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DAS MAGAZIN DER TIROLER APOTHEKEN

AUSGABE 1 W I N T E R 1 8 /1 9

„Gesundheit!“ Gut gewappnet für die Grippezeit

Durchatmen Wie ein Nasenspray wirkt und worauf man achten muss

Rund um die Uhr Apotheken sind wichtige Ansprechpartner und Dienstleister vor Ort – Tag und Nacht.


Wohlgefühl & SPA Urlaub, der gesund macht

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EDITORIAL

© Thomas Steinlechner

Matthias König, Präsident der Landesgeschäftsstelle Tirol

Sehr geehrte Leserinnen und Leser.

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ch weiß! Apotheken-Magazine gibt es wie Sand am Meer. Dennoch halten Sie hiermit die erste Ausgabe eines weiteren Magazins in Ihren Händen. Warum? Weil „Die neue Apotheke“ einzigartig und absolut lesenswert ist – ein rein Tiroler Magazin, entstanden in Zusammenarbeit mit Apothekerinnen und Apothekern aus dem ganzen Land. Mit diesem Tiroler Apotheken-Magazin betreten wir völliges Neuland und bieten unseren Kundinnen und Kunden erstmals einen unterhaltsamen und informativen Mix aus Gesundheitsratgeber, Hintergrundinformationen und Einblicken in die Arbeit der Apotheken. Warum ich das „Tirol“ so betone? Weil ich als Präsident der Tiroler Apotheker stolz bin auf die Apothekerinnen und Apotheker in unserem Land. Unsere Apotheken brauchen den Vergleich mit anderen nicht zu scheuen – und zwar weltweit. Hier arbeiten bestens ausgebildete Menschen in einem der besten Gesundheitssysteme der Welt. Nicht umsonst kommen täglich rund 30.000 Kundinnen und Kunden mit ihren Anliegen zu uns und

vertrauen auf die Tiroler Apotheken als moderne Partner im Gesundheitswesen. Die Artikel in „Die neue Apotheke“ sind bewusst kurz gehalten. Sie wollen zum Lesen und nicht zum Weiterblättern animieren. Dass die Artikel in Zusammenarbeit mit Apothekerinnen und Apothekern verfasst wurden, garantiert höchstes Fachwissen und Know-how aus erster Hand. (An dieser Stelle herzlichen Dank an alle Apothekerinnen und Apotheker für ihren Einsatz!) Vier Mal im Jahr werden wir für Sie, liebe Kundinnen und Kunden, mit diesem Magazin ein Potpourri an interessanten Artikeln zusammenstellen. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen und freue mich auf Ihre Rückmeldungen.

Matthias König Landesgruppenobmann des Apothekerverbandes Tirol. Präsident der Landesgeschäftsstelle Tirol

e" erscheint PS: "Die neue Apothcyekceltem Zeitungspapier, ganz bewusst auf re schonen. um unsere Umwelt zu DIE NEUE APOTHEKE

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JÄN/19

Seite 7 Vielseitige Heilpflanze Ringelblume

INHALTSVERZEICHNIS

12 28 Kälteschutz

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Was ist die „neue Apotheke?“ In Apotheken erhalten Kunden mehr als nur Medikamente. E-Medikation: Was Patienten und Kunden zu diesem Thema wissen müssen. Wie entsteht ein Grippeimpfstoff? Jedes Jahr muss ein neuer Impfstoff entwickelt werden - und so funktioniert‘s. Erkältungen. Was tun wenn es einen erwischt und was unterscheidet eine Erkältung von einer Grippe?

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SERIE

Arzneiformen: Die Tablette. Was die Tablette ausmacht und wo und warum sie angewendet wird. Verdauensfördernde Mittel. Welches Mittel bei verschiedenen Arten von Verdauungsstörungen zum Einsatz kommen. Diabetes. Worauf Betroffene achten müssen und welche Rolle Apotheken hier übernehmen können. Weihrauch in der Pharmazie. Wo er zum Einsatz kommt und wie er wirkt. SERIE

Das macht Ihre Apotheke: Dieses Mal stellen wir das Berufsbild Apotheker vor. Ausblick.

Blasenentzündungen. Alles zum Thema Behandlung und Prophylaxe. Nasenspray. Wie er funktioniert und wie man sich für den richtigen entscheidet. Rezeptgebühr. Wer bekommt die Gebühr und unter welchen Umständen kann man sich davon befreien lassen?

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Geschichten aus dem Nachtdienst

Tee aus der Apotheke vs. aus dem Supermarkt

DIE NEUE APOTHEKE

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PANORAMA

Aus dem

Apothekerschrank ?

SCHON GEWUSST?

Es gibt über 200 verschiedene Erreger, die eine Erkältung auslösen können.

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SCHNUPFENFREI

Die schwarze Holunderbeere unterstützt durch die im Fruchtextrakt enthaltenen Vitamine die Immunabwehr.

Gerade jetzt im Winter macht es Sinn, sein Immunsystem zu stärken. Zink in Kombination mit Vitamin C ist besonders wichtig für unsere Abwehrkräfte. Die Tiroler Apothekerinnen und Apotheker geben gerne Auskunft.

Hände waschen, aber richtig!

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DIE NEUE APOTHEKE

Wie? 30 Sekunden, warmes Wasser und Seife – das löst den Fettfilm auf den Händen und spült so auch die meisten Keime weg. Wann? Besonders konsequent sollte man die Hände nach jedem Toilettengang, vor dem Kochen bzw. Essen, vor und nach dem Kontakt mit Kranken und nach jedem Husten und Niesen waschen.

Desinfektionsmittel vermindern das Übertragungsrisiko von Bakterien und Keimen. Es gibt sie in verschiedensten Varianten in jeder Apotheke. Auch Tücher – zum Beispiel für den Schreibtisch im Büro – sind in der Schnupfenzeit praktisch.


Die

Ringelblume

TEE

IST NICHT GLEICH

TEE

wurde nicht umsonst zur Heilpflanze des Jahres 2018 gekürt. Produkte aus der Blume können sowohl innerlich bei entzündlichen Veränderungen der Mund- und Rachenschleimhaut als auch äußerlich bei Wunden eingesetzt werden.

130

Apotheken gibt es in Tirol, 121 öffentliche, 8 Filialapotheken und 1 Krankenhausapotheke (in der Innsbrucker Klinik). Von den 130 sind 8 das ganze Jahr, jeden Tag rund um die Uhr im Einsatz, weil sie neben den üblichen Öffnungszeiten jede Nacht, jeden Feiertag und jedes Wochenende Dienst haben.

Viele leichtere Beschwerden lassen sich mit Tee auf schonende Art und Weise beheben oder zumindest besänftigen. Dabei ist Tee aber nicht gleich Tee – und nur in den Apotheken werden ausschließlich Tees verkauft, deren Qualität streng geprüft und damit auch gesichert ist, dass die gewünschte Wirkung erzielt wird. Besonderes Augenmerk wird bei der Prüfung auf den Gehalt der Inhaltsstoffe gelegt. Mehr dazu in dieser Ausgabe von „Die neue Apotheke“ auf Seite 44.

DER KÜRBIS … … ist nicht nur schmackhaft, sondern auch gesund. In der Pharmazie werden zum Beispiel die geschälten Kerne oder das Öl in Kapseln, Säften und anderen Arzneien verarbeitet – und zum Beispiel bei vergrößerter Prostata eingesetzt. Die in den Kernen enthaltenen Sterole verringern die Häufigkeit des nächtlichen Harndrangs, lindern Beschwerden bei Harnverhalten und Abnehmen des Harnstrahls.

räparate Für die meisteenrPKürbis wird Steirisch verwendet.

DIE NEUE APOTHEKE

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VIELSEITIGE

Dienstleister In Apotheken erhalten Kunden nicht nur Medikamente, sondern auch Beratung in allen Gesundheitsfragen. Sie sind moderne Dienstleister, die ihren Service kontinuierlich ausbauen.

Apotheken sind wichtige Anlaufstellen fĂźr die Menschen im Ort.

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DIE NEUE APOTHEKE


W A S I ST D I E N E U E A P OT H E K E ?

