone ge-

bildet, erhöht die Hirnanhangsdrüse die TSH-Produktion. Wichtiger Regulator für die Funktion der Schilddrüse ist Jod, das über die Nahrung aufgenommen wird. Ein Mangel an diesem Spurenelement kann eine Vergrößerung der Schilddrüse zur Folge haben. Dieses Krankheitsbild, im Volksmund „Kropf“ genannt, war bereits in der römischen Antike bekannt. Bis heute zählen große Teile Europas zu jenen Regionen, in denen Jod nicht in den


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STORY

Böden und damit in weiterer Folge auch in vielen natürlichen Lebensmitteln nur in geringem Maße vorkommt. „Dass vergrößerte Schilddrüsen in den vergangenen Jahrzehnten in Österreich deutlich seltener geworden sind, liegt an der gesetzlich vorgeschriebenen Jodierung von Speisesalz“, erklärt Irene Virgolini, Direktorin der Universitätsklinik für Nuklearmedizin in Innsbruck. Die Aufnahme von zu großen Mengen an Jod sei weit we-

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3.

niger problematisch als ein Jodmangel, könne aber bestehende Fehlfunktionen der Schilddrüse wie zum Beispiel Entzündungen oder die Überproduktion von Hormonen verschlimmern.

Kleine Drüse mit komplexer Wirkung

Nicht immer wissen die Patienten über Fehlfunktionen ihrer Schilddrüse Bescheid. Besteht lediglich eine leichte

Über- oder Unterfunktion, können Symptome entweder gänzlich ausbleiben oder sehr diffus sein. Patienten, deren Schilddrüse nicht ausreichend Hormone produziert, klagen häufig über Beschwerden wie Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, depressive Verstimmung, Verstopfung, Kälteempfindlichkeit oder Gewichtszunahme. Die Symptome einer Überfunktion können „ebenfalls sehr unspezifisch sein, fallen aber stärker auf“, schildert

FRAGEN AN …

… MARKUS MÜHLTHALER

Bei welchen Erkrankungen der Schilddrüse ist eine Operation erforderlich? Ein chirurgischer Eingriff ist notwendig, wenn verdächtige Knoten vorliegen, die einer feingeweblichen Abklärung bedürfen, oder wenn aufgrund einer Vielzahl an Knoten eine seriöse Kontrolle durch Nuklearmediziner nicht möglich ist. Eine gutartige Vergrößerung der Schilddrüse wird dann operiert, wenn sie zum Beispiel Atemnot oder Schluckbeschwerden verursacht. Wird die Schilddrüse teilweise oder komplett entfernt? Das hängt von der Art der Erkrankung ab. Liegt ein bösartiger Tumor vor, muss in der Regel die gesamte Schilddrüse entfernt werden. Bei gutartigen Knoten, die in höherer Zahl vorkommen und weit nach hinten reichen, wird nach Möglichkeit nur die betroffene Seite der Schilddrüse entfernt. Wie hoch ist das Risiko, dass durch die Operation die Stimme des Patienten geschädigt wird? Eine dauerhafte Schädigung der Stimme nach einer Schilddrüsenoperation ist äußerst selten und kommt in weniger als einem Prozent der Fälle vor. Etwas häufiger kann es durch eine vorübergehende Schädigung des

Stimmbandnervs zu Heiserkeit kommen, die sich aber binnen weniger Wochen legt. 4.

© TIROL KLINIKEN

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Wie ist die Prognose bei Schilddrüsenkrebs nach einer Operation? Mehr als 95 Prozent der Schilddrüsenkarzinome sind „differenziert“, d. h. gut entwickelt. Sie gehen mit einer vielversprechenden Prognose einher: Die Zehnjahresüberlebensrate liegt bei 90 Prozent. Im Einzelfall hängen die Heilungschancen aber von der Tumorart, dem Stadium und der möglichen Behandlung ab.

Zur Person

Dr. Markus Mühlthaler ist Oberarzt an der Abteilung für Allgemeine Chirurgie im Bezirkskrankenhaus Schwaz.


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STORY

Virgolini. Betroffene seien häufig nervös und leicht reizbar, sie klagen über erhöhten oder unregelmäßigen Puls, vermehrtes Schwitzen und Zittern. Durch die erhöhte Aktivität verbraucht der Körper mehr Energie, was letztlich in vielen Fällen einen Gewichtsverlust bewirkt. „Insbesondere Frauen haben deshalb in früheren Zeiten Hormone eingenommen, um bewusst eine Überfunktion der Schilddrüse herbeizuführen“, erzählt Virgolini, „die Langzeitfolgen etwa für Muskeln, Psyche oder Herz-Kreislauf-System wurden dabei außer Acht gelassen.“ Auch unter Bodybuildern kommt es immer wieder zu Missbrauch des T3Hormons, um den Fettstoffwechsel zu beschleunigen. Zu erkennen, dass eine Fehlfunktion der Schilddrüse vorliegt, gehört heute zur ärztlichen Routine. Ein Blutbild, wie es Teil jeder Vorsorgeuntersuchung ist, genügt, um zu erheben, ob Schilddrüsenhormone in zu

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Besteht lediglich eine leichte Über- oder Unterfunktion, können Symptome entweder gänzlich ausbleiben oder sehr diffus sein. hohem oder zu geringem Maße gebildet werden. Weit komplexer gestaltet sich dagegen die Suche nach der Ursache des Defekts. So kann sowohl einer Unter- als auch einer Überfunktion eine Vergrößerung der Schilddrüse zugrunde liegen. Die häufigsten Auslöser einer Unterfunktion sind jedoch medizinische Therapiemaßnahmen, etwa durch falsch dosierte Hormongabe nach einer Schilddrüsenoperation, oder die Hashi-

moto-Thyreoiditis, eine Autoimmunerkrankung, die zu einer Entzündung der Schilddrüse führt. Dabei werden Antikörper gebildet, die Gewebe der Schilddrüse zerstören und so längerfristig deren Funktion einschränken. Männer sind von dieser Störung des Immunsystems seltener betroffen als Frauen. „Hashimoto wird vor allem bei Frauen im Teenageralter oder in den Wechseljahren diagnostiziert“, weiß Virgolini. Die Nu-

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STORY

klearmedizinerin betont zugleich, dass diese Beeinträchtigung der Schilddrüsenfunktion in den meisten Fällen „gut behandelbar ist“. Betroffene müssen die vom Körper nicht ausreichend produzierten Schilddrüsenhormone in Form von Tabletten zu sich nehmen.

Heiße Knoten, kalte Knoten

Überfunktionen der Schilddrüse kann ebenfalls eine Autoimmunerkrankung zugrunde liegen: Diese nennt sich „Morbus Basedow“ und wird im Gegensatz zu Hashimoto nicht mit einer genetischen Veranlagung in Verbindung gebracht. Neben den bereits erwähnten Zeichen einer Schilddrüsenüberfunktion weisen manche Basedow-Patienten hervorstehende Augen auf. Dieses charakteristische Phänomen tritt ein, wenn sich das Bindegewebe hinter den Augäpfeln vergrößert und diese so nach vorne drückt. Etwa die Hälfte aller Überfunktionen ist auf die Basedow-Krankheit zurückzuführen. In gleichem Maße verantwortlich für eine Überproduktion von T3 und T4 sind „autonome Areale“ der Schilddrüse. So werden Teile der Schilddrüse genannt, die – meist aus Jodmangel – unabhängig vom sie umgebenden Gewebe arbeiten und von der Regulierung durch die Hirnanhangsdrüse entkoppelt sind. Durch vermehrtes Wachstum kommt es in diesen Arealen zur Ausbildung von Knoten, die meist im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung oder durch Ertasten entdeckt werden. Produzieren diese Gewebsknoten mehr Hormone als der Rest der Schilddrüse, spre-

chen Mediziner von „heißen Knoten“. Während heiße Knoten im Allgemeinen durch Medikamente oder die Bestrahlung mit radioaktivem Jod gut therapierbar sind, geht von „kalten“, also stoffwechselinaktiven Knoten eine weit größere Gefahr aus: „Jene vergrößerten Teile der Schilddrüse, die sich nicht an der Hormonproduktion beteiligen, neigen zu krebsartigen Veränderungen“, führt Virgolini aus. Ob Schilddrü-

senknoten heiß oder kalt sind, wird an der Innsbrucker Universitätsklinik für Nuklearmedizin mit dem bildgebenden Verfahren der Szintigrafie bestimmt. Hier kommt ebenfalls radioaktives Jod zum Einsatz. Dieses wird dem Patienten gespritzt und in den Knoten anschließend mit einer speziellen Kamera sichtbar gemacht. Je aktiver, also „heißer“ ein Knoten ist, desto mehr Jod nimmt er auf – und desto stärker leuchtet er auf den Bildern.

Zu erkennen, dass eine Fehlfunktion der Schilddrüse vorliegt, gehört heute zur ärztlichen Routine.

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Kalte Knoten können ab einer bestimmten Größe mit einer Nadel angestochen werden, um Gewebsproben zu entnehmen. Unter dem Mikroskop lässt sich dann nachweisen, ob es sich um gutoder bösartige Zellen handelt. Im Falle einer Krebsdiagnose wird die Schilddrüse herausoperiert. Eine exakte Bestimmung der Tumorzellen ist aber nicht immer möglich. „Ist eine Vielzahl an kalten Knoten vorhanden, die sich mit der Zeit verändern, empfiehlt es sich, wegen des Krebsrisikos vorsichtshalber die gesamte Schilddrüse entfernen zu lassen“, erläutert Virgolini. An die Operation schließt sich eine mehrtägige Bestrahlungstherapie des Restgewebes mit radioaktivem Jod an, die in Österreich nur in wenigen Krankenhäusern durchgeführt wird. 2004 wurde dazu die Therapiestation der Innsbrucker Universitätsklinik für Nuklearmedizin – eine der ersten Einrichtungen dieser Art weltweit – neu adaptiert. Bösartige Tumore an der Schilddrüse sind im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen gut heilbar. Die Zehnjahresüberlebensrate liegt bei rund 90 Prozent. Statistiken zeigen außerdem, dass die Zahl der an Schilddrüsenkrebs erkrankten Personen kontinuierlich steigt. Das liegt laut Irene Virgolini aber nicht zuletzt an den besseren Diagnoseverfahren und den häufigeren Operationen. Rein auf Symptome des Patienten können sich Ärzte jedenfalls nicht verlassen: Jeder zweite Schilddrüsenkrebs wird per Zufallsbefund entdeckt, ohne bislang Beschwerden verursacht zu haben.   MAX SCHNABL lll

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Univ.-Prof.in Dr.in Irene Virgolini ist Direktorin der Innsbrucker Universitätsklinik für Nuklearmedizin.

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Gesund leben

Gesund leben

Medizin hilft

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Das Schlaflabor an der Innsbrucker Universitätsklinik für Neurologie nimmt österreichweit eine Sonderstellung ein: Mit großem technischen Aufwand werden hier sechs verschiedene Arten der Schlafstörungen untersucht und behandelt.


Gesund leben

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TIPPS ZUM GESUNDEN SCHLAF ü Auf die individuell richtige Temperatur im Schlafzimmer achten: Zu kalt, aber auch zu warm ist kontraproduktiv. ü Auf richtige Verdunklung des Schlafzimmers achten: Selbst geringe Lichtmengen beeinträchtigen die körpereigene Melatoninausschüttung, die den Körper in den Nachtmodus versetzt. ü Eingeschaltete Handys im Schlafzimmer sollten tabu sein, das Smartphone immer ausschalten oder den Flugmodus einstellen: Eingehende Nachrichten und Anrufe zur Unzeit stören den Schlaf empfindlich. Verantwortlich dafür sind Licht, Sound und häufig auch die Emotionen, die das sofortige Lesen der Nachrichten auslöst.

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der Innsbrucker Universitätsklinik für Neurologie, Birgit Högl, ein zentrales Anliegen. Als weitere Schlafstörungs-Gruppen nennt sie schlafbezogene, nächtliche Atmungsstörungen (z. B. SchlafapnoeSyndrome), Tagesschläfrigkeit (Hypersomnie) und Einschlafattacken (Narkolepsie), Störungen der inneren Uhr (zirkadiane Rhythmusstörungen), Schlafwandeln und auffälliges, manchmal sogar un-

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absichtlich gewalttätiges Verhalten im Schlaf (Parasomnien) und schlafbezogene Bewegungsstörungen (z. B. RestlessLegs-Syndrom).

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Nur wer den gesamten Umfang des Themas im Blick hat, versteht laut Birgit Högl den großen Aufwand, der in Innsbruck betrieben wird, um alle diese Schlafstö-

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chlafstörung: Landläufig wird darunter die Schlaflosigkeit (Insomnie) verstanden. In Wirklichkeit ist das Thema allerdings weit umfangreicher und die Schlaflosigkeit nur eine von sechs Gruppen von Schlafstörungen. Diese Klarstellung ist der Leiterin des Schlaflabors und der Spezialambulanz für Schlafstörungen an


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rungen zu untersuchen und zu behandeln. Die Universitätsklinik für Neurologie verfügt dazu über ein bestens eingerichtetes Schlaflabor mit sechs Betten und eine dazugehörige Schlafambulanz, in der die neurologische Schlafmedizin von drei Neurologinnen und einer wechselnden Anzahl von Assistenzärzten diagnostisch und therapeutisch betreut wird. Jedes der sechs Betten ermöglicht ein

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Volkskrankheit

Dieser Aufwand ist laut Högl auch deshalb notwendig, weil laut Untersuchungen der Österreichischen Gesellschaft

SCHLAFMYTHEN, RICHTIG ODER FALSCH?

