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Coverstory

Walter Stephan Vorstandsvorsitzender FACC AG Der 1954 in Braunau ­geborene verheiratete Vater eines ­Sohnes ist Absolvent der Montanuniversität Leoben. Er begann seine Karriere 1977 beim Sport­ artikelhersteller Fischer. Seit der Gründung der FACC leitet er das ­Unternehmen.

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alter Stephan ist seit 1981 der Erfolgsgarant des Unternehmens, das 1989 als Spin-off aus der Forschungsabteilung der oberösterreichischen FischerGruppe entstand. Von den legendären Altaktionären Josef „Pepi“ Fischer und Hannes Androsch, der über die Salinen AG beteiligt war, profitierte „Arbeitstier“ Stephan und führte den Flugzeugzulieferer mit Sitz in Ried im Innkreis auch durch raue Zeiten. Mit dem ersten Börsengang an der Wiener Börse seit 2011, die Immobilien­ firma Buwog AG ist in Wien nur zweitgelistet, erreicht der Erfolgs­ pilot seinen bisherigen Horizont. Wir haben unseren Mann des zweiten Quartals in unserem Büro in Wien zum Interview getroffen. Herr Stephan, Sie sind seit 1981 der Kopf des Unternehmens, wie haben Sie es geschafft, so lange an Bord zu bleiben? – Was ich den Eigentümern versprochen habe, habe ich stets gehalten. Das ist der Grund, warum ich noch an Bord bin. Von

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den ehemaligen Eigentümern, Herrn Fischer und Herrn Androsch, die beide große Persönlichkeiten sind, konnte ich, auch wenn wir hin und wieder unsere Probleme hatten, die auch publikgemacht wurden, viel lernen. Hannes Androsch hat Dinge wie das Reporting gefordert, die für eine GmbH damals nicht üblich waren. Er hat 1999 auch die FACC GmbH in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und früh die Idee gehabt, das Unternehmen an die Börse zu bringen. Was ist das Geschäftsmodell der FACC AG, welche Stärken und Schwächen hat es? – Wir produzieren und fertigen Leichtbaukomponenten aus Faserverbundwerkstoffen für die Luftfahrt­ industrie. Unsere Produkte sorgen in Flugzeugen für Gewichts-, Schall- und Treibstoffreduktion. Seit der Gründung konnten wir durchschnittlich 20 Prozent pro Jahr wachsen. Ein langfristiger Wachstumsmarkt, langfristige Lieferverträge sowie ein hoher Auftragsstand gehören sicherlich zu unseren Stärken. Die Abhängig-

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DerBörsianer 4. Ausgabe, Q3 2014  

Das Fachmagazin für den österreichischen Kapitalmarkt

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