A

potheken sind Partner für ein gesünderes Leben. Nicht nur im Zusammenhang mit der Abgabe von Medikamenten, betont Matthias König, Präsident der Tiroler Apothekerkammer: „In Apotheken finden Kunden stets ein offenes Ohr und können sich vertrauensvoll ausschütten.“ Die Apothekerinnen und Apotheker sind Medikationsbegleiter und in dieser Rolle beraten sie über Wirkung und Einnahme der Arzneimittel, damit diese ihre Wirkung optimal entfalten können. Darüber hinaus werden in den Apotheken viele Services angeboten – wie zum Beispiel bei der Betreuung chronisch Kranker, etwa durch Überprüfung der aktuellen Medikation auf Unverträglichkeiten, Nebenwirkungen, optimierte

Einnahme und Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln. Zudem spielen Apotheken eine wichtige Rolle in der Früherkennung von Erkrankungen. Oftmals ist die Apotheke die erste Anlaufstelle mit Hilfepotenzial für Menschen mit gesundheitlichen Problemen. Auch Blutdruck-, Cholesterin- oder Blutzuckermessungen zählen zu den gängigen Dienstleistungen. Matthias König, Apotheker in Reutte, meint, dass diese Angebote in Zukunft ausgebaut werden könnten: „In immer mehr ländlichen Regionen fehlen Ärzte, diese können und wollen wir zwar nicht ersetzen, aber die Apotheken könnten als Partner für die Gesundheit mehr Aufgaben übernehmen, um für das Wohlbefinden der Bevölkerung zu sorgen.“ Apotheken hätten in diesem Zusammenhang auch den Vorteil, dass sie niederschwelliger sind – Kunden brauchen keinen Termin und müssen auch nicht so lange wie im Wartezimmer warten.

Hinter den Kulissen Zu den vielfältigen Aufgaben von Apotheken, zählen einige, die für die Kunden nicht immer sichtbar sind. „Wir sind auch Partner von Ärzten –

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„In Apotheken finden Kunden stets ein offenes Ohr und können sich vertrauensvoll ausschütten.“ Matthias König, Apotheker in Reutte

DIE NEUE APOTHEKE

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W A S I ST D I E N E U E A P OT H E K E ?

„Bei der Zusammenarbeit mit Systempartnern ist sicher noch viel Potenzial vorhanden, um den Service für Patienten bzw. Kunden zu verbessern.“ Matthias König, Apotheker in Reutte

bei der Herstellung von Medikamenten zum Beispiel“, erklärt Matthias König. Für König ist in der Zusammenarbeit mit Ärzten vor allem wichtig, dass es sich um ein Miteinander handelt. Während Ärzte Diagnosen stellen und die Therapien zusammenstellen, sind die Apotheker Fachleute für die verschriebenen und ergänzende Arzneien. Zum Teil stellen Apotheken die Medikamente in Abstimmung mit den Ärzten auch selbst her: „Manche Arzneimittel enthalten die Wirkstoffe nicht in der gewünschten Menge oder Form, oder wenn ein Patient an verschiedenen Unverträglichkeiten oder auf gewisse Stoffe allergisch ist“, nennt König Beispiele. Synergien zwischen Apotheken und anderen Systempartnern wie Ärzten oder Krankenversiche-

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DIE NEUE APOTHEKE

rungsträgern seien die Aufgabe der Zukunft, ist Matthias König überzeugt. „Hier ist sicher noch viel Potenzial vorhanden, um den Service für Patienten bzw. Kunden zu verbessern.“

Neues und Altbewährtes Kompetente Beratung und Lösungen können Apotheker aber nicht nur im Zusammenhang mit Medikamenten liefern, sondern auch bei allen Fragen rund um Hautpflege und Kosmetik. Auch in diesem Bereich wurde das Angebot in den letzten Jahren immer größer. Gerade bei Problemhaut oder Hautkrankheiten sind Apotheker ein wichtiger Ansprechpartner für die Betroffenen und können Pflegeprodukte, abgestimmt auf die Bedürfnisse der Kunden, selbst


Services in Apotheken Betreuung chronisch Kranker, etwa durch Überprüfung der aktuellen Medikation auf Unverträglichkeiten, Nebenwirkungen, optimierte Einnahme und Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln. Apotheken spielen auch eine wichtige Rolle in der Früherkennung von Erkrankungen.

In Apotheken erhalten Kunden nicht nur Arzneimittel, sondern auch zum Beispiel Hautpflegeprodukte, die die Apotheker auch selbst herstellen können.

herstellen. „Dass wir Hautpflegeprodukte selbst herstellen können, ist vielleicht nicht allen Kunden bewusst. Auf der anderen Seite merken wir, dass immer mehr Menschen in Sachen Hautpflege auf Qualität und damit auf Produkte aus der Apotheke setzen“, erzählt Matthias König. Während Apotheken also immer mehr Service und Dienstleistungen anbieten wollen bzw. diese bereits anbieten, betont Matthias König auch, dass dieses Bild der „neuen Apotheke“ nicht das alte oder bewährte ablösen soll: „Für viele Menschen sind die Apotheker im Ort vor allem Ansprechpartner und Ratgeber – das soll auch so bleiben. Wir erweitern unser Angebot, ohne dass die Kunden auf gewohnte Leistungen verzichten müssten.“ TEXT: REBECCA MÜLLER

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12.12.2018 16:39:41 DIE NEUE APOTHEKE


Der Haut ZU LIEBE

In der Winterzeit ist es besonders wichtig, die Haut vor Kälte zu schützen. Kinder wie Erwachsene sollten auf reichhaltige Pflege setzen.

!

T

atsächlich stellen die Kälte im Freien, aber auch die trockene Heizungsluft in geschlossenen Räumen eine große Belastung für die Haut dar. „Eine reichhaltige und fettreiche Hautpflege ist daher umso wichtiger“, sagt Markus Breuer, Apotheker in Innsbruck. Dabei ist es besonders wichtig zu wissen, wann man am besten zur Creme und wann zur Salbe greifen sollte.

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DIE NEUE APOTHEKE

Breuer erklärt, warum: „Wenn die Haut dringend Feuchtigkeit benötigt, dann ist der Griff zur Creme genau richtig.“ Cremen sind sogenannte Öl-in-Wasser-Emulsionen, die zwar viel Feuchtigkeit enthalten, aber keinen ausreichenden Kälteschutz bieten. „Nur eine Salbe, eine Wasser-in-Öl-Emulsion, enthält den Fettgehalt, der die eigene Hautfettproduktion und damit die Hautbarriere tatsächlich bei starkem Wind, bei

© Privat

besonders e in e n e b a h r e d Kin t. Im Winter empfindliche Hauachu die Großen müssen aber aufpassen.


KÄLTESCHUTZ

Minusgraden oder Outdoor-Aktivitäten unterstützt“, erklärt der Apotheker weiter. Zu beachten gilt es laut Breuer auch, dass die körpereigene Talgproduktion bei Kindern nicht im selben Ausmaß wie bei Erwachsenen ausgeprägt ist. Für beide gilt in Sachen Hautpflege im Winter: Feuchtigkeitscremen gegen trockene Heizungsluft, Salben gegen Kälte, bei Bedarf sogar in Kombination mit Sonnenschutz.

Individuelle Pflege Neben zahlreichen vielseitigen, fettreichen Basisprodukten gibt es in den Apo-

theken auch die Möglichkeit, individuellen Rezepturwünschen nachzukommen. Zum Beispiel, indem man die Salbengrundlagen Ultrasicc und Ultrabas in verschiedenen Mengenverhältnissen mischt und zusätzlich mit Mandel- oder Olivenöl aufwertet. „Diese Basismischungen sind für Kinder besonders gut verträglich“, so Breuer, „genauso wie Kälteschutzsalben mit Schüsslersalzen.“ Die Möglichkeiten, sich vor Kälte zu schützen, sind also vielfältig, für Kinder genauso wie für Erwachsene. Und sie sollten auch genutzt werden – der TEXT: LISA HINTNER Haut zuliebe.

„Eine reichhaltige und fettreiche Hautpflege ist im Winter umso wichtiger.“ Markus Breuer, Apotheker in Innsbruck

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DIE NEUE APOTHEKE

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WAS dahintersteckt Bis Ende 2019 soll die e-Medikation in Österreich eingeführt werden, in Tirol ist dieser Prozess seit Oktober 2018 abgeschlossen. Was sie ist, wird hier erklärt. TEXT: REBECCA MÜLLER

Worum geht’s? e-Medikation ist eine Funktion der Elektronischen Gesundheitskarte (ELGA). Auf der e-Card werden für einen begrenzten Zeitraum von einem Jahr von Ärzten verordnete und in Apotheken abgegebene Medikamente gespeichert. Das hat mehrere Vorteile:

Keine Doppelverschreibungen und gut verträglich Die Medikamentenliste kann von niedergelassenen Ärzten und in den Apotheken über die e-Card eingesehen werden. So können Doppelverschreibungen verhindert werden, Ärzte haben auch eine zusätzliche Entscheidungsgrundlage bei Diagnostik und Therapie und Arzneimittel können auf Unverträglichkeiten geprüft werden.