1 Intensiver spätabendlicher Sport ist schlaffördernd: Falsch, da Aktivität den Körper wieder in den Tagmodus versetzt.

3 Kaffee am Abend sollte auf jeden Fall vermieden werden: Nur bedingt richtig. Es gibt Menschen, die auch am Abend einen Espresso genießen und trotzdem gut schlafen können.

5 Hell eingestellte Computer- und Handymonitore am Abend können sich negativ auf den Schlaf auswirken: Richtig. Eine große Helligkeit (Lux) und ein hoher Blauanteil im Licht stören die innere Uhr und unterdrücken die körpereigene Melatoninproduktion, die für den Schlaf wichtig ist.

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2 Dinner-Cancelling verhilft zu besserem Schlaf: Nur bedingt richtig. Auch wenn ein übervoller Magen den Schlaf sicher nicht positiv beeinflusst: Hungrig zu Bett zu gehen ist nicht schlaffördernd.

4 Mit dem Handy verbundene Schlaftracker können wertvolle Rückschlüsse über den eigenen Schlaf geben: Nur bedingt richtig. Viele handelsübliche Tracker liegen bei der Schlafstadien-Messung noch meilenweit daneben. Zudem gehören sensible persönliche Daten wie der eigene Schlafrhythmus nicht in die Hände von Dritten.

6 Jeder Mensch sollte täglich mindestens acht Stunden schlafen: Richtig. Viele Untersuchungen belegen, dass der Mensch im Mittel acht Stunden Schlaf benötigt. Auch wenn am Wochenende nachschlafen bis zu einem gewissen Grad funktioniert. Permanenter Schlafmangel unter der Woche kann auf Dauer zu Gewichtszunahme, Bluthochdruck und Diabetes führen. Wichtig ist dabei weniger, ob die acht Stunden wirklich durchgeschlafen werden, sondern dass diese Zeit liegend im Bett verbracht wird.

7 Man soll an dem Tag zu Bett gehen, an dem man aufgestanden ist: Nur bedingt richtig. Zwar zeichnet sich der erste Schlafzyklus durch besonders viele Tiefschlafphasen aus. Ob dieser Zyklus aber besser vor oder nach Mitternacht startet, ist weniger wichtig als der ungestörte Ablauf des Zyklus.


Erst wenn sich ein Schlaf-Problem so nicht beheben lässt, überweist der niedergelassene Arzt seinen Patienten an das Schlaflabor. Rund 1.300 Patienten aus allen Teilen Österreichs und dem benachbarten Ausland finden jährlich ihren Weg in die Innsbrucker Klinik. Birgit Högl: „Eine Behandlung im Schlaflabor bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass Patienten für mehrere Tage stationär aufgenommen werden. Bei der Schlaflosigkeit gibt es zum Beispiel gut funktionierende psychologische Ansätze, die langfristig auch ohne Schlaflabor helfen, die Schlafqualität bei gleichzeitigem Verzicht auf Schlafmittel wieder zu steigern.“ Auch bei Störungen wie der Schlaf-Atemstörung hilft oft schon eine ambulante Besprechung der Symptome samt kleiner Untersuchung der Atmung im Schlaf. Genauso wenig muss bei Störungen der inneren Uhr (zum Beispiel extremer Nachtaktivität) zwangsläufig auf das Schlaflabor zurückgegriffen werden. Und auch bei schlafbezogenen Bewegungsstörungen (zum Beispiel RestlessLegs-Syndrom), bei dem ein unangenehmes Unruhegefühl in den Beinen auftritt,

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1.300 Patienten jährlich

© PHOTOCASE.COM

für Schlafmedizin und Schlafforschung alleine an der ersten Schlafstörungsgruppe „Insomnien“ ein Fünftel bis ein Viertel der österreichischen Bevölkerung leidet. Zudem hat praktisch jeder Österreicher einmal im Leben zumindest mit einer, oft auch mit mehreren Formen der Schlafstörung zu tun. Diese Tatsache kann deshalb schwerwiegend sein, da Schlaf eine komplexe Leistung des Gehirns darstellt, das sich über Nacht von psychischen und körperlichen Abfallprodukten des Stoffwechsels befreit. Bei gestörtem Schlaf ist auch die Revitalisierung des Gehirns beeinträchtigt. Natürlich ist nicht jede dieser Schlafstörungen ernsthaft und macht einen Aufenthalt im Schlaflabor notwendig. Högl: „Viele Störungen lassen sich auch in der Konsultation mit einem Hausarzt lösen, der genauso wie der niedergelassene Facharzt bei jeder Form der Schlaflosigkeit der erste Ansprechpartner sein sollte.“

Innsbrucker Schlaflabor: Umfangreiches und kontinuierliches Online-Monitoring ...

werden zuerst bestimmte Untersuchungen wie der Eisen-Stoffwechsel durchgeführt, bevor man einen Patienten in das Schlaflabor schickt. Eine Überwachung des Schlafs des Patienten über ein bis drei Tage im Schlaflabor wird hauptsächlich bei speziellen Schlafstörungsgruppen notwendig: unter anderem bei der Tagesschläfrigkeit – dem regelmäßigen raschen Einschlafen am Tag, sobald intensive Reize wegfallen – oder beim Schlafwandeln und dem damit verwandten Um-Sich-Schlagen im Schlaf, wenn der Körper eigentlich ganz ruhig liegen sollte.

 ... hilft, Diagnosen in ansonsten nicht zu erreichender Präzision und Geschwindigkeit zu stellen.

900 Seiten Daten pro Nacht und Patient

Im Vorfeld zur Aufnahme im Schlaflabor steht zunächst eine detaillierte Untersuchung. In einem Erstgespräch wird dabei die vorliegende Art der Schlafstörung konkretisiert, es folgen Blutabnahme, die Überprüfung der verwendeten Medikamente und eventuell auch die Zusatzuntersuchung des Hirns mit bildgebenden Verfahren oder andere Zusatzuntersuchungen. Die anschließenden nächtlichen Untersuchungen sind umfangreich: Gemessen werden Bewegungsabläufe über die Infrarotkamera,


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Hirnstromkurven, Augenbewegungen, Muskelspannung am Kinn, Arm- und Beinbewegungen, Luftfluss- und Staudruckmessungen an der Nase und am Mund, Sauerstoffsättigung am Finger, Kohlendioxidmessung am Arm, eventuelles Schnarchen über ein Mikrofon und die Atembewegungen im Brust- und Bauchraum. So kommen pro Nacht und Patient an die 900 Seiten händisch auszuwertendes Datenmaterial zustande. Damit ist es dann möglich, eine Diagnose in ansonsten nicht zu erreichender Präzision und Geschwindigkeit zu stellen und

jeweils geeignete spezifische Behandlungsformen abzuleiten. Zwar vergehen je nach Erkrankung auch heute noch durchschnittlich sieben bis acht Jahre vom ersten Auftreten der Symptome bis zu ihrer erfolgreichen Behandlung, diese Zeitspanne verringert sich allerdings zunehmend: für Birgit Högl ein Ergebnis der verstärkten Bewusstseinsbildung innerhalb der Bevölkerung und ein Umstand, für den die Bekanntheit des Innsbrucker Schlaflabors mit Sicherheit mitentscheidend ist. KLAUS ERLER lll

© FRANZ OSS

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Zur Person

Ao. Univ.-Prof.in Dr.in Birgit Högl ist Neurologin, seit 1999 Leiterin des Schlaflabors und der Spezialambulanz für Schlafstörungen an der Innsbrucker Universitätsklinik für Neurologie. Zudem steht sie als Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Schlafmedizin und Schlafforschung vor. Dr. Högl ist zudem Autorin zahlreicher internationaler Fachpublikationen zum Thema Schlafwissenschaft.

„ Schlaf ist eine komplexe Leistung des Gehirns. Bei gestörtem Schlaf ist auch die Revitalisierung des Gehirns gestört.“ BIRGIT HÖGL, LEITERIN SCHLAFLABOR UND SPEZIALAMBULANZ FÜR SCHLAFSTÖRUNGEN

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Gesund leben

Kleine Köpfe,

große Schmerzen Kopfschmerzen – bedingt durch Stress und Anspannung oder in Form von Migräne – kennen die meisten. Doch sie sind nicht nur eine „Erwachsenenkrankheit“. Auch Kinder leiden zunehmend an den quälenden Beschwerden.


Gesund leben

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Medikamente helfen nur, wenn sie früh genug eingenommen werden. Ist die Migräneattacke bereits in vollem Gang, wirken sie nur noch beschränkt, wenn überhaupt.

S

pannungskopfschmerzen und Migräne werden häufig mit der modernen Arbeitswelt assoziiert. Kein Wunder, können Stress, geschlossene Räume, künstliches Licht und viel Zeit vor Bildschirmen zumindest Auslöser für die mitunter stark einschränkenden Symptome sein. Doch nicht nur Erwachsene sind davon betroffen. „Kopfschmerzen sind eines der häufigsten Symptome in der Kinderheilkunde“, berichtet Matthias Baumann, Oberarzt am Fachbereich Neuropädiatrie der Innsbrucker Kinderklinik. Studien zeigen, dass am Ende der Grundschulzeit bereits 60 bis 80 Prozent aller Kinder einmal Kopfschmerzen erlebt haben. „Mehr als die Hälfte davon sind Spannungskopfschmerzen. Bei rund zehn Prozent lautet die Diagnose Migräne, die sich nur in rund der Hälfte der Fälle ‚auswächst’. Und rund fünf Prozent aller Kinder und Jugendlichen leiden unter schweren, immer wieder auftretenden Kopfschmerzen“, so Baumann.

Richtig erkennen

Bei jungen Patienten kann eine genaue Diagnose schwierig sein, da Migräne bei ihnen häufig untypische Symptome zeigt. „Ein eigentlich eindeutiges Kriterium sind

einseitige, pulsierende Kopfschmerzen“, erklärt Baumann. „Das trifft aber nur bei Erwachsenen zu. Bei Kindern tritt auch Migräne meist beidseitig auf.“ Dazukommen können visuelle Störungen wie verschwommenes Sehen oder flackernde Lichter, ebenso wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit oder prickelndes Taubheitsgefühl. Außerdem

ist eine genetische Prädisposition. Leidet ein Elternteil an Migräne, steigt das Risiko auch für die Kinder. Bei Patienten zwischen drei und zehn Jahren kann sich die Erkrankung außerdem als sogenannte abdominelle oder Bauch-Migräne manifestieren: Anstelle pulsierend und im Kopf treten die Schmerzen dumpf und im Bauchraum auf. Bei den meisten Betrof-

„Bei zehn Prozent lautet die Diagnose Migräne, die sich nur in rund der Hälfte der Fälle ‚auswächst‘.“ MATTHIAS BAUMANN, OBERARZT NEUROPÄDIATRIE, INNSBRUCKER KINDERKLINIK

fällt es gerade jungen Kindern oft schwer, ihre Beschwerden mitzuteilen. Deswegen sind oft Verhaltensänderungen ein wichtiger erster Indikator: Ziehen Kinder sich von alleine von Aktivitäten in dunkle, stille Räume zurück, kann das auf Migräne hindeuten. Ebenso relevant

fenen entwickelt sich aus diesem Krankheitsbild später die typische Migräne. Im Gegensatz dazu treten Spannungskopfschmerzen auch bei Kindern bereits mit den typischen Symptomen auf. Sie sind dumpf und nicht pulsierend, meist weniger stark als bei der Migräne und weder


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Gesund leben

„Es gibt einige Schmerzmittel, die auch bei jungen Patienten bedenkenlos verschrieben werden können.“ MATTHIAS BAUMANN, OBERARZT NEUROPÄDIATRIE, INNSBRUCKER KINDERKLINIK von Übelkeit noch von Erbrechen begleitet, können aber bis zu sieben Tage andauern.

Auslöser suchen

Zeigen Kinder häufigere Kopfschmerzsymptome, gilt es, diese medizinisch abzuklären. „Für eine Diagnose genügt in den meisten Fällen ein Besuch beim Kinder- oder Hausarzt, eventuell beim Augenarzt, um eine Fehlsichtigkeit auszuschließen“, meint Baumann. „Spezialisten müssen nur in Ausnahmefällen hinzugezogen werden.“ Um dem Schmerz auf die Schliche zu kommen, empfiehlt

es sich, ein Kopfschmerz-Tagebuch zu führen. Darin werden zum einen die Attacke, ihre Dauer, die Art des Schmerzes und die genauen Symptome aufgezeichnet. Zum anderen dient es dazu, die Begleitumstände zu dokumentieren. Denn egal ob Spannungskopfschmerz oder Migräne: Die eigentlichen Episoden stehen häufig mit äußeren Faktoren in Verbindung. „Das können verschiedenste Arten von Stress sein, die sich besonders als Spannungskopfschmerzen manifestieren“, erklärt der Experte. „Darunter fallen Leistungsdruck in der Schule, aber auch besonderer Ehrgeiz, ebenso wie

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Seinen Kopfschmerz kennen

Ein solches Tagebuch ist nicht nur bei der Diagnose hilfreich. „Seine spezifischen Auslöser und Warnzeichen für eine Episode zu kennen, hilft, mit den Beschwerden umzugehen“, erklärt Baumann. Gerade bei Migräne, deren eigentliche Ursachen noch weitgehend unbekannt sind, ist Symptombekämpfung oft das Einzige, was bleibt. Und auch für Spannungskopfschmerz-Betroffene besteht die Therapie vor allem aus Schmerz-Management. „Kurzfristig lassen sich bestimmte Verursacher meiden und rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen.“ Denn auch bei Kindern sollte man im Ernstfall den Einsatz von Medikamenten nicht scheuen, rät er: „Es gibt einige Schmerzmittel, die auch bei jungen Patienten bedenkenlos verschrie-

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familiäre Probleme, Mobbing oder Freizeitstress durch zu viele Freizeitaktivitäten.“ Zusätzlich gibt es auch körperliche Auslöser. Zu wenig Flüssigkeitsaufnahme oder Schlaf und Bewegungsmangel gehören laut Baumann zu den häufigsten physischen Verursachern. Kaum zu beeinflussen, aber ebenso relevant können Wetterlagen und bei Mädchen auch der hormonelle Zyklus sein – was vermutlich Grund dafür ist, dass sie ab dem Beginn der Pubertät beinahe doppelt so häufig von Migräne betroffen sind wie Buben. Eine allgemeingültige Regel gibt es allerdings nicht. Vielmehr ist es bei jedem Patienten eine individuelle Kombination aus Faktoren, die eine Attacke auslösen kann.

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Zur Person

Dr. Matthias Baumann steht dem Fachbereich Neuropädiatrie und Entwicklungsneurologie der Innsbrucker Kinderklinik vor.


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ErlEbnis

ben werden können.“ Allerdings gilt bei Kopfschmerzen: Medikamente helfen nur, wenn sie früh genug eingenommen werden. Ist die Attacke bereits in vollem Gang, wirken sie nur noch beschränkt, wenn überhaupt. Auf lange Sicht rät der Experte vor allem, die individuellen Auslöser auszuschalten, über die man Kontrolle hat. Ganz an vorderster Stelle stehen bei vielen Betroffenen körperliche Aktivitäten und individuelle Strategien zur Stressbewältigung. „Außerdem gibt

enZusamm gefasst kriterien Diagnosernational der Inte Society: e H ea dach

MIGRÄNE OHNE AURA

Definition: Mindestens fünf Attacken, bei denen die unbehandelten Kopfschmerzen 1 bis 72 Stunden anhalten – schläft der Patient, zählt die Zeit bis zum Erwachen. Mindestens zwei der folgenden Charakteristika: ü Einseitiger Kopfschmerz (bei Kindern meist beidseitig) ü Pulsierend ü Mittlere oder starke Intensität, die Aktivitäten behindert ü Verstärkung durch körperliche Routineaktivität wie Gehen oder Treppensteigen Mindestens eines der folgenden Begleitphänomene: ü Übelkeit und/oder Erbrechen ü Licht- oder Geräuschempfindlichkeit bzw. entsprechendes Verhalten

MIGRÄNE MIT AURA

Definition: Mindestens zwei Attacken, bei denen ein auf eine Störung des Kortex oder Hirnstamms zurückzuführendes Symptom (z. B. Sehstö-

es Übungen, bei denen die Atmung und das gezielte An- und Entspannen von Muskeln trainiert werden“, sagt Baumann. „Das kann bei ganz jungen Kindern in Form einer Traumreise passieren oder bei älteren als regelmäßiges Training. Lernen Kinder so, sich bewusst zu entspannen, haben sie damit auch ein Instrument zur Hand, mit dem sie sich zumindest etwas Linderung verschaffen können.“ DANIEL FEICHTNER lll

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rung, Sprachstörung, Gefühlsstörung oder Schwäche) auftritt, das wieder vollkommen verschwindet. Mindestens zwei der folgenden Punkte treffen zu: ü Visuelle Symptome, die auf beiden Augen auftreten und/oder einseitige sensible Symptome (taubes oder kribbelndes Gefühl) ü Wenigstens ein Aura-Symptom entwickelt sich über einen Zeitraum von 5 Minuten oder mehr oder verschiedene Aura-Symptome treten nacheinander auf ü Jedes Symptom hält mindestens 5 und maximal 60 Minuten an ü Die Kopfschmerzen beginnen während der Aura oder folgen ihr innerhalb von 60 Minuten

SPANNUNGSKOPFSCHMERZ Definition: Mindestens 10 Episoden, die jeweils zwischen 30 Minuten und 7 Tagen anhalten Mindestens zwei der folgenden Kriterien werden erfüllt: ü Beidseitig ü Drückend oder beengend, aber nicht pulsierend ü Leichte bis mittlere Intensität ü Keine Verstärkung durch körperliche Routineaktivitäten wie Gehen oder Treppensteigen ü Es tritt weder Übelkeit noch Erbrechen auf ü Licht- oder Geräuschempfindlichkeit können auftreten, jedoch niemals kombiniert

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m Wasser wird das eigene Körpergewicht weitgehend aufgehoben, was wiederum eine geringe Belastung für die Gelenke bedeutet. Die Gelenke werden zudem nicht nur geschont, sondern durchbewegt, quasi „geschmiert“. Und weil sie im Wasser besser durchbewegt werden können, wird die innere Gelenkstruktur durch die Gelenkflüssigkeit, die vermehrt produziert wird, besser versorgt. Außerdem werden beim Bewegen im Wasser Muskelpartien angesteuert, die sonst weniger beansprucht werden. Schwimmen oder allgemein Bewegung im Wasser kann also eine sehr gute Therapie für Gelenke, die ohne oder mit sehr geringer Belastung mobilisiert werden sollen, wie zum Beispiel nach Verletzungen und Operationen, sein. Dasselbe gilt für Gelenke, die Arthrosen, also „Abnützungen haben“, weil Schwimmen oder Bewegungstherapie im Wasser eine relativ schmerzarme Art der Bewegung ist. „Schwimmen ist für vieles sehr gut, es gibt aber gewisse Einschränkungen“, betont Regina Stemberger, Institutsvor-


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Schwimmen, aber richtig! Die Bewegung im Wasser bringt, mit gewissen Einschränkungen, viele Vorteile. Was es zu beachten gilt und wie gesund es wirklich ist.

ständin der Physikalischen Medizin und Rehabilitation am LKH Hall.

Was bringt die Bewegung im Wasser?

Schwimmen eignet sich als Ausdauerund Herz-Kreislauf-Training, für die Mobilisierung nach Operationen und für Menschen, die sich aufgrund von Schmerzen sonst nicht bewegen würden. Regina Stemberger weiß aus Erfahrung: „Für das Schwimmen kann man Menschen, die mit diesen Problemen kämpfen, relativ schnell und einfach begeistern.“ Wer vorhat abzunehmen, ist im Wasser auch gut aufgehoben. Durch die Aufhebung des Körpergewichts strengt man sich immer ein wenig mehr an, als einem bewusst ist. Der Auftrieb des Wassers vermittelt ein Gefühl der Leichtigkeit, lässt einen quasi schweben. Dennoch muss man bei jeder Bewegung unter Wasser den Widerstand des Wassers überwinden. Dies kann durch Einsatz geeigneter Trainingsgeräte noch verstärkt werden. Außerdem liegt die Temperatur des Wassers unter der Körpertempera-

tur, der Körper muss also Energie aufwenden, um seine Temperatur halten zu können und: „Stauungen werden gelöst, weil durch die hydrostatischen Kräfte Flüssigkeit im Gewebe mobilisiert wird. Deshalb erscheinen einem nach dem Schwimmen auch Arme und Beine schlanker“, erklärt Stemberger. Wer unter Darmträgheit (Verstopfung) leidet sollte öfter den Sprung ins Nass wagen, da die Darmtätigkeit durch die Bewegung enorm angeregt wird.

Schwimmen oder Aquagymnastik?

Prinzipiell muss in Sachen Bewegung im Wasser zwischen Schwimmen einerseits und Bewegungstherapie andererseits unterschieden werden. Aquagymnastik mit verschiedenen Schwerpunkten wie zum Beispiel Rückentraining, Kraft- oder auch Zirkeltraining wird in vielen Bädern oder Fitnessstudios angeboten. Schwimmen in den unterschiedlichen Schwimmstilen geht man in der Regel unbeaufsichtigt in ein dafür geeignetes Schwimmbad. Unterwassertherapien im Rahmen eines

medizinischen Therapieplanes werden nur unter Anleitung von Physiotherapeuten durchgeführt“, erzählt die Expertin. Unterwassertherapien werden zur Rehabilitation verschiedenster Krankheitsbilder, wie zum Beispiel nach Operationen an Gelenken, jedoch auch zur Behandlung bei Schmerzen im Bewegungsapparat ohne vorherige Operation (Arthrosen, Rückenschmerzen, bei Krebspatienten, seelischen Leiden) angewandt. „Die Patienten erlernen ein Übungsprogramm und wir betonen auch immer, wie wichtig es ist, dass sie die gezeigten Übungen nach der Therapie selbstständig weiterführen“, so Stemberger.

Welche Einschränkungen gibt es?

Auch wenn Schwimmen oder schon die reine Bewegung im Wasser viele Vorteile bringt, gibt es auch Verletzungen, bei denen der Sprung ins Wasser nicht oder zumindest nicht sofort empfehlenswert ist. Auch Patienten mit höhergradiger Herzinsuffizienz, also Herzmuskelschwäche, kann das Schwimmen Probleme bereiten.


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„Im Wasser wird durch den Auftrieb viel Gewebsflüssigkeit mobilisiert. Dies führt zu einer Belastung des Herzens, welche für einen Gesunden überhaupt kein Problem darstellt. Für vorgeschädigte Herzen kann diese Belastung alleine oder in Kombination mit körperlicher Anstrengung im Wasser jedoch zu viel werden. Daher empfiehlt es sich für Patienten mit Herzproblemen, mit ihrem betreuenden Arzt Rücksprache zu halten“, erklärt die Medizinerin. Nach einer Operation gilt es zunächst einige Voraussetzungen zu beachten, bevor man sich ins Wasser wagen darf: Es dürfen keine offenen Wunden vorhan-

stil wichtig, sondern auch, dass man das Ganze nicht zu sportlich angeht, denn wer sich zu sehr anstrengt, verkrampft. Als ideal bei Verspannungen im Hals-, Nacken- und Schulterbereich gelten Rückenschwimmen, Rückenkraulen und kraulen. „Aber auch Brustschwimmen soll man nicht völlig verteufeln, es kommt wirklich darauf an, wie man es ausführt“, so Stemberger.

Wann gilt es, das Wasser (vorerst) zu meiden?

Bei einem frischen Bandscheibenvorfall ist es in der Akutphase nicht empfehlenswert, schwimmen zu gehen. Hier muss Trockenübungen – vor allem für die Rumpfstabilisierung – der Vorrang gegeben werden. Die Rumpfstabilität ist bei Bandscheibenvorfällen sehr wichtig, erklärt Stemberger: „Die Patienten müssen lernen, die Wirbelsäulen-nahen, kurzen Muskeln, die tiefen Bauchmuskeln und auch die Beckenbodenmuskulatur zu aktivieren, um REGINA STEMBERGER, INSTITUTSVORSTÄNDIN eine gute Rumpfstabilität zu erDER PHYSIKALISCHEN MEDIZIN UND reichen, dies erfordert viel TraiREHABILITATION, LKH HALL ning.“ In der Regel sind erst danach Übungen im Wasser oder den sein bzw. müssen sie krustenfrei ver- schwimmenzugehen anzuraten. Auch heilt sein. Die Medizinerin weiß, warum: eine Schulterverletzung schränkt im „Wenn Keime im Wasser über eine Wun- Wasser sehr ein – Kraulen wird zum Beide in ein operiertes Gelenk gelangen und spiel in den meisten Fällen kaum macheine Infektion auslösen würden, wäre das bar sein, Brustschwimmen kann hier, ein medizinischer Supergau.“ Inkontinen- in Abhängigkeit von der Art der Verlette Patienten sind von der Wassertherapie zung, eine Lösung sein. Auch Rückenausgeschlossen, bei Harnwegsinfekten schwimmen unter Zuhilfenahme einer sollte das Wasser bis zur vollständigen Schwimmwurst bzw. zunächst nur mit Abheilung ebenfalls gemieden werden den Füßen zu paddeln können ein guter und auch bei frischen Thrombosen gilt es Einstieg sein. So werden die Arme entzunächst, Vorsicht walten zu lassen.

„Schwimmen ist für viele sehr gut, es gibt aber gewisse Einschränkungen.“

Eine Frage des Stils?

Wichtig ist auch, wie man schwimmt. „Hat jemand akute Verspannungen im Hals- und Nackenbereich oder in den Schultern, muss man sich sehr genau anschauen, wie er schwimmt“, so Regina Stemberger. So beherrschen viele „nur“ das Brustschwimmen. Auch hier kommt es auf die Schwimmtechnik an. Wird der Kopf dabei ständig über Wasser gehalten, kann dies die Verspannungen im Nacken und Schultergürtel verstärken. „Wenn man aber beim Brustschwimmen in der Gleitphase den Kopf im Wasser hält und nur zum Luft holen aus dem Wasser hebt, kann sich das schon wieder positiv auswirken“, erklärt die Ärztin. Bei Verspannungen ist aber nicht nur der Schwimm-

© TIROL KLINIKEN

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Zur Person

Dr.in Regina Stemberger ist Fachärztin für Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation und Institutsvorständin der Physikalischen Medizin und Rehabilitation am LKH Hall.


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THERAPIEBECKEN IM LKH HALL WIRD SANIERT

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Das in die Jahre gekommene Therapie-Wasserbecken im Landeskrankenhaus Hall wird gerade generalsaniert, modernisiert und damit eine wertvolle Möglichkeit in der Rehabilitation erhalten.