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DIE NEUE APOTHEKE


E-MEDIKATION

Muss die e-Medikation verwendet werden? Wer die Funktion der e-Medikation nicht anwenden will, kann sich abmelden. Das kann online auf www.gesundheit.gv.at gemacht werden – dort und unter www.chipkarte.at gibt es auch alle näheren Infos zum Thema.

Und wo werden sie gespeichert? Die Medikamentenliste wird in einer für Österreich zentralen Datenbank gespeichert. Die Apotheken können sie nur über eine spezielle Internetleitung und unter Verwendung einer extra dafür entwickelten Software einsehen. Kunden haben die Möglichkeit, eine Apotheke per Antrag als „Stammapotheke“ zu nennen, dann kann diese Apotheke die Liste immer bzw. längstens über ein Jahr abrufen.

Wie lange werden die Daten gespeichert? Die Medikamentenliste wird für ein Jahr gespeichert. In Apotheken sind die Daten nur für ca. zwei Stunden einsehbar. Die Daten werden auch nicht in den Apotheken gespeichert.

Wer kann die Medikamentenliste einsehen? Versicherungsanstalten, behandelnde Ärzte und Apotheken; letztere sehen nur jene Medikamente, die auch auf dem aktuellen Rezept stehen. Wenn man will, dass in der Apotheke die gesamte Medikamentenliste eingesehen werden kann, muss dort die e-Card gesteckt werden. Natürlich kann auch jeder Versicherte seine Liste selbst unter www.gesundheit.gv.at einsehen.

DIE NEUE APOTHEKE

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Jedes Jahr

aufs Neue

Grippeviren verändern sich ständig. In jeder Saison verbreitet sich deshalb eine andere Form der Grippe, und gegen die muss auch jedes Jahr ein neuer Impfstoff entwickelt werden.

! .at Auf www.influueenllzaen Stand kann man denellaektin Österreich der Grippewchlesen. na

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DIE NEUE APOTHEKE

E

„Die Impfungen sind derzeit in jeder Apotheke erhältlich.“

s gibt verschieVictoria genannt. „Und dene Grippedeshalb gibt es jedes virustypen. Jahr eine neue Form der Die für den saisonalen Grippe, für Cornelia Schett-Lanser, Apothekerin in Innsbruck Menschen am relevandie auch ein neuer Impftesten sind die Typen A stoff entwickelt werden und B. Insbesondere Viren des Typs A muss“, erklärt Cornelia Schett-Lanser, verändern sich ständig und schnell. Auf Apothekerin in Innsbruck. der ganzen Welt entstehen so verschiedene Untertypen bzw. Varianten dieser Grippe kommt im Jänner Grippeviren. Und im Fall von Typ-B-ViWie aber wird entschieden, wie genau ren gibt es derzeit zwei verschiedene der Impfstoff zusammengesetzt wird – Typen bzw. Linien – Yamagata und und wer trifft diese Entscheidung?

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Wer sollte sich impfen lassen? Prinzipiell kann jeder an einer saisonalen Grippe erkranken. Bestimmten Gruppen kann eine Grippe aber besonders zusetzen, ihnen wird daher eine Impfung besonders empfohlen: Personen ab 50, Schwangere, Kinder ab sechs, Reisende, Personen, die in Kontakt mit Neugeborenen sind, Personen, die häufig in Kontakt mit vielen Menschen kommen (z. B. in Gesundheitsberufen, aber auch im Handel oder Gastgewerbe etc.)


Eine jährliche Impfung gegen Grippe steigert die Immunabwehr über die Jahre. Der Höhepunkt der Grippewelle ist meist im Februar. Lassen Sie sich jetzt impfen um davor geschützt zu sein.

Weltweit beobachten spezialisierte Stellen und Institute die sich im Umlauf befindlichen Grippeviren. Auf Basis der so gesammelten Daten bestimmt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Zusammensetzung des aktuellen Impfstoffes. Das passiert normalerweise im Februar oder März, damit die Hersteller genügend Zeit haben. Hergestellt werden zwei verschiedene Impfstoffe: Die Dreifachimpfstoffe enthalten zwei gängige Typ-A- und einen der beiden

Typ-B-Viren, der Vierfachimpfstoff enthält beide Arten des Virus Typ B und kann so einen breiteren Schutz vor der saisonalen Grippe bieten. „Die Impfungen sind derzeit in jeder Apotheke erhältlich, die erste Grippewelle kommt für gewöhnlich im Jänner in Österreich an“, erzählt Schett-Lanser. Übrigens: Die Grippeimpfung schützt vor der echten Influenza. Andere, leichtere Erkältungskrankheiten können trotzdem auftreten. TEXT: REBECCA MÜLLER

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Was man präventiv machen kann • Vermeiden von Händeschütteln, Anhusten und Anniesen • Augen, Nase und Mund möglichst nicht berühren • Gründlich und regelmäßig Hände waschen (mehrmals täglich 20 bis 30 Sekunden mit Seife) • Handdesinfektionsmittel verwenden • Einmaltaschentücher verwenden – und entsorgen • Räume lüften – mindestens drei- bis viermal täglich für jeweils zehn Minuten • Erkrankte mit Fieber sollten zuhause bleiben • Vermeidung von direktem Kontakt mit erkrankten Personen

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DIE NEUE APOTHEKE

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! d Schlaf n e h ic re s u a d n u e Viel Ruh ältungen besonders sind bei Erk it sich der Körper gut wichtig, dam .. erholen kann

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DIE NEUE APOTHEKE


ERKÄLTUNGEN

WENN’S EINEN

erwischt ... Ohne Erkältung durch den Winter zu kommen, ist nicht leicht. Vorbeugend kann man einiges tun. Hat man sich bereits angesteckt, hilft vor allem eins: Ruhe!

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s fängt mit einer laufenden Nase oder dem Kratzen im Hals an: Winterzeit ist Erkältungszeit. Haben sich Rhinovirus & Co. einmal eingenistet, kann man auch nichts mehr gegen sie unternehmen, sondern nur noch die Symptome behandeln. Fällt das Atmen durch die verschnupfte Nase schwer, hilft die punktuelle Anwendung von Nasenspray (siehe Artikel auf Seite 24), bei Halsweh schaffen Lutschtabletten Erleichterung. Schmerzmittel mit Inhaltsstoffen wie Ibuprofen und Acetylsalicylsäure wirken zusätzlich entzündungshemmend und fiebersenkend. »

DIE NEUE APOTHEKE

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Weil´s wirkt. Natürlich.

Tee mit Zitrone liefert Vitamin C, Honig beruhigt den Hals.

Schon bei den ersten Anzeichen einer Erkältung.

Schon bei den ersten Anzeichen einer Erkältung.

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DIE NEUE APOTHEKE

„Wer sich gleich am Anfang eines grippalen Infekts ins Bett legt, tut sich selbst und auch den Menschen in der Umgebung etwas Gutes.“ Waltraud Ratz, Apothekerin in Aldrans

Neben bewährten Hausmitteln wie kalten Wickeln, Tee mit Honig oder Gurgeln mit Salbei ist ein Faktor nicht zu unterschätzen: Ruhe! „Wer sich gleich am Anfang eines grippalen Infekts ins Bett legt, tut sich selbst und auch den Menschen in der Umgebung etwas Gutes“, sagt Waltraud Ratz, Apothekerin in Aldrans. Verschlechtert sich der Zustand trotz Bettruhe weiter, sollte man einen Arzt aufsuchen. Auch eine „normale Erkältung“ braucht eine gewisse Zeit, um abzuklingen – bei Ruhe und Schonung geht es etwas schneller.

Vorbeugen und ernstnehmen Um einen grippalen Infekt vorzubeugen, sollte man im Winter häufig und gründlich die Hände waschen bzw. desinfizieren. Das Immunsystem kann durch


ERKÄLTUNGEN

die Einnahme von Zink und Vitamin C gestärkt werden, auch Tropfen aus dem Extrakt der Kapland-Pelargonie unterstützen die Abwehrkraft gegen Erkältungskrankheiten. Ernst wird es, wenn ein grippaler Infekt verschleppt wird – so kann aus einer harmlosen Erkältung eine gefährliche Herzmuskelentzündung werden. Daher lautet die Empfehlung: Jeden Infekt auskurieren und nicht ohne Beratung zu starken Mitteln greifen. Diese wirken unter Umständen schmerzstillend und abschwellend und geben so schnell den Eindruck, „eh wieder fit zu sein“. Daher sollten diese nur sehr gezielt und kontrolliert eingesetzt werden. TEXT: BARBARA WOHLSEIN

Der wichtige Unterschied Eine Erkältung mit Schnupfen, Halsweh, Unwohlsein etc. ist ein grippaler Infekt – auch wenn man umgangssprachlich oft von einer „Grippe“ spricht. Die tatsächliche Grippe ist eine Infektion durch Influenzaviren, die im Winter auftritt und hohes Fieber sowie schweres Krankheitsgefühl auslöst. Die echte Grippe beginnt meist ohne Schnupfen. Eine Influenza kann potenziell lebensbedrohend sein, daher ist eine Grippeimpfung allgemein, aber vor allem für Risikogruppen empfohlen (nähere Infos zur Grippeimpfung auf Seite 16).

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Nicht schon

WIEDER ... „Empfehlenswert sind harntreibende und antimikrobiell wirkende Tees oder Kapseln.“

Blasenentzündungen sind ebenso unangenehm wie häufig – vor allem bei Frauen. Natürliche Mittel können Abhilfe schaffen.

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DIE NEUE APOTHEKE

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chmerzen beim Wasserlassen, ständiger Harndrang – vor allem bei Frauen schrillen bei diesen Symptomen die Alarmglocken. „Aufgrund ihrer kürzeren Harnröhre sind Frauen viel anfälliger für Blasenentzündungen als Männer“, erklärt Adelheid Knitel, Apothekerin in Völs. Die Erreger sind meist Bakterien aus der Darmflora (E. Coli). Bei einem geschwächten Immunsystem, zum Beispiel durch eine lokale Unterkühlung,

können sie leichter die Blasenschleimhaut angreifen und eine Entzündung auslösen. Weitere Auslöser können übertriebene und falsche Hygiene im Intimbereich, häufiger Geschlechtsverkehr (Honeymoon-Zystitis genannt), Schwangerschaft, Wechseljahre oder Diabetes sein. Zum Arzt sollten Frauen gehen, wenn Blut im Harn ist, Fieber und Schmerzen im Rücken auftreten oder die Beschwerden länger als drei bis

© Privat

Adelheid Knitel, Apothekerin in Völs


BLASENENTZÜNDUNG

!

Viel trinken! Liter am Tag! Bis zu drei

Sind die Beschwerden nur leicht und unkompliziert, gilt vor allem eine Regel: Viel trinken (2,5 bis drei Liter pro Tag)! „Empfehlenswert sind harntreibende und antimikrobiell wirkende Tees oder Kapseln mit Bärentraubenblatt, Birkenblatt oder Goldrute“, erklärt Adelheid Knitel, „auch Preiselbeere, Cranberry und D-Mannose können im frühen Stadium einer Blasenentzündung sowie zur Prophylaxe helfen.“ Preiselbeersaft ist aber nicht gleich Prei-

selbeersaft. Hier sollte darauf geachtet werden, dass der Wirkstoffgehalt stimmt – in den Mischsäften, die es im Lebensmittelhandel gibt, ist viel Zucker, aber wenig Preiselbeere. Die sind zum Genuss gedacht und nicht zur Heilung der Beschwerden. TEXT: BARBARA WOHLSEIN

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Vergiss Hämorrhoiden!

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fünf Tage anhalten. Männer sollten bei Beschwerden ebenfalls einen Arzt aufsuchen, um begleitende Prostataerkrankungen auszuschließen. Gleiches gilt für Schwangere, Kinder und Menschen mit Immunsuppression.

Tipps bei häufiger Blasenentzündung • Zwei bis drei Liter pro Tag (Wasser, Kräutertee) trinken • Preiselbeerextrakt oder Cranberry, ev. in Kombination mit D-Mannose • Stärkung der Vaginalflora durch Milchsäurebakterien • Stärkung der Flora im Intimbereich durch spezielle Waschlotionen • Xyloglukan-Gelatine: Bekämpfung der E.-Coli-Keime bereits im Darm • Verschreibungspflichtige Bakterienextrakte zur Stärkung des Immunsystems • Wärme (vor allem Unterleib und Füße) • Wasserlassen innerhalb von 15 Minuten nach Geschlechtsverkehr • Stärkung des Immunsystems mit Vitamin C und D • Bei wiederkehrenden Harnwegsinfekten eignen sich Präparate mit D-Mannose, Propolis oder Hibiskus, auch in Kombination. Sie wirken antimikrobiell und säuern den Harn an.

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Linderung

28.11.18 11:34 DIE NEUE APOTHEKE

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Bevor man einen Spray verwendet, sollte man sich schnäuzen. Während des Sprühens den Kopf ein wenig nach vorn beugen und leicht einatmen. So verteilt sich der Spray am besten.

So wird der Nasenspray richtig verwendet

Am häufigsten werden Nasensprays mit abschwellenden Wirkstoffen verwendet. Sie wirken auf die Blutgefäße und verengen sie. So lassen sie die Nasenschleimhaut abschwellen und man kann wieder durch die Nase atmen.

Abschwellende Nasensprays

TEXT: REBECCA MÜLLER

Länger als sieben Tage sollten Nasensprays mit abschwellenden Wirkstoffen nicht verwendet werden, da sonst ein Abhängigkeitseffekt eintreten kann. Hat sich die Nasenschleimhaut nach zu langer Anwendung an den Nasenspray gewöhnt, schwillt sie dauerhaft an, obwohl der Infekt schon abgeklungen ist. Die abschwellenden Wirkstoffe wirken fünf bis acht Stunden (max. zwölf Stunden). Mehr als drei Anwendungen täglich sind daher nicht notwendig.

EINE FRAGE DER DOSIS

Wenn ein hartnäckiger Schnupfen die Luft zum Atmen nimmt, verschaffen Nasensprays Linderung. Wie sie wirken und welche Unterschiede es gibt, wird hier erklärt.

NASENSPRAY?

Wie wirkt ein


Ein abschwellend wirkender Nasenspray wirkt sich auf den Blutdruck aus. Lassen sie sich beraten.

!

Besonders vor dem Schlafen sind abschwellende Nasensprays sehr angenehm. Wer besser atmen kann, schläft auch besser – Letzteres ist besonders wichtig, weil sich der Körper im Schlaf erholen und regenerieren kann.

FÜR DEN GESUNDEN SCHLAF

Vorsicht: Bluthochdruckpatienten!

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Nasensprays mit Kochund Meersalzlösungen lösen Verkrustungen, befeuchten und erleichtern die Nasenatmung. Diese Art der Nasensprays können über längere Zeit verwendet werden.

Eine Prise Meer

Sie heilen und pflegen die geschädigte Nasenschleimhaut. Sie lindern trockene und rissige Nasenschleimhaut. Außerdem schützen und lösen sie bei Verkrustungen. Nasensalben schützen auch vor Allergenen.

Nasensalben

Ob ein abschwellender Nasenspray für Babys und Kleinkinder sinnvoll ist, sollte mit dem Arzt abgesprochen werden. Gut geeignet für die ganz Kleinen sind physiologische Salzlösungen. Beliebt sind auch Balsame mit ätherischen Ölen wie zum Beispiel Engelwurz, Thymian und Majoran. Sie werden äußerlich auf die Nasenflügel aufgetragen.

BABYS UND KLEINKINDER

! Der Nasenspray sollte nur von einer Person verwendet werden – ansonsten läuft man Gefahr, Erreger weiterzugeben.

Bitte nicht weitergeben!

Außerdem haben sehr viele Nasensprays einen Mechanismus eingebaut, der sie vor Verunreinigungen schützt und so Konservierungsmittel unnötig macht. Konservierungsmittel schädigen die Nasenschleimhaut zusätzlich zu den Schnupfenviren.

Gut verteilt und gut versiegelt Neben Nasensprays gibt es auch Nasentropfen und -gele mit abschwellenden Wirkstoffen. Der Vorteil von Nasensprays ist, dass sie sich am besten auf der Nasenschleimhaut verteilen.


REZEPTGEBÜHR

REZEPTGEBÜHR

erklärt Nicht alle Medikamente werden von den Krankenkassen übernommen.

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DIE NEUE APOTHEKE

Wie setzt sich die Rezeptgebühr zusammen? Wer bekommt welche Anteile? Und was muss man als Patient wissen?