Im LKH Hall wird das für die Behandlung so wichtige Therapiebecken saniert.

lastet, die Bewegung der Beine setzt sich über Aktivierung von Muskelketten jedoch bis in die Wirbelsäule fort. Bei frischen Knieverletzungen und allen Knieverletzungen, die Instabilitäten verursachen, ist Paddeln mit den Füßen generell besser als die Froschbewegung beim Brustschwimmen. „Auch einen Patienten mi Kreuzbandriss würde ich nicht gleich ins Wasser schicken, für kontrollierte Übungen ja, aber nicht gleich zum Schwimmen“, sagt Regina Stemberger. Dasselbe gilt bei Verletzungen der Seitenbänder. Bei Hüftverletzung bzw. im Fall einer Hüft-Totalendoprothese kann man in der Regel schneller ins Wasser – zunächst aber nur mit angeleiteten Übungen. Die Mobilisierung im Wasser ist aber prinzipiell gut. Schwangere können übrigens, sofern keine Infektion oder andere Probleme bestehen, bedenkenlos ins Wasser springen. Wer an einer Chlorallergie leidet, muss sich auf Naturgewässer beschränken und auch bei Hautkrankheiten wie Neurodermitis kann Chlorwasser zu Reizungen führen.

Nicht gleich drauflos schwimmen?

Nach jeder Operation ist es wichtig, sich mit den Ärzten – entweder dem Opera-

Über 30 Jahre alt ist das Therapiebecken in Hall. Das NirostaStahl-Becken ist allerdings noch sehr gut erhalten, sodass es nur stellenweise ausgebessert werden muss. Erneuert wird aber die gesamte Technik, also die Wasseraufbereitung sowie die Beund Entlüftung des Schwimmbads. Mit der neuen Technik muss in Zukunft auch weniger Chlor eingesetzt werden und auch der Chlorgeruch wird damit weniger intensiv sein. Außerdem werden im Zuge der Sanierung, die rund 500.000 Euro kosten wird, die Duschen und Sanitärbereiche barrierefrei umgebaut. Das Therapiebecken ist mit Gehbarren, Stufen und Podesten im Wasser ideal für verschiedene Therapien für Rücken, Schultern, Knie, Hüfte und bei verschiedensten schmerzhaften Bewegungseinschränkungen. Auch ein Patientenlift ins Wasser ist vorhanden, die Treppen sind mit Geländern ausgestattet und der gesamte Bereich mit speziellen, rutschfesten Fliesen ausgelegt. Im Dezember 2016 soll die Sanierung abgeschlossen sein. Dann kann der Betrieb wieder uneingeschränkt aufgenommen werden und auch die Babys können wieder im LKH Hall schwimmen lernen.

„Durch die Aufhebung des Körpergewichts strengt man sich immer ein wenig mehr an, als einem bewusst ist.“ REGINA STEMBERGER, INSTITUTSVORSTÄNDIN DER PHYSIKALISCHEN MEDIZIN UND REHABILITATION, LKH HALL

teur selbst oder dem Arzt in der Nachbetreuung – abzusprechen. Sie können Auskunft darüber geben, ab wann welche Art der Bewegung sinnvoll ist. Wer einfach abnehmen oder seine Kondition ausbauen will und keine gesundheitlichen Probleme hat, kann in der Regel ohne Einschränkungen untertauchen. Wer mit Verspannungen zu kämpfen hat, sollte auf das „wie“ achten. Wichtig ist, den richtigen Schwimmstil zu wäh-

len und diesen auch bewusst und richtig auszuführen. „Man muss nach dem Schwimmen – und jeder anderen Art der Bewegung – einfach in sich hineinspüren. Geht es einem schlechter als davor, macht man irgendetwas falsch“, so Stemberger. Die Expertin empfiehlt daher: „Mit seinem Arzt oder einem Physiotherapeuten zu sprechen, kann im Zweifelsfall nie schaden.“ REBECCA MÜLLER lll


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Gesund leben

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GUT ZU WISSEN Was ist gemeint mit ... .... nüchtern: mindestens eine Stunde vor oder zwei Stunden nach der Mahlzeit ... vor dem Essen: 15 bis 30 Minuten vor der Mahlzeit ... zum Essen: während oder unmittelbar nach der Mahlzeit (z. B. bei fettlöslichen Arzneistoffen wichtig, bessere Aufnahme im Körper) ... nach dem Essen: 30 bis 60 Minuten nach der Mahlzeit ... einmal täglich: immer zur gleichen Zeit (+/- zwei Stunden) einnehmen, alle 24 Stunden ... zweimal täglich: alle zwölf Stunden ... dreimal täglich: alle acht Stunden ... viermal täglich: alle sechs Stunden

Nicht egal Zwei- oder dreimal täglich, vor dem Essen oder nüchtern – wie wir Medikamente einnehmen, kann den Erfolg einer Therapie beeinflussen. Es ist daher wichtig, sich genau an die Anweisungen zu halten.

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ken. Zudem können unerwünschte Neer Patient XY hat mehr- Gefährlich und teuer mals vergessen, seine Von einem Fehler spricht man dann, ben- oder Wechselwirkungen auftreten, Tabletten einzuneh- wenn Patienten bewusst oder unabsicht- die im schlimmsten Fall tödlich enden. men. Zum Ausgleich lich von der Therapie abweichen oder sie Die Gründe für die Falscheinnahme sind nimmt er an einem Tag überhaupt nicht befolgen. Diese man- vielfältig. „Oft gibt es Ängste, die die Patienten den Ärzten nicht mehrere mitteilen“, weiß Jeske. „Bei auf einmal. Am WochenMännern betrifft diese beiende gönnt er sich eine „Die Diagnose einer chronischen spielsweise häufiger die Pause und verzichtet ganz Erkrankung ist ein starker Potenz.“ Das Nichteinhaldarauf. Das ist ein Fall, den ten der TherapievereinApotheker und Ärzte nicht Einschnitt in das Leben eines barungen gefährdet aber selten beobachten. „Die Menschen und muss erst einmal nicht nur den Erfolg der Einnahme von ArzneimitBehandlung, sondern kann teln ist heute mit zunehangenommen werden.“ auch hohe Kosten verurmendem Alter ein selbstsachen. Jeske: „In einigen verständlicher Bestandteil MARTINA JESKE, LEITERIN DER APOTHEKE DER Ländern wird bereits diskudes alltäglichen Lebens“, INNSBRUCKER KLINIK tiert, bis zu welcher Preissagt Martina Jeske, Leischwelle ein Medikament terin der Anstaltsapotheausgegeben werden kann, ke der Klinik Innsbruck. „Trotzdem nimmt nur jeder vierte gelhafte Therapietreue – in der Medizin ohne dass gleichzeitig Maßnahmen zur Patient die verordneten Arzneimittel auch Adhärenz genannt – kann die Wirk- Verbesserung der Therapietreue getrofvorschriftsmäßig ein.“ samkeit von Medikamenten einschrän- fen werden.“


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TIPPS:

WAS MAN SELBST BEITRAGEN KANN

5.

Auf neue Beschwerden achten. Jedes Arzneimittel kann Nebenwirkungen haben bzw. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder bestimmten Lebensmitteln. Ist das der Fall, den Arzt oder Apotheker informieren.

Sicherstellen, dass man alle Informationen richtig verstanden hat. Oft ist es hilfreich, sich Notizen zu machen. Nicht zögern, noch einmal nachzufragen.

Überprüfen, ob man sich folgende Fragen zur Medikation beantworten kann: Wofür wurde das Medikament verschrieben? Wie, wie oft, wann nimmt man die Medikamente ein? Welche Veränderungen sind seit der Medikamenteneinnahme zu beobachten? Gibt es unerwünschte Wirkungen?

Zur falschen Zeit

Mit dem Arzt oder Apotheker den Plan überprüfen. So lassen sich Änderungen, z. B. ein neuer Name eines Medikaments, feststellen.

Die Liste bei jedem Arzt- , Krankenhaus- und Apothekenbesuch vorlegen. Das ist wichtig für die Einordnung der Symptome und Gestaltung der Therapie.

Hinweise zur Einnahme bzw. Anwendung des Arzneimittels berücksichtigen. Erfolgsentscheidend sind mitunter die richtige Dosierung, Häufigkeit und Dauer der Therapie sowie der Einnahmezeitpunkt.

7.

9.

3.

Eine Liste aller Arzneimittel führen, die man einnimmt. Angeführt werden sollen verordnete und ohne Rezept gekaufte Medikamente, deren Name und Dosierung. 2.

4.

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Die häufigsten vermeidbaren Medikationsfehler betreffen die Dosierung und den Anwendungszeitpunkt, wie die Verwechslung von „vor“ mit „nach“ dem Essen. „Patienten erhalten häufig zeitliche Anweisungen, die sich an den vier Tageszeiten – morgens, mittags, abends, nachts – orientieren“, erläutert Jeske. Dabei wird die Arzneimittelaufnahme meist automatisch an den Essenszeiten ausgerichtet und mit der Nahrungsaufnahme verbunden. Doch auch Lebensmittel können die Wirksamkeit bzw. Unbedenk-

8.

6.

Neue akute Erkrankungen bei bereits bestehender Dauertherapie berücksichtigen. Treten neue Krankheiten auf, kann ein Anpassen oder Unterbrechen der gewohnten Therapie einzelner Arzneimittel unter Anweisung eines Arztes erforderlich sein.

Arzneimitteleinnahme an feste Rituale knüpfen. Vor allem Patienten, die die Einnahme vergessen könnten, sollten die Medikamenteneinnahme mit Fixpunkten im Tagesablauf verbinden oder Erinnerungskarten sichtbar anbringen.

10.

Wenn man ältere Angehörige betreut, sollte man in Gesprächen darauf achten, langsam zu sprechen, wenig Fachchinesisch zu verwenden, nicht zu unterbrechen, Notizen machen, alles Wichtige wiederholen lassen.

lichkeit von Medikamenten beeinflussen. Bekannt ist zum Beispiel die Wechselwirkung von Antibiotika des Tetracylinoder Chinolon-Typs mit Milchprodukten: Durch das in Milchprodukten enthaltene Kalzium verliert das Antibiotikum seine Wirkung. „Es ist wichtig, Patienten darauf hinzuweisen, was zu berücksichtigen ist“, sagt die Expertin. „Bei Patienten, die mehrere Medikamente einnehmen müssen, kann eine geschickte Gruppierung die Therapie vereinfachen.“ Nicht selten sind außerdem Fehler, die durch eine falsche oder nicht vorhan-

dene Indikation entstehen, wenn etwa Medikamente nach Ende der Therapie weiter oder eigenständig zur Behandlung anderer Krankheiten genommen werden. In manchen Fällen brechen Menschen die Therapie ohne Anweisung ab, wieder andere horten ihre Medikamente so lange, bis sie von Angehörigen im Arzneimittelschrank entdeckt werden.

Risikogruppen

„Besonders anfällig für Medikationsfehler sind ältere Menschen, was an den natürlichen Alterungsprozessen und auch


Gesund leben

an der altersbedingten Zunahme chronischer Erkrankungen liegt“, weiß Jeske. Senioren kann es zum Beispiel schwerer fallen, den Beipackzettel zu lesen, Tabletten unterschiedlicher Farben zu differenzieren, die Übersicht zu bewahren oder mit kleinen Objekten, wie Quetschfläschchen für Augentropfen, umzugehen. „Besonderer Aufmerksamkeit bedürfen ältere Menschen, die alleine leben oder sich alleine versorgen müssen“, rät Jeske. Problematisch ist es auch bei Betroffenen, die an symptomlosen Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Prädiabetes leiden, und die sich trotz Diagnose gut fühlen. Da die Gefahr oft unterschätzt wird, besteht für die Patienten oft kein Grund, den Lebensstil zu ändern. „Die Diagnose einer chronischen Erkrankung ist ein starker Einschnitt in das Leben eines Menschen und muss erst einmal angenommen werden“, sagt Jeske. „Die Akzeptanz der Krankheit ist der Schlüssel zur Akzeptanz der Therapie.“

„ Die häufigsten vermeidbaren Medikationsfehler betreffen die Dosierung und den Anwendungszeitpunkt, wie die Verwechslung von ‚vor‘ mit ‚nach dem Essen‘.“ MARTINA JESKE, LEITERIN DER APOTHEKE DER INNSBRUCKER KLINIK

Buch führen

Besonders für Patienten, die Verschiedenes einnehmen müssen, ist eine genaue und aktuelle Erhebung der Medikamente wichtig. Sogenannte Medikationspläne, in denen alle relevanten Informationen angeführt werden, können dabei helfen. Unterschiedliche Patientensicherheitsorganisationen sowie die tirol kliniken stellen online Vorlagen zur Verfügung. „Wer den Medikationsplan in seinen Tagesablauf integriert und auch die Sinnhaftigkeit der Therapie erkennt, erreicht mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Therapieziele aus ärztlicher Sicht“, sagt die Expertin. EVA SCHWIENBACHER lll

© DIE FOTOGRAFEN

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Zur Person

Mag.a pharm. Martina Jeske, MSc, aHPh, leitet die Apotheke der Innsbrucker Klinik.

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gerne über die Abläufe, da sich die Fahrer sowohl in den Räumlichkeiten der jeweiligen Spitäler auskennen als auch mit dem dortigen Personal vertraut sind. Mit dem Taxi zur Behandlung – Ihr Arzt informiert Sie gerne. Er gibt auch Auskunft über die jeweiligen Vertragspartner in Ihrer Region. lll


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Eine Anleitung In der Früherkennung von Brustkrebs spielt die regelmäßige Kontrolle beim Facharzt eine Schlüsselrolle. Frauen können jedoch auch selbst dazu beitragen, Veränderungen frühzeitig festzustellen: durch die Selbstuntersuchung.