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er schon einmal in einer Apotheke ein Arzneimittel auf Rezept geholt hat, kennt das Procedere. Pro Packung fällt eine Rezeptgebühr von derzeit sechs Euro – mit 1. Jänner 2019 steigt sie auf 6,10 Euro an. Es handelt sich dabei um einen Selbstbehalt für das Arzneimittel, den die Apotheke im Auftrag des Versicherungsträgers einhebt

und diesen dann auch an die Krankenkasse weiterleitet. Die Apotheken wiederum erhalten von den Kassen eine Vergütung für das jeweilige Arzneimittel. Der Betrag von sechs Euro ist bei jeder Kassa gleich. Und wenn ein Medikament weniger als sechs Euro kostet? „Dann muss der Patient deswegen nicht mehr bezahlen. Sprich: „Die aktuellen sechs Euro sind ein Maximalbetrag“,

© Apothekerkammer

Rezeptgebührenobergrenze Seit 1. Jänner 2008 müssen Versicherte nur so oft die Rezeptgebühr bezahlen, bis sie im laufenden Jahr mit diesen Zahlungen einen Beitrag von zwei Prozent ihres Jahresnettoeinkommens erreicht haben. Danach erfolgt automatisch die Befreiung von der Rezeptgebühr, jedoch nur bis zum Ende des Jahres. Mit Beginn des folgenden Jahres ist dann wieder die Rezeptgebühr zu zahlen, bis man allenfalls wieder in diese Regelung fällt.


Wer kann sich von der Rezeptgebühr befreien lassen? Befreiung ohne Antrag Automatisch befreit sind: • Pensionisten mit Anspruch auf Ausgleichszulage oder Bezieher einer Ergänzungszulage • Patienten mit anzeigepflichtigen übertragbaren Krankheiten (die Befreiung gilt allerdings nur für Medikamente in Bezug auf diese Erkrankung), • Zivildiener und deren Angehörige • Asylwerber in Bundesbetreuung

„Die Rezeptgebühr ist ein Selbstbehalt, der pro Packung anfällt.“

erklärt Kurt Grass, heißt die KrankenKurt Grass, Apotheker in Seefeld Apotheker in Seekasse übernimmt feld. Wenn also zum die Kosten für dieses Beispiel der Arzt ein Schmerzmittel auf Mittel. Allerdings gibt es auch ArzneiRezept verschreibt, welches 1,20 Euro mittel, die man nur gegen Vorlage eines kostet, bezahlt der Patient auch nur Rezeptes in der Apotheke erhält, für die 1,20 Euro. Voraussetzung ist, dass es Kasse jedoch die Kosten nicht übersich eben um ein sogenanntes erstatnimmt. Beispiele dafür wären etwa die tungsfähiges Arzneimittel handelt, das Pille oder auch Potenzmittel.

Befreiung auf Antrag Antrag kann gestellt werden, wenn: • Das Nettoeinkommen einen bestimmten Richtwert unterschreitet • Auch ein hoher Medikamentenbedarf, z. B. bei chronisch kranken Menschen, wird berücksichtigt • Das Nettoeinkommen von Personen, die pro Jahr zwölf Zahlungen erhalten, wird bei einem Antrag auf Rezeptgebührenbefreiung auf 14 Zahlungen umgerechnet

TEXT: REBECCA MÜLLER

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DIE NEUE APOTHEKE

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SERIE: Arzneiformen

Die

TABLETTE Was die Tablette als Arzneimittel ausmacht und welche Besonderheiten sie gegenüber anderen Formen hat.

W

as die Arzneiform Tablette ausmacht, definiert Georg Rainer, Apotheker in Zirl so: „Tabletten sind feste, komprimierte Arzneimittel, die zumeist oral eingenommen werden. Sie werden durch Zusammenpressen von Pulvern unter hohem Druck hergestellt.“ Ihre Erscheinungsform kann dabei sehr unterschiedlich sein. Sie können rund, länglich, oval oder dreieckig sein und mit einer Bruchkerbe ausgestattet sein oder auch nicht. „Die Bruchkerbe ist dafür da, dass die Tablette gebrochen werden kann. Es gibt aber auch Ausnahmen, bei denen die Kerbe nur optisch ist“, erklärt Georg Rainer.

wird bei Medikamenten gemacht, die ihre Wirkung erst im Darm entfalten sollen und sich daher nicht schon im Magen auflösen dürfen.“ Der Film wird aufgesprüht, bei Dragees wiederum werden die Tabletten mit einer Zuckerlösung überzogen. Die Dragees lassen sich aufgrund des Überzugs leichter schlucken und sind daher ideal für ältere Menschen oder Menschen mit Schluckbeschwerden. Filmtabletten und Dragees sollen im Normalfall nicht geteilt werden – außer sie besitzen eine Bruchrille –, da sie unter Umständen dadurch ihre Wirkung nicht wie gewünscht entfalten können.

Filmtabletten und Dragees

Häufig sind es auch sogenannte Retardtabletten, die ein Mittel beinhalten, das dafür sorgt, dass der Wirkstoff verzögert bzw. langsam und kontinuierlich freigesetzt wird. Das bringt den Vorteil, dass das entsprechende Medikament nur einmal am Tag eingenommen werden muss. „Das kann man sich vorstellen wie bei Kandiszucker, der löst sich auch langsamer auf“, erklärt Rainer.   TEXT: REBECCA MÜLLER © Franz Oss

Tabletten können auch als Filmtabletten produziert werden. Die sind – wie der Name bereits verrät – mit einem feinen Film überzogen. Gemacht wird das aus mehreren Gründen, einmal wiederum nur aus optischen, aber auch um zum Beispiel den bitteren Geschmack von Tabletten zu überdecken – oder um sie magensaftresistent zu machen. „Das

Verzögerte Wirkung

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DIE NEUE APOTHEKE


„Tabletten sind feste, komprimierte Arzneimittel, die oral eingenommen werden.“ Georg Rainer, Apotheker in Zirl

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DIE NEUE APOTHEKE 20.11.18 08:11


NACHTDIENSTE

Nachts in der

Apotheke Gerade aus der Ambulanz entlassen? Das Insulin verschüttet? Heftige Zahnschmerzen in der Nacht? Kein Problem. Eine Apotheke in der Nähe hat offen, egal wie spät es ist. Apotheker im Nachtdienst müssen vorbereitet, erfinderisch und manchmal auch humorvoll sein.

E

inen NETFLIX-Saft“, versicherte die Frau kopfnickend, „mein Enkel hat gesagt, da steht NETFLIX-Saft“, und deutete auf das unleserliche Rezept. Der Anruf beim Enkel half auch nicht weiter, er bestand auf den NETFLIX-Saft. In der Stadtapotheke würden sie diesen immer haben. NETFLIX sei ein Anbieter für Filme und Serien, kein Medikament, erklärt ihr die Apothekerin geduldig. Ob sie vielleicht Nureflex meint? Ja! Das muss es sein, meint die Dame und bricht in schallendes Gelächter aus. Die Apothekerin gibt ihr den Saft, ist sich mit der Kundin einig – NETFLIX-Saft wäre auch kein schlechter Name.

Arzneitaxi Der Empfangschef eines Hotels aus dem hinteren Pitztal erklärte am Telefon um vier Uhr morgens die prekäre Lage

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DIE NEUE APOTHEKE

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Nachtdienst Ein festgelegter Nachtdienstplan garantiert, dass 32 von 129 Apotheken in Tirol abwechselnd nachts Bereitschaftsdienst haben. Dieser Service ist für Notfälle gedacht. Infos zu den Nachtdiensten gibt es hier • Nachtdienstpläne der Apotheken • Apothekenhotline: 14 55 • Über die Apo-App oder im Internet • Tiroler Tageszeitung – Rubrik: Dienstbereite Apotheken • Information auf der Apotheke

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DIE NEUE APOTHEKE

eines seiner Gäste: Die Dame mit Gehhilfe habe ihre Herztabletten leider in Deutschland vergessen. Das Rezept aus Deutschland habe sie dabei, jedoch nicht die Medizin. Schnell fand die Mitarbeiterin heraus, dass ein gleichwertiges Medikament vorrätig war. Doch wie soll es nun zur Patientin gelangen? Niemand außer ihm sei da, meinte der Rezeptionist, er könne seinen Posten leider nicht verlassen. Die Apothekerin nickte und verstand ihn nur zu gut. Besorgt blickte sie auf die Arznei, die hilflos auf ihrer Tara lag, während die Touristin im Hotel verzweifelte. Schweigen herrschte in der Leitung, bis sich eine kleine Menschenmenge vor der Apotheke versammelte. „Wer sind diese Leute?“, fragte sich die Pharmazeutin. „Aber natürlich!“, durchfuhr sie ein