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as ist Brustkrebs? Täglich bilden sich in unserem Körper über einen kontrollierten Prozess neue Zellen, zum Beispiel im Muskel-, Organund Knochengewebe, in den Drüsen oder im Blut. Das geschieht über die Zellteilung. Vereinfacht gesagt, verdoppeln sich die Mutterzellen und bilden Tochterzellen, die dieselben Erbinformationen enthalten. Passiert dieser Vorgang unkontrolliert, können diese Zellen eine Geschwulst (Tumor) bilden. Während gutartige Tumoren nicht in das benachbarte Gewebe wachsen, dringen bösartige Tumoren weiter ins Gewebe ein. Es kann zur Bildung von Tochtergeschwulsten (Metastasen) kommen. „Beim Brustkrebs, auch Mammakarzinom genannt, entsteht die bösartige Veränderung der Zellen meist in den Milchdrü-

sengängen, seltener auch Milchdrüsenläppchen“ erklärt Daniel Egle, Leiter des Brustgesundheitzentrums der Innsbrucker Klinik. „Diesen bösartigen Tumoren gehen meist Vorstufen voraus, die in Frühuntersuchungs-Programmen erkannt und operativ behandelt werden können, um die Entstehung eines invasiven Tumors zu verhindern.“ Ist das nicht der Fall, kann es zu einer Verbreitung der Tumorzellen über die Blutbahnen und Lymphgefäße in andere Körperregionen kommen. Bei Brustkrebs sind vor allem die Lymphknoten in der Achselhöhle betroffen, aber auch die Lunge, Leber, Knochen und seltener das Gehirn. Welche Unterarten gibt es? „Brustkrebs ist nicht gleich Brustkrebs“, sagt der Experte. „Von Patientin zu Patientin kann die Erkrankung verschieden

aussehen. Ausschlaggebend dafür sind sowohl individuelle Faktoren als auch die Art des Krebses.“ Grob lassen sich die Mammakarzinome drei großen Gruppen zuordnen, die sich in der Entstehung und Behandlung unterscheiden. Erstens die hormonabhängige Gruppe, deren Wachstum von den weiblichen Geschlechtshormonen Östrogen und Progesteron abhängt. „Vereinfacht gesagt braucht diese Krebsart Hormone, um wachsen zu können“, erklärt Egle. „Mit einer Antihormontherapie ist der hormonabhängige Tumor relativ gut behandelbar. Dabei entzieht man den Tumorzellen sozusagen den Nährboden, um ein weiteres Wachstum zu stoppen.“ Zweitens die HER 2 positiven Mammakarzinome, worauf 15 bis 20 Prozent der Brustkrebserkrankungen zurückzuführen sind. Dahinter steckt ein Wachs-


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tumsfaktor-Rezeptor, der normalerweise für das Wachstum von Körperzellen – auch der Brustdrüse – zuständig ist, sich aber auch auf Brustkrebszellen befinden kann. „Zur gezielten Behandlung wird eine Antikörperimmuntherapie mit einer Chemotherapie kombiniert. Diese Methode hat sich in den letzten Jahren zunehmend als wirksam herausgestellt. Die Heilungschancen sind gut.“ Die dritte Gruppe ist unter dem Namen triple negativ (TNBC Triple Negative Breast Cancer) zusammengefasst und im Moment noch die am wenigsten erforschte und gezielt behandelbare. Sie betrifft zehn bis 15 Prozent aller Patientinnen. „Zur Behandlung hilft im Moment nur die Chemotherapie, weshalb eine Früherkennung besonders wichtig ist“, so Daniel Egle. Wann besteht ein erhöhtes Risiko? Die Krebsforschung hat herausgefunden, dass die weiblichen Hormone in der Entstehung von Brustkrebs eine entscheidende Rolle spielen. Daher gelten Faktoren wie Kinderlosigkeit oder eine späte Geburt des ersten Kindes, eine früh einsetzende Menstruation sowie eine spät eintretende Menopause als risikoerhöhend. Auch Übergewicht, mangelnde Bewegung, erhöhter Alkoholkonsum, Rauchen und Stress, der über einen längeren Zeitraum andauert, können die Entstehung einer Krebserkrankung begünstigen. Weiters gilt die genetische Veranlagung als Risikofaktor. Bekannt ist bisher, dass die Gene BRCA1 und BRCA2 (aus dem Englischen für Breast Cancer) die Wahrscheinlichkeit erhöhen, an Brustkrebs zu erkranken. „Eine auffällige Familienanamnese kann auf eine vererbbare Brustkrebserkrankung hinweisen“, sagt Egle. Besteht der Verdacht, gibt es die Möglichkeit, sich einer genetischen Untersuchung zu unterziehen. „Unabdingbar ist in diesem Zusammenhang eine ausführliche Beratung durch den Facharzt.“


Ratgeber

Wie häufig ist die Erkrankung? Das Mammakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. In Österreich erkranken jährlich 4.600 Frauen an Brustkrebs. In Tirol sind es zwischen 300 bis 400 Neuerkrankungen pro Jahr. Somit erkrankt jede neunte Frau in Tirol im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Die Hauptgruppe der Betroffenen bilden Frauen zwischen 50 und 70 Jahren, eher selten sind Fälle bei unter 30-Jährigen. „Wer heute an Brustkrebs erkrankt, hat in der Regel gute Heilungschancen – vorausgesetzt der Tumor wird frühzeitig erkannt“, so Egle. Was sind die Vorteile einer Selbstuntersuchung? „Frauen kennen in der Regel ihren Körper am besten und nehmen Veränderungen im Normalfall auch als erstes wahr“, weiß der Experte. „Die Selbstuntersuchung der Brust führt zwar nicht zu einer mas-

siven Steigerung der Früherkennungsrate, aber zu einer bewussten Auseinandersetzung mit der eigenen Gesundheit.“ Tumoren lassen sich ab einer Größe von ein bis eineinhalb Zentimetern als Knötchen ertasten. Werden Veränderungen entdeckt, sollte man sich umgehend an den Frauenarzt wenden. „Man sollte nicht aus Angst vor der Diagnose den Arztbesuch hinausschieben“, sagt Egle. „Sehr häufig handelt es sich um gutartige Veränderungen: Drei von vier Knoten erweisen sich als flüssigkeitsgefüllte Bläschen im Gewebe, Verdickungen des Bindegewebes oder als Verhärtungen des Fettgewebes.“

ist es, sich unter der Dusche oder beim Eincremen selbst abzutasten, da die Haut dann gleitfähiger ist.“ EVA SCHWIENBACHER lll

© DIE FOTOGRAFEN

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Zur Person

Dr. Daniel Egle ist Oberarzt an der Innsbrucker Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Department: Frauenheilkunde .

Ab wann sollte man sich selbst untersuchen und wie oft? Der Brustkrebs-Experte rät Frauen ab 30, sich einmal im Monat am besten drei bis vier Tage nach der Regelblutung selbst zu untersuchen. „Am einfachsten

Schritt für Schritt Die Selbstuntersuchung der Brust ist eine Kombination aus Betrachten und Abtasten.

1.

Die Brustwarze zwischen Zeigefinger und Daumen leicht zusammendrücken und darauf achten, ob Flüssigkeit austritt.

Mit nacktem Oberkörper vor den Spiegel stellen, Hände in die Hüfte stemmen und Brüste inspizieren. Achten sollte man dabei auf Veränderungen der Größe, Form, Hautoberfläche der Brüste und Brustwarzen.

4.

2.

Einen Arm heben und mit der gegenüberliegenden Hand die Lymphknoten in den Achselhöhlen untersuchen. Normalerweise sollten Lymphknoten nicht tastbar sein. Auf Verhärtungen oder Knoten achten. Untersuchung auf der anderen Seite wiederholen.

Arme hochheben. Die Brüste sollten der Bewegung folgen. Form und Größe der Brüste von vorne und beiden Seiten betrachten. Auf Dellen, Verwölbungen und Hauteinziehungen achten.

5.


SELBSTUNTERSUCHUNG:

Bei welchen Anzeichen sollte man einen Facharzt aufsuchen? ü Dellen, Veränderung in Form und Größe der Brust ü Ziehen, Spannen oder Brennen in der Brust ü Knotenbildung oder Verhärtung des Gewebes ü Eingeschränkte Beweglichkeit der Brust ü Hautveränderungen oder Rötungen ü Neuauftreten von eingezogenen Brustwarzen ü Blutiger Ausfluss aus der Brustwarze ü Tastbare Lymphknoten in der Achselhöhle

Hier findet man Beratung: BrustGesundheitZentrum Tirol, Zentrum für Diagnostik und Therapie von Brusterkrankungen Anichstraße 35, 6020 Innsbruck Tel.: +43 50 504-23075 E-Mail: lki.fr.brustambulanz@tirol-kliniken.at www.brustzentrum-tirol.tirol-kliniken.at

3.

Bei gesenktem Arm Tastuntersuchung der Achselhöhle auf beiden Seiten wiederholen und dabei auf Veränderungen im Vergleich zur letzten Untersuchung achten.

Die Brust in Vierteln einteilen und beim oberen, äußeren Viertel mit dem Abtasten beginnen. Die linke Brust mit der rechten Hand abtasten, die rechte mit der linken. Dabei jeweils mit der anderen Hand die zu untersuchende Brust abstützen. Zum Abtasten die Endglieder der Finger (nicht die Handfläche) verwenden und in kreisenden Bewegungen einen leichten Druck auf die Brust ausüben. Jedes Viertel auf diese Weise untersuchen und dabei auf nur schwer zu verschiebendes Gewebe achten.

6.


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Interview

© EMANUEL KASER

Interview

Jetzt oder

nie

Franz Mannsberger, Pflegedirektor an der Klinik Innsbruck, spricht im Interview über seine Anfänge, seinen beruflichen Werdegang sowie über Chancen und Herausforderungen im Pflegewesen.

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err Mannsberger, was war der Grund, dass Sie sich für das Pflegewesen entschieden haben? Als ich 1976 als Freiwilliger beim Roten Kreuz gearbeitet habe, hat sich mein Weg bereits etwas abzuzeichnen begonnen. Den Berufsweg richtig ergriffen habe ich wohl, als ich meine Ausbildung in der Krankenpflegeschule begonnen und drei Jahre später mit Diplom abgeschlossen habe. Etwas später habe ich auch in einem Krankenhaus in Saudi-Arabien gearbeitet. Von Österreich nach Saudi-Arabien – wie kam es dazu? Es gab damals eine Stellenanzeige der Barmherzigen Brüder Eisenstadt, die ein Krankenhaus für einen Scheich in Riyad/Saudi-Arabi-

en gebaut und betrieben haben. Dafür haben sie europäisches Personal gesucht. Ich dachte mir: ‚Jetzt oder nie‘ und habe mich auf die Stelle beworben. Aus über 1.000 Bewerbungen wurden dann etwa 60 ausgewählt und ich zählte dazu, die Chance habe ich natürlich genutzt. Was waren die Beweggründe, sich auf eine solche Stelle zu bewerben? Ich wollte einfach die Welt sehen und andere Kulturen kennenlernen. Außerdem hat mich interessiert, wie es dort im Krankenhaus abläuft. Das medizinische Team setzte sich aus den verschiedensten Nationalitäten zusammen. Anfangs war es schon eine große Umstellung, aber es war auch sicher die spannendste Zeit in meinem

Leben, weil ich damals so unheimlich viel lernen konnte. Wie waren die medizinischen Standards dort? Das Krankenhaus war erst neu eröffnet. Wir haben es eigentlich erst besiedelt und eingeräumt. Im ersten Monat bin ich nur Stapler gefahren und habe Lkws entladen. (lacht) Man hat sich im Grunde die Standards in weiterer Folge als Team selbst erarbeitet. Dadurch, dass sehr viele Mitarbeiter aus Europa und den Vereinigten Staaten kamen, haben wir uns quasi selbst einen westlichen Standard auferlegt. Und was geschah danach? Ich habe von Anfang an nie geplant, länger als zwei Jahre zu bleiben. Letztendlich sind es


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dann 18 Monate geworden. Die Umgewöhnung danach war wieder relativ schwer, weil die Mentalität und Lebensgewohnheiten ganz anders sind. Sie kommen ursprünglich aus Niederösterreich, was hat Sie schließlich bewogen, nach Tirol zu kommen? Genau, ich komme ursprünglich aus Wiener Neustadt und habe dort auch die Krankenpflegeschule besucht. Die Idee, nach Tirol zu gehen, entstand eigentlich während bzw. nach Saudi-Arabien. Dort habe ich mit einigen Tirolern zusammengearbeitet und man hat sich natürlich auch ausgetauscht. Nach meiner Rückkehr in die Heimat habe ich dann im Landeskrankenhaus Schwaz begonnen. Sie haben im Laufe Ihrer Karriere in sieben Krankenhäusern gearbeitet, seit 25 Jahren bereits in der Klinik Innsbruck Ich war schon immer sehr flexibel. Rückblickend war es für mich ein großer Vorteil, dass ich verschiedene Krankenhäuser gesehen und auch unterschiedliche Organisationsstrukturen kennengelernt habe. So entwickelt man auch keine Betriebsblindheit, sondern man lernt einfach für die Zukunft dazu.