Nachtschichten in der Apotheke fordern Aufmerksamkeit, Kreativität und Humor. Geistesblitz: „Ein Kleinbus bringt Hotelmitarbeiter frühmorgens ins Pitztal.“ Wenn sie den Fahrer freundlich bittet, die Tabletten mitzunehmen, wird er sicher nichts dagegen haben. „Danke, Sie haben meinen Urlaub gerettet“, stand auf der Schokolade, die der Fahrer zusammen mit der ärztlichen Verschreibung aus dem Auto holte und der Apothekerin überreichte. „Aber dass


NACHTDIENSTE

das nicht zur Gewohnheit wird“, sagte er lachend, „sonst muss ich ein Geschäft draus machen.“

Nach Mitternacht Der Anrufer sagte, dass er furchtbares Halsweh habe und ungern zur Apotheke kommen möchte, wenn sie dort nichts für ihn hätten. Ihm werde natürlich geholfen, versicherte die Mitarbeiterin. Solche Anrufe sind die Regel. Wenige Minuten später baute sich ein Herr mit schmerzverzerrtem Gesicht und einer Hand im Nacken vor dem Nachtschalter der Apotheke auf und meinte: „Hallo, ich habe angerufen, mein Hals ...“ Verstört musterte sie ihn und

konnte sich aus der Hand im Nacken und seinen angegebenen Symptomen keinen Reim machen. Ob er denn nicht doch nur einen Hexenschuss habe, fragte sie ihn. Da dämmerte es: „Ja, genau, Hexenschuss!“, entgegnete der Mann, offenbar peinlich berührt, und erklärte, dass er nach Mitternacht einfach nicht wisse, was oben, unten, hinten oder vorne sei. Er zahlte die Wärmepads und deutete ein Nicken an. TEXT: HARIS KOVACEVIC

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DIE NEUE APOTHEKE

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VERDAUUNG

GU T FÜ R DIE

Verdauung Unausgewogene Ernährung in der Vorweihnachtszeit kann für unsere Verdauung zu einer schweren Belastung werden. Bei Beschwerden rät Apotheker Alexander Koller zu mehreren Mitteln, die man in jeder Apotheke findet. TEXT: HARIS KOVACEVIC

! üppigen Besonders in itdehraben viele Weihnachtszeit der Verdauung. Probleme m

Bei leichten Verdauungsbeschwerden – das Hausmittel Tee

I

m Winter neigen viele Menschen zu einem ungesunden Lebensstil: Gebackenes, fettiges Essen enthält kaum Vitamine, Mineralstoffe oder andere Nährstoffe, die eine ausgewogene Ernährung ausmachen. Blähbauch, leichte Magenschmerzen oder Oberbauchbeschwerden sind häufig Folgen davon. „Ein übersäuerter Magen kann zu Gastritis und anderen chronischen Erkrankungen führen“, erklärt Alexander Koller und rät zur Vorsicht: „Besonders in der Vorweihnachtszeit sollte man darauf achten, genug frisches Obst und Gemüse zu sich zu nehmen, drei ausgewogene Mahlzeiten am Tag einzunehmen und richtig zu kauen – jeden Bissen 25 Mal.“ Die stressreiche Weihnachtszeit sollte nicht zusätzlich durch gesundheitliche Probleme beeinträchtigt werden. „Wenn es dennoch zu etwaigen Beschwerden kommt, bietet die Apotheke in der Umgebung mehrere Mittel, die helfen können“, versichert Koller und empfiehlt:

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DIE NEUE APOTHEKE

Bei leichten nahrungsbedingten Bauchschmerzen empfehle ich MagenDarm-Tee, dessen Heilkräuter äußerst vielseitige Wirkungen haben: Die Kamille hemmt Entzündungen, während die Schleimstoffe der Käsepappel die Reize lindern, die Schleimhaut schützen und die Mundhöhle desinfizieren. Die Bitterstoffe und ätherischen Öle wirken verdauungsfördernd – je nach Bedarf kann der Tee bis zu sechs Mal am Tag getrunken werden.


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„Tritt durch diese Präparate keine Besserung auf oder sollten die Beschwerden chronisch werden, dann ist der Weg zum Arzt zu empfehlen, um die Ursache genau abzuklären.“ Alexander Koller, Apotheker in Innsbruck

Bei mittelmäßig elmäßig starken Beschwerden – Tropfen Falls Bauchkrämpfe, saures Aufstoßen Aufstoßen, Völlegefühl oder Übelkeit öfters auftreten, können Tropfen auf pflanzlicher Basis eingenommen werden. Pflanzliche Produkte mit Bitterstoffen und ätherischen Ölen beispielsweise entspannen den MagenDarm-Trakt und regen die Magensaftproduktion an, was die Verdauung fördert. Empfehlenswert sind auch Präparate mit den Wirkstoffen aus der Artischocke. Der Extrakt, welcher aus den Artischockenblättern hergestellt wird, fördert die Produktion von Gallensäure und nützlichen Enzymen lang und anhaltend.

Bei starken Verdauungsbeschwerden – Dragees oder Lutschtabletten Bei akuten krampfartigen Magenschmerzen helfen Arzneien in Tablettenform mit krampflösenden Wirkstoffen. Diese wirken entspannend auf den Magen-Darm-Bereich und lindern somit die Beschwerden. Bei saurem Aufstoßen schaffen sogenannte Antacida Abhilfe, indem sie die Magensäure neutralisieren. Solche Mittel werden meist als Kautablette oder flüssig angeboten, damit sie ihre Wirkung möglichst rasch entfalten. Es gibt aber auch Basenpulver, die in Apotheken gemischt werden und die gleiche Wirkung haben.

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DIE NEUE APOTHEKE

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DIABETES

Süßes BLUT

Typ-2-Diabetes gehört zu den weitverbreitetsten Krankheiten unserer Zeit. Die Zahl der Erkrankten steigt seit Jahren immer weiter an, auch in Österreich.

Blutzuckermessung in der Apotheke Eine regelmäßige Überprüfung der Blutzuckerwerte ist für Diabetiker lebensnotwendig. Die meisten heimischen Apotheken bieten daher Geräte zur Messung des Blutzuckerspiegels an – man muss lediglich dazu bereit sein, einen Tropfen Blut zu spenden.

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Z

DIE NEUE APOTHEKE

„Ein gesunder Lebensstil ist die beste präventive Maßnahme und der erste Schritt in der Behandlung.“

ucker zählt zu wird. Bei Typ 1 handelt es sich den wichtigsten meist um eine AutoimmunerEnergieträgern krankung, bei der die Bauchdes menschlichen speicheldrüse geschädigt ist Körpers. Er liefert gewisserund dadurch zu wenig Insulin maßen den nötigen Treibproduziert wird. stoff, um tägliche Aufgaben Bei Typ-2-Diabetes ist bewältigen zu können. Verdie Situation hingegen eine Heinz Neumayer, Arzt antwortlich dafür, dass der gänzlich andere, wie Heinz Zucker auch dorthin gelangt, Neumayer, Arzt für Allgewo er gebraucht wird, ist Insulin – ein Hormon, das meinmedizin, erklärt. „In Fällen von Typ-2-Diabetes in der Bauchspeicheldrüse produziert wird und ist zwar Insulin vorhanden, es wirkt aber nicht den Zucker vom Blut ins Innere der Körperzellen mehr ausreichend. Dadurch kann der Zucker nicht schleust. in die Zellen aufgenommen werden und verbleibt im Blut.“ Mögliche Folgen chronisch erhöhter BlutGestörte Aufnahme zuckerwerte sind unter anderem Nierenschäden, Die Aufnahme des Zuckers kann aus verschiedenen Gefäßverschlüsse oder vermehrt auftretende HerzGründen nicht richtig funktionieren. Eine mögliche infarkte. Ursache ist Diabetes, auch als Zuckerkrankheit bekannt: Darunter versteht man eine Erkrankung, Ungesunder Lebensstil die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel geGrund für Diabetes dieses Typs kann, neben einer kennzeichnet ist und in zwei Arten unterschieden genetischen Veranlagung, vor allem ein ungesunder


ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

! TIPP: abei helfen, Zimt kann d ckerspiegel den Blutzu n. zu reguliere

Ausgewogene Ernährung Die richtige Ernährung spielt bei Typ-2-Diabetes eine entscheidende Rolle, allerdings muss es keine spezifische Diät sein – es genügt, wenn man sich gesund und ausgewogen ernährt und nur so viele Kalorien zu sich nimmt, wie man auch benötigt.

Hilfe für zuhause – Hilfe im Alltag Zuhause alt werden? Möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen?

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Lebensstil sein, das heißt: Übergewicht, ungesunde Ernährung und wenig Bewegung. Im Gegensatz zu Typ-1-Diabetes, dessen genaue Ursachen noch weitgehend ungeklärt sind, lässt sich diesem Typus also bis zu einem Grad vorbeugen: „Ein gesunder Lebensstil ist die beste präventive Maßnahme und der erste Schritt in der Behandlung“, erläutert Dr. Heinz Neumayer. „Erst wenn die Blutzuckerwerte auch durch Gewichtsabnahme, ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung nicht mehr in den Griff zu bekommen sind, wird eine Behandlung mit Medikamenten notwendig.“ Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollte man sich bei Verdacht auf Diabetes in jedem Fall vorsorglich untersuchen lassen – vor allem, wenn aufgrund der körperlichen Voraussetzungen erhöhtes Risiko gegeben ist. „Die Symptome können schleichend auftreten und unter anderem starkes Durstgefühl, häufigen Harndrang, Appetitlosigkeit oder Abgeschlagenheit umfassen“, berichtet Neumayer. „Wichtig ist, dass man in diesem Fall sofort reagiert.“ TEXT: SIMON LEITNER

Wir bieten individuelle und flexible Betreuung unter Berücksichtigung Ihres persönlichen Umfelds und gehen bestmöglich auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse ein. Unsere Betreuung umfasst Unterstützung bei der Körperpflege, Mithilfe im Haushalt, Begleitung zu Ärzten oder Behörden sowie Zeit zum Zuhören, Vorlesen oder gemeinsames Spielen. Respekt und Wertschätzung bedeuten für uns, dass wir uns für Sie Zeit nehmen, die vereinbarten Betreuungszeiten einhalten, Verschwiegenheit garantieren und Ihre Privatsphäre respektieren.

Unser innovatives Gesundheitsprojekt Der Sozial-Medizinische Verein bietet auch ein Bewegungsprogramm für ältere Menschen (GEROFIT) und Fachvorträge zu rheumatischen Erkrankungen im Rahmen der Rheumaschule Tirol. Für weitere Informationen besuchen Sie unsere Website oder kontaktieren Sie uns telefonisch. Sozial-Medizinischer Verein Tirol Südtiroler Platz 4 / 8. Stock 6020 Innsbruck +43 (0)512/57 46 05 info@smv-tirol.org www.smv-tirol.org

DIE NEUE APOTHEKE

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Altes Heilmittel NEU ENTDECKT

„Weihrauchpräparate sind eine gute Alternative zu gängigen Therapien. Oft ist auch eine zusätzliche Einnahme hilfreich.“ Thomas Mayer, Apotheker in Münster

Die drei Weisen aus dem Morgenland brachten dem Jesuskind Gold, Weihrauch und Myrrhe. Und auch heute wird Weihrauch in der Pharmazie eingesetzt, vor allem bei Gelenksbeschwerden.

W

eihrauch ist das Harz des Weihrauchbaumes. Vor allem der indische Weihrauch (Boswellia Serrata) wird in der Pharmazie verwendet. Er wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd, richtet sich gegen eine Gewebevermehrung und moduliert das Immunsystem. „Bei chronisch entzündlichen Krankheitsbildern werden Schmerzund Entzündungsmediatoren reduziert und beispielsweise bei Asthma ein positiver Effekt auf das überaktive Immunsystem erzielt“, verdeutlicht Thomas Mayer, Apotheker in Münster.

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DIE NEUE APOTHEKE

Arthritis, Asthma, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Multiple Sklerose, Schuppenflechte sowie Neurodermitis reihen sich in die Liste der chronischen Erkrankungen ein, bei denen der Einsatz von Weihrauch eine beachtliche positive Wirkung erzielt. Besonders interessant ist der pharmazeutische Einsatz des Weihrauches, weil er gut verträglich ist. Bei herkömmlichen Therapien sind die unerwünschten Wirkungen oft zahlreich, deswegen gelten Weihrauchpräparate als eine gute Alternative zu gängigen Therapien. Oft ist auch eine zusätzliche Einnahme hilfreich.


WEIHRAUCH IN DER PHARMAZIE Lange Tradition Schon seit jeher verdient Weihrauch (Olibanum) ein hohes Ansehen in der Heilkunde. Der griechische Arzt Hippokrates und Hildegard von Bingen empfahlen bereits den Einsatz bei unterschiedlichen Beschwerden, aber auch in der traditionellen indischen, arabischen, ägyptischen, griechischrömischen und chinesischen Medizin wird das Harz des Weihrauchbaumes gegen entzündliche Zustände aller Art und Infektionen verschrieben.

Wirkungsweise noch nicht geklärt

„Für diese vielfältigen Wirkungen sind hauptsächlich die Boswelliasäure und die ätherischen Öle verantwortlich“, so Mayer, „die genaue Wirkungsweise des Weihrauches ist jedoch noch nicht restlos geklärt.“ Man weiß aber, dass die Boswelliasäure das Enzym Lipooxygenase hemmt und dadurch antientzündlich wirkt. Momentan sind Weihrauchpräparate rezeptfrei als Salben und Balsam, aber auch als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Tabletten und Kapseln erhältlich. Als Arzneimittel sind sie noch nicht zugelassen. „Es laufen jedoch zahlreiche Untersuchungen“, sagt Thomas Mayer. Die endgültige Wirkung des Gummiharzes gilt

es also noch zu klären, um daraus faktenbasierte Einsatzgebiete und Dosierungsschemata abzuleiten. Ob der Weihrauch beim Räuchern auch entzündungshemmend wirkt? Mayer verneint: „Der aufsteigende Rauch wirkt lediglich gegen Mikroorganismen wie Bakterien, Viren oder Pilze.“ Die Naturheilkunde weist dem Weihrauch aber zusätzlich eine stimmungsaufhellende und beruhiTEXT: RUTH MAIRVONGRASSPEINTEN gende Wirkung zu.

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DIE NEUE APOTHEKE

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SERIE: Das macht Ihre Apotheke

! ichtige Apotheker sindnewr bei Ansprechpartesundheit und Fragen zu G n. Wohlbefinde

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DIE NEUE APOTHEKE


BERUFSBILD

Apotheker Apotheker spielen eine zentrale Rolle im Gesundheitssystem: Sie sind zuständig für die Arzneimittelversorgung – und damit auch für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Patienten.

D

ie Hauptaufgaben eines Apothekers sind grob gesagt die Herstellung, Prüfung und Abgabe von Arzneimitteln. Die Abgabe erfolgt dabei immer mit der vorgeschriebenen Beratung und Information über die Arzneimittel, hauptsächlich über die richtige Anwendung und mögliche Neben- und Wechselwirkungen“, erklärt Diemut Widder, Apothekerin in Kufstein. Um die Patienten verlässlich versorgen zu können, besteht außerdem die Pflicht, ein Arzneilager zu führen – in der eigenen Apotheke, aber auch in umliegenden Pflegeheimen oder Krankenhäusern, falls diese von der Apotheke betreut werden.

Berufsvoraussetzungen • Pharmaziestudium (Wien, Innsbruck, Graz, Salzburg) • Erfolgreich absolviertes Aspirantenjahr • Für eigene Apotheke: mind. 5 Jahre Berufserfahrung • Abschluss des Studiums mit Magister der Pharmazie (Mag. pharm.)

100 95

Vielfältige Aufgaben Abhängig davon, ob man in einer öffentlichen Apotheke oder einer Krankenhausapotheke arbeitet, unterscheiden sich die Aufgaben leicht. In Krankenhäusern werden häufig mehr Medikamente selbst hergestellt, zum Beispiel für Patienten in onkologischer Therapie, und die Apotheker sind als Teil eines Teams intensiver in die Behandlungsstrategie und die Verordnung von Medikamenten eingebunden. Öffentliche Apotheken sind dagegen

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» DIE NEUE APOTHEKE Verlagsprodukte Montag, 10. Dezember 2018 14:53:10

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„Wir müssen immer am Laufen­den bleiben, weil permanent neue Medikamente auf den Markt kommen.“ Diemut Widder Apothekerin in Kufstein

Medikamentenherstellung Zum Teil stellen Apotheken die Medikamente in Abstimmung mit den Ärzten selbst her – wenn die Wirkstoffe nicht in der gewünschten Menge oder Form enthalten sind oder bei Unverträglichkeiten oder Allergien.