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Interview

„Rückblickend war es für mich ein großer Vorteil, dass ich verschiedene Krankenhäuser gesehen und auch unterschiedliche Organisationsstrukturen kennengelernt habe.“

wichtig ist, dass wir als Krankenhaus in der Pflege nicht nur „beheben“, sondern auch darauf achten, was nach der Entlassung geschieht. Gibt es etwa eine gute Nachbetreuung? Denn im Grunde ist es eine Prozesskette und ich sehe die Pflege als ein Glied davon. Deshalb sind wir im Entlassungsmanagement auch mit externen sozialen Diensten und Einrichtungen, wie Heimen oder ISD, vernetzt. Davon profitiert in erster Linie der Patient, aber auch das Krankenhaus, denn möglicherweise muss ein Patient mit guter Nachbetreuung nicht so schnell wiederaufgenommen werden als ohne. Wenn Sie früher mit heute vergleichen – haben sich die Methoden verändert? Ich selbst komme aus dem Operationsbereich. Gerade dort hat sich sehr viel verändert, weil die Operationen hochtechnisiert worden sind. Alleine wenn man an die Knopflochchirurgie bis hin zur Robotik denkt, das hat von allen Beteiligten viel Lernen und Umstellung erfordert. Es ist wichtig, alle Berufsgruppen jeweils auf dem aktuellsten Stand zu halten. Alleine wenn man bedenkt, dass vor etwa zehn Jahren die ganze Pflegedokumentation in physischen Bündeln abgewickelt wurde – und heutzutage läuft alles mehr oder weniger über eine elektronische Akte. Auch die Krankenpflege selbst hat sich massiv verändert, vor 30 Jahren war die Krankenschwester zum Beispiel auf einer Station für alles zuständig. Dafür gibt es inzwischen mehrere spezialisierte Berufsgruppen, um so das Personal optimal nach Qualifikation und Pflegebedarf einzusetzen. Weil Sie gerade Qualifikation angesprochen haben, vor Kurzem hat es in der Ausbildung Veränderungen gegeben.

Genau, durch das neue GesundheitsKrankenpflegegesetz wird künftig unter anderem ein FH-Studium angeboten. Weiters ist eine neue Berufsgruppe hinzugekommen, die sogenannte Pflegefachassistenz. Die Ausbildung soll zwei Jahre dauern. Die Pflegefachassistenz kann in etwa 90 Prozent der Tätigkeiten von diplomierten Fachkräften wahrnehmen. Der erste Ausbildungsjahrgang beginnt kommendes Jahr, uns beschäftigt deshalb momentan vor allem die Frage: Welche Bereiche brauchen welche Berufsgruppen, um effizient arbeiten

Was waren die größten Herausforderungen in Ihrer Laufbahn? Dazu zählen Aufbau und Einführung der OP-Koordination und das gesamte Management des Zentral-OP ab dem Jahr 1994. Das neu zu etablieren und eingefahrene Strukturen verschiedener Berufsgruppen unterzubringen, war wirklich herausfordernd. Wir in Innsbruck sind das zweitgrößte Krankenhaus in ganz Österreich. Die Pflegedirektion Innsbruck ist für rund 3.100 Leute zuständig, das Personalmanagement ist dabei auch eine Herausforderung. In den letzten drei Jahren habe

„Insgesamt wird durch diese Ausbildungsreform der Pflegeberuf attraktiver, was sich mittel- und langfristig auch auf das Personalrecruiting positiv auswirken wird.“ zu können? Ziel ist, diese neue Gruppe richtig in das Unternehmen zu integrieren, damit die Teams effizient zusammenarbeiten können. Gibt es noch weitere Neuerungen? Neu ist auch, dass es nun eine allgemeine Grundausbildung geben wird – auch für die Kinder- und Jugendlichenpflege und die psychiatrische Gesundheitsund Krankenhauspflege. Insgesamt wird durch diese Ausbildungsreform der Pflegeberuf attraktiver, was sich mittel- und langfristig auch auf das Personalrecruiting positiv auswirken wird – insbesondere für Krankenhäuser.

ich doch einige strukturelle Veränderungen im Managementbereich vorgenommen, um so noch effizienter zu werden. Ich habe hier auch ein Umfeld – meine Mitarbeiter, meine Vertretung, mein Büro, auf das ich mich verlassen kann. Es ist eine fast familiäre Struktur, was das Arbeiten dann natürlich vereinfacht. Und die schönsten Erfolgserlebnisse? Im Grunde zu sehen, dass das, was man sich als Ziel gesetzt hat, in der Praxis funktioniert. Sprich, dass Projekte greifen und die Mitarbeiter die Projekte auch mittragen. Zuletzt haben wir Projekte im Bereich Entlassungsmanagement und


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Pflege umgesetzt. Bei Letzterem ging es beispielsweise um den älteren Menschen im Krankenhaus. Stichwort demografischer Wandel – was wird sich im Pflegewesen verändern? Der demografische Wandel spielt eine wichtige Rolle. Für die Pflege bedeutet das, dass Spezialisierungen immer wichtiger werden. Auch das neue GesundheitsKrankenpflegegesetz sieht diese vor – insbesondere in Bereichen, die von diesem Wandel besonders betroffen sind, wie Hospiz- und Palliativversorgung sowie psychogeriatrische Pflege. Ich sehe das für die Pflege als große Chance, sich frühzeitig zu spezialisieren. Und nach Dienstschluss – was machen Sie, um von einem Arbeitstag abzuschalten? Der Ausgleich zum Beruf ist wichtig, diesen finde ich zuhause bei meiner Familie oder beim Sport – insbesondere beim Rennradfahren. Ich war früher aber extremer. (lacht) Zweimal habe ich am Ötztaler Radmarathon teilgenommen. Die Vorbereitung war aber leider sehr trainingsintensiv – das lässt die Zeit jetzt leider nicht mehr zu. Aber ich treffe mich ein Mal pro Woche mit Kollegen zum Spinning. Bereits nach 200 Metern am Rennradsattel kann ich abschalten und wieder neue Kraft tanken. Vielen Dank für das Gespräch.

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INTERVIEW: EVA-MARIA HOTTER

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Zur Person

Dipl. KH-Bw. Franz Mannsberger, MBA, ist seit 2012 Pflegedirektor und Geschäftsführer Implantatekommission an der Klinik Innsbruck. Seit 25 Jahren arbeitet dort, zuerst 15 Jahre als Klinik-Oberpfleger (Zentral-OP Chirurgie) und OP-Koordinator, später als Pflegedirektor-Stellvertreter.

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Richtig

satt

Die Beschäftigung mit gesundem, „richtigem“ Essen ist ein Zeichen unserer Zeit. Wenn die Beschäftigung problematisch wird, kommt der Begriff „Orthorexie“ ins Spiel.


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„Die Fähigkeit zum Genuss gehört wesentlich zu einem gesunden Essverhalten dazu.“ MATTHIAS PEINTNER, OBERARZT ABTEILUNG PSYCHIATRIE UND PSYCHOTHERAPIE A, LKH HALL

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leisch oder kein Fleisch, bio und/oder regional, LowCarb oder Low-Fat, selbst gekocht oder gekauft? Was wir heutzutage essen, ist an hunderte Entscheidungen geknüpft. Die breite Auswahl und die generelle Verfügbarkeit machen es möglich – im Grunde kann sich jeder so ernähren, wie er oder sie es für individuell richtig hält. Für die einen steht vor allem die eigene Gesundheit im Fokus, andere entscheiden in erster Linie nach ethischen Gesichtspunkten. „Die Frage, was man essen soll, steckt im Menschen drin. Die Beschäftigung mit Ernährung ist alles andere als eine neue Entwicklung“, erklärt Matthias Peintner von der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie A am Landeskrankenhaus Hall. „Vor allem im religiösen Kontext gab es immer schon ‚tabuisierte’ Nahrungsmittel – zum Beispiel Schweinefleisch – sowie gewisse Zeiten, zu denen auf bestimmte Speisen verzichtet wurde.“ Außerdem hat die westliche Welt eine Reihe von gesellschaftlichen Regeln entwickelt, die für uns alle „normal“ sind. Ein Beispiel: Kühe werden geschlachtet und gegessen, bei Hunden ist dies für Europäer undenkbar. Ähnliches gilt für Insekten – wenn auch aus anderen Gründen. Neu ist vor allem die Beschäftigung mit den ethischen Aspekten der Ernährung. Und das nicht ohne Grund: Durch die Industrialisierung werden Lebensmittel immer öfter unter fragwürdigen Bedingungen hergestellt, der bewusste Konsu-

ment muss sich unter anderem die Frage stellen, ob er mit seinem Essen Massentierhaltung unterstützt oder der Umwelt schadet. Diese Entwicklungen werfen eine Reihe von neuen Fragen auf.

Wann es problematisch wird

Obwohl der Fokus auf die eigene Ernährung also etwas zutiefst Menschliches ist, taucht in den letzten Jahren immer öfter der Begriff „Orthorexie“ auf, der die krankhafte Beschäftigung mit „gesundem“ Essen beschreiben soll. Medizinisch ist der Terminus jedoch umstritten. „Grundsätzlich ist die Beschäftigung mit der eigenen Ernährung nichts Schlechtes – das sollte man vorausschicken“, so Matthias Peintner. „Der Begriff ‚Orthorexie’ ist vor allem deshalb schwierig, weil die Übergänge zwischen einem großen Interesse an gesunder Ernährung und einer problematischen Beschäftigung mit dem Thema sehr fließend sind.“ Aus medizinischer Sicht wird das Verhalten dann bedenklich, wenn die Beschäftigung mit der Ernährung den Patienten so stark in Beschlag nimmt, dass er selbst darunter leidet. Etwa, weil es ihm nicht mehr möglich ist, an gesellschaftlichen Anlässen wie einem gemeinsamen Essen oder Restaurantbesuch mit Freunden oder der Familie teilzunehmen. Ein Warnsignal ist außerdem, wenn die Betroffenen aufgrund ihrer speziellen Ernährung nicht mehr alle nötigen Nährstoffe zu sich nehmen und in Folge Mangelerscheinungen oder Untergewicht entwickeln.


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Die Übergänge zwischen Interesse an Ernährung und problematischer Beschäftigung sind fließend.

Die Wurzel liegt woanders

Zur Person Mag. Dr. Matthias Peintner ist Oberarzt an der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie A am Landeskrankenhaus Hall.

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Nimmt das Verlangen nach gesundem Essen krankhafte Züge an, wird im ersten Behandlungsschritt erhoben, ob es eine andere psychische Störung gibt, die dahintersteckt. Dabei kann es sich um eine Essstörung wie die Anorexia nervosa (Magersucht) handeln, die sich als Orthorexie „tarnt“, oder auch um andere psychische Konflikte, die von der extremen Beschäftigung mit Essen überdeckt werden. Dass Patienten „nur“ mit der Diagnose Orthorexie nach Hause gehen, ist sehr selten – auch deshalb ist die Verwendung des Begriffs im medizinischen Bereich umstritten. Matthias Peintner: „Das spezielle Essverhalten ist in diesen Fällen meist ein Symptom, die Wurzel liegt in der Regel woanders. Aus diesem Grund

sollte man die Orthorexie nicht gleichbedeutend neben anderen psychischen Diagnosen sehen.“

„Kein Lebensmittel ist grundsätzlich ‚verboten‘.“

MATTHIAS PEINTNER, OBERARZT ABTEILUNG PSYCHIATRIE UND PSYCHOTHERAPIE A, Auch wenn der Begriff LKH HALL „Orthorexie“ mit Vorsicht verwendet werden sollte, so gibt es doch eine wichtige Botschaft zum Thema Ernährung: „Aus medizinischer Sicht ist für einen Entspannter Genuss gesunden Menschen kein Lebensmittel Generell plädiert Matthias Peintner grundsätzlich ‚verboten’“, betont Matthi- beim Thema Ernährung für mehr Entas Peintner. „Natürlich gibt es Ausnah- spanntheit. „Natürlich ist es verständmen wie etwa eine Allergie, im Grunde lich, dass man sich Gedanken macht, gilt jedoch der Grundsatz: Alles ist er- was man seinem Körper zuführt. Essen laubt, Hauptsache mit Maß. Dies ent- ist die Grundlage für das Funktionieren spricht auch den Empfehlungen der Er- unseres Körpers, deshalb ist die Qualinährungsmedizin.“ Die Panikmache vor tät und Ausgewogenheit unserer Nahganzen Nahrungsmittelgruppen oder rung wichtig.“ einzelnen Bestandteilen, etwa Gluten, Trotzdem darf die Genussfähigkeit sieht Peintner aus diesem Grund sehr nicht auf der Strecke bleiben. Denn: „Eskritisch: „Wenn man einen Verdacht hat, sen ist auch eine unglaublich wichtige sollte man diesen durch einen medizini- Komponente des sozialen Lebens, desschen Test abklären lassen. Lebensmit- halb gehört die Fähigkeit, etwas zu getel ohne wissenschaftliche Grundlage als nießen, wesentlich zu einem gesunden schädlich einzustufen, ist jedoch unseri- Essverhalten dazu.“ BARBARA WOHLSEIN lll ös und bedenklich.“ 

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Das große

Ganze Dass sich Körper und Psyche wechselseitig beeinflussen und seelischer Stress Auslöser für körperliche Symptome sein kann, gilt in der Medizin als unbestritten. Mehr Bewusstsein für diesen Zusammenhang muss dennoch geschaffen werden – auch bei Ärzten.

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ie Psychosomatik stellt den Zusammenhang von Psyche und Körper, also wie sie sich gegenseitig beeinflussen, in den Mittelpunkt. Dass es diese Wechselwirkung gibt, ist unumstritten: „Wir wissen zum Beispiel, dass psychotherapeutische Interventionen eindeutige Veränderungen im Ge-

hirn auslösen, und dies lässt sich auch durch bildgebende Verfahren zeigen“, erklärt Barbara Sperner-Unterweger, Direktorin der Innsbrucker Universitätsklinik für Psychiatrie II mit Schwerpunkt für Psychosomatische Medizin. Die Psychosomatik versteht sich vor allem aber auch als Denk- und Herangehensweise, die – so der Wunsch jener, die in diesem Bereich arbeiten – in jedem medizini-

schen Fachbereich etabliert sein sollte. „Es sollte darum gehen, den Menschen in seiner Gesamtheit wahrzunehmen“, so Sperner-Unterweger. Und zu diesem Gesamtbild gehört das Körperliche wie das Psychische. Die Psychosomatik beruht auf dem bio-psycho-sozialen Modell. Dieses zieht einmal die biologischen Voraussetzungen in Betracht, also genetische Veran-


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lagungen oder zum Beispiel Organfunktionen. Auch das Geschlecht spielt hier eine Rolle. Auf der psychosozialen Ebene geht es um besondere Herausforderungen in schwierigen Lebenssituationen, belastende Lebensereignisse aber auch um das soziale Netz, in das man eingebunden ist. Bei letzterem ist also die Frage wichtig, ob man Beziehungen, soziale Kontakte und Freundschaften eingehen und sie auch weiter aufrecht halten kann.