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DIE NEUE APOTHEKE

eine wichtige und gern genutzte direkte Anlaufstelle für Menschen mit medizinischen Fragen aller Art. Falls eine ärztliche Abklärung notwendig erscheint, leiten sie Patienten auch an Ärzte weiter. Um beurteilen zu können, ob eine ärztliche Abklärung nötig ist, brauchen Apotheker deshalb auch ein gewisses medizinisches Grundwissen.

Immer auf dem Laufenden „Damit wir stets optimale Beratung leisten können, sind wir auch verpflichtet, uns kontinuierlich fortzubilden und zu informieren. Wir müssen immer am Laufenden bleiben, weil permanent neue Medikamente auf den Markt kommen“, so Diemut Widder. Deshalb finden neben dem erwarteten Eigenstudium regelmäßig von der Apothekerkammer und von verschiedenen Arzneimittelherstellern organisierte Fortbildungen statt. Daneben ist

es eine wichtige Aufgabe, die nicht-akademischen Mitarbeiter (Auszubildende und Pharmazeutisch-kaufmännische Assistenten) zu kontrollieren und zu unterstützen, wenn sie beispielsweise im Labor Salben und Tinkturen zubereiten oder Patienten bedienen und Arzneimittel verkaufen. „In kleineren Apotheken muss sich der diensthabende Apotheker auch um administrative Tätigkeiten wie Bestellungen kümmern, und auch die spezielle Betreuung von Suchtgiftpatienten ist in vielen Apotheken Teil des Arbeitsalltags“, nennt Diemut Widder weitere Aufgaben.

Ausbildung und Anforderungen Voraussetzung für den Beruf des Apothekers ist ein abgeschlossenes Pharmaziestudium, das in Österreich in Wien, Innsbruck, Graz und seit kurzem auch in Salzburg angeboten wird. Nach


DA S M A C H T I H R E A P OT H E K E

Die Aufgaben • Herstellung, Prüfung und Abgabe von Arzneimitteln • Verwaltung eines Arzneilagers • Beratung und Information • Administrative Arbeiten wie Bestellung • Betreuung von Suchtkranken

dem Abschluss ist man ausgebildeter Pharmazeut und muss noch eine einjährige Praxisausbildung – ein sogenanntes Aspirantenjahr – absolvieren, bevor man als allgemeiner Apotheker eigenverantwortlich in einer Apotheke arbeiten darf. Wer selber eine Apotheke führen möchte, muss mindestens fünf Jahre im Volldienst in einer Apotheke gearbeitet haben. Für das Studium sowie den Berufsalltag sind ein prinzipielles Interesse und Verständnis für Naturwissenschaften (vor allem Chemie, Biologie,

Psychologie und Medizin) sowie die Fähigkeit, genau zu arbeiten, ein großer Vorteil. Da man jeden Tag sehr viel und intensiv mit Menschen zu tun hat – in einer öffentlichen Apotheke kann man davon ausgehen, dass man zu rund 90 Prozent der Zeit mit der direkten Betreuung und Beratung an der Tara, so wird in der Apotheke der Verkaufstisch genannt, verbringt – sollte man laut elrun Schachner neben der Qualifikation vor allem Freude an der Arbeit mit Menschen mitbringen. TEXT: LISA SCHWARZENAUER

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DIE NEUE APOTHEKE

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enuss-, Früchte- und Ade dem Supermarkttee? Wellnesstees aus dem Sollte man demnach nur mehr Supermarkt unterliegen Apothekertee trinken? Das komme dem Lebensmittelganz auf die Verwendung an, meint gesetz. Apothekertees hingegen der Experte. Tägliche Genusstee„Apothekertees werden laut dem Arzneimitteltrinker könnten gut und gerne auf müssen einen gesetz unter Einhaltung strenger geprüften Supermarkttee zurückRegeln hergestellt: beginnend bei greifen. Wird der Tee jedoch für Mindestgehalt an der Qualität des Saatgutes über wirksamen Bestand- medizinische Zwecke eingesetzt, den Anbau, die Erntezeit bis hin seien Apothekertees unerlässteilen haben.“ zur Trocknung sowie Lagerung, lich. Bei letzteren müssen je nach Zubereitung und Dosierung. „Ein Arzneidroge bestimmte EinnahAdelrun Schachner, Apothekerin in Stumm im Zillertal Mindestgehalt an wirksamen Bememengen sowie die Dauer der standteilen muss enthalten sein, Therapie berücksichtigt werden. So Verunreinigungen sind verboten, und es dürfen könne man bei einer chronischen Bronchitis täglich nachweislich nur die im Arzneibuch definierten Thymiantee trinken, andere stark wirksame HeilInhaltsstoffe vorkommen“, erklärt Adelrun Schach- pflanzen wie zum Beispiel die Süßholzwurzel seien ner, Apothekerin in Stumm im Zillertal dafür nicht geeignet.


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Mischung für den Brusttee

Der beliebte Brusttee Im Supermarkt ist das Angebot an verschiedenen Tees gegen Atemwegserkrankungen, sogenannten „Brusttees“, groß. Jedoch folgen Dosierung und Zusammensetzung nicht dem pharmazeutischen Brusttee, wodurch sie nicht so gut wirken. Der Species Pectorales (Brusttee) aus der Apotheke hingegen ist im Arzneibuch festgeschrieben. „Er löst den Husten, beruhigt den Hustenreiz und beschleunigt die Heilung“, so Adelrun Schachner.

20 Teile

20 Teile

Eibischwurzel

Eibischblatt

5 Teile Anis

Lose oder im Beutel? Hier gilt: Je nach Vorliebe. Beutel sind praktisch, weil sie exakt dosiert und gemischt sind. Außerdem sind sie luftdicht verschlossen, und so bleiben die Heilpflanzen in ihrer Qualität unverändert. Die Gefahr bei losen Teemischungen besteht darin, dass das Mischungsverhältnis und die Dosierung nicht mehr ganz genau stimmen. Supermarkttees, lose oder in offenen Teebeuteln abgepackt, können in ihrer Wirksamkeit reduziert sein, da sich die ätherischen Öle verflüchtigen. Das gilt jedoch nicht für Apothekertees, weil diese frisch gemischt werden. TEXT: RUTH MAIRVONGRASSPEINTEN

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VORSCHAU Die nächste Ausgabe von „Die Neue Apotheke“ wird im Februar 2019 erscheinen und nicht nur in allen Tiroler Apotheken zu finden sein, sondern auch als Beilage der Tiroler Tageszeitung erscheinen. Befassen werden wir uns unter anderem mit kuriosen Behandlungsmethoden aus der Vergangenheit. Vorgestellt werden auch Hausmittel, die wirklich helfen und unter bestimmten Umständen eine gute Alternative zu Medikamenten sein können. Und auch darüber hinaus liefern wir spannende und interessante Geschichten rund um die Apotheke und Gesundheitsfragen.

Impressum Herausgeber, Medieninhaber und Verleger: TARGET GROUP Publishing GmbH, Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck. Redaktion: Rebecca Müller (Ltg.), Lisa Schwarzenauer, Haris Kovacevic, Barbara Wohlsein, Simon Leitner, Ruth Mairvongrasspeinten. Redaktionsbeirat: Matthias König, Lukas Schultz, Joachim Kienzl, Monika Lugger-Knitel, Christine Gollner, Philipp Koller und Max Zipser. Grafik & Produktion: Marco Lösch, Alina Klampfer, Thomas Bucher, Lisa Untermarzoner. Fotos: falls nicht anders gekennzeichnet: Archiv/TARGET GROUP Publishing GmbH, Axel Springer, Shutterstock.com. Druck: Intergraphik GmbH, Innsbruck. Geschäftsführung: Andreas Eisendle, Michael Steinlechner, Matthias Krapf. Telefon: +43 (0)512/586020-0, Fax: +43 (0)512/586020-20, E-Mail Redaktion: redaktion@target-group.at. Anzeigenverkauf: verkauf@target-group.at


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Verschiedene Arbeitszeitmodelle (Teilzeit, Sabbatical) Kinderbetreuung (Kinderkrippe und Betriebskindergarten) mit großzügigen Öffnungszeiten Vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten und Entwicklungsperspektiven Attraktiver und sicherer Arbeitsplatz Einkaufsgutscheine, Rabatte und vergünstigte Eintritte Impfaktionen und kostenlose Gesundenuntersuchungen Mobilitätsförderung, hauseigene Kantine, Personalwohnungen

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Die neue Apotheke (Winter 18/19)  

Die neue Apotheke (Winter 18/19)