Theorie und Praxis

In jeder Lebenssituation können psychische Belastungen auftreten, die biologische Prozesse beeinflussen und damit auch für eine Krankheitsentstehung eine Rolle spielen können. Chronischer Stress und vor allem chronische Überforderungen können solche Auslöser darstellen. „Ich denke hier an schwierige Konfliktsituationen in der Familie oder am Arbeitsplatz, für die es scheinbar keine Lösung gibt, aber auch an Menschen, die durch ihre Lebenssituation große Herausforderungen meistern müssen und so in eine Über forderung geraten“, so Sperner-Unterweger. Als Beispiele sind alleinerziehende Mütter oder Väter sowie Menschen, die an der Armutsgrenze leben zu nennen. Aber auch das Erleben von körperlicher oder psychischer Gewalt zum Beispiel im Rahmen von sexuellem Missbrauch oder tätlichen Übergriffen kann zu schweren Traumatisierungen führen. „Neben den ausgeprägten psychischen Folgen kann auch der Körper auf solche Extrembelastungen reagieren“, erklärt die Expertin. Eine typische körperliche Reaktion stellen chronische Schmerzempfindungen dar. Betroffene nehmen zunächst das körperliche Defizit, z.B. Schmerzen, wahr. Dieser Entdeckung schenken sie ab diesem Zeitpunkt verstärkte Aufmerksamkeit und gehen früher oder später zu einem Arzt, in vielen Fällen zum Hausarzt. Dieser kann typischerweise keine gravierenden körperlichen Probleme fest-

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sind auch massiv eingeschränkt, in der Arbeit wie auch in der Freizeit. Schmerzen sind dabei nur ein Beispiel einer somatoformen Störung. Betroffen kann prinzipiell jedes Organsystem sein. Kommt ein Patient zum Beispiel mit Gleichgewichtsstörungen und Schwindel in die Ambulanz für Psychosomatische Medizin, steht zuerst die körperliche Abklärung im Vordergrund, weshalb in diesem Fall eine Zusammenarbeit mit Neurologen und HNO-Spezialisten unbedingt notwendig ist. Die interdisziplinäre Diagnostik ist besonders wichtig, da viele Patienten durch ihren oft sehr langen Leidensweg verunsichert sind und das Vertrauen in ihren Körper verloren haben. Eine solche chronifizierte Symptomatik führt häufig zu psychischen Sekundärerkrankungen, wie einer Depression oder Angststörung. Um den Betroffenen wieder Sicherheit zu geben und einen Zugang zu den körperlichen und psychischen Symptomen zu ermöglichen, auf dem sich dann weitere therapeutische Schritte aufbauen lassen, ist BARBARA SPERNER-UNTERWEGER, eine gemeinsame psychische INTERIM. DIREKTORIN, INNSBRUCKER und somatische Abklärung UNIV.-KLINIK FÜR PSYCHIATRIE II erforderlich. „Schwindel kann aber auch ein Symptom einer eine solche Störung diagnostiziert wird, Angststörung sein. Bei einer Panikattahaben in vielen Fällen einen langen Lei- cke können noch Herzrasen, Schweißdensweg und in der Regel viele Arztbesu- ausbrüche, Atembeschwerden oder che hinter sich. Letzteres wird als „doctor Übelkeit dazu kommen“, erklärt SpernerUnterweger. Angststörungen kommen in shopping“ bezeichnet. der Gesellschaft häufig vor und die Psychosomatik widmet sich diesem Thema Komplexe Diagnose Den Zusammenhang zwischen der psy- verstärkt. Werden Angststörungen erchischen Überforderung und den kör- kannt, sind sie meist sehr gut behandelperlichen Beschwerden zu erkennen ist bar. Erfolge können relativ schnell erzielt weder für den Betroffenen noch für den werden. Gerade Angststörungen äußern Arzt einfach. „Viele unserer Patienten sich stark über körperliche Symptome, kommen lange nicht in psychiatrisch daher ist es in diesen Fällen von besonoderpsychotherapeutische Behandlung, derer Bedeutung, dass die behandelnden was verständlich ist, schließlich nehmen Ärzte eine psychosomatische Denk- und sie hauptsächlich körperliche Symptome Herangehensweise praktizieren. war“, führt die Expertin aus. Während die Diagnose komplex ist und mitunter nicht Frauen häufiger betroffen sofort gestellt wird, leiden die Patienten Zu Erkrankungen, die ebenfalls in der nicht nur unter den Symptomen, viele Psychosomatischen Medizin behandelt stellen, was wiederum den Betroffenen beunruhigt. Der Schmerz, den der Arzt nicht erklären kann, wird inzwischen aber nicht besser, und so beginnt ein Kreislauf, in dem sich eine chronische Schmerzsymptomatik manifestiert und an dessen Ende eine sogenannte somatoforme Störung stehen kann. Eine somatoforme Störung hat Auslöser, die oft den betroffenen Patienten nicht bewusst sind und Verstärker – zum Beispiel eine zusätzliche psychosoziale Belastung im Alltag – wodurch eine Situation entsteht, in der Schmerzen oder auch andere Fehlfunktionen von Organen plötzlich anders wahrgenommen werden und diese Veränderung wird dann intensiv beobachtet. Patienten bei denen schlussendlich

„Es sollte darum gehen, den Menschen in seiner Gesamtheit wahrzunehmen“


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HILFE FÜR BETROFFENE Die Psychosomatische Ambulanz ist in Spezialambulanzen gegliedert und damit Anlaufstelle für folgende Krankheitsbilder: ü Angststörungen (Panikattacken, soziale Ängste, Phobien) und Zwangserkrankungen ü Stress- und Traumafolgestörungen, posttraumatische Belastungsstörungen ü Somatoforme Störungen inkl. chronischer Schmerzstörungen ü Schwindel- und Gleichgewichtsstörungen ü Anpassungsstörungen bei schweren oder chronischen körperlichen Erkrankungen ü Essstörungen (Magersucht, Bulimie, Binge-Eating, Adipositas) ü Psychische Faktoren bei körperlichen Erkrankungen (z. B. bei entzündlichen Darmerkrankungen, Asthma etc.) ü Sexualmedizinische Probleme ü Anpassungsstörungen in krisenhaften Lebensphasen Die Tagesklinik für Psychosomatische Medizin wurde in ihrem Behandlungsspektrum erweitert und kann das ambulante Angebot für Patienten, die an den oben genannten Krankheitsbildern leiden, durch tagesklinische Therapieangebote ergänzen. Kontakt: Alle Info zur Univ.-Klinik für Psychiatrie II mit Schwerpunkt Psychosomatische Medizin unter: www.i-med.ac.at/patienten/ukl_ psychosomatische_medizin.html

werden, zählen auch die Essstörungen. Psyche aufgezeigt werden und die PatiIhre Ursache kann in chronischen psy- enten die Möglichkeit haben, diese für chosozialen Belastungen und Konflikten sich zu erkennen und auf ihre individuelliegen. Aber auch Persönlichkeitsent- le Situation umzulegen. Gerade für diese wicklungen, die durch das Erleben von Therapieziele sind körperorientierte und körperlichen oder psychischen Traumata kreative Therapiestrategien, wie Physiobeeinflusst werden, können Auslöser für therapie, Sporttherapie, Ergotherapie ein krankhaftes Essverhalten darstellen. aber auch spezifische Entspannungs„Die Essstörung kann dann als Versuch methoden eine wertvolle Unterstütgesehen werden, für das eigene Leben zung im Therapieprozess. „Die eigewieder Sicherheit und Kontrolle zu gewinnen. Leider eine Lösungsstrategie, die nicht hilfreich ist sondern in eine Krankheit mündet“, so Sperner-Unterweger. In der Behandlung werden dementsprechend wichtige psychische Aspekte BARBARA SPERNER-UNTERWEGER, und Entwicklungen beINTERIM. DIREKTORIN, INNSBRUCKER UNIV.-KLINIK leuchtet und auch FraFÜR PSYCHIATRIE II gen gestellt wie: „Kann ich meine Gefühle wahrnehmen und auch ausdrücken?“ Oder: „Welne Krankheitsvorstellung der Patienten ches Bild habe ich von mir selbst?“ Frauen leiden tendenziell häufiger un- ist uns auch immer wichtig und schon ter somatoformen Störungen, an psychi- im Rahmen der ersten Untersuchungen schen Erkrankungen prinzipiell, dasselbe stellen wir die Frage, ob der Patient eine gilt für Essstörungen und Angststörun- Idee hat, wo die Ursache seiner Problegen. Natürlich gilt es mit solchen Ten- me liegen könnte“, erzählt Sperner-Undenzen immer vorsichtig zu sein. Dass terweger. Diese Einschätzung ist für die mehr Frauen diagnostiziert und behan- Ärzte und das Behandlungsteam immer delt werden, kann auch daran liegen, aufschlussreich und kann helfen, neben dass Frauen auch eher bereit sind, zum einem besseren Krankheitsverständnis Arzt zu gehen und die Angebote des Ge- auch ein persönliches Verständnis von Gesundheit zu entwickeln. sundheitssystems anzunehmen. In der Behandlung wird der Fokus schließlich auf das Verhalten und die Vielseitige Therapie In der Behandlung stützt sich die Psy- Verhaltensänderungen gelegt. Im Wechosomatik auf ein sogenanntes mul- sentlichen geht es darum, gesunde Fortimodales Therapiemodell. Nach einer men der Stressbewältigung aufzuzeiumfassenden körperlichen und psychi- gen und gemeinsam mit dem Patienten schen Diagnostik wird gemeinsam mit Möglichkeiten zu entwickeln, persönlidem Patienten ein Behandlungskonzept che Belastungen und Traumata besser entwickelt, das auf seine persönlichen bearbeiten und in das persönliche Leben Behandlungsziele abgestimmt ist. Dabei integrieren zu können. Entscheidend ist stellt die Psychotherapie – einzeln oder aber auch, dass die Patienten ihren eigein der Gruppe – ein zentrales Behand- nen Weg finden, erkennen was sie belaslungselement dar. Auch der Einsatz von tet und wie sie damit besser umgehen Medikamenten – Psychopharmaka – ist können. „Für jemanden, der noch nach ein wichtiges Therapieelement, das zum Feierabend unter Strom steht, ist der Beispiel in der Behandlung einer Depres- Gang ins Fitnessstudio vielleicht sinnvoller als eine Entspannungsübung, die ihm sion große Bedeutung hat. Wesentlich ist, dass in einem psy- in diesen Moment gar nicht möglich ist“, chosomatischen Behandlungskonzept so Sperner-Unterweger. Gefunden werZusammenhänge zwischen Körper und den müssen also individuelle Lösungen.

„Alles was chronisch wird, ist schwieriger zu behandeln“


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Einfache Übungen machen hier oft einen großen Unterschied, weil es immer auch um die Machbarkeit geht. Viele Menschen wissen um für sie typische Reaktionen, bei Stress oder wenn Aufgaben anstehen, denen sie sich nicht gerne stellen oder denen sie sich nicht gewachsen fühlen. Das Auftreten von Spannungskopfschmerzen oder auch von Fieberblasen kann für solche Stresssituationen oder auch für den Zeitpunkt nach gerade überstandener Belastung charakteristisch sein. Beide Beispiele machen die Wechselwirkung zwischen Psyche und Körper deutlich. In der Medizin wird diese Erkenntnis mit interdisziplinärer Zusammenarbeit gelöst und das Bewusstsein für psychosomatische Zusammenhänge und deren gegenseitige Beeinflussungen muss in der medizinischen Versorgung betont werden. Dasselbe gilt aber auch für jeden einzelnen Betroffenen. Je hektischer die Zeit, desto schwieriger wird es, auf sich zu hören und psychosomatische Zusammenhänge zu erfassen. Dabei ist ein frühzeitiges Wahrnehmen von ersten Symptomen entscheidend damit sich Krankheitsbilder auch vermeiden lassen oder dass auch rasch entgegen gesteuert und bei Bedarf auch behandelt werden kann. „Alles was chronisch wird, ist schwieriger zu behandeln“, so Sperner-Unterweger. REBECCA MÜLLER lll 

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Univ.-Prof.in Dr.in Barbara Sperner-Unterweger ist interim. Direktorin der Innsbrucker Univ.-Klinik für Psychiatrie II mit Schwerpunkt Psychosomatische Medizin.

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Wissen

Das juckt mich (nicht) Neurodermitis ist eine Hauterkrankung, die vor allem Kinder betrifft. Die Behandlung ist sehr individuell, mit der richtigen Strategie kann man die Symptome aber gut unter Kontrolle bringen. NEURODERMITISSCHULUNG Die Innsbrucker Universitätsklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie bietet in Zusammenarbeit mit dem Department für Kinder- und Jugendheilkunde und der Universitätsklinik für Medizinische Psychologie eine Neurodermitisschulung für Eltern von betroffenen Kindern zwischen null und zehn Jahren an. Diese Schulung findet an sechs Abenden (zu je zwei Stunden) statt und kostet 70 Euro.

M

Zur Person Univ.-Prof. Dr. Norbert Reider ist Oberarzt an der Innsbrucker Univ.-Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie.

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Anmelden kann man sich bei Marina Flörl und Tamara Hosp, Tel.: 0512/05050422971, E-Mail: marina. floerl@tirol-kliniken.at und tamara.hosp@tirol-kliniken.at

eistens fängt es schon im Säuglingsalter an – trockene, schuppende Haut, Ekzeme, Juckreiz. Die Diagnose: Neurodermitis. Heilen kann man die meist chronisch auftretende Erkrankung nicht, die Symptome können aber im Allgemeinen gut unter Kontrolle gebracht werden. „Bei leichten Fällen beruhigen sich die Symptome oft schon bis zum vierten oder fünften Lebensjahr“, erklärt Norbert Reider von der Innsbrucker Universitätsklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie. Was jedoch bleibt, ist eine genetisch bedingte Neigung zu Überempfindlichkeitsreaktionen. „Die Neurodermitis gehört zu den atopischen Krankheiten, zu denen auch die Inhalationsallergien gehören. Sehr häufig entwickeln Patienten, die als Babys und Kleinkinder unter Neurodermitis gelitten haben, im Laufe ihres Lebens einen Heuschnupfen oder reagieren allergisch auf Tierhaare oder Hausstaub.“ Nicht jedes Kleinkind mit Neurodermitis leidet übrigens unter Juckreiz: „Manchmal stört die Krankheit die Eltern mehr als die Kinder. In diesen Fällen geht es auch darum, die Erwachsenen zu

beruhigen und ihnen zu versichern, dass sich der Nachwuchs eigentlich pudelwohl fühlt.“

Die Haut braucht Fett

Grundlage der Therapie der Neurodermitis ist vor allem richtige Hautpflege. Bei den Betroffenen hat die oberste Schicht der Haut nicht die Stabilität und den „Zusammenhalt“, der eine gesunde Haut auszeichnet. Was fehlt, ist vor allem Fett – dieses kann über Ölbäder, Cremen und Salben zugeführt werden. Gleichzeitig muss alles vermieden werden, was die Haut zusätzlich austrocknet, zum Beispiel häufiges und zu heißes Duschen oder Baden, schäumende Seifen und Duschgels und so weiter. An akuten Stellen werden bei Bedarf antientzündliche Salben eingesetzt. Norbert Reider: „Neben den Kortison-Präparaten gibt es seit rund 15 Jahren auch kortisonfreie Salben, die sehr gut wirken und praktisch nebenwirkungsfrei sind.“

Komplexe Behandlung bei Erwachsenen

In schwereren Fällen und wenn die Neurodermitis auch im Erwachsenenalter bestehen bleibt, wird die Behandlungsstrategie deutlich komplexer. „Zusätz-


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Wissen

lich zur Pflege der Haut gilt es dann, die individuellen Einflussfaktoren zu erheben und bestmöglich in den Griff zu bekommen“, so Norbert Reider. Manche reagieren auf jede Infektion im Körper mit einem Neurodermitis-Schub, andere bei Stress. Bei den meisten verbessert sich das Hautbild im Sommer, bei manchen verschlimmert es sich. Und auch die Pollensaison, die Ernährung und der Alkoholkonsum können Auswirkung auf den Zustand der Haut haben. Wichtig ist in jedem Fall ein ganzheitliches Behandlungskonzept, das die jeweiligen Auslöser bestmöglich unter Kontrolle bringt. Kommt es trotzdem zu schweren Neurodermitisschüben, werden diese bei Erwachsenen nicht nur lokal über Salben, sondern auch mit Tabletten behandelt. Diese sind überaus wirksam und können auch langfristig eingenommen werden. Und in diesem Feld könnte sich in den

„Wichtig ist ein Behandlungskonzept, das die jeweiligen Auslöser bestmöglich unter Kontrolle bringt.“

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NORBERT REIDER, OBERARZT INNSBRUCKER UNIV.-KLINIK FÜR DERMATOLOGIE, VENEROLOGIE UND ALLEROLOGIE

nächsten Jahren noch einiges tun, wie Norbert Reider verrät: „Derzeit befindet sich ein neues Präparat in einer fortgeschrittenen Testphase, das die Behandlung von Neurodermitis revolutionieren könnte.“

Was man selbst tun kann

Bis diese neue Behandlungsform auf den Markt kommt, wird Patienten empfohlen, sich an folgende Empfehlungen zu halten: unnötiges Schwitzen vermeiden (dieser Tipp gilt zum Beispiel für kleine Kinder, die im Winter oft zu warm angezogen werden), Luft an die Haut lassen, reibende und hautreizende Kleidung vermeiden (für starke Neurodermitis gibt es sogar spezielle Seidenunterwäsche), im Sommer ans Meer fahren (sowohl Sonne als auch Salzwasser verbessern in der Regel das Hautbild), bei der Jobwahl aufpassen (Berufe wie Bäcker, Bauarbeiter oder Friseur sind nicht ideal für Neurodermitiker). Außerdem können Biofeedback- und Autosuggestionsmethoden dabei helfen, mit dem Juckreiz besser umzugehen. Wenn es durch die Kombination der genannten Maßnahmen gelingt, einen stabilen Hautzustand zu erreichen, ist bereits ein großer Schritt getan. „In diesem Fall reicht dann häufig die gewissenhafte Pflege der Haut, um sie beschwerdefrei zu halten.“ BARBARA WOHLSEIN lll 

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Wissen

Atemspender Leer kaum größer als zwei Fäuste, aber gleich viel Oberfläche wie ein halber Tennisplatz: Unsere Lungen schleusen täglich ca. 10.000 Liter Luft in unseren Körper. Sie versorgen ihn nicht nur mit Sauerstoff, sondern verteidigen ihn auch gegen Staub und Krankheitserreger.

M

it dem ersten Atemzug beginnt der Organismus eines Kindes endgültig unabhängig von dem seiner Mutter zu arbeiten. Von diesem Moment an füllen sich seine Lungen regelmäßig mit Luft – ein ganzes Leben lang. Ein Neugeborenes holt zwischen 40 und 50 Mal in der Minute Luft, Erwachsene nur noch zwölf bis 18 Mal. Dabei dienen die zwei Lungenflügel, die einen Großteil unseres Brustkorbs füllen, als Schnittstelle. Über sie wird der Blutkreislauf und damit indirekt jede Zelle unseres Körpers mit lebensnotwendigem Sauerstoff versorgt.

SERIE:

D ie e O rg a n

Schnittstelle

„Die Lungen sind das Bindeglied zwischen Atemwegen und Blutbahnen“, erklärt Herbert Jamnig, Primar der Abteilung Pneumologie im Landeskrankenhaus Hochzirl - Natters. „Wie ein Katalysator stellen sie die Oberfläche zur Verfügung, die für den Austausch von Atemgasen nötig ist.“ Um diese Aufgabe zu erfüllen, ist ihr Gewebe zum einen von Blutgefäßen durchdrungen. Zum anderen durchzieht sie auch das Netz der Bronchien – den verzweigten Fortsetzungen der Luftröhre, über die Luft bis in den Brustkorb dringt. Zwischen diesen Netzwerken liegen die Lungenbläschen oder Alveolen: das eigentliche Lungengewebe. Die Lungen eines Erwachsenen bestehen aus rund 300 Millionen dieser 50 bis 250 Mikrometer – also zwischen 0,05 und einem viertel Millimeter – großen Bläschen, die an den Wänden der Blutgefäße und Bronchien anliegen. „Diese Alveolen machen den größten Teil der Atemorgane aus“, erklärt

der Pulmologe. „Würde man alle Bläschen beider Lungenflügel nebeneinander ausbreiten, wäre ihre Oberfläche so groß wie ein halber Tennisplatz.“

Gas-Umschlagplatz

Die Membranen der Alveolen sind so dünn, dass Sauerstoff durch sie hindurch dringen kann. So gelangen die Moleküle von den Bronchien in die Blutgefäße. Von dort werden sie mit dem Blut in die Organe gepumpt. Zugleich gibt das Blut Kohlendioxid ab, das als Abfallprodukt in unseren Zellen entsteht. Von den Lungenbläschen gelangt es in die Bronchien und wird ausgeamtet. Die Lunge nimmt an die-

sem Prozess nur passiv teil. „Um ein- und auszuatmen, sind wir auf die Rippenmuskulatur und das Zwerchfell angewiesen“, erklärt Jamnig. „Wenn sie den Brustkorb dehnen, vergrößern sie das Volumen der Lungen, sodass sie sich mit Luft füllen. Ziehen sie sich zusammen, pressen sie sie wieder heraus.“ Ein Atemzug fasst dabei ungefähr einen halben Liter Luft. Das zusätzliche Volumen wird nur genutzt, wenn wir uns anstrengen. Dann benötigen wir mehr Sauerstoff und atmen schneller.

Wehrhaftes Organ

Über die Atemwege ist die Lunge Reizen und Schadstoffen von außerhalb des Kör-


„Die Lungen sind das Bindeglied zwischen Atemwegen und Blutbahnen.“  ERBERT JAMNIG, PULMOLOGE H LKH HOCHZIRL - NATTERS

pers direkt ausgesetzt. Sie zählt zu den sogenannten Umweltorganen und verfügt über mehrere Schutzmechanismen. Das beginnt bei den oberen Atemwegen: „Der Rachen, aber insbesondere die Nase und die Nebenhöhlen helfen, die Atemluft aufzuwärmen und zu befeuchten“, sagt Jamnig. „Dadurch wird auch bei niedrigen Temperaturen und trockener Luft eine Reizung der Lungen verhindert. Zudem schützen feine Haare in der Nase vor gröberen Partikeln.“ Deswegen sollte man in staubiger Umgebung durch die Nase atmen. Ebenso ist die Innenseite der Bronchien mit Sekret und den sogenannten Flimmerpithelen überzogen – mikroskopischen Härchen, die sich entgegen der Einatemrichtung bewegen. Staub und Pollen bleiben in der schleimigen Flüssigkeit kleben und werden vom Flimmerepithel nach oben transportiert, bis sie ausgeatmet oder ausgehustet werden. Zu guter Letzt ist auch das Immunsystem in den Lungen sehr aktiv. Eindringlinge wie Viren und Bakterien, die nicht anders abgefangen werden, greift es mit Fresszellen an.

Früh schützen

Doch es gibt genügend Umwelteinflüsse, vor denen auch diese Mechanismen unsere Lunge nicht schützen können. Dazu zählen vor allem schadstoffbelastete Luft und Feinstaub, wie er nicht zuletzt in Zigarettenrauch zu finden ist. Feinstaubpartikel sind so klein, dass sie die Lungenbläschen durchdringen und direkt ins Blut gelangen, wo sie vor allem Herzkreislauferkrankungen verursachen und das Lungengewebe schädigen. Die größte Gefahr droht dabei im Kindes- und Jugendalter. „Wirklich ausgereift sind die Lungen erst mit etwa 18 Jahren“, erklärt Jamnig. „Erst dann erreichen sie mit rund vier Litern ihr volles Volumen – bei Sportlern manchmal sogar das Doppelte und mehr.“ Nehmen sie Schaden, bevor sie voll entwickelt sind, macht sich das oft erst später bemerkbar – Kurzatmigkeit, Asthma, die Neigung an Bronchitis zu erkranken, und eine Reihe chronischer Lungenerkrankungen können die Folge sein. Deswegen sollten gerade Kinder vor Zigarettenrauch geschützt

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werden – insbesondere in geschlossenen Räumen. „Wer eine Zigarette im Auto raucht, erzeugt für alle Passagiere eine massive Feinstaubbelastung“, meint Jamnig.

Risiken meiden

Zur Person Dr. Herbert Jamnig ist Pulmologe im Landeskrankenhaus Hochzirl - Natters am Standort Natters. Dort steht er als Primar der Abteilung für Pneumologie vor.

©TIROL KLINIKEN

So lassen sich vor allem in der Jugend durch Prävention viele Probleme vermeiden oder zumindest mildern. Insbesondere bei asthmatischen Erkrankungen ist

es wichtig, früh zu reagieren. Doch auch ohne schädliche Einflüsse büßen die Lungen im Laufe der Zeit an Funktion ein. Ihr Top-Fassungsvermögen reduziert sich im Alter auf etwa die Hälfte. Problematisch wird es, wenn zusätzliche Einschränkungen wie die sogenannte COPD dazukommen. „COPD steht für Chronic Obstructive Pulmonary Disease – also chronisch obstruktive Lungenerkrankung“, erklärt Jamnig. Der Schirmbegriff fasst eine Gruppe von Krankheiten der Lunge zusammen, die sich durch Husten, Atemnot und vermehrten Auswurf bemerkbar machen. Darunter fallen die chronisch-obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem, zwei typische Raucher-Erkrankungen. Weitere Faktoren, die das Krankheitsbild bedingen können, sind Luftverschmutzung, Infektionen, aber auch genetische Prädisposition. „Statistisch betrachtet erkrankt jeder vierte Raucher eventuell an COPD“, sagt der Pulmologe. „Dabei könnte die Vermeidung bekannter Risiken einen großen Teil der Erkrankungen verhindern.“ DANIEL FEICHTNER lll 

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TRAINING ALS THERAPIE COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) entsteht vor allem durch schadstoffbelastete Luft und das Rauchen. Tritt die Erkrankung einmal auf, ist es wichtig, die Lungen qualitativ guter Luft auszusetzen und vor allem das Rauchen aufzugeben. Behandelt werden Betroffene zum einen mit Medikamenten, die inhaliert werden und die Bronchien erweitern. Zum anderen hilft pulmonales Training: Mit Übungen, die Ausdauer und Kraft fördern und die Atemmuskulatur stärken, kann die verlorene Lungenfunktion zumindest teilweise wiederhergestellt werden.

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